Abschied von Steffen

Stellvertreter

Wir kämpfen nicht, wir lassen kämpfen. Wir haben unsere Stellvertreter.

Wir können es nicht (Zitat Steffen: “Du kannst nicht Fußballspielen, Andy”), andere, stärkere machen das für uns. Der Beste unter ihnen, Steffen, tat das 16 Jahre lang. Kaum vorstellbar, dass sich das nach ihm noch einmal ereignen könnte. Vielleicht aber doch, fesche Madln zum Festhalten gibt es ja überall. Also Mädels, hier ist Rapid, Euer Betätigungsfeld!

Immer, wenn ich die Bilder der Royals über die kommende Superhochzeit sehe, meine ich, dass mich das nicht betrifft, dass ich gegen so etwas immun wäre. Und jetzt sitze ich da, im Kursalon Hübner (übrigens das erste Mal in meinem Leben) und ertappe mich dabei, bei einem höchst emotionalen Ereignis dabei zu sein, dass die Anwesenden, mich eingeschlossen, ebenso bewegt wie andere das Ja-Wort des Königspaares auf Schloss Windsor. Da wie dort Ereignisse, wie sie uns allen im Alltag genau so passieren können, aber es ist etwas Besonderes, einen Abschied eines unserer Stellvertreter am Fußballparkett verabschieden zu müssen; eine Fernbeziehung zu jemandem, der uns etwas auf einem Niveau vorlebt, das wir selbst nicht erreichen können.

Etwa 150 Menschen waren anwesend. Die Familie, Verwandte, die Mannschaften, der Trainerstab, Legenden, das Präsidium, der Ehrenpräsident, Pressevertreter und auch eine Direktübertragung über den Kanal ORF Sport Plus fand statt. Dazu kam eine Gruppe von Fans. Wir sahen: Sabine, Oliver, Markus, Jakob (Ultras), Martin, Dominik, Brucki (Tornados) , Charly (Rapid-Wirt), Gernot (Grün-Weiß Winklarn), Hans (Speising), Jürgen (Sinn des Lebens). Mit dabei waren Florian und Franz (Klub der Freunde). Lest den genauen Bericht auf der Rapid-Homepage “Kein Abschied für immer, sondern ein Neubeginn”.

Wir haben uns von Steffen schon im Vorjahr verabschiedet. “EwkiL-Treffen mit Helge und Steffen” (4.8.2017) Die damals übergebene Datensammlung werden wir aktualisieren und ihm in einer Finalfassung übergeben.

Wie schwer dieser Abschied auch den Fans fällt, sieht man an dem Umstand, dass sie meinen, Steffen wäre bei den letzten Spielen so etwas wie eine Wunderwaffe gegen Niederlagen gewesen. In einem Kurier-Interview erzählt aber Steffen, dass er schon im Vorjahr aufgehört hätte, wäre das Cupfinale zu unseren Gunsten ausgefallen. Immer diese Hätti-Wari…

Im Bild Steffen im Interview…

… und mit Familie

16 Jahre bei Rapid

Symbolisch die 16 Jahre bei Rapid standen Steffens Trikots auf der Bühne, jeweils eines für zwei Jahre, zusammengestellt im folgenden Bild:

Hier eine Liste der längst dienenden Rapidler:

19 1930-1948 Binder Franz Binder Franz
19 1911-1929 Kuthan Richard Kuthan Richard
19 1931-1949 Wagner Franz Wagner Franz
18 1986-2003 Herzog Andreas Herzog Andreas
17 1943-1959 Happel Ernst Happel Ernst
17 2002-2018 Hofmann Steffen Hofmann Steffen
17 1937-1953 Merkel Max Merkel Max
17 1943-1959 Körner Alfred Körner Alfred
16 1942-1957 Körner Robert Körner Robert
16 1970-1985 Krankl Hans Krankl Hans
16 1898-1913 Schediwy Karl Schediwy Karl
16 1929-1944 Kaburek Matthias Kaburek Matthias
16 1979-1994 Garger Kurt Garger Kurt
16 1939-1954 Gernhardt Leopold Gernhardt Leopold
16 1949-1964 Gießer Karl Gießer Karl
16 1912-1927 Bauer Eduard Bauer Eduard
16 1986-2001 Schöttel Peter Schöttel Peter
16 1945-1960 Zeman Walter Zeman Walter
15 1914-1928 Wondrak Karl Wondrak Karl
15 1899-1913 Schediwy Josef Schediwy Josef
15 1911-1925 Brandstetter Josef Brandstetter Josef
15 1958-1972 Flögel Rudolf Flögel Rudolf
15 1985-1999 Heraf Andreas Heraf Andreas
15 1997-2011 Hedl Raimund Hedl Raimund
15 1938-1952 Musil Josef Musil Josef
15 1978-1992 Kienast Reinhard Kienast Reinh

Die meisten Spiele für Rapid

Da in den früheren Jahrzehnten weniger Spiele absolviert wurden, kommt keiner seiner Vorgänger an die Anzahl der Spiele für Rapid an Steffen Hofmann heran. In dieser Wertung ist Steffen wohl uneinholbar.

Spieler T. Sp. Rapidler
Flagge Hofmann S. 128 539 2002-2018
Flagge Schöttel P. 7 526 1986-2001
Flagge Kienast R. 76 499 1978-1992
Flagge Konsel M. -578 486 1985-1997
Flagge Krankl H. 339 450 1970-1985
Flagge Flögel R. 195 432 1958-1972
Flagge Weber H. 51 411 1978-1989
Flagge Hanappi G. 124 394 1951-1964
Flagge Feurer H. -394 361 1976-1988
Flagge Halla P. 44 360 1953-1965
Flagge Pregesbauer J. 17 350 1975-1986
Flagge Glechner W. 13 334 1959-1971
Flagge Garger K. 7 332 1979-1994
Flagge Brauneder K. 26 332 1983-1994
Flagge Körner A. 180 327 1943-1959
Flagge Walzer W. 20 326 1969-1979
Flagge Dienst R. 322 324 1949-1961
Flagge Höltl J. 1 324 1955-1967
Flagge Pajenk E. 21 322 1970-1979
Flagge Binder F. 397 318 1930-1948
Flagge Wagner F. 4 304 1931-1949

Liste aller Trainer von Steffen

Barisic Zoran
Büskens Mike
Canadi Damir
Djuricin Goran
Hickersberger Josef
Pacult Peter
Schöttel Peter
Zellhofer Georg

Liste aller Mitspieler mit Steffen

Adamski Marcin
Akagündüz Muhammet
Alar Deni
Arase Kelvin
Auer Stephan
Bajrami Eldis
Bazina Mario
Behrendt Brian
Bejbl Radek
Berič Robert
Berisha Veton
Bilic Mate
Bolingoli Boli
Bošković Branko
Boyd Terrence
Breitenfelder Fritz
Burgstaller Thomas
Burgstaller Guido
Cehajic Salmin
Denner Lukas
Dibon Christopher
Dober Andreas
Dobras Kristijan
Dollinger Matthias
Došek Tomáš
Drazan Christopher
Eder Hannes
Entrup Maximilian
Erbay Ümit
Fabiano de Lima Campos Maria
Fath Saoud
Feldhofer Ferdinand
Galvão Lucas
Garics György
Gartler Rene
Gerson Guimarães Ferreira Junior
Grahovac Srdjan
Grozurek Lukas
Harding Georg
Haring Peter
Harrauer Michael
Hedl Raimund
Heikkinen Markus
Herzog Andreas
Hiden Martin
Hiden Markus
Hinum Thomas
Hlinka Peter
Hoffer Erwin
Hofmann Maximilian
Hofmann Steffen
Huspek Philipp
Ildiz Muhammed
Ivanschitz Andreas
Jadoua Adel
Jazić Ante
Jelavić Nikica
Jelić Matej
Joelinton Cassio Apolinário de Lira
Jovanović Milan
Kainz Florian
Katzer Markus
Kavlak Veli
Kayhan Tanju
Keles Eren
Ketelaer Marcel
Kienast Roman
Kincl Marek
Knez Iván
Knoflach Tobias
Koch Georg
Königshofer Lukas
Konrad Mario
Korkmaz Ümit
Korsos György
Kostic Alexandar
Kovačec Dino
Kuen Andreas
Kuleski Vasil
Kulovits Stefan
Kvilitaia Giorgi
Labant Vladimír
Laursen Jacob
Lawarée Axel
Lenko Jirí
Ljubicic Dejan
Lukse Andreas
Macho Jürgen
Maier Ladislav
Maierhofer Stefan
Malicsek Philipp
Maric Marko
Martinez Sebastian
Močinić Ivan
Mujakic Armin
Murg Thomas
Novota Ján
Nuhiu Atdhe
Nutz Stefan
Okungbowa Osarenren
Palla Stephan
Pashazadeh Mehdi
Patocka Jürgen
Pavelic Mario
Payer Helge
Pehlivan Yasin
Petsos Thanos
Pichler Harald
Plassnegger Gernot
Prager Thomas
Prenner Helmut
Prisc Mario
Prokopič Boris
Prosenik Philipp
Radlinger Samuel
Sabitzer Marcel
Saler Jürgen
Salihi Hamdi
Sara Mario
Saurer Christoph
Schaub Louis
Schießwald Günter
Schimpelsberger Michael
Schobesberger Philipp
Schösswendter Christoph
Schrammel Thomas
Schreiner Daniel
Schwab Stefan
Sobczyk Alex
Sobotzik Thomas
Soma Ragnvald
Sonnleitner Mario
Stangl Stefan
Starkl Dominik
Strebinger Richard
Sturm Florian
Szalai Attila
Szántó Tamás
Thonhofer Christian
Thurnwald Manuel
Tokić Mario
Correa Tomi
Topić Eldar
Tosun Cemil
Traustason Arnór Ingvi
Trimmel Christopher
Valachovič Jozef
Vennegoor of Hesselink Jan
Vico Jovica
Voříšek Petr
Wagner René
Wallner Roman
Weinwurm Ferdinand
Wöber Maximilian
Wydra Dominik

Links

Rapid II-Parndorf

3:5 (3:1)

Bei Spielbeginn war schon bekannt, dass Rapid in Wiener Neustadt knapp verloren hat und bei diesem Testspiel die Quote der Lattentreffer weiter in die Höhe geschraubt wurde.

Rapid II wollte das am Abend natürlich besser machen. Im Bild kommen beide Mannschaften aus der Kabine. Kapitän Stefan Pfeifer springt noch einmal mächtig in die Höhe.

Und man begann furios und führte bis kurz vor der Pause mit 3:0. Doch das Spiel nahm nach der Pause eine ganz unerwartete Wendung.

Die klassische Begründung für ein so kurioses Spiel ist, dass die Mannschaft nach der Pause “aufgehört habe, Fußball zu spielen”. Gut, aber wie kann es zu einem solchen kollektiven Einbruch kommen? Rapid II präsentierte sich ja vor der Pause als die klar bessere Mannschaft.

Was, wenn es den Spielern in der Kabine ebenso erging wie uns Zuschauern in der Pause:“des Spü is gwunan”, meinten wir und doch sollte uns der Gegentreffer aus einem Strafstoß kurz vor der Pause zur Vorsicht gemahnt haben – hat er aber nicht. 

Natürlich kann es auch sein, dass die Parndorfer in der Pause eine taktische Umstellung vorgenommen haben, die ich als Taktik-Laie nicht erkannt habe und die junge Mannschaft von Rapid II auf diese Umstellung nicht ausreichend rasch reagieren konnte.

Und so schlitterte Rapid II – möglicherweise aus einer völligen Fehleinschätzung der Lage – in eine Niederlage, die in wenigen Minuten besiegelt war. Unser Sprecher Leo Gartler war wegen der Entwicklung des Spielverlaufs nach der Pause so erzürnt, dass er mehrmals seine Kabinentür öffnete und die Spieler ob ihrer Spielweise ziemlich heftig tadelte. 

Das Spiel wurde auch von Carsten Jancker beobachtet, denn Rapid II ist am 6.4. zu Gast in Horn. 

Rekordmeisterbar im Dienste von EwkiL:Rapid

Wir verbringen die Freitag-Nachmittage in Form einer Jour Fixe meist in einer kleinen Runde in der Rekordmeisterbar.

An diesem Freitag waren es Arnold, Florian, Franz und Hannes; und der Abend war besonders lang. Es begann um 17:00 mit einem Abendessen, danach folgte das Heimspiel von Rapid II und als Ausklang des Abends erlebten wir das Länderspiel gegen Slowenien in einer exklusiven Umgebung, betreut von Steffi und Alex, bei Bier, Wein und Kuchen. Der Autor hat sich einen Affenzeller spendiert. Wir bedanken uns für den sehr angenehmen und außergewöhnlich langen Abend.  

Dass die Nationalmannschaft mit einer bisher nicht bekannten Spielfreude aufgetreten ist, ließ den Abend nach den zwei Niederlagen von Rapid und Rapid II doch noch versöhnlich ausklingen. 

Das Geheimnis des Fensters

Seit 14 Tagen gibt es in der Rekordmeisterbar ein Fenster zur Küche.

Das Fenster erfüllt eine formale Anforderung der Bauordnung und hat sonst keinen Zweck. Eigentlich sollte das Fenster mit einer Folie beklebt sein, sodass man aus der Küche nach außen sehen kann aber nicht umgekehrt vom Gastraum in die Küche. Also etwa so, wie man es bei Verhören bei einem Krimi oder bei Kassen im Supermarkt sieht. Aber was in diesen Fällen funktioniert, funktioniert bei Rapid nicht. Damit nämlich eine einseitige Durchsicht möglich ist, muss der Kontrollraum abgedunkelt und der andere Raum beleuchtet sein. Aber in der Rekordmeisterbar sind beide Räume beleuchtet, und es gibt keine Durchsicht durch die Folie. Daher ist das Fenster nunmehr mit einer klassischen Innenjalousie versehen. 

Wieder was gelernt, danke Hannes

Rapid-Viertelstunde

Wollte man bei allen Rapid-Events dabei sein, kann ein Tag mit Rapid ganz schön stressig sein. So etwa entging uns die Erstausstrahlung der 155. Folge Rapid-Viertelstunde um 19:15.

Folge 155 vom 23.3.2018

  • Neue Kooperation mit Schule
  • Das neue Mannschaftsposter
  • Hans Hierath, der vergessene Funktionär
  • Rapid-Spieler im Nationalteam
  • Christopher Dibon beim Zahnarzt
  • Zum Video
  • Link zum Mannschaftsfoto

Tomanntraining

Bei der Suche nach der Online-Version wurde ein W24-Video außerhalb der Reihe entdeckt, das sich mit dem Rapid-Tomanntraining befasst. Hier ist es:

Rapid wirbt

Früher ist man gestorben – und wusste nicht immer warum; heute stirbt man auch – und im Unterschied zu früher wissen wir oft sehr genau, warum. Am Weg dorthin schickt mich meine Hausärztin von Zeit zu Zeit zu den Vampiren ins Labor und die finden auch tatsächlich Anomalien, denen nachgegangen werden muss. Wie gesagt, heute weiß man die Gründe, ändern tut’s aber auch nichts am letzten Weg mit dem 71er. Doch im Warteraum der Vampire (in dem übrigens nicht fotografiert werden darf) sah ich folgenden Zeitungsstapel:

Man sieht, dass sich Rapid bemüht, neue Interessentenschichten zu erschließen. Das Foto ist aber illegal! Dieses Rapid macht mich noch zum Hooligan – wie es meine Nachbarn immer schon gewusst haben. 

Stammtisch

Sachlich

Nach Rapid-Hymne und Einleitung sprach Andy Marek mit Laurin Rosenberg. Laurin berichtete über die guten Besucherzahlen im Rapideum und die besonderen Fürmen von Führungen. Die Vitrinen in der Aula wurden neu gestaltet und mit Highlights aus dem Nachlas von Hans Hierath (Funktionär seit 1914). Darunter befindet sich eine Medaille von Dionys Schönecker, eines von zwei Andenken an den Mister Rapid.

Lustig

Praktisch zeitgleich mit Andy Marek kam Wolfgang Frey zu Rapid. Er war vorher bei der Vienna. Hörenswert seine Anekdoten über Dejan Savicevic. Heute wären die Spieler eher Einzelgänger. Wolfgang erklärt, dass die Fluktuationen heut viel größer sind als in der Zeit als er zu Rapi kam. “Die Daltons” = Kühbauer, Marasek, Kühbauer, Mandreko. Geschichten über die Daltons und dem damaligen Teamarzt Dr. Lugscheider.

Die Aufgabe des Teammanagers Kurt Deringer ist die Betreuung aller Teamspieler im Alltag, natürlich auch die organisatorische Abwicklung aller Auswärtsfahrten.

Ehrlich

Stefan Auer ist ein Fixpunkt in unserer Mannschaftsaufstellung. Was in dem Interview besonders auffiel, dass auch die betroffenen Spieler das wenig entschlossene Spiel in der zweitan Halbzeit gegen Altach nicht erklären können, weil die Vereinbarungen in der Kabine ja ganz andere sind als es sich dann während des Spiels ergibt. Wichtig ist aber doch, dass es grundsätzlich schwierig ist, gegen eine gut stehende Abwehr zu einem vollen Erfolg zu kommen, und dass auch Salzburg damit seine Schwierigkeiten hat.

Selbstkritisch

Ginge es nach dem Publikum, müsste bei Rapid eigentlich alles ausgetauscht werden, beginnend bei den Spielern bis hinauf zum Präsidenten. Und es gibt natürlich Situationen der kollektiven Ratlosigkeit, in denen man tatsächlich eine Notbremse ziehen muss. Das Interview mit Frey Bickel zeigte, dass der Gestaltungsspielraum eines Sportdirektors von Rapid nicht so groß ist, wie das Publikum es sich wünschen würde. Fredy sagte an einer Stelle, dass es eine seiner liebsten Aufgaben ist, Spieler zu verpflichten, die dann so richtig “einschlagen”. Doch sein Alltag besteht darin, die Rahmenbedingungen der Vereinsführung zu erfüllen und die lauten, dass das Kader nicht mehr als 25 Spieler umfassen darf und das auch nur, wenn international gespielt wird. Wie falsch das Publikum Spieler einschätzt, merkt man daran, dass ein Teil des Publikums mit einem Spieler unzufrieden ist, der aber gleichzeitig von Interessenten umworben wird (Boli).

In der Frage, ob Steffen Hofmann eingesetzt werden soll, besteht bei einem Teil des Publikums Realitätsverweigerung. Was vielleicht verabsäumt wurde, ist der Aufbau von Führungsspielern, die Steffen nachfolgen können. Vielleicht ist ja schon die unglückliche Verletzung von Stefan Schwab beim Derby mit ein Grund, warum die Mannschaft wegen der verschiedenen Ersatzkapitäne im Spiel nach einer Leitfigur sucht, die mit Steffen abhanden gekommen ist.

Trotz aller positiven Einschätzungen der Konstellation der Mannschaft und des Trainerteams werden doch alle an den Ergebnissen, also am Erfolg und nicht an der Leistung*) gemessen. Die Ergebnisse des letzten Meisterschaftsviertels und der ausständigen Cup-Begegnungen werden wohl über die Zukunft unseres Trainers entscheiden.

*) Die Leistung wird bei Heimspielen mit GPS-Systemen am Rücken der Spieler gemessen und diese Werte sind sher zufriedenstellen.

Ambiente

VIelleicht sollte auch einmal erwähnt werden, warum sich ein Besuch in der Rekordmeisterbar lohnt: Alex und Brigitte:

 

Heringsschmaus

Die Rekordmeisterbar lud zum Heringsschmaus und Food-Affairs konnte seine Küche von der besten Seite präsentieren. Und so kam “etwas” Abwechslung in die ansonsten einfache Küche in unserer Favoritner Vorstadt. An unserem Tisch, vlnr.: Arnold, Florian, Friederike, Hannes

Gesprächsthema – wie könnte es anders sein – die aktuellen Fanprobleme und die glücklosen Spiele in der Südstadt; mit dem Motto: “5 Leute, 6 Meinungen”. 

Wir bedanken uns beim Team der Rekordmeisterbar, angeführt von Stefanie und bei unserer Kellnerin Cara für die wie immer sehr freundliche Bewirtung. 

Menü

Couvert

  • „Butter-Bonbon” | Olivenöl ofenfrisches Gebäck

Vorspeisen am Buffet

  • Hausgebeizter Norwegischer Fjordlachs: Senf-Dill-Sauce | französischer Gemüsesalat | Oberskren getoastetes Schwarzbrot
  • Heringssalat „Hausfrauen Art”: Apfel | Zwiebel | Essiggurkerl | Ei
  • Heringssalat „Matjes”: Preiselbeere | roter Pfeffer | Kräuter
  • Heringssalat „Steirisch”: Käferbohnen | Kemöl | Senf
  • Frittierte Baby Calamari im Stanitzel | Sauce Aioli | Zitrone | Baguette
  • Gefüllte Eier | „Herings-Kaas” Kresse & Knäckebrot
  • Matjes-Terrine | Röte Rüben Kren | Sprossen
  • Salat als erste Frühlingsboten: Feta | gepoppter Wildreis

Brotstation

  • Französisches Baguette Zwiebelbrot | Krustenlandler

Suppe als Zwischengericht

  • Misosuppe | Venusmuscheln | Chittlöäen

Hauptspeisen am Buffet

  • Gegrillte Riesengarnelen I weißes Bohnenragout mit Erdäpfel | Krustentier-Jus
  • Aus der Riesenpfanne I Octopusgulasch Gnocchetti | Oliven Paradeiser | Petersilie
  • Saltimbocca vom Seeteufel Grammelrisotto l Zwiebel-Jus
  • Geschmorter Lammnacken l Maiscreme gegrillte Pastinaken | Rosmarin & Salbei
  • Aus der hauseigenen Pastamanufaktur | frische Pappardelle | Ragout von Ofentomaten | Artischocken | Pecorino sardo

Dessertbuffet

  • Süße Vollkorn-Pflaumenravioli
  • Nuss-Crunch | Pflaumenwein-Creme
  • Gratiniertes Kokoseis | Baiserhaube
  • rauchiger Ananassalat l Zuckerwatte
  • Topfen-Oberscreme im Glas
  • Blutorangenkompott Schokoladen-Trüffelschnitte | Kahlüa
  • Auswahl an Wiener Naschereien & Mini-Krapfen

Zum Drüberstreuen

Dinnerpreis pro Person EUR 49,-

Alle Bilder

Stammtisch

Die Vorfreude auf den kommenden Beginn des zweiten Teils der Meisterschaft war groß, die Rekordmeisterbar bis auf den letzten Platz gefüllt. Andy Marek leitete die Diskussion trotz Verkühlung. 

Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek

Stürmerkauf

Vieles vom Gesagten haben wir schon oft gehört. Abseits der Werbebotschaften glaube ich durchgehört zu haben, dass die abgelaufene Herbstsaison etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben ist, ganz abgesehen von den fehlenden Einnahmen aus einem internationalen Bewerb. Was sich also vordergründig gut anhört, nämlich ein 42-Millionen-Budget, bedeutet nicht, dass der Sportdirektor große Sprünge machen kann. Man muss ja immer mitdenken, dass die Trainerwechsel in der Saison 2016/17 leichter durchgeführt als dann auch finanziert waren. Dazu kommen die Erfahrungen aus den sportlichen Fehlinvestitionen Mitte 2016. Man hat aus den damaligen Fehlern gelernt und wagt nicht, ein unvorhersagbares Risiko eines Stürmerkaufs einzugehen. Niemand kann uns garantieren, dass ein teurer Stürmer jene Tore erzielt, die der Anhang ersehnt. Und noch so eine Fehlinvestition kann sich Rapid einfach nicht erlauben. Stattdessen setzt man auf Vertrauen in den bestehenden Kader und auf die Hoffnung, dass die Knoten in der Psyche der Akteure sich auch wieder lösen können, denn an Chancen hat es auch in den verlorenen Partien keineswegs gefehlt. 

Trainingszentrum

Der Fokus der kommenden Investitionen liegt auf dem Trainingszentrum, egal für welche der beiden Varianten, Prater oder Tullnerfeld, man sich schließlich entscheiden wird. Den Einwand eines Teilnehmers, dass man auch unter einfacheren Verhältnissen trainieren könne, ließen die Trainer nicht gelten, denn es herrsche zwischen den Vereinen ein starker Konkurrenzkampf um die besten Absolventen und ohne eine professionelles Trainingszentrum würde man die besten Spieler an die Konkurrenz verlieren. 

Goran Djuricin, Thomas Hickersberger, Stefan Schwab

Der Cheftrainer versuchte uns die verschiedenen Transfers zu erklären. Es war eine wichtigste Aufgabe für den Sportdirektor, den Kader zu verkleinern. Wenn Spieler mit wenigen Einsatzminuten ohnehin zum Wechsel zu Vereinen tendieren, bei denen ihre Chance auf ein Stammleiberl größer ist, kommt das dem Wunsch nach Kaderverkleinerung entgegen. Sogar das Alter der Spieler spielt eine nicht unwichtige Rolle, denn ist ein Spieler wie Eren Keles schon 24 und noch nicht in die Kampfmannschaft aufgerückt, dann besteht auch keine Hoffnung mehr, allzu viel für ihn zu erlösen und daher ist es für seine weitere Entwicklung besser, zu einem anderen Verein zu wechseln.

Rapid II

Die vielen Aspekte die für oder gegen einen Aufstieg in die Zweite Liga sprechen, sind nicht ganz einfach zu beantworten und die Belastung des Budgets wurde dabei noch gar nicht diskutiert. Wichtig ist die Entwicklung der Spieler. Die Spieler müssen in der jeweiligen Liga gefordert aber nicht überfordert sein. Wenn junge Spieler in der Zweiten Liga ständig Misserfolgserlebnisse haben, hemmt das ihre Entwicklung und daher kann ein Verbleib in der Regionalliga aus diesem Grund von Vorteil sein.

Thomas Hickersberger brachte es auf den Punkt, dass nämlich beim Fußball auch die schwächere Mannschaft gewinnen kann ohne dass das bedeutet, dass der Verlierer schlecht gespielt hätte. Das haben wir oft genug erlebt. Das Schlagwort von “Glück des Tüchtigen” manifestiert sich nur einer großen Zahl von Spielen, nicht aber unbedingt im Einzelfall. 

Unsere Runde

vlnr Christoph, Gregor, Franz (alle Grün-Weiß Distel), Hannes (Freunde/EwkiL:Rapid), Franz (Podersdorf), Gerhard, Thomas, Florian, Christian (alle Freunde)

 

Es ist etwas eigenartig, wenn man Andy Marek von einem Herren in einer grünen Weste sprechen hört und feststellt, dass man selbst damit gemeint ist. In diesem Fall bewarb Andy dieses Tagebuch und schlug den Anwesenden vor, sich das Tagebuch zu abonnieren. Wer das also tatsächlich tun will, der kann die Anmeldeseite besuchen. Im Anschluss an die Diskussion setzte sich Andy zu einem verspäteten Frankfurter Würstel an unseren Tisch und plauderte über Rapid und das Skifahren. 

119 Jahre Rapid

Wenn man sich auf eine Automatik verlässt… Hätte mich nicht mein treuer Julian schon in der Früh ganz aufgeregt angerufen, ich hätte den Termin übersehen und ihn morgen Dienstag aus meinem eigenen Rapid-Pressespiegel erfahren! Dann wäre es aber zu spät gewesen. Dank Julian konnte ich aber wenigstens die beiden ersten Erzählungen im Kreise von etwa 50 unentwegten Rapid-Anhängern miterleben.

Ich kam mit der U-Bahn am Bahnsteig wartete Viktor! Im Bild Viktor im Gespräch mit Josef Hickersberger:

Wer kennt Viktor nicht! Ich kenne ihn so lang ich Rapid-Veranstaltungen besuche aber es bedurfte einiger Biere am Tisch von Peter und Janine, dass ich ihn näher kennen lernen durfte. Da noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn um 16:00 war, lud er mich zu einem Achterl zum Peschta ein. Ich erzählte ihm, dass ich eigentlich ein Tscheche wäre und er erzählte mir, was für tolle Tschechen er schon bei Rapid erlebt hätte, allen voran Antonín Panenka. Ich habe ihn zu unserem nächsten Treffen beim Klub der Freunde eingeladen. Er wird unsere Runde durch seine sehr freundschaftlichen und manchmal auch erheiternden Wortmeldungen bereichern.

Didi Kühbauer

Pünktlich um 16:00 ging es aufwärts in die Players Lounge, einem Bereich, in dem die Spieler nach einem Spiel zusammentreffen. Der abgetrennte Raum befindet sich auf Ebene II. Didi Kühbauer erzählte über die Umstände seines Transfers von der Admira zu Rapid, Anekdoten aus der Zeit mit dem Trainer Gustl Starek, das Highlight Europacup und die Gründe für seinen Abgang. 

Zwei Dinge habe ich mir besonders gemerkt:

  • Didi hat angemerkt, dass man gewisse Ereignisse rund um ein Spiel nicht durch Können oder Nicht-Können erklären kann, sie passieren einfach zufällig. Positive Zufälle (Glück) können sich zu einem “Lauf” aufschaukeln können, ebenso wie negative Zufälle (Pech) eine Negativspirale auslösen können (ganz im Gegensatz zu einem reinen Glücksspiel, bei dem ein Ergebnis mit vorherigen Ergebnissen in keinerlei Zusammenhang steht). Der psychologische Grund ist, dass der Mensch den Zufall nicht als solchen wahrnimmt sondern das Glück oder Pech bei uns Spuren hinterlässt und damit nachwirkt und daher eine ganze Saison beeinflussen kann. Dass diese Zufälligkeiten nicht nur Ausreden für Misserfolg herhalten müssen, zeigt die Serie der Erfolge, am Weg in das Europacupfinale. Was es ausmachen kann, dass ein sehr starker Gegner wie es Lissabon war, und der sich schon als sicherer Aufsteiger wähnt, dennoch aus dem Bewerb geschossen werden kann, wurde als Beispiel für positive Zufälligkeiten genannt.
  • Didi hat – angesprochen auf einen Konflikt mit Andy Ogris während eines Derbys – einen Umstand wiederholt, den ich in einer ähnlichen Form schon oft gehört habe: er sagte, dass er diese Konflikte seinerzeit als wirklich existenziell betrachtet hat, so, als ginge es um Leben und Tod. Das sei kein Spaß gewesen, es war Ernst. Ähnliches kann man auf der EwkiL-Seite nachlesen, einen Spruch von Bill Shankly, eine, schottischen Spieler und Trainer. Dieses Zitat ist sogar in der Wikipedia verewigt. 

Im Laufe des Interviews gesellten sich auch Präsident Krammer und Geschäftsführer Peschek zur Runde der Zuhörer. 

  

Josef Hickersberger

Wir wechselten den Standort in die Rapid-Loge in Ebene 3, wo uns Josef Hickersberger schon erwartete. Auch Rudi Flögel und Alfred Körner waren bereits anwesend und warteten auf ihr Interview.

Josef Hickersberger hat durch seinen Meistertitel natürlich einen ganz besonderen Stellenwert und eine wichtige Frage war daher, warum er den hoch dotierten Posten in Katar zugunsten des zwar ehrenvollen aber weniger einträglichen Job bei Rapid aufgegeben hat. Die Antwort war einfach. Es war weniger Rapid, das den Ausschlag gegeben hat, es war eher seine Enkeltochter, mit der er dadurch mehr Zeit verbringen konnte. 

Und auch er nannte den Zufall als einen ständigen Begleiter des Fußballs. Wie viel anders hätte die Gruppenphase in der Championsleague verlaufen können, hätte Jozef Valachovic den Elfer versenkt; derselbe Jozef, der im Spiel in Moskau der Matchwinner war. 

Auch bei seiner Station als Bundestrainer hatte er das Pech, dass der Torschützenkönig Marc Janko verletzt war und dem Team beim Bewerb nicht helfen konnte. Es war keine Ausrede aber er wollte – ähnlich wie beim ersten Interview Didi – zeigen, dass Zufälle den Fußball maßgeblich beeinflussen.

Auch sehr interessant sein großes Lob für die Gastfreundschaft seiner nunmehr arabischen Freunde. Josef hat betont, wie freundlich er von den dortigen Vereinen behandelt worden war und wie er auch heute noch gerne dort empfangen wird.

Josef war sehr zuversichtlich, dass es Rapid im Sommer noch bis ganz hinaus schaffen könne, immerhin spräche dafür, dass man ihn zu seinem 60er auf den Rathausplatz zur Meisterfeier einladen konnte und das heurige Jahr, in dem er seinen 70er feiert, würde sich für eine Wiederholung anbieten.

Besuch bei Ivica

Weihnachten ist eine Zeit der Verwandtenbesuche und unser Familie ist grün-weiß. Wir nahmen das zum Anlass, um Ivica im Pflegeheim zu besuchen. Wir, das sind Arnold, Christian, Florian und Franz. Folgende Nachrichten bringen wir mit:

Ivica bewegt sich im Rollstuhl und ist bei Bewegungen stark eingeschränkt. Aber er versteht, was wir sagen, und wir haben ihm über die Weihnachtsfeiern erzählt und dass er bei allen diesen Anlässen in unseren Gedanken mit dabei ist. Wir zeigten ihm Bilder von diesen Festen und auch solche von unseren letzten gemeinsamen Begegnungen im Herbst 2016. Er kann sich zum Teil schon mit einem Bleistift mitteilen.

Ivica wird bestens betreut! Seine Lebensgefährtin verbringt den ganzen Tag mit ihm. Nach unserem kurzen Besuch musste er eine Einheit in der Physiotherapie absolvieren. Er wird im Neuen Jahr auf Reha fahren, und seine Betreuer sind zuversichtlich, dass er beim Wiedererlernen motorischer Fertigkeiten Fortschritte machen wird.

Wir wünschen Ivica und seiner liebevollen Betreuerin viel Kraft für das kommende Jahr.

Ivica am 22. Oktober 2016 in der Pause des Spiels Stadlau-Rapid II in der Kantine seines Bruders: Daneben sein neues Zuhause im Pflegeheim.

Der Rapid-Turbo

Der Jahreswechsel ist die Zeit, zurück zu blicken und sich zu fragen, wie es kam, das alles so ist wie es ist. Unser diesjähriger Rückblick betrifft die Frage, wie es Rapid schaffen kann, trotz größter sportlicher Hoppalas in der Gunst der Zuschauer ganz vorne zu liegen. Präsident Krammer hat bei seinem gestrigen Statement zur Lage von Rapid berichtet, dass 43% der Besucher von Bundesliga-Spielen zu einem Spiel mit Rapid-Beteiligung kommen! Aber warum? War das immer so? Alles wirkt wie eine kitschige Weihnachtsgeschichte aber sie ist das Produkt harter Arbeit, Begabung und einer  guten Portion glücklichen Zufalls, dass Rapid fantechnisch dort steht, wo es eben steht.

Wenn die Bundesliga Steigerungen der Zuschauerzahlen vermeldet, folgen diese in der Regel den Steigerungen der Zuschauerzahlen bei Rapid. Weil Rapid ein Mitgliederverein ist und die finanzielle Beteiligung der Mitglieder am Umsatz ein bedeutender Faktor in der Gebarung ist.

Dass es auch anders sein kann, zeigen die Beispiele von Salzburg und Favoriten.

In Salzburg, beim Verein in Firmeneigentum (irgendwie ein Widerspruch), wird ein Double nach dem anderen eingefahren und die Zuschauerzahlen sinken bis auf den Bundesliga-Schnitt. Die Zuschauer sind ja dem Management auch nicht besonders wichtig, weil ihr Anteil am Budget unbedeutend ist und die Betreuung all zu vieler Mitglieder viel aufwändiger ist als das Investieren von Geld aus einem Füllhorn. Und weil Fans durchaus ein unangenehmes Eigenleben entwickeln können, werden allzu viele Fans eher als Störfaktor empfunden.

Bei unserem Stadtrivalen gibt es eine Weihnachtsfeier. Im Rathaus. Ein Bild zeigt die Szenerie: 21 Tische mit je 8 Personen insgesamt 168 Gäste. Wer kann das schon sein. Wenn es nicht etwa weitere Säle gibt sind das gerade einmal die Spieler, die Vereinsleitung jeweils mit Begleitung sowie wichtige Sponsoren. Mitglieder dürften nicht vertreten sein.

Vorurteile

Versuche einmal die folgenden Fragen zu beantworten (Auflösung weiter hinten):

  • Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!
  • Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!
  • Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid “Rekordmeister” nennt!
  • Rapid ist so beliebt, weil es dort so viele “Proleten” gibt!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele “Randalierer” treffen!
  • Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Bevor wir an die Beantwortung dieser Fragen gehen, wollen wir die Entwicklung in den Zeiten der heutigen Bundesliga genauer betrachten.

Nackte Zahlen

Die Bundesliga zeichnet die Zuschauerzahlen seit der Saison 1974/75 auf; sowohl die Gesamtzahl der Zuschauer als auch ihre Zahl pro Verein. Aus diesen Angaben ergeben sich folgende “Fieberkurven” der Zuschauerzahlen der Bundesliga (grau), der Austria (violett), von Sturm (schwarz), von Salzburg (Austria Salzburg und RB) (rot) sowie von Rapid (grün):

Zu jeder “Fieberkurve” gibt es auch eine gleichfarbige, punktierte Linie, die den Langzeittrend seit der Saison 1974/75 anzeigt. Weiters wurden bei jeder Saison mit dem farbigen Stern die jeweiligen Meistertitel angegeben (fehlende Sterne bedeuten, dass eine andere, hier nicht angeführte Mannschaft Meister war) und mit einem farbigen Gesicht der Verein mit den meisten Zuschauerzahlen.

Dass die Zuschauerzahlen stark schwanken, liegt an ihrem Zufallscharakter. Die Schwankungen ergeben sich aus dem sportlichen Erfolg, der Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt, der jeweiligen Zusammensetzung der Liga, der Ausgeglichenheit des Bewerbs uvam. und darüber hinaus auch aus Einflussgrößen, die nicht näher bekannt sind oder nur vermutet werden können, wahrscheinlich sogar der Wetterlage.

Folgendes kann man aus den Verläufen schließen:

  • Die Zuschauerzahlen seit den Anfängen der Liga sind steigend; allerdings nicht für alle Vereine mit demselben Anstieg. Dem Bundesligazuwachs von 63 % stehen 329 % bei Rapid gegenüber (gemessen an der Trendlinie).
  • Die Schwankung der durchschnittlichen Zuschauerzahlen der Bundesliga ist geringer als jene der einzelnen Vereine.
  • Die Zuschauerzahlen der Vereine können in während erfolgreicher Saisonen Spitzen aufweisen, wie zum Beispiel bei den Spitzenwerte bei Sturm (1997/98) und Salzburg (1992-1995 und 2005-2008) aber auch deutliche Einbrüche, wie man bei Rapid (um 2001, Ära Matthäus) sieht.
  • Es gibt aber auch Verläufe, die mit dem Erfolg nicht direkt in Zusammenhang stehen. Zum Beispiel sieht man bei der Kurve der Wiener Austria den Effekt, der steigenden Zuschauerzahl im Erfolgsfall nicht sehr deutlich bis gar nicht oder es steigen die Zuschauerzahlen bei Rapid trotz mäßigem sportlichen Erfolg deutlich an (in den letzten 10 Jahren).

Was uns natürlich besonders interessiert, sind die Zuschauerzahlen bei Rapid und daher versuchen wir die eingangs gestellten Fragen auch anhand der Grafik zu beantworten. (Größere Darstellungen bei den Links.)

Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!

Um die Popularität eines Vereins im Laufe der Saisonen besser beurteilen zu können, wurde bei jeder Saison der Verein mi der höchsten Zuschauerzahl und der jeweilige Meister angegeben. Man kann gut sehen, dass Rapid keineswegs immer der Verein mit den meisten Zuschauern war. In den Anfängen der Bundesliga dominierte die Austria und das stand durchaus mit dem Erfolg in Zusammenhang. Man feierte immerhin von 1979 bis 1982 vier Meistertitel in Folge. Dann gab es die temporären Erfolge der Austria Salzburg und von Sturm Graz, die das Interesse für jeweils einige Jahre aus der Bundeshauptstadt abzog.

Nein, es waren nicht immer die meisten Zuschauer in Hütteldorf!

Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!

Der erste Verein, der die 10.000er Marke geknackt hat, war Austria Salzburg in der Saison 1991/92 bis zur Saison 1997/98. Rapid konnte dieses Zuschauerzahl erst punktuell in der Meistersaison 1995/96 einmalig übertreffen, um aber danach wieder auf mäßige Werte zu sinken. Heute ist der Zuschauerschnitt bei Rapid eher bei 20.000 als bei 10.000 aber das ist erst seit der Saison 2003/04 die Regel.

Also nein, vor dem Zuschauerhöhenflug in Hütteldorf waren es Bundesländervereine in Salzburg, Innsbruck und Graz, die als erste so etwas wie einen Hype ausgelöst haben, diesen Zuspruch aber nicht nachhaltig halten konnten.

Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!

Betrachtet man nur die jüngere Vergangenheit, also die dargestellte Zeit der Bundesliga seit 1974, kommt Rapid auf gerade einmal 7 Meistertitel, die Austria auf 14, Salzburg auf 11. Wären also die Titel für die Zuschauerzahlen verantwortlich, müssten Salzburg und die Austria weit vor Rapid liegen.

Ja, es gibt punktuelle Zuschauerhäufungen in Phasen des Erfolgs, aber das erklärt nicht den Mechanismus, warum Zuschauerzahlen steigen, obwohl es gar keinen zählbaren Erfolg gibt.

Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid “Rekordmeister” nennt!

Ich glaube nicht, dass viele Zuschauer kommen, weil sie den “Rekordmeister” sehen wollen. Sollte es welche geben, dann werden sie enttäuscht wieder gehen und nie wieder kommen, denn ein Spiel gegen den “Rekordmeister” suggeriert ein Spiel besonderer Qualität, es stellt sich aber als stinknormales Fußballspiel heraus, wo von einem “Rekordmeister” weit und breit nichts zu sehen ist. Jene, die also etwas ganz Besonderes sehen wollen, sind enttäuscht, weil das, was sie sehen ist ein punktuelles Ereignis, ein Fußballspiel; “Rekordmeister” ist ein Langzeitwert, den man im Moment nicht erlebt.

Mein Eindruck ist, dass das Attribut “Rekordmeister” für den Verein von den Kommentatoren auf unzulässige (aber durchaus so beabsichtigte Weise) gebraucht wird. Kaum wird ein Spiel mit Rapid im Fernsehen übertragen, meint der jeweilige Sprecher, das Spiel ginge gegen den “Rekordmeister”. Das erzeugt bei den Zuschauern eine völlig überzogene Erfolgserwartung und bei den Spielern einen großen Erfolgsdruck. Die Realität am Platz bringt meist Ernüchterung bei den Zuschauern und Frust bei den Spielern.

Ja, wenn’s läuft, dann träumt man gern einmal davon, den “Rekordmeister” ausbauen zu können. Aber meist ist das nicht der Fall und der “Rekordmeister” stellt sich als ein Rucksack heraus, den man lieber wegstellen möchte.

Ich finde den “Rekordmeister” eher abschreckend für Erfolgsfans.

Rapid ist so beliebt, weil es so viele “Proleten” gibt!

Man unterstellt den Anhängern von Rapid gerne, dass sie aus den unteren Schichten der Wiener Bevölkerung stammen. Dazu könnten uns Soziologen viel erzählen. Ich kann nur meine eigenen Beobachtungen und Interpretationen nennen. Einer meiner Lieblingsschals ist jener mit dem selbstironischen Schriftzug “Asoziale Wiener Proleten”. Dieser Schriftzug sagt eigentlich, dass man die Kampfansage jener, die diesen Spruch gegen Rapid verwenden, gerne aufnimmt und ihn in den eigenen Sprachjargon übernimmt und damit eben zum Ausdruck bringt, dass der Eindruck des Gegners einfach nicht stimmt.

Es ist umgekehrt, dass nämlich sehr viele, vom Schicksal weniger Begünstigte gerade dorthin gehen, wo ihre Benachteiligungen keine Rolle spielen, wo allein ihre regelmäßige Anwesenheit zählt und geschätzt wird.

Man geht einfach dorthin, wo man mit seinen Besonderheiten, Ecken und Kanten, Skurrilitäten usw. eher akzeptiert wird. Also nicht, weil es so viele eigenartige “Vögel” gibt, sondern weil man sie bei Rapid akzeptiert und integriert.

Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele “Randalierer” treffen!

Folgt man den Zeitungsmeldungen, könnte man durchaus meinen, Rapid wäre eine organisierte Räuberhöhle. Das ist aber sicher nicht der Fall. Zwar ist es nicht jedermanns Sache, den Ultras anzugehören aber ich versichere Euch, dass ich sehr viele Block-West-Steher kenne, die allein vom Bedürfnis getragen werden, zu einem starken Kollektiv gehören zu dürfen.

Bei der Eröffnung der neuen Südtribüne gab es einen enormen Andrang auf die dortigen 8600 Plätze. Es gibt bei Rapid keine 8600 “Extremisten”. Im Gegenteil! Eine so große Gruppe kann gar keine extremen Haltungen einnehmen, sonst würden die Gemäßigten gleich wieder abwandern. Die Gruppe muss im Gegenteil wegen der Heterogenität der vielen Teilgruppen alle Extreme vermeiden, um einen Zusammenhalt zu gewährleisten.

Es liegt in der Natur einer Gruppe aus überwiegend jungen Männern, dass rechte Überzeugungen überwiegen. Aber durch das selbstauferlegte Prinzip eines unpolitischen Blocks werden extreme Positionen eher unterdrückt, weil sie den Zusammenhalt stören.

Nein, das Rapid-Publikum ist durchaus enthusiastisch aber nur in Minderheiten eventuell als extrem zu bezeichnen – auch im Block. Durch die große Zahl der Zuschauer Extreme durch einen kollektiven Lernprozess abgefedert.

Nein, das Publikum bei Rapid ist völlig unterschiedlich von jenem Bild, dass die Presse gerne von ihm zeichnet. Wäre es nämlich so, nämlich “extrem”, dann würden die Spiele nur sehr geringe Zuschauerzahlen anlocken, eben die “extremen”.

Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Dieses Argument wurde zuletzt von Marco Rose angeführt, als man ihn auf die geringe Zuschauerzahl in Salzburg angesprochen hat. Auch ich habe mir früher so etwas Ähnliches gedacht, allerdings zeigt ein Blick auf die historischen Daten, dass es Zeiten gegeben hat, in denen die Zuschauerzahlen in den Bundesländern deutlich über jenen der Wiener lagen und zwar in den Hochs der Austria Salzburg und Sturm Graz (Innsbruck wurde in der Grafik nicht erfasst). RB konnte in den Anfangsjahren 2005 bis 2009 einen ähnlichen Zuschauererfolg verbuchen, um in den letzten Jahren trotz großer sportlicher Erfolge auf das Niveau des Bundesligaschnitts zurück zu fallen.

Man muss auch bedenken, dass der Stadtrivale, die Austria, dasselbe Einzugsgebiet wie Rapid hat, aber so wie RB bestenfalls den Bundesligaschnitt erreicht.

Wir erinnern uns an die Anfangseuphorie in Mattersburg, als man dort 10.000 Zuschauer und mehr gezählt hat. Wo sind die Zeiten geblieben?

Nein, es liegt auch nicht am Einzugsgebiet.

Woran liegt es dann?

In einem so komplexen System wie es Fußball ist, gibt es keine einfachen Antworten; nicht beim Spiel und auch nicht in der Verwaltung. Erfolg hat viele Väter. Und man braucht auch eine Portion Glück. Rapid hatte großes Glück aus dem Schlamassel rund um die Rapid-Aktie herauszukommen. Diese Zeit habe ich nicht miterlebt aber auch die Übernahme der Präsidentschaft durch Rudolf Edlinger war ein solcher Glücksfall, ist es doch gelungen, den Ausfall der Bank Austria als Sponsor einigermaßen aufzufangen. Und die reibungslose Übergabe an Michael Krammer mit dem Stadionneubau erlebe ich als einen wirtschaftlichen Höhenflug sondergleichen. Aber dieser Höhenflug hat Rapid nicht abheben lassen. Rapid ist trotz seines großen Wachstums ein Verein zum Angreifen geblieben. Wir wollen die Wichtigkeit dieser wirtschaftlichen Überlebensbedingungen nicht vergessen, dennoch aber den wahrscheinlich wichtigsten Faktor nennen.

Wenn wir als Mitglied zu Rapid kommen, dann haben wir nicht Kontakt mit dem Präsidium, wir sind in Kontakt mit Andy, Astrid, Birgit, Christopher, David, Gernot, Jennifer, Lukas, Martina, Mario, Robert, Tamara und sicher noch vielen anderen. Die Präsidenten kommen und gehen, aber Andy bleibt ein Fixpunkt. Für uns wird Rapid durch Andy und sein Team verkörpert. Sie verkaufen uns “Rapid”.

Die – so wie ich – in der Ausbildung mit Mathematik zu tun hatten, wissen, dass man allerlei behaupten kann, aber ohne Beweis bleibt alles eine interessante Theorie. Alles Nicht-Mathematische wieder kennt den “Beweis” nicht – in der in der Mathematik üblichen Exaktheit. Vieles kann so oder auch ganz anders interpretiert werden; ob eine Behauptung wahr ist, kann man erst nach langer Zeit, wenn überhaupt feststellen. Lasst es uns dennoch versuchen.

Behauptung: Der Rapid-Turbo ist “Andy Marek”

Es war 1992. Damals war Anton Benya Rapid-Präsident, als ein junger Mann aus einer Gruppe mehrerer Bewerber sich beim Tag der offenen Tür erstmals als Moderator versucht hat und ausgewählt wurde. Beim Spiel gegen den Sportklub am 24.7.1992 begann seine Laufbahn als Stadionsprecher von Rapid. Dieses erste Spiel wurde zwar verloren aber für Rapid hat damals ein einmaliger Aufschwung begonnen. Es gab in diesen 25 Jahren sportliche Höhepunkte aber die waren sicher nicht der alleinige Motor der heutigen Popularität. Wesentlich war die Zuwendung zu den Mitgliedern und die Erkenntnis, dass für Rapid allein diese Mitgliederbasis der Schlüssel zum wirtschaftlichen und sportlichen Überleben ist.

Es begann gleich mit einem Hype rund um die Meistersaison 1995/96 und das folgende Europacupfinale; einen Hype, der die Zuschauerzahlen – ganz ähnlich wie bei Salzburg vorher und bei Sturm nachher – in die Höhe schnellen ließ, allerdings damals noch nicht nachhaltig, denn mit den ersten Misserfolgen schwand auch das Interesse des Publikums.

Die Gründung des Klubservice war möglicherweise eine Reaktion darauf. Wer bei Rapid eine Eintrittskarte erwirbt, kauft damit nicht nur den Eintritt zu einem Spiel, er bekommt Gemeinschaft und Emotion und wird Teil eines großen Projekts; jeder Einzelne. Das Klubservice fördert die Gründung von Fanklubs und unterstützt diese durch Fanklubkarten und durch besondere Betreuung, die wir gerade gestern wieder bei der Weihnachtsfeier der Fanklubs erleben durften, den Zusammenhalt innerhalb dieser Fanklubs.

Als weiterer Vorteil für Rapid erwies sich Andys Erfahrung bei der Herstellung und Gestaltung von Kleidungsstücken im Rahmen seiner damaligen Waldviertler Fertigung, die er in das Rapid Merchandizing einbrachte (ca. 2003).

Als Waldviertler vergrößerte Andy das Einzugsgebiet nach Hütteldorf zumindest um Niederösterreich und das Burgenland, punktuell aber auch darüber hinaus. Andy tourt das ganze Jahr durch das Land und wirbt als Rapid-Botschafter bei allen diesen Auftritten für Rapid. Das Besondere an dieser Art von Werbung ist, dass sie einerseits sehr viel Aufwand (für Andy) bedeutet aber gleichzeitig Rapid nichts kostet. Darüber hinaus hat die Erwähnung von “Rapid” bei diesen Anlässen viel mehr Gewicht als es ein bezahlter Werbespruch oder ein bezahltes Werbeplakat (à la Stadtrivale) haben. Andy absolviert ca. 200 Moderationen pro Jahr, seine Ansagen als Stadionsprecher sind dabei in der Minderheit. Bei allen diesen Gelegenheiten geht es ihm um die Botschaft “Rapid”, egal, ob es ein Laufevent ist, eine Weihnachtsfeier oder ein Talentewettbewerb ist.

Niemand weiß besser als ein Fußballverein, dass man Erfolg leichter verkaufen kann als Misserfolg. Wenn also der Zuspruch eines Vereins allein auf dem Erfolg in Form von Meistertiteln beruht, dann ergeben sich die typischen zuerst steigenden und dann wieder sinkenden Zuschauerzahlen, die wir in der obigen Grafik verfolgen können. “Ohre Erfolg, keine Zuschauer” könnte man sagen. RB und die Austria bringen es sogar zustande, sogar “Mit Erfolg, keine Zuschauer” zu haben.

Wer sich Rapid anschließt, kauft nicht in erster Linie “Erfolg”, sondern in erster Linie die Zugehörigkeit zu einer großen Gemeinschaft, die darauf hofft, durch kollektive Anstrengungen Erfolge feiern zu können.

Bei jeder Begegnung mit Andy und irgendeinem aus seinem Team wird uns das bewusst. Es ist ziemlich gleichgültig, wer der jeweilige Gesprächspartner ist, ob ein potenter Sponsor, ein einflussreicher Capo oder ein einzelner Besucher; man spricht mit einer Person, die davon beseelt ist, dieses “Rapid” zu dem zu machen, was sich alle wünschen, dass es sei. Daher ist es uns allen auch ein Anliegen, dass jeder, dem Rapid am Herzen liegt, auch Mitglied werden sollte.

Beweis

Es gibt einen abgedroschenen Spruch, dass man nur jenen Statistiken trauen sollte, die man selbst gefälscht hat. In diesem Fall besteht die “Fälschung” darin, die obige Darstellung in zwei zeitliche Abschnitte zu teilen und ansonsten nichts zu verändern. Einmal den Abschnitt von 1974-1991 und dann den Abschnitt von 1992 bis heute. In diese beiden Darstellungen wurden wieder die Trendlinien eingetragen.

Das Ergebnis ist verblüffend, weil es in viel größerer Deutlichkeit die Entwicklung der Ära “Andy Marek” zeigt.

1974-1991

Die Unterschiede der Zuschauerzahlen zwischen den Vereinen sind zunächst gering, anfangs liegt sogar die Austria voran, wird später von Rapid überholt, aber in der letzten betrachteten Saison 1991/92 mit liegt die Austria wieder gleichauf bei etwa 7000 Zuschauern pro Spiel. Interessant ist auch der Trend, er zeigt bei allen Vereinen nach unten; nur die Salzburger Austria beginnt Ende der 1980er Jahre ihren sportlichen Höhenflug, der auch die Zuschauerzahlen und daher auch die Trendlinie in die Höhe treibt.

1992-2017, Ära “Andy Marek”

Diese Grafik zeigt also jene Zeit, in der Andy Marek sich um die Rapid-Fans “kümmert”. Und diese Ansicht zeigt das kontinuierliche Wachstum der Zuschauerzahlen noch deutlicher, während die Zuschauerzahlen der Mitbewerber stagnieren und der Bundesligaschnitt praktisch allein durch den Zuschauerzuspruch bei Rapid angehoben wird.  Das kann natürlich alles Zufall sein aber wenn man die Anstrengungen von Andy in diesem Zeitraum betrachtet (Klubservice, Merchandising, Werbeaktivitäten, Fanklubs…), ist es schwer, diesem Zusammenhang nicht zu folgen.

Man kann es auch in Zahlen fassen: Zuschauerzahl = 5487 + 511 * (Jahr-1992) Das ist die Trendgleichung des Erfolgslaufs von Rapid zwischen 1992 und heute. Man begann 1992 mit etwa 5.487 Zuschauern pro Spiel. Und in jedem Jahr stieg die Zuschauerzahl um etwa 500 Besucher. Ausgewertet für 2017 ergibt die Formel 5.487 + 511 * 2017-1992 = 5.487 + 511 * 25 = 5.487 + 12.775 = 18.262 Zuschauer. Ungefähr natürlich!

Der Ligaschnitt der Zuschauerzahlen lag 1992 bei etwa 5.000 Zuschauern und konnte sich seither um etwa 40 Prozent auf etwa 7.000 steigern. Die Zuschauerzahlen der Wiener Klubs lagen anfangs geringfügig über diesem Bundesliga-Schnitt, die Austria lag sogar vor Rapid. Dann aber kam nach wirtschaftlich sehr problematischen Jahren die Meistersaison 1995/96 mit dem EC-Finale, was einen punktuellen Zuschauerrekord, erstmals über der 10.000er Marke brachte. Aber das war noch eine Eintagsfliege. Erst nach diesem Jahr wurde von Andy Marek das Rapid-Klubservice gegründet, eine Einrichtung, die ausschließlich der Betreuung der Fans dient.

Noch waren die Zuschauerzahlen sehr vom Erfolg abhängig. Blieb der Erfolg aus, blieben die Zuschauer zu Hause. Die Ära Matthäus trug dazu bei, dass die Zuschauerzahlen ein letztes Mal unter jene der Austria fallen. Während dieser Flaute wurde das Rapid-Merchandising gegründet und mit den phantasievollen Entwürfen wurde eine bis dahin nicht gekannte Identifikationsmöglichkeit geschaffen. Vergleiche mit den Kollektionen europäischer Topklubs in England und Deutschland haben uns gezeigt, dass Entwürfe der Rapid-Teams einmalig sind.

Josef Hickersberger schaffte es, mit zwei unglaublich talentierten Spielern, Steffen Hofmann als Kapitän und Andy Ivanschitz und seinem Sager von “St. Hanappi” nicht nur den 31. Meistertitel zu holen sondern auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit einer vorher nicht gekannten Beständigkeit zu begründen. Merchandising, Erfolg und Zuschauerzuspruch scheinen sich gegenseitig aufzuschaukeln. Ansprechende Kollektionen, immer wieder neue Designs kurbeln den Verkauf an und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mit dem Meistertitel 2004/05 erreicht man in St. Hanappi erstmals einen Zuschauerschnitt von fast 15.000 Zuschauern pro Spiel – um seither von diesem Niveau nicht mehr abzusinken sondern im Gegenteil diesen Schnitt immer weiter anzuheben. Der zweite Meistertitel 2008 trägt auch dazu bei, die Zuwachsraten auf hohem Niveau zu halten. Zwar gibt es in der Folge kleine Einbrüche in Zeiten fehlender internationaler Teilnahme aber der Trend zeigt klar nach oben. Erstmals wurde 2016/17 die 20.000er Marke bei den Zuschauerzahlen übertroffen (natürlich war hier die Stadioneröffnung der Motor).

Dieser deutlich über dem Ligamittelwert liegende Besucheranstieg kann nicht – wie die punktuellen Spitzenwerte von Austria Salzburg und Sturm Graz – durch Meistertitel argumentiert werden. Es muss sich um etwas anderes handeln, das diese Anstiege fast unabhängig von dem Erfolg des Mannschaft verursacht hat.

 

Kein Rapidler sollte ins Stadion gehen, weil gewonnen wird oder nicht gehen, weil verloren wird. Man geht nach Hütteldorf, um Rapid zu stärken, um dazuzugehören, um seine Freunde zu treffen, um mitzuhelfen. Bei Rapid verkauft man auch Eintrittskarten zu Fußballspielen, aber das eigentliche Ziel sind Mitglieder, die einer Gemeinschaft angehören wollen. Mitglieder, die sich über Misserfolge ärgern und dadurch über Erfolge umso mehr freuen können. Mitglieder, die immer kommen, nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Und dieses Gefühl wird von dem Team um Andy Marek bei allen Begegnungen vermittelt. Für mich ist er mit seinem Team der Langzeitmotor des Zuschauerzuspruchs und der Clou ist, dass bei Rapid Erfolg und Zuschauerzuspruch weitgehend entkoppelt sind.


Ein schönes Weihnachtsfest wünscht allen Lesern des Rapid-Tagebuchs

der “Klub der Freunde des S.C. Rapid”

 

Links

Fanklubfeier

Rekordmeisterbar

Bevor über die Weihnachtsfeier berichtet wird, hier noch ein Hinweis für ein Last-Minute-Geschenk: die freundliche Crew der Rekordmeisterbar freut sich, die von Dir mit einem Gutschein Beschenkten ab Montag, 8.1.2017 begrüßen zu dürfen!

Die Weihnachtsfeier der Fanklubs fand zum zweiten Mal in der bis auf den letzten Platz (ca. 180-200) gefüllten Rekordmeisterbar statt. (Etwa so viele Teilnehmer sind bei der großen Weihnachtsfeier des Stadtrivalen im Wiener Rathaus, gezählt nach einer Abbildung).

86 Fanklubs waren vertreten, je zwei Vertreter eines Fanklubs waren geladen. Ein Blick auf einige Rapid-Urgesteine:

(1) Maria und Jürgen (Sinn des Lebens), (2) Franz mit Gattin (Podersdorfer Störche), (3) Jürgen mit “Speisinger Lady”, (4) Herbert mit Gattin (Grün Weiß Hausbrunn), (5) Franz und Stellvertreter (Fanklub Leiserberge), Gregor und Christoph (Grün-Weiße Distel), Arnold (Klub der Freunde), Erich Fenninger (Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe).

Zwei riesige Stiefel begrüßten uns in der Aula:

Die Porträts von Josef Uridil und Franz Binder flankierten die auf der Sitzbank aufgestapelten Weihnachtsgeschenke.

Andy Marek führte Gespräche mit Präsidenten Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Sportdirektor Fredy Bickel.

Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.

Präsident Michael Krammer zeigte sich beeindruckt von der Unterstützung der Mannschaft durch die Fans trotz der sehr schwierigen Situation der abgelaufenen Saison. Nur die Betonung des “Gemeinsam” ermöglicht, dass der Weg nach dem “Kämpfen” – so der Fußballgott es will – zu “Siegen” führt.

Erinnern wir uns, wann dieses Motto entstand: es war genau am 14.12.2011 also ziemlich genau vor sechs Jahren bei der feierlichen Eröffnung des Rapideums als es als Untertitel zu “Rapideum” bekannt wurde. Es stammt aus der Ideenkiste von Thorsten Leitgeb und Domenico Jacono.

Mittlerweile hat sich das Motto verselbständigt und ist im ganzen Stadion anzutreffen. Man hat den Eindruck, als würde allein dieses Wort “Gemeinsam”, das nicht von ungefähr an erster Stelle steht und das “Siegen” etwas in den Hintergrund rückt, signalisieren, warum wir hier sind. Unsere Präsenz hängt nicht mehr damit zusammen, ob gewonnen wird oder ein Titel geholt wird, sondern allein vom Umstand, dass Rapid die Unterstützung braucht.

Man kann das – glaube ich – auch aus einem Rückblick auf die Besucherzahlen der letzten Jahrzehnte ablesen (siehe späterer Artikel).

Christoph Peschek mahnte dazu, eher miteinander zu reden als übereinander. (Frei nach dem Zitat: “Kluge Menschen reden miteinander. Die anderen reden übereinander.” Eduard Andrae).

Weiters wurde von Erich Fenninger, dem Geschäftsführer der Volkshilfe das Vorhaben von Rapid vorgestellt, bei geeigneten Projekten Spenden für die Volkshilfe zu sammeln. Die Fanklub-Leiter wurden eingeladen, Bedürftige in Ihrer Wohnumgebung zu nennen und dann mit der Volkshilfe einen Kontakt herzustellen. Genaueres wird sicher noch über die Rapid-Homepage bekanntgegeben werden.

Mir gefällt diese Zusammenarbeit insofern sehr gut, als die Betroffenen nicht mehr allein auf die mehr oder weniger zufällige Bekanntschaft mit einem Geldgeber angewiesen sind, sondern von einem professionellen Netzwerk erfasst und betreut werden.

Steffen, der “Letzte Mohikaner”

Eigentlich sind alle Spieler bereits seit Montag im Weihnachtsurlaub. Aber einer ist immer da; er schien schon darauf zu warten, von Andy Marek zu dem Treffen eingeladen zu werden, zu vertraut sind ihm alle diese Kontakte mit den Fans geworden als dass er von einem Tag zum anderen darauf verzichten könnte. Sein Rückzug aus seiner Führungsposition ist sicher ein schwerwiegender Einschnitt in seinem Leben und es fällt ihm sichtlich nicht leicht. “Es ist, wie es ist” sagte Steffen; ein weiser Standpunkt.

Steffens Botschaft war, dass er viel Vertrauen in die oft kritisierten Stürmer hat und er sich sehr gefreut habe, dass Joelinton im letzten Spiel gleich zwei tolle Tore gelungen sind, etwas, was bei Spielern sehr befreiend wirken kann. Vielleicht werden wir solche “Befreiungsschläge” im kommenden Frühjahr erleben!

Geschenke für die Obmänner

Jeder Besucher erhielt einen tollen Seidenschal, auf dessen Innenseite alle fünf Spielstätten von Rapid abgebildet sind (Schmelz, Selzergasse, Pfarrwiese, Hanappi-Stadion, Allianz-Stadion) sowie ein Rapid-Retro-Häferl “Welcome To Rapid Wien”, persönlich überreicht durch den Präsidenten oder den Geschäftsführer oder den Sportdirektor. Im Bild wurden die Bilder auf dem Schal und das Häferl in einem gemeinsamen Bild angeordnet:

Zwei Getränkegutscheine und ein reichhaltiges Buffet sorgten für einen gemütlichen Ausklang der Weihnachtsfeier.

Links

 

 

 

Weihnachtsfeier

Das Team

Sieben Männer und eine Frau sorgten dafür, dass das Programm reibungslos ablaufen konnte:

Daneben gab es eine ungleich größere Zahl von Servierpersonal von Food Affairs. (Speisenfolge siehe Bilder)

Wir bedanken uns an dieser Stelle für ihren Einsatz!

Die Besucher

Einige Szenen aus unserer Sitzumgebung.

Das Programm

  • Die Show startete mit dem Absingen von Weihnachtsliedern durch die Profis, begleitet an der Orgel von Andy Marek.
  • Rollschuhläufer-Duo mit atemberaubenden Tempo auf einem winzigen Podest
  • Interview mit dem Präsidenten, Michael Krammer

  • Irina Titova malt die Geschichte von Rapid mit Sand (YouTube, Sandanimation (Wikipedia))
  • Interview mit den beiden Geschäftsführern Christoph Peschek (Wirtschaft) und Fredy Bickel (Sport)
  • Jazz-Gitti singt “A Wunder” (YouTube). Wusstet Ihr, dass unser Sportdirektor ein Verehrer von Jazz-Gitti ist?
  • Wie a Kind (Ina Regen, YouTube)
  • Pause, Verkauf von Tombolalosen, Abendessen, Bilder mit den Spielern
  • Tombola-Ziehung. Haupt-Gewinner ist ein Mitglied des Fanklubs “Walser Rapid Freunde”
  • Versteigerung eines Originaltrikots mit Abendessen (2.500 Euro)
  • Versteigerung eines Bildes mit Unterschriften mit der Abbildung am Mannschaftsfoto (Zuschlag an Michael Krammer um 5.000 Euro, Mannschaftsfoto wird dem mitbietenden Mitglied geschenkt)
  • Wolfgang Moser verwandelt Wasser in Wein (rot und weiß), dann in Kaffee (und weil der Zucker fehlt, liefert der Teekessel auch noch den Zucker) und dann auch noch in Pinacolada. Wolfgang Moser ist der Gewinner des “Showdown der weltbesten Magier” auf RTL. In einem abschließenden Trick zaubert er das Handy einer Besucherin in eine mehrfach versperrte Kiste. Details siehe Artikel “Zauberei ist mehr als bloße Tricks” in der Wiener Zeitung.
  • Fans-Profis, ein abschließendes lustigen Spiel zwischen ausgewählten Mitgliedern, Vorstandsmitgliedern und Legenden auf der einen und Spielern und Trainern auf der anderen Seite. Besonders lustig waren das Duell im Bierkrug-Halten zwischen Charly Wendtner und Helge Payer, das Medizinball-Stemmen zwischen Christoph Peschek und Goran Djuricin. Beim Darts-Duell zeigte Roman Krebs seine Expertise in dieser Disziplin und siegte für die Fans in diesem Wettbewerb. Dass der Autor in diesem Wettbewerb auch auf die Bühne musste, ist weniger erfreulich; der schreibt lieber!

  • Vorstellung des Bühnen-Teams, das diese Veranstaltung möglich gemacht hat und Verabschiedung.

Links

Ergänzungen und Berichtigungen

Eine E-Mail ist wie ein Druckwerk. Einmal ausgesendet, kann nichts mehr geändert werden. Eine Web-Publikation ist da viel “elastischer”. Beim letzten Bericht über die Andy Marek Weihnachtsshow “Rapid-Botschafter” wurden in der Webversion nachträglich Ergänzungen angebracht, die im Newsletter fehlen:

  • Link zu den Bildern
  • Herwig wohnt in Alt-Nagelberg (und nicht Neu-Nagelberg)
  • Ergänzt wurde das Panoramabild vom gefüllten Saal und das gemeinsame Bild mit Herwig von der Versteigerung

Solche Ergänzungen kommen immer wieder vor, und ich rate Euch, die E-Mails nach der Lektüre zu löschen und zum eventuellen Nachlesen die Webversion zu benutzen. Um einen Beitrag zu finden, eignet sich die Suche (Lupe rechts im Menü) oder das chronologische oder das systematische Verzeichnis der Beiträge.

Rapid-Botschafter

Wie anstrengend die Weihnachtszeit sein kann, zeigt auf amüsante Weise das Wiener Punschgedicht. Aber treue Rapid-Fans haben es besonders schwer, denn über den Punschkonsum hinaus jagt eine Veranstaltung die andere.

  • 14.12 Punschstand der Tornados
  • 15.12. Inspirierende Stadionführung
  • 16.12. St.Pölten-Rapid, danach Harry Gartler
  • 17.12. Andy Mareks Weihnachtsshow in Waidhofen an der Thaya; dieser Bericht
  • 18.12. Rapid-Weihnachtsfeier
  • 19.12. Verschnaufpause oder Rapid-VIP-Weihnachtsfeier
  • 20.12. Weihnachtsfeier der Fanklubs

Da unser Leben bereits voll auf Rapid ausgerichtet ist, haben wir die eigene Weihnachtsfeier bereits Anfang Dezember absolviert, damit wir dieses Terminstakkato ohne Kollision absolvieren können. Der gestrige Sonntag war besonders ereignisreich und fand einen krönenden Abschluss in einer Fahrt ins Waldviertel zur “Andy Mareks Weihnachtsshow”Hannes hat bereits im August Karten vorbestellt und so trafen wir zuerst zur Vorfeier des Abends in Mörtersdorf bei der Graselwirtin zusammen. Wir, das sind Arnold, Florian, Franz, Hannes, Janine, Peter und Silvia.

Das Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung von Sozialprojekten in der Gegend. Sehr viele Sponsoren beteiligen sich gemeinsam mit den 1200 Besuchern. Einige der Sponsoren kamen auch in Kamingesprächen zu Wort, etwa die 31-jährige Jungunternehmenrin Doris Ploner mit IhremProjekt “Die Käsemacher” aus Vitis und Heidenreichstein. Doris ist Gewinnerin des UnternehmerInnen Awards 2017 “Frau in der Wirtschaft”. Der heimliche Gewinner des Abends ist aber – wie so oft bei den Veranstaltungen von Andy – Rapid – wie wir noch sehen werden. Hier ein Rundumblick auf die bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle:

Ein Familienfest

Die Andy Marek Weihnachtsshow ist ein Fest für die “Großfamilie der Waldviertler”, dargebracht durch die öffentliche Weihnachtsfeier der “Mareks”! Erstmals mit dabei Kathi, die Schwester von Lukas. Und auch wir durften dabei sein!

1200 Gäste füllten die große Sporthalle in Waidhofen und wie uns berichtet wurde, war die Veranstaltung bereits eine Stunde nach Vorverkaufsbeginn, am 16.11. bereits ausverkauft; und das, obwohl niemand zu diesem Zeitpunkt die Gästeliste kannte und die Veranstaltung ausschließlich in der Region und ganz ohne Internet angekündigt wurde; ein nicht untypischer Hype, hervorgerufen durch das Multitalent Andy Marek.

Es war ein großartiger Abend und vielfältigen Gästen mit Angelika Nidetzky, den Comedy Hirten, Marc Pircher, Akrobaten, einem unglaublichen Magier, großartigen Gesangsdarbietungen uvam.

Der familiäre Charakter zieht sich durch das ganze Programm und hatte seinen Höhepunkt im Lied “Father And Son” von Leonard Cohen, vorgetragen von Andy und Lukas Marek, begleitet von Max The Sax.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, was zu verändern.
Beruhig dich erst mal und mach langsam.
Du bist noch jung, das ist dein Problem, du musst noch so viel lernen.
Such dir ein Mädel, werde sesshaft, du kannst heiraten, wenn du willst –
schau mich an: ich bin alt, aber glücklich.

Ich war früher auch wie du und weiß deshalb, dass es nicht leicht ist,
stillzuhalten, wenn man merkt, dass sich was tut.
Aber lass dir Zeit, denk ausgiebig über alles nach,
denk an das, was du hast.
Denn morgen bist du auch noch da – deine Träume vielleicht nicht.

(Sohn)
Wie soll ich das nur erklären – sobald ich´s versuche, dreht er sich weg,
es ist immer dasselbe Lied.
Vom ersten Moment an, wo ich sprechen konnte, musste ich immer nur zuhören.
Aber jetzt sehe ich einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, etwas zu verändern.
Setz dich erst mal und lass es ruhig angehen.
Du bist noch jung, das ist dein Problem.
Du musst noch soviel durchmachen.

(Sohn)
Ich muss gehen – und diese Entscheidung muss ich allein treffen.
Die ganze Zeit über war ich traurig, habe meine ganzen Gedanken für mich behalten.
Es mag schwer für sie sein, aber für mich wäre es noch schwerer, das zu verdrängen.
Wenn sie Recht hätten, würde ich ja ihnen zustimmen, aber sie wissen doch überhaupt nichts von mir.
Ich sehe jetzt einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Bleib doch, bleib – warum musst du gehen und diese Entscheidung allein treffen?

Wir beobachten dieses harmonische Vater-Sohn-Team seit vielen Jahren und es ist mein Eindruck, dass es beiden wohl bewusst ist, dass ihr sehr gelungenes Familienkonzept nicht selbstverständlich ist und dass sie in allen diesen Aktivitäten versuchen, das, was ihnen an Überfluss gegeben ist, und das sie als Geschenk empfinden, mit uns zu teilen. Wenn Euch jemand nach dem Beruf von Andy Marek fragen sollte, antwortet nicht mit “Stadionsprecher”, das ist geradezu geringschätzend. Andys Beruf – oder besser “Berufung “ist er selbst, “Andy Marek”.

Andy, Rapid-Botschafter

Andy Marek moderiert sehr viele Veranstaltungen landauf, landab, vor allem in Niederösterreich. Und dabei ist immer Gelegenheit zur Erwähnung von “Rapid”. Sollte Deine Firma Nachholbedarf in Sachen “Marketing” haben, nimm eine Anleihe bei dem, wie Andy das für Rapid macht. Wer jemand so “Gemeinschaft”-Besessenen in seinen Reihen hat, kann sich glücklich schätzen. Man hat den Eindruck, als würde Andy diese vielen Moderationen nur deshalb absolvieren, um die Botschaft “Rapid” besser zu verbreiten. Andys Einfluss auf die Rapid-Gemeinschaft wird noch in einem weiteren Artikel eingegangen.

Ein Applaus-Test, der feststellen sollte, wo sich im Saal die Austria-Fans und wo die Rapid-Fans befinden, ging ganz schlecht für den Stadtrivalen aus; zu sehr hat Andy den Mythos “Rapid” in seiner Heimat verbreitet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn in der Kabarett-Nummer der Comedy-Hirten folgendes erzählt werden kann: Zurzeit werden zahlreiche Spam-Mails versendet, die auffordern, die Beilage zu öffnen, in der sich Freikarten zu Spielen der Austria befinden sollen. Und es sind tatsächlich Freikarten für die Austria enthalten!

Weiters gab es als einen Programmpunkt ein Interview mit Louis Schaub (der sogar ein Weihnachtslied gesungen hat), sowie Versteigerungen von Original-Trikots, von denen der Autor das noch verschwitzte Schobi-Trikot vom St.Pölten-Spiel ersteigert hat und Herwig, unser Freund aus Alt-Nagelberg das Trikot von Louis Schaub.

Stellen wir uns vor, jemand wollte in einer Weihnachtsveranstaltung für seine Produkte so werben wie Andy das für Rapid tut. Billig wäre das nicht und es würde vom Publikum immer mehr oder weniger als lästige Werbung empfunden werden. Was für ein Popularitätsverstärker Andys Aktivitäten für unseren Verein darstellen, kann man nicht hoch genug schätzen; leisten könnte man sich das anderswie nicht. Und das alles hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Zuschauerzahlen bei Rapid, die in einem der kommenden Artikeln analysiert werden.

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Lange Nacht der Karten

Der Wunsch, bei der Rapid-Weihnachtsfeier dabei sein zu können, gehört dazu wie der Wunsch nach einem Sieg im Wiener Derby.

Weihnachtsfeier daham

Die “Weihnachtsfeier daham” hat sich gegenüber der Weihnachtsfeier in der Pyramide in Vösendorf verändert, war sie doch früher tatsächlich eine Feier für alle Rapidler. Aus Platzgründen muss aber die “Weihnachtsfeier daham” in eine Feier der West-Tribüne (VIP-Abonnenten, Business-Partner) und in eine Feier von Nord-, Ost- und Süd-Tribüne aufgeteilt werden.

So ab Allerheiligen beginnt sich die Rapid-Gemeinschaft zu fragen, wann die Weihnachtsfeier sein wird und wie man sich anstellen wird. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Karten für unsere Fanklubs “Klub der Freunde”, “EwkiL:Rapid” und eine große Runde aus Purgstall und Wieselburg zu besorgen, insgesamt 58 Karten, aufgeteilt auf 5 Tische (4×12, 1×10). Wenn dann der Termin feststeht, werden die Kartenwünsche gesammelt und gemeinsam eingekauft. Als Ausrüstung verwende ich zwei Bücher, Laptop, Netzgerät, Verteiler. Die lange Unterhose bleibt zu Hause, weil wir die Nacht im alten Fanshop verbringen können.

Der Verkauftstermin ist Samstag 9:00 aber für die besten Plätze muss man schon am Freitag vor Ort sein. Heuer muss erstmals für jeden Sitzplatz eine Mitgliedschaft nachgewiesen werden. Bereits am Vortag wurde der alte Fanshop für die “Lange Nacht” vorbereitet, sogar an Getränke hat das Klubservice-Team gedacht!

08:34 Mit der S80 vom Hauptbahnhof nach Hütteldorf. Robert Racic fährt mit demselben Zug. Sein Auto bekommt Winterschuhe. Das Gesprächsthema ist “Rapid”, was sonst.

09:00 Robert lädt mich ein, in der Aula Platz zu nehmen; sehr bequem. Der Erste bin ich nicht, Roman hat mich trotz meines Pensionistenstatus überholt, er hat einen Urlaubstag genommen und war schon um 8:00 da.

Wir kennen uns, im Vorjahr war Roman um 11:00 von dem Fancorner angestellt und auch da hat er mich geschlagen, denn ich kam erst um 11:30. Franz, der ewige Zweite!

09:30 Zwei Schulklassen kommen zu einer Führung mit Markus Lanzenhofer

10:00 Die Aula wird für eine abendliche Weihnachtsfeier von Mediaprint vorbereitet

10:30 Ich lese ein Buch, etwas, für das sonst zu wenig Zeit bleibt, als mich jemand begrüßt und mir die Hand schüttelt: es war Steffen Hofmann! Dann kommen noch Dejan Ljubicic, Thomas Schrammel, Manuel Thurnwald (mit Gips am Fuß), Boli, und Mario Pavelic. Die anderen Spieler kommen offenbar durch die Garage. Wahrscheinlich gibt es eine Vorbesprechung für das Wolfsberg-Spiel.

11:00 Roman II von Grün-Weiß-Favoriten kommt. Wir sind jetzt zu dritt.

12:30 Wir verpflegen uns ambulant aus den Vorräten der Billa-Filiale. Kurzes Training der Mannschaft auf West 1. Die Schülergruppen verlassen das Stadion.

14:00 Fünf Kartenkäufer in der Warteschlange. Kaffee in der Rekordmeisterbar

15:30 Der Mannschaftsbus fährt Richtung Wolfsberg ab.

15:45 Steffen Hofmann geht und man hat den Eindruck, als wäre er ziemlich deprimiert. Wir wissen alle, wie alt wir sind aber wenn es uns dann bewusst gemacht wird, ist es doch für jeden von uns schmerzhaft, sich wieder einmal von etwas verabschieden zu müssen, an dem man so gehangen ist.

16:00 Wir übersiedeln in den alten Fanshop. Der Fanshop ist ausgeräumt. Es gibt Sitzgelegenheiten und Getränke. Danke ans Fanservice! Er gibt Rauchverbot. Die Tür geht nur von innen auf.

18:00 Acht Kartenkäufer in der Warteschlange. Ich erfahre von Pepi, dass es 12er-Tische gibt aber mein Sitzplan war auf 10er-Tische ausgerichtet. Ich muss meine Sitzordnung verändern; leider.

23:30 Im Stags-Head ist heute Karaoke-Abend bis 1:00. Pepi singt “Nur ein Bild von Dir” von den Bambis; tolle Performance. Rechts im Bild David.

Sandra singt das Lieblingslied ihrer Mutter, die sehr früh verstorben ist, wie sie mir später erzählt hat.

Die Außentemperatur beträgt -5 Grad. In den letzen Jahren hatten wir etwa 10 Grad mehr und auch das war schon ziemlich kalt. Wir sind froh, im Fanshop sitzen zu können.

00:00 Die meisten arrangieren ihre Knochen in einer geeigneten Position und versuchen zu schlafen. Nur Anita, Romana und Sandra halten durch; die haben Energien! Ich schlafe für zwei Stunden, ausgestreckt auf drei Sesseln.

03:00 20 Wartende. Damit es nicht so langweilig ist, kamen auch Freunde mit, sodass wir insgesamt etwa 30 Personen sind.

06:13 Links im Bild David, mit dem ich die ganze Nacht geplaudert habe.

Die automatische Tür bleibt offen, warum ist unklar.

07:00 Martin bringt ein Frühstück vom Mac. Danke!

08:00 Andy Marek kommt mit den Wartenummern, er hat etwa 50 Nummern verteilt.

08:30 Der Kartenverkauf im Fancorner beginnt. Es geht schnell. Um 10:00 haben alle Wartenden ihre Karten, die Randplätze bleiben für die E-Mail-Interessenten.

09:00 Ambulantes Büro im Stags Head, die Eintrittskarten, Parkkarten und Mitgliedskarten werden aufgeteilt und die ersten Besteller haben sich die Karten auch schon abgeholt.

Gleich geht’s weiter mit dem Rapid-Bus nach Wolfsberg!


Was mir besonders gefällt, ist dass man sich bei Rapid trifft, ganz unabhängig von der Tribüne, dem Beruf oder Fanklub, dass man an so einem Tag bei Rapid sehr viele Begegnungen mit Gleichgesinnten hat, berufs- und altersübergreifend. Die Nacht verbrachte ich plaudernd mit David und Rocky. David ist überhaupt das erste Mal bei der Weihnachtsfeier dabei. Es hat seinen Platz im Block West. Rocky berichtete stolz von seiner neuesten Errungenschaft, einem “Aixam” und von seinem Besuch bei Ivica im Pflegeheim.

Es ist sicher ein bisschen anstrengend, phasenweise auch etwas langweilig, aber die Freude, gemeinsam ein kleines Abenteuer erlebt zu haben, überwiegt! Alle Jahre wieder: “Die Lange Nacht der Karten”

 

Hauptversammlung

Jahrhundert-Rapidler im Bild

In der Aula begrüßten uns imposante Bilder der Jahrhundert-Rapidler auf Leinwand gemalt. Sie werden in der nächsten Zeit in der Aula zu sehen sein.

Und während der Veranstaltung wurde die Sammlung durch das Bild von Steffen Hofmann ergänzt, der sich ebenfalls diese prominente Reihe einfügt. Im Bild Steffen mit der Kapitänsschleife der Ultras und der Ehrenkapitänsschleife.

Es wäre nicht Andy Marek, wenn er sich nicht hätte etwas Besonderes einfallen lassen, denn beim Verlassen des Stadions, etwa um 23:15, verabschiedeten uns die Bilder; man hat sie umgedreht!

Rapid im Rapid-TV ab 2018/19

Wie wir gehört haben, wird es ab der kommenden Saison kein regelmäßiges Sonntagsspiel im ORF geben. Dafür bekommen aber die Vereine deutlich mehr Geld. Derzeit werden 1,5 Millionen pro Bundesligaklub ausgeschüttet. Rapid rechnet mit etwa dem doppelten Betrag ab der kommenden Saison. Dazu trägt bei, dass zukünftig die Beträge nicht für alle Vereine gleich sein werden sondern die Leistung (Tabellenplatz) und die Besucherzahlen sich bei den Zahlungen auswirken werden. Da sich aber auch der Ausländeranteil auswirken wird, was nicht auf der Folie zu sehen war, kann es sein, dass man den Vorsprung, den man sich bei den Zuschauerzahlen erarbeitet hat, bei den Legionären wieder verspielt.

Aber die größte Überraschung war, dass Rapid sich das Recht gesichert hat, seine Spiele drei Stunden nach dem Spiel im eigenen Rapid-TV im Internet senden und später archivieren zu dürfen.

Trainingszentrum

Derzeit sind nur mehr zwei von ursprünglich vier Standorten in der engeren Wahl:

  • die Trainingsplätze beim Happel-Stadion kombiniert mit dem Gelände des Elektra-Platzes aber abzüglich dreier Plätze am Ende des Trainingsgeländes. Voraussetzung dafür ist die Zusicherung eines wenigstens 30-jährigen Nutzungszeitraums.
  • das Tullnerfeld. Hier muss praktisch alles neu errichtet werden. 10 Bahnminuten von Hütteldorf

Die Entscheidung über den Standort fällt 2018.

Entwicklung der Zuschauerzahlen seit 1990

Für die länger dienenden Anhänger muss die Entwicklung der Fußballs “Marke Rapid” noch großartiger sein als für uns, die wir erst seit 2000 Spiele besuchen. Aber die Aufbauarbeit von Andy Marek, die wir seit dem ersten Spiel, das wir in Hütteldorf gesehen haben (damals 3.000 Zuschauer), genau verfolgen, kann man am besten an der Grafik der durchschnittlichen Zuschauerzahlen ablesen (im Vergleich mit den Zuschauerzahlen der Bundesliga und des Stadtrivalen). Und es ist wahrlich nicht allein der sportliche Erfolg, der diese Höhenflüge begünstigt hat, dahinter steckt einfach nur eines: unermüdliche Arbeit, der man nicht genug Hochachtung schenken kann, Feingefühl beim Umgang mit den Fangruppen, großes Talent – und ein bisschen Sucht nach Erfolg, vielleicht besser nach Anerkennung. Andy unternimmt alles, was die Verbindung von Fans und Verein stärkt und wir wollen ihn dabei nicht enttäuschen!

Rekordmeister Rapid

In einem 22-seitigen Gutachten, erstellt von den Historikern Prof. Dr. Wolfgang Maderthaner, Dr. Georg Spitaler und Prof. Dr. Roman Horak wird der Status von Rapid als Rekordmeister bestätigt.

Mehr Pizza, bitte!

In der Darstellung der Verkaufszahlen schneidet die Pizza vergleichsweise schlecht ab. Das ist aber auch kein Wunder, weil man sie auf der besucherstarken Osttribüne nicht bekommt. Vielleicht kann man einen Pizzaofen in einen der Stände platzieren, die bisher die Nudelspeisen angeboten haben und die derzeit Currywurst im Angebot haben?

Xmas-Jubiläums-Set

Anlässlich “15 Jahre Sk Rapid Merchandising” wurde ein Weihnachts-Angebot geschnürt, bestehend aus Trikot, Ball mit Unterschriften und Rapid-Haube zu einem sehr günstigen Preis. Es wurde bereits 600 Mal verkauft!

Selbstverständlich sind diese Zeilen nur ein Kurzbericht von einer insgesamt sehr informativen und perfekt inszenierten Präsentation, bei der auch selbstkritische Worte des Sportdirektors nicht gefehlt haben. Auch hat man nicht vergessen, den Rapid-Anhängern für ihre Treue in der abgelaufenen Saison zu danken. Zwar sind die Mitgliederzahlen leicht zurück gegangen aber mit einer gemeinsamen Anstrengung sollte sich die Spirale wieder beginnen, nach oben zu drehen.

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Bild des Abends

Viktor erklärt Fredy, worauf’s beim Fußball ankommt”

Stammtisch

In einer ausgebuchten Rekordmeisterbar…

…begrüßte Andy Marek Sportdirektor Fredy Bickel, Cheftrainer Goran Djuricin, Tamás Szántó, Veton Berisha und Kapitän Stefan Schwab zu einer Podiumsdiskussion mit anschließender Fragerunde.

Die bisherigen Stammtisch-Runden im neuen Stadion hatten aufgrund der vielschichtigen Probleme in der vergangenen Saison alle eine eher pessimistische Grundstimmung. Diesmal war es ganz anders. Eine bemerkenswerte Serie liegt hinter uns und ein Spitzespiel vor uns. Alle Akteure erscheinen topmotiviert; man fiebert voll Zuversicht dem Sonntagsspiel entgegen.

Fast noch bemerkenswerter als die Tabellensituation war aber der Bericht von Fredy Bickel über die Vertragsverlängerung mit Philipp Schobesberger und dessen klarer Absage in Richtung des Ligakrösus. Ebenso überraschend und erfreulich war auch die für morgen angekündigte Vertragsverlängerung mit Stefan Auer. Auch die Rückholaktion von Thomas Hickersberger wurde als eine wertvolle Ergänzung für das Trainerteam beschrieben.

Dass man sich im April für Goran Djuricin als Cheftrainer und nicht für Martin Bernhard entschieden hat, dürfte an den verschiedenartigen Persönlichkeiten liegen und man dem eher extrovertierten Gogo diese Rolle eher zugetraut hat als Butre.

Noch ein Mann im Hintergrund wurde erwähnt: Maurizio Zoccola, über den im Abschnitt Sport-Management einfach “Videoanalyse” steht, doch betonte Gogo, dass diese Arbeit weit mehr umfasst als man hinter dem Arbeitstitel “Videoanalyse” vermuten würde. Etwa gibt es im Stadion exponierte Video-Kameras, die das Spiel aus ganz besonderen Blickwinkeln zeigen. In der Anfangsphase eines Spiels analysiert Maurizio das Spiel und gibt dem Trainer nach etwa 20 Minuten Hinweise über bestehende Mängel im eigenen Spiel und im Spiel des Gegners, die der Cheftrainer aus seiner Position am Spielfeldrand nicht so gut erkennen kann.

Tamás Szántó erzählte über seinen behutsamen Einstieg bei den Profis, seine derzeitige Verletzung und seinen Traum, ein fester Bestandteil der Kampfmannschaft werden zu können.

Veton Berisha zeigte sich sehr vielseitig einsetzbar und alle hoffen, dass sich die Torsperre der Stürmer durch das wachsende Selbstvertrauen von alleine lösen wird.

Kapitän Stefan Schwab zeigt in allen seinen Interviews, dass er zurecht diese Rolle übertragen bekommen hat und dass er sich zu einem wirklichen Motor im Team entwickelt und sich in einer Phase kräftiger Formsteigerung befindet, die auch der Mannschaft gut tut.

Ligareform

In einem zweiten Teil präsentierte Andy Marek das Video zur Ligareform und erklärte, dass über die zukünftigen Abopreise erst im März berichtet werden wird, weil derzeit noch in Arbeitsgruppen eine zweckmäßige Variante erarbeitet wird. Immerhin steht die Zahl der Spiele nur für Meister und Vizemeister mit 32 fest, aber der dann noch zu besetzende internationale Startplatz wird in einer Reihe von Entscheidungsspielen erkämpft, die auch ihren Platz im Abo finden sollen.

Die Leser dieses Tagebuchs können sich auf zwei Arten über die Ligareform informieren: einmal über ein Video (Kurzvariante) oder über ein ausführlicheres Dokument, in dem auch auf Details eingegangen wird.

Am interessantesten ist die Situation am Ende des Grunddurchgangs, bei dem die Punktezahl halbiert werden soll. Ein nicht ganz unrichtiger Einwand kam von einem Besucher, der sagte, dass in diesem Fall der tüchtigere Spitzenreiter bestraft wird, weil sich der Abstand zu den Verfolgern halbiert.

Allerdings kann man argumentieren, dass dieser Vorsprung auch mit Spielen gegen vergleichsweise schwächere Gegner herausgespielt wurde. Dieses Argument gilt allerdings nur für die Meistergruppe aber nicht für die Qualifikationsgruppe. Würde man dasselbe Argument auf die Qualifikationsgruppe anwenden, müsste man bei dieser die Punktezahl verdoppeln, weil ab der Saisonmitte gegen vergleichsweise schwächere Gegner gespielt wird und die bestehenden Punkte gegen vergleichsweise stärkere Gegner erspielt wurden.

Unser Moderator war nicht ganz “Reform-Fit”, meinte er doch auf die Frage, was bei der Punktehalbierung nach 22 Spielen mit halben Punkte passieren würde, dass diese aufgerundet werden. Doch das ist nicht der Fall, diese werden abgerundet. Wenn es nach dem Schlussdurchgang zu Punktegleichheit kommen sollte, wird überprüft, ob eventuell bei einer der beiden Mannschaften eine solche Abrundung erfolgt ist und diese würde dann in einer Endabrechnung vorgereiht werden. Diese unübersichtliche Vorgangsweise haben wir von Gregor erklärt bekommen und das kann man auch in dem PDF-Dokument nachlesen.

Diesen etwas komplizierten Modus musste man offenbar wählen, weil die tabellarischen Darstellungen in Tageszeitungen oder Webseiten nicht sehr flexibel sind und mit gebrochenen Dezimalzahlen nicht umgehen können. Dann ohne diese kosmetische Abrundung könnte es zum Beispiel einen Meister mit 71,5 Punkten geben.

Was aber einfacher gewesen wäre, ist die Vergabe der doppelten Punktezahl im Schlussdurchgang, dann würde man die unsichtbaren Rundungsfehler bei ungeraden Punkteständen nicht brauchen und eine Vorreihung in der Schlussabrechnung wäre hinfällig.

Ambiente

Hervorheben wollen wir die Freundlichkeit, mit der uns die Damen und Herren des Rekordmeister-Teams immer wieder bewirten; man fühlt sich wirklich gern gesehen. Dass es aber keinen Toast gibt, Schnitzel natürlich auch nicht, dafür können sie nichts aber das könnte man schon noch optimieren, auch die Speisenauswahl.

Unsere gemütliche und fanklubübergreifende Runde, fotografiert von unserer charmanten Serviererin, vlnr: Franz, Arnold, Gregor, Gerhard, Christoph, Florian, Thomas und Christian. Christine (aus Facebook) merkt an, dass wir eine reine Herrenrunde sind. Ich hoffe, dass sie meinen Kommentar richtig gedeutet hat und unsere Runde beim nächsten Stammtisch verstärken wird.

Nach der Veranstaltung wurden Championsleague-Spiele gezeigt. Aber ohne nationale Beteiligung ist das alles eher enttäuschend und daher sind dann auch nicht all zu viele geblieben.

Mitgliederwerbung

Nicht alle Eingeladenen konnten kommen aber Arnold, Christian, Florian, Franz, Hannes, Janine, Jasmin, Peter, Rositta, Walter, das waren die Teilnehmer des “Klub der Freunde” beim Fotoshooting für ein Mitglieder-Werbefoto.

Der Fotograf griff in die Trickkiste und er wird aus zahlreichen Einzelaufnahmen eine Fotomontage herstellen. Dieses Foto wird dann später für die Mitgliederwerbung benutzt.

Die Kamera stand auf der Mittelauflage. Für das Foto waren die Stadionscheinwerfer aufgedreht, die Lichtverhältnisse waren günstig.

Ratet mal, was das ist:

Wir standen nacheinander auf insgesamt etwa 15 Positionen vor dem Süd-Tor am heiligen Rasen und nahmen Aufstellung in einer immer anderen Anordnung. Nach Anweisungen von Andy Marek schauten wir einmal ernst, einmal weniger ernst, dann mit und dann wieder ohne Schals zum Tor Nord.  Einmal stand man in der ersten Reihe, dann wieder in der letzten oder irgendwo dazwischen, einmal ohne Schal, mit oder ohne Kappe, einmal mit Torjubel, dann wieder mit Welle. Insgesamt waren es einige Hundert Einzelaufnahmen. Dazu kamen Filmaufnahmen vom Team von W24 und auch von einer Kameradrohne.

In der Halbzeit der Aufnahmen wurden im Presseraum vorgedruckte Einverständniserklärungen unterschrieben, wonach wir uns damit einverstanden erklärt haben, als “Model” auf dem Werbematerial von Rapid abgebildet zu werden. Dabei beantwortete Andy Marek auch Fragen. Er zerstreute auch Befürchtungen, die nach einem Artikel von “Heute” die Beziehungen zwischen Philipp Schobesberger als zumindest angespannt erscheinen lassen (leider ist dieser Artikel nicht im Internet erschienen und daher in unserer Pressemappe nicht enthalten). Dazu gibt es bereits eine Entgegnung auf der Rapid-Homepage, die ganz anders klingt als der Zeitungsartikel.

Nach dem zweiten Fotodurchgang gab es eine Sonderführung von Andy Marek durch die Spielerkabinen.

Sooo muss Rapid!

Julian in “Kriegsbemalung”.

Danach folgten wahrscheinlich die (etwas einfacheren und statischen) Aufnahmen mit dem Präsidium und den Legenden.

Nach der “Arbeit” traf man sich im Stags-Head und ließ den interessanten Nachmittag bei einem Bier ausklingen.

Wir selbst konnte von der Szenerie keine Aufnahme machen, daher hier nur ein paar Eindrücke:

Mit dem fertigen Familienfoto-2017 kann man in etwa einem Monat rechnen.

Links

Seit einigen Wochen weiß die Polizei nicht, wo sie die Absperrungen hinverfrachten soll; also bleiben sie einfach an der Ecke zum Bahnhofplatz stehen; vielleicht als Mahnung an die “Gefährlichkeit” des Ortes?