Tag der offenen Tür

Zum 25. Mal seit 1992 begrüßt Andy Marek die Rapid-Fans zum Tag der offenen Tür (im Jahr der Stadioneröffnung ist dieses Event ausgefallen),

und wie in allen vorangegangenen Jahren haben sich sehr viele Rapid-Fans eingefunden, um die Mannschaft zu begrüßen. Im Bild vlnr. Christian, Thomas und Florian.

Uns kommt der Kader mit 30 Spielern riesig vor und wir würden uns natürlich wünschen, immer alle Spieler zu sehen, doch ebenso sicher ist, dass es für viele Spieler eine schwere Geduldsprobe sein wird, um zu einem Einsatz zu kommen.

Geschäftsführer Christoph Peschek berichtet von 12.000 verkauften Abos und Sportdirektor Fredy Bickel steht jetzt, nach dem Abschluss einer intensiven Transferperiode offenbar unmittelbar vor seinem Urlaub.

Eine besondere Überraschung war, dass Steffen Hofmann eigens vom Trainingslager von Rapid II nach Wien kam, um für die Fans für ein Foto-Shooting zur Verfügung zu stehen. Dass bei seinem Abschiedsspiel  mehr als 20.000 Besucher kommen werden und damit mehr als bei den allermeisten Bundesliga-Spielen, das musste natürlich auch gesagt werden.

Mannschaft (speziell für Ferdinand in Großschrift)

 1 T Richard Strebinger
 3 V Mert Müldür
 4 V Mateo Barac
 5 V Boli Bolingoli
 6 V Mario Sonnleitner
 7 M Philipp Schobesberger
 8 M Stefan Schwab
 9 S Veton Berisha
10 M Thomas Murg
13 S Giorgi Kvilitaia
15 M Manuel Martic
16 M Philipp Malicsek
17 V Christopher Dibon
18 M Tamás Szántó
19 V Marvin Potzmann
20 V Maximilian Hofmann
21 T Tobias Knoflach
22 S Andrija Pavlovic
23 V Manuel Thurnwald
24 V Stephan Auer
25 M Aleksandar Kostic
26 M Ivan Mocinic
28 M Christoph Knasmüllner
29 S Deni Alar
32 T Christoph Haas 
36 S Kelvin Arase
37 T Paul Gartler
39 M Dejan Ljubicic
43 S Alex Sobczyk
97 S Andrei Ivan

Der Fanklub EwkiL:Rapid bedankt sich beim Klubservice, dass für unseren Dieter eine tolle Lösung für seinen Platz auf der Allianz-Tribüne gefunden werden konnte.

Mitgliederversammlung

Geburtstagswünsche

…des Präsidiums für Friederike Baar (70) …

…und für Sabine Karl (50).

Diesen Glückwünschen schließt sich das Tagebuch natürlich gerne an!

Bericht des Klubservice (Andy Marek)

Aboverkauf

Am Tag der Mitgliederversammlung waren schon fast 10.000 Abos verkauft, davon 52% Abo-Plus und 48 % Abo-16.

Mitgliederzahlen

Die Mitgliederzahlen sind konstant.

Gedenktafel „Pfarrwiese“

Am kleinen Weg in der Verlängerung der Isbary-Gasse, dem Standort der Pfarrwiese wurde heute im kleinen Kreis eine Gedenktafel eröffnet. Anwesend waren neben dem Architekten auch die Pfarrwiesen-Legenden Rudi Flögel und Alfred Körner, sowie Laurin Rosenberg und Christoph Peschek.

Gleich eine Frage: Sind Rudi Flögel und Alfred Körner in ihrer aktiven Karriere gemeinsam am Spielfeld gestanden?

Richtige Antwort: Ja, aber nur während der Saison 1958/59, denn das war die letzte Saison von Alfred Körner und die erste Saison von Rudi Flögel.

Erstes     Letztes Spiel
14.02.1943 24.06.1959 Alfred Körner
30.08.1958 17.06.1972 Rudi Flögel

Trotzdem man in dieser Saison nur drei Niederlagen und ein Unentschieden beklagte, wurde man dennoch nicht Meister. Der Cup ging im Finale gegen den WAC 0:2 verloren. (WAC = Wiener Athletic Club). Dieses Spiel war auch gleichzeitig das letzte Spiel von Alfred Körner. Er war damals 33 Jahre alt.

Rapideum

Es gab bisher 30.000 Besucher und 1400 Führungen im Rapideum.

Interview Christopher Dibon und Gogo Djuricin

Während viele Spieler noch im Urlaub sind, verbrachte Christopher Dibon die letzten Wochen in der Kraftkammer und verschiedenen Trainings, die ihm Gogo als persönliches Programm verordnet hat. Christopher wird ins Training einsteigen und ist zuversichtlich, dass er wieder voll einsatzfähig ist.

Gogo begrüßt den Weg der Einbindung von Nachwuchstalenten von Rapid II. Dass der Einstig von Mert Müldür beim Spiel gegen RB nicht geglückt ist, nimmt er – sich entschuldigend – auf seine Kappe.

Abschiedsspiel von Steffen Hofmann

Für das Abschiedsspiel von Steffen Hofmann am 22.7. sind schon 11.000 Karten verkauft. Ab heute beginnt der freie Verkauf.

Eigentlich sollte noch nicht bekannt gegeben werden, wie das Rapid-Trikot für die kommende Saison ausschauen wird. Das bisher als Auswärts-Trikot verwendet grün-weiß längsgestreifte Trikot wird das zukünftige Heimtrikot und ein neues Trikot wird beim Abschiedsspiel von Steffen vorgestellt. Und da man nicht gut grün gegen grün spiele kann, wird dieses neue Trikot (wahrscheinlich) auch im Hinblick auf das kommende Jubiläumsjahr in blau rot gestylt sein.

Gastspiel des HSV

HSV als Testspielpartner? Manche rümpfen die Nase, ob dieser Auswahl. Man muss bedenken, dass diese Testspiele überhaupt nur dann kostengünstig machbar sind, wenn sich eine prominente Mannschaft in Österreich auf Trainingslager befindet. Dabei kommt uns zugute, dass Österreich als Ort für Trainingslager sehr beliebt ist, und dass der Saisonbeginn in Österreich etwas früher ist als in Deutschland oder England. Der Zufall will es, dass der HSV vom 8. bis 14. Juli in der Lindsberg-Therme in Bad Erlach im Süden von Wiener Neustadt logiert. Dieses Zusammentreffen hat dieses Spiel sicher extrem begünstigt.

Dazu kommt, dass es jedem Team in einer solchen Abstiegssituation wie sie der HSV erstamals in seiner Geschichte erlebt, gut tut, eine Einladung von einem alten Bekannten zu bekommen, die etwas sagen will, „Kopf hoch, Du wirst wieder erstklassig!“ Und aus dieser Sicht ist diese Begegnung eine Geste, wie man sie nicht besser ausdrücken könnte.

Referat „Nachwuchs“ (Mag. Peter Grechtshammer)

Die Struktur der Ausbildung bei Rapid wird genau geschildert (siehe Bilderfolge). Wesentlich ist, dass für eine erfolgreiche Karriere als Fußballprofi die erforderlichen Schritte dem individuellen Reifegrad des Spielers entsprechen. Die Ergebnisse im Wettbewerb sind nicht erstrangiges Ausbildungsziel. Man soll sich daher als Betrachter der Tabellen im Endklassement keine Sorgen um den Nachwuchs machen, wenn die Mannschaften nicht in den ersten Plätzen zu finden sind. Für die, die sich doch Sorgen machen hatte Peter Grechtshammer noch die Schlussbotschaft, dass die U9 das prominent besetzte internationale Turnier im Allianz-Stadion für sich entschieden hat.

Strenges Regiment

Der frischgebackene Talentemanager Steffen Hofmann kam im Rahmen des Referats von Peter Grechtshammer auch kurz zu Wort und nahm auch Stellung zu, letzten Bewerbspiel. Er meinte, dass er selbst ein Drehbuch zu diesem Abschiedsspiel nicht besser hätte schreiben können. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit dem Legenden-Team am 22. Juli.

Beim Abgang von Steffen konnte es sich Andy Marek nicht verkneifen, Steffen auf die Verpflichtungen in dessen neuer Rolle als Angestellter von Rapid hinzuweisen, in dem er die kurze Hose des Fußballgottes in Pension als nicht konform mit dem ansonsten üblichen Dresskode (lange Hose, rotes Stecktuch…) anmerkte.

Über die Lage von Rapid (Michael Krammer)

Besucherzahlen

Im abgelaufenen Jahr wurden in der Bundesliga ca. 1.1 Millionen Besucher gezählt. Etwa 340.000 besuchten Heimspiele von Rapid und weitere 200.000 besuchten die Auswärtsspiele von Rapid. 42% aller Besucher sahen ein Rapid-Spiel.

GmbH <-> AG

Aus dem Jahr 2013 stammt die Anfrage eines Mitglieds, ob Rapid eine GmbH oder doch besser eine AG als Rechtsform haben sollte. Aus diesem Grund stellten ein Steuerberater und ein Jurist der Steuerberatungskanzlei Deloitte die beiden Modelle im Vergleich vor. Eine Abstimmung darüber wird bei der Hauptversammlung im November erfolgt. Die Folien des Vortrags findest Du über einen Link weiter hinten. 

Für einen Laien stellten sich die beiden Konstrukte so dar, als würde man die AG nur dann brauchen, wenn man Geldgeber einfach an Rapid beteiligen möchte, ohne dafür einen Notariatsakt zu brauchen, wie das bei der GmbH der Fall wäre. Da Mensch und Fußballverein ohnehin nie Geld genug haben können, hat man bei der Deutschen Bundesliga die 50+1-Regel eingeführt, damit die Vereine immer die Oberhoheit über ihre Profimannschaften behalten. Die AG würde es aber auch erleichtern, dass sich private Anleger an Rapid und nicht nur an Rapid-Projekten (wie zum Beispiel beim Stadion-Crowdfunding) beteiligen können.

Wir können bis November eine spannende Diskussion erwarten und werden noch genauer lernen, was die Unterschiede zwischen diesen Rechtsformen ist. Bei den Links finden sich weitere Informationen.

Frage Gazprom

Wie zu erwarten war, wurde aus dem Kreis der Mitglieder auch die Frage gestellt, was an dem Gerücht dran wäre, dass Gazprom bei einem Wiener Fußballverein einsteigen möchte.

Wenn die Kriterien für einen solchen Einstieg, die Popularität oder die Besucherzahlen wären, dann könnte wohl nur Rapid gemeint sein. Insider wollen aber wissen, dass ein solches Investment mit der ÖMV in Verbindung steht. Die ÖMV war bis vor einigen Jahren als Rapid-Partner bei Jugend-Projekten aktiv, hat aber die Seiten gewechselt und unterstützt nunmehr die Austria.

Wenn also der Schlüssel für die Auswahl bei der ÖMV liegt, dürfte die Popularität von Rapid zweitrangig sein, und es stellt sich die Frage, warum die ÖMV die Seiten gewechselt hat.

Was ebenfalls verwundert ist die Verlautbarung eines Gerüchts durch den Vizekanzler über den Sender OE24 und dazu auch die konkrete Namensnennung von Rapid, ohne dass es dazu irgendeinen weiteren Anhaltspunkt gibt.

Wir können gespannt sein, ob sich dieses Gerücht materialisiert, und wo das dann der Fall sein wird.

Gap

Wie groß der finanzielle Abstand zu RB ist, zeigte die Beantwortung der Frage, ob man nicht durch die Akquisition eines oder mehrerer Sponsoren den finanziellen Abstand zu RB verringern könnte. Man bedenke, dass Rapid 30 Millionen Euro Umsatz hat und allein für die Erwirtschaftung einer zusätzlichen Million die Eventmaschine Rapid extrem belasten würde. Ein Großsponsor wie es Wien Energie ist, bringt geschätzt 4 Millionen pro Jahr. Aber die zu überbrückende Distanz sind 70 Millionen Euro! Etwas, das auch mit einigen solchen Sponsoren nicht aufzuholen wäre. Was also bleibt ist die Beschränkung auf die gegebenen Ressourcen und weiter daran arbeiten, dass die Bedingungen zur Teilnahme an der Bundesliga besser dem klassischen Verein entsprechen.

Wirtschaft (Christoph Peschek)

Rapid hat die Lizenz für die kommende Saison problemlos bekommen und wird auch das Wirtschaftsjahr, das mit 20. Juni endet, mit einem Gewinn abschließen.

Trainingszentrum

Leider kommen die Verhandlungen über das Trainingszentrum wegen der ungewissen Zukunft des Happel-Stadions und auch wegen der veränderten Besetzung des Rathaus-Teams nicht so voran wie man das eigentlich wünschen würde. Aber die Präferenz liegt bei Rapid eindeutig beim Standort „Prater“. Allein die Nähe zu den 8 Schulstandorten der Akademie im Raum Wien wäre ein wichtige Vorteil für den Standort „Prater“ gegenüber dem Standort „Tullnerfeld“. Die Suche nach einem Ersatzstandort für die Elektra im zweiten Bezirk kommt als weitere Erschwernis dazu.

Sportbericht (Fredy Bickel)

Fredy hat in seiner sehr angenehmen und wertschätzenden Art einen genauen Bericht über jeden einzelnen Ab- und Zugang gegeben. Mit dem Zugang eines zweiten Stürmers (wahrscheinlich Ivan) kann in den nächsten Tagen gerechnet werden.

Auf die Frage, warum man bei Rapid nicht auf das Geld aus dem Österreichertopf verzichtet, um beim Kauf von Spielern flexibel zu sein, haben Christoph und Fredy klar zum Ausdruck gebracht, dass man einerseits auf die Summe von 600.000 Euro nicht verzichten kann und man anderseits den Nachwuchsspielern damit signalisiert, dass man mit ihnen rechnet und möglichst vielen von ihnen die Chance geben will, in die Kampfmannschaft aufzurücken. Österreich sei (wie die Schweiz) eine Ausbildungsliga und man könne man Beispiel der Schweiz sehen, dass sich die konsequente Verfolgung dieses Weges lohnt.

Wie schwierig auch für den Großklub Rapid die Finanzlage ist, zeigt die Auswahl der Neuzugänge. Die Kurzfassung: ein talentierter Stürmer, der in der laufenden Saison spielt, ist für Rapid unerschwinglich. Man verpflichtet Nachwuchsspieler (Müldür, Arase, Kostic…) Spieler, oder Spieler deren Vertrag ausläuft (Potzmann) oder Spieler, die aus irgendeinem Grund bei ihrem Verein nicht erste Wahl sind. Das trifft sowohl für Andrija Pavlovic als auch für Andrei Ivan zu. Hier zum Vergleich deren Marktwert aus dem Transfermarkt:

Beide haben einen Karriereknick und bei beiden hoffen wir, dass ihr Einsatz bei Rapid eine Trendumkehr zur Folge haben wird.

Freibier für alle

Der Präsident und die beiden Geschäftsführer bedanken sich für den zahlreichen Besuch und spendieren den Mitgliedern Freibier. Beim Verlassen der Röhre bekommt jeder Besucher eine Flasche Ottakringer Wiener Original mit auf den Weg. Danke!

Als fast schon traditionelles Titelbild Viktor erklärt Alfred Fußball“, wobei: nach jahrelangen Beobachtungen dieses Phänomens „Fußball“, bin ich gar nicht mehr so sicher, ob die Akteure überhaupt über die Nöte der Anhänger Bescheid wissen, sind doch ihre Motive, sich dem Fußball zuzuwenden ganz andere als die der Zuschauer und natürlich auch die Welt, in der sie leben.

Links

Bisherige Berichte zu Mitgliederversammlungen

Treffen der Weltreligionen

Das ist ein Tagebuch und wenn man wo nicht dabei war, kann man auch schwer darüber berichten. Aber man entkommt auch diesen Events nicht. Fast wäre also dieses Mega-Event vorbei gegangen, wäre da nicht die Begegnung in der S-Bahn gewesen:

Szene 1

Anfahrt zum Altach-Spiel mit der S80. Thema: Fußball. Mario meint, „Was dieser Papstbesuch gekostet kostet hat, man solle doch dafür besser Spieler kaufen.“

Man fragt sich, was Jugendliche in der Schule über Wirtschaft lernen, und wieso überhaupt so wenig darüber gewusst wird, wie Firmen funktionieren.

In so komplexen Apparaten wie es Firmen oder auch Fußballvereine sind, gilt wohl immer der humorige aber eben immer auch richtige Satz von Eugen Roth: „Ein Mensch sieht ein und das ist wichtig: Nichts ist ganz falsch, nichts ist ganz richtig.“

Egal, ob es um Trainer- Spieler- oder Präsidenten-Bestellungen, ob um Marketingmaßnahmen, Greenietage, Mitgliederversammlungen oder was auch immer geht, immer gibt es Alternativen und die – das muss man zugeben – müssen keineswegs falsch sein.

Aber wie Christoph Peschek immer betont: „Die Rapid-Führung unternimmt alles, um Geld für die sportliche Führung bereitzustellen und damit die Wahrscheinlichkeit für Erfolge zu erhöhen.“ [Dieses Wort „Wahrscheinlichkeit“ ist mir erstmals bei der letzten Mitgliederversammlung des Klub der Freunde aufgefallen und es beschreibt etwas besser, dass niemand, auch nicht die europäischen Spitzenklubs, die Ereignisse bei Spielen im Detail kontrollieren können und daher der Zufall eine wesentliche Rolle spielt. Niemand kann 23 Stangenschüsse ohne Punkteverluste verkraften; wenn Sturm vier Spiele in der Nachspielzeit knapp gewinnt, ist das auch kaum aufholbar, es sei denn, man hätte selbst auch dieses letzte Glück.]

Rapid ist ein Mitgliederverein. Aktionen, die geeignet sind, aus Fußball-Interessierten Rapid-Anhänger und aus Rapid-Anhängern Rapid-Mitglieder zu machen, sind gefragt. Was auch immer man unternimmt, es kostet Geld. Aber am wenigsten kostet es, wenn es so interessant ist, dass die Medien darüber (gratis) berichten.

Betrachten wir die Kosten einer solchen Reise. Nehmen wir an, dass Rapid alles bezahlt hat. Sagen wir es waren 30 Personen, Flug, Übernachtung und Verpflegung um 500 Euro pro Person. Daher kostete die Reise geschätzt und gerundet, sagen wir 20.000,- Euro.

Aber so einfach ist es nicht, denn auch wenn Du oder ich diese 20.000 Euro haben würden, können wir damit keine Privataudienz beim Papst bekommen. Dazu bedarf es viel mehr. Dazu braucht man zum Beispiel einen charismatischen Pfarrer wie es Christoph Pelczar ist, der seinen Chef, den Herrn Kardinal Schönborn wahrscheinlich schon seit der Stadioneröffung mit diesem Wunsch nach einer Papstreise des SK Rapid bombardiert hat (Siehe Inspirierende Stadionführung); dazu braucht es den zufälligen Umstand, dass der Schutzheilige des Fußballs, Aloisius Scrosoppi, in Kärnten zu Hause ist und der Andachtsraum im Allianz-Stadion der erste Ort in der Welt ist, in dem eine Statue des Heiligen aufgestellt wurde. Dazu braucht es aber auch die Einsicht des Vereins, dass trotz der Vielschichtigkeit des Rapid-Publikums die kulturelle Basis eine christlich-katholische ist. Leitbild: „Der SK Rapid ist offen.“] Es muss aber auch zufällig ein Papst „bei der Hand“ sein, der sich für Fußball interessiert. Würden alle Vereine in der Größenordnung von Rapid aufwärts um eine solche Audienz ansuchen, bräuchte der Papst einen Doppelgänger, um dieses Arbeitspensum abarbeiten zu können. Man sieht, dieser Besuch war schon etwas Einmaliges in der Fußballwelt, denn auf eine solche Idee hätten ja Tausende andere Vereine auch kommen können. Der Umstand, dass der Papst lebenslanges Mitglied bei Rapid wird, ist ein fast ebenso kitschiger Höhepunkt wie das Tor zum 4:1 beim Abschiedsspiel durch den scheidenden Steffen Hofmann.

Was hier passiert ist, ist also nicht einfach eine Reise, es ist das Ergebnis von allergrößtem Engagement, das durch eine Synergie zwischen Rapid und den Fußballsympathisanten in der Kirche ermöglicht wurde. Die Christen haben sich immer schon dadurch ausgezeichnet, andere Ideen, jetzt eben den Fußball, in ihr spirituelles Selbstverständnis einzubeziehen.

Betrachten wir nun den Gegenwert, der sich durch diese Investition von 20.000 Euro ergeben hat.

Es gibt kein Medium im Land, das diesem Ereignis nicht einen Artikel, oft auch eine Schlagzeile gewidmet hätte. Kein Fernsehkanal, der nicht in der Hauptsendezeit auf diese spektakuläre Aktion hingewiesen hätte. Rapid in aller Munde. Werbeprofis können es sicher berechnen, welchen Gegenwert diese positive Botschaft an Wert repräsentiert. Unbezahlbar, würde ich sagen, jedenfalls für Rapid nicht bezahlbar. Die Linkliste zu diesem Besuch findet sich im Anhang an diesen Text.

Szene 2

Wer es in eine Satiresendung schafft, hat schon Aufmerksamkeit erregt. Die Frage ist, wie er bei der Sendung wegkommt, ob der Eindruck beim Publikum insgesamt ein sympathischer ist. Nach den Reaktionen des Publikums und dem Gesamteindruck: klarer Sieg von Grün-Weiß gegen Violett bei…

…Willkommen Österreich am 22.5. im Abschnitt „Begrüßung“.

Hellhörig wurde ich bei der Aussage „Danach (nach der Hochzeit des Jahres) das spektakuläre Spiel St. Pölten gegen die Austria. Die Austria verliert nur 2:0 in St. Pölten, mit der Austria geht es aufwärts! Aber auch für Rapid läuft es, 4:1 gegen den Weltverein Altach!“

Aber alles Folgende dreht sich nur um die beiden „Weltreligionen“. Rapid steigt auch in der Satire gut aus, das Publikum ist begeistert.

„Aber für Rapid läuft es wirklich, nicht nur am Fußballplatz, sondern auch ganz Rapid, mit Vorstand und Management waren bei einer Papst-Audienz. Wirklich, sie waren eingeladen beim Papst. Hier das Beweisfoto:“

Bild aus Archiv presse.skrapid.com.

„Der Mann mit dem sportlichen Gesicht ist nicht der Sportminister und auch nicht Franz Wohlfahrt, das ist der Rapid-Geistliche. “ Dann eine Anmerkung über unseren Ersatztormann: „Der Mann gehört sofort exorziert und aus dem Kader geschmissen.“ (Er hatte die Hände in der Hosentasche. Das ist nur im ORF-Bild zu sehen.) …“Das ist ja das Gipfeltreffen zweier Weltreligionen. Rapid und Katholizismus. Das ist doch toll, oder?“ „Djuricin hätte das Treffen mit dem Heiligen Vater inspiriert und er überlegt, von Viererkette auf Rosenkranz umzustellen.“ „Der Heilige Vater war begeistert und hat sich gleich zwei Karten für das Spiel gegen Altach sichern lassen. Zwei, er wollte mit seinem Sohn kommen, offensichtlich. Und Rapid hat ihm ein komplett grün-weißes Rapid-Outfit verpasst und so sah dann der Heilige Vater beim Spiel gegen Altach in der Fankuve aus: „

Das Originalbild aus der Fernsehbeitrag konnte ich nicht verwenden, da steht überall „copyright“ drauf, daher habe ich das Bild nachempfunden aus einem selbstgemachten Bild und einem Ausschnitt aus einem der Bilder aus dem Medienarchiv von Rapid.

„St. Hanappi! Er hat den Fußballgott Steffen Hofmann heilig gesprochen und verabschiedet. Allah, wir wissen wo Dein Auto steht!“ „Das ist halt der Unterschied: Rapid ist ist beim Papst und die deutschen Nationalspieler Gündogan und Özil waren bei Recep Erdogan. In London haben sie eine Privataudienz bekommen…“

Satire-Sendungen und Kabarett-Aufführungen bedienen sich gerne der Metapher „Fußball“. Manchmal sind sie ausgewogen, also es bekommen Grün und Violett gleichermaßen ihre Kritik ab, wie zum Beispiel in dem Kabarett „Ballverlust“ von und mit Florian Scheuba (grün) und Alfred Dorfer (violett). Manchmal zielt die Kritik einseitig auf Rapid, wie in den ersten Folgen der Sitcom „MA 2412“ in der Rolle des Herrn Weber, dargestellt von Alfred Dorfer. Manchmal ist aber die Schieflage auch zu Gunsten von Rapid wie in der hier erwähnten Folge von „Willkommen Österreich“. Noch unsymmetrischer war die Darstellung im Rateklamauk „Was gibt es Neues“, wo mit Gerold Rudle und Florian Scheuba  gleich zwei Rapid-Protagonisten recht heftig gegen Violett ins Feld gezogen sind, aber das wurde offenbar von den Sendungsverantwortlichen bereinigt.

Links

Programm der Langen Nacht der Kirchen

Um jeweils 18:00, 19:00, 20:00 & 21:00 wird im Rapideum über die Verbindungen zwischen Rapid und Religion gesprochen.
Um jeweils 18:20, 19:20, 20:20, 21:20 wird im Andachtsraum von Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar über den Themenkomplex „Fußball und Glaube“ referiert.Um jeweils 18:40, 19:40, 20:40, 21:40 wird im Pressekonferenzraum des Allianz Stadions mit ausgewählten Vertretern des SK Rapid über ihren persönlichen Bezug zu Glauben gesprochen.

Links zum Papsbesuch

2018-05-15

DerStandard

Rapid Wien – Rapid: Eine Religion geht zum Papst: Privataudienz bei Franziskus – Auch Kardinal Schönborn dabei (11:04)

DiePresse

Rapid holt sich den Segen von Papst Franziskus: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (08:53)

Heute

Fußballgott im Vatikan: Letzte Ölung? Papst gibt Rapid eine Privataudienz: Im Kampf um Platz drei holt sich Rapid im Saisonfinish Unterstützung von ganz oben. Der Papst empfängt den Boss, Sportliche Leitung, Hofmann und Schwab. (08:34)

Laola1

Rapid reist zur Papstaudienz nach Rom: Dem SK Rapid wird eine ganz besondere Ehre zuteil. Eine Delegation der Grün-Weißen reist nach Rom und wird in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. Vertreten wird Rapid durch Präsident Michael Krammer, die Geschäftsführer Christoph Peschek und Fredy Bickel, Cheftrainer Goran Djuricin und zahlreiche Spieler um Kapitän Stefan Schwab und Ehrenkapitän Steffen Hofmann. Geht es mit dem göttlichen Segen für Rapid in Zukunft wieder bergauf? (10:16)

OÖ-Nachrichten

Rapid erhält Privataudienz beim Papst: WIEN.sterreichs Fuball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an hchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (12:03)

Österreich

Rapid reist zum Papst nach Rom: Rapid erhält am Mittwoch Privataudienz bei Papst und Fußballfan Franziskus. Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (10:47)

Plinden

Ist Thomas Letsch der richtige Trainer für Austria?: Wenn schon nicht durch einen Sieg über Meister Red Bull Salzburg versteht es Rapid auf andere Art für Schlagzeilen zu sorgen: Durch eine Privataudienz bei Papst Franziskus Mittwoch Vormittag in Rom. Kardinal Christoph Schönborn und „Rapid-Pfarrer“ Christoph Pelczar begleiten die grün.weiße Delegation um Präsident Michael Krammer, die Vorstände Fredy Bickel und Christoph Peschek, Trainer Goran […] … Weiterlesen(13:36)

Rapid

Privataudienz bei Papst Franziskus: Die Statue von Luigi Scrosoppi, dem Schutzpatron aller Fußballer. Eine auergewhnliche Ehre wird einer Delegation des SK Rapid am Mittwoch erwiesen. Frhmorgens wird eine Abordnung der Grn-Weien, darunter Prsident Michael Krammer , die Geschftsfhrer Fredy Bickel und Christoph Peschek , Cheftrainer Goran Djuricin und zahlreiche Spieler um Kapitn Stefan Schwab und Ehrenkapitn Steffen Hofmann von Wien … Weiterlesen (19:21)

SkySportAustria

Rapid Wien: Privataudienz bei Papst Franziskus: Wien (APA) – Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. Die Abordnung der Hütteldorfer wird angeführt von Präsident Michael Krammer, den […] (08:14)

SN

Rapid erhält am Mittwoch Privataudienz bei Papst Franziskus: Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (11:18)

2018-05-16

DiePresse

„Großer Moment“: Rapid bekam Privataudienz beim Papst: Eine Rapid-Delegation begegnete auf Vermittlung des Vereins-Seelsorgers und von Kardinal Schönborn in Rom Papst Franziskus. Ein besonderer Moment für viele. (18:11)

Heute

Treffen im Vatikan: Hier posieren die Rapid-Stars mit Papst Franziskus: Die Führungsetage und die Mannschaft von Rapid Wien wurden im Vatikan bei Papst Franziskus vorstellig. Die Bilder: (11:53)

Heute

Ehrenmitglied der Wiener: Der Papst ist jetzt ein lebenslanger Rapidler: Rapid war zu Gast bei Papst Franziskus im Vatikan. Das Kirchenoberhaupt ist jetzt ein lebenslanges Mitglied. (14:49)

Krone

Papst führte Rapid exklusiv durch den Petersdom: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. (13:04)

Kurier

Papst Franziskus empfing die Rapid-Delegation: Das Kirchenoberhaupt begrüßte die Hütteldorfer Delegation am Mittwochvormittag. (11:35)

Laola1

Papst empfing Rapid im Vatikan: Eine Delegation des SK Rapid wurde am Mittwoch-Vormittag von Papst Franziskus im Vatikan empfangen. Allerdings nicht wie geplant in der Audienzhalle Paul VI., sondern aufgrund organistorischer Notwendigkeiten „nur“ bei der Generalaudienz vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Mit dem Flugzeug ging es für Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek, Sportchef Fredy Bickel, Trainer Goran Duricin sowie zahlreiche Spieler inklusive Rapids „Fußballgott“ Steffen Hofmann und Kapitän Stefan Schwab nach Rom. Rapid ist damit das erste Bundesliga-Team aus Österreich, dem diese Ehre zuteil wird. (15:27)

OÖ-Nachrichten

Rapidler holten sich Segen des Papstes: ROM.Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fuball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grn-Weien waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan.(15:06)

Österreich

Rapid holte sich Segen vom Papst: Die Hütteldorfer wurden auch von Kardinal Schönborn begleitet.  (13:31)

Plinden

Goiginger ist der einzige, der als Schaubs „Nachfolger“ bei Rapid in Frage kommt: Stresstage für Louis  Schaub. Dienstag war er in Köln zur sportmedizinischen Untersuchung, Mittwoch flog er mit der Rapid-Delegation zur Papstaudienz nach Rom. Als er im Vatikan war, kam die offizielle Vollzugsmeldung vom 1.FC Köln und Rapid: Der Wechsel des 24jährigen Kreativspielers in die Domstadt zum Zweitligisten ist nach  elf Jahren bei Grün-Weiß in trockenen Tüchern. […] Der Beitrag Goiging… Weiterlesen (13:11)

Rapid

„Ein Erlebnis, das man nie wieder vergessen wird“: Ab sofort Lebenlanges Mitglied: Papst Franziskus bekam eine Mitgliedschaft als Gastgeschenk überreicht. So etwas hat man nicht alle Tage und ist umso hher vom Stellenwert her einzustufen: Am Mittwoch in der Frh reiste eine Delegation des SK Rapid nach Rom, bestehend aus Prsident Michael Krammer , Vizeprsident Nikolaus Rosenauer , unsere beiden Geschftsfhrer Christoph Peschek und Fredy Bickel , And… Weiterlesen (16:18)

SkySportAustria

Papst wird lebenslanges Rapid-Mitglied: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fußball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. Präsident Michael Krammer, die Geschäftsführer Fredy Bickel und Christoph Peschek, Cheftrainer Goran Djuricin und viele Spieler […] (

SN

Rapid Wien zu Gast beim Papst – Exklusive Führung durch Petersdom: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fußball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. (15:53)

Weltfußball

Papst ist nun lebenslanges Rapid-Mitglied: Eine große Delegation der Grün-Weißen wurde vom Oberhaupt der katholischen Kirche vor dem Petersdom empfangen. „Das ist unbeschreiblich“, strahlte Lucas Galvão (13:23)

2018-05-17

abseits.at

Grün-Weiße Papst-Audienz: Eine Abordnung des SK Rapid hatte gestern Nachmittag eine Privataudienz bei Papst Franziskus in Rom. Die Instagram-Accounts der Spieler glühten danach. Wir haben einige Eindrücke zusammengesammelt. ⛪️🙏🏽 Ein Beitrag geteilt von joelinton (@joelinton34) am Mai 16, 2018 um 3:11 PDT Unvergessliche Momente mit Papst #Franziskus #SCR2018 Ein Beitrag geteilt von… (05:00)

Plinden

Steffens Abschiedstränen: Es schaut nach schlechtem Rapid-Gewissen aus!: Mittwoch, bei der Privataudienz beim Papst in Rom, stand der grün-weiße Fußballgott meistens in der zweiten Reihe. Ganz bescheiden, wie es nun einmal seine Art ist. 24 Stunden später gehörte Steffen Hofmann die Bühne allein, als er das Ende seiner Karriere mit Saisonende verkündete. Keine große Überraschung mehr. Der noble Rahmen, den ihm Rapid dafür […] Der Beitrag Steffens Abschiedstränen: Es sc… Weiterlesen (20:52)

7. Rapidlauf


1. Reihe (vlnr): Start zum 1,8 km Lauf, Andy Marek, Christoph und Florian, Franz und Gabriele Hobecker;
2. Reihe (vlnr): Christian Keglevits, Anita Rohschitz und Andy, Rapid-Wirt Charly Wendtner

Teilnehmerzahl

Ideales Laufwetter für den 7. Rapidlauf, viele Kinder, doch irgendwie hatten wir den Eindruck, als wären beim diesjährigen Alfred-Körner-Lauf weniger Läufer am Start als noch in den vergangenen Jahren. Ein Blick auf das Starterfeld auf der Seite von Pentek-Timing bestätigt das:

Jahr Anzahl der Läufer
2014  880
2015 1099
2016 1097
2017 1078
2018  765

Seit Pentek-Timing die Ergebnisse dokumentiert (2014), verzeichneten wir heuer mit 765 Läuferinnen und Läufern die geringste Teilnehmerzahl. Aber warum?


Am Samstag ist bei uns um 7:00 Schwimmen angesagt; im schönsten Hallenbad der Welt in Wien, im Amalienbad. Heute empfing uns folgende Schrift: „Während der Pfingstfeiertage bleibt dieses Bad geschlossen!“


Das könnte auch einen Einfluss auf das Starterfeld gehabt haben. Wir haben Startnummern bis über 1000 gesehen, und daher kann man vermuten, dass viele angemeldete Läufer das längere Wochenende zu einem Kurzurlaub genutzt haben.

Organisation

Nach meinem subjektiven Eindruck verbessert sich die Organisation von Jahr zu Jahr, sind viele Helferinnen und Helfer bemüht, für einen reibungslosen Ablauf des Rapid-Laufs zu sorgen.

Martina und Christian

Man kennt sich aus Facebook!

Für uns war der Rapid-Lauf nur eine kurze Fahrt; vielleicht 6 Kilometer. Für die Rapid-Anhänger aus Niederösterreich, zum Beispiel für unseren Rapid-Wirt, bedeutet aber die Teilnahme am Rapid-Lauf eine beachtliche Reise. Wenn aber jemand wegen des Rapid-Laufs und wegen des Sonntagsspiels gegen Altach aus dem Ländle angereist kommt, dann ist das schon bemerkenswert. Martina aus Lech am Arlberg kommt wegen dieser Rapid-Veranstaltungen nach Wien, übernachtet im Motel One am Hauptbahnhof und fährt nach dem Sonntagsspiel wieder nach Hause. Das letzte Mal trafen wir Martina als sie als Wappenträgerin zum Heimspiel gegen St. Pölten nach Wien angereist war (Siehe auch Bericht über das Heimspiel gegen St. Pölten).

Er spielte zu einer Zeit als ich noch nicht wusste, was Fußball alles kann. Zum Beispiel, dass durch Fußball einander so unterschiedliche Menschen wie Martina, Christian und wir einander näher kommen. Bei unserem ersten Besuch bei Rapid war mir Christian mehr als GAK-Trainer denn als Rapid-Spieler bekannt. Gemeint ist Christian Keglevits, und ich bin sicher, dass ich ihm nie bei einem Event persönlich begegnet bin. Christian war ebenfalls Teilnehmer beim Rapid-Lauf und nach dem Lauf, am Weg zum Verpflegungs-Standl, schüttelte er jedem von uns die Hand. Das hat mich echt überrascht. Noch im Weggehen löste Christian das Rätsel auf: „Du bist doch der, mit den Geschichten über Rapid!“

Es ist schön, wenn schon nicht als Aktiver, dann wenigstens als Beobachter etwas zu diesem „Rapid“ beitragen zu können.

Links

Abschied von Steffen

Stellvertreter

Wir kämpfen nicht, wir lassen kämpfen. Wir haben unsere Stellvertreter.

Wir können es nicht (Zitat Steffen: „Du kannst nicht Fußballspielen, Andy“), andere, stärkere machen das für uns. Der Beste unter ihnen, Steffen, tat das 16 Jahre lang. Kaum vorstellbar, dass sich das nach ihm noch einmal ereignen könnte. Vielleicht aber doch, fesche Madln zum Festhalten gibt es ja überall. Also Mädels, hier ist Rapid, Euer Betätigungsfeld!

Immer, wenn ich die Bilder der Royals über die kommende Superhochzeit sehe, meine ich, dass mich das nicht betrifft, dass ich gegen so etwas immun wäre. Und jetzt sitze ich da, im Kursalon Hübner (übrigens das erste Mal in meinem Leben) und ertappe mich dabei, bei einem höchst emotionalen Ereignis dabei zu sein, dass die Anwesenden, mich eingeschlossen, ebenso bewegt wie andere das Ja-Wort des Königspaares auf Schloss Windsor. Da wie dort Ereignisse, wie sie uns allen im Alltag genau so passieren können, aber es ist etwas Besonderes, einen Abschied eines unserer Stellvertreter am Fußballparkett verabschieden zu müssen; eine Fernbeziehung zu jemandem, der uns etwas auf einem Niveau vorlebt, das wir selbst nicht erreichen können.

Etwa 150 Menschen waren anwesend. Die Familie, Verwandte, die Mannschaften, der Trainerstab, Legenden, das Präsidium, der Ehrenpräsident, Pressevertreter und auch eine Direktübertragung über den Kanal ORF Sport Plus fand statt. Dazu kam eine Gruppe von Fans. Wir sahen: Sabine, Oliver, Markus, Jakob (Ultras), Martin, Dominik, Brucki (Tornados) , Charly (Rapid-Wirt), Gernot (Grün-Weiß Winklarn), Hans (Speising), Jürgen (Sinn des Lebens). Mit dabei waren Florian und Franz (Klub der Freunde). Lest den genauen Bericht auf der Rapid-Homepage „Kein Abschied für immer, sondern ein Neubeginn“.

Wir haben uns von Steffen schon im Vorjahr verabschiedet. „EwkiL-Treffen mit Helge und Steffen“ (4.8.2017) Die damals übergebene Datensammlung werden wir aktualisieren und ihm in einer Finalfassung übergeben.

Wie schwer dieser Abschied auch den Fans fällt, sieht man an dem Umstand, dass sie meinen, Steffen wäre bei den letzten Spielen so etwas wie eine Wunderwaffe gegen Niederlagen gewesen. In einem Kurier-Interview erzählt aber Steffen, dass er schon im Vorjahr aufgehört hätte, wäre das Cupfinale zu unseren Gunsten ausgefallen. Immer diese Hätti-Wari…

Im Bild Steffen im Interview…

… und mit Familie

16 Jahre bei Rapid

Symbolisch die 16 Jahre bei Rapid standen Steffens Trikots auf der Bühne, jeweils eines für zwei Jahre, zusammengestellt im folgenden Bild:

Hier eine Liste der längst dienenden Rapidler:

19 1930-1948 Binder Franz Binder Franz
19 1911-1929 Kuthan Richard Kuthan Richard
19 1931-1949 Wagner Franz Wagner Franz
18 1986-2003 Herzog Andreas Herzog Andreas
17 1943-1959 Happel Ernst Happel Ernst
17 2002-2018 Hofmann Steffen Hofmann Steffen
17 1937-1953 Merkel Max Merkel Max
17 1943-1959 Körner Alfred Körner Alfred
16 1942-1957 Körner Robert Körner Robert
16 1970-1985 Krankl Hans Krankl Hans
16 1898-1913 Schediwy Karl Schediwy Karl
16 1929-1944 Kaburek Matthias Kaburek Matthias
16 1979-1994 Garger Kurt Garger Kurt
16 1939-1954 Gernhardt Leopold Gernhardt Leopold
16 1949-1964 Gießer Karl Gießer Karl
16 1912-1927 Bauer Eduard Bauer Eduard
16 1986-2001 Schöttel Peter Schöttel Peter
16 1945-1960 Zeman Walter Zeman Walter
15 1914-1928 Wondrak Karl Wondrak Karl
15 1899-1913 Schediwy Josef Schediwy Josef
15 1911-1925 Brandstetter Josef Brandstetter Josef
15 1958-1972 Flögel Rudolf Flögel Rudolf
15 1985-1999 Heraf Andreas Heraf Andreas
15 1997-2011 Hedl Raimund Hedl Raimund
15 1938-1952 Musil Josef Musil Josef
15 1978-1992 Kienast Reinhard Kienast Reinh

Die meisten Spiele für Rapid

Da in den früheren Jahrzehnten weniger Spiele absolviert wurden, kommt keiner seiner Vorgänger an die Anzahl der Spiele für Rapid an Steffen Hofmann heran. In dieser Wertung ist Steffen wohl uneinholbar.

Spieler T. Sp. Rapidler
Flagge Hofmann S. 128 539 2002-2018
Flagge Schöttel P. 7 526 1986-2001
Flagge Kienast R. 76 499 1978-1992
Flagge Konsel M. -578 486 1985-1997
Flagge Krankl H. 339 450 1970-1985
Flagge Flögel R. 195 432 1958-1972
Flagge Weber H. 51 411 1978-1989
Flagge Hanappi G. 124 394 1951-1964
Flagge Feurer H. -394 361 1976-1988
Flagge Halla P. 44 360 1953-1965
Flagge Pregesbauer J. 17 350 1975-1986
Flagge Glechner W. 13 334 1959-1971
Flagge Garger K. 7 332 1979-1994
Flagge Brauneder K. 26 332 1983-1994
Flagge Körner A. 180 327 1943-1959
Flagge Walzer W. 20 326 1969-1979
Flagge Dienst R. 322 324 1949-1961
Flagge Höltl J. 1 324 1955-1967
Flagge Pajenk E. 21 322 1970-1979
Flagge Binder F. 397 318 1930-1948
Flagge Wagner F. 4 304 1931-1949

Liste aller Trainer von Steffen

Barisic Zoran
Büskens Mike
Canadi Damir
Djuricin Goran
Hickersberger Josef
Pacult Peter
Schöttel Peter
Zellhofer Georg

Liste aller Mitspieler mit Steffen

Adamski Marcin
Akagündüz Muhammet
Alar Deni
Arase Kelvin
Auer Stephan
Bajrami Eldis
Bazina Mario
Behrendt Brian
Bejbl Radek
Berič Robert
Berisha Veton
Bilic Mate
Bolingoli Boli
Bošković Branko
Boyd Terrence
Breitenfelder Fritz
Burgstaller Thomas
Burgstaller Guido
Cehajic Salmin
Denner Lukas
Dibon Christopher
Dober Andreas
Dobras Kristijan
Dollinger Matthias
Došek Tomáš
Drazan Christopher
Eder Hannes
Entrup Maximilian
Erbay Ümit
Fabiano de Lima Campos Maria
Fath Saoud
Feldhofer Ferdinand
Galvão Lucas
Garics György
Gartler Rene
Gerson Guimarães Ferreira Junior
Grahovac Srdjan
Grozurek Lukas
Harding Georg
Haring Peter
Harrauer Michael
Hedl Raimund
Heikkinen Markus
Herzog Andreas
Hiden Martin
Hiden Markus
Hinum Thomas
Hlinka Peter
Hoffer Erwin
Hofmann Maximilian
Hofmann Steffen
Huspek Philipp
Ildiz Muhammed
Ivanschitz Andreas
Jadoua Adel
Jazić Ante
Jelavić Nikica
Jelić Matej
Joelinton Cassio Apolinário de Lira
Jovanović Milan
Kainz Florian
Katzer Markus
Kavlak Veli
Kayhan Tanju
Keles Eren
Ketelaer Marcel
Kienast Roman
Kincl Marek
Knez Iván
Knoflach Tobias
Koch Georg
Königshofer Lukas
Konrad Mario
Korkmaz Ümit
Korsos György
Kostic Alexandar
Kovačec Dino
Kuen Andreas
Kuleski Vasil
Kulovits Stefan
Kvilitaia Giorgi
Labant Vladimír
Laursen Jacob
Lawarée Axel
Lenko Jirí
Ljubicic Dejan
Lukse Andreas
Macho Jürgen
Maier Ladislav
Maierhofer Stefan
Malicsek Philipp
Maric Marko
Martinez Sebastian
Močinić Ivan
Mujakic Armin
Murg Thomas
Novota Ján
Nuhiu Atdhe
Nutz Stefan
Okungbowa Osarenren
Palla Stephan
Pashazadeh Mehdi
Patocka Jürgen
Pavelic Mario
Payer Helge
Pehlivan Yasin
Petsos Thanos
Pichler Harald
Plassnegger Gernot
Prager Thomas
Prenner Helmut
Prisc Mario
Prokopič Boris
Prosenik Philipp
Radlinger Samuel
Sabitzer Marcel
Saler Jürgen
Salihi Hamdi
Sara Mario
Saurer Christoph
Schaub Louis
Schießwald Günter
Schimpelsberger Michael
Schobesberger Philipp
Schösswendter Christoph
Schrammel Thomas
Schreiner Daniel
Schwab Stefan
Sobczyk Alex
Sobotzik Thomas
Soma Ragnvald
Sonnleitner Mario
Stangl Stefan
Starkl Dominik
Strebinger Richard
Sturm Florian
Szalai Attila
Szántó Tamás
Thonhofer Christian
Thurnwald Manuel
Tokić Mario
Correa Tomi
Topić Eldar
Tosun Cemil
Traustason Arnór Ingvi
Trimmel Christopher
Valachovič Jozef
Vennegoor of Hesselink Jan
Vico Jovica
Voříšek Petr
Wagner René
Wallner Roman
Weinwurm Ferdinand
Wöber Maximilian
Wydra Dominik

Links

Rapid II-Parndorf

3:5 (3:1)

Bei Spielbeginn war schon bekannt, dass Rapid in Wiener Neustadt knapp verloren hat und bei diesem Testspiel die Quote der Lattentreffer weiter in die Höhe geschraubt wurde.

Rapid II wollte das am Abend natürlich besser machen. Im Bild kommen beide Mannschaften aus der Kabine. Kapitän Stefan Pfeifer springt noch einmal mächtig in die Höhe.

Und man begann furios und führte bis kurz vor der Pause mit 3:0. Doch das Spiel nahm nach der Pause eine ganz unerwartete Wendung.

Die klassische Begründung für ein so kurioses Spiel ist, dass die Mannschaft nach der Pause „aufgehört habe, Fußball zu spielen“. Gut, aber wie kann es zu einem solchen kollektiven Einbruch kommen? Rapid II präsentierte sich ja vor der Pause als die klar bessere Mannschaft.

Was, wenn es den Spielern in der Kabine ebenso erging wie uns Zuschauern in der Pause:„des Spü is gwunan“, meinten wir und doch sollte uns der Gegentreffer aus einem Strafstoß kurz vor der Pause zur Vorsicht gemahnt haben – hat er aber nicht. 

Natürlich kann es auch sein, dass die Parndorfer in der Pause eine taktische Umstellung vorgenommen haben, die ich als Taktik-Laie nicht erkannt habe und die junge Mannschaft von Rapid II auf diese Umstellung nicht ausreichend rasch reagieren konnte.

Und so schlitterte Rapid II – möglicherweise aus einer völligen Fehleinschätzung der Lage – in eine Niederlage, die in wenigen Minuten besiegelt war. Unser Sprecher Leo Gartler war wegen der Entwicklung des Spielverlaufs nach der Pause so erzürnt, dass er mehrmals seine Kabinentür öffnete und die Spieler ob ihrer Spielweise ziemlich heftig tadelte. 

Das Spiel wurde auch von Carsten Jancker beobachtet, denn Rapid II ist am 6.4. zu Gast in Horn. 

Rekordmeisterbar im Dienste von EwkiL:Rapid

Wir verbringen die Freitag-Nachmittage in Form einer Jour Fixe meist in einer kleinen Runde in der Rekordmeisterbar.

An diesem Freitag waren es Arnold, Florian, Franz und Hannes; und der Abend war besonders lang. Es begann um 17:00 mit einem Abendessen, danach folgte das Heimspiel von Rapid II und als Ausklang des Abends erlebten wir das Länderspiel gegen Slowenien in einer exklusiven Umgebung, betreut von Steffi und Alex, bei Bier, Wein und Kuchen. Der Autor hat sich einen Affenzeller spendiert. Wir bedanken uns für den sehr angenehmen und außergewöhnlich langen Abend.  

Dass die Nationalmannschaft mit einer bisher nicht bekannten Spielfreude aufgetreten ist, ließ den Abend nach den zwei Niederlagen von Rapid und Rapid II doch noch versöhnlich ausklingen. 

Das Geheimnis des Fensters

Seit 14 Tagen gibt es in der Rekordmeisterbar ein Fenster zur Küche.

Das Fenster erfüllt eine formale Anforderung der Bauordnung und hat sonst keinen Zweck. Eigentlich sollte das Fenster mit einer Folie beklebt sein, sodass man aus der Küche nach außen sehen kann aber nicht umgekehrt vom Gastraum in die Küche. Also etwa so, wie man es bei Verhören bei einem Krimi oder bei Kassen im Supermarkt sieht. Aber was in diesen Fällen funktioniert, funktioniert bei Rapid nicht. Damit nämlich eine einseitige Durchsicht möglich ist, muss der Kontrollraum abgedunkelt und der andere Raum beleuchtet sein. Aber in der Rekordmeisterbar sind beide Räume beleuchtet, und es gibt keine Durchsicht durch die Folie. Daher ist das Fenster nunmehr mit einer klassischen Innenjalousie versehen. 

Wieder was gelernt, danke Hannes

Rapid-Viertelstunde

Wollte man bei allen Rapid-Events dabei sein, kann ein Tag mit Rapid ganz schön stressig sein. So etwa entging uns die Erstausstrahlung der 155. Folge Rapid-Viertelstunde um 19:15.

Folge 155 vom 23.3.2018

  • Neue Kooperation mit Schule
  • Das neue Mannschaftsposter
  • Hans Hierath, der vergessene Funktionär
  • Rapid-Spieler im Nationalteam
  • Christopher Dibon beim Zahnarzt
  • Zum Video
  • Link zum Mannschaftsfoto

Tomanntraining

Bei der Suche nach der Online-Version wurde ein W24-Video außerhalb der Reihe entdeckt, das sich mit dem Rapid-Tomanntraining befasst. Hier ist es:

Rapid wirbt

Früher ist man gestorben – und wusste nicht immer warum; heute stirbt man auch – und im Unterschied zu früher wissen wir oft sehr genau, warum. Am Weg dorthin schickt mich meine Hausärztin von Zeit zu Zeit zu den Vampiren ins Labor und die finden auch tatsächlich Anomalien, denen nachgegangen werden muss. Wie gesagt, heute weiß man die Gründe, ändern tut’s aber auch nichts am letzten Weg mit dem 71er. Doch im Warteraum der Vampire (in dem übrigens nicht fotografiert werden darf) sah ich folgenden Zeitungsstapel:

Man sieht, dass sich Rapid bemüht, neue Interessentenschichten zu erschließen. Das Foto ist aber illegal! Dieses Rapid macht mich noch zum Hooligan – wie es meine Nachbarn immer schon gewusst haben. 

Stammtisch

Sachlich

Nach Rapid-Hymne und Einleitung sprach Andy Marek mit Laurin Rosenberg. Laurin berichtete über die guten Besucherzahlen im Rapideum und die besonderen Fürmen von Führungen. Die Vitrinen in der Aula wurden neu gestaltet und mit Highlights aus dem Nachlas von Hans Hierath (Funktionär seit 1914). Darunter befindet sich eine Medaille von Dionys Schönecker, eines von zwei Andenken an den Mister Rapid.

Lustig

Praktisch zeitgleich mit Andy Marek kam Wolfgang Frey zu Rapid. Er war vorher bei der Vienna. Hörenswert seine Anekdoten über Dejan Savicevic. Heute wären die Spieler eher Einzelgänger. Wolfgang erklärt, dass die Fluktuationen heut viel größer sind als in der Zeit als er zu Rapi kam. „Die Daltons“ = Kühbauer, Marasek, Kühbauer, Mandreko. Geschichten über die Daltons und dem damaligen Teamarzt Dr. Lugscheider.

Die Aufgabe des Teammanagers Kurt Deringer ist die Betreuung aller Teamspieler im Alltag, natürlich auch die organisatorische Abwicklung aller Auswärtsfahrten.

Ehrlich

Stefan Auer ist ein Fixpunkt in unserer Mannschaftsaufstellung. Was in dem Interview besonders auffiel, dass auch die betroffenen Spieler das wenig entschlossene Spiel in der zweitan Halbzeit gegen Altach nicht erklären können, weil die Vereinbarungen in der Kabine ja ganz andere sind als es sich dann während des Spiels ergibt. Wichtig ist aber doch, dass es grundsätzlich schwierig ist, gegen eine gut stehende Abwehr zu einem vollen Erfolg zu kommen, und dass auch Salzburg damit seine Schwierigkeiten hat.

Selbstkritisch

Ginge es nach dem Publikum, müsste bei Rapid eigentlich alles ausgetauscht werden, beginnend bei den Spielern bis hinauf zum Präsidenten. Und es gibt natürlich Situationen der kollektiven Ratlosigkeit, in denen man tatsächlich eine Notbremse ziehen muss. Das Interview mit Frey Bickel zeigte, dass der Gestaltungsspielraum eines Sportdirektors von Rapid nicht so groß ist, wie das Publikum es sich wünschen würde. Fredy sagte an einer Stelle, dass es eine seiner liebsten Aufgaben ist, Spieler zu verpflichten, die dann so richtig „einschlagen“. Doch sein Alltag besteht darin, die Rahmenbedingungen der Vereinsführung zu erfüllen und die lauten, dass das Kader nicht mehr als 25 Spieler umfassen darf und das auch nur, wenn international gespielt wird. Wie falsch das Publikum Spieler einschätzt, merkt man daran, dass ein Teil des Publikums mit einem Spieler unzufrieden ist, der aber gleichzeitig von Interessenten umworben wird (Boli).

In der Frage, ob Steffen Hofmann eingesetzt werden soll, besteht bei einem Teil des Publikums Realitätsverweigerung. Was vielleicht verabsäumt wurde, ist der Aufbau von Führungsspielern, die Steffen nachfolgen können. Vielleicht ist ja schon die unglückliche Verletzung von Stefan Schwab beim Derby mit ein Grund, warum die Mannschaft wegen der verschiedenen Ersatzkapitäne im Spiel nach einer Leitfigur sucht, die mit Steffen abhanden gekommen ist.

Trotz aller positiven Einschätzungen der Konstellation der Mannschaft und des Trainerteams werden doch alle an den Ergebnissen, also am Erfolg und nicht an der Leistung*) gemessen. Die Ergebnisse des letzten Meisterschaftsviertels und der ausständigen Cup-Begegnungen werden wohl über die Zukunft unseres Trainers entscheiden.

*) Die Leistung wird bei Heimspielen mit GPS-Systemen am Rücken der Spieler gemessen und diese Werte sind sher zufriedenstellen.

Ambiente

VIelleicht sollte auch einmal erwähnt werden, warum sich ein Besuch in der Rekordmeisterbar lohnt: Alex und Brigitte:

 

Heringsschmaus

Die Rekordmeisterbar lud zum Heringsschmaus und Food-Affairs konnte seine Küche von der besten Seite präsentieren. Und so kam „etwas“ Abwechslung in die ansonsten einfache Küche in unserer Favoritner Vorstadt. An unserem Tisch, vlnr.: Arnold, Florian, Friederike, Hannes

Gesprächsthema – wie könnte es anders sein – die aktuellen Fanprobleme und die glücklosen Spiele in der Südstadt; mit dem Motto: „5 Leute, 6 Meinungen“. 

Wir bedanken uns beim Team der Rekordmeisterbar, angeführt von Stefanie und bei unserer Kellnerin Cara für die wie immer sehr freundliche Bewirtung. 

Menü

Couvert

  • „Butter-Bonbon“ | Olivenöl ofenfrisches Gebäck

Vorspeisen am Buffet

  • Hausgebeizter Norwegischer Fjordlachs: Senf-Dill-Sauce | französischer Gemüsesalat | Oberskren getoastetes Schwarzbrot
  • Heringssalat „Hausfrauen Art“: Apfel | Zwiebel | Essiggurkerl | Ei
  • Heringssalat „Matjes“: Preiselbeere | roter Pfeffer | Kräuter
  • Heringssalat „Steirisch“: Käferbohnen | Kemöl | Senf
  • Frittierte Baby Calamari im Stanitzel | Sauce Aioli | Zitrone | Baguette
  • Gefüllte Eier | „Herings-Kaas“ Kresse & Knäckebrot
  • Matjes-Terrine | Röte Rüben Kren | Sprossen
  • Salat als erste Frühlingsboten: Feta | gepoppter Wildreis

Brotstation

  • Französisches Baguette Zwiebelbrot | Krustenlandler

Suppe als Zwischengericht

  • Misosuppe | Venusmuscheln | Chittlöäen

Hauptspeisen am Buffet

  • Gegrillte Riesengarnelen I weißes Bohnenragout mit Erdäpfel | Krustentier-Jus
  • Aus der Riesenpfanne I Octopusgulasch Gnocchetti | Oliven Paradeiser | Petersilie
  • Saltimbocca vom Seeteufel Grammelrisotto l Zwiebel-Jus
  • Geschmorter Lammnacken l Maiscreme gegrillte Pastinaken | Rosmarin & Salbei
  • Aus der hauseigenen Pastamanufaktur | frische Pappardelle | Ragout von Ofentomaten | Artischocken | Pecorino sardo

Dessertbuffet

  • Süße Vollkorn-Pflaumenravioli
  • Nuss-Crunch | Pflaumenwein-Creme
  • Gratiniertes Kokoseis | Baiserhaube
  • rauchiger Ananassalat l Zuckerwatte
  • Topfen-Oberscreme im Glas
  • Blutorangenkompott Schokoladen-Trüffelschnitte | Kahlüa
  • Auswahl an Wiener Naschereien & Mini-Krapfen

Zum Drüberstreuen

Dinnerpreis pro Person EUR 49,-

Alle Bilder

Stammtisch

Die Vorfreude auf den kommenden Beginn des zweiten Teils der Meisterschaft war groß, die Rekordmeisterbar bis auf den letzten Platz gefüllt. Andy Marek leitete die Diskussion trotz Verkühlung. 

Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek

Stürmerkauf

Vieles vom Gesagten haben wir schon oft gehört. Abseits der Werbebotschaften glaube ich durchgehört zu haben, dass die abgelaufene Herbstsaison etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben ist, ganz abgesehen von den fehlenden Einnahmen aus einem internationalen Bewerb. Was sich also vordergründig gut anhört, nämlich ein 42-Millionen-Budget, bedeutet nicht, dass der Sportdirektor große Sprünge machen kann. Man muss ja immer mitdenken, dass die Trainerwechsel in der Saison 2016/17 leichter durchgeführt als dann auch finanziert waren. Dazu kommen die Erfahrungen aus den sportlichen Fehlinvestitionen Mitte 2016. Man hat aus den damaligen Fehlern gelernt und wagt nicht, ein unvorhersagbares Risiko eines Stürmerkaufs einzugehen. Niemand kann uns garantieren, dass ein teurer Stürmer jene Tore erzielt, die der Anhang ersehnt. Und noch so eine Fehlinvestition kann sich Rapid einfach nicht erlauben. Stattdessen setzt man auf Vertrauen in den bestehenden Kader und auf die Hoffnung, dass die Knoten in der Psyche der Akteure sich auch wieder lösen können, denn an Chancen hat es auch in den verlorenen Partien keineswegs gefehlt. 

Trainingszentrum

Der Fokus der kommenden Investitionen liegt auf dem Trainingszentrum, egal für welche der beiden Varianten, Prater oder Tullnerfeld, man sich schließlich entscheiden wird. Den Einwand eines Teilnehmers, dass man auch unter einfacheren Verhältnissen trainieren könne, ließen die Trainer nicht gelten, denn es herrsche zwischen den Vereinen ein starker Konkurrenzkampf um die besten Absolventen und ohne eine professionelles Trainingszentrum würde man die besten Spieler an die Konkurrenz verlieren. 

Goran Djuricin, Thomas Hickersberger, Stefan Schwab

Der Cheftrainer versuchte uns die verschiedenen Transfers zu erklären. Es war eine wichtigste Aufgabe für den Sportdirektor, den Kader zu verkleinern. Wenn Spieler mit wenigen Einsatzminuten ohnehin zum Wechsel zu Vereinen tendieren, bei denen ihre Chance auf ein Stammleiberl größer ist, kommt das dem Wunsch nach Kaderverkleinerung entgegen. Sogar das Alter der Spieler spielt eine nicht unwichtige Rolle, denn ist ein Spieler wie Eren Keles schon 24 und noch nicht in die Kampfmannschaft aufgerückt, dann besteht auch keine Hoffnung mehr, allzu viel für ihn zu erlösen und daher ist es für seine weitere Entwicklung besser, zu einem anderen Verein zu wechseln.

Rapid II

Die vielen Aspekte die für oder gegen einen Aufstieg in die Zweite Liga sprechen, sind nicht ganz einfach zu beantworten und die Belastung des Budgets wurde dabei noch gar nicht diskutiert. Wichtig ist die Entwicklung der Spieler. Die Spieler müssen in der jeweiligen Liga gefordert aber nicht überfordert sein. Wenn junge Spieler in der Zweiten Liga ständig Misserfolgserlebnisse haben, hemmt das ihre Entwicklung und daher kann ein Verbleib in der Regionalliga aus diesem Grund von Vorteil sein.

Thomas Hickersberger brachte es auf den Punkt, dass nämlich beim Fußball auch die schwächere Mannschaft gewinnen kann ohne dass das bedeutet, dass der Verlierer schlecht gespielt hätte. Das haben wir oft genug erlebt. Das Schlagwort von „Glück des Tüchtigen“ manifestiert sich nur einer großen Zahl von Spielen, nicht aber unbedingt im Einzelfall. 

Unsere Runde

vlnr Christoph, Gregor, Franz (alle Grün-Weiß Distel), Hannes (Freunde/EwkiL:Rapid), Franz (Podersdorf), Gerhard, Thomas, Florian, Christian (alle Freunde)

 

Es ist etwas eigenartig, wenn man Andy Marek von einem Herren in einer grünen Weste sprechen hört und feststellt, dass man selbst damit gemeint ist. In diesem Fall bewarb Andy dieses Tagebuch und schlug den Anwesenden vor, sich das Tagebuch zu abonnieren. Wer das also tatsächlich tun will, der kann die Anmeldeseite besuchen. Im Anschluss an die Diskussion setzte sich Andy zu einem verspäteten Frankfurter Würstel an unseren Tisch und plauderte über Rapid und das Skifahren. 

119 Jahre Rapid

Wenn man sich auf eine Automatik verlässt… Hätte mich nicht mein treuer Julian schon in der Früh ganz aufgeregt angerufen, ich hätte den Termin übersehen und ihn morgen Dienstag aus meinem eigenen Rapid-Pressespiegel erfahren! Dann wäre es aber zu spät gewesen. Dank Julian konnte ich aber wenigstens die beiden ersten Erzählungen im Kreise von etwa 50 unentwegten Rapid-Anhängern miterleben.

Ich kam mit der U-Bahn am Bahnsteig wartete Viktor! Im Bild Viktor im Gespräch mit Josef Hickersberger:

Wer kennt Viktor nicht! Ich kenne ihn so lang ich Rapid-Veranstaltungen besuche aber es bedurfte einiger Biere am Tisch von Peter und Janine, dass ich ihn näher kennen lernen durfte. Da noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn um 16:00 war, lud er mich zu einem Achterl zum Peschta ein. Ich erzählte ihm, dass ich eigentlich ein Tscheche wäre und er erzählte mir, was für tolle Tschechen er schon bei Rapid erlebt hätte, allen voran Antonín Panenka. Ich habe ihn zu unserem nächsten Treffen beim Klub der Freunde eingeladen. Er wird unsere Runde durch seine sehr freundschaftlichen und manchmal auch erheiternden Wortmeldungen bereichern.

Didi Kühbauer

Pünktlich um 16:00 ging es aufwärts in die Players Lounge, einem Bereich, in dem die Spieler nach einem Spiel zusammentreffen. Der abgetrennte Raum befindet sich auf Ebene II. Didi Kühbauer erzählte über die Umstände seines Transfers von der Admira zu Rapid, Anekdoten aus der Zeit mit dem Trainer Gustl Starek, das Highlight Europacup und die Gründe für seinen Abgang. 

Zwei Dinge habe ich mir besonders gemerkt:

  • Didi hat angemerkt, dass man gewisse Ereignisse rund um ein Spiel nicht durch Können oder Nicht-Können erklären kann, sie passieren einfach zufällig. Positive Zufälle (Glück) können sich zu einem „Lauf“ aufschaukeln können, ebenso wie negative Zufälle (Pech) eine Negativspirale auslösen können (ganz im Gegensatz zu einem reinen Glücksspiel, bei dem ein Ergebnis mit vorherigen Ergebnissen in keinerlei Zusammenhang steht). Der psychologische Grund ist, dass der Mensch den Zufall nicht als solchen wahrnimmt sondern das Glück oder Pech bei uns Spuren hinterlässt und damit nachwirkt und daher eine ganze Saison beeinflussen kann. Dass diese Zufälligkeiten nicht nur Ausreden für Misserfolg herhalten müssen, zeigt die Serie der Erfolge, am Weg in das Europacupfinale. Was es ausmachen kann, dass ein sehr starker Gegner wie es Lissabon war, und der sich schon als sicherer Aufsteiger wähnt, dennoch aus dem Bewerb geschossen werden kann, wurde als Beispiel für positive Zufälligkeiten genannt.
  • Didi hat – angesprochen auf einen Konflikt mit Andy Ogris während eines Derbys – einen Umstand wiederholt, den ich in einer ähnlichen Form schon oft gehört habe: er sagte, dass er diese Konflikte seinerzeit als wirklich existenziell betrachtet hat, so, als ginge es um Leben und Tod. Das sei kein Spaß gewesen, es war Ernst. Ähnliches kann man auf der EwkiL-Seite nachlesen, einen Spruch von Bill Shankly, eine, schottischen Spieler und Trainer. Dieses Zitat ist sogar in der Wikipedia verewigt. 

Im Laufe des Interviews gesellten sich auch Präsident Krammer und Geschäftsführer Peschek zur Runde der Zuhörer. 

  

Josef Hickersberger

Wir wechselten den Standort in die Rapid-Loge in Ebene 3, wo uns Josef Hickersberger schon erwartete. Auch Rudi Flögel und Alfred Körner waren bereits anwesend und warteten auf ihr Interview.

Josef Hickersberger hat durch seinen Meistertitel natürlich einen ganz besonderen Stellenwert und eine wichtige Frage war daher, warum er den hoch dotierten Posten in Katar zugunsten des zwar ehrenvollen aber weniger einträglichen Job bei Rapid aufgegeben hat. Die Antwort war einfach. Es war weniger Rapid, das den Ausschlag gegeben hat, es war eher seine Enkeltochter, mit der er dadurch mehr Zeit verbringen konnte. 

Und auch er nannte den Zufall als einen ständigen Begleiter des Fußballs. Wie viel anders hätte die Gruppenphase in der Championsleague verlaufen können, hätte Jozef Valachovic den Elfer versenkt; derselbe Jozef, der im Spiel in Moskau der Matchwinner war. 

Auch bei seiner Station als Bundestrainer hatte er das Pech, dass der Torschützenkönig Marc Janko verletzt war und dem Team beim Bewerb nicht helfen konnte. Es war keine Ausrede aber er wollte – ähnlich wie beim ersten Interview Didi – zeigen, dass Zufälle den Fußball maßgeblich beeinflussen.

Auch sehr interessant sein großes Lob für die Gastfreundschaft seiner nunmehr arabischen Freunde. Josef hat betont, wie freundlich er von den dortigen Vereinen behandelt worden war und wie er auch heute noch gerne dort empfangen wird.

Josef war sehr zuversichtlich, dass es Rapid im Sommer noch bis ganz hinaus schaffen könne, immerhin spräche dafür, dass man ihn zu seinem 60er auf den Rathausplatz zur Meisterfeier einladen konnte und das heurige Jahr, in dem er seinen 70er feiert, würde sich für eine Wiederholung anbieten.

Besuch bei Ivica

Weihnachten ist eine Zeit der Verwandtenbesuche und unser Familie ist grün-weiß. Wir nahmen das zum Anlass, um Ivica im Pflegeheim zu besuchen. Wir, das sind Arnold, Christian, Florian und Franz. Folgende Nachrichten bringen wir mit:

Ivica bewegt sich im Rollstuhl und ist bei Bewegungen stark eingeschränkt. Aber er versteht, was wir sagen, und wir haben ihm über die Weihnachtsfeiern erzählt und dass er bei allen diesen Anlässen in unseren Gedanken mit dabei ist. Wir zeigten ihm Bilder von diesen Festen und auch solche von unseren letzten gemeinsamen Begegnungen im Herbst 2016. Er kann sich zum Teil schon mit einem Bleistift mitteilen.

Ivica wird bestens betreut! Seine Lebensgefährtin verbringt den ganzen Tag mit ihm. Nach unserem kurzen Besuch musste er eine Einheit in der Physiotherapie absolvieren. Er wird im Neuen Jahr auf Reha fahren, und seine Betreuer sind zuversichtlich, dass er beim Wiedererlernen motorischer Fertigkeiten Fortschritte machen wird.

Wir wünschen Ivica und seiner liebevollen Betreuerin viel Kraft für das kommende Jahr.

Ivica am 22. Oktober 2016 in der Pause des Spiels Stadlau-Rapid II in der Kantine seines Bruders: Daneben sein neues Zuhause im Pflegeheim.

Der Rapid-Turbo

Der Jahreswechsel ist die Zeit, zurück zu blicken und sich zu fragen, wie es kam, das alles so ist wie es ist. Unser diesjähriger Rückblick betrifft die Frage, wie es Rapid schaffen kann, trotz größter sportlicher Hoppalas in der Gunst der Zuschauer ganz vorne zu liegen. Präsident Krammer hat bei seinem gestrigen Statement zur Lage von Rapid berichtet, dass 43% der Besucher von Bundesliga-Spielen zu einem Spiel mit Rapid-Beteiligung kommen! Aber warum? War das immer so? Alles wirkt wie eine kitschige Weihnachtsgeschichte aber sie ist das Produkt harter Arbeit, Begabung und einer  guten Portion glücklichen Zufalls, dass Rapid fantechnisch dort steht, wo es eben steht.

Wenn die Bundesliga Steigerungen der Zuschauerzahlen vermeldet, folgen diese in der Regel den Steigerungen der Zuschauerzahlen bei Rapid. Weil Rapid ein Mitgliederverein ist und die finanzielle Beteiligung der Mitglieder am Umsatz ein bedeutender Faktor in der Gebarung ist.

Dass es auch anders sein kann, zeigen die Beispiele von Salzburg und Favoriten.

In Salzburg, beim Verein in Firmeneigentum (irgendwie ein Widerspruch), wird ein Double nach dem anderen eingefahren und die Zuschauerzahlen sinken bis auf den Bundesliga-Schnitt. Die Zuschauer sind ja dem Management auch nicht besonders wichtig, weil ihr Anteil am Budget unbedeutend ist und die Betreuung all zu vieler Mitglieder viel aufwändiger ist als das Investieren von Geld aus einem Füllhorn. Und weil Fans durchaus ein unangenehmes Eigenleben entwickeln können, werden allzu viele Fans eher als Störfaktor empfunden.

Bei unserem Stadtrivalen gibt es eine Weihnachtsfeier. Im Rathaus. Ein Bild zeigt die Szenerie: 21 Tische mit je 8 Personen insgesamt 168 Gäste. Wer kann das schon sein. Wenn es nicht etwa weitere Säle gibt sind das gerade einmal die Spieler, die Vereinsleitung jeweils mit Begleitung sowie wichtige Sponsoren. Mitglieder dürften nicht vertreten sein.

Vorurteile

Versuche einmal die folgenden Fragen zu beantworten (Auflösung weiter hinten):

  • Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!
  • Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!
  • Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid „Rekordmeister“ nennt!
  • Rapid ist so beliebt, weil es dort so viele „Proleten“ gibt!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele „Randalierer“ treffen!
  • Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Bevor wir an die Beantwortung dieser Fragen gehen, wollen wir die Entwicklung in den Zeiten der heutigen Bundesliga genauer betrachten.

Nackte Zahlen

Die Bundesliga zeichnet die Zuschauerzahlen seit der Saison 1974/75 auf; sowohl die Gesamtzahl der Zuschauer als auch ihre Zahl pro Verein. Aus diesen Angaben ergeben sich folgende „Fieberkurven“ der Zuschauerzahlen der Bundesliga (grau), der Austria (violett), von Sturm (schwarz), von Salzburg (Austria Salzburg und RB) (rot) sowie von Rapid (grün):

Zu jeder „Fieberkurve“ gibt es auch eine gleichfarbige, punktierte Linie, die den Langzeittrend seit der Saison 1974/75 anzeigt. Weiters wurden bei jeder Saison mit dem farbigen Stern die jeweiligen Meistertitel angegeben (fehlende Sterne bedeuten, dass eine andere, hier nicht angeführte Mannschaft Meister war) und mit einem farbigen Gesicht der Verein mit den meisten Zuschauerzahlen.

Dass die Zuschauerzahlen stark schwanken, liegt an ihrem Zufallscharakter. Die Schwankungen ergeben sich aus dem sportlichen Erfolg, der Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt, der jeweiligen Zusammensetzung der Liga, der Ausgeglichenheit des Bewerbs uvam. und darüber hinaus auch aus Einflussgrößen, die nicht näher bekannt sind oder nur vermutet werden können, wahrscheinlich sogar der Wetterlage.

Folgendes kann man aus den Verläufen schließen:

  • Die Zuschauerzahlen seit den Anfängen der Liga sind steigend; allerdings nicht für alle Vereine mit demselben Anstieg. Dem Bundesligazuwachs von 63 % stehen 329 % bei Rapid gegenüber (gemessen an der Trendlinie).
  • Die Schwankung der durchschnittlichen Zuschauerzahlen der Bundesliga ist geringer als jene der einzelnen Vereine.
  • Die Zuschauerzahlen der Vereine können in während erfolgreicher Saisonen Spitzen aufweisen, wie zum Beispiel bei den Spitzenwerte bei Sturm (1997/98) und Salzburg (1992-1995 und 2005-2008) aber auch deutliche Einbrüche, wie man bei Rapid (um 2001, Ära Matthäus) sieht.
  • Es gibt aber auch Verläufe, die mit dem Erfolg nicht direkt in Zusammenhang stehen. Zum Beispiel sieht man bei der Kurve der Wiener Austria den Effekt, der steigenden Zuschauerzahl im Erfolgsfall nicht sehr deutlich bis gar nicht oder es steigen die Zuschauerzahlen bei Rapid trotz mäßigem sportlichen Erfolg deutlich an (in den letzten 10 Jahren).

Was uns natürlich besonders interessiert, sind die Zuschauerzahlen bei Rapid und daher versuchen wir die eingangs gestellten Fragen auch anhand der Grafik zu beantworten. (Größere Darstellungen bei den Links.)

Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!

Um die Popularität eines Vereins im Laufe der Saisonen besser beurteilen zu können, wurde bei jeder Saison der Verein mi der höchsten Zuschauerzahl und der jeweilige Meister angegeben. Man kann gut sehen, dass Rapid keineswegs immer der Verein mit den meisten Zuschauern war. In den Anfängen der Bundesliga dominierte die Austria und das stand durchaus mit dem Erfolg in Zusammenhang. Man feierte immerhin von 1979 bis 1982 vier Meistertitel in Folge. Dann gab es die temporären Erfolge der Austria Salzburg und von Sturm Graz, die das Interesse für jeweils einige Jahre aus der Bundeshauptstadt abzog.

Nein, es waren nicht immer die meisten Zuschauer in Hütteldorf!

Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!

Der erste Verein, der die 10.000er Marke geknackt hat, war Austria Salzburg in der Saison 1991/92 bis zur Saison 1997/98. Rapid konnte dieses Zuschauerzahl erst punktuell in der Meistersaison 1995/96 einmalig übertreffen, um aber danach wieder auf mäßige Werte zu sinken. Heute ist der Zuschauerschnitt bei Rapid eher bei 20.000 als bei 10.000 aber das ist erst seit der Saison 2003/04 die Regel.

Also nein, vor dem Zuschauerhöhenflug in Hütteldorf waren es Bundesländervereine in Salzburg, Innsbruck und Graz, die als erste so etwas wie einen Hype ausgelöst haben, diesen Zuspruch aber nicht nachhaltig halten konnten.

Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!

Betrachtet man nur die jüngere Vergangenheit, also die dargestellte Zeit der Bundesliga seit 1974, kommt Rapid auf gerade einmal 7 Meistertitel, die Austria auf 14, Salzburg auf 11. Wären also die Titel für die Zuschauerzahlen verantwortlich, müssten Salzburg und die Austria weit vor Rapid liegen.

Ja, es gibt punktuelle Zuschauerhäufungen in Phasen des Erfolgs, aber das erklärt nicht den Mechanismus, warum Zuschauerzahlen steigen, obwohl es gar keinen zählbaren Erfolg gibt.

Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid „Rekordmeister“ nennt!

Ich glaube nicht, dass viele Zuschauer kommen, weil sie den „Rekordmeister“ sehen wollen. Sollte es welche geben, dann werden sie enttäuscht wieder gehen und nie wieder kommen, denn ein Spiel gegen den „Rekordmeister“ suggeriert ein Spiel besonderer Qualität, es stellt sich aber als stinknormales Fußballspiel heraus, wo von einem „Rekordmeister“ weit und breit nichts zu sehen ist. Jene, die also etwas ganz Besonderes sehen wollen, sind enttäuscht, weil das, was sie sehen ist ein punktuelles Ereignis, ein Fußballspiel; „Rekordmeister“ ist ein Langzeitwert, den man im Moment nicht erlebt.

Mein Eindruck ist, dass das Attribut „Rekordmeister“ für den Verein von den Kommentatoren auf unzulässige (aber durchaus so beabsichtigte Weise) gebraucht wird. Kaum wird ein Spiel mit Rapid im Fernsehen übertragen, meint der jeweilige Sprecher, das Spiel ginge gegen den „Rekordmeister“. Das erzeugt bei den Zuschauern eine völlig überzogene Erfolgserwartung und bei den Spielern einen großen Erfolgsdruck. Die Realität am Platz bringt meist Ernüchterung bei den Zuschauern und Frust bei den Spielern.

Ja, wenn’s läuft, dann träumt man gern einmal davon, den „Rekordmeister“ ausbauen zu können. Aber meist ist das nicht der Fall und der „Rekordmeister“ stellt sich als ein Rucksack heraus, den man lieber wegstellen möchte.

Ich finde den „Rekordmeister“ eher abschreckend für Erfolgsfans.

Rapid ist so beliebt, weil es so viele „Proleten“ gibt!

Man unterstellt den Anhängern von Rapid gerne, dass sie aus den unteren Schichten der Wiener Bevölkerung stammen. Dazu könnten uns Soziologen viel erzählen. Ich kann nur meine eigenen Beobachtungen und Interpretationen nennen. Einer meiner Lieblingsschals ist jener mit dem selbstironischen Schriftzug „Asoziale Wiener Proleten“. Dieser Schriftzug sagt eigentlich, dass man die Kampfansage jener, die diesen Spruch gegen Rapid verwenden, gerne aufnimmt und ihn in den eigenen Sprachjargon übernimmt und damit eben zum Ausdruck bringt, dass der Eindruck des Gegners einfach nicht stimmt.

Es ist umgekehrt, dass nämlich sehr viele, vom Schicksal weniger Begünstigte gerade dorthin gehen, wo ihre Benachteiligungen keine Rolle spielen, wo allein ihre regelmäßige Anwesenheit zählt und geschätzt wird.

Man geht einfach dorthin, wo man mit seinen Besonderheiten, Ecken und Kanten, Skurrilitäten usw. eher akzeptiert wird. Also nicht, weil es so viele eigenartige „Vögel“ gibt, sondern weil man sie bei Rapid akzeptiert und integriert.

Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele „Randalierer“ treffen!

Folgt man den Zeitungsmeldungen, könnte man durchaus meinen, Rapid wäre eine organisierte Räuberhöhle. Das ist aber sicher nicht der Fall. Zwar ist es nicht jedermanns Sache, den Ultras anzugehören aber ich versichere Euch, dass ich sehr viele Block-West-Steher kenne, die allein vom Bedürfnis getragen werden, zu einem starken Kollektiv gehören zu dürfen.

Bei der Eröffnung der neuen Südtribüne gab es einen enormen Andrang auf die dortigen 8600 Plätze. Es gibt bei Rapid keine 8600 „Extremisten“. Im Gegenteil! Eine so große Gruppe kann gar keine extremen Haltungen einnehmen, sonst würden die Gemäßigten gleich wieder abwandern. Die Gruppe muss im Gegenteil wegen der Heterogenität der vielen Teilgruppen alle Extreme vermeiden, um einen Zusammenhalt zu gewährleisten.

Es liegt in der Natur einer Gruppe aus überwiegend jungen Männern, dass rechte Überzeugungen überwiegen. Aber durch das selbstauferlegte Prinzip eines unpolitischen Blocks werden extreme Positionen eher unterdrückt, weil sie den Zusammenhalt stören.

Nein, das Rapid-Publikum ist durchaus enthusiastisch aber nur in Minderheiten eventuell als extrem zu bezeichnen – auch im Block. Durch die große Zahl der Zuschauer Extreme durch einen kollektiven Lernprozess abgefedert.

Nein, das Publikum bei Rapid ist völlig unterschiedlich von jenem Bild, dass die Presse gerne von ihm zeichnet. Wäre es nämlich so, nämlich „extrem“, dann würden die Spiele nur sehr geringe Zuschauerzahlen anlocken, eben die „extremen“.

Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Dieses Argument wurde zuletzt von Marco Rose angeführt, als man ihn auf die geringe Zuschauerzahl in Salzburg angesprochen hat. Auch ich habe mir früher so etwas Ähnliches gedacht, allerdings zeigt ein Blick auf die historischen Daten, dass es Zeiten gegeben hat, in denen die Zuschauerzahlen in den Bundesländern deutlich über jenen der Wiener lagen und zwar in den Hochs der Austria Salzburg und Sturm Graz (Innsbruck wurde in der Grafik nicht erfasst). RB konnte in den Anfangsjahren 2005 bis 2009 einen ähnlichen Zuschauererfolg verbuchen, um in den letzten Jahren trotz großer sportlicher Erfolge auf das Niveau des Bundesligaschnitts zurück zu fallen.

Man muss auch bedenken, dass der Stadtrivale, die Austria, dasselbe Einzugsgebiet wie Rapid hat, aber so wie RB bestenfalls den Bundesligaschnitt erreicht.

Wir erinnern uns an die Anfangseuphorie in Mattersburg, als man dort 10.000 Zuschauer und mehr gezählt hat. Wo sind die Zeiten geblieben?

Nein, es liegt auch nicht am Einzugsgebiet.

Woran liegt es dann?

In einem so komplexen System wie es Fußball ist, gibt es keine einfachen Antworten; nicht beim Spiel und auch nicht in der Verwaltung. Erfolg hat viele Väter. Und man braucht auch eine Portion Glück. Rapid hatte großes Glück aus dem Schlamassel rund um die Rapid-Aktie herauszukommen. Diese Zeit habe ich nicht miterlebt aber auch die Übernahme der Präsidentschaft durch Rudolf Edlinger war ein solcher Glücksfall, ist es doch gelungen, den Ausfall der Bank Austria als Sponsor einigermaßen aufzufangen. Und die reibungslose Übergabe an Michael Krammer mit dem Stadionneubau erlebe ich als einen wirtschaftlichen Höhenflug sondergleichen. Aber dieser Höhenflug hat Rapid nicht abheben lassen. Rapid ist trotz seines großen Wachstums ein Verein zum Angreifen geblieben. Wir wollen die Wichtigkeit dieser wirtschaftlichen Überlebensbedingungen nicht vergessen, dennoch aber den wahrscheinlich wichtigsten Faktor nennen.

Wenn wir als Mitglied zu Rapid kommen, dann haben wir nicht Kontakt mit dem Präsidium, wir sind in Kontakt mit Andy, Astrid, Birgit, Christopher, David, Gernot, Jennifer, Lukas, Martina, Mario, Robert, Tamara und sicher noch vielen anderen. Die Präsidenten kommen und gehen, aber Andy bleibt ein Fixpunkt. Für uns wird Rapid durch Andy und sein Team verkörpert. Sie verkaufen uns „Rapid“.

Die – so wie ich – in der Ausbildung mit Mathematik zu tun hatten, wissen, dass man allerlei behaupten kann, aber ohne Beweis bleibt alles eine interessante Theorie. Alles Nicht-Mathematische wieder kennt den „Beweis“ nicht – in der in der Mathematik üblichen Exaktheit. Vieles kann so oder auch ganz anders interpretiert werden; ob eine Behauptung wahr ist, kann man erst nach langer Zeit, wenn überhaupt feststellen. Lasst es uns dennoch versuchen.

Behauptung: Der Rapid-Turbo ist „Andy Marek“

Es war 1992. Damals war Anton Benya Rapid-Präsident, als ein junger Mann aus einer Gruppe mehrerer Bewerber sich beim Tag der offenen Tür erstmals als Moderator versucht hat und ausgewählt wurde. Beim Spiel gegen den Sportklub am 24.7.1992 begann seine Laufbahn als Stadionsprecher von Rapid. Dieses erste Spiel wurde zwar verloren aber für Rapid hat damals ein einmaliger Aufschwung begonnen. Es gab in diesen 25 Jahren sportliche Höhepunkte aber die waren sicher nicht der alleinige Motor der heutigen Popularität. Wesentlich war die Zuwendung zu den Mitgliedern und die Erkenntnis, dass für Rapid allein diese Mitgliederbasis der Schlüssel zum wirtschaftlichen und sportlichen Überleben ist.

Es begann gleich mit einem Hype rund um die Meistersaison 1995/96 und das folgende Europacupfinale; einen Hype, der die Zuschauerzahlen – ganz ähnlich wie bei Salzburg vorher und bei Sturm nachher – in die Höhe schnellen ließ, allerdings damals noch nicht nachhaltig, denn mit den ersten Misserfolgen schwand auch das Interesse des Publikums.

Die Gründung des Klubservice war möglicherweise eine Reaktion darauf. Wer bei Rapid eine Eintrittskarte erwirbt, kauft damit nicht nur den Eintritt zu einem Spiel, er bekommt Gemeinschaft und Emotion und wird Teil eines großen Projekts; jeder Einzelne. Das Klubservice fördert die Gründung von Fanklubs und unterstützt diese durch Fanklubkarten und durch besondere Betreuung, die wir gerade gestern wieder bei der Weihnachtsfeier der Fanklubs erleben durften, den Zusammenhalt innerhalb dieser Fanklubs.

Als weiterer Vorteil für Rapid erwies sich Andys Erfahrung bei der Herstellung und Gestaltung von Kleidungsstücken im Rahmen seiner damaligen Waldviertler Fertigung, die er in das Rapid Merchandizing einbrachte (ca. 2003).

Als Waldviertler vergrößerte Andy das Einzugsgebiet nach Hütteldorf zumindest um Niederösterreich und das Burgenland, punktuell aber auch darüber hinaus. Andy tourt das ganze Jahr durch das Land und wirbt als Rapid-Botschafter bei allen diesen Auftritten für Rapid. Das Besondere an dieser Art von Werbung ist, dass sie einerseits sehr viel Aufwand (für Andy) bedeutet aber gleichzeitig Rapid nichts kostet. Darüber hinaus hat die Erwähnung von „Rapid“ bei diesen Anlässen viel mehr Gewicht als es ein bezahlter Werbespruch oder ein bezahltes Werbeplakat (à la Stadtrivale) haben. Andy absolviert ca. 200 Moderationen pro Jahr, seine Ansagen als Stadionsprecher sind dabei in der Minderheit. Bei allen diesen Gelegenheiten geht es ihm um die Botschaft „Rapid“, egal, ob es ein Laufevent ist, eine Weihnachtsfeier oder ein Talentewettbewerb ist.

Niemand weiß besser als ein Fußballverein, dass man Erfolg leichter verkaufen kann als Misserfolg. Wenn also der Zuspruch eines Vereins allein auf dem Erfolg in Form von Meistertiteln beruht, dann ergeben sich die typischen zuerst steigenden und dann wieder sinkenden Zuschauerzahlen, die wir in der obigen Grafik verfolgen können. „Ohre Erfolg, keine Zuschauer“ könnte man sagen. RB und die Austria bringen es sogar zustande, sogar „Mit Erfolg, keine Zuschauer“ zu haben.

Wer sich Rapid anschließt, kauft nicht in erster Linie „Erfolg“, sondern in erster Linie die Zugehörigkeit zu einer großen Gemeinschaft, die darauf hofft, durch kollektive Anstrengungen Erfolge feiern zu können.

Bei jeder Begegnung mit Andy und irgendeinem aus seinem Team wird uns das bewusst. Es ist ziemlich gleichgültig, wer der jeweilige Gesprächspartner ist, ob ein potenter Sponsor, ein einflussreicher Capo oder ein einzelner Besucher; man spricht mit einer Person, die davon beseelt ist, dieses „Rapid“ zu dem zu machen, was sich alle wünschen, dass es sei. Daher ist es uns allen auch ein Anliegen, dass jeder, dem Rapid am Herzen liegt, auch Mitglied werden sollte.

Beweis

Es gibt einen abgedroschenen Spruch, dass man nur jenen Statistiken trauen sollte, die man selbst gefälscht hat. In diesem Fall besteht die „Fälschung“ darin, die obige Darstellung in zwei zeitliche Abschnitte zu teilen und ansonsten nichts zu verändern. Einmal den Abschnitt von 1974-1991 und dann den Abschnitt von 1992 bis heute. In diese beiden Darstellungen wurden wieder die Trendlinien eingetragen.

Das Ergebnis ist verblüffend, weil es in viel größerer Deutlichkeit die Entwicklung der Ära „Andy Marek“ zeigt.

1974-1991

Die Unterschiede der Zuschauerzahlen zwischen den Vereinen sind zunächst gering, anfangs liegt sogar die Austria voran, wird später von Rapid überholt, aber in der letzten betrachteten Saison 1991/92 mit liegt die Austria wieder gleichauf bei etwa 7000 Zuschauern pro Spiel. Interessant ist auch der Trend, er zeigt bei allen Vereinen nach unten; nur die Salzburger Austria beginnt Ende der 1980er Jahre ihren sportlichen Höhenflug, der auch die Zuschauerzahlen und daher auch die Trendlinie in die Höhe treibt.

1992-2017, Ära „Andy Marek“

Diese Grafik zeigt also jene Zeit, in der Andy Marek sich um die Rapid-Fans „kümmert“. Und diese Ansicht zeigt das kontinuierliche Wachstum der Zuschauerzahlen noch deutlicher, während die Zuschauerzahlen der Mitbewerber stagnieren und der Bundesligaschnitt praktisch allein durch den Zuschauerzuspruch bei Rapid angehoben wird.  Das kann natürlich alles Zufall sein aber wenn man die Anstrengungen von Andy in diesem Zeitraum betrachtet (Klubservice, Merchandising, Werbeaktivitäten, Fanklubs…), ist es schwer, diesem Zusammenhang nicht zu folgen.

Man kann es auch in Zahlen fassen: Zuschauerzahl = 5487 + 511 * (Jahr-1992) Das ist die Trendgleichung des Erfolgslaufs von Rapid zwischen 1992 und heute. Man begann 1992 mit etwa 5.487 Zuschauern pro Spiel. Und in jedem Jahr stieg die Zuschauerzahl um etwa 500 Besucher. Ausgewertet für 2017 ergibt die Formel 5.487 + 511 * 2017-1992 = 5.487 + 511 * 25 = 5.487 + 12.775 = 18.262 Zuschauer. Ungefähr natürlich!

Der Ligaschnitt der Zuschauerzahlen lag 1992 bei etwa 5.000 Zuschauern und konnte sich seither um etwa 40 Prozent auf etwa 7.000 steigern. Die Zuschauerzahlen der Wiener Klubs lagen anfangs geringfügig über diesem Bundesliga-Schnitt, die Austria lag sogar vor Rapid. Dann aber kam nach wirtschaftlich sehr problematischen Jahren die Meistersaison 1995/96 mit dem EC-Finale, was einen punktuellen Zuschauerrekord, erstmals über der 10.000er Marke brachte. Aber das war noch eine Eintagsfliege. Erst nach diesem Jahr wurde von Andy Marek das Rapid-Klubservice gegründet, eine Einrichtung, die ausschließlich der Betreuung der Fans dient.

Noch waren die Zuschauerzahlen sehr vom Erfolg abhängig. Blieb der Erfolg aus, blieben die Zuschauer zu Hause. Die Ära Matthäus trug dazu bei, dass die Zuschauerzahlen ein letztes Mal unter jene der Austria fallen. Während dieser Flaute wurde das Rapid-Merchandising gegründet und mit den phantasievollen Entwürfen wurde eine bis dahin nicht gekannte Identifikationsmöglichkeit geschaffen. Vergleiche mit den Kollektionen europäischer Topklubs in England und Deutschland haben uns gezeigt, dass Entwürfe der Rapid-Teams einmalig sind.

Josef Hickersberger schaffte es, mit zwei unglaublich talentierten Spielern, Steffen Hofmann als Kapitän und Andy Ivanschitz und seinem Sager von „St. Hanappi“ nicht nur den 31. Meistertitel zu holen sondern auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit einer vorher nicht gekannten Beständigkeit zu begründen. Merchandising, Erfolg und Zuschauerzuspruch scheinen sich gegenseitig aufzuschaukeln. Ansprechende Kollektionen, immer wieder neue Designs kurbeln den Verkauf an und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mit dem Meistertitel 2004/05 erreicht man in St. Hanappi erstmals einen Zuschauerschnitt von fast 15.000 Zuschauern pro Spiel – um seither von diesem Niveau nicht mehr abzusinken sondern im Gegenteil diesen Schnitt immer weiter anzuheben. Der zweite Meistertitel 2008 trägt auch dazu bei, die Zuwachsraten auf hohem Niveau zu halten. Zwar gibt es in der Folge kleine Einbrüche in Zeiten fehlender internationaler Teilnahme aber der Trend zeigt klar nach oben. Erstmals wurde 2016/17 die 20.000er Marke bei den Zuschauerzahlen übertroffen (natürlich war hier die Stadioneröffnung der Motor).

Dieser deutlich über dem Ligamittelwert liegende Besucheranstieg kann nicht – wie die punktuellen Spitzenwerte von Austria Salzburg und Sturm Graz – durch Meistertitel argumentiert werden. Es muss sich um etwas anderes handeln, das diese Anstiege fast unabhängig von dem Erfolg des Mannschaft verursacht hat.

 

Kein Rapidler sollte ins Stadion gehen, weil gewonnen wird oder nicht gehen, weil verloren wird. Man geht nach Hütteldorf, um Rapid zu stärken, um dazuzugehören, um seine Freunde zu treffen, um mitzuhelfen. Bei Rapid verkauft man auch Eintrittskarten zu Fußballspielen, aber das eigentliche Ziel sind Mitglieder, die einer Gemeinschaft angehören wollen. Mitglieder, die sich über Misserfolge ärgern und dadurch über Erfolge umso mehr freuen können. Mitglieder, die immer kommen, nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Und dieses Gefühl wird von dem Team um Andy Marek bei allen Begegnungen vermittelt. Für mich ist er mit seinem Team der Langzeitmotor des Zuschauerzuspruchs und der Clou ist, dass bei Rapid Erfolg und Zuschauerzuspruch weitgehend entkoppelt sind.


Ein schönes Weihnachtsfest wünscht allen Lesern des Rapid-Tagebuchs

der „Klub der Freunde des S.C. Rapid“

 

Links

Fanklubfeier

Rekordmeisterbar

Bevor über die Weihnachtsfeier berichtet wird, hier noch ein Hinweis für ein Last-Minute-Geschenk: die freundliche Crew der Rekordmeisterbar freut sich, die von Dir mit einem Gutschein Beschenkten ab Montag, 8.1.2017 begrüßen zu dürfen!

Die Weihnachtsfeier der Fanklubs fand zum zweiten Mal in der bis auf den letzten Platz (ca. 180-200) gefüllten Rekordmeisterbar statt. (Etwa so viele Teilnehmer sind bei der großen Weihnachtsfeier des Stadtrivalen im Wiener Rathaus, gezählt nach einer Abbildung).

86 Fanklubs waren vertreten, je zwei Vertreter eines Fanklubs waren geladen. Ein Blick auf einige Rapid-Urgesteine:

(1) Maria und Jürgen (Sinn des Lebens), (2) Franz mit Gattin (Podersdorfer Störche), (3) Jürgen mit „Speisinger Lady“, (4) Herbert mit Gattin (Grün Weiß Hausbrunn), (5) Franz und Stellvertreter (Fanklub Leiserberge), Gregor und Christoph (Grün-Weiße Distel), Arnold (Klub der Freunde), Erich Fenninger (Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe).

Zwei riesige Stiefel begrüßten uns in der Aula:

Die Porträts von Josef Uridil und Franz Binder flankierten die auf der Sitzbank aufgestapelten Weihnachtsgeschenke.

Andy Marek führte Gespräche mit Präsidenten Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Sportdirektor Fredy Bickel.

Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.

Präsident Michael Krammer zeigte sich beeindruckt von der Unterstützung der Mannschaft durch die Fans trotz der sehr schwierigen Situation der abgelaufenen Saison. Nur die Betonung des „Gemeinsam“ ermöglicht, dass der Weg nach dem „Kämpfen“ – so der Fußballgott es will – zu „Siegen“ führt.

Erinnern wir uns, wann dieses Motto entstand: es war genau am 14.12.2011 also ziemlich genau vor sechs Jahren bei der feierlichen Eröffnung des Rapideums als es als Untertitel zu „Rapideum“ bekannt wurde. Es stammt aus der Ideenkiste von Thorsten Leitgeb und Domenico Jacono.

Mittlerweile hat sich das Motto verselbständigt und ist im ganzen Stadion anzutreffen. Man hat den Eindruck, als würde allein dieses Wort „Gemeinsam“, das nicht von ungefähr an erster Stelle steht und das „Siegen“ etwas in den Hintergrund rückt, signalisieren, warum wir hier sind. Unsere Präsenz hängt nicht mehr damit zusammen, ob gewonnen wird oder ein Titel geholt wird, sondern allein vom Umstand, dass Rapid die Unterstützung braucht.

Man kann das – glaube ich – auch aus einem Rückblick auf die Besucherzahlen der letzten Jahrzehnte ablesen (siehe späterer Artikel).

Christoph Peschek mahnte dazu, eher miteinander zu reden als übereinander. (Frei nach dem Zitat: „Kluge Menschen reden miteinander. Die anderen reden übereinander.“ Eduard Andrae).

Weiters wurde von Erich Fenninger, dem Geschäftsführer der Volkshilfe das Vorhaben von Rapid vorgestellt, bei geeigneten Projekten Spenden für die Volkshilfe zu sammeln. Die Fanklub-Leiter wurden eingeladen, Bedürftige in Ihrer Wohnumgebung zu nennen und dann mit der Volkshilfe einen Kontakt herzustellen. Genaueres wird sicher noch über die Rapid-Homepage bekanntgegeben werden.

Mir gefällt diese Zusammenarbeit insofern sehr gut, als die Betroffenen nicht mehr allein auf die mehr oder weniger zufällige Bekanntschaft mit einem Geldgeber angewiesen sind, sondern von einem professionellen Netzwerk erfasst und betreut werden.

Steffen, der „Letzte Mohikaner“

Eigentlich sind alle Spieler bereits seit Montag im Weihnachtsurlaub. Aber einer ist immer da; er schien schon darauf zu warten, von Andy Marek zu dem Treffen eingeladen zu werden, zu vertraut sind ihm alle diese Kontakte mit den Fans geworden als dass er von einem Tag zum anderen darauf verzichten könnte. Sein Rückzug aus seiner Führungsposition ist sicher ein schwerwiegender Einschnitt in seinem Leben und es fällt ihm sichtlich nicht leicht. „Es ist, wie es ist“ sagte Steffen; ein weiser Standpunkt.

Steffens Botschaft war, dass er viel Vertrauen in die oft kritisierten Stürmer hat und er sich sehr gefreut habe, dass Joelinton im letzten Spiel gleich zwei tolle Tore gelungen sind, etwas, was bei Spielern sehr befreiend wirken kann. Vielleicht werden wir solche „Befreiungsschläge“ im kommenden Frühjahr erleben!

Geschenke für die Obmänner

Jeder Besucher erhielt einen tollen Seidenschal, auf dessen Innenseite alle fünf Spielstätten von Rapid abgebildet sind (Schmelz, Selzergasse, Pfarrwiese, Hanappi-Stadion, Allianz-Stadion) sowie ein Rapid-Retro-Häferl „Welcome To Rapid Wien“, persönlich überreicht durch den Präsidenten oder den Geschäftsführer oder den Sportdirektor. Im Bild wurden die Bilder auf dem Schal und das Häferl in einem gemeinsamen Bild angeordnet:

Zwei Getränkegutscheine und ein reichhaltiges Buffet sorgten für einen gemütlichen Ausklang der Weihnachtsfeier.

Links

 

 

 

Weihnachtsfeier

Das Team

Sieben Männer und eine Frau sorgten dafür, dass das Programm reibungslos ablaufen konnte:

Daneben gab es eine ungleich größere Zahl von Servierpersonal von Food Affairs. (Speisenfolge siehe Bilder)

Wir bedanken uns an dieser Stelle für ihren Einsatz!

Die Besucher

Einige Szenen aus unserer Sitzumgebung.

Das Programm

  • Die Show startete mit dem Absingen von Weihnachtsliedern durch die Profis, begleitet an der Orgel von Andy Marek.
  • Rollschuhläufer-Duo mit atemberaubenden Tempo auf einem winzigen Podest
  • Interview mit dem Präsidenten, Michael Krammer

  • Irina Titova malt die Geschichte von Rapid mit Sand (YouTube, Sandanimation (Wikipedia))
  • Interview mit den beiden Geschäftsführern Christoph Peschek (Wirtschaft) und Fredy Bickel (Sport)
  • Jazz-Gitti singt „A Wunder“ (YouTube). Wusstet Ihr, dass unser Sportdirektor ein Verehrer von Jazz-Gitti ist?
  • Wie a Kind (Ina Regen, YouTube)
  • Pause, Verkauf von Tombolalosen, Abendessen, Bilder mit den Spielern
  • Tombola-Ziehung. Haupt-Gewinner ist ein Mitglied des Fanklubs „Walser Rapid Freunde“
  • Versteigerung eines Originaltrikots mit Abendessen (2.500 Euro)
  • Versteigerung eines Bildes mit Unterschriften mit der Abbildung am Mannschaftsfoto (Zuschlag an Michael Krammer um 5.000 Euro, Mannschaftsfoto wird dem mitbietenden Mitglied geschenkt)
  • Wolfgang Moser verwandelt Wasser in Wein (rot und weiß), dann in Kaffee (und weil der Zucker fehlt, liefert der Teekessel auch noch den Zucker) und dann auch noch in Pinacolada. Wolfgang Moser ist der Gewinner des „Showdown der weltbesten Magier“ auf RTL. In einem abschließenden Trick zaubert er das Handy einer Besucherin in eine mehrfach versperrte Kiste. Details siehe Artikel „Zauberei ist mehr als bloße Tricks“ in der Wiener Zeitung.
  • Fans-Profis, ein abschließendes lustigen Spiel zwischen ausgewählten Mitgliedern, Vorstandsmitgliedern und Legenden auf der einen und Spielern und Trainern auf der anderen Seite. Besonders lustig waren das Duell im Bierkrug-Halten zwischen Charly Wendtner und Helge Payer, das Medizinball-Stemmen zwischen Christoph Peschek und Goran Djuricin. Beim Darts-Duell zeigte Roman Krebs seine Expertise in dieser Disziplin und siegte für die Fans in diesem Wettbewerb. Dass der Autor in diesem Wettbewerb auch auf die Bühne musste, ist weniger erfreulich; der schreibt lieber!

  • Vorstellung des Bühnen-Teams, das diese Veranstaltung möglich gemacht hat und Verabschiedung.

Links

Ergänzungen und Berichtigungen

Eine E-Mail ist wie ein Druckwerk. Einmal ausgesendet, kann nichts mehr geändert werden. Eine Web-Publikation ist da viel „elastischer“. Beim letzten Bericht über die Andy Marek Weihnachtsshow „Rapid-Botschafter“ wurden in der Webversion nachträglich Ergänzungen angebracht, die im Newsletter fehlen:

  • Link zu den Bildern
  • Herwig wohnt in Alt-Nagelberg (und nicht Neu-Nagelberg)
  • Ergänzt wurde das Panoramabild vom gefüllten Saal und das gemeinsame Bild mit Herwig von der Versteigerung

Solche Ergänzungen kommen immer wieder vor, und ich rate Euch, die E-Mails nach der Lektüre zu löschen und zum eventuellen Nachlesen die Webversion zu benutzen. Um einen Beitrag zu finden, eignet sich die Suche (Lupe rechts im Menü) oder das chronologische oder das systematische Verzeichnis der Beiträge.

Rapid-Botschafter

Wie anstrengend die Weihnachtszeit sein kann, zeigt auf amüsante Weise das Wiener Punschgedicht. Aber treue Rapid-Fans haben es besonders schwer, denn über den Punschkonsum hinaus jagt eine Veranstaltung die andere.

  • 14.12 Punschstand der Tornados
  • 15.12. Inspirierende Stadionführung
  • 16.12. St.Pölten-Rapid, danach Harry Gartler
  • 17.12. Andy Mareks Weihnachtsshow in Waidhofen an der Thaya; dieser Bericht
  • 18.12. Rapid-Weihnachtsfeier
  • 19.12. Verschnaufpause oder Rapid-VIP-Weihnachtsfeier
  • 20.12. Weihnachtsfeier der Fanklubs

Da unser Leben bereits voll auf Rapid ausgerichtet ist, haben wir die eigene Weihnachtsfeier bereits Anfang Dezember absolviert, damit wir dieses Terminstakkato ohne Kollision absolvieren können. Der gestrige Sonntag war besonders ereignisreich und fand einen krönenden Abschluss in einer Fahrt ins Waldviertel zur „Andy Mareks Weihnachtsshow“Hannes hat bereits im August Karten vorbestellt und so trafen wir zuerst zur Vorfeier des Abends in Mörtersdorf bei der Graselwirtin zusammen. Wir, das sind Arnold, Florian, Franz, Hannes, Janine, Peter und Silvia.

Das Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung von Sozialprojekten in der Gegend. Sehr viele Sponsoren beteiligen sich gemeinsam mit den 1200 Besuchern. Einige der Sponsoren kamen auch in Kamingesprächen zu Wort, etwa die 31-jährige Jungunternehmenrin Doris Ploner mit IhremProjekt „Die Käsemacher“ aus Vitis und Heidenreichstein. Doris ist Gewinnerin des UnternehmerInnen Awards 2017 „Frau in der Wirtschaft“. Der heimliche Gewinner des Abends ist aber – wie so oft bei den Veranstaltungen von Andy – Rapid – wie wir noch sehen werden. Hier ein Rundumblick auf die bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle:

Ein Familienfest

Die Andy Marek Weihnachtsshow ist ein Fest für die „Großfamilie der Waldviertler“, dargebracht durch die öffentliche Weihnachtsfeier der „Mareks“! Erstmals mit dabei Kathi, die Schwester von Lukas. Und auch wir durften dabei sein!

1200 Gäste füllten die große Sporthalle in Waidhofen und wie uns berichtet wurde, war die Veranstaltung bereits eine Stunde nach Vorverkaufsbeginn, am 16.11. bereits ausverkauft; und das, obwohl niemand zu diesem Zeitpunkt die Gästeliste kannte und die Veranstaltung ausschließlich in der Region und ganz ohne Internet angekündigt wurde; ein nicht untypischer Hype, hervorgerufen durch das Multitalent Andy Marek.

Es war ein großartiger Abend und vielfältigen Gästen mit Angelika Nidetzky, den Comedy Hirten, Marc Pircher, Akrobaten, einem unglaublichen Magier, großartigen Gesangsdarbietungen uvam.

Der familiäre Charakter zieht sich durch das ganze Programm und hatte seinen Höhepunkt im Lied „Father And Son“ von Leonard Cohen, vorgetragen von Andy und Lukas Marek, begleitet von Max The Sax.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, was zu verändern.
Beruhig dich erst mal und mach langsam.
Du bist noch jung, das ist dein Problem, du musst noch so viel lernen.
Such dir ein Mädel, werde sesshaft, du kannst heiraten, wenn du willst –
schau mich an: ich bin alt, aber glücklich.

Ich war früher auch wie du und weiß deshalb, dass es nicht leicht ist,
stillzuhalten, wenn man merkt, dass sich was tut.
Aber lass dir Zeit, denk ausgiebig über alles nach,
denk an das, was du hast.
Denn morgen bist du auch noch da – deine Träume vielleicht nicht.

(Sohn)
Wie soll ich das nur erklären – sobald ich´s versuche, dreht er sich weg,
es ist immer dasselbe Lied.
Vom ersten Moment an, wo ich sprechen konnte, musste ich immer nur zuhören.
Aber jetzt sehe ich einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, etwas zu verändern.
Setz dich erst mal und lass es ruhig angehen.
Du bist noch jung, das ist dein Problem.
Du musst noch soviel durchmachen.

(Sohn)
Ich muss gehen – und diese Entscheidung muss ich allein treffen.
Die ganze Zeit über war ich traurig, habe meine ganzen Gedanken für mich behalten.
Es mag schwer für sie sein, aber für mich wäre es noch schwerer, das zu verdrängen.
Wenn sie Recht hätten, würde ich ja ihnen zustimmen, aber sie wissen doch überhaupt nichts von mir.
Ich sehe jetzt einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Bleib doch, bleib – warum musst du gehen und diese Entscheidung allein treffen?

Wir beobachten dieses harmonische Vater-Sohn-Team seit vielen Jahren und es ist mein Eindruck, dass es beiden wohl bewusst ist, dass ihr sehr gelungenes Familienkonzept nicht selbstverständlich ist und dass sie in allen diesen Aktivitäten versuchen, das, was ihnen an Überfluss gegeben ist, und das sie als Geschenk empfinden, mit uns zu teilen. Wenn Euch jemand nach dem Beruf von Andy Marek fragen sollte, antwortet nicht mit „Stadionsprecher“, das ist geradezu geringschätzend. Andys Beruf – oder besser „Berufung „ist er selbst, „Andy Marek“.

Andy, Rapid-Botschafter

Andy Marek moderiert sehr viele Veranstaltungen landauf, landab, vor allem in Niederösterreich. Und dabei ist immer Gelegenheit zur Erwähnung von „Rapid“. Sollte Deine Firma Nachholbedarf in Sachen „Marketing“ haben, nimm eine Anleihe bei dem, wie Andy das für Rapid macht. Wer jemand so „Gemeinschaft“-Besessenen in seinen Reihen hat, kann sich glücklich schätzen. Man hat den Eindruck, als würde Andy diese vielen Moderationen nur deshalb absolvieren, um die Botschaft „Rapid“ besser zu verbreiten. Andys Einfluss auf die Rapid-Gemeinschaft wird noch in einem weiteren Artikel eingegangen.

Ein Applaus-Test, der feststellen sollte, wo sich im Saal die Austria-Fans und wo die Rapid-Fans befinden, ging ganz schlecht für den Stadtrivalen aus; zu sehr hat Andy den Mythos „Rapid“ in seiner Heimat verbreitet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn in der Kabarett-Nummer der Comedy-Hirten folgendes erzählt werden kann: Zurzeit werden zahlreiche Spam-Mails versendet, die auffordern, die Beilage zu öffnen, in der sich Freikarten zu Spielen der Austria befinden sollen. Und es sind tatsächlich Freikarten für die Austria enthalten!

Weiters gab es als einen Programmpunkt ein Interview mit Louis Schaub (der sogar ein Weihnachtslied gesungen hat), sowie Versteigerungen von Original-Trikots, von denen der Autor das noch verschwitzte Schobi-Trikot vom St.Pölten-Spiel ersteigert hat und Herwig, unser Freund aus Alt-Nagelberg das Trikot von Louis Schaub.

Stellen wir uns vor, jemand wollte in einer Weihnachtsveranstaltung für seine Produkte so werben wie Andy das für Rapid tut. Billig wäre das nicht und es würde vom Publikum immer mehr oder weniger als lästige Werbung empfunden werden. Was für ein Popularitätsverstärker Andys Aktivitäten für unseren Verein darstellen, kann man nicht hoch genug schätzen; leisten könnte man sich das anderswie nicht. Und das alles hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Zuschauerzahlen bei Rapid, die in einem der kommenden Artikeln analysiert werden.

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