Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung

Am 1. Juli, pünktlich zu Beginn der Corona-Lockerungen, lädt Rapid zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Eingeloggte Mitglieder können das Treffen in voller Länge über Rapid-TV sehen: https://tv.skrapid.at/detail/video/das-sk-rapid-mitgliedertreffen-2021-17673.

Greencheck

Die Freude am Wiedersehen nach langer Pause war groß. Christian zeigte stolz seinen neuen Doppelhalter „Pumuckl on Tour“ (siehe Bilder). Am Eingang wurden 3G-Status, Ausweis und Eintrittskarte kontrolliert. Einen Tipp bekamen wir von einem Rapidler, den ich Euch nicht vorenthalten will: Über die Adresse https://greencheck.gv.at kann man den QR-Code von Grünen Pass leicht überprüfen:

Funktioniert übrigens am PC gleich gut wie am Handy. Man kann den Code sowohl von einem schon mehrfach gefalteten Papierdokument als auch von einem Handydisplay gut ablesen.


Wir starteten in den Abend mit einer Schnitzelsemmel und einem Bier auf der Terrasse von dem VIP-Saal.

Lukas eröffnete die Mitgliederversammlung nach dem gemeinsamen Absingen der Rapid-Hymne – man darf wieder singen – in den „Kirchen“ des Landes.

Präsident Bruckner begann seinen Vortrag mit einem dicken Paket an Moderationskarten, legte sie aber nach einigen Minuten wieder beiseite und beschränkte sich auf einen einfachen Notizzettel.. Er dankte allen Stakeholdern der Idee „Rapid“ für ihre Engagement in der schwierigen Zeit der Pandemie. Immer wieder wurde gesagt, dass der Zusammenhalt und die Beträge aller das Überleben gesichert hat. Präsident Bruckner gratulierte Zoki zu seiner neuen Rolle als Großvater und überreichte im einen Strampler für den neugeborenen Enkel.

Zoki erläuterte die Zu- und Abgänge und betonte auch, dass das Transferfenster noch bis Ende August geöffnet bleibt, wir daher noch nicht vom endgültigen Kader ausgehen können. Das entscheidende Motiv für den Abgang von Dejan Ljubicic nach Köln und Mateo Barać nach Sotschi war wohl das mehrfache Gehalt, das sie bei ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten können, ein Umstand, den wir als Rapid schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen.

Geschäftsführer Christoph Peschek erklärte mit Power-Point-Unterstützung die schwierige Situation des Vereins in der Pandemie. Keinen anderen Verein hätte diese Zeit mehr getroffen als Rapid; sowohl im nationalen noch im internationalen Vergleich. Die Haupteinnahmequelle von Rapid ist der Spieltag bei vollen Rängen. Und alle diese Einnahmen sind mit einem Mal ausgefallen. Als Beispiel nannte Christoph die fünf Spiele der Meistergruppe, in denen man mit Einnahmen in der Höhe von 3 Millionen Euro hätte rechnen können. In der zweiten deutschen Liga decken die Fernsehgelder 53 % der Einnahmen ab, bei Rapid sind es nur 7%. Daraus kann man die existenzielle Wichtigkeit der Einnahmen an Spieltagen und die wichtige Rolle der Fans ableiten.

Der Ausfall von IMMO-UNITED als Sponsor konnte durch die Verkaufsabteilung der drei vakanten Logen kompensiert werden. Trotz Pandemie konnten neue Sponsoren und Partner gewonnen werden. Der Ausfall von VW-Kamper als Partner lag an der Veränderung der weltweiten Werbestrategie von VW, die nur mehr an Nationalmannschaften adressiert. Josef Kamper ist nach wie vor Förderer der Rapid-Idee, siehe https://www.skrapid.at/de/startseite/news/news/aktuelles/2021/07/namhafte-spende-fuer-den-gruen-weissen-nachwuchs.

Rapid hat trotz Pandemie das Projekt „Trainingszentrum“ durch Unterstützung durch die Gemeinde Wien (finanziert einen Rasenplatz am Gelände) und Varta (Tojner, 10-jährige Partnerschaft) vorangetrieben. Das Hauptspielfeld wird dieselben Abmessungen wie das Spielfeld im Allianz-Stadion haben: 105x68m. Die bisherigen Tennisplätze und der der Swimming Pool werden durch ein Spielfeld mit Rasenheizung und -kühlung ersetzt. Insgesamt gibt es beim Trainingszentrum selbst drei Plätze, insgesamt aber – mit den Areal des Happel-Stadions – 9 Plätze. Es wird die Möglichkeit geben, dass Mitglieder – ähnlich wie beim Stadionbau – die Baustelle besuchen.

Didi Kühbauer befindet sich derzeit mit der Mannschaft auf Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf und wurde über eine Videokonferenz in die Mitgliederversammlung eingebunden. Er berichtete über ein gutes Mannschaftsklima und einen guten Trainingsfortschritt. Als zukünftiger Kapitän wurde Christopher Dibon nominiert, sein Stellvertreter wird Max Hofmann sein.

Laurin Rosenberg und sein Museumsteam konnte der besucherfreien Zeit auch Positives abgewinnen, weil man Projekte vorantreiben konnte, für die ansonsten wenig Zeit erübrigt werden kann. Laurin stellt die Broschüre „Deutscher Meister war nur der SCR“ vor, die im Fanshop um 7,- Euro erhältlich ist.

Mitglieder konnten selbst Fragen an das Präsidium richten. Mit besonderem Applaus begleitet war der Auftritt von Andy Burger mit Pascal, der sich bei den Akteuren für ihr Engagement in der Corona-Zeit gedankt hat. Weniger Anklang fand die Aufforderung von Franz Binder, ob man nicht bei den Strafen, die Rapid für verschiedene Fan-Aktionen zahlen muss, sparen könnte. Die Höhe der Strafen kann man übrigens in der jährlichen Geschäftsberichten nachlesen.

Helmut Mitter berichtete von bereits 10.000 verkauften Abos. Er war voller Optimismus für eine „volle Hütte“ für das kommende Championsleague-Spiel gegen Sparta Prag. Bekanntgegeben wurden auch Termin und Ort für das Cupspiel gegen Toni Polsters Wiener Viktoria mit Freitag, 16.7.2021 20:30 im Allianz-Stadion. Helmut scheidet wegen seiner Anstellung aus dem Wahlkomitee aus. An seiner Stelle wurde der viertgereihte der früheren Wahl, Christian Weiss nominiert.

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Mitgliederversammlung

Geburtstagswünsche

…des Präsidiums für Friederike Baar (70) …

…und für Sabine Karl (50).

Diesen Glückwünschen schließt sich das Tagebuch natürlich gerne an!

Bericht des Klubservice (Andy Marek)

Aboverkauf

Am Tag der Mitgliederversammlung waren schon fast 10.000 Abos verkauft, davon 52% Abo-Plus und 48 % Abo-16.

Mitgliederzahlen

Die Mitgliederzahlen sind konstant.

Gedenktafel „Pfarrwiese“

Am kleinen Weg in der Verlängerung der Isbary-Gasse, dem Standort der Pfarrwiese wurde heute im kleinen Kreis eine Gedenktafel eröffnet. Anwesend waren neben dem Architekten auch die Pfarrwiesen-Legenden Rudi Flögel und Alfred Körner, sowie Laurin Rosenberg und Christoph Peschek.

Gleich eine Frage: Sind Rudi Flögel und Alfred Körner in ihrer aktiven Karriere gemeinsam am Spielfeld gestanden?

Richtige Antwort: Ja, aber nur während der Saison 1958/59, denn das war die letzte Saison von Alfred Körner und die erste Saison von Rudi Flögel.

Erstes     Letztes Spiel
14.02.1943 24.06.1959 Alfred Körner
30.08.1958 17.06.1972 Rudi Flögel

Trotzdem man in dieser Saison nur drei Niederlagen und ein Unentschieden beklagte, wurde man dennoch nicht Meister. Der Cup ging im Finale gegen den WAC 0:2 verloren. (WAC = Wiener Athletic Club). Dieses Spiel war auch gleichzeitig das letzte Spiel von Alfred Körner. Er war damals 33 Jahre alt.

Rapideum

Es gab bisher 30.000 Besucher und 1400 Führungen im Rapideum.

Interview Christopher Dibon und Gogo Djuricin

Während viele Spieler noch im Urlaub sind, verbrachte Christopher Dibon die letzten Wochen in der Kraftkammer und verschiedenen Trainings, die ihm Gogo als persönliches Programm verordnet hat. Christopher wird ins Training einsteigen und ist zuversichtlich, dass er wieder voll einsatzfähig ist.

Gogo begrüßt den Weg der Einbindung von Nachwuchstalenten von Rapid II. Dass der Einstig von Mert Müldür beim Spiel gegen RB nicht geglückt ist, nimmt er – sich entschuldigend – auf seine Kappe.

Abschiedsspiel von Steffen Hofmann

Für das Abschiedsspiel von Steffen Hofmann am 22.7. sind schon 11.000 Karten verkauft. Ab heute beginnt der freie Verkauf.

Eigentlich sollte noch nicht bekannt gegeben werden, wie das Rapid-Trikot für die kommende Saison ausschauen wird. Das bisher als Auswärts-Trikot verwendet grün-weiß längsgestreifte Trikot wird das zukünftige Heimtrikot und ein neues Trikot wird beim Abschiedsspiel von Steffen vorgestellt. Und da man nicht gut grün gegen grün spiele kann, wird dieses neue Trikot (wahrscheinlich) auch im Hinblick auf das kommende Jubiläumsjahr in blau rot gestylt sein.

Gastspiel des HSV

HSV als Testspielpartner? Manche rümpfen die Nase, ob dieser Auswahl. Man muss bedenken, dass diese Testspiele überhaupt nur dann kostengünstig machbar sind, wenn sich eine prominente Mannschaft in Österreich auf Trainingslager befindet. Dabei kommt uns zugute, dass Österreich als Ort für Trainingslager sehr beliebt ist, und dass der Saisonbeginn in Österreich etwas früher ist als in Deutschland oder England. Der Zufall will es, dass der HSV vom 8. bis 14. Juli in der Lindsberg-Therme in Bad Erlach im Süden von Wiener Neustadt logiert. Dieses Zusammentreffen hat dieses Spiel sicher extrem begünstigt.

Dazu kommt, dass es jedem Team in einer solchen Abstiegssituation wie sie der HSV erstamals in seiner Geschichte erlebt, gut tut, eine Einladung von einem alten Bekannten zu bekommen, die etwas sagen will, „Kopf hoch, Du wirst wieder erstklassig!“ Und aus dieser Sicht ist diese Begegnung eine Geste, wie man sie nicht besser ausdrücken könnte.

Referat „Nachwuchs“ (Mag. Peter Grechtshammer)

Die Struktur der Ausbildung bei Rapid wird genau geschildert (siehe Bilderfolge). Wesentlich ist, dass für eine erfolgreiche Karriere als Fußballprofi die erforderlichen Schritte dem individuellen Reifegrad des Spielers entsprechen. Die Ergebnisse im Wettbewerb sind nicht erstrangiges Ausbildungsziel. Man soll sich daher als Betrachter der Tabellen im Endklassement keine Sorgen um den Nachwuchs machen, wenn die Mannschaften nicht in den ersten Plätzen zu finden sind. Für die, die sich doch Sorgen machen hatte Peter Grechtshammer noch die Schlussbotschaft, dass die U9 das prominent besetzte internationale Turnier im Allianz-Stadion für sich entschieden hat.

Strenges Regiment

Der frischgebackene Talentemanager Steffen Hofmann kam im Rahmen des Referats von Peter Grechtshammer auch kurz zu Wort und nahm auch Stellung zu, letzten Bewerbspiel. Er meinte, dass er selbst ein Drehbuch zu diesem Abschiedsspiel nicht besser hätte schreiben können. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit dem Legenden-Team am 22. Juli.

Beim Abgang von Steffen konnte es sich Andy Marek nicht verkneifen, Steffen auf die Verpflichtungen in dessen neuer Rolle als Angestellter von Rapid hinzuweisen, in dem er die kurze Hose des Fußballgottes in Pension als nicht konform mit dem ansonsten üblichen Dresskode (lange Hose, rotes Stecktuch…) anmerkte.

Über die Lage von Rapid (Michael Krammer)

Besucherzahlen

Im abgelaufenen Jahr wurden in der Bundesliga ca. 1.1 Millionen Besucher gezählt. Etwa 340.000 besuchten Heimspiele von Rapid und weitere 200.000 besuchten die Auswärtsspiele von Rapid. 42% aller Besucher sahen ein Rapid-Spiel.

GmbH <-> AG

Aus dem Jahr 2013 stammt die Anfrage eines Mitglieds, ob Rapid eine GmbH oder doch besser eine AG als Rechtsform haben sollte. Aus diesem Grund stellten ein Steuerberater und ein Jurist der Steuerberatungskanzlei Deloitte die beiden Modelle im Vergleich vor. Eine Abstimmung darüber wird bei der Hauptversammlung im November erfolgt. Die Folien des Vortrags findest Du über einen Link weiter hinten. 

Für einen Laien stellten sich die beiden Konstrukte so dar, als würde man die AG nur dann brauchen, wenn man Geldgeber einfach an Rapid beteiligen möchte, ohne dafür einen Notariatsakt zu brauchen, wie das bei der GmbH der Fall wäre. Da Mensch und Fußballverein ohnehin nie Geld genug haben können, hat man bei der Deutschen Bundesliga die 50+1-Regel eingeführt, damit die Vereine immer die Oberhoheit über ihre Profimannschaften behalten. Die AG würde es aber auch erleichtern, dass sich private Anleger an Rapid und nicht nur an Rapid-Projekten (wie zum Beispiel beim Stadion-Crowdfunding) beteiligen können.

Wir können bis November eine spannende Diskussion erwarten und werden noch genauer lernen, was die Unterschiede zwischen diesen Rechtsformen ist. Bei den Links finden sich weitere Informationen.

Frage Gazprom

Wie zu erwarten war, wurde aus dem Kreis der Mitglieder auch die Frage gestellt, was an dem Gerücht dran wäre, dass Gazprom bei einem Wiener Fußballverein einsteigen möchte.

Wenn die Kriterien für einen solchen Einstieg, die Popularität oder die Besucherzahlen wären, dann könnte wohl nur Rapid gemeint sein. Insider wollen aber wissen, dass ein solches Investment mit der ÖMV in Verbindung steht. Die ÖMV war bis vor einigen Jahren als Rapid-Partner bei Jugend-Projekten aktiv, hat aber die Seiten gewechselt und unterstützt nunmehr die Austria.

Wenn also der Schlüssel für die Auswahl bei der ÖMV liegt, dürfte die Popularität von Rapid zweitrangig sein, und es stellt sich die Frage, warum die ÖMV die Seiten gewechselt hat.

Was ebenfalls verwundert ist die Verlautbarung eines Gerüchts durch den Vizekanzler über den Sender OE24 und dazu auch die konkrete Namensnennung von Rapid, ohne dass es dazu irgendeinen weiteren Anhaltspunkt gibt.

Wir können gespannt sein, ob sich dieses Gerücht materialisiert, und wo das dann der Fall sein wird.

Gap

Wie groß der finanzielle Abstand zu RB ist, zeigte die Beantwortung der Frage, ob man nicht durch die Akquisition eines oder mehrerer Sponsoren den finanziellen Abstand zu RB verringern könnte. Man bedenke, dass Rapid 30 Millionen Euro Umsatz hat und allein für die Erwirtschaftung einer zusätzlichen Million die Eventmaschine Rapid extrem belasten würde. Ein Großsponsor wie es Wien Energie ist, bringt geschätzt 4 Millionen pro Jahr. Aber die zu überbrückende Distanz sind 70 Millionen Euro! Etwas, das auch mit einigen solchen Sponsoren nicht aufzuholen wäre. Was also bleibt ist die Beschränkung auf die gegebenen Ressourcen und weiter daran arbeiten, dass die Bedingungen zur Teilnahme an der Bundesliga besser dem klassischen Verein entsprechen.

Wirtschaft (Christoph Peschek)

Rapid hat die Lizenz für die kommende Saison problemlos bekommen und wird auch das Wirtschaftsjahr, das mit 20. Juni endet, mit einem Gewinn abschließen.

Trainingszentrum

Leider kommen die Verhandlungen über das Trainingszentrum wegen der ungewissen Zukunft des Happel-Stadions und auch wegen der veränderten Besetzung des Rathaus-Teams nicht so voran wie man das eigentlich wünschen würde. Aber die Präferenz liegt bei Rapid eindeutig beim Standort „Prater“. Allein die Nähe zu den 8 Schulstandorten der Akademie im Raum Wien wäre ein wichtige Vorteil für den Standort „Prater“ gegenüber dem Standort „Tullnerfeld“. Die Suche nach einem Ersatzstandort für die Elektra im zweiten Bezirk kommt als weitere Erschwernis dazu.

Sportbericht (Fredy Bickel)

Fredy hat in seiner sehr angenehmen und wertschätzenden Art einen genauen Bericht über jeden einzelnen Ab- und Zugang gegeben. Mit dem Zugang eines zweiten Stürmers (wahrscheinlich Ivan) kann in den nächsten Tagen gerechnet werden.

Auf die Frage, warum man bei Rapid nicht auf das Geld aus dem Österreichertopf verzichtet, um beim Kauf von Spielern flexibel zu sein, haben Christoph und Fredy klar zum Ausdruck gebracht, dass man einerseits auf die Summe von 600.000 Euro nicht verzichten kann und man anderseits den Nachwuchsspielern damit signalisiert, dass man mit ihnen rechnet und möglichst vielen von ihnen die Chance geben will, in die Kampfmannschaft aufzurücken. Österreich sei (wie die Schweiz) eine Ausbildungsliga und man könne man Beispiel der Schweiz sehen, dass sich die konsequente Verfolgung dieses Weges lohnt.

Wie schwierig auch für den Großklub Rapid die Finanzlage ist, zeigt die Auswahl der Neuzugänge. Die Kurzfassung: ein talentierter Stürmer, der in der laufenden Saison spielt, ist für Rapid unerschwinglich. Man verpflichtet Nachwuchsspieler (Müldür, Arase, Kostic…) Spieler, oder Spieler deren Vertrag ausläuft (Potzmann) oder Spieler, die aus irgendeinem Grund bei ihrem Verein nicht erste Wahl sind. Das trifft sowohl für Andrija Pavlovic als auch für Andrei Ivan zu. Hier zum Vergleich deren Marktwert aus dem Transfermarkt:

Beide haben einen Karriereknick und bei beiden hoffen wir, dass ihr Einsatz bei Rapid eine Trendumkehr zur Folge haben wird.

Freibier für alle

Der Präsident und die beiden Geschäftsführer bedanken sich für den zahlreichen Besuch und spendieren den Mitgliedern Freibier. Beim Verlassen der Röhre bekommt jeder Besucher eine Flasche Ottakringer Wiener Original mit auf den Weg. Danke!

Als fast schon traditionelles Titelbild Viktor erklärt Alfred Fußball“, wobei: nach jahrelangen Beobachtungen dieses Phänomens „Fußball“, bin ich gar nicht mehr so sicher, ob die Akteure überhaupt über die Nöte der Anhänger Bescheid wissen, sind doch ihre Motive, sich dem Fußball zuzuwenden ganz andere als die der Zuschauer und natürlich auch die Welt, in der sie leben.

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Bisherige Berichte zu Mitgliederversammlungen

Mitgliedertreffen

Die Mitgliederversammlung wurde von W24 aufgezeichnet; wir werden also eine Zusammenfassung in der kommenden Rapid-Viertelstunde sehen können.

Zuspruch

Etwa 500 Mitglieder nahmen an der Mitgliederversammlung teil, etwa 5000 haben bisher ihr Abo verlängert. Und es ist nur mehr bis 28. Juni Zeit, das Abo zu verlängern. Die wichtigste Botschaft scheint mir daher der Appell, dass sich möglichst alle das Abo verlängern sollen, weil die bisherigen Abozahlen auch die Grundlage für den Budget-Entwurf für die kommende Saison sind.

Gremien

Eingangs wurden der Ethikrat (von Michael Hatz), der Beirat (von Sabine Karl und Paul Österreicher) und das Kuratorium (von Dr. Erich Haider) vorgestellt.

Interessant war eine Passage aus dem Vortrag von Michael Hatz, die sich auf die Sprachkultur im Stadion bezog. Michael hat das sehr treffend formuliert; leider habe ich mir den genauen Wortlaut nicht gemerkt; sinngemäß meinte er, dass aus dem Zusammenhang der Stadionumgebung gerissene Slogans wie „Sohn eine Hure“ natürlich ein No-Go wären, sie aber innerhalb des Stadions nicht diesen gesellschaftlichen Stellenwert haben.

Michael ging auch auf die rasche Reaktion der Vereinsführung auf die Sprechchöre beim kleinen Wiener Derby ein. Es ist mein Eindruck, dass die von den Maßnahmen Betroffenen keine klassischen „Antisemiten“ sind – genau so die Sprechchöre im Stadion ihre Slogans im Alltag so nicht ausdrücken würden – und dass es viel besser wäre, anstelle dieser Stadionverbote ihnen ein kleines Seminar zu verordnen, wo ihnen die Tragweite ihrer skandierten Texte bewusst wird. Genauer steht das im Tagebucheintrag zum kleinen Wiener Derby „Offenbarungen zur hiesigen Seele“.

Rückblicke

Steffen Hofmann, Michael Krammet, Christoph Peschek und Fredy Bickel blickten auf die vergangene Saison zurück; jeder aus seiner Sicht und das durchaus auch kritisch.

Fragen der Mitglieder

Dass man die Fragen bereits im Vorfeld an das Präsidium richten musste, hat den Ablauf gut strukturiert und beschleunigt. Einige Fragen waren mit Informationen aus der Gerüchteküche angereichert und diese wurden vom Präsidium auch als solche zurückgewiesen. Alle Fragen findet Ihr in der Bildersammlung, einige Highlights werden im folgenden Text herausgegriffen:

Finanzielle Situation

Trotz der kostspieligen Trainerwechsel und trotz des Ausfalls der internationalen Spiele im kommenden Herbst wird das laufende Finanzjahr mit einem Gewinn abgeschlossen und wird auch das kommende Jahr mit einem Budget von 30 Millionen veranschlagt. Das ist eine beachtliche Leistung, wir werden ja sehen, ob die Planungen halten werden; Sorge macht die bisher geringe Zahl der Aboverlängerungen.

Spielsystem

Eine Frage betraf das Spielsystem und ob man nicht in Zukunft ein anderes als das 4-2-3-1-System – zu dem man ja nach dem verunglückten und ziemlich sturen 3-5-2 zurückgekehrt ist – verwenden sollte. Die Frage und die Antwort des Trainers zeigten, dass wir die Spiele nicht ausreichend genau beobachten, denn bei den bisher 10 Pflichtspielen unter Gogo kamen gleich drei Systeme zur Anwendung, nämlich zusätzlich zum 4-2-3-1-System auch ein 4-1-4-1 und ein 4-4-2. Wir können also genau darauf hoffen, dass wir uns auch in der kommenden Saison besser auf den jeweiligen Gegner und auf die Möglichkeiten des eigenen Kaders werden einstellen können.

Zusätzliche internationale Spiele

Es wurde angeregt, an den zusätzlichen Spieltagen Testspiele mit anderen, ebenfalls spielfreien Mannschaften zu vereinbaren. Leider ist dieser Plan wegen der zu erwartenden hohen Kosten nicht durchführbar; andere Vereine würden die Reisestrapazen nicht auf sich nehmen. Stattdessen sind aber solche Spiele an den spielfreien Länderspielwochenenden geplant, die im Spielrhytmus liegen.

Kaderverkleinerung

Eine immer wiederkehrende Frage war die nach der Kaderverkleinerung. Und die Antwort des Sportdirektors lehrte uns, dass die oft salopp dahingesagte „Kündigung“ von Spielern so nicht funktioniert. Vielmehr werden den Spielern nach dem Abschluss des Trainingslagers ihre persönliches Perspektiven geschildert und die dann Betroffenen werden damit konfrontiert, dass sie damit rechnen müssen, keine Einsätze bei Spielen zu bekommen werden. Erst dieser „sanfte Druck“ kann die Spieler dazu bewegen, sich zu verändern. Es kann aber natürlich auch sein, dass die Spieler das sicher vorteilhafte Einkommen bei Rapid einem Wechsel vorziehenm auch wenn sie bei den Spielennur auf der Tribüne sitzen. Aber endgültig wird man das erst Ende August wissen.

Verletzungen

Man weiß aus Untersuchungen, dass häufige Trainerwechsel mit ein Grund zu mehr Verletzungen sind. Auch kann geringe Rotation für Verletzungen mitverantwortlich sein. Alles das haben wir ja in der vergangenen Saison im Übermaß konsumiert. Es ist interessant, die Rotationsfreude der einzelnen Trainer zu beobachten: (Anteil der Veränderungen in der Besetzung zwischen zwei Spielen.)

27% Barisic
24% Canadi
22% Djuricin
12% Büskens

Über die beiden Langzeitverletzten Ivan Mocinic und Philipp Schobesberger weiß man derzeit noch nichts, das wird sich erst in den nächsten Tagen nach Untersuchungen ergeben.

Stadionbeleuchtung

Es wurde angeregt, die Südseite des Stadions an Spieltagen – ähnlich wie bei der Allianz Arena – zu beleuchten. Der interessante Vorschlag wird geprüft!

Abo ohne Freifahrt

In unserem Abo ist auch in der kommenden Saison eine Freifahrt auf den Öffis inkludiert. Da es aber viele Besucher gibt, die ohnehin über eine Jahreskarte der Wiener Linien verfügen, wäre ein Abo ohne diese Freifahrt billiger. Es ist aber so, dass hier seitens der Wiener Linien nur eine Paketlösung akzeptiert wurde. Diese Lösung hat auch mit den Anrainer-Anliegen zu tun, denn diese befürchten, dass bei der Möglichkeit, auf die Freifahrt zu verzichten, noch mehr Autoreisende die Gegend um das Stadion verparken.

„Mitspracherecht“ der Ultras

Ein „Mitspracherecht“ irgendeiner Fangruppierung wurde vom Präsidenten entschieden zurückgewiesen, man würde mit allen Fangruppen in gleicher Weise in einem Dialog stehen.

In den Fragen aus dem Kreis der Mitglieder wird immer wieder gegen die Ultras polemisiert und es wird wenig darüber gesprochen, welchen großen Wert diese und andere stark vernetzte Gruppierungen für Rapid haben.

Ein wichtiger Grund ist folgender: ein einzelner Abonnent auf der Ost-Tribüne kommt und geht. Wenn gut gespielt wird, steigen die Zuschauerzahlen; heuer werden sie vermutlich geringer sein als in der vorigen Saison. Aber ein Mitglied der Ultras (oder eines anderen Fanklubs) hat zusätzlich auch das Motiv, „seine Leut“ zu treffen und das verbindet. „Ultras“ sind keine  Erfolgsfans; sie sind immer da. 

Als ich diese tolle Tätowierung gesehen habe, musste ich einfach „abdrücken“, denn sie symbolisiert die große Verbundenheit zur einer Gruppierung, so wie es viele andere solche „Gravuren“ mit dem Thema „Rapid“ gibt.

Terminkollisionen der Spiele von Rapid I und Rapid II

Man werde in Zukunft verstärkt darauf achten, dass die Spieltermine der beiden Mannschaften sind nicht überschneiden. Allerdings sind die kurzfristigen Terminansetzungen des ORF eine große Schwierigkeit. Beispiel: das letzte Auswärtsspiel gegen RB wurde als Sonntagsspiel eingeschätzt, landete aber schließlich am Samstag Nachmittag und verursachte dann diese unvorteilhafte Überschneidung.

Interessante Pyro-Lösung

Es blieb beim sonstigen Publikum nicht unbemerkt, dass es im Block in den letzten Monaten ziemliche Pyro-Spektakel gab, die ohne weiteren Kommentar seitens des Vereins über die Bühne gingen. Die Rauchschwaden waren viel dichter als jemals zuvor.

Eine Frage bezog sich daher auch auf kolportierte Strafzahlungen von 450.000,- Euro wegen Pyro-Vergehen. Diese Zahlern seien komplett überzogen; genaue Zahlen dazu wird es in kommenden Jahresbericht geben.

Es gibt nämlich eine Vereinbarung mit der MA-36 (ziemlich sperriger Titel: „Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gesangsangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen“), dass in einer eigens gekennzeichneten Zone des Blocks Pyrotechnik straffrei eingesetzt werden darf. Das erklärt nun auch, warum die verschiedenen „Einnebelungen“ praktisch kommentarlos, eventuell mit einer Spielunterbrechnung, stattfinden. (Anders als bei bei Auswärtsspielen, wo es eben eine „MA-36“ nicht gibt.)

Bild vom Spiel Rapid-St. Pölten am 28. Mai 2017. Alle Bilder von diesem Spiel.

Hat es also früher einige Fackeln gegeben, die dann mit einer Strafe geahndet wurden, gibt es heute ein ganzes Feuerwerk und dieses ganz legal. Sehr unangenehm ist das nun wieder für den großen Rest des Stadions, der diesen Aktivitäten mit einem gewissen Unverständnis gegenüber steht.

Grün-White-Walk

Der Grün-White-Walk wird noch im Sommer im Bereich der Ost-Tribüne wieder errichtet werden.

Gedenktafel an der ehemaligen Pfarrwiese

Das Projekt, im Bereich der ehemaligen Pfarrwiese einen Gedenkstein  zu errichten, wird wieder aufgegriffen.

Solche „Steine“ sind etwas sehr Abstraktes. Da es hier aber um die frühere Beschaffenheit einer Gegend geht, wäre – nach meiner Ansicht – günstig, in diesem „Gedenkstein“ die frühere Anordnung der Pfarrwiese in Form eines Lageplans darzustellen. 

Trainerfrage

Dass für die kommende Spielzeit Gogo den Kandidaten mit Rapid-Vergangenheit wie Didi Kühbauer oder Andy Herzog vorgezogen wurde, ist für viele eingefleischte Rapid-Fans nicht verständlich. Fredy Bickel versicherte, dass alle Gespräche so geführt worden sind, dass diese Alternativen in keiner Weise verbaut sind.

Ticketbörse

Eine wichtige Neuerung für die kommende Saison ist eine Online-Ticketbörse, die es erstmals ermöglichen soll, dass man seinen Aboplatz bei Verhinderung anderen Fans zum Kauf anbieten kann.

Rapid Mobil

Ab sofort gibt es für Rapid-Mitglieder zu allen Paketen ohne Mehrpreis 1000 MB Downloadvolumen zusätzlich!

Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür wird am Samstag 8. Juli ab 15:00 vor dem Allianzstadion stattfinden, wie gewohnt mit Mannschaftspräsentation und Autogrammstunde für die Greenies.

Vorverkauf für das Monaco-Spiel

…startet am 22. Juni um 10:00 für Abonnenten. Wer noch nicht verlängert hat, kann bei der Verlängerung des Abos das Monaco-Spiel gleich mitbuchen.

GmbH oder AG?

Eine Frage betrifft die Umwandlung der GmbH in eine AG, die nach Meinung des Fragestellers dem Begriff des „Mitgliedervereins“ nicht gerecht wird. Die Antwort darauf wird bei der Hauptversammlung im November gegeben werden, wo die Pros und Kontras der beiden Modelle gegenübergestellt werden.

Neuer Athletiktrainer

Als erste personelle Veränderung wird bekanntgegeben, dass Rapid einen neuen Konditionstrainer hat. Anton „Toni“ Beretzki wird die Mannschaft fit halten, unterstützt durch den bewährten Alexander Steinbichler. Wie „heute“ berichtet, trainierte Anton bereits Herman Maier, Thomas Sykora und Stephan Eberharter und viele Fußballklubs, zuletzt die Mannschaft der Admira.

Finanzierung der Amateurmannschaften

Das aktuelle Konzept von Rapid ist, dass die Amateur- und Jugendmannschaften zu Gänze aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert werden sollen. Das ist auch der Grund, warum es so wichtig ist, zu den derzeit 16.000 Mitgliedern möglichst viele neue Mitglieder zu gewinnen.

Der Mitgliederverein SK Rapid (repräsentiert durch das Präsidium) hat also die Aufgabe, den Nachwuchs des SK Rapid zu finanzieren. Die Rapid-GmbH (repräsentiert durch die beiden Geschäftsführer Wirtschaft und Sport) hat die alleinige Aufgabe, die Profimannschaft zu finanzieren. Im Klartest heißt das, dass die Nachwuchsmannschaften nicht mit Geldern aus dem Profibetrieb rechnen können.

Ganz logisch erscheint mir diese Konstruktion nicht.

Der Mitgliederverein verfügt nur über die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgem der etwa 16.000 Mitglieder, darunter aber vielen Greenies, geschätzt also etwas über eine Million Euro pro Jahr. 

Wenn wir aber bedenken, dass Mitglieder bei den Abos zwischen 33 Euro (BlockWest) und 71 Euro (Kat A Vollpreis) Ermäßigung bekommen, dass sie 10% Nachlass bei den Fanartikeln bekommen und dass sie auch sonst Kosten verursachen, wie etwa die Mitgliederversammlungen oder auch die Herstellung und den Versand des Rapid-Magazins, meine ich, dass die Mitglieder ihren Mitgliedsbeitrag praktisch durch alle diese Gegenleistungen selbst verbrauchen, dass man also aus diesen Mitgliedsbeiträgen nichts wirklich finanzieren kann. Aus einer budgetären Gesamtsicht sind die 100 Euro Mitgliedsbeitrag gerade ausreichend, um die jeweiligen Gegenleistungen für das Mitglied zu finanzieren, mehr nicht.

Wenn daher die Mitgliedsbeiträge in voller Höhe beim Mitgliederverein verbleiben, aber die Mitglieder Rabatte aus dem Kauf von Leistungen der Rapid-GmbH erhalten und das für die Mitgliederverwaltung erforderliche Personal auf dem Bereich der Klubservice kommt, das wieder der GmbH untersteht, dann ist das eine Querfinanzierung. 

Die Ausbildungskosten der Nachwuchsmannschaften sind eine etwa konstante und gut kalkulierbare Größe.

Nachwuchsspieler, die in die Kampfmannschaft aufrücken, und bei positivem Karriereverlauf gewinnbringend weiterverkauft werden, steigern das Budget der GmbH. Aber finanziert wurde deren Ausbildung vom Mitgliederverein. Dieser wieder wird durch die GmbH subventioniert, weil sie den Mitgliedern Rabatte gewährt. 

Warum soll es nun so sein, dass die von Ausgaben entlasteten Mitgliedsbeiträge den damit nicht in Zusammenhang stehenden Bereich der Ausbildung finanzieren?

Meine „Theorie“ ist die, dass es eine gewisse Parallele zur Aktion „Licht ins Dunkel“ gibt. Es ist doch die Schuldigkeit der Gesellschaft, für die Finanzierung von Maßnahmen für die Schwächeren zu sorgen. Also müsste es eigentlich eine solche Spendenaktion gar nicht geben, denn wir sind eine reiche Gesellschaft. Um aber die Steuerlast nicht noch mehr zu erhöhen, wird in diesen emotionalen Veranstaltungen rund um die Weihnachtszeit an alle möglichen solidarischen Gefühle appelliert.

Und dieses Gefühl, dass jedes Mitglied für den „armen“ Nachwuchs eines eigentlich sehr reichen Vereins sorgt, ist ein Motiv, Mitglied zu werden, weil man den Eindruck hat, dass Rapid ein Verein ist, dessen Mitglieder die Nachwuchsarbeit des Vereins ganz allein „stemmen“. Wie wir aber gesehen haben, ist das wegen der Geldflüsse nicht wirklich der Fall. 

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Derzeit ist die Homepage tagebuch.ewkil.at in einer experimentellen Phase, weil nach einem geeigneten Thema gesucht wird und sich das Layout verändern kann und immer wieder kleine Fehler auftreten können.

Mitgliederversammlung

Während in den früheren Jahren der Ballsaal im Wimberger mit 10er-Tischen bestückt war, empfing uns bei der gestrigen Mitgliederversammlung ein dicht mit Sesseln bestückter Saal. Und es war auch notwendig, denn der Saal war mit mehr als 900 Personen bis auf den letzten Platz zu ebener Erde und im ersten Stock gefüllt.

Und es gab ein dichtes Programm, das von den anwesenden Mitgliedern mit großem Enthusiasmus angenommen wurde. Auch die sonst als Fixpunkt am Schluss ausgeloste Tombola war an diesem Abend nicht notwendig, um die Mitglieder zum Bleiben zu bewegen.

Die Einleitung hatte etwas Kirchliches: die alte Rapid-Hymne wurde intoniert und nach einer Schrecksekunde sahen sich die Rapid-Granden an – sie waren etwas unvorbereitet, standen dann aber gemeinsam auf und der Saal folgte ihnen und viele sangen die Körner-Hymne mit, eine Art Schulterschluss zu Beginn.

Das Stadion

Gleich am Beginn ein erster Höhepunkt: Harry Gartler berichtet in gewohnt professioneller Weise über den Baufortschritt und stellt uns die Dekoration für die Bestuhlung vor. Die Osttribüne wird den Schriftzug „Rapid“ tragen und die Tribünen werden durch ein Band mit den Rapid-Farben verbunden.

Dieses Stadionprojekt motiviert alle Beteiligten und es wurde wahrscheinlich auch deshalb an den Beginn der Präsentationen gestellt.

Wie dann im neuen Stadion die Plätze vergeben werden, wurde zwar nicht im Detail gesagt aber die genaue Prozedur wird etwa ab Herbst bekanntgegeben und die Abos für die nächste Saison werden etwa ab März 2016 verkauft. Für eine faire Reihenfolge soll jedenfalls gesorgt werden. Wir können gespannt sein.

Im September wird es das zweite Familienfoto auf der Baustelle geben und die Mitglieder werden die ersten sein, die dann im kommenden Jahr das Stadion betreten werden.

Präsidium

Präsident Michael Krammer, Finanzreferent Martin Bruckner, Geschäftsführer Christoph Peschek und die neuen Präsidiumsmitglieder Petra Gregorits (bekommt den Auftrag, die Schaffung eines Rapid-Frauenteams zu prüfen) und Thomas Waldner (auch Organisator des Donauinselfestes) berichten über die hochgesteckten Ziele. Die Bilanz ist im laufenden Jahr leicht negativ aber das Ziel, dass auch ohne Teilnahme an einem internationalen Bewerb ausgeglichen bilanziert werden kann, ist durch das Stadion und durch neue Partnerschaften in Reichweite.

Petra Gregorits und Thomas Wallner, die neuen Präsidiumsmitglieder werden vorgestellt.

Sportliche Bilanz und Ausblick

Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt von Sportdirektor Andreas Müller und Trainer Zoran Barisic, die beide mit großem Jubel begrüßt werden. Dass man den Wunsch hat, das Team in der aktuellen Form zu halten, wurde betont. Vielleicht hilft ja auch die Perspektiven „Champions-League“ und „Auflaufen im neuen Stadion“ eventuelle Wechselabsichten zu beeinflussen.

Andreas Müller und Zoran Barisic zeichnen ein positives Bild der kommenden Saison

Partnerschaft mit Lyoness

Rapid stellt mit Lyoness eine neuen Großsponsor vor, der für die nächsten fünf Jahre pro Jahr 1.8 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Die Gegenleistung von Rapid ist einerseits das Lyoness-Logo am Trikot und auch viele andere Platzierungen im Stadion und im Magazin. Darüber hinaus wird es ab Herbst eine Rapid-Einkaufskarte (Cash-Back-Card) geben, die von den Mitgliedern ohne Kosten bezogen werden kann. Aus allen Einkäufen, die über diese Karte getätigt werden, fließt ein Prozent in den Rapid-Nachwuchs.

Andreas Werner Geschäftsführer von Lyoness stellt die Kooperation mit Rapid vor.

Die Prozedur wird etwa folgende sein: man kauft in einem Geschäft (das Partner von Lyoness sein muss) Produkte ein und zahlt zunächst den vollen Preis der Ware. Je nach Warengruppe wird dem Käufer von Lyoness ein variabler Betrag gut geschrieben. Über diese Gutschrift erfolgt unmittelbar nach dem Kauf eine Verständigung per SMS. Übersteigt die Gutschrift 5 Euro, wird dieser Betrag einmal pro Woche auf das eigene Konto gut geschrieben.

Der Start dieser Aktion wird voraussichtlich das Heim-Derby im Oktober sein.

Es wird wohl auch eine Rolle gespielt haben, dass Andreas Werner langjähriger Rapid-Fan ist. Er ist auch gleichzeitig Mein Leben lang-Mitglied geworden.

Die Neuen

Der absolute Höhepunkt des Abends war aber die Vorstellung der vier Neuzugänge, die unter großem Jubel empfangen wurden, obwohl sie für Rapid „noch keinen Ball getroffen haben“ (Andy Marek).

Tomi, Stefan Auer, Stefan Nutz, Christoph Huspek, Steffen Hofmann, Mario Sonnleitner, Andy Marek

Die drei aus Grödig haben uns im Herbst eine ziemlich deutliche 1:3-Niederlage beschert und wer weiß, ob dieser Umstand (und natürlich die Ablösefreiheit) nicht die Aufmerksamkeit der sportlichen Leitung von Rapid auf dieses Trio gelenkt hat.

Eine sensationelle Begrüßung wird aber unseren beiden Kapitänen Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner zuteil. Sie präsentieren auch die beiden Trikots „SHFG“ und „Europäische Weltklasse“, einem Sager von Mario Sonnleitner nach dem Auswärtssieg gegen Aston Villa.

Steffen und Mario präsentieren zwei neue Trikots

Das Leitbild des SK Rapid

Ein eigenes Leitbild-Team unter der Leitung von Domenico Jacono hat einen Text verfasst, der ausdrückt, was eigentlich dieses Rapid ausmacht, „das bei der Mitgliederversammlung mehr Menschen anlockt als sich bei anderen (gemeint war Grödig) am Fußballplatz versammeln“.

Man kann das Leitbild als Buch mit tollen Bildern im Fanshop um 10 Euro erwerben. Hier der Text:

Der Sportklub Rapid ist eine Gemeinschaft.


Unser legendärer Zusammenhalt wurzelt in der Solidarität unter den Familien, Nachbarn und Arbeitern auf der Schmelz.

Seither eint uns das grün und weiße Band. Es hat uns zum größten und erfolgreichsten
Fußballverein Wiens und Österreichs gemacht.

Um diese Verbundenheit zu bewahren, begegnen wir uns als Rapidler gleichwürdig, ehrlich und vertrauensvoll.

Der SK Rapid steht für Werte aus Tradition.


Unser Name ist und bleibt „Sportklub Rapid“. Unsere Farben sind und bleiben grün und weiß. Unser Wappen ist unveränderlich.

Seit jeher erkämpfen wir uns mit vollem Einsatz den Erfolg und geben nie auf.
Die Rapid-Viertelstunde ist Ausdruck unseres immerwährenden Siegeswillens.

Wir treten mutig und selbstbewusst auf.
Als Team sind wir angriffslustig, dynamisch und wählen stets den direkten Weg zum Ziel. Unsere Gegner behandeln wir hart, aber fair und mit Respekt.
In guten wie in schlechten Zeiten leben wir unsere Leidenschaft und sind stolz,
uneigennützig zum Ruhm Rapids beizutragen.

Die Heimat des SK Rapid ist Hütteldorf.


Hier sind wir groß geworden. Hier schlägt das Herz unserer Vereinskultur.

Wien ist unsere Stadt. Sie prägt uns und wir repräsentieren sie.

Darüber hinaus sind wir in ganz Österreich zu Hause, der bedeutendste Fußballverein des Landes, und über seine Grenzen hinaus eine namhafte Größe.

Der SK Rapid ist offen.


Menschliche Vielfalt war und ist der Motor unseres Erfolgs.

Deshalb und aufgrund unserer sozialen Verantwortung für eine offene Gesellschaft, kann jeder Mensch, der das Wohl Rapids in den Vordergrund seines Denken und Handelns stellt, Rapidler sein. Egal welchen Geschlechts, egal welcher Herkunft oder Schicht, und unabhängig von seiner Lebensweise.

Unsere Ursprünge in der Arbeiterbewegung verpflichten uns, insbesondere sozial Benachteiligte zu unterstützen.

Der SK Rapid ist österreichischer Rekordmeister.


Erfolg ist uns Erbe und Gebot zugleich. Daher ist es unser Anspruch, immer ganz oben zu stehen.

Egal in welchem Bewerb und wo in der Welt wir antreten: Wir wollen gewinnen.
Um diesen Auftrag zu erfüllen, wirtschaften wir solide, innovativ und weitsichtig.
Dabei ist unsere Eigenständigkeit höchstes Gut. Durch sie bleiben wir unseren Werten treu, und können sie an die nachkommenden Rapidler weitergeben.

Damit ist gewährleistet, dass unser gemeinsamer Wille zu kämpfen und zu siegen, der Rapidgeist, für immer weiterlebt.

Mitgliederzahl

Zum Abschluss präsentiert Andy Marek den Verlauf der Mitgliederzahlen mit derzeit etwa 8000 Vollmitgliedern, 380 Mein Leben lang-Mitgliedern und 3000 Greenies/Jugendmitgliedern.
Ab der ersten Junihälfte wird der Rapid-Newsletter im Wochenrhytmus versendet.
Es gibt eine eigene Mitgliederkollektion. Die Besonderheit ist ein Schal mit eingesticktem Namen (Lieferzeit ca. 3 Wochen).
Weiters wird auf die Datenaktualisierung auf www.skrapid.at/meinedaten hingewiesen.

Weitere Termine

Mi 2015-06-24 Auslosung ÖFB-Cup
Do 2015-07-16 19:00 Fanklubtreffen
Mo 2015-07-20 Beginn Vorverkauf CL-Quali Heimspiel
Mi 2015-07-22 Beginn Verkauf Auswärtsreise
Di 2015-07-21 16:00 Saisonstartfest beim Happelstadion

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