Passwort wiederherstellen

Wir wissen zwar noch nicht genau, welche Zeitfenster und wie genau die Platzauswahl für die verschiedenen Fankategorien erfolgen werden, aber unsere Konten bei Rapid müssen zugriffsbereit sein, wenn es dann heißt, dass man online einen Platz wählen soll.

Wer also schon irgendwann einmal ein Konto angelegt hat, es aber schon länger nicht benutzt hat, sollte den Kontozugang jetzt überprüfen, damit dann bei der Sitzplatzauswahl alles funktioniert.

„Login“ auf der Homepage

Login

Zum Einloggen benötigt man Benutzernamen/E-Mail und Passwort. Ungewöhnlich ist, dass sowohl Benutzername als auch E-Mail zur Identifikation möglich sind (waren). Erklärung siehe weiter unten.

  • Rapid-Seite anwählen (https://skrapid.com) und auf LOGIN klicken.
  • Benutzernamen/E-Mail und Passwort eingeben
Login mit Benutzernamen/E-Mail Passwort

Auf der Homepage selbst kann man mit dem Login gar nichts anfangen. Wohl aber, wenn man die Menüpunkte

  • Rapid TV
  • Fanshop
  • Tickets

anwählt.

Kleiner Fehler: Geht man direkt von der Homepage zu „Fanshop“, erscheint oben trotz erfolgreichen Logins der Text „Sie sind nicht eingeloggt Login“. Der Login wird also nicht korrekt weitergegeben. Es genügt, nochmals auf den Text „Login“ zu klicken und man wird schon mit dem Namen angesprochen.

Passwort wiederherstellen

Wird man aber beim Login abgewiesen, hat man offenbar das Passwort vergessen. Man kann es über den Link „Passwort vergessen“ (unterhalb des Passwort-Feldes) zurücksetzen.

Der Vorgang zur Passwortwiederherstellung ist ganz einfach, die verwendete E-Mail-Adresse muss man natürlich wissen.

Wenn man also erfolgreich eingeloggt ist, sollte man die die persönlichen Daten kontrollieren. Fanshop -> Mein Konto.

Benutzername und/oder E-Mail zur Identifikation

In den Anfängen der Internet-Datenbanken verwendete man Benutzernamen. Der Server musste sich darum kümmern, dass diese Namen eindeutig sind. „franz“ war bei Rapid natürlich schon vergeben, daher muss man etwas anderes wählen, zum Beispiel „franz48“ oder der Server hat einen verfügbaren Namen angeboten.

Man war bei jedem Server ein anderer „franz“.

Dann hat man aber entdeckt, dass eine E-Mail-Adresse weltweit einmalig ist und ein Server, der als Benutzernamen die E-Mail-Adresse benutzt, muss sich um die Vergabe von Benutzernamen nicht mehr kümmern.

Die Rapid-Datenbank kann also sowohl mit den früheren Benutzernamen aber auch mit E-Mail-Adressen, die als Benutzername verwendet werden, umgehen.

Der Übergang von den Benutzernamen zu den E-Mail-Adressen dürfte weitgehend unbemerkt und automatisiert passiert sein, ohne dass die Benutzer das bemerkt haben, indem man für das Login beides angeboten hat. Wenn sich jemand mit der E-Mail-Adresse angemeldet hat, wurde der Benutzername durch die E-Mail-Adresse überschrieben und man war umgestellt, den früheren Benutzernamen gab es nicht mehr, das war ab diesem Zeitpunkt die E-Mail-Adresse.

Bei der Passwortwiederherstellung wird man um den Benutzernamen/E-Mail und E-Mail gefragt. Daran sieht man, dass zwei Kombinationen möglich sind:

  • Benutzername und E-Mail
  • E-Mail und E-Mail

Ist man bereits umgestellt, sind also E-Mail und Benutzername gleich, muss man in diese beiden Felder den Dialog zur Passwortwiederherstellung zwei Mal die E-Mail-Adresse eintragen.

Den Benutzernamen kann man selbst nicht ändern. Sollte das notwendig sein, weil man eine andere E-Mail-Adresse hat, muss man sich an das Klubservice klubservice@skrapid.com wenden.

Bei den Benutzerdaten gibt es aber noch das Feld E-Mail, aus dem ursprünglich der Benutzername gebildet wurde. Dieses Feld ist editierbar und in dieses Feld kann man auch eine andere E-Mail-Adresse eintragen.

Sind daher in den Feldern Benutzername (=E-Mail) und das Feld „E-Mail“ verschiedene E-Mail-Adressen eingetragen, dann muss man bei der Passwortwiederherstellung auch diese zwei verschiedenem E-Mails angeben: oben die E-Mail-Adresse, die als Benutzername eingetragen ist und unten die E-Mail, die im Feld „E-Mail“ eingetragen ist.

Heimkinoabend

Es wirkt alles sehr zuversichtlich bei Rapid, die Rapidviertelstunde, die Interviews, die Solidaritätsbekundungen und auch die Durchhalteparolen. Doch wie es einem Betrieb geht, dessen Existenzgrundlage ohne Aussicht auf Besserung wegbricht, das mag man sich gleich gar nicht im Detail vorstellen.

Umso wichtiger ist jede finanzielle Beteiligung der Fans an unserem Projekt „Rapid“. Nach der überaus erfolgreichen Aktion für die „Rapid Fanmaske“, die es bereits im zweiten Design gibt, lädt uns Rapid zu einem gemeinsamen, virtuellen Heimkinoabend ein.

Donnerstag, 20 April 20:15 Rapid-TV
https://tv.skrapid.at/

Für Sammler von Fußballtickets kann diese Eintrittskarte ein durchaus begehrtes Sammlerobjekt werden.

Links

Handy-Ticket

Ein Geschenk zum Valentinstag

Zum Valentinstag kam mit einer E-Mail ein Geschenk vom Rapid-Klubservice. Abonnenten bekamen eine Mail mit drei Dateien

  • Eine ausdruckbare Saisonkarte (012345678.PDF) (Bild 1)
  • Eine Anleitung (Anleitung_Mobile_Ticket_2020.PDF, siehe Anhang)
  • Ein elektronisches Handy-Ticket (Bundesliga_201920_Allianz_Tribüne_Sektor_11_Reihe_13_Sitz_138_1.PKPASS)

Der nachfolgende Bericht bezieht sich ausschließlich auf das Handy HUAWEI MATE 20 pro von Franz, denn aus anderen Handys, darunter ein SAMNUNG S10+ und ein HUAWEI P10 lite ließ sich das Ticket mit den empfohlenen Apps einwandfrei installieren. Vielleicht gibt es aber dennoch auch anderen problematische Geräte, denen der Tipp für eine weitere App hilft.

Leider ist das elektronische Ticket nicht einfach nur eine Datei zum Anzeigen, sondern es bedarf einer App, um das Ticket anzuzeigen. Ob man bei Rapid alle in der Anleitung angegebenen Apps wirklich getestet hat, kann ich fast nicht glauben, denn in meinem Fall funktionieren beide empfohlenen Android-Apps PassWallet und WalletPasses nicht. Da in Fußballerkreisen eine eigenartige iPhone-Affinität vorherrscht, wundert mich das auch gar nicht. *) Wahrscheinlich bestehen kleine Inkompatibilitäten im Format, und daher zeigen diese Apps das Ticket nicht. Eine diagnostische Fehlermeldung sucht man vergebens.

Was habe ich geamacht?

Ich speicherte durch einen Klick auf den Download-Link der .pkpass-Datei in der Mail das Ticket im Download-Ordner und installierte danach die beiden Apps PassWallet und WalletPasses in dieser Reihenfolge, aber ohne Erfolg. Die Apps suchen völlig selbständig an verschiedenen Speicherorten des Handys nach Tickets und zeigen diese an. Eine manuelle Dateiauswahl ist nicht vorgesehen. Eine der beiden Apps zeigte ein früheres Ticket eines Fluges an, funktionierte also prinzipiell, beide Apps zeigten verschiedene Gratistickets an (was eher verwirrend ist), aber von einem Rapid-Ticket keine Spur.

An dieser Stelle ist man geneigt zu glauben, etwas nicht richtig gemacht zu haben, hat man doch gleich zwei verschiedene Apps erfolglos ausprobiert.

Unter dem Motto „das Internet weiß alles“, bot folgende Seite auch eine dritte App an, nämlich PassAndroid und siehe da, diese App hat das Ticket sofort erkannt und brav angezeigt (Bild 3 und Bild 4). Diese App ist völlig werbefrei. Interessanterweise zeigte diese App aber wieder die bereits am Handy befindlichen Tickets nicht an.

Ein Tipp an die Gestalter des Handy-Ticket: So wie im Bild 4 präsentiert sich das Handy-Ticket, wenn man es öffnet. Und so sollte man das Handy dann auch gegen die Schranke beim Eingang halten. Doch der dazu erforderliche Barcode wird am unteren Bildrand abgeschnitten. Die Anordnung sollte also genau umgekehrt sein: zuerst der QR-Code, dann erst der Text dazu.

Ein zweiter Tipp: Bitte probiert doch die von Euch empfohlenen Apps mit mehreren Handy aus! Eine Kompatibilitätsliste wäre ein Hinweis, dass Apps getestet sind, zum Beispiel: getestet mit SAMSUNG, HUAWEI…

Interessant wäre natürlich, ob meine Beobachtung allgemein gilt oder nur für meine besondere Situation: HUAWEI Mate 20 pro + RAPID-MOBIL.

NACHTRAG

Bei der Installation der von Rapid empfohlenen Apps PassWallet und WalletPasses auf einem SAMSUNG-Handy, hat die Installation fehlerfrei funktioniert, und das deutet darauf hin, dass das Problem beim HUAWEI-Handy liegt-

*) Meine Apple-Aversion geht schon in die Anfänge in den 1970er-Jahre zurück, als ich als stolzer Besitzer eines Apple-IIe beobachten musste, wie die Firma sich von dem „PC für alle“ einer eigenartigen Hochpreispolitik zugewendet hat, die auch heute noch die Schickeria – und damit leider auch unsere Kicker – magisch anzieht. In dieser Hochpreis-Liga möchte ich nicht mitspielen.

Cup-Finale Verkaufsstart


Für das Cupspiel am 1. Mai wurden am Samstag, den ersten Verkaufstag mehr als 5000 Karten für die Rapid-Sektoren verkauft.

Der Verkaufsstart war für 10 Uhr angekündigt. Bereits um 8:30 warteten vor dem Platz vor dem Fancorner etwa 10 Kartenkäufer und das Rapid-Klubservice begann mit dem Strukturieren der Anstellzone. Zuerst wollten sie die Wartereihen wie im Supermarkt anordnen (Bild 1) – und ich wollte schon protestieren – doch Gernot hat das Problem gleich beseitigt und aus den einzelnen Schlangen eine einzige Warteschlange umgestaltet (Bild 2), die in der Regel von den Wartenden als fair*) empfunden wird.

Da man die Karten auch online erwerben konnte, stellten sich offenbar nur jene an, die – so wie ich – einige Sonderwünsche hatten, die von Martina & Co unbürokratisch abgearbeitet wurden.

Ein Viertelstunde vor dem offiziellen Verkaufsstart öffneten gleichzeitig 8 Schalter (vier im Fancorner, vier bei den Kassen draußen), und die Wartezeit war eigentlich sehr kurz.

Nachdem wir die Karten in den Händen hatten, war ein Kaffee angesagt. Rekordmeisterbar und Stags Head waren geschlossen, also ging’s zum nächsten Mac. Wir staunten nicht schlecht, als uns eine Dame im Rapid-Trikot bediente. Es stellte sich heraus, dass wir eine der Filialen des Rapid-Partners Harald Marschalek besucht haben, der alle seine MitarbeiterInnen im Rapid-Look ausstattet.

Wer eine solche Filiale sucht, hier sind sie:

McDonalds Filialen im Rapid-Look

1140 Wien, Albert-Schweitzer-Gasse 6
1130 Wien, Hietzinger Kai 137
1150 Wien, Hütteldorfer Strasse 81B/4
1110 Wien, Kaiserebersdorfer Strasse 320
1110 Wien, huma eleven, Landwehr Strasse 6/S014

*) Zur Warteschlange

Eigentlich sind die langen Anstellzeiten, die wir von früher bei Rapid kennen, vorbei. Einerseits durch die elektronischen Buchungssysteme, anderseits durch immer besser angepasste organisatorische Maßnahmen (wie man am Beispiel der Single-Warteschlange) aber auch durch perfekte Vorbereitung der Mitarbeiter und Geräte sieht.

Wir empfinden eine einzige Warteschlange zu einem System mit mehreren Schaltern als sehr fair. Man bekommt als Wartender immer den nächsten freien Schalter, egal, wie lang sich jemand anstellt. Vorbildlich wurde dieses Wartesystem schon sehr früh bei der Bank-Austria und bei den ÖBB, später auch bei der Post eingeführt. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ oder wie die Techniker sagen: first in, first out (FIFO).

Warten ist aber doch ein lästiger Vorgang und alles, was zur Verkürzung von Wartezeiten beitragen kann, sollte mitgedacht werden. Fairness allein ist dabei nur ein Aspekt. Utilitaristen denken weniger an die Wartezeit eines einzelnen Kunden, sie denken an die Gesamtwartezeit, die es gilt, gering zu halten. Es kann in einem zunächst als „unfair“ empfundenen System so sein, dass man selbst als Erstankömmling vielleicht länger braucht als in einem fairen System, aber die Summe aller Wartezeiten trotzdem geringer ist.

Und das geht nur, indem man nicht die Reihenfolge des Eintreffens als Kriterium verwendet, sondern einer übergeordnete Instanz die Entscheidung überlässt, wer als Nächster drankommt. Überraschenderweise stellt sich heraus, dass schon allein die zufällige Auswahl des jeweils nächsten Kunden die gesamte Wartezeit verringert und wenn man die Abarbeitungsreihenfolge umkehrt und mit dem letzten Ankömmling beginnt, sich die Gesamtwartezeit weiter reduziert. Nachzulesen hier: „Kein Vorteil mehr für Frühaufsteher“ (ORF). Im Artikel wird auch erklärt, warum die Umkehrung der Abarbeitungsreihenfolge in der Praxis einer realen Warteschlange nur schwer durchzusetzen ist, sehr wohl aber bei Call-Centern erfolgreich angewendet werden kann.

Noch effizienter kann die Gesamtwartezeit reduziert werden, wenn man weiß, wie viel Zeit ein Client am Schalter brauchen wird. Das wäre beim Supermarkt etwa an der Anzahl der Artikel abzulesen, die jemand eingekauft hat. Derzeit gibt es dazu eventuell bei großen Märkten eine Schnellkassa, die eine Vorreihung der Wenigkäufer ermöglicht. Effizienter wird es aber erst werden, wenn das Verkaufssystem von vornherein weiß, wie viele Artikel jemand im Einkaufskorb hat. Dann nämlich könnte das System die einzelnen Kunden von sich aus in der effizientesten Art aufrufen. Wer also viel einkauft, muss etwas länger warten, aber die vielen Wenigkäufer empfinden ein solches System als bedeutend effizienter als wenn sie hinter dem Vielkäufer warten müssen, obwohl sie selbst nur eine Kleinigkeit gekauft haben.

Wie es auch immer ist, bei Rapid ist das Anstellen praktisch kein Problem mehr, weil durch die organisatorische Vorarbeit alles wie am Schnürchen abläuft. Und für diese vielen und für uns praktisch unsichtbaren Maßnahmen bedanken wir uns bei Andy und seinem Rapid-Klubservice.Team.

LInks

Keine Karten für Auswärtsfans

Wanderer kommst Du nach England, sagen wir in die dritte Liga, dann ist es ganz selbstverständlich, dass Du Deine Karten online bestellen kannst, diese Dir am Spieltag ausgehändigt werden, auch wenn Du aus dem Ausland kommst. Fußballreisen nach England oder Deutschland sind kein Problem.


Probiere das nicht in Österreich, denn da musst Du in der höchsten Spielklasse, der tipico Bundesliga, persönlich oder durch Sekundanten vertreten zu den Öffnungszeiten beim örtlichen Verein erscheinen und dort die Karte kaufen, wobei aber nicht sicher ist, ob Du überhaupt noch welche bekommst, denn heute, 14 Tage vor dem Spiel Hartberg-Rapid, sind laut E-Mail-Auskunft nur mehr 100 Karten verfügbar.

Keine Karten für Auswärtsfans

Die Webseite meldet „Keine Veranstaltungen verfügbar“, offenbar ist das Ticket-System noch nicht online, geplant dürfte es ja sein.

Die E-Mail-Antwort:

Der moderne Fan ist mobil aber so mobil, dass er zu Büroöffnungszeiten nach Hartberg fährt, um vielleicht eine von 100 Restkarten zu bekommen, das ist doch ein bisschen zu viel des CO2-Ausstoßes. Es wäre viel ökonomischer, wenn die Hartberger ein kleines Längsseitenkontingent nach Hütteldorf senden, statt dass 100 Wiener dieselbe Strecke nach Hartberg zurücklegen.

Ich dachte, dass Mattersburg und der LASK ein Tiefpunkt des Kundendienstes darstellen, aber es geht noch tiefer, Hartberg zeigt es vor. Während man sich bei Mattersburg die Karten noch zusenden lassen kann, ist das in Hartberg nicht möglich. Der LASK ist ein eigenes Kapitel, dort gäbe es zwar ein Online-Bestellsystem aber das wird aus taktischen Gründen erst aktiviert, wenn alle Plätze ausverkauft sind.

Gut, den Hartbergern kann es egal sein, weil das Stadion ist ja voll, und es ist für die dortige Heimmannschaft gut, wenn die Haupttribünen den Einheimischen vorbehalten bleiben. Ganz ähnlich funktioniert das in Pasching, auch dort gibt es nur den Vor-Ort-Verkauf. Aber in Mattersburg ist das halbe Stadion leer und trotzdem wird nichts unternommen, um den Kartenverkauf wenigstens zu erleichtern.

Aber Fußball ist für die Zuschauer da, weil diese direkt oder indirekt die Geldgeber sind. Und daher ist ein Kartenverkauf wie bei Kleinstvereinen in der Bundesliga abzulehnen.

Fansektor

Dass die Gastmannschaft Karten für den Fansektor bekommt, ist kein ausreichendes Angebot. Im Fansketor herrschen Regeln, die dem herkömmlichen Verständnis einer persönlichen Freizügigkeit widersprechen (Fotografierverbot, Hüpfzwang, Sichtbehinderungen, Rauchbelästigung) und daher lehne ich es ab, eine Karte für diesen Sektor zu kaufen. An dieser Stelle könnte man anmerken, dass jeder Gastverein auch ein Kartenkontingent auf einer anderen Tribüne zugeschickt bekommen sollte, wenn eben nur ein lokaler Verkauf möglich ist.

Alles für den Fußball, nichts für die Fans

Dafür hat man in Mattersburg eine prächtige Akademie, mit deren Hilfe es möglich ist, auch viel größere Klubs zu konkurrenzieren, weil die Fans ja bekanntermaßen nicht Fußball spielen, eine gute Akademie aber schon.


Diese Mattersburger Akademie ist kofinanziert vom Land, vom burgenländischen Fußballverband und von der Gemeinde Mattersburg. (Link) In welchen Teilen diese Finanzierung erfolgt ist und ob der SV Mattersburg auch mitzahlt, kann man dem Text auf der Webseite nicht entnehmen. Warum eigentlich nicht? Es wäre eine schönes Beispiel für Rapid, um der Gemeinde Wien, die im blöderweise auch gleichzeitig das Land ist und dem Wiener Fußballverband zu zeigen, wie das anderswo finanziert wird.

Fußball ist öffentlich

Ein Fußballspiel ist eine öffentliche Veranstaltung, zu der jeder mit zeitgemäßen Mitteln Zugang haben muss. Mehr noch, die Finanzierung von Fußballvereinen ist vielschichtig und die Öffentlichkeit ist daran ebenfalls beteiligt (siehe zum Beispiel die Finanzierung der obigen Akademie). Und daher steht den Zuschauern ein frei zugänglicher Verkauf der Karten zu; es ist kein ausschließliches Privatvergnügen des Vereins, die Öffentlichkeit hat mitgezahlt und will auch zeitgemäßen Zugang zu den Karten haben.

Es gibt Ticket-Dienste wie OeTicket, die den Verkauf abwickeln, wenn der Verein dazu technisch nicht in der Lage ist. Ein solches Verkaufssystem ist nach meiner Ansicht eine Voraussetzung, wenn sich jemand als Bundesligist bewirbt, genau so wie es eine überdachte Tribüne ist. Und das ist kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-Als-Auch.

Und einfordern kann das offenbar nur die Bundesliga, aber in diesem Gremium dürften die „Dorfklubs“ noch die Mehrheit haben.


Kaum ist man bei einem Spiel nicht dabei, hat man auch schon etwas übersehen, denn der SV-Mattersburg hat sich einen Online-Ticket-Shop angelacht und ich habe das nicht bemerkt, weil ich beim Cup-Spiel nicht dabei sein konnte. Allerdings hat es nicht zu einer Integration in die Homepage gereicht, der Shop ist eine „Anzeige“ rechts neben der Inhaltsseite. Aus dem Inhaltsverzeichnis gibt es keinen Link zum Shop. Es ist übrigens derselbe Shop, den auch die Hartberger verwenden. Und er ist derzeit genauso zugeknöpft wie dieser:

You’ll walk alone

Bei vielen Entscheidungen, die wir treffen, geht es um die Abwägung von Einzel- und Gruppeninteressen. Allen kann man es nicht Recht machen; aber man kann Modelle definieren, die so gestaltet sind, dass sie von allen akzeptiert werden können und zwar dann, wenn mit erreichten Vorteilen auch Nachteile in Kauf genommen werden.

Bei weihnachtlichen Aufräumungsarbeiten ist mir wieder ein Programm in die Hände gefallen, das ich zur Simulation der Warteschlangen für den Abo-Vorverkauf formuliert habe.

Bereits im Mai 2015 wurde ein Vorschlag zur fairen Reihung von Abo-Anwärtern gemacht: Die besten Plätze für die besten Fans. Aber dabei wurden wohl zu viele Dinge berücksichtigt; es war zu kompliziert.

Rapid hat daher ausschließlich die bisherige Abo-Vergangenheit als „Vordienstzeit“ herangezogen.

Das Problem ist, dass derzeitige Sitzgemeinschaften durch die Art der Vergabereihenfolge zerrissen werden, weil die Abodauer nicht bei allen dieselbe ist.

Eine Sitzgemeinschaft hat zwei Möglichkeiten:

  • Das Modell „Einsamer Wolf“: jeder kauft sein Abo an dem ihm zugewiesenen Tag: die Gruppe wird zerrissen
  • Das altruistische Modell: die Gruppe kauft am Einkaufstag des jüngsten Abonnenten: die älteren Abonnenten verzichten auf bessere Plätze zu Gunsten der Gemeinschaft

Nehmen wir zunächst an, dass jede Sitzgemeinsschaft beisammen bleiben will und dass jede dieser Sitzgemeinschaften ein neues Mitglied „mitnehmen“ möchte. Dann wird es am 4. April ein ziemliches Gedränge geben, denn das ist der Einkaufstag für „frischgfangte“ Abonnenten.

Mein Vorschlag war, den Sitzgemeinschaften jenen Einkaufstag zuzuweisen, der der mittleren Abodauer der Gruppe entspricht. Treten also ein Vater (10-Jahres-Abonnent) und sein Sohn (2-Jahres-Abonnent) als Sitzgemeinschaft auf, dann können sie am Tag für 6-jährige Abonnenten einkaufen. (10+2)/2=6

In meiner Sitzumgebung gibt es praktisch nur solche Sitzgemeinschaften. Immer ist auch jemand dabei, der nicht ein „Ewig-Abonnent“ ist.

Das Problem dieser Mittelung für Rapid ist (das wurde bei der Weihnachtsfeier der Fanklubs kommuniziert): es ist kompliziert und kaum administrierbar.

Man muss das aber gar nicht besonders administrieren. Jemand kommt für seine Gruppe einkaufen und hat den Mittelwert vorher ausgerechnet und weiß also, an welchem Tag er kommen kann. Das einzige, was der Mitarbeiter im Fancorner tun muss: diese Rechnung an Hand der zugesendeten  Verlängerungs-Briefe nachvollziehen.

Weil aber offenbar „der Zug abgefahren ist“, hat diese Beschreibung nur den Sinn einer Dokumentation. Vielleicht kann man ja eine solche Simulation in einem anderen Zusammenhang wieder einmal brauchen.

Darum geht es also: fördert man die Gemeinschaft im Sinne eine „You’ll never walk alone“ oder muss man das „never“ streichen, so wie das jetzt der Fall zu sein scheint.

groups

Das Problem solcher „Gerechtigkeitsüberlegungen“ ist, dass wir nicht wissen, wie die Sitzgemeinschaften (=Gruppen) zusammengesetzt sind. Wir wüssten es, wenn wir alle einladen würden, sich per E-Mail als Sitzgemeinschaft zu deklarieren aber dazu fehlt wahrscheinlich das Personal – wenn man es händisch macht, natürlich.

Es gibt aber anerkannte Verfahren, die der populären Namen „Monte-Carlo-Simulation“ haben, die gewisse Rückschlüsse liefern, auch wenn wir diese Gruppen nicht kennen.

Das funktioniert so: alle Festlegungen erfolgen zufällig. Man legt eine Anzahl von Gruppen fest (man kann das wählen, im Bild sind es 100). Jeder Gruppe wird eine zufällige Anzahl von Mitgliedern (von 2 bis 10) und dann für jedes Mitglied eine zufällig Laufzeit zugeordnet. Jede Gruppe hat eine mittlere Abo-Laufzeit und das ist auch ihr gemeinsamer Einkaufstag. Die längeren Abonnenten verzichten auf Abozeiten, jüngere Abonnenten bekommen Zeiten dazu. Ein Mittelwert eben.

Diese Gruppen findet man in der Online-Version der Simulation im Anschluss an die Zusammenfassung. Der Mittelwert jeder Gruppe ist grün hervorhehoben.

Hier gibt es diese Simulation. Man kann an den Parametern „drehen“: http://ewkil.at/abogruppen.aspx

einkauf

Das Programm simuliert Abonnenten mit verschiedenen Abodauern und ordnet sie zehn verschiedenen Einkaufstagen zu. Man kann die Anzahl der Abojahre von 2 bis 10 einstellen.

Gleichzeitig definiert das Programm Gruppen mit bis zu 10 Abonnenten, die verschiedene Abolaufzeiten haben. Wie diese Gruppen ausschauen, sieht man nach den zusammenfassenden Zeilen. Der grün markierte Zeitpunkt ist der Mittelwert der jeweiligen Gruppe.

Kauftag ist Abotag

Der Abschnitt „Kauftag ist Abotag“ zeigt, an welchem der neun Verkaufstage (2…10) wie viele Abonnenten einkaufen werden, wenn es keine Gruppenbildung gibt.

Andy Marek kennt die Verteilung der „Abo-Vordienstzeiten“ sehr genau und hat erzählt, dass es viel mehr Langzeit-Abonennten gibt als Jung-Abonennten. Diesen Umstand kann man unter „Abozahl pro Jahr“ berücksichtigen. Die Voreinstellung ist daher „ältere häufiger“.

Die ersten beiden Zeilen zeigen, an welchem Tag, wie viele von den 769 simulierten Abonnenten  einkaufen werden. Erste Zeile in absoluten Zahlen, die zweite Zahl in Prozenten.

Die dritte und vierte Zeile zeigt, wie viele Käufer an diesem Tag bereits eingekauft haben.

Man sieht, dass (wegen der größeren Anzahl älterer Abos) sich an den ersten Einkaufstagen mehr Einkäufer einstellen werden.

Kauftag ist jüngstes Abo

Im blauen Abschnitt „Kauftag ist jüngstes Abo“ wird gezeigt, was passiert, wenn eine Gruppe solidarisch ist und sich an dem jüngsten Abonnenten orientiert (das Rapid-Modell). Dann drängen sich die Käufer an den späteren Tagen zusammen.

Kauftag ist Gruppenmittelwert

In diesem Modell, wenn also die Gruppe an einem mittleren Tag einkauft, rücken die Käufer eher in die Mitte, die ersten und letzten Einkaufstage werden seltener frequentiert.

Wichtig ist bei diesen Zahlen anzumerken, dass es hier nur um den Einkauf von Gruppen geht, Real wird es immer eine Kombination aus „Kauftag ist Abotag“ (entsolidarisierte Gruppen und „einsame Wölfe“) und eines der beiden anderen Modelle geben.

Das Mittelwertmodell hat sehr hübsche Eigenschaften: Nehmen wir das Beispiel, dass drei Uralt-Abonnenten mit 10 Jahren Abodauer einen jungen Freund mitnehmen wollen, der noch keinen Aboplatz hatte.

Mit dem Rapid-Modell kommen die nur so zusammen, indem die drei pokern. Sie kaufen zwei nebeneinander liegende Plätze, lassen dann einen Platz frei und kaufen den übernächsten dazu. Jetzt müssen sie hoffen, dass niemand diesen einen Platz kauft und ihr junger Freund kauft sich dann diesen Platz am letzten Einkaufstag. Nicht sehr kultiviert, wenn Ihr mich fragt.

Beim Mittelwertsmodell rechnen wir: (10+10+10+0)/4 = 7.5~=8. Sie können daher entspannt und ganz ohne pokern am Einkaufstag für 8jährige Abonennten wählen.

 

Rapid GmbH & CoKG

Obelix Rapid GMBH & CO.KG

[2015-10-13 11:00]

Ich wäre ein schlechter Fan der Asterix-Folgen I-XXIV, würde ich nicht alle möglichen Ereignisse des Lebens mit den Helden von Uderzo in Zusammenhang bringen. Für sehr viele typisch menschliche Situationen findet sich in den Abenteuern der beiden Helden eine Entsprechung.

Im vorletzten Band XXIII OBELIX GMBH & CO.KG wird demonstriert, wie Geld(gier) Freundschaften zerstören kann und es schließlich doch gut ausgeht, wie es eben in Geschichten zu sein pflegt.
Bei Rapid dürfte aber diese Geschichte kein Happy-End haben. „Wir können keine Ausnahmen machen“ steht auf der Rapid-Homepage. Uns geht es nicht um Ausnahmen sondern um Fairness gegenüber den Fans und die ist bei dem gewählten Zuteilungsverfahren nicht gegeben, weil Gruppen nicht Berücksichtigung finden.
Dass mit dem neuen Stadion, auf das wir uns alle freuen, auch Neue Zeiten auf uns zukommen, war klar. Dass wir, die Südtribnen-Sitzer die eigentlichen Verlierer des Neubaus sind, damit haben wir uns schon abgefunden. Wenn dann aber zum allgegenwärtigen Kommerz auch noch die Unfairness dazukommt, dann wird man zumindest ein bisschen traurig und wütend; so wie Asterix auf seinen Freund Obelix, dessen Blick durch das rasche Geld mit dem Hinkelsteinhandel getrübt ist.
Es geht um das Vorkaufsrecht der Abos im März. Hier wird viel von den Fans verlangt. Viel Geld für gute Plätze. Dass zentrale Plätze teurer sein werden als Randplätze, gut, damit konnte man rechnen. Dass aber langjährige Freundschaften oder auch Fangruppierungen durch die Art der Zuteilung auf eine Zerreißprobe gestellt werden, das ist doch für einen Mitgliederverein eine ziemlich sonderbare Vorgangsweise.

Alle AbonnentInnen werden von Rapid einen Brief bekommen, in dem mitgeteilt wird, wie viele Jahre das jeweilige Abo bei Rapid registriert ist und wann demnach der Abokauftag sein wird. Zum Beispiel:
Jahre Kauftag
10-9  1. Kauftag
 8-7  2. Kauftag
 6-5  3. Kauftag
 4-3  4. Kauftag
 2    5. Kauftag
 0-1  6. Kauftag

Dieses Verfahren ist plausibel sofern es sich um einen Einzelplatz handelt. Es betrifft auch nicht die Abonnenten des BlockWest, denn Stehplätze sind nicht nummeriert und man steht, wo halt Platz ist. Aber Sitzplatzabos sind eine Kaufentscheidung mit ziemlich weitreichenden Folgen und man will ja nicht „allein auf weiter Flur“ sitzen sondern gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden.

Beim Übergang ins Happel-Stadion konnten wir unsere Hanappi-Abos auf benachbarte Sitze legen und eine Familie sitzt heute beisammen, manchmal sogar auf besten Plätzen. Bei der Rückkehr nach Hütteldorf wird diese Gruppenbildung auf unliebsame Weise auf eine harte Probe gestellt.

Es geht um die neue Ost, die Vereinigung der bisherigen Süd- und Nordtribünen-Sitzer.

Die Preiskategorien im neuen Stadion.
Es geht um die begehrten Plätze der Kategorie A.

Die Art der Abo-Vergabe wird entweder dazu führen, dass bestehende Gruppen durch die verschieden lange Abo-Vergangenheit zerrissen werden oder, dass diese Gruppe nur einen ziemlich ungünstigen Platz auswählen kann, weil sie nämlich auf jenen Zuteilungs-Termin warten muss, der dam jüngsten Abonnenten entspricht.

Warum ist das unfair?

Rapid-Modell

Rapid betrachtet die Abonnenten als Einzelpersonen und für diese ist nur wichtig, wie lange sie selbst ein Abo besessen haben. Bei Einzelpersonen gibt es kein Problem.

Wir, die Fialas haben fünf Abos aber nur zwei davon laufen über einen längeren Zeitraum, andere (zum Beispiel jenes von meiner Frau) sind erst im Laufe der Jahre dazu gekommen. Unsere Plätze waren bisher benachbart, werden es aber im neuen Stadion wegen der Zuteilungstage nicht sein können.

Wenn wir also zukünftig beisammen sitzen wollen, dann müssen wir jenen Verkaufstag auswählen, der der kürzesten Abolaufzeit entspricht und das ist zwei Jahre für den Platz von Ferdinand, der erst beim Einzug ins Happel-Stadion dazu gekommen ist. Und das, obwohl Florian und ich schon 10 Jahre Abonnenten sind.

Wir empfinden daher das Verfahren als extrem unfair gegenüber Gruppen, die gemeinsam sitzen wollen. Die „Längerdienenden“ müssen auf ihren Bonus gänzlich verzichten, wenn sie mit den Besitzern der kürzeren Abos benachbart sitzen wollen.

Die Rapid-Verkaufsprozedur berücksichtigt nämlich in keiner Weise den Wunsch, dass es Gruppen gibt, die einigermaßen gemeinsam sitzen wollen. Die Aussage, dass man „keine Ausnahme machen könne“ liegt nur daran, dass man ein unfaires Modell, zur Anwendung bringt.

Warum Rapid die Fangruppen und Familien auf eine so gravierende Nagelprobe stellt, verstehe ich nicht ganz, sind doch alle Regeln im Fußball auf Fairness ausgerichtet.

Dieses Rapid-Modell hat für Gruppen folgende mögliche Verhaltensmuster zur Folge.

(1) Das Jeder-für-sich-Modell

Eine Gruppe, die derzeit benachbart sitzt, löst sich auf, jeder kauft an seinem Abo-Einkaufstag. Es erfolgt eine Entsolidarisierung bestehender Gruppierungen.

(2) Das Modell einer Seilschaft

Die Gruppe bleibt beisammen und orientiert sich an dem Teilnehmer mit der kürzesten Abolaufzeit und verzichtet auf die Einkauftsvorteile der längerdienden Abonnenten. (Das entspricht einer alpinen Seilschaft, die sich in der Routenwahl und beim Tempo am schwächsten Teilnehmer orientieren muss.)

(3) Das Verzichtmodell

Man nutzt das Vorkaufsrecht der längeren Abos und verzichtet darauf, die Abos mit kürzeren Laufzeiten zu verlängern und kauft eben bei Bedarf Einzelkarten zu, da man ohnehin nicht gemeinsam sitzen würde. Das wäre in unserem Fall nicht ganz unlogisch, haben wir doch das Abo meiner Frau sehr oft an Freunde weiter verschenkt.

Ich empfinde alle drei Strategien als unbefriedigend. Das letzte, das „Pfeif-Drauf-Modell“ ist auch für Rapid nachteilig.

Welche Wirkung hat das Rapid-Modell auf das Einkaufsverhalten?

Das hängt von dem Grad des Gruppenzusammenhalts ab. Manche Gruppen werden zersplittert und manche Gruppen werden zugunsten des Mitglieds mit der kürzesten Abo-Laufzeit warten.

Wenn alle Gruppierungen das Seilschafts-Modell anwenden, dann gibt es am letzten Einkaufstag ein Einkaufsgedränge, weil alle Gruppierungen auf ihr schwächstes Mitglied gewartet haben. Aber genau das wollte man durch die Zuteilung besonderer Einkaufstage verhindern.

Ich schlage daher statt dem Rapid-Verkaufsmodell ein Modell vor, bei dem der Bonus länger dienender Sitzplatzschweine für eine Gruppe nicht gänzlich verloren geht und nenne es

Das Sparschweinmodell

(1) Einzelner Abonnent

Wir können einen Abonnenten wie einen Einzahler in ein Sparschwein sehen, das bei der Verteilung der neuen Abos ausgeräumt wird. Durch jedes Abojahr vermehrt sich das Sparguthaben und im kommenden März wird das Sparschwein geschlachtet, wobei der angesparte Geldbetrag den Kauftag für das zukünftige Abo im neuen Stadion bestimmt.

(2) Abonnentengruppe

Wenn sich nun mehrere Abonnenten, die eine Gruppe bilden und die im neuen Stadion benachbarte Sitze wollen, um Aboplätze bewerben, nehmen wir an, dass sie alle in dasselbe Sparschwein einzahlen und bei der Auszahlung den verfügbaren Geldbetrag teilen. Das ergibt zwar nicht denn allerersten Einkaufstag, weil die Sparer mit der kürzeren Abozeit weniger zur Füllung beigetragen haben, allerdings ist es aber mehr, weil ja die Langzeitabonnenten das Sparguthaben erhöhen. Damit ergibt sich ein mittlerer Kauftag, bei dem einige verlieren und einige gewinnen, in Summe aber nichts von der Ansparleistung verloren geht.

Wenn also zwei Freunde, die derzeit benachbarte Plätze haben, auch im neuen Stadion nebeneinander sitzen wollen, dann müssen sie beim Rapid-Modell ihr bisheriges Abo gleich lang besessen haben oder der Sitz-Methusalem verzichtet auf seinen Einkaufbonus. Beim Sparschweinmodell addieren sie ihre Abozeiten und teilen durch zwei und das ergibt dann ihren Einkaufstag.

Beispiel 1

Abonnent    10 Jahre
Abonnent     2 Jahre
——————–
Sparschwein 12 Jahre 
Einkaufstag  6 Jahre 

Beispiel 2

Abonnent    10 Jahre
Abonnent    10 Jahre
Abonnent    10 Jahre
Abonnent     5 Jahre
Abonnent     0 Jahre
——————–
Sparschwein 35 Jahre 
Einkaufstag  7 Jahre 


Beispiel 3

Abonnent    10 Jahre
Abonnent     0 Jahre
——————–
Sparschwein 10 Jahre 
Einkaufstag  5.5 Jahre
(hier wird aufgerundet und es werden 6 Jahre gewählt)

Der einzige Einwand, der mir gegen diese Modell einfällt ist der, dass das zu kompliziert wäre. Das möchte ich aber nicht gelten lasse, weil ich die Mitarbeiter des Fancorners als durchaus kompetent einschätze, dass sie den Mittelwert aus einigen ganzen Zahlen bilden können. So viel Kenntnis der Grundrechnungsarten ist bei uns allen gegeben.

Das Sparschweinmodell hat auch den Vorteil, dass auch ganz neue Abonnenten „ins Boot geholt“ werden können, weil ja durch ihre Beteiligung an einer Sitzplatzgruppe die Gruppe durch die Mittelung auf einen Teil ihres Einkaufsbonus verzichtet und dadurch niemanden ein Vorteil genommen wird. 

Ergänzend muss man festhalten, dass das von Rapid gewählte Verfahren weiters nicht berücksichtigt, dass es hinsichtlich der Investition in das früherer Hanappi-Abo durchaus einen erheblichen Preis-Unterschied zwischen Nord- und Südtribüne gegeben hat, der bei der Zuteilung auch gar keine Berücksichtigung findet. Wir haben in unserer kleinen Gruppe diese Möglichkeiten schon im Mai diskutiert und einen Vorschlag verfasst, der alle diese Umstände differenzierter berücksichtigt.  
Es geht auch im „Sparschweinmodell“ nicht darum, Ausnahmen zu machen – wie das auf der Rapid-Homepage geschrieben wird, sondern nur darum, mehr Fairness walten zu lassen und den Zusammenhalt von Gruppen durch das Zuteilungsverfahren nicht zu schwächen.

Quellen

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Wichtiger Nachtrag

[2015-10-13 22:00]

Liebe Freunde dieses Blogs!

Ich erinnere mich an den „Regenerationsabend“ von Roland Düringer, in dem er schildert, dass im Vorzimmer von Alfred Dorfer das Telefon läutet und der ORF ruft an! (Es ging um ein Engagement und war in ihrer damaligen Situation als Kabarett-Newcomer eine wirkliche Sensation)

So ähnlich ging es mir heute nach einem interessanten Arbeitstag. Das Telefon läutete in den Abendstunden und Rapid rief an. Gut, Rapid selbst war es nicht aber Andy Marek war es, der genau das gemacht hat, was er uns bei der Mitgliederversammlung geschildert hat: er war auf der Heimfahrt ins Waldviertel und erledigte dabei Telefonate. Eben auch dieses.

Es ging bei dem Telefonat um den obigen Vorschlag, einer Gruppe von Abonnenten, die im neuen Stadion beisammen sitzen wollen, durch Mittelung der Abo-Jahre einen gemeinsamen Abo-Einkaufstag zu ermöglichen. Bei diesem Vorschlag verzichten einige auf Abozeiten und „schenken“ sie jenen aus ihrer Gruppe, die nicht so viel davon haben. Damit haben alle denselben Einkaufstag und kaufen an einem weniger prominenten Tag ein aber auch nicht unbedingt am letzten; an einem mittleren eben.

Ich muss gestehen, dass ich immer nur eine Gruppe im Auge hatte und ich wollte, dass diese Gruppe beisammen sitzen kann, ohne gleich ganz am Rand zu landen, nur weil ein Gruppenmitglied erst zwei Jahre mit von der Partie ist.

Andy muss aber natürlich aufs Ganze schauen und dabei ergibt sich der Aspekt, den ich bei meiner Mittelung nicht beachtet habe. Durch das „Verschenken“ von Abozeiten an Kurz-Abonnenten innerhalb der Gruppe überholen diese plötzlich andere langjährige Abonnenten.

Am besten zeigt man das an einem Beispiel

LonelyBoy kann auf 6 Abojahre verweisen und will im neuen Stadion einen einzelnen Platz und bekommt seinen Einkaufstag zugewiesen, an dem er sich mit den anderen 6-jährigen um die besten Plätze „duelliert“. (Ein bisschen Anstellen wird es wohl immer geben.)

OldBoy kann auf 10 Abojahre verweisen und will gemeinsam mit YoungGirl sitzen, die aber erst auf 4 Abojahre zurück blickt. Das ergibt nach dem „Sparschweinmodell“ einen Einkaufstag von durchschnittlich 10+4 =14/2=7 Jahren.

Schaut gut aus aber nicht aus der Sicht von LonelyBoy, denn plötzlich hat ihn jemand überholt, nämlich YoungGirl, die normalerweise (ohne die Gruppenbildung) hinter ihm dran gewesen wäre.

Diese unerwartete Ungerechtigkeit des Sparschweinmodells erfordert, dass LonelyBoy mit dieser Sonderbehandlung von Gruppen einverstanden ist oder dass dieser Nachteil auf andere Weise kompensiert wird.

Ein Beispiel aus dem Alltag:

Betrachten wir die Warteschlange an einer Supermarkt-Kassa, alle mit vollen Einkaufskörben. Es kommt jemand mit nur ein oder zwei Artikel und müsste jetzt alle diese Einkäufe abwarten.

Es ist von der Gesamtwartezeit gesehen rationell, wenn er vorgelassen wird.

Natürlich muss er jeden einzelnen in der Schlange fragen. Nach meiner Erfahrung stimmen diesem Wunsch eigentlich alle zu, weil sie erkennen, dass sie selbst nur unwesentlich länger warten müssen und die „Gesamtzufriedenheit“ des Wartesystems verbessert wird, eine Art utilitaristischer Aspekt.

Die Wartenden werden aber kaum zustimmen, wenn auf einmal viele mit nur wenigen Artikeln vorgereiht werden wollen.

In unserem Beispiel könnte LonelyBoy den kleinen Reihungs-Nachteil in Kauf nehmen weil er sieht, dass ja andere auch bereit sind, einen Nachteil für dieses Arrangement für Gruppen in Kauf zu nehmen, denn OlderBoy verzichtet auch auf drei seiner Jahre zugunsten der gemeinsamen Gruppe.

Wenn man wüsste, um welche Größenordnungen von Abonnenten es sich bei den Gruppen handelt, könnte man besser einschätzen, ob man besser das strikte Rapid-Modell oder das gruppenfördernde Sparschweinmodell einsetzt.

Wenn Gruppen eher die Ausnahme bilden, dann ist der Nachteil der Käufer einzelner Abos nicht allzu groß, denn es werden nicht allzu viele Gruppen-Youngster vorgereiht.

Wenn sich aber die Gruppen aber als Mehrheit herausstellen, dann fühlt sich die Minderheit der Einzel-Abo-Käufer tatsächlich „überfahren“ und in diesem Fall müsste man den Einzel-Abo-Käufern wieder Vorteile zurückgeben, indem man sie einfach um einen Einkaufstag vorreiht oder indem man jedes Abo-Jahr auf zwei Abschnitte aufteilt. Im ersten Abschnitt können nur die Einzelkartenkäufer einkaufen und erst danach die Gruppen. Damit wird den Einzel-Karten-Käufern wieder ein gewisser Vorrang eingeräumt, den sie durch die Gruppenbildung teilweise verloren haben.

Eigentlich könnte man den Einzelkarten-Käufern diese Vorreihung immer einräumen, unabhängig davon, ob es viele oder wenige Gruppen gibt.

——-

Dieses Telefonat mit Andy Marek hat mir gezeigt, dass man sich diese Dinge durchaus überlegt hat und dass man auch sehr diskussionsbereit ist, wenn es um die Fairness bei der Abo-Zuteilung geht, denn ich kann Euch versichern: man will bei Rapid den Abo-Verkauf wirklich für alle optimal gestalten und Andy war dieser Idee nicht grundsätzlich abgeneigt. Vielleicht ist der vorgeschlagene „Gruppeneinkaufstag mit Sparschweinmodell“ ein Ansatz, für diesen Teilaspekt eine Lösung zu finden.

——-
Aus Kommentaren in Facebook entnehme ich, dass viele andere Gruppierungen genau dieses Problem haben, und vielleicht schaffen wir es gemeinsam, dafür eine gute Lösung zu finden. 

Facebook-Kommentare zum Thema „Abos für Gruppen“

Ticketshop

Nachdem ich in der letzen Stunde für fünf Abonnenten die Ajax-Karte über das Online-Bestellsystem gekauft habe, möchte ich Euch von dieser Prozedur berichten.

Mit diesem Bild wird eine durchgeführte Bestellung per E-Mail bestätigt.

Man geht auf die Seite

Sofern man dort noch nie Karten bestellt hat, gibt es auch noch kein Konto und man muss eines anlegen. Wenn man schon Kunde ist, werden die Anmeldedaten – sofern man Cookies zugelassen hat – vorausgefüllt und man muss die Anmeldung nur bestätigen.

Man muss angeben

  • Anrede, 
  • Benutzername (das kann auch die E-Mail-Adresse sein, dann vergisst man das nicht), Vorname, 
  • Nachname, 
  • E-Mail-Adresse (2x), 
  • Passwort, 
  • Telefon oder Mobiltelefon, 
  • SCR-Nummer, 
  • Geburtsdatum, 
  • Adresse.

Die SCR-Nummer findet man sowohl auf der Abokarte als auch auf der Mitgliedskarte.

Durch diese Nummer weiß das System, dass man berechtigt ist, diesen Platz für das Spiel gegen Amsterdam zu buchen, und es weiß auch, m welchen Platz es sich handelt.

Es fällt auf, dass das System keinerlei Bestätigung für die Richtigkeit der E-Mail-Adresse anfordert. Normalerweise erfolgt in solchen Systemen die Bestätigung der E-Mail-Adresse durch einen Backlink. Es wird eine Bestellbestätigung an die angegebene E-Mail-Adresse versendet.

Die Bestätigung, dass man der ist, den man da gerade eingetragen hat, erfolgt über die SCR-Nummer. ich bin also derzeit fünf Personen:-)

Nach erfolgter Registrierung meldet man sich erstmals an.
Das System bietet dann im Punkt „Meine Reservierungen“ an, die Karte für das Spiel gegen Ajax zu kaufen. Man muss auf „Reservierung bestätigen“ klicken.

Die Bezahlart kann zwischen

  • Sofortüberweisung, 
  • Mastercard, 
  • Visa und 
  • PayPal 

gewählt werden.

Ich verwende bevorzugt PayPal, weil man dabei die Kreditkartendaten nicht weitergeben muss.

Danach folgt ein üblicher Dialog zur Bezahlung. Man muss die AGBs bestätigen und kann danach zahlungspflichtig bestellen. Nach der Bestellung kann man eine Bestellbestätigung ausdrucken.

Im Ordner „Meine Bestellungen “ findet man die Bestellung, allerdings zunächst mit dem Hinweis „Bestellung wurde noch nicht bearbeitet“. Bis dann das Ticket im Ordner „Meine Print@Home-Tickets“ aufscheint, wird es wohl noch eine Weile dauern. Nach einer Stunde tut sich noch nichts.

Früher war es möglich, die Abokarte mit dem Spiel aufzuladen aber man ist von dieser Möglichkeit abgekommen, weil bei einem Eintrittsproblem der Abobesitzer keinen weiteren Beleg für seine Berechtigung hatte. So, mit Print@Home, hat er eine gültige Karte und auch, wenn die Karte Leseprobleme hat, kann ein Ordner das Problem beheben.

Neu ist auch, dass für die Bestellung mit Print@Home keine Gebühr verrechnet wird (früher 1 Euro).

Zeitschriftenhinweis

Als regelmäßiger Leser des „ballesterer“ sende ich hier den Ballesterer-Newsletter mit einigen Links zu Artikeln aus der aktuellen Ausgabe,

Ausgabe 103 des Ballesterer, „scouting“

Sommerzeit ist bekanntlich Transferzeit: Zahlreiche mal mehr, mal weniger überteuerte Spieler wechseln Jahr für Jahr im Juli und August den Verein. Mit frühzeitigem und gutem Scouting können sich Klubs jedoch oft große Ablösesummen sparen. Wie weit die heimischen Bundesligisten in dieser Hinsicht sind, untersuchen wir im aktuellen Schwerpunkt.

ballesterer-Chefscout Benjamin Schacherl und sein Team haben für den Hauptartikel die Arbeit der Schattenmänner im österreichischen Fußball ein wenig ins Licht gerückt. Dazu haben sie mit Scouts, Spielerberatern und Videoanalysten gesprochen und die in der Bundeliga gängigste Scouting-Software getestet. Im Doppelinterview mit den Sportdirektoren der Wiener Großvereine, Andreas Müller und Franz Wohlfahrt, haben wir uns über die Professionalisierung der jeweiligen Scoutingstrukturen unterhalten. Dass dies ein langfristig angelegtes Projekt ist, das erst nach Jahren Früchte trägt, stand dabei außer Frage.
Schnelle Veränderungen sind auch auf einer anderen Baustelle eher nicht zu erwarten: in der Fußballstadt Essen. Wie es um Rot-Weiss und Schwarz-Weiß steht, erfahrt Ihr ebenfalls in der aktuellen Ausgabe. Darüber hinaus sprachen wir mit Ex-US-Teamchef Bob Bradley und Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. Auch der aktuelle Stand in der endlosen Pyrotechnikdebatte wird ergiebig beleuchtet.
Eine erhellende Lektüre wünscht
eure ballesterer-Redaktion

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Die besten Plätze für die besten Fans

Die Übersiedlung ins Allianz-Stadion ist grundsätzlich anders als die Übersiedlung vom Hanappi-Stadion ins Happel, denn bei diesem ersten Exodus in die 2-jährige fußballerische Diaspora konnte man die bisherigen Tribünen 1:1 auf das Happel-Stadion abbilden.

Beim Way-Home ist das aber nicht gegeben (außer in der Fankurve C/D). Und es geht nicht um eine kurze Übergangsphase sondern genau genommen um das ganze weitere „Leben“, überspitzt gesagt.

Zwar haben alle derzeitigen Happel-Abonnenten ein Vorkaufsrecht vor allen anderen Interessenten aber es ist sicher frustrierend, bisher immer auf einem tollen Platz gesessen zu sein und dann zufallsbedingt oder gar in einem Gerangel um die besten Plätze (zum Beispiel weil ein Computer ausgefallen ist, alles schon erlebt) als einer der letzen einen Randplatz zu bekommen.

Wie man nun diese 6.000 Happel-Vorzugs-Abonnenten der derzeitigen Sektoren B und E (die CD-Kurve hat diese Problem nicht in demselben Ausmaß) „gerecht“ den Plätzen zuweist, kann man unzivilisiert (hier beginnt der Balkan) ober doch einigermaßen fair (hier beginnt der der gepflegte Fußball) über die Bühne bringen.

Mein Vorschlag dazu wäre, diese etwa 6000 Anwärter auf einen Aboplatz bezüglich ihrer Nähe zu Rapid mit einem Punktesystem zu bewerten und dann die Reihenfolge der Abovergabe nach diesen Punkten abzuarbeiten. Keine Warteschlangen, dafür Transparenz. Über die Punkte kann man natürlich trefflich streiten. Da kann man noch beliebig viel verbessern. Ich will nur einen möglichen Weg aufzeigen.

Drehen wir also am Rad der Zeit und stellen wir uns vor, es wäre der 22. Mai 2016 und wir hätten jetzt die Einladung für das erste Abo im neuen Stadion. Wie würde diese Einladung wohl aussehen?

So könnte die Einladung zum Abo im neuen Stadion  aussehen. 

Was wollen wir?

Alle Zwei-Jahres-Happel-Abonnenten bekommen ein Vorkaufsrecht vor allen anderen. Das ist klar.

Innerhalb dieser Gruppe wird eine Reihenfolge gebildet, die die bisherige „Karriere als Rapid-Anhänger“ berücksichtigt. Verdiente Mitglieder und Abonnenten sollen innerhalb der Gruppe der 2-Jahres-Happel-Abonnenten den Vortritt bei der Auswahl der Plätze haben.

Was „wiegt“ ein Anhänger von Rapid?

Schwer zu sagen. Besonders das ideelle Element ist schwer in Zahlen zu fassen. Aber beim Fußball, speziell bei Hanappi-Neu gehts ums Geld, auch wenn das die Verfechter des „Football-Old-Style“ schmerzt. Es geht nicht nur um die 2500 VIP-Gäste, auch „Kleinvieh macht Mist“ und das sind wir, die 20.000 sonstigen Gäste.

Verwenden wir der Einfachheit halber eine 10:1-Relation, dann sehen wir, dass wir damit gar nicht so falsch liegen. Ein Süd-Abo (Sektor B) kostet 375,- Euro und der zehnfache Preis wird wohl für einen guten VIP-Platz fällig sein. Vereinfacht gesagt bringen Rapid die 2.000 VIP-Gäste (ohne Loge) dasselbe Geld wie 20.000 Abonnenten, mehr noch, denn die 20.000 konsumieren zusätzlich und investieren damit in Rapid, die VIP-Gäste müssen darüber hinaus gefüttert werden.

Und da der Preis letztlich die Qualität des Sitzplatzes bestimmt, warum nicht auch auf der „Volkstribüne“, der neuen Ost.

Alle mittigen Sitzplätze kosten gleich viel; aber nicht alle Sitzplätze sind gleich begehrt. Je mehr also einer aus der Masse der Abonnenten in der Vergangenheit für Rapid geleistet hat, sollte bei der Zuteilung der Plätze im neuen Stadion früher drankommen. Ein Punktesystem könnte helfen, eine Reihenfolge beim Kauf eines Abos im neuen Stadion herzustellen.

Folgende Punktezahlen könnte man verwenden:

Ist Happel-Abonnent

+1.0 Zwei Jahre Happel-Abonnent

Jeder, der also zwei Jahre lang Happel-Abonnent war, kann Punkte beanspruchen, alle anderen haben Null Punkte.

War Abonnent im Hanappi-Stadion

Aus diesem Titel „Abonnent“ sind maximal 2.2 zusätzliche Punkte zu bekommen:

+1.0..2.0 Abonnent im Hanappi-Stadion multipliziert mit Tribünenmutliplikator *)

*1.0 Süd-Abonnent, *0.8 Nord-Abonnent, *0.5 West/Ost-Abonnent
+0.2 Auswärtsabonnent

Wer Abonnent im Hanappi-Stadion war, bekommt einen Punkt und für jedes Jahr bis maximal 10 Jahre +0.1 pro Jahr (oder bis maximal 20 Jahre +0.05 pro Jahr)

Die Punktezahl aus den Abojahren wird mit dem Tribünenmultiplikator mutlipliziert (siehe weiter unten).

Beispiel: ein Nord-Abonnent der sein Abo 5 Jahre lang hatte bekommt 1.5*0.8 = 1.2 Punkte.

Ist Mitglied bei Rapid

Aus diesem Titel Mitglied sind maximal 6 Punkte zu bekommen.
+1.0..2.0 Rapid-Mitglied  

+2.0 Mein Leben Lang Mitglied

+1.0 Ist Mitglied bei einem Fan-Klub

Wer Mitglied ist, bekommt einen Punkt und für jedes Jahr bis maximal 10 Jahre +0.1 pro Jahr (oder bis maximal 20 Jahre +0.05 pro Jahr)

Welche ist meine Punktezahl?

Ein treuer Rapid-Anhänger kann folgende Punktezahl erreichen:
+1.0 2-Jahre-Happel-Abonnent
+2.2 10-jähriger Abonnent und Auswärtsfahrer
+2.0 10-jähriges Rapid-Mitglied
+2.0 Mein Leben lang – Mitglied
+1.0 Fanklub-Mitglied
————————–
+8.2 Punkte

Wenn dagegen jemand ohne sonstige Rapid-Bindung einfach nur 2 Jahre Happel-Abonnent war, bekommt nur 1.0 Punkte.

Jeder Abo-Anwärter, das sind alle, die ein Zwei-Jahres-Abo im Happel hatten, bekommt von Rapid eine Zuschrift mit seiner von Rapid berechneten persönlichen Punktezahl. Gleichzeitig stehen in dem Brief die Verkaufstage für einen bestimmten Punktezahlenbereich.

Egal, wo man sich selbst in diesem Ranking wiederfindet, es ergibt sich eine Reihenfolge, die man – vielleicht nach einigen Verbesserungen oder Erweiterungen, die ich jetzt vielleicht nicht sehe – akzeptieren kann. Die Abo-Interessenten werden nach dieser Punktezahl gereiht und bekommen eine Einladung für die Auswahl der Aboplätze nach dieser Reihung nach den Punkten der Abo-Anwärter:

>=7.0 Verkaufstag 1
>=6.0 Verkaufstag 2
>=5.0 Verkaufstag 3
>=4.0 Verkaufstag 4
>=3.0 Verkaufstag 5
>=2.0 Verkaufstag 6
>=1.0 Verkaufstag 7

In acht Tage sind die Abos verkauft, keiner muss sich wirklich lang anstellen. Und mit ein bisschen Optimierung der Punktevergabe könnten wir uns alle mit einem solchen transparenten Vergabeverfahren einverstanden erklären.

Gleichzeitig Mitgliedwerbung

Wie man an der vorgeschlagenen Punkteliste sieht, kann man sich in der Punktezahl weit nach vorne katapultieren, wenn man sich als bisheriges Nicht-Mitglied als Rapid-Mitglied anmeldet oder gar eine Mitgliedschaft „Mein Leben lang“ erwirbt, das zählt wie ein 10-jähriges Abo.

Sonderwünsche

Wir (etwa 10 Abonnenten) haben zugegebenermaßen den Übergang ins Happel nicht genau genug geplant – und sitzen prompt nicht im selben Block. Das soll nicht wieder passieren.

Es wird häufig vorkommen, dass Anwärter auf ein Abo mit ihren Freunden in einem gemeinsamen Bereich sitzen wollen aber nicht dieselbe Punktezahl haben.
Beispiel: Drei Freunde wollen gemeinsam sitzen und haben die Punktezahlen 2.0, 4.0 und 6.0.

Lösungsvorschlag

Man bildet aus diesen Zahlen einen Mittelwert und die drei Freunde kommen am Verkaufstag für die Punktezahl dieses Mittelwerts 4.0 = (2.0+4.0+6.0)/3, können dann aber an diesem Tag alle drei Karten gleichzeitig auswählen. Der mit der Punktezahl 6.0 verliert daher etwas an Sitzqualität, der mit der Punktezahl 2.0 gewinnt, schließlich sitzen sie aber beisammen.

*) Tribünenmultiplikator

Der Tribünenmultiplikator sorgt dafür, dass bei sonst gleichen Voraussetzungen ein ehemaliger Süd-Abonnent vor einem Nord-Abonnent gereiht wird und er dadurch die früher bessere Sitzqualität beanspruchen kann.

Der Multiplikator gewichtet die Abo-Punkt gemäß der Sitzplatzkategorie (Preise 2014/15)
Abo Sektor-B/Hanappi-Süd 375,- = 1.0
Abo Sektor-E/Hanappi-Nord 300,- = 300/375 = 0.8
Abo Sektor-CD/Hanappi-Ost/West 172,- = 172/375 = 0.5

Kommunikation

Diese Daten sind bei Rapid vorrätig. Jedes Mitglied/Abonnent bekommt seine Punktezahl per Brief mitgeteilt und gleichzeitig das Datum wann man sein Abo (und jenes seiner Freunde) aussuchen und kaufen kann.

Was spricht dagegen?

So einfach eine solche Punkteberechnung auch ist, die EDV-Abteilung muss sie exekutieren und die dafür notwendigen Programme erstellen. Da aber gerade die EDV-Abteilung ein im Aufbau befindliches Projekt ist, könnte es in diesem Punkt Probleme geben.

Um nicht uferlose Diskussionen über die Richtigkeit der Punktezahl zu führen zu müssen, könnte Rapid jedem Abonnenten einfach einen Verkaufstermin nennen, an dem er oder sie die Abokarten kaufen kann. Man wüsste zwar nicht, wie es zu diesem Datum gekommen ist aber auch damit würden lange Warteschlangen vermieden werden.

Es ist ein bisschen so wie bei der Weihnachtsfeier. Würde man die Plätze nach einem Punktesystem vergeben, könnte ich selbst dort, bei der Weihnachtsfeier, nie in der ersten Reihe sitzen, weil ich nicht lang genug Mitglied oder Abonnent bin. Also sollte ich dagegen sein. Ich werde mir vorsorglich ein Zelt fürs Anstellen kaufen.

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Vorkaufsrecht für 9000 Abonnenten

Heute berichtete die Rapid-Homepage

Mit zwei hintereinander folgenden Jahreskarten werdet ihr eine besondere Berechtigung zum Vorverkauf für das Abo 2016/17 im neuen Allianz Stadion bekommen, welches im Sommer 2016 fertig gestellt sein wird! 
Diese Meldung liest sich fast wie eine Drohung, dass man sich im nächsten Jahr mit 9000 anderen Anwärtern auf „die besten Plätze“ um eben diese rangeln wird müssen.

In diesem Diskussionsbeitrag wird einerseits das Platzproblem für bisherige Nord(E)/Süd(B)-Abonnenten und anderseits (in einem folgenden Post) ein möglicher Weg für eine gerechte Vergabe der Aboplätze aufgezeigt.

Platzverhältnisse im Allianz-Stadion

Schauen wir uns unsere zukünftige „Wohnung“, unsere Sitzplätze an. Die Sektoren werden ähnlich wie im Happel-Stadion mit Großbuchstaben A-F bezeichnet sein:

Sektoraufteilung im Allianz-Stadion

Das Fassungsvermögen ist 24.288 Sitzplätze, davon 3.273 VIP-Plätze im Sektor A. Bei nationalen Spielen kann die Kapazität auf 28.345 Plätze erhöht werden, d.h. es gibt dann im Sektor-E um 4.057 Plätze mehr.

Die frühere Ost mit den Lords und der BlockWest werden sich wohl auf der neuen Südtribüne zu einer „Grün-Weißen-Wand“ vereinigen. Durch den überwiegenden Stehplatzbetrieb dieser Tribüne wird es weniger Gerangel um gute Plätze geben.

Frühere Süd- und Nordtribünensitzer befinden sich aber in einem direkten Wettbewerb um Sitzplätze in folgende Zonen:

  • Randstreifen der neuen West, Sektor-A 
  • neue Ost zur Gänze, Sektor-B

Für die Gäste bleibt die Nord-Ost-Ecke Sektor-C. Die neue Nord, Sektor-B neben dem Auswärts-Sektor wird wahrscheinlich ein Familiensektor, für die Tagesgäste bleiben Restplätze und die Ecken.

Für uns, die früheren Südtribünen-Abonnenten, gibt es grundsätzlich schlechte Nachrichten. Man kann im neuen Stadion nur entweder in die Randbereiche der zukünftigen West-Tribüne (Sektor-A) ausweichen oder im Wettbewerb mit den früheren Nord-Abonnenten möglichst in die Mitte der zukünftigen Ost-Tribüne (Sektor-D) drängen.

Gerangel pur!

Eine etwas andere Zählweise der Sitzplätze

Ecken 4 1500 6000 Wer will da schon sitzen!
Sektor A 1 3300 3300
Sektor B 1 3000 3000 Streifen für Gäste
Sektor C 1 500 500
Sektor D 1 6500 6500
Sektor E 1 4500 4500
23800

Hier wurden die Plätze in den Ecken weggerechnet. Dabei sieht man, dass im Sektor D gerade einmal 6500 Plätze verfügbar sind.

Die Konkurrenten

Derzeit gibt es etwa 9000 Abonnenten im Happelstadion, die alle ein Vorkaufsrecht bekommen werden. Diese Abonnenten sind auf die Sektoren Happel-B (früher Süd), CD (früher West und Ost) und Happel-E (früher Nord) aufgeteilt.

Die Happel-CD-Kurve ist weniger problematisch. Sie wird geschlossen in die Hanappi-Neu-Süd (=Sektor E) wandern, sagen wir 3000, bleiben immer noch 6000 bevorzugte Abonnenten, die alle in der Mitte auf der neuen Ost (Sektor D) sitzen wollen.

Die neue Ost (Sektor D) fasst 8000 Plätze. Aber diese Plätze enthalten auch die südliche Ecke (ca. 1500) und optionale 800 Plätze (vermutlich bei verkleinertem Gästesektor), die aber daher auch als Aboplätze ausfallen. Der Kernbereich der neuen Ost (Sektor D) ist also nicht viel größer 5000 Plätze.

Es gibt zwar im Sektor-A (VIP-Bereich) südlich und nördlich je einen schmalen Streifen, der auch für Abonnenten zur Verfügung steht.

Wo saßen die Abonnenten bisher?

Die Bilder aus dem Hanappi-Stadion zeigen, dass die Aboplätze vorzugsweise in der Mitte und eher nicht in Richtung Gästesektor gelegen sind.

Der Bereich der Abo-Sitzpläze ist an den weißen Abo-Taferln gut erkennbar. Die Plätze tendieren zur West, die Ostseite ist weniger beliebt. (Foto 2006)
Die Aboplätze auf der Südtribüne konzentrierten sich auf die mittleren Blöcke. Schon im zweiten Block im oberen Rang nimmt die Zahl der Aboplätze deutlich ab. (Foto 2013)

Vielleicht wird es vereinzelte Abonnenten geben, die in den Sektor-B (Nord) oder in die Ränder des Sektors-A (West) ausweichen werden aber gefühlsmäßig werden die die Ausnahme sein, das Gros wird im Sektor-D (Ost) zu finden sein.

Und viele Stimmen waren da, die etwa lauteten: „Ich sitze seit 20 Jahren auf einem Top-Platz auf der Nord/Süd, natürlich auch im Happel und ich will wieder einen gleichwertigen Platz im neuen Stadion.“

Happel, ein Übergang

Unsere jetzigen Sitze im Happel-Stadion sind eine Übergangsphase, die man überwinden muss; ein notwendiges Übel.

Im heurigen Jahr ist die Besorgung der Abokarten ein Klacks. Man geht an irgendeinem Tag des nächsten Monats in den Fancorner und in ein paar Minuten gibt es die neuen Abokarten.

Aber im nächsten Jahr wird das ganz anders sein. Es entscheidet sich, wo man im restlichen Leben als Rapid-Fan sitzen wird.

Grob geschätzt wollen 6000 Abokarten-Besitzer dieselben besten Plätze auf der neuen Ost, Sektor-D.

Wenn man also nichts weiter unternimmt, stehen am ersten Verkaufstag 6000 Anwärter vor der Geschäftsstelle, viele von ihnen schon Tage vorher, mit Marschverpflegung und Zelt, vielleicht auch bewaffnet, man weiß ja nie.

Ein bisschen erinnert mich die Situation im neuen Stadion an meine Apotheke, eine ganz neue Apotheke. Es gibt viele Verkaufspulte aber keine geregelte Warteschlange. Das heißt, man ist verärgert, wenn man sich falsch anstellst und andere kommen früher dran, obwohl sie erst später gekommen sind.

Die Postämter zeigen es vor, wie das auch fair geregelt werden kann.

Und genau das könnte man auch bei der Vergabe der Aboplätze in unserer neuen Heimat planen: eine faire Reihenfolge bei der Vergabe der Abos, vielleicht so, wie bei der Post.

In einem folgenden Posting wird eine mögliche Lösung vorgeschlagen.

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