Andy Marek und Hans Krankl

Andy Marek und Hans Krankl

„Andy Marek und Freunde“ heißt eine neue Radiosendung auf Radio Niederösterreich, in der Andy jeden zweiten Freitag im Monat von 21:00 bis 22:00 prominente Gäste begrüßt. Die erste Sendung war am 8.10. die nächste wird am 22.10. sein. Andys erster Gast war Hans Krankl. Eine Art „Aufwärmrunde“.

Hans Krankl im EwkiL-Archiv

Jugend

AM: Einen wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren! Herzlich willkommen zu meiner ersten Folge von „Andy Marek und Freunde“ hier auf Radio Niederösterreich. In dieser Sendung lade ich prominente Persönlichkeiten ein, mit denen ich über ihr Leben und über besondere Ereignisse plaudere und das Besondere ist auch, dass meine Gäste immer ihre eigene Musik mitbringen. Jetzt sitzt hier ein Mann, der seine eigene Musik mitgebracht hat. Hier liegen einige CDs und Schallplatten. Außerdem ist er eine ganz große Persönlichkeit, den – glaube ich – in Österreich jeder kennt. Herzlich willkommen, Hans Krankl!

HK: Guten Abend, griass Di!

AM: Hans, wir steigen natürlich mit Rapid ein. Wenn man zweimal österreichischer Meister wird, viermal österreichischer Cupsieger, wenn man im Europacup-Finale steht und, und, und…, dann ist natürlich das Thema Fußball einmal vorrangig. Wobei wir in dieser Sendung auch viel über den Privaten Hans Krankl erfahren wollen, starten wir gleich einmal. Hans, Du bist 1971 zu Rapid gekommen. Warum Rapid?

HK: Ich bin nicht 71 zu Rapid gekommen, ist eine Fehlinformation. I war scho 67/68 bei Rapid. I war Knaben-Spieler bei Straßenbahn. Dort war mein Vater Trainer, KSV-Straßenbahn in der Raxstraße im 10. Bezirk. Es hat damals Talente-Entdecker gegeben, die in die Parks gegangen sind. Ich war aus dem sechsten Bezirk vom Loquai-Park, es ging gegen den Esterhazy-Park, März-Park. Da sind 10 bis 15 Burschen in einen anderen Park marschiert, dann gespielt und dann san wir wieder ham gangen und bei diesen Park-Matches waren auch Talente-Entdecker. Bei einem dieser Matches habe ich bei den sogenannten Großen gspüt, de, de also größer warn als i, 3-4 Jahr‘. Dort durfte ich nur im Tor spün. Ich hab‘ aber unbedingt wollen spielen und hab mich ins Tor gstellt, a auf Beton und auf die Stana g’schmissen und weil’s gesehen haben, der Klane is wahnsinnig, der schmeißt si a auf die Stana, den stöma ins Tor. Dann waren unsere, meine Gleichaltrigen, da hab i gspüt normal, Stürmer, do hob i in de Park-Match die Gol g’schossen und mia ham gwunna und a Freid g’habt!

Und so wurde ich entdeckt, und es hat einen Straßenbahner gebn, den Johann Russ auch ein Straßenbahner, der meinen Vater kennt hot und der gesagt hat, „du musst zu Rapid“ und ich hab gesagt, „ich kann nicht zu Rapid, ich spiel‘ bei Straßenbahn“! „Spielst bei Straßenbahn auch im Tor?“, „Na i spü eigentlich heraußen“. Er war dann wieder zuschauen und er hat gesagt, „du musst unbedingt zu Rapid“ und binnen kürzester Zeit – wie lang das war, weiß ich nicht – bin ich dann zu Rapid gekommen und Straßenbahn hat mich abgegeben und hat von Rapid als Prämie bekommen: a Garnitur Fußball-Dressen für den Nachwuchs und ich glaube 10 Bälle.

AM: Hans, Du hast Musik mitgebracht, ich würde sagen spül mal was von dir! Was legst, wenn du jetzt auf?

HK: Na ja, wann a Sendung beginnt und das ist eine Jubiläumssendung, die erste, dann kann als erstes, meine Götter meine persönlichen Götter neben den Beatles, die Kinks mit der schönsten Nummer die Ray Davies je geschrieben hat, eine Ode über London „Waterloo Sunset“.

Rapid

AM: Hans Krankl, mein Gast heute bei „Andy Mark und Freunde“ hat ein super schönes Lied von den Kinks aufgelegt, Hans: „Rapid Spieler“. Du hast uns schon erzählt, wie du zu Rapid gekommen bist. Wir haben in dieser Sendung jetzt nicht so lange Zeit, um um über alle Deine Erfolge von dir zu reden, aber wenn du Rapid als Gesamtes siehst; eine unglaublich schöne Zeit für dich?

HK: Ja, die schönste Zeit in meinem Leben. Ich war 20 Jahre bei Rapid mit der Zeit beim Nachwuchs gerechnet, und das hat natürlich gegipfelt in den 2 Meistertitel und 4 Cupsiegen. Das Europacup Finale 1985 in Rotterdam mit 25.000 Fans war etwas ganz Großes. Leider haben wir damals gegen eine noch bessere Mannschaft aus England, Everton, verloren. Die waren wirklich noch besser wie wir und wir haben verloren. Aber ich war nicht nur beim FC Barcelona, wo ich gewonnen habe, sondern auch mit einer österreichischen Mannschaft, eigentlich mit meiner Mannschaft, wo i aufg’wachsn bin, wo mei Bluat is ins Europacup Finale kumman, wo ma zwoa net gwunnen habn, aber es war ein ganz, ganz tolles Jahr.

AM: Du bist zum FC Barcelona geholt worden in einer Zeit, wo Rapid gar nicht so besonders gut war, eher nur der Hans Krankl besonders gut war, weil gerade in den 70er Jahrne war es ja nicht so, dass die Meistertitel ins Haus geflogen sind – nämlich goa ka.

HK: Wir waren trotzdem a besonders gute Mannschaft. Ich erinnere mich immer zurück, aber du hast recht. Wir sind damit nicht Master worn. Master bin i erst worn, wie ich zurückgekommen bin. Den Schmäh muss ich mir immer anhörn von Reinhard Kienast von dieser „Rotzpipn“, der immer sagt, „mit den Anderen bist niemals Masta wurn, aber mit uns bist dann Masta wurn“, wobei er recht hat.

AM: Geh’n wir ganz kurz zu Barcelona: Da gibt es jetzt einen jungen Burschen, der von Rapid weggegangen ist, der jetzt versucht, sich in die erste Mannschaft zu spielen, Yusuf Demir. Bevor wir über deine Zeit bei Barcelona sprechen; was würdest du dem Buben jetzt mitgeben? Der ist jetzt bei dem Club, den du im Herzen drinnen hast.

HK: Mitgehen brauch‘ ich ihm gar nix. Er hat es geschafft, dass er zu Barcelona kommt, das ist das wichtigste für ihn. Heute ist ja eine ganz andere Situation wie bei mir damals. weil ich damals als europäischer Torschützenkönig hingekommen bin. Der Yusuf ist 18 Jahre, er ist ein junger Bursche, da weiß man auch nicht, wo der Weg hinführen wird, aber er hat riesengroßes Talent. Er kann dort sehr, sehr viel lernen. Er muss sehr viel lernen. Ob er sich schließlich durchsetzen kann, das wird die Zukunft weisen. Dort, beim FC Barcelona. muss er zumindest nach einer Zeit ziemlich rasch die maßgebenden Leute überzeugen oder nicht überzeugen.

AM: Wir machen wieder einen kurzen musikalischen Ausflug. Hans nimmt gerade wieder eine Platte zur Hand was legen wir auf?

HK: Naja, das sind die 60/70, meine zweite Lieblings-Hardrock-Band: Led Zeppelin „Whole Lotta Love„.

Barcelona

AM: Heute zu Gast in meiner ersten Sendung „Andy Marek und Freunde“, Hans Krankl. Wir haben schon bisschen einen Ausflug zu Rapid gemacht und auch zum FC Barcelona. Hans, ich erinnere mich noch, I woa wahrscheinlich einer der größten Fans vor dir als Fußballer. I kann mi no erinnern du bist am Zaun oben beim Europacupfinale und jubelst, hast das Tor g’schossen. I glaub, die Hand hast sogar einbunden g’habt oder irgendein war auf der Hand.

HK: Das Bandl hab‘ i immer in der Hand g’hobt, des war damals so. Des war auch ein Glücksbringer. Damals hot mi aner in der Vorbereitung am klanen Finger ang’schossn und i hob einen leichten Mittelhand-Haarriss. Do hob i dann a Faschn drüber kriagt. Von der Faschn is das Schweißbandl überbliebn. Das hab ich dann als Glücksbringer bei jedem Match tragn.

AM: Du bist mit Barcelona Europacupsieger geworden – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – und du hast dort den spanischen Torschützenkönig gemacht. Mit 29 Treffern in der Saison 78/79. Du bist in aller Munde. Warum gibt es dann doch den Weg wieder zurück nach Wien? Ist es Heimweh?

HK: Es ist in dieser Zeit einiges passiert. Mit Abstand von vielen, vielen Jahren seh‘ ich das ganz nüchtern, aber vielleicht auch ein bisschen anders wie damals. Mei Trainer war der Lucio Muller, der mi g’holt hot in Strassburg, ein Franzose, ein super Trainer, super Mensch. Der wurde damals abgelöst. Vor dem Europacupfinale, vielleicht ein Monat vorm Europacupfinale weil ma a Match gegen Valencia auswärts verloren habn. In Spanien geht das Ruck-Zuck. Neuer Trainer wurde der Co-Trainer, ein Katalane. Super Bursch, hat mit mir immer trainiert, hat gflankt fia mi nach dem Training damit ich volley hab schiassn kena und köpfln. Der is erster Trainer wurn und ist vom Superbursch zum A* g’wordn und hat Probleme ghabt, nicht nur bei mir, sondern auch mit anderen Spielern. Damit hat alles begonnen und damit wars schon vorbei.

I hob imma zum Nationalteam diarfn und Trainer hat g’sagt, „am Freitag kommst zum Training, Samstag/Sonntag spiel ma, bleibst Donnerstag bei Deiner mit deiner Familie in Wien. Dann kommst du zurück. Am Freitag bist Vormittag beim Training“ ist verständlich. Nach dem Trainerwechsel hab ich gesagt „ich fahr zum Team“ er sagte „Ja ist in Ordnung aber du kommst Donnerstag Nachmittag.“ Hab gesagt „Na, I kum Freitag Vormittag, das war immer so“. Er: „Du kommst Donnerstag .“ Ich bin dann nicht – Sturschädl wie ich bin – Donnerstag sondern Freitag zurückgekommen zum Training, am Samstag war das Abschlusstraining da wurde immer die Liste der Spieler, die nominiert sind, aufgeschrieben. Ich war nicht dabei. Der Kapitän ist zum Zeugwart gegangen, denn der hat die Liste immer aufgeschrieben. Ob das ein Irrtum wäre, hat er den Zeugwart gefragt. Da bin i dann eine in die Kabin „Warum bin ich nicht dabei?“ „Du bist aus disziplinären Gründen nicht dabei, weil du Donnerstag nicht gekommen bist.“ Hob gsogt „Guat“, bin ganga, war nicht dabei. Die Spieler, der Kapitän haben interveniert beim Trainer .Aber der hat auch seinen Sturschädel ghabt. Sie habn dann gspüt am Sonntag gegen Las Palmas, zu Hause und das Spiel ist ausgegangen 0:0. Die Leute haben dann nach 60 Minuten meinen Namen gerufen, was ich mit Wohlwollen aufgenommen habe, aber das hat mir nichts gebracht. So hat das alles begonnen und die Streiterei hat nicht aufg’hört und ich hab‘ dann zu meinem Präsidenten g’sagt: „So lang der Trainer is, spül i nimma“. Die habn das zur Kenntnis genommen und ich wollte nur noch heim zu Rapid.

AM: Leg wieder wo auf, was haben wir denn als Nächstes?

HK: Als Nächstes kommen wir zu meinem geliebten Austro-Pop zu meinem geliebten Doktor Kurt Ostbahn, mit einer meiner Lieblingsplatten von ihm „Wirklich wahr“.

Trainer Rapid

AM: Warum hört man auf, Fußball zu spielen und sagt: „aktive Karriere zu Ende“?

HK: Bei mir war das so: ich habe bei Austria-Wüstenrot-Salzburg gspüt. Das war so eine Nacht-und-Nebel-Aktion, da waren wir nach zwei Matches im mittleren Play-Off. Das war das Ende meiner Karriere in Salzburg. Dann hat der Präsident Quehenberger, zu dem ich einen guten Kontakt gehabt habe – und noch immer hob – g*sagt; „du musst weiterspielen, du musst weiterspielen„. Und i hab dann weitergspüt mit riesengroßem Erfolg und habe im Frühjahr sieben oder acht Goal g’schossen. Wir sind aufgestiegen und haben dieses PlayOff gewonnen, Austria-Salzburg, jedes Match ausverkauft, damals noch in Lehen. (Ich möchte das betonen für alle Rapid-Anhänger, das ist nicht RedBull. Ich war bei einem anderen Verein, ich war bei Austria-Wüstenrot-Salzburg. Mit dem letzten Spiel gegen Krems, das 1:0 gewonnen wurde, war ich schon designierter Rapid-Trainer. Zwei Wochen vorher wurde ich als Rapid-Trainer vorgestellt. Da bin ich eben die nächsten drei Jahre Rapid-Trainer geworden.

AM: Die jetzt net die ganz größter Hans-Krankl-Fans san… I tue jetzt net einstimmen in dieses Gerede, weil diese drei Jahre waren grundsätzlich sehr, sehr guat; es woa a bisserl a Pech dabei, weil man war in an Cup-Finale, hat halt das Cup-Finale net gwonnen. Man hat im Europa-Cup super gspüt aber hat an Elfer verschossen. Es war grundsätzlich eine gute Zeit aber wirtschaftlich a bisserl schwierig.

HK: Wirtschaftlich wahnsinnig schwierig. Wir habn ka Göd ghobt, damals bei Rapid- wie es so oft war, damals auch nicht. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ganz einfach mit meiner Karriere als Rapid-Trainer überhaupt nicht zufrieden bin und mir viel mehr erhofft habe, obwohl es wirklich – besonders international – sehr, sehr schöne Erfolge gegeben hat. AM: Inter-Mailand geschlagen! HK: Ich habe als Trainer nicht das Glück gehabt, das ich als Spieler gehabt habe, aber als Spieler habe das höchste Niveau erreicht, das man als Fußballspieler erreichen kann international. Als Trainer wollte ich das ebenso erreichen, weil das war mein ganzer Wunsch, erst mit Rapid und eventuell in Spanien Italien – später mal, das habe ich nicht erreicht. Ich habe nicht das Glück gehabt als Trainer, aber ich muss dazu sagen – ganz selbstkritisch – ich habe zu wenig dazu getan, damit i als Trainer no mehr auße kum. Nicht in der Arbeit, nicht in der täglichen Arbeit und nicht in Spiele-gewinnen oder Spiele-verlieren, sondern sondern überhaupt ich hätte mich auch mehr für ausländische Vereine vielmehr präsentieren müssen.

AM: Hans, es wäre wieder Zeit für Musik. Was bringt der Disk-Jockey Hans Krankl

HK: Ich bleibe amal beim Austropop und nimm a ganz, ganz alte Nummer von Ambros, die mir persönlich sehr gefällt. „Die Kinettn, wo i schlof.“ (Vom Automaten übersetzt als „Die kneten, in der die schlafen.“).

Trainer Nationalmannschaft

AM: Wolfgang Ambros zählt auch zu den Lieblingsinterpreten von Hans Krankl, der heute mein Gast ist in „Andy Marek und Freunde“. Wir haben schon viel erfahren. Wir haben viel erfahren über den Rapid-Spieler Hans Krankl, über den Barcelona-Spieler Hans Krankl über den Rapid-Trainer Hans Krankl. Jetzt gibt es eine Station, wo ich nie vergessen werde, wie plötzlich modern wurde, die Hand auf das Herz zu geben, wobei nicht modern bei ihm, weil er ist der Patriot schlechthin, sondern plötzlich hat die Außenwelt gesagt_ „da schau her, bei der Hymne schau eam an, den Hans Krankl„. 2002, Trainer der österreichische Nationalmannschaft, ein Tag, den du nie vergessen wirst, wie du begonnen hast?

HK: Ja, das war ganz einfach ein ganz wichtige Station für mich. Ich war einfach mit dem Herzen dabei. I hob 70 Mal für Österreich gespielt. Trainer des eigenen Landes zu werden, ist die höchste Auszeichnung, die man genießen kann.

AM: Du bist jetzt kein Trainer mehr. Du bist Testimonial, du bist beliebt bei großen Firmen, die sogn Hans Krankls, den wolln ma gern“, du bist Analytiker bei Sky. HK: Experte, sagt man. HK: Warum wolltest du auf einmal nicht mehr Trainer sein?

HK: Ein Grund war sicher die Enttäuschung, dass ich dann bei der Europameisterschaft nicht mehr drankommen bin. Man hat den Hicke gnommen. I hab halt net so an Präsidenten g’habt, der sich gut in Fußball auskennt hat und der sich eigentlich mit Fußball sehr wenig beschäftigt hat, und das war dann ein Problem. Des hot net zsampasst: der Präsident des Österreichischen Fußballbundes und meine Ära als Teamchef, war ein Missverständnis weil der Mann, der Präsident, hat sich im Fußball überhaupt nicht auskennt hat, aber das ist okay, aber es war nicht okay, dass man den Vertrag dann nicht verlängert hat. Ich hab diese Mannschaft bis zur Europameisterschaft gführt. Man muss ja wissen, dass wir bei der Europameisterschaft nur waren, weil es eine Heim-Europameisterschaft war. Es war weder mein Verdienst noch der Verdienst des Hickersberger. Und ja, das hat mich damals sehr enttäuscht, und ich habe dann zum Nachdenken angefangen und habe lange gebraucht, ja eigentlich Jahre gebraucht, nicht Tage oder Monate, sondern Jahre gebraucht, mich zu entscheiden, nicht mehr Trainer zu sein.

Es war dann diese Station beim LASK, eine Nache-und-Nebel-Aktion sein, wie so oft bei mir und die eigentlich immer sehr gut auße kommen und das Ganze dann sehr gut ausgeht mit irgendwelchen wahnsinnigen Aktionen. Sagt mir der LASK-Präsident: „wir wolln, dass Sie bei uns Trainer werdn für die paar Monate“ um das und das zu schaffen, das mittlere Playoff. Und ich hab über den LASK immer a guade Meinung g’habt, weil das so ein Traditionsverein ist in Österreich so wie Rapid und das ist der LASK. Und da hab i gsogt: „jo des moch i noamoi“ aber nur für kurze Zeit und ich denke mir in dieser kurzen Zeit – was mit Erfolg begründet war, haben das dann geschafft, muss im Vorhinein zu sagen ich habe das dann geschafft und die habn sich sehr gefreut drüber. Da hab ich schon gmerkt a bisserl, dass der Trainer vielleicht für mich nix mehr ist, weil ich für mich nicht einen Platz gesehen habe, wo ich hingehöre.

Ich war dann noch bei Mödling, das war der schönste Verein, weil Mödling war familiär.

AM: Du hast das Stichwort gesagt, das war „familiär“. Zu dem werden wir jetzt gleich kommen. Vorher spielt er schon wieder Musik und hat ein Cover in der Hand von Georg Danzer.

Famile

AM: „Schau Schatzi“, ein Lieblingslied von Hans Krankl, der heute zu Gast ist bei „Andy Mark und Freunde“ hier auf Radio Niederösterreich und wir gehen schon so ganz ins Persönliche. Hans, ich kenn dich doch sehr gut und ich merke auch, wenn du die Grenze, die Ortstafel von Wien irgendwie überschritten hast, war schon ein bisschen Heimweh wieder da, sage jetzt einmal frech stimmt nicht ganz, weil es gibt ja eh eine zweite und dritte Heimat. Das wissen die Insider. aber trotzdem du bist ein Mensch, der unglaublich Wert legt auf seiner Familie. Das merkt man immer wieder, das merkt man, du bist ein Familienmensch.

HK: Ja, absoluter Familienmensch, aber das hat nichts mit dem mit dem Ort zum tuan. Es gibt schon diese Wohlfühl-Orte, die i hob, die zöhl i jo goa net auf, a poa was ma a poa net, und das ist gut so. Für mich war immer Familie alles. Wir sind sehr glücklich, i hob drei Enkeltöchter, es passt alles, i hob super Schwiegersöhne, i hob a super Schwiegertochter, also es ist alles in Ordnung und so soll es immer bleiben. Ich glaube, das ist ganz wichtig für jeden Menschen, dass in der Familie alles stimmt und dass nicht irgendwas passiert und dass nicht irgendwo wos is. Da muas i sagn ich bin stolz auf meine Familie, stolz auf meine Kinder. Da kann man stolz sein und – natürlich – von meiner Frau brauche ich nicht reden wir hobn g’heirat mit 20 und 18 Joar, 1973, also ich bin – was viele wahrscheinlich nicht wissen – beim 50 jährigen, goldene Hochzeit, angelangt und und noch immer glücklich und das ist super und das ist eben so. Des Glück hob i ghobt, das ist nur Glück. Natürlich muss man einiges dazu tun, aber do gheart scho alles dazu und deswegen bin ich ein ganz wichtiger Menschen der Familie, das ist mir sehr wichtig und das hat in der Öffentlichkeit auch nichts verloren.

AM: Trotzdem eine Frage dazu: In meinem Buch gibt es ein Kapitel „Hinter jedem erfolgreichen oder starken Mann steht eine starke Frau“.

HK: Absolut richtig! Die erdet mich, die holt mi zruck, wenn ich deppert bin, also wann ich glaub, ich bin der Beste, dann weiß sie das, und unterstützt mich sehr. Dieser Satz stimmt hundertprozentig, dass hinter einem erfolgreichen Menschen, eine erfolgreiche und starke Frau steht, ist absolut richtig und trifft auch in meinem Fall zu. Ohne sie hätte ich das alles nicht erreicht, das ist klar!

AM: Schöne Worte! Hans wos Spü ma für a Musik jetzt?

HK: Als Nächstes spielen wir einen Italiener und eine sehr gute Nummer in Jovanotti, der sehr bekannt ist für die jungen Leute in Italien und den kennt jeder. Ist ein großer Star geworden in Italien mit einer Nummer, die eigentlich sehr antiquiert ist. Nummer der 60er Jahre, der hatte ein bissel bisschen moderner gemacht, ist eine sehr bekannte Nummer „Luna Rossa“.

Freizeit

AM: Italienisch ist es hier bei uns in der Sendung „Andy Marek und Freunde“, Hans Krankl ist zu Gast da muss man dazu sagen, obwohl er vorher im Interview gesagt hat, er verrät seinen Lieblingsplatz nicht – braucht er nicht, das weiß ganz Österreich.

HK: Es gibt den Sommer. Viele Wochen in Jesolo. Wenn ich einen Einsatz habe, dann fahre ich ganz einfach mit dem Auto wieder nach Wien oder nach Salzburg, je nachdem wo wo ich eingesetzt bin. Und foar dann wieder obe; dreimal viermal bin schon oft gefahren. Aber das ist unsere Heimstätte im Sommer.

AM: Hans, du hier visavis von mir wie kann sehr lüften das Geheimnis ist ja kein Geheimnis mehr. Braucht er noch schauen bis dann 53er Jahrgang das heißt du wirst im Februar 69.

HK: Das soll man alles nicht erzählen, die Menschen sollen das nicht wissen. (lacht)

AM: Aber ich meins ja positiv, du schaust gut aus, du stellst nach wie vor einen immer frischen Menschen dar, wie geht es dir gesundheitlich?

HK: Körperlich gut, sehr gut! Wir spielen no zweimal in der Woche Fußball mit den Oidn, den Veteranen aber nicht Fußballspieler, sondern aus den verschiedensten Berufen, mit denen spiel ich schon 30 Joar mit denen spü ma; Mittwoch, Samstag manchmal spü i nur amoi in der Wochn. Jetzt hob i a Zerrung und muss a Pause machen, das tut weh. Und wenn ich nicht spielen kann, dann gehe ich meine Runden in Hietzing und Hütteldorf viele Menschen habn mi schon gsehn. Da geh ich also, ich laufe nicht, weil das ist nicht gut für die Knie, sondern ich gehe flotten Schrittes wie man sagt. Nordic Walking gibt es bei mir nicht, wäu i net die Steckn nimm, weil do genier‘ ich mich. Bei mir ist das Soft-Walking aber scho mit Tempo. Da schwitz ich auch, aber ersetzt den Fußball ganz einfach nicht, aber das muss sein, weil da bin ich zu eitel, eine gewisse Gewichtsklasse überschreite ich nicht.

Sänger

AM: Wir gehen zu einem Thema kurz, das wichtig ist, auch in deinem Leben. Man merkt jetzt allein schon bei deiner Musik, die du spielst. Das sind besondere Lieder. Du bist ein großer Musikfreund, bist der Hans Krankl, der füllt nach wie vor die Säle. I les immer wieder Plakate mit Monty Python, Hans Krankl und die Location is voll, egal wo ihr seid. Mocht des fü Spaß´?

HK: Sehr viel Spaß! Es is eigentlich mei Ausgleich, wahrscheinlich, weil i nimma Trainer bin. I hob diese Burschen kennengelernt, das ist mittlerweile schon 20 Jahre her, und es hat sich eine wunderbare Freundschaft aufgetan, mit Live-Konzerten, und das ist dann immer so weiter gegangen, dass wir dann. Programme miteinander entwickelt haben. Zum Beispiel dieses Weihnachtsprogramm, denn ich glaub, dass das die Leute interessiert. Das ist ein Knaller, dann die Schlagernacht. So viele Menschen wollen den Schlager und lieben den Schlager. unglaublich ist ausverkauft Monate vorher. Moch mir Riesenspaß, ich sing ganz einfach die Sachen, i sing das auf meine Art. Die Sachen, die ich singe, die kann ich gut, weil ich mit Musik aufgewachsen bin und, ein Instrument, das Akkordeon, gelernt habe. Musste ich damals lernen, habe es verschmäht, bin lieber in den Park gegangen und das Musizieren hat mich damals nicht interessiert, was ein Fehler war. Habe aber dann Akkordeon spielen können, kann heut nimmer gut spielen, kann ein paar Lieder.

Ich hab Musik gesammelt in den Mittzwanzigern angefangen mit Jazz, Hard Rock, Heavy Metal, Rock. Habe eine große Sammlung, unglaublich was ich gekauft habe diese vielen Jahre. Und daher waas i genau, wos i kan und wos guat geht. Für mich ist der Austropop das Beste, weil das ist meine Sprache. Ich feile sehr mit meinen Freunden zusammen an den englischen Titeln, die ich sehr gern singe, Also ich bemühe mich da natürlich zu verbessern und das gelingt auch. Musik ist mein großes Hobby, meine große Liebe, diese Musik auch selbst zu machen. Neben den ganz großen. Ich möchte Spaß.

AM: Da liegt ein eine CD da steht drauf Comme Prima.

HK: Come Prima ist 1959 erschienen, das schönste italienische Liebeslied, das es je gab, Tony Dallara „Come Prima“

Wordrap

AM: Meine Damen und Herren, unsere erste Sendung „Andy Marek und Freunde“ neigt sich dem Ende zu. Mein heutiger Gast, Hans Krankl, hat uns seine Musik mitgebracht. Sehr vielseitig, super schöne Lieder, Hans. Abschließend mach ma noch so einen Wordrap. Antworte ganz kurz, ich schmeiß einfach ein paar Worte hin und du sagst, was dir dazu einfällt. Wir probierens:

  • Lieblingsspeise: Spaghetti aglio e olio.
  • Lieblingsgetränk. Wasser… entschuldige, ja, passt.
  • Lieblingsurlaubsort (und jetzt sind wir gespannt) außer Jesolo: Jupiter, Florida.
  • Ein Fußball-Idol deiner Jugend: George Best, Manchester United
  • Cristiano Ronaldo: Zweitbester Spieler der Welt hinter Messi; immer.
  • Messi bei Paris Saint Germain: Katastrophe. Größte Katastrophe, die es gibt.
  • Gernot Kulis: eine Rotzpipn, aber auch ein Zauberer.
  • Was macht Hans Krankl, wenn er in der Früh aufsteht: Frühstücken. Kaffee und Croissant.
  • Rapid jetzt. nicht so gut wie ich gern wollte.
  • Was möchte Hans Krankl im Lebn no mochn, wos er no nie gmocht hot: Des ist ka Wordrap, des is a schwere Frage. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lebn. Es wird noch was kommen, was nicht in meinen Gedanken ist.

AM: Ich danke dir herzlich für das Gespräch und freue mich, wenn wir uns wieder sehen. Wie gehn wir denn aus der Sendung?

„Rostige Flügel“ von Hans Krankl

Sprache-zu-Text-Umwandlung

Dieser Text ist ein kleiner Protest. Es wäre viel einfacher, wenn man zu der Sendung verlinkt und jeder kann sich das anhören. Bezahlt wäre es ja schon – über die GIS-Gebühr, denke ich. Heute, Donnerstag kann man diese Sendung noch nachhören, danach wird sie aber in den Tiefen des Radio-Archivs verschwinden.

Also zeichnete ich die Sendung auf und versuchte, sie im Stil eines Parlamentsstenografen in Text umzuformen, und ich staunte nicht schlecht, wie lange das dauert und wie mühsam und fehleranfällig das ist.

Der Text wurde schließlich mit Unterstützung einer Sprache-zu-Text-Umwandlung erstellt. Die Sendung wurde aufgezeichnet (für Interessenten gibt es auch die Audio-Datei). Die WAV-Datei wurde mit einem Tool von Microsoft in Text umgewandelt. Dieses Tool arbeitet bei hochdeutschen Texten nahezu fehlerfrei inklusive Groß/Kleinschreibung. Im Falle dieses Interviews war aber erschwerend, dass die beiden Gesprächspartner bestes Hoch-Ost-Österreichisch sprechen, was manche Umwandlungen zur Kuriosität verkommen lässt und man alles manuell nacharbeiten muss. Durch die mundartliche Schreibweise soll man einen besseren Eindruck vom gesprochenen Original bekommen.

Links

Wie sich teure Transfers rechnen können

Wie sich teure Transfers rechnen können

Seit wir 2007 beim Besuch des Viertelfinales Manchester United-AS Roma dem damals 23-jährigen Cristiano Ronaldo bei seinen zwei Toren zum 7:1 zugeschaut haben, sind wir von diesem Ausnahme-Athleten ziemlich begeistert.

Szenen mit Cristiano Ronaldo (Wikipedia,
Анна Нэсси, Angerey, Ray Booysen, Austin Osuide, Sdo216, Jan SOLO, Cris Deahr)

Gleichzeitig fragen sich Fans in aller Welt, ob denn Spieler ihr Geld auch wert sind; ihre Gage und die Transfersummen, die für sie bezahlt werden.

Betrachten wir allein diesen Transfer von Cristiano Ronaldo von Juventus zu Manchester United, den Transfer eines 36-jährigen Spielers, dessen Karriereende absehbar ist, dessen Popularität aber ungebrochen ist. Wie kann es sein, dass der alternde Christiano Ronaldo um 25 Millionen Euro den Verein wechselt, aber Mario Sonnleitner in einem vergleichbaren Alter keinen weiteren Vertrag bei Rapid bekommt und zu Hartberg wechseln muss?

Wiener Realitäten

Rapid gehört zu jenen mittelständischen Ausbildungsvereinen, die auf eine positive Transferbilanz angewiesen sind. Das Verkaufspotential eines Spielers ist wichtiger als seine Erfahrung oder Spielstärke. Der Markenwert eines Spielers ist von untergeordneter Bedeutung, vielleicht mit Ausnahme von Steffen Hofmann. Mario Sonnleitner wurde ein Opfer dieser kaufmännischen Notwendigkeit. Auch wenn einige Hundert Trikots mit dem Aufdruck „Mario Sonnleitner“ verkauft werden würden und Mario eine treue Fangemeinde hat, ist das allein kein ausreichendes Motiv für seine Vertragsverlängerung, weil er nicht mehr am Spielermarkt vermittelbar wäre, und diese Einnahmen braucht Rapid; dringend; einen Yusuf Demir pro Jahr, das wär’s!

Andere Größenordnung

Nach einem Bericht in Sport1 vom 27. August soll der Transfer von Cristiano Ronaldo etwa 25 Millionen gekostet haben.

In den ersten 12 Stunden seit Verkaufsbeginn am Samstag 4.9. wurden 380.000 Trikots verkauft. (Manchester United hat 150.000 Mitglieder.) Damit ist das CR-7-Trikot schon nach diesen 12 Stunden das meistverkaufte Trikot in der gesamten Premier League-Geschichte und spielte allein in den ersten 12 Stunden 38 Millionen Euro ein.

Der Transfer hat sich schon gerechnet, obwohl Cristiano Ronaldo in der Quarantäne auf seinen ersten Einsatz wartet. Der emotionale Wert dieses Transfers übersteigt den sportlichen.

Links

Berichte und Bilder im Tagebuch

Nachtrag

Aus dem Kreis der Leser stammt der Hinweis, dass möglicherweise ein mehr oder weniger großer Anteil der Einnahmen an den Trikot-Hersteller Adidas geht. Bei Bayern-München wäre das so, und es hätte etwas mit der Eigentümerschaft von Adidas an dem Verein zu tun.

Jetzt wird’s ernst

Gleich an zwei Fronten wird’s ernst bei Rapid. Bei den entscheidenden 14 Runden bis zum Meisterschaftsende und beim Beginn einer neuen Ära „Marek“ als Stadionsprecher.

Grüße aus dem Trainingslager

Wenn wir die Ergebnisse der Testspiele dieses Winters Revue passieren lassen, und mit den Wünschen nach einem kraftvollen Start in die zweite Saisonhälfte auf der Postkarte vergleichen, kommen dem Zuschauer Zweifel. Es besteht eine Kluft zwischen der Marketing-Botschaft – übrigens auch bei den diversen Pressekonferenzen – und der Realität am Platz. Am Sonntag wird es zur ersten von 14 Nagelproben kommen. Es wird gegen den Letzten in der Tabelle gehen, der voll motiviert sein „Spiel des Jahres“ im tollsten Stadion Österreichs antreten wird. Wir können gespannt sein!

Der neue Stadionsprecher heißt wie der alte: „Marek“

Wir wünschen unserem bald neuen Stadionsprecher Lukas einen erfolgreichen Start – und Andy einen guten Rutsch in seine beginnende Rapid-Pension. Dass ihm fad werden wird, können wir ausschließen, eher das Gegenteil.

Hier ein sehr schönes Bild mit seinem Lehrmeister vom 22. März 2014 von Spiel Rapid-WAC (3:0, Tore: Deni Alar, Marcel Sabitzer und ein Eigentor)

Hier noch in der Lehre und bald am Beginn einer Karriere mit dem Startvorteil des besten Lehrers, den man sich vorstellen kann.

Erinnerungen an Alfred Körner

Tagebuch

PODCAST 1899FM

ORF-SPORT

  • Doku Fußball 1954 – In Memoriam Wagner und Körner (Download auf Anfrage, ca. 450 MB)
  • 2020-02-06 Begräbnis Alfred Körner.mp4 (Wien Heute, Download auf Anfrage, ca. 50 MB)

YouTube-Videos

119 Jahre Rapid – Legenden erzählen: Alfred Körner

Alfred Körner erzählt aus seinem Leben mit Rapid, den Tourneen zu Weihnachten, die Unterschiede zwischen Damals und Jetzt …

RAPIDVIERTELSTUNDE #67: Der 90er von Alfred Körner

So feierte der SK Rapid seine älteste noch lebende Legende im Rahmen eines Festes im Casino Baumgarten zum 90.

Erster Ernst-Happel-Kaffeehaus-Talk

„Mensch, Unikat, Phänomen“ – Anekdoten und Geschichten über Ernst Happel. Anlässlich des 25. Todestages von Ernst Happel …

Alfred „Fredi“ Körner singt die alte Rapid-Hymne

Rapid-Legende Alfred Körner (seit Februar 2014 stolze 88 Jahre jung) bei der Abschiedsveranstaltung des …

Das Rapideum – Alfred Körner mit einer besonderen Führung

Im Dezember 2011 wurde das RAPIDEUM feierlich eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Alfred Körner, als Spieler …

2016-07-16 Rapid bin ich (alte Rapidhymne) – Alfred Körner ft. Weststadion Andreas Heichenwälder

Alfred Körner wird „sein“ Wimpel überreicht

Am 9. September kam es zu einer Begegnung der ganz besonderen Art. Im Alt-Wiener Restaurant Mader wurde eine der größten …

RAPIDVIERTELSTUNDE #67: Das Körner II-Special

Im Mittelpunkt der 67. Ausgabe der TV-Sendung RAPIDVIERTELSTUNDE steht Alfred „Fredi“ Körner, der am 14. Februar seinen …

2015 #FredisRapidCheck – erste Bewertung von Alfred Körner

Seit wenigen Wochen läuft via Facebook #FredisRapidCheck – für die TV-Sendung Rapid-Viertelstunde (zu sehen bei W24 und …

2014-07-06 Rapid bin ich – Alfred Körner Gerhard Jungmann

Die „alte“ Rapid Hymne gesungen von Alfred Körner zum Abschied aus St. Hanappi am 6.7.2014.

2015 Fredis Rapid-Check – Legende Alfred Körner nominiert!

Mit „Fredis Rapid-Check“ soll die altehwürdige Rapid-Hymne noch mehr ins Bewußtsein der grün-weißen Familie gebracht …

SK Rapid Wien | Körner

Alfred Körner, 14.02.1926 Position: Stürmer 7 x Meister (1945/46, 1947/48, 1950/51, 1951/52, 1953/54, 1955/56, 1956/57) …

Rapid. ein Leben lang – Fredi Körner

1959 Meisterschaftsfinale

Meisterschaftsfinale Österreich 1959 Abschlusstabelle Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte 1. Wiener Sport-Club (M) 26 20 6 0 …

Rapidviertelstunde

  • 200 2019-09-13 Stadioneröffnung mit Alfred Körner; Alfred Körner wird 90;
  • 194 2019-07-26 Neue Saison, neuer Look, neue Spieler (Christoph PeschekZoran BarisicJulian SchnepsAlfred Körner); 
  • 188 2019-05-03 Gedenkstein für St. Hanappi (Christoph PeschekAlfred KörnerDidi KühbauerMichael KrammerWerner WalzerRaimund HedlSteffen Hofmann);
  • 178 2019-02-15 Drei Rapidler, ein Jahrestag (Alfred KörnerHans KranklRichard Strebinger);  Jubiläum! 120 Jahre Rapid (Michael KrammerLaurin RosenbergChristoph PeschekGerald NetzlWilhelm GoldschmidRudi FlögelWalter SkocikAlfred KörnerJosef HickersbergerAndreas HerzogCarsten JanckerHelge PayerChristian KeglevitsJürgen HartmannDidi KühbauerRudi EdlingerOliver Pohle);
  • 150 2018-02-16 Drei Rapidler feiern Geburtstag; Überraschung für Fredy Körner;
  • 067 2016-02-19 Alfred Körner Geburtstag Teil 1; Alfred Körner Geburtstag Teil 2;
  • 001 2014-07-18 Wordrap Alfred Körner;

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Abschied von Alfred Körner

Es war die letzte große Bühne für den letzten Aktiven der WM 1954 und die Abschiedsreden von Andy Marek, Rudolf Edlinger, Leo Windtner und Heinz Fischer beleuchteten die vielen Facetten eines reichen Lebens und die Bedeutung des lebenslangen Fußballers Alfred Körner für den österreichischen Fußball. 

Rapid demonstrierte seinen Spielern, dass man bei Rapid nicht vergessen wird, wenn man sich für Rapid entscheidet. Zuletzt konnten wir das beim Abschied von Steffen Hofmann erleben, dass man mit diesen ganz besonderen Festen auch Signale an die Spieler aussendet, um ihnen den Wert einer längerfristigen Rapid-Karriere vor Augen zu führen, vielleicht, um dadurch zu mehr Kontinuität im Kader zu kommen, zu einer Kontinuität, die tatsächlich zu Höchstleistungen befähigen würde. Leider sind heute die Verlockungen des Auslands sehr groß. Ein Spieler mit 17 Dienstjahren ist in der heutigen Zeit eine Sensation, in der Zeit von Alfred Körner gab es 11 von dieser Sorte. Und damals waren durch diese Vereinstreue fußballerische Sensationen wie ein 5:1 gegen Arsenal oder ein 3:1 gegen Real Madrid möglich.

Fast konnte man den Eindruck haben, als habe Alfred seinen Abgang nach dem Datum des Ausscheidens von Andy Marek bei Rapid ausgesucht, um noch dessen Handschrift beim eigenen Begräbnis zu „erleben“. Beim Ausgang aus der Kirche stand der Verkehr einige Zeit still bis die etwa 1.000 Trauergäste das Spalier der Ultras, Tornados und anderer Fanklubs passiert haben.

Dieses Zusammentreffen schmerzlicher Abgänge wird auch für einen so großen Verein wie es Rapid ist, nicht einfach zu verarbeiten sein und wir sind schon gespannt, wie Christoph und das Präsidium die Nachfolge nach Andy Marek lösen wird. Die Nachfolge von Alfred Körner ist jedenfalls gesichert, denn Rudi Flögel ist – so wie Alfred Körner – ein bei allen Spielen und Veranstaltungen gerne gesehener Gast und die Generation um ihn mit Bjerregaard, Glechner, Grausam, Hasil ist bereit, Alfreds Rolle als Galionsfigur einzunehmen.

Dokumentation

Der ORF brachte einen Kurzbericht auf Wien-Heute und auf Sport 20, aber nicht in der ZIB-1. Heute, Freitag gibt es in ORF-Sport eine Fußball-Doku 1954 „In Memoriam Wagner und Körner“. (Für Interessierte siehe „EwkiL:Bilder“).

Bildauswahl

Die Worte von Andy Marek „Liebe Familie Körner, sehr geehrter Herr Alt-Bundespräsident…“ fehlen auf der folgenden Audio-Aufzeichnung, aber alles andere kann man sich über die folgenden Audio-Dateien nachhören. Die Abschiedsreden haben eine schlechte Tonqualität, die musikalischen Einlagen sind deutlich besser ausgesteuert. Am Grab fehlt leider das von der Blasmusik angestimmte „Näher mein Gott zu Dir“ und der Anfang der Grabrede von Christoph Pelczar.

Abschiedsrede Andy Marek

Abschiedsrede Rudolf Edlinger

Abschiedsrede Leo Windtner

Einzug

Messe-1

WienerLied-1

Messe-2

Andy_Marek-1

Stefan_Schwab

WienerLied-2 (Sag zum Abschied)

Messe-3

Abschiedsrede Heinz Fischer

Messe-4 Fürbitten

Violine-1 (Clemens Hellsberg)

Messe-5

Andy_Marek-2

Messe-6

Andy_Marek-3 (MyWay)

Messe-7

Orgel-Violine (Clemens Hellsberg)

Messe-8

Andy_Marek-4 (Rapid bin ich)

Orgel-Auszug

Grabreden

Ich hatt nen Kameraden

Zapfenstreich

Rapid bin ich

Links

Alfred Körner 1926-2020

Alfred Körner im Rapideum

Ich habe ihm ein einziges Mal die Hand geschüttelt und zwar am 14. Februar 2014, bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Alfred Körner“ im Rapideum. Meine Idee war, ihm ein Dossier mit wichtigen Daten seiner Karriere als Fußballer zu übergeben. Heute habe ich dieses Dokument wieder ausgegraben, und wenn man sich diese Zahlen anschaut, sieht man, wie sich in seinen aktiven Jahren Rapid „angefühlt“ hat.

Zeitenvergleich

Alfred erlebte als Teilnehmer bei der WM 1954 eine wahrlich große Ära des österreichischen Fußballs und von Rapid.

Rapid hat in seiner Zeit drei Mal so viele Spiele gewonnen als verloren, genau waren es 327 Spiele, davon 216 Siege, 42 Unentschieden und 69 Niederlagen oder 2,1 Punkte pro Spiel. Vergleichen wir zum Beispiel mit Mario Sonnleitner. 344 Spiele, davon 158 Siege, 85 Unentschieden und 101 Niederlagen oder 1,6 Punkte pro Spiel.

Alfred Körner beim Klub der Freunde

Alfred Körner war in den letzten 10 Jahren zwei Mal Ehrengast beim „Klub der Freunde“

Alfred Körner im Günzeug

Der Name Körner ist fester Bestandteil des „Grünzeug“, einer Fundgrube für Fußball-Historiker. Hier die Nennungen des Namens in den verschiedenen Grünzeug-Ausgaben.

  • Körner  055‐1 058‐3 058‐4 059‐3 060‐4 062‐2 062‐9 063‐3 063‐5 065‐2 065‐3 065‐4 065‐6 066‐8 067‐2  068‐3 069‐2 069‐3 071‐2 073‐2 073‐3 073‐4 074‐3 074‐5 074‐6 075‐2 075‐3 075‐4 076‐2 076‐3 076‐4  076‐6 077‐2 077‐3 078‐3 078‐4 079‐1 079‐2 079‐3 080‐4 080‐5 081‐3 081‐4 084‐4 085‐1 085‐6 086‐4  089‐5 091‐1 091‐2 093‐3 095‐2 096‐3 096‐4 097‐4 098‐2 101‐4 103‐5 104‐2 104‐5 106‐4 109‐4 114‐4  115‐2 116‐6 121‐1 121‐4 122‐1 122‐5 123‐4 125‐3 131‐5 136‐2 136‐4 137‐2 137‐4 138‐2 138‐3 139‐3  140‐4 141‐2 142‐2 142‐3 142‐4 143‐2 143‐3 145‐6 146‐4 147‐5 148‐5 154‐2 156‐5 160‐1 167‐4 206‐6  207‐4 234‐2 281‐3 299‐3 299‐8 359‐5 402‐3 432‐1 433‐4 436‐5 456‐3 464‐5 475‐6 478‐6 481‐6 493‐6  509‐5 510‐1 510‐2 519‐7 532‐1 532‐2 534‐3 544‐2 556‐5 558‐1 558‐3 
  • Körner Alfred  060‐4 079‐6 084‐6 088‐4 103‐6 172‐6 315‐6 369‐5 399‐5 432‐1 551‐5 556‐5 
  • Körner Robert  059‐3 062‐2 071‐8 078‐1 090‐6 101‐2 150‐6 153‐4 156‐5 157‐5 212‐4 434‐1 

Als dieses Verzeichnis erstellt wurde, standen mir die Nummern 1 bis 54 nicht zur Verfügung, daher beginnt diese Liste mit 055-1, also mit Ausgabe 55, Seite 1.

Rapid bin ich…

Alfred Körner verdanken wir mit „Rapid bin ich…“ eine neue alte Hymne, erstmals im Stadion am 11. Juli 2009 vor dem Freundschaftsspiel gegen Schalke von ihm selbst gesungen gesungen wurde, an der Orgel begleitet von Andy Marek. Auch bei der 60-Jahr-Feier des „Klub der Freunde“ am 10. November 2011 hat er es solo gesungen. Es ist dem Block zu danken, dass man das Lied bei jedem Spiel anstimmt und damit zum Teil der Rapid-Liturgie gemacht hat.

Alfred-Körner-Lauf

Der Hauptlauf des alljährlichen Rapid-Laufs wurde „Alfred Körner“_Lauf benannt und der Namensgeber ließ es sich nicht nehmen, bei jedem dieser Läufe das Signal zum Start zu geben.

Zwei Seelen

Er hat ihm nicht gefallen, der moderne Fußball, verkörpert durch den „Marktschreier“ Andy Marek – wie er es ausdrückte. Anderseits hat er es sichtlich genossen, dass ihm das Rapid-Marketing zu einer Popularität verhalf, die man in kaum in einem anderen Beruf erleben kann, und das auch nur dann, wenn es Menschen gibt, die die Leistungen der früheren Generationen würdigen, so wie das bei Rapid der Fall.

Alfred verkörperte die Tradition bei Rapid, und die Standing Ovations, die ihm bei den Mitgliederveranstaltungen entgegengebracht wurden, waren vielleicht einer jener vielen Motivatoren, die ihn so alt werden ließen.

Bildergalerie

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Kader 2019/20 – Herbst

Im August wurde eine Tabelle mit dem damaligen Rapid-Kader zusammengestellt. Doch durch Abgänge und Zugänge – insbesondere von Rapid II – hat sich der Kader wieder verändert und umfasst derzeit 28 Spieler mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren.

 NR  Name                     Pos  Land Alter  WAC-Kader
  1  Strebinger     Richard     T  A    27  1  27
  4  Barac          Mateo       V  CR   25  1  25
  6  Sonnleitner    Mario       V  A    33    
  7  Schobesberger  Philipp     M  A    26    
  8  Schwab         Stefan      M  A    29  1  29
  9  Fountas        Taxiarchis  M  GR   24  1  24
 10  Murg           Thomas      M  A    25  1  25
 13  Schick         Thorsten    M  A    29    
 14  Grahovac       Srdjan      M  BIH  27    
 15  Martic         Manuel      M  A    24    
 17  Dibon          Christopher V  A    29  1  29
 18  Szántó         Tamás       M  H    24    
 20  Hofmann        Maximilian  M  A    26  1  26
 21  Knoflach       Tobias      T  A    26    
 22  Stojkovic      Filip       V  MNE  27  1  27
 24  Auer           Stephan     M  A    29  1  29
 25  Gartler        Paul        T  A    23    
 27  Badji          Aliou       S  SEN  22  1  22
 28  Knasmüllner    Christoph   M  A    28  1  28
 30  Greiml         Leo         V  A    18    
 31  Ullmann        Maximilian  V  A    23  1  23
 32  Kitagawa       Koya        S  J    23    
 36  Arase          Kelvin      S  A    21  1  21
 39  Ljubicic       Dejan       M  A    22  1  22
 42  Schuster       Lion        M  A    26    
 47  Velimirovic    Dalibor     M  A    19    
 48  Demir          Yusuf       S  A    16    
 49  Wunsch         Nicholas    M  A    19    
                                        25  14  26

Die letzte Spalte nennt alle Spieler, die beim letzten Spiel gegen den WAC zum Einsatz kamen. Diese Spieler sind im Schnitt um ein Jahr älter, weil wegen des Spielverlaufs keiner der Nachwuchsspieler zum Einsatz kam.

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Ein toller Tag

Ich darf Euch von einem Montag Vormittag mit einer großen Überraschung berichten.

Einladung zum Fotoshooting

Dass es am Montag 30.9. das alljährliche Fotoshooting geben würde, war bekannt, Medienleute – unter die sich der Autor des Tagebuchs gemischt hat – waren eingeladen. Der Grund, warum ich unbedingt dabei sein wollte, ist das Copyright. Genaugenommen darf man nur solche Rapid-Fotos weiterverwenden, die man entweder selbst gemacht hat oder die am Presseportal von Rapid freigegeben worden sind. Ich erhoffte mir daher einige Bilder, die ich in den Berichten verwenden werde.

Erwartet hätte ich Presseleute, einige mit Kamera, doch in der Röhre waren alle „gsackelt“, etwa so wie für ein Begräbnis oder eine Hochzeit, Medienvolk war keines dabei. Wir wurden zum Spielertunnel geleitet, wo gerade die letzten Einzelaufnahmen fertiggestellt wurden. Dabei wird Jeder Spieler zwei Mal unter verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert.

Einzelaufnahmen

Während wir noch am Eingang warteten, wurde am Rasen bereits das Mannschaftsfoto in vielen Varianten angefertigt.

Mannschaftsfoto mit Sponsoren

Dann wurde das Geheimnis um die „gsackelten“ Anwesenden gelüftet. Ein Teil von ihnen waren Vertreter der Top-Sponsoren wie etwa cashback world, Admiral oder IMMO-United. Dazu kamen einige Großspender. Erinnert Euch an die Weihnachtsfeiern, wenn Versteigerungen stattfinden. Wer dort für Rapid-Devotionalien seinen Geldbeutel öffnet, bekommt als Draufgabe die Zusicherung, am Mannschaftsfoto dabei sein zu dürfen. Und das war eben heute der Fall.

Alles das könnt Ihr bei den Bildern anschauen. Die sind allesamt nicht so professionell wie das Mannschaftsbild, das man später im Fanshop bekommen wird, aber sie dokumentieren das Geschehen aus der Sicht eines Besuchers.

Wertschätzung

Als eigentlich alles schon vorbei war, fiel der Blick von Andy Marek auf den „jungen Mann“ im Outfit des „Klub der Freunde“ und sagte: „Franz, stell Dich zur Mannschaft“. Proteste waren zwecklos, ich war eindeutig in der Minderheit, die Kamera und Rucksack wurden mir abgenommen und der Franz stand neben dem Didi, und bekam eines jener Geschenke, die man mit (Klein)Geld nicht kaufen kann: Wertschätzung! Wertschätzung für die Arbeiten des „Klub der Freunde“. Daaanke!

Kleine Rätsel

Bei diesem „Mannschaftsfoto mit Franz“ stehen 8 Spieler in der letzten Reihe, aber bei den ersten Fotos (siehe Bilder) waren 9 Spieler. Was hat es mit diesem zusätzlichen Spieler auf sich? Nachdem ich diesen neunten Spieler nicht im Kader gefunden habe, fragte ich bei Peter Klinglmüller nach. Des Rätsels Lösung: dieser neunte „Spieler“ war eigentlich ein Rapid-Mitarbeiter. Er war Platzhalter für Dejan LJubicic, der an diesem Montag einen unaufschieblichen Untersuchungstermin hatte. Im endgültigen Mannschaftsfoto wird die Postion des „9. Spielers“ durch das Bild von Dejan ersetzt..

Das „Mannschaftsfoto mit Franz“ ist leider unscharf. Ein freundlicher Unbekannter nahm die Kamera und fotografierte die Szene mehrmals aus bester Position. Leider kannte er das kleine Geheimnis von Kameras nicht, dass man nämlich den Auslöser zuerst nur kurz niederdrückt, damit der Autofokus das Bild scharf stellen kann, erst dann wird ausgelöst. Daher sind diese Bilder alle unscharf. Macht nichts, die man dann im Fanshop bekommen wird, haben diesen Mangel nicht, die sind alle hochprofessionell hergestellt.

Kader

Die folgenden Tabellen geben eine Übersicht über die Spieler des SK Rapid. Bemerkenswert ist die große Zahl junger Spieler, wobei einige von ihnen schon am Mannschaftsfoto gelandet sind, andere aber noch darauf warten.

Spieler auf der Webseite 30
Spieler am Mannschaftsfoto 27
Nicht am Mannschaftsfoto Ibrahimoglu, Savic, Schuster
Bei Rapid II Demir, Ibrahimoglu, Savic, Schuster, Velimirovic, Wunsch
Noch ohne Einsatz Demir, Gartler, Savic

Hier die genaue Aufstellung mit Rückennummern, Position, Land, Geburtsdatum und Anzahl der Einsätze in Bewerbspielen (bis gestern):

NR POS LAND DATGEB WEB1 WEB2 FOTO EINSATZ FNAME VNAME
36 S A 15.01.1999 + + 12 Arase Kelvin
24 M A 11.01.1991 + + 123 Auer Stephan
27 S SEN 10.10.1997 + + 27 Badji Aliou
4 V CR 20.07.1994 + + 32 Barac Mateo
48 S A 02.06.2003 + + + Demir Yusuf
17 V A 02.11.1990 + + 158 Dibon Christopher
9 M GR 04.09.1995 + + 11 Fountas Taxiarchis
25 T A 10.03.1997 + + Gartler Paul
14 M BIH 19.09.1992 + + 107 Grahovac Srdjan
30 V A 03.07.2001 + + 2 Greiml Leo
20 M A 07.08.1993 + + 153 Hofmann Maximilian
40 M A 17.07.2000 + + 1 Ibrahimoglu Melih
32 S J 26.07.1996 + + 5 Kitagawa Koya
28 M A 30.04.1992 + + 12 Knasmüllner Christoph
21 T A 30.12.1993 + + 34 Knoflach Tobias
39 M A 08.10.1997 + + 83 Ljubicic Dejan
15 M A 15.08.1995 + + 22 Martic Manuel
10 M A 14.11.1994 + + 144 Murg Thomas
13 M A 19.05.1990 + + 5 Schick Thorsten
43 M SRB 25.04.2001 + + Savic Dragoljub
7 M A 10.12.1993 + + 157 Schobesberger Philipp
42 M A 09.08.2000 + + 1 Schuster Lion
8 M A 27.09.1990 + + 220 Schwab Stefan
6 V A 08.10.1986 + + 339 Sonnleitner Mario
22 V MNE 22.01.1993 + + 1 Stojkovic Filip
1 T A 14.02.1993 + + 148 Strebinger Richard
18 M H 17.02.1996 + + 46 Szántó Tamás
31 V A 17.06.1996 + + 7 Ullmann Maximilian
47 M A 13.02.2001 + + + 3 Velimirovic Dalibor
49 M A 05.10.2000 + + + 4 Wunsch Nicholas

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Kōya Kitagawa

Die meisten Legionäre bei Rapid kommen aus dem europäischen Ausland und diese Herkunftsländer sind uns vertraut. Terence Boyd war schon eine Ausnahme und der Autor des Tagebuchs hatte nach dessen Aussage über Das beste Land der Welt nachgedacht.

Mit dem Stürmer Kōya Kitagawa (北川かや) kommt nun mit Japan ein Land ins Spiel, dessen bekannte Konzerne und deren Produkte uns vertraut sind aber über dessen Lebensart wir doch weniger wissen. Und daher hier ein kleiner Ausflug in das „Land der aufgehenden Sonne“, das diesen Umstand auch in seiner Flagge darstellt.

Shizuoka

Koya wurde in Shizuoka geboren, einer Stadt mit etwa 700.000 Einwohnern am Meer und einem atemberaubenden Panorama mit dem Berg Fuji im Hintergrund.

Shizuoka, der Geburtsort von Koya

Der gleichnamige Verwaltungsbezirk Shizuoka bezeichnet sich Präfektur und kann in der Größe mit 7.700 km² am ehesten mit Kärnten verglichen werden. Der Unterschied liegt in der sechsfachen Bevölkerungszahl. Kärnten: 561.000, Shizuoka: 3.643.000. Der „Peter Kaiser“ von Shizuoka heißt „Jimin kaikaku kaigi“, seine Partei ist die „LDP-Reformkonferenz“ (=Liberaldemokraten). Interessant ist die reiche Symbolik, die man offenbar in Japan zur Charakterisierung einer Gegend. Der Präfekturbaum ist die Duftblüte, die Präfekturblume ist die Azalee, der Präfekturvogel ist der Prinzen-Paradiesschnäpper und die Hymne besingt den Fuji: Fuji-san yo yume yo tomo yo („Fuji! Traum! Freund!“)

Fußball in Japan

Man muss wissen, dass Fußball in Japan eine sehr junge Sportart ist. Die Profiliga wurde erst 1989 gegründet. Die meisten Mannschaften sind Werksmannschaften großer Unternehmen, wie etwas Toyota, Mitsubishi, Yamaha oder Hitachi.

S-Pulse

Der Verein, für den Koya spielte heißt S-Pulse. Der Verein wurde mit Absicht gegründet, Werbung für die Region zu machen. Es gibt mit Jubilo Iwata einen etwas stärkeren Stadtrivalen. S-Pulse musste 2015 einmal absteigen, um aber gleich wieder in die höchste Spielklasse zurückzukehren. Derzeit liegt S-Pulse nach 21 Spielen auf Platz 14 von 18. Auf der WIkipedia-Seite sehen wir auch Koya als einen der 29 Spieler, davon zwei Brasilianer, einen Koreaner und einen Australier.

Tickets

In Japans höchster Spielklasse kauft man in einem einheitlichen Webshop. Ich habe eine angebotene Begegnung angeklickt und eine durchschnittliche Kategorie gewählt und müsste 3.900 JPY zahlen. Das sind 33 Euro, also durchaus mit Österreich vergleichbar.

Stadion

Die Stadt Shizuoka liegt am 35. Breitegrad und damit etwa so wie das europäische Malta. Das könnte erklären, warum das 20.000 Zuschauer fassende Stadion des Vereins S-Pulse kein Dach benötigt. Kleine Dächer sind über den VIP-Bereichen.

In unmittelbarer Nähe des Stadions befindet sich ein gigantisches Solar-Kraftwerk mit etwa 7500 Solarpanelen.

1 Stadion von S-Pulse, 2 Solar-Kraftwerk, 3 Wohngegend

Blick auf Koyas bisheriges Stadion (Google Street View)

Blick auf eine Wohngegend in der Nähe des Stadions (Google Street View):

Alles sehr eng, Parkplätze nur auf dem eigenen Grundstück, kaum Gartenfläche. Alles schaut sehr sauber und geregelt aus. Abenteuerlich wirkt auf uns die allgegenwärtige Außenverkabelung.

Koya

Wir hoffen, dass Zokis Idee, einen ehrgeizigen Stürmer aus einem als diszipliniert bekannten Land zu holen, langfristig eine Hilfe für die Rapid-Baustelle „Sturm“ sein wird. Wie sich Koya bemüht hat, schon seine Begrüßungsworte in Deutsch zu formulieren, zeigt seinen Respekt vor seinem neuen Umfeld und ist wohltuend im Vergleich mit den letzten Legionären. Wir hoffen, dass ihm seine Spielerkollegen bei den ersten Schritten durch Wien behilflich sind und ihm die Integration in das Team bald gelingen möge.

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Kader 2019/20

Die heutige Bekanntgabe der Verpflichtung von Koya Kitigawa war der Anlass, diese Geldbörsenversion unseres Kaders heruzustellen.

Den aktuellen Kader finden wir natürlich auf der Rapid-Homepage. Auf der Homepage des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ gibt es zwei weitere Versionen:

Seit einigen Jahren stelle ich auch einen „Ferdinand-Kader“ zusammen.

Unser Mitglied Ferdinand hat durch eine Zuckererkrankung eine eingeschränkte Sicht und orientiert sich ausschließlich an den Rückennummern der Spieler. Da sich diese Nummern manchmal ändern, hilft es ihm, einen nach Nummern geordneten Kader auszudrucken.

 1 Strebinger
 3 Müldür
 4 Barac
 6 Sonnleitner
 7 Schobesberger
 8 Schwab
 9 Fountas
10 Murg 13 Schick 14 Grahovac 15 Martic 17 Dibon 18 Szántó 19 Potzmann 20 Hofmann 21 Knoflach 24 Auer 25 Gartler 27 Badji 28 Knasmüllner 30 Greiml 31 Ullmann 32 Kitagawa 36 Arase 39 Ljubicic 48 Demir 49 Wunsch

Sollte es noch Veränderungen geben, wird dieses Bild in einer angepassten Version erzeugt. 

Mitglieder des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ können sich das Bild bei der nächsten Mitgliederversammlung im August mitnehmen. Es ist geplant, diese Darstellung bei den Spielen gegen Altach und gegen den LASK auf der Ost- und Nord-Tribüne zu verteilen.

Herstellung

Wer diese Grafik händisch herstellen will, braucht Zeit. Und wenn er die nächste Version erstellt, braucht er wieder viel Zeit. Diese Zeit ist besser investiert, wenn man dazu ein Programm verwendet, das eine SVG-Datei automatisch aus einer CSV-Spielertabelle erstellt. Das folgende Archiv enthält alle Dateien, die zur Herstellung benötigt werden.

Didi & Steffen


Steffen, der eher Zurückhaltende, Didi, der Extrovertierte, den man nicht erst zum Plaudern einladen muss, waren die Gäste von Alex, Christoph Florian, Franz, Gregor und Martin in der Rekordmeisterbar.

Ein solches Treffen ist ein Erlebnis der Extraklasse. Wir durften zwei Stunden lang in die uns Zuschauern scheinbar so vertraute Fußball-Welt eintauchen und nach diesen zwei Stunden wurde mir bewusst, dass – so sehr wir uns bemühen, alles zu verstehen – wir akzeptieren müssen, dass es eine völlig andere Welt ist, in die wir da hineinschnuppern.

Gregor, Robert, Alex, Steffen, Florian, Franz, Didi, Martin, Christoph

Dass die Pfiffe der Schiedsrichter nicht nur für uns Zuschauer manchmal ein Rätsel sind, wurde von unseren Gästen bestätigt. Dass der Spielort und die Kulisse einen Einfluss auf die Schiedsrichterentscheidungen haben, ebenso. Interessant war die gute Bewertung von Steffen für Fritz Stuchlik wegen seiner Berechenbarkeit und auch für Thomas Steiner wegen seiner objektiven Spielleitung.

Wir haben bei der 120-Jahr-Feier die „glorreichen“ Spiele von Rapid gegen Inter gesehen. Man ist damals auch ausgeschieden, aber denkbar knapp. DIdi erklärt, dass in diesen 30 Jahren sich die Kluft zwischen Klubs in den Top-Ligen und dem Rest der Fußballwelt immer mehr verbreitert hat und daher Vergleiche mit früher nicht angebracht sind.

Rapid müsse sind verstärkt um das Spiel „gegen den Ball“ bemühen, weil die vermeintlich schwächeren Klubs gerade das gut beherrschen und es für Rapid immer schwerer wird, diese Abwehrriegel zu knacken.

Aussagen, denen ich gar nicht zustimmen kann, sind solche, dass die Spieler ja gut bezahlt wären und man sie daher nach Belieben – schon fast so wie Automaten – einsetzen kann. Etwa, dass Didi darauf keine Rücksicht nehmen kann, ob Stefan Schwab in Mailand in der Startelf sein wollte, spielt in den seinen Überlegungen keine Rolle. Die Befürchtung, dass hier ein Feldherr Zinnsoldaten verschiebt, ohne auf die Befindlichkeit seiner Soldaten zu achten, hat sich bedauerlicherweise bestätigt.

Ich habe unseren Gästen eine persönliche Datensammlung, die alle Spiele, Tore und Mitspieler enthält. Es handelt sich dabei um alle Spiele, die sie persönlich bestritten haben. Ich habe übersehen, eine Liste der Gelben und Roten Karten anzuhängen. Da aber Didi für diese Verwarnungen allen in Erinnerung ist, hole ich das hier nach und sende Ergänzungsblätter zu dieser Datensammlung.

In diesem „Karten-Ranking“ kann Steffen auf 46 Karten in 540 Spielen, also in 12 Spielen eine Karte und Didi auf 147 Karten in 177 Spielen zurückblicken, also praktisch in jedem Spiel eine Karte. Anders gesagt, wenn Steffen eine Karte bekam, dann bekam Didi deren 12! Je nach Temperament kann man nun ein Fairness-Ranking veranstalten, dann wäre Steffen der klare Sieger oder ein „Böser-Buben“-Ranking, dann ist Didi klar voran. Chacun à son goût!

Wir können froh sein, dass in der heutigen Zeit der Helikopter-Eltern, die die Schritte ihrer Sprösslinge genau verfolgen, Steffen sich um den Nachwuchs kümmert, weil diese Elterngeneration eher dazu neigt, den Kindern Probleme aus dem Weg zu räumen (Rasenmähereltern) und sie die härtere Gangart eines Didi abschrecken könnte.

Didi erwähnt, dass die „MTTLFT (Mean Time To Live For Trainers)“ nur mehr 13 Monate beträgt, weil der Kampf um den Abstieg und um die besten Plätze wegen der hohen zu erwartenden Gewinne/Verluste immer größer geworden ist. Wir wünschen natürlich ihm und uns allen, dass er uns länger erhalten bleiben möge und sich der Erfolg in Hütteldorf wieder einstellt.

Weil die Gespräche mit Didi so amüsant wie lehrreich sind, war es für ihn schwer, den Fragen zu entkommen.

Martin, Alex, Christoph, Gregor, Florian, Didi

Wir bedanken uns bei Alex, Denisa und Steffi für die freundliche Bewirtung, bei Robert für die Organisation und bei Andy Marek, der nach einem Spitalsaufenthalt statt nach Hause zu fahren, unser Treffen noch in die Wege geleitet hat.

Links

Kartensammlung fehlt noch in den Datensammlungen.

Mit Gogo und Schneckerl…

… zu Gast in der Rekordmeisterbar.

Zwei sehr authentische Persönlichkeiten mit einem Traumjob in einem partnerschaftlichen, fast kameradschaftlichen Verhältnis. Warum wir gerade diese beiden Rapidler eingeladen haben, kann man so deuten: beide kamen nicht als „Die Superstars“, die man gezielt ausgesucht hat, aber beide haben sich als ein Glücksgriff erwiesen, der eine als Spieler, der andere als Trainer.

Stephan Auer

„Schneckerl“ spielte in dieser Saison in 2 von 3 Cupspielen und in 18 von 19 Ligaspielen. Nur der Kapitän hatte um zwei Einsätze mehr. Das ist kein Zufall, das beruht auf einer Top-Leistung und auf gegenseitiger Wertschätzung. Stephans Marktwert kletterte von 450.000 in den beiden letzten Saisonen auf nunmehr 600.000. Auf Stephans konstante Leistung kann sich sein Trainer verlassen. Bemerkenswert ist auch die schnörkellose Laufbahn von Stephan: Schwechat -> Admira -> Rapid.

Goran Djuricin

„Gogo“, unser Trainer, ist durch eine Verkettung von Zufällen – wie so oft im Leben – im Wettstreit um den begehrtesten Trainerposten in Österreich aus einer praktisch chancenlosen  Ausgangssituation als Trainer in Ebreichsdorf durch einen Achtungserfolg gegen Altach im Cup zuerst zum Co-Trainer bei Rapid an der Seite des von ihm besiegten Damir Canadi aufgestiegen und nicht zuletzt durch die kostenintensive Pleitensaison 2016/17 zuerst als Interimstrainer und danach auch als Cheftrainer eingesetzt worden.

Das Ergebnis nach einer halben Saison kann sich sehen lassen. Rapid erspielte unter Gogos Leitung 1,85 Punkte pro Spiel, einen Wert, den keiner der Trainer der letzten 20 Jahre erreicht hat. (Eine Ausnahme bildete Heribert Weber, der mit genau diesem Punkteschnitt, nämlich 1,84 und auf dem dritten Platz liegend gehen musste; auch so ein Fußball-Rätsel im Rückblick.) Dass dieser Wert 1,85 nicht zur Tabellenführung gereicht hat, liegt daran, dass die beiden führenden Teams außergewöhnlich viele Siege eingefahren haben, etwas, was nicht unbedingt in dieser Tonart weitergehen muss. Hier der Punktevergleich der Trainer der letzten 20 Jahre:

Trainer von bis Spiele
 S
Punkte pro Spiel
Barisic Z. 2013 2016 151 77 36 38 1,77
Barisic Z. 2011 2011 10 4 2 4 1,4
Büskens M. 2016 2016 25 11 8 6 1,64
Canadi D. 2016 2017 17 3 6 8 0,88
Djuricin G. 2017 2017 33 18 7 8 1,85
Dokupil E. 1994 1998 173 89 39 45 1,77
Dokupil E. 2000 2001 51 25 14 12 1,75
Hickersberger J. 2002 2005 154 70 38 46 1,61
Krankl H. 1989 1992 131 68 24 39 1,74
Matthäus L. 2001 2002 32 9 9 14 1,13
Pacult P. 2006 2011 210 109 48 53 1,79
Persidis P. 2001 2001 6 2 1 3 1,17
Schöttel P. 2011 2013 82 37 21 24 1,61
Weber H. 1998 2000 98 53 21 24 1,84
Zellhofer G. 2006 2006 23 7 4 12 1,09

Ich finde, dass dieser Umstand den meisten Zuschauern und vielleicht sogar den Akteuren verborgen geblieben ist. Natürlich kann man ins Treffen führen, dass wir erst auf 33 Spiele zurückblicken. Da wir aber voller Zuversicht das kommende Frühjahr erwarten, könnte sich dieser Punkteschnitt – wenn die Zuversicht keine falsche war – ja sogar noch verbessern.

Noch ein Detail ist interessant, dass nämlich Gogo mit Ebreichsdorf sogar 2,1 Punkte in vier Saisonen erzielt hat. Wenn also Damir Canadi etwas Gutes für Rapid getan hat (denn an der Punktefront lag er an allerletzter Stelle aller Trainer), dann ist es seine strategisch richtige Entscheidung, Gogo als Trainer ins Boot zu holen, denn Gogo war bisher eine Erfolgsgeschichte für Rapid. 

Interview mit Schneckerl und Gogo:

  Goran Stephan
Leistung Mit 1,85 Punkten pro Spiel (Ebreichsdorf 2,1) besser als alle unmittelbaren Vorgänger (siehe Tabelle oben) 18 Einsätze, nur Kapitän Schwab und Richard Strebinger haben 19. (In den vorigen Saisonen 18 bzw. 19  insgesamt). Universellst einsetzbarer Spieler.
Geburtsort Wien (Abstammung Kroatien 2. Generation), 11 ! Geschwister Wien (Urwiener)
Geburtsdatum 16.10.1974 (43) 11.01.1991 (27)
Haarfarbe braun brünett
Familienstand verheiratet in einer Beziehung
Kinder 2 Kinder  
Wohnort Wien 22 Wien 23
Hobbies Radfahren verschiedene Sportarten
Lieblingsspeise Mediteran Wiener Küche
Lieblingsmusik FM4, Balkan-Stil Charts, R&B (Rythm & Blues)
Handy iPhone iPnone
Computerspiel  keine Zeit Playstation
Automarke VW (Kamper) Mercedes
Anfahrt zum Stadion mit dem Auto mit dem Auto
Familie beim Spiel dabei? immer  immer
Alternativberuf 17 Jahre Pensionsversicherung, derzeit ruhend Abschluss der Admira-Akademie mit Matura. Ab 30 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften geplant.
Stationen PSV-Wien, Rapid-Jugend, Austria, Steyr, Würnitz, St. Andrä Wördern, Kapellerfeld, Donau. Karriereende 2007 (33). Als Trainer Rapid U19, Pasching, Donau, Parndorf, Österreich U20, U18, U19, Favoriten, Mannsdorf, Österreich U20, Neuaigen, Ebreichsdorf (4 Jahre) Rapid (2017) Schwechat, Admira II, Rapid (2015)
Beste Freunde im Team   Louis (Zimmerkollege), Schwab, Dibon (also alle ehemaligen Admiraner)
Vertragsende 30.6.2018 30.6.2020
Marktwert   600.000

Die Ausgeglichenheit, die Spieler und Trainer ausstrahlen, sollte uns zuversichtlich stimmen.

vlnr.: Gogo, Arnold, Florian, Franz, Christian, Stephan

Ablauf vor einem Heimspiel um 18:30

Die Antwort auf die Frage, was denn Spieler vor einem Heimspiel tun, stellte sich als ziemlich kompliziert heraus und ich habe mir sicher auch nicht alles gemerkt.

  • Treffpunkt beim Stadion
  • Fahrt ins Hotel Mauerbach
  • Auflockerungstraining
  • Entspannung
  • Mittagessen
  • Schlafen
  • Spaziergang
  • Besprechung (Erst hier wird die letzte Entscheidung über Spiel oder Bank getroffen)
  • Abfahrt ins Stadion
  • Massage/Kraftkammer
  • Aufwärmen
  • Spiel

Wer schließlich zum Einsatz kommt, wird erst bei der Besprechung am Nachmittag bekannt gegeben. (Der Trainer hat angemerkt, dass schlaue Spieler das aber auch dann schon vorher wissen, weil sie es an den vorangegangenen Trainingstagen aus dem konkreten Trainingsplan geschlossen haben, auch wenn es nicht explizit gesagt wurde.)

Bei Spielen, die am Nachmittag stattfinden, also so wie das Derby, ist dieser Ablauf nicht einzuhalten und daher haben die Spieler die Aufgabe, diese Abfolge zu Hause zu absolvieren. Man trifft sich dann ca. 90 Minuten vor Spielbeginn im Stadion.

Anlass

Es bleibt schließlich die Frage, was denn der Anlass für dieses ungewöhnliche Treffen war.

Ihr wisst, dass es bei den verschiedensten Veranstaltungen immer wieder eine Gelegenheit gibt, solche privaten Treffen zu ersteigern, und genau das haben wir getan. Die Kosten für das Abendessen haben wir selbst übernommen und bedanken uns für den Besuch !

Wir haben auch nicht vergessen, bei unseren Gästen auf unsere gemeinsame Herkunft, den „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ hinzuweisen. Bei dessen Mitgliederversammlung am 26.2. haben wir wieder die Gelegenheit, mit dem Trainer zusammenzutreffen und vielleicht kann er uns dann sagen, ob ihm die Bonboniere von der Kurkonditorei Oberlaa (aus dem 10., dem besten Wiener Bezirk!) auch geschmeckt hat, die wir als Geschenk mitgebracht haben. Gogo meinte, dass die Donaustadt, also Transdanubien der beste Bezirk wäre. So kann man sich irren!

Grüße aus Spanien

Unser Fanklub EwkiL:Rapid hat eine Grußkarte von Rapid-Spielern aus Spanien erhalten, die wir den Lesern des Tagebuchs nicht vorenthalten wollen. 

Lieber Fanklub des SK Rapid!

Mit voller Kraft und großem Engagement bereiten wir uns derzeit in Benidorm auf die Rückrunde vor. Wir hoffen, dass wir dadurch im Frühjahr gemeinsam mit Euch, viele erfolgreiche Spiele erleben dürfen und senden

grün-weiße Grüße aus Spanien

Boli Bolingoli, Thomas Murg, Louis Schaub, Stefan Schwab, Richard Strebinger

Verehrung und Verblödung

Verehrung

Die Zuneigung des Anhangs zu seinen Idolen ist bemerkenswert. Wenn man aufgerufen wird, sich für die Spieler des Vereins einzusetzen, geschieht das auch, und die Anhänger bringen sich ein, sei das Wahlverfahren noch so verzerrend. Die Ergebnisse beschreiben dann das Leserprofil des Veranstalters mehr als ihm vielleicht lieb ist. 

Die Geschmäcker des lesenden Publikums sind verschieden sogar auf dem Niveau des Boulevards.

sport24 (Österreich) berichtet „Totaler Austria-Triumph im oe24-Voting“ und präsentiert Raphael Holzhauser (und mit ihm viele andere Violette) auf Platz 1 in der Gunst ihrer Leser. In der Webausgabe der Zeitung gereicht es nur zu einer Art Erwähnung während man in der gedruckten Ausgabe die genauen Abstimmungs-Tabellen lesen konnte. 

Louis Schaub am 5.11.2016 beim Klub der Freunde

Die Krone-Leser küren Louis Schaub ein zweites Mal zum Kron-Fußballer des Jahres. krone.at titelt mit „Doppelpack! Rapids Schaub ist Fußballer des Jahres“ und bietet mit der Seite „Der Endstand bei den Herren“ eine tabellarische Darstellung der Endergebnisse. Weil diese Darstellung vollständig ist, können wir auch weitere Details aus der Tabelle ablesen.

Etwa gab es 678.086 abgegebene Stimmen und wenn man nun die Stimmen für Spieler der Vereine zusammenzählt, ergibt sich eine interessante Reihung:

Abgegeben Stimmen pro Verein (Krone-Fußballerwahl)

Verein Spielerzahl Stimmen
Rapid 19 140.985
Westham 1 112.652
Admira 13 107.302
Mattersburg 16 71.730
Austria 34 62.741
RB Salzburg 19 36.900
Bayern 2 28.196
Ried 8 20.019
Schalke 2 18.990
Leipzig 2 14.496
LASK 9 9.482
Sturm 22 9.264
Innsbruck 7 7.785
Brighton 1 4.256
Wolfsberg 10 4.084
Neustadt 7 3.537
Hartberg 14 2.891
Pölten 8 2.637
FAC 5 2.240
Altach 7 2.233
Kapfenberg 11 2.195
Bielefeld 1 2.081
BW Linz 12 2.002
Wattens 12 1.897

Eine weitere Auswertung zeigt uns, wie sich die 140.985 Stimmen für Rapid auf einzelne Spieler aufteilen

Spieler Stimmen
SCHAUB Louis 125.896
SCHRAMMEL Thomas 4.529
HOFMANN Steffen 3.542
SCHOBESBERGER P 2.127
SCHWAB Stefan 1.954
SONNLEITNER Mario 1.218
JOELINTON 1.006
STREBINGER Richard 168
LJUBICIC Dejan 162
WÖBER Maximilian 105
BERISHA Veton 90
GALVAO Lucas 72
MURG Thomas 43
BOLINGOLI Boli 37
KNOFLACH Tobias 27
MALICSEK Philipp 4
AUER Stephan 2
THURNWALD Manuel 2
DIBON Christopher 1

Noch etwas erfährt man aus der heutigen Krone (31.1.): mit diesem Zuspruch in der Gunst der Anhänger erreichte Rapid mit 26 ersten Plätzen (aus bisher 51 Fußballer-Wahlen) eine absolute Mehrheit aller dieser Wahlen.

Wert solcher Wettbewerbe

Man kann bei diesen Wahlen praktisch beliebig viele Stimmzettel abgeben. Letztliche zeigt die Menge der Stimmen für einen Spieler oder Trainer die Opferbereitschaft der Anhänger. Ich selbst habe an einigen Tagen drei Mail online abgestimmt aber mit unserem Karl kann ich mich nicht messen:

Karl Deix gibt 6.500 Stimmzettel für Louis Schaub ab!

Schon im Vorjahr sammelte Karl mehr als 5.000 Stimmzettel. Und heuer hat es diesen persönlichen Rekord mit 6.500 Stimmzettel noch übertroffen. Solltest Du Karl begegnen (er kommt auch zu Spielen von Rapid II) spendiere ihm ein Bier und erzähle ihm, dass wir uns durch diesen Bericht bei ihm und allen anderen, die sich ganz anonym für Rapid einsetzen! (Karl hat es nämlich nicht mit dem Internet.)

Verblödung

Spätestens seit „My Fair Lady“ wissen wir, dass man nicht als Prinzessin geboren wird; erst die Behandlung als solche macht die Prinzessin! Unsere Verehrung der Spieler wirkt sich also durchaus auf ihre Persönlichkeit aus und nicht jeder kann damit so souverän umgehen wie der Wunschschwiegersohn vieler Mütter, Louis Schaub. Bei vielen der Superstars kommt es zu einer oft bedenklichen Fehleinschätzung der eigenen Wichtigkeit. Aber die Reaktionen des Publikums auf solche Sager wie „Ich verdiene so viel, ich kann Dein Leben kaufen.“ (DiePresse vom 20.6.2012) können durchaus auch zu einem etwas verspäteten Reifungsprozess führen. 

Aber was war das? „25.000 Fans kommen wegen mir!“. (Heute vom 30. Jänner 2018). 

Stefan Stangl beim Abflug nach Lemberg am 24.8.2015

Es wäre uns in der Zeit als Stefan Stangl noch bei Rapid spielte, nicht aufgefallen, welch seltsame Gedanken sich in dem damals durchaus sympathisch wirkenden Stefan entfalten werden. In der Salzburger Versenkung abgetaucht, ist ihm die frühere Verehrung durch das Rapid-Publikum offenbar schwer abgegangen (Stefan bekam in der Krone-Wahl 51 Stimmen) und er hofft sie in seiner neuen Favoritner Heimat wiederzu erlangen. Allerdings wird er sich dort auf eine Verehrungs-Schmalkost gewöhnen müssen. 

Sollte ihn daher sein Trainer am Sonntag zum Einsatz bringen, dann kann er der kollektiven Ablehnung durch den Rapid-Anhang gewiss sein. Und nicht einer der Zuschauer wird „wegen ihm“ gekommen sein, weil sie alle Rapidler sind und solche finanziell motivierte Wechsel so gar nicht goutieren. 

Fußballer ist kein Beruf wie andere

Wer in einem Lohnberuf den Arbeitgeber wechselt, wird weder bejubelt noch ausgepfiffen, das gehört zum beruflichen Alltag. Nicht so bei einem Gewerbe, das eine so große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht  wie es der Fußball tut. Die emotionale Investition Tausender Menschen in die Beziehung zu den Spielern muss von diesen bei ihren Entscheidungen mitgedacht werden. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Spieler von einem Dorfklub zu RB wechselt oder ob es ein Rapid-Spieler ist. Denn ein Wechsel zu einem direkten Konkurrenten verletzt die Gefühle der Massen*) und die frühere Zuneigung schlägt in Abneigung und Hass um. Jeder Spieler weiß das und sollte das bei seinen Entscheidungen berücksichtigen. 

Diese für Rapidler nicht gut verdauliche Karriere von Stefan: Sturm -> Wiener Neustadt -> Rapid -> Salzburg -> Austria zeigt uns aber auch, dass wir dieselbe Person zu verschiedenen Zeiten verschieden sympathisch einschätzen obwohl sie ja immer dieselbe ist. Und auch wenn es beim Publikum im Augenblick gut ankommt, wenn Spieler wappenküssend zum Fanblock eilen, würde ich mir wünschen, dass sie das etwas ehrlicher und weniger theatralisch zelebrieren würden. Diese Beteuerungen einer Zugehörigkeit gehören zum Geschäft, aber für die Anhänger ist es kein Geschäft, für die Anhänger ist es ernst, todernst. 

In der Reportage über die Erfolge der Annemarie Moser-Pröll (in der Vorwoche in ORF III) wurde berichtet, dass sie bei der Ankündigung des Karriereendes Morddrohungen erhalten hat und ihr Wohnhaus einige Zeit bewacht werden musste. 

*) „Religiöse Gefühle“

Grundsätzlich bin ich ja ein entschiedener Gegner, einem „Gefühl der Massen“ Gewicht oder gar Recht zuzuweisen. Aber Fußball ist ein Spiel und eine Spielwiese für solche Phänomene und anders als bei den klassischen Religionen sollten solche Gefühle beim Spiel ausgelebt werden können, weil wir sie im sonstigen Alltag so gar nicht brauchen können. 

Materialien zum Download

Philipp & Stephan

Vertragsverlängerungen

Vertragsverlängerungen gehören zum Alltag von Sportdirektoren, sagen uns aber viel über die Einschätzung der Spieler durch die sportlichen Führung. Diese Einschätzung muss sich nicht immer mit der des Publikums decken, und trotz aller Expertise können sich die Experten durchaus auch kräftig irren – das Publikum natürlich auch.

Fredy Bickel hat es beim Stammtisch klar gesagt: es ist natürlich für talentierte junge Spieler wünschenswert, dass sie in eine große Liga wechseln. Aber es ist in ihrem eigenen Interesse, das nicht zu früh zu tun und vor allem nicht, ohne bei Rapid einen Vertrag zu unterschreiben. Dass es gelungen ist, beide Talente Philipp & Stephan an den Verein zu binden und dass sie das mit offensichtlicher Freude tun, lässt uns für die Zukunft hoffen, dass durch die einfühlsame Handhabung dieser Vorgänge durch den Sportdirektor ein Zusammenhalt im Team geschaffen wird, der sich auf die Mannschaftsleistung positiv auswirkt.

Vereinstreue

Heutige Vereinstreue schaut etwas anders aus als in den 50ern oder gar 20ern aber es scheint sie immer noch zu geben. Man muss sie nur anders definieren. Früher war der Verein eher Arbeitgeber für eine ganze Fußballer-Karriere; heute ist der Verein eher eine Art Auslage, in der wechselwillige Spieler ihre Talente zur Schau stellen.  Und für Spieler ist es natürlich vorteilhafter, sich in der „Kärtnerstraße“ zu präsentieren als in der „Favoritenstraße“. Insofern spielt also die „Lage der Auslage“, also die Kundenfrequenz und das Renommee durch Tradition eine große Rolle. Man kann daher daraus durchaus ableiten, dass die Tradition und die Zuschauerzahlen auch Tore schießen.

Jede Ware will verkauft werden und jeder Produzent will dafür den höchst möglichen Preis erzielen. Spieler bei Rapid verkaufen sich besser und erzielen höhere Preise. Die Spieler wissen das und bedanken sich bei Rapid durch diese vorzeitigen Vertragsverlängerungen. Die gegenseitige Wertschätzung signalisiert steigert den Preis für den Spieler, eine Win-Win-Situation.

Es geht aber auch anders: ich erinnere mich an den Abgang von Alexander Gorgon zu Rijeka. Seine Interviews zeichneten eine eigenartiges Bild vom Innenleben des Stadtrivalen. Und auch bei Rapid passieren gewisse Ungereimtheiten, wenn nämlich der Verein auf die weitere Zusammenarbeit mit Spielern keinen Wert mehr legt und ihnen keinen Vertrag anbietet. Manchmal irrt sich der Verein in dieser Einschätzung.

Auch das Publikum irrt

Bei Philipp Schobesberger dürfte Übereinstimmung in der Einschätzung seiner Qualitäten zwischen Publikum und Verein bestehen. Bei Stephan Auer ist das aber etwas anders. In meiner Umgebung wird die Spielweise von Stephan weniger schätzt. Es dürfte aber ziemlich klar sein, dass wir alle, die das Geschehen am Spielfeld verfolgen, viel zu wenig davon verstehen, um es auch endgültig beurteilen zu können. Der Trainer sagte in einem Interview, dass Stephan Auer der am meisten unterschätzte Spieler bei Rapid ist.

Was meine Tabellen dazu sagen: Stephan Auer ist ein außerordentlich vielseitiger Spieler und daher sehr flexibel einsetzbar. Stephan wurde in allen bisherigen 15 Ligaspielen eingesetzt und kommt auf 80 Einsatzminuten pro Spiel. Übertroffen wird er dabei nur von Richard Strebinger (15 Spiele, 90 Minuten) und Stefan Schwab (15 Spiele, 88 Minuten).

Fest steht, dass Verein und sportliche Leitung alles unternehmen, um Siege einzufahren. Und das Trainerteam hat eine Ausbildung, wie wir sie nicht haben. Wenn daher Trainer einen Spieler regelmäßig einsetzen, dann wissen sie, warum sie das tun. So ein Trainerposten ist – wie wir wissen – kein Job zum Ausruhen. Der Trainer wählt die am besten Geeigneten für ein Spiel aus und auf seine Expertise müssen wir uns verlassen, so wie wir uns darauf verlassen, dass der Chirurg seine Sache gut macht, dass unser Haus nicht zusammenfällt und dass unser Handy funktioniert.

Es freut mich sehr, dass ich Bilder von einer außerordentlichen Qualität zeigen darf, die man als Gelegenheitsfotograf normalerweise nicht machen kann.

Was der Verein dazu sagt

143. Rapid-Viertelstunde vom 24.11.

  • Mit Planung zum Erfolg
  • Abverkauf alter Fanshop
  • Hauptversammlung naht
  • Schobesberger verlängert
  • Stefan Schwab-Interview
  • Link zum Video

Man muss schmunzeln, wenn man liest, dass man mit „Planung zum Erfolg“ kommt und im selben Video unser Trainer im Interview darüber berichtet, dass die Hälfte aller Tore (und in weiterer Folge natürlich auch die Spielergebnisse und schließlich auch die Titel) Produkte mit großer Zufallskomponente sind. Es kann auch einmal Pasching Cupsieger werden, wie wir wissen, aber niemand bei Pasching hat das geplant. Rapid plant diesen Erfolg sein 20 Jahren aber er stellt sich nicht ein. Weil man Erfolg nicht planen kann! Man kann nur Wahrscheinlichkeiten erhöhen, die aber allesamt keine Sicherheiten darstellen.