Der Probst war mein Liebling

Heinz Deutsch stellt unseren Obmann Gerhard Niederhuber in der 23. Folge seines Podcasts 1899fm.net in einem Interview vor. Hier sein einleitender Text:

Gerhard Niederhuber ist der Obmann des ältesten Anhängerklubs Rapids, dem Klub der Freunde des SC Rapid. Mit dem Wiener Original habe ich unter anderem über seine Anfänge als Rapidfan in den 1950ern gesprochen, die legendäre Mannschaft um Happel, Hanappi und die Körner Brüder, seinen Lieblingsspieler Erich Probst, wie er Rapid einen Meistertitel ermöglichte und warum die heutigen Kicker amikaler und besser sind.“

1899fm.net

Hier findest Du eine vollständige Liste aller bisher erschienenen Podcasts von Heinz Deutsch:

Heinz Deutsch

1899fm Heinz‘ Rapid Podcast

Seit gestern gibt es einen neuen Rapid-Nachrichtendienst der besonderen Art. Er ist für Freunde von Podcasts. Man liest nicht, man hört.

Homepage von 1899FM

Bezugsmöglichkeiten

Du kannst den Podcast hören über

Leser des Tagebuchs, die auch die Pressemeldungen abonniert haben, werden über neue Folgen des Podcasts nach Erscheinen informiert. In der heutigen Folge der Pressemeldungen (Versand nach dem Nürnberg-Spiel), wird stehen:

Beispiel für den Eintrag im Rapid-Pressespiegel des Tagebuchs

Um zu erfahren, welche Kanäle dieser Pressespiegel „anzapft“, schau auf die Seite „Rapid-Berichterstattung„.

Autor

Autor des Podcasts 1899FM, Heinz

Autor Heinz ist ein Rapid-Urgestein im Block-West, Mitglied beim „Hütteldorfer Xindl“. Wer mehr über Heinz erfahren will:

Stadium

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe von 10 Rapidlern war Teil des Theaterstücks „Stadium“ von Mohamed El Khatib. Begonnen hat alles schon Anfang April, bei Interviews im Allianz Stadion.

Ein Einführung in das Geschehen gibt der Autor im folgenden Video:


2018-05-28 Generalprobe

Zehn Rapidler treten in jenem Theater an der Wien auf, das von Emanuel Schikaneder aus den Einnahmen aus der Zauberflöte erbaut wurde und in dem auch Beethovens Fidelio uraufgeführt wurde.

„Stadium“ ist der Name eines Theaterstück über Fußballkultur von Mohamed El Khatib. 53 Fans des nordfranzösischen Zweitligisten RC Lens (Lens ist eine norfranzösische Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern) zeigen das Stück im Rahmen der Wiener Festwochen am 29. und 30.5. im Theater an der Wien. Sie haben es schon 30 Mal aufgeführt, Wien ist die erste Auslandsstation, danach geht es nach Hamburg. Und so wird das Stück in einem Plakat angekündigt:

Damit es einen Bezug zu Wien gibt, suchte man einen Wiener Fußballklub mit Wurzeln im Arbeitermilieu und fand den SK Rapid. Laurin Rosenberg suchte und fand 10 zur Mitarbeit bereite Rapid-Fans. Ich staunte nicht schlecht, als ich in der Besetzungsliste (unter dem Bild) meinen Namen und den eines Rapid-Mitkämpfers gefunden habe:

Interviews

Zwei Ergänzungen sind es, die dem Stück einen Wienerischen Anstrich geben. Bereits im April wurden vom Autor gemeinsam mit Iris von den Wiener Festwochen Interviews mit den Rapidlern gedreht. Im Artikel „Vorbereitungen“ wurde darüber berichtet.

Ein solches Interview im April hat ca. 20 Minuten gedauert, das sind insgesamt 200 Minuten für die 10 Akteure. Aus diesen 200 Minuten wurden etwa 5 Minuten ausgewählt, aufgeteilt auf zwei Kurzvideos. Ich kam in beiden vor, und ich sage Euch, die haben auf ein Hoppala gewartet und ich habe ihnen das geliefert. Nach dem Interview sagte ich, man könne das ja herausschneiden. „Ja, ja“, haben sie freundlich genickt – und genau diese Stellen haben sie dann ausgewählt. Ich kenne ja den Text der alten Hymne, habe aber in der ersten Strophe den Text der ersten mit dem Text der zweiten vertauscht und wusste prompt nicht weiter, weil die Melodie zu dem Textgemisch nicht gepasst hat – und genau das wurde ausgewählt.

Cool war das Interview eines zweiten Franz, der erzählt hat, wie er als Kind im Garten Rapid gegen die Austria gespielt hat und die Austria bei diesem Spiel nur dann die Chance auf ein Unentschieden hatte, wenn ihn seine Mutter während des Spiels zum Essen gerufen hat.

Ebenso originell war das Interview einen FanIn, die sich zuerst in einen Rapid-Fan verliebt hat und als diese Beziehung nach einem Jahr zu Ende ging, blieb die Liebe zu Rapid bestehen.

Der zweite Ausschnitt betraf die Frage nach dem Unterschied zwischen Theater und Fußball. Einer der Interviewten hat das auf den Punkt gebracht: beim Theater ist man passiver Konsument, beim Fußball ist man Akteur, der durch seinen oft beachtlichen Aufwand einen Teil zum Gesamtergebnis beiträgt. Meine Passage diente als Überleitung zum Interview mit dem Rapid-Pfarrer, weil ich den Unterschied daran festgemacht habe, dass bei einer Theateraufführung oder auch bei einer Messe der Ausgang eines Stücks feststeht und die Handlung vorgezeichnet ist, während beim Fußball das Ergebnis eines Spiels den Weg für den weiteren Weg einer Mannschaft zeichnet und niemand vor dem Spiel weiß, wohin dieser Weg führt.

Unser Herr Pfarrer ist in dem Dilemma, dass er uns sein Produkt „Gott“ verkaufen will und er einerseits meint, alles komme von Gott und anderseits dann Gott doch nicht den Fuß des Fußballspielers lenkt. Oder doch lenkt? Er positioniert sich in dieser Frage nicht ganz klar. Das ist aber auch egal, Hauptsache wir (Rapid) haben die erste Statue von Aloisius Scrosoppi, den Fußballheiligen, bei uns im Stadion.

Generalprobe

Am 28.5. wurde es ernst und die zehn Rapidler hatten ihre erste Probe in den Räumen des Theater an der Wien. (Am 29.5. folgt noch eine allerletzte Probe vor der Premiere.) Blick auf die Probenräume.

Wir bekommen jeder 200,- Euro und füllen dafür einen Dienstzettel für eine geringfügige Anstellung aus. Dann wird noch eine Einverständniserklärung für die Vermarktung der Bilder abgegeben.

Mohamed, der Autor (rechts) und der Übersetzer erklären uns das Stück.

Hier ein Blick auf die Bühne. Man sieht eine Video-Projektion, einen Würstelstand und eine Tribüne. In den Zuschauerreihen sieht man den Autor, der die Probe beobachtet.

Ganz egal, ob Startenor oder Statist, alle bereiten sich auf ihren Auftritt hinter der Bühne vor. Man beobachtet in einem Monitor den Ablauf auf der Bühne. Eine Inspizientin weist die Akteure an, sich auf den Auftritt vorzubereiten.

Unser Auftritt beginnt in der Mitte der „ersten Halbzeit“.

Wir kommen langsam auf die Bühne und skandieren dabei „Hurra, hurra, die Wiener, die sind da!“. Wie sich das im Ernstfall anhört, kann man von einer Aufnahme aus der Linzer Gugl vom  14.8.2007  hier nachhören. Es folgt ein Interview des Autors mit den Rapidlern, die dann die alte Rapid-Hymne singen.

Jetzt kommen die französischen Fans und es erfolgt eine Art Verbrüderung mit Bussi-Bussi und Bier, Ottakringer, versteht sich. Bierkonsum wird als wichtiges gemeinsames Merkmal von Fußballfans angesehen, wie man an den eingeblendeten Kiosk-Preisen sieht, wo Wasser eine Vielfaches von Bier kostet.

Danach malen wir hinter der Tribüne ein Transparent, das nach einer Soloeinlage einer Französin auf der Tribüne angebracht wird.

Mit einem gemeinsamen Schlusslied verlassen wir die Bühne.

In der Pause sind wir das, war wir sind, Fans, und mischen uns unters Publikum.

In der zweiten Hälfte beobachten wir die Aufführung von der Tribüne. Hier einige Eindrücke davon:

Links

Cheer Leader

Fahnenschwinger George

Pfarrer

Trommler


2015-05-29 Premiere

Wir sollten noch an einer anderen Stelle des Stücks dabei sein und dazu mussten wir die Text zweier Lieder lernen. Wir haben uns bemüht, aber ein „la-la-la“ ist in solchen Fällen der immer angebrachte Text.

Dans le malheur ou la gloire nus on est la

deutsch

Wir sind da, wir sind da,
wie im Pech und auch im Glück ja sind wir da.
Für die Liebe zum Trikot, das ihr auf dem Körper trägt,
wie im Pech und auch im Glück sind wir da.

französisch

Nous on est là, nous on est là,
même si vous ne le méritez pas nous on est là!
Pour l’amour du maillot,
que vous portez sur le dos,
même si vous ne le méritez pas nous on est là!

Was uns aber abgeht, ist ein Lied, das die Gegend beschreibt, von der wir kommen und das hat der RC Lens über seine Vergangenheit als Bergbaustadt. Das „Wir sind Wiener, asoziale Wiener…“ ist zwar selbstironisch aber etwas zu derb und viel zu weit in deutschen Stadien bekannt.

Le Corons (Pierre Bachelet)

deutsch

Im Norden war die Bergarbeitersiedlung
Die Erde war Kohle
Der Himmel war der Horizont
Die Männer Minenarbeiter
...

französisch

Au nord, c'étaient les corons
La terre c'était le charbon
Le ciel c'était l'horizon
Les hommes des mineurs de fond

Nos fenêtres donnaient sur des fenêtres semblables
Et la pluie mouillait mon cartable
Et mon père en rentrant avait les yeux si bleus
Que je croyais voir le ciel bleu
J'apprenais mes leçons, la joue contre son bras
Je crois qu'il était fier de moi
Il était généreux comme ceux du pays
Et je lui dois ce que je suis

Au nord, c'étaient les corons
La terre c'était le charbon
Le ciel c'était l'horizon
Les hommes des mineurs de fond

Et c'était mon enfance, et elle était heureuse
Dans la buée des lessiveuses
Et j'avais des terrils à défaut de montagnes
D'en haut je voyais la campagne
Mon père était "gueule noire" comme l'étaient ses parents
Ma mère avait les cheveux blancs
Ils étaient de la fosse, comme on est d'un pays
Grâce à eux je sais qui je suis

Au nord, c'étaient les corons
La terre c'était le charbon
Le ciel c'était l'horizon
Les hommes des mineurs de fond

Y avait à la mairie le jour de la kermesse
Une photo de Jean Jaurès
Et chaque verre de vin était un diamant rose
Posé sur fond de silicose
Ils parlaient de 36 et des coups de grisou
Des accidents du fond du trou
Ils aimaient leur métier comme on aime un pays
C'est avec eux que j'ai compris

Au nord, c'étaient les corons
La terre c'était le charbon
Le ciel c'était l'horizon
Les hommes des mineurs de fond
Le ciel c'était l'horizon
Les hommes des mineurs de fond

Wir, hinter der Bühne bekommen den eigentlichen Inhalt trotz der Übertragung über einen Monitor nicht mit. Welchen Eindruck die kaleidoskopartig aneinander gereihten Sequenzen auf das Publikum haben, sieht man nicht. Was mich daher am meisten beeindruckt hat, war die positive Aufnahme durch das Publikum. Siehe ORF-Bericht bei den Links.

Das einladenden Transparent der ersten Hälfte des Stücks sagt „Fans dringend gesucht“ und in der Pause ist das Publikum eingeladen, sich mit Getränken und Pommes von der Frittenbude auf der Bühne zu versorgen. Und das gelingt auch gut, die Zuschauer strömen auf die Bühne und mischen sich unter die Fußballfans.

10 Rapidler singen die alte Rapid-Hymne

vlnr: Kurosch, Lukas, Lilo, Franz I, Jürgen, Clara, Thomas, Franz

Stadion-Stimmung in der Pause auf der Bühne

vlnr: Ursula, Jürgen, Clara, Franz I, Franz II, Thomas, Gert, Lilo

Das Stück endet damit, dass alle Darsteller, den Trommlern und dem Trompeter folgen und sich vor dem Theater versammeln und dort populäre Fußballlieder singen und dazu tanzen; auch die Marseillaise.


Links


2018-05-30







(Aufnahme Clara)

2018-06-01

Heimfahrt der Fans des RC Lens im Bus

Krawall-Ranking der Krone

In einem Artikel der Krone vom 23.5.2018 titelt man; „Krawall-Klub Rapid: Anzeigen haben sich verdoppelt“.

Es kommt halt immer drauf an, wie man die Zahlen liest und wie man sie dem Leser vorbereitet. Versuchen wir also, die Zahlen der Krone mit der Realität in Einklang zu bringen. Im Krone Artikel werden die Saisonen 2015/16 und 2016/17 dargestellt. Die erste Saison war die letzte im Happel-Stadion und die zweite Saison war die erste im Allianz-Stadion.

Die Darstellung suggeriert, dass die Vorfälle bei Rapid „explodiert“ wären. Man sieht das am langen roten Balken und der Zahl 193. Daraus folgert also die Krone, dass Rapid ein „Krawall-Klub“ ist.

Ebenso wahr wie die Zahl der Vorfälle kolportiert durch die Krone ist, dass bei Rapid im Schnitt mehr Zuschauer anwesend sind als bei Sturm und Austria zusammen. Und jedes Kind weiß, dass 100 Einsätze der Sanität/Polizei an einem Sommertag im Gänsehäufel viel aber 100 Einsätze am Donauinselfest wenig sind. Der Grund ist einfach die Zahl der Besucher. Je mehr Besucher, desto mehr Vorfälle.

Außerdem wissen wir, dass bei den Vorfällen bei Rapid sehr genau geschaut wird, weil Krone & Co. damit die Auflagenzahlen in die Höhe treiben können – wenn dort etwas los ist. Wenn das anderswo ist, zum Beispiel

  • beim Südstadtspiel der Violetten lagen vor dem Fanblock eine Unmenge an Gegeständen am Spielfeld, aber gekümmert hat das niemanden.
  • bei Auswärtsspiel von Rapid beim LASK flogen ebenfalls Feuerzeuge gegen Strebinger aber das hat dort niemanden interessiert
  • ist die Haltung gegenüber Pyro-Shows alles andere als klar. Mal ist es in gewissen Bereichen toleriert, mal ist es wieder ein Verbrechen. Und da solche Pyro-Shows bei Rapid gerne verwendet werden, kann es da schon einmal zu einem Überschießen der Zahl der Vorfälle vorkommen, denn fast wie am Spielfeld sind diese Zahlen von „Vorfällen“ sehr stark vom zufälligen Verlauf der Spiele und der Saison abhängig.
  • beim Umzug vom Happel-Stadion ins Allianz-Stadion ist wahrscheinlich die Aufmerksamkeit gestiegen, vielleicht gibt es auch bessere Video-Überwachung
  • müssen wir bedenken, dass durch die große Nähe der Zuschauer zum Spielfeld auch die Möglichkeit für Vorfälle größer geworden ist.

Aber ganz unabhängig von dieser Einseitigkeit der Beobachtungen, die sich dann auch in der Zahl der Vorfälle niederschlägt, schlage ich vor, die Anzahl der Vorfälle auf die Anzahl der Zuschauer zu beziehen, denn absolute Zahlen haben bei verschieden großen Menschenmassen wenig Sinn.

Beispiel: Es ist einleuchtend, dass es im Burgenland aufgrund der Flächenverhältnisse weniger Verkehrsunfälle gibt als in Niederösterreich, dennoch könnte es gefährlicher sein im Burgenland zu fahren, wenn man die Unfälle auf die Anzahl der Fahrzeuge oder auf die gefahrenen Kilometer bezieht.

Normiert man also die Anzahl der Vorfälle auf die Zuschauerzahl, dann kommt man auf ein ganz anderes Ergebnis wie die Krone:

Zuschauer Vorfälle relativer Anteil
(Bundesliga) (Krone) %
2015/16
Rapid 18860 86 0,46%
Sturm 8495 84 0,99%
Austria 7163 87 1,21%
2016/17
Sturm 10530 93 0,88%
Rapid 21033 193 0,92%
Austria 7921 79 1,00%

In der letzten Happel-Saison 2015/16 war es so, dass die Vorfälle bei Rapid bezogen auf die Zuschauerzahl weniger als halb so viele waren als bei den beiden anderen Vergleichsvereinen.

In der ersten Allianz-Saison 016/17 hat Sturm Rapid in dieser Krawall-Disziplin knapp geschlagen.

Ist es aber nicht sonderbar, dass sowohl in der vorigen als auch in der heurigen Saison die Austria dieses Krawall-Ranking anführt?

Aber klar, Rapid ist ein Krawall-Klub und daher ist ebenso klar ist, dass die Krone ein Krawall-Blatt ist. Sie vermutet Krawall, wo keiner ist.

Hier ein tolles Bild vom „Krawall-Klub“ Rapid beim Abschiedsspiel von Steffen Hofmann. Vorfall oder nicht?.

Links

Treffen der Weltreligionen

Das ist ein Tagebuch und wenn man wo nicht dabei war, kann man auch schwer darüber berichten. Aber man entkommt auch diesen Events nicht. Fast wäre also dieses Mega-Event vorbei gegangen, wäre da nicht die Begegnung in der S-Bahn gewesen:

Szene 1

Anfahrt zum Altach-Spiel mit der S80. Thema: Fußball. Mario meint, „Was dieser Papstbesuch gekostet kostet hat, man solle doch dafür besser Spieler kaufen.“

Man fragt sich, was Jugendliche in der Schule über Wirtschaft lernen, und wieso überhaupt so wenig darüber gewusst wird, wie Firmen funktionieren.

In so komplexen Apparaten wie es Firmen oder auch Fußballvereine sind, gilt wohl immer der humorige aber eben immer auch richtige Satz von Eugen Roth: „Ein Mensch sieht ein und das ist wichtig: Nichts ist ganz falsch, nichts ist ganz richtig.“

Egal, ob es um Trainer- Spieler- oder Präsidenten-Bestellungen, ob um Marketingmaßnahmen, Greenietage, Mitgliederversammlungen oder was auch immer geht, immer gibt es Alternativen und die – das muss man zugeben – müssen keineswegs falsch sein.

Aber wie Christoph Peschek immer betont: „Die Rapid-Führung unternimmt alles, um Geld für die sportliche Führung bereitzustellen und damit die Wahrscheinlichkeit für Erfolge zu erhöhen.“ [Dieses Wort „Wahrscheinlichkeit“ ist mir erstmals bei der letzten Mitgliederversammlung des Klub der Freunde aufgefallen und es beschreibt etwas besser, dass niemand, auch nicht die europäischen Spitzenklubs, die Ereignisse bei Spielen im Detail kontrollieren können und daher der Zufall eine wesentliche Rolle spielt. Niemand kann 23 Stangenschüsse ohne Punkteverluste verkraften; wenn Sturm vier Spiele in der Nachspielzeit knapp gewinnt, ist das auch kaum aufholbar, es sei denn, man hätte selbst auch dieses letzte Glück.]

Rapid ist ein Mitgliederverein. Aktionen, die geeignet sind, aus Fußball-Interessierten Rapid-Anhänger und aus Rapid-Anhängern Rapid-Mitglieder zu machen, sind gefragt. Was auch immer man unternimmt, es kostet Geld. Aber am wenigsten kostet es, wenn es so interessant ist, dass die Medien darüber (gratis) berichten.

Betrachten wir die Kosten einer solchen Reise. Nehmen wir an, dass Rapid alles bezahlt hat. Sagen wir es waren 30 Personen, Flug, Übernachtung und Verpflegung um 500 Euro pro Person. Daher kostete die Reise geschätzt und gerundet, sagen wir 20.000,- Euro.

Aber so einfach ist es nicht, denn auch wenn Du oder ich diese 20.000 Euro haben würden, können wir damit keine Privataudienz beim Papst bekommen. Dazu bedarf es viel mehr. Dazu braucht man zum Beispiel einen charismatischen Pfarrer wie es Christoph Pelczar ist, der seinen Chef, den Herrn Kardinal Schönborn wahrscheinlich schon seit der Stadioneröffung mit diesem Wunsch nach einer Papstreise des SK Rapid bombardiert hat (Siehe Inspirierende Stadionführung); dazu braucht es den zufälligen Umstand, dass der Schutzheilige des Fußballs, Aloisius Scrosoppi, in Kärnten zu Hause ist und der Andachtsraum im Allianz-Stadion der erste Ort in der Welt ist, in dem eine Statue des Heiligen aufgestellt wurde. Dazu braucht es aber auch die Einsicht des Vereins, dass trotz der Vielschichtigkeit des Rapid-Publikums die kulturelle Basis eine christlich-katholische ist. Leitbild: „Der SK Rapid ist offen.“] Es muss aber auch zufällig ein Papst „bei der Hand“ sein, der sich für Fußball interessiert. Würden alle Vereine in der Größenordnung von Rapid aufwärts um eine solche Audienz ansuchen, bräuchte der Papst einen Doppelgänger, um dieses Arbeitspensum abarbeiten zu können. Man sieht, dieser Besuch war schon etwas Einmaliges in der Fußballwelt, denn auf eine solche Idee hätten ja Tausende andere Vereine auch kommen können. Der Umstand, dass der Papst lebenslanges Mitglied bei Rapid wird, ist ein fast ebenso kitschiger Höhepunkt wie das Tor zum 4:1 beim Abschiedsspiel durch den scheidenden Steffen Hofmann.

Was hier passiert ist, ist also nicht einfach eine Reise, es ist das Ergebnis von allergrößtem Engagement, das durch eine Synergie zwischen Rapid und den Fußballsympathisanten in der Kirche ermöglicht wurde. Die Christen haben sich immer schon dadurch ausgezeichnet, andere Ideen, jetzt eben den Fußball, in ihr spirituelles Selbstverständnis einzubeziehen.

Betrachten wir nun den Gegenwert, der sich durch diese Investition von 20.000 Euro ergeben hat.

Es gibt kein Medium im Land, das diesem Ereignis nicht einen Artikel, oft auch eine Schlagzeile gewidmet hätte. Kein Fernsehkanal, der nicht in der Hauptsendezeit auf diese spektakuläre Aktion hingewiesen hätte. Rapid in aller Munde. Werbeprofis können es sicher berechnen, welchen Gegenwert diese positive Botschaft an Wert repräsentiert. Unbezahlbar, würde ich sagen, jedenfalls für Rapid nicht bezahlbar. Die Linkliste zu diesem Besuch findet sich im Anhang an diesen Text.

Szene 2

Wer es in eine Satiresendung schafft, hat schon Aufmerksamkeit erregt. Die Frage ist, wie er bei der Sendung wegkommt, ob der Eindruck beim Publikum insgesamt ein sympathischer ist. Nach den Reaktionen des Publikums und dem Gesamteindruck: klarer Sieg von Grün-Weiß gegen Violett bei…

…Willkommen Österreich am 22.5. im Abschnitt „Begrüßung“.

Hellhörig wurde ich bei der Aussage „Danach (nach der Hochzeit des Jahres) das spektakuläre Spiel St. Pölten gegen die Austria. Die Austria verliert nur 2:0 in St. Pölten, mit der Austria geht es aufwärts! Aber auch für Rapid läuft es, 4:1 gegen den Weltverein Altach!“

Aber alles Folgende dreht sich nur um die beiden „Weltreligionen“. Rapid steigt auch in der Satire gut aus, das Publikum ist begeistert.

„Aber für Rapid läuft es wirklich, nicht nur am Fußballplatz, sondern auch ganz Rapid, mit Vorstand und Management waren bei einer Papst-Audienz. Wirklich, sie waren eingeladen beim Papst. Hier das Beweisfoto:“

Bild aus Archiv presse.skrapid.com.

„Der Mann mit dem sportlichen Gesicht ist nicht der Sportminister und auch nicht Franz Wohlfahrt, das ist der Rapid-Geistliche. “ Dann eine Anmerkung über unseren Ersatztormann: „Der Mann gehört sofort exorziert und aus dem Kader geschmissen.“ (Er hatte die Hände in der Hosentasche. Das ist nur im ORF-Bild zu sehen.) …“Das ist ja das Gipfeltreffen zweier Weltreligionen. Rapid und Katholizismus. Das ist doch toll, oder?“ „Djuricin hätte das Treffen mit dem Heiligen Vater inspiriert und er überlegt, von Viererkette auf Rosenkranz umzustellen.“ „Der Heilige Vater war begeistert und hat sich gleich zwei Karten für das Spiel gegen Altach sichern lassen. Zwei, er wollte mit seinem Sohn kommen, offensichtlich. Und Rapid hat ihm ein komplett grün-weißes Rapid-Outfit verpasst und so sah dann der Heilige Vater beim Spiel gegen Altach in der Fankuve aus: „

Das Originalbild aus der Fernsehbeitrag konnte ich nicht verwenden, da steht überall „copyright“ drauf, daher habe ich das Bild nachempfunden aus einem selbstgemachten Bild und einem Ausschnitt aus einem der Bilder aus dem Medienarchiv von Rapid.

„St. Hanappi! Er hat den Fußballgott Steffen Hofmann heilig gesprochen und verabschiedet. Allah, wir wissen wo Dein Auto steht!“ „Das ist halt der Unterschied: Rapid ist ist beim Papst und die deutschen Nationalspieler Gündogan und Özil waren bei Recep Erdogan. In London haben sie eine Privataudienz bekommen…“

Satire-Sendungen und Kabarett-Aufführungen bedienen sich gerne der Metapher „Fußball“. Manchmal sind sie ausgewogen, also es bekommen Grün und Violett gleichermaßen ihre Kritik ab, wie zum Beispiel in dem Kabarett „Ballverlust“ von und mit Florian Scheuba (grün) und Alfred Dorfer (violett). Manchmal zielt die Kritik einseitig auf Rapid, wie in den ersten Folgen der Sitcom „MA 2412“ in der Rolle des Herrn Weber, dargestellt von Alfred Dorfer. Manchmal ist aber die Schieflage auch zu Gunsten von Rapid wie in der hier erwähnten Folge von „Willkommen Österreich“. Noch unsymmetrischer war die Darstellung im Rateklamauk „Was gibt es Neues“, wo mit Gerold Rudle und Florian Scheuba  gleich zwei Rapid-Protagonisten recht heftig gegen Violett ins Feld gezogen sind, aber das wurde offenbar von den Sendungsverantwortlichen bereinigt.

Links

Programm der Langen Nacht der Kirchen

Um jeweils 18:00, 19:00, 20:00 & 21:00 wird im Rapideum über die Verbindungen zwischen Rapid und Religion gesprochen.
Um jeweils 18:20, 19:20, 20:20, 21:20 wird im Andachtsraum von Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar über den Themenkomplex „Fußball und Glaube“ referiert.Um jeweils 18:40, 19:40, 20:40, 21:40 wird im Pressekonferenzraum des Allianz Stadions mit ausgewählten Vertretern des SK Rapid über ihren persönlichen Bezug zu Glauben gesprochen.

Links zum Papsbesuch

2018-05-15

DerStandard

Rapid Wien – Rapid: Eine Religion geht zum Papst: Privataudienz bei Franziskus – Auch Kardinal Schönborn dabei (11:04)

DiePresse

Rapid holt sich den Segen von Papst Franziskus: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (08:53)

Heute

Fußballgott im Vatikan: Letzte Ölung? Papst gibt Rapid eine Privataudienz: Im Kampf um Platz drei holt sich Rapid im Saisonfinish Unterstützung von ganz oben. Der Papst empfängt den Boss, Sportliche Leitung, Hofmann und Schwab. (08:34)

Laola1

Rapid reist zur Papstaudienz nach Rom: Dem SK Rapid wird eine ganz besondere Ehre zuteil. Eine Delegation der Grün-Weißen reist nach Rom und wird in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. Vertreten wird Rapid durch Präsident Michael Krammer, die Geschäftsführer Christoph Peschek und Fredy Bickel, Cheftrainer Goran Djuricin und zahlreiche Spieler um Kapitän Stefan Schwab und Ehrenkapitän Steffen Hofmann. Geht es mit dem göttlichen Segen für Rapid in Zukunft wieder bergauf? (10:16)

OÖ-Nachrichten

Rapid erhält Privataudienz beim Papst: WIEN.sterreichs Fuball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an hchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (12:03)

Österreich

Rapid reist zum Papst nach Rom: Rapid erhält am Mittwoch Privataudienz bei Papst und Fußballfan Franziskus. Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (10:47)

Plinden

Ist Thomas Letsch der richtige Trainer für Austria?: Wenn schon nicht durch einen Sieg über Meister Red Bull Salzburg versteht es Rapid auf andere Art für Schlagzeilen zu sorgen: Durch eine Privataudienz bei Papst Franziskus Mittwoch Vormittag in Rom. Kardinal Christoph Schönborn und „Rapid-Pfarrer“ Christoph Pelczar begleiten die grün.weiße Delegation um Präsident Michael Krammer, die Vorstände Fredy Bickel und Christoph Peschek, Trainer Goran […] … Weiterlesen(13:36)

Rapid

Privataudienz bei Papst Franziskus: Die Statue von Luigi Scrosoppi, dem Schutzpatron aller Fußballer. Eine auergewhnliche Ehre wird einer Delegation des SK Rapid am Mittwoch erwiesen. Frhmorgens wird eine Abordnung der Grn-Weien, darunter Prsident Michael Krammer , die Geschftsfhrer Fredy Bickel und Christoph Peschek , Cheftrainer Goran Djuricin und zahlreiche Spieler um Kapitn Stefan Schwab und Ehrenkapitn Steffen Hofmann von Wien … Weiterlesen (19:21)

SkySportAustria

Rapid Wien: Privataudienz bei Papst Franziskus: Wien (APA) – Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. Die Abordnung der Hütteldorfer wird angeführt von Präsident Michael Krammer, den […] (08:14)

SN

Rapid erhält am Mittwoch Privataudienz bei Papst Franziskus: Österreichs Fußball-Rekordmeister, der SK Rapid Wien, holt sich am Mittwoch den Segen an höchster irdischer Stelle: Eine Delegation der Wiener wird am Mittwoch nach Rom reisen und am Vormittag im Vatikan, in der Audienzhalle Paul VI. von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen. (11:18)

2018-05-16

DiePresse

„Großer Moment“: Rapid bekam Privataudienz beim Papst: Eine Rapid-Delegation begegnete auf Vermittlung des Vereins-Seelsorgers und von Kardinal Schönborn in Rom Papst Franziskus. Ein besonderer Moment für viele. (18:11)

Heute

Treffen im Vatikan: Hier posieren die Rapid-Stars mit Papst Franziskus: Die Führungsetage und die Mannschaft von Rapid Wien wurden im Vatikan bei Papst Franziskus vorstellig. Die Bilder: (11:53)

Heute

Ehrenmitglied der Wiener: Der Papst ist jetzt ein lebenslanger Rapidler: Rapid war zu Gast bei Papst Franziskus im Vatikan. Das Kirchenoberhaupt ist jetzt ein lebenslanges Mitglied. (14:49)

Krone

Papst führte Rapid exklusiv durch den Petersdom: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. (13:04)

Kurier

Papst Franziskus empfing die Rapid-Delegation: Das Kirchenoberhaupt begrüßte die Hütteldorfer Delegation am Mittwochvormittag. (11:35)

Laola1

Papst empfing Rapid im Vatikan: Eine Delegation des SK Rapid wurde am Mittwoch-Vormittag von Papst Franziskus im Vatikan empfangen. Allerdings nicht wie geplant in der Audienzhalle Paul VI., sondern aufgrund organistorischer Notwendigkeiten „nur“ bei der Generalaudienz vor zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Mit dem Flugzeug ging es für Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek, Sportchef Fredy Bickel, Trainer Goran Duricin sowie zahlreiche Spieler inklusive Rapids „Fußballgott“ Steffen Hofmann und Kapitän Stefan Schwab nach Rom. Rapid ist damit das erste Bundesliga-Team aus Österreich, dem diese Ehre zuteil wird. (15:27)

OÖ-Nachrichten

Rapidler holten sich Segen des Papstes: ROM.Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fuball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grn-Weien waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan.(15:06)

Österreich

Rapid holte sich Segen vom Papst: Die Hütteldorfer wurden auch von Kardinal Schönborn begleitet.  (13:31)

Plinden

Goiginger ist der einzige, der als Schaubs „Nachfolger“ bei Rapid in Frage kommt: Stresstage für Louis  Schaub. Dienstag war er in Köln zur sportmedizinischen Untersuchung, Mittwoch flog er mit der Rapid-Delegation zur Papstaudienz nach Rom. Als er im Vatikan war, kam die offizielle Vollzugsmeldung vom 1.FC Köln und Rapid: Der Wechsel des 24jährigen Kreativspielers in die Domstadt zum Zweitligisten ist nach  elf Jahren bei Grün-Weiß in trockenen Tüchern. […] Der Beitrag Goiging… Weiterlesen (13:11)

Rapid

„Ein Erlebnis, das man nie wieder vergessen wird“: Ab sofort Lebenlanges Mitglied: Papst Franziskus bekam eine Mitgliedschaft als Gastgeschenk überreicht. So etwas hat man nicht alle Tage und ist umso hher vom Stellenwert her einzustufen: Am Mittwoch in der Frh reiste eine Delegation des SK Rapid nach Rom, bestehend aus Prsident Michael Krammer , Vizeprsident Nikolaus Rosenauer , unsere beiden Geschftsfhrer Christoph Peschek und Fredy Bickel , And… Weiterlesen (16:18)

SkySportAustria

Papst wird lebenslanges Rapid-Mitglied: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fußball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. Präsident Michael Krammer, die Geschäftsführer Fredy Bickel und Christoph Peschek, Cheftrainer Goran Djuricin und viele Spieler […] (

SN

Rapid Wien zu Gast beim Papst – Exklusive Führung durch Petersdom: Auf einen besonderen Ausflug hat sich eine Delegation des Fußball-Rekordmeisters SK Rapid Wien begeben. Die Grün-Weißen waren am Mittwoch zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan und durften anschließend noch den zu dieser Zeit eigentlich gesperrten Petersdom besichtigen. (15:53)

Weltfußball

Papst ist nun lebenslanges Rapid-Mitglied: Eine große Delegation der Grün-Weißen wurde vom Oberhaupt der katholischen Kirche vor dem Petersdom empfangen. „Das ist unbeschreiblich“, strahlte Lucas Galvão (13:23)

2018-05-17

abseits.at

Grün-Weiße Papst-Audienz: Eine Abordnung des SK Rapid hatte gestern Nachmittag eine Privataudienz bei Papst Franziskus in Rom. Die Instagram-Accounts der Spieler glühten danach. Wir haben einige Eindrücke zusammengesammelt. ⛪️🙏🏽 Ein Beitrag geteilt von joelinton (@joelinton34) am Mai 16, 2018 um 3:11 PDT Unvergessliche Momente mit Papst #Franziskus #SCR2018 Ein Beitrag geteilt von… (05:00)

Plinden

Steffens Abschiedstränen: Es schaut nach schlechtem Rapid-Gewissen aus!: Mittwoch, bei der Privataudienz beim Papst in Rom, stand der grün-weiße Fußballgott meistens in der zweiten Reihe. Ganz bescheiden, wie es nun einmal seine Art ist. 24 Stunden später gehörte Steffen Hofmann die Bühne allein, als er das Ende seiner Karriere mit Saisonende verkündete. Keine große Überraschung mehr. Der noble Rahmen, den ihm Rapid dafür […] Der Beitrag Steffens Abschiedstränen: Es sc… Weiterlesen (20:52)

Grün-Weiß in Facebook

Viele Leser dieses Tagebuchs hören vom Facebook nur aus den sonstigen Medien als eine Art Meinungs-„Mordor“ und meiden es daher. Wenn aber ein Medium in der Lage ist, Wahlen entscheidend zu beeinflussen, ist eine strikte Abkehr „von dem Bösen“ vielleicht doch nicht die richtige Option, weil man sich vom Kräftespiel der Meinungen heraushält und damit den Wettbewerb um Informationen anderen überlässt. 

In Facebook kann man leicht Freundschaften schließen. Die Zahl der Meldungen, die man von diesen „Freunden“ zu sehen bekommt, wird rasch sehr groß wird, und man hat gar nicht so viel Zeit, alles auch nur zu überfliegen. Daher trifft Facebook eine Auswahl. Was man zu sehen bekommt, hängt sicher von sehr vielen Faktoren ab, aber ein wichtiger Faktor sind die eigenen Vorlieben, und die kennt Facebook aufgrund des eigenen Verhaltens bezüglich fremder Postings.

Facebook-Meldungen können sich weit über den ursprünglichen Empfängerkreis der eigenen Freunde verbreiten, weil alle Freunde die Meldung teilen können. Interessante Meldungen verbreiten sich weltweit.

Leben in Blasen

Facebook bietet uns mehr von dem, was wir bejahen.  Wir haben immer schon in Meinungs-Blasen gelebt. Jener der Familie, der Berufskollegen oder eines Fußballklubs und Facebook führt uns das nur noch einmal ganz deutlich vor Augen.

Der Unterschied zur Vor-Facebook-Zeit ist, dass frühere Stammtisch-Meinungen eben diesen Stammtisch nicht verlassen haben. Durch die starke Vernetzung verbreiten sich diese Stammtisch-Meinungen, und wir bekommen Einblicke in Welten, die uns früher verborgen geblieben wären. 

Von diesen Meinungs-Nischen erfährt man mehr, wenn man die eigene Meinung durch „Gefällt mir“ (Like) oder „Teilen“ (Share) nicht allzu sehr bekannt gibt, denn dann weiß Facebook nicht so recht, was die eigenen Vorlieben sind und bietet eben von überall etwas an. 

Wie sich die Dinge ähneln

Viele Witze aus der Welt des Sports existieren in allen Vereins-Farben. Wenn man sich aber (durch die Form der Freundschaften) in einer Rapid-Blase bewegt, nimmt man die violette Welt nicht wahr, und doch existieren viele Fußball-Sager und Fußball-Witze sowohl in der Version grün als auch violett. „Die Nummer 1 in Wien sind wir!“ ist so ein Beispiel. 

2016/17 war für Rapid eine Katastrophensaison, die Trainer und der Vorstand wurden – trotzdem sie Rapid bis an den Rand des Abgrunds manövriert haben – vom Fanblock nicht angegriffen. Die Violetten könnten unseren Absturz damals etwa so illustriert haben:

 

(Das ist ein Eigenentwurf, denn da ich mich in einer grünen Informations-Blase bewege, habe ich dieses Bild nicht in dieser Form gesehen. Aber so hätte das im Vorjahr durchaus aussehen können.)

2017/18 ist für Rapid eine Übergangssaison und der Übergang ist vorerst gelungen, jedenfalls ist der Stadtrivale deutlich distanziert, etwas nach dem Motto: „Egal, wie schlecht es mir geht, Hauptsache anderen geht es noch schlechter“ und schon kann man sehen: 

Stimmungsbilder

Trotzdem die in der laufenden Saison erzielte Punktezahl jeden Vergleich mit der Vergangenheit standhält, gibt es gefühlt mehr Kritik als im katastrophalen Vorjahr. Warum aber eine schwierige Aufbauarbeit nicht honoriert wird, kann man nicht ganz verstehen. In verschiedenen Postings sieht man: 

Und es wird auch gedichtet:

Wir können diese mehr aggressiven als kritischen Postings natürlich nicht verhindern, aber alle an Rapid Interessierten können durch konstruktive Beiträge und durch Teilen sachlicher Beiträge das Stimmungsbild mit beeinflussen. 

Vernetzt mit Gott und der Welt

Mit „Gott“? Ja, auch das ist möglich, wie das folgende Beispiel zeigt. Gleich drei Profile „Steffen Hofmann“ bietet Facebook an:

Man hat die Qual der Wahl zu erraten, wer denn der Echte ist. In diesem Fall nicht schwer (es ist der erste), doch in anderen Fällen ist das nicht so eindeutig. An diesem Beispiel sieht man auch, wie schwer es „Götter“ haben. Im Gegensatz zu ihren Fans können sie sich nicht einfach nur befreunden, denn bei 5.000 Freunden ist Schluss, danach ist man eine öffentliche Person, kann etwas bekannt geben, aber es sind keine wechselseitigen sondern nur einseitige Beziehungen möglich. Einsam sind sie, die Götter, denn Facebook bleibt ihnen in der freundschaftlichen Form verschlossen.


Einladung zu einem Facebook-Abend

Um Facebook kennen zu lernen, benötigt man einen Account. Wenn Du Facebook ohne eignen Account einfach nur vorgestellt bekommen willst, lade ich Dich zu einem Vortragsabend „Facebook“ ein.

Täglicher Rapid-Pressespiegel

Ab sofort können alle Pressemeldungen über Rapid, die über das Tagebuch versendet werden. in einem einfachen Arbeitsgang verarbeitet werden! Bisher war es immer eine Kombination aus Automatik und Handarbeit. Dank eines tollen Geburtstagsgeschenks von Rapid an den Autor wurde das ermöglicht!

Ein Dankeschön an Stefan und Lorenz für die drei tollen Rapid-News-Feeds!

Hier die Details dazu:

Die Geschichte der Rapid-News

Um über Rapid informiert zu sein, kann man regelmäßig die Rapid-Homepage besuchen, oder den Rapid-Facebook-Kanal. Aber richtig interessant wird es, wenn man liest, wie andere über Rapid denken und schreiben. Dazu muss regelmäßig alle Medien lesen. Aber wie weiß man, wo was steht?

Um diesen Suchaufwand zu reduzieren, braucht es eine Automatik; ein Programm, das alle relevanten Seiten im Internet besucht und die Meldungen sammelt. Gesagt, getan! Das Programm wurde formuliert und in der alten Homepage zum täglichen Download angeboten. Die angewendete Technik sind so genannte „News-Feeds“, das sind elektronische Nachrichten-Kanäle, die auf genormten Formaten aufbauen. Diese Formate sind RSS, ATOM und RDF. Praktisch alle Tageszeitungen und Internet-Seiten bieten solche News-Feeds an. An dem folgenden RSS-Symbol kann man (manchmal) erkennen, ob eine Seite einen Newsfeed anbietet. 

Es begann 2014 mit etwa 20 Nachrichtenkanälen im RSS-Format. Leider halten sich nicht alle diese Quellen an die Normen und lassen sich nicht ohne weitergehenden Programmieraufwand „in den Griff kriegen“, und nach Überwindung dieser Hindernisse ist die Zahl dieser Nachrichtenquellen auf derzeit etwa 60 Nachrichtenquellen angewachsen. 

Anfangs wurden diese News über einen Link in einem Kalender auf der Webseite sichtbar gemacht, später dann als eigene Aussendung über das Tagebuch verbreitet. 

Die im September 2015 aus der Taufe gehobene Rapid-Homepage war ein ganz großer Wurf aber sie hatte gegenüber ihrer Vorgängerin einen Schönheitsfehler, sie bot keinen solchen News-Feed an. Kein Problem, es wurden kurzerhand alle Meldungen der Rapid-Seite händisch in die Nachrichtensammlung über Rapid eingefügt. Das dauert zwar nur ein paar Minuten pro Meldung, aber man muss  es täglich machen, und wenn man das über das Jahr mit mehreren Hundert Meldungen hochrechnet, ist das ziemlich viel Handarbeit.

Geburtstagsgeschenk von Rapid

Eigentlich werden wir von Rapid bei jedem Spiel, bei jeder Veranstaltung beschenkt. Mitglieder bekommen auch einen persönlichen Geburtstagsgruß vom Clubeservice. Aber ein so persönliches Geschenk habe ich in den vielen Jahren noch nicht bekommen wie dieses: 

Bei einer Begegnung mit Stefan Kjaer (Geschäftsführer von ixolit) bei einer der Rapid-Veranstaltungen im Sommer 2017 erwähnte ich diese Kleinigkeit, dass es keinen RSS-Feed gibt, als etwas, was der Seite gut tun würde, und Stefan versprach, dieses Detail zu implementieren. Bei einem Spiel Anfang November traf ich Stefan wieder im Stadion und erinnert ihn an sein Versprechen und er meinte, dass ich ja noch nicht Geburtstag hätte und ich mich noch gedulden solle. (siehe Bericht „Ein Fußballtag“). Und tatsächlich, kurz nach meinem Geburtstag bekam ich von Lorenz Kirchschlager (Stv. Direktor Sponsoring & Marketing, Kommunikation) folgende Mail: 

Lieber Franz!

Wir haben das RSS Feature online.

http://www.skrapid.at/de/rss/ => News der deutschen Version
http://www.skrapid.at/en/rss/ => englische News
http://www.skrapid.at/at/rss/ => Dialekt-News

Es werden (pro Sprache) immer die letzten 100 Newsartikel ausgegeben – das Feed wird einmal am Tag aktualisiert.

Ich hoffe, Stefan und ich haben dir damit eine Freude gemacht. Wir sind schon gespannt, wenn das RSS Feed das erste Mal bei dir im Einsatz ist.

GwG, Lorenz

Das war Mitte November. Doch der Einbau erwies sich nicht als ganz trivial. Das Hauptproblem war der Umstand, dass der Feed „einmal am Tag“ upgedatet wird.

Alle bisher erfassten Nachrichtenquellen publizieren neue Meldungen praktisch ohne besondere Verzögerung. Wenn man also in den Abendstunden die Meldungen des Tage zusammengefasst hat, dann waren das (praktisch) alle. Diese Versandart „einmal am Tag für denselben Tag“ hatte aber auch schon früher den Mangel, dass Meldungen, die später am Tag eingelangt sind, nicht im Verteiler waren und auch am nächsten Tag nicht erfasst worden sind. Doch durch den Umstand, dass Rapid seinen Newsfeed nur einmal am Tag (ich glaube es ist am Vormittag) aktualisiert, musste die Versandart von „einmal am Tag“ auf „alles, was noch nicht gesendet wurde“ geändert werden, weil immer auch Meldungen berücksichtigt werden müssen, die vom Vortag stammen. Wozu, wenn nicht für solche Sachen sind die Weihnachtsfeiertage erfunden worden? Mit dieser Mail möchte ich mich für das tolle Geburtstagsgeschenk bedanken und gleichzeitig die Benutzung der „Rapid-News neu“ als Weihnachtsgeschenk an die Väter der Rapid-Homepage übergeben:

Weihnachtsgeschenk an Rapid

Heute ist es soweit, es ist gelungen, das Programm so weit umzubauen, dass auch die drei Rapid-Kanäle automatisch erfasst werden und es ab sofort auch egal ist, wann eine Versendung stattfindet, weil alles, was danach dazu kommt, wird bei der jeweils nächsten Versendung erfasst, auch wenn es nicht am selbst Tag war. 

Wir haben mit diesem täglichen Pressespiegel bei Rapid ein ziemlich mächtiges Werkzeug zur Verfügung, das nicht nur tagesaktuelle Informationen liefert sondern auch einen Rückblick auf das gespeicherte Material zulässt.

Nutzung über den Newsletter „Rapid-Presse“

Um diesen Pressepiegel zu abonnieren, geht man auf die Seite  http://klubderfreunde.at/newsletter-signup/, gibt Namen und E-Mail-Adresse an und bekommt tägliche Zusammenfassungen über den besten Verein der Welt auf den Schreibtisch geliefert.

Online-Nutzung

Als Bezieher des Pressespiegels kannst Du die Meldungen überfliegen und danach die Mail löschen. Alle Meldungen bleiben gespeichert. Um weiter zurück liegende Informationen zu suchen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Auf dieser Seite „Meldungsarchiv“ gibt es einen Kalender, mit dem man ein beliebiges Datum auswählen kann und die Meldungen über Rapid studieren kann. Die Checkbox „Alle Nachrichten“ zeigt nicht nur die Nachrichten über Rapid sondern alle gespeicherten Nachrichten.

Diese Unterseite zum Meldungsarchiv bietet eine Übersicht über alle erfassten Kanäle, und man kann im Inhalt eines jeden Nachrichtenkanals stöbern. Erklärungen zu den Symbolen gibt’s über den Button 

Statistik der gespeicherten Meldungen

Zwischen 2004 und heute wurden 339.834 Meldungen (bis 6.1.2018) gespeichert. Fünf Prozent davon (16.134) sind Meldungen über Rapid. Man darf sich das aber nicht so vorstellen, dass sich diese Meldungen gleichmäßig über die Jahre verteilen, vielmehr erfolgten die Aufzeichnungen seit 2014 und es Meldungen aus den Jahren davor gibt, dann deshalb, weil die Nachrichtenkanäle diese Meldungen immer noch anbieten und daher gespeichert worden sind.

Alle 64 Nachrichtenkanäle (2004..2017)

Nachrichtenkanal Meldungen davon über
Rapid
 –gesamt– 337924 16025
12terMann 252 5
90minuten 1973 315
abseits.at 2103 323
Admira 10 0
ASB-Rapid 191 191
Austria 541 2
AustrianFootball 79 41
Ballesterer 362 15
Brucki 485 222
Bundesliga 2795 607
DerStandard 19280 1768
DiePresse 8738 259
EwkiL 847 847
FIFA 3320 0
FIFA-Ö 179 2
Forza-Rapid 86 86
Heißeliga 74 8
Heute 3489 419
Kicker 53125 156
Kicker-BL 23047 17
Kicker-BL2 9845 6
KickitPedro 90 31
Kleine Zeitung 3175 49
Krone 26305 1772
Kurier 8211 777
Laola1 41270 2313
NÖN 370 4
ÖFB 1835 35
ÖFB-Newsletter 13 0
OÖ-Nachrichten 1936 35
ORF-Sport 0 0
Österreich 12476 1817
Plinden 558 158
Pressebüro 74 6
Rapid 711 711
Rapid-Englisch 100 100
Rapidhammer 15 14
Rapid-Wienerisch 6 6
Rapid-Youtube 30 30
RB 252 10
Rechtshilfe 10 10
SN 3815 124
SportLive 72 31
sportreport.biz 1322 83
Spox-Media 24986 470
SVM 253 17
Tiroler Tageszeitung 2542 19
T-Online 2756 4
Transfermarkt-A 0 0
UEFA 10534 175
Ultras-Rapid 110 110
Verband-Burgenland 15 0
Verband-Kärnten 14 0
Verband-Niederösterreich 7 0
Verband-Oberösterreich 15 0
Verband-Salzburg 10 0
Verband-Steiermark 15 0
Verband-Tirol 8 0
Verband-Wien 14 0
W24 148 148
Weltfußball 62215 1611
Weststadion 15 15
WienEnergie 182 3
WienerZeitung 618 48

Interessant ist nun, wie intensiv ein solcher Kanal über Rapid berichtet. Man muss unterscheiden zwischen Kanälen, die ausschließlich über Rapid berichten (jede Nachricht bezieht sich auf Rapid) und anderen Kanälen.

Exklusive Rapid-Kanäle

Das sind: ASB-Rapid, EwkiL/Klub der Freunde, Forza-Rapid, Rapid, Rapid-Englisch, Rapid-Wienerisch, Rapid-YouTube, Rechtshilfe, Ultras-Rapid, W24, Weststadion. Für den Zeitraum 2017 ergibt sich:

Kanal Meldungen 2017
Rapid 450
EwkiL 215
ASB-Rapid 106
Rapid-Englisch 64
Ultras-Rapid 62
W24 40
Forza-Rapid 35
Rapid-Youtube 30
Weststadion 12
Rechtshilfe 6
Rapidhammer 4

Der „Klub der Freunde/EwkiL“ hat mit etwa halb so vielen Meldungen wie Rapid einen Top-Platz belegt!

Medien außerhalb des direkten Rapid-Umfeldes

Kanal Alle Meldungen Rapid-Meldungen Rapid-Anteil
%
AustrianFootball 32 17 53
SportLive 72 31 43
Brucki 299 122 41
Plinden 558 158 28
KickitPedro 45 11 24
abseits.at 1548 245 16
Österreich 4322 686 16
Heute 2450 359 15
90minuten 1376 195 14
Bundesliga 1578 219 14
Heißeliga 74 8 11
DerStandard 7094 613 9
Pressebüro 74 6 8
WienerZeitung 618 48 8
SVM 253 17 7
Krone 9911 644 6
Laola1 17825 1058 6
sportreport.biz 1322 83 6
RB 252 10 4

Die Tabelle wurde nach dem Anteil der Rapid-Meldungen gereiht. Man muss bei allen diesen Zahlen sehr vorsichtig sein, denn was ein solcher Prozentsatz bedeutet, hängt vom Charakter des Nachrichtenkanals ab. Bei großen Zeitungen ist es möglich, die Meldungen auf den Sachbereich „Fußball“ zu beschränken, daher ist dort der Anteil an Rapid-Meldungen relativ groß. Sind dagegen die Meldungen in einem allgemeinen Sport-Kanal, dann ist natürlich der Anteil kleiner. Man kann aber diese Details auf der Seite http://ewkil.at/channels.aspx recherchieren. Wenn man das RSS-Symbol anklickt, öffnet sich der RSS-Feed und man kann an der Adresse erkennen, ob es sich um allgemeine Sportmeldungen oder um reine Fußballmeldungen handelt.

Kommandozeilenversion

Wenn Du rasch die Meldungen eines bestimmten Tages kontrollieren willst, gib in der Adressezeile des Browsers ein:

http://ewkil.at/news.aspx?yyyy-mm-dd

Meldungen vom 2. November 2017

rapid=1 Nur Meldungen über Rapid

link=1 nur die Titelzeilen

header=1 mit Umschaltemöglichkeit zwischen diesen Versionen

Wenn ein Kanal fehlt

Schreib‘ an den Autor, wenn Dir ein interessantes Medium aufgefallen ist, das in der Liste fehlt.

Fehler und Ergänzungen

Es gelingt derzeit zum Beispiel noch nicht, den News-Feed des ORF zu lesen, weil man dort ein ziemlich neues Format verwendet, dem meine selbstgebastelten Programme nicht verstehen.

Beim Erstellen der obigen Statistik ist mir aufgefallen, dass viele Meldungen im Jahr 2016 verloren gegangen sind und weil die Backups nur etwa ein halbes Jahr zurückreichen, konnte ich diese Meldungen nicht rekonstruieren. 

Am Einbau einer Suchmöglichkeit wird gearbeitet.


 

Links und Namen 

Vorweihnachtliches Rapideum

Der Rapid-Fanklub „Grün-weiße Distel“ veranstaltet am Freitag, 15. Dezember 2017 ab 16:00 eine einstündige Spezialführung im Rapideum mit Laurin Rosenberg, die mit einer religiösen Feier mit Pfarrer Pelczar in der Rapid-Kapelle fortgesetzt wird. Anschließend an diese Feier, etwa ab 18:00, gibt es einen kulinarischen Ausklang in der Rekordmeisterbar.

Interessenten an dieser vorweihnachtlichen Aktivität sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Bitte aber jedenfalls um Anmeldungen an den Obmann von Grün-weiße Distel Christoph (aon.912633793 {at} aon.at). Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Als Hintergrundinformation kann der Artikel in „Gott und Glaube am Fußballplatz“ über den grün-weißen Pfarrer Christoph Pelczar dienen  (erschienen in der Zeitschrift „Der Sonntag“, Ausgabe 47 vom 26.11.2017).

Das Bild zeigt die Einweihung des Andachtsraums mit Kardinal Christoph Schönborn und Pfarrer Christoph Pelczar. (Quelle: Rapid Presse-Archiv).

Links

Wir miassn gwiiiina!!!

Von Zeit zu Zeit besucht man seine Jugend und stöbert in der CD-Sammlung. Nicht ganz so bekannt wie der „G*schupte Ferdl“, der „Bundesbahn Blues“ oder „Der Papa wird’s scho richten“ aber sehr treffend für unseren Fußball passend findet sich auf der CD „Die Qualtinger Songs“ auch „Der Sportler“.

Zu dem zeitlosen Text muss man eigentlich nichts ergänzen.

Schön, dass wir bei unseren Favoritner Spaziergängen den Kabarett-Stars von gestern in der Gerhard-Bronner-Straße und rund um die Marx-Halle in der Karl-Farkas-Gasse und der Helmut-Qualtiger-Gasse wieder begegnen.


Der Sportler

Red ma doch amoi vom Sport liebe Leut,
sehen wir den Sport philosophisch von höchster Warte.
I hob dem Sport all mein Leben geweiht,
ob es stürmt, ob es regnet oder – schneit.

Ich bin von Kind auf ein sportlicher Typ,
beim Ländermatch hab ich stets eine Ehrenkarte.
Sport ist in mir wohl der edelste Trieb,
und dabei geht es mir um ein Prinzip:

WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
sunst hob i gleich die gaunze Freid faluan!
WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
weill ich sonst von Sinnen bin vor Zuan!

Beim Sport – bin – ich imma – National!
I kenn ka Objektivität,
keine Ne-u-tralität,
weill da bin ich radikal.
Jawoih,
beim Sport – bin – ich imma – National!
und kaunn da Gegna amoi mehr,
nau daun wird ich ördinär und brutal!

Und lasst mich mein Verein
bei einem Ländermatch im Stich,
bin ich entsetzt, verletzt, zerfetzt,
das ist dann nichts für mich.

Dann wird da Patriotismus für mich ein Graus.
I pfeiff meine eigene Mannschaft aus,
ein Mätsch das man verlorn hat,
das grenzt an Hochverrat.

Wie gsogt:
Beim Sport – bin – ich imma National!
Und jede Niedalage ist ka-ta-stro-phal!

Wenn Sie mich fragen warum ich den Sport
imma als mein Ideal an die Spitze stelle,
gebe ich Ihnen die Antwort sofort:
„Er verbindet die Völker hier und dort.“

Sport lehrt die Menschn auch Fairness zu sehn,
er bringt Gesundheit und Stärke auf alle Fälle.
Sport bringt uns Gäste ins Land, das is schön,
nua a klane Bedingung miasst’s fastehn:

WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
weill man am Sport – sonst keine Freude hat!
WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
da Gegna kehrt imma owedraht!

Beim Sport – bin – ich imma – national!
Wia sind a Sportlernation,
ich bin auch ein Teil davon
das verpflichtet kolossal.
Und darum
bin – ich – beim Sport so national
Ich lese jeden Sportbericht,
Politik betracht ich nicht als real.

Mia is egal wer eine Wahl
gewinnt oder verliert,
und die Regierung wiad bei mia
seit Joahn ignoriert.

I schimpf auf Bonzn, Vakehr und auf Steia, Maut
auf olle Politika insgesaumt.
Das alles liegt seit Jahr und Tag
mia sparglgrün am Gnack.

Owa
Beim Spuat – bin – ich imma – National!
Zwoa, ich fasteh einen Schmoarn und i zoih nix eih.
I sitz im Kaffäh-haus und trink mein Wei,
schau dort ins Fernsehn und moch an moads Krawall.
Weill,
Beim Sport – bin – ich ra-di-kal!
Beim Sport – bin – ich nicht nor-mal!
Beim Sport – bin – ich imma – National!


Text und Musik: Gerhard Bronner und Peter Wehle
Vorgetragen von Helmut Qualtinger auf der CD „Die Qualtinger Songs“ (CD Remastered 1990 Mono)

Metapher „Rapid“

Kein Tag vergeht, in dem man nicht in irgendeiner Weise im Alltag an Rapid erinnert wird. Zum Beispiel findet man im Favoritner Columbus-Center folgende Werbefläche: „Im 14. stürmt man den Platz, bei uns die neuesten Angebote!“

Fast kein Polit-Talk, bei dem nicht einer der Diskutanten „Fußball“ als Metapher im Gespräch einbringt. Vielleicht, um populär zu wirken, wahrscheinlich aber, weil eben Fußball tatsächlich unsere Lebenswirklichkeit modellhaft abbildet.

Auch Theater und Kabarett nutzen die Marketingmaschinerie „Rapid“ als Popularitätsverstärker, um beim Publikum zu punkten. So gesehen und gehört beim aktuellen Programm des Simpl „Im freien Fall“ von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner.

So präsentierte sich das Simpl kurz vor der Vorstellung:

Hier die Darsteller (vlnr.) Claudia RohnefeldAlexandra SchmidJoachim Brandl,
Martin BuchgraberRoman FranklAlexander Sedivy und Ernst G. Vokurek.

Die Revue ist ganz im Stil des „alten“ Simpl gehalten, mit Joachim Brandl als Conférencier. Aber es ist wie im Fußball: die Dynamik hat deutlich zugelegt, die drei Stunden Programm vergehen viel zu schnell. Alexandra ist übrigens die Tochter unseres Mitglieds Hannes, dem wir auf diesem Weg über die bravouröse Darbietung seiner Tochter berichten dürfen.

Wir haben uns die vielen Nummern natürlich nicht im Detail gemerkt, aber dass immer wieder auf „Rapid“ Bezug genommen wurde, das ist uns sehr in Erinnerung und daher auch dieser Bericht.

Szene 1: Verhör

Drei Promis aus Radio und Fernsehen werden von einem ziemlich aufgebrachten Polizisten wegen ihrer Falschprognosen verhört. „Peter Filzmaier“, „Christa Kummer und „Gerda Rogers“ (diese waren perfekt geschminkt, man konnte die reale Figur sehr gut erkennen). Der Vorwurf an „Peter Filzmaier“ war, dass dieser die Zukunft der Grünen eher schwarz sieht. Daraufhin verliert der Polizist vollends die Fassung und brüllt den Angeklagten an, es stünde ihm nicht zu, seine Religion „Rapid“ schlecht zu reden, gefolgt von einer Art Beschwörung des grünen Fußballgotts.

Szene 2: Frau „Kaiser“

Wer kennt noch die Szene aus dem Kaisermühlenblues, als Frau „Kaiser“, dargestellt von Ellen Umlauf, entrüstet eine Anzeige aufgeben will, weil sie sich durch unsittliches Verhalten der Nachbarn gestört fühlt. Es war aber so, dass sie dazu mit einem Feldstecher auf eine Leiter klettern musste.

Ganz ähnlich war es in dieser Szene, ebenfalls in einem Gemeindebau, als ein Ehepaar mit einem Operngucker beobachtet, wie in einer gegenüberliegenden Wohnung ein Ehepaar einzieht. Weil die Frau dort ein Kopftuch trägt, befürchtet sie das Schlimmste: Türken. Und tatsächlich packt der Mann auch noch einen Schal von Galatasaray aus. Und das ginge nicht, man sehe ja, wohin das führt, dass sich diese Türken nicht integrieren wollen. Integriert wären sie nur, wenn sie Rapid-Fans wären. Auch Austrianer dürften sie nicht sein, nur Rapid zähle.

Szene 3: Unsichtbar

Was man alles Gutes tun könnte, wenn man unsichtbar wäre, das trug der Conférencier Joachim Brandl vor. Und in dieser langen Liste von Dos und Donts plötzlich die Passage, dass man beim Auswärtsspiel in Altach das dortige Stadion absperren würde, um die Ultras nicht einzulassen.

Ich hoffe, mir das sinngemäß gemerkt zu haben, denn der Vortrag war außergewöhnlich schnell. Bemerkenswert war die Aktualität, wahrscheinlich hat man an dieser Stelle in der Vorwoche noch „Salzburg“ statt „Altach“ verwendet. Ich glaube, dass das Publikum wegen der Intensität dieser mehr oder weniger guten Taten zwar das „Rapid“ registriert hat aber nicht unbedingt, was mit den Ultras gemeint war.

Links

Bereits in diesem Tagebuch

Es gibt immer wieder Anlässe, in denen „Rapid“ als Methapher in der Kunst verwendet wird. Manchmal stellvertretend für „Fußball“ (ausgewogen dargeboten von Dorfer (=Austria) und Scheuba (=Rapid) in „Ballverlist“), manchmal als Integrationsindikator (wie im Ein-Mann-Kabarett „Cordoba“, dargestellt von Cornelius Obonya oder in der obigen Szene 2), manchmal auch in einer unausgewogenen Form (wie in der Sendung „Was gibt es Neues“ durch Gernot Rudle), in dem Sinn, dass der Stadtrivale in schlechtem Licht dargestellt wird (was im Stadion toleriert wird, hat im Fernsehen aber nichts verloren) oder wie in den ersten Folgen der Sitcom MA2412 (Alfred Dorfer outet sich als fragwürdige Gestalt als Rapid-Fan. In den späteren Folgen wurde „Rapid“ durch die „österreichischen Nationalmannschaft“ ersetzt).

Terroristen

Seit ich Fußballplätze besuche, wundere ich mich über diverse Transparente und versuche sie zu verstehen; insbesondere, wenn auf einem Transparent oder im Fangesang jemand (meist eine Gruppe) wüst beschimpft wird. Ganz wörtlich nehmen darf man wohl keinen der Sprüche, das wird allen Beteiligten wohl klar sein. Aus dieser Beobachtung haben sich zwei Beiträge ergeben (Links am Ende).

Wenn zum Beispiel jemand meint, irgendeine Gruppe verunglimpfen zu müssen, und diese Gruppe wären mehr als nur ein paar Personen, also zum Beispiel Bauern, Journalisten, Polizisten, Politiker oder Fans des jeweiligen Gegners und dann zum Beispiel sagt: „~schweine“, dann wird ein einzelner Bauer, Journalist, Polizist, Politiker oder Fan es schwer damit haben, einen Beweis zu führen, dass er persönlich damit gemeint sein könnte. Das wurde ausführlich im Beitrag „Fußballplatz, Ort gelebter Meinungsfreiheit“ ausgeführt.

Auch wissen wir spätestens seit der Mitgliederversammlung im Mai, dass die „Milieubedingte Unmutsäußerung“ (mein Rapid-Wort des Jahres) von niemand geringerem als dem Rapid-Ethik-Komitee kreiert wurde und dass man an die Wortwahl nicht denselben Maßstab anlegen kann wie das zum Beispiel bei einer persönlichen Beleidigung der Fall wäre.

Speziell die Blätter des Boulevards – aber im Zusammenhang mit Fußball auch die höherwertigen Medien – neigen dazu, sich schrecklich über die bösen Rapid-Fans aufzuregen; über ein paar Feuerzeuge, die sich seit Menschengedenken den Weg durch die Maschen des Schutznetzes gebahnt haben (früher auch ganz ohne Schutznetz) und die unerlaubterweise über das rein Verbale hinausgehen. Neuerdings ist das alles ein Drama. Ja, die Zeiten ändern sich.

Die Medien erstellen nicht nur ein verzerrtes Bild von den Ereignisse auf Fußballplätzen, sondern schaden auch dem Fußball im Allgemeinen und Rapid im Besonderen. Das kann ich aus vielen Gesprächen mit Menschen berichten, die das Geschehen bei Fußballspielen nur aus der Zeitung kennen. Nie würden diese Menschen es wagen, sich auf einen Fußballplatz begeben. Genau so wenig würden sie sich mit Internet oder anderen – ihrer Meinung nach – Modeerscheinungen auseinandersetzen wollen, weil sie in der Zeitung ihrer Wahl nur Schlechtes darüber gelesen haben.

Die Medien berichten nicht über die Leistung, eine Gruppe von mehreren Tausend bunt zusammengewürfelten Personen zu einer überwiegend disziplinierten Einheit zusammenzuschweißen. Sie berichten nicht über die sozialen Bande sich in diesen Gruppen bilden, die diesem wunderbaren Biotop „Fußball“ zu danken sind. Sie berichten nicht über die Sozialarbeit, die hier geleistet wird. Sie berichtet nicht über die Zuwendung an einzelne Mitglieder via Transparent, die man bei fast jedem Spiel sehen kann. Sie berichten nicht über die Spendenaktionen für die Gruft, für Kranke, egal ob Fan oder Spieler. Sie berichten nicht darüber, dass für viele Mitglieder des Block-West die kreative Arbeit an den Choreografien eine Bestätigung ist, die sie möglicherweise in ihrem Alltag nicht in derselben Weise erfahren. Sie berichten nicht über die Organisation beachtlicher Veranstaltungen wie zum Beispiel das Block-West-Fest, die jährlichen Punsch-Stände und zuletzt auch die tolle Filmvorführung im Gartenbau-Kino.

Aber sie berichten über jeden Ausbruch von Emotion, bei einem Spiel, das von Emotionen lebt und entrüsten sich darüber.

Wir können ja gerne einmal gemeinsam darüber nachdenken, wie das überhaupt möglich ist, so viele Menschen unter diesem gemeinsamen Block-Gedanken zu vereinigen, wo doch klassische Vereine eher an Mitgliederschwund leiden.

Wie sehr man sich von dieser Berichterstattung betroffen fühlt, hängt damit zusammen, wie viel man selbst in „Fußball“ investiert. Wenn wir beim nächsten Spiel die nächste Choreografie des Block-West bewundern werden, dann ist uns nicht immer gleich auch bewusst, dass es eine Menge Aufwand war, sie zu planen, zu finanzieren und herzustellen. Und mit diesem Aufwand steigt natürlich auch die Identifikation und die Emotionen sind einfach größer als die eines „Sitzplatzschweins“ auf Ost- Nord- oder West-Tribüne; ganz abgesehen von der viel stärkeren Dynamik innerhalb der Gruppe, denn alle anderen Besucher sind bestenfalls in Kleingruppen organisiert und kennen nicht die Kraft, die von einem Kollektiv ausgeht. Würde also jemand in meiner Sitzumgebung etwas auf das Spielfeld werfen wollen, würden die Sitznachbarn eher versuchen, das zu verhindern, wohingegen in einem Kollektiv das eher zur Nachahmung anregt.

Wenn also jeder Einzelne in einer Gruppe, die vom Rapid-Fanblock pauschal beschimpft worden ist, vom Rapid-Präsidium Klarstellungen verlangt – wie das zuletzt in der Presse zu lesen war – dann müsste man dort ein eigenes Büro für solche Anliegen einrichten.

„Bauernschweine“ – „Journalisten-Terroristen“ – „Salzburger Oaschlecha“ – „Viola Merda“ usw. 

Alles pauschale Aussagen, deren Übertreibungsgrad so evident ist, dass man sich nicht weiter darüber aufregen kann. Die Journalisten haben ein bisschen Reim-Pech. Eigentlich passt das Wort „Terroristen“ gar nicht zu ihnen, denn der „Terrorist“ ist eigentlich der Block. Die wenig angreifbare Überlegenheit der Journalisten glaubt der Block nur mit dem „Terror“ eines Spruchbandes der „milieubedingten Unmutsäußerung“ begegnen zu können.

Als Alternative bietet sich durchaus gezielte Pressearbeit an, bei der man sich auch der Ressourcen der Rapid-Pressestelle bedienen könnte. Es könnte ja sein, dass die von außen wenig einsehbare Welt des Blocks etwas an Einblicken vertragen könnte, die man über gezielte Pressearbeit vermitteln würde.

Eine solche Vorgangsweise passt aber so gar nicht zum Selbstverständnis des Blocks, dessen Bindekräfte gerade durch solche Aktionen entstehen.*)

Die Journaille

Interessanterweise sind die Journalisten selbst auch nicht besonders zimperlich in ihrer Wortwahl und bezeichneten in einem Artikel die Rapid-Ultras als „Grün-Weiße-Taliban“, befanden aber selbst, dass diese Bezeichnung zulässig sei, etwas, das sie den Ultras umgekehrt nicht zubilligen.

*) Was verbindet den Block?

Zum letzten Satz: „Eine solche Vorgangsweise passt aber so gar nicht zum Selbstverständnis des Blocks, dessen Bindekräfte gerade durch solche Aktionen entstehen.“

Der Satz ist eine Anspielung auf ein komplexeres Thema, das etwa lauten könnte: „Wie tickt der Block-West?“

Wie sollte eigentlich der Umgang mit Transparenten sein?

Eigentlich sollte es so sein: Jedes Transparent, das im Stadion gezeigt wird, müsste im Vorfeld von Rapid genehmigt werden. Mich hat immer schon gewundert, dass das nicht so ist. Aber was würde schon dabei herauskommen? Es würde jede Spontaneität verloren gehen, und wir würden nur mehr Zensuriertes zu lesen bekommen.

Nehmen wir einmal an, der Block wäre eine Firma und diese Firma hätte ein Problem mit der Darstellung ihrer Geschäftstätigkeit durch die Presse.

Diese „Firma“ würde eine Pressestelle einrichten, die dann versucht, durch regelmäßige Berichte die Pressevertreter zu informieren und ein positives Bild von sich zu zeichnen. Das geschieht völlig friktionsfrei und erfordert keine „Terroristen-Sager“. Es werden deswegen nicht gleich Lobeshymnen über die „Firma“ publiziert werden aber es kann schon sein, dass das Thema „Block-West“ einmal pro Saison in einem Artikel dargestellt wird, der Inhalte dieser Aussendungen berücksichtigt und auch die anderen Seiten dieser Gemeinschaft aufzeigt.

Warum hat also der Block keine Pressestelle?

Das „Geschäft“ des Blocks ist keine konstruktive Zusammenarbeit mit egal-wem. So, wie der Block auftritt ist er „gegen alles und jeden“. Es geht nicht um Kooperation sondern um Konfrontation. Und man braucht diese Konfrontation. Gemeinsame Feinde wirken einigend, besonders, wenn der Block sehr heterogen ist. Eigentlich sollte als „Feind“ der jeweilige Gegner (und dessen Fans) bei der jeweiligen Begegnung genügen, aber je größer der Block, desto mehr Bindekraft benötigt er und daher braucht er auch weitere Gegner, sei es die Polizei, die Justiz oder eben die Presse.

Der Text „Journalisten-Terroristen“ hat daher eine Doppelfunktion: Einerseits deutet er berechtigterweise (aber übertrieben) an, dass die eigene Arbeit nicht korrekt dargestellt wird, aber anderseits vergattert der Spruch alle Block-Mitglieder in einer kollektiven Opposition gegen den Gegner „Presse“. Und wenn sich Rapid zukünftig die Texte vorlegen lassen wird, dann auch gegen der Rapid.

An die, die es ändern können

An die Legenden

Man meint, es gäbe so viele Teamchefs als es Fußballinteressierte gibt und dass dies eine Eigenschaft der zuschauenden Anhänger wäre.

Aber nein, auch als Experten geltende frühere Rapid-Idole wollen genau wissen, was alles falsch läuft bei Rapid und was alles man anders machen müsste (Andy Herzog, Kurt Garger, Christian Keglevits, Michael Konsel, Hans Krankl). So gelesen im Artikel „Es reicht“ in der Krone vom 16.8 und in „Legenden kritisieren den SK Rapid“ in laola1. Aber auch der seinerseits von seinem früheren Verein St. Pölten enttäuschte Frenkie Schinkels weiß im „Heute vom 16. 8. genau: „Größte Enttäuschung bei Rapid ist Fredy Bickel“.

Die Besucherin hinter uns hat es ganz einfach formuliert: „Alle schuldig, alle raus!“

Alle diese „Experten“ haben es relativ einfach: sie stehen in keiner Verantwortung, sie meinen, wie auf einem Schachbrett, Figuren entfernen oder tauschen zu können. Sie müssen sich nicht den Kopf über ein verunsichertes Team, natürlich auch nicht über die Kosten solcher Sandkastenspiele uvam. zerbrechen. Populistische Sager kommen bei den Lesern der Gazetten „der untersten Schublade“ (wie Hans Krankl unseren Trainer bewertet) gut an.

Diesen „Experten“ gemeinsam ist, dass sie alle miteinander nie einem Fanblock wie Rapid ihn hat, in leitender Funktion gegenübergestanden sind. Ja, vielleicht als Spieler, aber das ist eine ganz andere Sache. Für aktive Spieler ist es besser, sich aus diesen Konflikten heraushalten, wie es auch unser Kapitän Stefan Schwab vorbildlich beim Interview nach dem Admira-Spiel demonstriert hat.

Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, dass sich diese Rapid-Legenden allein durch ihre Anwesenheit im VIP-Klub oder am Spielfeldrand Rapid unterstützt hätten.*) Das würde zum Beispiel zu einer Beruhigung der Stimmung durchaus beitragen können, ähnlich wie es Steffen Hofmann beim Derby getan hat, als er sich zwischen die Fans und die Cornerfahne gestellt hat und damit vielleicht sogar einen Spielabbruch verhindert hat.

Was würde es für eine großartige Wirkung haben, wenn die von vielen Anhängern immer noch höchst verehrte Ikone Hans Krankl – oder besser noch alle diese Kritiker gemeinsam – vor dem Spiel gegen Sturm an die Fans appellieren würden. Ihre Stimme hätte tatsächlich Gewicht und würde besonders glaubwürdig klingen, da diese Ikonen bei Rapid keine offizielle Funktion haben. Sie könnten mit einer solchen Maßnahme viel für Rapid tun!

 

An den Fanblock

Ich schätze den einmaligen Fanblock von Rapid. Meine Bildersammlung ist voll mit Ansichten prächtiger Choreografien und toller Ideen. Die meisten Anhänger sind stolz, dass Rapid diesen Fanblock hat, auch wenn sie selbst nicht Teil dieses Blocks sind. Ich bewundere das Organisationstalent der Protagonisten des Blocks und habe das bei vielen Gelegenheiten, zuletzt bei der Filmvorführung von „Großer Bruder“, miterleben dürfen. Das auffälligste Merkmal ist die Geschlossenheit und die allgemeine Akzeptanz der Führungspersönlichkeiten und der Block-Regeln. So chaotisch vielleicht die eine oder andere Aktion erscheinen mag, es herrscht im Großen und Ganzen eine gute Block-Disziplin. Hut ab!

Ich habe diese Block-Regeln beim Filmbesuch gleich erfahren, als ich im Eingangsbereich ein Foto von der wartenden Menge machen wollte: das sei nicht erlaubt, meinte mein Nebenmann. Über das alles will ich hier nicht streiten, ich wäre für den Block ungeeignet, wie man sieht. Es geht mir eher darum, dass der Block nicht ein chaotisches Gebilde ist, wie vielleicht von den Medien verbreitet wird, sondern seine Mitglieder ihre selbsterstellten Regeln einhalten.

Der Block ist aber sicher kein Einheitsbrei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle im Block wollen, dass Rapid Woche für Woche 30.000 Euro Strafe für Aktionen wie zuletzt bezahlen muss. Das ist etwa, als würden 1.000 zahlende Zuschauer weniger zu einem Spiel kommen. Man bedenke, welcher Anstrengungen es bedarf, diese 1.000 Zuschauer ins Stadion zu bringen. Alle diese Bemühungen werden durch ein paar Feuerzeuge und ein Plastikrohr vernichtet.

Diese Strafgelder werden von uns allen bezahlt; von Eintrittsgeldern, Sponsorengeldern, Merchandising-Erlösen, usw. Und da wir nun alle durch die Wurfgeschoße Einzelner in eine Art Geißelhaft genommen werden und für etwas zahlen müssen, das wir für entbehrlich halten, muss es auch erlaubt sein, über etwas zu reden, die uns, Außenstehenden, ansonsten egal sind, nämlich über die Block-Regeln.

Es gibt zum Beispiel die Regel: „Niemand im Block fotografiert“.

Da ich mich selbst nicht als Teil des Block fühle, habe ich schließlich doch zwei oder drei Bilder im Gartenbau-Kino gemacht. Aber ich habe einen jungen Freund, dem ich manchmal behilflich bin. Er war anfangs im Fanblock. Er fotografiert für sein Leben gern. Es wurde im Block beim Fotografieren derart angegriffen, dass er Angst bekam und sich einen Sitzplatz auf der Ost-Tribüne genommen hat. Was sagt uns das? Die Regel „Keine Fotoapparate“ wird im Block durchgesetzt, weil alle sie verinnerlichen und es dazu keiner besonderen „Polizei“ bedarf, weil jeder sein eigener Polizist ist.

Wenn die Mehrheit im Block meint, die Wurfgeschoße wären eben „Part of the Game“, ok, dann erübrigen sich natürlich weitere Diskussionen und man wird wohl zu Maßnahmen greifen müssen, die unsere „Experten“ vorschlagen.

Wenn man aber mehrheitlich meint, dass diese Aktionen doch eher schädlich sind und alle anderen Bemühungen wie zum Beispiel Anerkennung toller Choreografien zunichte machen, weil ja niemand mehr über diese Choreografie spricht sondern nur mehr über die Feuerzeuge, dann plädiere ich für eine Ergänzung der Block-Regeln und um eine ähnlich rigorose Handhabung wie jene über das Fotografieren und Filmen.

Regel 13: „Es ist nicht erwünscht, dass der Verein, zu dem wir stehen, geschädigt wird.“

 


*) Den letzten Auftritt von Hans Krankl erlebte ich bei der 110-Jahr-Feier im Parkhotel Schönbrunn am 23.4. 2009 „Legendentreff“. Bilder. Kurt Garger hingegen war immer wieder den Stammtischen zu Gast.

 

 

Die undankbare Famile

Frei nach dem Märchen „Der undankbare Sohn“ aus der Märchensammung der Gebrüder Grimm.

Es war einmal ein berühmter Fußballverein. Er nannte sich „Rapid“ (=“schnell“). Und er war stolz darauf, dass er die Gemeinschaft aller Protagonisten und Anhänger als eine „Familie“ bezeichnete. 

Und der Verein hatte einen verdienstvollen Trainer, der zuerst die Jugendmannschaften und dann, als Not am Mann war, auch die Kampfmannschaft trainiert hat. Zuletzt führte dieser Trainer das Team in drei aufeinanderfolgenden Jahren auf den zweiten Tabellenplatz und sorgte dafür, dass der Ruhm des Vereins sich in internationalen Bewerben vermehrte.

Dass er nicht den ersten Platz belegte, lag an einem übermächtigen Konkurrenten in Salzburg. Die Spieler liebten ihren Trainer, der manche von ihnen schon in ihren Jugendjahren betreute.

Doch dem Verein und auch so manchem Anhänger war dieser zweite Platz nicht genug, man wollte mehr. Und als das neue Stadion errichtet wurde, meinte man den richtigen Zeitpunkt gewählt zu haben, sich von dem alten Trainer zu trennen. 

Und dabei vergaß man ganz auf die Tugenden, die man bei allen erdenklichen Gelegenheiten beteuert hat, nämlich, dass man eine Familie sei und dass man zusammenhalten müsse; und dazu hätte ein faires Verhalten gegenüber allen Familienmitgliedern gehört, zum Beispiel so etwas wie Dankbarkeit gegenüber dem Trainer.

Stattdessen musste der Trainer unbedankt gehen. Er durfte sich nicht einmal von seinen Spielern und Anhängern verabschieden.

Seit dieser Zeit lastete ein Fluch auf Rapid und die Leichtigkeit des Siegens war verflogen. Sogar der Abstieg war möglich und die Tageszeitungen begannen schon davon zu berichten, dass der einst so unbezwingbare Verein drohte, in die Bedeutungslosigkeit einer Unterliga abzusteigen. Krone vom 2.4.2017

Das Märchen ist an dieser Stelle unerbittlich. Der undankbare Sohn hat in seinem weiteren Leben keine Chance, dem Fluch zu entkommen; hoffentlich nur im Märchen!

Die letzten Monate haben eine große Ähnlichkeit mit einem „Fluch“. Alle Ergebnisse sind so, als wäre es ganz egal, was man dagegen unternimmt. Das Unterbewusste hat möglicherweise mehr Macht in diesen Unwägbarkeiten als uns liebt ist.

Der Krone-Bericht betrachtet die Situation aus der Sicht der Liga aber das ist nicht wirklich das Problem. Das eigentliche Problem ist die Größe des Vereins. Ein schlanker, junger Bundesligaverein, sagen wir Altach oder Mattersburg hat im Vergleich zu Rapid einen viel geringeren Overhead und der Großteil der verfügbaren Gelder fließen in die Mannschaft. Durch einen Abstieg verringert sich zwar der Mannschaftswert aber der Verein kann ohne wesentliche Strukturänderung in der Erste Liga weiterleben.

Bei Rapid ist das nicht so, denn Rapid muss eine ungleich größere Beschäftigtenzahl erhalten, einen gewichtigen Kredit bedienen. Die Vereinsstruktur müsste sich praktisch von einem Tag auf den anderen schlagartig verändern. Ob das der Verein insolvenzfrei aushalten kann, das scheint mir das Problem zu sein.

Eine solche Situation wäre aber dann eine Nagelprobe für den Mitgliederverein Rapid, denn die Mitglieder wären in ihrer Gesamtheit aufgefordert, rettend einzugreifen.

Links

Fußballerwahl 2016

Zwei Boulevard-Zeitungen küren Fußballer des Jahres; die Kronenzeitung und Österreich. In den täglichen Ausgaben finden sich Abschnitte, die man ausfüllen und einsenden kann. Wer aber keine gedruckte Ausgabe besitzt, kann auch online voten. Hier erfährst Du, was Dich dabei erwartet.

Fußballerwahl Krone

Die Krone-Wahl ist an eine Anmeldung gebunden.

Die Einstiegsseite zur Krone-Wahl enthält alle Wahlmöglichkeiten, man kann mit irgendeinem Button beginnen.

Startet man mit dem „Fußballer des Jahres 2016“, kann man einen Namensteil des Spielers eingeben, zum Beispiel „schaub“ und findet den/die Spieler in der Auswahl. Im Bild Louis Schaub bei der Mitgliederversammlung des Klub der Freunde vom 24.2.2014:

Im nächsten Dialog muss man „TNB“ zustimmen. [Ich wundere mich, dass die Krone annimmt, dass der Leser weiß, was „TNB“ bedeutet,]

Jetzt bekommt man folgenden Hinweis: Pro User und Tag kann man insgesamt dreimal abstimmen. Wählbar sind alle Fußballer der österreichischen 1. und 2. Bundesliga, unabhängig von ihrer Nationalität, sowie Österreicher in einer 1. oder 2. Liga im Ausland, wenn sie im Kalenderjahr 2016 zumindest einmal in einem Meisterschaftsspiel (Cup zählt nicht) eingesetzt waren.

Aber so einfach ist das nicht. Man muss sich in ein Anmeldeformular mit einem Usernamen und E-Mail registrieren. Sonderbar ist, dass die Bestätigung der angegebenen E-Mail nicht auf einer Seite der Krone sondern auf www.willi.at – und ohne einen vorhergehenden Hinweis darauf – durchzuführen ist (nicht gerade vertrauenerweckend).

Nach der Registrierung kann man leicht prüfen, dass man sich nur drei Mal anmelden kann. Morgen geht’s also weiter.

Es gibt aber auf der Startseite zur Wahl insgesamt neun verschieden Wahlmöglichkeiten:

  • Fußballer des Jahres 2016
  • Fußballerin des Jahres 2016
  • Trainer des Jahres 2016
  • Fußballer seit 2007
  • Fußballer 1997-2006
  • Fußballer 1987-1996
  • Fußballer 1977-1986
  • Fußballer 1967-1976
  • Jungstar 2016

Daher kann man insgesamt 27 Mal abstimmen.Wenn man aber pro Wahlmöglichkeit mehr als drei Mal abstimmen will, braucht man mehr Identitäten; etwas für Menschen mit mehr Freizeit.

Fußballerwahl oe24

Bei der Wahl der Zeitung „Österreich“ muss man sich nicht anmelden und kann alle 60 Minuten eine Stimme abgeben. Aber man muss jede Frage beantworten, anders geht es nicht.

http://webmisc.oe24.at/fussballwahl2016/

Zu wählen sind:

  • Bester Spieler
  • Bester Tormann
  • Bester Verteidiger
  • Bester Mittelfeldspieler
  • Bester Stürmer
  • Bester Trainer
  • Bester Verein
  • Bester Regionalverein

Nach 60 Minuten kann man von derselben IP wieder abstimmen. Wenn man zusätzlich zum PC das Handy benutzt, halbiert sich die Zeit. Mit CyberGhost kann man seine IP-Adresse anonymisieren und hat damit noch eine weitere Stimme. Mit der Bezahlvariante von Cyberghost kann man die anonymisierte IP laufend verändern. Wenn man also etwas Zeit hat, kann man damit rund um die Uhr abstimmen.

Happy Voting!

Rapid Durchblick

Fußball lebt davon, dass man abseits der Spiele mehr als anderswo ins Innere einer Firma schauen kann, wer wann wo aufsteigt, absteigt, dazukommt, weggeht.

Aber alles, was man über die Webseite und die Newsletter von Rapid erfährt, ist stark gefiltert. Gefiltert durch den Blick der Medienverantwortlichen, die genau wissen, was dem Image des Vereins gut tut und was nicht. Nicht alle Details eines Umbruchs – wie zuletzt bei der Trennung von von Zoki Barisic – ist dem Publikum bekannt und das ist wahrscheinlich für alle Beteiligten gut so.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn in diesen gefilterten Nachrichten der Pressesprecher selbst einen Blog betreibt, indem er von Zeit zu Zeit seine persönlichen Erlebnisse schildert.

KickitPedro

Peter Klinglmüller betreibt als Einziger aus der Rapid-Belegschaft einen eigenen Blog unter dem Namen KlickitPedro und berichtet darin unter anderem auch über seine eigenen Eindrücke bei diversen Rapid-Events.

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Wie erfährt man nun, ob er gerade etwas berichtet oder nicht? Man muss von Zeit zu Zeit auf seine Seite http://kickitpedro.blogspot.co.at/ schauen oder den Blog in seinen News-Reader aufnehmen.

In seinem letzten Bericht über seine Reise nach Žilina (Zilina war eine Reise wert), berichtet er – so wie auch wir in unserem Blog – über das preiswerte slowakische Bier. Daneben aber auch über skurrile Auswirkungen von UEFA-Bestimmungen.

Die Mannschaft logierte gemeinsam mit dem mitgereisten Rapid-Verantwortlichen inklusive Ehrenpräsident und den VIP-Gästen im Hotel Holiday Inn, keine 100 Meter vom Stadion. Aber die Mannschaft musste diesen Weg aufgrund der UEFA-Vorschriften mit dem Mannschaftsbus zurücklegen und wurde prompt von einem Polizei-Fahrzeug, das den Weg verstellte, aufgehalten.

Diese Kleinigkeit ist zwar nicht besonders wichtig aber es ist ein Detail, das wir aus einer offiziellen Presseaussendung nicht erfahren werden. Ich werde mich daher weiter in den Blog von Peter einklinken und Euch von Zeit zu Zeit auf eine seiner Erlebnisse hinweisen.

Was wird über Rapid berichtet?

Wenn man aber so anfängt, täglich bei den diversen Sport- und Tageszeitungen vorbeizuschauen, dann gibt es viele Seiten, die man täglich besuchen müsste, um zu erfahren, was wer über Rapid berichtet. Man ist in der Rolle eines Pressebeobachters und das kann in Arbeit ausarten.

Da mich Rapid-Inhalte sehr interessieren, habe ich mir eine eigene Seite zurechtgelegt, die genau das macht, nämlich bei allen möglichen Informationsanbietern nachzuschauen, was an einem bestimmten Tag über Rapid berichtet wurde und so habe ich den Bericht von Peter auch entdeckt. So hat die Seite vom 20. August ausgeschaut und gleich am Anfang steht der erste Absatz des Berichts mit einem Link zum ganzen Text:

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und so ruft man diese konkrete Seite auf: http://klubderfreunde.at/news.aspx?id=2016-08-20

Diese Meldungen gab es insgesamt an diesem 20. August:

Aus insgesamt 30 Nachrichtenkanälen werden Meldungen gefiltert, die mit Rapid zu tun haben. Diese Nachrichtenkanäle sind Forza-Rapid, EwkiL, abseits.at, KickitPedro, Ultras-Rapid, Bundesliga, ÖFB, Ballesterer, 90minuten, Brucki, AustrianFootball, Rapidhammer, Weltfußball, UEFA, FIFA, FIFA-Ö, Kicker, Kicker-BL, Kicker-BL2, Transfermarkt, Kurier, Österreich, DerStandard, DiePresse, Krone, Heute, Laola1, Sportnet, ASB-Rapid, WienEnergie.

An Spieltagen kann das eine ganze Menge sein.

Es genügt also der Besuch dieser einen Seite http://klubderfreunde.at/news.aspx, um alles über Rapid aus diesen 30 Nachrichtenkanälen zu erfahren. Wenn hier, Rapid-Tagebuch über ein Spiel berichtet wird, dann wird die im Spielbericht angegebene Linkliste genau aus dieser Seite hergestellt.

Wenn man einmal einige Tage keine Zeit gehabt hat, die Seite zu besuchen, macht das nichts, denn alle Meldungen seit 1.1.2015 bleiben gespeichert.

Nur fast perfekt

Eine tolle Quelle von Rapid-Information mit einem Wermutstropfen:  seit der Umstellung auf die neue Homepage ist Rapid nicht mehr bei diesen Nachrichtenkanälen dabei, weil Rapid keinen RSS-Feed auf seiner Seite anbietet. Dieser Bericht ist daher auch ein bisschen in Richtung Medien-Team bei Rapid gerichtet, mit der Frage, ob man nicht einen solchen News-Feed wieder einrichten könnte. In einem CMS-System bedeutet das normalerweise nur das Aktivieren der Funktionalität und schon kann man die News wie im obigen Beispiel zusammenfassen.

Ein Rapid-Archiv

Das Besondere an dieser Seite ist, dass die Meldungen auch gespeichert bleiben und man eine Recherche über frühere Berichte anstellen kann. Beginn der Aufzeichnungen ist der Dezember 2014. Bis heute sind mehr als 150.000 Meldungen gespeichert, von denen ein kleiner Teil Rapid betrifft.