Wr.Neutstadt-Rapid

1:4 (1:2)

Bei nasskalten Null Grad und gutem Besuch (ca. 1.000 Zuschauer) sahen wir praktisch alle Rapid-Spieler, aufgeteilt auf zwei Spielhälften. Rapid, spielfreudig, kombinationsstark, aber das erste Tor fiel für Wiener Neustadt. Danach erhöhte Rapid den Druck und ging noch knapp vor der Pause nach Toren von Schuster und Hofmann in Führung.

Viele Augen waren auf Koya Kitagawa gerichtet, aber leider war auch er unter jenen Spielern, denen ein Torerfolg verwehrt war, weil das Tor einfach an der falschen Stelle stand.

Insgesamt war es eine klare Angelegenheit, interessant war der Einsatz vieler junger Spieler bei Rapid:

1, Halbzeit2. Halbzeit
StrebingerKnoflach
StojkovicBarac
GreimlMartic
HofmannSonnleitner
HajdariHajdari
SchusterGrahovac
SchwabIbrahmoglu
DemirWunsch
KnasmüllnerFountas
BozicUllmann
KitagawaKitagawa -> Demir (78. Minute)

Kitagawa oder Demir?

Diese Frage kann man nach diesem Spiel nur mit Demir beantworten!

Kitagawa und Hajdari waren die einzigen, die in beiden Hälften zum Einsatz kamen. Wahrscheinlich wollte der Trainer dem Stürmer Einsatzminuten geben und beobachten, was er daraus macht. Kitagawa wirkte unsicher, war oft nicht im Bilde, konnte keine Akzente setzen. Er neigt dazu, im Falle einer Überforderung die Szene mit einem Foul zu beenden. So war es heute und so war es auch im letzten Spiel gegen die Admira.

Yusuf Demir hat bei dem Spiel dem japanischen Star irgendwie die Show gestohlen. Zwar haben beide kein Tor erzielt, aber Yusuf wirkte dynamischer ideenreicher und durchsetzungsfähiger. Interessant war, dass Yusuf in der zweiten Halbzeit zuerst durch Nicholas Wunsch ersetzt wurde, dann aber in der 78. Minte an Stelle von Kitagawa noch einmal aufs Spielfeld kam. Yusuf hat gleich mit einem sehenswerten Solo über das gesamte Spielfeld der Zuschauer Herz gewonnen.

Auch der nach Stefan Schwab eingesetzte Melih Ibrahimoglu zeigte, seine Qualitäten und konnte sich sogar in die Torschützenliste eintragen.

Mit den Einkäufen hat Rapid seine liebe Not. Konnte man bisher noch von „Altlasten“ des vorigen Sportdirektors sprechen, derer man sich entledigen müsse (was auch mit Badji gut gelang), scheint sich mit Koya ein weiterer teurer Fehlkauf anzubahnen.

Da in neue Spieler enorm viel Geld investiert wird (obwohl gleichwertige im Nachwuchs auf einen Einsatz warten), könnte man auch daran denken, nicht nur die fußballerischen Qualitäten sondern auch Persönlichkeitsprofile zu bewerten und dabei auch die kulturelle und sprachliche Distanz dieser Spieler, ihre Flexibilität und ihre Lernfähigkeit berücksichtigen. Spieler aus den umliegenden Ländern, speziell vom Balkan oder aus der Türkei fühlen sich in Wien fast wie zu Hause, hier gibt es für sie muttersprachliche Communities und sie haben auch im Team Ansprechpartner. Badji und und Kitagawa können vielleicht aus sozialen Gründen nicht Fuß fassen und zeigen das dann im Spiel.

Während wir uns in aller Ruhe das Spiel anschauen, sitzen einige Reihen hinter uns Stefan Oesen, mit seinem Laptop und Lukas Marek, mit Mikrofon in der Hand. Lukas kommentierte das ganze Spiel im Livestream. Wir können gespannt sein, ob Lukas seine Rolle auch nach dem 16.2. weiter inne haben wird oder sie sogar noch ausbauen kann?

Wir erleben in den letzten Jahren einen Aufstieg der Webplattform mit seinem Video-Kanal, vorangetrieben durch Lukas, einem jungen Talent der Extraklasse, Dass man allein zu einem Testspiel gleich vier Videos präsentiert bekommt, das ganze Spiel live und perfekt kommentiert mit verfolgen kann, das sind Errungenschaften der Ära Krammer; Hütteldorfer Fußballberichte auf einem bisher nicht bekannten Niveau.

Beachtet auch den Herrn rechts neben Lukas. Das ist Michael Tuerl, der seit einem Jahr im Team von Peter Klinglmüller ist. Er kam von Sky, und er ist hauptverantwortlich für die große Zahl an Videos, die uns Rapid zur Verfügung stellt.

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Rapid-Nürnberg

2:1 (1:1)

Das Tor zum 0:1 für Nürnberg erinnerte fatal an jenes im Heimspiel gegen Sturm. Es wurde zwar der Nürnberger Margreiter als Torschütze angegeben, doch die Nürnberger Homepage berichtet, dass Margreiter den Ball gar nicht berührt habe und der Ball vom Rücken von Barac ins Tor gefallen ist. Folgt man aber dem Spielverlauf, war das Tor durchaus verdient, Nürnberg hatte die besseren Gelegenheiten und beherrschte das Umschaltspiel besser als Rapid. Bei Rapid hat man oft das Gefühl, dass das Nachdenken, was mit dem Ball zu tun sei, erst einsetzt, wenn sich ein Spieler den Ball hergerichtet hat.

Doch ein prächtiger Freistoß von Murg egalisierte den Vorsprung. Gefühlte Ewigkeiten ist es her, dass Rapid einen direkten Freistoß verwandelt hat.

Ob sich Niki Wunsch nach seinen gelungenen Aktionen in der zweiten Halbzeit für einen Platz in der Startelf anbietet? Für uns Zuschauer schon, denn die Aktionen von Philipp Schobesberger leiden zunehmend unter den schlechten Abschlüssen nach durchaus gekonntem Dribbling.

Wir müssen befürchten, dass Spieler und Trainer zwischen zwei Systemen schwanken. Das neue 3-5-2 ist noch zu wenig eingespielt, als dass man es gegen Salzburg zum Einsatz bringen könnte. Möglicherweise kehrt man zum 4-2-3-1 zurück, hat sich dann aber schon zu weit von dem alten System entfernt. Wie wohl der Trainer diese Zwickmühle auflöst?

Rückkehr des erfolglosen Trainers

Wer hätte gedacht, dass die Darbietung von Lothar Matthäus (Punkteschnitt 1,13) noch unterboten werden kann? Noch dazu so deutlich? Zunächst durch Georg Zellhofer mit einem Punkteschnitt von 1,09, doch da war wirklich viel Pech dabei, denn sein Star, Steffen Hofmann war sehr lange verletzt und die Mannschaft war damals von ihrem Kapitän mehr abhängig als das heute der Fall ist. Dann kam Damir Canadi als vermeintlicher Retter nach dessen respektablen Leistungen bei Altach. Er erreichte aber nur einen Punkteschnitt von 0,88 ein Wert für einen Abstiegskandidaten. Niemand weiß genau, was die Ursache für diese Pleite war. Dass sich alle Trainer vor und nach Canadi schwer getan haben, entlastet ihn, dass aber sowohl sein Vorgänger Büskens (1,64) als auch sein Nachfolger Djuricin (1,73) mehr als doppelt so viele Punkte eingefahren haben, spricht schon sehr deutlich gegen ihn.

Wir Zuschauer erinnern uns nicht so gerne an diese trostlose Zeit und diese Erinnerung wird durch das gerade wiedereingeführte 3-5-2-System wachgehalten. Jetzt kommt dieser Trainer wieder nach Hütteldorf; ein Zufall, aber eine Niederlage gegen Canadi, das wäre etwas gewesen, was uns gar nicht geschmeckt hätte. Glücklicherweise konnte Rapid den Rückstand drehen und zeigen, dass auch hier in Wien passabel gespielt wird.

Kapitäne, wohin man schaut

Ich seh‘ nicht mehr so gut wie früher und dachte zuerst, dass Stefan Schwab einen riesigen Aktionsradius hat, weil mir immer wieder ein rosa Band am Ärmel aufgefallen ist. Dann stellte sich heraus, dass es keine Kapitänsschleife ist, sondern Werbung für „Magenta“.

Es ist erfreulich, neue Partner zu gewinnen. Läutet das aber eventuell das Ende von Rapid-Mobil ein? Denn es wurde immer wieder betont, dass von einer Sparte nur jeweils ein Premium-Partner angenommen wird. Bei der Sparte „Automobil“ gab es einen Wechsel von VW zu Mercedes, weil – so wurde kolportiert – VW seine Werbestrategie geändert habe. Mag sein, aber wie ist das mit dem Mobilfunkbetreiber?

Da Rapid-Mobil ein Wiederverkäufer des Magenta-Netzes (früher T-Mobile) ist, macht diese Partnerschaft im Sinne einer Konkurrenz keine Probleme.

…schreibt Peter Klinglmüller

Abschied von Otto

Wer im Stadion würde sich nicht wünschen, dass er selbst im Alter von 100 Jahren – so wie Otto – ganz ohne Lift in Ebene 1 der Röhre hinaufmarschieren könnte. Oft hat Andy Marek den Retzer Otto Filipsky eingeladen und das ganze Stadion hat ihn mit Applaus begrüßt. Heute bekam Otto seinen letzten Applaus. „Rapid ist eine große Familie“, das könnte ein Marketing-Slogan sein, doch bei Rapid ist es gelebte Realität!

Eindrücke

Historisches

Rapid und Nürnberg bestritten in ihre langen Geschichte zwei Pflichtspiele, je eines in der Saison 1938/49 und 1939/40, beide Spiele im Deutschen Cup.

  • 1938/29 H 2:0 Deutscher Cup, Semifinale, Praterstadion, 20.000, Rapid wurde später gegen Frankfurt im Olympiastadion von Berlin Deutscher Cupsieger
  • 1939/40 H 0:1 Deutscher Cup, Semifinale, Praterstadion, 40.000, Semifinale, Rapid schied aus dem Bewerb aus

Das letzte Testspiel gegen Nürnberg fand am 7.9.2013 statt. Rapid verlor 1:3. Es gab ein Nachspiel nach einer Schlägerei mit der Polizei. Selbige hat sich bei dem heutigen Spiel sehr im Hintergrund gehalten. Aufgefallen ist ein Fahrzeug mit zwei Dachkameras, aber das Kennzeichen am Auto war zivil.

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Rapid-FAC

1:0 (1:0)

Stell‘ Dir vor, Du bist Fußballer, es hat -2 Grad, es geht um nichts und 300 wenig enthusiasmierte Zuschauer wollen „Rapid sehen“, bringen es aber nicht einmal zu einem ordentlichen Begrüßungsapplaus.

Man spielt auf Sparflamme, alle Spieler mit langen Ärmeln und Handschuhen, einige auch mit lange Hosen, der Boden ist holprig. Genau so war dann auch das Spiel. Der arme Trainer, was er wohl aus den vielen Fehlern im Spielaufbau heraus gelesen hat?

Es gilt eben der weise Satz von Ferenc Puskás, dass man um wenig Geld auch nur mäßigen Fußball zu sehen bekommt.

Diese Bedingungen machten den etwas motivierteren Gegner mit einigen Ex-Rapidlern in den Reihen so stark, dass er nach der Pause mit Elan auf Ausgleichskurs war, doch Tobias Knoflach war immer gut auf dem Posten, wirkliche Gefahr bestand nicht. Auch hat unser Tobias durch rasche Auswürfe das Spiel schnell gemacht – wahrscheinlich war ihm so kalt wie uns.

Unsere letzte Begegnung mit Rapid war dar Geburtstagsabend. Dort wurden die Helden und ihre vergangenen Heldentaten gebührend gefeiert und die Erwartungshaltung in große Höhen geschraubt. Und dann gibt es ein 1:0 gegen einen Zweitligisten!

Aber auch dieses 1:0 muss man erst zustande bringen, denn wir erinnern uns noch gut an den 15. Jänner 2016, als Rapid vor demselben Gegner und einem einzelnen Spieler – Entrup war’s – 1:3 kapitulierte und das Unglück seinen Lauf nahm und Entrup vom FAC zu Rapid geholt wurde.

Ich glaube ja, dass das Heldenhafte in der Vergangenheit erst entsteht, wenn etwas gelingt, egal warum. Rapid war ja vor 25 Jahren keineswegs mit Geld gesegnet und dennoch fand sich ein Team, das mit zunehmendem Erfolg immer mehr an sich glaubte und dann einen historischen Erfolg eingefahren hat. Und einen solchen Erfolg kann man eben wegen der Einzigartigkeit nicht wiederholen, und jede Generation muss es auf’s Neue versuchen.

Ich finde, dass jede Mannschaft das Potenzial hat, eine Heldentat zu vollbringen, allerdings muss eben vieles passen, das niemand voraussagen und planen kann. Und plötzlich werden aus Kickern Helden.

Eigentlich sind wir unbescheiden, denn unsere Mannschaft ist trotz des Rückstands in der Liga international sensationell unterwegs. Gegen Mannschaften zu bestehen, die ein vielfaches Budget haben, sich selbst nur am Markt der „Sonderangebote“ und „Aktionen“ bedienen zu können und dann trotzdem in Moskau einen Weltklasse-Pass von Stefan Schwab an einen Schobi in Höchstform zu erleben, da hat doch was! Vielleicht ist ja das eine Tugend, die wir zu wenig schätzen, dass nämlich die Mannschaft durchaus über sich hinaus wachsen kann.

Ich denke, dass Trainingsspiele der Helden von gestern unter den heutigen Bedingungen auch nicht so heldenhaft gewesen sein werden. Nur vergisst man die Testspiele, aber die Heldentaten bleibt.

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Ebreichsdorf-Rapid

0:2 (0:2)

28. Juni 2018, Sportzentrum Ebreichsdorf, 1000 Zuschauer

Wenn Rapid zu einem Freundschaftsspiel fährt, kommen immer wirklich alle verfügbaren Spieler, denn es ist ja nicht nur ein Volksfest für den Gastgeber, sondern auch ein erster Test für Rapid. Und so sahen wir sowohl einige der Neuzugänge, wie Knasmüllner, Martic und Ivan aber auch viele gut bekannte Rapid-II-Spieler, die den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft haben wie Gashi, Kostic, Haas, Müldür, Bosnjak und Sobczyk. Der erst 16-jährige Tormann Nikola Polster kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz.

Das Spiel verlief auf einer schiefen Ebene mit sehr viel Ballbesitz von Rapid aber ohne viele zwingende Chancen. Ebreichsdorf verteidigte diszipliniert. Die Tore fielen am Ende der ersten Halbzeit durch Gashi (abgefälschter Schuss) und Kostic nach einem sehenswerten Solo und einem perfekten Abschluss.

Sehr auffällig waren Martic und Knasmüllner.

Ambiente

Der Andrang war groß und Rapid war gut vertreten, hier im Bild Franz (Podersdorfer Störche und Klub der Freunde), Arnold und Florian (EwkiL:Rapid und Klub der Freunde).

Bereits nach dem ersten Vorverkaufstag Ende Mai waren die Sitzplätze ausverkauft, und wir haben damals gerade die letzten drei Plätze bekommen. Und gut war’s, denn zwei Mal während des Spiels gab’s einen Regenschauer.

Bei der Tombola wurden etwa 8000 Lose verkauft. 20 Preise, darunter 10 Geschenkkörbe, wurden verlost, der erste Preis war ein Vespa-Roller. Johann Janda (Speising) hat gleich zwei Preise gewonnen, darunter ein Abo der Heimspiele von Ebreichsdorf.

Das Spielfeld

Uns erschien das Spielfeld etwas klein, aber das könnte auch nur ein subjektiver Eindruck sein. Ich wollte das genau wissen und habe das Spielfeld mit jenem vom Happel-Stadion in derselben Vergrößerungsstufe von Google-Maps verglichen. Die Spielfeldmaße des Happelstadions sind 105 x 68 m (siehe Wikipedia)

Die Spielfelder werden nachgezeichnet und übereinander gelegt.

Nach einigen Tüfteleien ergeben sich daraus die Spielfeldmaße von Weigelsdorf mit etwa 98 x 61 m, also tatsächlich etwas kleiner als ein für internationale Spiele zugelassenes Spielfeld. Diese internationalen Maße wären 100-110 m x 64-75 m (Wikipedia).

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Testspiele

Ich strenge mich an, bei den Testspielen zu erkennen, welche Schlüsse ein Trainer aus der Vorstellung ziehen kann, allein, ich bin kein Trainer, ich wüsste es nicht. Wir Zuschauer sind sehr ergebnisorientiert. Einen Sieg interpretieren wir als „gutes Spiel“, eine Niederlage und sehr oft auch schon ein Unentschieden als ein „schlechtes Spiel“. Dabei muss das ja gar nicht zutreffen, denn man kann – wie wir aus vielen leidvollen Erfahrungen wissen, auch im Grunde „gute Spiele“ verlieren (und umgekehrt). Die vielen Spieldetails und Zufälligkeiten, die uns, Zuschauern, vermeintlich die Qualität der Spieler und der Mannschaft diagnostizieren, sind es wahrscheinlich nicht, die den Trainer bewegen. 

Die mangelhafte Chancenauswertung stört mich – anders als das sonstige Publikum – relativ wenig, denn es liegt in der Natur des Fußballspiels, besser gesagt in der Art, wie die Regeln – insbesondere die Abseitsregel – austariert sind, dass möglichst wenige Tore fallen, was zur Folge hat, dass man nur äußerst selten ein Torfeuerwerk erlebt. So gingen auch beide Testspiele am Trainingsplatz salomonisch 1:1 aus, obwohl es natürlich auf beiden Seiten zahlreiche hochkarätige Torchancen gab. 

Sparringpartner aus den Nachbarländern

Es dürfte kein Zufall sein, dass beide Rapid-Teams (aber auch der Stadtrivale) Mannschaften aus den östlichen Nachbarländer nach Wien bringen und nicht umgekehrt, Rapid dorthin fährt, weil es wahrscheinlich für die dortigen Klubs attraktiv ist, einen Tag in Wien zu verbringen. Ob unsere Gäste aus Tschechien auch ins Tullnerfeld kommen würden? Insbesondere beim letzten Testspiel gegen Slovácko waren mehr Tschechische Anhänger vor Ort als Rapidler – hatte man zumindest akustisch den Eindruck. Aber vielleicht erleben wir auch einmal einen Gegenbesuch und können zu einem kleinen Auslandsspiel fahren. 

Durch diese starke Präsenz der Gäste musste man sich mit Plätzen in den hinteren Reihen begnügen und würde es daher praktisch finden, wenn es eine Testspiel-Anlage gäbe, die wenigstens über eine kleine Tribüne verfügen würde. 

Rapid II

Jedes halbe Jahr wird der Kader von Rapid II durch die aus der U18 nachdrängenden Spieler neu gebildet. So fehlten bei den neuen Spielern noch die Schriftzüge für die Namen und wir recherchierten eifrig die Namen von der Homepage. Dabei fällt auf, dass auf der Rapid-Homepage die Daten der Nachwuchsspieler sehr unvollständig angegeben sind. Aber es gibt ja noch den Transfermarkt, der mehr über die Spieler zu sagen weiß. Hier das Beispiel von Daniel Markl. Unter dem grünen unvollständigen Feld das vorbildlich ausgefüllte Datenblatt vom Transfermarkt.

 

Was ich glaube, dass mir als „Amateurtrainer“ aufgefallen ist, war der Umstand, dass die neuen Spieler nichts von dem spüren ließen, was man „Anlaufschwierigkeiten“ nennt. Die jungen Spieler trugen sich auch gleich zahlreich in der Torschützenliste ein.

Im folgenden Bild sieht man Trainer Akagündüz mit den nominierten Spielern bei einer letzten Besprechung vor Spielbeginn gegen Retz.

In der Ankündigung der Rapid-Homepage wurde ein Spiel Rapid II – Videoton angekündigt, und auf dieses Spiel war ich wegen des prominenten Gegners sehr neugierig. Doch es stelle sich bald heraus, dass es nicht die Einser-Mannschaft von Videoton war. Dennoch hatte man in den ersten Spielminuten den Eindruck, als würde das ein Debakel für Rapid II geben, denn nach wenigen Minuten stand es bereits 0:2; im Bild der zweite Treffer per Kopf aus einem unmöglich scheinenden Winkel. Bei dem Bild könnte man den Eindruck haben, dass es für die gut stehenden Verteidiger ein Leichtes sein müsste, den Ball abzuwehren, doch irgendwie ist es dem Ball gelungen, sich an ihren Köpfen vorbeizuschwindeln.

Doch schließlich  endete das Spiel 2:2, was über das ganze Spiel gesehen nicht unverdient war.

Die karge Fußballzeit ist aber jetzt vorbei und wir warten mit Spannung auf den ereignisreichen Fußball-Februar.

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Zwentendorf-Rapid

0:10 (0:4)

Anlass

Zum 90-jährigen Jubiläum des SV Zwentendorf veranstaltete der Sportverein „Blaue Donau“ ein Freundschaftsspiel gegen den SK Rapid.

Etwa 900 Besucher kamen, um das Fest zu feiern. Der Platz erlebt wohl nicht allzu oft einen solchen Ansturm auf die Anlage.

Ein „harter Kern“ der Rapid-Anhänger war mit dabei, allen voran Jürgen und Maria aber auch Gerhard, Brigitte und Xandl. Unsere Gruppe bestand aus Reinhard, Christoph, Hannes, Florian und Franz. Im Bild Reinhard, Christoph und Florian.

Gegner

So sind die Ligen in Niederösterreich gestaffelt: Bundesliga . ERSTE LIGA . Regionalliga . 1. Landesliga . 2. Landesliga . Gebietsliga . 1. Klasse . 2. Klasse . 3. Klasse. Unser Gegner Zwentendorf spielt in der 1. Klasse Nordwest-Mitte und belegt dort den 11. Platz (von 14).

Der Besuch eines Testspiels heißt, Spiel und Spieler aus nächster Nähe beobachten zu können. Wir haben daher in beiden Halbzeiten jeweils beim gegnerischen Tor Aufstellung genommen. Dort kann die oft atemberaubende Schnelligkeit der Abläufe hautnah mitverfolgen.

Rapid lässt sich bei solchen Testspielen nicht lumpen. Man kam mit dem ganzen Kader und auch Spieler von Rapid II kamen zum Einsatz.

Die Ungeduld beim Rapid-Anhang ist bei jedem Spiel ähnlich. Ist der Gegner ein starker, erwartet man sehnsüchtig das Rapid-Tor und verflucht dabei das Ungeschick der Spieler. Ist der Gegner aus einer unteren Liga, geht es darum, ob das Ergebnis zweistellig wird. Dass man auf den ersten Treffer 14 Minuten hat warten müssen, ist fast schon eine kleine Beleidigung für den Anspruch eines Rapid-Anhängers. Aber genau so war es. Der gegnerische Tormann der ersten Hälfte war sehr auffällig und er trug seinen Namen „zu null“ zurecht.

Der auffälligste Torschütze war Eren Keles, der gleich drei Mal getroffen hat. Ich habe fast den Eindruck, als wäre es im Rapid-Spiel  eine wichtige Aufgabe des Stürmers, Verteidiger an sich zu binden und damit der zweiten Angriffsreihe Räume zu öffnen.

Nach dem Spiel

Nach dem Spiel kam es zum obligaten „Platzsturm“ durch die Zwentendorfer Jugend, dem wir uns auch angeschlossen haben, denn das sind Augenblicke, die man in Hütteldorf nicht alle Tage erleben kann. Wenn es Rapid-Spieler nicht rechtzeitig in die Kabine schafften, dann mussten sie so etwas wie Überstunden einlegen. Jeder von ihnen wurde von Autogramm- und Selfie-Jägern umringt.

Ob die Autogrammjäger wirklich wissen, wem sie da nachjagen, glaube ich nicht. Ein uns noch völlig unbekannter junger Spieler war bei den Fans ganz besonders begehrt. Es war der erst 18-jährige Aleksandar Skrbic. Es dürfte sein erster Einsatz in der Kampfmannschaft gewesen sein. Hier ist er:

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Testspiele und Ladenschluss

Oberwart-Rapid 1:10 (0:5)

Die Fahrt nach Oberwart hat uns zu lange gedauert und so bedanken wir uns bei Gerhard für die Bilder, die er uns überlassen hat.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass auch Testspiele nicht immer so klar enden. Es zeigt eine beruhigende Spielfreude, auf der man aufbauen kann.

Rapid II-FAC 2:1 (1:1)

Rund um das Stadion werden schon die Aufbauten für den 17. Business-Run am 7. September hergestellt.

Sportdirektor ist mit Thanos Petsos und Thomas Schrammel am Rückweg vom Nachmittagstraining.

Rapid ist immer eine Anlaufstelle für Ex-Rapidler. Gerhard Niederhuber im Gespräch mit Raimund Hedl; Christian hört zu.

Adrian, der Wirt in der „Kantine Stadion“, freut sich über Hochbetrieb am Trainingsgelände. Auch die treuen Anhänger von Rapid II, Florian und Christian, steigern den Umsatz.

Das Spiel wurde über weite Strecken von Rapid II dominiert. Zwei Tore von Rapid II wurden wegen Abseits nicht anerkannt, bis schließlich Elias Felber das 1:0 für Rapid II erzielte. Der Ausgleich für den FAC fiel noch vor der Pause, doch schließlich konnte Rapid II noch ein Tor nachlegen. Leider haben wir den Torschützen zum 2:1 nicht erkannt.

Die Frage ist, was mit ihm geschieht, mit Dejan Ljubicic. Nicht mehr bei Rapid II aber noch nicht bei Rapid I angekommen und trotz sehr guter Presse bei seinem Debut scheint sein Einsatz unsicher. Der Neuzugang Thanos Petsos verstellt ihm möglicherweise den Weg und verhindert seine weitere Entwicklung. Während in Manchester Marcus Rashford mit 19 Jahren bereits in der Kampfmannschaft mitmischt, ist der Einsatz von Dejan bei Rapid nicht so ganz klar.

Ladenschluss

Sportdirektor Bickel verkündete noch voriges Wochenende, dass man noch Zeit genug für Transfers hätte. Klar, es gibt immer noch die „letzte Minute“.

Unsere Neugierde wurde lange strapaziert, bis schließlich dieser letzte Transfer eines Stürmers über die Bühne ging. Jetzt ist der Kader komplett und alles, was wir tun können ist hoffen, dass sich Thanos Petsos und Veton Berisha so ins Team einfügen, wie sich die Verantwortlichen das wünschen. Und insbesondere bei Veton müssen wir eine Entwicklung erhoffen, denn seine bisherige Torquote ist eher die eines Verteidigers als die eines Stürmers. Aber dazu ist Rapid angetreten, um Spieler zu entwickeln. Wir erwarten das von ihnen.

Es scheint uns als Laien vorteilhafter, eher am Beginn einer Handelsphase einzukaufen, weil die Auswahl noch größer ist. Jetzt am Ende der Transferphase lastet mehr Druck auf allen Akteuren und das begünstigt Fehler – wie wir vom Fußballspiel und aus der Vergangenheit wissen. Man bekommt nur mehr „Restposten“.

Irgendwie wiederholt sich diese Szene. Wir kennen diesen „Einkaufsstress der letzen Minute“ von Venegoor of Hesselink (Jelavic) und auch Jelic (Beric). Diese Last-Minute-Käufe dürften eine Folge geringen finanziellen Spielraums sein. Überhaupt nur durch den Verkauf von Max Wöber gab es Mittel, um die benötigten Verstärkungen zu holen. Der Überschuss aus diesen Transfers dürfte Rapid im nächsten Jahr ein ausgeglichenes Budget sichern.

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Rapid-Monaco

2:2 (0:1)

Nach einer eher schwachen ersten Hälfte von Rapid mit der Einheitsaufstellung, zeigte die zweite Angriffslinie mit Keles, Prosenik und Sobczyk deutlich mehr Engagement und egalisierte schließlich den Rückstand aus der ersten Hälfte.

Allzu viel dürfen wir in das Spiel nicht hineininterpretieren, denn es war nur ein Test, der von den Gästen wahrscheinlich nicht ganz so wichtig genommen wurde wie von Rapid. Hier die Mannschaft bei der Verabschiedung:

Schuhmode in Monaco

Es ist aufgefallen, dass zwei Spieler von Monaco mit je einem schwarzen und einem gelben Schuh gespielt haben. Die Frage ist, ob die Schuhe so geliefert werden oder ob das eine individuelle Note der Spieler ist und sie noch ein zweites gelb-schwarzes Paar zu Hause haben.

Ex-Rapidler zu Gast

Andy Marek begrüßte vor Spielbeginn zwei Ex-Rapidler: Helmut Schulte, früher Sportdirektor bei Rapid, jetzt bei Union Berlin und Antonín Panenka, Rapid-Legende, derzeit Präsident bei den Bohemians Prag.

Niemand ist größer als Rapid.

Präsident Krammer benutze die Gelegenheit, die Worte von Steffen Hofmann vom Tag der offenen Tür zu wiederholen, die da lauteten, dass niemand wichtiger wäre als der Verein. Das ist ein schöner Satz und zeigt den Gemeinschaftssinn eines großen Fußballspielers. Es tut uns allen gut, dass Steffen seine Rolle als die eines „servus“, eines Dienenden, als einer von uns sieht. Er ist ein enorm wichtiger Teil unserer Rapid-Familie, auch wenn er gar nicht am Spielfeld ist.

Allerdings werden hier zwei verschiedene Qualitäten verglichen. Die Gruppe ist wichtig, weil man ohne sie nicht Fußball spielen kann aber auch die individuelle Qualität ist wichtig, denn die Gruppe kann ohne sie keine Erfolge feiern. Zwischen diesen verschiedenen Qualitäten scheint eine Balance nötig zu sein. Ein großer Fußballer wird durch eine starke Gruppe noch besser, anderseits tritt er in einem schwächeren Kollektiv nicht ganz so toll in Erscheinung. (Beispiele: Ronaldo bei Real und bei der Nationalmannschaft oder Steffen bei Rapid und bei 1860). Es ist etwa die Relation wie zwischen Berg und Gebirge, Baum und Wald.

Eventpublikum

Es waren nur wenige Zuschauer aus der „Stammbesatzung“ rund um unsere Sitze zu sehen. Unser Sitznachbarn bei diesem Spiel etwa waren Polen, und sie kamen nicht wegen Rapid, sie kamen wegen AS Monaco. Und davon wird es viele im Publikum gegeben haben. Es ist erfreulich, dass trotz der geringen Zuschauerzahl von 9.800 alle diese Event-Gäste einen tollen Support seitens des Rapid-Anhangs miterlebt haben. Der Dauersupport schaffte einen würdigen Rahmen zu dieser Begegnung mit einer europäischen Spitzenmannschaft.

Schwarzer Hirsch

Wer hätte gedacht, dass dieses „SH-Sports“ für „Schwarzer Hirsch“ steht, angelehnt an die Namen der Geschäftsführer der Firma.

Rapid ist eine Familie

Während wir noch im Stags-Head die tollen Ansätze unseres Zweier-Sturms mit Keles, Sobczyk und Prosenik besprachen, hörten wir draußen den einsamen Ján Klimeš einen Buddy Holly-Song abspielen. Ján sucht keine „nette Frau“ mehr, sie muss jetzt schon eine „reiche Frau“ sein. Es war für uns eine Ehrensache, ihm eine Spende für seine Bemühungen zu hinterlassen. Er revanchierte sich mit einem gemeinsamen Abschiedsfoto.

Da klingelte mein Telefon! Ich hätte es ja gar nicht gehört, aber Florian ist immer sehr aufmerksam. Es war Andy Marek, der die Szene mit Ján von seinem Büro im ersten Stock beobachtet hat und uns eine gute Heimfahrt wünschte.

Was uns an diesem Rapid so gefällt, ist die Bereitschaft aller Aktiven, die Gemeinschaft aller Anhänger und ihre Verbindung zum Verein zu stärken. Egal, ob es der Präsident, die Geschäftsführer oder sonst wer im Verein ist. Und es ist dabei tatsächlich egal, wer das Gegenüber ist. Ob es ein Anliegen der Ultras oder eines Einzelnen ist. Die Idee der Rapid-Familie wird nicht nur gepredigt, sie wird auch gelebt.

Eine kleine Szene am Rand des gestrigen Mannschaftstrainings auf West 1: ein sichtlich gestresster Robert Racic musste rasch etwas erledigen und dabei eilte er bei unseren Plätzen vorbei. Der unnachahmliche Christian hat dieses Vorbeieilen als Unhöflichkeit interpretiert und hat ihm das sehr deutlich nachgerufen. Robert erledigte seinen Job und kam dann eigens zu unserer Gruppe und gab jedem einzelnen von uns die Hand. [Wir müssen uns bei ihm einmal wegen des immer vorlauten Christian entschuldigen.]

Wir freuen uns, Teil dieser großen Gemeinschaft sein zu dürfen. Allzu viel können wir ja selbst gar nicht beitragen; aber unserer Unterstützung als zahlende Fans kann Rapid sicher sein.

Hoffnung

Das Testspiel gegen einen so prominenten Gegner hat uns – speziell in der zweiten Halbzeit – Hoffnung gemacht, dass es jetzt aufwärts gehen kann. Und es kann dieses wieder erstarkende Kollektiv sein – angesprochen bei Spielbeginn – das wieder beginnt die Hauptrolle gespielt hat. Damit das der Fall ist, müssen eben hie und da Einzelinteressen hinter denen der Gruppe bleiben. Und das neue Trainerteam, verstärkt durch Steffen hat diese Eigenschaft, die in der letzten Saison etwas abhanden kam.

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Rapid-Celtic

Rapid-Celtic 1:1 (1:0)

Diese Schreibweise ist eigentlich falsch, denn Rapid spielte mit dem blau-roten Auswärtsdress.  Aber irgendwie war doch Rapid die gefühlte Heimmannschaft. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, der Gegner war ein sehr guter Prüfstein.

Friedliches Spiel, freundliche Atmosphäre

In unserem Sektor gab es keinerlei Kontrollen, im Rapid-Sektor aber schon. Das große Polizeiaufgebot hatte an diesem Abend einen ruhigen Dienst.

Wir sahen wieder einmal zwei sehr unterschiedliche Spielhälften. Diesen großen Unterschied sahen wir etwa beim Testspiel gegen Traiskirchen nicht und das lag vielleicht doch an der Stärke des Gegners. Es standen einander in den beiden Spielhälften zwei komplett verschiedene Teams gegenüber.

HZ 1

Am auffälligsten waren in der ersten Hälfte Joelinton, Murg und Schrammel. Unser Blick war die meiste Zeit nach Norden, auf das Tor von Celtic gerichtet. Rapid war klar tonangebend und der durchbrechende Joelinton konnte vom  schottischen Tormann nur durch ein Foul gestoppt werden. Die Folge: gelbe Karte (nach der neuen Regel), Elfmeter und Führung für Rapid, knapp vor der Pause.

HZ 2

Die zweite Hälfte gehörte aber den Schotten. Wieder war unser Blick überwiegend nach Norden gerichtet, also auf das Tor von Rapid. Boli Bolingoli machte auf der Schrammel-Position seine Sache ganz gut, sein Aktionsradius zeigt seine Offensivstärke.

Allerdings hatte auch sein Konkurrent um diesen Platz, Thomas Schrammel in der ersten Halbzeit eine sehr gute Partei gespielt. Er wird spannend, der Kampf um diesen Platz.

Das Gegentor war ebenfalls ein Elfmeter nach einer Notbremse von Thurnwald im Strafraum.

Das eher Betrübliche ist aber die zu geringe Entlastung der Rapid-Verteidigung durch diese zweite Angriffsreihe. Ein Hauptanteil dieser Schwäche geht von Matej Jelic aus.

Matej wird motiviert

Trotz Zuspruch seitens des Trainers (und diese Szene beobachten wir nicht zum ersten Mal) will es ihm nicht gelingen, ins Spiel zu finden.

Mein Sitznachbar, der unsere Nummer 9 zum ersten Mal spielen sah, hat viel deutlichere Worte gefunden, als er von uns hörte, dass Matej noch zwei Jahre unter Vertrag stünde. Unser Eindruck ist, dass Matej unzureichend in der Mannschaft eingebunden ist; sowohl in der Gemeinschaft, als auch am Spielfeld. Er wirkt isoliert und sein Stellungsspiel ist unglücklich, fast schon teilnahmslos; möglicherweise haben auch Verständigungsschwierigkeiten ihren Anteil daran.

Jeder Celtic-Spieler mit kleinem „Buckel“

Interessant war, dass jeder Celtic-Spieler einen kleinen Gegenstand an der Oberseite des Trikots mit sich geführt hat. (Weitere Bilder siehe „Links“).

Es könnte sein, dass es sich dabei um einen GPS-Logger gehandelt hat, der die Laufwege der Spieler protokolliert und den Analysten wichtige Aufschlüsse über das Spiel gibt. Aber das ist nur eine Vermutung.

Die vier im Citroen

Der „Arbeitstag“ eines Fußballfans beginnt nach dem Mittagessen und endet nach Mitternacht. Christian, Florian, Franz und Thomas fahren mit dem betagten aber gut gepflegten Citroen ins Mostviertel. (Ein zufälliger Fahrvergleich mit einem Audi lässt mich bei jeder unserer Ausfahrten die einzigartige Qualität der Hydrolastic-Federung des Citroen C5 noch mehr schätzen.) Proviant ist an Bord, McDonald’s macht an diesem Tag kein Geschäft mit uns.

Wir sind keine Minute zu früh gekommen. Lange Schlangen stehen schon vor uns, alle wollen einen Schattenplatz:

Eingewiesen vom Organisator Gernot Lechner bekommen wir die letzten Plätze auf der schattigen Westtribüne. Das Interesse ist groß, 90 Minuten vor Spielbeginn ist diese Tribüne bereits voll besetzt. Wir ergattern noch zwei Plätze neben dem sehr fachkundigen Publikum aus der Gegend. Wir können mit den Namen der nachrückenden Jungspieler aushelfen aber ansonsten ist man hier gut informiert.

Die Außentemperaturen sind mit 25 Grad ideal für Spieler und Publikum

Die Zeit bis zum Spielbeginn vertreiben wir uns mit einem Pfefferoni-Leberkäse und Bier.

Die Rückfahrt durch den Wienerwald auf der A21 war beeindruckend. Dunkle Gewitterwolken am Himmel und tief stehende Sonne im Westen verliehen den Wäldern auf der Strecke einen selten schönen Charakter.

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Traiskirchen-Rapid

Trotz Konkurrenz seitens der Bäder und des Donainselfestes war die Sportanlage in Traiskirchen mit geschätzt 1500 Besuchern gut besucht und fest in grün-weißer Hand. Wir kennen den Platz schon von den Spielen von Rapid II. Hier wurden auch die Heimspiele der Admira-Juniors gegen Rapid II ausgetragen. Unsere „Stammplätze“ im ersten Rang waren an diesem Tag den VIP-Gästen vorbehalten. Daher taten wir’s dem „Stehtisch Grün-Weiß“ gleich und eroberten uns einen solchen Stehtisch.

  • oben: Rapid ist überall, auch in Traiskirchen, verewigt auf einem Häuschen, eine Sammelstelle für Zuckerrüben; Giorgi Kvilitaia, Fredy Bickel
  • mitte: Arbeitslose Sanitäter, „Pumukl on Tour“,  Stehtisch Grün-Weiß, Zuschauer, Tombola
  • unten: mitgereist: Unikat und Grün-Weiß-Favoriten, Mannschaftsaufstellung erste Spielhälfte

Rapid nahm das Spiel ernst, alle verfügbaren Kaderspieler wurden eingesetzt, aufgeteilt auf die beiden Spielhälften; ebenso gerecht erfolgte die Teilung der Treffer.

Der Umstand, dass bei Fußballspielen sehr häufig Fehler auftreten, verleitet das Publikum leicht zu der Annahme, dass die Spieler „nichts können“ und dass sie in der fraglichen Spielsituation besser etwas anderes getan hätten, als jenes, das keinen Erfolg gebracht hat. Der Zuschauer wird zum Richter über vermeintlich unfähige Akteure; und das nicht nur bei Spielen gegen starke Gegner, nein, auch beim Spiel gegen Traiskirchen gab es Spieler, die das grüne Trikot nicht hätten tragen dürfen.

Vielleicht fordert das Spiel durch diese Fehler den Zuschauer zum ständigen Urteilen über andere auf, und vielleicht ist gerade das der Grund für die Popularität dieses Sports.

Wenn ich mir vorstelle, dass mir beim Schreiben dieser Zeilen jemand über die Schulter schaut und alle meine Fehler laufend bewertet, kann man dadurch leicht nervös werden. So ist es aber nicht, und da meine Arbeit eben kein Echtzeitjob ist, kann ich meine Fehler in aller Ruhe ausbessern, Das ist das Wesen der meisten Arbeiten. Aber genau das können unsere Spieler nicht.

Mein Einwand, dass ich die Spieler aufgrund von Interviews als sehr intelligent eingestuft hätte, wurde ziemlich zerzaust. Wenn ein Spieler den Ball in die Wolken befördert, dann könne er einfach nicht kicken; so etwa war der Tenor in unserer Runde.

Ambiente

Unsere „Delegation“: Florian, Mario, Arnold, Christian und Franz. Mario ließ es sich nicht nehmen, erste Bilder mit unserem Neuzugang Boli Bolingoli zu machen (leider ist unser Mario ein Freund von Fotobearbeitungsprogrammen).

„Boli Bolingoli“

Tschechischen Namen gehören schon längst zu Wien, die türkischen sind im Begriff ihren Vorgängern zu folgen. Aber zu afrikanischen Namen haben wir leider so gar keine Bezugspunkte, sodass wir Schwierigkeiten haben, sie uns zu merken. Unser Neuzugang aus Belgien mit seinen prominenten Cousins hat so einen schwierigen Namen. Ich habe mir eine Eselsbrücke zurecht gelegt, denn ich merke mir einfach „Ball in Goal“ -> „Boli Bol-in-goli“. Und es würde uns gut tun, würde dieser Merksatz nicht nur ein Satz bleiben, sondern sich möglichst oft bewahrheiten.

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Hinweise

  • Die Bilder sind ab sofort alle im OneDrive abgelegt und man kann sie in Originalgröße downloaden.
  • Die Tagebuch-Seite hat ein neues Layout bekommen. Leider funktioniert die Handy-Version noch nicht zufriedenstellen.
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Vienna-Rapid

0:4 (0:3)

Das Spiel hatte zwei ungleich Hälften. War die erste Hälfte seitens Rapid noch überwiegend mit Spielern der Kampfmannschaft besetzt, war die zweite Halbzeit eher ein Testspiel für Rapid II. Entsprechend fielen auch die Tore. In der ersten Halbzeit war Rapid klar tonangebend, danach war es eher ausgeglichen mit durchaus tollen Chancen für die Vienna, die aber von Richard Strebinger bravourös vereitelt wurden.

Natürlich zählt das Ergebnis nicht sehr viel in einem Testspiel aber ähnliche Testspiele in der Winterpause sind teilweise knapper ausgefallen oder wurden sogar verloren. Und wenn wir uns an das verlorene Cupspiel gegen ebendiese Vienna erinnern, war das heutige Spiel doch recht ordentlich.

Vienna Legenden – Rapid Legenden 2:2

Natürlich freuen wir uns, die Helden von gestern spielen zu sehen. Aber es ist vergleichsweise ein Zeitlupenspiel im Vergleich mit den jeweiligen Kampfmannschaften.

Ambiente

Der sehr gut vorbereitete Stadionsprecher Wolfgang Slavik betonte immer wieder, dass  man hier ein „Rettungsspiel“ erlebe. Ebenso oft dankte er für das Engagement des anderen Traditionsklubs, denn „Tradition verbindet“, meinte er.

Wer die Situation der beiden Klubs bedenkt, muss den Eindruck haben, dass Tradition – wie so viele andere Dinge auch – nicht Fußball spielt. Es ist dem punktehungrigen Gegner völlig egal, wie lange der Gegner schon existiert. Tradition ist gut für ein Museum, ist gut für das Selbstverständnis der Fans, verkauft sich gut im Fanshop – aber es spielt leider nicht Fußball. Vielleicht aber doch im Wettbewerb um junge Spiele. An dieser Front kann Rapid sicher aus dem Vollen schöpfen und die Besten für sich auswählen.

Diese immer wieder eingebundene Tradition, die sich bei Rapid am allgegenwärtigen Schlüsselwort „Rekordmeister“ festmachen lässt, verleitet Spieler vielleicht allzu leicht dazu, auch zu glauben, dass man das selbst sei, dieser „Rekordmeister“. Mir wäre es lieber, würde man den Spielern weniger oft vergangene Größe vorgaukeln. Was sie brauchen, ist Erfolgshunger und der kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen, etwas, was man bei Rapid fast nicht bieten kann. Wer einmal bei Rapid gelandet ist, hat eher das Gefühl, schon alles erreicht zu haben.

Rapid nimmt auch Testspiele sehr ernst

Dem Aufruf von Rapid, das „Rettungsspiel“ zu besuchen, sind wirklich viele Grün-Weiße gefolgt. 6.200 Zuschauer, mehr als bei so manchem Austria-Liga-Heimspiel. (WAC: 6.053, Altach: 5.879 usw. Quelle: Weltfußball.at) Hier das Bild vom bis auf den letzten Platz gefüllten Fantribüne des Block-West:

Aber nicht nur die Fangruppen, auch die Chefetage war vollzählig vertreten. Vom Präsidenten abwärts war alles das, was Rang und Namen hat. Im Bild: Ernst Dokupil, Dr. Erich Haider, Präsident Michael Krammer.

Auch das Wetter hat mitgespielt; an diesem Tag waren die Plätze am Westhang viel wärmer als die in der eher unterkühlten Haupttribüne.

Wie viel konnte gerettet werden?

Die Zahlungsverpflichtungen der Vienna werden mit 500.000 Euro kolportiert. Mit den 6.000 Besuchern könnten etwa 100.000,- Euro aufgebracht worden sein. Nicht schlecht!

Ebenfalls heute hat die Vienna ein „Alles.-oder-Nichts“ Crowdfunding-Projekt gestartet, bei dem sie aber nur dann Geld erlösen kann, wenn 50.000,- Euro eingesammelt werden können. Wer sich also beteiligen kann und nicht – wie wir – das ganze Geld schon bei Rapid „abgegeben“ hat, findet hier weitere Informationen: „Vienna goes Crowdfunding“

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Wir jagen den -Rekord!

Die triste Tabellensituation hinterlässt Spuren bei allen Akteuren. Der Trainer ist davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wenn der Erfolg zurückkehrt, weil die Arbeit stimmt. Und daran klammern uns auch wir, die Anhänger. Der Abschiedsgesang des Blocks „Marmor, Stein und Eisen bricht…“ kling schon fast ein bisschen makaber.

Bis vor dem Mattersburgspiel gab es eigentlich keine sichtbaren Unstimmigkeiten zwischen den Akteuren. Aber allmählich werden „arrogante“ Pässe gespielt; man könnte auch sagen „schlampige“, denn von wo genau die Arroganz bei diesen Ergebnissen herkommen sollte, ist ein Rätsel.

Man kann dem Optimismus des Trainers durchaus zustimmen; irgendwann kommt der Erfolg zurück. Sicher, und unter jedem Trainer; das ist so im Fußball. Aber nur, wenn man genug Zeit hat, zu warten. Leider hat aber eine Saison nur 36 Runden, dann ist Schluss; wie im Leben.  Und Siege, die sich in der 44. Runde eingestellt hätten, helfen dem Absteiger nicht.

So aber jagen wir einen Negativrekord und wenn sich in den beiden nächsten Spielen das Blatt nicht wendet,…

Negativrekorde

Der bisherige Rekord siegloser Spiele stammt aus der Saison 2012/13  vom 15.12.2012 bis 06.04.2013, damals unter Peter Schöttel. Wir erinnern uns, dass das Cup-Aus gegen Pasching das Ende der Ära Schöttel bedeutet hat. Im Nachhinein betrachtet haben wir damals gegen den späteren Cupsieger verloren, denn auch die Austria und RedBull konnten gegen Pasching nicht gewinnen. Aber das wusste man am 6.4. noch nicht, damals dachte man noch „wer ist Pasching?“. Es war ein bisschen Lospech für Peter Schöttel, denn ein Aus gegen einen der Großen wäre nicht so schwerwiegend gewesen wie eines gegen einen Underdog.

Die oft zitierte Ära Lothar Matthäus brachte es auf 8 sieglose Spiele in Folge.

Die nächste Serie mit 9 sieglosen Spielen stammt aus dem Jahr 1972 und zwar vom 27.09.1972 bis 08.11.1972 unter Ernst Hlozek. Aber nach dieser Serie folgten 7 Siege.

Und davor muss man schon bis in das Jahr 1924 zurückgehen um weitere 8 sieglose Spiele in Folge vom 23.03.1924 bis 19.06.1924 zu registrieren (Damals begleitet von einer Krise im Verein). Man muss aber bei diesen Vergleichen bedenken, dass es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weniger Spiele pro Saison gegeben hat.

Positivrekorde

Es wäre natürlich schöner, einen positiven Rekord zu jagen. Dieser wären 33 Spiele ohne Niederlage 02.05.1987-17.10.1987 unter Otto Baric. Dieses Jahr 1987 war sehr reich an Spielen, denn die Meisterschaft lief bis Ende Juni und im Juli ging es gleich mit dem Supercup los.

Damals wurde zwar mit 2 Punkten pro Spiel gerechnet aber im Sinne der Vergleichbarkeit wurden die Kurven mit 3 Punkten pro Spiel gezeichnet. Beachtet, dass wir uns damals dem Punktemaximum von 3 Punkten genähert haben (im 10-Spiele-Schnitt!)

In einem Interview mit Karl Brauneder beim letzten Stammtisch erzählte dieser eine Anekdote über den damaligen Trainer Otto Baric. Die Details dieser Begebenheit sind nicht wichtig nur blieb dem Zuschauer nach diesem Interview verborgen, wo die Qualitäten dieses unbestrittenen Erfolgstrainers versteckt waren. Und das gilt auch für viele andere Trainer, oft auch Meistertrainer.

Und heute?

Wir liegen derzeit bei 7 sieglosen Spielen in Folge und haben gute „Chancen“, diese Negativrekorde aus 2013 und 1972 einzustellen oder sogar zu überbieten. Das Pikante an der Situation ist, dass das 9. Spiel wieder ein entscheidendes Cup-Spiel ist und damals, vor 5 Jahren bedeutete die Niederlage gegen Pasching das Aus im Cup auch das Aus für Peter Schöttel.

Wenn diese Kurve nur nicht eine „Höllenfahrt“ andeutet!

Die letzten Ergebnisse von St. Pölten lassen schwere Spiele erwartet und von einem Underdog wie damals gegen Pasching wird heute niemand sprechen.

Die Ratlosigkeit bei Rapid spiegelt sich in dem Ausdruck der „Arroganz“ gegenüber der Spielweise der Spieler, weil andere Gründe weit und breit nicht mehr zu sehen sind. Man hat alles Menschenmögliche getan und steht dennoch mit der Rücken zur Wand; nicht nur der Trainer, auch der Verein.

Und die allgemeine Verunsicherung macht das Spiel gegen die Vienna zu einem gar nicht so unbedeutenden Testspiel und Steffen Hofmann hat in einem Interview auf der Hohen Warte die Bedeutung dieses Spiels hervorgehoben. Man will wenigstens dieses kleine Erfolgserlebnis in einem Freundschaftsspiel haben. Bericht von SkySportAustria. Und auch das wird nicht so leicht sein, denn die Vienna startete mit drei klaren Siegen in das Frühjahr, die so etwas wie ein „Jetzt erst recht!“ signalisieren.

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Rapid-Schwechat

4:0 (2:0)

Nicht im Einsatz: Mario Sonnleitner, Matej Jelic, Thomas Schrammel, Philipp Schobesberger. Ivan Mocinic, Jan Novota

Wir waren schon sehr erleichtert, dass Stefan Schwab die Mannschaft in der ersten Hälfte aufs Spielfeld geführt hat. Seine Genesung ist also schon soweit fortgeschritten, dass er ein Spiel bestreiten kann.

Wir sahen ein flottes Spiel mit klarer Überlegenheit von Rapid. Schön zu sehen, dass unsere Rapid II-Stars immer mehr Fuß in der ersten Mannschaft fassen.

Georgi Kvilitaia war die Sturmspitze in der ersten Hälfte, danach Alex Sobczyk. Beide haben ihre Sache gut gemacht und je ein Tor erzielt.

Hier die Szene als beim Stand von 0:0 nach einem Hands im Strafraum ein Elfer gegeben wurde und der junge Vater Joelinton einen Schuss abgab. Der Tormann wäre ja bezwungen gewesen aber das Tor war zu niedrig, der Schuss ging an die Latte.

Das Testspiel war wieder gut besucht, Rapid berichtet über 350 Zuschauer. Auch der Trainer gab sich im Interview zufrieden.

Unter den Gästen waren in einer Art „Trainingsplatz-VIP-Loge“ in den einzigen Sesseln weit und breit Ehrenpräsident Rudi Edlinger und Gerhard Höckner

und auch Christoph Peschek haben wir gesehen.

Wo wir allerdings stehen, werden wir erst nächste Woche erfahren. Noch sechs öffentliche Trainings, ein Stammtisch und dann wird’s ernst!

Rückennummern

Wir zählen derzeit 30 Spieler. Da stellt sich oft die Frage nach dem Gesicht und dem Namen zur Nummer. Hier ist die aktuelle Liste inklusive der nachrückenden Rapid-II-Spieler.

 1 Novota J.
 3 Schösswendter C.
 4 Schrammel T.
 6 Sonnleitner M.
 7 Schobesberger P.
 8 Schwab S.
 9 Jelić M.
10 Schaub L.
11 Hofmann S.
13 Kvilitaia G.
15 Grahovac S.
16 Malicsek P.
17 Dibon C.
18 Szántó T.
20 Hofmann M.
21 Knoflach T.
22 Pavelic M.
23 Traustason A.
24 Auer S.
26 Močinić
27 Kuen A.
29 Murg T.
30 Strebinger R.
34 Joelinton C.
36 Arase K.
38 Thurnwald M.
39 Wöber M.
41 Okungbowa O.
43 Sobczyk
44 Szalai

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Ferencváros-Rapid

0:1 (0:0)

Bei strahlendem Sonnenschein begann das Spiel mit etwas Verspätung. Rapid trat in rot-blauen Dressen als Auswärtsteam an.

Rapid tritt mit druckvollem Spiel mit aggressivem Forecheking  auf. Eine Riesenchance vergibt Kvilitaia vor der Pause. Kelvin Arase macht es nach der Pause besser; er tankt sich über rechts in den Strafraum durch, wird gelegt und Tamás Szanto verwandelt den Elfer zum Siegestreffer. (Bild)

Ein sehr auffälliger Damir Canadi beteiligt sich intensiv am Spiel, erlaubt nicht, dass der Ball gemächlich gespielt wird, ermahnt immer wieder zu schnellerem Spiel, zu Pressing, zur Balleroberung im Mittelfeld. Er lobt die einzelnen Spieler und spricht sie immer wieder persönlich an. Ein sehr aktiver Trainer, der die Dinge nicht laufen lässt, sondern seine Vorstellungen realisiert haben will.

Mit Richard Strebinger kam nur ein Tormann zum Einsatz; vielleicht sehen wir Knoflach am Freitag. Einige Male konnte sich Strebinger auszeichnen aber man hat auch Unsicherheit gesehen, die uns Zuschauer ziemlich beunruhigen kann. Außerdem ist ein ziemlich weiter Ausflug bei einem Angriff der „Franzensstädter“ ist gerade noch gut ausgegangen.

Ein historisches Duell

Schon in den ersten Jahren unserer Besuche bei Rapid ist aufgefallen, dass der Fanblock zu diesem ungarischen Verein große Sympathien hegt und damals war mir noch unklar, warum das so ist. Heute ist mir das klarer geworden.

Die beiden Teams verbindet einiges. Da ist einmal das Gründungsdatum, das bei beiden Teams 1899 ist. Und dann sind es auch die Vereinsfarben: grün-weiß. Beide sind Hauptstadt-Klubs. „Ferencváros“ könnte man als „Franzensstadt“ übersetzen. Ferencváros ist der neunte Bezirk in Budapest, in dessen Zentrum sich ein riesiger Bahnknoten befindet.

Bereits in der Monarchie war Ferencváros Gegner von Rapid, allerdings hat Rapid diese drei Begegnungen, die zwischen 1907 und 1909 in der Rapid-Chronik erwähnt werden, also noch vor Gründung der ersten Liga 1911, verloren.

In der Zeit des Mitropa-Cup folgten vier Bewerbspiele, die es in sich haben.

Zuerst das Mitropacup-Finale 1928. Damals wurde das Finale noch mit Hin- und Rückspiel gespielt. Die erste Partie wurde in Budapest 1:7 verloren und der folgende 5:3-Heimsieg auf der Hohen Warte reichte nicht, Ferencváros wurde durch einen Gesamtscore von 10:6 Mitropacup-Sieger. Die Chronik berichtet bei beiden Spielen von 20.000 Zuschauern.

Die Revanche folgte in der Saison 1930/31, wo Rapid Ferencváros in der Zwischenrunde zugelost bekam. Das Heimspiel auf der Pfarrwiese wurde vor 17.000 Zuschauern 5:1 gewonnen. Das Auswärtsspiel fand nur mehr vor 8.000 Zuschauer statt. Es wurde 0:1 verloren aber Rapid war damit eine Runde weiter. Im folgenden Finale gegen Sparta Prag wurde das Auswärtsspiel 2:0 gewonnen. Zum Heimspiel auf der Hohen Warte kamen 40.000 Zuschauer. Dieses Spiel wurde zwar 2:3 verloren aber Rapid war mit dem Gesamtscore von 4;3 Mitropacupsieger.

So ein gemeinsames Schicksal verbindet. Und es ist daher kein Wunder, wenn gerade zwischen den Anhängern dieser beiden Vereine eine besondere Beziehung besteht, die mehr als 100 Jahre zurückreicht.

Heute ist alles anders

Damit es heutzutage zu einem Duell gegen die Ungarn kommen kann, bedarf es eines Trainingslagers in Spanien, vielleicht sogar einer Vermittlung des Trainers, denn Marco Djuricin, der Sohn unseres Trainers ist der Top-Torjäger bei den Ungarn. Auf der europäischen Bühne wäre es ein ziemlicher Zufall, würde Rapid wieder auf seinen früheren Rivalen stoßen.

Es ist ein bisschen absurd, wenn Rapid öfter gegen Mannschaften aus Russland spielt als gegen Mannschaften aus der Region. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man die europäischen Bewerbe dezentralisiert und in Herbstsaison in die Regionen verlagert. Wenigstens in der Euro-League könnte man das andenken. Österreich könnte mit seinen Nachbarn eine solche Region bilden, in der in einigen Gruppen die Aufsteiger für einen gesamteuropäischen Bewerb im Frühjahr ermittelt werden. Dasselbe würde auch für andere Regionen gelten.

So ganz nebenbei könnte einem ersten Platz in einer Gruppenphase eine Art „kleiner Titel“ zukommen, weil er die stärkste Mannschaft einer Region kürt.

Livestream

Kurz vor 15:00 kam eine SMS von Rapid Mobil, dass der Stream unter http://www.skrapid.at/live zu sehen sein wird und mit der Ankopplung des Handys an den Fernseher war ein angenehmer Fußballnachmittag gesichert.

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Ferencváros am Fernseher

So ein Providerwechsel ist für viele ein abschreckendes Abenteuer. *)

Aber das aktuelle Angebot von Rapid Mobil, dass man das Spiel gegen Ferencváros und später auch viele weitere Rapid-Spiele mit der Rapid Mobil SIM-Karte wird exklusiv sehen können, ist schon ein sehr starkes Motiv, den Wechsel zu wagen. *)

So ein Handy ist aber für das Betrachten eines Fußballspiels eher ein Behelf; speziell für jemanden in meiner Altersstufe, der in jeder Jackentasche ein Brille mit sich herumträgt. Ich will daher das

Rapid-Ferencváros am Fernseher

sehen!

Und das ist überhaupt kein Problem! Na ja, ein bisschen Technik braucht man dazu und dann ist man dabei. Ich zeige Euch meine Lösung, die ich manchmal beim Beamen des Handy-Displays benutze, die sich aber für den Fernseher genau so gut eignet.

Wie verbindet man also Handy und Fernseher?

Man braucht kein Kabel, das geht heute über WLAN und mit einem Adapter, der an den Fernseher angeschlossen wird. Der Adapter erzeugt eine WLAN-Wolke, zu der sich das Handy verbindet und zu der es dann das eigene Bildschirmdisplay überträgt. Die Technologie heißt Miracast und es gibt zahlreiche Implementierungen dieses Verfahrens.

Vorgangsweise

Ich kaufte mir einen Microsoft Wireless Display Adapter um etwa 50,- Euro. Es gibt den Adapter bereits als Version 2.  (Meiner ist noch die Version 1.)**)

Das Ding ist völlig frei von irgendwelchen Einstellungen. Es hat einen USB-Stecker und einen HDMI-Stecker. Beide müssen am Fernseher angeschlossen sein. Der USB-Stecker ist lediglich die Spannungsversorgung. 

Man steckt also beide Stecker an

und schaltet am Fernseher die Quelle des Fernsehers auf den gewählten HDMI-Eingang und sieht dort folgendes Bild:

Jetzt gehen wir zum Handy. Ich habe einen Android-Typ Version 6.1 (ältere Versionen vielleicht nur über die Einstellungen, siehe weiter hinten) und da geht das so:

Man geht in die Schnelleinstellungen (Von oben nach unten wischen) und wählt dort das Symbol „Übertragen“:

Je nachdem, ob man sich in der Nähe des Fernsehers befindet oder etwas weiter weg, sieht man entweder „Keine Geräte verfügbar“ oder „MicrosoftDisplayAdapter C0“. Klickt man das an, kommt „Verbindung wird hergestellt“ und „Verbunden“. Schließt man dieses Fenster, sieht man in den Schnelleinstellungen, dass die Verbindung als aktiv gemeldet wird.***)

Am Fernseher ist bereits das Handy-Display zu sehen. Man dreht am Handy auf Breitbild und wählt irgendeine Seite, zum Beispiel jene, bei der auf der Rapid-Homepage das Spiel gegen Ferencváros angekündigt wird und man ist schon dabei in Full-HD.

Die Adresse, auf der die Übertragung zu sehen sein wird ist:

http://skrapid.at/live

Wer es also bis Mittwoch schaffen will, das Spiel am eigenen Fernseher mitzuverfolgen, kann sich (Links weiter hinten) noch einen Miracast-Adapter besorgen und natürlich eine Rapid Mobil SIM-Karte.

Alle Rapid Mobil User erhalten vor dem Spiel eine Erinnerungs-SMS mit einem Code, mit dem man den Live-Stream abrufen kann.

Noch bis Dienstag 15:00 kann man eine SIM-Karte kaufen, mit der man nach der Aktivierung am Mittwoch den Stream abrufen kann. Natürlich hat man damit zunächst eine neue Rufnummer aber es ist überhaupt kein Problem, die alte Nummer zu Rapid Mobil zu portieren.


*) Ich selbst bin seit mehr als 20 Jahren bei A1, habe aber den Umstieg in keiner Weise bereut. In ein-zwei Tagen ist die Sache erledigt und das Handy meldet sich mit „RAPID“ und Andy Marek führt durchs Programm! Und die Nummer kann gleich bleiben. Wer sich über den Umstieg auf Rapid Mobil informieren möchte, dem kann ich gerne über unsere Erfahrungen bei einem Bier berichten. Mail am franz[at}fiala.cc.

**) Bezugsquellen

Hinweis: Man sieht, dass sowohl der HDMI-Stecker als auch der USB-Stecker in einem Gehäuse untergebracht ist, das in manchen Situation störend sein kann. Ich habe mir daher eine kurze HDMI-Verlängerung besorgt, die schlank genug ist, um auch in beengten Verhältnissen angesteckt werden zu können. Man sieht diese Verlängerung auch in dem Bild mit dem am Fernseher angesteckten Adapter.

***) Konfiguration über „Einstellungen“
Ohne die Schnelleinstellungen geht man in die Einstellungen->Display->Übertragen (ganz unten) und kann diese Schritte ebenso durchführen. Mein Netz „Mustafa_2.4GHz“ ist eigentlich ein Tarnname, damit man aufgrund des Namens keinen Zusammenhang zur Wohnung herstellen kann. Wir wohnen in einer Gasse mit hohem Ausländeranteil und ein „Mustafa“ fällt hier weniger auf als ein „Franz“.

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