Sturm-Rapid

0:1 (0:1)

Es war schon wieder ein Sieg von der Sorte, bei der man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Aber die Mitfahrer im Rapid-Bus waren sich darüber einig, dass die drei Punkte das Wesentliche sind. Doch mit zufälligen Siegen wird es nicht leicht sein, sich an der Spitze zu halten.

Spielbeginn bei 33 Grad

Wir Zuschauer wollen natürlich immer mehr – oder besser weniger, nämlich weniger Fehlpässe. Und dabei meinen wir nicht jene, die in einer Situation der Bedrängnis zustande kommen oder dadurch, dass ein gut gemeinter Pass von einem schnell schaltenden Gegenspieler abgefangen wird, etwas, das sehr schwer vorauszusehen ist. Es sind Situationen, in denen Zeit genug wäre, den nächsten Spielzug zu überlegen. Warum in solchen Situationen Bälle auffällig oft genau zum Gegner gespielt werden, ist ein Rätsel, mit dem sich Psychologen beschäftigen sollten. Es kann ja sein, dass wir uns zu wenig in die Fußballer hineinversetzen können, denn immerhin rinnt uns das Wasser eher nur die Kehle hinunter und nicht am ganzen Körper.

Warum es schon wieder einreißt, dass die zweite Spielhälfte zu einer gefühlten Zitterpartie wird und dass man die Stärken einer guten Kondition nicht ausspielen kann, macht Rapidler, die die Rapid-Viertelstunde einklatschen etwas ratlos, liegt aber vielleicht auch an den extremen Temperaturen.

War die erste Spielhälfte etwas ereignisarm, hätte die zweite ruhig auch so verlaufen können. In der Schlussphase ist noch dazu die Stadionuhr ausgefallen und die gefährlichen Angriffe der Sturmler machten uns ziemlich nervös.

Ambiente

Das Spiel in Graz hat doppelt so viele Zuschauer angelockt wie das Spiel am Verteilerkreis, nämlich 14.500. Der Sturm-Fanblock gab sich alle Mühe, eine Glanzleistung zu präsentieren, und das ist auch gelungen.

Der Sturm-Fanclub „Brigata“ feierte mit großem Aufwand sein 25-jähriges Jubiläum. Wir konnten von unseren schattigen Plätzen den dicht besetzen Stehplatzsektor gut beobachten. Das Motto: „Wir sind die schwarz-weißen Brigaden“. *)

In Graz ist der einzige Fanblock, den man mit unserem Block-West vergleichen kann. Großes Engagement, viele Aktivisten. An einer Stelle meinte man in einem Transparent sogar: „Woits tauschen?“ Man war sich des Eindrucks der Darbietung durchaus bewusst. Herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren Brigata.

Ein Glückwunsch kam auch von der Nord-Tribüne: „1994 begannen Eure Taten, auf viele weitere Jahre, ahoi Piraten“ und „25 Jahre die Hände am Steuer, Seite an Seite gemeinsam durch jedes Abenteuer.“

Nach der Pause titelte man: „Im Übrigen sind wir der Meinung, dass Liebenau das Sturmstadion werden muss.“

Fahrt

Die Fahrt mit dem Rapid-Bus war wie immer – bestens organisiert, Reiseleiter war Hans. Die „Kerntruppe“ bildet sein Fanklub „Speising“, aber es waren auch „Rapid Wien Lebenssinn“, „Stehtisch Grün-Weiß“, versprengte „Ultras“ und auch der „Klub der Freunde“ vertreten. Maria versorgte uns mit Wurstsemmeln, Knacker und Getränken.

Die Fahrt stand unter dem Motto „40 Jahre ‚Panzer rollen…'“, denn etwa vor 40 Jahren betätigte sich Jürgen bei einer seiner ersten Auswärtsfahrten – es war am 12.10.1979 nach Linz – als (trauriger) Dichter. Auch damals wurde nicht alles gewonnen. Es war die 9. Runde der Meisterschaft, man spielte gegen VOeSt Linz – und verlor 4:0. Jürgen musste damals die Nacht in Linz verbringen und diese Nach bescherte und das „Panzer rollen…“

Wer sie noch nicht hat, die neue Ausgabe von Forza Rapid, sollte sich den 6-seitigen Artikel über Jürgen Hartmann nicht entgehen lassen. Verkauf vor und nach dem Spiel gegen den LASK vor dem Stadion.

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*) Es fällt auf, dass die zur Großschrift neigenden Texter statt des Großen ß (ẞ) immer noch „SS“ schreiben. Das Große ß erzeugt man mit der Tastenkombination Umschalt + Alt Gr + ß und man erhält: . Dieses relativ neue Zeichen erlaubt die eindeutige Umwandlung von Klein- in Großschreibweise durch einen Computer und vermeidet die mehrdeutigen Umschreibungen mit „ss“ oder „sz“ (Schweiz).

Rapid-Altach

2:1 (2:1)

„Wieder eine dieser unnötigen Niederlagen, viel Ballbesitz, engagiertes Spiel nach vorne, der Gegner wurde geradezu eingeschnürt. Dennoch, eine Niederlage.“ So etwa könnte ein solches Spiel in der Ära Zoki kommentiert worden sein, wenn es Rapid damals verloren hätte. Aber die Rollen waren heute genau umgekehrt, die spielbestimmende Mannschaft war Altach (61% Ballbesitz), Rapid konnte phasenweise nur mehr reagieren und die Bälle wegdreschen. Wären da nicht die zwei „Taxi“-Tore zu Spielbeginn gewesen…

Ja, wenn wir dasselbe Spiel – sagen wir – gegen Salzburg abgeliefert hätten, also alles auf Defensive und auf Konter ausgerichtet, dann hätte es heute nach Spielende wohl eine gewaltige Verabschiedung gegeben. Da aber der Gegner „nur“ Altach war, von dem man sich hat wie ein Abstiegskandidat hineindrängen lassen (das kann ja noch kommen), gab es am Ende wenig Freude.

Das heutige TItelbild haben wir daher den einzigen gewidmet, die sich nach dem Spiel gefreut haben (mit ihrer Erlaubnis).

Der Normalfall der bisherigen Spiele gegen Altach war eine überlegene Rapid-Mannschaft, die sich aber gegen eine starke der Defensive der Altacher nur selten durchsetzen konnte. Hier ein Vergleich der Ära Zoki mit den danach folgenden Spielen:

Sp S U N Pkte
13 3 6 4 1,15 Büskens, Canadi, Djuricin, Kühbauer
 8 3 2 3 1,38 Zoki

Diese Zahlen entsprechen unserer eigenen Empfindung. Wir hatten damals unter Zoki – auch wenn wir als Verlierer vom Platz gingen – den Eindruck der Feldüberlegenheit und nicht nur einmal dachte ich damals, dass uns die Gegner einfach das Feld überlassen, um dann umso fokussierter verteidigen zu können.

Heute sind wir als gefühlt schlechtere Mannschaft vom Feld gegangen und so war auch die Reaktion des Publikums nach dem Spiel. –

Wir können alle miträtseln, was der Grund dafür ist, dass gute Einzelspieler durch das System „Rapid“ irgendwie korrumpiert werden. Wo ist der frühere Spielwitz von Schobi (wegen dem er zu Rapid geholt wurde), wo sind die Tore des Knasi (wegen derer er zu Rapid geholt wurde)? Unserem „Marketing-Kapitän“ (wie er in einem Forum genannt wurde) blieb das heutige Spiel erspart und daher auch die 101. Erklärung, warum alles so war wie es war.

Ist das jetzt die Veränderung, die Didi (erstmals im vergangenen Dezember) angekündigt hat? Ich glaube, er hat von einer „anderen“ Mannschaft gesprochen, nicht von einer „besseren“ Mannschaft. Na, und damit hatte es nicht Unrecht! So eine Rapid-Elf haben wir wirklich noch nie gesehen! Die Frage ist nur, ob das so gewollt ist und wir uns un Zukunft daran werden gewöhnen müssen.

Wir hätten den richtigen Mann, allein er sitzt am falschen Posten. Wir kennen Zoki als integrativen Trainer, für den die Mannschaft spielt und nicht gegen den sie spielt. Die „Mannschaft“ ist eine Instanz ohne Sprecher. Die Mannschaft drückt durch ihr Spiel das Klima im Team aus. Und aus unserer Zuschauersicht ist es nicht gut – dieses Klima.

Schiedsrichter scheinen sich ihre Karrierebewertung ganz besonders in Hütteldorf zu holen, indem sie ihre Unparteilichkeit gegenüber einem fordernden Publikum demonstrieren, indem sie tendenziell gegen die Heimmannschaft entscheiden. In diesem Spiel waren es das Gegentor nach einem Foul an Strebinger, ein nicht gegebener Elfer gegen Spielende nach einem Foul an Badji.

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Als Werbung für den „Klub der Freunde“ wurden an diesem Spieltag 1000 Visitenkarten mit aufgedrucktem Kader auf der Nord- und Ost-Tribüne verteilt.

St.Pölten-Rapid

2:2 (1:1)

Von den bisher 12 Pflichtspielen gegen St. Pölten wurde nur eines verloren und das war jenes Spiel, das den Trainerwechsel bei Rapid zur Folge hatte. Zwei Spiele je eines unter Canadi und Büskens waren unentschieden. Die neue Saison beginnt also so wie auch die alte sich angefühlt hat. Wir wissen zwar, dass sich mit Siegen rasch etwas verändern kann, aber derzeit schaut das Spiel unserer Mannschaft nicht so aus.

Christopher Jäger, den Schiedsrichter der Partie haben wir vom verlorenen Spiel gegen Hartberg noch in schlechter Erinnerung, denn nach unserer Ansicht hatte er damals einen bedeutenden Anteil an der Niederlage. In der ersten halben Stunde des Spiels hatte man fast den Eindruck, als würde der Schiedsrichter besonders wohlwollend gegenüber Rapid entscheiden. Auch bei einem ziemlich heftigen Foul von Max Hofmann befürchteten wir schon eine rote Karte, doch begnügte er sich mit Gelb.

Dass sich St.Pölten als ebenbürtiger Gegner präsentiert hat, sollten wir mit Respekt quittieren. Gute Arbeit! Doch stellt das umgekehrt den Rapid-Aktiven ein eher schlechtes Zeugnis aus, bedenkt man den insgesamt größeren Aufwand, und besonders die größere Erwartungshaltung, hoch gehalten durch Durchhalteparolen, Ankündigungen, die die Fans beruhigen und „bei der Stange halten“ sollten. Stimmen des Präsidenten, der im Frühjahr deutliche Leistungssteigerungen gesehen haben will. Stimmen des Trainers, der im vorigen Dezember meinte, wir würden nach der Wintervorbereitung eine andere Mannschaft sehen. Und wie anders die war, die Meistergruppe wurde verfehlt. Der Spruch wiederholte sich nach verlorenem Cup und verlorenem PlayOff gegen Sturm. Jetzt wäre eigentlich die Zeit, in der wir Veränderungen hätten sehen sollen. Aber so wirklich können wir sie nicht sehen. Und wegen dieser übersteigerten Erwartungshaltung wird bei einem Unentschieden gegen St.Pölten gepfiffen. So ganz klar ist es noch nicht, gegen wen sich die Pfiffe richten. Es scheint eher die Mannschaft zu sein, denn der Trainer dürfte noch Schonfrist haben.

Man wird das Gefühl nicht los, als würden viele Akteure bei Rapid landen, weil es der eigenen Eitelkeit schmeichelt, der Mannschaft oder dem Trainerteam des besten Vereins des Landes anzugehören, dass man aber dem hier herrschenden rauen Klima nicht gewachsen ist. Didi hat es bei einem Interview schon angedeutet, dass er sicher sei, dass nach der Sommervorbereitung bergauf gehen würde und wenn nicht, dann müsse er wohl gehen. Wir sind zwar noch nicht so weit und wir sollten uns nicht an einzelnen Ergebnissen orientieren, obwohl in der Praxis genau das geschieht. Die kritischen Spiele sind dann jene punktuellen Misserfolge, die das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen bringen und die den Trainer den Job kosten.

Schauen wir also, was Trainer in den letzten 20 Jahren an Punkten erreicht haben. Nur Bewerbspiele wurden gewertet.

Rapid-Trainer

 37 1,59 Kühbauer D.
 67 1,73 Djuricin G.
 25 1,64 Büskens M.
 17 0,88 Canadi D.
151 1,77 Barisic Z.
 10 1,40 Barisic Z.
 82 1,61 Schöttel P.
210 1,79 Pacult P.
 23 1,09 Zellhofer G.
154 1,61 Hickersberger J.
 32 1,13 Matthäus L.
 51 1,75 Dokupil E.
 98 1,84 Weber H.

Bemerkenswert in der Liste ist gleich der Erste, Heribert Weber, der bei einem Punktemittel von 1,84 gehen musste, ein Ergebnis, das seither nicht übertroffen werden konnte. Wir sehen, dass Didi den Punkteschnitt seines Vorgängers noch nicht erreicht hat und mit diesen Ergebnissen auch nicht so schnell erreichen wird. Ist es nicht eigenartig, dass wir gute Trainer kündigen und uns danach freuen würden, auch nur ihren Punktestand zu erreichen. Das war bei Zoki so und ist auch bei Gogo der Fall.

Noch eine Zahl, die illustriert, was geschehen muss, damit Didi punktemäßig die Punktezahl von Gogo überholt. Ganz einfach: die folgenden fünf Spiele müssen gewonnen werden, also Altach, Sturm, LASK, Austria und .Admira (37*1,59 + 5*3)/(37+5) = 1,75. Da das natürlich ziemlich unrealistisch ist, wird sich eine solche Verfolgungsjagd noch einige Zeit hinziehen bis wir das erreicht haben, was wir unter Gogo schon hatten; nur eines hatten wir damals nicht: Geduld.

Nun, wie sich die Qualifikationsgruppe anfühlt, das wissen wir ja schon und würde uns freuen, auch den zweiten Wiener Verein dort begrüßen zu dürfen, damit die Gruppe nicht so fad ist.

Ambiente

Wir buchten den All-inclusive-Bereich auf der Westtribüne, denn Sonne haben wir in Hütteldorf auf der Ost-Tribüne selbst genug. Zumindest die Hälfte der Besucher dort sind Rapidler. Warum eine Eintrittskarte 50,01 € kostet ist auch eines der Rätsel der Provinz.

Der frühere St.Pöltner Biersponsor, die Brauerei Egger ist zwar in St.Pölten heimisch, doch der Geldhunger im Fußball ist groß und wahrscheinlich war das der Grund zum Wechsel zu Ottakringer. Aus dem früheren Egger-Biercorner wurde der Spusu-Corner.

Der Stadionsprecher forderte mehrmals einen St.Pöltner Autofahrer erfolglos auf, zu seinem Wagen zu kommen. Um die Dringlichkeit zu unterstreichen, fügte er hinzu, dass ein Bagger versehentlich das Auto beschädigt hätte.

Die St.Pöltner sind ein gemütliches Publikum, und man kann daran auch sehen, wie schwer es ist, aus einem Event-Publikum ein stimmungsvolles Fußballpublikum zu machen,

Die vier im Hyundai waren: Gregor (Fahrer), Florian, Mario und Franz (der Autor).

Bildergalerie

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Rapid-RB

0:2 (0:1)

Schlimmer als die Niederlage selbst ist wohl, dass die Karten bei Begegnungen mit Red Bull ziemlich gezinkt sind, dass Rapid lediglich zu einer tollen Kulisse beiträgt und Werbung für die Bundesliga und für den Fußball macht, am Spielfeld aber eine Statistenrolle einnimmt und wenig Chancen auf einen Erfolg hat. Siege sind möglich – wie wir im letzten Heimspiel erleben durften – aber ziemlich unwahrscheinlich.

Einzug der Mannschaften

Die Wahrscheinlichkeit, für einen Sieg gegen RB liegen bei 23%, hochgerechnet aus bisher 56 Bewerbspielen, und da sind die Spiele der ersten Jahre ab 2005 dabei, bei denen diese Bilanz noch freundlicher war. Betrachtet man aber nur die letzten 20 Begegnungen, wurden nur drei gewonnen, was einer Siegwahrscheinlichkeit von 15 % entspricht.

Dabei war alles angerichtet. Die Motivation der Spieler dürfte gut gewesen sein, der Trainer hat mutig aufgestellt, denn alle Neuen waren im Einsatz, das neue System schien man schon gut verinnerlicht zu haben, allein, der Effektivität des Gegners hatte man wenig entgegenzusetzen. Die Chancen waren da, wenn aber gegen einen so starken Gegner gespielt wird, muss auch das Glück mit von der Partie sein.

Publikum

Auch das Publikum war motiviert, man spürte die Chance auf einen Erfolg. Guter Besuch, 24.200 Besucher. Hier sind fünf Spiele mit den höchsten Zuschauerzahlen der bisher 26 Heimspiele gegen Red Bull:

1. 26.800 3:3 2016-04-12 Ernst-Happel-Stadion
2. 25.300 2:3 2017-11-26 Allianz-Stadion
3. 25.300 0:0 2016-08-28 Allianz-Stadion 
4. 25.300 1:2 2014-09-28 Ernst-Happel-Stadion
5. 24.200 0:2 2019-07-26 Allianz-Stadion 

Das Spiel war eine gute Werbung für Fußball, das Publikum stand geschlossen hinter Rapid. Die Gäste konnten zwar drei Punkte mitnehmen, aber eine vergleichbare Atmosphäre können sie bestenfalls kopieren.

Die Mannschaft wurde nach Spielende von Block freundlich verabschiedet, etwas, das die Burschen dringend brauchen, um diese Niederlage zu verarbeiten.

Spruchbänder

Manche Spruchbänder erfordern Erklärung. Ich bin nicht sicher, ob alle Stadionbesucher das Spruchband „Art. 10 EMRK – ACAB für immer!“ verstanden haben. Also das „ACAB“ war ja klar, aber wusstest Du, was mit „EMRK“ gemeint war? Für Nicht-Juristen: es heißt „Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention“ und dieser Artikel 10 liest sich im Original so:

(1) Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit der Meinung und die Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen ohne Eingriffe öffentlicher Behörden und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen ein. Dieser Artikel schließt nicht aus, dass die Staaten Rundfunk-, Lichtspiel- oder Fernsehunternehmen einem Genehmigungsverfahren unterwerfen.

(2) Da die Ausübung dieser Freiheiten Pflichten und Verantwortung mit sich bringt, kann sie bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen unterworfen werden, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft im Interesse der nationalen Sicherheit, der territorialen Unversehrtheit oder der öffentlichen Sicherheit, der Aufrechterhaltung der Ordnung und der Verbrechensverhütung, des Schutzes der Gesundheit und der Moral, des Schutzes des guten Rufes oder der Rechte anderer unentbehrlich sind, um die Verbreitung von vertraulichen Nachrichten zu verhindern oder das Ansehen und die Unparteilichkeit der Rechtsprechung zu gewährleisten.

https://www.jusline.at/gesetz/emrk/paragraf/artikel10

Choreografie

Die Tornados benutzten dieses Top-Spiel als Demonstration der historischen Dimension eines Traditionsvereins. Aufwändige Bilder der berühmten Pokale der Rapid-Vergangenheit wurden in den Ecken der Tribüne präsentiert. Was im Stadion nur einen kurzer Moment lang auf die Zuschauer einwirkt, verdient eine genauere Beschreibung.

Ein bisschen erinnern diese Choreografien an die Kreationen eines Haubenkochs; die Herstellung verläuft höchst aufwändig, die Speisen werden aber von den Gästen in wenigen Minuten aufgegessen, meist ohne den Aufwand dahinter auch nur zu erahnen.

Dem staunenden und fotografierenden Publikum ist weitgehend unbekannt, wie diese Darstellungen entstehen. Lasst uns daher etwas hinter die Kulissen blicken.

Für keinen Gegner würde sich eine Hommage an den „Traditionsfußball“ besser eignen als für die Gäste aus Salzburg, und die Objekte dazu fand man im Rapideum. Gemeinsam mit dem Museumsteam wählte Dominik – bekannt als Chronist der Choreografien des Block West, bei diesem Spiel aber auch Gestalter der Choreografie – die berühmtesten Pokale der Rapid-Geschichte aus und fertigte davon eine Fotomontage. Wer nun glaubt, man würde mit dem Bild in eine Druckerei gehen, die dann daraus ein großformatiges Bild erzeugt, der irrt. Die Bilder entstehen als eine überdimensionale Handmalerei in mehreren Wochen Arbeit. Mit bis zu acht verschiedenen Farben werden die Pokale nachgezeichnet.

Erinnert Euch daher an diese Mühen und Kosten und vergesst nicht, nach jedem Heimspiel den Becher für die Herstellung der Choreografien zu spenden!

Für einen Rundgang durch die Inszenierungen aller Spiele besucht die Homepages der Ultras Rapid und der Tornados.

Wappenzeremonie

Wieder war eine stattliche Delegation des Klub der Freunde des S.C. Rapid bei der Wappenzeremonie beteiligt. Insbesondere danken wir unserem Herbert und Erich, dass sie unsere Mitglieder motivieren, dabei zu sein.

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Allerheiligen-Rapid (Cup)

1:9 (0:3)

Die Torlaune einiger Bundesliga-Mannschaften – darunter auch Rapid – lässt für die kommende Saison gute Spiele erwarten. Wir erinnern uns an Erstrunden-Spiele der letzten Jahre, die weniger spektakulär waren – bei durchaus vergleichbaren Gegnern: Schwaz (2:0), Karabakh (3:1), Amstetten (1:0), LASK (0:0), Parndorf (3:2).

In der ewigen Bestenliste der 82 Erstrunden-Cup-Begegnungen liegt dieses 9:1 gegen Allerheiligen auf

  • Platz 5 der meisten erzielten Tore (9)
  • Platz 7 der Tordifferenz (8)

Die Liste der höchsten Siege in eine ersten Cup-Runde, gereiht nach den erzielten Toren:

Saison   Gegner          Ergebnis TORE -TORE Diff
1929/30  neubau          17:0     17   0     17
1932/33  neubau          17:2     17   2     15
1928/29  libertas        14:0     14   0     14
1918/19  wienerbewegung  11:0     11   0     11
1947/48  gaswerk         11:5     11   5     6
1965/66  villachersv     10:1     10   1     9
1933/34  rudolfsheimersv 10:1     10   1     9
1983/84  redstar         10:0     10   0     10
2019/20  allerheiligen   9:1      9    1     8
1980/81  scwr.neustadt   8:1      8    1     7
1998/99  oberndorf       8:0      8    0     8
1927/28  viktoriaxxi     8:0      8    0     8
1923/24  svst.veit       8:0      8    0     8 

Daher verdient dieser Sieg auch vor dem historischen Hintergrund großen Respekt.

Das Erfreulichste bei dieser Begegnung aber war die Bereitschaft aller Spieler, ein Tor erzielen zu wollen. Dass das auch 8 verschiedenen Spielern gelang, ist sehr erfreulich. Die Mannschaft ist nicht von einem einzelnen Spieler abhängig, jeder ist für ein Tor gut, wenn es auch In der Liga nicht so oft vorkommen wird, dass alle drei Verteidiger ein Tor erzielen.

Sehr erfreulich war auch, Helge Payer wieder in seiner Rolle als ORF-Analytiker erleben zu können. Verglichen mit seinem Trainerjob hat er im Fernsehen eine viel größere Öffentlichkeit und ist als Parade-Grüner ein wichtiges Aushängeschild für Rapid und die Tormannakademie.

Prognose

Nach jeder Runde nähern wir uns dem Ziel am Ende der Meisterschaft an. Am Anfang der Saison ist die Streuung einer Voraussage enorm und Prognosen sind noch keine wirklichen. Aber was wäre, wenn wir dennoch eine Prognose machen müssten?

Wir machen folgendes: wir reihen die Ergebnisse der Bundesliga-Vereine nach Cup-Runde 1 nach der Tordifferenz und schreiben bei jedem Verein die jeweilige Leistungsstufe beim Gegner dazu. Die stärksten Gegner kommen aus der Regionalliga (Leistungsstufe 3). Gegner der Leistungsstufe 4 und 5 werden schwächer eingeschätzt. Wir berücksichtigen das so, indem wir eine korrigierte Tordifferenz bilden, bei der wird pro geringerer Leistungsstufe 2 Tore abziehen, also -2 Tore wenn der Gegner aus der Leistungsstufe 4 kommt und -4 Tore, wenn er aus der Leistungsstufe 5 kommt. Daraus ergibt sich folgende Reihung nach der korrigierten Tordifferenz (Diff-korr):

Liga  Gegner         BuLi        Ergebnis   Diff Diff-korr
3    Allerheiligen   Rapid       1:9 (0:3)  8    8
4    Pinkafeld       Mattersburg 0:10 (0:3) 10   8
4    SAK Klagenfurt  WAC         0:9 (0:4)  9    7
4    Köttmannsdorf   Austria     0:9 (0:4)  9    7
3    Parndorf        RB          1:7 (0:3)  6    6
3    Kufstein        Altach      1:6 (1:2)  5    5
3    Vöcklamarkt     LASK        2:6 (1:1)  4    4
4    Edelweiß Linz   Admira      0:5 (0:3)  5    3
3    Anif            Sturm       1:4 (1:2)  3    3
3    Wiener Viktoria Hartberg    2:2 (0:1)  0    0
4    Treibach        Tirol       1:2 (0:0)  1   -1
5    Gloggnitz       St. Pölten  1:2 (0:1)  1   -3

Müsste man nun eine Prognose auf die Halbzeit der Meisterschaft abgeben, könnte man die Meistergruppe voraussagen mit: Rapid, Mattersburg, WAC, Austria, RB, Altach und eine Qualifikationsgruppe mit LASK, Admira, Sturm, Hartberg, Tirol und St. Pölten. Das relativ schwache Abschneiden von Hartberg, Tirol und St.Pölten würde diese Teams als Abstiegskandidaten voraussagen.

Blick auf das Stadion (von der Homepage von Allerheiligen) und auf das Ziel, der ÖFB-Cup, Mission 15.

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Rapid-Nürnberg

2:1 (1:1)

Das Tor zum 0:1 für Nürnberg erinnerte fatal an jenes im Heimspiel gegen Sturm. Es wurde zwar der Nürnberger Margreiter als Torschütze angegeben, doch die Nürnberger Homepage berichtet, dass Margreiter den Ball gar nicht berührt habe und der Ball vom Rücken von Barac ins Tor gefallen ist. Folgt man aber dem Spielverlauf, war das Tor durchaus verdient, Nürnberg hatte die besseren Gelegenheiten und beherrschte das Umschaltspiel besser als Rapid. Bei Rapid hat man oft das Gefühl, dass das Nachdenken, was mit dem Ball zu tun sei, erst einsetzt, wenn sich ein Spieler den Ball hergerichtet hat.

Doch ein prächtiger Freistoß von Murg egalisierte den Vorsprung. Gefühlte Ewigkeiten ist es her, dass Rapid einen direkten Freistoß verwandelt hat.

Ob sich Niki Wunsch nach seinen gelungenen Aktionen in der zweiten Halbzeit für einen Platz in der Startelf anbietet? Für uns Zuschauer schon, denn die Aktionen von Philipp Schobesberger leiden zunehmend unter den schlechten Abschlüssen nach durchaus gekonntem Dribbling.

Wir müssen befürchten, dass Spieler und Trainer zwischen zwei Systemen schwanken. Das neue 3-5-2 ist noch zu wenig eingespielt, als dass man es gegen Salzburg zum Einsatz bringen könnte. Möglicherweise kehrt man zum 4-2-3-1 zurück, hat sich dann aber schon zu weit von dem alten System entfernt. Wie wohl der Trainer diese Zwickmühle auflöst?

Rückkehr des erfolglosen Trainers

Wer hätte gedacht, dass die Darbietung von Lothar Matthäus (Punkteschnitt 1,13) noch unterboten werden kann? Noch dazu so deutlich? Zunächst durch Georg Zellhofer mit einem Punkteschnitt von 1,09, doch da war wirklich viel Pech dabei, denn sein Star, Steffen Hofmann war sehr lange verletzt und die Mannschaft war damals von ihrem Kapitän mehr abhängig als das heute der Fall ist. Dann kam Damir Canadi als vermeintlicher Retter nach dessen respektablen Leistungen bei Altach. Er erreichte aber nur einen Punkteschnitt von 0,88 ein Wert für einen Abstiegskandidaten. Niemand weiß genau, was die Ursache für diese Pleite war. Dass sich alle Trainer vor und nach Canadi schwer getan haben, entlastet ihn, dass aber sowohl sein Vorgänger Büskens (1,64) als auch sein Nachfolger Djuricin (1,73) mehr als doppelt so viele Punkte eingefahren haben, spricht schon sehr deutlich gegen ihn.

Wir Zuschauer erinnern uns nicht so gerne an diese trostlose Zeit und diese Erinnerung wird durch das gerade wiedereingeführte 3-5-2-System wachgehalten. Jetzt kommt dieser Trainer wieder nach Hütteldorf; ein Zufall, aber eine Niederlage gegen Canadi, das wäre etwas gewesen, was uns gar nicht geschmeckt hätte. Glücklicherweise konnte Rapid den Rückstand drehen und zeigen, dass auch hier in Wien passabel gespielt wird.

Kapitäne, wohin man schaut

Ich seh‘ nicht mehr so gut wie früher und dachte zuerst, dass Stefan Schwab einen riesigen Aktionsradius hat, weil mir immer wieder ein rosa Band am Ärmel aufgefallen ist. Dann stellte sich heraus, dass es keine Kapitänsschleife ist, sondern Werbung für „Magenta“.

Es ist erfreulich, neue Partner zu gewinnen. Läutet das aber eventuell das Ende von Rapid-Mobil ein? Denn es wurde immer wieder betont, dass von einer Sparte nur jeweils ein Premium-Partner angenommen wird. Bei der Sparte „Automobil“ gab es einen Wechsel von VW zu Mercedes, weil – so wurde kolportiert – VW seine Werbestrategie geändert habe. Mag sein, aber wie ist das mit dem Mobilfunkbetreiber?

Da Rapid-Mobil ein Wiederverkäufer des Magenta-Netzes (früher T-Mobile) ist, macht diese Partnerschaft im Sinne einer Konkurrenz keine Probleme.

…schreibt Peter Klinglmüller

Abschied von Otto

Wer im Stadion würde sich nicht wünschen, dass er selbst im Alter von 100 Jahren – so wie Otto – ganz ohne Lift in Ebene 1 der Röhre hinaufmarschieren könnte. Oft hat Andy Marek den Retzer Otto Filipsky eingeladen und das ganze Stadion hat ihn mit Applaus begrüßt. Heute bekam Otto seinen letzten Applaus. „Rapid ist eine große Familie“, das könnte ein Marketing-Slogan sein, doch bei Rapid ist es gelebte Realität!

Eindrücke

Historisches

Rapid und Nürnberg bestritten in ihre langen Geschichte zwei Pflichtspiele, je eines in der Saison 1938/49 und 1939/40, beide Spiele im Deutschen Cup.

  • 1938/29 H 2:0 Deutscher Cup, Semifinale, Praterstadion, 20.000, Rapid wurde später gegen Frankfurt im Olympiastadion von Berlin Deutscher Cupsieger
  • 1939/40 H 0:1 Deutscher Cup, Semifinale, Praterstadion, 40.000, Semifinale, Rapid schied aus dem Bewerb aus

Das letzte Testspiel gegen Nürnberg fand am 7.9.2013 statt. Rapid verlor 1:3. Es gab ein Nachspiel nach einer Schlägerei mit der Polizei. Selbige hat sich bei dem heutigen Spiel sehr im Hintergrund gehalten. Aufgefallen ist ein Fahrzeug mit zwei Dachkameras, aber das Kennzeichen am Auto war zivil.

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Sturm-Rapid

0:1 (0:1)

Über das Spiel muss nicht viel gesagt werden. In knappen Spielen entscheiden Kleinigkeiten. Dass beim Hinspiel ein Schubser zu einem Elfer wird, ein Abpraller zu einem Tor und beim Rückspiel ein mit der Hand abgewehrter Ball keinen Elfmeter zur Folge hat, sind das diese tragischen Dinge, die das Fußballspiel so unberechenbar machen. Was nützt schon die klare Überlegenheit, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht.

Und es gab trotz dieser gegebenen und nicht-gegebenen Elfer weitere Chancen auf das 2:0. Zum Beispiel in der zweiten Halbzeit eine Maßflanke von Thomas Murg zu Mitte, die Andrija Pavlovic nicht annehmen konnte. Als ich die Szene sah, dachte ich:, dass es einfach so sein muss. Hätte er den Ball erreicht und eingeschossen, dann wäre er nicht bei Rapid, dann wäre er anderswo. So müssen wir aber mit allen diesen Unzulänglichkeiten leben.

Es war ja keineswegs nur diese – und andere – vergebenen Chancen. Es gab eine große Zahl völlig unerklärlicher Pässe ins Nichts. Unbedrängt. Unverständlich. Wie sich die Spieler und Trainer so etwas erklären, ist mir unklar. Da spielt man tolle Kombinationen, arbeitet sich nach vorne – und dann spielt man einen Ball dorthin, wo niemand steht. Wahrscheinlich sind diese Situation einstudiert, und wahrscheinlich sollte ja dort jemand in den leeren Raum hinsprinten, doch der hat entweder bei der letzten Übungseinheit gefehlt.

Mit der Fehlerquote in Graz hätte man man drei Spiele füllen können.

Ursachenforschung

Während im vorigen Sommer die Qualifikation für den Europacup geschafft wurde und auch die Gruppenphase auf Platz zwei beendet werden konnte, klappte es in der Meisterschaft nicht so recht. In neun Spielen setzte es vier Niederlagen und die letzte – gegen St. Pölten – besiegelte die Ära Gogo unter dem Druck des Blocks. Vergessen waren die Erfolge desselben Teams in Europa. Man hat den Eindruck, als würde sich unfaires Verhalten nicht bezahlt machen. Wie im Märchen. Und so war es auch.

Der Trainer konnte das Problem nicht sein. So etwas wie einen Trainereffekt konnte man nicht beobachten, es ging munter weiter mit den Niederlagen. In den nächsten neun Spielen gab es neuerlich vier Niederlagen. Das Tagebuch hat alle diese Ergebnisse verglichen; Verbesserung gab es keine.

Meine Schlussfolgerung ist die, dass nicht der Trainer die Ursache gewesen sein kann. Es waren vielmehr ungeeignete Nachfolger für den ausgeschiedenen Kvilitaia, der uns in der vorigen Saison durch viele Tore in der Schlussphase der Saison geholfen hat, den dritten Tabellenplatz zu erobern.

Wir haben Didi, die anderen den Erfolg!

Der unbestreitbare Pluspunkt von Didi auf der Trainerbank ist die Ruhe, die eingekehrt ist, eine Ruhe, die auch Gogo bei seiner Arbeit gut getan hätte. Dafür bekamen wir von Didi den Sager zu hören. dass wir im Frühjahr „eine ganz andere Rapid-Elf“ sehen würden. Na, da haben wir aber geschaut! Es ist ja schön, wenn Spiele gewonnen werden – zum Beispiel in der Qualifikationsgruppe, was aber letztlich allein zählt, ist der Erfolg, und der hat sich in keinem der Etappenziele eingestellt.

  • Ein historisches 1:6 gegen die Austria leitete die Serie der Misserfolge ein
  • Ein spektakuläres Ausscheiden aus dem Europacup startet die Frühjahrssaison
  • Die Meistergruppe wurde nach einer Niederlage in Mattersburg verpasst
  • Der erste Matchball ging in der Niederlage im Cup-Finale verloren
  • Der zweite Matchball im heutigen Spiel beschert uns eine Saison zu Hause: kein internationaler Platz für die kommende Saison

Was denkt sich „der Block“ nach der vorliegenden Schlussbilanz zu der von ihm erzwungenen Entscheidung? Gar nichts, denn die Scherben müssen andere zusammenkehren. Statt konsequenter Aufbauarbeit, ein ständiger Neubeginn ohne irgendwelche Ansätze zu Verbesserungen.

Gemessen an der Erwartungshaltung des Vereins und des Anhangs wäre an dieser Stelle wohl wieder ein Trainerwechsel fällig, wenn aber die Chance besteht, dass ein Trainer kontinuierlich arbeiten kann, weil er Rückendeckung des Blocks genießt, dann wollen wir wenigstens diesen Vorteil in die nächste Saison mitnehmen.

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Rapid-Sturm

1:2 (0:0)

Dass dieses Ergebnis keine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Sonntag darstellt, ist klar, aber es gab in der Rapid-Geschichte schon schwierigere Aufgaben zu bewältigen. Allerdings kennen wir nur die weniger erfolgreichen Rückspiele wie zum Beispiel die gegen Dresden, Kasan oder Birmingham. Über die anderen breiten wir unbewusst den Mantel des Schweigens – oder besser Verdrängens – wie zum Beispiel jenes gegen Famagusta, das uns ein Jahr mit vielen Stammtischen bescherte. Es steht uns möglicherweise wieder so ein Jahr ins Haus.

Tragischer Held, Leo Greiml!

Mich erinnerte diese Niederlage an ein Spiel in Graz, als der damalige Maxi Hofmann sein Debüt feierte. In der vierten Minute musste er die Notbremse ziehen und nicht nur, dass er mit einer Roten Karte vom Feld musste, gas es auch noch einen Elfmeter und Rapid war 0:1 im Rückstand. Details zu diesem Spiel.

Leider war Max Hofmann an diesem heutigen Tag verletzt (siehe Bild mit Andy Marek), Mario Sonnleitner musste verletzt vom Feld und Patrick Obermüller wird wahrscheinlich morgen bei Rapid II gegen den Sportklub antreten, sodass Leo Greiml die logische Wahl war.

Der noch 17-jährige Leo Greiml (im Juli wird er 18) spielte eigentlich sehr gut. Und doch verschuldete er – natürlich nicht mit Absicht – beide Gegentore. Sein Spiel hat gar nicht so gewirkt, dass man sagen könnte, er wäre nervös gewesen. Aber eines zeigte er indirekt mit diesen ungewollten Aktionen, dass er nämlich genau dort steht, wo es Probleme gibt, und das ist für einen Verteidiger eine sehr gute Eigenschaft.

Aber an noch etwas erinnern wir uns, wenn wir an das Debüt-Spiel von Maxi Hofmann denken, nämlich, dass wir dieses Spiel nicht etwa in Unterzahl verloren haben, nein, das damalige Spiel wurde 4:2 gewonnen! Und das ist symptomatisch für die damalige Spielphilosophie des Ballbesitzfußballs in der Zoki-Ära und auch für die heutige Suche nach Stabilität.

Solidarität und Hilfsbereitschaft

Eine eindrucksvolle Szene zu Spielbeginn zeigte, wie ähnlich und im Grunde verbunden Fangruppen sind, auch wenn es am Spielfeld heiß hergeht. Die Ultras Rapid übergaben unter anhaltendem Applaus des Publikums eine Spende an die Familie eines verstorbenen Capo der Grazer Fanszene und hissten dazu das Spruchband „Ruhe in Frieden, Heimo“.

Wappenträger

Eine 12-köpfige Delegation des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ meldete sich als Wappenträger an: Arnold, Erich, Florian, Franz, Franz, Franz, Gabriele, Hannes, Herbert, Janine, Jasmin-Luise, Robert. Der einheitliche Auftritt wurde sogar von Andy Marek angekündigt als „Vertreter des ältesten Rapid-Fanklubs“.

Wir bedanken uns bei Erich, der uns die feschen grünen Trikots mit dem Klub-Wappen besorgt hat. Wir bedanken und bei Barbara, die uns eingeschult und betreut hat und auch sehr viele Bilder für uns gemacht hat, sowie bei Lukas, der unsere Anmeldung administriert hat.

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Rapid-Mattersburg

2:0 (2:0)

Wie oft hat unsere Mannschaft schon stark begonnen, konnte aber die Chancen nicht verwerten und stand dann am Ende mit leeren Händen da. Bei diesem Entscheidungsspiel lief aber alles nach Plan: zwei schnelle Tore in der 8. und 13. Minute, und das Spiel fühlte sich gleich viel besser an.

Natürlich versuchte Mattersburg in der zweiten Hälfte seinerseits Tore zu erzielen, ermöglichte aber dadurch einige Konter. Wir konnten die vernebelten Chancen gnädig vergeben, stand es doch schon 2:0.

Negativrekord

Mit 10.601 Zuschauern erlebten wir einen Negativrekord bei einem der wichtigsten Spiele der Saison. Sogar beim Cup-Viertelfinale im Februar gegen Hartberg waren mit 12.700 mehr Zuschauer gekommen.

Schade, dass der Rapid-Anhang die Qualifikationsgruppe und das Playoff nicht so ernst nimmt. Am Donnerstag werden wir sicher besser besucht sein, das konnte man schon an den Schlangen an den Kassen ablesen.

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Rapid-Altach

1:2 (0:0)

Es ist nicht untypisch für Fußball, dass nach Erreichen eines Ziels, der letzte Nachdruck fehlt und Spiele nicht mehr gewonnen werden. Ein Nebeneffekt kann sein, dass dann diese Spiele mit geringerer Aufmerksamkeit die Meisterschaft verfälschen.

Eine solche Unsportlichkeit hat Didi Kühbauer aber vermieden. Wir Zuschauer hätten uns schon in Mattersburg den Einsatz der Nachwuchsspieler erwartet und waren sogar etwas enttäuscht, sie nicht eingesetzt zu sehen. Wenn man aber die Optik gegenüber Altach, das auch noch die Chance gehabt hätte, das Halbfinale am Dienstag zu erreichen, bedenkt, war diese Entscheidung sehr fair.

In diesem letzten und bedeutungslosen Meisterschaftsspiel konnten wir mit Kelvin Arase, Patrick Obermüller und Nicholas Wunsch gleich drei Rapid-Hoffnungsträger sehen. Es war mit Leo Greiml sogar ein vierter Debütant vorgesehen, doch dieser war nach der gelb-roten Karte beim Spiel gegen Mauerwerk gesperrt.

Kelvin Arase hat die Saison bei Horn sichtlich gut getan und es war kein Zufall, dass Gogo ihn nach Linz holen wollte. Besonders in der zweiten Halbzeit war Kelvin sehr auffällig und hat im Zusammenspiel mit Nicholas Wunsch sogar den Elfmeter herausgeholt, der schließlich zum Anschlusstreffer durch Andrija Pavlovic geführt hat. Auch Patrick Obermüller hat seine Sache an der Seite von Max Hofmann gut gemacht, wurde aber nach dem 0:2 durch Mario Sonnleitner ersetzt. Es könnte sein, dass der Trainer nach dem 2:0 durch Altach wieder mehr Stabilität in die Abwehr bringen wollte.

Eigentlich hat man sich nach dem 0:0 zur Pause schon auf dasselbe Ergebnis am Ende des Spiels vorbereitet, doch es sollte anders kommen. Gut, das erste Gegentor war sehenswert und wohl nicht zu halten, aber für das zweite Tor kann man Tobias schon mitverantwortlich machen. Auch seine Ausschüsse ins Out sind verbesserungsfähig.

Nach drei Unentschieden gegen Altach gab es nun sogar eine Heim-Niederlage. Wie kann man das erklären? Didis Antwort aus den letzten Interviews kennen wir schon: „Wir haben einfach mehr Tore bekommen, als wir selbst geschossen haben.“

Zuschauermotivation

Beobachten wir doch einfach uns selbst. Bei dem Spiel ging es um nichts, und wie ist es um unsere eigene Motivation bestellt? 13.500 waren wir, ein ziemlich schlecht besuchtes Saisonende. Man kann auf die Saisonauswertungen der Bundesliga gespannt, ob sich denn der Aufwand für das neue Spielschema insgesamt gelohnt hat. Meine Schätzung ist „nein“, denn ein eventuelles Zuschauerplus wäre in erster Linie durch Spiele in Hütteldorf zustande gekommen. Aber in diesen 5 Heimspiele in der Qualifikationsgruppe kamen deutlich weniger Zuschauer als früher:

  • Letzte 5 Heimspiele 2018/19: 11.600, 12.300, 13.100, 13.801, 13.500
  • Letzte 5 Heimspiele 2017/18: 15.000, 10.000, 18.000, 22.300, 21.600
  • Letzte 5 Heimspiele im Hanappi-Stadion 2013/14. 13.00, 15.800, 15.500, 17200 und 17200.

Und woher kam die Motivation von Altach? Für Altach war die Ausgangslage gleich, aber die Altacher hatten eine weite Anreise – für nichts. Und möglicherweise ist dieser Aufwand und die Gelegenheit, bei toller Kulisse zu spielen, eben jenes Quäntchen mehr, das zum Sieg gereicht hat.

Gladiatoren

Als die Mannschaft in der Pause und auch nach dem Spiel ausgepfiffen wurde, dachte ich ein bisschen an die Gladiatoren-Kämpfe in der Antike. Es gab damals auch einen Schiedsrichter, der auf die Einhaltung der Regeln zu achten hatte. Insbesondere musste er darauf achten, dass der Unterlegene von Sieger nicht einfach getötet wurde, denn dazu waren Gladiatoren zu wertvoll. Diese Entscheidung oblag dem Kaiser und da er sich der Gunst des Volkes versichern wollte, überließ er meist dem Volk die Entscheidung. Dass die damalige Geste für eine negative Entscheidung der nach unten gestreckte Daumen gewesen war, ist historisch nicht belegt, es könnte auch genau umgekehrt gewesen sein.

Was das mit einem Fußballspiel zu tun hat? Sehr viel, denn auch heutzutage nimmt sich das Publikum das Recht, die Darbietung der eigenen Mannschaft durch Pfiffe zu kritisieren. Aber angebracht waren die Pfiffe nicht, Applaus wäre für die Motivation der neuen Spieler die bessere Reaktion gewesen.

Anti-Böller-Aktion

Der Block-West hat eine sehr erfreuliche Aktion gegen Böller gestartet und man darf erwarten, dass die neue Haltung mehr Wirkung zeigen wird als frühere Ermahnungen. Die Aktion wurde über das Block-West-Echo (siehe EwkiL-Bilder) bekannt gegeben. Damit aber auch wirklich alle informiert sind, wurde eine vergrößerte Version des BW-Echo an den Bäumen in der Keisslergasse angeschlagen.

Kleinkrieg mit Herbert

Dass sich Rechts mangels eigener Größe gerne auf Minderheiten einschießt, ist bekannt; dass der frühere Innenminister Herbert die Minderheit der Fußballfans auserwählt hat, war wohl einer von vielen Einzelfällen, über die er – sehr zum Gaudium unseres Blocks – gestolpert ist, und man nicht ohne eine gewisse Genugtuung titelte: „Heast Herbert, bist haas?“

Wappenträger

Der „Klub der Freund des S.C. Rapid“ ist optimistisch, dass Rapid das Halbfinale am kommenden Dienstag gewinnt und dann am Donnerstag, 30.5. zu Hause gegen den Fünften in der Meistergruppe antreten wird. Daher haben wir uns bei Andy Marek als Wappenträger für diesen Donnerstag gemeldet. Und in einer Art Generalprobe waren Erich und der Autor Franz schon bei diesem Spiel gegen Altach eingeteilt.

Treffpunkt war eine Stunde von Spielbeginn bei der Röhre. Jeder Wappenträger bekam von einer freundlichen Dame des Klubservice eine Akkreditierungskarte und durfte damit das Spielfeld betreten. Die Karte wurde nach der Zeremonie einbehalten, wir konnten uns aber die Karte als Andenken bei Kassa 1 abholen.

Die Wappenträger können das Aufwärmen und die diversen Interviews am Spielfeldrand aus der Nähe beobachten. Zum Beispiel hat Lukas Marek für Rapid-TV ein Interview mit unseren Präsidenten geführt und kamen Zoki Barisic und Georg Zellhofer zu einem Interview bei Sky.

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Mattersburg-Rapid

1:0 (1:0)

Die Bedeutung des Spiels für Rapid konnte man gut an den Zuschauerzahlen ablesen. Sind am 10. März bei der 1:2 Niederlage noch mehr als 10.000 Zuschauer gekommen, waren es heute nur mehr 4.200. Die beiden Spiele hatten eine gewisse Ähnlichkeit. In beiden Spielen gingen die Mattersburger in der Anfangsphase durch ein eigenartiges Tor in Führung und brachten diesen Vorsprung über die Runden. Mit diesem Sieg ist Mattersburg fix im Halbfinale am 28.5.

Nach meinem Empfinden ist das einzige Tor des Spiels etwas überraschend zustande gekommen, denn der Ball war abgelenkt und Schobersberger, der den Ball hätte abfangen können, stand zu nah am Stürmer, als dass er hätte reagieren können.

Rapid hatte aber im sonstigen Spielverlauf und besonders in der zweiten Halbzeit deutlich mehr vom Spiel, etwas Ballpech und viele unplatzierte Torschüsse, die kein wirkliches Problem für den gegnerischen Torhüter darstellten. Man hätte das Spiel fast wie ein Trainingsspiel interpretieren können, dem der letzte Nachdruck gefehlt hat.

Im Matchcenter der Bundesliga kann man die Überlegenheit von Rapid deutlich erkennen. Bezeichnend ist der Vergleich der Gelben Karten 5:0 für Mattersburg und die vielen spielzeitverkürzenden Behandlungspausen der Mattersburger.

Wir können nur hoffen, dass solche Zufallstore beim entscheidenden Halbfinale am 28.5. nicht ebenso spielentscheidend sein werden wie heute.

3.000. / 3.008. Ligaspiel

Das Spiel gegen Mattersburg wurde in der Vorankündigung als das 3.000. Ligaspiel und daher als eine Art Jubiläumsspiel angekündigt. In der Statistik 123.ewkil.at steht aber der Zählerstand 3.008 und das will erklärt werden.

In den vielen Jahrzehnten gab es fallweise Spielwiederholungen. Und als die Daten erfasst wurden, erschien das dem Datensammler egal zu sein, Spiel ist Spiel. Doch Chronisten wie zum Beispiel das Rapidarchiv zählen nur die anerkannten Spiele und nicht die anullierten. Daher sind die Zählerstände unterschiedlich. Bei einer Revision der Seite wird dieser Fehler behoben werden.

Von diesen Spielen wurden 55,4% gewonnen. Die Anzahl der Siege in der heurigen Saison liegt überraschender Weise genau in diesem Schnitt, aber es gab heuer etwas mehr Niederlagen und daher eben das Abrutschen auf den 7. Platz. Hier der grafische Vergleich der Saisonen seit 2010.

Spiele und Ergebnisse seit 2019/11

Kartenkauf in Mattersburg

In Mattersburg Karten zu kaufen, war immer schon ein Erlebnis! Nachdem man beim SVM heuer vom früheren System der vorgedruckten Karten zu einem Online-Buchungssystem übergegangen ist, hatten wir schon das Gefühl, dass sich die Lage für die Wiener Kartenkäufer verbessern würde, doch dem war nicht so.

Beim ersten Auswärtsspiel, am 10. März konnte ich über das Buchungssystem noch gute Karten in Tribünenmitte (Sektoren D und E) erwerben (Siehe Bilder), aber vor dem heutigen Spiel war alles anders.

14 Tage vor dem Spiel konnte man noch gar keine Karten kaufen, dann, am Montag vor dem Spiel wurden die zwei Sektoren F und G zum Verkauf freigeschaltet. Nach einer Urgenz beim Ticketsystem erklärte man, dass es einen technischen Fehler gebe, doch es blieb zunächst bei diesen beiden Sektoren. Am Nachmittag wurden auch die Sektoren B und C freigegeben, doch die Mittelsektoren E und D konnte man weiterhin nicht kaufen. Ein Anruf beim SVM ergab, dass es sich um eine Policy der Vereinsführung handelt, um offenbar den am Matchtag kaufenden Tagesgästen die besten Plätze bieten zu können.

Man bestellt so früh es eben geht – und bekommt nur Randplätze. Eigentlich ist das ärgerlich; nicht nur für Wiener, auch für alle anderen, die sich rechtzeitig mit Karten versorgen wollen. Man kann aber aus der Not eine Tugend machen. In diesem Fall war es ein Tagesausflug zur Commerzbank in Mattersburg, kombiniert mit einer Wanderung rund um die Stadt.

Plan und Wirklichkeit

Im Bild kann man sehen, wie einem Besucher des Ticketsystems der Stadionplan präsentiert wird. Die grünen Sektoren sind buchbar, die grauen nicht. Die besten Plätze verspricht der Plan in den Sektoren D und E, und da diese nicht freigeschaltet waren, haben wir sie bereits am Donnerstag vor dem Spiel in der Commerzbank gekauft. Den Sektor E haben wir gewählt.

Nach dem Stadionplan, müsste der Sektor E links von der Mittelauflage sein (vom Spielfeld betrachtet). Tatsächlich saßen wir aber rechts davon, was man am Bild vom Spielbeginn gut sehen kann.

Wo liegt der Fehler?

Der Plan ist falsch gezeichnet und der Grund ist, dass der Sektor A sich nicht im Bereich des Spielfeldes befindet, sondern außerhalb des Spielfeldes liegt. Innerhalb der Spielfeldlänge liegen die Sektoren B-H. Die Mittelauflage befindet sich also nicht zwischen den Sektoren D und E – wie das der Plan darstellt – sondern zwischen den Sektoren E und F.

Tipp

Wenn Du also in Mattersburg bei einem der sicher noch vielen Auswärtsspiele einen Platz in der Mitte haben willst, dann wähle entweder Sitz 20 aus dem Sektor E oder Sitz 1 aus dem Sektor F.

Ausgewählte Bilder

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Rapid-Innsbruck

Prognosen

Die Wettanbieter sind nach der überraschenden Heimniederlage gegen Hartberg vorsichtiger geworden. Waren die Quoten gegen Hartberg noch 1,15:10, hat man bei Tipp 3 mit 1,3:7 die Euphorie etwas gebremst. Sogar mit einem Rückstand traut man Rapid noch einen Sieg zu, aber ein 2-Tore-Rückstand ist den Buchmachern dann doch zuviel, das etwa das Ergebnis des Spiels gegen Hartberg widerspiegelt.

Und so wirklich kann sich ein Rapid-Anhänger auch nicht vorstellen, dass man gegen Innsbruck verlieren könnte. Mit einem Sieg wäre man sicher im Halbfinale und wenn die kommenden Ergebnisse nicht total daneben geben, auch auf Platz 1 der Qualifikationsgruppe und könnte das Halbfinale als Heimspiel austragen. Der Zuschauerschwund der letzten Spiele könnte mit diesen zwei zusätzlichen Heimspielen wieder kompensiert werden.

1:0 (0:0)

Dass spielerische Überlegenheit nicht gleich auch Tore zur Folge hat, zeigte uns die erste Halbzeit. Rapid mit deutlich mehr Spielanteilen, gefälligen Kombinationen die aber kaum Gefahr erzeugten, weil Innsbruck gut verteidigt hat und sich nur ausnahmsweise in die gegnerische Hälfte gewagt hat. Der Halbzeitstand 0:0 ist daher nicht weiter überraschend; auch vor einem historischen Hintergrund. Von den 4036 Pflichtspielen, die Rapid bisher bestritten hat, war der Pausenstand bei 823 Spielen 0:0, also bei 20% aller Spiele.

Anzahl Pause (von 4036 Pflichtspielen)
823 0:0
677 1:0
500 0:1
370 1:1
197 2:1
113 1:2
65 2:2

Wenn man also einen Tipp abgeben soll, wie ein Spiel zur Pause steht, dann sollte man sich für 0:0 entscheiden, damit hat man die größten Chancen.

Nach der Pause hatte man den Eindruck, als hätten die Innsbrucker die Hoffnung auf mehr als nur einen Punktgewinn verspürt und intensivierten ihre Angriffe, doch nach einigen Großchancen gelang es dann unserem Stürmer doch, das erlösende Tor zu erzielen, die Vorlage kam übrigens von Boli, der sich auch sonst – sprachbedingt, beide sprechen französisch – sehr gut mit Aliou versteht.

Nach dem 1:0 hatte man den Eindruck, als würde Rapid das Ergebnis über die Runden bringen wollen, was auch prompt den Druck der Innsbrucker erhöht hat.

Badji – Pavlovic

Warum das Sound-Team beim Tor von Aliou seine ganz persönliche Tormelodie
„Baci baci tambo chiki chiki chikita“ nicht gespielt hat, widerspiegelt die „Euphorie“, die derzeit bei Rapid herrscht. Für andere Vereine wäre es in dieser Situation ein Fest, die Qualifikationsrunde für sich entschieden zu haben, bei Rapid herrscht Frust, egal, wie die Spiele ausgehen. Das ganze Lied bei YoutTube.

Alious Torquote ist höher als die von Andrija:

Spiele  Min  Min/ Tore Min/
Spiel Tor
14 720 51 5 144 Badji
27 1545 57 8 193 Pavlovic

Spielercharakter

Der subjektive Eindruck ist, dass sich Badji auffälliger und mannschaftsdienlicher ins Spiel einbringt – aber vielleicht ist es nur seine markante Frisur die ihn gut erkennbar macht.

Woran erkennt man jemandes Charakter? Ich würde sagen, daran, wie er was macht. Wobei sprachbegabte Menschen sich eine zeitlang hinter Worten verstecken zu können; Fußballer können das nicht. Sie können nicht überlegen, ob sie sich in der einen oder anderen Situation besser in Szene setzen könnten. Alles geht viel zu schnell, verstellen gibt es nicht.

Schobi weiß, dass er gut ist, vielleicht ist der davon etwas zuviel überzeugt. Beim heutigen Spiel war es nicht so ausgeprägt, weil ihm seine Gegenspieler mehr Raum gegeben haben, aber es gab Spiele, da konnte man spüren, dass er gar nicht genug Gegner vor sich haben konnte, gegen die er sich durchsetzen wollte. Das Ergebnis war: Ballverlust und Frust beim Publikum: „hätte er doch den Ball rechtzeitig abgegeben“: Schobi ist ein „Mann der Tat“. Beim Treffen im Klub der Freunde war er eher wortkarg.

Unser Kapitän Stefan ist dagegen recht redefreudig und vielleicht war dieses Talent auch mit ein Grund, dass er die Kapitänsrolle übernehmen musste. Was für uns irritierend ist, sind die völlig unverständlichen Fehlpässe,
oft ohne Bedrängnis. Ist es Schlamperei, ist es Nervosität? Keiner weiß!

Tormannfrage

Den Tormann beim Innsbruck-Spiel zu wechseln mag genau nach unserem Geschmack sein – das hätten wir dem Trainerteam schon viel früher vorgeschlagen. Allerdings wird man den Eindruck nicht los, dass man diesen Wechsel wegen der geringeren Bedeutung des Spiels vorgenommen hat, so ähnlich, wie man früher den Zweier-Tormann bei den damals als weniger wichtig eingestuften Cup-Spielen eingesetzt hat.

Bei diesem ersten Einsatz nach dem Salzburg-Auswärts-Spiel im Vorjahr machte Tobias einen ähnlich souveränen Eindruck wie damals. Er hat großes Selbstvertrauen, dirigiert seine Vorderleute und strahlte Sicherheit aus. Ich plädiere dafür, Tobias mehr als nur dieses eine Spiel zeigen zu lassen, was er drauf hat oder zumindest die beiden Torleute abwechselnd einzusetzen.

Ambiente

Während unser Block-West einen Spar-Support veranstaltet, kamen die Innsbrucker in beachtlicher Zahl zum Spiel. Nach dem Führungstor von Rapid entrollte man das Spruchband „FC Wacker Innsbruck, keinen Schritt zurück“. Ob sie wohl für den gegenteiligen Spielverlauf einen anderen Spruch mitgeführt hätten?

Zuschauerzahlen

Die Zuschauerzahl der letzten Heimspiele zeigt leicht steigende Tendenz.
Beim letzten Spiel der Vorrunde sind gegen Hartberg noch 19.200 Besucher ins Stadion gekommen. Danach gab es aber einen deutlichen Einbruch auf 11.600 (Admira). Seither nimmt das Zuschauerinteresse wieder langsam zu:

13.801 Innsbruck (11.5.)
13.100 Hartberg (23.4.)
12.300 Mattersburg (13.4.)
11.600 Admira (30.3.)

Das Zünglein an der Waage

Rapid hat sich in die Qualifikationsgruppe „verirrt“. Aus der Sicht des Publikums sind alle Spiele eigentlich Pflichtsiege und daher ist auch das Interesse geringer. Doch als aufmerksame Zuschauer wissen wir, dass kein Spiel ein „Pflichtsieg“ ist, und die Ergebnisse bestätigen das.

Unsere Mannschaft hat aber die Rolle gut angenommen und den erwarteten „Spitzenplatz 7“ erreicht. Da aber Rapid nicht alle Spiele gewonnen hat, spielen die punktuellen Niederlagen und Unentschieden von Rapid eine wichtige Rolle im Abstiegskampf. Die schiedsrichterbedingte Niederlage gegen Hartberg könnte in der Schlussabrechnung für den späteren Absteiger wichtig werden.

Auch den Verfolger, also jene Mannschaft, gegen die Rapid im Halbfinale bestehen muss, bestimmen wir selbst durch die Ergebnisse mit. Würden wir zum Beispiel das kommende Auswärtsspiel gegen Mattersburg gewinnen und das Heimspiel gegen Altach verlieren, könnte aus dem derzeit wahrscheinlichen Halbfinal-Gegner Mattersburg auch Altach werden.

Cup-Meisterschaft

Es steht ab heute fest, dass Rapid am Dienstag, 28.5. das Halbfinale gegen den dann Achtplatzierten absolviert.

Ob diese Reform nun tatsächlich nach dem Geschmack des Publikums ist, werden uns die Analysen zeigen, bei Rapid ist es sicher nicht der Fall und eventuelle Erwartungen nach höheren Zuschauerzahlen kann man nciht beobachten. Wozu dann also das Ganze? Da Ziel war doch: höhere Einnahmen durch größeres Interesse.

Für Rapid ist die Situation ein einziger Frust. Schwere aber unattraktive Gegner. Ein Cup-System entscheidet über eine allfällige Teilnahme an einem internationalen Bewerb.

Eine Meisterschaft ist ein Jeder-gegen-Jeden-Spielsystem mit einer Schlussabrechnung. Jedes Spiel zählt gleich viel. Die große Zahl der Spiele gleicht eventuelle Zufälligkeiten aus.

Ein Cup ist ein KO-System, wer verliert, scheidet aus. Wegen des (viel) größeren Zufallsanteils wird ein Cup-Bewerb als geingerwertig angesehen.

Rapid hatte historisch Vorteile im Meisterschaftssystem, offenbar, weil die Leistungsfähigkeit des Vereins, getrieben durch den immer schon starken Anhang diesen Spielmodus begünstigt hat. Eventuelle Schwankungen in den Ergebnissen konnte der Verein langfristig wieder gut machen und das ergab eben die stolze Zahl von 32 Meistertitel.

In einem Cup-System ist der Zufallscharakter der Ergebnisse ungleich höher. Ausrutscher haben das sofortige Aus zur Folge.

Rapid steht an einem für eine Meisterschaft außergewöhnlichen Punkt, nämlich vor einem Halbfinalspiel am Dienstag, 28.5., wahrscheinlich gegen Mattersburg, bei dem es völlig gleichgültig ist, wie viele Punkte man gegenüber seinem Gegner voraus ist. Ein einziges Spiel entscheidet, ob man weiter kommt oder nicht. Ein Cup in der Meisterschaft. Es mag spannend sein, belohnt aber den Glücklichen, nicht den Tüchtigen.

Wenn wir uns an das Spiel gegen Hartberg erinnern und an die damaligen Schiedsrichter-Entscheidungen, dann kann so etwas wieder passieren, und nicht unbedingt spielerische Qualitäten entscheiden, sondern allein die Zufälligkeiten, die in einem Spiel halt so passieren können.

Wir können gespannt sein, wie lange es diese „Meisterschafts“-Modus geben wird.

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Admira-Rapid

3:4 (0:3)

Wie sehr kann man seine Anstrengungen reduzieren, wenn man 3:0 in Führung liegt?

Dass dieses Spiel praktisch gewonnen war, wussten wir in der Pause alle. Entsprechend unaufgeregt waren auch die Pausengespräche. Und so wie wir das wussten, wussten es auch die Spieler. Eine Kabinenpredigt des Trainers war wohl wegen des Spielstands nicht nötig, und so wurde dann auch gespielt. Ball halten und glauben, das würde gegen die Admiraner genügen, oder -wie es Zuschauer ausdrücken: „die Mannschaft hörte auf, Fußball zu spielen“.

Doch so, wie es in der ersten Halbzeit in fünf Minuten gelungen war, den Halbzeitstand von 3:0 einzustellen, genügten der Admira neun Minuten, um den Ausgleich zu erzielen.

Dazu beigetragen haben die zur Gewohnheit werdenden Unsicherheiten des Tormanns beim 2. und 3. Gegentor, die wir allen meinen zu sehen, nur nicht das Trainerteam. Helge meint, dass das Festhalten an einem fixen Einsertormann dessen Sicherheit erhöht. Doch scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

Aber einen Lichtblick haben wir: Aliou Badji! Aliou hatte 13 Einsäte und erzielte 4 Tore. Aber in den bisherigen Spielen war er nur im Schnitt nur eine Halbzeit im Einsatz. Heute war sein erstes Spiel, das er in der vollen Länge bestritten hat. Und es gab – neben den beiden Toren auch sehenswerte Dribblings und Vorlagen, die uns für die Zukunft hoffen lassen.

Ein Glück, dass es die 67. Minute, ein Glück, dass es Christopher Dibon gibt, zu dem sich der Ball nach einem Corner zufällig verirrt hat und der den Endstand von 4:3 fixiert hat.

Blick auf das Saisonfinale

Es stehen noch drei schwere Spiele am Programm und es zeichnet sich derzeit ab, dass Rapid und Mattersburg die beiden ersten Plätze belegen werden und dann auch das Halbfinale bestreiten, wobei der Erstplatzierte Heimrecht haben wird. Gewinnt Rapid das Duell, dann gibt es ein Finale gegen den Fünftplatzierten der Meistergruppe. Das wäre derzeit die Austria, aber die Mannschaften liegen knapp beisammen.

Für die Spieler, die das Finale bestreiten müssen, wird das eine extrem anstrengende Woche, denn sie werden in 8 Tagen vier Spiele zu bestreiten haben, egal, wer auch immer in dieses Finale kommt.

Sa 25.5. 32. Runde
Di 28.5. Halbfinale
Do 30.5. Finale-1
So 02.6. Finale-2

Für den Kassier werden die zwei Heimspiele (wenn Rapid die Qualirunde gewinnen sollte) eine kleine Entschädigung für den Rückgang an Zuschauerzahlen sein.

Schiedsrichter

Wir erlebten mit Walter Altmann einen neuen Schiedsrichter. Dieser Neuling distanzierte seinen Kollegen in der Runde gegen Hartberg deutlich durch seine unauffällige Spielleitung. Mehr von dieser Sorte, bitte!

Besucherzahlen

3.800 Besucher verirrten sich in die Südstadt. Im Grunddurchgang waren es noch 5.200. Zwar herrschte bei Rapid ein gewisser Cup-Frust, doch dieser Rückgang der Zuschauerzahlen ist auch bei den bisherigen Runden spürbar:

Herbst  Frühjahr
14.600 11.600 H Admira
7.665 7.412 A Innsbruck
18.200 12.300 H Mattersburg
5.038 5.912 A Altach
5.030 4.000 A Hartberg
12.700 13.100 H Hartberg

Nur das Heimspiel gegen Hartberg und das Auswärtsspiel gegen Altach war in der Qualifikationsgruppe besser besucht, bei allen anderen Spielen gab es einen Rückgang der Zuschauerzahlen.

Ambiente

Nach der gemütlichen Anfahrt staunten wir nicht schlecht, als wir die abgerissenen Gebäude des Einkaufsparks in der Südstadt gesehen haben.

Der Zutritt zum Stadion war ein Problem. Die Kamera sei zu groß, meinte der Ordner. Dass ich seit zehn Jahren zu jedem Spiel mit der Kamera gehe, war kein Argument. Was eigentlich das Ausschluss-Kriterium wäre, wusste er nicht. Auch die vorgezeigte Bestätigung von Rapid war nicht hilfreich, zu groß sei eben zu groß.

Also musste ich mit meinem „Joker“, einem Presseausweis eine Akkreditierung ausfassen und wurde danach eingelassen. Damit hätte ich dann im ganzen Stadion herumlaufen dürfen, was ich aber natürlich nicht gemacht habe.

In den Bestimmungen des ÖFB steht, dass professionelle Fotokameras nicht mitgeführt werden dürfen und dazu verwendet man folgendes Symbol:

Das Bild zeigt deutlich, was man nicht will: dass jemand mit einem Teleobjektiv auf der Tribüne sitzt. Das ist aber bei meiner Kamera nicht der Fall.

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RB-Rapid (Cupfinale)

2:0 (2:0)

Bei der Rückfahrt mit dem Bus Nummer 5 hatte man den Eindruck, also würde nie ein Cupfinale stattgefunden haben, so als wäre die Stätte, die man gerade verlassen hat eine Art Alesia*), an das man nicht erinnert werden möchte und daher auch nicht mehr darüber spricht. Die Stimmung war überraschend entspannt, man plauderte über den Alltag, nicht mehr über den Fußball.

Das war aber bei den Hinfahrt ganz anders.

Unser Bus war ein bunt durchgemischter Haufen Rapidler. Es waren Mütter mit Kindern dabei, ein Deutscher, die meisten wohl mit Karten für die Fantribüne und wir, mit Karten für die Osttribüne. Und es begann auch ganz zivilisiert, doch alles mitgebrachte Bier wurde schon bei der Hinfahrt ausgetrunken, mit der Folge, dass die Gesänge im Bus an Lautstärke zunahmen und zwar indirekt proportional zum Abstand zu Klagenfurt und entwickelten sich am Südring zu einem kleinen Inferno. Man konnte im Bus erleben, wie der Druck zur Teilnahme am allgemeinen Gesang aufgebaut wird. Alle müssen singen, laut muss es sein. Mitgegangen, mitgesungen.

Busse sollten vor der Zulassung immer eine Fahrt mit Rapid-Fans bestehen müssen. Insbesondere werden die Fenster dabei auf ausreichende Festigkeit geprüft. Auch ein „wer nicht hüpft, der ist ein Bulle“ war einer der Bus-Belastungstests.

Gesungen wurde das gesamte Rapid-Brevier, angereichert durch eine interessante Kreation nach der Melodie von Bella ciao, dem Lied der italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg. Der sarkastische Rapid-Text: „SK Rapid im Abstiegsplayoff und wir holen den Pokal“. Der Fanblock hat das Lied dann auch im Stadion angestimmt, obwohl wir schon 0:2 im Rückstand waren.

Eine Facebook-Nachricht vom nicht mitgereisten Marcel will auch nicht vergessen werden. Wir sollen uns in Klagenfurt benehmen, sonst schreibt der Boulevard am Montag, die Rapid-Fans hätten den Wörthersee ausgetrunken.

Die Chance des Schwächeren

Das Wichtigste am Fußball ist Chance, die der Schwächere hat. Diese Chance lockt die Massen an. Der Grund, dass eine solche Chance besteht, ist die geringe Anzahl von Toren, die erzielt werden, in Kombination mit der Unplanbarkeit des Geschehens.

Allerdings änderte sich dieser Charakter mit dem zunehmenden Einfluss des Kapitals. Das kann man an den Siegern der Championsleague ablesen, die immer aus dem Kreis derselben Verdächtigen kommen und auch an der Dominanz eines Krösus in einem Ligabetrieb wie zum Beispiel in Frankreich und Österreich (wenn auch hierzulande in kleineren Dimensionen).

Beim Einstieg von RedBull in der Bundesliga hat man den Geldgeber noch mit offenen Armen aufgenommen. Jetzt, nach 14 Jahren RedBull in der Liga könnte sich deren Teilnahme rächen und zwar könnte das Interesse am Fußball generell zurückgehen, weil die Anhänger der anderen Vereine keine Erfolgschancen sehen.

Das Verhältnis der Rapid- und der RB-Fans im Stadion könnte so etwa 10:1 gewesen sein. Würden die Menschen nur wegen des Siegens kommen, dann müsste das Fanverhältnis gerade umgekehrt sein. Das Wichtige am Fußball sind offenbar nicht die Siege am Feld sondern die Freundschaften auf den Rängen, die überhaupt nur durch den Fußball enstehen können. Fußball ist ein Katalysator für Beziehungen zwischen Menschen, die ohne ihn nicht bestehen könnten.

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*) Alesia war der Ort an dem Caesar die gallische Armee unter Vercingetorix belagerte und den gallischen Fürsten gefangen nahm. Und die Gallier verdrängen die Existenz dieses Ortes und sprechen lieber von Gergovia, bei dem die Gallier siegreich waren.

100 Jahre Rapid im Cup

Es heißt zwar „100 Jahre ÖFB-Cup“, aber der Cup wird heuer erst zum 84. Mal ausgetragen. Insgesamt wurden von Rapid im Cup 334 Spiele absolviert. Rapid erreichte folgende 83 Platzierungen:

14 Rapid Cupsieger
14 Rapid im Finale
13 Rapid im Halbfinale
16 Rapid im Viertelfinale
14 Rapid im Sechzehntelfinale
3 Teilgenommen
9 Erstrunden-Aus
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16 Nicht ausgetragen (1938/39-1944/45, 1949/50-1957/58, 2007/08)
1 2018/19 in Klagenfurt
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100 Jahre

Die Bilanz ist insofern interessant, als Rapid fast in jeder der möglichen Runden auf etwa gleich viele Platzierungen verweisen kann. In den Finalspielen ist die Bilanz ausgeglichen. 28 Mal hat Rapid das Finale erreicht, 14 Mal hat Rapid gewonnen, 14 Mal ist Rapid als Verlierer vom Platz gegangen. In den folgenden Tabellen gilt:

*) Finale als Summe von Hin- und Rückspiel mit Auswärtstorregel
**) Im Elferschießen ausgeschieden

Finale als Sieger

  1: 1918/19 3:0 Sportclub
2: 1919/20 5:2 Austria
3: 1926/27 3:0 Austria
4: 1945/46 2:1 Vienna
5: 1960/61 3:1 Vienna
6: 1967/68 2:0 GAK
7: 1968/69 2:1 Sportclub
8: 1971/72 4:3 Sportclub *)
9: 1975/76 2:2 Innsbruck *)
10: 1982/83 8:0 Innsbruck *)
11: 1983/84 3:3 Austria *)
12: 1984/85 3:3 Austria **)
13: 1986/87 4:2 Innsbruck *)
14: 1994/95 1:0 Leoben

Finale als Verlierer

 1928/29 2:3 Vienna
1933/34 0:8 Admira
1958/59 0:2 WAC
1959/60 2:4 Austria
1965/66 0:1 Admira
1970/71 1:2 Austria
1972/73 2:2 Innsbruck *)
1985/86 4:6 Austria
1989/90 1:3 Austria
1990/91 1:2 Stockerau
1992/93 1:3 Innsbruck
2004/05 1:3 Austria
2016/17 1:2 RB

Erstrunden-Aus

1920/21 4:5 Amateure *)
1921/22 1:2 Red Star
1924/25 4:5 Hakoah
1925/26 0:3 Brigittenau
1996/97 1:2 Kottingbrunn
1999/00 1:1 Ranshofen **)
2001/02 1:2 A.Salzburg
2006/07 1:1 Vienna **)
2013/14 0:0 LASK **)

Alle 100 Saisonen

 1 Rapid Cupsieger
2 Rapid im Finale
4 Rapid im Halbfinale
8 Rapid im Viertelfinale
16 Rapid im Sechzehntelfinale
32 Teilgenommen
- nicht ausgetragen

1918/19 1
1919/20 1
1920/21 (Amateure)
1921/22 (Red Star)
1922/23 4
1923/24 16
1924/25 (Hakoah)
1925/26 (Brigittenau)
1926/27 1
1927/28 8
1928/29 2
1929/30 4
1930/31 8
1931/32 4
1932/33 16
1933/34 2
1934/35 4
1935/36 16
1936/37 4
1937/38 16
1938/39 -
1939/40 -
1940/41 -
1941/42 -
1942/43 -
1943/44 -
1944/45 -
1945/46 1
1946/47 8
1947/48 8
1948/49 16
1949/50 -
1951/52 -
1952/53 -
1953/54 -
1954/55 -
1955/56 -
1956/57 -
1957/58 -
1958/59 2
1959/60 2
1960/61 1
1961/62 8
1962/63 8
1963/64 4
1964/65 4
1965/66 2
1966/67 4
1967/68 1
1968/69 1
1969/70 16
1970/71 2
1971/72 1
1972/73 2
1973/74 4
1974/75 8
1975/76 1
1976/77 32
1977/78 8
1978/79 4
1979/80 16
1980/81 8
1981/82 16
1982/83 1
1983/84 1
1984/85 1
1985/86 2
1986/87 1
1987/88 16
1988/89 16
1989/90 2
1990/91 2
1991/92 16
1992/93 2
1993/94 16
1994/95 1
1995/96 32
1996/97 (Kottingbrunn)
1997/98 8
1998/99 4
1999/00 (Ranshofen)
2000/01 4
2001/02 (A.Salzburg)
2002/03 32
2003/04 8
2004/05 2
2005/06 8
2006/07 (Vienna)
2007/08 -
2008/09 16
2009/10 8
2010/11 4
2011/12 16
2012/13 8
2013/14 (LASK)
2014/15 8
2015/16 8
2016/17 2
2017/18 4
2018/19