Admira-Rapid

0:3 (0:2)

Mit einer gewissen Erleichterung sahen wir die Mannschaft mit einem 4-2-3-1 auflaufen und das mit einem spielfreudigem Jung-Papa Taxi, der sich auch gleich zwei Mal in die Torschützenliste eingetragen hat. Man kann es drehen wie man will, Taxi macht derzeit den Unterschied.

Auf den Rängen konnte man vereinzelt hören, dass man gegen einen schwachen Gegner gewonnen hätte. Aber immerhin spielte die Admira zwei Mal Unentschieden gegen die Austria und in der Vorwoche auch gegen RB, und wenn man in der Südstadt etwas lernen kann, dann das, wie man es dort schafft, in dieser vergleichsweise tristen Umgebung immer wieder konkurrenzfähige Teams aufzustellen.

Im „Zweiersturm“, der in der Schlussviertelstunde aufgeboten wurde, konnte nur der Debütant Yusuf Demir seine Qualitäten aufblitzen lassen. Nach einem sehenswerten Dribbling bediente er den in der Mitte stehenden Badji, doch der musste zu lange nachdenken – und schon war die Chance vorbei. Kitagawa zeigte einen Fehlpass und ein Foul. Badji und Kitagawa wird die Wintervorbereitung gut tun. Hoffentlich!

Wenn man Rapid-Erfolge sehen will, muss man auswärts fahren! Die Kluft zwischen der Punktezahl bei Heim- und Auswärtsspielen vertieft sich nach dem Derby und dem Admira-Spiel weiter.

Kinder an die Macht!

Immer wieder freuen wir uns über gelungene Debüts, aber danach verschwinden die jungen Talente wieder und befinden sich bestenfalls auf der Reservebank. Manchmal haben wir den Eindruck, als würde man die Qualität im eigenen Haus nicht ausreichend erkennen und setzt – wahrscheinlich aus einer Art des Sicherheitsdenkens – auf die gekauften Spieler.

Wir Zuschauer haben leicht reden! Wir erleben persönlich nicht den Druck eines Trainers und würden uns wünschen, dass mehr junge Spieler zum Einsatz kommen. Natürlich wünschen wir uns auch gleichzeitig Erfolg; wahrscheinlich ein Widerspruch.

Admira-Derby

Zwar liegt das Derby zwischen Austria und Rapid mit bisher 330 Begegnungen an der Spitze aller Derbies, doch an zweiter Stelle folgt schon die Admira mit bisher 278 Begegnungen und dann mit 213 Sturm. Zum Vergleich die erreichte ewige durchschnittliche Punktezahl (3-Punkte-Regel) seit 1911:

1,46 Austria
1,83 Admira
1,75 Sturm

Auf den ersten Blick schaut es so aus, als würde man mit 1,46 weniger als die Hälfte der möglichen Punktezahl gegen die Austria erreicht haben, dass also die Austria im Langzeitschnitt voran wäre. Das ist aber nicht der Fall, und das kommt durch den bei einem Unentschieden nicht vergebenen Punkt zustande.

Spiele   S   U   N  PPS Punkte PPS Punkte
   330 136  75 119    2   1,05   3   1,46

Man sieht, dass Rapid um 17 Siege mehr verbucht hat und man das bei der Zweipunkteregel auch sieht (1,05>2/2), doch bei der Dreipunkteregel nicht (1,46<3/2). Der nicht vergebene Punkt bei einem Unentschieden ist dafür verantwortlich.

Ausnahmsweise wünschen wir also unserem härtesten Langzeitgegner, der Austria, für ihr morgiges Spiel gegen des WAC einen Punkt, um auf dem dritten Tabellenplatz überwintern zu können.

Schiedsrichter

In der Vorschau stand noch am Vormittag, dass Schiedsrichter Heiß das Spiel leiten würde, doch am Abend war es Dieter Muckenhammer. Es gab eigentlich keine Situation, bei der Rapidler sich hätten über ihn ärgern müssen. Der Ärger über vergebene Chancen war jedenfalls größer.

Unter seiner Leitung erreichte Rapid bisher 1,45 Punkte pro Spiel und das ist deutlich unter dem Schnitt von 1,74 Punkten. Muckenhammer leitete bisher 20 Spiele und ist damit im besten Schiedsrichteralter*). Mit diesem Sieg ist der Punkteschnitt bei Muckenhammer auf 1,52 gestiegen.

*) Die durchschnittliche Anzahl der Rapid-Spiele aller derzeit aktiven Schiedsrichter ist 19 Jahre. Die Oldies sind Drachta (44), Eisner (39), Harkam (43), Schörgenhofer (56) und Schüttengruber (28); Ouschan (22) und Muckenhammer (21) liegen im Durchschnitt, alle anderen leiteten deutlich weniger als 20 Rapid-Spiele.

Heimschwäche

Man könnte auch sagen „Auswärtsstärke“ und ob diese eigenartige Relation der Ergebnisse nur reiner Zufall ist oder doch mit dem Erwartungsdruck in Hötteldorf zu tun hat, wer weiß! Wer hätte gedacht, dass sich hinter der Auswärtsstärke sogar ein Rekord versteckt, denn es ist heuer erstmals seit 1987 gelungen, 12 Auswärtssiege in einem Jahr zu schaffen. Das ist doch erstaunlich! Jetzt fehlt es nur mehr am Überwinden der Heimschwäche!

Ambiente

Wie es die Admira schafft, mit diesem geringen Zuschauerzuspruch über die Runden zu kommen, ist bewundernswert. Dabei ist das Spiel gegen Rapid mit 4.000 Zuschauern schon ein Highlight. Gegen den Meister Salzburg kommen 2.500, gegen die Austria 3.476 Zuschauer, gegen alle anderen Vereine unter 2.000 Zuschauer.

Wie man bei der Admira auf die verpflichtende Überdachung für die Tribüne für die Auswärtsfans reagiert hat, ist bezeichnend für die Situation in der Südstadt. Kurzerhand wurde ein Teil der Haupttribüne für die Auswärtsfans abgetrennt und mit einem eigenen Zugang von der Ostseite versehen. Mit dem Effekt, dass die immer sehenswerte Choreografie unseres Blocks von niemandem gesehen werden kann, außer von einigen auf diese Bilder spezialisierten Fotografen.

Die Wiener Lokalbahnen gehen auf die punktuell erhöhte Fahrgastfrequenz an Spieltagen ein und stellen zusätzliche Garnituren zur Verfügung, etwas, das sich die ÖBB auf der S80 zwischen Hütteldorf und Aspern abschauen könnten, indem sie wenigstens rund um die Spielzeiten in Hütteldorf die Zuglänge verdoppeln könnten (keine Kurzzüge).

Über die Badner Bahn

Eine Fahrt mit der Badner Bahn ist immer ein schönes Erlebnis, bedenkt man aber, dass diese Verbindung ursprünglich ausschließlich für den Transport von Ziegeln vorgesehen war, kann man sich ausmalen, wie die Gegenden links und rechts von der Bahnstrecke bis in die 1960er Jahre ausgeschaut haben. Die Gemeindegebiete von Inzersdorf, Vösendorf, Brunn, Wiener Neudorf und Guntramsdorf waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts riesige Ziegelproduktionsgelände, auch das heutige Gelände des BSFZ in der Südstadt war bis etwa 1940 eine Ziegelei. An diese Zeiten erinnern heute zahlreiche kleine Paradiese. Sei es der Badeteich Ozean in Guntramsdorf, der Schinterteich in Brunn, die Blaue Lagune in der SCS, das Naherholungsgebiet Wienerberg oder im Bereich des Sportzentrums Südstadt ein kleiner Teich im Norden des Geländes.

Die damaligen überaus tristen Arbeitsbedingungen waren der Auslöser für die Gründung der SDAP (später SPÖ) 1889 in Hainfeld.

Links

Rapid-Austria

2:2 (1:2)

Was sprach gegen Rapid?

  • Erwartungshaltung
  • Heimspiel (es gewinnt sich nicht so leicht im Allianz-Stadion)
  • Derby (wurde hier noch nie gewonnen)
  • Hohe Zahl von Ausfällen
  • Kein spielentscheidender Taxi (dafür dürfen wir uns mit seinem Baby freuen)
  • 3-5-2

Dieser Mix ungünstiger Voraussetzungen setzte sich schließlich durch und aus dem erhofften Sieg wurde nur ein Unentschieden.

Betrachtet man nur die erste Hälfte, ist das Remis für Rapid schmeichelhaft, betrachtet man nur die zweite Hälfte, muss die Austria froh sein, nicht verloren zu haben – dank ihres gut disponierten Tormanns. Also, ein „gerechtes“ Remis?

Eigentlich ist das Ergebnis weit hinter unseren Erwartungen. Die Buchmacher zeigen mit ihren Quoten 1,7 : 3,8 : 4 unsere Einschätzung, und der Besuch deutet schon an, dass alle an einen ersten Derbysieg von Rapid glauben.

Schiedsrichter Schörgenhofer kann man aufgrund der bisher geleiteten Spiele keinen Vorwurf manchen. Die unser seiner Leitung erzielten Punkte liegen mit 1,75 exakt im Schnitt aller Spiele der aktuellen Schiedsrichter.

In der ersten Halbzeit bekam Rapid nach dem gelungenen Ausgleich das Spiel nicht unter Kontrolle. Die Austria schaltete schneller und hatte die gefährlicheren Chancen. Arase wirkte auf der rechten Seite ziemlich verloren. Es zog ihn in die Mitte und dann fehlte er auf der Seite. Der Rückstand zum 1:2 entstand auch nach einer unbedrängten Flanke von dieser Seite. Kelvin hatte es praktisch immer mit zwei Gegenspielern zu tun, er soll sowohl in der Verteidigung aushelfen als auch angreifen. Mir gefällt dieses Spielsystem nicht.

Das Powerplay von Rapid in der zweiten Halbzeit hätte sich mehr als nur einen Treffer verdient, aber so ist er eben, der Fußball. Für einen Azubi ist unser Stürmer nicht schlecht, aber wir könnten einen höherwertigen gut gebrauchen. Ein Tor hätte Badji gut getan.

Das Spiel verlief vergleichsweise unaufgeregt, kein Wunder, war doch Holzhauser, das rote Tuch vergangener Spiele, nicht mehr am Platz. Mit ein bisschen Übung könnte Christoph Monschein in seine Fußstapfen treten.

Es ist nicht gelungen, den Tabellendritten WAC zu überholen, immerhin sind wir den Wolfsbergern schon einen Punkt nahe gekommen. Mühsam!

Ambiente

Rudi Flögel wurde zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Rudi feierte mit Rapid je vier Meister- und Cuptitel. Das waren noch Zeiten!

Rapid feierte zum letzten Mal „120 Jahre Rapid“ und das mit einer sehenswerten Choreografie auf Süd- Ost und Nord-Tribüne.

Spruchbänder

  • „Ob Bruckner oder Schmid, nichts ist größer als Rapid. Nur ein Ego sticht hervor, das des werten Goleador.“
  • „Die Mutter im Puff lauter schreit als der Sohnemann zur Derbyzeit“
  • „Während Kretschmer den Verein ruiniert und die die violette Szene weiter kassiert, ist jedem Wiener endgültig klar, in unserer Stadt krepiert der FAK“

Zur Erinnerung

Unser Transparent „klubderfreunde.at“ wird bei Eingang regelmäßig auf den Inhalt geprüft. Im Gästesektor wird das wohl auch der Fall sein, doch dürfte das Wissen um verbotene NS-Symbolik beim Sicherheits-Personal nicht besonders ausgeprägt sein. So konnte es passieren, dass die Gruppe „Unsterblich“ ihre Version der Reichskriegsflagge ins Stadion bringen konnte. Interessant ist auch, dass die Anbringung von den anderen Gruppierungen geduldet wurde.

Hier also speziell für Ordner in Fußballstadien ein Bildvergleich dieses in Österreich verbotenen Symbols. [Das Originalbild der Reichkriegsflagge war an dieser Stelle abgebildet. Der Grund ist ein didaktischer, denn wie soll ein Ordner diese Flagge als unerwünscht erkennen, wenn er sie gar nicht kennt. Der Vorstand des Klubs der Freunde wünscht aber diese Abbildung nicht. Wer sich das Bild anschauen will, folge diesem Link (Wikipedia).]

„Unsterblich“ wird bei der Austria nicht als Fangruppe geführt. Was „Unsterblich“ sonst noch an „Aktivitäten“ pflegt, wird hier dokumentiert. „Unsterblich“ kann diese Flagge auch ungehindert in Facebook präsentieren.

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LASK-Rapid

0:4 (0:1)

Ich erinnere mich einen historischen Auswärtserfolg von Rapid in Birmingham am 26.8.2010. Rapid siegte 3:2 und stieg damit in die Gruppenphase der Europa-League auf. Das unmittelbar folgende Spiel gegen den LASK am 29.8.2010 ging 0:1 verloren – wie so oft nach großen Erfolgen.

Die heutige Runde war eine Art späte Revanche, denn auch heute kam LASK von einem denkwürdigen Spiel siegreich zurück in die Niederungen der Pflichtspiele – und verlor, wie einst Rapid. Und der LASK war in guter Gesellschaft, denn auch der WAC verlor und das große RedBull spielte – ebenfalls nach einem bedeutenden Spiel – nur Unentschieden beim Tabellenletzten, Admira.

Unser Goleador meinte zuletzt, der „Rapidgeist“ wäre abhanden gekommen. Wer nun dieses Spiel gesehen hat und den Einsatz mit dem sich Rot-Blau dem LASK entgegengestellt hat, der weiß, dass dieser „Rapidgeist“ einfach der Teamgeist der Sieger ist, und wenn nicht gewonnen wird, dann hat dieser „Geist“ eben die Seiten gewechselt. Wenn man mehr gewinnt, also auf der „Siegerstraße“ ist, meint man, diesen Geist gepachtet zu haben und gibt ihm einen Kosenamen, eben „Rapidgeist“:

Den Kampfgeist von Rapid kann man auch an den Zahlen der Bundesliga-Statistik ablesen: 22 Fouls von Rapid und nur 9 vom LASK. 5 gelbe Karten von Rapid und nur 3 des LASK.

Und es war jede Menge Glück dabei. Wir hätten uns auch nicht bei einer Niederlage beklagen dürfen, denn die Chancen für den LASK waren da (1x Latte, 1x Stange). Die Vorgeschichte zum 1:0 war ein Gustostückerl der Cleverness, das rasche Erkennen eines Vorteils bei unorganisierter LASK-Abwehr. Natürlich hätte der Schiedsrichter den raschen Einwurf von Stefan Schwab wiederholen lassen können, hat er aber nicht – es war ja kein Heimspiel von Rapid. Durch den Druck des LASK auf den Ausgleich eröffneten sich Räume, die wir sehr gut nutzen konnten.

Schiedsrichter

Schiedsrichter Gishamer ist einer, dessen Pfiffe sich günstig für Rapid auswirken, denn unter seiner Leitung ist der erzielte Punkteschnitt 2,17 (vor diesem Spiel 2,0). Allerdings hat er erst 6 Spiele geleitet, vielleicht ändert sich das ja noch. Es gab noch vor unserem Führungstor eine durchaus strittige Szene, bei de man – laut Sky-Kommentatoren auch hätte auf Elfmeter entscheiden können und der Einwurf, der unser 1:0 eingeleitet hat, hätte auch anders entschieden werden können. Und das sind sie, die Kleinigkeiten, aus denen sich schließlich Siege entwickeln.

Noch ein Aspekt zur aktuellen Heimschwäche von Rapid: Nehmen wir an, dass es tatsächlich so etwas wie ein stilles Übereinkommen zwischen den Schiedsrichtern gibt, das da lautet: „nur nicht nachgeben vor dominantem Heimpublikum“, dann könnte das durchaus die auffällige Heimschwäche von Rapid erklären.

Nun ist es aber so, dass die Grundausstattung eines Schiedsrichters so etwas wie Gerechtigkeitssinn ist. Wir haben bei einem Vortrag über das Schiedsrichterwesen einen Satz gehört, der sinngemäß gelautet hat, dass ein Schiedsrichter im Laufe eines Spiels genug Gelegenheiten hat, Fehlentscheidungen zu kompensieren. Wenn also auf der einen Seite in einer strittigen Szene ein Elfmeter (fälschlicherweise) nicht gegeben wurde, dann wird das möglicherweise auf der anderen Seite auch so gehandhabt, auch wenn man in beiden Fällen auch hätte anders entscheiden können. Gerchtigkeitssinn eben. Ein typisches Beispiel könnte das (verlorene) Heimspiel gegen St.Pölten gewesen sein. Was haben wir uns über das klare Foul im gegnerischen Strafraum aufgeregt und dabei übersehen, dass es in unserem eigenen Strafraum sogar zwei ähnliche Szenen gegeben hat.

Und das könnte – unbewusst – auch die Heim/Auswärts-Bilanz von Rapid beeinflussen. Man weiß, dass bei Heimspielen eher pingelig gegen die Heimmannschaft entschieden wird – unbewusst natürlich, also kompensiert man das bei den Auswärtsspielen. Warum nicht? Es hätte eine gewisse Logik, die sogar für die Schiedsrichter spricht.

Mannschaften mit einer Sonderstellung wie eben Rapid mit starkem Heimsupport müssen eben deutlich besser sein als ihre Gegner, um die „Vorspannung“ des „Unparteiischen“ zu übertreffen.

Ambiente

Das Stags-Head war gut besucht, die Freude über des Spielverlauf riesengroß.

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Rapid-Sturm

1:1 (1:0)

Dieses Unentschieden ist ein klarer Erfolg für die Gäste und eine nahtlose Fortsetzung der Heimschwäche unserer Mannschaft, begleitet von einer neuerlichen Serie eigenartiger Entscheidungen von Schiedsrichter Altmann, gekrönt von einem nicht gegebenen Elfer wegen Handspiels in der zweiten Hälfte, in Anlehnung an eine gleichartige Szene im vorjährigen Playoff gegen Sturm.

Die Verletztenliste wuchs um gleich drei Spieler an: Barac, Auer und Stojkovic.

Rapid im oberen Mittelfeld

Die Tabelle zeigt ein deutlich zweigeteiltes Feld, weil der Abstand zwischen der Meistergruppe und der Qualifikationsgruppe schon 8 Punkte beträgt. Die Meistergruppe ist mit 15 Punkten Abstand zwischen Erstem und Letztem mehr gespreizt als die Qualifikationsgruppe, die nur einen Abstand von 6 Punkten aufweist.

Ambiente

Das „Go West“ kündigte ein Treffen mit dem Team „Grün-Weiß“ an; viele Gäste waren aber um 15:30 nicht vor Ort.

Die Buchmacher waren mit Alfred Tatar einer Meinung: klarer Favorit ist Rapid, unter dem Motto: „irgendwann muss doch den Grün-Weißen der Knopf aufgehen.“

Kurz nach Einlass um 15:30 finden sich immer zwei Spieler auf der Nordtribüne ein, um Autogramme zu geben. Heute waren es die Angeschlagenen Leo Greiml und Dalibor Velimirovic

Zunächst verabschiedeten sich die Spieler mit einem Spruchband von Präsidenten Michael Krammer.

Bei Spielbeginn erlebten wir eine Solidaritätsaktion mit dem schwer verletzten Philipp Schobesberger. Alle Spieler trugen ein grünes Trikot mit dem Text „Gute Besserung, Schobi!“ und auf der Rückseite die Rückennummer 7.

Dann startete die Choreografie mit dem Untertitel „Aus den Steinen, die man uns in den Weg legt, haben wir unsere Kathedrale errichtet.“ Ein tribünengroßes Bild wurde bis zum Stadiondach hochgezogen. Es zeigte eine Mauer mit zwei Jugendstilsäulen, deren Kapitell mit dem goldfarbenen Schriftzug „ACAB“ versehen war. Zwischen den Säulen und an den Rändern befanden sich drei riesige durchscheinende Glasfenster mit den Motiven „Emoji Grober Spaß“, „Ultras-Indiander“ und „Rapid-Wappen“. Sehenswert war, wie es gelungen ist. die Glasfenster in prächtigen Farben und durchscheinend erscheinen zu lassen, ganz im Stil gotischer Kathedralen. In der Nahaufnahme des Schriftzugs „ACAB“ konnte man die Pinselstriche der Gestalter erkennen. Sehenswert!

Mit dem Banner „Danke für alles, groda Michl!“ verabschiedete der Block Präsidenten Michael Krammer.

In der Rapidviertelstunde titelte man „Alle zur Hauptversammlung!“.

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Altach-Rapid

0:3 (0:3)

Bemerkenswert an diesem Spiel war der erstmalige Einsatz von Arase mit Spielbeginn. Und Arase hat das Vertrauen in ihn mehr als bestätigt. Nur durch ein Foul konnte ihn der Altach-Verteidiger in der 11. Minute stoppen, Schwab verwandelte souverän. Das 2:0 war eine schöner Stanglpass von Knasmüllner auf Murg. Ein Spielzug von der Kategorie „den hätte ich auch getroffen“*); schließlich das 3:0 von Arase nach einem tollen Lochpass von Thomas Murg.

Die zweite Halbzeit erinnert mich an den Umstand, dass satte Räuber nicht angreifen, vielleicht so wie im Lied „The lion sleeps tonigt“. Dass die Altacher angreifen mussten, ist klar. Warum man aber aus diesem Umstand nicht mehr Konterchancen kreieren konnte, weniger. So blieb das Spiel bis zum Ende spannend, weil man sogar mehrfach auf Strebingers Reflexe angewiesen war, um nicht ein Gegentor zu kassieren.

Bilder aus dem Stag’s Head

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*) Der Sager, dass ein Spieler ein einfach scheinendes Tor erzielt (oder aus derselben Position daneben schießt) führt zum üblichen Sager, dass man das selbst auch zusammengebracht hätte. Aber die Antwort ist natürlich, dass niemand im Stadion das zusammen gebracht hätte, denn um solche Fehler begehen oder Tore schießen zu können, muss man eben Fußballer sein und dazu noch gut genug, um bei Rapid spielen zu können. Und jeder, der sich diesere Mühe unterzogen hat, der weiß auch, dass alle diese einfach scheinenden Schüsse eben auch daneben gehen können. Und an dem Ort vor dem Tor in aussichtsreicher Position stehen zu können, erfordert großes Können, Kondition, Vorbereitung, Taktik, List und Hinterlist und auch Kreativität weil ja 11 Gegenspieler am Platz sind, die genau das verhindern wollen.

Rapid-St.Pölten

0:1 (0:0)

Gegen einen Erfolg von Rapid sprach:

  • Heimspiel (Rapid ist derzeit eine extrem heimschwache Mannschaft, wobei die Gründe dazu vielleicht mehr im Umfeld zu suchen sind)
  • Pflichtsieg (Kühbauer: „ein X ist zu wenig“)
  • Unterschätzung des Gegners (St. Pölten ist letzter und hat erst einen Sieg gegen Mattersburg am Punktekonto)
  • Schiedsrichter Schüttengruber
  • Vier verletzte Stürmer (Fountas, Kitagawa, Schick, Schobesberger)

Dazu kam – wie Weltfußball meint – Einfallslosigkeit. Link. Einfallslosigkeit wieder bedeutet, dass man zuviel Eingelerntes wiederholt, statt sich der kreativen Fußballkunst zu widmen. Vielleicht ist man sogar etwa übertrainiert.

Es ist erstaunlich, wie wichtig unser Taxi geworden ist. Wir würden gerne im Vergleich sehen, wie sich ein Marco Fuchshofer an der Stelle von Aliou Baji getan hätte. In vielen seiner Aktionen meinte man einen großen Nachholbedarf in Sachen Ballbehandlung zu orten.

Der Schiedsrichter

Manuel Schüttengruber ist jener Schiedsrichter, unter dessen Leitung Rapid mit Abstand die wenigsten Punkte einfährt, nämlich bisher nur 1,33. Das Mittel über alle Schiedsrichter ist 1,75. Nach diesem Spiel ist dieser Wert auf 1,29 gesunken, das Mittel über alle Schiedsrichter auf 1,74. Tabelle

Irgendwie muss es zu diesem geringen Punkteschnitt kommen und dieses Spiel war wieder ein Paradebeispiel für die methodischen Pfiffe der Schiedsrichter bei Rapid-Heimspielen. Aus unserem Blickwinkel gab es vier gravierende Fehlentscheidungen zu Ungunsten von Rapid:

  • Zwei nicht geahndete Elferfouls im Strafraum (beide erste Halbzeit)
  • Ein Rückpass eines St.Pöltners zu seinem Tormann wurde mit Abstoß und nicht – wie es korrekterweise zu handhaben gewesen wäre – mit indirektem Freistoß fortgesetzt (erste Halbzeit).
  • Strebinger sah, dass sich Murg weit in der gegnerischen Hälfte befand und kein Verteidiger auf ihn aufgepasst hat. Er spielte einen hohen Pass nach vorne (weil bei einem Abstoß das Abseits nicht gilt). Murg bekam den Ball, der Schiedsrichter pfiff ab. Der Grund: Ein Rapid-Spieler lag am Boden. Also das hätte sich Herr Schüttengruber nach Abwarten des Vorteils anschauen können. Hat er aber nicht (zweite Halbzeit)

Es mag sein, dass es in der Gegenrichtung auch Fehlentscheidungen gab, aber darum müssen sich andere kümmern.

Rapid verlor mit dieser doch recht peinlichen Heimniederlage den Anschluss an das Spitzentrio, das beeindruckend an seinen Hausaufgaben arbeitet. Rapid gehört damit leider gemeinsam mit Sturm und Hartberg zu den Nachzüglern in der oberen Tabellenhälfte. Das Ergebnis des kommenden Heimspiels gegen Sturm wird das Klima und die Chancen bei einer Präsidentenwahl möglicherweise mitbeeinflussen.

Ambiente

Auffällig war, dass sich der Tipp-3-Wett-Wagen nicht an seinem üblichen Standort an der Süd-Ost-Ecke befand; er war einfach nicht da.

Rapid gratulierte Peter Pacult zum 60er.

Das Stadion gedachte zweier kürzlich verstorbener Rapid-Fans: Walter Bauer (siehe Nachruf) und Florian Albrecht, der am Montag bei einem Arbeitsunfall ums Leben kam.

Gedränge auf der Nord

Der Abgang von der Süd- und Osttribüne ist wegen der vielen Ausgänge kein Problem. Auf der Nord-Tribüne schaut das anders aus, und ganz besonders merkt man es, wenn die Tribüne – wie heute und auch beim letzten Spiel gegen Wolfsberg – voll ist. Es gibt nur zwei Ausgänge. den zur Hütteldorferstraße und einen relativ kleinen zum Umgehungsweg. Man kann auf der Nordtribüne nicht einfach nach außen gehen, sondern man muss zu einem dieser beiden Schlupflöcher gelangen. Das ergibt zwischen diesen beiden Ausgängen ein ziemliches Gedränge, das zwar wegen der disziplinierten Zuschauer (Feuerwehrleute!) nicht zu einem Problem wurde, aber auffällig ist es schon. In einem Panikfall dürfte es aber dadurch kein Problem geben, weil man dann zusätzlich die mittlere – normalerweise geschlossene – Fluchttüre öffnen kann – wenn es der gestrenge Herr Josef erlaubt.

Links

RB-Rapid

3:2 (2:1)

Ich glaube nicht, dass man sich daran gewöhnen kann, das Spiel gegen einen starken Gegner 90 Minuten lang offen zu halten und dann in der Nachspielzeit zu verlieren. Wir kennen das ja schon vom Cup. Und es war wieder eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung, die den Ausschlag gegeben hat. Und eben weil sich diese Zufälligkeiten so auffällig wiederholen, ist man leicht geneigt, Methode dahinter zu vermuten, „Verschwörung“ sozusagen.

War das überhaupt ein Foul in der letzten Minute an der Strafraumgrenze? War die Nachspielzeit nicht zu lang? Rapid hat einen Spieler weniger getauscht, daher wären 2,5 Minuten richtig gewesen, weil üblicherweise für einen Wechsel eine halbe Minute veranschlagt wird. Die Behandlung eines Spielers könnte die zusätzliche halbe Minute gewesen sein, also drei Minuten. Gegeben wurden aber vier.

Den Unterschied zum Cup-Spiel machte ein Spieler aus: Erling Håland. Beide Tore in der ersten Hälfte waren sein Werk, Eines direkt, eines indirekt. Håland hat ein außergewöhnliches Durchsetzungsvermögen, aber nicht nur wegen seiner Größe, er ist auch extrem schnell und technisch exzellent. Nur durch ein Foul konnte er gestoppt werden.

Aber die zweite Halbzeit gehörte auch Rapid. Wir erlebten einen aufopfernden Kampf und können stolz auf unser Team sein. Herausragend war aus meiner Sicht Kapitän Stefan Schwab, der beide Tore vorbereitet hat und selbst noch bei einem Rutsch-Schuss das Tor nur um wenige Zentimeter verfehlt hat.

Es reicht noch nicht für einen Platz ganz oben, aber die Saison dauert ja noch, die Moral stimmt, und auch „die Richtung stimmt“.

Rapid spielt überhart

Ein Vergleich der beiden Spiele zuletzt gegen den WAC und heute gegen RB zeigt, dass Rapid keineswegs eine hart spielende Mannschaft ist. Es gab nämlich heute überhaupt keine Karte gegen einen Rapid-Spieler. Nach unseres Lesart waren die gegen Rapid entschiedenen Fouls Teil des Spielkonzept des WAC – und der Schiedsrichter spielte mit.

Schiedsrichter

Da bei den letzten Heimspielen der Schiedsrichter einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis hatte, wollen wir und auch bei diesem Spiel die Resultate von Schiedsrichter Drachta in Erinnerung rufen. Schiedsrichter Drachta leitete seit 2008 43 Spiele von Rapid und gehört damit zu den erfahrensten Schiedsrichtern. Die Ergebnisse unter seiner Leitung lagen vor dem Spiel mit 2.00 Punkten deutlich über dem Durchschnittswert von 1,74 Punkten. Nach dieser Niederlagen sank die Punkteausbeute „unter Drachta“ auf 1,95 Punkte/Spiel.

Wenn man dem Schiedsrichter vorwirft, dass er vier Minuten nachspielen ließ, ist das eher ein Hadern mit dem Schicksal als eine Fehlentscheidung. Eigentlich war seine Leitung unauffällig und korrekt.

Wir besuchten das Stags-Head:

Das Stags-Head war praktisch ausgebucht. Wegen des großen Andrangs gab’s keine Brote und keinen Salat.

Bildergalerie (von Hannes)

Links

Rapid-WAC

1:1 (1:0)

Nach der gefühlten Dominanz geht die erste Hälfte an Rapid und die zweite an den WAC, die Tore folgen diesem Eindruck. Doch insgesamt sahen wir Rapid als die klar überlegene Mannschaft, die nur zu wenig Tore geschossen hat.

Die Kommentatoren berichten über „rustikales Spiel“ von Rapid.

Aber in den Augen der Zuschauer spielen die jeweiligen Gegner in Hütteldorf „with a little help from the referee“. Nicht nur in diesem Spiel, auch schon im Spiel gegen Hartberg oder gegen den LASK. Für Rapid gestalten sich Auswärtsspiele erfolgreicher.

Diese „Heimschwäche“ kann man auch zeigen:

  • Heim: NSNSUU = 8 Punkte/6 Spiele = 1.3 Punkte pro Spiel
  • Auswärts: USSSS = 12 Punkte/5 Spiele = 2,4 Punkte pro Spiel

Natürlich kann man sagen, dass bei dieser kleinen Anzahl von Spielen die Streuung noch sehr hoch ist. Aber es werden auswärts fast doppelt so viele Punkte geholt wie zu Hause und das spürt man. Genauer wird es natürlich mit einer größeren Anzahl von Spielen, derzeit aber ist Hütteldorf für die Gastmannschaften ein „gefundenes Fressen“.

Wir Zuschauer meinen, dass das kein Zufall ist, sondern mit der besonderen Situation in Hütteldorf zusammenhängt und mit der Art, wie Schiedsrichter damit umgehen. Es ist nicht nur für die Gastmannschaften ein saisonales Highlight, vor 21.000 Zuschauern spielen zu dürfen, auch für den Schiedsrichter ist die Situation mit einem starken Heimpublikum eine Besonderheit. Ein Schiedsrichter will ja auch „gewinnen“. Und sein „Sieg“ ist eine gute Bewertung unter schwierigen Verhältnissen. Und dem Druck seitens des Publikums gilt es zu widerstehen. Und das wieder hat eine Tendenz, nur ja keine Vorteile für die Heimmannschaft zuzulassen, die man als ein Nachgeben interpretieren könnte.

Warum lässt der Schiedsrichter nach einem Foul gegen Rapid nicht den Vorteil gelten, obwohl Rapid im Ballbesitz bleibt und sich aus der Szene ein Vorteil entwickelt? Abpfeifen kann er ja immer noch! Das ist eine freie Entscheidung des Schiedsrichters, und er hat sich bei diesem Spiel gleich zwei Mal dazu entschieden, den sich abzeichnenden Vorteil für Rapid mit einem Pfiff abzubrechen.

Filip Stojkovic wurde im Strafraum gefoult und sogar verletzt, der Elferpfiff blieb aus, genauso wie beim Spiel gegen Hartberg.

Der Foulpfiff, der zum Gegentor geführt hat, müsste eigentlich einen Freistoß für Rapid zur Folge gehabt haben, weil der Ball durch den Angreifer gesperrt wurde.

Ich behaupte, dass die Gastmannschaften diese Mechanismen kennen und wissen, dass ein Liegenbleiben nach einem Foul in Hütteldorf „zieht“. Es wäre für den Spielfluss günstig, wenn dieses Spiel „Toter Mann“ zurückgedrängt werden könnte, wenn Schiedsrichter diesen Versuchen, Foulpfiffe herauszuschinden, nicht folgen würden.

Es ist nicht so, dass sich bei Rapid Schiedsrichterfehler langfristig ausgleichen, weil die Situation in Hütteldorf durch das starke Heimpublikum systematische Fehler der Schiedsrichter hervorruft, Fehler, die sich bei den Heimspielen anderer Mannschaften mangels Support nicht in dieser Häufigkeit ergeben.

Die Ansicht im Block, dass man auf den Videoschiedsrichter leicht verzichten könnte (siehe Bilder), teile ich.

Schiedsrichter Harkam

Was können wir über Schiedsrichter Harkam noch vor Spielbeginn sagen? Die folgende Darstellung zeigt im Kopf die durchschnittliche Punktezahl aller 334 Spiele, die von den aktuellen Schiedsrichtern geleitet wurden. Rapid erreicht in diesen Spielen einen Punkteschnitt von 1,75. Die Spiele unter der Leitung von Alexander Harkam ergeben nur 1,57 Punkte. Wenn wir also wählen könnten, wäre Harkam nicht unsere erste Wahl.

Vergleich aktueller Schiedsrichter bei Bewerbspielen von Rapid

Aber es hätte mit Manuel Schüttengruber noch schlimmer kommen können, denn unter seiner Leitung erreichte Rapid nur 1,33 Punkte und das ist schon ein beachtlicher Unterschied. Rapid-freundliche Schiedsrichter wären – gemessen am erzielten Punkteschnitt Ouschan (1,82), Kolleger (2,29), Jäger (2,33) Drachta (2,0). (Schiedsrichter mit wenigen Spielen kann man nicht in den Vergleich einbeziehen).

Achtung: Es kann sein, dass die Spiele nicht zufällig zu den Schiedsrichtern zugeordnet werden, sondern man die Erfahrung der Schiedsrichter berücksichtigt. Das hieße, dass schwierigere Partien von erfahreneren Schiedsrichtern geleitet werden und diese schwierigeren Spiele auch eher verloren werden und damit den Punkteschnitt dieser Schiedsrichter senken. Ob das der Fall ist, müsste man bei den Spielen der einzelnen Schiedsrichter genauer analysieren. Auf der Webseite kann man alle Spiele der Schiedsrichter betrachten (Lupensymbol). Schiedsrichtervergleich (123.ewkil.at)

Jetzt, nach dem Unentschieden, ist der Punkteschnitt von Schiedsrichter Harkam von 1,57 auf 1,56 gesunken.

Den Schal, den Robert hochhält, kann man bis Anfang November in den Fanshops kaufen. Von den 15,- Euro kommt 10,- Euro der Kinderhilfe zugute.

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Mattersburg-Rapid

2:3 (1:1)

Vor dem Spiel

Die Bilanz gegen Mattersburg seit der Saison 2015/16 sind 61% Siege, 22% Unentschieden und 17% Niederlagen. Insgesamt (seit 1998) gab es 62 Spiele und die Bilanz waren 55% Siege, 23% Unentschieden und 23% Niederlagen. Rapid legt in den Duellen mit Mattersburg also leicht zu – oder in Mattersburg lässt die Fußballeuphorie nach, siehe auch weiter hinten. Aber leider bedeutet die Vergangenheit für das heutige Spiel nicht viel. Mit einem Sieg könnte Mattersburg Hartberg überholen, wenn gleichzeitig Hartberg gegen den LASK verliert. Mit einem Sieg könnte Rapid seinen Platz hinter dem Spitzentrio halten.

„Punkte, die wir am Sonntag verloren haben, nun wieder einfahren„. Mit diesem Sager versuchte sich Stefan Schwab für das Spiel gegen Mattersburg zu motivieren. Leider sind verloren Punkte unwiederbringlich weg und nichts kann sie uns wiederbringen, leider. Lassen wir aber Stefan in diesem Glauben, dass man das kann, vielleicht hilft es.

Das Spiel

Mattersburg zeigte vor, wie man mit wenigen Chancen ein Maximum an Toren herausholen kann und ging zwei Mal in Führung aber zwei Mal konnte Rapid ausgleichen. Während des Power-Plays von Rapid in der Schlussphase dachte man schon, dass man wohl nur mit einem Punkt die Heimreise antreten würde, doch der abgefälschte Schuss von Knasmüllner knackte schließlich den Abwehrriegel der Mattersburger. Das Cornerverhältnis von 16:1 charakterisiert am besten diese Druckphase.

Didi experimentiert weiter mit dem 3-5-2-System. Aber die Mannschaft dürfte sich dabei nicht wohl fühlen. Taxi wurde gegen Schobi getauscht aber daraus allein ergab sich keine auffällig Änderung. Erst der Wechsel zum 4-2-3-1 und insbesondere Kelvin Arase brachten eigentlich den Umschwung. Kelvin belebte das Angriffsspiel ungemein und man hatte den Eindruck, als wären es seine Ideen, die den kontinuierlichen Druck ermöglichen.

Der Schiedsrichter war weitgehend unauffällig.

Ambiente

Bei Rapid-Spielen waren schon mehr Zuschauer im Pappelstadion als die vom Stadionsprecher genannten 4.400. Die Fußballeuphorie ist im Burgenland irgendwie verflogen. Aber Wunder ist es keines, denn damit die Zuschauer auch wieder kommen, daran muss man arbeiten. Mit Hintergrundmusik allein, mit der man bis knapp vor Spielbeginn die Zuschauer berieselt, wird es nicht getan sein. Die einzige Ansprache des Platzsprechers Hannes in Richtung Publikum war die Mannschaftsaufstellung und während des Spiels der ziemlich peinlich wirkende Schrei „Tooor für Mattersbuuuuurg!“, dem das Publikum auch wenig euphorisiert gefolgt ist.

Jeder Verein hat 90 Minuten vor dem Spielbeginn Zeit, den Gästen den Verein und seine Aktivitäten näher zu bringen. Wenn ein Verein – so wie wir das in Mattersburg erlebt haben – diese Zeit nicht nutzt, muss man mit dem Eindruck nach Hause gehen, dass man an den Besuchern kein besonderes Interesse hat.

Die stattliche, aber unüberdachte frühere Gästetribüne wurde durch eine Miniaturausgabe mit einem „Fetzendachl“ ersetzt. die Anordnung dürfte den formalen Bedingungen der Liga entsprechen, wirkt aber eher wie eine Verhöhnung der Gäste. Laut Wikipedia fasst das Stadion 15.700 Zuschauer. Sollte da nicht der Gästesektor für 1.570 Personen ausgelegt sein?

Das Online-Ticketing von Mattersburg ist nach wie vor gästefeindlich, weil man sich den Sektor nur sehr eingeschränkt auswählen kann. Die Sektoren E-H konnten online nicht gebucht werden. Außerdem stimmt die Stadion-Skizze nicht mit den Gegebenheiten überein. Die Mittellinie befindet sich nicht zwischen Sektor D und E – wie die Skizze glauben macht, sondern eher zwischen E und F.

Der Autor hat sehr fleißig fotografiert, doch leider war keine Speicherkarte in der Kamera, und sie hat sich darüber leider nicht beschwert. Daher gibt es heute nur drei Bilder, die mit dem Handy aufgenommen wurden.

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Nachtrag zu „Qual der Wahl“

Je weniger man über eine Sache weiß, desto einfacher die Entscheidung. Das hat schon Anselm Feuerbach trefflich formuliert: „Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.

Die Aspekte rund um den „richtigen“ zukünftigen Präsidenten sind vielschichtig.

Trainingszentrum

Der Aspekt rund um das neue Trainingszentrum wurde von Rapid in Videos zusammengefasst:

Kontinuität

Spieler berichten in Interviews von einem neuen Teamgeist und man hat das Gefühl, als beginne sich eine gefühlte Negativspirale wieder langsam in die positive Richtung zu drehen. Die Bevorzugung von Eigenbau-Spielern, ihre überraschend positive Bewertung durch Didi lässt die Besucher hoffen. Die sportliche Leitung strotzt nur so von Kompetenz, etwas, das man vor einigen Jahren als „zu wenig“ kritisiert hat.

Wovor ich mich als Rapid-Mitglied fürchte, dass ein neuer Präsident auf die Idee kommt, alles ändern zu wollen – wie das in Zeitungsberichten kolportiert wurde. Dass also Entscheidungen in der jüngeren Vergangenheit wieder rückgängig gemacht werden könnten und die sich abzeichnende Kontinuität und Stabilität im Team wieder nur ein kurzer Hoffnungsschimmer gewesen sein könnte.

Kampfabstimmung

Sollte das Wahlkomitée mehr als eine Liste zur Wahl zulassen, dann steht uns ein spannender Monat November ins Haus, denn dann wäre die Reihe an den Mitgliedern, eine dieser Listen auszuwählen und dazu müssten sich diese Listen in ähnlicher Weise an uns Mitglieder wenden wie sie das schon vor dem Wahlkomitée getan haben. Wenn aber das Wahlkomitée den Usancen folgt, wird es wohl ein solches Szenario nicht geben.

Rapid-Hartberg

3:3 (1:1)

Der Spielbeginn entsprach den Erwartungen. Druckvolles Spiel von Rapid Chance folgt auf Chance, dann das Tor durch Taxi Fountas und man meinte, so würde es weiter gehen. Doch das Gegenteil passierte, Hartberg glich aus und so ging es in die Pause.

Nach der Pause änderte sich die Rollenverteilung und Hartberg ging in Führung, Rapid glich aus – wieder durch Taxi – und wieder ging Hartberg in Führung. Beim Spielstand von 3:2 für Hartberg schaute schon alles nach einer Niederlage aus, doch nach einer Flanke von der linken Seite konnte Kapitän Stefan Schwab den Ausgleich zum 3:3 erzielen.

Schiedsrichter tun sich schwer, Entscheidungen für die Heimmannschaft zu treffen, auch wenn diese gerechtfertigt wären. Zu groß ist ihre Angst, dass der Eindruck entstehen könnte, sie würden den Forderungen des lautstarken Publikums folgen. Stefan Ebner war keine Ausnahme.

Das Publikum tut sich schwer mit der Erkenntnis, dass auch in Hartberg guter Fußball gespielt wird. Es spielen ja in Hartberg ebenso wenig Hartberger wie in Hütteldorf Penzinger spielen. Diese fehlende Einsicht verleiht den Wettquoten eine bizzare Schieflage 1,25 : 5,5 : 8.0 und eine völlig verzerrte Erwartungshaltung, die sich in dem wenig freundlichen „Bauernschweine“ ausdrückt. Ein Blick auf die bisherigen Spiele zeigt keine besonderen Vorteile für Rapid. Von 7 Spielen wurden 3 gewonnen und je 2 waren unentschieden und gingen verloren.

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Rapid-RB

1:2 (0:0 1:1)

„Rapid ist wieder da“, könnte man sagen. Man kann auch sagen, dass Rapid in großen Spielen über sich hinauswächst. Rapid hat Charakter gezeigt, und ob es ein Zwischenhoch war, dass also dieser „Charakter“ nur in großen Spielen wie diesem Cup-Schlager zu Vorschein kommt oder ob wir mit einem stabilen Hoch – etwa wie in diesem Sommer – rechnen können, das werden wir in den nächsten Spielen beginnend am Sonntag gegen Hartberg und dann gegen Mattersburg überprüfen können, für die das Attribut des „großen Spiels“ nicht mehr zutrifft.

Didi präsentierte eine mutige Aufstellung im 3-5-2-System, und da die Außenspieler sich im Defensiv-Spiel zurückfallen lassen, gibt es in diesem System dann sogar fünf Verteidiger, was gegen eine starke Mannschaft wie RB kein Fehler ist. Dass diese Aufstellung zu einem 3-5-0 zusammen“gepfiffen“ wurde, gehört zu den tragischen Begleitumständen dieses Abends.

Ist es nicht interessant, dass der Schiedsrichter Stefan Schwab die erste gelbe Karte erst nach Intervention der Betreuerbank der Bullen gezeigt hat? Was sich später als spielentscheidend herausgestellt hat. Die Karte wurde völlig zu Unrecht und aufgrund der Schwere der Verletzung gegeben, ein Gelbfoul war es nicht. Ist es nicht ein Pech, dass sich Kitagawa wenige Augenblicke nach seinem ersten Tor, verletzt hat? Muss der Schuss von Velimirovic unbedingt an die Stange gehen? Muss der Schiedsrichter eine Minute nachspielen lassen?

Wird Stefan Schwab trotz der gelb-roten Karte am Sonntag spielen können? Wie schwerwiegend ist die Verletzung von Kitagawa?

Wir gratulieren den Debütanten und Jungprofis zum souveränen Spiel!

Bemerkenswert fand ich die Stellungnahme von Richard Strebinger zu den Anti-Wöber-Spruchbändern, in der er klar für den Block Partei ergriff, und man kann sich dem nur anschließen. Die Ethik-Kommission bei Rapid nannte es „milieubedingte Unmutsäußerung„.

Nach dem bitteren Ende konnte man eine schon lange nicht mehr so empfundene Einheit zwischen Mannschaft und Publikum spüren, die wir alle gerne in dieser Form bewahren wollen. Die Fanbetreuer Jakub und Oliver ermunterten den Block durch ihre Anwesenheit am Spielfeld, das Positive dieses Abends zu feiern: den Zusammenhalt.

Ambiente

Wenn 20.000 Besucher im Stadion sind, dann bedeutet das schon ein ganz schönes Gedränge hinter dern Rängen. Rapid versucht, die Abfertigung so schnell wie möglich zu machen. Gegenüber vom neu eingerichteten Hot-Dog-Express gibt es eine Zapfstelle für Saucen, zwar bei Weitem nicht so viele wie in England aber immerhin.

Im Sektor 12 gibt es einen sehr engagierten „Stimmungsmacher“, der die Leute im Block motiviert, wie in einem Stehplatzsektor mitzumachen. Es hat auch für jeden Legionär die passende Flagge mit, die er bei einer gelungenen Aktion hisst. Wie allerdings die Zuschauer hinter ihm sein Mehr-Stehen-als-Sitzen in dieser Friedlichkeit ertragen, deutet auf eine große Leidensfähigkeit hin. In der letzten Viertelstunde ist aber ohnehin der ganze Sektor 12 gestanden.

Bilder

Hier findest Du ca. 250 weitere Bilder vom Spiel.

Stimmen

Salzburg gewinnt Drama in Hütteldorf, Austria kassiert ordentlich in Wattens (DerStandard) „Lucky Punch“ erlöst Salzburg (DiePresse) Legendäre 5-3-0-Aufstellung ist leider Sekunden vor Schluss gescheitert (ASB) K.o. in Minute 121! Bullen bezwingen neun Rapidler (Heute) Salzburg gewinnt epische Cup-Schlacht bei Rapid! (Krone) K.o. in Minute 121: Salzburg ringt Rapid im Cup-Krimi nieder (Kurier) Salzburg eliminiert neun Rapidler (Laola1) Cup-Drama für Rapid – Bullen mit Last-Minute-Sieg (Österreich) Kühbauer nach Last-Minute-Cup-Aus: “Wir waren nicht schlechter” (SkySportAustria) Cup-Krimi endete für Red Bull Salzburg mit einem Happy End (Salzburger Nachrichten) Neun Rapidler gehen in der 121. Minute k.o. (Weltfußball)

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Wattens-Rapid

0:2 (0:0)

Das Spiel vermittelte von Anfang an ein Gefühl, das wir schon sehr, sehr lange vermisst haben, dass nämlich Rapid die klar spielbestimmende Mannschaft ist; über die gesamte Spielzeit. Wenn auch die Tore anfangs gefehlt haben und auch wenn wir schließlich eventuell nur 0:0 gespielt hätten – es war so ähnlich wie in Zokis Zeiten.

4-2-3-1, da fühlt sich die Mannschaft wohl. Es ist fast bisschen ein „Glück“, dass sich sowohl Sonnleitner als auch Hofmann verletzt haben. Dieser Umstand hat das schon bei Canadi gescheiterte 3-5-2 verunmöglicht.

Für den Star des Spiels, Kelvin Arase, können wir nur hoffen, dass man ihn nicht wieder „abschiebt“, wenn wieder alle Verletzen an Bord sind, zu sehr hat er dem Spiel von Rapid nach seiner Einwechslung Schwung gegeben und schließlich auch das Tor erzielt; weitere Chance waren vorhanden. Immer wieder wird erwähnt, dass Kelvin ja nur 60 kg schwer wäre und er sich gegen die 90 kg-Verteidiger nicht durchsetzen könne. Und wie er das kann! Man weiß ja, dass auch Messi in jungen Jahren nicht gerade zu den Schwergewichten gezählt hat.

Die Kommentare der Zuschauer über das Spiel und die Spieler bis zu Halbzeit erspare ich mir, es verrät nichts über das Spiel aber alles über die Kommentatoren. Immerhin hatte Rapid in dieser Halbzeit 70 % Ballbesitz. Ja, es gab den einen oder anderen Ballverlust nach Pässen von Stefan Schwab. Aber dieser Stefan Schwab war auch der Assistgeber zum erlösenden 1:0. Wir müssen bedenken, dass Stefan Schwab ein Spieler mit extrem vielen Ballkontakten ist. Er scheint in allen Statistiken in den vorderen Rängen auf. (siehe Bild unten, Auszug aus der Bundesliga-Statistik).

In der gefühlten Erfolgskurve (BIld unten) sieht man alle Bewerbspiele seit dem Beginn des unteren Play-Off. Es geht wieder aufwärts!

Ambiente

Wir geben es zu: wir waren nicht in Innsbruck. Stattdessen habe ich mehrere Berichte geschrieben und wir unternahmen eine herrliche Radfahrt über den Wiental-Radweg nach Hütteldorf ins Stags Head; die Rekordmeisterbar war leider geschlossen. So eine Fahrt macht hungrig – könnte man sagen. Aber das Bild war von Nachbartisch.

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Rapid-Admira

5:0 (1:0)

So langsam kommt Rapid in Fahrt. wir sind etwa dort, wo wir Anfang 2016 waren. Damals, beim ersten Spiel im neuen Stadion gewann man im ersten Spiel gegen Ried mit 5:0. Wir alle glaubten, den Anfang einer neuen großen Rapid-Ära zu erleben. Aber Fußball scheint ein sehr sensibles Metier zu sein, und es ist mehr Psychologie im Spiel als man glauben würde. Das hat jedenfalls der Altach-Trainer nach deren heutigem 6:0-Sieg gegen St.Pölten erklärt. Seit den ersten Tagen im Weststadion/Allianz-Stadion ist Rapid um Stabilität bemüht und nach einem Verbrauch von drei Trainern und zwei Sportdirektoren war dieses Jahr der Ruhe rund um den Trainerposten endlich jene Konsolidierungsphase, die wieder eine gewisse Lockerheit in das Spiel von Rapid bringt, die für Erfolg nötig ist.

Erst nach dem 2:0 nach der Pause wurde allmählich klar, warum sich die Admira bis zum Pausenpfiff überhaupt behaupten konnte. Die Admira spielte mit ziemlich aggressivem Zweikämpfen. Zwei versteckte und ungeahndete Fouls führten zu blutenden Wunden bei Dibon und Ljubicic. Dazu kamen andere zweifelhafte Entscheidungen von Schiedsrichter Heiß, die allesamt hätten dazu führen können, dass Rapid auch in Rückstand hätte geraten können. Ja, nach unserer Ansicht gibt es eine Schiedsrichterschwäche bei Spielen in Hütteldorf, Und die besteht in einer klaren Bevorzugung der Gäste.

Nach dem 2:0 nach der Pause was es den Gästen klar, dass hier nichts mehr zu holen sein wird und sie verzichteten danach auf harte Einlagen und beschränkten sich auf das Spielen. Und solches Verhalten kam den technisch besseren Rapidlern zugute und gleich schaute das Spiel anders aus. Nicht, weil Rapid plötzlich so gut gespielt hätte, nein, der Gegner hat sich mit der Niederlage abgefunden und stieg nicht mehr mit vollen Einsatz ein.

Wir freuen uns über ein Sieg in einer Höhe wie man ihn nur von Testspielen kennt. Schon beim Derby fragten wir, ob das jetzt der Durchbruch gewesen wäre. Nun, die Frage wird wohl weiter gestellt werden dürfen. Siege dürfen keine Eintagsfliegen bleiben und müssen zu einem verlässlichen Begleiter werden, vielleicht, so wie in früheren Jahren. Warum nicht? Wir wären bereit dazu!

Choreografie

Die Spirits feierten ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer sehenswerten Darbietung, und wir schließen uns als Gratulanten an! Schon vor dem Einlass konnte man sehen, wie man die Utensilien zur Choreografie ins Stadion gebracht hat und gleich nach dem Einlass wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.

Ján muss weg!

Ján kam mit einer Rodel vollgepackt mit seinen Utensilien wie Audio-Anlage, Augustin-Ausgaben, Werbebotschaften. Wenn er kommt, reicht sein Geld oft nicht für eine Eintrittskarte und die will er bis Spielbeginn verdienen. Meist gelingt ihm das auch. Er ist ein Marketing-Talent. Er weiß genau, was einen guten Standplatz ausmachen kann und wie ungünstig „ein paar Meter weiter weg“ sein können. Daher parkte Ján seinen „Bauchladen“ möglichst nah am Röhreneingang. Und manchmal kann er dort auch bleiben. Heute wird ihm dieser Platz aber verwehrt und er muss etwas weiter Aufstellung nehmen.

Während des Spiels sammelt er Becher, um Startkapital für das jeweils nächste Event zusammen zu bekommen. Ján liebt alle grün-weißen Mannschaften aber auch Heavy Metal und das alles ist nicht immer billig.

Kitagawa-Fans aus Japan

Ich durfte sie zwar nicht fotografieren, aber vielleicht haben sie mich nur nicht verstanden, die beiden Damen, Mutter und Tochter, beide mit „Kitagawa“-Trikots und offenbar wegen ihres Idols aus Japan (!) angereist. Das wieder hat mir eine andere Japanerin erzählt, die die beiden auch gesehen hat. Ein Foto von hinten ist mir dann doch gelungen.

Schön, dass sich Rapid wieder um Ivica bemüht hat und ihn ins Stadion geholt hat.

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Austria-Rapid

1:3 (1:1)

Ganz Rapid freut sich über diesen Auswärtssieg und über die gelungen Revanche für die Niederlage vom Dezember des Vorjahres.

Die Statistik der Bundesliga zeigt ein ziemlich ausgeglichenes Bild. Es ist also nicht schwer, sich vorzustellen, dass dieses Spiel hätte ganz anders ausgehen können. Auch die Austria hatte tolle Chancen, aber wir hatten Stephan Auer, der einen möglichen Ausgleich auf der Linie rettete. Er stand diszipliniert am langen Eck und konnte den Ball, den Knoflach zuerst verfehlt hatte, abwehren.

Erfreulicherweise gab es keinen der (von uns) gefürchteten Einbrüche in der zweiten Hälfte, sieht man von einzelnen Krämpfen ab.

Nicht einmal Didi (Spox) konnte nach dem Spiel ein Lob zurückhalten, denn die nachrückenden Ersatzspieler Kelvin Arase und Dalibor Velimirovic haben sich durchaus bewährt.

Rapid verschafft sich ein wenig Luft und etabliert sich am 6. Platz, in Schlagdistanz zu den Führenden.

Der einen Freud’…

Wohin die Reise bei Rapid geht, wissen wir nicht. Eventuelle Anmaßungen des Blocks – wie zuletzt bei Gogo – sind durch diesen Erfolg zunächst aufgeschoben. Wäre das Spiel aber verloren gegangen, hätte das kryptische Spruchband des Blocks: „Genug des Schweigens“ vielleicht auch noch ein weiteres, aufklärendes zur Folge gehabt.

Das Management von Fußballvereinen reduziert Misserfolge häufig auf die Trainerfrage. Dabei könnte man durch einen Blick zum Mitbewerber lernen – aber tut es nicht. Man hat weder Vertrauen, noch Geduld und vor allem meint man, dass ein woanders erfolgreicher Trainer diesen Erfolg mitbringen könnte. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ein erfolgreicher Trainer (natürlich auch Spieler) ist Teil eines erfolgreichen Konzepts. Holt man ihn dort raus, kann er seine dortige Umgebung nicht mitnehmen. So war es bei Canadi (und vorher schon bei Zellhofer), so ist es jetzt bei Ilzer und vielen anderen. Wenn ein Verein erfolgreich ist, dann nicht allein wegen des Trainers. Es hätten nämlich die erfolgreichen Vereine nach dem Abgang ihrer Erfolgstrainer stark geschwächt sein müssen, aber sie sind es nicht. Der WAC spielt auch mit dem neuen Trainer hervorragend, ebenso der LASK und Salzburg sowieso.

Was sonst ist es, außer dem Trainer? Na, zum Beispiel die Spielerbeschaffungen, die man nicht so leicht verändern kann, zum Beispiel das Klima, das sich Änderungen hartnäckig widersetzen kann, Konzeptlosigkeit, Wohlfühloasen…

Ambiente

Schon in der Rapidviertelstunde-199 konnte man die Anspannung der Verantwortlichen vor dem Derby förmlich spüren. und auch im MatchdayUpdate von Lukas Marek war voll der bangen Vorfreude auf das Spiel.

Vor dem Spiel gab eine Gedenkminute an den ermordeten Austria-Fan Fritz Duras.

Eigentlich wollten wir gar nicht auf den Horr-Platz gehen, doch weil sich kein geeigneter Fernsehwirt angeboten hat, riskierten wir den Besuch. Was vor dem Spiel aufgefallen ist, dass der Rapid-Block einen sehr geschlossenen Eindruck vermittelte und die Austria-Kurve noch sehr schwach besetzt war und ohne „Anführer“ etwas unorganisiert gewirkt hat.

Die Ansage des Stadionsprechers, dass es keine pyrotechnischen Gegenstände geben dürfe, kontrastierte sonderbar mit der Eröffnungschoreografie der Ultras. Vielleicht sollte man bei diesen Ansagen erwähnen, dass es angemeldete Pyro-Shows gibt, damit nicht gleich das ganze Stadion auf die „bösen Rapidler“ losgeht.

Wie sich doch die Vereine ähneln. Sowohl Austria als auch Rapid werben um Mitglieder, beide versprechen, dass die Beträge voll dem Nachwuchs zugute kommen, beide versuchen mit Aktionen, Kinder und Jugendliche ins Stadion zu locken, zum Beispiel bei der Austria um 1,- Euro für Kinder beim nächsten Heimspiel.

Und wo liegt dann der Unterschied zwischen den Vereinen? Der Unterschied liegt darin, dass es Rapid besser gelingt. Rapid schafft stärkere und glaubhaftere Hinwendung zum Mitglied. Dieses ans Freundschaftliche grenzende Marketing wird durch Andy Marek verkörpert und es überträgt sich auf alle Rapid-Teams mit Fankontakt. Man kann alle dort Beschäftigte, also das Klubservice-Team, das Museums-Team und die uns bekannten Mitarbeiter der Organisation als außergewöhnlich engagiert bezeichnen, aber es ist mehr als das, es ist freundschaftlich.

Die dritte Halbzeit

Es geht ums Prügeln und um eine „würdige“ Kulisse dazu. Das Spiel selbst ist der Aufputz für die eigene vermeintliche Wichtigkeit. Berichtet wurde (in heute) über Rapidler, die über die Absperrungen geklettert sind und auf der Nordtribüne eine Raufereien angezettelt hätten, Austrianer, die versuchten zu stürmen, wobei unklar ist, ob sie das Spielfeld oder eh schon die Rapidler im Visier hatten, Rapidler, die bei der U-Bahn-Station Troststraße kampfbereit auf ihre violetten „Brüder im Geiste“ warteten. Die Bilder der Choreografien können gar nicht prächtig genug sein, um nicht durch die „dunkle Seite der Macht“ in Schieflage zu geraten.

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Rapid-LASK

1:2 (0:1)

Der fulminante Start von Rapid war viel versprechend, doch es kam anders.

Hier der Kommentar meines erfahrenen Sitznachbarn nach der ziemlich rüden Gangart der LASK-Spieler, die allesamt ohne Folgen geblieben sind: „Wiast sehn, die erste Gelbe kriegen wir“. Und so war es, in der 64. Minute wurde Christopher Dibon mit Gelb verwarnt, und die zahllosen gravierenden Vergehen der ersten Halbzeit, die den Spielfluss von Rapid unterbrochen haben, blieben gänzlich ohne Folgen.

Sitznachbarn

Das „einleitende“ Foul von Marwin Potzmann erinnerte an so etwas wie an eine erste „Heldentat“, mit der man sich in der neuen Gemeinschaft als zugehörig anmelden will.

Es gibt Spiele – so wie dieses – in dem man den Eindruck nicht los wird, dass der Schiedsrichter eine Spielweise einreißen lässt, die im Fußball unüblich ist und die wir nicht sehen wollen. Und wenn eine Mannschaft wie heute der LASK versucht, auf diese Weise zum Erfolg zu kommen, wäre es am Schiedsrichter, das zu unterbinden.

Am besten gefiel mir der esoterische Kommentar unseres Trainers, der meinte, dass wir zu elft nicht verloren hätten. Man kommt mit solchen Aussagen ins Fantasieren, denn da fielen uns allen viele gute Entscheidungsalternativen ein, für die niemand einen Wahrheitsbeweis antreten muss. Im Kaffeesudlesen sind wir stark!

Flaggenparade

Fans Im Sektor 12 versuchen, mit National-Flaggen, die Legionäre zu motivieren. Als Badji einen Ball behauptet und einen Corner herausgeholt hat, schwenkt man Flaggen des Senegal. Der Sektor 13 begrüßt Koya Kitagawa mit der japanischen Militärflagge (Kyokujitsuki).

Choreografie

Die Lords feiern in diesen Tagen ihr 15-jähriges Bestandsjubiläum und sie wählten das LASK-Spiel für eine großartige Show. In einem Facebook-Kommentar meinte ein Insider, das Spektakel hätte mehrere Zehntausend Euro gekostet. Mit diesen Choreografien ist Rapid national einsame Spitze und auch international muss man keinen Vergleich scheuen. Und der Verein weiß, was er an diesen Organisationstalenten im Block hat.

Ich besuchte die Nord-Tribüne, um ein Transparent abzumontieren. Die vielen Familien haben einen prächtigen Blick auf die West und die Kinder, die dort noch in der Obhut ihrer Eltern das Spiel verfolgen, sind – das kann man an ihrer Begeisterung ablesen – wohl die nächste Generation, die die Reihen des Block- West füllen wird.

Botschaften

„Wer die traditionellen Vereinsfarben ignoriert, überschreitet eine rosa Linie. Da gibt es keine Toleranz! Wir sind ja nicht der LASK!“ (Tornados)

„Pudl Di ned auf Grubinettenbärm Du Heisl bist jo irgendwer!“ (Lords)

„Wer feig mit Polizei direkt zum Gästesektor fährt, weiß wohl nicht: Wien ist stets empfehlenswert!“ (Lords)

„Al tardini solo il Parma!“ (Tornados)

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