Was wäre, wenn…

Hier gehts lang:

Dieser Sieg gegen Altach sollte uns ermuntern, einen Blick auf den kommenden Sommer zu werfen, wenn, ja wenn Rapid auch die letzten Spiele ähnlich bravourös meistert. Wir betrachten hier nur den Meister und den Ligazweiten.

Die österreichischen Mannschaften im internationalen Bewerb

Der Ligazweite kommt heuer ausnahmsweise in den Genuss, Champions-League-Qualifikation spielen zu dürfen. Österreich ist damit in der Gesellschaft von Tschechien und der Schweiz, die auch den Ligazweiten in die Champions-League-Quali entsenden.

Meisterweg

Diese Qualifikation besteht für die jeweiligen Meister aus drei Runden Q1, Q2 und Q3 und dem abschließenden Play-Off. Der österreichische Meister steigt in Runde Q3 ein und wird gemeinsam mit den Meistern aus der Schweiz und Tschechien sowie den Siegern aus Qualirunde Q2 gelost. Der Sieger dieser Runde kommt in die PlayOff-Runde der Champions-League, die Verlierer in die PlayOff-Runde der Euro-League.

Ligaweg

Daneben gibt es aber auch noch den Ligaweg für die jeweils Ligazweiten aus folgenden Ländern Russland, Niederlande, Ukraine, Belgien, Türkei, Griechenland, Österreich und Tschechien sowie dem Ligadritten aus Frankreich. Diese Teams überspringen Q1 und Q2 und betreten die Qualifikation in Runde Q3 und werden gegeneinander gelost. (Das ist eine Art kleines PlayOff.) Die Anzahl der möglichen Gegner in dieser Runde Q4 ist daher klein.

Die Verlierer kommen in die PlayOff-Runde der Euro-League.
Die Gewinner kommen in ein eigenes PlayOff gemeinsam mit den Ligadritten aus Italien und Portugal und den Ligavierten aus Spanien, England und Deutschland. Die Gewinner sind fix in der Gruppenphase der Champions-League, die Verlierer fix in der Gruppenphase der Euroleague.

Termine

Die Auslosung für die Qualirunden Q1 und Q2 am 22. Juni sind von keinerlei Interesse, weil alle diese Teams nur den Meisterweg bestreiten und keine möglichen Gegner sind.

Fr 17.07. Auslosung für Qualirunde Q3 
Di 28.07./Mi 29.07. Qualifikation Q3
Di 04.08./Mi 05.08. Qualifikation Q3
Fr 07.08. Auslosung für das PlayOff 
Di 18.08./Mi 19.08./Do 20.08. PlayOff CL/EL
Di 25.08./Mi 26.08./Do 27.08. PlayOff CL/EL
Do 27.08. Auslosung CL-Gruppenphase
Fr 28.08. Auslosung EL-Gruppenphase

Diese Angaben kommen von der Zugangsliste der UEFA für die Champions-League:
http://de.uefa.com/uefachampionsleague/season=2015/accesslist/nextseason/index.html

Möglichkeiten für den Liga-Zweiten

Welche Möglichkeiten ergeben sich nun für den Ligazweiten aus Österreich, von dem wir hoffen wollen, dass es Rapid sein möge.

Hier sind die Gegner

Q3: Ligazweiter aus Frankreich (3), Russland, Niederlande, Ukraine oder Belgien.

PlayOff bei Q3-Sieg: Ligadritter aus Italien und Portugal, Ligavierter aus Spanien, England und Deutschland sowie die Sieger aus Q3 (Ligaweg).

    Gruppenphase CL bei PlayOff-Sieg
    Gruppenphase EL bei PlayOff-Niederlage

PlayOff bei Q3-Niederlage: Euroleague-Qualifikation

   Gruppenphase EL bei PlayOff-Sieg
   Aus bei Q4-Niederlage

Der Ligazweite betreitet also in jedem Fall zwei Runden, weil auch bei einer Niederlage in Q3 er immer noch im Euroleague-PlayOff dabei ist.

Wenn die erste Runde Q3 geschafft wird, ist man auf jeden Fall in einer der beiden Gruppenphasen.
Schafft man diese Q3 nicht, muss man in die Euroleague-PlayOff mit dem Risiko des endgültigen Ausscheidens.

Wer Zeit hat, kann jetzt schon nachschauen, wer die möglichen zweit-, dritt und viertplatzierten in den genannten Ländern sind.

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Top 50 Europas – Realistisches Ziel oder doch nur eine Illusion?

Nach den letzten Spielen –> dem Europacup-Aus gegen “HJK Helsinki” und dem ersten Heimsieg seit einem Monat gegen den “SV Grödig” mit 2:0 möchte ich einmal zusammenfassend ein Resümee ziehen. Vielleicht teilen ja einige von euch meine persönliche Sichtweise der Dinge, die bei “Rapid” eine Rolle spielen, egal ob positiv oder negativ.

Heute um 0:00 endete die Transferzeit des Sommers 2014. Nicht nur für “Rapid”, sondern weitgehend für fast alle anderen Fußballvereine, auch international. Wenn man sich auf diversen Internetplattformen Kommentare der “Rapid-Fans” durchliest, kann man feststellen, dass die Meinungen oft deutlich auseinander gehen bezogen auf die Transferzeit von “Rapid”. Viele behaupten das man die Abgänge vor allem von den Spielern “Trimmel”, “Burgstaller”, “Sabitzer” nicht adäquat ersetzen konnte.

Die allgemeine Meinung, ist, dass “Rapid” heuer eine sehr junge Truppe stellt, wobei man das so nicht ganz stehen lassen kann. Wenn man den gesamten Kader mit Vereinen vergleicht, speziell vielleicht jetzt mit “HJK Helsinki” ist der Schnitt laut “transfermarkt.at” zwar mit 23,1 gegenüber 26,2 von “HJK Helsinki” deutlich geringer, allerdings widerspiegelte sich das in der Aufstellung des Rückspiels nicht wieder. Im Spiel bezogen auf die Aufstellung war das Durchschnittsalter von “Rapid” bei 24,1 Jahren gegenüber 24,7 von “HJK Helsinki”, also nur minimal geringer.

Ich sehe das Problem eher bei den Schlüsselspielern von Rapid. Die Routiniers wie “Novota”, “Sonnleitner”, “Hofmann”, “Schrammel” müssten konstant ihre Leistungen abrufen, um den jüngeren Spielern von Rapid eine Hilfe zu sein. Bis auf “Hofmann”, der in letzter Zeit wieder gezeigt hat wie enorm wichtig er noch immer trotz fortgeschrittenen Alters für unser Spiel ist und mit Abstrichen vielleicht “Schrammel” spielt keiner von diesen Schlüsselspielern konstant auf gutem Niveau. “Sonnleitner”, der normalerweise öfters in Spielen der Fels in der Brandung war,wirkt in letzter Zeit wieder ein wenig unsicher und “Jan Novota”, der zusätzlich noch einen Legionärsplatz in Anspruch nimmt, kann seine guten Leistungen von letzter Saison bei weitem nicht mehr abrufen und fällt in “Durchschnittlichkeit” zurück. Hier muss man sich auf jeden Fall fragen, ob dieser Legionärsplatz nächste Saison bzw. im Winter nicht besser in den Kader investiert werden sollte, da “Novota” bei weitem nicht der Leistungsträger im Team ist, wie es ein Legionär normalerweise sein sollte. Mir persönlich lässt er in letzter Zeit auffällig oft zu viele Bälle nach vorne abprallen bzw. fangbare Bälle währt er “nur” ab.

Wenn man die technische Qualität unserer Neuzugänge betrachtet, kann man eigentlich aus meiner Sicht kaum meckern. Es kamen mit “Schwab”, “Kainz”, “Beric”, “Grahovac”und “Schobesberger” junge talentierte Spieler, die gute technische Qualität mitbringen. Was man bei diesen Transfers allerdings bemängeln könnte, ist, dass diese Spieler bis auf “Schwab” körperlich von ihrer Status her sehr “burschikos” wirken. Sie haben diese aggressive, körperbetonte Härte nicht, die sie ausspielen könnten, wie es z.B. ein “Terrence Boyd” konnte.

Deshalb ist mein größter Kritikpunkt zum Abschluss der Transferzeit das man keinen Stürmer mehr geholt hat, der diese körperliche, robuste Komponente ins Spiel bringt. “Issiaka Quédraogo” wäre z.B. eine solche Art von Stürmer gewesen. Zwar, wenn man den meisten Leuten Glauben schenkt, auch kein Stürmer, der Tore am Fließband erzielt, aber jemand, der diese von mir erwähnte körperliche Robustheit mitgebracht hätte, Gegenspieler auf sich gezogen hätte und so vielleicht auch Räume für einen “Robert Beric” und/oder die kreativen Mittelfeldspieler hätte schaffen können.

Liegt es also nur an den robusten und körperlichen Spielertypen, die Rapid im Moment fehlen? Nein! Es ist so, dass sich das System, welches Rapid und Trainer “Zoran Barisic” spielen will, drastisch geändert hat. Früher hatte man mit “Sabitzer”, “Burgstaller” und “Trimmel” Flügelspieler bzw. einen offensiven Außenverteidiger, die auch mal selbst in den Strafraum gezogen sind und dort auch Bälle angenommen haben. Im Moment ist es so, dass “Zoran Barisic” sehr viel Wert auf die taktische Komponente “Mitspieler hinterlaufen” legt. Das heißt, ein Flügelspieler oder auch ein zentraler Mittelfeldspieler, der den Ball auf der Seite hat, so lange abwartet bis ein Außenverteidiger aufrückt und dem dann den Ball in den Lauf spielt, so dass dieser dann zu einer Flanke kommt. Früher war es jetzt so, dass durch Spielertypen wie “Burgstaller”, “Sabitzer” und “Trimmel” bei Flanken mehr Leute im Strafraum zu finden waren, die Bälle annehmen und verarbeiten konnten. Wenn man sich das aber im Moment ansieht, ist es meist so, dass bis auf einen Spieler, der meist “Robert Beric” ist, niemand im Strafraum ist, um diese Flanken zu verarbeiten. “Beric” ist so gesehen ein bisschen arm, weil der Druck bei einer Flanke in den Strafraum fast auf ihm alleine lastet und von den Fans erwartet wird, dass er diesen Ball verwerten kann. “Beric’s” Stärken liegen aber nicht im Kopfballspiel, sondern im spielenden Bereich. Er ist ein technisch versierter Fußballer, der einen Ball gut abdecken und weiterspielen kann. Wenn man “Beric” im Spiel genauer auf die Füße sieht, kann man auch feststellen, dass er oft mit dem Rücken zum gegnerischen Strafraum steht, um die Bälle, die er vorne bekommt, weiterzugeben.

Beric – Transfer- Top oder Flop?

Bereits jetzt gibt es schon sehr viele Fans, die von “Beric” enttäuscht sind und ihn für einen Transferflop halten. Ob man das so früh in der Saison beurteilen kann, bleibt jedem selbst überlassen. Ich würde im Moment in keinen der beiden Richtungen tendieren. “Robert Beric” ist auf jeden Fall ein Wunschspieler von “Zoran Barisic” gewesen, wie man des öfteren hören und lesen konnte. “Zoran Barisic” hat also ein Plan, ein System im Kopf, wie er spielen möchte und darin spielt “Beric” offenbar auch eine große Rolle. Die Art von Spielertyp, die “Beric” ist, habe ich zuvor schon erwähnt. Offenbar benötigt “Barisic” in seinem jetzigen System, welches “ballbesitzorientiert” ausgelegt ist, solch einen Stürmertyp. 
Ob das System, welches “Barisic” spielen lässt, das Richtige für die jetzigen Spieler ist, muss jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall benötigt es Zeit und wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Man muss bedenken, dass letzte Saison das System noch ein wenig anders ausgelegt war, da man andere Spielertypen im Team hatte. Ob “Rapid” diese Zeit allerdings hat? “Rapid” ist ein Verein, wo die Fans wenig Geduld aufweisen und immer Erfolg erwartet wird. Gegenüber kleineren Vereinen in der österreichischen Bundesliga, die die Zeit in einen Aufbau investieren können, hat “Rapid” aus meiner Sicht diese Zeit einfach nicht. 
“Rapid” ist der österreichische Rekordmeister, “Rapid” war Erfolg, ist Erfolg und soll auch in Zukunft für Erfolg stehen, wenn man die Meinungen der Fans betrachtet. Auch ob “Zoran Barisic” ein guter Trainer für “Rapid” ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich bin überzeugt davon, dass “Barisic” kein “Trottel” ist und sich durchaus Gedanken macht, wie er seine Mannschaft spielen sehen will, allerdings sind der Plan und die Umsetzung immer zwei Paar Schuhe. Und “Barisic” muss sich als Trainer, dann eben auch verantworten, wenn er den Spielern seine taktische Spielweise nicht richtig übermitteln kann. 
Fußball in Österreich – Ein Teufelskreis ohne Ausweg?

Schon letzte Saison benötigte man viel Zeit um die Mannschaft konkurrenzfähig zu machen. Erst gegen die Frühjahrssaison hin, schaffte man es, dass man ansehnliche Spiele gezeigt hat. Spieler, wie “Burgstaller”, “Sabitzer”, “Trimmel” entwickelten sich weiter, spielten groß auf und waren in Form. Genau jene Spieler, die dann am Ende der Saison ins Ausland gingen und verkauft wurden. 
Und hier ist auch das Problem von “Rapid” oder generell der Teams in der österreichischen Bundesliga, ausgenommen vielleicht “Red Bull Salzburg”, die aufgrund ihres finanziellen Spielraums vielleicht noch besser dar stehen. Kaum spielt man eine kleine Serie an guten Spielen, wo die Spieler ihr Können auch beweisen, sind diese Spieler dann nach der Saison wieder weg. “Österreich” kann puncto Fußball nicht viel bieten. Finanziell geht es “Rapid” schon seit Jahren nicht wirklich gut und auch vom Image her, gibt der “österreichische Fußball” wenig her. 
In der 2. und sogar in der 3. deutschen Bundesliga gibt es Teams, die in Stadien vor 20.000-30.000 Zuschauer spielen. Das schafft in “Österreich” nicht mal ein Verein in der höchsten Spielklasse, außer vielleicht im europäischen Bewerb. Die Kulisse und die Finanzen, bewegen die Spieler einfach so schnell wie möglich ins Ausland zu gehen. Die 2. Bundesliga zahlt den Spielern bei weitem mehr, als einem Spieler bei “Rapid” und die Kulisse ist auch eine andere. Das sind einfach größere Dimensionen. 
Und da hat “Österreich” nicht erst jetzt, sondern schon Jahre davor einiges verschlafen. Wenn man sich jetzt “Rapid” z.B. ansieht. Im Moment haben wir nicht mal eine richtige “Jugendakademie”, die dem Namen auch wirklich gerecht wird. In den “Niederlanden” und “Belgien” sprießen die “Nachwuchsakademien” auch nur so aus dem Boden und in “Österreich” hinkt man deutlich hinterher. In Nachbarländern wie “Tschechien”, “Ungarn”, “Slowenien”, “Slowakei” werden einfach so Stadien gebaut, die eine Kapazität von 30.000 Zuschauern umfassen. 
“Rapid” macht jetzt immerhin schon den nächsten großen Schritt Richtung Zukunft und wird mit dem “neuen Stadion” sicher wirtschaftlich um einiges gesünder dar stehen, aber die Entwicklung von “Rapid” und dem “österreichischen Fußball” wird noch einiges an Zeit brauchen, um irgendwann den Rückstand, der sich über Jahre angehäuft hat, aufzuholen. 
Das gesteckte Ziel von Präsident “Michael Krammer” in den nächsten “5 Jahren” in die “Top 50 Europas” zu kommen, kann meiner Meinung nach nie erreicht werden. Es ist zwar gut und wichtig sich Ziele zu stecken, nach denen man streben kann, aber realistisch betrachtet, muss man das zur Kenntnis nehmen. Alleine, wenn man sich das ausrechnet. Dafür müsste “Rapid” alleine schon einige Male auch über die “Gruppenphase der Europa League” hinauskommen und momentan sind wir nicht mal in dieser drinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste es möglich sein, eine “Mannschaft” auch einmal “2-3 Jahre zusammenzuhalten”, was auch einen finanziellen Aufwand erfordert, den sich “Rapid” aber einfach nicht leisten kann. 
Und so wird es dann schwer, wenn man fast jede Saison Leistungsträger abgibt und diese nur mit jungen Talenten nach besetzen kann, die erst Zeit benötigen. 
Österreichische Trainerlizenz – Änderungen nötig?

Aktuell ist es so, dass jemand, der schon einmal im Nationalteam für “Österreich” gespielt hat und ein ehemaliger Spieler ist, automatisch die “Trainerlizenz für die österreichische Bundesliga” erhält. Wenn man das mit unseren Nachbarn in “Deutschland” vergleicht, ist das echt heftig. Dort gibt es eine Reihe von gut ausgebildeten Trainern, die immer wieder hervorkommen und die vorher nicht mal jemand kannte. In “Österreich” kenne ich in den höheren Spielklassen, bei den Profivereinen, kaum jemanden, der früher nicht selbst ein “aktiver Fußballspieler in Österreich” war. 
Hier sollte man meiner Meinung nach etwas “ändern” und die “Lizenz” auch Leuten zugänglich machen, die “nicht” unbedingt “aktiv” in “Österreich” oder fürs Nationalteam waren. 
Nach dem Spiel gegen “HJK Helsinki” gab es auch Kritik von Teamchef “Marcel Koller”, dass es in “Österreich” allgemein an den “taktischen Grundlagen” bei Spielern fehle und das man noch einiges an “Nachholbedarf im internationalen Vergleich” habe. Laut “www.sportnet.at” gab es darauf eine beleidigte Reaktion von Trainer “Zoran Barisic”, der meinte, dass man sich bei uns sehr wohl Gedanken um “Taktik” mache und er das nicht so stehen lassen möchte.
Für mich wirkt diese “Reaktion” von “Barisic” ein wenig “überzogen”, sofern die Geschichte wahr sein sollte. Das war eine “konstruktive Kritik” von “Marcel Koller” und da braucht man sich nicht gleich beleidigt fühlen. 
Diese “taktische Grundschulung” müsste bereits im “Jugendbereich” anfangen, was sie aber meist nicht tut, da vor allem bei den Vereinen in “Österreich” die “finanziellen Mitteln” für eine “gesamte sportliche Struktur” “fehlen”. Auch die “Scoutingabteilung”, die man bei “Rapid” in Zukunft intensivieren bzw. installieren möchte, wird spannend, da man “kaum Geld” zur Verfügung hat, in “Scouts” zu “investieren” und diese rund um die Welt zu schicken. Daher versucht man jetzt Studenten zu finden, die es “freiwillig ohne Bezahlung” machen, was zwar “moralisch” ein wenig “fragwürdig” ist, aber sicherlich klappen kann. Da es sicher einige “Rapid Fans” gibt, die das “gerne” für den Verein “übernehmen” würden. 
“Die Zukunft” wird es also weisen, in “welche Richtung” sich “Rapid” und der “österreichische Fußball” “entwickelt”. Ich glaube persönlich aber, dass noch “einige Jahre vergehen” werden bis “Rapid” und allgemein der “österreichische Fußball” diesen “Rückstand” im “internationalen Vergleich” “aufholen” kann bzw. zumindest deutlich “verringern” kann. 

Rapid durch Underdog eliminiert

Jedes Spiel beginnt mit Zuversicht

Am Würstelstand “Stadion”

Euphorie bis zur 15 Minute, dann eine Stunde Bangen bis zum Aus in der 77 Minute.

Natürlich kann man sagen, dass das dumme Foul des übermotivierten Petsos, der gerade in der 72 Minute eingewechselt wurde, an dem entscheidenden Gegentreffer Schuld war; aber eigentlich war es schon der Schock durch das Tor in der 15 Minute, weil man gewusst hat, dass ein weiteres Gegentor das Aus bedeuten würde und das hat schon die ganze Stunde davor das Spiel von Rapid irgendwie gelähmt. Man konnte an das Anfangsfurioso nicht mehr anknüpfen.

Aber es allein an Petsos festzumachen ist zu billig. Jedem Tor geht irgendein Fehler voraus. Aber den meisten Fehlern folgt gar kein Tor sondern die meisten Fehler haben keine weitere Folge. Sie sind eher das Normale im Fußball. Wer keine Fehler verträgt, darf nicht Fußballspielen und auch das Zusehen wird zur Qual.

Was Rapid wohl besiegt hat?

Der Support des Gegners kann es nicht gewesen sein

Der fehlende Support der eigenen Fans wohl auch nicht.

Vielleicht war es die Rolle des Favoriten, die uns Helsinki geschickt zugeschoben und uns damit auch eine Art des Spiels aufgezwungen hat, die spielerisch schwächeren Vereinen wie Altach, Sturm und eben auch Helsinki ermöglicht, zu bestehen.

Es wird den Finnen wohl gereicht haben, sich die letzten Meisterschaftsspiele im Video anzuschauen. Von Altach haben sie’s gelernt. Kaum eine Chance aber die muss man dann eben nützen.

Selten sind wir so belämmert vom Platz gegangen. Immer die bessere Mannschaft und dann doch ausgeschieden. Dieses Drama wiederholt sich in den letzten Spielen schon zu oft, als dass man es dem Zufall zuschreiben könnte. Es ist schon ein bisschen Methode dabei, wenn auch eine solche, die man sich besser nicht angewöhnt.

Ein Tor aus einem Corner kann passieren aber dass man dann nach dem rasanten Start gleich die Panik bekommt und irgendwie verhalten weiterspielt, unter dem Motto “nur ka zweites Tor”, denn man weiß, dass man ab dem Gegentor deutlich im Nachteil ist, wenn man dann noch eins draufkriegt. Das ist eben auch der Fluch, wenn man das Heimspiel als zweites Spiel hat. Der Gegner hat in diesem Spiel den Vorteil des Auswärtstores. Schließlich hat aber auch diese Kalkulation nichts genützt, denn es wurde nicht einmal der Tor-Gleichstand erreicht.

Der eingeschlagene Weg schaut gut aus aber wir sind noch auf seinem steinigen Teil.

Hervorzuheben ist der leise vorgetragene Abgesang des Fanblocks “Marmor, Stein und Eisen bricht…” und eine Stimmung, die den Kampfgeiste der Mannschaft und ihre Überlegenheit als einen Baustein für die weitere Saison honoriert hat. Pfiffe blieben weitgehend aus.

Die Rolle eines gesetzten Vereins im Play-Off hat Rapid gut getan. Die Folge ist, dass wir in den kommenden Jahren wohl wieder auf der ungesetzten Seite zu finden sein werden, weil keine weiteren UEFA-Punkte gesammelt werden können.

Bilder vom Spiel

Helsinki, eine tolle Auswärtsfahrt mit Rapid

Eine Auswärtsfahrt ist wie die Einberufung zu einem realen Krieg nach vielen Manövern. Bestens vorbereitet für alles, was man trainieren kann. Nur eines kann man nicht trainieren: die zufällig chaotisch auftretenden Ereignisse, die durch die Anwesenheit eines realen Gegners (und eines Schiedsrichters) entstehen. Daher ist anfangs noch alles eitel Wonne, im “Manöver” hat man ja alles gewonnen.

Der Veranstalter war Firma Intertravel, die Rapid  seit Jahren betreut. Herr Federspiel, Chef von Intertravel war mit von der Partie.

Wir, das sind Hannes, Peter, Florian und Franz (der Fotograf).

20. August 09:00 Abflug

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Florian mit Zoki und Hicke

Florian mit Christopher Dibon

Florian, Robert Beric, Hannes

Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner im Fernsehinterview

Die ursprünglich vorgesehene Maschine der Austrian Airlines musste auf eine größere Maschine von FlyNiki getauscht werden. Auf jedem Sitz war ein “Niki-Rapid” Schutzbezug angebracht:

Verpflegung: Eierspeise, Tomate, Buttersemmel.

20. August Stadtrundgang

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Die Anmeldeformulare im Hotel waren mit den Namen vorausgefüllt. Wieder einmal hat man “Austria” mit “Australia” verwechselt.

Helsinki ist eine sehr saubere Stadt, kein Grafitti. Der Stadtkern ist einheitlich mit Kopfsteinen gepflastert; Hotel Glo in Stadtmitte, ca. 500 zum Hafen und Marktplatz.

Die Stadt ist jung, seit ca. 200 Jahren Hauptstadt von Finnland. ca.600.000 Einwohner. Zu Beginn unter russischer Herrschaft, seit 1917 Hauptstadt des nunmehr unabhängigen Finnland.

In der Stadt gibt es eine U-Bahnlinie. Sonst fährt man Straßenbahn. Die Straßenbahnen sind grün. Eine rote Garnitur hat auch ein Pub an Bord.

30 Prozent der Bevölkerung spricht Schwedisch. Die Beschriftungen in der Stadt sind Finnisch und Schwedisch. Diese schwedischen “Untertitel” sind sehr hilfreich, weil sie – im Gegensatz zum Finnischen – eine große Verwandtschaft zum Deutschen haben. Eines der wenigen Wörter, das man am Markt versteht, ist “Bratwursti” (‘i’ am Ende).

Die Preise sind erwartungsgemäß deutlich höher als bei uns. Wie uns später aber ein Verkäufer mitteilte, sind die Löhne nicht im selben Ausmaß höher, sodass auch Armut kein Unbekannter ist. Im Hotel: Krügel: 6€, 1/8 l Wein 10€, Hot-Dog 3..6€, Schiffsrundfahrt 22€.

20. August Abschlusstraining

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Das Sonera-Stadion befindet sich am Rande des Olympiageländes aus dem Jahr 1950. Das zukünftige Rapid-Stadion wird etwa zwei mal so groß sein.

Zwei Polizisten nehmen zwei jungen Männern vor dem Stadion die Bierdosen weg und werfen sie – etwas unfinnisch – auf den Boden. Wahrscheinlich gibt es eine Altersgrenze für den Konsum von Alkohol.

Das Abschlusstraining wird von heftigen Gewittern begleitet, was uns auch ein schönes Bild mit einem Regenbogen bescherte. Der nasse Kunstrasen macht den Ball unberechenbarer. Aber am Matchtag ist der Regen vorbei.

Im Regenbogen sieht man das höchste Gebäude von Helsinki, einen Aussichtsturm, von dem man das ganze Olympiagelände von 1950 überblicken kann.

Das Abendessen im Hotel war im Preis von 595,- Euro inkludiert. Nach einer längeren Wartezeit wurde das Essen schließlich schnell serviert. Es gab Tomatensuppe mit Ingwer, Steak, rosa mit Erdäpfel mit Zitronengras und einen Kuchen als Nachspeise. Das Restaurant war personell etwas unterbesetzt; wir zahlten die Getränke an der Bar.

21. August Stadtrundfahrt, Schiffsrundfahrt

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Stadtrundfahrt

vlnr: Universität, Denkmal für Zar Alexander den Zweiten, Evangelische Kirche, Regierungsgebäude. 

Die Rundfahrt beginnt am Hauptplatz, der an russische Städte erinnert.

Wir setzen die Rundfahrt mit einem Blick auf die Fährschiffe nach Stockholm und Tallin fort und umfahren den naturbelassenen Süden der Stadt mit Ausblick aufs Meer.

Wir besuchen das Olympigelände mit dem Denkmal für Paavo Nurmi, den finnischen Langstreckenläuifer und Olympiasieger der 1920er Jahre.

Danach sehen wir das “Döbling von Helsinki”. Wer zu dieser Liga gehört, wohnt in einem parkartigen Wald, in von der Straße fast nicht einsehbaren Häusern, umgeben vom Meer. Auch der finnische Präsident wohnt hier.

Am Rande dieser Parkanlage besuchen wie das Denkmal zu Ehren des finnischen Komponisten Jean Sibelius.

Den Abschluss der Rundfahrt bildet der Besuch einer sehr schlichten aber eindrucksvollen Kirche, die aus dem Granitfelsen herausgesprengt wurde.

Wir beenden unsere Fahrt bei Hotel in dessen Nähe sich auch das Kaufhaus Stockmann mit einem interessanten Motto befindet: “War wir nicht haben, brauchen Sie nicht.”

Schiffsrundfahrt

Peter, Hannes und Florian
90 Minuten dauert diese Rundfahrt durch die Inselwelt vor Helsinki

Der Nachmittag ist frei und wir buchen eine Rundfahrt durch die Inselwelt vor Helsinki. Man zählt in Finnland die Kleinigkeit von 200.000 Inseln und 2.000.000 Sauna-Anlagen.

Vor jedem der malerischen Häuser auf den Inseln ist am Stand eine kleine Saunahütte, von wo eine kleine Stiege direkt ins Meer führt.

Wir passieren eine Drehbrücke und einen ganz schmalen Kanal sowie die Zooinsel.

Am Sommerhafen der Eisbrecher erfahren wir, dass die Eisdecke in den Wintermonaten bis zu 8 Meter betragen kann und dass man dann mit dem Auto zu den Inseln fahren kann.

Verköstigung am Hafen hinter dem Mövenschutznetz

21. August Helsinki-Rapid 1:2(0:0)

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Um 17:30 geht es mit dem Bus zum Stadion. Etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn haben wir den Eindruck, als würden wir allein im Stadion bleiben. Erst in den letzten Minuten vor dem Spiel füllen sich die Ränge. Es kamen ca. 6000 Zuschauer.

Sympathisches Spruchband des Rapid.Sektors “Markus Heikkinen – einer von uns”

Charly Wendtner und Lukas Marek. Charly, optimistisch wie immer.

Unsere Reihe: Florian, Hannes, Peter, Charly

Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte wurde das Spiel doch noch dramatisch.

Das Führungstor von Louis Schaub war von der Sorte sehenswert. Der Flugbahn des Balls beschrieb eine Kurve um den ausgestreckten Arm des Tormanns und es schaute schon so aus als würde der Ball am Tor vorbei gehen. Der Schuss war aber so gut dosiert, dass sich der Ball gerade noch ins Tos gesenkt hat.

Der Knackpunkt im Spiel, das optisch bis zu diesem Zeitpunkt von Rapid klar dominiert wurde, war ein ziemlich heftiges Foul an Dibon. Dibon musste verletzt vom Spielfeld und in der Abwehrreihe war eine Unordnung bis zur Einwechslung von Maximilian Hofmann; ein Finne kam ungehindert zu Schuss, der Ausgleich. Der Siegestreffer zählt zur Kategorie “Zufall”, weil der Ball kurz vor dem Tor unhaltbar für Novota abgelenkt wurde.

Rapid dränge in der Schlussphase auf den Ausgleich. Zwei Mal kam Starkl im Strafraum zu Fall, zwei Mal gab es keinen Elfmeterpfiff. Die Druckphase in den letzten Minuten, getragen von Florian Kainz führte zu einer Riesenchance nach einem kurzen Pass von Florian Kainz zur Mitte aber Starkl fuhr am Ball vorbei.

Ziemlich unnötige Pfiffe am Ende des Spiels, denn die Mannschaft hat sich sehr gut präsentiert. Wir können für den kommenden Donnerstag zuversichtlich sein.

Die Stimmung beim Heimflug war gedämpft. Andy Marek schenkte Mineralwasser ein. Es gab Erdäpfelschmarrn mit Kren, Lauch mit Hühnerfleisch und Semmel.

Ankunft kurz nach ein Uhr früh.

Chrstopher Dibon konnte zwar gehen aber er er hat an der Hüfte eine Blessur unbekannten Grades.

Das Auto war im Parkhaus. Parkgebühr: 75 Euro. Wir fahren auf einer ziemlich leeren Süd-Ost-Tangente nach Hause.

3:00 Bettruhe “nach dem Krieg”.

Unsere Hoffnung ist wie immer, dass wir in der heurigen Saison noch viele weitere Fahrten mit Intertravel werden absolvieren können. Die Frage ist nur, wer das dann alles bezahlen wird.