Erste internationale Bewährungsprobe

Erstes internationales Spiel

So präsentierten sich die Vertreter von Rapid zur Pressekonferenz vor dem ersten internationalen Bewerbspiel gegen Zhodino.

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Wenn Ihr die Statements von Peter Klinglmüller, Mike Büskens, Andreas Müller und Stefan Schwab lesen wollt, bitte schaut Euch den ausgesendeten Pressetext an. Die sind mit dem Publizieren wirklich sehr schnell.

Der Musikgeschmack der Herrn am Podium wurde abgefragt. Mike Büskens‘ Favorit heißt “Dont You” von den “Simple Minds”, die Spieler spielen eine Auswahl von etwa 10 Liedern rauf und runter (House), Diskjockey ist Mario Sonnleitner. Bei Andy Müller liegt man eher  mit Helene Fischer, Andrea Berg richtig.

Stefan Schwab bis 2020 Rapidler

Rapid braucht einen stabilen Kern von Stammspielern. Steffen Hofmann ist eine solche Gallionsfigur. Warum nun Stefan Schwab als (Vize)kapitän? Zum Beispiel, weil er sich voll hinter den Verein stellt und es mit Rapid zu einem Titel bringen will. Natürlich, auch andere wollen das, aber es besteht bei Fußballern immer auch die Gefahr, dass sie den Verlockungen des Auslands nicht widerstehen können. Stefan Schwab ist in dieser Hinsicht weniger abenteuerlustig. Er wird nicht von einem der sonstigen professionellen Manager betreut wird sondern von seinem Bruder. Das wieder kann einen Einfluss darauf haben, dass Stefan voll auf eine Karriere bei Rapid setzt.

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Mario Sonnleitner auf der Ersatzbank

Es wurde beteuert, dass man Mario sehr schätze und das er sich im Training “reinhaut” aber da er nicht aufgestellt wird und praktisch vier andere vor ihm stehen, er aber spielen will, muss er sich wohl oder übel einen anderen Verein suchen.

Mario war in der vorigen Saison in 41 von 46 Spielen im Einsatz, ein Stammspieler; als Innenverteidiger in einer Schlüsselposition. Dass er im Juli jener Spieler sein wird, der mit 29 einen anderen Verein suchen muss, ist einem Außenstehenden nicht so leicht verständlich.

Vielleicht war es die große Anzahl von Toren, die Christoph Schößwendter im Vorjahr für die Admira erzielt hat, die den Ausschlag gegeben haben, an dieser Position einen Wechsel vorzunehmen. und er hat es gleich durch das erste Tor im ersten Spiel bewiesen, dass das eine seiner Stärken ist.

Unsere Stadt – unser Verein

So etwa ist die Szenerie, wenn die beiden Mannschaften sich am Spielbeginn zum Spielfeld begeben. Sehr eindrucksvoll!

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Übertragung

Nachdem die ORF-Programme keine Konferenzschaltung für das Zhodina-Spiel im Programm haben, sucht der genervte Fan zuerst im Internet und findet folgende Streams, die das Spiel übertragen:

Glücklicherweise brauchen wir die aber nicht, denn bei der Pressekonferenz wurde verkündet, dass das Spiel von Puls4 übertragen wird.

Ich habe aber die Adressen der Streams hier belassen, man weiß ja nie, vielleicht brauchen wir sie noch einmal. Solltest Du nach einem Stream suchen, komm’ auf diese Seite und gib den Suchbegriff “stream” oder “laola1.tv” ein, dann findest Du diese Seite wieder.

Bei laola1.tv steht in den Details, dass man den Stream weltweit sehen kann, nur nicht in Österreich und in Weißrussland. Da gibt es einen “Workaround”. Solltest Du mit dem Abspielen von Filmen am PC dieses Problem des Gebietsschutzes haben, installiere Dir den Dienst CyberGhost. Damit kannst Du Deinen Standort in ein anderes Land verschieben und den gewünschten Stream trotzdem anschauen. Die Gratisversion erfordert eine kleine Wartezeit bis man verbunden wird. Braucht man den Dienst öfter, kann man ihn für 4 Euro pro Monat werbe- und verzögerungsfrei nutzen.

Sensationelle Fotos von Stefan Schwab

Beim Verlassen des Stadiongeländes wurde für einen Filmdreh eine Kulisse als eine riesige BlueBox aufgebaut und Stefan Schwab demonstrierte dort einige gekonnte Fallrückzieher und Seitfallzieher. Ich stellte die Kamera auf “Dauerfeuer” und nahm die Sequenzen auf. Das Resultat: 99 tolle Aufnahmen.

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Links

Danke

Die bisherigen Berichte über Rapid hatten eher Zufallscharakter und hingen davon ab, ob wir zufällig irgendwo eingeladen wurde. Peter Klinglmüller hat mich in den Presseverteiler aufgenommen und ich werde mich bemühen, Euch im Rahmen der Freizeit eines Pensionisten, Bildberichte zu senden.

EwkiL:Rapid und Der Klub der Freunde des S.C. Rapid sind jene Fanklubs, die Euch direkt von Rapid erzählen können. Du kannst Dir diese Berichte auch als Newsletter per Mail zusenden lassen.

Wir bedanken uns auch bei Ivica, der diese Events überhaupt erst “schmackhaft” macht, die Mikrofone organisiert und Fehler behebt.

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Einige gehen

Am Nachhauseweg bekam ich einen Anruf eines unserer Mitglieder. Er hätte dem Block-West den Rücken gekehrt und seine Abokarte gegen eine im “Block-Ost” getauscht. Die Aggression gegenüber anderen sei ihm unerträglich geworden. Auslöser waren die Attacken gegen Maximilian Entrup. Jeder, der da nicht mitzieht, verstößt gegen das “3. Gebot des Block-West”, das lautet: “Der Block-West ist antiviolett”. In gewisser Weise sind wir das alle; es ist nur eine Frage, ob es da nicht auch noch andere Regeln gibt, die über denen des Blocks stehen. Nein, denn das steht im 7. Gebot: “Die einzig geduldete Politik ist die der Kurve”. Ja, aber wer legt das fest?

Codex des Block-West

  • Der Block West gibt Vollgas.
  • Der Block West gibt niemals auf.
  • Der Block West ist antiviolett.
  • Der Block West lebt der Mannschaft Zusammenhalt vor.
  • Unser Stadion heißt „Weststadion”.
  • Wir tragen unsere Farben mit Stolz.
  • Die einzig geduldete Politik ist die der Kurve.
  • Keine Kooperation mit Polizei und Medien.
  • Die aktiven Gruppen bestimmen das Geschehen der Kurve.
  • Im Block West werden keine Fotos oder Videos gemacht.
  • Zeigt Respekt für alle Rapidler.
  • Jeder ist für seinen Nebenmann verantwortlich

(aus der Ausgabe 1 des “Grantler, Kurvenflieger der Tornados Rapid”, verteilt am 16. 7. 2016.)

Rapid-Chefsessel

Die Empfangsdame hat ihn schon, den ultimativen Rapid-Drehsessel, der im nächsten Angebot von Fanartikeln aufscheinen wird. Vormerken für Weihnachten!

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Mögliche Gegner in Q3

Nachdem das Stadion beschnuppert wurde, ist es wichtig, wer unser nächster Gegner in der Euro-League sein wird. Die Ziehung ist am kommenden Freitag. Das erste Spiel am 28.7. ist für Rapid ein Auswärtsspiel, weil Rapid die gesetzte Mannschaft ist. Das Rückspiel ist am 4.8. in Hütteldorf. Die folgenden Gegner, gereiht nach dem Land, stehen zur Auswahl. Die fettgedruckten Vereine stehen als mögliche Gegner fest, die anderen spielen noch eine Qualirunde, sind aber der gesetzte Verein. Statt dieser Vereine kann daher auch ihr jeweiliger Gegner zum Zug kommen. Admira wäre auch in der Liste der Gegner, wird aber nicht gegen Rapid gelost.

Aut Admira Wacker            
Azb Neftchi Baku, Gabala FK
Bls Shakhtior Saligorsk      
Cro Lokomotiva Zagreb       
Cyp AEK Larnaca              
Cze Slavia Praha             
Den Brøndby IF
Gre AEK Athens , PAS Giannina             
Hun Videoton Fehérvár, DVSC Debrecen        
Lat FK Ventspils             
Ned Heracles Almelo          
Nor Strømsgodset IF          
Rom Pandurii Târgu Jiu, Viitorul Constanta      
Sco Hearts FC                
Srb Vojvodina Novi Sad    
Sui FC Luzern                
Svk Slovan Bratislava, Spartak Trnava     
Swe AIK Stockholm, IFK Göteborg, BK Häcken             
Tur Istanbul Basaksehir, Osmanlispor      
Ukr FC Oleksandriya          

Paarungen für Q2

Zweite Qualifikationsrunde (14. & 21. Juli)
Shirak (ARM) – Spartak Trnava (SVK)
Dinamo Minsk (BLR) – St Patrick’s Athletic (IRL)
Partizan (SRB) – Zagłebie Lubin (POL)
Vojvodina (SRB) – Connah’s Quay (WAL)
Nõmme Kalju (EST) – Maccabi Haifa (ISR)
Hibernian (SCO) – Brøndby (DEN)
Shakhtyor Soligorsk (BLR) – Domžale (SVN)
Austria Wien (AUT) – Kukës (ALB)
MTK Budapest (HUN) – Qäbälä (AZE)
Beroe Stara Zagora (BUL) – HJK Helsinki (FIN)
RoPS Rovaniemi (FIN) – Lokomotiva Zagreb (CRO)
Neftçi (AZE) – Shkëndija (MKD)
Grasshoppers (SUI) – KR Reykjavík (ISL)
Midtjylland (DEN) – Vaduz (LIE)
Zimbru Chisinau (MDA) – Osmanlıspor* (TUR)
PAS Giannina (GRE) – Odd (NOR)
Birkirkara (MLT) – Hearts (SCO)
Maribor (SVN) – Levski Sofia (BUL)
Piast Gliwice (POL) – IFK Göteborg (SWE)
Slovan Bratislava** (SVK) – Jelgava (LVA)
Beitar Jerusalem (ISR) – Omonia (CYP)
Admira Wacker Mödling (AUT) – Käpäz (AZE)
Aberdeen (SCO) – Ventspils (LVA)
Häcken (SWE) – Cork City (IRL)
Kairat Almaty (KAZ) – Maccabi Tel-Aviv (ISR)
Debrecen (HUN) – Torpedo-Belaz Zhodino (BLR)
laşi (ROU) – Hajduk Split (CRO)
Videoton (HUN) – Čukarički (SRB)
Cliftonville (NIR) – AEK Larnaca (CYP)
AIK Solna (SWE) – Europa (GIB)
Levadia Tallinn (EST) – Slavia Praha (CZE)
Genk (BEL) – Budućnost Podgorica (MNE)
SønderjyskE (DEN) – Strømsgodset (NOR)

Link

Erste EL-Qualirunde 2016/17

Wer sind unsere möglichen Gegner?

So ganz genau kann man das noch nicht sagen aber man kann sich bereits auf mögliche Gegner einstellen. Wer schließlich wirklich unser Gegner sein wird, werden wir erst am 15. Juli, dem Tag der Auslosung wissen.

Rapid steigt in die dritte Qualirunde der Europa-League am Donnerstag, 28. Juli/4.August ein. (Die Austria beginnt in Q2 am 14. Juli und die Admira in Q1 schon am 30. Juni.)

Die Admira und die Austria könnten als jeweils gesetztes Team die erste(n) Runde(n) durchaus überstehen und damit für den Österreich-Koeffizienten Punkte sammeln.

Punktekonto von Rapid

Die gute Nachricht: Rapid ist sowohl in der dritten als auch in der vierten Qualirunde das gesetzte Team. Das kann aber schwer genug sein, wie wir seit Helsinki wissen.

Mit unserem Konto von 23,52 Punkten liegen wir derzeit auf Platz 88 der europäischen Fußballteams. Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:

2011/12  1,425
2012/13  2,45
2013/14  6,56
2014/15  2,325
2015/16 10,76
--------------
        23,520

Man sieht, dass Rapid bei einem gleichmäßigen Erfolg wie im letzten Jahr in einigen Jahren etwa bei 50 Punkten liegen könnte und das wäre etwa um Platz 40. Ja, wenn…

So aber reicht es zunächst einmal dazu, gesetzt zu sein und das heißt: erstes Spiel auswärts und zweites Spiel zu Hause. Ich selbst neige dazu, dass gerade diese Art der Setzung für den gesetzten Verein ein klarer Nachteil ist. (siehe Bericht (“Auswärtstorregel”).

Derzeit kennen wir unsere Gegner nur ungefähr, denn in jeder Runde kommen alle “Überlebenden” aus der jeweils vorangegangenen Runde dazu. Da wir aber den Ausgand dieser Begegnungen noch nicht kennen, wurde in den nachfolgenden Tabellen angenommen, dass der jeweils gesetzte (also stärkere) Verein die Vorrunde übersteht.

Die gesetzten Teams in Qualirunde 3

Gegen diese Teams müssen wir definiv nicht spielen: AZ Alkmaar, Lille OSC, AS Saint-Étienne, AA Gent, FK Krasnodar, Rapid Wien, Slovan Liberec, NK Maribor, Maccabi Tel-Aviv, Spartak Moscow, Austria Wien, Partizan Belgrade, West Ham United, Hertha BSC, EL1, FC Midtjylland, NK Rijeka, Sassuolo, Rio Ave, Vorskla Poltava, Maccabi Haifa, HJK Helsinki, Hajduk Split, FC Arouca, Apollon Limassol, Mladá Boleslav

Unsere Gegner, die ungesetzten Teams

Die folgende Liste zeigt die ungesetzten Teams der Qualirunde 3 gereiht nach dem jeweiligen Land. Was fehlt, ist die die Einreihung von Dinamo Minsk, Omnia Nicosia, Grasshoppers Zürich und je eines Teilnehmers aus Weißrussland und Griechenland (man weiß daher nicht, ob diese Vereine schließlich gesetzt (und daher kein Gegner) oder ungesetzt sind (und daher unsere Gegner sein können). In dieser Liste wurde angenommen, dass die ungesetzten Teams in der Qualirunde 2 ausscheiden. Die endgültige Liste weiß man erst am 14. Juli (zweites Spiel der Q2), einen Tag danach erfolgt die Auslosung dieser 3. Qualirunde.

Aut Admira Wacker
Azb Neftchi Baku
Bls Shakhtior Saligorsk
Cze Slavia Praha
Cyp AEK Larnaca
Den Brøndby IF
Gre EL3 (steht noch nicht fest)
Hun Videoton Fehérvár
Hun DVSC Debrecen
Kaz FK Aktobe
Lat FK Ventspils
Ned Heracles Almelo
Nor Strømsgodset IF
Ukr FC Oleksandriya
Rom Viitorul Constanta
Rom Pandurii Târgu Jiu 
Sco Hearts FC
Sui FC Luzern
Svk Slovan Bratislava
Svk Spartak Trnava
Swe AIK Stockholm
Swe IFK Göteborg
Swe BK Häcken
Srb Vojvodina Novi Sad
Tur Istanbul Basaksehir
Tur Osmanlispor

Die Quelle für diese Angaben ist die Seite von Bert Kassies.

Rapid-Valencia

0:4 (0:0) Gesamtscore 0:10

Das letzte Europacupspiel von Rapid im Happel-Stadion, hier diese letzte Mannschaftsaufstellung:

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Eventuell könnte eine Qualifikationsrunde noch im Juli vor der Eröffnung zu spielen sein und in diesem besonderen Fall würde es doch noch ein Spiel in der kommenden Europacupsaison geben. Aber alle anderen Runden werden nur mehr ausschließlich im neuen Stadion gespielt werden.

Der Spielwitz, den man in den Spielen der Herbstsaison in einzelnen Spielen noch erkennen konnte, war in der Partien gegen Valencia nicht mehr zu bemerken. Fast eine Art Müdigkeit war zu spüren, möchte man meinen.

Aber immerhin ist Rapid 2016 unter den besten 48 europäischen Mannschaften gelandet. Mehr war nicht drinnen.

Augsburg,  Fiorentina,  Galatasaray,  Krasnodar,  LokMoskau,  Marseille,  Midtjylland,  Molde,  Napoli,  Olympiakos,  Porto,  Schalke,  Sion,  Sporting,  St. Etienne? Gemeinsam mit diesen Mannschaften ist Rapid im 16tel-Finale ausgeschieden. Aber keine andere Mannschaft wurde derart deklassiert. Ein Negativrekord.

So wirklich gescheiter bin ich aus den Presse-Stimmen nach dem 0:6 in Valencia nicht geworden. Nicht eine Analyse, die helfen könnte, einen Hebel anzusetzen und zu sagen: da war der Wurm! Da steht zum Beispiel, dass die Rapid-Spieler zu passiv waren! Sie wären in jeder Aktion einen Schritt zu spät gekommen. Jemand sagte, das wäre Arbeitsverweigerung. Alle diese Erklärungen sind unbefriedigend. Am besten hat es Ferdinand auf den Punkt gebracht: er meint, dass die Erwartungshaltung einfach zu groß war. Ferdinand liest viele Tageszeitungen und der in den Kolumnen verbreitete Optimismus geht sicher auch an den Akteuren nicht vorbei. Ferdinand meint, dass man bereits das Hinspiel hätte viel defensiver anlegen sollen.

Also haken wir das Geschehene ab und hoffen auf die letzte Titelchance, den Meister; die erste Hürde ist bereits am Sonntag zu nehmen. Es kommt der krasse Außenseiter Grödig, eine Mannschaft, die im Abstiegskampf um jeden Punkt ringt. Und danach, am Mittwoch geht es gegen Mattersburg, um Revanche für die unglückliche Niederlage im Herbst zu nehmen.

Gleichzeitig spielt in diesen Runden unser direkter Konkurrent gegen die Austria und gegen Sturm, es gibt also durchaus die Chance, dass Rapid sich an der Tabellenspitze festsetzen kann.

Choreografie

Nicht gerade freundlich empfing der BlockWest die Gäste aus Spanien. Laut dem Bericht einer spanischen Webseite wird Valencia bei der UEFA Protest einlegen.

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Es folgten noch zwei nicht minder unfreundliche Spruchbänder:

“Todo el mundo debe conocer Damia Vidagany y Julian Suescum eso son hijos der putas” = “Jeder muss wissen, dass Damia Vidagany und Julian Suescun Hurensöhne sind”. Offenbar handelt es sich bei den beiden um jene Manager von Valencia, die letztlich verfügt haben, dass die Ultras mit ihren Trikots und Transparenten nicht das Mestalla-Stadion betreten durften. Im spanischen Bericht wird auch die beschmierte Hotelwand in Wien gezeigt.

Wenn man schon einmal beim Aufrechnen der Unfreundlichkeiten ist, muss man doch festhalten, dass die Spanier die Ultras als “Los radicales” bezeichnen und sie (ausschließlich wegen des Wortlauts “Ultras”) nicht ins Stadion gelassen haben. Allein dafür gehört der Gastgeber Valencia zur Ordnung gerufen, denn es ist ein außergewöhnlich unfreundlicher Akt gegenüber seinen Gästen eine unbescholtene Gruppe von Fans ohne besonderen Grund vom Spiel auszuschließen.

Das allgemein gehaltene Transparent bei Spielbeginn scheint mit weniger problematisch als das zweite, in dem zwei Personen konkret beschimpft werden. Wir werden sicher noch von dieser Angelegenheit hören.

Christoph Peschek wird in einem Krone-Bericht zitiert: “Wir müssen analysieren, wie das passieren konnte”. Ein sonderbarer Satz, was gibt es das zu analysieren? Wenn ein Verein, Plakate ungelesen ins Stadion lässt, muss er sich nicht wundern, dass der von Ultras so eroberte rechtsfreie Raum für solche Aktivitäten genutzt wird. Die Schuld liegt insofern bei Rapid als man solchen Dingen zu wenig Beachtung schenkt und die Fangruppen einfach gewähren lässt.

Links EwkiL+Rapid

Links vom Vortag

Vor dem Spiel

Nach dem Spiel

 

Sturm-Rapid

0:2 (0:1)

Man kann es den Sturmfans nicht wirklich verdenken, dass sie eigens das Lied “Viva-España” einstudiert und am Spielbeginn angestimmt haben. Hier ist eine hübsche Version davon. Zwar heißt es im Sprichwort, dass Schadenfreude die schönste Freude wäre, doch ist es besser, wenn man – wie in diesem Spiel – zuletzt lacht und nicht zu früh.

So, wie sich das Spiel in den ersten Minuten angefühlt hat, stand Rapid unter Druck. Aber so beschäftigt, dass sich nicht immer auch ein Konter ausgeht, war man doch nicht. Ein bisschen hat Philipp Schobesberger seinem Kollegen im Sturm die Show gestohlen, den von der Art der Aufstellung wäre es eher die Rolle des zentralen Stürmers, diese Konter vorzutragen. Das kann uns aber egal sein.

Wir glauben beobachtet zu haben, dass sich sowohl die Mitspieler als auch der Trainer sehr um Matej Jelic bemühen, damit er in seiner Position mehr Spielanteile bekommt.

Für den Spielverlauf verwende bitte die zahlreichen Links.

Wegen des schönen Abendrots zur Pause, hier ein stellvertretendes Bild vom Spiel:

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Ballaktionen

Die Statistik-Seite bei Rapid ist nicht sehr übersichtlich, denn man muss mühsam jeden einzelnen Spieler anwählen, um schließlich einen Gesamtüberblick zu bekommen. Bei dieser Tabelle kann man gut ablesen, wie wichtig etwa Thanos Petsos für das Team ist, und dass das linke Duo Stangl – Schobesberger deutlich mehr Spielanteile hat als das rechte Pavelic – Murg.

88 Petsos
77 Stangl
67 Grahovac
59 Schobesberger
58 Pavelic
54 Hofmann M.
47 Schwab
41 Sonnleitner
29 Jelic (74 Minuten)
29 Murg (70 Minuten)
10 Alar (20 Minuten)
8 Prosenik (16 Minuten)
3 Tomi ( 2 Minuten)

Choreografien

Die Grazer hüllen das Spielfeld zu Beginn in eine graue Wolke.

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Der Rapid-Block verzichtet diesmal auf Fackeln, davon hat man nach dem Derby genug.

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Der BlockWest vermeldet: “Willkommen zurück, Suppe” und Sturm betont: “Im übrigen sind wir der Meinung, dass Sturm-Graz für professionelle Strukturen, Karriereplattform und attraktiven Fußball stehen muss”. Das hatten wir schon einmal bei einem Spiel im Prater. Schließlich hatte Sturm noch einen Text mit Bezug zum Verhalten der Ultras in Valencia zu bieten: “Im Universum sind viele gleich und manche gleicher. Die Capos im Stadion, das Fußvolk draußen aber alle um eine Blamage reicher”. (siehe Bilder)

Links

Nachlese “Schwarzer Donnerstag”

Ein ziemliches Echo hatte der letzte Tagebucheintrag “Schwarzer Donnerstag” in der Facebook-Version. Zu dem Thema, warum die Ultras nicht ins Stadion gekommen sind, gibt es eine Original-Stellungnahme der Ultras, die zwar die Situation etwas detaillierter beschreibt aber an dem Umstand nichts ändert, dass der Gruppe ein Tuch wichtiger ist, als der Besuch im Stadion.

Es geht nicht darum, die Leistungen der Ultras zu schmälern. Die Rapid-Ultras genießen bei Rapid besonderes Ansehen und jeder hier weiß, dass sie sich als Gruppe unpolitisch präsentieren und dass sie darüber hinaus immer wieder durch tolle Aktionen für sozial Schwache und anderswie Hilfsbedürftige auftreten. Vom Support und den tollen Choreografien ganz abgesehen.

Das alles ist aber in Valencia völlig unbekannt und dort gibt es aus ganz anderen lokalen Gründen eben ein Verbot, das Wort “Ultras” im Stadion zu affichieren. Also mit einem Sitzstreik vor dem Stadion wird man diese Herren nicht umstimmen können. Anderer Verein, andere Regeln.

So, und statt das Wort “Ultras” bei diesem Spiel ausnahmsweise nicht zu zeigen, weil das eben beim Gastgeber nicht erlaubt ist, bleibt man lieber vor den Toren, vielleicht hat ja wer Mitleid. Wegen solcher Haltungen, die mit “Ehre” zu tun haben, wurden in unserer Geschichte schon Kriege angezettelt. Und gerade deshalb wäre in solchen Situationen ein gewisser Pragmatismus angebracht.

Hier ein paar Originalzitate (die weniger freundlichen zensuriere ich). Es beginnt damit, dass man als Außenstehender weder ausreichende Kenntnis vom “Wesen der Ultras” hätte, dass man also ahnungslos wäre. “Wer nicht versteht, was UR bedeutet, wird auch in einer Diskussion eure Argumente nie verstehen wollen oder können.” Es wird behauptet: “dass die Ultrabewegung Rapid mehr gebracht als geschadet hätte”. “Und wieso haben die 2.000 im Stadion gar nix zsammbracht an Support?” “Ich würde die Herrn, die hier auf die UR und ihre Überzeugung hinhauen, bitten die Fotos von den diversen Choreos von ihren Seiten zu löschen.” “Komisch das sich Leute aufregen die nicht mal im Auswärtsblock stehen um Rapid zu unterstützen?”

Die gute alte Guter-Fan-Schlechter-Fan-Diskussion beginnt wieder von vorn. Es kann nicht jeder Ultra sein aber jeder Rapidler will, dass mehr Menschen zu Spielen von Rapid kommen, egal, wo sie dann sitzen.

Es wird immer wieder gesagt, wie großartig der Support der Ultras wäre. Und man kann dazu immer nur wiederholen, dass niemand das in Abrede stellt. Niemand sonst im Stadion kann eine so große Gruppe zusammenhalten und zu einem konzertierten Aktion führen. Das erfordert Qualitäten, die sich weder jemand anders zutraut, noch gibt es jemanden auf den anderen Tribünen, der sich einer solchen Gruppe unterordnen würde. Einer Gruppe, die ihre Mitglieder quasi aus “religiösen Gründen” dazu zwingt, nicht ins Stadion zu gehen, weil das Tuch nicht da hängen darf. Das kann man vielleicht einem Schüler einreden oder jemanden, der das mit der Muttermilch aufgesaugt hat aber was auch immer dazugehört, ich habe das nicht. Ich habe nicht das Zeug zum tragischen Helden.

Schwarzer Donnerstag

Im Fußball können auch die Donnerstage schwarz sein. Nach diesem schwarzen Donnerstag für Rapid fragen man sich, wie es möglich war, dass Rapid so eine klare Abfuhr erlebt hat.

Wann fallen Tore?

Wir wissen nicht, wann und warum Tore fallen. Bei einem Tor muss alles passen. Die Verteidigung muss aus irgendeinem Grund zu spät kommen, dem Stürmer muss alles gelingen, der Ball darf das Tor nicht verfehlen. Und weil da so viel zusammenpassen muss, und im Regelfall immer irgendwo ein Bein dazwischen ist oder eine Zehntelsekunde fehlt und der Ball nie ganz richtig getroffen wird und auch der Tormann etwas dagegen hat und das Tor nicht breit und hoch genug ist, darum fallen beim Fußball wenig Tore. Und wenn es dann doch einmal gelingt, dann ist die Freude groß. Es hat etwas mit Glück zu tun und es hat auch damit zu tun, dass man unterm Strich nicht genau weiß, warum alles so gut gepasst hat, denn auf die meisten Dinge hat man selbst zum Beispiel als Schütze oder gar nur als Zuschauer nur wenig bis gar keinen Einfluss. Es muss einfach alles passen.

Das Spiel am Rasen wird durch eine Fülle von Kleinigkeiten beeinflusst, die mit dem Spiel nur sehr lose in Verbindung stehen.

Ich erinnere mich an ein Bundesligaspiel, bei dem ein Eichhörnchen dafür gesorgt hat, dass das Spiel kurz angehalten werden musste. Egal, wie das Spiel ausgegangen ist, es wäre anders wie verlaufen, hätte es das Ereignis mit dem Eichhörnchen nicht gegeben.

Kommt es zu einem Outeinwurf, Eckball oder Anstoß, hängt der weitere Spielverlauf davon ab, wie schnell der Ball von den Ballkindern wieder ins Spiel gebracht wird. Das geht heutzutage sehr schnell und fast unterbrechungslos. Beim Spiel Montenegro-Österreich gab es sonderbarer Weise keine Ballkinder. Und tatsächlich hatte das Spiel dadurch einen anderen Charakter, weil viel Zeit verging, bis sich jemand des Balls annahm oder ein neuer Ball besorgt wurde. Das Spiel verläuft anders, wenn aufmerksame Ballkinder da sind oder nicht.

Publikum spielt mit

Auch wir, die Anhänger, haben unseren Einfluss auf das Spiel. Schiedsrichter werden durch das Heimpublikum durch Pfiffe unter Druck gesetzt. Man will die Entscheidungen zum eigenen Vorteil beeinflussen – und erreicht möglicherweise das gerade Gegenteil, weil der immer unter Beobachtung stehende Schiedsrichter ganz besonders darauf achten muss, dem Publikumsdruck nicht nachzugeben.

Kurz: der Verlauf eines Spiels wird von mannigfaltigen Kleinigkeiten beeinflusst und jede noch so kleine und vordergründig unbedeutende Kleinigkeit hat einen Einfluss auf das, was in kommenden Spielverlauf passiert, allein wir wissen nicht, was es ist. Es kann zu unserem Vorteil sein – oder auch nicht.

Support ist wichtig

Für die Mannschaft von Rapid gehört es zum Ritual eines Spiels, dass man praktisch während des ganzen Spiels, egal ob zu Hause oder auswärts vom Fanblock unterstützt wird.

Spielbeginn in Spanien – und alles ist still.

Uns, auf der Haupttribüne ist das auch gleich aufgefallen, dass man den Fanblock nicht gehört hat. Aber wir dachten zuerst, dass unsere besondere Sitzposition unter dem zweiten Rang die Ursache wäre.

Ist das nicht gespenstisch? Die Mannschaft schaut zum Fanblock, dort ist aber eine Leere in den ersten Reihen. Warum? Möglicherweise wusste das die Mannschaft zu dem Zeitpunkt nicht – und ist verunsichert. Nicht bewusst, denn die Spieler sind Profis und sagen beim Interview, dass das keinen Einfluss hätte. Aber das gewohnte Stimmungsbild ist einfach nicht da.

Eine dieser mannigfaltigen Kleinigkeiten, die einen Einfluss haben.

Taktisches Foul der Valencia-Führung

Im November, in Villarreal, konnten wir das Ultras-Transparent noch sehen:

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Diesmal, gegen Valencia, fehlte das Transparent und es fehlten auch die Ultras.

Die Vereinsführung von Valencia hat die Transparente der Ultras nicht zugelassen mit der Begründung, dass es sich bei den Ultras um Rechtsradikale handeln würde. Das ist eine ziemliche Beleidigung von Rapid, denn sie unterstellt pauschalierend, dass alles, was “Ultras” heißt automatisch rechtsradikal wäre und dass also Rapid als Heimatverein dieser Gruppierung mit rechtsradikalen Fans unterwegs ist.

Die Ultras wieder wollten ihre Identität nicht verleugnen und verzichteten auf den Besuch.

In einem Facebook-Bericht konnte man lesen, dass sich die Delegation von Rapid sehr für die Ultras eingesetzt hätte und schließlich das gemeinsame Abendessen beendet habe, weil es seitens der Führung von Valencia kein Entgegenkommen gab.

Einige Minuten vor Spielbeginn wird die UEFA-Werbung “Respect” ausgestrahlt, die zum Ausdruck bringt, dass es nicht erwünscht ist, Menschen nach ihren Herkunft, Hautfarbe, Einstellung usw. zu beurteilen sondern nur in ihrer Eigenschaft als Fußballer.

Sinngemäß lässt sich dieses Credo auf viele unserer täglichen Bewertungen anwenden.

Ein kurzer Blick ist diverse Publikationen zeigt, dass man mit dem Etikett “rechts” der Vielfalt der Ultras-Gruppierungen nicht gerecht wird.  Link Ultrabewegung. Es mag sein, dass es rechte Ultras-Gruppierungen gibt. Aber das berechtigt eigentlich nicht dazu, pauschalierend alle Ultras als rechte Gruppierung (noch dazu als “radikale”) zu bezeichnen.

Dass dann als Reaktion der Block (im Hinblick auf den “Indianer im Logo”) draußen bleibt, statt auf Transparente und Bekleidung zu verzichten, kann man als ein von den szenekundigen Valencia-Verantwortlichen kalkuliertes Verhalten unterstellen, sodass man die Argumentation “Ultras sind rechtsradikal” nur als vorgeschobenes Argument sehen muss.

Gruppeninteressen gegen Mannschaftsinteressen

Ich kann verstehen, dass eine Gruppierung sich einem solchen Diktat des Veranstalters, Transparente und eventuell sogar Kleidung nicht benutzen zu dürfen, nicht beugt.

Gehen wir aber davon aus, dass der akustischer Support der Gruppe ein Spiel durchaus positiv beeinflussen kann. Die Ultras wissen das, verweigern aber ihrer Mannschaft diese Unterstützung, weil gleichzeitig ihre “Indianer-Ehre” dadurch gekränkt wurde.

Es wäre ja auch eine Option gewesen, ausnahmsweise ohne das Transparent “Ultras-Rapid” aufzutreten und eventuell mit Hilfe von Rapid bei der UEFA für dieses Aussperren Protest einzulegen, denn es ist nicht bekannt, dass die UEFA Ultras im Allgemeinen oder die Rapid-Ultras im Besonderen mit einem Bann belegt hätte.

Wenn aber dieser dann fehlende Support tatsächlich einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis gehabt hat (niemand weiß es, möglich ist es aber schon), dann hätte sich wieder einmal bewahrheitet, dass den Ultras das eigene Befinden wichtiger ist als jenes der Mannschaft, die sie (vorgeben zu) unterstützen. Die Mannschaft dient als ideologischer Kitt für die Gruppe aber wenn eine Situation, wie zum Beispiel die Nicht-Zulassung der Transparente die Gruppe durch Verweigerung die Gruppe mehr stärkt als die Mannschaft, wird die Mannschaft einfach sitzen gelassen. Es scheint mehr um den Zusammenhalt die Ultras-Gruppe und weniger um das Wohl der Mannschaft zu gehen.

Man kann nicht sagen, dass wir verloren haben, weil der Support gefehlt hat. Niemand kann das beweisen. Aber da alle diese Kleinigkeiten in einer ziemlich unbewussten Art zum Gesamtergebnis beitragen, kann auch das ein (negativer) Beitrag gewesen sein.

Die Nichtzulassung von ganz normalen Transparenten verstößt gegen die eigenen Regeln, die auf den Eintrittskarten von Valencia aufgedruckt sind. Dass Ultras rechtsextrem sind, ist pauschalierend und völlig unrichtig. Man sollte diese Haltung bei der UEFA anzeigen.

20160219_2016-02-18 Valencia-Rapid Eintrittskarte_Seite_2

Die Angst vor der Schrift

Es ist irgendwie paradox, dass man eine Gruppe als rechtsradikal bezeichnet aber dann trotzdem ins Stadion lassen würde, wenn sie nur das Trikot mit der Aufschrift “Ultras-Rapid” ausziehen. Erstaunlicherweise fürchtet man also die Schrift mehr als die Träger. Und das wieder zeigt, dass es sich nur um einen vorgeschobenen Grund gehandelt hat, um den Gegner zu irritieren.

Ich finde, dass man seitens des Gastgebers bewusst auf diese harte Linie gesetzt hat, wissend, dass es “das Naturell des Indianers” ist, in  solchen Dingen einfach stur zu sein und nicht nachzugeben. Man hat sich damit eines als stark bekannten und daher unbequemen gegnerischen Supports entledigt und wer weiß, ob das schließlich nicht sogar ein wesentlicher Grund der Niederlage (in dieser Höhe) war.

Man kann das Ergebnis also auch so lesen, dass es einen moralischen Sieg der Ultras gegeben hat, zum Preis einer heftigen Niederlage von Rapid.

Es hätte auch noch eine weitere Möglichkeit gegeben. Die Rapid-Delegation hätte die Nicht-Zulassung der mitgereisten Fans zum Anlass nehmen können, das Spiel zu verweigern. Was das aber für weiterreichende Folgen gehabt hätte… (außer einer 3:0-Strafverifizierung, mit der wir sogar besser ausgestiegen wären). Da es aber darüber hinaus eventuell auch weitergehende Sanktionen geben hätte können (wie zum Beispiel Ausschluss aus dem Bewerb), kann man das nur als theoretische Möglichkeit in Betracht ziehen. Interessierte am Regelwerk können hier weiterlesen (Rund um Punkt 24, 25). Behandlung von Zuschauern ist aber nicht wirklich Teil dieser Bestimmungen und kann wahrscheinlich auch nicht als akzeptierter Anlass zur Spielverweigerung angesehen werden.

Es ist keine Kleinigkeit, dass ein Team wie Rapid mit 2.600 Fans im Tross angereist kommt. Ich denke, dass dieser kollektiven Kraftanstrengung in dem Paket “Auswärtsspiel” seitens der UEFA eine gewisse Beachtung geschenkt werden sollte, damit die Reisenden – wie in diesem Fall – nicht der taktischen Willkür des Gastgebers ausgeliefert sind. Wenn eine Fan-Gruppierung seitens des Gastgebers nicht toleriert wird, dann müsste das vor dem Spiel bekannt gegeben werden und nicht, wenn Anhänger vor dem Stadion stehen.

Valencia-Rapid

0:6 (0:5)

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Lospech

Es begann mit dem Los “Valencia”. Es war ein unglückliches Los. Kaum hatten wir die Hürde des einen spanischen Klubs, Villarreal, überwunden, kam auch schon der zweite, der ebenso gut ein Finalgegner hätte sein können.

Das Leben und der Fußball sind kein Wunschkonzert. Alle wären uns willkommen gewesen, nur nicht Valencia. Und es wurde Valencia. Trotzdem wurde das Projekt Valencia mit großem Elan angegangen und die Zuversicht war groß.

Fußball ist ein Lernprozess

Die “Meldung” eines Sitznachbarn, der Spruch des Tages: “Und ich hab schon drei Karten für das Rückspiel gekauft. Egal, das Kind muss da durch.” Er hat zum Ausdruck gebracht, was mir bei allen diesen Situationen in den Sinn kommt: Fußball ist ein lebenslanger Lernprozess. Und man lernt gerade bei Niederlagen am meisten.

Viele andere haben diesen Lernprozess noch nicht ganz geschafft, weil sie schon beim 0:4 ihren Sitzplatz verlassen haben.

Mestalla ist kein guter Boden

Schon 1963 schied Rapid gegen Valencia im Messe-Cup im Mestalla aus. Viel knapper (1:3 und 3:0) und Rudi Flögel erzählte, dass man damals viel aus dieser Niederlage gelernt hätte. Das konnten wir heute doch deutlich verbessern: wir haben mehr gelernt als uns lieb war.

Dann folgte wieder im Mestalla die 0:9-Niederlage der Nationalmannschaft 1999, bei der Toni Pfeffer zur Pause beim Stand von 0:5 gemeint hat, man würde die Partie nicht mehr hoch gewinnen.

Und heute hat sich Rapid in der zweiten Hälfte ein bisschen besser gehalten als seinerzeit die Nationalmannschaft, wohl auch, weil Valencia einen Gang zurückgeschaltet hat.

Ich kann gar nicht sagen, dass Rapid irgendwie schlecht gespielt hätte aber die Spielzüge der Spanier waren uns einfach eine Nummer zu schnell vorgetragen und die Verteidigung war den schnellen Angriffen nicht gewachsen.

Schuld ist die Austria

Natürlich spielte Rapid und Rapid hat verloren. Aber mit Rapid haben auch die Gegner verloren, die Rapid zu Rapid machen. Zum Beispiel die Austria im Derby. Nach diesem 3:0-Derby-Sieg ging Rapid voll Selbstvertrauen in das Valencia-Spiel. Zu Unrecht, denn Valencia ist ein anderes Kaliber.

Gegen Villarreal hat Rapid die starke Anfangsphase des Gegners überstanden und hat auch die erste Hälfte bravourös zu Ende gespielt. Das ist gegen Valencia leider nicht gelungen. Der frühe Führungstreffer erleichterte den Spaniern das Spiel bedeutend.

Das Mestalla

Im Bild eine Nachtansicht des Mestalla. Links oben der helle Fleck ist auch noch eine Tribüne in luftiger Höhe.

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Vor dem Spiel, vor dem Stadion vlnr: ?, Andy, Florian, Pepi, Peter, Josef.

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Unsere Sitzplätze befanden sich rund um die 20. Reihe im unteren Rang der Haupttribüne. Diese Reihen waren unterhalb des darüber befindlichen oberen Rangs, sodass man nur eine eingeschränkte Sicht auf das Stadion hatte. Etwa sahen wir den Auswärtssektor von unseren Sitzen her nicht.

Und wir hörten ihn auch nicht. Und das war außergewöhnlich, denn bei den bisherigen Auswärtsfahrten glänzte der Rapid–Fanblock mit seiner großer Lautstärke. Der Grund war einerseits, dass es kein Dach gibt, sich also der Schall nicht gebündelt wird.

Aber wir erfuhren nach dem Spiel, dass etwa ein Viertel der Auswärtsfahrer gar nicht im Stadion war,  weil sie aus Protest, dass sie die Transparente nicht mitnehmen durften, vor den Toren geblieben sind.

Natürlich kann man auf den Eintrittskarten nicht die ganze Stadionordnung abdrucken aber es steht dort explizit zu lesen, dass man keine xenophoben Transparente mitnehmen darf. Was das aber mit einem “Ultras”-Transparent zu tun hat, ist einem Laien unklar.

Die Reaktion, draußen zu bleiben, hat etwas mit dem unbeugsamen Indianer, dem Logo der Ultras zu tun, erinnert aber auch ein bisschen an ein trotziges Kind, das den im Leben oft sehr nützlichen Pragmatismus noch nicht mitbekommen hat.

Die Stimmung in spanischen Stadien

Zwischen der allgemeinen Fuballbegeisterung in den Medien und der Stimmung im Stadion besteht ein gewisser Widerspruch. Was wir zum Beispiel vor einem Bundesligaspiel zu Spielbeginn durch die sehr kameradschaftliche Ansprache von Andy Marek erleben, ist in Spanien völlig unbekannt. Es wir lediglich die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben und sonst nichts.

Der Tormann der Heimmanschaft kommt aufs Spielfeld; keine Reaktion des Publikums.

Das Spiel geht zu Ende, nach einem doch deutlichen Sieg nach einer langen erfolglosen Zeit. Aber die Heimmannschaft geht keinen Schritt zum Fanblock, sondern geht einfach in die Kabine.

Während des Spiels gibt es vom heimischen Fanblock doch einigen Support, jedenfalls viel mehr als damals in Villarreal.

Es gab auch keine Stadionzeitung.

Das liebe Geld

Dass Rapid einmal in die Situation käme, ein Team halten zu können, das 282 Millionen Euro wert ist, also den 10-fachen Wert des heutigen Rapid-Kaders hat, wird nie passieren.  Vielmehr werden wir immer wieder bei den internationalen Gehversuchen in eine Begegnung geraten, für die unser Kader einfach nicht vorbereitet ist. Manchmal können wir in einer solchen Begegnung gut abschneiden, wie zum Beispiel gegen Villarreal, in der Regel aber nicht.

Links

Weitere Links werden am Wochenende hier ergänzt.

 

Valencia 2. Tag

Ein geschichtsträchtiger Tag!

Wenn Rapid hier gut abschneidet, dann ist das natürlich geschichtsträchtig aber dieser zweite Tag war – auch ganz abgesehen von einer solchen Sensation – durch einen Ausflug nach Sagunto geprägt, einer 60.000-Einwohner-Stadt ca. 30 km nördlich von Valencia. Und diese Stadt war schon in vorrömischer Zeit ein strategisch wichtiger Ort, denn ein gut zu verteidigender Burghügel mit einer fast einen Kilometer langen Burganlage liegt inmitten der Altstadt. In der Altstadt wohnen etwa 20.000 Einwohner, 40.000 leben aber in der Gegend um den Hafen.

Schon bei der Fahrt nach Sagunto lernten wir Details des spanischen Lebensstils kennen. Entlang der Küste gibt es immer wieder große Wohnsiedlungen, die den Valencianern als Feriendomizil dienen. Der Grund ist, dass hier in Spanien die Kinder drei Monate Schulferien haben und es daher für die Eltern ein wichtiges Problem gibt: “wie beschäftigt man die Kinder?” Die es sich leisten können, kaufen eine solche Wohnung und quartieren dort zum Beispiel die Großeltern ein, die dann einen Teil der Kinderbetreuung übernehmen.

Überall begegnet man den Folgen der Immobilienblase aus 2008. Das Wort, das damals geprägt wurde, heißt “disponible”, das man auch heute an so manchem Gebäude entdecken kann. Dieses Gebäude steht also “zur Verfügung”.

Auch in Sagunto (und wahrscheinlich auch in vielen anderen Küstenorten) hat die Krise voll zugeschlagen. Riesige Areale wurden vor 2008 von der Gemeinde aufgeschlossen und man erwartete Bautätigkeit; es kam aber die Bauflaute und daher stehen die Flächen auch heute noch unbenutzt und werden durch ein gespenstisches und ebenso unbenutztes Straßennetz durchzogen. (Im Bild im Hintergrund)

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Auch das Stadion Mestalla, besser der geplante Nachfolger am Rande der Stadt ist ein Opfer der Immobilienblase geworden. Das neue Stadion ist im Rohbau seit 8 Jahren fertig aber die damals dem Projekt zugrunde liegende Spekulation, dass man den Neubau aus den Erlösen für das wertvolle Grundstück des innerstädtischen alten Mestalla finanzieren würde können, ist nicht aufgegangen. Niemand scheint zu wissen, wie es in dieser Sache weiter gehen wird. Es wird von einem weiteren, kleineren Neubau für die beiden Vereine Valencia und Levante gedacht. Bis es aber soweit ist, wird es an Spieltagen weiterhin zu einem Verkehrsinfarkt kommen, denn weite Teile der Innenstadt werden dann für den Verkehr gesperrt.

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Im Bild sieht man die Bauruine des Mestalla-Neu , dessen in den Himmel ragenden Tribünen an das alte Stadion erinnern.

Das ist heute. Aber wie war das vor 2500 Jahren? Damals kannte Valencia noch niemand, denn es war damals wichtig, Gebiete zu besiedeln, die gut zu verteidigen sind und das war eben Sagunto. Bereits die Iberer, dann die Kelten benutzten den imposanten Hügel als Wehranlage. Erste tragische Berühmtheit erlangte die Stadt durch eine 8-monatige Belagerung durch die Truppen von Hannibal im Zweiten Punischen Krieg. Die Stadt galt als Grenze der Einflusssphären zwischen Rom und den Phöniziern. Und diese Grenze hat dann Hannibal überschritten. Es ging unterm Strich nicht gut aus für ihn uns seine Elefanten aber die Sagen erzählen, dass die Bewohner nach dieser Belagerung einen kollektiven Selbstmord begangen haben, statt sich zu ergeben. Dass sie es überhaupt so lange ausgehalten haben, verdankten sie der Anlage riesiger Zisternen in der Anlage. Wie es wirklich war, dürfte nicht bekannt sein aber nach der Sieg der Römer in diesem Krieg wurde die Stadt wegen der Tapferkeit ihrer Bürger zu einer vollwertigen römischen Provinzstadt mit einem Forum und einem imposanten Theater ausgestattet.

Die Bedeutung der Stadt war bis in die jüngere Geschichte so groß, dass man sie um 1900 als erstes hervorragendes historisches Ensemble benannt hat, lange von der Alhambra und anderen heutigen Sehenswürdigkeiten.

Wenn man zum Burghügel  hinaufgeht, gelangt man zuerst zum Römischen Theater, das durch 4.000 Personen Platz geboten hat. Die damaligen Gepflogenheiten waren nicht ganz so unterschiedlich wie die heutigen im Stadion. Auf den besten Plätzen saß der Senat und Ehrenbürger, danach das gehobene Bürgertum, danach die Beamten und Soldaten, danach die gewöhnlichen Bürger. Als Unterscheidungsmerkmal galt das tragen einer Toga. Ganz zuletzt durften Sklaven zuschauen. Im Bild sieht man das imposante Theater etwa aus der Sicht der einfachen Bürger.

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Dass damals nur Männer Theater spielen durften ist nur eines der Dinge, die uns heute in einem anderen Zusammenhang noch aufregen aber sie haben auch in unseren Wurzeln Tradition.

Die Burganlage selbst hat eine 2500 Jahre alte Geschichte. Die letzte aktive Nutzung erfolge im Spanischen Bürgerkrieg in den 30er Jahren. Die größte Zerstörung erfolgte in den napoleonischen Kriegen. Heute hat man vom Hügel eine hervorragende Aussicht auf das fruchtbare Umland.

Hier in der Gegend um Valencia ist das Zentralland des Orangenanbaus in Spanien und jetzt im Februar ist die Ernte schon vorbei und die Bäume beginnen wieder neue Blüten zu tragen.

Blieben noch Details zum Nebeneinander der drei Religionen der Juden, Christen und Moslems, die man in der Stadtanlage von Sagunto noch findet. Gleich hinter der kleinen Bar gegenüber dem Stadtmuseum beginnt das Judenviertel, gegenüber ist das maurische Viertel. Nicht heute, sondern damals vor mehr als 1000 Jahren. Als Schlüsselereignis dieses Kräftemessens zwischen Islam und Christentum gilt die Schlacht bei Tours und Poitiers im Oktober 732. Seit diesem Zeitpunkt war der islamische Einfluss auf die iberische Halbinsel beschränkt. Aber diese Jahrhunderte bis etwa 1500 werden als durchaus partnerschaftlich zwischen diese Bevölkerungsgruppen beschrieben.

Erst die Zeit nach 1500 bedeutete für Nicht-Christen entweder die Bekehrung oder die Ausweisung. So wurden praktisch alle Mauren nach Afrika zurückgeschickt, mit schwerwiegenden Nachteilen für den lokalen Handel, der überwiegend von diesem Bevölkerungsanteil abgedeckt wurde. Schon damals (und nicht erst beim Schicklgruber) traute man konvertierten Juden nicht über den Weg, und verfolgte auch jene, die nicht den Christen bis zur Großmutter nachweisen konnten. Schutz fanden sie anfangs in dem durch Mauern eingeschlossenen Judenviertel.

Ein interessantes Detail aus dem Stadtmuseum sind die dort ausgestellten Amphoren. Die Frage ist, wozu der Spitz an ihrem Boden gedient hat. Diesen brauchte man beim Transport auf Schiffen. Das Schiff wurde mit Sand befüllt und die Amphoren steckte man in den Sand. Durch den Spitz konnten sie bei Seegang nicht umkippen.

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Valencia 1. Tag

Es war ein neues Anfahrtserlebnis: in nur 17 Minuten ohne Halt vom Hauptbahnhof zum Flughafen, und das zwei Mal pro Stunde.

Im Flieger erwartete uns ein grünes Turnsackerl mit der Aufschrift “Ich bin ein Rapidler”. Sehr praktisch für Kleinigkeiten. Das Menü im Flugzeug: Cäsar-Salat mit Gebäck und Buttter, Fleischlaberln mit Erdäpfelpüree und eine Erdbeercreme. Dazu Bier und Saft. Die Gruppe rund um uns ist die Sache gleich direkter angegangen und ihr bevorzugtes Getränk war Wodka mit Sprite. Entsprechend ausgelassen war auch die Stimmung.

Während des Flugs wurden auch schon die Tickets zum Spiel und die Boarding-Pässe für die Rückfahrt verteilt.

Die logistische Herausforderung für das Rapid-Klubservice (man hatte insgesamt 9 Flugzeuge zu betreuen) ist beachtlich und man kann es den Organisatoren eigentlich nicht ausreichend zu verstehen geben, wie reibungslos sie das alles absolvieren. Danke Andy und Lukas!

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Kleine Rätselfrage: wer kennt diesen Jung-Rapidler?

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Die Mannschaft wohnt im Hotel Barcello bei der Oper (dort waren wir bei der Villarreal-Reise untergebracht) und wir wohnen im 5-Sterne-Tempel Valencia-Palace.

Lang konnte man sich nicht ausruhen, denn es stand eine Segway-Rundfahrt am Programm. Bus-Linie 2 zum Hafen. Schwarzfahren gibt es nicht, alle müssen beim Fahrer einsteigen und brav zahlen. Eine Fahrt kostet 1.50 Euro. Diesel kostet zwischen 80 und 90 Cent, ist also etwas billiger als bei uns.

Es hat etwa 12 Grad, wie vorausgesagt aber der Wind lässt es kälter erscheinen. Es sei der kälteste Tag des Winters, erzählt man hier.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch beim zweiten Organisationshelden dieser Fahrt: Andy “der Gärtner” hat aus Wien eine geführte Segway-Tour durch den Hafen von Valencia organisiert und pünktlich um 16:00 startet die Fahrt. Im Bild Andy bei der Abfahrt:

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Man sieht aber nicht nur den Hafen, sondern fährt auch auf großen Teilen der seit 2012 stillgelegten Formel-1-Strecke, auch über die Start-Ziel-Gerade und die Boxengasse.

Es ist nicht einfach nur ein Verleih wie im Wiener Prater, denn unsere Gruppe wird von insgesamt drei Ortskundigen eskortiert.

Das Anstrengende an der Segway-Fahrt – so berichten die Mitfahrenden – ist das Stehen und das etwas zu kalte Wetter. Aber ansonsten war die Fahrt ein Erlebnis der Extraklasse.

Die nicht Mitfahrenden vergnügten sich in der Zwischenzeit bei einem Bier in einem Strandrestaurant.

Zurück gings mit dem Bus-Linie-2 zum Hotel und von dort gleich weiter zum Abschlusstraining.

Es ist ein imposanter Bau inmitten einer Wohngegend. Wegen dieser Enge sind die Tribünen extrem steil, um den etwa 50.000 Zuschauern Platz zu bieten. Man erwartet für morgen etwa 30.000. Auf dem folgenden Bild kann man die Steilheit der Tribünen erahnen:

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Geschätzt 1500 Rapidler nahmen am Abschlusstraining teil und motivierten das Team mit Sprechchören. Mit Ausnahme von Michael Schimpelsberger nahmen alle Spieler am Training teil, auch Louis Schaub und Christopher Dibon. Jan Novota absolvierte ein leichtes Training mit dem Physiotherapeuten. Im Bild das Team beim Aufwärmen:

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Interessant war ein Schusstraining ins lange Eck des Tormanns, zuerst von links, dann von rechts, ohne Gegner. Ball wird vom Trainer aufgelegt, Spieler versucht die Ecke zu treffen. Von den zehn Schüssen von der linken Seite gehen 2 auf die Stange, 4 gehen daneben, 4 sind Treffer. Je nach Laune (oder Grundeinstellung), kann man dem Spieler Unvermögen oder Können, Pech oder Glück unterstellen. Wahrscheinlich haben Ronaldo und Messi bessere Trefferquoten. Ich sage, es ist nicht leicht, sonst würde es ja im Training immer gelingen, denn es ist ja kein störender Gegner da.

Begleitet vom Applaus der Zuschauer verlassen die Spieler nach einer Stunde den erstklassigen Rasen, der uns wie ein Teppich erscheint.

Dann gehts zum gemeinsamen Abendessen in ein Restaurant am Strand. Wir kennen es schon von der Fahrt im November. Getränke, vor allem Bier, sind frei. Salatplatte, Käse-Schinken-Platte, Tintenfisch, Sardinen und kleine Garnelen?. Als Hauptspeise kommt Paella und als Nachtisch Früchte und Kaffee.

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Fanreise Valencia

Für alle, die mit der Mannschaft fliegen, hier ein paar Links zu unseren Zielen in Valencia.

Flug Valencia

  • Wien – Valencia 09:30 – 12:10 mit Fly Niki, HG 9860
  • Valencia – Wien 11:00 – 13:40 mit Fly Niki, HG 9861

Zugfahrplan (vom Hauptbahnhof)

2016-02-17 Flughafenverbindung

Zugfahrplan (von Floridsdorf)

2016-02-18 Fahrplan1t

Hotel Valencia Palace

  • Passeig de l’Albereda, 32, 46023 València, Valencia, Spanien
  • Homepage

Mestalla-Stadion

Lageplan

2016-02-18 Valencia-Rapid Landkarte

Die Entfernung vom Hotel zum Mestalla-Stadion beträgt etwa 800 Meter.

2016-02-18 Valencia-Rapid Landkarte1

Wetterbericht

  • Tag 15 Grad, Sonnig, kein Wind, kein Niederschlag.
  • Nacht bis 5 Grad

2016-02-18 Wetterbericht

 

2015-12-14 Unser Gegner: Valencia

16tel-Finalgegner: Valencia

397px-FC_Valencia.svg[1]Was dieser Zufall alles kann!

Ausgesucht hätten wir uns Valencia wahrscheinlich nicht, denn Paela kennen wir schon vom Villareal-Spiel, Valencia als Stadt auch, also hätten wir uns eher etwas anderes gewünscht. Anderseits sind uns weniger attraktive (und eventuell sogar stärkere) Gegner erspart geblieben.

Rapid hat schon einmal gegen Valencia gespielt und zwar im Achtelfinale des Messecup in der Saison 1963/64. Rapid ist damals ausgeschieden:

1963-11-06 H 0:0 (0:0) Praterstadion, 15.000
1963-11-27 A 2:3 (1:1) Mestalla, 35.000

Trainer war Robert Körner.

Aufstellung Heim: Flögel, Gießer, Glechner, Halla, Hanappi, Hasil, Höltl, Milanovic, Schmid, Seitl, Veres

Aufstellung Auswärts: Flögel, Glechner, Halla, Hanappi, Höltl, Rehnelt, Seitl, Veres, Wolny, Zaglitsch

Das Mestalla-Stadion

Florian und ich haben bei unserer Villarreal-Fahrt auch einen Stadtrundgang durch Valencia unternommen und das Mestalla-Stadion von Valencia besucht. Here it is:IMG_20151125_163802[1]

Hier kann man die Steilheit der Tribünen erahnen:

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Die Tickets kosten zwischen 20 und 100 Euro.

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Das Stadion liegt mitten in einer Wohngegend. Damit die Betonfassade nicht gar so trostlos ausschaut, hat man sich was einfallen lassen und die ganze Rückseite mit Bildern bespannt, gekrönt von der Fledermaus, dem Wappentier des FC Valencia. Man sieht auch die als Wendeltreppe ausgeführten Aufgänge.

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2015-12-11 Gruppensieger

Gruppensieger

RAPID-UEFA-Logo[1]

Es geht ums Geld für Rapid und auch um Prestige für den österreichischen Fußball.

Jeder Sieg, auch der gestrige gegen Minsk, bringt 500.000,- Euro. Im Zuschauerranking liegt Rapid immerhin an 7. Stelle. Bei den gestrigen 35.000 Zuschauern hat Rapid Brutto-Einnahmen von immerhin etwa einer Million Euro und je nach Gegner im Sechzehntel-Finale können es beim nächsten Spiel auch mehr sein.

Für den österreichischen Fußball geht es aber auch noch um den 5. Startplatz im europäischen Bewerb und um diesen zu erreichen benötigen wir nur noch einen Sieg.

Das folgende Bild postete Christoph Peschek in Facebook und es ist ein treffender Aufmacher, auch für diesen Beitrag!

Gruppensieger[1]

Durch den Ausrutscher in Spanien – möglicherweise hätten wir gewonnen, wären wir nur nicht mitgefahren (das Warum ist aber eine andere Geschichte) – waren wir auf die Schützenhilfe von Pilsen angewiesen – und bekamen sie. Das 3:3, das die Pilsner gegen Villarreal erkämpft haben, half uns zum Gruppensieg. Danke, wir werden beim Biereinkauf darauf Rücksicht nehmen!

Und da wir eine solche Punktetabelle noch nie erlebt haben, hier die Anzeigetafel im Stadion mit dem Endstand in der Gruppe E:

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Diese Situation, den Aufstieg in das internationale Frühjahrsgeschäft, haben wir in unserer 15jährigen Rapid-Gefolgschaft noch nie erlebt! Es gab zwei Meistertitel, punktuelle Highlights in der Qualifikation aber über die diversen Gruppenphasen konnte man nicht zufrieden sein, denn mehr als 6 Punkte konnten nicht erspielt werden. Länger dienende Rapid-Fans wissen von dem Europacupfinale 1996 zu berichten, bei dem Rapid knapp unterlegen ist. Aber seit dieser Zeit gab es kein internationales Überwintern.

Es wären noch 8 Spiele bis Basel, 10 Spiele wurden bisher inklusive Qualifikation gespielt. Wenn wir das mit der Zeit vor zwanzig Jahren vergleichen, sehen wir erst, wie schwierig es heute ist, dort anzukommen, wo Rapid vor zwanzig Jahren schon einmal war. Damals benötigten die Mannen von Ernst Dokupil 8 Spiele, um im Finale anzukommen (Ploesti, Sporting Lissabon, Dynamo Moskau, Feyenoord Rotterdam), heute sind es 18.

Da dieses internationale Überwintern etwas so Besonderes ist, hier eine Darstellung der Saisonen seit 1996:

Saison Rang Spiele CL UC/EL UI
2015/16 61 (bis Basel) 4 8+ CL: Quali (Ajax, Donetsk), EL: 16-Finale(min) (Villarreal, Minsk, Pilsen)
2014/15 2 46 2 EL: Quali (Helsinki)
2013/14 2 47 10 EL: Gruppe (Tripolis, Dila Gori; Thun, Kiew, Genk)
2012/13 3 50 10 EL: Gruppe (Vojvodina, PAOK; Trondheim, Charkiv, Leverkusen)
2011/12 2 39
2010/11 5 53 12 EL: Gruppe (Suduva, Beroe, Aston Villa; Porto, Besiktas, Sofia)
2009/10 3 52 12 EL: Gruppe (Shkoder, APOP, Aston Villa; HSV, Celtic, Hapoel)
2008/09 2 41 2 CL: Quali (Famagusta)
2007/08 1 44 4 4 UI-Cup: Sieger(Slovan Bratislava, Kazan), EL: Quali (Tiflis, Anderlecht)
2006/07 4 37
2005/06 5 48 10 CL: Gruppe (Düdelingen, LokMoskau; Bayern, Juventus, Brügge)
2004/05 1 44 4 UC: 1. Runde (Kazan; Sporting)
2003/04 4 40
2002/03 4 38
2001/02 8 43 6 UC: 2. Runde (Cosoms; Partizan, PSG)
2000/01 2 46 6 UC: 2. Runde (Durres; Örgryte, Osijek)
1999/00 3 43 4 2 CL: Quali (Valetta, Galatasaray), UC: 1. Runde (Inter Bratislava)
1998/99 2 45 4 UC: 1. Runde (Nikosia; Bordeaux)
1997/98 2 47 8 UC: Achtelfinale (Brünn; Hapoel, 1860, Lazio)
1996/97 2 46 10 CL: Gruppe (Kiew; Manchester, Juventus, Fenerbahce)
1995/96 1 48 9 UC: Finale (Ploesti, Sporting, Dynamo Moskau, Feyenoord, PSG)

Das Resultat dieses Gruppensieg sind nun folgende Gegner: FC Sevilla, Valencia, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk, Fenerbahce Istanbul, FC Sion, Borussia Dortmund, Midtjylland, Olympique Marseille, St. Etienne, Sporting Lissabon, Fiorentina, Anderlecht, Sparta Prag, FC Augsburg

2015-12-10 Rapid-Minsk

2:1 (1:0)

Wir waren natürlich gespannt, wie der Trainer den Ausfall von Schobesberger, Schaub, Stangl (wurde kurz eingesetzt), Huspek, Novota, Dibon ausgleichen würde und ob das dann für das Spiel gegen Minsk reichen wird.

Ja, wir haben schließlich gewonnen aber ausgemacht war das nicht. Ein Stangenschuss auf der Seite der Weißrussen und weitere gefährliche Angriffe aber das Glück auf unserer Seite; das Pech auch, denn wäre der Elfer von Steffen Hofmann verwandelt worden, wäre das Spiel möglicherweise klarer ausgegangen. Hier die Abwehr des Elfers durch den weißrussischen Tormann Aleksandr Gutor.

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Rund um das Spiel

Die Ultras sammelten für einen guten Zweck und brachten die stolze Summe von fast 24.000 Euro auf. Beachtlich! Gaby Fröschl wurde nach 30 Jahren Rapid mit großem Applaus verabschiedet.

Der Block-West startete mit einem Sprechchor zu Beginn des Spiels, um dann in der 12. Minute mit einer eindrucksvollen Fahnen-Parade mit dem Untertitel “immer vorwärts Rapid Wien” überraschen:

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Es folgten aufmunternde Worte an den einsitzenden “Suppe”: “Mach Dir keine Sorgen, es ist gar nicht so schlimm, wir schicken Dir einen Kuchen mit einer Feile drin! Frohe Weihnachten & alles Gute zum Geburtstag, Suppe”

Ausklang

Die Einstimmung zum Spiel und der feucht-fröhliche Ausklang fand in der Essbar statt:

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Links

Newsletter

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Wir begrüßen Karl, den wir beim gestrigen Ausklang in der essbar kennen gelernt haben, in dieser Runde der Newsletter-Leser.

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2015-11-26 Villarreal-Rapid

0:1 (0:0)

Da man unten, bei den Links, sehr viel zum Spiel selbst erfährt, hier einige Details zum Drumherum.

Am Straßenschild steht “Vilareal”, auf der Eintrittskarte “Villarreal”. Bald bemerkt man, dass in diesem Teil von Spanien gleich drei Sprachen verwendet werden und das sich auch in den Ortsbezeichnungen niederschlägt. (Spanisch, Katalanisch und Valencianisch).

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Der Eingang zum Stadion auf der Hauptseite liegt direkt in einer schmalen, einbahnigen Wohnstraße. Aber es ist ziemlich klar, wer zuerst da war. Es war das Stadion, denn es wurde schon 1923 erbaut, die Wohnbauten sind aber ziemlich neu. Sicher war auch das Stadion früher klein und musste erfolgsbedingt ausgebaut werden. Es ragt an den Breitseiten schon über die Querstraßen hinaus. Am folgenden Bild von der Längsseite sieht man, wie oben die Tribünenaufbauten schon in die Straße hineinragen und dass mangels Platz für Treppenhäuser man Eisenstiegen an der Außenfassade anbringen musste. An den Querseiten ist das noch abenteuerlicher.

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Beim Eingang gibt es nicht allzu strenge Kontrollen, lasch, könnte man fast sagen. Der Ordner fragt kurz beim Supervisor, wie das mit der Kamera sei aber ich war schon vorsichtshalber weitergegangen, um nicht darüber diskutieren zu müssen. Peter versucht verzweifelt, ein Bier zu bekommen, aber offenbar gibts das bei internationalen Spielen nicht. Aber in der kleinen Bar gegenüber gibts alles, was das alkoholsüchtige Herz begehrt. Es ist sehr auffällig, dass die Getränke in Bechern aber auch in Plastikflaschen verkauft werden. Hier ein Bild, das bei uns so nicht möglich wäre.

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Hier isst man gerne Sonneblumenkerne. Ich kenne diese Unart zwar aus Favoriten (dort sind es mehr Pinienkerne) aber im Stadion ist mir das noch nicht aufgefallen.

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Die Netze hinter den Toren, die uns noch beim Abschlusstraining aufgefallen waren, sind am Spieltag abmontiert worden. Das wär doch auch etwas für unser neues Stadion.

Wir vermissen die Stimme eines Stadionsprechers. Erst einige Minuten von Spielbeginn sagt jemand die Mannschaftsaufstellung an, sonst gibt es keine Ansprache des Publikums durch den Verein. Es gibt auch keine Werbung, außer die der UEFA. Man dürfte in dieser großen Liga mit den Fernsehgeldern das Auslangen finden.

Auch gibt es nichts, was auf einen organisiertes Support hindeuten würde. Keinen Fanblock, kein Megaphon, keine Fahnen. Die Gästefans hat man auf einer Querseite im 2. Rang, extrem hoch oben, untergebracht. Dauersupport der Rapid-Fans, fast wie zu Hause.

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Hinter einer drei Meter hohen Glaswand stehen die Rapid-Fans, auch die Hütteldorfer Jungs sind da, sogar mit einem Transparent in den Auswärtsfarben. Florian,  der Leiter der Truppe, ist 15 Jahre alt. Er ist somit der jüngste Fangruppenleiter; bei Rapid und wohl auch europaweit.

Sehr eindrucksvoll ist die Bewässerung des Stadionrasens. Die gesamte Fläche wir erfasst. Überhaupt ist der Rasen eine Augenweide. Es wundert nicht, wenn spanische Klubs im Ausland diese Rasenqualität einfordern.

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Wenn Ihr mich fragt…

… wurde der Grundstein für die Niederlage schon in den ersten Minuten durch die schwerere Verletzung von Christopher Dibon gelegt …

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…und dann durch die Verletzung von Ján Novota, die sich als Sehnenriss entpuppt hat, der sogar operiert werden muss. Für beide Spieler ist die Herbstsaison zu Ende. Wir wünschen ihnen baldige Genesung.

Bis dahin hielten wir das 0:0. Aber Villarreal konnte mit frischen Kräften aufwarten und wir hatten keine Tauschgelegenheit mehr. Aber frische Spieler beleben oft das Spiel und können oft noch Akzente setzen. Und hier hatte Villarreal drei Gelegenheiten und hat sie auch genutzt, wir dagegen nur eine. Das wars.

Links

2015-11-26 Valencia Altstadt

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Valencia liegt am Fluß Turia. Einerseits wäre das ein tolles Kreuzworträtselwort und anderseits stimmt das nicht mehr, denn der Fluß wurde umgeleitet, weil er in den 1950er Jahren die Stadt meterhoch überflutet hat. Statt eingraben wie in Wien, wählte man hier umleiten.

Anfangs dachte ich, dass der grüne Gürtel um die Stadt auf ehemaligen Stadtmauern angelegt wurde, so wie das in vielen mitteleuropäischen Städten der Fall war, doch die Geschichte mit dem Fluss erklärte die riesige, tiefergelegte Grünoase in der Stadt. Auf einer Länge von 8 Kilometern erstreckt sich einer der längsten Parks in Europa, genau im ehemaligen Flussbett des Flusses Turia.

Und genau vor unserem Hotel liegt auf diesem Flussbett das imposante Bauwerk der Oper von Valencia, deren Architektur ähnlich spektakulär ist wie die Oper von Sydney.

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Valencia ist mit 800.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt von Spanien. Gut ein Drittel dieser Einwohner sind Studenten an den acht Universitäten der Stadt. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn die Jugend hier viel Gewicht hat. Der neue Bürgermeister wird dem ohnehin gut ausgebauten Radwegenetz größere Aufmerksamkeit schenken und auch die historische Stierkampfarena wird mangels Förderung keine große Zukunft haben.

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Die Stadt hat eine maurisch-christlich-jüdische Vergangenheit. In der Altstadt sind die maurischen und jüdischen Stadtviertel deutlich abgetrennt und umgeben von der Stadt der Christen, die auch die Steuern an den früheren Stadtgrenzen eingehoben haben. Von diesen Stadtmauern ist noch ein imposantes Tor erhalten.

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Unsere Autobusfahrt führt uns vorbei an Stierkampfarena und Hauptbahnhof im Jugendstil durch das Bankenviertel bis zu zwei Sehenswürdigkeiten allerersten Ranges: der Seidenbörse und der Markthalle.

Die Seidenbörse ist eines der größten profanen Bauwerke der Gotik und zeigt, wie bedeutend Valencia als Handelsplatz der Seidenstraße, die von hier weiter nach Portugal führte.

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Die Markthalle wieder ist ein Bauwerk, das aus Stahl, Glas, Mosaik und weißen Steinen errichtet wurde, einer hierorts typischen Mischung, etwa vergleichbar mit der historischen Markthalle in Paris. Die Haupthalle hat etwa 8000 Quadratmeter und die Fischhalle weitere 7000. Somit ist dieses Marktplatz einer der größten Endverbrauchermärkte überhaupt. (Bitte unbedingt die vielen Detailbilder in unserer Bildersammlung beachten.)

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Zwei lukullische Kostbarkeiten sollen hier erwähnt werden. Es ist einerseits der ganz besondere Schinken und dann die Erdmandel, die ausschließlich in der Gegend um Valencia wächst und aus der ein ganz besonderes Getränk hergestellt wird.

Da ist zunächst der luftgetrocknete Serrano-Schinken. Unser Führer erklärt uns den Unterschied zwischen dem Massenprodukt und jenem Schinken, der bis zu zehnmal teurer ist.  Rein äußerlich ist der teurere Schinken dunkler in der Farbe. Das Besondere ist, dass er von Schweinen stammt, die im Freien leben und sich überwiegend von Eicheln ernähren. Wir würden sagen “Wildschweinschinken aus dem Lainzer Tiergarten”. Während aber bei uns bestenfalls ein Wildschweingulasch am Hirschgstemm herausschaut, wird hier in Valencia eine Rarität aus den Wildschweinen hergestellt, eben der wertvolle Rohschinken.

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Wegen der vergleichsweise geringen Fleischmenge dieser Schweine kommt es auch zu Kreuzungen mit ungarischen Schweinen, die neben ihrer größeren Masse auch doppelt so viele Nachkommen (16 statt 8) haben.

Bei unserer Stadtwanderung werden wir auf Kellerfenster in in der Seidenbörse aufmerksam gemacht, die im Mittelalter die Tore zu der Börse waren. Der heutige Asphalt liegt mehrere Meter über dem damaligen Straßenniveau. Und die Römerstraße sogar 8 Meter unter diesem Niveau.

Überhaupt ist die Römerstadt die eigentliche Grundlage der späteren mittelalterlichen Stadt. Als die Kirchenoberen vor ihrer Kathedrale ein Bauwerk errichten wollten, stießen sie auf römische Grundmauern, die dann durch einen künstlichen Teich mit Glasboden bedeckt wurden, durch den man auf die etwa einen Meter hohen Mauerreste sehen kann. Überhaupt sind Reste römischer Bauten grundsätzlich einen Meter hoch, weil das die Fundamentgrenze aus festen Steinen war. Darauf folgte ein Aufbau aus Ziegeln und diese Ziegeln sind im Laufe der Jahrhunderte zusammengestürzt und sind später verschwunden.

Viele Dinge, die wir hier sehen, sind Unesco-Weltkulturerbe. Zum Beispiel auch die letzte dieser Sehenswürdigkeiten, ein Gericht vor der Kathedrale, das wöchentlich am Donnerstag seit mehr als 1000 Jahren um die Mittagszeit zusammentritt. Es geht bei diesem Gericht um Wasserrechtsstreitigkeiten. Es ist kein Straf- oder Blutgericht sondern auch ist immer um einen Ausgleich zwischen den Streitparteien bemüht.

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Unser sehr engagierter Führer hat uns alles in größtem Detail erklärt und unsere Gruppe war die letzte beim vereinbarten Treffpunkt. Alle Autobusse waren schon weg, bis auf einen und der war prompt überfüllt. Der Fahrer weigerte sich zu fahren und einige benutzen daher ein Taxt.

Unser Weg führte zum Strand zum Restaurant “Casa Navarro”. Was anfangs nicht ganz reibungsfrei begann, stellte sich als eine tolle spanische Kochdarbietung heraus. Es war von einer Vorspeise die Rede aber es waren mindestens vier. Dan kam eine riesige Paella, gefolgt von einer Nachspeise. Dazu gabs Weiß- und Rotwein, Bier, Sangria und Wasser. All included, kaum zum derpacken. Sensationell.

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Ja, in Valencia lässt sich’s leben; nicht nur an der Strandpromenade. Die Stadt ist sehr sauber und bis in Details gut organisiert.

Was mich in meinem ersten Bericht irritiert hat, die Aufputzverkabelung von allem, was man beim Bau vergessen hat, könnte auch am fehlenden Verputz auf den Hausfassaden liegen und eventuell auch am Klima, das diese Bauweise begünstigt. Vielleicht gibt es keine Heizamine, in denen man zum Beispiel Sat-Leitungen führen könnte.

Ebenfalls eine technische Merkwürdigkeit sind die oft riesig hohen Masten für Fernsehempfangsanlagen, so als wäre Valencia eine entlegene Kleinstadt mit schlechter TV-Signalqualität. Hier gibt es diese Riesenmaste in allen Stadteilen.

Jetzt wird es ernst, wir fiebern dem eigentlichen Höhepunkt, dem Spiel entgegen. Um 18:45 ist Abfahrt.