Mögliche EL-Quali-Gegner

In diesem Text geht es in erster Linie um die Gegner in der 3. Runde, in der Rapid in den Bewerb startet.

1. / 2. Runde EL-Quali

2018-06-12 Auslosung
2018-06-28 Hinrunde (1.Runde)
2018-07-05 Rückrunde (1.Runde)
2018-07-26 Hinrunde (2.Runde)
2018-08-02 Rückrunde (2.Runde)

Diese Begegnungen haben auch Auswirkungen auf unsere Gegner in Runde 3. Die Tabelle der Gegner in Runde 3 geht davon aus, dass sich in den Runden 1 und 2 der jeweils stärker eingestufte Gegner durchsetzt. Wenn aber die punktemäßig schwächere Mannschaft das Duell gewinnt, kann das die Position von Rapid, speziell in der 4. Runde positiv beeinflussen. Halten wir also den schwächeren Teams die Daumen!

Die Benutzer des EwkiL-Kalenders müssen die folgenden Termine nicht abschreiben, der Online-Kalender zeigt die Termine am der dritten Runde automatisch an.

3. Runde EL-Quali

2018-07-23 Auslosung
2018-08-09 Hinrunde
2018-08-16 Rückrunde

52 Teams steigen in die dritte Qualifikationsrunde ein. Rapid hat ein Punktekonto von 21.5 und gehört in dieser Runde zu den gesetzten Teams. Unter der Annahme, dass sich in den ersten KO-Runden die Mannschaft mit der höheren Punktezahl durchsetzt, wären folgende unsere möglichen Gegner in dieser dritten Runde, gereiht nach dem Land:

Azb 1 Gabala FK
Bls 1 Dinamo Minsk
Cro 2 Hajduk Split
Cro 1 NK Osijek
Cze 3 Sigma Olomouc
Den 3 Brøndby IF
Den 1 FC Nordsjælland
Gre 2 Asteras Tripolis
Gre 2 Atromitos FC
Irl 1 Dundalk
Isl 1 FH Hafnarfjardar
Lit 1 Zalgiris Vilnius
Mac 1 Vardar Skopje
Ned 2 Vitesse Arnhem
Pol 1 Lech Poznan
Por 2 Rio Ave
Rom 3 Universitatea Craiova
Sui 3 FC Luzern
Sui 2 FC Sankt Gallen
Svk 1 AS Trencín
Svk 1 Slovan Bratislava
Tur 3 Istanbul Basaksehir
Ukr 3 Zorya Luhansk
Ukr 2 FC Mariupol

Die Zahl in der zweiten Spalte gibt an, in welcher Runde die Mannschaft eingestiegen ist. In dieser Runde entgehen wir noch Kalibern wie Sevilla, St. Petersburg, Besiktas oder Olympiakos. Viele Reiseziele im Dreieck Island, Portugal und Aserbaidschan finden sich. Alte Bekannte wie Slovan, Trencin, Dynamo Minsk aber auch Atromitos, der Klub von Damir Canadi sind dabei.

Die gesetzten und ungesetzten Mannschaften werden am 23. Juli wahrscheinlich in Gruppen unterteilt, wodurch sich die Zahl der Möglichkeiten auf einige wenige Gegner reduziert. Das ist notwendig, weil es nicht sein soll, dass Mannschaften desselben Landes zufällig gegeneinander antreten müssen. In dieser dritten Runde sind auch Admira Wacker und der LASK als ungesetzte Mannschaften vertreten, wurden aber wegen diesem Ausschließungsgrund nicht in der Tabelle aufgenommen.

Diese Liste kann sich noch verändern, wenn einer der in Runde 1 und 2 als Favorit eingestiegenen Vereine scheitert. Wenn also Atromitos als gesetzter Verein die zweite Runde nicht schafft, tritt der Sieger aus dieser Begegnung an diese Stelle, und aus der Begegnung mit Canadi wird nichts, was wahrscheinlich ohnehin nicht sehr wünschenswert wäre.

4. Runde EL-Quali

2018-08-06 Auslosung
2018-08-23 Hinrunde
2018-08-30 Rückrunde

Denken wir positiv und hoffen auf ein Weiterkommen in Runde 3, dann brauchen wir in Runde 4 wieder einmal Losglück, denn derzeit liegen wir mit unseren 21,5 Punkten unter den nicht gesetzten Teams. Es könnte aber sein, dass sich in Runde 3 einige der Underdogs durchsetzen. Diese hätten dann eventuell noch weniger Punkte als Rapid und könnten uns dabei helfen, in die Ränge der gesetzten Teams aufzurücken. Aber das sind noch viele “Wenns”.

Derzeit sind unsere möglichen Gegner folgende:

Esp 2 113.000 Sevilla
Rus 3 78.000 Zenit St. Petersburg
Tur 2 57.000 Besiktas
Gre 3 54.000 Olympiakos Piraeus
Cze 2 34.500 Sparta Praha
Den 1 34.000 FC København
Por 3 30.500 Sporting Braga
Gre 2 29.500 PAOK Thessaloniki
Rom 2 27.500 FCSB
Bel 3 27.000 AA Gent
Bel 2 27.000 Racing Genk
Ned 2 25.000 AZ Alkmaar
Slo 1 22.500 NK Maribor

Isr 1 22.500 Maccabi Tel-Aviv
Ned 3 21.500 Feyenoord
Aut 3 21.500 Rapid Wien
Ger 2 17.000 RB Leipzig
Srb 1 17.000 Partizan Belgrade
Eng 2 15.921 Burnley FC
Cro 3 15.500 NK Rijeka
Ita 2 15.249 Atalanta
Nor 1 12.500 Molde FK
Fra 2 11.283 Girondins Bordeaux
Rus 2 10.676 FC Ufa
Cyp 1 10.000 Apollon Limassol
Aut 2 6.570 Sturm Graz

In dieser Tabelle sind alle Teams enthalten. Rapid liegt unterhalb der Mitte liegt und wird daher derzeit gegen ein Team der oberen Hälfte gelost. Ob wir in diesem Ranking nach oben, in die erste Hälfte der Tabelle  rutschen können, hängt eben von dem Ergebnis der Qualifikationen in den Vorrunden ab. Es wäre nicht unpraktisch, wenn Rapid durch Aufrücken in die Liste der gesetzten Teams oder wenigstens durch Losglück die großen Kaliber vermeiden könnte.

Links

Rapid-Monaco

2:2 (0:1)

Nach einer eher schwachen ersten Hälfte von Rapid mit der Einheitsaufstellung, zeigte die zweite Angriffslinie mit Keles, Prosenik und Sobczyk deutlich mehr Engagement und egalisierte schließlich den Rückstand aus der ersten Hälfte.

Allzu viel dürfen wir in das Spiel nicht hineininterpretieren, denn es war nur ein Test, der von den Gästen wahrscheinlich nicht ganz so wichtig genommen wurde wie von Rapid. Hier die Mannschaft bei der Verabschiedung:

Schuhmode in Monaco

Es ist aufgefallen, dass zwei Spieler von Monaco mit je einem schwarzen und einem gelben Schuh gespielt haben. Die Frage ist, ob die Schuhe so geliefert werden oder ob das eine individuelle Note der Spieler ist und sie noch ein zweites gelb-schwarzes Paar zu Hause haben.

Ex-Rapidler zu Gast

Andy Marek begrüßte vor Spielbeginn zwei Ex-Rapidler: Helmut Schulte, früher Sportdirektor bei Rapid, jetzt bei Union Berlin und Antonín Panenka, Rapid-Legende, derzeit Präsident bei den Bohemians Prag.

Niemand ist größer als Rapid.

Präsident Krammer benutze die Gelegenheit, die Worte von Steffen Hofmann vom Tag der offenen Tür zu wiederholen, die da lauteten, dass niemand wichtiger wäre als der Verein. Das ist ein schöner Satz und zeigt den Gemeinschaftssinn eines großen Fußballspielers. Es tut uns allen gut, dass Steffen seine Rolle als die eines “servus”, eines Dienenden, als einer von uns sieht. Er ist ein enorm wichtiger Teil unserer Rapid-Familie, auch wenn er gar nicht am Spielfeld ist.

Allerdings werden hier zwei verschiedene Qualitäten verglichen. Die Gruppe ist wichtig, weil man ohne sie nicht Fußball spielen kann aber auch die individuelle Qualität ist wichtig, denn die Gruppe kann ohne sie keine Erfolge feiern. Zwischen diesen verschiedenen Qualitäten scheint eine Balance nötig zu sein. Ein großer Fußballer wird durch eine starke Gruppe noch besser, anderseits tritt er in einem schwächeren Kollektiv nicht ganz so toll in Erscheinung. (Beispiele: Ronaldo bei Real und bei der Nationalmannschaft oder Steffen bei Rapid und bei 1860). Es ist etwa die Relation wie zwischen Berg und Gebirge, Baum und Wald.

Eventpublikum

Es waren nur wenige Zuschauer aus der “Stammbesatzung” rund um unsere Sitze zu sehen. Unser Sitznachbarn bei diesem Spiel etwa waren Polen, und sie kamen nicht wegen Rapid, sie kamen wegen AS Monaco. Und davon wird es viele im Publikum gegeben haben. Es ist erfreulich, dass trotz der geringen Zuschauerzahl von 9.800 alle diese Event-Gäste einen tollen Support seitens des Rapid-Anhangs miterlebt haben. Der Dauersupport schaffte einen würdigen Rahmen zu dieser Begegnung mit einer europäischen Spitzenmannschaft.

Schwarzer Hirsch

Wer hätte gedacht, dass dieses “SH-Sports” für “Schwarzer Hirsch” steht, angelehnt an die Namen der Geschäftsführer der Firma.

Rapid ist eine Familie

Während wir noch im Stags-Head die tollen Ansätze unseres Zweier-Sturms mit Keles, Sobczyk und Prosenik besprachen, hörten wir draußen den einsamen Ján Klimeš einen Buddy Holly-Song abspielen. Ján sucht keine “nette Frau” mehr, sie muss jetzt schon eine “reiche Frau” sein. Es war für uns eine Ehrensache, ihm eine Spende für seine Bemühungen zu hinterlassen. Er revanchierte sich mit einem gemeinsamen Abschiedsfoto.

Da klingelte mein Telefon! Ich hätte es ja gar nicht gehört, aber Florian ist immer sehr aufmerksam. Es war Andy Marek, der die Szene mit Ján von seinem Büro im ersten Stock beobachtet hat und uns eine gute Heimfahrt wünschte.

Was uns an diesem Rapid so gefällt, ist die Bereitschaft aller Aktiven, die Gemeinschaft aller Anhänger und ihre Verbindung zum Verein zu stärken. Egal, ob es der Präsident, die Geschäftsführer oder sonst wer im Verein ist. Und es ist dabei tatsächlich egal, wer das Gegenüber ist. Ob es ein Anliegen der Ultras oder eines Einzelnen ist. Die Idee der Rapid-Familie wird nicht nur gepredigt, sie wird auch gelebt.

Eine kleine Szene am Rand des gestrigen Mannschaftstrainings auf West 1: ein sichtlich gestresster Robert Racic musste rasch etwas erledigen und dabei eilte er bei unseren Plätzen vorbei. Der unnachahmliche Christian hat dieses Vorbeieilen als Unhöflichkeit interpretiert und hat ihm das sehr deutlich nachgerufen. Robert erledigte seinen Job und kam dann eigens zu unserer Gruppe und gab jedem einzelnen von uns die Hand. [Wir müssen uns bei ihm einmal wegen des immer vorlauten Christian entschuldigen.]

Wir freuen uns, Teil dieser großen Gemeinschaft sein zu dürfen. Allzu viel können wir ja selbst gar nicht beitragen; aber unserer Unterstützung als zahlende Fans kann Rapid sicher sein.

Hoffnung

Das Testspiel gegen einen so prominenten Gegner hat uns – speziell in der zweiten Halbzeit – Hoffnung gemacht, dass es jetzt aufwärts gehen kann. Und es kann dieses wieder erstarkende Kollektiv sein – angesprochen bei Spielbeginn – das wieder beginnt die Hauptrolle gespielt hat. Damit das der Fall ist, müssen eben hie und da Einzelinteressen hinter denen der Gruppe bleiben. Und das neue Trainerteam, verstärkt durch Steffen hat diese Eigenschaft, die in der letzten Saison etwas abhanden kam.

Links

Rapid-Celtic

Rapid-Celtic 1:1 (1:0)

Diese Schreibweise ist eigentlich falsch, denn Rapid spielte mit dem blau-roten Auswärtsdress.  Aber irgendwie war doch Rapid die gefühlte Heimmannschaft. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, der Gegner war ein sehr guter Prüfstein.

Friedliches Spiel, freundliche Atmosphäre

In unserem Sektor gab es keinerlei Kontrollen, im Rapid-Sektor aber schon. Das große Polizeiaufgebot hatte an diesem Abend einen ruhigen Dienst.

Wir sahen wieder einmal zwei sehr unterschiedliche Spielhälften. Diesen großen Unterschied sahen wir etwa beim Testspiel gegen Traiskirchen nicht und das lag vielleicht doch an der Stärke des Gegners. Es standen einander in den beiden Spielhälften zwei komplett verschiedene Teams gegenüber.

HZ 1

Am auffälligsten waren in der ersten Hälfte Joelinton, Murg und Schrammel. Unser Blick war die meiste Zeit nach Norden, auf das Tor von Celtic gerichtet. Rapid war klar tonangebend und der durchbrechende Joelinton konnte vom  schottischen Tormann nur durch ein Foul gestoppt werden. Die Folge: gelbe Karte (nach der neuen Regel), Elfmeter und Führung für Rapid, knapp vor der Pause.

HZ 2

Die zweite Hälfte gehörte aber den Schotten. Wieder war unser Blick überwiegend nach Norden gerichtet, also auf das Tor von Rapid. Boli Bolingoli machte auf der Schrammel-Position seine Sache ganz gut, sein Aktionsradius zeigt seine Offensivstärke.

Allerdings hatte auch sein Konkurrent um diesen Platz, Thomas Schrammel in der ersten Halbzeit eine sehr gute Partei gespielt. Er wird spannend, der Kampf um diesen Platz.

Das Gegentor war ebenfalls ein Elfmeter nach einer Notbremse von Thurnwald im Strafraum.

Das eher Betrübliche ist aber die zu geringe Entlastung der Rapid-Verteidigung durch diese zweite Angriffsreihe. Ein Hauptanteil dieser Schwäche geht von Matej Jelic aus.

Matej wird motiviert

Trotz Zuspruch seitens des Trainers (und diese Szene beobachten wir nicht zum ersten Mal) will es ihm nicht gelingen, ins Spiel zu finden.

Mein Sitznachbar, der unsere Nummer 9 zum ersten Mal spielen sah, hat viel deutlichere Worte gefunden, als er von uns hörte, dass Matej noch zwei Jahre unter Vertrag stünde. Unser Eindruck ist, dass Matej unzureichend in der Mannschaft eingebunden ist; sowohl in der Gemeinschaft, als auch am Spielfeld. Er wirkt isoliert und sein Stellungsspiel ist unglücklich, fast schon teilnahmslos; möglicherweise haben auch Verständigungsschwierigkeiten ihren Anteil daran.

Jeder Celtic-Spieler mit kleinem “Buckel”

Interessant war, dass jeder Celtic-Spieler einen kleinen Gegenstand an der Oberseite des Trikots mit sich geführt hat. (Weitere Bilder siehe “Links”).

Es könnte sein, dass es sich dabei um einen GPS-Logger gehandelt hat, der die Laufwege der Spieler protokolliert und den Analysten wichtige Aufschlüsse über das Spiel gibt. Aber das ist nur eine Vermutung.

Die vier im Citroen

Der “Arbeitstag” eines Fußballfans beginnt nach dem Mittagessen und endet nach Mitternacht. Christian, Florian, Franz und Thomas fahren mit dem betagten aber gut gepflegten Citroen ins Mostviertel. (Ein zufälliger Fahrvergleich mit einem Audi lässt mich bei jeder unserer Ausfahrten die einzigartige Qualität der Hydrolastic-Federung des Citroen C5 noch mehr schätzen.) Proviant ist an Bord, McDonald’s macht an diesem Tag kein Geschäft mit uns.

Wir sind keine Minute zu früh gekommen. Lange Schlangen stehen schon vor uns, alle wollen einen Schattenplatz:

Eingewiesen vom Organisator Gernot Lechner bekommen wir die letzten Plätze auf der schattigen Westtribüne. Das Interesse ist groß, 90 Minuten vor Spielbeginn ist diese Tribüne bereits voll besetzt. Wir ergattern noch zwei Plätze neben dem sehr fachkundigen Publikum aus der Gegend. Wir können mit den Namen der nachrückenden Jungspieler aushelfen aber ansonsten ist man hier gut informiert.

Die Außentemperaturen sind mit 25 Grad ideal für Spieler und Publikum

Die Zeit bis zum Spielbeginn vertreiben wir uns mit einem Pfefferoni-Leberkäse und Bier.

Die Rückfahrt durch den Wienerwald auf der A21 war beeindruckend. Dunkle Gewitterwolken am Himmel und tief stehende Sonne im Westen verliehen den Wäldern auf der Strecke einen selten schönen Charakter.

Links

Rapid und die Top 50

Es ist nicht das erste- und wohl auch nicht das letzte Mal, dass wir uns Gedanken machen über Geld im Fußballsport.

Geld-Erfolgs-Diagramm

Wir tragen die ersten Hundert Vereine der UEFA-Rangliste in ein Koordinatensystem ein, mit dem Kaderwert (aus Transfermarkt) auf der vertikalen Achse und dem UEFA-Platz (oder den UEFA-Punkten, siehe spätere Abbildung) auf der horizontalen Achse. Wir erhalten eine Punktewolke, die man durch eine Trendgerade beschreiben kann. Die Gerade verläuft tendenziell von links oben (reich und erfolgreich) bis rechts unten (arm und weniger erfolgreich). Alle, die sich in der Nähe dieser Geraden befinden, deren Erfolg entspricht in etwa dem investieren Geld und dem erwartbaren Platz. Alle die darüber sind, wenden mehr Mittel auf und erreichen den Platz nicht, der ihnen gemäß Trend zugesprochen werden könnte und die darunter sind die Underdogs – und dazu zählt auch Rapid, denn sie erreichen einen viel besseren Platz als man von ihnen kraft ihres Budgets erwarten könnte.

Spielt also Geld Fußball? Und die Antwort: “im Prinzip” ja. Die Reichsten des europäischen Fußballs stehen auch ganz oben im Ranking. Und die Unterschiede sind noch viel größer als es diese Darstellung vermittelt. Die Darstellung wurde nämlich etwas optimiert, damit eben alle Vereine einigermaßen gleichmäßig am Bild verteilt sind.

Da sich die Unterschiede zwischen reich und arm über drei Zehnerpotenzen ziehen, wurde die Euro-Achse logarithmisch dargestellt. Tut man es nicht, werden die ärmeren Vereine unleserlich im unteren Bildteil zusammengedrängt.

Rapid steht auf UEFA-Platz 71 von 453 gelisteten Vereinen. In unserer Grafik wurden die ersten 100 dieser Liste dargestellt.

Reiht man die Vereine nach dem Wert der Mannschaft, liegt Rapid auf Platz 87. Rapid erreicht daher mit weniger Geld einen besseren Platz als es der “Geldreihung” entspricht. Rapid hat etwa 20 Plätze gegenüber der Trendlinie aufgeholt.

Eine senkrechte und waagrechte Linie durch den Punkt “Rapid” ergibt vier Quadranten. Wir wollen mit Rapid nach links, also erfolgreicher sein; nicht unbedingt nach oben, denn würde bedeuten, dass wir mehr Geld brauchen. Wir sehen auch, dass es durchaus Vereine gibt, die das schaffen.

7 Vereine im rechten unteren Quadranten haben weniger Kapital und erreichen auch nicht den Platz von Rapid.

21 Vereine im rechten oberen Quadranten setzen mehr Kapital (bis zu zehnmal so viel, wie zum Beispiel Everton) und sind schlechter gereiht als Rapid. Der Grund: es ist den großen Ligen, insbesondere in England auch für seht potente Klubs schwierig, alljährlich in die Ränge mit internationalem Startplatz vorzudringen.

65 Vereine im linken oberen Quadranten sind reicher und sind besser gereiht als Rapid.

5 Vereine im linken unteren Quadranten schaffen einen besseren Platz als Rapid mit weniger Kapital. Hier (und bei der ganzen Grafik) muss man aber aufpassen, denn es handelt sich bei allen diesen Vereinen um solche aus Ländern mit einem geringeren BIP als in Österreich und daher sind dort Löhne (und damit wahrscheinlich auch die Vertragssummen von Fußballern) geringer.

Unsere Vorbilder müssen Vereine sein wie Sparta Prag, Basel, Celtic oder die belgischen Klubs. Sie sind in sportlicher Reichweite aber sie sind konstanter in den Leistungen und erreichen dadurch einen besseren UEFA-Platz.

Probleme der Kaderwerte

Es macht einen großen Unterschied, ob ein Verein in einer englischen, belgischen oder österreichischen Liga bestehen muss.

Die Lebenshaltungskosten sind sehr verschieden. Beispielsweise sind Einkommen in der Schweiz etwa doppelt so hoch als in Frankreich. Die Kaufkraft in den Ländern unterscheidet sich auch um bis zum Faktor 3. Die Fernsehgelder unterscheiden sich um noch viel größere Faktoren, d.h. zum Beispiel, dass englische Klubs allein durch die Teilnahme an der Premier-League mit einer Art Fernseh-Füllhorn gleichmäßig zugeschüttet werden, führt dazu, dass alle diese Klubs über eine gleichmäßig hohe Finanzkraft verfügen. Diese Einflüsse auf die Kaderwerte sind auch die Ursache für die große Streuung im Geld-Erfolgs-Diagramm.

Die folgende Skizze zeigt das Geld-Erfolgsdiagramm für verschiedene Länder. Es wurde eine Linie um die am UEFA-Ranking beteiligten Länder gezogen.

Man sieht, dass diese Bänder praktisch parallel verschoben sind. Nur Spanien und Frankreich (hier nicht eingezeichnet) “überqueren” das Finanzband einiger anderer Länder. Der Grund ist, dass die dortigen Verhältnisse stark Madrid-Barcelona-oder PSG-zentriert sind und die weiter hinten in der Tabelle ungleich weniger Finanzkraft haben.

Weiters wurden Länder wie Russland nicht berücksichtigt, weil dort der Einfluss von Oligarchen-Geldern eine andere Realität vorgaukelt. Man könnte sich aber mit etwas Geduld auch an die Darstellung aller Länder heranwagen.

In diesem internationalen Konzert der Vereine ist Rapid ein unbedeutender Player. Geht es um den Platz, so um die derzeitige Nummer 70, sind es Vereine wie Bern, Borisov, Gent, Machakala, Betis, Newcastle, Krasnodar und Everton und von allen diesen Vereinen rund um den 70. Platz verfügt Rapid über das geringste Kapital.

Vergleichen wir Vereine mit etwa demselben Kapital wir Rapid (so um die 25 Millionen), gibt es solche, die im Ranking besser abschneidend (Levante, Bukarest, Kopenhagen Pilsen und Sparta Praha) und davon Pilsen und Prag bereits in jenem Bereich, in dem Rapid gerne wäre, nämlich unter den Top 50. Aber es gibt auch Vereine, die hinter Rapid liegen, wie zum Beispiel Dinamo Moskau, Legia Warschau, Tel-Aviv, Hannover.

Aber es gibt genug prominente Vereine mit weit mehr Kapital als es Rapid hat und die dennoch hinter Rapid liegen, wie zum Beispiel Zagreb, Tranzonspor, Stuttgart, Feyenoort, Main, Lok Moskau, Swansea, Southhampton,  und andere.

Salopp ausgedrückt kann man sagen, dass man eben in Österreich auch mit weniger Geld etwas erreichen kann.

Rapid in den Top 50

Es klingt einerseits gut, wenn man in den “Top 50” ist, hat man es aber erreicht, dann ist man in der Runde von RB, Pilsen, Braga, Genk, Celtic, Kazan Besiktas oder Sporting Lissabon. Alles Gegner, von denen wir auch jetzt schon annehmen, dass sie schlagbar sind. Aber die Herausforderung ist nicht ein punktueller Sieg, denn das hat Rapid schon wiederholt geschafft; das Problem ist die jährlich aufs Neue bewiesene Konstanz. Sollte es zum Beispiel passieren, dass wir als Rapid im nächsten Jahr nicht international punkten können, sind wir schon wieder meilenweit von dem gesteckten Ziel entfernt. Unter den Top 3 in Österreich zu sein, ist ein Muss für das angepeilte Ziel des Platzes unter den Top-50 in Europa. Es ist eine Ironie des Schicksals, wenn Rapid mit dem Unentschieden gegen Bilbao für Österreich einen fünften Startplatz erkämpft hätte (leider erst 2018) und dann diesen Startplatz selbst nicht nutzen könnte.

Rapid ist ein Underdog

Betrachtet man das “Geld-Erfolg-Diagramm”, liegt Rapids Kaderwert weit unter jenem, über den andere Mannschaften an diesem UEFA-Rang verfügen. Würde Rapid um 20 Plätze schlechter stehen, würde das auch nicht besonders auffallen, man läge immer noch im Trend. Es gibt nur ganz wenige Mannschaften mit noch weniger Kapital aber die kommen aus Ländern mit einem geringeren BIP und wahrscheinlich noch geringeren Anteil an Fernseh- und Werbegeldern.

Brauchen wir mehr Geld?

Schaden kann es nicht, aber was nützt das Geld, wenn es nicht richtig investiert wird (wie wir in der heurigen Saison schmerzlich erfahren müssen)? Im internationalen Vergleich ist Rapid unterdotiert. Clubs wie Everton, Leicester und Krasnodar liegen im UEFA-Ranking etwa im Bereich von Rapid, verfügen aber über den 10-fachen Mannschaftswert.

Nicht nur Rapid ist unterdotiert, unsere ganze Liga ist unterdotiert.

Die fehlende Dotierung des österreichischen Fußballs kommt vom geringeren Werbewert für die Sponsoren auf dem kleinen österreichischen Markt und den gleichzeitig geringeren Einnahmen aus den Fernsehverträgen. Und die geringen Zuschauerzahlen in den Stadien tragen auch nicht gerade zur Hebung des Werbewerts bei.

Ich sehe für eine Verbesserung dieser Situation nur die eine Abhilfe (nicht eine Behübschung des Formats, wie das die Bundesliga plant) einer Art mitteleuropäischen Liga mit allen Vereinen, die da mitmachen wollen, von Prag bis Laibach und von Genf bis Košice. Zurück zu einstiger Größe in Zeiten des Mitropa-Cup mit größeren Reichweiten für die Sponsoren und mehr Fernsehgeld für die Vereine.

Platz und UEFA-Punkte

Die Vereine wurden in dem obigen Diagramm nach dem UEFA-Rang gereiht. 1 ist Real Madrid (ganz links, ganz oben), 2 ist Bayern usw. Wenn man statt des UEFA-Rangs die UEFA-Punkte aufträgt, dann vergrößert sich der Unterschied zwischen den Spitzen und der großen Masse der Vereine ganz gewaltig. Im folgenden Bild wurde das gemacht. Man sieht, dass die Unterschiede bei Top-Plätzen sehr viel größer ist als weiter hinten.

Der UEFA-Platz wurde durch die UEFA-Punkte ersetzt. Daher liegen die erfolgreichsten Vereine ganz rechts und man sieht, dass dort “oben” die Abstände zu jeweils nächsten Verein viel größer sind als beim großen Rest ganz links.

Tragen wir die Punkte-Differenzen von Nachbarn in der UEFA-Rangliste in einem Diagramm ein, sieht man diesen Trend ganz deutlich. Je erfolgreicher der Verein ist, desto mehr Punkte kann er gegenüber seinem Nachfolger lukrieren.

Was ist der Grund?

Ganz einfach, es ist die Art, wie die Punkte vergeben werden. Es fällt normalerweise niemandem ein, bei einem Cup-System Punkte zu verteilen, denn es ist ja evident, dass jeder Verein, der eine Runde weiterkommt auch automatisch mehr Punkte haben muss. Daher zählt man die Punkte im Cup nicht. Die UEFA tut es schon.

Wir haben in den internationalen Bewerben drei Spielphasen: eine Qualifikationsphase, eine Gruppenphase und eine KO-Phase. In der Gruppenphase können alle Vereine punkten und tun dies auch mehr oder weniger. Das sind die Vereine links von der Mitte. In die KO-Phase kommen aber vorzugsweise die besten Vereine und zwar mit großer Regelmäßigkeit. Und in dieser Phase können nur diese besten Vereine punkten, die Ausgeschiedenen natürlich nicht mehr. Und daher können die jeweils Besten weiter Punkte sammeln und alle anderen Vereine gehen leer aus. Diese Art der Punkteermittlung vertieft die Kluft zwischen den Top-Vereinen und allen anderen.

Es ist unklar, warum sich die große Masse der Vereine diese Bewertung gefallen lässt. Vielleicht ist ihnen diese Ungerechtigkeit noch gar nicht aufgefallen.

Ich war lange Lehrer und ein zentrales Element beim Umgang mit Klassen ist Fairness. Wie immer man Noten ermittelt, es muss ein System sein, das die Schüler als gerecht akzeptieren. Jedes Kriterium, das zur Leistungsfeststellung herangezogen wird, beispielsweise Mitarbeit, Schularbeit oder mündliche Prüfung, muss immer gleichmäßig gegenüber allen Schülern angewendet werden.

Stelle man sich folgende Leistungsfeststellung vor. Bei Schularbeiten werden alle Schüler benotet (das wäre die Gruppenphase im europäischen Bewerb). Das ergibt ein Notenbild mit sehr guten bis sehr schlechten Erfolgen. Nach dieser Auswertung der Schularbeiten kommen aber nur mehr die bestbenoteten zu einer mündlichen Prüfung. Die mit den schlechteren Noten bekommen keine weitere Chance. In einem Schulumfeld würden Schüler und Eltern eine solche Vorgangsweise nie dulden, denn es muss bei einem Bewertungsverfahren sichergestellt sein, dass alle dieselbe Chance erhalten.

Bei fairen Bewertungssystemen im Fußball müssten alle Vereine spielen und alle müssen die Chance zum Punkten haben. In einer Meisterschaft ist das der Fall und die Punkte der Meisterschaftstabelle werden von allen als fair akzeptiert. Diese Tabelle wird auch wöchentlich in Zeitungen abgedruckt.

Das UEFA-Ranking ist ein System, dass die Kluft zwischen den Top-Vereinen und dem Rest der Fußballwelt enorm verstärkt, weil die Vereine, die nicht in die KO-Phase kommen auch keine weitere Chance auf Punkte bekommen. Im Gegensatz zu den Meisterschaftstabellen werden die UEFARankings nicht groß herumgereicht und werden daher auch weniger wahrgenommen.

Die Qualifikationsrunden sind ebenfalls ein Element, das – kurioserweise genau gegenteilig – unfair ist, denn es begünstigt ausnahmsweise die schwächeren Vereine. Alle diese schwächeren Vereine müssen bis zu vier Qualifikationsrunden spielen und erhalten die halbe Punkteanzahl eines Bewerbspiels. Der UEFA dürfte das wohl bewusst sein, denn alle Vereine, die es in die Gruppenphase schaffen oder überhaupt schon dort gesetzt sind, erhalten einen 2- beziehungsweise 4-Punktebonus, ohne überhaupt gespielt zu haben, vielleicht als ein Trostpflaster für die entgangene Chance, bei der Qualifikation Punkte sammeln zu können.

Warum ist der Wert der Fußballer so astronomisch hoch?

Das Tagebuch hat schon darüber berichtet: weil so viel Geld da ist und ein Sportverein keine andere Aufgabe hat, außer eben der Finanzierung des Kaders. Wo Geld ist (oder Monopole), steigen die Preise. Das kann man an einem Rennwochenende in Kitzbühel leicht überprüfen oder bei einer Übernachtung ebendort oder in den Emiraten oder in St. Moritz.

Fußballvereine als echte Aktiengesellschaften

Wären Fußballvereine gewinnorientierte Unternehmen und die Mitglieder der Vereinen die Aktionäre, dann wären die Mitglieder (oder eben Investoren) auch an einer Ausschüttung von Überschüssen interessiert, und der Verein müsste entscheiden, wie viel man in den Sport und wie viel in die Gewinnausschüttung investiert.

Würde die Vereins-AG – so wie jetzt – alles in den Sport investieren, würden die ertragshungrigen Aktionäre zu anderen Vereinen, die Gewinne ausschütten, abwandern; investiert aber die Vereins-AG zuviel in die Dividende, kommt der sportliche Bereich zu kurz. Eine solche Balance zu halten, das müssen börsennotierte Unternehmungen Jahr für Jahr tun. Und eine solche Gebarung würde gleich einmal diese Phantasiesummen für Transfers und Gehälter reduzieren, weil es nicht nur den sportlichen Erfolg zu maximieren gilt sondern auch die Interessen der Anleger zu befriedigen.

Da es aber derzeit nicht um Gewinn sondern nur um sportlichen Erfolg geht, werden alle zur Verfügung stehenden Mittel diesem Ziel untergeordnet, mit dem Effekt, dass der Spielerwert in kuriose Höhen steigt und Mannschaften viele (Hundert) Millionen an Wert haben.

Würde Fußball aber eine Gewinnkomponente haben müssen, würden sich nicht nur Fans sondern auch Investoren an Vereinen beteiligen und jeder Verein müsste diese wichtige Entscheidung treffen, wo er seine Gelder investiert.

Leider wird der beschauliche Vereinsbetrieb jetzt schon durch Großinvestoren gestört, die durch Quersubventionierung ihres Hobbys eine Liga zu ihrer eigenen Spielwiese umfunktionieren und den fairen sportlich-wirtschaftlichen Wettbewerb – wie etwa in England oder Russland – ad absurdum führen.

Als Außenstehender meint man, mit Leicester-City eine Art “Robin Hood des Fußballs” entdeckt zu haben, bis man dann drauf kommt, dass auch dort potente Geldgeber die Hand in Spiel haben – wie übrigens bei praktisch allen englischen Vereinen. Das Tagebuch hat darüber berichtet, siehe “Was bringen die Reichen?”

Warum die UEFA an diesem kranken System fest hält und es offenbar weiter ausbaut, liegt wahrscheinlich in ihrem eigenen Nutzen aus der Konzentration auf wenige Top-Klubs, aus deren Auftritten mehr zu verdienen ist als aus Spielen aller anderen Vereine.

Was eigentlich wünschenswert wäre, sind europaweit einheitliche Regulative zum Betrieb von Fußballvereinen, bei denen der Name “Verein” auch noch im Wortsinn gültig ist, denn die meisten englischen Top-Klubs müssen als Firmen im Besitz einzelner Personen verstanden werden. Oder aber als gewinn- und gleichzeitig erfolgsorientierte Aktiengesellschaften.

Fazit

In diesem Beitrag wurde gezeigt, dass dass das UEFA-Ranking ein Verfahren ist, das die reichsten Vereine überproportional begünstigt. Dazu kommen neue Regulative in den kommenden Saisonen, die diesen Trend noch weiter verstärken werden. Das ist für allen Vereine unterhalb der Top-Ligen ziemlich unbefriedigend.

Was sich daraus ergeben könnte? Zum Beispiel der Effekt, dass sich niemand mehr für die Spiele im Frühjahr interessiert und dadurch das erhoffte Mehr an Einnahmen für die UEFA und die Top-Klubs ausbleibt.


Als ich das obige Diagramm von “Arm und Reich” im Fußball gesehen habe, erinnerte mich das an an die folgende Darstellung der Milchstraße (Bild aus Wikipedia):

Es ist ernüchternd, dass unsere vielgeliebte und uns riesig erscheinende Sonne ein unbedeutender, kleiner Stern in einem unbedeutenden Spiralarm unserer Milchstraße ist.

Und ebenso ernüchternd ist es zu sehen, das unser vielgeliebtes Rapid im Konzert der 100 besten europäischen Fußballklubs eine vergleichsweise ebenso untergeordnete Rolle spielt.

Allerdings ist alles auch eine Sache der Darstellung. Hätten wir alle 470 Vereine aufgezählt, die im Ranking der europäischen Klubs der UEFA enthalten sind, hätte unsere Position viel besser ausgeschaut.

Rapid-Bilbao

1:1 (0:0)

Auf Augenhöhe mit einem spanischen Spitzenteam!

d15a3221

Wie weggeblasen ist das fehlende Selbstvertrauen, das wir noch im Hinspiel in Bilbao schmerzhaft erleben mussten. Es war sehr erfreulich anzusehen, dass die Mannschaft die Herausforderung angenommen und zu einem dem Spielverlauf gerecht empfundenes Remis erreicht hat.

Man kann natürlich einwenden, dass es um nichts mehr gegangen wäre und das Spiel – vor allem in der ersten Halbzeit – Testspielcharakter hatte. Aber das erreichte Unentschieden hat – wie wir noch sehen werden – weitreichende Konsequenzen für den österreichischen Fußball.

Wir haben mit Damir Canadi einen mutigen Trainer, der den Spielern vertraut. Bei der ersten Bekanntgabe der Aufstellung war man geneigt zu sagen, dass es eine Zweiermannschaft ist, die aufläuft. Aber davon war spielerisch nichts zu sehen.

Viele unter den Zuchauern hatten Befürchtungen ob des Einsatzes von Tobias Knoflach. Alle haben noch sein verpatztes Auftaktspiel gegen Mattersburg in Erinnerung. Mit der tollen Abwehr des Freistoßes in der 93. Minute war aber klar, dass Tobias eine fehlerfreie und in einigen Szenen überragende Partie gespielt hat.

Wer dieses bravouröse Spiel von Mario Sonnleiter gesehen hat, kann nicht verstehen, wie ein Trainer diese Kampfbereitschaft hat übersehen können. Und wie man vorgeht, wenn man zu viele Verteidiger hat, das zeigte der durchaus geglückte Einsatz von Christopher Dibon im Mittelfeld.

Auch die sehr lange Reservistenrolle von Tomi ist nicht ganz verständlich, zeigte er doch, dass er viele Pässe nach vorne gut behaupten konnte. Dennoch blieb das Tor dem Duo Kvilitaia-Joelinton vorbehalten, wobei vor allem die Ballbehauptung von Joelinton hervorgehoben werden muss.

Ein versöhnliches Ende einer eher glücklosen Gruppenphase mit Zuversicht für das letzte Heimspiel am Sonntag.

UEFA-Ranking

So schaute die Länder-Reihung vor dieser Runde aus:

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 4.400 26.500 3/5
15 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
16 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 6.625 24.600 3/4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 2.900 23.950 2/5

,,,und so nach dieser Runde

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 4.800 26.900 2/5
15 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 7.375 25.350 3/4
16 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 3.100 24.150 1/5

Durch den Sieg von Salzburg und das Unentschieden von Rapid hat Österreich 0.5 + 0.25 Punkte dazubekommen, Kroatien hat nicht mehr gepunktet und wird auch nicht mehr punkten. Allerdings könnte der letzte rumänische Vertreter Astra Giurgiu noch im Frühjahr punkten und aufholen. Nach dem derzeitigen Stand der UEFA-Rangliste, würde Österreich einen 5. Startplatz für einen internationalen Bewerb erobert haben.

Fan-Support

Ján ist traurig über den schlechten Geschäftsgang vor dem Stadion.

d15a3196

Der Block-West und auch sein Gegenüber, die beachtlich große baskische Abordnung, zeigten sich von ihrer besten Seite. Aber es sind auch nicht alle aus Spanien angereist, wie man am Transparent “Athletic Club Polish Fans” (rechts unten im Bild) sieht.

d15a3237

Die Choreografie des Block-West war wieder einmal ein kollektives Meisterwerk. “Eine Stadt, eine Kurve, ein Verein” waren die Texte auf drei riesigen Transparenten, die sich lückenlos über die ganze Südtribüne erstreckten, unterstrichen von “Gemeinsam sind wir Eins”.

d15a3215

Danach präsentierte sich der Block mit grün-weiß-grünen Umhängen.

d15a3230

Mit dieser Choreografie hat man sich wieder einmal in die Reihe der Besten auf diesem Gebiet eingereiht; ein großartiger Abschied vom Bewerb. Viel hat ja nicht gefehlt, ein bisschen mehr Selbstvertrauen und ein bisschen weniger Eigentore hätten schon genügt.

Ich wäre neugierig zu wissen, wie viele im Stadion – außer den Gästen aus dem Baskenland, die das Transparent spontan beklatschten – gewusst haben, was die Worte “Justizia para Iñigo” bedeuten.

d15a3238

Vor vier Jahren wurde Iñigo Cabacas durch ein Gummigeschoß eines Polizisten tödlich getroffen und immer noch laufen Untersuchungen.

Wenn Du heute oder morgen etwas Gutes tun willst, komm zum Stadion zu einer “Charity-Veranstaltung” des kleinen Mannes: “Punschtrinken für einen guten Zweck.”

d15a3243

Links

 

Genk-Rapid

1:0 (1:0)

genk1

Ist es nicht sonderbar, dass man trotz der beiden Auftaktniederlagen unseres Trainers Damir Canadi so etwas wie eine positive Entwicklung verspürt? Laut Analyse des Fernsehens ist ein neuer Rapid-Trainer noch nie so schlecht gestartet. Einen Trainer zu sehen, der nicht mit verschränkten Armen am Spielfeldrand steht und einfach nur beobachtet, sondern einer, der mit seinem Mannschaft spricht und den Spielern immer und immer wieder erklärt, wie er sich ein erfolgreiches System vorstellt, das gibt Hoffnung.

Damit aber ein taktisches System von der Mannschaft auch gespielt wird, ohne groß an eine Vorgabe des Trainers denken zu müssen, wird wohl einige Zeit vergehen; eine schmerzliche Zeit, weil nicht alles gleich so funktionieren wird, wie man es sich von Ergebnis her vorstellt.

Ein Schmunzeln hat mit ein Sager aus einem Canadi-Interview entlockt, der etwa so gelautet hat: “…Glück und Pech gibt’s für mich nicht…”.

Nun es gibt aber den Zufall und das ist schwer zu bestreiten.

Zufälle sind nicht vorhersagbare Ereignisse, und ein Fußballspiel besteht eigentlich aus einer großen Zahl von Aktionen, vom Ankick bis zum Elfmeter, jede mit einer sehr großen Zufallskomponente.

Jede Mannschaft muss diese Zufälligkeiten in Sekundenbruchteilen zu ihrem Vorteil nutzen. Je schneller sie das kann, desto mehr Chancen kann sie sich erarbeiten. Aber es sind immer nur Chancen.

“Glück” und “Pech” sind eigentlich nur Interpretationen von Zufall im Zusammenhang mit der eigenen Situation. Wenn der berühmte Ziegelstein vom Dach fällt und Dich beschädigt, dann ist das “Pech”, wenn er aber neben Dir auf den Boden fällt, ist das “Glück” und wenn es ein paar Häuser weiter passiert – oder gar in China – ist es nichts als Zufall, weil es Dich nicht betrifft. Da aber bei einem Spiel beide Teams in exakt derselben Rolle sind, ist das Glück des einen immer auch das Pech des anderen.

Canadi wollte wahrscheinlich zum Ausdruck bringen – was viele so meinen, dass man “Glück erzwingen” könne, man also etwa durch konsequentes Training und Lernen zufällig entstehende Situationen eher zu seinem Vorteil nützen kann. Das ist statistisch richtig, also in einer großen Zahl beobachteter Fälle, kann man die “Tendenz zum Glück” verstärken. Nicht aber muss das in jedem einzelnen Fall zutreffen. Und daher kann man immer nur die Wahrscheinlichkeit für Erfolg erhöhen aber nie Erfolg garantieren. Daher sind auch die ziemlich krampfhaften Titel-Sager bei Rapid, von den Fans aufwärts bis zum Präsidenten eine Illusion und wirken eher verkrampfend.

Wir haben dazu Florian Sturm befragt und er meinte, dass im Teamgefüge der Mannschaft von 2005 einfach alles gepasst hat. Zum Beispiel hat der damalige Trainer Pepi Hickersberger weniger Wert auf eine bestimmte taktische Ausrichtung gelegt; so etwas habe man nicht trainiert. Aber eines hat der Trainer verstanden, nämlich alle Spieler des Kaders bestens zu motivieren, möglicherweise, in dem er ihnen Freiräume gab, die ihre Qualitäten zur Entfaltung bringen konnte. Und das heißt nun nicht, dass Erfolg nur so wie damals zustande kommen muss; es muss einfach dieses Einvernehmen innerhalb des Team passen, warum auch immer.

genk

Und wir wünschen es Damir, dass er mit seiner Methode das “Glück biegen” kann; zu unseren Gunsten natürlich!

Apropos “Glück und Pech”: der Spielbericht von Rapid erwähnt gar nicht, dass Louis Schaub ja ein Tor erzielt hat aber dieses Tor wegen eines angeblichen Fouls nicht gegeben wurde. Und das Tor von Genk hätte wegen einer vorangegangenen (aber schwer zu erkennenden) Abseitsposition nicht gegeben werden müssen. Man sieht, Glück und Pech, Sieg und Niederlage können beim Fußball sehr knapp beieinander liegen. Es hätte auch ganz anders ausgehen können.

Schon am Sonntag gibt es die nächste Bewährungsprobe für Damirs taktische Überraschungen. Wir sind zuversichtlich!

Im Bild: Florian und Damir Canadi am Flughafen von Maastricht.

canadi2

UEFA-Wertung

So hat die UEFA-Wertung vor diese Donnerstags-Runde ausgeschaut:

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 3.800 25.900 3/ 5
15 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/ 4
16 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 6.375 24.350 3/ 4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 2.100 23.150 2/ 5

und so nach diesem Donnerstag

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 4.400 26.500 3/ 5
15 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/ 4
16 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 6.625 24.600 3/ 4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 2.900 23.950 2/ 5

Österreich konnte wegen des Unentschieden von RB 0.25 Punkte gegenüber Kroatien aufholen, da aber nur mehr eine Runde zu spielen und ein internationale Überwintern österreichischer Mannschaften nicht zu erwarten ist, sind die noch immer fehlenden 0.65 Punkte nur dann aufzuholen, wenn die drei drei österreichischen Teams einen Sieg und ein Unentschieden erreichen. Unmöglich wäre es nicht, da man davon ausgehen kann, dass die jeweiligen Gegner – das Rennen ist ja schon gelaufen – nicht mit größtem Einsatz auf Sieg spielen und eventuell auch ihre Stars schonen werden.

Die Reise

Frühstück im Cafe beim Terminal 1

d15a2697

Die Organisatoren, Michael Federspiel und Elisabeth Nemec

d15a2706

Links

Rapid-Viertelstunde vom 25.11.

  • Rapid-Spieler überraschen Fans (Steffen Hofmann, Louis Schaub)
  • Grün-Weiß unterm Hakenkreuz
  • Im Gespräch mit Helge Payer
  • Link zum Video

Sassuolo-Rapid

2:2 (2:0)

Das Ergebnis passt, aber die Spielweise ist nicht etwas, auf dem man beruhigt aufbauen kann.

Dass der Zwei-Tore-Rückstand zur Pause schließlich aufgeholt werden konnte, lag möglicherweise doch an dem Zwei-Mann-Sturm der Schlussphase, der eine entsprechende Überzahl im gegnerischen Strafraum hergestellt hat und dann zu zwei Last-Minute-Treffern und noch dazu durch die beiden Stürmer geführt hat.

Und warum spielen wir dann nicht immer mit zwei Stürmern?

Ich glaube dass der Grund darin liegt, dass sich niemand mehr vor einer Niederlage fürchtet als der Trainer und das stärkt immer die Defensive. Aber das Kombinationsspiel von Rapid sollte auch mit einem Mann weniger im Mittelfeld ausreichend stark sein, um das Spiel in den gegnerischen Strafraum zu tragen, wo dann automatisch ein Mann mehr zur Verfügung steht und nicht erst aus dem Mittelfeld laufintensiv aufrücken muss.

Heute, im Spiel gegen den WAC werden wir erfahren, ob der Trainer das auch so sieht und ob er sich nicht doch getraut, mit dem Heimpublikum im Rücken auch einmal mit zwei Stürmern Flagge zu zeigen.

Österreich auf der UEFA-Überholspur

In der folgenden Tabelle wird das UEFA-Ranking vom 12. Oktober und 5. November (nach der EL-Runde) verglichen:

12. Oktober
13 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 2.000 24.100 3/5
15 Netherl 4.214 5.916 6.083 5.750 2.100 24.063 4/5
16 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 0.900 21.950 2/5
17 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 3.875 21.850 3/4

5. November
13 Netherl 4.214 5.916 6.083 5.750 5.100 27.063 4/5
14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 3.800 25.900 3/5
15 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
16 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 6.375 24.350 3/4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 2.100 23.150 2/5

Im Oktober betrug der Abstand zum 15. Platz (Niederlande) noch 2,213 Punkte und nach dieser 4. EL-Runde nur noch 0,9 Punkte (zu Kroatien). Unser Vorteil ist, dass wir noch drei Teams im Rennen haben und ein Punkt mit 3/4 gewichtet wird und für Kroatien nur mehr eine Mannschaft punkten kann und daher nur mit 1/4 gewichtet wird. Sogar Griechenland ist in Reichweite. Die Chancen stehen also gut, dass wir in den 6 Spielen österreichischer Klubs bis zum Dezember diese 0,9 Punkte aufholen können.

Ambiente

Wenn man die Mannschaft begleitet, erlebt man, wie durch Vereinheitlichung ein vordergründiges Team entsteht. Andy Marek gibt einen Dress-Code aus und der wird kontrolliert. Hilfreiche Hände sind zur Stelle, um die Schwachstelle, die Krawatte, ordentlich zu binden.

Lukas hilft Joelinton beim Binden der Krawatte

d15a2357

Wen erinnert das nicht eine Armeeausbildung, wo sehr viel Wert auf solche scheinbar bedeutungslose Übungen gelegt wird. Standeskontrolle in der Zweier-Uniform, mit Krawatte und geputzten Schuhen,versteht sich und Verlesung des Tagesbefehls durch den Vizeleutnant. Und dann geht es an die Front (bei der Armee) und zum Spiel (beim Fußball). In beiden Fällen wird Disziplin hochgehalten, Kreativität wird im Vorfeld und auch im Kampf eher ungern gesehen. Wenn aber dann – ganz entgegen der taktischen Vorgaben – einem Akteur mit einer verrückten Aktion etwas gelingt, gibts den Maria-Theresien-Orden, andernfalls…

So, oder so ähnlich muss es Zoki ergangen sein, er hätte den Krieg gewinnen müssen und Meister werden müssen.

Nicht nur das italienische Heimpublikum war von dem Transparent des BlockWest angetan. (Bild aus Facebook.)

transparent

“Vicini alla gente del centro d’Italia colpita dal sisma”
“Wir sind mit den Menschen, die im Zentrum Italiens vom Erdbeben betroffen sind.”

Auch bei uns Daheimgebliebenen findet die Aktion uneingeschränkte Anerkennung und Sympathie für den Block.

Etwa um 1:00 kamen die Schlachtenbummler von der Unternehmung Sassuolo zurück; im Bild Marcela und Hannes, dahinter Florian.

d15a2389

d15a2391

Links

Rapid-Sassuolo

1:1 (1:0)

d15a1930

Wer die Einstellung Rapids zum Siegen versteht, ist mir etwas voraus. Alle waren wir begeistert von den herausgespielten Chancen in der ersten Halbzeit und alle waren wir enttäuscht, dass man nach der Pause den Eindruck hatte, als würde man sich – wie so oft – mit einem Halten des Ergebnisses begnügen.

Und der Tausch Grahovac gegen Murg war die Bestätigung, dafür, dass der Trainer offenbar genau das beabsichtigte, nämlich Gegentore verhindern. Und die Strafe folgte zwei Minuten nach diesem Tausch, denn wie wir alle wissen (und auch der Trainer wissen sollte), sind Gegentore oft nicht zu verhindern, seien es Tausend-Gulden-Schüsse, mehr oder weniger gerechte Elfer, abgefälschte Schüsse, einfach Zufall oder – wie gestern – Eigentore.

“Schremser” hieß gestern “Schrammel”

Wer weiß, vielleicht hat der Trainer gestern in der Pause, den Thomas Schrammel mit “Schrammel” angesprochen, weil man Spitznamen eben nur im Freundeskreis verwendet, und das hat den “Schremser” so aus der Bahn geworfen, dass er aus lauter Kränkung in einem mentalen Ausnahmezustand vergessen hat, dass sie Seiten gewechselt wurden und er das Rapid-Tor mit dem Sassuolo-Tor verwechselt hat. Ja, wäre das das Sassuolo-Tor gewesen, wäre er wohl zum Helden des Abends geworden. So aber…

Fußball, gespielte Psychologie

Wenn man bedenkt, dass unser Gegner Sassuolo Bilbao geschlagen hat aber Rapid in Bilbao ziemlich schlecht ausgeschaut hat, dann aber wieder Rapid eine sehenswerte erste Halbzeit gegen Sassuolo hingelegt hat, kommt man mit den Vergleichen allein der Ergebnisse nicht weiter, denn die sind unverständlich. Bei allen diesen Spielen wird die Befindlichkeit des Teams eine große Rolle spielen. Ob man selbstbewusst auftritt (wie gestern in der ersten Halbzeit) oder unsicher (wie in Bilbao) wird von einer Menge von Faktoren abhängen, die niemand so recht insgesamt kennt. Und was vor dem Mikrofon gesagt wird, ist das Gedachte aber nicht das Gefühlte, das Unbewusste.

Wo das hinführt?

Wenn man die letzten Spiele betrachtet, fragt man sich natürlich, wie das wohl weitergeht und wie lange die Vereinsführung Geduld üben wird. Hier die letzten Spiele; die Unentschieden darunter eigentlich lauter gefühlte Niederlagen.

123

Ambiente

Engagiert wie immer, die Choreografie des Block-West: “Gemma Burschen – zu zwölft gibt’s für uns kan Gegner”. Wohltuend, dass sich der Texter daran besinnt, dass in Wien “Burschen” und nicht – wie so oft verwendet – “Jungs” am Werk sind.

d15a1926

Die Wörter des Tages waren…

  • “Spaghettifresser”, ist uns noch durch einen Sager von Karl Moik in Erinnerung und
  • “Katzelmacher”, das ursprünglich “Kesselmacher” hieß und auf Wanderarbeiter aus Italien zurückgeht, sogar bis ins 18. Jahrhundert. (Viele weitere Details über den Link)

Dass “Rapid kälter wird”, konnten wir in Gesprächen bei der Heimfahrt hören. [Die gemütliche, und nicht überfüllte Verbindung mit der S80 ist ein Geheimtipp.] Und natürlich meinen alle vom Präsidenten abwärts, dass sie noch dieselben wären wie vorher. Und subjektiv betrachtet stimmt das natürlich auch. Aber dieses kräftige Wachstum, diese gefühlte Verdoppelung der Personalstandes bewirkt, dass der Fan nicht mehr so viel Kontakt zu den “Rapidlern” des Stammpersonals hat sondern zu Personen, die ihren Dienst sowohl bei Rapid aber auch in allen anderen Stadien absolvieren, zum Beispiel, wie uns Anita berichtete, die allgegenwärtigen Securities. Rapid fühlt sich einfach jetzt anders an, es ist kälter gewoden.

Sehr entspannt ist dagegen die Kommunikation mit dem Catering-Personal oder den VerteilerInnen der Rapid-Marie. Allesamt sehr freundlich und locker.

Links

Bilbao und Neusiedl

Bilbao-Rapid 1:0 (0:0)

20160929_210314

Unsere VIP-Delegation hat die besten Plätze im Stadion bekommen. [Bild von Hannes.]

Gut, gegen Bilbao kann man verlieren, aber es war denkbar knapp. Eigentlich hat Rapid bei diesem schwierigen Spiel die bisherigen Ergebnisse in der Liga bestätigt. Rapid ist dort der Verein mit den wenigsten Gegentoren. Und daher war nach dem (durchaus verdienten) Siegestreffer von Bilbao die Freude der Spanier sogar gegen diesen Underdog “Rapid” besonders groß, was ein bisschen im Gegensatz zur Bewertung des Spiels stand. Die ziemlich überhebliche Art der spanischen Presse ist nicht angebracht aber Chauvinismus scheint heutzutage geradezu ein medialer Grundstoff für den Boulevard zu sein.

Immerhin hat die Mannschaft von Bilbao (150 Millionen) den sechsfachen Marktwert von Rapid (25 Millionen). Und dieses Geld wird offenbar auch benötigt, um in Spanien mit einer Mannschaft in den vorderen Tabellenrängen bestehen zu können. Viel Aufwand, um gerade einmal ein Tor gegen den belächelten Gegner zu schaffen! Aber Rapid kennt das mit umgekehrten Rollen natürlich auch. Gegen St. Pölten, Altach, Ried und Mattersburg ist Rapid in der Rolle von Bilbao.

Rapid hatte es mit diesem Gegner ziemlich schwer. Man muss bedenken, dass in dieser starken Liga das Spieltempo deutlich höher ist als bei uns. Und dieses ungewohnt hohe Tempo bewirkt ungewohnt hohen Entscheidungsdruck und das wieder treibt die Fehlpassquote in ansonsten unbekannte Höhen.

Und diese Schnelligkeit kann man nicht einfach nur am Spielermarkt einkaufen, die muss man sich Woche für Woche erspielen. Erspielen gegen Gegner, die eben auch dieses hohe Tempo gehen können.

So ganz unmöglich wäre aber ein Unentschieden nicht gewesen. Es gab nur ganz wenige Chancen aber mit ein bisschen Glück…

Ambiente

Es war ein komplettes Fußballprogramm an diesem Tag. Um 19:00 Rapid II und danach das Public Viewing im Stags-Head.

d15a1730

Das Stags-Head war ausgebucht, das Schnitzel war hervorragend, wir waren eingekreist von “Muppets”. Aber dank des Biers kann man darüber hinwegsehen. Im Vordergrund Florian, Karl und Christian.

Links

Rapid II-Neusiedl 3:2 (2:1)

Zu ungewohnter Beginnzeit am Donnerstag trifft sich das “Fähnlein der sieben Aufrechten” auf West 1. Rapid II geht rasch 2:0 in Führung. Es war ein bisschen Glück dabei – wo nicht. Diese beiden ersten Tore waren nicht sehr spektakulär, etwas gestochert, aber der Ball war hinter der Linie. Diese Tore waren aber schließlich in der Endabrechnung entscheidend, denn im weiteren Spielverlauf konnte Neusiedl aufholen.

d15a1717

Rapid II weiter im Spitzenfeld der Regionalliga-Ost.

Links

Rapid-Viertelstunde am 30. September 2016

  • Neuer Partner Magma Glasdesign
  • Neue Spieler und ihre Autogrammkarten
  • Greenie-Tag am 15. Oktober
  • Rapid-Profilfoto
  • Interview Andreas Müller
  • Zum Video

Führung Rapideum/Stadion

Unser Freund Herbert vom Klub der Freunde organisiert eine Führung am Donnerstag, 13.10. um 14:00. Wenn sich jemand anschließen möchte, bitte um eine Nachricht bis Sonntag. ewkil{at}iam.at.

Einführung in das kostenlose Grafik-Programm GIMP

gimpeinladung

Im Bild unser Trainer von Rapid II und das Maskottchen von GIMP.

Da ich selbst viele Bilder des Fußballgeschehens mit GIMP nachbearbeite, setzte ich eine solche Einführung auf den Veranstaltungskalender von ClubComputer.

  • Dienstag, 4. Oktober 18:00
  • Kulturschmankerl, Simmeringer Hauptstraße 152, 1110 Wien
  • U3-Simmering, 6 oder 71 eine Station bis Fickeystraße
  • APCOA-Garage unter dem Lokal, Einfahrt Kaiser-Ebersdorfer-Straße, linker Seitengang bis zum Schild “Simmeringer Hauptstraße 152.
  • Anmeldung

Rapid-Genk

3:2 (0:1)

Es war ein sensationeller Abend. Der Beginn, die erste Hälfte war etwas für Pessimisten. Wir haben das Spiel schon nach wenigen Minuten aufgegeben. Ja, aber wir sind nicht die Mannschaft. Die Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine und in einer magischen Viertelstunde waren drei sehenswerte Tore erzielt.

d15a0793

Der 12te Mann beeinflusst das Spiel

Es gibt zwar Studien, die belegen, dass der Einfluss der Publikums nicht so groß ist, wie das Publikum selbst es empfindet, aber nach diesem Spiel war sicher: “das Publikum schießt Tore”. Das Publikum hat sich schon früh im Spiel den gegnerischen Tormann als Opfer ausgesucht. Seine Ausschüsse machten den Eindruck, als wollte er das Spiel verzögern und die Antwort des Publikums waren gellende Pfeifkonzerte bei jedem Ausschuss. Prompt gingen drei seiner Abschläge ins Out. Der Belgier wirke auch in anderen Szenen verunsichert.

Auch Harry Gartler und sein Team spielen mit

Auf der Seite der Osttribüne hatte man den Eindruck eines ziemlich ramponierten Rasens, so als wäre kurz zuvor ein Traktor drüber gefahren. Und das stimmt auch, denn wie man in der Rapid-Viertelstunde am Freitag erfahren hat, wurde vor dem Spiel mit einem Rasentraktor Eisendünger aufgetragen. Die dort versprochene Wirkung einer satten Farbe wurde durch die deutlich sichtbaren Traktorspuren und sonstige Unebenheiten getrübt.

d15a0763

Das Slapstick-Eigentor des belgischen Tormanns hatte seinen Grund wohl auch in einer unebenen Stelle im Rasen. In seinem Interview meinte der Belgier denn auch, dass das Stadion schöner wäre als sein Rasen.

Nach diesem Spieltag

In der UEFA-Wertung bedeuten die Siege von Rapid und Austria, dass Österreich in der Wertung Rumänien überholt hat und nunmehr am 16. Platz liegt.

14 25,063 Niederland
15 24,700 Griechenland
16 22,850 Österreich
17 21,950 Rumänien

Österreich hat auch für die kommenden Runden die besseren Chancen als Rumänien, weil wir 3 von ursprünglich 4 Teams im Bewerb haben und Rumänien nur 2 von 5. Die Austria hatte dabei ein wichtige Rolle, weil sie die Punkte in einem direkten Duell gegen eine rumänische Mannschaft geholt hat.

Die härtere Nuss, nämlich Griechenland, liegt aber noch 1,9 Punkte vor Österreich. Auch Griechenland hat mit 3 von 5 Teams eine geringere Punkteausbeute. Daher stehen die Chancen auch hier nicht schlecht, dass wir diesen Rückstand in dieser Gruppenphase im Kollektiv aufholen. Allerdings: leicht wird’s nicht, unsere Gegner sind eine harte Nuss, wie man schon bei den Salzburgern im Spiel gegen Krasnodar gesehen hat.

Grober Spaß

Die Choreographie zeigte uns das Smiley oder Emoticon “grober Spaß” gemeinsam mit dem Banner “Fresst sie heut mit Haut und Haar”.

d15a0755

Dieses Emoticon gibt es schon seit einigen Jahren. Man kann es als Pin bei den Ultras kaufen. Link. Es gab auch ein Fußballturnier der Tornados (Link1) mit diesem Titel. Auch eine Choreografie in Graz verwendete dieses Sujet. Link. Für was genau es steht, darüber können wir Außenstehende nur mutmaßen. Es ist jedenfalls ein Logo der Ultras.

grober-spass

Im Internet steht es oft auch als Synonym für eine Lebensart. Beispielsweise wird es mit folgendem Spruch gemeinsam genannt: “Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.” Passt zum Fußball.

Kleiner Wermutstropfen bei der Choreografie: Bei der Sitzplatz-Anordnung in internationalen Spielen unterbrechen die Aufgänge das Bild.

Der Block-West zeigte sich bei diesem Spiel sehr diszipliniert. Keine problematischen Transparente und keinerlei Fackeln!

Rapid wird kälter

An diesen Sager von Zoki Barisic werde ich in Zukunft hier immer wieder verweisen, wenn die neuen Strukturen von Rapid sich bis zum einfachen Stadionbesucher auswirken. Unter dem Motto “Neue Besen kehren gut” wurde ich bei diesem Spiel mit den verschiedensten Argumenten zunächst beim Betreten des Stadions mit meiner Kamera gehindert.

Ich besuche seit etwa 16 Jahren Fußballspiele; immer mit einer Kamera. Und es kommt fallweise zu Konflikten mit den Sicherheitsbeauftragten. Zum Beispiel gab es in der Ära “Securitas” (bis 2013), als noch die Gemeinde Wien der Eigentümer des damaligen Hanappi-Stadions war, nie irgend ein Problem. Ich konnte sogar mehrere Objektive mitnehmen.

Dann kam die Phase, dass Rapid Eigentümer des Stadions wurde und man hat bei Rapid eine andere Sicherheitsfirma beauftragt und gleich war ich auch schon mit der Kamera ausgesperrt. Auf meine Bitte hin hat mir Clemens Pieber eine Bestätigung ausgestellt, dass ich mit der Kamera ins Stadion darf. Einige Male habe ich sie in den letzten drei Jahren verwenden müssen.

Im neuen Stadion gab es bisher keinerlei Problem beim Eintritt. Und es ist immerhin schon das fünfte Heimspiel.

An diesem Donnerstag war alles anders. etwa 20 Minuten wurde ich am Eingang aufgehalten und es wurden immer irgendwelche Regeln zitiert, die aber nirgendwo stehen. Eine Dame meinte, die Kamera wäre zu groß und hat sie auch abgemessen und die Maße weitergeleitet. Mein Hinweis auf die beim Eingang abgedruckte Liste der verbotenen Gegenstände, half auch nichts. Auf dieser Liste ist nämlich keine Kamera abgebildet. Mein Hinweis, dass der ÖFB explizit die Verwendung funktionsfähiger Fotoapparate, Film- und Videokameras erlaubt (Link zum entsprechenden Dokument) war auch nicht zielführend, denn hier wäre ja nicht der ÖFB. Auch wieder richtig. Man verwies darauf, dass es eben jetzt neue Regeln gebe. Mein Hinweis, dass man das aber zuerst kommunizieren muss, landete natürlich bei der falschen Adresse, denn dafür konnten die anwesenden Securities nichts.

Für solche hartnäckigen Fälle habe ich immer den “Joker” in der Tasche, nämlich die oben erwähnte Bestätigung von Clemens Pieber. Das war bisher immer das “Sesam-öffne-Dich”. Aber diesmal hatte ich auch damit Pech, denn auf dem Schriftstück steht kein Datum und daher wäre es ungültig. Auch wieder so eine spontan erfundene Regel.

Jetzt folgte noch ein alles entscheidender Anruf beim “Stadiongott” und dann folgte der Gnadenakt. Ich durfte mit der Kamera ins Stadion, aber mit der Auflage, dass ich beim nächsten Mal das Schriftstück in einer aktualisierten Form vorweisen müsste. Ich habe versprochen, das nachzubringen, das Verfahren läuft. Es genügt nämlich nicht mehr, dass Clemens ein aktuelles Datum und seine Unterschrift darunter setzt. Diese Kompetenzen liegen jetzt bei Harry Gartler. Wie das ausgeht, werde ich berichten.

Besuch

Die vorjährige EuropaLeague-Saison schaffte es mit den Besucherzahlen noch auf ca. 35.000 Zuschauer pro Spiel aber die Attraktivität der Gruppe mit Bilbao, Genk und Sassuolo reichte gerade einmal für 21.000 Zuschauer.

Auf der VIP-Tribüne herrscht eine gewisse Ratlosigkeit ob der Leere.

d15a0766

Bei der ersten Auswanderung von Hütteldorf ins Happel während des Baus der Überdachung versuchte man die Leere der Ränge im dritten Rang des Sektors E mit einem riesigen Transparent zu kaschieren. Das erlebt jetzt auf der West-Tribüne eine Neuauflage.

Nun, 1080,- Euro für ein Dreier-Abo für die drei Heimspiele in der Europa-League auf der Ebene 2 sind ein stolzer Preis und damit dringt Rapid in Höhen vor, die in unserer Stadt nicht so dicht mit Fußballfans besetzt sind. Auf der Osttribüne in unserer unmittelbaren Umgebung sitzen viele, die sich auch diese Karten leisten könnten aber dennoch die Osttribüne der stimmungslosen West vorziehen.

Ob man sich diese Leere auf Dauer leisten kann? So schnell werden ja Ronaldo & Co. nicht als Kassenmagnet in Wien auftauchen.

Links

Rapid-Trenčín

0:2 (0:2)

Was bei der Ankunft in Hütteldorf auffällt, ist die große Betriebsamkeit rund um das Stadion. Auch die ÖBB tragen ihren Teil dazu bei und haben in den letzten Tagen die Eingangstore zum Bahnhofsgelände auf Vordermann gebracht:

WP_20160819_09_57_06_Pro

Ich hatte einen Parkgutschein (Bild siehe EwkiL: Trencin-Rapid Eintrittskarte) für die P+R-Anlage und habe mich darüber gewundert, dass dieser Schein, der das Format einer Stadion-Eintrittskarte hat, für die Einfahrt-Automaten nicht geeignet ist. Bei der Einfahrt wurde das Rätsel aufgelöst, denn dort standen fünf Mitarbeiter der Rapid-Crew und tauschten Gutschein gegen Einfahrtticket.

Drei Stunden vor Spielbeginn waren alle Lokale voll besetzt. Es ist nicht nur das schöne Wetter, der Rapid-Anhang will mehr von “Rapid” – und bekommt schließlich eine Heimniederlage serviert.

Beim Eingang in die Röhre gibt es einen großen Bildschirm, der die Wettquoten 1,25 : 5,00 : 9,00 anzeigte.

D15A0090

Ich sagte zu Marcel, dass wir verlieren würden, denn unsere Einschätzung der aktuellen Spielstärke orientiert sich überwiegend nach den bisherigen Ergebnissen und bezieht den inneren Schweinehund nicht ein, der bei diesem Spiel wohl die Hauptrolle gespielt haben dürfte.

Natürlich wäre der zusätzlich UEFA-Punkt im Falle eines Sieges für Rapid und anteilig für die Österreich-Wertung ein Vorteil gewesen aber welcher Spieler denkt an so was, wenn er schon 4:0 führt. Wahrscheinlich keiner.

In der Röhre

Ein Besuch im “ersten Stock” von Rapid, also in der Röhre. ist nicht für alle Tage aber einmal möchte man doch in das dortige Geschehen Einblick haben. Es sollte ein Geschenk für Marcel sein aber es war natürlich ein eben solches für uns, Florian und Franz, die ihn begleiteten. Solche Geschenke sind echt praktisch.

Diese VIP-Zone ist auch noch in weitere Kategorien unterteilt. Die Logenbereiche sind für die Gäste des Business-Club (EBENE 1 und EBENE 2) nicht zugänglich. Man kann Tageskarten für die EBENE 1 (150,- Euro), oder EBENE 2 (190,- Euro) kaufen. Der Unterschied ist der Zugang zur Rekordmeisterbar und zur Dachterasse. Natürlich wollten wir das alles sehen und buchten daher die EBENE 2. Hinweise: Bei Spitzenspielen, wie zum Beispiel gegen RB und gegen die Austria kostet die Ebene 2 400,- Euro, alles exklusive Mehrwertsteuer.

Aber an diesem Tag war alles anders, denn es gab einfach zu wenige Tagesgäste, sodass man für alle einheitlich nur die Ebene 2 geöffnet hat. Der Mehrpreis von 40,- Euro wird uns von Rapid zurück überwiesen. Durch diesen Zufall kamen wir in den Genuss der Rekordmeisterbar und der Dachterasse zum Minimalpreis.

vip1

Wer sich für einen Besuch des VIP-Bereichs interessiert findet bei den Tagesangeboten alle Hinweise. Hier ein Blick in den VIP-Bereich der Ebene 2:

D15A0170

Man hat auf jedem Platz eine Blick auf einen Monitor. Alle Ansagen von Andy Marek werden eingeblendet.

Wenn es nach dem Spiel eine Nachbesprechung mit besonderen Gästen gibt, dann findet diese auf Ebene 2 statt. Gäste der Ebene 2 können über einen Ausschnitt im Boden zuschauen.

Warum besucht man den Business-Club?

Es ist eine einzigartige (Rapid-)Umgebung. Diese Fotos wurden fast alle von unseren Sitzplätzen aufgenommen:

Legenden

Ernst Dokupil, Patrick Jovanovic, Werner Walzer, Alfred Körner, Arnór Ingvi Traustason, Srđan Grahovac. 

Diese Sitze sind für die Rapid-Legenden reserviert:

D15A0168

Dieses Foto möchte ich ebenfalls hervorheben, denn die junge Dame ist der neue Shooting-Star der ORF-Reporter, und von der männlichen Jugend schon fast so verehrt wie die Meister des Balles. Im Bild Marcel, Kristina Inhof und Florian.

D15A0104

Und gleich noch eines mit Arnór Ingvi Traustason.

D15A0236

Hospitality

Die Speisekarte ist in Form eines Spielfeldes angeordnet. Es gab:

Vor dem Spiel

  • Gelierte Melonensuppe
  • Orechietti, Salbeisauce, Paradeiser
  • Kalbsrollbraten, Schupfnudeln, Kürbisgemüse
  • Reisfleisch mit knuspriger Petersilie

Pause

  • Alt-Wiener Schinkenfleckerl
  • Kürbisgulasch und Gebäck

Nach dem Spiel

  • Powidltascherl mit Knusperbrösel und Vanillesause
  • Schwarzwäldercreme
  • Buttermilchcreme Passionsfrucht
  • Wiener Naschereien

Man ist sein eigener Kellner (zumindest geht es so schneller)

D15A0209

Rekordmeisterbar

Hier ist es endlich, das reichhaltige Bierangebot: Rotes Zwickl, Goldfassl, Wiener Original und Ottakringer.

WP_20160826_00_42_01_Pro

Über den Dächern von Hütteldorf

Solche Nachte sind ideal für einen Besuch der Dachterasse, wo man sich unter den Rekordmeistersternen einen Abschiedsdrink genehmigen kann.

D15A0258

Links

Trencin-Rapid

0:4 (0:1)

Wer erinnert sich nicht an das Spiel in Thun, das ebenfalls auf Kunstrasen stattgefunden hat und bei dem Rapid gar nicht gut ausgeschaut hat. Das ist erst zwei Jahre her. Seither hat die Mannschaft aber eine sehr positive Entwicklung genommen und der Kunstrasen war kein Problem, denn er war auch für unseren Gegner kein besonderer Vorteil; deren Anlage in Trenčín verfügt über einen Naturrasen.

In Einzelsituationen zeigte die gegnerische Mannschaft auch ihre Qualität. Dibon musste sich mit seinem wendigen Gegenspieler ziemlich abmühen und konnte dessen Vorstöße oft nur zum Corner abwehren.

Zur Halbzeit war das Spiel auch trotz des herrlichen Treffers von Louis Schaub noch nicht entschieden. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Rapid für etwa 8 Minuten ziemlich eingeschnürt – offenbar die Folge einer Kabinenpredigt des Trainers – fand aber im Zuge eines Entlastungsangriffs durch das zweite Tor von Louis Schaub die richtige Antwort.

Einzelne Spieler der Slowaken erschienen mir sehr stark am Ball, konnten ihren Ballgewinn im Kollektiv weniger gut verwerten. Rapid dagegen konnte das gegnerische Spiel meist sehr rasch unterbinden.

Insgesamt ein Riesenerfolg von Rapid, ein fußballhistorischer Sieg mit einem entfesselten Dreifachtorschützen Louis Schaub. Im folgenden Bild verabschieden sich die Spieler hüpfend vom Block. Im Hintergrund die eher arbeitslosen Polizei.

IMG_3044

Die erste Reaktion von Trenčín  nach Bekanntwerden der Auslosung war, dass man meinte, mit Rapid ein Traumlos gezogen zu haben. Und vielleicht war das auch der Anfang vom Ende, denn einen Gegner zu unterschätzen, ist keine gute Ausgangssituation.

Spieler von Trenčín

Transfermarkt gibt den Kaderwert des Gegners mit 5,5 Millionen Euro an.  Es sind fünf Spieler aus dem Kamerun dabei, zwei Chinesen, zwei Holländer, ein Argentinier, also ein durchaus international verstärkter Kader. Man fragt sich, wie denn das bei den geringen Zuschauerzahlen finanziert wird. Wahrscheinlich über die Fernsehgelder und wahrscheinlich sind die Gehälter in der Slowakei auch weit unter unserem Niveau.

Anreise

Was sind die typischen Angebote eines Bahnhofskiosk; also zumindest jenes am Hütteldorfer Bahnhof? Richtig Whiskey und Wodka; und nicht einmal wenig.

WP_20160818_12_23_54_Pro (1)

Treffpunkt war laut Fahrkarte 12:30, Abfahrt 13:00. Die Busse kamen aber erst um 13:20, abgefahren wurde um 13:45. Verspätung? Nein, Absicht! Hätten die Busse nämlich tatsächlich um 13:00 abfahren wollen, hätten sie ohnehin auf Nachzügler warten müssen. Erfahrungswerte des Rapid-Klubservice!

Die Wartezeit haben wir uns im gut besuchten Stags Head verkürzt. Im Bild Florian, Gregor und Thorsten.

IMG_2960a

Das Klubservice hat auch einen Kiosk im Stadion und die Toilettenanlagen der West geöffnet. Das folgende Bild der Aufgänge im Block-Wet erinnert mich ein bisschen an Kirchenfenster.

IMG_2965

Die bequemen klimatisierten Busse (unserer war ein Stockbus) nahmen auf der Fläche vor dem Allianz-/Weststadion Aufstellung und fuhren dann über Altmansdorf und S1 Richtung Bratislava. Hier ein Bild von der kurzen Rast an der Grenze:

WP_20160818_14_58_23_Pro (1)

Die Fahrzeit mit einem Privat-PKW nach Žilina beträgt etwa 2,5 Stunden. Mit dem Bus-Konvoi und zwei Pausen sind wir etwa 4 Stunden gefahren.

Durchgehende Autobahn. Landschaftlich sehr ansprechend. Man fährt ab Bratislava immer im Tal der Waag, die bei Komárno, südöstlich von Bratislava in die Donau mündet.

Stadion

Das Stadion liegt in einem wenig attraktiven Industriegebiet zwischen Fluss, Autobahn auf der einen und Bahnstrecke auf der anderen Seite. Wegen der Dachkonstruktion und der offenen Ecken erinnerte das Stadion an unser früheres Hanappi-Stadion.

IMG_2966

Hier ein Blick über das Stadiondach zum benachbarten Holliday-Inn, in dem die Mannschaft und auch die VIP-Gäste logierten:

IMG_3018

Die Stadt

Man hatte den Eindruck, als hätten die Sicherheitsbeauftragten der Stadt alle Sicherheitskräfte der weiteren Umgebung in Žilina zusammengezogen. Am Weg zur Innenstadt mussten wir durch eine Art Spalier gepanzerter Polizisten durch. Sogar berittene Polizei gab es. Aber alles halb so wild, es war für die Polizei ein sehr ruhiger Abend ohne großen Arbeitseinsatz. Zumindest war das unser Eindruck. Es wurde berichtet, dass man mit den Fans von Legia Warschau, dem vorigen Gegner von Trenčín, ganz andere Erfahrungen gemacht hat.

Ein Blick auf die Innenstadt:

IMG_2968

Wir besuchten das Chefrestaurant in der „Národná 814/4“ mit einem sehr guten Beef-Tartare aber sehr unregelmäßigen “Lieferzeiten”.

IMG_2970

Preise

Die Slowakei dürfte ein Paradies für Biertrinker sein. Der slowakische Bierpreis ist etwa ein Drittel des unsrigen. Ein Krügel Zlatý Bažant (Goldener Fasan), der dortige Platzhirsch, kostet in einem Restaurant 1,30 Euro. Wenn man diese Relation 3:1 annimmt, wäre das dortige Essen sehr teuer. Ein Salat kostet nämlich 6,- Euro und das wieder ist im Vergleich mit dem Bier extrem und würde – immer den Bierpreis als Vergleich herangezogen – bei uns 18,- Euro kosten müssen.

Im Stadion gab’s kein Bier, klar, internationaler Bewerb. Eine Heiße kostete 3,50, alkoholfreie Getränke zwischen 1,- und 1,80. (Siehe Bilder)

Ein Niedriglohn-Land.

Fansupport

Es war ein Heimspiel für Rapid. Von insgesamt 4100 Zuschauern war mehr als die Hälfte aus Wien angereist. Na, ist das nicht wie unser ehrwürdiges Hanappi-Stadion, diese Blick auf den imposanten Block-West?

IMG_3006

Die örtlichen Fans waren eher Zuschauer, so wie wir. Keinerlei organisierter Support. Der Stadionsprecher bemühte sich, die Leute zum Klatschen zu motivieren.

Eine eindrucksvolle, weil sehr einheitliche  Schalparade bildete die Choreografie des Blocks. Die Schals wurden kostenlos verteilt, erzählte uns Christian.

Für das heimische Publikum bot dieses Spiel in mehrfacher Hinsicht Neues.

Zum einen war das Ergebnis geradezu deklassierend. In keinem anderen Spiel in der Liga hat man eine solche Niederlage eingefahren.

Uns schienen die 4100 Zuschauer sehr wenig für ein internationales Spiel aber bedenkt man die sonstigen Zuschauerzahlen in der slowakischen Liga, war das ohnehin ein guter Besuch. Zu einem durchschnittlichen Ligaspiel kommen gerade einmal 1500 Zuschauer.

Der Support des Rapid-Blocks muss dem heimischen Publikum irgendwie überirdisch vorgekommen sein. Der Kontrast des wienerischen Dauersupports zu der vergleichsweise geringen Anteilnahme zeigte einen großen Unterschied in der Art, wie hier und dort Fußball gelebt wird.

Links

Gegner Q4 Trenčín

q4

Unser Gegner FK AS Trenčín

Homepage: http://www.astrencin.sk/

Erstes Spiel Auswärts

Rapid war in Nyon durch Stefan Ebner vertreten.

Land        Österreich  Rapid   Slowakei   Trencin

FIFA-Rang           21               23
UEFA-Rang           17     74        30       196 
Meisterschaft               2                   1
Marktwert ø           858.000             148.000
Stadion                24.000               4.300
Kader                      30                  31
Nationalspieler             6                   3
Legionäre                  10                  14
Gründung                 1899                1991

Nachträge zum gestrigen EL-Spiel

(1) Sportnet berichtet, dass es einen Zwischenfall gegeben hat, bei dem ein Knallkörper in Richtung Athletiktrainder geworfen wurde, der unter anderem auch mit dem Neuzugang Entrup trainierte. Originaltext. Derzeit wird der Täter gesucht.

Aber so ganz allein kommt dieser nicht auf diese Idee, dazu gehört schon eine Portion Ideologie, die vom Block getragen wird, denn wie wir aus der “Block-West-12-Punkte-Regelkunde” wissen, gilt, dass es nur eine Politik, die des Block-West geben darf. Die jetzt laufenden Auswertungen der Videos sind ja auch etwas, das dem Block-West so gar nicht passt. Und daher gibt es auch das Transparent “Stop Video Control”, wie man auf diesem Bild deutlich sieht.

IMG_9650

Ich habe manchmal das Gefühl, dass – auch wenn man jetzt einen Knallkörper-Werfer findet – die eigentlich Ideologen-Täter bereits das nächste Highlight aushecken. Ich würde sagen: “Stoppt die religiösen Verführer!”

Hier der Original-Kommentar von Rapid:

SK Rapid MediaInfo 125/2016: Rapid verurteilt Wurf von Knallkörper auf das Schärfste
Wie sich gestern nach dem klaren 3:0-Sieg im Rückspiel der dritten Runde zur UEFA Europa League erst relativ lange nach Spielende herausstellte, kam es beim Auslaufen der siegreichen grün-weißen Mannschaft zu einem bedauernswerten Zwischenfall. So wurde ein Knallkörper in Richtung Spielfeld geworfen, der den Athletiktrainer des SK Rapid, der mit den nicht zum Einsatz gekommenenen Spielern, darunter Neuzugang Maximilian Entrup, noch arbeitete, nur knapp verfehlte. Der SK Rapid, angefangen von Präsidium, Management, Betreuerteam und Mannschaft bis hin zu mit Sicherheit 99,9 Prozent der Anhänger, verurteilt diesen Vorfall auf das Allerschärfste!

Das Abfeuern von Knallkörpern, noch dazu in Richtung von Spielern oder Trainern, ist absolut inakzeptabel. Auch wenn dieser Vorfall glücklicherweise glimpflich endete, muss der noch unbekannte Täter mit Konsequenzen rechnen. Die Verantwortlichen beim SK Rapid werden umgehend, auch mittels Auswertung der Videoüberwachung,  versuchen, diesen zu identifizieren und wenn dies einwandfrei gelingt, selbstverständlich ein Hausverbot aussprechen. Gewalt wird beim SK Rapid in keinster Weise akzeptiert und wer mit dem Abfeuern eines Knallkörpers in Richtung anderer Menschen, egal ob anderer Fans, gegnerischer oder gar eigener Akteure, eine Verletzung in Kauf nimmt, ist beim Rekordmeister fehl am Platze!

Bei allen anderen der insgesamt 18.600 Zuschauer, die am gestrigen Donnerstagabend zum ersten Europacupspiel ins Allianz Stadion kamen, möchte sich der SK Rapid für die Unterstützung, angefangen vom lautstarken Block West bis hin zu allen anderen gut gefüllten Tribünen, allerdings sehr herzlich bedanken!

(2) Der aufmerksame Leser Bernd hat entdeckt, dass beim Versenden des letzten Newsletters übersehen wurde, den Betreff auszutauschen und so stand dort noch “Altach-Rapid”. Danke!

(3) Gestern kamen 18.640 Zuschauer. Es ist aber bemerkenswert, dass für das Spiel gegen die Admira, das erst in 10 Tagen stattfinden wird, ebenfalls bereits 18.000 Karten verkauft worden sind.

OSTBOTE #4

Beim Spiel gegen Zhodino wurde auch die Ausgabe 4 des “Ostbote” um 5 Euro verkauft. Handliches Kleinformat, engagiert gemacht. Ein schöner Bericht über Ernst Happel, ein langes Interview mit Steffen Hofmann. Und Grafittis muss ich auch nicht mehr fotografieren, auch das wird im Heft dargestellt. Man sieht allerdings immer nur die Malerei, nicht aber den Kontext der Umgebung; diesen hätte ich mir auch gewünscht.

Angelehnt an den Ausspruch von  Charlie Chaplin wurde auch Ernst Happels bekannte Version “Ein Tag ohne Fußball ist ein verlorener Tag” zitiert.

Dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass auch dieses Druckwerk die wesentlichen Merkmale von Druckwerken (absichtlich) vermissen lässt.

Du kannst als Leser nirgendwo nachfragen, etwas berichtigen, denn das Werk ist im besten Wortsinn “erschienen”, vielleicht so, wie der Heilige Geist. Er heißt “selbst”, denn so nennt ihn das Impressum: “Dieses Heft wurde in deutscher Sprache verfasst. Sämtliche Grafiken und das Layout wurden “selbst” gestaltet. Alle Bilder wurden fotografiert. In diesem Sinne bedanken wir uns bei den Fotografen und wünschen viel Spaß beim Lesen.” Seht informativ, dieser Text.

Niemand hat den Text geschrieben, niemand hat die Bilder gemacht und niemand ist dafür verantwortlich. Doch, einer fällt mir ein: der Veranstalter, der die Verteilung dieser Schriften begünstigt.

Rapid-Zhodino

3:0 (2:0)

Nur in den etwa ersten 10 Minuten waren die Gäste gefährlich offensiv. Aber dann übernahm Rapid das Kommando, vorangetrieben durch ein tolles Publikum. Die Rhytmik-Zentrale im Block-West hat sogar die Haupttribüne der normalerweise nur anlassbezogenen Klatscher mitgerissen.

Es war kein Zufall, dass es gerade die beiden Außenverteidiger Mario Pavelic und Thomas Schrammel (in dieser Reihenfolge) waren, die uns die 2:0-Halbzeitführung bescherten. Das Zentrum war überbesetzt, einerseits durch die massive Abwehr und durch unsere Stürmer. Die Flankenspieler standen noch am wenigsten im Fokus der Abwehr und prompt nutzten sie das aus.

Diese massive Abwehr im Zentrum machte es den zentraler spielenden Stürmern schwer, eine Lücke zu finden.

Auffälligster Spieler war für uns Ivan Močinić. Er bewies Übersicht und hohe Passgenauigkeit. Er bekam bei seiner Auswechslung in der 80. Minute auch besonders lang andauernden Abgangsapplaus.

Eher im Gegensatz dazu stand Stefan Schwab, der sich durch bekannt schlampiges Passspiel und ziemlich daneben und drüber gehende Schüsse auszeichnete.

Ein echtes Highlight war aber Philipp Schobesberger, der den eher farblosen Joelinton ersetzte. Er kam gerade in einer Phase als die Weißrussen noch einmal alles nach vorne warfen, um das Spiel doch noch zu ihren Gunsten zu drehen. Er konnte durch seine Schnelligkeit und Wenigkeit aufzeigen. Sehenswerte 20 Minuten.

Schade nur, dass die vielen herausgespielten Chancen nicht verwertet werden konnten. Wir bekommen zwar nicht mehr UEFA-Punkte dafür aber in anderen Spielen kann sich eine solche schlechte Chancenauswertung rächen. Wegen der Übung warads. Aber einen erfolgreichen Torschuss gab es dann doch als Louis Schaub aus schrägem Winkel und etwa 16 Metern den Tormann überwand.

Auch Traustason war am Feld, konnte sich aber nicht auffällig präsentieren. die Rolle von Florian Kainz konnte er jedenfalls nicht übernehmen. Es zog ihn ins Zentrum und die beiden Außenverteidiger waren eher Alleinunterhalter und das von früher gewohnte Zusammenspiel mit den Flügelstürmern war nicht in der Form zu sehen. Umso mehr kamen eben Pavelic und Schrammel zur Geltung.

Bei diesem internationalen Spiel konnte Mike Büskens aus dem Vollen schöpfen. 6 Legionäre waren im Team. In der Liga ist er in dieser Hinsicht etwas eingeschränkt. Mit ein Grund, warum zum Beispiel Tomi schlechtere Karten gegenüber seinen Konkurrenten um einen Platz im Sturm hat.

Das Schiedsrichter-Team kam aus Israel.

Umbau der Stehplätze auf die klappbaren Sitzplätze auf der Südtribüne und in der Nordost-Ecke ist termingerecht gelungen. Da man aber nicht wusste, ob es sich rechtzeitig ausgeht, waren sicherheitshalber auf der Nord Plätze für den Block-West reserviert und nicht für den Verkauf freigegeben. Als sich aber dann die Fertigstellung abzeichnete, wurden diese Bereiche wieder für den Verkauf freigegeben. Auf Stadionwelt.de wird über den Umbau der Stehplätze in Sitzplätze im Bereich des Block-West berichtet.

An die Zuschauerzahlen der vorjährigen CL-Quali mit 43.000 und 46.000 Zuschauern in den Heimspielen kommen wir zwar heuer nicht heran aber die Zuschauerzahlen der letzten internationalen Quali im Hanappi-Stadion mit etwa 15.000 Zuschauern wurde deutlich überboten.

Etwas dürftig war der Besuch auf der VIP-Tribüne.

IMG_9668

Der Block-West zeigte sich diszipliniert und “rauchfrei”. Für Interessenten an einem Marsch zum Happelstadion ist am Sonntag Treffpunkt um 13:12 beim Riesenrad.

Hier ein Ausschnitt aus der grün-weiß-blau-roten Fahnen-Choreografie.

IMG_9648

Etwas erweitert wurde das Ritual am Anfang des Spiels:

Mehrere Anhänger von Rapid werden in Zukunft immer das älteste und das aktuelle Logo auf das Spielfeld tragen. 15 Minuten vor Spielbeginn  wird die aktuelle Rapid-Hyme gesungen und 5 Minuten vor Spielbeginn die Alfred-Körner-Hymne. Es geht schon ganz gut.

IMG_9641

So schauen Sieger aus:

IMG_9679

Dass die Stadiontore bereits zwei Stunden von Spielbeginn öffnen, ist sehr gut. Zu diesem Zeipunkt ist die Keisslergasse bereits dicht gefüllt. Ján verkauft weiter seinen Augustin und sucht eine Frau. Sein Gesang mit Verstärker ist weithin hörbar.

IMG_9617

Punktestand nach der 3. Qualirunde

Österreich ist beim Punktesammeln für die UEFA-5-Jahreswertung gut unterwegs und liegt nach Dänemark, Israel und Kroatien mit 3 Punkten am 4. Platz. Leider ist uns mit der Admira ein Team abhanden gekommen. Aber es wäre toll, wenn es heuer drei österreichsiche Teams in die Gruppenpahse schaffen würden, denn das gibt viele Punkte und eventuell dann auch einen 5. Startplatz. Link

Mögliche Gegner

Rosenborg BK (Nor), FK Astana (Kaz), Astra Giurgiu (Rom), Hajduk Split (Cro), FC Arouca (Por), Grasshoppers Zürich (Sui), AEK Larnaca (Cyp), Vojvodina Novi Sad (Srb), Istanbul Basaksehir (Tur), Brøndby IF (Den), Red Star Belgrade (Srb), Osmanlispor (Tur), Slavia Praha (Cze), IFK Göteborg (Swe), Dinamo Tbilisi (Geo), Lokomotiva Zagreb (Cro), AS Trencín (Svk), Gabala FK (Azb), Beitar Jerusalem (Isr), SønderjyskE (Den), Shkendija Tetovo (Mac), Partizani Tirana (Alb)

Vor der eigentlichen Ziehung werden diese 22 Teams noch in zwei Gruppen geteilt und unser Gegner kommt dann aus einem dieser Töpfe.

Der Neue ist da

Kvilitaia

Giorgi Kvilitaia heißt er und aus Georgien kommt er. Weitere Details siehe Rapid-Bericht.

Links

Zhodino-Rapid

0:0

Dass es nicht leicht sein würde, sah man schon an dem eindeutigen Ausscheiden von Debrecen gegen Zhodino mit zwei Niederlagen. Immerhin kommen wir ohne Gegentor nach Hause, leider aber auch ohne Auswärtstor.

Optimisten wie wir nun einmal sind, werden wir das am kommenden Donnerstag schon “derpacken”.

Aber die Auslosung “zuerst auswärts” hat auch einen gravierenden Nachteil. Nämlich folgenden: wenn die Weißrussen wieder ein 0:0 in Wien schaffen, gibt’s eine Nachspielzeit und sollte diese zum Beispiel 1:1 enden, dann scheiden wir aus – wegen der Auswärtstorregel.

Wenn es dieses 1;1 in der regulären Spielzeit gibt, gut, dann ist es vorbei. Aber die Nachspielzeit ist ein völlig neuer Spielabschnitt, den man nicht (wie alles andere im Fußball) fairerweise auswärts und zu Hause spielen kann.

Ich finde daher, dass die Auswärtstorregel in der Nachspielzeit auszusetzten wäre und zwar wegen der Unsymmetrie der Chancen für die beiden Teams (Im Fußball gibt es zwei Spielhälften und zwei Spielorte. Aber die Nachspielzeit kann logischerweise nur an einem Ort sein. Da aber die Auswärtstorregel auch in der Nachspielzeit gilt, genießt diesen Vorteil nur die Auswärtsmannschaft.)

Das ist aber alles nur Theorie. Wir brauchen ein Tor, dürfen uns aber kein Gegentor leisten, sonst brauchen wir zwei.

zhodino

Presse

Die Presseberichte händisch zusammenzustellen ist eine ziemlich zeitaufwändige Arbeit. Ich habe dafür ein ziemlich tüchtiges Programm, welches Meldungen aus 30 Nachritenkanälen für dieses Tagebuch generiert. Die Kanäle sind: Forza-Rapid, EwkiL, abseits.at, KickitPedro, Ultras-Rapid, ASB-Rapid, Bundesliga, ÖFB, Ballesterer, 90minuten, Brucki, Rapidhammer, Weltfußball, UEFA, FIFA, FIFA-Ö, Kicker, Kicker-BL, Kicker-BL2, Transfermarkt, Kurier, Österreich, DerStandard, DiePresse, Krone, Heute, Laola1, Sportnet, WienEnergie

Leider ist da Rapid nicht dabei, weil diese Funktionaliät der Web-Seite mit der Umstellung verloren gegangen ist. Rapid-Meldungen müssen daher händisch hinzugefügt werden.

Diese Europa-League-Quali hatte enorm viel Presse. Hier ein Überblick, beginnend am Dienstag:

Di 2016-07-26

Mi 2016-07-27

Do 2016-07-28

Fr 2016-07-29

Wie informierst Du Dich über Rapid-Neuigkeiten?

Ich schlage Dir folgendes vor. mit dem Du nicht viel übersehen wirst:

Gehe auf die Seite http://ewkil.at oder http://klubderfreunde.at und dann klicke auf das Haussysmbol.

ewkil1

Jetzt kommst Du zum Kalender. Der Kalender zeigt die kommenden Wochen und auch die vergangenen zwei Tage. Neben dem Datum steht, wie viele Sportberichte es an diesem Tag gibt. Bei einem Spiel sind in einem Kasten die Links zu diesem Event angegeben.

ewkil2

Wenn Du zum Beispiel auf die Nachrichten von Heute (29.7.) klickst, kommst auf die Seite mit den Nachrichten:

ewkil3

Du siehst jede Nachricht in einem Kaste mit einem verlinkten Titel und einem kurzen Text. Über den Link kommst Du zum vollständigen Originalartikel.

Neu ist, dass auch alle Rapid-Meldungen aus dem Austria Soccer-Board und einige Blog, abseits.at und Forza-Rapid angezeigt werden. Schade ist nur, dass die Meldungen von Rapid nicht dabei sind.

Archiv

Diese Meldungen kannst Du bis zum Dezember 2014 zurück verfolgen (Unsere Tagebucheintragungen gehen zurück bis in das Jahr 2007), indem Du im Kalender das Kalendarium aufschlägst oder in den News das rechte Menü mit dem Kalenderangaben verwendest. Das Kalendarium hat den Vorteil, dass man auch sieht, welche Spiele von Rapid zu einem bestimmten Datum gehören.

Handy-tauglichkeit

Diese News sind am Handy nur mühsam zu lesen. An einer verbesserten Version für Handies wird gearbeitet.