Schwaz-Rapid

0:2 (0:1)

Nach „Punkten“, also nach der gefühlten Überlegenheit, würde das Ergebnis wohl eher der Wettquote entsprechen, denn die lag vor einigen Tagen bei 20:1.04, heute bei der Puls4-Übertragung ist man dann auf die Bremse gestiegen und hat auf 17:1, 35 reduziert.

Spielverlauf und Erfolg halten einander die Waage, was aber nicht heißen muss – wie es der Schwaz-Trainer Stefan Höller ausgedrückt hat, dass es nach der 26. Minute (Chance von Yildirim) nicht auch ganz anders hätte weitergehen können.

So aber spielte Rapid das Spiel ungefährdet zu Ende. Man meint zwar seitens der Trainer, dass die zweite Halbzeit von Rapid deutlich besser war, wohl auch dem Einsatz von Steffen Hofmann zu danken war, der seinen Vorgänger Tamás Szántó eher blass ausschauen ließ.

Dass ich mit diesem Spiel Richard Strebinger als Einser-Torman behauptet hätte, schient mir nicht okausibel, bedenkt man die Unsicherheit bei einem seiner typischen Strebinger-Ausflüge.


Bild aus Wikimedia.org

Glaube. Wille. Mut.

Das Motto des diesjährigen ÖFB-Cups „Glaube. Wille. Mut.“, der neue Hauptsponsor, das Engagement der Fernsehstationen, vielleicht auch das spektakuläre Cup-Finale mit Rapid-Beteiligung in Klagenfurt, das alles weckt die Hoffnung, dass es doch gelingen könnte, dem Cup in Zukunft mehr Bedeutung zu geben.

Wir konnten am Wochenende drei durchaus interessante Partien sehen, von denen das Duell Ebreichsdorf-Austria wohl das spannendste war. Wenn schon die Chancen beim Elferschießen als so ausgeglichen gelten*), muss dann unbedingt der allerletzte Schuss der Ebreichsdorfer daneben gehen? Anders als beim Spiel von Rapid gegen Schwaz war Ebreichsdorf ein viel aktiverer Gegner, der der Austria alles abverlangt hat. Es war wie im Cup-Finale: konnte der Kopfball von Schößwendter nicht ins Tor gehen? Andy Marek wusste darauf eine Antwort: dann wäre man eben im Elferschießen ausgeschieden. So ist es, wenn einem das Pech auf den Sohlen klebt.

*) Schon als die Auslosung ergab, dass die Austria beginnt, tippte ich auf deren Sieg. Denn es ist mittlerweile bekannt, dass die Mannschaft, die das Elfmeterschießen beginnt, auch höhere Chancen auf den Sieg hat. Das wieder liegt an der Torwahrscheinlichkeit von etwa 80 Prozent für jeden der Schützen. Daher geht die erste Mannschaft in den meisten Fällen in Führung und die zweite ist im Zugzwang. Würde die Torwahrscheinlichkeit bei 50% liegen, hätte der zweite Schütze in der Hälfte der Fälle den Vorteil auf seiner Seite. Die Regel ist daher stark in Diskussion. siehe „UEFA testet neue Regel beim Elfmeterschießen“ (T-Online) und ein Statement von Marco van Basten: „Das Elfmeterschießen steht vor dem Aus“ (Welt), der auch die Abseitsregel infrage stellt, das auch in diesem Tagebuch schon vorgeschlagen wurde; „Gegen die Abseitsregel“ 

„Beim Cup gelten andere Regeln“

Das ist so ein Sager, der zum Standard-Repertoire der Reporter gehört. Was meint man damit? Vermutlich den Umstand, dass es immer wieder dazu kommt, dass ein Underdog sich gegen einen Favoriten durchsetzt. Aber das verletzt keine Regel, so ist Fußball. Besser trifft es der Titel des Rapid-Vorberichts: „Zwischen Pflichterfüllung und Spiel des Jahres„. Er erklärt die verschiedenartige Motivation, mit der die beiden Mannschaften ans Werk gehen, zum eigentlichen Unterschied zu einem Spiel in der Liga. In diesem Fall hat sich die Rapid-Schlagzeile nicht negativ für Grün-Weiß ausgewirkt; zu viele Augen waren auf Rapid gerichtet, auch das Interesse seitens Des Publikums in Schwaz war sehr groß, sodass sich die Mannschaft ihrer Verantwortung wohl bewusst war.

Um „Leben und Tod“

Michi Wagner meinte im Interview, es ginge hier um ein Spiel und nicht um „Leben und Tod“.

Ja und nein!

Auf unserer Homepage im Abschnitt „EwkiL-Motto“ steht der Satz: „Es gibt Leute, die denken bei Rapid ginge es um Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.“ Es hängt – wie so oft – von der persönlichen Bindung an eine Sache ab.

Für einen ehemaligen Fußballspieler ist „Analytiker im Fernsehen“ ein angenehmer Job. Für ihn ist die Fahrt nach Tirol Teil seines Berufs. Er bekommt er für seinen Einsatz bezahlt. Eine ähnliche Rolle haben alle sonstigen Beteiligten vom Spieler bis zum Vereinsteam von Rapid.

Aber die, die mitgefahren sind, haben sehr viel investiert; Zeit, Geld und Hingabe durch 90 Minuten Dauer-Support in der prallen Sonne. Für einen dieser Mitfahrer schaut die Sache schon ganz anders aus, wenn er übermüdet lange nach Mitternacht nach Hause kommt und am Montag wieder seinen Mann/Frau stellen muss. Und ich kenne mittlerweile einige, für die Rapid nicht eine Freizeitbeschäftigung ist, für sie ist Rapid ihr Leben. Und für sie geht es tatsächlich um Leben und Tod, genau das drückt jedes Tor, jeder Erfolg oder Misserfolg aus; für sie ist Rapid weit mehr als ein Spiel, es ist eine Existenzfrage.

Als Ausnahmsweise-Nicht-Mitfahrer fühlt man sich fast ein bisschen als Verräter, wenn man zu Hause auf der Bank sitzend, die weite Fahrt gescheut hat.

Nächste Cuprunde

Die Auslosung für die 2. Runde findet am Dienstag, 8. August um 20:15 in ORF eins statt, die Spiele finden am 19./20. September statt.

Links

Termine Saison 2017/18

Bei den Spielen ohne Zeitangabe kann sich der Spieltag noch ändern.

2017-06-24 18:00 A Test Traiskirchen (Traiskirchen)
2017-07-01 17:00 A Test Celtic (Amstetten)
2017-07-09 17:30 H Test AS Monaco
2017-07-15 A Cup offen (Auslosung 27.6.) 1. Runde
2017-07-22 16:00 H Liga Mattersburg 1. Runde
2017-07-29 16:00 A Liga St.Pölten 2. Runde
2017-08-06 16:30 H Liga Austria 3. Runde
2017-08-12 A Liga Admira 4. Runde
2017-08-19 H Liga Sturm 5. Runde
2017-08-26 H Liga LASK 6. Runde
2017-09-09 A Liga RB 7. Runde
2017-09-16 A Liga Altach 8. Runde
2017-09-19 Cup offen 2. Runde
2017-09-23 H Liga WAC 9. Runde
2017-09-30 A Liga Mattersburg 10. Runde
2017-10-14 H Liga St.Pölten 11. Runde
2017-10-21 A Liga Austria 12. Runde
2017-10-24 Cup offen Achtelfinale
2017-10-28 H Liga Admira 13. Runde
2017-11-04 A Liga Sturm 14. Runde
2017-11-18 A Liga LASK 15. Runde
2017-11-25 H Liga RB 16. Runde
2017-11-28 H Liga Altach 17. Runde
2017-12-02 A Liga WAC 18. Runde
2017-12-09 H Liga Mattersburg 19. Runde
2017-12-16 A Liga St.Pölten 20. Runde
2018-02-03 H Liga Austria 21. Runde
2018-02-10 A Liga Admira 22. Runde
2018-02-17 H Liga Sturm 23. Runde
2018-02-24 H Liga LASK 24. Runde
2018-02-27 Cup offen Viertelfinale
2018-03-03 A Liga RB 25. Runde
2018-03-10 A Liga Altach 26. Runde
2018-03-17 H Liga WAC 27. Runde
2018-03-31 A Liga Mattersburg 28. Runde
2018-04-07 H Liga St.Pölten 29. Runde
2018-04-14 A Liga Austria 30. Runde
2018-04-17 Cup offen Halbfinale
2018-04-21 H Liga Admira 31. Runde
2018-04-28 A Liga Sturm 32. Runde
2018-05-01 A Cup offen Finale
2018-05-05 A Liga LASK 33. Runde
2018-05-08 H Liga RB 34. Runde
2018-05-13 H Liga Altach 35. Runde
2018-05-20 A Liga WAC 36. Runde

Du kannst Dir diese Termine am PC in einem Kalenderprogramm (zum Beispiel Google oder Outlook.com) abonnieren und aus das Handy synchronisieren. Es sind dann auch alle anderen Rapid-Termine, wie zum Beispiel Tag der offenen Tür oder Stammtische enthalten. Verwende als Importadresse: http://www.ewkil.at/kalender.aspx?out=ics

Wenn Du Dir einfach eine Tabelle downloaden willst, verwende http://www.ewkil.at/kalender.aspx?out=htm

Rapid-RB

1:2 (0:0)

Gogo sagte bei einer Pressekonferenz, die Chancen für das Spiel stünden 50:50 – Buchmacher werden das sicher anders sehen*) – aber bleiben wir bei der Annahme einer 50:50-Chance, also der eines Münzwurfs. Ich frage mich, warum es der Münze gefällt, auch bei ausgeglichenen Chancen den Krösus zu bevorzugen? Man nennt so etwas „mit dem Schicksal hadern“ und genau das tun wir.

Es war ein tolles Spiel von Rapid mit enorm viel Einsatz, das den Gegner zu bisher nicht bekannten Fehlern zwang; ein Spiel, das immer auf Augenhöhe ablief und das das bisherige „Powerplay“-Spiel von RB völlig unterbinden konnte.

Muss diese verdammte Münze so fallen, wie sie gefallen ist?

Während wir bei der Münze rein gar nichts über die Ursachen des Ergebnisses wissen, meinen wir beim Fußballspiel, alle Gründe für Sieg und Niederlage zu kennen; wir meinen „Unvermögen“ darin zu sehen, dass ein Kopfball in der letzten Minute nicht besser platziert war, aber letztlich ist es nichts anderes als ein Münzwurf, aber ein solcher, bei dem wir jede einzelne Drehung in der Handlung wie in einer Zeitlupe genau kennen und dem wir beim Fallen ganz genau zuschauen; 90 Minuten lang.

Wir können nicht einmal dem Schiedsrichter Hameter allzu viel Schlechtes nachsagen. Sogar die lange Nachspielzeit brachte noch eine Top-Chance auf das 2:2, allerdings ging diese nicht auf.

Ein alter Freund „von der anderen Fakultät“ gratulierte zu diesem Spiel auf Augenhöhe, allein, das Ergebnis ist ein Drama, das muss man schon sagen. So viele Punkte können die Europa-Fighter RB, Austria, Sturm und Altach gar nicht für den Österreichtopf sammeln, dass sich die Nicht-Teilnahme an einem europäischen Bewerb für Rapid für die 5-Jahreswertung nicht extrem negativ auswirkt. Dieses System der EURO-Punkte ist ziemlich fragwürdig, wie an dieser Stelle schon berichtet wurde: FIFA- kontra UEA-Ranking. Allerdings nützt uns diese Erkenntnis genau so wenig wie das tolle Spiel vom Donnerstag.

So bleibt uns allein, Rapid möglichst an allen Fronten zu unterstützen, um diesen finanziellen Ausfall etwas weniger dramatisch ausfallen zu lassen. Ich werde mir gleich einmal das neue Rapid-Trikot kaufen.

Eine Machtdemonstration

Das Ambiente zeigte, wie viel ein Fußball-Verein bei wertschätzendem Umgang mit den Anhängern in Bewegung setzen kann – oder wie wenig. Zwar waren (nur als Vergleich) beim Zweitliga-Relegationsspiel 1860 München gegen Regensburg mehr als 60.000 Zuschauer im Stadion, aber Deutschland ist auf diesem Gebiet eine ganz andere Schuhgröße. Für den österreichischen Cup und für diesen entlegenen Austragungsort an einem Wochentag war dieses Endspiel mit 20.200 ein sensationeller Besuch. Bei den beiden letzten Endspielen mit Rapid-Beteiligung waren 2005 28000 (Austria) und 1995 15000 (DSV-Leoben) Zuschauer, jeweils im Happel-Stadion. Hätte das Endspiel in Wien und an einem Samstag stattgefunden, hätte man sicher mit einem neuen Cup-Rekord rechnen können. Zum Vergleich die Zuschauerzahlen der vergangenen Jahre:

  • Finale 2016 RB-Admira 10.200
  • Finale 2015 RB-Austria 16.200
  • Finale 2014 RB-St. Pölten 11.600

Eine eindrucksvolle Choreografie leitete das Spiel ein:

Noch mehr als die Choreografie beeindruckt die Opferbereitschaft des Blocks und die große Disziplin (sagen wir mit Ausnahme der offenbar unvermeidlichen Fackeln, die wegen des fehlenden Windes eine Stimmung wie an einem nebeligen Novembertag erzeugten).

Hier, am Beginn der Rapid-Viertelstunde, war die Rapid-Welt noch in Ordnung, der Spielstand noch 1:1:

Den Geist von 1995 beschwor auch ein vor uns sitzender Rapid-Fan mit seinem Schal, einer Rarität.

Einnahmenteilung

Es wurde kolportiert, dass die Einnahmen des Endspiels zu gleichen Teilen den beiden Finalisten zustehen – abzüglich eines Veranstalter-Anteils. Nicht genug, dass wir eine 50:50-Chance verloren haben, Rapid verliert auch einen wesentlichen Anteil an den Ticket-Einnahmen, denn die Relation der Besucher (Rapid:RB) war für den Double-Gewinner beschämend.

Wenn auf der Haupttribüne jeder Zehnte ein Salzburg-Supporter war, dann ist das schon optimistisch geschätzt. Und ganz ähnlich schaut es beim Vergleich der Fanblöcke aus.

Reisestress zum Cup-Endspiel, weil Dancing Stars auf Freitag fiel, Scheiß ORF!

Mit diesem Banner, eingetaucht in viel Rauch, demonstrierte der Fanblock seinen Unmut über den Austragungstermin.

Mir könnte es als Pensionist zwar egal sein, aber was hier dem zahlenden Publikum terminlich zugemutet wird, ist eine Gemeinheit. Ich teile daher den Unmut des BlockWest.

Allerdings wendet sich der Unmut gegen ein Symptom und nicht gegen die Ursache. Es muss vielmehr „Scheiß ÖFB“ lauten! Dass sich der ORF einen für seinen Sendeplan günstigen Termin auswählen will, das ist legitim. Dass er diesen Wunschtermin bekommt, das kann im Sinne der mitreisenden Fans nur der ÖFB verhindern.

Als Grund für diesen Austragungstermin werden vom ÖFB rein vermarktungstechnische Gründe genannt; Aspekte betreffend die Zuschauer spielen dabei überhaupt keine Rolle. Wohl wissend, dass diese „Verrückten bei Rapid“ ohnehin alles für ihren Verein tun würden, vereinigte man alle Nicht-Fanbblock-Fans auf der Osttribüne und filmte das Geschehen von der leeren Westtribüne. Das kennen wir schon von der Austria. Das wieder bedeutet, dass es für die Vermarktung sehr wohl wichtig ist, dass viel Publikum im Stadion ist. Warum macht man also nicht auch etwas für dieses Publikum, wenn man es schon dem Fernsehen verkauft?

Ich dache bisher, dass man bei sinkendem Zuschauerinteresse für den Fußball im Allgemeinen und für den Cup im Besonderen Rahmenbedingungen schaffen muss, die den Besuch der Fußballspiele begünstigen. Diese gestrige Terminfestlegung war sicher nicht in diesem Sinne.

Ziemlich zeitgleich freut man sich an anderer Stelle bei der Bundesliga über eine Zunahme der Zuschauerzahlen und es klingt wie die Verbuchung einer Eigenleistung; im Kleingedruckte liest man dann, dass das Zuschauerplus in erster Linie der Attraktivität des neuen Rapid-Stadions zuzuschreiben ist.

Fanreise

Dass diese Fahrt die letzte Fanreise für 2017 war, ist schon sehr betrüblich. Wir bedanken uns bei Hans, dem Chef des Fanklubs „Speising“, dass wir (Florian, Ferdinand, Walter und Franz, der Autor) in deren lustigen Runde mitfahren durften.

Im Bild: Ferdinand, Florian und Walter, unser Bus und unsere Maria**) im „Grün-weiß“-Look.

Die Hinfahrt war ein einziges Absingen aller bekannten Fangesänge des Blocks, eine fürsorgliche Verköstigung durch Eva und Maria). Mit dabei der berühmteste Rapid-Mitreisende Jürgen), der am Vorabend noch das untrügliche Gefühlt hatte, dass man dieses Endspiel gewinnen würde. Und es ist nicht schlecht, wenn man solche Ahnungen hat, denn damit ist wenigstens die Laune bei der Hinfahrt ungetrübt – und bei der Heimfahrt wird ohnedies geschlafen – unter dem Motto: „ein Optimist hat mehr vom Leben!“

Panzer rollen…

Auf der Fahrt wurde mehrmals das „Panzer rollen…“ angestimmt:

Panzer rollen durch Afghanistan,
Panzer rollen durch Madrid (und Wien),
seht euch die green Army an,
alles – zittert vor Rapid.

Nun, das kennen wir. Was wir aber nicht gewusst haben, von wo dieser Gesang stammt. Es war am 12. Oktober 1979, als man in der 9. Runde gegen VÖEST-Linz auswärts mit 0:4 unterlag. Für uns „Frischg’fangte“ ist es bemerkenswert zu sehen, dass auch in der glorreichen Vergangenheit nicht alles gewonnen wurde. Damals ärgerte sich der junge, glühende Rapid-Fan Jürgen über das Ergebnis und dichtete diese Zeilen wie uns Hans bei dieser Fahrt erzählte. Es dürfte so eine Art „jetzt-erst-recht“-Text gewesen sein.

Corteo

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich bei einem „Corteo“ ***), also einem Fußmarsch der Anhänger einer Mannschaft zum Stadion.

Da wir von der Autobusfahrt schon mit den diverse Liedtexten Bekanntschaft gemacht haben, konnten wir textlich mithalten und gleich einmal miterleben, wie eine solche Gruppe funktioniert. Eine dieser Gruppenregeln ist zum Beispiel „keine Kameras“. Ich habe daher nur zwei (nicht kompromittierende) Fotos gemacht.

Das zweisprachige Ortsschild mit Gebärden-Untertitel spiegelt die (eigentlich) verbotenen pyrotechnischen Artikel im Ortsgebiet.

Es war ein beeindruckender Marsch, dem wir uns auf der Höhe des Lend-Kanals angeschlossen haben. So ganz konnten wir den ganzen Verlauf nicht wahrnehmen, denn die Kolonne war viel zu lang, um sie als Teilnehmer zu überblicken; den Überblick hatte nur der Polizeihubschrauber und vielleicht die unfreiwilligen Zaungäste in den oberen Stockwerken im noblen Stadtteil Waidmannsdorf durch den die Prozession zog.

Und es war ein beeindruckendes Spektakel, immer wieder Halt machend, einerseits, um wieder ein Lied anzustimmen, anderseits, weil die sich verjüngende Straße immer wieder einen Stau verursachte. Also insgesamt etwa so wie eine Fronleichnamsprozession mit etwas anderen Motiven.

Das mitwandernde „Volk“ verhielt sich nicht viel anders als wir das vom Stadion gewöhnt sind. Böller, Rauch, Leuchtraketen, Alkohol… eine Art „rechtsfreie Zone“, durchaus aber mit strengen inneren Regeln, wie Mitsingen, Mitklatschen, keine Kameras und sich auch eine gewisse hierarchische Ordnung. Als Beobachter muss ich schmunzeln, dass man einerseits eine äußere Ordnung ablehnt, sie aber zum Funktionieren der eigenen Gruppe auch wieder braucht, bis hin zu einer Art „Gesinnungspolizei“, die die Gruppenmitglieder auffordert, nicht zu fotografieren, ordentlich mitzuklatschen, mitzuhüpfen und mitzusingen.

Obwohl immer wieder gegen „Cops“ gewettert wird, zeigte sich die Polizei doch sehr deeskalierend; auf dem gesamten Marsch war – zumindest auf unserer Marschposition – kein Polizist zu sehen. (Sinnlose) „Arbeit“ wäre durchaus da gewesen – weil Pyrotechnik im Wohngebiet nicht erlaubt ist. Die beiden Gruppen, Block und Polizei, kamen mir vor wie zwei verfeindete Wolfsrudel mit ausreichender Achtung voneinander, sodass sie einer direkten Konfrontation aus dem Weg gehen.

Dieses „gegen die Polizei“ erscheint mir auch fast wie das „gegen den ORF“, denn man ist gegen ein Symptom und nicht gegen die Ursache. Die Polizei führt ja letztlich nur einen bezahlten Auftrag aus, Gesetze durchzusetzen, und wenn wir mit den Regeln nicht einverstanden sind, dann sind die Gesetzgeber die, gegen die wir sein sollten, nicht die Polizei.

Mir scheint, dass die Polizei ohnehin sehr großzügig bei der Bewertung eventuell nicht legaler Ausdrucksformen – wie eben der Pyrotechnik – ist, indem sie diesen „rechtsfreien Raum“ innerhalb den Blocks begleitet aber nicht ahndet. Die Sichtweise der Polizei über Pyrotechnik.

Die interessiert zuschauenden Bewohner zückten teilweise ihre Handies, um das Spektakel zu filmen, teilweise machten sie aber auch die Fenster zu. Manche Grundstücke waren als öffentliches WC gut geeignet und wurden auch dazu genutzt.

Rocky zeigte Flagge und ging mit erhobener Fahne voran.

Insgesamt ein eindrucksvolles und lehrreiches Spektakel!

Wenn ich mich an die Zeit meiner Kindheit erinnere, war es meine Großmutter, die mich von den „Schlurf“ warnte, später waren es die eher gepflegten aber doch sehr angegriffenen Pilzköpfe der Beatles und danach die längeren und weit weniger gepflegten Haare der Hippies, heute sind es Tattoos, Glatzen, Piercings und eben Corteos. Vielleicht würde mich meine Großmutter heute vor dem BlockWest warnen, wer weiß?

Dass Jugend sich gegen das Establishment abzugrenzen versucht, ist nicht ein Phänomen von Heute, es ist ein ewiges Thema. Je mehr gesellschaftlich toleriert wird, desto extremer werden die Abgrenzungs-Mittel. Da heutzutage lange Haare niemanden mehr zu einem Abwehr-Reflex verleiten, müssen es eben Tattoos, Piercings oder Zusammenrottung in bedrohlich scheinenden Gruppen wie eben der Fußball-Hardcore-Anhänger sein, die die Gesellschaft erregen. Wenn sich Besucher auf Ost-, Nord- und West-Tribüne über die Verfehlungen des BlockWest mokieren, dann hat die dortige Jugendkultur ihr Ziel ganz gut erreicht.

Warnung vor der eigenen Anpassungsfähigkeit

Unterstellen wir einmal, dass wir alle nicht auf den Kopf gefallen sind und etwas für Menschen ganz Wesentliches mitbringen, nämlich die Fähigkeit zur Veränderung der eigenen Persönlichkeit und damit auch der Werte und damit der Einstellung zu allen anderen Dingen. Das sind natürlich länger dazernde Prozesse und das geschieht nicht von Heute auf Morgen. Wörter wie „immer“, „ewig“ und auch das „immerwährend“ aus dem Neutralitätsgesetz müssen in Anbetracht der Möglichkeit, dass man sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte (hoffentlich zum Positiven) verändert, als Fehl am Platz eingeschätzt werden.

Alle Tattoos, die solche „ewigen“ Werte mehr als „fest“ schreiben, sollte man eigentlich vermeiden.

Ich möchte dazu zwei Sprüche einflechten, die zu diesem Thema passen. Der erste hat zahlreiche Autoren und ich wähle die Version von Theodor Fontane:

»Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand.«

Ein Spruch von Christine Nöstlinger, den ich einem Interview anlässlich ihres 80. Geburtstages gelesen habe lautete sinngemäß (in ihrer unnachahmlichen sehr direkten Art):

»Wer sich nach 20 Jahren nicht verändert, ist ja ein Trottel.«

Wer also am Weg ins Tattoo-Studio ist, der sollte sich diese Sprüche verinnerlichen.

Daher „studiere“ ich Tattoos und überlege dabei ihren „Ewigkeitswert“. So auch beim Corteo in Klagenfurt. Vor mir ging ein junger Mann mit tatsächlich ewig gültigen „Gravuren“. Es waren die Namen und die Geburtsdaten seiner Kinder. Die Kinder waren durchaus im Greenie-Alter und darüber und wären wohl an einem anderen Tag mit ihrem Vater mitmarschiert; so aber, an einem Donnerstag mussten sie zur Schule und konnten sich nicht – wie der Vater – einen Urlaubstag nehmen.

Wörthersee-Stadion

Klagenfurt Waidmannsdorf Woerthersee Arena 09092008 55

Ich war noch nie in diesem sehenswerten Gebäude; derzeit Spielort für die Austria Klagenfurt, Platz 12. in der Regionalliga Mitte.

Warum kommt da Wehmut auf, wenn man sieht, wie fehlinvestiert die Gelder sind, die anlässlich der EURO für den österreichischen Fußball vorgesehen waren, und die – ganz im Gegensatz zu den ebenfalls sehenswerten Stadien in der Schweiz – ohne nennenswerte Nachnutzung sind. Hier, im fußballerischen Niemandsland, ein Stadion, das jedem anderen Verein mit einer entsprechenden Anhängerzahl sinnvoll hätte dienen können; ganz abgesehen vom ungeeigneten Standort innerhalb von Klagenfurt, abseits von Autobahn und Bahn.

Und warum erinnert mich das an Rapid?

Der Grund ist, dass wir mit Damir Canadi in der abgelaufenen Saison einen Trainer hatten, dessen Überzeugung von der Richtigkeit der eigenen Methoden so stark war, dass das eigentliche Ziel, den Verein vorwärts zu bringen, mit derselben Intensität misslang. Und das Stadion in Klagenfurt ist ebenfalls ein Symbol für das narzistische Wesen eines Politikers, der die eigene Eitelkeit über das Wohl des Gesamten (des österreichischen Fußballs) stellte.

Wir werden bald erleben, ob sich Altach dazu entschließt, ihren früheren Erfolgstrainer wieder zurück zu holen.

Beitragsbild

Die Ortstafel der Uni-Klagefurt mit den sich darin spiegelnden Fackeln vereinigt zwei Motive: einerseits den Hinweis auf den Austragungsort und anderseits auch auf den Corteo durch die Spiegelung der Fackeln und dabei gleichzeitig dem Wunsch der Fangruppen zu entsprechen, dass man keine Aufnahmen wünscht.

Links


*) Das Quotenarchiv -> Fußball -> Österreich -> ÖFB-Cup -> 1.6.2017 vermerkt folgende Quoten
Rapid : X : RB = 6,5 : 4,2 : 1,75

**) Merkt die „Rapid-Hochzeit des Jahres“ vor: Maria und Jürgen heiraten am Samstag, 11. November 2017 im Stadion. Zeremonienmeister wird Andy Marek sein. Der Ritus: grün-weiß natürlich!

***) Der Begriff des „Corteo“ wurde aus der Wikipedia entfernt. Das ist sonderbar und die Insider sollten sich darum kümmern, warum das so ist.
-> Begriffserklärung in der Deutschen Enzyklopädie.

Rapid-LASK

2:1 (0:0)

Dass es nicht einfach werden würde, das war klar. Der LASK, eine top-motivierte, selbstbewusste und aufstrebende Mannschaft gegen ein durch und durch verunsichertes Rapid. Wenn das keine Chance für den Aufsteiger ist! Und die erste Halbzeit war dann auch alles andere als hoffnungsvoll für uns. Ich will gar nicht die Namen aller derer nennen, die nach Ansicht des Publikums nicht in diese Mannschaft gehören. Aber der Trainer hat es bei der Pressekonferenz dann auch angesprochen, dass es die Hauptaufgabe der Trainer ist, den Spielern das fehlende Selbstvertrauen wieder zu geben. Denn dessen Fehlen ist genau der Grund, warum eben völlig unverständliche Fehlpässe passieren und nichts gelingen will.

Einzelne Pfiffe zur Pause waren dann auch die Folge für das fehlerhafte Spiel von Rapid.

Die zweite Halbzeit hat uns dann mit Spannung bis zur letzten Minute für die Mängel der ersten Halbzeit entschädigt.

Viele sagen, dass Thomas Murg und Joelinton die Stars gewesen wären. Ja, auch! Aber ein stiller Star war unsere Torstange und danach unser Torhüter Tobias, die das Schlimmste noch beim Spielstand 0:0 verhindert haben, denn so hatten wir das Glück, 1:0 in Führung gehen zu können. Natürlich war der Schuss von Thomas Murg perfekt aber wo in anderen Situationen solche Schüsse überall hingehen können… Unmittelbar danach hat es Thomas gleich noch einmal versucht, weil er dachte er wüsste jetzt, wie es geht. Na, und wohin ist der Ball gegangen? Genau, in die Wolken.

Völlig unverständlich ist nach der Führung das Zurückschalten in die totale Defensive, die schließlich dasselbe bewirkt hat wie beim Derby im Februar: den Ausgleich. Glück für uns, dass es erst die 90. Minute war und perfekt die Aktion von Joelinton, die zum geradezu kitschig-schönen Siegestreffer in der 93. Minute geführt hat. Es werden nicht wenige der mitgereisten LASK-Fans gegeben haben, die den Schiedsrichter für die 4-minütige Nachspielzeit verflucht haben…

So ändern sich die Standpunkte, wenn einmal das Glück auf der eigenen Seite ist.

„Holt den Pokal für dieses Wappen“

So hieß der Untertitel für die Vollsektor-Choreografie mit einem silbernen Cup-Pokal auf der linken und dem Rapid-Wappen auf der rechten Seite.

Die Freude nach dieser dramatischen Endphase war groß, und man hält wenigstens schon ein Muster eines Pokals in den Händen:

Am meisten freue ich mich über die Freude der Spieler, denn sie zeigt, wie groß der Glücksfaktor auch für sie ist. Nichts kann geplant werden, alle hängt von Kleinigkeiten ab. Hart trainiert haben ja beide Mannschaften, aber das ist auch alles, was sie an Vorbereitung leisten können. Alles andere liegt im Glück des Augenblicks.

Ganz Grün-Weiß hat am 1. Juni einen Pflichttermin in Klagenfurt!

Links

St.Pölten-Rapid (Cup)

1:3 (0:1)

Der Stein war groß, der uns da allen vom Herzen gefallen ist, und ich denke, nicht nur bei uns, den mitgereisten Anhängern, sondern quer durch die Rapid-Familie. Und diese Erleichterung empfanden wohl die Spieler selbst am meisten und die Freude war schon kaum zu übertreffen. Es war wie ein Endspiel.

Dabei haben wir eigentlich gar nichts erreicht, außer, dass es jetzt wieder berechtigten Optimismus gibt, dass wir diese Spielfreude auch in Ried umsetzen können. Das ist aber schon eine ganze Menge, denn der Knoten der letzten Monate liegt ja nicht irgendwo im Fußballerischen sondern im Mentalen. Und wenn einmal die mentalen Schlechtwetterwolken verflogen sind und es sich aufklart, dann können wir doch wieder eine fußballerische Schönwetterphase erwarten, oder? Beim Wetter ist es jedenfalls so; es schwankt nicht ständig sondern tendiert dazu eine Zeitlang gleich zu bleiben. Und irgendwann muss es dann schließlich beginnen, das Schönwetter.

Helge und sein Schützling Tobias bei einer „Vorbesprechung“:

Mario Pavelic, der Torschütze zum 2:0 wird knapp vor der Rapid-Viertelstunde vor dem Fan-Block gebührend gefeiert.

Ambiente

[Wenn in diesem Text die Spruchbänder auch beschrieben werden, dann ist das insbesondere für unsere blinden MitleserInnen gedacht.]

Wieder einmal war das Cup-Spiel von Rapid das am besten besuchte der vier Spiele des Cup-Viertelfinales. Eine eindrucksvolle Karawane setzte sich von Wien diszipliniert in Bewegung. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Nord-Tribüne in der NV-Arena macht sich mit dem Spruchband „Heute zählt nur der Sieg!“ bereit zu einem ziemlich einmaligen Support-Spektakel.

Das Ansinnen eines übermotivierten Fans im Block musste nicht in die Tat umgesetzt werden.

„Wenn wir verlieren, könnt Ihr renovieren.“

Ich habe den Eindruck, als würde man im Block solche „nicht-approbierten“ Privat-Plakate nicht zulassen, denn die Schrift war nach wenigen Minuten wieder verschwunden.

Ein lustiger Doppelhalter lautete:

Otto Baric: „Schauen Sie, maximale Leistung immer is meglich!“

Gut beobachtet ist die Wortstellung in slawischen Sprachen „immer is meglich“.

Die (möglicherweise kostspielige) Ankündigung der Rapid-Viertelstunde darf nicht unerwähnt bleiben.

Anreise

Wenn das eigene Auto zu klein wird, ist ein Bus angesagt. Christian, Florian, Thomas und Franz der Chauffeur fuhren um 18:00 am Hauptbahnhof mit einem Peugeot-Traveller-Bus ab. Vor dem Bahnhof Hütteldorf stiegen Gerhard, Julian und Xandl zu und los ging’s gen Westen.

Die Kosten für einen 9-sitzigen Bus liegen bei etwa 200,- Euro pro Tag (187,- Euro für Bus + 16,- Euro Bezin). Damit aber ja nichts passiert, wenn was passiert, kommen noch weitere 40 Euro für eine Null-Risiko-Versicherung und 10,- Euro für eine Personenversicherung dazu. Dafür bekommt man von Ekaterina, der freundlichen Mitarbeiterin von Avis für jeden Mitfahrer eine kleine Tafel Ritter-Sport. (Die genaue Abrechnung werde ich nach Einlangen in die Webversion dieses Artikel einfügen.

Der Preis pro Person war 25,- Euro. Für die kurze Strecke nach St. Pölten ist das relativ teuer. Eine Fahrt nach Salzburg wäre kaum teurer. Aber der Komfort mit einem fast Tür-zu-Tür-Transport (nicht für alle) ist beachtlich.

Zeitplan (+Verpflegung für einen hungrigen Mitfahrer)

  • 15:00 Abholung und Fahrtest mit dem Auto in der Garage
  • 16:00 Beim Tichy (Erdbeer-Becher)
  • 16:45 Fressmeile im Hauptbahnhof (Käsekrainer)
  • 17:30 Treffpunkt Kurkonditorei am Hauptbahnhof
  • 17:45 Abfahrt am Hauptbahnhof (Käseleberkässemmel)
  • 18:30 Zusteigstelle Bahnhof Hütteldorf, Hadikgasse
  • 19:15 Ankunft in St. Pölten

    vlnr: Thomas. Florian, Christian, Gerhard, Xandl, Julian
  • 23:00 Abfahrt in St.Pölten (Käseleberkässemmel)
  • 23:30 Halt in Hütteldorf, Meidling, Favoriten, Schwechat
  • 12:30 Tanken in der Arsenalstraße
  • 01:00 Parken am Hauptbahnhof

Links

Warum so spät?

Am Tag des Cupspiels zur Mittagszeit, verweigerte meine Arbeitsstation die weitere Zusammenarbeit. Black Screen. Alles abgesteckt, Fehler bleibt. Daher konnte ich heute nicht gleich mit der Zusammenfassung beginnen; eine Visite beim PC-Doktor techbold war angesagt.

Der Fehler wurde gleich gefunden (ich habe eben nicht alles abgesteckt und übersehen, dass an einem USB-Port noch ein Bluetooth-Dongle gesteckt ist; und dieser Winzling hatte ein Treiberproblem.

Ich  nutzte die Gelegenheit, beim PC-Doktor zu sein und ließ mir gleich eine neue Video-Karte und eine weitere Festplatte einbauen. Und eine weitere „Behandlung“ (neues Motherboard) ist für den Sommer bereits eingeplant.

Ich schreibe Euch das, weil ich die kompetente Bearbeitung von Hard- und Softwarefehlern durch das techbold-Team sehr schätze. Repariert werden PC, Handies, Laptops. Auf Festplatten-Recovery wird angeboten.

Neue Leser

Wir begrüßen Christian, Christopher, Julian und Mario als neue Leser in dieser Liste.

BW Linz-Rapid

0:4 (0:3)

Diese Spiele gegen Gegner der unteren Ligen sind alles andere als einfach. Die Regel ist, das der Gegner top-motiviert ist und Rapid eine Art Pflichtübung absolviert. Wir müssen nur zu dem Spiel in Ebreichsdorf um 11:00 schauen, um zu sehen, wie schwer so ein Cup-Spiel sein kann.

Rapid beherrschte das Spiel über 90 Minuten souverän und ließ keinen Zweifel am Ausgang. Und das war bei den ersten beiden Cup-Begegnungen keineswegs der Fall.

Warum ist es aber gestern gegen Blau-Weiß Linz so gut gelaufen? Der Grund dürfte sein, dass Rapid sich in einer selten erlebten Ausnahmesituation befindet, nämlich am 5. Tabellenplatz, abgehängt vom Stadtrivalen und dieses Cupspiel ein geradezu existenzielles Spiel für das Trainerteam ist, alles andere als eine Pflichtübung. Rapid – oder vielleicht besser das Trainerteam – ist in einer Art Überlebenskampf (, denn „Rapid wird’s immer gebn“, die Trainer aber mit Sicherheit nicht).

Dazu kam eine überraschende Änderung in der Aufstellung, denn Rapid spielte erstmals mit zwei Stürmern, Matej Jelic und Giorgi Kvilitaia; und beide haben getroffen. Eine Aufstellung, die von den Anhängern schon länger gefordert wird.

Besucher

Zu dem Spiel kamen trotz später Stunde – je nach Quelle – zwischen 2900 und 4700 Zuschauer, die meisten in dieser Cup-Runde. Die wenigsten Zuschauer waren beim Grödig-Spiel mit nicht einmal 500.

Stadionsprecher

Es gab einen Stadionsprecher der Gäste aber die meiste Zeit informierte uns Roland Spöttling, der Sprecher des Sporklubs; er hat die Rolle für Rapid übernommen. Ich weiß nicht, ob es das erste Mal überhaupt war, dass Roland diese Rolle für grün-weiß übernommen durfte aber er hat die Rolle offensichtlich genossen, für Rapid tätig sein zu dürfen.

„Heim“-Mannschaft

Die Heimmannschaft musste in diesem Fall eine viel längere Anreise auf sich nehmen. Wahrscheinlich haben viele Linzer auch die Gelegenheit benutzt, den Nationalfeiertag in der Bundeshauptstadt zu erleben. Es war ja die letzte Gelegenheit, das Parlament vor der Renovierung zu erleben.

Die Linzer Anhänger kamen mit mehreren Autobussen und für die Polizei war das Spiel offenbar ein Hochsicherheitsspiel. Die Alszeile war ab der Kainzgasse gesperrt und man musste zwei Polizeisperren passieren oder auf die Hernalser Hauptstraße ausweichen.

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Interessant war aber, dass endlich einmal wieder gestandene Fans bei einem Fußballspiel erschienen sind und damit ein Gegengewicht zu der sonst einseitigen Darbietung des Rapid-Blocks geboten und damit an diesem Abend eine tolle Fußballatmosphäre geschaffen haben. Und das bei einem Cup-Spiel!

Und da wir Stahlstädter nicht all zu oft in Wien begrüßen dürfen, hier ein paar Auszüge aus ihren mitgebrachten Transparenten (siehe Bilder):

  • Stahlfront 91
  • blauhelme
  • Love Vöest Linz, hate Racism
  • SK Vöest Linz, 1946-1997, Never forget

Bei Rapid wieder kann man was lernen, zum Beispiel italienisch. „scelta di vita“ stand auf einem Doppelhalter, was  soviel wie „(freie) Lifestyle-Wahl“ bedeutet.

Das Fackel-Duell

Die beiden Lager lieferten sich ein Duell in der Art „wer hat die meisten und die schöneren Fackeln“. Hier, abseits der Bundesliga, glaubt man die Pyromanie unbemerkt ausleben zu können. Roland, der Stadionsprecher hat denn auch mehrmals auf die drohenden Strafzahlungen hingewiesen. Die Polizei wies darauf hin, dass man eventuelle „Straftäter“ über Filmaufnahmen identifizieren könne.

Hier die Fackelparaden bei der Spieleröffnung, die der Linzer in blau-rot, d15a2157

die der Rapidler in weiß.

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Auch nach der Pause starten die Linzer feurig:

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und der Rapid-Block legt in der Rapid-Viertelstunde nach.

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„Müller raus“-Rufe

Ein Transparent der „Green Lions“ wurde von heftigen „Müller raus“-Rufen begleitet.

„Dieses Trainerteam ist einer Rapid nicht würdig. Ausmisten, jetzt. GL“d15a2175

Der Angesprochene hat die Rufe offenbar nicht ganz verstanden, bezeichnet er sich doch selbst in einem Interview als „Sündenbock“. Das aber ist jemand, der unschuldig zum Handkuss kommt, doch für die diversen glücklosen und teuren Transfers sowie für den völlig unverständlichen Trainerwechsel zeichnet er doch voll verantwortlich.

Schlaf gut

Nach diesem Spiel ging wohl ein Aufatmen durch die Reihen aller Rapidler und alle werden nach diesem Abend wohl gut geschlafen haben  Ganz besonders gut geschlafen hat Andrea, die neue Besitzerin der Handschuhe von Ján Novota, die sie von ihm nach dem Spiel als Geschenk bekommen hat. Original, mit aufgeprägtem Namen.

Links

Leobendorf-Rapid

0:1 (0:0)

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Ein ungleiches Duell. Eine Sensation für Leobendorf, eine Pflichtübung für den Rekordmeister. Obwohl; leidgeprüfte Rapidler wissen, wie schwer bis unmöglich Pflichtsiege sein können. Man hat das ja am Wochenende gesehen. Drückende Überlegenheit, doch die Tore schießt der Gegner. Am Wochenende war die „Macht“, der Schiri, „mit uns“. Und was, wenn nicht?

Es gab zwar keine Diskussion darüber, wer die stärkere Mannschaft am Spielfeld war aber, dass diese Mannschaft in der kommenden Woche in Bilbao bestehen soll, macht den Beobachter doch ein bisschen besorgt. Vielleicht hilft es uns zu wissen, dass in Bilbao die Rollen getauscht werden und Rapid dort ebenso motiviert sein wird wie es Leobendorf in Dornbach war.

Nun, Leobendorf war als Landesligist kein Prüfstein. Die Beteuerungen von Mike Büskens, dass man den Gegner ernst nehme, sind lediglich Sätze, die man bei eingeschaltetem Mikrofon von sich gibt. Die Schwierigkeit für alle Rapidler inklusive Trainer ist es immer wieder, sich auch gegen Underdogs motivieren zu können. Und wahrscheinlich ist auch gerade diese Motivations-Unfähigkeit der Grund, warum der Cup-Bewerb nicht gerade eine Spezialität von Rapid ist.

Und was ist dann die Spezialität von Rapid?

Die Spezialität von Rapid ist das magische Wort „Rekordmeister“, welches alle Beteiligten, allen voran die Medienvertreter, zelebrieren. Kein Stadionsprecher, der in seiner Ansage nicht dieses Wort verwendet. Gewinnt Rapid, hat man das voraussehen können, verliert aber Rapid, ist das die Sensation schlechthin, weil man dann nicht gegen eine durchschnittliche Bundesligamannschaft gewonnen hätte, sondern gegen den „Rekordmeister“. Dieses besondere „Rekordmeister“-Spiel macht es für den Gegner (und auch für das Publikum) besonders attraktiv und für Rapid besonders schwer.

Und bei Rapid weiß man das. Nicht von ungefähr hat man jenen Mann, der den Grundstein zum „Rekordmeister“ gelegt hat, Dionys Schönecker neben dem Eingang zum Stadion ein Denkmal gesetzt.

Auch das Publikum verehrt nichts mehr als den Umstand, Anhänger des „Rekordmeisters“ zu sein. Man pflegt die Tradition, denn dort, in der Vergangenheit, ist ja dieser „Rekordmeister“ zu Hause. Hier, am Sportklubplatz, kann eine Mannschaft mit dem Anspruch, „Rekordmeister“ genannt zu werden, nicht gewesen sein, das war der Schatten eines Bundesligisten.

Warum nehmen die Spieler von Rapid den Cup nicht ernst?

Das ist ganz einfach: weil wir, die Zuschauer, den Cup nicht ernst nehmen. Auch wenn man die ungünstige Beginnzeit einkalkuliert, ist die Besucherzahl von 3000 eine Schande für den Anhang des Großklubs Rapid für einen Bewerb, beim doch immerhin eine wichtige Trophäe zu holen ist. Der Sportklub-Platz müsste bei einem solchen Anlass aus allen Nähten platzen, wenn Rapid im Cup auftritt, ganz egal, wer der Gegner ist. Rapid hat so gespielt, wie es der Zuschauerkulisse entsprochen hat. Es war wahrscheinlich die „Standgas-Einstellung“.

Warum sind Altach und Mattersburg ausgeschieden?

Der Motivationsunterschied der Teams ist in allen diesen Begegnungen eine wichtige Einflussgröße. Dazu kommt, dass für die Teams der Bundesliga die Teilnahme am Cup eine Art Ehrensache ist und man nur sehr geringe Chancen auf den Titel hat. Als kleinerer Verein, der in der Bundesliga ums Überleben kämpft, kann man sich nicht allzu viel der „Ehre“ leisten, denn das kostet Kraft und hilft nicht im Abstiegskampf.

Im Unterschied zur Bundesliga ist die Teilnahme oder das Erreichen einer bestimmten Runde mit nichts anderem verbunden als mit „teilgenommen“, wogegen ein Platz in der Bundesliga immer auch den Verbleib in der Liga absichert, also die Existenz von Spielern, Trainern und Vereinen.

Dabei war das Spiel gegen Leobendorf der erste volle Einsatz von Kvilitaia und man möchte meinen, dass er es dem Trainer und dem Publikum würde zeigen wollen, dass er ein Anrecht auf ein Einser-Leiberl hat. Da ihm nicht sehr viel gelungen ist, wollte er dann ein Tor durch ein Handspiel erzwingen aber Schiedsrichter Drachta hats gesehen.

Die Einwechslung von Joelinton und besonders Arase machten das Spiel von Rapid gleich ein bisschen lebendiger.

Mir kommt vor, als würden sich die eigenen Talente Szanto und Arase mehr einbringen die Millionenprofis. Unter ihnen ist nur einer, bei dem man derzeit den Eindruck hat, als würde hinter dem großen Geld auch ein großes Talent stecken und das ist Ivan Mocinic.

Roland Spöttling, Stadionsprecher des Wiener Sportklub, schreibt an das EwkiL-Tagebuch, dass er uns diesmal nicht durch das Geschehen begleiten kann, weil die Leobendorfer ihren eigenen Sprecher mitbringen.

Für Mario Konrad war es ein Highlight als er erfahren hat, dass er mit Leobendorf gegen seine Ex-Kollegen spielen wird und er hat sich im Spiel auch enorm angestrengt. Auch seine Verwandten, allen voran seine Mutter, waren im Publikum und machten kräftig Stimmung für Leobendorf.

Ambiente

Die Umgebung erinnerte daran, wie es wäre, den vom Block-West so oft propagierten „old style“-Fußball zu betreiben. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass die Gemeinde zur Sanierung der Anlage in Dornbach beitragen wird.

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Die Spieler wurden mit einer Flaggenparade begrüßt.

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Es kamen noch weniger Zuschauer als beim Spiel gegen Karabakh, nämlich 3.000. Die Beginnzeit war auch nicht gerade optimal für ein Mittwoch -Spiel. Vielleicht war das der Grund für das Spruchband „Scheiß Herbst“. Wer weiß das genauer?

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Warum es schick ist, ein „no fair play“-Banner zu präsentieren,

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ist uns, den anderen Zuschauern nicht ganz klar, es erinnert an die Choreografie „grober Spaß“.

Die Zündler

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und die Raucher

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haben sich in Dornbach ausgetobt, was sogar für eine kurzen Spielunterbrechung und 3 Minuten Nachspielzeit in der ersten Halbzeit gesorgt hat.

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Karabakh-Rapid

1:3 (0:1)

Gleich beim Stadion begrüßt uns die „Kainzgasse“, die Erinnerungen an die vorige Saison weckt. Und wie man ihn vermisst, im Spiel, den Florian Kainz

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Und dann erleben wir Multikulti pur. Eigentlich spielten wir gleich gegen zwei Länder: gegen Aserbaidschan und gegen die Türkei. Und alle sind sie Wiener. Hier ein aserbaidschanischer Wiener:

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Und hier präsentieren türkische Wiener ihre Fahne:

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An der Überlegenheit Rapids bestand kein Zweifel, aber dass man das Spiel auch gewinnen würde, stand erst beim 2:0 von Steffen Hofmann in der 53. Minute fest. Denn dass man sich bei einem Fußballspiel trotz größter Überlegenheit einen Gegentreffer einfangen kann, hat man ja in der letzen Minute gesehen.

Vergleichsweise zäh war auch das Spiel, denn Karabakh verteidigte konsequent und die Torszenen waren in der ersten Hälfte auch Mangelware. Dass gerade beim ersten Bewerbspiel dem Neuzugang Joelinton ein – noch dazu – sehenswerter Treffer gelang (ein Ferscherl oder wie in Weltfußball vermerkt wird: eine „Hacke“ (?))).

Im folgenden Bild sieht man, wie Stefan Schwab zum Schuss ansetzt, der schließlich zum Tor zum 3:0 führt.

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Und die Verteidigungsleistung ihrer Mannen kann sich sehen lassen. Trotz drückender Überlegenheit gelingen Rapid nur drei Tore. Bejubelt wird der Ehrentreffer der Kaiserebersdorter aus einem Konter in der 90. Minute.

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Was soll man zu dem Spiel sagen? Am besten zieht man einen Vergleich. Die erste Cup-Runde im Vorjahr führte uns nach Weiz, einem Regionalligisten. Rapid siegte locker 5:1. Karabagh ist gerade eben in die Wiener Liga aufgestiegen und ist damit noch eine Liga unter der Regionalliga. Zwar dominierte natürlich Rapid das Spiel aber die Zahl der herausgespielten Chancen war insbesondere in der ersten Halbzeit gering. Florian Kainz fehlt. Dafür gibt es im Sturm mit dem sehr aktiven Joelinton einen Lichtblick.

Ambiente

Es war schön, wieder einmal am Sportklub-Platz sein zu können. Im Bild sieht man das Nachbarhaus mit den Erste-Klasse-Plätzen inklusive Werbung der Fleischerei Metzker.

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Kaum waren wir eingelassen worden, wurden wir auch schon von einem Ordner aufgefordert, auf uns die Rapid-Tribüne zu begeben, was wir entschieden abgelehnt haben. Ein freundlicher Polizist hat vermittelt, der gemeint hat, die Ordner wären übereifrig gewesen.

Der Stadionsprecher

Roland Spöttling sagt das Spiel souverän und unparteiisch an. Er begrüßt auch sein Vorbild Andy Marek. Schaut Euch auf seiner Homepage an, wie aktiv dieser Mann ist. Auch ein Vorbild. Im Bild ein Blick auf seine Sprecherkabine:

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Im VIP wird Baklava verteilt, wenn der Gastgeber Karabakh heißt.

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Unsere lieben Fans

Die Tornados präsentieren das Jubiläumstransparent „20 Jahre TORnados“.

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Hier ein besonders stimmungsvollen Detail aus der Choreografie zur Rapidviertelstunde:

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Die Fangruppen haben sich nach der Sommerpause wieder sehr gesangsfreudig gezeigt; so freudig, dass sie sich auch durch die ohnehin schon seltenen Tore nicht aus der Ruhe, beziehungsweise eben vom Gesang, abbringen ließen. Fast konnte man – wie so oft – den Eindruck haben, als wäre das Spiel eine Art Aufputz, der ihrem Gesang erst die richtige Note verleiht, unter dem Motto „Fans mit einer Mannschaft“.

Jemand aus dem Kreis des Fanblocks wollte am Beginn der Rapid-Viertelstunde unbedingt auch den gegnerischen Tormann am Spektakel teilhaben lassen, indem er ihm einen Leuchtkörper vor das Tor warf. Dem Tormann ist das zuerst gar nicht aufgefallen.

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Ich warte schon auf einen etwas mutigeren Schiedsrichter, der diesem Unfug durch einen Spielabbruch ein Ende bereitet und Rapid mit einer Grüntisch-Niederlage nach Hause schickt. Solange das nicht passiert, werden solche Spompernadeln wohl im Kreise der Fans als Husarenstücke gefeiert.

Unverständlich war auch, dass keiner der herumstehenden Ordner eingeschritten ist und der Feuerwerkskörper minutenlang vor sich hin gloste.

In Dornbach war dieser Zwischenfall egal, vielleicht wird ja das Torraumfeuerwerk nicht einmal im Schiedsrichterbericht erwähnt. Aber es fällt auf, dass im letzten halben Jahr keiner der Stadionsprecher auf diese Eskapaden der Fans eingegangen ist.

Ein Hinweis aus der Psychologie: wir erleben hier ständige Grenzünerschreitungen junger Menschen. Die dauern so lange an und werden immer intensiver, bis jemandem der Kragen platzt, oder tatsächlich etwas passiert, aber dann kann es möglicherweise für alle Beteiligten sehr unangenehm werden und der Gesang „Ausgesperrte mit uns“ wird einen Grund mehr bekommen. Weit weniger schmerzhaft wäre es, diese Unarten möglichst früh abzustellen und nicht erst dann, wenn es weh tut.

Links

Karten für das Cupspiel gegen Karabakh

Karabakh, ein exotischer Name mitten in Wien. Es heißt „schwarzer Garten“ und und ist ein gebirgiger Teil von Aserbaidschan, besetzt von Armeniern, eine wahrlich komplizierte Lage. Wer das genauer studieren will, sei auf die Links „Bergkarabach“ und „Aserbaidschan“ weiter hinten verwiesen.

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Aserbaidschan liegt an den Ausläufern des Kaukasus-Gebirges am Kaspischen Meer, hat etwa 9 Millionen Einwohner und ist auch etwa so groß wie Österreich.

Karabagh ist auch der Name für eine kaukasische Pferderasse, wohl auch der Grund dafür, dass im Wappen des Vereins auf ein Pferdekopf abgebildet ist.

Der FC Karabakh verfügt über einen 29-Mann-Kader mit einem Durchsnittsalter von 24,9 Jahren mit 14 Legionären. Wenn man sich den Kader von Karabakh im Transfermarkt anschaut, hat man den Eindruck als wäre der Name „Karabakh“ eher ein Symbol für eine ferne Heimat, egal wo. Folgende Nationalitäten habe ich gezählt: A 16, AFGH 1, BIH 1, D 1, SRB 4, TR 7. Eine richtige Mutli-Kulti-Truppe.

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Der FC Karabakh wurde 2014 gegründet. gegründet. Zwar hat im ersten Jahr 2014 der Aufstieg nicht geklappt aber Dank der Millionen des Aserbaidschanischen Großsponsors kaufte man den Füntligisten Kaiserebersdorf-Srbja 08 und spielte daher 2015/16  gleich in der 2. Landesliga und wurde dort prompt Meister und steigt daher in die Wiener Stadtliga auf. Geplant ist ein Aufstieg in die Regionalliga bis 2020 und dort soll es erst so richtig losgehen.

Karabakh ist also derzeit Viertligist. Um sich im Wiener Ligensystem zu orientieren; so gehts lang: Bundesliga – Erste Liga – Regionalliga Ost – Wiener Liga – 2. Landesliga – Oberliga-A – Oberliga-B – 1. Klasse A – 1. Klasse B – 2. Klasse B 3. – Klasse A

Aber den Cup-Startplatz hat Karabakh als Sieger im heurigen Wiener Toto-Cup erworben.

Der Trainer Volkan Kahraman ist wohlbekannt.

Kahraman

Volkan wurde in Wien geboren hat aber auch die türkische Staatsbürgerschaft. Von der Austria-Jugend geht er nach Holland, in die Türkei, dann zurück nach Österreich zu Pasching, Austria, Salzburg, Schwadorf, Vienna, FavAC, Purbach und Besiktas Wien.

Als Trainer startet er in Simmering, kommt zu Besiktas Wien, Sturm 19 und schließlich zu Karabakh Wien.

Der FC Karabakh spielt normalerweise am Sportplatz Kaiserebersdorf aber wegen des zu erwartenden Fanansturms wurde die Cup-Begegnung auf den Sportklub-Platz verlegt.

Ab Freitag 1. Juli gibt es im Fancorner Karten für das Cupspiel gegen Karabakh; aber nur für den Rapid-Fanblock.

Sehr familiär geht es beim FC Kahrabakh zu. Sogar vom Trainer Volkan Kahraman kann man die Handynummer auf der Webseite erfahren. So habe ich dann auch von Herrn Kommerzialrat Modli (er hat eine wahrlich exklusive Handy-Nummer), der auch für die Postadresse des Vereins in Dornbach steht, erfahren, dass man Karten im Restaurant „feria“, am Schwedenplatz erwerben kann. Franz-Josefs-Kai 11, 1010 Wien, 01-968 4520.

feria

Ich habs probiert und gleich fünf Karten mitgenommen. Man hat dort noch etwa 50 Karten aber es gäbe noch weitere Verkaufsstellen hat man mir gesagt.

Ein richtig buntes Lokal. Einerseits raucht man dort Wasserpfeifen anderseits gibt es jede Menge interessanter Cocktails.

eintrittskarte

Die Begeisterung bei unserem Gegner ist groß. So groß wie bei den Isländern sollte sie halt nicht sein; wir wollen nicht schon wieder eine Sensation erleben.

Egal, wir freuen uns auf das Spiel am Sportklubplatz.

Links

 

Rapid-Admira

0:1 (0:0)

Nach so einem verunglückten Spiel, das typisch nach dem Motto abgelaufen ist, dass man die Tore, die man nicht schießt, dann als Gegentore kassiert, fragt man nach dem „warum“.

Also dass der Elfer von Stefan Schwab ziemlich halbherzig geschossen war, lässt uns auch nichts Gutes für ein dann doch nicht stattgefundenes Elfmeterschießen ahnen. Dass der Freistoß von Steffen Hofmann unbedingt an die Latte gehen muss, muss man aber auch abhaken können.

Aber ich denke, bei Rapid glaubt einfach niemand mehr an den Cup.  Es kamen exakt genau so viele Zuschauer wie beim Heimspiel der Austria, nämlich 5.500. Und was sagt uns das? Nachdem der Zuschauerschnitt bei den Veilchen bei Meisterschaftsspielen deutlich geringer ist als bei Rapid, müsste das auch bei Cup-Spielen so sein. Da das aber nicht der Fall ist, bedeutet den Rapid-Fans der Cup offensichtlich nichts.

Die Pfiffe bei Spielende waren zwar gegen die Mannschaft gerichtet, man kann sie aber auch so interpretieren, dass es Pfiffe für diejenigen Fans waren, die einfach zu Hause geblieben sind.

Links

Amstetten-Rapid

Amstetten-Rapid 

Die Dramaturgie des Spiels könnte nicht besser gewesen sein, um dem Thema „Rapid und den Cup“ wieder eine dieser Episoden hinzuzufügen, die alle zeigen wollen, dass Rapid dieser Bewerb nicht zu liegen scheint.

Amstetten-Rapid, Einzug der Gladiatoren; Amstetten in Weiß, Rapid in Grün (Bild Hannes)

Das Spiel war ein ziemlich genaues Abbild der Begegnung vom 19. September 2010, damals gegen die Austria Amateure.

  • Fast derselbe Tag
  • Gegner aus der dritten Liga
  • erste Hälfte 1:1
  • zweite Hälfte und Verlängerung torlos
  • Elferschießen ergibt ein 4:3 für Rapid

Damals war Helge Payer der Held im Tor, diesmal war es Richard Strebinger.

Amstetten war ein extrem schweres Spiel. Nicht nur der Boden war schwer, auch der Gegner. Amstetten war hoch motiviert, Karten waren offiziell nicht zu bekommen, das Spiel war seit Wochen ausverkauft.

Unser Torschütze zum 1:0 Florian Kainz hatte im Verlauf des Spiels größte Mühe, seinem Bewacher zu entkommen. Es ist auch nur selten gelungen. Fast eine Wiederholung des Spiels im Vorjahr, nur eben mit Elfmeterschießen.

Man muss auch grundsätzlich bedenken, dass bei schwierigen Bodenverhältnissen die technisch stärkere Mannschaft ihre Vorzüge in Sachen Ballbehandlung nicht voll ausspielen kann.

Gleich drei Kapitäne mussten bei Rapid aufgeboten werden: Mario Sonnleitner (bis 16.), Louis Schaub (bis 82.) und Christopher Dibon (bis 120.).

Zuerst wurde kräftig rotiert, gleich an sieben Positionen.

Dann begann alles nach Plan und Rapid ging in der 7. Minute durch Florian Kainz in Führung.

Dann die 16. Minute. Solche Szenen, wie die Notbremse von Mario Sonnleitner in einer zufällig brenzlig gewordenen Situation, werfen die Frage auf, ob Verteidiger oder Torleute in solchen Fällen diese Doppelbestrafung in Kauf nehmen sollen. Denn hätte Mario anderswie verteidigt, ist ja ein drohendes Tor noch immer keine ausgemachte Sache. So aber gab es das Tor und seinen Ausschluss und die folgenden 100 Minuten zu zehnt. Das sollten die Trainer bedenken, ob sie Spielern in solchen Situationen nicht eher raten sollen, das Risiko eines Gegentors in Kauf zu nehmen.

Da die Vergangenheit die Zukunft mitbestimmt, kann man auch behaupten, dass die beiden Verletzungen von Nutz und Schaub nicht passiert wären.

Wenn er meint, das wären keine direkten Folgen des Ausschlusses gewesen? Aber sicher, denn diese Szenen hätten sich ohne den Ausschluss gar nicht so abgespielt. Es wäre ein ganz anders Spiel gewesen. Wir wissen nur nicht, welches.

Der knappe Ausgang hatte auch eine positive Seite: Richard Strebinger konnte sich in einigen Szenen auszeichnen und wurde mit dem gehaltenen letzten Elfer zum Helden des Spiels. Wieder ein wichtiger Schritt für ihn.

Dass dieses Spiel durch die beiden Verletzungen möglicherweise einen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Meisterschaft und der Europa-League haben wird, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack und wer weiß, ob wir uns nicht wünschen sollten, hier mit einer gesunden Mannschaft als Verlierer vom Platz gegangen zu sein. Niemand weiß.

Der Ball wird bei Nässe schneller

Noch eine Bemerkung zu den ORF-Reportern (wir verfolgten das Spiel auf ATV bei Chips und Bier): Wieder einmal wurde behauptet (auch vom Chefanalytiker), dass der Ball bei diesem nassen Wetter schneller wird. Metin Tolan beschreibt in seinem Buch „Manchmal gewinnt der Bessere“ (S. 179ff), dass Spieler und Zuschauer beobachten, dass bei nassem Boden sich der Ball anders verhält und dann meinen, der Ball würde beschleunigt. Vielmehr ist es aber so, dass der Abprallwinkel bei nassem Boden flacher ist und dadurch dieser Eindruck einer Beschleunigung entsteht. Ein nach dem Aufprall schnellerer Ball müsste diese Energie ja von irgendwo her bekommen, um schneller werden zu können. Das könnte nur seine Rotationsenergie sein. Metin Tolan zeigt, dass sogar bei sehr schnell rotierenden Bällen die Rotationsenergie für eine sichtbare Beschleunigung nicht ausreicht.

Links

Bundesliga: Rapid im Samsung-Cup gegen Amstetten erst im Elferschießen weiter

DerStandard: ÖFB-Cup – Rapid knapp im Elferschießen weiter

DiePresse: Cup: Rapid gewinnt Elfmeterkrimi in Amstetten

EwkiL: Bilder (Hannes) · Blog · News vom Tage ·Statistik

Krone: Birsantes Wiedersehen zwischen Rapid und Amstetten · Brisantes Wiedersehen zwischen Rapid und Amstetten · Rapid mit Mühe weiter, Austria feiert Kantersieg

Kurier: Rapid bindet Top-Talent Wöber langfristig · LIVE-Spielstand: Amstetten – Rapid · Rapid nach Elferkrimi im Achtelfinale

Laola1: Arsenal wollte Rapid-Toptalent · Rapid zittert, Austria souverän

Österreich: Für Rapid zählt nur der Aufstieg · Talent Wöber: Rapid sticht Arsenal aus · Jetzt LIVE: Amstetten gegen Rapid · Rapid verhindert Cup-Blamage · Austria spaziert ins Cup-Achtelfinale · Rapid bangt um Youngster Schaub

Rapid: Bericht · Bilder · Vorbericht ·Vorschau

Sportnet: Rapid bindet Juwel: Nachwuchs-Talent sagte für Grün-Weiß sogar Arsenal ab · ÖFB-Cup: Rapid zittert sich weiter, Austria gewinnt klar 7:0
UEFA: Rapid muss im Cup zittern

Weltfußball: Rapid verlängert mit Nachwuchstalent · Jetzt LIVE: Rapid mit B-Elf in Amstetten · Jetzt LIVE: Amstetten gleicht gegen Rapid aus · Jetzt LIVE: Verlängerung bei Amstetten gegen Rapid · Rapid bezwingt Amstetten im Elferschießen 4:3 · Rapid braucht in Amstetten Elferschießen · Rapid, Admira, Ried im Elferschießen weiter · Spielbericht

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Erste Cup-Runde in Weiz

Wir waren rechtzeitig im Stadion, etwa eineinhalb Stunden vor Spielbeginn, und das war auch dringend nötigt, wenn man einen Sitzplatz haben wollte. Wenige Minuten danach gab’s dann nur mehr Stehplätze. Die Sportanlage zeigte uns gleich, wie man auf der zukünftigen Osttribüne in der Keisslergasse in die Sonne schauen wird, so sie scheint. Glücklicherweise wollte auch eine Gewitterwolke das Spiel sehen und daher war alles nicht so schlimm.
Hannes, Thomas, Florian und Franz
Für Weiz war es das „Spiel des Jahres“, und mit 2500 Zuschauern war das „Siemens-Energy-Stadion“ ausverkauft. Dass wir überhaupt Karten bekommen haben, verdanken wir dem Sektionsleiter-Stellvertreter Christian Moser, dem wir an dieser Stelle herzlich danken. Eigentlich gab es den Kartenvorverkauf für die Haupttribüne nur am Abend im Stadion und man hätte persönlich dort erscheinen müssen; zumindest war das die erste telefonische Auskunft. Aber Herr Moser hat uns die letzten Karten unbürokratisch per Post zugeschickt. Daanke!

Eintrittskarte
Wir sahen ein faires Spiel, bei dem Rapid zunächst den Eindruck erweckt hat, man wolle den Gegner mit einem Kantersieg vom Platz fegen, denn nach 7 Minuten stand es schon 3:0. 
Doch dann folgte der Ehrentreffer für die Weizer und die anfängliche Spritzigkeit der Rapid-Angriffe war vorbei. Ob das nun das gestärkte Selbstvertrauen der Weizer, das heiße Wetter (es gab keine Trinkpause) oder auch eine Art Beschränkung auf das Notwendigste war, kann ich nicht sagen. Jedenfalls dauerte es bis zur 68. Minute bis wieder ein Rapid-Angriff von Robert Beric durch einen Abstauber erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Nicht zurück geschaltet hat jedenfalls unser erster Gegner in der Meisterschaft, denn Ried feierte mit einem 15:0 Auswärtserfolg gegen den Viertligisten SV Innsbruck ein eindrucksvolles Schützenfest. 
Andy Marek in seltener Rolle als Zaungast. Hier beim Wechsel von Florian Kainz und Steffen Hofmann
Damit das Spiel in die lokale Stadtchronik eingehen kann,
dafür sorgte ein von einem Ordner nur mit Mühe eskortierter Flitzer


Trikotsponsor von Weiz, der Discostadl „Tollhaus

Fanblock

Mit gewohnt eindrucksvoller Kulisse trat der Rapid-Fanblock auf – auch irgendwie ein Tollhaus.

Spielbeginn: Rapid-Fanblock mit vielen neuen Transparenten und Doppelhaltern
Spielbeginn zweite Halbzeit: Die Fotografen kümmern sich eher um die spektakuläre Inszenierung als um das Geschehen am Spielfeld.
Beginn der Rapid-Viertelstunde wird mit einem Hinweis auf „Weststadion“  eingeläutet. 

Im Happel-Stadion hat man eher einen Gesamteindruck von der Fahnenparade aber hier in Weiz kann man einzelne Transparente lesen. Ganz ohne Wörterbuch geht’s aber nicht.

Der Rapid-Fanblock wartete mit einigen neuen Transparenten auf. Eine Dame hinter mir rätselte über das „A“, „C“, „A“, „B“ auf einem Transparent und ich über das „S“, „A“, „F“ auf einem anderen. Von den 23 Erklärungen, die Wikipedia für „SAF“ anbietet, passt mir keine, also tippe ich (wegen des Rucksacks auf einem der SAF-Transparente) auf „Sektion Auswärts-Fahrer“. Neuerdings gibt es das „A“, „C“, „A“, „B“ auch als „Wiener Symphonie“, in Notenschrift. Die Dame hinter mir habe ich bezüglich der Abkürzung nicht aufgeklärt, sie soll unsin positiver Erinnerung behalten.
Ein weiteres Rätsel ist die „Sektion Snus“. Hier hilft Wikipedia: „Snus“ ist eine aus den nordischen Ländern stammende Form des Orals-Tabaks
Die Inszenierung des Fanblocks hat den Charakter einer Rapid-Messe, die das jeweilige Spiel seinerseits als Choreografie verwendet. Die „Predigt“ dieser „Messe“ war „Freundschaft mit Nürnberg“. Daher gab es auch in der „Liturgie“ einige Bezüge auf diese Fanbeziehung inklusive Fahne „Max Morlock-Stadion“, einen Namen, den sich die Nürnberg-Fans ebenso wünschen wie eben jetzt unser Fanblock „Weststadion“.

Religiöse Anspielungen auf Violett durften auch nicht fehlen: „Und erlöse uns von dem Übel…“.

Heimfahrt

Das Navi tut, was es will. Während es uns bei der Hinfahrt über Gleisdorf-West gelotst hat, meinte es, dass der Heimweg durch zwar herrliche aber ziemlich kurvenreiche Landschaften über Hartberg der bessere wäre.

Und nicht einmal die Sendung „Kontext“ (17.7., 22:15) mit Wolfgang Ritschl, macht vom Fußball halt, wenn auch nur sehr indirekt. Sie gibt eine Erklärung für Phänomene wie das auffällige und manchmal provokante Verhalten unseres Fanblocks. Man erfährt vom Autor des Buches „Das Lachen der Täter“ (das nun überhaupt nichts mit Fußball zu tun hat aber wenn man die dortigen Aussagen aus Fußball anwendet:), dass gewisse Phänomene nur dadurch stattfinden, dass es die modernen Medien gibt, wie zum Beispiel auch diesen Blog oder unsere Bilder. Fernsehen oder Presse allein sind es nicht, denn die blenden das Fangeschehen (siehe UEFA-Bildregie) eher aus. Es sind vielmehr private Homepages, Blogs und Bildersammlungen. Gäbe es sie nämlich nicht, dann würde es auch nicht die spektakulären Fackeln in dieser Intensität benötigen. Aber diese neue Öffentlichkeit gibt den Bildern der Fanszene ein höheres Gewicht und daher gibt es sie. 

Training nach dem Spiel

Öffentliche Trainingseinheiten an Samstagen sind selten und daher beschlossen wir, das für Samstag, 11 Uhr angesetzte Training zu besuchen.
Dieses Bildschirmbild ist vom Samstag, 12:30
Aber ein Zerberus verwehrte uns den Zutritt, das Training wäre nicht öffentlich.
„Ich darf nicht rein“; nur Robert ist eine Ausnahme
Vielleicht könnte man das, was unter „Hinweis“ zu lesen steht, dass man kurzfristige Änderungen auf der Homepage nachschauen soll, auch bis zum Webmaster weitersagen.
Außer Richard Strebinger waren alle Spieler zum Training erschienen. 
Zu Orgelklängen der Zeugen Jehovas aus dem Prater-Oval, die dort einen dreitägigen Kongress veranstalten, machten wir uns auf den Heimweg.

Links zum Spiel gegen Weiz

Wir sind „die Fenster zum Allianz-Stadion“

Der programmatische Firmenname „WindowsOne“ unseres EwkiL-Mitglieds Hannes wird zukünftig auf der Liste der am Bau des Allianz-Stadions beteiligten Firmen zu sehen sein.
Unsere Fenster in unserem Stadion
Wer also Fenster wie im zukünftigen Stadion haben möchte, Hannes macht es möglich, schreib‘ an ewkil{at}iam.at.

WAC leider kein zweiter Streich

Wer hat schon einmal in St. Gertraud im Lavanttal Rast gemacht? Wir waren dort. Es ist eigentlich eine Industriezone mit einer riesigen Kartonagenfabrik, die dem Gasthaus Gutschi das Überleben sichert. Die Wirtin erzählt, dass die Lavant, die unmittelbar hinter dem Gasthaus vorbei fließt, immer wieder aus den Ufern tritt und die Gegend überflutet.

Gestern war das Wetter sonnig aber gleichzeitig windig und kalt. Dass nur der Wind an den verpatzten Ausschüssen von Novota schuld gewesen wäre, kann man nicht sagen. Es lag wohl mehr an der Verunsicherung, die in der ersten Halbzeit unsere Mannschaft ergriffen hat.

Unsere Plätze auf der Haupttribüne, Sektor A boten eine ausgezeichnete Sicht. Meine Kamera war versehentlich auf Kunstlicht eingestellt, daher haben alle Bilder einen leichten Blaustich.

Sektor A, Riehe 3, Plätze 12-15. vlnr. Hannes, Florian, Thomas

Warum in der ersten Hälfte der Cup-Begegnung seitens Rapid so fehlerhaft gespielt wurde und der WAC gezeigt hat, wie man spielen muss, wenn man auch gewinnen will, das wissen nur die Fußballgötter.

Spielbeginn, hier war die Rapid-Cup-Welt noch in Ordnung

Dass sich anfängliche Unsicherheiten alsbald auf die ganze Mannschaft übertragen und dadurch der Charakter des Spiels geprägt wird, hilft uns auch nicht, wenn es darum geht eben das zu vermeiden. Es kann auch sein, dass der Erfolg vom Samstag die Spieler hat glauben lassen, dass es in dieser lockeren Tonart weitergeht, doch zu Hause zeigte der WAC eine Entschlossenheit, die man bei Rapid vermisst hat.

Dass Rapid in der zweiten Halbzeit optische überlegen schien, war weniger einer Leistungssteigerung von Rapid sondern eher dem resultatorientierten Defensivspiel des WAC  zuzuschreiben.

Wie das bei Spielen aber so ist, hätte alles auch ganz anders ausgehen können, wenn… Ja wenn. Leider müssen wir aber wieder etwas abhaken und eine Hoffnung auf einen Titel begraben.

Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass diese Pleite sich noch auch Sonntag demotivierend auswirkt. Aber wie wir schon bei den beiden WAC-Spielen gesehen haben, werden die Karten bei jedem Spiel neu gemischt und es gibt eben eine neue Chance auf die wir hoffen wollen.

Entspannte Rückfahrt mit Zwischenstopp in Arnwiesen.

Alle Bilder

Eine ereignisreiche Woche

Mo, 27.10. 19:00 Mitgliederversammlung des „Klub der Freunde“

Gäste: Robert Berič · Steffen Hofmann · Osarenren Okungbowa · Dominik Wydra

Osarenren ist ein echter Wiener und wird doch nicht in allen Situationen als solcher akzeptiert – wie er bei einer Mitgliederversammlung berichtet hat. Das liegt wieder an dem doch nicht ganz so „goldenen Wienerherz“.

Autogrammkarten der Spieler findet man hier:
http://kdf.rapid.iam.at.localhost/Dokumente.aspx?showcat=spieler&showyear=2014

Bilder (71)https://picasaweb.google.com/103374753388611853315/20141027KdfBeric_Hofmann_Okungbowa_Wydra?authuser=0&feat=directlink

Bei der Mitgliederversammlung wurden folgende Bilder verteilt

Bild 1: Das Hanappi-Stadion im Oktober 2014. (3.10.-25.10. außer Sonntage), je ein Bild um 11:00 Vormittag.

Bild 2: Das letzte Bild mit Blick auf den Rasen des Hanappi-Stadions am. 4.10., dem Tag der Abrissparty, gesehen vom Abgang 4 auf der Südtribüne.
Bei Interesse kannst Du die Bilder gerne auch in Papierform bekommen. Bitte um eine Mail an rapid@fiala.cc.

Mi, 29.10. 20:30 Cup-Achtelfinale Rapid-Sturm 1:0

Wir sind das Spiel wieder einmal im Gösser Eck gemütlich angegangen.

Materialien zum Spiel
Zu allen Rapid-Events gibt es unterschiedlich viele Zusatzinformationen, die im Kalender als eine Sammlung von Links abgerufen werden können. So schaut das zum Beispiel für das Cupspiel gegen Sturm aus:
Bilder (55)

Do, 30.10. 11:00 Training

W24 machte am Beginn der Trainingseinheit ein Interview mit Florian Kainz und mit Zoran Barisic. Auch der ORF war mit einem Team vertreten.

Das war’s aber dann schon, denn alle anderen Spieler, die am Vortag im Einsatz waren, hatten trainingsfrei. Es trainierten daher nur jene Spieler, die am Vortag nicht im Kader waren, beziehungsweise, die nur einen Kurzeinsatz absolviert haben.

Aufwärmen, Passtraining, Abschlusstraining und Auslaufen. Die Einheit dauerte etwa eine Stunde.

Bilder
https://picasaweb.google.com/103374753388611853315/20141030Training?noredirect=1

Do, 30.10. 19:00 Austria Amateure – Rapid II (3:1)

Das Spiel glich ein bisschen den Spielen der Kampfmannschaft: klare spielerische Überlegenheit von Rapid II in der ersten Spielhälfte aber die große Zahl der Chancen reichte nur zu einem 1:1, weil man nach einem frühen Führungstreffer den Ausgleich durch einen direkten Freistoß hinnehmen musste.  In der zweiten Halbzeit zerbröckelte die Dominanz, kräftig begünstigt durch einen sehr freizügigen Schiedsrichter, der mit Gelb-Verweisen nicht gerade sparsam war. Schließlich führte das sogar zum Ausschluss eines Rapidlers und zum Führungstreffer für die Austria per Kopf nach einem Corner.

Der Austria-Anhang fiel wieder einmal durch unappetitliche Sprechchöre, teilweise aus der Kiste der Nazisprüche auf; der Rapid-Anhang glänzte durch Abwesenheit. Nicht einmal dreißig Rapidler haben sich auf  die Fantribüne verirrt.

Dennoch hatte der Abend auch etwas Erfreuliches zu bieten: eine Linienrichterin.

Bilder
https://picasaweb.google.com/103374753388611853315/20141030AustriaARapid_II31?noredirect=1

Nachtrag zum Ligaspiel gegen Sturm Graz

Rapid hat auf der Homepage eine Stellungnahme zu zwei Artikeln der Kleinen Zeitung betreffend die Sprechchöre gegen Robert Beric und Florian Kainz abgegeben.