WAC-Rapid

WAC-Rapid 2:1

Logo zum Spiel WAC-Rapid (Quelle: Facebook)

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Das war nix.

Und der Knackpunkt im Spiel war irgendwie die 16. Minute als der wiedergenesene Thanos Petsos erneut vom Platz musste. Nur in dieser ersten Spielphase konnte Rapid mit gefälligen Kombinationen aufwarten, aber wahrscheinlich auch nur, weil sich der Gegner zuerst einmal das Spiel von Rapid durch Abwarten testete. Auch wäre es unfair gegenüber Srdjan Grahovac, ihm eine Schuld umzuhängen. Ich meine eher den psychologische Moment, dass das Spiel durch einem frühen Wechsel in Unordnung gebracht wurde.

Irgendwie erinnerte dieses Spiel an das Spiel vom 7. April, als man am selben Ort gegen den WAC im Cup ausgeschieden ist. Auch damals konnte ein Last-Minute-Tor von Philipp Schobesberger nichts mehr an der Niederlage ändern. Aber der war heute wegen eines Knieproblems nicht einmal im Kader.
Seit dem Abgang von Robert Beric wissen wir, wie wichtig dieser Spieler für Rapid war. Er war nicht nur vor dem Tor, sondern auch im Mittelfeld präsent. Es hat bei hohen Bällen zwei Verteidiger an sich gebunden und konnte immer wieder das Spiel nach vorne ziehen. Durch die Mitte geht derzeit nichts oder nicht viel, ich fürchte, weil Matej Jelic sich noch zu wenig im Spiel einbringt.

Rapid war bei diesem Spiel ziemlich linkslastig. Rechts war niemand. Nur, wenn Philipp Schobesberger aufgeboten werden kann, kommt es zu einer Doppelzange mit Florian Kainz. So aber bleibt Florian zu einer Art Alleinunterhalter in der Rolle, das Spiel nach vorne zu tragen, der dann auch noch wegen der unbesetzten rechten Flanke, die vom Gegner wenigstens zu beobachten wäre, bequem von zumindest zwei Abwehrspielern in Schach gehalten werden konnte.

So bleibt uns zunächst einmal die Hoffnung, dass uns Viktoria Pilsen unterschätzen möge und Rapid am Donnerstag zu seinen kämpferischen Tugenden zurück findet. Davon war heute wenig zu sehen, das Spiel wurde fair geführt aber eben vielleicht ein bisschen zu wenig kämpferisch seitens Rapid; “blutleer”, wie HelgePayer im Interview gesagt hat.

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Wahlverhalten von Rapid- und Austria-Anhängern

Sportnet publizierte zwei Grafiken, die das Wahlverhalten von Rapid- und Austria-Anhängern darstellen sollen. Es wird im Bericht leider nicht darauf eingegangen, wie man das aus der Masse der Stimmen isolieren kann, daher schreibe ich lieber “soll”.

Rapid-WAC

Rapid II-Horn 1:1

Zwar nicht am selben Platz aber doch sehr benachbart (am Elektra-Platz) konnte man am Sonntag Rapid II sehen. Der Eintritt war für Besucher mit Eintrittskarte zum Hauptspiel kostenlos. Dass trotzdem nicht mehr als 650 Zuschauer erschienen sind, ist wohl den extremen Temperaturen zuzuschreiben, denn auch bei der späteren Bundesliga-Partie gegen den WAC waren nur 13.300 Besucher anwesend.

Im Spiel am Elektraplatz um 16:00 trennten sich Rapid II und Horn 1:1 unentschieden.

Bedingungslose Unterstützung der “jungen Front” trotz großer Hitze.

Philipp Plank rettete für Rapid II in der letzen Spielminute einen Punkt.

Ein ungewohnter Anblick ist unser Obmann im sommerlichen Dress

Gerhard Niederhuber im Sommerlook

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Rapid-WAC 2:1

Ohne Hofmann, Sonnleitner und Novota sank der Altersschnitt von 25,1 beim Ajax-Spiel gleich um zwei Jahre auf 23,1 Jahre. Dass es eine Zweier-Mannschaft gewesen wäre, hätte ich nicht gesehen, denn die verlässlichen Stützen im Sturm Schaub, Schobesberger und Beric wurden alle aufgeboten. Dennoch war nicht zu übersehen, dass die erste Halbzeit nicht nur nach Toren sondern auch nach Punkten an den WAC ging.

Der 45-minütige Einsatz von Michael Schimpelsberger (seit mehr als einem Jahr nicht im Einsatz) ist nicht ganz schlecht ausgefallen. Er leitete zum Beispiel einen schönen Angriff ein, der aber nach einem ungenauen Pass von Beric versandet ist.

Dass nach Seitenwechsel Rapid den Turbo aufdrehte, war deutlich. Ob es allerdings tatsächlich allein die Wechsel waren? Es ging generell ein Ruck durch die Mannschaft. Alle gefährlichen Angriffe wurden von Philipp Schobesberger vorgetragen. Florian Kainz war nicht nur der Motor auf der linken Seite, er lieferte auch tolle Passes auf die rechte Seite.

Soviel wir selbst (aus Rapid-Sicht) mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Ouschan unzufrieden waren, brachten sie Didi Kühbauer auf die Palme, weil der Ausgleichstreffer von Beric aus Abseitsposition erfolgt sein soll.

Zum Ausgleichstor von Rapid

Man muss sich immer wieder den Sinn der Abseitsregel vor Augen führen: es soll verhindert werden, dass ein Spieler in der gegnerischen Hälfte verweilt und lediglich auf einen hohen Ball wartet. Die Abseitsregel bedeutet – vereinfacht gesagt – dass eine Mannschaft die letzte Verteidigungslinie nicht durch einen Pass überwinden darf. Aber entscheidend ist – für mich – dass dadurch ein klarer Vorteil entsteht.

Alle Entscheidungen, bei denen eine Zeitlupe nötig ist, um zu sehen, wessen Fuß vorne war, fallen unter die Kategorie “im Zweifel für den Angreifer”.

Bei sehr komplizierten Torraumsituationen, bei denen der Abstand zum Tor nur mehr einige Meter beträgt, wird sowohl die Feststellung der Abseitsstellung wegen der geringer werdenden Abstände schwieriger und der auch ist der Vorteil praktisch nicht mehr vorhanden. Insbesondere kann ein Beobachter die komplexe Stellung der Spieler in Echtzeit gar nicht mehr verlässlich ermitteln.

In der konkreten strittigen Szene kommt der Ball – wie so oft von rechts, von Philipp Schobesberger und wird von Stephan Auer in der Mitte nach links zu Robert Beric verlängert.

Ball kam von rechts (Philipp Schbesberger) und ist im Bild genau am Oberkörper von Stephan Auer.
Stephan Auer ist zu diesem Zeitpunkt auf gleicher Höhe mit den Verteidigern.
Man kann in dem Bild nicht sehen, dass er hinter den Verteidigern stehen würde.

Bundesliga-Nachlese

  • Christopher Wernitznig erzielte seinen 23. BL-Treffer. Er traf erstmals in einem BL-Spiel gegen den SK Rapid Wien.
  • Wernitzig spielte gegen 12 Klubs in der tipico Bundesliga und traf gegen 11. Darunter sogar gegen den RZ Pellets WAC (für FC Wacker Innsbruck im März 2013). Nur gegen den CASHPOINT SCR Altach ist Wernitznig ohne Torerfolg.
  • Der RZ Pellets WAC traf erstmals nach zuvor 495 torlosen Minuten in der tipico Bundesliga. So lange ohne Treffer blieben die Kärntner nie zuvor in der tipico Bundesliga.
  • Florian Kainz erzielte seinen 1. Doppelpack in der tipico Bundesliga. Seine letzten 6 Treffer erzielte er ausschließlich in Heimspielen.
  • Philipp Schobesberger lieferte 2 seiner 4 Assists in der tipico Bundesliga für Florian Kainz ab – beide in Spielen gegen den RZ Pellets WAC.
Statistik zum Spile (Quelle: Bundesliga)

EwkiL-Daten

Vorschau auf das Derby (Quelle: Bundesliga)

Der SK Rapid Wien beendete die Saison 2014/15 auf Platz zwei und hatte am Ende 24 Punkte Vorsprung auf den siebtplatzierten Stadtrivalen FK Austria Wien. In den direkten Duellen hatten die Violetten aber mit zwei Siegen die Nase vorn. SK Rapid blieb nur im letzten Saisonduell am 17. Mai 2015 im Ernst-Happel-Stadion mit 4:1 erfolgreich. Im letzten Heimderby in der Generali-Arena fügte gewann der FK Austria Wien am 8. März 2015 und fügte den Hütteldorfern die einziger Niederlage der Rückrunde zu.

Seitdem ist der SK Rapid bereits seit 15 Meisterschaftsspielen unbesiegt und führt nach drei Siegen ohne Punkteverlust die Tabelle an. Der FK Austria Wien gab mit dem Remis beim Auswärtsspiel in Grödig erstmals Punkte ab, würde aber mit einem Derbysieg die alleinige Tabellenführung übernehmen.
  • Der SK Rapid Wien geht als Tabellenführer, der FK Austria Wien auf Platz 2 in das Wiener Derby. Vor einem Derby gab es diese Konstellation zuletzt am 30. August 2009, damals war aber der FK Austria Wien vor dem SK Rapid Wien Tabellenführer.
  • Der FK Austria Wien ließ 25 Schüsse in dieser Saison der tipico Bundesliga zu – die wenigsten. Davon kamen 5 auf das Tor von Robert Almer – bei keinem Team mehr.
  • Der SK Rapid Wien ist in der tipico Bundesliga seit 7 Auswärtsspielen ungeschlagen – erstmals seit August 2012.
  • Der FK Austria Wien erzielte in dieser Saison der tipico Bundesliga 5 Treffer nach Standards – die meisten.
  • Der SK Rapid Wien hatte in den ersten 3 Spielen dieser Saison der tipico Bundesliga eine Schussgenauigkeit von 59,4% – Topwert.
  • Gesamtbilanz (Meisterschaft): 281 Spiele / 96 S / 68 U / 117 N – Tore: 427:519
  • Heimbilanz: 140 Spiele / 52 S / 36 U / 52 N – Tore: 216:228
  • 1. Spiel gegeneinander: 08.09.1911 (1:4 am WAC-Platz)
  • Höchster Sieg: 6:0 (11.10.1969 im Wiener Stadion) 
  • Höchste Niederlage: 1:10 (23.08.1942, im Wiener Stadion)
  • 0:9 (02.07.1916, auf der Pfarrwiese)
  • Höchster Sieg in der Generali-Arena (Horr-Stadion): 3:0 (09.05.2000)
  • Höchste Niederlage in der Generali-Arena (Horr-Stadion): 1:3 (23.05.1986)
  • Die letzten Spiele gegeneinander:
  • 1:4 (A/17.05.2015) – 2:1 (H/08.03.2015) – 3:2 (A/09.11.2014) – 2:2 (A/24.08.2014) 

Die Goldene Ananas II

Die Fahrt nach Wolfsberg ist immer ein schönes Erlebnis. Wegen der schönen Landschaft, wegen der unnachahmlichen Mundart, wegen der doch ein bisschen anderen Lebensart, wegen des treuen Publikums (immerhin 5.800 Zuschauer. Ein kleiner Seitenhieb auf unsere Lieblingsfeinde darf nicht fehlen: Die Austria kann im Spitzenspiel gegen RB auch nur mit 8.500 Interessierten aufwarten) und natürlich auch wegen der engagierten Betreiber der Lavanttal-Arena mit den interessanten Holzkonstruktionen der Tribünen.

Torwirt

Wir kehrten beim Torwirt ein. Peter Mosgan betreibt sein Gasthaus mit Brauerei an einem zentralen Ort in Wolfsberg: Am Weiher. Anders als auf seiner Homepage angegeben, ist die Küche des Torwirts doch ganztägig geöffnet. Reservierung wäre nicht notwendig gewesen, denn an Sonntagen scheint in Wolfsberg wirklich alles zu ruhen.

Elnaz, Florian, Hannes

Das Spiel WAC-Rapid 0:5

Der Stadionsprecher in Wolfsberg begrüßt die Gäste aus Wien sehr freundlich, gratuliert – begleitet vom Applaus des Publikums – zur Teilnahme an der Champions-League-Quali. Er selbst, der Sprecher hätte es wohl lieber etwas euphorischer von der Rängen, denn seine Ansagen übertreffen die Bereitschaft des Publikums zur “Mitarbeit an der Stimmung” bei Weitem. 
Die Aufforderung “Wo sind die Rapid-Fans”, die kann er getrost entfallen lassen. Soviel psychologisches Feingefühl sollte ein Stadionsprecher haben.
Der Sprecher findet aber auch deutliche Worte zu den – angesichts der sich abzeichnenden deutlichen Niederlage – vorzeitig die Plätze verlassenden Zuschauern und erinnert daran, was der WAC, das Trainerteam und die Mannschaft für den Fußball in Kärnten in dieser Saison geleistet haben.  
Insgesamt ein sehr freundlicher Sprecher, der sich auch bemüht, durch einen Standortwechsel von der Haupttribüne zur der Fantribüne, alle Gäste gleichmäßig anzusprechen. 
Den konkreten Spielverlauf kann man etwa dem Bericht im Kurier oder dem Rapid-Bericht entnehmen.
Tolle Choreografie des Rapid-Fanblocks. Keine Fackel während des ganzen Spiels(!)

Wie spielerisch leicht man doch gewinnen kann, wenn es um nichts mehr geht. Wir wissen, dass es auch genau umgekehrt sein kann, dass eine Mannschaft nach Erreichen eines Titels nicht mehr voll konzentriert zu Werke geht. Das konnte man beim Spiel WAC-Rapid – zumindest bei Rapid – nicht beobachten.

Wir fragen uns alle, warum dieses Ergebnis nicht auch schon im Cup-Viertelfinale so hätte verlaufen können! Mein Tipp: es war einfach eine andere Situation und damals ist der WAC mit einer größeren Entschlossenheit an die Sache herangegangen und Rapid wirkte mutlos. Da es aber heute um nichts weiter ging, beschränkte sich der WAC auf vereinzelte und besonders am Beginn der ersten Spielhälfte gefährliche Konter, konnte aber dem Kombinationsfußball der Grün-Weißen nichts entgegensetzen. Zu fehlerbehaftet waren die Konter, sodass es für Ján Novota nicht allzu viel zu tun gab.

Sehr auffällig schien mir die offensive Spielweise von Christopher Dibon und auch die von Thanos Petsos, die es beide nicht mehr in der Verteidigung ausgehalten haben und sich immer wieder offensiv in den Angriff einschalteten. Thanos Petros zeigte wieder einen seiner tollen Weitschüsse wie im Spiel gegen Sturm, diesmal aber gerade noch pariert von Alexander Kofler.

Zu einer selten gesehenen Situation kam es in der ersten Halbzeit, als nach einem flott vorgetragenen Rapid-Angriff über die rechte Seite der WAC-Verteidiger in letzter Not den Ball mit Fuß zu Alexander Kofler zurückspielte und dieser den Ball mit der Hand fangen musste. Unerlaubter Rückpass, daher Freistoß im Strafraum. Die Zehner-Mauer des WAC stand auf der Linie, der Abpraller kam zu Louis Schaub, der aber aus kurzer Distanz neben das Tor schoss.

Freistoß im Strafraum mit 10-er Mauer auf der Torlinie. Schuss geht in die Mauer, den Nachschuss setzt Louis Schaub neben das Tor,

Auch in für den Spielbeginn der zweiten Halbzeit ist dem Fanblock etwas eingefallen, Marke “sehenswert”.

Pausen-Choreografie 

Nach der Pause erlebten wir ein ziemlich einseitiges Spiel mit gut 80% Ballbesitz für Rapid (70% über beide Hälften), tolle Kombinationen und einen WAC, bei dem offenbar “die Luft draußen war” und bei Rapid, angesichts der zu erwartenden Herausforderungen im Sommer die Spiellaune wie eine Vorfreude darauf interpretiert werden kann. 2x Schaub 3x Beric (Hattrick).

Unsere Elnaz hätte gerne das Trikot von Philipp Prosenik bekommen (seine Unterschrift auf einem Rapid-Trikot hat sie sich schon beim Match Rapid II-Austria Amateure geholt),

Aber es hat nicht geklappt und sie muss daher noch einige solcher Spiele besuchen. Vielleicht klappt es ja einmal. Glücklicherweise funktioniert Sympathie auch über Grenzen von Vereinszugehörigkeit hinweg, denn Elnaz ist eigentlich bekennender Bayern-Fan und das Rapid-Trikot trägt sie nur uns zuliebe!

Sicherheit, für wen?

A bisserl wie ein Raubtierkäfig schaut der Auswärtssektor in Wolfsberg aus. Noch ärger ist es ja in Ried, denn dort stehen die Menschen mindestens doppelt so dicht und der Käfig ist auch nach oben geschlossen.

Ich frage mich, ob das irgendwelchen Sicherheitsbestimmungen entspricht, wo doch Fluchtwege (außer nach hinten) auf drei Seiten versperrt sind. Die Zäune sind so geformt, dass ein Überklettern praktisch nicht möglich ist.

Das genau war aber der Auslöser der Hillsborough-Katastrophe: ein nach vorne mti einem Maschendrahtzaun geschlossener Fanblock. Daher gibt es in englischen Stadien auch seither keinerlei Gitter in Richtung Spielfeld, damit in einer Panik-Situation dieser Fluchtweg immer offen steht.

Es wundert doch einigermaßen, dass diese Umstände den Sicherheitsbeauftragten und der Bundesliga nicht bekannt sind.

Der Käfig signalisiert so etwas wie “Achtung wilde Tiere”. Solche Bilder sind nach meiner Ansicht für den Fußball nicht gerade förderlich.

“Raubtierkäfig” Auswärtssektor in Wolfsberg 

Spieler der Saison

Zwar wurde Jonathan Soriano zum Spieler der Saison gewählt aber es war wohl die Konsolidierungsphase von Rapid am Saisonbeginn, die ein Kopf-an-Kopfrennen mit Robert Beric verhindert hat. Nach seinem Hattrick in Wolfsberg steht Robert schon bei 27 Toren (und Jonathan bei 31). Viel fehlt da nicht mehr. Wäre da nicht die von der Bundesliga vorgegebene Reihenfolge der Spiele gewesen, die Rapid als erstes Spiel das schwere Auswärtsspiel gegen Salzburg beschert hat, wer weiß, wie dieses Rennen um den “Spieler des Jahres” und über den Meistertitel ausgegangen wäre (dazu in einem weiteren Beitrag).
Es gibt aber doch einen wichtigen Unterschied: Jonathan ist jener Spitzenspieler, der sich klar zu Österreich bekennt und damit für seinen Verein und damit auch für die österreichische Liga ein wertvoller Spieler ist. Die Zukunft von Robert Beric bei Rapid hingegen ist weniger abgesichert und möglicherweise war das Jahr bei Rapid nur eine Etappe zu einer weiteren Stufe in seiner Karriereleiter. Die nächsten Wochen werden das zeigen. 

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Die Goldene Ananas I

Möglicher Gegner aus der Ukraine

In einem packenden Finale bezwang gestern Sevilla die ukrainische Mannschaft Dnipro Dnipropetrovsk
Dieses Spiel würde uns normalerweise als Rapidler nicht besonders nahe stehen aber am kommenden Samstag entscheidet sich in der ukrainischen “Premyer Liga”, wer der mögliche Gegner von Rapid aus der Ukraine ist. Die Tabelle schaut derzeit so aus:
1. Dinamo Kiew
2. Shakhtar Donetsk
3. Dnipro Dnipropetrovsk
Am wahrscheinlichsten ist, dass Shakhtar Donetsk der mögliche Gegner ist. Aber es besteht noch eine kleine Möglichkeit, dass der Dritte den Zweiten überholt:
Samstag, um 18:30 spielen der derzeitige Tabellenzweite Donetsk gegen den 13. Karpaty Lviv und Dnipro, der Tabellendritte gegen den 12. Hoverla Uzhgorod.

Gewinnen beide, verlieren beide oder spielen beide Remis, ändert sich nichts und Rapid hat Donetsk als möglichen Gegner. Wenn aber Donetsk verlieren und Dnipro gewinnen sollte, dann hätte Rapid Dnipro als möglichen Gegner.
Wer auch immer, das gestrige Spiel war immerhin das Euro-League-Finale und ein solches Kaliber ist ein möglicher Erstrundengegner von Rapid. Wenn also in manchen Zeitungen von 14.000.000 Euro berichtet wird, die Rapid bekommt, muss man einmal diese Qualirunde 3 überstehen.
Vielleicht haben wir also gestern den Erstrunden-Gegner von Rapid in der CL-Quali gesehen.

Das Spiel um nichts

Weit weniger spektakulär, nämlich vor nur 1.711 Zuschauern, von denen ein Drittel im Rapid-Fanblock zu sehen und hören war, war das Nachtrags-Spiel um die Goldene Ananas zwischen Grödig und Rapid.
An diesem Beispiel sieht man, dass die Reihenfolge der Spiele einem konkreten Spiel eine ganz andere Bedeutung geben kann. Hätte nämlich das Spiel gegen Grödig am vorigen Mittwoch stattfinden können, wäre Rapid noch nicht als Zweiter festgestanden und das Spiel wäre für Rapid wichtig gewesen. So aber hatte das Spiel gegen Wiener Neustadt eben diese Rolle übernommen.
Nehmen wir weiter an, dass der Ausgang gegen Grödig am vorigen Mittwoch derselbe gewesen wäre, dass also Rapid 2:0 gewonnen hätte, dann wäre das Spiel gegen Wiener Neustadt für Rapid bereits völlig unwichtig gewesen und wer weiß, ob dann noch die Konzentration für ein 0:0 gereicht hätte. Es war also für Wiener Neustadt ein psychologischer Nachteil, dass das Grödig-Spiel ausgefallen ist.
Aber in beiden Spielen, gegen Wiener Neustadt und gegen Grödig war die Situation bis weit in die zweite Spielhälfte hinein ähnlich. Überlegenheit von Rapid und dann die Phase der Spielerwechsel. Gegen Wiener Neustadt brachten die Einwechslungen keinen Erfolg aber gegen Grödig hatte man doch den Eindruck, als ginge nach dem Spielertausch ein Ruck durch die Mannschaft und das führte letztlich doch zu einem klaren Ergebnis.
Leider war das Spiel relativ früh angesetzt und für Berufstätige nicht zu erreichen, daher besuchten wir das Admiral im Hauptbahnhof. Auf spektakulären 21 (7×3) fast nahtlos aneinandergereihten Displays konnte man das Spiel perfekt mitverfolgen. 
Admiral Sportwetten am Hauptbahnhof

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WAC, erster Steich

Diese Bundesliga-Runde ist für Rapid wieder einmal richtungsweisend. Ausnahmsweise muss Rapid dem Erzrivalen und dessen neuen Trainer Ogris einen Sieg in Salzburg wünschen und sich selbst natürlich auch. Wir werden ja sehen, wie Rapid die Ausfälle von Kainz, Knoflach, Petsos, Schaub, eventuell Novota und Hofmann kompensieren kann.

Bundesliga-Vorschau

Von zehn Duellen in der höchsten Spielklasse gegen den SK Rapid entschied der RZ Pellets WAC die Hälfte für sich. Allerdings blieben die Wiener in den letzten drei Begegnungen unbesiegt und gewannen die beiden jüngsten Heimspiele jeweils deutlich mit 3:0.

Der SK Rapid hat die letzten fünf Heimspiele dieser Saison jeweils ohne Gegentreffer gewonnen. Der RZ Pellets WAC hat keines der jüngsten sieben Auswärtsspiele gewonnen, sechs davon verloren, wobei die Kärntner in den letzten drei Partien in fremden Stadion auch ohne Torerfolg blieben.

Die beiden WAC-Spieler Boris Hüttenbrenner und Manuel Seidl stehen jeweils vor ihrem 150. Bundesligaspiel.

  • Die Siegesserie von 5 Heimspielen ist die längste des SK Rapid Wien seit 2009.
  • Der SK Rapid Wien hat im letzten Kalenderjahr nur ein Gegentor vom RZ Pellets WAC kassiert – von keiner Mannschaft in der tipico Bundesliga weniger.
  • Der RZ Pellets WAC hält bei 12 Saisonsiegen – mehr gelangen den Kärntnern in einer gesamten Saison der tipico Bundesliga nie.
  • Der RZ Pellets WAC erzielte 9 Kopfballtore – kein Team mehr. Das letzte Kopfballtor gegen den SK Rapid Wien liegt aber schon 1,5 Jahre zurück (28. September 2013, SK Rapid Wien – RZ Pellets WAC, 2:4).
  • Der SK Rapid Wien kassierte nur ein Gegentor per Kopf – die wenigsten. Ligaweit wurden 52 Tore per Kopf erzielt
  • Gesamtbilanz: 10 Spiele / 2 S / 3 U / 5 N – Tore: 13:14
  • Heimbilanz: 5 Spiele / 2 S / 1 U / 2 N – Tore: 8:6
  • 1. Spiel gegeneinander: 26.08.2012 (0:1)
  • 1. Heimspiel: 11.11.2012 (0:2)
  • Höchster Sieg: 3:0 (22.03.2014 / 20.09.2014)
  • Höchster Heimsieg: 3:0 (22.03.2014 / 20.09.2014) 
  • Höchste Niederlage: 2:4 (28.09.2013)
  • Höchste Heimniederlage: 2:4 (28.09.2013)
  • Die letzten Spiele gegeneinander:
  • 1:1 (A/07.12.2014) – 3:0 (H/20.09.2014) – 3:0 (H/22.3.2014) – 1:2 (A/08.12.2013)

Didi Kühbauer sagte in einem Interview, dass Rapid die am schwersten zu spielende Mannschaft sei.

Nach einem kulinarischen Höhepunkt im Gasthaus “Zur Reblaus”,
Tafelspitz, Zwiebelrostbraten, Zander gebacken, Grillkottelett und Cordon Bleu in der Reblaus
fuhren wir zum Stadion, wo wir von Ján Klimeč, dem Rapid-Fan unter den Augustin-Verkäufern, begrüßt wurden.
Peter, Janine, Ján, Kevin, Thomas und Florian
Vor dem Spiel gratulierten Andy Marek, Christoph Peschek und Michael Krammer dem gegnerischen Trainer, unserem Didi Kühbauer zu seinem 44. Geburtstag 
Christoph Peschek, Michael Krammer, Didi Kühbauer und Andy Marek
Sehenswerte und feuerlose Choreografie
Block West in Hochbetrieb
aber dann war auch schon Schluss mit den Höflichkeiten, denn bereits eine Viertelstunde später hieß es 2:0 für Rapid und das war auch der Pausenstand; Didi musste nach dieser ersten Viertelstnde auf die Tribüne.
Man sah viele schöne Aktionen von Rapid, die auch einmal von Torerfolgen begleitet wurden. Ausnahmsweise war nicht Robert Berić der Alleinunterhalter in Sachen Tore, vielmehr trugen sich Philipp Schobersberger und Stefan Schwab in die Torschützenliste ein. Überhaupt zeigte Stefan Schwab eines seiner besten Spiele.
Es geht also durchaus auch schon ganz ohne den Kapitän, obwohl dessen Fuß (oder besser Kopf) in der zweiten Halbzeit für tolle Pässe, schließlich auch für eine Torvorlage gesorgt hat.
Ein platziert geschossener Elfer lässt Marko Maric keine Chance. 
Der Elfer zum 3:1
Sein Foul, das schließlich zu diesem Gegentreffer geführt hat, trübte vielleicht das Ergebnis ein bisschen aber man kann mit der Torausbeute durchaus zufrieden sein. Gerade weil der WAC in der zweiten Halbzeit sehr um einen Treffer bemüht war, gelangen Rapid einige klassische Konter.
Was derzeit den Unterschied zwischen den Stürmern Deni und Robert ausmacht, zeigten zwei fast identische Szenen in einer 1:1-Situation jeweils Stürmer allein gegen den Tormann. Szene 1: Deni Alar schießt direkt den Tormann an, kein Tor. Szene 2: Robert Berić spilt den Ball bis kurz vor den Tormann und überhebt diesen mit einem sehenswerten Lupfer: Tor.

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Hier folgen nach Erscheinen am Montag oder Dienstag der Bericht der Bundesliga sowie Zeitungsberichte über das Spiel.

Auswärtsfahrt Wolfsberg

In etwa zweieinhalb Stunden gemütlicher Fahrt erreichten wir Wolfsberg. Wir verkürzten uns die Fahrt mit Düringers “Regenerationsabend”. Auf der Pack liegt schon Schnee aber das Wetter in Wolfsberg ist mit 6-8 Grad für die Jahreszeit sehr mild.

Mittagessen

Eigentlich habe ich mir auf Google-Maps schon ein Wirtshaus ausgesucht aber ich fragte beim Tanken in der Ortseinfahrt zu Wolfsberg nach einem preiswerten Gasthaus. Der Tankwart empfahl “s’Landhaus”. Und gut war’s. Ausgezeichnete Küche, preiswert.

Stadtspaziergang

Die Stadt war wie ausgestorben. Die paar alten Gassen sind rasch abgegangen, bleibt noch die Burg, also rauf auf den Berg. Alles sehr einsam. Eigentlich wollten wir das Stadion von oben sehen aber leider müsste man dazu bis auf die Zinnen klettern, denn ein Hügel verstellt den direkten Blick zum Stadion. Außerdem ist die Burg in Privatbesitz und man kann nur das Schlossrestaurant besuchen, nicht aber die der Stadt zugewandten Teile der Burg.

Der Burgkern ist mittelalterlich aber was man sieht ist Historismus aus dem 19. Jahrhundert, etwa wie die Franzensburg in Laxenburg oder die Burg Kreuzenstein.

Es ist noch etwas Zeit, und wir beschließen, in ein Cafe zu gehen. Trotz einiger Empfehlungen von Passanten finden wir aber kein geöffnetes Cafe. Die Innenstadt ist wie ausgestorben.

Stadion

Also geht es gleich zum Stadion, ca. zwei Stunden vor Spielbeginn. Zu diesem Zeitpunkt gibt es mehr Polizei als Besucher und prompt will man uns ein Polizist wegen unserer Rapid-Schals nicht rein lassen. Schließlich akzeptiert man aber unsere Karten. Wir sprechen mit Kärntner Fußballfans über das Spiel und über Rapid. Sehr freundliche Leute, die viel Sympathie für ihren heutigen Gegner haben. Man hat den Eindruck als würden sie Rapid-Fans sein, hätten sie nicht eine eigene, recht erfolgreiche lokale Mannschaft. Unsere Gesprächspartner erraten übrigens den Spielausgang perfekt.

Die neue Ost-Tribüne. Ganz unten Stehplätze, darüber beste Sicht von allen Reihen.

Beim Eingang tut sich die nächste Hürde auf: mein Fotoapparat. Man belehrt mich, dass Fotoapparate mit einem Wechselobjektiv in keinem österreichischen Stadion zugelassen wären und es hilft nichts, als ich ihm erklärte, dass ich in ganz Österreich damit unterwegs wäre. Vorschrift ist Vorschrift. Aber wenn ich einen Presseausweis hätte, könne ich mich akkreditieren lassen. Was der Wächter der Ordnung nicht wusste, dass ich tatsächlich einen Presseausweis besitze. Eine nette Dame folgte mir eine Akkreditierung aus. Also was das für einen Sinn hat, das verstehe ich nicht.

 

Das Stadion ist sehr nett eingerichtet. Man kann über die Laufbahn von der West- zur Osttribüne gehen. Beide Tribünen benutzen Holz als wichtigsten Baustoff.

Anders als in Grödig hat man sich die Anordnung überlegt und die Sicht ist Dank einer erhöht angeordneten Tribüne und Dank einer Brüstung aus Glasplatten von allen Reihen sehr gut.

Der Jahreszeit angepasst trinken wir Glühwein statt Bier. Es ist ziemlich warm für die Jahreszeit; bestes Fußballwetter.

Das Spiel

Ein nicht ganz ungewohntes Bild in der ersten Hälfte mit einer stark zurückgezogenen WAC, die diszipliniert auf Konter lauerte. Halbchancen bei Rapid aber nicht besonders zwingend. Sehr gefälliges Spiel von Pavelic, der seinen Gegenspieler Wernitznig ziemlich aus dem Spiel nimmt.

Nach der Pause beginnt Rapid mit einem Fehlpass von Schwab aber Sonnleitner kann mit einer gelungenen Abwehr den Fehler wieder ausbessern. Das Spiel nimmt Fahrt auf und ist sehr gut anzuschauen. Sehr auffällig das Flügelspiel von Kainz, das immer wieder zu gefährlichen Szenen von dem WAC-Tor sorgt. Einmal kommt der Ball zum freistehenden Schrammel aber dessen platzierter Schuss trifft nur die Stange. Wieder hat Rapid deutlich mehr Spielanteile aber das erste Tor fällt für den WAC nach einem Corner. Der Ausgleich fällt einige Minuten später durch ein wuchtiges Kopfballtor von Schwab nach einer Flanke von Schrammel.

Rapid kommt immer besser ins Spiel und spielt viele Chancen heraus, aber sowohl Kainz als auch Alar, der für Beric eingewechselt wurde, vergeben.

Beric machte während des ganzen Spiels keine besonders gute Figur. Immer wider hängte er sich in den Verteidiger ein und ging zu Boden, auf einen Elfmeter hoffend, aber es wäre wohl besser gewesen, einfach in den durchaus guten Positionen spielerisch den Erfolg zu suchen. Dieses taktische Spiel ist wenig “Rapid-like”.

Mit Kainz hat Rapid einen technisch starken Spieler, der phasenweise an den Salzburger Kampl erinnert.

Oliver Drachta leitete das Spiel unauffällig und gut. Auf die zahlreichen “Umfaller” von Berid im Strafraum ist er nicht besonders eingegangen.

Stimmung

Es ist beachtlich, was die Wolfsberger in den wenigen Jahren Bundesliga an Infrastruktur errichtet haben. Und auch die Stimmung ist für einen, von den Wienern gerne als “Dorfklub” titulierten, Kleinstadt-Verein beachtlich. Die Menschen sind ausgesprochen freundlich. Wir kommen gerne wieder.

Wir saßen auf der Osttribüne. Das ist die typische Familientribüne und entspricht auch der zukünftigen Ost im neuen Hanappi-Stadion. Die VIP-Tribüne ist also gegenüber.

Blick von der Famlientribüne auf die VIP-Tribüne beim Einlaufen der Mannschaften.

Interessant ist die Position des Stadionsprechers. Er befindet sich nicht  – wie man erwarten könnte –  bei der Haupttribüne. Er ist vielmehr der Familientribüne zugewendet und ist damit in direktem Dialog mit dem harten Kern des Anhangs.

Der Stadionsprecher versucht mit dem Mikrofon die Stimmung auf der Tribüne zu verstärken.

Heimfahrt

Wieder hilft uns eine CD – Mittermaiers “Blackout” – die Fahrt kurzweiliger zu gestalten. Es kommt mir vor, als würden CDs, die Aufmerksamkeit erfordern, viel besser als Musik geeignet sein, eventuelle Müdigkeit hintanzuhalten.

Ein Abendessen in der Raststation “Kaiserwald” zeigt wieder, wie praktisch es für Betriebe sein muss, monopolartige Situationen vorzufinden: nie würde uns einfallen, in Wien ein Restaurant dieser Preisklasse aufzusuchen (Kalbsschntzel 21,50) aber in Wien hat man Wahlmöglichkeit, auf der Autobahn eben nicht.

Es wundert mich, dass die ASFINAG den Betreibern der Rasthäuser nicht die Auflage erteilt, “für jeden etwas” anzubieten. Es stört nicht, wenn es einen Restaurantbereich der gehobenen Preisklasse gibt, sofern es gleichzeitig ein preiswertes Self-Service für diejenigen gibt, die nicht endlos auf Kellner warten wollen.

Fazit 

Die beiden letzten Spiele von Rapid geben durchaus Hoffnung, dass man den derzeitigen Punkterückstand in der Frühjahrssaison wird aufholen können. Tolle Kombinationen, viele gewonnene Zweikämpfe, 67:33 Ballbesitz für Rapid, Torschüsse 18:7 für Rapid. Die Chancen für einen Sieg waren vorhanden, gereicht hat es leider wieder nicht.

Bilder Statistik Bericht-Rapid DerStandard Bundesliga

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