Rapid-WAC

2:1 (1:0)

Die Sensation des Tages war wohl das Führungstor durch Koya Kitagawa, dem wir zu seinem ersten Bundesligator gratulieren, noch dazu zu einem so schönen, nach Flanke von Taxi Fountas.

Eigentlich hätte es beim 1:0 bleiben sollen. Glaubt man den WAC-Spielern, stand beim Tor zum 2:1 Kelvin Arase im Abseits und griff in das Spiel ein. (Da sich Kelvin aber nicht bewegt hat, wurde das vom Schiedsrichter als erlaubte passive Abseitsstellung gewertet.) Beim Tor des WAC zum Ausgleich wurde Max Hofmann, der auf Shon Weißmann aufpassen wollte, zu Boden gerissen, daher wäre dieses Tor nicht zu geben gewesen.

Rückblick

Bis vor dem heutigen Spiel war die Bilanz der Spiele zwischen Rapid und WAC exakt ausgeglichen. 9 Siege. 10 Unentschieden und 9 Niederlagen. Mit dem heutigen Sieg liegt Rapid in dieser Bilanz um drei Punkte voran.

Rapid sichert 2. Platz ab

Rapid führt das Reanking der Fußballvereine in der Meistergruppe an. Der Verwalter des Zaubertranks liegt 7 Punkte voran, der Verfolger WAC liegt 6 Punkte zurück. Die Plätze 3 bis 6 liegen nur 4 Punkte auseinander.

Ambiente

Christoph Peschek und Pascal

Es wurde bekannt, dass Pascal und seine Mutter Natascha die von Rapid eingeladenen „Edel“-Fans waren. Herzlichen Glückwunsch und baldige Besserung an Pascal, der im St. Anna Kinderspital behandelt wird.

Während die Sitzplatz-Fanklubs „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ und die „Sitzplatzschweine“ ihre Banner an der Längsseite platzieren (Dank an Robert Racic!), verzichten die Fanklubs des Blocks auf die Präsentation derselben. Dafür unterhielten sie das Publikum mit dem Spruch: „Ein Match, das ohne Fans bestritten, kennt man nur aus Favoriten.“.

Links

WAC-Rapid

2:2 (1:1)

Auf der einen Seite eine engagierte Mannschaft mit schnellen direkten Spielzügen in die Spitze, auf der anderen Seite Rapid. Die Spielfreude schaute nicht nach einem höheren Ziel aus als dem vor dem Spiel von Didi ausgegebenen Motto, nämlich nach dem Spiel in der Tabelle nicht hinter dem WAC stehen zu wollen. Betrachtet man es pragmatisch, war es ohnehin nur ein 1,5-Punkte-Spiel, von dem wir nach der Punktehalbierung 0,5 Punkte mitnehmen werden. Aber es war auch für den WAC nur ein 1,5-Punkte-Spiel.

Beginnen wir mit dem Positiven: Was man Rapid zugute halten muss, dass man nicht aufgegeben hat, und trotz späten Rückstands noch den Ausgleich erzielt hat.

Rapid musste sich die meiste Zeit des Spiels mit Defensivaufgaben beschäftigen und fand zu selten in ein konstruktives Angriffsspiel. Zu viele Stationen machte der Ball, um dann durch technische Schwächen und zugestellt Räume wieder verloren zu werden. Besonders negativ bemerkbar machte sich Kelvin Arase, der in der ersten Halbzeit praktisch keinen Zweikampf gewonnen hat.

So war das beste am Spiel der Pausenstand und der Endstand und die beherzten aber wenig gefährlichen Weitschüsse des WAC.

Pässe ins Nichts

Eigenartige Pässe ins Nichts, deuten auf eine Art Übertrainiertheit hin, dass also Spieler einen eingelernten Spielzug wiedergeben, aber der dazu erforderliche Mitspieler nicht auf dem dafür vorgesehenen Platz steht. Man könnte es auch als eine Art Lustlosigkeit bezeichnen oder ein reaktionäres Sich-Zurückziehen auf das, was man trainiert hat. *)

Auf gefährliche Stürmer aufpassen

Wir sind ja nur Zuschauer, aber müsste sich bei den Strategen die Torgefährlichkeit der Nummer 9 des WAC nicht in der Vorbereitung herumgesprochen haben? Beide Gegentore fielen durch den unbeobachteten Stürmer vom langen Eck nach einer Standardsituation, also eine Szene, auf die sich beide Teams einstellen können.

Motivation

Der Eindruck ist immer wieder derselbe: Rapid spielt nicht wie eine Mannschaft, die es zu etwas bringen will. Der Kaderwert des WAC ist 14 und der von Rapid 32 Millionen Euro. Am Platz war das nicht zu sehen, im Gegenteil. Bei Rapid spielt man, weil man es zu etwas gebracht hat; beim WAC, weil man es noch zu etwas bringen will. Das muss natürlich nicht so sein, aber das ist der Eindruck.

Nachwuchsspieler

Nachwuchsspieler haben es schwer bei Rapid und noch schwerer bei Didi. Didi nimmt nur Spieler vom „Tifus“, den Eigenbauspielern traut er nicht recht.

Trainerbilanz

Der Tagebuchautor hat viel Zeit in der Messtechnik verbracht. Und messen bedeutet vergleichen. Es ist mir unerklärlich, wie unkritisch der Fanblock unserem aktuellen Trainer gegenübersteht. Grüne Vergangenheit genügt. Der Ausdruck „Wos wiegts des hots“, scheint sich bei Rapid noch nicht herumgesprochen zu haben.

Vor etwa einem Jahr, am 17. 3. 2019, nach dem Unentschieden gegen Hartberg wurde ein erster Vergleich zwischen dem unbedankten Trainer Gogo und seinem Nachfolger Didi gezogen.

Punkte Spiele Trainer
1,41   22     Kühbauer
1,73   67     Djuricin

Der, der alles verbessern sollte, schnitt damals deutlich schlechter ab als sein geschasster Vorgänger. Sein alleiniger Vorteil war und ist, der Kredit bei den Hardcore-Fans und damit eine von außen unbeeinflusste Entwicklung des Teams. Kritik seitens der Fans war zu spüren, richtete sich aber nicht wie früher gegen den Trainer, sondern gegen die Spieler. So ist es auch heute noch.

Erfolge gab es nur allzu wenige, die wichtigen Ziele wurden in der vorigen Saison alle verfehlt, hier die gesammelte Pleitensammlung:

  • Aufstieg in die Meistergruppe
  • Cup-Aus
  • Playoff für den internationalen Startplatz
  • Glücklose Experimente mit einem 3-5-2-System, die auch Punkte gekostet haben

In der laufenden Saison wurde die Meistergruppe zwar erreicht, doch die große Freude kommt bei Spielen wie zuletzt gegen Hartberg und heute gegen den WAC nicht gerade auf. Ein Vergleich mit der Spielstärke und vor allem der Punkteabstand zum Spitzenduo ist ernüchternd. Es ist wieder an der Zeit einen Vergleich zu ziehen.

Punkte Spiele  S  U  N  Trainer
1,70   60     30 12 18  Kühbauer
1,73   67     34 14 19  Djuricin

Inzwischen hat Didi fast die Anzahl der von Gogo geleiteten Spiele erreicht und sein Punkteschnitt hat sich um 0,29 Punkte verbessert, es fehlt aber immer noch ein Alzerl auf Gogo. Immerhin wurde Gogo wegen dieses Punkteschnitts gekündigt und wir haben diesen Stand immer noch nicht erreicht. Nach 60 Spielen zeigt Rapid ein Bild, das wir vor 60 Spielen auch schon hatten. Zu durchschnittlich ist das Geschehen am Platz, und weit entfernt von dem, was am Ende eines Arbeitsabschnitts immer verlautbart wird, dass wir demnächst eine andere Mannschaft erleben werden. Nach dem heute Erlebten fehlt uns einfach der Glaube, dass da noch etwas kommen könnte.

Als ewiger Optimist könnte man sogar auf die Idee verfallen, dass man sogar eine Chance auf den Meistertitel hätte, aber die Spieler scheinen dieses Ziel zu wenig vor Augen zu haben.

Ambiente

Der Rapid-Fanbus wird von Maria, Jürgen und Hans von Fanklub Speising organisiert. Auch in einem ausverkauften Bus gibt es freie Plätze, weil einfach nicht alle kommen. Aber wenn man tatsächlich verhindert ist, wen sollte man verständigen? Rapid? Probiert das einmal, es hebt einfach niemand ab, und an einem Sonntag wäre auch niemand anwesend. Eine Telefonnummer der Busverantwortlichen kennt man nicht, sollte aber auf der Busreservierung stehen.

Wir lernen hier immer neue Fanklubs kennen. Heute war es „Grüner Stern Rapid Wien“. Die Truppe sorgte für Stimmung und ausreichend laute Disco-Musik im Bus. Es gab Schitzelsemmeln (Schwein, Sur und Huhn), Wurstsemmeln und Käsesemmeln.

„Superpublikum!“ „Scheißspreha!“ Das ist der wenigstens zur Hälfte zutreffende Dialog zwischen dem Stadionsprecher und den „Lafentalern“. Dass der Schiedsrichter für den Gegner pfeifft, die gegnerischen Spieler nur den toten Mann spielen und überhaupt alle „Schiaba“ sind, das ist der Grundtenor auf der Osttribüne. Wie in Hütteldorf, so im Lavanttal.

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*) Roland Düringer schildert in seinem „Regenerationsabend“ das Phänomen der „Vorreaktion“. Es handelt sich um eine automatisch und daher zu früh wiedergegebenen Text oder Handlung, ohne auf den Schauspielkollegen und auf die Abfolge der Situationen der Handlung Rücksicht zu nehmen.

Genau so empfindet man Spielzüge, die gut gelernt wurden, die aber ins Leere gehen, weil man nicht auf den Mitspieler achtet. Der Spielzug darf natürlich nur dann angewendet werden, wenn die Mitspieler auf ihren Plätzen sind, sonst schaut das alles ziemlich stümperhaft aus.

Rapid-WAC

1:1 (1:0)

Nach der gefühlten Dominanz geht die erste Hälfte an Rapid und die zweite an den WAC, die Tore folgen diesem Eindruck. Doch insgesamt sahen wir Rapid als die klar überlegene Mannschaft, die nur zu wenig Tore geschossen hat.

Die Kommentatoren berichten über „rustikales Spiel“ von Rapid.

Aber in den Augen der Zuschauer spielen die jeweiligen Gegner in Hütteldorf „with a little help from the referee“. Nicht nur in diesem Spiel, auch schon im Spiel gegen Hartberg oder gegen den LASK. Für Rapid gestalten sich Auswärtsspiele erfolgreicher.

Diese „Heimschwäche“ kann man auch zeigen:

  • Heim: NSNSUU = 8 Punkte/6 Spiele = 1.3 Punkte pro Spiel
  • Auswärts: USSSS = 12 Punkte/5 Spiele = 2,4 Punkte pro Spiel

Natürlich kann man sagen, dass bei dieser kleinen Anzahl von Spielen die Streuung noch sehr hoch ist. Aber es werden auswärts fast doppelt so viele Punkte geholt wie zu Hause und das spürt man. Genauer wird es natürlich mit einer größeren Anzahl von Spielen, derzeit aber ist Hütteldorf für die Gastmannschaften ein „gefundenes Fressen“.

Wir Zuschauer meinen, dass das kein Zufall ist, sondern mit der besonderen Situation in Hütteldorf zusammenhängt und mit der Art, wie Schiedsrichter damit umgehen. Es ist nicht nur für die Gastmannschaften ein saisonales Highlight, vor 21.000 Zuschauern spielen zu dürfen, auch für den Schiedsrichter ist die Situation mit einem starken Heimpublikum eine Besonderheit. Ein Schiedsrichter will ja auch „gewinnen“. Und sein „Sieg“ ist eine gute Bewertung unter schwierigen Verhältnissen. Und dem Druck seitens des Publikums gilt es zu widerstehen. Und das wieder hat eine Tendenz, nur ja keine Vorteile für die Heimmannschaft zuzulassen, die man als ein Nachgeben interpretieren könnte.

Warum lässt der Schiedsrichter nach einem Foul gegen Rapid nicht den Vorteil gelten, obwohl Rapid im Ballbesitz bleibt und sich aus der Szene ein Vorteil entwickelt? Abpfeifen kann er ja immer noch! Das ist eine freie Entscheidung des Schiedsrichters, und er hat sich bei diesem Spiel gleich zwei Mal dazu entschieden, den sich abzeichnenden Vorteil für Rapid mit einem Pfiff abzubrechen.

Filip Stojkovic wurde im Strafraum gefoult und sogar verletzt, der Elferpfiff blieb aus, genauso wie beim Spiel gegen Hartberg.

Der Foulpfiff, der zum Gegentor geführt hat, müsste eigentlich einen Freistoß für Rapid zur Folge gehabt haben, weil der Ball durch den Angreifer gesperrt wurde.

Ich behaupte, dass die Gastmannschaften diese Mechanismen kennen und wissen, dass ein Liegenbleiben nach einem Foul in Hütteldorf „zieht“. Es wäre für den Spielfluss günstig, wenn dieses Spiel „Toter Mann“ zurückgedrängt werden könnte, wenn Schiedsrichter diesen Versuchen, Foulpfiffe herauszuschinden, nicht folgen würden.

Es ist nicht so, dass sich bei Rapid Schiedsrichterfehler langfristig ausgleichen, weil die Situation in Hütteldorf durch das starke Heimpublikum systematische Fehler der Schiedsrichter hervorruft, Fehler, die sich bei den Heimspielen anderer Mannschaften mangels Support nicht in dieser Häufigkeit ergeben.

Die Ansicht im Block, dass man auf den Videoschiedsrichter leicht verzichten könnte (siehe Bilder), teile ich.

Schiedsrichter Harkam

Was können wir über Schiedsrichter Harkam noch vor Spielbeginn sagen? Die folgende Darstellung zeigt im Kopf die durchschnittliche Punktezahl aller 334 Spiele, die von den aktuellen Schiedsrichtern geleitet wurden. Rapid erreicht in diesen Spielen einen Punkteschnitt von 1,75. Die Spiele unter der Leitung von Alexander Harkam ergeben nur 1,57 Punkte. Wenn wir also wählen könnten, wäre Harkam nicht unsere erste Wahl.

Vergleich aktueller Schiedsrichter bei Bewerbspielen von Rapid

Aber es hätte mit Manuel Schüttengruber noch schlimmer kommen können, denn unter seiner Leitung erreichte Rapid nur 1,33 Punkte und das ist schon ein beachtlicher Unterschied. Rapid-freundliche Schiedsrichter wären – gemessen am erzielten Punkteschnitt Ouschan (1,82), Kolleger (2,29), Jäger (2,33) Drachta (2,0). (Schiedsrichter mit wenigen Spielen kann man nicht in den Vergleich einbeziehen).

Achtung: Es kann sein, dass die Spiele nicht zufällig zu den Schiedsrichtern zugeordnet werden, sondern man die Erfahrung der Schiedsrichter berücksichtigt. Das hieße, dass schwierigere Partien von erfahreneren Schiedsrichtern geleitet werden und diese schwierigeren Spiele auch eher verloren werden und damit den Punkteschnitt dieser Schiedsrichter senken. Ob das der Fall ist, müsste man bei den Spielen der einzelnen Schiedsrichter genauer analysieren. Auf der Webseite kann man alle Spiele der Schiedsrichter betrachten (Lupensymbol). Schiedsrichtervergleich (123.ewkil.at)

Jetzt, nach dem Unentschieden, ist der Punkteschnitt von Schiedsrichter Harkam von 1,57 auf 1,56 gesunken.

Den Schal, den Robert hochhält, kann man bis Anfang November in den Fanshops kaufen. Von den 15,- Euro kommt 10,- Euro der Kinderhilfe zugute.

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WAC-Rapid

3:1 (0:1)

Sonnenuntergang über der Saualpe, Rapid-Untergang am Spielfeld

Nach diesem Heimsieg liegt der WAC auf Platz 3 und Rapid rutscht auf den Platz 8 in der Tabelle zurück; eine Talfahrt,ohne absehbares Ende. Zu dürftig waren die Darbietungen des „Rekordmeisters“ aus Wien und die Häme des Publikums gar nicht so ungerechtfertigt.

Gut besuchtes Spiel in Wolfsberg

Das Erfreulichste an diesem Spieltag war wohl der erste Einsatz von Schobi nach langer Verletzungspause. Wir, das Publikum, haben Schobi geradezu als messianischen Retter erwartet, doch auch er konnte in den 20 Minuten keine entscheidenden Impulse setzen.

Dass das Cup-Spiel und das Liga-Spiel so unterschiedlich verlaufen sind, liegt an der Bedeutung, die wir in diese Spiele setzen. Für den WAC ist das Weiterkommen im Cup von geringerer Bedeutung, viel wichtiger ist die Lage in der Liga. Das hat der WAC klar vor Augen, Rapid aber nicht. Für Rapid ist das Weiterkommen im Cup das Wahren der einzigen Titelchance. 

Warum nun Rapid im Lavanttal so unentschlossen und fehleranfällig auftritt, ist eine längere Geschichte, und dieses heutige Spiel hat diese lange Reihe von Nicht-Erfolgen nur fortgesetzt. Hier ist sie, diese erfolglose Serie:

2018-11-11 1:3 5400 Kühbauer  
2018-05-27 0:0 4639 Djuricin
2017-12-02 0:0 3028 Djuricin
2017-02-25 1:2 4350 Canadi
2016-08-21 1:1 5728 Büskens
2016-04-09 2:2 6250 Barisic
2015-10-18 1:2 4800 Barisic
2015-05-31 5:0 5250 Barisic
2014-12-07 1:1 5250 Barisic
2013-12-08 1:2 4100 Barisic
2013-07-20 2:2 6800 Barisic
2013-03-03 1:2 5150 Schöttel
2012-08-26 0:1 7300 Schöttel

Der einzige Sieg, ein 5:0, war ein Spiel, bei dem das Ergebnis keine Rolle mehr spielte. Hier konnten sich die technisch besser selektierten Rapidler beweisen; allerdings nur, weil die Wolfsberger vom Kampfmodus in einen Spielmodus  umgeschaltet haben. An diesem Spiel konnte man eventuell ablesen, dass eben Siege im Fußball nicht nur auf der Qualität der Einzelspieler beruhen, sondern auch und vielleicht in einem größeren Maß in dem kollektiven Willen. Und wenn dieser einer Mannschaft nicht eigen ist, dann wird sie auch bei ansonsten guten Einzelspielern nicht erfolgreich sein. 

Hier wären wir wieder bei der Frage nach dem „Warum“.

Die abgedroschene Antwort nach dem „Ruhekissen Rapid“ kann vielleicht ein Aspekt sein aber nicht die ganze Antwort.

Dass die Spieler nach dem Achtungserfolg gegen Villarreal erschöpft und etwas erleichtert sind und daher nicht mehr die erforderliche Spritzigkeit in den beinen haben, wäre auch so ein Aspekt.

Allerdings sollte diese Überspielt-sein nach der Länderspiel-Pause wieder verschwunden sein. Bei den beiden letzten derartigen Pause im September und Oktober folgten im jeweils ausgeruhten Zustand zwei Niederlagen (0:1 gegen Austria und 0:3 gegen Hartberg). Wie sich die Pause im Spiel gegen den LASK auswirken wird, werden wir ja sehen.

Man könnte also meinen, dass diese Randbedingungen ziemlich egal sind, Rapid spielt schlecht, wenn eine größere Belastung vorangegangen ist und ebenso schlecht, wenn eine Länderspielpause voranging. 

Dass aktuelle Unsicherheit und Fehleranfälligkeit des Kapitäns auf das Spiel der Mitspieler auswirkt, ist auch eine Ursache mit Folgewirkungen. Viele meinen, man sollte Schwabi Pausen gönnen und Sonni wieder in die Rolle des Kapitäns heben. 

Aber eine Sache können wir wohl ausschließen, und das ist der ungeeignete Trainer, denn die Ergebnisse seit dem Trainerwechsel hätte Gogo auch geschafft und mit Unterstützung seitens des Anhangs und des Präsidiums wohl noch mehr. Das soll nun keineswegs gegen Didi gerichtet sein, denn dieses Amt war für Gogo ein schwieriges und ist auch für Didi schweirig. Er sichtet sich eher gegen die Damen und Herren Mitregenten auf der Fantribüne. 

Der neue Trainer muss also an vielen Stellen „drehen“ und wer weiß, vielleicht hat er zur entscheidenden Schraube, der Spielerauswahl, keinen Zugang, weil der finanzielle Spielraum einfach sehr gering ist.

Papierschlangen-Choreografie der Kärntner

„Super Publikum“, „Scheiß Spreha“ war der lustigste Dialog an diesem Nachmittag und eine Lektion „Lafentalerisch“. Die nächste war dann schon der Chor „Schiaba“, wenn eine Entscheidung des Unparteiischen gegen den WAC gefallen ist.

Rauchtöpfe aus dem Rapid-Fanblock führten zu einer kurzen Unterbrechung des Spiels
Pause bei einem Asfinag-Parkplatz (Arnold, Florian)

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Rapid-WAC

0:0

Positiv an dem Spiel war natürlich, dass es nicht verloren wurde, denn auch das wäre durchaus möglich gewesen. Beachtlich, wie der WAC es verstanden hat, die Initiative an sich zu ziehen und wie wenig Chancen Rapid umgekehrt erarbeiten konnte; eigentlich gar keine.

Festung „Hütteldorf“?

Hielten sich nach dem Heimspiel gegen Altach die Pfeifer und Klatscher noch etwa die Waage, wurden die weniger Klatscher vom Pfeifkonzert und „Trainer raus“-Rufen völlig übertönt. Man könnte meinen, man könne von keiner Festung in Hütteldorf sprechen, aber verloren wurde nicht, das ist doch schon was.

Endlich zwei gleiche Halbzeiten!

Das auffällige Zurückschalten in der zweiten Halbzeit während der letzten Spiele ließ uns hoffen, dass das auch der Mannschaft auffällt und sie doch irgendwann zwei gleiche Halbzeiten schaffen würde. Unser Hoffen wurde erhört, denn diesmal waren beide Halbzeiten ziemlich ähnlich aber leider nicht in der von uns erwarteten Richtung, denn sie waren beide schlecht.

Die Zeit der „Dorfklubs“ ist vorbei

So wie das Marketing nicht müde wird, den „Rekordmeister“ zu verkaufen, wird der Block nicht müde, vermeintliche „Dorfklubs“ zu beschimpfen. In dieser Hinsicht scheinen sich Verein und Kurve sehr ähnlich zu sein, wenn sie es auch ziemlich verschieden ausdrücken.

Die Frage ist, ob nicht ein kleiner aber schlanker Klub nicht genauso gute Transfers leisten kann und einen ähnlich guten Kader halten kann wie das bei Rapid der Fall ist. Den Bonus der Großstadt hat der kleinere Klub nicht, die Verehrung durch die Anhängerschaft auch nicht, das Umfeld ist spartanischer aber vielleicht ist gerade dadurch der Hunger nach Erfolg größer, speziell wenn man schon einmal in der großen Stadt vor großem Publikum zu Gast ist und dabei einen Achtungserfolg mit nach Hause nehmen kann.

Was ist es umgekehrt für ein Erfolg, wenn Rapid in Wolfsberg gewinnt? Hört man in die Kurve, erwartet man einen solchen Erfolg ganz selbstverständlich, und ebenso häufig passiert das Gegenteil, wie uns die Ergebnisse lehren.

Diese große Kluft zwischen völlig überdrehter Erwartungshaltung und der Realität am Rasen erzeugt nach nur zwei Unentschieden ziemlich entbehrliche Pfiffe.

Das letzte Spiel im Mai endete auch 0:0 und die Gesamtbilanz gegen den WAC (seit 2012) ist ziemlich ausgeglichen: 9 Siege, 8 Unentschieden und 9 Niederlagen. Aus der Sicht der Statistik ist dieses 0:0 völlig unauffällig. Der WAC ist einfach kein „Dorfklub“, es ist ein ernst zu nehmender Gegner, der in einer ähnlichen Größenordnung wie Rapid seine Mannschaft entlohnt und Spieler kauft.

Ohne Sehnsucht, kein Erfolg

Es scheint die Sattheit des Erreichten zu sein, die den Hunger nach Erfolg klein werden lässt. Es ist aber etwas, das man nur schwer verändern kann, weil es im System „Rapid“ begründet ist. Die Akteure haben vielleicht zu wenig „Sehnsucht nach dem weiten Meer“ wie das im Kleinen Prinz geschrieben steht, in dem er sagt:

«Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.» Antoine de Saint Exupéry

Natürlich braucht man tägliches Training und das alles muss das Trainerteam vorbereiten. Unsere Spieler erwecken aber den Eindruck, als würden sie eine lästige Pflicht erledigen. Mit Motivation würden sie die notwendigen Übungen und Spielzüge ganz von allein erarbeiten, weil sie die „Sehnsucht nach dem Titel“ haben.

Mehr Respekt für den Gegner!

Statt dem Gegner dem im gebührenden Respekt zu zollen, geht man auf die eigenen Spieler und Trainer los. Wer weiß, ob nicht der Wurm einfach im System „Rapid“ selbst steckt? Die wirtschaftlichen Leistungen des Rapid-Teams können sich wahrlich sehen lassen, aber die spielen nicht Fußball. Was wir hingegen sehen, dass nicht alle, die zu Rapid kommen, ihre Qualitäten auch zeigen können und das betrifft sowohl Trainer als auch Spieler. Rapid scheint ein Fußballverein mit besonderen Bedürfnissen zu sein, denen nicht alle gerecht werden,

Kein Trainer seit Josef Hickersberger wird vom Verein bei diversen Anlässen für einen Rückblick eingeladen. Man erinnert sich nicht gern an sie, pflegt den Kontakt nicht mehr.

Auch die Entwicklung von Spielern bei Rapid ist durch den allzu großen Druck nicht so selbstverständlich wie bei kleineren Vereinen.

Motivation?

Warum sich aber Spieler, die sich Woche für Woche vor großer Kulisse präsentieren können, nicht für dieses Publikum mehr einsetzen, das ist allerdings ein Rätsel.

Dass die Stütze von Sturm und auch dortiger Kapitän, Deni Alar, bei Rapid in der Spitze „verhungert“, liegt vielleicht an dem System mit nur einer Sturmspitze, aber ich kann das fast nicht glauben, wäre doch mit Knasmüllner ein guter Mitspieler in der Mitte vorhanden. Dass dieses Gespann nicht auf Touren kommt, ist einem Zuschauer nicht ganz verständlich.

Tiefpunkt

Florian meinte: „Wir haben einen bisher nicht gekannten spielerischen Tiefpunkt erreicht“. Man kann nur hoffen, dass sich die Spielweise am Donnerstag wieder zum Positiven wendet, denn wenn nicht, war die internationale Präsenz nur von kurzer Dauer und das ohnehin immer knappe Geld noch knapper und wir können uns einen Trainerwechsel überhaupt nicht mehr leisten, musste doch das Geld in den Rasen investiert werden.

2222 Spiele

Man muss auf einen Fußballplatz gehen, um die menschliche Seele kennen zu lernen: auch die eigene natürlich. Es ist eine Hassliebe, die viele Anhänger mit Rapid verbindet. Ein Wechsel zu einem anderen Verein kommt nicht in frage, dazu ist man in dem grüß-weißen Beziehungsgeflecht zu sehr verwurzelt. Anderseits würde man nach so einem Spiel am liebsten alle auf einmal kündigen. Durch diesen Frust eines jeden Einzelnen entsteht ein Druck, der nicht ganz so groß wäre, wenn man nicht ständig vom „Dorfklub“ und vom „Rekordmeister“ phantasieren würde.

Weil das heutige Spiel nicht ganz so toll war, hier das Bild von unserem Fahnenträger Thomas:

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Weltfußball: Spielbericht

 

 

Wolfsberg-Rapid

0:0

Es gibt natürlich letzte Spieltage, wo noch letzte Entscheidungen fallen und es etwa noch darum geht, wer Meister wird. Doch heuer waren die Abstände bereits zu groß und so war die Abschlussrunde beschaulich. Und es gab Gelegenheit, junge Spieler einzusetzten.

Das Spiel war nicht ohne Chancen, die Kärntner schürten uns in der ersten Halbzeit gehörig ein, und dennoch hatten wird mit einem Durchbruch von Valon Berisha die bessere Gelegenheit; leider daneben. Nach der Pause kam Aleksandar Kostic statt Thanos Petsos und er brachte wegen seiner offensiveren Spielanlage Schwung ins Spiel. Während vor der Pause Ljubicic der offensive der beiden Mittelfeldspieler war, war es nach der Pause Kostic. Und der hatte auch die größte Chance im Spiel nach einem Überwinden mehrerer Abwehrspieler zog er flankiert von zwei weiteren Rapidlern aufs Tor und entschied sich für den Abschluss, daneben. Dennoch, eine guter Auftritt des jungen Spielers. Leider ist er kein Österreicher und wird daher unter stärkerer Konkurrenz beim Einsatz stehen. Auch Valon hatte nach der Pause zwei Abschlussmöglichkeiten, die aber zu zentral auf das Tor gerichtet waren. Zu einer Schrecksekunde kam es noch in der letzten Minute als ein abgefälschter Schuss Anstalten machte, genau ins Tor zu fallen, doch eine Parate von Tobias verhinderte die Entscheidung zugunsten des WAC. Rapid hat im Tor ein Luxusproblem.

Dass wir Joelinton nicht halten können, ist ein Jammer. Er war zwar in diesem Spiel als Sturmspitze vorgesehen aber seine Stärke, die er immer wieder unter Beweis stellt ist die Ballsicherung hinter der Spitze. Das hat er im ganzen Spiel immer wieder demonstriert. Er wird uns sehr abgehen.

Reise

Unter der routinierten Leitung von Eva und Hans sowie Maria und Jürgen starten um 12:00 vom Kik-Parkplatz in der Keisslergasse.

In Loipersdorf wird ein 50er gefeiert:

Auf der Pack trafen wir den Bus von Grün-Weiß-Favoriten, die uns am Pack-Parkplatz freundlich begrüßt haben.

„Sie müssen schon sehr viel Pech haben, wenn Sie am Wochenende in einen Regen geraten“, hat der Sprecher am Freitag verkündet. Oder man muss ins Lavanttal fahren, dort scheint sich der Regen wohl zu fühlen. Über der Pack hing ein Gewitter, das wir durchqueren. In Wolfsberg, beim Stadion war es dann noch trocken. Doch das Gewitter holte uns ein, denn es hatte sich entschlossen, nach Süden zu ziehen. Eine Gewitterzelle nach der anderen begleitete das Spiel mit mehr oder weniger starkem Regen. Die Rapid-Fans im Auswärts-Block muss man ob ihrer Standhaftigkeit besonders bewundern. Sie trotzten dem nasskalten Wetter bravourös. Wir, Arnold, Christoph, Florian und Franz waren auf der Holztribüne im Trockenen.

Der Sprecher versuchte wie immer Stimmung zu erzeugen, wo keine ist. „Super Publikum“, „Scheiß Spreha“ . Wenigstens verstehen sie Spaß, die Lafentaler.

Nicht ganz schlau wurde ich aus  den Abbildungen auf den Doppelhaltern. Möglicherweise symbolisiert das den Ärger über die vergeigte Cup-Chance.

Die Rapid-Pressestelle und auch andere aufmerksame Leser klärten mich über das gezeichnete Symbol auf, das natürlich einen Tornado darstellen soll, aber ich als praktisch „Frischgfangter“ habe den Zusammenhang nicht richtig hergestellt.

Die Polizei filmt den Fanblock.

Die Heimfahrt wurde von Wolfgang lautstark mit Schlachtgesängen untermalt. Wir verabschiedeten uns in Schönbrunn. 13 Stunden dauert eine solche Fahrt.

Eine auch für Zuschauer anstrengende Saison geht zu Ende, und wir bedanken uns beim Team des Rapid-Bus für die Organisation.

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Rapid-WAC

5:1 (3:0)

6 Stürmertore von Rapid und ein 5:1, wann hat es das zuletzt gegeben? In dieser Form wahrscheinlich noch nie.

Die Freude ist groß! Boli stemmt Valon vor dem Fanblock in die Höhe.

Allein das 3:0 zur Pause war für das nach Toren lechzende Publikum schon eine kleine Sensation. Und so häufig ist das tatsächlich nicht. Zuletzt 2016 gegen Ried im ersten Bewerbspiel im Allianz-Stadion und dann erst wieder 2012 auswärts gegen Mattersburg.

Eine 3:0-Pausenführung ist was Seltenes. Es kam bisher in der Meisterschaft genau 107 mal vor. Diese Spiele wurden auch gewonnen, mit zwei Ausnahmen:

  • am 10.4.1999 gab es im Spiel gegen Vorwärts Steyr zwar ein 3:0 zur Pause aber das Spiel ging 3:3 aus. 
  • am 24.9.1911 gab es im Spiel gegen den WAC (Wiener Athletic Club) auch ein 3:0 zur Pause aber das Spiel ging 3:4 verloren. 

Wenn man raten sollte, wen dieser Sieg am meisten gefreut hat, dann würde ich auf Fredy Bickel tippen. Er hat nicht aufgehört, uns zu erklären, dass alles für einen Erfolg angerichtet ist, dass wir gute Stürmer haben und dass wir die Früchte der harten Vorbereitungsarbeit werden ernten können. Und heute war es soweit, die Mannschaft hat sich endlich belohnt und Schüsse sind endlich im gegnerischen Tor gelandet. Ganz besonders erfreulich ist, dass es die oft kritisierten Stürmer Giorgi Kvilitaia und Valon Berisha waren, die den Bann gebrochen haben.

Aber ob Rapid wirklich so gut gespielt hat oder der WAC so schlecht, wird wohl erst das letzte Meisterschafts-Viertel zeigen. 

Viele Kapitäne und noch kein Häuptling.

Weil unser hauptamtlicher Kapitän noch im Aufbau steckt, wechselten sich die jeweiligen Mannschaftsführer in den letzten Spielen ab. Gegen Altach war Max Hofmann der Kapitän, heute bekam Louis Schub die Kapitänsschleife. In der Schlussphase des Spiels kamen auch noch Stefan Schwab und Steffen Hofmann auf das Spielfeld, und beim Schlusspfiff waren es vier Kapitäne. Vielleicht war es das, was der Mannschaft in den letzten Spielen gefehlt hat, und es ist schon höchste Zeit, dass Stefan wieder in diese Rolle schlüpfen kann, um der Mannschaft Stabilität zu verleihen. 

Choreografie

„Raucherbereich Block West“

Um die Choreografie besser zu verstehen, empfiehlt sich die Lektüre der Aussendung der aktiven Gruppen des Block West: „Rauchen und Rauchen lassen“. In dem Text wird auf die heuchlerische Argumentation des Innenministerium Bezug genommen und bei aller sonstigen Kritik an den Aktivitäten des Block, schließe ich mich dem Text vollinhaltlich an. Eine Regierung, die einerseits Rauchen in der Öffentlichkeit nicht zu verhindern sucht und gleichzeitig vorgibt, sich um die Gesundheit von einer Handvoll Fußballfans sorgt, die ein paar Fackeln zünden, kann man nicht anders bezeichnen als heuchlerisch. 

Ja, der Rauch stört mich auch. Aber ich toleriere diese Aktionen, weil sie insgesamt – sogar unter Berücksichtigung der Strafgelder – Rapid mehr nützen als schaden; weil auch wir von den oft großartigen Choreografien begeistert sind. Begeistert über die Ideen und auch darüber, dass sie bei Rapid inszeniert werden. 

Aber nicht nur das. Wer schätzt schon Menschen, die ohne Sachkenntnis urteilen. (Die vielen Teamchefs am Fußballplatz nehmen wir einmal aus, das gehört zum Spiel.) Aber im Falle von Werner Amon und Karl Mahrer sind es Schreibtischpolitiker, die keine Ahnung vom Fußball haben und sich nicht einmal die Mühe machen, die eigentlich Betroffenen, die Vereine und die Bundesliga anzuhören. In diesem konkreten Fall waren die Vertreter der Bundesliga und der drei großen Vereine, Rapid, Sturm und Austria in sonst seltener Übereinstimmung, nämlich auf der Seite ihrer Fangruppen. Aber genützt hat es nichts.

Vor dem Spiel

Eigentlich erschien uns ohnehin jedes der vergangenen Spiele als ein Spiel der letzten Chancen. Dass aber erst dieses Spiel gegen den WAC eine gewisse Erleichterung bringen sollte, war schon eine bittere Durststrecke.

Vor dem Spiel gaben Christian Keglevits und Christopher Dibon Autogramme im Mitglieder-Zelt. 

Während der Aufwärmphase ist der Lautsprecher der Ost-Tribüne ausgefallen und wir verständigten Andy Marek. Es hat nicht lange gedauert, war die Verständlichkeit wieder auf 100 Prozent! Danke!

Ausnahmsweise trafen die Einschätzungen des Publikums zu:

Freitag Vormittag:

Freitag Abend:

Quoten:

Das Wetter hat sich punktgenau für dieses Wochenende dem Spielbeginn angepasst und seit Mittag setzte Schneeregen ein.

Die „Podersdorfer Störche“ gehörten diesmal zu den Wappenträgern, hier im Bild:

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WAC-Rapid

0:0

Was konnte man eigentlich vom Spiel erwarten? Nun, Rapidler sind immer unverhältnismäßig optimistisch. Aber ein Blick auf die bisherigen 11 Begegnungen in Wolfsberg (im Bild mit einem roten Punkt angemerkt oder auch an der geringeren Zuschauerzahl (braune Balken) erkennbar) hätte uns warnen müssen. Rapid verzeichnete erst einen Auswärtssieg gegen den WAC (5:0) aber das in einem Spiel im Mai, bei dem es um nichts mehr gegangen ist. Man hat damals gesehen, was passiert, wenn man einfach spielt und sich weniger an taktischen Anweisungen orientiert. In einem solchen Fall setzt sich die technische Überlegenheit von Rapid klar durch. Aber das war die Ausnahme. Kein anderes Spiel wurde in einem doch schon ziemlich langen Zeitraum gewonnen und allein aus dieser Sicht wäre ein voller Erfolg eine Überraschung gewesen.

Der WAC ist neben Salzburg der einzige Verein gegenüber dem Rapid eine negative Bilanz aufzuweisen hat (8 Siege, 6 Unentschieden und 9 Niederlagen). Mit einem Sieg hätten wir mit dem WAC gleichgezogen, so aber wird aber ein Ausgleich dieser negativen Bilanz auf den kommende Jahr verschoben. Aber ein Blick auf die Erfolgskurve macht aber optimistisch, dass Rapid das schaffen wird.

Das durch die vergangenen Spiele zu erwartende schwere Spiel war es dann auch. Es war kein fußballerischer Leckerbissen, den wir erlebt haben. Nicht nur, dass nicht getroffen wurde, es gab auch fast keine Chancen, und wenn, dann eher noch auf der Seite der Kärntner.

Aber keiner der Kommentatoren hat angemerkt, dass es besonders in der ersten Spielhälfte immer wieder zu rätselhaften Ausrutschern auf beiden Seiten gekommen ist. Abgesehen vom harten Boden, dürften unter dem Gras vereinzelte Eisflächen gewesen sein, die ein präzises Spiel erschwert haben. Mein Eindruck war, dass durch den harten Boden verschiedene Aktionen eher verhalten abgelaufen sind und der Charakter des Spiels durch diese Umstände geprägt wurde.

Ein Bild. das symbolisch für das ganze Spiel gelten soll, war dieser „Mantel des Schweigens“, wohlgeformt aus dem Nebel der Bengalen, die der Block zu Ehren des erkrankten „Häuptlings“ Oliver gezündet hatte, und der sich – in dieser Form ungewollt – über das Spielfeld gebreitet hat:

Ambiente

Über die gewohnt peinliche Einleitung durch den Stadionsprecher breiten wir – wie zuvor über das Spiel – den Mantel des Schweigens. Es gibt nach Arnold Schwarzenegger wieder einmal einen Mister Universum aus Österreich, der den Ehrenankick vornahm, Fabian Mayr aus Steyr. (Hoffentlich irre ich mich da nicht).

Choreografie

Die imposante Choreografie der Block-West bestand aus glitzernden Stanniol-Folien in den Gründungsfarben blau-rot, dem Schriftzug „1899“ und dem Gründungswappen in der Mitte.

In der Pause sandte der Block Genesungswünsche an den erkrankten „Häuptling“ Oliver.

Anreise

So, als hätten man geahnt, dass das Spiel kein Highlight werden würde, fuhren nur 19 Rapidler mit dem BLAGUS-Bus nach Wolfsberg. Die Fahrt war Bestens organisiert durch Maria und Jürgen. Jürgen sorgt mit seinen g’schmackigen  Wurstsemmeln für eine preiswerte Verköstigung. Erstmals war Arnold, der „Simmeringer“ mit von der Partie, hier im Bild mit Florian. Auch die versöhnliche Charakterisierung des Spiels durch Jürgen vor der Heimfahrt soll erwähnt werden.

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Rapid-WAC

4:2 (2:1)

Dass Rapid nach drückender Überlegenheit in Rückstand gerät, ist fast schon ein gewohntes Bild. In der letzten Saison hatte die Mannschaft kein geeignetes Rezept, einen Rückstand wegzustecken. Dieser Spiel-Pessimismus hat sich seit der Übernahme der Mannschaft durch Goran Djuricin deutlich gewandelt und heute wurde erstmals selbstbewusst aufgegeigt.

Meine Interpretation ist folgende: der Druck auf einen Erfolg war im Vorfeld enorm. Egal, ob Pressekonferenz, Homepage oder Stadionzeitung, überall wurde von einem Pflichtsieg gesprochen. Wer auf Rapid gesetzt hat, konnte mit nur wenig Gewinn rechnen (siehe weiter hinten).

Anfangs fand das Spiel daher auch überwiegend in der Hälfte des WAC statt, Sonnleitner und Galvao auf und über der Mittellinie.

Rapid kontrollierte das Spiel aber allzu viele Chancen gab es vorerst nicht. Folgende Szene war bezeichnend. Stefan Schwab bekam den Ball halblinks in guter Schussposition, haute aber den Ball weit über und neben das Tor. Wieder so ein Misserfolg. Kurz danach bekam er den Ball wieder in einer ganz ähnlichen Position. So einen Schuss wollte er sich offenbar nicht noch einmal antun, und gab den Ball weiter, was aber auch nichts eingebracht hat. Man hatte fast den Eindruck, als würde er resignieren.

Dass eine so hoch stehende Abwehr Räume bietet, ist klar und der WAC wusste das auszunutzen und das Vorhaben eines Befreiungsschlags schien mit dem Gegentreffer dahin.

Sehr positiv zu vermerken ist, dass der Block West sich durch den Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen ließ und die Mannschaft in gewohnter Lautstärke anfeuerte. Bei einem Corner für den WAC –  eine klare Fehlentscheidung von dem ansonsten unauffälligen Schiedsrichter Jäger (besser gesagt von seinem Linienrichter) – kam es zu einem ausgiebigen Pfeifkonzert aber der Block zeigte sich diszipliniert und Bierduschen und Feuerzeugwürfe blieben aus. [Schiedsrichter Jäger hat eine sehr positive Rapid-Bilanz. Von 9 Partien wurden 7 gewonnen, eine war Unentschieden und eine wurde verloren. Aber Achtung, davon waren vier Cupspiele.]

Die Mannschaft ließ sich nicht – wie früher – von dem Rückstand beeindrucken und Kapitän Stefan Schwab erzielte mit einem sehenswert wuchtigen Schuss aus ca. 30 Metern den Ausgleich. Man hatte das Gefühl, er hätte schon eine Menge Wut im Bauch auf diese permanenten Rückschläge. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang es ihm auch, einen Freistoß von Philipp Schobesberger per Kopf im Tor unterzubringen.

Wenn Rapid die Platzwahl gewinnt, entscheidet man sich immer so, dass die zweite Halbzeit in Richtung zum Block West gespielt wird. Daher kamen wir in den Genuss, in der zweiten Halbzeit die Läufe und Dribblings von Philipp Schobesberger hautnah zu erleben:

Schließlich gelang Philipp dann auch der Treffer zum 4:1.

Wie so oft hatten die Stürmer bei Rapid keinen Torerfolg, dafür brillierte das Mittelfeld.

Auf der Stadionzeitung zum Spiel wird Veton Berisha als Torschütze präsentiert. Davon konnte aber bei dem Spiel nicht die Rede sein. Ob das der Grund für seine Auswechslung war, können wir nur vermuten. Dasselbe könnte man zwar auch von Giorgi Kvilitaia, seinem Nachfolger, sagen, doch dessen positive Spielanteile waren viel größer – zumindest war das unser Eindruck.

Wir müssen uns immer wieder den Aufruf von Helge Payer bei seinem Besuch beim Klub der Freunde ins Gedächtnis rufen, in dem er bat, mit neu hinzugekommenen Spielern Geduld zu haben, bis sie sich dem Spielstil der Mannschaft angepasst haben.

Choreografie

Die Tornados feierten ihre 10-jährige Freundschaft mit Ferencváros.Budapest mit einer beeindruckenden Choreografie. Leider wissen wir nicht, warum gerade zu Ferencváros eine Freundschaft besteht, können es daher nur vermuten.

Ján, unser Augustinverkäufer, liebt alle Vereine mit grün-weißen Vereinsfarben, also Panathinaikos, Celtic, Bohemians Prag und daher auch Rapid. Das könnte auch bei dieser Fanfreundschaft eine Rolle gespielt haben. Es kann aber auch sein, dass man sich an die historischen Spiele von Rapid gegen Ferencváros erinnert, die bis in das Jahr 1907 zurück reichen.

1930-10-15 Mitropa Cup	      A	0:1  8000 Olsson  (S)  Üllöi (H-Budapest)	 
1930-10-08 Mitropa Cup	      H	5:1 17000 Hansen  (DK) Pfarrwiese		 
1928-11-11 Mitropa Cup Finale H	5:3 20000 Carraro (I)  Hohe Warte		 
1928-10-28 Mitropa Cup Finale A	1:7 20000 Carraro (I)  Üllöi (H-Budapest)	 
1909-08-01 Freundschaftsspiel A	1:5                    Rudolfsheimer Sportplatz
1907-08-01 Freundschaftsspiel A	0:3                    Rudolfsheimer Sportplatz
1907-08-01 Freundschaftsspiel H	2:4                    Rudolfsheimer Sportplatz

 

Vor dem Spiel

Die Zeit vor dem Spiel ist oft zu kurz. Eine neue Aufgabe ist die Anbringung eines Transparents für den „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ unterhalb des Stadiondachs.

Da es dort nichts gibt, an dem man das Transparent anbinden könnte, habe ich Gepäckspanner besorgt, deren Haken für den Rand einer Blechplatte geeignet ist. Diese Prozedur dauer fast eine halbe Stunde. Gut, mit etwas mehr Routine wir man diese Zeit verkürzen können.

Danach folgt eine Zettelverteilaktion zu dem nächsten Treffen des „Klub der Freunde“ am 13. November. Die 200 aufgelegten Zettel haben alle ihre Abnehmer gefunden und es gibt auch schon zwei konkrete Interessenten.

Wer Robert aus Nürnberg ist, werden wir wohl nie erfahren…

…aber wir hatten ja vor, uns den Film „Großer Bruder“ noch einmal anzuschauen. Vielleicht kommt Robert im Film vor.

Erinnerungsfotos beschließen das „Aufwärmen“, danach begaben wir uns auf unsere Plätze zum Absingen der Rapid-Hymne.

Herbert mit Enkelin

Florian und Christoph

Steffen Hofmann wurde bei seinem Einsatz in der Rapid-Viertelstunde lautstark mit Sprechchören empfangen. Hier ein Bild von der Verabschiedung mit seinem Sohn Moritz.

Schätzungen

Die Einschätzung der Buchmacher wird zwar nicht besser, wird aber moderner präsentiert über einen ziemlich verspiegelten Monitor.

Zum Vergleich hier die Schätzung des ersten Spiels in dieser Saison:

Dargestellt wird hier aber auch unsere eigene Einschätzung, denn wir, die unverbesserlichen Optimisten, tippen klarerweise auf Rapid, daher sinkt die Quote Richtung 1.

Interessant auch die Meisterquoten:

  1,25 RB
  6,00 Sturm
  8,00 Austria
 25,00 Rapid
 35,00 LASK
100,00 Admira
100,00 Altach
200,00 WAC
800,00 Mattersburg

Ich denke, dass sich diese Tabelle schon beim nächsten Heimspiel verändert haben wird.

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Rapid-Wolfsberg

4:0 (2:0)

Ausnahmsweise lagen die Buchmacher einmal richtig mit ihrer Einschätzung, sogar in der Größenordnung:

So präsentierte sich das Stadion zur Pause:

Vor dem Spiel zeigten sind Thomas Schrammel und Andy Marek im Spielertunnel.

Auch der Dresscode passt mittlerweile ganz gut; fast alle Spieler spielen mit grünen Schuhen. Nur Stefan Schwab ganz links (braun) und Mario Sonnleitner (nicht im Bild, rot) sind noch nicht ganz auf Linie.

Und hier ist der Schlüssel zum heutigen Erfolg: dieses Ritual am Anfang eines Spiels hat es bei Rapid in den letzten Jahren nicht gegeben:

Es gab unter Damir Canadi eine Art kameradschaftliche Schlussrunde aller Beteiligen (siehe Titelbild zum Beitrag Rapid-Mattersburg). Aber das Beschwören des Teamgeists vor dem Spiel war bisher unbekannt. Ja, es ist bei diesem Spiel gegen den WAC alles aufgegangen, aber wer weiß das schon, vielleicht war diese Beschwörung des Fußballgottes der eigentliche Schlüssel zu Sieg.

Bei Rapid gibt es übrigens zwei überdachte Trainerbänke: eine richtige, von der man im Bild nur das Ende sieht und die Bank des Sprecherteams, hier vlnr: Andy Marek, Lukas Marek und Harry Gartler.

Es ist fast alles neu im neuen Stadion aber das kleine weiße Pult für Ehrungen hat noch das Hanappi-Stadion gesehen.

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Rapid-Viertelstunde vom 5.5.

  • Im Jahr des Panda
  • Rapid erhält Lizenz
  • Maximilian Hofmann verletzt
  • Kein Rasen-Tausch
  • Regionalliga-Derby
  • Kultwirt Josef Peschta
  • Link zum Video

WAC-Rapid

2:1(1:0)

Ich war allein mit meiner Sicht, dass das Spiel von Rapid kein schlechtes Spiel war. Es sind nur die Ergebnisse, die alles schlecht erscheinen lassen.

Niemand würde im Nachhinein ein Wort über die vielen Fehlpässe von Stefan Schwab verlieren, wenn am Schluss drei Punkte mitgenommen werden. So aber wird jedes Detail so interpretiert als würden die Spieler Totalversager sein, was aber natürlich nicht stimmt. Dass sie total verunsichert sind wie Musculus im Asterix-Band 12 „Asterix bei den olympischen Spielen“, kann man ihnen kaum verdenken. Alle Beobachter bestätigen dem Trainerteam gute Arbeit und am Ende stehen sie und wir mit leeren Händen da.

Erfolg im Fußball erinnert irgendwie an die Feinabstimmung von Heinz Oberhummer, dass nämlich alle Zutaten einen sehr genau dosierten Anteil haben müssen, damit sich im Universum Leben bildet und sich im Falle von Fußball Erfolge einstellen. Niemand weiß aber genau über diese Zauberformel Bescheid. Man stochert im Dunkeln.

Ambiente

In einem inoffiziellen EwkiL-Ranking der peinlichsten Platzsprecher führt mit Respektabstand jener von Wolfsberg, der bei diesem Spiel – als Prinzessin verkleidet – wieder einmal seine Ansage nicht in Einklang mit der Realität der Besucherstimmung bringen konnte.

Unverhofft kam unsere kleine Gruppe in den Genuss einer gemütlichen Autofahrt und einem Mittagessen in Kaiserwald und einem hervorragenden Abendessens in Gundersdorf am Ende der Pack beim Heurigen Windisch. So werden Niederlagen verarbeitet!

Dieser Sonnenuntergang über der Saualpe ist zwar etwas Alltägliches aber an diesem Abend hatte er für uns Rapidler etwas Symbolisches.

Gedämpfte Fangesänge

Wenn Rapid nicht wie Rapid spielt, „dreht“ der Fanblock „am Lautstärkeregler“. Es wird zwar das volle Rapid-Brevier abgesungen, allein es klingt so wie eben auch die Stimmung ist.

Dass man dann den Spielern die Verabschiedung verweigert, weil man ihnen die Schuld am Misserfolg gibt, gehört zwar zum fußballerischen Ritual, teilen kann ich diesen Haltung nicht. Es wäre mir ein Anliegen, zu jedem einzelnen Spieler hinzugehen und ihm für die durchaus ansehnliche Leistung zu danken.

Für die unzweckmäßigen Einkäufe wurde ja schon ein Schuldiger benannt und wir alle wissen, dass wir diese Situation jetzt nicht ändern können.

Erfolge gehören zu jenen Glücksmomenten im Leben, die wir zwar alle anstreben, die uns aber leider trotz größter Anstrengung nicht zufallen, nur weil wir „Rapid“ sind.

0,9 Punkte pro Spiel

Noch nie in der Rapid-Geschichte gab es eine Phase mit 0,9 Punkten pro Spiel. Zoran Barisic musste mit 1,78 Punkten, Peter Schöttel mit 1,61 Punkten gehen. Aber was jetzt? Wir haben einen anerkannten Fachmann als Trainer geholt und Rapid will nicht auf Touren kommen.

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Mit Rapid kann’st was erleben…

Seit einiger Zeit fahren wir mit dem gemütlichen Rapid-Fanbus zu Auswärtsspielen, organisiert von Klubservice, begleitet von Maria und Hans. Man bezahlt im Fancorner, bekommt ein Ticket und mit ein bisschen Glück auch einen freundlichen Chauffeur mit einen Bus mit WLAN und Stromanschluss.

Jürgen stellt die Wurstsemmeln für zwischendurch her, eine Familie eben.

Der vereinbarte Treffpunkt für die Reisegruppe mit dem Rapid-Klub-Bus nach Wolfsberg war 10:30. Alle waren da, bis auf den Bus. Um 11:00 war klar, der Bus wird nicht kommen, denn es wurde kein Bus bestellt.

Rapidler helfen zusammen! Ein Teil unserer Reisegruppe wurde von den Tornados mitgenommen, leider war aber nicht für alle Platz und der Rest, 8 Personen fuhren mit dem eigenen PKW. Mit uns fuhr Thomas, Chef des „Stehtisch Grün-Weiß“ Es bedarf solcher Zufälle, dass man sich besser kennenlernt. Es war eine unterhaltsame Fahrt, bei der wir viel über die Fanszene, über den Stehtisch Grün-Weiß und auch eine köstliche Anekdote über Rapid der 80er Jahre erzählt bekamen (getrennter Bericht).

Thomas möchte heuer alle 36 Spiele von Rapid besucht haben – wenn’s auch derzeit schwer fällt.

Bei herrlichem Wetter machten wir Station in Kaiserwald und ärgerten uns – ich weiß nicht zum wievielten Mal – über die unangebracht hohen Preise, die zu einem Teil auch durch die sonderbare Art des Inkassos geradezu erforderlich sind. Denn zu konsumieren und nicht zu bezahlen, ist in diesen Raststätten nicht das große Problem.

Bei der Rückfahrt wurde ein Halt beim Heurigen Windisch in Gundersdorf, Abfahrt Steinberg unmittelbar nach der Pack eingeplant. Ein kulinarisches Highlight! Die mehrfach konsumierten Spezialitäten: Schilcher und Kürbiskernlikör.

Rapid-WAC

0:1 (0:0)

Man hatte den Eindruck, als würde Rapid gegen ein Team der MA-48 spielen, weil die Dressen des WAC in einer grellen, oragenen Signalfarbe gehalten waren.

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Es begann mit einem gewissen Optimismus, den man aus dem Sassuolo-Erfolg mitgenommen hat – und endete so, wie sich das auch schon in den letzten Spielen angefühlt hat: mit einer Niederlage.

Und es nützt gar nicht, wenn Rapid in der Statistik in allen Belangen vorne liegt, denn viele dieser Rankings beruhen ja nicht unbedingt auf einer Überlegenheit von Rapid sondern eher auf einem Gewährenlassen durch einen defensiv orientierten Gegner. Schon in der ersten Halbzeit erschienen die wenigen Vorstöße des WAC gefährlicher, weil sie wegen der offensiv angelegten Spielanlage von Rapid nur eine eher reduzierte Abwehr vorfand.

Ab wann können solche Misserfolge im Ergebnis und im Torabschluss als zufällig und wann als Versagen gewertet werden? Wessen Versagen, der Mannschaft, des Trainerteams, oder der sportlichen Führung oder gar der Vereinsführung?

Für mich stand die Saison nach Zoki von Anfang an unter keinem guten Stern und die ersten Erfolge täuschten, denn da spielte offenbar wirklich das Stadion noch mit – oder es war noch der Spielwitz der vorigen Saison zu spüren.

Der Block-West tendiert mit seinen schon zur Routine gewordenen „Müller raus“-Rufen, das Versagen der sportlichen Leitung anzulasten, vor allem wegen seiner verfehlten Transfers der Spieler und natürlich auch des Trainers.

Ich wüsste zu gern, wer genau die Idee hatte, einen Trainer auszubooten, dessen damalige Mannschaft in keiner Phase seiner Amtszeit ein so hoffnungsloses Spiel mit ständig sinkender Erfolgsquote abgeliefert hätte. Die Mannschaft des Vorjahres hätte mit dem damaligen Spielwitz die heurige Mannschaft leicht geschlagen und dazu tragen in erster Linie die inadäquaten Einkäufe des Sportdirektors bei. Und von diesen Einkäufen werden wir uns wohl lange nicht erholen, auch dann, wenn Mike und Andy schon lange Geschichte sein werden.

Wie erfrischend waren dagegen die Einsätze von Kelvin Arase und Manuel Turnwald; keine Eingewöhnungszeit, die man ihnen hätte einräumen müssen, beide ein Positivfaktor von der ersten Minute.

Im Spiel von Rapid fehlt so etwas wie eine ordnende Idee, wie zum Beispiel die eines Steffen Hofmann.

Wenn es dann doch einmal zu einem Torschuss reicht, dann sind diese Schüsse zu statisch und wenig druckvoll und unplatziert, so als wäre der Tormann das Ziel.

Ist es nicht tragik-komisch, dass Trainer aus Österreich, das im Land des Fußballweltmeisters gerne als Fußballentwicklungsland gesehen wird, eben dort, in der Deutschen Bundesliga, sehenswerte Erfolge feiern und die Wiener Großklubs unter der Leitung von vermeintlichen deutschen Fußball-Größen nicht vom Fleck kommen?

Unsere Kultur verknüpft gerne Charakterlosigkeit mit späteren Misserfolgen unter dem Motto „G’schicht eana Recht“. Ich kann es rein menschlich überhaupt nicht verstehen, dass man einen Trainer kurz vor einer Art Krönung seiner Karriere, nämlich dem Einzug ins neue Stadion, fristlos kündigt und ihm nicht einmal die Gelegenheit gibt, sich von seinem Publikum zu verabschieden. Es mag irgendwo in der Wirtschaft da draußen Gang und Gäbe sein, das man Mitarbeiter wie die Schachfiguren verschiebt, aber bei einem Verein, der das Gemeinsame über Alles stellt und der nicht müde wird, Zu-Kurz-Gekommenen zu helfen, nimmt man dieses „Wir sind eine Familie“ einfach nicht mehr ab, weil es nicht genügt, das zu predigen, man muss es auch leben.

Leider büßt nicht nur ein Verein für diese Untreue, sonder wir alle. Man macht sowas einfach nicht. Somit bestätigen wir die Worte unseres Trainers Zoki, dass Rapid kälter wird – und ergänzen, dass damit auch der Erfolg schwindet.

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20 Jahre Tornados

Der Block-West startete die Choreografie mit dem geheimnisvollen Text: „Jedes Stück Stoff – ein Teil unserer 20jährigen Geschichte!“ Aber dann bei Spielbeginn wurde das Geheimnis gelüftet. Alle Fahnen bei der Choreografie wurden offenbar aus gelagerten Transparent-Resten hergestellt. Sehenswert!

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Nicht vergessen: am kommenden Freitag, 11. November feiern die Tornados ihr 20-Jahr Jubiläum in der META-Stadt in der der Dr-Otto-Neurath-Straße 3, 1220 Wien ab 19:00.

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Undercover Agents?

Ein zweites Transparent, das in einem Artikel auf der Webseite der Ultras näher erläutert wird, lautete: „Kennzeichnungspflicht für Polizisten – in Wien und überall!“ 

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Es überrascht, dass es überhaupt Anzeichen zu einer solchen Vorgangsweise der Polizei gibt, hat sie doch schon einen deutlichen Misserfolg aus einem solchen Einsatz eines „Undercover Agents“ rund um den Tierschützerprozess hinnehmen müssen. Dass man bereit wäre, solche Methoden auch gegenüber der Fanszene einzusetzen? Vielleicht sollte uns einmal ein Jurist erklären, ob und in welchen Fällen eine solche Vorgangsweise überhaupt legitimiert ist, und ob im Falle von Fußball-Fans eine solche Maßnahme nicht überhaupt völlig überzogen wäre.

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Wolfsberg-Rapid

1:1 (0:1)

Das Spiel erinnerte von der Dramaturgie her an das letzte Spiel in Wolfsberg, das 2:2. Damals, im Mai, waren wir sogar 2:0 voran und kamen doch nur mit einem Punkt heim. Damals war aber die Überlegenheit deutlicher und die kolportiere Kabinenpredigt von Andy Müller soll es in sich gehabt haben.

Heute ist das Führungstor für Rapid aus einem Corner entstanden. Das kam überraschend und entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf.

Was dann nach der Pause geschah, war ein sehr defensiv orientiertes Spiel von Rapid und man hatte den Eindruck, als wolle Rapid einen 4:0-Vorsprung verteidigen. Die Bestätigung und die Vorahnung auf das, was nun kommen würde, war der Wechsel Schwab gegen Auer, also eine Stärkung der Defensive.

Man ist natürlich kein Hellseher, was die zukünftige Spielentwicklung betrifft, hätte aber Mike Büskens das letzte Spiel vor Augen gehabt, hätte er wissen können, dass die Rapid-Viertelstunde nicht nur für Rapid da ist, sondern für alle Mannschaften, die mit letzter Kraft alles nach vorne werfen, um den Punkt zu retten, was dann den Wolfsbergern auch gelungen ist. Wolfsberg nutzt die Rapid-Viertelstunde. Jo derfens denn des?

Die Lehre: ein 1:0 ist kein Ruhekissen, speziell nicht in Wolfsberg.

Es war ein frustrierendes und schwaches Spiel von Rapid. Wo war die Spielfreude von Žilina? Brauchen die Spieler den Kick eines internationalen Spiels, um so zu spielen, wie es sich für einen Rapidler gehört?

Oder ist es eben so, dass Rapid von allen anderen Vereinen sehr gut beobachtet und analysiert wird und daher die Gegner unser Spiel sehr früh unterbinden. Rapid ist das Žilina unserer Gegner. Wenn Rapid kommt, sind die meisten Zuschauer am Platz, und die Spieler laufen zu ihrer Höchstform auf.

Niemand kann Rapid besser stoppen als Altach und Wolfsberg. Und es dürfte die mangelnde Motivation sein, die dabei eine große Rolle spielt. Wir können jetzt nur mehr auf den Stadioneffekt hoffen, denn spielerisch kann man gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung bei den Auswärtsspielen bemerken.

Rund um das Spiel

Wir fuhren mit dem lustigen Rapid-Bus. Das Duo Maria und Hans (im Bild vorne) organisierten alles perfekt. Zum Essen gab es Wurstsemmeln und Bier.

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Die Lavanttal-Arena war gut besucht:

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Die Choreografie „Immer vorwärts Rapid-Wien“ hüllt die Fantribüne in grün weißen Rauch. Zwei Mann halten das Rapid-Wappen in die Höhe.

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Das Tor zum 0:1 durch Christoph Schößwendter, Kogler wirft sich vergebens in die Ecke.

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Die Choreografie am Beginn der zweiten Halbzeit wartet mit grün-gelb-rotem Rauch auf, unter dem Motto „Immer fröhlich, Rapid Wien“. Irgend wie hatten wir das auch vor, fröhlich zu sein aber daraus wurde nichts. Leider.

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Der Beginn der Rapid-Viertelstunde, untermalt durch Bengalen.

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Rapidviertelstunde vom 19. August 2016

  • Die grün-weiße Stadionführung (Thorsten Leitgeb)
  • Jahreskarte ersetzt Rapid-Marie
  • LG ist neuer Rapid-Partner
  • Anmeldung zur Tormannakademie
  • Rapid-Pressechef im Interview (Peter Klinglmüller)
  • Video

WAC-Rapid

2:2 (0:2)

Wir unternehmen diese Fahrt mit dem Rapid-Bus unter der Leitung Hans (Speising), am Steuer „Käptn Nemo“ in einem (noch) nagelneuen Bus, Internet und Steckdosen inklusive. Abfahrt 13:30, Rauchpause in Loipersdorf, längere Pause in Kaiserwald.  Zwischendurch wird gemeldet, dass Mikl-Leiter vom Chef „back to the roots“, nach Niederösterreich beordert wurde. Man kann spekulieren für wen das ein Vor- oder Nachteil ist… Wir werden etwa um 17:45 ankommen. Jetzt geht’s einmal hinauf auf die Pack. So fühlt er sich an, der Rapid-Bus:

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Die Lage ist klar: alles spricht gegen Rapid. Die Bilanz der bisherigen Auswärts-Spiele gegen den WAC, die Bilanz der letzen 5 Spiele, die Tabellensituation, die RB klar voran zeigt, der verletzte Petsos, eventuell auch der Druck des Umfelds und der Fans.

Alle Mitreisenden sind auf der Fantribüne, Florian und ich auf der Haupttribüne. Anders wäre es auch nicht möglich, die 81 Bilder, viele davon von der Fantribüne zu zeigen. Wir sind die einzigen Rapidler und „genießen“

Das Spiel

Eigentlich war es ein gutes Spiel von Rapid, doch das entscheidende 3:0 wollte und wollte nicht gelingen. Wem will man da die Schuld geben? Barisic hat (endlich) Tomi aufgeboten und nach 13 Spielminuten bedankte sich dieser mit dem 1:0. Und gleich darauf hätte derselbe Tomi schon die Chance auf das 2:0 gehabt, das dann schließlich – erst kurz vor der Pause – durch Louis Schaub fiel.

Tomi

Wer von uns weiß schon, warum dieser Tomi nicht mehr eingesetzt wird? Immerhin hat Tomi 3 Tore in seinen 7 Einsätzen geschossen (Jelic 5 Tore bei 31 Einsätzen). Berechnet man nicht die Einsätze sondern die (kurze) Einsatzzeit ein, dann ergibt das eine tolle Torquote von 93 Minuten pro Tor (zum Vergleich Beric 118 Minuten, Jelic 346 Minuten!), die beste aller derzeitigen Spieler seit dem Abgang von Beric. Mir persönlich gefallen das Stellungsspiel und die Einsatzfreude von Tomi viel besser als jene von Jelic. Warum genau Tomi praktisch nie eingesetzt wurde, konnte mir bisher niemand sagen; ich zähle nur die Tore und die Einsatzminuten und das ist ziemlich unangreifbar. Und in dieser Disziplin ist Tomi Spitze! Vermutlich ist es das Alter, das den Trainer abhält, Tomi öfter einzusetzen, denn er will möglicherweise Jelic die Gelegenheit geben, sich nach vorne zu spielen. (Andere müssen diese aber diese Lernphase beim Nachwuchs absolvieren.)

Zurück zum Spiel.

Die zweite Halbzeit bestand zunächst in einem Verschleppen des Spiels durch Rapid, das einen Höhepunkt in der extrem lang dauernden Auswechslung von Steffen Hofmann hatte. Im Bild sieht man Steffen nach einem Laufduell am Boden sitzen. Die Einwechslung dauerte extrem lange. Erschöpfung/Verletzung oder Kalküll? Wer weiß das schon…IMG_6683

Bis zur 75. Minute plätscherte das Spiel dahin, der WAC kam zu keinerlei nennenswerten Chancen. Dass der für Tomi eingewechselte Jelic mit einem Flugkopfball nur die Latte traf, der Nachschuss in die Wolken ging, schien uns zu dem Zeitpunkt noch verkraftbar, doch nach einem Eckball fiel der Anschlusstreffer in der 83. Minute und sogar während der Kärntner Schlussoffensive hatte Rapid noch die Entscheidung durch einen Konter mit Kainz und Alar allein vor dem Tor am Fuß, doch Alar vergab nach idealem Zuspiel von Kainz; und Dobnik wird ob seiner Heldentat von den Kärntnern zum „Man of the Match“ gewählt.

Das bittere Ende war der nicht unverdiente Ausgleichstreffer als Höhepunkt der Schlussofensive durch den WAC in der Nachspielzeit.

Man kann nicht alle Tore verhindern. Und Rapid hatte als dominierende Mannschaft ausreichend viele Chancen auf einen deutlichen Sieg aber vielleicht spielte man zu lange auf „Halten des Ergebnisses“ und nutzte nicht die spielerische Überlegenheit zu einem weiteren Treffer aus.

4 Minuten Nachspielzeit

Üblicherweise wird pro Einwechslung eine halbe Minute eingerechnet. Da beide Teams je drei Spieler eingewechselt haben, ergibt das im Normalfall 3 Minuten. Aber Schiedsrichter Harkam bestimmte die Nachspielzeit mit vier Minuten. Andere Verzögerungen gab es nicht, daher wurde diese vierte Minute offenbar wegen der Spielverzögerungen durch Rapid eingerechnet. Und diese – eigentlich bei Rapid sonst nicht beobachtete – Taktik war schließlich die Ursache für die – wieder einmal – gefühlte Niederlage, denn der Ausgleichstreffer fiel genau in der 94. Minute.

Fußball ist interpretierte Realität – in Nachhinein

Bei allem Ärger über das Ergebnis, das von unseren mitreisenden „Fans“ teilweise auch in eine Beschimpfung der Spieler ausartete, muss man bedenken, dass allein durch einen Abpfiff einige Sekunden vorher, dasselbe Spiel in einem ganz anderen, nämlich durchaus heroischen Licht erschienen wäre. So beenden wir das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg; die längste derartige Serie unter Zoran Barisic.

Das Ergebnis eines Fußballspiels hat eine Auswirkung auf das Befinden der Fans, klar, die sind jetzt ziemlich frustriert; aber es beeinflusst auch die Einschätzung des Gesehenen in einem Ausmaß, das jede Objektivität vermissen lässt.

Die Tore sind nicht die Leistung, Tore passieren einfach – oder eben nicht, warum auch immer. Die Leistung ist das, was sie ist: die Summe der Aufwendungen („Arbeit“) pro Zeiteinheit. Dass also ein Spieler in 90 Minuten 10 Kilometer abspult ist eine größere Leistung als die eines anderen, der um selben Spiel nur 8 Kilometer „leistet“. (Aber es muss natürlich nicht heißen, dass der Dauerläufer unbedingt deshalb mehr Tore erzielt.) Wenn 500 Fans mitreisen, ist die Leistung höher als bei 400 Fans, usw.  Aber wir wissen, dass alles das nur im Schnitt eine höhere Torquote ergibt, nicht in einem einzelnen Spiel.

Geld hat eine den sonstigen Einsätzen gleichartige Qualität. Mit mehr Geld, könnte man einen weiteren Stürmer halten und damit die Torquote zu seinen eigenen Gunsten erhöhen. Aber das hat Rapid nicht, Rapid hat Jelic, für mehr reicht es nicht.

Wenn wir nun eine kurze Zwischenbilanz des Spitzetrios (vor dem gestrigen Spiel) ziehen, dann gibt es einen deutlichen Vorteil bei der Tordifferenz für RB.

         T TG TD
RB      59 29 30
Rapid   55 36 19
Austria 45 42  3

Rapid schießt im Schnitt um ein paar Tore weniger und kassiert ein paar Tore mehr. Und das ist eben ein bisschen zu wenig für einen Meistertitel. Es heißt überhaupt nicht, dass ein Meistertitel nicht dennoch möglich wäre, aber man hat einfach die schlechteren Karten.

Wir können ins Treffen führen, was immer wir wollen. Zum Beispiel die unglückliche Verletzung von Jan Novota in Villarreal, die uns 6 Punkte gekostet hat oder die Doppelbelastung im Herbst, die RB nicht hatte, die gestrige 94. Minute, was auch immer. In Summe ist unsere Tordifferenz etwas schlechter und das kostet dann eventuell den Meistertitel und das nicht einmal unverdient, wie man am Vergleich der Tordifferenzen sieht. Würde man trotz schlechterer Tordifferenz Meister werden, dann wäre es statistisch gesehen ein solcher, der mit „etwas Glück“ erspielt wurde. Was aber uns Fans ziemlich egal wäre.

Was wäre es erst für eine Blamage, würde man das Derby am kommenden Sonntag nicht klar für sich entscheiden.

Die Lavanttal-Arena

Der Stadionsprecher in Wolfsberg gehört zu der bemühteren Sorte seiner Zunft. Er hat bei seiner Moderation keinen der zahlreichen Sponsoren vergessen. Er versuchte durch eine enthusiasmierte Ansage die 6.580 Zuschauer von den Sitzen zu reißen. Was ihm zu Spielbeginn nicht gelang, gelang der Mannschaft des WAC. Fast konnte man den Eindruck haben, als hätte sich der WAC sein Pulver für den Schluss aufgehoben, auf einen Zeitpunkt, bei dem keine Ergebniskorrektur mehr möglich ist.

Support

Der Block bedankte sich bei den mitgereisten Fans aus Nürnberg mit einer tollen grün-weiß-roten Choreografie; zuerst mit Fahnen

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dann mit Rauch

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Unsere Plätze genau gegenüber dem Rapid-Fanblock erlaubten uns, schöne Bilder zu machen. Ihr könnt Euch die Bilder auf unser neuen Bilderseite anschauen.

Ein mitfahrender Fan kritisierte den völlig vom Spiel losgelösten Support des Blocks. Nicht einmal das Führungstor konnte den Sprechgesang anlassbezogen unterbrechen.

Die Fans sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie das Geschehen am Spielfeld offenbar eher stört. Sie erscheinen wie ein Opernorchester, das übersieht, dass die eigentliche Handlung auf der Bühne stattfindet und nicht im Orchestergraben und daher spielt das Rapid-Fan-Orchester an den Sängern vorbei. Und dabei wäre ein Synchronismus zwischen Orchester und der Bühne wohl die wichtigste Aufgabe des Dirigenten.

Im Stadion, das sich Lavanttal-„Arena“ nennt, ist aber alles das kaum zu hören. Das „Arena“ bezieht sich wohl eher auf die umschließenden Berge als auf die Bauform der Ränge. Die Fangesänge verlieren sich in der Weite des Platzes.

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Rapid II-Parndorf 3:8

Leider ist zeitgleich zum Wolfsberger Spiel Rapid II 3:8 gegen Parndorf untergegangen.

Rapid, der Verein mit den meisten Zuschauern in der höchsten Spielklasse hat gleichzeitig die wenigsten bei den Nachwuchsspielern. Dass das niemandem zu denken gibt? Auch der Besuch von Präsident Krammer beim letzten Spiel konnte daran nichts ändern. (Ehrenpräsident Edlinger ist ohnehin fast immer anwesend.)

Dort, bei Rapid II, könnte aber Einiges an der Organisation verbessert werden. Es sind ja nicht allein die Spieler, die verlieren. Die Spieler haben vielleicht einfach zuwenig das Gefühl für jemanden zu spielen, finde ich. Es ist ja niemand da. Und diese Wenigen werden durch unzweckmäßig angesetzte Spieltermine noch gekonnt minimiert.

Bereits das Spiel gegen Sollenau wurde deutlich zu spät angesetzt, denn wenn man rechtzeitig zum Spiel der Nationalmannschaft kommen wollte, musste man das Spiel vorzeitig verlassen, Viele werden daher gleich gar nicht gekommen sein.

Es wird auch geworben. Beispielsweise konnte man als Besucher des Länderspiels kostenlos das Spiel von Rapid II besuchen. Aber niemand hat’s gewusst.

Es kommt immer wieder vor, dass Spieltermine von Rapid II kurzfristig verschoben werden. Das heutige Spiel gegen Parndorf war ursprünglich für Sonntag angesetzt und ist auf einmal am Samstag. (Ich habe die Termine vor einiger Zeit kontrolliert, kann das aber nicht jeden Tag machen.)

Weiters ersuchen wir die Webmaster der betroffenen Seiten mehr Einigkeit bei den Terminen zu zeigen. Beispiel (Stand 9.4.): Spiel gegen Schwechat: Ligaportal meldet Samstag 24.4., Rapid-Seite meldet: Sonntag 25.4. Wer soll sich da auskennen.

Man nimmt die Spiele von Rapid II bei Rapid nicht ernst, meine ich.

Es gibt keinerlei Kommunikation, wie zum Beispiel einen Newsletter. Das wäre ja heutzutage keine große Sache. Es würde die wenigen Besucher zusammenrücken lassen. Die etwas verstaubte, wenig professionelle und ein bisschen autoritäre Ansage durch Leo Gartler ist irgendwie symbolisch für den unzeitgemäße Unterstützung des Teams.

Was das alles mit der Niederlage von Rapid II zu tun hat? Vordergründig nichts, weil man ja gerne sagt, dass das alles keine Tore schießt, aber alle diese Details sagen der Mannschaft, dass Erfolge nicht so wichtig ist. Ich denke schon, dass man das als Spieler mit der Zeit spürt. Für Rapid II ist es motivierender, in Dornbach, auf der Hohen Warte oder in Horn zu spielen, dort erhalten sie mehr Aufmerksamkeit.

Und man ist schon wieder bedrohlich nahe der Abstiegszone!

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Rapid-Viertelstunde vom 8.4.

  • Forza Rapid auf Beisltour
  • Maxi Wöber hat verlängert
  • Saisonende Thanos Petsos
  • Gaberln mit Joghurt-Snack
  • Der Verkauf der VIP-Plätze
  • Die Titelträume der Fans
  • Link zum Video

Rapid-WAC

3:0 (0:0)

Nach der ersten Halbzeit hatte man den Eindruck, als hätten sich die Buchmacher ziemlich getäuscht mit ihrer Einschätzung, denn die Quoten standen 1,35 : 4,5 : 7. Und der Spielverlauf zeigte dominante Wolfsberger und eher zaghafte Rapidler, die nicht in ihr Kombinationsspiel finden konnten.

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Man sah starke Wolfsberger und nur wenige Aktionen von Rapid. Aber ein überragender Richard Strebinger in der ersten Halbzeit verhinderte ein Gegentor. In einer Szene wehrte er drei aufeinanderfolgende Schüsse aus nächster Distanz ab.

Sieben Minuten in der zweiten Halbzeit genügten, um den Endstand von 3:0 zu fixieren.

Aber es hätte auch ganz anders kommen können, denn ohne die Heldentaten von Richard Strebinger in der ersten Hälfte wäre dann die zweite ganz anders verlaufen und man hätte einem Rückstand nachlaufen müssen. Aber so war es nicht und unser Zweier-Tormann hat in diesem Spiel keinerlei Unsicherheiten gezeigt, sodass wir mit einiger Zuversicht in die nächsten Spiele gehen können.

Der Besuch war mit 13.700 Zuschauern eher unterdurchschnittlich. Unser Gast war Julian, hier im Bild mit Florian.

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Griechen zu Gast in Wien

Der BlockWest hatte Gäste aus Griechenland und feierte diesen Umstand eindrucksvoll.

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Endlich hat man sich seitens Rapid entschlossen, den kleinen Haufen der mitgereisten Fans nicht im dritten Rang sondern an einer exponierten Stelle im zweiten Rang des Sektors B unterzubringen.

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Das erlösende 1:0

…fiel nach einem perfekten Konter durch Philipp Schobesberger, wobei die Abwehr der Kärntner wahrscheinlich zu hoch gestanden ist. Bemerkenswert ist, dass sowohl dieses erste und auch dann das zweite Tor nach einer Vorlage von Stefan Nutz gefallen ist.

Sensationelles 3:0

Die Sensation war aber der Fallrückzieher zum 3:0 durch Matej Jelic, nach einem Pass von Philipp Schobesberger. Welche Emotionen ein solcher Erfolg auslösen kann, zeigt, als der Schütze schnurstraks zur Trainerbank gelaufen ist.

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Wir alle haben es ja erhofft, dass der Rapid-Sturm besser ins Spiel kommt. Und dann so ein Treffer!

Dabei hat man bis zur 56. Minute nicht ahnen können, dass das Spiel so klar ausgehen würde.

Es folgten noch drei Wechsel, wobei nach Andreas Kuen nach zwei Jahren bei Rapid überhaupt das erste Mal an einem Bewerbspiel teilnahm.

Das sagt die Bundesliga

  • Philipp Schobesberger erzielte sein 12. Tor in der tipico Bundesliga. Alle 12 Treffer erzielte er von innerhalb des Strafraums und aus dem Spiel heraus.
  • Stefan Nutz lieferte erstmals seit dem 22. November 2014 in einem Spiel der tipico Bundesliga 2 Assists ab. Damals lieferte Nutz sogar 3 Assists ab, der Gegner hieß SK Rapid Wien (SVG-SCR; 3:1).
  • Matej Jelic erzielte seinen 3. Treffer in der tipico Bundesliga – erstmals traf er nicht als Wechselspieler.
  • Schobesberger lieferte seinen 8. Assist in der tipico Bundesliga ab. Alle 8 Assists lieferte er in der 2. Hälfte und aus dem Spiel heraus ab.
  • Peter Tschernegg gab in diesem Spiel 5 Schüsse ab. Das gelang ihm zuvor in seinen 50 Spielen in der tipico Bundesliga nie.

Erstaunlich ist auch die Mittelfeldarbeit von Thanos Petsos. Er kam auf 102 Ballkontakte, sein Gegenüber Joachim Standfest nur auf 60. Die beste Zweikampfquote bei Rapid hatte Stefan Schwab mit 71%. Alle anderen Angaben sind bei beiden Teams ziemlich ausgeglichen.

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