Rapid-St. Pölten

2:1 (1:1)

Die Buchmacher sahen das Spiel ziemlich ausgeglichen. Rapid noch nicht so richtig in Fahrt, St.Pölten, wäre normalerweise der klare Underdog, aber weil es ein extrem wichtiges Spiel für St.Pölten ist werden die Chancen für Sieg, Unentschieden und Niederlage sehr ausgewogen betrachtet.

St. Pölten hat zwar nicht schlecht gespielt, aber dass man dringend einen Punkt hätte brauchen können, das sah man auch wieder nicht. Zwar hat sich zur Pause herumgesprochen, dass Mattersburg in Ried 2:0 führt, aber im Fußball kann man sich nicht auf sehr viel verlassen und es waren schließlich 2 Tore der Rieder im Mattersburg-Spiel, die die St. Pöltner von einem möglichen Abstieg getrennt haben; ziemlich knapp!

Langsam nimmt Rapid wieder die Rolle ein, die wir von früher gewohnt sind (66% Ballbesitz). Auch unser Isländer kommt besser ins Spiel. Bezeichnend für unser Spiel ist aber, dass zwei Verteidiger die Tore erzielen.

Eine Erleichterung geht bei den Immer-Auswärts-Fahrern-Und-Im-Fanblock-Stehern um, weil man sich in der nächsten Saison der Ried-Käfig erspart. Wahrscheinlich hatten die Rieder einfach Mitleid mit ihnen…

Es ist natürlich kein Verein zu beneiden, der absteigen muss; aber wenn es schon die Regeln verlangen, dann ist es praktisch, wenn es einen kleinen Verein trifft, weil er mit den finanziellen Bedingungen in der zweiten Liga besser zurecht kommt als ein Unternehmen in der Größenordnung von Rapid. Ein utilitaristischer Ansatz… Aus utilitaristischer Sicht wäre es überhaupt immer praktischer, wenn Rapid gewinnen würde, denn es müssten dann weniger Fans leiden; ganz egal, wer in Österreich der Gegner ist. 

16 Jahre Steffen Hoffmann bei Rapid, 527. Pflichtspiel

Eine sehr emotionale Ehrung waren die Video-Grußbotschaften an Steffen anlässlich seines 527. Pflichtspiels für Rapid. Die Stadionzeitung widmete diesem Jubiläum viele Seiten.

15 Jahre Fanfreundschaft mit Nürnberg

Beim Block-West-Jubiläum „15 Jahre Fanfreundschaft mit Nürnberg“ war der Block bis auf den letzten Platz gefüllt. Und die Stimmung war, als würde es um den Meistertitel gehen. Das dürfte aber mit den Gästen aus Nürnberg zu tun gehabt haben, denn man wollte sich von der besten Seite präsentieren. Das bedeutet geschlossenes Auftreten, tolle Choreografie, Pyro und Rauch…

Ein bisschen erinnert mich eine solche Verbrüderung an das Fest bei „Asterix bei den Belgiern“, bei dem sich die Gallier und Belgier ausschnapsen, wer von ihnen der tapferere sei. Bei Asterix waren die Römer die Leidtragenden dieser „Freundschaft“. Und wie ist das „Rapid und FCN“?

Im Bild der „Feldherrnhügel“ des BlockWest mit einer Delegation aus Nürnberg.

Gegenüber den PS, die der Rapid-Fanblock beim Support aufbietet, erscheint die St.Pöltner-Delegation wie ein Seifenkistenauto:

Aber die meisten fangen klein an. Die Mobilisierung der Anhänger ist eine Kunst, die auch bei Rapid erst in vielen arbeitsreichen Jahren Früchte getragen hat. Es war keineswegs immer so, dass zu einem unbedeutenden Spiel 20.000 Zuschauer kommen. Das neue Fernsehgeldmodell wird die Vereine motivieren, mehr in Richtung Fanbetreuung zu unternehmen.

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Ried-Rapid

3:0 (0:0)

Die wichtigste Frage nach dem tollen Cup-Erfolg in St. Pölten war natürlich, ob das Team um Damir Canadi den „Geschmack des Siegens“ auch in Ried ausleben kann. Für Rapid war es ein sehr wichtiges Spiel, für Ried ein extrem wichtiges Spiel und so war dann auch das Spiel, das wir erlebten.

Am Anfang war noch alles gut, die Spieler wurden vom Block mit großer Euphorie empfangen.

Gleich zu Beginn feierte man 5 Jahre „Gladiatori Rapid“:

Ligagesicht und Cupgesicht

Im Spiel zeigte Rapid das Ligagesicht und nicht das Cupgesicht. Es war, als ob die Spieler die Bemühungen um eine Verbesserung der Lage in der Liga aufgegeben hätten aber im Cup eine Art Restchance gewahrt haben.

Rapid hatte zu Beginn die Platzwahl und entschied sich, mit der Sonne zu spielen. Jeder hätte das so gewählt. Blöd war nur, dass es während der ganzen ersten Halbzeit keinen nennenswerten Angriff seitens Rapid gab, bei dem sich dieser Vorteil ausgewirkt hätte.

Auch die Strafraumstärke von Schössi kam daher überhaupt nicht zur Geltung.

Wir Zuschauer hätten eigentlich schon vor der Pause längst nach „unserem Rapid“ gerufen (wie es dann nach dem 0:3-Rückstand aus dem Fanblock tönte). Dass Schößwendter allein eine schwache Leistung gezeigt hätte, konnte man als Nicht-Fachmann nicht erkennen.

Es war einfach der deutlich sichtbare Wille der Rieder, der den Ausschlag gegeben hat. Rapid kann mit dieser Situation einfach nicht umgehen. Man ist es bei Rapid gewohnt, dass Niederlagen – wie diese in Ried – vorkommen aber aufgrund der ansonsten komfortablen Lage in der Tabelle verkraftet werden; aber jetzt, am 7. Tabellenplatz eben nicht.

Was haben wir schon hier in Ried alles verloren. Aber nie war es in einer so kritischen Situation.

Nach diesem überfallsartigen 3:0 war auch der Block ein wenig ratlos. Vor der Rapid-Viertelstunde war alles ganz still. Die Rapid-Viertelstunde hat man aber doch nicht ausgesetzt. Schließlich hatte man die Idee, statt „Rapid“ „Ivica“ zu rufen, was schließlich in ein „Auf gehts Ivica kämpfen und siegen“ mündete.

So gut mir viele der Aktionen des Blocks gefallen und man sich in diesen Fällen vorstellen könnte, auch einmal dabei zu stehen, so erleichtert bin ich, wenn ich durch meinen Sitzplatz auf der Längstribüne solche Aktionen wie das Auspfeifen der Mannschaft nicht mittragen muss.

Eine der bittersten Szenen, die ich bei Rapid miterlebt habe, war diese „Verabschiedung“, bei der die Mannschaft eine Schuld für eine Situation auf sich nimmt, die aber sicher nicht durch sie allein hervorgerufen wurde.

Ich weigere mich anzunehmen, dass irgendwer bei der Mannschaft oder im Trainerteam nicht alles versucht hat, um auch in Ried zu bestehen.

Gleichzeitig distanziere ich mich entschieden von mitgereisten „Anhängern“, die Spieler und Trainer auf das Allergröbste beschimpft haben. Manchmal könnte es der Mannschaft sogar gut tun, einmal vor einem leeren Fansektor zu spielen. Sie hätten dann wenigstens einen Gegner weniger. Es ist erfreulich, dass wenigstens mein Auto eine hassfreie Zone ist und sie soll es durch geeignete Auswahl der Mitfahrer auch bleiben.

Eine Runde gegen Rapid

Alle unsere unmittelbaren Gegner im Abstiegskampf haben voll gepunktet. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Der Abstieg droht

Der Trend in den Ligaspielen ist derart deutlich talwärts gerichtet, dass man dem eigentlich nur die einem Rapid-Anhänger eigene (aber eher irrationale) Hoffnung entgegensetzen kann. Ganz egal, was die Ursache für diese Talfahrt ist. Kann der Trend nicht umgekehrt werden, kann die Ursache nicht beseitigt werden, steht der Abstieg vor der Tür.

Der Vergleich macht uns sicher

B…Büskens, C…Canadi

Zoki hatte in den vorigen Saisonen 7 (2012/13), 8 (2013/14), 7 (2014/15) und 11 (2015/16) Niederlagen. Heuer stehen wir 8 Spiele vor Schluss bereits bei 11 Niederlagen. Büskens wurde nach 4 Liga-Niederlagen gefeuert, Canadi hat deren 7 überlebt.

Aber was ist der Grund?

Abgesehen, von denen, die alles schon vorher gewusst haben wollen, habe ich bei allen Medien-Berichten nicht unbedingt den Eindruck, als gäbe es einen klaren Blick auf einen Grund oder eine persönliche Schuld. Dass man irgendwann handeln muss, dürfte klar sein aber nicht so ganz klar dürfte sein, ob ein dritter Trainerwechsel etwas bewirken wird, denn der erste und zweite hatten auch schon eine katastrophale Wirkung, so, als wäre das Gegenteil von dem erreicht worden als man eigentlich wollte.

Da wir gar so wenig über die Gründe wissen, kann man bei der Suche durchaus auch weiter ausholen.

Der märchenhaft-moralisierende Grund

Als einen „Märchenhaften Grund“ möchte ich jenen vom „undankbaren Sohn“ vorstellen; ein Märchen, das den Zuhörern die Tugend der Dankbarkeit vermitteln will. (Folgender Tagebucheintrag).

Der zufällige Grund

Den „Zufälligen Grund“ haben wir schon ausführlich besprochen. Was, wenn alles nur ein Zufall ist? Dazu muss man anmerken, dass eine Folge zufälliger Misserfolge an den Akteuren leider nicht ohne mentale Spuren vorbeigeht und sich der anfänglich zufällige Misserfolg zu einer Negativspirale auswächst.

Der ungeeignete Trainer

Die Erfolgskurve von Damir Canadi hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der von Claudio Ranieri bei Leicester City. Zuerst fast als Trainer des Jahres gewählt, folgt fast schon ein Hinauswurf. (Bei Ranieri muss man nur das „fast“ weglassen).

Und das erinnert mich an die vorigen Meistertrainer bei Rapid. Ich hatte in beiden Meister-Saisonen den Eindruck, als wäre diesen beiden Trainern (Hickersberger und Pacult) der Titel „passiert“, weil sie beide das Glück hatten, über eine torgefährliche Spielerkombination zu verfügen, die schließlich den Unterschied zum Rest der Liga ausmachte. Und es erschien mir, dass gerade eine gewisse Zurückhaltung, also ein „die Spieler sich entfalten lassen“, diese Titel überhaupt erst ermöglicht hat.

Wenn eine Mannschaft (mehr oder weniger zufällig) in Punkteregionen vorstößt, die den Spielern signalisieren, dass ein Titel in Reichweite ist, dann kann das ausreichend Adrenalin ausschütten und die für einen Erfolgslauf erforderliche Spielfreude zur Folge haben. Der Trainer wird für etwas belohnt, für das er möglicherweise nur höchst indirekt verantwortlich ist. Plötzlich ist er nachgefragt und wird zum Trainer des Jahres gekürt.

Wenn er dann aber beginnt, selbst systematisch seine taktischen Ideen anzuwenden, kann er den erlebten Erfolg nicht mehr wiederholen, weil es nicht seine Ideen waren sondern das Momentum einer glücklichen Konstellation. Und dann begann für Ranieri der Abstieg. Und es erscheint gar nicht wie ein Zufall, dass sein Nachfolger gleich ab dem ersten Spiel Erfolg hatte und die Mannschaft wieder zu alter Spielfreude zurück gefunden hat. Derzeit liegt sie wieder weit außerhalb der Abstiegszone auf Platz 11.

Die sehr disziplinierte Arbeitsweise von Damir Canadi steht möglicherweise in einem so großen Kontrast zu dem, was sich die Spieler bei Rapid in den letzten Jahren bei Zoki angeeignet haben, dass es dadurch ähnlich abwärts geht wie mit Ranieri bei Leicester City.

Mein Favorit der Gründe ist aber, dass wir selbst der Grund sind.

Wir selbst sind der Grund

Es könnte aber sein, dass wir selbst die Ursache sind, inklusive der Führungsetage, die wir alle am Anfang der Saison der Mannschaft und dem Trainerteam einen unglaublichen Erfolgsdruck auferlegt haben, dem aber weder die Trainer noch die Mannschaft standhalten konnte.

Beim ersten kleinen Misserfolg verhielt man sich wie Musculus bei Asterix (bei den Olympischen Spielen), der sich angesichts der sportlichen Niederlage in einer ähnlichen Art marginalisiert wie es heute die Mannschaft vor dem Käfig in Ried erduldet hat.

Musculus war der Favorit der Römer für die Olympischen Spiele und niemand zweifelte an seinem Sieg. Durch ein Zusammentreffen mit den beiden Galliern muss aber Musculus erkennen, dass er durchaus schlagbar ist, was aber im extremen Gegensatz zur Erwartungshaltung der Römer stand und daher gibt er sich an dieser Stelle der Erzählung auf und degradiert sich selbst zum Straßenkehrer.

In unserem Fall verfügt die Mannschaft über zu wenig Selbstvertrauen wie es bei Musculus der Fall ist. Alltägliche Misserfolge erhalten durch unser aller Erwartungshaltung ein viel zu großes Gewicht.

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Rapid-Viertelstunde vom 7.4.

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Rapid-Ried

3:1 (1:1)

Es war zwar noch nicht das Rapid, wie wir es von früheren Glanzzeiten kennen, aber solche Spiele wurden auch schon verloren. Es ist gar nicht so selten, dass wir einem frühen Gegentor nachlaufen mussten. In diesm Spiel ist der Ausgleich noch vor der Pause durch Sonnleitner gelungen (Nach Ecke von Traustason) und das Nachsetzen in der zweiten Halbzeit ist auch wieder als Tugend aus der Mottenkiste geholt worden. (Unter Büskens hatte man bei vielen Spielen den Eindruck, als würde das Spielen in der Pause aufgegeben worden sein.)

Was sehr erfreulich war, dass die Neuen mit deutlich mehr Spielanteilen aufgetreten sind, zum Beispiel Traustason bis zu seiner Verletzung, und nach der Pause Kvilitaia und das nicht nur durch seine beiden Treffer. Auch Joelinton vergab nach elegantem Ferscherl nur knapp. Dagegen wirkte Mocinic etwas zerfahren und wurde dann in der Pause – vielleicht auch wegen der Gelben Karte – aus dem Spiel genommen.

Durchhalten, Ivica!

Am Freitag noch im Einsatz, heute auf der Intensivstation. Sowohl Tornados als auch Ultras denken an Ivica, der überraschend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste – und es ist keine Kleinigkeit.

  • Halte durch Ivica – wir sind bei Dir (Ultras)
  • Du pockst des Ivo (Tornados)

Wir sind natürlich in Gedanken bei ihm und wünschen uns seine tatkräftige Hilfe rund um Rapid.

Für den Fall, dass jemand aus der Runde nicht weiß, wer dieser Ivica ist: hier ein gelungenes Bild vom Spiel Stadlau-Rapid II vom 22.10.2016:

Wiener helfen Wienern

Unter diesem Motto sammelten Aktivisten des Block-West vor dem Spiel, wurden Kalender verkauft, veranstalteten die Tornados einen Punschstand und spendete Michi Hatz ein Trikot aus dem Cupfinale 1995, das für 3.500,- Euro versteigert wurde. Die Aktivisten waren mit großem Engagement bei der Sache und die Stadionbesucher waren spendierfreudig. Nicht weniger als 60.000 Euro gehen an momo – Wiens mobiles Kinderhospiz.

Alles Gute für 2017

Es ist sonderbar, wenn sich zwei alles Gute wünschen, die beide dasselbe Ziel haben, nämlich in der Tabelle ganz oben zu stehen. Mannschaft und Trainer wünschen uns „ein erfolgreiches, gemeinsames Neues Jahr“. Wenn Rapid gewinnt, ist das für uns alle genau jener Erfolg, den wir uns wünschen!

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Ried-Rapid

4:2 (3:1)

Vorahnungen waren da. In Facebook haben wir noch im Bus gepostet: „Ohne Alkohol ist Rapid derzeit nicht gut verträglich. Maria mit Nachschub.“ Mit einer Jägermeister-Runde wurde das von Runde zu Runde peinlichere Spiel von Rapid schöner-getrunken. Dass es aber nicht einmal zu einem Duell auf Augenhöhe kam sondern zu einer eher peinlichen Niederlage, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Facebook-Posting: „Wir stellen Steffen auf. Immer. Auch bei der Busfahrt. Mike braucht ein paar Lektionen in Psychologie, sonst spielt er bald gegen sein Team und gegen uns alle.“

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So, als hätte Mike Büskens die Forderung des Publikums geahnt, spielte dann auch Steffen von Beginn an, konnte aber das Debakel auch nicht verhindern, denn in der 23. Minute, als er ausgewechselt wurde, stand es bereits 2:0 für Ried.

Der Blaguss-Stock-Bus war nur wenig besetzt, denn geplant wird immer nur mit einem gewöhnlichen einstöckigen Bus. Da aber bei der Fahrt nach Graz zwei Plätze zu wenig waren (man hat vergessen, die Reiseleiter auf die Liste zu setzen), dachte man bei Blaguss „sicher ist sicher“.

Für uns Busfahrer war es fast ein Heimspiel verglichen mit dem hinter uns sitzenden Rapid-Fan aus Telfs, der eine viel längere Anreise hinter sich hatte.

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Da wir mit den Schnitzelsemmeln in Ried schlechte Erfahrungen gemacht haben, wählten wir diesmal Leberkässemmeln mit „Naturkrusten-Leberkäse“ und die können wir empfehlen:

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Das Spiel von Rapid war dann weniger empfehlenswert. Das unentschlossene Ball-Herumgeschiebe als ein Teil des „dominanten Ballbesitz-Spiels“ wurde spätestens in der sechsten Minute zu einer ungeeigneten Taktik. Ich wünsche mir die Zeiten von Zoki des Vorjahres zurück.

Sehenswerte Choreografie der Lions

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Im Wettbewerb „wer hat mehr Fackeln im Stadion“ hatten an diesem Tag die Rieder die Nase vorn. Der Westwind vernebelte mit dem Rieder Rauch das Spielfeld; das Spiel konnte erst nach einer kurzen Verzögerung angepfiffen werden.

Die Rieder „Supras“ feierten an diesem Tag ihren 20jährigen Bestand und starteten mit dem Text „Supras, die ungezähmten Jungs der Stadt vieles gesehen, doch niemals satt.“ Und nach der Pause mit „Zwanzig Jahre Supporters Ultras“. Rapid gab für dieses Rieder Jubiläum einen geradezu kitschig-passenden Gegner ab.

Dass sich der Block gegen Spielende demonstrativ nicht von der Mannschaft verabschiedet hat, ist nicht mein Stil, denn die Leistung war da, es wurde gerannt und geschwitzt (oder war der Regen?). Ob man einen Partner mit Entzug von Zuneigung auf ein gewolltes Verhalten, auf die „Siegerstraße“ bringen kann, ist zweifelhaft. Man müsste Psychologen fragen.

Grün-Weiße Presse

Es ist schön, dass sich für Rapid-Fans alles um Rapid dreht. So soll es auch sein.

Liest man aber die Schlagzeilen der Berichte über das Spiel in Ried, könnte man meinen, dass sich Fußball in Österreich nur um Rapid dreht. Der Grund dürfte sein, dass die Presse immer auch die Zusammensetzung der Leserschaft im Auge hat. Da es dort naturgemäß viele Grün-Weiße gibt, werden Artikel mit einem Bezug zu Rapid nur sehr selten aus dem Blickwinkel des jeweiligen Gegners betrachtet.

Die heutigen Schlagzeilen zu dem Ried-Spiel  könnten daher auch anders lauten. Es steht dort nämlich: „Nächster Rückschlag für Rapid“. Mit gleichem Recht könnte dort stehen: „Ried kann seinen Platz im Mittelfeld festigen.“ Oder „Ried am Weg nach oben.“ An einer anderen Stelle steht „Ried-Pleite“, so als hätte Ried verloren. Kein einziger Artikel wird aus der Sicht der Rieder formuliert.

Das ist der Fluch des „Rekordmeisters“. Alles wird daran gemessen, dass Rapid 32facher Meister ist. Aber am Spielfeld stehen 11 Mann, die mit diesem Rekordmeister nichts am Hut haben, für sie ist dieser Rekord eher belastend.

Dass man in der Presse die Chancen für Ried so schlecht einschätzt, dass ein Sieg gegen Rapid als etwas total Unwahrscheinliches abgetan wird, empfinde ich wie Hauptstadt-Chauvinismus.

Der Marktwert des Rieder Kaders ist nur etwa ein Drittel des Werts des Rapid-Kaders. Noch im Bericht über das Spiel gegen Bilbao betonen wir, dass es eine große Leistung wäre, gegen eine Mannschaft mit dem sechsfachen Marktwert nur 0:1 zu verlieren. Umso höher ist es zu bewerten, wenn eben dem Kleineren die Sensation gelingt.

Spieler – Trainer – Sportdirektor – Vereinsführung

Ein Spieler kann ein Spiel durch eine Einzelleistung drehen, ein neuer Trainer kann eine Mannschaft nach einigen Runden auf die Siegerstraße führen und ein Sportdirektor kann nach einigen Saisonen zeigen, was er drauf hat.

Der Spieler der Stunde, der das zeigt, ist Deni Alar. Und Stefan Nutz hat es ihm gleich bei seinem ersten Einsatz für Ried nachgemacht. Mike Büskens hat – vielleicht noch mit der Spielanlage des Vorjahres  und dem Stadion-Effekt im Hintergrund – gut begonnen, doch nach diesem ersten Viertel stellt sich Ernüchterung bei den Fans ein. Und Sportdirektor Andy Müller, der für alle diese Transfers und Kündigungen verantwortlich zeichnet, ist nicht nur bei den Fans angezählt, auch das Präsidium muss in dieser Situation beginnen, in Alternativen zu denken. Mit der derzeitigen Motivation scheint der von Zoki in drei Saisonen wiederholte zweite Tabellenplatz eher ein illusorischer Wunsch.

Wenn Präsident und Sportdirektor meinen, dass man am Ende ganz oben stehen werde, kann man das nur als eine in der Not verbreitete „self fulfilling prophecy“ deuten, denn keine der Millionen-Investitionen hat einen sichtbaren Einfluss auf das Spiel. Ich frage mich, ob Trainer und Sportdirektor, die zur nächsten Mitgliederversammlung beim Klub der Freunde eingeladen sind, überhaupt noch im Amt sein werden.

 

Strebinger-Interview

Lieber Richard! Es gibt keine blöden Fragen, es gibt nur blöde Antworten. Und hier die Begründung: Wir, die Anhänger des Fußballsports können Dich nicht alle nach einem Spiel fragen, warum es zu dem 2:0 gekommen ist. Wir haben daher Kristina Inhof zu Dir geschickt, um mit Dir über den/die Patzer zu sprechen. Ein Interview besteht aus Fragen und Antworten, hat aber keinen Platz für Metafragen über das Interview, das muss man anderswo diskutieren.

Wenn Du meinst, ihre Frage wäre blöd und sagst ihr das, dann fühlen uns wir, die Zuschauer gekränkt, denn sie ist ja unsere Botschafterin und wenn Du sie beleidigst, dann beleidigst Du uns.

Du hattest eine einmalige Chance in dieser Minute vor dem Mikro uns etwas mitzuteilen oder etwas für Dein Team oder Deinen Verein zu tun. Und was machst Du: Du beschimpfst uns! Vielleicht solltest Du Dein Verhalten gegenüber den Medien überdenken. Denn auch wenn Dir die Frage blöd erscheint, dann hast Du ja die Möglichkeit, das in Deiner Antwort*) geschickt aufzuzeigen und hättest dann durchaus die Lacher auf Deiner Seite.

Du bist bei Deiner Nicht-Antwort in „bester“ Gesellschaft. Peter Pacult war Meister in dieser Disziplin, den Sinn des Interviews nicht zu verstehen und er hat in Franz Wohlfahrt einen ziemlich perfekten Nachfolger gefunden, auch Günther Neukirchner ist uns gut in Erinnerung. Andy Ogris wieder ist ein Beispiel für die Cleverness, den Augenblick zu nutzen, die positiv in die Geschichte der Fernseh-Interviews eingegangen ist.

*) In einer Anekdote über eine Freizeitbeschäftigung, ich glaube, es war beim Farkas, wurde ein Frage-Antwort-Spiel die „Erzherzog-Prüfung“ genannt, bei der ein Prüfer eine Frage stellt, der Antwortende (der Erzherzog) eine möglichst blöde Antwort gibt und daraufhin der Prüfer eine Begründung erfinden muss, die zu der falschen Antwort passt, denn der Prüfer darf sich bei der „Erzherzog-Prüfung“ gegenüber dem Erzherzog keine Kritik erlauben. Übertragen auf ein Sportinterview ist der Interviewer der Erzherzog, der eine blöde Frage stellt und die Aufgabe des Interviewten wäre es, das durch die Antwort zu enttarnen, nicht aber die Frage selbst infrage zu stellen.

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Rapid-Ried

5:0 (3:0)

Das Spiel verlief von der ersten Minute an wie auf einer schiefen Ebene. Die Bundesliga berichtet auf Facebook:

Rapid Ried 
  25    5  Torschüsse
  80%  20% Ballbesitz
  49%  51% Gewonnene Zweikämpfe
  92%  61% Passquote
   6    0  Corner
  20    0  Flanken
   1    0  Abseits
   9   13  Fouls 
   0  1/1  GE/GR

Wäre es nicht das Auftaktspiel gewesen auf das wir so lange gewartet haben, könnte man fast sagen: langweilig. Und diese Überlegenheit kam nun nicht von einer allzu überraschenden Aufstellung. Schößwendter statt Sonnleitner und Joelinton statt des Verletzten Matej Jelic. Erst nachdem die Pausenführung herausgespielt war, kamen auch die Neuzugänge Ivan Močinić und Ingvi Traustason aufs Feld. Sie fügten sich gut in den Spielaufbau ein, in eine Spiel, das dann in der Schlussphase eher Testspiel-Charakter hatte.

Es war kein Spiel wie andere. Es war das Auftaktspiel der neuen Saison und es war auch das erste Bewerbspiel im neuen Stadion. Der Hype war enorm. Die S80 von Hauptbahnhof um 13:34 war voll, die in Meidling Zugestiegenen konnten nur mehr stehen. (Früher waren wir immer ganz allein in dieser Schnellbahn.)

Das Stadion wurde zwei Stunden vor Spielbeginn geöffnet und die Schlangen waren lang. Jeder wollte die neue Atmosphäre genießen. Hier die Schlange um 14:00 beim Eingang zum Block-West in der Keißlergasse.

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Diese Eingangskontrollen dauern deutlich länger als das früher der Fall war. An dieser Stelle könnte man noch was verbessern.

Als Amateurstatistiker habe ich mir natürlich einige Fragen gestellt, ob es etwas Besonderes ist, was wir da heute erlebt haben.

Wann hatte ein Eröffnungsspiel in der Bundesliga/Nationalliga zuletzt die Zuschauerzahl von 23.600?

Man muss sehr weit in der Ligageschichte zurückgehen; zumindest bis zur Saison 1962/63 gegen den Sportklub. Es gab überhaupt nur 9 Saisonen, wo das der Fall war:

SaisonBesucherGegnerStadion
2016/1723600SVRiedAllianzstadion/
Weststadion
1962/6373000SportclubPraterstadion
1961/6230000ViennaHoheWarte
1957/5825000ViennaPraterstadion
1951/5253000AustriaWienPraterstadion
1949/5040000Slovan/HACPraterstadion
1948/4938000WackerPraterstadion
1946/4727000PostSVPraterstadion
1929/3022000AdmiraHoheWarte

Wann konnte man das Eröffnungsspiel zuletzt mit 5 Toren Differenz gewinnen?

Das war zuletzt 1971/72 gegen den Sportklub. Im Weststadion oder Gerhard-Hanappi-Stadion war das überhaupt nie der Fall!

SaisonErgebnisGegnerStadion
2016/175:0SVRiedAllianzstadion/
Weststadion
2004/055:1SWBregenzCasino-Stadion
1971/726:1SportclubPraterstadion
1967/685:2SturmGrazSturm-Platz
1966/675:0KapfenbergerSVPfarrwiese
1958/5910:0StadlauPfarrwiese
1952/536:2GrazerSCPraterstadion
1950/5111:2LASKPfarrwiese
1949/505:2Slovan/HACPraterstadion
1947/486:3RapidOberlaaPfarrwiese
1946/478:3PostSVPraterstadion
1945/469:1OstbahnXIWAC-Platz
1940/416:1AdmiraPfarrwiese
1937/385:0FCWienPfarrwiese
1936/375:1HakoahPfarrwiese
1934/357:1LibertasPfarrwiese
1922/235:1RudolfshügelRudolfshügel
1915/165:1WackerWacker-Platz
1905/0611:1UnionOlympiaRudolfsheim

Und gegen Ried?

Ried tut sich schwer gegen Rapid, besonders in Wien. Aber nur zwei Mal (2005/06 und 1996/97) ist ein noch höherer Sieg gelungen:

SaisonErgebnisGegner
2016/175:0SVRied
2013/145:2SVRied
2006/075:2SVRied
2005/066:0SVRied
1999/005:1SVRied
1996/976:0SVRied

Ein Stadion schießt Tore

Es war in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes, dieses Spiel. Schon von Beginn habe ich mich als eher Zweckpessimist gefragt, ob wohl das Stadion Tore schießt, analog zu Geld oder Tradition. Jetzt, nach dem Spiel sage ich: „ja, das Stadion schießt Tore“:-) Der Kopfball von Louis Schaub ging an die Innenstange, ganz ähnlich wie der Schuss von Steffen Hofmann im Happelstadion gegen Red Bull in der vorigen Saison. Konnte damals dieser verflixte Ball nicht einfach ins Tor gehen? Nein, das Stadion war dagegen. Heute ist es gelungen. Vielleicht hat sich das Stadion etwas zu unsren Gunsten bewegt. Jedenfalls war’s ein schönes Tor.

Die Mannschaft verabschiedet sich. Alle sind froh, der Sonne entkommen zu können, die sich nicht ganz an den prognostizierten Wetterbericht gehalten hat:

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Blick zur Konkurrenz

Man kann sich etwas Schadenfreude nicht verkneifen, wenn man auf das Spiel in Graz schaut, wo Red Bull zur Pause ähnlich schlecht ausgeschaut hat wie Ried in Wien. Stefan Stangl kam zwar nicht zum Einsatz (so dringend wird man ihn bei RB auch nicht brauchen, es ging vielleicht eher um eine Schwächung Rapids) aber Rapid dürfte weiter sein, als Stefan das im Interview gesagt hat. Er sagte, dass Rapid noch nicht „so weit“ sei. Irgendwie muss man sich das ja begründen, dass man zur direkten Konkurrenz wechselt. Und dass es ums Geld geht, sagt man nicht so gern. Warum eigentlich nicht?

Fanblock zwischen über- und unterirdisch

Bei diesem Spiel wurde die Stimmung des Eröffnungsspiels gegen Chelsea noch übertroffen. Der Block-West zeigte sich gesangsfreudig und riss das ganze Stadion mit. Man muss weit fahren, um Ähnliches zu erleben. Dresden wäre so eine Adresse und natürlich die Fanblöcke des Ruhrpotts. Der Block-West muss keinen Vergleich scheuen. Jetzt kommt mit der Verdoppelung der Stehplätze gegenüber dem Hanappi-Stadion auch die erforderliche Größe für solche Vergleiche dazu. Überirdisch!

Unser neuer Spieler, Maximilian Entrup ist 19 Jahre alt. Er kam als  12jähriger zur Austria-Jugend. In diesem Alter entscheidet das Elternhaus und dann oft aus rein pragmatischen Gründen der Transportwege, zu welchen Fußballverein das Kind gehen soll. Immerhin müssen die Eltern das Kind oft mit dem Wagen hin- und zurückbringen. Und die Eltern von Maximilian haben sich für die Austria entschieden. Danach kam Maximilian zum FAC und arbeitete sich von der Jugend bis in die Kampfmannschaft hoch. Diese Zeit bei der Austria ist für den Block-West so etwas wie eine „Erbsünde“.  Sie plakatieren: „M. Entrup – die grüne Hölle wird für Dich zum Inferno“. Unappetitlicher geht’s wohl nicht mehr.

Es erstaunt mich als Nicht-Insider, dass diese Transparente nicht von der Vereinsführung vor der Publikation auf Form und Inhalt kontrolliert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Es wird nicht kontrolliert oder es wird geduldet, dass es da eine Art Parallelverein gibt. Man sollte doch darauf achten, dass eine Art minimale Anständigkeit nicht unterschritten wird, wie in diesem Plakat.

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Jeder Neuzugang zu Rapid wurde von unseren Scouts und der sportlichen Leitung aus einer großen Zahl von Kandidaten ausgewählt und wer diese Auslese besteht, muss zu uns passen. Ganz egal, von wo der Neue kommt.

Dass man es unterlassen hat, die „Weststadion“-Transparente zu Beginn der Rapid-Viertelstunde auszurollen, hat wohl den Grund, dass man ja jetzt das Dauertransparent fest montiert vom Dach hängen hat. Kaum ein Kamerateam, das nicht im Hintergrund dieses Transparent ins Bild schiebt. Ich frage mich, wie Rapid diese Botschaft in Richtung Allianz kommuniziert.

Wieder wurde des Architekten und Jahrhundert-Rapidlers Gerhard Hanappi gedacht mit: „Für Rapid hast Du immer alles gegeben, in unseren Gedanken wirst Du ewig weiter leben“. Ein ähnlich pathetisches Transparent hatten wir ja schon beim Chelsea-Spiel. Diese Sprüche machen auf mich den Eindruck, als wolle man sich beim Vorzeige-Rapidler für die Namensänderung entschuldigen. Muss man gar nicht, man kann ja den Namen beibehalten. Niemand würde uns das je vorschreiben können, nach wem wir das Stadion benennen. Aber sicher, der „Westen“ hat eine weiter zurückreichende Tradition als „Gerhard-Hanappi“. So gesehen muss „Hanappi“ weichen…

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Das Geheimnis der Absperrkette

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, eine Kette, aber sie ist mir aufgefallen, weil sie jahrelang immer im Weg war, wenn man vom Bahnhof Hütteldorf zum Stadion ging.

Die erste Erwähnung in diesem Tagebuch gab es nach dem Pre-Opening am 9. Juli, denn die Kette war auf einmal weg (nicht die Pfosten, die waren da). Ich dachte daran, dass man das wegen dem großen Andrangs an Besuchern gemacht hätte.  Dann, bei der Eröffnung des Rapideums, präsentierte sich die Kette wieder neu lackiert und montiert.

Der Rätsels Lösung zeigte sich heute, nach dem Spiel gegen Ried.

Was ist das:

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Diese besonderen Profil-Löcher sind für die Pfosten gedacht, die nach dem Ansturm der Besucher wieder an ihren Platz eingesetzt werden. Für die Dauer des Spiels wurde die Pfostenreihe inklusive Kette abnehmbar gemacht. Sehr aufmerksam von den ÖBB!

Hier sieht man jene Stelle, die außerhalb der Spielzeiten durch eine Kette für den Durchgang gesperrt ist. Wegen des großen Zuschauerzustroms hat die ÖBB diese Kette inklusiver der Pfosten so modifiziert, dass sie leicht entfernbar ist. Gleichzeitig haben die ÖBB damit den Passanten eine Art temporäres Servitut eingeräumt.

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Ried-Rapid

1:0 (0:0)

Auf der Südseite, ganz in der östlichen Ecke sind schon die ersten grünen Tafeln der Verschalung angebracht. Es geht dahin.

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Treffpunkt ist um 11:30 und alle sind pünktlich wie immer. Hans und Maria haben Proviant aller Art an Bord. Hans stimmt uns auf das wichtige Spiel ein und kritisiert die Aussagen unseres Trainers nach dem Admira-Spiel, dass man als Rapidler vom Anspruch an den Meistertitel nicht abweichen darf.

Der Fancorner ist auch heute, am Sonntag besetzt aber es haben wohl die meisten 7-jährigen Abo-Anwärter ihre Karten schon am Samstag gekauft; es ist wenig Kundschaft unterwegs.

Die Fahrt verläuft unspektakulär. Rauchpause in Roggendorf, Versorgungspause in St. Valentin bei Landzeit. Es ist sonnig aber kühl.

Ankunft in Ried etwa 15:45, Ankunft in Wien ca. 22:00.

Und dann dieses Spiel

Klare Überlegenheit, zumindest in der ersten Hälfte, gefolgt von der Fußballregel Nummer 1: Tore, die man nicht schießt, kriegt man. Mit einer einzigen Chance geht Ried in Führung und trotz großer Anstrengung gelingt nicht einmal der Ausgleich. Die Einwechslung von Steffen kommt in der 85. Minute, aber das ist zu spät. Trotz der kurzen Einsatzzeit kommt er noch zu zwei guten Freistoßsituationen, die aber beide nichts einbringen. Leider.

Ried (Admira, Altach…) und die Folgen

Noch ist nichts verloren aber es beginnt die Zeit, wo die Rechnerei der theoretischen Möglichkeiten beginnt. Es ist rechnerisch noch ganz leicht möglich, trotz der vier Punkte Rückstand, Meister zu werden. Genau so ist es aber auch möglich, dass man auch noch überholt wird und man sich mit den ersten Qualifikationsrunden herumschlagen muss und diese noch im Happel-Stadion spielen muss. Siehe Setzliste von Bert Kassies. Na, und mit ein bisschen Pech kann es noch schlimmer kommen.

Dieses Ergebnis in Ried hat schwerwiegende Folgen. Einmal in der Meisterschaft, weil RB auch direkten Duell nicht mehr zu überholen ist. Gleichzeitig werden dieses Schlüsselspiel gegen RB, das es in jedem Fall noch ist, deutlich weniger Zuschauer besuchen, also ein finanzieller Verlust für den Verein. Noch wichtiger scheint aber die schwindende Zuversicht der Mannschaft zu sein. Asterix-Leser erkennen in der gedrückten Stimmung Musculus, den römischen Athleten, dessen Motivation rapid nachlässt, als er erlebt, dass er von vermeintlich schwachen Gegnern besiegt wird.

Anfang Februar war klar, dass der nächste Monat viele Weichen stellt. Man hat noch darüber gewitzelt, dass es auch ganz schlecht laufen kann – ohne das ernstlich anzunehmen. Ende Februar haben wir uns nach den Niederlagen in den Cup-Bewerben damit getröstet, dass es in der Meisterschaft nach einigen Siegen in Folge doch ganz gut gelaufen ist. Das ist jetzt auch vorbei.

Ein Kollektiv ist wie ein Uhrwerk. Wenn alles passt, läuft die Uhr, hat die Mannschaft einen Lauf. Läuft die Uhr nicht, bedarf es großer Fachkenntnisse, die Ursache zu erkennen. Bei einem Uhrwerk ist es einfach, ein geschickter Uhrmacher genügt. Beim Fußball ist das vergleichsweise schwierig.

Erklärungen wie „Arbeitsverweigerung“ sind sicher zu einfach und vor allem falsch. Einer Mannschaft, die eine reale Möglichkeit des Meistertitels vor Augen hat, so etwas vorzuwerfen, spiegelt eher die eigene Arbeitshaltung als die Motivation der Mannschaft. Niemand war wahrscheinlich über das Ergebnis mehr enttäuscht als die Spieler selbst.

Die meisten Schuldzuweisungen hat der Trainer zu verkraften. Aber Zoki muss mit vorgegebenen Spielern ein Wunder vollbringen. Nach meiner Ansicht hat er das eigentlich schon vollbracht. Florian hat mitgezählt: alle vier Stürmer zusammen erzielten in der Meisterschaft 11 Tore (4 Jelic, 3 Prosenik, 3 Alar, 1 Tomi). Dazu kommen noch 3 Beric Tore. Andere Vereine sind mit einer solchen Quote der Stürmer abstiegsgefährdet. Und das muss der Trainer durch ein spielerisches Übergewicht ausgleichen. Dieses Wunder ist eigentlich im Verlauf der Saison ganz gut gelungen, aber die Mängel im Sturm führen manchmal doch zu Niederlagen, nämlich wenn der Gegner die Räume eng macht und die Flügelstürmer nicht ins Zentrum eindringen können, und daher dort den Mittelstürmer anspielen. Diese Abschlussschwäche der Stürmer steht teilweise für die bisherigen 10 Niederlagen, eine stolze Zahl für den immer noch zweiten Platz.

„Manchmal gewinnt der Bessere“

Dieser Satz ist der Name eines Buchs von Metin Tolan, einem Physiker, der in diesem Buch den Fußball wie kein anderer analysiert hat. Und dieses Spiel gegen Ried war wieder eines von dieser Sorte. Man ist der Bessere – und verliert. Und das hat nichts mit einer (von den Zuschauern behaupteten) schwachen Leistung zu tun. Denn Zuschauer messen die Leistung an den Toren, was aber Leistung definitionsgemäß nicht ist. Die Tore sind ein Zufallsprozess, der mit steigernder Qualität der Mannschaft mehr Tore erzeugt. Aber nicht in einem konkreten Spiel. Und schon gar nicht zu einem konkreten, nämlich von uns gewünschten, Zeitpunkt. Würden wir in einigen Tagen erneut gegen Ried spielen, alles wäre anders, aber die Akteure wären trotzdem dieselben.

Fußballregel Nummer 1. Stimmt die? Und warum? Wenn einmal während eines Spiels kein Tor gelingt, bedeutet das natürlich nicht, dass schlecht gespielt wurde. Wir wissen, dass Tore im Fußball selten sind und dass sie zufällig entstehen. Und daher kann es durchaus sein, dass einmal 90 Minuten lang oder auch länger für eine Mannschaft kein Tor fällt. Das ändert gar nichts an der durchschnittlichen Torquote, die zum Beispiel Rapid hat. Und während all dieser Null-Minuten hat der Gegner natürlich auch seine Gelegenheiten, die dann eben manchmal zu Niederlagen führen aber nichts daran ändern, wer in diesem Spiel der David und wer der Goliath ist, wie das die „Arena News“, die Stadionzeitung in Ried, getitelt hat (siehe Links).

Fußball ist ein Spiel, das extrem von Zufällen dominiert wird. Dass ein Stürmer – wie Jelic im Spiel gegen Ried in der ersten Hälfte den perfekt geschossenen Stanglpass von Schobesberger nicht im Tor unterbringt, ist einer dieser Zufälle.

Wenn das aber im ganzen Spiel ganz ähnlich läuft und sich von Spiel zu Spiel wiederholt, will man an die Zufälligkeit nicht mehr so recht glauben.

Es ist durch Zahlen belegbar, dass Rapid seine Siege praktisch stürmerlos einfährt. In der Gruppenphase gab es nur ein Stürmertor (zum 2:0 im Heimspiel gegen Minsk durch Jelic). Doch durch die beiden starken Flanken Kainz und Schobesberger und durch das starke Mittelfeld gelangen dennoch in der Vergangenheit schöne Erfolge.

Manchmal kann es also auch ohne Stürmer gelingen, Spiele zu gewinnen. Wenn aber dieser elfte Mann, der Stürmer, dringend als spielerische Verstärkung notwendig wäre, dann fällt es auf, dass unser Solo-Stürmer sehr oft falsch steht und sich mit wenig Engagement am Spiel beteiligt.

Die Gegner haben diese Schwäche natürlich auch entdeckt und stellen ihr Spiel immer besser auf Rapid ein.

Diese Zufälligkeiten bedeuten aber nicht, dass alles, was rund um das Spiel geschieht, nicht notwendig wäre, weil es eh ein Zufall ist, wer gewinnt. Nein, so ist das nicht zu verstehen. Je besser die Vorbereitung des Teams, je besser der Support, je mehr sich Spieler ihrem Anhang verpflichtet fühlen, je besser manche motiviert sind (vielleicht auch durch Geld), je talentierter die Spieler sind, je hungriger, je besser der Trainer ist, je besser der Teamgeist, je geringer die Zahl der Verletzten usw… desto höher ist die Torquote. Aber man weiß nicht, wann diese Tore schließlich fallen. Manchmal gleich vier in einem Spiel, manchmal gar keines. Und gerade deshalb ist Fußball so interessant, weil es von niemandem, auch nicht von den Experten im Detail voraussagbar ist.

Wer hat uns das eingebrockt?

Jelic ist ein zweiter Vennegoor. Beide wurden unter größtem Zeitdruck geholt. Vielleicht, weil man ein Maximum aus dem Beric-Transfer herausholen wollte. Vielleicht, weil man Beric für die Qualifikationsphase halten wollte, wissend, dass man nur mit der eingespielten Mannschaft eine Chance auf den Einzug in eine Gruppenphase haben würde. Ich tippe eher auf Gewinnstreben; Andi Müller betonte einmal, dass er als geschäftstüchtiger Schwabe immer aufs Geld schauen würde.

Wären unsere Spieler von Rapid II nicht besser geeignet, in einem solchen Fall, wenn also eine Position unter Termindruck zu besetzen ist, eingesetzt zu werden?  Wer den erst 19-jährigen Coman von Bayern gesehen hat (Leihspieler von Juventus), nach dessen Einwechslung dieser an beiden Toren beteiligt war, könnte sich ebenso gut vorstellen, dass der gleich alte Sobczyk, der am Vortag einen eben solchen Stanglpass von Kovacec perfekt verwertet hat, die Stelle des Stürmers zumindest gleichwertig besetzen würde. Ganz abgesehen von der enormen Schnelligkeit der jungen Spieler von Rapid II. Vielleicht vertraut man zu wenig auf die Spieler aus dem eigenen Haus und wechselt weniger einem Wissen sondern eher der Not folgend, zwischen Jelic und Prosenik mit sehr geringen Toraussichten beider Spieler. Und das liegt nicht an den Mitspielern, denn Bälle kommen in ausreichernder Zahl zur Mitte.

Vielleicht ist es auch ein zu unflexibles System aber der Vergleich Beric-Jelic zeigt, dass es vor allem an den Akteuren liegt. Und an dieser Front ist derzeit wenig veränderbar.

Schließlich ärgere ich mich mit allen anderen Zuschauern über die magere Ausbeute von einem Punkt in den letzten drei Spielen und suche nach Gründen, die wahrscheinlich auch nicht alle zutreffen, vielleicht aber auch alle gleichzeitig zu einem Teil zutreffen.

Manchmal hat man einen Lauf – und keiner weiß warum, manchmal würde man einen solchen Lauf dringend brauchen – und kein weiß, wo man „drehen“ soll.

Choreografie

Mit ihrem Transparent „Vom Titel verabschieden? Nicht mit uns! Kämpft für Rapid!“ wiederholt der Block West die Aufforderung von Hans im Bus.

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„B-Közep. Ne Adiatok Fel!“

Die Spruchbänder in „ausländisch“ sind entbehrlich. Wir sind in Österreich und öffentliche Schriften sollen auch in deutsch angebracht werden. Der Adressat dieser Sprüche sind natürlich nicht wir, die Zuschauer, aber da die Botschaft öffentlich ist, möchten wir gerne wissen, was sie bedeuten. Die Google-Übersetzung ist auch nicht sehr hilfreich: ~ „B-Zentrale geben Sie nicht auf!“ Es wird sich vermutlich um Ferencváros handeln (derzeit Tabellenführer mit großem Abstand).

Und warum wir das wissen wollen? Weil wir ein Recht darauf haben, dass öffentlich angebrachte Botschaften auch in der Landessprache geschrieben sind. Mich wundert, dass sich der Verein das gefallen lässt, denn die Reaktionen seitens der UEFA auf die Transparente im Valencia-Spiel kennen wir ja noch nicht und dennoch werden schon wieder solche Bänder unkontrolliert(?) hochgezogen.

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Die Rapid-Viertelstunde wird spektakulär eingeleuchtet.

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Links

Rapid-Viertelstunde

Die Rapid-Viertelstunde hat neue Beginnzeiten

Fr 19:15
Sa 12:15
Sa 15:45

Inhalt der 71. Ausgabe vom 19. 3.

  • Fanreport: Franzobel & Sohn
  • Die Rapid News zur Woche
  • Harry Gartler und das Wappen

Link zum Video

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Ried-Rapid

Logo der Begegnung Ried-Rapid (Quelle. Facebook-Seite von Rapid)

Anreise

Ried, weite und anstrengende Fahrt, es empfiehlt sich der Bus als Transportmittel. Es gibt aber bei Rapid eine Neuerung, denn man bekommt die Buskarte nur gemeinsam mit der Eintrittskarte für den Auswärtssektor. Was für echte Fans ein Zuckerl ist, ist für Fotografen eher ein Problem und daher schied der Bus aus.

Die Beginnzeit 16:00 bietet aber die Variante, mit dem Zug fahren zu können, denn man erreicht nach Spielende noch bequem den Anschlusszug an der Westbahnstrecke in Attnang-Puchheim. Wichtig: Man sollte die Platzreservierung am Vortag ausführen. Zwei Stunden vor der Abfahrt ist zu spät.

Irgendwie fühlte ich mich auf den Spuren von Othmar, weil Florian in München beim Oktoberfest war.

10:38 ab Wien, 13:19 ab Attnang-Puchheim, die Wartezeit vertreibe ich mir mit dem Laptop, leider gibt es am hochmodernen Bahnhof von Attnang-Puchheim keine Steckdosen, auch nicht in der dortigen Bäckerei. Melde das bei der ÖBB, man hat das wohlwollend zur Kenntnis genommen. In Warteräumen gäbe es grundsätzliche keine Steckdosen. USB-Anschlüsse wären auch nicht schlecht.

14:01 an in Ried. Der Zug ist voll mit Ried- und Rapid-Fans. Der einzige, der in Ried aussteigt, bin ich. Franz, allein in Ried. Ich gehe noch einmal zurück, um die Stationstafel zu lesen. Ja, dort steht „Ried im Innkreis“. Es klärt sich bald auf, dass es noch eine weitere Haltestelle gibt, die dem Stadion näher liegt und daher die Orskundigen eine Station weiterfahren. Wieder was gelernt.

Das Oktoberfest ist bereits vorbei, alles ist im Wahlkampffieber, denn morgen ist Wahltag. Meine Versicherung, ich wäre nicht von da, wird nicht akzeptiert. Ich habe die roten SPÖ-Gummibärli eingesteckt und statt einer Bratwurst im Stadion gegessen. Das Rieder Volksfest ist vorbei, das Messegelände steht voll den Fußballfans zur Verfügung.

Nach 20-minütigem Fußmarsch durch Ried komme ich zum Stadion. Die ersten sind die Rapid-Fanbusse. Sie werden in Form einer Wagenburg aufgebaut. Die Polizei legt höchsten Wert darauf, dass die Busse ohne den kleinsten Abstand eine lückenlose Mauer bilden.

Vorsichtshalber habe ich meine Kompakt-Kamera mitgenommen, weil besonders eifrige Ordner oft eigene Zugangsregeln aufstellen und die Spiegelreflexkamera ablehnen, Mein erster Weg ist zu einem Ordner, um zu erfragen, wo ich meinen Laptop deponieren könnte. Das erweist sich aber als überhaupt nicht notwendig, ich kann mit dem Laptop und mit Kamera ins Stadion. Außerdem gibt es so etwas wie ein Depot gar nicht. Also schreibe ich diese Zeilen auf meinem Sitz Nummer 37 in der fünften Reihe der Nord-Tribüne, genau auf der Mittelauflage. Das Wetter ist bedeckt, keine Sonne, ideal, denn bei Sonnenschein würde man hier gegen die Sonne schauen. Die ersten Rapid-Spieler erscheinen im Trainingsanzug.

Aufwärmphase

So, jetzt kann es losgehen mit der Aufwärmphase. Alexander Steinbichler baut schon seine Hütchen auf und bald werden die Spieler zum Aufwärmen kommen.

Gerade wird in Facebook die Startaufstellung bekanntgegeben: Rapid in Ried: Novota; Pavelic, Dibon, M. Hofmann, Stangl; Grahovac, Schwab; S. Hofmann; Schobesberger, Prosenik, Kainz. Kann man nichts dagegen sagen. Passt. Ersatz: Strebinger; Schimpelsberger, Auer, Tomi, Alar, Huspek, Jelic

Der Fanblock begrüßt die Torleute, ganz besonders aufmerksam wird der Cup-Held Richard Strebinger begrüßt.

Der Rapid-Block ist voll, das sonstige Stadion noch leer. Aber bei Spielbeginn sind dann doch alle da, 6030 Zuschauer. Der Stadionsprecher ist bemüht, aber er hört etwas zu wenig auf das Feedback des Publikums. Dass der nicht überreißt, dass bei „wo sind die Rapid-Fans?“, sich keiner rührt, ist unklar. Das war letztes Mal auch so.

Eine Musikkapelle soll das Publikum erfreuen, vom Rapid-Sektor kommen eher Unmut und Pfiffe.

Ich habe einen nicht verkauften Abositz genau an der Mittellinie bekommen. Beste Sicht. Lauter Rieder rundherum, also ganz falsche Kommentare während des Spiels. Irritiert ein bisschen.

Den Spielball bringt eine Drohne

Sehr schöne Choreografie von Rapid, sehenswert. Erster Teil des Textes bei Spielbeginn, zweiter Teil am Beginn der zweiten Halbzeit.

Choreografie Teil 1: „Gestern, Heute, Morgen…
Choreografie Teil 2: „…Rapid wird immer für Furore sorgen.“

Blitzlichtgewitter der Zuschauer. Ansonsten sind die gegen den Gegner gerichteten Sprechchöre beim Publikum weniger beliebt.

Spiel

Ankick.
In der Anfangsphase hat man wegen des weißen Dress von Rapid und des hohen Ballbesitzanteils den Eindruck eines „weißen Balletts“

Es beginnt mit dem bekannt druckvollen und ballsicheren Beginn; man ist noch ausgeruht und der Gegner will diese Druckphase ohne Gegentor überstehen. Es gab einige gute Chancen aus dem Spiel, die beste wohl ein Lattenpendler von Kainz, Ried kann danach nicht klären aber Prosenik schießt übermotiviert über das leere Tor. Ärgerlich.

Ried kommt dann auch ein paarmal vors Tor von Rapid aber der 9er von Ried wirkt ein bisschen verloren. Pausenstand 0:0.

Ried ist unter Gludowatz für ein 3-3-3-1 bekannt aber gegen Rapid kann man davon nichts erkennen. Es ist eher ein 5-4-1-System, betont defensiv und – wie man am Spielstand sieht – durchaus erfolgreich.

Schiedsrichter Heiß pfiff zum zweiten Mal eine Partie gegen Rapid. Durchaus in Ordnung, wenn auch die Rieder Fans der Meinung waren, alle Entscheidungen wären gegen sie gerichtet aber das war schon das Resultat der spielerischen Überlegenheit von Rapid.

In der zweiten Halbzeit kommt eher so etwas wie ein Spiel auf. Die Rapid-Verteidigung steht – wie so oft in diesem Spiel – sehr hoch. Dibon klärt unglücklich und der Rieder Stürmer kann einen Pass in den leeren Raum auf der rechten Seite spielen. Der aufrückende Flügelstürmer verfehlt aus bester Position das Tor. Das war auch die beste Chance der Rieder. Danach kommt die Phase der Wechsel. Prosenik, Kainz und Schobesberger gehen und Jelic, Huspek und Alar kommen.

Dauerdruck von Rapid

Es gibt 5 Minuten Nachspielzeit. Protest der Rieder Zuschauer, ein vorzeitige Ende wäre einen Punkt wert und bei dieser Rapid-Überlegenheit wäre das ein großer Erfolg. Aber die 5 Minuten sind OK. Es gab 2 Minuten für eine Auswechslung eines Rieders (Bahre) und 6 Auswechslungen à 0,5 Minuten ergibt 5 Minuten. OK.

Nicht zum ersten Mal bewahrheitet sich der an sich banale Spruch von Sepp Herberger: „Ein Spiel dauert 90 Minuten“. Heute wäre zu ergänzen „plus Nachspielzeit“.

Ein sehr gut geschossener Corner von Steffen von der linken Seite kann von Ried wieder nur zu einem Corner geklärt werden und der folgende Corner von Deni Alar von rechts führt zum Siegestor von Matej Jelic per Kopf. Grenzenloser Jubel der Mannschaft. Glücklicher Sieg aber insgesamt verdient.

Das Tor zum 1:0 durch Matej Jelic

Allzu ungehalten waren die Rieder Fans ob der Niederlage nicht, zu klar war die Überlegenheit von Rapid. Man hat mir durchaus freundlich zum Sieg gratuliert.

Die von Barisic im Vorfeld befürchtete harte Gangart der Rieder fand nicht statt.

Dieser Treffer von Jelic könnte einen Umschwung in der Rangordnung der Stürmer mit sich bringen, denn Prosenik hat in den letzten Spielen ziemlich viele Einsatzminuten bekommen ohne aber merklich gefährlich zu werden, konnte – wenn er in Ballbesitz war – nur wenig Akzente setzen und hatte viele Ballverluste. Jelic dagegen hatte im Cup-Spiel gegen Amstetten einen Stangenschuss und eine weitere Top-Chance und erzielte heute auch noch ein extrem wichtiges Tor in nur kurzer Einsatzzeit.

Heimfahrt

Bei der Heimfahrt habe ich die günstiger gelegene Haltestelle „Ried-Bad“ gewählt und warte jetzt im Kreise von 20 bahnreisenden Rapidlern auf den Zug aus Schärding. In Attnang-Puchheim gehts dann mit der Westbahn um 20:35 zurück nach Wien.

Triebwagenzug auf der Strecke Attnang-Puchheim – Schärding bei der Station Ried Bad.
Interessant ist die durch die Telebrennweite stark hervorgehibene geländebedingte Schienenkrümmung.

Der Sieg war sehr wichtig, denn auch die Verfolger Austria und RedBull haben gepunktet. Nach dem Auslandsabenteuer am Donnerstag kommt schon die nächste Herausforderung, das Spiel gegen RedBull am nächsten Sonntag.

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Rapid-Ried

Weststadion

Im Vorfeld des Spiels fand eine Demonstration des Block-West für den Gebrauch des Namens „Weststadion“ statt.

Dank der zahlreichen Aufkleber wissen jetzt alle, dass Wien wieder ein „Weststadion“ hat.

Getrennter Bericht zum „Weststadion“ folgt.

Sturm im Wasserglas

Rapid-Charly geht auf die Barrikaden, weil ihn die Ordner mit seinem Equipment nicht ins Stadion lassen.
Wegen seiner „Geräte“ darf Rapid Charly nicht ins Stadion
Eine eigene Facebook-Gruppe mit bereits 180 Anhängern hat sich gebildet, um den ausgesperrten Rapid-Charly zu unterstützen.
Da ich selbst mit meiner Kamera Ähnliches erlebt habe, rate ich Charly, sich von der Fanbetreuung einen „Persilschein“ für sein Outfit ausstellen zu lassen. Es hängt ein bisschen vom Ausbildungsstand und vom Fingerspitzengefühl der Ordner ab, wie eine Regel auszulegen ist. (Na, ist das nicht wie bei Spiel selbst?). Clemens Pieber hat mit ein solches Schreiben ausgestellt und bei Problemen weise ich es vor; das funktioniert.

Aber diesen Rat kann ich mir sparen, denn Andy Marek hat an Charly bereits sehr ausführlich geschrieben. Und weil viele der Leser hier Facebook nicht benutzen, füge ich seinen Brief ein, weil man sieht, was alles rund um so ein Ereignis wie es ein Fußballspiel ist, im Hintergrund abläuft und dass man immer auch beide Seiten hören muss:

Hallo lieber Charly!
Seit über 20 Jahren kenne ich den Rapid-Charly nun schon, und in diesen Jahren haben wir uns sehr oft getroffen bzw. warst du sehr oft bei uns und ich habe dir immer wieder bei dem einen oder anderen Anliegen sehr gerne geholfen. Manchmal waren herausfordernde Themen dabei, aber es gab immer wieder eine Lösung, und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass es für dich keine mangelnde Fanbetreuung gab. Ganz im Gegenteil, oft hatte ich den Eindruck, wir vom Klubservice (Astrid, Ivo, Martina, …) übertreiben ein bisschen mit der Hilfe, aber es war OK, es war ja „für unseren Rapid-Charly“!
Umso mehr ärgert mich jetzt diese Angelegenheit. Ende Mai rufst du mich an, und sagst du brauchst dringend einen Termin, denn du lässt dir das nicht gefallen. Kein Problem, ich lade dich in unsere Geschäftsstelle ein. Hier teilst du mir, neben einigen Dingen die du benötigst, mit, dass dich ein Ordner beim letzten Spiel im Frühjahr nicht mit deinen Geräten, dem Zylinder, den Batterien, etc. in das Stadion lassen wollte. Ich erklärte dir daraufhin, dass wir eine andere Sicherheitsfirma hätten, diese dich vielleicht nicht so gut kennt, ich aber sofort den Supervisor der Firma informieren werde, dass es hier kein Problem mehr beim Einlass gibt. Außerdem werde ich ein Schriftstück aufsetzten, in dem genau angeführt und bestätigt wird, dass Hr. Finding sein Equipment (aufgezählt) ohne Probleme ins Stadion mitnehmen darf. Ich teilte dir mit, dass du die Bestätigung bereits in wenigen Tagen bei mir abholen kannst. Leider hast du dies nicht gemacht. Beim Fanklubtreffen am vergangenem Montag habe ich dich daran erinnert, am Tag der offenen Tür wieder, aber auch da kamst du nicht in die Geschäftsstelle, um den Brief abzuholen. Auch am Mittwoch nicht. Am Freitag, ich war in Amsterdam, erschienst du dann in einem überfüllten Fancorner und meine Mitarbeiter (schwer gestresst vom Kartenverkauf) teilten dir mit, dass ich nicht da bin, und sie leider nicht wissen wo das Schriftstück liegt.

Charly, du hattest fast 2 Monate Zeit dies abzuholen, du kennst meine Telefonnummer (du hast sie schon hundertmal gewählt, wenn du was brauchtest), warum hast du mich jetzt am Samstag nicht angerufen? Wie ich gehört habe, dass du vor dem Stadion wartest, habe ich sofort Ivica zu dir geschickt, dass er dich reinbringen soll. Du hast gesagt du gehst nicht hinein. Für mich war überraschend, dass du ein vorgefertigtes Transparent mit hattest, obwohl du gar nicht wusstest, ob dich der Ordner hinein lässt oder nicht. Aber das ist jetzt egal.


Charly, ich verspreche dir, du wirst kein Problem beim Einlass haben, du bist ein Teil des SK Rapid, es wird dir niemand den Eintritt verweigern. Es wurden heute von mir alle Verantwortlichen der Sicherheitsfirma über dieses Thema informiert. Es gibt nach wie vor das Schriftstück, das du jederzeit abholen kannst, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Eines möchte ich aber noch anmerken, ich finde es nicht gut den „armen ausgestoßenen Fan“ dazustellen, du weißt immer wenn du was brauchst wo du mich findest, es wäre auch gestern kein Problem gewesen. Du hättest auch Astrid, oder Ivo kontaktieren können, aber du wolltest sicher lieber deinen Weg wählen.


Es wird dir in Zukunft kein Ordner den Einlass versperren wenn du mit deinen Utensilien, die du schon über 2 Jahrzehnte mithast, kommst, nur wähle bitte nicht dieses Protestszenario, das ist nicht fair und bringt Unruhe in die Rapid-Familie. Du weißt sonst auch immer gleich wo du mich findest, wenn du was brauchst. 

Ich stehe dir jederzeit sehr gerne für Unterstützung oder ein Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße, Andy Marek


PS: Charly hatte, wie bei einem Posting geschrieben, in Europa keine Probleme, weil wir im Vorfeld die Verantwortlichen der Vereine immer informiert haben, den Eintritt, trotz unerlaubter Gegenstände, zu gewähren. Von alleine geht dies nicht.

Choreografie

Dem Thema des Tages entsprechend präsentierte der Block-West sein Motto des Tages für die Verwendung des Namens „Weststadion“.
„Die neue Heimat ‚Weststadion‘ nennen“

Rapid-Viertelstunde

Wir hoffen für unsere Vereinskasse, dass diese Fackeln angemeldet waren

Das Spiel 

Mannschaftsaufstellung dekoriert mit grün-weiß-rot-blauen Luftballons.

Der Niveau-Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war schon ziemlich ekklatant. Die Bundesliga spricht von 80 Prozent Ballbesitz für Rapid. Natürlich hat der Spielstil der Rieder, die „ultimative Defensive“, diesen Prozentsatz in diese Höhen getrieben. Die Rieder haben die eigene Hälfte selten verlassen und den Rapidlern das Spiel in ihrer Hälfte praktisch interventionslos überlassen.

Spektakulärer Vorstoß von Max Hofmann, den Gebauer auf der Linie retten kann.

Daten zum Spiel

Ich sammle diese Daten seit 2007 als Grundlage zu der Statistikseite rapid.iam.at. Aus diesen Detaildaten werden Mittelwerte gebildet, die den Erfolg besser beschreiben als es ein einzelnes Spiel kann. Hinweis: „Wechselquote“ nenne ich hier den Anteil jener Spieler, die im Vergleich zum vorigen Pflichtspiel neu in der Mannschaft sind. Diese Spieler werden in der Mannschaftsaufstellung mit einem „+“ gekennzeichnet.

In diesem Spiel wurden 29% neue Spieler (gegenüber dem Spiel gegen Weiz) aufgeboten.

Am Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren merkt man, dass Rapid nicht mehr die jüngste Mannschaft hat, dafür aber gereifte Spieler; laut Zeitungsberichten sind das in dieser Saison die RB-Spieler.

Zoran Barisic ist im ewigen Trainervergleich der Trainer mit den jüngsten Spielern und er verändert den Kader auch am häufigsten. Wir verfügen daher über einen sehr homogenen Kader und sind dadurch „krisensicherer“.

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Ried-Rapid

Los geht’s nach Ried, nach langer Zeit wieder einmal mit dem Rapid-Fanbus. Am Nachmittag muss man in Ried mit Regen rechnen, die Temperatur ist mit maximal 9 Grad ziemlich gedämpft aber das sollte kein Nachteil für das Spiel sein.

Bundesliga-Vorschau

Der SK Rapid Wien hat die letzten fünf Aufeinandertreffen mit der SV Josko Ried alle gewonnen, darunter auch die jüngsten beiden Auswärtspartien. Die Rieder siegten zuletzt am 4. Dezember 2013 mit 2:0. In den letzten dreizehn Begegnungen der beiden Klubs gab es kein Unentschieden. Die Heimbilanz spricht mit 13:12-Siegen knapp für die Innviertler.

In der laufenden Meisterschaft haben die Rieder von den letzten vier Heimspielen eines gewonnen (2:1 gegen SV Scholz Grödig). SK Rapid hat nur eines der letzten fünf Auswärtsspiele verloren.

  • Der SK Rapid Wien kassierte in diesem Frühjahr nur eine Niederlage, das gelang sonst keinem Team der tipico Bundesliga. Mit 20 Punkten aus 9 Spielen sind die Wiener das beste Frühjahrsteam.
  • Der SK Rapid Wien gewann die letzten 5 Begegnungen gegen die SV Josko Ried. Das ist aktuell die längste Siegesserie der Wiener gegen eine Mannschaft der tipico Bundesliga.
  • Die SV Josko Ried hält bei 8 Saisonsiegen mit einem Tor Unterschied – Höchstwert.
  • Der SK Rapid Wien erzielte 5 der 6 Saisontore gegen Ried nach Standards
  • Die SV Josko Ried erzielte 34% ihrer Tore in der Schluss-Viertelstunde – der höchste Anteil.
  • Gesamtbilanz: 71 Spiele / 13 S / 18 U / 40 N – Tore: 74:133
  • Heimbilanz: 35 Spiele / 13 S / 10 U / 12 N – Tore: 51:47
  • 1. Spiel gegeneinander: 02.08.1995 (2:1)
  • 1. Heimspiel: 02.08.1995 (2:1)
  • Höchster Sieg: 3:0 (22.03.1997 / 17.05.2009)
  • Höchster Heimsieg: 3:0 (22.03.1997 / 17.05.2009)
  • Höchste Niederlage: 0:6 (16.11.1996 / 13.05.2006)
  • Höchste Heimniederlage: 2:5 (11.05.2014)
  • Die letzten Spiele gegeneinander:
  • 0:3 (A/14.02.2015) – 1:2 (H/05.10.2014) – 0:1 (A/26.07.2014) – 2:5 (H/11.05.2014)

Vorberichterstattung

Unter der bewährten Leitung von Hans Janda fahren wir um 12:20 von der Keisslergasse ab. Es gab nur einen kurzen Halt vor St. Valentin, dafür wurde auch alles Trink- und Essbare im Bus an die Frau und an den Mann gebracht. Auffällig war die etwas „unrunde“ Fahrweise des Busfahrers. Die ständigen Lenkbewegungen waren in der Wagenmitte auffällig zu spüren. Dafür war der Bus ganz neu (vor der Fahrt). 
Ankunft in Ried, Schlange vor der Sicherheitskontrolle
Als routinierte Schnitzelsemmeltester können wir berichten, dass die Kioske in Ried mit den ziemlich schlechtesten Schnitzelsemmeln von Österreich geglänzt haben. Wir werden gleich morgen beim Spiel Rapid II – Mattersburg Amateure einen Qualitätsvergleich in Sachen „Schnitzelsemmel“ am Elektraplatz durchführen.
Unsere Karten sind neben dem ausverkauften Rapid-Fanblock unmittelbar hinter dem Gäste-Tor. 
Torraumszene aus der zweiten Halbzeit.
Die Statistik zeigt, dass Rapid keineswegs die sonst so typische Überlegenheit ausspielen konnte. Besonders in der ersten halben Stunde konnte man sich des Drucks der Rieder kaum erwehren. Ein unterdurchschnittlicher Ballbesitz von 50% sagt schon einiges über die Kräfteverhältnisse. 
Den Unterschied machte ein erfolgreich zu Ende gespielter Konter als nach Vorlage von Robert Beric der immer wichtiger werdende Philipp Schobersberger das spielentscheidende 1:0 erzielte. Sehenswert war in der ersten Halbzeit noch ein Solo ab der Mittelauflage von Brian Behrendt, dessen abschließenden Schuss Thomas Gebauer nur mit Mühe zur Ecke parieren konnte.
Ján Novota zeigte keine Unsicherheiten und klärte einige brenzlige Szenen.
Es gab in weiterer Folge noch weitere Konterchancen für Rapid, die leider nicht genutzt wurden. Eine umstrittene Szene war ein nicht gegebenes Strafraum-Foul an Philipp Schobersberger

Es gab nur zwei Auswechslungen, Alar für Hofmann (angeschlagen) und Starkl für Schobersberger. Philipp Prosenik kam nicht zum Einsatz.

Man beklatscht die kollektive Anstrengung
Die unvermeidlichen Fackeln zu Beginn der Rapid-Viertelstunde wurden von den Zuschauern kritisiert. Ja, daran muss man sicher arbeiten, anderseits gehören die Spiele gegen Rapid zu jener Sorte, die sich diese Bezeichnung verdienen. Während das Rieder Stadion ausverkauft war, haben sich zeitgleich zum Salzburg-Spiel gerade 7000 Zuschauer verirrt. An diesem Problem muss die Bundesliga arbeiten.
Nach dem Spiel begaben wir uns in unsere ziemlich bewachte „Wagenburg“. Die 5 Autobusse bildeten am Eingang zum Fansektor ein Rechteck, nur an einer Ecke konnte man eintreten. Plötzlich ein Tumult innerhalb der Wagenburg, flüchtende Fans, teilweise maskiert, gefolgt von Polizei, drei Fans springen in unseren Bus, einer maskiert (sie wollen offenbar durch die Busfenster die Lage erkunden). Das Ganze dauert höchstens eine Minute, dann ist wieder alles normal. Niemand weiß, was der Auslöser war. Böse Polizisten? Böse Fans?
Wagenburg vor dem Fansektor
Die Heimfahrt ist unspektakulär. Man verfolgt die Spielstände von Altach und Sturm und freut sich schon auf die nächste Auswärtsaufgabe in Graz. Die Rast im Rosenberger in Ansfelden gibt wieder Anlass zum Ärger mit dem Raststättenmonopolisten. Eigentlich ist aber der gar nicht Schuld an den überhöhten Preisen. Denn es ist der Lizenzvergeber, die Asfinag, der dem Betreiber gewisse Auflagen in Richtung „christlicher Preise“ geben müsste. Beispiel: Zwei Gulaschsuppen mit Gebäck, dazu ein Mineralwasser und ein Tonic kosten 27 Euro. (Geärgert hat sich nur der Fiala, die anderen hatten an den Preisen nichts auszusetzen.) 
Der Busfahrer zeigte uns, wie ein Autobus (wegen der Bauhöhe) vom Westen kommend in die Keisslergasse fahren muss, sofern er nicht – wie bei der Hinfahrt – über Auhof fährt: ziemlich kompliziert bis Unter st.Veit, dann über den Penzinger Frachtenbahnhof und die Linzer Straße.

Wir bedanken und bei der Reiseleitung für die angenehme Fahrt! 

Bundesliga-Fakten

  • Das Durchschnittsalter der Startelf der SV Josko Ried betrug 25 Jahre und 186 Tage – die älteste Startelf der Rieder in dieser Saison.
  • Philipp Schobesberger traf erstmals in der tipico Bundesliga außerhalb des Ernst Happel Stadions.
  • Schobersberger war in seinen letzten 5 Spielen in der tipico Bundesliga immer an einem Tor beteiligt.
  • Robert Beric lieferte seinen 1. Assist für den SK Rapid Wien ab. Für den SK Puntigamer Sturm bereitete er 7 Tore vor.
  • Oliver Kragl war an 5 der 8 Schüssen der SV Josko Ried direkt beteiligt.

RIE-RAP

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Rapid-Ried 3:0

Ein Tag voller Ungewissheit nach langer Vorbereitungszeit. Der angekündigte Föhn stellt sich nicht ein und es ist kälter als erwartet.

Nach einem Besuch im Gasthaus „Zur Reblaus“ kauften wir noch eine Ausgabe von „Forza Rapid“, letztes Bild beim Kiosk und ab ins Stadion:

Florian, Thomas, Peter, Sven, Janine, Hannes

Unser „Ausguck“

Das folgende Bild muss man sehen: Glückwünsche an zwei Geburtstagskinder: Gustl Starek (70) und Alfred Körner (89). Wer im Stadion würde sich nicht wünschen, dieses Alter zu erreichen und dann mit diesem Lebenswitz wie ihn dieser Alfred Körner in jeder Situation versprüht.

Das Spiel verlief so, wie man das von Rapid gewohnt war. Spielerisch dominierend, aber praktisch keine Chancen. Es waren eher die Rieder, die in einem Konter gefährlich vors Tor kamen.

Dann die 17. Minute

Eigentlich hatte Schiedsrichter Ouschan schon die gelbe Karte in der Hand, doch sein Linienrichter meldete ihm, dass es sich eindeutig um ein Foul gehandelt hätte. Die Folge: rot für Thomas Gebauer und Elfer, der Anfang vom Untergang der Rieder in Wien.

Aus unserer Sicht war eigentlich schon der Pass zu Beric aus einer Abseitsposition erfolgt aber wir Zuschauer achten nicht so genau auf den Zeitpunkt der Ballabgabe. Die Rieder werden in dieser Szene sicher von einem Doppelgeschenk für die Heimmannschaft sprechen. Es wäre interessant zu wissen, wie die Szene in der Fernsehversion ausschaut.

Die drei folgenden Bilder sind die drei Elfer und der Link in der Bildunterschrift führt zu einem kurzen Video.

Der erste Elfer (als Bilderfolge)
Der zweite Elfer (als Bilderfolge)
Der dritte Elfer (als Bilderfolge)

Wir alle im Stadion haben uns für die zweite Hälfte ein Torfestival erwartet. Aber wie so oft wurde diese Erwartungshaltung nicht erfüllt. Die Reaktion: Unmut auf den Rängen.

Ist es wirklich so leicht, gegen einen personell geschwächten Gegner Tore herauszuspielen?

Bedenken wir, dass auch eine SV Ried in Vollbesetzung nicht mit 11 Mann verteidigt sondern die Stürmer eher an der Mittellinie auf Konter lauern. Und wenn man diese beiden Spieler abzieht, dann ergibt sich überhaupt keine Veränderung zu einer ganz normalen Verteidigungssituation.

Schließlich müssten wir es als Wiener am besten wissen, dass Verteidigung auch mit nur wenig Mannen möglich ist. Hier der historische Vergleich. In der Ersten Wiener Türkenbelagerung waren die Truppenstärken Angreifer : Verteidiger = 150.000 : 17.000. In der Zweiten Wiener Türkenbelagerung waren die Truppenstärken Angreifer : Verteidiger = 120.000 : 20.000.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Einer eindrucksvolle Choreografie am Beginn,

steht ein zwar nicht minder eindrucksvoller Beginn der Rapid-Viertelstunde gegenüber, 

der aber dem Verein wieder einmal teuer zu stehen kommen wird, wenn – so wie in den Medien steht – diese Freudenfeuer nicht angemeldet waren.

Da es das Auftaktspiel war, gab es im bereits im Vorfeld viele Berichte. Hier eine Übersicht (wenn ein Medium zwei Mal vertreten ist, dann ist das jeweils ein Vorbericht und ein abschließender Spielbericht):

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Alle Bilder: Bilder-Ewkil
Stadionzeitung
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