Admira-Rapid

0:3 (0:2)

Mit einer gewissen Erleichterung sahen wir die Mannschaft mit einem 4-2-3-1 auflaufen und das mit einem spielfreudigem Jung-Papa Taxi, der sich auch gleich zwei Mal in die Torschützenliste eingetragen hat. Man kann es drehen wie man will, Taxi macht derzeit den Unterschied.

Auf den Rängen konnte man vereinzelt hören, dass man gegen einen schwachen Gegner gewonnen hätte. Aber immerhin spielte die Admira zwei Mal Unentschieden gegen die Austria und in der Vorwoche auch gegen RB, und wenn man in der Südstadt etwas lernen kann, dann das, wie man es dort schafft, in dieser vergleichsweise tristen Umgebung immer wieder konkurrenzfähige Teams aufzustellen.

Im “Zweiersturm”, der in der Schlussviertelstunde aufgeboten wurde, konnte nur der Debütant Yusuf Demir seine Qualitäten aufblitzen lassen. Nach einem sehenswerten Dribbling bediente er den in der Mitte stehenden Badji, doch der musste zu lange nachdenken – und schon war die Chance vorbei. Kitagawa zeigte einen Fehlpass und ein Foul. Badji und Kitagawa wird die Wintervorbereitung gut tun. Hoffentlich!

Wenn man Rapid-Erfolge sehen will, muss man auswärts fahren! Die Kluft zwischen der Punktezahl bei Heim- und Auswärtsspielen vertieft sich nach dem Derby und dem Admira-Spiel weiter.

Kinder an die Macht!

Immer wieder freuen wir uns über gelungene Debüts, aber danach verschwinden die jungen Talente wieder und befinden sich bestenfalls auf der Reservebank. Manchmal haben wir den Eindruck, als würde man die Qualität im eigenen Haus nicht ausreichend erkennen und setzt – wahrscheinlich aus einer Art des Sicherheitsdenkens – auf die gekauften Spieler.

Wir Zuschauer haben leicht reden! Wir erleben persönlich nicht den Druck eines Trainers und würden uns wünschen, dass mehr junge Spieler zum Einsatz kommen. Natürlich wünschen wir uns auch gleichzeitig Erfolg; wahrscheinlich ein Widerspruch.

Admira-Derby

Zwar liegt das Derby zwischen Austria und Rapid mit bisher 330 Begegnungen an der Spitze aller Derbies, doch an zweiter Stelle folgt schon die Admira mit bisher 278 Begegnungen und dann mit 213 Sturm. Zum Vergleich die erreichte ewige durchschnittliche Punktezahl (3-Punkte-Regel) seit 1911:

1,46 Austria
1,83 Admira
1,75 Sturm

Auf den ersten Blick schaut es so aus, als würde man mit 1,46 weniger als die Hälfte der möglichen Punktezahl gegen die Austria erreicht haben, dass also die Austria im Langzeitschnitt voran wäre. Das ist aber nicht der Fall, und das kommt durch den bei einem Unentschieden nicht vergebenen Punkt zustande.

Spiele   S   U   N  PPS Punkte PPS Punkte
   330 136  75 119    2   1,05   3   1,46

Man sieht, dass Rapid um 17 Siege mehr verbucht hat und man das bei der Zweipunkteregel auch sieht (1,05>2/2), doch bei der Dreipunkteregel nicht (1,46<3/2). Der nicht vergebene Punkt bei einem Unentschieden ist dafür verantwortlich.

Ausnahmsweise wünschen wir also unserem härtesten Langzeitgegner, der Austria, für ihr morgiges Spiel gegen des WAC einen Punkt, um auf dem dritten Tabellenplatz überwintern zu können.

Schiedsrichter

In der Vorschau stand noch am Vormittag, dass Schiedsrichter Heiß das Spiel leiten würde, doch am Abend war es Dieter Muckenhammer. Es gab eigentlich keine Situation, bei der Rapidler sich hätten über ihn ärgern müssen. Der Ärger über vergebene Chancen war jedenfalls größer.

Unter seiner Leitung erreichte Rapid bisher 1,45 Punkte pro Spiel und das ist deutlich unter dem Schnitt von 1,74 Punkten. Muckenhammer leitete bisher 20 Spiele und ist damit im besten Schiedsrichteralter*). Mit diesem Sieg ist der Punkteschnitt bei Muckenhammer auf 1,52 gestiegen.

*) Die durchschnittliche Anzahl der Rapid-Spiele aller derzeit aktiven Schiedsrichter ist 19 Jahre. Die Oldies sind Drachta (44), Eisner (39), Harkam (43), Schörgenhofer (56) und Schüttengruber (28); Ouschan (22) und Muckenhammer (21) liegen im Durchschnitt, alle anderen leiteten deutlich weniger als 20 Rapid-Spiele.

Heimschwäche

Man könnte auch sagen “Auswärtsstärke” und ob diese eigenartige Relation der Ergebnisse nur reiner Zufall ist oder doch mit dem Erwartungsdruck in Hötteldorf zu tun hat, wer weiß! Wer hätte gedacht, dass sich hinter der Auswärtsstärke sogar ein Rekord versteckt, denn es ist heuer erstmals seit 1987 gelungen, 12 Auswärtssiege in einem Jahr zu schaffen. Das ist doch erstaunlich! Jetzt fehlt es nur mehr am Überwinden der Heimschwäche!

Ambiente

Wie es die Admira schafft, mit diesem geringen Zuschauerzuspruch über die Runden zu kommen, ist bewundernswert. Dabei ist das Spiel gegen Rapid mit 4.000 Zuschauern schon ein Highlight. Gegen den Meister Salzburg kommen 2.500, gegen die Austria 3.476 Zuschauer, gegen alle anderen Vereine unter 2.000 Zuschauer.

Wie man bei der Admira auf die verpflichtende Überdachung für die Tribüne für die Auswärtsfans reagiert hat, ist bezeichnend für die Situation in der Südstadt. Kurzerhand wurde ein Teil der Haupttribüne für die Auswärtsfans abgetrennt und mit einem eigenen Zugang von der Ostseite versehen. Mit dem Effekt, dass die immer sehenswerte Choreografie unseres Blocks von niemandem gesehen werden kann, außer von einigen auf diese Bilder spezialisierten Fotografen.

Die Wiener Lokalbahnen gehen auf die punktuell erhöhte Fahrgastfrequenz an Spieltagen ein und stellen zusätzliche Garnituren zur Verfügung, etwas, das sich die ÖBB auf der S80 zwischen Hütteldorf und Aspern abschauen könnten, indem sie wenigstens rund um die Spielzeiten in Hütteldorf die Zuglänge verdoppeln könnten (keine Kurzzüge).

Über die Badner Bahn

Eine Fahrt mit der Badner Bahn ist immer ein schönes Erlebnis, bedenkt man aber, dass diese Verbindung ursprünglich ausschließlich für den Transport von Ziegeln vorgesehen war, kann man sich ausmalen, wie die Gegenden links und rechts von der Bahnstrecke bis in die 1960er Jahre ausgeschaut haben. Die Gemeindegebiete von Inzersdorf, Vösendorf, Brunn, Wiener Neudorf und Guntramsdorf waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts riesige Ziegelproduktionsgelände, auch das heutige Gelände des BSFZ in der Südstadt war bis etwa 1940 eine Ziegelei. An diese Zeiten erinnern heute zahlreiche kleine Paradiese. Sei es der Badeteich Ozean in Guntramsdorf, der Schinterteich in Brunn, die Blaue Lagune in der SCS, das Naherholungsgebiet Wienerberg oder im Bereich des Sportzentrums Südstadt ein kleiner Teich im Norden des Geländes.

Die damaligen überaus tristen Arbeitsbedingungen waren der Auslöser für die Gründung der SDAP (später SPÖ) 1889 in Hainfeld.

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Rapid-Admira

5:0 (1:0)

So langsam kommt Rapid in Fahrt. wir sind etwa dort, wo wir Anfang 2016 waren. Damals, beim ersten Spiel im neuen Stadion gewann man im ersten Spiel gegen Ried mit 5:0. Wir alle glaubten, den Anfang einer neuen großen Rapid-Ära zu erleben. Aber Fußball scheint ein sehr sensibles Metier zu sein, und es ist mehr Psychologie im Spiel als man glauben würde. Das hat jedenfalls der Altach-Trainer nach deren heutigem 6:0-Sieg gegen St.Pölten erklärt. Seit den ersten Tagen im Weststadion/Allianz-Stadion ist Rapid um Stabilität bemüht und nach einem Verbrauch von drei Trainern und zwei Sportdirektoren war dieses Jahr der Ruhe rund um den Trainerposten endlich jene Konsolidierungsphase, die wieder eine gewisse Lockerheit in das Spiel von Rapid bringt, die für Erfolg nötig ist.

Erst nach dem 2:0 nach der Pause wurde allmählich klar, warum sich die Admira bis zum Pausenpfiff überhaupt behaupten konnte. Die Admira spielte mit ziemlich aggressivem Zweikämpfen. Zwei versteckte und ungeahndete Fouls führten zu blutenden Wunden bei Dibon und Ljubicic. Dazu kamen andere zweifelhafte Entscheidungen von Schiedsrichter Heiß, die allesamt hätten dazu führen können, dass Rapid auch in Rückstand hätte geraten können. Ja, nach unserer Ansicht gibt es eine Schiedsrichterschwäche bei Spielen in Hütteldorf, Und die besteht in einer klaren Bevorzugung der Gäste.

Nach dem 2:0 nach der Pause was es den Gästen klar, dass hier nichts mehr zu holen sein wird und sie verzichteten danach auf harte Einlagen und beschränkten sich auf das Spielen. Und solches Verhalten kam den technisch besseren Rapidlern zugute und gleich schaute das Spiel anders aus. Nicht, weil Rapid plötzlich so gut gespielt hätte, nein, der Gegner hat sich mit der Niederlage abgefunden und stieg nicht mehr mit vollen Einsatz ein.

Wir freuen uns über ein Sieg in einer Höhe wie man ihn nur von Testspielen kennt. Schon beim Derby fragten wir, ob das jetzt der Durchbruch gewesen wäre. Nun, die Frage wird wohl weiter gestellt werden dürfen. Siege dürfen keine Eintagsfliegen bleiben und müssen zu einem verlässlichen Begleiter werden, vielleicht, so wie in früheren Jahren. Warum nicht? Wir wären bereit dazu!

Choreografie

Die Spirits feierten ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer sehenswerten Darbietung, und wir schließen uns als Gratulanten an! Schon vor dem Einlass konnte man sehen, wie man die Utensilien zur Choreografie ins Stadion gebracht hat und gleich nach dem Einlass wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.

Ján muss weg!

Ján kam mit einer Rodel vollgepackt mit seinen Utensilien wie Audio-Anlage, Augustin-Ausgaben, Werbebotschaften. Wenn er kommt, reicht sein Geld oft nicht für eine Eintrittskarte und die will er bis Spielbeginn verdienen. Meist gelingt ihm das auch. Er ist ein Marketing-Talent. Er weiß genau, was einen guten Standplatz ausmachen kann und wie ungünstig “ein paar Meter weiter weg” sein können. Daher parkte Ján seinen “Bauchladen” möglichst nah am Röhreneingang. Und manchmal kann er dort auch bleiben. Heute wird ihm dieser Platz aber verwehrt und er muss etwas weiter Aufstellung nehmen.

Während des Spiels sammelt er Becher, um Startkapital für das jeweils nächste Event zusammen zu bekommen. Ján liebt alle grün-weißen Mannschaften aber auch Heavy Metal und das alles ist nicht immer billig.

Kitagawa-Fans aus Japan

Ich durfte sie zwar nicht fotografieren, aber vielleicht haben sie mich nur nicht verstanden, die beiden Damen, Mutter und Tochter, beide mit “Kitagawa”-Trikots und offenbar wegen ihres Idols aus Japan (!) angereist. Das wieder hat mir eine andere Japanerin erzählt, die die beiden auch gesehen hat. Ein Foto von hinten ist mir dann doch gelungen.

Schön, dass sich Rapid wieder um Ivica bemüht hat und ihn ins Stadion geholt hat.

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Admira-Rapid

3:4 (0:3)

Wie sehr kann man seine Anstrengungen reduzieren, wenn man 3:0 in Führung liegt?

Dass dieses Spiel praktisch gewonnen war, wussten wir in der Pause alle. Entsprechend unaufgeregt waren auch die Pausengespräche. Und so wie wir das wussten, wussten es auch die Spieler. Eine Kabinenpredigt des Trainers war wohl wegen des Spielstands nicht nötig, und so wurde dann auch gespielt. Ball halten und glauben, das würde gegen die Admiraner genügen, oder -wie es Zuschauer ausdrücken: “die Mannschaft hörte auf, Fußball zu spielen”.

Doch so, wie es in der ersten Halbzeit in fünf Minuten gelungen war, den Halbzeitstand von 3:0 einzustellen, genügten der Admira neun Minuten, um den Ausgleich zu erzielen.

Dazu beigetragen haben die zur Gewohnheit werdenden Unsicherheiten des Tormanns beim 2. und 3. Gegentor, die wir allen meinen zu sehen, nur nicht das Trainerteam. Helge meint, dass das Festhalten an einem fixen Einsertormann dessen Sicherheit erhöht. Doch scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

Aber einen Lichtblick haben wir: Aliou Badji! Aliou hatte 13 Einsäte und erzielte 4 Tore. Aber in den bisherigen Spielen war er nur im Schnitt nur eine Halbzeit im Einsatz. Heute war sein erstes Spiel, das er in der vollen Länge bestritten hat. Und es gab – neben den beiden Toren auch sehenswerte Dribblings und Vorlagen, die uns für die Zukunft hoffen lassen.

Ein Glück, dass es die 67. Minute, ein Glück, dass es Christopher Dibon gibt, zu dem sich der Ball nach einem Corner zufällig verirrt hat und der den Endstand von 4:3 fixiert hat.

Blick auf das Saisonfinale

Es stehen noch drei schwere Spiele am Programm und es zeichnet sich derzeit ab, dass Rapid und Mattersburg die beiden ersten Plätze belegen werden und dann auch das Halbfinale bestreiten, wobei der Erstplatzierte Heimrecht haben wird. Gewinnt Rapid das Duell, dann gibt es ein Finale gegen den Fünftplatzierten der Meistergruppe. Das wäre derzeit die Austria, aber die Mannschaften liegen knapp beisammen.

Für die Spieler, die das Finale bestreiten müssen, wird das eine extrem anstrengende Woche, denn sie werden in 8 Tagen vier Spiele zu bestreiten haben, egal, wer auch immer in dieses Finale kommt.

Sa 25.5. 32. Runde
Di 28.5. Halbfinale
Do 30.5. Finale-1
So 02.6. Finale-2

Für den Kassier werden die zwei Heimspiele (wenn Rapid die Qualirunde gewinnen sollte) eine kleine Entschädigung für den Rückgang an Zuschauerzahlen sein.

Schiedsrichter

Wir erlebten mit Walter Altmann einen neuen Schiedsrichter. Dieser Neuling distanzierte seinen Kollegen in der Runde gegen Hartberg deutlich durch seine unauffällige Spielleitung. Mehr von dieser Sorte, bitte!

Besucherzahlen

3.800 Besucher verirrten sich in die Südstadt. Im Grunddurchgang waren es noch 5.200. Zwar herrschte bei Rapid ein gewisser Cup-Frust, doch dieser Rückgang der Zuschauerzahlen ist auch bei den bisherigen Runden spürbar:

Herbst  Frühjahr
14.600 11.600 H Admira
7.665 7.412 A Innsbruck
18.200 12.300 H Mattersburg
5.038 5.912 A Altach
5.030 4.000 A Hartberg
12.700 13.100 H Hartberg

Nur das Heimspiel gegen Hartberg und das Auswärtsspiel gegen Altach war in der Qualifikationsgruppe besser besucht, bei allen anderen Spielen gab es einen Rückgang der Zuschauerzahlen.

Ambiente

Nach der gemütlichen Anfahrt staunten wir nicht schlecht, als wir die abgerissenen Gebäude des Einkaufsparks in der Südstadt gesehen haben.

Der Zutritt zum Stadion war ein Problem. Die Kamera sei zu groß, meinte der Ordner. Dass ich seit zehn Jahren zu jedem Spiel mit der Kamera gehe, war kein Argument. Was eigentlich das Ausschluss-Kriterium wäre, wusste er nicht. Auch die vorgezeigte Bestätigung von Rapid war nicht hilfreich, zu groß sei eben zu groß.

Also musste ich mit meinem “Joker”, einem Presseausweis eine Akkreditierung ausfassen und wurde danach eingelassen. Damit hätte ich dann im ganzen Stadion herumlaufen dürfen, was ich aber natürlich nicht gemacht habe.

In den Bestimmungen des ÖFB steht, dass professionelle Fotokameras nicht mitgeführt werden dürfen und dazu verwendet man folgendes Symbol:

Das Bild zeigt deutlich, was man nicht will: dass jemand mit einem Teleobjektiv auf der Tribüne sitzt. Das ist aber bei meiner Kamera nicht der Fall.

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Rapid-Admira

3:0 (1:0)

Mit der Admira kam ein Gegner im Aufwind und da derzeit ein hoher Erwartungsdruck auf unserer Mannschaft lastet, erwarteten wir kein einfaches Spiel. Aber es ergab sich schließlich ein ungefährdeter Sieg mit einer klaren Rapid-Dominanz (Ballbesitz ca. 60 Prozent). Mit 24 Torschüssen wurde jeder 8. Torschuss verwandelt. Von einem Aufwärtstrend im Frühjahr würde ich noch nicht sprechen aber die Art, wie die drei Tore aus dem Spiel heraus erzielt wurden, geben Hoffnung für die nächsten Herausforderungen. Mit diesem Sieg ist die Tordifferenz 0 erreicht und wegen der Niederlage von Mattersburg in Altach übernimmt Rapid vorerst die Tabellenführung. Wer weiß, wozu diese Qualigruppe für den späteren Sieger noch gut sein kann!

Aber am Anfang des Spiels hat sich das noch nicht so angefühlt. Man hatte den Einruck, als würde Rapid den Elfer dringend benötigen, um das Spiel wenigstens 1:0 zu gewinnen. Und dann hat Pavlovic diesen Elfer ziemlich kläglich verschossen. Da er such sonst wenig zum Spiel beitrug wurde er zum Glück gegen Aliou Badji ausgetauscht. Dessen sehenswerte Sprints, überlegtes Passspiel konnten das Spiel im Sturm deutlich beleben. Er hat das zweite Tor durch einen Pass vorbereitet, das dritte selbst geschossen, dabei auch theatralisch den Boden geküsst. Ein neuer Publikumsliebling ist geboren!

Dass es ein Pflichtsieg war, zeigen die Quoten. Um so schwerer wird es in diesen Spielen in der Qualifikationsgruppe für die Mannschaft werden, das Publikum zu überzeugen. Nur 11.600 kamen ins Stadion. Es gab nur zwei Spiele mit noch weniger Besuchern: gegen St.Pölten am 7.4.2018 mit 10.000 Zuschauern und dann noch das Cupspiel am 28.2.2018 gegen Ried mit 7.200 Zuschauern.

“Nur wir haben es verdient, das Rapid-Trikot zu tragen”

…titelte der Block und verbrachte die erste Spielhälfte hinter der Tribüne. Wie verbreitet bei der Kindererziehung der “Liebesentzug” ist, weiß ich nicht, aber eine besonders erfolgreiche Methode dürfte es nicht sein. Die Kapitänsschleife zurück zu verlangen, ist etwa auf derselben Ebene. Der Block hilft mit seinen Aktivitäten ohnehin weniger der Mannschaft, sondern eher dem Verein. Durch seine Fähigkeit, ansonsten schwierige Massen zu lenken, durch seine attraktiven Gesänge und Choreografien zu den hohen Zuschauerzahlen beizutragen, ist der Block ein nicht zu unterschätzender Positiv-Posten von Rapid. Die Mannschaft spielt auch ohne Block sehr gut, vor allem muss sie nicht auf irgendwelche Kränkungen Rücksicht nehmen, wenn der Block einmal nicht da ist.

Auf der Nordtribüne gab es einerseits eine Autogrammstunde, und es verfolgte auch eine Junioren-Nationalmannschaft das Spiel.

Ich habe für den Klub der Freunde Visitenkarten bei den Stehtischen aufgelegt. Sie enthalten einerseits die kommenden Spieltermine und auch einen Hinweis auf unsere Mitgliederversammlung am 15.4.

Links

Admira: Vorbericht
EwkiL: Bericht · Bilder · News vom Tage · Statistik
Fußballösterreich: Bericht
Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht

Rapid-Admira

Ein ungewöhnliche Marschordnung zur Mannschaftsaufstellung wegen des Banners gegen Diskriminierung
Unser Sitznachbar Alexander ist Wappenträger…
…und Jasmin hat sich in alle Details für das Spiel vorbereitet:

2:0 (1:0)


Die Rückrunde beginnt wie die Hinrunde: mit einem Sieg gegen die Admira! Endlich entspricht einmal das Ergebnis eines Spiels auch auch der Erwartungshaltung der Buchmacher: 1,35 : 6. 

Wie bei jedem Spiel hätte alles auch ganz anders kommen können, denn bei einem Konter der Admira beim Stand von 1:0 fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich. Aber die Überlegenheit von Rapid war dann doch zu groß und auch ein deutlicherer Sieg wäre möglich gewesen.

Es ist erwähnenswert, dass nicht die Stürmerkollegen ins Tor treffen sondern Old Man Sonni.

Alle freuen sich mit Sonni über das 1:0

Die wenigen Zuschauer gingen wohl ziemlich erleichtert nach Hause, ist man doch nach dieser Runde wieder an der Spitze der unteren Tabellenhälfte, also auf Platz 7 angelangt, und wäre in der Schlussphase noch ein Treffer gelungen – möglich wäre es gewesen – wären wir sogar auf Platz 6 gelandet. Kann aber alles noch werden – bei bisschen mehr “positiver Energie”.

Es war eine Runde für Rapid, denn durch die Ergebnisse der Konkurrenten konnte der Punkteabstand – außer zum ebenfalls siegreichen WAC – verringert werden.

Stimmen

Ernst Dokupil reklamierte etwas mehr Fußballkompetenz ins Präsidium, allerdings dürfte der Meistertrainer vergessen, dass es hier um die Führung eines Unternehmens geht und dass dabei Fußballkompetenz nicht die allererste Priorität hat, sonst könnte man ja die Führungsetage mit ehemaligen Meistertrainern besetzen. Aber das würde sich schwierig gestalten, denn Rapid hat mittlerweile gar nicht so viele Meistertrainer, um alle diese Positionen mit Fußballkompetenz zu besetzen.

Ich, zum Beispiel, wäre ein guter Kandidat für eine Führungsrolle im Manner-Vorstand, meine Expertise im Sortiment der süßen Verführungen ist als extrem zu bezeichnen. Genau so wie ich dort nichts verloren hätte, ist das auch für unsere Lieblings-Legenden der Fall. Als Präsidiumsmitglieder wären sie fachlich völlig unqualifiziert und bestenfalls als Maskottchen zu gebrauchen, als Legende bleiben sie uns dagegen in bester Erinnerung und sollten sich in eine sich seit ihren Tagen sehr stark veränderte Fußballwelt nicht mehr einmischen.

Das Präsidium leistet sich als Spezialisten einen Sportdirektor und dieser “kompetente” Fachmann war seinerzeit drauf und dran, den Spieler des heutigen Tages, Mario Sonnleitner aus dem Team zu stellen, einen Spieler, der uns schon so manches Spiel gerettet hat; einerseits durch seine heroische Verteidigungsbereitschaft und durch seine Torgefährlichkeit bei Standardsituationen.

Und Mario ist weder Ministrant noch Sängerknabe, ein Attribut, das zuletzt der aktuellen Rapid-Mannschaft ist zugeschrieben wurde.

Vielleicht waren ja die klaren Worte des Präsidenten genug Angst machend, dass sich die Spieler etwas mehr angestrengt haben. Klingt gut, aber wenig wahrscheinlich; es war einfach der Gegner. Ob es eine Leistungssteigerung war, werden wir in 10 Tagen beim Rückspiel gegen Villarreal sehen.

Zu diesem Spiel gegen Villarreal gibt es erstaunlicherweise nur noch wenige freie Plätze. Ob das Stadion aber wirklich ausverkauft sein wird, ist nicht sicher, denn beim Stammtisch erzählte Andy Marek, dass gleich nach Beginn des Verkaufs der Zweierabos eine große Zahl von Buchungen aus Schottland registriert wurde und diese Käufer zwar das Zweierabo kauften, aber nur das Glasgow-Spiel besuchen werden. Allerdings hat man seitens Rapid versucht, diesen Zweierabo-Käufern aus Schottland das Zweierabo gegen eine Einzelkarte zurückzukaufen. Wir werden ja sehen, ob das gelungen ist.

“Kein Platz für Diskriminierung”

Von Zeit zu Zeit gibt es bei Fußballspielen Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung. Mein Eindruck ist, dass diese Plakataktionen zu wenig klar zum Ausdruck bringen, was hier gemeint ist und daher nehme ich eine Anleihe aus einem Facebook-Posting, um das etwas populärer zu formulieren.

Niemand kann sich die Eltern, das Geschlecht, die Religion, die Hautfarbe, die Rasse, die Muttersprache, das Aussehen, eine Beeinträchtigung oder sexuelle Orientierung aussuchen. 


Aber wir alle können uns aussuchen, wie wir, die wir uns das eben alle nicht aussuchen können, mit einander umgehen; also, ob wir ein Arschloch sein wollen oder nicht.

Aus einem Facebook-Posting

Das betrifft nun nicht nur unseren Alltag, das betrifft auch das Auftreten des Blocks. Der größte Teile der Gesänge ist ohnehin in Ordnung aber speziell, wenn es gegen den Stadtrivalen geht, könnte eine gesteuerte Mäßigung dazu beitragen, dass auch die sonstigen Rassismen im Alltag der Fußballfans zurückgehen.

Was gerade noch oder eben gerade nicht mehr politisch korrekt gesagt werden darf, ist nicht immer leicht zu beurteilen. Etwa sagte Neo-Bürgermeister Michael Ludwig in einem Interview, die ebenso Neo-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wäre “telegen” und diese Zuschreibung wurde von den Medien als “sexistisch” kritisiert.

Im Dienst von Rapid

Schwer bepackt zieht ein PopCorn- und Brezel-Verkäufer seine Runden:

Verkäufer im Dienste von Rapid

Neben ihm standen zwei junge Damen als Inkassantinnen für die Rapid-Mari€.

Foto und Abdruck von den beiden Damen erlaubt!

Man kann dieses tolle Bild natürlich kommentarlos hierher stellen, doch gibt es zufällig einen Zusammenhang zu der heute präsentierten Aktion “Kein Platz für Diskriminierung”. Ich habe die beiden gefragt, ob ich sie fotografieren darf und ob es ihnen etwas ausmachen würde, wenn ich ihr Bild für den Admira-Artikel verwenden würde. Sie haben spontan zugesagt.

Was hätte wohl der eine oder andere Rapid-Fan zu diesen beiden gesagt? Ob er eine Anspielung auf ihre Hautfarbe gemacht hätte? Wir sollten uns aber an diese Aktion erinnern und solche Anmerkungen unterlassen.

Dass die beiden aber “telegen” sind, das möchte ich mir denn doch nicht nehmen lassen, auch wenn es sich laut Medien sexistisch anhört. Immerhin hat es die so beschriebene Rendi-Wagner dem Bürgermeister erlaubt, also dürfen wir das auch. 

Choreografie

In englischen Wochen, noch dazu mit Auslandsfahrten, bleibt wenig Zeit für Choreografien, noch dazu bei einem Stimmungstief. Dennoch versucht man im Block darauf hinzuweisen, dass man “ergebnis-unabhängigen” Support betreibt. 

Ultras behaupten, ihr Support wäre “ergebnis-unabhängig”

So ganz kann man das nach den Attacken gegen Gogo nicht glauben. 

Autogramme vor dem Spiel

Eigentlich bräuchten wir Schobi dringend im Angriff. Er ist schon am Weg dorthin, aber von dem Frühjahr dürfte es nichts mehr werden. Er schreibt derzeit fleißig Autogramme für die jungen Fans.

Paul Gartler und Phillip Schobesberger schreiben Autogramme mit Unterstützung von Speedy, dem Rapid-Maskottchen

Bierbericht

Ich wollte schon nörgeln, weil ich das angekündigte Bier nicht gefunden habe, doch ein Bericht der Rapid-Seite zeigt uns den Weg zum Ottakringer “Wiener Original”:

Lageplan der Kioske mit dem “Wiener Original”

Werbung

Mit 400 Zetteln im A6-Format werben wir für unsere nächste Mitgliederversammlung mit Didi Kühbauer am 19.November.

Links

Admira-Rapid

0:3 (0:3), Harkam, 5200

Die Anspannung zu Saisonbeginn war groß, sicher nicht nur bei uns Zuschauern. Unangenehm war auch der angeschlagene Gegner, weil man erwartet, dass er Beton anrührt.

Doch es war erfrischend zu sehen, wie sich unsere Spieler im Strafraumgetümmel durchkombiniert haben. Insbesondere die linke Seite mit Ivan und Boli war sehr auffällig. Dass Knasi gleich zwei Assists auf sein Scorerkonto verbuchen konnte, zeigte seine Präsenz dort, wo es drauf ankommt. Daher führt er auch die Tabelle der Vorlagengeber an:

Dass die zweite Halbzeit nicht nach dem Wunsch des Publikums gelaufen ist, dürfte viele Ursachen haben. Einerseits mussten die Südstädter mehr fürs Spiel tun, den Rapidlern war es schon zu heiß und zum Glück stand es schon 3:0, sodass wir die vergebenen Top-Chancen der zweiten Halbzeit verkraften können. “Satte Löwen jagen nicht”, könnte man sagen.

Es war eine Einsermannschaft, die da aufgelaufen ist, aber eine mit einer starken Reserve, die wir in dieser Saison werden aufbieten können.

Dass sich der ersehnte Torjäger Deni Alar nicht in die Torschützenliste eintragen konnte, hing noch von kleinen Zufälligkeiten ab und auch davon, dass er ja nicht der einzige ist, der für die Tore zuständig ist, wie man gesehen hat. Diese Vielfalt an Torschützen ist – sofern es so bleibt – eine starke Waffe im Angriff von Rapid. Wir können gespannt sein, wie sich das Duell um die Stürmerstartplätze entwickelt, wenn erst Jeremy und Andria einsatzbereit sein werden.

Tabellensituation

Man soll die Feste feiern, wenn sie fallen, denn wer weiß, ob man später noch Gelegenheit dazu haben wird. Hier also die schöne Tabellensituation nach dieser ersten Runde:

Besuch

Mit 5200 Besuchern ist die Zuschauerzahl etwas unter dem Schnitt der Rapid-Auswärtsspiele in der Südstadt der letzten 10 Saisonen von etwa 6.000 pro Spiel . aber deutlich über dem Zuschauerdurchschnitt bei Admira-Heimspielen con 2300. Gefühlt waren es viel mehr Zuschauer, was aber auf die Warteschlangen bei den Kiosken zurückzuführen war.

Choreografie

Vor Spielbeginn zeigt der Block “Neues Ligaformat – weg mit den alten Leiden. Gemma Burschen, gemeinsam den Titelfluch vertreiben!”

Foto: Gerald Führich

Hervorragendes Fanservice

Als langjährige Kenner des Südstadt-Geländes fiel uns gleich nach dem Einlass ein gelber Schlauch auf, der sich durch die unbesetzten Plätze der Osttribüne schlängelte.

Bald wurde klar, dass auch unser Klubservice den Wetterbericht gelesen hat und von Zeit zu Zeit mit Hilfe dieses gelben Schlauchs für eine kühle Dusche gesorgt hat, die auch dankbar angenommen wurde.

Ausnahmsweise fühlten wir uns auf der Haupttribüne etwas vernachlässigt!

Rapid, ein Klub zum Angreifen

Dass sich in der Pause der Geschäftsführer zu den mitgereisten Fans setzt und bereitwillig erklärt, dass W24 mit seinen Sendungen erst wieder im September zu sehen sein wird, ist auch so ein Detail, das nicht selbstverständlich ist und zeigt, wie verbunden die Rapid-Familie doch ist. Der Grund für diese Verschiebung des Beginns der bisherigen Rapid-Viertelstunde war eine teilweise Überschneidung mit dem geplanten Format „Dein Verein“ bei Sky. Dass es die Rapid-Viertelstunde dennoch weiter zu sehen sein wird, ist sehr erfreulich.

Ambiente

Die Kartenpreise sind wieder etwas gesunken. Der obere Rang kostet nunmehr 25,- Euro und 19,- Euro ermäßigt. Im Frühjahr waren es noch 35/29 Euro.

Es gibt bei diesen Spielen immer viel Polizei. Warum sich diese Leute nicht darum kümmern, dass man für die Ausfahrt vom Südstadtparkplatz die Ampelphase länger freigibt, ist unklar. Unser mit Arnold, Christian, Florian, Franz und Mario voll besetztes Stadion-Taxt wartete bei voll aufgedrehter Klimananlage geduldig auf die Ausfahrt. Rot, obwohl es gar keinen Querverkehr gab. Könnte man leicht ändern und würde einigen Ärger ersparen.

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Rapid-Admira

4:1 (2:0)

Der Spielanfang war noch sehr ausgeglichen, Rapid spielbestimmend aber ohne besondere Chancen. Wenn es also nicht mit einem konzertierten Angriff klappt, dann eben mit einem Konter im eigenen Stadion. Und wie das gleich zwei Mal am Ende der ersten Halbzeit geklappt hat. Vielleicht hat man sich früher einfach zu sehr in der Spielmacherrolle verzettelt und zu selten auf die Methode der Gegner, das Kontern, zurückgegriffen.

Dann nach der Pause, ein mutiger Weitschuss von Manuel Thurnwald! Ja, auch das Glück kehrt wieder zurück, dorthin wohin es gehört, nach Hütteldorf! Wäre der Ball nicht abgelenkt worden, hätte ihn wohl Tormann Leitner gehalten. Kapitän Stefan Schwab ist in einer besonderen Form. Er hat in jedem der letzten Spiel getroffen oder eine Vorlage geleistet. In diesem Spiel gegen die Admira waren es zwei Vorlagen und ein Tor. Die Vorlage zu dem prächtigen Kopfballtor leistete übrigens Ehrenkapitän Steffen Hofmann.

Rapid kommt in Fahrt!  Beeindruckende Spiele und meist auch beeindruckende Siege. Ein lang vermisstes Selbstverständnis im Kombinationsspiel kehrt zurück; man beginnt sich immer besser zu verstehen; die Anzahl der erzielten Tore steigt.

Bei einem so komplexen Spiel kann sehr viel eine Rolle spielen, gleichbleibende Rituale geben Sicherheit. Hier eine Beobachtung: Das Ritual der Rapid-Spieler zu Spielbeginn ist kein Siegesbeschwörungskreis (das gab es kurz zu Canadis Zeiten) sondern eine Art Jeder-Mit-Jedem-Abklatschen.

Soll der Trainer bleiben?

Eigentlich geht’s nur mehr um den Trainer, denn das Saisonziel, der internationale Platz ist praktisch erreicht und die Frage der konkreten Platzierung wird in den nächsten Wochen geklärt. Aber in der Frage der Vertragsverlängerung ist man sowohl bei der Vereinsführung als auch bei den Fans in einem Dilemma, denn einen noch schlechteren Tabellenplatz, der zu einer Ablöse führen würde, will niemand, aber ebenso will ein ziemlicher Teil der Anhänger, dass Gogo nicht verlängert wird. Ich kann nicht erkennen, woran man es festmachen wollte, Trainer Djuricin nicht zu verlängern. Ich kenne die Wortmeldungen aus Facebook, deren Schreiber sich meist nur an zwei Kriterien orientieren:

  • am der fußballerischen Karriere, also am”grünen Blut”
  • an der Farbe der Kleidung (siehe Krankl-Spruchband “Hansi: farbenblind und frustriert bei Sky philosophieren; so wirst Du Deinen Ruf als Legende weiter ruinieren!”)
     

Schon die Zahl der Punkte/Tore/Siege kann diese beiden Kriterien nicht wettmachen. Nicht einmal der Derby-Sieg konnte die Wogen glätten und wird als ein weiterer Schritt zur (unerwünschten) Verlängerung des Vertrags von Gogo gesehen. Werfen wir daher auf einen Blick auf die letzten Jahre und den jeweiligen Punktestand nach 31 Runden: 

Punkte und Platzierung von Rapid nach 31 Runden

55 3 2017/18 Djuricin
34 7 2016/17 Büskens, Canadi, Djuricin
55 2 2015/16 Barisic
54 2 2014/15 Barisic
51 2 2013/14 Barisic
47 3 2012/13 Schöttel, Barisic
50 2 2011/12 Pacult, Schöttel
48 5 2010/11 Pacult
63 2 2009/10 Pacult
61 2 2008/09 Pacult
54 1 2007/08 Pacult

Man sieht, dass die in der Meistersaison erreichten Punkte heute gerade einmal zum dritten Platz reichen. Rapid wurde also damals durch die Schwäche seiner Kontrahenten Meister und nicht durch eigene Stärke. Auch sieht man, dass es mit den Punkten in den Saisonen 2008/2009 und 2009/2010 zu einem Meistertitel hätte reichen können, wäre da nicht die schwer einzuholende Dominanz von Salzburg. Sofern man einen Trainer arbeiten lässt, können wir stabile Verhältnisse mit etwa 1.77 Punkten pro Runde erwarten. 

An besten beschreibt die Mentalität mancher Rapid-Anhänger der Titel des neuen Programms von Adi Hirschall “Wiener und andere Menschenfresser”. Aber auch die Farbsichtigkeit der Wiener ist ziemlich gestört, spricht man doch gerne vom “Goldenen Wienerherz” oder von der “Blauen Donau”, und von beiden Farben wissen wir, dass es sich um reines Wunschdenken handelt. Weder ist das Herz golden, noch ist die Donau blau, und der “Menschenfresser” trifft die Realität, nämlich den Charakter der Wiener, schon besser. 

Es ist schwer, ohne grüne Vergangenheit Vertrauen in der Rapid-Community zu gewinnen. Es müsste ein Titel sein oder sonst ein Husarenstück, das dieses “Fremdeln” gegenüber dem Trainers beenden könnte. Zitate aus den Foren zu wiederholen, erspare ich mir, allein der Titel eines Threads im Forum rapidfans.at sagt alles: “Man weiß nicht, was Gogo ist”. Es würde genügen, jemandem, der Rapid aus einem bisher nicht gekannten Tief herausgeführt hat, mit etwas mehr Respekt zu begegnen. Undankbarkeit scheint sich überhaupt wie eine Modeerscheinung durch Entscheidungsprozesse zu ziehen. Die beiden abgelaufenen Jahre haben uns gezeigt, wie falsch Expertenmeinungen (und auch die eigenen) sein können; sowohl bei der Ablöse von Barisic durch Büskens, als auch bei der Ablöse von Büskens durch Canadi, und dass der Wert von Kontinuität unterschätzt wird und bei einem kleinen Tief gleich die Reißleine gezogen wird. 

Wie sagen wir gerne, bei Rapid? Wir holen keine Stars, wir machen Stars! Und warum soll das nicht auch auf einen Trainer zutreffen?

Wenn ein Trainer nicht verlängert wird, bedeutet das in der Regel auch, dass der gesamte Trainerstab gekündigt wird. Diese 20 Monate Gogo sind eine Investition in ein Team, bestehend aus Spielern und Betreuern, Investitionen in Vertrauen, in Beziehungen, in Freundschaften. Mit einem Trainerwechsel verliert man nicht nur den Trainer, man verliert all dieses aufgebaute Kapital, das wir dann im Spiel sehen in etwas, was wir Spielverständnis bezeichnen, das man aber nicht einfach hat; dieses Verständnis baut sich erst im Laufe der Monate und Jahre auf. Wenn also ein Trainer bei einem Wechsel sagt, er beginne “bei Null”, dann erscheint es etwas geringschätzig gegenüber dem Vorgänger zu sein, der ja auch mit den Spielern hart gearbeitet hat. Bei einem Trainerwechsel gehen alle Erfahrungen mit dem Umgang mit den Spielern verloren und das muss man tatsächlich ganz von vorne wieder aufbauen.

Ich plädiere sehr dafür, Gogo zu verlängern. 

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Admira – Rapid

2:1 (0:0)

Die letzten 11 Spiele der beiden Mannschaften zeigen nach dieser Rapid-Niederlage eine ausgeglichene Bilanz S:U:N = 5:1:5. Mit einer im Schnitt etwa um ein Jahr jüngeren Mannschaft mit einem Drittel des Marktwerts von Rapid hat sich Ernst Baumeister wieder einmal durchgesetzt. 

Was dieser Ernst Baumeister allwöchentlich aus dem Hut zaubert, das könnte Rapid vielleicht auch. Rapid könnte auf die nachrückenden jungen Spieler setzten (Mujakic), tut es aber nicht. Admira probiert es, und gewinnt mit einem Tor des 18jährigen Marco Hausjell.

Diesen Start in das Frühjahr haben sich wohl alle Beteiligten – wir inklusive – anders vorgestellt. 

Trainer Djuricin war krankheitsbedingt nicht auf der Bank.

Würde es nur bei diesem einen Spiel so sein, dass man tolle Chancen vernebelt; es ist leider verdammt oft der Fall.

Ambiente

Die Zuschauerzahl war mit 3200 die geringste seit dem Jahr 2002 (abgesehen von einem Geisterspiel nach dem Platzsturm). Der Rapid-Anhang hat total ausgelassen.

Den Südstädtern kann man kaum einen Vorwurf machen; das Zuschauerpotenzial der Schlafstadt dürfte schon bei 100 ausgeschöpft sein. Wir waren etwas zu früh dran und meinten, im Südstadt-Einkaufszentrum einen Kaffee trinken zu können. Wir haben schon lange keine so triste Umgebung gesehen. Alles geschlossen!

Der Auswärtsblock war dagegen – wie immer – gut gefüllt und präsentierte sich mit einer schönen Choreografie der Lions gedenkend des 92. Geburtstags von Alfred Körner. Der Goleador steht mit seinem 65. Geburtstag am selben Tag etwas im Schatten des greisen Körner

Weiters wurden folgende Spruchbänder präsentiert:

  • “Zusammenhalt gegen die Staatsgewalt.”
  • “Dem Woamen platzt a Wimmerl auf, und Ihr macht’s an Skandal daraus.”
  • “Euer Skandaljournalismus kost’ uns an Locha.”

Die Admira-Fanecke übte sich auch in Pyrotechnik, sowohl bei Spielbeginn, als auch in der Pause.

Ein nachdenklicher Geschäftsführer Wirtschaft nach dem Spiel.

 

Florian und Arnold beim kleinen Imbiss am Hauptkiosk der BFZS-Arena.

 

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Rapid-Admira

1:0 (1:0)

Die erste Halbzeit war durchaus vielversprechend, und es hätte auch noch ein 2:0 werden können, aber es wollte eben nicht sein.

Und so waren wir einigermaßen überrascht, dass wir in der zweiten Halbzeit viel zu oft auf dasselbe Tor gestarrt haben wie in der ersten, sprich, dass der Gegner sich mächtig angestrengt hat und wir in ständiger Gefahr waren, den Ausgleich zu kassieren.

In der ersten Halbzeit hatte man das Gefühlt als würde es die Admira darauf angelegt haben, auf 0:0 zu spielen, also kein Gegentor zuzulassen. Bis zu 26. Minute hat das auch funktioniert aber die dann folgende Kombination war von der Sorte “perfekt”. Alles was wir vorher und nachher gesehen haben, mangelte an dem Umstand, dass eben alle Spielzüge perfekt sein müssen, wenn ein Tor gelingen soll, und das war leider sonst nie der Fall.

Da die Strategie, kein Gegentor zuzulassen, aber nicht aufgegangen ist, musste die Admira in der zweiten Halbzeit mehr für das Spiel tun, was auf den Rängen eine verständliche Nervosität hervorgerufen hat. Wenn man bei schon fortgeschrittener Spielzeit beobachten muss, wie hochkarätige Chancen vernebelt werden, steigt natürlich die Sorge um den möglichen Ausgleich.

Der Ausgleich ist aber der Admira schließlich nicht geglückt.  Gut für Rapid – in diesem Spiel. Ob uns aber dieses Spielglück erhalten bleiben wird, darf bezweifelt werden.

Der Sieg war insgesamt verdient und er hätte auch viel höher ausfallen können. Man fragt sich daher, warum das nicht der Fall war. Sehr viele trickreiche Kombinationen wurden perfekt begonnen, scheiterten aber am Abschluss.

Minimalismus

Manche Phasen während einer Saison haben eine so deutliche Charakteristik, dass man sich diesem Eindruck kaum entziehen kann, obwohl man als gelernter Techniker weiß, wie mächtig Zufall sein kann. Unsere derzeitige Spielphase könnte man als “fußballerischer Minimalismus” bezeichnen. Ein knapper Sieg genügt, ein 1:0 zum Beispiel, und das Ziel, die drei Punkte, ist mit minimalem Aufwand erreicht.

Stürmerproblem

Dass Rapid immer nur mit einem Tor Differenz gewinnt, hat Ernst Baumeister, der Trainer der Admiraner, ironisch bei einem Interview bestens beschrieben: “Wer soll bei Rapid die Tore schießen?” Es ist sicher kein Zufall, das Goran Djuricin beide Stürmer ausgetauscht hat. Jeder von unser hätte das auch getan. der eingewechselte Joelinton zeigte ab seiner ersten Spielminute, dass er spielerisch eine Klasse höher einzustufen ist als Berisha und Kvilitaia, dass er aber vor dem Tor so etwas wie eine “Tötungshemmung” hat, die dazu führt, dass bei Rapid praktisch nur Mittelfeldspieler zu Torerfolgen kommen, weil die Stürmer in der Mitte nicht durchkommen.

Ohne jetzt den folgenden Sager auf einen konkreten Spieler beziehen zu wollen, scheint er doch ganz allgemein zu gelten, und er stammt von Gregor:

“Die Rapid-Stürmer haben einen Torinstinkt wie ein totes Pferd.”

Die Rapid-Stürmer würden sich vielleicht in einer Regionalliga ganz gut präsentieren aber wie sie es in eine österreichische Spitzenmannschaft geschafft haben, das ist ein Rätsel, das nur die betroffenen Sportdirektoren und das Rapid-Scouting beantworten können

Dass bei Rapid Spartentrainer für Sturmer am Werk sind, das merkt man eigentlich nicht. Man kann aber wahrscheinlich nur etwas verbessern, wenn es in Ansätzen vorhanden ist…

Schon in der Zeit eines Toni Polster hat man selbigen dafür kritisiert, dass er immer nur herumstehe und man sich fragt, welche Aufgabe er am Feld habe. Toni hat spätestens beim Spiel gegen die DDR am 15.11.1989 die Antwort gegeben und alle drei Tore für Österreich erzielt. Aber der Toni hatte etwas,  was den Rapid-Stürmern ziemlich abzugehen scheint: den Torinstinkt. Man kann diesen Instinkt offenbar nicht erlernen, man muss ihn haben. Die Stolperkunststücke eines Veton Berisha bei diesem Admiraspiel machen den Eindruck, als müsse man dem Spieler bei Rapid die Elemente des Fußballspielens noch beibringen. Und die jeweiligen Sportdirektoren – es ist jetzt schon  der zweite – müssen sich die Frage stellen lassen, welcher Scout da bei Auswahl wohin geschaut hat. Dass man für diesen Stürmer-Posten nicht auch einen Nachwuchsspieler heranziehen könnte, kann man einfach nicht verstehen.

Als Laie fragt man sich, wie es dazu kommt, dass Spieler für Tor, Verteidigung, Mittelfeld oder Sturm ausgewählt werden. Es kommt mir oft so vor, als würden die Könner unter den Spielern, das Mittelfeld besetzen, die etwas Kräftigeren die Defensive und die technisch weniger Begabten den Sturm. Erst wenn wir Stürmer erleben, die zu der Position nicht “abkommandiert” wurden und diesen besonderen Instinkt und eine bessere Technik haben, dann sind sie – wie Robert Beric – nach einer Saison weg.

Ambiente

Bei den zwei Dezemberspielen des Vorjahres waren noch weniger Besucher im Stadion aber die 16.800 waren schon ziemlich wenig. Man möchte meinen, dass Rapid die beiden Derbys verloren hätte und die Zuschauer deshalb zu Hause geblieben sind. Man muss Feste feiern, wenn sie fallen und die Choreografie erinnert denn auch daran: “Die Nummer Eins in Wien sind wir”.

Ob man es vergessen hat oder der Wetterbericht zu schlecht war, jedenfalls haben die sonst üblichen Bundesländer-Fahnen auf der Osttribüne bei diesem Spiel gefehlt.

Florian, Patrick und Joe, Freunde aus dem Marchfeld besuchen das Spiel.

Eindrucksvoll, wenn die West das “Rapid bin ich…” anstimmt.

Optimismus

Wir haben mit einer deutlichen Überlegenheit gegen die stärkste Mannschaft der letzten Wochen gewonnen, das sollten wir nicht vergessen. Auch die Admira hat eine sehenswerte Serie hingelegt und ihre Ergebnisse überragen im Einzelfall die von Rapid. Dass man gegen ein so starkes Team nicht gleich einen Kantersieg feiern wird, war abzusehen. Umso optimistischer kann uns das für das kommende Spiel gegen Sturm machen.

“Es ist noch nichts erreicht”

Genau das sagte unser Trainer bei einer der letzten Pressekonferenzen. Man kann seine Worte auch sehr schön grafisch darstellen und zeigen, was passieren muss, damit “etwas erreicht ist”.

Das Highlight dieser Grafik ist natürlich der steil nach oben zeigende Kurzzeitmittelwert über jeweils 10 Spiele. Worauf es aber ankommt, ist die fast nicht sichtbare strichlierte Linie unmittelbar oberhalb der quadratischen Spielergebnisse in der Mitte. Das ist der Mittelwert über alle dargestellten Bewerbspiele und der liegt derzeit bei etwa 0,05 {-1…0…+1}. Erst wenn es geschafft ist, dass sich diese Linie am Ende der Saison so irgendwo im Bereich 0,2..0,4 befindet, liegt man auch im Spitzenfeld der Tabelle. Wie hoch dieser strichlierte Mittelwert liegen muss, hängt natürlich von der Konkurrenz ab. Im Meisterjahr 2007/08 betrug der Mittelwert von Rapid über alle Ligaspiele 0,22 und das hat in dieser Saison zum Meistertitel genügt. Im Jahr darauf war dieser Wert bei 0,35 und das hat nicht genügt, weil RB einen noch höheren Erfolgsmittelwert erreicht hat. Die abgelaufene Saison war eine der wenigen Saisonen der Rapid-Geschichte, mit einem negativen Erfolgsmittelwert.

So schön also dieses “Zwischenhoch” ist, was wir brauchen ist eine stabile “Schönwetterphase”.

Luft nach oben

Ja, sechs Siege in Folge, das gab’s schon lange nicht, zuletzt zwischen 10.5. 2012 und 28.7.2012. Aber so was ganz Besonderes ist das auch wieder nicht. Die längste Siegesserie über Bewerbspiele umfasst nämlich 12 Siege zwischen 20. 6. 1987 und 29. 8. 1987, die längste niederlagenfreie Serie umfasst 33 Spiele zwischen 2. 5. 1987 und 17. 10. 1987 (Meisterjahr).

Links

 

Admira-Rapid

3:1 (1:0)

Was für ein Debakel; und es hätte noch schlimmer kommen können!

Überraschungsangriff

Das Tor in der ersten Minute erinnert schwer an ein Deppenmatt:

Mir ist das Tor eingeübt vorgekommen, ein geplanter Blitzangriff, nach dem sich die Admira zurückgezogen hat und es danach kein Durchkommen für Rapid gab.

Vor zwei Jahren hätten wir ein 0:1 zur Pause in der zweiten Halbzeit noch aufgeholt aber heute? Der Admira-Tormann musste sich nicht besonders anstrengen, er hatte kaum etwas zu tun. Natürlich spielt es sich mit einem Führungstreffer im Rücken leichter, aber Rapid kann man sogar zwei Tore vorgeben, wie wir wissen. Und warum? Weil Rapid nicht nachsetzt. Die Admira hat uns gezeigt, wie man das macht. Man hatte insgesamt den Eindruck, dass die Admira einsatzfreudiger ans Werk ging.

Die beiden Wechsel in der 78. Minute brachten Schwung in den Angriff aber auch extrem gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor.

Es läuft nicht rund, das sieht man an den vielen Verwarnungen und an der geringen Punktezahl:

  • 4 Spiele
  • 2 Sonntagsspiele*)
  • 3 Rote Karten **)
  • 9 Gelbe Karten
  • 2 Spielunterbrechungen
  • 5 Punkte

**) Rote Karten pro Saison

  • 4 2013/14 18 Spiele
  • 2 2014/15 18 Spiele 
  • 1 2015/16 18 Spiele 
  • 2 2016/17 18 Spiele 
  • 3 2017/18  4 Spiele

Rapid ist nicht so souverän, wie man es dem Aufwand nach erwarten könnte. Die Erwartungshaltung eilt der spielerischen Entwicklung voraus und daher fliegen Becher. Rapid ist vorerst dazu verdammt, in diesem Spannungsfeld zwischen überzogener Erwartungshaltung der Fans und mäßigem Erfolg zu navigieren. Kaum wird ein Spiel gewonnen (wie jenes in St.Pölten) werden die Akteure in den Himmel gehoben, gelingt es nicht (wie heute) kommt der Liebesentzug.

Ein Schritt vor, zwei zurück.

Preispolitik

Die Karte für einen Sitzplatz am oberen Rang kostet bei der Admira bei einem Top-Spiel 36,- Euro. “Top” bedeutet, dass der Gegner Rapid, Austria, Sturm oder LASK ist (aber nicht RB). Aber bei einem sonstigen Spiel kostet die Karte nur 9,- Euro. Siehe Preisliste Admira. Gut, wer die sonstigen Zuschauerzahlen in der Südstadt kennt, kann das sogar ein bisschen verstehen. Aber auch bei Spielen gegen Rapid waren schon mehr Zuschauer als 4700-

Apropos Zuschauer: Wir saßen eingekeilt in eine Gruppe von Rapid-“Fans”, die man eher als Rapid-Feinde hätte verstehen können. So viele Kündigungen wie an diesem Nachmittag wurden schon lange nicht ausgesprochen. Eine Besucherin wusste genau, was zu tun wäre: Wasserwerfer, Polizeieinsatz (“die tuan jo nix”), alle raus! So ist sie, die Volksseele!

Neue Regel

Der ÖFB führt auf Grund der Vorkommnisse bei Rapid-Spielen einen neue Regel ein, eine Lex-Rapid, um die vielen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu rechtfertigen: bei strittigen Situation muss gegen Rapid entschieden werden. Gut, beim Admira-Spiel war es dann doch nicht ganz so arg.

Ambiente

Eindrucksvolle Roller-Parade von einem ungünstigen Standort fotografiert

Vor dem Spiel

Tolle Choreografie der “Sektion Auswärtsfahrer”

Hannes, Janine, Peter

Peter und Alfred Körner

Junge Optimisten

Links

*) Sonntagsspiele

Rapid hat in manchen Saisonen sehr viele Sonntagsspiele (z.B. 2015/16 “Bundesliga im ORF”) . Und das ist (statistisch) ebenso ungünstig wie der zweite Schütze bei einem Elferschießen zu sein. Bei der FIFA hat man eine große Zahl solcher Entscheidungen per Elferschießen untersucht und festgestellt, dass die Mannschaft, die den ersten Schuss hat, statistisch deutlich erfolgreicher ist, obwohl die landläufige Meinung eher dahin tendiert, dass es sich um eine 50:50-Entscheidung handelt. Daher wird die Regel beim Elferschießen dahingehend geändert, dass nach jeder Runde die jeweils andere als erste an die Reihe kommt.

In einer Bundesliga-Runde legen die Mannschaften der Samstag-Spiele vor, die Mannschaft vom Sonntag muss bezüglich ihrer Tabellennachbarn nachziehen – wie beim Elferschießen.

Rapid wird wegen seiner Popularität sehr oft am Sonntag “eingeteilt”. Es gibt keine Regel, die auf die faire Verteilung der Termine auf alle Mannschaften achtet.

Nach meiner Ansicht erfolgt durch eine solche nicht zufällige Auswahl der Spieltermine eine Beeinflussung der Ergebnisse. Natürlich nicht im Einzelfall, denn Rapid gewinnt auch an Sonntagen; aber es sollte nicht sein. Ganz abgesehen davon, dass es auch eine größere Belastung der zahlenden Zuschauer ist, wenn vermehrt Sonntage durch Spiele für andere Aktivitäten blockiert sind.

Rapid-Viertelstunde vom 11.8.

  • Vom Ur-Derby bis heute
  • Rapid mag man eben
  • Ticket-Börse
  • Die neue Players Lounge
  • Katja Gürtler Frauen-EM
  • Link zum Video (bis 14.8.)
  • Link zum Video (ab 14.8.)

Admira-Rapid

3:2 (1:2)

Unser Sturm ist ein Lüfterl. Das war er in der vorigen Saison auch schon, aber damals unterstützt von Florian Kainz von links und Philipp Schobesberger von rechts. Und daraus resultierte, dass es zwar bei Rapid keinen ausgesprochenen Goalgetter gab aber dafür sehr viele verschiedene Torschützen. Resultat: ein zweiter Platz.

Der Sturm hat sich im Vergleich zum Vorjahr eher noch verschlechtert aber zusätzlich ist der Support von den Seiten durch  Arnor Traustason und Thomas Murg schwächer geworden. Auch von Steffen kann man keine Wunderdinge mehr erwarten. Mit dieser Situation kämpfen wir seit der Verletzung von Philipp im September 2016 und daran können auch die Trainer auf der Bank nichts ändern.

Es ist ein Glück, wenn man einmal gewinnt; ob es für den Klassenerhalt reichen wird, bestimmt auch eher der Zufall und nicht mehr das Können, weil von dem zu wenig vorhanden ist.

Wir leiden unter langfristig wirkenden Entscheidungen mit negativen Folgen – und unter den Geburtswehen des neuen Stadions. Ich sage absichtlich nicht “Fehlentscheidungen”, weil zum Zeitpunkt dieser Entscheidung niemand die Folgen abschätzen konnte.

  1. Entlassung von Zoki
  2. Degradierung des Abwehrchefs Mario und teilweise auch von Steffen
  3. Ankauf von Schösswendter, Traustason, Jelic, Kvilitaia
  4. Nominierung von Büskens
  5. Verfrühtes Einfordern des Meistertitels
  6. Verletzungspech oder Verletzungen durch Druck?
  7. Bestellung von Canadi

Es gibt keine Propheten

Die ersten vier Entscheidungen hängen zusammen und gehen auf das Konto von Andy Müller. Doch gibt es genügend viele Fans, die diese Veränderungen durchaus begrüßt haben. Und auch wir, die kein Verständnis für diesen Umbau hatten, hätten Vieles vorausgesagt aber jedenfalls nicht die aktuelle Situation.

Wenn jemand mit einer Prognose Recht hat, dann ist das ein statistischer Zufall aber es ist kein Wissen, mit dem man Entscheidungen begründen könnte.

Sollten Schwächen im Sturm und fehlende Flügelstürmer korrekt beobachtet sein, dann kann sie auch ein guter Trainer nicht einfach verändern, das geht erst, wenn der Sportdirektor die Mannschaft umbauen kann.

Zwischen Mut und Mutlosigkeit

Wir haben fallweises Aufflackern von Mut beobachten können (St. Pölten, Altach), aber wie dieser Mut punktuell gekommen ist, ist er auch schon wieder verschwunden, so wie auch in diesem Spiel gegen die Admira. Aufflackern von Mut in der ersten Halbzeit und Mutlosigkeit in der zweiten.

Allmählich neigt man der Ansicht zu, dass tatsächlich die Qualität unserer Mannschaft für unsere eignen Ansprüche und für die Ansprüche der Liga nicht ausreicht und nicht einmal die kolportieren Reibungspunkte zwischen Canadi für eine Erklärung der Ergebnisse ausreichen.

Wir erinnern uns…

…dass unter Zoki die zweite Halbzeit immer Anlass zur Hoffnung gegeben hat und die Mannschaft dann oft ein besseres Spiel gezeigt hat als am Anfang. Mit dieser Tugend ist es seit Büskens endgültig vorbei. Auch das gewonnene Spiel gegen die Admira in der ersten Runde war ziemlich schrecklich. Man verteidigte in der zweiten Halbzeit wie ein Abstiegskandidat (und man sollte einer werden) und das war dann auch im Februar-Derby so.

Einkäufe verstellen den Weg für die Talente von Rapid II

Dino Kovacec war in der vergangenen Saison kurz in der Kampfmannschaft, schaffte es aber nicht, dort Fuß zu fassen. Grund 1: er ist Ausländer, Grund 2: er ist kein “Zuckerpüppchen”*), denn wenn ein Spieler viel kostet, muss er auch spielen. Wer Dino in der “Zweier” schon einmal im Turbo-Modus gesehen hat, versteht nicht, warum er keine Chance auf einen Einsatz bekommt. Und das gilt nicht nur für Dino, da gibt es viele andere. Ein Lichtblick in der Einser ist Tamás Szántó und nicht die teuren Einkäufe.

*) Tagebucheintrag “Zuckerpüppchen des Tifus” vom 28. 8. 2016 (und das gilt natürlich noch sehr lange, denn die “Zuckerpüppchen” sind weniger leicht kündbar als der Sportdirektor.

Abstiegskampf

Zwar will niemand bei Rapid etwas vom Abstiegskampf wissen (etwa im Sinn einer negativen selbsterfüllenden Prophezeiung: was man nicht will dass geschehen soll, darüber muss man schweigen), aber so wie ein Titelkampf nicht entschieden ist, solange noch eine theoretische Chance besteht, ist man auch erst dann “aus dem Schneider”, wenn der Letzte im Abstiegskampf endgültig feststeht.

Während Gerhard Niederhuber sich ausschließlich an Ried orientiert, meine ich, dass wir nicht nur einen Mitfavoriten auf die rote Laterne haben sondern deren vier: WAC, Mattersburg, St. Pölten und Ried. Der Vorteil in dieser Situation ist für jeden der Beteiligten, dass man in Gesellschaft ist. Und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Kontrahenten punkten und nur Rapid nicht, ist geringer als wenn man sich nur mit einer Mannschaft vergleichen muss.

Punkte Rapid WAC St.Pölten Mattersburg Ried
28. Runde 0 1 3 3 3
29. Runde 3 0 0 0 0
30. Runde 0 1 0 3 1
30. Runde 0 1 1 1 1

In dieser Tabelle der letzten vier Runden haben der WAC und Rapid die wenigsten Punkte erkämpft. Insbesondere bei Rapid ist es ein bereits lange andauernder Trend. Und gerade dieser Trend macht Sorgen, denn die Tabelle sagt, dass alle anderen mehr punkten als wir und in den verbleibenden Runden könnte das sehr knapp werden.

Die direkten Duelle der nächsten Wochen (WAC, Matterburg und St.Pölten) haben viel Gewicht. Man kann diese Punktelage gleich am nächsten Samstag gegen den WAC aufpolieren – oder auch das Gegenteil erreichen, denn es ist – wie auch die anderen – ein 6-Punkte-Spiel.

Ambiente

In der Sonne war es angenehm warm, aber auf der Tribüne ziemlich frisch:

Choreografie

Der selbstironische Spruch “Wiener Gfrasta” war ein Highlight aus der Werkstätte der Tornados. Toll gemacht!

Zum Ausklang besuchten wir den Mac in Schwechat. Wir nannten es “Frustessen”.

Links

Fehlerberichtigung

Ein aufmerksamer Leser berichtet: Im Newsletter “Rapid-Termine Mai/Juni 2017” haben sich zwei Fehler eingeschlichen:

  1. Der Stammtisch ist am Donnerstag, 11.5. (und nicht Mo 11.5)
  2. Der Rapidlauf am 30.5. fehlte.

Beides wurde in der Webversion korrigiert.

Rapid-Admira

0:0

Das Spiel selbst war solide. Rapid war überlegen, aber die Admira ging wie ein Sieger vom Platz, genauso, wie in der Vorwoche die Austria. Ja, es war ein Unentschieden aber in dieser Tabellensituation ist ein solches wie eine Niederlage.

Früher hat es geheißen, dass Rapid eher gegen die Großen besteht, vielleicht, weil dann eine größere Spielfreude da ist. Heute verliert Rapid da wie dort.

Der Anfang und das Ende des Spiels, die waren nach unserem Geschmack. Aber dazwischen? Nicht nur, dass das Publikum den kurzen Einsatz von Steffen Hofmann begeistert aufgenommen hat; man hatte auch den Eindruck, als würde Ordnung ins Spiel einkehren und Steffen für die erfolgversprechenden Pässe sorgen. Auch der erfreuliche Kurzeinsatz von Sobczyk zeigt, dass der Trainer laufend nach Alternativen im glücklos agierenden Sturm sucht.

Es wurde in den Interviews angesprochen: die Anstrengung im Spiel, beim Training, die ist da; allein der Erfolg fehlt. Im Bild: “der Feldherrenhügel”

Links

Unsere Situation

Seit wir Spiele von Rapid besuchen, gab es ein solches Tief nicht. Und dass wir uns das nicht nur einbilden, zeigt die folgende Tabelle der erreichten durchschnittlichen Punktezahl:

1.79 Pacult
1.78 Barisic
1,64 Büskens
1,61 Hickersberger
1,61 Schöttel
1,13 Matthäus
1,09 Zellhofer
1,00 Canadi

Hier die Spiele unter Canadi im Detail

0:2 RB
0:1 Genk
1:2 Sturm
1:1 Mattersburg
1:0 St.Pölten
1:1 Bilbao
3:1 Ried
1:3 Altach
1:1 Austria
0:0 Admira

Es waren erst zehn Spiele unter Canadi und es wird sicher noch besser werden aber es fühlt sich insgesamt sehr schlecht an. Und dann kommt noch die Tabellensituation dazu.

Leider erinnerte der Trainerwechsel im vorigen Sommer fatal an das von Rapidlern immer schon kritisierte Hire-And-Fire-Prinzip eines Frank Stronach; und jetzt ist es uns selbst passiert und es scheint sich wie ein Fluch auch heute von zu rächen.

Verkauf des Misserfolgs

Solange ein Produkt nicht herzeigbar ist, ist es kontraproduktiv, es zu bewerben (Zitat aus dem Buch “Guerilla Marketing”). Potentielle Kunden verschwinden gleich wieder, kommen nicht wieder und machen noch dazu Negativwerbung.

Genau in dieser Situation ist Rapid jetzt. Trotz größter Anstrengungen ist der Erfolg nicht gegeben, und dennoch muss man die Zuschauer am Abwandern hindern.

Die aufwändige Herstellung des Plakats “Alle gemeinsam, jetzt erst recht” ist so ein Versuch, das Positive an der Situation, dass man nämlich gerade jetzt zusammenhalten muss, herauszukehren. Und man kann es allen diesen Bemühungen nur wünschen, dass sie uns auch wieder den Erfolg bringen, den man sich als Besucher von Rapid-Spielen erwartet. Ein tolles Projekt!

Alle Mitglieder von EwkiL:Rapid erhalten eine Foto-Version des Bildes gemeinsam mit der Klubkarte zugeschickt.

Rapid-Viertelstunde vom 17. Februar

  • Vorschau: Das erste Heimspiel 2017 (Harry Gartler, Christoph Peschek)
  • Rapid-Spieler verteilen Rosen
  • Rapid empfängt Partner & Sponsoren
  • Sportminister Doskozil im Interview
  • Zum Video

Eigenwerbung

Dieses Tagebuch ist mit WordPress erstellt. Gehostet wird diese Seite von ClubComputer als Wiederverkäufer von ccc.at/Pressbaum. Wir, bei ClubComputer, leben nach dem Motto: “wir begleiten unsere Mitglieder in die digitale Zukunft”. Wir veranstalten dazu im Abstand von 14 Tagen Vortragsabende, verlegen eine Zeitung und bieten unseren Mitgliedern Webhosting im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenlos an. Die meisten  verwenden WordPress als Grundlage. Alles zum Preis eines Krügels pro Monat.

Am kommenden Donnerstag bieten wir allen Interessierten eine Einführung in das Arbeiten von WordPress an. Wer sich über das Publizieren im Internet informieren will, ist gerne als Gast willkommen. Anmeldeseite mit weiteren Informationen zu WordPress.

Admira-Rapid

1:2 (0:2)

Was für ein Sieg! Einer, für den man sich fast schämen muss wie für kaum ein anderes Spiel der letzten Jahre.

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Die Sorge, dass wir mit diesem Spielstil irgendwo anders als bestenfalls im Mittelfeld mitmischen können, brauchen wir nicht haben. Man wird sich reihum in der Bundesliga freuen, Rapid als Punktelieferanten begrüßen zu dürfen.

Und es war ja nicht das erste Mal, dass der Trainer nach der ersten Halbzeit, in der man ein Tor erzielt hat, das Signal zum Halten des Ergebnisses gegeben hätte. So, als könne man mit einer Defensivtaktik keine Tore bekommen. Oder war die zweite Halbzeit vielleicht eine Art Trainingseinheit für das kommende Sassuolo-Spiel?

Schon in der Pause meinte Gregor, dass es gut wäre Grahovac statt des gelb-rot-gefährdeten Mocinic einzusetzen, aber wer konnte ahnen, dass der Wechsel Matej Jelic galt und damit das System auf ein Spiel mit einem Stürmer geändert wurde. Rapid zeigte sich in der zweiten Halbzeit von einer bisher unbekannten Defensiv-Seite. Eingeschnürt, als würden wir gegen Real Madrid spielen. Aufgabe des systematischen Aufbauspiels zugunsten eines Bälle-wegdreschen-Spiels, die allesamt keinen Mitspieler fanden sondern immer nur wieder beim Gegner landeten. 70 Prozent Ballbesitz für die Hausherrn. Dass dann tatsächlich Mocinic nach einem weiteren Gelb-Foul raus musste, war der Kurzsichtigkeit des Trainers zu danken.

Dass man in der Schlussphase das Spiel nur irgendwie über die Runden bringen wollte und nicht einmal einen Corner ordentlich spielte sondern man das Spiel hinausgezögert hat, war auch ein Zug, den wir in dieser Form nicht bei Rapid vermutet hätten. Wenn wir uns an dieses Spiel gewöhnen müssen, dann gute Nacht. Der Pessimismus überwiegt, keine Hoffnung auf Besserung mit diesem Trainer! Man muss mehr Glühwein trinken, um Rapid auszuhalten; wirklich viel.

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Disziplinierte Fans, kein Rauch, keine Fackeln. Ein sonderbar aggressiver Doppelhalter “Clockwork Ultras” mit einem gezückten Messer.

Links

Rapid-Admira

4:0 (2:0)

Rapid hat Grund zur Freude, das Toreschießen klappt wie am Schnürchen.

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Als wir nach Hause gefahren sind, erfuhren wir von einer mutigen Wette, dass nämlich Rapid überhaupt kein Heimspiel in dieser Saison verlieren würde. Ob man sich da anschließen soll?

Und eine zweite interessante Bemerkung, dass sie ja direkt langweilig werden würde, die Saison, wenn das mit den Kantersiegen so weitergehen würde! Na, das werden wir aushalten!

Zum Spiel selbst muss man nicht viel sagen, es gibt eine Menge sachkundiger Berichte, die über die zahlreichen Links (weiter hinten) abrufbar sind.

Bei der Führung im Rapideum haben wir erfahren, dass die Pfarrwiese leicht abschüssig war und die Rapidler diesen Umstand durchaus auszunutzen verstanden, weil sie je nach Halbzeit die Schusskraft danach ausgerichtet haben und das besser konnten als die Gegner.

Nun, in unserem neuen Stadion ist das offenbar perfektioniert worden, je nachdem, in welche Richtung Rapid spielt, wird das Spielfeld in diese Richtung leicht abgesenkt, damit das Toreschießen einfacher wird.

So ist es natürlich nicht – aber den Eindruck hat man. Unser Spiel hat eine völlig unbekannte Qualität. Es war ein Spiel wie auf einer schiefen Ebene. Man kann sich daran gewöhnen und die Spieler wohl auch an die Standing-Ovations am Ende des Spiels.

Was macht diese Überlegenheit aus?

Der Block-West wird sagen, es wäre der Support gewesen. Man kann auch sagen, dass tatsächlich ein neues, mehr zielorientiertes Training für die Überlegenheit verantwortlich ist.

Aber eines kann es nicht sein: die Spieler. Denn so groß ist die Anzahl der Veränderungen auch wieder nicht. Joelinton war heute weniger glücklich, vielleicht so wie früher Matej Jelić. Die Position von Christoph Schößwendter kann durch Maxi Hofmann gleichwertig besetzt werden, daher bleibt eigentlich in der heutigen Elf nur Ivan Močinić als neuer Spieler. Dieser spielte zwar sehr sicher aber dass er allein dieses Übergewicht ausgemacht hätte, könnte ich nicht sagen.

Es ist vielleicht in Wahrheit nicht ein einzelner Umstand, sondern eben das Maßnahmen-Mix aber mein Tipp ist, dass es doch überwiegend das Training mit Mike Büskens ist. Verstehen tue ich gar nichts davon aber die konsequentere Ausrichtung auf den Endzweck ist im Vergleich mit den Spielen im Frühjahr schon sehr deutlich zu sehen.

Aber vielleicht ist es auch nur die Anfangseuphorie.

Wie immer es ist, wir werden es von Spiel zu Spiel besser verstehen.

Der Bauch des Stadions

Dass man aus vielen verschiedenen Speisen auswählen kann, ist eine echte Bereicherung. Das Tüpfelchen auf dem “i” war aber das Rapid-Logo auf der Salatverpackung! Und: die Oliven haben keine Kerne! Perfekt!

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Dass das Rapid-Dorf vor Spielbeginn nicht erreichbar ist, ist ein Mangel, weil sich dort das einzige Wettbüro befindet. Ich persönlich brauche es nicht aber in dieser Hinsicht wäre eine Änderung notwendig.

Es herrscht eine gewisse Platzknappheit für Transparente. Grün-Weiß-Favoriten ist mit Pumuckl und Unikat irgendwo unter dem Dach gelandet und man sieht diese Transparente eigentlich gar nicht.

Das betrifft aber nicht nur die Transparente der Fangruppen, sondern auch der Sponsoren. LG, der neue Partner von Rapid findet nur in der Ecke einen Platz. (Bild ist leider verloren gegangen.)

Support

Der “Sound der West” wirkt schon sehr magnetisch auch für uns auf der Ost. Alle sind motiviert, mitzuklatschen und auch mitzusingen, wobei die Texte… naja.

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Weil es so schön war, hat uns der Block-West auch an den ziemlich eindrucksvollen Derbysieg hingewiesen. Dem müssen wir gar nichts hinzufügen, als: ja, schön wars!

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Ich meinte schon, dass wir in der “Causa Entrup” jetzt einmal ein Spiel durchatmen konnten. Aber dieses Kapitel ist wohl noch nicht geschlossen, denn in einem kleinen Transparent, das man aus der Ferne als “Rapid entrümpeln” hätte lesen können, stand “RAPID ENTRUMPEN!”

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Beim Block kann man studieren, was Religionen so alles anrichten können. Aus der einen Seite sorgen sie für einen Gleichklang der Gedanken und Handlungen:

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Das schaut noch alles recht ordentlich und diszipliniert aus. Dass aber diese ganz normalen Menschen (genaue einzelne unter ihnen) gleichzeitig auch ziemlich mieser Handlungen gegenüber tollen Sportlern fähig sind, das bedarf einer ziemlich radikalen Auslegung  des Begriffs “Rapid” als Religion.

Der Slogan “Kleiner Lord Mathias, seit Geburt an einer von uns” klingt irgendwie unschuldig. Für mich ist es aber wie eine Drohung. Es ist so ungefähr das, was ich nicht will, dass man Kindern antut. Es verhindert nämlich die Wahlfreiheit, wenn Kinder mit irgendeiner Story indoktriniert werden. Also zum Beispiel es nicht zulassen würden, dass ihr Kind nicht zu einem anderen Verein gehen dürfte (zum Beispiel weil dort seine Freunde sind) .

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Irgendwie hat sich Rapid mit dem neuen Stadion in vielen Belangen in eine ganz neue Ära hinaufkatapultiert und noch mehr Distanz zu anderen Vereinen aufgebaut.

Es wäre ja nicht allzu weit in die Südstadt und dennoch sind es nicht mehr als 50-100 Admiraner, die sich nach Hütteldorf  verirren. Das Dürfte auch der Grund sein, warum schließlich die Besucherzahl (im Vergleich mit dem Spiel gegen Ried) knapp unter 22.000 blieb, denn die Rieder waren doch ein bisschen mehr neugierig auf das neue Stadion im Westen Wiens als es die Admiraner waren.

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Anfahrt

In diesem Tagebuch wurde schon im März über die tolle Direktverbindung nach Hütteldorf, die S80 berichtet. Link. Damals war die S80 leer.  Heute schaut das so aus:

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Vor einem Spiel gibt es ab Hauptbahnhof nur Stehplätze, ab Meidling kommt man oft gar nicht mehr in den Zug. Die ÖBB führen nur einen Kurzzug. Ich werde den ÖBB einmal den Rapid-Spielplan zusenden. Da wurde sicher etwas übersehen.

Links

 

Admira-Rapid

1:3 (0:1)

Hätte Rapid bei diesem Spiel 4:0 verloren, könnte man meinen, es war eben deshalb, weil das Ergebnis für Rapid nicht mehr von Bedeutung war und die Admira die Punkte dringend für die Absicherung des vierten Platzes gebraucht hat. Wir hätten eine Erklärung für ein solches Ergebnis gehabt.

Aber damals am 12.3. als Rapid zu Hause mit 0:4 gegen dieselbe Admira unterging, damals hatten wir überhaupt keine Erklärung für dieses Ergebnis. Rapid hätte die Punkte für die Sicherung der Tabellenführung gebraucht; für die Admira war es eigentlich nur ein Prestigeerfolg. Link.

Heute war es genau umgekehrt. Die Admira brauchte dringend einen Sieg, um aus eigener Kraft in die Europa-League zu kommen und für Rapid war das Ergebnis egal.

Zwar hatte die Admira mehr Spielanteile aber Rapid eben mehr Tore.

Was wir daraus lernen können? Es wird den Spielern bei fehlendem Erfolg oft vorgehalten, dass sie unkonzentriert und unmotiviert seien. Sie hätten ihre Gedanken woanders. Wann, wenn nicht bei diesem bedeutungslosen Spiel könnte man so ein Argument anführen. Aber es ist kein gutes Argument, denn wir haben gewonnen und man konnte nicht sehen, dass das Spiel deshalb weniger interessant gewesen wäre oder dass die Spieler weniger engagiert gewesen wären.

Erfreulich die Einwechslung von Dino Kovačec, den wir ja von Rapid II schon sehr gut kennen und auch der Einsatz von Andreas Kuen, der sich deutlich besser im Spiel bewegte als sein Vorgänger Matej Jelic.

Interessantes Spiel mit Jubel auf beiden Seiten nach dem Schlusspfiff; der Rapidler über den Sieg, der Admiraner über den gleichzeitigen Sieg der Austria über Sturm. Admira spielt international.

Die Angst vor dem ‘Knopfloch’ geht um

Weil Tobias Knoflach nie eingesetzt wird und sein bisher einziger Einsatz ein ziemlich verpatzter war, befürchteten viele Probleme. Hier sieht man Tobias mit einer tollen Parade beim Aufwärmen.

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Die Befürchtungen waren aber unbegründet. Tobias spielte (mit Ausnahme zweier Ausschuss-Hoppalas) sehr sicher.

Das Ambiente

Unsere Sitzplätze waren in der letzten Reihe im zweiten Rang mit einem tollen Überblick. Es waren alle da, “die eh oiwäu då san” (vlnr: Peter, Janine, Hannes)

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sowie ein gemütlicher Admiraner als Nachbar.

Wir wurden von einer Musikkapelle begrüßt.

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Eindrucksvoll war die fast vollzählig erschienene Meisterelf der Admira aus dem Jahr 1966, die vom Stadionsprecher vorgestellt wurde. Es war der letzte Meistertitel der Admira.

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Die Lords Rapid begrüßen die Mannschaften mit einer aufwändigen Choreografie “Mit breiter Brust zurück nach Hütteldorf”. Am Transparent befanden sich drei Rapidler aus sehr verschiedenen Epochen: Steffen Hofmann, Antonín Panenka und Pepi Uridil. Bei der Erklärung, wer dieser Uridil war, konnte ich bei unseren Sitznachbarn punkten.

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Aber die Mannschaften werden zu diesem Zeitpunkt von einem leeren Rang begrüßt. (Was man nicht alles fürs Fernsehen in Kauf nehmen muss.)

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Ein versöhnliches Transparent zum Saisonabschluss: “Zwei Jahre Happel mussten wir überstehen, um von nun an ins Weststadion zu gehen.”

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Und dieses “Überstehen” ist wirklich ein Überstehen. Die Auswärtsspiele wie das heutige bieten uns eine deutlich bessere Sicht auf das Spiel als das im Happel-Stadion der Fall ist. Da sich im Fußball (theoretisch) alle Benachteiligungen mit der Zeit aufheben, ist es nicht zu unfair, dass unsere Lieblingsfeinde auch ihre zwei Jahre Happel “abbüßen” müssen. Wie man es aber im Sinne dieser “ausgleichenden Gerechtigkeit” anstellt, in einer Saison 9 Elfer zugesprochen zu bekommen, das wird Rapid wohl auch in einem Crash-Kurs bei den Veilchen nicht lernen können.

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