Rapid 2019/20

Zusammenfassung

 Gesamt       H      A
     32      16     16 Spiele
Ergebnis
     17       7     10 Siege 
      7       4      3 Unentschieden
      8       5      3 Niederlagen
    53%     44%    63% Siege Anteil
    22%     25%    19% Unentschieden Anteil
    25%     31%    19% Niederlagen Anteil
Serien
      9       6      5 keine Niederlage 
      4       4      4 Siege Siege
      2       2      2 Unentschieden
      2       2      - Niederlagen
      3       5      3 kein Sieg 
Tore
     64      31     33 Tore erzielt
     43      24     19 Tore erhalten
   2,0ø    1,9ø   2,1ø Tor erzielt pro Spiel
   1,3ø    1,5ø   1,2ø Tor erhalten pro Spiel
    0/5     0/5    0/4 erzielt Minimum/Maximum
    0/7     0/7    0/3 erhalten Minimum/Maximum
Zuschauer
303.349 212.400 90.949 Zuschauer 
   9.8ø   13.3ø   5.7ø pro Spiel
    200     200    200 Minimum
 26.100  26.100 17.200 Maximum

Verlauf

Gegner

S U N Gegner
3   1 LASK
    4 RB
1 2 1 WAC
  1 1 StP
1 2 1 Hartberg
2     Admira
1 1   Austria
2     Altach
3 1   Sturm
2     Mattersburg
2     Wattens

Ergebnisse

Ergebnis Spiele Prozent
     2:2      4 12,5
     3:1      3 9,4
     1:0      3 9,4
     1:1      2 6,3
     0:1      2 6,3
     0:2      2 6,3
     2:0      2 6,3
     2:1      2 6,3
     3:2      2 6,3
     4:0      2 6,3
     3:0      2 6,3
     5:0      1 3,1
     3:3      1 3,1
     2:3      1 3,1
     2:7      1 3,1
     1:2      1 3,1
     1:3      1 3,1

Gleich vier Mal gab es ein 2:2-Unentschieden.

Tore

Tordifferenz

Diff Spiele Prozent
   0      7 21,9
   1      7 21,9
   2      5 15,6
  -1      4 12,5
  -2      3  9,4
   3      2  6,3
   4      2  6,3
   5      1  3,1
  -5      1  3,1

Die meisten Spiele enden als Unentschieden oder mit einem Sieg mit einem Tor Vorsprung (44 %).

Gesamtzahl der Tore pro Spiel

Tore Spiele Prozent
   4     10 31,3
   2      6 18,8
   3      5 15,6
   1      5 15,6
   5      4 12,5
   6      1 3,1
   9      1 3,1

Bei Rapid-Spielen fielen immer Tore, vorzugsweise vier Stück.

Tore Rapid

Tore Spiele Prozent
   2     10 31,3
   3      8 25,0
   1      7 21,9
   0      4 12,5
   4      2 6,3
   5      1 3,1

Rapid schießt am häufigsten zwei (1/3) oder drei Tore (1/4).

Tore Gegner

Tore Spiele Prozent
   0     10 31,3
   1      9 28,1
   2      9 28,1
   3      3 9,4
   7      1 3,1

Dass unsere Gegner in einem Drittel der Spiele kein Tor schießen, spricht für unsere Verteidigung und war ein wichtiger Aspekt dür diesen zweiten Platz.

Tore pro 15 Minuten

01-15 16-30 31-45 46-60 61-75 46-90
   11     7     12    8     9    17 Rapid
    3     5     17    4    10     5 Gegner

Es gibt sie, die Rapidviertelstunde, die meisten Rapid-Tore fallen in den letzten Minuten. Es gibt aber auch eine Drangphase der Gegner am Ende der ersten Halbzeit.

Spieler/Torleute/Trainer

Es kamen insgesamt 35 (!) Spieler zum Einsatz.

Sp minø Joker Neu Tore Tormin G.GR.R 
24 58     9     2    5    282  2.0.0 Arase Kelvin
15 51     8     9    0      0  2.0.0 Auer Stephan
16 47     7     3    3    251  2.0.0 Badji Aliou
18 85     1     2    3    512  2.0.0 Barać Mateo
 6 30     5     3    0      0  0.0.0 Demir Yusuf
22 77     0     1    2    856  3.0.0 Dibon Christopher
27 71     4     4   19    101  5.0.0 Fountas Taxiarchis
 2 90     0     2    3     60  0.0.0 Gartler Paul (G)
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Paul Gobara
19 60     6     3    0      0  4.0.0 Grahovac Srdjan
 9 86     0     3    0      0  3.0.0 Greiml Leo
 2 44     2     2    0      0  1.0.0 Hajdari Adrian
18 80     2     3    1   1453  4.0.0 Hofmann Maximilian
 4 13     4     4    0      0  0.0.0 Ibrahimoglu Melih
 9 45     4     2    3    137  2.0.0 Kara Ercan
19 36    13     2    2    349  2.0.0 Kitagawa Koya
28 67     4     4    4    474  0.0.0 Knasmüllner Christoph
12 84     2     4   17     59  0.0.0 Knoflach Tobias (G)
32 90     0     0    0      0  0.0.0 Kühbauer Dietmar (T)
22 86     1     4    2    953  6.0.0 Ljubicic Dejan
 1 23     1     1    0      0  0.0.0 Martic Manuel
 4 90     0     1    1    360  1.0.0 Müldür Mert
20 65     5     2    3    434  2.0.0 Murg Thomas
14 66     5     1    0      0  3.0.0 Petrovič Dejan
 1 28     1     1    0      0  0.0.0 Savić Dragoljub
17 53     8     2    0      0  2.0.0 Schick Thorsten
11 67     4     1    2    371  0.0.0 Schobesberger Philipp
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Schuster Lion
30 87     0     2    8    329  6.0.0 Schwab Stefan
 7 58     3     2    0      0  1.0.0 Sonnleitner Mario
19 84     0     3    0      0  3.0.0 Stojković Filip
20 84     0     2   23     73  0.0.0 Strebinger Richard (G)
31 88     0     2    2   1375  3.0.0 Ullmann Maximilian
 6 54     2     5    0      0  1.0.0 Velimirovic Dalibor
 1 17     1     1    0      0  0.0.0 Wunsch Nicholas

Die Spieler mit den meisten Einsätzen Max Ullmann (31), Stefan Schwab (30), Christoph Kansmüllner (28) und Taxi Fountas (27). Häufigster Joker war Koya Kitagawa (13). Taxi Fountas schießt alle 101 Minuten ein Tor, Kara alle 137. Rote Karten gab’s keine, die meisten Gelb-Verwarnungen hatten Stefan Schwab (6), Dejan Ljubicic (6) und Taxi Fountas (5).

Jüngster eingesetzter Spieler war Yusuf Demir, ältester Spieler Mario Sonnleitner.

Rapid-WAC

2:1 (1:0)

Die Sensation des Tages war wohl das Führungstor durch Koya Kitagawa, dem wir zu seinem ersten Bundesligator gratulieren, noch dazu zu einem so schönen, nach Flanke von Taxi Fountas.

Eigentlich hätte es beim 1:0 bleiben sollen. Glaubt man den WAC-Spielern, stand beim Tor zum 2:1 Kelvin Arase im Abseits und griff in das Spiel ein. (Da sich Kelvin aber nicht bewegt hat, wurde das vom Schiedsrichter als erlaubte passive Abseitsstellung gewertet.) Beim Tor des WAC zum Ausgleich wurde Max Hofmann, der auf Shon Weißmann aufpassen wollte, zu Boden gerissen, daher wäre dieses Tor nicht zu geben gewesen.

Rückblick

Bis vor dem heutigen Spiel war die Bilanz der Spiele zwischen Rapid und WAC exakt ausgeglichen. 9 Siege. 10 Unentschieden und 9 Niederlagen. Mit dem heutigen Sieg liegt Rapid in dieser Bilanz um drei Punkte voran.

Rapid sichert 2. Platz ab

Rapid führt das Reanking der Fußballvereine in der Meistergruppe an. Der Verwalter des Zaubertranks liegt 7 Punkte voran, der Verfolger WAC liegt 6 Punkte zurück. Die Plätze 3 bis 6 liegen nur 4 Punkte auseinander.

Ambiente

Christoph Peschek und Pascal

Es wurde bekannt, dass Pascal und seine Mutter Natascha die von Rapid eingeladenen “Edel”-Fans waren. Herzlichen Glückwunsch und baldige Besserung an Pascal, der im St. Anna Kinderspital behandelt wird.

Während die Sitzplatz-Fanklubs “Klub der Freunde des S.C. Rapid” und die “Sitzplatzschweine” ihre Banner an der Längsseite platzieren (Dank an Robert Racic!), verzichten die Fanklubs des Blocks auf die Präsentation derselben. Dafür unterhielten sie das Publikum mit dem Spruch: “Ein Match, das ohne Fans bestritten, kennt man nur aus Favoriten.”.

Links

LASK-Rapid

0:1 (0:0)

Wenn man in der Pause erleichtert ist, dass es noch immer 0:0 steht, dann weiß man: es ist ein schweres Spiel. Irgendwie schielt man mit Fortdauer des Spiels auf einen eventuellen Punktgewinn, denn ja, der LASK war spielerisch überlegen und hatte auch Chancen, aber die Defensivschlacht von Rapid war auch nicht ohne. Das Stürmerduo Arase-Kara konnte sich nicht in Szene setzen, zu gut wurden sie von der LASK-Verteidigung bewacht, zu schlecht kamen die Pässe bei ihnen an.

Es war insgesamt ein packender Kampf, und die Vorgabe von Didi, mit wenigstens einem Punkt nach Hause zu fahren, wurde durch unseren Taxi Fountas um zwei Punkte überboten.

Unser letzter Stürmer mit diesem Torinstinkt war Robert Beric. Hier ein Vergleich:

Spiele Minuten Min/ Tore Minuten/ Spieler
              Spiel           Tor
    49    3901   53   33      118 Robert Berič
    24    1723   71   17      101 Taxiarchis Fountas 

   450   39725   86  339      117 Hans Krankl
    88    5182   58   51       99 Hamdi Salihi         

Bezogen auf die Minuten/Tor liegt Fountas bereits vor Berič und auch vor der Legende Hans Krankl. Aus de jüngeren Vergangenheit kann nur Hamdi Salihi mithalten.

Hätte man’s nicht gewusst, spätestens in der 96. Minute war klar, dass Schiedsrichter Schörgenhofer die Partie leitet. Die 5 Minuten Nachspielzeit schienen uns schon sehr lang, doch es gab am Anfang der zweiten Halbzeit eine Behandlungspause. Gut. Wir hatten aber nicht den Eindruck, als würde Rapid in der Nachspielzeit das Spiel so verzögert haben, dass, man auch die Nachspielzeit auf 6 Minuten verlängern muss. Genau an dieser Stelle, beim allerletzten Freistoß für den LASK hat bei uns eine Leitungsunterbrechung den Video-Stream gestoppt, und danach muss man das Programm neu starten, und das dauert einige Zeit. Es blieb beim 0:1.

Punkte gegen den LASK im Vergleich mit dem Liga-Schnitt
(keine Spiele zwischen Mai 2011 und August 2017)

Ambiente

Ich weiß nicht, was die anderen Vereine in dieser Richtung machen, aber ein so umfassendes Informationsangebot auf der Homepage, jetzt noch verstärkt durch die Sendung “Auswärtsspiel in Hütteldorf” in Rapid TV ist sensationell. Man muss nur konzentriert zwischen dem Sky-X-Kanal und dem Rapid-Video umschalten, dann hat man den allerbesten Kommentar: Lukas und Andy Marek, Ing. Raimund Hedl, Michael Hatz und Michael Krammer.

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Rapid-Sturm

4:0 (2:0)

In der Anfangsphase des Spiels zeichnete sich der spätere Sieger nicht wirklich ab. Sturm war deutlich im Vorteil und verzeichnete – auch über das ganze Spiel betrachtet – mehr Ballbesitz, eine bessere Passquote und auch eine bessere Zweikampfquote.

Die oftmaligen Fehler im Aufbauspiel bei Rapid wurden durch das geschickte Spiel in die Spitzen mehr als wettgemacht. Den wesentlichen Unterschied machte wohl Taxi Fountas, flankiert von Kelvin Arase aus. Taxi war an allen Toren beteiligt und steuerte selbst das vierte bei.

Wer hätte gedacht, dass Leo Greimls Einsatz nach mehr als einem Jahr wieder gegen Sturm erfolgen wird. Das damalige Spiel haben wir alle in ziemlich schlechter Erinnerungen, und wir fragten uns, wie sich Leo in diesem Spiel profilieren wird. Wir wissen auch nicht, ob Didi diesen Wiedereinstieg absichtlich, also aus dramaturgisch-didaktischen Gründen, auf das Sturm-Spiel gelegt hat oder ob das nur ein Zufall war. Wie auch immer, es war ein sehr gelungenes Comeback mit tollen Einlagen des Nachwuchtsverteidigers.

Der eingewechselte Koya Kitagawa braucht dringend Erfolgserlebnisse, aber leider war es ihm auch in diesem Spiel nicht vergönnt, trotz zweier hochkarätiger Chancen zum Torerfolg zu kommen. Immerhin zeigte er das Potenzial, das in ihm steckt. Der Fernsehkommentator bewunderte zurecht wie er einen ziemlich scharf geschossenen Pass annahm, ohne dass ihm der Ball vom Fuß geprallt wäre.

Auch Yussuf Demir steuerte trotz nur kurzer Einsatzzeit einen tollen Torschuss und das Assist zum 4:0 bei.

Ambiente

Allzuviel können wir ja nicht berichten; Chips, Bier und Radler standen bereit. Sky-X-Gratisabo über den PC war aktiviert. Das Transparent des “Klub der Freunde” war an ziemlich prominenter Stelle befestigt.

Über wenig Verständnis für die schwierige Situation des Fußballs zeigen die Texte auf den Transparenten der Fanblocks in vielen Stadien, und bei Rapid war das nicht anders. Statt dem Verein und den Akteuren Mut zuzusprechen, wurde etwas vorwurfsvoll getitelt, dass hier der Fußball “zerstört” wird. Nur, wen meint man denn wäre der “Zerstörer”? Bill Gates? Oder ein Schuppentier? Niemand zerstört hier etwas absichtlich und soweit das in den Medien kommuniziert wurde, bestätigten alle Beteiligten größte gemeinsame Anstrengung unternommen zu haben, um diesen – sicher wenig erfreulichen – Notbetrieb zu ermöglichen. Immerhin gibt es ja auch Ligen, die nicht einmal diesen Notbetrieb nicht durchführen konnten. Viel wichtiger als sinnlose Meckerei “gegen Unbekannt” wäre ein Bekenntnis zum Verein und ein Aufruf an alle, auf Rückzahlungen zu verzichten und die Abos für die kommende Saison zu verlängern. Aber vielleicht werden wir das schon beim nächsten Spiel lesen können. Fußballfans sind unverbesserliche Optimisten – in jeder Richtung.

Statistik

Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der mittleren Punktezahl in der Liga im Vergleich mit den gegen Sturm erzielten Punkten. Nach einem Tief in den beiden letzten Jahren geht es wieder bergauf!

Links

RB – Rapid

2:0 (1:0)

Um heutzutage beim Verein “mit den vollen Hosen” zu gewinnen, muss schon viel passen. Allzuviel Pech darf nicht dabei sein – so wie in diesem Spiel.

Pech 1: Rapid beginnt unsicher. Schon in dieser Anfangsphase, kommt es zur schweren Verletzung von Christopher Dibon unmittelbar gefolgt vom 0:1.

Pech 2: Aber es geht nicht in dieser Tonart weiter. Rapid erspielt sich mehr Sicherheit und mehr Chancen – aber nichts Zählbares. Dafür schlägt das Pech erneut zu und der vor 20 Minuten eingewechselte Mario Sonnleitner muss nach einem Zusammenstoß mit einem Salzburger Stürmer ebenfalls vom Feld. Ausfall von zwei Innenverteidigern, mit Auswirkungen auf alle folgenden Spiele.

Pech 3: Die Regel, dass man nur drei Mal tauschen darf, zwingt Didi für die Schlussphase drei frische Stürmer aufzubieten. Bei ersten Ballkontakt verletzt sich der soeben eingewechselte Thomas Murg und Rapid muss mit einem Mann weniger auskommen. Dass Rapid dennoch bis zur 90. Minute den Spielstand halten konnte, ist schon fast wie ein Wunder, das aber in der 90. Minute aufgehört hat, ein Wunder zu sein.

Irgendwie scheint unseren Spielern das 3-5-2-System nicht zu liegen, habe ich das Gefühl. Es wird in kritischen Partien – so wie dieser – ausgepackt, aber man hat den Eindruck, als hätten es die Spieler nicht so gut verinnerlicht wie das 4-2-3-1, das häufiger zum Einsatz kommt. Aber das Pech hatte wahrscheinlich mehr Einfluss als das Spielsystem.

Es gab seitens Rapid durchaus einige Highlights mit Chance auf Torerfolg, und bei gutem Wind… So aber setzte sich die Mannschaft mit deutlich weniger Fehlern durch, klarer, als es das Ergebnis sagt. Leider.

Wer gegen Salzburg spielt, spielt nicht gegen einen gleichrangigen Verein, sondern gegen einen Fußballkonzern, etwas, das auch aus einer gesamteuropäischen Sicht ein Novum ist; einen Konzern, der frei von Nöten ist, auch in Krisenzeiten. Angesichts solcher frustrierender Spiele versteht man den Ruf nach dem “football old style”, als Fußball noch weniger professionell, dafür aber eine höhere Chancengleichheit geherrscht hat.

Statistik

Wie ein bestimmtes Spiel einzuordnen ist, kann man nur in der Folge aller Spiele erkennen. Die folgenden Bilder zeigen de Punktegewinn bei Liga-Spielen und bei Spielen gegen RB. Dargestellt wird jeweils der Punktemittelwert aus 10 aufeinander folgenden Spielen seit 2005.

Das langzeitliche Punktemittel gegen RB liegt bei 1, in den letzten Jahren aber weit darunter.

Das langzeitliche Punktemittel in der Liga liegt bei 1,7 und ändert sich nur wenig.

Der Verlauf der in der Liga und gegen RB erzielten Punkte zeigt, dass die Spielstärke von Rapid gesunken ist, sondern einfach der Abstand von RB zur Liga immer größer wird.

Ambiente

Der gut informierte Fernsehsprecher berichtete, dass zwei Präsidiumsmitglieder zugunsten von “Edelfans” – wie er sie nannte – auf ihren Platz Autobus verzichtet haben. Wir gratulieren Jürgen und Brucki zu ihrer Nominierung.

Links

Kelvin Arase · Christopher Dibon · Taxiarchis Fountas · Srdjan Grahovac · Maximilian Hofmann · Koya Kitagawa · Christoph Knasmüllner · Dejan Ljubicic · Thomas Murg · Dejan Petrovic · Thorsten Schick · Stefan Schwab · Mario Sonnleitner · Filip Stojkovic · Richard Strebinger · Maximilian Ullmann

WAC-Rapid

2:2 (1:1)

Auf der einen Seite eine engagierte Mannschaft mit schnellen direkten Spielzügen in die Spitze, auf der anderen Seite Rapid. Die Spielfreude schaute nicht nach einem höheren Ziel aus als dem vor dem Spiel von Didi ausgegebenen Motto, nämlich nach dem Spiel in der Tabelle nicht hinter dem WAC stehen zu wollen. Betrachtet man es pragmatisch, war es ohnehin nur ein 1,5-Punkte-Spiel, von dem wir nach der Punktehalbierung 0,5 Punkte mitnehmen werden. Aber es war auch für den WAC nur ein 1,5-Punkte-Spiel.

Beginnen wir mit dem Positiven: Was man Rapid zugute halten muss, dass man nicht aufgegeben hat, und trotz späten Rückstands noch den Ausgleich erzielt hat.

Rapid musste sich die meiste Zeit des Spiels mit Defensivaufgaben beschäftigen und fand zu selten in ein konstruktives Angriffsspiel. Zu viele Stationen machte der Ball, um dann durch technische Schwächen und zugestellt Räume wieder verloren zu werden. Besonders negativ bemerkbar machte sich Kelvin Arase, der in der ersten Halbzeit praktisch keinen Zweikampf gewonnen hat.

So war das beste am Spiel der Pausenstand und der Endstand und die beherzten aber wenig gefährlichen Weitschüsse des WAC.

Pässe ins Nichts

Eigenartige Pässe ins Nichts, deuten auf eine Art Übertrainiertheit hin, dass also Spieler einen eingelernten Spielzug wiedergeben, aber der dazu erforderliche Mitspieler nicht auf dem dafür vorgesehenen Platz steht. Man könnte es auch als eine Art Lustlosigkeit bezeichnen oder ein reaktionäres Sich-Zurückziehen auf das, was man trainiert hat. *)

Auf gefährliche Stürmer aufpassen

Wir sind ja nur Zuschauer, aber müsste sich bei den Strategen die Torgefährlichkeit der Nummer 9 des WAC nicht in der Vorbereitung herumgesprochen haben? Beide Gegentore fielen durch den unbeobachteten Stürmer vom langen Eck nach einer Standardsituation, also eine Szene, auf die sich beide Teams einstellen können.

Motivation

Der Eindruck ist immer wieder derselbe: Rapid spielt nicht wie eine Mannschaft, die es zu etwas bringen will. Der Kaderwert des WAC ist 14 und der von Rapid 32 Millionen Euro. Am Platz war das nicht zu sehen, im Gegenteil. Bei Rapid spielt man, weil man es zu etwas gebracht hat; beim WAC, weil man es noch zu etwas bringen will. Das muss natürlich nicht so sein, aber das ist der Eindruck.

Nachwuchsspieler

Nachwuchsspieler haben es schwer bei Rapid und noch schwerer bei Didi. Didi nimmt nur Spieler vom “Tifus”, den Eigenbauspielern traut er nicht recht.

Trainerbilanz

Der Tagebuchautor hat viel Zeit in der Messtechnik verbracht. Und messen bedeutet vergleichen. Es ist mir unerklärlich, wie unkritisch der Fanblock unserem aktuellen Trainer gegenübersteht. Grüne Vergangenheit genügt. Der Ausdruck “Wos wiegts des hots”, scheint sich bei Rapid noch nicht herumgesprochen zu haben.

Vor etwa einem Jahr, am 17. 3. 2019, nach dem Unentschieden gegen Hartberg wurde ein erster Vergleich zwischen dem unbedankten Trainer Gogo und seinem Nachfolger Didi gezogen.

Punkte Spiele Trainer
1,41   22     Kühbauer
1,73   67     Djuricin

Der, der alles verbessern sollte, schnitt damals deutlich schlechter ab als sein geschasster Vorgänger. Sein alleiniger Vorteil war und ist, der Kredit bei den Hardcore-Fans und damit eine von außen unbeeinflusste Entwicklung des Teams. Kritik seitens der Fans war zu spüren, richtete sich aber nicht wie früher gegen den Trainer, sondern gegen die Spieler. So ist es auch heute noch.

Erfolge gab es nur allzu wenige, die wichtigen Ziele wurden in der vorigen Saison alle verfehlt, hier die gesammelte Pleitensammlung:

  • Aufstieg in die Meistergruppe
  • Cup-Aus
  • Playoff für den internationalen Startplatz
  • Glücklose Experimente mit einem 3-5-2-System, die auch Punkte gekostet haben

In der laufenden Saison wurde die Meistergruppe zwar erreicht, doch die große Freude kommt bei Spielen wie zuletzt gegen Hartberg und heute gegen den WAC nicht gerade auf. Ein Vergleich mit der Spielstärke und vor allem der Punkteabstand zum Spitzenduo ist ernüchternd. Es ist wieder an der Zeit einen Vergleich zu ziehen.

Punkte Spiele  S  U  N  Trainer
1,70   60     30 12 18  Kühbauer
1,73   67     34 14 19  Djuricin

Inzwischen hat Didi fast die Anzahl der von Gogo geleiteten Spiele erreicht und sein Punkteschnitt hat sich um 0,29 Punkte verbessert, es fehlt aber immer noch ein Alzerl auf Gogo. Immerhin wurde Gogo wegen dieses Punkteschnitts gekündigt und wir haben diesen Stand immer noch nicht erreicht. Nach 60 Spielen zeigt Rapid ein Bild, das wir vor 60 Spielen auch schon hatten. Zu durchschnittlich ist das Geschehen am Platz, und weit entfernt von dem, was am Ende eines Arbeitsabschnitts immer verlautbart wird, dass wir demnächst eine andere Mannschaft erleben werden. Nach dem heute Erlebten fehlt uns einfach der Glaube, dass da noch etwas kommen könnte.

Als ewiger Optimist könnte man sogar auf die Idee verfallen, dass man sogar eine Chance auf den Meistertitel hätte, aber die Spieler scheinen dieses Ziel zu wenig vor Augen zu haben.

Ambiente

Der Rapid-Fanbus wird von Maria, Jürgen und Hans von Fanklub Speising organisiert. Auch in einem ausverkauften Bus gibt es freie Plätze, weil einfach nicht alle kommen. Aber wenn man tatsächlich verhindert ist, wen sollte man verständigen? Rapid? Probiert das einmal, es hebt einfach niemand ab, und an einem Sonntag wäre auch niemand anwesend. Eine Telefonnummer der Busverantwortlichen kennt man nicht, sollte aber auf der Busreservierung stehen.

Wir lernen hier immer neue Fanklubs kennen. Heute war es “Grüner Stern Rapid Wien”. Die Truppe sorgte für Stimmung und ausreichend laute Disco-Musik im Bus. Es gab Schitzelsemmeln (Schwein, Sur und Huhn), Wurstsemmeln und Käsesemmeln.

“Superpublikum!” “Scheißspreha!” Das ist der wenigstens zur Hälfte zutreffende Dialog zwischen dem Stadionsprecher und den “Lafentalern”. Dass der Schiedsrichter für den Gegner pfeifft, die gegnerischen Spieler nur den toten Mann spielen und überhaupt alle “Schiaba” sind, das ist der Grundtenor auf der Osttribüne. Wie in Hütteldorf, so im Lavanttal.

Links

*) Roland Düringer schildert in seinem “Regenerationsabend” das Phänomen der “Vorreaktion”. Es handelt sich um eine automatisch und daher zu früh wiedergegebenen Text oder Handlung, ohne auf den Schauspielkollegen und auf die Abfolge der Situationen der Handlung Rücksicht zu nehmen.

Genau so empfindet man Spielzüge, die gut gelernt wurden, die aber ins Leere gehen, weil man nicht auf den Mitspieler achtet. Der Spielzug darf natürlich nur dann angewendet werden, wenn die Mitspieler auf ihren Plätzen sind, sonst schaut das alles ziemlich stümperhaft aus.

Rapid-Mattersburg

3:1 (1:1)

Endlich zwei Heimsiege zur Verbesserung der Heimbilanz! Aber es war nicht nur ein Sieg, sondern auch ein gutes Spiel mit sehr vielen Chancen auf beiden Seiten, mit sehr vielen schönen Spielzügen und einem guten Ende für Rapid, denn wie so oft war es keineswegs ein Start-Ziel-Sieg, denn besonders in der Anfangsphase erlebten wir eine engagiert aufspielende Mattersburger Elf, gegen deren Angriffe sogar die Latte retten musste.

Für Rapid waren Stefan Schwab und Taxiarchis Fountas die Matchwinner. Kelvin Arase kann sich immer besser in Szene setzen.

Unser Eindruck als Zuschauer, dass verschiedene Angriffsaktionen wegen Abseits zu Unrecht abgebrochen geworden wären, wurden durch die Audiokommentatoren von Bundesliga-On-Ear nicht bestätigt, sodass man die Leistung des Schiedsrichterteams als “unaufgeregt” beschreiben kann.

Ambiente

Der Block hatte zu einer tollen Aktion gerufen, zu einem gemeinsamen Marsch von der Hütteldorferstraße zum Grab von Alfred Körner und dann zum Stadion. Auch die Choreogradie widmete man Alfred Körner mit dessen Spruch “Wir sind als Rapidler geboren und als Rapidler sterben wir”. Auch “Alfred Körner”-Sprechchöre hörte man während des Spiels. Die alte Hymne wurde zwei Mal gesungen.

Spruchband: “ÖFB&LIGA: Lasst Euch vom Hurensohn-Virus nicht infizieren. Gegen Kollektivstrafen & pro 50+1 in Ö, D & überall!”

Der Fußballplatz scheint einer der wenigen Orte zu sein, an dem die Legitimität der allgegenwärtigen Regentschaft des Geldes infrage gestellt wird; zwar nicht in den VIP-Klubs aber auf den Fantribünen. Hopp, der Eigentümer von Hoffenheim, sagt, dass er sich nicht erklären kann, warum die Fans ihn anfeinden. Auch in früheren Jahrhunderten hatten die damaligen Regenten eine so große Distanz zum Volk, dass sie sich deren Probleme nicht vorstellen konnten (siehe “Kuchen statt Brot”). Nicht nur, dass diese große Schere zwischen Arm und Reich besteht, Reich ist im Begriff, Arm das letzte Refugium streitig zu machen, das dieser sich in Stadien geschaffen hat. “Hopp” ist nur der gerade anwesende Eigentümer eines Fußballvereins. An seiner Stelle kann man viele Namen einsetzen wie den uns vertrauten Mateschitz (RedBull) oder auch Abramowitsch (Chelsea) oder Scheich Monsour Bin Zayed Al Nahyan (Manchester City) uvam. Fußball entartet zu einem Marionettenspiel der ganz Großen und ob wir das so wollen, sollten wir uns alle fragen; und nicht nur am Fußballplatz, sondern ganz generell.

Zuschauerzahl

Nur beim Spiel gegen Altach im Ferienmonat August kamen noch weniger Zuschauer als die 14.000 bei diesem Spiel gegen Mattersburg. Man kann gespannt sein, welche Erkenntnisse eine Evaluierung der reformierten Liga bezüglich der Zuschauerzahlen ergibt.

Wenn Andy Marek das letzte Mal das Mikro hält, kommen in Hütteldorf gleich um 8.000 Zuschauer mehr, denn beim Spiel gegen Wattens kamen 22.000 und gegen Mattersburg nur 14.000. Ein Popularitätsunterschied des Gegners kann es nicht gewesen sein. Aber die 8.000 hätten auch gegen Mattersburg kommen können, denn so ein Sprecherwechsel kommt ja nicht alle Tage vor.

Lk 1,1

“Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat.”

Gar nicht so schlecht, dass dieser Lukas vor 2000 Jahren schon gewusst hat, dass hier ein Bericht über das Geschehen verfasst wird! Dass wir die erste Moderation von Lukas Marek miterleben durften, hatte schon etwas Biblisches.

Perfekter kann eine erste Moderation nicht verlaufen. Es war kein kritisches Spiel, auch der Schiedsrichter war zum ersten Mal in Hütteldorf, Andy im Hintergrund sicher alles mit einer gewissen Anspannung beobachtend, aber Sorgen waren völlig unbegründet. Wer es nicht gewusst hat, hätte geglaubt, es hätte gar keinen Wechsel im Amt des Stadionsprechers gegeben, so perfekt war die Moderation von Lukas. Sogar bei der Ansage der Endstände der parallel verlaufenen Spiele, hat er gekonnt den Ausrutscher der Veilchen in Graz dramaturgisch richtig als Schlusspunkt angesetzt. Wir alle können höchst zufrieden sein mit diesem nahtlosen Übergang.

Auzeichnungen der Ansage von Lukas siehe Beitrag “Out Master’s Voice”.

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Rapid-Wattens

2:0 (2:0)

Rapid Wattens 
22800 22      Zuschauer
    1  9      Quoten
    6  3      Torschüsse
   65 35 %    Ballbesitz

Wäre da nicht die Verabschiedung von Andy Marek gewesen, wir hätten wohl einen 2:0-Sieg mit nachfolgendem Pfeifkonzert erlebt. Wir Zuschauer hatten den Eindruck, als würde die Mannschaft das Spiel nach einer guten ersten Halbzeit aufgeben. So unter dem Motto. “Heut’ haben wir genug geleistet”. Ob die Wattener Drangphase in der zweiten Halbzeit durch ihre eigene Motivation oder durch unser “Wir tun nur das Notwendigste” gegeben war, wir wissen es nicht. Immerhin war es der erste Heimsieg seit dem 5:0 gegen die Admira am 15. 9. 2019 und deshalb eigentlich Grund zur Freude. Aber das Publikum empfindet den Gegner etwa so wie es die Quoten zum Ausdruck bringen: 1,2 : 9, und neigt dazu, den Gegner zu unterschätzen und Rapid – verstärkt durch Marketingaussagen “Wir sind Rapid…” – zu überschätzen; eine Art kollektiver Dunning-Kruger-Effekt.

Das Spiel ist jedenfalls knapper als es das Ergebnis vermuten lässt, gab es doch sehr viele gute Chancen für Wattens in der zweiten Halbzeit.

In diesem Spiel standen – unerfreulicherweise – 6 Legionäre am Platz und nur Arase aus dem Kreis der Eigenbauspieler.

Nebenschauplätze

Rapid gedachte an Beginn des Spiels an den Ultras-Mitbegründer Rudolf “Koby” Koblovsky (1957-2020) und Alfred Körner (1926-2020). Für Alfred Körner gab es zu Spielbeginn eine Trauerminute, Rapid spielte mit Trauerflor.

Abgesehen von Glückwünschen zu Nachwuchs im Block, gab es nur ein Spruchband, das sich nicht auf Andy Marek bezog, und das hatte die Bundesliga im Visier und die Pseudoüberdachungen in der Provinz die durch die “wilde Sabine” ziemlich zerzaust worden sind: “Bundesliga: Plan(en)loser Dachverband”

Die Aktion “Wiener helfen Wienern” sammelte eine Summe von 83.000,- Euro, eine tolle Leistung!

Abschied Andy Marek

Die Choreografie stand ganz im Zeichen des Abschieds von Andy Marek. Großartige Bilder, Gesänge und Sprechchöre begleiteten das ganze Spiel.

Andy hat sich schon von diesem allerletzten Tag gefürchtet. Ja, seine Welt ist die Bühne und seine Hauptnahrung ist der Zuspruch seines Publikums. Dennoch erlebten wir ihn immer als sehr bescheidenen Menschen, der nicht wollte, dass ein Wirbel um seine Person gemacht wird.

Ein besonderer Abschied galt dem Block und während sich die anderen Tribünen schon zu leeren begannen, war der Block noch immer vollzählig versammelt. Andy und den Block verbinden die gemeinsamen Ziele: der Block will eine volle Westtribüne und Andy ein volles Stadion, und der Block ist ein wesentlicher Faktor des Publikumszuspruchs. Wir können nur hoffen, dass auch Andys Nachfolger diese Mechanismen nicht vergessen und auf Zusammenarbeit und nicht auf Ausgrenzung setzen.

Wir müssen an dieser Stelle nicht viel mehr über den Abschied von Andy sprechen, es gibt auch noch andere Tagebucheinträge darüber.

Ein letztes “Danke-Bitte”

Leider haben wir alle schon ein “Letztes Mal” bei Begegnungen erlebt, von denen wir aber nicht wussten, dass es das letzte Mal sein würde. Zum Beispiel erlebten wir Alfred Körner ein letztes Mal bei der Hauptversammlung im November 2019.

Bei Andy Marek war es anders, es war ein “Letztes Mal mit Ansage” und daher habe ich beim letzten Spiel gegen Wattens “das Stadion” aufgezeichnet und daraus die letzten Erinnerungen festgehalten

Für Hartgesottene gibt es das ganze Spiel zum Nachhören (3h39’16”, 140 MB)

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Admira-Rapid

0:3 (0:2)

Mit einer gewissen Erleichterung sahen wir die Mannschaft mit einem 4-2-3-1 auflaufen und das mit einem spielfreudigem Jung-Papa Taxi, der sich auch gleich zwei Mal in die Torschützenliste eingetragen hat. Man kann es drehen wie man will, Taxi macht derzeit den Unterschied.

Auf den Rängen konnte man vereinzelt hören, dass man gegen einen schwachen Gegner gewonnen hätte. Aber immerhin spielte die Admira zwei Mal Unentschieden gegen die Austria und in der Vorwoche auch gegen RB, und wenn man in der Südstadt etwas lernen kann, dann das, wie man es dort schafft, in dieser vergleichsweise tristen Umgebung immer wieder konkurrenzfähige Teams aufzustellen.

Im “Zweiersturm”, der in der Schlussviertelstunde aufgeboten wurde, konnte nur der Debütant Yusuf Demir seine Qualitäten aufblitzen lassen. Nach einem sehenswerten Dribbling bediente er den in der Mitte stehenden Badji, doch der musste zu lange nachdenken – und schon war die Chance vorbei. Kitagawa zeigte einen Fehlpass und ein Foul. Badji und Kitagawa wird die Wintervorbereitung gut tun. Hoffentlich!

Wenn man Rapid-Erfolge sehen will, muss man auswärts fahren! Die Kluft zwischen der Punktezahl bei Heim- und Auswärtsspielen vertieft sich nach dem Derby und dem Admira-Spiel weiter.

Kinder an die Macht!

Immer wieder freuen wir uns über gelungene Debüts, aber danach verschwinden die jungen Talente wieder und befinden sich bestenfalls auf der Reservebank. Manchmal haben wir den Eindruck, als würde man die Qualität im eigenen Haus nicht ausreichend erkennen und setzt – wahrscheinlich aus einer Art des Sicherheitsdenkens – auf die gekauften Spieler.

Wir Zuschauer haben leicht reden! Wir erleben persönlich nicht den Druck eines Trainers und würden uns wünschen, dass mehr junge Spieler zum Einsatz kommen. Natürlich wünschen wir uns auch gleichzeitig Erfolg; wahrscheinlich ein Widerspruch.

Admira-Derby

Zwar liegt das Derby zwischen Austria und Rapid mit bisher 330 Begegnungen an der Spitze aller Derbies, doch an zweiter Stelle folgt schon die Admira mit bisher 278 Begegnungen und dann mit 213 Sturm. Zum Vergleich die erreichte ewige durchschnittliche Punktezahl (3-Punkte-Regel) seit 1911:

1,46 Austria
1,83 Admira
1,75 Sturm

Auf den ersten Blick schaut es so aus, als würde man mit 1,46 weniger als die Hälfte der möglichen Punktezahl gegen die Austria erreicht haben, dass also die Austria im Langzeitschnitt voran wäre. Das ist aber nicht der Fall, und das kommt durch den bei einem Unentschieden nicht vergebenen Punkt zustande.

Spiele   S   U   N  PPS Punkte PPS Punkte
   330 136  75 119    2   1,05   3   1,46

Man sieht, dass Rapid um 17 Siege mehr verbucht hat und man das bei der Zweipunkteregel auch sieht (1,05>2/2), doch bei der Dreipunkteregel nicht (1,46<3/2). Der nicht vergebene Punkt bei einem Unentschieden ist dafür verantwortlich.

Ausnahmsweise wünschen wir also unserem härtesten Langzeitgegner, der Austria, für ihr morgiges Spiel gegen des WAC einen Punkt, um auf dem dritten Tabellenplatz überwintern zu können.

Schiedsrichter

In der Vorschau stand noch am Vormittag, dass Schiedsrichter Heiß das Spiel leiten würde, doch am Abend war es Dieter Muckenhammer. Es gab eigentlich keine Situation, bei der Rapidler sich hätten über ihn ärgern müssen. Der Ärger über vergebene Chancen war jedenfalls größer.

Unter seiner Leitung erreichte Rapid bisher 1,45 Punkte pro Spiel und das ist deutlich unter dem Schnitt von 1,74 Punkten. Muckenhammer leitete bisher 20 Spiele und ist damit im besten Schiedsrichteralter*). Mit diesem Sieg ist der Punkteschnitt bei Muckenhammer auf 1,52 gestiegen.

*) Die durchschnittliche Anzahl der Rapid-Spiele aller derzeit aktiven Schiedsrichter ist 19 Jahre. Die Oldies sind Drachta (44), Eisner (39), Harkam (43), Schörgenhofer (56) und Schüttengruber (28); Ouschan (22) und Muckenhammer (21) liegen im Durchschnitt, alle anderen leiteten deutlich weniger als 20 Rapid-Spiele.

Heimschwäche

Man könnte auch sagen “Auswärtsstärke” und ob diese eigenartige Relation der Ergebnisse nur reiner Zufall ist oder doch mit dem Erwartungsdruck in Hötteldorf zu tun hat, wer weiß! Wer hätte gedacht, dass sich hinter der Auswärtsstärke sogar ein Rekord versteckt, denn es ist heuer erstmals seit 1987 gelungen, 12 Auswärtssiege in einem Jahr zu schaffen. Das ist doch erstaunlich! Jetzt fehlt es nur mehr am Überwinden der Heimschwäche!

Ambiente

Wie es die Admira schafft, mit diesem geringen Zuschauerzuspruch über die Runden zu kommen, ist bewundernswert. Dabei ist das Spiel gegen Rapid mit 4.000 Zuschauern schon ein Highlight. Gegen den Meister Salzburg kommen 2.500, gegen die Austria 3.476 Zuschauer, gegen alle anderen Vereine unter 2.000 Zuschauer.

Wie man bei der Admira auf die verpflichtende Überdachung für die Tribüne für die Auswärtsfans reagiert hat, ist bezeichnend für die Situation in der Südstadt. Kurzerhand wurde ein Teil der Haupttribüne für die Auswärtsfans abgetrennt und mit einem eigenen Zugang von der Ostseite versehen. Mit dem Effekt, dass die immer sehenswerte Choreografie unseres Blocks von niemandem gesehen werden kann, außer von einigen auf diese Bilder spezialisierten Fotografen.

Die Wiener Lokalbahnen gehen auf die punktuell erhöhte Fahrgastfrequenz an Spieltagen ein und stellen zusätzliche Garnituren zur Verfügung, etwas, das sich die ÖBB auf der S80 zwischen Hütteldorf und Aspern abschauen könnten, indem sie wenigstens rund um die Spielzeiten in Hütteldorf die Zuglänge verdoppeln könnten (keine Kurzzüge).

Über die Badner Bahn

Eine Fahrt mit der Badner Bahn ist immer ein schönes Erlebnis, bedenkt man aber, dass diese Verbindung ursprünglich ausschließlich für den Transport von Ziegeln vorgesehen war, kann man sich ausmalen, wie die Gegenden links und rechts von der Bahnstrecke bis in die 1960er Jahre ausgeschaut haben. Die Gemeindegebiete von Inzersdorf, Vösendorf, Brunn, Wiener Neudorf und Guntramsdorf waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts riesige Ziegelproduktionsgelände, auch das heutige Gelände des BSFZ in der Südstadt war bis etwa 1940 eine Ziegelei. An diese Zeiten erinnern heute zahlreiche kleine Paradiese. Sei es der Badeteich Ozean in Guntramsdorf, der Schinterteich in Brunn, die Blaue Lagune in der SCS, das Naherholungsgebiet Wienerberg oder im Bereich des Sportzentrums Südstadt ein kleiner Teich im Norden des Geländes.

Die damaligen überaus tristen Arbeitsbedingungen waren der Auslöser für die Gründung der SDAP (später SPÖ) 1889 in Hainfeld.

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Rapid-Austria

2:2 (1:2)

Was sprach gegen Rapid?

  • Erwartungshaltung
  • Heimspiel (es gewinnt sich nicht so leicht im Allianz-Stadion)
  • Derby (wurde hier noch nie gewonnen)
  • Hohe Zahl von Ausfällen
  • Kein spielentscheidender Taxi (dafür dürfen wir uns mit seinem Baby freuen)
  • 3-5-2

Dieser Mix ungünstiger Voraussetzungen setzte sich schließlich durch und aus dem erhofften Sieg wurde nur ein Unentschieden.

Betrachtet man nur die erste Hälfte, ist das Remis für Rapid schmeichelhaft, betrachtet man nur die zweite Hälfte, muss die Austria froh sein, nicht verloren zu haben – dank ihres gut disponierten Tormanns. Also, ein “gerechtes” Remis?

Eigentlich ist das Ergebnis weit hinter unseren Erwartungen. Die Buchmacher zeigen mit ihren Quoten 1,7 : 3,8 : 4 unsere Einschätzung, und der Besuch deutet schon an, dass alle an einen ersten Derbysieg von Rapid glauben.

Schiedsrichter Schörgenhofer kann man aufgrund der bisher geleiteten Spiele keinen Vorwurf manchen. Die unser seiner Leitung erzielten Punkte liegen mit 1,75 exakt im Schnitt aller Spiele der aktuellen Schiedsrichter.

In der ersten Halbzeit bekam Rapid nach dem gelungenen Ausgleich das Spiel nicht unter Kontrolle. Die Austria schaltete schneller und hatte die gefährlicheren Chancen. Arase wirkte auf der rechten Seite ziemlich verloren. Es zog ihn in die Mitte und dann fehlte er auf der Seite. Der Rückstand zum 1:2 entstand auch nach einer unbedrängten Flanke von dieser Seite. Kelvin hatte es praktisch immer mit zwei Gegenspielern zu tun, er soll sowohl in der Verteidigung aushelfen als auch angreifen. Mir gefällt dieses Spielsystem nicht.

Das Powerplay von Rapid in der zweiten Halbzeit hätte sich mehr als nur einen Treffer verdient, aber so ist er eben, der Fußball. Für einen Azubi ist unser Stürmer nicht schlecht, aber wir könnten einen höherwertigen gut gebrauchen. Ein Tor hätte Badji gut getan.

Das Spiel verlief vergleichsweise unaufgeregt, kein Wunder, war doch Holzhauser, das rote Tuch vergangener Spiele, nicht mehr am Platz. Mit ein bisschen Übung könnte Christoph Monschein in seine Fußstapfen treten.

Es ist nicht gelungen, den Tabellendritten WAC zu überholen, immerhin sind wir den Wolfsbergern schon einen Punkt nahe gekommen. Mühsam!

Ambiente

Rudi Flögel wurde zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Rudi feierte mit Rapid je vier Meister- und Cuptitel. Das waren noch Zeiten!

Rapid feierte zum letzten Mal “120 Jahre Rapid” und das mit einer sehenswerten Choreografie auf Süd- Ost und Nord-Tribüne.

Spruchbänder

  • “Ob Bruckner oder Schmid, nichts ist größer als Rapid. Nur ein Ego sticht hervor, das des werten Goleador.”
  • “Die Mutter im Puff lauter schreit als der Sohnemann zur Derbyzeit”
  • “Während Kretschmer den Verein ruiniert und die die violette Szene weiter kassiert, ist jedem Wiener endgültig klar, in unserer Stadt krepiert der FAK”

Zur Erinnerung

Unser Transparent “klubderfreunde.at” wird bei Eingang regelmäßig auf den Inhalt geprüft. Im Gästesektor wird das wohl auch der Fall sein, doch dürfte das Wissen um verbotene NS-Symbolik beim Sicherheits-Personal nicht besonders ausgeprägt sein. So konnte es passieren, dass die Gruppe “Unsterblich” ihre Version der Reichskriegsflagge ins Stadion bringen konnte. Interessant ist auch, dass die Anbringung von den anderen Gruppierungen geduldet wurde.

Hier also speziell für Ordner in Fußballstadien ein Bildvergleich dieses in Österreich verbotenen Symbols. [Das Originalbild der Reichkriegsflagge war an dieser Stelle abgebildet. Der Grund ist ein didaktischer, denn wie soll ein Ordner diese Flagge als unerwünscht erkennen, wenn er sie gar nicht kennt. Der Vorstand des Klubs der Freunde wünscht aber diese Abbildung nicht. Wer sich das Bild anschauen will, folge diesem Link (Wikipedia).]

“Unsterblich” wird bei der Austria nicht als Fangruppe geführt. Was “Unsterblich” sonst noch an “Aktivitäten” pflegt, wird hier dokumentiert. “Unsterblich” kann diese Flagge auch ungehindert in Facebook präsentieren.

Links

LASK-Rapid

0:4 (0:1)

Ich erinnere mich einen historischen Auswärtserfolg von Rapid in Birmingham am 26.8.2010. Rapid siegte 3:2 und stieg damit in die Gruppenphase der Europa-League auf. Das unmittelbar folgende Spiel gegen den LASK am 29.8.2010 ging 0:1 verloren – wie so oft nach großen Erfolgen.

Die heutige Runde war eine Art späte Revanche, denn auch heute kam LASK von einem denkwürdigen Spiel siegreich zurück in die Niederungen der Pflichtspiele – und verlor, wie einst Rapid. Und der LASK war in guter Gesellschaft, denn auch der WAC verlor und das große RedBull spielte – ebenfalls nach einem bedeutenden Spiel – nur Unentschieden beim Tabellenletzten, Admira.

Unser Goleador meinte zuletzt, der “Rapidgeist” wäre abhanden gekommen. Wer nun dieses Spiel gesehen hat und den Einsatz mit dem sich Rot-Blau dem LASK entgegengestellt hat, der weiß, dass dieser “Rapidgeist” einfach der Teamgeist der Sieger ist, und wenn nicht gewonnen wird, dann hat dieser “Geist” eben die Seiten gewechselt. Wenn man mehr gewinnt, also auf der “Siegerstraße” ist, meint man, diesen Geist gepachtet zu haben und gibt ihm einen Kosenamen, eben “Rapidgeist”:

Den Kampfgeist von Rapid kann man auch an den Zahlen der Bundesliga-Statistik ablesen: 22 Fouls von Rapid und nur 9 vom LASK. 5 gelbe Karten von Rapid und nur 3 des LASK.

Und es war jede Menge Glück dabei. Wir hätten uns auch nicht bei einer Niederlage beklagen dürfen, denn die Chancen für den LASK waren da (1x Latte, 1x Stange). Die Vorgeschichte zum 1:0 war ein Gustostückerl der Cleverness, das rasche Erkennen eines Vorteils bei unorganisierter LASK-Abwehr. Natürlich hätte der Schiedsrichter den raschen Einwurf von Stefan Schwab wiederholen lassen können, hat er aber nicht – es war ja kein Heimspiel von Rapid. Durch den Druck des LASK auf den Ausgleich eröffneten sich Räume, die wir sehr gut nutzen konnten.

Schiedsrichter

Schiedsrichter Gishamer ist einer, dessen Pfiffe sich günstig für Rapid auswirken, denn unter seiner Leitung ist der erzielte Punkteschnitt 2,17 (vor diesem Spiel 2,0). Allerdings hat er erst 6 Spiele geleitet, vielleicht ändert sich das ja noch. Es gab noch vor unserem Führungstor eine durchaus strittige Szene, bei de man – laut Sky-Kommentatoren auch hätte auf Elfmeter entscheiden können und der Einwurf, der unser 1:0 eingeleitet hat, hätte auch anders entschieden werden können. Und das sind sie, die Kleinigkeiten, aus denen sich schließlich Siege entwickeln.

Noch ein Aspekt zur aktuellen Heimschwäche von Rapid: Nehmen wir an, dass es tatsächlich so etwas wie ein stilles Übereinkommen zwischen den Schiedsrichtern gibt, das da lautet: “nur nicht nachgeben vor dominantem Heimpublikum”, dann könnte das durchaus die auffällige Heimschwäche von Rapid erklären.

Nun ist es aber so, dass die Grundausstattung eines Schiedsrichters so etwas wie Gerechtigkeitssinn ist. Wir haben bei einem Vortrag über das Schiedsrichterwesen einen Satz gehört, der sinngemäß gelautet hat, dass ein Schiedsrichter im Laufe eines Spiels genug Gelegenheiten hat, Fehlentscheidungen zu kompensieren. Wenn also auf der einen Seite in einer strittigen Szene ein Elfmeter (fälschlicherweise) nicht gegeben wurde, dann wird das möglicherweise auf der anderen Seite auch so gehandhabt, auch wenn man in beiden Fällen auch hätte anders entscheiden können. Gerchtigkeitssinn eben. Ein typisches Beispiel könnte das (verlorene) Heimspiel gegen St.Pölten gewesen sein. Was haben wir uns über das klare Foul im gegnerischen Strafraum aufgeregt und dabei übersehen, dass es in unserem eigenen Strafraum sogar zwei ähnliche Szenen gegeben hat.

Und das könnte – unbewusst – auch die Heim/Auswärts-Bilanz von Rapid beeinflussen. Man weiß, dass bei Heimspielen eher pingelig gegen die Heimmannschaft entschieden wird – unbewusst natürlich, also kompensiert man das bei den Auswärtsspielen. Warum nicht? Es hätte eine gewisse Logik, die sogar für die Schiedsrichter spricht.

Mannschaften mit einer Sonderstellung wie eben Rapid mit starkem Heimsupport müssen eben deutlich besser sein als ihre Gegner, um die “Vorspannung” des “Unparteiischen” zu übertreffen.

Ambiente

Das Stags-Head war gut besucht, die Freude über des Spielverlauf riesengroß.

Links

Rapid-Sturm

1:1 (1:0)

Dieses Unentschieden ist ein klarer Erfolg für die Gäste und eine nahtlose Fortsetzung der Heimschwäche unserer Mannschaft, begleitet von einer neuerlichen Serie eigenartiger Entscheidungen von Schiedsrichter Altmann, gekrönt von einem nicht gegebenen Elfer wegen Handspiels in der zweiten Hälfte, in Anlehnung an eine gleichartige Szene im vorjährigen Playoff gegen Sturm.

Die Verletztenliste wuchs um gleich drei Spieler an: Barac, Auer und Stojkovic.

Rapid im oberen Mittelfeld

Die Tabelle zeigt ein deutlich zweigeteiltes Feld, weil der Abstand zwischen der Meistergruppe und der Qualifikationsgruppe schon 8 Punkte beträgt. Die Meistergruppe ist mit 15 Punkten Abstand zwischen Erstem und Letztem mehr gespreizt als die Qualifikationsgruppe, die nur einen Abstand von 6 Punkten aufweist.

Ambiente

Das “Go West” kündigte ein Treffen mit dem Team “Grün-Weiß” an; viele Gäste waren aber um 15:30 nicht vor Ort.

Die Buchmacher waren mit Alfred Tatar einer Meinung: klarer Favorit ist Rapid, unter dem Motto: “irgendwann muss doch den Grün-Weißen der Knopf aufgehen.”

Kurz nach Einlass um 15:30 finden sich immer zwei Spieler auf der Nordtribüne ein, um Autogramme zu geben. Heute waren es die Angeschlagenen Leo Greiml und Dalibor Velimirovic

Zunächst verabschiedeten sich die Spieler mit einem Spruchband von Präsidenten Michael Krammer.

Bei Spielbeginn erlebten wir eine Solidaritätsaktion mit dem schwer verletzten Philipp Schobesberger. Alle Spieler trugen ein grünes Trikot mit dem Text “Gute Besserung, Schobi!” und auf der Rückseite die Rückennummer 7.

Dann startete die Choreografie mit dem Untertitel “Aus den Steinen, die man uns in den Weg legt, haben wir unsere Kathedrale errichtet.” Ein tribünengroßes Bild wurde bis zum Stadiondach hochgezogen. Es zeigte eine Mauer mit zwei Jugendstilsäulen, deren Kapitell mit dem goldfarbenen Schriftzug “ACAB” versehen war. Zwischen den Säulen und an den Rändern befanden sich drei riesige durchscheinende Glasfenster mit den Motiven “Emoji Grober Spaß”, “Ultras-Indiander” und “Rapid-Wappen”. Sehenswert war, wie es gelungen ist. die Glasfenster in prächtigen Farben und durchscheinend erscheinen zu lassen, ganz im Stil gotischer Kathedralen. In der Nahaufnahme des Schriftzugs “ACAB” konnte man die Pinselstriche der Gestalter erkennen. Sehenswert!

Mit dem Banner “Danke für alles, groda Michl!” verabschiedete der Block Präsidenten Michael Krammer.

In der Rapidviertelstunde titelte man “Alle zur Hauptversammlung!”.

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Altach-Rapid

0:3 (0:3)

Bemerkenswert an diesem Spiel war der erstmalige Einsatz von Arase mit Spielbeginn. Und Arase hat das Vertrauen in ihn mehr als bestätigt. Nur durch ein Foul konnte ihn der Altach-Verteidiger in der 11. Minute stoppen, Schwab verwandelte souverän. Das 2:0 war eine schöner Stanglpass von Knasmüllner auf Murg. Ein Spielzug von der Kategorie “den hätte ich auch getroffen”*); schließlich das 3:0 von Arase nach einem tollen Lochpass von Thomas Murg.

Die zweite Halbzeit erinnert mich an den Umstand, dass satte Räuber nicht angreifen, vielleicht so wie im Lied “The lion sleeps tonigt”. Dass die Altacher angreifen mussten, ist klar. Warum man aber aus diesem Umstand nicht mehr Konterchancen kreieren konnte, weniger. So blieb das Spiel bis zum Ende spannend, weil man sogar mehrfach auf Strebingers Reflexe angewiesen war, um nicht ein Gegentor zu kassieren.

Bilder aus dem Stag’s Head

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*) Der Sager, dass ein Spieler ein einfach scheinendes Tor erzielt (oder aus derselben Position daneben schießt) führt zum üblichen Sager, dass man das selbst auch zusammengebracht hätte. Aber die Antwort ist natürlich, dass niemand im Stadion das zusammen gebracht hätte, denn um solche Fehler begehen oder Tore schießen zu können, muss man eben Fußballer sein und dazu noch gut genug, um bei Rapid spielen zu können. Und jeder, der sich diesere Mühe unterzogen hat, der weiß auch, dass alle diese einfach scheinenden Schüsse eben auch daneben gehen können. Und an dem Ort vor dem Tor in aussichtsreicher Position stehen zu können, erfordert großes Können, Kondition, Vorbereitung, Taktik, List und Hinterlist und auch Kreativität weil ja 11 Gegenspieler am Platz sind, die genau das verhindern wollen.

Rapid-St.Pölten

0:1 (0:0)

Gegen einen Erfolg von Rapid sprach:

  • Heimspiel (Rapid ist derzeit eine extrem heimschwache Mannschaft, wobei die Gründe dazu vielleicht mehr im Umfeld zu suchen sind)
  • Pflichtsieg (Kühbauer: “ein X ist zu wenig”)
  • Unterschätzung des Gegners (St. Pölten ist letzter und hat erst einen Sieg gegen Mattersburg am Punktekonto)
  • Schiedsrichter Schüttengruber
  • Vier verletzte Stürmer (Fountas, Kitagawa, Schick, Schobesberger)

Dazu kam – wie Weltfußball meint – Einfallslosigkeit. Link. Einfallslosigkeit wieder bedeutet, dass man zuviel Eingelerntes wiederholt, statt sich der kreativen Fußballkunst zu widmen. Vielleicht ist man sogar etwa übertrainiert.

Es ist erstaunlich, wie wichtig unser Taxi geworden ist. Wir würden gerne im Vergleich sehen, wie sich ein Marco Fuchshofer an der Stelle von Aliou Baji getan hätte. In vielen seiner Aktionen meinte man einen großen Nachholbedarf in Sachen Ballbehandlung zu orten.

Der Schiedsrichter

Manuel Schüttengruber ist jener Schiedsrichter, unter dessen Leitung Rapid mit Abstand die wenigsten Punkte einfährt, nämlich bisher nur 1,33. Das Mittel über alle Schiedsrichter ist 1,75. Nach diesem Spiel ist dieser Wert auf 1,29 gesunken, das Mittel über alle Schiedsrichter auf 1,74. Tabelle

Irgendwie muss es zu diesem geringen Punkteschnitt kommen und dieses Spiel war wieder ein Paradebeispiel für die methodischen Pfiffe der Schiedsrichter bei Rapid-Heimspielen. Aus unserem Blickwinkel gab es vier gravierende Fehlentscheidungen zu Ungunsten von Rapid:

  • Zwei nicht geahndete Elferfouls im Strafraum (beide erste Halbzeit)
  • Ein Rückpass eines St.Pöltners zu seinem Tormann wurde mit Abstoß und nicht – wie es korrekterweise zu handhaben gewesen wäre – mit indirektem Freistoß fortgesetzt (erste Halbzeit).
  • Strebinger sah, dass sich Murg weit in der gegnerischen Hälfte befand und kein Verteidiger auf ihn aufgepasst hat. Er spielte einen hohen Pass nach vorne (weil bei einem Abstoß das Abseits nicht gilt). Murg bekam den Ball, der Schiedsrichter pfiff ab. Der Grund: Ein Rapid-Spieler lag am Boden. Also das hätte sich Herr Schüttengruber nach Abwarten des Vorteils anschauen können. Hat er aber nicht (zweite Halbzeit)

Es mag sein, dass es in der Gegenrichtung auch Fehlentscheidungen gab, aber darum müssen sich andere kümmern.

Rapid verlor mit dieser doch recht peinlichen Heimniederlage den Anschluss an das Spitzentrio, das beeindruckend an seinen Hausaufgaben arbeitet. Rapid gehört damit leider gemeinsam mit Sturm und Hartberg zu den Nachzüglern in der oberen Tabellenhälfte. Das Ergebnis des kommenden Heimspiels gegen Sturm wird das Klima und die Chancen bei einer Präsidentenwahl möglicherweise mitbeeinflussen.

Ambiente

Auffällig war, dass sich der Tipp-3-Wett-Wagen nicht an seinem üblichen Standort an der Süd-Ost-Ecke befand; er war einfach nicht da.

Rapid gratulierte Peter Pacult zum 60er.

Das Stadion gedachte zweier kürzlich verstorbener Rapid-Fans: Walter Bauer (siehe Nachruf) und Florian Albrecht, der am Montag bei einem Arbeitsunfall ums Leben kam.

Gedränge auf der Nord

Der Abgang von der Süd- und Osttribüne ist wegen der vielen Ausgänge kein Problem. Auf der Nord-Tribüne schaut das anders aus, und ganz besonders merkt man es, wenn die Tribüne – wie heute und auch beim letzten Spiel gegen Wolfsberg – voll ist. Es gibt nur zwei Ausgänge. den zur Hütteldorferstraße und einen relativ kleinen zum Umgehungsweg. Man kann auf der Nordtribüne nicht einfach nach außen gehen, sondern man muss zu einem dieser beiden Schlupflöcher gelangen. Das ergibt zwischen diesen beiden Ausgängen ein ziemliches Gedränge, das zwar wegen der disziplinierten Zuschauer (Feuerwehrleute!) nicht zu einem Problem wurde, aber auffällig ist es schon. In einem Panikfall dürfte es aber dadurch kein Problem geben, weil man dann zusätzlich die mittlere – normalerweise geschlossene – Fluchttüre öffnen kann – wenn es der gestrenge Herr Josef erlaubt.

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RB-Rapid

3:2 (2:1)

Ich glaube nicht, dass man sich daran gewöhnen kann, das Spiel gegen einen starken Gegner 90 Minuten lang offen zu halten und dann in der Nachspielzeit zu verlieren. Wir kennen das ja schon vom Cup. Und es war wieder eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung, die den Ausschlag gegeben hat. Und eben weil sich diese Zufälligkeiten so auffällig wiederholen, ist man leicht geneigt, Methode dahinter zu vermuten, “Verschwörung” sozusagen.

War das überhaupt ein Foul in der letzten Minute an der Strafraumgrenze? War die Nachspielzeit nicht zu lang? Rapid hat einen Spieler weniger getauscht, daher wären 2,5 Minuten richtig gewesen, weil üblicherweise für einen Wechsel eine halbe Minute veranschlagt wird. Die Behandlung eines Spielers könnte die zusätzliche halbe Minute gewesen sein, also drei Minuten. Gegeben wurden aber vier.

Den Unterschied zum Cup-Spiel machte ein Spieler aus: Erling Håland. Beide Tore in der ersten Hälfte waren sein Werk, Eines direkt, eines indirekt. Håland hat ein außergewöhnliches Durchsetzungsvermögen, aber nicht nur wegen seiner Größe, er ist auch extrem schnell und technisch exzellent. Nur durch ein Foul konnte er gestoppt werden.

Aber die zweite Halbzeit gehörte auch Rapid. Wir erlebten einen aufopfernden Kampf und können stolz auf unser Team sein. Herausragend war aus meiner Sicht Kapitän Stefan Schwab, der beide Tore vorbereitet hat und selbst noch bei einem Rutsch-Schuss das Tor nur um wenige Zentimeter verfehlt hat.

Es reicht noch nicht für einen Platz ganz oben, aber die Saison dauert ja noch, die Moral stimmt, und auch “die Richtung stimmt”.

Rapid spielt überhart

Ein Vergleich der beiden Spiele zuletzt gegen den WAC und heute gegen RB zeigt, dass Rapid keineswegs eine hart spielende Mannschaft ist. Es gab nämlich heute überhaupt keine Karte gegen einen Rapid-Spieler. Nach unseres Lesart waren die gegen Rapid entschiedenen Fouls Teil des Spielkonzept des WAC – und der Schiedsrichter spielte mit.

Schiedsrichter

Da bei den letzten Heimspielen der Schiedsrichter einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis hatte, wollen wir und auch bei diesem Spiel die Resultate von Schiedsrichter Drachta in Erinnerung rufen. Schiedsrichter Drachta leitete seit 2008 43 Spiele von Rapid und gehört damit zu den erfahrensten Schiedsrichtern. Die Ergebnisse unter seiner Leitung lagen vor dem Spiel mit 2.00 Punkten deutlich über dem Durchschnittswert von 1,74 Punkten. Nach dieser Niederlagen sank die Punkteausbeute “unter Drachta” auf 1,95 Punkte/Spiel.

Wenn man dem Schiedsrichter vorwirft, dass er vier Minuten nachspielen ließ, ist das eher ein Hadern mit dem Schicksal als eine Fehlentscheidung. Eigentlich war seine Leitung unauffällig und korrekt.

Wir besuchten das Stags-Head:

Das Stags-Head war praktisch ausgebucht. Wegen des großen Andrangs gab’s keine Brote und keinen Salat.

Bildergalerie (von Hannes)

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