Rapid-Wattens

Rapid-Wattens

5:2 (1:1), Allianz-Stadion, 10.400, Christopher Jäger

Der Spielverlauf war nicht untypisch. Rapid dominierte, das erste Tor schoss aber der Gegner, der Spielstand nach der ersten Halbzeit wurde durch VAR-Interventionen massiv beeinflusst.

Durch den furiosen Beginn nach der Pause konnte aber das Spiel zugunsten von Rapid gedreht werden. Über die Entscheidungen in der zweiten Halbzeit gab es keine Diskussionen mehr.

Mit dem frisch getankten Selbstvertrauen könnte ein weiterer Sieg im letzten Spiel der Hinrunde die Tabellensituation deutlich verbessern.

Dominanz der Schiedsrichter

Der VAR ist eine Zumutung für Zuschauer, Spieler und Vereine.

Bereits in den Spielen gegen Salzburg und gegen Altach wurden VAR-Entscheidungen getroffen, die spielentscheidend waren und in einem Fall auch zum Eingeständnis der Schiedsrichter führten, dass eine Fehlentscheidung getroffen wurde. Wozu also der Aufwand?

Der VAR kostet Punkte, und ebenso Motivation der Spieler. Da diskutiert man, ob der Trainer gekündigt werden soll; mit einem gerechten Unentschieden in Salzburg, wäre diese Diskussion gar nciht erst aufgekommen. Die Zuschauer fragen sich, ob die VAR-lose Zeit trotz der eventuellen Fehlentscheidungen nicht die bessere gewesen ist.

  • Situation 1: Kara schießt ein Tor. Die Zuschauer jubeln und fallen sich in die Arme. Minutenlange Pause. Schiedsrichter Jäger muss sich die Szene noch einmal anschauen und entscheidet auf Foul am Tormann.
  • Situation 2: Rapid bekommt ein Gegentor, das durch den Schiedsrichter aberkannt wird. Der VAR „überredet“ den Schiedsrichter, das Tor wird anerkannt.

Gefühlt waren das sehr lange Unterbrechungen, die mit den vier Minuten Nachspielzeit nicht kompensiert waren.

Mittlerweile beschäftigen sich bei einem Spiel 9 Schiedsrichter mit der Richtigkeit der Entscheidungen. Bei diesem Spiel waren es:

  • Am Feld: Christopher Jäger, Jasmin Sabanovic, Markus Reichholf, Arnes Talic
  • In Meidling: Rene Eisner, Christian-Petru Ciochirca, Robert Sedlacek, Thomas Steiner, Matthias Wohlfahrt

Der VAR dient nicht der Wertsteigerung der Ware des Fußballs, der Emotion, denn die zerstört er gekonnt; er dient allein zur Beruhigung der Geldgeber, deren Millionen auf dem Spiel stehen und die durch den VAR die Illusion erleben, dass alles korrekt bewertet wurde.

Was auch aufmerksame Beobachter am Spielfeld wegen der Schnelligkeit und Komplexität der Abläufe nicht erkennen können, sollte nicht spielentscheidend sein. Wenn man eine Zeitlupe braucht, um festzustellen, dass ein Stürmer um eine Fußbreite vor dem Verteidiger stand und danach ein Tor aberkannt wird, dann ist das nicht die Realität, die man als Zuschauer wahrnimmt.

Ambiente

Wie bereits angekündigt blieben die organisierten Fans dem Spiel fern. Ebenso die Gästefans, denn der Gästesektor war leer. Allerdings könnten die mitgereisten Tiroler auch in einem anderen Sektor untergebracht gewesen sein.

Die Zuschauerzahlen bei den bisherigen Liga-Heimspielen waren:

12.200 Hartberg
13.100 WAC
14.400 Ried
16.600 Admira
16.900 Sturm

Im Mittel kamen 14.640 Zuschauer, viele davon aber angelockt durch besondere Aktionen.

Bei diesem Spiel gegen Wattens kamen 10.400. Es fehlten also etwa 4.000 Ungeimpfte und deren Sympathisanten.

Gegen wen genau sich dieser Protest gerichtet hat, ist nicht ganz klar, denn Rapid kann in dieser Sache nichts machen. Rapid ist allein der Leidtragende. Beim Rathaus-„Vickerl“ wäre ein Protest abzuladen, denn dort wurden diese Regeln verabschiedet.

Falsch verstandene Solidarität

Solidarität wäre in dieser Sache gefragt. Nicht die mit den Impfverweigerern, sondern die Solidarität aller. Etwa wie in Portugal, wo mehr als 90% der Bevölkerung geimpft sind und dort alle Maßnahmen aus dem Alltag verschwunden sind. Da wir das aber hier „in Bagdad“ nicht schaffen, müssen wir wie kleine Kinder mit der Maske um den Mund nachsitzen, während die anderen längst draußen spielen.

Bild

Der Block von seiner „dunklen Seite“

Links

Rapid-Sturm

Rapid-Sturm

Die letzten Spiele

Das letzte Spiel in Graz wurde 4:1 verloren, davor blieb Rapid 8 Spiele ungeschlagen und davor war Sturm 8 Spiele ungeschlagen. (Miss-)Erfolg kommt irgendwie in Wellen. Rapid ist in einem Wellental, und ob der Cupaufstieg eine Trendwende war, werden wir ja heute sehen. Es ist so etwas wie ein „Gesetz der Serie“.

Der Schiedsrichter

Schiedsrichter Gishamer hat 10 Spiele von Rapid geleitet. Nur ein Spiel wurde dabei verloren. Man kann also sagen, dass Gishamer „gut für Rapid“ ist. In Punkten hat Rapid einen Schnitt von 1,72 Punkten, gemittelt über alle Schiedsrichter. Bei der Spielen unter der Leitung von SR Gishamer erzielte Rapid 2,30 Punkte.

0:3 (0:1), 16.900, Gishamer, Bundesliga, 9. Runde

Das Hoch in dem sich Sturm derzeit befindet und das Tief von Rapid zeigen sich in aller Klarheit in diesem Ergebnis.

Das Ergebnis ist viel deutlicher als unser Empfinden. Was auch immer man bei dem Admira-Cup-Spiel nörgelnd angemerkt hat, war an diesem Nachmittag nicht zu sehen. Wir sahen Einsatzbereitschaft, Kampfgeist, schöne Kombinationen und auch vielen Chancen, doch die Tore machte Sturm. Man ist geneigt, den abgedroschenen Spruch „Wenn’s (net) laft, dann laft’s (net)“ abzuwandeln. Die Spielstatistik der Bundesliga zeigt in den meisten Belangen ein Übergewicht von Rapid. Die dortige Statistik verzeichnet je drei Schüsse auf das Tor für Sturm und für Rapid, nur wurden die von Rapid geblockt.

Wir Stadion-Zuschauer sind ein bisschen die Stiefkinder der Berichterstattung. Wir bezahlen nicht nur für ein Fußball-im-Fernsehen-Abo, sondern auch für die Plätze im Stadion. Aber viele Entscheidungen werden uns vorenthalten. Zum Beispiel wird uns unzureichend kommuniziert, warum ein tolles Rapid-Tor von Aiwu nicht gegeben wurde. Die Reaktion des Linienrichters können wir nicht sehen (das liegt an der Enge des Stadions), es gibt keine Wiederholung der Szene, obwohl dieses Videoschnipsel durch den VAR aufbereitet worden ist. Ach ja, der Mann hinter dem VAR war Manuel Schüttengruber und der dortige Supervisor war Robert Sedlacek.

Das Tor zum 1:0 war beim ersten Hinsehen ein klares Abseits, aber nach einer Nachbetrachtung nicht, weil der ins Abseits laufende Yeboah beim entscheidenden Pass nicht an den Ball gegangen ist und daher das Spielgeschehen nicht beeinflusst hat. Man kann aus diesem Tor auch eine Taktik für das eigene Konterspiel ableiten. Einer von zwei Stürmern läuft ins Abseits und führt dadurch die Verteidigung in die Irre, weil er danach gar nicht angespielt wird, sondern der nachrückende zweite Stürmer. Und erst dieser zweite überwindet die letzten Verteidigungslinie, während der erste Stürmer, der in der Zwischenzeit weit in der gegnerischen Hälfte gelaufen ist und auf das letzte Zuspiel wartet.

Nun wartet in der nächsten Runde ein echtes Entscheidungsspiel auf Rapid. Und es geht nicht um einen Platz an der Sonne, sondern es geht um die Rote Laterne, die wir uns noch vor der Länderspielpause einhandeln können. Also das wollen wir nun wirklich nicht hoffen!

Wo liegt der Wurm?

Eine Elfer-Frage! Als ich nach dem 0:3 einen aufgeregten Nachbarn wütend „Kühbauer raus“ schreien hörte, hatte ich den Eindruck, dass der Trainer die Rolle eines Buhmanns mit einem vereinbarten Schmerzensgeld hat, weil man der Mannschaft die Bemühung nicht absprechen konnte, und für Millimeter-Entscheidungen sind weder Spieler oder Trainer und auch nicht die Schiedsrichter verantwortlich. Das „Vergehen“ eines Spielers, wenn sein Kopf über den des letzten Verteidigers um Zentimeter hinausragt, und der Linienrichter auf Abseits entscheidet; das kann man nicht wirklich trainieren, das ist reiner Zufall. Denn wenn das Rapid-Tor gezählt hätte, könnten wir auch mit einem umgekehrten Endstand, nämlich mit 3:0 nach Hause gegangen sein. Aber das wolle eben heute nicht sein.

Das Problem ist die Häufung dieser Ausrutscher; möglicherweise sind es gar keine, sondern es ist vielleicht die neue Normalität bei Rapid!

Aber es muss doch einen Grund geben, warum eine im Wesentlichen unveränderte Mannschaft in der heurigen Saison nicht so frisch erscheint. Nun hat uns Didi schon Gründe genannt; das Programm von Rapid mit englischen Wochen seit Mitte Juli war wirklich herausfordernd, auch das liebe – und nie ausreichend vorhandene – Geld spielt eine Rolle. Die Transfers waren preiswert, mir gefallen die neuen Spieler sehr gut, allen voran Marco Grüll. Aber das Bessere ist der Feind des Guten. In dieser Disziplin der Transfers wird das Präsidium unseren Zoki vielleicht belobigen, aber Andreas Schicker dürfte mit seinen Neuerwerbungen Rapid ausgestochen haben. Das Halten von Spielern um jeden Preis hat in den ersten Spielen möglicherweise einen gewissen Einfluss auf die Spielfreude gehabt.

Was mich bedenklich stimmte, war ein Satz von Didi, den er schon einmal, damals beim Abdanken als Trainer beim WAC gesagt hat, dass er nämlich im Falle einer Abberufung, eine funktionierende Mannschaft hinterlassen würde. Soweit dürfte es noch nicht sein, denn Rapid ist wahrscheinlich derzeit finanziell nicht so gut ausgestattet, um noch ein zweites Top-Gehalt für einen Nachfolger von Didi zahlen zu können.

Die Niederlagen schmerzen! Sportlich sowieso, aber auch die Einnahmensituation wird sich mit rückläufigen Zuschauerzahlen verschlechtern. Da kommt die 2G-Regel gerade recht, weil man die Motive, warum jemand nicht ins Stadion kommt, nur schwer zuordnen kann.

Ambiente

Hinter der Tribüne sah man viele Grazer Schlachtenbummler. Die „Stammtischrunde Lassing“ hatte sogar ein zweiseitig bedrucktes T-Shirt mit hinten „mir kumma heid sicha nid niacht hoam“ und vorne „Stammtischausflug 26.9.2021 zum Match RAPID : STURM“ (siehe EwkiL:Bilder).

Bereits unmittelbar nach dem Einlass, 90 Minuten vor Spielbeginn, meldeten sich vom Block laute Sprechchöre. Es waren dies offenbar befreundete Fangruppen aus Griechenland, die mit dem Banner „20 Years Brothers“ begrüßt wurden.

Lukas berichtete über bereits 220 offizielle Rapid-Fanklubs. Zwei Fanklubs wurde von Geschäftsführer Christoph Peschek für ihre langjährige Zusammenarbeit gedankt; für 25 Jahre den „Green White Styrian Panthers“ und für 40 Jahre dem „Fanklub Speising“ besonders Johann Janda und Thomas Jackelbauer.

Auf der anderen Seite sahen wir den wohl zweitgrößten Fanblock aus Graz. Kein zweiter Anhang kann den Auswärtsblock in Hütteldorf derart füllen. Es ist schon Tradition, dass der Block die Grazer mit „Anti-Graz“ begrüßt und die Grazer das mit einem baugleichen Doppelhalter „Pro-Graz“ quittieren.

Die Tornados spotten Richtung Graz: „Sturm erntet derzeit, was sie gesät haben. Wien dankt seinen Bauern für Getreide, Obst und Kernöl!“, die Ultras schimpfen Richtung Politik: „Unser G an die Politik: Geht’s in Oasch!“, andere wieder mit einer nur für Insider verständlichen Botschaft Richtung Sturm: „Stadt… Tankstelle… Dampflok; nächster Halt Nordkurve?“, schließlich titelt „GWS?: „VAR entsorgen, besser heut‘ als morgen!“

Die Rapidviertelstunde wurde gebührend mit Fackeln beleuchtet.

Nach dem 0:3 verließen die Zuschauer scharenweise unsere Tribüne, der Block sang mit dem Rücken zum Spielfeld, nach Spielende lief ein aufgebrachter Zuschauer aufs Spielfeld und wurde von zwei Mitarbeitern des Klubservice nach draußen eskortiert, statt einer Verabschiedung gab’s Pfiffe.

Eine Trendwende ist vielleicht am nächsten Sonntag möglich, doch nach dem gestrigen 4:1 der Tiroler sind die im Aufwind und Rapid noch weiter im Keller, also auch noch keine „gmahde Wiesn“.

Kopf hoch, Rapidler! Lasst die Köpfe nicht hängen und bitte auch nicht rollen.

Bilder

Tolles Spiel, ernüchterndes Ergebnis

Links

Rapid-Admira

Rapid-Admira

1:2 (1:0), 16.600, Eisner

Nach 9 Siegen gegen die Admira in Folge setzte es heute die erste Niederlage seit Februar 2018.

Wir erlebten ein ausgeglichenes Spiel mit zwei Stangenschüssen von Rapid – bezeichnend für das Spiel. Die Tore fielen nach Standards, zwei direkt verwandelte Freistöße und ein Tor nach einem Eckball. Rapid war feldüberlegen; es ergaben sich einige Möglichkeiten, die – wie so oft – nicht in Tore umgemünzt werden konnten.

In verschiedenen Interviews mit Rapid-Verantwortlichen meint man, den Kader mit der höheren Qualität zu besitzen. Das nützt aber so wenig wie 500 PS auf Glatteis, wenn also die Spieler ihre PS nicht auf den Rasen bringen – warum auch immer. Der beste Spieler am Platz war nicht etwa ein Stammspieler, sondern der aus Ried geholte Marco Grüll. Seine Stürmerkollegen sind nur mehr eine Light-Version bezogen auf das Vorjahr.

Schiedsrichter

Über Schiedsrichter Ebner kann man noch nicht viel sagen. Er leitete bisher vier Spiele, die Bilanz ist ausgeglichen S : U : N = 1 : 2 : 1. Bei der Bewertung seiner Spielführung darf man sich nicht von der Reaktion des Heimpublikums beeinflussen lassen, aber natürlich war das Foul, das zum Ausgleich der Admira durch einen Freistoß führte, etwas, das der VAR hätte überprüfen müssen, aber solche Überprüfungen werden nicht angezeigt, sodass man als Zuschauer den Eindruck hat, dass der VAR in dieser Situation nicht aktiv war.

Tor der Admira aberkannt

Ein weiter Out-Einwurf der Admira führte zu einem Tor, weil der Ball über den falsch postierten Strebinger sprang. Aber das Tor wurde nicht gegeben, weil ein Tor nach einem Einwurf nicht zählt.

Tor zum 1:2 nach VAR-Entscheidung

Das Tor zum 1:2 wurde vom Linienrichter zunächst als ein Abseitstor bewertet, die Überprüfung durch den VAR ergab aber keine Abseitsstellung. Man muss nicht lange raten, wer am VAR gesessen ist: Manuel Schüttengruber.

Einige Minuten danach wurde ein Foul an Grüll im Strafraum der Admira nicht weiter geprüft (oder wurde die Prüfung nicht angezeigt). Das Publikum wäre beruhigt, wenn das Ergebnis auf der Stadionanzeige kommuniziert werden würde.

Ambiente

Fanfreundschaft

Der Block-West feierte 20 Jahre Fanfreundschaft mit Venezia Mestre mit dem Spruchband. „20 anni Venziamestre e Rapid Vienna“ und „Seit 20 Jahren… Fratelli“ (Brüder).

Roman vertritt Lukas

Wegen einer Corona-Erkrankung von Lukas kam Roman Dallamassl (Sprecher bei Radio 88,6 und Stadionsprecher von Rapid II), zu seinem „ersten Einsatz“ bei einem Spiel der Kampfmannschaft und nach dem – wie er selbst sagte – Abschütteln der ersten Nervosität, hat er das Spiel bravourös angesagt. Lukas meldete sich per Video-Schaltung aus dem Waldviertel von der Vidiwall und verkündete im Dialog mit dem Publikum die Mannschaftsaufstellung.

Wir wünschen Lukas eine rasche Genesung!

Tag der Mitglieder

Jedes Mitglied konnte für diese heutige Begegnung zwei Freikarten erwerben. Wir, (Franz, Florian, Silvia, Marcel und Ferdinand) begrüßten Karl, Ingrid, Tina, Ferdinand, Miguel, Joachim, Georg, Elnaz, Saeed und Gerhard als Gäste dieser Mitgliederaktion.

Die Besucherzahl von 16.600 liegt daher auch etwas über dem Schnitt der letzten Heimspiele gegen die Admira. Nur die ersten vier Admira-Spiele im Allianz Stadion waren besser besucht.

Kreuz-Stehtische

Neu war, dass am Stadionvorplatz Kreuz-Stehtische zum Verweilen einluden und auch intensiv genutzt wurden. (siehe Bilder bei den Links).

Bild (Auswahl)

Margit, Marianne, Erich, Arnold; Viktor, Arnold, Herbert;
Choreografie „20 anni Veneziamstre Rapid Vienna“; TFWF, „The Green White Family“
Janine, Elnaz, Saeed; Facebook-Profil von Roman Dallamassl

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Rapid-Ried

Rapid-Ried

3:0 (1:0), 14.400, Christopher Jäger

Es brauchte viele Versuche und fast eine dreiviertel Stunde, bis mit einem akrobatischen Schuss von Marco Grüll das 1:0 gelang. Diese Akrobatik war auch nötig, denn Tormann Şahin-Radlinger war toll in Form und lenkte so manches gefährliches Geschoß über das Tor.

Danach schien es etwas leichter zu werden, denn Ried versuchte, den Ausgleich zu erzielen und Rapid konnte in die sich bietenden Räume vorstoßen. Mit zunehmendem Spielverlauf stellte sich auch eine höhere Ballsicherheit ein; die „Kugel rollte“ besser. Die weiteren Tore erzielten Ercan Kara (ähnlich wie das erste Tor im Fallen erzielt) und Robert Ljubicic (Weitschuss, erstes Saisontor).

Sogar ein 4:0 hätte es noch geben können, doch sollte es nicht sein, und die Folge der 3:0-Heimsiege wurde daher fortgesetzt.

Schiedsrichter Christopher Jäger hat eine sehr rapid-freundliche Spielstatistik und mit diesem Sieg verbessert sich diese Statistik auch noch. Von 20 Spielen unter der Leitung von SR Jäger wurden 15 gewonnen, 2 waren unentschieden und nur 3 wurden verloren.

Ambiente

Das Spiel stand im Zeichen des Ablebens unseres Ehrenpräsidenten Rudolf Edlinger. Präsident Martin Brucker würdigte bei Spielbeginn die besondere Rolle von Rudolf Edlinger als den bedeutendsten Präsidenten der jüngeren Geschichte.

Gespielt wurde mit schwarzer Armbinde nach einer Gedenkminute und anhaltendem Applaus des Publikums.

  • Sitzplatzschweine: man bedeckte das Transparent in der ersten Halbzeit mit einer schwarzen Folie
  • Ultras: „Ruhe in Frieden, Rudi Edlinger – danke für alles!“
  • Tornados: „Danke, dass Du jahrzehntelang uneigennützig zum Ruhm Rapids beigetragen hast. Leb wohl, Ehrenpräsident Edlinger“
  • Lions: „Danke für alles, Rudi – Ruhe in Frieden“
  • Klub der Freunde: schwarzes Trauerband am Transparent.
  • (siehe EwkiL:Bilder)

Unzufrieden ist man mit dem Video-Schiedsrichter: „VARarscht wen anderen!“

Herzliche Grüße ins Erlauftal zu Franz und Claus, die sich sehr gefreut haben, mich wieder in alter Frische zu sehen.

Bilderauswahl

Video-Botschaft: „Ehrenpräsident Rudi Edlinger, Ruhe in Frieden“
Transparent des „Klub der Freunde“ mit Trauerflor.
Julian und David vor dem Stadion
Verabschiedung, wieder mit den Kindern der Spieler.

Links

Rapid-WAC

Rapid-WAC

3:0 (1:0), 13.100, Harkam

Wenn uns jemand nach der ersten Viertelstunde des Spiels gesagt hätte, dass dieses Spiel gewonnen wird, hätten wir es nicht für möglich gehalten. Die Wolfsberger waren viel aggressiver, genauer im Passspiel und hatten in der Anfangsphase auch einige gefährliche Strafraumszenen zu verbuchen.

Als dann zu aller Überraschung Kelvin Arase ein Tor erzielte und nach quälender Wartezeit die unsichtbaren VAR-Akteure das Tor aberkannten, weil irgendwann vor diesem Tor ein Foul begangen worden sei, beflügelte diese gefühlte Ungerechtigkeit unsere Spieler derart, dass sie praktisch gleich in der Folgeminute mit der notwenigen Wut im Bauch in einem Energieanfall dieses 1:0 beim dritten Schussversuch nachholten. Schütze: Taxi Fountas.

Gewonnen war das Spiel natürlich noch nicht, doch in nur einer Minute erzielte wieder Taxi Fountas Treffer 2 und 3 und damit auch den Endstand.

Rapid spielte mit: Kelvin Arase · Jonas Auer · Taxiarchis Fountas · Srdjan Grahovac · Leo Greiml · Marco Grüll · Maximilian Hofmann · Benjamin Kanuric · Ercan Kara · Christoph Knasmüllner · Thorsten Schick · Lion Schuster · Richard Strebinger · Lukas Sulzbacher · Maximilian Ullmann · Kevin Wimmer

VAR

Das aberkannte Tor von Kelvin Arase war völlig korrekt. Aber dem Ballgewinn von Rapid an der Mittellinie dürfte ein Foul vorangegangen sein, das der Schiedsrichter übersehen hat, und erst bei einer Video-Wiederholung bestätigt hat.

Ambiente

Rapid ist eine Familie

Gleich drei Kinder von Spielern (Schick, Knasmüllner und Fountas) durften sich mit ihren Vätern verabschieden.

Für gute Fotos sind besondere Blickwinkel gefragt.

Daniel Widner (Red Ring Shots) ist erfinderisch bei der Suche nach den besten Blickwinkeln für seine Fotos. (Weitere Bilder auf https://www.facebook.com/redringshots/ und https://red-ring-shots.com/)

Janine, im Interview*)

RAPID-POST (aus der Stadionzeitung zum Spiel Rapid-WAC)

Warum bist du Rapid-Fan?

Mir wurde die Rapid-DNA bereits in die Wiege gelegt und seither gibt es für mich einfach keinen besseren Verein in Österreich.

Erstes Rapid-Spiel im Stadion?

An mein erstes Spiel kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war das Wiener-Derby 2009 im alten Weststadion.

Spieltags-Routine vor einem Heimspiel?

Wir treffen uns immer drei Stunden vor einem Spiel im Stags Head. Da wird gemeinsam gegessen, natürlich auch getrunken und das Spiel vorab besprochen. Dabei gehen wir auch immer mögliche Aufstellungs-Varianten durch.

Spieltags-Outfit?

Das ist bei mir immer das aktuelle Heimtrikot, Schals. Rapid-Ohrringe und ein Gummiarmband von Rapid. Bei Auswärtsspielen dann etwas dezenter (vor allem bei Spielen in Graz) – dennoch bin ich auch da immer in den Vereinsfarben gekleidet.

Schönster Rapid-Moment?

Mein schönster Rapid-Moment war bisher das Champions League-Qualiftkationsspiel in Lemberg. Die Stimmung war unglaublich, obwohl wir letztendlich leider verloren haben. Nach dem Schlusspfiff kamen dann auch mir die Tränen, weil die Mannschaft es sich einfach verdient gehabt hätte.

Rapid-Legende, die dich am meisten beeindruckt hat?

Da fällt mir sofort nur ein Spieler ein: Alfred Körner.

Aktueller Lieblingsspieler und warum?

Unser derzeitiger Kapitän Christopher Dibon. Weil er mittlerweile zu den arriviertesten Spielern im Kader gehört und in der Vergangenheit immer unter Beweis gestellt hat. dass er trotz einiger Rückschläge nicht unterzukriegen ist. Er ist ein unglaublich sympathischer Mensch, der zudem stets sehr ehrlich ist und sich kein Blatt vor dem Mund nimmt.

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*) Janine ist Vorstandsmitglied beim „Klub der Freunde des S.C. Rapid“

Botschaften der Ultras

Die Ultras titeln „ΕΛΛΑΔΑ ΚΡΑΤΑ ΓΕΡΑ“ („Halte durch, Griechenland“) und drücken ihre Solidarität mit den unter den Bränden leidenden Griechen aus.

Google Translate versagte kläglich beim Versuch, den Text zu übersetzen. Die große Mehrheit der Stadionbesucher versteht diesen Spruch auch nicht, dient aber als Kulisse für dieses Spruchband. Vielleicht könnte man solche hierorts unverständlichen Botschaften erklären, entweder durch Untertitel oder durch einen Kommentar von Lukas.

Auf der Südtribüne wurde Ein „Block-West-Echo“ verteilt; mit Berichten von den Spielen Rapid-Hartberg, Sparta Prag-Rapid, LASK-Rapid und Rapid-Famagusta. (siehe EwkiL:Bilder)

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LASK-Rapid

LASK-Rapid

1:1 (0:1), Eisner, 7.000

So sehr uns das elegante Zuspiel von Kara auf Fountas gleich in der 8. Minute gefallen hat, so unzufrieden waren wir mit der zunehmenden Abwehrschlacht im weiteren Verlauf des Spiels. Natürlich hätte es auch gut gehen können, aber die Wahrscheinlichkeit eines Tores bei der Daueroffensive des LASK war sehr hoch. Dass dann auch das 1:1 nur glücklich über die Spielzeit gebracht werden konnte, zeigt den fragwürdigen Sinn des VAR. Die Kommentatoren von Sky waren sich einig, dass es nach einer Attacke von Arase einen Elfer für den LASK hätte geben müssen. Nicht einmal nachgeschaut hat der Schiedsrichter. Zwar war das ein großer Vorteil für Rapid, solche Situationen erhöhen nicht gerade das Vertrauen in den VAR.

Geschichte der Spiele gegen den LASK

Seit 1940 gibt es das Duell zwischen dem LASK und Rapid, und es gab bisher 159 Begegnungen.

 von  bis Siege     Unentsch   Niederlagen
1940-2021 92 (59%)  30  (19%)  35  (22%) 
2016-2021 12 (75%)   1  ( 6%)   3  (19%) 

Die über den gesamten Zeitraum sehr positive Bilanz wird in der jüngeren Geschichte dieser Begegnungen noch übertroffen.

Spielt Rapid ohne Fans besser?

Die Bundesliga begrüßt die Besucher im aktuellen Bundesliga Journal mit dem Titel „Willkommen Daheim“ und erzählt uns etwas über die Zeit der Geisterspiele. Spielt es eine Rolle, ob Publikum anwesend ist oder nicht? Dazu vergleicht man auf Seite 17 die Heimpunkte vor und während der Coronazeit. Und das Ergebnis ist aus der Sicht von Rapid überraschend. Der Zwölfte Mann wirkt! Allerdings anders als man vermuten würde. Rapid hat demnach in der Zeit vor Corona bei Heimspielen 1,65 Punkte pro Spiel erreicht, aber während der Zeit der Geisterspiele 2,0 Punkte.

Und was bedeutet das nun? Unser Trainer würde sagen, dass er nichts von diesen Zahlen hält, doch muss man dem entgegenhalten, dass – sofern es sich nicht um einen Rechenfehler handelt – man hier die gute Leistung der Mannschaft in der abgelaufenen Saison abgebildet sieht. Und diese Leistung muss natürlich nicht unbedingt mit den Zuschauern zusammenhängen. Aber so ganz wegwischen kann man einen Zusammenhang nicht.

Wenn Zuschauer einen Einfluss auf das Geschehen haben, dann betrifft dieser Effekt natürlich alle Mannschaften gleichermaßen, doch Publikumseinflüsse wirken sich bei Rapid ganz besonders aus. Rapid verzeichnet nicht nur den größten Einnahmenausfall der Liga, die Grabesstille im Stadion ist nirgendwo so einschneidend wie bei Heimspielen von Rapid.

Einfluss der Fans auf die Heimmannschaft

Bedenken wir, dass die Spieler in der abgelaufenen Saison – und wohl auch noch länger – keine Besuche bei Fanklubs und Sponsoren zu absolvieren hatten. Der Druck des Publikums fehlte, man spielte befreit. Den Effekt, dass man nicht für sondern manchmal sogar gegen ein forderndes Publikum spielen muss, entfällt, man spielt allein für den Verein und für seine eigene Karriere. Es gibt keine Rufe von der Tribüne, weder gute noch schlechte, die Einfluss auf die Spieler und damit auf das Spiel hätten haben können usw.

Einfluss der Fans auf die Auswärtsmannschaft

Es geht nicht allein um den Nachteil von Rapid durch die Heimfans, sondern um den Vorteil, den die Gastmannschaft durch eine ungewohnte und vielleicht sogar besonders motivierende Kulisse bei den Spielen in Hütteldorf hat. Die Kulisse könnte also für den Gegner sogar vorteilhaft sein und deren Wegfall hat dem Gegner der möglichen Motivation beraubt.

Bilder

Leider haben wir zu diesem Spiel keine eigenen Bilder. Umso mehr freut es mich, dass uns David Bilder von der Abfahrt unserer Mannschaft mit dem Rapid-Mannschaftsbus mit der Nummer W 9000 MW überlassen hat. (siehe EwkiL:Bilder)

Der Bus wird beladen, es geht nach Linz. (Foto von David Galko)

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Rapid-Hartberg

Rapid-Hartberg

0:2 (0:1), 12.200, Schüttengruber

Die beiden letzten Spiele waren nicht unähnlich; sowohl gegen Sparta als auch gegen Hartberg endete die erste Halbzeit 0:1 und diese Halbzeit war in beiden Spielen anstrengend für die Zuschauer. Während aber die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gegen Sparta Erfolg hatte, gab es gegen Hartberg mit einem Hands-Elfmeter das KO für Rapid.

Wie kann es sein, dass so tolle Kicker mit so wenig Motivation in ein so wichtiges Spiel gehen?

Für Hartberg ist das Spiel in Wien das Topspiel des Jahres. Mario Sonnleitner wurde eingangs gefragt, was man sich seitens der Hartberger von dem Spiel in Hütteldorf erwarte, und er sagte, dass bei einiger Unterschätzung des Gegners durch Rapid man durchaus Chancen auf Punkte habe. Trotzdem die Rapidler im Interview beteuerten, dass man sich voll ins Zeug hauen werde (Knasmüllner), war es schließlich ganz anders. Das ist eben die Diskrepanz zwischen der Sprache vor dem Mikro, und der unausgesprochenen instinktiven Einschätzung einer Situation im Hinterkopf. Vielleicht ist man in Gedanken ja schon beim Mittwoch-Spiel und kann einfach nicht die erforderliche Konzentration für die Gäste aus der Oststeiermark aufbringen.

Ist es nicht erstaunlich, dass man Mario Sonnleitner vor einigen Monaten bei Rapid keine 90 Minuten mehr zugetraut hat und derselbe bei Hartberg dieses Pensum problemlos absolviert?

Schiedsrichter

Warum wundert mich dieser Elferpfiff nicht? Ein Blick auf die Ergebnisse verschiedener Schiedsrichter zeigt, dass es nur einen Schiedsrichter gibt, bei dem Rapid eine negative Bilanz hat: Schüttengruber! Hier der Bildbeweis (Stand vor dem Spiel, die Bilanz hat sich daher nach dem Spiel noch verschlechtert):

Verabschiedung von Mario Sonnleitner

Florian erschien mit einem zum Anlass passenden Leiberl: „Europäische Weltklasse“. Der selbe Spruch und dazu noch „Für Rapid hast Du gekämpft und geblutet. Du hast unsere Herzen erobert und wurdest zur Legende. Sonni für immer einer von uns!“ wurde vom Block West nach dem Spielende und fast vollem Block für Mario Sonnleitner getitelt. Was war das für eine tolle Zeit mit einem tollen Spieler! Wir erinnern uns noch sehr gut an ein Freundschaftsspiel in Wimpassing, als Mario mit einer ziemlich blutenden Kopfwunde verarztet werden musste und auf sein extrem wichtiges Auswärtstor in Bukarest, das uns trotz Auswärtsniederlage damals die Gruppenphase gesichert hat.

Corteo

Der Block West lud zum Corteo zum Saisonauftakt. Man marschierte vom Park des Baumgartner Casinos durch die Hackinger Straße über die Deutschordenstraße – unter der Westbahnbrücke gab es einen Halt, der mich an einen Altar einer Fronleichnamsprozession erinnert hat. Die Unterführung war ordentlich verqualmt, und in diesem Nebel wurde lautstark gesungen, aber was ein Ultra sein will, muss so etwas aushalten.

Leider konnte der Block seine Euphorie nicht auf die Mannschaft übertragen.

Bilder

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Geld und Fußball II

Geld und Fußball II

Im Beitrag „Geld und Fußball“ wurde der Zusammenhang zwischen dem Wert einer Mannschaft und ihrem Punktekonto am Ende der Saison 2020/21 in allen Ligen rund um Österreich sowie England untersucht.

Das Ergebnis

  • Es gibt einen klaren Trend dafür, dass eine Mannschaft mit einem höheren Mannschaftswert auch mehr Punkte in der Meisterschaft holt.
  • Der Meister, also die Mannschaft mit der höchsten Punkteausbeute, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch gleichzeitig die Mannschaft mit dem höchsten Mannschaftswert.

Natürlich gibt es Abweichungen, also Mannschaften mit geringerem Wert, die aber mehr Punkte machen, und Mannschaften mit einem höheren Wert, die weniger Punkte machen als es dem Trend entspricht. Aber generell gilt, dass die Punkteausbeute dem Mannschaftswert folgt.

Wenn also zum Beispiel Sturm Graz mit weniger Mitteln eine höhere Punktezahl erreicht, ist dieser Einzelfall kein Widerspruch zur statistischen Aussage. Dieser Einzelfall trägt lediglich dazu bei, dass der Trend „Mehr Geld, Mehr Punkte“ etwas abgeflacht ist.

Quellen: Der Mannschaftswert ist eine Größe, die über die Seite transfermarkt.at direkt abrufbar ist. Die Annahme, die in diesen Vergleichen getroffen wird, ist, dass die Spielerlöhne und das sonstige Vereinsbudget dem Marktwert der Mannschaft folgt.

Österreichische Bundesliga

Anmerkungen

Die Halbierung der Punkte führt zu einer Schwierigkeit beim Vergleich mit anderen Ligen. Daher wurde für die obige Darstellung der Anzahl der Punkte nach dem Grunddurchgang nicht halbiert und zu den Punkten der Meistergruppe und der Qualifikationsgruppe dazugezählt.

RB hat das 16-fache Budget von Ried oder Wattens. Daher kann eine lineare Skala diese Größenordnungsunterschiede nicht vernünftig abbilden. Die Skalierung der Wertachse ist daher logarithmisch. Die dort als Gerade dargestellte blau punktierte Trendlinie hat im linearen Maßstab einen exponentiellen Verlauf.

Der Mannschaftswert ändert sich mit jedem Abgang und Zugang und natürlich auch mit dem Erfolg der Mannschaft und der einzelnen Spieler. Die Daten wurden etwa Ende Juni erhoben. Damals hatte Rapid einen Mannschaftswert von 37,5 Millionen. Heute bei Meisterschaftsstart, rechnet transfermarkt.at mit 29,9 Millionen (Abgang von Demir).

Durch die extreme Dominanz von RB liegt der durchschnittliche Mannschaftswert bei 28 Millionen Euro. Rapid, LASK und Sturm sind daher „durchschnittliche“ Mannschaften. Der Wert der Mannschaft von RB ist fast so groß wie der der restlichen Liga zusammen.

Der Zufall ist der wichtigste Aspekt im Fußball. Das betrifft nicht nur die Gegebenheiten während eines Spiels, das betrifft auch die Transfers, die Erlöse usw. Und Corona verschärft die Situation noch weiter. Während die klassischen Fußballvereine eine dramatische Budgetreduktion durch den Totalausfall bei den Spieltagseinnahmen verzeichnen, muss sich RB um solche „Kleinigkeiten“ nicht sorgen, stammen doch seine Einnahmen aus dem Marketingbudget seines Eigentümers.

Durch die Zufälligkeiten einer Saison liegen die erzielten Punkte pro Spiel nicht auf einer simplen Geraden, sondern bilden eine Punktwolke mit einem deutlichen Trend. Wäre die Trendlinie horizontal, gäbe es keinen Zusammenhang zwischen Finanzkraft und sportlichem Erfolg. Doch die Trendlinie zeigt einen deutlichen Anstieg, den man interpretieren kann als: „Je mehr Kapital einem Verein zur Verfügung steht, desto größer ist – normalerweise – der sportliche Erfolg.“ Das heißt, der Wettbewerb spielt sich nicht nur am Rasen ab, die diversen Abteilungen eines Fußballvereins, vor allem auch der Sportdirektor stehen in direkter Konkurrenz und sind natürlich Teil des Wettbewerbs.

Es kann – wie die Grafik zeigt – durchaus eine Mannschaft mit weniger Kapital einen höheren Punkteschnitt erspielen und umgekehrt auch einmal eine Mannschaft mit mehr Finanzkraft einen geringeren Punkteschnitt aufweisen als es dem Trend der Liga entspricht. Das macht Fußball interessant, dass eben auch die vermeintlich Schwächeren es den Betuchten „zeigen“ können.

Achtung: je flacher die Trendlinie verläuft, desto geringer ist der Einfluss des investierten Geldes!

Betrachten wir die 12 Mannschaften der Bundesliga:

  • Über der Trendlinie (die finanziellen Verlierer, denn sie könnten mehr erreichen): Mehr Finanzeinsatz als es dem sportlichen Erwartungswert entspricht: St. Pölten, Admira, Austria, LASK und RB
  • Auf der Trendlinie, daher dem Trend folgend sind der WAC und Rapid
  • Unter der Trendlinie (die finanziellen Gewinner, denn sie erreichen mit weniger Finanzeinsatz mehr als es dem sportlichen Erwartungswert entspricht): Altach, Tirol, Ried, Hartberg und Sturm

Erstaunlich sind die finanziellen Möglichkeiten des LASK, der immerhin eine Mannschaft mit einem Wert wie die von Rapid finanzieren kann.

Was haben RB und St.Pölten gemeinsam?

Beide Mannschaften haben einen deutlich höheren Wert als man in der Bundesliga für die erreichte Punktezahl benötigt. RB müsste mit seinem Kapitaleinsatz 2,7 Punkte pro Spiel aufweisen (hat aber nur 2,4) und STP müsste auf 1,0 Punkte kommen (hat aber nur 0,6).

RB würde also auch mit dem halben Wert seiner Mannschaft noch immer an der Spitze stehen, doch würde RB dann eher ein Konkurrent des Rests der Liga sein. So, wie sich die finanzielle Leistungsfähigkeit heute darstellt, ist es den „Mitbewerbern auf den billigeren Rängen“ kaum möglich, den „Klassenprimus“ zu übertreffen.

Was kostet ein Punkt in der österreichischen Bundesliga?

Beispiel Rapid

Rapid hatte nach der Vorrunde (22 Spiele) 45 Punkte. Diese Punkte wurden halbiert, das ergab 22 Punkte. Nach der Meisterrunde (10 Spiele) hatte Rapid 36 Punkte, erspielte also in der Meisterrunde 14 Punkte.

Wir lassen die Punkteteilung beiseite, um die Anzahl der Punkte pro Spiel berechnen zu können und kommen auf 45 + 14 = 59 Punkte in 32 Spielen.

Der Mannschaftswert von Rapid ist 37 Millionen € (Stand Juni 2021). Daher kostet Rapid ein Punkt 37/59 = 630.000 €.

Andere Vereine

RB erspielte in der Vorrunde und in der Meistergruppe 77 Punkte mit einem Mannschaftswert von 146 Millionen Euro. Ein Punkt kostet RB daher 1,900.000 €.

Bei Hartberg kostet ein Punkt dagegen nur 220.000,- Euro.

Ligaschnitt

Im Schnitt aller Mannschaften kostet ein Punkt 540.000 €.

Bundesliga als Formel

Die Trendlinie folgt folgender Formel:

Geld = 2,3847 exp(1,4902*PPS) [Mio €]
PPS = ln (Geld/2,3847) / 1,4902 

Beispiel Rapid

Geht man von der erspielten Punktezahl 1,84 aus, ergibt sich daraus gemäß der Trendlinienformel der zugehörige Mannschaftswert.

Geld = 2,3847 exp(1,4902*1,84) = 37 Millionen €

Gibt man den Mannschaftswert 37 Millionen € vorm ergibt sich daraus gemäß der Trendlinienformel die zugehörige Punktezahl.

Punkte = ln (37/2,3847)/1,4902 = 1,83 Punkte pro Spiel

Mit dieser Formel kann man für jede Mannschaft berechnen, wie gut sie ihr Geld in Erfolg transformiert.

Die Position einer einzelnen Mannschaft in der Punktwolke wird durch den horizontalen (Punkte) und vertikalen Abstand (Wert) von der Trendline beschrieben.

Wert

Mit einem gegebenen Kapitaleinsatz darf man gemäß der Trendlinie eine bestimmte Punkteanzahl erwarten. Erreicht man mehr, wird diese Erwartung übertroffen wie bei Hartberg, Tirol, Sturm, Ried und Altach. Erreicht man weniger Punkte ist „der Grip“ schlecht wie bei Admira, Austria, LASK RB und St.Pölten. Rapid und der WAC liegen ziemlich genau im Trend. Der Prozentsatz gibt an, um wieviel die Erwartung über- oder unterschritten wird.

Wert Punkte
108%  34% Hartberg
 55%  25% Tirol
 51%  16% Sturm
 38%  20% Ried  
 13%   8% Altach
  0%   0% WAC
 -2%  -1% Rapid
-16% -14% Admira
-18% -10% Austria
-35% -19% LASK
-41% -15% RB
-50% -73% StP

Hartberg spielt, als wäre sein Mannschaftswert um 108% höher und erreicht um 34% mehr Punkte als man erwarten kann. St.Pölten spielte weit unter seinem Wert und ist daher der Absteiger.

Man könnte diese Reihung als eine auf die Finanz normierte Tabelle betrachten, wobei der Sieger jene Mannschaft ist, die mit der gegebenen finanziellen Ausstattung den relativ größten Erfolg hat, und das wäre Hartberg.

RB müsste mit seinem Mannschaftswert viel mehr Punkte holen (2,76) als es tatsächlich der Fall ist (2,4). In dieser Lesart „Welche ist die effektivste Mannschaft?“ liegt also der österreichische Meister am Ende des Feldes.

Links

Die Marktwerte in diesem Beitrag sind vom Juni 2021. Die aktuellen Marktwerte weichen von diesen Zahlen ab. Die Marktwerte der Mannschaften von RB, LASK und Rapid sinken durch Abgänge, die von Sturm legen zu.

Saisonrückblick 2020/21

Saisonrückblick 2020/21

Hier werden ausschließlich die Spiele in der Bundesliga betrachtet. Es wurden 1,84 Punkte pro Spiel erspielt.

Statistik

Statistik GesamtHeimAuswärts
Spiele 321616
ErgebnisSiege17107
 Unentschieden835
 Niederlagen734
 Siege Anteil53%63%44%
 Unentschieden Anteil25%19%31%
 Niederlagen Anteil22%19%25%
Serienkeine Niederlage755
 Siege553
 Unentschieden222
 Niederlagen32
 kein Sieg334
Toreerzielt613031
 erhalten381325
 erzielt pro Spiel1,9ø1,9ø1,9ø
 erhalten pro Spiel1,2ø0,8ø1,6ø
 erzielt Minimum000
 erzielt Maximum848
 erhalten Minimum000
 erhalten Maximum434

Es gibt einen Heimvorteil, und es sind die Verteidiger, die ihn erspielen. Die Anzahl der geschossenen Tore pro Spiel ist 1,9, unabhängig vom Spielort. Aber die Anzahl der Gegentore ist bei Auswärtsspielen doppelt so hoch wie bei Heimspielen (1,6 und 0,8).

Verlauf

Gegner

 SpieleSUN
Admira22  
Altach211 
Austria Wien2 2 
Hartberg22  
LASK431 
RB4 13
Ried21 1
St. Pölten22  
Sturm Graz4121
WAC43 1
Wattens4211

Spieler

Einsätze

25 Spieler kamen zum Einsatz

32 Kara Ercan
32 Ullmann Maximilian
29 Schick Thorsten
29 Stojković Filip
27 Barać Mateo
27 Grahovac Srdjan
27 Knasmüllner Christoph
25 Demir Yusuf
25 Strebinger Richard (G)
24 Arase Kelvin
24 Fountas Taxiarchis
24 Ljubičić Dejan
24 Petrovič Dejan
24 Ritzmaier Marcel
22 Hofmann Maximilian
21 Greiml Leo
18 Kitagawa Koya
10 Schuster Lion
7 Gartler Paul (G)
7 Sonnleitner Mario
4 Alar Deni
4 Murg Thomas
2 Ibrahimoglu Melih
1 Savić Dragoljub
1 Sulzbacher Lukas

Einsatzzeit (ø, Minuten)

90 Strebinger Richard (G)
90 Gartler Paul (G)
89 Ullmann Maximilian
87 Petrovič Dejan
84 Hofmann Maximilian
83 Barać Mateo
82 Murg Thomas
81 Stojković Filip
80 Ljubičić Dejan
78 Kara Ercan
72 Schick Thorsten
66 Fountas Taxiarchis
62 Ritzmaier Marcel
62 Greiml Leo
53 Schuster Lion
51 Knasmüllner Christoph
48 Arase Kelvin
45 Grahovac Srdjan
33 Demir Yusuf
32 Kitagawa Koya
31 Ibrahimoglu Melih
26 Sonnleitner Mario
11 Alar Deni
11 Sulzbacher Lukas
7 Savić Dragoljub

Tore pro Spiel Feldspieler

In Klammern ist die Anzahl der Spiele eingetragen.

1,96 (4) Alar Deni
0,78 (27) Knasmüllner Christoph
0,65 (25) Demir Yusuf
0,55 (4) Murg Thomas
0,54 (32) Kara Ercan
0,51 (24) Fountas Taxiarchis
0,46 (18) Kitagawa Koya
0,31 (24) Arase Kelvin
0,17 (10) Schuster Lion
0,13 (29) Schick Thorsten
0,12 (24) Ritzmaier Marcel
0,07 (27) Grahovac Srdjan
0,03 (32) Ullmann Maximilian

Tore pro Spiel Tormänner

1,57 Gartler Paul
1,16 Strebinger Richard

Karten

GE.GR.RT
7 . 0 . 1 Stojković Filip
6 . 0 . 1 Hofmann Maximilian
6 . 0 . 0 Petrovič Dejan
6 . 0 . 0 Greiml Leo
4 . 0 . 1 Barać Mateo
4 . 0 . 0 Fountas Taxiarchis
3 . 0 . 0 Kara Ercan
3 . 0 . 0 Schick Thorsten
3 . 0 . 0 Ullmann Maximilian
2 . 0 . 0 Schuster Lion
2 . 0 . 0 Grahovac Srdjan
1 . 0 . 0 Knasmüllner Christoph
1 . 0 . 0 Murg Thomas
1 . 0 . 0 Kitagawa Koya
1 . 0 . 0 Arase Kelvin
1 . 0 . 0 Ritzmaier Marcel
1 . 0 . 0 Ljubičić Dejan
1 . 0 . 0 Ibrahimoglu Melih

Punkte pro Spieler

Die erste Spalte ist der Punkteschnitt, den ein Spieler bei seinen Spielen erspielt hat. Der Durchschnittswert liegt bei 1,84. In Klammer angegeben ist die Anzahl der Spiele. Spieler, die bei den meisten Spielen eingesetzt werden müssen daher genau diesen Mittelwert haben (Demir, Kara, Ullmann).

3 (1) Savić Dragoljub
2,5 (4) Murg Thomas
2,17 (18) Kitagawa Koya
2 (24) Petrovič Dejan
2 (27) Barać Mateo
2 (24) Arase Kelvin
1,93 (27) Knasmüllner Christoph
1,92 (25) Strebinger Richard
1,91 (22) Hofmann Maximilian
1,88 (24) Ljubičić Dejan
1,86 (29) Stojković Filip
1,86 (7) Sonnleitner Mario
—————————–
1,84 (32) Kara Ercan
1,84 (32) Ullmann Maximilian
1,84 (25) Demir Yusuf
—————————–
1,83 (24) Ritzmaier Marcel
1,79 (29) Schick Thorsten
1,76 (21) Greiml Leo
1,75 (4) Alar Deni
1,74 (27) Grahovac Srdjan
1,6 (10) Schuster Lion
1,57 (7) Gartler Paul
1,54 (24) Fountas Taxiarchis
1,5 (2) Ibrahimoglu Melih
0 (1) Sulzbacher Lukas

Rapid-LASK

Rapid-LASK

3:0 (0:0)

Mateo Barac · Yusuf Demir · Taxiarchis Fountas · Leo Greiml · Maximilian Hofmann · Ercan Kara · Koya Kitagawa · Christoph Knasmüllner · Dejan Ljubicic · Dejan Petrovic · Thorsten Schick · Lion Schuster · Mario Sonnleitner · Filip Stojkovic · Richard Strebinger · Maximilian Ullmann; Gishammer, 3.000, Allianz-Stadion.

3.000 Rapid-Anhänger durften mit den bekannten 3G-Auflagen (Getestet, Geimpft, Genesen), 2 Meter-Abstand und FFP-2-Maske ins Stadion. Diese behördlichen Vorgaben wurden an den Eingängen sehr genau kontrolliert. Die Anhänger waren sehr diszipliniert.

Christoph Peschek begrüßte das Häuflein der 3.000 Abonnenten mit sichtlich großer Erleichterung und Freude über den Wiederbeginn. Er sagte sinngemäß: „Keinen anderen Verein hat diese Pandemie so sehr getroffen wie Rapid.“

„Danke für Eure Treue und Unterstützung! Wir freuen uns auf Euch!“

Schiedsrichter

Sebastian Gishamer hat bisher 9 Spiele von Rapid geleitet. Die Bilanz ist mit 6 Siegen, 2 Unentschieden und einer Niederlage deutlich positiv. (Die Niederlage war das entscheidende Spiel gegen Mattersburg im Frühjahr 2019.) Der positive Eindruck über die Spielleitung von SR Gishamer wurde durch diesen klaren Erfolg verstärkt-

Gegner

Die ewige Rapid-Bilanz gegen LASK ist sehr positiv. 91:30:35 (Siege : Unentschieden : Niederlagen). Die letzten sechs Spiele wurden nicht verloren. (0:0, 2:1, 2:0, 3:1, 1:0. 4:0) und auch das nunmehr siebente nicht.

Spiel

Mich hat erstaunt, wie klar Rapid die spielstarken Linzer besiegt hat und das, obwohl man nach den zuletzt drei Niederlagen in Folge schon den Eindruck hatte, als würden sich die Spieler schon in Urlaubslaune sein oder gar eine Punktlandung am dritten Tabellenplatz anstreben,.

Abschied von Dejan Ljubicic

Bereits mit 9 Jahren kam Dejan Ljubicic zu Rapid. Für seinen Wechsel nach Deutschland wünschen wir ihm alles Gute und auch, dass sein zukünftiger Arbeitgeber, der FC Köln, den Verbleib in der Bundesliga schafft.

Letztes Spiel von Mario Sonnleitner

Etwas zu kurz gekommen ist der Umstand, dass es wohl das letzte Spiel von Mario Sonnleitner in der Kampfmannschaft war und er sich daher – begleitet von seinem Sohn – auch bei den Anhängern verabschiedet hat. Wenn wir aber Zokis Interview vom Fanklubtreffen richtig interpretieren, bleibt Mario Sonnleitner Rapid erhalten, möglicherweise an der Seite von Steffen Hofmann.

Mit Mario Sonnleiter verbinden wir eine tolle Zeit. Seine „Europäische Weltklasse“ ist unvergessen, ebenso sein entscheidendes Auswärtstor am 30. August 2018 in Bukarest, mit dem er uns in die Gruppenphase geschossen hat.

Fernduell

Im Fernduell um den zweiten Platz setzte sich Rapid gegen Sturm durch; im Fernduell um den dritten Platz behauptete sich Sturm! (Um Rapid trotz des Sieges zu überholen hätte Sturm noch weitere 7 Tore schießen müssen. Hier sieht man, wie wichtig der 8:1-Kantersiegt gegen den WAC war, denn nur die Tordifferenz entschied letztlich die Reihung.

Rapid hat sich in den letzten drei Spielen redlich bemüht, Platz zwei abzugeben, und wäre da nicht die die Aussage von Didi Kühbauer in einem Interview vor dem Spiel: „Wir spielen auf Sieg“, hätte man prognostizieren können, dass auch das vierte Spiel in Folge nicht gewonnen werden wird.

Niemand verliert absichtlich, aber alle kennen die Rahmenbedingungen. „Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach“ beschreibt die Wertigkeit der Plätze 2 und 3. Die „Taube“, der zweite Platz, bedeutet eine Chance auf einen Startplatz in der Championsleague aber auch das Risiko eines Totalausfalls durch Ausscheiden in der ersten zu bestreitenden Qualirunde.

Zuwe

In den unteren Reihen des Sektor 9 wurde lautstark „zuwe“ gefordert, die Rapid-Spieler sollen also den Gegner attackieren. Dieses wunderbare Wort hat im Hochdeutsch keine Entsprechung. Das Dialekt-Wörterbuch ostarrichi.org erklärt den Begriff, ebenso sein Gegenteil: „zuwa“.

Links

Rapid-Admira

4:1 (2:0)

Mich erinnerte das Spiel unmittelbar an jene Zeit, in der Rapid immer eine gefühlte Überlegenheit zeigte, trotz dieser Feldüberlegenheit nicht immer gewann, es aber drei Mal zum Vizemeister gereicht hat. Ich hatte bei diesem Spiel das Gefühl, dass es unser sportliches Duo Didi und Zoki geschafft hat, an diese Zeiten nicht nur anzuknüpfen, sondern darüber hinaus eine sehr flexible Spielanlage zu entwickeln, die sich am jeweiligen Gegner und der Situation orientiert.

Es ist aber die Frage, ob der heutige Gegner Admira geeignet war, diese Tugenden aufzuzeigen. Mich erinnert dieses Spiel auch – wie so oft – an den Band 1 von Asterix, in dem die Römer meinen, den Zaubertrank zu besitzen und dabei diesen Umstand an einem sehr kleinen Stein messen. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße und das könnte „buffalo“-Gent sein. Doch für so naiv wie die karikierten Römer müssen wir unser Trainerteam nicht halten, die werden schon darauf schauen, dass wir auch gegen Gent die richtige Einstellung auf den Platz bringen.

Im Vorfeld wurden seitens der Admira viele Hoffnungen in das Stürmerduo MaierHoffer gesetzt, und einmal hätten die beiden tatsächlich fast zugeschlagen, denn nur die Latte rettete Rapid von einem Gegentreffer. Ansonsten fiel der Major eher durch Fouls auf, die allein durch sein großes Gewicht für den jeweiligen Gegner sehr schmerzhaft sein können.

Auch fragt man sich, was wohl gewesen wäre, wenn der eine oder andere hoffnungsvolle Spieler – wie eben die beiden genannten oder auch Louis Schaub und andere – sich zu einer Legende bei Rapid und nicht zu einem Bankerldrucker am Abstellgleis im Ausland entwickelt hätten.

Ist es nicht ein großer Wert, dass trotz Abgang von Stefan Schwab und ohne weitere Transfers es gelungen ist, das Team zusammenzuhalten und durch viele junge Spieler eine breite, verlässliche Spielerbasis zu schaffen? Man machte aus der Corona-Not eine Tugend, die sich sehen lassen kann. Eine hoffnungsvolle Botschaft an alle Nachwuchstalente von Rapid II. Um 120 Euro gibt es das Jahresabo für Rapid II. Außer bei einer Corona-Totalsperre hat man bei Rapid II die Chance, tatsächlich alle Spiele sehen zu können.

Ambiente

Bei der Zahl „10.000“ wird einem Beobachter schlecht, vor so wenig Verständnis der Politiker für die Probleme der Fußballvereine. Eine bedeutend fairere Lösung wäre es doch gewesen, dass man in Veranstaltungen – so wie übrigens bei den Salzburger Festspielen – einfach jeden zweiten Platz freigehalten hätte? Dann wären die Kräfteverhältnisse zwischen den Vereinen gleich geblieben. So aber trifft Rapid diese Beschränkung außergewöhnlich härter als die anderen Mitbewerber. Und auch wenn jetzt jemand meint, man müsse diese Obergrenze noch weiter nach unten bewegen, hätte man in einem wettbewerbsneutralen Modell gesagt: „nur ein Viertel der Gesamtkapazität“ und es wäre wenigstens im Wettbewerbsinn fair gewesen. So aber treffen diese Maßnahmen immer nur Rapid, und der Mitbewerb lacht sich ins Fäustchen.

Auch ist das Argument, dass größere Veranstaltungen automatisch auch steigende Fallzahlen bedeuten, durch die Salzburger Festspiele längst widerlegt.

Der Tagebuchautor konnte das Spiel nur über Sky-X mitverfolgen. Gleich zwei Ex-Rapidler kommentierten das Spiel und auch das nachfolgende Spiel LASK-Austria. Es waren Hans Krankl und Andy Herzog. Ausnahmsweise waren die Kommentare durchaus wohlwollend. Schmunzeln musste ich als in der Pause des Spiels in Linz eine Zusammenfassung des Rapid-Spiels gebracht wurde und die Besprechung des laufenden Spiels eher zweitrangig war. Man sieht an diesen Details und aus der eigentlich sehr unausgewogenen Auswahl der Experten, welches Gewicht Rapid bei den Medien hat.

Noch vor Spielbeginn erreichten mich zwei Bilder von Dominik (Tornados), und ich füge hier meinen Facebook-Text ein: „Als ich dieses Transparent der Tornados sah, war ich ein paar Minuten nicht ansprechbar. Danke an Dominik, Martin, Walter, Gerhard und die Vielen, die ich nicht namentlich kenne, die einen Außenstehenden und oft auch Kritiker als einen von Ihnen adoptiert haben.“ Danke auch an Hannes und Florian für ihre Eindrücke vom Spiel.

Wegen der seht eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten hier im Spital, müssen die Links entfallen und werden später an dieser Stelle eingesetzt. Krankenberichte werden jeweils nach einer weiteren Behandlungsetappe folgen. (Erster Krankenbericht) Und es wird viele geben, etwa in einmonatigen Abständen, jeweils nach der nächsten Chemotherapie. Und die vorläufige Entlassung am Dienstag bedeutet nichts. Stellt Euch vor, gemeinsam mit mir sind viele andere – sagen wir 100 – auch von so einem Tumor befallen. Unser gemeinsames Schiff sinkt, aber es gibt nur Rettungsboote für 60. Und niemand weiß, wer diese 60 sind.

Ich bedanke mich für die außerordentlich vielen und einfühlsamen Wünsche, die mich über Telefon, SMS, Mail, WhatsApp, Messenger und Facebook erreicht haben. Als Osttribünen-Sitzer ist man nicht wirklich in einen Verband eingebunden wie das im Block der Fall ist. Dass man mir aber das Gefühl gegeben hat, dieser großartigen Rapid-Familie und sogar einer Block-Gruppierung angehören zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Daaanke!

Rapid 2019/20

Zusammenfassung

 Gesamt       H      A
     32      16     16 Spiele
Ergebnis
     17       7     10 Siege 
      7       4      3 Unentschieden
      8       5      3 Niederlagen
    53%     44%    63% Siege Anteil
    22%     25%    19% Unentschieden Anteil
    25%     31%    19% Niederlagen Anteil
Serien
      9       6      5 keine Niederlage 
      4       4      4 Siege Siege
      2       2      2 Unentschieden
      2       2      - Niederlagen
      3       5      3 kein Sieg 
Tore
     64      31     33 Tore erzielt
     43      24     19 Tore erhalten
   2,0ø    1,9ø   2,1ø Tor erzielt pro Spiel
   1,3ø    1,5ø   1,2ø Tor erhalten pro Spiel
    0/5     0/5    0/4 erzielt Minimum/Maximum
    0/7     0/7    0/3 erhalten Minimum/Maximum
Zuschauer
303.349 212.400 90.949 Zuschauer 
   9.8ø   13.3ø   5.7ø pro Spiel
    200     200    200 Minimum
 26.100  26.100 17.200 Maximum

Verlauf

Gegner

S U N Gegner
3   1 LASK
    4 RB
1 2 1 WAC
  1 1 StP
1 2 1 Hartberg
2     Admira
1 1   Austria
2     Altach
3 1   Sturm
2     Mattersburg
2     Wattens

Ergebnisse

Ergebnis Spiele Prozent
     2:2      4 12,5
     3:1      3 9,4
     1:0      3 9,4
     1:1      2 6,3
     0:1      2 6,3
     0:2      2 6,3
     2:0      2 6,3
     2:1      2 6,3
     3:2      2 6,3
     4:0      2 6,3
     3:0      2 6,3
     5:0      1 3,1
     3:3      1 3,1
     2:3      1 3,1
     2:7      1 3,1
     1:2      1 3,1
     1:3      1 3,1

Gleich vier Mal gab es ein 2:2-Unentschieden.

Tore

Tordifferenz

Diff Spiele Prozent
   0      7 21,9
   1      7 21,9
   2      5 15,6
  -1      4 12,5
  -2      3  9,4
   3      2  6,3
   4      2  6,3
   5      1  3,1
  -5      1  3,1

Die meisten Spiele enden als Unentschieden oder mit einem Sieg mit einem Tor Vorsprung (44 %).

Gesamtzahl der Tore pro Spiel

Tore Spiele Prozent
   4     10 31,3
   2      6 18,8
   3      5 15,6
   1      5 15,6
   5      4 12,5
   6      1 3,1
   9      1 3,1

Bei Rapid-Spielen fielen immer Tore, vorzugsweise vier Stück.

Tore Rapid

Tore Spiele Prozent
   2     10 31,3
   3      8 25,0
   1      7 21,9
   0      4 12,5
   4      2 6,3
   5      1 3,1

Rapid schießt am häufigsten zwei (1/3) oder drei Tore (1/4).

Tore Gegner

Tore Spiele Prozent
   0     10 31,3
   1      9 28,1
   2      9 28,1
   3      3 9,4
   7      1 3,1

Dass unsere Gegner in einem Drittel der Spiele kein Tor schießen, spricht für unsere Verteidigung und war ein wichtiger Aspekt dür diesen zweiten Platz.

Tore pro 15 Minuten

01-15 16-30 31-45 46-60 61-75 46-90
   11     7     12    8     9    17 Rapid
    3     5     17    4    10     5 Gegner

Es gibt sie, die Rapidviertelstunde, die meisten Rapid-Tore fallen in den letzten Minuten. Es gibt aber auch eine Drangphase der Gegner am Ende der ersten Halbzeit.

Spieler/Torleute/Trainer

Es kamen insgesamt 35 (!) Spieler zum Einsatz.

Sp minø Joker Neu Tore Tormin G.GR.R 
24 58     9     2    5    282  2.0.0 Arase Kelvin
15 51     8     9    0      0  2.0.0 Auer Stephan
16 47     7     3    3    251  2.0.0 Badji Aliou
18 85     1     2    3    512  2.0.0 Barać Mateo
 6 30     5     3    0      0  0.0.0 Demir Yusuf
22 77     0     1    2    856  3.0.0 Dibon Christopher
27 71     4     4   19    101  5.0.0 Fountas Taxiarchis
 2 90     0     2    3     60  0.0.0 Gartler Paul (G)
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Paul Gobara
19 60     6     3    0      0  4.0.0 Grahovac Srdjan
 9 86     0     3    0      0  3.0.0 Greiml Leo
 2 44     2     2    0      0  1.0.0 Hajdari Adrian
18 80     2     3    1   1453  4.0.0 Hofmann Maximilian
 4 13     4     4    0      0  0.0.0 Ibrahimoglu Melih
 9 45     4     2    3    137  2.0.0 Kara Ercan
19 36    13     2    2    349  2.0.0 Kitagawa Koya
28 67     4     4    4    474  0.0.0 Knasmüllner Christoph
12 84     2     4   17     59  0.0.0 Knoflach Tobias (G)
32 90     0     0    0      0  0.0.0 Kühbauer Dietmar (T)
22 86     1     4    2    953  6.0.0 Ljubicic Dejan
 1 23     1     1    0      0  0.0.0 Martic Manuel
 4 90     0     1    1    360  1.0.0 Müldür Mert
20 65     5     2    3    434  2.0.0 Murg Thomas
14 66     5     1    0      0  3.0.0 Petrovič Dejan
 1 28     1     1    0      0  0.0.0 Savić Dragoljub
17 53     8     2    0      0  2.0.0 Schick Thorsten
11 67     4     1    2    371  0.0.0 Schobesberger Philipp
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Schuster Lion
30 87     0     2    8    329  6.0.0 Schwab Stefan
 7 58     3     2    0      0  1.0.0 Sonnleitner Mario
19 84     0     3    0      0  3.0.0 Stojković Filip
20 84     0     2   23     73  0.0.0 Strebinger Richard (G)
31 88     0     2    2   1375  3.0.0 Ullmann Maximilian
 6 54     2     5    0      0  1.0.0 Velimirovic Dalibor
 1 17     1     1    0      0  0.0.0 Wunsch Nicholas

Die Spieler mit den meisten Einsätzen Max Ullmann (31), Stefan Schwab (30), Christoph Kansmüllner (28) und Taxi Fountas (27). Häufigster Joker war Koya Kitagawa (13). Taxi Fountas schießt alle 101 Minuten ein Tor, Kara alle 137. Rote Karten gab’s keine, die meisten Gelb-Verwarnungen hatten Stefan Schwab (6), Dejan Ljubicic (6) und Taxi Fountas (5).

Jüngster eingesetzter Spieler war Yusuf Demir, ältester Spieler Mario Sonnleitner.

Rapid-WAC

2:1 (1:0)

Die Sensation des Tages war wohl das Führungstor durch Koya Kitagawa, dem wir zu seinem ersten Bundesligator gratulieren, noch dazu zu einem so schönen, nach Flanke von Taxi Fountas.

Eigentlich hätte es beim 1:0 bleiben sollen. Glaubt man den WAC-Spielern, stand beim Tor zum 2:1 Kelvin Arase im Abseits und griff in das Spiel ein. (Da sich Kelvin aber nicht bewegt hat, wurde das vom Schiedsrichter als erlaubte passive Abseitsstellung gewertet.) Beim Tor des WAC zum Ausgleich wurde Max Hofmann, der auf Shon Weißmann aufpassen wollte, zu Boden gerissen, daher wäre dieses Tor nicht zu geben gewesen.

Rückblick

Bis vor dem heutigen Spiel war die Bilanz der Spiele zwischen Rapid und WAC exakt ausgeglichen. 9 Siege. 10 Unentschieden und 9 Niederlagen. Mit dem heutigen Sieg liegt Rapid in dieser Bilanz um drei Punkte voran.

Rapid sichert 2. Platz ab

Rapid führt das Reanking der Fußballvereine in der Meistergruppe an. Der Verwalter des Zaubertranks liegt 7 Punkte voran, der Verfolger WAC liegt 6 Punkte zurück. Die Plätze 3 bis 6 liegen nur 4 Punkte auseinander.

Ambiente

Christoph Peschek und Pascal

Es wurde bekannt, dass Pascal und seine Mutter Natascha die von Rapid eingeladenen „Edel“-Fans waren. Herzlichen Glückwunsch und baldige Besserung an Pascal, der im St. Anna Kinderspital behandelt wird.

Während die Sitzplatz-Fanklubs „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ und die „Sitzplatzschweine“ ihre Banner an der Längsseite platzieren (Dank an Robert Racic!), verzichten die Fanklubs des Blocks auf die Präsentation derselben. Dafür unterhielten sie das Publikum mit dem Spruch: „Ein Match, das ohne Fans bestritten, kennt man nur aus Favoriten.“.

Links

LASK-Rapid

0:1 (0:0)

Wenn man in der Pause erleichtert ist, dass es noch immer 0:0 steht, dann weiß man: es ist ein schweres Spiel. Irgendwie schielt man mit Fortdauer des Spiels auf einen eventuellen Punktgewinn, denn ja, der LASK war spielerisch überlegen und hatte auch Chancen, aber die Defensivschlacht von Rapid war auch nicht ohne. Das Stürmerduo Arase-Kara konnte sich nicht in Szene setzen, zu gut wurden sie von der LASK-Verteidigung bewacht, zu schlecht kamen die Pässe bei ihnen an.

Es war insgesamt ein packender Kampf, und die Vorgabe von Didi, mit wenigstens einem Punkt nach Hause zu fahren, wurde durch unseren Taxi Fountas um zwei Punkte überboten.

Unser letzter Stürmer mit diesem Torinstinkt war Robert Beric. Hier ein Vergleich:

Spiele Minuten Min/ Tore Minuten/ Spieler
              Spiel           Tor
    49    3901   53   33      118 Robert Berič
    24    1723   71   17      101 Taxiarchis Fountas 

   450   39725   86  339      117 Hans Krankl
    88    5182   58   51       99 Hamdi Salihi         

Bezogen auf die Minuten/Tor liegt Fountas bereits vor Berič und auch vor der Legende Hans Krankl. Aus de jüngeren Vergangenheit kann nur Hamdi Salihi mithalten.

Hätte man’s nicht gewusst, spätestens in der 96. Minute war klar, dass Schiedsrichter Schörgenhofer die Partie leitet. Die 5 Minuten Nachspielzeit schienen uns schon sehr lang, doch es gab am Anfang der zweiten Halbzeit eine Behandlungspause. Gut. Wir hatten aber nicht den Eindruck, als würde Rapid in der Nachspielzeit das Spiel so verzögert haben, dass, man auch die Nachspielzeit auf 6 Minuten verlängern muss. Genau an dieser Stelle, beim allerletzten Freistoß für den LASK hat bei uns eine Leitungsunterbrechung den Video-Stream gestoppt, und danach muss man das Programm neu starten, und das dauert einige Zeit. Es blieb beim 0:1.

Punkte gegen den LASK im Vergleich mit dem Liga-Schnitt
(keine Spiele zwischen Mai 2011 und August 2017)

Ambiente

Ich weiß nicht, was die anderen Vereine in dieser Richtung machen, aber ein so umfassendes Informationsangebot auf der Homepage, jetzt noch verstärkt durch die Sendung „Auswärtsspiel in Hütteldorf“ in Rapid TV ist sensationell. Man muss nur konzentriert zwischen dem Sky-X-Kanal und dem Rapid-Video umschalten, dann hat man den allerbesten Kommentar: Lukas und Andy Marek, Ing. Raimund Hedl, Michael Hatz und Michael Krammer.

Links

Rapid-Sturm

4:0 (2:0)

In der Anfangsphase des Spiels zeichnete sich der spätere Sieger nicht wirklich ab. Sturm war deutlich im Vorteil und verzeichnete – auch über das ganze Spiel betrachtet – mehr Ballbesitz, eine bessere Passquote und auch eine bessere Zweikampfquote.

Die oftmaligen Fehler im Aufbauspiel bei Rapid wurden durch das geschickte Spiel in die Spitzen mehr als wettgemacht. Den wesentlichen Unterschied machte wohl Taxi Fountas, flankiert von Kelvin Arase aus. Taxi war an allen Toren beteiligt und steuerte selbst das vierte bei.

Wer hätte gedacht, dass Leo Greimls Einsatz nach mehr als einem Jahr wieder gegen Sturm erfolgen wird. Das damalige Spiel haben wir alle in ziemlich schlechter Erinnerungen, und wir fragten uns, wie sich Leo in diesem Spiel profilieren wird. Wir wissen auch nicht, ob Didi diesen Wiedereinstieg absichtlich, also aus dramaturgisch-didaktischen Gründen, auf das Sturm-Spiel gelegt hat oder ob das nur ein Zufall war. Wie auch immer, es war ein sehr gelungenes Comeback mit tollen Einlagen des Nachwuchtsverteidigers.

Der eingewechselte Koya Kitagawa braucht dringend Erfolgserlebnisse, aber leider war es ihm auch in diesem Spiel nicht vergönnt, trotz zweier hochkarätiger Chancen zum Torerfolg zu kommen. Immerhin zeigte er das Potenzial, das in ihm steckt. Der Fernsehkommentator bewunderte zurecht wie er einen ziemlich scharf geschossenen Pass annahm, ohne dass ihm der Ball vom Fuß geprallt wäre.

Auch Yussuf Demir steuerte trotz nur kurzer Einsatzzeit einen tollen Torschuss und das Assist zum 4:0 bei.

Ambiente

Allzuviel können wir ja nicht berichten; Chips, Bier und Radler standen bereit. Sky-X-Gratisabo über den PC war aktiviert. Das Transparent des „Klub der Freunde“ war an ziemlich prominenter Stelle befestigt.

Über wenig Verständnis für die schwierige Situation des Fußballs zeigen die Texte auf den Transparenten der Fanblocks in vielen Stadien, und bei Rapid war das nicht anders. Statt dem Verein und den Akteuren Mut zuzusprechen, wurde etwas vorwurfsvoll getitelt, dass hier der Fußball „zerstört“ wird. Nur, wen meint man denn wäre der „Zerstörer“? Bill Gates? Oder ein Schuppentier? Niemand zerstört hier etwas absichtlich und soweit das in den Medien kommuniziert wurde, bestätigten alle Beteiligten größte gemeinsame Anstrengung unternommen zu haben, um diesen – sicher wenig erfreulichen – Notbetrieb zu ermöglichen. Immerhin gibt es ja auch Ligen, die nicht einmal diesen Notbetrieb nicht durchführen konnten. Viel wichtiger als sinnlose Meckerei „gegen Unbekannt“ wäre ein Bekenntnis zum Verein und ein Aufruf an alle, auf Rückzahlungen zu verzichten und die Abos für die kommende Saison zu verlängern. Aber vielleicht werden wir das schon beim nächsten Spiel lesen können. Fußballfans sind unverbesserliche Optimisten – in jeder Richtung.

Statistik

Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der mittleren Punktezahl in der Liga im Vergleich mit den gegen Sturm erzielten Punkten. Nach einem Tief in den beiden letzten Jahren geht es wieder bergauf!

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