GRÜNZEUG-587

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C. RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/SEPTEMBER 2017/Nr.587/Versand 4.9.2017, Postamt 1120

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

am Montag, 18. September 2017, um 19:00

Gäste

  • Fredy BICKEL (Geschäftsführer Sport des SK Rapid),
  • Goran DJURICIN (Cheftrainer des SK Rapid),
  • Martin BERNHARD (Co-Trainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

RAPID IM HERBST 2017: SELTEN GRUND ZUR FREUDE

Das „Grünzeug“ schrieb sich in all den 45 Jahren seines Bestands selten so schwer wie diesmal. Stichwort: die Leistungen der Mannschaft, das angekratzte Nervenkostüm auch des Trainers, die Ausschreitungen der „Fans“ – das alles machte dem Verfasser schwer zu schaffen…

Die Mannschaft konnte nur in den ersten 70 Minuten des Spiels gegen den Möchtegern-(Nachkriegs-)Rekordmeister FAK sowie in den ersten 40 der LASK-Partie wirklich zufrieden stellen. Besonders ärgerlich: Dass sie nicht nur gegen den SVM, sondern auch im Derby scheinbar sichere 2:0-Führungen aus der Hand gab. Hat(te) sie Angst vorm Gewinnen?

Der Trainer hatte ebenfalls Probleme mit seinen Nerven: Als ihn Admiras Tormanntrainer nach dem ärgerlichen Auftritt seiner Mannschaft in der Südstadt durch das Zeigen des Resultats mit den Fingern provozierte, deutete der frustrierte Gogo ein Anspucken an, was ihm 7.000 Euro Geldstrafe einbrachte, die Hälfte davon bedingt.

Die Ausgeschlossenen standen natürlich auch in der Kritik: Thomas Schrammel passierte das im nachvollziehbaren Kampf um den Ball, als er den Austrianer Prokop erwischte, Joelinton hingegen trat gegen Mattersburg nach einem rüden Foul an ihm nach, und Thomas Murg schoss gegen die Admira den Linienrichter um – wie Joe ein Opfer seiner Nerven. Das ergab Sperren für jeweils ein Match für alle Genannten.

Der Sportdirektor holte nach dem Superdeal mit Ajax Amsterdam (siehe unten) den Altacher Brasilianer Lucas Galvao (26, Dreijahresvertrag) als Wöber-Ersatz, weitere Neuerwerbungen (darunter Thanos Petsos?) standen bei Redaktionsschluss noch immer nicht fest. Sollten sie kommen, wäre der Kader dann denn nicht wieder zu groß?

Die Verletzten reduzieren ihn allerdings ohnehin: Beim ewigen Pechvogel Christopher Dibon wurde bei Nachuntersuchungen seines verletzten Knies eine starke Schädigung der linken Hüfte festgestellt, weswegen er vom Spezialisten Dr.Reichkendler in Schwaz operiert wurde und mit dieser seiner 15. Verletzung seit 2013 bis Saisonende ausfällt; auf Philipp Malicsek (Adduktoren) müssen wir hingegen „nur“ bis Jahresende warten. Und Ivan Mocinic? Der hatte sich zwar schon bei SCR II versucht, für die Profitruppe ist er aber noch nicht ausreichend matchfit.

Die Schiedsrichter scheinen Rapid auch heuer nicht gerade gewogen zu sein, ganz unter dem Motto „Keinen Elfmeter für Rapid“. Einen solchen hätte Giorgi Kvilitaia bei 0:1 gegen Sturm bekommen müssen, ganz zu schweigen von SCR II in Mannsdorf (siehe „Ein Blick zu Rapid II“). Aber das interessiert ja eh fast gar niemanden, gell?

Die Fans des SK Rapid Wien sind ohne jede Frage die konkurrenlos zahlreichsten, treuesten und damit besten in ganz Österreich, sieht man von den (nur wenigen?) kriminellen Unruhestiftern und Vereinsschädlingen ab, die dem SCR im Jahre 2017 bisher Geldstrafen in der Höhe von 25.000 Euro („missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik“ im Cupfinale) und 30.000 Euro für die von ihnen verschuldete Unterbrechung des Derbys; über jene in der Südstadt ist bei Redaktionsschluss noch nicht verhandelt worden, sie wird sicher eine weitere Menge „Schmalz“ nach sich ziehen. Offenbar stehen sehr viele „brave“ Fans im Block West, warum, bitte schön, sind die aber nicht imstande, die Rabiatler unter ihnen zur Räson zu bringen? Und warum mussten sie alle beim Sturm-Spiel zwei Tage nach dem tödlichen Attentat von Barcelona ein riesiges Transparent zeigen, auf dem sie die Journalisten mit Terroristen gleichsetzten? Das verursachte natürlich zusätzliche Aufregung, auch wenn es manche Journalisten ganz offensichtlich darauf abgesehen haben, zusätzliche Unruhe in das „Pulverfass“ Rapid zu bringen. Abschließend sei an jenen Ultra (39, einschlägig vorbestraft) erinnert, der am 13.8.2016 (4:0 über Admira) den Hitler-Gruß zeigte und nun zu 18 Monaten unbedingt plus Stadionverbot verdonnert wurde. Wer solche „Fans“ hat, braucht eigentlich gar keine Feinde.

Der Präsident muss um sein Amt überhaupt nicht beneidet werden: Er und seine Mitarbeiter werden sowieso für jeden Fehlpass oder –schuss verantwortlich gemacht, und aktuell kommt er vor lauter Entschuldigungen wegen der schwachen Leistungen seiner Angestellten in den kurzen Hosen und, noch mehr, wegen der Ausschreitungen auf den Rängen kaum mehr zum Verschnaufen. Zusätzlich ärgerlich für Michael Krammer (und uns alle): FAK-Vorstand Kraetschmer hatte sich nach den Vorfällen im Derby über Rapid bei der Bundesliga beschwert, deren Vizepräsident er auch ist. In dieser Beschwerde hatte er natürlich nicht erwähnt, dass die Austria-„Fans“ im Gästesektor schon wieder Schäden im fünfstelligen Eurobereich verursacht hatten. Krammer schickte jedenfalls eine geharnischte Beschwerde über den Vernaderer und Multifunktionär Kraetschmer an BL-Boss Rinner. Aber die hätte er ebenso gut ans legendäre Salzamt mailen können…

D e n Transfer setzten wir aus gutem Grund an die letzte Stelle dieses Lamentos, stellt er doch das mit Abstand Positivste dar, mit dem wir uns im „Grünzeug“ Nr. 587 zu beschäftigen haben! Maximilian Wöber, als Zehnjähriger vom Sportklub (oder Sportclub, wer weiß das schon so genau) nach Hütteldorf gekommen, durchlief dort sämtliche Nachwuchsteams bis zur „Zweiten“, für die er 28 RLO-Spiele bestritt, und stand in nur 24 Pflichtspielen für die Profitruppe auf dem Rasen. Das reichte dem letzten EL-Finalisten Ajax Amsterdam, sich so sehr für den Maturanten zu interessieren, dass Rapids Sportdirektor Fredy Bickel – auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen – nicht weniger als (kolportierte) 7,5 Millionen plus Weiterverkaufsbeteiligung als Transfersumme herausschlagen konnte – absoluter Rekord für einen österreichischen Bundesligaspieler bei einem Verkauf ins Ausland und das nach einer so kurzen Karriere! Maxi unterschrieb in Amsterdam einen Kontrakt über vier Jahre und wurde von Teamchef Koller unverzüglich in den Teamkader berufen. Wäre das auch passiert, wenn er Rapidler geblieben wäre? Jedenfalls wünschen wir dem Shootingstar, dass sein Stern viel länger leuchten möge, als er so blitzartig in den Fußballhimmel aufgestiegen war.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.8.2017)

1.Sturm    6/18 (14: 8)
2.Salzburg 6/13 (14: 4)
3.Austria  6/10 (12:10)
6.Rapid    6/ 8 (11:10)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 3.RUNDE (6.8.): AUSTRIA (H) 2:2 (1:0)

Viel schlimmer geht’s wohl nimmer! Rapid schien vor dem sicheren ersten Derbysieg im neuen Stadion zu stehen, denn sie spielte bis kurz vor ihrer Viertelstunde mit dem konfusen violetten Schlusslicht (!) Katz und Maus und sich allein zwischen der 60. und 65. Minute Topchancen auf das 3 bis 5:0 heraus, bevor sie wie schon gegen den SVM ein 2:0 verschleuderte. Als bekannter Schönfärber grün-weißer Leistungen bzw. Ergebnisse gestattet sich der Verfasser die Bemerkung aber schon, dass Filipovic (bereits verwarnt gewesen, allerdings wurde sein klares Elferfoul an Joelinton – „natürlich“ – nicht geahndet, 43.) und Ober-Provokateur Holzhauser längst ausgeschlossen gehört hätten, bevor Schrammel für sein Strafraumvergehen an Austria Joker Prokop gehen musste. Den dafür verhängten Penalty verwandelte besagter Holzhauser mit der Routine eines Spezialisten, der sich in dieser Kunst in fast jedem Match üben darf. Als er sich wenig später bei einem Corner trotz St.Hofmanns mit Harkam abgesprochener Intervention endlos lange Zeit ließ, explodierte der ohnehin dauerunruhige Block West erst recht. Weil Friesenbichler hernach fast das 2:3 gelungen wäre, musste sogar FAK-Trainer Fink zugeben: „Das wäre des Guten zu viel gewesen.“ Uns reichte es aber auch so.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (72.Keles), Schaub (84.Thurnwald), Kuen; Joelinton.- Tore: Schaub (39., 55.); Prokop (73.), Holzhauser (84., Elfer).- Gelbe Karten: Schrammel, Auer, Sonnleitner, Kuen; Holzhauser, Filipovic, Larsen.– Rote Karte: Schrammel (83., Torraub).Bes.Vorkommnis: Fünfminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem Block West (87.)- Allianz-Stadion, Harkam, 26.000.

BL, 4.RUNDE (13.8.): ADMIRA (A) 1:3 (0:1)

0:1 nach eigenem Einwurf (37. Sekunde!). Überlegener SCR, Stangenkopfball Schwab (19. Minute), genügend Ausgleichschancen. Valiumkonsumation zur Pause? Jedenfalls immer unsichtbarerer SCR. Toller Doppelpack ausgerechnet durch Starkl. Etliche weitere Admira-Chancen. Erneuter „großer Auftritt“ der sattsam bekannten Rapid-„Fans“ mit Unterbrechung (mit der beide Parteien nicht zufrieden waren). Plötzlich wieder dominante Rapidler. Schönes Joelinton-Tor. Lattenkopfball Kvilitaia (80.). Große Kontermöglichkeiten Admiras. Murg schießt (hoffentlich) unbeabsichtigt Linienrichter ab, daher schon dritter Ausschluss eines Rapidlers im vierten Match. Am Ende bei viel Ballbesitz wenige gewonnene Zweikämpfe: 38 Prozent. Kein weiterer Kommentar.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Bolingoli (81.Prosenik); Auer (73.Kvilitaia), Schwab; Murg, Schaub (73.Keles), Kuen; Joelinton.- Tore: Jakolis (1.), Starkl (63., 65.); Joelinton (78.).- Gelbe Karten: Toth, Grozurek; Auer, Sonnleitner, Kvilitaia, Joelinton, Keles.– Rote Karte: Murg (90./+2, Unsportlichkeit).- Bes.Vorkommnis: Achtminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem SCR-Fansektor (68.).- BSFZ-Arena, Schörgenhofer, 4.700.

BL, 5.RUNDE (19.8.): STURM (H) 1:2 (0:1)

Gegen den speziell vor der Pause viel selbstbewussteren und zweikampfstärkeren Leader aus Graz schwächelten die grünen Nervenbündel noch mehr als die Lautsprecheranlage. Halbwegs Rapid-würdig waren leider nur die Anfangsminuten und die Phase um Auers Anschlusstreffer auf Joelintons herrliche Vorarbeit. Dass der mit Abstand größte Jubel dem Ehrengast Jan Novota galt, sagt wohl alles.

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann, Wöber, Schrammel (61.Schobesberger); Auer, Schwab; Schaub, St.Hofmann (76.Keles), Bolingoli; Kvilitaia (46.Joelinton).- Tore: Auer (60.); Alar (17.), Röcher (53.).- Gelbe Karten: Schaub, M.Hofmann; Potzmann, Lykogiannis, Hierländer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 20.200.

BL, 6.RUNDE (26.8.): LASK (H) 1:0 (1:0)

Schon nach 30 Sekunden forderte der Fanblock, Rapid sehen zu wollen (wer, zum Teufel, wollte das denn nicht?) und wurde prompt erhört: Die Mannschaft, mit dem guten Kooperationsspieler Ljubicic (19), drückte den mit Siegesgelüsten angereisten Aufsteiger mit viel Biss und Speed permanent in dessen eigene Hälfte, münzte die enorme Überlegenheit aber nur in ein Tor um. Etwa ab der 40. Minute war ein Formknick in den grünen Reihen festzustellen, häuften sich die unnötigen Ballverluste und wurden die nun wenigen Chancen vergeben, die größte durch Joelinton (90./+3). Zum Glück war besonders Strebinger stets auf dem Posten, weshalb es den (letztlich verdienten) ersten Sieg in dieser Saison gab. Erfrischend: Schobis Kurzauftritt mit fast einem Treffer. Galvaos Debüt fiel noch viel kürzer aus.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Boligoli; Ljubicic (78.Auer), Schwab; Schaub (72.Schobesberger), Joelinton, Murg; Kvilitaia (88.Galvao).- Tor: Murg (22.).- Gelbe Karten: Schwab, M.Hofmann, Murg, Pavelic; Trauner, Michorl.- Allianz-Stadion, Hameter, 19.400.

„MR. GRÜNZEUG NR. 587“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Seit jeher schon werden Rapids Torhüter von den Medien und sogar den eigenen Anhängern besonders kritisch beäugt (nachzufragen auch beim Ex-Nationalkeeper Helge Payer). Warum also sollten ausgerechnet Richie Strebingers gelegentliche Fehler nicht haarklein zerpflückt werden? Na eben. Vor allem gegen den LASK unterlief ihm jedenfalls kein einziger und mehr noch: Seine Rettungstaten in plötzlich kritischen Phasen ermöglichten das erste Zu-null nach 21 (!) Versuchen und den ersten Heimsieg in dieser noch so jungen Saison.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Meisterschaftsspiele: Steffen Hofmann 425. (Sturm); Stefan Schwab 100. (LASK).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Zwischen 3. und 5.8. nahmen die altersmäßig dafür berechtigten Spieler unserer „Zweiten“ in Dortmund, Velbert und Marl am Ruhr-Cup für U19-Teams teil und erreichten dabei gegen höchst namhafte Mannschaften durchaus achtbare Resultate. 3.8.: MONACO 1:1 und BAYERN MÜNCHEN 1:0, 4.8.: REAL MADRID 0:0 und SCHALKE 04 1:4, 5.8.: AS ROM 0:0, Elferschießen 13:14 (!). Das bedeutete den 8. Platz unter 10 Klubs.

1.RUNDE (8.8.): ST.PÖLTEN JUN. (A) 1:2 (1:1)

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen: Gegen den Fast-Absteiger der letzten Saison reichte SCR II eine Führung leider ebenfalls nicht, denn nach dem von Schobesberger (erster Einsatz seit 27.11.2016) eingeleiteten 1:0, einem Lattenpendler und starken 20 Minuten hieß es durch einen Weitschuss und in der Nachspielzeit trotz Überzahl wegen eines Deckungsfehlers 1:2…

SCR II: Haas; Dober (80.Prirsch), Müldür, Sahanek, Leovac; Bosnjak; Arase (77.Küssler), Tüccar, Kostic, Schobesberger (61.Felber); Mujakic.– Tore: Vucenovic (22.), Gaugusch (90./+3); Arase (12.).- Gelb-Rote Karte: Schuh (86., Foul).- Ober-Grafendorf, Wisak, 300.

2.RUNDE (11.8.): BRUCK/LEITHA (H) 3:6 (0:4)

Da konnten auch die lange verletzt gewesenen, mit ihren jungen Kollegen nicht wirklich eingespielten Profis Schobesberger, Mocinic und Kvilitaia nichts ausrichten, zumal Akagündüz‘ Matchplan schon früh über den Haufen geworfen war; dazu kamen krasse Fehlpässe aus der schwachen Abwehr heraus, die dem klar überlegenen Aufsteiger das 0:3 und 1:5 sehr leicht machten. Unsere einzigen Lichtblicke: Freistoßkünstler Kostic und mit Abstrichen der phasenweise torgefährliche Mujakic.

SCR II: Haas; Ehrnhofer, Müldür, Sahanek, Krenn; Mocinic (46.Mujakic), Bosnjak; Tüccar, Kostic, Schobesberger (46.Arase); Kvilitaia (60.Dober).- Tore: Mujakic (66.), Kostic (80., 85., Freistöße); Salkic (4., 37., 77.), Bielcik (7.), Burusic (34., 70.).- Allianz-Stadion, West 1, Mag.Jandl, 300.

3.RUNDE (15.8.): MANNSDORF (A) 2:2 (2:0)

Auch Rapid II reichte eine (verdiente) 2:0-Führung durch zwei Kopftore nicht zum Sieg. Trotzdem war das Remis gegen Herbert Gagers erfahrenere Truppe nach dem Bruck-Debakel durchaus positiv. Ärgerlich aber, dass Akas Burschen der glasklarste aller denkbaren Handselfer unglaublicherweise verweigert wurde (90./+3).

SCR II: Haas; Müldür, Dober, Pfeifer; Thurnwald, Bosnjak, Kostic, Tüccar (63.Sahanek), Leovac; Sobczyk (66.Mujakic), Arase (89.Küssler).- Tore: Panic (62.), Haselberger (85.); Sobczyk (25.), Kostic (34.).- Mannsdorf, Luef, 350.

4.RUNDE (20.8.): VIENNA (H) 2:0 (0:0)

Lange Zeit stand das Duell mit dem um seine Existenz bangenden Vorjahresmeister auf ziemlich mäßigem Niveau. Dafür entschädigten jedoch die letzten 20 Minuten mit zwei ebenso herrlich herausgespielten wie erzielten Toren und dem längst fälligen ersten Saisonsieg, der obendrein hochverdient ausfiel.

SCR II: Jenciragic; Müldür, Dober, Pfeifer; Mocinic (46.Tüccar), Bosnjak; Sahanek (79.Ehrnhofer), Kostic, Leovac; Mujakic (82.Felber), Arase.- Tore: Kostic (71.), Bosnjak (75.).- Allianz-Stadion, Vojtek, 400.

5.RUNDE (25.8.): TRAISKIRCHEN (A) 3:1 (2:1).

Das in etwa ausgeglichene Spiel wurde in der hektischen Schlussphase durch Kapitän Bosnjaks spätes Kontertor endgültig zu Gunsten der Truppe um Abwehrchef Dober und Goalgetter-Dribblanski Kostic entschieden, die sich damit vorerst ins Mittelfeld vorschob. Keeper Haas musste verletzt durch Talent Jenciragic (17) ersetzt werden.

SCR II: Haas (63.Jenciragic); Müldür, Dober, Pfeifer; Bosnjak; Ehrnhofer (46.Sahanek), Kostic, Felber (60.Krenn), Leovac; Mujakic, Arase.- Tore: Randak (23.); Kostic (6., Elfer); Mujakic (32., Freistoß), Bosnjak (90./+5).- Traiskirchen, Kouba, 200.

RLO-Tabelle vom 26.8

1.Ebreichsdorf 4/12 ( 9: 0)
2.Amstetten    5/11 (13: 6)
3.Horn         5/11 ( 9: 3)
7.Rapid II     5/ 7 (11:11)

„MV“ VOM 21.8.: EHRENMITGLIED THOMAS SCHRAMMEL

Zwei Tage nach der Störung der Lautsprecheranlage des hochmodernen Allianz-Stadions beim noch mehr floppenden Sturm-Match war der unsrigen anlässlich der ersten Versammlung nach der Sommerpause überhaupt kein Ton zu entlocken. Sodass Obmann Niederhuber und die Ehrengäste immer wieder mit einem akustischen Chaos zu kämpfen hatten. Trotz des „Volksgemurmels“ und der Zwischenrufe werden hoffentlich die meisten der ziemlich zahlreich erschienenen Mitglieder einigermaßen mitbekommen haben, was da vorne auf dem Ehrentisch gesprochen und zwangsläufig geschrien wurde.

Einer der dort Sitzenden war Thomas Schrammel, seines Zeichens Langzeitrapidler und seit unserer diesjährigen Generalversammlung auch Ehrenmitglied des Klubs der Freunde des S.C. Rapid (wie es dazu gekommen ist, haben wir schon mehrfach erklärt). Aus diesem Grund wurde der treue Erzgrüne, der mit Vater und Freundin im Klublokal erschien, mit einem attraktiven Ehrenteller ausgezeichnet, für den er sich mit einem handsigniertem Vierer-Leiberl revanchierte.

Ein gleiches Gastgeschenk brachte Richie Strebinger mit, der vor knapp zwei (ereignisreichen) Jahren erstmals zu uns gekommen war, damals als Vater eines wenige Tage zuvor geborenen Söhnchens; würden wir ihn im Oktober abermals zu uns bitten, hätte er Baby-mäßig bereits den Doppelpack geschafft und zwar wieder mit einem Buben. So viel Erfolg wünsch(t)en wir dem sympathischen Wr.Neustädter, den mit Tobias Knoflach ein „gutes, kollegiales“ Verhältnis verbindet, natürlich auch in und vor seinem Kasten.

Wenn man Thomas Schrammel (Spitzname in Erinnerung an eine „Kottan“-Figur „Schremser“, was aber nichts mit Einbeinigkeit zu tun haben soll) als Langzeitrapidler bezeichnet, der die grün-weiße Dress bereits als Achtjähriger trug, so könnte unser diesmaliger Klublokal-Debütant Manuel Thurnwald darüber fast mitleidig schmunzeln, denn der nun 19-Jährige kickt schon seit seinem fünften Lebensjahr bei Rapid, und so, wie’s aussieht, wird er das noch geraume Zeit tun, auf welcher Position auch immer. Thurni, der Vielseitige: „Das ist mir egal, ich möchte nur spielen.“

Der andere Jungspund, Maxi Wöber also, ist uns „MV“-mäßig komplett durch die Lappen gegangen, denn er hatte sich schon am Vortag des 21.8. von seinen Kollegen in Richtung Amsterdam verabschiedet – ein (gewiss auch für den frisch gebackenen Maturanten) höchst lukrativer Transfer, an dem das Auditorium nichts Hörbares zu bekritteln hatte. Wie überhaupt die kaputte Lautsprecheranlage für die größte Aufregung sorgte, mehr sogar noch als Rapids (leider wieder einmal) miserable Situation.

Ein Postskriptum zu unseren kranken bzw. rekonvaleszenten „Madln und Buam“: Schön, dass die Fröhlich-Ilse endlich wieder da war, wenn auch noch immer nicht fullfit! Außerdem baten wir Herrn Gugerell, seinen Freund, unseren verdienten Ex-Kassier die besten Wünsche aller im Klublokal Anwesenden zu übermitteln. Sollte der Langzeitfunktionär der Rapidfreunde diese Zeilen lesen: Alles Gute, lieber Ernstl!

SPLITTER

Unsere Homepage ist nun in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ -> „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden zu lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am Rande unserer „MV“ vom 21.8. (siehe Bericht) war zu erfahren, dass unser auf vielen Gebieten äußerst aktive Herr Dipl.Ing.Fiala sich bereit erklärt hat, das schon seit Jahren im Klublokal schlummernde Transparent der Rapidfreunde im Einvernehmen mit dem SCR regelmäßig auf der Osttribüne des Allianz-Stadions aufzuhängen. Danke!

Das müsste denn doch machbar sein: In der 2. Cuprunde wird Rapid am 20.9. auf dem WSC-Platz auf den Stadtligisten Elektra treffen.

Schon am 22.8. hatte Louis Schaub Grund zur Freude, denn an diesem Tag wurde sein Sohn Nino geboren.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01/8170035. – Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
Homepage: http://klubderfreunde.at
Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala

GRÜNZEUG-586

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/AUGUST 2017/Nr.586 Versand 7.8.2017, Postamt 1120

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

am Montag, 21. August 19:00

Gäste

  • Thomas SCHRAMMEL,
  • Richard STREBINGER,
  • Manuel THURNWALD und
  • Maximilian WÖBER.

IN EIGENER SACHE I

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand in der Zwischenzeit bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

IN EIGENER SACHE II

In Entsprechung des Vorschlags unseres rührigen Herrn Dipl.Ing.Franz Fiala bitten wir um Beachtung nachstehender Zeilen und des erweiterten Impressums.

Unsere Homepage ist ab sofort in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ – „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden zu lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

VON SISI, DI, NATASCHA UND WIDERSTANDSFÄHIGEN RAPIDLERN

Was haben Kaiserin Sisi, Lady Diana oder Natascha Kampusch und der SK Rapid Wien gemeinsam? Obwohl zwei der drei erwähnten Damen nicht mehr unter uns weilen, geistern sie wieder und immer wieder wiederdurch die Medien, in denen auch die Frau Kampusch dick da ist, und obwohl das Fußballjahr 2016/17 doch längst zu Ende ist, käuen es die Herren Journalisten wieder und immer wieder wieder und das im Zusammenhang damit, dass es für den SK Rapid so „katastrophal“ verlaufen ist. Nicht thematisiert werden aber die Gründe dafür, nämlich die unglaublichen (Langzeit-)Verletzungsserien wichtiger Spieler und die vielen krassen Schiri-Pfiffe gegen Grün-Weiß. All das interessiert(e) nicht einmal alle Rapid-Anhänger, ganz unter dem Motto: „Ein Rapidler hat alles zu verkraften und trotz allem zu gewinnen, selbst wenn er den Kopf unterm Arm trägt.“ Und die sogenannte Doppelbelastung durch die Europacupspiele war ja eh nur eine „Ausrede“, die heuer wegfällt. Nur so ganz nebenbei: Warten wir halt, wie die anderen Klubs in dieser Saison mit dieser Doppelbelastung werden leben können und auch wie lange überhaupt sie bei ihnen anhält…

Im ersten Ligamatch der neuen Saison gaben zehn Rapidler gegen naturgemäß vehement attackierende Mattersburger ein 2:2 aus der Hand. Über Rapids Unterzahl ab Minute 23 gab eigentlich nur Youngster Wöber ein (kluges) Statement ab: „Hätten wir zu zehnt gewonnen, hätte es geheißen, super Rapid, aber jetzt sind wir wieder die Deppen.“ Zum Glück übrigens nicht für alle Fans: Beim Abgang erhielt die Mannschaft trotz 2:2 viel (aufmunternden) Applaus. Andere wiederum schimpften auf den unbesonnenen Joelinton, der offensichtlich noch nicht intus hat, wie sich ein Rapidler zu benehmen hat: Alles lammfromm einstecken, auch wenn dir der Novak womöglich den Haxen bricht! Auch weil der junge Brasilianer das nicht wusste, endete die Partie bei tropischer Hitze leider nur remis – und Rapid hatte einen „Fehlstart“ hingelegt, zumindest in den Augen etlicher professioneller und auch hobbymäßiger Beobachter.

Folgte die Fortsetzung in St.Pölten? Vor diesem Spiel betrieb Peter-Linden-Nachfolger Rainer Bortenschlager in der Kronen Zeitung fröhlich Schwarzmalerei: Sollte es in die Hose gehen, drohe ein zum „Krisengipfel mit Brandgefahr“ verkommendes 322. Wiener Derby. Weniger bis gar nicht kommentierte er (nicht als Einziger) Rapids noch immer lange Ausfallliste mit Dibon, Mocinic, Schobesberger, Kvilitaia, Malicsek und neuerdings Szanto (Leistenbruch) sowie den nur für diese Partie gesperrten Joelinton, denn (wir wissen’s eh): Rapid muss alles verkraften und trotzdem gewinnen!

Tat sie dann auch, sogar mit 4:1 und womöglich sogar zum Verdruss gewisser Herrschaften, wer weiß. Der Verfasser, für viele ja ein „Schönfärber“, kann bei vier Zählern aus zwei Spielen keinen richtigen Fehlstart erkennen. Allerdings ist ihm bewusst, dass die „Katastrophensaison“ 2016/17 sofort wieder bemüht werden wird, wenn es den oder die nächsten „Schraufen“ geben sollte. Womöglich feiert sie nun alle zehn Jahre Jubiläum, ganz so wie die Dauerbrennerinnen Sisi, Di & Co.

Was wir aber auch aushalten würden, denn wir sind ja widerstandsfähige Rapidler. Denen manche den Hobel ausblasen können.

tipico-Bundesliga (Stand vom 30.7.2017):

 1. SK Puntigamer Sturm Graz 2 2       0        0        6:4     6
 2. SK Rapid Wien            2 1       1        0        6:3     4
 3. LASK                     2 1       1        0        4:1     4
10. FK Austria Wien          2 0       0        2        2:6     0

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

LETZTER TEST (9.7.): AS MONACO (H) 2:2 (0:1)

Nachdem Michael Krammer und die Fans Steffen Hofmann als Ehrenkapitän gefeiert hatten, war Rapid vor Antonin Panenkas Augen dem französischen Meister und vorjährigen CL-Semifinalisten lange Zeit deutlich unterlegen und schien nach dem unglücklichen 0:2 einer klaren Niederlage entgegen zu gehen. Aber: Gleich darauf avancierte Schwab, der neue Kapitän, bei Murgs Corner zum König der Lüfte, und dann warf Gogo seine vom alten Kapitän angeführten jungen Wilden in die „Schlacht“. Die agierten im 4-4-2 wesentlich bissiger und zielorientierter als ihre renommierteren Vorgänger, sodass sogar noch der (verdiente) Sieg möglich gewesen wäre.

SCR: Knoflach (46. Strebinger); Pavelic (61.Thurnwald), Sonnleitner (61.Schösswendter), Wöber (61.M.Hofmann), Schrammel (61.Bolingoli-Mbombo); Auer (61.Kuen), Schwab (61.Ljubicic); Murg (61.Keles), Szanto (61.St.Hofmann), Schaub (61.Sobczyk); Joelinton (61.Prosenik).- Tore: Schwab (55.), Thurnwald (68.); Lopes (15.), Strebinger (53., Eigentor).- Gelbe Karte: Schößwendter.- Allianz-Stadion, Lechner, 9.800.

ÖFB-CUP, 1.RUNDE (16.7.): SCHWAZ (A) 2:0 (1:0)

Die Partie gegen den Fünften der Regionalliga West hatte eher Trainings- als Cupspielcharakter, weil der pausenlos klar dominierende SCR speziell vor der Pause viel zu viele Schlampereien einreißen ließ, weshalb Strebinger seine ganz Kunst aufwenden musste, um das 1:1 zu verhindern (26.). Andererseits vergaben seine Vorderleute neben den beiden schönen Toren zahlreiche Chancen, außerdem wurde ein klares Elferfoul an Joelinton übersehen (27.). Bemerkenswert: Steffen Hofmann ist nun mit 528 Pflichtspieleinsätzen alleiniger Rekord-Rapidler – Gratulation, Herr Ehrenkapitän, sorry, Herr Schöttel!

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann (46.Sonnleitner), Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Schaub (61.Kuen), Szanto (46.St.Hofmann), Murg; Joelinton.- Tore: Auer (7.), Schwab (75.).- Gelbe Karte für Rapid: Auer.- Schwaz, Jäger, 1.850.

BL, 1.RUNDE (22.7.): MATTERSBURG (H) 2:2 (1:0)

Exakt 120 Jahre nach der Gründung des Vorgängervereins 1.Wiener Arbeiter-Fußballklub und 25 nach Andy Mareks Stadionsprecher-Debüt leisteten sich der Rapid nur selten gewogene Schiri Hameter und SCR-Solostürmer Joelinton einen Doppel-Blackout: Ersterer bestrafte Novaks Brutalofoul nur mit einem Freistoß, und Letzterer deutete ein Nachtreten an, worauf er vorzeitig kalt duschen durfte. Trotzdem schienen „Laufmaschine“ Auer mit links und „Kopfballungeheuer“ Wöber auf Schrammel-Flanke Rapid auf die Siegesstraße gebracht zu haben, bis Strebingers Vorderleute der Unterzahl, dem eigenen hohen Tempo  und der Gluthitze Tribut zollen mussten. Der Start in die neue Saison gelang also bestenfalls halb.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (67.Schaub), St.Hofmann (75.Sobczyk), Keles (82.Bolingoli-Mbombo); Joelinton.- Tore: Auer (25.), Wöber (57.); Prevljak (75.), Maierhofer (79.).-  Gelbe Karten: Sonnleitner; Rath, Höller.- Rote Karte: Joelinton (23., Tätlichkeit).- Allianz-Stadion, Hameter, 17.800.

BL, 2.RUNDE (29.7.): ST.PÖLTEN (A) 4:1 (2:0)

Nicht zuletzt  dank ihrem starken Gegenpressing spielten die elf österreichischen „Gogo-Boys“ nach viertelstündiger Findungsphase eine hervorragende erste Halbzeit. Ach Wiederbeginn sahen sich die zuvor stur defensiven Heimischen zu etwas mehr Offensive genötigt und kamen neben Schütz‘ ungestörtem Kopftor auch zu einigen weiteren Chancen, aber nach dem Eigentor des Ex-SCR-Nachwuchskickers Petrovic auf Keles-Pass war der Käse gegessen, und am Ende hübschten die Joker Bolingoli (Superpass) und Keles (Supertor) den letztlich souveränen Sieg sogar noch auf.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (84.Thurnwald), Schaub, Kuen (75.Bolingoli-Mbombo); Prosenik (68.Keles).- Tore: Schütz (69.); Murg (37.), Kuen (42.), Petrovic (81., Eigentor), Keles (90./+1).- Gelbe Karten: Parker; Murg.- NV-Arena, Drachta, 6.139.

TAG DER OFFENEN TÜR: STEFFENS HOFÜBERGABE

Am 8.7. fanden sich die grün-weißen Massen im, neben und vor dem Allianz-Stadion ein, um den von Andy Marek wie immer grandios inszenierten Tag der offenen Tür zu zelebrieren.

Offiziell abgeschlossen wurde der mit der Präsentation des (noch immer zu umfangreichen?) Kaders, einem erheiternden und einem bewegenden, ja geradezu epochalen Ereignis: Zuerst musste der offenbar mit einem sonnigen Gemüt gesegnete Boli Bolingoli-Mbombo den für jeden Neuling obligatorischen Diver – ein bisserl skeptisch – über sich ergehen lassen, dann überraschte von ihnen besonders stürmisch gefeierte Langzeitkapitän Steffen Hofmann die Fans mit der Übergabe seiner Schleife an Stefan Schwab, der ihn ja schon des Öfteren würdig vertreten hatte. Was aber nicht hieß, der nun als Talentmanager tätige „Fußballgott“ und „coole Papa“ würde sich jetzt auch vom aktiven Sport zurückziehen, ganz im Gegenteil: „Wer mich verdrängen will, muss erst mal an mir vorbeikommen!“ Und: Steffen Hofmann, die einzige noch aktive SCR-Ikone, darf sich ab sofort – wie der Weber-Heri – Ehrenkapitän auf Lebenszeit nennen. Dazu können wir ihm (und dem Klub) nur gratulieren, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen für den Schwabi. Seine „Vizes“ sind übrigens Dibi und der Louis.

P.S.: Zudem konnte der SK Rapid stolze Zahlen melden: Trotz der enttäuschenden Saison 2016/17 hatten immerhin 13.000 Fans ihre Abos verlängert, ferner gibt es mehr als 16.000 Mitglieder, was natürlich schon wieder einen neuen Rekord bedeutet.

„MR. GRÜNZEUG NR. 586“: STEPHAN AUER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Je öfter der emsige, für viele trotzdem unauffällige Ex-Admiraner Stephan Auer das gesamte Spielfeld „abgrast“, desto mehr erinnert er uns an einen grün-weißen Sechser vergangener Tage: Stefan Kulovits! Und gegen den SVM zeigte „Schneckerl“ eine weitere Variante seiner Vielseitigkeit: Freistoß mit rechts in die Mauer, den Abpraller mit links ins Tor. Dass ausgerechnet er – trotz St.Hofmanns Anwesenheit – diesen  Freistoß schießen durfte, scheint einiges über sein Standing innerhalb der Mannschaft und wohl auch beim Trainer auszusagen.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiele: Maxi Hofmann und Mario Pavelic bestritten in Schwaz ihr jeweils 10. Pokalspiel.- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

KOMMEN UND GEHEN

In jeder Transferzeit und oft auch schon lange davor tischen uns die Medien „Raubersg’schichten und Lügenmärchen“ auf, so auch im heurigen Sommer. Aber: Maxi Wöber spielt noch immer nicht bei Ajax Amsterdam, dem SK Rapid wurde noch immer kein einziger Punkt geschweige denn unzählig viele abgezogen, obwohl er den mit seinen diversen Beratern im Clinch liegenden Arnor Ingvi Traustason trotzdem transferierte, und Eren Keles wurde, kaum dass er den ersten geraden Schuss für die SCR-Profis abgegeben hatte, noch immer nicht an Besiktas Istanbul verscherbelt. Zu den „Raubersg’schichten“ gehören auch die sarkastischen Meldungen über Fredy Bickels „Inaktivität“ bezüglich eines neuen Stürmers, wobei der Name des Publikumslieblings Jimmy Hoffer mehrfach genannt wurde. Ganz so, als ob Joelinton lebenslang gesperrt (nach seiner „Roten“ gegen den SVM wurde er aber nur für ein Match suspendiert und für ein weiteres auf ein halbes Jahr bedingt) oder Giorgi Kvilitaia nie mehr fit werden würde.

Man kann sich dessen so gut wie sicher sein: Bei einem Erwerb Hoffers hieße es, Rapid hätte trotz Kaderreduktion schon wieder zu viele Stürmer, außerdem würde sofort auf dessen erfolglose Jahre beim deutschen Zweitligaabsteiger Karlsruhe hingewiesen, sollte er sich als keine Verstärkung entpuppen. In all diesen Zusammenhängen seien zwei Zitate erlaubt: „Jeder, der im Internet etwas schreibt, hält sich für einen Journalisten“ (Franz Beckenbauer) und: „Wenn du dir jede Meinung zu Herzen nimmst, wirst deppert im Schädel“ (Goran Djuricin).

Halten wir uns also lieber an die Transfer-Fakten, soweit sie bis zur Abfassung dieses Artikels (28.7.) bekannt waren!

Weil der große Kader wegen des Fehlens von EC-Matches und der zu erwartenden Rückkehr etlicher Langzeitverletzten verringert werden musste, gab es nur „eineinhalb“ Neuerwerbungen: Boli Bolingoli-Mbombo, 22-jähriger Linksverteidiger und linker Mittelfeldspieler, mit dem FC Brügge 2015 Cupsieger und 2016 Meister, wurde bis Sommer 2020 unter Vertrag genommen, und Philipp Prosenik, der vorjährige „Rapid-Schreck“, dessen Tore für den WAC den SCR vier Punkte kosteten, kehrte heim und will sich hier durchsetzen.

Wehmütig stimmte wohl nicht nur den Verfasser der  Abgang des ungemein sympathischen, viel zu oft  vom Verletzungsteufel gepeinigten Jan Novota (134 Pflichtspiele in sechs Jahren) zum ungarischen Erstligisten Debrecen – „Alles Gute, Jan, und hoffentlich sehen wir dich möglichst oft in Wien wieder!“ 

Wie Novota war auch Matej Jelic (54 Pflichtspiele und leider nur neun Tore in zwei Jahren) viel zu häufig verletzt; nun wurde er für eine Saison an den kroatischen Meister HNK Rijeka verliehen, der eine Kaufoption besitzt und für den er schon am 26.7. im CL-Quali-Match in Salzburg (1:1) ein Kurz-Debüt gab. Der dritte Pechvogel im Bunde heißt Arnor Ingvi Traustason, der ebenfalls für ein Jahr verliehen wurde und dessen neuer Klub AEK Athen auch eine Kaufoption hat. Während der kopfballstarke und torgefährliche „Innenverteidiger Nr. 5“, Christoph Schößwendter, nach nur einem Jahr fix an den Schulte– und Trimmel-Verein Union Berlin abgegeben wurde und Ultras-Feindbild Maxi Entrup weiterhin an St.Pölten verliehen bleibt. Wegen der Jungprofis Paul Gartler, Dejan Ljubicic und Albin Gashi verweisen wir auf „Ein Blick zu Rapid II“.

Die wenigen Neo-Rapidler – eigentlich ist es ja nur einer – seien herzlich begrüßt, verbunden mit dem Wunsch auf erfolgreiche Tätigkeit in Hütteldorf. Bei den Abgängen wollen wir uns für die geleistete Arbeit bedanken und ihnen für die weiteren Karrieren viel Glück wünschen.

P.S.: Sparta Prag, Marc Jankos neuer Arbeitgeber, rüstet groß auf, und im Zusammenhang damit erzählte auch die tschechische Zeitung „Sport“ ein „Raubersg’schichterl“: Rapid solle ein Angebot Spartas für Stefan Schwab ausgeschlagen haben. Dazu der neue SCR-Kapitän: „Ich wurde vor ein paar Wochen kontaktiert, habe mir das Angebot aber gar nicht angehört. Ich will meine Rolle hier bei Rapid erfüllen.“ Was er für sich behielt, um nicht für Unruhe zu sorgen. Das ehre ihn. Schrieb alles die Kronen Zeitung am 24.7. Und so, wie wir den Schwabi kennen, ist es keine „Raubersg’schicht“.

Allerdings: Transfers sind bekanntlich noch bis 31.8. möglich…

TRAININGS, TESTS UND TORE

Nach den obligatorischen sportmedizinischen Untersuchungen auf der Schmelz am 19.6. fand tags darauf das erste offizielle Training statt, bevor es am 28.6. nach Windischgarsten ging, wo Rapid bis 5.7. das Trainingslager abhielt.

Probegalopps gab es insgesamt deren fünf: Am 24.6. 6:0 (3:0) in TRAISKIRCHEN (Sobczyk, Joelinton, Kuen, Arase, Sonnleitner, Eigentor), am 28.6. in Grein 8:0 (4:0) gegen eine STRUDENGAU-AUSWAHL (Murg, Prosenik, Jelic, Gashi, Keles, Sonnleitner, Sobczyk, Eigentor), am 1.7. in Amstetten 1:1 (1:0) gegen den schottischen Meister CELTIC GLASGOW (Joelinton per Elfer), am 5.7. in Bad Wimsbach 2:1 (1:0) gegen Zyperns Cupsieger APOLLON LIMASSOL (Joelinton per Elfer, Sobczyk), wobei es mit Dibon (Kniegelenksverstauchung) den ersten Verletzten der neuen Saison gab. Zum 2:2 gegen AS MONACO (9.7.) siehe „Spiele, Tore, Kommentare“.

EIN BLICK ZU RAPID II

Vorbemerkung

In den letzten Jahren war man immer wieder in den hinteren Tabellengefilden zu finden, für 2017/18 wurde vorerst vom Aufstieg in die darauffolgende, dann auch für Amateurteams der Profiklubs zugängliche Erste Liga geredet, von welchem Ziel wohl aber abgegangen wurde, betrachtet man die sommerlichen Transferbewegungen.

Zugänge

Alexander Kostic (Vienna, einst SCR-Nachwuchskicker), Thomas Kubin (zurück aus Mannswörth), gewiss wieder einige Talente aus der U18.

Abgänge

Dino Kovacec (Topscorer) zu Wattens, Attila Szalai (Abwehrstütze) zu Meokövesd (Ungarn), Zsolt Ratkai (Tormanntalent) zu Traiskirchen, die zu den Profis aufgerückten Dejan Ljubicic (Kapitän) und Albin Gashi (Spielmacher) wurden als Kooperationsspieler nach Wr.Neustadt bzw. Floridsdorf verliehen, während Jungprofi-Keeper Paul Gartler ein weiteres Jahr in Kapfenberg bleibt. Sie alle werden Rapid II nicht mehr zur Verfügung stehen…

Für die nähere und entferntere Zukunft wünschen wir den Zu- und Abgängen sowie auch uns selbst viel Glück, Erfolg und Spaß!

Trainingslager und Tests

Ersteres vom 8.-14.7. wie gewohnt in Ollersdorf, dort am 12.7. gegen den RLM-Zweiten LAFNITZ 3:3 (Tüccar, Heinicker, Prirsch) und am 14.7. 0:3 (0:3) gegen STURM GRAZ AM. Am 22.7. gab es in Lipot (Ungarn) ein 1:3 (1:1) gegen LIVERPOOL U23 (Küssler). Der letzte Probegalopp vor unserem Redaktionsschluss ergab am 29.7. beim mit Stars gespickten RLO-Aufsteiger KARABAKH (u.a. agierten bei diesem die Ex-Rapidler Harrauer, Thonhofer und C.Kayhan) ein 2:6 (1:2), zu dem Arase und Tüccar die SCR-Ehrentore beitrugen.

Je näher der Meisterschaftsbeginn kommt, desto mehr hoffen wir auf die Binsenweisheit: Vorbereitungsspiele haben wenig Aussagekraft. In diesem Sinne:  Alles Gute, Rapid II!

SPLITTER

Wieder trauern wir um zwei langjährige Mitglieder: Herr Leopold Müller verstarb am 20.5. und Herr Franz Idinger bereits am 5.3.2017.— Erfreulich: Die Witwe des Letzteren, Frau Heidemarie, hält ihre Mitgliedschaft aufrecht, wofür wir uns, verbunden mit aufrichtigem Beileid, herzlichst bedanken.— Ebenso herzlich begrüßen wir mit Herrn Johannes Berger, 1090 Wien, ein neues Mitglied.— Die alljährliche Umfrage der Vereinigung der Fußballer unter den Profis, bei der es um sechs Teilaspekte wie etwa Pünktlichkeit der Gehaltsauszahlung, medizinische Betreuung oder Informationsaustausch im Klub sah den SK Rapid diesmal mit 57 von 60 möglichen Punkten „nur“ auf Rang 2, Erster wurden die Bullen mit 58 Punkten und Dritter Mattersburg (54), während die Admira nur auf 41 Zähler kam.— Laut „Krone“ vom 14.7. „krempelt“ Fredy Bickel den Klub um: Das Scouting wurde mit regionalem Schwergewicht auf 15-, 16-jährige Talente umgestellt, zwei Millionen Euro werden jährlich in den Nachwuchs investiert sowie Athletikcoaches und Physios eingestellt. Bickel: „Wir müssen den Spielern eine Perspektive bieten und einen Weg vorzeigen.“ Arase etwa würde behutsam aufgebaut statt verheizt, Wöber solle bei Rapid und nicht bei Ajax Amsterdam reifen. Gartler, Ljubicic und Gashi wurden verliehen. Überhaupt betonte Rapids Sportchef, in Österreich würden viele Spieler viel zu früh ins Ausland gehen. Zum fehlenden Trainingszentrum: „Langsam bewegt sich was, etwa hinsichtlich einer Pachtung des Happel-Areals im Prater.“ Alles super, vorerst warten wir Nachwuchs-Freunde aber besonders darauf, welche Perspektiven Rapid II heuer haben wird…

GRÜNZEUG-585

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/JUNI 2017/Nr.585 Versand 26.6.2017, Postamt 1120 – Webversion

„GV“ VOM 15.5.: GRUPPENBILD MIT DAME

Auf die Verlesung des letztjährigen Protokolls wurde verzichtet, worauf Obmann Niederhuber berichtete: Im ablaufenden Vereinsjahr gab es je acht Vorstandssitzungen und „Grünzeug“-Ausgaben sowie sechs Mitgliederversammlungen, die „GV“ mit eingeschlossen, mit insgesamt 17 grün-weißen Ehrengästen. Ferner erneuerten wir die Nachwuchspatenschaft und sammelten für die Nach wuchs-Weihnachtsfei er (zum 40. Mal!); das Krampuskränzchen wurde natürlich wieder über die Bühne gebracht.

Mit den Ausgaben für die SCR-Jugend befasste sich auch Kassier Bachmayers Bericht: 2.016 Euro für die Patenschaft und 3:785,32 für die Weihnachtsfeier. Insgesamt waren es 6.190,99 Euro, die wir Rapids Youngsters zukommen ließen. Das Klubvermögen beläuft sich auf 25.762,02 Euro (Stand 31.3.2017), also um 2.972,06 Euro weniger als vor Jahresfrist. Der Vorstand wurde über Antrag von Rechnungsprüfer Hobecker einstimmig entlastet. Obwohl wir längst nicht mehr so betucht wie „einst im Mai“ sind, bleibt der Mitgliedsbeitrag unverändert (wohlfeile 3,50 Euro monatlich, ein Euro für U18-Mitglieder).

Unter „Allfälliges“ meldete sich lediglich der Obmann mit seinem Antrag auf Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft für den Spieler Thomas Schrammel. Warum das? Nachdem die SCR-Amateure dem Stadtliga-Meistertitel jahrelang nachgelaufen waren, kündigte er dem Linksverteidiger, wie Andi Lukse und Veli Kavlak schon seit dem 8. Lebensjahr einer von uns, für den Fall des Aufstiegs in die Regionalliga eine Abstimmung über die Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft an. 2006 war’s endlich so weit, aber Niederhuber hatte sein Versprechen peinlicherweise verschwitzt, zumal die nächstmögliche „GV“ erst am 21.5.2007 stattfand. An diese Geschichte nicht mehr denkend, „schoss“ er den guten Thomas an, als der am 7.11.2016 unser Gast war: „Er war jahrelang unser Mitglied, hat aber nicht mehr bezahlt.“ Schrammel konterte: „Weil ich nicht Ehrenmitglied wurde.“ Boah, das saß, und Niederhuber holte sein Versäumnis am 15.5.2017 endlich nach, worauf die „GV“ dem Antrag stattgab. Somit werden wir den Urrapidler Thomas Schrammel in der nächstmöglichen Versammlung entsprechend dekorieren – spät, aber doch.

Apropos dekorieren: Das geschah an Ort und Stelle mit unseren Jubilaren (den Absenten wurden ihre Goldenen bzw. Silbernen Ehrenabzeichen per Post übermittelt). Herr Emest Hohenecker erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft einen attraktiven Teller mit Gravur, die anderen Herren die ihnen zustehenden Abzeichen: Franz Bayer, Dr.Wolfgang Berger, der sich mit einigen Exemplaren seines Buches über aktuelle Rechtsfragen des Sports einstellte, Erich Engelberger, Wilhelm Novotny, Günter Plutnar und Johann Zöchbauer sind 40 Jahre dabei, während Herbert Fabsits, Ulrich und Robert Hechenblaikner (siehe „Aus unserer Postmappe“) „erst“ 1997 zu uns stießen.

Den anwesenden Treuesten der Treuen applaudierten auch die am Ehrentisch Sitzenden, welche ein Gruppenbild mit Dame abgaben: Erstmals seit Jahrzehnten (Anno Schnee war die damalige Vizebürgermeisterin Gertrude Fröhlich-Sandtner bei uns) konnten wir mit Petra Gregorits, im SCR-Präsidium für die Sparte „Frauen, Familie, Netzwerke“ sowie für die U7 bis zur U10 zuständig, eine Gästin begrüßen. Auch überpünktlich erschienen Präsident Michael Krammer und Christoph Peschek, der Geschäftsführer Wirtschaft. Sie alle standen für viele Fragen und eine lange Diskussion gerne zur Verfügung. Über der natürlich das Damoklesschwert des immer noch nicht ganz verscheuchten Abstiegsgespenstes schwebte, um von der 2,7-Millionen-Euro-Klage der STRABAG wegen Fundamentierungsproblemen des Allianz-Stadions (Krammer: „Wir sind gegenteiliger Ansicht, entscheiden muss der Richter“) gar nicht zu reden. Peschek, in (noch) jüngeren Jahren eine große Hoffnung der Wiener SPÖ, brachte die stets und aus welchen Gründen auch immer bei und um Rapid herrschende Brisanz vielleicht am treffendsten auf den Punkt: „Die emotionale Wucht hier ist extrem!“

Der Herr Präsident, von Mitglied Gugerell mit Vorgänger Rudi Edlingers Beitritt zu den Rapidffeunden nach seinem Abdanken als SCR-Boss konfrontiert (Niederhuber: „Das war nicht abgesprochen!“), reagierte mit einer Spende in der Höhe eines Jahresbeitrags und dem Versprechen, nach dem Ende seiner Ära ebenfalls unser Mitglied zu werden. Ganz ähnlich äußerten sich die Dame zu seiner Rechten und der Herr zu Niederhubers Linken. Herr Krammer, Frau Gregorits und Herr Peschek, wir werden das in Evidenz halten, dafür brauchen wir nicht einmal ein Elefantengedächtnis wie der Schrammel-Thomas.

ERSTMALS SEIT 2011: EUROPA OHNE RAPID!

Ab Sommer 2012 war der SCR unter Trainer Zoran Barisic, der seine „Buben“ außerdem zu drei Vizemeistertiteln führte, stets in der Europa League vertreten. Kaum hatte der väterliche Zoki dem Deutschen Mike Büskens Platz machen müssen, setzte in Hütteidorf eine in diesem Ausmaß noch nie dagewesene Dauer-Verletzungsserie ein, die bis zum heutigen Tag noch kein Ende gefunden hat (Mocinic! Schobesberger!), sodass wir zu behaupten wagen: Ohne sie hieße der Trainer möglicherweise immer noch Büskens.

Goran Djuricin aber verdankt Rapid zweifelsohne die Konsolidierung der um die eigene Identität ringenden Mannschaft sowie die Entfernung aus der Abstiegszone – unglaublich, damit überhaupt etwas zu tun gehabt zu haben! Jedenfalls kam Gogo in acht Ligaspielen auf 15 Punkte (Schnitt: 1,88). Zum Vergleich: Zoki erreichte in 115 Spielen 205 Punkte (Schnitt: 1,78). Dennoch blieb Europa so meilenweit wie nie zuvor entfernt. Weshalb es nur noch -ausgerechnet! – den „Cup der letzten Hoffnung“ gab. Alles über das Finale lesen Sie unter „Spiele, Tore, Kommentare“.

Endstand der tipico-Bundesliga 2016/17: 1.Salzburg 36/81 (74:24).- 2.Austria 36/63 (72:50).- 3.Sturm 36/60 (55:39).- 4.Altach 36/53 (46:49).- 5.Rapid 36/46 (52:42).

Damit wollen wir die Unglückssaison 2016/17 nicht nur beenden, sondern auch vergessen. Verbunden mit der Hoffnung, ja Gewissheit, dass die Zukunft eine wesentlich schönere sein wird. Das und einen in jeder Hinsicht sorgenfreien Sommer bis zum Wiederlesen im August wünscht Ihnen allen Ihr immer zuversichtlicher Vorstand.

 

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

34.RUNDE (21.5.): STURM GRAZ (H) 1:0 (1:0)

Und das elf Tage vorm Cupfmale: Kvilitaia mit Adduktorenverletzung länger out, Goldtorschütze Szanto verdrehte sich das Knie, Oberschenkelprobleme beim Comebacker Schaub. Alles kein Thema für die „Sky“-Expertenrunde um Pepi Hickersberger am Abend nach diesem hochintensiven Match, vielmehr beschäftigte die sich mit Rapids „Riesenglück“: Atik schoss neben das leere SCR-Gehäuse (29.), und Alars Stoß gegen den hochspringenden Wöber (in Bälde bei Ajax Amsterdam?) vor dem vermeintlichen Ausgleich (72.) sei natürlich kein Foul gewesen. Dafür monierte man Rapids „Abhängigkeit von den Ultras“, auch bei der Trainersuche, ohne hinzuzufügen, dass die doch nur ein kleiner Teil des fantastischten Anhangs in ganz Österreich sind. Wie auch immer, Rapid hat sich den ersten Saisonsieg über die gewiss nicht schwachen Steirer mit Löwenmut erkämpft und so das Abstiegsgespenst endlich aus Hütteidorf verscheucht. Worüber sich die ganze Liga freuen müsste, betrachtet man die jämmerlich-lächerlichen Zuschauerzahlen in den anderen Stadien.

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Auer; Szanto (53.Jelic), Schwab; Murg, Schaub (58.Traustason), Thurnwald; Kvilitaia (24.Joelinton).- Tor: Szanto (17.)- Gelbe Karten: Sonnleitner, Joelinton; Zulechner.- Allianz-Stadion, Heiß, 23.300.

35. RUNDE (25.5.): MATTERSBURG (A) 3:1 (1:1)

Einen Tag nach Djuricins definitiver Inthronisation gab’s den ersten Auswärtsdreier seit 29.10.2016 (!). Und das in einem unterhaltsamen, nicht durchwegs gutklassigen Spiel mit herrlichen wie auch kuriosen Toren. Ersteres waren die Joelintons und Traustasons, Letzteres vor allem Mattersburgs Ausgleich: St.Hofrnann produzierte einen hohen 45-Meter-Rückpass, den Knoflach zuerst fing und dann Maierhofer vor die Füße fallen ließ, welcher Höher in Szene setzte. Aufgrund der zahlreicheren Chancen darf Rapids Sieg als verdient bezeichnet werden.

SCR: Knoflach; Pavelic, Schösswendter, Wöber (28.Sonnleitner), Kuen (61.Schrammel); Auer, Schwab; Thumwald (66.Traustason), St.Hofrnann, Murg; Joelinton.- Tore: Höher (46); Joelinton (38.), Traustason (84.), Malic (87., Eigentor).- Gelbe Karten: Höher; Kuen, Schwab.- Pappelstadion, Drachta, 9.500.

36. RUNDE (28.5.): ST.PÖLTEN (H) 2:1 (1:1)

Nach der Ehrung anlässlich seines 527. Pflichtspieleinsatzes für Rapid, wodurch er mit Rekordler Peter Schöttel gleichzog, bereitete der grüne Fußballgott die Kopfballtore seiner Innenverteidiger per Corner vor. Bemerkenswert: Schösswendter, unter Canadi total chancenlos, erzielte das letzte Ligator wie das erste (am 24.7. gegen Ried). Der wahre Matchwinner war freilich Strebinger mit mehreren tollen Paraden bei überaus gefährlichen Kontergelegenheiten der Gäste, die sich dank Mattersburgs 3:2 in Ried aus der Abstiegsgefahr befreiten. Dober bestritt sein erstes (und letztes?) Match für die SCR-Profis seit 2.12.2010 (0:2 in Istanbul), verschuldete einen Penalty und schied zur Pause verletzt aus, während Traustason wegen Sehstörungen ein Spital aufsuchen musste.

SCR: Strebinger; Dober (46.Thumwald), Schösswendter, Dibon, Schrammel; Szanto (60.Auer), Malicsek; Traustason (78.Joelinton), St.Hofrnann, Kuen; Jelic.- Tore: Dibon (9.), Schösswendter (57.); Doumbouya (22., Elfer).- Gelbe Karten: Dober, Schösswendter; Hartl.-Allianz-Stadion, Jäger, 20.200.
Vorspiel der Special Needs Teams: SCR – ST.PÖLTEN 6:1 (1:1).

ÖFB-CUP, FINALE (1.6.): SALZBURG (in Klagenfurt): 1:2 (0:0)

Gut 15.000 Fans, darunter der immergrüne Jimmy Hoffer, eine topmotivierte und optimal auf den vermeintlich unbezwingbaren Gegner eingestellte Mannschaft, zudem die zahlreicheren und besseren der relativ wenigen Chancen, aber die Glücksgöttin zeigte den tapferen Rapidlem einmal mehr die kalte Schulter, während die ob der grünen Kampf- und Spielstärke sichtlich pikierten Serienmeister und -cupsieger am Ende gar nicht so recht wissen konnten, wie ihnen überhaupt geschehen war. Mit der ersten ihrer Möglichkeiten drückte Hwang Lainers von Wöber unglücklich abgefälschten Stanglpass ein. Nun spielte Rapid toll auf und kam zu einer Serie von Chancen, deren letzte Joe per Kopf nutzte. Daraufhin wogte der typische Cupfight hin und her, bis die eigenwillige Kugel bei Joker Haidaras Verlegenheitsschuss von Dibons Rücken genau vor Lazaros Füße prallte. Das Ende für den SCR? Noch nicht ganz: Djuricin brachte die „Brechstange“ Schösswendter, doch dessen Kopfball konnte Stankovic halten (97.). Kurzum, es war wie immer im Pokalbewerb, diesmal aber besonders traurig, weil Rapid dem hochdotierten Gegner mehr als gleichwertig war.

SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Schaub (71.Kuen), Szanto (73.Traustason), Murg (86.Schösswendter); Joelinton.- Tore: Joelinton (56.); Hwang (51.), Lazaro (85.).- Gelbe Karten: Murg, Dibon; Lainer.- Wörthersee-Stadion, Hameter, 20.200.

„MR. GRÜNZEUG NR. 585“: THOMAS MURG

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Genau diese Voraussetzungen erfüllte Thomas Murg (klein, aber oho!) auf der Zielgeraden einer mehr als schwierigen Saison besonders gut, auch im so unglücklich verlaufenen Cupfinale.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiel: Louis Schaub 10. (Salzburg).- Meisterschaftstor: Pikanterweise „gelang“ dem Mattersburger Nedeljko Malic Rapids 50. diesjähriges BL-Tor.

IN ALLER KÜRZE: WAS SONST NOCH GESCHAH

Jubiläumssieg: 100. voller Erfolg über Sturm im 196. Spiel (47 Remis, 49 Niederlagen, 375:218 Tore).— Hierbleiber: Auch 2017/18 wird der Trainer Goran Djuricin heißen; neu in seinem Betreuerteam: Anton Beretzki (Athletik), David Lechner (Rehab), Gerald Kemmer (2. Physio); „alt“ in seinem Spielerkader: Maturant Maxi Wöber, nicht nur von Ajax Amsterdam umworben, soll noch zumindest ein Jahr Rapidler bleiben (Bickel: „Wenn er sein großes Potenzial über eine ganze Saison ausschöpft, stehen ihm auch 2018 alle Türen offen“).

Offizielle BL-Zuschauerbilanz ‘16/17: 1,268.237 insgesamt (Schnitt 7.046), davon fast 30 Prozent nur bei Rapids Heimspielen: 378.894 (Schnitt 21.033 – Vereinsrekord!), aber nur 189.544 bei Sturm, 142.590 beim FAK und 140.984 in Salzburg – Frage, auch im Hinblick aufs Cupfmale: Ist Fanunterstützung wirklich sooo wichtig?

Vertragsverlängerungen: adidas bleibt bis Sommer 2021 Ausrüster (das neue Heimtrikot wurde gegen St.Pölten präsentiert); (Noch-)ex-aequo-Rekordrapidler Steffen Hofmann bleibt ein weiteres Jahr aktiv und wird zudem Talent-Manager; Manuel Thumwalds und Albin Gashis Kontrakte wurden bis Sommer 2020 verlängert.

Abgang: SCR-II-Topscorer ‘16/17 Dino Kovacec (77 RLO-Spiele, 17 Tore) unterschrieb für ein Jahr in Wattens – alles Gute, Dino!

Verletzungen: Adduktorenverletzung mit monatelanger Pause Giorgi Kvilitaias gegen Sturm; Tamas Szanto, Louis Schaub und Amor Ingvi Traustason konnten im Cupfmale hingegen eingesetzt werden; Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel bei Philipp Malicsek im U21-Teamtrainingslager -geht die Verletzungsseuche auch 2017/18 ungebremst weiter?

5. Internat. VARTA-U15-Turnier im Gedenken an Herbert Burgsteiner (2.-4.6., Allianz-Stadion): SCR gegen Györ, Lok Moskau, Roter Stern Belgrad und im Finale gegen den FAK nicht zuletzt dank seinem Sicherheits-Polster im Tor jeweils 1:0, damit zum vierten Mal Sieger im eigenen Turnier (3.Maccabi Tel Aviv, 4.Lok Moskau).— Special-Needs-Turnier (parallel dazu): SCR im Finale gegen den FAK 2:2, Siebenerschießen 0:2.

10. Internat. U9-Turnier, diesmal von Wiener Zucker gesponsert (10.6., Allianz-Stadion): 3:0 gegen Sturm, 0:1 gegen Hertha BSC, 0:1 gegen Milan, 1:3 gegen Feyenoord, 1:2 gegen Slavia Prag, 4:3 gegen Györ und 2:2 gegen Lok Moskau, das reichte Rapid leider nur zum 9. Endrang unter 12 Mannschaften aus sieben Ländern; Slavia schlug im Finale Juventus 1:0, Dritter wurde Feyenoord durch ein 3:2 gegen Hertha.— Fazit all dieser Turniere: Unabhängig von Platzierungen oder Alter der Kicker waren sie für sämtliche Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis, für die Special Needs Teams aus halb Europa gewiss am allermeisten – tja, liebe Leser(innen), der SCR ist eben, seinem Leitbild entsprechend, viel mehr als eine Zusammenballung von Fußballern, Fans und gelegentlich krakeelenden Fanatikern! Daher sollte ihn gerade ein Anhängerklub wie der unsrige in seinen sozialen Bestrebungen nach Möglichkeit unterstützen, finden Sie nicht auch?

Saisonbeginn 2017/18: Sportmedizinische Tests auf der Schmelz am 19.6.; offizieller Trainingsstart am 20.6.

Verliehen: Maximilian Entrup bleibt Leihspieler beim SKN St.Pölten, der eine Kaufoption besitzt.— Test-Schlager: Am 9.7. um 17.30 Uhr gastiert der französische Meister und CL-Semifmalist Monaco im Allianz-Stadion und das genau 26:30 Stunden nach dem Beginn des Tages der offenen Tür.

Weitere Vertragsverlängerungen: Albin Gashi, Kelvin Arase, Eren Keles und Dejan Ljubicic (alle beim Trainingsstart der Profis) bis 2020, Ivan Leovac und Petar Marie bis 2019, Armin Mujakic, Christoph Haas, Christian Ehmhofer und Marko Bozovic bis 2018.

Ohne Geld ka Musi: Placido Domingos „Aida“-Toumee hätte am 18.6. im Allianz-Stadion Station machen wollen, aber nun ist das gesamte Projekt definitiv geplatzt, weil den Veranstaltern mehr als nur die Rapid-Marie ausgegangen ist.

Redaktionsschluss dieser Nummer: 18.6.2017. Auf die Gerüchte rund um jene Rapidler, die Fredy Bickel los werden möchte, konnten bzw. wollten wir bis zu diesem Tag nicht eingehen.

EIN BLICK ZU RAPID II

29. RUNDE (19.5.): SPORTKLUB (A) 2:1 (0:0)

Vom zahlreichsten und besten RLO-Publikum frenetisch angefeuert, betrieben die Dombacher ein leidenschaftliches Kick and Rush, das den besseren Fußballern in den grünen Dressen einige Probleme bereitete. Insgesamt hielten Kapitän Ljubicic & Co. aber gut dagegen und erzielten genau jene Tore, die sie vor der möglichen Relegation gegen Mattersburgs Amateure endgültig bewahrten.

SCR II: Marie; Ehmhofer (65.Dober), Sahanek, Szalai, Leovac; Küssler (46.Gashi), Bosnjak, Ljubicic, Arase; Mujakic (73.Sobczyk), Kovacec.- Tore: Berkovic (69.); Arase (53.), Kovacec (80.).- Sportklub-Platz, Lukic, 2018.

30. RUNDE (26.5.): TRAISKIRCHEN (H) 2:2 (0:0)

Rapid II führte die feinere Klinge, die Gäste wirkten zweikampf- und kopfballstärker. Unter dem Strich war das Unentschieden absolut gerecht.


SCR II: Ratkai; Sahanek, Pfeifer, Szalai, Leovac; Tüccar (84.Kovacec), Bosnjak, Ljubicic, Gashi; Arase (77.Küssler), Sobczyk (74.Mujakic).- Tore: Gashi (57.), Arase (61.); Koglbauer (46.), Töpel (73.).- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 150.

SAISON-RESÜMEE: Zum dritten Mal en suite wurde Rapid II eine gewisse Abstiegsgefahr lange Zeit nie so ganz los, das konnte erneut nicht der Anspruch dieser mit etlichen hochtalentierten Kickern bestückten Mannschaft sein. Aber: Die unglaubliche Dauer-Verletzungsmisere bei der SCR-Profitruppe wirkte sich naturgemäß auch auf die „Zweite“ aus. Der daher neben dem nach Kapfenberg verliehenen Keeper Paul Gartier auch die nach oben gerückten Max Wöber und Manuel Thumwald abhandenkamen, was verständlicherweise ebenfalls kein Vorteil war, zumal Tamas Szanto schon vom Start weg zum Stammspieler der „Ersten“ geworden war. Genau das ist ja der Hauptzweck der grünweißen Fohlengamitur, da rücken deren Platzierungen in der Regionalliga immer an die zweite Stelle. Will der SK Rapid mit ihr aber in die reformierte Erste Liga aufsteigen, wäre die eine oder andere erfahrene Verstärkung wohl vonnöten. Eine gab es ja schon im Winter: Andi Dober, und der erfüllte unseres Erachtens einen großen Teil der in ihn gesetzten Erwartungen. Das sogar dermaßen, dass er am 28.5. in die Kampfmannschaft berufen wurde! 2016/17 griff Muhammet Akagündüz auf insgesamt 34 Akteure zurück, von denen uns Goalie Zsolt Ratkai als Nachfolger Gartiers und Christoph Haas* (Kahnbeinbruch), der leider einmal mehr schwer verletzte Osarenren Okungbowa, Kapitän Dejan Ljubicic, ein technisch starker Sechser, sowie Albin Gashi, der mit dem Ball ebenfalls per du ist, am besten gefielen.

Die 49 Tore (viertbester Ligawert) teilten sich: Kovacec (12), Sobczyk (11), Gashi (6), Arase, Dober, Ljubicic (je 3), Mujakic, Wöber (je 2), Ehmhofer, Keles, Nöstlinger, Sahanek, Tüccar (je 1) und zwei gegnerische Verteidiger.

Die Abschluss-Tabelle einer RLO, in der aufgrund von Insolvenzen (Meister Vienna) und eventuellen freiwilligen Abstiegen (Stadlau?) zumindest beim Verfassen dieses Artikels niemand genau wusste, wie sie 2017/18 aussehen könnte: 1.Vienna 28/65 (64:22).- 2.Ritzing 28/51 (59:37).- 3.Austria Am. 28/50 (41:29).- lO.Rapid II 28/36 (49:44), davon daheim: 14/19 (28:25) und auswärts: 14/17 (21:19).

AUS UNSERER POSTMAPPE

Herr Robert Hechenblaikner aus Tirols Hauptstadt ist seit 14.7.1997 ein Rapidfreund und schrieb:
„Leider ist es mir nicht möglich, am 15. Mai in Wien zu sein, deshalb wäre es mir sehr angenehm, wenn Sie mir das Silberne Abzeichen postalisch zukommen lassen. Sehr gerne werde ich es durch Innsbrucks Straßen tragen. Bitte behalten Sie Ihre Richtung bezüglich sogenannter ‚Fans ’bei, die viel finanziellen- & auch Imageschaden fiir Rapid anrichten. Ich habe nichts dagegen, wenn im Klubbrief steht, dass die Leistung des Schiedsrichters schlecht war, aber das wird manchmal so höhnisch formuliert, dass sich das mit meinem Fair-Play-Gedanken nicht leicht vereinen lässt. Auf die Grünen, mindestens nochmals 20 Jahre!“

Das wollen wir doch sehr hoffen, werter Herr Hechenblaikner! Das Abzeichen dürften Sie schon längst erhalten haben, die Kritiken gewisser „Fan“-Auswüchse wird es unsererseits immer geben, aber was die „höhnischen Formulierungen“ bezüglich der Schiedsrichterleistungen betrifft, so kann der Chronist halt auch nicht aus seiner Haut heraus. Möglicherweise dann etwas leichter, wenn Sie ihm konkrete Beispiele nennen.

SPLITTER

Als Nachfolger seines langjährigen Freundes Andy Heraf, der zum Sportdirektor des neuseeländischen Fußballverbandes avanciert ist, fungiert Peter Schottel nun als neuer ÖFB-U19-Teamchef. Wir wünschen den beiden waschechten Rapidlem viel Erfolg in ihren Jobs!

Nach der Benennung der nähesten Umgebung des Allianz-Stadions in Gerhard-Hanappi-Platz wird der legendäre Planer des nach ihm benannten, leider nicht mehr existierenden RapidStadions noch unvergesslicher: Ende Mai wurde die Wohnanlage in der Ottakringer Liebhartsgasse 54-56, welche die grün-weiße Ikone ebenfalls entworfen hatte, im Beisein von Wohnbaustadtrat Ludwig, SCR-Geschäftsführer Peschek sowie seines würdigen „Erben“ St.Hofmann und einiger weiterer Rapidspieler „Gerhard-Hanappi-Hof“ benannt.

U21-EM-Quali (8.6., Ritzing): 3:0 (1:0) gegen Gibraltar (kein Rapidler aktiv; Tor: Friedl, Horvath, Prokop).— A-Team-WM-Quali (11.6., Dublin) 1:1 (1:0) gegen Irland (Schaub Ersatz; Tor: Hinteregger).

U21-Test (12.6., Ritzing): 2:1 (1:1) gegen Ungarn (Thumwald ab 67. Min., Szalai spielte bei Ungarn durch; Tore: Maresic, Tekir).

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID

GRÜNZEUG-584

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/MAI 2017/Nr.584 Versand 22.5.2017, Postamt 1120

GENERALVERSAMMLUNG VOM 15. MAI 2017

Unsere diesjährige Generalversammlung fand am 15.5. statt, somit einen Tag nach dem Redaktionsschluss für die vorliegende Ausgabe. Den Bericht über die „GV“ können Sie der Nummer 585 entnehmen, welche am 26.6.2017 versendet werden wird. Wir bitten um Kenntnisnahme und Verständnis.

RAPID ERSTMALS SEIT 2005 IM CUPFINALE!

Wie sich die Bilder gleichen: Als Rapid, der frisch gebackene Meister, am 1.6.2005 zum bisher letzten Mal in einem ÖFß-Cupfinale stand (Happel-Stadion, 28.000 Zuschauer) und dem Spezialisten Austria mit 1:3 unterlag, musste auf jede Menge Verletzte verzichtet werden, darunter für 70 lange Minuten auch auf Axel Lawaree, den FAK-Keeper Didulica sechs Tage zuvor mit einem kriminellen Foul in einen Quasimodo verwandelt hatte. Wie wird unser ganzer SCR exakt zwölf Jahre später im Klagenfurter Wörthersee-Stadion ausschauen? Der Aufstieg ins Endspiel war gegen den LASK bekanntlich nur mit viel Moral und Bauchweh gelungen. Der Gegner im Finale heißt Salzburg und gewann das letzte Punktematch viel souveräner als es das Resultat (1:0) besagt. Rapid also total chancenloser Außenseiter? Außenseiter ja, aber total chancenlos sicher nicht. Sollte sich die Abwehr so kompakt präsentieren wie am 13.5. und die Offensive etwas mehr Mut (und Präzision im Passspiel) an den Tag legen, dann könnte sehr wohl eine positive Überraschung gelingen, obwohl Rapid gerade im Cup zu allen Zeiten hauptsächlich für teils große Enttäuschungen gut war. Vergessen wir aber nicht, dass dieses Finale vor einer Heimspiel-Kulisse stattfinden wird: Bei Redaktionsschluss haben sich schon weit mehr als 7.000 Rapid-Fans ihre Karten besorgt; gegen sie werden die paar RBS-Parteigänger mit Sicherheit untergehen. Wer weiß, was passiert, wenn der Funke von den Rängen auf Rapids Mannschaft überspringen sollte! Außerdem muss jedes Spiel sowieso erst einmal gespielt werden und zwar mit einem Ball, der bekanntlich rund ist…

Über die vielen Unerfreulichkeiten, die sich auch in den letzten Wochen ereignet haben, wollen wir hier lieber nonchalant hinweggehen. Als wären die mit serienweisen Verletzungen, mangelndem Spielglück und manchen obskuren Schiedsrichterentscheidungen verbundenen Niederlagen, das erneute Aufwärmen der uralten Causa „Rapid-Sponsoring durch EADS/Eurofighter“ oder die Differenzen mit der uns seinerzeit als ach so rapidfreundlich angepriesenen STRABAG schon mehr als genug, verursachte Ex-Sportdirektor Andi Müller am 23.4. in „Talk und Tore“ (Sky) eine Schlammschlacht gegen die „mit den Ultras im Bett liegenden“ Michael Krammer und Christopher Peschek. Etwas ist dem „Wauwau“ Müller jedenfalls gelungen: Er hat die Barisic’sche „Wohlfühloase“ so perfekt zerschlagen, dass sich kein einziger Rapidler mehr richtig wohl fühlen kann…

Sein Nachfolger, Fredy Bickel, wird jenen der Flops Canadi und Büskens bis Ende Mai präsentieren. Wenn sich der Verfasser da etwas wünschen dürfte: Bitte, einen mit Hütteldorfer Stallgeruch und nur ja keinen, der die Spieler intern und/oder öffentlich zur Sau macht! Klar ist ja ohnehin eines: „Jeder Trainer ist interimistisch“ (Peter Hyballa, Ex-Sturm-Graz-Trainer).

tipico-Bundesliga (Stand vom 14.5.)

1.Salzburg 33/72 (68:22).- 2,Austria 33/60 (63:44).-6.Rapid 33/37 (46:40).- lO.Ried 33/31 (28:52).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

30.RUNDE (23.4.): AUSTRIA (H) 0:2 (0:1)

Die Violetten verließen sich auf ihre tief stehende, zweikampfstarke Abwehr und ihre für die vom Start weg äußerst verunsichert wirkenden Rapidler oft viel zu schnellen Spitzen, die durchaus mehr als „nur“ zwei Tore hätten erzielen können. Rapids Chancen? Viel zu spät, aber eh ohne Zählbares wie z.B. Murgs Freistoß ans Lattenkreuz oder Szantos Schrägschuss ins Außennetz des leeren Tores. Kurzum, das 321. Derby war eine einzige Qual, nicht nur für den diesmal machtlosen „Fußballgott“.

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner (54.Wöber), Dibon, Schrammel; Auer, Schwab (72.Malicsek); Murg, St.Hofmann, Szanto; Joelinton (62.Kvilitaia).- Tore: Venuto (22.), Pires (56.).- Gelbe Karten: Schrammel.- Allianz-Stadion, Grobelnik, 26.100.

ÖFB-CUP, SEMIFINALE (26.4.): LASK (II) 2:1 (0:0)

Das macht uns hierzulande niemand nach! Seit Monaten von allen nur erdenklichen Seiten geprügelte Spieler, Funktionäre und letztendlich auch Anhänger, dazu eine fußballerische Enttäuschung nach der anderen, trotzdem zu später Stunde (20.30 Uhr) 18.200 im Stadion, während es beim anderen Semifinalmatch Admira – Salzburg (0:5) um 18 Uhr nur 2.500 waren. Rapids unbeugsamer Anhang sah eine grauenhafte erste Halbzeit der Grünen, die gegen den weitaus selbstbewussteren Linzer Erste-Liga-Meister nur von Knoflach im Spiel gehalten wurden. Nach der Pause fassten Schwab & Co., vom fantastischen Anhang unverdrossen gepusht, allmählich Tritt, und am Ende durften nach Murgs Traumtor und Joker Joes Siegestreffer sämtliche Rapidler über einen Zittersieg und das erste Einziehen ins Cupfinale seit 2005 frenetisch jubeln. Mitleid mit dem starken, aber unglücklichen LASK um (FastSpielverderber) Rene Gartier? Null. Wer hat’s denn mit uns?


SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon, Wöber, Kuen (53.Auer); Schwab; Murg (88.Joelinton), Szanto, St.Hofmann (46.Malicsek), Traustason; Kvilitaia.- Tore: Murg (76.), Joelinton (90./+3); Gartier (90./1).- Gelbe Karten: Kuen, Kvilitaia.- Allianz-Stadion, Jäger, 18.200.

31. RUNDE (30.4.): ADMIRA (A) 2:3 (2:1)

Nach dem ersten Torgeschenk an die Admira (vier Tage zuvor Cup-0:5 gegen Salzburg) spielte nur mehr Rapid, allerdings nur bis zum 2:1, übrigens auch ein Präsent der gegnerischen Abwehr (Wostry). Was ab dem Seitenwechsel passierte, war nur mehr schwer mit anzusehen: Auch wenn Malicsek (63.) und St.Hofmann (90.) Matchbälle vorfanden, tat Rapid fast gar nichts in der Offensive und wurde für diese Passivität in Minute 91 bestraft. „Krone“-Schlagzeile vom 2.5.: „Dumm genug für den Abstieg.“ Was nach dieser zweiten Halbzeit nur schwer zu entkräften war.


SCR: Knoflach; Auer, Dibon, Wöber, Kuen (55.Murg); Schwab; Thurnwald, Malicsek, Szanto, Traustason (73.St.Hofmann); Joelinton (64.Kvilitaia).- Tore: Sax (4.), Knasmüllner (67., Elfer), Monschein (90.+1); Szanto (35.), Joelinton (41.).- Gelbe Karte: Sax.- BSFZ-Arena, Schörgenhofer, 5.300.

32.RUNDE (6.5.): WAC (H) 4:0 (2:0)

Der Angstgegner aus dem für Rapid unschönen Lavanttal begann forsch, aber bald sorgten Jelic (zwei Assists) und besonders Kvilitaia, der beste Mann auf dem Platz, vor den Augen von Legende Petar Brucic und Flo Kainz für die schnelle Führung. Nachdem Dibon (schwere Gehirnerschütterung) das schon seit vielen Monaten permanent gut gefüllte SCR-Lazarett um einen weiteren Patienten bereichert hatte, spielten seine Kollegen überwiegend klug nicht nur auf Sicherung des komfortablen Vorsprungs, sondern bauten ihn auch noch aus – Balsam für die gequälten grün-weißen Seelen und Herzen sowie sehr wichtig, zumal Ried gleichzeitig dank einem unglaublichen 35-Meter-Bogenschuss des Ex-Rapidlers Fröschl gegen die Admira ein 1:0 erzitterte.


SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon (44.Sonnleitner), Wöber, Auer; Thurnwald, Szanto, Schwab, Murg; Kvilitaia (81.St.Hofmann), Jelic (61.Joelinton).- Tore: Kvilitaia (8., 11.), Joelinton (63.), Schwab (90.).- Gelbe Karten: Dibon; Sollbauer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 18.600.

33.RUNDE (13.5.): SALZBURG (A) 0:1 (0:0)

Hinten auch ohne Wöber (Wadenbeinköpfchenprobleme, Maturastress) und natürlich Dibon hui, aber vome -??? War da überhaupt irgendwas in Grün-Weiß? Die Bilanz des alten und neuen Meisters sah jedenfalls so aus: 22:5 Schüsse, 63 Prozent Ballbesitz, 16:3 Ecken. Während Rapid sich erst nach dem Wechsel sporadisch in die Nähe von Walke traute – und weiterhin das punktemäßig schlechteste Team im Frühjahr 2017 blieb (10 Zähler; Altach und Ried erreichten bisher je 11, Mattersburg hingegen sogar 23).

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner, Schössvvendter, Auer; Thumwald, Szanto, Schwab (77.Joelinton), Murg (69.Malicsek); Jelic (59.Schaub), Kvilitaia.- Tor: Lazaro (73.).- Gelbe Karten: Miranda, Wanderson.- Red-Bull-Arena, Muckenhammer, 15.892.

„MR. GRÜNZEUG NR. 584“: TOBIAS KNOFLACH

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Ohne den einstigen Tribünenhocker Tobias Knoflach hätte Rapid gegen den besseren LASK den Aufstieg ins Cupfinale kaum geschafft, und in Salzburg verhinderte der quicklebendige „Knofi“ eine höhere Niederlage. Wieso er laut Sky-Datenbank bis dahin mit nur 59 Prozent die niedrigste Fangquote aller BL-Keeper aufwies, ist uns ein Rätsel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Sensationelle Bilanz: Steffen Hofmann bestritt gegen den WAC das bereits 525. Pflichtspiel im SCR-Dress – Hut ab!
ÖFB-Cupspiel: Wiederum St.Hofmann 30. (LASK).- BL-Spiele: Tamas Szanto und Giorgi Kvilitaia jeweils 25. (Admira bzw. Salzburg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN LOBLIED AUF DEN „DIBI“

Gegen den WAC erlitt Christopher Dibon bereits nach 45 Sekunden eine, wie sich später herausstellte, schwere Gehirnerschütterung, als er mit dem Wolfsberger Legionär Philip Hellquist zusammenkrachte. Ehe er kurz vor der Pause plötzlich kollabierte, worauf er, von zwei Samaritern gestützt, vom Feld torkelte und dann ins Spital gebracht wurde. Er hatte also fast eine ganze Halbzeit durchgehalten, ohne dass seine Behinderung irgendjemandem groß aufgefallen wäre. Dibi, der harte Hund? Offenbar, Allerdings nicht unbedingt seinen Gegenspielern gegenüber: Wenige Minuten vor dem Zusammenbruch hatte er, vermutlich bereits gehandikapt, wegen eines Fouls die Gelbe Karte gesehen (falls er die überhaupt noch sehen konnte) und das bei seinem 25. Meisterschafts-Einsatz als Defensivspieler. Dibi, der faire Sportsmann? Mit Sicherheit.
Ganz sicher ist dieser Christopher Dibon ein Mensch mit Charakter. Als er, damals noch von Red Bull Salzburg ausgeliehen, zum ersten Mal Gast in unserem Klublokal war, versicherte er, niemals wieder dorthin zurückkehren zu wollen, obwohl er ja einen gewiss nicht unlukrativen Vertrag besessen hatte. Und dieses Versprechen machte er zum gegebenen Zeitpunkt – gewiss auch dank Andi Müllers Verhandlungsgeschick – tatsächlich wahr und wurde fix ein Rapidler, der er nach wie vor ist. Dabei hätte er den Kontrakt mit den Bullen ja auch aussitzen können. Ohne sich dort freilich längst nicht so wohl und geborgen zu fühlen wie in der „geilen“ Truppe des SCR. Dabei hätte er in Salzburg bestimmt wesentlich mehr verdienen können. Wie z.B. Stefan Stangl

Christopher „Dibi“ Dibon jedenfalls bewies und beweist auf und abseits des grünen Rasens, dass er ein Mann mit Charakter ist. Und dass echte Rapidler durchaus auch in Schwechat (oder etwa in Franken, der Steiermark oder sonst wo) geboren sein könnten.

Wir finden, dass das endlich einmal klar gesagt bzw. geschrieben gehörte. Wenn auch aus leider unerfreulichem Anlass.

EIN BLICK ZU RAPID II

24. RUNDE (21.4.): NEUSIEDL (A) 5:0 (4:0)

Ganz hinten auf einen zuverlässigen Keeper und ganz vorne auf eine brandgefahrliche Sturmspitze gestützt, feierten die das Geschehen stets kontrollierenden, vorm gegnerischen Tor diesmal effizienten Hütteldorfer verdientermaßen den höchsten Sieg seit 1.5.2015 (gegen Neuberg auch 5:0 mit einem Sobczyk-Hattrick binnen acht Minuten). Dober? Der lässt es in alle Richtungen scheppern: Nach seinem zweiten Eigentor (Vienna, Ebreichsdorf) diesmal wieder in die richtige, das sogar zweimal. Nicht zuletzt dank ihm gelangen Rapid II in den letzten sechs Partien beachtliche 17 Treffer.

SCR II: Ratkai; Dober (55.Sahanek), Bosnjak, Szalai, Leovac; Okungbovva; Gashi, Ljubicic; Keles (68.Mujakic), Sobczyk, Kovacec (80.Küssler).- Tore: Dober (12., Freistoß, 23.), Kovacec (25.), Sobczyk (45./+1, 47.).- Neusiedl, Javomik, 350.

25. RUNDE (27.4.): MANNSDORF (H) 1:1 (0:1)

Etwa zwei Jahre hatte Osarenren Okungbowa an einer Schambeineintzündung laboriert, und am 25.4. riss dem unseres Erachtens besten Spieler der grün-weißen „Zweiten“ im Training das Kreuzband, weshalb wir ihm wieder einmal zurufen müssen: Recht baldige Genesung, Osa! Seine Kollegen erreichten gegen die kompakte, schwer zu spielende Gager-Truppe ein gerechtes Remis, bei dem Sobczyks (64.) und Mujakics (77.) Kopfbälle an der Latte bzw. im Tor landeten.

SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai, Leovac; Ljubicic; Keles, Gashi, Tomi (88.Sahanek), Kovacec (90./+1 Küssler); Sobczyk (65.Mujakic).- Tore: Mujakic (77.); Casanova (14.).- Allianz-Stadion, West 1, Wisak, 50 (!).

26. RUNDE (1.5.): RITZING (A) 1:3 (0:0)

Dreimal in Serie hatten die burgenländischen Wettbewerbsverzerrer (überteuerte Mannschaft, erneut keine Lizenz für die Erste Liga) verloren, zweimal sogar mit jeweils 0:5, darunter gegen den damaligen Abstiegskandidaten WSK, doch als sie eines Rapid-Leiberls ansichtig wurden, rissen auch sie sich natürlich zusammen. Sodass Rapid II am Tag nach der Pleite von Rapid I in der Südstadt ebenso wie diese in Abstiegsgefahr verharrte. Übrigens: Bei 0:0 wurde ein reguläres Gashi-Tor aberkannt…
SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai, Leovac (35.Ehmhofer); Arase (60.Kovacec), Gashi, Ljubicic; Keles, Mujakic (70.Sobczyk), Sahanek.- Tore: Sara (62., Elfer), Witteveen (66.), Beljan (86.); Ljubicic (79.).- Ritzing, Kijas, 100.

27. RUNDE (9.5.): AUSTRIA AM. (H) 1:2 (1:2)

In einer giftigen Partie mit je sechs „Gelben“ und zwei Ampelkarten für die Gäste schlug sich Rapid II selbst: Die schnelle Führung wurde kurz darauf egalisiert und war wenig später total futsch, als Bosnjak ein Dribbling am eigenen Sechszehner verlor. Nachdem Gashi an Goalie Kos gescheitert war (36.), konnten sich die nervösen grünen Umstandsmeier gegen schließlich nur mehr neun kompakt verteidigende Austrianer lediglich eine Großchance erspielen, doch Mujakic scheiterte per Kopf am FAK-Goalie (82.).


SCR II: Ratkai; Dober (70.Mujakic), Bosnjak, Sahanek, Leovac (85.Arase); Ljubicic; Keles, Malicsek (68.Nöstlinger), Gashi, Kovacec; Sobczyk.- Tore: Sahanek (6.); Jonovic (8.), Endlicher (16.).- Gelb-Rote Karten: Jonovic (58., Foul), Pejic (68., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Sadikovski, 250.

28. RUNDE (13.5.): STADLAU (H) 3:1 (2:1)

Zu diesem wichtigen Match fallt uns nur ein: Nach Neusiedl (3:2 am 29.9.2016) und St.Pölten Jun. (5:1 am 9.4.2017) war es das bereits dritte Heim(!)-Spiel, das zeitgleich mit einer Partie der Rapid-Profis stattfand – und gewonnen wurde. Ob die „Zweite“ überhaupt unter Ausschluss der Öffentlichkeit antreten sollte?

SCR II (lt. Spielerblankett): Marie; Mujakic (58.Sobczyk), Keles (70.Nöstlinger), Sahanek, Arase, Ehmhofer, Kovacec, Bosnjak, Ljubicic, Szalai (56.Nader).- Tore: Ehmhofer (18.), Kovacec (20.), Sobczyk (90./+2); Balzer (29., Elfer).- Allianz-Stadion, West 1, Vojtek, 100.

DERBY-NACHWEHEN

Nach dem wenig erfreulichen 1:2 gegen Austrias Amateure gab es kurze Tumulte und „Judenschweine“-Rufe einiger Gehirnathleten, worauf der SK Rapid vier Hausverbote verhängte. Diese Äußerungen waren umso blöder, als im FAK-Team ganz offensichtlich kein einziger Jude stand, sondern vielmehr etliche Muslime. Und: Als jahrzehntelanger Begleiter der grün-weißen U21/Amateure/„Zweiten“ geht der Verfasser mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit davon aus, dass es sich bei diesen Blödianen nicht um Stammbesucher unserer RLO-Spiele handelt. Denn die verhalten sich weitestgehend so temperamentvoll und lautstark wie Pappkameraden.

RLO-Tabellc vom 14.5.: 1.Vienna 26/59 (56:18).- 2.Ritzing 26/50 (55:31).- 3.Austria Am. 26/47 (39:26).- lO.Rapid II 26/32 (45:41).

SPLITTER

Einmal mehr besten Dank an unseren Inserenten, Herrn KR Peter Frigo, der überdies bereits seit 1968 Mitglied der Rapidfreunde ist, für seine großzügige Spende.— Umrahmt von einem Promi-Match mit seinen „Daltons-Brüdem“ Kühbauer und Marasek sowie Peel und R.Kienast erhielt der sichtlich gerührte Sergej Mandreko am 17.4. auf dem LAC-Platz aus den Händen von Geschäftsführer Peschek und Kapitän St.Hofmann einen Scheck über jene 21.000 Euro, welche zwei Tage zuvor beim Altach-Spiel gesammelt worden waren.— Der SK Rapid meldete am 21. bzw. 25.4. die einvernehmlichen Lösungen der Verträge mit den TrainerFlops Damir Canadi und Mike Büskens, dessen Kontrakt ohnehin am Saisonende ausgelaufen wäre.— Ein echter grün-weißer Erfolgstrainer feierte am 24.4. seinen 70er: Emst Dokupil, der Rapid 1995 zum bis dato letzten Cupsieg und 1996 zum Meistertitel geführt hat. Gratulation, „Dok“!— In dieser von unzähligen, überwiegend langwierigen Ausfällen überschatteten Saison ging es mit diesen Langzeitverletzungen weiter: Maxi Hofmann musste sich am 24.4. einer Sprunggelenks-OP unterziehen, tags darauf erlitt Osarenren Okungbowa einen Kreuzbandriss (vgl. „Ein Blick zu Rapid II“), Thomas Schrammel ist mit Kniebeschwerden seit dem Derby out, und was mit Christopher Dibon passierte, können Sie unter „Ein Loblied auf den „Dibi“ nachlesen…— Noch ein Geburtstagskind aus dem SCR-Legendenklub: Bernd Krauss (22 A-Länderspiele) wurde am 8. Mai 60 Jahre jung.

  • Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID
  • Telefonservice: 01/8170035
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  • Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
  • E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
  • Die Bilder und eingefügten Links stammen aus dem Tagebuch http://tagebuch.klubderfreunde.at

GRÜNZEUG-583

[Webversion der Druckausgabe GRÜNZEUG-583, ergänzt durch Links zum EwkiL-Tagebuch]

EINLADUNG
zur
GENERALVERSAMMLUNG

am MONTAG, 15. MAI 2017, um 18.30 Uhr in unserem KLUBLOKAL
nur für Mitglieder

TAGESORDNUNG

  1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
  2. Tätigkeitsbericht durch den Obmann
  3. Verlesung des Kassaberichtes
  4. Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstands
  5. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages
  6. Allfalliges

Die Generalversammlung beginnt um 18.30 Uhr. Sollte sie zu dieser Zeit nicht beschlussfähig sein, findet eine halbe Stunde später unter allen Umständen eine Generalversammlung statt. Anträge zur Generalversammlung müssen schriftlich gestellt werden und spätestens acht Tage vor derselben beim Vorstand eingetroffen sein.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren und eine Dame (erstmals seit Jahrzehnten!):

  • Michael KRAMMER (Präsident des SK Rapid);
  • Petra GREGORITS (Präsidiumsmitglied des SK Rapid) und
  • Christoph PESCHEK (Geschäftsführer Wirtschaft des SK Rapid)

Der Vorstand

GEHT’S NUN ENDLICH AUFWÄRTS?

Zoran Barisic, Mike Büskens, Damir Canadi und seit 9.4. Goran Djuricin, also vier Trainer bzw. drei Trainerwechsel in nur zehn Monaten! Der nun (vorerst interimistische) Coach und seine rechte Hand, Martin Bernhard, gehörten zwar dem Betreuerteam des am Tag nach dem Desaster in Ried samt endgültigem Ankommen im Abstiegskampf beurlaubten 149-Tage-Trainer Canadi an, scheinen aber durchaus eigene Ideen und Philosophien im Umgang mit „Untergebenen“ zu haben. Was bei Typen wie den Rapidlem besonders wichtig sein dürfte, beschreibt Fredy Bickel die Truppe doch so: „Überdurchschnittlich intelligent, charakterstark, alles hinterfragend. Das habe ich so noch nie erlebt.“ Mag sein, dass diese Eigenschaften nicht jedem Chef genehm sind, „Vater“ Zoki („Ich habe alle meine Buben lieb“) schien damit nicht überfordert gewesen zu sein, immerhin übte er den Job bei Rapid drei Jahre erfolgreich aus. Büskens (153 Tage im Amt) und Canadi hingegen hatten so ihre Schwierigkeiten mit einigen Akteuren und die mit ihm (Sonnleitner, Steffen Hofmann, Schössswendter – und noch wer?).

Wir können und wollen niemandem unterstellen, gegen den jeweiligen Trainer gespielt zu haben, auch wenn es in Ried, drei Tage nach einer durchaus guten Cup-Vorstellung in St.Pölten, verdächtig danach aussah.

Wie dem auch sei, Steffen Hofmann & Co. bescherten dem Duo Djuricin/Bemhard mit dem vor allem zahlenmäßig eindrucksvollen 3:0 über den Tabellenzweiten aus Vorarlberg einen optimalen Einstand. Auch wenn beim ersten Liga-Sieg in 2017 nicht jeder Pass ankam, nicht jeder Schuss ins Tor fand, zeigte sich die Mannschaft im Barisic’schen 4-2-3-1 doch so bissig und erfolgshungrig wie lange nimmer. Offenbar hat Djuricin auf Anhieb einen guten Draht zu den grünen Nervenbündeln und Selbstzweiflem gefunden. Was auch so bleiben möge, nicht nur im ÖFB-Cupsemifmale am 26.4. daheim gegen den aufstrebenden LASK, und bei der weiteren Entfernung aus der Rotlichtszene, sondern auch in der Zukunft!

P.S.: Dem Altach-Match wohnten 20.200 Zuschauer bei – eine Zahl, von der alle anderen österreichischen Klubs nicht einmal träumen dürfen. In Krisenzeiten schon gar nicht. tipico-Bundesliga (Stand vom 15.4.): 1.Salzburg 29/65 (63:18).- 2.Sturm 29/51 (47:27).-3.Altach 29/50 (41:39).- ö.Rapid 29/34 (40:34).- lO.Ried 29/26 (25:47).

HIOBSBOTSCHAFTEN,
KURZ UND NICHT SCHMERZLOS

Louis Schaub zog sich nach der Moldawien-Partie im Teamtraining einen Muskelfaserriss zu.— Amor Ingvi Traustason kehrte von der isländischen Nationalmannschaft mit einem Kapseleinriss im Knie zurück – seine vierte schwere Verletzung, seit er nach der EM 2016 zu Rapid kam (wer da von einem teuren Fehlkauf redet, ist ahnungs- und/oder herzlos).

Krammer gegen Krammer? Aber nicht mit Meryl Streep und Dustin Hoffmann, sondern mit den Gebrüdern Krammer. Der eine ist Rapid-Präsident, der andere sitzt im Vorstand der STRABAG, die gegen den SCR eine Klage über 2,757.960,62 Euro einbrachte, in der es um die Kosten für ein starkes Stadion-Fundament geht. Hat es einst nicht geheißen, die Errichtung des Allianz-Stadions würde sich garantiert nicht verteuern?

Sergej Mandreko, einer der berühmt-berüchtigten „Daltons“ (Zoki, Didi, Stephan, Sergej) und mit Rapid 1996 sowohl Meister wie EC-Finalist, ist – wie der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking – an der degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems ALS erkrankt. Daher veranstaltete Rapid beim Altach-Match eine Sammlung zu Gunsten des armen Kerls, außerdem gab es am Ostermontag ein Benefizspiel auf dem LAC-Platz, wo Sergej zuletzt als Trainer gearbeitet hatte.— Ebenfalls an einer Nervenerkrankung leidet eines unserer ExVorstandsmitglieder, dessen Namen wir für uns behalten wollen. Umso mehr aber wünschen wir dem verdienstvollen Funktionär eine möglichst nachhaltige Genesung. Und uns selbst, von weiteren Hiobsbotschaften lange verschont zu bleiben!

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

26. RUNDE (18.3.): MATTERSBURG (H) 1:1 (1:1)

Dauerkrise, nicht zugkräftiger Gegner, Schlechtwetter, trotzdem 19.600 Zuschauer (die drei anderen Samstagpartien wurden von insgesamt 8.933 besucht), welche nach 25 Sekunden geschockt wurden: Eigener Anstoß, Ballverlust, blitzartiges 0:1! Davon erholte Rapid sich nie so richtig, obwohl Kvilitaia Schrammels Flanke zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt per Kopfballtorpedo ins Netz wuchtete. Das folgende Powerplay blieb erfolg-, weil weitestgehend harmlos. Sodass der Vorsprung auf Schlusslicht Ried nur mehr sieben Zähler betrug…
SCR: Knoflach; Schösswendter (61.Szanto), Sonnleitner, M.Hofmann; Pavelic, Dibon, Schwab, Schrammel; St.Hofmann (73.Jelic), Traustason (61.Schaub); Kvilitaia.- Tore: Atanga (1.); Kvilitaia (45./+1).- Gelbe Karten: Kvilitaia, St.Hofmann; Maierhofer, Röcher, Höller.- Allianz-Stadion, Eisner, 19.600.

27. RUNDE (1.4.): ST.PÖLTEN (A) 1:1 (1:1)

Mit einem vorerst nur durch Fouls zu bremsenden Korkmaz startete der SKN vehement, doch bald wurde Rapid (nächster Ausfall: M.Hoffnann/Knöchel) Herr der Lage, erzielte durch den auch oft gefoulten Joelinton ein schönes Tor und scheiterte mit tollen Schüssen immer wieder an Riegler, der nach seiner derben Notbremse an „Papa Joe“ (32.) eigentlich „Rot“ hätte sehen müssen. Fast mit dem Pausenpfiff fiel wieder einmal ein (Kopfball-)Verlusttreffer nach einem Freistoß, und ab nun klappte beim SCR nur mehr die Abseitsfalle. Was den am Ende grantigen Fans natürlich viel zu wenig war.

SCR: Knoflach; Dibon, Sonnleitner, M.Hofmann (37.Wöber); Pavelic (73.Auer), St.Hofmann (68.Murg), Schwab, Szanto, Schrammel; Joelinton, Kvilitaia.- Tore: Huber (45.); Joelinton (22.).- Gelbe Karten: Doumbouya, Korkmaz, Riegler; M.Hofmann, Pavelic.- NV-Arena, Harkam, 7.625.

ÖFB-CUP, VIERTELFINALE (5.4.): ST.PÖLTEN (A) 3:1 (1:0)

Zuerst hatten die St.Pöltner große Töne gespuckt („Rapid gehört rausgehaut“), dann mussten sie die enorme Dominanz der taktisch und läuferisch top eingestellten Hütteldorfer schmähstad zur Kenntnis nehmen. Wäre der unbeugsame Kämpfer Joelinton bei Szantos 2:0 nicht vor Vollnhofer in Abseits gestanden (25.) und später bei seinem Innenstangenschuss nicht im Pech gewesen oder hätte der SCR im Finish nicht Großchancen in Serie vergeben und der für den erkrankten Sonnleitner eingesetzte Wöber am Ende nicht auch noch ins eigene Tor getroffen, wäre es für den SKN ein empfindliches Debakel geworden. Weil Rapid das bis dahin beste Spiel unter Canadi hinlegte.
SCR: Knoflach; M.Hofmann, Dibon, Wöber; Pavelic, Auer, Szanto (78.St.Hofmann), Schwab, Schrammel; Murg (73.Kvilitaia), Joelinton (89.Jelic).- Tore: Wöber (90./+6, Eigentor); Wöber (17.), Pavelic (73.), Schwab (83.).- Gelbe Karten: Korkmaz, Luckassen, Diallo, Huber; Pavelic.- NV-Arena, Drachta, 6.721.

28. RUNDE (8.4.): RIED (A) 0:3 (0:0)

Nur drei Tage nach ihrer guten Leistung in St.Pölten waren die Herren im oft Unheil bringenden Rot-Blau dem wie aufgezuckert attackierenden Schlusslicht schon vor der Pause klar unterlegen, doch was sie sich sofort nach Wiederbeginn leisteten, spottete jeder Beschreibung: 20 Sekunden nach eigenem Anstoß 0:1 (nichts Neues in diesem Frühjahr!), wobei der für den (zu?) früh ausgetauschten Schösswendter gekommene Sonnleitner wie der Rieder Ademi eine blutende Kopfverletzung erlitt, sechs Minuten später 0:2 nach Freistoßflanke (auch nichts Neues in diesem Frühjahr!), bald darauf leitete Knoflachs erster Patzer das 0:3 ein, was wütende Proteste der SCR-Fans zur Folge hatte. Verständlich, denn ihr Klub war als die schlechteste Frühjahrs-Mannschaft endgültig im Abstiegskampf angekommen. Eine historische Schande für den Rekordmeister und Zuschauermagneten Rapid! Ihr folgte die sofortige Trennung von Damir Canadi.
SCR: Knoflach; Schösswendter (38.Sonnleitner, 50.St.Hofmann), Dibon, Wöber; Pavelic, Auer, Szanto (46.Kvilitaia), Schwab, Schrammel; Murg, Joelinton.- Tore: Elsneg (46.), P.Zulj (52.), Hart (55.).- Gelbe Karten: Wöber, Kvilitaia.- Keine-Sorgen-Arena, Ouschan, 6.183.

29. RUNDE (15.4.): ALTACH (H) 3:0 (2:0)

Dank „Gogo“ (Goran Djuricin) und „Butre“ (Co-Trainer Martin Bernhard) konnte der Hütteldorfer Fußballgott just am Karsamstag Auferstehung feiern: Mit seinen ersten Ligatoren (insgesamt die Nummern 96 und 97) sowie vielen gescheiten Pässen brachte Steffen Hofmann seine jungen Kollegen auf den Weg zum ersten Meisterschaftssieg in 2017, der allein schon wegen der enormen Bissigkeit und Geilheit auf die drei Punkte verdient war, mit der Rapid den Kampf gegen den zweitplatzierten Angstgegner und, fast noch mehr, mit den eigenen, höchst angespannten, Nerven gewann. Dass in spielereischer Hinsicht nicht immer alles das Gelbe vom Ei war (O-Ton Steffen) – na und?
SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (83.Jelic), St.Hofmann (61.Malicsek), Szanto; Joelinton (73.Kvilitaia).- Tore: St.Hofmann (9., 29., Elfer), Malicsek (90./+1).- Gelbe Karten: Murg, Joelinton, Jelic; Zwischenbrugger, Mahop, Netzer.- Allianz-Stadion, Hameter, 20.200.

„MR. GRÜNZEUG NR. 583“: JOELINTON

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Wer sich über Rapids „Transferflops“ mokiert, Cassio Apolinario de Lira Joelinton kann er da jedenfalls nicht meinen. Der 20-jährige Brasilianer gibt sowieso keinen einzigen Ball verloren, und sein Atem ist mindestens so lang wie sein voller Name; so gesehen ist er der typische Rapidler. Überdies gehörte er in drei der letzten vier Spiele mit zu den absoluten Aktivposten. Würde er obendrein auch noch öfter ins Tor treffen – nicht auszudenken!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Thomas Murg 25. (St.Pölten); Joelinton 25. (Ried).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

18. RUNDE (17.3.): AMSTETTEN (H) 2:3 (1:2)

Für Haas (Kahnbeinbruch, drei Monate out) stand Ratkai im Tor und auf verlorenem Posten, weil seine Vorderleute oft inexistent waren. Bei Sauwetter agierte Amstetten hinten viel kompakter, traf vorne dreimal Aluminium und gewann daher verdient.
SCR II: Ratkai; Dober, Pfeifer, Wöber, Leovac (46.Bosnjak); Okungbowa, Ljubicic; Keles (77.Tomi), Gashi, Kovacec; Heinicker (46.Sobczyk).- Tore: Kovacec (28.), Wöber (74.); Rülling (14., 31.), Jurca (86.).- Allianz-Stadion, West 1, Ing.Tekeli, 150.

19. RUNDE: SPIELFREI!

Stattdessen gab es am 23.3. ein freundschaftliches 3:2 (1:2) einer Art B-Elf beim Burgenland-Ligisten KLINGENBACH (Tore: Küssler 2, Mujakic).

20. RUNDE (2.4.): VIENNA (H) 0:3 (0:2)

Angesichts der vielen Chancen der auf dem Rasen wie im Zuschauerraum peinlich dominierenden Vienna hatte Dobers kurioses Kopfballeigentor nicht einmal vorentscheidenden Charakter. Kurzum, Andi und seine jungen Mitspieler waren mit dem 0:3 sogar noch bestens bedient.
SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai; Thumwald, Keles (21.Pfeifer, 63.Leovac), Ljubicic, Gashi, Arase; Jelic (46.Sobczyk), Kovacec.- Tore: Dober (28., Eigentor), Schibany (41.), Kostic (82.).- Allianz-Stadion, West 1, Schilcher, 400.

21. RUNDE (9.4.): ADMIRA JUN. (A) 2:1 (1:1)

Die Juniors gingen ausgerechnet durch die Rapid-Leihgabe Oppong früh in Führung, gerieten aber wenig später in Unterzahl. Was die Aufgabe, dieses Sechspunktematchs gegen den Relegationsplatz zu gewinnen, für den SCR II gewiss etwas erleichterte. Nun lag er bei einem Spiel weniger vier Punkte vor den Südstädtem.
SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai, Thumwald; Okungbowa, Ljubicic; Kovacec, Gashi (73.Heinicker), Küssler (52.Arase); Sobczyk (82.Nader).- Tore: Oppong (3.); Gashi (4L), Arase (73.).- Rote Karte: Yavuz (10., Foul).- Traiskirchen, Gregorits, 100.

22. RUNDE (16.4.): EBREICHSDORF (H) 3:3 (2:3)

Nach Dobers Weitschusstor und einigen vergebenen Chancen kassierte Rapid II fast im Minutentakt zwei vermeidbare und einen prächtigen Verlusttreffer, bevor der starke Comebacker Mujakic einen Superfreistoß im langen Kreuzeck versenkte. Gashis Abstauber leitete die gute zweite Halbzeit der Akagündüz-Schützlinge ein, der weitere Tore aber versagt blieben, weil Kovacec knapp verzog (69.), ein Elferfoul an Gashi an die Strafraumgrenze verlegt wurde (70.), Mujakic unmittelbar vor seinem Austausch an die Innenstange ferselte und überdies ein Ebreichdorfer bei Szalais Kopfball auf der Linie rettete. Schade um zwei verdiente Punkte in einem abwechslungsreichen Match auf hohem Niveau!
SCR II: Jenciragic; Dober, Bosnjak, Szalai, Thurnwald; Malicsek (83.Sahanek), Okungbowa; Mujakic (72.Tomi), Gashi, Kovacec; Sobczyk (81.Küssler).- Tore: Dober (6.), Mujakic (41. Freistoß), Gashi (52.); Josic (26.), Dober (35., Eigentor), Pinter (37.).- AllianzStadion, West 1, Braunschmidt, 100.

RLO-Tabelle vom 16.4.: l.Vienna 21/47 (48:15).- 2.Ritzing 21/46 (49:19).- 3.Austria Am. 22/43 (34:19).- 9.Rapid II 21/25 (34:34).

„MV“ VOM 3.4.: HOFFNUNG AUF BESSERE ZEITEN

Bei obiger Mitgliederversammlung waren wir zwar nicht „ausverkauft“, aber trotz Rapids Dauerkrise relativ gut besucht. Auch von den Spielern Tobias Knoflach, Louis Schaub und Tamas Szanto; nur Andi Dober hatte – aus uns unbekannt gebliebenen Gründen – abgesagt. Was am Ehrentisch gesprochen wurde, glich dem von den Mitgliedern und sonstigen Gästen Gesagten weitestgehend. Von Häme seitens des Auditoriums war jedenfalls nichts zu hören; es wäre ja auch kontraproduktiv gewesen, auf die von allen Seiten geprügelten Akteure hinzuhauen. Löblicherweise gaben sich Schaub & Co. aber nicht als weinerliche, die Schuld an der Misere bei Medien, Schiedsrichtern, Verletzungsserien oder Trainerwecheln suchende Mimoserln. Insgesamt überwog bei ihnen und den anwesenden Rapidfreunden die Hoffnung auf (viel) bessere Zeiten. Das Potenzial hiefür wurde und wird dem SCR ja immer wieder sogar von den Gegnern (zuletzt etwa von Rieds Trainer Chabbi) bescheinigt. Es müsste halt nur der Glaube an die eigenen Stärken wiedergefunden werden. So „einfach“ wäre das… Besonders optimistisch zeigte sich Tobias Knoflach, aber der erlebte ja auch ein persönliches Happy End ä la Hollywood (O-Ton Obmann-Moderator Niederhuber): Zumindest zweimal schien der aufgeweckte Helge-Payer-Fan schon weg vom grün-weißen Fenster gewesen zu sein, zuerst nach Undiszipliniertheiten im deswegen abgebrochenen RLO-Match unserer Amateure in Pamdorf (10.5.2013) mit anschließender Fünf-Spiele-Sperre („Daraus habe ich gelernt“), letzten Sommer als ein Niemand in Rapids Tormannhierarchie Testspieler beim niederländischen Zweitligisten Emmen, welcher Transfer sich („zum Glück“) jedoch zerschlug. Also blieb es beim Status als Vierergoalie, bis Canadi ihn am 8.12. zur allgemeinen Verblüffung aus dem Hut zauberte, wofür er sich beim 1:1 gegen Bilbao mit einer echten Weltklasseleistung bedankte. Die Folge: Seither ist der „Knofi“ die Nummer 1 im SCR-Gehäuse, mehr noch, kürzlich wurde sein Vertrag bis Sommer 2020 verlängert.

Tamas Szanto verblüffte in unserer „MV“ ebenfalls: Dass der 20-jährige ungarische Nachwuchsnationalspieler, der noch zwei Jahre als Fußball-Österreicher gelten kann, ein äußerst begabter Kicker ist, hat er ja schon mehrfach bewiesen, dass aber einer, der erst mit 15 ohne jegliche Deutschkenntnisse aus Sopron nach Wien kam, in unserer Sprache derart perfekt parlieren kann, riss die Besucher zweimal zu Szenenapplaus mit. Mit dem Deutschen steht Louis Schaub sowieso auf gleich gutem Fuß wie mit dem Ball, eh klar. Weil mit dem Erlangen seiner Fitness (Muskelfaserriss) in Bälde gerechnet werden durfte, hofften alle Anwesenden – und sicher nicht nur die – auf das Erstarken des Edeltechnikers. Da wird dann der Trainer gewiss nicht mehr so böse auf ihn sein, wie zuletzt kolportiert worden war. Wozu er selbst versicherte: „Maßlos aufgebauscht.“ Wie so vieles um den SK Rapid, speziell in den letzten Wochen und Monaten.

In diesem Sinne hoffte die ganze Versammlung, Spieler wie Freundinnen und Freunde, auf das Ende der Dauerkrise und der damit verbundenen Horrormeldungen. Ob sich diesbezüglich schon den den Tagen nach dem 3.4. etwas Positives ereignet hat, können Sie u.a. unserer Rubrik „Spiele, Tore, Kommentare“ entnehmen.

Was auch immer dort zu lesen ist: Vergessen Sie bitte niemals, dass grün die Farbe der Hoffnung ist. Und immer bleiben wird.

SPLITTER

Mitte März wurde Srdjan Grahovac bis Februar 2018 an den kasachischen Meister FK Astana verliehen, der eine Kaufoption besitzt.

Stattliche 6.200 Fans aus beiden Lagern zahlten am 26.3. jeweils 18,94 Euro (Reminiszenz ans Gründungsjahr des ältesten österreichischen Fußballvereins) und trugen so zur Rettung des Traditions- und Pleiteklubs VIENNA bei, während Szanto (2), Pavelic und der Ex-Döblinger Keles ihn mit den Toren zum 4:0 (3:0)
des mit viel Ersatz gastierenden SCR bescherten. Im Vorspiel der Legenden scorten Sturm und Willfurth bzw. Wächter und Ex-Rapid-Nachwuchskicker Strasser jeweils aus Penalties, sodass die Partie 2:2 (1:1) endete. Sogar in diesem Spielchen schlug der grün-weiße Verletzungsteufel zu: Akagündüz musste gleich nach der Pause passen…

Jede Menge Länderspiele zwischen 22. und 28.3.: A-Team: In Wien in der WM-Quali 2:0 (0:0) gegen Moldawien (Amautovic, Hamik; Schaub Ersatz, bevor er sich im Training ernsthaft verletzte) und 28.3. in Innsbruck 1:1 (0:0)-Test gegen Finnland (Amautovic). Übrigens besiegte Georgien am selben Tag Lettland mit 5:0, wobei unserem Kvilitaia ein Doppelpack gelang.

U21-Team: Tests im spanischen Murcia gegen Australien und die Niederlande: 1:1 (0:0) bzw. 1:0 (1:0), Tore: Grbic bzw. Kvasina. Malicsek war gegen Australien (bis 66.) im Einsatz.-U19-Team: EM-Quali-Eliterunde in Tschechien: 3:0 (1:0) gegen Schottland (Arase , Jakupovic, Lovric) mit Thumwald, Wöber, Sahanek (bis 77.) und Arase (bis 85.), 1:3 (1:2) gegen Ungarn (Sahanek) mit den vier durchspielenden Rapidlem, während ihr Klubkollege Szalai bei Ungarn erst im Finish kam. 0:3 (0:1) gegen Tschechien mit Sahanek, dem ein frühes Eigentor unterlief, und Wöber über 90 Minuten, Thurnwald spielte 45 und Arase 66 Minuten. Für die Endrunde in Georgien reichte es somit nicht, hiefur qualifizierten sich die Gastgeber.- Noch viel unglücklicher verpasste die Ul7 in der Steiermark die EM: 1:1 (0:1) gegen Frankreich, 3:1 (0:0) gegen Schweden und in der Nachspielzeit 1:2 (1:1) gegen die Ukraine. Für die Qualifikation hätte Österreich ein Remis im Abschlussmatch gereicht, so aber fahren Frankreich und die Ukraine zur Endrunde…

Beim oben erwähnten Rettungsspiel für die Vienna inklusive Vormatch konnte Peter Schöttel, mit 526 Pflichtspielen für Rapid die (noch?) allergrößte grün-weiße Legende, leider nicht anwesend sein, weil er just an diesem Tag seinen unglaublichen „50er“ feierte. Spät, dafür aber umso herzlicher und in der Hoffnung, dass du unser bescheidenes Blättchen noch liest: Gratulation, Peter!

Placido Domingos Aida-Stadiontour durch Europa muss wegen technischer Schwierigkeiten um ein Jahr verschoben werden. Bekanntlich hätte die monumentale Inszenierung (250 Tonnen schweres und 60 Meter breites Bühnenbild) am 18.6.2017 in Rapids Allianz-Stadion gastieren sollen.

Durch Herrn Peter Klinglmüllers weitere Spende erhöhte sich der Ertrag unserer Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ auf 3.785,32 Euro – danke!

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

  • KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID, 1120 Wien
  • Telefonservice: 01-8170035
  • Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
  • E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
  • GRÜNZEUG INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/APRIL 2017/Nr.583/Versand 24.4..3.2017, Postamt 1120

GRÜNZEUG-582

Einladung zur Mitgliederversammlung

Montag, dem 3. April 2017, um 19 Uhr

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

Tobias KNOFLACH,
Louis SCHAUB,
Tamas SZANTO,
Andreas DOBER.

Einlass um 18.30 willkommen! Uhr!
Wir ersuchen um zahlreichen Besuch!
Gäste herzlich willkommen!


GRÜNZEUG INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/MÄRZ 2017/Nr.582/
Versand 20.3.2017

 

DAS GLÜCK IS A VOGERL

… aber fortg’flogen is’s gleich – so wie im Sommer 2016 aus Hütteldorf, als man sich dort vom dreimaligen Vizemeistertrainer Zoran Barisic getrennt hat? Jedenfalls lag Rapid unter dem nach 25 Runden der Meisterschaft ‘15/16 mit 49 Punkten (für einen Spieltag, aber immerhin) an der Tabellenspitze. Und heuer? Siehe unten…

Kaum war Mike Büskens als sein Nachfolger installiert worden, folgte ein toller Sieg auf den anderen (2:0 gegen Chelsea anlässlich der Stadioneröffnung, Ried, Schodino, Austria, Admira, Trencin), doch alsbald setzte eine in Umfang und Dauer noch selten bis nie dagewesene Verletzungsserie ein, die bis dato noch immer kein Ende gefunden hat. Nur böswillige Ignoranten lassen das nicht als Begründung, wenn schon nicht als Entschuldigung für die vielen enttäuschenden Leistungen und Resultate gelten.

Die unzähligen Ausfälle erschwerten natürlich die Arbeit des neuen Trainers Damir Canadi, der mit Altach sensationelle Erfolge gefeiert hatte, zumal er eine System- und Taktikumstellung durchzog.

Trotz alledem und obwohl es keinen einzigen Pflichtspielsieg (!) gab, wurde Rapid nach dem Jahreswechsel mit ihrer Dreierkette und dem aggressiven Direktspiel in die Tiefe immer stärker; vom für den SCR immer schon zu heißen Lavanttaler Boden vielleicht abgesehen, waren Canadis Schützlinge in jedem Stadion die zumindest gleichwertige, wenn nicht gar bessere Mannschaft, ob Sie’s glauben (wollen) oder nicht. Und ob Sie’s, sehr verehrte Leser(innen), hören oder lesen wollen oder nicht: Seit das Glücksvogerl davongeflattert ist, kämpft die – zeitweise begreiflicherweise verunsichert wirkende – Truppe mit unglaublich viel Pech im Spiel sowie mit den Schiedsrichtern.

Ja, ja, wir wissen eh, dass das für manche nach faulen Ausreden klingt. Dennoch ist es so, meine Herrschaften! Im 320. Derby drehten ein überaus harter Ausschluss und eine vielleicht etwas zu lange Nachspielzeit die Partie zugunsten der sowieso permanent vom Glück verfolgten Austria; den selbstsicheren Bullen lieferten Schwab & Co. einen sehenswerten Kampf, in dem sie keineswegs die Schlechteren waren – und den sie trotzdem verloren. Das vielleicht typischeste Beispiel für mangelndes Glück wurde jüngst in Graz geliefert: Rapid lag in allen Statistiken (wieder einmal) vorne, musste einen erfundenen Elfer schlucken (sollte Kuen die Hand dort haben, wo ihn die Flanke traf, nämlich auf dem Schulterblatt, wäre er verkrüppelt), erhielt aber keinen Foulpenalty und Sekunden später das unglaubliche 0:2, bei dem Erinnerungen an die Wiener Auseinandersetzung der beiden Kontrahenten aufkamen, denn damals (1:2 am 27.11.) flog ein abgefälschter Verlegenheitsschuss Schmerböcks ähnlich unhaltbar ins SCR-Tor.

Kurz und gut: Rapid überzeugte spielerisch, kämpferisch und läuferisch wiederholt, in Graz ganz besonders. Dass das dort wie eine Woche zuvor nach dem Salzburg-Match von den bekannt „heiklen“ Fans mit Applaus honoriert wurde, sollten auch die älteren Anhänger zur Kenntnis nehmen. Was Kritiken an den höchst mangelhaften Abschlüssen, aber auch an dem bisweilen geradezu dilettantischen Verhalten bei gegnerischen Standards natürlich nicht ausschließen darf.

Aber, wie gesagt: Das Glück is a Vogerl, und irgendwann wird es (hoffentlich!) auch zu Rapid zurückkehren, dafür arbeiten die Spieler und Trainer gewiss hart genug!

Achten Sie in dieser tipico-Bundesliga-Tabelle (Stand vom 12.3.2017) bis dahin besser auf den Zehntplatzierten als auf die Spitze, auch wenn das einem Sakrileg gleichkommt: 1. Salzburg 25/53 (50:18).- 2. Altach 25/49 (41:29).- 3. Austria 25/47 (49:33).- 4. Sturm 25/45 (42:25).- 5. Rapid 25/29, was einen historischen Tiefstwert darstellt (35:29).- 10.Ried 25/20 (19:44).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

21. RUNDE (12.2.): AUSTRIA – RAPID 1:1 (0:0).

Knoflach als Goalie Nr. 1, Schwab mit (gelungenem) BL-Comeback, Kooperationsspieler Kuen auf der Schrammel-Position, diese personellen Maßnahmen Canadis überraschten so manchen. Rapid ließ die favorisierte Austria geraume Zeit nicht ins Spiel kommen, dann aber doch sehr gute violette Chancen zu. Aber nach Kuens Maßflanke auf Kvilitaias Kopf (600. SCR-Tor im 320. Derby) durfte mit einem Sieg des Außenseiters gerechnet werden, sogar nach Joelintons hartem Ausschluss. Leider nur bis zur 94. Minute – da raufte sich nicht nur Canadi die Haare…

SCR: Knoflach; Auer (90./+2 Schösswendter), Sonnleitner, Dibon; Pavelic, Joelinton, Grahovac, Schwab, Kuen; Schaub (63.Murg), Kvilitaia (70. Okungbowa).- Tore: Rotpuller (90./+4); Kvilitaia (55.).- Gelb-Rote Karte: Joelinton (66., Foul).- Happel-Stadion, Schüttengruber, 15.577.

22. RUNDE (18.2.): ADMIRA (H) 0:0.

Ohne Murg (Knieverletzung im Abschlusstraining) startete Rapid vehement in die tempo- und zweikampfreiche Partie, vergab aber durch Kuen, Kvilitaia und vor allem Traustason gute Chancen. Weil die Gäste dann die Räume an den Flanken besser zustellten, der Holperrasen immer schlechter wurde und es nach Foul an Debütant Sobczyk keinen Elfer gab (86.), verabschiedeten die treuesten aller treuen Fans ihre Mannschaft wieder einmal mit Pfiffen und wegwerfenden Gesten. Hätte gerade noch gefehlt, dass in der Nachspielzeit das 0:1 gefallen wäre…

SCR: Knoflach; Auer, Sonnleitner, M.Hofmann; Pavelic, Dibon (85.Szanto), Schwab, Kuen; Schaub (73.St.Hofmann), Traustason (82.Sobczyk); Kvilitaia.- Gelbe Karten: Sonnleitner; Strauss.- Allianz Stadion, Drachta, 17.300.

23. RUNDE (25.2.): WAC (A) 1:2 (0:1).

24 Torschüsse reichten für nur ein Tor, weil außer dem Abwehrchef niemand traf, obwohl es etliche Hochkaräter gab. Auf der anderen Seite ließ sich die Abwehr von den biederen Heimischen bei zwei Freistößen übertölpeln – keineswegs erstmals in dieser Saison. Was auch ins unschöne Bild passte: Ouschan gab bei 1:1 keinen Foulelfer für Kvilitaia, aber vorm 1:2 einen sehr fragwürdigen Freistoß für den WAC. Kurzum: Im Süden nichts Neues.

SCR: Knoflach; Auer (54.Szanto), Sonnleitner (86.St.Hofinann), M.Hofinann; Pavelic, Dibon, Schwab, Kuen; Schaub (54.Joelinton), Traustason; Kvilitaia.- Tore: Tschemegg (36.), M.Leitgeb (80.); Sonnleitner (61.).- Gelbe Karten: Prosenik; Auer, M.Hofinann.- Lavanttal-Arena, Ouschan, 4.350.

24. RUNDE (5.3.): SALZBURG (H) 0:1 (0:0).

Nach Rapids tollem, sogar den oft so heiklen Fanblock zu anerkennend-aufinuntemdem Applaus veranlassendem Fight gegen den Topfavorit klagte Sonnleitner nicht zu Unrecht: „Wir sind an unsere Grenzen gegangen, lassen im ganzen Spiel zwei Schüsse auf unser Tor zu, werden für alles bestraft. Was haben wir verbrochen?“ Gar nix, Sonni! Ihr habt euch aus der schwierigen Anfangsphase gegen die vehement pressenden Bullen immer besser in die Partie gekämpft, alle statistischen Werte zu euren Gunsten gestaltet und nur in puncto Effizienz nicht geglänzt. Die bewies leider Berisha mit seinem zugegeben herrlichen Freistoß – Rapids schon zehnter Verlusttreffer aus einem Standard (Liga-Höchstwert!). Wenn man überhaupt von „Verbrechen“ sprechen durfte: Am 20.11. (RBS – SCR 2:1) zog Lainer Murg mittels derben Fouls für längere Zeit aus dem Verkehr, diesmal schnitt der Wiederholungstäter Traustason ebenso rücksichtslos zusammen. Auch eine Art „Verbrechen“: Hameter zückte nicht einmal die Gelbe Karte.

SCR: Knoflach; Dibon, Sonnleitner (76.Kvilitaia), M.Hofmann; Pavelic, Auer, Schwab, Kuen (76.Schrammel); Schaub, Traustason (38.Szanto); Joelinton.- Tor: Berisha (71., Freistoß).- Gelbe Karten: Schlager, Lazaro.- Allianz-Stadion, Hameter, 23.200.

25. RUNDE (12.3.): STURM (A) 1:2 (0:1).

Natürlich lag es nicht nur am indiskutablen Schweizer Referee (mehr als fragwürdiger Handspenalty gegen Kuen, dafür kein Foulelfer für Kvilitaia Sekunden vor Lykogiannis‘ 35-Meter-Hammer aus dem Nichts), sondern auch an Rapids chronischer Abschlussschwäche, dass es die dritte Niederlage in Serie gab. Dabei war Canadis wie um ihr Leben fightende Truppe über die volle Distanz die in allen anderen Belangen glasklar bessere Mannschaft, während Sturm dreimal Knoflachs Tor traf und dabei zwei Treffer erzielte. Wovon Kvilitaia & Co. nur träumen konnten…

SCR: Knoflach; Dibon, Sonnleitner, M.Hofinann; Pavelic, Auer (46.St.Hofmann), Schwab, Kuen (46.Schrammel); Schaub (77.Schösswendter), Joelinton; Kvilitaia.- Tore: Alar (21., Elfer), Lykogiannis (64.); Joelinton (80.).- Gelbe Karten: Jeggo; Schwab, Joelinton.-Merkur-Arena, Bieri (Schweiz), 15.329.

„MR. GRUNZEUG NR. 582**: MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Schon wieder er: Obwohl der Sonni zu jenen zählt, die nicht wissen, was Rapid verbrochen hat, dass das Unheil nur so auf sie herunterprasselt, so war er doch auch in den fünf sieglosen Partien des neuen Jahres der für uns beste Rapidler. Gefolgt übrigens, und das wird vielleicht manche überraschen, von Stephan Auer, der nur einen Fehler hatte: Er ist leider (auch) kein Goalgetter.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Meisterschaftsspiele: Mario Sonnleitner 200. (Sturm); Louis Schaub 125. (Salzburg)-Gratulation an die beiden; Stephan Auer 25. (WAC).- Meisterschaftstor: Giorgi Kvilitaia erzielte Rapids 600. Tor im 320. Derby.

FUSSBALLER-WAHLEN 2016: DER DOPPELTE LOUIS, VIER SCR-SUPER-CHAMPIONS

Kronen Zeitung: Gratulation an Louis Schaub, der mit 175.689 gegen 169.876 bzw. 142.790 Stimmen die hoch dotierten Alaba (Bayern) und Arnautovic (Stoke City) auf die Ehrenplätze verwies; Ex-Rapidler Deni Alar fand in Graz zu alten Goalgetterqualitäten zurück und wurde Vierter (109.321) und der 2016 oft von Verletzungen gebeutelte Steffen Hofmann Zehnter (32.543), drittbester Rapidler wurde mit Thomas Schrammel (Rang 17, 12.179 Stimmen) ein weiterer Pechvogel. Bei den Trainern gewann Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig, 166.786) vor Damir Canadi (162.909), Zoki Barisic hatten die Rapidfans noch längst nicht total vergessen: 7.543 Nennungen brachten den dreimaligen Vizemeister immerhin auf den elften Platz.

Grünweiße Legenden räumten bei den Superchampions jeder einzelnen Wahl-Dekade groß ab: 1967-1976 Johann K., 1987-1996 Michl Konsel, 1997-2006 Didi Kühbauer, der immer Rapidler blieb und bleibt, sowie „Fußballgott“ Steffen Hofmann im letzten Jahrzehnt. Nur ein Veilchen drängte sich in diesen erlauchten SCR-Kreis: Herbert Prohaska von 1977-1986.

„Österreich“: Bei der vom Blatt mit den großen Buchstaben und vielen Bildern organisierten Wahl in gleich acht Kategorien ging es um Punkte. Für uns am erfreulichsten: Das Mittelfeld-Ranking gewann Louis Schaub (88.290 Punkte) vor dem violetten Ex-SCR-Nachwuchskicker Raphael Holzhauser (85.590), 5. Steffen Hofmann (19.170), 7. Stefan Schwab (12.474).-Spieler-Ranking:  1. Holzhauser (117.774), 2. Steffen Hofmann (86.238), 5. Louis Schaub (15.606).- Tormänner: 1. Almer (FAK, 103.646), 2. Richie Strebinger (74.223), 6. Tobias Knoflach (13.473), 7. Jan Novota (10.368).- Abwehr: l. Rotpuller (86.886), 2. Mario Sonnleitner (75.195), 7. Christopher Dibon (10.503).- Stürmer: 1. Kayode (FAK, 93.474), 2. Giorgi Kvilitaia (64.476), 6. Joelinton (23.166).- Teams: l. FAK (131.679), 2. SCR (129.033).-Trainer: 1 . Fink (FAK, 127.116), 2. Damir Canadi (108.864).- Regionalliga: l. FAK Am. (99.981), 2 .SCR 11 (76.815).

EIN BLICK ZU RAPID II

Im Rahmen des Trainingslagers im spanischen Benicassim (9.-15.2.) bestritt Akagündüz‘ Kader zwei Testmatches: 1:2 (0:0) gegen SERVETTE GENF U21 (Tomi per Elfmeter) und 5:2 (3:1) gegen FC ZÜRICH U21 (Gashi, nach langer Verletzungspause Mujakic, Kovacec, Küssler, Heinicker).

Nachtragsspiel Ritzing

Der Meisterschaftsbetrieb wurde am 24.2. mit dem NACHTRAGSSPIEL gegen RITZING aufgenommen, das leider mit einem unglücklichen 0:2 (0:2) endete. Trotzdem fighteten die jungen Grünen beispielhaft, auch nach Kovacecs Ausschluss. Dober, übrigens Vater eines natürlich grün-weißen U7-Kickers, durfte als vorheriger BL-Spieler an den ersten beiden Punktematches nicht teilnehmen, Keles (Ex-Vienna) am ersten ebenfalls nicht.

SCR II: Ratkai; Bosnjak, Ljubicic, Szalai, Leovac; Tomi, Okungbowa, Gashi; Küssler (46.Arase), Sobczyk (69.Tüccar), Kovacec.- Tore: Rauter (3.), Ljubicic (43., Eigentor).-Gelb-Rote Karte: Kovacec (62., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Igor Kmezevic, 200.

16. RUNDE (3.3.): SCHWECHAT (A) 1:1 (0:1).

Akagündüz war mit dem Remis gegen das Schlusslicht unzufrieden, weil Rapid II 90 Minuten dominiert, die vielen Chancen aber wieder einmal nicht konsequent genutzt habe. Somit war es das bereits achte sieglose Spiel seit dem 3:2 über Neusiedl am 29.9.

SCR II: Haas; Thumwald, Bosnjak, Ljubicic, Leovac (82. Ehmhofer); Malicsek, Okungbowa, Gashi; Tomi, Sobczyk (70. Arase), Keles.- Tore: Saliji (11.); Gashi (59.).- Schwechat-Rannersdorf, Pichler, 250.

17. RUNDE (12.3.): ST.PÖLTEN JUN. (H) 5:1 (1:0).

Wegen des mittwöchigen U19-Länderspiels gegen die Slowakei (0:1), an dem vier Rapidler teilnahmen, musste diese für die Ermittlung des Schlechtestplatzierten Amateurteams sehr wichtige Partie nahezu zeitgleich mit jener der Profis in Graz stattfinden, entsprechend dürftig war die Kulisse. Jene, die sich doch nach Hütteidorf gewagt hatten, sahen nicht nur Andi Dobers lange erwartetes Comeback, sondern auch den ersten und noch dazu hohen Sieg seit 29.9.2016. Bei nunmehr elf Punkten Vorsprung auf die St.Pöltner dürfte die Abstiegsgefahr definitiv gebannt sein. Dafür war der Andi ja heimgeholt worden, bevor er 2018 mit seinen jungen Mitspielern den dann für Amateure möglichen Aufstieg in die 1. Liga anpeilen will.

SCR II: Haas; Dober, Bosnjak, Wöber, Thumwald; Ljubicic, Okungbowa; Gashi; Keles (77. Küssler), Heinicker (65. Sobczyk), Kovacec (63. Tomi).- Tore: Kovacec (43., Elfer, 60.), Keles (54.), Sobczyk (68., Elfer, 72.); Schuh (90.).- Rote Karte: Hetemaj (67., Torraub).-Allianz-Stadion, West 1, Jandl, 80.

RLO-Tabelle vom 12.3.: l.Ritzing 16/38 (41:15).- 2.Vienna 17/37 (37:11).- 3.Austria Am. 17/34 (27:16).- 9.Rapid II 17/21 (27:24).

KEINE CHANCE GEGEN KRIMINELLE IDIOTEN?

Nach den Ausschreitungen beim 320. Derby, die dem FAK 20.000 und dem SCR sogar 35.000 Euro an Geldstrafen eintrugen (Proteste wurden eingelegt), schrieb unser empörtes Langzeitmitglied, Herr Peter Österreicher aus 1130 Wien:
„Was muss noch alles passieren, damit die Verantwortlichen in unserem Verein endlich munter werden? Wenn es so weitergeht, werden diese blauäugigen „Gutmenschen“ bald mit den Chaoten alleine im neuen Stadion sein. (…) Alle echten Anhänger müssten auf die Barrikaden steigen und diesen Vereinsschädlingen die Stirn bieten. (…) Diese Art von „Fans“ braucht unser Club sicher nicht!“

Wie wahr, lieber Herr Österreicher! Dazu einige Bemerkungen Ihres Obmanns: Er und Josef Liska, unser Schriftführer, wurden vor einiger Zeit in ihrem Stammlokal von einem Angehörigen der sogenannten „Fanszene“ ungefragt angequatscht, dessen Kumpan freilich zu vollfett war, um auch nur Schwachsinn absondern zu können; jedenfalls nannte der Nüchternere sich und seine Gesinnungsgenossinnen „Rebellen“ (gegen irgendwas halt) und den SCR „so reich“, dass er die „Geldstrafen ruhig zahlen“ solle (letzte Saison waren es fast 138.000 Euro wegen Fehlverhaltens der „Fans“). Geschäftsführer Peschek („bedauerliche Einzelfälle“) drohte wieder einmal mit Stadionverboten für identifizierte Personen. Naja.

P.S.: Um von Ausschreitungen wie etwa jenen der Dortmunder „Fans“ gegen RB Leipzig und dessen Schlachtenbummlern gar nicht zu reden, sei die Ankündigung russischer Hooligans („Drei Schlächter“) erwähnt, bei der WM 2018 würden sie ein „Festival der Gewalt“ sowie „Ausschreitungen zu 100 Prozent“ veranstalten. Dagegen wären die der Hütteldorfer Idioten, Verzeihung Idiotinnen, ja (noch?) nur Lercherlschase.

Leider, leider, Herr Österreicher, Ihr Obmann sieht in puncto Rücksichts- und Himlosigkeit sowie Gewalt für die Zukunft ziemlich schwarz. Nicht nur im Zusammenhang mit Fußball.

„MV“ VOM 27.2.: HELGE UND ZWEI DEBÜTANTEN

Helge Payer war am 12.4.2010 zuletzt unser Gast gewesen, sieben Jahre später war es genauso wie Anno dazumal: Er nahm auf seinem ,Abositz“ Platz und war doch in ganz neuer Funktion gekommen, nämlich als Tormanntrainer seines Herzensklub, der er „noch viele Jahre“ bleiben möchte. Ein alter Witz besagt, Zürich sei doppelt so groß wie der Wiener Zentralfriedhof, aber nur halb so lustig. Auf „Klublokal-Neuling“ Fredy Bickel, Rapids nunmehriger Vorstand Sport, kann das schon deshalb nicht zutreffen, weil er erstens aus dem Kanton Zug kommt und zweitens österreichische Großeltern hat. Obwohl für jeden G’spaß zu haben, hatte der („gelegentliche“) Rotweintrinker natürlich viel Ernsthaftes zu sagen, darunter auch so manches Positive über Rapids Zukunft. Und als er sich schließlich vom Obmann verabschiedete, tat er es mit dem Versprechen: „Jetzt komme ich jedes Mal!“ Nur ein Schweizer Schmäh? Wir werden’s ja sehen…

Der Wiener Schmäh jedenfalls geht Damir Canadi, dem Donaustädter mit starker Ländle-Affinität, offenbar in keiner (Krisen-)Situation aus. Dennoch war jedem einzelnen seiner unzählig vielen Worte die Liebe für seine neue Aufgabe in Hütteidorf bzw. im Prater („Ungünstiger Dauerwechsel, keine optimalen Platzverhältnisse“) deutlich zu entnehmen und die Zuversicht, dass es mit Rapid ganz bestimmt aufwärts gehen würde. Niederhuber: „Wenn du auch nur die Hälfte deines Feuers auf die Mannschaft übertragen kannst, ist uns nicht mehr bange!“ Zumal Canadi, am 27.2.2017 der zweite Debütant im Klublokal, geradezu feierlich versprach, mit Rapid einen Titel zu holen. Das hörte nicht nur unsere Frieda Gager gerne, die von ihm, der sie schon seit Kindesbeinen kennt („Bin mit dem Herbert und dem Zoki aufgewachsen“) zur Begrüßung liebevoll geherzt wurde. Helge und Fredy gingen mit den üblichen „Fresskörben“ weg, Damir hatte auch noch „Hochprozentiges“ geschenkt bekommen: Einen gut gefüllten und mit den besten Wünschen bemalten Keramikpokal in Grün-Weiß von unserem rührigen Mitglied Herbert Adelmaier. Prost!

Das alles ließ sich der gute Deix Karl entgehen, den der Obmann coram publico hätte würdigen wollen: Über 5.800 (!) von ihm gesammelte Stimmzettel trugen viel dazu bei, dass Louis Schaub „Fußballer des Jahres“ wurde. Anwesend war hingegen Herr Gerhard Nesetril, 1140 Wien, der sich während der „MV“ uns anschloss – herzlich willkommen!

40. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: 3.735,32 EURO

Für diesen Betrag (Stand 28.2.) bedanken wir uns namens der SCR-Jugendleitung bei folgenden Damen und Herren:

  • Ackermann Ernst.
  • Baar Friederike, Bachmayer Clemens und Christian Oliver, Bartal Josef, Helmuth Bauer, Wolf gang Berger, Busina Hermann.
  • Deix Karl.
  • Edlinger Ehrenpräsident Rudolf Einfalt Christian.
  • Fabsits Dominik und Günter, Fastenberger Andreas, Fiala Dipl.Ing.Franz, Frigo KR Peter, Fürst Jenny (Hund), Stefan und Wolf gang.
  • Gager Elfriede, Gelles Margit, Gonter Andreas, Grassmann Gernot, Grassmugg Heinz, Gugerell Fachinsp.Franz.
  • Haider Herbert, Haller Kurt, Hechenblaikner Michael und Robert, Hobecker Franz und Gabriela, Hollenthoner Walter, Huber Erich.
  • Jagosits Leopold, Jaros Peter.
  • Kahler Alfred, Kalabsa Heinrich, Kamper Josef Andreas, Kapalik Kurt, Klafl-Schuster Peter, Kleindl Stefan, Klinglmüller Peter, Kohlhofer Andreas, Koller Johann, Koller Moritz, König Matthias, Krammer Franz, Kubin Ludwig und Margaretha.
  • Lana Gina, Larisch Thomas, Lenz Konrad, Linke Philipp, Moser Mag.Christoph, Muschik Mag.Mario, Muzik Heinz.
  • Necesany Friedrich, Niederhuber Gerhard, Niese Prof Erwin, Nirschl Edwin, Nowotny Christa und Peter.
  • Österreicher Peter.
  • Pammer Ing.Johann, Pechmann Heinz, Plutnar Günter, Praschl Prof.Mag.Peter.
  • Rafetseder-Widhalm Irene, Reckendorfer Erwin, Reif Karl, Reiser Heide-Marie und Martin, Rempelsberger Johannes, Resch DI Markus, Rieger Christiane, Rothmayer Walter.
  • Säckl Ernst jun., Salzmann KR Josef Schatz Herbert, Schmidt Roland, Schneider Josef Schwab Walter, Seewald Walter, Sigl Karl-Heinz, Skocik Walter, Sobolak Peter.
  • Tasch Johannes, Trinko Susanne, Troch Ronald, Trpkos Franz.
  • Vosahlo Peter, Vranovitz Karl-Martin, Vytesnik Kurt.
  • Wilhelm Franz, Würz Johann.
  • Ziniel Josef, Zwickl Wilhelm.

2.500 Euro erhielt der Nachwuchs ja schon bei der Weihnachtsfeier, den Mehrbetrag werden wir ihm anlässlich unserer „GV“ übergeben. Bis dahin nehmen wir etwaige nachträgliche Spenden gegen Namensnennung natürlich gerne entgegen.

SPLITTER

Im Allianz-Stadion können Trauerfeiem im Andachtsraum, einer Loge oder am Spielfeldrand abgehalten werden, an deren Ende in der Rapid-Viertelstunde ein letztes Mal die Vereinshymne gespielt wird. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das bezieht sich nur auf dahingegangene Fans, nicht auf zu begrabende Sieges- und Titelhoffnungen.

Gemeinsam mit seiner Familie trauern wir um Herrn Helmut Fellegger, der am 26.2.im Alter von nur 64 Jahren verstorben ist und seit 23.6.1973 unser Mitglied war.

Das Allianz-Stadion wurde von einer internationalen Jury in die Top-l 0-Arenen des Jahres 2016 gewählt, womit der Rasen aber kaum gemeint sein dürfte. Der soll erst spätestens im März neu verlegt werden. Ob die Kosten von der STRABAG getragen werden, scheint noch nicht geklärt zu sein.

Neue Jobs für Zoki Barisic und seinen Assistenten Norbert Schweitzer (zuletzt Pamdorf): Sie führten den türkischen Erstligisten Karabükspor vom 10. auf den derzeitigen 1. Platz. Weiterhin viel Erfolg, Freunde!

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035.
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: klubderfreundet{at}aon. at

[Für das Tagebuch angepasste Version der Druckausgabe. Ergänzt wurden Links zu Tagebucheinträgen.]


Ergänzungen der Online-Redaktion

Homepage http://klubderfreunde.at/
Kalender http://www.klubderfreunde.at/
Tagebuch http://tagebuch.klubderfreunde.at/
Newsletter
(Anmeldung)
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Statistik http://123.klubderfreunde.at/
Bilder http://bilder.klubderfreunde.at/
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GRÜNZEUG-581

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/FEBRUAR 2017/Nr.581/Versand 13.2.2017

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 27. FEBRUAR 2017, um 19 Uhr statt. Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Fredy BICKEL (Sportdirektor des SK Rapid),
  • Damir CANADI (Cheftrainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE Wir gestatten uns den Hinweis auf den dieser Nummer beiliegenden Zahlschein für die Begleichung des Mitgliedsbeitrags 2017 und auf die Wichtigkeit dieser Zahlung(en), ohne die unser traditionsreicher Klub logischerweise nicht existieren könnte, von der gewohnten Unterstützung des SCR-Nachwuchses gar nicht zu reden. In diesem Sinne bitten wir unsere sehr verehrten Mitglieder um ehestmögliche, zweckentsprechende Verwendung des Zahlscheins und bedanken uns bei allen, die uns auch weiterhin die Treue halten.

WEIHNACHTS-NACHWEHEN Der Applaus, mit dem Obmann Gerhard Niederhuber und Vorstandsmitglied Kurt Vytesnik (vertrat den verhinderten Martin Reiser) am 6.12. im Festsaal des Allianz-Stadions beim Betreten der weihnachtlich geschmückten Bühne bedacht wurden, war ein Beweis der Wertschätzung, die der jahrzehntelange Nachwuchsförderer Klub der Freunde des S.C.Rapid beim Stammklub und dessen Angehörigen genießt. Wie gewohnt stellte er sich mit einem 2.500-Euro-Akontoscheck ein und der Zusicherung, den Überhang der 40. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ anlässlich seiner nächsten Generalversammlung an die Jugendleitung weiterzugeben. Damit es dazu kommen kann, bringen wir hiemit die aktuelle Sammelaktion in Erinnerung: Helfen bitte auch Sie mit einem Beitrag nach Selbsteinschätzung, damit wir den Nachwuchs des SCR gerade zu Weihnachten weiterhin finanziell unterstützen können und dessen Wertschätzung unverändert bleibt! Die sich auch an der Zahl der unsere Versammlungen (mehr oder weniger gerne)
besuchenden Profis ablesen lässt – ein Privileg, das wir als einer von nahezu 200 Fanklubs quasi exklusiv genießen dürfen! Sollte Ihnen der Zahlschein abhanden gekommen sein, können Sie ihn nachbestellen (siehe Impressum). Und: Sämtliche Spender(innen) werden im „Grünzeug“ namentlich erwähnt, auch das hat schon Tradition. Nun aber im Namen der SCR-Jugendleitung ein vorauseilendes Dankeschön an alle Nachwuchsfreundinnen und -freunde! Ebenfalls „Dankeschön“ sagte am 6.12. das Special Needs Team für die 1.000-Euro-Spende eines anonym bleiben wollenden Vorstandsmitglieds der Rapidfreunde, die Niederhuber dem Kapitän der vom Schicksal gezeichneten, aber dennoch bewundernswert fröhlichen Truppe überreichte. Ja, wir vom ältesten Anhängerklub (der gesamten Welt?) haben eben – und nicht nur zu Weihnachten – ein großes Herz für alles, was Rapid heißt! Sie auch? Zurück zur Nachwuchs-Weihnachtsfeier!

Unter den rund 600 Anwesenden (Präsidium mit Michael Krammer an der Spitze, Geschäftsführer, Trainer, Spieler, Stadionpersonal, Vertreter der Schulbehörden, WFV-­Jugendobfrau Brigitte Frey, last but not least Steffen Hofinann und Mario Pavelic sowie Kabarettist Gernot Rudle) herrschte bei Speis und Trank bis zum Fazit „Super war’s“ beste (Vor-)Weihnachtsstimmung, so auch bei Niederhuber, der mit einem riesigen Foto sämtlicher Nachwuchsteams als Revanche für unsere Unterstützung von dannen zog, das im Klublokal sicher wieder einen Ehrenplatz finden wird. Wichtiger Schlusssatz: Weihnachten ’16 ist längst Geschichte, trotzdem nehmen wir natürlich auch weiterhin Spenden zu unserer traditionellen Sammelaktion entgegen. Auf dass wir auch zu Weihnachten ’17 sagen können: „Super war‘ s“ oder auf gut Wienerisch: „Leiwand woa’s.“

DER HERBE HERBST 2016 „Eine Erneuerung, die keine Verbesserung ist, ist eine Verschlechterung“, hat irgendein kluger Mann einmal gesagt. Um nur beim Herbst bzw. Rapids Liga-Bilanz zur Winterpause zu bleiben: Vor Jahresfrist holte Zoran Barisic in 20 Spielen bei 40:28 Toren 34 Punkte und kam in der Europa-League-­Gruppe E auf 15 Zähler, was Platz 1 und die Qualifikation für das Sechzehntelfinale bedeutete. Seine Nachfolger führten den „besten Kader, seit ich hier bin“ (Steffen Hofmann im Sommer) bis zur Winterpause ‚ 16/17 zu lediglich 27 Punkten in ebenfalls 20 Meisterschaftsmatches (32:23 Tore) und scheiterten in der EL-Gruppenphase mit nur sechs Punkten, das freilich denkbar unglücklich, man denke nur an die Benachteiligungen durch den slowakischen Referee beim 0:1 in Genk. Das mangelnde Glück zog sich überhaupt wie ein roter Faden durch den herben Herbst. Dessen ungeachtet konnte man leider von keiner Verbesserung sprechen, die der (den) Erneuerung(en), sprich dem (den) Trainerwechsel(n) folgten. Und das hatte nicht nur mit den unglaublich zahlreichen Verletzungen auch von Führungsspielern zu tun. Einer von ihnen sagte an Büskens‘ erstem Trainingstag zum Verfasser: Barisic war wie ein Vater zu uns.“ Was natürlich nicht durchwegs optimal ist, weil es sogar beim SCR Spieler geben soll, die einen gelegentlichen Tritt in den Allerwertesten brauchen, um wieder auf den Teppich zurückzukommen. Denn: „Menschen, Menschen samma alle“. Und: Was ist schon optimal? Mike Büskens kam bestimmt mit den besten Absichten zu Rapid, aber er glaubte, das Unterste unbedingt zuoberst kehren zu müssen. Zwei nicht nur dem Autor sauer aufstoßende Beispiele: Steffen Hofinann tauschte er beim 0:2 gegen Trencin (25.8.) in der 92. (!) Minute ein, und am 21.9. ließ er ihn auf dem Sportklub-Platz beim Cup-1:0 gegen Leobendorf lange aufwärmen, bevor er in Minute 69 nicht ihn, sondern den 17-jährigen Kelvin Arase aufs Feld schickte; Vizekapitän Mario Sonnleitner, seit Sommer 2010 eine wichtige Stütze, setzte er als „fünften Innenverteidiger“ monatelang auf die Tribüne. Maßnahmen, die das Mannschaftsgefüge nachhaltiger durcheinander brachten, als man vielleicht denken konnte. Denn: „Wir sind eine geile Truppe“, hatte der oben zitierte Führungsspieler mehr als nur einmal betont; und geile Truppen haben u.a. auch das Merkmal, zusammenzuhalten. (unterbewusst) auch gegen den Trainer? Das wollen wir nicht unterstellen.

Nach dem 0:1 gegen Wolfsberg und 20 Punkten aus 14 BL-Partien sowie deren fünf nach vier EL-Spielen war Büskens also Geschichte und Müller, der Geschäftsführer Sport, ebenfalls. Der herbe Herbst hatte allerdings trotzdem kein Ende, immerhin stellte der aus Altach zu Hilfe geeilte Damir Canadi prompt eine alte Ordnung wieder her, indem er den verdienten „Sonni“ nicht nur aus der Verbannung holte, sondern ihn in Steffens Abwesenheit auch wieder zum Kapitän machte, und der dankte es ihm auf Anhieb mit sehr guten Leistungen. Canadi war vor seiner Tätigkeit als Profitrainer bekanntlich Hausbesorger, und als solcher versteht er sich sicherlich auf (Be)reinigungsarbeiten. Die brachten bis zur 20. und letzten Herbstrunde freilich noch keine wirklich positiven Ergebnisse: Ganze sieben Pünktchen aus den sechs Ligaspielen unter seiner Regie sind gewiss eine mehr als bescheidene Ausbeute. Zusammen mit den 20 „Büskens-Zählem“ ergibt das nach Adam Riese um sieben weniger als zu Zokis Zeit. Erneuerungen, die Verbesserungen brachten? Der Blick auf die winterliche Tabelle beweist bedauerlicherweise das Gegenteil. Und dass eine Rückkehr auf die europäische Bühne wohl nur über den ÖFB-Cup möglich sein wird, ausgerechnet über den! Das Viertelfinale wird Rapid am 4. oder 5.4. in St.Pölten bestreiten. Aber: Wenn Canadi, der in Altach ein offenbar nachhaltiges „Wunder“ vollbracht hat, erst wieder Leute wie etwa Stefan Schwab, Philipp Schobesberger und natürlich einen auf Dauer fitten Steffen Hofmann zur Verfügung hat, um nur einige von vielen zu nennen, und wenn er zusammen mit seiner Betreuercrew die richtige, also auch mentale „Balance“ (sein Lieblingswort) zurück in die bis Sommer 2016 so „geil“ gewesene Truppe gebracht haben sollte, dann ist Ihrem Obmann und Redakteur auf Sicht nicht mehr bange, dann könnte dem herben Herbst ein zumindest einigermaßen süßes Frühjahr folgen. Vielleicht sogar ohne Aktionismus auf dem Transfermarkt? Der Blick auf den Stand der tipico-Bundesliga zur Winterpause tut natürlich verdammt weh:

1. Cashpoint SCR Altach (!) 20 13 3 4 33:22 42
2. FC Red Bull Salzburg     20 12 4 4 39:16 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 12 3 5 36:17 39
4. FK Austria Wien          20 12 1 7 37:29 37
5. SK Rapid Wien            20  7 6 7 32:23 27

GRÜEZI WOHL, HERR FREDY BICKEL!

Der Schweizer Fredy Bickel, 51-jähriger Vater zweier erwachsener Töchter und Enkel österreichischer Großmütter, folgte Andi Müller als Sportdirektor bzw. Vorstand Sport. Die „erfahrene und renommierte Persönlichkeit“ (Michael Krammer) erhielt einen Vertrag bis Sommer 2019 und trat ihr Amt am 1.1.2017 offiziell an. In gleichen Funktionen war er in seiner Heimat viele Jahre bei Grasshoppers Zürich, dem FC Zürich und zuletzt wieder bei Young Boys Bern tätig. Der gelernte Journalist führte seine Klubs mehrfach in CL-und EL-Gruppenphasen sowie zu insgesamt sechs Meister- und drei Cupsiegertiteln.
Sollte er ähnliche Erfolge auch mit unserem SCR, dessen Kader er Qualität bescheinigte, feiern können, würde es sicher keine „Wickel mit Bickel“ geben. Und ein vorschnelles „Salü!“ ebenfalls nicht. Das wünschen wir ihm, dem SK Rapid und uns allen.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

El, 6.RUNDE (8.12.): ATHLETIC BILBAO (H) 1:1 (0:0)

Beiden Teams fehlten etliche Stammspieler, aber bei Rapid feierte der etatmäßige Vierergoalie Tobias Knoflach ein sensationelles Saisondebüt. Nach der von gut organisierten Abwehrreihen dominierten ersten Halbzeit ging es nicht zuletzt dank Rapids Jokern in den Strafräumen viel turbulenter zu. Für diese SCR-Formation war das gerechte Remis zweifellos ein Prestigegewinn. SCR: Knoflach; Auer, M.Hofmann, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Grahovac, Dibon (69.Schaub), Malicsek; Tomi (57.Kvilitaia), Jelic (57.Joelinton). Tore: Joelinton (72.)Saborit (84.).-Gelbe Karten: Wöber, Auer, Joelinton; Etxebarria.-Weststadion, Gözübüyük (Niederlande), 21.500.

Endstand der Gruppe F: l. Genk 6/12 (13:9). 2 .Bilbao 6/10 (10:11). 3. Rapid 6/6 (7:8) ­4.Sassuolo 6/5 (9:11).

BL, 19.RUNDE (11.12.): RIED (H) 3:1 (1:1).

  1. niederlagenloses Heimspiel gegen top- ­bis übermotivierte, mit dem einzigen Schuss aufs Rapidgehäuse früh in Führung gegangene Rieder, mühsamer Sieg vor Fredy Bickels Augen, etwas umstrittene Ampelkarte für P .Zulj, der sich schon Minuten zuvor für ein Brutalofoul an Schaub Rot verdient hätte, und: Vor dem Anpfiff aufmunternder Applaus für den urplötzlich schwerst erkrankten Geschäftsstellenmitarbeiter Ivica Viskup sowie in der Pause 60.000-Euro-Scheck für das Kinderhospiz MOMO, gesammelt vom „Block West“ -bravo! SCR: Strebinger; M.Hofinann, Sonnleitner, Wöber; Traustason (46.Thurnwald), Mocinic (46.Szanto), Dibon (70.Grahovac), Schaub, Murg; Kvilitaia, Joelinton.-Tore: Sonnleitner (26.) Kvilitaia (77., 82., Elfer); Elsneg (4.).-Gelbe Karten: Mocinic; Brandner, Özdemir.­Gelb-Rote Karte: P.Zulj (66., Schwalbe).-Allianz-Stadion, Eisner, 15.700.

BL, 20.RUNDE (18.12.): ALTACH (A) 1:3 (0:1).

Muckenhammer belohnte Prokopics Schwalbe mit einem Freistoß, in dessen unmittelbarem Gefolge der im Abseits stehende Zech Strebinger behinderte, sodass Netzer mühelos abstauben konnte. Vom somit doppelt irregulären 0: 1 erholten sich die personell aus dem allerletzten Loch pfeifenden Wiener (neben dem angeschlagenen Sonnleitner fiel der erkrankte Wöber als Nächster aus) nie mehr so richtig, obwohl sie die chancenarme Partie optisch offen gestalten konnten und Grahovac ein schönes Freistoßtor gelang. Apropos Freistoß: Wenn den Gegnern ein solcher zugesprochen wird, herrscht bei Rapid regelmäßig Alarmstufe 1 ! Diesmal fielen alle drei Altacher Goals bezeichnenderweise nach Freistößen. Schwacher Trost: In Altach haben schon wesentlich prominenter besetzte Rapidmannschaften viel zu oft die Punkte abgeliefert. Wer auch immer ihr oder der gegnerische Trainer war…
SCR: Strebinger; Auer (77.St.Hofmann), M.Hofmann, Dibon, Schramme!; Thurnwald, Grahovac, Murg; Schaub (71.Szanto), Kvilitaia (77.Tomi), Joelinton.-Tore: Netzer (7., 60.), Dovedan (55.); Grahovac (59., Freistoß).-Gelbe Karten: Prokopic, Lukse; KvilitaiaJoelinton, M.Hofmann.-Cashpoint-Arena, Muckenhammer, 7.229.

„MR. GRÜNZEUG NR. 581″: MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Schon wieder er! Gegen Bilbao dirigierte Kapitän Mario Sonnleitner die starke Abwehr der grünen Notelf souverän, gegen Ried sorgte er per Kopf für den Ausgleich und legte auch sonst eine tadellose Partie hin. In Altach jedoch war er leider nur für die Bank fit genug und konnte so die x-te Niederlage dort nicht verhindern.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Srdjan Grahovac 20. und Joelinton 10. (beide gegen Bilbao).-Ansonsten: Fehlanzeigen.

JÄNNER 2017: EIN WAHNSINNSWINTER

Und das nicht nur wegen der rekordverdächtigen Dauerkälte. Und auch nicht nur wegen der Nachwirkung des Wahnsinnsherbstes 2016: Als sich der Kader am 9.1. zu den medizinischen Tests auf der Schmelz versammelte, laborierten Stefan Schwab (Knöchelbruch), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch gegen Ried) sowie Philipp Schobesberger (Ödem im Knie) weiterhin an langwierigen Verletzungen, um von vergleichsweise geringeren Wehwehchen etlicher Kollegen gar nicht zu reden.

Aber schon sehr bald nach dem ersten Trainingstag ( 10 .1.) ging‘ s erst so richtig los, schlug der Verletzungsteufel in atemberaubendem Tempo zu. Da zeigte sich Sportdirektor Fredy Bickel mehr als nur fassungslos, brachte diese noch nie dagewesene Serie von schweren Blessuren seine Personalplanungen doch total durcheinander: Rapids 30-Mann-Kader hätte durch Transfers auf 25 reduziert werden sollen, aber nun zogen sich jede Menge Akteure quasi von selbst bzw. durch gegnerische Fouls aus dem Verkehr -unglaublich!

15.1.: GERSTHOF 11:0 (3:0), Tore: St.Hofmann (Elfer) , Murg, Kvilitaia, Jelic (4, darunter ein 5­-Minuten-Hattrick), Auer, Arase (2), Wöber. Ivan Mocinic war nicht dabei (Meniskuseinriss, Knorpelverletzung, Arthroskopie, bis Saisonende out) und Thomas Schrammel schied mit Innen-und Außenmeniskuseinrissen aus (OP noch am selben Tag, wochenlang out).

18.1.: TRAISKIRCHEN 7:1 (4:1), Tore: Joelinton, Thurnwald, Okungbowa, Testspieler Gatt, Grahovac, Kvilitaia (2). Max Wöber war schon vorher ausgefallen (Wadenbeinkopfverletzung im Training, drei Wochen Schiene, wochenlang out), Matej Jelic humpelte gleich nach Beginn in die Kabine (Muskelriss in der Wade, wochenlang out), und Christoph Schösswendter biss bis zur Pause die Zähne zusammen, nachdem er brutal gefoult worden war (auch Muskelriss in der Wade, auch wochenlang out) -fünf Langzeitverletzte binnen fünf Tagen, Wahnsinn!

21.1.: WR.NEUSTADT (Trainer: Rene Wagner) 1:2 (1 :2), Tor: Schaub. Na, wenigstens kein neuer Verletzter, hurra!

22.1..: Abflug nach Spanien (Trainingslager in Benidorm), teils mit Rekonvaleszenten, teils mit Youngstern wie Kelvin Arase, Paul Gartler, Attila Szalai und Alex Sobczyk sowie dem FAC­-Kooperationsspieler Andi Kuen, um überhaupt auf Bickels „Traum.zahl“ 25 zu kommen. Am 25.1. ging es in Oliva Nova gegen Ungarns Meister FERENCVAROS BUDAPEST (mit Co-Trainer Goran Djuricins Sohn Marco, einem Ex-SCR-Nachwuchskicker), wobei es dank Szantos Elfer ein 1 :0 (0:0) gab.

28.1 . in Benidorm: PIAST GLIWICE (polnischer Erstligist) 2: 1 (0: 1 ), Tore: Malicsek, Sobczyk. Und ein neuer Schock: Max Hofmann musste früh passen, doch zum Glück ergab eine nach der Heimkehr am 29.1. in Wien durchgeführte MR ,,nur“ einen Außenbandriss im linken Knöchel, weshalb der Maxi ab Mitte Februar wieder einsatzfähig sein will. Immerhin sorgten die Polen, bei denen übrigens Ladi Maier als Co-Trainer fungiert, für den insgesamt 19. grün-weißen Patienten in der bisherigen Saison 2016/17 -Wahnsinn! Und da wundem sich die Leut‘, dass Rapid heuer oft schwach spielt, unter welchem Trainer auch immer. Die winterliche Transferzeit verlief in Hütteldorf notgedrungen ereignisarm wie selten: Paul Gartler (Kapfenberg) und Max Entrup (SKN St.Pölten) wurden für ein halbes Jahr verliehen, um zu mehr Spielpraxis zu gelangen. Da erhebt sich eine bange Frage: Wie wird der (allmächtige?) ,,Block West“ im Sommer Letzteren empfangen? Fraglich war die Zukunft der von Damir Canadi – vor allem wegen des Österreicher-Topfes – aussortierten Ján Novota und Tomi eigentlich nicht mehr, allerdings gab es ja noch Länder wie z.B. Russland, in denen das Transferfenster noch einige Tage geöffnet war. Bei Redaktionsschluss war aber nur bekannt, dass Tomi bei der ,,Zweiten“ trainierte und Rapid nach Gartlers Leihe nur zwei Torhüter hatte. Vorsicht wäre also geboten… Für die Profitruppe gab es keine neuen Gesichter, zumal ja manche Verletzte mehr oder weniger bald zurückkommen sollten. Falls ihnen nichts mehr passiert. Für die 2. Mannschaft wurde hingegen ein bestens bekannter ,,Neuling“ verpflichtet-siehe ,,Ein Blick zu Rapid II“.

Letzter Test vor Meisterschafts-Wiederbeginn am 4.2.: SCHWECHAT 4:0 (2:0), Tore: Kvilitaia, Pavelic, Malicsek, Sobczyk; Stefan Schwab feierte ein gelungenes 45-Minuten-Comeback.

EIN BLICK ZU RAPID II

Weil es in Österreich bekanntlich keine U19-Meisterschaft gibt, nahm Rapid am 6. und 7.1. die Verteidigung des 2016 beim „weltbesten A-Junioren-Turnier“ (deutsche Eigendefinition), dem Mercedes-Benz Junior Cup für U19-Teams in Sindelfingen bei Stuttgart errungenen Titels wieder mit entsprechend jungen Akteuren aus der 2. Mannschaft, ergänzt durch U18-Kicker, in Angriff; überdies standen in ,,Akas“ Aufgebot sogar drei 2000er-Jahrgänge (Goalie Jenciragic sowie die Torschützen Wunsch und Strunz), somit waren die Wiener eine der jüngsten Mannschaften im prominenten Achterfeld. Dessen ungeachtet wurde das Erreichen des Gruppensiegs und des Semifinales vorzeitig fixiert; außerdem stellte Rapid mit dem wieselflinken Dribblanski Kelvin Arase einen der drei Schützenkönige (jeweils fünf Treffer). Gruppenspiele: SÜDKOREA 3:0 (2:0), Tore: Arase (2), Prirsch; VfB STUTTGART 2:0 (1:0), Tore: Küssler, Wunsch; TSG 1899 HOFFENHEIM 0:1 (0:0) -eine Wiederholung des Vorjahresfinales, das der SCR mit 1:0 gewonnen hatte.­ Zwischenrunde: LEICESTER CITY 4:3 (2:3), Tore: Prirsch (2), Sahanelc, Küssler; RB LEIPZIG 0:3 (0: 1).-Semifinale: STUTTGART 2:4 (0:2), Tore: Küssler, Arase.-Spiel um Platz 3: LEIPZIG 3:2(3:1), Tore: Arase (2 Penalties), Strunz.-Finale: Hoffenheim-Stuttgart 2:1 (1:1); Platzierungen ab dem 5. Rang: Leicester, Schalke 04, Südkorea, Rosenborg Trondheim. Nach dem Trainingsstart am 11.1. gab es vorerst zwei Testspiele: Am 21.1. 3:1 (2:0) bei TECHNOPOL (Sobczyk 2, Heinicker) und am 29.1. 9:0 (4:0) gegen EBERAU (Tomi 2, Bosnjak 2, Heinicker 2, Nader, Jusic, Krenn). Dazwischen meldete Rapid Il nach der Verpflichtung des Vienna­-Offensivmannes Eren Keles (22) einen Sensationstransfer: Andi Dober (noch 30 und Liebling vieler Fans) war beim SKN St.Pölten (warum auch immer) nicht mehr gefragt und unterschrieb nach 85 Spielen und elf Toren für die Niederöstereicher bis 2018 für seinen Herzensklub, mit dem er ja zweimal Meister geworden war. Wir heißen den ,,Aggressive Leader‘ herzlich willkommen daheim! Abgegeben wurde hingegen Bernhard Fila (bis zum Sommer an Schwechat verliehen). Nicht so lange fehlen wird Florian Prirsch (OP nach Seitenbandeinriss am 28.1.). Der letzte Test vor dem Abflug ins Trainingslager in Benicassim (Spanien, 9.-15.2.) gegen Karabakh (3.2.) musste abgesagt werden.

SPLITTER

Im Herbst 2016 kamen 620.988 Zuschauer zu den 90 BL-Partien, 196.209 davon zu den neun Heimspielen des SCR. Stunn Graz empfing 97.897, die Austria 67.534 und Red Bull gar nur 62.312. Fazit: Ohne Rapid und ihre Fans könnte die Bundesliga einpacken. Und: Zuschauermäßig nicht auszudenken, wäre Rapid im letzten Halbjahr wirklich Rapid gewesen…

Weil Videoanalyst Stefan Oesen Rapid auf eigenen Wunsch verließ, ist von Zoki Barisics Betreuerstab nur mehr Athletikcoach Alexander Steinbichler beim Klub.-

Die weiteren (Langzeit-)Verletzten des Herbstes: Christoph Schösswendter (Muskelfasereinriss), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch), Jan Novota (Schulterprobleme), Mario Sonnleitner in Altach nur für die Bank fit genug, Maxi Wöber (krank) nicht einmal das.

Erfreuliches hingegen von Werner Kuhn, Rapids verdientem Ex-General-Manager und aktuellem Director Business, Development, Marketing & Sales, erhielt am 15.12. das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien. Sportstadtrat Mailath-Pokorny: „Wenn Rapid eine Religion ist, dann ist Kuhn ihr Kardinal.“ Herzlichsten Glückwunsch, Werner!-

SCR-Weibnacbtsfeier (19.12., Allianz-Stadion): Andy Marek hatte wieder einmal ein tolles Programm organisiert, u.a. mit den Wiener Sängerknaben, einem Team-Wettsingen, das Steff/Sonni/Schwabello/Schobi gegen die Trainer und das Präsidium gewannen, und mit Austropop-Fan Fredy Bickel (,,Du, entschuldige, i kenn di“). Die Wermutstropfen: der sportlich missglückte Herbst sowie die Sorge um Ivica Viskup (künstliches Koma), dessen Genesung nicht nur Michael Krammers Weihnachtswunsch war, sondern auch der der 1.100 Gäste.

Bei der Wahl der BL-Trainer des Fußballers des Jahres (Alaba vor Fuchs und Sabitzer) kam Louis Schaub als Siebenter unter die Top 10, sonst kein Rapidler ..

Gratulation, Joelinton! Der Brasilo wurde am 1.2. in seiner Heimat stolzer Jungpapa eines Sirley Neto.

Vor allem dank dem Slowaken Ján Novota erhielt Rapid von der UEFA 232.000 Euro für die Abstellung von Spielern für die EM-Quali und die Endrunde; in Österreich gab es nur für die Austria mehr (250.000).

Ihr wichtigster Geldgeber ist jäh verstorben, daher droht der Vienna nach 122 Jahren das Aus. Sozial, wie er ist, bot sich der SCR in einer ersten Reaktion für ein Freundschaftsspiel auf der Hohen Warte an.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID. Telefonservice: 01/8170035.-Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at Offenlegung: Grundlegende Richtung von „Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid. Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer,

 

GRÜNZEUG-580

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/DEZEMBER 2016/Nr.580/Versand 12.12.2016

KLEINES JUBILÄUM: DIE 40. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“!

Wir könnten noch zahlreiche andere nennen, aber Manuel Thurnwald, 18, und schon seit 2003 beim SCR, möge exemplarisch dafür dienen, dass die finanzielle Unterstützung der grün-weißen Jugend durch uns, die wir ja auch eine Patenschaft übernommen haben (kürzlich wurden 2.016 Euro an die Jugendleitung überwiesen), kein hinausgeschmissenes Geld darstellt, völlig unabhängig von aktuellen Erfolgen oder Misserfolgen der Profis. Außerdem und überdies: Ein echter Rapidfreund, eine echte Rapidfreundin, um das nicht zu vergessen, sollte gerade in schlechten Zeiten zum SCR stehen und zu seinem (schuldlosen) Nachwuchs sowieso! Daher treten wir zum bereits 40. Mal vor unsere Mitglieder, Leserinnen und Leser mit der Bitte hin, Rapids jungen und jüngsten Kickern eine weihnachtliche Spende ganz nach Selbsteinschätzung zukommen zu lassen. Hiefiir verwenden Sie bitte den beiliegenden Zahlschein, worauf Sie wie immer Ihren werten Namen in der in Bälde erscheinenden Liste der Mäzeninnen und Mäzene finden werden. Im Namen der Burschen schon jetzt besten Dank fiir die Hilfe, deren Weihnachtsfeier mitzufinanzieren, sagt Ihnen unser Vorstand.

Der das mit dem Wunsch verbindet, dass auch Ihnen allen, sehr verehrte Damen und Herren, ein schönes Weihnachtsfest sowie ein guter Rutsch ins nächste, hoffentlich krisenfreie Jahr gegönnt seien.

DAS DEUTSCHE TRIO IST GESCHICHTE, CANADI VOM SCR ZUM SCR

Andi Müller war seit fast drei Jahren Sportdirektor bzw. Vorstand Sport, Carsten Jancker noch länger einer der Co-Trainer und Mike Büskens ab 6.6. Zoki Barisics Nachfolger. Mit ihm gab es einige Hochs (z.B. 2:0 über Chelsea, 4:1 im Derby oder 4:0 über Trencin), aber auch etliche Pleiten. Nach der gegen den WAC mit dem schon siebenten BL-Tor des von Müller an diesen verliehenden „Prosi“ zog das Präsidium die Reißleine: Büskens, in personellen Fragen und Menschenfiihrung (Musterbeispiel: der ohne nachvollziehbare Begründung monatelang auf die Tribüne verbannte Sonnleitner) nicht immer glücklich, wurde ebenso beurlaubt wie sein „Erfinder“ Müller und auch Jancker, sein erster und liebster Assistent. Gleichzeitig trennte Rapid sich auch von den erzgrünen ‚Thomas Hickersberger und Raimund Hedl. Ihnen allen wünschen wir viel Erfolg in ihrem weiteren Leben, verbunden mit dem Dank für die geleistete Arbeit.

Schon am 11.11. präsentierte Präsident Krammer Damir Canadi (46), den Trainer des Jahres 2015, als neuen, mit einem Vertrag bis Sommer 2018 ausgestatteten, Chefcoach. Der gebürtige Wiener kickte als Jüngling u.a. fiir den FAK, was ihm gewisse „Fans“ hoffentlich nicht zum Vorwurf machen werden, hatte mit niederklassigeren Klubs große Erfolge, führte Altach in die Bundesliga, den Europacup und zuletzt auf den sensationellen zweiten Tabellenplatz, während Rapid mit nun zwölf Punkten Rückstand im Mittelfeld darbt. Nun also kam Canadi vom SCR(heindorf) Altach zum SCR(apid) Wien, was für ihn, den mit allen Wassem gewaschenen Taktikfuchs gewiss keinen Kulturschock darstellt. Zusammen mit Damir Canadi begrüssen wir seine für uns neuen Mitarbeiter im Trainerstab: Goran Djuricin (42, früher auch Rapid-Nachwuchstrainer), Martin Bernhard (45), Michael Prokop (laut Canadi „externer Kommunikationstrainer“) sowie einen nicht ganz so Unbekannten, der Helge Payer heißt und Mundis Job übernahm — schön, dich wieder bei uns zu haben, Helge! Sie alle sollten aus der hoch veranlagten Mannschaft mehr herausholen können, als sie zuletzt zeigte.

Das erste Training unter ihnen stieg am 14.11. vor ziemlich vielen Interessenten, wobei die Verletzten und die Teamspieler fehlten, mit Schobesberger ein lang Vemisster aber wieder mit dabei war.

Im Rahmen der Ordentlichen Hauptversammlung mit Neuwahl des Präsidiums am 28.11. im Allianz-Stadion wurde Damir Canadi von über 1.500 Mitgliedern trotz seines miesen Starts überaus freundlich empfangen. Bevor das Präsidium um Michael Krammer mit 95,76 Prozent bestätigt wurde, was angesichts der wirtschaftlichen Bilanz (siehe „Splitter“) absolut verständlich war. Die Schwerpunkte des SK Rapid bis 2019: ua. Stärkung des Nachwuchsbetriebs, eigenes Trainingszentrum, Budgetsteigerung auf 40 Millionen Euro („Wir sind kein Sparverein“), verbesserte Medienpräsenz in eigener Regie, sowie eventuelle Umwandlung in eine nicht börsennotierte AG. Das hörte sich alles ungleich besser an, als es die augenblickliche sportliche Situation war.

Der wir uns hiemit zuwenden wollen bzw. müssen.

Ein schwereres Startprogramm hätte es für Canadi ja gar nicht geben können: Salzburg auswärts (SCR chancenlos), Genk auswärts (auch wegen des Schiritrios in der Europa League out), Sturm daheim (höchst unglückliches Tor zum 1:2), schließlich Mattersburg auswärts. Nach dem 1:1 dort stellte sich zwangsläufig die Frage: Kann Canadi mit dieser Rapidelf gewinnen? Vor der bis dahin „dürftigsten“ Kulisse im Allianz-Stadion lautete die Antwort hierauf: Yes, he can! Zwar liest sich das 1:0 gegen St.Pölten, einen weiteren Abstiegskandidaten, bescheiden, aber Augenzeugen sahen, dass Sonnleitner & Co. Canadis 3-5-2 schon ziemlich gut verinnerlicht haben und die dadurch veränderten Laufwege besser abgestimmt wirken. Allerdings blieb die Chancenverwertung auch gegen die krass unterlegenen Niederösterreicher ungenügend — in dieser Beziehung merkte man die Verunsicherung und Nervosität der Rapidler am deutlichsten. Sodass man trotz enormer Dominanz bis zum Schlusspfiff um den in jeder Beziehung wichtigen Dreier bangen musste. Denn passieren kann ja irnmer etwas, siehe Sturms abgefälschten Zufallstreffer.

Was Canadis erste Wochen mit einer jedes Selbstvertrauens beraubten Truppe zusätzlich erschwerte: Zahlreiche englische Wochen machten regelmäßiges Training unmöglich, wozu noch die immer länger gewordene Verletztenliste kam, um vom mangelnden Glück auch mit den nicht immer Unparteiischen (Derby! Genk!) gar nicht zu reden. St.Hofmann, Rapids Hirn und Herz, „Dynamo“ Schwab und Auer waren und sind schon lange außer Gefecht, der Salzburger Lainer schnitt Murg (vorderes Außenband und Syndesmoseband im linken Knöchel eingerissen) zusammen, der eh schon angeschlagen gewesene Pavelic erlitt einen Muskelfasereinriss, und Schobesberger fällt mit einem Knochenmarködem im Knie erneut aus — sie alle bis zum Jahresende. Um von zwischenzeitlich blessierten Akteuren ganz zu schweigen…

Beim Sturm-Heimspiel forderte der nun im Süden beheimatete und daher möglicherweise etwas desorientierte „Block West“ per Transparent den Samstag als Spieltag — ein Wunsch, der 2017/18 durchaus in Erfüllung gehen könnte, sollte Rapid erstmals nach sechs Jahren international nicht vertreten sein. Es sei denn, in der Liga tut sich noch „was“, oder im Cup der letzten Hoffnung gelingt eine Überraschung. Ausgerechnet dort.

Wie dem auch sei, wir wünschen Damir Canadi, seinem Trainerteam und seiner so oft wie lange nimmer geprügelten Mannschaft ein erfolgreiches Frühjahr 2017 und noch viel mehr! Und uns leidgeprüften Anhängern natürlich ebenfalls.

tipico-Bundesliga (Stand vom 5.12.2016): 1.Sturm 18/36 (33:16).- 2.Altach 18/36 (28:20).- 3.Salzburg 18/34 (35:16).- 5.Rapid 18/24 (28:19).

EL, Gruppe F (Stand nach der 5.Runde): 1.Genk 5/9 (11:9).- 2.Bilbao 5/9 (9:10).- 3.Rapid 5/5 (6:7).- 4.Sassuolo 5/5 (9:9).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, GRUPPE F, 3.RUNDE (20.10.): SASSUOLO (H) 1:1 (1:0).– Obwohl Rapid Niveau und Tempo der furiosen, chancenreichen ersten Hälfte nicht beibehalten konnte, wäre ein Sieg gegen die aufkommenden Italiener möglich gewesen, doch Schrammel köpfelte leider ins falsche Tor. Auch Pech: die Verletzungen beider Innenverteidiger, von denen „Schössi“ nach Jelics Comeback nicht mehr ersetzt werden konnte, weshalb er sich vorne über die Zeit quälen musste. Für beide wurde wegen Einrissen wochenlange Pausen prognostiziert.
SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon (46.M.Hofmann), Schrammet Mocinic, Schwab; Schaub, Murg (64.Grahovac), Traustason (73.Jelic); Joelinton.- Tore: Schaub (7.); Schramme‘ (67., Eigentor).- Gelbe Karte: Murg.- Weststadion, Miguel (Portugal), 22.200.

BL, 12.RUNDE (23.10.): AUSTRIA (H) 0:2 (0:1).– Horror-Ende der starken SCR-Phase vor der Pause: Lehner erfindet ein Elferfoul des vom Anhang frenetisch begrüßten Mario Sonnleitner, Schaub vergibt das schnelle 1:1, Schwab bricht sich Sekunden später den Knöchel. Dann: Unnötiges Konter-0:2, wenig später verletzt sich Auer am Sprunggelenk. Trotz alledem war die erste BL-Niederlage im neuen Stadion höchst vermeidbar, denn Rapid war die in fast allen Belangen bessere Mannschaft, ausgenommen das Verwerten der unzähligen Chancen. Wieder einmal…
SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Auer (57.Schrammel); Mocinic, Schwab (45.Szanto); Schaub, Murg, Traustason (51.Kvilitaia); Joelinton.- Tore: Holzhauser (37., Elfer), Grünwald (48.).- Gelbe Karten: Sonnleitner, Kvilitaia; Filipovic, Larsen.- Allianz-Stadion, Lechner, 26.300.

ÖFB, ACHTELFINALE (26.10.): BW LINZ (A) 4:0 (3:0).- In seinem von den Medien proklamierten „Schicksalsspiel“ schickte Büskens erstmals zwei Stürmer aufs holprige Feld, von denen sich der imponierende Jelic gelegentlich etwas zurückfallen ließ. Er und seine Kollegen beherrschten das Erstligaschlusslicht nach Belieben, auch als sie nach den 4:0 deutlich zurückschalteten.
SCR: Novota; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Schramme‘ (64.Wöber); Mocinic; Schaub, Szanto, Murg (70.Malicsek); Kvilltaia, Jelic.- Tore: Schaub (8.), Murg (22.), Kvilitaia (33.), Jelic (58.).- Gelbe Karten: keine.- Sportklub-Platz, Hameter, 4.500.

BL, 13.RUNDE (29.10.): ADMIRA (A) 2:1 (2:0).- Rapid verdankte den schwer erkämpften Zittersieg vor allem der unmittelbaren Abwehr mit Strebinger an der Spitze. Nach dem unhaltbar abgefälschten Gegentor, aber schon vor Mocinics Ausschluss fand eine SCR-Offensive so gut wie gar nicht statt.
SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Schrammel; Mocinic; Schaub, Murg, Szanto (61.Traustason); Kvilitaia (69.Joelinton), Jelic (46.Grahovac).- Tore: Knasmüller (49.); Szanto (16.), Murg (29.).- Gelbe Karten: Toth, Pavic; Jelic, Grahovac.- Gelb-Rote Karte: Mocinic (76., Foul).- BSFZ-Arena, Kollegger, 5.032.

EL, GRUPPE F, 4.RUNDE (3.11.): SASSUOLO (A) 2:2 (0:2).- Nachdem „Joe“ die Maßflanke des begabten Pavelic-Vertreters Manuel Thurnwald (18) danebengeköpfelt hatte (12.), brachte die SCR-Offensive sehr lange nichts mehr zustande, während die an sich starke Abwehr ein schönes und ein nicht nur vom Zeitpunkt her unglückliches Tor kassierte. Dann aber bewiesen Büskens, Jelic und Kvilitaia ein goldenes Händchen bzw. zwei goldene (linke) Füßchen sowie die gesamte Truppe fantastische Kampfmoral — sensationell!
SCR: Strebinger; Thurnwald, Sonnleitner, M.Hofmann, Schranunel; Grahovac, Mocinic (85.Szanto); Schaub, Murg (61.Jelic), Traustason; Joelinton (61.Kvilitaia).- Tore: Defrel (34.), Pellegrini (45./+3, Freistoß); Jelic (86.), Kvilitaia (90.).- Gelbe Karten: Gazzola, Matri, Peluso; Schaub, Sonnleitner, Mocinic, Kvilitaia.- Mapei Stadium, Reggio nell’Etnilia, Pawson (England), 8.000.

BL, 14.RUNDE (6.11.): WAC (H) 0:1 (0:0).Büskens rotiert, seine junge Truppe investiert, dominiert — und verliert. Weil von 27 Schüssen keiner reingeht und (schon wieder!) Prosenik tichtig steht, als Strebinger einen Freistoß nicht festhalten kann. Am bitteren Ende rotiert auch der „Block West“, allerdings vor Wut: „Müller raus! Müller raus!“
SCR: Strebinger; Thurnwald, Sonnleitner, Schösswendter, Wöber; Grahovac (86.Malicsek), Szanto; Schaub, Murg (76.Traustason), Jelic; Kvilitaia (64.Joelinton).- Tor: Prosenik (75.).- Gelbe Karten: Schaub, Sonnleitner; Offenbacher, Dobnik.- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 17.200.

BL, 15.RUNDE (21.11.): SALZBURG (A) 1:2 (0:2).- Vom bravourösen Strebinger und mit Abstrichen Kapitän (!) Sonnleitner sowie Grahovac abgesehen, gaben sich die Rapidler gegen speziell in den ersten 30 Minuten läuferisch und kämpferisch turmhoch überlegene Bullen längst nicht so mutig wie ihr neuer Trainer. mit seiner Aufstellung. Irgendwie bezeichnend: Dabbur konnte in Österreich noch nie so aufgeigen wie gegen diese grünen Waserln. Die erst bei der wilden Rudelbildung nach Tomis (!) spätem Penaltytreffer mithielten, aber trotzdem auch hier verloren, weil Harkam eine Tätlichkeit Sonnleitners sah, während Wüterich Miranda mit Gelb-Rot davonkam.
SCR: Strehinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofinann, Schrammet Mocinic (67.Malicsek), Szanto; Schaub, Joelinton (33.Grahovac), Murg (64.Tomi); Kvilitaia.- Tore: Dabbur (8.), Lainer (45./+1); Tomi (90./+2, Elfer).- Gelbe Karten: Lainer, Lazaro; Grahovac, Schrammet Tomi, Schaub, M.Hofmann.- Gelb-Rote Karte: Miranda (90./+3, Unsportlichkeit).- Rote Karte: Sonnleitner (90J+5, unsportliches Verhalten).- Red-Bull-Arena, Harkam, 15.082.

EL, GRUPPE F, 5.RUNDE (24.11.): GENK (A) 0:1 (0:1).- Als die Mannschaft Canadis 3-5-2 verinnerlicht hatte, stand es durch ein Abseitstor schon 0:1. Nun waren Sonnleitner & Co. mit den heimstarken Belgiern auf Augenhöhe, vergaben aber die wenigen Chancen (Joelinton!) und kamen durch eine weitere Fehlentscheidung ums 1:1, denn Schaub beging kein Foul (77.).
SCR: Novota; Sonnleitner, Schösswendter, Dibon; Thurnwald (72.Kvilitaia), Grahovac, Wöber, Schaub (84.Jelic), Schrammet Joelinton (63.Schobesberger), Traustason.- Tor: Karelis (10.).- Gelbe Karten: Pozuelo, Bizot; Wöber, Kvilitaia, Dibon, Jelic.- KRC-Genk-Arena, Kruzliak (Slowakei), 10.000.

BL, 16.RUNDE (27.11.): STURM (H) 1:2 (1:1).- Zur Entlastung des verunsicherten Mittelständlers Rapid: Gegen den Leader Sturm fehlten ihm etliche Stützen, u.a. der für diese Partie gesperrte Sonnleitner (Osarenren Okungbowa feierte ein 45-Minuten-Debüt mit Licht und Schatten), sowie wegen der Unzahl an Spielen ausreichende Trainings unter dem neuen Coach, und dann verirrte sich auch noch ein Verzweiflungsweitschuss unhaltbar abgefälscht ins eigene Netz — 1:2 und daher mehr Niederlagen (6) als Siege (5)…
SCR: Strebinger; M.Hofinann, Schösswendter, Wöber; Traustason, Okungbowa (46.Mocinic), Grahovac, Schaub (70.Jelic), Schrammet Schobesberger (60.Szanto), Kvilitaia.- Tore: Kvilitaia (13.); Lykogiannis (10., Freistoß), Schmerböck (81.).- Gelbe Karte: Jeggo.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 26.200.

BL, 17.RUNDE (30.11.): MATTERSBURG (A) 1:1 (0:0).– Im „Krisentreffen“ agierte Rapid im Passspiel und im gegnerischen Strafraum geradezu ängstlich und daher fehlerhaft, sieht man von Joker Malicsek ab. Andererseits war der SVM nur durch Janos Freistöße gefährlich. Verschärfung der permanenten Personalprobleme des nwunehrigen Siebenten (0 SCR: Thumwald, Ersatz für Pavelic (Muskelfasereinriss, für heuer out), wurde von Maksimenko in die Kabine gecheckt, und Schrammel sah die Ampelkarte. Gründungsfarben hin oder her, warum werden die seit Jahrzehnten überwiegend Unglück bringenden rot-blauen G’wandeln endlich und endgültig entsorgt?
SCR: Strebinger; Schösswendter, Sonnleitner, M.Hofrnann; Thurnwald (13.Traustason), Mocinic (74.Malicsek), Dibon (86.Grahovac), Schaub, Schrammet Kvilitaia, Joelinton.- Tore: Jano (73., Freistoß); Malicsek.(76.).- Gelbe Karten: Rath, Tempi, Höller, Jano.- Gelb-Rote Karte: Schrammel (87., Foul).- Pappelstadion, Ouschan, 3.100.

BL, 18.RUNDE (3.12.): ST.PÖLTEN (H) 1:0 (0:0).– Dürftiges 1:0 gegen den Vorletzten? Ja und nein! Der drückend überlegene SCR legte trotz Artfangsnervosität eine gute Leistung hin, hatte aber nicht nur bei Joelintons Lattenpendler (48.) Schusspech. Super: Schaubs Vorarbeit zum Goldtor.
SCR: Strebinger; Schösswendter (46.Grahovac), Sonnleitner, M.Hofmann, Thurnwald, Mocinic (72.Malicsek), Dibon, Schaub, Traustason; Kvilitaia (64.Jelic), Joelinton.- Tor: Traustason (79.).- Gelbe Karten: Traustason; Ambichl, Dober, Schütz.- Allianz-Stadion, Heiß, 14.200.

„MR. GRÜNZEUG NR. 580”: MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Nur das zu Rapids aktuellem Kapitän: Sonnis quasi aus dem Stand abgelieferten Beweise seines Könnens kamen einer Ohrfeige für Mike Büskens gleich, der ihn monatelang auf die Tribüne verbannt hatte, warum, das weiß der Teufel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Christopher Dibon 25. (Sassuolo, H); Thomas Schrammet 25. (Sassuolo, A); Mario Pavelic 20. (Sassuolo, H).- BL-Spiele: Mario Pavelic 75. (Austria); Christopher Dibon 75. und Thomas Schrammet sogar 125. (beide gegen Mattersburg).- BL-Tor: Tomi erzielte in Salzburg Rapids 25. diesjährigen Treffer.

EIN BLICK ZU RAPID II

10.RUNDE (NACHTRAG, 18.10.): MANNSDORF (A) 1:2 (1:1).– Gartler; Thtn-nwald, Bosnjak, Szalai, Prirsch (57.Leovac); Ljubicic, Okungbowa (83.Heinicker); Tüccar (71.Pfeifer), Gashi, Kovacec; Sobczyk.- Tore: Bauer (29.), Gallhuber (59., Freistoß); Gashi (5.).- Rote Karte: Ljubicic (79., Tätlichkeit).- Mannsdorf, Braunschmidt, 300.

12.RUNDE (23.10.): STADLAU (A) 1:2 (0:2).– Gartler; Bosnjak, Pfeifer, Szalai; Thurnwald, Küssler, Okungbowa, Gashi (23.Nöstlinger), Leovac (82.Prirsch); Sobczyk, Tüccar.- Tore: Gusic (41.), Düzgün (43.); Sobczyk (60.).- Stadlau, Pichler, 300.

13.RUNDE (28.10.): SPORTKLUB (H) 0:2 (0:1).– Haas; Thurnwald, Ljubicic (46.Bosnjak), Szalai (74.Pfeifer), Prirsch; Okungbowa, Nöstlinger; Tüccar, Küssler (70.Heinicker), Arase; Sobczyk.- Tore: König (23.), Dimov (66.).- Allianz-Stadion, Lukic, 1.000.

14.RUNDE (4.11.): TRAISKIRCHEN (A) 0:2 (0:1).– Gartler; Bosnjak, Pfeifer, Plüsch (70.Küssler); Okurtgbowa; Ehrnhofer (61.Nader), Tüccar, Nöstlinger, Obermüller; Sobczyk, Heinicker (75.Sahanek).- Tore: Koglbauer (30.), Steinacher (90.).- Gelb-Rote Karte: Obermüller (72., Foul).- Traiskirchen, Gregorits, 300.

15.RUNDE: Das Heimspiel gegen RITZING wurde vom 11.11. auf den 24.2.2017 verschoben, weil wieder einige Rapidler in Nachwuchsteams berufen wurden.

16.RUNDE (19.11.): PARNDORF (II) 2:2 (2:0).- Haas; Bosnjak, Pfeifer, Szalai, Prirsch; Okungbowa, Ljubicic; Küssler (43.Ratkai), Nöstlinger, Arase (78.Leovac); Sobczyk (90./+5 Kovacec).- Tore: Nöstlinger (9.), Ljubicic (38.); Ljubic (57.), Umprecht (58.).- Rote Karte: Haas (41., Hands).- Bes.Vorkommnis: Schiri Katona musste wegen Verletzung durch den 1. Assistenten ersetzt werden.- Allianz-Stadion, West 1, Mag.Katona (69.0britzberger), 150.

RESÜMEE: Vierte Auswärtspleite mit einem Tor Differenz beim Neuling Mannsdorf (Trainer: Herbert Gager, Sohn unserer Frieda), weil ein 1:0 erneut nicht hielt, bei 1:1 zweimal das Alu getroffen wurde und der Ausschluss des Kapitäns auch nicht hilfreich war.— Bei den heim- und abwehrstarken Stadlauern gab’s eine weitere unglückliche Auswärtsniederlage mit einem Tor Differenz sowie einen Verletzten in der eh schon ersatzgeschwächten Truppe: Gashi, bis dahin einer der Besten.— Mit der (verdienten) ersten Heimniederlage der im Abschluss versagenden „Zweiten“ endete deren stolze Serie gegen den Sportklub: 9 Siege, 3 Remis und 26:9 Tore seit 25.5.2012.— Abstellungen an die ebenfalls personell arg gebeutelten Profis sowie viele Verletzungen u.a von Gashi (Seitenbandeinriss), Kovacec (Muskelfasereinriss) oder Kapitän Ljubicic machten auch das 0:2 beim RLO-Neuling Traiskirchen einigermaßen verständlich und verzeihlich.— Irgendwie stand das Spiel gegen Schweitzers starke Parndorfer unter einem Unstern: Am 18.11. streikte das Flutlicht, tags darauf ging Rapid II wie aus dem Nichts 2:0 in Führung, gleich darauf sah Haas „Rot“, sein Vertreter Ratkai musste einen blitzartigen Doppelschlag einstecken, wenig später verletzte sich der Referee, und am Ende hätte es ebenso gut 3:2 wie 2:3 heißen können. Jedenfalls gelang „Akkas“ tapferer Rumpfmannschaft der erste Punktgewinn nach fünf überwiegend unglücklichen Niederlagen.

RLO-Herbstendstand: 1.Austria Am. 15/33 (25:13).- 2.Ritzing 13/32 (37:10).- 3.Vienna 15/31 (27:11), 10.Rapid II 14/17 (21:20) bei nur 5 Heim-, aber 9 Auswärtsspielen 0).

SPLITTER

Tamas Szanto (20) verlängerte seinen Vertrag bis 2021.— Österreichs Bestverdiener in der Europa League 2015/16 hieß Rapid: 10,633 Millionen an Prämien konnten verdient werden, während Salzburg, Altach, der WAC und Sturm nur auf 880.000, 450.000, 430.000 und 220.000 kamen – alles Bagatellen im Vergleich zur Champions League, in der Manchester City, obwohl im Semifinale out, 83,8 und Sieger Real Madrid 80 Millionen kassierten.

„MV“ vom 7.11.: Einige Stunden nach Büskens` und Müllers Beurlaubung weilte Stephan Auer bei einer Behandlung, aber „Neuling“ Christoph Schösswendter, unser „altes“ Mitglied Thomas Schrammel und der mit gewaltigem Applaus begrüßte Mario Sonnleitner erschienen sehr wohl, um über die Pleiten der letzten Wochen, „Sonnis“ von Büskens ohne echte Begründung verordnete fünfmonatige Zwangspause und einen neuen, noch unbekannten, Trainer zu diskutieren. Weil die grüne Welt trotz allem noch nicht untergegangen war, wurde zwischendurch auch ein bisserl Schmäh geführt. Sodass der „Schössi“ beim Gehen sagte: „A Gaudi war’s!“ Mit Christian Strommer, 2320 Schwechat, ließ sich übrigens (leider nur) ein neues Mitglied einschreiben. Herzlich willkommen!

WM-Quali: Am 12.11. in Wien 0:1 (0:0) gegen Irland, Schaub ab 57. Minute.— Test: Am 15.11. in Wien gegen die Slowakei (mit dem starken Novota bis zur Pause) 0:0.

U2I -EM-Quali: Play-offs gegen Spanien am 11.11. in St.Pölten 1:1 (0:1), Tor: Jonny (Eigentor), Murg (Hüftprobleme) fehlte, und am 15.11. in Albacete 0:0, Gelb-Rot: Schöpf (80.), Schaub spielte durch, Gartler und Wöber waren beide Male Ersatz, Spanien ist glücklicher EM-Teilnehmer. Dennoch muss „Gregerls“ Aussenseitem zu ihrer Gesamtleistung gratuliert werden!

Zurück zu echt Erfreulichem: Rapid verzeichnete 2015/16 einen Rekordumsatz von 48 Millionen Euro und einen Gewinn von 11,6 Millionen – das beste Ergebnis eines österreichischen Fußballklubs aller Zeiten. Nun sollte es nur noch auf der grünen Wiese auch so super laufen…

Wieder etwas (sehr) Negatives: Christian Salaba (45), der 1991/92 neun BL-Spiele für den SCR bestritt, mit dem er später geschäftlich verbunden war, verstarb am 18.11. überraschend und hinterließ einen nun vollverwaisten Sohn (16), dem unser ganzes Mitgefühl gilt.

Fußballfan Placido Domingo startet seine gigantische „Aida“-Tournee am 18.6.2017 in Rapids Allianz-Stadion – eine gewiss europaweit Aufmerksamkeit erweckende Ehre für Wien-Hütteldorf.

Krampuskränzchen vom 2.12.: Auch heuer stellte sich der Höllenfürst im Klublokal ein, um zu den „G’strampften“ von „Pepi & Friends“ sowie Speis- und Trank Mitgliedern und Gästen, darunter abermals das freudig begrüßte Ehepaar Kersting aus Dortmund (wo blieb so mancher viel näher Wohnhafte?), die Rute spüren zu lassen. Trotzdem verließen die meisten Besucher den Ort des (moderaten) Schreckens, besonders jene, die schöne Tombolapreise gewonnen hatten, höchst zufrieden.

Seine besten aller Fans bescherten dem SCR wieder einmal eine Geldstrafe: 16.000 Euro wegen Pyrotechnik und Spielunterbrechung im ÖFB-Cup (Leobendorf, BW Linz).

Die Nachwuchs-Weihnachtsfeier des SK Rapid: im Anschluss sagte man den grün-weißen Unterstützern und Förderern Dank, indem Christoph Peschek und Peter Grechtshammer ihnen das diesjährige Gruppenfoto aller Mannschaften in Übergröße überreichten: In Vertretung übernahmen Gerhard Niederhuber (Klub der Freunde des SCR), Heidemarie Kipperer (Lyoness), Martin Bruckner (Allianz) und Stefan Singer (ARS-Real). So wie jedes Jahr hatte auch der Klub der Freunde des SCR einen Scheck mitgebracht und überreichte diesen mit der Summe von Euro 2.500 an die Verantwortlichen. Zudem bescherte eine anonyme Spende aus dessen Vorstand der Mannschaftskassa des Special Needs Teams einen Betrag von Euro 1.000. Auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!

Bericht 07.12.2016 / 14:52, Quelle: www.skrapid.at
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Erstellt von Stefan Rakousky 10.12.2016

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: klubderfreunde{at}aon.at

FROHE WEIHNACHTEN und EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR WÜNSCHT DER VORSTAND

GRÜNZEUG-579

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID
(GEGRÜNDET 1951) 44. JAHRGANG/OKTOBER 2016/Nr.579 Versand 24.10.2016, Postamt 1120

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 7. NOVEMBER 2016, um 19 Uhr statt. Eingeladen haben wir diesmal
die Herren Stefan AUER, Christoph SCHÖSSWENDTER, Thomas SCHRAMMEL und Mario SONNLEITNER. Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

EINLADUNG zum KRAMPUSKRÄNZCHEN, am FREITAG, dem 2.12.2016, um 18.30 im KLUBLOKAL.

Einlass: 18.00 Uhr! Eintritt frei! Wir ersuchen wie alljährlich um zahlreiches
Erscheinen, wenn möglich in Gesellschaft Ihrer Freunde und Familie!

Für gute Stimmung ist gesorgt! Es gibt eine große Tombola!

IN EIGENER SACHE

Ilvy Kinginrinteich, die treue, unserem Klub offiziell angehörende Hündin des langjährigen Rapidfreundes, Herrn Prof.Mag.Peter Praschl, 2560 Berndorf, ist leider nicht mehr. Es gab und gibt aber auch Austritte, die wir nicht nachvollziehen können und denen viel weniger Eintritte gegenüberstehen. Was jenen, welchen die Zukunft unseres Traditionsvereins am Herzen liegt, ernsthaftes Kopfzerbrechen bereiten sollte. Hat sich der im November 1951 gegründete Klub der Freunde des S.C. Rapid schlicht und einfach überlebt bzw. ist er zu „undynamisch“? Soll er sich auch der viele Augen und Hirne vernebelnden Pyrotechnik verschreiben? Soll er auch gegen alles und jedes rebellieren? Soll er auch die eigenen Spieler verbal und im Fall des Falles sogar körperlich bedrohen, statt sie im Klublokal freundlich zu bewirten? Soll er aufhören, Rapids Nachwuchs finanziell zu fördern, was die Öffentlichkeit sowieso einen Dreck interessiert und die meisten Fans ebenfalls nicht? Was meinen Sie, sehr verehrte Damen und Herren?

Bedenken Sie aber bitte: Unter einem Obmann Niederhuber bzw. dem derzeitigen Vorstand wird es bei uns weder Pyro noch irgendeine Form von Gewalt geben. Dafür hingegen eine Fortsetzung der Nachwuchsunterstützung. Wer ebenso denkt, der (die) bleibt bzw. kommt zu uns, ohne uns mit irgendwelchen knieweichen Argumenten oder gar einem ungesagten Götz-Zitat den Rücken zu kehren.

MISSION 33: SCHAFFEN WIR DAS?

Bei einem Blick auf die aktuelle Tabelle der österreichischen Bundesliga würde vermutlich nicht einmal eine Angela Merkel diese Frage bejahen. Obwohl die Vereinsleitung für die Realisation der oft zitierten 33. Meisterschaft sowie auch des Gewinns des Cups -beides von den „aktiven“ Fans wichtigtuerisch als ihre „Zielsetzung“ proklamiert – so viel Rapid-Marie wie noch nie in die Hand genommen hatte. Während es beim wesentlich bescheidener auftretenden SK Sturm Graz mit seinem bereits zehnfachen (!) Torschützen Deni Alar wie geschmiert läuft, worüber sich gewiss auch die stinkreichen Salzburger Bullen wundern… Wir wunderten uns vor allem über Rapids Darbietung in Ried. Hatte es am 27.5. im Allianz-Stadion noch ein grandioses 5:0 gegeben, so wartete nun die nahezu selbe Mannschaft (nur Richard Strebinger und Steffen Hofmann waren neu) mit einer erbärmlichen Gesamtleistung auf, der Teufel weiß, warum. Jedenfalls brachte die Art und Weise, auf die sich Mike Büskens nicht wieder zu erkennende Truppe von einem SV Ried vorführen ließ, Sportchef Müller, wieder einmal auf die Palme und quasi zur Umdichtung der Rapid-Hymne: „Rapid, Rapid, mia san ka Einheit!“ Das wiederum rief Stefan Schwab, der den erneut verletzten Steffen Hofmann (Muskelbündelriss im Aduktorenbereich) weitere zwei Monate als Kapitän vertreten wird, auf den Plan: „Das ist die Kritik von Herrn Müller, die wir respektieren und akzeptieren“ (müssen), aber vermutlich nicht ganz teilen. Ob Müllers „bewusst zum Ausdruck gebrachtes Gefühl“ zur Leistungssteigerung seiner und Büskens‘ Schützlinge beitrug, blieb zumindest in den ersten 75 Minuten der Altach-Partie mehr als fraglich. Aber: Wenn Schwab & Co. etwas aus diesem letztlich enttäuschenden Spiel für die Zukunft mitnehmen sollten, dann das: Man kann das Steuer selbst in aussichtslos scheinenden Situationen noch herumreißen, wenn man sich den Arsch aufreißt! Was ja auch der Herr Müller immer wieder predigt. Außerdem und überdies: Gerade der SCR muss eine Einheit sein und bleiben, die zusammenhält. Daran sollten wir alle denken, vom Krammer über den Schwab und dessen Mitspieler bis runter zum verbohrtesten Ultra, verdammt noch einmal! Wir schaffen das, sollten wir wenigstens mit Recht sagen können, wenn wir uns mit der Auslosung des ÖFB-Cup-Achtelfinales beschäftigen: Weil auch BW Linz, seine Zeichens Abstiegskandidat der Ersten Liga, aber höchstwahrscheinlich um einiges stärker als Karabakh oder Leobendorf, mangels geeigneter Heimstätte auf dem Sportklub-Platz Rapid empfängt (26.10.). Undenkbar, dass auch diese Partie mit einer Pleite endet! Obwohl der „Rasen“ in Dornbach unglaublich katastrophal ist und der SCR alles andere denn ein Cupspezialist. Die Mission 33 jedenfalls scheint zumindest im Augenblick utopischer denn je zuvor, sodass man schon überlegen könnte, sie auf„Mission 2033″ umzutaufen, ha, ha, Scherz lass‘ nach!

tipico-Bundesliga (Stand vom 16.10.2016): 1.Sturm 11/28 (23:6).-2.Altach 11/20 (15:13).­3.Salzburg 11/19 (19:9).-5.Rapid 11117 (22: 10). EL, Gruppe F (Stand vor der 3.Runde): 1.Genk 2/3 (5:4).-2.Sassuolo 2/3 (4:3).-3.Rapid 2/3 (3:3).-4.Bilbao 2/3 (1 :3).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 7.RUNDE (10.9.): STURM GRAZ (A) 1:1 (0:1).

Nach der Trauerminute für Ex-Sturm-und SCR-Trainer Karl Schlechta (94), großer Dominanz der „Wiener Schweine“, wie Sturms Fans die Rapidler immer zu nennen belieben, und Dibons früher Verletzung hieß es im Anschluss an einen Corner urplötzlich 0: 1, was Rapids Maschinerie für geraume Zeit bremste. Szantos Abstaubertor (stand Vorbereiter Joelinton abseits?) folgten „Joes“ toller, von Gratzei ebenso toll abgewehrter Schuss und erneut viel grün-weißer Ballbesitz, aber auch viele Ballverluste und Grazer Freistöße. Weil der herausragende Strebinger auch im von Pyrodeppen hüben wie drüben verursachten Nebel nicht mehr zu bezwingen war, blieb es gerechterweise dabei: Sturm kann Rapid nicht schlagen! SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon (19.M.Hofmann), Schramme!; Mocinic, Schwab; Schaub, Szanto (88.Grahovac), Traustason (74.Murg); Joelinton.-Tore: Schulz (22.); Szanto (54.).­Gelbe Karten: Jeggo, Koch; Mocinic, Schwab.-Merkur-Arena, Drachta, 16.604.

EL, 1.RUNDE (15.9.): KRC GENK (H) 3:2 (0:1).

Nichts für schwache Nerven! In der durchwachsenen ersten Halbzeit hielt Strebinger Rapid fast im Alleingang im Spiel, doch gegen Baileys 17-Meter-Kracher exakt ins Kreuzeck war selbst er machtlos. Nach der Pause wurde das unbegreiflicherweise nicht ausverkaufte Stadion für die Gäste tatsächlich zur „grünen Hölle“, in der Schwab & Co. nun viel energischer und druckvoller auftraten, speziell zwischen der 51. und 59. Minute: Zuerst gelang dem Ersatzkapitän auf Schaubs Pass der Ausgleich, dann krönte der keinen einzigen Ball verloren gebende Joelintos seine nicht nur kämpferisch großartige Leistung mit dem unglaublichen 2: 1, dem dank einer Rasenunebenheit und Goalie Bizots Rasur prompt das 3: 1 folgte. Genks Pressballkönige gaben sich aber noch nicht geschlagen und ließen uns bis zum Schlusspfiff um den verdienten Startsieg bangen. SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic, Schwab; Schaub, Szanto (62.St.Hofmann), Traustason (79.Murg); Joelinton (87.Kvilitaia).-Tore: Schwab (51.), Joelinton (59.), Colley (60., Eigentor); Bailey (29., 88., Elfer).-Gelbe Karten: Schwab, St.Hofmann; Pozuelo.-Bes.Vorkommnisse: Die UEFA verbietet Stadien mit Sponsorennamen; Rapid musste die Nachspielzeit wegen Dibons Ausscheiden zu zehnt bestreiten.-Weststadion, Blom (Niederlande), 21.800.

BL, 8.RUNDE (18.9.): MATTERSBURG (H) 3:0 (0:0).

Lange schien ein weiterer Nach-EL-Flop zu drohen, weil Rapid mit dem enormen Ballbesitz nichts anfangen konnte und es drei knifflige Szenen im eigenen Strafraum gab: Zu Unrecht annulliertes SVM-Tor? Zwei Fouls von M.Hofmann? Erst nach dem 1 :0 des wiederum herausragenden Schaub spielten die Grünen so richtig befreit auf und brachten im Finish auch noch einen Debütanten, den Flügelflitzer Kelvin Arase aus der Ul 8. SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, M.Hofmann, Schramme!; Grahovac, Schwab; Schaub (86.Arase), Szanto (74.St.Hofmann), Murg; Joelinton (85.Kvilitaia).-Tore: Schaub (62.), Szanto (65.), Pavelic (83.).-Gelbe Karten: Schrammel; Jano, Maksimenko.-Allianz-Stadion am Gerhard­-Hanappi-Platz, Schüttengruber, 19.600.

ÖFB-CUP, 2.RUNDE (21.9.): LEOBENDORF (A) 1:0 (0:0).

Auf dem Dornbacher Krautacker fühlten sich die n.ö. Landesligakicker viel wohler als der SCR, welcher auch mit der gegnerischen Offensive einige Probleme hatte (z.B. traf Ex-Rapidler Konrad die Latte, 21.). Sagen wir halt: Nur der Aufstieg zählte … SCR: Novota; Auer, Schösswendter, M.Hofmann, Schramme!; Grahovac, Mocinic; Murg, St.Hofmann (69.Arase), Szanto (89.Schwab); Kvilitaia (78.Joelinton).-Tor: Schösswendter (50.).­ Gelbe Karten: Nummer 20 Leobendorfs; Kvilitaia.-Bes.Vorkommnisse: Zwei Unterbrechungen wegen Pyro-Nebels aus dem SCR-Fansektor.-Sportklub-Platz, Harkam, 3.500.

BL, 9.RUNDE (24.9.): ST.PÖLTEN (A) 1:1 (1:0).

Wer Meister werden will, darf gegen kleinkalibrige Teams nicht ständig Punkte verschenken! Nach dem 1 :0 unmittelbar vor der Pause
fand eine SCR-Offensive kaum statt, warum auch immer. Dazu kam eine Konfusion der ansonsten guten Innenverteidigung beim letztlich gerechten Ausgleich des erwartungsgemäß topmotivierten Aufsteigers. SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac, Schwab; Schaub, Szanto (79.Arase), Murg; Joelinton.-Tore: Petrovic (59.); Joelinton (45./+3, Elfer).-Gelbe Karten: Stec, Petrovic, Martic; Schwab.-NY-Arena, San (Schweiz), 8.000.

EL, 2.RUNDE (29.9.): ATHLETIC BILBAO (A) 0:1 (0:0).

Schiri-Groteske in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: 1:0 für die drückend überlegenen Basken? Oder Elfer wegen angeblichen Strebinger-Fouls? Oder doch Abseits? Endlich letztere, tatsächlich richtige Entscheidung plus Zurücknahme der „Gelben“ für den überragenden Richie. Dessen unmittelbare Vorderleute agierten ebenfalls stark, obwohl sie wegen der fast unzähligen Ballverluste, die nicht immer dem extremen Pressing des spanischen Spitzenklubs geschuldet waren, nur wenige Verschnaufpausen hatten. So etwas wie eine gezielte Rapid-Offensive gab es erst nach Steffens Einwechslung. SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Grahovac, Mocinic (67.St.Hofmann); Schaub, Schwab, Traustason (72.Szanto); Joelinton (84.Kvilitaia).-Tor: Benat (59.).-Gelbe Karten: Alvarez; Schramme}, Dibon, Grahovac, Joelinton.-Estadio San Mames, Bilbao, Chapron (Frankreich), 35.000.

BL, 10.RUNDE (2.10.): RIED (A) 2:4 (1:3).

Trainer Büskens zur „Krone“: „Bei jedem, der Rapid im Herzen trägt, kann ich mich nur entschuldigen. Das war Rapid nicht würdig.“ Genau! Ins desaströse Bild von hinten bis vorne passte Steffen Hofmanns frühe Adduktorenverletzung beim Startelf­-Comeback perfekt … SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac (46.Mocinic), Schwab; Schaub, St.Hofmann (23.Szanto), Murg (69.Kvilitaia); Joelinton.-Tore: Honsak (6.), P.Zulj (23.), Reifeltshammer (40.), Nutz (65.); Schwab (26., 90.).-Gelbe Karten: Elsneg, Chessa; Mocinic, Pavelic.-Keine-Sorgen-Arena, Eisner, 5.179.

BL, 11.RUNDE (15.10.): ALTACH (H) 1:1 (0:1).

Note 4-5 für die über weite Strecken miserable Anhäufung von enervierenden Quer-, Rück-und Fehlpässen, gipfelnd in Pavelics zum 0:1 führendem Patzer. Auf so etwas hatten die Altacher ja nur gewartet, um mit gefährlichen Kontern zu antworten. Jene „Fans“, deren „Zielvorgabe“ das Double gewesen war, auch? Jedenfalls konnten sie nun endlich einmal erbost pfeifen und der Mannschaft dann die Verabschiedung verweigern. Dennoch und trotz zusätzlich gewachsener Verunsicherung verdiente sich der obendrein auch noch dezimierte SCR (Grahovac war dubioserweise ausgeschlossen worden) für seine enorme Moral, mit der er gegen eine Menschenmauer den Ausgleich erzwang, die Note 1. Auch wenn das am Ende niemanden befriedigen konnte. SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Grahovac, Schwab; Schaub (77.Kvilitaia), Szanto, Murg (63.Traustason); Joelinton.-Tore: Schösswendter (89.); Ngamaleu (29.).-Gelbe Karten: Grahovac, Schwab, Joelinton; Jäger (mit dem schwachen Schiri vermutlich nicht verwandt), Schreiner.-Rote Karte: Grahovac (75. Unsportlichkeit).-Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Jäger, 22.000.

„MR. GRÜNZEUG NR. 579″: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Ab dem bescheidenen Cup-1 :0 gegen den Landesligisten Leobendorf (da durfte Jan Novota spielen) wurden Rapids Leistungen und Resultate immer unerfreulicher, was für das 2:4 in Ried ganz besonders gilt. Dort blieb auch Richard Strebinger bei weitem nicht fehlerfrei, man denke nur an sein
Fast-Eigentor zum 0:2. Insgesamt aber war unser junger „Meister im Eins-gegen-eins“ der beste, weil beständigste Rapidler.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiel: Louis Schaub 25. (Genk).-BL-Spiele: Stefan Schwab (75.), Srdjan Grahovac 50. (Altach). BL-Tor: Louis Schaub 20. (Mattersburg).

EIN BLICK ZU RAPID II

6.RUNDE (9.9.): VIENNA (A) 1:2 (1:2).

Haas; Thurnwald, Ljubicic, Szalai (24.Bosnjak), Wöber; Malicsek (60.Pfeifer), Okungbowa; Kovacec, Gashi, Tüccar (73.Heinicker); Sobczyk.-Tore: Kurtisi (12.), Ljubicic (40„ Eigentor); Kovacec (43„ Elfer).-Hohe Warte, Sadikovski, 1.084. Tagebuch-Eintrag

7.RUNDE (16.9.): ADMIRA JUN. (H) 2:0 (1:0).

Gartler; Thurnwald (21.Bosnjak), Szalai, Wöber, Prirsch; Malicsek (56.Tüccar), Ljubicic; Okungbowa, Gashi, Kovacec; Entrup (69.Sobczyk).-Tore: Wöber (27.), Ljubicic (60.).-Elektra-Platz, Jacob, 255. Tagebuch-Eintrag

8.RUNDE (25.9.): EBREICHSDORF (A) 0:1 (0:1).

Gartler; Thurnwald, Wöber, Szalai, Prirsch (84.Bosnjak); Okungbowa, Ljubicic, Gashi; Tüccar (70.Heinicker), Entrup (60.Sobczyk), Kovacec.­ Tor: Bauer (38.).-Ebreichsdorf, Fröhlacher (Kärnten), 850. Tagebuch-Eintrag

9.RUNDE (29.9.): NEUSIEDL (H) 3:2 (2:1).

Haas; Ehrnhofer (46.Thurnwald), Bosnjak, Szalai; Ljubicic; Kovacec, Okungbowa, Gashi, Leovac; Sobczyk (83.Pfeifer), Heinicker (60.Tüccar).-Tore: Sobczyk (5., 7.), Gashi (82.); Markus (22.), Enz (90./+3).-Allianz-Stadion, West 1, Javornik, 100. Tagebuch-Eintrag

10.RUNDE

Das Spiel in MANNSDORF wurde vom 7.10. auf den 18.10. verschoben, weil mit Thumwald, Wöber, Prirsch, Arase und Tüccar fünf Jungrapidler im U19-Team standen, das sich in Litauen mit Siegen über die Gastgeber (3:2), Aserbaidschan (4:1) und Bosnien-Herzegowina (3:1) souverän für die Eliterunde der EM qualifizierte; während Gartler als zweiter Keeper ins U21-Team aufgerückt war.

11.RUNDE (13.10.): AUSTRIA AM. (A) 1:2 (1:0).

Gartler; Bosnjak, Szalai, Wöber, Leovac; Malicsek (64.Thumwald), Okungbowa (71.Tüccar), Ljubicic, Gashi: Kovacec, Sobczyk.-Tore: Frank (57., Elfer), Blauensteiner (67.); Kovacec (44.).-Austria-Akademie, Hasanovic, 350. Tagebuch-Eintrag

RESÜMEE

Nach seinem Blitz-Ausschluss (Tätlichkeit) in Amstetten wurde Berni Fila für zwei Partien gesperrt.—Im darauffolgenden Spiel setzte es bei der eindeutig besseren Vienna die erste Saisonniederlage, welche ohne Haas‘ tolle Paraden wesentlich empfindlicher als 1:2 ausgefallen wäre. Einziger echt gefährlicher SCR-Schuss: Kovacecs verwandelter Penalty.—Rasenreparatur auf West 1, daher wieder ab in den Prater! Wo es gegen Admira Jun. nach guter Startphase einen glanzlosen Arbeitssieg gab.—Ein 0:1 nach ausgeglichenem Spielverlauf ist gegen die drittplatzierten Ebreichsdorfer gewiss keine Schande, haben die doch mit dem WAC (1 :0) und dann dem SCR Altach (3:0) zwei ausgewiesene Angstgegner unserer Profis aus dem Cup geworfen!—Dank Sobczyks frühem Doppelschlag war der Sieg über Neusiedl nie ernsthaft gefährdet, zumal das 3:2 erst in der Nachspielzeit fiel.—Wieder Rasenprobleme im Allianz-Stadion, welchen schon am 16.9. das Heimspiel gegen die Admira Juniors zum Opfer fiel, sodass statt auf West 1 auf dem Elektra­-Platz gespielt wurde, und nun ging es auch auf dem Hauptfeld nicht, weswegen das Heimrecht mit der Austria getauscht werden musste. Das 2:1 für die bis dahin noch nicht spielfrei gewesenen Veilchen war deren bereits achtes Heimspiel in elf Runden, während Rapid II sechs von neun Partien in der Fremde bestritt. Logisch, dass „Akas“ Truppe im Frühjahr umso öfter (und hoffentlich wirklich!) in Hütteldorf wird antreten können. In der Woche nach unserem Redaktionsschluss spielt Rapid II gegen den Aufsteiger Mannsdorf mit Trainer Herbert Gager und die starken Stadlauer, beide Male übrigens, erraten, auswärts.

RLO-Tabelle vom 16.10.: l.Ritzing 10/26 (27:8).-2.Austria Am. 11/25 (17:8).-3.Vienna 10121 (18:7).-6.Rapid II 9/16 (17: 10).

„MV“ VOM 26.9.: SEID IHR ALLE DA? Jaaa! Im Klublokal gab es natürlich kein Kasperltheater, sondern die erste Versammlung seit der „GV“ vom 18.5.2015, zu der alle eingeladenen Ehrengäste erschienen sind. Wermutstropfen: die Lautsprecheranlage funktionierte nicht. Zum Glück waren sie durchwegs gut bei Stimme: Neo­Kapitän Stefan Schwab (als Bub auch talentierter 60-Meter-Skispringer), Maximilian Hofmann, der ihm den Vorzug als Alpin-Skifahrer streitig machte, Philipp Schobesberger („Bin nur in der Kraftkammer, hoffe aber, bis Ende November fit zu sein“), dessen Mundwerk unter der langwierigen Knieverletzung überhaupt nicht gelitten hat, und last but not least ließ auch Mario Pavelic bei Gelegenheit den Schmäh rennen. Wie gesagt, Kasperltheater war’s keines, trotzdem über weite Strecken lustig. Auch wenn hin und wieder so manche Unzufriedenheit mit den letzten Leistungen zu hören war. Doch man weiß ja, wie schnell sich im Tagesgeschäft Fußball alles ins Gegenteil verkehren kann…

SPLITTER

  • WM-Qualifikation: 5.9., Tiflis, Georgien-Österreich 1:2 (0:2), Tore: Hinteregger, Janko. Schaub „debütierte“ auf der Bank.
  • EM-Qualifikation: 6.9. Moskau: Russland U21-Österreich U21 1:1 (1 :0), Tor: Jakupovic. Murg (Knieprobleme) fehlte, Wöber war Ersatz.
  • Am 9.9. wurde fix, dass die Bundesliga ab 2018/19 zwölf Vereine und die sogenannte Erste Liga deren 16, unter denen bis zu drei Amateureteams sein können, umfassen werden. Ob sich das wirklich positiv auf unseren Spitzenfußball auswirken wird? Schau‘ ma mal…
  • Am 15.9. war Weltstar Dejan Savicevic (44 BL­Spiele mit 18 Toren für Rapid und aktueller Präsident des montenegrinischen Verbandes) 50 Jahre geworden. „Grünzeug“ kannte und kennt keinen Rapidler, der dem großen Linksfuß „Il Genio“ in puncto Technik, Schnellig-, Wendig-und Torgefährlichkeit so ähnlich ist wie Louis Schaub. Und dieser noch nicht 22-Jährige hat kurz darauf seinen im Sommer 2017 auslaufenden Vertrag nach „harten, aber korrekten Verhandlungen“ (Andi Müller) bis 2020 verlängert. Es wäre super, würde der junge Superkicker trotz Ausstiegsklausel tatsächlich so lange bleiben. Oder „wenigstens“ eine super Ablösesumme einbringen!
  • Zwei Sterne für Grün-Weiß bei der Gala der „Wiener Sportstars“ am 28.9. im Rathaus: Michael Konsel für sein Lebenswerk, Rapid für das Projekt „Special Needs Team“. Gratulation mal zwei!
  • WM-Quali: Am 6.10. in Wien 2:2 (1 :2) gegen Wales; Tore: Arnautovic (2); Schaub debütierte in der 87. Minute. Tagebuch-Eintrag-
  • Am 9.10. in Belgrad 2:3 (1:2) gegen Serbien; Tore: Sabitzer, Janko; Schaub sah zu.
  • U21, EM-Quali: Am 7.10. 1 :0 (1 :0) auf den Färöer Inseln, Tor: Schoissengeyr auf Corner von Murg (spielte 92 Minuten).-Am 11.10. in St.Pölten 1:4 (0:1) gegen Deutschland, Tor: Lienhart; Murg spielte 64 Minuten.-Deutschland wurde überlegener Gruppensieger (10 Spiele/30 Punkte), unser Team (10/22) qualifizierte sich fürs Play-off im November. Der (übermächtige?) Gegner am 11./15.11.: Spanien!

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Mitgliederversammlung
am
Montag, 07· November 2016

IMMOBILIENTREUHÄNDER Kommerzialrat Peter Frigo 1060 Wien, Theobaldgasse 17 Tel.: 01/587 7120-0, Fax: DW 17 e-mail: immobilien@frigo.at homepage: www.frigo.at

Erstellt von Stefan Rakousky 22.10.2016

GRÜNZEUG-578

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID
(GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/SEPTEMBER 2016/Nr.578/Versand 12.9.2016

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am
MONTAG, dem 26. SEPTEMBER 2016, um 19 Uhr  statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Maximilian HOFMANN,
  • Mario PAVELIC,
  • Philipp SCHOBESBERGER und
  • Stefan SCHWAB.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

DAS STADION SCHIESST KEINE TORE

„Das Stadion schießt keine Tore“, also sprach Johann K. vor den Heimpartien gegen Trencin und Salzburg. Recht hatte er, der „Goleador“, bedauerlicherweise. Seit Christoph Schösswendter, der den verdienstvollen Mario Sonnleitner als Abwehrchef abgelöst hat, in der 31. Minute des Auftritts in der, ohnehin ungeliebten Lavanttal-Arena, wo der Ex-Admiraner übrigens sein insgesamt 100. Ligaspiel bestritt, zum 1:0 traf (welche Führung dort zum x-ten Mal nicht gehalten werden konnte), herrschte beim SCR an vorderster Front eine gut vierstündige Torflaute. Größtenteils auch im eigenen Stadion, wohlgemerkt! Obwohl dieses unter geradezu peinlich wirkender Vermeidung des Wörtchens „Allianz“ (ein Kniefall vor den Kommerzfeinden, aber trotzdem Titel fordernden Fans auf der im Süden liegenden „Westtribüne“?) ja eine „grüne Hölle“ sein sollte. Für die slowakischen und Salzburger Multikultitruppen war’s aber schlimmstenfalls ein Fegefeuerchen, so heiß es in Rapids Backofen auch war; gegen die Bullen zeigte das Thermometer nämlich gut 35 Grad, trotzdem wurde auf beiden Seiten bewundernswerterweise mächtig Gas gegeben. Aber leider bzw. Gott sei Dank nicht getroffen.

Dem Hochglanzfußball in Zilina gegen den mit vielen technisch starken, wieselflinken, aber jugendlich-naiven Akteuren aus alle Welt bestückten Doublegewinner AS Zilina folgte am Gerhard­Hanappi-Platz im Rückspiel ein relativ erbärmliches 0:2. In ihrer guten Startphase ließ Rapid — unter dem Motto „Das Stadion schießt keine Tore“ — zumindest zwei tolle Chancen liegen, kassierte bald darauf nach einem individuellen Eigenfehler jedoch das 0:1 und noch vor der Pause ein Kopftor zum 0:2. Also stand es in der Addition der beiden Play-off-Begegnungen nur mehr 4:2 für den SCR. Rapidfreunde-Obmann Niederhuber drückte es in der Nachbetrachtung anlässlich der „MV“ vom 29.8. wienerisch-drastisch aus: „Wenn Trencin ein drittes Tor gelungen wäre, wär‘ uns der Tschick ausseg’standen.“ Wozu der „Halbwiener“ Steffen Hofmann widerspruchslos nickte. In der Tat sahen Büskens Burschen auch gegen nur mehr zehn Gäste alles andere denn gut aus und mussten sogar noch in der Schlussphase um den Aufstieg zittern, weil sie Kontergelegenheit in Serie auf oft groteske Art vergaben. Ja, ja, die Nerven… Und ein Stadion, das trotz des ohrenbetäubenden Wirbels nicht nur der „aktiven“ Fans halt doch keine Tore schießen kann… Am Ende atmeten wir auf: Guat is`gangen, nix is g’scheh’n, und Rapid darf dank des überragenden 4:0 auf dem Kunstrasen in Zilina, wo Matej Jelic bis vor einem Jahr gespielt und AS Trencin ein „Asyl“ gefunden hatten, schon wieder in der relativ lukrativen Gruppenphase der Europa League mitmischen. Heuer zwischen 15.9. und 8.12. in der Staffel F zusammen mit Athletic Bilbao (Spanien), KRC Genk (gegen die Belgier gab es vor drei Jahren zwei Unentschieden) sowie Sassuolo Calcio (Italien). Da wird es heißen müssen: Warm anziehen, egal, wie hoch oder niedrig die Temperaturen auch sein werden, sich nicht darauf verlassen, dass das Super-Stadion vielleicht doch Tore schießen könnte!

Das gelang bekanntlich gegen die sich zwar im Umbau befindenden, aber trotzdem noch immer nicht schwachen Bullen ebenso wenig 0:0. Was denn sonst?!

Wie auch immer: Michael Kammer lehnt sich gegenwärtig weit wie nie aus dem Fenster. Jedenfalls betonte er vor dem Salzburg-Match nicht nur Rapids Titelambitionen, sondern auch die Hoffnung, in einer Champions-League-Qualifikation wesentlich erfolgreicher sein zu wollen als die Bullen, denen das jüngst zum schon neunten Mal misslang, diesmal übrigens gegen Zlatko Kranjcars Dinamo Zagreb. Dazu müssen wir dem „Zizo“ aber schon gratulieren, zumal der sich über das 33. Championat Rapids gewiss ebenfalls freuen würde.

Aber: Wenn die Worte des smarten SCR-Präsidenten wahr werden sollen, darf es nach EL-Auftritten oder überhaupt immer nicht schon wieder Punkteverluste gegen vermeintliche Underdogs geben. Einer davon heißt Wolfsberger AC…

Tipico-Bundesliga (Stand vom 28.8.2016): 1.Sturm 6/15 (14:5).- 2.Altach 6/12 (9:8).- 3.Rapid 6/11 (14:3).- 4.Salzburg 6/11 (9:5).- 5.Austria 6/10 (11:14).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 3.QUALIFIKAT1ONSRUNDE (4.8.): TORPEDO SCHODINO (H) 3:0 (2:0).

In der gut besuchten „grünen Hölle“ waren die Rapidler etwa 20 Minuten lang nur nerverlnde „grüne Teuferln“, die sich einigen nicht ungefährlichen Kontern der weißrussischen Defensivspezialisten ausgesetzt sahen. Obwohl sie zusehends selbstsicherer wurden, musste Novota mit einer sensationellen Parade ein Pavelic-Eigentor verhindern (50.). Je mehr die Torpedos zu ermüdenden Rohrkrepierem mutierten, desto deutlicher wurden Rapids Defizite beim Verwerten selbst höchstkarätiger Chancen. Erst sehr spät fügte Louis „Mr.Europacup“ Schaub den Treffern der beiden Außenverteidiger endlich den überfälligen (und wunderschönen) dritten hinzu, übrigens sein zwölfter im 22. EC-Einsatz.

SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic (80.Szanto), Schwab; Schaub, Murg, Traustason (68.Grahovac); Joelinton (71.Schobesberger).- Tore: Pavelic (26.), Schrammel (36.), Schaub (90./+2).-Gelbe Karten: Mocinic; Demidovich.- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Reinshreiber (Israel), 18.600.

BL, 3.RUNDE (7.8.): AUSTRIA (A) 4:1 (1:0)

Was alles zu verkraften war, um das 318. Derby hochverdient zu gewinnen: Murgs plötzliche Erkrankung, Drachtas (Nicht-)Pfiffe, etwa bei Holzhausers Elferfoul am überragenden Traustason (10.), dessen verletzungsbedingtes Ausscheiden und Novotas schwerer Patze, der dem FAK die einzige echte Chance im ganzen Match schenkte. Jedoch: Murg-Ersatz Szanto, einer von sechs grünen Derby-Debütanten, bereitete Traustasons prächtiges 1:0 perfekt vor, gleich nach dem Slapstick-1 :1 schlug Schaub auf Schrammels Maßflanke zu, und Schobesberger (vergab zwar zwei gute Möglichkeiten, legte aber die beiden letzten Treffer schlitzohrig auf) vertrat unseren isländischen „Almer-Schreck“ kongenial. Und die Cha- bzw. Idioten im SCR-Fanblock? Pfiffen Entrup aus, warfen Böller auf einen Ordner und prügelten sich mit ihren violetten Brüdern im Geiste. Ob die von Geschäftsführer Peschek (wieder einmal) angekündigten Konsequenzen endlich Erfolg haben werden? Immerhin herrschte in den darauffolgenden Spielen Ruhe. Jedenfalls fiel dem Chronisten nichts Negatives auf.

SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic, Schwab; Schaub, Szanto (57.Grahovac), Traustason (44.Schobesberger); Joelinton (90./4 Entrup).- Tore: Kayode (63.); Traustason (33.), Schaub (65.), Grahovac (87.), Joelinton (90./+3).- Gelbe Karten: Larsen; Mocinic.- Happel-Stadion, Drachta, 15.210.

BL, 4.RUNDE (13.8.): ADMIRA (H) 4:0 (2:0)

Von wegen Angstgegner! Vor gut aufgelegter Kulisse (null Pyroscheiß, null Anti-Entrup-Plakate) setzten gut aufgelegte Rapidler die Südstädter sofort unter Druck und kamen durch Schaub (Bombe ins kurze „Kreuz“) und Schwab (Kopfball), ihre Allerbesten, zum 2:0. Es folgte eine halbstündige Kunstpause, in der auch der für den erkrankten Novota spielende Strebinger sein Können zeigen konnte, doch nach Rot für Toth, welcher Schobesberger umgerissen hatte, wurden die zehn Admiraner im eigenen Strafraum eingekesselt. Zu ihrem Glück gab sich der ausgezeichnete Kuttin nur zweimal geschlagen, außerdem verhinderten auch die Pfosten gegen Schwabs Kopfball (6.) und Grahovacs Superfreistoß (60.) ein noch schwereres Debakel der letztlich chancenlosen Gäste.

SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter (63.M.Hofmann), Dibon, Schrammel; Mocinic, Schwab; Schaub (72.Murg), Szanto (58.Grahovac), Schobesberger; Joelinton.- Tore: Schaub (17., 65.), Schwab (25., 78.).- Rote Karte:Toth (59., Torraub).- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Muckenhammer, 21.800.

EL, PLAY-OFF (18.8.); TRENCIN (A) 4:0 (1:0)

Home Invasion made in Hütteldorf! Die von 2.000 „Mittätern“ auf den sonst sehr dünn besetzten Rängen des Ausweichstadions (der slowakische Doublegewinner hat kein eigenes, das den Ansprüchen der UEFA genügt) unterstützten grünen „Einbrecher“ zeigten ihren am Ende bedauernswerten Opfern vom Anpfiff weg (Stangenschuss Joelintons, 10.), wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Den „Kopfballungeheuer“ Schaub in der 83. Minute mit links auspackte. Eine so hohe Führung wäre schon zur Pause möglich gewesen, und kurz nach dieser geriet Rapid vorübergehend ins Gedränge, doch Louis‚ Kopfballduett mit Schössi sorgte wieder für Ruhe. Neben ihm, dem „Haupttäter“ (EC-Tore 13-15 im 23. Spiel), ragte der dynamische Kapitän Schwab nicht nur wegen seines herrlichen 3:0 aus einer rundum starken Elf besonders heraus, deren tolle Gesamtleistung wegen des niemals aufsteckenden Gegners absolut vonnöten war. SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic, Grahovac; Schaub (86.Auer), Schwab, Schobesberger (50.Murg); Joelinton (84.Entrup).- Tore: Schaub (32., 54., 83.), Schwab (73.).- Gelbe Karte: Sulek.- Stadion Zilina, Johannesson (Schweden), 4.060.

BL, 5.RUNDE (21.8.): WAC (A) 1:1 (1:0)

Lavanttalkomplex? Müdigkeit? Gar Überheblichkeit nach den letzten Lobeshymnen? Jedenfalls hatte der in der Offensive vieles schuldig bleibende SCR mit jenem kaum etwas zu tun, welcher z.B. in Zilina so brilliert hatte. Da passte der gegnerische Torschütze ins verregnete Bild: Rapid-Leihgabe Prosenik, als hätte man es nicht geahnt. Nachher vergab Auer den Sieg (88.). Aber der wäre eh unverdient gewesen.

SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic, Grahovac; Schaub, Schwab (80.Auer), Murg (60.Traustason); Joelinton.- Tore: Prosenik (82.); Schösswendter (31.).- Gelbe Karten; Rnic, Offenbacher; Grahovac, Schösswendter, Joelinton.- Lavanttal-Arena, Schörgenhofer, 5872.

EL, PLAY-OFF (25.8.): TRENCIN (H) 0:2 (0:2)

Was, zum Teufel, war denn das? Nach dem scheinbar beruhigenden Auswärts-4:0, drei Topchancen zu Beginn und einem katastrophalen Fehlpass vorm ersten Verlusttor im neuen Stadion quälten die Nervenbündel in Grün-Weiß und Gelb das pikierte Publikum mit Fehlzündungen hinten und vorne. Daran änderte auch die 40-minütige Überzahl nichts, weil die sich häufenden Kontergelegenheiten verstolpert oder sonst wie verhaut wurden. Kurzum: Aufstieg in die Gruppenphase ja, Begeisterung darüber leider nein.

SCR: Novota; Pavelic, Dibon, M.Hofmann, Auer; Mocinic, Grahovac; Schaub (90./+2 St.Hofinann), Murg (46.Schwab), Traustason (83.Schrammel); Joelinton.- Tore: Lawrence (12.), Paur (36.).- Gelbe Karten: Schaub; Bala, Paur, Holubek.- Gelb-Rote Karte: Janco (53., Foul).- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Stavrev (Mazedonien), 21.200.

BL, 6.RUNDE (28.8.): SALZBURG (H) 0:0

Im Backofen der „grünen Hölle“ waren Hitze und Lärmpegel höher als das Niveau des vehement umkämpften Schlagers. Rapid verzeichnete 57 Prozent Ballbesitz, 10:0 Corner und 13:7 Torschüsse, aber kaum echte Torchancen. Da hatten die gefährlich konternden Bullen ein deutliches Übergewicht, speziell durch Berishas Freistoß ans Lattenkreuz (17.), während auf der Gegenseite Laimers Strafraumhands negiert wurde. Alles in allem war es eine typische, gerechtfertigte 0:0-Partie, in der Schwab nach einem Schlag auf den Oberschenkel passen musste.

SCR: Strebinger; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schrammel; Mocinic, Grahovac; Schaub (83.Murg), Schwab (46.5zanto), Traustason; Joelinton.- Gelbe Karten: Mocinic, Joelinton, Schrarnmel; Lainer, Upamecano, Caleta-Car.- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Hameter, 25.300.

„MR. GRÜNZEUG NR. 578″: Louis SCHAUB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

„Euro-Louis“? „Liga-Louis“? Rapids siebenfacher Torschütze in den letzten sieben Pflichtmatches klärte nüchtern auf: „Ich bin der Louis.“ Als solcher war der noch 21-Jährige nicht nur enorm torgefährlich, sondern auch ein Garant für geradezu entzückend anzusehende Ballbehandlung und Dribblings. Darüber hinaus ging er resoluter denn je in die Duelle Mann gegen Mann.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Jan Novota 25 (Trencin, A); Christopher Dibon 20. (Schodino). BL-Spiel: Richard Strebinger 25. (Salzburg).

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

DER NÄCHSTE TORJÄGER IST DA: GIORGI KWILITAIA

Andi Müller wollte und musste auf Matej Jelics langwierige Verletzung reagieren und zauberte mit Giorgi Kwilitaia vom georgischen Doublegewinner Dynamo Tiflis einen neuen Stürmer quasi aus dem Hut. Dessen Visitenkarte liest sich durchaus gut: 23 Jahre, 1,93 m, mit 24 Toren in 29 Ligaspielen und deren fünf in sieben Cuppartien sowie seiner Kopfballstärke scheint er eine echte Bereicherung der SCR-Offensive zu sein und das (ohne Ausstiegsklausel) für gleich vier Jahre. Herzlich willkommen!

EIN BLICK ZU RAPID II

1.RUNDE (5.8.): PARNDORF (A) 2:0 (0:0)

Perfektes Trainerdebüt Muhammet Akagündüz`, perfekte Revanche fürs bittere Heim-3:8 vom 9.4.! Rapid II ließ sich auch durch die wetterbedingte viertelstündige Unterbrechung nach 32 Minuten nicht aus dem Konzept bringen, hatte mehr Ballbesitz und kreierte mehr Chancen. „Aka“: „Ein verdienter Sieg. Ich bin sehr zufrieden.“

SCR II: Gartler; Thurnwald, Ljubicic, Szalai, Wöber; Maliesek, Okungbowa (77.Prirsch); Kovacec (82.Küssler), Gashi, Tüccar (66.Bosnjak); Sobczyk.- Tore: Sobczyk (48., 68.).- Rote Karte: Gruber (75., Tätlichkeit).- Heidebodenstadion, Mag.Katona, 403.

2.RUNDE (12.8.): SCHWECHAT (H) 4:1 (1:0)

Der Gast hatte zu Beginn der temporeichen Partie die besseren Offensivszenen und Haas reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nachdem Rapid II stärker geworden war, gelang Tüccar das herrliche 1:0, welches Szalai egalisierte. Was „Akas“ Burschen aber bald korrigierten: Ljubicic-Thumwald-Sobczyk-2:1! Und am Ende traf auch ein Schwechater ins eigene Netz. Fazit: Gelungene Heimkehr nach Hütteldorf.

SCR II: Haas; Thurnwald, Bosnjak, Szalai, Prirsch; Ljubicic, Okungbowa (89.Pfeifer); Tüccar (61.Küssler), Gashi, Kovacec; Sobczyk (81.Heinicker).- Tore: Tüccar (40.), Sobczyk (54.), Kovacec (81., Elfer); Silzer (901+3, Eigentor).- Szalai (47., Eigentor).- Allianz-Stadion, West 1, Spurny, 150.

3.RUNDE (21.8.): ST.PÖLTEN JUN. (A) 2:0 (0:0)

Laut Trainer war der Sieg seiner Mannschaft aufgrund der vielen Chancen völlig verdient. Jedenfalls blieb diese vor der punktegleichen Austria an der Tabellenspitze.

SCR II: Gartler; Thurnwald, Ljubicic, Szalai, Prirsch (59.Bosnjak); Okungbowa (83.Fila), Malicsek; Tüccar (77.Küssler), Gashi, Kovacec; Sobczyk.- Tore: Martic (56., Eigentor), Kovacec (90./+1).- Ober-Grafendorf, Wisak, 200.

4.RUNDE (26.8.): AMSTETTEN (A) 2:2 (2:1)

Ein Remis bei einem Aufstiegs-Mitanwärter plus 45-minütiger Dominanz ist gewiss positiv, ärgerlich war aber, dass den nach dem Wechsel stärker gewordenen Heimischen das 2:2 extrem spät gelang, so verdient es letztlich auch war, und dass Fila Sekunden nach seiner Einwechslung schwuppdiwupp „Rot“ sah. Rekordverdächtig!

SCR II: Gartler; Thurnwald Ljubicic, Szalai, Wöber; Malicsek (68.Bosnjak), Okungbowa; Kovacec, Gashi (81.Fila), Tüccar (80.Nöstlinger); Sobczyk.- Tore: Achleitner (16), Holzer (901+3); Kovacec (4., 27.).- Rote Karte: Fila (82., Tätlichkeit).- Amstetten, Gregorits, 1.120.

5.RUNDE: SPIELFREI!

RESÜMEE

2015 lag Rapid II nach vier Runden mit ebenso „vielen“ Punkten auf dem 12. Tabellenplatz, ein Jahr zuvor mit einem einzigen Zähler aus vier Partien auf dem 14. Rang. Und heuer? Siehe unten! Inwieweit diese eklatante Verbesserung mit dem Trainerwechsel zusammenhängt, das zu beurteilen sei Berufeneren überlassen. Jedenfalls thronte Rapid II nach vier Spieltagen an der Spitze und das, obwohl dreimal auswärts angetreten werden musste, zweimal davon gegen Titelaspiranten. Zum Vergleich: Austrias noch nicht spielfrei gewesene Amateure konnten in den ersten fünf Runden viermal daheim spielen, und in Runde 6 wird Heimspiel Nummer 5 (!) folgen. Zum extrem späten Punkteverlust in Amstetten: In den letzten beiden Jahren hatte es gegen die starken Mostviertler jeweils zwei Auswärts-Unentschieden und zwei 0:4-Debakel auf dem Elektra-Platz gegeben. Man darf gespannt sein, wie es im Frühjahr in Hütteldorf aussehen wird.

Nachdem Akagündüz‘ tatendurstige Truppe in der fünften Runde spielfrei war, wird es gegen die Vienna gehen, also einen weiteren Favoriten. Auswärts, wie sich fast von selbst versteht. Welche Gehirnathleten haben diesen Terminplan ausgeheckt?

RLO-Tabelle vom 4.9.: 1.Ritzing 4/12 (15:5).- 2.Rapid II 4/10 (10:3).- 3.Austria Am. 4/10 (7:2).

„MV“ VOM 29.8.: JUBEL UM STEFFEN, SYMPATHIE FÜR „RUPI“

In der ersten Versammlung nach der Sommerpause mussten wir auf zwei Ehrengäste verzichten: Christoph Schösswendter fehlte aus familiären Gründen und Thomas Murg wegen einer Einberufung ins U21-Team. Umso lauter wurde Steffen Hofmann akklamiert, als er seinen „Abo-Sitz“ einnahm. Und jede(r) hoffte, ihn bald auch wieder auf dem grünen Rasen sehen zu können, zumal er sich nach dem am 16.7. gegen Chelsea erlittenen Meniskuseinriss wieder fit fühlt. Und wenn seine aktive Laufbahn irgendwann einmal zu Ende gehen wird, dann möchte der am 9. September den 36. Geburtstag feiernde „Fußballgott“ höchstens beim Nachwuchs Trainer sein, jedenfalls aber weiterhin beim SCR arbeiten, in welcher Funktion auch immer. Als Niederhuber meinte, Rapid könne es ohne Steffen ja gar nicht geben, erwiderte dieser in seiner typisch trockenen Art: „Rapid hat’s auch schon vorher gegeben.“ Was auch wieder stimmte.

(Der andere) Hofmann, Wöber, nun auch Entrup, alles „Maxis“, weshalb sie Letzteren einfach „Rupi“ rufen. So kurz das auch ist, so unangenehm laut und bedrohlich waren die Reaktionen des „Block West“ auf Maximilian Entrups Verpflichtung in diesem Sommer: Von „Die grüne Hölle wird für dich zum Inferno“ oder „Keiner von uns“ bis zu fliegenden Leuchtkörpern. Was hatte der 19­Jährige groß verbrochen? Er hatte als Kind gewagt von der Vienna zur Austria zu gehen und, mehr noch, im Alter von 14 Lenzen, als er schon für den FAC stürmte, für rund sechseinhalb Monate dem (radikalen) violetten Fanklub „Inferno“ beizutreten, ohne sich dort sonderlich zu exponieren. Und ohne Rapids Sportchef Müller, dem er mit zwei Toren im winterlichen Test Rapid — FAC (1:3) besonders aufgefallen war, darüber konkret zu informieren „Mein Fehler“, wie der gelernte Kellner und Koch zugibt. Überhaupt machte er in unserem Kreis einen in jeder Hinsicht so guten Eindruck, dass ihm die (meisten) Herzen geradezu zuflogen. Sollte ihm dann auch noch das eine oder andere Törchen gelingen, womöglich sogar die der Ultras?

AUS UNSERER POSTMAPPE

Herr Peter Österreicher, 1130 Wien, seit 1965 (!) ein Rapidfreund und Vater des in Fankreisen gut bekannten Paul Ö., schrieb unserem Obmann und Redakteur:

Herzlichen Dank für Ihre mutigen Zeilen im letzten „Grünzeug“ in Richtung „Block West“. Ich wiirde mich freuen, könnte ich solche mahnende Worte einmal von unserer Vereinsführung hören. Sie können sich vorstellen, dass der Fall Entrup bei uns einen Vater-Sohn-Konflikt ausgelöst hat. Ich finde es einfach traurig und bedauerlich, was hier in letzter Zeit geschehen ist. Nun muss ich noch meinem Ruf als Nörgler gerecht werden und Kritik am neuen Stadion üben. Ich bin persönlich nicht glücklich mit der neuen Haupttribüne, auch wenn diese dem Klub viel Geld bringt. Für mein ewiges „Raunzen“ wollte ich beim tollen Admiraspiel einmal Abbitte im Andachtsraum leisten. Leider wurde mir der Eintritt für eine innere Einkehr höflich verwehrt. Viele liebe Grüße vom alten Rapidfreund Peter Österreicher.

Die der ähnlich alte Gerhard Niederhuber dankend erwidert.

SPLITTER

Laut Retoure der „Grünzeug“-Nummer 577 ist unser Gründungsmitglied, Herrn Senatspräsident Dr. Ferdinand Steller, leider verstorben. Näheres erfuhren wir nicht, doch wir werden seiner stets gedenken.— Kaum war Andi Kuen bis Saisonende an den FAC verliehen worden, stellte sich heraus, dass Philipp Schobesberger in Zilina eine Knorpelabsplitterung im rechten Knie erlitten hatte, arthroskopiert werden muss und womöglich im ganzen Herbst fehlen wird. Na, dann alles Gute!—Gleiches rufen wir Stefan Nutz nach nur einem Jahr, elf BL-Einsätzen mit einem Tor sowie einem (sympathischen) Besuch unseres Klublokals zu, der kurz vor Transferschluss an die SV Ried abgegeben wurde, wo er bestimmt von Nutzen sein wird.— Unsere allerbesten Wünsche aber gehen natürlich ins ferne Istanbul, wo sich der seit langem für Besiktas spielende Erzrapidler Veli Kavlak zum nun schon fünften Mal binnen zwei Jahren an der Schulter operieren lassen musste.— Ohne seine diversen Auswahlspieler siegte der SCR am 2.9. in EURATSFELD mit 10:0 (6:0). Tore: Entrup (3), Szanto (3), Sobczyk (2), Auer, Arase. Ab Minute 66 kam Giorgi Kwilitaia erstmals zum Einsatz, nachdem er nach seinem Transfer einige Wochen „aufgepäppelt“ worden war.— Auch am 2.9. gewann Österreichs U21-Team in Vaasa gegen Finnland dank Dovedans Last-Minute-Tor mit 1:0 (0:0) und sicherte den zweiten Gruppenplatz hinter Deutschland dadurch ab. Murg spielte 69 Minuten, Wöber sah von der Bank aus zu.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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Gäste bei der Mitgliederversammlung am Montag, 26. September 2016

spieler

GRÜNZEUG-577

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID
(GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/AUGUST 2016/Nr.577/Versand 8.8.2016

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 29. AUGUST 2016, um 19 Uhr statt

Eingeladen haben wir diesmal
die Herren

  • Steffen HOFMANN,
  • Christoph SCHÖSSWENDTER,
  • Thomas MURG und
  • Maximilian ENTRUP.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgebende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand in der Zwischenzeit bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

MIA SAN DAHAM!

„Mia san daham!“, so brachte es Roman Gregory mit Alk Bottle im Rahmen des Eröffnungsprogramms im alle Stückeln spielenden Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi­ Platz auf den Punkt. Man könnte auch sagen: „Alte Heimat, neues Zuhause.“

Was also gab es da alles an diesem historischen 16. Juli 2016?

Einleitendes 3:2 (2:0) für Rapid im Spiel der Special Needs Teams des Gastgebers und des Chelsea FC, bei und nach dem beide Mannschaften umjubelt wurden – welch ein tolles Erlebnis für diese vom Schicksal benachteiligten Burschen!

Und so ging’s weiter: Quartett der Wiener Philharmoniker unter SCR-Mitglied Clemens Hellsberg. Harley-Davidson-Parade. Alk Bottle (siehe oben). Legenden von Rudi Flögel bis Heri Weber mit diversen Wappen. Die Wiener Sängerknaben. Kurt Ostbahn mit Band. Zwischendurch (wohltuend kurze) Ansprachen z.B. von Michael Krammer, Christoph Peschek oder der leidenschaftlichen Rapidanhängerin Renate Brauner. Und schließlich die offizielle Eröffnung durch Ex-Bundespräsident Dr.Heinz Fischer. Dann sang das ganze Stadion, angeführt vom von Fischer abgebusselten Fredi Körner, die alte Rapidhymne. Auch wenn der schon 90 ist, so war im Stadion doch einer, der ihn getrost ums sprichwörtliche Bier hätte schicken könne, nämlich ein gewisser Otto Filipski. Denn der („Heute ist der schönste Tag meines Lebens“) zählt erstaunlich stramme einhundertdreieinhalb Lenze.

Alles in allem gelang die Heimkehr nach Hütteldorf bestens, wenn auch nicht ganz ohne Misstöne. Ausgesprochen peinlich bis beschämend: Das Pfeifkonzert im „Block West“ bei Stadträtin Brauners Rede und das dortige Dauerschwärmen vom „Weststadion“ mittels Choreografie und Gesängen. Offenbar haben diese Herrschaften vergessen, dass gerade sie und/oder ihre Vorgänger(innen) noch vor wenigen Jahren vehementest nach „Visionen“ und „Erneuerungen“ verlangt hatten. Und dass das ohne die Hilfe der Stadt sowie der Allianz unmöglich realisierbar gewesen wäre.

Nun aber zum Sportlichen!

Auch die fußballerische Premiere im neuen Stadion gelang mit einem 2:0 über den mit Stars gespickten Chelsea FC, der nun von Italiens Ex-Teamchef Antonio Conte gecoacht wird. Klar, die Gäste standen erst seit wenigen Tagen im Training, dennoch war zu erkennen, dass Rapids Leistung wesentlich besser war als am 8.7. beim Cup-3:1 gegen den FC Karabakh Wien.

Und so ging’s weiter

Die Freude über den gelungenen Meisterschaftsstart (5:0 über Ried) wurde einem durch gewisse SCR-„Fans“ arg vergällt. Ihre Drohungen gegen einen blutjungen Neo-Rapidler, der einst einem wohl genauso irren Fanklub in Violett angehört haben soll, erinnerten stark an Zeiten, als sämtliche Stammbäume durchschnüffelt und unpassenden Mitmenschen „Infernos“ bereitet wurden.

Auch nicht gerade erfreulich war die relativ fade Nullnummer in der EL­ Quali im weißrussischen Schodino, die immerhin die Aufstiegschance am Leben ließ. Das Rückspiel fand ja nach unserem Redaktionsschluss statt (am 4.8.).

Zum 0:1 in Altach: Heutzutage gibt es auf dieser durchdrehenden Welt gewiss größere Katastrophen als eine solche Niederlage. Aber das ist natürlich nur ein schwacher Trost, was auch für dieses Fazit gilt: SCR Altach gegen SCR Hütteldorf – neuer Trainer, altes Lied, besser Leid …

Tipico-Bundesliga (Sand vom 31.7.2016): 1.Austria 2/6 (5:2).- 2.Altach 2/6 (2:0).- 3.Rapid 2/3 (5:1).

P.S.: 2.ÖFB-Cuprunde (20./21.9.): Leobendorf (n.ö.Landesliga) – Rapid.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, 1.RUNDE (8.7.16): KARABAKH WIEN (A) 3:1 (1:0).

Der von vielen vergebenen Chancen geprägte Pflichtsieg über den Stadtliganeuling (mit den Ex-Rapidlem Thonhofer, Harrauer und Sormaz) hatte nur einen einzigen echten Höhepunkt: das „brasilianische“ Ferslertor des auch in anderen Szenen überzeugenden Joelinton. SCR: Strebinger; Pavelic (80.Auer), Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac, Schwab; Schaub, St.Hofmann (65.Murg), Schobesberger; Joelinton (72.Jelic).- Tore: Kara (90.); Joelinton (23.), St.Hofmann (54.), Schwab (68.).– Gelbe Karten: Sormaz; Schwab.­ Sportklub-Platz, Weinberger, 3.800.

STADIONERÖFFNUNG (16.7.): CHELSEA (H) 2:0 (1:0).

Nach dem Anlass würdigem Vorprogramm und kurzem Gedenken der Todesopfer in Nizza und der Türkei schloss Joelinton die super Vorarbeit Steffens und Louis‚ gekonnt zum frühen 1 :0 ab, und am Ende der etwas zähen zweiten Halbzeit fixierte Tomi den verdienten Sieg über das englische Starteam. SCR: Novota (46.Strebinger); Pavelic, Schösswendter (46.Dibon), M.Hofmann (80.Sonnleitner), Schramme! (85.Auer); Grahovac, Szanto (8 1.Nutz); Schaub (77.Schwab), St.Hofmann (55.Murg), Schobesberger (85.Entrup); Joelinton (72.Tomi).- Tore: Joelinton (8.), Tomi (82.).– Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Lechner, 28.000.

BL, 1.RUNDE (23.7.): RIED (H) 5:0 (3:0)

Eine Stunde lang filetierte Rapid den Lieblingsgegner nach allen Regeln der Fußballkunst, dann ließ man es etwas geruhsamer angehen und die zehn Rieder relativ glimpflich davonkommen. Wermutstropfen: Dibon (Schulter) und der besonders starke Murg (Wadenbein) verletzt und Neo-Rapidler Entrup vom „Block West“ per Spruchbändern bedroht, weil er als Kind Austrianer gewesen sein soll. Ist es schon so weit, dass der Mitgliederverein SCR eigene Spieler vor den eigenen „Fans“ beschützen muss? SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter (60.Mocinic), Dibon (46.M.Hofmann), Schrammel; Grahovac, Schwab; Murg (69.Traustason), Schaub, Schobesberger; Joelinton.- Tore: Schösswendter (13.), Schaub (29.), Murg (42., 55.), Joelinton (5.).- Gelbe Karte: Brandner.­ Gelb-Rote Karte: Egho (45., Foul).- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Harkam, 23.600.

EL-QUALIFIKATION, 3.RUNDE (28.7.): TORPEDO SCHODINO (A) 0:0.

Der weißrussische Cupsieger agierte speziell vor der Pause total destruktiv ( 5-4-1) und Rapid zu statisch und unpräzise in der Offensive. Daher war das Niveau der chancenarmen Partie um vieles niedriger als die Temperaturen. SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac, Schwab; Murg (85.Mocinic), Schaub, Schobesberger (70.Traustason); Joelinton.- Gelbe Karte: Grahovac.­ Torpedo-Stadion, Arnason (Island), 4.000.

BL, 2.RUNDE (31.7.): ALTACH (A) 0:1 (0:0).

  1. Minute: Joker Oberlin macht mit der grünen Abwehr, was er will, und Joker Salomon fixiert den nicht unverdienten Sieg des „falschen“ SCR. Weil der „richtige“ aus seiner Feldüberlegenheit so gut wie gar nichts machte und noch harmloser war als beim 0:0 vom 6.März. Seine teuren Neuzugänge? Traustason rutschte oft aus und traf wie Schramme! (27.) oder auf der Gegenseite Harrer (24.) die Stange (51.), Joelinton war isoliert und Mocinic verletzt. SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, M.Hofmann, Schrammel; Grahovac (77 .Murg), Schwab; Schobesberger, Schaub (77.Entrup), Traustason (63.Szanto); Joelinton.- Tor: Salomon (76.).- Gelbe Karte: Netzer.- Bes.Vorkommnis: Altach-Trainer Canadi wegen übertriebenen Jubels auf die Tribüne geschickt (76).- Cashpoiänt-Arena, Eisner, 6.237.

„MR. GRÜNZEUG NR. 577″: THOMAS SCHRAMMEL

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Nach Stefan Stangls Abgang zu den Bullen übernahm der Ur-Rapidler Thomas Schramme! seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite wieder, den er vor einem Jahr wegen eines Kreuzbandrisses verloren hatte Und er agierte dort durchwegs solide bis (sehr) gut.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Thomas Schramme! bestritt gegen Ried sein 100. Meisterschaftsspiel für den SCR – Gratulation! – Ansonsten: Fehlanzeige.

BLEIBEN, GEHEN UND KOMMEN

Vertragsverlängerungen: Mario Pavelic bis Sommer 2018, Srdjan Grahovac und Maximilian Hoffinann jeweils bis Sommer 2019 – schön, dass ihr uns erhalten bleibt! Für Stefan Schwab gilt das sogar bis 2020.

Zugänge: Amor Ingvi Traustason (23 ; von Schweden-Meister IFK Norrköping; Vierjahresvertrag), Christoph Schösswendter (sei 14.7. 28 Jahre; von Admira; Dreijahresvertrag), Ivan Mocinic (23; von HNK Rijeka; Vierjahresvertrag); Cassio Apolinario de Lira Joelinton (19; Leihe von TSG 1899 Hoffenheim für zwei Jahre mit Kaufoption), Philipp Malicsek (19; auch on Admira; auch Dreijahresvertrag) sowie Maximilian Entrup (seit 25.7. 19 Jahre; von FAC; Dreijahresvertrag) – herzlichst willkommen in Hütteldorf! Übrigens: vor allem für Mocinic und Traustason hat Rapid ungewohnt viel Geld in die Hand genommen, was hoffentlich zumindest jene beglücken wird, die den Klub oft als „Sparefrohs“ verspottet hatten. Allerdings gibt’s ja immer was zu nörgeln, gell?

Abgänge: Thanos Petsos und ,,Assistkönig“ Florian Kainz (beide zu Werder Bremen), Deni Alar und Philipp Huspek (beide zu Sturm Graz), Stefan Stangl (von Red Bull Salzburg wie dort üblich mit Geld „erschlagen“), Philipp Prosenik (für ein Jahr mit Kaufoption an den WAC verliehen) sowie Michael Schimpelsbeger (nach Innsbruck) – euch allen für das für Rapid Geleistete vielen Dank und ebenso viel Erfolg in der Zukunft! Egal, ob eure Abgänge Geld in die grün-weiße Klubkasse gespült haben (Kainz! Stangl!) oder ob ihr euch bei einem Klub „weiterentwickeln“ wollt, der eigentlich gar kein richtiger Klub ist. ..

TRAINING, TESTS UND (EIN PAAR) TORE

Nach den üblichen Leistungstests auf de Schmelz (8.6.) nahmen Rapids Profis am 10.6. auf dem Gelände des Rappel-Stadions unter der Leitung von Mike Büskens (dessen Team mit dem seines Vorgängers Barisic identisch ist) das Training wieder auf und bestritten schon am 15.6. den ersten Test nach der Sommerpause, der allerdings blamabel verlief: 0: 1 (0: 1) beim burgenländischen Landesligisten ST.MARGARETHEN vor 2.000 Augenzeugen und volksfestartigem Rahmen. Es folgten ein 3:1 (1:1) am 18.6. in RANSHOFEN {Tore: Jelic, Murg, Prosenik) und ein 6:0 (3:0) am 21.6. in MANNSWÖRTH {Tore: Murg 2, Schobesberger 2, St.Hofmann, Nutz), bevor es am 24.6. ins Trainingslager nach Bad Zell (OÖ) ging, in dessen Rahmen bzw. auf der Heimreise standen drei weitere Probegalopps auf dem Programm: Am 26.6. in Grieskirchen 1 :0 (0:0) über Ungarns Fünften HALADAS SZOMBATHELY (Tor: Murg), bereits tags darauf 4: 1 {l : 1) in ST.FLORIAN {Tore: Kuen, Entrup, Schaub, Grahovac) sowie am 1.7. in Hausmening 1 :0 (0:0) gegen RUBIN KASAN aus Russlands oberster Liga {Tordebüt von Joelinton).

Über das erste Pflichtspiel (Cup-3:1 gegen KARABAKH WIEN) lesen Sie bitte unter „Spiele, Tore, Kommentare“ nach. Gleiches gilt für die CHELSEA-Partie anlässlich der Stadioneröffnung am 16.7.

„MITGLIEDERTAG“: EIN SUPEREVENT IN EINEM SUPERSTADION

Am 9.7.2016, nur 17 Monate nach dem Spatenstich durch Bundespräsident und SCR-Fan Dr. Heinz Fischer präsentierte der SK Rapid seinen Mitgliedern, von denen rund 6.500 erschienen waren, das 53-Millionen-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, ein eindrucksvolles, in Rekordgeschwindigkeit errichtetes Bauwerk, auf das nicht nur der umtriebige Projektleiter Harry Gartler, sondern wir alle – von Präsident Krammer über das Geschäftsführerduo Peschek/Müller bis zum jüngsten Greenie – stolz sein dürfen. Bei der Generalprobe für die offizielle Eröffnung (am 16.7. gegen Chelsea) führte Andy Marek durch ein reichhaltiges Programm: Via Vidiwall Rückblicke auf die ruhmreiche Geschichte des „Mitgliedervereins“ Rapid sowie Rundblick aufs Allianz-Stadion, emotionale Interviews, Familienfotos auf der Osttribüne, später auch mit den Spielern, Probesingen der alten Hymne unter Fredi Körners Leitung (soll künftig zum ständigen Ritual vor den Matches werden), schließlich Vorstellung der von Andi Müller („Es liegt an uns, Begeisterung zu entfachen, dafür werden wir alles tun“) in die Pflicht genommenen Mannschaft in den neuen, grün-weiß gestreiften Auswärtsdressen, wobei der längst schon zur Legende gewordene „Fußballgott“ Steffen Hofmann von den Mitgliedern besonders gefeiert wurde. Apropos Legenden: Die des SCR bestritten gegen eine Kombination Sportklub/Vienna das allererste Spiel im Allianz-Stadion und gewannen standesgemäß mit 8:2 (2:1). Welche „Kapazunder“ da vor Keeper Mundi Hedl am Werke waren, beweisen allein schon die Namen der grünen Torschützen: Herzog, Willfurth, Hatz, R.Wagner, Kühbauer, Marasek, Zingler, Keglevits.

Am Ende waren sich wohl sämtliche Anwesenden einig: Es war ein Superevent in einem Superstadion!

EIN BLICK ZU RAPID II

Vorweg: Weil außer Mannsdorf (NÖ) kein Landesligameister aufsteigen konnte und Mattersburgs Amateure, Burgenlands Zweiter, das nicht durften, muss die Regionalliga Ost mit nur 15 Mannschaften in die Saison 2016/17 gehen.

Personelles von Rapids zweitem Anzug: Nachdem Michael Steiner auf eigenen Wunsch mit dem Ul 6-Meistertrainer Muhamrnet Akagündüz (bestritt 2005/06 34 BL-Spiele mit neun Toren für den SCR) die Rollen tauschte, wird die ,,Zweite“ nun von diesem betreut. Wir wünschen beiden Herren und ihren Teams viel Erfolg!

Von diesen Spielern mussten wir uns verabschieden: Peter Hlinka (der sich gewiss ein schöneres letztes Jahr als Aktiver verdient hätte), Thomas Steiner (WSK), Philipp Plank (Ritzing), Edvin Orascanin (FAC), Josef Tahon (SVM Am.), Serkan Ciftci und Ahmed Ildiz er ja zu den (unbekannte Ziele); den Gartler-Pauli zählen wir nicht zu den Abgängen, weil eigenen Profis übersiedelte. Dennoch und gerade deswegen wünschen wir ihm und natürlich sämtlichen oben Genannten alles Gute für die Zukunft.

Und als Neuzugänge können wir begrüßen: Florian Prirsch (FC Dornbirn), Stefan Pfeifer (SC Weiz), Nando Nöstlinger (RSC Anderlecht U19), Marko Bozic, Jan Heilmann, Ivan Leovac, David Nader, Paul Sahanek, Aleksandar Skrbic (alle aus der eigenen U18).

Trainingsbeginn: 4.7. Trainingslager: 15.-22.7. in Ollersdorf.

Tests: Am 6.7. 4:2 (2:2) in LANGENROHR (Kovacec, Küssler, Nader, Heinicker); am 15.7. in Ollersdorf 2:5 (2:2) gegen STURM GRAZ AM. (Küssler, Sobczyk), am 19.7. ebenfalls in Ollersdorf 3:1 (2:0) gegen FÜRSTENFELD (Sobczyk 2, Heinicker) und am 22.7. nochmals dort 2:3 (1 :1) gegen WR.LINIEN (Sobczyk per Elfe, Tüccar). Schließlich am 29.7. in der Südstadt 2:2 (1 :0) gegen HULL CITY U21 (Kovacec, Küssler). Meisterschaftsbeginn: 5.8. in Parndorf.

DURCH MEINE BRILLE: RAPIDS MITGLIEDERVERSAMMLUNG(EN) UND ICH

Zur Mitgliederversammlung vom 20.6.2016 kaM ich meinen Senf leider nicht beisteuern, weil ich keine Einladung erhalten habe. Was mir übrigens vor der vom 22.6.2015 ebenfalls passiert war. Bin ich, obwohl schon seit Jahrzehnten beim SCR organisiert und seit 22.10.2001 sogar Ehrenmitglied, nur mehr eines zweiter Klasse? Ausgesperrt von gewissen Veranstaltungen, weil ich nicht vernetzt bin?

Vermutlich haben sich die meisten unserer Leser(innen) über die Ereignisse am 20.6. dieses Jahres im Gasometer eh schon längst informiert. Im Internet, versteht sich.

SPLITTER

Die nicht durchwegs hochklassige Europameisterschaft endete am 10.7. in St.Denis mit einer weiteren Überraschung: Portugal, faktisch ab der 8. Minute ohne den bei einem gegnerischen Foul verletzten Superstar Ronaldo spielend (in der 25. Minute gab er endgültig w.o.), bezwang den Gastgeber Frankreich in der Verlängerung mit 1 :0. Und Österreich? Kollers seit Jahren quasi „einzementiertes“ Aufgebot konnte fast ohne Blutauffrischungen (z.B. F.Kainz, Schwab oder Gorgon) seinen Formverfall niemals kompensieren: 0:2 (0:0) am 14.6. in Bordeaux gegen Ungarn (Gelb-Rot: Dragovic, 66.), immerhin 0:0 am 18.6. im Parc des Princes gegen den nachmaligen Europameister Portugal und 1 :2 (0: 1) am 22.6. in St.Denis gegen die erst im Viertelfinale ausgeschiedenen Isländer mit Neo-Rapidler Traustason als Siegestorschützen (ÖBF-Tor: Schöpf; Dragovic verschoss Elfer, 37.) – Gruppenletzter und a tout jamais! Am mutmaßlichen Lagerkoller und dem Absturz auf Weltranglistenplatz 21 konnte dank Koller kein Rapidler die Schuld tragen“.

Andi Kuen musste am Wochenende des EM-Finales wieder einmal unters Messer, diesmal wegen eines Überbeins im Oberschenkel nahe dem Knie. Einstieg ins Mannschaftstraining: Anfang August.— Und weiter ging’s mit dem Verletzungspech, noch bevor die Saison überhaupt so richtig begonnen hatte. Matej Jelic erlitt wenige Tage später im Training einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel und fällt monatelang aus.

Vier Rapidler durften zur Ul9-EM nach Deutschland fahren: Paul Gartler, Max Wöber, Albin Gashi sowie der Neo­ Grüne Philipp Malicsek und alle außer Gashi (gegen Portugal ab der 73. Minute sowie gegen Italien bis zur 64.) sogar durchspielen. Am Ende gab es allerdings eine Enttäuschung, zumal auch die Chance auf die nächste U20-WM verwirkt wurde. Am 11. 7. erreichte man in Großaspach ein 1:1 (1:1) gegen Portugal (Jakupovic), am 14.7. in Reutlingen ein weiteres 1:1 ( 1: 1) gegen Italien (Schlager), und am 17. 7. setzte es abermals in Reutlingen ein leider den letzten Gruppenplatz bedeutendes 0:3 (0:0) gegen die Deutschen. Schade, aber in Anbetracht der Stärke ihrer Konkurrenten konnte die Marko-Truppe erhobenen Hauptes nach Hause fahren!— Und schon folgte ein weiterer Ausfall: Steffen Hofmann zog sich gegen Chelsea einen Meniskuseinriss zu, wurde am 20.7. arthroskopiert und muss rund vier Wochen pausieren. Für ihn gilt das Gleiche wie für die Kollegen Kuen und Jelic: Recht baldige Genesung!

Kein Geringerer als Kardinal Christoph Schönborn weihte am 19.7. den interreligiösen Andachtsraum im Allianz-Stadion ein, einen Ort für Hochzeiten, Taufen (am 20.8. die von Peschek jun.) und wohl auch innere Einkehr. Welche jenen Irregeleiteten sehr zu empfehlen wäre, die in Stadionnähe möglichst viele Häuser mit ihren unreflektierten Hassparolen beschmieren und eine Schande für den gesamten Rapidanhang darstellen.

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KLUB DER FREUNDE DES S. C. RAPID, 1120 Wien
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(Ergänzt durch Links, die auf Artikel in diesem Tagebuch verweisen.)