GRÜNZEUG-617

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Dezember 2020 / Nr. 617 / Versand 14.12.2020

IN EIGENER SACHE

Am Ende eines total beschissenen Jahres melden wir uns zu Wort, um zu dokumentieren, dass es zumindest den Vorstand bzw. dessen „Grünzeug“-Team (in chronologischer Reihenfolge des Arbeitsablaufs: Gerhard Niederhuber als Verfasser, Christine Ibesich als PC-Schreiberin, die Familie Rakousky für die Kopien, Peter Nowotny für den Versand) nach wie vor noch gibt. Wie viele (zahlende!) Mitglieder es weiterhin sein werden, merken wir, wenn wir die Zahlscheine für die Beiträge 2021 zugesendet haben und endlich wieder zu einer Versammlung eingeladen hatten. Denn irgendwann kann dieser Corona-Albtraum ja zu Ende sein!

Das hofft natürlich auch der Klub der Freunde des S.C. Rapid!

BEI REDAKTIONSSCHLUSS: ALLE AUGEN AUF DAS MOLDE-MATCH!

Darauf richteten sich auch die vom Kühbauer-Didi. Denn laut UEFA-Mathematik wäre es vollkommen bedeutungslos gewesen, ob Rapid bei Arsenal 1:4 oder 4:1 gespielt hätte, weil lediglich die Duelle zweier punktegleicher Konkurrenten für die Endplatzierungen maßgeblich sind. Daher genügt Rapid ein 1:0 oder ein Sieg mit zwei Toren Unterschied zum Überwintern in der Europa League; ob das am 10.12. gelang, darauf können wir in dieser Nummer leider nicht mehr eingehen – auf Wiederlesen im Jänner 2021!

Nicht gelungen war der Sprung auf Tabellenplatz 1, weil sich die Mannschaft in Ried eine fußballerische Auszeit erlaubte, wo sie mit dem im Sommer umworbenen U21-Teamstürmer Grüll und dessen Offensivkollegen nichts anzufangen wusste (Ersterer steht nun auf Salzburgs Wunschliste, obwohl er blond ist). In der Liga folgten dann die Partien gegen den FK Pentz, sprich die ansonsten wehrlosen Austrianer, die lediglich von Rapids schon legendären Standardschwächen profitierte. Um von Pentz‘ Wahnsinnsparaden nicht zu reden – zwei verschenkte Punkte, gar keine Frage!

Davon konnte beim Auftritt unserer zweiten Garnitur bei Arsenal keine Frage sein (siehe oben). Dass der SCR sich um das Weiterkommen in der EL Gedanken machen konnte, lag an den – nicht durchwegs glanzvollen Duellen mit den irischen Halbprofis von Dundalk.

Nochmals zurück zur heimischen Meisterschaft: Beim viel niveauvolleren 1:1 gegen die Bullen zeigte Rapid (trotz zwei Ruhetagen weniger) in Halbzeit 2 sehr guten Fußball und das auch ohne Kapitän Dejan Ljubicic, den der natürlich schuldlose, laut Medien ohnehin vor der Heiligsprechung stehende Junuzovic mit einem Tritt auf den Knöchel verfrüht in die Winterpause geschickt hatte. Nun aber, nach dem souveränen 3:1 in Hartberg, liegt Didis Truppe nur um einen Punkt hinter den Mozartstädtem, die sich tags zuvor ein 0:1 bei der letztplatzierten Admira erlaubt hatte.

Ganz vome steht urplötzlich aber der zurzeit offenbar unschlagbare LASK, wie ein Blick auf die Tabellenspitze beweist (Stand vom 6.12.):

1. LASK     10/23 (22: 6)
2. Salzburg 10/22 (34:11)
3. Rapid    10/21 (25:14)
4. Sturm     9/18 (16: 5)

Am Ende zurück zum SCR vor dem Entscheidungskampf gegen Molde: Wir wünschten Kelvin Arase ein Dakapo seines Torriechers (in Hartberg gelangen ihm erstmals zwei Tore in einem BL-Spiel), Ercan Kara ebensolchen Biss wie sonst immer, obwohl er in Hartberg anderthalb Zähne verlor, dem jeweiligen grün-weißen Tormann endlich einmal ein Zu-null sowie allen anderen nur das Beste. Ob es am 10.12. tatsächlich so war, wird die nächste Zukunft gezeigt haben…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 3.RUNDE (5.11.): DUNDALK FC (H) 4:3 (1:1)

Ohne Ritzmaier (verkühlt, aber nicht Corona), natürlich Fountas und nach 54 Minuten auch ohne Barac (nach Zusammenprall mit dem diesmal unglücklichen Gartler Verdacht auf Nasenbeinbruch) lieferte Rapid gegen den irischen, keineswegs angenehmen Underdog eine der Trauer um die Opfer des islamistischen Terrors vom 2.11. entsprechende (Un-)Leistung. Zumal dem die ähnlich schwachen maltesischen Schiris wichtige Starthilfe gaben: Der Vorbereiter des 0:1 stand knapp vorm Assistenten im Abseits; und an diesem daher irregulären Tor „kiefelte“ Rapid lange Zeit herum, bis D.Ljubicic 25-Meter-Harpune den Weg ins Netz fand. Dennoch war auch die zweite Halbzeit mehr als dürftig, ehe sie in einer turbulenten Rapid-Viertelstunde ausartete. Immerhin gab sie uns doch noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in diesem Bewerb und stellte der SCR-Jugendabteilung ein gutes Zeugnis aus, denn neben Dejans Kracher kommen auch Arase (Flugkopfball), Hofmann (Kopfball) und dem aus dem Coronabett entstiegenen Demir (platzierter Schuss ins „Lange“) dem Hütteldorfer Hasenstall. Dass Cann („Yes he can“) noch einen Foulelfer gegen Rapid aus dem Ärmel zog, war in Minute 96 eh schon wurscht. Dem bevorstehenden Schlager gegen Salzburg sahen wir alle aber mit Besorgnis entgegen…

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac (54.Sonnleitner), Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (71.Grahovac); Schick, Knasmüllner (72.Demir), Arase; Kara.
  • Tore: D.Ljubicic (22.), Arase (79.), Hofmann (87.), Demir (90.); Hoban (7.), McMillan (81., Elfer, 90./+6, Elfer).
  • Gelbe Karten: Hofmann, Stojkovic, Sonnleitner, Schick; Hoare, Cleary, Dummigan
  • Weststadion, Cann (Malta)
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BL, 7.RUNDE (8.11.): RED BULL SALZBURG (H) 1:1 (0:1)

Zwei Tage weniger Pause nach den EC-Partien, dafür viel mehr Ausfälle, darunter die erkrankten Petrovic und Ritzmaier sowie Stojkovic (auch Mittelhandknochenbruch), außerdem erlitt D.Ljubicic bei Junuzovics Foul eine schwere Knöchelverletzung. Doch Rapid (mit Maskenmann Barac 70 Stunden nach seinem Nasenbeinbruch) ließ es sich nicht verdrießen, startete gut und hielt dann dem zunehmenden Druck der Gäste stand, wofür speziell der bärenstark haltende Gartler verantwortlich war. Und ab Minute 61 sah es nach den Einwechslungen des jungen Irrwisches Demir und des unbeugsamen Kara plötzlich ganz anders aus: Nachdem Letzterer zwei Salzburger Verteidiger den Ball abgenommen hatte, als wären sie Schulbuben, und perfekt auf Knasmüllner passte, erzielte der das hochverdiente 1:1 auf europäische Weltklassemanier (O-Ton Sonnleitner) -so möchten wir dich öfter vorm Tor sehen, Knasi!

  • SCR: Gartler; Greiml (46.Sonnleitner), Hofmann, Barac; Schick, D.Ljubicic (50.Schuster), Grahovac, Ullmann; Knasmüllner; Arase (61.Demir), Kitagawa (61.Kara).
  • Tore: Knasmüllner (85.); Koita (29.).
  • Gelbe Karten: Hofmann, Greiml; Okafor, Ashimeru, Vallci.
  • Allianz-Stadion, Drachta.
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BL, 8.RUNDE (22.11.): RIED (A) 3:4 (1:2)

Mit einem Sieg hätte Rapid, u.a. auch ohne den erkrankten Trainer Kühbauer, die Tabellenspitze übernommen – in Ried, wo es zuletzt drei Schlappen en suite gegeben hatte! So war es leider auch diesmal. Ohne Schiri Eisner (Kara stand vorm leeren Tor, der Steirer bzw. sein Assistent sahen ein Abseits, dem 3:3 ging ein Ullmann-Foul voran, das keines war) seine Inferiorität vorzuwerfen: Rapids nominell stark besetzte Offensive profitierte fast ausschließlich von Rieder Abwehrfehlern, und Rapids Hintermannschaft machte bei Standards sowie vor allem bei den Aktionen Grülls (ein Wunschspieler nach Murgs Abgang) aber einen noch schwächeren Eindruck. Bei dieser Gelegenheit: Seit dem 3:0 über den LASK (4.10.) musste sie in acht Pflichtspielen nicht weniger als 16 Verlusttore hinnehmen, ohne dass es ein Zu-null gegeben hatte. Auch darüber dürfte Didi sich gewisse Gedanken machen.

  • SCR: Gartler; Schick (90.Kitagawa), Hofmann, Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier; Demir (58.Stojkovic), Knasmüllner, Fountas; Kara (85.Alar).
  • Tore: Grahovac (25., Eigentor), Gschweidl (40.), Reiner (71.), Grüll (87.); Knasmüllner (14., 51.), Reiner (65., Eigentor)
  • Gelbe Karte: Hofmann.
  • Ried, Eisner
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EL, 4.RUNDE (26.11.): DUNDALK FC (A) 3:1 (2:0)

Leiwand: Knasmüllners unhaltbarer 28-Meter-Schuss ins Kreuzeck, Karas erstes EL-Tor auf Schicks leiwander Flanke per Kopf sowie sein Schlenzer vom Sechzehner. Und natürlich auch die Möglichkeit als EuropaLeague-Teilnehmer zu überwintern. Nicht leiwand: die unzähligen Ballverluste, die sich gegen stärkere Mannschaften als Dundalk gewiss rächen würden. Manchmal leiwand, kurz nach dem Seitenwechsel aber gar nicht: Mateo Barac, sonst ein leiwander Verteidiger, ritt wieder einmal der Teufel, trickste nach Gartlers kurzem Abstoß vorm eigenen Fünfer und musste seinen Ballverlust mit einem Foul „bereinigen“ – nicht auszudenken, wie der Didi daraufhin in seinem Krankenbett reagierte, mit Sicherheit nicht so gelassen wie sein „Co“, Manfred Nastl

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac; Schick, Grahovac, Ibrahimoglu (55.Arase), Knasmüllner (81.Demir), Ullmann; Kara (66.Kitagawa), Fountas (66.Schuster).
  • Tore: Shields (63., Elfer); Knasmüllner (11.), Kara (37., 58.).
  • Gelbe Karten: Dummingan, Cleary; Grahovac
  • Bes.Vorkommnis: Oduwa schießt Elfer daneben (49.).
  • Aviva Stadium, Dublin, Bognar (Ungarn)
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BL, 9.RUNDE (29.11.): AUSTRIA (H) 1:1 (1:1)

Das 331. Derby, dank Corona vor leeren Rängen ausgetragen, hieß eigentlich nur Rapid gegen Pentz, denn der FAK-Tormann bewahrte seine Farben mit unglaublichen Reflexen vor einem Debakel, während seine Vorderleute speziell nach der Pause den Rapidlem extrem unterlegen waren: insgesamt 65 Prozent grün-weißer Ballbesitz und 35:6 Schüsse, von denen lediglich Schicks frühes Tor auf Ullmanns Flanke im Netz landeten, zumal Demir noch die Außenstange traf. Außerdem konnten auch die Veilchen von Rapids bereits legendärer Schwäche bei Standards profitieren: Bei Sarkarias Freistoßflanke düpierte Wimmer den größeren Kara und netzte per Kopf ein – nur eine von zwei gefährlichen Austria-Möglichkeiten. Kurzum, es war so sehr zum Verzweifeln, dass Schick, sonst einer der Ruhigsten, nach Spielschluss mit Fountas einen heftigen Disput begann – ebenso abzuhaken wie die Derbybilanz im Allianz-Stadion: sieben Partien und kein einziger Heimsieg! Nicht abzuhaken aber war, dass Hofmann, Rapids aktuell Bester, wegen der 5. „Gelben“ in Hartberg fehlen wird…

EL, 5.RUNDE (3.12.): ARSENAL (A) 1:4 (0:3).

Terminhatz und die viel wichtigere Abschlusspartie gegen Molde (10.12.) – da sah Kühbauer keine andere Wahl, als gegen den englischen Spitzenklub (aktuell allerdings nur 14. in der Premier League) eine B-Formation zu nominieren, die absolut keine Chance hatte und mit dem Resultat noch recht gut bedient war. Dass es nicht noch deftiger ausfiel, lag an Strebinger, einem der Comebacker: Beim Flatterball zum 0:1 sah er nicht wirklich gut aus, aber in weiterer Folge verhinderte er zusätzliche Arsenal-Tore. Dass Demir angesichts der grün-weißen Unterlegenheit Bauchweh kriegte und Rapid zu zehnt weiterspielen musste, war nicht unverständlich…

  • SCR: Strebinger; Arase, Sonnleitner, Hofmann (46.Barac), Greiml, Ullmann (46.Schick); Demir, Schuster, Ritzmaier (66.Knasmüllner); Kitagawa (65.Kara), Alar (77.Sulzbacher
  • Tore: Lacazette (10.), Pablo Mari (18.), Nketiah (44.), Smith-Rowe (66.); Kitagawa (47.)
  • Gelbe Karten: Elneny, Mustafi; Ullmann, Sonnleitner
  • Arsenal Stadium, Petrescu (Rumänien), 2.000
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BL, 10.RUNDE (6.12.): HARTBERG (A) 3:1 (2:0)

Fountas (nun auch noch erkrankt) und Hofmann (Gelbsperre), den Grahovac als Kapitän vertrat, fehlten, dessen ungeachtet führte Rapid zur Pause mit 2:0 und geriet sogar in Überzahl. Dennoch stand die zweite Halbzeit hauptsächlich im Zeichen des extrem schwachen Schiri-Trios: Der eine „Outwachler“ sah Rotters Hands beim Hartberger Anschlusstor, „natürlich“ nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld nicht, der andere hingegen ein SCR-Abseits nach dem anderen, obwohl es keine waren. Na wurscht, es war der dritte Auswärtssieg, ohne dass unsere Mannschaft sich groß ausgeben musste – Molde, wir kommen!

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml (46.Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier; Schick (62.Demir), Knasmüllner (62.Schuster), Arase; Kara (82.Kitagawa)
  • Tore: Rotter (66.); Arase (2., 76.), Kara (35.)
  • Gelbe Karten: Heil, Swete, Rep, Trainer Schopp; Greiml
  • Gelb-Rote Karte: Nimaga (44., Foul)
  • Hartberg, Gishamer
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„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

„Runde“ Spiele: jeweils 25 absolvierten Srdjan Grahovac (EC gegen Dundalk, H), Thorsten Schick (BL in Ried), Maximilian Hofmann (EC gegen Dundalk, A)

BL-Tore: Christoph Knasmüllners 1:1 gegen RBS war das 150. Tor in dieser Meisterschaft; Kelvin Arase erzielte aus etwa 20 Zentimeter Entfernung in Hartberg Rapids 25. diesjähriges Tor.

„MR. GRÜNZEUG NR. 617“: MAXIMILIAN ULLMANN

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Maximaler Kampfgeist, maximale Fitness, auch wenn es da oder dort zwickt und zwackt: Maxi(mal) Ullmann! Drei Tage nach dem 1:4 in London, wo er das einzige Mal zur Pause ausgetauscht wurde, bewies der Ex-Linzer einmal mehr, dass er längst ein echter Rapidler ist, nicht nur bei der maximalen Vorbereitung des 2:0.

EIN BLICK ZU RAPID II

9.RUNDE (6.11.): HORN (A) 2:3 (2:1)

13.11.: TEST gegen ADMIRA-PR0FIS 3:2 (0:2)

Tore: Savic, Zimmermann, Zahirovic; Maierhofer, Hausjell

10.RUNDE (22.11.): GAK (H) 1:2 (0:1)

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner (56.Dijakovic), Gobara (60.Hajdari), Moormann (79.Kanuric); Querfeld, Sattlberger; Savic, Tepecik, Zimmermann (60.Zahirovic); Fuchshofer (79. Oda)
  • Tore: Tepecik (48.); Gantschnig (28.), Harrer (56.)
  • Allianz-Stadion, Jäger
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11.RUNDE (27.11.): WACKER INNSBRUCK (A) 1:2 (1:1)

  • Hedl; Zwickl (82.Fuchshofer), Querfeld, Dijakovic, Gobara; Tepecik (82.Bozic), Hajdari (85.Kanuric), Sattlberger, Savic; Zimmermann, Oda (85.Zahirovic)
  • Tore: Zaizen (25.), M.Wallner (51.); Joppich (11., Eigentor)
  • Gelb-Rote Karte: Grujcic (82., Hands)
  • Tivoli, Altmann
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12.RUNDE (4.12.): KAPFENBERG (H) 0:3 (0:1)

  • Unger; Hajdari (90.Kanuric), Querfeld, Eggenfellner, Gobara; Sattlberger (63.Strunz), Felber (46.Bozic); Tepecik (46.Zwickl), Oda, Savic; Fuchshofer (57.Zimmermann)
  • Tore: Steinlechner (14.), Mikic (80.), Komolafe (88.)
  • Allianz-Stadion, Jandl
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Tabelle (Stand vom 6.12.)

 l.Lafnitz  12/28 (22:10)
l0.Rapid II 12/5  (14:27)

RESÜMEE

Gute Vorzeichen: Frühes 1:0, dann 1:1 und 2:1,in Überzahl ab 47. Minute, doch am Ende gab es auch in Horn eine Niederlage, dagegen half kein „Fußballgott“ auf der Bank…. Das tat der auch beim 1:2 gegen den fünftplatzierten GAK, der Einstimmung auf einen besonders freudlosen Sonntag (3:4 der indisponierten Profis in Ried), leider nicht. Nun, nach einem Drittel aller Zweitligaspiele, musste man leider feststellen, dass Rapid II mit ihrer Jugendformation (so sind Tepecik, Querfeld oder Sattlberger erst 16 Jährchen alt) in höchster Abstiegsgefahr schwebt, sollten keine echten, fitten Verstärkungen zurückkehren. Nach zehn Runden lag der grün-weiße „Kindergarten“ jedenfalls auf Rang 16…

Daran konnte auch der Auftritt in Innsbruck nichts ändern, wo sich der Wacker mit seinen zahlreichen BL-erfahrenen Kickern weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg macht. Rapids Ängste vor einem Abstieg wären hingegen wesentlich geringer, hätte sie mit eigenen Führungstoren besser umgehen können: Fünfmal lag sie mit 1:0 sowie in Horn auch mit 2:1 voran, es gab aber nur ein Unentschieden (1:1 in Steyr), sodass insgesamt 14 Zähler weniger heraussprangen; nicht auszudenken, wie die jungen Hütteldorfer mit auch nur der Hälfte dieser Punkteverluste in der Tabelle dastünden. Und mit etwas weniger Gegentoren: 24 Stück in elf Matches waren LigaRekord!

Im Heimspiel gegen Kapfenberg, einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe, musste man keine Führung verteidigen, vielmehr ging der Gast bald in Führung und baute diese im Finish sogar noch auf 3:0 aus.

Fazit: Rapid II liegt nun als „Schießbude der Liga“ (27 Verlusttore in 12 Spielen) unangefochten auf dem letzten Platz und um sieben Punkte hinter dem ersten Nicht-Abstiegsrang. Tja, so ist es halt, wenn zu viele Halbwüchsige gegen Männer spielen, aus welchen Gründen auch immer!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubdcrfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Zwei unliebsame Souvenirs aus Salzburg bzw. vom allseits beliebten Zladdi Junuzovic: Zuerst stieg er Filip Stojkovic auf die Hand (auch ein Mittelhandbruch), dann Dejan Ljubicic auf das rechte Sprunggelenk (keine OP, aber out bis zur Winterpause), beides „natürlich“ unabsichtlich – fragt sich nur,
wie das umgekehrt gewesen wäre, auch ohne Medienwirbel?

Länderspiele: Dem 3:0 (0:0) im Test in Luxemburg am 11.11. (Trauner, Grbic, Wiesinger) folgten zwei Matches in der Nations-League in Wien: Am 15.11. 2:1 (0:0) gegen Nordirland (Schaub, Grbic) sowie am 18.11. 1:1 (0:0) gegen eine dank Corona bunt zusammengewürfelte norwegische B-Auswahl mit dem starken Veton Berisha; erneut scorte der beim SCR ausgebildete Grbic (94.). Daher wurde Österreich Gruppensieger vor den Skandinaviern und stieg in die A-Liga auf. Gratulation, obwohl kein einziger aktueller Rapidler daran Anteil hatte, denn auch unter Teamchef Foda spielen die keine Rolle.

In der U21-Auswahl tut das immerhin der eine oder andere. Sie bezog am 13.11. in Istanbul ein unnötiges 2:3 (1:0), wobei Arase das 1:0 schoss, dem Wolf ein Freistoßtor folgen ließ (Demir war verletzt), aber das reichte ebenso nicht wie das 4:0 (3:0) am 17.11. in Ried (Wolf 2, 1 Elfer, Grüll, Wöber per Elfer), bei dem Greiml debütierte, jedenfalls gewann England die Gruppe 3 klar vor Gregoritschs Team.

Der nächste personelle Tiefschlag: Dejan Petrovic erkrankte am Pfeiffer’sehen Drüsenfieber und fällt somit bis auf weiteres aus.

Die vom SCR initiierte Spendenaktion zugunsten der Verletzten und Angehörigen der Todesopfer des Terroranschlags vom 16.11. brachte 26.000 Euro ein, die den Initiativen „Weißer Ring“ und „Die Boje“ zugute kamen.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
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Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-616
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-616

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / November 2020 / Nr. 616 / Versand 9.10.2020

CORONA, CORONA, CORONA – WIE LANGE DENN NOCH?

Vor fast acht Monaten bereicherte das Vokabel „Corona“ unseren Wortschatz ungemein und das von der „Pandemie“ übrigens ebenfalls, beides so ausdauernd, dass es überhaupt kein Ende zu nehmen scheint. Kein Ende? Um von den Schäden, welche diese Seuche nicht nur in Österreich an der Wirtschaft oder den Körpern und Seelen von uns allen gar nicht zu reden, konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf den SK Rapid sowie auf uns, dessen seit 1951 treuestem Anhängerklub: Dass die zuletzt auf nur mehr 1.500 Zuschauer und, um es in der Hektik nicht zu vergessen, Zuschauerinnen geschrumpfte, behördlich vorgeschriebene Zahl auch keinen Bestand haben würde, war ja zu erwarten. Jedenfalls dürfen überhaupt keine Zuschauer oder Zuschauerinnen die Spiele besuchen – bis wann? Vielleicht bis Dezember, aber wer weiß das schon so genau?

Seit März 2020 tat sich unglaublich viel: Unser Schriftführer, Josef Liska, verstarb, unser Obmann, Gerhard Niederhuber, musste einen Schlaganfall überwinden, nicht nur deswegen gab es wochenlang weder „Grünzeug“, sondern auch sonstiges Klubleben, sieht man von gelegentlichen Vorstandssitzungen ab; ganz ähnliches passiert(e) auch beim SCR selbst. Kurzum, es gab achtmonatige Scheiße, um es ganz ehrlich und voller Verbitterung auszusprechen, nur Corona blieb und blieb, das sogar in zunehmender Stärke, weshalb es seit 2.11. den nächsten Lockdown gibt. Warum der ganze Schmarrn ständig mit englischen Ausdrücken kommuniziert wird, ärgert den Verfasser ebenso wie die Auslassungen der Corona-und Masken-Verweigerer…

So weit, so schlecht, ein bisschen soll ja auch heute der Fußball zu Wort kommen: Rapid 1 legte gegen den LASK (3:0), im Cup in Wr.Neustadt (5:1), beim unglücklichen 1:2 gegen Arsenal in der Europa League, in Wolfsberg (hochdramatisches 4:3) und – unter Nachsicht aller Taxen gegen Altach (3:1) mehr oder weniger starke Leistungen hin, nur das ziemlich erbärmliche 0:1 in Molde haken wir halt ab… Rapid II: Weil sich die vielen Burschen aus der „Zweiten“ um das Erreichen des zweiten Endranges sehr verdient gemacht hatten, war zumindest der Chronist der Meinung, sie würden sich auch in der für sie neuen 2. Liga bewähren – ein Irrtum, wie es zumindest bisher aussieht. Aber noch ist ja gar nichts entschieden.

Entschieden ist auch nicht, ob, wann und worüber das nächste „Grünzeug“ erscheinen wird. Daher rufen wir unseren Mitgliedern und sonstigen Lesern bzw., eh klar, Leserinnen zu: Lassen Sie es sich nicht verdrießen, ob Corona oder nicht Corona!!!

Rapid und ihre Mannschaft würden sich Ihre Treue, wenn auch nur mehr vor dem Bildschirm, sehr wohl verdienen, wie ein Blick auf die Tabelle (Stand 1.11.) beweist:

1. Salzburg 6/18 (24:4)
2. Rapid    6/16 (17:7)
3. LASK     6/13 (11:5)

Im Achtelfinale des Cups muss Rapid erneut in Salzburg antreten (16.12.); fehlte gerade noch, dass der Schiedsrichter wiederum Eisner heißt…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 4.RUNDE (4.10.): LASK (H) 3:0 (2:0)

Inmitten einer bravourös kämpfenden grünweißen Einheit zeigten D.Ljubicic, Murg und Fountas, wie schwerwiegend ihre Abgänge zu verkraften wären. „Wenn einer geht, wäre es mehr als fatal“, dachte nicht nur Kühbauer. Jedenfalls hatten es die ohne Abwehrchef Trauner hinten sehr matten Linzer EC-Triumphatoren (zuletzt 4:1 bei Sporting Lissabon) auch vorne keine Chancen gegen Hofmann, Barac & Co. und Glück, „nur“ 0:3 verloren zu haben. Am Ende bewies Demir erneut hohe Fußballkunst und bestätigte Kara, dass er nicht nur ein unverdrossener Kämpfer ist, sondern auch treffen kann.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac; Arase (70.Schick), Grahovac, D.Ljubicic, Ullmann; Murg (77.Demir), Fountas (81.Kitagawa); Kara.
Tore: Murg (7.), Fountas (22.), Kara (90./+3).
Gelbe Karten: Kara, Schick; Holland, Wiesinger, Gruber, Filipovic.
Rote Karte: Ramsebner (66., Foul).
Allianz-Stadion, Hameter, 3.000 (ausverkauft).

ÖFB-CUP, 2.RUNDE (17.10.): WR.NEUSTADT (A) 5:1 (3:1)

Ohne Fountas und den erkrankten Demir schlug Rapid den Vorletzten der RLO in einem seriösen Test, aus dem Murg-Nachfolger Ritzmaier mit zwei herrlichen Treffern herausragte.
SCR: Strebinger; Stojkovic (61.Arase), Sonnleitner, Hofmann (61.Barac), Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (61. Grahovac); Schick, Knasmüllner (74.Ibrahimoglu), Ritzmaier; Kara (46.Kitagawa).- Tore: Weidinger (22.); Knasmüllner (18.), Ritzmaier (32., Freistoß, 70.), Kara (45./+1), Arase (78.).- Wr.Neustadt, Ciochirca, 1.250.

EL, 1.RUNDE (22.10.): ARSENAL (H) 1:2 (0:0)

Dass Arsenals Kader 19-mal teurer ist als der Rapids, war bis Minute 70 nicht erkennbar, denn die grün-weiße Abwehr stand bombensicher, während die Offensive wesentlich besser agierte als die der Gäste. Aber leider verflog sich Strebinger bei einer Freistoßflanke, und Luiz stellte Fountas‘ Tor nach Leno-Patzer per Kopf ein. Wenig später fixierte Superjoker Aubameyang den unverdienten Sieg der Londoner, der ohne das in diesen Szenen blinden Schiritrio kaum möglich gewesen wäre: Zwei ausschlussreifen Ellbogenchecks sowie ein Strafraumhands wurden von Kralovec & Co. negiert. Schade um Rapids möglichen Sensationssieg!

SCR: Strebinger; Arase (79.Schick), Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; D.Ljubicic, Grahovac, Ritzmaier (88.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa), Fountas.
Tore: Fountas (51.); Luiz (70.), Aubameyang (74.).- Gelbe Karten: Grahovac, Arase, Kara, Ritzmaier; Lacazette, Partey, Nketiah, Leno.
Weststadion, Kralovec (Tschechien) 3.000 („ausverkauft“).

BL, 5.RUNDE (25.10.): WAC (A) 4:3 (2:0)

An seinen 35. Geburtstag wird Michael Liendl noch lange denken, wir aber auch! Gegen die ohne Fountas (Mittelhandknochenbruch) angetretenen, aber trotzdem sehr torgefährlichen Rapidler stellten er mit seinen immer noch gefürchteten Standards und Baumgartners Kopfballstärke unversehens auf 2:2, dem folgte ein Kontertor zum 3:2 für die Wolfsberger, sodass es beim nächsten Debakel der Wiener an dieser Stätte so aussah, wo es seit März 2015 keinen SCR-Sieg mehr gab. Damals war’s ein 5:0 mit Berics Hattrick und Schaubs Doppelschlag, aber dieses 4:3 war fast noch epochaler: Rapid bäumte sich auf, wie es eine vom Didi gecoachte Mannschaft öfter tun sollte. Und Kara zeigte sich als Mann ohne Nerven – was für ein Wahnsinnsmatch!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml (56.Barac); Grahovac, D.Ljubicic; Schick (71.Arase), Ritzmaier (76.Knasmüllner), Ullmann; Kara, Kitagawa (76.Alar).
Tore: Baumgartner (47., 52.), Dieng (67.); Schick (25.), Kitagawa (35.), Kara (77., 90./+3).
Gelbe Karten: Liendl, WAC-Trainer (und SCR-Legende) Feldhofer, Leitgeb, Baumgartner; Hofmann.
Lavanttal-Arena, Ebner, 1.500 (nun ,,Corona“-ausverkauft…).

EL, 2.RUNDE (29.10.): MOLDE FK (A) 0:1 (0:0)

Ein Spiel mit Vorentscheidungscharakter? Zu lange tatenlos im Hotel gefangen? Ungewohnter Kunstrasen? Noch schwerer bespielbarer Gegner? Jedenfalls lahmte Rapids Umschalt- und Offensivspiel so sehr wie lange nimmer. Was diesmal sicher auch an Fountas‘ Fehlen lag. Eigentlich setzte nur ein Hütteldorfer den auf dem ganzen Feld kompakt auftretenden Norwegern wirklich ernsthaften Widerstand entgegen, und das war der überragende Strebinger-Vertreter Pauli Gartler in seinem ersten EC-Einsatz, ohne den die Niederlage viel empfindlicher ausgefallen wäre. Auch wenn der Knackpunkt in Minute 43, als Ritzmaiers Distanzschuss vom gegnerischen Keeper an die Innenstange gedreht wurde, hätte sein können. Trotzdem weiß man ja nicht, ob Molde nach einem 0:1 nicht mehr so dominant gewesen wäre – oder ob sich der SCR erfangen hätte. Wir werden es nie erfahren…

SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml, Barac, Ullmann; Grahovac (77.Ibrahimoglu), D.Ljubicic; Schick (46.Arase), Kitagawa (58.Knasmüllner), Ritzmaier; Kara.
Tor: Owoijuanfo (65.)
Gelbe Karten: Wingo, Haugen, Aurenes; Stojkovic, Greiml.
Aker-Stadion, Molde, Ardeleanu (Tschechien), 600.

BL, 6.RUNDE (1.11.): ALTACH (H) 3:1 (1:0)

Allein Kitagawa hätte für ein absolutes Schützenfest der ohne ihre Topscorer angetretenen Rapidler sorgen können. Nachdem Ritzmaier bald nach Karas Stangenknaller mit einem wahren Traumtor für so viel Begeisterung sorgte, dass die eigentlich chancenarmen Gäste zum unerwarteten Ehrentreffer kam – zwei Schüsse aufs von Gartler wieder gut gehütete Gehäuse! Nachmachen, Rapid (nur zwei Treffer bei 30 Schüssen)!

SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac (82.Sonnleitner); Petrovic, D.Ljubicic (75.Grahovac), Ullmann; Schick (61 .Ritzmaier), Knasmüllner (73.Ibrahimoglu), Arase; Kitagawa (61.Kara).
Tore: Knasmüllner (22.), Kitagawa (54.), Ritzmaier (81.); Stefel (83.)
Gelbe Karten: Kara; Edokpolor, Wiss, Netzer, Bumberger.
Allianz-Stadion, Kijas, 1.500 (zuletzt!).

„MR. GRÜNZEUG NR. 616“: ERCAN KARA

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Im Oktober teilte Ercan Kara unseren Titel ohne Mittel mit Maxi (Hofmann) und Taxi (Fountas). Diesmal aber gewann er ihn ganz alleine, obwohl er wieder starke Konkurrenten hatte: Hofmann, Dejan Ljubicic, Maxi Ullmann oder den „Neuen“ Marcel Ritzmaier. Fountas fiel aus der Wertung, weil er lediglich zwei Spiele bestritt.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Diesmal gibt es weder das eine noch das andere zu vermelden.

EIN BLICK ZU RAPID II

4.RUNDE (30.9.): DORNBIRN (A) 2:1 (2:1)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Hajdari (65.Obermüller); Bosnjak (79.Kanuric), Felber (58.Schuster); Savic, Kocyigit (65.Softic, Zimmermann; Fuchshofer (80.Strasser).
Tore: Dornig (65.); Savic (6.), Kocyigit (45., Elfer).
Birkenwiese, Dornbirn, Talic, 500.

5.RUNDE (3.10.): LAFNITZ (H) 2:3 (1:0)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, ,Dijakovic, Hajdari; Bosnjak (61. Schuster), Felber (73.Kanuric); Zimmermann (61. Kocyigit), Ibrahimoglu (84.Strasser), Savic (73.Wunsch); Fuchshofer.
Tore: Fuchshofer (1., 90.); Siegl (47.), M.Kröpfl (69., Elfer), C.Kröpfl (90./+3).
Allianz-Stadion, Pfister, 400.

6.RUNDE (23.10): VORWÄRTS STEYR (A) 1:1 (1:0)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Gobara; Schuster, Felber; Savic (74.Strasser), Wunsch (74.Tepecik), Zimmermann (90./+2 Moormann); Strunz (46.Softic).
Tore: Strunz (20., Elfer); Drga (58.).
Steyr, Weinberger, 910.

7.RUNDE (26.10.): AUSTRIA LUSTENAU (H) 1:2 (0:1)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Gobara (46.Querfeld), Obermüller; Zimmermann, Bosnjak (24.Schuster), Ibrahimoglu (61.Softic), Felber, Strasser (85.Oda); Wunsch (61.Tepecik)
Tore: Schuster (53.); Wallace (45.), Maak (72.).
Allianz-Stadion, Fluch, 750.

8.RUNDE 31.10.): BW LINZ (A) 1:3 (0:2)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Dijakovic (77.Moormann); Schuster, Felber (77.Oda); Zimmermann (82.Strasser), Wunsch, Savic; Softic (82.Budimir).
Tore: Janeczek (33.), Schubert (42., Elfer), Gemicibasi (72., Elfer); Dijakovic (47.).
Linzer Stadion, E.Ristoskov, 850.

RESÜMEE

Hart erkämpfter, erster Sieg in Liga 2, sowie nach einer knappen Stunde endlich das Comeback des lange verletzt gewesenen Lion Schuster! Sonderlob für Niklas Hedl, der bei 1:0 einen Penalty des Dornbirner Spezialisten Fridrikas super entschärfte.— Höchst unglückliche Niederlage bei Nicholas Wunschs spätem Comeback gegen die vor der Pause mit dem 0:1 sehr glimpflich davongekommenen Lafnitzer Routiniers in einem wahren First-und Last-Minute-Festival – Wahnsinn!

Allmählich kommen immer mehr Dauerverletzte zurück: Nach Schuster, zuvor gegen Lafnitz und nun waren es Gobara, Strunz, der sein Comeback mit einem Elfmetertor krönte, sowie ganz am Ende des abwechslungsreichen Spiels in Steyr war es Moormann.

Weil dem SCR vorne ein echter Stürmer fehlte und seinem Mittelfeld die konstruktiven Ideen, blieb er gegen Lustenau in einem niveauarmen Match ziemlich wirkunsgslos.

Nach dieser Partie wollte sich Steffen Hofmann auf sein Amt als SCR-II-Trainer konzentrieren (siehe auch „Splitter“).

Da willst du trotz des Fehlens unzähliger Leistungsträger Fußball spielen, aber da kommt einer um die Ecke, steckt sein ein Pfeiferl in den Mund und verhängt gleich zwei fragliche bis erfundene Foulelfmeter gegen dich, sodass Rapid II nach dem 1:3 bei BW Linz immer mehr in Abstiegsgefahr schlittert. Was sich der Verfasser so nicht ausgemalt hätte. Schwacher Trost: Nur die Young Violets sind mit drei Zählern bei 8:15 Toren noch schlechter platziert als SCR II mit fünf und den zweitmeisten Gegentoren (10:17). Und: Die gesicherten Tabellenplätze sind (noch?) nicht zu weit entfernt.

SPLITTER

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Angst und Entwarnung um Antonin Panenka! Einer der besten und sympathischsten Rapidler war nach positivem Corona-Test auf der Intensivstation, aber nach erstaunlich kurzer Zeit wurde er samt Lungenentzündung nach Hause entlassen. Merke: Auch wenn der „Tonda“ ein Tscheche ist, einen echten Rapidler, und das war und ist er fürwahr, haut nicht so bald etwas um!

Länderspiele: In Klagenfurt trafen Ex-Rapidler Grbic und Baumgartner zum 2:1 (0:0) gegen Griechenland, an dem am 7.10. nur ein Hütteldorfer mitwirkte, nämlich unser Taxi Fountas, der das 0:1 vorbereitete.

Im Rahmen der National League traf Gregoritsch am 11.10. zum 1:0 (0:0) gegen Nordirland in Belfast, und am 14.10. sorgte Schöpf für das 1:0 (0:0) gegen Rumänien in Ploiesti (Ullmann stets Ersatz). Mit Demir sowie Arase (ab 61.) gewann die U21mit dem genesenen Trainer Gregoritsch sen. Das EM-Quali-Match gegen den Kosovo in Pristina dank Grüll mit 1:0 (0:0).

Am 11.10. stieg das 8. VARTA-U15-Tumier diesmal nur als „Final three“ (Corona!) und wurde von Sturm Graz mit 3:0 gewonnen (SCR-Coach Walter Knaller fairerweise: „Das reifste Team“ und: „Toll, das Turnier überhaupt ausgetragen zu haben!“). Dritter wurde Admira hinter den Steirern und den Gastgebern Rapid.

Corona und die vielen Länderspiele hatten den schreibenden Miesmachern die Rede verschlagen, obwohl sie das Abwehrtalent Leo Greiml ja auch gerne in die Feme hätten expedieren wollten, um vom möglichen Karriereende ganz zu schweigen. Jedenfalls erfuhren wir erst m 13.10., dass der Ex-St.Pöltner nach dem 19.9. (Graz) an einer Schambeinentzündung laboriert hatte, die schon so manchen ums Kicken gebracht hatte, bevor er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte.

Nach Stefan Schwab wechselte auch Thomas Murg unmittelbar nach seinem 1:0 gegen den LASK zu PAOK Saloniki – viel Glück euch beiden!

Zoki Barisic zog sofort einen Ersatz aus dem Hut: Marcel Ritzmaier (27), uns aus seiner Tätigkeit beim WAC bestens bekannt, wurde aus Barnsley importiert und schlug sofort ein, wird aber wohl nur ein Jahr in Hütteldorf bleiben.

Stephan Auer kehrte zu seinem Ex-Klub Admira zurück, während Tobias Knoflach bis dato noch ohne neues Engagement blieb.

Trotz des vom ORF am 23.11. vermeldeten nächsten Corona-Falls wurde Rapids Programm für Training und Spielbetrieb nicht gefährdet.

Wohl aber ging der Klub vor Corona in die Knie: Die für 23.11. vorgesehene Hauptversammlung wurde auf quasi „irgendwann“ im nächsten Jahr verschoben. Wie lange wird der aus China importierte Albtraum noch dauern bzw. wird er überhaupt jemals ein Ende haben?

Rapids neuer U14-Trainer trägt einen bekannten Namen: Muhammet Akagündüz! Der neue Talente-Manager ist uns mit Martin Hiden aber auch: Martin Hiden folgt Steffen Hofmann in dieser Funktion, weil der sich nun auf seine Aufgabe als Trainer von Rapid II voll konzentrieren will. Zuvor war Hiden als Scout tätig.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
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GRÜNZEUG-615

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Oktober 2020 / Nr. 615 / Versand 5.10.2020

CORONA UND KEIN ENDE, ABER DAS ENDE VON VIELEM???

Zuerst zum Klub der Freunde des S.C. Rapid!

Kürzlich rief ein Herr Stefan S. dessen Obmann an: Er habe Angst, sich in einer unserer Versammlungen mit Corona anzustecken, aber andererseits gebe es solche ja ohnehin nicht. Aus diesen Gründen bräuchten wir ihm kein „Grünzeug“ mehr zuzusenden. Sollten weitere Mitglieder ebenso denken, müssten wir 2021 keine (wegen Corona verschobene) Generalversammlung mehr abhalten, sondern nur eine Außerordentliche Generalversammlung zwecks Auflösung des seit 1951 bestehenden Klubs, dessen Fixkosten ja weiterhin zu berappen wären. Vorausgesetzt, es würde sich alles in eine positive Richtung bewegen, doch dafür spricht immer weniger und weniger – Corona und kein Ende!

In eine Sackgasse steuert naturgemäß auch der SK Rapid! Bevor sich die „China-Seuche“ (O-Ton von US-Präsident Trump) auch hierzulande immer weiter und weiter ausbreitete, war der SCR finanziell bestens aufgestellt, aber wer statt rund 19.000 Zuschauer ins Stadion nur mehr 3.000 begrüßen kann (oder demnächst womöglich gar keine?), der hat mit bisher ungeahnten finanziellen Problemen zu kämpfen. Daher gilt auch für seine Angestellten in kurzen Hosen diese Stelle der Klubhymne nicht mehr so richtig: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid wird’s imma gern.“ Um die Kosten zu senken, wurde Kapitän Stefan Schwab schon vor Wochen nach Griechenland verabschiedet, bevor Thomas Murg in St.Pölten angeblich seine letzte Partie in Grün-Weiß absolvierte, Dejan Ljubicic, Schwabs junger Nachfolger als Spielführer, und Taxi Fountas, Rapids erfolgreichster Scorer in letzter Zeit, ebenfalls „Pfüat euch Gott mit Rosenwasser“ sagen könnten. Der SCR ohne solche Leistungsträger? Ob das die Starlets aus dem eigenen Nachwuchs abfedern könnten, ohne dass die Mannschaft nicht entscheidend verstärkt würde, das fragt sich sicher nicht nur der Verfasser. Und das nach dem durchaus guten Start ins Corona-Jahr 2020/21, wobei er das 1:1 in Graz trotz verschlafener erster Halbzeit als gar nicht sooo schlecht darstellen möchte. Denn Fußball ist ja ein Ergebnissport. Und: Solchen Ergebnissen könnten wir ja noch nachtrauem, sogar trotz der Qualifikation für „nur“ die Euro-League statt der EC-Gruppenphase…

Speziell in den weiteren Corona-Jahren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.9.2020)

Die ungebremst finanzstarken Salzburger an der Spitze:

1. Salzburg 3/9 (10:3)
2. Rapid    3/7 ( 7:3)
3. LASK     3/7 ( 5:2)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

CL-QUALI, 2.RUNDE (26.8.): LOKOMOTIVA ZAGREB (A) 1:0 (1:0)

In puncto Spielanteile, Eckbälle und vor allem Torschüsse war Österreichs Vizemeister, angeführt vom Jung-Kapitän Ljubicic, dem Kroatiens eindeutig überlegen, sodass ein Sieg hundertprozentig gerechtfertigt blieb. Lok Zagreb mauerte speziell vor der Pause, dennoch hätte es fast 0:1 geheißen, doch Strebinger vereitelte das, und wenig später erzielte Kara das Tor des Tages, wobei es bis zum Happy End auch blieb, weil der Ex-Homer und auch Ullmann nicht mehr trafen.


SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (75.Schick), Fountas (86.Kitagawa), Murg (66.Grahovac); Kara.- Tor: Kara (32.).- Gelbe Karten: Drei für Lok; für Rapid D.Ljubicic, Hofmann, Greiml, Trainer Kühbauer.-Kranjceviceva, Zagreb, SR Martinez (Spanien).

Andy, Karl, Martin und Lukas am Podium

ÖFB-CUP, 1. RUNDE (30.8.): ST.JOHANN/PONGAU (H) 5:0 (2:0)

So forsch der Regionalligist auch einstieg, so chancenlos war er gegen die nicht immer zielgerichtet agierenden Rapidler (Fountas schoss sogar einen Elfer drüber (30.). Am Ende der Chancenschluderei in Grün-Weiß war der Didi aber doch zufrieden.

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Schick), Greiml (71.Sonnleitner), Hofmann, Ullmann; Petrovic (46.KnasmüIlner), D.Ljubicic; Murg (59.Demir), Fountas, Arase; Kara (70.Kitagawa).- Tore: Fountas (12., 48., 50.), Kara (22.), Demir (89.).- Gelbe Karten: Zwei für St.Johann.- Allianz-Stadion, Lechner, 1.250 (Corona!).

Maria und Jürgen

BL, l.RUNDE (11.9.): ADMIRA (H) 4:1 (2:0)

Spiel mit Corona-bedingtem Rekordbesuch gegen die mit den Altrapidlem Hoffer (bejubelt) und Maierhofer (ausgepfiffen) angetretenen Admiraner, die gegen Murg (super 1:0) und Konsorten keine echte Chance hatten. Auf der Fahrt zum ersten Auftritt seit 1.3. mit Zuschauern (3:1 gegen die aufgelösten Mattersburger) querte der Verfasser die Reindorfgasse, wo sich Tausende zu einem Straßenfest zusammenfanden, bei welchem kein einziger Mensch mit Maske zu sehen war. In Anbetracht dieser Denkungsart wundert es keinen mehr, dass es ab Runde 2 nur mehr 3.000 Fans geben darf- ein besonders für den SK Rapid extrem schmerzlicher Verlust. Fragt sich nur: Wie geht es weiter?

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (82.Grahovac): Murg, Fountas (82.Savic), Demir (68.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa).-Tore: Murg (8.), Fountas (43., 73.), Kitagawa (90./+2); Hausjell (80.).- Gelbe Karten: Murg, Fountas, Stojkovic; Meierhofer, Maier.- Allianz-Stadion, Jäger, 10.000 (Corona-Rekord).

CL-QUALI, 3.RUNDE (15.9.): KAA GENT (A) 1:2 (0:1)

17:9 Torschüsse beweisen Rapids Gleichwertigkeit mit dem belgischen Vizemeister. Sie begann sehr stark, aber ein Fehler auf der rechten Abwehrseite erbrachte das Kopfball-0:1. Nun kam Gent deutlich auf, bis Greiml ein Strafraumfoul beging, das nicht notwendig war. Anschließend ereignete sich das Geschehen fast nur in Gents Hälfte, das überfällige 1:2 gelang Demir per tollem Schuss jedoch erst in der Nachspielzeit. Trotzdem hätte Greimls Kopftor geradezu fallen müssen, aber der Ball strich knappest vorbei – Greiml war also die tragische Figur dieser unglücklichen Niederlage. Welche Rapid um die Qualifikation zur Play-off-Runde brachte: Fünf Millionen hätten der coronageschädigten Klubkasse mehr als nur gut getan. Und nun wird man als Europa-League-Starter („nur“ mehr drei Millionen) über Verkäufe nachdenken müssen…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml; Arase (73.Demir), Petrovic (82.Grahovac), D.Ljubicic (86.Kitagawa), Ullmann; Murg; Kara, Fountas.- Tore: Dorsch (36.), Yaremtschuk (59., Elfer); Demir (90./+3).- Gelbe Karten: Hofmann, Arase, Greiml, Fountas, Demir.- Ghelamco Stadium, Ekberg (Schweden).

BL, 2.RUNDE (19.9.): STURM GRAZ (A) 1:1 (0:0)

Sturm erwartungsgemäß mit Schaum vor dem Mund und Rapid lange Zeit hinten wie vorne ohne Mumm, sodass wir mit dem Pausenstand hochzufrieden sein konnten. Was Kühbauer seiner lethargisch wirkenden Truppe in der Kabine gesagt hat, ob die Grazer ihrem eigenen Tempo Tribut zollen mussten, ob der in Gent zurückgelassene Mumm wieder in den grün-weißen Hirnen und Körpern aufgetaucht war, oder ob es erneut an Teenie Demirs Auftritt lag? Man weiß es nicht, jedenfalls gelang dem 17-Jährigen auf Karas raffiniertes Ferserl-Zuspiel das 1:1, und nun hätte es durchaus einen SCR-Sieg geben können, aber Siebenhandl verhinderte zwei großartige Fountas-Tore.

Fazit: Nach einseitiger erster Halbzeit sah das naturgemäß spärliche, jedoch enthusiasmierte Grazer Publikum eine dramatische zweite, in der jeder Ausgang möglich gewesen wäre.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Murg (88.Grahovac), Fountas, Arase (53.Demir); Kara (70.Kitagawa).- Tore: Gorenc-Stankovic (52.); Demir (68.).- Gelbe Karten: Hierländer, Kiteishvili; Arase, Kitagawa.- Merkur Arena Altmann, 2.812.

BL, 3.RUNDE (25.9.: SKN ST.PÖLTEN (A) 2:1 (2:1)

Die zuletzt erfolgreichen Gastgeber gingen zwar schnell in Führung, aber noch schneller in einen letztlich entscheidenden Rückstand, den Kara mit einigen sehr guten Chancen noch deutlich höher hätte gestalten können. Allerdings hatten auch die Niederösterreicher einige Möglichkeiten und das in einer Partie, die Rapid nicht unverdient gewann, aber den Kapitän kostete (D.Ljubicic ging mit Leistenbeschwerden vom Platz). Sowie einen „neuen“ Innenverteidiger brachte, nämlich Barac nach langen Muskelbeschwerden.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (50.Grahovac); Murg (80.Sonnleitner), Fountas (80.Kitagawa), Arase (62.Demir); Kara.-Tore: Hugi (6.); Fountas (15.), Kara (17., Elfer).- Gelbe Karten: Muhamedbegovic, K.Schulz, R.Ljubicic; Hofmann, Stojkovic, Ullmann.- NV-Arena, Ciochirca, 1.563.

„MR. GRÜNZEUG“ NR. 615: HOFMANN, FOUNTAS, KARA!

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. „Uralt-Rapidler“ Maxi Hofmann, der hinten ohne Rücksicht auf gelbe Karten absicherte, sowie die Jungen“ Rapidler Taxi Fountas und Ercan Kara als gut harmonierendes Stürmertrio, so hießen unsere ex-aequo-Sieger, also ein selten gesehener Tripel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Koya Kitagawa und Filip Stojkovic jeweils 25. (Admira).-„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Wie schon sein Vorgänger Muhammet Akagündüz verließ Zeljko Radovic den SCR II, um ein anderes Betätigungsfeld zu entdecken. Bei aller Enttäuschung über das Ende ausgerechnet vor dem Aufstieg in die 2. Liga: Herzlichen Dank für deine tollen Erfolge mit dem Nachwuchs – und herzlich willkommen, Steffen Hofmann, als Interimstrainer der Zweiten!

1. RUNDE (13.9.): LIEFERING (A) 0:3 (0:1)

Hedl; Sulzbacher (46.Fallmann), Eggenfellner, Obermüller, Dijakovic; Hajdari (85.Kanuric), Felber (85.Oswald), Kocyigit (61.Markl), Ibrahimoglu, Savic (51.Zimmermann); Fuchshofer.- Tore: Adamo (11.), Sesko (49.), Major (71.).- Grödig, Ebner, 236.

2. RUNDE (18.9.): JUNIORS OÖ (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Hajdari, Eggenfellner, Barac, Dijakovic; Zimmermann, Kocyigit (87.Strasser), Felber, Ibrahimoglu, Savic (63.Markl); Fuchshofer (75.Fallmann).- Tore: Fuchshofer (27.); Plojer (15.).- Gelb-Rote Karten: Wimmer (79., Foul), Boller (85., Foul).- Rote Karte: Hajdari (73., Foul).- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 550.

3. RUNDE (27.9.): FAC (H) 2:3 (1:1)

Unger; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Obermüller; Zimmermann (67.Savic), Felber, Ibrahimoglu (85.Softie), Bosnjak (62.Kanuric), Kocyigit (85.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (26.), Dijakovic (90./(+3); Sahanek (31., 69.), Dos Santos (77.).- Allianz-Stadion, Sadikovski, 750.

RESÜMEE

Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Steffen Hofmann, den Interimstrainer, der war ja vor vier Tagen 40 geworden! Sieht man von seinem Patzer beim 0:1 ab, war Hedl der einzige Rapidler, der mit den deutlich überlegenen Lieferingem mithalten konnte.

Barac feierte nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback, und Fuchshofer gelang Rapids erstes Tor in der zweithöchsten Liga. Nach ausgeglichenem Beginn mit Vorteilen für die LASK-Dependance Juniors steigerten sich die Jungrapidler bis zum Ende, aber alle Kontermöglichkeiten wurden vergeben. Daher sorgte schließlich nur Herr Muckenhammer für Farbe im Spiel.

Rapid II ging durch Fuchshofer (Vorarbeit: Ibrahimoglu, Obermüller) in Führung, aber die währte nur wenige Minuten. Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Hofmann und Lizenzinhaber Franz Maresch kaum mehr etwas zu melden, so überlegen waren die Pressballkönige des FAC auch puncto Kombinationsfußball. Kurz und (un)gut: Es wird ein hartes Jahr für unsere Jünglinge!

Stand der 2.Liga (27.9.)

 l. Liefering 3/9 (9:2)
15. SCR II    3/1 (3:7)
    Lustenau

SPLITTER

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Erneut verließen uns zwei Uralt-Mitglieder: Ludwig Kubin (88, seit 14.10.1962 ein Rapidfreund) verstarb am 20.8.2020, Gleiches geschah mit Dr.Johann Niedl (er dürfte sogar ein Gründungsmitglied gewesen sein, weil er am 3.12.1951 eintrat), sein Todestag wurde der Redaktion leider nicht bekannt, jedenfalls danken wir beiden Herren für die jahrzehntelang bewiesene Treue und trauern mit ihren Familien.

Nations League: Am 4.9. 2:1 (1:0) gegen Norwegen in Oslo (Gregoritsch, Sabitzer per Elfer) und am 7.9. 2:3 (1:1) gegen Rumänien in Klagenfurt (Baumgartner, Onisiwo).— U21-EM-Quali unter Interim-Trainer Peter Schöttel: Am 4.9. 1:5 (0:2) gegen Albanien (Wolf per Elfer), Arase und Demir (ab 69.) spielten; erneut in Ried am 8.9. 0:2 gegen England (P.Schmidt), wobei beide oben genannten Rapidler ebenfalls mitwirkten (Kelvin bis 90., Yusi ab 64.).

Noch ein Langzeit-Rapidfreund: Bei KR Peter Frigo bedanken wir uns auch heuer für seine großzügige Spende.—… und noch ein treuer „Greaner“: Gratulation zum Achtziger, den Walter Skocik am 6.9. feierte; Kurt Garger ist mit seinen 60. Lenzen (15.9.) ja noch ein Jüngling, dennoch unsere besten Wünsche auch an ihn.

Weil er im Lauf der Zeit extrem hitzeempfindlich wurde, konnte der Verfasser Rapids Tag der offenen Tür (9.9.) leider nicht besuchen, sodass es keinen diesbezüglichen Kommentar geben wird.

Gleiches trifft auf Roland Schmid zu, der noch vor wenigen Monaten Anwärter auf Rapids Präsidentschaft war, jetzt aber – von einem Plakat mehr oder weniger dummer Buben im Allianz-Stadion („schiache Oide“ etc.) – zur Vienna vertriebenen Sponsor. Danke!

Ein persönliches „Danke“ sagt Obmann Niederhuber dem Rapid-Präsidenten Martin Bruckner, dessen Vorgänger Michael Krammer sowie dem treuen Mitglied Peter Österreicher für ihre Genesungswünsche – spät, aber umso herzlicher!

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GRÜNZEUG-614

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / September 2020 / Nr. 614 / Versand 31.8.2020

CORONA, CORONA, CORONA… TROTZDEM: IN EIGENER SACHE!

Nach dem unseres Erachtens überragenden Abschluss, der ohne viele Stützen angetretenen Rapid-B-Elf müssen wir leider mit einer Bitte um Beachtung vor unsere Mitglieder treten: Manchen Exemplaren der vorliegenden Nummer liegen ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden. Erstens, weil Corona zumindest bisher alles andere denn als gegenstandslos betrachtet werden kann und zweitens, weil Gerhard Niederhuber, der Obmann plus Redakteur darauf hofft, seine nicht gerade unerhebliche Krankheit überwunden zu haben, könnten die weiteren Nummern unseres Informationsblattes endlich wieder im ursprünglichen Zustand und Umfang
erscheinen! Irgendwann… Und dass uns in diesem unglaublichen Sommer 2020 nur die allerwenigsten Mitglieder
verlassen haben!!!

WAS CORONA ERLAUBTE

Als der Verfasser den „Göttlichen Heiland“ nach dreiwöchigem Aufenthalt wegen eines Schlaganfalls (besten Dank an Frau Christine Ibesich, unsere „Grünzeug“-PC-Schreiberin, für die weitaus mehr als lediglich Genesungswünsche umfassende Betreuung sowohl inner- als auch außerhalb des Spitals!) verließ, um wieder so halbwegs ins Leben einzutreten, war dieses
alsbald noch beschissener als vor dem Insult am 27.6.

Stichwort: Corona! Ohne dem Ergebnis der Vorstandssitzung vom 31.8. vorzugreifen: Wie auch immer die „chinesische Seuche“ (O-Ton US-Präsident Trump) verlaufen wird, ein normales Jahr wird 2020 weiterhin nie mehr zu nennen sein; natürlich auch im Fußball nicht.

SCR-Kapitän Stefan Schwab hat sich nach sechs „berührenden“ Jahren in Hütteldorf erstens um einen Stammhalter vermehrt und wenig später nach Griechenland, ein noch schwerer als Österreich leidendes Corona-Land, abgesetzt. Kühbauer auf die Frage, wer Schwab ersetzen könnte: „Keiner.“ Viel Glück bei PAOK Saloniki, Schwabi! Gleiches gilt auch für Tobias
Knoflach
sowie Stephan Auer, allerdings wissen wir bei der Abfassung dieses Artikels noch nicht, wo die beiden tätig sein werden.

Apropos Kühbauer: Der Trainer, unter dem Rapid mit durchwegs schrumpfendem Personal einen Zugang zur CL-Qualifikation schaffte, wird sich auch ohne den umtriebigen Kapitän durchsetzen, jedenfalls ist das mit den vielen Youngsters durchaus denkbar! Obwohl von denen viele in der 2. Mannschaft aktiv sein werden, zumal die ja erstmals in dieser Spielklasse vertreten wird – keine Corona-Folge, sondern nur eine von jahrzehntelangen kriminellen Umtrieben rund um Mattersburgs „Gönner“ Martin Pucher und dessen Bank. Damit die 2. Liga wieder mit 16 Klubs starten konnte, wurde am 13.8. dem Antrag der Bundesliga vom ÖFB-Präsidium stattgegeben. Und das nach dem mit Sicherheit besten Jahr in der Geschichte von Rapid II! Macht es gut, Burschen. Und dass ihr es könnt, haben die Jungrapidler um Leo Greiml bereits mehrfach bewiesen.

Zurück zur „Ersten“: Vor dem Test gegen Draßburg war ein Rapidler positiv getestet worden, und am 6.8. gab es einen zweiten „Fall“, weshalb das Camp in Tatzmannsdorf abgebrochen wurde. Siehe hiezu unter „Splitter“!

SPLITTER

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Im Rahmen des burgenländischen Trainingslagers gab es am 1.8. ein 4:1 (3:1) in DRASSBURG (Kara 2, Knasmüllner, Kitagawa), bevor es wegen des zweiten Coronafalles einen Abbruch gab.

Zwischendurch: Trotz allem (und trotz frauenfeindlichen Transparenten vorm Hartberg-Match!) und trotz Corona steigerte sich Rapids Sympathisanten-Gruppe auf den höchsten Wert gegenüber des Vorjahres: plus 6 Prozent. Zwischen jungen Fans (16 bis 29 Jahre) gaben 52 Prozent Rapid als ihren Herzensklub an, und in Wien waren es insgesamt 63 (FAK: 10 Prozent).

Schützenfest gegen SCF OPAVA mit miserabler erster und völlig anderer zweiter Halbzeit am 12.8. in Bad Erlach: 5:3 (0:2). Da stand es bis Minute 52 0:3, bevor Greiml, Kitagawa, Kara (2) und Knasmüllner die Partie grundlegend änderten.

Dalibor Velimirovic fehlte: Er erlitt in Draßburg Risse des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im linken Knie. Lion Schuster, ebenfalls ein Hütteldorfer Eigengewächs, bleibt bis 2023 dortselbst.

Wegen, eh klar, Corona gibt es in der Quali nur ein Spiel, welches in Runde 2 am 26.8. beim kroatischen Vizemeister Lokomotiva Zagreb stattfinden soll – oder sollte? In Anbetracht der dortigen Zahlen sprach Österreichs Regierung
am 16.8. eine Reisewamung nach Kroatien aus. Wie das in zwei Wochen aussieht, weiß kein Mensch…

Am 15.8. wurde SLOVAN LIBEREC (Tschechiens Fünfter) im Allianz Stadion klar mit 3:0 (2:0) besiegt, Tore: Kara, Greiml, Fountas. Natürlich fand auch dieses Spiel ohne Zuschauer statt.

Quasi noch viel weniger gab es am 19.8. auch in Hütteldorf: Dieser letzte Test vorm Auftritt in Zagreb verlief dermaßen geheim, dass von ihm nicht mehr als das Resultat bekannt wurde: 7:0 (2:0) gegen die OÖ JUNIORS aus der 2. Liga.

Etwas klarer verlief der bisher einzige Zugang: Tormann Bernhard Unger zählt 21 Jahre, kam vom Konkursklub SV Mattersburg und unterschrieb bis Sommer 2022.

Ob Taxi Fountas auch in Zukunft für den SCR aktiv sein wird, das brachte den so ruhigen Zoki Barisic fast zum Rasen: Das Management des Griechen bietet ihn via Social Media europaweit an, als wäre er ein Artikel auf dem Basar. Dennoch gab es laut Zoki kein konkretes Angebot.

Rapid II startet zwischen 11. und 13.9. in Liefering in die 2. Liga.

Mit dem Heimspiel gegen Admira mit Neuzugang Maierhofer am 13.9. begann Rapid I das Rennen um die Meisterschaft. Dass z.B. Sturm Graz in einem Stadion für 15.000 Zuschauer ebenfalls 10.000 davon empfangen darf, sorgt für Kopfschütteln; jedenfalls dürfen 10.000 Anhänger wie Schachfiguren im Allianz-Stadion Platz nehmen, erst danach dürfen sie ihre Masken von Nase und Mund nehmen. Viel Spaß, auch beim Erwerb der bis Jahresende gültigen Tickets!

Nach 26-jährigem Zusammenwirken mit „Ottakringer“ hat Rapid mit dem (ebenfalls grün-weißem) Marktführer „Gösser“ einen neuen Partner.

Test am 22.9.: SCR II – Traiskirchen 0:2.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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GRÜNZEUG-613

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Juni 2020 / Nr. 613 / Versand 22.6.2020

CORONA, CORONA, CORONA, ABER WIR SIND DOCH NOCH DA!

Nachdem bereits die für 23.3. angesetzte Mitgliederversammlung dem unsäglichen Virus zum Opfer gefallen war, konnte natürlich auch die diesjährige Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands (geplant waren der 18.5. sowie die Ehrengäste Martin Bruckner, Gerry Willfurth und Michael Krammer) nicht stattfinden; sie musste notgedrungen um ein Jahr verschoben werden.

Ebenso unmöglich sind bis auf weiteres leider unsere „normalen“ Mitgliederversammlungen, weil wir im Klublokal noch nicht 50 bis 60 Personen empfangen dürfen.

Trotzdem gibt es den Klub der Freunde des S.C. Rapid weiterhin, wie dieses erste „Grünzeug“ seit dem vergangenen März beweist.

Wir appellieren hiemit an alle Mitglieder, uns auch bzw. gerade in diesen schweren Zeiten weiterhin die Treue zu halten, verbunden mit der Hoffnung, dass das tückische Virus früher oder später besiegt werden kann.

Danke für Ihre verständnisvolle Geduld, sehr verehrte Damen und Herren!

Aus obigen Gründen verschieben sich auch die Ehrungen nachstehender Jubilare, denen wir aber schon jetzt gratulieren: Gustav Baumgartner, Alfred Fürtler, Theresia Schlegel, Friedrich Sorna (alle seit 50 Jahren Mitglied); Johann Rührig, Franz Würzl, Josef Ziniel (alle seit 40 Jahren Mitglied); Christian Balog, Rene Klampfer (beide seit 20 Jahren Mitglied). Selbstverständlich wird es in der „regulären“ Generalversammlung auch aktuelle Jubilare geben.

In diesem Sinne wünschen wir sämtlichen Mitgliedern, Leserinnen und Lesern bis dahin und überhaupt für immer beste Gesundheit. Und Sie wissen ja: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid(ler) wird’s imma gern!“

WIR TRAUERN UM JOSEF LISKA

Josef Liska (68) musste in den letzten sechs Wochen seines gottesfürchtigen Lebens einen dramatischen Leidensweg durchstehen, ehe er im AKH aus diesem erlöst wurde: Geschwür am linken Ellbogen, das aber nicht bösartig war. Dafür bestand Herzinfarktgefahr. Trotz zweier Stents folgten ein zweiter Infarkt und der Fall in Bewusstlosigkeit, aus der er niemals mehr erwachen sollte. Dazu erlitt er eine Hirnblutung plus Hirntod. Bis er am frühen Morgen des 7.5. aus diesem Leben schied. Sein letzter Weg führte ihn am 22.5. ins Familiengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Man kannte den Josef oder Pepi, wie wir ihn nannten, als kauzigen bis gelegentlich querulantischen Menschen, der von einer vorgefassten Meinung so gut wie nie abwich. Aber wahrscheinlich beruhte seine absolute Zuverlässigkeit ja gerade auf dieser Eigenart. Wie auch immer, Josef Liska gehörte unserem Vorstand über 30 lange Jahre als Schriftführer an und versäumte in dieser Zeit kaum jemals eine Sitzung; nur das Protokoll jener vom 24.2.2020 konnte er uns nicht mehr übergeben…

Niemandem wird Josef Liska mehr fehlen als unserem Obmann, Gerhard Niederhuber, pflegte er mit diesem doch über mehr als 40 Jahre eine treue Freundschaft, die am besten mit dem Wort ambivalent zu beschreiben ist. Unter dem Strich darf Niederhuber sagen: Das Unikat Josef Liska wird unerreicht bleiben, wer auch immer ihm als Schriftfuhrer(in) des Klubs der Freunde des S.C. Rapid folgen wird. Privat ist einer wie er sowieso kein zweites Mal zu finden.

Danke für alles, alter Schwarzseher, und werde da oben glücklicher, als du es auf Erden nicht immer sein konntest!

HAPPY END DER 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: 4.310,99 EURO!

Diesen beachtlichen Gesamtbetrag verdanken wir und die grün-weißen Jungkicker auch diesen nachträglichen Spender(innen): Fachinsp. Franz Gugerell, Johann und Moritz Koller sowie Ludwig und Margaretha Kubin.

Natürlich ist er der SCR-Jugendleitung bereits zur Gänze zugegangen.

VERLETZUNGS-HORROR IN SALZBURG, ABER: JETZT ERST RECHT!

In diesem Artikel wollen wir uns (fast) nur mit Fußball befassen. Den Kampf gegen Covid-19, der oft tödlichen Folge des aus China importierten Coronavirus, hat Rapid ’20 zumindest bis zu unserem Redaktionsschluss erfolgreich bestritten. Der Horror war aber trotzdem kein geringerer, schieden doch gleich zum Re-Start der Meisterschaft nicht weniger als drei Schlüsselspieler in noch nie gesehener, weil rascher Folge für mehr oder weniger lange Zeit mehr oder weniger schwer verletzt aus (vgl. „Spiele, Tore, Kommentare“).

Die Folgen dieses Dreifachschocks ausgerechnet in Salzburg?

Vorerst wurde die anschließende Partie gegen Sturm Graz im leeren Allianz-Stadion (dank Christoph Pescheks Einladung durfte der Verfasser zum handverlesenen Häuflein der Augenzeugen zählen) erstaunlich sicher mit 4:0 bezwungen. Die jungen Herren um Kapitän Stefan Schwab und die paar anderen erfahreneren Kollegen agierten sichtlich unter dem Motto „Jetzt erst recht“ (Leo Greiml, der bärenstarke Zentralverteidiger, zählt 18, Doppelpacker Kelvin Arase „schon“ 21 und das bereits ganz schön ausgebuffte Küken Yusuf Demir gar erst 17 zarte Jährchen). Somit schrumpften die Abstände zwischen dem WAC, Rapid und dem „bösen“ LASK auf Babyelefantengröße. Die Roten Bullen liegen allerdings um jene eines ausgewachsenen Elefantenbullen voran. Aber immerhin: Der SCR hat sehr gute Aussichten, demnächst wieder einmal im Europacup mittun zu dürfen. Falls es überhaupt einen geben wird und falls Didis Burschen die zahllosen Ausfälle ähnlich verkraften können wie etwa gegen Sturm. Und das in einer wahren Hetzjagd bis 5.7. (an darauf folgende Play-off-Matches wollen wir gar nicht denken).

Wie’s mit unserem Anhängerklub weitergehen soll sowie mit dem „Grünzeug“, darüber berät der Vorstand am 22.6.

tipico-Bundesliga, Meisterrunde (Stand vom 7.6.):

1.Salzburg 24/30 (82:26)
2.WAC      24/23 (55:31)
3.Rapid    24/23 (51:28)
4.LASK     24/22 (54:25).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

22.RUNDE (7.3.): WAC (A) 2:2 (1:1)

Man sollte Didis Truppe niemals vorzeitig abschreiben, nicht einmal bei Partien im ungeliebten Wolfsberg, auch wenn die Darbietung hinten (Probleme mit Old Boy Liendls Freistößen und den Kopfbällen des 174-Zentimeter-Mannes Weissman) wie vorne (weitestgehend harmlos) absolut nicht gut ist und selbst dann ebenfalls nicht, wenn die Leistungsträger Dibon (Rissquetschwunde) und Fountas (Gehirnerschütterung nach Brutalo-Check Rnics, des „Vorbereiters“ von Taxis 14. Tor) verletzt werden. Unter dem alten Kämpfer Kühbauer gab Rapid auch beim starken WAC dennoch nie auf: zuerst in der turbulenten, slapstick-artigen Verlängerung der ersten Halbzeit und erst recht in jener der zweiten. Damit gelangen die Verlängerung der niederlagenlosen Serie (nun schon neun Matches) und die Verteidigung des dritten Platzes, bevor es mit halbierten Punkten in die Meisterrunde ging. In der ja nicht jedesmal ein Weissman lauert, dem in 21 Spielen sagenhafte 22 Tore gelangen.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (42.Hofmann), Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab; Murg (62.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (70.Kitagawa).- Tore: Weissman (45.Z+3, 73.); Fountas (45./+1), Hofmann (90./+1).- Gelbe Karten: Holzer; Petrovic– LavanttalArena, Ciochirca, 5.718.

Wegen der Corona-Krise folgte nun eine Zwangspause bis 3.6. Sämtliche weiteren Partien sollen bis 15.7. durchgepeitscht werden – falls das Virus nicht zurückkommt…

MEISTERSCHAFTSRUNDE (3.6.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:1)

Angesichts der unglaublichen Verletzungsschocks war gewiss nicht nur der Verfasser bei diesem Geisterspiel so entgeistert, dass die bittere Niederlage gegen die nach der Pause klar überlegenen Bullen für ihn fast zur Nebensache geriet. Barac (Oberschenkel) fehlte von Haus aus, aber dann wurde es sehr bald noch viel schlimmer: Minute 2: Abwehrchef Nummer 1, der ewige Pechvogel Dibon, fiel mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Minute 27: Abwehrchef Nummer 2, Dibis Vertreter Sonnleitner, zog sich eine Oberschenkelverietzung zu, sodass D.Ljubicic als insgesamt vierter Innenverteidiger ins Abwehrzentrum übersiedeln musste. Und schließlich die Minute 72: Murg, kurz zuvor eingewechselt, humpelte quasi postwendend auch vom Feld (Sprunggelenk). Weil damit das Austauschkontingenz erfüllt war, mussten die tapferen Rapidler zu zehnt das 0:2 hinnehmen. Dabei hatten sie vor der Pause mit den sorgenfreien Hausherren durchaus mitgehalten und zwei große Ausgleichschancen vorgefunden (Fountas, Hofmann). Spätestens in der Nachspielzeit platzten die grün-weißen Träume vom 33. Meistertitel wie Seifenblasen. Unter diesen bitteren Voraussetzungen eigentlich nur zu verständlich…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (7. Sonnleitner, 27.Grahovac), Hofmann; Arase (72.Schick), Petrovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüllner (72.Murg), Fountas (72.Kitagawa).- Tore: Daka (9.), Okafor (90./+!).- Gelbe Karten: Daka; Trainer Kühbauer, Stojkovic.- Bes.Vorkommnis: Rapid war ab der 77. Minute nur mehr zu zehnt.- Red-Bull Arena, Eisner.

MEISTERSCHAFTSRUNDE (7.6.): STURM GRAZ (H) 4:0 (2:0)

Dibon? Definitiver Kreuzbandriss plus Zwangspause bis Jahresende! Sonnleitner? Muskelfaserriss im Oberschenkel! Murg? Blessuren des linken Knies und des Sprunggelenks! Vielleicht können diese beiden in die laufende Meisterschaft noch einsteigen. Was hoffentlich auch für Barac und Strebinger (Rücken) gilt. Wohl kaum aber für Schobesberger. Trotz allem legte Kühbauers „Rumpftruppe“ gegen Sturm eine bemerkenswert gute Leistung hin, für die vier Akteure hauptverantwortlich waren: Leo Greiml war ein souveräner Abwehrchef, Dejan Ljubicic regierte im Mittelfeld, Kelvin Arase war fast nicht zu halten und Taxi Fountas gar nicht (zwei Assists, Elfer herausgeholt, das 4:0 selbst erzielt, zu dem übrigens Teenie Demir die geschickte Vorarbeit leistete). Wie auch immer, die klar unterlegenen Gäste wären sicher noch deutlicher geschlagen worden, wäre Rapids Chancenverwertung besser gewesen. Aber bei einem 4:0 und unter den gegebenen Umständen sollte man wirklich nicht meckern!

SCR: Knoflach; Stojkovic, Greiml (72.Grahovac), Hofmann; Schick (77.Auer), D.Ljubicic, Schwab (77.Demir), Ullmann; Knasmüllner (65.Petrovic); Fountas, Arase (46.Kitagawa).-

Tore: Arase (26., 28.), Schwab (70., Elfer), Fountas (78.).- Gelbe Karten: Greiml; Trümmer, Despodov, Spendlhofer.- Allianz-Stadion, Gishammer.

„MR. GRÜNZEUG NR. 613“: DEJAN LJUBIC1C

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Corona, Corona, Corona… Deswegen erstreckt sich unsere Zensierung über einen Zeitraum von exakt drei Monaten. Am 7.3., in Wolfsberg, war Hochwürden Pelczars Liebling nicht mit dabei (und mit den Gedanken in Chicago?), aber beim 0:2-Schock in Salzburg agierte Dejan Ljubicic als perfekter (Not-)Abwehrchef, und zuletzt brillierte er – wie so oft in dieser seiner besten Saison – im Mittelfeld. Wie gut, dass aus dem Wiener (noch?) kein „Ami“ geworden ist!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Richard Strebinger 125. (Salzburg).- BL-Tor: Wie es ihm als Kapitän zusteht, erzielte Stefan Schwab gegen Sturm vom Elferpunkt Rapids diesjährigen 50. Meisterschaftstreffer.

WAS BIS ZUM RE-START (NICHT) GESCHAH

Einst wurde über Belanglosigkeiten nonchalant gesagt: „Das ist so uninteressant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umfallt.“ Oder bis vor wenigen Monaten: „Wurscht, wenn sie in Wuhan Fledermäuse essen und daher krank werden.“ Das hat sich nicht zuletzt durch die ausufernde Globalisierung und den vehementen Tourismus weltweit dramatisch verändert: Ausgehend von dieser chinesischen Provinz verbreitete sich ein oft tödliches Virus auf der ganzen Welt, erreichte natürlich auch unsere „Insel der Seligen“ und legte hier so gut wie alles lahm. Auch den Fußball.

Am 10.3. wurde die Fortsetzung der BL-Meisterschaft vorerst auf Anfang April erstreckt, möglich schien aber auch der totale Abbruch.

Nahezu gleichzeitig erlitt unser Mario Sonnleitner im Training erhebliche Kieferverletzungen, verlor drei Zähne und fiel für einige Wochen aus, doch „dank“ Corona versäumte er eigentlich gar nichts. Das umso weniger, als das Ende der BL-Pause um einen weiteren Monat verschoben wurde. Über einen Neustart würde laut Vorstand Christian Ebenbauer die Regierung entscheiden. Mitte März wurde bereits von Geisterspielen gesprochen. Dazu Christoph Peschek: „Rapid droht bis Ende Juni ein Minus von sechs Millionen Euro.“ Er und Zoki Barisic (trotz allem: Gratulation zum „50er“!) sowie die zur Zwangspause verurteilten Kicker verzichteten auf wesentliche Teile ihrer Gehälter, um den unversehens finanziell angeschlagenen Verein zu unterstützen. Dazu der große Kämpfer Sonni: „Das Virus bricht uns nicht. Wir müssen zusammenstehen und das durchziehen, dann werden wir schnell ins Leben zurückfinden.“

Wie es in der großen Rapid-Familie üblich ist, ließen und lassen sich auch viele Fans nicht lumpen: Nicht nur, dass die grün-weißen Schutzmasken reißenden Absatz finden, ein erheblicher Teil der Abonnenten erklärte sich sogar spontan bereit, auf die Refundierung jenes Betrages zu verzichten, den sie für die Spiele bezahlt hatten, die sie nun nicht mehr im Stadion werden sehen können.

Ebenfalls Zeichen der Verbundenheit: Kelvin Arose verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2022 und die Herren Stefan Schwab, Stephan Auer, Paul Gartier, Tobias Knoflach sowie Marko Bozovic die ihren (zumindest?) bis zum letzten Spiel dieser einzigartigen Saison im Juli.

Ins Kleingruppentraining waren insgesamt 30 Rapidler am 21.4. gestartet, für welches die Crew um Didi Kühbauer von Zeljko Radovic und Walter Knaller unterstützt wurde. Die strengen Sicherheitsauflagen: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, eigene Trinkflaschen, zwei Garnituren Trainingsbekieidung, Kontrollen der Körpertemperatur, duschen erst daheim.

Inzwischen ordnete die Bundesliga an, dass bei Geisterspielen nur maximal 200 Personen in den Stadien sein dürfen, aber keine Zuschauer. Da schlug die „Krone“ am 2.5. Alarm: „Im Horror-Szenario überleben nur drei!“ Nämlich Salzburg, LASK und Sturm. Dagegen verblassten die Meldungen von den Verletzungen der Youngster Nici Wunsch (Kniearthroskopie) und Lion Schuster (Mittelfußbruch) oder von Junggoalie Nikolaus Polsters Abgang justament zum LASK:

Ab 15,5. war – selbstverständlich auch unter jeder Menge Auflagen – endlich normales Mannschaftstraining erlaubt, zudem würde nur ein erkrankter Spieler isoliert, dabei hatte es zuvor noch geheißen, die ganze eigene sowie die gegnerische Mannschaft müssten in diesem Fall in Quarantäne geschickt werden. Und dass die Saison endgültig abgebrochen würde. Um die allgemeine Verunsicherung weiter zu erhöhen, meldete sich ein Gynäkologe namens DDr. Christian Fiala zu Wort: Die Panik gefährde Existenzen, Gesundheitssystem sowie sozialen Frieden und: „Als Arzt trete ich dem mit Fakten entgegen. Wir befinden uns am Ende einer eher harmlosen Grippe-Saison.“ Was sollte man davon als Nicht-Studierter halten? „Drei Ärzte, vier Meinungen“ – stimmt das wirklich?

Wie auch immer, die Meisterschaft wurde am 2.6. (Quali-Gruppe) bzw. 3.6. (Meister-Gruppe) fortgesetzt und soll inklusive Play-off am 15.7. beendet werden – vorausgesetzt, das Virus lässt uns endlich so einigermaßen in Ruhe…

Für einen Paukenschlag sorgte der LASK unter seinem oftmals verhaltensauffähigen Präsidenten Siegmund Gruber, indem er auf die Vorgaben der Regierung pfiff, schon vor dem 15.5. (mindestens?) vier normale Teamtrainings durchführte und sich so irreguläre Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffte. Die für viele zu milden Sanktionen: 75.000 Euro Geldstrafe, sechs Minuspunkte und Verlust der Tabellenführung. Über die zu erwartenden Proteste der Linzer und damit über den definitiven Ausgang der Meisterschaft wird wohl erst nach deren Ende entschieden werden. Wozu man zur zähneknirschend sagen kann: Corona, Corona, Corona!!!

Übrigens haben sich Gruber & Co. viele Sympathien verscherzt, indem sie die anderen Bundesligisten vernaderten, weil die angeblich ebenfalls verfrühte und daher verbotene Mannschaftstrainings absolvierten. Echte Beweise dafür konnten die feinen Herren aber nicht vorlegen.

Für uns jedenfalls ist die „eher harmlose Grippe“ erst dann wirklich überwunden, wenn der allgegenwärtige (und gewiss notwendige) Mummenschanz vorüber ist und kein Babyelefant mehr auf unseren Nerven herumtrampelt. Übrigens: Elefanten werden erst mit 25 Jahren erwachsen.

EIN BLICK ZU RAPID II

18.RUNDE (6.3.): NEUSIEDL (A) 2:2 (1:2)

Die Heimischen machten aus ihren wenigen Chancen zwei schnelle Tore, aber der „kleine“ SCR, die beste RLO-Auswärtsmannschaft (nunmehr sieben Partien und 15 Zähler), kam durch Bozics Kopfgoal ebenso schnell heran. Jetzt wurden die Jungrapidler immer spielbestimmender, konnten von ihren zahlreichen Chancen leider aber nur eine verwerten. Jedenfalls bewies die Aufholjagd die hohe Moral der Rado-Boys.

SCR II: Hedl; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster, Bozic, Ibrahimoglu (46.Bosnjak); Oppong (72.Kocyigit), Fuchshofer, Savic (64.Strunz).- Tore: Steinacher (3.), Buljubasic (14.); Bozic (17.), Gobara (39.).- Neusiedl, Fluch, 340.

Christian, Arnold, Florian, Franz (Danke an Markus für das Foto)

Nach dieser Runde wurden sämtliche Meisterschaften unterhalb der 2. Liga abgebrochen, dem verdammten Virus sei „Dank“! Zeljko Radovics hoffnungsvolle Youngster belegten mit 37 Punkten Rang 2 hinter Carsten Janckers Mannsdorfem (42 Zähler) und vor dem Titelverteidiger Ebreichsdorf (34), der sich aber aus der Regionalliga zurückzieht. Da Rapid II als einziger Ostligist um eine Lizenz für die 2. Liga angesucht hatte, wären die Aufstiegschancen durchaus gut gewesen. Doch weil aus der 2. Liga niemand absteigen wird, müssten die Jungrapidler nicht nur Zweiter bleiben, sondern auch darauf hoffen, dass irgendein Zweitligist die – wegen Corona aufgeweichten – Lizenzbestimmungen nicht erfüllen kann.

Und wie es 2020/21 weitergehen wird, in welcher Liga auch immer, das weiß noch kein Mensch…

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Vor dem Gastspiel in Wolfsberg vermeldete der SK Rapid einen neuen Rekord: 16.804 Mitglieder! Zum Vergleich: Im Oktober hatte der Serienmeister Red Bull Salzburg 22 (in Worten: zwanzigundzwo); ob es inzwischen schon 23 oder gar 24 sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Wegen Corona wurden die Ergebnisse der „Krone“-Wahlen erst am 5.4. bekannt: Fussballer des Jahres 2019 wurde LASK-Keeper Alexander Schlager mit 139.423 Stimmen vor Rapids kleinem, großen Torjäger Taxi Fountas (122.390), während bei den Trainern Didi Kühbauer (112.443) hinter Teamchef Franco Foda (118.905) und Valerien Ismael vom LASK (114.676) als Dritter einlief.

Vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft durfte jeder Klub nur ein einziges Testspiel bestreiten und das natürlich ohne Publikum. Rapid schlug aus diesem Anlass den SV HORN am 28.5. im leeren Allianz-Stadion dank Fountas, Murg (Freistoß) und Kara souveräner als es das Resultat zeigt mit 3:0 (2:0).

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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Grünzeug Corona

Liebe Mitglieder des Klubs der Freunde des S.C. Rapid!

Dass unser Thema Nummer 1, der Fußball von einem Virus aus den Schlagzeilen verdrängt wird, hat schon Seltenheitswert, dass die Gefahr besteht, dass eine Saison keinen Abschluss findet, war nur kriegsbedingt 1944/45 der Fall.

Ja, es gibt uns noch, und wir sind besorgt und gleichzeitig ungeduldig. Besorgt um den Zustand der Gesundheit unserer Mitglieder, der Rapid-Aktiven und den vielen Rapid-Home-Officers und natürlich um unseren Verein insgesamt und auch den Fußball ganz allgemein. Die Maßnahmen der Bundesregierung treffen uns alle, da wir aber als Rapidler gewohnt sind, zusammenzuhalten, haben wir wenigstens in dieser Disziplin keine Probleme.

Unsere laufenden Projekte wie die Herausgabe des Grünzeug und unsere Mitgliederversammlungen fanden ein jähes Ende und auch weitere geplante Veranstaltungen sind von den bundesweiten Rahmenbedingungen abhängig.

  • 6 April: Grünzeug wird nicht erscheinen
  • 20 April: Mitgliederversammlung wurde abgesagt
  • 18. Mai: Mitgliederversammlung mit Martin Bruckner, Michael Krammer und Gerry Wilfurth. Ob diese Veranstaltung stattfinden kann, können wir derzeit noch nicht sagen. Sollte sie wie geplant zustanden kommen, wird dazu Anfang Mai in einer Ausgabe des Grünzeug oder mit einem Brief eingeladen.

Haltet durch, „wir schaffen das“, wie Nadja Bernhard nicht müde wird allabendlich zu wünschen.

Eurer Gerhard Niederhuber

[Frei nach einem Telefongespräch mit unserem Obmann.]

Hier eine Liste der Rapid-YouTube-Videos aus 2020 als „Überbrückungshilfe“. Der Link über dem Datum zeigt alle Pressemeldungen dieses Tages.

Rapid-Videos des heurigen Jahres

GRÜNZEUG-612

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 612 / Versand 9.3.2020

KURZ VOR DER PUNKTETEILUNG: 5 SIEGE, 3 REMIS, 20:6 TORE EN SUITE

Damit und mit der vorzeitigen Qualifikation für die Top 6 darf man durchaus zufrieden sein (der FAK z.B. liegt mit 24 Punkterln aus 21 Spielen auf Platz 7 und muss sich – wie vor einem Jahr der SCR – mit den Abstiegskandidaten herumschlagen). Natürlich wäre es noch schöner gewesen, hätten Schwab und Konsorten in den letzten vier Heimpartien öfter als zweimal gewonnen und/oder mehr als „nur“ 20 Tore erzielt. Dafür gab es genügend Gelegenheiten, zuletzt auch gegen die unbequemen Mattersburger.

Bei diesem rasanten Kampfspiel feierte Lukas Marek (22) sehr zur Freude seines sichtlich gerührten Vaters ein gelungenes Debüt als Stadionsprecher. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm; offenbar hat der junge Mann die gleiche Schuhnummer wie sein Erzeuger.

Sehr zu loben wäre auch unsere Mannschaft, der in Hartberg übrigens das vierte Tor in der Nachspielzeit (Liga-Bestwert) gelang, sollte sie in Runde 22 ein positives Resultat aus Wolfsberg heimbringen. Was trotz der anschließenden Halbierung der im Grunddurchgang eroberten Zähler durchaus von Vorteil wäre. Mehr darüber im nächsten „Grünzeug“.

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.3.)

1. LASK     21/51 (49:20)
2. Salzburg 20/45 (70:23)
3. Rapid    21/39 (45:24)
4. WAC      21/37 (48:25)
5. Sturm    21/32 (37:26)
6. Hartberg 21/29 (36:47).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

19.RUNDE (16.7.): WSG TIROL (H) 2:0 (2:0)

Ullmanns unhaltbare Granate in Sekunde 40 sowie die anschließend zahlreichen Chancen, von denen aber nur Fountas (nach Petsos-Patzer) eine nutzte, machten Hoffnung auf einen deutlicheren Heimsieg über den Letzten. Der gelang zwar erstmals seit 15.9. tatsächlich, aber: Nachdem Dibon wegen Gehirnerschütterung hatte passen müssen und Schiri Hameter die zweite Halbzeit angepfiffen hatte, war Rapids Leistung plötzlich mehr als bescheiden, während die robusten Tiroler um den übermotivierten Maierhofer umso gefährlicher wurden, je länger die Partie dauerte. Am Ende gab’s den meisten Applaus daher fast nur noch für den scheidenden Andy Marek, auch von Persönlichkeiten wie sämtlichen Präsidenten seiner Ära oder Hickersberger, Maier und Schulte. Eine seiner letzten Amtshandlungen: die Übergabe eines 83.000-Euro-Schecks des „Block West“ an die Aktion „Wiener helfen Wienern“ — beispielhaft!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (46. Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac (80.Petrovic), Schwab; Murg (72.Kitagawa), Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Ullmann (1.), Fountas (41.) – Gelbe Karten: Murg, Grahovac; Grgic, Maierhofer, Cabrera, Pctsos.-Allianz-Stadion, Hameter, 22.800.

20. RUNDE (23.2.): HARTBERG (A) 2:2 (1:1)

Kein Hartberg-Match ohne Besonderheiten! Dass Arase, Kitagawa (Lattenkreuz) und Schwab die großen Möglichkeiten nicht nutzen konnten, die der SCR (Ullmann krank, Fountas noch kränkelnd auf der Bank) in seiner starken Anfangsphase hatte, war ja nichts ganz Neues, aber der Schütze des verdienten 1:0 sehr wohl: Hartberg-Verteidiger Luckeneder. Skurril bis dubios ging’s weiter: Strebinger boxte die Kugel vor Reps Schussbein; derselbe Rep legte diese später bei einem von Heiß & Co. erfundenen Corner deutlich außerhalb des Viertelkreises, und oben erwähnter Luckeneder köpfelte das 1:2. Nun stimmten Rapids statistische Werte (Schüsse, Ballbesitz, Passgenauigkeit) zwar weiterhin, die Leistung aber trotzdem nicht so ganz. Als man die erst zweite Auswärtsniederlage schon vor Augen hatte, verlängerte Dibon Joker Schicks Eckstoß zu Joker Kara, der goldrichtig stand und das in Minute 94! Da wurden Erinnerungen an Schwabs 3:3 im noch turbulenteren letzten Duell mit den stets unbequemen Oststeirem wach.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Auer; Petrovic, Schwab; Murg (71.Schick), Knasmüllner (80. Kara), Arase; Kitagawa (62.Fountas).- Tore: Rep (45.), Luckeneder (74.); Luckeneder (40.,Eigentor), Kara (90./+4).- Gelbe Karten: Rep, Nimaga; Trainer Kühbauer, Kara.- Hartberg, Heiß, 5.024 (ausverkauft).

21. RUNDE (1.3.): MATTERSBURG (H) 3:1 (1:1)

Der talentierte, souveräne Neo-Stadionsprecher Lukas Marek und gut 14.000 SCR-Anhänger sahen ein packendes, abwechslungsreiches Match, in dem beide Teams große Torchancen hatten, die forschen burgenländischen Hünen vor allem zu Beginn (viele Corner, ein Lattentreffer), Rapid aber noch viel mehr, Traumtor-Schütze Fountas und noch öfter Murg scheiterten jedoch an sich selbst, dem großartigen SVM-Ersatzkeeper Casali und der Stange (Murg). Daher musste bis zum Schluss um den verdienten Sieg gebangt werden, für den „Kopfballungeheuer“ Schwab hauptverantwortlich war.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab (84.Grahovac); Murg (88.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (82.Kitagawa).- Tore: Schwab (15., 78.), Fountas (46.); Mährer (37.).- Gelbe Karten; Barac; Mährer, Salomon, Miesenböck.- Allianz-Stadion, Kijas, 14.100.

Erste Spiel-Moderation von LukasRapid

„MR. GRÜNZEUG NR. 612“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Gute Vorstellung in Hartberg, überragender Matchwinner gegen Mattersburg (175. BL-Einsatz für Rapid) – einmal mehr unser Bester! Aber unterschrieben hat der dynamische Kapitän Stefan Schwab leider noch immer nicht…

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Stefan Schwab 175. (SVM), Christopher Dibon 125. und Christoph Knasmüllner 50. (beide gegen Hartberg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

15.2.: ABSCHIED VON ANDY MAREK

Christoph Peschek, nunmehr seit fünf Jahren cleverer Geschäftsführer Wirtschaft des SCR, an diesem denkwürdigen Nachmittag aber redegewandter Moderator, und die rund 250 erschienenen Fanklubchefs wussten und wissen für alle Zeit, was dieser Andy Marek für seinen grün-weißen Herzensklub geleistet hat, seit er im Sommer 1993 an einem Tag der offenen Tür das Casting für den Job als Stadionsprecher für sich entschieden hatte. Egal, ob das vorerst „nur“ in dieser Funktion war oder später auch als Fanbeauftragter sowie schlussendlich als honoriger Direktor SK Rapid Klubservice & Events. Wem das jetzt nicht bewusst ist, für den ist eh schon „alles“ zu spät. Denn der „Andy Marek aus dem Waldviertel“, wie er sich seinerzeit dem damals noch relativ spärlich erschienenen Anhang vorstellte, agierte am 16.2. beim Tirol-Match zum 599. Mal en suite zum allgemeinen Leidwesen als Österreichs populärster Stadionsprecher. Mehr noch, er trat auch von seinen anderen Ämtern zurück. Weil er das auf ärztliches Anraten tun musste. Warum genau? Das tat er an jenem 15.2,2020 klipp und klar kund.

Gesundenuntersuchung im letzten September. Erhöhter PSA-Wert. Biopsie, Neun von 17 Stanzen, wie die Gewebeentnahme genannt wird, positiv. Prostata-OP am 4.11. Diagnose: Krebs! Doch dank der Früherkennung noch keine Metastasen. Trotzdem natürlich Angst im Hinterkopf.

Dessen ungeachtet gab Andy in bekannt wortreicher Manier wie eh und je unzählige Geschichten und G’schichterln zum Besten, die sich in seiner 27-jährigen Karriere ereignet hatten. Nicht immer war’s lustig (Stichwort: Platzsturm im Derby vom 22.5.2011), aber alles in allem brachte er uns immer wieder zum Lachen. Als wäre er nicht nur optisch der alte Hans Dampf in sämtlichen Gassen. Trotzdem herrschte eine unterschwellige Wehmut, obwohl Andy glaubwürdig versicherte, Rapid in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Und: Er gehe mit einem guten Gefühl, weil es im bestens aufgestellten Verein viele Leute mit Handschlagqualität gebe. Zu denen gehöre auch sein altes, weiterhin aktiv bleibendes Geschäftsstellenteam um Clemens Piber (seit 25 Jahren dabei) oder Martina Mosovsky. Darüber hinaus ist er überzeugt, dass Christoph Peschek „neue Mitstreiter“ gewinnen würde. Zwei davon wurden am 15.2. gleich vorgestellt: Lukas Marek (22), Andys hoffnungsvoller Sohn, den er als Stadionsprecher und sonstigen Moderator „nicht reingedrückt“ habe, vielmehr sei er Pescheks Wunschkandidat gewesen. Der stolze Vater: Lukas lebt für Rapid, seit er ein kleiner Bub war. Er wird es sicher gut machen. Gebt ihm ein bisschen von der Wertschätzung, die dir für mich hattet!“ Darauf reagierten die Fanklubvertreter, von denen Oliver Pohle und Gerhard Niederhuber auf die Bühne geholt wurden, mit mehr als nur freundlichem Applaus. Den erhielt auch Klaus-Peter Aumayr (32), der seit 2019 in der SCR-Rechtsabteilung arbeitete und nun dem Klubservice vorstehen wird. Nicht anwesend war Robert Racic, der neue Zuständige für die Fanklubs-Betreuung, den wir Rapidfreunde aber schon gut kennen, begleitet er doch stets jene Spieler, die unsere Versammlungen besuchen. Die Standing Ovations für Andy Marek bedeuteten neben den allerbesten Wünschen für dessen weiteres Wohlergehen natürlich auch ein riesengroßes „DAAAAANKEEE!“

Andy mit dem Andy-Marek-Becher

DER DOPPELTE DEJAN UND: NICHT JEDER TEST WAR EIN FEST

Für den nach Ägypten abgewanderten Aliou Badji wurde bekanntlich der Homer Zweitligatorjäger Ercan Kara (24, 1,92 m) geholt, der bis 2022 unterschrieb, und vom aktuellen slowenischen Zweiten Aluminij Kidrocevo wurde der Mittelfeldspieler Dejan Petrovic (24, 120 Pflichtspiele mit drei Toren für seinen Stammklub sowie bisher 4 U21-Teamberufungen) für kolportierte 500.000 Euro erworben. Allgemein wurde angenommen, dass dieser Dejan die Nachfolge seines Vornamensvetter Ljubicic antreten würde, den die Medien schon längst nach Chigaco verkauft wähnten, doch siehe da: Aus Wien wurde eben nicht Chigaco, denn Dejan I kehrte unversehens nach Wien zurück, weil sich die Verhandlungen mit den Amis zerschlagen hatten. Der SCR hat zumindest zurzeit zwei Dejans, sogar auf der etwa gleichen Position – eine Posse? Dejan II hat übrigens bis Sommer 2023 Vertrag. Noch eine Personalie: Patrick Obermüller, zuletzt nach Hartberg verliehen, wurde bis Sommer an die SV Ried weitergereicht.

Nicht ganz so (unfreiwillig) „halblustig“ wie die Causa Dejan I und II war der größte Teil der Probegalopps vor dem Neustart der Meisterschaft. Die Tests in Wr.Neustadt (4:1) und gegen den FAC (2:2) erwähnten wir ja schon in der Nummer 611, 30 Spieler, darunter auf Wunsch der Mannschaft auch der langzeitverletzte Schobi, begaben sich am 27.1. ins zehntägige Trainingslager in Belek (Türkei), wo vier Spiele absolviert wurden. Am 29.1. zuerst 0:0 gegen ODENSE BK und wenige Stunden später mit einer total anderen Elf 0:1 (0:1) gegen VOJVODINA, am 1.2. 1:2 (1:0) gegen den Alar-Klub LEVSK1 SOFIA (Fountas erzielte das 1:0; Auer und Schick gaben ihre Comebacks, die Niederlage kam in Minute 92 zustande), und am 4.2. wurde NK MARIBOR mit 2:0 (1:0) besiegt (Kitagawa, Fountas; Trainer Kühbauer sah wegen Schiri-Beleidigung „Rot“). Wieder daheim, gab es am 8.2. auf dem „Happel-Gelände wieder einen Test gegen einen Zweitiiganachzügler, der kein Fest war: 1:1 (0:1) gegen HORN, das vor der Pause die klar bessere Mannschaft war, der sich eigentlich nur Strebinger und zweimal das Aluminium erfolgreich entgegenstemmten. Später gelang Arase immerhin der Ausgleich. Ein Trost für diesen tristen Auftritt: Es ging ja um nix. Was den Didi allerdings gar nicht besänftigen konnte…

„MV“ VOM 17.2.: VOM „FUSSBALLGOTT“ GERETTET!

Christopher Dibon: Gehirnerschütterung „dank“ Stefan Maierhofer. Taxi Fountas und Mateo Barac grippig. Dalibor Velimirovic beim U19-Team. Was nun? Wenige Stunden vor unserer ersten diesjährigen Mitgliederversammlung liefen die Handys von Martin Reiser und Robert Racic, Rapids Fanklubs-Betreuer, richtiggehend heiß. Ehe Letzterer erfreulicher- und dankenswerterweise einen würdigen „Joker“ zog: SCR-„Fußballgott“ Steffen Hofmann, der sich spontan bereit erklärte, diesen Abend zu retten – herzlichsten Dank!

Das einmal mehr bestens besuchte Auditorium konnte sich nicht nur über die Doppel Conference des Duos Hofmann & Niederhuber amüsieren, sondern erfuhr auch viel Wissenswertes über Steffens Arbeit als Talentemanager. Außerdem konnte der (Noch-)Obmann versprechen, dass Barac, Dibon, Fountas und Youngster Velimirovic für den 23.3., unseren nächsten Klubabend, erneut eingeladen werden würden. Ob diese vier Herren mit ähnlichem Wiener Schmäh aufwarten können wie der gebürtige Frrranke Hofmann, wird sich ja weisen.

EIN BLICK ZU RAPID II

In der Nummer 611 berichteten wir schon von den Zugängen Oppong und Kerschl sowie Pehlivans Wechsel nach Mainz; diesmal ist nur der bis Saisonende von den OÖ Juniors verpflichtete Alexander Burgstaller (geb. 12.7.1999, 41 Nachwuchsländerspiele) zu begrüßen. Vermutlich wurde er geholt, weil sich Martin Moormann eine Schambeinentzündung zugezogen hat – recht baldige Besserung, Martin!

Weitere Tests, wobei stets berücksichtigt werden muss, dass in der Vorbereitung viele Stützen bei den Profis zum Einsatz kamen. Sicher auch deswegen gab es am 31.1. ein 0:1I (0:0) bei der bekanntlich mit (Alt-)Stars gespickten VIENNA.

14.2.: Erstmals wurde mit der anzunehmenden Wunschaufstellung SCHEIBLINGKIRCHEN auf einem Happel-Stadion-Trainingsplatz mit 2:0 (0:0) bezwungen (Strunz 2).

19.2.: Im Rahmen des Kurz-Trainingslagers in Schielleiten (17.-20.2.) 14:0 (7:0) gegen WEIZ aus der RLM (Fuchshofer 3, Strunz 3, Savic 2, Oppong, Bozic, Schick, Ibrahimoglu, Eggenfellner, Kanuric).

17.RUNDE (28.2.): TRAISKIRCHEN (H) 0:0

Unsere Bilanz gegen die Lederer-Truppe, die sich im Winter u.a. auch mit dem Ex-Rapidler Bajrami namhaft verstärkt hat, sah keineswegs gut aus: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 9:12 Tore. Und sie wurde auch an diesem windig-kühlen Februarabend nicht aufgepeppt, obwohl Rapid II die auf niedrigem Niveau stehende Partie klar dominierte und auch hin und wieder zu mehr oder weniger großen Tormöglichkeiten kam. Die aussichtsreichste vergab Fuchshofer (45.), bevor sich Velimirovic bei der seinen (59.) hoffentlich nicht allzu schwer verletzte. Schade für den Youngster und schade für ganz Rapid, dass der für den zum Aufstieg unerlässlichen 2. Platz nicht weiter abgesichert wurde. Immerhin blieb alles beim Alten, weil sich Ebreichsdorf und der WSC (beide wie Mannsdorf an der 2. Liga desinteressiert) ebenfalls Nullnummern leisteten.

SCR II: Gartier; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Bozic (46.Velimirovic, 64.Bosnjak), Schuster, Ibrahimoglu; Oppong, Fuchshofer (64.Strunz), Savic.- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 200.

Melih in Action

RLO-Stand vom 28.2.:

1. Mannsdorf 17/39 (31:14)
2. Rapid II 17/36 (30:11)
3. Ebreichsdorf 17/31 (26:10)
4.WSC 17/30 (36:25)

Für uns wichtig: Von diesen vier Klubs hat sich nur Rapid II um eine Zw’eitligalizenz beworben, darf aber nur als mindestens Zweiter aufsteigen!

AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: BESSER ALS VOR EINEM JAHR!

2018 trugen unsere Mitglieder und Leser(innen) insgesamt 3.780,26 Euro zum Gelingen der Nachwuchs-Weihnachtsfeier bei, 2019 waren es sogar 3.982,99 Euro (Stand 31.1.2020), wofür wir uns namens der Jugendleitung bei diesen Herrschaften aus ganzem Herzen bedanken:

  • Aigner Helga, Albrecht Patrick, Andrich Eduard.
  • Baar Friederike, Bachmayer Christian Oliver und Clemens, Bauer Mag.Helmuth, Berger Johannes, Berger Dr.Wolf gang, Busina Hermann.
  • Edlinger Rudolf, Einfalt Christian.
  • Fabsits Dominik, Fabsits Günter, Fiala Florian und Dipl.Ing.Franz, Frigo KR Peter, Fürst Jenny (ein Hund!), Fürst Stefan und Wolfgang.
  • Gager Elfriede, Gartier Leopold, Gelles Margit, Gon ter Andreas, Grassmann Gernot, Grassmugg Heinz.
  • Haider Herbert, Hajos Andreas und Lukas, Halwidl Johann, Hechenblaikner Michael, Hobecker Franz und Gabriela, Hohenecker Ernest, Hollenthoner Walter, Hoschek Franz.
  • Jaros Peter.
  • Kahler Alfred, Kämper Josef Andreas, Kapalik Kurt, Katzenbeißer Maria und Walter, Kirchmayer Rudolf, Klafl-Schuster Peter, Kolar Alfred, König Matthias, Kopal Brigitte und Robert, Krammer Franz, Krammer Michael, Kroll Matthias, Kronfuss Bernhard.
  • Lackner Peter, Larisch Thomas, Lehner Jochen, Lenz Konrad, Linke Philipp.
  • Mitsch Eduard, Moser Mag.Christoph, Muschik Mag.Mario, Muzik Heinz.
  • Nagy Andreas, Nesetril Gerhard, Niederhuber Gerhard, Niedl Dr.Johann, Nirschl Edwin, Nowotny Christa und Peter.
  • Österreicher Peter.
  • Pammer Johann, Plutnar Günter, Praschl Prof.Mag.Peter.
  • Rausch Dkfm.Karl, Reiser Heide-Maria und Martin, Rempelsberger Johannes, Resch DI Markus, Rieger Christiane, Rothmayer Walter, Ruppert Bernhard.
  • Salzmann KR Josef, Schatz Herbert, Schmidt Roland, Schneider Josef, Schwab Walter, Sedy Brigitta, Seewald Walter, Sieder Martin, Skocik Walter, Sobolak Peter, Sorna Friedrich, Strommer Christian, Syrowatka Ernst.
  • Tasch Johannes, Trinko Susanne, Trpkos Franz.
  • Vincourek Karl, Vosahlo Peter, Vranovitz Karl-Martin, Vytesnik Kurt.
  • Weiss Gerhard, Wilhelm Franz, Wladasch Hannes, Würz Johann.
  • Zwickl Wilhelm.

Wie immer werden auch später eingegangene Spenden der Jugend zugute kommen und die Namen der entsprechenden Nachwuchsfreunde im „Grünzeug“ veröffentlicht!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Taxiarchis Fountas wurde von den Fans zum „Rapidler des Jahres 2019“ gewählt – eine durchaus gerechte Entscheidung, derer sich unser neuer Knipser hoffentlich auch in Zukunft als würdig erweisen wird!

Manuel Martic (23 Pflichtspiele für Rapid) wechselte zu Inter, Zapresic in die erste kroatische Liga.

Hingegen wurde Christopher Dibons Vertrag bis 30.6.2022 verlängert, Gleiches geschah mit Kelvin Arases Kontrakt.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
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Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-611
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-611

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 611 / Versand 3.2.2020

Unsere nächste

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

findet am MONTAG, dem 17. FEBRUAR 2020, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Mateo BARAC,
  • Christopher DIBON,
  • Taxiarchis FOUNTAS und
  • Dalibor VELIMIROVIC.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

BITTE DAS RAUCHVERBOT ZU BEACHTEN!

OHNE GELD KA MUSI

Obiges betrifft auch unseren guten alten Anhängerklub und, eh klar, dessen Ausgaben (Klublokalmiete inklusive Nebenkosten, Postgebühren, Unterstützung des SCR-Nach-wuchses usw.usf.). Aus vielen Gründen beschloss die letzte Generalversammlung eine Anhebung des monatlichen Mitgliedsbeitrags für Erwachsene auf 4,50 Euro. Wir hoffen trotzdem, dass Sie, sehr verehrte Damen und Herren, dem Klub der Freunde des S.C. Rapid auch weiterhin die Treue halten und dies durch möglichst baldige Begleichung des Beitrags für 2020 plus etwaigen Rückständen unter Beweis stellen. Hiefür liegt dieser Nummer ein Zahlschein bei, den Sie bitte seinem Zweck zuführen, statt ihn einfach wegzuwerfen. Für Ihre weitere Unterstützung seien Sie herzlich bedankt!
Gleiches gilt für Ihre Teilnahme an der 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“! Hiefiir werden Spenden in beliebiger Höhe natürlich auch weiterhin gerne angenommen. Darüber freuen sich gewiss vor allem Rapids erfolgreiche „Herren Buam“ (Stichwort: Triumph in Sindelfingen, nachzulesen unter „Ein Blick zu Rapid II“). Zahlschein-Anforderung: siehe Impressum.

HÜTTELDORF TRAUERT UM FREDI KÖRNER

Geboren am 14.2.1926 in Rapids Gründungsbezirk Rudolfsheim, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Robert und dem später weltbekannt gewordenen Emst Happel von Kindesbeinen an ein grün-weißer Kicker, der in 17 Jahren 283 Meisterschaftsspiele mit 157 Toren bestritt und sieben Mal Meister sowie einmal Cupsieger wurde (in den 1950em ruhte dieser Bewerb). Laut Helmut Langs Werk „Rapid“ aus dem Jahr 1959 waren es übrigens insgesamt 687 Spiele und 451 Treffer. Darüber hinaus stand Alfred „Fredi“ Körner, der Vorzeigerapidler bis zuletzt, 49 Mal in der österreichischen Nationalelf, mit der er 1954 WM-Dritter wurde. Damals waren, so ganz nebenbei sei’s vermerkt, nicht weniger als sieben Rapidler im Einsatz, um von drei Reservisten nicht zu reden…

Doch zurück zum „Zweier-Körner“: Der erwarb sich auch als Trainer der ersten SCR-U21 Verdienste, indem er mit ihr 1977/78 Meister wurde. In dieser Funktion lernte ihn der Verfasser persönlich kennen, worüber es natürlich das eine oder andere G’schichterl zu erzählen gäbe.

Nun, am 23.1., hat Fredi Körners grün-weißes Herz zu schlagen aufgehört. Weswegen wir nur Christoph Peschek, den um fast 60 Jahre jüngeren Geschäftsführer des SK Rapid, zitieren wollen: Fredi Kömer war einmalig, der personifizierte Rapid-Geist und wird in den Herzen der großen Rapid-Familie weiterleben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, nur: Das Begräbnis fand am 6.2. auf dem Baumgartner Friedhof statt.

JAHRESAUSKLANG 2019: POSITIV MINUS 45 MINUTEN

Besagte 45 Minuten beziehen sich auf die erste Halbzeit des 330. Derbys, in welcher Rapid trotz optimalem Support (eine derart tolle Choreografie des „Block West“ hat es wahrscheinlich überhaupt noch nie gegeben!) der quasi ums „Überleben“ kämpfenden Austria geradezu peinlich unterlegen war. Doch nach Wiederbeginn und einer Umstellung auf 4-2-3-1 traten Schwab & Co. trotz der Absenz des „dauerschwangeren“ Topscorers Fountas (Gratulation zum kleinen Taxi junior!) total verändert auf, obwohl sie im eigenen Stadion gegen die Violetten weiterhin sieglos blieben, weil sie eine Topchance nach der anderen vergaben.

Viel leichter (und schneller) fiel Rapid das Toremachen dann gegen die Admira, sodass sie – nicht zuletzt wegen Wolfsbergs 1:1 gegen die Austria – den ersehnten dritten Tabellenplatz erobern konnten. Möge sie die Hoffnung des „sehr, sehr glücklichen“ Taxi sen. auf eine noch bessere Platzierung in Erfüllung gehen!

Kein Vergleich jedenfalls mit der Bilanz zur Winterpause im Vorjahr: Damals gab es frostige 20 Punkterln bei 17:25 Treffern! Und heuer? Siehe die unten stehende Tabelle. Die könnte am Ende der laufenden Meisterschaft tatsächlich (noch) besser aussehen, weil Didi ja mit Ausnahme Schobesbergers etliche Verletzte wieder zur Verfügung stehen – und wenn nicht wieder so viele Ausfälle zu beklagen sein werden.

Hiefür alles Gute, Burschen!

tipico-Bundesliga (Stand vom 15.12.)

1 .Salzburg 18/44 (66:18)
2. LASK     18/42 (37:16)
3. Rapid    18/32 (38:21)
4. WAC      18/31 (40:22)
7. Austria  18/21 (28:31).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 17.RUNDE (8.12.): AUSTRIA (H) 2:2 (1:2)

Die Sky-Experten von Andi Herzog abwärts nannten das 330. Derby ein rassiges, abwechslungsreiches und sogar hochklassiges. Diese Begeisterung teilten aber nicht alle Anhänger in beiden Lagern. Die Violetten trauerten der besten ersten Halbzeit ihrer Mannschaft „seit Menschengedenken“ nach, in der diese jedenfalls klar überlegen war und eine höhere Führung verpasste. Und die grün-weißen haderten mit der ungenügenden Chancenverwertung in Rapids wirklich starken zweiten 45 Minuten; da fehlte der bei seiner Gattin weilende Fountas überdeutlich, wozu Kühbauer meinte: „Alles Gute für den Taxi, jetzt ist endlich auch seine Schwangerschaft vorbei.“ Der Trainer hatte zur Pause von 3-4-2-1 auf 4-2-3-1 umgestellt, in dem mit Rechtsverteidiger Adrian Hajdari der nächste Youngster aus der „Zweiten“ ein gelungenes Debüt feierte.

Ärgerlich nur, dass lediglich Schwab und D.Ljubicic (mit herrlichen Distanzschüssen) den ausgezeichneten Lucic bezwingen konnten, obwohl dessen Vorderleute im Finish schon auf dem Zahnfleisch gingen. Wenn man die grundverschiedenen Halbzeiten ins Kalkül zieht, war das Remis gerecht. Leider. Auch „leider“: Badji konnte seine enormen Bemühungen nicht mit einem Tor krönen.

SCR: Strebinger; Sonnleitner (46.Hajdari), Dibon, Barac; Arase, Grahovac (46.Murg), D.Ljubicic, Ullmann; Knasmüllner, Schwab; Badji.- Tore: Schwab (4.), D.Ljubicic (69.); Sakaria (3.), Pichler (39.).- Gelbe Karten: Dibon, Ullmann, D.Ljubicic; Monschein.– AllianzStadion, Schörgenhofer, 26.100.

!20 Jahre…

BL, 18.RUNDE (14.12.): ADMIRA (A) 3:0 (2:0)

Obwohl Dibon (krank) und D.Ljubicic (angeschlagen) fehlten, zeigte Rapid erneut enorme Auswärtsstärke, wobei ihr der schnellste Start seit 1996 natürlich sehr half (Knasmüllner hatte beide Treffer ideal vorbereitet). Trotz des leichten Durchhängers gegen Ende der ersten Halbzeit war es bei miesem Wetter ein souveräner Sieg, der durchaus höher hätte ausfallen können. Besonders stark: „SchnullerDoppelpacker“ Taxiarchis Fountas sen. Sowie der gefinkelte Murg. Am Ende durfte Yusuf Demir (geb. 2.6.2003) Veli Kavlaks Rekord als jüngster in der Meisterschaft eingesetzter Rapidler aller Zeiten brechen – Gratulation, Yusi!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Sonnleitner, Barac, Ullmann; Grahovac, Schwab; Murg (82.Demir), Knasmüllner (73.Kitagawa), Arase; Fountas (78.Badji).- Tore: Murg (2.), Fountas (7., 57.).- Gelbe Karten: Bauer, Hjulmand; Kitagawa.- BSFZ-Arena, Muckenhammer, 4.643.

„MR. GRÜNZEUG NR. 611“; STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Wie im sehr wechselhaften Derby als auch beim Auswärtssieg in der Südstadt ging Rapids kampf- und spielstarker Kapitän seiner Mannschaft wie gewohnt mustergültig voran. Jetzt wird’s aber sehr bald Zeit, deinen Vertrag endlich zu verlängern, lieber Schwabi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Mateo Barac 25. (Admira).- BL-Tor: Taxi Fountas 10. (das 2:0 gegen Admira).

3.12., ALLIANZ-STADION: WEIHNACHTSFEIER DES SCR-NACHWUCHSES

Dieser wohnten unter den rund 600 Gästen neben unzähligen Spielern ab der U8 über das Special Needs Team bis zur 2. Mannschaft samt zuständigen Betreuern und sonstigen Verantwortlichen viele grün-weiße Promis, darunter Heinrich Himmer, Wiens Bildungsdirektor und Jungpapa, Talentmanager Steffen Hofmann sowie die Profis Mario Sonnleitner, Dejan Ljubicic und Kelvin Arase bei. Und natürlich auch Neo-Boss Martin Bruckner, der in dieser Position seine erste offizielle Rede hielt. Ihn und überhaupt alle Anwesenden begrüßte Andy Marek, der seine 26. derartige Weihnachtsfeier souverän wie eh und je moderierte. Peter Grechtshammer: „Ich bin seit 15 Jahren bei dieser Feier und stelle fest, dass sie sich in dieser Zeit enorm entwickelt hat.“ Klar, dass die Geschäftsführer Zoran Barisic und Christoph Peschek ebenfalls zu den Buben sprachen.

Andy bat auch etliche Akteure der „Zweiten“ zu sich, die – wie von Rapid immer wieder forciert – wichtige Schulabschlüsse geschafft haben. Lion Schuster (seit dem Vortag beim Bundesheer) und Dalibor Velimirovic (Rehab) fehlten, aber den anderen Musterknaben Paul Gobara (maturierte mit Auszeichnung) und Lukas Sulzbacher konnte er live gratulieren.

Von unserem Obmann wurde gehört, dass das übliche 2.500-Euro-Akonto aus der 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ wenige Tage zuvor an die Jugendleitung überwiesen worden war.

Nach den Showblocks übergab Marek sen. seinem Junior das Mikrofon, der die umfangreiche Tombola-Verlosung ganz im Stil seines Vaters leitete – der Apfel fällt halt niemals weit vom Stamm! Lukas Marek moderierte auch die turbulente, weil umfangreiche Bescherung so gekonnt, als hätte er niemals etwas anderes gemacht. Zu diesem wortgewandten Filius kann man dem Andy ebenfalls nur gratulieren.

Fazit der gelungenen Veranstaltung: Neben vielen guten Wünschen, köstlichem Essen und den Geschenken erinnerte auch der am Rand der Bühne stehende Christbaum an Weihnachten. Jedenfalls ein bisschen.

15.12., ALLIANZ-STADION: GREEN-WHITE CHRISTMAS

Rund 6.200 Anhänger(innen) jeder Altersstufe waren der weihnachtlichen Einladung ihres Herzensklubs gefolgt, mit ihm und seinen Protagonisten bei Speis und Trank zu feiern. Was kurz nach dem Feststehen des Vorrückens Rapids auf den dritten Tabellenplatz natürlich umso mehr Laune machte. Zumal Chorleiter und Vorsänger Andy Marek eine stimmkräftige Truppe zusammengestellt hatte, nämlich die Mannschaft samt Trainern, Betreuern und sonstigen Offiziellen, zu denen der neue wie der alte Präsident gehörten. Die weihnachtlich kostümierten Spieler waren mit sicht- und hörbarer Freude bei der Sache, sogar die naturgemäß nicht ganz textsicheren Taxi Fountas und Koya Kitawaga. Zum Solo-Gesangsstar avancierte Nici Wunsch, dessen Version von „I Can’t Stop Loving You“ jene des Kings (fast) vergessen machte.

Den Rest der gelungenen, mit weiteren Showblocks und einer Tombola garnierten, Veranstaltung moderierte Andys Stammhalter Lukas – auch so eine talentierte Nachwuchshoffnung Rapids.

Bühne am Rasen

„MV“ VOM 2.12.: RAUCHEN VERBOTEN, GUTE LAUNE ERLAUBT, ABER…

Nachdem Vizeobmann Martin Reiser sich bei der Kammer der gewerblichen Wirtschaft erkundigt hatte, mussten wir die Besucher unserer letzten diesjährigen Versammlung dringend um die Einhaltung des Rauchverbots ersuchen. Erfreulicherweise hielten sich sogar die passioniertesten Qualmer (innen) an diese Bitte – danke!

Nach einer Sitzung des neuen SCR-Präsidiums erschienen Zoran Barisic und Christoph Peschek, die beiden Geschäftsführer, mit einer verständlichen, 45-minütigen Verspätung im rauchfreien Klublokal. Ebenso verständlich war die allgemeine Fröhlichkeit, hatte unsere Mannschaft doch tags zuvor den sieggewohnten LASK mit 4:0 aus der Paschinger Raiffeisen-Arena gekontert.

Christoph, einst eine große Hoffnung der Wiener SPÖ, hat seinen Wechsel vom Rathaus nach Hütteldorf niemals bereut, und sein Freund Zoki wurde ja schon als Knirps mit dem grünweißen Virus infiziert. So blieb es auch in den drei Jahren nach seinem vorübergehenden, von Michael Krammer offiziell bereuten, Abschied im Sommer 2016. Zokis zwischenzeitliche Tätigkeit in der Türkei und Slowenien sei nicht erfolglos gewesen, aber es habe weder mit der Bezahlung noch mit dem Einhalten gemachter Versprechungen so richtig geklappt. An Angeboten (auch aus Österreich) habe es nicht gemangelt. Da fiel sogar der Name „Austria“, man stelle sich das einmal vor! Egal, seit dem heurigen Mai ist Zoran Barisic zum Glück wieder dort, wohin er gehört, obendrein an der Seite seines alten Spezis Didi Kühbauer. Falls dieses erzgrüne Duo den SCR sportlich nicht so weit bringt, wie es der Ex-Westtribünler Christoph Peschek in wirtschaftlicher Hinsicht bereits geschafft hat, will der Verfasser einen Besen fressen, dieses Risiko geht er ein.

Die allgemeine Hochstimmung erhielt aber einen herben Dämpfer, als die Rede auf Andy Marek kam. Auch an dieser Stelle rufen wir dem Tausendsassa zu: „Lieber Andy, ein echter Greaner geht net unter! Und du schon gar nicht, wetten?!“

EIN BLICK ZU RAPID II

Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen (4./5.1.): Dieses traditionsreiche Turnier, welches Rapid am 6.1.2016 durch Ljubicics Last-Minute-1:0 gegen Hoffenheim gewonnen hatte, ist bekanntlich für U19-Teams ausgeschrieben. Weil es in Österreich ja keine U19-Meisterschaft gibt, trat Rapid erneut mit Spielern von SCR II und der Ul8 an. Betreut wurde diese Auswahl von Patrick Jovanovic (spielte 1992 als Jungspund dort mit) und Steffen Hofrnann, der mit den größten Talenten arbeitet und mit dem von ihnen Gebotenen sicher auch hochzufrieden war. Weil Yusuf Demir (der erst 16-Jährige wurde auch heuer zum besten Spieler des gesamten, wieder sehr prominent besetzten Turniers gewählt) und dessen kongeniale Kameraden nicht nur zauberten, sondern sich auch bestens auf die oft überharte Gangart der Konkurrenten einstellen konnten. Daher triumphierten Kapitän Martin Moormann & Co. dermaßen, dass sich sogar die deutschen TV-Kommentatoren daran ergötzten. Apropos Moormann: Der schoss als Verteidiger vier tolle Tore und stand dem kleinen Supertechniker Demir insgesamt kaum nach. Jedenfalls ist der ganzen Truppe zu diesem Erfolg nur zu gratulieren!

Gruppe A

3:0 (1:0) gegen die GLASGOW RANGERS (Fallmann, Tobias Hedi, Dijakovic); 3:1 (1:1) gegen RB LEIPZIG (Demir, Strasser, Dijakovic); 2:2 (2:0) gegen EINTRACHT FRANKFURT (Moormann, Demir) – Gruppensieger vor den Rangers, Frankfurt und Leipzig.

Zwischenrunde

2:2 (0:1) gegen MANCHESTER UNITED (Tepecek, ein Neuzugang aus St.Pölten, sowie Moormann per Ferserl); 1:1 (0:0) gegen BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH (Goalie Polster mit einem Weitschuss in letzter Sekunde).

Semifinale

4:0 (2:0) gegen die RANGERS (Moormann 2, Fallmann, Kocyigit)

Finale

4:0 (1:0) gegen LEIPZIG (Demir 2, Kocyigit, Tobias Hedl).- Spiel um Platz 3: VfB STUTTGART – RANGERS 3:0 (3:0).

Testspiele

14.1,: Bei WIENERBERG 3:2 (1:1, wobei Kapitän Gobara in seinem ersten Match seit 13.9. einen Penalty verwertete und „Testpilot“

17.1.: Auf „Happel“-Trainingsplatz 2:2 (1:1) gegen ZWETTL (Fuchshofer, Kocyigit)

21.1.: Auf „Happel“-Trainingsplatz 2:1 (1:0) gegen STADL-PAURA (Fuchshofer, Savic).

24.1.: In NEUSIEDL 2:3 (0:3), wobei mit Bosnjak und Strunz (Elfer) zwei sehr lange verletzt gewesene Comebacker das einigermaßen peinliche Resultat verschönerten.

Im Unterschied zu den Profis gab die „Zweite“ bereits drei Transfers bekannt: Eigenbaudribblanski Samuel Oppong kehrte von Kapfenberg zurück, und Stürmer Tobias Kerschl kam von RB Salzburg. Ob der am 23.1. erst 16 gewordene Teenager überhaupt in Radovics Truppe zum Einsatz kommen wird oder vorerst nur in der U18, werden wir sehen. Fix ist hingegen Deniz Pehlivans Wechsel in die U19 des deutschen BL-Klubs Mainz 05. Ob man ihn dazu beglückwünschen kann, wird auch erst die Zukunft zeigen.

WAS 2020 BEREITS AUCH NOCH GESCHAH

Im bisherigen neuen Jahr war nur ein Transfer fix: Aliou Badji übersiedelte für kolportierte drei Millionen Euro zum ägyptischen Meister Al Ahly, womit sein höchst überflüssig gewesener Gag, sich in einem Red-Bull-Salzburg-Trikot fotografieren zu lassen, Geschichte wurde. Möge sich der Senegalese in Ägypten und vor den dortigen Toren wohler fühlen als hierzulande!

Und sonst? Von den mit Spannung erwarteten Vertragsverlängerungen (Schwab, Dibon, Arase) war zumindest bis Redaktionsschluss weiterhin nichts zu hören, und die Darbietungen unserer oft bunt zusammengewürfelten Truppe in den bisherigen Tests hauten einen auch nicht vom Hocker: 4:1 (2:1) beim – von der Austria mit 9:0 deklassierten – Ostligisten WR.NEUSTADT am 18.1. (Schuster, Knasmüllner, Ibrahimoglu, Grahovac) und gar nur 2:2 (0:1) nach 0:2 gegen den vom Abstieg aus der 2. Liga bedrohten FAC am 25.1. Während Okungbowa, Felber & Co. der Austria mit 2:7 unterlegen waren, konnten für Rapid nur Murg und in letzter Minute Savic scoren. Das aber nur so ganz nebenbei, denn wichtig wird’s ja erst ab 16.1. Wenn Rapid auf die WSG Tirol trifft, die sich mit den Ex-Rapidlem Thanos Petsos und Stefan Maierhofer verstärkt hat. Zur Vorbereitung darauf und die weiteren Ereignisse bestritt die grün-weiße Equipe von 27.1. bis 5.2. ein Trainingslager im türkischen Belek.

Lukas kommentiert für RapidTV

SPLITTER

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GRÜNZEUG-610

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Dezember 2019 / Nr. 610 / Versand 9.12.2019

IN EIGENER SACHE

Nach in vielen Belangen aufreibenden zwölf Monaten wünscht unser Vorstand sämtlichen Leser(innen) ein frohes Weihnachtsfest sowie ein in jeder Hinsicht positives neues Jahr. Gleichzeitig erlaubt er sich, die Jugendfreunde und -Freundinnen unter ihnen an die 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ zu erinnern. Spenden werden natürlich auch diesmal bis ins neue Jahr hinein gerne angenommen; Zahlscheine können bei uns angefordert werden (siehe Impressum). Alles Gute und besten Dank.

SCR-WAHL VOM 25.11.: AND THE WINNER IS… MARTIN BRUCKNER!

Bitte, nicht bös sein, aber es gibt etwas, das noch ungleich wichtiger ist als jede Wahl, nämlich die Gesundheit!

Wie „Grünzeug“ von Michael Krammer erfuhr, hat dessen Gattin die Chemotherapie beendet und gute Befunde. Mit wesentlich Unerfreulicherem schockierte Andy Marek die Mitglieder aus heiterem Himmel: Nach einer schweren Operation vor erst genau drei Wochen könne er seine Leistungen nicht mehr zu 100 Prozent bringen und würde sich daher im Februar beim Spiel gegen WSG Tirol nach über 27 Jahren von „diesen einmaligen Fans“ verabschieden. Er hinterlasse eine super Abteilung, die den Klubservice perfekt weiterführen würde. Das mag stimmen, trotzdem: Einer wie der Andy Marek ist nie und nimmer so einfach zu ersetzen, in welcher Funktion auch immer! Das bewies dieses unermüdliche Arbeitstier auch am 25.11. vor über 2.000 Mitgliedern, indem er die Hauptversammlung womöglich meisterhafter denn je moderierte, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Alles, alles Gute, lieber Andy, und: DAAANKEEEE! Dass er sich nun Ehrenmitglied seines und unseres SK Rapid nennen kann, ist wohl selbstverständlich.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Artikels!

Die Präsidentschaftskandidaten hatten jeweils elf Minuten Gelegenheit, ihre Pläne darzulegen. Roland Schmid, hinter dem eine Garde von Legenden stand, sprach von einer 20 prozentigen Erhöhung des Nachwuchs-Budgets zulasten der Profiabteilung und betonte dennoch: „Der Teller muss nach Hütteldorf!“ Martin Bruckner wiederum punktete nach warmen Worten für Andy Marek hiermit: „Ich lasse mir unsere Fans nicht schlecht machen! Probleme müssen unter uns besprochen werden. Kontinuität und harte Arbeit werden den Erfolg bringen, und wir sind Arbeiter!“

Die Aufmerksamkeit bei den Berichten der Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic sowie bei den Abschiedsworten des scheidenden Präsidenten Michael Krammer („Schaufeln wir die Gräben aus dem Wahlkampf zu! Und passt mir auf meine Rapid auf!“ Womit er Anton Benya sel. zitierte, der Rudi Edlinger damit beauftragt hatte) und den anderen Tagesordnungspunkten war eine große. Aber jede(r) fieberte natürlich dem Wahlergebnis entgegen, bis es von Herbert Kretz, dem Vorsitzenden des Wahlkomitees, endlich verkündet wurde: Roland Schmid und sein Team „Grün-Weiß“ erhielten 926 von 1.985 gültigen Stimmen, das Team „Leitbild“ unter Martin Bruckner hingegen 1.059. Roland Schmid zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte seinem knapp siegreichen Widersacher sofort. Der seinen Wählern für das Vertrauen dankte, betonte, ein Präsident für alle sein zu wollen und in Richtung seiner Vorgänger versicherte: „Lieber Rudi, lieber Michael, wir passen auf unsere Rapid auf!“ Das wird aber auch dringend notwendig sein…

Wir gratulieren sämtlichen Präsidiumsmitgliedem mit dem vormaligen Finanzreferenten Martin Bruckner an der Spitze: Nikolaus Rosenauer und Gerhard Höckner aus Michael Krammers Truppe sowie Michaela Dorfmeister, Monisha Kaltenborn, Gerry Willfurth, Philipp Newald und Stefan Singer. Aber auch dem neu gewählten Beirat mit Sabine Karl, Peter Tichy und Markus Berger. Macht es gut, Freunde und Freundinnen!

Und: Ein Bravo dem Wahlverlierer Roland Schmid für seine Zusicherung, weiterhin ein Premiumsponsor zu bleiben. Diese grün-weiße Unerschütterlichkeit kann die beste Basis für ein Gelingen der Aufräumarbeiten nach dem Wahlkampf sein. Der übrigens eine enorme mediale Aufmerksamkeit erregt hatte – ob Meister, Vierter oder Achter, der SK Rapid ist und bleibt Österreichs mit Abstand populärster Sportverein!

Was sich höchstwahrscheinlich auch am 15.12. zeigen wird, wenn im Allianz-Stadion das erste Weihnachtssingen mit sämtlichen Anhängern und der Mannschaft stattfinden wird.

In diesem Sinne: Frohes Fest und eine erfolgreiche Zukunft! Nicht zuletzt für Andy Marek!

NACH DER WAHL: GROẞER KAMPF UND VIEL BLÖDSINN IN PASCHING

Nachdem Martin Bruckner und sein Team einen knappen Wahlsieg über Roland Schmid & Co. errungen hatten, sicherte Rapids neuer Boss zu, die im Wahlkampf aufgerissenen Gräben zuschütten zu wollen und für jede Idee jeder Seite offen zu sein. Dennoch wurde da und dort von „drei weiteren Jahren ohne Titel“ gemurrt, als hätte Schmid den Rekordmeister – über Salzburg hinweg? – führen können.

Wie dem auch sei, bei der optimal gelungenen Revanche für das unglückliche Heim-1:2 gegen den LASK in der 5. Runde war vom gerne zitierten „Stillstand“ jedenfalls gar nichts zu sehen, denn die auch national so erfolgreichen Linzer Eurofighter wurden von einer taktisch perfekt eingestellten Hütteldorfer Notformation geradezu brutal abgeschossen. Dieses 4:0 lässt unsere Hoffnungen auf die Top 6, ja einen EC-Platz keineswegs als Fantastereien erscheinen.

In der Pause der Partie fühlte sich der Sky-Reporter bemüßigt, den LASK-Präsidenten nach dessen (unmaßgeblicher) Meinung über den Ausgang der SCR-Präsidiumswahl zu interviewen. Daraufhin kam es, wie es so oft kommen kann: Auf dumme Fragen bekommt man dumme Antworten. Der schon öfter auffällig gewordene Herr Gruber behauptete, Bruckner würde den Ultras den roten Teppich ausrollen. Dabei sollte er besser auf seine eigenen Fans achten, die ja auch noch nie Kinder von Traurigkeit waren! Dass der Ex-LASKler Ullmann mit Schimpftiraden und Bierduschen bedacht wurde, kam ja nicht überraschend. Womit aber nicht unbedingt zu rechnen war: Blödiane bewarfen den ausgetauschten Fountas mit Bechern, Feuerzeugen und Fahnenstangen, als er der Rapid-Bank entgegenging, während auf Strebinger sogar zwei Fische geflogen kamen, worauf der Richi ganz cool meinte: „Ich habe sie nicht mitgenommen, weil ich mich vegan ernähre.“

Hingegen sieht Rapids aktuelle Bilanz in der Fremde nach diesem höchsten Auswärtssieg über den LASK seit 18.3.1978 (6:0 mit drei Krankl-Goals) ausgesprochen fett aus: 8 Spiele, 6 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage, 20:8 Tore, 19 Punkte. Besser stehen da nur die, eh klar, Dosenmillionäre da.

Es wäre natürlich schön, könnten Didis Kämpfer endlich auch in der heimischen „grünen Hölle“ ihre wahre Stärke zeigen. Schon am 8.12. im Derby?

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.12.)

1. Salzburg 16/40 (59:15)
2. LASK     16/38 (31:12)
3. WAC      16/30 (39:19)
4. Rapid    16/28 (33:19)
7. Austria  16/19 (25:28)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 15.RUNDE (24.11.): STURM GRAZ (H) 1:1 (1:0)

Vor dem intensiv geführten Abnutzungsfight verabschiedeten 19.600 minus Sturm-Sektor Präsident Krammer, den „grodn Michl“ (Block West), und präsentierte sich die Mannschaft im 7er-Leiberl des langzeitverletzten Schobesberger („Gute Besserung, Schobi – wir warten auf dich“), bevor Stojkovic (Bauchmuskel), Barac (Knöchel) und Auer (Oberschenkel) das eh schon umfangreiche SCR-Lazarett auffüllten. Kühbauer: „Wenn wir die (verletzungsbedingten) Täusche nicht gehabt hätten, hätten wir gewonnen.“ Das Gegenteil konnte unserem angesäuerten Trainer niemand beweisen. Jedenfalls musste Rapid gegen die besonders zu Beginn wie aufgezuckert agierenden Grazer unter diesen Umständen mit dem Remis zufrieden sein – der neunte Punkt im achten Heimspiel,..

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Auer, 76.Grahovac), Dibon, Barac (59.Sonnleitner), Ullmann; D.Ljubicic, Schwab; Murg, Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Dibon (29.); Huspek (54.).- Gelbe Karten: Ullmann, Arase; Hierländer, Sakic.- Allianz-Stadion, Altmann, 19.600.

BL, 16.RUNDE (1.12.): LASK (A) 4:0 (1:0)

Gegen einen LASK , der sich nach Salzburgs 1:1 in der Südstadt mit einem Sieg an die Tabellenspitze hätte setzen können, nutzte der SCR seinen schon bekannten „Auswärtsvorteil“ gnadenlos aus. Schönspielerei war für Didis (eigentlich gar nicht!) ersatzgeschwächte Truppe gegen die Linzer Pressingspezialisten nicht gefragt, dafür aber neben einem Quäntchen Glück vor einem überragenden Tormann eine überragende Defensive, überragende Konter und überragende Effizienz beim Verwerten der naturgemäß nicht allzu zahlreichen Torchancen. Daher endete der rassige Fight mit einem sensationellen wie für uns höchst erfreulichen Resultat.

SCR: Strebinger; Sonnleitner, Dibon, Barac; Arase, Grahovac, D.Ljubicic (80.Schuster), Ullmann; Schwab; Knasmüllner (90.Murg), Fountas (73.Badji).- Tore: Knasmüllner (34.), Fountas (67.), Filipovic (85., Eigentor), Badji (90./+3).- Gelbe Karten: Frieser, Michorl, Trauner; D.Ljubicic, Sonnleitner, Arase, Schwab, Badji.- Rote Karte: Goiginger (84., Beleidigung).- Raiffeisen-Arena, Ried, Gishammer, 6.017.

„MR. GRÜNZEUG NR. 610“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Schon wieder einmal er! Er, das ist Goalie Richard Strebinger, der bereits gegen den WAC eine gute Leistung hinlegte, bevor er auswärts beim heuer so starken LASK mit einigen tollen Paraden den Grundstein zum sensationellen 4:0 legte. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er besonders in Pasching auf sehr gute Vorderleute bauen konnte.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Srdjan Grahovac 75. (LASK).

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

ADIEU UND VIELEN DANK, PRÄSIDENT KRAMMER! HERZLICH WILLKOMMEN, MITGLIED MICHAEL!

Der nach sechsjähriger Amtszeit scheidende SCR-Präsident Michael Krammer hatte die Fanklubobmänner und deren Stellvertreter für den 21.11. in die Rekordmeisterbar des Allianz-Stadions geladen, wo Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek die Laudatio auf ihn, seinen Freund und Bruder im Rapidgeist, hielt. Dass er dabei kurz mit den Tränen kämpfte, war ein weiterer Beweis dafür, dass in Hütteldorf keine Rabauken dominieren, so oft gewisse Medien dieses Vorurteil auch verbreiten und schüren wollen.

In seiner Rede ging Krammer von seinem Start Anno 2013 aus, als es speziell um die Erhöhung der Mitgliederzahl und den Bau eines neuen Stadions ging, um von einem ausgeglichenen Budget gar nicht zu reden. Das alles ist in der Ära Krammer bekanntlich gelungen, nicht zuletzt dank der Hilfe der Fans. So besuchten in den letzten Jahren 2,6 Millionen Zuschauer die Spiele Rapids – österreichischer Rekord! Dass das sportliche Ziel (Titelgewinne) verfehlt wurde, verschwieg Krammer nicht, doch könne von „verbrannter Erde“ keine Rede sein. Er gab auch zu, dass die Beurlaubung Zoki Barisics im Juni 2016 ein großer Fehler war: „Nach drei zweiten Plätzen hinter Salzburg wollten wir einen neuen Weg wählen, aber leider war das ein Holzweg.“ Zum Wahlkampf: „Der riss Gräben auf, die überwunden werden müssen, egal, wie er enden wird! Wenn wir den Weg der kontinuierlichen sportlichen Entwicklung weiter gehen, werden wir noch viel Freude erleben!“

Krammers Schlusswort: „Es war mir eine Freude und Ehre, euch zu dienen“, bevor er an die letzte Aufforderung des großen Anton Benya an Rudi Edlinger erinnerte („Pass‘ ma auf mei‘ Rapid auf!“) und minutenlange Standing Ovations erhielt.

Zu abschließenden Statements holte Meistermoderator Marek drei Obmänner ans Mikrofon: Gerhard Niederhuber (Rapidfreunde) druckte eine Wuchtei auf Oliver Pohles (Ultras) Lob für Krammers „fette Eier“, und Heinz Deutsch (Xindl) brachte es auf den Punkt: „Wir wissen alle, warum du nicht mehr kandidierst: Es gibt eben etwas, das wichtiger ist als Fußball.“ Krammers Rücktritt war und ist definitiv, aber für uns vom ältesten Anhängerklub gibt’s ein sofortiges Wiedersehen mit ihm: Er hatte bei einem seiner zahlreichen Besuche unserer Generalversammlungen versprochen, es seinem Vorgänger Rudi Edlinger gleichzutun und uns nach seiner Präsidentschaft beizutreten – noch am 21.11. realisierte er das. Daher: Herzlich willkommen, Michael Krammer, 2320 Rauchenwarth! Besonders erfreulich wäre, könnten wir Dich, lieber Michael, des öfteren im Klublokal begrüßen!

EIN BLICK ZU RAPID II

16.RUNDE (15.11.): ADMIRA AM. (A) 1:1 (1:0)

Gärtler; Sulzbacher, Schuster, Greiml, Moormann; Martic; Pehlivan, Ibrahimoglu, Wunsch (61.Savic), Demir (74.Markt); Fuchshofer (61.Strasser).- Tore: Kronberger (50.); Pehlivan (27.).- BSFZ-Arena, Erdem, 155.

RESÜMEE: Natürlich war diese Partie, in der Rapid II gegen die vom Abstieg bedrohten Südstädter mit Mühe und Not einen Zähler erkämpfte, nicht das Gelbe vom Ei, sie sollte aber nicht den Blick aufs Große und Ganze verstellen. Und das war das mit Abstand Beste, was eine 2. Mannschaft des SCR in einem Herbst jemals geboten hat! Hut ab vor dem aus der U18 aufgestiegenen Trainer Zeljko Radovic und seinen, zum Großteil ebenfalls von dieser gekommenen Burschen! Dabei sollte man außerdem berücksichtigen, dass mit Kapitän Paul Gobara und dem Mittelfeld-Antreiber Marko Bozic zwei sehr starke Spieler lange fehlten, um von anderen Ausfällen gar nicht erst zu reden. Fakt ist jedenfalls, dass die Hoffnung auf den Aufstieg keineswegs utopisch ist, zumal Carsten Janckers scheinbar unschlagbare Mannsdorfer zuletzt gleich zweimal hintereinander verloren.

Daher sieht die RLO-Tabelle zur Winterpause erfreulicherweise so aus, wobei wir auf die Auswärtsbilanz der Jungrapidler besonders hinweisen wollen:

1. Mannsdorf      16  12  2  2   30:13   38
2. Rapid II       16  10  5  1   30:11   35
   daheim:         9   5  3  1   14: 6   18
   auswärts:       7   5  2  0   16: 5   17
3. Ebreichsdorf   16   8  6  2   26:10   30
4. Sport-Club     16   9  2  5   36:25   29

SPLITTER

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Der SCR veröffentlichte vor der Neuwahl seines Präsidiums seine im bereits siebenten Jahr en suite positiven Wirtschaftszahlen: Im Geschäftsjahr 2018/19 Rekordumsatz von 50,7 Millionen Euro, Eigenkapital auf Bestmarke 15,1 Millionen erhöht, Gewinn 179.999 Euro. Dass die gegen Martin Bruckner und dessen Team kandidierende Liste Schmid an diesen Zahlen nur wenige gute Haare ließ, war natürlich keine große Überraschung. Ein endgültiges Urteil fällten die Mitglieder ja am 25.11.

Am 15.11. erreichte Rapids nach der Pause bunt zusammengewürfelte Truppe auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions ein mageres 2:1 (0:0) über Gogo Djuricins BW LINZ (Tore: Murg per schönem Freistoß und Fountas bzw. Ex-Rapidler Kostic).

U21-EM-Quali: 4:0 (2:0) gegen den Kosovo am 15.11. in Ried (Friedl 2, Raguz, Lovric aus einem Penalty; Arase spielte bis Minute 59).

Das in unschöne Farben gehüllte A-Team fixierte am 16.11. im Happel-Stadion die EM-Teilnahme erwartungsgemäß: 2:1 (1:0) gegen Nordmazedonien (Alaba, Lainer), und am 19.11. gab es zum Abschluss ein bedeutungsloses, aber blamables 0:1 (0:0) einer Art B-Team gegen den abgeschlagenen Gruppenletzten Lettland (zuvor null Punkte bei 2:28 Toren!), wobei Rapids Ullmann auf der Bank „debütierte“. Der Gruppen-Endstand: 1.Polen 10 Spiele/25 Punkte (18:5), 2.Österreich 10/19 (19:9). Schon tags zuvor hatte die U21 mit Arase (ab 63.) den Test gegen Ungarn in Budapest dank Danso mit 1:0 (1:0) gewonnen.

Unsere „MV“ vom 2.12. fand nach Redaktionsschluss statt, daher finden Sie den Bericht hierüber erst im Jänner-„Grünzeug“.

Philipp Schobesberger, auch so ein ewiger Pechvogel, erlitt im Training einen Kreuzbandriss und fällt bis Saisonende aus, und Dalibor Velimirovic zog sich beim U19-Team einen Innenbandriss zu, muss im Gegensatz zum Schobi aber nicht operiert werden und „nur“ bis Februar pausieren. Alles Gute, ihr beiden!

Das rufen wir auch dem Flögel-Rudi zu, aber nicht, weil er verletzt ist, sondern weil er am 13.12. seinen unglaublichen 80. Geburtstag feiern wird.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-609
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
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GRÜNZEUG-609

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / November 2019 / Nr. 609 / Versand 18.11.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere Gäste am 2. 12. 2019

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 2. Dezember 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Zoran BARISIC (Geschäftsführer Sport des SK Rapid) und
  • Christoph PESCHEK (Geschäftsführer Wirtschaft des SK Rapid)

EINLASS UM 18.30 UHR! WIR ERSUCHEN UM ZAHLREICHEN BESUCH! MITGLIEDER UND DEREN BEGLEITUNG SIND HERZLICH WILLKOMMEN!

ACHTUNG AUF DIE 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“!

Dalibor Velimirovic, Melih Ibrahimoglu oder Nicholas Wunsch, das sind nur die Namen von drei Eigenbauspielern, denen Didi Kühbauer die Chancen gab und geben wird, ihr Talent bei den Profis zu zeigen. Und sie alle sowie viele andere waren Gäste in grün-weißen Nachwuchs-Weihnachtsfeiern, die von uns Rapidfreunden bereits seit Jahrzehnten (mit)finanziert wurden und hoffentlich auch in Zukunft werden. Dafür braucht es natürlich die Spendenbereitschaft unserer Mitglieder bzw. Leser(innen).

Stellen Sie alle diese bitte auch heuer ganz nach Selbsteinschätzung unter Beweis! Hiefür liegt dieser Nummer ein Zahlschein bei – wenn Sie ihn nicht wegwerfen, sondern widmungsgemäß verwenden, scheint ihr Name ebenso sicher demnächst im „Grünzeug“ auf wie Ihnen der Dank der gesamten SCR-Nachwuchsabteilung gewiss ist. Dass kein einziger Euro sinnlos verschleudert wurde und wird, beweisen aus Rapids Jugend hervorgegangene Herren wie Andi Herzog oder Peter Schöttel bis zu Maxi Hofmann oder Dejan Ljubicic, um nur einige wenige von unzähligen zu nennen.

AUSWÄRTS IST RAPIDS NEUES DAHEIM

„I steh auf Kühbauerbuam“, würde der Verfasser in Abwandlung eines Melissa-Naschenweng-Hits gerne und ehrlich singen, könnte er es. Jedenfalls spürt er diese tiefe Zuneigung vornehmlich dann, wenn besagte „Buam“ möglichst weit weg vom an und für sich natürlich heiß geliebten Hütteldorf antreten müssen, aktuell besser dürfen.

Denn die dort erreichte Bilanz liest sich geradezu erbärmlich an: 7 Spiele, 2 Siege, 2 Unentschieden, drei Niederlagen, 8 Punkte bei 12:10 Toren. Ja, ja, da waren Duelle mit Salzburg, dem LASK oder dem Wolfsberger AC dabei. Aber auch welche mit Hartberg und St.Pölten – Mannschaften, die ein SK Rapid vor gar nicht allzu langer Zeit sozusagen „in der Pfeife geraucht“ hätte.

In der Fremde schnitt Grün-Weiß bzw. Rot-Blau (die vom Vorgänger, dem Arbeiterfußballklub, übernommenen Traditionsfarben) ungleich besser ab: Ebenfalls 7 Spiele, 5 Siege, 1 Unentschieden, eine Niederlage, 16 Punkte, 16:8 Tore.

Was, zum Teufel, ist da los in unserer, ha, ha, „grünen Hölle“? Als das Allianz- oder West- oder Was-weiß-ich-Stadion im Sommer 2016 mit viel Pomp und vor 28.000 Zuschauern eröffnet wurde (2:0 gegen Chelsea) gab es in den darauf folgenden BL-Heimspielen etliche klare Siege, worauf die an sich ja wirklich tolle neue Heimstatt des stolzen SK Rapid scheinbar zu Recht so genannt wurde.

Doch im Lauf der Jahre sah und sieht es immer öfter so aus, als würden sich hier viel weniger die Gastmannschaften von der meist großartigen Kulisse beeindrucken lassen als die Akteure des SCR selbst. Warum? Der Chronist hat deswegen schon etliche Gespräche mit diversen Hütteldorfer Kickern geführt, aber keiner von ihnen gab zu, mit der enormen Erwartungshaltung der eigenen Anhänger, speziell mit der des „Block West“, die bekanntlicherweise ja flugs in Hass umschlagen kann, mental nicht fertig zu werden. Eigentlich eh klar, denn so ein Sensibelchen müsste sofort das Weite suchen, und wer will das schon, wo Rapid ja doch so ein cooler Klub ist! Aber nur in der Fremde?

Das Problem mit einem eigenen neuen Stadion haben sie kurioserweise auch am Verteilerkreis. Aber der dort ansässige Klub verliert im Herbst 2019 ja überall. Was man im schönen Hütteldorf Beheimateten zum Glück nicht vorwerfen kann, der gewann jüngst sogar in Altach!

Was also tun mit diesem Allianz-Stadion? Ein Abriss kommt natürlich nicht in Frage. Vielleicht sollten sich die Entscheidungsträger an Rapid-Hochwürden Pelczar wenden: Gibt es in der katholischen Kirche immer noch Teufelsaustreibungen? Wenn ja, können sie auch an Bauwerken vorgenommen werden? Wenn diese möglicherweise verhext bzw. verflucht sind? Alles natürlich Quatsch, unheimlich sind Rapids Auftritte in Hütteldorf aber allemal.

Um das Thema zu wechseln: Klar ist selbstverständlich, dass man zum 23. bis 25. Mann eines Fußballspiels fair sein sollte, also zum Schiedsrichter und seinen Assistenten. Aber manchmal schien es gerade in den letzten Wochen so, als hätten böse Geister von ihnen Besitz ergriffen. Herr Harkam wurde nach seinem (Nicht-)Gepfeife im Match SCR-WAC für drei Ligaspiele suspendiert, während sein schon seit einigen Jahren auffälliger Kollege Schüttengruber überhaupt völlig daneben lag: Bei Rapids Heimmatch gegen St.Pölten, das vormalige Schlusslicht, hätte er für jede der beiden Parteien so ungefähr ein bis zwei Elfmeter geben können, ja müssen, bevor er und sein Mitarbeiter mit dem Fähnchen total übersahen, dass beim einzigen Tor zwei Gegner störend und verbotenerweise vor Strebinger im Abseits standen. Natürlich kann man sagen, das 0:1 hätten sich die vor Heimschwäche geradezu triefenden Rapidler redlichst verdient, trotzdem hätte uns ein Punkt ganz gut getan. Und ähnliche Benachteiligungen der unerklärlichen Art selbstverständlich ebenfalls.

Exorzismus bei Referees? Auch Blödsinn, was denn sonst. Strengere Seh- und Reaktionstests täten es wahrscheinlich schon.

Und (noch mehr) Gespräche mit Rapidspielem vor Heimspielen wären vielleicht auch sachdienlich. Auf dass man auch nach solchen singen kann: „I steh auf Kühbauerbuam!“ Statt mit Lade bei Fuß heimzuschleichen. Oder zu randalieren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 10.11.)

1.Salzburg 14/38 (56:12)
2.LASK     14/35 (29:8)
3.WAC      14/27 (34:16)
4.Rapid    14/24 (28:18)
5.Sturm    14/23 (23:16)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, ll.RUNDE (20.10.): WOLFSBERGER AC (H) 1:1 (1:1)

Nach diesem extrem spannenden und harten Kampf um Platz 3 gegen die auch in der Euroleague sensationell erfolgreichen Kärntner machten Edi Finger, der ewige Junior, und Frenkie Schinkels, also zwei in ihren Metiers abgehalferte Herren, in oe24.TV alles nieder, was Rapid heißt: Strebinger seit seiner Verletzung ein schlechter Tormann, überhaupt die ganze Mannschaft ohne Qualität, der Trainer detto, Barac ausschlussreif, Platzsprecher Mareks Wortgefecht mit WAC-Coach Struber auch indiskutabel usw. usf. Bis dahin hatte sich der Chronist „nur“ über die beiden verlorenen Punkte geärgert, denn an der kämpferischen, läuferischen und spielerischen Leistung des in puncto Feldüberlegenheit und Chancenaufkommen deutlich überlegenen SCR war nicht nur seiner Meinung nach nichts auszusetzen. Auch Kühbauer warf der Mannschaft lediglich vor, das zweite Tor nicht gemacht zu haben. Aber der ist laut dem „kleinen“, dicken Finger ja ahnungslos… Und Barac? Ja, der wollte dem vor ihm neben der Cornerlinie liegenden Schmid den Ball aus den Armen kicken; dass dieser den wie ein Tormann festhielt, entsprach keineswegs den Regeln. Wie auch das Foul von Schmitz an Stojkovic im Strafraum, ohne dass Harkam an einen Elferpfiff auch nur dachte. Doch darüber ereiferten sich Finger & Schinkels so gut wie gar nicht. Und ja, der „schlechte“ Strebinger hatte Liendls Freistoß leider wirklich passieren lassen – nur so kam der WAC zu seiner ersten echten Tormöglichkeit und dem kaum verdienten 1:1. Alles ärgerlich!

SCR: Strebinger; Hofmann, Dibon, Barac; Stojkovic (81.Auer), D.Ljubicic, Knasmüllner (68.Murg), Schwab, Ullmann; Fountas, Badji (58.Arase).- Tore: Fountas (31.); M.Leitgeb (64.).- Gelbe Karten: D.Ljubicic, Fountas, Badji, Murg, Hofmann, Schwab; Rnic, Novak, Struber (WAC-Trainer), Schmid, Sollbauer).- Rote Karte: Sahli (WAC-Co-Trainer, 31., Kritik).- Allianz-Arena, Harkam, 21.200.

Robert, die Nummer 1 von Wien!

BL, 12.RUNDE (27.10.): RED BULL SALZBURG (A) 2:3 (1:2)

Bis zu Knasis Kopfballtor auf Schwabs Vorlage ebenfalls per Kopf gab es keine SCR-Offensive. Da lag es vor allem am erneut ausgezeichneten Dibon sowie an Elferkiller Strebinger (33., gegen Hwang) und Barac, dass Rapid im Spiel blieb. Doch nach Wiederbeginn erstarkten Schwab & Co. gegen die nun nachlassenden CL-Fighter um einiges und machten dank ihrer schon bekannten hohen Moral aus dem 0:2 ein 2:2 (Assist: abermals Schwab, Vollstrecker: Barac, auch der köpfelte ein). Aber dann packten die Bullen zum x-ten Mal ihre vielleicht größte Spezialität aus: Ein extrem spätes, leider entscheidendes Tor – es war zum Heulen!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Dibon, Barac, Ullmann; Velimirovic, D.Ljubicic, Schwab; Fountas (63.Badji), Knasmüllner (58.Arase).- Tore: Szoboszlai (31., Elfer), Haaland (38.), Junuzovic (90./+4, Freistoß); Knasmüllner (45./+1), Barac (87.).- Gelbe Karte: Haaland.- Red-Bull-Arena, Drachta, 17.218.

BL, 13.RUNDE (2.11.): ST.PÖLTEN (H) 0:1 (0:0)

Das macht Rapid kein anderer Klub nach: Erstens über 20.000 (erwartungsvolle) Zuschauer gegen das selbst für den eigenen Anhang nur wenig attraktive Schlusslicht, zweitens aber auch eine derart schwache Gesamtleistung des SCR, der den Gästen speziell in den Zweikämpfen und Laufduellen peinlich unterlegen war und daher verdient verlor. Obwohl das 0:1 irregulär war, weil bei Balics Schuss zwei Gegner vor Strebinger im Abseits standen. Jedenfalls waren Torgarant Fountas (Knie) und Schobesberger (Bauchmuskelzerrung, Weisheitszähneprobleme) vome nicht zu ersetzen, um von Kitagawa und Schick gar nicht zu reden. Das alles war den hörbar empörten Fans am Ende jedoch sch…egal.

SCR: Strebinger; Hofmann (62.Arase). Dibon, Barac; Stojkovic (75.Auer). D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Murg; Badji, Knasmüllner (79.Ibrahimoglu).- Tor: Balic (74.).- Gelbe Karten: Dibon, Auer; Hofbauer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 20.400.

20.000 Zuschauer gegen St.Pölten. darunter 4.000 Feuerwehrleute

BL, 14.RUNDE (9.11.): ALTACH (A) 3:0 (3:0)

Routinier Sonnleitner erstmals seit 30.5. wieder dabei und wie auch noch! Arase erstmals überhaupt in der Startelf und wie auch noch! Er und Knasmüllner zwangen Altachs unsichere Verteidigung dermaßen zu Fehlem, dass es nach einer guten halben Stunde bereits 3:0 für Rot-Blau, sprich Rapid hieß. Diese Konsequenz zogen Schwab (verwandelte nach Foul an besagtem Arase Rapids ersten diesjährigen Penalty souverän) und seine Kollegen leider nicht durch, produzierten immer wieder unnötige Ballverluste und vertändelten etliche gute Kontermöglichkeiten. Dadurch machten sie die niemals aufsteckenden Heimischen immer stärker, aber sie konnten sich ja auf ihren Super-Richi verlassen, der die Null zweimal sensationell festhielt. Und damit auch den ersten Sieg in Altach nach acht Fehlversuchen. Was will man mehr?!

SCR: Strebinger; Dibon (35.Hofmann), Sonnleitner, Barac; Stojkovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Murg (66.Schobesberger); Knasmüllner (76.Velimirovic), Arase.- Tore: Schwab (11., Elfer), Murg (12.), Arase (34.).- Gelbe Karten: Anderson; Hofmann.- Cashpoint Arena, Hameter, 5.104.

Die „Muppets“ sind hier Stammgäste

„MR. GRÜNZEUG NR. 609“: CHRISTOPHER DIBON

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Ein Jochbeinbruch gegen Sturm (18.8.)? Dann halt mit Maske gegen den LASK (24.8.)! Denn Christopher Dibon ist ebenso wenig „umzubringen“ wie Mario Sonnleitner, sein Bruder im (unbeugsamen Kampf-)Geist. Aber nun erlitt der Schwechater in Altach seine insgesamt bereits 16. Verletzung (Quelle: Sky), diesmal im Leistenbereich – hoffentlich nicht wieder einmal für längere Zeit! Bis zu diesem Augenblick war er in den im vorliegenden „Grünzeug“ kritisierten Partien übrigens fraglos Rapids Bester. Baldige Besserung, Dibi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Diesbezüglich ist nichts zu vermelden.

„MV“ VOM 28.10.: 4 + 1 – 1

4? Ja, weil sämtliche eingeladenen Spieler am 28.10. im Klublokal erschienen. Plus 1? Ja, weil wir außerdem einen Überraschungsgast begrüßen konnten. Minus 1? Leider ja, weil wir des am 30.9. völlig überraschend verstorbenen Mitglieds Walter Bauer (76) gedenken mussten.

Mario Sonnleitner, Srdjan Grahovac, Thomas Murg und Leo Greiml trugen an der vortägigen, wieder einmal unglücklichen Niederlage in Salzburg keine Schuld, weil sie entweder noch rekonvaleszent oder in der 2. Mannschaft tätig waren. Wie auch immer, die Stimmung am und vor dem Ehrentisch wurde durch dieses extrem späte 2:3 keineswegs getrübt (Viktor Czamamicki: „Irgendwann wird’s gegen die Bullen klappen!“). Sonderapplaus gab’s für Sonni, dessen Hütteldorfer Weg auch nach der aktiven Laufbahn vorgezeichnet sein dürfte, und Murgi, der energisch zu Protokoll gab, niemals nach Salzburg wechseln zu wollen.

Der Ehrengast war Peter Barthold, ein Mitglied jener Mannschaft Rapids, die 1976 Cupsieger wurde sowie ein Erzgrüner mit Insiderwissen und Vergleichsmöglichkeiten zu früheren Situationen und Problemen des SCR. Vor diesem Hintergrund zog der von unserer „MV“ begeisterte Ex-Nachwuchs- und -Profitormann einen Monat vor der Wahl eines neuen Präsidiums dieses Fazit: Rapid 2019 sei in sportlicher wie wirtschaftlicher Hinsicht auf einem sehr guten Weg. Ob an diesem etwas zu ändern sei? Das entscheiden am 25.11. Rapids Mitglieder. Unter denen sich natürlich viele unseres Anhängerklubs befinden.

GRajovac, Greiml, Niederhuber, Sonnleitner, Murg, Barthold

EIN BLICK ZU RAPID II

RUNDE (11.10.): BRUCK/LEITHA (A) 2:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Velimirovic, Dijakovic; Schuster; Strasser (81.Kocyigit), Bozic, Ibrahimoglu, Markl (75.Pehlivan); Fuchshofer (84.Binder).- Tore: Sara (5.); Markl (45.), Strasser (47.).-Bruck/Leitha, Kouba, 310.

hinten: Leo (80 Jahre!), Gerhard, Friederike, Hannes; vorne: David, Florian, Gregor, Christian

RUNDE (18.10.): WR.LINIEN (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Schuster, Hajdari; Martic, Wunsch (55.Kocyigit); Strasser, Bozic, Markl (68.Savic); Fuchshofer (82.Pehlivan).- Tore: Markl (18., Elfer); Alaca (27.).- Allianz-Stadion, West 1, Keser, 200.

Spielfeld-Detail

NACHTRAG ZUR 6.RUNDE (22.10.): MANNSDORF (H) 2:3 (0:2)

Gartler; Sulzbacher (80.Wunsch), Sonnleitner, Greiml, Hajdari; Bozic, Schuster; Savic (80.Pehlivan), Ibrahimoglu, Markl (46.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Ibrahimoglu (64.), Savic (69.); Kriwak (15.), Markic (32.), Panic (50.).- Allianz-Stadion, West 1, Braunschmidt,300.

Ehrenpräsidentin der Sitzplatzschweine

RUNDE (25.10.): SPORT-CLUB (A) 4:0 (0:0)

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Dijakovic, Strasser; Martic; Savic (70.Kocyigit), Bozic (80.Pehlivan), Ibrahimoglu, Markl (46.Wunsch); Fuchshofer.- Tore: Bozic (48.), Martic (52., Freistoß), Kocyigit (76., 81.).-WSV-Platz, Schilcher, 3.017 (!).

Spielbeginn

RUNDE (1.11.): STRIPFING (H) 1:0 (0:0)

Hedl; Sulzbacher, Schuster, Greiml, Dijakovic; Grahovac; Strasser, Wunsch, Demir (63.Moormann), Savic (64. Markl); Fuchshofer (46.Pehlivan).- Tor: Wunsch (88.).- Rote Karte: Grahovac (62., Beleidigung).-Allianz-Stadion, West 1, Katava, 300.

David und Christoph Pelczar

RUNDE (8.11.): MATTERSBURG AM. (A) 1:0 (0:0)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Dijakovic, Hajdari (62.Moormann); Demir, Schuster, Wunsch; Strasser (57.Markl), Fuchshofer, Savic (68.Pehlivan).- Tor: Pehlivan (81.).- Akademie Burgenland, Karner, 150.

Sehr alte Mattersburger (3.300 v. Chr.)

RESÜMEE

Hochinteressante Zwischenbilanz nach zehn von 30 Meisterschaftsmatches: Unter Zeljko Radovic kam Rapid II dank dem verdienten 2:1 in Bruck/Leitha zu den Zählern 22 bis 24. Mehr hatte es in der Regionalligahistorie dieser unserer Mannschaft zum gleichen Zeitpunkt noch nie gegeben, nicht einmal, als die Talente M.Hofmann, Behrendt, Grozurek, Knoflach, Pavelic, Wydra, Schaub & Co. 2011/12 hinter Aufsteiger Hom (64 Punkte) knapp Zweiter wurden. Damals gab es nach zehn Spielen lediglich 14 Punkte, in den restlichen 20 aber sagenhafte 48 – nicht auszudenken, würde Ähnliches 2019/20 gelingen.

Selbstverständlich ist die Zeit für Jubelstürme noch lange nicht angebrochen, aber träumen wird man ja wohl dürfen…

Beim chancenarmen Duell mit Herbert Gagers abwehrstarken Wiener Linien waren es allerdings keine sonderlich schönen Träume. Immerhin blieb Rapid II auch ohne Kapitän Gobara (hartnäckige Knieverletzung) und die zu den Profis hochgezogenen Velimirovic und Ibrahimoglu sowie trotz Kesers merkwürdigen Pfiffen auch im elften Match unbesiegt.

Was sich gegen die bis dahin ungeschlagenen Mannsdorfer mit Trainer Carsten Jancker allerdings änderte: Nach gutem Beginn mit zwei Torchancen stand es unversehens und ohne sonderliche Gegenwehr 0:3. Da drohte ein echtes Debakel, aber Bozic, Ibrahimoglu & Co. bäumten sich mächtig auf und hätten am Ende sogar den Ausgleich erzielen können, doch Pehlivans Kopfball ging daneben (88.).

Über 3.000 Fans sahen eine eher ausgeglichene erste Hälfte mit einem in der letzten Viertelstunde stürmisch drängenden Sport-Club, doch ab Beginn der zweiten waren die nun groß aufspielenden jungen Hütteldorfer die souveränen Könige von Dombach. Unter ihren vielen guten Akteuren besonders stark: der bombensichere Gartler, Greiml (18) als überragender Abwehrchef, Martic (Freistoß à la Panenka) und Superjoker Kocyigit. Auch überragend: die WSC-Anhänger, von deren unerschütterlichem Support sich viele grün-weißen Dauernörgler ein Scheibchen abschneiden sollten!

Gegen die grenzwertig attackierenden, bis zum Trainer (Erwin Cseh) hin mit Ex-Rapidlem gespickten Stripfinger Routiniers fand SCR II kaum jemals zu seinem normalen Spielstil, nach Comebacker Grahovac Ausschluss in einer unübersichtlichen Szene schon gar nicht. Trotzdem hätte es nach einem Foul an Wunsch im Fünfer Penalty geben müssen (73.), wofür Nicholas sich kurz vor Schluss „rächte“ (die perfekte Vorarbeit hatte Strasser geliefert).

Eine Woche vor Saisonende war Rang 2 nach Joker Pehlivans Goldtor gegen die SVM-Amateure abgesichert. Die Schlussoffensive der Burgenländer brachte ihnen nicht ein, dafür „gewannen“ sie bei den Gelben Karten mit 6:4 -ganz schön ruppig!

RLO-Stand vom 9.11.

1.Mannsdorf     15/38 (29:10)
2.Rapid II      15/34 (29:10)
3.Ebreichsdorf  15/30 (26:9)
4.WSC           15/28 (34:23)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am 11.10. mühte sich Rapid mit dem durchspielenden Sonnleitner und etlichen blutjungen Nachwuchsspielern (neben dem verletzt ausgeschiedenen Wunsch waren das Demir, Kanuric und Fallmann von der U 18) auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions zu einem Test-2:1 (2:1) über den stark grün-weiß angehauchten FAC (Tore: Badji und Knasmüllner bzw. Prosenik).

EM-Qualifikationsspiele: A-Team: 3:1 (1:1) am 10.10. in Wien gegen Israel (Lazaro, Hinteregger, Sabitzer) und 1:0 (1.0) am 13.10. in Ljubljana gegen Slowenien (Posch); U21: Großes Treffen ehemaliger SCR-G’schroppen (Meister und Arase auf der einen, Miildür auf der anderen Seite) beim 3:0 (2:0) in Ritzing über die Türkei am 11.10. (Meister, Raguz, Lovric; Arase bis 74.) und leider 1:5 (0:4) in Milton Keynes gegen England (Baumgartner; Arase bis 55.), nach dem die Chance auf die Endrunde aber noch intakt ist

Zwei Fragen zum Gejammer über die geringen Zuschauerzahlen (gegen Israel erschienen nur 26.200 im Happel-Stadion): Welcher österreichische Klub hat die meisten Anhänger? Wie viele seiner Spieler werden und wurden von Foda und auch schon dessen Vorgänger Koller in den Teamkader berufen? Unser Kapitän Schwab hat jede Menge Spielpraxis, Ilsanker bei RB Leipzig gar keine, und beispielsweise Schobesberger stünde in der Nationalelf mutmaßlich hoch im Kurs, würde er bei irgendeinem ausländischen Verein auch nur auf der Ersatzbank sitzen. So aber zieht es nicht nur der unverbesserlich greane Niederhuber vor, sich die – gewiss enorm wichtigen – Länderspiele im Fernsehen reinzuziehen. Oder strömen unsere verehrten Leser(innen) in hellen Scharen in jenes Stadion, das wenigstens (noch?) den Namen einer RapidLegende trägt?

Dalibor Velimirovics (18) neuer Vertrag datiert bis Mai 2022.

Nach seinem Ausschluss im RLO-Spiel gegen Stripfing wurde Srdjan Grahovac für eine Partie gesperrt. So hätte er sich sein Comeback sicher nicht vorgestellt.

Bereits am 28.10. war Peter Pacult auch schon 60 geworden – tja, selbst für einen Meistertrainer bleibt die Zeit leider nicht stehen! Oder Gott sei Dank?

Wir trauern um ein weiteres Mitglied! Walter Trötzmüller ist am 5.11. von uns gegangen.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

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Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-608
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-608

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Oktober 2019 / Nr. 608 / Versand 14.10.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere Gäste am 28. Oktober 2019

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 28. Oktober 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Srdjan Grahovac,
  • Leo Greiml,
  • Thomas Murg und
  • Mario Sonnleitner

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

DIDIS MENTALITÄTSMONSTER

Ein solches war Dietmar, von allen nur Didi genannt, Kühbauer schon als aktiver Spieler, in dessen nicht gerade übergroß geratenem Körper das Herz eines Löwen steckt, also das eines echten Rapidlers. Egal, wo auch immer er nach seiner höchst erfolgreichen Zeit in Hütteldorf kickte oder trainierte, er bekannte sich überall zu seiner Liebe für den SCR. Und nun ist er endlich dessen Cheftrainer, wo er übrigens einen Sportchef an seiner Seite hat, mit dem er nicht nur als „Daltons“-Komplize schon seit Jahrzehnten befreundet ist: Zoran Barisic. Der gewiss mit Wohlgefallen registriert, wie viel der Didi von seiner Mentalität in die aktuelle Mannschaft hineingebracht hat.

So zuletzt bereits gegen die Admira zu sehen gewesen. Früher gab es mehr als ein Spiel, in dem unsere Hütteldorfer zumindest die Nerven, wenn nicht gar den einen oder anderen Punkt weggeworfen hätten, wenn es lange zu keinem Tor gereicht hatte. Gegen die Südstädter ließ ein solches 47 Minuten auf sich warten, dem dann noch weitere vier folgten. Ähnlich lief es dann bei der WSG Tirol, wo es jedoch „nur“ zu einem 2:0 reichte, auch weil dieser Gegner um einiges stärker war als die so arg gebeutelte Admira. Jedenfalls verlor der SCR auch hier nicht die Geduld – auch ein Zeichen für (gewonnenes) Selbstvertrauen.

An diesem mangelte es gegen die favorisierten Salzburger ebenfalls nicht. Wir wollen hier nicht betonen, was unter „Spiele, Tore, Kommentare“ ohnehin zu lesen ist, allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass das alles entscheidende 1:2 in der 121. Minute wahrscheinlich nur deswegen möglich war, weil ein vor ihm im Abseits stehender Bulle Strebinger regelwidrig die Sicht nahm. Nicht auszudenken, elf Rapidler hätten einen Sieg über neun Salzburger auf eine solche Art ermurkst, was hätten die „Experten“ im TV oder in den Zeitungen da nicht alles an Schmähungen ausgepackt! Speziell „Krone“-Sportchef Peter Frauneder, der nach dem zugegeben tollen 3:4 der Bullen in Liverpool alle Salzburg-Kritiker aufforderte, nun aber endlich die Lästermäuler zu halten. Steht der Herr etwa auf Didi Mateschitz‚ Gehaltsliste?

Zurück zu diesem historischen Cupschlager, nach dem Rapid dermaßen gefeiert wurde, als wäre sie soeben bereits Pokalsieger geworden. Dadurch bewiesen auch die Anhänger echte Rapid-Mentalität.

Diese Charaktereigenschaft war auch gegen Hartberg (nunmehr sechs Spiele, je zwei Siege, Remis und Niederlagen bei unglaublichen 17:16 Toren) gefragt, zumal Schiri Ebner (28) vorm 2:3 ein spielentscheidender Fehler unterlief (seine nachträgliche Entschuldigung beim im Strafraum gefoulten Fountas war sehr nett, brachte aber null). Geduld + Selbstvertrauen + Mentalität = Ausgleich in Minute 96, immerhin. Vielleicht am bemerkenswertesten: Nicht einmal Rückstände werfen die Kühbauer-Truppe um. Das war vor Didi nicht immer so.

In Mattersburg folgte der nächste Thriller, der trotz zweimaligem Rückstand dank jeweils späten Toren doch noch gewonnen wurde. Die Stichworte: Siehe oben + Glück. Weil das 3:2 ja ein halbes Eigentor war, wir aber schreiben es dem Knasi – wie auch später die Bundesliga – zu , der sich schon vor der Pause gegen den ausgezeichneten Küster einen Treffer verdient hätte.

Unter dem Strich können wir nur hoffen, dass Didis Mentalitätsmonster auch in Zukunft auf dieser so positiven Schiene bleiben!

tipico-Bundesliga (Stand vom 6.10.):

1.Salzburg 10/28 (46:9) 
2.LASK     10/23 (18:6)
3.WAC      10/22 (27:10) 
4.Rapid    10/20 (22:13).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 7.RUNDE (15.9.): ADMIRA (H) 5:0 (1:0)

Von den sich gegen Rapids Überlegenheit lange und mit allen Mitteln wehrenden Gästen erhielt nur einer (viel) Applaus: Jimmy Hoffer, noch immer ein Liebling des Hütteldorfer Anhangs. Doch auch er, in der 61. Minute eingewechselt, war gegen die grün-weißen Dauerangriffe ohne Chance. Besonders sehenswert: Baracs Kopftor und Ullmanns 3:0. Am Ende war die Admira mit dem Resultat sogar noch gut bedient, nicht nur wegen Schobis Lattenkreuztreffer.

SCR: Knoflach; Auer, Dibon, Barac, Ullmann; D.Ljubicic, Schwab; Fountas (67.Murg), Knasmüllner, Schobesberger (78.Arase); Kitagawa (60.Badji).- Tore: Schobesberger (45./+2), Barac (54.), Ullmann (64.), Badji (65.), D.Ljubicic (81.).- Gelbe Karten: Fountas, Ullmann; Bakis, Hjulmand.- Allianz-Stadion, Heiß, 15.100.

Choreografie „20 Jahre Spirits“

BL, 8.RUNDE (21.9.): WSG TIROL (A) 2:0 (0:0)

Ähnlich wie gegen Admira brauchte Rapid auch gegen den lange Zeit kompakt verteidigenden Aufsteiger Geduld, um am Ende einen wenig glanzvollen, aber trotzdem souveränen Sieg, übrigens den dritten en suite, zu feiern. Positiv: Strebingers (relativ ruhiges) Comeback, Baracs erneut starke Leistung, die des „Quirls“ Arase, der für den oft gefoulten Murg kam, und Schwabs toller Assist-Doppelpack. Eine Schande für die SCR-Fans: der feige Idiot in ihrer Mitte, der Gugganig mit dem Verschluss eines Pyros genau auf dem Kopf traf; zum Glück reagierte der Tiroler wie ein richtiger Sportsmann und blieb nicht liegen.

SCR: Strebinger; Auer, Dibon, Barac, Ullmann; D.Ljubicic, Schwab; Murg (50.Arase), Knasmüllner (65.Fountas), Schobesberger; Badji (76.Kitagawa).- Tore: Arase (54.), Barac (71.).- Gelbe Karten: Cabrera, Gugganig.- Tivoli, Drachta, 5.240.

Rafahren mach hungrig

ÖFB-CUP, 2.RUNDE (25.9.): RED BULL SALZBURG (H) 1:2 (1:1, 0:0) n.V.

Nach dieser gleichermaßen unglücklichen wie unverdienten Last-Second-Niederlage waren (und sind) wir auf unsere Rapidler aus vielen Gründen sehr stolz, ganz besonders aber auf jene neun, die sich den Salzburger Angriffen in der Verlängerung bravourös entgegenstemmten. Mit Murg („Andenken“ an die WSG Tirol, welche am frühen Abend des 25.9. die Austria mit 5:2 vom Platz fegte) bzw. Haaland (krank) und Wöber (vorsichtshalber nicht mitgekommen) fehlten beiderseits wichtige Akteure, dennoch lieferten der Mitgliederverein Rapid und die Firma Red Bull einander eine vom Start weg mitreißende Cupschlacht, in der Ersterer speziell zu elft den Dosenmillionären absolut gleichwertig war. Schwabs Ausschluss (nach allerdings unberechtigter erster „Gelber“) wäre sicher unmöglich gewesen, hätte Velimirovics Stangenknaller den Weg ins Netz gefunden (65.). Um vom Ausgang des Fights gar nicht zu reden, wäre es durch das später ebenfalls des Feldes verwiesene SCR-Talent zum 2:1 für dessen überragend kämpfendes Team gekommen! Wie heroisch sich das Bollwerk um den lange Zeit nicht mehr rund laufenden Barac verteidigte, das wird gewiss noch lange in Erinnerung bleiben. Und die Standing Ovations nach dem bitteren Ende ebenso.

SCR: Strebinger; Stojkovic (91.Auer), Hofmann, Dibon, Barac, Ullmann; Velimirovic, D.Ljubicic (110.Arase), Schwab; Fountas (68.Schuster), Kitagawa (60.Schobesberger).-Tore: Kitagawa (56.); Szoboszlai (49., Freistoß), Minamino (120./+1). Gelbe Karte: Marsch (RBS-Trainer).- Gelb-Rote Karten: Schwab (65., Foul), Velimirovic (90./+3, Foul).-Allianz-Stadion, Eisner, 20.400.

Nach dem Spiel motivieren Jakub und Oliver den Block

BL, 9.RUNDE (29.9.): HARTBERG (H) 3:3 (1:1)

Hartbergs Defensive (mit der SCR-Leihgabe Obermüller) agierte speziell in der ersten halben Stunde reichlich unsicher, Rapid nutzte das aber nur einmal, obwohl wesentlich mehr Chancen vorhanden waren. Dafür versuchten sich Schobi & Co. in erfolglosen Kunststückchen, so auch vorm überflüssigen Konter-1:1. Das baute die Steirer auf, und am Ende mussten sich die Grün-Weißen sogar noch über das (sehr) späte Kopftor ihres Kapitäns freuen. Vermutlich hätten sie trotz allem gewonnen, wäre der Schiri-Azubi beim Strafraum-Foul an Fountas, dem besten Rapidler, nicht blind gewesen, denn nur deswegen gelang den bekannt unbequemen Gästen Sekunden später die erneute Führung. Fazit: Selber schuld! Und: Auf die ständigen, torreichen „Thriller“ gegen Hartberg können wir jedenfalls getrost verzichten.

SCR: Strebinger; Auer, Dibon, Barac, Ullmann; D.Ljubicic (49.Velimirovic), Schwab; Fountas, Knasmüllner, (84.Ibrahimoglu), Schobesberger; Badji (57.Arase).- Tore: Fountas (17., 72.), Schwab (90./+6); Dossou (45.), Cancola (51.), Tadic (83.).- Gelbe Karten: D.Ljubicic, Schwab; Kainz, Cancola, Huber, Swete.- Allianz-Stadion, Ebner, 15.500.

Last-Minute-Ausgleich durch Stefan Schwab

BL, 10.RUNDE (5.10.): MATTERSBURG (A) 3:2 (1:1)

Mattersburgs Torszenen sind schnell aufgezählt: 30-Meter-Freistoßkracher Raths an die Latte (3.), Grubers 1:0 via Innenstange nach Tiefschlaf der gesamten SCR-Dreierkette, Kuens Traumtor aus 23 Metern – und aus, denn mehr gab’s nicht. Weil die Vorderleute des ebenso macht – wie ansonsten beschäftigungslosen Richi umso weniger anbrennen ließen, je länger die Partie dauerte. In der Schlussviertelstunde zogen sie sogar ein echtes Powerplay um und im SVM-Strafraum auf, dem sich einzig nur mehr Keeper Küster widersetzte. Total chancenlos war dieser natürlich bei Knasis unhaltbar abgefälschtem Schuss ins Hütteldorfer Glück. So kurios und spät dieser Treffer auch fiel, so hochverdient war Rapids Sieg.

SCR: Strebinger; Hofmann (72.Arase), Dibon, Barac; Stojkovic, D.Ljubicic; Knasmüllner, Schwab, Ullmann; Fountas (61.Schobesberger), Badji.- Tore: Gruber (28.), Kuen (47.); Fountas (45./+3), Dibon (69.), Knasmüllner (90.).- Gelbe Karten: Miesenböck, Malic.-Pappelstadion, Ciochirca, 4.400.

„Rapid fährt BLAGUSS“

„MR. GRÜNZEUG NR. 608“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Sein Ausschluss-Foul im Cupkrimi gegen die Bullen war natürlich nicht der Grund für obige Auszeichnung, außerdem kritisierte Stefan Schwab es ja selbst. Sonst aber war er ein echter Kapitän, der seiner aus wahren Mentalitätsmonstern bestehenden Mannschaft voranging. Schwabis persönliches Highlight: das in allen Belangen (Durchsetzungsvermögen, Sprunghöhe, Genauigkeit) herrliche Kopftor zum späten 3:3 gegen Hartberg.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Philipp Schobesberger 125. (SVM); Aliou Badji 25. (Hartberg).

BL-Tor(e): Stefan Schwab erzielte gegen Hartberg Rapids 100. Tor im Allianz-Stadion, zudem war es sein insgesamt 50. (33 davon für Rapid).

„MV“ VOM 23.9.: MIA WOATN AUF’N TAXI, ABER…

…er kummt ned, kummt ned. Weil Taxiarchis Fountas‘ Gattin hochschwanger war – eine plausible Entschuldigung des absenten Griechen, eh klar!

Sehr wohl erschienen zwei Tage nach dem Sieg in Innsbruck bzw. zwei vor dem Cuphit gegen Salzburg hingegen der vom Herzflimmem genesene Richard Strebinger sowie der wie er äußerst beredsame Thorsten Schick (Grazer mit den Stationen Sturm, Admira, abermals Sturm und zuletzt Young Boys Bem, wo er binnen drei Jahren zu mehr als 100 Pflichtspieleinsätzen kam und sogar Schweizer Meister wurde), den auch eine mächtige Beinschiene nicht am Kommen hindern konnte. Neben ihm war der gebürtige Paschinger Maximilian Ullmann der zweite Debütant im Klublokal. Dieser zog Rapid dem Europacupfighter LASK dank Ausstiegsklausel und dem Bemühen des SCR um seine Person vor. Maxi schwärmte von der eindrucksvollen Kulisse in Wien-Hütteldorf, während Schicki es für sehr positiv befand, Didi Kühbauer schon zu gemeinsamen Admira-Zeiten kennen gelernt zu haben. Darüber hinaus lobten beide Neulinge die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft.

Mit welcher sie ebenso wie der Richi noch Großes vorhaben, egal, wie oft und auf welchen Positionen sie zum Einsatz kommen sollten. Was beim knieoperierten Schicki leider noch geraume Zeit benötigen wird.

Ob Großes (auch) am 25.9. gegen die an und für sich natürlich favorisierten Bullen gelungen war, das finden Sie, sehr verehrte Leser(innen), an anderer Stelle dieser Ausgabe. Unsere besten Wünsche hiefür begleiteten Richi, Maxi und auch den Daumendrücker Schicki, das stand selbstverständlich außer Frage…

Das Podium, moderiert von Gerhard Niederhuber

EIN BLICK ZU RAPID II

6. RUNDE (6.9.): MANNSDORF (H)

Das Spitzenspiel wurde wegen des 7.VARTA-U15-Tumiers (siehe „Splitter“) auf den 22.10. verschoben.

7. RUNDE (13.9.): DRASSBURG (A) 5:1 (4:0)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster; Markl (63.Savic), Bozic, Ibrahimoglu, Strasser (67.Pehlivan); Fuchshofer (56.Kocyigit).- Tore: Weber (65.); Ibrahimoglu (8., Elfer), Markl (30.), Strasser (31.), Sulzbacher (39.), Savic (86.).- Draßburg, Lenz, 550.

Stadionsprecher und Florian

8. RUNDE (20.9.): MAUERWERK (H) 1:1 (1:1)

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster; Markl (88.Moormann), Bozic (71. Strasser), Ibrahimoglu, Savic (71.Demir); Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (31.); Sallam (1.).- Allianz-Stadion, West 1, Dyulgerov, 150.

9. RUNDE (28.9.): WR.NEUSTADT (A) 1:0 (0:0)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Moormann, Hajdari; Schuster; Kanuric (46.Demir), Bozic; Markl, Pehlivan (75.Wunsch), Savic (46.Strasser).- Tor: Markl (49.).- Wr.Neustadt-Arena, Jäger (Salzburg), 1.950.

Ankündigung

10. RUNDE (4.10.): Ebreichsdorf (H) 0:0

Gartler; Sulzbacher, Sonnleitner, Greiml, Hajdari; Schuster, Bozic; Markl, Demir (69.Pehlivan), Savic (60.Strasser); Fuchshofer (63.Wunsch).- Allianz-Stadion, Hauptfeld, Erdem, 300.

Spielbeginn

RESÜMEE

Gegen den RLO-Neuling Draßburg fiel die Entscheidung zugunsten der souveränen Radovic-Truppe in der in die erste Halbzeit vorverlegten Rapid-Viertelstunde. Nach einer längeren Kunstpause setzte Savic den sehenswerten Schlusspunkt unter die einseitige Partie.

Extrem früher wie vermeidbarer Schock, begünstigt durch Gartlers seltsamen Ausflug, schlechter Rasen (Folge des U15-Tumiers vor zwei Wochen bei Starkregen?), körperbetonter bis derber Stil des nun von Norbert Schweitzer trainierten FC Mauerwerk (Durchschnittsalter der Startelf 25,55 Jahre gegenüber 19,27 von SCR II) – alles Erklärungen für das doch etwas enttäuschende 1:1? Tja, immer können selbst die größten Talente nicht gewinnen. Dazu Ibrahimoglu sen. zum Chronisten: „Gut! Wieder nicht verloren!“

Dank Markls schönem Goldtor verdarb Rapid II (ohne Kapitän Gobara und Topscorer Fuchshofer) den Neustädter Routiniers die Festivität anlässlich der Eröffnung ihres neuen Stadions.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte lenkte Ebreichsdorfs Keeper einen gefährlichen Kopfball Mario Sonnleitners (erstes Spiel seit 30.5.) um die Stange – eine der wenigen Großchancen in diesem heftig umkämpften, von überragenden Defensivreihen dominierten Schlager mit leichten Vorteilen für die wie Rapid II weiterhin ungeschlagenen Gäste.

RLO-Stand vom 6.10.

1.Mannsdorf     9/27 (21:5)
2.WSC          10/24 (30:13)
3.Ebreichsdorf 10/24 (24:7) 
4.Rapid II      9/21 (18:5)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am 6.9. gastierte Rapid mit einigen Spielern der „Zweiten“ sowie dem Debütanten Stojkovic, der 62 Minuten mit dabei war, in GÜSSING (100-Jahre-Jubiläum) und gewann mit 10:1 (3:1), wobei Barac, D.Ljubicic (3), Badji (2), Schuster (2) und Knasmüllner ebenso trafen wie nach Greimls Schuss ein Burgenländer ins eigene Netz.

Anlässlich von Altbundespräsident, Ex-ASV 13-Kicker und Erzrapidler Heinz Fischers 80. Geburtstag erschien ein bunter Mix von grün-weißen Nachwuchsspielern, eine Stunde durch Mentor Steffen Hofmann verstärkt, am 8.9. bei ASV 13 und verlor mit 2:3 (2:0), weil die Tore von St.Hofmann (Elfer) und Kocyigit einfach nicht reichten. Und weil von den angekündigten SCR-Profis keiner auf dem Feld stand. Ob das den hohen, sichtlich fullfitten Jubilar freute, wissen wir nicht. Jedenfalls kam der Erlös der gut besuchten Veranstaltung der Volkshilfe zugute.

Toller Erfolg Rapids beim 7.VARTA-U15-Tumier (6.-8.9. in Hütteldorf): 2:0 gegen STURM GRAZ, 4:1 gegen TEL AVIV sowie 3:1 gegen RANDERS (DK) in den Gruppenspielen und schlussendlich 2:1 im Finale gegen SCHALKE 04 – da konnte man nur gratulieren, zumal das schon der fünfte Gewinn dieses Turniers war!

EM-Qualifikationsspiele: A-Team: 6:0 (2:0) am 6.9. in Salzburg gegen Lettland (Amautovic 2, Sabitzer, Eigentor, Laimer, Gregoritsch) und 0:0 am 9.9. in Warschau gegen Polen; U21: 3:1 (2:1) am 5.9. in Andorra (Meister 2, Danso; Arase ab 72.) und 4:0 (2:0) am 9.9. in Albanien (Lovric 2, Raguz, Baumgartner; Arase bis 70.).

Minuten nach seinem ersten Tor für Rapid schied Koya Kitagawa im Cupkrimi gegen Salzburg mit einer Band- und Stauchungs-Verletzung im linken Sprunggelenk aus und muss wohl bis Jahresende pausieren. Sayonara und auf bald, Koya!

Im selben Spiel schmähten im Block West gezeigte Transparente die „Bullenschweine“ Max Wöber plus Vater, ein Polizist, auf übelste Weise. Daraufhin zeigte eine VIP-Loge beim Hartberg-Match ein völlig anderes Plakat: „So ist Rapid nicht. Sorry, Fam. Wöber!“ Aber nur so lange, bis zwei Ultras besagte Loge offenbar ungehindert stürmten, um es herunterzureißen. Welche Meinung „Grünzeug“ zu Max Wöbers Transfer zu Red Bull Salzburg vertritt, ist in Nummer 607 unter „Splitter“ nachzulesen, trotzdem fand und findet der Chronist solche Beschimpfungen zum Kotzen. Und Präsident Krammer kündigte ein Gespräch mit den beteiligten Parteien an, wozu man ihm nur alles Gute wünschen kann. Die Beziehung SK Rapid-Block West ist sowieso ein permanenter Tanz auf der Rasierklinge, die zwischen diesen Herrschaften und der Polizei erst recht…

Gegen Hartberg musste Dejan Ljubicic raus, doch seine Bänder blieben beim nicht geahndeten Foul an ihm zum Glück heil, ihm machte „nur“ ein Knochenmarködem zu schaffen.

Gratulation, Goleador! Am 2.10. wurde Hans Krankl im Wiener Rathaus mit dem begehrten Stern für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Manche von uns haben den Hansi noch als 15-jährigen, schwarzhaarigen „Reserve-Beatle“ in bester Erinnerung – und jetzt das ! Das Lebenswerk des Allrounders Johann K. (Weltklassestürmer, Sänger, Entertainer, TV-Analytiker, Schmähbruder, Familienmensch) ist jedenfalls längst noch nicht beim letzten Kapitel angelangt.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-607
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-607

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / September 2019 / Nr. 607 / Versand 9.9.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 26. AUGUST 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Taxiarchis Fountas
  • Thorsten Schick
  • Richard Strebinger und
  • Maximilian Ullmann

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

BERUHIGUNG NACH DERBYSIEG

Nach dem mageren, fast blamablen 2:1 gegen überlegene Altacher gab es auf der tückisch unebenen Wiese der Merkur-Arena (ein Fehltritt brachte Grahovac eine langwierige Bänderverletzung ein) immerhin ein 1:0. Ehe in der Schlacht gegen den LASK (Dr.Balzer musste zwecks Behandlungen nicht weniger als neunmal aufs Feld laufen!) ganz am Ende und nur mehr zu zehnt zwei Punkte verloren gingen, aber mehr noch: Schick fiel schon nach wenigen Minuten bei einem Duell mit dem Ex-Rapidler Potzmann aus (Meniskus- und Sehnenverletzung, OP erforderlich), woran Kühbauer seinem „fairen“ Ex-Spieler aber keine Schuld gab, bevor Strebinger wenige Minuten später mit (hitzebedingten?) Kreislaufproblemen auch w.o. geben musste; im Spital wurden – allerdings nicht schwerwiegende – Herzrhythmusstörungen diagnostiziert, weswegen Richie sich in der Länderspielpause einem operativen Eingriff unterzog. Und weil aller schlechten Dinge drei sind, schied Hofmann mit einem Nasenbeintrümmerbruch aus, als ein Austausch nicht mehr möglich war. Nicht nur der Trainer war überzeugt, dass die Partie zu elft nicht verloren gegangen wäre. Dennoch wurde in den Medien natürlich wieder einmal von einer „Krise“ beim SCR schwadroniert.

Dass im über weite Strecken mehr hektisch als hochklassig geführten Derby auch noch auf Grahovac-Vertreter D.Ljubicic verzichten musste. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die Austria hatte im Defensivbereich ebenfalls etliche Ausfälle, die sie aber längst nicht so perfekt kaschieren konnte wie Rapid, denn bei der zeigte Dalibor Velimirovic (18 und insgesamt erst zehn RLO-Einsätze für die „Zweite“) eine geradezu sensationelle Leistung; außerdem fügte sich der aus Ried zurückgeholte Kooperationsspieler Kelvin Arase durchaus gut ein. Um vom mehrmals aufgeblitzten Können Koya Kitagawas nicht zu reden. Zur medialen Aufregung über das (strafbare?) Hands des extrem starken Auer bei der Einleitung unseres 2:1: Eine solche haben wir vermisst, als FAK-Kapitän und Spielmacher „Grüni“ (!) Grünwald nicht gesperrt worden war, obwohl er den auch uns „bestens“ bekannten Schiedsrichter Muckenhammer nach der Partie in Hartberg einen „Betrüger“ genannt hatte. Nicht auszudenken, ein Rapidler hätte das abgesondert…

Wie auch immer, nach der gelungenen Revanche fürs – nicht ganz ohne Schiri-Einfluss zustande gekommene – 1:6 vom letzten Dezember konnte der SCR mit einer gewissen Beruhigung in die Länderspielpause gehen.

Apropos Beruhigung: Am 26.8. fragte Niederhuber Rapids Cheftrainer nach seiner Meinung bezüglich unserer ja unfitten Ehrengäste Richard Strebinger und Thorsten Schick, worauf er die Antwort kriegte, die würden zur „MV“ vomm 23.9. schon kommen können – dein Wort in Gottes, Richies und Schickis Ohr, lieber Didi!

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.9.):

1.Salzburg 6/18 27:4
2.LASK     6/13  9:3
3.WAC      6/12 16:8
6.Rapid    6/10  9:8

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 3.RUNDE (10.8.): ALTACH (H) 2:1 (2:1)

„…und i wart auf a Taxi, aber es kummt ned, kummt ned…“ Auf den „Taxi“ (Taxiarchis Fountas) mussten die letzten Dauerhitzerestenten nicht lange warten, denn der sorgte früh für das scheinbar beruhigende 2:0. Was diesem folgte, sollte besser verschwiegen werden. Eingeleitet wurde es von einer Fehlerkette, die den Anschlusstreffer der immer überlegener werdenden Gäste (am Ende 61 Prozent Ballbesitz) ermöglichte: Verhungerter Rückpass Grahovacs, Muckenhammers „Blindheit“ bei M.Berishas gestrecktem Bein gegen Strebingers Brustkorb (im Finish übersah der – wie so oft – schwache Referee übrigens auch noch ein Elferfoul an Badji), Kopfballrasur Müldürs. Nach dem ersten Saisonsieg und dem ersten seit 20.5.2018 über Altach gab es ein Pfeifkonzert, von dem zumindest Fountas und vor allem der bärenstarke Strebinger wohl ausgenommen waren. Und Kapitän Schwab, denn der hatte wegen Adduktorenbeschwerden gar nicht mitmachen können.

SCR: Strebinger; Müldür, Dibon, Hofmann; Grahovac; Schick (67.Martic), Murg (88.Badji), Knasmüllner (72.Wunsch) Ullmann; Fountas, Schobesberger.- Tore: Fountas (4., 11.); Gebauer (27.).- Gelbe Karten: Grahovac; Maak, Gebauer, M.Berisha.- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 12.800.

Die beiden hatten kein Problem mit dem Spiel…

BL, 4.RUNDE (18.8.): STURM GRAZ (A) 1:0 (1:0)

Nicht nur, dass auf diesem pilzbefallenen Krautacker kein gutklassiges Spiel möglich war, trug der gewiss auch zu Grahovacs Bänderverletzung bei. Rapid musste außerdem just Dibon mit Verdacht auf Jochbeinbruch ersetzen, dessen Vertreter, der eigentlich schon abgeschrieben gewesene Barac, fügte sich jedoch bestens in die stabile SCR-Abwehr ein, die den erst nach dem Wechsel offensiv gewordenen Grazern erst in der 65. Minute einen Torabschluss ermöglichte. Imponierend überdies: Rapids kämpferische Qualitäten. Das Finish wäre wohl kaum so spannend gewesen, hätte Schobesberger ins Tor getroffen statt nur die Latte (56.). Weil Strebinger in Minute 96 einen gefährlichen Kopfball entschärfte, blieb es bei Schwabs Goldtor, einem Volley mit rechts auf Murgs Freistoßflanke, und dem alles in allem verdienten wie wichtigen 1:0-Arbeitssieg.

SCR: Strebinger; Müldür, Dibon (53.Barac), Hofmann; Schick (69.Badji), Grahovac (22.D.Ljubicic), Schwab, Ullmann; Murg; Fountas, Schobesberger.- Tor: Schwab (23.).-Gelbe Karten: El Maestro (Sturm-Trainer), Kiteishvilli.- Merkur-Arena, Drachta, 14.532.

Spielbeginn Sturm-Rapid, Rapid in rot-blauen Dressen.

BL, 5.RUNDE (24.8.): LASK (H) 1:2 (0:1)

Der gute Didi konnte sich seinen Matchplan früh an den Hut stecken, denn Schick verletzte sich bei einem Duell ausgerechnet mit dem erst wenige Tage zuvor von Hütteldorf nach Linz übersiedelten Potzmann schwer am Knie, bevor dieser bald darauf und vom eingewechselten Auer ungestört, eine Maßflanke genau auf Raguz‘ Kopf. Zu diesem Zeitpunkt war Strebinger nicht mehr der Herr Kreislaufs und musste Schick ins Krankenhaus folgen. Unter der Beobachtung eines tatenlos-überforderten Jungschiris mussten immer mehr Akteure, speziell welche in Grün-Weiß (z.B. Fountas, Badji oder D.Ljubicic), auf dem Rasen verarztet werden. Was bei Hofmann aber nicht mehr genügte, weil der einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, als Dritter ins Spital musste und nicht mehr ersetzt werden konnte. Die fast logische Folge: Niederlage zu zehnt in letzter Minute! Insgesamt 13 Minuten Nachspielzeit bezeugen, dass das eher ein Gemetzel war als ein Fußballspiel, in dem die Bemühungen der Rapidler in keinster Weise belohnt wurden.

SCR: Strebinger (28.Knoflach); Schick (17.Auer), Dibon, Hofmann, Ullmann; Murg, D.Ljubicic, Schwab, Fountas; Badji (74.Kitagawa), Schobesberger.- Tore: Schobesberger (47.); Raguz (23., 90./+5).- Gelbe Karten: Fountas, Dibon; Ismael (LASK-Trainer), Wostry.-Bes.Vorkommnis: Rapid ab der 83. Minute zu zehnt, weil bei Hofmanns Ausscheiden das Austauschkontingent schon erfüllt war.- Allianz-Stadion, Ciochirca, 19.400.

Franz „Hinein“ (links), unser Wegbegleiter durch die Rapid-Welt.

BL, 6.RUNDE (1.9.): AUSTRIA (A) 3:1 (1:1)

Der SCR gewann das intensiv und oft vogelwild geführte 329. Derby aufgrund der besseren Torchancen verdient, auch weil er die teilweise katastrophalen Schnitzer der beiderseits ersatzgeschwächten Defensivreihen ungleich leichter verkraftete (Musterbeispiel: Barac verschuldete das 1:1 mit einem schlechten Rückpass und wurde dann zum Turm in der Schlacht). Sehr positiv neben Schobis toller Laufarbeit: Dalibor Velimirovics Profidebüt. Schön langsam schon fad: Die Durchleuchtung fast aller Rapid-Tore auf ihre Regularität, nach dem Goldtor in Graz diesmal Auers Hands oder Nicht-Hands, bevor er das 2:1 einleitete. Aber beruhigen wir uns damit, dass die Medien immer schon ihren „Spaß“ daran hatten, grün-weiße Treffer und/oder Elfmeter lang und breit anzuzweifeln.

SCR: Knoflach; Auer, Dibon, Barac, Ullmann; Murg (75.Knasmüllner), Velimirovic, Schwab, Schobesberger; Kitagawa (80.Badji), Fountas (68.Arase).- Tore: Monschein (10.); Murg (7.), Fountas (50.), Badji (90./+4).- Gelbe Karten: Jarjue, Prokop, Monschein; Ullmann, Fountas, Barac, Auer.- Generali-Arena, Lechner, 14.615.

Pyroshow im Rapid-Block

„MR. GRÜNZEUG NR. 607“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Dass seine Mannschaft das Heimspiel gegen Altach überhaupt gewinnen konnte, lag in allererster Linie an Goalie Richie, der auch am 1:0 in Graz großen Anteil hatte. Beim unglücklichen Last-Minute-Verlusttor gegen den LASK war er schon längst im Krankenhaus: Kreislauf- und Herzrhythmusprobleme, die in der Folge operativ behoben wurden. Gratulation zum Titel ohne Mittel, vor allem aber baldige und endgültige Besserung, Richard Strebinger!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

150. Pflichtspiel: Christopher Dibon (Altach) – Gratulation! BL-Spiel: Tobias Knoflach 25. (FAK). „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

„MV“ VOM 26.8.: BUMMVOLLE BUDE!

Als würde es Rapids (x-te) Resultatskrise gar nicht geben, drängen sich an diesem Abend so viele Gäste wie seit dem 23.5.2005 im Klublokal, damals (in einem Meisterjahr!) anlässlich der Generalversammlung 74, diesmal immerhin 72 und das bei einer Kapazität von höchstens 80 Sitzplätzen. Obwohl Zoki Barisic, Rapids Vorstand Sport, wegen einer gleichzeitigen Präsidiumssitzung entschuldigt war, traten die allermeisten Mitglieder sehr zufrieden mit dem ihnen Gebotenen nach gut zwei in jeder Hinsicht heißen Stunden den Heimweg an. Dafür sorgten Cheftrainer Didi Kühbauer und Tormanntrainer Jürgen Macho nach der Trauerminute für Erwin Reckendorfer (vgl. „Splitter“) mit ihren keine weiteren Fragen offen lassenden Ausführungen. Wie wir es vom rede- und schmähgewaltigen Didi längst gewohnt sind, nahm der sich ebenso wie der zwei Tage zuvor 42 Jahre alt gewordene Boss sämtlicher Profikeeper kein Blatt vor den Mund, sei es nun bezüglich einzelner Spieler, etwaiger Transfers oder Gegner.

Didis langen Weg vom Jungadmiraner über den spanischen „Don Didi“ bis zurück nach Hütteldorf, das er schon immer und überall im Herzen trug (eine Übersiedlung etwa zu Red Bull oder zur Austria wäre für ihn natürlich nie in Frage gekommen), haben wir alle ja längst intus. Am 26.8. machte uns Tormanntrainersohn Jürgen mit dem seinen vertraut: Vom grünweißen Nachwuchs und der U20 wechselte der „Ultra-Fan“ nach England (Sunderland, Chelsea), retour zu Rapid (acht BL- und drei UEFA-Cup-Spiele im Herbst 2004), bevor es über die Vienna nach Kaiserslautern in die deutsche Bundesliga ging, dann zu AEK Athen, dem LASK, zu Panionios und schließlich zur Admira, wo er seine aktive Laufbahn beendete. Nach Trainerstationen in Döbling und zuletzt beim SKN St.Pölten holte Kühbauer ihn heim zum SCR. Man kann den 27-fachen Teamkeeper als Wandervogel bezeichnen, aber dass er trotzdem ein in der Wolle gefärbter Grüner war, ist und bleibt, wurde dem Auditorium spätestens in unserer ersten „MV“ dieses Herbstes endgültig glasklar. Auch der nach ihrer Knie-OP erfreulicherweise endlich erschienenen Gager-Frieda. Und den neuen Mitgliedern, dem Ehepaar Maria und Walter Katzenbeißer aus Litschau sowie Herrn Eduard Mitsch, 1100 Wien. Sie alle heißen wir auch an dieser Stelle herzlich willkommen!

Didi und Jügen beim Foto-Shooting

EIN BLICK ZU RAPID II

2. RUNDE (9.8.): TRAISKIRCHEN (A) 2:2 (2:2)

Haberl; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann (60.Bozic); Hajdari, Schuster; Savic (74.Kocyigit), Ibrahimoglu, Arase; Fuchshofer (77.Pehlivan).- Tore: Sen (30.), Stojikovic (45.); Fuchshofer (17.), Arase (45./+3).- Traiskirchen, Kouba, 250.

Amas-Support

3. RUNDE (16.8.): NEUSIEDL (H) 1:0 (0:0)

Gartler; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann; Wunsch, Schuster; Bozic (67.Markl), Ibrahimoglu (70.Kanuric), Savic (79.Hajdari); Fuchshofer.- Tor: Fuchshofer (62.).- Allianz-Stadion, West 1, Resch, 150.

4. RUNDE (23.8.): WR.VIKTORIA (H/Heimrechttausch) 3:0 (1:0)

Gartler; Hajdari, Greiml, Gobara, Moormann; Schuster, Velimirovic; Bozic (59.Markl), Ibrahimoglu, Savic (71.Kocyigit); Fuchshofer (90.Demir).- Tore: Fuchshofer (2., 82.) Demir (90./+3).- AllianzStadion, West 1, Pilar, 356.

NACHTRAG ZUR 1. RUNDE (27.8.): ADMIRA JUN. (H): 2:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann; Schuster, Wunsch (58.Demir); Markl (74.Kocyigid), Bozic (58.Ibrahimoglu), Savic; Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (18.), Savic (60.); Kronberger (41.).-Rote Karte: Fischerauer (56., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Luef, 250.

David, Florian, Christian

5. RUNDE (30.8.): LEOBENDORF (H) 3:0 (2:0)

Hedl; Sulzbacher, Schuster, Gobara, Hajdari; Kanuric (54.Dijakovic), Ibrahimoglu; Markl (61.Strasser), Bozic, Savic; Fuchshofer (78.Demir).- Tore: Ibrahimoglu (3., 41.), Strasser (72.).- Allianz-Stadion, West 1, Katava, 150.

Freude bei Rapid II

RESÜMEE

In Traiskirchen trat unsere jüngste Elf aller Zeiten um die „Senioren“ Arase (20) und schließlich Bozic (21) speziell zu Beginn und im Finish stark auf und hätte aufgrund der zahlreicheren Torchancen durchaus gewinnen können, wenn nicht müssen.

Gegen das starke Neusiedl spielte Rapid II eine gute Stunde fabelhaften Fußball und gewann daher sehr verdient. Dass die Gäste im Finish überhaupt so vehement auf das 1:1 drängen konnten (Lattenschuss, 82.), lag eigentlich nur an ihrem Ex-SCR-Goalie Kraus, der nicht nur bei Kapitän Gobaras Fembombe exakt ins Kreuzeck (45./+1) überragend hielt.

Gegen Polsters Wr.Viktoria erfüllte Gartler einmal mehr Niederhubers „Auftrag“, kein Tor zu kassieren. Vor ihm räumten Greiml, Gobara & Co. ebenso gekonnt auf. Und im Vorwärtsspiel waren die Jungspunde um Regisseur Ibrahimoglu den Meidlingem vor allem in puncto Technik und Tempo klar überlegen. Einziges Manko: Zu viele ausgelassene Torchancen – bis Demir (16) kam, sah und wunderbar traf.

Die niemals aufgebenden Admira Juniors gaben einen nahezu gleichwertigen Gegner ab, der auch in Unterzahl schwer zu bespielen war. Zum Glück hatte der Assistent ein Abseits erkannt, als sein Chef einen Foulelfer für die Südstädter geben wollte (79.), so aber konnte Rapid II vor allem dank dem im Auge zu behaltenden Knipser Fuchshofer (fünfter Treffer im erst vierten Spiel) und fast noch mehr dank dem rasanten Savic (super Vorbereitung des 1:0, Fischerauers Ausschluss erzwungen, auf „Sulzi“-Assistent das Siegestor erzielt) auf Rang 3 vorrücken.

Durch das souveräne 3:0 über Leobendorf rutschten die grün-weißen Jungspunde in der Tabelle noch etwas höher. Für die Schmankerln sorgten Ibrahimoglu mit dem Kreuzeck-2:0 und Debütant Strasser, der cool wie ein „Alter“ den Schlusspunkt setzte. Etwas später hätte es durch Dijakovic, einen weiteren Neuling, 4:0 heißen können, doch seinen Kopfball sah der Unparteiische nicht hinter der Linie.

RLO-Stand vom 31.8.

1.Mannsdorf    5/15  8:2
2.Rapid II     5/13 11:3
3.Ebreichsdorf 5/13 10:3

SPLITTER

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Wien Energie, bereits seit 2003 SCR-Brustsponsor, bleibt Rapid weitere drei Jahre bis Sommer 2022 als Hauptsponsor erhalten.

Happige Auslosung der 2. Cuprunde (25.9.): Rapid – Red Bull Salzburg! Da kann man gespannt sein, ob und wie diese ganz besondere Neuerwerbung der vor gar nichts zurückschreckenden Dosenmillionäre in Hütteldorf empfangen wird: Max Wöber, der angebliche Ur-Rapidler, wechselte für 10 oder 12 oder weiß der Teufel wie viele Millionen vom FC Sevilla in den Bullenstall. Dem ist nur ein baffes „Muuuh?!“ hinzuzufügen. Und vielleicht noch das: Erstens gibt es so etwas wie No-Gos, zweitens ist der Maxi mit seinen erst 21 Lenzen schon eine Art Transferkönig, ließ er sich doch binnen nur zwei Jahren immerhin dreimal verscherbeln und küsste womöglich ebenso viele verschiedene Wappen…

Zwei (hoffentlich treue bzw. echte) Rapidler haben nicht so viel Glück: Kelvin Arase (20) wurde erneut als Kooperationsspieler verliehen, nun nach Ried; ungleich tragischer ist Tamas Szantos‘ (23) Schicksal, der schon wieder am Knie operiert werden musste und daher weiterhin für längere Zeit ausfällt.
Alles Gute, Tamas!

Mario Sonnleitner hingegen stieg nach seinem Riss in der Adduktorengegend in der 33. Kalenderwoche endlich wieder ins Mannschaftstraining ein.

Nach nur einem Jahr in Hütteldorf wechselte Marvin Potzmann ausgerechnet zum LASK, der ihm einen Kontrakt bis Mai 2020 gab.

Nach dem auf der Grazer Rumpelwiese erlittenen Muskeleinriss in der Wade wird Srdjan Grahovac für wohl längere Zeit fehlen; zum Glück war Dejan Ljubicic nach einer Schambeinentzündung wieder fit geworden und bot auf Anhieb eine sehr befriedigende Leistung.

Ebenfalls gegen Sturm Graz musste Christopher Dibon wegen einer Gesichtsverletzung passen, kam aber Gott sei Dank mit einem blauen Auge davon statt mit dem ursprünglich befürchteten Jochbeinbruch.

Mert Müldür aber wird für lange Zeit nicht mehr für Rapid, bei der er das Kicken gelernt hatte, spielen, denn er wurde nach Sassuolo transferiert, was seinem Stammklub kolportierte fünf Millionen einbrachte – viel Erfolg in der Serie A, „Tapferer“!

Erwin Reckendorfer war seit 11.5.1966 unser Mitglied und gehörte lange dem Vorstand an, u.a. auch als Vizeobmann, aber am 15.8. verstarb er im 81. Lebensjahr. Wir trauern mit „Reckeris“ Familie und werden ihn nie vergessen!— Wegen der vielen Ausfälle in der Defensive holte Rapid den ablösefreien Filip Stojkovic (26, 15xA für Montenegro, Marktwert drei Millionen Euro) für die nächsten drei Jahre. Im Derby war der vielseitige, bis Sommer 2022 verpflichtete Verteidiger aber noch nicht spielberechtigt.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
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GRÜNZEUG-606

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Juni 2019 / Nr. 606 / Versand 12.8.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 26. AUGUST 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Zoran BARISIC (Geschäftsführer Sport des SK Rapid),
  • Dietmar KÜHBAUER (Cheftrainer des SK Rapid) und
  • Jürgen MACHO (Torrnanntrainer des SK Rapid).
Didi Kühbauer, Zoki Barisic und Jürgen Macho

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

STOLPERSTART!

Das schön anzuschauende Cup-9:1 gegen den Regionalligaklub Allerheiligen war natürlich kein echter Maßstab.

Gegen Salzburg, Österreichs unverändert starke Menschen-Import-Export-Leasing-Firma Nr. 1 (da war unser Kapitän Schwab der einzige Vertreter dieses Bundeslandes auf dem Platz), kann man ja auch als Rekord- und schön langsam Altmeister verlieren, aber der Auftritt beim bescheidenen SKN St.Pölten mit all den Fehlern speziell nach gegnerischen Cornern machte nur wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft, sprich auf eine erfolgreiche Saison 2019/20. Jedoch: Zu einem so frühen Zeitpunkt kann man natürlich keine zuverlässigen Prognosen erstellen! Zumal in Niederösterreichs Hauptstadt etliche Verletzte und Rekonvaleszente wie z.B. Sonnleitner und Strebinger, die besten Rapidler der Vorsaison, sowie Neuzugang Kitagawa, dessen Arbeitsgenehmigung noch fehlte, ersetzt werden mussten.

Apropos Vorsaison: Die hatte mit einem 3:0 in der Südstadt und immerhin einem 1:1 beim SCR Altach (Gegner am 10.8.) begonnen, also mit immerhin vier Punkten. Und heuer? Siehe unten stehende Tabelle. Hochrechnungen sollte man ebenfalls noch nicht anstellten…

tipico-Bundesliga (Stand vom 4.8.):

1.Salzburg 2/6 (6:1)
2.LASK     2/6 (5:0)
3.Sturm    2/6 (4:0)
9.Rapid    2/l (2:4)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, 1.RUNDE (21.7.) ALLERHEILIGEN (A) 9:1 (3:0)

Auch wenn der sensationslüsterne steirische Regionalligist auf seinem kleinen Platz keine ernsthaften Prüfstein darstellte, war es doch erfreulich zu sehen, wie konzentriert und torgeil Rapid zu Werke ging. Individuell positiv: Debütant Fountas‘ und Joker Wunschs Darbietungen. Um nur zwei Namen zu nennen.

SCR: Strebinger; Hofmann, Dibon, Barac; Schick, Murg (74.Arase), Grahovac, Schwab (69.Wunsch), Auer; Schobesberger, Fountas (61. Knasmüllner).- Tore: Bemsteiner (80.); Murg (3., 73.), Hofmann (28.), Dibon (38.), Fountas (54.), Knasmüllner (63.), Schwab (67.), Barac (88.), Arase (90./+2).- Gelbe Karte: Hofmann.- Allerheiligen, Muckenhammer, 2.100.

Eindrücke von der Homepage von Allerheiligen

BL, 1.RUNDE (26.7.): RB SALZBURG (H) 0:2 (0:1)

Herber Dämpfer bereits am Beginn der neuen Punktejagd, denn der Geist war zwar willig, aber das Fleisch zu oft zu schwach. Speziell im Vorwärtsspiel, bei dem man mit dem Pressing des Serienmeisters nur selten zurande kam. Und weil die Bullen auch nach dem Verlust etlicher Stars mit ihren Chancen geschickter umgingen, gewannen sie den Auftakt-Schlager leider verdient. Erster Schock in Minute 35: Strebinger erlitt beim Zusammenprall mit Torschützen Minamino eine Gehirnerschütterung und musste die Nacht im Spital verbringen. Sein wie immer zuverlässiger Vertreter Knoflach war gegen den Schock Nr. 2, dem Treffer des zweiten Salzburger Japaners Okugawa, machtlos. Immerhin war der Ex-Linzer Ullmann schon mit dabei und bot eine solide Leistung.

SCR: Strebinger (38.Knoflach); Müldür, Dibon, Hofmann; Schick, Murg, Grahovac (76.Knasmüllner), Schwab, Ullmann; Badji (63.Schobesberger), Fountas.- Tore: Minamino (35.), Okugawa (82.).- Gelbe Karten: keine.- Allianz-Stadion, Harkam, 24.200.

Choreografie der Tornados

BL, 2.RUNDE (4.8.): ST.PÖLTEN (A) 2:2 (1:1)

In Graz hatten die Niederösterreicher ein 0:3 kassiert, doch gegen Rapid traten sie „natürlich“ viel bissiger und abwehrstärker auf. Weil dem Ex-Rapidler Luxbacher ein Rückpass total misslang, erzielte der Ex-St.Pöltner Fountas das Hütteldorfer 1:0. Aber bald darauf gelang dem „falschen“, ungedeckten Ljubicic nach nicht optimal abgewehrtem Corner der nicht minder dumme Ausgleich. Ähnliches beim 2:2, als sich die SCR-Abwehr bei einem Eckball wieder ungeschickt verhielt – zweimal in Führung, trotzdem nur ein Punkt, das konnte nicht nur dem Didi keineswegs gefallen.

SCR: Knoflach; Greiml (75.Auer), Dibon, Hofmann; Müldür, Murg, Grahovac, Schwab, Ullmann; Fountas (70.Knasmüllner), Badji (46.Schobesberger).- Tore: R.Ljubicic (43.), Luan (69.); Fountas (39.), Müldür (47).- Gelbe Karten: Ingolitsch, Rasner, Haas; Hofmann, Grahovac, Schwab, Müldür.- NV-Arena, Jäger, 7.582.

Spielbeginn

„MR. GRÜNZEUG NR. 606“: THOMAS MURG

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten,, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Rapids Zehner war der mit einigem Abstand ausgeglichenste bzw. beste Akteur, auch in St.Pölten, wo er sein 100. BL-Match im SCR-Dress bestritt. Sollte das tatsächlich sein letztes gewesen sein, wie immer wieder kolportiert wurde, wird es sehr schwer sein, ihn gleichwertig zu ersetzen. Wie dem auch sei: Gratulation zum Jubiläum, Murgi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiel: Srdjan Grahovac 10. (Allerheiligen).- BL-Spiel: Thomas Murg 100. (St.Pölten).

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

WAS BIS REDAKTIONSSCHLUSS (4.8.) NOCH GESCHAH

10.6.: Trainingsstart

22.6.10:0 (5:0) in KLOSTERNEUBURG (Murg 3, Bolingoli 2, Knasmüllner, Badji, Pavlovic, Wunsch, Thumwald)

24.6.: Mitgliedstreffen mit durchaus optimistischen Ausführungen Michael Krammers, Didi Kühbauers, Zoki Barisics, Christoph Pescheks und Peter Grechtshammers sowie der Wahl der drei Mitgliedervertreter im sechsköpfigen Komitee für die Präsidiumswahlen im November: Mag.Helmut Mitter, Mag.Jürgen Hampel, Mag.Herbert Kretz; dazu kommen Michael Krammer vom Präsidium sowie Werner Muhm und Susanne Schicker vom Kuratorium. Am selben Abend verkündete der Michael nicht ohne Stolz, dass Rapid trotz der durchwachsenen Saison ‘18/19 laut einer von der Bundesliga in Auftrag gegebenen Umfrage weiterhin Österreichs beliebtester Verein ist (33%, RBS 24%, Sturm 15%, FAK 12%), bei den zukunftsträchtigen 16- bis 29-Jährigen sogar mit 38%, während die Violetten hier nur auf 2% (!) kamen. Gleichzeitig ist Rapid „natürlich“ auch der bei den Nicht-Sympathisanten unbeliebteste Klub (47%, FAK 23%) – so soll es ja auch sein, denn: Solange sie uns hassen, fürchten sie uns!

Wahlkomitee: Helmut Mitter, Jürgen Hampel, Herbert Kretz

25.6.: 3:0 (1:0) in LEOBENDORF (Schobesberger 2, Arase)

26.6.: Deni Alar, im Sommer 2018 zur Freude vieler zurückgekehrt, wurde nach einer enttäuschenden Saison an Levski Sofia (Kaufoption) verliehen.

28.6.: Der Vertrag mit dem von arger Verletzungstragik gepeinigten Ivan Mocinic wurde aufgelöst; Patrick Obermüller absolviert ein Leihjahr in (ausgerechnet!) Hartberg.

29.6.: 2:3 (0:1) gegen BOHEMIANS PRAG in Melk (Schwab, Knasmüllner)

3.7.: Boli Bolingoli wechselte für kolportierte 3,3 Millionen Euro zu Celtic Glasgow.

5.7.: Andrija Pavlovic für ein Jahr plus Kaufoption an Apoel Nikosia verliehen.

6.7.: 2:1 (1:1) gegen JABLONEC (Müldür, Murg), womit das Trainingslager in Bad Zell (ab 29.6.) beendet wurde.

6.7.: Josef Andi Kämper, im Übrigen seit 1991 unser Mitglied, beendete wegen „organisatorischer Neuausrichtung“ bei VW seine Sponsorentätigkeit nach 25-jähriger Zusammenarbeit; Rapids neuer Partner: AV-Group (Mercedes).

12.7.: Laut Verwaltungsgerichtshof war die siebenstündige Anhaltung von mehr als 1.300 SCR-Fans bei Eiseskälte (16.12.2018) rechtswidrig.

12.7.: Tag der offenen Tür mit Präsentation der Mannschaft in den neuen, quer gestreiften Heimdressen sowie einem Match der Legenden um St.Hofmann, das mit 4:1 (1:1) gegen die Kombination WSC/VIENNA gewonnen wurde (Katzer 2, Willfurth, R.Wagner).

Doppelconférence

14.7.: 2:1 (1:1) gegen die nun von Damir Canadi trainierten Sportsfreunde vom 1 .FC NÜRNBERG im Allianz-Stadion (Murg, Knasmüllner).

Eindrucksvolles Kollektiv zweier Fankulturen

16.7.: 9:0 (3:0) in PINKAFELD (Knasmüllner 3, Fountas 2, Arase, Murg, von Sturm Graz II für Rapid II geholter Doppelpack-Fuchshofer; mit dem bosnischen Nachwuchsauswahlspieler Savic war ein weiterer neuer SCR-II-Kicker dabei).

18.7.: LASK-Stammspieler Maximilian Ullmann (23, U21-Internationaler) wurde für die nächsten drei Jahre als Bolingoli-Nachfolger verpflichtet.

22.7.: Nach 16 (!) Jahren bei Rapid unterschrieb Manuel Thumwald (21) für zwei Jahre mit Option auf ein drittes in Altach. Und: In Fredi Körners (93) Beisein Enthüllung einer Gedenktafel auf der Schmelz, wo sich Rapids (1.Wiener Arbeiter Fußball Club) erste Spielstätte befand.

23.7.: Hoffenheim verkaufte Joelinton für kolportierte ca. 44 Millionen Euro nach Newcastle, wovon Rapid etwa 400.000 Euro als Solidaritätszahlung erhält. Und: Martin Hiden wurde für Rapids Scoutingabteilung gewonnen.

30.8.: Stürmer Koya Kitagawa (23, 8xA für Japan, 140 Pflichtspiele mit 39 Treffern für Shimizu S-Pulse), laut Barisic eine echte Verstärkung, erhielt einen Vertrag bis Juni 2023.

Erste Bilder mit unserem neuen Stürmer

EIN BLICK ZU RAPID II

Transfers: Zugänge: Fabian Eggenfellner (Hom), Marco Fuchshofer (Sturm Graz II), Marko Bozic (zurück von Stadlau), Dragoljub Savic (Vojvodina), Jungprofi Denis Bosnjak (zurück vom FAC) und aus der eigenen U18: Keeper Haberl, Strasser, Kocyigit, Velimirovic sowie Demir.- Abgänge: Elias Felber (FAC/Leihe), Kenan Kirim (Amstetten/Leihe), Jungprofi Patrick Obermüller (Hartberg), David Nader und Christoph Weyermayr (beide WSC), Ivan Leovac (Oedt), Nemjana Tomasevic (Rudar Velenje), Albin Gashi (FAC), Petar Marie (unbekannt).

6.7.: 1:2 (0:1) in SCHEIBLINGKIRCHEN (Ibrahimoglu), dann ab ins Ollersdorfer Trainingslager.

13.7.: Ende des Camps mit 4:3 (3:3) gegen STURM GRAZ II (Bozic 2, Velimirovic, Markl).

19.7.: 4:1 (1:1) in Hütteldorf gegen FAV.AC (Bozic 2, Velimirovic, Savic).

23.7.: 2:1 (1:1) in Hütteldorf gegen VIENNA (Strasser, Pehlivan).

26.7.: 3:0 (2:0) in Schrattenthal gegen ZWETTL (Savic, Velimirovic, Binder).

1.- 4.8.: EMKA-U19-Cup im Raum Dortmund: Titelverteidiger Rapid erreichte den beachtlichen dritten Rang, wobei es nur gegen den Tumiersieger eine Niederlage setzte. Gruppenspiele: 0:0 gegen FC SEVILLA; 2:0 (0:0) gegen PREUSSEN MÜNSTER (Binder, Kocyigit); 2:2 (0:1) gegen BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH (Kanuric, Fuchshofer), 2:0 (2:0) gegen FC PORTO (Fuchshofer, Strasser).- Semifinale: 0:3 (0:2) gegen MONACO.-Spiel um Platz 3: 5:0 (3:0) gegen RW ESSEN (Pehlivan 2, Binder 2, Kocyigit).- Finale: MONACO – MÖNCHENGLADBACH 1:0.

Wegen der ehrenvollen Teilnahme am EMKA-U19-Cup musste der Start in die Meisterschaft (Heimspiel gegen die ADMIRA JUN.) vom 2. auf den 27.8. verschoben werden.

DURCH MEINE BRILLE : RAPID – EINE ECHTE FAMILIE!

Am 12.7. fand vor dem Allianz-Stadion der Tag der offenen Tür statt, an dem u.a. die Mannschaft und die neuen Dressen präsentiert wurden. Davon kriegte ich leider aber nichts mehr mit, weil mein Körper nach zwei lärmigen Stunden in der prallen Sonne w.o. gab. Zum Glück sprangen mir sofort zahlreiche Rapidler(innen) hilfreich zur Seite, bevor ich im Sanitätszimmer mit einigen Bechern Wasser dermaßen aufgepäppelt wurde, dass ich dann das Legendenspiel gegen die Kombination WSC/Vienna anstandslos verfolgen konnte, übrigens an der Seite eines langjährigen Weggenossen, der grün-weißen Nachwuchstrainerlegende Adi Köstenberger.

Elf Tage später besuchte ich die Partie „meiner“ „Zweiten“ gegen die Freunde bei der Vienna (Katzer, Korkmaz, Konrad, Trainer Hlinka & Co.) und stand, durch Schaden keineswegs klüger geworden, erneut zwei Stunden in der noch heißeren Sonne, bis ich just hinter der Betreuerbank der Jungrapidler, plumps, auf dem Allerwertesten saß, ohne mich von alleine wieder aufrichten zu können. Erneut wurde ich von vielen Samaritern umringt, darunter Masseur Rene Kerschl, der mir eine Trinkflasche reichte, bevor mich die alarmierte Rettung ins Krankenhaus Hietzing brachte, wo man diverse Untersuchungen machte, mir eine Infusion verpasste und mich mit der Diagnose „Dehydration“ sowie dem Rat, das pralle Sonnenlicht zu meiden (als wäre das in diesem Sommer so leicht) nach wenigen Stunden nach Hause entließ. Schon am nächsten Vormittag erreichte mich der Anruf eines offenbar umgehend informierten Andy Marek, der sich besorgt nach meinem Befinden erkundigte und mir für den Fall des Falles eine Ersatzkarte auf der Haupttribüne in Aussicht stellte, wo es im Unterschied zu Allianztribüne schattige Plätze gibt.

‘tschuldigung, ich will niemanden mit meinen Hitzeproblemen langweilen, finde aber, dass unsere bzw. meine Leser(innen) unbedingt wissen sollten, dass das ständige Gerede von der „Rapidfamilie“ alles andere als Larifari ist, davon konnte ich mich am 12., 23. und 24.7.2019 persönlich überzeugen. Was in (seelen- und gefühllos gewordenen?) Zeiten wie diesen besonders erfreulich ist, finde wenigstens ich.

Und: Auch an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle, die mir aus der Bredouille geholfen haben – und an den Marek-Andy für seinen mitfühlenden Anruf, obwohl der ja kaum über Unterbeschäftigung zu klagen braucht.

SPLITTER

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U21-EM in Italien und San Marino: 2:0 (1:0) gegen Serbien am 17.6. in Triest (Wolf, Horvath; D.Ljubicic, der „letzte Hütteldorfer Mohikaner“ in einem ÖFB-Erwachsenenteam, ab 77.); 1:3 (0:1) gegen Dänemark am 20.6. in Udine (Ex-Rapidler Lienhart; D.Ljubicic auf der Bank); 1:1 (1:1) gegen Deutschland am 23.6. in Udine (Danso; D.Ljubicic bis 54.). Finale: Spanien -Deutschland 2:1 (1:0).

Manchmal hat der ÖFB doch gute Ideen: Am 21.6. wurde der Vertrag mit der Austria, laut dem das Cupfinale bis 2022 in deren Arena hätte stattfinden sollen, aufgrund der Sicherheitsbedenken einvernehmlich gelöst, weshalb die Endspiele neu ausgeschrieben werden. Apropos Sicherheitsbedenken: Auf das Derby am 8.12. in Hütteldorf darf man sich schon jetzt „freuen“…

IN EIGENER SACHE

Das war’s dann wohl mit dem leider zu großen Teilen nicht geraden super verlaufenen Spieljahr 2018/19! Umso herzlicher wünscht allen, dem Klub der Freunde des S.C. Rapid hoffentlich treu bleibenden, Leserinnen und Lesern einen schönen, für die angegriffenen Nerven erholsamen Sommer bis zum Wiederlesen und -sehen im August der stets bemühte Vorstand!

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
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Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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„Grünzeug“ im Tagebuch

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GRÜNZEUG-605

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Juni 2019 / Nr. 605 / Versand 24.6.2019

„GV“ VOM 20.5.: ES WAR ALLEN EINE EHRE

Die Tagesordnung

  1. Auf die Verlesung des vorjährigen Protokolls wurde einstimmig verzichtet.
  2. Tätigkeitsbericht des Obmanns: Dank an den ganzen Vorstand für die Mitarbeit, allen voran an „Allesmacher“ Peter Nowotny, aber auch an die „Freiberufler“ Christine Ibesich (seit 16 Jahren zuverlässige ,,Grünzeug“-PC-Schreiberin) und Dipl.Ing.Franz Fiala (Homepage-Autor). Im abgelaufenen Vereinsjahr elfmal „Grünzeug“, je acht Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen mit insgesamt 20 Ehrengästen aus dem SCR-Lager. 3.780,26 Euro als Ergebnis der 42. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“.
  3. Verlesung des Kassaberichtes durch Günter Fabsits, den 2. Kassier: 272 zahlende Mitglieder, 21.481,12 Euro als Klubvermögen (Tendenz leider sinkend).
  4. Bericht des Rechnungsprüfers Franz Hobecker und einstimmige Entlastung des Vorstands.
  5. Festsetzung des Mitgliedsbeitrags: Obmann Niederhuber verwies auf die Beibehaltung des vor sieben Jahren festgesetzten monatlichen Beitrags per 3,50 Euro und die sich ständig erhöhenden Kosten, vor allem des Klublokals (ohne welches ein Vereinsleben undenkbar wäre), und stellte den Antrag des Vorstands auf eine Erhöhung um einen Euro pro Monat zur Abstimmung. Dem gab die Generalversammlung ohne Gegenstimme ihr „Ja“, sodass der Mitgliedsbeitrag für Erwachsene ab 1.1.2020 monatlich 4,50 Euro betragen wird, woran sich hoffentlich auch jene beteiligen werden, die der „GV“ femgeblieben sind; U18-Mitglieder zahlen weiterhin nur 1 Euro. Abschließend zu diesem Punkt: Ohne diese Anpassung wäre die Zukunft unseres Vereins ernsthaft gefährdet – daher ein kräftiges „Dankeschön“ an alle, die uns weiterhin die Treue halten wollen!
  6. Allfälliges: Wie alljährlich wurden unsere Jubilare ausgezeichnet, von denen leider nur zwei anwesend waren. Herr Herbert Hauser (50 Jahre Mitglied) erhielt seinen Ehrenteller, unser Schriftführer, Herr Josef Liska (40) die Goldene Ehrennadel; den größtenteils unentschuldigten Damen und Herren Gina Lara (20), Stefan, Wolfgang und (Hund!) Jenny Fürst (alle 20), Paul Schachinger und Franz Stecher (beide 40), Konrad Lenz und Franz Scheibenhofer (beide sogar 50 Jahre bei uns) wurden ihre Ehrennadeln bzw. -teller per Post übermittelt. Ihnen allen besten Dank für ihre vorbildliche Treue!

Der „inoffizielle“ Teil

„Bereits zum 5. Mal beim ältesten Fanclub Rapids – jedes Mal eine Ehre“, schrieb SCR-Präsident Michael Krammer ins Gästebuch und „Herzlichen Dank für die hervorragende Unterstützung!“ SCR-Geschäftsführer Christoph Peschek. Dass beide Herren nach einer extra wegen unserer „GV“ zeitlich etwas vorverlegten Präsidiumssitzung pünktlich um 19.30 Uhr erschienen, war auch für uns eine große Ehrung und ein Beweis dafür, dass die immer wieder betonte Zusammengehörigkeit Rapids mit ihren Fans alles andere denn ein leeres Gefasel ist. Schade nur, dass Noch-Boss Krammers Partner im Präsidium, unser langjähriges Mitglied Andi Kämper aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte.

Und wie sehr der Michael und der Christoph echte Rapidler waren und sind, das beweisen allein schon ihre Viten: Ersterer sah sein erstes Match auf der Pfarrwiese als sechsjähriger Gschropp, Letzterer, mit 36 aufgrund seiner Position zwangsläufig „die Inkarnation des Kommerzes“ (O-Ton Niederhuber), war dereinst ein Westtribünler – tja, so kann’s gehen im Leben!

Da ist es auch möglich, dass Michael und Zoki nach drei Jahren der Trennung wieder ein Herz und eine Seele sind. Auch, weil beide unsere Rapid lieben, um nichts weniger als Christoph. Nicht nur deswegen war es Niederhuber eine Ehre, sich beim Präsidenten für dessen Verdienste um den SCR zu bedanken, speziell natürlich für die Errichtung des unvergleichlichen Stadions, und beim Geschäftsführer Wirtschaft dafür, dass es er und sein Team selbst in nicht so rosigen Zeiten geschafft haben, den Klub auf finanziell sichere Beine zu stellen. Ob der nun vielleicht doch noch in die Europaleague kommt oder nicht, das nächste Budget wird in jedem Fall wieder 30 Millionen betragen. Außerdem steht Rapid ja vor der Fertigstellung des Trainingszentrums im Prater. Auch aus diesem Grund konnten wir dem Christoph alles Gute für die Zukunft wünschen und dem Michael erst recht, wird der sich im November doch nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Schau‘ ma mal, ob er sein Versprechen einlösen wird, auch nachher gerne zu uns zu kommen…

Als sich beide Herren gegen 21.30 Uhr verabschiedet hatten, sagte Mitglied Hannes Sch. zum Obmann/Moderator/Redakteur: „Hier erfahrt man viel mehr als bei Rapids Versammlungen, weil alles viel lockerer abläuft.“ Und das zu hören, war die letzte große Ehre an einem wohl bestens gelungenen Abend.

Michael Krammer und Christoph Peschek zu Gast beim Klub der Freunde

2019/20 ERST RECHT: STEHT AUF, WENN IHR GRÜNE SEID!

Vorweg: Über Rapids starken Auftritt im zweiten Play-off-Finalspiel bei Sturm Graz könnte man spötteln: „Am Ende wird der Faule fleißig.“ Zumal das 1:0 aufgrund der Auswärtstorregel nicht für Europa reichte. Der Verfasser ist aber kein Kritikaster (kleinlicher Nörgler), sondern seit 1954(1) rettungslos in Rapid vernarrt. Was (halbwegs) objektive Kritiken nicht ausschließen muss.

Und er hat u.a. diese Maxime: „Eine Erneuerung, die keine Verbesserung ist, ist eine Verschlechterung.“ Oder ist diese Meisterschaftsreform tatsächlich eine Verbesserung? Der Sechste der sogenannten Meistergruppe hat nicht die geringste Chance, sich für die EL zu qualifizieren, der Zweite der Qualigruppe, der insgesamt Achte (!) also, jedoch sehr wohl. Oder ist es eine (faire) Verbesserung, wenn zwischen zwei Play-off-Partien lediglich 44 Stunden liegen? Heuer traf es halt den SCR und in einem Jahr – hoffentlich! – einen anderen Klub. Um welchen auch immer es geht bzw. gehen wird, es ist in jedem Fall ungerecht.

Im Halbfinale der Play-offs feierte Rapid einen souveränen 2:0-Sieg gegen Mattersburg, wonach es nach nicht einmal 48 Stunden gegen Sturms ausgeruhte Truppe ging; trotzdem waren Schwab & Co,, die bessere Mannschaft, sodass das Heim-1:2 als sehr unglücklich bezeichnet werden kann. In Graz waren unsere deutlich erfrischten Hütteldorfer die noch viel stärkeren, scheiterten jedoch immer wieder an Siebenhandl, der sich nur vom eigenen Mann bezwingen ließ.

Und noch mehr scheiterten sie am Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer, Österreichs erfahrenster Referee, übersah in der 57. Minute beim Stand von 1:0 für die über weite Strecken ein echtes Powerplay aufziehenden Grün-Weißen Ezes glasklares Straffaumhands und erkannte nur auf Eckball statt auf Penalty plus Ausschluss. Ein Skandal, der Rapids Rückkehr in die Europa League verhinderte! Nehmen wir an, der zwingende Elfmeter hätte das 2:0 erbracht und Sturm hernach in Unterzahl agieren müssen – wer hätte dann die Chance gehabt, international spielen zu dürfen? Lassen wir den Grazer Sky-Kommentator Martin Konrad antworten: „Sturm ist stehend k.o.“, sagte der gleich zweimal. Dennoch zitterten sich die destruktiven Schützlinge des bezeichnenderweise kurz nach diesem „Triumph“ gefeuerten Trainers Roman Mählich in die EL-Qualifikation, während die des zu Recht echauffierten Dietmar Kühbauer mit leeren Händen dastand. Der sich vom vierten Offiziellen sagen lassen musste: „Ihr habt ja genügend Chancen auf das 2:0 gehabt!“ Schon wahr, trotzdem hätte dessen Kollege mit der Pfeife korrekt entscheiden müssen, verdammt noch einmal!

Rapid steht also vor einem Europacup-losen Jahr, muss sich neu ordnen und den Appell der Fans befolgen: „Steht auf, wenn ihr Grüne seid!“ Welchem sich natürlich auch wir anschließen, die wir ebenso nach Erfolgen und Titeln lechzen wie etwa der „Block West“. Man darf sich darauf verlassen, dass das eingespielte Duo Zoki & Didi alles dafür tun wird, damit sich die Pleite in der Liga nicht wiederholt. Gleiches nehmen wir von der Mannschaft an, wie auch immer die 2019/20 formiert sein wird.

„Steht auf, wenn ihr Grüne seid!“ – das gilt selbstverständlich auch für Fans, „Fans“ und „normale“ Anhänger, in der kommenden Saison erst recht!

Und an Christoph Pelczar sei appelliert: Bitte noch intensiver für Rapid beten, Hochwürden!

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, QUALIGRUPPE, 10.RUNDE (25.5.): ALTACH (H) 1:2 (0:0)

„Rapid“ stand zwar drauf, war aber nicht drin. Vor den ungleich wichtigeren Play-off-Spielen brachte Kühbauer eine zusammenhanglos agierende B-Gamitur mit den „Amateuren“ Patrick Obermüller und Nicholas Wunsch sowie dem quirligen Kooperationsspieler Kelvin Arase (holte immerhin den mit Bauchweh verwandelten Elfmeter heraus), die den ehrgeizigeren Gästen wesentlich unterlegener war, als es das Resultat besagt. Fredy Bickel hätte sich bestimmt ein (viel) besseres Abschiedsmatch verdient! Das zahlende Publikum natürlich auch.

SCR: Knoflach; Auer, Hofmann, Obermüller (69.Sonnleitner), Potzmann (37.Müldür); D.Ljubicic, Martic; Thumwald (63.Wunsch), Alar, Arase; Pavlovic.- Tore: Pavlovic (71., Elfer-Nachschuss); M.Berisha (53.), Fischer (62.).- Gelbe Karten: Hofmann; Durakovic, M.Berisha, Schreiner.- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 13.500.

Heast Herbert, bist haas?

BL, PLAY-OFF-HALBFINALE (28.5.): MATTERSBURG (H) 2:0 (2:0)

Was nicht passte: Wetter, Zuschauerzahl und – Resultat . Denn Rapid startete grandios und blieb auch bis zum Schlusspfiff des bei SVM-Fouls zu nachsichtigen Schiris dominant, aber besonders gegen Ende, als die überforderten Burgenländer offensiv werden wollten, wurden viele Torgelegenheiten geradezu verjuxt. Angesichts des nur 44 Stunden später stattfindenden Finales gegen den ausgeruhten Sturm war eine gewisse Zurückhaltung freilich verständlich. Besonders erwähnenswert: die überragende Leistung des zweifachen Assistgebers Müldür, der sein Stürmerblut nicht verleugnen konnte.

SCR: Strebinger; Müldür, Sonnleitner, Dibon, Bolingoli; Grahovac, Schwab (79.D.Ljubicic); Murg (74.Wunsch), Knasmüllner, Schobesberger (68.Auer); Badji.- Tore: Knasmüllner (8.), Badji (13.).- Gelbe Karten: Grahovac, Müldür; Höller, Gruber, Salomon, Malic.- Allianz-Stadion, Eisner, 10.600.

Ján wirbt für Augustin

BL, PLAY-OFF-FINALE (30.5.): STURM GRAZ (H) 1:2 (0:0)

Die Verletzung Sonnleitners (für uns Rapids Bester in der gesamten Saison) war wohl spielentscheidend: Seinem sicher sehr talentierten Vertreter Greiml (17) unterliefen beim Debüt das Elferfoul und ein höchst unglückliches Eigentor. Und das Sekunden, nachdem Badji die Riesenchance aufs 2:0 vergeben hatte! Fazit: Schwab & Co. fehlten Fortune sowie jene Frische, welche Sturm nach einer um zwei Tage längeren Pause gegönnt war.

SCR: Strebinger; Müldür, Sonnleitner (27.Greiml), Dibon, Bolingoli; Grahovac, Schwab; Murg, Knasmüllner (62.D.Ljubicic), Schobesberger (75.Ivan); Badji.- Tore: Schwab (60.); Jantscher (69., Elfer), Greiml (79., Eigentor).- Gelbe Karten: Badji; Pink.- Allianz-Stadion, Drachta, 15.800.

Klub der Freunde als Wappenträger beim Spiel gegen Sturm

BL, PLAY-OFF-FINALE (2.6.): STURM GRAZ (A) 1:0 (1:0)

Minute 57: Eze wehrt Schwabs Schuss am Fünfer mit dem Arm ab, also Penalty und Ausschluss? Nicht für Herrn Schörgenhofer. Rapid war vor und nach dieser für die Europa-League-Qualifikation zumindest vorentscheidenden Szene drückend überlegen und zog über weite Strecken ein echtes Powerplay auf, scheiterte aber zu oft an Siebenhandl und der eigenen Abschlussschwäche. Daher war für den überaus verdienten, jedoch letztendlich zu knappen Sieg ein Eigentor erforderlich. Wie dem auch sei: Der SCR war in beiden Spielen gegen die Grazer die insgesamt bessere, aber auch unglücklichere Mannschaft. Die sich nach dem dritten Match binnen sechs Tagen bzw. dem insgesamt 53. Pflichtspiel in dieser vertrackten Saison (Rekord!) keinerlei Häme verdiente. So miserabel das Fußballjahr 2018/19 auch verlaufen ist, nimmt man alles in allem.

SCR: Strebinger; Müldür (66.Schobesberger), Dibon, Hofmann, Auer; Grahovac, Schwab; Ivan (59.Knasmüllner), Murg, Bolingoli; Badji (73.Pavlovic).- Tor: Spendlhofer (43., Eigentor).- Gelbe Karten: Ljubicic; Bolingoli.- Merkur-Arena, Schörgenhofer, 9.315.

Playoff im Columbus-Bräu

„MR. GRÜNZEUG NR. 605“: STEFAN SCHWAB UND RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Von jenen 25 (!) Akteuren, die in den letzten vier Partien dieser überlangen Saison zum Einsatz kamen, haben wir wieder einmal zwei gleichauf an der Spitze: Ob Sieg, ob Niederlage, Kapitän Stefan Schwab ging immer voran; und allein schon der unglaubliche Reflex Richard Strebingers in Graz bewies eindeutig, dass er nach seinem ungewohnten Durchhänger weiterhin der unverändert hochklassige Tormann ist.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Tor: Im Play-off-Match gegen Mattersburg erzielte Aliou Badji Rapids 50. Treffer in dieser quasi „verlängerten“ Meisterschaft.- „Runde“ Spiele: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

RUNDE (24.5.): STADLAU (H) 2:2 (0:1)

Hedi; Sulzbacher, Velimirovic, Moormann, Leovac (57.Mocinic); Schuster, Felber (84.Tomasevic); Markl, Pehlivan (74.Fahrnberger), Ibrahimoglu; Binder.- Tore: Markl (52.), Ibrahimoglu (90./+5, Elfer); Endlicher (5.), Bauer (73., Freistoß).- Gelb-Rote Karte: Schuster (72., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Stäuber, 200.

RUNDE (31.5.): SPORTCLUB (A) 2:1 (1:0)

Hedi; Sulzbacher, Velimirovic, Obermüller, Moormann; Mocinic (67.Demir), Felber, Ibrahimoglu (87.Nader); Markl, Binder, Pehlivan (56.Tomasevic).- Tore: Hayden (60.); Moormann (8.), Markl (WSC-Platz, Vojtek, 2.017)

NACHTRAG ZUM WSC-MATCH: Patrick Obermüller spielte am 25.5. bei den Profis gegen Altach und war daher am 31.5. nicht spielberechtigt, somit wurde aus dem 2:1 ein 0:3 plus „Sternderl“ und Markls 13. RLO-Tor ebenso annulliert wie Moormanns zweites.

Schlüsselklimpern bei Standards

30.RUNDE (7.6.): ADMIRA JUN. (H) 1:1 (0:0)

Hedi; Schuster, Greiml, Velimirovic, Moormann; Mocinic (90.Oswald), Felber; Markl, Demir (76.Fahrnberger), Pehlivan (49.Kocyigit); Binder.- Tore: Markl (90./+4, Elfer); Cirkovic (90./+1).- Allianz-Stadion, West 1, Luef, 300.

Arnold, Christian und Florian beim Spiel Rapid II – Admira

RESÜMEE

Besonders das Fehlen der Innenverteidiger Greiml (gesperrt) und Obermüller (Profikader) wirkte sich schon in der 5. Minute negativ aus. Nicht nur deswegen gab es gegen den designierten Absteiger Stadlau wie im Herbst nur ein 2:2, sondern auch, weil die Jungrapidler in der ersten Halbzeit fast gar nichts zustande brachten, bevor sie – just in ihrer besten Phase – Schuster (hatte Markls Kopftor super vorbereitet) durch Ausschluss verloren. So gesehen mussten wir mit dem sehr späten Ausgleich zufrieden sein.

Mocinic-Markl-Moormann und frühes 1:0, nach dem es gegen den wie immer topmotivierten Sportclub viele brenzlige Situationen zu überstehen galt, aber speziell die ausgezeichneten Hedl und Obermüller (schaffte es zudem, die Kugel über ein benachbartes vierstöckiges Haus zu schießen, was auch der Chronist noch nie gesehen hatte) ließen kein weiteres Gegentor zu, sodass Markls 13. Treffer (24 Prozent aller SCR-II-Tore) den schwer erkämpften, einigermaßen glücklichen Sieg bedeutete. Übrigens: Seit 2010/11 (Serkan Ciftci, 21 Tore) hat kein Jungrapidler so viele RLO-Tore erzielt. Leider wurde aus dem 2:1 gegen den WSC ein 0:3 (siehe oben).

Sieht man von Rapids Topchancen vor der Pause (u.a. Stangenschuss Pehlivans) ab, tat sich gegen Admiras Juniors sehr lange sehr wenig, bevor es im absoluten Finish plötzlich so richtig rund ging. Topscorer Markl ließ sich auf den letzten Drücker nicht lumpen und erzielte aus elf Metern doch noch sein 13. Tor. Ansonsten: Der Saison 2018/19 werden wahrscheinlich nicht viele eine Träne nachweinen. Auch wenn sie um eine Nuance besser endete als 2017/18: Auch 6. Platz, aber 46 Punkte und 56:48 Tore.

RLO-Endstand

1. Ebreichsdorf 30/72 (90:20)   
2. Mauerwerk    30/65 (64:29)
3. Mannsdorf    30/57 (61:36)
6. Rapid II     30/47 (53:38).

Personalien

Die Verträge von Petar Marie, David Nader und Nemanja Tomasevic wurden nicht verlängert; neu zu Rapid II stießen Fabian Eggenfellner (18, Innenverteidiger vom SV Hom) und Marco Fuchshofer (18, Mittelstürmer und U18-Schützenkönig von Sturm Graz II). Alles Gute wünschen wir den Scheidenden ebenso wie den Ankömmlingen!

AUS UNSERER POSTMAPPE

Herr Franz Scheibenhofer, 3511 Furth, entschuldigte sein Fernbleiben bei unserer „GV“ bzw. seiner Ehrung für 50-jährige Klubzugehörigkeit per E-Mail und schrieb u.a.: Danken möchte ich vor allem auch Gerhard Niederhuber, der mir durch sein „Grünzeug“ lange Jahre ein guter Begleiter gewesen ist! (…) Was mich immer wieder ärgert, ist, dass es keine Möglichkeit zu geben scheint, die „Hooligans“ im Zaum zu halten. Das sind doch keine Fans! Sie schaden dem Klub und bringen große finanzielle Einbußen.

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Wir begrüßen Herrn Jochen Lehner, 7062 St.Margarethen, als unser neuestes Mitglied ganz herzlich.

Schützenscheibe mit Jochen Lehner in seinem „Haydnbräu“ in Eisenstadt
„nos gratulamus ad diem natalem quadragesimum“ = „Wir gratulieren zum 40. Geburtstag“

Besucht Jochen in seinem Haydnbräu in Eisenstadt. Hier sind einige Bilder von unserem Besuch. Dass hier ein Rapidler residiert, ist an der Dekoration leicht zu erkennen. Sehr empfehlenswert: das Tagesmenü (Mo-Fr).

Zoran Barisics erste Amtshandlung: Er verlängerte den Vertrag mit U17-Teamkapitän Leo Greiml (17) bis Sommer 2022. Gleiches gilt für den von ausländischen Topklubs umworbenen, hochtalentierten Yusuf Demir (geb. 2.6.2003): „Ich liebe diesen Klub!“ Womit der Anfang des Jahres im Sindelfinger U19-Tumier so herausragende Offensivspieler natürlich Rapid meint.

Unser Mitglied Helge Payer, zweifacher Meister mit dem SCR und in den letzten drei Jahren dessen Tormanntrainer, verließ ihn am 3.6., um sich auf seine Torwartschule und seine Familie zu konzentrieren. Danke, Helge, alles Gute und bleib‘ uns weiterhin treu!

Helge Payers Nachfolger wurde bereits am 4.6. präsentiert: Jürgen Macho, 41 und zuletzt in St.Pölten tätig, ist ebenfalls ein grün-weißes Urgestein. Er unterschrieb vorerst für zwei Jahre; wir wünschen ihm dafür und darüber hinaus viel Erfolg mit seinen Tormännern und „seinem“ SCR. Herzlich willkommen daheim, Jürgen!

Hingegen wurde die Kaufoption auf Andrei Ivan (40 Pflichtspiele, leider nur 3 Tore) nicht gezogen, weshalb der rumänische Auswahlspieler zum FK Krasnodar zurückkehrt.

Quasi statt ihm holte Rapid mit Thorsten Schick (29) den Wunschspieler von Zoki Barisic und Didi Kühbauer ablösefrei vom Schweizer Meister Young Boys Bem, der bis Sommer 2022 verpflichtet wurde.

Trotz des für seine Verhältnisse schwachen Besuchs der Qualigruppen- und Play-off-Heimspiele war der SCR auch in dieser vertrackten Saison Publikumsmagnet Nr. 1: Laut Bundesliga-Statistik kamen 289.815 zu seinen insgesamt 18 Heimspielen (Durchschnitt: 16.101, Rückgang: 14,3%); es folgten Sturm (Durchschnitt: 11.125), Austria (9.998), Salzburg (9.450) und LASK (5.197); in Summe verfolgten 1,259.450 Fans die 195 Matches (Durchschnitt: 6.459).

EM-Qualifikation

Am 7.6. in Klagenfurt 1:0 (0:0) gegen Slowenien (Burgstaller) und am 10.6. in Skopje 4:1 (1:1) gegen Nordmazedonien (Arnautovic 2, Lazaro, Eigentor).

U21-Test

Am 11.6. in Hartberg mit D.Ljubicic (bis 78.) 3:1 (1:0) gegen Frankreich (Wolf 2, Balic); das erste EM-Spiel fand am 17.6. in Triest gegen Serbien statt, also nach Redaktionsschluss.

Vor den Play-off-Heimspielen gegen Mattersburg und Sturm präsentierte sich eine Abordnung unseres Anhängerklubs (Franz Fiala, Jasmin Foller, Herbert Adelmaier & Co.) in den von Erich Weiser designeten Rapidfreunde-Leibchen als Wappenträger(innen).

Herbert, Arnold und Erich am Spielfeld

Milan gewann das Finale des 12. Internationalen U9-Tumiers (15.6.) mit 4:0 gegen Bayern München, Veranstalter Rapid musste sich mit Rang 8 begnügen.

Unser allerneuerster Zugang ist mit Frau Petra Gregorits, 1170 Wien, ein weiteres Präsidiumsmitglied des SK Rapid, das wir hiemit hocherfreut begrüßen. Und dem wir gleichzeitig zum Geburtstag am 28.6. gratulieren können.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

IN EIGENER SACHE

Das war’s dann wohl mit dem leider zu großen Teilen nicht geraden super verlaufenen Spieljahr 2018/19! Umso herzlicher wünscht allen, dem Klub der Freunde des S.C. Rapid hoffentlich treu bleibenden, Leserinnen und Lesern einen schönen, für die angegriffenen Nerven erholsamen Sommer bis zum Wiederlesen und -sehen im August der stets bemühte Vorstand!

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-604 
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Tagebucheinträge per Mail zugesendet bekommen. Zur Anmeldung

GRÜNZEUG-604

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Mai 2019 / Nr. 604 / Versand 27.5.2019

Gerhard Niederhubers „Grünzeug“

WIEDER KEIN CUPSIEG!
ERSTER DER QUALIGRUPPE!
BARISIC IST SPORTVORSTAND!

Am 16.5. wurde Zoran Barisic per 20.5. zu Rapids Geschäftsführer Sport bestellt und mit einem Vertrag bis Sommer 2022 ausgestattet. Als Cheftrainer war der Erzgreane von April 2013 bis Juni 2016 tätig, wurde mit seinem Herzensklub dreimal en suite Zweiter (Josef Hickersberger: „Hinter Salzburg ist das wie ein Meistertitel“) und kam mit ihm zweimal in die EL-Gruppenphase. An dieser Stelle zwei Zitate: „Ich habe alle meine Buben lieb“ (Zoran Barisic, Trainer) und „Er war wie ein Vater zu uns“ (Christopher Dibon nach Barisics überraschender Verabschiedung zu Ihrem Chronisten). Nun lenkt Zoki, wie der dem SCR-Nachwuchs entstammende Barisic allgemein genannt wird, also gemeinsam mit seinem alten Kumpel Didi Kühbauer die sportlichen Geschicke des Rekordmeisters; und dass die beiden einander so freundschaftlich verbunden sind, kann nur von Vorteil sein. Außerdem haben wir Differenzen zwischen Trainer und Sportdirektor eh schon zur Genüge miterleben müssen.

Dass wir den Zoki hocherfreut begrüßen, wird wohl niemanden wundem. Auch nicht, dass wir seinen scheidenden Vorgänger Fredy Bickel, den wir als kompetenten Fachmann und liebenswerten Menschen kennen gelernt haben, mit der gleichen Herzlichkeit für seine Arbeit danken, wie wir ihm alles Gute für die Zukunft wünschen.

Abschließend zu Michael Krammer: Es gibt nicht sehr viel größere Gesten, als einen eigenen Irrtum im Nachhinein nicht nur zuzugeben, sondern auch zu korrigieren!

Bezüglich der in obiger Schlagzeile angeführten Ereignisse, also das verlorene Cupfinale sowie den souveränen ersten Platz in der Qualifikationsgruppe der Bundesliga verweisen wir hier nur auf „Spiele, Tore, Kommentare“.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, QUALIGRUPPE, 4.RUNDE (20.4.): ALTACH (A) 2:2 (0:0).

Das Altach-Syndrom bleibt trotz des tollen Schlussspurts der lange Zeit stark feldüberlegenen Rapidler (70 Prozent Ballbesitz in Hälfte 1) aufrecht, die ohne Bolingoli kurioserweise nicht gewinnen können. Auch unglaublich: Hofmann köpfelte an die Innenstange und einen Lidschlag später knallte Zech den Abpraller an die Lattenunterkante (48.), kurz bevor den Vorarlberger Fußballverhinderem das erste Kacktor gelang. Dem dann das zweite folgte. Im absoluten Finish sorgten Murg auf Pavlovics Idealpass und Letzterer nach einem weiten Dibon-Zuspiel aus dem Halbfeld per Kopf wenigstens für das mehr als verdiente Remis – in diesem Stadion offenbar das höchste der Gefühle.

SCR: Strebinger; Müldür, Dibon, Hofmann, Potzmann; D.Ljubicic, Schwab; Murg, Knasmüllner (60.Thurnwald), Schobesberger (82.Alar); Badji (60.Pavlovic).- Tore: M.Berisha (52.), Meilinger (79.); Murg (89.), Pavlovic (90./+2).- Gelbe Karten: Schreiner; Dibon, Hofmann.- Cashpoint-Arena, Drachta, 6.000.

Mit dem Rad zum Stags Head

BL, QUALIGRUPPE, 5.RUNDE (23.4.): HARTBERG (A) 4:2 (1:1).

45 Minuten grünweiße Peinlichkeiten in Serie, bei denen auch der bis dahin gute Strebinger keine Ausnahme
machte, als er einen 32-Meter-Freistoß passieren ließ; eine 1:0-Pausenführung wäre aber auch geradezu eine „Frechheit“ gewesen. Nun trat der angefressene Didi in Aktion, worauf eine völlig andere Rapid aus der Kabine kam. Plötzlich sah man Lauffreudigkeit, gelungene Offensivkombinationen und herrliche Tore, vor allem dank dem erneut herausragenden Murg. Nun wäre ein 5 oder 6:1 durchaus möglich gewesen, den Schlusspunkt setzte allerdings ein Hartberger, der nach einem schweren Foul an Sonnleitner eigentlich gar nicht mehr auf dem regennassen Platz hätte stehen dürfen.

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli; Grahovac, Schwab; Murg, Knasmüllner (46.D.Ljubicic), Ivan (71 .Schobesberger); Pavlovic (78.Badji).- Tore: Rep (28., Freistoß), Cancola (83.); Swete (14., Eigentor), Murg (48.), Bolingoli (62.), Pavlovic (74.).-Gelbe Karten: Kainz, Cancola; Bolingoli.- Profertil-Arena, Gishamer, 3.919.

Christine, Arnold, Mario, Florian, Pepi, Andy, Klarissa

BL, QUALIGRUPPE, 6.RUNDE (27.4.): HARTBERG (H) 3:4 (2:2)

Gegen Ende der Eigentor-, Foul- und Fehlpfifforgie gab die Vidiwall ihren Geist auf; der Referee hatte das offenbar schon längst getan. Einige Beispiele dafür: Beide Elfmeter waren keine, Foul an Murg ohne Verwarnung, dafür wenig später eines von ihm und nick, zuck die Ampelkarte für ihn, weil er sich mit erhobenem Daumen höhnisch bedankte, schließlich kein Ausschluss Sanogos, nachdem er Bolingoli „zusammengeschnitten“ hatte – quasi zur Belohnung durfte er dann das 2:4, ein halbes Eigentor, weil von Hofmann unhaltbar abgefälscht, erzielen. Ausschlüsse gibt’s bekanntlich nur für aufmuckende Rapidler, nicht aber selbst bei schwersten Fouls an diesen wie z.B. von Torschütze Jeggo an Murg im 1:6-Derby, Michorl wieder am gern gefoulten Murg, Cancola in Hartberg an Sonnleitner, nun Torschütze Sanogo an Bolingoli. Wie auch immer, diese Niederlage gegen die „aufgezuckerten“ Hartberger hat sich unsere auch noch in Unterzahl beherzt stürmende Mannschaft wahrlich nicht verdient!

SCR: Strebinger; Potzmann, Müldür, Hofmann, Bolingoli (75.Auer); Martic (46.Schwab), D.Ljubicic; Thumwald (61.Murg), Knasmüllner, Schobesberger; Badji.- Tore: Rotter (30., Eigentor), Huber (35., Eigentor), Badji (84.); Knasmüllner (3., Eigentor), Tadic (14., Elfer), Cancola (65., Elfer), Sanogo (80.).- Gelbe Karten: Strebinger, Hofmann, Potzmann, Schobesberger; Heil, Sanogo.- Gelb-Rote Karte: Murg (71., Unsportlichkeit).- AllianzStadion, Jäger, 13.100.

Bundesligaschiedsrichter i Vergleich

ÖFB-CUP, FINALE (1.5.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:2)

Die vorbildlich kämpfenden Hütteldorfer hatten die favorisierten Bullen mit etwa 20.000 Fans im Rücken nahezu die ganze Spielzeit über gut unter Kontrolle und auch eigene Chancen: Ungeahndetes Elferfoul an Sonnleitner (45./+3), toller Müldür-Kopfball an die Latte (60.) oder etwa Sonnleitners wegen Knasmüllners Gerangel mit einem Gegner annullierter Kopfballtreffer (74.), um von einigen „halben“ Torgelegenheiten nicht zu reden. Aber da waren leider die Unachtsamkeiten in den Minuten 37 und 39, die die Salzburger prompt mit einem glücklichen Doppelschlag bestraften (ausgerechnet Comebacker Farkas traf mit einem Spitz zwischen Strebingers Beine, und Dabbur nutzte eine Flanke des ungestörten Junuzovic ebenfalls ungestört per Kopf). Dazu kamen noch Riesenchancen Gulbrandsens (41.) und Dakas (79.). Bei aller Anerkennung der Leistung des SCR muss man zähneknirschend zugeben, dass der Serienmeister aufgrund seiner größeren Cleverness und Effizienz den sechsten Cupgewinn nicht unverdient errang. Und Rapid darf ein weiteres Jahr auf den großen Coup bzw. irgendeinen Titel warten…

SCR: Strebinger; Müldür, Sonnleitner (86.Ivan), Hofmann, Bolingoli; Grahovac, D.Ljubicic (64.Knasmüllner); Murg, Schwab, Schobesberger; Pavlovic (70.Badji).- Tore: Farkas (37.), Dabbur (39.).- Gelbe Karten: Gulbrandsen, Walke, Dabbur; Müldür, Hofmann.- Gelb-Rote Karte: Farkas (82., Unsportlichkeit).- Wörthersee-Stadion, Schüttengruber, 24.200.

Rapid-Choreografie

BL, QUALIGRUPPE, 7.RUNDE (5.5.): ADMIRA (A) 4:3 (3:0)

Murg (gesperrt) und Hofmann (blessiert) sahen von der Tribüne aus das nächste für Herz- und Nervenkranke ungeeignete Match. In der ersten Halbzeit machten ihre fitten Kollegen mit dem faktisch wehrlosen Gegner, was sie wollten, erzielten nach dem Lattentreffer des wenig später verletzten Ivan (19.) binnen fünf Minuten drei schöne Tore und schienen vor einem Kantersieg zu stehen. Schienen! Aus den Kabinen kamen jedoch zwei total veränderte Mannschaften,.und plötzlich gelangen den nun dominierenden Südstädtem in neun Minuten ebenfalls drei Tore, eines davon per 40-Meter-Freistoß. Zum Glück fand die Truppe um den starken Doppelpack-Aliou (Assist zum 4:3) wieder so halbwegs in die Spur, stand Dibi dort, wo er zu stehen hatte und hielt Strebinger den letztlich verdienten wie aber auch erzitterten Sieg fest (90./+3). Didi nachher: „Das ist nicht gesund.“ Wem sagte er das?!

SCR: Strebinger; Auer (75.Müldür), Sonnleitner, Dibon, Bolingoli; D.Ljubicic, Schwab; Schobesberger, Knasmüllner (86.Grahovac), Ivan (27.Potzmann); Badji.– Tore: Kalajdzic (53.), Maier (59., Freistoß), Spasic (62.); Badji (37., 42.), Sonnleitner (40.), Dibon (67.) -Gelbe Karten: Hjulmand; Potzmann.- BSFZ-Arena, Altmann, 3.800.

Sitzplatzschweine

BL, QUALIGRUPPE, 8.RUNDE (11.5.): INNSBRUCK (H) 1:0 (0:0)

Hinten hielt Strebinger-Vertreter Knoflach gut wie immer, wenn er mitspielen darf, vorne war Goldtorschütze Badji nur schwer zu kontrollieren, und die Kollegen der beiden zelebrierten lange Zeit sehenswerten Offensivfußball, aber relativ wenig Torgefahr. Das hätte sich just in der Schlussviertelstunde eventuell rächen können, denn man weiß ja: Schießt du’s nicht, so kriegst du’s. Wie auch immer: Der begehrte erste Platz in dieser Gruppe war hiemit fix.

SCR: Knoflach; Auer (67.Müldür), Dibon, Hofmann, Bolingoli; Grahovac, D.Ljubicic (62.Knasmüllner); Murg, Schwab, Schobesberger; Badji (81.Pavlovic).- Tor: Badji (64.).-Gelbe Karten: Kerschbaum, Hupfauf.- Allianz-Stadion, Harkam, 13.800.

Blick von der Nord- zur Süd-Tribüne

BL, QUALIGRUPPE, 9.RUNDE (18.5.): MATTERSBURG (A) 0:1 (0:1)

Ein Triumph des Unfußballs! Knasmüllner hätte schon nach wenigen Sekunden das Führungstor erzielen können, ja müssen. Dafür hieß es bald darauf 0:1, wobei es nicht nur nach Sonnleitners Lattenkopfball (14.) blieb. Dabei war Rapid besonders in der zweiten Hälfte drückend überlegen, kam aber mit der Überhärte und dem 10-0-0-„System“ der burgenländischen Kleiderschränke nur schwer zurecht. Dass es die darauf angelegt hatten, für die wesentlich wichtigeren Play-off-Spiele mehr Rapidler als „nur“ Grahovac aus dem Verkehr zu ziehen, wollen wir ihnen nicht unterstellen. Den Rapidlern in den traditionellen Unglücksfarben Rot-Blau aber auch nicht, dass sie die für den Gruppensieg schon längst unwichtige Partie auf die leichte Schulter genommen hätten. Einziger Vorwurf: Gegen diese mit zunehmender Dauer immer dichter gewordene Abwehrmauer hätten sie etwas zielstrebiger angreifen müssen, aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Hoffentlich gibt es im Play-off die passende Antwort auf Mattersburgs Antikick!

SCR: Strebinger; Müldür, Sonnleitner, Dibon, Bolingoli; Grahovac (46.D.Ljubicic), Schwab; Murg, Knasmüllner (74.Thumwald), Schobesberger; Badji.- Tor: Pusic (8.).- Gelbe Karten: Gruber, Kuen, Höller, Malic, Mährer.- Pappel-Stadion, Ciochirca, 4.200.

Reihenfolge der Sektoren

tipico-Bundesliga, Qualifikationsgruppe (Stand vom 18.5.):

1. Rapid       31/32 (47:42)
2. Mattersburg 31/28 (41:44) 
3. Altach      31/25 (46:43)

„MR. GRÜNZEUG NR. 604″: MAXIMILIAN HOFMANN

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
In Altach gut, gegen Hartberg zweimal Durchschnitt, im Cupfinale gut, gegen Innsbruck wiederum Durchschnitt, insgesamt also sehr solide, und das brachte den von manchen immer noch ein bisschen unterschätzten Eigenbauspieler Maximilian Hofmann für uns auf den ersten Platz in dieser sieben Partien umfassenden Zeitspanne, von denen er aus gesundheitlichen Grünen zwei versäumte. Ganz knapp hinter dem vielleicht stolzesten aller Rapidler rangieren übrigens dessen Innenverteidigerkollegen Mario Sonnleitner (seine beste Saison für den SCR!) und Christopher Dibon (großartiges Comeback!).

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele

Besondere Gratulationen an Mario Sonnleitner, der in Mattersburg zum 250. Mal auf dem Feld stand, Stefan Schwab für sein 150. Spiel (Admira) sowie Christopher Dibon und Richard Strebinger, die jeweils zum 100. Mal mit dabei waren (beide in Altach).-Weiters: Dejan Ljubicic 50. (Hartberg, A), Boli Bolingoli 50. (Hartberg, H), Christoph Knasmüllner 25. (Hartberg, A), Manuel Thurnwald 25. (Hartberg, H), Mert Müldür 25. (SVM).

BL-Tor

Thomas Murg 20. (Altach).

EIN BLICK ZU RAPID II

RUNDE (18.4.): NEUSIEDL (A) 0:3 (0:1)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Obermüller, Leovac (60.Gobara); Schuster, Felber, Wunsch (60.Tomasevic); Kirim, Markl, Ibrahimoglu (69.Nader).- Tore: Bangura (23.), Bozkurt (64.), Oravec (87.).- Gelb-Rote Karte: Kirim (40., Foul).- Bes.Vorkommnisse: Ibrahimoglus Elfer gehalten (22.), Hedl hält Elfer (90.).-Neusiedl, Pottendorfer, 400.

RUNDE (26.4.) TRAISKIRCHEN (H) 0:1 (0:0)

Hedl; Greiml, Gobara (61.Nader), Obermüller; Sulzbacher, Schuster, Felber, Wunsch, Moormann; Tomasevic (46.Ibrahimoglu), Markl (61.Binder).- Tor: Jusic (82.).- Allianz-Stadion, West 1, Wisak, 150.

RUNDE (4.5.) LEOBENDORF (A) 1:1 (0:0).

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Obermüller, Moormann; Schuster, Felber, Velimirovic, Ibrahimoglu (86.Leovac); Wunsch (79.Nader), Markl (75.Kirim).- Tore: Kayhan (89., Elfer); Moormann (65., Freistoß).- Leobendorf, Heiner, 387.

RUNDE (10.5.) MATTERSBURG AM. (H) 2:0 (0:0)

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Obermüller, Leovac (67.Kirim); Schuster, Martic, Felber, Ibrahimoglu; Wunsch (75.Velimirovic), Strunz (18.Markl).- Tore: Markl (18.), Ibrahimoglu (90./+3, Elfer).-Allianz-Stadion, Karner, 150.

RUNDE (17.5.): MAUERWERK (A) 0:2 (0:1)

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Velimirovic (66.Binder), Obermüller, Moormann; Schuster, Felber, Wunsch (66.Tomasevic), Ibrahimoglu; Markl (82.Nader).- Tore: Papadimitriou (35.), Kara (79., Elfer).- Gelb-Rote Karte: Greiml (78., Unsportlichkeit).- Schwechat, Jandl, 100.

Die Sonne trügt, es ist kalt

RESÜMEE

Nach drei Siegen en suite mussten die jungen Hütteldorfer beim Mittelständler Neusiedl einen herben Dämpfer hinnehmen, der die Hoffnungen auf den möglichen Aufstiegsplatz 2 kleiner machte. Eventuell wäre es anders gekommen, hätte Ibrahimoglu bei 0:0 seinen Penalty genutzt und Kirim keine zwei „Gelb“-Fouls begangen.— Mit dem kläglichen 0:1 gegen Traiskirchen (Kontertorschütze: ein Ex-Rapidler) war der vage Aufstiegstraum wohl endgültig ausgeträumt.

Beim Tabellenvierten Leobendorf erreichte der SCR II wie im herbstlichen Heimspiel immerhin ein 1:1, wobei der Ausgleich für die Gastgeber aus dem Penalty eines (schon wieder!) Ex-Rapidlers erst kurz vor Schluss hingenommen werden musste.

Nach ansprechendem Start wurden die Jungrapidler immer schwächer, steigerten sich nach Seitenwechsel aber zusehends und gewannen die insgesamt
mittelprächtige Partie gegen Mattersburgs Amateure letztlich verdient. Auch weil der Gartler-Pauli den „Auftrag“ des Chronisten erfüllte, keinen reinzulassen.

Nach nur 16 Punkten in den bisherigen elf Frühjahrspartien und dem 0:2 beim Zweiten Mauerwerk, der ebenso wie Leader Ebreichsdorf und weitere Klubs nicht aufsteigen will bzw. kann, hat sich die nun aber wirklich aller-allerletzte Hoffnung des lizenzfähigen SCR II auf Aufstiegsplatz 2 endgültig in Luft aufgelöst. So weh das auch tut: In der Form der letzten Wochen (Ausnahme: das 4:1 über Bruck/Leitha) hätte unsere unerfahrene Mannschaft in der 2. Liga ohnehin nichts verloren gehabt. In diesem Sinne: Auf ein Neues, Burschen!

RLO-Stand vom 19.5.

1. Ebreichsdorf 27/63 (80:19)
2. Mauerwerk    27/56 (52:26)
6. Rapid II     27/45 (50:32)

IN DEN LETZTEN SPIELEN FIEL AUF, DASS…

Richard Strebinger, ohne den Rapids Saison 2018/19 gewiss noch durchwachsener verlaufen wäre, an seine glanzvolle Dauerform seit einigen Wochen nicht mehr anschließen konnte und immer wieder rätselhafte Patzer machte – beschäftigten ihn die vielen Transfergerüchte zu sehr, welche sich um seine Person ranken?

… Sein „Back-up“ (wie die so gerne Denglisch sprechenden Zeitgenossen zu einem Ersatzmann sagen) Tobias Knoflach gegen Innsbruck einmal mehr bewies, dass er ja gar nicht so lange ohne Wettkampfpraxis sein kann, wie er auf Anhieb mit guten Leistungen immer wieder eindrucksvoll aufzeigt.

… Die Vorstellungen Aliou Badjis (21) hätten unterschiedlicher gar nicht sein können; insgesamt wirkte er aber immer besser integriert.

… Herr Ebenbauer, der BL-Vorstand mit Vorgeschichte als SCR-Nachwuchskicker, darüber nachdenken sollte: Rapid spielte nur in der Qualigruppe und hatte trotz (erwartungsgemäßem) Publikumsschwund immer noch mehr Zuschauer als die „Schlager“ der Meistergruppe – ist die Reform also gar keine so tolle Sache, wie man es uns vormachen will?

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Einmal mehr hatte eine „Grünzeug“-Ausgabe einen Tag vor einer Versammlung Redaktionsschluss (am 19.5.), daher können wir über die „GV“ vom 20.5. erst in der nächsten Nummer berichten.

Über die „MV“ vom 15.4. hingegen an dieser Stelle: Vier Siege in Folge und der sich in rhetorischer Topform präsentierende Rapid-Pfarrer (sowie -Psychologe) Christoph Pelczar sorgten für die beste Stimmung seit Jahren. Der bullige Geistliche schob eine Wuchtei nach der anderen, sodass sich die vielen Mitglieder schier zerwutzelten, dennoch sorgte er natürlich auch für besinnliche Momente. Mit ihm gekommen waren seine Lieblinge Stefan Schwab („Lasse mich von ihm im Juni kirchlich trauen“) und Dejan Ljubicic („Egal, wie lange ich in einem Match eingesetzt werde, ich will immer alles geben“), die – falls sie zu Wort kamen – für den sportlichen Touch sorgten und sich für das Cupfinale durchaus optimistisch zeigten. Der kirchliche Beistand war ihnen jedenfalls gewiss!

Auch heuer dürfen wir uns bei unserem Langzeitmitglied und Inserenten, Herrn KR Peter Frigo, für eine großzügige Spende herzlichst bedanken.

Und Frau Helga Aigner, 1120 Wien, dürfen wir als „Neuzugang“ ebenso herzlich begrüßen.

Vom SKN St.Pölten holte Rapid Kühbauers Wunschspieler Taxiarchis Fountas, einen 23jährigen griechischen Flügelflitzer ablösefrei. Der 170-Zentimeter-Mann unterschrieb bis Sommer 2022.

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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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