GRÜNZEUG-623

Grünzeug-623

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/MAI 2021/Nr.623/Versand 9.8.2021, Postamt 1120

SOMMER 2021: VIEL NEUES UND MANCHES ALTES

Neu: Die österreichische Bundesliga wird nun von ADMIRAL gesponsert. Am Ende zählen bei Punktegleichheit nur die Duelle gegeneinander. Und: Den von Didi Kühbauer so herbeigesehnten VAR (Video Assistent Referee) gibt es ab nun neu, doch ob der Didi mit dessen Entscheidungen wirklich so glückselig war, das bleibe dahingestellt…

Altvertraut: Dass Christoph Knasmüllner ein Bombenfußballer ist (wenn er „seinen Tag“ hat), das bewies er zuerst gegen die Wiener Viktoria im Cup oder und, das umso mehr, in der CL-Quali gegen Sparta Prag mit zwei Weltklassetoren.

Vier Tage später waren er und fast alle seiner Kollegen gegen Hartberg mit einem in „europäischer Weltklassemanier“ auftretenden Mario Sonnleitner (der vom SCR und dessen Fans zuvor gefeiert wurde) in unglaublich mieser Verfassung, sodass das 0:2 gerechtfertigt war.
Alt: Nicht nur Rapid leidet schon seit Jahren unter Manuel Schüttengrubers miserablen Pfiffen, und bei obigem Match war es wieder einmal soweit: Der für den schwer verletzten Grahovac eingewechselte Schuster wurde vom Hartberger Stec dermaßen gefoult, dass „Rot“ unumgänglich war, aber Schüttengruber gab nur „Gelb“, weshalb der VAR nicht mehr reagieren konnte. Dafür meldete er sich bei einem Strafraumhands des neuen SCR-Verteidigers Kevin Wimmer (zuvor Karlsruher SC), der von hinten gestoßen worden war und die Kugel aus kurzer Distanz auf die Hand bekam – 0:2 und die erste Negativ-Überraschung in dieser Saison.

Die wirkte sich auch aufs Rückspiel gegen Sparta Prag aus: Rapid musste auf zahlreiche, besonders für die Offensive wichtige Akteure verzichten und verlor sang- und klanglos 0:2. Auch wegen eines Schiedsrichters, dem in dieser Phase der CL-Qualifikation kein VAR zur Seite stand: Wenn das, was Strebinger bei der Abwehr einer Flanke einen Penalty nach sich zieht, dann bleibt der Keeper lieber auf der Torlinie picken! Und wenn das, was Stojkovic vor dem 0:2 in den Nacken haute, ein gegnerischer Unterarm war, dann war auch dieses Tor nicht ganz astrein, oder?

Nun aber zu Herrn Eisner und dessen prominenten VAR (Harkam)! Beim Anblick des Ersteren entfuhr dem Chronisten ein „Jessas na!“, denn Eisner hatte ihn und uns allen schon oft genug geärgert, zum Beispiel als er vor wenigen Jahren so lange spielen ließ, bis die neun Rapidler gegen Salzburg endlich aus dem Cup ausgeschieden waren. Diesmal ließ er sich nichts Derartiges „zuschulden“ kommen, doch beim üblichen 1:1-Gewürge gegen den LASK (da wirkte überraschend der große Kämpfer Grahovac mit!) stand ihm ein VAR zur Seite, der genauso wenig wie er sah, dass Arases späte Attacke gegen Karamoko ein klarer Elfer war. Schön von den Herren, aber ein schwerer Fehler war’s ja trotzdem.

Nach dem Rapids Rekord gegen den stets nach Siegen speziell gegen die Hütteldorfer lechzenden LASK Bestand hatte: 8 Siege und keine Niederlage! Da wurde der sonst gelassene Linzer Trainer geradezu zum Rumpelstilzchen!

Auch nicht mehr neu: Seit Wochen wiederholen die diversen Journalisten diese Fragen: Welche Rapidler werden den Klub verlassen; heuer geht’s um Ullmann, Fountas und Kara sowie am Rande auch Greiml. Nicht zuletzt deswegen kann man sich über die Begrüßung von Neo-Rapidlem und/oder Vertragsverlängerungen nur so freuen: Spielt gut, aber nicht zu gut! Damit ihr nicht schon in Bälde futsch seid! Wie sich das alles mit der „Mission 33“ vertragen kann – auch eine eh schon alte Frage…

ADMIRAL-Bundesliga (Stand vom 1.8.)

 1.Salzburg 2/6 (10:2)
 2.Admira   2/4 ( 5:1)
 3.LASK     2/4 ( 2:1)
10.Rapid    2/1 ( 1:3)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, 1. RUNDE (16.7.): WR.VIKTORIA (H) 6:0 (2:0)

Endlich wieder Zuschauer (8.100 gegen einen Regionalligisten), die zwischen einigen Leerläufen teilweise schöne Tore bejubeln konnten. Polsters Meidlinger, die fast neun Monate ohne Spielpraxis waren, scheiterten u.a. auch an den vielen eigenen Fouls.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic (62.Sulzbacher), Hofmann, Wimmer, Ullmann (62.Auer); Knasmüllner, D.Petrovic; Schick, Fountas (46.Grahovac), Arase (46.Grüll); Kara (73.Strunz)
  • Tore: Kara (9., Elfer), Hofmann (41.), Grahovac (59.), Knasmüllner (61., Superfreistoß, 66.), Grüll (88., Elfer)
  • Gelb-Rote Karte: V.Petrovic (29., Foul)
  • Gelbe Karte: Viktoria-Trainer Polster
  • Allianz-Stadion, Lechner, 8.100
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David mit dem Fanschal zum Spiel

CL-QUALI, 2. RUNDE (20.7.): SPARTA PRAG (H) 2:1 (0:1)

Quasi der Abend vom Knasi! War es nach dem frühen 0:1 gegen seine schlecht platzierten Vorderleute vor allem nur Strebinger, der das 0:2 verhinderte, während lediglich R.Ljubicic mit einem tollen Fernschuss für grün-weiße Torgefahr sorgte. Doch nach der Pause sahen die euphorisierten 19.500 Fans eine ganz andere Rapid, mit zwei Weltklassetoren Knasmüllners: Schlenzer ins Kreuzeck, Volley ins lange (der starke R.Ljubicic war für die Maßflanke zuständig). Zweimal Pech für Kara: Superschuss in extremis gehalten, Elferfoul negiert. Immerhin bewies der SCR gegen die unangenehm zu bespielenden Prager, dass er auch heuer wieder eine „geile Mannschaft“ (O-Ton Knasi) sein wird.

BL, 1. RUNDE (24.7.): HARTBERG (H) 0:2 (0:1)

Sonnleitner, von den Fans herzlichst begrüßt, war ein Bollwerk in der in allen Belangen besseren steirischen Mannschaft. Grahovac schied früh mit einer blutenden Gesichtsverletzung aus; sein Vertreter Schuster wurde von Stec ausschlussreif gefoult, aber Schüttengruber gab dem nur „Gelb“ – ob das eine bessere Leistung der Rapidler ermöglicht hat, darüber blieben die Meinungen geteilt. Jedenfalls: Rapid gegen Prag und Rapid gegen die viel zweikampf- und auch spielerisch(!) besseren Hartberger, das waren zwei vollkommen andere Mannschaften. Warum auch immer.

Corteo des Block West vor dem Spiel gegen Hartberg

CL-QUALI, 3.RUNDE (28.7.): SPARTA PRAG (A) 0:2 (0:1)

Grahovacs Fehlen nach der Hartberg-Pleite (offener Nasenbeinbruch, Verschiebung der Nase) war noch lange nicht „genug“: Am Tag des für die Champions League wichtigen Retourmatches fielen neben Hofmann (angeschlagen) auch die beiden Stars aus der ersten Begegnung aus! Knasmüllner erbrach und hatte Durchfall, außerdem war R.Ljubicic erkrankt (Corona?), was sich für die Hütteldorfer Offensive höchst nachteilig auswirkte. Über die Abwehr konnte man nichts Negatives feststellen, aber vorne kaum etwas Positives. Dazu kamen auch die Schiri-Entscheidungen: Die auf den Elfmeter für Sparta war nur schwer nachvollziehbar, und vor dem 0:2 wurde ein Foul an Not-Kapitän Stojkovic negiert, in dessen Rolle Dibon nach 14 Monaten Pause schlüpfen musste. Daher also: Ab in die Europa-League-Qualifikation – viel Erfolg!

BL, 2.RUNDE (31.7.): LASK (A) 1:1 (1:0)

Fast noch schiacher als sonst immer! Rapid startete gegen die Linzer souverän und ging durch Fountas nach überragender Kara-Vorarbeit mühelos in Führung (Didi: „Das Tor hätte jeder mit 2,5 Promille gemacht“). Der LASK kam allmählich immer besser in die Partie, hatte aber keine echten Chancen. Nach der Pause war’s ganz ähnlich, doch die echte Tormöglichkeit fand Greiml vor, dessen Kopfball die Latte touchierte (61.). Die Gastgeber forcierten ihr übliches Pressing samt Ho-Ruck-Fußball, dem aber nur das 1:1 entsprang, bei dem Schmidt die Kugel irgendwie über die Linie drückte. Die weiteren Chancen lagen bei Rapid, aber Grülls Schuss ging am langen Eck vorbei. Bevor der SCR viel Glück hatte, denn Arases Foul an Karamoko war elferwürdig (90./+4). So gesehen war das Remis nach kräftezehrendem Fight gerecht.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Wimmer; Schick (65.Arase), Schuster, Petrovic (65.Grahovac), Ullmann; Knasmüllner (84.Kanuric), Fountas (65.Grüll); Kara
  • Tore: Schmidt (79.); Fountas (8.)
  • Gelbe Karten: Thalhammer, Maresic; Schick, Fountas, Stojkovic
  • Pasching, Eisner, 6.087 (ausverkauft).
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„MR. GRÜNZEUG NR. 623“: FILIP STOJKOVIC

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Zum „Kapitän der Legionäre“ wurde Filip Stojkovic bereits ernannt, doch weil Christopher Dibon noch nicht ganz in der Spur und Maximilian Hofmann angeschlagen war, bekleidete der kampfstarke Serbe dieses Amt tatsächlich. Und tat das nicht nur, besonders aber gegen den LASK, hervorragend.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele

Thorsten Schick und Filip Stojkovic beide 50. (jeweils gegen Hartberg)

EC-Spiele

Christopher Dibon 30. (Sparta Prag); Kelvin Arase, Ercan Kara, Maximilian Ullmann alle 10. (jeweils gegen Sparta Prag)

„Runde“ Tore

Fehlanzeige

SOMMERLICHE TESTS

27.6.: LAFNITZ (A) 5:2 (2:1)

Tore: Fountas, Knasmüllner, Dijakovic, Kitagawa, Schick

30.6.: OBERWART (A) 3:0 (1:0)

Tore: Kitagawa, Grüll, Fountas (Elfer)

3.7. LOK MOSKAU 0:0

(in Pinkafeld zum Abschluss des Camps in Bad Tatzmannsdorf)

7.7. SKN ST.PÖLTEN (Η) 2:2 (0:1)

Tore: Fountas, Kara

10.7.: FC KOPENHAGEN (H) 1:0 (0:0)

Tor: Kara

EIN BLICK ZU RAPID II

Patrick Jovanovic (47) wurde nach Franz Maresch (nun in der Scoutingabtcilung) zum neuen Cheftrainer bestellt, während Steffen Hofmann weiterhin der Co-Trainer bleibt.

Vor dem verzögerten Beginn der Meisterschaft lagen uns zwischen 26.6. und 13.7. folgende Resultate von Testmatches vor:

WIENER LINIEN 3:2 (1:0), ADMIRA AM. 3:2 (2:0), SIEGENDORF 1:0 (0:0), STURM GRAZ Π 1:1 (0:1), SZOMBATHELY 1:4 (1:3).

1. RUNDE (23.6.): SKN ST.PÖLTEN (A)

Das Spiel wurde verschoben: Der Rasen der NV-Arena ließ ein reguläres Spiel leider nicht zu. Es fand am 3.8. statt, nach unserem Redaktionsschluss.

Dem Rapid-Magazin Nr.2 (Sommer 2021) entnahmen wir folgende Neuzugänge: Jan Kirchmayer (17) kam aus der AKA St.Pölten, dazu kamen aus der eigenen U18 Tunahan Mercan, Aristot Tambwe-Kasangele, Marvin Zwickl, Tobias Hedl, Enes Tepecik, Haris Zahirovic, Arben Kokollari, Laurenz Orgler und Benjamin Göschl. Sieben Spieler verließen Rapid II, darunter Paul Gobara (einst Kapitän), Marco Fuchshofer (einst Topscorer) und Patrick Obermüller, von dem man einiges erwartet hatte. Marko Bozic (auch eine Stütze) wurde im Magazin mit einem Fragezeichen versehen.

2. RUNDE (30.7.): JUNIORS OÖ (H) 0:0

Aufgrund der Überlegenheit und der Chance aufs 2:1 hätte Rapid II den Sieg verdient.

Stand der 2.Liga (1.8.)

1.BW Linz   2/6 (6:1)
2.Lustenau  2/6 (6:2)
3.Liefering 2/6 (4:1)
9.Rapid II  1/1 (0:0)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Nach den flauen Leistungen in den vorherigen Freundschaftspartien bestritt Österreich zwischen 13.6. und 27.6. eine erstaunlich gute Europameisterschaft: 3:1 gegen Nordmazedonien (Lainer, Gregoritsch, Arnautovic), 0:2 gegen die Niederlande, 1:0 gegen die Ukraine (Baumgartner) und schließlich das unglückliche 1:2 nach Verlängerung gegen Italien im Londoner Achtelfinale (Kalajdzic). Unsere südlichen Nachbarn taten sich gegen Alaba & Co. wesentlich schwerer als gegen andere Teams. Bevor sie am Ende dank einem Sieg im Elfmeterschießen Europameister wurden – Gratulazione, auch an Österreich!

Rapid verlängerte den Vertrag mit Christoph Knasmüllner bis Sommer 2023, Gleiches betraf auch Abwehrtalent Lukas Sulzbacher. Mateo Barac hingegen wechselte ablösefrei nach Sotschi (Russland).

Neben dem Dahinscheiden der SCR-Fans Edi Finger jun. und des „Rapid-Charly“ erlag Peter Elstner (81) am 20.6. einem Badeunfall. Elstner war nicht nur eine ORF-Legende und Rhetoriktrainer der 2.Mannschaft des SK Rapid, sondern auch ein sehr netter Mensch, der auch dem Verfasser sehr fehlen wird!

Am 25.6. präsentierte Rapid das im Prater angesiedelte „Körner Trainingszentrum“, das an die „Körner-Buam“ Robert und Alfred erinnern soll und von der nachwuchsfreundlichen Firma VARTA mitfinanziert wurde.

U21-Teamspieler Jonas Auer (20) kam von Mlada Boleslav und unterschrieb bis 2024.

Rapid ist seit 5.7. endlich wieder im BL-Aufsichtsrat vertreten und zwar durch Martin Bruckner.

Nachdem Yusuf Demir seinen Kontrakt mit dem SCR bis 2023 verlängert hatte, wurde er an den FC Barcelona verliehen, was dem 500.000 Euro wert war. Dort kickt Yusi vorerst an der 2. Mannschaft, aber sollte er diese einmalige Chance nutzen, würde Rapid kolportierte 10 Millionen erhalten. Zoki Barisic erwartet sich, dass das grün-weiße Supertalent seinen Weg in Barcelona machen wird.

Bereits ohne ihn fand am 11.7. vor 2.500 Besuchern der „Tag der offenen Tür“ statt, wobei die Mannschaft ihre neuen Heimdressen verführte (grün-weiß, blau-roter Querstreifen).

Weiters fehlte mit dem langjährigen Publikumsliebling Mario Sonnleitner ein echtes „Urgestein“, das noch immer in der Bundesliga reüssieren will, aber dessen Weg ihn (Mitglied auf Lebenszeit!) gewiss wieder zurück nach Hütteldorf führen wird. Erstmals als Spieler des TSV Hartberg am 24.7.

Am 11.7. war Deni Alar auch nicht mehr dabei: Sein Vertrag wurde aufgelöst, und er ging zum SKN St.Pölten (erster Gegner von Rapid II in der neuen Meisterschaft, doch diese Partie wurde ja verschoben).

Philip Newald, bisher Rapids Finanzreferent, schied wegen beruflicher Überlastung aus dem Präsidium aus.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-622
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF-Format zur Verfügung

Geduldsprobe

Geduldsprobe

Zwar ist das Stadion wieder belebt und wir alle freuen uns darüber, doch vom Normalzustand sind wir noch weit entfernt. Neuerliche Restriktionen sind nicht auszuschließen, also genießen wir die sich bietenden Möglichkeiten wie ein überraschendes Fest, und üben wir uns in Geduld, bis das Gespenst der Pandemie zurückgedrängt ist.

Keine Spielfeldaktivitäten

Bei einer Anfrage im Klubservice, ob wir nicht wieder als Wappenträger auftreten können, erfuhr ich, dass solche Fanaktivitäten noch nicht zugelassen wären. Es wird Euch auch aufgefallen sein, dass es keine früher üblichen Gratulation vor dem Spiel gegeben hat, auch diese Aktivitäten sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Erinnern wir uns an das erste Fanklubtreffen im Mai und die Mitgliederversammlung am 1. Juli. Auch bei diesen Treffen gab es keinen Kontakt mit Spielern, solche Wünsche müssen wir einfach noch hintanstellen.

Das Positive daran: Es wird seitens des Vereins alles unternommen, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung möglichst klein zu halten und wir sollten uns diesen Bemühungen anschließen. Es wird scho wieda, wir sind ja noch jung!

Mitgliederversammlungen

Das allein wäre keinen Artikel wert, aber ich werde vor jedem Spiel gefragt, wann denn wieder eine unserer beliebten Mitgliederversammlungen stattfinden wird. Leider habe ich darüber keinerlei Hinweise seitens des Vereinsvorstands, doch sollten uns die Restriktionen der Spielfeldaktivitäten daran erinnern, dass die Pandemie einfach noch nicht vorbei ist und man unsere Aktiven vor eventuellen Ansteckungen schützen muss.

Ob wir selbst einige Tage in Quarantäne oder mit Fieber herumliegen, ist nicht von besonderer Bedeutung, doch wenn es Spieler trifft, wäre das ein großer Schaden für uns alle und für den laufenden Wettbewerb. Ich nehme daher an, dass es auch in den nächsten Wochen nicht möglich sein wird, dass Spieler von Rapid sich bei Mitgliederversammlungen des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ einfinden. Wir haben daher als Anhängerverein noch länger die Folgen von Covid zu tragen.

Vorschlag 1

In der Enge unseres Vereinslokals ist Abstand halten oder eine Trennung zwischen Podium und Publikum eine Unmöglichkeit. Man könnte daher – sofern Rapid dem zustimmt – eine Mitgliederversammlung in die Rekordmeisterbar verlegen, weil man dort mit einer geeigneten Sitzordnung für Abstand sorgen kann und eine organisatorisch saubere Trennung zwischen Publikum und Podium herstellen kann.

Vorschlag 2

Zusätzlich könnten wir an Stelle der Spieler auch Vereinsverantwortliche, vielleicht auch einmal einen Schiedsrichter oder andere Fußballexperten zu einer Podiumsdiskussion einladen.

Wie es schließlich vom Vorstand gehandhabt werden wird, werden wir hoffentlich im kommenden Grünzeug-623 erfahren.

Erinnerungen

Hier eine Erinnerung an bessere Zeiten mit der Hoffnung, dass wir uns bald wieder treffen können.

60-Jahr-Jubiläum am 10. November 2011, moderiert von Andy Marek

GRÜNZEUG-622

Grünzeug-622

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/MAI 2021/Nr.622/Versand 21.6.2021, Postamt 1120

IN EIGENER SACHE

Nun haben wir also das erste Halbjahr von 2021 mehr oder weniger glücklich hinter uns, das uns die Corona-Pandemie bescherte, und hoffentlich sind die meisten oder gar alle von uns gesund!

Im August wird sich unser Vorstand zusammensetzen und beratschlagen, ob und wie wir das zweite Halbjahr gestalten (können/dürfen). Nix Genaues weiß man ja noch immer nicht. Wie dem auch sei, bedanken wir uns an dieser Stelle wieder einmal bei all jenen, die in nicht Rapid-artiger Manier das Handtuch in den Ring geworfen und uns wenigstens bis dahin durch ihre Beiträge ein bisschen vor dem Untergang bewahrt haben.

In diesem Sinne verabschiedet sich der Vorstand bei Ihnen allen bis Juli und nach einem weniger aufregenden Sommer, dann womöglich ohne Masken und sonstigen – Verzeihung – Scheiß!

RED BULL ERNEUT MEISTER, SCR ERNEUT ZWEITER

Tabelle der Meistergruppe 2021

1.Salzburg   32/51 94:33
2.Rapid      32/36 64:40
3.Sturm Graz 32/36 52:34
4.LASK       32/30 55:41
5.WAC        32/27 52:62
6.WSG Tirol  32/23 53:60

Torschützenliste

27 Tore: Daka (RBS), 18: Baden Fredriksen (WSG), 17: Joveljic (WAC) sowie die Rapidler Kara (15), Knasmüllner (12), Fountas (9), Demir (6), Arase (4), Kitagawa, Schick (je 3), Murg, Ritzmaier (je 2), Alar, Grahovac, Schuster, Ullmann (je 1) außerdem trafen vier gegnerische Spieler für den SCR ins eigene Netz.

Obige Endtabellen beweisen einmal mehr, dass die Firma Red Bull mit ihren Fußball spielenden Legionären in einer eigenen Liga aktiv ist, mit der sich die Konkurrenten, Rapid leider eingeschlossen, nicht richtig messen können. Denn Geld schießt sehr wohl Tore! Wir nennen nur den Namen Okafor, den RBS um sage und schreibe 11 Millionen Euro aus der Schweiz geholt hatte, um ihn nur sporadisch einzusetzen – 11 Millionen, wie viele Kicker müssten sich Rapid und die anderen Klubs holen, bis sie solche Summen ausgegeben haben? Wie auch immer, unsere Rapidler eroberten 2020/21 erneut den „Titel“ als „Best oft he Rest“ (zum insgesamt 16. Mal übrigens in ihrer Geschichte!), und daher errechneten wir die Top 5 ohne Beteiligung der Salzburger: 1. Rapid mit 36 Punkten und 61:30 aus somit nur 28 Partien, diesmal ganz knapp vor den im Frühjahr sehr starken Grazem (auch 36 Zähler, aber „nur“ mit 46:25 Toren), Dritter wäre der LASK mit seinen internen Querelen (30/52:30), vor dem WAC (26/46:54) und den Tirolern (23/48:45). Zum „Best oft he Rest“ sei nur ein Ausspruch von Josef Hickersberger in Erinnerung gerufen: „Als Zweiter hinter Salzburg kann man sich als Meister fühlen“. Wie of t noch? Diese Frage wird sich für Obmann und Redakteur Niederhuber wahrscheinlich nicht mehr beantworten lassen, denn der nähert sich ja schon dem Achtziger…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

10.MEISTERRUNDE (22.5.): LASK (H) 3:0 (0:0)

An Zokis 51. Geburtstag wünschten sich nicht nur er nach den drei Flops zuvor endlich wieder einen Sieg und die Fixierung des zweiten Ranges, noch dazu vor den lange entbehrten Zuschauern (3.000 durften kommen). Die ersten 45 Minuten verliefen eher zäh, doch Fountas‘ Knaller zum 1:0 wirkte wie ein Brustlöser, und nun zeigten die Hütteldorfer sehr guten Fußball, während ihr diesjähriger „Lieblingsgegner“, bei dem es hinter den Kulissen wieder einmal drunter und drüber ging, keinen ernsthaften Widerstand mehr bot. Rang 2 war also endlich fix, es ergaben sich „nur“ Fragen, mit welchem Kader der SCR in die Europa League gehen wird. Diverse Verträge laufen ja mit Saisonende aus: Barac, Knasmüllner, Ritzmaier definitiv; Demir, Kara, Fountas mit Angeboten anderer Klubs; D.Ljubicic ist ja fix weg. Und: Mario Sonnleitner, am Ende mit der Kapitänsbinde ausgestattet, wurde nach über einem Jahrzehnt mehr oder weniger verabschiedet, wozu wir nur sagen dürfen: Der Sonni gab seit 2010 stets sein Bestes, auch wenn man (Müller! Büskens!) es ihm nicht leicht machte, und er war und ist auch außerhalb des grünen Rasens in menschlicher Hinsicht ein Vorzeige-Rapidler („Rapid ist man ein Leben lang oder gar nicht“, nicht zuletzt deswegen ist er ein lebenslanges Mitglied des SCR). Der Verfasser hat auch einen Wunsch, dem SK Rapid sollte es auch nach dem Ende dessen Profikarriere ein Anliegen sein, den Sonni weiter zu beschäftigen! Vielleicht sogar als Leader der 2. Mannschaft?

„RUNDE „ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

„Runde“ Spiele: Fehlanzeige
„Rundes“ Tor: Taxi Fountas 25. (LASK)

EIN BLICK ZU RAPID II

30.RUNDE (23.5.): AUSTRIA KLAGENFURT (H) 1:2 (1:2)

3:2-Sieg am Wörthersee am 21.2. und zuletzt nur 1:2 daheim – Resultate, auf die Rapids Fohlen zu Recht stolz sein durften und das gegen eine von unserem Freund Peter Pacult meisterhaft gecoachte Truppe, die anschließend den SKN St.Pölten mit 4:0 und 1:0 überlegen aus der Bundesliga gekegelt hat (Gratulation!). Außerdem wurde Klagenfurts 1:0 per Handspiel erzielt, aber es war ja zu verschmerzen, weil es keine Absteiger gibt und man als Dritter aufsteigen konnte.

  • SCR II: Unger; Sulzbacher (89.Zimmermann), Querfeld, Eggenfellner, Dijakovic; Kanuric (78.Fuchshofer), Bosnjak, Bozik; Softic (55.Wunsch); Binder (89.Savic), Strunz
  • Tore: Sulzbacher (20.); Miesenböck (8.), Cvetko (33.)
  • Gelb-Rot: SCR-Trainer Maresch (80., Kritik)
  • Allianz-Stadion, Muckenhammer, 1.000
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Endtabelle

Meister BW Linz (30/63 und 70:31 Tore und Zweiter Liefering (auch 63 Punkte, aber „nur“ 69:31 Tore) waren ja nicht aufstiegsberechtigt, aber Austria-Klagenfurt 59 Punkte und 50:33 gelang als Dritter der souveräne Aufstieg gegen den BL-Letzten SKN St.Pölten 4:0 und 1:0). Ein Mordsgedränge gab es auch in der (Nicht-Abstiegszone): Lustenau, dann SCR II, Steyr und Horn kamen alle auf 30 Punkte bei 44:55, 37:53, 30:55 und 40:62 Toren.

Apropos Verlusttore: dass es deren 53 setzte, lag unseres Erachtens auch daran, dass Leo Greiml, der vorjährige Abwehrchef, nur mehr für die Profis aktiv war, aber so soll es ja auch sein – fragt sich nur, für wie lange noch, weil er auf den Wunschzetteln anderer Klubs stehen soll, wie uns berichtet wurde. Und wer konnte nach dem Leo den Weg nach oben schaffen? Ohne auf die anderen Talente vergessen zu wollen, fallt dem Chronisten spontan der Name Lukas Sulzbacher ein.

Wie dem auch sei, von den 38 vom Duo Maresch/Hofmann eingesetzten Spielern trafen Strunz (8 Mal), Fuchshofer (7), Dijakovic (4), Savic (3), Schuster (3), Zimmermann (2), Bozic (2), Kocyigit, Tepecik, Hajdari, Kanuric, Wunsch sowie Sulzbacher je einmal ins Netz, außerdem waren 2 gegnerische Eigentore zu verzeichnen.

Nach diesem einen Jahr der Aklimatisierung in Liga 2 hoffen wir für das kommende auf zu Rapid passendere Resultate!

Splitter

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Bereits lange vor dem Ende der Transferzeit sicherte Rapid sich die Dienste der Youngster Marko Grüll (Ried) und Robert Ljubicic (St.Pölten) sowie von Kevin Wimmer: der neunfache ÖFB-Teamverteidiger gehörte dem englischen Zweitligisten Stoke an und war zuletzt Leihspieler beim Karlsruher SC. Für Rapid unterschrieb der 28-Jährige bis Mai 2023, worüber Zoki Barisic sich „glücklich“ zeigte.

Apropos Ljubicic: Für den älteren Dejan war der 29.5. ein Freudentag, sicherte sich doch sein neuer Klub, der 1.FC Köln, nach einem Heim-0:1 auswärts mit einem souveränen 5:1 bei Holstein Kiel (Flo Kainz war einer der Besten) den Weiterverbleib in der deutschen Bundesliga. Gleiches durfte am selben Tag der jüngere Robert keineswegs von sich behaupten, mehr noch: Er wurde von Austria Klagenfurt nicht nur mit 0:4 und 0:1 abgefertigt, sondern leistete sich für den SKN St.Pölten in der 88. Minute ein wüstes Frustfoul an Pink und wurde deswegen für 5(!) Spiele gesperrt – ärgerlich, besonders für seinen neuen Arbeitgeber Rapid!

Nochmals zu Robert Ljubicic: Ohne dessen Mordsdummheit im letzten Spiel für den SKN auch nur im Geringsten gutzuheißen, wird Didi Kühbauer vielleicht an seine eigene Jugend erinnert, denn als er mit ebenfalls 21 Jahren, im Sommer 1992, von der Admira zu Rapid wechselte, war er auch für drei Spiele gesperrt, immerhin „nur“ und im Cup, weil im Südstädter Leiberl ausgeschlossen worden war. Ob der „kleine“ Ljubicic auch so eine grün-weiße Legende wie sein nunmehriger Trainer wird, das soll uns die Zukunft beweisen.

Alles andere denn legendär verliefen die letzten Auftritte der Foda’schen A-Auswahl vor dem Beginn der Europameisterschaft: Das 0:1 (0:0) gegen England in Middlesbrough (2.6.) war wie das 0:0 im Wiener Aufgalopp gegen die Slowakei (6.6.), mit Verlaub zu sagen, kaum zum Anschauen, da ging einem das (hoffentlich schon) Geimpfte auf.

Wesentlich attraktiveren Fußball zeigte die U21, obwohl sie nur einen kleinen Teil ihrer unzähligen Chancen nutzte. Am 4.6. gewann sie in Ritzing den Test gegen die Slowakei mit 2:1 (1:0), wobei Auer (an dem Rapid interessiert war oder noch ist) und Adamo trafen und die Grün-Weißen durch Sulzbacher, Greiml (bis 46.), Demir (bis 59.) sowie Hedl (ab 46.) vertreten waren; am 6.6. startete das Team des Spielverstehers Gregoritsch die EM-Qualifikation gegen Estland mit einem zu niedrigen 2:0 (10).

Tore: Schmid und Demir (nach überragenden 83 Minuten ausgetauscht, statt ihm kam Strunz aufs Feld). Weil Schuster und Strunz nachberufen wurden, gehören dem U21 -Kader diese Rapidler an: Niklas Hedl (dessen Vater Raimund Tormanntrainer ist), Lukas Sulzbacher, Leo Greiml, Yusuf Demir und Oliver Strunz; wenn man so will, lernten übrigens auch Kapitän Flavius Daniliuc (derzeit Nizza) und Christoph Klarer (Düsseldorf) das Kicken ebenfalls in Hütteldorf, und, um von unserem „Erzfeind“ FAK zu reden: Sogar die Violetten Demaku, Wimmer und Jukic sind mit dabei. Tja, der „Gregerl“ denkt halt Wienerischer als Herr Foda oder dessen Vorgänger Koller.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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GRÜNZEUG-621

GRÜNZEUG-621

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/MAI 2021/Nr.621/Versand 25.5.2021, Postamt 1120

DREI SCHLAPPEN IN SERIE – GING ES SICH TROTZDEM FÜR PLATZ 2 AUS?

Mit der Beantwortung auf diese bange Frage können wir uns erst in der Juni-Nummer befassen, denn die vorliegende hatte am 17.5. Redaktionsschluss. Und sie entstand mit einer gehörigen Portion Frust, um es ehrlich zu sagen…

Dem nun bereits wie ein Märchen anmutenden 8:1 in Wolfsberg folgten sehr wechselhafte Leistungen und Resultate: 0:3 gegen Salzburg, Nullnummer gegen Sturm, 1:1 gegen den LASK, zwei Siege gegen die Tiroler (4:0, 3:2), ein peinliches 1:2 gegen besagten WAC, an dem auch der desorientierte Referee mitwirkte, 0:2 in Salzburg (wohin man die Punkte vielleicht besser per Post schicken sollte) und zuletzt dieses 1:4 in Graz – die einzige Niederlage gegen Sturm seit zwei Jahren und das mit einer geradezu an Arbeitsverweigerung grenzenden letzten halben Stunde. Fazit: Jeder hatte schon an den Endrang 2 (CL-Quali) geglaubt, nicht nur der Verfasser (mit seiner grünen Brille). Der war nach dem Un-Spiel in der Merkur-Arena zwar noch existent, aber extrem gefährdet. Von Sturm trennt Rapid (das Innenverteidigegerduo Hofmann/Barac war gesperrt und fehlte ja doch sehr) lediglich die -marginal bessere – Tordifferenz , und in der 10. Meisterrunde geht es für die aggressive Ilzer-Truppe zu den heimschwachen Wolfsbergem, während Rapid es daheim mit dem LASK zu tun hatte.

Daran wollte der Chronist bei der Abfassung dieses Artikels lieber noch nicht denken, nachdem die tipico-Bundesliga nach der 9. Meisterrunde so aussah: 1.Salzburg 31/48 (90:33).- 2.Rapid mit Stemderl 31/33 (61:40.- 3.Sturm auch mit Stemderl 31/33 (49:33).-4.LASK 31/30 ohne Stemderl (weshalb er den SCR nicht mehr überholen konnte) 31/30 (55:38).- 5.WAC mit Stemderl 31/27 (51:59).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

3. MEISTERRUNDE (18.4.): STURM GRAZ (H) 0:0

Sie kämpften wie die Löwen und gewannen so viel zu viele Bälle, sie hatten daher ausreichend Torchancen, auch nach „Rot“ für ihren Mittelstürmer, und sie hießen Sturm Graz! Rapid hingegen enttäuschte auf allen Linien, als hätte sie ihr Pulver bereits in Wolfsberg verschossen. Siehe z.B. die vergebenen Möglichkeiten von Schick und am Ende von Knasmüllner.

4. MEISTERRUNDE (21.4.): LASK (A) 1:1 (0.0)

Gegen den ehrgeizigen Dritten flog die Kugel besonders vor der Pause faktisch ziellos in der Luft umher, während Rapid sich wenigstens bemühte, Fußball zu spielen. Das verdiente 1:1 gelang aber nur, weil Teamkeeper Schlager Karas Kopfbällchen nicht festhalten konnte und der nunmehrige Zweifachpapa Knasmüllner aus einem Meter Distanz zur Stelle war. In diesem Zusammenhang: Sagt der Name Richard Strebinger (im Frühjahr eine Glanzpartie nach der anderen) Herrn Foda gar nix?

5.MEISTERRUNDE (25.4.): WSG TIROL (H) 4:0 (1:0)

Anfangs entschärfte Strebinger einen Fredriksen-Schuss (Tirols einzige Chance, 5.), dann musste er nur zusehen, wie seine abwehrstarken Vorderleute trotz Dauerüberlegenheit vorne herummurksten, und am Ende erlebten er und wir alle gegen die sich in Auflösung befindlichen Gäste eine echte Rapid-Viertelstunde, woran der „doppelte Joker“ Demir den größten Verdienst hatte. Überragend auch das Ferslertor des unerhört mannschaftsdienlich agierenden Kara.

6.MEISTERRUNDE (29.4.): WSG TIROL (A) 3:2 (1:0)

„Ohne Fehler gibt es keine Tore“, dozierte einst der selige Leopold Stastny. Deren gab es auf dem Tivoli zur Genüge: Smith servierte Knasmüllner den Ball einschussgerecht, Barac köpfelte ins eigene Tor, aus dem Strebinger später eilte und per Kopfball nicht klären konnte. So machte ein dominanter SCR die Partie erneut spannend, bis Fountas aus 17 Metern genau ins Kreuzeck knallte. Trotzdem hatte man Kühbauer schon fröhlicher gesehen.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Barac, Ullmann; Petrovic (64.Grahovac), D.Ljubicic; Schick (90.Ritzmaier), Knasmüllner (64.Demir), Arase (57.Fountas)
  • Tore: Barac (51., Eigentor), Anselm (70.); Knasmüllner (5.), Arase (55.), Fountas (57.)
  • Gelbe Karten: Celic; Grahovac, D.Ljubicic
  • Tivoli, Harkam
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7.MEISTERRUNDE (9.5.): WAC (H) 1:2 (0:0)

8:1-Gala im Lavant-, aber nun 1:2-Flop im Wiental – einfach unglaublich! Diesmal erwartete den fehlpassanfalligen SCR ein dichtes Kärntner Abwehmetz, dem er sich nur bei Ritzmaiers herrlichem 28-Meter-Freistoß entziehen konnte – 1:0 und Platz zwei zu 99,999 Prozent sicher? Doch dem hatte vor allem Referee Christian Jäger, auch kein unbeschriebenes Blatt, etwas entgegenzusetzen. Der brüllende Schauspieler Wemitznig foulte Barac und wurde dafür mit einem Elfer belohnt. Wenig später sah Jäger eine Tätlichkeit des frustrierten Mateo und warf ihn raus, bevor Knasmüllner zur tragischesten Figur in Grün-Weiß wurde: zuerst unhaltbarer Lattenpendler (85.), dann alles entscheidender Ballverlust, der zum unsäglichen 1:2 führte. Didis Trost: Er freut sich auf den Video-Assistent-Referee ab Sommer! Aber ohne daran zu denken, dass der aus einem Kreis von Aspiranten gebildet wird, die sich zu aktiven Zeiten oft genug zu Fehlpfiffen sonder Zahl „ausgezeichnet“ hatten…

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (75.Schick), Fountas (63.Knasmüllner), Ritzmaier (80.Greiml); Kara
  • Tore: Ritzmaier (57., Freistoß); Liendl (76., Elfer), Dieng (90./+1)
  • Gelbe Karten: Stojkovic, Petrovic; Baumgartner, Muharemovic, Vizinger
  • Rote Karte: Barac (77., Tätlichkeit)
  • AllianzStadion, Chr. Jäger
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8.MEISTERRUNDE (12.5.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:1)

Nach der x-ten Niederlage gegen den nunmehrigen 12-fachen Meister geriet Rapids schon sicher geglaubter 2. Platz ins Wackeln, weil Sturm und der LASK gewannen. Ohne Barac (zwei Spiele gesperrt und eines bedingt) sowie auch ohne Ampelkartensünder Hofmann wird der SCR in Graz antreten müssen. Welch ein Glück, dass der junge Greiml sein Talent immer wieder zeigt, diesmal auch gegen Daka, auch wenn er dessen Schuss unglücklich zum 0:1 abgefälschte. Apropos: Wenn Kühbauer von einer guten Leistung sprach, meinte er höchstwahrscheinlich
die in der Defensive, während seine Mannschaft (Knasmüllner, Hofmann) erst im Finish gute Chancen vorfand.

9.MEISTERRUNDE (A) STURM GRAZ 1:4 (1:0)

Zur Pause war Rapid — entgegen den Spielverlauf – fix Zweiter, aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Darüber will der Chronist keine weiteren Kommentare abgeben. Wahrscheinlich wären die etwas freundlicher ausgefallen, hätte Fountas vor dem 1:1 ins Tor geköpfelt statt auf die Stange. Dann aber war Rapid in der letzten halben Stunde nicht mehr existent.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, D.Ljubicic, Greiml; Schick, Schuster, Petrovic, Ullmann; Knasmüllner (67.Ritzmaier); Kara, Fountas (77.Demir)
  • Tore: Kiteishvili (60.), Yeboah (72.), Kuen (72.), Ljubic (90./+2); Kara (20.)
  • Gelbe Karten: Dante; Greiml, Petrovic, Fountas
  • Merkur-Arena, Altmann
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,MR. GRÜNZEUG NR. 621“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Einmal mehr dieser Richie! Gewiss, auswärts gegen die WSG Tirol patzte er zwar, sonst aber war er stets auf dem Posten, was man leider nicht von allen seinen Vorderleuten behaupten konnte. Übrigens war Richard Strebinger nach seinem durchwachsenen Herbst im Frühjahr der mit Abstand beste Rapidler überhaupt. Hoffentlich gelang ihm das auch in der Abschlusspartie gegen den LASK!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Richard Strebinger 150. (Sturm, H); Maximilian Hofmann 150. (WSG Tirol, H); Taxiarchis Fountas 50. (WSG Tirol, A).
„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

23.RUNDE (14.4.): BW LINZ („H“) 2:5 (1:2)

Gegen den neuen Tabellenführer gelang Rapid II das erste und das letzte Tor, dazwischen war es jedoch ein Schubert-Festival (nun 28 von 54 BW-Toren)

  • SCR II: Hedl; Sulzbacher, Querfeld (80.Gobara), Eggenfellner, Hajdari; Kanuric; Bosnjak (65.Savic), Wunsch, Bozic (66.Softic); Zimmermann, Strunz (80.Binder)
  • Tore: Strunz (30.), Kanuric (88., Freistoß); Wimmer (32.), Schubert (34., 61., 67.), Gemicibasi (77.)
  • Wr.Neustadt, Gmeiner
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24.RUNDE (18.4.): HORN („H“) 1:0 (1:0)

Nicht zuletzt dank dem Doppelschlag in den Minuten 74 und 75 (Ausschluss eines Homers, promptes Goldtor von Strunz) gewann Rapid II das Kellerduell um Platz 15.

  • SCR II: Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Gobara, Hajdari (57.Dijakovic); Kanuric, Bozic (57.Softic), Bosnjak, Wunsch (89.Obermüller); Zimmermann (89.Fuchshofer), Strunz (84.Binder)
  • Tor: Strunz (75.)
  • Gelb-Rot: Klar (74.)
  • Wr.Neustadt, Jäger
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25.RUNDE (23.4.): GAK (A) 1:1 (1:0)

Schiri Heiss, auch kein unbeschriebenes Blatt, sorgte kurz nach Rapids 1:0 für den Clou des Spiels: Zuerst gab er einen Elfer, nachdem Bozic zu Fall gebracht worden war, aber dann befragte er den sehr weit vom Geschehen entfernten Linienrichter, nahm die Entscheidung zurück und trug so viel zum 1:1 bei.

  • SCR II: Unger; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Dijakovic; Kanuric, Bozic (59.Softic), Schuster, Wunsch (72.Bosnjak); Zimmermann (82.Binder), Strunz (82.Fuchshofer)
  • Tore: Hackinger (81.); Wunsch (32.)
  • Merkur-Arena, Heiss
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26.RUNDE (2.5.): WACKER INNSBRUCK (H) 0:2 (0:2)

Elferfoul an Strunz, der trat selber an und schoss daneben – eh schon in der 94. Minute, aber ein weiteres Zeichen für die Harmlosigkeit der Hütteldorfer, speziell in deren Schlußviertelstunde. Auch unglaublich: Das kleine Tirol wird 2021/22 womöglich mit zwei BL-Klubs vertreten sein.

  • SCR II: Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner (80.Obermüller), Querfeld, Dijakivic; Kanuric (28.Bozic), Bosnjak (46.Strunz), Schuster, Wunsch; Binder (80.Zimmermann), Savic (80.Softic)
  • Tore: Holz (12.), Ronivaldo (21.)
  • Gelb-Rote Karte: Kopp (43., Foul)
  • Weitere bes. Vorkommnisse: Wacker-Keeper Knaller schied mit Kieferbruch aus, Sulzbacher durfte im Finish nicht mehr ersetzt werden
  • Allianz-Stadion, Talic
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4.5.2021

Zwei Tage nach unserer 15. Niederlage in 26 Spielen folgte sozusagen die „Entwarnung“: Weil es aus den Regionalligen keine Aufsteiger gibt, gibt es aus der 2. Liga auch im Coronajahr II wieder keine Absteiger – die Pandemie hat anscheinend auch ihr „guten“ Seiten. Wenn auch nicht für die tatenlosen Unterhausklubs…

27.RUNDE (7.5.): KAPFENBERG (A) 1:1 (0:1)

Es war ein eher unglückliches Remis, zumal die Steirer ihr 1:0 aus einem direkt verwandelten Eckstoß erzielten und Rapid II in Halbzeit 1 erneut einen Elfer vergab (Bosnjak knallte die Kugel an die Latte).

28.RUNDE (13.5.): YOUNG VIOLETS (H) 1:1 (0:0)

Nur 12 Stunden nach seinem BL-Debüt in Salzburg zählte Lukas Sulzbacher zu Rapids Stützen im Derby, das nach untermittelprächtigem Verlauf wieder remis endete, wobei die Gäste ein wenig mehr der spärlichen Torchancen hatten.

  • SCR: Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Hajdari; Bosnjak, Kanuric (80.Ekiz), Wunsch (56.Softic), Bozik (86.Savic); Binder (80.Zimmermann), Strunz (86.Fuchshofer)
  • Tore: Strunz (61.); Martschinko (49.)
  • Allianz-Stadion, Sadikovski.
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29.RUNDE (16.5.): AMSTETTEN (A) 3:2 (1:2)

SCR II spielte eine schwache erste Halbzeit, wobei Savic vom Punkt aus vergab (der vierte Penalty, den die Burschen nicht nutzten), aber die zweite war nach Dijakovics Doppelpack umso besser und brachte sie auf Platz 12.

  • SCR: Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakivic, Obermüller; Bosnjak, Softic (46,Wunsch), Kanuric (84.Hajdari); Savic (46.Bozic), Fuchshofer (46.Binder), Strasser (46.Zimmermann)
  • Tore: Deinhofer (6.), Alin (33.); Dijakovic (44., 47.), Bozic (60.)
  • Amstetten, Pfister
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2.Liga (Stand vom 16.5.)

Aufstiegsberechtigt:

 3.Innsbruck  29/57 (50:32)
 4.Klagenfurt 29/56 (62:31)
12.Rapid      29/30 (36:51) vor Steyr (30 Punkte), Lustenau (29), Young Violets (29) und Hom (27). 

Aber es gibt ja keine Absteiger – und echte Aufsteiger auch nicht! Was für eine Farce…

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Zur allgemeinen Befriedigung der Vereinsspitze verlängerte der „echte Rapidler, hervorragende Fachmann und vorbildliche Teamplayer“ Zoran Barisic seinen Vertrag bis Sommer 2024. Was wir ebenso begrüßen wie Freund Didis Prolongation!

Weitere Vertragsverlängerungen betrafen die Jungrapidler Oliver Strunz und Marko Dijakovic bis jeweils 2024 sowie Leo Querfeld und Marvin Zwick (beide bis 2023).

Ende April rückte SCR-Kapitän Dejan Ljubicic endlich mit dem Klub seiner Wahl heraus: Der 1.FC Köln hat zwar einen großen Namen, aber auch Abstiegsängste. Immerhin gilt Dejans Drei-Jahres-Kontrakt auch für die 2. Liga, außerdem trifft er dort einen anderen Ex-Rapidler: Florian Kainz. Alles Gute!

Diese Nachricht überraschte uns leider gar nicht mehr: Tamas Szanto, seit 2010 beim SCR und mit fünf Toren in 35 BL-Einsätzen, musste seiner Gesundheit Tribut zollen und beendete nach diversen Knieoperationen und ebenso vielen Comebackversuchen im Alter von nur 25 Jahren seine Karriere. Dem SK Rapid wird der ungarische U21-Teamkicker, laut Barisic ein „toller Mensch und großer Kämpfer“, aber erhalten bleiben, indem er beim Nachwuchs arbeiten wird. Auch dir, Tamas, sehr viel Gutes!

Normaljahr oder Coronajahr II, auf Herrn KR Peter Frigo, unserem Langzeitmitglied und Inserenten, ist immer Verlass, daher bedanken wir uns auch heuer bei ihm für seine großzügige Spende!

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GRÜNZEUG-620

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CORONA, CORONA, CORONA – PANDEMIE MIT ENDE NIE?

Obige Frage muss bedauerlicherweise bejaht werden, ob man nun schon geimpft wurde oder nicht. Denn die in China erstmals aufgetauchte Seuche hat jede Menge Mutationen heraufbeschworen, die laut „Wirr“ologen oder sonstigen Wissenschaftern angeblich gegen die herkömmlichen Impfstoffe immun sein könnten. Oder was weiß ein Laie…

Jedenfalls ist natürlich auch der Klub der Rapidfreunde von dieser Pandemie schmerzlich oder sogar existenzbedrohlich betroffen. Um den Verlust auf die Einnahmen aus den Mitgliederversammlungen wenigstens ein bisschen auszugleichen, können wir auch an dieser Stelle möglichst alle Mitglieder zur Leistung ihrer Beiträge bitten. Und das in der Nummer 620 unserer Klubpostille, die auch im Coronajahr II unsere einzige Verbindung mit allen Rapidfreunden bzw. -freundinnen darstellt.

Verbunden mit dem Ersuchen, uns ebenso wie dem SK Rapid weiterhin die Treue zu halten -bis zum St.Nimmerleinstag, an dem Corona nur noch Geschichte sein wird. In diesem Sinn haben wir auch die Vereinspolizei unterrichtet, weil die auf den heurigen Mai verschobene Generalversammlung samt Neuwahl des Vorstands selbstverständlich nicht stattfinden konnte bzw. kann.

Etwas Erfreuliches in dieser Zeit der (ausweglosen?) Pandemie: Laut unserem Kassier, Clemens Bachmayer, haben etwa zwei Drittel unserer Mitglieder ihre Beiträge bereits entrichtet (Stand kurz vor Ostern), darüber hinaus sendeten uns einige Herrschaften spontan Spenden.

Ihnen allen rufen wir zu: Danke, danke, danke!!!

NA ALSDANN: PIPI BLEIBT BIS 2023! ODER NOCH LÄNGER?

Man weiß ja: Jeder Trainer ist interimistisch, so lange sein Job auf dem Papier auch festgelegt ist. Ob das bei Didis Kontrakt auch so ist, können wir nicht prophezeien, nur darauf hoffen, dass er den ungeschriebenen Gesetzen dieser gnadenlosen Branche trotzen kann. Selbst wenn es den einen oder anderen Misserfolg setzen sollte.

Wie auch immer, Dietmar Kühbauers Vertrag wurde kurz vor Ostern endlich, endlich bis 2023 verlängert, laut SCR-Boss Martin Bruckner eine diskussionslose Entscheidung und laut Sportchef Zoran Barisic kein Geburtstagsgeschenk (Didi, übrigens „Trainer des Jahres 2020“ wurde am 4.4. 50 Jahre jung), sondern das logische Ergebnis seiner professionellen Arbeit. Für uns erübrigt sich nun dieser Wunsch: Didi und Zoki, die letzten beiden „Daltons“, sollen noch lange wie bisher weitermachen, womöglich über 2023 hinaus!

HOCHGLANZFUSSBALL UND KINDERFUSSBALL!

Zu den letzten Spielen des BL-Grunddurchgangs nur ein Satz: Der Austria wurde erneut ein Punkt geschenkt und der SWG Tirol ebenfalls, allerdings nützte das dem FAK (Peter Stöger haut im Sommer den Hut drauf) gar nichts, die Tiroler aber brachte das Remis sehr wohl in die Meisterrunde, die Rapid am Ostersonntag mit einem tollen 8:1 in Wolfsberg startete. An Kühbauers 50. Geburtstag kamen natürlich Erinnerungen an den Ostersonntag 2008 auf: 7:0 und dann der 32. Titel! Selbst Pepi Hickersberger räumte der heutigen SCR-Truppe derartige Chancen ein.

Doch was passierte ihr am 10.4.: jede Menge – eh schon wissen… Zuerst verlegten sich Stojkovic und Kara eine Woche nach Ostern aufs Eierpecken und prallten mit den Köpfen gegeneinander, aber das war nicht das einzige Malheur, denn was die Mannschaft „performte“ (auch so ein Modewort), wurde vom Sky-Analysten Fredl Tatar „Kinderfußball“ genannt. Und dem können wir nun wenig entgegenhalten: Was der Großteil unserer noch vor sieben Tagen Superfußball zeigenden Kicker zeigte, erinnerte an schlecht vorbereitete Schüler, die sich vor dem Lehrer furchten; jeder Ball landete in den roten Reihen; Stankovic hätte sich eine Hängematte ins Tor hängen können. Ähnlich schwach wie Rapids „Performance“ war nur die des Schiriteams: Salzburg wurden zwei reguläre Tore wegen Abseits aberkannt und Hofmanns mehr als nur lächerlicher Ausschluss machte die Sache noch aussichtsloser, außerdem brach Daka Barac eine Zehe, was auch noch ins Bild passte.
Der Chronist hatte sich zu Rapids Duellen mit Red Bull Salzburg schon zuvor eine Theorie festgelegt: Seit Didi Mateschitz, Österreichs reichster Mann, 2005 diese Plastik-Truppe aus dem Boden gestampft hat, wird sie Jahr für Jahr besser, Afrika sei Dank, trotzdem genießt Rapid mit ihren vielen Mitgliedern wesentlich mehr Sympathisanten. Daher wollen die Dosenkicker die armen Hütteldorfer mit besonderem Elan viel mehr bekämpfen als den Rest der Liga. Den Rapid auch nach der Punktehalbierung noch anführt. Fragt sich nur, wie lange noch…

tipico-Bundesliga (Stand vom 11.4.):

1.Salzburg 24/32 (73:25)
2.Rapid    24/25 (51:29)
3.LASK     24/24 (41:24)
4.Sturm    24/22 (38:25)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 19.RUNDE (27.2.): RIED (H) 1:0 (0:0)

Nein, schlecht spielten die Rapidler gegen den mutigen Innviertler Abstiegskandidaten nicht, weder gegen elf oder nur mehr zehn Leute. Aber dieses Match auf einer schiefen Ebene in Richtung des starken Sahin-Radlinger erinnerte sehr an die Nullnummer in Altach; allerdings zwang Ried Rapids Goalie Strebinger zweimal zu Glanzparaden. Nach etlichen vergebenen Chancen setzte Schick die vermeintlich letzte ins Außen- statt ins Innennetz, dann gab es aber doch noch eine und zwar durch den einmal mehr herausragenden Joker Demir, der die Kugel aus 20 Metern Distanz virtuos ins Kreuzeck dirigierte – das 100. Heimtor gegen Ried, danke, Retter Yusi!

BL, 20.RUNDE (7.3.): AUSTRIA (A) 0:0

Das nächste Geschenk für die um Platz 6 ringenden, aber trotzdem keine Offensive wagenden Feigerln, äh, Veigerl! Die erste Halbzeit des 332. Derbys war zum Vergessen, doch nach Wiederbeginn legte Rapid mit dem erstarkten Demir einen Zahn zu und ließ den Erzrivalen kaum zum Verschnaufen kommen. Der verbarrikadierte sich in seinem Sechzehner und profitierte nur von Rapids Abschlussschwächen, zuletzt noch in Minute 90: Knasmüllner köpfelte an die Latte und Kara den Abpraller auf Pentz* Fuß – freudloses 0:0, und Salzburg war wieder fünf Punkte weiter weg. Eine gute zweite Hälfte reichte leider nicht einmal gegen diese matte Austria!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (88.Grahovac), D.Ljubicic; Schick, Demir (76.Knasmüllner), Fountas (88.Ritzmaier); Kara

Gelbe Karten: Fitz, Martel, Ebner; Barac

Generali-Arena, Gishammer

BL, 21.RUNDE (14.2.): HARTBERG (H) 4:0 (1:0)

Nach schleppendem Anfang mit Strebingers waghalsiger Aktion gegen Rep (14.) und Fountas‚ Innenstangenschuss aus unmöglichem Winkel richtete Rapid sich an Karas Doppelpack auf und hätte den ersten Meisterschafts-Heimsieg gegen die Steirer noch höher gestalten können. Den Schlusspunkt setzte Alar mit seinem ersten Goal seit April 2019.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; D.Ljubicic (75.Grahovac), Petrovic; Schick (75.Arase), Fountas (60. Knasmüllner), Ritzmaier (64.Demir); Kara
  • Tore: Kara (34., 49.), Knasmüllner (69.), Alar (88.)
  • Gelbe Karten: Ritzmaier, Stojkovic, Hofmann
  • Allianz-Stadion, Jäger
  • Austria: Bericht · Vorbericht ·
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BL, 22.RUNDE (21.3.): WSG TIROL (A) 1:1 (0:0)

Nur zwei von vielen weiteren Megachancen waren die größten Hütteldorfer Geschenke an die deswegen unter die Top 6 gekommenen Tiroler: Nach abgewehrtem Fountas-Schuss traf Ullmann aus sechs Metern das leere Tor nicht, und Kara scheiterte mit einem schwach geschossenem Elfer nach Foul an ihm selbst an WSG-Goalie Oswald und mit dem Nachschuss in den Winterhimmel. Tirol stieg dank diesen Präsenten also in die Meisterrunde auf, und Kühbauer schäumte nach dem 250. Cheftrainereinsatz bzw. dem 80. für den SCR nicht zu Unrecht vor Wut. Denn einen dermaßen „aufgelegten“ Dreier durfte seine – von ihm ansonsten gelobte – Truppe nicht solcherart verjuxen! Einzig und allein Arase, der mit Abstand beste Hütteldorfer, traf ins Netz. Nicht unser erstes Wahnsinnsmatch! Überhaupt, und ohne den Namen Pentz erst gar nicht zu erwähnen: Kobras, Sahin-Radlinger, nun Oswald – alles mehr oder weniger mittelklassige Keeper, aber gegen Rapid stiegen sie ins „Team der Runde“ auf. Auch wegen der grün-weißen Chancen Wucherei en. Oder Unfähigkeiten im Abschluss?

  • SCR: Strebinger; Schick, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (79.Demir), Fountas (68.Knasmüllner), Ritzmaier (79.Grahovac); Kara
  • Tore: Anselm (84.); Arase (74.)
  • Gelbe Karten: Gugganig, Soares; Barac, Schick, Ullmann
  • Tivoli, Muckenhammer
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1 .MEISTERRUNDE (4.4.): WAC (A) 8:1 (2:1)

Rapid und der Ostersonntag: 2008 7:0 in Salzburg (und Titel Nr. 32), heuer 8:1 im Lavanttal (und Titel Nr. 33? Schön wär’s). Rapid und Cheftrainer Kühbauers 50. Geburtstag: Er und sein gemeinsam mit ihm verlängertes Betreuerteam hätten sich ein solches Oster- bzw. Geburtstagsgeschenk wohl kaum erwartet. Der SCR gab sofort den Ton an und ging durch Fountas‚ akrobatischen Fersler in Führung, bevor Kara das nächste Supertor gelang (Chip über Kofler aus spitzem Winkel), der zuvor Lotschosvili wüste Kungfu-Attacke gegen seinen Nacken überstanden hatte. In Überzahl und mit 2:0 in Front, kombinierte Rapid sich kurz in Tiefschlaf, aus dem sie ein blöder Fehlpass aus dem Mittelfeld riss – plötzlich nur 2:1, ein Zwischenstand der dem wahren Geschehen hohnsprach. Doch nach dem dritten Traumtor (Ullmann mit rechts ins Kreuzeck) war es um die interimistisch vom Ex-SCR-Nachwuchskicker Roman Stary betreuten Kärntner geschehen: Fountas erzielte zwei weitere Treffer, Demir schloss Arases tolles Solo ab, und der Wolfsberger Scherzer erzielte zwei blitzsaubere Eigentore (BL-Rekord). Verwirrung auch beim sonst tadellosen Referee: Mitte der zweiten Halbzeit fiel dem kurzfristig nicht auf, dass der WAC plötzlich zu elft spielte; vermutlich hätten auch zwölf bis 13 Gegner kein Bein auf den Boden gebracht, so überlegen war Rapid in puncto Technik, Positionsspiel und Effizienz.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac (80.Greiml), Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Schick (68.Arase), Fountas (68.Knasmüllner), Ritzmaier (74.Demir); Kara (68.Kitagawa)
  • Tore: Röcher (39.); Fountas (22., 58., 61.), Kara (33.), Ullmann (57.), Scherzer (70., 84., Eigentore), Demir (78.)
  • Gelbe Karten: Peretz, Baumgartner; Barac
  • Rote Karte: Lotschosvili (29., Foul)
  • Lavanttal-Arena, Altmann
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2.MEISTERRUNDE (11.4.): RED BULL SALZBURG (H) 0:3 (0:1)

In Minute 2 prallten Kara und Stojkovic mit den Köpfen zusammen, worauf Ersterer mit Turban weiterspielte, Letzterer aber nur mehr kurz. Gleich nach Wiederanpfiff gab es ein „Rote“ für Hofmann, die selbst für Schüttengruber-Kenner überraschend war. Nun war es um Rapid vollends geschehen, bei der auch Barac (Zehenbruch) ausschied: Jeder abgespielte Ball landete bei den Bullen, die im Finish das Resultat in die dem Spielverlauf angemessene Höhe schraubten.

„MR. GRÜNZEUG NR. 620“: MAXIMILIAN HOFMANN

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Souverän gegen den FAK, in Tirol und beim WAC, Ähnliches galt auch gegen Salzburg, bevor ihn dieser Schüttel-, äh, Schüttengruber zu Unrecht aus dem Verkehr zog. Für uns war Max Hofmann bei seinen fünf Einsätzen jedenfalls der im Schnitt Beste.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Zwei „Hundertsten“ gilt es zu gratulieren: Srdjan Grahovac (FAK) und Dejan Ljubicic (WAC), zudem: Mateo Barac 50. (FAK) und Yusuf Demir 25. (FAK)

BL-Tor: Yusuf Demir erzielte gegen den WAC Rapids 50. Saisontor.

EIN BLICK ZU RAPID II

16 .RUNDE (28.2.): LIEFERING (H) 1:0 (1:0).

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Hajdari; Kanuric (61.Bozic), Oda, Schuster (83.Sattlberger), Wunsch (76.Gobara); Zimermann (61.Savic), Strunz (84.Binder)
  • Tor: Schuster (36.)
  • Allianz-Stadion, Fröhlacher
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17 .RUNDE (5.3.): JUNIORS OÖ (A) 1:2 (1:0)

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Hajdari; Kanuric (59.Oda), Bozic (68.Savic), Schuster, Wunsch (68.Kocyigit); Zimmermann (87.Binder), Strunz
  • Tore: T.Sabitzer (56.), Hong (83.); Schuster (29.)
  • Wels, Kijas
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18 .RUNDE (13.3.): FAC (A) 0:1 (0:1)

  • Hedl; Sulzbacher (79.Savic), Gobara, Querfeld, Hajdari (79.Softic); Kanuric, Schuster, Wunsch (68.Kocyigit), Bozic; Schobesberger (18.Zimmermann), Strunz
  • Tor: ausgerechnet Felber (23.)
  • FAC-Platz, Sadikovski
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19 .RUNDE (20.3.): DORNBIRN (H) 3:2 (1:1)

  • Unger; Hajdari, Eggenfellner, Querfeld, Gobara; Kanuric, Bozic (86.Kocyigit), Softic (46.Wunsch), Strunz (86.Binder); Fuchshofer (75.Bosnjak), Savic
  • Tore: Strunz (45./+3), Bozic (47.), Savic (89.); Katnik (30.), Malin (90./+1)
  • Rote Karte: Prirsch (36., Torraub)
  • Allianz-Stadion, Ristoskov
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20 .RUNDE (2.4.): LAFNITZ (A) 1:0 (1:0)

  • Unger; Sulzbacher, Querfeld, Eggenfellner, Gobara; Kanuric, Hajdari (75.Dijakovic), Wunsch (85.Kocyigit), Bozic (67.Bosnjak); Fuchshofer (67.Binder), Strunz
  • Tor: Fuchshofer (36.)
  • Lafnitz, Muckenhammer
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21 .RUNDE (5.4.): STEYR („H“) 0:1 (0:0)

  • Unger; Sulzbacher, Sonnleitner (81.Dijakovic), Querfeld, Gobara; Kanuric, Bozic (60.Kocyigit), Hajdari (85.Binder), Wunsch (81.Fuchshofer); Savic (60.Zimmermann), Strunz
  • Tor: Paz (73.)
  • Arena Wr. Neustadt, Fluch
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22 .RUNDE (10.4.): LUSTENAU (A) 2:3 (2:1)

  • Hedl; Sulzbacher, Querfeld, Eggenfellner, Gobara (80.Softic); Bosnjak (85.Binder), Kanuric (68.Hajdari), Bozic; Strunz (80.Dijakovic);
    Fuchshofer (68.Savic), Zimmermann
  • Tore: Bertaccini (17.), Baiye (62.), Wallace (84.); Maak (25., Eigentor), Zimmermann (44.)
  • Lustenau, Pfister
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RESÜMEE

Am 21.2. traf Lion Schuster per Kopf für die Profis gegen Salzburg, und am 28.8. gelang ihm Gleiches gegen dessen Zweitteam Liefering, diesmal sogar wie weiland Carsten Jancker mit Turban über einem Cut – eine gelungene wie verdiente Revanche für das Auswärts-0:3 im Herbst! Damit rückte Rapid II mit drei Siegen in drei Partien dem Ziel Klassenerhalt einen weiteren Schritt entgegen.—… und schon wieder auf Rang 16! Weil die Burschen einmal mehr eine Führung nicht ins Ziel brachten, für die „Kopfballungeheuer“ Schuster gesorgt hatte, und weil die erst nach der Pause besseren Juniors OÖ ihre Chancen nutzten. Kurios das späte 1:2: Hongs Bällchen hoppelte in Slow Motion ins SCR-Netz, aber Sulzbacher konnte es dennoch nicht mehr zeitgerecht erreichen.— Gegen den FAC kamen nicht einmal die Fehlpässe an, daher fand auch der Gegner kaum seinen Rhythmus. Weitaus unerfreulicher: Schobesbergers Einstand nach endloser Verletzungspause endete bereits nach einer Viertelstunde, offenbar mit einer Oberschenkelzerrung!

Nach dem 2:1 im Ländle (30.9.) gab es nun auch einen knappen Sieg über Dornbirn: 3:2 (1:1). Ohne die Partie gesehen zu haben: Schiri Ristoskov musste Schwerstarbeit leisten: zwei „Gelbe“ für unsere Spieler Hajdari und Softic, aber nicht weniger als sieben für die Gäste, außerdem sah der Ex-Rapidler Prirsch „Rot“.

Fuchshofers herrlicher 20-Meter-Treffer krönte die nächste Sensation gegen ein Team aus der Spitzengruppe: Das 1:0 im Auswärts-Duell mit Leader Lafnitz brachte Rapid II immerhin auf Tabellenplatz 12.

Doch nach dem „Heimspiel“ in Wr.Neustadt folgte just gegen den Letzten Steyr die Rückkehr in die Abstiegszone. Unter Mitwirkung von „Old Boy“ Sonnleitner gab es ein höchst unglückliches 0:1, bei dem weder aus der Überlegenheit noch den vielen Chancen Vorteile gezogen wurden. Immerhin war Platz 9 lediglich um vier Punkte entfernt, Platz 16 aber um gar keinen.

Auch bei Austria Lustenau, einem Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, half eine Führung nichts. Weil das Tabellenende acht Runden vor Schluss wie unten aussah, wird der Abschied unserer inkonstanten Boygroup aus Liga 2 immer greifbarer, es sei denn, dass es wegen der Pandemie keine Absteiger gibt.

Die Abstiegszone am 10.4.

10. Dornbirn      26 (28:32)
11. Lustenau      25 (33:37)
12. Young Violets 24 (30:34)
13. Steyr         24 (23:33)
14. FAC           23 (26:32)
15. Rapid II      21 (27:39)
16. Horn          21 (30:45)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Auch namens Dipl.-Ing. Franz Fiala, unserem rührigen Homepage-Autor, bedankt sich der Verfasser beim Ex-SCR-Präsidenten Michael Krammer für weitere Genesungswünsche.

Trauern müssen die Rapidfreunde über Ing.Johann Pammer, der seit 9.3.1975 einer von ihnen war und leider verstorben ist.

Philipp Schobesbergers lange Verletzungspause erhöhte sich um einige weitere Wochen, nachdem er im Zweitligamatch gegen den FAC (13.3.) eine Zerrung erlitten hatte; die weiteren Verletzungen betrafen Koya Kitagawa sowie Mario Sonnleitner.

Ein zweiter Grund zur Trauer: Zlatko Kranjcar (erst 64), der von 1984 bis 1990 in 269 Pflichtspielen 132 Tore für Rapid schoss und 1987 und 1989 Meister war, verstarb in Zagreb nach kurzer schwerer Krankheit. „Zizo“ wird niemals in Vergessenheit geraten!

Auch wenn Dejan Ljubicic im Sommer Hütteldorf verlassen und bei einem seiner Begabung würdigen Klub landen wird, wird es mit seinem Bruder Robert (2006 bis 2009 im SCR-Nachwuchs
tätig gewesen) noch einen Ljubicic geben: Der 21-jährige Linksfuß vom SKN unterschrieb bereits jetzt einen Vertrag bis 2024.

Obwohl der Rasen des Allianz-Stadions auch für die Heimspiele der „Zweiten“ parat war, gehört er neben dem der Red-Bull-Arena zu den bestgepflegten Anlagen Österreichs, wie die Vereinigung der Fußballer (VdF) mitteilte.

WM-Quali: Am 25.3. 2:2 (0:0) in Glasgow gegen Schottland, Tore: Kalajdzic (2), Demir und Kara „debütierten“ als Zuschauer; am 25.3. 3:1 (3:1) in Wien gegen die Färöer, Tore: Dragovic, Baumgartner, Kalajdzic, ab 85. mit Demir (17 Jahre und 300 Tage) als jüngstem Teamkicker seit David Alaba (Oktober 2009), der nun für die nächsten drei Jahre nur für den ÖFB spielberechtigt ist; am Tag vor dem 1. April und dem vierten Lockdown proklamierte Fodas Hintermannschaft bereits die vorgezogene „Osterruhe“ und ließ sich in Wien von Dänemark mit 0:4 (0:0) vorführen, woran Kara auch nichts ändern konnte, kam er doch erst nach vier Verlusttoren in Minute 74.

Im U21-Teamkader, der sich Ende März in San Pedro del Pinatar (Spanien) auf die Saison vorbereitete, war Rapid mit Hedl, Sulzbacher, Greiml und Schuster gut repräsentiert, die Tests gelangen durchwegs: 27.3. 10:0 (6:0) gegen SaudiArabien, wozu unser „Sulzi“ das 6:0 beisteuerte, am 29.3. 2:0 (2:0) gegen Polen, eingesetzt wurden alle einberufenen Spieler.

Rapids Trainingszentrum befindet sich nun auf dem ehemaligen Elektra-Platz ganz in der Nähe des Happel-Stadions.

Mit der SV Ried kam es zu keiner Einigung bezüglich einer Ablöse für den talentierten U21-Teamstürmer Marco Grüll, der sich nun aber trotzdem bereits als „halber“ Rapidler fühlen darf, denn er wird per 1.6. ablösefrei zum SCR übersiedeln, aber nicht zu den Salzburger Bullen, man höre und staune!

Auch deswegen herrschte am grünweißen Transfermarkt sozusagen eine Flaute: Erworben wurde niemand und abgegeben wurde nur das Eigengewächs Melih Ibrahimoglu, der sich dem niederländischen Erstligisten Heracles Almelo anschloss. Didi Kühbauer wird den langen Rest der Saison 2020/21 also mit seinem eingeschworenem Kader (Knasi.: „Wir sind eine geile Truppe“) bestreiten, außerdem ist mit der Verlängerung seines Vertrags in Kürze zu rechnen. Bei Erscheinen dieser Nummer wird die Sache wohl schon erledigt sein, oder?

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-619
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-619

GRÜNZEUG

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ZWISCHEN GALA UND DEBAKEL

In dieser Nummer beginnen wir mit drei Glanzvorstellungen unserer Mannschaft: Dem 4:1 gegen Sturm Graz gebührt dieses Lob auch wie für das viel zu niedrige 2:1 über St.Pölten. Nach dieser Partie ging es zum LASK, den Kühbauers Taktik – sehr zum Erstaunen von dessen Widersacher, Coach Thalhammer – mit den eigenen Waffen schlug: kaum Fußball, vielmehr munteres Jagen des Balles, vor allem in der eigenen Hälfte und im eigenen Sechzehner und das bei nur 44 Prozent Besitz! Thalhammer und dessen Pressingspezialisten sahen sich überdies einer im Abschluss effizienter als sonst agierenden Einheit gegenüber -und verloren mit 1:2; es war übrigens der fünfte SCR-Erfolg über den LASK.

Der ebenfalls fünfte Dreier in der Bundesliga seit dem unrühmlichen 0:3 gegen die WSG Tirol hätte anschließend beim Abstiegskandidaten Altach erfolgen müssen, ja müssen: Doch nach Schreiners Ausschluss in Minute 22 stemmten sich neun Vorarlberger und deren – wie immer besonders gegen Rapid – überragender Tormann Kobras den dauerüberlegenen Hütteldorfem entgegen, die das Runde nicht ums Verrecken ins Eckige brachten. Zwei Punkte leider im A…

Und mit diesem Handicap reisten unsere Grün-Weißen zum „absoluten Lieblingsgegner“ nach Salzburg, um sich dort wieder einmal ein Debakel abzuholen. Dass es dank Strebingers Weltklasseleistung und den späten Treffern von Schuster (der hätte sich ein schöneres TorDebüt verdient) und Kara (heuer schon sein zehnter) „nur“ beim 2:4 blieb, war noch das Beste an diesem Spätnachmittag.

Die Tabelle schaut nun wieder so aus wie in jedem Jahr, seit sich die Salzburger Menschenhändler des österreichischen Fußballs bemächtigt haben…

tipico-Bundesliga (Stand vom 21.2.)

1.Salzburg 18/43 (61:21)
2.Rapid    18/37 (37:24)
3.LASK     18/36 (37:18)
4.Sturm    18/31 (29:17)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

13.RUNDE (22.1.): STURM GRAZ (H) 4:1 (2:1)

Fountas (4 Spiele gesperrt, weil er im Test gegen die Admira einen Gegner angespuckt hatte) fehlte zwar, aber die anderen Offensiven pelzten der zuvor so kompakten Grazer Abwehr (5 Tore bisher) gleich vier „Bummerln“ auf. Trotzdem war der großartig haltende Comebacker Strebinger der heimliche Vater des Sieges, der fast noch das Gegentor hätte verhindern können, vor dem Hofmann ein grotesker Patzer unterlief (der Ball sprang ihm auf den linken Fuß, weshalb er mit dem rechten daneben haute). Ähnlich kurios war das 3:1: Barac „erschoss“ Knasmüllner geradezu, von dessen Hintern und Ferse die Kugel ins Tor sprang. Nun wurde eine Partie souverän über die Runden gebracht, in der Richi nach seinen Heldentaten vor der Pause keine weitere Gelegenheit mehr hatte, sich auszuzeichnen.


14.RUNDE SKN ST.PÖLTEN (H) 2:1 (1:1)

(27.1., nachdem das Spiel tags zuvor wegen extremen Schneefalls verschoben wurde):

Selten gab es ein Spiel, das mit nur einem Tor Differenz derart verdient gewonnen wurde: Hinten leistete Rapid sich nur eine einzige Blöße, aber vorne vergaben besonders Kara und Knasmüllner hochgradige Chancen zuhauf. Trotzdem waren Letzterer mit einem tollen Rückzieher und Ersterer per Kopf für den Dreier verantwortlich und weil sie außerdem sehr stark agierten. Für uns der Beste überhaupt: Schick, auch weil er das 2:1 in hochklassiger Manier vorbereitete.

15.RUNDE (31.1.): LASK (A) 2:1 (2:1)

Ohne D.Ljubicic, Hofmann und Demir (alle verletzt) sowie Fountas (noch gesperrt) brachte Rapid das berühmte Linzer Pressssing (mit vier statt nur zwei s wegen dessen Intensität) mit den gleichen Mitteln zum Erliegen. Außerdem hätten Kara & Co schon zu Beginn der hektischen, aber fairen Partie vor „Notkapitän“ Gravacs insgesamt erst fünftem Tor schon führen können, bevor der LASK immer mehr Druck machte, aber bis auf wenige Ausnahmen gegen die SCR-Abwehr um ihren jungen Chef Greiml (Vorbereiter des 2:1) keinen Rat wusste. Kurzum, mit Fußball hatte das beiderseitige Kick and Rush kaum etwas zu tun, dafür flog die Kugel viel zu oft in der Luft umher, aber: Rapid erkämpfte sich einen enorm wichtigen Auswärts-Drei er und den schon fünften Sieg in Serie gegen den LASK. Auch, wenn es dessen seltsamen Präsidenten in der Luft zerrissen haben sollte!

16.RUNDE (9.2.): WAC (H) 1:0 (1:0)

Die erste Hälfte der Partie hatte einen einzigen Höhepunkt: Kara überraschte alle inklusive den Wolfsberger Goalie Kofler mit einem 25-Meter-Schuss. Dabei blieb es bis zum Happy End für den erneut ersatzgeschwächten SCR, weil die nach der Pause deutlich verbesserten Gäste gegen Juniorchef Greiml und dessen Nebenleute nur selten in Schusspositionen kamen und wenn doch, dann vermurksten sie alle ihre Chancen. Die für den Gastgeber waren geringfügiger, denn das Mittelfeld agierte weitaus statischer als sonst. Doch was soli’s: Auch für einen dreckigen Dreier gibt es genauso drei Punkte wie für Hochglanzfußball!

17.RUNDE (13.2.): ALTACH (A) 0:0)

Just gegen den Letzten riss Rapids Siegesserie und das trotz 69% Ballbesitz und 17:0 Torschüssen. Mag sein, dass diese Überlegenheit zu Erfolgen geführt hätte, wäre Altach nach Schreiners tollwütigem Foul an Stojkovic nicht auf ein 9-0-0 umgestiegen, dem die Wiener nur wenig entgegensetzen konnten. Und wenn doch, dann hinderten sie diese Herren an deren Umsetzung: Schüttengruber (kein Elfer nach Bumbergers Hands, 8.), Haudum (Retter auf der Linie, 66.), zum x-ten Male Kobras und sogar der eigene, aufgerückte Abwehrchef Greiml, der einem wohl zum 1:0 führenden Demir-Schuss im Wege stand. Da waren die (Rapid schon enteilenden?) Salzburger aus ganz
anderem Holz geschnitzt: 1:2 bei der WSG Tirol in Minute 78), dann jedoch 2:2 (79.), 3:2 (80.) und 4:2 (90.) – der Neid könnte einen fressen…

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Barac, Ullmann; Grahovac (80.Alar), Petrovic; Schick, Knasmüllner (46.Demir), Ritzmaier (65.Fountas); Kara
  • Gelbe Karten: Obasi, Casar; Barac
  • Gelb-Rote Karte: Schreiner (22., Foul)
  • Cashpoint-Arena, Schüttengruber
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18.RUNDE (21.2.): RED BULL SALZBURG (A) 2:4 (0:1)

Das Resultat spiegelt die Ereignisse, welche sich schon von Haus aus auf dem Feld taten, nur unzureichend wider. Die besonders gegen Rapid entfesselt wirkenden Salzburger trampelten vom Anpfiff weg wie eine ganze Bullenherde über die Rapidler hinweg: Strebinger sah sich bereits in den ersten Minuten mit großen gegnerischen Chancen konfrontiert, während seine Vorderleute in vielen Situationen wie gelähmt wirkten. Dennoch erzielte Fountas auf Ritzmaiers Solo das 1:0, aber das Schiedsgericht sah ihn im Abseits und das war falsch; ebenso falsch war die Anerkennung des 0:2, obwohl Petrovic zuvor gefoult worden war. Kühbauers Erfolg seiner Reaktion: die Gelbe Karte, eh klar. Auch klar: Salzburgs Überlegenheit war so eklatant, dass das gar nichts ausmachte. Sagten wenigstens die „Sky“-Experten und irgendwie auch der Didi. Der Verfasser ist aber trotzdem der Überzeugung, ein Führungstor wäre uns besser zu Gesicht gestanden als Sekunden später das 0:1! So aber blieb es bei der Partie „Alle gegen Strebinger“: Deren halblustiges Finish auch schon wurscht war.

  • SCR: Strebinger; Stojkovic, D.Ljubicic (76.Greiml), Barac; Schick (76.Arase), Petrovic, Ritzmaier (76.Schuster), Ullmann; Knasmüllner (69.Demir), Fountas (46.Grahovac); Kara
  • Tore: Daka (30., 64., 70.), Adeyemi (90./+2); Schuster (90./+1), Kara (90./+4)
  • Gelbe Karten: Daka; Petrovic, Kühbauer
  • Red-Bull-Arena, Harkam
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„MR. GRÜNZEUG NR. 619“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Richi is back! Seit er am 22.1. (4:1 gegen Sturm) den sehr tüchtigen Paul Gartier („Mr. Grünzeug Nr. 418“!) wieder abgelöst hat, bot Richard Strebinger, strebsam wie er nun einmal ist, durchwegs gute bis sehr gute Leistungen (vorerst drei Gegentreffer in fünf Partien), bevor er zuletzt in Salzburg gleich viermal hinter sich greifen musste – ohne seine unglaublichen Reflexe und Paraden hätten es leider Gottes gut und gerne doppelt so viele, wenig schmeichelhafte, „Salzburger Nockerln“ sein können.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Kelvin Arase und Maximilian Ullmann jeweils 50. (beide gegen SKN St.Pölten); Ercan Kara 25. (SKN St.Pölten) und Leo Greiml 25. (Salzburg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

14.RUNDE (12.2.): AMSTETTEN (H) 1:0 (1:0)

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Moormann (46.Oda); Softie (76.Sattlberger), Kanuric (76.Ediz), Hajdari; Zimmermann (57.Savic), Wunsch (68.Binder), Strunz
  • Tor: Strunz (39.)
  • Allianz-Stadion, Pfister
  • Amstetten: Bericht ·
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15.RUNDE (21.2.): AUSTRIA KLAGENFURT (A) 3:2 (1:2)

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Hajdari; Kanuric (29.Sattlberger), Oda (89.Gobara), Softie (55.Bozic), Wunsch (46.Binder); Zimmermann (55.Savic), Strunz
  • Tore: Eggenfellner (20., Eigentor), Paul (42.); Strunz (6.), Hajdari (56.), Savic (70.)
  • Wörthersee-Stadion, Jäger
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RESÜMEE

Erstmals zu-null plus Goldtor von Kapitän Strunz per Kopf, so startete Rapid II ins Coronajahr II, dabei war Elias Felber erneut zum FAC gewechselt.

Echt sensationell war das 3:2 in Klagenfurt, wo sie auf den Aufstieg in die Bundesliga hoffen und daher den SCR-Meistertrainer Peter Pacult holten. Dessen einstiger Meisterspieler Steffen Hofmann hofft nun darauf, dass seine blutjungen Burschen das Feld von hinten aufrollen. Dazu alles Gute!

2.Liga (Stand vom 21.2.)

Wollen oder dürfen (Liefering) nicht aufsteigen: die drei erstplatzierten Lafnitz (34 Punkte), Liefering (30) und BW Linz (28); wollen oder dürfen aufsteigen:

4. Innsbruck      15/25 (21:19)
5.GAK             15/23 (20:19)
6.Klagenfurt      14/21 (28:19)
… 
15. Rapid II      15/12(19:30)
16. Young Violets 15/11 (16:27).

SPLITTER

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Rapids Trainingszentrum befindet sich nun auf dem ehemaligen Elektra-Platz ganz in der Nähe des Happel-Stadions.

Mit der SV Ried kam es zu keiner Einigung bezüglich einer Ablöse für den talentierten U21-Teamstürmer Marco Grüll, der sich nun aber trotzdem bereits als „halber“ Rapidler fühlen darf, denn er wird per 1.6. ablösefrei zum SCR übersiedeln, aber nicht zu den Salzburger Bullen, man höre und staune!

Auch deswegen herrschte am grünweißen Transfermarkt sozusagen eine Flaute: Erworben wurde niemand und abgegeben wurde nur das Eigengewächs Melih Ibrahimoglu, der sich dem niederländischen Erstligisten Heracles Almelo anschloss. Didi Kühbauer wird den langen Rest der Saison 2020/21 also mit seinem eingeschworenem Kader (Knasi.: „Wir sind eine geile Truppe“) bestreiten, außerdem ist mit der Verlängerung seines Vertrags in Kürze zu rechnen. Bei Erscheinen dieser Nummer wird die Sache wohl schon erledigt sein, oder?

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-618
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-618

GRÜNZEUG

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/JÄNNER 2021/Nr.618/Versand 25.1.2021, Postamt 1120

ES GEHT UM UNSERE EXISTENZ!!!

Nach unserer Mitgliederversammlung vom 17.2.2020 mit Steffen Hofmann als Ehrengast schlug das Corona-Virus unbarmherzig zu: Seither durften wir keine Veranstaltung durchführen, um von einigen Sitzungen des, auch wegen dieser Scheiß-Pandemie reduzierten, Vorstands abzusehen. Immerhin konnten bis dato insgesamt sieben Ausgaben unseres Informationsblattes erscheinen und das trotz Gerhard Niederhubers Schlaganfall im Juni, an dessen Nachwirkungen er gelegentlich noch leidet. Trotzdem: Ob in der deprimierenden Atmosphäre der Neurologiestation des „Göttlichen Heilands“ oder daheim in einer Art Corona-Quarantäne kreisten die Gedanken des Obmanns und Redakteurs immer wieder um Rapid und wie es mit dem Klub der Freunde des S.C. Rapid weitergehen würde. Im Zusammenhang mit dieser unvermuteten Erkrankung möchte Niederhuber sich hier bei seiner „Grünzeug“-PC-Schreiberin Christine Ibesich bedanken, die sich sehr um ihn bemüht(e).

Wobei wir wieder beim „Grünzeug“ bzw. dem Klub der Freunde sind: Dieser Ausgabe liegt, wie immer am Jahresbeginn, ein Zahlschein zur Begleichung des Mitgliedsbeitrags bei. Uns ist bewusst, dass sich nicht jeder so viele Gedanken um den Fortbestand des nun 69-jährigen Anhängerklubs macht wie Niederhuber und dessen Gleichgesinnten, aber gerade der heurige Zahlschein muss quasi als „Testlauf“ angesehen werden. Klar ist auch, dass viele Damen und Herren mangels weiterer Aktivitäten mehr oder weniger gedankenlos das Weite gesucht haben könnten. Obwohl wir daran überhaupt keine Schuld haben und sowieso inbrünstig darauf hoffen, dass 2021 endlich ein Zugang zur Normalität gefunden werden könnte. Das gilt selbstverständlich auch für den SK Rapid selbst und dessen Spielen vor Publikum.

Kurz und gut: Wer jetzt auf uns pfeift und keinen Euro für den Beitrag 2021 mehr übrig hat, der legt uns den Gedanken an keine (auf 2021 verschobene) Generalversammlung ferne, sondern nur an eine „außerordentliche“, in welcher wir die Traditionsklubs zu beschließen hätten. Denn ohne Mitgliedsbeiträge und den Einkünften aus Versammlungen wäre die finanzielle Pleite unausbleiblich.

Denken Sie bitte daran, bevor Sie den Zahlschein sorglos wegschmeißen.
In diesem Sinne: Prosit Neujahr wünscht
der Vorstand

CORONA-HERBST MIT HÖHEN UND TIEFEN

Vorweg: Dieser Artikel wurde am 15.12. geschrieben und das in der Hoffnung, er möge die Leserschaft trotz ständigen Fortsetzungen des Lockdowns erreichen.

Nach dem 1:2 gegen Arsenal und dem 3:1 über Altach eroberte Rapid in der Liga 16 Punkte aus sechs Partien (Schnitt: 2,67). Später nach Fountas‘ und D.Ljubicics schwerwiegenden Verletzungen ging es einige Male bergab, eigentlich auch im Derby, weil die gesamte grünweiße Offensive mit Ausnahme von Schicks schickem Tor einzig und allein an FAK-Keeper Pentz scheiterte – zwei verlorene Punkte! 1:4 einer „B-Formation“ in London, 3:1 in Hartberg, 2:2 gegen Molde mit dem Out aus der Europa League, 0:3-Blamage daheim gegen die WSG Tirol. Und dann war es wieder einmal so wie ein Termin beim Zahnarzt: empfindliches 2:6 in Salzburg, somit war die eh nur vage Hoffnung auf einen Cupsiegertitel ebenfalls im A…

Umso wichtiger war das – viel zu niedrige – 1:0 in der Südstadt, auch weil sich die Abwehr keinerlei Patzer wie zuvor leistete. Das also war das Ende einer Berg- und Talfahrt, vor allem nach den Ausfällen der zuvor wichtigsten Stützen Fountas (bei seinen Comebacks behinderte ihn der Handbruch wesentlich mehr als den offenbar robusteren Stojkovic, den die Bullen in der Meisterschaft die gleiche Verletzung zufügten) sowieso, und das vor allem: Mit D.Ljubicic eroberte Rapid 16 Zähler aus nur sechs Ligapartien, ohne ihn jedoch nur mehr acht Zähler aus sechs Spielen. Dejans Vertrag endet im Sommer, dennoch müssten die Verantwortlichen scharf nachdenken, wie gut oder schlecht wäre es, ihn jetzt schon (mit Ablöse) gehen zu lassen. Gleiches gilt für Fountas (Vertrag bis 2023).

Trotz der Flops gegen Molde (Rang drei hinter Arsenal und den Norwegern in der Gruppe) und Salzburg sowie den peinlichen Vorstellungen in Ried und gegen Tirol steht Rapid in der Bundesliga so hervorragend da wie seit dem Herbst 2004 (31. Meisterjahr, 27 Punkte nach zwölf Matches): 1.Salzburg 25., 2.Sturm 24 (ein Spiel weniger), 3.LASK und 4.SCR mit je 24 Punkten. Neue Hoffnung auf die Erfüllung der „Mission 33“? Bitte nicht verschreien, zumal bis zum Erscheinen dieser Nummer zwei Heimspiele anstanden: Sturm plus St.Pölten, also ebenso viele harte Gegner.

Wie dem auch sei, für die 24 Punkte nach zwölf Runden dürfen wir den mit allen möglichen Problemen fertig gewordenen Didi-Schützlingen und ihren restlichen Betreuern gratulieren. Wie sich der weitere Verlauf dieser Corona-geschädigten Meisterschaft auch immer gestalten würde…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 6.RUNDE (10.12.): MOLDE FK (H) 2:2 (1:1).

Knasmüllner eröffnete das so wichtige „Finale“ um den Aufstieg ins Sechzehntelfinale mit einem knappest danebengegangenen Distanzschuss, aber bis zur 30. Minute fand Rapid leider kaum statt. Dann sorgte Ritzmaier per herrlichem Schuss fürs 1:1 und für positivere Stimmung im leeren Stadion, aber bereits 20 Sekunden nach Seitenwechsel hieß es 1:2, dagegen half auch die Verstärkung der Offensive nichts, zumal Moldes Keeper ein Meister seines Fachs war. Immerhin brachte Ibrahimoglus ins Kreuzeck abgefälschter Schuss für ein Remis plus 190.000 Euro als Prämie – ein schwacher Trost…

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier (61.Ibrahimoglu); Schick, Knasmüllner (46.Fountas), Arase (46.Demir); Kara (78.Kitagawa).
  • Tore: Ritzmaier (43.), Ibrahimoglu (90.); Eikrem 12., 46.).
  • Gelbe Karten: Barac, Stojkovic, Fountas; Risa, Sinyan, Aursnes.
  • Weststadion, Guida (Italien).
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BL, ll.RUNDE (13.12.): WSG TIROL (H) 0:3 (0:2).

Am Tag, als Otto Baric starb, mussten wir auch über den Zustand der augenblicklichen Rapid-Elf trauern. Sie wurde von den Tirolern dermaßen dominiert, dass einem die Haare zu Berge standen. Natürlich auch beim 0:1 und 0:2 (Ex-Rapidler Petsos schien sich gar nicht richtig zu freuen) nach kurz abgespielten Cornern – so dilettantisch hatte sich Rapids „Verteidigung“ noch selten benommen, und das will schon was heißen. Die Frage, ob Gartler Petsos‘ 25-Meter-Schuss hätte halten können, blieb unwesentlich, denn der Pauli verhinderte ansonsten fast im Alleingang eine noch größere Blamage. Wäre Herr Hameter aus dem nahen Tulln bei vielen Tiroler Fouls auch so streng gewesen wie bei Stojkovics Tätlichkeit? Das zu hinterfragen erübrigte sich angesichts der Hütteldorfer Schwäche vermutlich ohnehin.

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Sonnleitner (46.Barac), Greiml, Ullmann; Schuster, Ritzmaier (62.Grahovac); Schick, Demir (46.Kara), Ibrahimoglu (46.Arase); Fountas
  • Tore: Schnegg (5.), Petsos (30.), Fredriksen (90.)
  • Gelbe Karten: Ibrahimoglu, Schuster, Greiml, Schick; Petsos, Rieder, Smith, Gugganig, Yeboah
  • Rote Karte: Stojkovic (49., Tätigkeit)
  • Allianz-Stadion, Hameter.
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ÖFB-CUP, SECHZEHNTELFINALE (16.12.): SALZBURG (A) 2:6 (1:3)

Ohne den für zwei Spiele gesperrten Stojkovic setzte Rapid leider genau dort fort, wie sie gegen die WSG Tirol aufgehört hatte, und das war gegen die spielfreudigen Bullen natürlich tödlich. Neben Fountas‚ Penalty war eigentlich nur Ullmanns Granate ein Lichtblick. Sonst? Überhaupt nichts Positives…

  • SCR: Gartler; Schick, Greiml, Hofmann, Barac, Ullmann; Knasmüllner (75.Demir), Grahovac (80.Schuster), Ritzmaier (75.Petrovic); Kara (85.Sonnleitner), Fountas (80.Kitagawa)
  • Tore: Szoboszlai (16.), Berisha (19.), Koita (22.), Daka (74.), Camara (83., Elfer), Kristensen (87.); Fountas (45., Elfer), Ullmann (78.)
  • Gelb-Rote Karte: Hofmann (82., Foul)
  • Red-Bull-Arena, Altmann.
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BL, 12.RUNDE (19.12.): ADMIRA (A) 1:0 (1:0)

Neu verletzt: Arase, Grahovac, am Ende Kara. Erstes Zu-null für Gartler. Letzter Auftritt für Rapid: Fountas, wenn es nach seinen Management geht. Und sonst? Gegen den Letzten, der kürzlich Salzburg mit 0:1 heimgeschickt hatte, agierte Rapid viel konzentrierter als bei den vorherigen Enttäuschungen, speziell in der Abwehr. Vorne gelang das nach der Pause nicht mehr ganz so gut, der Sieg war nach Alutreffern von Schick und Kara sowie 22:3 Torschüssen aber trotzdem hochverdient.

  • SCR: Gartler; Schick, Hofmann, Barac, Ullmann; Schuster, Petrovic; Fountas (86.Greiml), Knasmüllner (61.Demir), Ritzmaier; Kara (75.Kitagawa)
  • Tor: Kara (20.)
  • Gelbe Karten: Hjulmand, Kerschbaum, Aiwu, Maier; Fountas, Trainer Kühbauer, Schuster
  • BSFZ-Arena, Schüttengruber
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„MR. GRÜNZEUG NR. 618“: PAUL GARTLER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat

Als Paul Gartler für Rapid II spielte, erhielt er vom Verfasser oft den „Auftrag“, kein Goal zu kassieren, woran er sich weitestgehend hielt. In den letzten Profi-Spielen musste er vor dem 1:0 gegen die Admira aber elfmal hinter sich greifen, ohne Schuld zu haben. Kurz und gut, der Pauli war ein guter Vertreter von Richi Strebinger.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Christof Knasmüllner bestritt gegen die Admira sein 75. Spiel. Ansonsten gibt es nichts Derartiges zu erwähnen.

EIN BLICK ZU RAPID II

13.RUNDE (11.12.): YOUNG VIOLETS (A) 1:1 (1:1)

  • Hedl; Hajdari, Querfeld, Dijakovic, Gobara (9.Obermüller); Sulzbacher, Petrovic (46.Felber), Strunz (67.Fuchshofer), Oda, Savic; Zimmermann (67.Bozic)
  • Tore: El Moukhantir (14., Elfer); Strunz (25., Elfer).
  • Generali-Arena, Grobelnik.
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RESÜMEE: Unerfreulicher Beginn des nicht gerade niveauvollen kleinen Derbys: Gobara erlitt erneut eine Verletzung (Knöchel), dann beschenkte Referee Grobelnik den FAK II mit einem (Nicht-)Foulpenalty, aber Rapid II kriegte trotz eines klaren violetten Hands im Strafraum keinen zweiten. So kam es zum 1:1, und das war für die Hofmann-/Maresch-Truppe allerdings etwas glücklich. Sodass beide Teams über den Winter in der unmittelbaren Abstiegszone blieben: 15.Young Violets 13/8 (13:23), 16.Rapid II 13/6 (15:28); auf einem gesicherten Platz: 13.Kapfenberg 13/15 (19:23).

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Am 13.12. verstarb Otto Baric an der Corona-Erkrankung. Mit ihm verbanden unseren Anhängerklub zahlreiche positive Erinnerungen und Freuden: „Otto Maximale“, wie er genannt wurde, bescherte dem SK Rapid drei Meistertitel, vier Pokalsiege, fünf Gewinne des Supercups sowie den Aufstieg ins Finale des Europokals der Pokalsieger Anno 1985, um seine Verdienste bei anderen Klubs nur so ganz am Rande zu erwähnen. Wie auch immer, wir werden ihn niemals vergessen! Vor jedem noch so aussichtslosen EC-Match sagte er immer: „Wir gehen weiter!“ Und nun ist er selbst nach ganz, ganz oben gegangen…

Wie wir aus berufenem Munde erfuhren, ist die Finanzlage des SCR trotz der zuschauerlosen Pandemie gar nicht so übel, wofür auch der 2-Millionen-Zuschuss aus dem Fördertopf verantwortlich ist. Letzterer umfasste insgesamt 2,7 Millionen, doch der Zuschauerschwund traf den SK Rapid wie sonst keinen Verein, sodass die Höhe des Betrages völlig außer Streit war; der Rest wurde auf die anderen Bundesligisten aufgeteilt.

Erstes Testmatch nach dem Trainingsauftakt am 4.1.: 2:1 (2:1) gegen den Leader der 2.Liga, Lafnitz, nach Toren von Demir und Sulzbacher. Es kamen 23 Spieler zum Einsatz, darunter auch D.Ljubicic, der wegen Übelkeit aber nur 25 Minuten mitwirkte.

Immer wieder Zores mit Taxi Fountas: Permanente Transfergerüchte, nun leistete sich der Grieche im letzten Test vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft gegen die Admira in der 16. Minute eine Tätlichkeit und wurde ausgeschlossen. Rapid durfte dennoch zu elft weiterspielen und gewann nach Toren von Kara (auch Transfergerüchte?), Hofmann sowie D.Ljubicic (detto) mit 3:1 (2:1). Fragt sich nur, welche Akteure Kühbauer im Frühjahr zur Verfügung stehen werden…

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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GRÜNZEUG-617

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Dezember 2020 / Nr. 617 / Versand 14.12.2020

IN EIGENER SACHE

Am Ende eines total beschissenen Jahres melden wir uns zu Wort, um zu dokumentieren, dass es zumindest den Vorstand bzw. dessen „Grünzeug“-Team (in chronologischer Reihenfolge des Arbeitsablaufs: Gerhard Niederhuber als Verfasser, Christine Ibesich als PC-Schreiberin, die Familie Rakousky für die Kopien, Peter Nowotny für den Versand) nach wie vor noch gibt. Wie viele (zahlende!) Mitglieder es weiterhin sein werden, merken wir, wenn wir die Zahlscheine für die Beiträge 2021 zugesendet haben und endlich wieder zu einer Versammlung eingeladen hatten. Denn irgendwann kann dieser Corona-Albtraum ja zu Ende sein!

Das hofft natürlich auch der Klub der Freunde des S.C. Rapid!

BEI REDAKTIONSSCHLUSS: ALLE AUGEN AUF DAS MOLDE-MATCH!

Darauf richteten sich auch die vom Kühbauer-Didi. Denn laut UEFA-Mathematik wäre es vollkommen bedeutungslos gewesen, ob Rapid bei Arsenal 1:4 oder 4:1 gespielt hätte, weil lediglich die Duelle zweier punktegleicher Konkurrenten für die Endplatzierungen maßgeblich sind. Daher genügt Rapid ein 1:0 oder ein Sieg mit zwei Toren Unterschied zum Überwintern in der Europa League; ob das am 10.12. gelang, darauf können wir in dieser Nummer leider nicht mehr eingehen – auf Wiederlesen im Jänner 2021!

Nicht gelungen war der Sprung auf Tabellenplatz 1, weil sich die Mannschaft in Ried eine fußballerische Auszeit erlaubte, wo sie mit dem im Sommer umworbenen U21-Teamstürmer Grüll und dessen Offensivkollegen nichts anzufangen wusste (Ersterer steht nun auf Salzburgs Wunschliste, obwohl er blond ist). In der Liga folgten dann die Partien gegen den FK Pentz, sprich die ansonsten wehrlosen Austrianer, die lediglich von Rapids schon legendären Standardschwächen profitierte. Um von Pentz‘ Wahnsinnsparaden nicht zu reden – zwei verschenkte Punkte, gar keine Frage!

Davon konnte beim Auftritt unserer zweiten Garnitur bei Arsenal keine Frage sein (siehe oben). Dass der SCR sich um das Weiterkommen in der EL Gedanken machen konnte, lag an den – nicht durchwegs glanzvollen Duellen mit den irischen Halbprofis von Dundalk.

Nochmals zurück zur heimischen Meisterschaft: Beim viel niveauvolleren 1:1 gegen die Bullen zeigte Rapid (trotz zwei Ruhetagen weniger) in Halbzeit 2 sehr guten Fußball und das auch ohne Kapitän Dejan Ljubicic, den der natürlich schuldlose, laut Medien ohnehin vor der Heiligsprechung stehende Junuzovic mit einem Tritt auf den Knöchel verfrüht in die Winterpause geschickt hatte. Nun aber, nach dem souveränen 3:1 in Hartberg, liegt Didis Truppe nur um einen Punkt hinter den Mozartstädtem, die sich tags zuvor ein 0:1 bei der letztplatzierten Admira erlaubt hatte.

Ganz vome steht urplötzlich aber der zurzeit offenbar unschlagbare LASK, wie ein Blick auf die Tabellenspitze beweist (Stand vom 6.12.):

1. LASK     10/23 (22: 6)
2. Salzburg 10/22 (34:11)
3. Rapid    10/21 (25:14)
4. Sturm     9/18 (16: 5)

Am Ende zurück zum SCR vor dem Entscheidungskampf gegen Molde: Wir wünschten Kelvin Arase ein Dakapo seines Torriechers (in Hartberg gelangen ihm erstmals zwei Tore in einem BL-Spiel), Ercan Kara ebensolchen Biss wie sonst immer, obwohl er in Hartberg anderthalb Zähne verlor, dem jeweiligen grün-weißen Tormann endlich einmal ein Zu-null sowie allen anderen nur das Beste. Ob es am 10.12. tatsächlich so war, wird die nächste Zukunft gezeigt haben…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 3.RUNDE (5.11.): DUNDALK FC (H) 4:3 (1:1)

Ohne Ritzmaier (verkühlt, aber nicht Corona), natürlich Fountas und nach 54 Minuten auch ohne Barac (nach Zusammenprall mit dem diesmal unglücklichen Gartler Verdacht auf Nasenbeinbruch) lieferte Rapid gegen den irischen, keineswegs angenehmen Underdog eine der Trauer um die Opfer des islamistischen Terrors vom 2.11. entsprechende (Un-)Leistung. Zumal dem die ähnlich schwachen maltesischen Schiris wichtige Starthilfe gaben: Der Vorbereiter des 0:1 stand knapp vorm Assistenten im Abseits; und an diesem daher irregulären Tor „kiefelte“ Rapid lange Zeit herum, bis D.Ljubicic 25-Meter-Harpune den Weg ins Netz fand. Dennoch war auch die zweite Halbzeit mehr als dürftig, ehe sie in einer turbulenten Rapid-Viertelstunde ausartete. Immerhin gab sie uns doch noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in diesem Bewerb und stellte der SCR-Jugendabteilung ein gutes Zeugnis aus, denn neben Dejans Kracher kommen auch Arase (Flugkopfball), Hofmann (Kopfball) und dem aus dem Coronabett entstiegenen Demir (platzierter Schuss ins „Lange“) dem Hütteldorfer Hasenstall. Dass Cann („Yes he can“) noch einen Foulelfer gegen Rapid aus dem Ärmel zog, war in Minute 96 eh schon wurscht. Dem bevorstehenden Schlager gegen Salzburg sahen wir alle aber mit Besorgnis entgegen…

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac (54.Sonnleitner), Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (71.Grahovac); Schick, Knasmüllner (72.Demir), Arase; Kara.
  • Tore: D.Ljubicic (22.), Arase (79.), Hofmann (87.), Demir (90.); Hoban (7.), McMillan (81., Elfer, 90./+6, Elfer).
  • Gelbe Karten: Hofmann, Stojkovic, Sonnleitner, Schick; Hoare, Cleary, Dummigan
  • Weststadion, Cann (Malta)
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BL, 7.RUNDE (8.11.): RED BULL SALZBURG (H) 1:1 (0:1)

Zwei Tage weniger Pause nach den EC-Partien, dafür viel mehr Ausfälle, darunter die erkrankten Petrovic und Ritzmaier sowie Stojkovic (auch Mittelhandknochenbruch), außerdem erlitt D.Ljubicic bei Junuzovics Foul eine schwere Knöchelverletzung. Doch Rapid (mit Maskenmann Barac 70 Stunden nach seinem Nasenbeinbruch) ließ es sich nicht verdrießen, startete gut und hielt dann dem zunehmenden Druck der Gäste stand, wofür speziell der bärenstark haltende Gartler verantwortlich war. Und ab Minute 61 sah es nach den Einwechslungen des jungen Irrwisches Demir und des unbeugsamen Kara plötzlich ganz anders aus: Nachdem Letzterer zwei Salzburger Verteidiger den Ball abgenommen hatte, als wären sie Schulbuben, und perfekt auf Knasmüllner passte, erzielte der das hochverdiente 1:1 auf europäische Weltklassemanier (O-Ton Sonnleitner) -so möchten wir dich öfter vorm Tor sehen, Knasi!

  • SCR: Gartler; Greiml (46.Sonnleitner), Hofmann, Barac; Schick, D.Ljubicic (50.Schuster), Grahovac, Ullmann; Knasmüllner; Arase (61.Demir), Kitagawa (61.Kara).
  • Tore: Knasmüllner (85.); Koita (29.).
  • Gelbe Karten: Hofmann, Greiml; Okafor, Ashimeru, Vallci.
  • Allianz-Stadion, Drachta.
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BL, 8.RUNDE (22.11.): RIED (A) 3:4 (1:2)

Mit einem Sieg hätte Rapid, u.a. auch ohne den erkrankten Trainer Kühbauer, die Tabellenspitze übernommen – in Ried, wo es zuletzt drei Schlappen en suite gegeben hatte! So war es leider auch diesmal. Ohne Schiri Eisner (Kara stand vorm leeren Tor, der Steirer bzw. sein Assistent sahen ein Abseits, dem 3:3 ging ein Ullmann-Foul voran, das keines war) seine Inferiorität vorzuwerfen: Rapids nominell stark besetzte Offensive profitierte fast ausschließlich von Rieder Abwehrfehlern, und Rapids Hintermannschaft machte bei Standards sowie vor allem bei den Aktionen Grülls (ein Wunschspieler nach Murgs Abgang) aber einen noch schwächeren Eindruck. Bei dieser Gelegenheit: Seit dem 3:0 über den LASK (4.10.) musste sie in acht Pflichtspielen nicht weniger als 16 Verlusttore hinnehmen, ohne dass es ein Zu-null gegeben hatte. Auch darüber dürfte Didi sich gewisse Gedanken machen.

  • SCR: Gartler; Schick (90.Kitagawa), Hofmann, Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier; Demir (58.Stojkovic), Knasmüllner, Fountas; Kara (85.Alar).
  • Tore: Grahovac (25., Eigentor), Gschweidl (40.), Reiner (71.), Grüll (87.); Knasmüllner (14., 51.), Reiner (65., Eigentor)
  • Gelbe Karte: Hofmann.
  • Ried, Eisner
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EL, 4.RUNDE (26.11.): DUNDALK FC (A) 3:1 (2:0)

Leiwand: Knasmüllners unhaltbarer 28-Meter-Schuss ins Kreuzeck, Karas erstes EL-Tor auf Schicks leiwander Flanke per Kopf sowie sein Schlenzer vom Sechzehner. Und natürlich auch die Möglichkeit als EuropaLeague-Teilnehmer zu überwintern. Nicht leiwand: die unzähligen Ballverluste, die sich gegen stärkere Mannschaften als Dundalk gewiss rächen würden. Manchmal leiwand, kurz nach dem Seitenwechsel aber gar nicht: Mateo Barac, sonst ein leiwander Verteidiger, ritt wieder einmal der Teufel, trickste nach Gartlers kurzem Abstoß vorm eigenen Fünfer und musste seinen Ballverlust mit einem Foul „bereinigen“ – nicht auszudenken, wie der Didi daraufhin in seinem Krankenbett reagierte, mit Sicherheit nicht so gelassen wie sein „Co“, Manfred Nastl

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac; Schick, Grahovac, Ibrahimoglu (55.Arase), Knasmüllner (81.Demir), Ullmann; Kara (66.Kitagawa), Fountas (66.Schuster).
  • Tore: Shields (63., Elfer); Knasmüllner (11.), Kara (37., 58.).
  • Gelbe Karten: Dummingan, Cleary; Grahovac
  • Bes.Vorkommnis: Oduwa schießt Elfer daneben (49.).
  • Aviva Stadium, Dublin, Bognar (Ungarn)
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BL, 9.RUNDE (29.11.): AUSTRIA (H) 1:1 (1:1)

Das 331. Derby, dank Corona vor leeren Rängen ausgetragen, hieß eigentlich nur Rapid gegen Pentz, denn der FAK-Tormann bewahrte seine Farben mit unglaublichen Reflexen vor einem Debakel, während seine Vorderleute speziell nach der Pause den Rapidlem extrem unterlegen waren: insgesamt 65 Prozent grün-weißer Ballbesitz und 35:6 Schüsse, von denen lediglich Schicks frühes Tor auf Ullmanns Flanke im Netz landeten, zumal Demir noch die Außenstange traf. Außerdem konnten auch die Veilchen von Rapids bereits legendärer Schwäche bei Standards profitieren: Bei Sarkarias Freistoßflanke düpierte Wimmer den größeren Kara und netzte per Kopf ein – nur eine von zwei gefährlichen Austria-Möglichkeiten. Kurzum, es war so sehr zum Verzweifeln, dass Schick, sonst einer der Ruhigsten, nach Spielschluss mit Fountas einen heftigen Disput begann – ebenso abzuhaken wie die Derbybilanz im Allianz-Stadion: sieben Partien und kein einziger Heimsieg! Nicht abzuhaken aber war, dass Hofmann, Rapids aktuell Bester, wegen der 5. „Gelben“ in Hartberg fehlen wird…

EL, 5.RUNDE (3.12.): ARSENAL (A) 1:4 (0:3).

Terminhatz und die viel wichtigere Abschlusspartie gegen Molde (10.12.) – da sah Kühbauer keine andere Wahl, als gegen den englischen Spitzenklub (aktuell allerdings nur 14. in der Premier League) eine B-Formation zu nominieren, die absolut keine Chance hatte und mit dem Resultat noch recht gut bedient war. Dass es nicht noch deftiger ausfiel, lag an Strebinger, einem der Comebacker: Beim Flatterball zum 0:1 sah er nicht wirklich gut aus, aber in weiterer Folge verhinderte er zusätzliche Arsenal-Tore. Dass Demir angesichts der grün-weißen Unterlegenheit Bauchweh kriegte und Rapid zu zehnt weiterspielen musste, war nicht unverständlich…

  • SCR: Strebinger; Arase, Sonnleitner, Hofmann (46.Barac), Greiml, Ullmann (46.Schick); Demir, Schuster, Ritzmaier (66.Knasmüllner); Kitagawa (65.Kara), Alar (77.Sulzbacher
  • Tore: Lacazette (10.), Pablo Mari (18.), Nketiah (44.), Smith-Rowe (66.); Kitagawa (47.)
  • Gelbe Karten: Elneny, Mustafi; Ullmann, Sonnleitner
  • Arsenal Stadium, Petrescu (Rumänien), 2.000
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BL, 10.RUNDE (6.12.): HARTBERG (A) 3:1 (2:0)

Fountas (nun auch noch erkrankt) und Hofmann (Gelbsperre), den Grahovac als Kapitän vertrat, fehlten, dessen ungeachtet führte Rapid zur Pause mit 2:0 und geriet sogar in Überzahl. Dennoch stand die zweite Halbzeit hauptsächlich im Zeichen des extrem schwachen Schiri-Trios: Der eine „Outwachler“ sah Rotters Hands beim Hartberger Anschlusstor, „natürlich“ nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld nicht, der andere hingegen ein SCR-Abseits nach dem anderen, obwohl es keine waren. Na wurscht, es war der dritte Auswärtssieg, ohne dass unsere Mannschaft sich groß ausgeben musste – Molde, wir kommen!

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml (46.Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac, Ritzmaier; Schick (62.Demir), Knasmüllner (62.Schuster), Arase; Kara (82.Kitagawa)
  • Tore: Rotter (66.); Arase (2., 76.), Kara (35.)
  • Gelbe Karten: Heil, Swete, Rep, Trainer Schopp; Greiml
  • Gelb-Rote Karte: Nimaga (44., Foul)
  • Hartberg, Gishamer
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„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

„Runde“ Spiele: jeweils 25 absolvierten Srdjan Grahovac (EC gegen Dundalk, H), Thorsten Schick (BL in Ried), Maximilian Hofmann (EC gegen Dundalk, A)

BL-Tore: Christoph Knasmüllners 1:1 gegen RBS war das 150. Tor in dieser Meisterschaft; Kelvin Arase erzielte aus etwa 20 Zentimeter Entfernung in Hartberg Rapids 25. diesjähriges Tor.

„MR. GRÜNZEUG NR. 617“: MAXIMILIAN ULLMANN

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Maximaler Kampfgeist, maximale Fitness, auch wenn es da oder dort zwickt und zwackt: Maxi(mal) Ullmann! Drei Tage nach dem 1:4 in London, wo er das einzige Mal zur Pause ausgetauscht wurde, bewies der Ex-Linzer einmal mehr, dass er längst ein echter Rapidler ist, nicht nur bei der maximalen Vorbereitung des 2:0.

EIN BLICK ZU RAPID II

9.RUNDE (6.11.): HORN (A) 2:3 (2:1)

13.11.: TEST gegen ADMIRA-PR0FIS 3:2 (0:2)

Tore: Savic, Zimmermann, Zahirovic; Maierhofer, Hausjell

10.RUNDE (22.11.): GAK (H) 1:2 (0:1)

  • Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner (56.Dijakovic), Gobara (60.Hajdari), Moormann (79.Kanuric); Querfeld, Sattlberger; Savic, Tepecik, Zimmermann (60.Zahirovic); Fuchshofer (79. Oda)
  • Tore: Tepecik (48.); Gantschnig (28.), Harrer (56.)
  • Allianz-Stadion, Jäger
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11.RUNDE (27.11.): WACKER INNSBRUCK (A) 1:2 (1:1)

  • Hedl; Zwickl (82.Fuchshofer), Querfeld, Dijakovic, Gobara; Tepecik (82.Bozic), Hajdari (85.Kanuric), Sattlberger, Savic; Zimmermann, Oda (85.Zahirovic)
  • Tore: Zaizen (25.), M.Wallner (51.); Joppich (11., Eigentor)
  • Gelb-Rote Karte: Grujcic (82., Hands)
  • Tivoli, Altmann
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12.RUNDE (4.12.): KAPFENBERG (H) 0:3 (0:1)

  • Unger; Hajdari (90.Kanuric), Querfeld, Eggenfellner, Gobara; Sattlberger (63.Strunz), Felber (46.Bozic); Tepecik (46.Zwickl), Oda, Savic; Fuchshofer (57.Zimmermann)
  • Tore: Steinlechner (14.), Mikic (80.), Komolafe (88.)
  • Allianz-Stadion, Jandl
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Tabelle (Stand vom 6.12.)

 l.Lafnitz  12/28 (22:10)
l0.Rapid II 12/5  (14:27)

RESÜMEE

Gute Vorzeichen: Frühes 1:0, dann 1:1 und 2:1,in Überzahl ab 47. Minute, doch am Ende gab es auch in Horn eine Niederlage, dagegen half kein „Fußballgott“ auf der Bank…. Das tat der auch beim 1:2 gegen den fünftplatzierten GAK, der Einstimmung auf einen besonders freudlosen Sonntag (3:4 der indisponierten Profis in Ried), leider nicht. Nun, nach einem Drittel aller Zweitligaspiele, musste man leider feststellen, dass Rapid II mit ihrer Jugendformation (so sind Tepecik, Querfeld oder Sattlberger erst 16 Jährchen alt) in höchster Abstiegsgefahr schwebt, sollten keine echten, fitten Verstärkungen zurückkehren. Nach zehn Runden lag der grün-weiße „Kindergarten“ jedenfalls auf Rang 16…

Daran konnte auch der Auftritt in Innsbruck nichts ändern, wo sich der Wacker mit seinen zahlreichen BL-erfahrenen Kickern weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg macht. Rapids Ängste vor einem Abstieg wären hingegen wesentlich geringer, hätte sie mit eigenen Führungstoren besser umgehen können: Fünfmal lag sie mit 1:0 sowie in Horn auch mit 2:1 voran, es gab aber nur ein Unentschieden (1:1 in Steyr), sodass insgesamt 14 Zähler weniger heraussprangen; nicht auszudenken, wie die jungen Hütteldorfer mit auch nur der Hälfte dieser Punkteverluste in der Tabelle dastünden. Und mit etwas weniger Gegentoren: 24 Stück in elf Matches waren LigaRekord!

Im Heimspiel gegen Kapfenberg, einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe, musste man keine Führung verteidigen, vielmehr ging der Gast bald in Führung und baute diese im Finish sogar noch auf 3:0 aus.

Fazit: Rapid II liegt nun als „Schießbude der Liga“ (27 Verlusttore in 12 Spielen) unangefochten auf dem letzten Platz und um sieben Punkte hinter dem ersten Nicht-Abstiegsrang. Tja, so ist es halt, wenn zu viele Halbwüchsige gegen Männer spielen, aus welchen Gründen auch immer!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubdcrfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Zwei unliebsame Souvenirs aus Salzburg bzw. vom allseits beliebten Zladdi Junuzovic: Zuerst stieg er Filip Stojkovic auf die Hand (auch ein Mittelhandbruch), dann Dejan Ljubicic auf das rechte Sprunggelenk (keine OP, aber out bis zur Winterpause), beides „natürlich“ unabsichtlich – fragt sich nur,
wie das umgekehrt gewesen wäre, auch ohne Medienwirbel?

Länderspiele: Dem 3:0 (0:0) im Test in Luxemburg am 11.11. (Trauner, Grbic, Wiesinger) folgten zwei Matches in der Nations-League in Wien: Am 15.11. 2:1 (0:0) gegen Nordirland (Schaub, Grbic) sowie am 18.11. 1:1 (0:0) gegen eine dank Corona bunt zusammengewürfelte norwegische B-Auswahl mit dem starken Veton Berisha; erneut scorte der beim SCR ausgebildete Grbic (94.). Daher wurde Österreich Gruppensieger vor den Skandinaviern und stieg in die A-Liga auf. Gratulation, obwohl kein einziger aktueller Rapidler daran Anteil hatte, denn auch unter Teamchef Foda spielen die keine Rolle.

In der U21-Auswahl tut das immerhin der eine oder andere. Sie bezog am 13.11. in Istanbul ein unnötiges 2:3 (1:0), wobei Arase das 1:0 schoss, dem Wolf ein Freistoßtor folgen ließ (Demir war verletzt), aber das reichte ebenso nicht wie das 4:0 (3:0) am 17.11. in Ried (Wolf 2, 1 Elfer, Grüll, Wöber per Elfer), bei dem Greiml debütierte, jedenfalls gewann England die Gruppe 3 klar vor Gregoritschs Team.

Der nächste personelle Tiefschlag: Dejan Petrovic erkrankte am Pfeiffer’sehen Drüsenfieber und fällt somit bis auf weiteres aus.

Die vom SCR initiierte Spendenaktion zugunsten der Verletzten und Angehörigen der Todesopfer des Terroranschlags vom 16.11. brachte 26.000 Euro ein, die den Initiativen „Weißer Ring“ und „Die Boje“ zugute kamen.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
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Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-616
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

GRÜNZEUG-616

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / November 2020 / Nr. 616 / Versand 9.10.2020

CORONA, CORONA, CORONA – WIE LANGE DENN NOCH?

Vor fast acht Monaten bereicherte das Vokabel „Corona“ unseren Wortschatz ungemein und das von der „Pandemie“ übrigens ebenfalls, beides so ausdauernd, dass es überhaupt kein Ende zu nehmen scheint. Kein Ende? Um von den Schäden, welche diese Seuche nicht nur in Österreich an der Wirtschaft oder den Körpern und Seelen von uns allen gar nicht zu reden, konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf den SK Rapid sowie auf uns, dessen seit 1951 treuestem Anhängerklub: Dass die zuletzt auf nur mehr 1.500 Zuschauer und, um es in der Hektik nicht zu vergessen, Zuschauerinnen geschrumpfte, behördlich vorgeschriebene Zahl auch keinen Bestand haben würde, war ja zu erwarten. Jedenfalls dürfen überhaupt keine Zuschauer oder Zuschauerinnen die Spiele besuchen – bis wann? Vielleicht bis Dezember, aber wer weiß das schon so genau?

Seit März 2020 tat sich unglaublich viel: Unser Schriftführer, Josef Liska, verstarb, unser Obmann, Gerhard Niederhuber, musste einen Schlaganfall überwinden, nicht nur deswegen gab es wochenlang weder „Grünzeug“, sondern auch sonstiges Klubleben, sieht man von gelegentlichen Vorstandssitzungen ab; ganz ähnliches passiert(e) auch beim SCR selbst. Kurzum, es gab achtmonatige Scheiße, um es ganz ehrlich und voller Verbitterung auszusprechen, nur Corona blieb und blieb, das sogar in zunehmender Stärke, weshalb es seit 2.11. den nächsten Lockdown gibt. Warum der ganze Schmarrn ständig mit englischen Ausdrücken kommuniziert wird, ärgert den Verfasser ebenso wie die Auslassungen der Corona-und Masken-Verweigerer…

So weit, so schlecht, ein bisschen soll ja auch heute der Fußball zu Wort kommen: Rapid 1 legte gegen den LASK (3:0), im Cup in Wr.Neustadt (5:1), beim unglücklichen 1:2 gegen Arsenal in der Europa League, in Wolfsberg (hochdramatisches 4:3) und – unter Nachsicht aller Taxen gegen Altach (3:1) mehr oder weniger starke Leistungen hin, nur das ziemlich erbärmliche 0:1 in Molde haken wir halt ab… Rapid II: Weil sich die vielen Burschen aus der „Zweiten“ um das Erreichen des zweiten Endranges sehr verdient gemacht hatten, war zumindest der Chronist der Meinung, sie würden sich auch in der für sie neuen 2. Liga bewähren – ein Irrtum, wie es zumindest bisher aussieht. Aber noch ist ja gar nichts entschieden.

Entschieden ist auch nicht, ob, wann und worüber das nächste „Grünzeug“ erscheinen wird. Daher rufen wir unseren Mitgliedern und sonstigen Lesern bzw., eh klar, Leserinnen zu: Lassen Sie es sich nicht verdrießen, ob Corona oder nicht Corona!!!

Rapid und ihre Mannschaft würden sich Ihre Treue, wenn auch nur mehr vor dem Bildschirm, sehr wohl verdienen, wie ein Blick auf die Tabelle (Stand 1.11.) beweist:

1. Salzburg 6/18 (24:4)
2. Rapid    6/16 (17:7)
3. LASK     6/13 (11:5)

Im Achtelfinale des Cups muss Rapid erneut in Salzburg antreten (16.12.); fehlte gerade noch, dass der Schiedsrichter wiederum Eisner heißt…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 4.RUNDE (4.10.): LASK (H) 3:0 (2:0)

Inmitten einer bravourös kämpfenden grünweißen Einheit zeigten D.Ljubicic, Murg und Fountas, wie schwerwiegend ihre Abgänge zu verkraften wären. „Wenn einer geht, wäre es mehr als fatal“, dachte nicht nur Kühbauer. Jedenfalls hatten es die ohne Abwehrchef Trauner hinten sehr matten Linzer EC-Triumphatoren (zuletzt 4:1 bei Sporting Lissabon) auch vorne keine Chancen gegen Hofmann, Barac & Co. und Glück, „nur“ 0:3 verloren zu haben. Am Ende bewies Demir erneut hohe Fußballkunst und bestätigte Kara, dass er nicht nur ein unverdrossener Kämpfer ist, sondern auch treffen kann.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac; Arase (70.Schick), Grahovac, D.Ljubicic, Ullmann; Murg (77.Demir), Fountas (81.Kitagawa); Kara.
Tore: Murg (7.), Fountas (22.), Kara (90./+3).
Gelbe Karten: Kara, Schick; Holland, Wiesinger, Gruber, Filipovic.
Rote Karte: Ramsebner (66., Foul).
Allianz-Stadion, Hameter, 3.000 (ausverkauft).

ÖFB-CUP, 2.RUNDE (17.10.): WR.NEUSTADT (A) 5:1 (3:1)

Ohne Fountas und den erkrankten Demir schlug Rapid den Vorletzten der RLO in einem seriösen Test, aus dem Murg-Nachfolger Ritzmaier mit zwei herrlichen Treffern herausragte.
SCR: Strebinger; Stojkovic (61.Arase), Sonnleitner, Hofmann (61.Barac), Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (61. Grahovac); Schick, Knasmüllner (74.Ibrahimoglu), Ritzmaier; Kara (46.Kitagawa).- Tore: Weidinger (22.); Knasmüllner (18.), Ritzmaier (32., Freistoß, 70.), Kara (45./+1), Arase (78.).- Wr.Neustadt, Ciochirca, 1.250.

EL, 1.RUNDE (22.10.): ARSENAL (H) 1:2 (0:0)

Dass Arsenals Kader 19-mal teurer ist als der Rapids, war bis Minute 70 nicht erkennbar, denn die grün-weiße Abwehr stand bombensicher, während die Offensive wesentlich besser agierte als die der Gäste. Aber leider verflog sich Strebinger bei einer Freistoßflanke, und Luiz stellte Fountas‘ Tor nach Leno-Patzer per Kopf ein. Wenig später fixierte Superjoker Aubameyang den unverdienten Sieg der Londoner, der ohne das in diesen Szenen blinden Schiritrio kaum möglich gewesen wäre: Zwei ausschlussreifen Ellbogenchecks sowie ein Strafraumhands wurden von Kralovec & Co. negiert. Schade um Rapids möglichen Sensationssieg!

SCR: Strebinger; Arase (79.Schick), Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; D.Ljubicic, Grahovac, Ritzmaier (88.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa), Fountas.
Tore: Fountas (51.); Luiz (70.), Aubameyang (74.).- Gelbe Karten: Grahovac, Arase, Kara, Ritzmaier; Lacazette, Partey, Nketiah, Leno.
Weststadion, Kralovec (Tschechien) 3.000 („ausverkauft“).

BL, 5.RUNDE (25.10.): WAC (A) 4:3 (2:0)

An seinen 35. Geburtstag wird Michael Liendl noch lange denken, wir aber auch! Gegen die ohne Fountas (Mittelhandknochenbruch) angetretenen, aber trotzdem sehr torgefährlichen Rapidler stellten er mit seinen immer noch gefürchteten Standards und Baumgartners Kopfballstärke unversehens auf 2:2, dem folgte ein Kontertor zum 3:2 für die Wolfsberger, sodass es beim nächsten Debakel der Wiener an dieser Stätte so aussah, wo es seit März 2015 keinen SCR-Sieg mehr gab. Damals war’s ein 5:0 mit Berics Hattrick und Schaubs Doppelschlag, aber dieses 4:3 war fast noch epochaler: Rapid bäumte sich auf, wie es eine vom Didi gecoachte Mannschaft öfter tun sollte. Und Kara zeigte sich als Mann ohne Nerven – was für ein Wahnsinnsmatch!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml (56.Barac); Grahovac, D.Ljubicic; Schick (71.Arase), Ritzmaier (76.Knasmüllner), Ullmann; Kara, Kitagawa (76.Alar).
Tore: Baumgartner (47., 52.), Dieng (67.); Schick (25.), Kitagawa (35.), Kara (77., 90./+3).
Gelbe Karten: Liendl, WAC-Trainer (und SCR-Legende) Feldhofer, Leitgeb, Baumgartner; Hofmann.
Lavanttal-Arena, Ebner, 1.500 (nun ,,Corona“-ausverkauft…).

EL, 2.RUNDE (29.10.): MOLDE FK (A) 0:1 (0:0)

Ein Spiel mit Vorentscheidungscharakter? Zu lange tatenlos im Hotel gefangen? Ungewohnter Kunstrasen? Noch schwerer bespielbarer Gegner? Jedenfalls lahmte Rapids Umschalt- und Offensivspiel so sehr wie lange nimmer. Was diesmal sicher auch an Fountas‘ Fehlen lag. Eigentlich setzte nur ein Hütteldorfer den auf dem ganzen Feld kompakt auftretenden Norwegern wirklich ernsthaften Widerstand entgegen, und das war der überragende Strebinger-Vertreter Pauli Gartler in seinem ersten EC-Einsatz, ohne den die Niederlage viel empfindlicher ausgefallen wäre. Auch wenn der Knackpunkt in Minute 43, als Ritzmaiers Distanzschuss vom gegnerischen Keeper an die Innenstange gedreht wurde, hätte sein können. Trotzdem weiß man ja nicht, ob Molde nach einem 0:1 nicht mehr so dominant gewesen wäre – oder ob sich der SCR erfangen hätte. Wir werden es nie erfahren…

SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml, Barac, Ullmann; Grahovac (77.Ibrahimoglu), D.Ljubicic; Schick (46.Arase), Kitagawa (58.Knasmüllner), Ritzmaier; Kara.
Tor: Owoijuanfo (65.)
Gelbe Karten: Wingo, Haugen, Aurenes; Stojkovic, Greiml.
Aker-Stadion, Molde, Ardeleanu (Tschechien), 600.

BL, 6.RUNDE (1.11.): ALTACH (H) 3:1 (1:0)

Allein Kitagawa hätte für ein absolutes Schützenfest der ohne ihre Topscorer angetretenen Rapidler sorgen können. Nachdem Ritzmaier bald nach Karas Stangenknaller mit einem wahren Traumtor für so viel Begeisterung sorgte, dass die eigentlich chancenarmen Gäste zum unerwarteten Ehrentreffer kam – zwei Schüsse aufs von Gartler wieder gut gehütete Gehäuse! Nachmachen, Rapid (nur zwei Treffer bei 30 Schüssen)!

SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Barac (82.Sonnleitner); Petrovic, D.Ljubicic (75.Grahovac), Ullmann; Schick (61 .Ritzmaier), Knasmüllner (73.Ibrahimoglu), Arase; Kitagawa (61.Kara).
Tore: Knasmüllner (22.), Kitagawa (54.), Ritzmaier (81.); Stefel (83.)
Gelbe Karten: Kara; Edokpolor, Wiss, Netzer, Bumberger.
Allianz-Stadion, Kijas, 1.500 (zuletzt!).

„MR. GRÜNZEUG NR. 616“: ERCAN KARA

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Im Oktober teilte Ercan Kara unseren Titel ohne Mittel mit Maxi (Hofmann) und Taxi (Fountas). Diesmal aber gewann er ihn ganz alleine, obwohl er wieder starke Konkurrenten hatte: Hofmann, Dejan Ljubicic, Maxi Ullmann oder den „Neuen“ Marcel Ritzmaier. Fountas fiel aus der Wertung, weil er lediglich zwei Spiele bestritt.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Diesmal gibt es weder das eine noch das andere zu vermelden.

EIN BLICK ZU RAPID II

4.RUNDE (30.9.): DORNBIRN (A) 2:1 (2:1)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Hajdari (65.Obermüller); Bosnjak (79.Kanuric), Felber (58.Schuster); Savic, Kocyigit (65.Softic, Zimmermann; Fuchshofer (80.Strasser).
Tore: Dornig (65.); Savic (6.), Kocyigit (45., Elfer).
Birkenwiese, Dornbirn, Talic, 500.

5.RUNDE (3.10.): LAFNITZ (H) 2:3 (1:0)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, ,Dijakovic, Hajdari; Bosnjak (61. Schuster), Felber (73.Kanuric); Zimmermann (61. Kocyigit), Ibrahimoglu (84.Strasser), Savic (73.Wunsch); Fuchshofer.
Tore: Fuchshofer (1., 90.); Siegl (47.), M.Kröpfl (69., Elfer), C.Kröpfl (90./+3).
Allianz-Stadion, Pfister, 400.

6.RUNDE (23.10): VORWÄRTS STEYR (A) 1:1 (1:0)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Gobara; Schuster, Felber; Savic (74.Strasser), Wunsch (74.Tepecik), Zimmermann (90./+2 Moormann); Strunz (46.Softic).
Tore: Strunz (20., Elfer); Drga (58.).
Steyr, Weinberger, 910.

7.RUNDE (26.10.): AUSTRIA LUSTENAU (H) 1:2 (0:1)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Gobara (46.Querfeld), Obermüller; Zimmermann, Bosnjak (24.Schuster), Ibrahimoglu (61.Softic), Felber, Strasser (85.Oda); Wunsch (61.Tepecik)
Tore: Schuster (53.); Wallace (45.), Maak (72.).
Allianz-Stadion, Fluch, 750.

8.RUNDE 31.10.): BW LINZ (A) 1:3 (0:2)

Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Dijakovic (77.Moormann); Schuster, Felber (77.Oda); Zimmermann (82.Strasser), Wunsch, Savic; Softic (82.Budimir).
Tore: Janeczek (33.), Schubert (42., Elfer), Gemicibasi (72., Elfer); Dijakovic (47.).
Linzer Stadion, E.Ristoskov, 850.

RESÜMEE

Hart erkämpfter, erster Sieg in Liga 2, sowie nach einer knappen Stunde endlich das Comeback des lange verletzt gewesenen Lion Schuster! Sonderlob für Niklas Hedl, der bei 1:0 einen Penalty des Dornbirner Spezialisten Fridrikas super entschärfte.— Höchst unglückliche Niederlage bei Nicholas Wunschs spätem Comeback gegen die vor der Pause mit dem 0:1 sehr glimpflich davongekommenen Lafnitzer Routiniers in einem wahren First-und Last-Minute-Festival – Wahnsinn!

Allmählich kommen immer mehr Dauerverletzte zurück: Nach Schuster, zuvor gegen Lafnitz und nun waren es Gobara, Strunz, der sein Comeback mit einem Elfmetertor krönte, sowie ganz am Ende des abwechslungsreichen Spiels in Steyr war es Moormann.

Weil dem SCR vorne ein echter Stürmer fehlte und seinem Mittelfeld die konstruktiven Ideen, blieb er gegen Lustenau in einem niveauarmen Match ziemlich wirkunsgslos.

Nach dieser Partie wollte sich Steffen Hofmann auf sein Amt als SCR-II-Trainer konzentrieren (siehe auch „Splitter“).

Da willst du trotz des Fehlens unzähliger Leistungsträger Fußball spielen, aber da kommt einer um die Ecke, steckt sein ein Pfeiferl in den Mund und verhängt gleich zwei fragliche bis erfundene Foulelfmeter gegen dich, sodass Rapid II nach dem 1:3 bei BW Linz immer mehr in Abstiegsgefahr schlittert. Was sich der Verfasser so nicht ausgemalt hätte. Schwacher Trost: Nur die Young Violets sind mit drei Zählern bei 8:15 Toren noch schlechter platziert als SCR II mit fünf und den zweitmeisten Gegentoren (10:17). Und: Die gesicherten Tabellenplätze sind (noch?) nicht zu weit entfernt.

SPLITTER

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Angst und Entwarnung um Antonin Panenka! Einer der besten und sympathischsten Rapidler war nach positivem Corona-Test auf der Intensivstation, aber nach erstaunlich kurzer Zeit wurde er samt Lungenentzündung nach Hause entlassen. Merke: Auch wenn der „Tonda“ ein Tscheche ist, einen echten Rapidler, und das war und ist er fürwahr, haut nicht so bald etwas um!

Länderspiele: In Klagenfurt trafen Ex-Rapidler Grbic und Baumgartner zum 2:1 (0:0) gegen Griechenland, an dem am 7.10. nur ein Hütteldorfer mitwirkte, nämlich unser Taxi Fountas, der das 0:1 vorbereitete.

Im Rahmen der National League traf Gregoritsch am 11.10. zum 1:0 (0:0) gegen Nordirland in Belfast, und am 14.10. sorgte Schöpf für das 1:0 (0:0) gegen Rumänien in Ploiesti (Ullmann stets Ersatz). Mit Demir sowie Arase (ab 61.) gewann die U21mit dem genesenen Trainer Gregoritsch sen. Das EM-Quali-Match gegen den Kosovo in Pristina dank Grüll mit 1:0 (0:0).

Am 11.10. stieg das 8. VARTA-U15-Tumier diesmal nur als „Final three“ (Corona!) und wurde von Sturm Graz mit 3:0 gewonnen (SCR-Coach Walter Knaller fairerweise: „Das reifste Team“ und: „Toll, das Turnier überhaupt ausgetragen zu haben!“). Dritter wurde Admira hinter den Steirern und den Gastgebern Rapid.

Corona und die vielen Länderspiele hatten den schreibenden Miesmachern die Rede verschlagen, obwohl sie das Abwehrtalent Leo Greiml ja auch gerne in die Feme hätten expedieren wollten, um vom möglichen Karriereende ganz zu schweigen. Jedenfalls erfuhren wir erst m 13.10., dass der Ex-St.Pöltner nach dem 19.9. (Graz) an einer Schambeinentzündung laboriert hatte, die schon so manchen ums Kicken gebracht hatte, bevor er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte.

Nach Stefan Schwab wechselte auch Thomas Murg unmittelbar nach seinem 1:0 gegen den LASK zu PAOK Saloniki – viel Glück euch beiden!

Zoki Barisic zog sofort einen Ersatz aus dem Hut: Marcel Ritzmaier (27), uns aus seiner Tätigkeit beim WAC bestens bekannt, wurde aus Barnsley importiert und schlug sofort ein, wird aber wohl nur ein Jahr in Hütteldorf bleiben.

Stephan Auer kehrte zu seinem Ex-Klub Admira zurück, während Tobias Knoflach bis dato noch ohne neues Engagement blieb.

Trotz des vom ORF am 23.11. vermeldeten nächsten Corona-Falls wurde Rapids Programm für Training und Spielbetrieb nicht gefährdet.

Wohl aber ging der Klub vor Corona in die Knie: Die für 23.11. vorgesehene Hauptversammlung wurde auf quasi „irgendwann“ im nächsten Jahr verschoben. Wie lange wird der aus China importierte Albtraum noch dauern bzw. wird er überhaupt jemals ein Ende haben?

Rapids neuer U14-Trainer trägt einen bekannten Namen: Muhammet Akagündüz! Der neue Talente-Manager ist uns mit Martin Hiden aber auch: Martin Hiden folgt Steffen Hofmann in dieser Funktion, weil der sich nun auf seine Aufgabe als Trainer von Rapid II voll konzentrieren will. Zuvor war Hiden als Scout tätig.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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GRÜNZEUG-615

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Oktober 2020 / Nr. 615 / Versand 5.10.2020

CORONA UND KEIN ENDE, ABER DAS ENDE VON VIELEM???

Zuerst zum Klub der Freunde des S.C. Rapid!

Kürzlich rief ein Herr Stefan S. dessen Obmann an: Er habe Angst, sich in einer unserer Versammlungen mit Corona anzustecken, aber andererseits gebe es solche ja ohnehin nicht. Aus diesen Gründen bräuchten wir ihm kein „Grünzeug“ mehr zuzusenden. Sollten weitere Mitglieder ebenso denken, müssten wir 2021 keine (wegen Corona verschobene) Generalversammlung mehr abhalten, sondern nur eine Außerordentliche Generalversammlung zwecks Auflösung des seit 1951 bestehenden Klubs, dessen Fixkosten ja weiterhin zu berappen wären. Vorausgesetzt, es würde sich alles in eine positive Richtung bewegen, doch dafür spricht immer weniger und weniger – Corona und kein Ende!

In eine Sackgasse steuert naturgemäß auch der SK Rapid! Bevor sich die „China-Seuche“ (O-Ton von US-Präsident Trump) auch hierzulande immer weiter und weiter ausbreitete, war der SCR finanziell bestens aufgestellt, aber wer statt rund 19.000 Zuschauer ins Stadion nur mehr 3.000 begrüßen kann (oder demnächst womöglich gar keine?), der hat mit bisher ungeahnten finanziellen Problemen zu kämpfen. Daher gilt auch für seine Angestellten in kurzen Hosen diese Stelle der Klubhymne nicht mehr so richtig: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid wird’s imma gern.“ Um die Kosten zu senken, wurde Kapitän Stefan Schwab schon vor Wochen nach Griechenland verabschiedet, bevor Thomas Murg in St.Pölten angeblich seine letzte Partie in Grün-Weiß absolvierte, Dejan Ljubicic, Schwabs junger Nachfolger als Spielführer, und Taxi Fountas, Rapids erfolgreichster Scorer in letzter Zeit, ebenfalls „Pfüat euch Gott mit Rosenwasser“ sagen könnten. Der SCR ohne solche Leistungsträger? Ob das die Starlets aus dem eigenen Nachwuchs abfedern könnten, ohne dass die Mannschaft nicht entscheidend verstärkt würde, das fragt sich sicher nicht nur der Verfasser. Und das nach dem durchaus guten Start ins Corona-Jahr 2020/21, wobei er das 1:1 in Graz trotz verschlafener erster Halbzeit als gar nicht sooo schlecht darstellen möchte. Denn Fußball ist ja ein Ergebnissport. Und: Solchen Ergebnissen könnten wir ja noch nachtrauem, sogar trotz der Qualifikation für „nur“ die Euro-League statt der EC-Gruppenphase…

Speziell in den weiteren Corona-Jahren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.9.2020)

Die ungebremst finanzstarken Salzburger an der Spitze:

1. Salzburg 3/9 (10:3)
2. Rapid    3/7 ( 7:3)
3. LASK     3/7 ( 5:2)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

CL-QUALI, 2.RUNDE (26.8.): LOKOMOTIVA ZAGREB (A) 1:0 (1:0)

In puncto Spielanteile, Eckbälle und vor allem Torschüsse war Österreichs Vizemeister, angeführt vom Jung-Kapitän Ljubicic, dem Kroatiens eindeutig überlegen, sodass ein Sieg hundertprozentig gerechtfertigt blieb. Lok Zagreb mauerte speziell vor der Pause, dennoch hätte es fast 0:1 geheißen, doch Strebinger vereitelte das, und wenig später erzielte Kara das Tor des Tages, wobei es bis zum Happy End auch blieb, weil der Ex-Homer und auch Ullmann nicht mehr trafen.


SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (75.Schick), Fountas (86.Kitagawa), Murg (66.Grahovac); Kara.- Tor: Kara (32.).- Gelbe Karten: Drei für Lok; für Rapid D.Ljubicic, Hofmann, Greiml, Trainer Kühbauer.-Kranjceviceva, Zagreb, SR Martinez (Spanien).

Andy, Karl, Martin und Lukas am Podium

ÖFB-CUP, 1. RUNDE (30.8.): ST.JOHANN/PONGAU (H) 5:0 (2:0)

So forsch der Regionalligist auch einstieg, so chancenlos war er gegen die nicht immer zielgerichtet agierenden Rapidler (Fountas schoss sogar einen Elfer drüber (30.). Am Ende der Chancenschluderei in Grün-Weiß war der Didi aber doch zufrieden.

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Schick), Greiml (71.Sonnleitner), Hofmann, Ullmann; Petrovic (46.KnasmüIlner), D.Ljubicic; Murg (59.Demir), Fountas, Arase; Kara (70.Kitagawa).- Tore: Fountas (12., 48., 50.), Kara (22.), Demir (89.).- Gelbe Karten: Zwei für St.Johann.- Allianz-Stadion, Lechner, 1.250 (Corona!).

Maria und Jürgen

BL, l.RUNDE (11.9.): ADMIRA (H) 4:1 (2:0)

Spiel mit Corona-bedingtem Rekordbesuch gegen die mit den Altrapidlem Hoffer (bejubelt) und Maierhofer (ausgepfiffen) angetretenen Admiraner, die gegen Murg (super 1:0) und Konsorten keine echte Chance hatten. Auf der Fahrt zum ersten Auftritt seit 1.3. mit Zuschauern (3:1 gegen die aufgelösten Mattersburger) querte der Verfasser die Reindorfgasse, wo sich Tausende zu einem Straßenfest zusammenfanden, bei welchem kein einziger Mensch mit Maske zu sehen war. In Anbetracht dieser Denkungsart wundert es keinen mehr, dass es ab Runde 2 nur mehr 3.000 Fans geben darf- ein besonders für den SK Rapid extrem schmerzlicher Verlust. Fragt sich nur: Wie geht es weiter?

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (82.Grahovac): Murg, Fountas (82.Savic), Demir (68.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa).-Tore: Murg (8.), Fountas (43., 73.), Kitagawa (90./+2); Hausjell (80.).- Gelbe Karten: Murg, Fountas, Stojkovic; Meierhofer, Maier.- Allianz-Stadion, Jäger, 10.000 (Corona-Rekord).

CL-QUALI, 3.RUNDE (15.9.): KAA GENT (A) 1:2 (0:1)

17:9 Torschüsse beweisen Rapids Gleichwertigkeit mit dem belgischen Vizemeister. Sie begann sehr stark, aber ein Fehler auf der rechten Abwehrseite erbrachte das Kopfball-0:1. Nun kam Gent deutlich auf, bis Greiml ein Strafraumfoul beging, das nicht notwendig war. Anschließend ereignete sich das Geschehen fast nur in Gents Hälfte, das überfällige 1:2 gelang Demir per tollem Schuss jedoch erst in der Nachspielzeit. Trotzdem hätte Greimls Kopftor geradezu fallen müssen, aber der Ball strich knappest vorbei – Greiml war also die tragische Figur dieser unglücklichen Niederlage. Welche Rapid um die Qualifikation zur Play-off-Runde brachte: Fünf Millionen hätten der coronageschädigten Klubkasse mehr als nur gut getan. Und nun wird man als Europa-League-Starter („nur“ mehr drei Millionen) über Verkäufe nachdenken müssen…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml; Arase (73.Demir), Petrovic (82.Grahovac), D.Ljubicic (86.Kitagawa), Ullmann; Murg; Kara, Fountas.- Tore: Dorsch (36.), Yaremtschuk (59., Elfer); Demir (90./+3).- Gelbe Karten: Hofmann, Arase, Greiml, Fountas, Demir.- Ghelamco Stadium, Ekberg (Schweden).

BL, 2.RUNDE (19.9.): STURM GRAZ (A) 1:1 (0:0)

Sturm erwartungsgemäß mit Schaum vor dem Mund und Rapid lange Zeit hinten wie vorne ohne Mumm, sodass wir mit dem Pausenstand hochzufrieden sein konnten. Was Kühbauer seiner lethargisch wirkenden Truppe in der Kabine gesagt hat, ob die Grazer ihrem eigenen Tempo Tribut zollen mussten, ob der in Gent zurückgelassene Mumm wieder in den grün-weißen Hirnen und Körpern aufgetaucht war, oder ob es erneut an Teenie Demirs Auftritt lag? Man weiß es nicht, jedenfalls gelang dem 17-Jährigen auf Karas raffiniertes Ferserl-Zuspiel das 1:1, und nun hätte es durchaus einen SCR-Sieg geben können, aber Siebenhandl verhinderte zwei großartige Fountas-Tore.

Fazit: Nach einseitiger erster Halbzeit sah das naturgemäß spärliche, jedoch enthusiasmierte Grazer Publikum eine dramatische zweite, in der jeder Ausgang möglich gewesen wäre.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Murg (88.Grahovac), Fountas, Arase (53.Demir); Kara (70.Kitagawa).- Tore: Gorenc-Stankovic (52.); Demir (68.).- Gelbe Karten: Hierländer, Kiteishvili; Arase, Kitagawa.- Merkur Arena Altmann, 2.812.

BL, 3.RUNDE (25.9.: SKN ST.PÖLTEN (A) 2:1 (2:1)

Die zuletzt erfolgreichen Gastgeber gingen zwar schnell in Führung, aber noch schneller in einen letztlich entscheidenden Rückstand, den Kara mit einigen sehr guten Chancen noch deutlich höher hätte gestalten können. Allerdings hatten auch die Niederösterreicher einige Möglichkeiten und das in einer Partie, die Rapid nicht unverdient gewann, aber den Kapitän kostete (D.Ljubicic ging mit Leistenbeschwerden vom Platz). Sowie einen „neuen“ Innenverteidiger brachte, nämlich Barac nach langen Muskelbeschwerden.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (50.Grahovac); Murg (80.Sonnleitner), Fountas (80.Kitagawa), Arase (62.Demir); Kara.-Tore: Hugi (6.); Fountas (15.), Kara (17., Elfer).- Gelbe Karten: Muhamedbegovic, K.Schulz, R.Ljubicic; Hofmann, Stojkovic, Ullmann.- NV-Arena, Ciochirca, 1.563.

„MR. GRÜNZEUG“ NR. 615: HOFMANN, FOUNTAS, KARA!

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. „Uralt-Rapidler“ Maxi Hofmann, der hinten ohne Rücksicht auf gelbe Karten absicherte, sowie die Jungen“ Rapidler Taxi Fountas und Ercan Kara als gut harmonierendes Stürmertrio, so hießen unsere ex-aequo-Sieger, also ein selten gesehener Tripel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Koya Kitagawa und Filip Stojkovic jeweils 25. (Admira).-„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Wie schon sein Vorgänger Muhammet Akagündüz verließ Zeljko Radovic den SCR II, um ein anderes Betätigungsfeld zu entdecken. Bei aller Enttäuschung über das Ende ausgerechnet vor dem Aufstieg in die 2. Liga: Herzlichen Dank für deine tollen Erfolge mit dem Nachwuchs – und herzlich willkommen, Steffen Hofmann, als Interimstrainer der Zweiten!

1. RUNDE (13.9.): LIEFERING (A) 0:3 (0:1)

Hedl; Sulzbacher (46.Fallmann), Eggenfellner, Obermüller, Dijakovic; Hajdari (85.Kanuric), Felber (85.Oswald), Kocyigit (61.Markl), Ibrahimoglu, Savic (51.Zimmermann); Fuchshofer.- Tore: Adamo (11.), Sesko (49.), Major (71.).- Grödig, Ebner, 236.

2. RUNDE (18.9.): JUNIORS OÖ (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Hajdari, Eggenfellner, Barac, Dijakovic; Zimmermann, Kocyigit (87.Strasser), Felber, Ibrahimoglu, Savic (63.Markl); Fuchshofer (75.Fallmann).- Tore: Fuchshofer (27.); Plojer (15.).- Gelb-Rote Karten: Wimmer (79., Foul), Boller (85., Foul).- Rote Karte: Hajdari (73., Foul).- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 550.

3. RUNDE (27.9.): FAC (H) 2:3 (1:1)

Unger; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Obermüller; Zimmermann (67.Savic), Felber, Ibrahimoglu (85.Softie), Bosnjak (62.Kanuric), Kocyigit (85.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (26.), Dijakovic (90./(+3); Sahanek (31., 69.), Dos Santos (77.).- Allianz-Stadion, Sadikovski, 750.

RESÜMEE

Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Steffen Hofmann, den Interimstrainer, der war ja vor vier Tagen 40 geworden! Sieht man von seinem Patzer beim 0:1 ab, war Hedl der einzige Rapidler, der mit den deutlich überlegenen Lieferingem mithalten konnte.

Barac feierte nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback, und Fuchshofer gelang Rapids erstes Tor in der zweithöchsten Liga. Nach ausgeglichenem Beginn mit Vorteilen für die LASK-Dependance Juniors steigerten sich die Jungrapidler bis zum Ende, aber alle Kontermöglichkeiten wurden vergeben. Daher sorgte schließlich nur Herr Muckenhammer für Farbe im Spiel.

Rapid II ging durch Fuchshofer (Vorarbeit: Ibrahimoglu, Obermüller) in Führung, aber die währte nur wenige Minuten. Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Hofmann und Lizenzinhaber Franz Maresch kaum mehr etwas zu melden, so überlegen waren die Pressballkönige des FAC auch puncto Kombinationsfußball. Kurz und (un)gut: Es wird ein hartes Jahr für unsere Jünglinge!

Stand der 2.Liga (27.9.)

 l. Liefering 3/9 (9:2)
15. SCR II    3/1 (3:7)
    Lustenau

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

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Erneut verließen uns zwei Uralt-Mitglieder: Ludwig Kubin (88, seit 14.10.1962 ein Rapidfreund) verstarb am 20.8.2020, Gleiches geschah mit Dr.Johann Niedl (er dürfte sogar ein Gründungsmitglied gewesen sein, weil er am 3.12.1951 eintrat), sein Todestag wurde der Redaktion leider nicht bekannt, jedenfalls danken wir beiden Herren für die jahrzehntelang bewiesene Treue und trauern mit ihren Familien.

Nations League: Am 4.9. 2:1 (1:0) gegen Norwegen in Oslo (Gregoritsch, Sabitzer per Elfer) und am 7.9. 2:3 (1:1) gegen Rumänien in Klagenfurt (Baumgartner, Onisiwo).— U21-EM-Quali unter Interim-Trainer Peter Schöttel: Am 4.9. 1:5 (0:2) gegen Albanien (Wolf per Elfer), Arase und Demir (ab 69.) spielten; erneut in Ried am 8.9. 0:2 gegen England (P.Schmidt), wobei beide oben genannten Rapidler ebenfalls mitwirkten (Kelvin bis 90., Yusi ab 64.).

Noch ein Langzeit-Rapidfreund: Bei KR Peter Frigo bedanken wir uns auch heuer für seine großzügige Spende.—… und noch ein treuer „Greaner“: Gratulation zum Achtziger, den Walter Skocik am 6.9. feierte; Kurt Garger ist mit seinen 60. Lenzen (15.9.) ja noch ein Jüngling, dennoch unsere besten Wünsche auch an ihn.

Weil er im Lauf der Zeit extrem hitzeempfindlich wurde, konnte der Verfasser Rapids Tag der offenen Tür (9.9.) leider nicht besuchen, sodass es keinen diesbezüglichen Kommentar geben wird.

Gleiches trifft auf Roland Schmid zu, der noch vor wenigen Monaten Anwärter auf Rapids Präsidentschaft war, jetzt aber – von einem Plakat mehr oder weniger dummer Buben im Allianz-Stadion („schiache Oide“ etc.) – zur Vienna vertriebenen Sponsor. Danke!

Ein persönliches „Danke“ sagt Obmann Niederhuber dem Rapid-Präsidenten Martin Bruckner, dessen Vorgänger Michael Krammer sowie dem treuen Mitglied Peter Österreicher für ihre Genesungswünsche – spät, aber umso herzlicher!

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GRÜNZEUG-614

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / September 2020 / Nr. 614 / Versand 31.8.2020

CORONA, CORONA, CORONA… TROTZDEM: IN EIGENER SACHE!

Nach dem unseres Erachtens überragenden Abschluss, der ohne viele Stützen angetretenen Rapid-B-Elf müssen wir leider mit einer Bitte um Beachtung vor unsere Mitglieder treten: Manchen Exemplaren der vorliegenden Nummer liegen ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden. Erstens, weil Corona zumindest bisher alles andere denn als gegenstandslos betrachtet werden kann und zweitens, weil Gerhard Niederhuber, der Obmann plus Redakteur darauf hofft, seine nicht gerade unerhebliche Krankheit überwunden zu haben, könnten die weiteren Nummern unseres Informationsblattes endlich wieder im ursprünglichen Zustand und Umfang
erscheinen! Irgendwann… Und dass uns in diesem unglaublichen Sommer 2020 nur die allerwenigsten Mitglieder
verlassen haben!!!

WAS CORONA ERLAUBTE

Als der Verfasser den „Göttlichen Heiland“ nach dreiwöchigem Aufenthalt wegen eines Schlaganfalls (besten Dank an Frau Christine Ibesich, unsere „Grünzeug“-PC-Schreiberin, für die weitaus mehr als lediglich Genesungswünsche umfassende Betreuung sowohl inner- als auch außerhalb des Spitals!) verließ, um wieder so halbwegs ins Leben einzutreten, war dieses
alsbald noch beschissener als vor dem Insult am 27.6.

Stichwort: Corona! Ohne dem Ergebnis der Vorstandssitzung vom 31.8. vorzugreifen: Wie auch immer die „chinesische Seuche“ (O-Ton US-Präsident Trump) verlaufen wird, ein normales Jahr wird 2020 weiterhin nie mehr zu nennen sein; natürlich auch im Fußball nicht.

SCR-Kapitän Stefan Schwab hat sich nach sechs „berührenden“ Jahren in Hütteldorf erstens um einen Stammhalter vermehrt und wenig später nach Griechenland, ein noch schwerer als Österreich leidendes Corona-Land, abgesetzt. Kühbauer auf die Frage, wer Schwab ersetzen könnte: „Keiner.“ Viel Glück bei PAOK Saloniki, Schwabi! Gleiches gilt auch für Tobias
Knoflach
sowie Stephan Auer, allerdings wissen wir bei der Abfassung dieses Artikels noch nicht, wo die beiden tätig sein werden.

Apropos Kühbauer: Der Trainer, unter dem Rapid mit durchwegs schrumpfendem Personal einen Zugang zur CL-Qualifikation schaffte, wird sich auch ohne den umtriebigen Kapitän durchsetzen, jedenfalls ist das mit den vielen Youngsters durchaus denkbar! Obwohl von denen viele in der 2. Mannschaft aktiv sein werden, zumal die ja erstmals in dieser Spielklasse vertreten wird – keine Corona-Folge, sondern nur eine von jahrzehntelangen kriminellen Umtrieben rund um Mattersburgs „Gönner“ Martin Pucher und dessen Bank. Damit die 2. Liga wieder mit 16 Klubs starten konnte, wurde am 13.8. dem Antrag der Bundesliga vom ÖFB-Präsidium stattgegeben. Und das nach dem mit Sicherheit besten Jahr in der Geschichte von Rapid II! Macht es gut, Burschen. Und dass ihr es könnt, haben die Jungrapidler um Leo Greiml bereits mehrfach bewiesen.

Zurück zur „Ersten“: Vor dem Test gegen Draßburg war ein Rapidler positiv getestet worden, und am 6.8. gab es einen zweiten „Fall“, weshalb das Camp in Tatzmannsdorf abgebrochen wurde. Siehe hiezu unter „Splitter“!

SPLITTER

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Im Rahmen des burgenländischen Trainingslagers gab es am 1.8. ein 4:1 (3:1) in DRASSBURG (Kara 2, Knasmüllner, Kitagawa), bevor es wegen des zweiten Coronafalles einen Abbruch gab.

Zwischendurch: Trotz allem (und trotz frauenfeindlichen Transparenten vorm Hartberg-Match!) und trotz Corona steigerte sich Rapids Sympathisanten-Gruppe auf den höchsten Wert gegenüber des Vorjahres: plus 6 Prozent. Zwischen jungen Fans (16 bis 29 Jahre) gaben 52 Prozent Rapid als ihren Herzensklub an, und in Wien waren es insgesamt 63 (FAK: 10 Prozent).

Schützenfest gegen SCF OPAVA mit miserabler erster und völlig anderer zweiter Halbzeit am 12.8. in Bad Erlach: 5:3 (0:2). Da stand es bis Minute 52 0:3, bevor Greiml, Kitagawa, Kara (2) und Knasmüllner die Partie grundlegend änderten.

Dalibor Velimirovic fehlte: Er erlitt in Draßburg Risse des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im linken Knie. Lion Schuster, ebenfalls ein Hütteldorfer Eigengewächs, bleibt bis 2023 dortselbst.

Wegen, eh klar, Corona gibt es in der Quali nur ein Spiel, welches in Runde 2 am 26.8. beim kroatischen Vizemeister Lokomotiva Zagreb stattfinden soll – oder sollte? In Anbetracht der dortigen Zahlen sprach Österreichs Regierung
am 16.8. eine Reisewamung nach Kroatien aus. Wie das in zwei Wochen aussieht, weiß kein Mensch…

Am 15.8. wurde SLOVAN LIBEREC (Tschechiens Fünfter) im Allianz Stadion klar mit 3:0 (2:0) besiegt, Tore: Kara, Greiml, Fountas. Natürlich fand auch dieses Spiel ohne Zuschauer statt.

Quasi noch viel weniger gab es am 19.8. auch in Hütteldorf: Dieser letzte Test vorm Auftritt in Zagreb verlief dermaßen geheim, dass von ihm nicht mehr als das Resultat bekannt wurde: 7:0 (2:0) gegen die OÖ JUNIORS aus der 2. Liga.

Etwas klarer verlief der bisher einzige Zugang: Tormann Bernhard Unger zählt 21 Jahre, kam vom Konkursklub SV Mattersburg und unterschrieb bis Sommer 2022.

Ob Taxi Fountas auch in Zukunft für den SCR aktiv sein wird, das brachte den so ruhigen Zoki Barisic fast zum Rasen: Das Management des Griechen bietet ihn via Social Media europaweit an, als wäre er ein Artikel auf dem Basar. Dennoch gab es laut Zoki kein konkretes Angebot.

Rapid II startet zwischen 11. und 13.9. in Liefering in die 2. Liga.

Mit dem Heimspiel gegen Admira mit Neuzugang Maierhofer am 13.9. begann Rapid I das Rennen um die Meisterschaft. Dass z.B. Sturm Graz in einem Stadion für 15.000 Zuschauer ebenfalls 10.000 davon empfangen darf, sorgt für Kopfschütteln; jedenfalls dürfen 10.000 Anhänger wie Schachfiguren im Allianz-Stadion Platz nehmen, erst danach dürfen sie ihre Masken von Nase und Mund nehmen. Viel Spaß, auch beim Erwerb der bis Jahresende gültigen Tickets!

Nach 26-jährigem Zusammenwirken mit „Ottakringer“ hat Rapid mit dem (ebenfalls grün-weißem) Marktführer „Gösser“ einen neuen Partner.

Test am 22.9.: SCR II – Traiskirchen 0:2.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-613
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
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Ausfälle

Einerseits leidet der Fußball im Allgemeinen und Rapid im Besonderen unter dem Corona-Virus, und es fühlt sich an, als hätte bisher die Fußballmaschine die beiden Fußballkommentatoren Gerhard Niederhuber und seinem Grünzeug und Franz Fiala und seinem Tagebuch bei Gesundheit gehalten. Vielleicht durch den Wegfall des „Motors“ hat es beide Autoren „erwischt“ und beide sind im Spital gelandet. Gerhard Niederhuber ist wieder zu Hause, beim Tagebuchautor liegt dieser Zeitpunkt noch in weiter Ferne.

Die bisherigen 11 Tage im KFJ dienten ausschließlich der Diagnostik. Morgen wird es ernst und die Chemotherapie kann in der Onkologie beginnen. Ausgang ungewiss.

Mit einer bescheidenen portablen EDV-Ausrüstung kann der tägliche Pressespiegel weiterhin gesendet werden, Berichte sind schwieriger und werden wohl länger ausfallen.

Einen Bericht über die Erkrankung wurden an Freunde gesendet aber dabei wurde doch die eine oder andere Adresse vergessen. Daher hole ich das hier nach und sende den Text vom Samstag auch im Tagebuch:

Liebe Freunde!

Ich bin kein großer Redner, aber schreiben tu ich gern, und wir sind alle in einem Alter, wo Erkrankungen jederzeit möglich sind. Ich möchte mir mit diesem Bericht selbst ein bisschen Klarheit verschaffen und mir die eigene Ohnmacht in solchen Fragen von der Seele schreiben. Es ist kein Endbericht, keineswegs, es ist ja noch nicht einmal klar, was genau der Fall ist. Außerdem kann man in Sachen des Lebens selbst keine Endberichte schreiben, man muss das vorher machen. Also jetzt.

Sollten es noch ein paar Jahre werden, die mir die Ärzte ermöglichen, freut das natürlich, und wenn nicht, ist doch eine Verabschiedung netter als ein Partezettel im Briefkasten.

Ich hatte einfach das Bedürfnis, diese für mich so überraschenden und existenziellen Erlebnisse, die den Alltag von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellten, mitzuteilen. Dass ich Euch das alles schreibe, soll auch einen Preis haben. Wenn ich da wieder draußen bin, reden wir übers Wetter, über Primzahlen, über den PC oder über Fußball. Aber wenn ich in der nächsten Zeit mit einer Glatze herumlaufen werde, möchte ich nicht dasselbe immer wieder erzählen.

Bitte auch keine Tipps, ich bin in bester medizinischer Betreuung.

Dass ich heute, am Samstag Kalbfleisch bekomme und als Nachspeise ein Fru-Fru wie in Kindertagen, dass ich einen Panoramablick über Wien von Hütteldorf bis zum Hauptbahnhof habe, wäre allein schon berichtenswert. Ein kleiner Schönheitsfehler ist, dass ich die diese Zeilen vom 4. Stock der Urologie im KFJ schreibe.

Noch vor 10 Tagen war ich in Bratislava, um die aktuelle Ausgabe der PCNEWS abzuholen und zu versenden, doch danach verschlechterte sich meine Leistungsfähigkeit von Tag zu Tag.

Die bereits seit zweieinhalb Jahren – auch hier im KFJ – in Untersuchung befindliche Grunderkrankung ist ein sich ständig verschlechterndes Blutbild. Die Hämatologen haben aber nichs von Leukämie gesagt, vielmehr suchten sie nach der Ursache vom Blutverlust und das mit dem vollen Programm also Ganzkörper-Ultraschall, Gastroskopie, Coloskopie, alles ohne Ergebnis. Auch eine Punktierung brachte keinen Aufschluss über die mögliche Ursache der Blutbildveränderung. Da mir das Blutbild aber keine Beschwerden verursacht hat, änderte sich am Alltag gar nichts.

Dann kam der Juli 2020. Und etwa in Monatsmitte fiel mir spontan das Lied „Brüderlein fein“ ein, mit der Zeile „es muss geschieden sein“. Nie hatte ich mich alt gefühlt, doch mit dem Juli 2020 schien sich die Jugend ziemlich abrupt zu verabschieden.

Ich bekam Bauchschmerzen, etwa in der Periodizität 2 Tage Schmerzen, 1 Tag schmerzfrei. Es fühlte sich an wie ein permanenter Harndrang. Ich tippte auf alles Mögliche, wegen der Großflächigkeit der Schmerzen auch auf Nierensteine. Bei Niere fiel mit ein, das es gut wäre, viel zu trinken, und ich tat das dann auch und trank etwa zwei Liter zusätzlich, mit der Folge, dass ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte. Wasser, dass sich normalerweise ganz natürlich wieder verflüchtigt, blieb vollständig im Körper – wie die Waage bestätigte. Mein Verdacht wurde auf eine volle Harnblase gelenkt, die aus irgendeinem Grund nicht entleert werden konnte. Damit ging ich zur Hausärztin und die schickte mich mit der Frage „Harnverhalt“ zur Urologie. Und die schickten mich wieder nach Hause, denn die Harnblase sei leer, doch die Schmerzen waren da. Man empfahl mir ein paar Mexalen zu nehmen, was ich ohnehin tat, um etwas schlafen zu können.

Bei einem meiner Besuche im KFJ wegen der Blutwerte ist im Juli der Wert für das Hämoglobin auf 10 gesunken (normal wäre 13-17). Da der diensthabende Arzt nicht sonderlich beunruhigt war, war ich es auch nicht.

Ab Mitte August stellte ich eine früher nie gekannte Atemnot beim Stiegensteigen und einfachen Tätigkeiten fest. Die Selbsteinschätzung war, dass es etwas mit dem Herzen zu tun haben könnte und ich meldete mich bei einem Herzspezialisten an, der mir empfahl, vorher zu einem Lungentest zu gehen. Das tat ich auch. Ich wählte als Wiener Tscheche die Ordination am Wienerberg geführt von Frau Dr. Vesely („Lustig“). Der behandelnde Arzt war ein Dr. Kos („Amsel“). Ich habe beide befragt, aber keiner der beiden wusste um die Bedeutung ihrer Namen. Aber bei der Lunge kannten sie sich aus. Es bestand kein Lungenfehler. Aber Dr. Kos hat mir einen wertvollen Hinweis gegeben als er meinen Blutbefund sah. Das Hämoglobin transportiert den von der Lunge erzeugten Sauerstoff. Ist zu wenig Hämoglobin da, wird auch zu wenig Sauerstoff verfügbar gemacht und man fühlt sich als wäre man auf einem Fünftausender; auch dort bekommt man zu wenig Luft.

Mein endlich vom Urlaub zurückgekehrter Urologe stellte eine verhärtete Prostata mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor fest. Er erstelle einen professionellen Befund und schickte mich damit wieder auf die Urologische Ambulanz, und ich ging auf dieselbe, die mich schon einmal nach Hause geschickt hat. Diesmal war eine gewissenhafte Ärztin am Werk, die die Diagnose des Urologen bestätigte. Sie verpasste mir gleich für den nächsten Tag (!) eine Computertomografie für den ganzen Bauchraum. Das war am vorigen Freitag.

Wir besuchten am Wochenende noch den Silbersee bei Kritzendorf und die Umrundung des kleinen Gewässers machte mir – ebenso wie der nachfolgende Einkauf – erhebliche Schwierigkeiten.

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass die im Juli beobachteten Bauchschmerzen verschwunden waren und bis heute sind. Ob sie überhaupt irgendwie mit der Erkrankung zusammenhängen, weiß ich nicht, weil ich sie in ähnlicher Form auch schon im vergangenen Jahr hatte, sie aber im Zuge der Darmentleerung vor der Coloskopie wieder verschwunden sind.

Die Befundbesprechung war am Montag. Die ersten Worte des diensthabenden Arztes waren: „Können’s gleich dableiben?“ Er erklärte darüber hinaus, dass sich der Tumor schon an vielen anderen Stellen eingenistet hat, wie zum Beispiel in den Lymphknoten und der Leber, dass also zum Beispiel eine Strahlentherapie für den Prostata-Tumor allein nicht sinnvoll wäre, man muss alles auf einmal „angreifen“. Dazu müsse man aber wissen, welcher Art dieser Tumor ist, da gäbe es viele Möglichkeiten.

Ich holte mir noch meinen PC von zu Hause – und gut war’s, denn damit kann ich jetzt diesen Brief schreiben – dafür habe ich die Schlapfen vergessen…

Zuerst hieß es das KFJ, Kaiser Franz Josef Spital oder auch Triesterspital, dann bis 2020 SMZ Süd und jetzt nennt man es Klinik Favoriten. Die Anlage empfindet man verwirrend, weil die Gebäude in einem Winkel von 45° zu neuen Haupteinfahrt angelegt sind. Der frühere Haupteingang ist geschlossen, aber ich habe noch zwei Erinnerungsbilder von der damaligen Cafeteria, die Speisekarte und das junge Kaiserpaar Sisi und Franz. Damals, im 19. Jhdt. wurde es als Epidemie-Spital errichtet und damals wäre man froh gewesen, mehr gegen die Blattern und Pocken machen zu können. Heute verweigern viele die Impfung. Der Grund dürfte sein, dass wir keine Pockenkranken kennen und daher meinen, dass uns das alles nichts anginge. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klinik_Favoriten

Ich kam in die Abteilung 42 im vierten Stock. Da war doch was mit dieser Zahl 42? Ja, das ist die berühmte Antwort auf eh alles, die ein Computer nach langwierigen Berechnugen im Roman „Per Anhalter in der Galaxis“ ausgibt. Mein isoliertes Einzelzimmer 14 schaute nach Westen. Nach dem negativen Corona-Test wurde ich verlegt und ich dachte, jetzt kommst in ein Massenquartier. Weit gefehlt! Ich bekam das Zimmer mit der Nummer 7, wieder ein Einzelzimmer. Dieses Zimmer wurde wahrscheinlich für besondere Patienten angelegt oder makabrerweise für Patienten mit weniger guten Aussichten, damit sie wenigstens auf den letzten Stationen eine gute Aussicht auf Wien haben mögen.

Fensterfronten nach Nord und West, je ca. 3 Meter hoch und 8 Meter lang. Schaue ich rechts, sehe ich die Hauptbahnhof-City, also die Gegend, wo ich wohne. Schaue ich nach vorne, sehe ich etwa das AKH; das Fernheizwerk Spittelau, meine frühere Arbeitsstätte, das TGM, die Votivkirche, im Vordergrund den Esterhazy-Flakturm, im Hintergrund die Hausberge mit unserer Lieblingswanderung vom Leopoldsberg zum Kahlenberg und runter nach Nussdorf. Schaue ich aber nach links, sehe ich das Schloss Wilhelminenberg, den Flötzersteig, die Schwegler-Kirche und ganz links unsere zweite Heimat Hütteldorf.

Mein Outfit: blaues Nachthemd.

Am Operationstag ändert sich der Dresscode, das Hemd ist rot und ist vorne zu und hinten offen. Eigentlich war das alles keine Operation, sondern nur eine Gewebsentnahme, allein mir hat’s gereicht. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, aufwachen tut man mit einem Schlauch in der Harnröhre. Über ein ausgeklügeltes Ventilsystem wird die Blase von außen mit Salzwasser gespült, ich schätze dass es insgesamt 15-20 Liter sind, die den zuerst blutig-roten Harn wieder zur Normalfarbe werden lassen.

Man hat an der Prostata herumgeschnipselt und die Analyse des Tumors wird am Montag in einem multidisziplinär besetzten Gremium besprochen. Im Prinzip geht es um die Art der Chemo-Therapie, die man mir in der Onkologie verpassen wird, ob stationär oder ambulant. Aus den Erzählungen unseres verstorbenen Freundes Ferdinand de Cassan können das auch lange Aufenthalte auf Isolationsstationen sein wegen des heruntergefahrenen Immunsystems und der ohnehin schlechten Blutwerte.

Wenn man dann als gelernter Feigling mit diesen vielen unangenehmen Eingriffen konfrontiert wird, findet man es schade, dass die Eltern das Kind zu wenig indianisch erzogen haben. Wir haben versucht, kleine Wehwehchen bei Florian nicht allzu viel aufzubauschen und mit ihm regelmäßig zum Arzt und besonders auch zum Zahnarzt zu gehen. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Florian ist furchtlos und steckt solche Situationen viel besser weg als der Vater.

Die erste Nacht nach dem Eingriff habe ich bestens geschlafen. Die zweite Nacht „woa a schware Partie fia mi“, in 10- bis 20-minütigen Intervallen gab’s allerfeinste Krämpfe, so als wolle der Körper diesen Plastikschlauch loswerden. Aber glücklicherweise sind diese Schläuche jetzt wieder weg und ich kann am Tisch sitzend schreiben.

Damit ich die Prozedur wegen der schlechten Hämoglobin-Werte (von 10 im Juli bereits auf 8 im August gesunken) besser überstehe, bekam ich vor dem Eingriff zwei Blutkonserven, und wahrscheinlich hat das schon sehr geholfen. Derzeit ist es allerdings so, dass ich nach einem normalen Waschgang mich für ein paar Minuten ausruhen muss. Gerade gab es eine Ultraschall-Untersuchung auf Restharn. Der Weg dorthin ca. 30 Meter. Dort angekommen, kann ich nur keuchend sprechen. Auch nach dem Abendessen (zwei Topfenbrote) muss ih mich ausruhen. Ich kann jetzt schon fast durch so einfache Handlungen meinen Hämoglobinwert einschätzen.

Eigentlich hätte ich heute nach Hause gehen können. Da aber meine Schwäche erheblich ist und ich am Montag wieder einrücken werde müssen, habe ich mich entschlossen, das großzügige Angebot des Oberarztes anzunehmen, auch am Wochenende hier bleiben zu können.

Bis zum Juli 2020 war es bei keiner Blutprobe ein Problem, eine Vene anzubohren. Jetzt im August waren alle Venen wie in einem Geheimversteck. Entweder ist das schon die Folge des schlechten Blutbilds oder eines zu geringen Blutdrucks. Einmal stechen war oft zu wenig.

Keiner der Ärzte bis hinauf zum Primar, der auch bei der ersten Visite im Team war, hat die Wörter „Krebs“ oder „Metastasen“ verwendet. Ich fand das bemerkenswert, weil das sind die negativ besetzten Ausdrucksmittel in Medien. Ich nehme an, dass die Sprachregelung im Krankenhaus sehr optimistisch gewählt ist, praktisch auch schon ein Teil der Heilungsprozesses. Man hat bemerkenswerter Weise die Krankenkassen in Gesundenkassen umbenannt und könnte das durchaus bei den Krankenhäusern tun. Die neue Erfindung „Klinikum“ wird zwar von allen Fachleuten zurecht kritisiert, weil ein Klinikum eine universitäre Einrichtung für Ausbildung und Forschung ist, aber immerhin ist das Wort „Krankenhaus“ verschwunden. Hier, an der Triesterstraße nennt man sich gern KFJ, weil dieser Name in der Forschung gut bekannt ist.

Ich finde es sehr professionell, dass niemand irgendwelche Prognosen abgibt, schließlich ist jede Erkrankung sehr individuell. Allein an dem Tempo, mit dem alle Akteure die Sache angegangen sind, kann man ablesen, dass es ernst ist, sehr ernst.

Wäre da nicht das Blutbild mit der Atemnot gewesen, man wäre vielleicht gar nicht auf diese Tumore draufgekommen. Diese kommen aber ohnehin nicht über Nacht, die entwicken sich möglicherweise über Jahre und das völlig unbemerkt und auch dann, wenn man durchaus alle klassischen Vorsorgeuntersuchungen macht. Es ist also anzunehmen, dass ich diese Tumore schon mehrere Jahre herumtrage.

Es gibt ein Indiz dafür und das hat mir eine Ärztin erklärt: Der Laie meint, dass Flüssigkeiten alle zur Niere wandern und über die Harnblase ausgeschieden werden. Daher auch meine Vermutung, ich könnte einen Harnverhalt haben. Nein, sagte sie, es gibt im Bauchlappen (oder so ähnlich) eine Art Verteilzentrum für Flüssigkeiten, das entscheidet, was damit geschieht. Wenn in dieser Schaltzentrale eine Störung vorliegt – zum Beispiel durch einen Tumor, bleibt – so wie in meinem Fall – das Wasser irgendwo vagabundierend im Körper. Da ich diesen Effekt schon länger beobachte, deutet das darauf hin, dass der Krebs sich schon längere Zeit eingenistet hat.

Die Frage ist nun, ob die sinkenden Blutwerte und der Krebs zusammenhängen oder ob es verschiedene Erkrankungen sind. Eine Chemotherapie bekämpft schnell wachsende Zellen, also auch Haare, aber auch Blutzellen. Wenn der Krebs bekämpft wird, zerstört man gleichzeitig auch die Blutzellen und es kommt zu einer Immunschwäche. Wenn aber das Blutbild ohnehin schon „am Boden“ ist, was dann? Dann muss die Therapie auf Isolierstationen stattfinden und kann nicht ambulant erfolgen. Einer der Ärzte meint, dass das Blutbild und die Tumore zusammenhängen. Man bekämpft mit der Chemo beides. Es ist also eine Art Leukämie mit bereits ausgebildeten „Filialen“.

Es schaut so aus, als würde die Onkologie im KFJ zu meinem zweiten Zuhause werden, zumindest in der nächsten Zeit, und man kann sich natürlich fragen, wie lange das so geht, und vor allem, wie lange das gut geht. Da die Ärzte auf solche Fragen eher nicht antworten, habe ich eine andere Frage gestellt: „Weihnachten, geht noch?“ Das hat eine freundliche Ärztin sehr optimistisch und voll Vertrauen in das Können der Ärzte bejaht.

Das KFJ ist keine Privatklinik, sie ist ein Spital des Krankenanstaltenverbundes. Man ist also eine Nummer, irgendwer. Es ist aber erstaunlich, wie positiv die Ausstrahlung aller hier arbeitenden Menschen ist. Von der Reinigung (eine Serbin), den Essensträgern (geschätzt Roma), den Pflegern (Philipinos, auch Inländer), den Ärzten (eine Russin hat mir perfekt die Bluttransfusion verabreicht. Es muss vorher mit einem chemischen Test die Verträglichkeit überprüft werden). Es ist ein bunter Haufen, der wie in einem Uhrwerk die Vorgänge fehlerfrei ablaufen lässt. Tausende Male geübte Vorgänge geben Vertrauen in das Geschehen. Ich habe keine Sonderkasse und ich kann mir auch nicht vorstellen, was dann anders wäre. Ich werde wie ein König behandelt.

Bis hierher kann ich Euch sachlich berichten, wenn es aber um die Prognose geht, dann fällt mir das Schreiben schwer. Ich mach’s daher kurz:

Was passiert mit dem Franz?

Ich werde sicher wieder nach Hause kommen und wir werden noch das eine oder andere gemeinsam erleben. Wer kennt nicht das schöne Lied von STS? Kehren wir die Bedeutung um und meinen statt „Griechenland“ das „KFJ“: „Und irgendwann bleib i dann dort, lass alles liegn und stehn, geh von daheim für immer fort. Darauf geb i dir mein Wort, wieviel Jahr a noch vergehn, irgendwann bleib i dann dort.“

Nun, die klassischen Beerdigungsformen haben wenig Nutzen, ich spendiere daher meinen Körper der Uni: koerperspenden@meduniwien.ac.at

Servus an alle
Franz

Kein Grünzeug in der nächsten Zeit

Der Vorstand der „Klub der Freunde“ teilt mit:

Wir sind gerade im Meisterschaftsfinish und das ist normalerweise Hochsaison für den Redakteur des „Grünzeug“ Gerhard Niederhuber, der für uns durch seine regelmäßigen Berichte und Analysen mehr als ein Fixpunkt im Rapid-Jahr ist.

Wir müssen auf die nächste Ausgabe des „Grünzeug“ ausnahmsweise etwas länger warten, weil Gerhard am Samstag nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde und jetzt noch einige Zeit dort verbringen muss.

Mein Eindruck von seiner Fitness nach einem Gespräch mit ihm ist aber ein guter, und er wird sich dort nicht lange halten lassen.

Interessant ist, wie ich davon erfuhr: Gerhard ist Stammgast im Gasthaus „Quell“ in Reinsdorf (nicht zu verwechseln mit dem Rheindorf Altach). Es handelt sich um einen Altstadtkern in Rudolfsheim, eine fast dörflich anmutende Gegend mit Kirche und Dorfwirt, eben dem Gasthaus Quell. In Reinsdorf kennt jeder jeden, insbesondere kennt die Wirtin des Gasthauses alle ihre Gäste, und wenn jemand, der so regelmäßig zum Mittagessen kommt wie er das Grünzeug herstellt, einmal fehlt, dann muss etwas passiert sein. Die Dame recherchierte im Internet nach „Gerhard Niederhuber“. Man muss nicht lange suchen und findet dann die zahlreichen Erwähnungen im Tagebuch und dann auch die Telefonnummer, die auf jeder Seite zu finden ist. So erreichte mich das Gasthaus Quell gerade bei der Entsorgung einer alten Tür bei der MA48.

Wir wünschen unserem Obmann, dass er uns bald mit der nächsten Ausgabe den Saisonabschluss der ersten Corona-Saison schildern kann.

Bearbeitetes Bild aus Pixabay

Ein erster Gratulant soll hier genannt werden: Michael Krammer.

GRÜNZEUG-613

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Juni 2020 / Nr. 613 / Versand 22.6.2020

CORONA, CORONA, CORONA, ABER WIR SIND DOCH NOCH DA!

Nachdem bereits die für 23.3. angesetzte Mitgliederversammlung dem unsäglichen Virus zum Opfer gefallen war, konnte natürlich auch die diesjährige Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands (geplant waren der 18.5. sowie die Ehrengäste Martin Bruckner, Gerry Willfurth und Michael Krammer) nicht stattfinden; sie musste notgedrungen um ein Jahr verschoben werden.

Ebenso unmöglich sind bis auf weiteres leider unsere „normalen“ Mitgliederversammlungen, weil wir im Klublokal noch nicht 50 bis 60 Personen empfangen dürfen.

Trotzdem gibt es den Klub der Freunde des S.C. Rapid weiterhin, wie dieses erste „Grünzeug“ seit dem vergangenen März beweist.

Wir appellieren hiemit an alle Mitglieder, uns auch bzw. gerade in diesen schweren Zeiten weiterhin die Treue zu halten, verbunden mit der Hoffnung, dass das tückische Virus früher oder später besiegt werden kann.

Danke für Ihre verständnisvolle Geduld, sehr verehrte Damen und Herren!

Aus obigen Gründen verschieben sich auch die Ehrungen nachstehender Jubilare, denen wir aber schon jetzt gratulieren: Gustav Baumgartner, Alfred Fürtler, Theresia Schlegel, Friedrich Sorna (alle seit 50 Jahren Mitglied); Johann Rührig, Franz Würzl, Josef Ziniel (alle seit 40 Jahren Mitglied); Christian Balog, Rene Klampfer (beide seit 20 Jahren Mitglied). Selbstverständlich wird es in der „regulären“ Generalversammlung auch aktuelle Jubilare geben.

In diesem Sinne wünschen wir sämtlichen Mitgliedern, Leserinnen und Lesern bis dahin und überhaupt für immer beste Gesundheit. Und Sie wissen ja: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid(ler) wird’s imma gern!“

WIR TRAUERN UM JOSEF LISKA

Josef Liska (68) musste in den letzten sechs Wochen seines gottesfürchtigen Lebens einen dramatischen Leidensweg durchstehen, ehe er im AKH aus diesem erlöst wurde: Geschwür am linken Ellbogen, das aber nicht bösartig war. Dafür bestand Herzinfarktgefahr. Trotz zweier Stents folgten ein zweiter Infarkt und der Fall in Bewusstlosigkeit, aus der er niemals mehr erwachen sollte. Dazu erlitt er eine Hirnblutung plus Hirntod. Bis er am frühen Morgen des 7.5. aus diesem Leben schied. Sein letzter Weg führte ihn am 22.5. ins Familiengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Man kannte den Josef oder Pepi, wie wir ihn nannten, als kauzigen bis gelegentlich querulantischen Menschen, der von einer vorgefassten Meinung so gut wie nie abwich. Aber wahrscheinlich beruhte seine absolute Zuverlässigkeit ja gerade auf dieser Eigenart. Wie auch immer, Josef Liska gehörte unserem Vorstand über 30 lange Jahre als Schriftführer an und versäumte in dieser Zeit kaum jemals eine Sitzung; nur das Protokoll jener vom 24.2.2020 konnte er uns nicht mehr übergeben…

Niemandem wird Josef Liska mehr fehlen als unserem Obmann, Gerhard Niederhuber, pflegte er mit diesem doch über mehr als 40 Jahre eine treue Freundschaft, die am besten mit dem Wort ambivalent zu beschreiben ist. Unter dem Strich darf Niederhuber sagen: Das Unikat Josef Liska wird unerreicht bleiben, wer auch immer ihm als Schriftfuhrer(in) des Klubs der Freunde des S.C. Rapid folgen wird. Privat ist einer wie er sowieso kein zweites Mal zu finden.

Danke für alles, alter Schwarzseher, und werde da oben glücklicher, als du es auf Erden nicht immer sein konntest!

HAPPY END DER 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: 4.310,99 EURO!

Diesen beachtlichen Gesamtbetrag verdanken wir und die grün-weißen Jungkicker auch diesen nachträglichen Spender(innen): Fachinsp. Franz Gugerell, Johann und Moritz Koller sowie Ludwig und Margaretha Kubin.

Natürlich ist er der SCR-Jugendleitung bereits zur Gänze zugegangen.

VERLETZUNGS-HORROR IN SALZBURG, ABER: JETZT ERST RECHT!

In diesem Artikel wollen wir uns (fast) nur mit Fußball befassen. Den Kampf gegen Covid-19, der oft tödlichen Folge des aus China importierten Coronavirus, hat Rapid ’20 zumindest bis zu unserem Redaktionsschluss erfolgreich bestritten. Der Horror war aber trotzdem kein geringerer, schieden doch gleich zum Re-Start der Meisterschaft nicht weniger als drei Schlüsselspieler in noch nie gesehener, weil rascher Folge für mehr oder weniger lange Zeit mehr oder weniger schwer verletzt aus (vgl. „Spiele, Tore, Kommentare“).

Die Folgen dieses Dreifachschocks ausgerechnet in Salzburg?

Vorerst wurde die anschließende Partie gegen Sturm Graz im leeren Allianz-Stadion (dank Christoph Pescheks Einladung durfte der Verfasser zum handverlesenen Häuflein der Augenzeugen zählen) erstaunlich sicher mit 4:0 bezwungen. Die jungen Herren um Kapitän Stefan Schwab und die paar anderen erfahreneren Kollegen agierten sichtlich unter dem Motto „Jetzt erst recht“ (Leo Greiml, der bärenstarke Zentralverteidiger, zählt 18, Doppelpacker Kelvin Arase „schon“ 21 und das bereits ganz schön ausgebuffte Küken Yusuf Demir gar erst 17 zarte Jährchen). Somit schrumpften die Abstände zwischen dem WAC, Rapid und dem „bösen“ LASK auf Babyelefantengröße. Die Roten Bullen liegen allerdings um jene eines ausgewachsenen Elefantenbullen voran. Aber immerhin: Der SCR hat sehr gute Aussichten, demnächst wieder einmal im Europacup mittun zu dürfen. Falls es überhaupt einen geben wird und falls Didis Burschen die zahllosen Ausfälle ähnlich verkraften können wie etwa gegen Sturm. Und das in einer wahren Hetzjagd bis 5.7. (an darauf folgende Play-off-Matches wollen wir gar nicht denken).

Wie’s mit unserem Anhängerklub weitergehen soll sowie mit dem „Grünzeug“, darüber berät der Vorstand am 22.6.

tipico-Bundesliga, Meisterrunde (Stand vom 7.6.):

1.Salzburg 24/30 (82:26)
2.WAC      24/23 (55:31)
3.Rapid    24/23 (51:28)
4.LASK     24/22 (54:25).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

22.RUNDE (7.3.): WAC (A) 2:2 (1:1)

Man sollte Didis Truppe niemals vorzeitig abschreiben, nicht einmal bei Partien im ungeliebten Wolfsberg, auch wenn die Darbietung hinten (Probleme mit Old Boy Liendls Freistößen und den Kopfbällen des 174-Zentimeter-Mannes Weissman) wie vorne (weitestgehend harmlos) absolut nicht gut ist und selbst dann ebenfalls nicht, wenn die Leistungsträger Dibon (Rissquetschwunde) und Fountas (Gehirnerschütterung nach Brutalo-Check Rnics, des „Vorbereiters“ von Taxis 14. Tor) verletzt werden. Unter dem alten Kämpfer Kühbauer gab Rapid auch beim starken WAC dennoch nie auf: zuerst in der turbulenten, slapstick-artigen Verlängerung der ersten Halbzeit und erst recht in jener der zweiten. Damit gelangen die Verlängerung der niederlagenlosen Serie (nun schon neun Matches) und die Verteidigung des dritten Platzes, bevor es mit halbierten Punkten in die Meisterrunde ging. In der ja nicht jedesmal ein Weissman lauert, dem in 21 Spielen sagenhafte 22 Tore gelangen.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (42.Hofmann), Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab; Murg (62.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (70.Kitagawa).- Tore: Weissman (45.Z+3, 73.); Fountas (45./+1), Hofmann (90./+1).- Gelbe Karten: Holzer; Petrovic– LavanttalArena, Ciochirca, 5.718.

Wegen der Corona-Krise folgte nun eine Zwangspause bis 3.6. Sämtliche weiteren Partien sollen bis 15.7. durchgepeitscht werden – falls das Virus nicht zurückkommt…

MEISTERSCHAFTSRUNDE (3.6.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:1)

Angesichts der unglaublichen Verletzungsschocks war gewiss nicht nur der Verfasser bei diesem Geisterspiel so entgeistert, dass die bittere Niederlage gegen die nach der Pause klar überlegenen Bullen für ihn fast zur Nebensache geriet. Barac (Oberschenkel) fehlte von Haus aus, aber dann wurde es sehr bald noch viel schlimmer: Minute 2: Abwehrchef Nummer 1, der ewige Pechvogel Dibon, fiel mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Minute 27: Abwehrchef Nummer 2, Dibis Vertreter Sonnleitner, zog sich eine Oberschenkelverietzung zu, sodass D.Ljubicic als insgesamt vierter Innenverteidiger ins Abwehrzentrum übersiedeln musste. Und schließlich die Minute 72: Murg, kurz zuvor eingewechselt, humpelte quasi postwendend auch vom Feld (Sprunggelenk). Weil damit das Austauschkontingenz erfüllt war, mussten die tapferen Rapidler zu zehnt das 0:2 hinnehmen. Dabei hatten sie vor der Pause mit den sorgenfreien Hausherren durchaus mitgehalten und zwei große Ausgleichschancen vorgefunden (Fountas, Hofmann). Spätestens in der Nachspielzeit platzten die grün-weißen Träume vom 33. Meistertitel wie Seifenblasen. Unter diesen bitteren Voraussetzungen eigentlich nur zu verständlich…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (7. Sonnleitner, 27.Grahovac), Hofmann; Arase (72.Schick), Petrovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüllner (72.Murg), Fountas (72.Kitagawa).- Tore: Daka (9.), Okafor (90./+!).- Gelbe Karten: Daka; Trainer Kühbauer, Stojkovic.- Bes.Vorkommnis: Rapid war ab der 77. Minute nur mehr zu zehnt.- Red-Bull Arena, Eisner.

MEISTERSCHAFTSRUNDE (7.6.): STURM GRAZ (H) 4:0 (2:0)

Dibon? Definitiver Kreuzbandriss plus Zwangspause bis Jahresende! Sonnleitner? Muskelfaserriss im Oberschenkel! Murg? Blessuren des linken Knies und des Sprunggelenks! Vielleicht können diese beiden in die laufende Meisterschaft noch einsteigen. Was hoffentlich auch für Barac und Strebinger (Rücken) gilt. Wohl kaum aber für Schobesberger. Trotz allem legte Kühbauers „Rumpftruppe“ gegen Sturm eine bemerkenswert gute Leistung hin, für die vier Akteure hauptverantwortlich waren: Leo Greiml war ein souveräner Abwehrchef, Dejan Ljubicic regierte im Mittelfeld, Kelvin Arase war fast nicht zu halten und Taxi Fountas gar nicht (zwei Assists, Elfer herausgeholt, das 4:0 selbst erzielt, zu dem übrigens Teenie Demir die geschickte Vorarbeit leistete). Wie auch immer, die klar unterlegenen Gäste wären sicher noch deutlicher geschlagen worden, wäre Rapids Chancenverwertung besser gewesen. Aber bei einem 4:0 und unter den gegebenen Umständen sollte man wirklich nicht meckern!

SCR: Knoflach; Stojkovic, Greiml (72.Grahovac), Hofmann; Schick (77.Auer), D.Ljubicic, Schwab (77.Demir), Ullmann; Knasmüllner (65.Petrovic); Fountas, Arase (46.Kitagawa).-

Tore: Arase (26., 28.), Schwab (70., Elfer), Fountas (78.).- Gelbe Karten: Greiml; Trümmer, Despodov, Spendlhofer.- Allianz-Stadion, Gishammer.

„MR. GRÜNZEUG NR. 613“: DEJAN LJUBIC1C

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Corona, Corona, Corona… Deswegen erstreckt sich unsere Zensierung über einen Zeitraum von exakt drei Monaten. Am 7.3., in Wolfsberg, war Hochwürden Pelczars Liebling nicht mit dabei (und mit den Gedanken in Chicago?), aber beim 0:2-Schock in Salzburg agierte Dejan Ljubicic als perfekter (Not-)Abwehrchef, und zuletzt brillierte er – wie so oft in dieser seiner besten Saison – im Mittelfeld. Wie gut, dass aus dem Wiener (noch?) kein „Ami“ geworden ist!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Richard Strebinger 125. (Salzburg).- BL-Tor: Wie es ihm als Kapitän zusteht, erzielte Stefan Schwab gegen Sturm vom Elferpunkt Rapids diesjährigen 50. Meisterschaftstreffer.

WAS BIS ZUM RE-START (NICHT) GESCHAH

Einst wurde über Belanglosigkeiten nonchalant gesagt: „Das ist so uninteressant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umfallt.“ Oder bis vor wenigen Monaten: „Wurscht, wenn sie in Wuhan Fledermäuse essen und daher krank werden.“ Das hat sich nicht zuletzt durch die ausufernde Globalisierung und den vehementen Tourismus weltweit dramatisch verändert: Ausgehend von dieser chinesischen Provinz verbreitete sich ein oft tödliches Virus auf der ganzen Welt, erreichte natürlich auch unsere „Insel der Seligen“ und legte hier so gut wie alles lahm. Auch den Fußball.

Am 10.3. wurde die Fortsetzung der BL-Meisterschaft vorerst auf Anfang April erstreckt, möglich schien aber auch der totale Abbruch.

Nahezu gleichzeitig erlitt unser Mario Sonnleitner im Training erhebliche Kieferverletzungen, verlor drei Zähne und fiel für einige Wochen aus, doch „dank“ Corona versäumte er eigentlich gar nichts. Das umso weniger, als das Ende der BL-Pause um einen weiteren Monat verschoben wurde. Über einen Neustart würde laut Vorstand Christian Ebenbauer die Regierung entscheiden. Mitte März wurde bereits von Geisterspielen gesprochen. Dazu Christoph Peschek: „Rapid droht bis Ende Juni ein Minus von sechs Millionen Euro.“ Er und Zoki Barisic (trotz allem: Gratulation zum „50er“!) sowie die zur Zwangspause verurteilten Kicker verzichteten auf wesentliche Teile ihrer Gehälter, um den unversehens finanziell angeschlagenen Verein zu unterstützen. Dazu der große Kämpfer Sonni: „Das Virus bricht uns nicht. Wir müssen zusammenstehen und das durchziehen, dann werden wir schnell ins Leben zurückfinden.“

Wie es in der großen Rapid-Familie üblich ist, ließen und lassen sich auch viele Fans nicht lumpen: Nicht nur, dass die grün-weißen Schutzmasken reißenden Absatz finden, ein erheblicher Teil der Abonnenten erklärte sich sogar spontan bereit, auf die Refundierung jenes Betrages zu verzichten, den sie für die Spiele bezahlt hatten, die sie nun nicht mehr im Stadion werden sehen können.

Ebenfalls Zeichen der Verbundenheit: Kelvin Arose verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2022 und die Herren Stefan Schwab, Stephan Auer, Paul Gartier, Tobias Knoflach sowie Marko Bozovic die ihren (zumindest?) bis zum letzten Spiel dieser einzigartigen Saison im Juli.

Ins Kleingruppentraining waren insgesamt 30 Rapidler am 21.4. gestartet, für welches die Crew um Didi Kühbauer von Zeljko Radovic und Walter Knaller unterstützt wurde. Die strengen Sicherheitsauflagen: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, eigene Trinkflaschen, zwei Garnituren Trainingsbekieidung, Kontrollen der Körpertemperatur, duschen erst daheim.

Inzwischen ordnete die Bundesliga an, dass bei Geisterspielen nur maximal 200 Personen in den Stadien sein dürfen, aber keine Zuschauer. Da schlug die „Krone“ am 2.5. Alarm: „Im Horror-Szenario überleben nur drei!“ Nämlich Salzburg, LASK und Sturm. Dagegen verblassten die Meldungen von den Verletzungen der Youngster Nici Wunsch (Kniearthroskopie) und Lion Schuster (Mittelfußbruch) oder von Junggoalie Nikolaus Polsters Abgang justament zum LASK:

Ab 15,5. war – selbstverständlich auch unter jeder Menge Auflagen – endlich normales Mannschaftstraining erlaubt, zudem würde nur ein erkrankter Spieler isoliert, dabei hatte es zuvor noch geheißen, die ganze eigene sowie die gegnerische Mannschaft müssten in diesem Fall in Quarantäne geschickt werden. Und dass die Saison endgültig abgebrochen würde. Um die allgemeine Verunsicherung weiter zu erhöhen, meldete sich ein Gynäkologe namens DDr. Christian Fiala zu Wort: Die Panik gefährde Existenzen, Gesundheitssystem sowie sozialen Frieden und: „Als Arzt trete ich dem mit Fakten entgegen. Wir befinden uns am Ende einer eher harmlosen Grippe-Saison.“ Was sollte man davon als Nicht-Studierter halten? „Drei Ärzte, vier Meinungen“ – stimmt das wirklich?

Wie auch immer, die Meisterschaft wurde am 2.6. (Quali-Gruppe) bzw. 3.6. (Meister-Gruppe) fortgesetzt und soll inklusive Play-off am 15.7. beendet werden – vorausgesetzt, das Virus lässt uns endlich so einigermaßen in Ruhe…

Für einen Paukenschlag sorgte der LASK unter seinem oftmals verhaltensauffähigen Präsidenten Siegmund Gruber, indem er auf die Vorgaben der Regierung pfiff, schon vor dem 15.5. (mindestens?) vier normale Teamtrainings durchführte und sich so irreguläre Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffte. Die für viele zu milden Sanktionen: 75.000 Euro Geldstrafe, sechs Minuspunkte und Verlust der Tabellenführung. Über die zu erwartenden Proteste der Linzer und damit über den definitiven Ausgang der Meisterschaft wird wohl erst nach deren Ende entschieden werden. Wozu man zur zähneknirschend sagen kann: Corona, Corona, Corona!!!

Übrigens haben sich Gruber & Co. viele Sympathien verscherzt, indem sie die anderen Bundesligisten vernaderten, weil die angeblich ebenfalls verfrühte und daher verbotene Mannschaftstrainings absolvierten. Echte Beweise dafür konnten die feinen Herren aber nicht vorlegen.

Für uns jedenfalls ist die „eher harmlose Grippe“ erst dann wirklich überwunden, wenn der allgegenwärtige (und gewiss notwendige) Mummenschanz vorüber ist und kein Babyelefant mehr auf unseren Nerven herumtrampelt. Übrigens: Elefanten werden erst mit 25 Jahren erwachsen.

EIN BLICK ZU RAPID II

18.RUNDE (6.3.): NEUSIEDL (A) 2:2 (1:2)

Die Heimischen machten aus ihren wenigen Chancen zwei schnelle Tore, aber der „kleine“ SCR, die beste RLO-Auswärtsmannschaft (nunmehr sieben Partien und 15 Zähler), kam durch Bozics Kopfgoal ebenso schnell heran. Jetzt wurden die Jungrapidler immer spielbestimmender, konnten von ihren zahlreichen Chancen leider aber nur eine verwerten. Jedenfalls bewies die Aufholjagd die hohe Moral der Rado-Boys.

SCR II: Hedl; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster, Bozic, Ibrahimoglu (46.Bosnjak); Oppong (72.Kocyigit), Fuchshofer, Savic (64.Strunz).- Tore: Steinacher (3.), Buljubasic (14.); Bozic (17.), Gobara (39.).- Neusiedl, Fluch, 340.

Christian, Arnold, Florian, Franz (Danke an Markus für das Foto)

Nach dieser Runde wurden sämtliche Meisterschaften unterhalb der 2. Liga abgebrochen, dem verdammten Virus sei „Dank“! Zeljko Radovics hoffnungsvolle Youngster belegten mit 37 Punkten Rang 2 hinter Carsten Janckers Mannsdorfem (42 Zähler) und vor dem Titelverteidiger Ebreichsdorf (34), der sich aber aus der Regionalliga zurückzieht. Da Rapid II als einziger Ostligist um eine Lizenz für die 2. Liga angesucht hatte, wären die Aufstiegschancen durchaus gut gewesen. Doch weil aus der 2. Liga niemand absteigen wird, müssten die Jungrapidler nicht nur Zweiter bleiben, sondern auch darauf hoffen, dass irgendein Zweitligist die – wegen Corona aufgeweichten – Lizenzbestimmungen nicht erfüllen kann.

Und wie es 2020/21 weitergehen wird, in welcher Liga auch immer, das weiß noch kein Mensch…

SPLITTER

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Vor dem Gastspiel in Wolfsberg vermeldete der SK Rapid einen neuen Rekord: 16.804 Mitglieder! Zum Vergleich: Im Oktober hatte der Serienmeister Red Bull Salzburg 22 (in Worten: zwanzigundzwo); ob es inzwischen schon 23 oder gar 24 sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Wegen Corona wurden die Ergebnisse der „Krone“-Wahlen erst am 5.4. bekannt: Fussballer des Jahres 2019 wurde LASK-Keeper Alexander Schlager mit 139.423 Stimmen vor Rapids kleinem, großen Torjäger Taxi Fountas (122.390), während bei den Trainern Didi Kühbauer (112.443) hinter Teamchef Franco Foda (118.905) und Valerien Ismael vom LASK (114.676) als Dritter einlief.

Vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft durfte jeder Klub nur ein einziges Testspiel bestreiten und das natürlich ohne Publikum. Rapid schlug aus diesem Anlass den SV HORN am 28.5. im leeren Allianz-Stadion dank Fountas, Murg (Freistoß) und Kara souveräner als es das Resultat zeigt mit 3:0 (2:0).

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-612
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Geisterfußball

Auch wenn es jetzt eine Phase mit Geisterspielen gibt – vor allem deshalb, um dem Profifußball ein Überleben zu ermöglichen – hat Fußball in der Form wie wir ihn bis zum März 2020 gekannt haben, Pause. Und wie lange diese Pause dauern muss, kann niemand seriöser Weise sagen. Zu sehr hängt das von Zufälligkeiten der Infektionslage ab.

Aber nicht nur die Teilnahme an den Spielen, auch alle Veranstaltungen rund um den Fußball sind ausgesetzt, seien es die Stammtische, der Rapid-Lauf, der Tag der offenen Tür, die vielen Veranstaltungen in der Röhre und auch die Veranstaltungen der Fanklubs können nicht wie gewohnt stattfinden. Das ganze Fußballgeschehen wird „geisterhaft“.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass ab 29. Mai Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt sein werden. Wer würde nicht daran denken, wenigstens unsere beliebten Mitgliederversammlungen stattfinden zu lassen. Im Vorstand wurde diese Möglichkeit auch beraten, aber das Ergebnis ist, dass trotz der Weiterführung des Ligabetriebs wir uns nicht treffen können, dass also

keine Mitgliederversammlungen

stattfinden können.

Veranstaltungen ja, aber…

Hinter der Schlagzeile „Veranstaltungen bis 100 Personen ab 29, Mai“ verbergen sich folgende Zusatzbedingungen:

  1. Nur Sitzplätze
  2. Mindestabstand 1 Meter (die Regel 10m² pro Besucher gilt ab 1. Mai bis 29. Mai)
  3. Corona-Beauftrage*r als Ansprechpartner*in für Gesundheitsbehörden
  4. Verpflichtung zur Erstellung einer individuellen Risikoanalyse für jede Veranstaltung.
  5. Jedenfalls jedoch Maßnahmen zu 
    • Steuerung der Besucherströme bei Eingang, Ausgang, WC, Garderobe, Pause, zur Vermeidung von Menschenansammlungen
    • Bei 500-1000 BesucherInnen verpflichtende Abstimmung im Vorfeld mit lokalen Behörden über Verkehrsströme bei An- und Abfahrt.
    • Erhöhte Hygienemaßnahmen, Reinigung, im Publikumsbereich

Nächste Woche werden die Maßnahmen im Dialog mit den Kulturschaffenden aller Branchen und politischen Kulturverantwortlichen besprochen.  Ziel ist, bis 25.5. die entsprechende Verordnung vorzulegen.

Gäste aus dem Rapid-Umfeld

Dazu kommt, dass es auch nicht möglich ist, jemanden aus dem Rapid-Umfeld zu einer Mitgliederversammlung einzuladen. Derzeit sind alle Aktiven bei Rapid angehalten, Außenkontakte zu minimieren.

Hindernisse

  • Die 1-Meter-Abstand-Regel (Punkt 2) macht die Organisation schwierig, weil unsere übliche Sitzordnung geändert und die Teilnehmerzahl beschränkt werden müsste.
  • Außerdem müssen wir bedenken, dass viele unserer Mitglieder zur Risikogruppe zählen und die „individuelle Risikoanalyse“ (Punkt 4) zur Vorsicht mahnt.
  • Es können aus Sicherheitsgründen keine Gäste aus dem Rapid-Umfeld kommen

Virtuelles Zuschauen

Was bleibt, ist virtuelles Zuschauen über die Fernseh- und Internetkanäle

  • in einem Gasthaus
  • mit einem Sky-Vertrag (ab 19,90 pro Monat (derzeit ohne Anmeldegebühr),
  • eine eventuelle kostenlose Schmalvariante im ORF? (Link)
  • mit 3-stündiger Verspätung als Relive-Video in Rapid-TV (gegen eine kleine Gebühr hat man Zugriff auf alle Spiele der letzten Jahre in voller Länge)
  • Grauzone: Die Seite livetv.sx (Domäne von Sint Maarten) bietet Live-Übertragungen an, aber Achtung vor Schadsoftware! Ob man sich darauf verlassen kann, dass eine angekündigte Übertragung auf livetv.sx zu sehen sein wird, weiß ich nicht (ich konnte schon Spiele auf dieser Seite verfolgen, hatte aber auch schon Misserfolge). Hier ist der direkte Link zur Rapid-Seite: http://livetv.sx/dex/team/1_246_361_rapid_wien/ Man kann jedenfalls zusammenfassende Videos zu allen vergangenen Bundesliga-Spielen abrufen. Die kommenden Spiele ab 2. Juni werden wohl kurz vorher auf der Seite eingetragen, wenn seitens der Bundesliga die Beginnzeiten festgelegt worden sind.
    Größere Ligen genießen natürlich mehr Aufmerksamkeit. Der folgende Link zeigt 8 Videos des ersten Spiels der Deutschen Bundesliga Dortmund-Schalke, darunter das Spiel selbst in voller Länge: http://livetv.sx/dex/eventinfo/929606_dortmund_schalke_04/

Prognose Epidemie

Sehr plausibel war eine Einschätzung von Christian Drosten (Chefvirologe der Charité), der gemeint hat, dass der häufigere Aufenthalt im Freien während des Sommers und die höheren Temperaturen helfen könnten, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, weil Feuchtigkeit in der Luft rascher abtrocknet. Die aber dadurch wachsende Sorglosigkeit könnte in der feuchten Jahreszeit zu einer Rückkehr des Virus führen. Diese als „Wellen“ bezeichneten Phasen einer Epidemie sind also nicht eine Eigenschaft des Virus. sondern eine Folge unseres Verhaltens. Distanz-Disziplin reduziert die Fallzahlen, Sorglosigkeit lässt sie wieder ansteigen.

Prognose Fußball

Sollte es zu einer Zulassung von Zuschauern im Stadion kommen, dann wird unser Stadionverhalten an die Ansteckungsgefahr angepasst sein müssen. Organisatorische Maßnahmen könnten sein

  • gestaffelte Eintrittszeiten für verschiedene Sitzreihen sein (Zutrittszeitpunkt auf der Eintrittskarte),
  • „Stehen verboten“ ,
  • Reduktion der Besucherzahlen,
  • kein Aufenthalt hinter den Tribünen,
  • gestaffelter Abgang aus dem Stadion,
  • Desinfektion und Mundschutz sowieso.
  • Unterstützung der Nachverfolgung von Infektionen durch eine App oder durch personalisierte Karten.
  • Wegen der großen Nähe in den Sitzreihen könnte eine App hilfreich sein, doch wird eine solche App von der Bevölkerung eher abgelehnt. Ebenso möglich wäre auch eine verpflichtende Personalisierung der Karten, was den Menschen aber ein ähnliches Unbehagen wie eine App bereitet.

Bei gleichzeitig geringen Fallzahlen könnten solche Maßnahmen schon eine Option für eine Zulassung von Zuschauern darstellen. Wenn allerdings die allgemeine Bereitschaft zur Einhaltung der Distanzregeln abnehmen sollte – mit der Folge steigender Fallzahlen, steuern wir auf eine längere Zwangspause zu.

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