GRÜNZEUG-615

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Oktober 2020 / Nr. 615 / Versand 5.10.2020

CORONA UND KEIN ENDE, ABER DAS ENDE VON VIELEM???

Zuerst zum Klub der Freunde des S.C. Rapid!

Kürzlich rief ein Herr Stefan S. dessen Obmann an: Er habe Angst, sich in einer unserer Versammlungen mit Corona anzustecken, aber andererseits gebe es solche ja ohnehin nicht. Aus diesen Gründen bräuchten wir ihm kein „Grünzeug“ mehr zuzusenden. Sollten weitere Mitglieder ebenso denken, müssten wir 2021 keine (wegen Corona verschobene) Generalversammlung mehr abhalten, sondern nur eine Außerordentliche Generalversammlung zwecks Auflösung des seit 1951 bestehenden Klubs, dessen Fixkosten ja weiterhin zu berappen wären. Vorausgesetzt, es würde sich alles in eine positive Richtung bewegen, doch dafür spricht immer weniger und weniger – Corona und kein Ende!

In eine Sackgasse steuert naturgemäß auch der SK Rapid! Bevor sich die „China-Seuche“ (O-Ton von US-Präsident Trump) auch hierzulande immer weiter und weiter ausbreitete, war der SCR finanziell bestens aufgestellt, aber wer statt rund 19.000 Zuschauer ins Stadion nur mehr 3.000 begrüßen kann (oder demnächst womöglich gar keine?), der hat mit bisher ungeahnten finanziellen Problemen zu kämpfen. Daher gilt auch für seine Angestellten in kurzen Hosen diese Stelle der Klubhymne nicht mehr so richtig: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid wird’s imma gern.“ Um die Kosten zu senken, wurde Kapitän Stefan Schwab schon vor Wochen nach Griechenland verabschiedet, bevor Thomas Murg in St.Pölten angeblich seine letzte Partie in Grün-Weiß absolvierte, Dejan Ljubicic, Schwabs junger Nachfolger als Spielführer, und Taxi Fountas, Rapids erfolgreichster Scorer in letzter Zeit, ebenfalls „Pfüat euch Gott mit Rosenwasser“ sagen könnten. Der SCR ohne solche Leistungsträger? Ob das die Starlets aus dem eigenen Nachwuchs abfedern könnten, ohne dass die Mannschaft nicht entscheidend verstärkt würde, das fragt sich sicher nicht nur der Verfasser. Und das nach dem durchaus guten Start ins Corona-Jahr 2020/21, wobei er das 1:1 in Graz trotz verschlafener erster Halbzeit als gar nicht sooo schlecht darstellen möchte. Denn Fußball ist ja ein Ergebnissport. Und: Solchen Ergebnissen könnten wir ja noch nachtrauem, sogar trotz der Qualifikation für „nur“ die Euro-League statt der EC-Gruppenphase…

Speziell in den weiteren Corona-Jahren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.9.2020)

Die ungebremst finanzstarken Salzburger an der Spitze:

1. Salzburg 3/9 (10:3)
2. Rapid    3/7 ( 7:3)
3. LASK     3/7 ( 5:2)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

CL-QUALI, 2.RUNDE (26.8.): LOKOMOTIVA ZAGREB (A) 1:0 (1:0)

In puncto Spielanteile, Eckbälle und vor allem Torschüsse war Österreichs Vizemeister, angeführt vom Jung-Kapitän Ljubicic, dem Kroatiens eindeutig überlegen, sodass ein Sieg hundertprozentig gerechtfertigt blieb. Lok Zagreb mauerte speziell vor der Pause, dennoch hätte es fast 0:1 geheißen, doch Strebinger vereitelte das, und wenig später erzielte Kara das Tor des Tages, wobei es bis zum Happy End auch blieb, weil der Ex-Homer und auch Ullmann nicht mehr trafen.


SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (75.Schick), Fountas (86.Kitagawa), Murg (66.Grahovac); Kara.- Tor: Kara (32.).- Gelbe Karten: Drei für Lok; für Rapid D.Ljubicic, Hofmann, Greiml, Trainer Kühbauer.-Kranjceviceva, Zagreb, SR Martinez (Spanien).

Andy, Karl, Martin und Lukas am Podium

ÖFB-CUP, 1. RUNDE (30.8.): ST.JOHANN/PONGAU (H) 5:0 (2:0)

So forsch der Regionalligist auch einstieg, so chancenlos war er gegen die nicht immer zielgerichtet agierenden Rapidler (Fountas schoss sogar einen Elfer drüber (30.). Am Ende der Chancenschluderei in Grün-Weiß war der Didi aber doch zufrieden.

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Schick), Greiml (71.Sonnleitner), Hofmann, Ullmann; Petrovic (46.KnasmüIlner), D.Ljubicic; Murg (59.Demir), Fountas, Arase; Kara (70.Kitagawa).- Tore: Fountas (12., 48., 50.), Kara (22.), Demir (89.).- Gelbe Karten: Zwei für St.Johann.- Allianz-Stadion, Lechner, 1.250 (Corona!).

Maria und Jürgen

BL, l.RUNDE (11.9.): ADMIRA (H) 4:1 (2:0)

Spiel mit Corona-bedingtem Rekordbesuch gegen die mit den Altrapidlem Hoffer (bejubelt) und Maierhofer (ausgepfiffen) angetretenen Admiraner, die gegen Murg (super 1:0) und Konsorten keine echte Chance hatten. Auf der Fahrt zum ersten Auftritt seit 1.3. mit Zuschauern (3:1 gegen die aufgelösten Mattersburger) querte der Verfasser die Reindorfgasse, wo sich Tausende zu einem Straßenfest zusammenfanden, bei welchem kein einziger Mensch mit Maske zu sehen war. In Anbetracht dieser Denkungsart wundert es keinen mehr, dass es ab Runde 2 nur mehr 3.000 Fans geben darf- ein besonders für den SK Rapid extrem schmerzlicher Verlust. Fragt sich nur: Wie geht es weiter?

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (82.Grahovac): Murg, Fountas (82.Savic), Demir (68.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa).-Tore: Murg (8.), Fountas (43., 73.), Kitagawa (90./+2); Hausjell (80.).- Gelbe Karten: Murg, Fountas, Stojkovic; Meierhofer, Maier.- Allianz-Stadion, Jäger, 10.000 (Corona-Rekord).

CL-QUALI, 3.RUNDE (15.9.): KAA GENT (A) 1:2 (0:1)

17:9 Torschüsse beweisen Rapids Gleichwertigkeit mit dem belgischen Vizemeister. Sie begann sehr stark, aber ein Fehler auf der rechten Abwehrseite erbrachte das Kopfball-0:1. Nun kam Gent deutlich auf, bis Greiml ein Strafraumfoul beging, das nicht notwendig war. Anschließend ereignete sich das Geschehen fast nur in Gents Hälfte, das überfällige 1:2 gelang Demir per tollem Schuss jedoch erst in der Nachspielzeit. Trotzdem hätte Greimls Kopftor geradezu fallen müssen, aber der Ball strich knappest vorbei – Greiml war also die tragische Figur dieser unglücklichen Niederlage. Welche Rapid um die Qualifikation zur Play-off-Runde brachte: Fünf Millionen hätten der coronageschädigten Klubkasse mehr als nur gut getan. Und nun wird man als Europa-League-Starter („nur“ mehr drei Millionen) über Verkäufe nachdenken müssen…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml; Arase (73.Demir), Petrovic (82.Grahovac), D.Ljubicic (86.Kitagawa), Ullmann; Murg; Kara, Fountas.- Tore: Dorsch (36.), Yaremtschuk (59., Elfer); Demir (90./+3).- Gelbe Karten: Hofmann, Arase, Greiml, Fountas, Demir.- Ghelamco Stadium, Ekberg (Schweden).

BL, 2.RUNDE (19.9.): STURM GRAZ (A) 1:1 (0:0)

Sturm erwartungsgemäß mit Schaum vor dem Mund und Rapid lange Zeit hinten wie vorne ohne Mumm, sodass wir mit dem Pausenstand hochzufrieden sein konnten. Was Kühbauer seiner lethargisch wirkenden Truppe in der Kabine gesagt hat, ob die Grazer ihrem eigenen Tempo Tribut zollen mussten, ob der in Gent zurückgelassene Mumm wieder in den grün-weißen Hirnen und Körpern aufgetaucht war, oder ob es erneut an Teenie Demirs Auftritt lag? Man weiß es nicht, jedenfalls gelang dem 17-Jährigen auf Karas raffiniertes Ferserl-Zuspiel das 1:1, und nun hätte es durchaus einen SCR-Sieg geben können, aber Siebenhandl verhinderte zwei großartige Fountas-Tore.

Fazit: Nach einseitiger erster Halbzeit sah das naturgemäß spärliche, jedoch enthusiasmierte Grazer Publikum eine dramatische zweite, in der jeder Ausgang möglich gewesen wäre.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Murg (88.Grahovac), Fountas, Arase (53.Demir); Kara (70.Kitagawa).- Tore: Gorenc-Stankovic (52.); Demir (68.).- Gelbe Karten: Hierländer, Kiteishvili; Arase, Kitagawa.- Merkur Arena Altmann, 2.812.

BL, 3.RUNDE (25.9.: SKN ST.PÖLTEN (A) 2:1 (2:1)

Die zuletzt erfolgreichen Gastgeber gingen zwar schnell in Führung, aber noch schneller in einen letztlich entscheidenden Rückstand, den Kara mit einigen sehr guten Chancen noch deutlich höher hätte gestalten können. Allerdings hatten auch die Niederösterreicher einige Möglichkeiten und das in einer Partie, die Rapid nicht unverdient gewann, aber den Kapitän kostete (D.Ljubicic ging mit Leistenbeschwerden vom Platz). Sowie einen „neuen“ Innenverteidiger brachte, nämlich Barac nach langen Muskelbeschwerden.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (50.Grahovac); Murg (80.Sonnleitner), Fountas (80.Kitagawa), Arase (62.Demir); Kara.-Tore: Hugi (6.); Fountas (15.), Kara (17., Elfer).- Gelbe Karten: Muhamedbegovic, K.Schulz, R.Ljubicic; Hofmann, Stojkovic, Ullmann.- NV-Arena, Ciochirca, 1.563.

„MR. GRÜNZEUG“ NR. 615: HOFMANN, FOUNTAS, KARA!

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. „Uralt-Rapidler“ Maxi Hofmann, der hinten ohne Rücksicht auf gelbe Karten absicherte, sowie die Jungen“ Rapidler Taxi Fountas und Ercan Kara als gut harmonierendes Stürmertrio, so hießen unsere ex-aequo-Sieger, also ein selten gesehener Tripel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Koya Kitagawa und Filip Stojkovic jeweils 25. (Admira).-„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Wie schon sein Vorgänger Muhammet Akagündüz verließ Zeljko Radovic den SCR II, um ein anderes Betätigungsfeld zu entdecken. Bei aller Enttäuschung über das Ende ausgerechnet vor dem Aufstieg in die 2. Liga: Herzlichen Dank für deine tollen Erfolge mit dem Nachwuchs – und herzlich willkommen, Steffen Hofmann, als Interimstrainer der Zweiten!

1. RUNDE (13.9.): LIEFERING (A) 0:3 (0:1)

Hedl; Sulzbacher (46.Fallmann), Eggenfellner, Obermüller, Dijakovic; Hajdari (85.Kanuric), Felber (85.Oswald), Kocyigit (61.Markl), Ibrahimoglu, Savic (51.Zimmermann); Fuchshofer.- Tore: Adamo (11.), Sesko (49.), Major (71.).- Grödig, Ebner, 236.

2. RUNDE (18.9.): JUNIORS OÖ (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Hajdari, Eggenfellner, Barac, Dijakovic; Zimmermann, Kocyigit (87.Strasser), Felber, Ibrahimoglu, Savic (63.Markl); Fuchshofer (75.Fallmann).- Tore: Fuchshofer (27.); Plojer (15.).- Gelb-Rote Karten: Wimmer (79., Foul), Boller (85., Foul).- Rote Karte: Hajdari (73., Foul).- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 550.

3. RUNDE (27.9.): FAC (H) 2:3 (1:1)

Unger; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Obermüller; Zimmermann (67.Savic), Felber, Ibrahimoglu (85.Softie), Bosnjak (62.Kanuric), Kocyigit (85.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (26.), Dijakovic (90./(+3); Sahanek (31., 69.), Dos Santos (77.).- Allianz-Stadion, Sadikovski, 750.

RESÜMEE

Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Steffen Hofmann, den Interimstrainer, der war ja vor vier Tagen 40 geworden! Sieht man von seinem Patzer beim 0:1 ab, war Hedl der einzige Rapidler, der mit den deutlich überlegenen Lieferingem mithalten konnte.

Barac feierte nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback, und Fuchshofer gelang Rapids erstes Tor in der zweithöchsten Liga. Nach ausgeglichenem Beginn mit Vorteilen für die LASK-Dependance Juniors steigerten sich die Jungrapidler bis zum Ende, aber alle Kontermöglichkeiten wurden vergeben. Daher sorgte schließlich nur Herr Muckenhammer für Farbe im Spiel.

Rapid II ging durch Fuchshofer (Vorarbeit: Ibrahimoglu, Obermüller) in Führung, aber die währte nur wenige Minuten. Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Hofmann und Lizenzinhaber Franz Maresch kaum mehr etwas zu melden, so überlegen waren die Pressballkönige des FAC auch puncto Kombinationsfußball. Kurz und (un)gut: Es wird ein hartes Jahr für unsere Jünglinge!

Stand der 2.Liga (27.9.)

 l. Liefering 3/9 (9:2)
15. SCR II    3/1 (3:7)
    Lustenau

SPLITTER

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Erneut verließen uns zwei Uralt-Mitglieder: Ludwig Kubin (88, seit 14.10.1962 ein Rapidfreund) verstarb am 20.8.2020, Gleiches geschah mit Dr.Johann Niedl (er dürfte sogar ein Gründungsmitglied gewesen sein, weil er am 3.12.1951 eintrat), sein Todestag wurde der Redaktion leider nicht bekannt, jedenfalls danken wir beiden Herren für die jahrzehntelang bewiesene Treue und trauern mit ihren Familien.

Nations League: Am 4.9. 2:1 (1:0) gegen Norwegen in Oslo (Gregoritsch, Sabitzer per Elfer) und am 7.9. 2:3 (1:1) gegen Rumänien in Klagenfurt (Baumgartner, Onisiwo).— U21-EM-Quali unter Interim-Trainer Peter Schöttel: Am 4.9. 1:5 (0:2) gegen Albanien (Wolf per Elfer), Arase und Demir (ab 69.) spielten; erneut in Ried am 8.9. 0:2 gegen England (P.Schmidt), wobei beide oben genannten Rapidler ebenfalls mitwirkten (Kelvin bis 90., Yusi ab 64.).

Noch ein Langzeit-Rapidfreund: Bei KR Peter Frigo bedanken wir uns auch heuer für seine großzügige Spende.—… und noch ein treuer „Greaner“: Gratulation zum Achtziger, den Walter Skocik am 6.9. feierte; Kurt Garger ist mit seinen 60. Lenzen (15.9.) ja noch ein Jüngling, dennoch unsere besten Wünsche auch an ihn.

Weil er im Lauf der Zeit extrem hitzeempfindlich wurde, konnte der Verfasser Rapids Tag der offenen Tür (9.9.) leider nicht besuchen, sodass es keinen diesbezüglichen Kommentar geben wird.

Gleiches trifft auf Roland Schmid zu, der noch vor wenigen Monaten Anwärter auf Rapids Präsidentschaft war, jetzt aber – von einem Plakat mehr oder weniger dummer Buben im Allianz-Stadion („schiache Oide“ etc.) – zur Vienna vertriebenen Sponsor. Danke!

Ein persönliches „Danke“ sagt Obmann Niederhuber dem Rapid-Präsidenten Martin Bruckner, dessen Vorgänger Michael Krammer sowie dem treuen Mitglied Peter Österreicher für ihre Genesungswünsche – spät, aber umso herzlicher!

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
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GRÜNZEUG-614

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / September 2020 / Nr. 614 / Versand 31.8.2020

CORONA, CORONA, CORONA… TROTZDEM: IN EIGENER SACHE!

Nach dem unseres Erachtens überragenden Abschluss, der ohne viele Stützen angetretenen Rapid-B-Elf müssen wir leider mit einer Bitte um Beachtung vor unsere Mitglieder treten: Manchen Exemplaren der vorliegenden Nummer liegen ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden. Erstens, weil Corona zumindest bisher alles andere denn als gegenstandslos betrachtet werden kann und zweitens, weil Gerhard Niederhuber, der Obmann plus Redakteur darauf hofft, seine nicht gerade unerhebliche Krankheit überwunden zu haben, könnten die weiteren Nummern unseres Informationsblattes endlich wieder im ursprünglichen Zustand und Umfang
erscheinen! Irgendwann… Und dass uns in diesem unglaublichen Sommer 2020 nur die allerwenigsten Mitglieder
verlassen haben!!!

WAS CORONA ERLAUBTE

Als der Verfasser den „Göttlichen Heiland“ nach dreiwöchigem Aufenthalt wegen eines Schlaganfalls (besten Dank an Frau Christine Ibesich, unsere „Grünzeug“-PC-Schreiberin, für die weitaus mehr als lediglich Genesungswünsche umfassende Betreuung sowohl inner- als auch außerhalb des Spitals!) verließ, um wieder so halbwegs ins Leben einzutreten, war dieses
alsbald noch beschissener als vor dem Insult am 27.6.

Stichwort: Corona! Ohne dem Ergebnis der Vorstandssitzung vom 31.8. vorzugreifen: Wie auch immer die „chinesische Seuche“ (O-Ton US-Präsident Trump) verlaufen wird, ein normales Jahr wird 2020 weiterhin nie mehr zu nennen sein; natürlich auch im Fußball nicht.

SCR-Kapitän Stefan Schwab hat sich nach sechs „berührenden“ Jahren in Hütteldorf erstens um einen Stammhalter vermehrt und wenig später nach Griechenland, ein noch schwerer als Österreich leidendes Corona-Land, abgesetzt. Kühbauer auf die Frage, wer Schwab ersetzen könnte: „Keiner.“ Viel Glück bei PAOK Saloniki, Schwabi! Gleiches gilt auch für Tobias
Knoflach
sowie Stephan Auer, allerdings wissen wir bei der Abfassung dieses Artikels noch nicht, wo die beiden tätig sein werden.

Apropos Kühbauer: Der Trainer, unter dem Rapid mit durchwegs schrumpfendem Personal einen Zugang zur CL-Qualifikation schaffte, wird sich auch ohne den umtriebigen Kapitän durchsetzen, jedenfalls ist das mit den vielen Youngsters durchaus denkbar! Obwohl von denen viele in der 2. Mannschaft aktiv sein werden, zumal die ja erstmals in dieser Spielklasse vertreten wird – keine Corona-Folge, sondern nur eine von jahrzehntelangen kriminellen Umtrieben rund um Mattersburgs „Gönner“ Martin Pucher und dessen Bank. Damit die 2. Liga wieder mit 16 Klubs starten konnte, wurde am 13.8. dem Antrag der Bundesliga vom ÖFB-Präsidium stattgegeben. Und das nach dem mit Sicherheit besten Jahr in der Geschichte von Rapid II! Macht es gut, Burschen. Und dass ihr es könnt, haben die Jungrapidler um Leo Greiml bereits mehrfach bewiesen.

Zurück zur „Ersten“: Vor dem Test gegen Draßburg war ein Rapidler positiv getestet worden, und am 6.8. gab es einen zweiten „Fall“, weshalb das Camp in Tatzmannsdorf abgebrochen wurde. Siehe hiezu unter „Splitter“!

SPLITTER

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Im Rahmen des burgenländischen Trainingslagers gab es am 1.8. ein 4:1 (3:1) in DRASSBURG (Kara 2, Knasmüllner, Kitagawa), bevor es wegen des zweiten Coronafalles einen Abbruch gab.

Zwischendurch: Trotz allem (und trotz frauenfeindlichen Transparenten vorm Hartberg-Match!) und trotz Corona steigerte sich Rapids Sympathisanten-Gruppe auf den höchsten Wert gegenüber des Vorjahres: plus 6 Prozent. Zwischen jungen Fans (16 bis 29 Jahre) gaben 52 Prozent Rapid als ihren Herzensklub an, und in Wien waren es insgesamt 63 (FAK: 10 Prozent).

Schützenfest gegen SCF OPAVA mit miserabler erster und völlig anderer zweiter Halbzeit am 12.8. in Bad Erlach: 5:3 (0:2). Da stand es bis Minute 52 0:3, bevor Greiml, Kitagawa, Kara (2) und Knasmüllner die Partie grundlegend änderten.

Dalibor Velimirovic fehlte: Er erlitt in Draßburg Risse des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im linken Knie. Lion Schuster, ebenfalls ein Hütteldorfer Eigengewächs, bleibt bis 2023 dortselbst.

Wegen, eh klar, Corona gibt es in der Quali nur ein Spiel, welches in Runde 2 am 26.8. beim kroatischen Vizemeister Lokomotiva Zagreb stattfinden soll – oder sollte? In Anbetracht der dortigen Zahlen sprach Österreichs Regierung
am 16.8. eine Reisewamung nach Kroatien aus. Wie das in zwei Wochen aussieht, weiß kein Mensch…

Am 15.8. wurde SLOVAN LIBEREC (Tschechiens Fünfter) im Allianz Stadion klar mit 3:0 (2:0) besiegt, Tore: Kara, Greiml, Fountas. Natürlich fand auch dieses Spiel ohne Zuschauer statt.

Quasi noch viel weniger gab es am 19.8. auch in Hütteldorf: Dieser letzte Test vorm Auftritt in Zagreb verlief dermaßen geheim, dass von ihm nicht mehr als das Resultat bekannt wurde: 7:0 (2:0) gegen die OÖ JUNIORS aus der 2. Liga.

Etwas klarer verlief der bisher einzige Zugang: Tormann Bernhard Unger zählt 21 Jahre, kam vom Konkursklub SV Mattersburg und unterschrieb bis Sommer 2022.

Ob Taxi Fountas auch in Zukunft für den SCR aktiv sein wird, das brachte den so ruhigen Zoki Barisic fast zum Rasen: Das Management des Griechen bietet ihn via Social Media europaweit an, als wäre er ein Artikel auf dem Basar. Dennoch gab es laut Zoki kein konkretes Angebot.

Rapid II startet zwischen 11. und 13.9. in Liefering in die 2. Liga.

Mit dem Heimspiel gegen Admira mit Neuzugang Maierhofer am 13.9. begann Rapid I das Rennen um die Meisterschaft. Dass z.B. Sturm Graz in einem Stadion für 15.000 Zuschauer ebenfalls 10.000 davon empfangen darf, sorgt für Kopfschütteln; jedenfalls dürfen 10.000 Anhänger wie Schachfiguren im Allianz-Stadion Platz nehmen, erst danach dürfen sie ihre Masken von Nase und Mund nehmen. Viel Spaß, auch beim Erwerb der bis Jahresende gültigen Tickets!

Nach 26-jährigem Zusammenwirken mit „Ottakringer“ hat Rapid mit dem (ebenfalls grün-weißem) Marktführer „Gösser“ einen neuen Partner.

Test am 22.9.: SCR II – Traiskirchen 0:2.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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Ausfälle

Einerseits leidet der Fußball im Allgemeinen und Rapid im Besonderen unter dem Corona-Virus, und es fühlt sich an, als hätte bisher die Fußballmaschine die beiden Fußballkommentatoren Gerhard Niederhuber und seinem Grünzeug und Franz Fiala und seinem Tagebuch bei Gesundheit gehalten. Vielleicht durch den Wegfall des „Motors“ hat es beide Autoren „erwischt“ und beide sind im Spital gelandet. Gerhard Niederhuber ist wieder zu Hause, beim Tagebuchautor liegt dieser Zeitpunkt noch in weiter Ferne.

Die bisherigen 11 Tage im KFJ dienten ausschließlich der Diagnostik. Morgen wird es ernst und die Chemotherapie kann in der Onkologie beginnen. Ausgang ungewiss.

Mit einer bescheidenen portablen EDV-Ausrüstung kann der tägliche Pressespiegel weiterhin gesendet werden, Berichte sind schwieriger und werden wohl länger ausfallen.

Einen Bericht über die Erkrankung wurden an Freunde gesendet aber dabei wurde doch die eine oder andere Adresse vergessen. Daher hole ich das hier nach und sende den Text vom Samstag auch im Tagebuch:

Liebe Freunde!

Ich bin kein großer Redner, aber schreiben tu ich gern, und wir sind alle in einem Alter, wo Erkrankungen jederzeit möglich sind. Ich möchte mir mit diesem Bericht selbst ein bisschen Klarheit verschaffen und mir die eigene Ohnmacht in solchen Fragen von der Seele schreiben. Es ist kein Endbericht, keineswegs, es ist ja noch nicht einmal klar, was genau der Fall ist. Außerdem kann man in Sachen des Lebens selbst keine Endberichte schreiben, man muss das vorher machen. Also jetzt.

Sollten es noch ein paar Jahre werden, die mir die Ärzte ermöglichen, freut das natürlich, und wenn nicht, ist doch eine Verabschiedung netter als ein Partezettel im Briefkasten.

Ich hatte einfach das Bedürfnis, diese für mich so überraschenden und existenziellen Erlebnisse, die den Alltag von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellten, mitzuteilen. Dass ich Euch das alles schreibe, soll auch einen Preis haben. Wenn ich da wieder draußen bin, reden wir übers Wetter, über Primzahlen, über den PC oder über Fußball. Aber wenn ich in der nächsten Zeit mit einer Glatze herumlaufen werde, möchte ich nicht dasselbe immer wieder erzählen.

Bitte auch keine Tipps, ich bin in bester medizinischer Betreuung.

Dass ich heute, am Samstag Kalbfleisch bekomme und als Nachspeise ein Fru-Fru wie in Kindertagen, dass ich einen Panoramablick über Wien von Hütteldorf bis zum Hauptbahnhof habe, wäre allein schon berichtenswert. Ein kleiner Schönheitsfehler ist, dass ich die diese Zeilen vom 4. Stock der Urologie im KFJ schreibe.

Noch vor 10 Tagen war ich in Bratislava, um die aktuelle Ausgabe der PCNEWS abzuholen und zu versenden, doch danach verschlechterte sich meine Leistungsfähigkeit von Tag zu Tag.

Die bereits seit zweieinhalb Jahren – auch hier im KFJ – in Untersuchung befindliche Grunderkrankung ist ein sich ständig verschlechterndes Blutbild. Die Hämatologen haben aber nichs von Leukämie gesagt, vielmehr suchten sie nach der Ursache vom Blutverlust und das mit dem vollen Programm also Ganzkörper-Ultraschall, Gastroskopie, Coloskopie, alles ohne Ergebnis. Auch eine Punktierung brachte keinen Aufschluss über die mögliche Ursache der Blutbildveränderung. Da mir das Blutbild aber keine Beschwerden verursacht hat, änderte sich am Alltag gar nichts.

Dann kam der Juli 2020. Und etwa in Monatsmitte fiel mir spontan das Lied „Brüderlein fein“ ein, mit der Zeile „es muss geschieden sein“. Nie hatte ich mich alt gefühlt, doch mit dem Juli 2020 schien sich die Jugend ziemlich abrupt zu verabschieden.

Ich bekam Bauchschmerzen, etwa in der Periodizität 2 Tage Schmerzen, 1 Tag schmerzfrei. Es fühlte sich an wie ein permanenter Harndrang. Ich tippte auf alles Mögliche, wegen der Großflächigkeit der Schmerzen auch auf Nierensteine. Bei Niere fiel mit ein, das es gut wäre, viel zu trinken, und ich tat das dann auch und trank etwa zwei Liter zusätzlich, mit der Folge, dass ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte. Wasser, dass sich normalerweise ganz natürlich wieder verflüchtigt, blieb vollständig im Körper – wie die Waage bestätigte. Mein Verdacht wurde auf eine volle Harnblase gelenkt, die aus irgendeinem Grund nicht entleert werden konnte. Damit ging ich zur Hausärztin und die schickte mich mit der Frage „Harnverhalt“ zur Urologie. Und die schickten mich wieder nach Hause, denn die Harnblase sei leer, doch die Schmerzen waren da. Man empfahl mir ein paar Mexalen zu nehmen, was ich ohnehin tat, um etwas schlafen zu können.

Bei einem meiner Besuche im KFJ wegen der Blutwerte ist im Juli der Wert für das Hämoglobin auf 10 gesunken (normal wäre 13-17). Da der diensthabende Arzt nicht sonderlich beunruhigt war, war ich es auch nicht.

Ab Mitte August stellte ich eine früher nie gekannte Atemnot beim Stiegensteigen und einfachen Tätigkeiten fest. Die Selbsteinschätzung war, dass es etwas mit dem Herzen zu tun haben könnte und ich meldete mich bei einem Herzspezialisten an, der mir empfahl, vorher zu einem Lungentest zu gehen. Das tat ich auch. Ich wählte als Wiener Tscheche die Ordination am Wienerberg geführt von Frau Dr. Vesely („Lustig“). Der behandelnde Arzt war ein Dr. Kos („Amsel“). Ich habe beide befragt, aber keiner der beiden wusste um die Bedeutung ihrer Namen. Aber bei der Lunge kannten sie sich aus. Es bestand kein Lungenfehler. Aber Dr. Kos hat mir einen wertvollen Hinweis gegeben als er meinen Blutbefund sah. Das Hämoglobin transportiert den von der Lunge erzeugten Sauerstoff. Ist zu wenig Hämoglobin da, wird auch zu wenig Sauerstoff verfügbar gemacht und man fühlt sich als wäre man auf einem Fünftausender; auch dort bekommt man zu wenig Luft.

Mein endlich vom Urlaub zurückgekehrter Urologe stellte eine verhärtete Prostata mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor fest. Er erstelle einen professionellen Befund und schickte mich damit wieder auf die Urologische Ambulanz, und ich ging auf dieselbe, die mich schon einmal nach Hause geschickt hat. Diesmal war eine gewissenhafte Ärztin am Werk, die die Diagnose des Urologen bestätigte. Sie verpasste mir gleich für den nächsten Tag (!) eine Computertomografie für den ganzen Bauchraum. Das war am vorigen Freitag.

Wir besuchten am Wochenende noch den Silbersee bei Kritzendorf und die Umrundung des kleinen Gewässers machte mir – ebenso wie der nachfolgende Einkauf – erhebliche Schwierigkeiten.

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass die im Juli beobachteten Bauchschmerzen verschwunden waren und bis heute sind. Ob sie überhaupt irgendwie mit der Erkrankung zusammenhängen, weiß ich nicht, weil ich sie in ähnlicher Form auch schon im vergangenen Jahr hatte, sie aber im Zuge der Darmentleerung vor der Coloskopie wieder verschwunden sind.

Die Befundbesprechung war am Montag. Die ersten Worte des diensthabenden Arztes waren: „Können’s gleich dableiben?“ Er erklärte darüber hinaus, dass sich der Tumor schon an vielen anderen Stellen eingenistet hat, wie zum Beispiel in den Lymphknoten und der Leber, dass also zum Beispiel eine Strahlentherapie für den Prostata-Tumor allein nicht sinnvoll wäre, man muss alles auf einmal „angreifen“. Dazu müsse man aber wissen, welcher Art dieser Tumor ist, da gäbe es viele Möglichkeiten.

Ich holte mir noch meinen PC von zu Hause – und gut war’s, denn damit kann ich jetzt diesen Brief schreiben – dafür habe ich die Schlapfen vergessen…

Zuerst hieß es das KFJ, Kaiser Franz Josef Spital oder auch Triesterspital, dann bis 2020 SMZ Süd und jetzt nennt man es Klinik Favoriten. Die Anlage empfindet man verwirrend, weil die Gebäude in einem Winkel von 45° zu neuen Haupteinfahrt angelegt sind. Der frühere Haupteingang ist geschlossen, aber ich habe noch zwei Erinnerungsbilder von der damaligen Cafeteria, die Speisekarte und das junge Kaiserpaar Sisi und Franz. Damals, im 19. Jhdt. wurde es als Epidemie-Spital errichtet und damals wäre man froh gewesen, mehr gegen die Blattern und Pocken machen zu können. Heute verweigern viele die Impfung. Der Grund dürfte sein, dass wir keine Pockenkranken kennen und daher meinen, dass uns das alles nichts anginge. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klinik_Favoriten

Ich kam in die Abteilung 42 im vierten Stock. Da war doch was mit dieser Zahl 42? Ja, das ist die berühmte Antwort auf eh alles, die ein Computer nach langwierigen Berechnugen im Roman „Per Anhalter in der Galaxis“ ausgibt. Mein isoliertes Einzelzimmer 14 schaute nach Westen. Nach dem negativen Corona-Test wurde ich verlegt und ich dachte, jetzt kommst in ein Massenquartier. Weit gefehlt! Ich bekam das Zimmer mit der Nummer 7, wieder ein Einzelzimmer. Dieses Zimmer wurde wahrscheinlich für besondere Patienten angelegt oder makabrerweise für Patienten mit weniger guten Aussichten, damit sie wenigstens auf den letzten Stationen eine gute Aussicht auf Wien haben mögen.

Fensterfronten nach Nord und West, je ca. 3 Meter hoch und 8 Meter lang. Schaue ich rechts, sehe ich die Hauptbahnhof-City, also die Gegend, wo ich wohne. Schaue ich nach vorne, sehe ich etwa das AKH; das Fernheizwerk Spittelau, meine frühere Arbeitsstätte, das TGM, die Votivkirche, im Vordergrund den Esterhazy-Flakturm, im Hintergrund die Hausberge mit unserer Lieblingswanderung vom Leopoldsberg zum Kahlenberg und runter nach Nussdorf. Schaue ich aber nach links, sehe ich das Schloss Wilhelminenberg, den Flötzersteig, die Schwegler-Kirche und ganz links unsere zweite Heimat Hütteldorf.

Mein Outfit: blaues Nachthemd.

Am Operationstag ändert sich der Dresscode, das Hemd ist rot und ist vorne zu und hinten offen. Eigentlich war das alles keine Operation, sondern nur eine Gewebsentnahme, allein mir hat’s gereicht. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, aufwachen tut man mit einem Schlauch in der Harnröhre. Über ein ausgeklügeltes Ventilsystem wird die Blase von außen mit Salzwasser gespült, ich schätze dass es insgesamt 15-20 Liter sind, die den zuerst blutig-roten Harn wieder zur Normalfarbe werden lassen.

Man hat an der Prostata herumgeschnipselt und die Analyse des Tumors wird am Montag in einem multidisziplinär besetzten Gremium besprochen. Im Prinzip geht es um die Art der Chemo-Therapie, die man mir in der Onkologie verpassen wird, ob stationär oder ambulant. Aus den Erzählungen unseres verstorbenen Freundes Ferdinand de Cassan können das auch lange Aufenthalte auf Isolationsstationen sein wegen des heruntergefahrenen Immunsystems und der ohnehin schlechten Blutwerte.

Wenn man dann als gelernter Feigling mit diesen vielen unangenehmen Eingriffen konfrontiert wird, findet man es schade, dass die Eltern das Kind zu wenig indianisch erzogen haben. Wir haben versucht, kleine Wehwehchen bei Florian nicht allzu viel aufzubauschen und mit ihm regelmäßig zum Arzt und besonders auch zum Zahnarzt zu gehen. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Florian ist furchtlos und steckt solche Situationen viel besser weg als der Vater.

Die erste Nacht nach dem Eingriff habe ich bestens geschlafen. Die zweite Nacht „woa a schware Partie fia mi“, in 10- bis 20-minütigen Intervallen gab’s allerfeinste Krämpfe, so als wolle der Körper diesen Plastikschlauch loswerden. Aber glücklicherweise sind diese Schläuche jetzt wieder weg und ich kann am Tisch sitzend schreiben.

Damit ich die Prozedur wegen der schlechten Hämoglobin-Werte (von 10 im Juli bereits auf 8 im August gesunken) besser überstehe, bekam ich vor dem Eingriff zwei Blutkonserven, und wahrscheinlich hat das schon sehr geholfen. Derzeit ist es allerdings so, dass ich nach einem normalen Waschgang mich für ein paar Minuten ausruhen muss. Gerade gab es eine Ultraschall-Untersuchung auf Restharn. Der Weg dorthin ca. 30 Meter. Dort angekommen, kann ich nur keuchend sprechen. Auch nach dem Abendessen (zwei Topfenbrote) muss ih mich ausruhen. Ich kann jetzt schon fast durch so einfache Handlungen meinen Hämoglobinwert einschätzen.

Eigentlich hätte ich heute nach Hause gehen können. Da aber meine Schwäche erheblich ist und ich am Montag wieder einrücken werde müssen, habe ich mich entschlossen, das großzügige Angebot des Oberarztes anzunehmen, auch am Wochenende hier bleiben zu können.

Bis zum Juli 2020 war es bei keiner Blutprobe ein Problem, eine Vene anzubohren. Jetzt im August waren alle Venen wie in einem Geheimversteck. Entweder ist das schon die Folge des schlechten Blutbilds oder eines zu geringen Blutdrucks. Einmal stechen war oft zu wenig.

Keiner der Ärzte bis hinauf zum Primar, der auch bei der ersten Visite im Team war, hat die Wörter „Krebs“ oder „Metastasen“ verwendet. Ich fand das bemerkenswert, weil das sind die negativ besetzten Ausdrucksmittel in Medien. Ich nehme an, dass die Sprachregelung im Krankenhaus sehr optimistisch gewählt ist, praktisch auch schon ein Teil der Heilungsprozesses. Man hat bemerkenswerter Weise die Krankenkassen in Gesundenkassen umbenannt und könnte das durchaus bei den Krankenhäusern tun. Die neue Erfindung „Klinikum“ wird zwar von allen Fachleuten zurecht kritisiert, weil ein Klinikum eine universitäre Einrichtung für Ausbildung und Forschung ist, aber immerhin ist das Wort „Krankenhaus“ verschwunden. Hier, an der Triesterstraße nennt man sich gern KFJ, weil dieser Name in der Forschung gut bekannt ist.

Ich finde es sehr professionell, dass niemand irgendwelche Prognosen abgibt, schließlich ist jede Erkrankung sehr individuell. Allein an dem Tempo, mit dem alle Akteure die Sache angegangen sind, kann man ablesen, dass es ernst ist, sehr ernst.

Wäre da nicht das Blutbild mit der Atemnot gewesen, man wäre vielleicht gar nicht auf diese Tumore draufgekommen. Diese kommen aber ohnehin nicht über Nacht, die entwicken sich möglicherweise über Jahre und das völlig unbemerkt und auch dann, wenn man durchaus alle klassischen Vorsorgeuntersuchungen macht. Es ist also anzunehmen, dass ich diese Tumore schon mehrere Jahre herumtrage.

Es gibt ein Indiz dafür und das hat mir eine Ärztin erklärt: Der Laie meint, dass Flüssigkeiten alle zur Niere wandern und über die Harnblase ausgeschieden werden. Daher auch meine Vermutung, ich könnte einen Harnverhalt haben. Nein, sagte sie, es gibt im Bauchlappen (oder so ähnlich) eine Art Verteilzentrum für Flüssigkeiten, das entscheidet, was damit geschieht. Wenn in dieser Schaltzentrale eine Störung vorliegt – zum Beispiel durch einen Tumor, bleibt – so wie in meinem Fall – das Wasser irgendwo vagabundierend im Körper. Da ich diesen Effekt schon länger beobachte, deutet das darauf hin, dass der Krebs sich schon längere Zeit eingenistet hat.

Die Frage ist nun, ob die sinkenden Blutwerte und der Krebs zusammenhängen oder ob es verschiedene Erkrankungen sind. Eine Chemotherapie bekämpft schnell wachsende Zellen, also auch Haare, aber auch Blutzellen. Wenn der Krebs bekämpft wird, zerstört man gleichzeitig auch die Blutzellen und es kommt zu einer Immunschwäche. Wenn aber das Blutbild ohnehin schon „am Boden“ ist, was dann? Dann muss die Therapie auf Isolierstationen stattfinden und kann nicht ambulant erfolgen. Einer der Ärzte meint, dass das Blutbild und die Tumore zusammenhängen. Man bekämpft mit der Chemo beides. Es ist also eine Art Leukämie mit bereits ausgebildeten „Filialen“.

Es schaut so aus, als würde die Onkologie im KFJ zu meinem zweiten Zuhause werden, zumindest in der nächsten Zeit, und man kann sich natürlich fragen, wie lange das so geht, und vor allem, wie lange das gut geht. Da die Ärzte auf solche Fragen eher nicht antworten, habe ich eine andere Frage gestellt: „Weihnachten, geht noch?“ Das hat eine freundliche Ärztin sehr optimistisch und voll Vertrauen in das Können der Ärzte bejaht.

Das KFJ ist keine Privatklinik, sie ist ein Spital des Krankenanstaltenverbundes. Man ist also eine Nummer, irgendwer. Es ist aber erstaunlich, wie positiv die Ausstrahlung aller hier arbeitenden Menschen ist. Von der Reinigung (eine Serbin), den Essensträgern (geschätzt Roma), den Pflegern (Philipinos, auch Inländer), den Ärzten (eine Russin hat mir perfekt die Bluttransfusion verabreicht. Es muss vorher mit einem chemischen Test die Verträglichkeit überprüft werden). Es ist ein bunter Haufen, der wie in einem Uhrwerk die Vorgänge fehlerfrei ablaufen lässt. Tausende Male geübte Vorgänge geben Vertrauen in das Geschehen. Ich habe keine Sonderkasse und ich kann mir auch nicht vorstellen, was dann anders wäre. Ich werde wie ein König behandelt.

Bis hierher kann ich Euch sachlich berichten, wenn es aber um die Prognose geht, dann fällt mir das Schreiben schwer. Ich mach’s daher kurz:

Was passiert mit dem Franz?

Ich werde sicher wieder nach Hause kommen und wir werden noch das eine oder andere gemeinsam erleben. Wer kennt nicht das schöne Lied von STS? Kehren wir die Bedeutung um und meinen statt „Griechenland“ das „KFJ“: „Und irgendwann bleib i dann dort, lass alles liegn und stehn, geh von daheim für immer fort. Darauf geb i dir mein Wort, wieviel Jahr a noch vergehn, irgendwann bleib i dann dort.“

Nun, die klassischen Beerdigungsformen haben wenig Nutzen, ich spendiere daher meinen Körper der Uni: koerperspenden@meduniwien.ac.at

Servus an alle
Franz

Kein Grünzeug in der nächsten Zeit

Der Vorstand der „Klub der Freunde“ teilt mit:

Wir sind gerade im Meisterschaftsfinish und das ist normalerweise Hochsaison für den Redakteur des „Grünzeug“ Gerhard Niederhuber, der für uns durch seine regelmäßigen Berichte und Analysen mehr als ein Fixpunkt im Rapid-Jahr ist.

Wir müssen auf die nächste Ausgabe des „Grünzeug“ ausnahmsweise etwas länger warten, weil Gerhard am Samstag nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde und jetzt noch einige Zeit dort verbringen muss.

Mein Eindruck von seiner Fitness nach einem Gespräch mit ihm ist aber ein guter, und er wird sich dort nicht lange halten lassen.

Interessant ist, wie ich davon erfuhr: Gerhard ist Stammgast im Gasthaus „Quell“ in Reinsdorf (nicht zu verwechseln mit dem Rheindorf Altach). Es handelt sich um einen Altstadtkern in Rudolfsheim, eine fast dörflich anmutende Gegend mit Kirche und Dorfwirt, eben dem Gasthaus Quell. In Reinsdorf kennt jeder jeden, insbesondere kennt die Wirtin des Gasthauses alle ihre Gäste, und wenn jemand, der so regelmäßig zum Mittagessen kommt wie er das Grünzeug herstellt, einmal fehlt, dann muss etwas passiert sein. Die Dame recherchierte im Internet nach „Gerhard Niederhuber“. Man muss nicht lange suchen und findet dann die zahlreichen Erwähnungen im Tagebuch und dann auch die Telefonnummer, die auf jeder Seite zu finden ist. So erreichte mich das Gasthaus Quell gerade bei der Entsorgung einer alten Tür bei der MA48.

Wir wünschen unserem Obmann, dass er uns bald mit der nächsten Ausgabe den Saisonabschluss der ersten Corona-Saison schildern kann.

Bearbeitetes Bild aus Pixabay

Ein erster Gratulant soll hier genannt werden: Michael Krammer.

GRÜNZEUG-613

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Juni 2020 / Nr. 613 / Versand 22.6.2020

CORONA, CORONA, CORONA, ABER WIR SIND DOCH NOCH DA!

Nachdem bereits die für 23.3. angesetzte Mitgliederversammlung dem unsäglichen Virus zum Opfer gefallen war, konnte natürlich auch die diesjährige Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands (geplant waren der 18.5. sowie die Ehrengäste Martin Bruckner, Gerry Willfurth und Michael Krammer) nicht stattfinden; sie musste notgedrungen um ein Jahr verschoben werden.

Ebenso unmöglich sind bis auf weiteres leider unsere „normalen“ Mitgliederversammlungen, weil wir im Klublokal noch nicht 50 bis 60 Personen empfangen dürfen.

Trotzdem gibt es den Klub der Freunde des S.C. Rapid weiterhin, wie dieses erste „Grünzeug“ seit dem vergangenen März beweist.

Wir appellieren hiemit an alle Mitglieder, uns auch bzw. gerade in diesen schweren Zeiten weiterhin die Treue zu halten, verbunden mit der Hoffnung, dass das tückische Virus früher oder später besiegt werden kann.

Danke für Ihre verständnisvolle Geduld, sehr verehrte Damen und Herren!

Aus obigen Gründen verschieben sich auch die Ehrungen nachstehender Jubilare, denen wir aber schon jetzt gratulieren: Gustav Baumgartner, Alfred Fürtler, Theresia Schlegel, Friedrich Sorna (alle seit 50 Jahren Mitglied); Johann Rührig, Franz Würzl, Josef Ziniel (alle seit 40 Jahren Mitglied); Christian Balog, Rene Klampfer (beide seit 20 Jahren Mitglied). Selbstverständlich wird es in der „regulären“ Generalversammlung auch aktuelle Jubilare geben.

In diesem Sinne wünschen wir sämtlichen Mitgliedern, Leserinnen und Lesern bis dahin und überhaupt für immer beste Gesundheit. Und Sie wissen ja: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid(ler) wird’s imma gern!“

WIR TRAUERN UM JOSEF LISKA

Josef Liska (68) musste in den letzten sechs Wochen seines gottesfürchtigen Lebens einen dramatischen Leidensweg durchstehen, ehe er im AKH aus diesem erlöst wurde: Geschwür am linken Ellbogen, das aber nicht bösartig war. Dafür bestand Herzinfarktgefahr. Trotz zweier Stents folgten ein zweiter Infarkt und der Fall in Bewusstlosigkeit, aus der er niemals mehr erwachen sollte. Dazu erlitt er eine Hirnblutung plus Hirntod. Bis er am frühen Morgen des 7.5. aus diesem Leben schied. Sein letzter Weg führte ihn am 22.5. ins Familiengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Man kannte den Josef oder Pepi, wie wir ihn nannten, als kauzigen bis gelegentlich querulantischen Menschen, der von einer vorgefassten Meinung so gut wie nie abwich. Aber wahrscheinlich beruhte seine absolute Zuverlässigkeit ja gerade auf dieser Eigenart. Wie auch immer, Josef Liska gehörte unserem Vorstand über 30 lange Jahre als Schriftführer an und versäumte in dieser Zeit kaum jemals eine Sitzung; nur das Protokoll jener vom 24.2.2020 konnte er uns nicht mehr übergeben…

Niemandem wird Josef Liska mehr fehlen als unserem Obmann, Gerhard Niederhuber, pflegte er mit diesem doch über mehr als 40 Jahre eine treue Freundschaft, die am besten mit dem Wort ambivalent zu beschreiben ist. Unter dem Strich darf Niederhuber sagen: Das Unikat Josef Liska wird unerreicht bleiben, wer auch immer ihm als Schriftfuhrer(in) des Klubs der Freunde des S.C. Rapid folgen wird. Privat ist einer wie er sowieso kein zweites Mal zu finden.

Danke für alles, alter Schwarzseher, und werde da oben glücklicher, als du es auf Erden nicht immer sein konntest!

HAPPY END DER 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: 4.310,99 EURO!

Diesen beachtlichen Gesamtbetrag verdanken wir und die grün-weißen Jungkicker auch diesen nachträglichen Spender(innen): Fachinsp. Franz Gugerell, Johann und Moritz Koller sowie Ludwig und Margaretha Kubin.

Natürlich ist er der SCR-Jugendleitung bereits zur Gänze zugegangen.

VERLETZUNGS-HORROR IN SALZBURG, ABER: JETZT ERST RECHT!

In diesem Artikel wollen wir uns (fast) nur mit Fußball befassen. Den Kampf gegen Covid-19, der oft tödlichen Folge des aus China importierten Coronavirus, hat Rapid ’20 zumindest bis zu unserem Redaktionsschluss erfolgreich bestritten. Der Horror war aber trotzdem kein geringerer, schieden doch gleich zum Re-Start der Meisterschaft nicht weniger als drei Schlüsselspieler in noch nie gesehener, weil rascher Folge für mehr oder weniger lange Zeit mehr oder weniger schwer verletzt aus (vgl. „Spiele, Tore, Kommentare“).

Die Folgen dieses Dreifachschocks ausgerechnet in Salzburg?

Vorerst wurde die anschließende Partie gegen Sturm Graz im leeren Allianz-Stadion (dank Christoph Pescheks Einladung durfte der Verfasser zum handverlesenen Häuflein der Augenzeugen zählen) erstaunlich sicher mit 4:0 bezwungen. Die jungen Herren um Kapitän Stefan Schwab und die paar anderen erfahreneren Kollegen agierten sichtlich unter dem Motto „Jetzt erst recht“ (Leo Greiml, der bärenstarke Zentralverteidiger, zählt 18, Doppelpacker Kelvin Arase „schon“ 21 und das bereits ganz schön ausgebuffte Küken Yusuf Demir gar erst 17 zarte Jährchen). Somit schrumpften die Abstände zwischen dem WAC, Rapid und dem „bösen“ LASK auf Babyelefantengröße. Die Roten Bullen liegen allerdings um jene eines ausgewachsenen Elefantenbullen voran. Aber immerhin: Der SCR hat sehr gute Aussichten, demnächst wieder einmal im Europacup mittun zu dürfen. Falls es überhaupt einen geben wird und falls Didis Burschen die zahllosen Ausfälle ähnlich verkraften können wie etwa gegen Sturm. Und das in einer wahren Hetzjagd bis 5.7. (an darauf folgende Play-off-Matches wollen wir gar nicht denken).

Wie’s mit unserem Anhängerklub weitergehen soll sowie mit dem „Grünzeug“, darüber berät der Vorstand am 22.6.

tipico-Bundesliga, Meisterrunde (Stand vom 7.6.):

1.Salzburg 24/30 (82:26)
2.WAC      24/23 (55:31)
3.Rapid    24/23 (51:28)
4.LASK     24/22 (54:25).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

22.RUNDE (7.3.): WAC (A) 2:2 (1:1)

Man sollte Didis Truppe niemals vorzeitig abschreiben, nicht einmal bei Partien im ungeliebten Wolfsberg, auch wenn die Darbietung hinten (Probleme mit Old Boy Liendls Freistößen und den Kopfbällen des 174-Zentimeter-Mannes Weissman) wie vorne (weitestgehend harmlos) absolut nicht gut ist und selbst dann ebenfalls nicht, wenn die Leistungsträger Dibon (Rissquetschwunde) und Fountas (Gehirnerschütterung nach Brutalo-Check Rnics, des „Vorbereiters“ von Taxis 14. Tor) verletzt werden. Unter dem alten Kämpfer Kühbauer gab Rapid auch beim starken WAC dennoch nie auf: zuerst in der turbulenten, slapstick-artigen Verlängerung der ersten Halbzeit und erst recht in jener der zweiten. Damit gelangen die Verlängerung der niederlagenlosen Serie (nun schon neun Matches) und die Verteidigung des dritten Platzes, bevor es mit halbierten Punkten in die Meisterrunde ging. In der ja nicht jedesmal ein Weissman lauert, dem in 21 Spielen sagenhafte 22 Tore gelangen.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (42.Hofmann), Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab; Murg (62.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (70.Kitagawa).- Tore: Weissman (45.Z+3, 73.); Fountas (45./+1), Hofmann (90./+1).- Gelbe Karten: Holzer; Petrovic– LavanttalArena, Ciochirca, 5.718.

Wegen der Corona-Krise folgte nun eine Zwangspause bis 3.6. Sämtliche weiteren Partien sollen bis 15.7. durchgepeitscht werden – falls das Virus nicht zurückkommt…

MEISTERSCHAFTSRUNDE (3.6.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:1)

Angesichts der unglaublichen Verletzungsschocks war gewiss nicht nur der Verfasser bei diesem Geisterspiel so entgeistert, dass die bittere Niederlage gegen die nach der Pause klar überlegenen Bullen für ihn fast zur Nebensache geriet. Barac (Oberschenkel) fehlte von Haus aus, aber dann wurde es sehr bald noch viel schlimmer: Minute 2: Abwehrchef Nummer 1, der ewige Pechvogel Dibon, fiel mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Minute 27: Abwehrchef Nummer 2, Dibis Vertreter Sonnleitner, zog sich eine Oberschenkelverietzung zu, sodass D.Ljubicic als insgesamt vierter Innenverteidiger ins Abwehrzentrum übersiedeln musste. Und schließlich die Minute 72: Murg, kurz zuvor eingewechselt, humpelte quasi postwendend auch vom Feld (Sprunggelenk). Weil damit das Austauschkontingenz erfüllt war, mussten die tapferen Rapidler zu zehnt das 0:2 hinnehmen. Dabei hatten sie vor der Pause mit den sorgenfreien Hausherren durchaus mitgehalten und zwei große Ausgleichschancen vorgefunden (Fountas, Hofmann). Spätestens in der Nachspielzeit platzten die grün-weißen Träume vom 33. Meistertitel wie Seifenblasen. Unter diesen bitteren Voraussetzungen eigentlich nur zu verständlich…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (7. Sonnleitner, 27.Grahovac), Hofmann; Arase (72.Schick), Petrovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüllner (72.Murg), Fountas (72.Kitagawa).- Tore: Daka (9.), Okafor (90./+!).- Gelbe Karten: Daka; Trainer Kühbauer, Stojkovic.- Bes.Vorkommnis: Rapid war ab der 77. Minute nur mehr zu zehnt.- Red-Bull Arena, Eisner.

MEISTERSCHAFTSRUNDE (7.6.): STURM GRAZ (H) 4:0 (2:0)

Dibon? Definitiver Kreuzbandriss plus Zwangspause bis Jahresende! Sonnleitner? Muskelfaserriss im Oberschenkel! Murg? Blessuren des linken Knies und des Sprunggelenks! Vielleicht können diese beiden in die laufende Meisterschaft noch einsteigen. Was hoffentlich auch für Barac und Strebinger (Rücken) gilt. Wohl kaum aber für Schobesberger. Trotz allem legte Kühbauers „Rumpftruppe“ gegen Sturm eine bemerkenswert gute Leistung hin, für die vier Akteure hauptverantwortlich waren: Leo Greiml war ein souveräner Abwehrchef, Dejan Ljubicic regierte im Mittelfeld, Kelvin Arase war fast nicht zu halten und Taxi Fountas gar nicht (zwei Assists, Elfer herausgeholt, das 4:0 selbst erzielt, zu dem übrigens Teenie Demir die geschickte Vorarbeit leistete). Wie auch immer, die klar unterlegenen Gäste wären sicher noch deutlicher geschlagen worden, wäre Rapids Chancenverwertung besser gewesen. Aber bei einem 4:0 und unter den gegebenen Umständen sollte man wirklich nicht meckern!

SCR: Knoflach; Stojkovic, Greiml (72.Grahovac), Hofmann; Schick (77.Auer), D.Ljubicic, Schwab (77.Demir), Ullmann; Knasmüllner (65.Petrovic); Fountas, Arase (46.Kitagawa).-

Tore: Arase (26., 28.), Schwab (70., Elfer), Fountas (78.).- Gelbe Karten: Greiml; Trümmer, Despodov, Spendlhofer.- Allianz-Stadion, Gishammer.

„MR. GRÜNZEUG NR. 613“: DEJAN LJUBIC1C

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Corona, Corona, Corona… Deswegen erstreckt sich unsere Zensierung über einen Zeitraum von exakt drei Monaten. Am 7.3., in Wolfsberg, war Hochwürden Pelczars Liebling nicht mit dabei (und mit den Gedanken in Chicago?), aber beim 0:2-Schock in Salzburg agierte Dejan Ljubicic als perfekter (Not-)Abwehrchef, und zuletzt brillierte er – wie so oft in dieser seiner besten Saison – im Mittelfeld. Wie gut, dass aus dem Wiener (noch?) kein „Ami“ geworden ist!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Richard Strebinger 125. (Salzburg).- BL-Tor: Wie es ihm als Kapitän zusteht, erzielte Stefan Schwab gegen Sturm vom Elferpunkt Rapids diesjährigen 50. Meisterschaftstreffer.

WAS BIS ZUM RE-START (NICHT) GESCHAH

Einst wurde über Belanglosigkeiten nonchalant gesagt: „Das ist so uninteressant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umfallt.“ Oder bis vor wenigen Monaten: „Wurscht, wenn sie in Wuhan Fledermäuse essen und daher krank werden.“ Das hat sich nicht zuletzt durch die ausufernde Globalisierung und den vehementen Tourismus weltweit dramatisch verändert: Ausgehend von dieser chinesischen Provinz verbreitete sich ein oft tödliches Virus auf der ganzen Welt, erreichte natürlich auch unsere „Insel der Seligen“ und legte hier so gut wie alles lahm. Auch den Fußball.

Am 10.3. wurde die Fortsetzung der BL-Meisterschaft vorerst auf Anfang April erstreckt, möglich schien aber auch der totale Abbruch.

Nahezu gleichzeitig erlitt unser Mario Sonnleitner im Training erhebliche Kieferverletzungen, verlor drei Zähne und fiel für einige Wochen aus, doch „dank“ Corona versäumte er eigentlich gar nichts. Das umso weniger, als das Ende der BL-Pause um einen weiteren Monat verschoben wurde. Über einen Neustart würde laut Vorstand Christian Ebenbauer die Regierung entscheiden. Mitte März wurde bereits von Geisterspielen gesprochen. Dazu Christoph Peschek: „Rapid droht bis Ende Juni ein Minus von sechs Millionen Euro.“ Er und Zoki Barisic (trotz allem: Gratulation zum „50er“!) sowie die zur Zwangspause verurteilten Kicker verzichteten auf wesentliche Teile ihrer Gehälter, um den unversehens finanziell angeschlagenen Verein zu unterstützen. Dazu der große Kämpfer Sonni: „Das Virus bricht uns nicht. Wir müssen zusammenstehen und das durchziehen, dann werden wir schnell ins Leben zurückfinden.“

Wie es in der großen Rapid-Familie üblich ist, ließen und lassen sich auch viele Fans nicht lumpen: Nicht nur, dass die grün-weißen Schutzmasken reißenden Absatz finden, ein erheblicher Teil der Abonnenten erklärte sich sogar spontan bereit, auf die Refundierung jenes Betrages zu verzichten, den sie für die Spiele bezahlt hatten, die sie nun nicht mehr im Stadion werden sehen können.

Ebenfalls Zeichen der Verbundenheit: Kelvin Arose verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2022 und die Herren Stefan Schwab, Stephan Auer, Paul Gartier, Tobias Knoflach sowie Marko Bozovic die ihren (zumindest?) bis zum letzten Spiel dieser einzigartigen Saison im Juli.

Ins Kleingruppentraining waren insgesamt 30 Rapidler am 21.4. gestartet, für welches die Crew um Didi Kühbauer von Zeljko Radovic und Walter Knaller unterstützt wurde. Die strengen Sicherheitsauflagen: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, eigene Trinkflaschen, zwei Garnituren Trainingsbekieidung, Kontrollen der Körpertemperatur, duschen erst daheim.

Inzwischen ordnete die Bundesliga an, dass bei Geisterspielen nur maximal 200 Personen in den Stadien sein dürfen, aber keine Zuschauer. Da schlug die „Krone“ am 2.5. Alarm: „Im Horror-Szenario überleben nur drei!“ Nämlich Salzburg, LASK und Sturm. Dagegen verblassten die Meldungen von den Verletzungen der Youngster Nici Wunsch (Kniearthroskopie) und Lion Schuster (Mittelfußbruch) oder von Junggoalie Nikolaus Polsters Abgang justament zum LASK:

Ab 15,5. war – selbstverständlich auch unter jeder Menge Auflagen – endlich normales Mannschaftstraining erlaubt, zudem würde nur ein erkrankter Spieler isoliert, dabei hatte es zuvor noch geheißen, die ganze eigene sowie die gegnerische Mannschaft müssten in diesem Fall in Quarantäne geschickt werden. Und dass die Saison endgültig abgebrochen würde. Um die allgemeine Verunsicherung weiter zu erhöhen, meldete sich ein Gynäkologe namens DDr. Christian Fiala zu Wort: Die Panik gefährde Existenzen, Gesundheitssystem sowie sozialen Frieden und: „Als Arzt trete ich dem mit Fakten entgegen. Wir befinden uns am Ende einer eher harmlosen Grippe-Saison.“ Was sollte man davon als Nicht-Studierter halten? „Drei Ärzte, vier Meinungen“ – stimmt das wirklich?

Wie auch immer, die Meisterschaft wurde am 2.6. (Quali-Gruppe) bzw. 3.6. (Meister-Gruppe) fortgesetzt und soll inklusive Play-off am 15.7. beendet werden – vorausgesetzt, das Virus lässt uns endlich so einigermaßen in Ruhe…

Für einen Paukenschlag sorgte der LASK unter seinem oftmals verhaltensauffähigen Präsidenten Siegmund Gruber, indem er auf die Vorgaben der Regierung pfiff, schon vor dem 15.5. (mindestens?) vier normale Teamtrainings durchführte und sich so irreguläre Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffte. Die für viele zu milden Sanktionen: 75.000 Euro Geldstrafe, sechs Minuspunkte und Verlust der Tabellenführung. Über die zu erwartenden Proteste der Linzer und damit über den definitiven Ausgang der Meisterschaft wird wohl erst nach deren Ende entschieden werden. Wozu man zur zähneknirschend sagen kann: Corona, Corona, Corona!!!

Übrigens haben sich Gruber & Co. viele Sympathien verscherzt, indem sie die anderen Bundesligisten vernaderten, weil die angeblich ebenfalls verfrühte und daher verbotene Mannschaftstrainings absolvierten. Echte Beweise dafür konnten die feinen Herren aber nicht vorlegen.

Für uns jedenfalls ist die „eher harmlose Grippe“ erst dann wirklich überwunden, wenn der allgegenwärtige (und gewiss notwendige) Mummenschanz vorüber ist und kein Babyelefant mehr auf unseren Nerven herumtrampelt. Übrigens: Elefanten werden erst mit 25 Jahren erwachsen.

EIN BLICK ZU RAPID II

18.RUNDE (6.3.): NEUSIEDL (A) 2:2 (1:2)

Die Heimischen machten aus ihren wenigen Chancen zwei schnelle Tore, aber der „kleine“ SCR, die beste RLO-Auswärtsmannschaft (nunmehr sieben Partien und 15 Zähler), kam durch Bozics Kopfgoal ebenso schnell heran. Jetzt wurden die Jungrapidler immer spielbestimmender, konnten von ihren zahlreichen Chancen leider aber nur eine verwerten. Jedenfalls bewies die Aufholjagd die hohe Moral der Rado-Boys.

SCR II: Hedl; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster, Bozic, Ibrahimoglu (46.Bosnjak); Oppong (72.Kocyigit), Fuchshofer, Savic (64.Strunz).- Tore: Steinacher (3.), Buljubasic (14.); Bozic (17.), Gobara (39.).- Neusiedl, Fluch, 340.

Christian, Arnold, Florian, Franz (Danke an Markus für das Foto)

Nach dieser Runde wurden sämtliche Meisterschaften unterhalb der 2. Liga abgebrochen, dem verdammten Virus sei „Dank“! Zeljko Radovics hoffnungsvolle Youngster belegten mit 37 Punkten Rang 2 hinter Carsten Janckers Mannsdorfem (42 Zähler) und vor dem Titelverteidiger Ebreichsdorf (34), der sich aber aus der Regionalliga zurückzieht. Da Rapid II als einziger Ostligist um eine Lizenz für die 2. Liga angesucht hatte, wären die Aufstiegschancen durchaus gut gewesen. Doch weil aus der 2. Liga niemand absteigen wird, müssten die Jungrapidler nicht nur Zweiter bleiben, sondern auch darauf hoffen, dass irgendein Zweitligist die – wegen Corona aufgeweichten – Lizenzbestimmungen nicht erfüllen kann.

Und wie es 2020/21 weitergehen wird, in welcher Liga auch immer, das weiß noch kein Mensch…

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Vor dem Gastspiel in Wolfsberg vermeldete der SK Rapid einen neuen Rekord: 16.804 Mitglieder! Zum Vergleich: Im Oktober hatte der Serienmeister Red Bull Salzburg 22 (in Worten: zwanzigundzwo); ob es inzwischen schon 23 oder gar 24 sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Wegen Corona wurden die Ergebnisse der „Krone“-Wahlen erst am 5.4. bekannt: Fussballer des Jahres 2019 wurde LASK-Keeper Alexander Schlager mit 139.423 Stimmen vor Rapids kleinem, großen Torjäger Taxi Fountas (122.390), während bei den Trainern Didi Kühbauer (112.443) hinter Teamchef Franco Foda (118.905) und Valerien Ismael vom LASK (114.676) als Dritter einlief.

Vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft durfte jeder Klub nur ein einziges Testspiel bestreiten und das natürlich ohne Publikum. Rapid schlug aus diesem Anlass den SV HORN am 28.5. im leeren Allianz-Stadion dank Fountas, Murg (Freistoß) und Kara souveräner als es das Resultat zeigt mit 3:0 (2:0).

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-612
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Geisterfußball

Auch wenn es jetzt eine Phase mit Geisterspielen gibt – vor allem deshalb, um dem Profifußball ein Überleben zu ermöglichen – hat Fußball in der Form wie wir ihn bis zum März 2020 gekannt haben, Pause. Und wie lange diese Pause dauern muss, kann niemand seriöser Weise sagen. Zu sehr hängt das von Zufälligkeiten der Infektionslage ab.

Aber nicht nur die Teilnahme an den Spielen, auch alle Veranstaltungen rund um den Fußball sind ausgesetzt, seien es die Stammtische, der Rapid-Lauf, der Tag der offenen Tür, die vielen Veranstaltungen in der Röhre und auch die Veranstaltungen der Fanklubs können nicht wie gewohnt stattfinden. Das ganze Fußballgeschehen wird „geisterhaft“.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass ab 29. Mai Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt sein werden. Wer würde nicht daran denken, wenigstens unsere beliebten Mitgliederversammlungen stattfinden zu lassen. Im Vorstand wurde diese Möglichkeit auch beraten, aber das Ergebnis ist, dass trotz der Weiterführung des Ligabetriebs wir uns nicht treffen können, dass also

keine Mitgliederversammlungen

stattfinden können.

Veranstaltungen ja, aber…

Hinter der Schlagzeile „Veranstaltungen bis 100 Personen ab 29, Mai“ verbergen sich folgende Zusatzbedingungen:

  1. Nur Sitzplätze
  2. Mindestabstand 1 Meter (die Regel 10m² pro Besucher gilt ab 1. Mai bis 29. Mai)
  3. Corona-Beauftrage*r als Ansprechpartner*in für Gesundheitsbehörden
  4. Verpflichtung zur Erstellung einer individuellen Risikoanalyse für jede Veranstaltung.
  5. Jedenfalls jedoch Maßnahmen zu 
    • Steuerung der Besucherströme bei Eingang, Ausgang, WC, Garderobe, Pause, zur Vermeidung von Menschenansammlungen
    • Bei 500-1000 BesucherInnen verpflichtende Abstimmung im Vorfeld mit lokalen Behörden über Verkehrsströme bei An- und Abfahrt.
    • Erhöhte Hygienemaßnahmen, Reinigung, im Publikumsbereich

Nächste Woche werden die Maßnahmen im Dialog mit den Kulturschaffenden aller Branchen und politischen Kulturverantwortlichen besprochen.  Ziel ist, bis 25.5. die entsprechende Verordnung vorzulegen.

Gäste aus dem Rapid-Umfeld

Dazu kommt, dass es auch nicht möglich ist, jemanden aus dem Rapid-Umfeld zu einer Mitgliederversammlung einzuladen. Derzeit sind alle Aktiven bei Rapid angehalten, Außenkontakte zu minimieren.

Hindernisse

  • Die 1-Meter-Abstand-Regel (Punkt 2) macht die Organisation schwierig, weil unsere übliche Sitzordnung geändert und die Teilnehmerzahl beschränkt werden müsste.
  • Außerdem müssen wir bedenken, dass viele unserer Mitglieder zur Risikogruppe zählen und die „individuelle Risikoanalyse“ (Punkt 4) zur Vorsicht mahnt.
  • Es können aus Sicherheitsgründen keine Gäste aus dem Rapid-Umfeld kommen

Virtuelles Zuschauen

Was bleibt, ist virtuelles Zuschauen über die Fernseh- und Internetkanäle

  • in einem Gasthaus
  • mit einem Sky-Vertrag (ab 19,90 pro Monat (derzeit ohne Anmeldegebühr),
  • eine eventuelle kostenlose Schmalvariante im ORF? (Link)
  • mit 3-stündiger Verspätung als Relive-Video in Rapid-TV (gegen eine kleine Gebühr hat man Zugriff auf alle Spiele der letzten Jahre in voller Länge)
  • Grauzone: Die Seite livetv.sx (Domäne von Sint Maarten) bietet Live-Übertragungen an, aber Achtung vor Schadsoftware! Ob man sich darauf verlassen kann, dass eine angekündigte Übertragung auf livetv.sx zu sehen sein wird, weiß ich nicht (ich konnte schon Spiele auf dieser Seite verfolgen, hatte aber auch schon Misserfolge). Hier ist der direkte Link zur Rapid-Seite: http://livetv.sx/dex/team/1_246_361_rapid_wien/ Man kann jedenfalls zusammenfassende Videos zu allen vergangenen Bundesliga-Spielen abrufen. Die kommenden Spiele ab 2. Juni werden wohl kurz vorher auf der Seite eingetragen, wenn seitens der Bundesliga die Beginnzeiten festgelegt worden sind.
    Größere Ligen genießen natürlich mehr Aufmerksamkeit. Der folgende Link zeigt 8 Videos des ersten Spiels der Deutschen Bundesliga Dortmund-Schalke, darunter das Spiel selbst in voller Länge: http://livetv.sx/dex/eventinfo/929606_dortmund_schalke_04/

Prognose Epidemie

Sehr plausibel war eine Einschätzung von Christian Drosten (Chefvirologe der Charité), der gemeint hat, dass der häufigere Aufenthalt im Freien während des Sommers und die höheren Temperaturen helfen könnten, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, weil Feuchtigkeit in der Luft rascher abtrocknet. Die aber dadurch wachsende Sorglosigkeit könnte in der feuchten Jahreszeit zu einer Rückkehr des Virus führen. Diese als „Wellen“ bezeichneten Phasen einer Epidemie sind also nicht eine Eigenschaft des Virus. sondern eine Folge unseres Verhaltens. Distanz-Disziplin reduziert die Fallzahlen, Sorglosigkeit lässt sie wieder ansteigen.

Prognose Fußball

Sollte es zu einer Zulassung von Zuschauern im Stadion kommen, dann wird unser Stadionverhalten an die Ansteckungsgefahr angepasst sein müssen. Organisatorische Maßnahmen könnten sein

  • gestaffelte Eintrittszeiten für verschiedene Sitzreihen sein (Zutrittszeitpunkt auf der Eintrittskarte),
  • „Stehen verboten“ ,
  • Reduktion der Besucherzahlen,
  • kein Aufenthalt hinter den Tribünen,
  • gestaffelter Abgang aus dem Stadion,
  • Desinfektion und Mundschutz sowieso.
  • Unterstützung der Nachverfolgung von Infektionen durch eine App oder durch personalisierte Karten.
  • Wegen der großen Nähe in den Sitzreihen könnte eine App hilfreich sein, doch wird eine solche App von der Bevölkerung eher abgelehnt. Ebenso möglich wäre auch eine verpflichtende Personalisierung der Karten, was den Menschen aber ein ähnliches Unbehagen wie eine App bereitet.

Bei gleichzeitig geringen Fallzahlen könnten solche Maßnahmen schon eine Option für eine Zulassung von Zuschauern darstellen. Wenn allerdings die allgemeine Bereitschaft zur Einhaltung der Distanzregeln abnehmen sollte – mit der Folge steigender Fallzahlen, steuern wir auf eine längere Zwangspause zu.

Links

Ostern-2020

Eigentlich stand für Ostersonntag das Heimspiel gegen Wolfsberg am Rapid-Terminkalender, das vorletzte Spiel der Hinrunde der Meistergruppe. Aber seit 13.3.2020 ist nicht nur die österreichische Fußballwelt eine andere geworden. Ein Spiel mit Zuschauern ist in weite Ferne gerückt. Wir können gespannt sein, welche Perspektive die Bundesliga in der kommenden Woche für den Saisonrest zeichnet.

Die Marktwerte der Spieler folgen den fallenden Börsenkursen. Überraschend ist es nicht, denn wenn der Nachschub an Geld versiegt, platzt die Fußballblase, die – ähnlich wie der Kunstbetrieb – vom Interesse der Massen abhängig ist. Wie ernst die Lage wirklich ist, wissen wir nicht, weil uns niemand sagen kann, wie lange die Veranstaltungssperre dauern wird. Dass die Kicker in den englischen Ligen nicht auf Teile ihrer Gagen verzichten wollen, zeichnet ein Sittenbild, gegen das sich die Anhänger des „football old style“ immer schon erfolglos gestellt haben. Jetzt bekommen sie Schützenhilfe durch ein Hundert Nanometer kleines Etwas.

Man muss in diesen Tagen als Firma schon solid aufgestellt sein, um diese Durststrecke zu überleben. Für viele Firmen war es ein Monat, und sie können am kommenden Dienstag wieder öffnen. Aber Fußball- und Kunstbetrieb sind so ziemlich die letzten Branchen, die zu einem Normalbetrieb übergehen werden können.

Die Rapid-Familie zeigt Zusammenhalt und bestellt 21.500 Schutzmasken. Eine ähnliche Solidarität sollten wir auch bei den Abos an den Tag legen und die Last der Epidemie-Folgen auf viele Schultern verteilen.

Klub der Freunde

Unsere für Mai geplante Mitgliederversammlung muss leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch die für den Saisonbeginn 2020/21 geplante Generalversammlung wird verschoben.

Wir wünschen den Lesern des Tagebuchs erholsame „Ostern daham“.

Wie geht es weiter?

Niemand hat darauf eine seröse Antwort, aber Woditschka schon:

„Abends um Sechs nach dem Virus beim Klub der Freunde‘“!

Berühmter Satz von Woditschka im Zweiten Buch „An der Front“, Kapitel 4. „Neue Leiden“ aus dem Buch „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hašek. Im Original sagte Vodička (=Woditschka = ‚Wässerchen‘) zu seinem Freund Jozef: „V šest večer po válce u kalicha“ = „um Sechs Abends nach dem Krieg im ‚Kelch‘“.

Andere besuchen vielleicht nach der Epidemie eine Kirche, ich habe mir vorgenommen, mit dem RegioJet einen Ausflug nach Prag zu unternehmen inklusive Mittagessen „u kalicha“„beim Kelch“.

Schöne Ostern, mit diesem diffusen Ziel vor Augen schaffen wir das, der Schwejk hat das auch geschafft!

Links

Grünzeug Corona

Liebe Mitglieder des Klubs der Freunde des S.C. Rapid!

Dass unser Thema Nummer 1, der Fußball von einem Virus aus den Schlagzeilen verdrängt wird, hat schon Seltenheitswert, dass die Gefahr besteht, dass eine Saison keinen Abschluss findet, war nur kriegsbedingt 1944/45 der Fall.

Ja, es gibt uns noch, und wir sind besorgt und gleichzeitig ungeduldig. Besorgt um den Zustand der Gesundheit unserer Mitglieder, der Rapid-Aktiven und den vielen Rapid-Home-Officers und natürlich um unseren Verein insgesamt und auch den Fußball ganz allgemein. Die Maßnahmen der Bundesregierung treffen uns alle, da wir aber als Rapidler gewohnt sind, zusammenzuhalten, haben wir wenigstens in dieser Disziplin keine Probleme.

Unsere laufenden Projekte wie die Herausgabe des Grünzeug und unsere Mitgliederversammlungen fanden ein jähes Ende und auch weitere geplante Veranstaltungen sind von den bundesweiten Rahmenbedingungen abhängig.

  • 6 April: Grünzeug wird nicht erscheinen
  • 20 April: Mitgliederversammlung wurde abgesagt
  • 18. Mai: Mitgliederversammlung mit Martin Bruckner, Michael Krammer und Gerry Wilfurth. Ob diese Veranstaltung stattfinden kann, können wir derzeit noch nicht sagen. Sollte sie wie geplant zustanden kommen, wird dazu Anfang Mai in einer Ausgabe des Grünzeug oder mit einem Brief eingeladen.

Haltet durch, „wir schaffen das“, wie Nadja Bernhard nicht müde wird allabendlich zu wünschen.

Eurer Gerhard Niederhuber

[Frei nach einem Telefongespräch mit unserem Obmann.]

Hier eine Liste der Rapid-YouTube-Videos aus 2020 als „Überbrückungshilfe“. Der Link über dem Datum zeigt alle Pressemeldungen dieses Tages.

Rapid-Videos des heurigen Jahres

GRÜNZEUG-612

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 612 / Versand 9.3.2020

KURZ VOR DER PUNKTETEILUNG: 5 SIEGE, 3 REMIS, 20:6 TORE EN SUITE

Damit und mit der vorzeitigen Qualifikation für die Top 6 darf man durchaus zufrieden sein (der FAK z.B. liegt mit 24 Punkterln aus 21 Spielen auf Platz 7 und muss sich – wie vor einem Jahr der SCR – mit den Abstiegskandidaten herumschlagen). Natürlich wäre es noch schöner gewesen, hätten Schwab und Konsorten in den letzten vier Heimpartien öfter als zweimal gewonnen und/oder mehr als „nur“ 20 Tore erzielt. Dafür gab es genügend Gelegenheiten, zuletzt auch gegen die unbequemen Mattersburger.

Bei diesem rasanten Kampfspiel feierte Lukas Marek (22) sehr zur Freude seines sichtlich gerührten Vaters ein gelungenes Debüt als Stadionsprecher. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm; offenbar hat der junge Mann die gleiche Schuhnummer wie sein Erzeuger.

Sehr zu loben wäre auch unsere Mannschaft, der in Hartberg übrigens das vierte Tor in der Nachspielzeit (Liga-Bestwert) gelang, sollte sie in Runde 22 ein positives Resultat aus Wolfsberg heimbringen. Was trotz der anschließenden Halbierung der im Grunddurchgang eroberten Zähler durchaus von Vorteil wäre. Mehr darüber im nächsten „Grünzeug“.

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.3.)

1. LASK     21/51 (49:20)
2. Salzburg 20/45 (70:23)
3. Rapid    21/39 (45:24)
4. WAC      21/37 (48:25)
5. Sturm    21/32 (37:26)
6. Hartberg 21/29 (36:47).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

19.RUNDE (16.7.): WSG TIROL (H) 2:0 (2:0)

Ullmanns unhaltbare Granate in Sekunde 40 sowie die anschließend zahlreichen Chancen, von denen aber nur Fountas (nach Petsos-Patzer) eine nutzte, machten Hoffnung auf einen deutlicheren Heimsieg über den Letzten. Der gelang zwar erstmals seit 15.9. tatsächlich, aber: Nachdem Dibon wegen Gehirnerschütterung hatte passen müssen und Schiri Hameter die zweite Halbzeit angepfiffen hatte, war Rapids Leistung plötzlich mehr als bescheiden, während die robusten Tiroler um den übermotivierten Maierhofer umso gefährlicher wurden, je länger die Partie dauerte. Am Ende gab’s den meisten Applaus daher fast nur noch für den scheidenden Andy Marek, auch von Persönlichkeiten wie sämtlichen Präsidenten seiner Ära oder Hickersberger, Maier und Schulte. Eine seiner letzten Amtshandlungen: die Übergabe eines 83.000-Euro-Schecks des „Block West“ an die Aktion „Wiener helfen Wienern“ — beispielhaft!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (46. Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac (80.Petrovic), Schwab; Murg (72.Kitagawa), Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Ullmann (1.), Fountas (41.) – Gelbe Karten: Murg, Grahovac; Grgic, Maierhofer, Cabrera, Pctsos.-Allianz-Stadion, Hameter, 22.800.

20. RUNDE (23.2.): HARTBERG (A) 2:2 (1:1)

Kein Hartberg-Match ohne Besonderheiten! Dass Arase, Kitagawa (Lattenkreuz) und Schwab die großen Möglichkeiten nicht nutzen konnten, die der SCR (Ullmann krank, Fountas noch kränkelnd auf der Bank) in seiner starken Anfangsphase hatte, war ja nichts ganz Neues, aber der Schütze des verdienten 1:0 sehr wohl: Hartberg-Verteidiger Luckeneder. Skurril bis dubios ging’s weiter: Strebinger boxte die Kugel vor Reps Schussbein; derselbe Rep legte diese später bei einem von Heiß & Co. erfundenen Corner deutlich außerhalb des Viertelkreises, und oben erwähnter Luckeneder köpfelte das 1:2. Nun stimmten Rapids statistische Werte (Schüsse, Ballbesitz, Passgenauigkeit) zwar weiterhin, die Leistung aber trotzdem nicht so ganz. Als man die erst zweite Auswärtsniederlage schon vor Augen hatte, verlängerte Dibon Joker Schicks Eckstoß zu Joker Kara, der goldrichtig stand und das in Minute 94! Da wurden Erinnerungen an Schwabs 3:3 im noch turbulenteren letzten Duell mit den stets unbequemen Oststeirem wach.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Auer; Petrovic, Schwab; Murg (71.Schick), Knasmüllner (80. Kara), Arase; Kitagawa (62.Fountas).- Tore: Rep (45.), Luckeneder (74.); Luckeneder (40.,Eigentor), Kara (90./+4).- Gelbe Karten: Rep, Nimaga; Trainer Kühbauer, Kara.- Hartberg, Heiß, 5.024 (ausverkauft).

21. RUNDE (1.3.): MATTERSBURG (H) 3:1 (1:1)

Der talentierte, souveräne Neo-Stadionsprecher Lukas Marek und gut 14.000 SCR-Anhänger sahen ein packendes, abwechslungsreiches Match, in dem beide Teams große Torchancen hatten, die forschen burgenländischen Hünen vor allem zu Beginn (viele Corner, ein Lattentreffer), Rapid aber noch viel mehr, Traumtor-Schütze Fountas und noch öfter Murg scheiterten jedoch an sich selbst, dem großartigen SVM-Ersatzkeeper Casali und der Stange (Murg). Daher musste bis zum Schluss um den verdienten Sieg gebangt werden, für den „Kopfballungeheuer“ Schwab hauptverantwortlich war.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab (84.Grahovac); Murg (88.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (82.Kitagawa).- Tore: Schwab (15., 78.), Fountas (46.); Mährer (37.).- Gelbe Karten; Barac; Mährer, Salomon, Miesenböck.- Allianz-Stadion, Kijas, 14.100.

Erste Spiel-Moderation von LukasRapid

„MR. GRÜNZEUG NR. 612“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Gute Vorstellung in Hartberg, überragender Matchwinner gegen Mattersburg (175. BL-Einsatz für Rapid) – einmal mehr unser Bester! Aber unterschrieben hat der dynamische Kapitän Stefan Schwab leider noch immer nicht…

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Stefan Schwab 175. (SVM), Christopher Dibon 125. und Christoph Knasmüllner 50. (beide gegen Hartberg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

15.2.: ABSCHIED VON ANDY MAREK

Christoph Peschek, nunmehr seit fünf Jahren cleverer Geschäftsführer Wirtschaft des SCR, an diesem denkwürdigen Nachmittag aber redegewandter Moderator, und die rund 250 erschienenen Fanklubchefs wussten und wissen für alle Zeit, was dieser Andy Marek für seinen grün-weißen Herzensklub geleistet hat, seit er im Sommer 1993 an einem Tag der offenen Tür das Casting für den Job als Stadionsprecher für sich entschieden hatte. Egal, ob das vorerst „nur“ in dieser Funktion war oder später auch als Fanbeauftragter sowie schlussendlich als honoriger Direktor SK Rapid Klubservice & Events. Wem das jetzt nicht bewusst ist, für den ist eh schon „alles“ zu spät. Denn der „Andy Marek aus dem Waldviertel“, wie er sich seinerzeit dem damals noch relativ spärlich erschienenen Anhang vorstellte, agierte am 16.2. beim Tirol-Match zum 599. Mal en suite zum allgemeinen Leidwesen als Österreichs populärster Stadionsprecher. Mehr noch, er trat auch von seinen anderen Ämtern zurück. Weil er das auf ärztliches Anraten tun musste. Warum genau? Das tat er an jenem 15.2,2020 klipp und klar kund.

Gesundenuntersuchung im letzten September. Erhöhter PSA-Wert. Biopsie, Neun von 17 Stanzen, wie die Gewebeentnahme genannt wird, positiv. Prostata-OP am 4.11. Diagnose: Krebs! Doch dank der Früherkennung noch keine Metastasen. Trotzdem natürlich Angst im Hinterkopf.

Dessen ungeachtet gab Andy in bekannt wortreicher Manier wie eh und je unzählige Geschichten und G’schichterln zum Besten, die sich in seiner 27-jährigen Karriere ereignet hatten. Nicht immer war’s lustig (Stichwort: Platzsturm im Derby vom 22.5.2011), aber alles in allem brachte er uns immer wieder zum Lachen. Als wäre er nicht nur optisch der alte Hans Dampf in sämtlichen Gassen. Trotzdem herrschte eine unterschwellige Wehmut, obwohl Andy glaubwürdig versicherte, Rapid in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Und: Er gehe mit einem guten Gefühl, weil es im bestens aufgestellten Verein viele Leute mit Handschlagqualität gebe. Zu denen gehöre auch sein altes, weiterhin aktiv bleibendes Geschäftsstellenteam um Clemens Piber (seit 25 Jahren dabei) oder Martina Mosovsky. Darüber hinaus ist er überzeugt, dass Christoph Peschek „neue Mitstreiter“ gewinnen würde. Zwei davon wurden am 15.2. gleich vorgestellt: Lukas Marek (22), Andys hoffnungsvoller Sohn, den er als Stadionsprecher und sonstigen Moderator „nicht reingedrückt“ habe, vielmehr sei er Pescheks Wunschkandidat gewesen. Der stolze Vater: Lukas lebt für Rapid, seit er ein kleiner Bub war. Er wird es sicher gut machen. Gebt ihm ein bisschen von der Wertschätzung, die dir für mich hattet!“ Darauf reagierten die Fanklubvertreter, von denen Oliver Pohle und Gerhard Niederhuber auf die Bühne geholt wurden, mit mehr als nur freundlichem Applaus. Den erhielt auch Klaus-Peter Aumayr (32), der seit 2019 in der SCR-Rechtsabteilung arbeitete und nun dem Klubservice vorstehen wird. Nicht anwesend war Robert Racic, der neue Zuständige für die Fanklubs-Betreuung, den wir Rapidfreunde aber schon gut kennen, begleitet er doch stets jene Spieler, die unsere Versammlungen besuchen. Die Standing Ovations für Andy Marek bedeuteten neben den allerbesten Wünschen für dessen weiteres Wohlergehen natürlich auch ein riesengroßes „DAAAAANKEEE!“

Andy mit dem Andy-Marek-Becher

DER DOPPELTE DEJAN UND: NICHT JEDER TEST WAR EIN FEST

Für den nach Ägypten abgewanderten Aliou Badji wurde bekanntlich der Homer Zweitligatorjäger Ercan Kara (24, 1,92 m) geholt, der bis 2022 unterschrieb, und vom aktuellen slowenischen Zweiten Aluminij Kidrocevo wurde der Mittelfeldspieler Dejan Petrovic (24, 120 Pflichtspiele mit drei Toren für seinen Stammklub sowie bisher 4 U21-Teamberufungen) für kolportierte 500.000 Euro erworben. Allgemein wurde angenommen, dass dieser Dejan die Nachfolge seines Vornamensvetter Ljubicic antreten würde, den die Medien schon längst nach Chigaco verkauft wähnten, doch siehe da: Aus Wien wurde eben nicht Chigaco, denn Dejan I kehrte unversehens nach Wien zurück, weil sich die Verhandlungen mit den Amis zerschlagen hatten. Der SCR hat zumindest zurzeit zwei Dejans, sogar auf der etwa gleichen Position – eine Posse? Dejan II hat übrigens bis Sommer 2023 Vertrag. Noch eine Personalie: Patrick Obermüller, zuletzt nach Hartberg verliehen, wurde bis Sommer an die SV Ried weitergereicht.

Nicht ganz so (unfreiwillig) „halblustig“ wie die Causa Dejan I und II war der größte Teil der Probegalopps vor dem Neustart der Meisterschaft. Die Tests in Wr.Neustadt (4:1) und gegen den FAC (2:2) erwähnten wir ja schon in der Nummer 611, 30 Spieler, darunter auf Wunsch der Mannschaft auch der langzeitverletzte Schobi, begaben sich am 27.1. ins zehntägige Trainingslager in Belek (Türkei), wo vier Spiele absolviert wurden. Am 29.1. zuerst 0:0 gegen ODENSE BK und wenige Stunden später mit einer total anderen Elf 0:1 (0:1) gegen VOJVODINA, am 1.2. 1:2 (1:0) gegen den Alar-Klub LEVSK1 SOFIA (Fountas erzielte das 1:0; Auer und Schick gaben ihre Comebacks, die Niederlage kam in Minute 92 zustande), und am 4.2. wurde NK MARIBOR mit 2:0 (1:0) besiegt (Kitagawa, Fountas; Trainer Kühbauer sah wegen Schiri-Beleidigung „Rot“). Wieder daheim, gab es am 8.2. auf dem „Happel-Gelände wieder einen Test gegen einen Zweitiiganachzügler, der kein Fest war: 1:1 (0:1) gegen HORN, das vor der Pause die klar bessere Mannschaft war, der sich eigentlich nur Strebinger und zweimal das Aluminium erfolgreich entgegenstemmten. Später gelang Arase immerhin der Ausgleich. Ein Trost für diesen tristen Auftritt: Es ging ja um nix. Was den Didi allerdings gar nicht besänftigen konnte…

„MV“ VOM 17.2.: VOM „FUSSBALLGOTT“ GERETTET!

Christopher Dibon: Gehirnerschütterung „dank“ Stefan Maierhofer. Taxi Fountas und Mateo Barac grippig. Dalibor Velimirovic beim U19-Team. Was nun? Wenige Stunden vor unserer ersten diesjährigen Mitgliederversammlung liefen die Handys von Martin Reiser und Robert Racic, Rapids Fanklubs-Betreuer, richtiggehend heiß. Ehe Letzterer erfreulicher- und dankenswerterweise einen würdigen „Joker“ zog: SCR-„Fußballgott“ Steffen Hofmann, der sich spontan bereit erklärte, diesen Abend zu retten – herzlichsten Dank!

Das einmal mehr bestens besuchte Auditorium konnte sich nicht nur über die Doppel Conference des Duos Hofmann & Niederhuber amüsieren, sondern erfuhr auch viel Wissenswertes über Steffens Arbeit als Talentemanager. Außerdem konnte der (Noch-)Obmann versprechen, dass Barac, Dibon, Fountas und Youngster Velimirovic für den 23.3., unseren nächsten Klubabend, erneut eingeladen werden würden. Ob diese vier Herren mit ähnlichem Wiener Schmäh aufwarten können wie der gebürtige Frrranke Hofmann, wird sich ja weisen.

EIN BLICK ZU RAPID II

In der Nummer 611 berichteten wir schon von den Zugängen Oppong und Kerschl sowie Pehlivans Wechsel nach Mainz; diesmal ist nur der bis Saisonende von den OÖ Juniors verpflichtete Alexander Burgstaller (geb. 12.7.1999, 41 Nachwuchsländerspiele) zu begrüßen. Vermutlich wurde er geholt, weil sich Martin Moormann eine Schambeinentzündung zugezogen hat – recht baldige Besserung, Martin!

Weitere Tests, wobei stets berücksichtigt werden muss, dass in der Vorbereitung viele Stützen bei den Profis zum Einsatz kamen. Sicher auch deswegen gab es am 31.1. ein 0:1I (0:0) bei der bekanntlich mit (Alt-)Stars gespickten VIENNA.

14.2.: Erstmals wurde mit der anzunehmenden Wunschaufstellung SCHEIBLINGKIRCHEN auf einem Happel-Stadion-Trainingsplatz mit 2:0 (0:0) bezwungen (Strunz 2).

19.2.: Im Rahmen des Kurz-Trainingslagers in Schielleiten (17.-20.2.) 14:0 (7:0) gegen WEIZ aus der RLM (Fuchshofer 3, Strunz 3, Savic 2, Oppong, Bozic, Schick, Ibrahimoglu, Eggenfellner, Kanuric).

17.RUNDE (28.2.): TRAISKIRCHEN (H) 0:0

Unsere Bilanz gegen die Lederer-Truppe, die sich im Winter u.a. auch mit dem Ex-Rapidler Bajrami namhaft verstärkt hat, sah keineswegs gut aus: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 9:12 Tore. Und sie wurde auch an diesem windig-kühlen Februarabend nicht aufgepeppt, obwohl Rapid II die auf niedrigem Niveau stehende Partie klar dominierte und auch hin und wieder zu mehr oder weniger großen Tormöglichkeiten kam. Die aussichtsreichste vergab Fuchshofer (45.), bevor sich Velimirovic bei der seinen (59.) hoffentlich nicht allzu schwer verletzte. Schade für den Youngster und schade für ganz Rapid, dass der für den zum Aufstieg unerlässlichen 2. Platz nicht weiter abgesichert wurde. Immerhin blieb alles beim Alten, weil sich Ebreichsdorf und der WSC (beide wie Mannsdorf an der 2. Liga desinteressiert) ebenfalls Nullnummern leisteten.

SCR II: Gartier; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Bozic (46.Velimirovic, 64.Bosnjak), Schuster, Ibrahimoglu; Oppong, Fuchshofer (64.Strunz), Savic.- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 200.

Melih in Action

RLO-Stand vom 28.2.:

1. Mannsdorf 17/39 (31:14)
2. Rapid II 17/36 (30:11)
3. Ebreichsdorf 17/31 (26:10)
4.WSC 17/30 (36:25)

Für uns wichtig: Von diesen vier Klubs hat sich nur Rapid II um eine Zw’eitligalizenz beworben, darf aber nur als mindestens Zweiter aufsteigen!

AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: BESSER ALS VOR EINEM JAHR!

2018 trugen unsere Mitglieder und Leser(innen) insgesamt 3.780,26 Euro zum Gelingen der Nachwuchs-Weihnachtsfeier bei, 2019 waren es sogar 3.982,99 Euro (Stand 31.1.2020), wofür wir uns namens der Jugendleitung bei diesen Herrschaften aus ganzem Herzen bedanken:

  • Aigner Helga, Albrecht Patrick, Andrich Eduard.
  • Baar Friederike, Bachmayer Christian Oliver und Clemens, Bauer Mag.Helmuth, Berger Johannes, Berger Dr.Wolf gang, Busina Hermann.
  • Edlinger Rudolf, Einfalt Christian.
  • Fabsits Dominik, Fabsits Günter, Fiala Florian und Dipl.Ing.Franz, Frigo KR Peter, Fürst Jenny (ein Hund!), Fürst Stefan und Wolfgang.
  • Gager Elfriede, Gartier Leopold, Gelles Margit, Gon ter Andreas, Grassmann Gernot, Grassmugg Heinz.
  • Haider Herbert, Hajos Andreas und Lukas, Halwidl Johann, Hechenblaikner Michael, Hobecker Franz und Gabriela, Hohenecker Ernest, Hollenthoner Walter, Hoschek Franz.
  • Jaros Peter.
  • Kahler Alfred, Kämper Josef Andreas, Kapalik Kurt, Katzenbeißer Maria und Walter, Kirchmayer Rudolf, Klafl-Schuster Peter, Kolar Alfred, König Matthias, Kopal Brigitte und Robert, Krammer Franz, Krammer Michael, Kroll Matthias, Kronfuss Bernhard.
  • Lackner Peter, Larisch Thomas, Lehner Jochen, Lenz Konrad, Linke Philipp.
  • Mitsch Eduard, Moser Mag.Christoph, Muschik Mag.Mario, Muzik Heinz.
  • Nagy Andreas, Nesetril Gerhard, Niederhuber Gerhard, Niedl Dr.Johann, Nirschl Edwin, Nowotny Christa und Peter.
  • Österreicher Peter.
  • Pammer Johann, Plutnar Günter, Praschl Prof.Mag.Peter.
  • Rausch Dkfm.Karl, Reiser Heide-Maria und Martin, Rempelsberger Johannes, Resch DI Markus, Rieger Christiane, Rothmayer Walter, Ruppert Bernhard.
  • Salzmann KR Josef, Schatz Herbert, Schmidt Roland, Schneider Josef, Schwab Walter, Sedy Brigitta, Seewald Walter, Sieder Martin, Skocik Walter, Sobolak Peter, Sorna Friedrich, Strommer Christian, Syrowatka Ernst.
  • Tasch Johannes, Trinko Susanne, Trpkos Franz.
  • Vincourek Karl, Vosahlo Peter, Vranovitz Karl-Martin, Vytesnik Kurt.
  • Weiss Gerhard, Wilhelm Franz, Wladasch Hannes, Würz Johann.
  • Zwickl Wilhelm.

Wie immer werden auch später eingegangene Spenden der Jugend zugute kommen und die Namen der entsprechenden Nachwuchsfreunde im „Grünzeug“ veröffentlicht!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Taxiarchis Fountas wurde von den Fans zum „Rapidler des Jahres 2019“ gewählt – eine durchaus gerechte Entscheidung, derer sich unser neuer Knipser hoffentlich auch in Zukunft als würdig erweisen wird!

Manuel Martic (23 Pflichtspiele für Rapid) wechselte zu Inter, Zapresic in die erste kroatische Liga.

Hingegen wurde Christopher Dibons Vertrag bis 30.6.2022 verlängert, Gleiches geschah mit Kelvin Arases Kontrakt.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-611
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Der Probst war mein Liebling

Heinz Deutsch stellt unseren Obmann Gerhard Niederhuber in der 23. Folge seines Podcasts 1899fm.net in einem Interview vor. Hier sein einleitender Text:

Gerhard Niederhuber ist der Obmann des ältesten Anhängerklubs Rapids, dem Klub der Freunde des SC Rapid. Mit dem Wiener Original habe ich unter anderem über seine Anfänge als Rapidfan in den 1950ern gesprochen, die legendäre Mannschaft um Happel, Hanappi und die Körner Brüder, seinen Lieblingsspieler Erich Probst, wie er Rapid einen Meistertitel ermöglichte und warum die heutigen Kicker amikaler und besser sind.“

1899fm.net

Hier findest Du eine vollständige Liste aller bisher erschienenen Podcasts von Heinz Deutsch:

Heinz Deutsch

MV Steffen Hofmann, Robert Racic

Ehrengäste Robert Racic, Steffen Hofmann

Heute war es wieder soweit, dass durch Zusammentreffen mehrerer Zufälle alle vier eingeladenen Spieler nicht zur Mitgliederversammlung kommen konnten. Dalibor Velimirovic ist zum U17-Nationalteam einberufen worden, Christopher Dibon hat eine Gehirnerschütterung, und Mateo Barac und Taxiarchis Fountas waren schon bei heutigen Training krank gemeldet und laborieren an einer Verkühlung. Wir werden sie aber hoffentlich alle bei der nächsten Mitgliederversammlung am 23. März sehen.

Das Rapid-Klubservice ließ uns aber nicht im Stich, und Robert Racic brachte uns Steffen Hofmann. der sich in einer Art Doppeconférence mit Gerhard Niederhuber fast ein Wuchtel-Match geliefert hat,

Es begann einmal mit der Frage, ob man Steffen einen „Piefke“ nennen kann, und er verneinte das entschieden. Seine Heimatstadt Würzburg wäre zwar nicht allzu weit vom „Weißwurstäquator“ entfernt, liege aber unzweifelhaft in Bayern. Steffen ist also ein fränkischer Bayer, wenn auch sein Dialekt fränkisch ist. Doch Steffens Idiom ist mittlerweile schon auffällig wienerisch gefärbt; immer wieder verwendet er Ausdrücke, die er sich beim Umgang mit den Wienern angeeignet hat. An diesem Abend verwendet er unter anderem „schmähstad„, auf die nicht vorstellbare Ruhe, wenn Gerhard Niederhuber seine Rolle als Interviewer an Martin Reiser übergeben wird. Wenn er als Spieler als „Piefke“ beschimpft worden ist, war es für ihn geradezu eine Ehre, denn wenn man ihn nicht derart provoziert hätte, ware das ein Signal gewesen, mit dem Fußball aufzuhören.

Die Diskussion betraf hauptsächlich Steffens Arbeitsgebiet, die Betreuung der Jugendlichen.

Das „Juwel“ in Rapids Nachwuchs ist zweifellos Yusuf Demir, mit dem sich Steffen so manches Freistoßduell geliefert hat. Es dürfte schwierig werden, das Talent auch über seinen Dreijahresvertrag zu halten und daher wäre ein vorzeitiger Verkauf also zum Beispiel 2021 durchaus eine Option für einen weiteren Karriereschritt.

Bei den Glasgow Rangers gebe es eine wahrscheinlich noch viel größere Abwanderungstendenz zu den englischen Ligen, und man müsse bei den Rangers für Nachwuchsspieler tief in die Tasche greifen, wolle man sie halten. Die Rede ist von 2000 Pfund – pro Woche!

Andere Transfers sind für die Spieler nicht so vorteilhaft verlaufen wie das Beispiel von Mert Müldür zeigt. Mert habe in Sassuolo zu wenige Einsätze und wir möglicherweise dadurch auch den Platz in der türkischen Nationalmannschaft nicht halten können. Der Grund ist in der Regel die Sprachbarriere, und ein Transfer nach Deutschland wäre besser für ihn gewesen. Das könne man auch an früheren Transfers, also zum Beispiel von Jimmy Hoffer sehen. Auch der Transfer von Deniz Pehlivan von Rapid II zu Mainz U19 wird in diesem Zusammenhang erwähnt, wobei eben dieser Transfer für den Spieler wegen der nicht vorhandenen Sprachhürde viel einfacher ist.

Schließlich kündigt Gerhard Niederhuber den bevorstehenden Obmannwechsel an. Martin Reiser werde im Mai den Sessel mit ihm tauschen. Doch Steffen kann das nicht glauben und meint, dass er es nicht aushalten werde, in diesen Diskussionen seinen Senf nicht dazuzugeben. Nun, wir werden sehen, wie sich unsere Mitgliederversammlungen entwickeln.

Nach einer Autogramm(viertel)stunde und einem Fotoshooting verabschiedete sich unser Ehrengast, der – nach eigenen Worten – schon gefühlte 498 Mal an dem für ihn reservierten und auch schon beschrifteten Stuhl Platz genommen hat. Er bemängelte – als Teil der amüsanten Doppelconférence – dass man die Beschriftung mit einem Klebeband schon hätte behübschen können. Schließlich musste er dann aber wieder weiter zur Volksoper, von wo er seine Töchter abholen musste.

Danke an Steffen und Robert für diesen schönen Abend!

Autogrammkarten „Steffen Hofmann“

Ich habe vier von Steffen unterschriebene Autogrammkarten mitgenommen. Wenn wer Interesse hat, bitte um eine Anschrift, ich sende sie gerne zu. Mail an rapid {at} ewkil.at.

Steffen bekommt ein Trikot der Freunde des S.C. Rapid

Links

Mitgliederversammlung

Montag, 23. März 2020 19:00
Ehrengäste: Mateo Barac, Christopher Dibon, Taxiarchis Fountas und Dalibor Velimirovic
Gäste willkommen!

Generalversammlung

Montag 18. Mai 2020 19:00
Ehrengäste: Martin Bruckner, Michael Krammer, Gerry Wilfurth
Nur für Mitglieder!

GRÜNZEUG-611

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 611 / Versand 3.2.2020

Unsere nächste

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

findet am MONTAG, dem 17. FEBRUAR 2020, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Mateo BARAC,
  • Christopher DIBON,
  • Taxiarchis FOUNTAS und
  • Dalibor VELIMIROVIC.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

BITTE DAS RAUCHVERBOT ZU BEACHTEN!

OHNE GELD KA MUSI

Obiges betrifft auch unseren guten alten Anhängerklub und, eh klar, dessen Ausgaben (Klublokalmiete inklusive Nebenkosten, Postgebühren, Unterstützung des SCR-Nach-wuchses usw.usf.). Aus vielen Gründen beschloss die letzte Generalversammlung eine Anhebung des monatlichen Mitgliedsbeitrags für Erwachsene auf 4,50 Euro. Wir hoffen trotzdem, dass Sie, sehr verehrte Damen und Herren, dem Klub der Freunde des S.C. Rapid auch weiterhin die Treue halten und dies durch möglichst baldige Begleichung des Beitrags für 2020 plus etwaigen Rückständen unter Beweis stellen. Hiefür liegt dieser Nummer ein Zahlschein bei, den Sie bitte seinem Zweck zuführen, statt ihn einfach wegzuwerfen. Für Ihre weitere Unterstützung seien Sie herzlich bedankt!
Gleiches gilt für Ihre Teilnahme an der 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“! Hiefiir werden Spenden in beliebiger Höhe natürlich auch weiterhin gerne angenommen. Darüber freuen sich gewiss vor allem Rapids erfolgreiche „Herren Buam“ (Stichwort: Triumph in Sindelfingen, nachzulesen unter „Ein Blick zu Rapid II“). Zahlschein-Anforderung: siehe Impressum.

HÜTTELDORF TRAUERT UM FREDI KÖRNER

Geboren am 14.2.1926 in Rapids Gründungsbezirk Rudolfsheim, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Robert und dem später weltbekannt gewordenen Emst Happel von Kindesbeinen an ein grün-weißer Kicker, der in 17 Jahren 283 Meisterschaftsspiele mit 157 Toren bestritt und sieben Mal Meister sowie einmal Cupsieger wurde (in den 1950em ruhte dieser Bewerb). Laut Helmut Langs Werk „Rapid“ aus dem Jahr 1959 waren es übrigens insgesamt 687 Spiele und 451 Treffer. Darüber hinaus stand Alfred „Fredi“ Körner, der Vorzeigerapidler bis zuletzt, 49 Mal in der österreichischen Nationalelf, mit der er 1954 WM-Dritter wurde. Damals waren, so ganz nebenbei sei’s vermerkt, nicht weniger als sieben Rapidler im Einsatz, um von drei Reservisten nicht zu reden…

Doch zurück zum „Zweier-Körner“: Der erwarb sich auch als Trainer der ersten SCR-U21 Verdienste, indem er mit ihr 1977/78 Meister wurde. In dieser Funktion lernte ihn der Verfasser persönlich kennen, worüber es natürlich das eine oder andere G’schichterl zu erzählen gäbe.

Nun, am 23.1., hat Fredi Körners grün-weißes Herz zu schlagen aufgehört. Weswegen wir nur Christoph Peschek, den um fast 60 Jahre jüngeren Geschäftsführer des SK Rapid, zitieren wollen: Fredi Kömer war einmalig, der personifizierte Rapid-Geist und wird in den Herzen der großen Rapid-Familie weiterleben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, nur: Das Begräbnis fand am 6.2. auf dem Baumgartner Friedhof statt.

JAHRESAUSKLANG 2019: POSITIV MINUS 45 MINUTEN

Besagte 45 Minuten beziehen sich auf die erste Halbzeit des 330. Derbys, in welcher Rapid trotz optimalem Support (eine derart tolle Choreografie des „Block West“ hat es wahrscheinlich überhaupt noch nie gegeben!) der quasi ums „Überleben“ kämpfenden Austria geradezu peinlich unterlegen war. Doch nach Wiederbeginn und einer Umstellung auf 4-2-3-1 traten Schwab & Co. trotz der Absenz des „dauerschwangeren“ Topscorers Fountas (Gratulation zum kleinen Taxi junior!) total verändert auf, obwohl sie im eigenen Stadion gegen die Violetten weiterhin sieglos blieben, weil sie eine Topchance nach der anderen vergaben.

Viel leichter (und schneller) fiel Rapid das Toremachen dann gegen die Admira, sodass sie – nicht zuletzt wegen Wolfsbergs 1:1 gegen die Austria – den ersehnten dritten Tabellenplatz erobern konnten. Möge sie die Hoffnung des „sehr, sehr glücklichen“ Taxi sen. auf eine noch bessere Platzierung in Erfüllung gehen!

Kein Vergleich jedenfalls mit der Bilanz zur Winterpause im Vorjahr: Damals gab es frostige 20 Punkterln bei 17:25 Treffern! Und heuer? Siehe die unten stehende Tabelle. Die könnte am Ende der laufenden Meisterschaft tatsächlich (noch) besser aussehen, weil Didi ja mit Ausnahme Schobesbergers etliche Verletzte wieder zur Verfügung stehen – und wenn nicht wieder so viele Ausfälle zu beklagen sein werden.

Hiefür alles Gute, Burschen!

tipico-Bundesliga (Stand vom 15.12.)

1 .Salzburg 18/44 (66:18)
2. LASK     18/42 (37:16)
3. Rapid    18/32 (38:21)
4. WAC      18/31 (40:22)
7. Austria  18/21 (28:31).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 17.RUNDE (8.12.): AUSTRIA (H) 2:2 (1:2)

Die Sky-Experten von Andi Herzog abwärts nannten das 330. Derby ein rassiges, abwechslungsreiches und sogar hochklassiges. Diese Begeisterung teilten aber nicht alle Anhänger in beiden Lagern. Die Violetten trauerten der besten ersten Halbzeit ihrer Mannschaft „seit Menschengedenken“ nach, in der diese jedenfalls klar überlegen war und eine höhere Führung verpasste. Und die grün-weißen haderten mit der ungenügenden Chancenverwertung in Rapids wirklich starken zweiten 45 Minuten; da fehlte der bei seiner Gattin weilende Fountas überdeutlich, wozu Kühbauer meinte: „Alles Gute für den Taxi, jetzt ist endlich auch seine Schwangerschaft vorbei.“ Der Trainer hatte zur Pause von 3-4-2-1 auf 4-2-3-1 umgestellt, in dem mit Rechtsverteidiger Adrian Hajdari der nächste Youngster aus der „Zweiten“ ein gelungenes Debüt feierte.

Ärgerlich nur, dass lediglich Schwab und D.Ljubicic (mit herrlichen Distanzschüssen) den ausgezeichneten Lucic bezwingen konnten, obwohl dessen Vorderleute im Finish schon auf dem Zahnfleisch gingen. Wenn man die grundverschiedenen Halbzeiten ins Kalkül zieht, war das Remis gerecht. Leider. Auch „leider“: Badji konnte seine enormen Bemühungen nicht mit einem Tor krönen.

SCR: Strebinger; Sonnleitner (46.Hajdari), Dibon, Barac; Arase, Grahovac (46.Murg), D.Ljubicic, Ullmann; Knasmüllner, Schwab; Badji.- Tore: Schwab (4.), D.Ljubicic (69.); Sakaria (3.), Pichler (39.).- Gelbe Karten: Dibon, Ullmann, D.Ljubicic; Monschein.– AllianzStadion, Schörgenhofer, 26.100.

!20 Jahre…

BL, 18.RUNDE (14.12.): ADMIRA (A) 3:0 (2:0)

Obwohl Dibon (krank) und D.Ljubicic (angeschlagen) fehlten, zeigte Rapid erneut enorme Auswärtsstärke, wobei ihr der schnellste Start seit 1996 natürlich sehr half (Knasmüllner hatte beide Treffer ideal vorbereitet). Trotz des leichten Durchhängers gegen Ende der ersten Halbzeit war es bei miesem Wetter ein souveräner Sieg, der durchaus höher hätte ausfallen können. Besonders stark: „SchnullerDoppelpacker“ Taxiarchis Fountas sen. Sowie der gefinkelte Murg. Am Ende durfte Yusuf Demir (geb. 2.6.2003) Veli Kavlaks Rekord als jüngster in der Meisterschaft eingesetzter Rapidler aller Zeiten brechen – Gratulation, Yusi!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Sonnleitner, Barac, Ullmann; Grahovac, Schwab; Murg (82.Demir), Knasmüllner (73.Kitagawa), Arase; Fountas (78.Badji).- Tore: Murg (2.), Fountas (7., 57.).- Gelbe Karten: Bauer, Hjulmand; Kitagawa.- BSFZ-Arena, Muckenhammer, 4.643.

„MR. GRÜNZEUG NR. 611“; STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Wie im sehr wechselhaften Derby als auch beim Auswärtssieg in der Südstadt ging Rapids kampf- und spielstarker Kapitän seiner Mannschaft wie gewohnt mustergültig voran. Jetzt wird’s aber sehr bald Zeit, deinen Vertrag endlich zu verlängern, lieber Schwabi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Mateo Barac 25. (Admira).- BL-Tor: Taxi Fountas 10. (das 2:0 gegen Admira).

3.12., ALLIANZ-STADION: WEIHNACHTSFEIER DES SCR-NACHWUCHSES

Dieser wohnten unter den rund 600 Gästen neben unzähligen Spielern ab der U8 über das Special Needs Team bis zur 2. Mannschaft samt zuständigen Betreuern und sonstigen Verantwortlichen viele grün-weiße Promis, darunter Heinrich Himmer, Wiens Bildungsdirektor und Jungpapa, Talentmanager Steffen Hofmann sowie die Profis Mario Sonnleitner, Dejan Ljubicic und Kelvin Arase bei. Und natürlich auch Neo-Boss Martin Bruckner, der in dieser Position seine erste offizielle Rede hielt. Ihn und überhaupt alle Anwesenden begrüßte Andy Marek, der seine 26. derartige Weihnachtsfeier souverän wie eh und je moderierte. Peter Grechtshammer: „Ich bin seit 15 Jahren bei dieser Feier und stelle fest, dass sie sich in dieser Zeit enorm entwickelt hat.“ Klar, dass die Geschäftsführer Zoran Barisic und Christoph Peschek ebenfalls zu den Buben sprachen.

Andy bat auch etliche Akteure der „Zweiten“ zu sich, die – wie von Rapid immer wieder forciert – wichtige Schulabschlüsse geschafft haben. Lion Schuster (seit dem Vortag beim Bundesheer) und Dalibor Velimirovic (Rehab) fehlten, aber den anderen Musterknaben Paul Gobara (maturierte mit Auszeichnung) und Lukas Sulzbacher konnte er live gratulieren.

Von unserem Obmann wurde gehört, dass das übliche 2.500-Euro-Akonto aus der 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ wenige Tage zuvor an die Jugendleitung überwiesen worden war.

Nach den Showblocks übergab Marek sen. seinem Junior das Mikrofon, der die umfangreiche Tombola-Verlosung ganz im Stil seines Vaters leitete – der Apfel fällt halt niemals weit vom Stamm! Lukas Marek moderierte auch die turbulente, weil umfangreiche Bescherung so gekonnt, als hätte er niemals etwas anderes gemacht. Zu diesem wortgewandten Filius kann man dem Andy ebenfalls nur gratulieren.

Fazit der gelungenen Veranstaltung: Neben vielen guten Wünschen, köstlichem Essen und den Geschenken erinnerte auch der am Rand der Bühne stehende Christbaum an Weihnachten. Jedenfalls ein bisschen.

15.12., ALLIANZ-STADION: GREEN-WHITE CHRISTMAS

Rund 6.200 Anhänger(innen) jeder Altersstufe waren der weihnachtlichen Einladung ihres Herzensklubs gefolgt, mit ihm und seinen Protagonisten bei Speis und Trank zu feiern. Was kurz nach dem Feststehen des Vorrückens Rapids auf den dritten Tabellenplatz natürlich umso mehr Laune machte. Zumal Chorleiter und Vorsänger Andy Marek eine stimmkräftige Truppe zusammengestellt hatte, nämlich die Mannschaft samt Trainern, Betreuern und sonstigen Offiziellen, zu denen der neue wie der alte Präsident gehörten. Die weihnachtlich kostümierten Spieler waren mit sicht- und hörbarer Freude bei der Sache, sogar die naturgemäß nicht ganz textsicheren Taxi Fountas und Koya Kitawaga. Zum Solo-Gesangsstar avancierte Nici Wunsch, dessen Version von „I Can’t Stop Loving You“ jene des Kings (fast) vergessen machte.

Den Rest der gelungenen, mit weiteren Showblocks und einer Tombola garnierten, Veranstaltung moderierte Andys Stammhalter Lukas – auch so eine talentierte Nachwuchshoffnung Rapids.

Bühne am Rasen

„MV“ VOM 2.12.: RAUCHEN VERBOTEN, GUTE LAUNE ERLAUBT, ABER…

Nachdem Vizeobmann Martin Reiser sich bei der Kammer der gewerblichen Wirtschaft erkundigt hatte, mussten wir die Besucher unserer letzten diesjährigen Versammlung dringend um die Einhaltung des Rauchverbots ersuchen. Erfreulicherweise hielten sich sogar die passioniertesten Qualmer (innen) an diese Bitte – danke!

Nach einer Sitzung des neuen SCR-Präsidiums erschienen Zoran Barisic und Christoph Peschek, die beiden Geschäftsführer, mit einer verständlichen, 45-minütigen Verspätung im rauchfreien Klublokal. Ebenso verständlich war die allgemeine Fröhlichkeit, hatte unsere Mannschaft doch tags zuvor den sieggewohnten LASK mit 4:0 aus der Paschinger Raiffeisen-Arena gekontert.

Christoph, einst eine große Hoffnung der Wiener SPÖ, hat seinen Wechsel vom Rathaus nach Hütteldorf niemals bereut, und sein Freund Zoki wurde ja schon als Knirps mit dem grünweißen Virus infiziert. So blieb es auch in den drei Jahren nach seinem vorübergehenden, von Michael Krammer offiziell bereuten, Abschied im Sommer 2016. Zokis zwischenzeitliche Tätigkeit in der Türkei und Slowenien sei nicht erfolglos gewesen, aber es habe weder mit der Bezahlung noch mit dem Einhalten gemachter Versprechungen so richtig geklappt. An Angeboten (auch aus Österreich) habe es nicht gemangelt. Da fiel sogar der Name „Austria“, man stelle sich das einmal vor! Egal, seit dem heurigen Mai ist Zoran Barisic zum Glück wieder dort, wohin er gehört, obendrein an der Seite seines alten Spezis Didi Kühbauer. Falls dieses erzgrüne Duo den SCR sportlich nicht so weit bringt, wie es der Ex-Westtribünler Christoph Peschek in wirtschaftlicher Hinsicht bereits geschafft hat, will der Verfasser einen Besen fressen, dieses Risiko geht er ein.

Die allgemeine Hochstimmung erhielt aber einen herben Dämpfer, als die Rede auf Andy Marek kam. Auch an dieser Stelle rufen wir dem Tausendsassa zu: „Lieber Andy, ein echter Greaner geht net unter! Und du schon gar nicht, wetten?!“

EIN BLICK ZU RAPID II

Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen (4./5.1.): Dieses traditionsreiche Turnier, welches Rapid am 6.1.2016 durch Ljubicics Last-Minute-1:0 gegen Hoffenheim gewonnen hatte, ist bekanntlich für U19-Teams ausgeschrieben. Weil es in Österreich ja keine U19-Meisterschaft gibt, trat Rapid erneut mit Spielern von SCR II und der Ul8 an. Betreut wurde diese Auswahl von Patrick Jovanovic (spielte 1992 als Jungspund dort mit) und Steffen Hofrnann, der mit den größten Talenten arbeitet und mit dem von ihnen Gebotenen sicher auch hochzufrieden war. Weil Yusuf Demir (der erst 16-Jährige wurde auch heuer zum besten Spieler des gesamten, wieder sehr prominent besetzten Turniers gewählt) und dessen kongeniale Kameraden nicht nur zauberten, sondern sich auch bestens auf die oft überharte Gangart der Konkurrenten einstellen konnten. Daher triumphierten Kapitän Martin Moormann & Co. dermaßen, dass sich sogar die deutschen TV-Kommentatoren daran ergötzten. Apropos Moormann: Der schoss als Verteidiger vier tolle Tore und stand dem kleinen Supertechniker Demir insgesamt kaum nach. Jedenfalls ist der ganzen Truppe zu diesem Erfolg nur zu gratulieren!

Gruppe A

3:0 (1:0) gegen die GLASGOW RANGERS (Fallmann, Tobias Hedi, Dijakovic); 3:1 (1:1) gegen RB LEIPZIG (Demir, Strasser, Dijakovic); 2:2 (2:0) gegen EINTRACHT FRANKFURT (Moormann, Demir) – Gruppensieger vor den Rangers, Frankfurt und Leipzig.

Zwischenrunde

2:2 (0:1) gegen MANCHESTER UNITED (Tepecek, ein Neuzugang aus St.Pölten, sowie Moormann per Ferserl); 1:1 (0:0) gegen BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH (Goalie Polster mit einem Weitschuss in letzter Sekunde).

Semifinale

4:0 (2:0) gegen die RANGERS (Moormann 2, Fallmann, Kocyigit)

Finale

4:0 (1:0) gegen LEIPZIG (Demir 2, Kocyigit, Tobias Hedl).- Spiel um Platz 3: VfB STUTTGART – RANGERS 3:0 (3:0).

Testspiele

14.1,: Bei WIENERBERG 3:2 (1:1, wobei Kapitän Gobara in seinem ersten Match seit 13.9. einen Penalty verwertete und „Testpilot“

17.1.: Auf „Happel“-Trainingsplatz 2:2 (1:1) gegen ZWETTL (Fuchshofer, Kocyigit)

21.1.: Auf „Happel“-Trainingsplatz 2:1 (1:0) gegen STADL-PAURA (Fuchshofer, Savic).

24.1.: In NEUSIEDL 2:3 (0:3), wobei mit Bosnjak und Strunz (Elfer) zwei sehr lange verletzt gewesene Comebacker das einigermaßen peinliche Resultat verschönerten.

Im Unterschied zu den Profis gab die „Zweite“ bereits drei Transfers bekannt: Eigenbaudribblanski Samuel Oppong kehrte von Kapfenberg zurück, und Stürmer Tobias Kerschl kam von RB Salzburg. Ob der am 23.1. erst 16 gewordene Teenager überhaupt in Radovics Truppe zum Einsatz kommen wird oder vorerst nur in der U18, werden wir sehen. Fix ist hingegen Deniz Pehlivans Wechsel in die U19 des deutschen BL-Klubs Mainz 05. Ob man ihn dazu beglückwünschen kann, wird auch erst die Zukunft zeigen.

WAS 2020 BEREITS AUCH NOCH GESCHAH

Im bisherigen neuen Jahr war nur ein Transfer fix: Aliou Badji übersiedelte für kolportierte drei Millionen Euro zum ägyptischen Meister Al Ahly, womit sein höchst überflüssig gewesener Gag, sich in einem Red-Bull-Salzburg-Trikot fotografieren zu lassen, Geschichte wurde. Möge sich der Senegalese in Ägypten und vor den dortigen Toren wohler fühlen als hierzulande!

Und sonst? Von den mit Spannung erwarteten Vertragsverlängerungen (Schwab, Dibon, Arase) war zumindest bis Redaktionsschluss weiterhin nichts zu hören, und die Darbietungen unserer oft bunt zusammengewürfelten Truppe in den bisherigen Tests hauten einen auch nicht vom Hocker: 4:1 (2:1) beim – von der Austria mit 9:0 deklassierten – Ostligisten WR.NEUSTADT am 18.1. (Schuster, Knasmüllner, Ibrahimoglu, Grahovac) und gar nur 2:2 (0:1) nach 0:2 gegen den vom Abstieg aus der 2. Liga bedrohten FAC am 25.1. Während Okungbowa, Felber & Co. der Austria mit 2:7 unterlegen waren, konnten für Rapid nur Murg und in letzter Minute Savic scoren. Das aber nur so ganz nebenbei, denn wichtig wird’s ja erst ab 16.1. Wenn Rapid auf die WSG Tirol trifft, die sich mit den Ex-Rapidlem Thanos Petsos und Stefan Maierhofer verstärkt hat. Zur Vorbereitung darauf und die weiteren Ereignisse bestritt die grün-weiße Equipe von 27.1. bis 5.2. ein Trainingslager im türkischen Belek.

Lukas kommentiert für RapidTV

SPLITTER

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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-610
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GRÜNZEUG-610

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Dezember 2019 / Nr. 610 / Versand 9.12.2019

IN EIGENER SACHE

Nach in vielen Belangen aufreibenden zwölf Monaten wünscht unser Vorstand sämtlichen Leser(innen) ein frohes Weihnachtsfest sowie ein in jeder Hinsicht positives neues Jahr. Gleichzeitig erlaubt er sich, die Jugendfreunde und -Freundinnen unter ihnen an die 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ zu erinnern. Spenden werden natürlich auch diesmal bis ins neue Jahr hinein gerne angenommen; Zahlscheine können bei uns angefordert werden (siehe Impressum). Alles Gute und besten Dank.

SCR-WAHL VOM 25.11.: AND THE WINNER IS… MARTIN BRUCKNER!

Bitte, nicht bös sein, aber es gibt etwas, das noch ungleich wichtiger ist als jede Wahl, nämlich die Gesundheit!

Wie „Grünzeug“ von Michael Krammer erfuhr, hat dessen Gattin die Chemotherapie beendet und gute Befunde. Mit wesentlich Unerfreulicherem schockierte Andy Marek die Mitglieder aus heiterem Himmel: Nach einer schweren Operation vor erst genau drei Wochen könne er seine Leistungen nicht mehr zu 100 Prozent bringen und würde sich daher im Februar beim Spiel gegen WSG Tirol nach über 27 Jahren von „diesen einmaligen Fans“ verabschieden. Er hinterlasse eine super Abteilung, die den Klubservice perfekt weiterführen würde. Das mag stimmen, trotzdem: Einer wie der Andy Marek ist nie und nimmer so einfach zu ersetzen, in welcher Funktion auch immer! Das bewies dieses unermüdliche Arbeitstier auch am 25.11. vor über 2.000 Mitgliedern, indem er die Hauptversammlung womöglich meisterhafter denn je moderierte, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Alles, alles Gute, lieber Andy, und: DAAANKEEEE! Dass er sich nun Ehrenmitglied seines und unseres SK Rapid nennen kann, ist wohl selbstverständlich.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Artikels!

Die Präsidentschaftskandidaten hatten jeweils elf Minuten Gelegenheit, ihre Pläne darzulegen. Roland Schmid, hinter dem eine Garde von Legenden stand, sprach von einer 20 prozentigen Erhöhung des Nachwuchs-Budgets zulasten der Profiabteilung und betonte dennoch: „Der Teller muss nach Hütteldorf!“ Martin Bruckner wiederum punktete nach warmen Worten für Andy Marek hiermit: „Ich lasse mir unsere Fans nicht schlecht machen! Probleme müssen unter uns besprochen werden. Kontinuität und harte Arbeit werden den Erfolg bringen, und wir sind Arbeiter!“

Die Aufmerksamkeit bei den Berichten der Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic sowie bei den Abschiedsworten des scheidenden Präsidenten Michael Krammer („Schaufeln wir die Gräben aus dem Wahlkampf zu! Und passt mir auf meine Rapid auf!“ Womit er Anton Benya sel. zitierte, der Rudi Edlinger damit beauftragt hatte) und den anderen Tagesordnungspunkten war eine große. Aber jede(r) fieberte natürlich dem Wahlergebnis entgegen, bis es von Herbert Kretz, dem Vorsitzenden des Wahlkomitees, endlich verkündet wurde: Roland Schmid und sein Team „Grün-Weiß“ erhielten 926 von 1.985 gültigen Stimmen, das Team „Leitbild“ unter Martin Bruckner hingegen 1.059. Roland Schmid zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte seinem knapp siegreichen Widersacher sofort. Der seinen Wählern für das Vertrauen dankte, betonte, ein Präsident für alle sein zu wollen und in Richtung seiner Vorgänger versicherte: „Lieber Rudi, lieber Michael, wir passen auf unsere Rapid auf!“ Das wird aber auch dringend notwendig sein…

Wir gratulieren sämtlichen Präsidiumsmitgliedem mit dem vormaligen Finanzreferenten Martin Bruckner an der Spitze: Nikolaus Rosenauer und Gerhard Höckner aus Michael Krammers Truppe sowie Michaela Dorfmeister, Monisha Kaltenborn, Gerry Willfurth, Philipp Newald und Stefan Singer. Aber auch dem neu gewählten Beirat mit Sabine Karl, Peter Tichy und Markus Berger. Macht es gut, Freunde und Freundinnen!

Und: Ein Bravo dem Wahlverlierer Roland Schmid für seine Zusicherung, weiterhin ein Premiumsponsor zu bleiben. Diese grün-weiße Unerschütterlichkeit kann die beste Basis für ein Gelingen der Aufräumarbeiten nach dem Wahlkampf sein. Der übrigens eine enorme mediale Aufmerksamkeit erregt hatte – ob Meister, Vierter oder Achter, der SK Rapid ist und bleibt Österreichs mit Abstand populärster Sportverein!

Was sich höchstwahrscheinlich auch am 15.12. zeigen wird, wenn im Allianz-Stadion das erste Weihnachtssingen mit sämtlichen Anhängern und der Mannschaft stattfinden wird.

In diesem Sinne: Frohes Fest und eine erfolgreiche Zukunft! Nicht zuletzt für Andy Marek!

NACH DER WAHL: GROẞER KAMPF UND VIEL BLÖDSINN IN PASCHING

Nachdem Martin Bruckner und sein Team einen knappen Wahlsieg über Roland Schmid & Co. errungen hatten, sicherte Rapids neuer Boss zu, die im Wahlkampf aufgerissenen Gräben zuschütten zu wollen und für jede Idee jeder Seite offen zu sein. Dennoch wurde da und dort von „drei weiteren Jahren ohne Titel“ gemurrt, als hätte Schmid den Rekordmeister – über Salzburg hinweg? – führen können.

Wie dem auch sei, bei der optimal gelungenen Revanche für das unglückliche Heim-1:2 gegen den LASK in der 5. Runde war vom gerne zitierten „Stillstand“ jedenfalls gar nichts zu sehen, denn die auch national so erfolgreichen Linzer Eurofighter wurden von einer taktisch perfekt eingestellten Hütteldorfer Notformation geradezu brutal abgeschossen. Dieses 4:0 lässt unsere Hoffnungen auf die Top 6, ja einen EC-Platz keineswegs als Fantastereien erscheinen.

In der Pause der Partie fühlte sich der Sky-Reporter bemüßigt, den LASK-Präsidenten nach dessen (unmaßgeblicher) Meinung über den Ausgang der SCR-Präsidiumswahl zu interviewen. Daraufhin kam es, wie es so oft kommen kann: Auf dumme Fragen bekommt man dumme Antworten. Der schon öfter auffällig gewordene Herr Gruber behauptete, Bruckner würde den Ultras den roten Teppich ausrollen. Dabei sollte er besser auf seine eigenen Fans achten, die ja auch noch nie Kinder von Traurigkeit waren! Dass der Ex-LASKler Ullmann mit Schimpftiraden und Bierduschen bedacht wurde, kam ja nicht überraschend. Womit aber nicht unbedingt zu rechnen war: Blödiane bewarfen den ausgetauschten Fountas mit Bechern, Feuerzeugen und Fahnenstangen, als er der Rapid-Bank entgegenging, während auf Strebinger sogar zwei Fische geflogen kamen, worauf der Richi ganz cool meinte: „Ich habe sie nicht mitgenommen, weil ich mich vegan ernähre.“

Hingegen sieht Rapids aktuelle Bilanz in der Fremde nach diesem höchsten Auswärtssieg über den LASK seit 18.3.1978 (6:0 mit drei Krankl-Goals) ausgesprochen fett aus: 8 Spiele, 6 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage, 20:8 Tore, 19 Punkte. Besser stehen da nur die, eh klar, Dosenmillionäre da.

Es wäre natürlich schön, könnten Didis Kämpfer endlich auch in der heimischen „grünen Hölle“ ihre wahre Stärke zeigen. Schon am 8.12. im Derby?

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.12.)

1. Salzburg 16/40 (59:15)
2. LASK     16/38 (31:12)
3. WAC      16/30 (39:19)
4. Rapid    16/28 (33:19)
7. Austria  16/19 (25:28)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 15.RUNDE (24.11.): STURM GRAZ (H) 1:1 (1:0)

Vor dem intensiv geführten Abnutzungsfight verabschiedeten 19.600 minus Sturm-Sektor Präsident Krammer, den „grodn Michl“ (Block West), und präsentierte sich die Mannschaft im 7er-Leiberl des langzeitverletzten Schobesberger („Gute Besserung, Schobi – wir warten auf dich“), bevor Stojkovic (Bauchmuskel), Barac (Knöchel) und Auer (Oberschenkel) das eh schon umfangreiche SCR-Lazarett auffüllten. Kühbauer: „Wenn wir die (verletzungsbedingten) Täusche nicht gehabt hätten, hätten wir gewonnen.“ Das Gegenteil konnte unserem angesäuerten Trainer niemand beweisen. Jedenfalls musste Rapid gegen die besonders zu Beginn wie aufgezuckert agierenden Grazer unter diesen Umständen mit dem Remis zufrieden sein – der neunte Punkt im achten Heimspiel,..

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Auer, 76.Grahovac), Dibon, Barac (59.Sonnleitner), Ullmann; D.Ljubicic, Schwab; Murg, Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Dibon (29.); Huspek (54.).- Gelbe Karten: Ullmann, Arase; Hierländer, Sakic.- Allianz-Stadion, Altmann, 19.600.

BL, 16.RUNDE (1.12.): LASK (A) 4:0 (1:0)

Gegen einen LASK , der sich nach Salzburgs 1:1 in der Südstadt mit einem Sieg an die Tabellenspitze hätte setzen können, nutzte der SCR seinen schon bekannten „Auswärtsvorteil“ gnadenlos aus. Schönspielerei war für Didis (eigentlich gar nicht!) ersatzgeschwächte Truppe gegen die Linzer Pressingspezialisten nicht gefragt, dafür aber neben einem Quäntchen Glück vor einem überragenden Tormann eine überragende Defensive, überragende Konter und überragende Effizienz beim Verwerten der naturgemäß nicht allzu zahlreichen Torchancen. Daher endete der rassige Fight mit einem sensationellen wie für uns höchst erfreulichen Resultat.

SCR: Strebinger; Sonnleitner, Dibon, Barac; Arase, Grahovac, D.Ljubicic (80.Schuster), Ullmann; Schwab; Knasmüllner (90.Murg), Fountas (73.Badji).- Tore: Knasmüllner (34.), Fountas (67.), Filipovic (85., Eigentor), Badji (90./+3).- Gelbe Karten: Frieser, Michorl, Trauner; D.Ljubicic, Sonnleitner, Arase, Schwab, Badji.- Rote Karte: Goiginger (84., Beleidigung).- Raiffeisen-Arena, Ried, Gishammer, 6.017.

„MR. GRÜNZEUG NR. 610“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Schon wieder einmal er! Er, das ist Goalie Richard Strebinger, der bereits gegen den WAC eine gute Leistung hinlegte, bevor er auswärts beim heuer so starken LASK mit einigen tollen Paraden den Grundstein zum sensationellen 4:0 legte. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er besonders in Pasching auf sehr gute Vorderleute bauen konnte.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Srdjan Grahovac 75. (LASK).

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

ADIEU UND VIELEN DANK, PRÄSIDENT KRAMMER! HERZLICH WILLKOMMEN, MITGLIED MICHAEL!

Der nach sechsjähriger Amtszeit scheidende SCR-Präsident Michael Krammer hatte die Fanklubobmänner und deren Stellvertreter für den 21.11. in die Rekordmeisterbar des Allianz-Stadions geladen, wo Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek die Laudatio auf ihn, seinen Freund und Bruder im Rapidgeist, hielt. Dass er dabei kurz mit den Tränen kämpfte, war ein weiterer Beweis dafür, dass in Hütteldorf keine Rabauken dominieren, so oft gewisse Medien dieses Vorurteil auch verbreiten und schüren wollen.

In seiner Rede ging Krammer von seinem Start Anno 2013 aus, als es speziell um die Erhöhung der Mitgliederzahl und den Bau eines neuen Stadions ging, um von einem ausgeglichenen Budget gar nicht zu reden. Das alles ist in der Ära Krammer bekanntlich gelungen, nicht zuletzt dank der Hilfe der Fans. So besuchten in den letzten Jahren 2,6 Millionen Zuschauer die Spiele Rapids – österreichischer Rekord! Dass das sportliche Ziel (Titelgewinne) verfehlt wurde, verschwieg Krammer nicht, doch könne von „verbrannter Erde“ keine Rede sein. Er gab auch zu, dass die Beurlaubung Zoki Barisics im Juni 2016 ein großer Fehler war: „Nach drei zweiten Plätzen hinter Salzburg wollten wir einen neuen Weg wählen, aber leider war das ein Holzweg.“ Zum Wahlkampf: „Der riss Gräben auf, die überwunden werden müssen, egal, wie er enden wird! Wenn wir den Weg der kontinuierlichen sportlichen Entwicklung weiter gehen, werden wir noch viel Freude erleben!“

Krammers Schlusswort: „Es war mir eine Freude und Ehre, euch zu dienen“, bevor er an die letzte Aufforderung des großen Anton Benya an Rudi Edlinger erinnerte („Pass‘ ma auf mei‘ Rapid auf!“) und minutenlange Standing Ovations erhielt.

Zu abschließenden Statements holte Meistermoderator Marek drei Obmänner ans Mikrofon: Gerhard Niederhuber (Rapidfreunde) druckte eine Wuchtei auf Oliver Pohles (Ultras) Lob für Krammers „fette Eier“, und Heinz Deutsch (Xindl) brachte es auf den Punkt: „Wir wissen alle, warum du nicht mehr kandidierst: Es gibt eben etwas, das wichtiger ist als Fußball.“ Krammers Rücktritt war und ist definitiv, aber für uns vom ältesten Anhängerklub gibt’s ein sofortiges Wiedersehen mit ihm: Er hatte bei einem seiner zahlreichen Besuche unserer Generalversammlungen versprochen, es seinem Vorgänger Rudi Edlinger gleichzutun und uns nach seiner Präsidentschaft beizutreten – noch am 21.11. realisierte er das. Daher: Herzlich willkommen, Michael Krammer, 2320 Rauchenwarth! Besonders erfreulich wäre, könnten wir Dich, lieber Michael, des öfteren im Klublokal begrüßen!

EIN BLICK ZU RAPID II

16.RUNDE (15.11.): ADMIRA AM. (A) 1:1 (1:0)

Gärtler; Sulzbacher, Schuster, Greiml, Moormann; Martic; Pehlivan, Ibrahimoglu, Wunsch (61.Savic), Demir (74.Markt); Fuchshofer (61.Strasser).- Tore: Kronberger (50.); Pehlivan (27.).- BSFZ-Arena, Erdem, 155.

RESÜMEE: Natürlich war diese Partie, in der Rapid II gegen die vom Abstieg bedrohten Südstädter mit Mühe und Not einen Zähler erkämpfte, nicht das Gelbe vom Ei, sie sollte aber nicht den Blick aufs Große und Ganze verstellen. Und das war das mit Abstand Beste, was eine 2. Mannschaft des SCR in einem Herbst jemals geboten hat! Hut ab vor dem aus der U18 aufgestiegenen Trainer Zeljko Radovic und seinen, zum Großteil ebenfalls von dieser gekommenen Burschen! Dabei sollte man außerdem berücksichtigen, dass mit Kapitän Paul Gobara und dem Mittelfeld-Antreiber Marko Bozic zwei sehr starke Spieler lange fehlten, um von anderen Ausfällen gar nicht erst zu reden. Fakt ist jedenfalls, dass die Hoffnung auf den Aufstieg keineswegs utopisch ist, zumal Carsten Janckers scheinbar unschlagbare Mannsdorfer zuletzt gleich zweimal hintereinander verloren.

Daher sieht die RLO-Tabelle zur Winterpause erfreulicherweise so aus, wobei wir auf die Auswärtsbilanz der Jungrapidler besonders hinweisen wollen:

1. Mannsdorf      16  12  2  2   30:13   38
2. Rapid II       16  10  5  1   30:11   35
   daheim:         9   5  3  1   14: 6   18
   auswärts:       7   5  2  0   16: 5   17
3. Ebreichsdorf   16   8  6  2   26:10   30
4. Sport-Club     16   9  2  5   36:25   29

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Der SCR veröffentlichte vor der Neuwahl seines Präsidiums seine im bereits siebenten Jahr en suite positiven Wirtschaftszahlen: Im Geschäftsjahr 2018/19 Rekordumsatz von 50,7 Millionen Euro, Eigenkapital auf Bestmarke 15,1 Millionen erhöht, Gewinn 179.999 Euro. Dass die gegen Martin Bruckner und dessen Team kandidierende Liste Schmid an diesen Zahlen nur wenige gute Haare ließ, war natürlich keine große Überraschung. Ein endgültiges Urteil fällten die Mitglieder ja am 25.11.

Am 15.11. erreichte Rapids nach der Pause bunt zusammengewürfelte Truppe auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions ein mageres 2:1 (0:0) über Gogo Djuricins BW LINZ (Tore: Murg per schönem Freistoß und Fountas bzw. Ex-Rapidler Kostic).

U21-EM-Quali: 4:0 (2:0) gegen den Kosovo am 15.11. in Ried (Friedl 2, Raguz, Lovric aus einem Penalty; Arase spielte bis Minute 59).

Das in unschöne Farben gehüllte A-Team fixierte am 16.11. im Happel-Stadion die EM-Teilnahme erwartungsgemäß: 2:1 (1:0) gegen Nordmazedonien (Alaba, Lainer), und am 19.11. gab es zum Abschluss ein bedeutungsloses, aber blamables 0:1 (0:0) einer Art B-Team gegen den abgeschlagenen Gruppenletzten Lettland (zuvor null Punkte bei 2:28 Toren!), wobei Rapids Ullmann auf der Bank „debütierte“. Der Gruppen-Endstand: 1.Polen 10 Spiele/25 Punkte (18:5), 2.Österreich 10/19 (19:9). Schon tags zuvor hatte die U21 mit Arase (ab 63.) den Test gegen Ungarn in Budapest dank Danso mit 1:0 (1:0) gewonnen.

Unsere „MV“ vom 2.12. fand nach Redaktionsschluss statt, daher finden Sie den Bericht hierüber erst im Jänner-„Grünzeug“.

Philipp Schobesberger, auch so ein ewiger Pechvogel, erlitt im Training einen Kreuzbandriss und fällt bis Saisonende aus, und Dalibor Velimirovic zog sich beim U19-Team einen Innenbandriss zu, muss im Gegensatz zum Schobi aber nicht operiert werden und „nur“ bis Februar pausieren. Alles Gute, ihr beiden!

Das rufen wir auch dem Flögel-Rudi zu, aber nicht, weil er verletzt ist, sondern weil er am 13.12. seinen unglaublichen 80. Geburtstag feiern wird.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
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Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-609
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

MV Barisic, Peschek

Am 2.12.2019 fand eine Mitgliederversammlung mit den beiden Geschäftsführern Wirtschaft (Christoph Peschek) und Sport (Zoran Barisic) statt. Der Beginn verzögerte sich, weil Montags um 18:00 bei Rapid eine Präsidiumssitzung angesetzt ist.

Ein wichtiges Thema bei der der Diskussion mit Zoki und Christoph: das Ausscheiden von Andy Marek

Ohne Rauch geht’s auch!

Gleich zu Beginn eine gute Nachricht für alle rauchempfindlichen Gäste: Unser Klublokal ist ab sofort rauchfrei. Das NichtraucherInnenschutzgesetz hat also Auswirkungen bis ín unsere ziemlich private Veranstaltung. Entscheiden dürfte gewesen sein, dass Speisen und Getränke angeboten werden.

Darüber hinaus gibt es eine weitere „Umwälzung“, denn es wird das „Wiener Original“ von Ottakringer ausgeschenkt.

Themen

Die Themen „Nachwuchsförderung“ sowie „Rapid II in der 2. Liga“ (Zoki) und „Frauenmannschaft“ (Christoph) waren die zentralen Diskussionspunkte.

Es ist unübersehbar, dass mit Zoki die Förderung der jungen Spieler Fahrt aufnimmt. Sollte die Zweier-Mannschaft den Aufstieg schaffen, würde man die Voraussetzungen für die Spiele in der zweiten Liga schaffen. Die Frauenmannschaft wird vom Verein aufmerksam verfolgt. Dennoch wird es zunächst keine Mannschaft geben, sondern ab dem Frühjahr eine Trainingsmöglichkeit für sportlich interessierte Mädchen.

Man muss bedenken, dass alle diese Projekte immer auch gleichzeitig eine Reduktion der Mittel für die Kampfmannschaft darstellen.

Wie schwerwiegend der Abgang von Andy Marek ist, wird an den vielen Überlegungen deutlich, die man in der Geschäftsführung rund um das zukünftige Klubservice anstellt.

Das Sujet „Andy Marek“ für ein weißes Trikot wurde modifiziert:

Die Gäste wurden erstmals nicht mit einem Geschenkkorb sondern mit einem Geschenkpaket verabschiedet.

Nächste Mitgliederversammlung

Unsere nächste Mitgliederversammlung wird wieder Ende Februar sein. Die Gäste werden über das Grünzeug und auf dieser Seite sowie in der Facebook-Gruppe bekannt gegeben.

Links

EwkiL: Bericht · Bilder

GRÜNZEUG-609

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / November 2019 / Nr. 609 / Versand 18.11.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere Gäste am 2. 12. 2019

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 2. Dezember 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Zoran BARISIC (Geschäftsführer Sport des SK Rapid) und
  • Christoph PESCHEK (Geschäftsführer Wirtschaft des SK Rapid)

EINLASS UM 18.30 UHR! WIR ERSUCHEN UM ZAHLREICHEN BESUCH! MITGLIEDER UND DEREN BEGLEITUNG SIND HERZLICH WILLKOMMEN!

ACHTUNG AUF DIE 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“!

Dalibor Velimirovic, Melih Ibrahimoglu oder Nicholas Wunsch, das sind nur die Namen von drei Eigenbauspielern, denen Didi Kühbauer die Chancen gab und geben wird, ihr Talent bei den Profis zu zeigen. Und sie alle sowie viele andere waren Gäste in grün-weißen Nachwuchs-Weihnachtsfeiern, die von uns Rapidfreunden bereits seit Jahrzehnten (mit)finanziert wurden und hoffentlich auch in Zukunft werden. Dafür braucht es natürlich die Spendenbereitschaft unserer Mitglieder bzw. Leser(innen).

Stellen Sie alle diese bitte auch heuer ganz nach Selbsteinschätzung unter Beweis! Hiefür liegt dieser Nummer ein Zahlschein bei – wenn Sie ihn nicht wegwerfen, sondern widmungsgemäß verwenden, scheint ihr Name ebenso sicher demnächst im „Grünzeug“ auf wie Ihnen der Dank der gesamten SCR-Nachwuchsabteilung gewiss ist. Dass kein einziger Euro sinnlos verschleudert wurde und wird, beweisen aus Rapids Jugend hervorgegangene Herren wie Andi Herzog oder Peter Schöttel bis zu Maxi Hofmann oder Dejan Ljubicic, um nur einige wenige von unzähligen zu nennen.

AUSWÄRTS IST RAPIDS NEUES DAHEIM

„I steh auf Kühbauerbuam“, würde der Verfasser in Abwandlung eines Melissa-Naschenweng-Hits gerne und ehrlich singen, könnte er es. Jedenfalls spürt er diese tiefe Zuneigung vornehmlich dann, wenn besagte „Buam“ möglichst weit weg vom an und für sich natürlich heiß geliebten Hütteldorf antreten müssen, aktuell besser dürfen.

Denn die dort erreichte Bilanz liest sich geradezu erbärmlich an: 7 Spiele, 2 Siege, 2 Unentschieden, drei Niederlagen, 8 Punkte bei 12:10 Toren. Ja, ja, da waren Duelle mit Salzburg, dem LASK oder dem Wolfsberger AC dabei. Aber auch welche mit Hartberg und St.Pölten – Mannschaften, die ein SK Rapid vor gar nicht allzu langer Zeit sozusagen „in der Pfeife geraucht“ hätte.

In der Fremde schnitt Grün-Weiß bzw. Rot-Blau (die vom Vorgänger, dem Arbeiterfußballklub, übernommenen Traditionsfarben) ungleich besser ab: Ebenfalls 7 Spiele, 5 Siege, 1 Unentschieden, eine Niederlage, 16 Punkte, 16:8 Tore.

Was, zum Teufel, ist da los in unserer, ha, ha, „grünen Hölle“? Als das Allianz- oder West- oder Was-weiß-ich-Stadion im Sommer 2016 mit viel Pomp und vor 28.000 Zuschauern eröffnet wurde (2:0 gegen Chelsea) gab es in den darauf folgenden BL-Heimspielen etliche klare Siege, worauf die an sich ja wirklich tolle neue Heimstatt des stolzen SK Rapid scheinbar zu Recht so genannt wurde.

Doch im Lauf der Jahre sah und sieht es immer öfter so aus, als würden sich hier viel weniger die Gastmannschaften von der meist großartigen Kulisse beeindrucken lassen als die Akteure des SCR selbst. Warum? Der Chronist hat deswegen schon etliche Gespräche mit diversen Hütteldorfer Kickern geführt, aber keiner von ihnen gab zu, mit der enormen Erwartungshaltung der eigenen Anhänger, speziell mit der des „Block West“, die bekanntlicherweise ja flugs in Hass umschlagen kann, mental nicht fertig zu werden. Eigentlich eh klar, denn so ein Sensibelchen müsste sofort das Weite suchen, und wer will das schon, wo Rapid ja doch so ein cooler Klub ist! Aber nur in der Fremde?

Das Problem mit einem eigenen neuen Stadion haben sie kurioserweise auch am Verteilerkreis. Aber der dort ansässige Klub verliert im Herbst 2019 ja überall. Was man im schönen Hütteldorf Beheimateten zum Glück nicht vorwerfen kann, der gewann jüngst sogar in Altach!

Was also tun mit diesem Allianz-Stadion? Ein Abriss kommt natürlich nicht in Frage. Vielleicht sollten sich die Entscheidungsträger an Rapid-Hochwürden Pelczar wenden: Gibt es in der katholischen Kirche immer noch Teufelsaustreibungen? Wenn ja, können sie auch an Bauwerken vorgenommen werden? Wenn diese möglicherweise verhext bzw. verflucht sind? Alles natürlich Quatsch, unheimlich sind Rapids Auftritte in Hütteldorf aber allemal.

Um das Thema zu wechseln: Klar ist selbstverständlich, dass man zum 23. bis 25. Mann eines Fußballspiels fair sein sollte, also zum Schiedsrichter und seinen Assistenten. Aber manchmal schien es gerade in den letzten Wochen so, als hätten böse Geister von ihnen Besitz ergriffen. Herr Harkam wurde nach seinem (Nicht-)Gepfeife im Match SCR-WAC für drei Ligaspiele suspendiert, während sein schon seit einigen Jahren auffälliger Kollege Schüttengruber überhaupt völlig daneben lag: Bei Rapids Heimmatch gegen St.Pölten, das vormalige Schlusslicht, hätte er für jede der beiden Parteien so ungefähr ein bis zwei Elfmeter geben können, ja müssen, bevor er und sein Mitarbeiter mit dem Fähnchen total übersahen, dass beim einzigen Tor zwei Gegner störend und verbotenerweise vor Strebinger im Abseits standen. Natürlich kann man sagen, das 0:1 hätten sich die vor Heimschwäche geradezu triefenden Rapidler redlichst verdient, trotzdem hätte uns ein Punkt ganz gut getan. Und ähnliche Benachteiligungen der unerklärlichen Art selbstverständlich ebenfalls.

Exorzismus bei Referees? Auch Blödsinn, was denn sonst. Strengere Seh- und Reaktionstests täten es wahrscheinlich schon.

Und (noch mehr) Gespräche mit Rapidspielem vor Heimspielen wären vielleicht auch sachdienlich. Auf dass man auch nach solchen singen kann: „I steh auf Kühbauerbuam!“ Statt mit Lade bei Fuß heimzuschleichen. Oder zu randalieren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 10.11.)

1.Salzburg 14/38 (56:12)
2.LASK     14/35 (29:8)
3.WAC      14/27 (34:16)
4.Rapid    14/24 (28:18)
5.Sturm    14/23 (23:16)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, ll.RUNDE (20.10.): WOLFSBERGER AC (H) 1:1 (1:1)

Nach diesem extrem spannenden und harten Kampf um Platz 3 gegen die auch in der Euroleague sensationell erfolgreichen Kärntner machten Edi Finger, der ewige Junior, und Frenkie Schinkels, also zwei in ihren Metiers abgehalferte Herren, in oe24.TV alles nieder, was Rapid heißt: Strebinger seit seiner Verletzung ein schlechter Tormann, überhaupt die ganze Mannschaft ohne Qualität, der Trainer detto, Barac ausschlussreif, Platzsprecher Mareks Wortgefecht mit WAC-Coach Struber auch indiskutabel usw. usf. Bis dahin hatte sich der Chronist „nur“ über die beiden verlorenen Punkte geärgert, denn an der kämpferischen, läuferischen und spielerischen Leistung des in puncto Feldüberlegenheit und Chancenaufkommen deutlich überlegenen SCR war nicht nur seiner Meinung nach nichts auszusetzen. Auch Kühbauer warf der Mannschaft lediglich vor, das zweite Tor nicht gemacht zu haben. Aber der ist laut dem „kleinen“, dicken Finger ja ahnungslos… Und Barac? Ja, der wollte dem vor ihm neben der Cornerlinie liegenden Schmid den Ball aus den Armen kicken; dass dieser den wie ein Tormann festhielt, entsprach keineswegs den Regeln. Wie auch das Foul von Schmitz an Stojkovic im Strafraum, ohne dass Harkam an einen Elferpfiff auch nur dachte. Doch darüber ereiferten sich Finger & Schinkels so gut wie gar nicht. Und ja, der „schlechte“ Strebinger hatte Liendls Freistoß leider wirklich passieren lassen – nur so kam der WAC zu seiner ersten echten Tormöglichkeit und dem kaum verdienten 1:1. Alles ärgerlich!

SCR: Strebinger; Hofmann, Dibon, Barac; Stojkovic (81.Auer), D.Ljubicic, Knasmüllner (68.Murg), Schwab, Ullmann; Fountas, Badji (58.Arase).- Tore: Fountas (31.); M.Leitgeb (64.).- Gelbe Karten: D.Ljubicic, Fountas, Badji, Murg, Hofmann, Schwab; Rnic, Novak, Struber (WAC-Trainer), Schmid, Sollbauer).- Rote Karte: Sahli (WAC-Co-Trainer, 31., Kritik).- Allianz-Arena, Harkam, 21.200.

Robert, die Nummer 1 von Wien!

BL, 12.RUNDE (27.10.): RED BULL SALZBURG (A) 2:3 (1:2)

Bis zu Knasis Kopfballtor auf Schwabs Vorlage ebenfalls per Kopf gab es keine SCR-Offensive. Da lag es vor allem am erneut ausgezeichneten Dibon sowie an Elferkiller Strebinger (33., gegen Hwang) und Barac, dass Rapid im Spiel blieb. Doch nach Wiederbeginn erstarkten Schwab & Co. gegen die nun nachlassenden CL-Fighter um einiges und machten dank ihrer schon bekannten hohen Moral aus dem 0:2 ein 2:2 (Assist: abermals Schwab, Vollstrecker: Barac, auch der köpfelte ein). Aber dann packten die Bullen zum x-ten Mal ihre vielleicht größte Spezialität aus: Ein extrem spätes, leider entscheidendes Tor – es war zum Heulen!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Dibon, Barac, Ullmann; Velimirovic, D.Ljubicic, Schwab; Fountas (63.Badji), Knasmüllner (58.Arase).- Tore: Szoboszlai (31., Elfer), Haaland (38.), Junuzovic (90./+4, Freistoß); Knasmüllner (45./+1), Barac (87.).- Gelbe Karte: Haaland.- Red-Bull-Arena, Drachta, 17.218.

BL, 13.RUNDE (2.11.): ST.PÖLTEN (H) 0:1 (0:0)

Das macht Rapid kein anderer Klub nach: Erstens über 20.000 (erwartungsvolle) Zuschauer gegen das selbst für den eigenen Anhang nur wenig attraktive Schlusslicht, zweitens aber auch eine derart schwache Gesamtleistung des SCR, der den Gästen speziell in den Zweikämpfen und Laufduellen peinlich unterlegen war und daher verdient verlor. Obwohl das 0:1 irregulär war, weil bei Balics Schuss zwei Gegner vor Strebinger im Abseits standen. Jedenfalls waren Torgarant Fountas (Knie) und Schobesberger (Bauchmuskelzerrung, Weisheitszähneprobleme) vome nicht zu ersetzen, um von Kitagawa und Schick gar nicht zu reden. Das alles war den hörbar empörten Fans am Ende jedoch sch…egal.

SCR: Strebinger; Hofmann (62.Arase). Dibon, Barac; Stojkovic (75.Auer). D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Murg; Badji, Knasmüllner (79.Ibrahimoglu).- Tor: Balic (74.).- Gelbe Karten: Dibon, Auer; Hofbauer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 20.400.

20.000 Zuschauer gegen St.Pölten. darunter 4.000 Feuerwehrleute

BL, 14.RUNDE (9.11.): ALTACH (A) 3:0 (3:0)

Routinier Sonnleitner erstmals seit 30.5. wieder dabei und wie auch noch! Arase erstmals überhaupt in der Startelf und wie auch noch! Er und Knasmüllner zwangen Altachs unsichere Verteidigung dermaßen zu Fehlem, dass es nach einer guten halben Stunde bereits 3:0 für Rot-Blau, sprich Rapid hieß. Diese Konsequenz zogen Schwab (verwandelte nach Foul an besagtem Arase Rapids ersten diesjährigen Penalty souverän) und seine Kollegen leider nicht durch, produzierten immer wieder unnötige Ballverluste und vertändelten etliche gute Kontermöglichkeiten. Dadurch machten sie die niemals aufsteckenden Heimischen immer stärker, aber sie konnten sich ja auf ihren Super-Richi verlassen, der die Null zweimal sensationell festhielt. Und damit auch den ersten Sieg in Altach nach acht Fehlversuchen. Was will man mehr?!

SCR: Strebinger; Dibon (35.Hofmann), Sonnleitner, Barac; Stojkovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Murg (66.Schobesberger); Knasmüllner (76.Velimirovic), Arase.- Tore: Schwab (11., Elfer), Murg (12.), Arase (34.).- Gelbe Karten: Anderson; Hofmann.- Cashpoint Arena, Hameter, 5.104.

Die „Muppets“ sind hier Stammgäste

„MR. GRÜNZEUG NR. 609“: CHRISTOPHER DIBON

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Ein Jochbeinbruch gegen Sturm (18.8.)? Dann halt mit Maske gegen den LASK (24.8.)! Denn Christopher Dibon ist ebenso wenig „umzubringen“ wie Mario Sonnleitner, sein Bruder im (unbeugsamen Kampf-)Geist. Aber nun erlitt der Schwechater in Altach seine insgesamt bereits 16. Verletzung (Quelle: Sky), diesmal im Leistenbereich – hoffentlich nicht wieder einmal für längere Zeit! Bis zu diesem Augenblick war er in den im vorliegenden „Grünzeug“ kritisierten Partien übrigens fraglos Rapids Bester. Baldige Besserung, Dibi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Diesbezüglich ist nichts zu vermelden.

„MV“ VOM 28.10.: 4 + 1 – 1

4? Ja, weil sämtliche eingeladenen Spieler am 28.10. im Klublokal erschienen. Plus 1? Ja, weil wir außerdem einen Überraschungsgast begrüßen konnten. Minus 1? Leider ja, weil wir des am 30.9. völlig überraschend verstorbenen Mitglieds Walter Bauer (76) gedenken mussten.

Mario Sonnleitner, Srdjan Grahovac, Thomas Murg und Leo Greiml trugen an der vortägigen, wieder einmal unglücklichen Niederlage in Salzburg keine Schuld, weil sie entweder noch rekonvaleszent oder in der 2. Mannschaft tätig waren. Wie auch immer, die Stimmung am und vor dem Ehrentisch wurde durch dieses extrem späte 2:3 keineswegs getrübt (Viktor Czamamicki: „Irgendwann wird’s gegen die Bullen klappen!“). Sonderapplaus gab’s für Sonni, dessen Hütteldorfer Weg auch nach der aktiven Laufbahn vorgezeichnet sein dürfte, und Murgi, der energisch zu Protokoll gab, niemals nach Salzburg wechseln zu wollen.

Der Ehrengast war Peter Barthold, ein Mitglied jener Mannschaft Rapids, die 1976 Cupsieger wurde sowie ein Erzgrüner mit Insiderwissen und Vergleichsmöglichkeiten zu früheren Situationen und Problemen des SCR. Vor diesem Hintergrund zog der von unserer „MV“ begeisterte Ex-Nachwuchs- und -Profitormann einen Monat vor der Wahl eines neuen Präsidiums dieses Fazit: Rapid 2019 sei in sportlicher wie wirtschaftlicher Hinsicht auf einem sehr guten Weg. Ob an diesem etwas zu ändern sei? Das entscheiden am 25.11. Rapids Mitglieder. Unter denen sich natürlich viele unseres Anhängerklubs befinden.

GRajovac, Greiml, Niederhuber, Sonnleitner, Murg, Barthold

EIN BLICK ZU RAPID II

RUNDE (11.10.): BRUCK/LEITHA (A) 2:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Velimirovic, Dijakovic; Schuster; Strasser (81.Kocyigit), Bozic, Ibrahimoglu, Markl (75.Pehlivan); Fuchshofer (84.Binder).- Tore: Sara (5.); Markl (45.), Strasser (47.).-Bruck/Leitha, Kouba, 310.

hinten: Leo (80 Jahre!), Gerhard, Friederike, Hannes; vorne: David, Florian, Gregor, Christian

RUNDE (18.10.): WR.LINIEN (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Schuster, Hajdari; Martic, Wunsch (55.Kocyigit); Strasser, Bozic, Markl (68.Savic); Fuchshofer (82.Pehlivan).- Tore: Markl (18., Elfer); Alaca (27.).- Allianz-Stadion, West 1, Keser, 200.

Spielfeld-Detail

NACHTRAG ZUR 6.RUNDE (22.10.): MANNSDORF (H) 2:3 (0:2)

Gartler; Sulzbacher (80.Wunsch), Sonnleitner, Greiml, Hajdari; Bozic, Schuster; Savic (80.Pehlivan), Ibrahimoglu, Markl (46.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Ibrahimoglu (64.), Savic (69.); Kriwak (15.), Markic (32.), Panic (50.).- Allianz-Stadion, West 1, Braunschmidt,300.

Ehrenpräsidentin der Sitzplatzschweine

RUNDE (25.10.): SPORT-CLUB (A) 4:0 (0:0)

Gartler; Sulzbacher, Greiml, Dijakovic, Strasser; Martic; Savic (70.Kocyigit), Bozic (80.Pehlivan), Ibrahimoglu, Markl (46.Wunsch); Fuchshofer.- Tore: Bozic (48.), Martic (52., Freistoß), Kocyigit (76., 81.).-WSV-Platz, Schilcher, 3.017 (!).

Spielbeginn

RUNDE (1.11.): STRIPFING (H) 1:0 (0:0)

Hedl; Sulzbacher, Schuster, Greiml, Dijakovic; Grahovac; Strasser, Wunsch, Demir (63.Moormann), Savic (64. Markl); Fuchshofer (46.Pehlivan).- Tor: Wunsch (88.).- Rote Karte: Grahovac (62., Beleidigung).-Allianz-Stadion, West 1, Katava, 300.

David und Christoph Pelczar

RUNDE (8.11.): MATTERSBURG AM. (A) 1:0 (0:0)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Dijakovic, Hajdari (62.Moormann); Demir, Schuster, Wunsch; Strasser (57.Markl), Fuchshofer, Savic (68.Pehlivan).- Tor: Pehlivan (81.).- Akademie Burgenland, Karner, 150.

Sehr alte Mattersburger (3.300 v. Chr.)

RESÜMEE

Hochinteressante Zwischenbilanz nach zehn von 30 Meisterschaftsmatches: Unter Zeljko Radovic kam Rapid II dank dem verdienten 2:1 in Bruck/Leitha zu den Zählern 22 bis 24. Mehr hatte es in der Regionalligahistorie dieser unserer Mannschaft zum gleichen Zeitpunkt noch nie gegeben, nicht einmal, als die Talente M.Hofmann, Behrendt, Grozurek, Knoflach, Pavelic, Wydra, Schaub & Co. 2011/12 hinter Aufsteiger Hom (64 Punkte) knapp Zweiter wurden. Damals gab es nach zehn Spielen lediglich 14 Punkte, in den restlichen 20 aber sagenhafte 48 – nicht auszudenken, würde Ähnliches 2019/20 gelingen.

Selbstverständlich ist die Zeit für Jubelstürme noch lange nicht angebrochen, aber träumen wird man ja wohl dürfen…

Beim chancenarmen Duell mit Herbert Gagers abwehrstarken Wiener Linien waren es allerdings keine sonderlich schönen Träume. Immerhin blieb Rapid II auch ohne Kapitän Gobara (hartnäckige Knieverletzung) und die zu den Profis hochgezogenen Velimirovic und Ibrahimoglu sowie trotz Kesers merkwürdigen Pfiffen auch im elften Match unbesiegt.

Was sich gegen die bis dahin ungeschlagenen Mannsdorfer mit Trainer Carsten Jancker allerdings änderte: Nach gutem Beginn mit zwei Torchancen stand es unversehens und ohne sonderliche Gegenwehr 0:3. Da drohte ein echtes Debakel, aber Bozic, Ibrahimoglu & Co. bäumten sich mächtig auf und hätten am Ende sogar den Ausgleich erzielen können, doch Pehlivans Kopfball ging daneben (88.).

Über 3.000 Fans sahen eine eher ausgeglichene erste Hälfte mit einem in der letzten Viertelstunde stürmisch drängenden Sport-Club, doch ab Beginn der zweiten waren die nun groß aufspielenden jungen Hütteldorfer die souveränen Könige von Dombach. Unter ihren vielen guten Akteuren besonders stark: der bombensichere Gartler, Greiml (18) als überragender Abwehrchef, Martic (Freistoß à la Panenka) und Superjoker Kocyigit. Auch überragend: die WSC-Anhänger, von deren unerschütterlichem Support sich viele grün-weißen Dauernörgler ein Scheibchen abschneiden sollten!

Gegen die grenzwertig attackierenden, bis zum Trainer (Erwin Cseh) hin mit Ex-Rapidlem gespickten Stripfinger Routiniers fand SCR II kaum jemals zu seinem normalen Spielstil, nach Comebacker Grahovac Ausschluss in einer unübersichtlichen Szene schon gar nicht. Trotzdem hätte es nach einem Foul an Wunsch im Fünfer Penalty geben müssen (73.), wofür Nicholas sich kurz vor Schluss „rächte“ (die perfekte Vorarbeit hatte Strasser geliefert).

Eine Woche vor Saisonende war Rang 2 nach Joker Pehlivans Goldtor gegen die SVM-Amateure abgesichert. Die Schlussoffensive der Burgenländer brachte ihnen nicht ein, dafür „gewannen“ sie bei den Gelben Karten mit 6:4 -ganz schön ruppig!

RLO-Stand vom 9.11.

1.Mannsdorf     15/38 (29:10)
2.Rapid II      15/34 (29:10)
3.Ebreichsdorf  15/30 (26:9)
4.WSC           15/28 (34:23)

SPLITTER

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Am 11.10. mühte sich Rapid mit dem durchspielenden Sonnleitner und etlichen blutjungen Nachwuchsspielern (neben dem verletzt ausgeschiedenen Wunsch waren das Demir, Kanuric und Fallmann von der U 18) auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions zu einem Test-2:1 (2:1) über den stark grün-weiß angehauchten FAC (Tore: Badji und Knasmüllner bzw. Prosenik).

EM-Qualifikationsspiele: A-Team: 3:1 (1:1) am 10.10. in Wien gegen Israel (Lazaro, Hinteregger, Sabitzer) und 1:0 (1.0) am 13.10. in Ljubljana gegen Slowenien (Posch); U21: Großes Treffen ehemaliger SCR-G’schroppen (Meister und Arase auf der einen, Miildür auf der anderen Seite) beim 3:0 (2:0) in Ritzing über die Türkei am 11.10. (Meister, Raguz, Lovric; Arase bis 74.) und leider 1:5 (0:4) in Milton Keynes gegen England (Baumgartner; Arase bis 55.), nach dem die Chance auf die Endrunde aber noch intakt ist

Zwei Fragen zum Gejammer über die geringen Zuschauerzahlen (gegen Israel erschienen nur 26.200 im Happel-Stadion): Welcher österreichische Klub hat die meisten Anhänger? Wie viele seiner Spieler werden und wurden von Foda und auch schon dessen Vorgänger Koller in den Teamkader berufen? Unser Kapitän Schwab hat jede Menge Spielpraxis, Ilsanker bei RB Leipzig gar keine, und beispielsweise Schobesberger stünde in der Nationalelf mutmaßlich hoch im Kurs, würde er bei irgendeinem ausländischen Verein auch nur auf der Ersatzbank sitzen. So aber zieht es nicht nur der unverbesserlich greane Niederhuber vor, sich die – gewiss enorm wichtigen – Länderspiele im Fernsehen reinzuziehen. Oder strömen unsere verehrten Leser(innen) in hellen Scharen in jenes Stadion, das wenigstens (noch?) den Namen einer RapidLegende trägt?

Dalibor Velimirovics (18) neuer Vertrag datiert bis Mai 2022.

Nach seinem Ausschluss im RLO-Spiel gegen Stripfing wurde Srdjan Grahovac für eine Partie gesperrt. So hätte er sich sein Comeback sicher nicht vorgestellt.

Bereits am 28.10. war Peter Pacult auch schon 60 geworden – tja, selbst für einen Meistertrainer bleibt die Zeit leider nicht stehen! Oder Gott sei Dank?

Wir trauern um ein weiteres Mitglied! Walter Trötzmüller ist am 5.11. von uns gegangen.

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