Ausfälle

Einerseits leidet der Fußball im Allgemeinen und Rapid im Besonderen unter dem Corona-Virus, und es fühlt sich an, als hätte bisher die Fußballmaschine die beiden Fußballkommentatoren Gerhard Niederhuber und seinem Grünzeug und Franz Fiala und seinem Tagebuch bei Gesundheit gehalten. Vielleicht durch den Wegfall des „Motors“ hat es beide Autoren „erwischt“ und beide sind im Spital gelandet. Gerhard Niederhuber ist wieder zu Hause, beim Tagebuchautor liegt dieser Zeitpunkt noch in weiter Ferne.

Die bisherigen 11 Tage im KFJ dienten ausschließlich der Diagnostik. Morgen wird es ernst und die Chemotherapie kann in der Onkologie beginnen. Ausgang ungewiss.

Mit einer bescheidenen portablen EDV-Ausrüstung kann der tägliche Pressespiegel weiterhin gesendet werden, Berichte sind schwieriger und werden wohl länger ausfallen.

Einen Bericht über die Erkrankung wurden an Freunde gesendet aber dabei wurde doch die eine oder andere Adresse vergessen. Daher hole ich das hier nach und sende den Text vom Samstag auch im Tagebuch:

Liebe Freunde!

Ich bin kein großer Redner, aber schreiben tu ich gern, und wir sind alle in einem Alter, wo Erkrankungen jederzeit möglich sind. Ich möchte mir mit diesem Bericht selbst ein bisschen Klarheit verschaffen und mir die eigene Ohnmacht in solchen Fragen von der Seele schreiben. Es ist kein Endbericht, keineswegs, es ist ja noch nicht einmal klar, was genau der Fall ist. Außerdem kann man in Sachen des Lebens selbst keine Endberichte schreiben, man muss das vorher machen. Also jetzt.

Sollten es noch ein paar Jahre werden, die mir die Ärzte ermöglichen, freut das natürlich, und wenn nicht, ist doch eine Verabschiedung netter als ein Partezettel im Briefkasten.

Ich hatte einfach das Bedürfnis, diese für mich so überraschenden und existenziellen Erlebnisse, die den Alltag von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellten, mitzuteilen. Dass ich Euch das alles schreibe, soll auch einen Preis haben. Wenn ich da wieder draußen bin, reden wir übers Wetter, über Primzahlen, über den PC oder über Fußball. Aber wenn ich in der nächsten Zeit mit einer Glatze herumlaufen werde, möchte ich nicht dasselbe immer wieder erzählen.

Bitte auch keine Tipps, ich bin in bester medizinischer Betreuung.

Dass ich heute, am Samstag Kalbfleisch bekomme und als Nachspeise ein Fru-Fru wie in Kindertagen, dass ich einen Panoramablick über Wien von Hütteldorf bis zum Hauptbahnhof habe, wäre allein schon berichtenswert. Ein kleiner Schönheitsfehler ist, dass ich die diese Zeilen vom 4. Stock der Urologie im KFJ schreibe.

Noch vor 10 Tagen war ich in Bratislava, um die aktuelle Ausgabe der PCNEWS abzuholen und zu versenden, doch danach verschlechterte sich meine Leistungsfähigkeit von Tag zu Tag.

Die bereits seit zweieinhalb Jahren – auch hier im KFJ – in Untersuchung befindliche Grunderkrankung ist ein sich ständig verschlechterndes Blutbild. Die Hämatologen haben aber nichs von Leukämie gesagt, vielmehr suchten sie nach der Ursache vom Blutverlust und das mit dem vollen Programm also Ganzkörper-Ultraschall, Gastroskopie, Coloskopie, alles ohne Ergebnis. Auch eine Punktierung brachte keinen Aufschluss über die mögliche Ursache der Blutbildveränderung. Da mir das Blutbild aber keine Beschwerden verursacht hat, änderte sich am Alltag gar nichts.

Dann kam der Juli 2020. Und etwa in Monatsmitte fiel mir spontan das Lied „Brüderlein fein“ ein, mit der Zeile „es muss geschieden sein“. Nie hatte ich mich alt gefühlt, doch mit dem Juli 2020 schien sich die Jugend ziemlich abrupt zu verabschieden.

Ich bekam Bauchschmerzen, etwa in der Periodizität 2 Tage Schmerzen, 1 Tag schmerzfrei. Es fühlte sich an wie ein permanenter Harndrang. Ich tippte auf alles Mögliche, wegen der Großflächigkeit der Schmerzen auch auf Nierensteine. Bei Niere fiel mit ein, das es gut wäre, viel zu trinken, und ich tat das dann auch und trank etwa zwei Liter zusätzlich, mit der Folge, dass ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte. Wasser, dass sich normalerweise ganz natürlich wieder verflüchtigt, blieb vollständig im Körper – wie die Waage bestätigte. Mein Verdacht wurde auf eine volle Harnblase gelenkt, die aus irgendeinem Grund nicht entleert werden konnte. Damit ging ich zur Hausärztin und die schickte mich mit der Frage „Harnverhalt“ zur Urologie. Und die schickten mich wieder nach Hause, denn die Harnblase sei leer, doch die Schmerzen waren da. Man empfahl mir ein paar Mexalen zu nehmen, was ich ohnehin tat, um etwas schlafen zu können.

Bei einem meiner Besuche im KFJ wegen der Blutwerte ist im Juli der Wert für das Hämoglobin auf 10 gesunken (normal wäre 13-17). Da der diensthabende Arzt nicht sonderlich beunruhigt war, war ich es auch nicht.

Ab Mitte August stellte ich eine früher nie gekannte Atemnot beim Stiegensteigen und einfachen Tätigkeiten fest. Die Selbsteinschätzung war, dass es etwas mit dem Herzen zu tun haben könnte und ich meldete mich bei einem Herzspezialisten an, der mir empfahl, vorher zu einem Lungentest zu gehen. Das tat ich auch. Ich wählte als Wiener Tscheche die Ordination am Wienerberg geführt von Frau Dr. Vesely („Lustig“). Der behandelnde Arzt war ein Dr. Kos („Amsel“). Ich habe beide befragt, aber keiner der beiden wusste um die Bedeutung ihrer Namen. Aber bei der Lunge kannten sie sich aus. Es bestand kein Lungenfehler. Aber Dr. Kos hat mir einen wertvollen Hinweis gegeben als er meinen Blutbefund sah. Das Hämoglobin transportiert den von der Lunge erzeugten Sauerstoff. Ist zu wenig Hämoglobin da, wird auch zu wenig Sauerstoff verfügbar gemacht und man fühlt sich als wäre man auf einem Fünftausender; auch dort bekommt man zu wenig Luft.

Mein endlich vom Urlaub zurückgekehrter Urologe stellte eine verhärtete Prostata mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor fest. Er erstelle einen professionellen Befund und schickte mich damit wieder auf die Urologische Ambulanz, und ich ging auf dieselbe, die mich schon einmal nach Hause geschickt hat. Diesmal war eine gewissenhafte Ärztin am Werk, die die Diagnose des Urologen bestätigte. Sie verpasste mir gleich für den nächsten Tag (!) eine Computertomografie für den ganzen Bauchraum. Das war am vorigen Freitag.

Wir besuchten am Wochenende noch den Silbersee bei Kritzendorf und die Umrundung des kleinen Gewässers machte mir – ebenso wie der nachfolgende Einkauf – erhebliche Schwierigkeiten.

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass die im Juli beobachteten Bauchschmerzen verschwunden waren und bis heute sind. Ob sie überhaupt irgendwie mit der Erkrankung zusammenhängen, weiß ich nicht, weil ich sie in ähnlicher Form auch schon im vergangenen Jahr hatte, sie aber im Zuge der Darmentleerung vor der Coloskopie wieder verschwunden sind.

Die Befundbesprechung war am Montag. Die ersten Worte des diensthabenden Arztes waren: „Können’s gleich dableiben?“ Er erklärte darüber hinaus, dass sich der Tumor schon an vielen anderen Stellen eingenistet hat, wie zum Beispiel in den Lymphknoten und der Leber, dass also zum Beispiel eine Strahlentherapie für den Prostata-Tumor allein nicht sinnvoll wäre, man muss alles auf einmal „angreifen“. Dazu müsse man aber wissen, welcher Art dieser Tumor ist, da gäbe es viele Möglichkeiten.

Ich holte mir noch meinen PC von zu Hause – und gut war’s, denn damit kann ich jetzt diesen Brief schreiben – dafür habe ich die Schlapfen vergessen…

Zuerst hieß es das KFJ, Kaiser Franz Josef Spital oder auch Triesterspital, dann bis 2020 SMZ Süd und jetzt nennt man es Klinik Favoriten. Die Anlage empfindet man verwirrend, weil die Gebäude in einem Winkel von 45° zu neuen Haupteinfahrt angelegt sind. Der frühere Haupteingang ist geschlossen, aber ich habe noch zwei Erinnerungsbilder von der damaligen Cafeteria, die Speisekarte und das junge Kaiserpaar Sisi und Franz. Damals, im 19. Jhdt. wurde es als Epidemie-Spital errichtet und damals wäre man froh gewesen, mehr gegen die Blattern und Pocken machen zu können. Heute verweigern viele die Impfung. Der Grund dürfte sein, dass wir keine Pockenkranken kennen und daher meinen, dass uns das alles nichts anginge. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klinik_Favoriten

Ich kam in die Abteilung 42 im vierten Stock. Da war doch was mit dieser Zahl 42? Ja, das ist die berühmte Antwort auf eh alles, die ein Computer nach langwierigen Berechnugen im Roman „Per Anhalter in der Galaxis“ ausgibt. Mein isoliertes Einzelzimmer 14 schaute nach Westen. Nach dem negativen Corona-Test wurde ich verlegt und ich dachte, jetzt kommst in ein Massenquartier. Weit gefehlt! Ich bekam das Zimmer mit der Nummer 7, wieder ein Einzelzimmer. Dieses Zimmer wurde wahrscheinlich für besondere Patienten angelegt oder makabrerweise für Patienten mit weniger guten Aussichten, damit sie wenigstens auf den letzten Stationen eine gute Aussicht auf Wien haben mögen.

Fensterfronten nach Nord und West, je ca. 3 Meter hoch und 8 Meter lang. Schaue ich rechts, sehe ich die Hauptbahnhof-City, also die Gegend, wo ich wohne. Schaue ich nach vorne, sehe ich etwa das AKH; das Fernheizwerk Spittelau, meine frühere Arbeitsstätte, das TGM, die Votivkirche, im Vordergrund den Esterhazy-Flakturm, im Hintergrund die Hausberge mit unserer Lieblingswanderung vom Leopoldsberg zum Kahlenberg und runter nach Nussdorf. Schaue ich aber nach links, sehe ich das Schloss Wilhelminenberg, den Flötzersteig, die Schwegler-Kirche und ganz links unsere zweite Heimat Hütteldorf.

Mein Outfit: blaues Nachthemd.

Am Operationstag ändert sich der Dresscode, das Hemd ist rot und ist vorne zu und hinten offen. Eigentlich war das alles keine Operation, sondern nur eine Gewebsentnahme, allein mir hat’s gereicht. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, aufwachen tut man mit einem Schlauch in der Harnröhre. Über ein ausgeklügeltes Ventilsystem wird die Blase von außen mit Salzwasser gespült, ich schätze dass es insgesamt 15-20 Liter sind, die den zuerst blutig-roten Harn wieder zur Normalfarbe werden lassen.

Man hat an der Prostata herumgeschnipselt und die Analyse des Tumors wird am Montag in einem multidisziplinär besetzten Gremium besprochen. Im Prinzip geht es um die Art der Chemo-Therapie, die man mir in der Onkologie verpassen wird, ob stationär oder ambulant. Aus den Erzählungen unseres verstorbenen Freundes Ferdinand de Cassan können das auch lange Aufenthalte auf Isolationsstationen sein wegen des heruntergefahrenen Immunsystems und der ohnehin schlechten Blutwerte.

Wenn man dann als gelernter Feigling mit diesen vielen unangenehmen Eingriffen konfrontiert wird, findet man es schade, dass die Eltern das Kind zu wenig indianisch erzogen haben. Wir haben versucht, kleine Wehwehchen bei Florian nicht allzu viel aufzubauschen und mit ihm regelmäßig zum Arzt und besonders auch zum Zahnarzt zu gehen. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Florian ist furchtlos und steckt solche Situationen viel besser weg als der Vater.

Die erste Nacht nach dem Eingriff habe ich bestens geschlafen. Die zweite Nacht „woa a schware Partie fia mi“, in 10- bis 20-minütigen Intervallen gab’s allerfeinste Krämpfe, so als wolle der Körper diesen Plastikschlauch loswerden. Aber glücklicherweise sind diese Schläuche jetzt wieder weg und ich kann am Tisch sitzend schreiben.

Damit ich die Prozedur wegen der schlechten Hämoglobin-Werte (von 10 im Juli bereits auf 8 im August gesunken) besser überstehe, bekam ich vor dem Eingriff zwei Blutkonserven, und wahrscheinlich hat das schon sehr geholfen. Derzeit ist es allerdings so, dass ich nach einem normalen Waschgang mich für ein paar Minuten ausruhen muss. Gerade gab es eine Ultraschall-Untersuchung auf Restharn. Der Weg dorthin ca. 30 Meter. Dort angekommen, kann ich nur keuchend sprechen. Auch nach dem Abendessen (zwei Topfenbrote) muss ih mich ausruhen. Ich kann jetzt schon fast durch so einfache Handlungen meinen Hämoglobinwert einschätzen.

Eigentlich hätte ich heute nach Hause gehen können. Da aber meine Schwäche erheblich ist und ich am Montag wieder einrücken werde müssen, habe ich mich entschlossen, das großzügige Angebot des Oberarztes anzunehmen, auch am Wochenende hier bleiben zu können.

Bis zum Juli 2020 war es bei keiner Blutprobe ein Problem, eine Vene anzubohren. Jetzt im August waren alle Venen wie in einem Geheimversteck. Entweder ist das schon die Folge des schlechten Blutbilds oder eines zu geringen Blutdrucks. Einmal stechen war oft zu wenig.

Keiner der Ärzte bis hinauf zum Primar, der auch bei der ersten Visite im Team war, hat die Wörter „Krebs“ oder „Metastasen“ verwendet. Ich fand das bemerkenswert, weil das sind die negativ besetzten Ausdrucksmittel in Medien. Ich nehme an, dass die Sprachregelung im Krankenhaus sehr optimistisch gewählt ist, praktisch auch schon ein Teil der Heilungsprozesses. Man hat bemerkenswerter Weise die Krankenkassen in Gesundenkassen umbenannt und könnte das durchaus bei den Krankenhäusern tun. Die neue Erfindung „Klinikum“ wird zwar von allen Fachleuten zurecht kritisiert, weil ein Klinikum eine universitäre Einrichtung für Ausbildung und Forschung ist, aber immerhin ist das Wort „Krankenhaus“ verschwunden. Hier, an der Triesterstraße nennt man sich gern KFJ, weil dieser Name in der Forschung gut bekannt ist.

Ich finde es sehr professionell, dass niemand irgendwelche Prognosen abgibt, schließlich ist jede Erkrankung sehr individuell. Allein an dem Tempo, mit dem alle Akteure die Sache angegangen sind, kann man ablesen, dass es ernst ist, sehr ernst.

Wäre da nicht das Blutbild mit der Atemnot gewesen, man wäre vielleicht gar nicht auf diese Tumore draufgekommen. Diese kommen aber ohnehin nicht über Nacht, die entwicken sich möglicherweise über Jahre und das völlig unbemerkt und auch dann, wenn man durchaus alle klassischen Vorsorgeuntersuchungen macht. Es ist also anzunehmen, dass ich diese Tumore schon mehrere Jahre herumtrage.

Es gibt ein Indiz dafür und das hat mir eine Ärztin erklärt: Der Laie meint, dass Flüssigkeiten alle zur Niere wandern und über die Harnblase ausgeschieden werden. Daher auch meine Vermutung, ich könnte einen Harnverhalt haben. Nein, sagte sie, es gibt im Bauchlappen (oder so ähnlich) eine Art Verteilzentrum für Flüssigkeiten, das entscheidet, was damit geschieht. Wenn in dieser Schaltzentrale eine Störung vorliegt – zum Beispiel durch einen Tumor, bleibt – so wie in meinem Fall – das Wasser irgendwo vagabundierend im Körper. Da ich diesen Effekt schon länger beobachte, deutet das darauf hin, dass der Krebs sich schon längere Zeit eingenistet hat.

Die Frage ist nun, ob die sinkenden Blutwerte und der Krebs zusammenhängen oder ob es verschiedene Erkrankungen sind. Eine Chemotherapie bekämpft schnell wachsende Zellen, also auch Haare, aber auch Blutzellen. Wenn der Krebs bekämpft wird, zerstört man gleichzeitig auch die Blutzellen und es kommt zu einer Immunschwäche. Wenn aber das Blutbild ohnehin schon „am Boden“ ist, was dann? Dann muss die Therapie auf Isolierstationen stattfinden und kann nicht ambulant erfolgen. Einer der Ärzte meint, dass das Blutbild und die Tumore zusammenhängen. Man bekämpft mit der Chemo beides. Es ist also eine Art Leukämie mit bereits ausgebildeten „Filialen“.

Es schaut so aus, als würde die Onkologie im KFJ zu meinem zweiten Zuhause werden, zumindest in der nächsten Zeit, und man kann sich natürlich fragen, wie lange das so geht, und vor allem, wie lange das gut geht. Da die Ärzte auf solche Fragen eher nicht antworten, habe ich eine andere Frage gestellt: „Weihnachten, geht noch?“ Das hat eine freundliche Ärztin sehr optimistisch und voll Vertrauen in das Können der Ärzte bejaht.

Das KFJ ist keine Privatklinik, sie ist ein Spital des Krankenanstaltenverbundes. Man ist also eine Nummer, irgendwer. Es ist aber erstaunlich, wie positiv die Ausstrahlung aller hier arbeitenden Menschen ist. Von der Reinigung (eine Serbin), den Essensträgern (geschätzt Roma), den Pflegern (Philipinos, auch Inländer), den Ärzten (eine Russin hat mir perfekt die Bluttransfusion verabreicht. Es muss vorher mit einem chemischen Test die Verträglichkeit überprüft werden). Es ist ein bunter Haufen, der wie in einem Uhrwerk die Vorgänge fehlerfrei ablaufen lässt. Tausende Male geübte Vorgänge geben Vertrauen in das Geschehen. Ich habe keine Sonderkasse und ich kann mir auch nicht vorstellen, was dann anders wäre. Ich werde wie ein König behandelt.

Bis hierher kann ich Euch sachlich berichten, wenn es aber um die Prognose geht, dann fällt mir das Schreiben schwer. Ich mach’s daher kurz:

Was passiert mit dem Franz?

Ich werde sicher wieder nach Hause kommen und wir werden noch das eine oder andere gemeinsam erleben. Wer kennt nicht das schöne Lied von STS? Kehren wir die Bedeutung um und meinen statt „Griechenland“ das „KFJ“: „Und irgendwann bleib i dann dort, lass alles liegn und stehn, geh von daheim für immer fort. Darauf geb i dir mein Wort, wieviel Jahr a noch vergehn, irgendwann bleib i dann dort.“

Nun, die klassischen Beerdigungsformen haben wenig Nutzen, ich spendiere daher meinen Körper der Uni: koerperspenden@meduniwien.ac.at

Servus an alle
Franz

Rapid-Mitglied werden!

Rapid fordert die Fanklubs auf an der 1. „Fanklub-Mitglieder-Challenge“ teilzunehmen und neue Mitglieder aus ihren Reihen zu werben. Wir schließen uns diesem Aufruf natürlich an und bitten alle Leser des Tagebuchs, sich zu beteiligen.

Werde Rapid-Mitglied oder finde weitere Interessenten für die Rapid-Familie! Benutze das Anmeldeformular unten.

Rapid ist ein Mitgliederverein!

Nicht Firmen oder Einzelpersonen sind Eigentümer von Rapid, sondern wir alle sind es. Die große Zahl der Rapid-Protagonisten ist das Gegengewicht zur scheinbaren Allmacht des Kapitals.

Rapid kann man nicht kaufen, aber man kann als Mitglied Teil der Rapid-Familie werden und die Geschicke des größten Sportvereins des Landes mitgestalten.

Vorteile einer Mitgliedschaft

Rapid bietet den Mitgliedern eine ganze Reihe von Vorteilen, die hier zusammengefasst sind.

15% Rabatt auf deine Saisonkarte im Allianz Stadion

Vorkaufsrecht auf Top-Tickets bei Cup- & Meisterschaftsspielen

Teilnahme an der OHV sowie den Mitgliedertreffen

Treuebonus: 1×2 Freikarten bei Verlängerung (ausgenommen Kat.A Spiele)

Vorkaufsrecht auf Top-Tickets bei Europacup-Heimspielen

kostenlose Zusendung des offiziellen Rapid Magazins

exklusives Rapid TV-Upgrade

Paten-Option für Greenies und Jugendmitgliedschaften

10% Ermäßigung auf Fanartikel im Fanshop

Doppeltes Datenvolumen bei einem Rapid-Mobil Tarif

Teilnahme an der Wappen-Zeremonie vor dem Spiel

ermäßigter Eintritt ins Rapideum

Anmeldeformular

Gegen Rassismus und für Toleranz

Ausnahmsweise soll es nicht um Rapid gehen, sondern um die Art, wie bei anderen populären Vereinen mit Rassismus und Toleranz umgegangen wird.

Aktionen gibt es auch bei uns, aber sie sind immer nur punktuell und – vor allem – die Fans können sich nicht daran beteiligen.

Die Frage soll sein, wie sehr ein Verein gegen Rassismus und für Toleranz eintritt. und ob ein Verein seinen Mitgliedern die Gelegenheit gibt, sich durch Fanartikel gegen Rassismus und für Toleranz zu deklarieren. Bei folgenden Vereinen wurde ich fündig:

Bayern München

Borussia Dortmund

Liverpool FC

FC Barcelona

St. Pauli

Schalke 04

Der Verein bietet selbst keine einschlägigen Fanartikel an, es gibt aber einen Fanklub Regenbogenknappen e.V.

Hertha BSC

Der Verein bietet selbst keine einschlägigen Fanartikel an, es gibt aber eigenständige Aktionen, in denen sich der Verein positioniert.

Geschützt: Geisteshaltung

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

Logo-Projektor x 2

Logoprojektoren für Wohnung und Auto

Während der Corona-Langeweile stöberte ich im Angebot von Aliexpress und fand die folgenden Logoprojektoren für ein Leben mit Rapid.

Diese Projektoren funktionieren wie ein Dia-Projektor und projizieren einen winzigen runden Film. Das Produkt wird als „Logoprojektor“ angeboten, Rapid hat aber kein Logo, sondern ein Wappen, wie Walter richtig bemerkt. Logos sind aber häufiger als Wappen, daher der Name.

Rapid-Logo-Projektor 1

Dieser Logo-Projektor wird in eine klassische Glühlampenfassung an Stelle der Glühlampe eingeschraubt. Mit dem Schwanenhals kann man den Projektor auch auf die Wand ausrichten.

Über diesen Projektor wurde hier schon berichtet (Bericht vom 7.3.2018), doch ist damals die Bestellseite wieder aus dem Netz verschwunden.

Der erste Leser/Leserin des Newsletters, der sich bei rapid {at} ewkil.at meldet, kann einen solchen Projektor mit Rapid-Logo kostenlos erhalten (Bitte um eine Versendeanschrift und „Logo-Projektor-1“)

Rapid-Logo-Projektor-2

Dieser Logo-Projektor besteht aus zwei baugleichen Projektoren, die mit je drei 1,5-Volt-Batterien betrieben werden (nicht im Lieferumfang). Ein Kunststoffkästchen enthält eine Lampe, die das Logo beim Öffnen der Tür auf den Boden strahlt (ist natürlich nur in der Nacht  gut sichtbar).

Anwendung Auto: Das Kästchen klebt man von innen an die Autotür unten. Auf den Türrahmen klebt man in 1 cm Abstand einen kleinen Magneten. Der Magnet ist der berührungslose Ein- und Ausschalter. Achtung beim Montieren: der Kleber ist wirklich ein solcher.

Anwendung Badezimmer: Wir haben den Logo-Projektor aber am Alibert montiert. Immer, wenn man die Türen öffnet erscheint das Logo am Plafond.

Man muss keine Angst haben, dass das Licht brennen bleibt. Sollte das dennoch der Fall sein, schaltet sich das Licht automatisch nach zwei Minuten aus. Das Licht schaltet sich automatisch ein, wenn man das schwarze Gehäuse vom Magneten wegbewegt und schaltet sich in der umgekehrten Richtung wieder ein.

Der erste Leser/Leserin des Newsletters, der bei rapid {at} ewkil.at sich meldet, kann einen solchen Projektor mit Rapid-Logo kostenlos erhalten (Bitte um eine Versendeanschrift und Logo-Projektor-2)

Wenn Du nicht er Erste warst, kannst Du den Projektor aber auch bekommen.

Selbst bestellen

Man registriert sich auf der Seite https://www.aliexpress.com und sucht dort folgende Bestellseiten auf:

Bei der Bestellung muss man darauf achten, nicht die billigste Variante zu wählen, sondern die mit dem personalisierten Logo. Dieses muss man dann über den Chat mit dem Hersteller uploaden.

Sammelbestellung

Wer sich die Bestellung nicht selbst antun will, kann sich einer Sammelbestellung anschließen. Lieferzeit ca. 8 Wochen. Bitte um einen Namen und eine Anschrift.

  • Logo-Projektor 1
    30,- Euro
  • Logo-Projektor-2
    20,- Euro

Logo-Variante

Ich habe bei meiner Probebestellung die weiße Variante gewählt. Es könnte sein, dass die Variante mit dem schwarzen Hintergrund noch besser wirkt, weil der weiße Kreis verschwindet. Muss man ausprobieren.

Logo-Projektor bei Rapid

Hinter dieser Aktivität steht kein kommerzielles Interesse. Das Angebot richtet sich die Mitglieder des „Klub der Freunde“. Wenn eine Firma oder Rapid diese Logo-Projektoren anbieten würde, vergessen wir natürlich diese Bestellerei.

Schon jetzt kann man bei Rapid um 50,- Euro einen leistungsfähigeren Projektor bestellen:
https://www.rapidshop.at/star-shower-slide-show.htm

Kein Grünzeug in der nächsten Zeit

Der Vorstand der „Klub der Freunde“ teilt mit:

Wir sind gerade im Meisterschaftsfinish und das ist normalerweise Hochsaison für den Redakteur des „Grünzeug“ Gerhard Niederhuber, der für uns durch seine regelmäßigen Berichte und Analysen mehr als ein Fixpunkt im Rapid-Jahr ist.

Wir müssen auf die nächste Ausgabe des „Grünzeug“ ausnahmsweise etwas länger warten, weil Gerhard am Samstag nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde und jetzt noch einige Zeit dort verbringen muss.

Mein Eindruck von seiner Fitness nach einem Gespräch mit ihm ist aber ein guter, und er wird sich dort nicht lange halten lassen.

Interessant ist, wie ich davon erfuhr: Gerhard ist Stammgast im Gasthaus „Quell“ in Reinsdorf (nicht zu verwechseln mit dem Rheindorf Altach). Es handelt sich um einen Altstadtkern in Rudolfsheim, eine fast dörflich anmutende Gegend mit Kirche und Dorfwirt, eben dem Gasthaus Quell. In Reinsdorf kennt jeder jeden, insbesondere kennt die Wirtin des Gasthauses alle ihre Gäste, und wenn jemand, der so regelmäßig zum Mittagessen kommt wie er das Grünzeug herstellt, einmal fehlt, dann muss etwas passiert sein. Die Dame recherchierte im Internet nach „Gerhard Niederhuber“. Man muss nicht lange suchen und findet dann die zahlreichen Erwähnungen im Tagebuch und dann auch die Telefonnummer, die auf jeder Seite zu finden ist. So erreichte mich das Gasthaus Quell gerade bei der Entsorgung einer alten Tür bei der MA48.

Wir wünschen unserem Obmann, dass er uns bald mit der nächsten Ausgabe den Saisonabschluss der ersten Corona-Saison schildern kann.

Bearbeitetes Bild aus Pixabay

Ein erster Gratulant soll hier genannt werden: Michael Krammer.

GRÜNZEUG-613

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Juni 2020 / Nr. 613 / Versand 22.6.2020

CORONA, CORONA, CORONA, ABER WIR SIND DOCH NOCH DA!

Nachdem bereits die für 23.3. angesetzte Mitgliederversammlung dem unsäglichen Virus zum Opfer gefallen war, konnte natürlich auch die diesjährige Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands (geplant waren der 18.5. sowie die Ehrengäste Martin Bruckner, Gerry Willfurth und Michael Krammer) nicht stattfinden; sie musste notgedrungen um ein Jahr verschoben werden.

Ebenso unmöglich sind bis auf weiteres leider unsere „normalen“ Mitgliederversammlungen, weil wir im Klublokal noch nicht 50 bis 60 Personen empfangen dürfen.

Trotzdem gibt es den Klub der Freunde des S.C. Rapid weiterhin, wie dieses erste „Grünzeug“ seit dem vergangenen März beweist.

Wir appellieren hiemit an alle Mitglieder, uns auch bzw. gerade in diesen schweren Zeiten weiterhin die Treue zu halten, verbunden mit der Hoffnung, dass das tückische Virus früher oder später besiegt werden kann.

Danke für Ihre verständnisvolle Geduld, sehr verehrte Damen und Herren!

Aus obigen Gründen verschieben sich auch die Ehrungen nachstehender Jubilare, denen wir aber schon jetzt gratulieren: Gustav Baumgartner, Alfred Fürtler, Theresia Schlegel, Friedrich Sorna (alle seit 50 Jahren Mitglied); Johann Rührig, Franz Würzl, Josef Ziniel (alle seit 40 Jahren Mitglied); Christian Balog, Rene Klampfer (beide seit 20 Jahren Mitglied). Selbstverständlich wird es in der „regulären“ Generalversammlung auch aktuelle Jubilare geben.

In diesem Sinne wünschen wir sämtlichen Mitgliedern, Leserinnen und Lesern bis dahin und überhaupt für immer beste Gesundheit. Und Sie wissen ja: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid(ler) wird’s imma gern!“

WIR TRAUERN UM JOSEF LISKA

Josef Liska (68) musste in den letzten sechs Wochen seines gottesfürchtigen Lebens einen dramatischen Leidensweg durchstehen, ehe er im AKH aus diesem erlöst wurde: Geschwür am linken Ellbogen, das aber nicht bösartig war. Dafür bestand Herzinfarktgefahr. Trotz zweier Stents folgten ein zweiter Infarkt und der Fall in Bewusstlosigkeit, aus der er niemals mehr erwachen sollte. Dazu erlitt er eine Hirnblutung plus Hirntod. Bis er am frühen Morgen des 7.5. aus diesem Leben schied. Sein letzter Weg führte ihn am 22.5. ins Familiengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Man kannte den Josef oder Pepi, wie wir ihn nannten, als kauzigen bis gelegentlich querulantischen Menschen, der von einer vorgefassten Meinung so gut wie nie abwich. Aber wahrscheinlich beruhte seine absolute Zuverlässigkeit ja gerade auf dieser Eigenart. Wie auch immer, Josef Liska gehörte unserem Vorstand über 30 lange Jahre als Schriftführer an und versäumte in dieser Zeit kaum jemals eine Sitzung; nur das Protokoll jener vom 24.2.2020 konnte er uns nicht mehr übergeben…

Niemandem wird Josef Liska mehr fehlen als unserem Obmann, Gerhard Niederhuber, pflegte er mit diesem doch über mehr als 40 Jahre eine treue Freundschaft, die am besten mit dem Wort ambivalent zu beschreiben ist. Unter dem Strich darf Niederhuber sagen: Das Unikat Josef Liska wird unerreicht bleiben, wer auch immer ihm als Schriftfuhrer(in) des Klubs der Freunde des S.C. Rapid folgen wird. Privat ist einer wie er sowieso kein zweites Mal zu finden.

Danke für alles, alter Schwarzseher, und werde da oben glücklicher, als du es auf Erden nicht immer sein konntest!

HAPPY END DER 43. AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: 4.310,99 EURO!

Diesen beachtlichen Gesamtbetrag verdanken wir und die grün-weißen Jungkicker auch diesen nachträglichen Spender(innen): Fachinsp. Franz Gugerell, Johann und Moritz Koller sowie Ludwig und Margaretha Kubin.

Natürlich ist er der SCR-Jugendleitung bereits zur Gänze zugegangen.

VERLETZUNGS-HORROR IN SALZBURG, ABER: JETZT ERST RECHT!

In diesem Artikel wollen wir uns (fast) nur mit Fußball befassen. Den Kampf gegen Covid-19, der oft tödlichen Folge des aus China importierten Coronavirus, hat Rapid ’20 zumindest bis zu unserem Redaktionsschluss erfolgreich bestritten. Der Horror war aber trotzdem kein geringerer, schieden doch gleich zum Re-Start der Meisterschaft nicht weniger als drei Schlüsselspieler in noch nie gesehener, weil rascher Folge für mehr oder weniger lange Zeit mehr oder weniger schwer verletzt aus (vgl. „Spiele, Tore, Kommentare“).

Die Folgen dieses Dreifachschocks ausgerechnet in Salzburg?

Vorerst wurde die anschließende Partie gegen Sturm Graz im leeren Allianz-Stadion (dank Christoph Pescheks Einladung durfte der Verfasser zum handverlesenen Häuflein der Augenzeugen zählen) erstaunlich sicher mit 4:0 bezwungen. Die jungen Herren um Kapitän Stefan Schwab und die paar anderen erfahreneren Kollegen agierten sichtlich unter dem Motto „Jetzt erst recht“ (Leo Greiml, der bärenstarke Zentralverteidiger, zählt 18, Doppelpacker Kelvin Arase „schon“ 21 und das bereits ganz schön ausgebuffte Küken Yusuf Demir gar erst 17 zarte Jährchen). Somit schrumpften die Abstände zwischen dem WAC, Rapid und dem „bösen“ LASK auf Babyelefantengröße. Die Roten Bullen liegen allerdings um jene eines ausgewachsenen Elefantenbullen voran. Aber immerhin: Der SCR hat sehr gute Aussichten, demnächst wieder einmal im Europacup mittun zu dürfen. Falls es überhaupt einen geben wird und falls Didis Burschen die zahllosen Ausfälle ähnlich verkraften können wie etwa gegen Sturm. Und das in einer wahren Hetzjagd bis 5.7. (an darauf folgende Play-off-Matches wollen wir gar nicht denken).

Wie’s mit unserem Anhängerklub weitergehen soll sowie mit dem „Grünzeug“, darüber berät der Vorstand am 22.6.

tipico-Bundesliga, Meisterrunde (Stand vom 7.6.):

1.Salzburg 24/30 (82:26)
2.WAC      24/23 (55:31)
3.Rapid    24/23 (51:28)
4.LASK     24/22 (54:25).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

22.RUNDE (7.3.): WAC (A) 2:2 (1:1)

Man sollte Didis Truppe niemals vorzeitig abschreiben, nicht einmal bei Partien im ungeliebten Wolfsberg, auch wenn die Darbietung hinten (Probleme mit Old Boy Liendls Freistößen und den Kopfbällen des 174-Zentimeter-Mannes Weissman) wie vorne (weitestgehend harmlos) absolut nicht gut ist und selbst dann ebenfalls nicht, wenn die Leistungsträger Dibon (Rissquetschwunde) und Fountas (Gehirnerschütterung nach Brutalo-Check Rnics, des „Vorbereiters“ von Taxis 14. Tor) verletzt werden. Unter dem alten Kämpfer Kühbauer gab Rapid auch beim starken WAC dennoch nie auf: zuerst in der turbulenten, slapstick-artigen Verlängerung der ersten Halbzeit und erst recht in jener der zweiten. Damit gelangen die Verlängerung der niederlagenlosen Serie (nun schon neun Matches) und die Verteidigung des dritten Platzes, bevor es mit halbierten Punkten in die Meisterrunde ging. In der ja nicht jedesmal ein Weissman lauert, dem in 21 Spielen sagenhafte 22 Tore gelangen.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (42.Hofmann), Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab; Murg (62.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (70.Kitagawa).- Tore: Weissman (45.Z+3, 73.); Fountas (45./+1), Hofmann (90./+1).- Gelbe Karten: Holzer; Petrovic– LavanttalArena, Ciochirca, 5.718.

Wegen der Corona-Krise folgte nun eine Zwangspause bis 3.6. Sämtliche weiteren Partien sollen bis 15.7. durchgepeitscht werden – falls das Virus nicht zurückkommt…

MEISTERSCHAFTSRUNDE (3.6.): RED BULL SALZBURG (A) 0:2 (0:1)

Angesichts der unglaublichen Verletzungsschocks war gewiss nicht nur der Verfasser bei diesem Geisterspiel so entgeistert, dass die bittere Niederlage gegen die nach der Pause klar überlegenen Bullen für ihn fast zur Nebensache geriet. Barac (Oberschenkel) fehlte von Haus aus, aber dann wurde es sehr bald noch viel schlimmer: Minute 2: Abwehrchef Nummer 1, der ewige Pechvogel Dibon, fiel mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Minute 27: Abwehrchef Nummer 2, Dibis Vertreter Sonnleitner, zog sich eine Oberschenkelverietzung zu, sodass D.Ljubicic als insgesamt vierter Innenverteidiger ins Abwehrzentrum übersiedeln musste. Und schließlich die Minute 72: Murg, kurz zuvor eingewechselt, humpelte quasi postwendend auch vom Feld (Sprunggelenk). Weil damit das Austauschkontingenz erfüllt war, mussten die tapferen Rapidler zu zehnt das 0:2 hinnehmen. Dabei hatten sie vor der Pause mit den sorgenfreien Hausherren durchaus mitgehalten und zwei große Ausgleichschancen vorgefunden (Fountas, Hofmann). Spätestens in der Nachspielzeit platzten die grün-weißen Träume vom 33. Meistertitel wie Seifenblasen. Unter diesen bitteren Voraussetzungen eigentlich nur zu verständlich…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (7. Sonnleitner, 27.Grahovac), Hofmann; Arase (72.Schick), Petrovic, D.Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüllner (72.Murg), Fountas (72.Kitagawa).- Tore: Daka (9.), Okafor (90./+!).- Gelbe Karten: Daka; Trainer Kühbauer, Stojkovic.- Bes.Vorkommnis: Rapid war ab der 77. Minute nur mehr zu zehnt.- Red-Bull Arena, Eisner.

MEISTERSCHAFTSRUNDE (7.6.): STURM GRAZ (H) 4:0 (2:0)

Dibon? Definitiver Kreuzbandriss plus Zwangspause bis Jahresende! Sonnleitner? Muskelfaserriss im Oberschenkel! Murg? Blessuren des linken Knies und des Sprunggelenks! Vielleicht können diese beiden in die laufende Meisterschaft noch einsteigen. Was hoffentlich auch für Barac und Strebinger (Rücken) gilt. Wohl kaum aber für Schobesberger. Trotz allem legte Kühbauers „Rumpftruppe“ gegen Sturm eine bemerkenswert gute Leistung hin, für die vier Akteure hauptverantwortlich waren: Leo Greiml war ein souveräner Abwehrchef, Dejan Ljubicic regierte im Mittelfeld, Kelvin Arase war fast nicht zu halten und Taxi Fountas gar nicht (zwei Assists, Elfer herausgeholt, das 4:0 selbst erzielt, zu dem übrigens Teenie Demir die geschickte Vorarbeit leistete). Wie auch immer, die klar unterlegenen Gäste wären sicher noch deutlicher geschlagen worden, wäre Rapids Chancenverwertung besser gewesen. Aber bei einem 4:0 und unter den gegebenen Umständen sollte man wirklich nicht meckern!

SCR: Knoflach; Stojkovic, Greiml (72.Grahovac), Hofmann; Schick (77.Auer), D.Ljubicic, Schwab (77.Demir), Ullmann; Knasmüllner (65.Petrovic); Fountas, Arase (46.Kitagawa).-

Tore: Arase (26., 28.), Schwab (70., Elfer), Fountas (78.).- Gelbe Karten: Greiml; Trümmer, Despodov, Spendlhofer.- Allianz-Stadion, Gishammer.

„MR. GRÜNZEUG NR. 613“: DEJAN LJUBIC1C

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Corona, Corona, Corona… Deswegen erstreckt sich unsere Zensierung über einen Zeitraum von exakt drei Monaten. Am 7.3., in Wolfsberg, war Hochwürden Pelczars Liebling nicht mit dabei (und mit den Gedanken in Chicago?), aber beim 0:2-Schock in Salzburg agierte Dejan Ljubicic als perfekter (Not-)Abwehrchef, und zuletzt brillierte er – wie so oft in dieser seiner besten Saison – im Mittelfeld. Wie gut, dass aus dem Wiener (noch?) kein „Ami“ geworden ist!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Richard Strebinger 125. (Salzburg).- BL-Tor: Wie es ihm als Kapitän zusteht, erzielte Stefan Schwab gegen Sturm vom Elferpunkt Rapids diesjährigen 50. Meisterschaftstreffer.

WAS BIS ZUM RE-START (NICHT) GESCHAH

Einst wurde über Belanglosigkeiten nonchalant gesagt: „Das ist so uninteressant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umfallt.“ Oder bis vor wenigen Monaten: „Wurscht, wenn sie in Wuhan Fledermäuse essen und daher krank werden.“ Das hat sich nicht zuletzt durch die ausufernde Globalisierung und den vehementen Tourismus weltweit dramatisch verändert: Ausgehend von dieser chinesischen Provinz verbreitete sich ein oft tödliches Virus auf der ganzen Welt, erreichte natürlich auch unsere „Insel der Seligen“ und legte hier so gut wie alles lahm. Auch den Fußball.

Am 10.3. wurde die Fortsetzung der BL-Meisterschaft vorerst auf Anfang April erstreckt, möglich schien aber auch der totale Abbruch.

Nahezu gleichzeitig erlitt unser Mario Sonnleitner im Training erhebliche Kieferverletzungen, verlor drei Zähne und fiel für einige Wochen aus, doch „dank“ Corona versäumte er eigentlich gar nichts. Das umso weniger, als das Ende der BL-Pause um einen weiteren Monat verschoben wurde. Über einen Neustart würde laut Vorstand Christian Ebenbauer die Regierung entscheiden. Mitte März wurde bereits von Geisterspielen gesprochen. Dazu Christoph Peschek: „Rapid droht bis Ende Juni ein Minus von sechs Millionen Euro.“ Er und Zoki Barisic (trotz allem: Gratulation zum „50er“!) sowie die zur Zwangspause verurteilten Kicker verzichteten auf wesentliche Teile ihrer Gehälter, um den unversehens finanziell angeschlagenen Verein zu unterstützen. Dazu der große Kämpfer Sonni: „Das Virus bricht uns nicht. Wir müssen zusammenstehen und das durchziehen, dann werden wir schnell ins Leben zurückfinden.“

Wie es in der großen Rapid-Familie üblich ist, ließen und lassen sich auch viele Fans nicht lumpen: Nicht nur, dass die grün-weißen Schutzmasken reißenden Absatz finden, ein erheblicher Teil der Abonnenten erklärte sich sogar spontan bereit, auf die Refundierung jenes Betrages zu verzichten, den sie für die Spiele bezahlt hatten, die sie nun nicht mehr im Stadion werden sehen können.

Ebenfalls Zeichen der Verbundenheit: Kelvin Arose verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2022 und die Herren Stefan Schwab, Stephan Auer, Paul Gartier, Tobias Knoflach sowie Marko Bozovic die ihren (zumindest?) bis zum letzten Spiel dieser einzigartigen Saison im Juli.

Ins Kleingruppentraining waren insgesamt 30 Rapidler am 21.4. gestartet, für welches die Crew um Didi Kühbauer von Zeljko Radovic und Walter Knaller unterstützt wurde. Die strengen Sicherheitsauflagen: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, eigene Trinkflaschen, zwei Garnituren Trainingsbekieidung, Kontrollen der Körpertemperatur, duschen erst daheim.

Inzwischen ordnete die Bundesliga an, dass bei Geisterspielen nur maximal 200 Personen in den Stadien sein dürfen, aber keine Zuschauer. Da schlug die „Krone“ am 2.5. Alarm: „Im Horror-Szenario überleben nur drei!“ Nämlich Salzburg, LASK und Sturm. Dagegen verblassten die Meldungen von den Verletzungen der Youngster Nici Wunsch (Kniearthroskopie) und Lion Schuster (Mittelfußbruch) oder von Junggoalie Nikolaus Polsters Abgang justament zum LASK:

Ab 15,5. war – selbstverständlich auch unter jeder Menge Auflagen – endlich normales Mannschaftstraining erlaubt, zudem würde nur ein erkrankter Spieler isoliert, dabei hatte es zuvor noch geheißen, die ganze eigene sowie die gegnerische Mannschaft müssten in diesem Fall in Quarantäne geschickt werden. Und dass die Saison endgültig abgebrochen würde. Um die allgemeine Verunsicherung weiter zu erhöhen, meldete sich ein Gynäkologe namens DDr. Christian Fiala zu Wort: Die Panik gefährde Existenzen, Gesundheitssystem sowie sozialen Frieden und: „Als Arzt trete ich dem mit Fakten entgegen. Wir befinden uns am Ende einer eher harmlosen Grippe-Saison.“ Was sollte man davon als Nicht-Studierter halten? „Drei Ärzte, vier Meinungen“ – stimmt das wirklich?

Wie auch immer, die Meisterschaft wurde am 2.6. (Quali-Gruppe) bzw. 3.6. (Meister-Gruppe) fortgesetzt und soll inklusive Play-off am 15.7. beendet werden – vorausgesetzt, das Virus lässt uns endlich so einigermaßen in Ruhe…

Für einen Paukenschlag sorgte der LASK unter seinem oftmals verhaltensauffähigen Präsidenten Siegmund Gruber, indem er auf die Vorgaben der Regierung pfiff, schon vor dem 15.5. (mindestens?) vier normale Teamtrainings durchführte und sich so irreguläre Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffte. Die für viele zu milden Sanktionen: 75.000 Euro Geldstrafe, sechs Minuspunkte und Verlust der Tabellenführung. Über die zu erwartenden Proteste der Linzer und damit über den definitiven Ausgang der Meisterschaft wird wohl erst nach deren Ende entschieden werden. Wozu man zur zähneknirschend sagen kann: Corona, Corona, Corona!!!

Übrigens haben sich Gruber & Co. viele Sympathien verscherzt, indem sie die anderen Bundesligisten vernaderten, weil die angeblich ebenfalls verfrühte und daher verbotene Mannschaftstrainings absolvierten. Echte Beweise dafür konnten die feinen Herren aber nicht vorlegen.

Für uns jedenfalls ist die „eher harmlose Grippe“ erst dann wirklich überwunden, wenn der allgegenwärtige (und gewiss notwendige) Mummenschanz vorüber ist und kein Babyelefant mehr auf unseren Nerven herumtrampelt. Übrigens: Elefanten werden erst mit 25 Jahren erwachsen.

EIN BLICK ZU RAPID II

18.RUNDE (6.3.): NEUSIEDL (A) 2:2 (1:2)

Die Heimischen machten aus ihren wenigen Chancen zwei schnelle Tore, aber der „kleine“ SCR, die beste RLO-Auswärtsmannschaft (nunmehr sieben Partien und 15 Zähler), kam durch Bozics Kopfgoal ebenso schnell heran. Jetzt wurden die Jungrapidler immer spielbestimmender, konnten von ihren zahlreichen Chancen leider aber nur eine verwerten. Jedenfalls bewies die Aufholjagd die hohe Moral der Rado-Boys.

SCR II: Hedl; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Schuster, Bozic, Ibrahimoglu (46.Bosnjak); Oppong (72.Kocyigit), Fuchshofer, Savic (64.Strunz).- Tore: Steinacher (3.), Buljubasic (14.); Bozic (17.), Gobara (39.).- Neusiedl, Fluch, 340.

Christian, Arnold, Florian, Franz (Danke an Markus für das Foto)

Nach dieser Runde wurden sämtliche Meisterschaften unterhalb der 2. Liga abgebrochen, dem verdammten Virus sei „Dank“! Zeljko Radovics hoffnungsvolle Youngster belegten mit 37 Punkten Rang 2 hinter Carsten Janckers Mannsdorfem (42 Zähler) und vor dem Titelverteidiger Ebreichsdorf (34), der sich aber aus der Regionalliga zurückzieht. Da Rapid II als einziger Ostligist um eine Lizenz für die 2. Liga angesucht hatte, wären die Aufstiegschancen durchaus gut gewesen. Doch weil aus der 2. Liga niemand absteigen wird, müssten die Jungrapidler nicht nur Zweiter bleiben, sondern auch darauf hoffen, dass irgendein Zweitligist die – wegen Corona aufgeweichten – Lizenzbestimmungen nicht erfüllen kann.

Und wie es 2020/21 weitergehen wird, in welcher Liga auch immer, das weiß noch kein Mensch…

SPLITTER

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Vor dem Gastspiel in Wolfsberg vermeldete der SK Rapid einen neuen Rekord: 16.804 Mitglieder! Zum Vergleich: Im Oktober hatte der Serienmeister Red Bull Salzburg 22 (in Worten: zwanzigundzwo); ob es inzwischen schon 23 oder gar 24 sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Wegen Corona wurden die Ergebnisse der „Krone“-Wahlen erst am 5.4. bekannt: Fussballer des Jahres 2019 wurde LASK-Keeper Alexander Schlager mit 139.423 Stimmen vor Rapids kleinem, großen Torjäger Taxi Fountas (122.390), während bei den Trainern Didi Kühbauer (112.443) hinter Teamchef Franco Foda (118.905) und Valerien Ismael vom LASK (114.676) als Dritter einlief.

Vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft durfte jeder Klub nur ein einziges Testspiel bestreiten und das natürlich ohne Publikum. Rapid schlug aus diesem Anlass den SV HORN am 28.5. im leeren Allianz-Stadion dank Fountas, Murg (Freistoß) und Kara souveräner als es das Resultat zeigt mit 3:0 (2:0).

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„Grünzeug“ im Tagebuch

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Kinder und Eltern

Hier soll es um dieses sexistische Spruchband gehen.

Egal, ob Sitznachbar im Stadion, Medienvertreter oder Fußball-Analyst im Fernsehen, die Ablehnung des sexistischen Spruchbandes ist einhellig. Also muss man nicht viele Worte darüber verlieren – oder doch?

Versuchen wir, den Dingen auf den Grund zu gehen, und daraus Handlungsalternativen abzuleiten. Die folgende Kurzfassung erspart die mühsame Lektüre:

Kurzfassung

Der Block darf und soll seine Neigungen bis zu einem gewissen Grad ausleben, nämlich soweit, als es durch die anderen Zuschauer im Stadion toleriert wird. Und in dieser Grenzziehung ist der Verein gefordert, sie findet zu wenig statt.

Hätte es in der Frage des Transparents im Vorfeld eine Einigkeit zwischen Verein und Block gegeben, würde das den eigentlichen Motiven des Blocks geradezu widersprechen. Eine solche Provokation kann ja nur am Verein vorbei ins Stadion geschmuggelt werden, anders geht das ja nicht.

Rapid muss sich darüber klar werden, dass es nicht das Wesen des Blocks ist, Abmachungen, wie etwas das Leitbild, einzuhalten. Es sind gerade die Übertretungen, die den Block zu einer so festen Gemeinschaft machen. Aber ohne Konsequenzen und ohne klare Linie gegenüber dem Block, verletzt Rapid sein eigenes Leitbild, weil eben zugelassen wird, dass Rapidler im Stadion das Leitbild verletzen. Und es kann nicht dabei bleiben, dass man das Spruchband nur entfernt. Vielleicht sollte man die Ethik-Kommission in allen diesen Fragen einbeziehen. Vielleicht sollte es einen Maßnahmenkatalog, um nicht zu sagen einen Strafenkatalog geben, der bei Verfehlungen aller Art interfamiliär angewendet wird.

Tut man alles das nicht, dann droht dem Verein Rapid wegen seines verhaltensauffälligen Blocks eine Strafe seitens der Bundesliga oder des ÖFB, die dann eine Kollektivstrafe sein wird – zum Beispiel ein Punkteabzug oder eine Geldstrafe sein wird, und beides, Punkte und Geld, haben wir nicht in ausreichendem Ausmaß, unter der wir alle leiden. Wäre es da nicht nachhaltiger, im eigenen Haus klare Verhältnisse zu schaffen? Der Anlass wäre da, und es wäre nicht der erste seiner Art.


Beginnen wir bei unserem Rundkurs mit interessanten Interpretationen:

Fragen über Fragen

Jede dieser fragwürdigen und teilweise nicht nur gegen die guten Sitten sondern auch gegen Gesetze verstoßenden Aktionen des Blocks, lässt immer wieder dieselben Fragen hochkommen.

  • Warum werden solche Sprüche überhaupt getextet?
  • Warum gibt es für den Block keine Eingangskontrollen für Spruchbänder?
  • Wozu braucht Rapid ein Leitbild, wenn man sich nicht daran orientiert?
  • Warum wird der Block anders behandelt als alle anderen?
  • Regiert der Block Rapid?
  • Wer muss sich bewegen, um Rapid in Einklang mit dem Leitbild zu bringen: der Block, Rapid, wir?

Alle müssen sich bewegen!

  • Der Block muss das erfahren, was er sucht: Grenzen.
  • Rapid muss das Lavieren aufgeben, sich klar positionieren und Grenzpflöcke einschlagen, die dem Leitbild folgen. Bisher diente das Leitbild nur für Sonntagsreden und vor einem Publikum, das dem Leitbild ohnehin vollinhaltlich zustimmt. Zeigt der Verein diese Grenzen nicht auf, werden es andere tun.
  • Wir selbst sollten nicht nur entrüstet sein, wir sollten uns klarer gegen solche Handlungen aussprechen und gegebenenfalls – so wie es der Block gerne tut, wenn er sich schlecht behandelt fühlt – dem Stadion fern bleiben. Ich kenne tolle Rapid-Fans, die das bereits getan haben, sie haben ihr Abo aus Protest nicht verlängert. Hier geht der großen Masse leider etwas ab: der Zusammenhalt, etwas, das man durchaus vom Block lernen kann, aber es wird noch viel passieren müssen, um diese Einigkeit zu schaffen, die der Block bereits jetzt hat. Mein erste Reaktion auf das sexistische Spruchband war ein Anti-Spruchband, etwa unter dem Motto „Wir sind nicht so…“. Selbstverständlich legte ich es vor der Anfertigung bei Rapid zur Genehmigung vor – und es wurde prompt nicht genehmigt. **) Wieder was gespart . und gelernt!

Esoterik und Chaos

Esoterisch Angehauchte (Meindl-Reisinger verhöhnt Rapid nach Debakel) finden, dass mit dem 2:7 gegen RB die Strafe auf dem Fuß gefolgt wäre. Für solche Wirkungszusammenhänge muss man nicht in die religiös-esoterische Trickkiste greifen, denn es gilt, dass alle, auch noch so geringfügigen Ereignisse unsere Zukunft beeinflussen, auch wenn wir deren Wirkung nicht bemerken, übersehen oder vernachlässigen. Der Zusammenhang „Hätte es das sexistische Plakat nicht gegeben, hätten wir Hartberg geschlagen und wäre das Ergebnis gegen Salzburg ganz anders ausgefallen“. ist natürlich an den Haaren herbeigezogen – aber eine der vielen Möglichkeiten für eine Entwicklung. Was verrückt klingt, ist eine hochangesehene wissenschaftliche Theorie, die unser Leben mehr beeinflusst als wir das annehmen. *)

Eigene Erlebnisse

Wenn ich selbst mit dem bescheidenen Spruchband „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ ins Stadion will, muss ich jedesmal das Banner ausrollen und es wird begutachtet und meist für OK empfunden. Und das, obwohl mich die Damen und Herrn der Security schon kennen und das Transparent sich nicht verändert. Wenn das also auf der Ost funktioniert, warum dann nicht auf der Süd?

Meinungsfreiheit

Die erste Reaktion von Rapid über den sexistischen Schriftzug war, dass es sich hier um demokratische Meinungsfreiheit handeln würde. Und es mag auch sein, dass das bei großzügiger Bewertung stimmt. Was ist aber mit dem, der die Bühne für eine solche Meinungsäußerung bietet; kann sich der so einfach aus der Verantwortung ziehen? Wenn wir nämlich „Meinungsfreiheit“ als wichtigen Grundsatz für die Koexistenz der verschiedenen Fangruppen im Stadion definieren, dann muss dieser Grundsatz natürlich für alle gelten.

Meinungsfreiheit 1

Wenn man Aufsehen erregen will, dann muss man entsprechende Aktionen setzen. Künstler wissen, wie das geht. Auch sie provozieren die Gesellschaft, die mit einem „unerhört“ reagiert, und Salzburgs Alt-Bürgermeister Schaden formulierte anlässlich der Enthüllung eines überdimensionalen Penis durch die Künstlergruppe Gelatin: „Man tut der Kunst nichts Gutes, wenn man für jede Unsinnigkeit die Freiheit der Kunst beansprucht“. In Abwandlung könne man also für den Text des Spruchbandes sagen: „Man tut der Meinungsfreiheit nichts Gutes, wenn man sie für jede Provokation beansprucht“.

Meinungsfreiheit 2

Stellen wir uns vor, unser sehr unfreundlich entlassener Trainer Gogo hätte gegen Salzburg 2:7 verloren… Damals gab es neben den unüberhörbaren „Gogo raus“-Rufen auch ein unterstützendes Spruchband, nämlich „Go, Gogo, go„. Es hing nicht lange und wurde von Vertrauten des Blocks abmontiert und gestohlen – anders kann man das nicht nennen.

Meinungsfreiheit 3

Bei seinem ersten Auftreten im Bullen-Dress in Hütteldorf wurde der Ex-Rapidler Wöber vom Block heftig beschimpft. Aus den Reihen der West-Tribüne wurde versucht, dieser Aggression mit dem Spruchband „Wir sind nicht so, Familie Wöber“ entgegenzutreten. Der Block verschaffte sich Zugang zur Loge und entfernte das Spruchband.

Es gab zu diesen Vorfällen praktisch keine Reaktion des Vereins. Man hat im Fall 2 das Spruchband wieder gefunden und sich im Fall 3 bei den Gästen auf der West entschuldigt. Ich habe den Eindruck, als wäre das keine ausreichende Reaktion gewesen, denn es handelt sich um die kriminelle Straftat des „Hausfriedensbruchs“:

Hausfriedensbruch

Zitat Wikipedia: „Der Hausfriedensbruch ist die vorsätzliche Verletzung des verfassungsrechtlich geschützten Gutes der Unverletzlichkeit befriedeter Besitztümer. Der Hausfriedensbruch ist in Deutschland ein Straftatbestand, der ausschließlich das individuelle Hausrecht schützt.“ Dass das keine Kleinigkeit ist, zeigt ein Blick in das österreichische Strafgesetzbuch, das für eine solche Tat bis zu einem Jahr Haft vorsieht. §109 StGB

Es ist also nicht weit her mit der Meinungsfreiheit im Stadion des SK Rapid, es kommt darauf an, wer eine Meinung vertritt.

Alltagsrassismus

Wer irgendwie anders ausschaut, ist potenziell Aggressionen ausgesetzt und zwar nicht nur von jenen, die Rassismus als Weltbild kultivieren, sondern von praktisch jedem in mehr oder weniger versteckter Form.

Mit Rapid-Outfit auszugehen ist in diesen Tagen schon fast wie ein Spießrutenlauf. Dass mich die Nachbarn im Haus und Freunde aus dem beruflichen Umfeld ziemlich deutlich und durchaus rassistisch auf einen „sexistischen Rapidler“ reduzieren, den sie hinter der bürgerlichen Fassade vermuten, zeigt, dass auch die „Guten“ nicht frei von verdeckten Rassismen sind, auf die sie gerne moralisierend hinweisen.

Wenn man sich in Sozialen Netzen herumtreibt, dann bekommt man auch einen gewissen Anteil an rassistischen und sexistischen „Weisheiten“ unaufgefordert übermittelt. Manchmal schaut es fast wie ein Wettbewerb aus, unter Motto „Geht’s noch tiefer?“. Die Poster stammen aber nicht aus den Reihen des Blocks, die Poster können auch jene sein, die sich über die Sprüche des Block entrüsten.

Solange diese Alltagsrassismen nicht aus der Mitte der Gesellschaft verschwinden, sollte man bei Verurteilungen des Blocks etwas weniger laut sein. Als Abonnent auf der Ost wünscht man sich, dass man sich nicht dafür entschuldigen muss, Anhänger von Rapid zu sein. „Wir sind nicht so…“. Und nicht wir sind es, die in dieser Frage nachgeben werden, eher werden wir das Stadion verlassen.

Die Medien

Die Vorstellung beginnt, wenn sich der Vorhang hebt und nicht am Schminktisch oder bei einer Reparatur eines schadhaften Kostüms hinter der Bühne.

Das Theater „Stadion“ hat keinen Vorhang zu bieten, der sich hebt, wenn das Spektakel beginnt. Wer vor Spielbeginn da ist, sieht den Schminktisch, die Sprechproben und auch das schadhafte Kostüm, das noch schnell entfernt werden muss. Das Spruchband war bei der Übertragung nicht zu sehen, es war nur zu sehen, als der „Vorhang noch unten war“. Es ist dem Verein gerade noch gelungen, es zu entfernen.

Bei Fernseh-Übertragungen werden Spruchbänder von Fans nur zufällig von den Kameras gestreift, die Aktionen auf den Rängen bleiben den Zuschauern zu Hause meist verborgen. Wenn es aber etwas Aufsehenerregendes zu lesen gibt, dann wird ganz entgegen der sonstigen Zurückhaltung dem Spruchband mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem Spiel.

Wenn es dagegen Anti-Medien-Plakate gab – zum Beispiel gegen ungünstige Beginnzeiten, dann versuchte bei diesen Anlässen der Kameramann gemeinsam mit der Bildregie den Blickwinkel so einzustellen, dass man dieses Spruchband gerade nicht sehen konnte.

Man sieht an diesen Beispielen, dass die Medien uns viele Bilder ins Haus liefern, aber objektiv sind sie dabei nicht, weil sie eben Teil des Spiels sind und durch Ihre Sucht nach den Bad News das Bild verzerren. Darüber hinaus spielt der Nutzen für das Medium eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Bildmaterials.

Warum ist Rapid so populär?

Weil niemand ausgeschlossen wird. Niemand. Nach Paragraf 4 des Leitbildes. Und alle Besucher des Stadions sollen auf ihre Rechnung kommen, und es wird seitens des Vereins versucht, allen diesen Wünschen zu entsprechen. Und dabei kommt es immer wieder zu Interessenskonflikten zwischen dem Block und dem Verein. In Schilderungen solcher vergangener „Heldentaten“ des Blocks wurde uns vermittelt, wie sehr sich die Vereinsführung immer bemüht hat, dass Fanprojekte umgesetzt werden können, auch wenn sie manchmal beim Nicht-Block-Publikum Kopfschütteln bis Ablehnung hervorgerufen haben.***)

Fans gegen Rassismus

Seit ich Spiele von Rapid besuche, wünsche ich mir, dass der Ton der Fangesänge und die Texte der Spruchbänder weniger diskriminierend sein mögen. Illusorisch ist es nicht, denn im Laufe der Jahre konnte ich in Hernals und Döbling zwei Fankurven erleben, die sich gemeinsam mit ihrem Verein klar gegen Diskriminierung und Rassismen aller Art aussprechen. Vielleicht haben es diese Kurven aber leichter, so verlesene Fans zu rekrutieren, denn es geht dort nur um ein paar Hundert und nicht um ein paar Tausend wie bei Rapid. Aber vielleicht erlebe ich es noch, dass der Block das Spruchband „Gegen Rassismus in der Kurve“ hisst und nicht nur der Verein einmal im Jahr – weil er muss.

Dass aber ein Banner mit einer Regenbogenfahne gezeigt wird, das geht dann schon wieder zu weit**), da halten wir uns lieber einen sexistisch angehauchten Block – der bringt mehr, und der könnte an einem solchen Regebogenstatement keine Freude haben, und das wollen wir doch vermeiden, oder?

Motivforschung

Warum tun sich das die Leute an, dass sie von dem Spiel selbst nur wenig mitbekommen, weil Fahnen geschwungen werden, weil sie keinen Sitzplatz haben, weil sie von Rauchtöpfen eingenebelt werden. Nur weil’s leiwand is‘ und billiger als die anderen Tribünenplätze? Sicher nicht, da steckt mehr dahinter! Und es sind eine Menge verschlungener Motive wirksam, und man wird dem Block nicht gerecht, wenn auch nur eines weglässt.

Der Urgrund

Der Kern des Blocks ist eine grenzsuchende Gemeinschaft. Dieses Bedürfnis nach Grenzerfahrungen haben eigentlich wir alle, aber während der Sozialisierung erleben Jugendliche Grenzen, die ihnen durch ihre Eltern vorgegeben werden. Und wenn solche Grenzerfahrungen gemacht werden, ist dieser Lernprozess abgeschlossen. Man hat die Fähigkeit erworben, die eigenen Bedürfnisse mit den Bedürfnissen anderer abzugleichen.

Aber nicht alle konnten solche Erfahrungen in ausreichendem Maß machen. Und es geht hier nicht nur um ein eventuell problematisches Elternhaus, es geht um ganze Generationen von Eltern, beginnend bei der 68er Generation, die einen anti-autoritären Erziehungsstil pflegen. Wir kennen sie alle, sozial unverträgliche Kinder, die schon in der Sandkiste eine Belastung für den Frieden zwischen den Familien sind.

Kinder, die drohen, den Eltern über den Kopf zu wachsen, wollen ohnehin nur das eine: sie wollen wissen, wie weit sie gehen können. Leider erfahren sie das aber wegen des Erziehungsstils oder wegen der fehlenden Stabilität in den Familien nicht immer in ausreichendem Maß. Daher ist dieser Aspekt der Grenzerfahrung in der Jugend nicht ausreichend erlernt worden, aber die Sehnsucht nach der Wahrnehmung der Grenzen bleibt für den jungen Erwachsenen ein lebenslanger Wunsch.

Neben einer natürlichen Geborgenheit dürften natürliche Grenzerfahrungen im Kreis der Familie die wichtigste Orientierungshilfe für Kinder und Jugendliche sein. Erlernen Kinder die Rechte der anderen während ihrer Sozialisation, sitzen sie auf Ost, West oder Nord. Wenn nicht, dann sind sie lebenslang nach Grenzen Suchende und versuchen auszuloten, wie weit sie mit ihren Aktionen gehen können. Aber es gibt kein korrigierendes Elternhaus mehr, die Korrektur erfolgt durch die Gesellschaft, in erster Linie vertreten durch die Polizei. Aber auch der Verein „Rapid“ und wir, die anderen, könnten ein solches Korrektiv sein, wir sind es aber offenbar zu wenig.

Es findet also eine Art lebenslanger Lernprozess statt, von dem wir ein Teil sein können, indem wir eben zu diesen Überschreitungen (aller Art) „nein“ sagen, wie Eltern das üblicherweise tun. In den Überschreitungen außerhalb des Stadions haben wir keinen Einblick und Einfluss und sind erstaunt über die heftige Frontstellung des Blocks gegenüber der Polizei.

Tolerieren wir aber das eigentlich Nicht-Zu-Tolerierende, dann werden wir zu Komplizen, zu Eltern mit einem allzu lockeren Erziehungsstil und müssen auf die nächste dieser Eskapaden warten, bis wir wieder die Gelegenheit haben, zu handeln. Je länger wir uns damit Zeit lassen, desto schmerzlicher wird diese dann zu treffende Entscheidung sein.

Grenzüberschreitungen

Das sexistische Spruchband ist ja noch eine Kleinigkeit im Vergleich zu den sonstigen Aktionen innerhalb und außerhalb des Stadions wie zum Beispiel Graffiti, Schlägereien, Drogen, Alkohol, Sexismus, Rassismus. Punktuell werden solche Aktionen aufgedeckt und landen bei der Justiz. Über diese Dinge weiß man offiziell nichts, und für Fußballvereine – nicht nur für Rapid – ist es besser, da nicht zu viel nachzufragen.

Verschworene Gemeinschaft

Gerade das teilweise illegale Handeln ist ein gemeinsam zu hütendes Geheimnis und dadurch die Grundlage für eine verschworene Gemeinschaft, der man als Mitglied einerseits viel verdankt, aber anderseits auch ausgeliefert ist. Der Zusammenhalt ist durch die äußeren Feinde Polizei, Presse, Politik und natürlich durch den jeweiligen Gegner am Platz verstärkt. Der Verein fehlt in dieser Liste, ist er doch in vielen Einzelfällen Ermöglicher und kein Gegner.

Heterogenität

Das bisher vorgestellte Modell von „Grenzerfahrungs-Suchern“ ist nun keineswegs auf alle im Block anwendbar, sondern beschränkt sich auf einen vergleichsweise kleinen Kern von „Auskennern“ und Eingeweihten, die ihre Talente dazu nutzen, eine viel größere Zahl von Sympathisanten anzuziehen. Ein viel größerer Teil des Blocks sind Stadion-Aktivisten, die tatsächlich nur um des Fußballs willen, sich an den Aktionen beteiligen, die durch die Kerngruppen des Blocks organisatorisch vorgegeben werden. Das ist sozusagen die große Gruppe der „Follower“, die die Stadion-Aktionen mittragen, aber mit den sonstigen Grenzüberschreitungen innerhalb und außerhalb des Stadions nichts zu tun haben, also auch selbst vom Inhalt des Spruchbandes überrascht werden.

Nach meiner Einschätzung ist es für die Kerngruppen des Blocks eine große Motivation für ihre oft aufwändigen Arbeiten, dass sie damit nicht nur das Stadion und die Öffentlichkeit ansprechen, sondern dass sie eben viele aus dieser zweiten Gruppe auf ihre Seite – in den Block – ziehen können, und darin besteht auch ein großer Nutzen für den Verein.

Lebenshilfe

Schließlich gibt es aber auch eine Gruppe, für die der Block eine Art Lebenshilfe ist. Wenn also benachteiligte Menschen in dem komplexen Gewurl auf Ost und Nord keine ausreichende Ansprache finden, bietet ihnen der Block sowohl Anerkennung für ihr Engagement als auch eine Orientierungshilfe durch strenge Blockregeln.

Hierarchie

Aus diesem Kern entwickelt sich die nach außen wahrnehmbare Hierarchie der Capos, die ihre Führungsqualitäten ausleben können. Sie sind wahrscheinlich auch die Ideologen, die den Mechanismus zum Zusammenhalt verinnerlichen.

Es greift also zu kurz, wenn man sich auf den Ausgangspunkt, auf die fehlenden Grenzerfahrungen, beschränkt, denn das wäre nun eine zu kleine Gruppierung. Diese Gruppierung übt aber wegen ihres großen Einsatzes für Rapid eine große Anziehungskraft aus, und bringt viele weitere Rapid-Aktivisten in den Block, deren große Zahl und damit Erfolg wieder auf sie selbst motivierend zurückwirkt, vielleicht so wie ein Sieg auch Motivation für das nächste Spiel sein kann.

Moderner Ablasshandel

Betrachten wir die Eskapaden des Blocks als eine klassische „Sünde“, dann wären wir nicht in einem katholischen Land, wenn es dazu nicht auch einen „Ablass“ geben würde. In logischer Tradition zum mittelalterlichen Ablasshandel hat auch der Block der „Kirche“ etwas zu bieten: Neben seiner Funktion als Stimmungsmacher tritt der Block auch als Unterstützer im Rahmen karitativer Projekte auf, und die Summen, die seine Vertreter den anderen Stadionbesuchern entlocken, sind beachtlich. Nicht zu vergessen seine durchaus soziale und sinnstiftende Funktion an sich. Natürlich wird der Block dazu vom Verein vor den Vorhang gebeten, gelobt und in einem Gesamtkalkül hoffen seine Protagonisten, dass „am jüngsten Tag“ das Positive überwiegen möge. Und ein solcher „jüngster Tag“ könnten die Diskussionen zwischen Verein und Block vor Spielbeginn des Hartberg-Spiels gewesen sein.

Niveaulos

Wir sehen einen niveaulosen Spruch und neigen dazu, aus dem Text auf die geistige Verfassung der Autoren zu schließen. An diesem Punkt muss man sehr vorsichtig sein, denn die Gemeinschaft, von der vorher die Rede war, hat nichts mit einer bestimmten (unteren) Schicht zu tun und es wäre eine grobe Fehleinschätzung, vom Niveau des Spruchs auf das Niveau der Verfasser zu schließen.

Abgewandelt nach Michael Niavarani: „Wer eine Sprache wie in diesem Spruchband spricht, ist kaum in der Lage, das Spruchband logistisch und orthografisch herzustellen und ins Stadion zu bringen.“ Das müssen schon andere für ihn besorgen. ****)

Die Texter benutzen also wahrscheinlich die Sprache der von ihnen Vertretenen, um ihnen damit eine ansonsten nicht erlebte Wichtigkeit zukommen zu lassen. Aber sie benutzen diese Sprache auch, um eben eine dieser Überschreitungen auszuleben. Denn die Spruchbänder der Heimspiele gegen Sturm und WAC zielten in dieselbe Richtung, hatten diese „Qualität“ nicht.

Den Textern der anstößigen Texte geht es weniger um gelebten Sexismus, sondern darum, die Gesellschaft zu provozieren. Und das geht nicht mit einem sachlichen Protest gegen „Unbekannt“ wie man an den Sprüchen der beiden ersten Heimspiele gesehen hat. Daher hat man ein „Schäuferl nachgelegt“ und siehe da, es hat gewirkt; und wie.

Und es ist nicht allein die Provokation, es ist wieder einmal ein Test dafür, wie sehr der Schwanz mit dem Hund wedeln kann, bis dieser sich wehrt. In diesem Fall hat sich der Hund gewehrt – zu spät wie viel meinen.

Da es aber sonst keine weiteren Konsequenzen gab, werden wir auf noch unappetitlichere Spruchbänder warten müssen, die dann vielleicht irgendeine Reaktion in Form einer klaren Regel bewirken werden. Vielleicht wird Rapid auch dann nichts unternehmen, sondern die Bundesliga oder der ÖFB, was auch schon heute im Raum steht.

Die Eltern des Blocks

Der Block beansprucht für sich Freiheiten, die andere in dieser Form nicht brauchen. Man muss niemanden herabwürdigen, um aufzufallen oder um dadurch bedeutender zu sein. Der tiefere Grund für diese Ansprüche des Blocks ist die Grenzsuche von Erwachsenen und die Gründe, die dazu geführt haben, dass es zu diesem kollektiven Bedürfnis geführt hat, sind eigentlich gleichgültig.

In den ständigen Versuchen, rote Linien zu übertreten gleicht der Block einem Kind, das nach Grenzen sucht und diese von den Eltern vorgelebt bekommt.

Der Rapid-Vorstand handelt leider allzu oft nach einem antiautoritären Verhaltensmuster, versucht also die Unarten des „Kindes“ zu übersehen und erntet damit immer wieder, was gesät wurde: das „Kind“ ist immer schwerer zu ertragen, es tanzt den Eltern auf der Nase herum.

Wir alle sind Teil dieses Sozialisierungsprozesses, und wenn wir die Situation als unerträglich empfinden – wie etwa Gustav Starek, der in diesen Tagen seine Mitgliedschaft bei Rapid eben wegen dieser ständigen Eskapaden zurückgelegt hat, dann ist das eine dieser Maßnahmen, die in diesen Angelegenheiten zu setzten wären.

Erwachsen ist der Block nicht, der Block ist ein ewiges Kind. Ältere Kampfgenossen werden erwachsen, verlassen die Kurve und bevölkern die an den Block angrenzenden Tribünen. Nachschub bekommt der Block in ausreichender Zahl durch Jugendliche, die aus vielschichtigen Gründen dort finden, was sie zu Hause nicht ausreichend erlebt haben.

So günstig es für die konstruktive Zusammenarbeit ist, dass im Rapid-Vorstand auch Blockversteher vertreten sind, so schwierig ist deren Situation im Konfliktfall, weil sie es jedem Recht machen wollen. Der Block hat seitens des Vereins leider zu wenig Grenzerfahrungen, und es ist zu befürchten, dass eine höhere Instanz, also die Bundesliga oder der ÖFB diese Grenzen ziehen wird müssen, weil Rapid selbst dazu nicht in der Lage ist.

Also nicht nur der Block missachtet das Leitbild durch sexistische Sprüche, auch Rapid selbst ignoriert das Leitbild, weil auf dessen Einhaltung nicht ausreichend geachtet wird.

Der Block sucht die Grenze, aber Rapid zieht sie nicht, und daher wird es für uns anderen immer unerträglicher. Muss es erst soweit kommen, dass langjährige Abonnenten oder Sponsoren sich von Rapid abwenden, um ein Umdenken zu bewirken?


*) Chaostheorie

Wenn jemand die Unwichtigkeit eines Aspekts zum Ausdruck bringen will, zitiert er oft das „in China umfallende Fahrrad“. Doch ist das nicht so, denn in den schier endlosen Wirkungsketten des Unbedeutenden kommt es eventuell zu einem gravierenden Einfluss auf praktisch alles.

Die Chaostheorie fasst das Sprichwort „Kleine Ursachen, große Wirkungen“ in ein wissenschaftliches Modell.

Beispiele

  • Cleopatra’s nose theory: die hübsche Nase der Ägypterin hatte einen großen Einfluss auf die damalige Weltpolitik
  • Schmetterlingseffekt: Ein kleiner Luftwirbel, sogar der Flügelschlag eines Schmetterlings, kann sich durch chaotische Entwicklungen nach einigen Tagen oder Wochen zu einem Sturm hochschaukeln. Natürlich kann man deshalb nicht alle Schmetterlinge aus dem Verkehr ziehen, weil diese Wirkungskette nur eine zufällige keine wiederholbare ist. Nicht jeder Schmetterling kann von sich behaupten, einen Sturm ausgelöst zu haben.
  • Besonders für Rapidler: der Kaffee im Wirtshaus im Waldviertel im Jahr 1992, bei dem Andy Marek ein „Täglich alles“ mit dem Inserat „Suchen Stadionsprecher“ gelesen hat. Ein Zufall mit Folgen, wie wir wissen. Wir wissen es aber nur im Nachhinein, nicht jeder, der einen Kaffee trinkt, kann darauf eine Karriere aufbauen.

Wäre das Transparent ein anderes gewesen, hätte Rapid gegen Hartberg gewonnen! Normalerweise würde man eine so sinnlose Behauptung nicht aufstellen, aber in der Welt der Zufälle sind die Ursachen-Wirkungs-Ketten nicht vorhersagbar und doch können sie letztlich einen wesentlichen Einfluss auf Tore und Siege haben.

Um ein Spiel zu gewinnen, muss alles passen, darf nichts Ablenkendes das Geschehen beeinflussen. Wenn im Verein Ruhe herrscht, überträgt sich diese Ruhe auch auf die Spieler. Wenn aber im Vorfeld eines Spiels eine hektische Aktivität wegen eines Transparents die Spieler ablenkt, kann das einer dieser winzigen Faktoren sein, die zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

**) Das Anti-Transparent-Transparent

Statt sich nur über die unerfreuliche Allianz zwischen dem Verein und dem Block aufzuregen, wollte ich ein Transparent im Stadion anbringen, welches den Paragraf 4 des Leitbilds „Rapid ist offen“ darstellt. Und das, nachdem Rapid zugegeben hat, dass der sexistische Banner eben diesem Leitbild widerspricht. Dieser Paragraf 4 lautet:

Menschliche Vielfalt war und ist der Motor unseres Erfolgs. Deshalb und aufgrund unserer
sozialen Verantwortung für eine offene Gesellschaft, kann jeder Mensch, der das Wohl
Rapids in den Vordergrund seines Denken und Handelns stellt, Rapidler sein. Egal welchen
Geschlechts, egal welcher Herkunft oder Schicht, und unabhängig von seiner Lebensweise.
Unsere Ursprünge in der Arbeiterbewegung verpflichten uns, insbesondere sozial Benachteiligte zu unterstützen.

Herausgekommen ist folgendes:

Die Regenbogenfarben (violett fehlt) stehen für die Lebensart, die verschiedenfarbigen Personen für die Hautfarbe und Herkunft, dass beiderlei Geschlecht gleichermaßen und gleichrangig vertreten sein sollen, die paarweise Darstellung. Die Symbole für verschiedene Weltanschauungen darüber stehen dafür, dass es eben egal ist, welches Weltbild man mit sich herumträgt. Das „EwkiL“ ist ein Akronym für „Egal woe kummt im Lebn“.

Die erste Rückmeldung war, dass religiöse Symbole nicht erlaubt seien. Gut, ich habe sie entfernt, obwohl damit schon eine wesentliche Aussage des §4 des Leitbilds verloren geht.


Ich musste aber erfahren, dass auch das Regenbogensymbol im Stadion nicht erwünscht ist, auch wenn die violette Farbe klarerweise nicht vertreten war. Also jenes Symbol, das zum Ausdruck bringe, dass jede Lebensweise in Stadion willkommen ist, und dieser Umstand Teil des Rapid-Leitbildes ist, sind diese Farben im Stadion nicht erlaubt.

Was symbolisiert diese Regenbogenfahne? Wikipedia: „Die Regenbogenfahne 🏳️‍🌈 ist eine Form des Regenbogens als Symbol. Sie steht in zahlreichen Kulturen weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz, der Vielfalt von Lebensformen, der Hoffnung und der Sehnsucht.“


Was überbleibt ist ziemlich nichtssagend, daher wurde das Banner nicht hergestellt.


Etwas überspritzt gesagt: es ist nicht erlaubt, den Inhalt des § 4 des Rapid-Leitbilds symbolhaft darzustellen, weil das Regenbogensymbol ein politisches Statement wäre und weil die symbolische Darstellung religiöser Symbole nicht erlaubt ist, auch wenn die Darstellung keinerlei Werbung für eine dieser Weltanschauungen ist.

Zur Ehrenrettung von Rapid muss man aber einräumen, dass Rapid eine schwierige Phase durchlebt.

***) AntiViola-Plakat

Andy Marek hat bei seinem Abschiedsabend aus diesen grenzwertigen Erlebnissen erzählt. Es wurde mit dem Block eine Choreografie vereinbart und eher durch einen Zufall hat Andy den Inhalt des Textes erfahren, die so nicht hat gezeigt werden dürfen. Die Texter versprachen eine Änderung, doch dieser neue Text stand dem vorigen an Heftigkeit um nichts nach. Siehe Abschiedsabend Andy Marek.

****) Batman-Kostüm

Michael Nivarani erzählte folgende Begebenheit: In einem Batman-Kostüm aus amerikanischer Fertigung stand zu lesen: „Mit diesem Kostüm kann man nicht fliegen„. Nias Schlussfolgerung: „Wenn jemand glaubt, dass man mit einem Batman-Kostüm fliegen kann, der kann das sicher nicht lesen.“

Link

Geisterfußball

Auch wenn es jetzt eine Phase mit Geisterspielen gibt – vor allem deshalb, um dem Profifußball ein Überleben zu ermöglichen – hat Fußball in der Form wie wir ihn bis zum März 2020 gekannt haben, Pause. Und wie lange diese Pause dauern muss, kann niemand seriöser Weise sagen. Zu sehr hängt das von Zufälligkeiten der Infektionslage ab.

Aber nicht nur die Teilnahme an den Spielen, auch alle Veranstaltungen rund um den Fußball sind ausgesetzt, seien es die Stammtische, der Rapid-Lauf, der Tag der offenen Tür, die vielen Veranstaltungen in der Röhre und auch die Veranstaltungen der Fanklubs können nicht wie gewohnt stattfinden. Das ganze Fußballgeschehen wird „geisterhaft“.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass ab 29. Mai Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt sein werden. Wer würde nicht daran denken, wenigstens unsere beliebten Mitgliederversammlungen stattfinden zu lassen. Im Vorstand wurde diese Möglichkeit auch beraten, aber das Ergebnis ist, dass trotz der Weiterführung des Ligabetriebs wir uns nicht treffen können, dass also

keine Mitgliederversammlungen

stattfinden können.

Veranstaltungen ja, aber…

Hinter der Schlagzeile „Veranstaltungen bis 100 Personen ab 29, Mai“ verbergen sich folgende Zusatzbedingungen:

  1. Nur Sitzplätze
  2. Mindestabstand 1 Meter (die Regel 10m² pro Besucher gilt ab 1. Mai bis 29. Mai)
  3. Corona-Beauftrage*r als Ansprechpartner*in für Gesundheitsbehörden
  4. Verpflichtung zur Erstellung einer individuellen Risikoanalyse für jede Veranstaltung.
  5. Jedenfalls jedoch Maßnahmen zu 
    • Steuerung der Besucherströme bei Eingang, Ausgang, WC, Garderobe, Pause, zur Vermeidung von Menschenansammlungen
    • Bei 500-1000 BesucherInnen verpflichtende Abstimmung im Vorfeld mit lokalen Behörden über Verkehrsströme bei An- und Abfahrt.
    • Erhöhte Hygienemaßnahmen, Reinigung, im Publikumsbereich

Nächste Woche werden die Maßnahmen im Dialog mit den Kulturschaffenden aller Branchen und politischen Kulturverantwortlichen besprochen.  Ziel ist, bis 25.5. die entsprechende Verordnung vorzulegen.

Gäste aus dem Rapid-Umfeld

Dazu kommt, dass es auch nicht möglich ist, jemanden aus dem Rapid-Umfeld zu einer Mitgliederversammlung einzuladen. Derzeit sind alle Aktiven bei Rapid angehalten, Außenkontakte zu minimieren.

Hindernisse

  • Die 1-Meter-Abstand-Regel (Punkt 2) macht die Organisation schwierig, weil unsere übliche Sitzordnung geändert und die Teilnehmerzahl beschränkt werden müsste.
  • Außerdem müssen wir bedenken, dass viele unserer Mitglieder zur Risikogruppe zählen und die „individuelle Risikoanalyse“ (Punkt 4) zur Vorsicht mahnt.
  • Es können aus Sicherheitsgründen keine Gäste aus dem Rapid-Umfeld kommen

Virtuelles Zuschauen

Was bleibt, ist virtuelles Zuschauen über die Fernseh- und Internetkanäle

  • in einem Gasthaus
  • mit einem Sky-Vertrag (ab 19,90 pro Monat (derzeit ohne Anmeldegebühr),
  • eine eventuelle kostenlose Schmalvariante im ORF? (Link)
  • mit 3-stündiger Verspätung als Relive-Video in Rapid-TV (gegen eine kleine Gebühr hat man Zugriff auf alle Spiele der letzten Jahre in voller Länge)
  • Grauzone: Die Seite livetv.sx (Domäne von Sint Maarten) bietet Live-Übertragungen an, aber Achtung vor Schadsoftware! Ob man sich darauf verlassen kann, dass eine angekündigte Übertragung auf livetv.sx zu sehen sein wird, weiß ich nicht (ich konnte schon Spiele auf dieser Seite verfolgen, hatte aber auch schon Misserfolge). Hier ist der direkte Link zur Rapid-Seite: http://livetv.sx/dex/team/1_246_361_rapid_wien/ Man kann jedenfalls zusammenfassende Videos zu allen vergangenen Bundesliga-Spielen abrufen. Die kommenden Spiele ab 2. Juni werden wohl kurz vorher auf der Seite eingetragen, wenn seitens der Bundesliga die Beginnzeiten festgelegt worden sind.
    Größere Ligen genießen natürlich mehr Aufmerksamkeit. Der folgende Link zeigt 8 Videos des ersten Spiels der Deutschen Bundesliga Dortmund-Schalke, darunter das Spiel selbst in voller Länge: http://livetv.sx/dex/eventinfo/929606_dortmund_schalke_04/

Prognose Epidemie

Sehr plausibel war eine Einschätzung von Christian Drosten (Chefvirologe der Charité), der gemeint hat, dass der häufigere Aufenthalt im Freien während des Sommers und die höheren Temperaturen helfen könnten, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, weil Feuchtigkeit in der Luft rascher abtrocknet. Die aber dadurch wachsende Sorglosigkeit könnte in der feuchten Jahreszeit zu einer Rückkehr des Virus führen. Diese als „Wellen“ bezeichneten Phasen einer Epidemie sind also nicht eine Eigenschaft des Virus. sondern eine Folge unseres Verhaltens. Distanz-Disziplin reduziert die Fallzahlen, Sorglosigkeit lässt sie wieder ansteigen.

Prognose Fußball

Sollte es zu einer Zulassung von Zuschauern im Stadion kommen, dann wird unser Stadionverhalten an die Ansteckungsgefahr angepasst sein müssen. Organisatorische Maßnahmen könnten sein

  • gestaffelte Eintrittszeiten für verschiedene Sitzreihen sein (Zutrittszeitpunkt auf der Eintrittskarte),
  • „Stehen verboten“ ,
  • Reduktion der Besucherzahlen,
  • kein Aufenthalt hinter den Tribünen,
  • gestaffelter Abgang aus dem Stadion,
  • Desinfektion und Mundschutz sowieso.
  • Unterstützung der Nachverfolgung von Infektionen durch eine App oder durch personalisierte Karten.
  • Wegen der großen Nähe in den Sitzreihen könnte eine App hilfreich sein, doch wird eine solche App von der Bevölkerung eher abgelehnt. Ebenso möglich wäre auch eine verpflichtende Personalisierung der Karten, was den Menschen aber ein ähnliches Unbehagen wie eine App bereitet.

Bei gleichzeitig geringen Fallzahlen könnten solche Maßnahmen schon eine Option für eine Zulassung von Zuschauern darstellen. Wenn allerdings die allgemeine Bereitschaft zur Einhaltung der Distanzregeln abnehmen sollte – mit der Folge steigender Fallzahlen, steuern wir auf eine längere Zwangspause zu.

Links

Ostern-2020

Eigentlich stand für Ostersonntag das Heimspiel gegen Wolfsberg am Rapid-Terminkalender, das vorletzte Spiel der Hinrunde der Meistergruppe. Aber seit 13.3.2020 ist nicht nur die österreichische Fußballwelt eine andere geworden. Ein Spiel mit Zuschauern ist in weite Ferne gerückt. Wir können gespannt sein, welche Perspektive die Bundesliga in der kommenden Woche für den Saisonrest zeichnet.

Die Marktwerte der Spieler folgen den fallenden Börsenkursen. Überraschend ist es nicht, denn wenn der Nachschub an Geld versiegt, platzt die Fußballblase, die – ähnlich wie der Kunstbetrieb – vom Interesse der Massen abhängig ist. Wie ernst die Lage wirklich ist, wissen wir nicht, weil uns niemand sagen kann, wie lange die Veranstaltungssperre dauern wird. Dass die Kicker in den englischen Ligen nicht auf Teile ihrer Gagen verzichten wollen, zeichnet ein Sittenbild, gegen das sich die Anhänger des „football old style“ immer schon erfolglos gestellt haben. Jetzt bekommen sie Schützenhilfe durch ein Hundert Nanometer kleines Etwas.

Man muss in diesen Tagen als Firma schon solid aufgestellt sein, um diese Durststrecke zu überleben. Für viele Firmen war es ein Monat, und sie können am kommenden Dienstag wieder öffnen. Aber Fußball- und Kunstbetrieb sind so ziemlich die letzten Branchen, die zu einem Normalbetrieb übergehen werden können.

Die Rapid-Familie zeigt Zusammenhalt und bestellt 21.500 Schutzmasken. Eine ähnliche Solidarität sollten wir auch bei den Abos an den Tag legen und die Last der Epidemie-Folgen auf viele Schultern verteilen.

Klub der Freunde

Unsere für Mai geplante Mitgliederversammlung muss leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch die für den Saisonbeginn 2020/21 geplante Generalversammlung wird verschoben.

Wir wünschen den Lesern des Tagebuchs erholsame „Ostern daham“.

Wie geht es weiter?

Niemand hat darauf eine seröse Antwort, aber Woditschka schon:

„Abends um Sechs nach dem Virus beim Klub der Freunde‘“!

Berühmter Satz von Woditschka im Zweiten Buch „An der Front“, Kapitel 4. „Neue Leiden“ aus dem Buch „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hašek. Im Original sagte Vodička (=Woditschka = ‚Wässerchen‘) zu seinem Freund Jozef: „V šest večer po válce u kalicha“ = „um Sechs Abends nach dem Krieg im ‚Kelch‘“.

Andere besuchen vielleicht nach der Epidemie eine Kirche, ich habe mir vorgenommen, mit dem RegioJet einen Ausflug nach Prag zu unternehmen inklusive Mittagessen „u kalicha“„beim Kelch“.

Schöne Ostern, mit diesem diffusen Ziel vor Augen schaffen wir das, der Schwejk hat das auch geschafft!

Links

Grünzeug Corona

Liebe Mitglieder des Klubs der Freunde des S.C. Rapid!

Dass unser Thema Nummer 1, der Fußball von einem Virus aus den Schlagzeilen verdrängt wird, hat schon Seltenheitswert, dass die Gefahr besteht, dass eine Saison keinen Abschluss findet, war nur kriegsbedingt 1944/45 der Fall.

Ja, es gibt uns noch, und wir sind besorgt und gleichzeitig ungeduldig. Besorgt um den Zustand der Gesundheit unserer Mitglieder, der Rapid-Aktiven und den vielen Rapid-Home-Officers und natürlich um unseren Verein insgesamt und auch den Fußball ganz allgemein. Die Maßnahmen der Bundesregierung treffen uns alle, da wir aber als Rapidler gewohnt sind, zusammenzuhalten, haben wir wenigstens in dieser Disziplin keine Probleme.

Unsere laufenden Projekte wie die Herausgabe des Grünzeug und unsere Mitgliederversammlungen fanden ein jähes Ende und auch weitere geplante Veranstaltungen sind von den bundesweiten Rahmenbedingungen abhängig.

  • 6 April: Grünzeug wird nicht erscheinen
  • 20 April: Mitgliederversammlung wurde abgesagt
  • 18. Mai: Mitgliederversammlung mit Martin Bruckner, Michael Krammer und Gerry Wilfurth. Ob diese Veranstaltung stattfinden kann, können wir derzeit noch nicht sagen. Sollte sie wie geplant zustanden kommen, wird dazu Anfang Mai in einer Ausgabe des Grünzeug oder mit einem Brief eingeladen.

Haltet durch, „wir schaffen das“, wie Nadja Bernhard nicht müde wird allabendlich zu wünschen.

Eurer Gerhard Niederhuber

[Frei nach einem Telefongespräch mit unserem Obmann.]

Hier eine Liste der Rapid-YouTube-Videos aus 2020 als „Überbrückungshilfe“. Der Link über dem Datum zeigt alle Pressemeldungen dieses Tages.

Rapid-Videos des heurigen Jahres

GRÜNZEUG-612

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 612 / Versand 9.3.2020

KURZ VOR DER PUNKTETEILUNG: 5 SIEGE, 3 REMIS, 20:6 TORE EN SUITE

Damit und mit der vorzeitigen Qualifikation für die Top 6 darf man durchaus zufrieden sein (der FAK z.B. liegt mit 24 Punkterln aus 21 Spielen auf Platz 7 und muss sich – wie vor einem Jahr der SCR – mit den Abstiegskandidaten herumschlagen). Natürlich wäre es noch schöner gewesen, hätten Schwab und Konsorten in den letzten vier Heimpartien öfter als zweimal gewonnen und/oder mehr als „nur“ 20 Tore erzielt. Dafür gab es genügend Gelegenheiten, zuletzt auch gegen die unbequemen Mattersburger.

Bei diesem rasanten Kampfspiel feierte Lukas Marek (22) sehr zur Freude seines sichtlich gerührten Vaters ein gelungenes Debüt als Stadionsprecher. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm; offenbar hat der junge Mann die gleiche Schuhnummer wie sein Erzeuger.

Sehr zu loben wäre auch unsere Mannschaft, der in Hartberg übrigens das vierte Tor in der Nachspielzeit (Liga-Bestwert) gelang, sollte sie in Runde 22 ein positives Resultat aus Wolfsberg heimbringen. Was trotz der anschließenden Halbierung der im Grunddurchgang eroberten Zähler durchaus von Vorteil wäre. Mehr darüber im nächsten „Grünzeug“.

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.3.)

1. LASK     21/51 (49:20)
2. Salzburg 20/45 (70:23)
3. Rapid    21/39 (45:24)
4. WAC      21/37 (48:25)
5. Sturm    21/32 (37:26)
6. Hartberg 21/29 (36:47).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

19.RUNDE (16.7.): WSG TIROL (H) 2:0 (2:0)

Ullmanns unhaltbare Granate in Sekunde 40 sowie die anschließend zahlreichen Chancen, von denen aber nur Fountas (nach Petsos-Patzer) eine nutzte, machten Hoffnung auf einen deutlicheren Heimsieg über den Letzten. Der gelang zwar erstmals seit 15.9. tatsächlich, aber: Nachdem Dibon wegen Gehirnerschütterung hatte passen müssen und Schiri Hameter die zweite Halbzeit angepfiffen hatte, war Rapids Leistung plötzlich mehr als bescheiden, während die robusten Tiroler um den übermotivierten Maierhofer umso gefährlicher wurden, je länger die Partie dauerte. Am Ende gab’s den meisten Applaus daher fast nur noch für den scheidenden Andy Marek, auch von Persönlichkeiten wie sämtlichen Präsidenten seiner Ära oder Hickersberger, Maier und Schulte. Eine seiner letzten Amtshandlungen: die Übergabe eines 83.000-Euro-Schecks des „Block West“ an die Aktion „Wiener helfen Wienern“ — beispielhaft!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (46. Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac (80.Petrovic), Schwab; Murg (72.Kitagawa), Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Ullmann (1.), Fountas (41.) – Gelbe Karten: Murg, Grahovac; Grgic, Maierhofer, Cabrera, Pctsos.-Allianz-Stadion, Hameter, 22.800.

20. RUNDE (23.2.): HARTBERG (A) 2:2 (1:1)

Kein Hartberg-Match ohne Besonderheiten! Dass Arase, Kitagawa (Lattenkreuz) und Schwab die großen Möglichkeiten nicht nutzen konnten, die der SCR (Ullmann krank, Fountas noch kränkelnd auf der Bank) in seiner starken Anfangsphase hatte, war ja nichts ganz Neues, aber der Schütze des verdienten 1:0 sehr wohl: Hartberg-Verteidiger Luckeneder. Skurril bis dubios ging’s weiter: Strebinger boxte die Kugel vor Reps Schussbein; derselbe Rep legte diese später bei einem von Heiß & Co. erfundenen Corner deutlich außerhalb des Viertelkreises, und oben erwähnter Luckeneder köpfelte das 1:2. Nun stimmten Rapids statistische Werte (Schüsse, Ballbesitz, Passgenauigkeit) zwar weiterhin, die Leistung aber trotzdem nicht so ganz. Als man die erst zweite Auswärtsniederlage schon vor Augen hatte, verlängerte Dibon Joker Schicks Eckstoß zu Joker Kara, der goldrichtig stand und das in Minute 94! Da wurden Erinnerungen an Schwabs 3:3 im noch turbulenteren letzten Duell mit den stets unbequemen Oststeirem wach.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Auer; Petrovic, Schwab; Murg (71.Schick), Knasmüllner (80. Kara), Arase; Kitagawa (62.Fountas).- Tore: Rep (45.), Luckeneder (74.); Luckeneder (40.,Eigentor), Kara (90./+4).- Gelbe Karten: Rep, Nimaga; Trainer Kühbauer, Kara.- Hartberg, Heiß, 5.024 (ausverkauft).

21. RUNDE (1.3.): MATTERSBURG (H) 3:1 (1:1)

Der talentierte, souveräne Neo-Stadionsprecher Lukas Marek und gut 14.000 SCR-Anhänger sahen ein packendes, abwechslungsreiches Match, in dem beide Teams große Torchancen hatten, die forschen burgenländischen Hünen vor allem zu Beginn (viele Corner, ein Lattentreffer), Rapid aber noch viel mehr, Traumtor-Schütze Fountas und noch öfter Murg scheiterten jedoch an sich selbst, dem großartigen SVM-Ersatzkeeper Casali und der Stange (Murg). Daher musste bis zum Schluss um den verdienten Sieg gebangt werden, für den „Kopfballungeheuer“ Schwab hauptverantwortlich war.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab (84.Grahovac); Murg (88.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (82.Kitagawa).- Tore: Schwab (15., 78.), Fountas (46.); Mährer (37.).- Gelbe Karten; Barac; Mährer, Salomon, Miesenböck.- Allianz-Stadion, Kijas, 14.100.

Erste Spiel-Moderation von LukasRapid

„MR. GRÜNZEUG NR. 612“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Gute Vorstellung in Hartberg, überragender Matchwinner gegen Mattersburg (175. BL-Einsatz für Rapid) – einmal mehr unser Bester! Aber unterschrieben hat der dynamische Kapitän Stefan Schwab leider noch immer nicht…

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Stefan Schwab 175. (SVM), Christopher Dibon 125. und Christoph Knasmüllner 50. (beide gegen Hartberg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

15.2.: ABSCHIED VON ANDY MAREK

Christoph Peschek, nunmehr seit fünf Jahren cleverer Geschäftsführer Wirtschaft des SCR, an diesem denkwürdigen Nachmittag aber redegewandter Moderator, und die rund 250 erschienenen Fanklubchefs wussten und wissen für alle Zeit, was dieser Andy Marek für seinen grün-weißen Herzensklub geleistet hat, seit er im Sommer 1993 an einem Tag der offenen Tür das Casting für den Job als Stadionsprecher für sich entschieden hatte. Egal, ob das vorerst „nur“ in dieser Funktion war oder später auch als Fanbeauftragter sowie schlussendlich als honoriger Direktor SK Rapid Klubservice & Events. Wem das jetzt nicht bewusst ist, für den ist eh schon „alles“ zu spät. Denn der „Andy Marek aus dem Waldviertel“, wie er sich seinerzeit dem damals noch relativ spärlich erschienenen Anhang vorstellte, agierte am 16.2. beim Tirol-Match zum 599. Mal en suite zum allgemeinen Leidwesen als Österreichs populärster Stadionsprecher. Mehr noch, er trat auch von seinen anderen Ämtern zurück. Weil er das auf ärztliches Anraten tun musste. Warum genau? Das tat er an jenem 15.2,2020 klipp und klar kund.

Gesundenuntersuchung im letzten September. Erhöhter PSA-Wert. Biopsie, Neun von 17 Stanzen, wie die Gewebeentnahme genannt wird, positiv. Prostata-OP am 4.11. Diagnose: Krebs! Doch dank der Früherkennung noch keine Metastasen. Trotzdem natürlich Angst im Hinterkopf.

Dessen ungeachtet gab Andy in bekannt wortreicher Manier wie eh und je unzählige Geschichten und G’schichterln zum Besten, die sich in seiner 27-jährigen Karriere ereignet hatten. Nicht immer war’s lustig (Stichwort: Platzsturm im Derby vom 22.5.2011), aber alles in allem brachte er uns immer wieder zum Lachen. Als wäre er nicht nur optisch der alte Hans Dampf in sämtlichen Gassen. Trotzdem herrschte eine unterschwellige Wehmut, obwohl Andy glaubwürdig versicherte, Rapid in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Und: Er gehe mit einem guten Gefühl, weil es im bestens aufgestellten Verein viele Leute mit Handschlagqualität gebe. Zu denen gehöre auch sein altes, weiterhin aktiv bleibendes Geschäftsstellenteam um Clemens Piber (seit 25 Jahren dabei) oder Martina Mosovsky. Darüber hinaus ist er überzeugt, dass Christoph Peschek „neue Mitstreiter“ gewinnen würde. Zwei davon wurden am 15.2. gleich vorgestellt: Lukas Marek (22), Andys hoffnungsvoller Sohn, den er als Stadionsprecher und sonstigen Moderator „nicht reingedrückt“ habe, vielmehr sei er Pescheks Wunschkandidat gewesen. Der stolze Vater: Lukas lebt für Rapid, seit er ein kleiner Bub war. Er wird es sicher gut machen. Gebt ihm ein bisschen von der Wertschätzung, die dir für mich hattet!“ Darauf reagierten die Fanklubvertreter, von denen Oliver Pohle und Gerhard Niederhuber auf die Bühne geholt wurden, mit mehr als nur freundlichem Applaus. Den erhielt auch Klaus-Peter Aumayr (32), der seit 2019 in der SCR-Rechtsabteilung arbeitete und nun dem Klubservice vorstehen wird. Nicht anwesend war Robert Racic, der neue Zuständige für die Fanklubs-Betreuung, den wir Rapidfreunde aber schon gut kennen, begleitet er doch stets jene Spieler, die unsere Versammlungen besuchen. Die Standing Ovations für Andy Marek bedeuteten neben den allerbesten Wünschen für dessen weiteres Wohlergehen natürlich auch ein riesengroßes „DAAAAANKEEE!“

Andy mit dem Andy-Marek-Becher

DER DOPPELTE DEJAN UND: NICHT JEDER TEST WAR EIN FEST

Für den nach Ägypten abgewanderten Aliou Badji wurde bekanntlich der Homer Zweitligatorjäger Ercan Kara (24, 1,92 m) geholt, der bis 2022 unterschrieb, und vom aktuellen slowenischen Zweiten Aluminij Kidrocevo wurde der Mittelfeldspieler Dejan Petrovic (24, 120 Pflichtspiele mit drei Toren für seinen Stammklub sowie bisher 4 U21-Teamberufungen) für kolportierte 500.000 Euro erworben. Allgemein wurde angenommen, dass dieser Dejan die Nachfolge seines Vornamensvetter Ljubicic antreten würde, den die Medien schon längst nach Chigaco verkauft wähnten, doch siehe da: Aus Wien wurde eben nicht Chigaco, denn Dejan I kehrte unversehens nach Wien zurück, weil sich die Verhandlungen mit den Amis zerschlagen hatten. Der SCR hat zumindest zurzeit zwei Dejans, sogar auf der etwa gleichen Position – eine Posse? Dejan II hat übrigens bis Sommer 2023 Vertrag. Noch eine Personalie: Patrick Obermüller, zuletzt nach Hartberg verliehen, wurde bis Sommer an die SV Ried weitergereicht.

Nicht ganz so (unfreiwillig) „halblustig“ wie die Causa Dejan I und II war der größte Teil der Probegalopps vor dem Neustart der Meisterschaft. Die Tests in Wr.Neustadt (4:1) und gegen den FAC (2:2) erwähnten wir ja schon in der Nummer 611, 30 Spieler, darunter auf Wunsch der Mannschaft auch der langzeitverletzte Schobi, begaben sich am 27.1. ins zehntägige Trainingslager in Belek (Türkei), wo vier Spiele absolviert wurden. Am 29.1. zuerst 0:0 gegen ODENSE BK und wenige Stunden später mit einer total anderen Elf 0:1 (0:1) gegen VOJVODINA, am 1.2. 1:2 (1:0) gegen den Alar-Klub LEVSK1 SOFIA (Fountas erzielte das 1:0; Auer und Schick gaben ihre Comebacks, die Niederlage kam in Minute 92 zustande), und am 4.2. wurde NK MARIBOR mit 2:0 (1:0) besiegt (Kitagawa, Fountas; Trainer Kühbauer sah wegen Schiri-Beleidigung „Rot“). Wieder daheim, gab es am 8.2. auf dem „Happel-Gelände wieder einen Test gegen einen Zweitiiganachzügler, der kein Fest war: 1:1 (0:1) gegen HORN, das vor der Pause die klar bessere Mannschaft war, der sich eigentlich nur Strebinger und zweimal das Aluminium erfolgreich entgegenstemmten. Später gelang Arase immerhin der Ausgleich. Ein Trost für diesen tristen Auftritt: Es ging ja um nix. Was den Didi allerdings gar nicht besänftigen konnte…

„MV“ VOM 17.2.: VOM „FUSSBALLGOTT“ GERETTET!

Christopher Dibon: Gehirnerschütterung „dank“ Stefan Maierhofer. Taxi Fountas und Mateo Barac grippig. Dalibor Velimirovic beim U19-Team. Was nun? Wenige Stunden vor unserer ersten diesjährigen Mitgliederversammlung liefen die Handys von Martin Reiser und Robert Racic, Rapids Fanklubs-Betreuer, richtiggehend heiß. Ehe Letzterer erfreulicher- und dankenswerterweise einen würdigen „Joker“ zog: SCR-„Fußballgott“ Steffen Hofmann, der sich spontan bereit erklärte, diesen Abend zu retten – herzlichsten Dank!

Das einmal mehr bestens besuchte Auditorium konnte sich nicht nur über die Doppel Conference des Duos Hofmann & Niederhuber amüsieren, sondern erfuhr auch viel Wissenswertes über Steffens Arbeit als Talentemanager. Außerdem konnte der (Noch-)Obmann versprechen, dass Barac, Dibon, Fountas und Youngster Velimirovic für den 23.3., unseren nächsten Klubabend, erneut eingeladen werden würden. Ob diese vier Herren mit ähnlichem Wiener Schmäh aufwarten können wie der gebürtige Frrranke Hofmann, wird sich ja weisen.

EIN BLICK ZU RAPID II

In der Nummer 611 berichteten wir schon von den Zugängen Oppong und Kerschl sowie Pehlivans Wechsel nach Mainz; diesmal ist nur der bis Saisonende von den OÖ Juniors verpflichtete Alexander Burgstaller (geb. 12.7.1999, 41 Nachwuchsländerspiele) zu begrüßen. Vermutlich wurde er geholt, weil sich Martin Moormann eine Schambeinentzündung zugezogen hat – recht baldige Besserung, Martin!

Weitere Tests, wobei stets berücksichtigt werden muss, dass in der Vorbereitung viele Stützen bei den Profis zum Einsatz kamen. Sicher auch deswegen gab es am 31.1. ein 0:1I (0:0) bei der bekanntlich mit (Alt-)Stars gespickten VIENNA.

14.2.: Erstmals wurde mit der anzunehmenden Wunschaufstellung SCHEIBLINGKIRCHEN auf einem Happel-Stadion-Trainingsplatz mit 2:0 (0:0) bezwungen (Strunz 2).

19.2.: Im Rahmen des Kurz-Trainingslagers in Schielleiten (17.-20.2.) 14:0 (7:0) gegen WEIZ aus der RLM (Fuchshofer 3, Strunz 3, Savic 2, Oppong, Bozic, Schick, Ibrahimoglu, Eggenfellner, Kanuric).

17.RUNDE (28.2.): TRAISKIRCHEN (H) 0:0

Unsere Bilanz gegen die Lederer-Truppe, die sich im Winter u.a. auch mit dem Ex-Rapidler Bajrami namhaft verstärkt hat, sah keineswegs gut aus: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 9:12 Tore. Und sie wurde auch an diesem windig-kühlen Februarabend nicht aufgepeppt, obwohl Rapid II die auf niedrigem Niveau stehende Partie klar dominierte und auch hin und wieder zu mehr oder weniger großen Tormöglichkeiten kam. Die aussichtsreichste vergab Fuchshofer (45.), bevor sich Velimirovic bei der seinen (59.) hoffentlich nicht allzu schwer verletzte. Schade für den Youngster und schade für ganz Rapid, dass der für den zum Aufstieg unerlässlichen 2. Platz nicht weiter abgesichert wurde. Immerhin blieb alles beim Alten, weil sich Ebreichsdorf und der WSC (beide wie Mannsdorf an der 2. Liga desinteressiert) ebenfalls Nullnummern leisteten.

SCR II: Gartier; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Bozic (46.Velimirovic, 64.Bosnjak), Schuster, Ibrahimoglu; Oppong, Fuchshofer (64.Strunz), Savic.- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 200.

Melih in Action

RLO-Stand vom 28.2.:

1. Mannsdorf 17/39 (31:14)
2. Rapid II 17/36 (30:11)
3. Ebreichsdorf 17/31 (26:10)
4.WSC 17/30 (36:25)

Für uns wichtig: Von diesen vier Klubs hat sich nur Rapid II um eine Zw’eitligalizenz beworben, darf aber nur als mindestens Zweiter aufsteigen!

AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: BESSER ALS VOR EINEM JAHR!

2018 trugen unsere Mitglieder und Leser(innen) insgesamt 3.780,26 Euro zum Gelingen der Nachwuchs-Weihnachtsfeier bei, 2019 waren es sogar 3.982,99 Euro (Stand 31.1.2020), wofür wir uns namens der Jugendleitung bei diesen Herrschaften aus ganzem Herzen bedanken:

  • Aigner Helga, Albrecht Patrick, Andrich Eduard.
  • Baar Friederike, Bachmayer Christian Oliver und Clemens, Bauer Mag.Helmuth, Berger Johannes, Berger Dr.Wolf gang, Busina Hermann.
  • Edlinger Rudolf, Einfalt Christian.
  • Fabsits Dominik, Fabsits Günter, Fiala Florian und Dipl.Ing.Franz, Frigo KR Peter, Fürst Jenny (ein Hund!), Fürst Stefan und Wolfgang.
  • Gager Elfriede, Gartier Leopold, Gelles Margit, Gon ter Andreas, Grassmann Gernot, Grassmugg Heinz.
  • Haider Herbert, Hajos Andreas und Lukas, Halwidl Johann, Hechenblaikner Michael, Hobecker Franz und Gabriela, Hohenecker Ernest, Hollenthoner Walter, Hoschek Franz.
  • Jaros Peter.
  • Kahler Alfred, Kämper Josef Andreas, Kapalik Kurt, Katzenbeißer Maria und Walter, Kirchmayer Rudolf, Klafl-Schuster Peter, Kolar Alfred, König Matthias, Kopal Brigitte und Robert, Krammer Franz, Krammer Michael, Kroll Matthias, Kronfuss Bernhard.
  • Lackner Peter, Larisch Thomas, Lehner Jochen, Lenz Konrad, Linke Philipp.
  • Mitsch Eduard, Moser Mag.Christoph, Muschik Mag.Mario, Muzik Heinz.
  • Nagy Andreas, Nesetril Gerhard, Niederhuber Gerhard, Niedl Dr.Johann, Nirschl Edwin, Nowotny Christa und Peter.
  • Österreicher Peter.
  • Pammer Johann, Plutnar Günter, Praschl Prof.Mag.Peter.
  • Rausch Dkfm.Karl, Reiser Heide-Maria und Martin, Rempelsberger Johannes, Resch DI Markus, Rieger Christiane, Rothmayer Walter, Ruppert Bernhard.
  • Salzmann KR Josef, Schatz Herbert, Schmidt Roland, Schneider Josef, Schwab Walter, Sedy Brigitta, Seewald Walter, Sieder Martin, Skocik Walter, Sobolak Peter, Sorna Friedrich, Strommer Christian, Syrowatka Ernst.
  • Tasch Johannes, Trinko Susanne, Trpkos Franz.
  • Vincourek Karl, Vosahlo Peter, Vranovitz Karl-Martin, Vytesnik Kurt.
  • Weiss Gerhard, Wilhelm Franz, Wladasch Hannes, Würz Johann.
  • Zwickl Wilhelm.

Wie immer werden auch später eingegangene Spenden der Jugend zugute kommen und die Namen der entsprechenden Nachwuchsfreunde im „Grünzeug“ veröffentlicht!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Taxiarchis Fountas wurde von den Fans zum „Rapidler des Jahres 2019“ gewählt – eine durchaus gerechte Entscheidung, derer sich unser neuer Knipser hoffentlich auch in Zukunft als würdig erweisen wird!

Manuel Martic (23 Pflichtspiele für Rapid) wechselte zu Inter, Zapresic in die erste kroatische Liga.

Hingegen wurde Christopher Dibons Vertrag bis 30.6.2022 verlängert, Gleiches geschah mit Kelvin Arases Kontrakt.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-611
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Der Probst war mein Liebling

Heinz Deutsch stellt unseren Obmann Gerhard Niederhuber in der 23. Folge seines Podcasts 1899fm.net in einem Interview vor. Hier sein einleitender Text:

Gerhard Niederhuber ist der Obmann des ältesten Anhängerklubs Rapids, dem Klub der Freunde des SC Rapid. Mit dem Wiener Original habe ich unter anderem über seine Anfänge als Rapidfan in den 1950ern gesprochen, die legendäre Mannschaft um Happel, Hanappi und die Körner Brüder, seinen Lieblingsspieler Erich Probst, wie er Rapid einen Meistertitel ermöglichte und warum die heutigen Kicker amikaler und besser sind.“

1899fm.net

Hier findest Du eine vollständige Liste aller bisher erschienenen Podcasts von Heinz Deutsch:

Heinz Deutsch

MV Steffen Hofmann, Robert Racic

Ehrengäste Robert Racic, Steffen Hofmann

Heute war es wieder soweit, dass durch Zusammentreffen mehrerer Zufälle alle vier eingeladenen Spieler nicht zur Mitgliederversammlung kommen konnten. Dalibor Velimirovic ist zum U17-Nationalteam einberufen worden, Christopher Dibon hat eine Gehirnerschütterung, und Mateo Barac und Taxiarchis Fountas waren schon bei heutigen Training krank gemeldet und laborieren an einer Verkühlung. Wir werden sie aber hoffentlich alle bei der nächsten Mitgliederversammlung am 23. März sehen.

Das Rapid-Klubservice ließ uns aber nicht im Stich, und Robert Racic brachte uns Steffen Hofmann. der sich in einer Art Doppeconférence mit Gerhard Niederhuber fast ein Wuchtel-Match geliefert hat,

Es begann einmal mit der Frage, ob man Steffen einen „Piefke“ nennen kann, und er verneinte das entschieden. Seine Heimatstadt Würzburg wäre zwar nicht allzu weit vom „Weißwurstäquator“ entfernt, liege aber unzweifelhaft in Bayern. Steffen ist also ein fränkischer Bayer, wenn auch sein Dialekt fränkisch ist. Doch Steffens Idiom ist mittlerweile schon auffällig wienerisch gefärbt; immer wieder verwendet er Ausdrücke, die er sich beim Umgang mit den Wienern angeeignet hat. An diesem Abend verwendet er unter anderem „schmähstad„, auf die nicht vorstellbare Ruhe, wenn Gerhard Niederhuber seine Rolle als Interviewer an Martin Reiser übergeben wird. Wenn er als Spieler als „Piefke“ beschimpft worden ist, war es für ihn geradezu eine Ehre, denn wenn man ihn nicht derart provoziert hätte, ware das ein Signal gewesen, mit dem Fußball aufzuhören.

Die Diskussion betraf hauptsächlich Steffens Arbeitsgebiet, die Betreuung der Jugendlichen.

Das „Juwel“ in Rapids Nachwuchs ist zweifellos Yusuf Demir, mit dem sich Steffen so manches Freistoßduell geliefert hat. Es dürfte schwierig werden, das Talent auch über seinen Dreijahresvertrag zu halten und daher wäre ein vorzeitiger Verkauf also zum Beispiel 2021 durchaus eine Option für einen weiteren Karriereschritt.

Bei den Glasgow Rangers gebe es eine wahrscheinlich noch viel größere Abwanderungstendenz zu den englischen Ligen, und man müsse bei den Rangers für Nachwuchsspieler tief in die Tasche greifen, wolle man sie halten. Die Rede ist von 2000 Pfund – pro Woche!

Andere Transfers sind für die Spieler nicht so vorteilhaft verlaufen wie das Beispiel von Mert Müldür zeigt. Mert habe in Sassuolo zu wenige Einsätze und wir möglicherweise dadurch auch den Platz in der türkischen Nationalmannschaft nicht halten können. Der Grund ist in der Regel die Sprachbarriere, und ein Transfer nach Deutschland wäre besser für ihn gewesen. Das könne man auch an früheren Transfers, also zum Beispiel von Jimmy Hoffer sehen. Auch der Transfer von Deniz Pehlivan von Rapid II zu Mainz U19 wird in diesem Zusammenhang erwähnt, wobei eben dieser Transfer für den Spieler wegen der nicht vorhandenen Sprachhürde viel einfacher ist.

Schließlich kündigt Gerhard Niederhuber den bevorstehenden Obmannwechsel an. Martin Reiser werde im Mai den Sessel mit ihm tauschen. Doch Steffen kann das nicht glauben und meint, dass er es nicht aushalten werde, in diesen Diskussionen seinen Senf nicht dazuzugeben. Nun, wir werden sehen, wie sich unsere Mitgliederversammlungen entwickeln.

Nach einer Autogramm(viertel)stunde und einem Fotoshooting verabschiedete sich unser Ehrengast, der – nach eigenen Worten – schon gefühlte 498 Mal an dem für ihn reservierten und auch schon beschrifteten Stuhl Platz genommen hat. Er bemängelte – als Teil der amüsanten Doppelconférence – dass man die Beschriftung mit einem Klebeband schon hätte behübschen können. Schließlich musste er dann aber wieder weiter zur Volksoper, von wo er seine Töchter abholen musste.

Danke an Steffen und Robert für diesen schönen Abend!

Autogrammkarten „Steffen Hofmann“

Ich habe vier von Steffen unterschriebene Autogrammkarten mitgenommen. Wenn wer Interesse hat, bitte um eine Anschrift, ich sende sie gerne zu. Mail an rapid {at} ewkil.at.

Steffen bekommt ein Trikot der Freunde des S.C. Rapid

Links

Mitgliederversammlung

Montag, 23. März 2020 19:00
Ehrengäste: Mateo Barac, Christopher Dibon, Taxiarchis Fountas und Dalibor Velimirovic
Gäste willkommen!

Generalversammlung

Montag 18. Mai 2020 19:00
Ehrengäste: Martin Bruckner, Michael Krammer, Gerry Wilfurth
Nur für Mitglieder!

Du und Dein Fanklub bei W24

Seit 2014, seit der „Erfindung“ der Rapidviertelstunde W24, besucht das Team rund um Gunther Schmidek Fans und Fanklubs, sogar beim Autor dieses Tagebuchs waren sie einmal, obwohl er ja gar nicht ein so großartiger Sammler von Rapid-Devotionalien ist. Hier ist eine Auswahl dieser Videos, die keineswegs vollständig ist:

53 2015-10-09Klub der Freunde
782016-05-06Sammlerhölle von Roland Kresa
952016-10-07Fanklub Rapid-Seidls on Tour
1302017-08-25Rapidwirt Charly Wendtner
1372017-10-13Grün-Weiß Urgestein
1422017-11-17First Green-White-Ladies
1792019-02-22Walser Rapidfreunde
1982019-08-23Fanklub Außenstelle St. Hanappi
2002019-09-13Klub der Freunde, Grün-weiß Favoriten, Charlys Green-White-Family, Jürgen Hartmann, Markus Takacs, Andy Frey

Hast Du Interesse, Dich oder Deinen Fanklub in der Sendung Rapidviertelstunde zu präsentieren? Vielleicht bei einem besondern Anlass, einer besonderen Aktivität, vielleicht wenn Spieler bei Euch zu Gast sind? Schreibe einfach eine Mail an rapid{at}ewkil.at, und ich leite Deinen Wunsch weiter.

Die Motivation für diesen Vorschlag, war ein Blick in das Verzeichnis aller bisherigen Rapid-Viertelstunden seit den Anfängen 2014 und Plaudereien mit dem Projektleiter der Rapidviertelstunde bei w24, die gezeigt haben, dass die Berichte aus den Fanklubs einen wichtigen Teil in der Berichterstattung der Rapid-Viertelstunde sind.