GRÜNZEUG-627

Grünzeug-627

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/DEZEMBER 2021/Nr.627/Versand 20.12.2021, Postamt 1120

AM ENDE DES CORONAJAHRES II: TROTZDEM FROHES FEST UND ALLES GUTE!

Das wünschen wir sogar uns selbst und dem neuen Obmann Martin Reiser (siehe Artikel über unsere Not-Generalversammlung plus Wahl), dass der unseren 70 Jahre alten Klub endlich ohne Behinderung durch Covid und all ihren Mutanten in die Zukunft führen möge. In die Gerhard Niederhuber, sein fossiler Vorgänger, nunmehr nur als „Grünzeug“-Redakteur führen sol I – So lange es sein Alter und sein Gesundheitszustand möglich machen.

Doch jetzt zum Klub der Rapidfreunde selbst: Deren Hauptziel war und ist es auch weiterhin, vornehmlich die Jugend des SCR finanziell und ideell zu fördern. Das gelang in den letzten beiden Jahren nicht, weil wir unseren – noch verbliebenen – Mitgliedern aus bekannten Gründen nur mehr unser Informationsblatt in die Hande legen konnten, aber keine unserer einst so gut besuchten Versammlungen, weshalb wir es für unschicklich hielten, sie um Spenden für die Nachwuchsfeier Rapids zu bitten. Außerdem gab es ja eh keine solchen, auch aus bekannten Gründen…

Dennoch und in der Hoffnung, dass es ab 2022 wieder um ein „normales“ Jahr gehen wird, wünschen wir den Mitgliedern, Leserinnen oder Lesern oder solchen mit diversen erlaubten Geschlechtern, ein frohes Fest und ein viel, viel besseres Neues Jahr. Unseretwegen soll das für alle gelten, die uns den Rücken gekehrt haben, trotz der Zeile aus der Rapid-Hymne „Egal, wos kummt im Leben, Rapid wird’s immer geben!“

Der Vorstand

CORONA UND EIN LOCKDOWN ZWANGEN UNS ZUR ÜBERFÄLLIGEN GENERALVERSAMMLUNG:
MARTIN REISER IST DER NEUE OBMANN, GERHARD NIEDERHUBER NUMMER 2!

Die nunmehrige „GV“ samt Neuwahl des Vorstands hätte schon im Mai 2020 stattfinden sollen, doch schon damals war sie wegen des ersten Lockdowns verschoben worden. Trotz Corona nervte uns die Vereinspolizei dermaßen, dass wir sie am 15.11.2021 im Rahmen einer außerordentlichen Vorstandssitzung ohne Beisein von Mitgliedern abhalten mussten (Frist: November 2021). Um die vereinspolizeiliche Aufregung zu befriedigen, wurden gewählt:

  • 1. Obmann Martin Reiser,
  • 2. Obmann Gerhard Niederhuber (war seit 1990 der Erste gewesen)
  • 3. Obmann Peter Nowotny,
  • Kassier Clemens Bachmayer,
  • Kassier-Stellvertreter und Schriftführer-Stellvertreter Günter Fabsits,
  • Schriftführerin Janine Kreipl,
  • Vorstandsmitglieder zur besonderen Verwendung vakant, nachdem wir uns von Elfriede Gager und Kurt Vytesnik mit Dank verabschieden mussten;
  • Rechnungsprüfer Franz Hobecker und Gerhard Foller.

Sollte sich jemand an dieser Wahl stoßen, könnten wir ihm bzw. ihr nur raten, sich bei all jenen zu beschweren, die auf die unzähligen Impf-Appelle gepfiffen haben. Wie dem auch sei: Selbstverständlich haben wir auf die Jubilare unter unseren Mitgliedern (50 und noch mehr Jahre bzw. 40 und 20 Jahre bei uns) nicht vergessen: Sie werden dann zu diesen Zeitpunkten ins Klublokal eingeladen, wenn der Coronahorror endlich vorbei sein wird.

Wann, das fragt sich auch der SK Rapid selbst, dessen Hauptversammlung am 22.11.2021 hatte stattfinden sollen, bevor auch sie erneut verschoben werden musste. Bis wann, das wissen die Götter…

RAPID UND DER EFF-EFF-EFFEKT

Didi Kühbauers Nachfolger ist ebenfalls ein „alter“ Grün-Weißer: Ferdinand, kurz „Ferdl“ genannt, trug die Farben des SCR zwischen 2001 und Sommer 2005, als er mit seinem legendären Kopf-Schulter-Kopftor das späte 1:0 in der Südstadt erzielte und so viel zum 31. Titel beitrug; insgesamt bestritt er 80 Punktespiele und erzielte fünf Tore, bevor er sich nach Innsbruck absetzte – na ja… Jedenfalls ist der 42-Jährige Familienvater (drei Kinder) kein Neuling mehr in Hütteldorf, wo er sich alsbald fast so heimisch fühlte wie im steirischen Vorau. Ihn erwarteten sofort schwierige Aufgaben: Die Austria begann das 334. Derby mit einem BIitz-1:0, wurde dann aber weitestgehend in die Statistenrolle gedrängt, trotzdem gab es mit dem 1:1 erneut keinen Derbysieg in Hütteldorf. Den muss der Ferdi sich so bald wie möglich holen, schließlich hat er ja für anderthalb Jahre plus Option unterschrieben.

Spiel Nummer 2 glich einer Sisyphusarbeit: Das Heim-EL-Spiel gegen Gent hatte Rapid durch ein spätes Tor mit 0:1 verloren. Wollte man in Europa weiterkommen, müsste man in Gent gewinnen. Auswärtssiege sind heuer nicht unbedingt Rapids Spezialitäten, dennoch erarbeitete Feldhofer mit seinen Kickern einen Matchplan, den die vor der Pause wie aus dem Eff-Eff beherzigten und sogar auch nachher, als sie sich der belgischen Angriffe ebenfalls wie aus dem Eff-Eff entgegenstemmten – 1:0 und besagtes Weiterkommen, wenn auch „nur“ in der Conference League, wo es keine schlechten Gegner geben wird.

Aufgabe Nummer 3: erster Auswärtssieg in der Bundesliga! Der gelang Rapid just in der Südstadt, so sehr das auch den Herzog-Andi magerIte. Dessen Truppe setzte daher auf Rapids Müdigkeit und war bis an die Haarspitzen topmotiviert. Dennoch und auf Kosten von sechs Gelben Karten bezwang der SCR den beherzt zur Sache gehenden Gegner. Für all das Chapeau, meine Herren!
Somit sieht die ADMIRAL-Tabelle bis zum 11./12.2.2022 so aus:

1. Salzburg 18/45 (42:12)
2. Sturm    18/31 (37:26)
3. WAC      18/31 (31:28)
5. Rapid    18/24 (27:27)… 

Zwischen Platz 6 (Ried) und 9 (LASK) liegen nur vier Punkte. Und: In den vier Partien bevor die Tabelle und die Punkte geteilt werden, wird Rapid auf die Bullen (H), Sturm (A), WSG Tirol (A) und Klagenfurt (H) treffen. Um vom Cup-Viertelfinale gegen Hartberg (H) am 5.2. gar nicht zu reden.

In Anbetracht dieser vielen „Schicksalsspiele“ hoffen wir auf Ferdis Eff-Eff-Effekt auch 2022 sowie auf mehr Zuschauer, aber viel weniger Verletzte. In diesem Sinn: Prosit Neujahr!

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 15.RUNDE (20.11.): ALTACH (H) 1:0 (0:0)

Vorweg: Zwei Tage zuvor hatte Rapids TV-Team unter Lukas Marek im Klublokal der Rapidfreunde anlässlich deren 70. Bestandsjahrs eine Folge gedreht, die am 19.11. auf W24 zu sehen war. Und kurz vor Steffen Hofmanns erstem Spiel als Betreuer neben Thomas Hickersberger ehrten SCR-Boss Martin Bruckner und Geschäftsführer Christoph Peschek den Jubilar, vertreten durch Obmann Martin Reiser und Schriftführerin Janine Kreipl, durch die Übergabe eines Ehrentellers und eines Leiberls mit der Nummer „70″. Bevor Rapid im Spiel 1 nach Didi Kühbauer leider die gleichen Schwachen wie unter ihm zeigte: Sekunden nach dem Anpfiff schaufelte Kara einen Nachschuss über das Vorarlberger Tor, bevor die Partie immer dürftiger aussah. Bis der auch sonst starke Stojkovic eine gelungene Aktion mit seinem allerersten Tor für Rapid auch gleich nach dem Wiederanpfiff für das verdiente 1:0 sorgte, das Kara kurz vor Schluss hatte ausbauen müssen, doch sein Elfer wurde Casalis relativ leichte Beute. Wohin sind die „Hütteldorfer Kanoniere“ verschwunden? Selbst gegen zehn Altacher blieben die weitestgehend unsichtbar…

EL, 5.RUNDE (25.11.): WEST HAM (H) 0:2 (0:2)

Rapids 300. Europacupspiel musste wegen der hohen Infektionszahlen vor leeren Tribünen abrollen. Es verkam zum harmlosen Freundschaftsmatch zweier B-Teams, das die Londoner verdient gewannen, während Rapid nur zwei Halbchancen vorfand (Fountas schoss knapp übers Kreuzeck, Arases Möglichkeit wurde vom Gästekeeper mühelos entschärft). Dass es beim neuerlichen 0:2 blieb, konnten wir Gartler verdanken. Barisic nannte die Darbietung unserer Truppe „brav“, die trotz allem noch eine Chance auf die drittklassige Conference League hatte – falls sie in Genk gewinnen würde.

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Aiwu, Moormann; Petrovic, R.Ljubicic (90./+1 Grahovac); Arase (75. Ballo), Knasmüllner (59. Grüll), Fountas (90./+1 Strunz); Kitagawa (59. Kara)
  • Tore: Jarmolenko (39.), Nobile (45./2, Elfer)
  • Gelbe Karten: keine
  • Weststadion, Iwanow (Russland)
  • EwkiL: Spielbericht

BL, 16.RUNDE (28.11.): RIED (A) 2:2 (1:1)

Ried zum 13. Mal ungeschlagen, Rapid als einzige Mannschaft auswärts sieglos und ohne vier Innenverteidiger, aber trotz alledem bot sie eine starke Leistung, die freilich ohne Glück verlief: Beim 1:1 prallte die Kugel nach einem Corner (auch ein grün-weißes Handicap!) von Stojkovics Hüfte ins eigene Tor, Grüll rannte allen davon, scheiterte aber an Sahin-Radlinger und Reiner, bevor er die Innenstange traf (39.), und das vermeintliche 2:2 von Kara wurde vom VAR aberkannt (Grahovac behinderte Sahin-Radlinger angeblich), bevor Knasmüllners weiteres Kopfballtor zählte, Fountas‘ Schuss geblockt wurde und R.Ljubicics nur ins Außennetz köpfelte. Auch wenn Gartler einige Male ähnliche Glanztaten wie Sahel-Radlinger auf der Gegenseite setzte, Rapid gab 24 Schüsse ab und hätte sich den Dreier gewiss verdient. Nachher lüftete Barisic endlich das Geheimnis: Ferdinand Feldhofer (42) ist Didi Kühbauers definitiver Nachfolger!

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Aiwu, Moormann, Auer; Grahovac, R.Ljubicic; Schick (65. Fountas), Ballo (65. Knasmüllner), Grüll; Kara (89. Arase)
  • Tore: Stojkovic (26., Eigentor), Mikic (71.); Kara (11.), Knasmüllner (84.)
  • Gelbe Karten: Seiwald; Grüll, Stojkovic
  • Ried, C.Jäger
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • Ried: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 17.RUNDE: (5.12.): AUSTRIA (H) 1:1 (1:1)

50. Sekunde: Die grün-weiße Abwehr verschlief eine violette Hereingabe komplett, und es stand 0:11 Dieses lachhafte Gegentor pushte den FAK aber gar nicht, vielmehr trieb es Rapid zu einer unerschrockenen, aggressiv-offensiven Reaktion, die Feldhofer, ihren Trainer, sehr zufrieden stellte. Glück für die Austria mit dem erneut überzeugenden Goalie Pentz, dass sie nur durch Karas diesmal souverän verwandelten Elfer (R.Ljubicic war gefoult worden) einen Treffer erhielt. Zumal weder dem schussfreudigen Fountas noch Knasmüllner (toller Freistoß an die Latte, 42.) vom Schussglück verwöhnt wurden. Nach Seitenwechsel kam der FAK plötzlich wieder auf, aber „Krieger“ Stojkovic konnte gleich zu Beginn das 1:2 verhindern. Rapid hatte zwar nicht mehr den Biss wie zuvor, blieb jedoch feldüberlegen, aber am Ende stand es einmal mehr unentschieden, und Rapid konnte auch im 334. Derby in Hütteldorf nicht gewinnen.

  • SCR: Gartler; Stojkovic (80. Schick), Aiwu, Moormann, Ullmann; Petrovic, R.Ljubicic; Fountas, Knasmüllner (76. Arase), Grüll (70. Kitagawa); Kara (81. Strunz)
  • Tore: Kara (25., Elfer); Braunöder (1.)
  • Gelbe Karten: Aiwu, Fountas; Djuricin, Martel, Demaku, Grünwald, Ohio
  • Allianz-Stadion, Altmann
  • Austria: Bericht ·
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

EL. 6-RUNDE (9.12.): GENK (A) 1:0 (1:0)

Zu den vielen Langzeitverletzten gesellten sich Hofmann (Corona) und die angeschlagenen Fountas plus Kara (ab 40.). Trotz alledem erfüllte die von Feldhofer großartig eingestellte Kampfertruppe in Grün-Weiß den Matchplan hundertprozentig, vor der Pause erst recht: hochmotiviert, Anfriffspressing und Torgefahr. Diesbezüglich kam das Trio Grüll, Schick und Schütze R.Ljubicic diesem Wunsch perfekt nach. Gent, immerhin Belgiens Zweiter und zweitreichster Klub, kam mit dem 2,01-Meter-Sturmtank Onuachu und viel Willen, um womöglich sogar noch Gruppenzweiter zu werden, aufs Feld und ließ kaum mehr Hütteldorfer Offensiven zu, vielmehr geschah fast alles vorm und im SCR-Strafraum. Aber auch in dieser Hinsicht entsprach die gesamte Mannschaft „Ferdls“ und unseren Wünschen. Daher konnte sie sich über das Überwintern im Europacup freuen, das dann in der Conference League stattfinden wird, aus welcher ein anderer Wiener Verein bereits im Sommer ausgeschieden war. Gratulation zur kämpferischen Leistung vom Pauli, dem Keeper mit der steirischen Bierruhe, über den Emanuel (eine super Idee, den aus der Südstadt zu holen) bis zum Oliver usw., usf.

  • SCR: Gartler: Stojkovic, Aiwu, Moormann, Ullmann (89. Dijakovic); Petrovic, R.Ljubicic (75. Grahovac); Schick, Knasmüllner (46. Kitagawa), Grüll (75. Auer); Kara (40. Strunz)
  • Tor: R.Ljubicic (29.)
  • Gelbe Karten: Onuachu, Cuesta; Moormann, Ullmann, Strunz, Grüll, Stojkovic, Gartler
  • Genk Arena, Martins (Portugal), 10.000 (darunter 150 SCR-Fans)
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Genk: Bericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht ·
  • Uefa: Spielbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 18.RUNDE (12.12.): ADMIRA (A) 2:1 (1:1)

Am Ende musste der höchst erboste Admira-Coach Herzog (Ausschlussfoul Aiwus?) ja doch anerkennen, dass Rapids erster Auswärtssieg kein unverdienter war. Nach Fountas‘ tollem Solo-1:0 kurz vorm 1:1 (Rapids 13. Gegentor nach einem Standard!), landete gleich nach dem Wechsel R.Ljubicics Kopfball an der Latte (Rapids 10. Pfostentreffer!), aber auch Andis Burschen visierten durch Mustapha das Aluminium an. Dass die naturgemäß frischeren Heimischen gegen die nach dem Fight in Genk so viele weitere (Halb-)Chancen bekamen, lag daran, dass die SCR-Defensive nicht perfekt performte. Gleiches galt auch für die Angreifer: Im Finish spurtete Arase alleine auf Leitner zu, stolperte über die eigenen Beine, und Kitagawa schoss die Kugel übers leere Tor. Wie gut, dass Kara rechtzeitig zur Stelle war: Er wuchtete die Flanke von Fountas, des mit Abstand besten Rapidlers, per Kopf in die Maschen. Und wie gut, dass Ferdl Feldhofer das Glück nach Hütteldorf zurückbrachte: Weder in der Euro-League noch in der Bundesliga wurde ein spätes Gegentor kassiert. Wenn er dann auch noch die Schwächen bei gegnerischen Frei- oder Eckstößen ausmerzen könnte, dann wäre noch mehr gewonnen!

„MR. GRÜNZEUG NR. 627“: EMANUEL AIWU

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Von seiner „Rutschpartie“ in der Südstadt, seiner alten Heimat, und der dort drohenden Rot-Gefahr abgesehen, vertrat der 20-jährige Ex-Admiraner Emanuel Aiwu den langzeitverletzten Leo Greiml perfekt, und das sagt alles. Denn Letzterer war im Herbst 2021 der beste Rapidler.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Ercan Kara 25. (FAK): Koya Kitagawa 50. (Admira)

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

15.RUNDE (19.11.): AMSTETTEN (A) 2:5 (2:1)

  • Orgler; Eggenfellner. Velimirovic, Dijakovic (46. Tambwe-Kasengele); Fallmann, Oswald (83. Binder), Kanuric (86. Ekiz), Hajdari; Zimmermann (83. Savic), Strunz, Wunsch (74. Bosnjak)
  • Tore: SchelInegger (16., 90./+2), Aili (67.), Feiertag (82., Elfer), Frederiksen (86.)
  • Rote Karte: Velimirovic (80., Torraub)
  • Amstetten, F.Jäger, 800
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

16.RUNDE (27.11.): ST.PÖLTEN (H) 0:1 (0:0)

  • Orgler; Eggenfellner, Bosnjak, Dijakovic (46. Tambwe-Kasengele); Sulzbacher (59. Fallmann), Oswald (89. Binder), Kanuric (81. Ekiz), Hajdari; Wunsch (89. Tepecik), Zimmermann, Strunz
  • Tor: Llanez (85.)
  • Allianz-Stadion, Ristoskov
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

RESÜMEE

Rapid II gestaltete den Auftritt bei den heuer so starken AMSTETTNERN lange Zeit sehr ausgeglichen, aber nur bis zu Velimirovics Ausschluss, dem die miserabelste aller miserablen Viertelstunde folgte.

Es dauerte bis zur 86. Minute, ehe ST.PÖLTEN die vielen, oft geradezu unglaublichen Ballverluste von SCR II selbst in der Abwehr nutzen konnte. Trotzdem hatte Tambwe-Kasengele noch nach dem späten 0:1 ins Gästetor schießen können – aber eben NUR fast. Und so gab es einen Schritt in Richtung Abstiegszone. Zum Vergleich: Vor einem Jahr brachte es die junge grünweiße Truppe nach 16 Runden auf 15 Punkte, was den vorletzten Rang ergab. Heuer ist die Platzierung um einiges besser, allerdings nicht wirklich beruhigend.

Herbst-Endstand der 2. Liga

 1. Lustenau  16/38 (28:13)
 2. Liefering 16/35 (35:16)
 3. FAC       16/31 (25:11)
11. SCR II    16/16 (20:32)
14. Dornbirn  16/12 (20:37), das ware die Platzierung für den Abstieg, falls es überhaupt einen geben würde…

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

WM-Quali: Am 15.11. schlug die Foda-Truppe mit Grüll, der neben Arnautovic Österreichs Bester war und sich ein Tor verdient hatte (in 81. Minute gegen Kara ausgewechselt) Moldawien mit 4:0 (2:0) nach Treffern von Arnautovic (2, 1 Elfer), Trimmel und D.Ljubicic. Kurios, dass die alle beim SCR gespielt hatten, sogar der „Arni“, der als Bub auch bei der Austria, der Vienna und dem FAC gekickt hatte, bevor er nach Holland übersiedelte. Wie dem auch sei: Sieger der Gruppe F wurde Dänemark (27 Punkte. 30:3 Tore) vor Schottland, Israel und Österreich (16 Punkte. 19:17)

U21-EM-Quali: Das 1:3 (0:2) in Ried gegen Kroatien mit N.Hedl, Aiwu und Auer war einigermaßen unglücklich. Tor: Schmid.

Mit Kevin Wimmer, also einem weiteren Innenverteidiger, durfte Rapid heuer nicht mehr rechnen, denn der wurde am 15.11. an der Leiste operiert.

WM-Quali laut Auslosung vom 26.11.: Österreich gastiert am 24.3.2022 in Wales; bei einem Sieg würde es daheim gegen den Sieger aus Schottland gegen die Ukraine gehen – das alles aufgrund unserer Platzierung in der Nations League.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Martin Reiser, Obmann Stellvertreter:  Gerhard Niederhuber, Peter Nowotny, Kassier: Clemens Bachmayer), Schriftführerin: Janine Kreipl, Kassier. und Schriftführer-Stv. Günther Fabsits.
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ fiala . cc · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-626
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF-Format zur Verfügung

Admira-Rapid

Admira-Rapid

2021-12-12, 1:2 (1:1), 18. Runde, BSFZ-Südstadt, 3.000, Gishamer

In der ersten Halbzeit gab die Admira den Ton an, Rapid konnte sich aus der Einschnürung nicht befreien, und der Zuschauer fragt sich, ob das tatsächlich die Kräfteverhältnisse waren – immerhin hatte Rapid am Donnerstag wieder ein schweres Auswärtsspiel zu bestreiten – oder man die Heimmannschaft gewähren lässt und alles auf eine Gelegenheit zu einem Konter wartet. Und so war es auch! Hundertprozentige Effizienz in der ersten Halbzeit: ein Schuss, ein Tor. Aber die Admira glich nach wenigen Minuten aus. Dass Rapid das Spiel noch gewinnen könnte, war zur Pause ziemlich unwahrscheinlich.

Doch die Kabinenansprache von Trainer Ferdinand Feldhofer dürfte geholfen haben, und wir sahen in der zweite Halbzeit eine offensiver eingestellte Mannschaft. Weil aber immer noch kein Tor gelang, kamen in der 57. Minute Kara und Petrovic statt Knasmüllner und Ljubicic. Es dauerte nur 6 Minuten, und Ercan Kara gelang das entscheidende Tor zur Führung nach einer Maßflanke von Taxi Fountas.

Die Admira machte in Folge mächtig Druck, und bei einem Konter rettete die Stange, allerdings gab es auch für Rapid einen Stangenschuss zu vermelden. Ein weiteres Tor für Rapid wurde wegen Abseitsstellung aberkannt. Der starke Druck der Admira eröffnete weitere Konter-Chancen für Rapid, die aber allesamt ohne Torerfolg blieben.

Bei den Gelbe Karten liegt Rapid bei diesem Spiel klar mit 6:1 voran. Andi Herzog merkte nach dem Spiel an, dass es für manche Einlagen der Rapidler eine Rote Karte hätte geben müssen.

Trainerwechsel

Für uns war der Trainerwechsel überraschend und erschien zuerst nicht zwingend. Wahrscheinlich gab es dafür Gründe, die auch der Presse nicht bekannt waren. Umso aufmerksamer beobachteten wir die Reaktion der Mannschaft und die Maßnahmen des neuen Trainers. Aufgefallen ist die frühe Einwechslung von Kara in der 57. Minute, die tatsächlich den entscheidenden Impuls gebracht hat.

Was aber noch mehr beeindruckt hat, ist die freundschaftliche Nähe, die sich “der Ferdl” in diesen erst drei Spielen bei den Spielern erarbeitet hat. Schon beim Spiel gegen Genk gab es eine sehr herzliche Szene, als Aiwu den Trainer spontan umarmt hat. Es erinnert an Szenen, die wir zuletzt bei Zoki gesehen haben, und das ist schon lange her. Ein Bild davon wurde in Facebook gepostet, ist aber leider in dessen Tiefen verschwunden. Und diese Szene wiederholte sich mit Stojkovic nach dem heutigen Admira-Spiel. Dass wir das überhaupt sehen konnten, lag daran, dass der Trainer mit der Mannschaft zur Haupttribüne kam, und da ist ebenfalls ein Novum. Weiters ermunterte er die Mannschaft, länger zu verweilen. Ein neuer, freundlicher Stil! Möge das neue Team Erfolg haben!

Ambiente

An diesem Sonntag durften überraschenderweise 4.000 Zuschauer teilnehmen, und wir können froh sein, dass es ein nahegelegenes Auswärtsspiel war, denn es gab kein Problem, Karten zu bekommen. Bei einem Heimspiel wäre man auf Losglück angewiesen gewesen. Schließlich kamen 3.000 Besucher in die Südstadt. Nach Favoriten verirrten sich auch nicht mehr Zuschauer. Auch in Klagenfurt wurde die erlaubte Höchstzahl mit 850 Zuschauern nicht ausgeschöpft.

Mit Glühwein konnte man die winterlichen Temperaturen gut bekämpfen.

Bild

Hannes und der “Grüne” Franz aus Purgstall
Verabschiedung (beachte ganz links den Trainer)
Aufwärmen
Freistoß in der zweiten Halbzeit (beachte den Ball vor dem Tormann)
Arnold, Christian und Florian

Links

Trainerkarussell

Trainerkarussell

Wir “Teamchefs” meinen viel zu wissen, und vielleicht stimmt das ja auch, allein wir wissen alles erst im Nachhinein, weil wir angesichts der Wirkungen von vorangegangenen Entscheidungen urteilen.

Es beginnt bei der Interpretation eines Spieles in den zahlreichen “Hätti-wari”-Kommentaren, wenn wir also im Nachhinein wissen wollen, was ein Spieler/ein Trainer hätte besser machen können. Dabei wissen wir ja gar nicht, was bei dieser alternativen Entscheidung sonst alles passiert wäre. Wesentlich ist, dass wir eine Handlung sehen, zu der sich der Spieler wenigstens eine halbe Sekunde vorher hat entscheiden müssen und unsere Erkenntnis bereits die Wirkung der Entscheidung miteinschließt.

Genauso verhält es sich – etwas verlangsamt – mit Entscheidungen der Führungsetage. Einmal entschieden, gibt es kein Zurück mehr; “was liegt, das pickt”, auch wenn es sich einige Tage später als eine fatale Fehlentscheidung erweist. Und die Entscheidungen bezüglich des Trainerpostens bei Rapid waren von ziemlichen Fehleinschätzungen geprägt. Und immer noch leiden wir an der “Erbsünde” der Kündigung von Zoki beim Einzug ins neue Stadion, und es fühlt sich wie ein Fluch an, den abzuschütteln schwerfällt. Man vermisst Kontinuität und erlebt durch Panik getriebene Entscheidungen, weil mit jedem weiteren Schritt in die Mittelmäßigkeit die Marketing-Botschaft “Rekordmeister” immer mehr ins Wanken gerät.

Was im Geschäftsfeld “Wirtschaft” Jahr für Jahr so positiv dargestellt werden kann, gelingt im Geschäftsfeld “Sport” weniger überzeugend. Wirtschaft ist leichter planbar, aber im Sprot gilt: “Erfolg is a Vogerl”.

Bevor wir uns dem Trainerkarussell bei Rapid annähern, werfen wir einen Blick auf andere Amtsträger.

Amtszeit von Präsidenten

  • Ein Bundespräsident ist im Schnitt 8 Jahre im Dienst. (Zwischen 1919 und 2021 zählen wir 96 Jahre und 12 Bundespräsidenten.)
  • Ein Rapid-Präsident hat dagegen eine mittlere Amtszeit von etwa 4 Jahren (30 Präsidenten in 123 Jahren).
  • Ein Bundespräsident erlebt daher im Mittel zwei Rapid-Präsidenten.

Amtszeit eines Trainers

  • Ein Bundeskanzler ist etwa 2,6 Jahre im Amt.
  • Ein Trainerjob ist ebenfalls keine Lebensstellung – sieht man von Sir Ferguson bei Manchester United einmal ab. Im Durchschnitt konnte sich in den letzten 20 Jahren ein Trainer bei Rapid zwei Jahre halten, und er absolvierte dabei 98 Spiele. Über die ganze Rapid-Geschichte war die Dienstzeit eines Trainers 2,5 Jahre
  • Ein Rapid-Trainer ist etwa so lang wie ein Bundeskanzler im Amt.
  • Ein Rapid-Präsident erlebt zwei Trainer.

So ein Trainerjob kennt typischerweise zwei Szenarien an seinem Ende:

  • die Kündigung durch den Verein
  • die Kündigung durch den Trainer, meist in Folge einer Berufung zu höheren Aufgaben

Jedenfalls ist die Amtszeit eines Trainers bei einem bestimmten Verein keine Lebensstellung, es ist ein Job mit absehbarem Ende. Hat ein Trainer das Glück, dass der Sportdirektor ihm Spieler zur Verfügung stellt, die eine Meisterschaft entscheiden können, dann war der Trainer ein guter Trainer, in allen anderen Fällen wird der Trainer aus Panik gekündigt – so scheint es. Gute Beispiele sind die Meistersaisonen 2004/05 mit Hofmann/Ivanschitz und 2007/08 mit Hoffer/Maierhofer. Dass die Kündigung mit der Leistung des Trainers im Zusammenhang steht, ist nur ganz selten der Fall. Am ehesten könnte man die Rolle des Trainers mit der des “Sitzredakteurs” im 19. Jahrhundert vergleichen.

Sitzredakteur

Als “Sitzredakteur” nannte man früher jenen Mitarbeiter einer Zeitungsredaktion, der im Impressum als “Für den Inhalt verantwortlich” angegeben war. Tatsächlich hatte er die Aufgabe, stellvertretend für seine Kollegen Strafen abzusitzen, die sich aus publizierten Artikeln ergaben, die der Obrigkeit nicht gefallen haben.

Eine vergleichbare Funktion könnte man einem Fußballtrainer zuschreiben. Er wird gekündigt, wenn die Ergebnisse nicht passen, obwohl die Gründe oft ganz woanders liegen.

Rapid-Trainer seit 2001

Punkte Spiele Trainer
1,65    90    Durchschnitt
---------------------------
1,79   210    Pacult         +
1,77   151    Barisic        -
1,73    67    Djuricin       -
1,66   141    Kühbauer       ~
1,64    25    Büskens        -
1,61   154    Hickersberger  +
1,61    82    Schöttel       -
1,13    32    Matthäus       -
1,09    23    Zellhofer      -
0,88    17    Canadi         -

Meistertrainer werden abgeworben (+), die meisten anderen werden gekündigt (-). Didi wird bei Rapid immer willkommen sein. (~)

Im Schnitt absolviert ein Trainer bei Rapid 90 Spiele und erreicht dabei 1,65 Punkte.

Die Ansprüche steigen. In der Vor-RB-Ära konnte man mit 1,61 Punkten Meister werden (Hickersberger). Mit diesem Punkteschnitt wird man heute gekündigt.

Ein Trainer mit “Legendenbonus” hat es leichter. Gogo, der Vorgänger von Didi, wurde mit heute respektablen 1,73 Punkten vom Block in die Wüste geschickt. Diesen Punkteschnitt erreichte Didi punktuell, doch über alle Spiele gemittelt liegt Didi mit 1.66 Punkten klar hinter Gogo.

MTTF / MPTF

Als MTTF (Mean Time To Failure) bezeichnet man im Lebenszyklus eines Produkts jene Zeit, die bis zum Ausfall eines Produkts vergeht. Übertragen auf den Fußball könnte man sagen, dass die Mittlere Zeit bis zum Scheitern eines Trainers bei Rapid etwa 90 Spiele beträgt, schwankend zwischen 151 (Barisic) und 17 (Canadi).

In Anlehnung an dieses MTTF könnte man ein MPTF als die Mittlere Punktezahl bis zum Scheitern eines Trainers bei Rapid bezeichnen. Sie beträgt 1,65 Punkte, schwankend zwischen 0,88 (Canadi) und 1,77 (Barisic)

Grafische Darstellung des Erfolgsverlaufs im Allianz-Stadion

Trainer im Allianz-Stadion

Bilder: EwkIL (außer Feldhofer)

Eigentlich gehört Zoki nicht auf dieses Bild, da er aber der Ausgangspunkt des Trainerkarussells im Allianz-Stadion ist und hier zum Vergleich herangezogen wird, ist er als erster mit dabei.

Erfolgsverlauf

In den folgenden Saisonübersichten wird der gefühlte Erfolgsverlauf durch einen Kurvenzug (grün, rot) dargestellt. Die horizontale blau-strichlierte Linie ist ein Erfolgsmittelwert (-100%…+100%). die Balken auf der Grundlinie sind die Zuschauerzahlen (grün: heim, braun: auswärts) und die “Kugerln” an der Mittellinie sind die Tore (grün, oben: Rapid, schwarz, unten: Gegner). Auf der Mittellinie wird das Resultat symbolisiert: rot: Niederlage, gelb: Unentschieden und grün: Sieg.

In der Beschriftung steht der/die Trainer, sowie der Erfolgsmittelwert, gemittelt über alle Ergebnisse der Saison. Zum Vergleich: Die Meistersaison 2004/05 wurde mit 40%, die Saison 2007/08 mit 22% Erfolgsmittelwert abgeschlossen. Die erste Saison im Allianz-Stadion war eine der wenigen Saisonen in der Rapid-Geschichte mit einem negativen Erfolgsmittelwert.

Kommentar

In der Planungs- und Bauphase des neuen Stadions konnte Zoki unbeschwert arbeiten, die Entscheidungsträger waren mit Planungsarbeiten beschäftigt. Die Platzierung konnte sich sehen lassen. Doch dann wendete sich das Management dem sportlichen Geschehen zu und wollte – angesichts der zukünftig zu erwartenden Mehreinnahmen – mehr als nur den zweiten Platz. Zoki wurde ein Opfer der Fehleinschätzung der Wirkung des Zaubertranks “neues Stadion” und “Geld”.

Rapid hatte durch den Stadionbau Aussicht auf ein größeres Budget und konnte damit höhere Gehälter bezahlen, bessere Spieler holen. An dieser Stelle kann man einen Spruch von Frank Stronach abwandeln: “Geld ist nicht alles, man muss es auch richtig arbeiten lassen“: Denn falsch eingesetzt, verpufft das Geld, ohne irgendeine Wirkung gezeigt zu haben. Soforthilfe versprechen leistungsstärkende Verpflichtungen, aber es muss auch die richtige Wahl getroffen werden. Die Liste ist lang: Jelic, Traustason, Guillemenot, Ivan, Pavlovic, Badji, Kitagawa… Die teuren Verpflichtungen erwiesen sich in der Mehrzahl als wenig wirkungsvoll, sodass der Beobachter den Eindruck haben musste, dass vieles auch durch Eigenbauspieler hätte bewerkstelligt werden können. Statt eines Höhenflugs leitete das neue Stadion eine bis heute andauernde Talfahrt ein, und brachte einen bei Rapid bis dahin nicht gekannten Trainerverschleiß.

Büskens folgte seinem Vorgänger wegen des vermeintlich zu geringen Erfolgs. Der Punkteschnitt von Büskens entsprach aber wahrscheinlich dem Leistungsvermögen der damaligen Mannschaft, entsprach aber nicht der Erwartungshaltung des Präsidiums und auch nicht der des Publikums. So einträchtig alle der Meinung waren, dass seine Kündigung richtig war, so falsch war die Entscheidung. Der geringe Erfolg war wie eine Kränkung der Rapid-Seele, “da muss doch mehr möglich sein”, meinte man. Doch es kam noch schlimmer.

Für die Verpflichtung von Damir Canadi wurde Rapid von der Fachpresse beglückwünscht, doch nur sein guter Ruf bewahrte ihn vor einem vorzeitigen Hinauswurf, sein Punkteschnitt war der niedrigste in der Rapid-Geschichte. Eine 0:3-Auswärts-Niederlage gegen Ried und die Gefahr eines Abstiegs waren denn doch zu viel, man zog die Notbremse. Aus der Sicht eines Beobachters war diese Kündigung die einzige, an der der Trainer auch selbst massiv mitgewirkt hat. Alle anderen Kündigungen hätte man sich ersparen können. Es soll nicht unvergessen bleiben, welche Zufälligkeiten zu einer solchen Trainerbestellung führen. Canadi war ein angesehener Trainer, brachte er doch die Mannschaft von Altach weit nach oben in der Tabelle. Canadi bestellte jenen Kollegen zu seinem Co-Trainer, der sein Altach in einer Cup-Begegnung besiegte: den Trainer von Ebreichsdorf Goran “Gogo” Djuricin.

Gogo wurde zum Nachfolger von Canadi. Man hat ihm nicht viel zugetraut, war er doch nur ein ehemaliger Regionalliga-Trainer, doch die Ergebnisse unter Gogo konnten sich sehen lassen. Unmittelbar nach dem Trainerwechsel am Ende der Saison 2017/18 machte sich ein deutlicher Trainereffekt bemerkbar. Gogo schaffte den Klassenerhalt. In Verlauf der Saison zeigte der Stürmer Giorgi Kvilitaia mit 11 Toren allein im Sommerhalbjahr seine Qualitäten. Er schoss damit Rapid auf den dritten Platz und sicherte damit auch die Teilnahme am internationalen Bewerb. Doch Kvilitaia verließ Rapid, und es gab keinen adäquaten Ersatz. Es kam, wie es kommen musste, die Ergebnisse waren am Beginn der Saison 2018/19 durchwachsen und nach der dritten Niederlage in Folge und massivem Druck seitens der organisierten Fanszene war Schluss. Diese Kündigung wurde unter dem Druck des Blocks ausgesprochen – aber sachlich begründet war sie nicht.

Ich kannte Didi Kühbauer nicht aus seiner Glanzzeit bei Rapid in den 1990er-Jahren, sondern nur als Spieler und Trainer bei anderen Vereinen. Bei mir hatte er keinen Legendenbonus und daher hatte ich überhaupt kein Verständnis für die Kündigung seines Vorgängers, weil Gogo das Opfer einer weniger konkurrenzfähigen Mannschaft war. Wäre nämlich tatsächlich Gogo an den Ergebnissen schuldhaft beteiligt gewesen, hätte man das nach dem Trainerwechsel sofort sehen müssen (so wie das nach Canadi der Fall war).

Die Ergebnisse unter Didi blieben gleich durchwachsen wie bei seinem Vorgänger, einen Trainereffekt gab es nicht. Mehr noch, Didi hat in seiner ersten Saison alle möglichen Ziele verpasst: die Meistergruppe, den Cup, den internationalen Platz. Dafür kehrte unter Didi Ruhe ein, es gab keine Kritik, auch wenn schlecht gespielt wurde und auch, wenn Didi nie den Punkteschnitt seines Vorgängers erreicht hat. Immerhin beendete Didi die beiden folgenden Saisonen mit einem beachtlichen zweiten Platz.

Mit dem Ende der Saison 2020/21 erlebten wir einen Stimmungswandel in der Mannschaft, der möglicherweise durch die Verhinderung von Abgängen hervorgerufen wurde. Die Stürmer konnten an ihre Vorjahresform nicht anknüpfen, die Torquote war sehr gering und daher der Misserfolg die logische Folge. Man könnte meinen, dass diese “Trotzphase” der Spieler irgendwann vorbei sein müsste, doch können die schlechten Ergebnisse durchaus ihre demotivierenden Nachwirkungen gehabt haben. Weiters muss man bedenken, dass es keine leichte Sache ist, vier Innenverteidiger vorgeben zu müssen, was sich auch in der hohen Zahl an Gegentoren in dieser Saison zeigt. Und dass die Doppelbelastung ein wesentlicher Faktor sein kann, könnte man mit einem Blick auf den Klassenprimus und seinem letzten Spiel gegen Klagenfurt bestätigt sehen. Schließlich wissen wir alle, wie nachteilig für Rapid viele Entscheidungen in den Meisterschaftsspielen gefallen sind (Elfmeter, VAR). Seitens der organisierten Fanszene gab es keinen Druck auf die Entscheidungsträger.

Alles das müsste man bei einer solchen schwerwiegenden Entscheidung dem Trainer gutschreiben. Dennoch dominierte dort offenbar die Panik vor einem eventuellen Nicht-Erreichen der Meistergruppe, und man suchte das Heil in einem Trainerwechsel, dessen Notwendigkeit sachlich unbegründet scheint.

Auch mit Didi sollte es nicht gelingen, im neuen Stadion Fuß zu fassen und eine Vertrautheit zu entwickeln, die im Hanappi-Stadion selbstverständlich geworden war. Diese Vertrautheit der alten Heimat beruhte auf Erfolgen, an die im neuen Stadion nur höchst selten angeknüpft werden konnte. Symptomatisch dafür ist die lange Zeit nicht gewonnener Heim-Derbys.

Ob wir mit dem erfrischenden Stil im Spiel gegen Ried bereits eine Wirkung der Interimstrainer gesehen haben? Wir werden es nie erfahren, ein einzelnes Spiel sagt gar nichts, un der Neue ist schon da. “Ferdl”, der neue Trainer, hat bereits kommenden Sonntag die Chance, als jener Trainer gefeiert zu werden, der als erster Erfolg in einem großen Wiener Heim-Derby hatte. Wer weiß, vielleicht bringt die Hand des neuen Trainers Rapid dorthin, wohin Rapid gehört: an die Spitze. Als Spieler hat er es schon geschafft!

Als Anhänger von Rapid wünschen wir unserem neuen Trainer einen Erfolg im Derby als Einstandsgeschenk an den Verein, und möge er nicht wie seine Vorgänger gekündigt, sondern im Gegenteil befördert werden, sofern das bedeutet, dass er als ein erfolgreicher Trainer in die Folge der Rapid-Trainer eingereiht wird.


Bin ich froh, dass ich nicht über den Verbleib eines Trainers entscheiden muss! Ich behaupte aber, dass bei vielen dieser Entscheidungen gegen einen Trainer die geringe Punkteausbeute allein dem Trainer angelastet wurde und eventuelle andere nachteilige Randbedingungen zu wenig berücksichtigt wurden. Schließlich sind wir hier wieder am Anfang dieses Artikels: im Nachhinein ist man im Fußball immer gescheiter!

Termine

Termine

Do 2021-12-02 19:00 Rapid-Stammtisch "10 Jahre Rapideum" RapidTV
Di 2021-12-14 19:00 Fanklub Weihnachtsfeier
Sa 2021-12-18 15:00 Abholung BW-Kalender
Sa 2021-12-18 20:15 Andy Mareks Weihnachtsshow W24
So 2021-12-19 20:15 Andy Mareks Weihnachtsshow SchauTV
Fr 2021-12-24 11:00 Andy Mareks Weihnachtsshow Puls 24
Do 2022-01-06 15:00 Punschstand Tornados
Fr 2022-01-07 15:00 Punschstand Tornados  
Sa 2022-01-08 15:00 Punschstand Tornados 

GRÜNZEUG-626

Grünzeug-626

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/NOVEMBER 2021/Nr.625/Versand 22.11.2021, Postamt 1120

WIR WURDEN AM 9. NOVEMBER 2021 70 JAHRE ALT!

Anlässlich dieses runden Geburtstags drehte am 27.10. ein grün-weißes Kamerateam unter Führung von Lukas Marek in unserem Klublokal einen Bericht, übergab unseren Obmännern Gerhard Niederhuber, Martin Reiser und Peter Nowotny einen Dress mit der Rückennummer „70“ und ließ sich Auskünfte über die Gründung des Klubs der Freunde des S.C. Rapid sowie dessen Aktivitäten geben. Zu sehen sollte das in der „Rapid-Viertelstunde“ auf W24 sein.

Bei dieser Gelegenheit sagte Marek uns zu, dass wir (Stichwort: Corona, Corona ohne Ende) die nächste Versammlung im Beisein von Mitgliedern zu günstigen Gelegenheiten in Rapids Rekordmeisterbar abhalten können. Zeitpunkt: Anfang 2022! Wir werden unsere Mitglieder pünktlich informieren. Bis dahin auf Wiedersehen!

Vorausgesetzt natürlich, ob und wie es die Corona-Zahlen erlauben werden…

Titelbild des Beitrags ’70 Jahre “Klub der Freunde des SRC”‘

DANKE, DIDI!

Unseres Erachtens: Wenn ein Trainer seiner Mannschaft beweisen könnte, was es bedeutet, ein Rapidler zu sein, dann wäre das dieser Dietmar Kühbauer. Und der könnte ihr auch sagen, warum die Zuschauer(innen) in der 75. Minute urplötzlich zu applaudieren beginnen. Jedenfalls nicht, um eine Viertelstunde zu sehen, die uns heuer schon 13 Punkte kostete -Wahnsinn! Und ihrem Trainer den Job. Laut SCR-Präsidenten hätte auch die Funktionärsspitze auf eine weitere lange Zusammenarbeit mit Kühbauer gehofft. Der laut Bruckner ein Vorzeige-Rapidler ist und bleibt.

Doch da gab es zuletzt das 1:4 in Wolfsberg, bei dem die grün-weiße Truppe alles zeigte, was Rapidler nicht auszeichnet. Das beanstandete sogar ein 20-Jähriger wie der „frischg’flachte“ Emanuel Aiwu, eigentlich eine Schande für die gestandeneren Kollegen! Wie dem auch sei, Kühbauer konnte mit seinen Ideen bei der Mannschaft nicht mehr durchdringen, warum auch immer.

Daher musste Sportchef Barisic dem alten Freund notgedrungen den Stuhl vor die Türe setzen und dessen Vertrauten, Manfred Nastl, ebenfalls. Zu den Nachfolgern zählen interimistisch Thomas Hickersberger sowie Ikone Steffen Hofmann. Wer den beiden fix folgt, das wissen wir vielleicht bei Erscheinen dieser Nummer. Wer auch immer es sein wird, dem Didi Kühbauer rufen wir ohne jede Einschränkung zu: „Danke, Didi! Du hättest dir bestimmt ein schöneres Ende deiner 37-monatigen, von zwei zweiten Plätzen und zwei Europa-League-Teilnahmen gekrönten Trainerkarriere in deinem geliebten Hütteldorf verdient!“ als diesen miserablen Tabellenstand nach 14 Runden der ADMIRAL-Liga:

1.Salzburg 14/38 (34: 9)
7.Rapid    14/16 (21:23)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

Das musste sich der Verfasser vor dem Kommentar über den wichtigen EL-Sieg gegen Kroatiens Doublegewinner Dinamo Zagreb von der Seele schreiben: Fünf Tage zuvor gab es
die Blamage gegen zehn Klagenfurter (1:1 im Finish), aber trotzdem beharrt er auf dieser Meinung: Wäre Karas 2:0 nicht dem I-Tüpferlreiter Rene Eisner zum Opfer gefallen (Grülls „Foul“ ereignete sich in 25 Meter Entfernung), hätte Rapid vermutlich gewonnen, und niemand wäre auf den Gedanken gekommen, die Mannschaft derartig zu verdammen! Nun aber zurück zum Dinamo-Match:

EL, 3.RUNDE (21.10.): DINAMO ZAGREB (H) 2:1 (2:1)

Ja, das war wieder Rapid! Nach fünfminütiger Überlegenheit der Gäste legte Rapid – auch nach der Verwirrung vorm 1:1 – eine großartige erste Halbzeit hin, die vor allem von Arase (tolle Vorbereitung vorm 1.0), Grüll, der das Führungstor erzielte und Hofmanns Kopftor per Freistoß auflegte, sowie von besagtem Hofmann, der sicher eine ganz andere Ansicht über Rapids Performance als nach dem 1:1 am Wörthersee hatte, im turbulenten Finish leider aber einen Nasenbeinbruch erlitt. Unter anderen gefiel auch Kara mit viel Zweikampfstärke und Laufarbeit, aber seine Schussstiefel hatte er leider in der Kabine gelassen (drei Riesenchancen vergeben). Nach dem Wechsel übernahm Dinamo das Kommando, aber Greiml, Hofmann & Co. standen nun wie eine Mauer, sodass Gartler keinerlei Probleme hatte. Daher hieß es in der EL-Gruppe II so:

1. West Ham 3/9 (7:0)
2. Zagreb   3/3 (4:4)
3. Rapid    3/3 (2:2)
4. Gent     3/3 (1:6)
  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml, Hofmann (90. Wimmer), Ullmann; Aiwu, R.Ljubicic; Arase (88. Schick), Fountas (70. Ballo), Grüll; Kara (88. Kitagawa)
  • Tore: Grüll (9.), Hofmann (34.); Orsic (24.)
  • Gelbe Karten: Greiml, Hofmann, Wimmer (auf der Bank), Kitagawa; Andric, Baturina, Tolic, Misic
  • Weststadion, Frau Monzul (Ukraine), 22.300 (ohne die Impfverweigerer und -verweigerinnen – trotzdem: „Rapid Wien, Lebenssinn“?)
  • Dinamo: Bericht · Vorbericht ·
  • EwkiL: Bilder · Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 12.RUNDE (24.10.): HARTBERG (A) 1:1 (1:0)

Sollten wir unsere Mannschaft schon wieder verdammen? Jedenfalls verplemperte sie in den bisherigen zwölf Partien nicht weniger als 13 eigene Führungen, was exakt 13 verjuxte Punkte ergab. Wozu es zu 26 statt lediglich 13 Zählern gekommen wäre – unglaublich! Rapid dominierte leicht und locker und ging nach tollen Passbällen von R.Ljubicic und dann Kara durch Fountas in Führung. Nach der Pause gab es einen Riss im Mannschaftsgefüge. Greiml, der beste Feldspieler des SCR, erlitt einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung, und das versetzte Rapid einen Schock, trotzdem hätte man das 1:0 über die Runden bringen können, zumindest bis zur gottverdammten 97. Minute – der x-te Wahnsinn in der absoluten Entscheidung…

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml (53. Schick), Aiwu, Ullmann; Grahovac, R.Ljubicic; Ballo (82. Oswald), Fountas (72. Knasmüllner), Grüll (82. Auer); Kara (72. Kitagawa)
  • Tore: Rotter (90./+7); Fountas (11.)
  • Gelbe Karten: Avdijaj, Rotter; Grahovac, R.Ljubicic
  • Hartberg, Gishamer, 4.469
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

ÖFB-CUP, ACHTELFINALE (28.10.): AMSTETTEN (A) 3:0 (2:0)

Didi bot jede Menge Reservisten auf, trotzdem wurde es diesmal kein Zittersieg über den tüchtigen Zweitligisten, den Kapitän Grahovac mit seinem nächsten tollen Freistoßtor besiegelte. Nicht zuletzt verdankte Rapid den verdienten Sieg aber auch dem Gartler-Pauli samt seinen Glanzparaden. Noch mehr auf sich aufmerksam machte jedoch Fountas, der nach schöner Kombination das 2:0 schoss, vor dem er, einen Gegner gefoult hatte. Der gute Taxi ist zwar ein kleines Schlitzohr, aber das war gewiss keine Absicht.

  • SCR: Gartler; Schick, Stojkovic, Aiwu (61. Moormann), Auer; Grahovac, R.Ljubicic (62. Knasmüllner); Ballo, Fountas (77. Strunz), Grüll (81. Ullmann); Kara (62. Kitagawa)
  • Tore: Kara (13.), Fountas (27.), Grahovac (55., Freistoß)
  • Amstetten, Altmann, 2.797
  • Amstetten: Bericht ·
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 13.RUNDE (31.10.): LASK (H) 3:2 (1:1)

Erst vor und nach Karas 1:1 konnte eine bis dahin fast inexistente Rapid gegen den Letzten aus Linz immer öfter reüssieren. Ein Glück, dass der an sich sehr schwache Schiedsrichter Stojkovics Begehr nach einer VAR-Entscheidung über sein Nicht-Foul nachkam und es dafür weder einen Elfer noch eine Gelbe gab. Aber R.Ljubicics Rote nach seinem Gerangel mit Renner blieb aufrecht – absolut dumm, lieber Robert! Die Partie war nach Karas tollem Kopfball und Grülls Superfreistoß ja gewonnen, obwohl der LASK einmal mehr das letzte Wort sprach, es dennoch aber keine SCR-Niederlage in der Schlussviertelstunde gab, hurra! Trotzdem konnte Ljubicic sich nicht beherrschen: zwei Spiele Sperre, davon eines auf ein halbes Jahr bedingt. Und: Schade, dass sich das auch gegen den WAC auswirken wird, zumal Greiml der Mannschaft auch gegen den LASK schmerzlich abging und das auch noch sehr lange tun wird…

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Aiwu, Hofmann (46. Schick), Ullmann; Grahovac, R.Ljubicic; Arase (72. Ballo), Fountas (90./+1 Auer), Grüll; Kara (86. Moormann)
  • Tore: Kara (41., 78.), Grüll (86., Freistoß); Goiginger (18.), Luckeneder (89.)
  • Gelbe Karten: Michorl, Schlager, Luckeneder, Renner (nach Spielschluss)
  • Rote Karte: R.Ljubicic (Tätlichkeit nach Spielschluss)
  • Allianz-Stadion, Kijas, 11.900
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Bericht · Bilder · Spielbericht ·
  • LASK: Bericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Stadionzeitung · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

EL, 4.RUNDE (4.11.): DINAMO ZAGREB (A) 1:3 (1:2)

Superpass von R.Ljubicic, Superheber Knasmüllners und 1:0 (8.), doch von nun an ging’s bergab, vor allem wegen Rapids ellenlanger Verletzungsliste, die sich um Stützen wie Fountas und Stojkovic (Muskelprobleme) vermehrte. Bevor Martin Moormanns Kopfverletzung sie noch steigerte -das „Gesicht“ der Abwehrprobleme in Grün-Weiß: Hofmann mit Maske plus Aiwu mit Turban. Immerhin: Leopold Querfeld (17), der erst im Sommer aus der U18 zur 2. Mannschaft aufstieg, legte eine manierliche Talentprobe hin. Zwischenfrage: Was ist eigentlich mit Wimmer los? Mit der SCR-Offensive war bis auf Kitagawas Halbchance jedenfalls kaum mehr was los. Dennoch nahm Kühbauer Grüll und Kara relativ früh aus dem Spiel – Schonung fürs Match in Wolfsberg?

  • SCR: Gartler; Aiwu, Hofmann, Moormann (21. Querfeld), Ullmann; Grahovac (81. Bosnjak), R.Ljubicic; Arase (46. Schick), Knasmüllner, Grüll (69. Ballo); Kara (69. Kitagawa)
  • Tore: Petkovic (12.), Andric (34.), Sulato (83.); Knasmüllner (8.)
  • Gelbe Karte: Theophile-Catherine
  • Maksimir-Stadion, Beaton (Schottland), 7.800
  • Dinamo: Bericht · Vorbericht ·
  • EwkiL: Bilder · Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 14.RUNDE (7.11.): WAC (A) 1:4 (1:2)

Ein „Spiel“, ein Wort: Blamabel!

SCR: Gartler; Stojkovic, Hofmann, Aiwu, Auer; Grahovac (69. Oswald); Schick, Knasmüllner (46. Ballo), Grüll (69. Arase); Fountas, Kara (90./+1 Strunz)


„MR. GRÜNZEUG NR. 626“: MARCO GRÜLL

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

In seinen letzten sechs Partien auf Rapids Trainerbank musste Didi Kühbauer nicht weniger als 25 Akteure aufbieten, von denen Marco Grüll der mit etwas Abstand auf Robert Ljubicic Stärkster war. Besonders herausragend war sein Superfreistoß gegen den LASK. Schließlich zeigte sich auch der ÖFB-Trainer von Marcos Darbietungen überzeugt.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

  • BL-Spiel: Kelvin Arase 75. (WAC)
  • EC-Spiel: Christoph Knasmüllner 25. (Zagreb)
  • „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

12 .RUNDE (23.10.): DORNBIRN (H) 1:1 (0:1)


13 .RUNDE (29.10.): LAFNITZ (A) 2:4 (1:3)

  • Unger; Velimirovic (80. Binder), Querfeld, Eggenfellner; Fallmann (62. Zwickl), Bosnjak, Kanuric (75. Tambwe-Kasengele), Savic (75. Zahirovic); Wunsch, Zimmermann, Strunz (75. Tepecik).
  • Tore: Siegl (16.), Fuchshofer (26.), Lichtenberger (42.), Wendler (90.+1); Zimmermann (9.), Binder (90.)
  • Lafnitz, F.Jäger, 400
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

14 .RUNDE (7.11.): YOUNG VIOLETS (H) 2:1 (0:0)

  • Orgler; Eggenfellner, Velimirovic, Dijakovic; Zwickl, Wunsch (75. Tambwe-Kasengele), Kanuric (86. Ekic), Tepecik (46. Savic), Hajdari; Kitagawa (86. M.Ibrahimoglu), Zimmermann (81. Fallmann)
  • Tore: Zimmermann (56.), Kitagawa (72.); Hahn (58.)
  • Allianz-Arena, Barmaksiz, 700
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

RESÜMEE

Nun erhofften wir gegen DORNBIRN, den Vorletzten, wieder auf drei Punkte, aber der hatte bessere Chancen und ging gleich nach der Pause verdientermaßen in Führung. Doch je länger die Partie dauerte, desto besser wurde Rapid, aber es reichte nur zu Strunz‘ Ausgleichstreffer. Schade!

In Lafnitz ging unsere „Zweite“ wieder einmal in Führung, aber nach Binders Kopftor zerstörte der Wendler die allerletzten Hoffnungen. Doch: Eine Niederlage bei diesem Zweitliga-Spitzenteam war gewiss keine Schande.

Das 2:1 über die YOUNG VIOLETS war Rapids allererster Derbysieg über die Austria seit Bestehen des Allianz-Stadions. Der Erzrivale war vorerst die bessere Mannschaft, doch nach der Pause war der SCR II die klar stärkere Truppe und gewann durch Kitagawas herrliches Tor letztlich verdient.

Stand der 2.Liga vom 7.11.

 1.Lustenau 14/34(34:12)
10.Rapid II 14/16(18:26)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Wie fast immer ist Rapids Ausfallsliste ziemlich umfangreich: Um von Dibon und Schobesberger (kommt gelegentlich bei der „Zweiten“ zum Einsatz) gar nicht zu reden. Weitere Namen: Wimmer, Arase und Sulzbacher, um nur einige zu nennen. Zwei Profis stehen dem Trainer zusätzlich längere Zeit nicht zur Verfügung: Dejan Petrovic wurde durch ein Brutalo-Foul des Ex-SCR-Nachwuchskickers Thorsten Mährer ein Außenbandriss im rechten Knöchel zugefügt, der zwar nicht operiert wurde, ihn aber zu einer wochenlangen Pause zwang. „Nasenbeinbruch-Spezialist“ Maxi Hofmann erlitt gegen Dinamo Zagreb schon seinen dritten, aber das war ja fast ein „Klacks“: Leo Greiml, sein Nebenmann in der Innenverteidigung, zog sich in Hartberg einen Kreuzbandriss zu sowie eine Meniskusverletzung im rechten Knie, Pause so etwa ein halbes Jahr. Sportchef Barisic: Leo verkörpert alle Rapid-Tugenden, er wird besser zurückkommen, als er es jetzt schon war“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Etwas Erfreuliches, das die Gebrüder Ljubicic betrifft: Dejan, der Ältere, spielte mit dem 1.FC Köln gegen Leverkusen 2:2 und kam ins „Kicker“-Team der Runde, während Robert, der Jüngere, mit Rapid ebenfalls remisierte (blödes 1:1 in Hartberg), aber von der Kronen Zeitung ins „Team der Runde“ berufen wurde. Wie vielen Brüderpaaren ist so etwas in zwei verschiedenen Ländern schon gelungen?!

Weil sie in London in Raufhändel verwickelt waren, mussten Rapids Fans in Belgrad daheimbleiben. Dafür wurde über den Klub eine Geldstrafe verhängt, die zuletzt auf 30.000 Euro reduziert wurde – danke, ihr Fans!

Nach kleinem Minus wurde bei einem Umsatz von 40,5 Millionen Euro für 2020/21 mit einem Plus von 0,7 Millionen abgeschlossen – immerhin!

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmann Stellvertreter: Martin Reiser, Obmann Stellvertreter: Peter Nowotny, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ fiala . cc · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-625
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF-Format zur Verfügung

Rapid-Altach

Rapid-Altach

1:0 (0:0), Allianz-Stadion, 8.900, Manuel Schüttengruber

Immer wenn ein Trainer geht, schaut man gebannt auf das Verhalten der Mannschaft. Man erwartet eine positive Veränderung, gemessen am Ergebnis. Doch es war nicht so. Kein besonderer Unterschied zu den Spielen mit Didi. Keine auffälligen Torchancen in der ersten Halbzeit und wenn, dann waren es Chancen der Gäste.

Wahrscheinlich spielt unsere Erwartungshaltung uns einen Streich. Die Statistiken der Bundesliga zeigen nämlich eine klar dominante Heimmannschaft: Ballbesitz 72:28, Torschüsse 8:1, Passquote 85:66, Eckbälle 5:2.

Am Beginn der zweiten Halbzeit, eine Premiere. Ausgerechnet der Defensivspieler Filip Stojkovic erzielte das spielentscheidende 1:0 aus spitzem Winkel. Irgendwie erinnerte das auch an unseren heutigen Gast, Markus Heikkinen. denn auch dieser war nicht gerade ein Goalgetter.

Das Publikum vermisste den letzten Willen der Mannschaft, durch ein zweites Tor den Sieg abzusichern. So musste man bis zur Nachspielzeit bangen, ob nicht durch einen Last-Minute-Treffer des Gegners der Erfolg verloren geht, ähnlich wie bei der Niederlage im Hinspiel, wo gegen

Der durch eine rote Karte dezimierte Gegner – ein Bischof sah Rot – stand sehr diszipliniert in einer 4-4-1-Formation und machte es den grün-weißen Angreifern schwer. Die Überlegenheit in den Statistiken konnte nicht auch in Tore verwandelt werden. Kara verschoss einen Elfer.

Mit diesem Sieg landete Rapid vorläufig am 5. Tabellenplatz, wird aber einem bei einem Sieger im Spiel Klagenfurt-Austria von diesem überholt. Nur bei einem Unentschieden in dieser Begegnung würde Rapid diesen 5. Platz behalten.

Wir wünschen dem neuen Trainerteam Steffen Hofmann und Thomas Hickersberger viel Erfolg in den kommenden Wochen.

Ambiente

2-G-plus-Regel

Am Spieltag galt in Wien die 2G-plus-Regel, d.h. man brauchte einen Grünen Pass und zusätzlich einen PCR-Test. Wir gingen bereits am Freitag früh in eine nahegelegene Apotheke. Die Tests langten erst am Samstag 15:00 am Handy ein. Es war zwar nicht die Regel, aber bei unserem Eingang wurde das Test-Zertifikat gar nicht verlangt, 2G hat genügt.

Diese 2-G-plus-Regelung vor dem 3-wöchigen Lockdown führte zu der ziemlich geringen Zuschauerzahl von nur 8.900. Zum Vergleich waren die Zuschauerzahlen der Heimspiele gegen Altach vor der Corona-Pandemie: 12.800, 13.500, 15.200, 21.600, 16.174.

Einladung aller Fanklubmitgleder

Bei diesem Spiel wurden den Fanklubs Freikarten für jene Fanklubmitglieder eingeladen, die selbst kein Abo haben. Seitens EwkiL:Rapid beteiligten sich Elnaz, Saeed, Ferdinand und Miguel.

Ultras, wieder an Bord

Die Ultras beendeten ihren Maßnahmen-Protest und beteiligten sich wieder aktiv am Spiel und titelten

“Ein Jahrzehnt Geschichte, Werte und Inspiration – ois Guade, Rapideum”

“Echte Rapidler sind bei uns immer willkommen! Danke für alles, Didi

Transparent “Curva Nord Matteo Bagnaresi”

Am 30. März 2008 starb Matteo Bagnaresi mit 28 Jahren auf einem Autobahnrastplatz in der Nähe von Asti. Er war mit seinen Boys Parma auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Turin und wurde von einem Reisebus überfahren. Ihm zu Ehren heißt die Kurve “Curva Nord Matteo Bagnaresi”.

70 Jahre “Klub der Freunde de SCR”

Stellvertretend für den “Klub der Freunde des SCR” nahmen Janine und Martin die Ehrung aus Anlass des 70. Geburtstags des Vereins von Christoph Peschek und Martin Bruckner entgegen. Unser Transparent wurde mit einem “70-er”-Aufkleber versehen. Details zur Entwicklung des Klubs siehe Beitrag “70 Jahre ‘Klub der Freunde des S.C. Rapid'”.

Markus Heikkinen

Lukas begrüßte Markus Heikkinen unterstützt vom Sprechchor des Blocks als Gast bei diesem Spiel. Sein letztes Spiel für Rapid war am 26.5.2013 ein 3:0 gegen Ried (Torschützen: Louis Schaub, 2 und Terrence Boyd; Rote Karte für Markus Heikkinen in der 90. Minute). Rudi Edlinger ehrte Markus bei Spielbeginn für seine 84 Spiele und 5 Tore für Rapid, assistiert von Ivica und Martina. Markus war zwei Mal Gast beim Klub der Freunde, am 13. Februar 2012 und am 8. April 2013. Wir amüsierten uns über seinen “trockenen Humor”. Er konnte die lustigsten Anmerkungen mit todernster Mine vortragen.

Unsere heutigen Trainer Thomas Hickersberger und Alexander Steinbichler waren auch damals schon im Betreuerteam.

Ich selbst erinnere mich mit einer gewissen Wehmut an unsere damaligen privilegierten Sitzplätze auf der Südtribüne, die es erlaubten, sehr schöne Bilder von den Spielen zu machen. Mehr noch, mein Eindruck ist, dass wir es im neuen Haus immer noch nicht geschafft, haben das Flair der alten Hütte “Gerhard-Hanappi-Stadion” nachzubilden.

Bilder

Janine und Martin und die Gratulanten Christoph und Martin zum “70er” des “Klub der Freunde des SCR”
Fanklub-Gäste Saeed und Elnaz
Transparent mit “70er”-Aufkleber
Rudi Edlinger verabschiedet Markus Heikkinen (26.5.2013)

Links

Stammtisch

Stammtisch

Ambiente

Am Donnerstag, 18. November, am Vorabend der dreitägigen 2-G-plus-Regel trafen sich geimpfte Rapidler im Gösser-Bräu zu Ottakring zur letzten Veranstaltung bis Mitte Dezember. Das Gösser-Bräu ist im Erdgeschoß eines Nebengebäudes der früheren Tabakfabrik Ottakring eingemietet. Die 2G-Kontrolle wurde am Eingang professionell mit der “Green-Check”-App durchgeführt. Der Gastraum war durch zahlreiche Strahler in grünes Licht getaucht. Wir haben bei unserer Bestellung nur mehr Restplätze reservieren können und saßen in einem getrennten Gastraum und hatten nur eine akustische Verbindung zur Bühne. Der Klub der Freunde war mit 3 Tischen durchaus gut vertreten. Kulinarisch war der Abend ein voller Erfolg. Ob das Fleisch des Rindsgulaschs ein “Wodschunken” war, erfuhren wir zwar nicht, das war aber auch egal, weil es einfach hervorragend geschmeckt hat.

Gösser-Bräu mit Rapid-Dekoration

Gäste

Neben Moderator Lukas, kamen auch Robert Racic, Helmut Mitter und unser Präsident Martin Bruckner. Weil die Veranstaltung ausgelagert war, durften die Spieler Jonas Auer, Ercan Kara und Leo Greiml nicht persönlich teilnehmen und wurden über Video zugeschaltet. Die Videoschaltung war eine von vielen Corona-Schutzmaßnahme, die sich lohnen. Nicht nur, dass Rapid eine 100%ige Impfquote meldet, fallen unsere Spieler weniger durch Corona-Infektionen aus.

Quiz

Das Rapid-Quiz wurde von Lukas zwar als “leichter” angekündigt, doch ohne die Hilfe von Christian fehlte uns die Expertise in Auswärtsspielen und auch das Glück beim Raten hat uns verlassen. Schließlich wollten wird aber auch den anderen eine Chance geben und freuen uns, dass das Team “Glühwürmchen” an diesem Tag den ersten Preis bekommen hat.

Fragen (siehe EwkiL:Bilder bei den Links )

  1. Bild einer Choreografie (Lok Moskau)
  2. Bild einer Spielerkarte (Karl Brauneder)
  3. Bild eines Auswärtsstadions (Rotterdam)
  4. Bild einer Zigarettenschachtel (Ernst Happel)
  5. Geburtsort von Ercan Kara (Ottakring)
  6. Ergebnis des Spiels gegen Arsenal 1953 in Brügge (6:1)
  7. Begräbnisstätte von Dionys Schönecker (Baumgartner Friedhof)
  8. Europäische Torschützenkönig im Europapokal der Landesmeister (Peter Pacult)
  9. Wie oft wurde Walter Zeman mit Rapid österreichischer Meister? (8)
  10. Wie viele Gelbe Karten bekam Leo Greiml in seine bisherigen Spielen für Rapid? (25)
  11. Wie viele Tore erzielte Antonín Panenka für Rapid? (77)
  12. Wer war der häufigste Gegner von Zoran Barisic in dessen Zeit als Trainer bei Rapid? (Didi Kühbauer)

Links

70 Jahre “Klub der Freunde des S. C. Rapid”

70 Jahre “Klub der Freunde des S. C. Rapid”

Am 13. November 1951 wurde der Verein “Klub der Freunde des Sportclub Rapid” gegründet. Heute jährt sich die Gründung unseres Vereins zum 70. Mal.

In den Nachkriegsjahren war eine Mitgliedschaft bei Rapid nur einem illustren Kreis zugänglich. Man brauchte zwei Befürworter für eine Mitgliedschaft und die waren nicht leicht zu finden. Gleichzeitig gab es aber den Wunsch der Anhänger nach Kontakt zur Mannschaft, und diese Lücke schloss der neue Verein. Der “Klub der Freunde des S. C. Rapid” nahm damals ziemlich genau die Rolle des heutigen Klubservice ein. Daneben war die Unterstützung der Nachwichsmannschaften das zentrale Anliegen des Vereins und ist es bis heute.

Wir kennen diesen Verein nur mit dem Obmann Gerhard Niederhuber aber es gab schon 8 Obmänner vor ihm. Hier ist eine Darstellung dieses 70-jährigen Zeitraums:

Aus den Anfängen des Vereins ist wenig bekannt. Die ersten Aufzeichnungen kennen wir aus der Festschrift zum 25-jährigen Bestand und dort können wir die damaligen Aktivitäten gut nachvollziehen:

Obmann Fauma

1960eigene Seite im “Sportfunk”
1960-06-07eigene Seite im “Sportmagazin”
1960-03eigener Sektor am Rapidplatz
1961-05Verlosung von Freifahrten und -karten für Auswärtsspiele
1961Sonderzug zum Europacupfinale nach Bern
1961-11-01Zehnjahresfeier mit Conrads, Zaruba, Terkal, Friedrich
1962Leichtathletikveranstaltungen
1964-06Uridil-Gedenkturnier für Juniorenmannschaften
1964-08erstmals in Europa eine Telephonübertragung eines Auswärtstreffens (Innsbruck gegen Rapid) vor 800 Anhängern im “Bayrischen Hof” (mit dem Debüt des Fernsehreporters Stachl)
1965-0893 rote Rosen für Dipl.-Ing. Hanappi im Wiener Stadion
1965-09Ehrung von Dipl.-Ing. Hanappi im “Grünen Tor” vor 800 Anhängern
1966-06Uridil-Gedenkturnier für Juniorenmannschaften
1966-11erstmals 102 Rapid-Nachwuchsspieler versichert
1967-02Sonderzug zum Europacupspiel Bayern-München gegen Rapid
1968-06eigene Klubzeitung

Wenn heute Lukas einen verdienten Spieler vors Mikrofon bittet oder eine Feier moderiert, dann war das damals der “Klub der Freunde”, der diese Aufgabe übernommen hat.

Walter Riemer

Obmann Riemer

Die Postadresse des Vereins war das Cafe Hummel in der Josefstädterstraße 66 im 8. Bezirk. Man traf sich dort wöchentlich am Freitag Abend. Auch heute noch zieren Bilder über Rapid die Gasträume des Cafe Hummel. Mitgliederabende fanden im Restaurant Schlögl in der Sechshauserstraße 7 (besteht nicht mehr) statt.. Obmann war Diplomkaufmann Walter Riemer, der in diesen Jahren die Kommunikation mit den Mitgliedern über “Mitgliederbriefe” abwickelte. Wir besitzen 38 solcher Mitgliederbriefe zwischen 1967 und 1972. Diese Briefe luden einerseits zu den jeweils nächsten Veranstaltungen ein und boten einen Rückblick auf Vergangenes. Hier ist eine Beschreibung, was man damals bei einer Mitgliederversammlung im November 1967 erleben konnte.

Mitgliederbrief vom November 1967

  • Jedem Spieler der Jugendmannschaft wurden Warenbons für das Warenhaus Herzmansky im Wert von 350,- und den Spielern der Schülermannschaft im Wert von 200,- Schilling übergeben. Die vier anwesenden Jugendbetreuer erhielten 880,- Schilling für den Ankauf von Fahrscheinen für die Jugendlichen.
  • Der Spieler Lienhart erhielt ein goldenes Rapid-Abzeichen, weil er am öftesten zum Training erschienen ist.
  • Der Spieler Ewald Ullmann erhielt vom Verein ein Hochzeitsgeschenk.
  • Eine “Schlachtenbummlerfahrt” nach Linz zum Spiel gegen den LASK wurde geplant und dafür wurden unter den Mitgliedern drei Gratiskarten ausgelost.
  • Der 17. Rapid-Ball wurde für 7. Februar 1968 im Grünen Tor, Lerchenfelderstraße 14 (besteht nicht mehr) festgesetzt. Der Verein hat diesen Ball alljährlich für Rapid veranstaltet.
  • Der Spieler und Trainer Leopold Nitsch (Deutscher Meister 1941!) wird anlässlich seines 70. Geburtstags geehrt.
  • Eingeladen war auch Teamchef Alge
  • Fachlehrer Schmid berichtet über das Amateur-Länderspiel gegen die Schweiz
  • Mitglied Bergmann stellt eine knifflige Regelfrage, die von den Mitgliedern diskutiert wird

Mitglied der ersten Stunde war Franz Hobecker (erste Nennung als Vorstandsmitglied im Mai 1968), der später gemeinsam mit seiner Frau Gabriele die Funktion des Rechnungsprüfers übernommen hat und diese bis heute ausübt.

Die erste Nennung von Gerhard Niederhuber ist aus der zweiten Ausgabe der Clubzeitung 1968. Er publiziert ein Gedicht, das uns das damalige Fu0ballfeeling vermittelt:

A Fußboiklub — noamalaweis’ —
hod an gewiss’n Freundeskreis,
etliche Gicka fia de Mätsch,
in seina Kassa a boa Netsch,
an Trähna und an Bresident
(dea oft des gaunze Geaschtl brennt)
und fia de Wadln an Massehr,
so is da Brauch seit oitas hea
Aa Klub is wia da aundare;
nua aana is — dees is ka Schmäh —
mea ois a gwendlicha Verein:
Ea steet am Kontinent allein
med fümfazwanzich Maastatiteln
(und dees gaunz ohne fremde Mitteln!),
med Gicka, de ballestan kennan,
de — meistens — bis zum Umfoin rennan
und med an Auhaung, grea im Bluat —
ob d’Sunn scheint, ob es regna tuat. _
„Wia is dees meeglich?” wean S’ jetzt frogn.
Nau, dees kaunn Ihna i scho sogn:
Dee Maunnschoft, wissen S’, is RAPID
aus Hüttldoaf — ihr güt mein Lied!
Rapidla sei, haaßt kempfn kennan,
haaßt schwitzn, bis zum Umfoin rennan,
haaßt siegn med gerechtn Stoiz.
Jo — d’Greanan san aus eignan Hoiz!
Dee kennan Schraufn aa vaschmeazn
und bleibn imrna grea im Heazn.
Am Fußboiplotz is wia im Lebn:
do muaß a jeda ollas gebn.
Und rennt’s amoi ned, wia ma’s wü —
med letzta Kroft kummst doo zum Zü.
Dees is de gaunze Hexarei;
waun ma dees waaß, is nix dabei.
D’Rapidla wissn’s hoid am bestn,
drum saan’s und bleibn’s stets de Greßtn!
Doch jetzt wü i kaa Zeit valian,
jetzt wü i nua mea gratulian
zum Cup und zu da Maastaschoft,
errungan gaunz aus eigna Kroft!
Wos wiad de Zukunft woi erbringan?
Schee war’s, tät amoi doo erringan
Rapid an klaan Europacup.
Daunn miaßat jeda sogn: „Hut ab!”
Daunn ruafat’s gaunze Landl mit:
„HOPPAUF RAPID! HOPPAUF RAPID!”

Clubzeitung 1968

Im Jahr 1968 versuchte man diese Mitgliederbriefe zu professionalisieren und gab 6 professionell gestaltete und bebilderte Hefte, die “Clubzeitung” heraus. Das Projekt wurde aber eingestellt und wieder durch die früheren Mitgliederbriefe ersetzt. Einer dieser Zeitungen entnehmen wir, dass die Einschreibgebühr 10,- Schilling und der monatliche Beitrag 8,- Schilling betragen hat.

Grünzeug ab April 1973

Im April 1973 übernahm Gerhard Niederhuber die Gestaltung der monatlichen Aussendungen und nannte sie “Grünzeug”. Er war damals Schriftführer und avancierte später zum ersten Stellvertreter des Obmanns. Es dauerte nicht lange, bis Gerhard Niederhuber den heutigen Aufbau der Zeitung entwickelt hat. Aber es sollte noch bis 1991 dauern, bis er auch die Obmannstelle übernehmen sollte.

Festschrift 1976

In der Festschrift anlässlich des 25-jährigen Bestehens im Jahr 1976 wird die Fertigstellung des Klublokals angekündigt. Es gibt Artikel von Walter Riemer, Rudi Flögel, Norbert Hof, Gerhard Niederhuber und anderen. Link zum Dokument

Gerhard Niederhuber

Obmann Niederhuber

30 Jahre lang ist Gerhard Niederhuber nun schon Obmann und er hat in dieser Zeit 625 Ausgaben des “Grünzeug” verfasst. In diesen Jahren hat sich der Verein bedeutend gewandelt. Der frühere Kaffehausverein bekam in Meidling ein eigenes Zuhause und organisiert dort seither regelmäßige Mitgliederversammlungen.

60-Jahr-Feier

Am 10.11.2011 veranstaltete der Verein im “Schutzhaus am Ameisbach” seine 60-Jahrfeier, Anwesend waren Rudolf Edlinger • Herbert Feurer • Rudolf Flögel • Raimund Hedl • Gerhard Höckner • Steffen Hofmann • Alfred Körner • Werner Kuhn • Andy Marek • Martina Mosovsky • Atdhe Nuhiu • Harald Pichler • Peter Schöttel • Thomas Schrammel • Rainer Setik • Mario Sonnleitner. Stargast war Andreas Steppan. Bilder


Der Autor des Tagebuch gratuliert dem “Klub der Freunde” und seinem Obmann für diese historische Leistung der Kontinuität bei der Unterstützung von Rapid:

Interpretation

Ich selbst bin erst seit 10 Jahren Mitglied beim “Klub der Freunde” und mein Eindruck von der Entwicklung des Vereins beruht auf verfügbaren Dokumenten und persönlichen Eindrücken.

Man erinnere sich, dass 1992, also unmittelbar nachdem Gerhard Niederhuber Obmann des “Klub der Freunde” wurde, Andy Marek als Stadionsprecher bei Rapid angeheuert hat. Dieser Umstand hatte auf die weitere Entwicklung des “Klub der Freunde” große Auswirkungen. Wir wissen aus dem Buch von Andy Marek, dass das spätere Klubservice während eines länger dauernden Prozesses entstanden und immer mehr gewachsen ist. Praktisch alle früheren Agenden, für die der “Klub der Freunde” verantwortlich gezeichnet hat, also beispielsweise Ehrungen von Spielern, Weihnachtsfeiern, Auswärtsfahrten, Ballveranstaltungen usw., wurden nach und nach vom Klubservice von Rapid organisiert, sodass der Verein seine gestaltende Rolle in diesen Jahren zunehmend an Rapid abgegeben hat. Der Ausgangpunkt dafür war die “Rapid-Mitgliedschaft für alle” und die Professionalisierung der Mitgliederkommunikation mit dem Ergebnis das wir heute kennen. Andy Marek war aber die historische Leistung des “Klub der Freunde” für Rapid bewusst, und er hat sich immer bemüht, jenen Verein zu unterstützen, der eigentlich der Vorläufer des späteren Klubservice war. Diese durchaus erfolgreiche und freundschaftliche Zusammenarbeit besteht bis heute.

Doppelpass mit Peter Filzmaier

Doppelpass mit Peter Filzmaier

Der Business-Club von Rapid veranstaltet zwei Mal jährlich den “Doppelpass”, einen Netzwerkabend für VIP-Gäste mit einem Vortrag. Es war der erste gemeinsame Abend nach 18 Monaten. Im Frühjahr gab es einen virtuellen “Doppelpass”.

Nach einer Präsentation des Hauptsponsors Magenta sprach Lukas mit Christoph Peschek, Robert Ljubicic, Paul Gartler und Kelvin Arase – auch über das Thema des Tages, das Ende der Ära Didi Kühbauer. Die Spieler wurden nicht müde zu betonen wie wichtig ihnen Rapid wäre, doch klang auch durch, dass nicht immer Einigkeit am Platz ist.

Robert Ljubicic, Paul Gartler, Christoph Peschek, Peter Filzmaier, Kelvin Arase

Unsinn vom unpolitischen Sport

Peter Filzmaier referierte eine dreiviertel Stunde über den “Unsinn vom unpolitischen Sport”.

Die folgenden Stichworte geben einen Überblick über den Inhalt des Vortrags. Sie beziehen sich auf die Abbildungen während des Vortrags und können gemeinsam mir den Bildern gelesen werden (siehe Links).

  • Regenbogen auf Allianz-Arena. Widerspruch zwischen den Satzungen der UEFA und ihrem Verbot, die Regenbogenfarben auf der Allianz-Arena zeigen zu dürfen.
  • Ein junger amerikanischer Funktionär wurde 1936 nach Berlin entsandt, um zu prüfen, was am dortigen Antisemitismus dran sei. Bereits bei den Winterspielen 1936 in Garmisch konnte man extreme Plakate sehen. Doch der Funktionär kehrte mit dem Ergebnis zurück, dass es in Deutschland nicht viel anders als in den USA wäre, wo ja auch den Juden und Schwarzen die Teilnahme am Sport verboten wäre. Dieser junge Funktionär war Avery Brundage, der 34 Jahre später als IOC-Präsident Karl Schranz von den Winterspielen in Sapporo ausgeschlossen hat.
  • Dass Politiker sich gerne als Sportler inszenieren, zeigen Bilder von Alfred Gusenbauer, Jörg Haider, Frank Stronach, Viktor Klima und Erwin Pröll,
  • Warum Politiker Sport lieben? 70% optischer Eindruck, 90% non-verbale Kommunikationselemente und nur 10% gesprochener Inhalt.
  • Wie Arnold Schwarzenegger mit einem Besen in der Hand zum Gouverneur von Kalifonien gewählt wurde,
  • KISS*): Thema und Botschaft von Arnold Schwarzenegger: “Ich habe die Kraft dazu!” (Sportler-Image), “Es gehört aufgeräumt im Staat!” (Besen). Man traut ihm die Aufgabe zu, obwohl er keinerlei Kompetenz in Wirtschaftsfragen besitzt.
  • KISS: Thema und Botschaft von Silvio Berlusconi: Retter des Fußballs (AC Milan) und der Nation (Sportler-Image), Projektion: Azzuri als Gute – oder die bösen Linken. Identifikation des Publikums trotz des extremen Lebensstils des Wahlwerbers: “Das ist ja doch einer von uns”.
  • Der Fußballkrieg zwischen El Salvador und Honduras zeigte, wie aus dem vermeintlich friedlichen Spiel auch eine ernste Auseinandersetzung werden kann. Dieser Konflikt verhinderte auch die Schaffung einer mittelamerikanischen Wirtschaftsunion.
  • Für Politiker sind Sportlerimages wichtig, weil sich die positiven Attribute eines Sportlers auf den Politiker übertragen.
  • Politiker sollten wie Sportler sein: ausdauernd, belastbar, dynamisch, konsequent, entscheidungsstark!
  • In der Realität sind aber Berufspolitiker wegen ihres Arbeitsablaufs schlechte Vorbilder (schlechte Ernährung, wenig Schlaf, Stress, Zeitmangel für Gesundheitsvorsorge und Training)
  • Politiker sollen Sportpolitik machen! Von den Medienkonsument interessiert sich jeder Zehnte 20 Minuten pro Woche für Politik, für Sport aber ungleich mehr.
  • Patriotismus statt Nationalismus. Die Anhänger sollten das eigene Team anfeuern statt den Gegner verteufeln.
  • Wenn sich also Politiker gern auf Sportveranstaltungen zeigen, dann sollen sie für jedes abgedruckte Foto auch eine sportpolitische Maßnahme setzen!

An der etwas langsameren Sprechgeschwindigkeit des Vortragenden konnte man ablesen, dass er diesen Vortrag besonders für diesen Abend zusammengestellt hat, was für das Verständnis durchaus ein Vorteil war.

Herzlichen Dank an Rapid für diesen sensationellen Vortrag!

Beim Verlassen der Veranstaltung bekam jeder Teilnehmer auch ein Getränk sowie einen Magenta-Rucksack mit einigen Goodies. Als sehr praktisch erwies sich ein USB-Kabel mit einer magnetischen Trennstelle. Damit muss man das Kabel für die Verbindung zwischen Handy und PC nicht mehr in die filigrane Buchse am Handy stecken, vielmehr wird dort ein Stecker mit einer magnetischen Rückseite gesteckt, an die das ebenso magnetische Kabel nur mehr angeklipst wird.

Danke Magenta!

Links

Bisherige Berichte über den “Doppelpass”

Aus dem Einladungstext

Das Kernanliegen unseres SK Rapid Business Clubs ist es, Unternehmen innerhalb der großen Rapid-Gemeinschaft zu verknüpfen, Brücken zu bauen und gemeinsam Ziele zu erreichen. Neben dem Besuch der Heimspiele unserer Mannschaft in Hütteldorf und dem damit verbundenen grün-weißen Stadionerlebnis ist auch unsere beliebte Veranstaltungsreihe, der SK Rapid Doppelpass, eine perfekte Plattform, um spannende Persönlichkeiten unterschiedlicher Branchen kennenzulernen und so neue Partnerschaften zu initieren. Wir freuen uns, Sie und Ihre Begleitung hiermit offiziell zu unserer kommenden Netzwerkveranstaltung einladen zu dürfen.

Als Stargast freuen wir uns sehr, den bekannten Politologen und bekenennden Fußballfan Peter Filzmaier in Hütteldorf begrüßen zu dürfen. Peter Filzmaier ist nicht nur politischer Analytiker in diversen Medien, sondern vor allem auch leidenschaftlicher Fußballfan, ambitionierter Hobbyläufer und Autor des Buches „Atemlos: Meine schönsten Sportgeschichten“. Neben einem Vortrag über die Verbindung zwischen Sport und Wirtschaft wird er gerne auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus wollen wir, wie auch schon beim letzten SK Rapid Doppelpass, wieder einigen Mitgliedern unseres SK Rapid Businessclubs die Möglichkeit geben, sich auf der Bühne zwei Minuten lang zu präsentieren, das Unternehmen und die Produkte vorzustellen und somit neue KundInnen innerhalb der Rapid-Familie zu gewinnen. Falls Sie Interesse haben, Ihr Unternehmen an diesem Abend auf der Bühne zu präsentieren, bitten wir um Information im Rahmen Ihrer Anmeldung zur Veranstaltung!

Folgendes Programm haben wir also für Sie vorbereitet:
18:00 Uhr: Einlass, Aperitif sowie eingestellte Vorspeise
19:00 Uhr: Begrüßung
19:05 Uhr: Interview mit GF Wirtschaft/CEO Christoph Peschek und GF Sport Zoran Barisic
19:25 Uhr: Interview mit anwesenden Spielern des SK Rapid
19:40 Uhr: Stargast Peter Filzmaier
20:30 Uhr: Hauptspeise: „​Gansl“-Essen (sowie auch vegetarische Alternative)
21:00 Uhr: „2 Minuten, 200 neue KundInnen“ – Netzwerken beim SK Rapid
21:30 Uhr: Dessert

*) KISS: Es wurde zwar im Vortrag nicht erwähnt, doch dürfte es sich dabei um das Acronym: “Keep It Simple and Stupid” handeln.

GRÜNZEUG-625

Grünzeug-625

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 49.JAHRGANG/OKTOBER 2021/Nr.625/Versand 25.10.2021, Postamt 1120

CUP, UNSER LETZTER AUSWEG?

Nach dem mühsam erreichten Aufstieg im Pokal, den Grüll mit einem Elfmeter in der Verlängerung gegen die Admira erreichte, müssen wir auf den Ausgang der nächsten Partie beim Zweitligisten Amstetten (zwischen 26. und 28.10.) hoffen. Aber: Am 17.7.2014 kam Rapid dort nur durch Dibons spätes Tor weiter, bevor sie am 23.9.2015 schon wieder dort antreten musste. Sonnleitner sah „Rot“ (Torraub, 16.), und Strebinger hielt zwei Elfer – 4:3 im Penaltyschießen! Seither gab es kein solches Duell, doch Vorsicht ist angebracht, obwohl inzwischen schon etliche Jahre vergangen sind. Außerdem würde man früher oder später auf die Salzburger stoßen oder auf deren (ebenfalls starken) Bezwinger…

In der Liga muss der SCR, die Mannschaft mit derzeit zehn verjuxten Punkten nach eigener Führung und der bereits legendären Minus-Viertelstunde, alles versuchen, um nach der 22. Runde wenigstens unter die ersten Sechs zu kommen, um vom seit Jahren geradezu gepachteten zweiten Rang gar nicht zu reden.
Wesentlich weniger darf man an ein Weiterkommen in der Europa League denken, sogar ein weiterer Weg in die Conference League scheint fast fraglich (3. Gruppenplatz!).

Wie das alles weitergeht, das wird bei Erscheinen dieser unangenehmen Nummer ersichtlich sein. Immerhin: Grün ist ja die Farbe der Hoffnung…

ADMIRAL-Bundesliga (Stand vom 17.10.)

1. Salzburg   11/31 (27: 6)
2. Sturm      11/23 (27:13)
3. Klagenfurt 11/14 (17:18)
8. Rapid      11/12 (16:16).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 1.RUNDE (16.9.): KRC GENK (H) 0:1 (0:0)

Vorweg: Strebinger laborierte weiterhin an Schulterblessur, R.Ljubicic auch nicht fit. 1.Halbzeit: faktisches Geplänkel mit starken Verteidigungen. 2.Halbzeit: Die favorisierten Belgier agierten offensiver, Rapid kam auch zu einigen Halbchancen. „Rapid-Viertelstunde“: Die war jahrzehntelang meistens OK., aber in diesem Herbst führt sie ständig zum k.o., auch gegen Genk.

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml (83.Wimmer), Hofmann, Ullmann (74.Auer); Aiwu, Grahovac (58.Petrovic); Arase (58.Schick), Fountas (74.Knasmüllner), Grüll; Kara
  • Tor: Onuachu (90./+2)
  • Gelbe Karten: Ullmann, Aiwu, Greiml, Knasmüllner, Schick; Munoz, Onuachu
  • Weststadion, Tohver (Estland), 18.400
  • EwkiL: Bericht · Bilder · Spielbericht ·
  • Genk: Bericht · Vorbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht · Vorbericht · Vorbericht

BL, 8.RUNDE (19.8.) RB SALZBURG (A) 0:2 (0:0)

Angesichts von Verletzungen und Übermüdungen baute Kühbauer vor dem guten Gartler eine grün-weiße Mauer, die dem Salzburger Abo-Meister bis zur 29. Minute keine Chance gestattete. Nun aber sorgten Referee Hameter und VAR Muckenhammer nach Wimmers Foul, falls dessen Attacke an Adeyemi überhaupt eines war, und minutenlanger Pause für RBs 1:0. „Grünzeug“ hatte schon vor Monaten vor dem VAR gewarnt, vor allem dann, wenn er aus einem solchen Paar gebildet wurde.

  • SCR: Gartler; Schick (78.Arase), Stojkovic, Greiml, Wimmer, Ullmann; Petrovic, Aiwu; Knasmüllner (63.Kitagawa), Grüll; Kara
  • Tore: Aydeyemi (79., Elfer), Aaronson (90./+4)
  • Gelbe Karten: Onguene, RB-Trainer Jaissle; Aiwu, Wimmer, Grüll
  • Red-Bull-Arena, Hameter, 17.218
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • RB: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

ÖFB-CUP, 2.RUNDE (23.9.): ADMIRA (A) 2:1 (1:0, 1:1) n.V.

Nach 8 Minuten hätte Herzogs vehement gestartete Truppe 2:0 führen können, dann aber kam Rapid immer mehr auf und ging durch Ullmanns präzisen 20-Meter-Schuss wie aus dem Nichts in Führung. Die hielt bis zum ebenso ähnlich überraschend gefallenen 1:1 (da sah das sonst so starke Duo Greiml/Hofmann nicht gut aus). Nun aber wurde es ein Kampf wie auf einer schiefen Ebene, den Admira-Keeper Leitner mit irren Paraden bei Kopfbällen von Kara und sogar Arase vorerst beendete. Bis Letzterer im Sechzehner gefoult wurde und Grüll den Penalty supercool verwandelte. Rapids 3:1 vergaben die in Überzahl angreifenden Rapidler in Slapstickmanier. Trotzdem: Es war der letztlich verdiente erste Cup-Sieg über die Südstädter seit 36 Jahren (!) und ein sehr schmerzlindernder auf die Wunden der letzten Partien. Und: Schiri Schüttengruber, auch so ein rotes Tuch für Grün-Weiß, bot eine überragende Leistung, was wir nicht übersehen sollten.

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann (112.Auer); R.Ljubicic (112.Grahovac), Aiwu (69.Petrovic); Schick (69.Arase), Fountas (91. Knasmüllner), Grüll; Kara (91.Ballo)
  • Tore: Mustapha (63.); Ullmann (38.), Grüll (90., Elfer)
  • Gelbe Karten: Malicsek, Kerschbaum, Vorsager, Ostrzolek; Ullmann, Aiwu, Grüll
  • BSFZ-Arena, Schüttengruber, 4.130
  • Admira: Bericht · Vorbericht ·
  • EwkiL: Bericht · Bilder · Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Vorbericht

BL, 9.RUNDE (26.9.): STURM GRAZ (H) 0:3 (0:1)

Eine heiße Partie gegen die vorne und hinten effizienteren Grazer, die aber etwas zu hoch gewannen. Weil der VAR jeweils gegen Rapid entschied, was auch sonst: Er sah Aiwu im Abseits (26.), Yeboa vorm 0:1 jedoch nicht. Und weil gute Schüsse abgeblockt wurden sowie der eifrige Fountas in Rapids Drangperiode aus drei Metern übers leere Tor schoss (62.), bevor R.Ljubicics Bombenfreistoß gehalten wurde. So wiederholen wir das, was wir schon tags zuvor über SCR 11 geschrieben hatten: In grauer Vorzeit wurden die Rapidler als „Kanoniere“ bezeichnet, 2021/22 produzieren sie aber nur Rohrkrepierer – und lagen nach dem Sturm-Match (ohne die überbelasteten Hofmann und Kara sowie den allerdings bestens vertretenen Strebinger) auf dem vorletzten Rang!

EL, 2.RUNDE (30.9.): WEST HAM (A) 0:2 (0:1)

West-Ham-Trainer Moyes bescheinigte Rapid eine „tolle“ Leistung, und die war’s ja auch, wenn man die grün-weiße Darbietung im Angriff unberücksichtigt lässt. Trotzdem stand Grüll vor einem Foulpenalty, aber einen solchen hätte der VAR wohl nur für Salzburg gegeben. Am Ende, also in der nun schon legendären „Rapid-Minusstunde“, hieß es dann 0:2, und das war sehr verdient (z.B. trafen die Londoner vor 1.500 Rapid-Fans schon zu Beginn zweimal das Aluminium). Fazit, die nächste Niederlage und dieser Gruppen-Phase

Zwischenstand

1.West Ham 2/6 (4:0)
2.Zagreb   2/3 (3:2)
3.Genk     2/3 (1:3)
4.SCR      2/0 (0:3)

BL, 10.RUNDE (3.10.): WSG TIROL (H) 5:2 (1:1)

D.Ljubicic, Schaub und Demir waren zugegen, viele Impfverweigerer und -verweigerinnen vom „Block West“ hingegen nicht; die Anwesenden sahen die nächste Fehlentscheidung des VAR gegen den SCR: Oswald hatte den Ball nicht unter Kontrolle, trotzdem zählte Karas 1:0 nicht (17.), Sabitzers 0:1 (echt kein Abseits?) aber sehr wohl. Dann jedoch erwachte Erci aus einem torlosen „Schlaf’ und führte Rapid zu einem wahren Schützenfest im Kampf gegen den letzten Platz. Ob nun das Geschwafel über Didis weitere Cheftrainertätigkeit (gegen die WSG war es sein 100. Auftritt als solcher) endlich zu Ende sein wird? Er jedoch: „Bei Rapid werden die Diskussionen nie enden.“ Kapitän Hofmann: „Wir sind froh, dass wir ihn haben.“ Das ist auch die Meinung des Verfassers, offen gestanden!

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml (80.Aiwu), Hofmann, Ullmann (58.Auer); Petrovic (80.Grahovac), R.Ljubicic; Ballo (71.Schick), Fountas (80.Knasmüllner), Grüll; Kara
  • Tore: Kara (45./+2, 46., 60., Elfer), Grüll (79.), Knasmüllner (90./+3); T.Sabitzer (37.), Petsos (82.)
  • Gelbe Karten: Ballo, Grüll; Klassen, Petsos, Müller, Naschberger
  • Rote Karte: Behounek (65., Unsportlichkeit)
  • Allianz-Stadion, C.Jäger, 10.200
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Bericht · Bilder · Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Stadionzeitung · Vorbericht · Vorbericht ·
  • Wattens: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

BL, 11.RUNDE (16.10.): KLAGENFURT (A) 1:1 (1:0)

Nachdem Ex-SCR-Nachwuchs-Verteidiger Mährer Petrovic mit einem brutalen Foul einen Bänderriss zugefügt und „Rot“ gesehen hatte, wurde Rapid immer überlegener, kam aber nur zum abgefälschten 1:0, weil einmal mehr viele Chancen verhaut wurden, u.a. auch durch Teambaby Grüll (Latte, 62.), der zuvor weitab von Karas vermeintlichem 2:0 Hütter unabsichtlich gefoult hatte. Die Hütteldorfer wollten gegen die zehn Kärntner das knappe Ergebnis in die Kabine bringen, aber Pacult, das alte Schlitzohr, brachte kurz davor drei Nobodys, von denen der Erste namens Jaritz Stojkovic ausdribbelte und der Zweite namens Amanda freistehend das 1:1 schoss. Da wendete sich der Gast (sprich SCR-Fan) mit Grauen ab und Kapitän Hofmann fasste das Geschehen gnadenlos zusammen: „Das ist peinlich, so verblödet, so dumm!“ Wie wahr!

  • SCR: Gartler; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; Petrovic (38.Knasmüllner), R.Ljubicic (68.Aiwu); Ballo (68.Schick), Fountas (77.Grahovac), Grüll (77.Arase); Kara
  • Tore: Amanda (87.); Fountas (37.)
  • Gelbe Karten: Gemicibasi; Fountas, Greiml
  • Rote Karte: Mährer (21., Foul).
  • Wörthersee-Stadion, Eisner, 7.493
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Bilder · Spielbericht ·
  • Klagenfurt: Bericht · Vorbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

„MR. GRÜNZEUG NR. 625“: PAUL GARTLER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Der Chronist hält bekanntlich sehr viel von Richard Strebinger, der sich am 11.9. beim unsäglichen 1:2 gegen die Admira in letzter Minute hartnäckig an der Schulter verletzte. Seither wird der Richi perfekt von Paul Gartler vertreten. Daher möchte ich – auch deswegen – nicht in Didi Kühbauers Haut stecken: Sollte Strebinger endlich wieder matchfit sein und Gartler seine Form behalten, wer würde dann Einsergoalie sein?

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Maximilian Ullmann 75. (Salzburg); Ercan Kara schon am 11.9. 50. (Admira).
BL-Tore: Taxi Fountas 30. (Klagenfurt); Christoph Knasmüllner 20. (Tirol).

EIN BLICK ZU RAPID II

8.RUNDE (19.9.): GAK (H) 2:1 (0:1)

  • N.Hedl; Querfeld, Velimirovic, Moormann (61.Eggenfellner); Sulzbacher, Oswald (76.Kanuric), Bosnjak, Dijakovic; T.Hedl (86.Tepecik), Wunsch (86.Savic), Binder (76.Zimmermann)
  • Tore: Sulzbacher (48.), Wunsch (69.); Gabbichler (29.)
  • Allianz-Stadion, Ristoskov, 370
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Bericht · Bilder ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

9.RUNDE (25.9.): FAC (A) 0:0

  • N.Hedl; Querfeld, Velimirovic, Moormann (71.Eggenfellner); Sulzbacher, Oswald (71.,Kanuric), Bosnjak, Dijakovic; Wunsch
    (83.Savic), T.Hedl (79.Tepecik), Binder (66.Zimmermann)
  • Gelb-Rot: Ungar (79., Foul)
  • FAC-Platz, C.Jäger, 1.187
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

10.RUNDE (2.10.): STEYR (A) 5:2 (2:1)

  • N.Hedl; Eggenfellner, Velimirovic, Moormann; Savic (83.Zwickl), Bosnjak, Kanuric, T.Hedl (83.Nachbagauer); Tepecik (72.Oswald), Binder (46.Zimmermann), Hajdari (59.Tambwe-Kasengele)
  • Tore: Pasic (14., 57.); Binder (18.), T.Hedl (43.), Hajdari (58.), Moormann (63.), Zwickl (86.)
  • Steyr, Heiss, 1.640
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

11.RUNDE (16.10.): INNSBRUCK (H) 0:3 (0:1)

  • Orgler; Querfeld, Velimirovic, Eggenfellner; Savic (74.Zimmermann), Oswald, Bosnjak (46.Kanuric), Hajdari (83.Tambwe-Kasengele); Wunsch, Schobesberger (46.Binder), Strunz (74.Tepecik)
  • Tore: Ronivaldo (14., 54., 84.)
  • Allianz-Stadion, Talic, 380
  • Bundesliga: Spielbericht ·
  • EwkiL: Bilder ·
  • Innsbruck: Bericht · Vorbericht ·
  • Oefb: Spielbericht ·
  • Rapid: Bericht · Mediainfo · Vorbericht ·
  • Weltfußball: Spielbericht

RESÜMEE

Gegen den routinierten GAK war es vorerst wie so oft: Gute Leistung, aber keine Treffer, bis Sulzbacher einnetzte und Wunschs Kabinettstückchen vorbereitete – der erste Sieg seit 3.8.

In grauer Vorzeit wurde Rapid als „Kanoniere“ bezeichnet, 2021/22 werden aber nur Rohrkrepierer produziert: 9 Spiele, 8 Tore, noch weniger erzielte nur der nächste Gegner, der Letzte Steyr (5 Treffer vor dem Duell mit SCR II). So verdankte es die Jovanovic-/Hofmann-Truppe fast nur dem überragenden N.Hedl, dass sie beim FAC ein 0:0 erreichte. Zumal Zimmermann aus fünf Metern nur die Latte traf (85.).

In STEYR trat Rapid II aber doch wieder als „Kanoniere“ auf, obwohl z.B. Wunsch gar nicht mit dabei war! Erstaunlich die Namen der Torschützen, so trug sich auch Debütant Zwickl in die Liste ein, und die Truppe rückte auf Rang 10.

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen! Nachdem Rapid II INNBRUCKS Torjäger Ronivaldo durch Abwehr- und Tormannfehler zum Triplepack „gezwungen“ hatten, hielten sie bei je drei Siegen und Unentschieden sowie fünf Niederlagen bei exakt 12 Zählern aus elf Partien – von der Torbilanz abgesehen dieselbe Ausbeute, wie sie wenige Stunden nachher auch die Profis in Klagenfurt erbeuteten. Beides natürlich enttäuschend.

Stand der 2.Liga am 17.10.

 1.Lustenau 11/30 (31.:10)
11.Rapid II 11/12 (13:20)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am 4.10. fand die 25. Bruno-Gala statt, in deren Mittelpunkt, eh klar, RB Salzburg stand. Immerhin erhielt Ercan Kara für seinen tollen Rückzieher am 27.1. gegen St.Pölten das Prädikat „schönstes Tor“.

WM-Quali: Am 9.10. in Torshavn 2:0 (1:0) gegen die Färöer nach Treffern von Laimer (tolle Vorarbeit Karas) und Sabitzer. Besagter Kara war Österreichs bester Feldspieler und Neuling Grüll saß auf der Bank. Am 12.10. gab es in Kopenhagen ein chancenloses 0:1 (0:0) gegen Dänemark und das mit einem ganz neuen Foda-Feeling: Mit Kara und Grüll standen gleich zwei Rapidler in der Startformation (Ersterer samt Turban bis zur 72. Minute, Letzterer bis zur 83.), aber sie konnten die Offensive der mit vielen Ausfällen kämpfenden Österreicher auch nicht verstärken. Dänemark konnte sich mit 24 Punkten aus acht Partien sowie sagenhaften 27:0 Toren bereits für die Weltmeisterschaft qualifizieren, während wir auf dem 4. Gruppenplatz verharrten (8 Spiele, 11:14 Treffer).

U21-EM-Quali: Hier ist die Tabellensituation nicht ganz so aussichtslos. Immerhin gab es am 8.10. ein 4:0 (2.0) gegen Estland (Adamu scorte zweimal, einmal davon per Penalty, Prass und Seiwald netzten auch ein). N.Hedl, Aiwu, Auer und Ballo (bis 57.) vertraten Rapids Farben, Greiml wurde geschont, und Sulzbacher war verletzt. Am 12.10. unterlag Gregoritschs ebenfalls mit viel Ersatz angetretene Formation den starken Finnen in Tampere etwas unglücklich mit 1:3 (0:1). Greiml erzielte auf Auers Maßflanke per Kopf sein erstes Tor für die U21. N.Hedl, Aiwu und Ballo (bis 89.) waren auch mit dabei.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ fiala.cc · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-624
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF-Format zur Verfügung

Rapid-LASK

Rapid-LASK

3:2 (1:1), 11.900, Alan Kijas

Nach 30 Minuten dachten wir weniger an einen Sieg, sondern eher an die Höhe der Niederlage angesichts der vom LASK vergebenen Chancen, einem LASK, der sehr zielstrebig zu Werke ging. Doch es blieb beim 0:1 durch Goiginger bis Ercan Kara nach einem Traumpass von Marco Grüll den Ausgleich erzielen konnte. Mit diesem Treffer bekam Rapid wieder Mut und konnte das Spiel mit zwei weiteren Treffern, per Kopf durch Ercan Kara und per Traumfreistoß durch Marco Grüll in Richtung Sieg drehen.

Die aggressive Strategie des LASK, die mit 1:5 Verwarnungen aufgefallen ist, ging nicht auf. Schiedsrichter Alan Kijas machte auf uns keinen sicheren Eindruck. Das war erst sein 5. Spiel, das er mit Rapid-Beteiligung geleitet hat. Von diesen 5 Spielen wurden 4 gewonnen und nur eines – gegen Altach, heuer in der 4. Runde – verloren. Sehr auffällig war, dass er einen Elfer gegen Rapid gegeben hätte, bei dem das ganze Stadion klar gesehen hat, dass die Abwehr von Filip Stojkovic nur dem Ball aber nicht dem Gegner gegolten hat. An dieser Stelle rettete uns ein Rückblick auf den Bildschirm des VAR. In einer anderen Situation hätte es nach einem Foul an Marco Grüll einen Strafstoß für Rapid geben können. Unklar ist, warum das der VAR nicht überprüft hat, beziehungsweise, warum eine erfolgte Prüfung dem Publikum nicht angezeigt wurde. Die rote Karte an Robert Ljubicic nach Spielende ist eine ziemlich harte Strafe, bedenkt man dass der zweite “Streithansl” aus Linz, René Rinner, nur Gelb bekommen hat. Robert wird wohl wenigstens ein Spiel pausieren müssen. Taxi Fountas musste humpelnd vom Feld. Man muss den kommenden Spielen wegen der Personalknappheit mit einer gewissen Sorge entgegensehen.

Dieser Sieg brachte einen Sprung von Tabellenplatz 10 auf Tabellenplatz 5, was zeigt, dass die (Rest-)Liga ziemlich ausgeglichen und daher spannend ist.

Wenn i wos z’reden hätt’… würde ich die Bundesliga auflösen und unter den Aspekten eines genauer zu definierenden Austrian Financial Faiplay neu gründen. Dem steht entgegen, dass die kollegial aufgestellte Bundesliga das auch wollen muss. Das scheitert derzeit aber daran, dass es der Mehrheit der schwächeren Vereine ziemlich egal ist, wer der österreichische Meister ist und dass die stärkeren Mannschaften durch Leihgaben von RB-Spielern eine wohltuende Stärkung erfahren. Eventuell könnte die dadurch ziemlich langweilig werdende Liga weniger Fußballinteressierte anlocken, und das könnte längerfristig zu einem Umdenken führen.

Ambiente

Bereits vor dem Stadion gab es das Spruchband “vila i frid spjuvern 1897-1899”, das es nicht bis ins Stadion geschafft hat. Google Translate meint dazu, dass es Schwedisch ist und “Ruhe in Frieden Spjuvern 1897-1899 bedeutet. Man kann nur hoffen, dass die anderen Passanten mehr als ich verstehen, wer oder was damit gemeint sein kann.

Ján ist mit seinem Werbespruch dem Allerheiligen-Tag besser angepasst: “Bitte kaufe eine Augustin-Zeitung oder freie Spende für einen Platz am Friedhof mit grün-weißem Sarg!”

Dass der Block immer noch trutzt, stört das Publikum nicht so sehr als mich der Umstand, dass die Spiele und die aktive Teilnahme an den Choreografien und Gesänge für viele der dortigen “Insassen” ein wichtiger Teil ihres Lebens sind und durch die Geiselhaft der durch eine vermeintliche Freiheitsberaubung durch die Wirkungen eines Virus gekränkten Capos an der Teilnahme an diesem Erlebnis gehindert werden.

Man könnte diesen wortlosen Protest auch so interpretieren, dass man sich im Block darüber befremdlich zeigt, dass in Österreich Politiker straffrei eine Position vertreten können, die zum Schaden der ungeimpften Menschen ist. Die Toten der letzten Wochen gehen zu einem hohen Prozentsatz auf diese Haltung, und das wäre ein Protest, an dem man sich tatsächlich beteiligen könnte, dazu bedarf es keiner Schädigung von Rapid.

Mir erspart der inaktive Block die Übersetzung fremdsprachiger Sprüche. Der LASK titelte auf der anderen Seite “Dressen nur in den Farben, die uns die Gründerväter gaben”.

Die bisher präsentierte VARTA-Werbung zu Spielbeginn fehlte diesmal.

Verständliche und weniger verständliche Botschaften; Ein Blick von der Cossmanngasse auf das Stadion; Peter und Janine im Stags Head; Bis zu vier Handys kann man am VARTA-Automaten aufladen; Arnold und Andy

Links

Rapid II-Dornbirn

Rapid II-Dornbirn

1:1 (0:0), 2021-10-23 14:30, ca. 250 Zuschauer

Die torlose und eher langweilige erste Halbzeit zeigte einen spielbestimmenden Gegner, der allerdings kaum torgefährlich war. Kurz nach der Pause gelang den Dornbirnern aber der überraschende Führungstreffer, und Rapid II musste einen Gang höher schalten. Und tatsächlich gelang auch der Ausgleich durch Oliver Strunz. Was folgte war ein Spiel auf ein Tor, jenes von Dornbirn, aber Tormann, Abwehr und fehlende Präzision verhinderten ein besseres Ergebnis für Rapid II. Man könnte sagen, dass am Ende das Unentschieden gerecht war, doch wegen dem starken Finish von Rapid II bedauerten wir eher zwei verlorene Punkte.

Rapid II steht mit einem kleinen Abstand zu den Abstiegsplätzen auf dem 11. Rang, drei Punkte von den Young Violets, die auch der nächste Heimspielgegner sind.

An diesem Tag verirrten sich nur etwa 250 Zuschauer ins Stadion.

Ambiente

Das Spiel charakterisierte ein prominenter Gast in der Rapid-Loge mit “Also auch damit kann man sich den Samstag Nachmittag vertreiben…” Ja, das Spiel hat nicht begeistert. Aber, wenn uns die Zukunft unseres Vereins wichtig ist, müssen wir zu Rapid II schauen. Hier werden die Stars von morgen geformt. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass ein Oliver Strunz einen Koya Kitagava nicht mehr als gleichwertig ersetzen würde. Man kann auch sagen, dass die Einkaufspolitik viel Geld durch Fehleinschätzungen liegen lässt. “Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah'” (Goethe)

Es waren nur 9 Zuschauer auf der Tribüne des “kleinen VIP”, davon 5 Mitglieder des “Klub der Freunde”. Beachtlich!

Wir alle kennen noch das “Raucher-VIP” auf West 1 mit der “Stammelf” Edlinger, Elstner, Höckner und Niederhuber. Hier ein Bild dieses “Raucher-VIP” in der Außenstelle am Elektra-Platz mit reduzierter Besetzung.

Gerhard Niederhuber, Peter Elstner, Rudolf Edlinger, 2015, Elektra-Platz

Man stelle sich vor, dass jemand aus dem Publikum eingeladen worden wäre, dort im “Raucher-VIP” dabei zu sein! Unvorstellbar! Aber es ist passiert! Florian und ich hatten die Gelegenheit, ein Spiel aus der Rapid-Loge, dem Nachfolger des “Raucher-VIP” beobachten zu dürfen. Der Gastgeber war Jochen Lehner, der mit seinem Hadyn-Bräu Nachwuchspartner bei Rapid ist. Warum er uns eingeladen hat? Nun, ich glaube, dass Jochen sich als Gastwirt in allen Welten gleich ungezwungen bewegt und unsere Rapid-Aktivitäten durch seine Mitgliedschaft beim “Klub der Freunde” kennen und schätzen gelernt hat und uns durch diesen Besuch einen Einblick in eine andere Welt geben wollte. Herzlichen Dank dafür!

Wir könnten zwar an Jochen eine Gegeneinladung auf unseren Sektor 11 aussprechen, doch würde er sich darüber weniger freuen als über unseren Besuch seines Haydnbräu bei einem Ausflug ins Burgenland. An Wochentagen gibt es zwei preiswerte Menüs, an den Wochenende ein reichhaltiges Familienbuffet.

Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch in Eisenstadt!

Bild

Bei diesem Spiel wurde versucht, unsere sonstigen Sitznachbarn aus dieser ungewohnten Perspektive der Rapid-Loge zu festzuhalten.

vonu, vlnr: The Green White Family von Andy Burger
Gerhard Höckner und Gerhard Niederhuber
Dominik, Robert, Franz, Arnold; Hannes, Jochen (KdF); 
Florian (KdF); 
Robert und Brigitte (KdF); 
Thomas und Christian(Stehtisch Grün-Weiß); 
Werbebanner des Haydn-Bräu; 
Banner des “Klub der Freunde” und  Thomas und Christian, Stehtisch Grün-Weiß; 
Robert und Brigitte (KdF); 
Arnold und Christian (KdF)

Bereits um 14:00 fand die Enthüllung der Gedenktafel für Steffen Hofmann auf der Allianz-Tribüne statt – logischerweise im Sektor 11. In Facebook fand sich zu diesem Event das folgende Bild:

Vertreter des Fanklubs “Die Wächter von St. Hanappi”, Steffen Hofmann und Robert Racic.(Bild von Red Ring Shots.)

Links

Rapid-Dinamo Zagreb

Rapid-Dinamo Zagreb

2:1 (2:1), 22.400, Kateryna Monzul (UA)

Eine kurze Drangphase der Gäste zu Spielbeginn konnte Rapid abwehren und ging in der 9. Minute nach toller Vorarbeit von Kelvin Arase durch Marco Grüll in Führung. Dinamo glich in der 24. Minute aus und 10 Minuten später konnte Maxi Hofmann nach Vorarbeit von Marco Grüll per Kopf die Führung wiederherstellen. Das Spiel in der zweiten HZ war noch dynamischer, doch wollten keine weiteren Tore fallen. In der Schlussphase wurde es noch hektisch und die Schiedsrichterin aus der Ukraine hatte Mühe, Ordnung zu schaffen.

Gefühlt war dieses Spiel das beste Heimspiel in der heurigen Saison. Mit dieser Leidenschaft könnte Rapid jede andere Mannschaft in Österreich schlagen, wenn, ja wenn es nur will – oder besser – wenn unsere Spieler es wollen. Könnte es nicht sein, dass die Spieler auf dieser großen europäischen Bühne zeigen wollen, was sie drauf haben? Marco Grüll hat sich wieder einmal in bester Form gezeigt – leider, man wird ihn wohl nur schwer halten können.

Vergleich

Wert      FIFA-Rang
325 Mio € 18 Kroatien
213 Mio € 32 Österreich
          UEFA-Rang 
255 Mio € 15 1.HNL
329 Mio €  8 Bundesliga
          Platz
110 Mio €  3 Dinamo 
 30 Mio €  4 Hajduk 
          Platz
154 Mio €  1 RB 
 35 Mio €  8 Rapid

Österreich liegt in der Weltrangliste deutlich hinter Kroatien, offenbar gelingt es Kroatien besser, seine Spieler in den großen Ligen zu platzieren. Dagegen erreicht unsere Bundesliga einen deutlich besseren Platz als die 1.NHL, weil der österreichische Platzhirsch RB mehr Punkte einfährt wie der kroatische Dinamo und gleichzeitig Österreich mit 4 (von 5) mehr Vereine in den internationalen Bewerben halten konnte als Kroatien mit 1 (von 4).

Beide Ligen haben mit RB und Dinamo einen extrem dominanten Verein. Rapid hat also gewissermaßen gegen das kroatische “RB” gewonnen. Dinamo ist ebenso wie Rapid Rekordmeister, seine aktuelle Mannschaft hat einen fast vierfachen Marktwert wie der nächste Verein, Hajduk und den dreifachen Marktwert von Rapid.

Im Wettrennen um den besseren UEFA-Startplatz sehen wir die Niederlande klar vor Österreich, Schottland und Russland.

Rang Teams Punkte Land
   7 5(5)  38.10  Niederlande
   8 4(5)  34,05  Österreich
   9 2(5)  32,10  Schottland
  10 3(5)  31,68  Russland

Die Niederlande sind wohl nicht einzuholen, es ist aber auch unwahrscheinlich, dass Österreich von Schottland überholt wird, weil Österreich doppelt so viele Chancen hat, zu punkten. Es winken also gute internationale Startplätze für Österreich in der Saison 2022/23.

Ambiente

Augustinverkäufer Ján (Johann) hat sein Angebot an Rapidler einige Meter abseits der der Röhre ausgebreitet. Er stellt einen traurigen Kontrast zu den illustren VIP-Gästen dar, die allesamt achtlos bei ihm vorbeigehen. Wenn auch nur jeder Hundertste Stadionbesucher einen Euro für Ján abgeben würde, wäre das ein toller Tag für ihn.

Ján präsentiert auf einigen Quadratmetern sein Angebot, etwas abseits vom Eingang zur Röhre. Er hat seit Jahren oder gar schon Jahrzehnten ein unverwechselbares Corporate Design “Grüne Großbuchstaben auf weißem Grund”. Man kann bei ihm eine Ausgabe des Augustin kaufen aber auch Postkarten, CDs, Bücher und Schallplatten. Manchmal gibt es auch Disco-Musik von einer akkubetriebenen Sound-Anlage. Gegen einen kleinen Beitrag spielt Ján eine Runde Schach mit Dir. (Ich spiele nicht gut genug für Ján, ich spende nur.) Auf einem Plakat fallen Rapid-Bomben auf die Generali-Arena. Auf einem zweiten Blatt wünscht Ján – als einer der ersten – schöne Weihnachten und viel Glück im Neuen Jahr. Ján beklagt den schlechten Geschäftsgang. Früher, im Hanappi- und Happel-Stadion, konnte sich Ján nach einem solchen Nachmittag eine Eintrittskarte zusammensparen, um dann im Stadion durch Sammeln von Bechern für die nächsten Tage vorzusorgen oder – wie im Bild – für die neue Dress zu sammeln. Diese Zeiten seien vorbei, die Spendenfreudigkeit des Rapid-Anhangs sei rückläufig, klagt Ján.

Ján Klimesch sammelt Becher für ein T-Shirt, Happel-Stadion, 2014

Bereits zwei Stunden vor Spielbeginn konnte man ins Stadion. Viele kommen aber erst kurz vor Spielbeginn, und das ist einfach zu spät. Wenigstens das erste Tor von Rapid haben viele in der Warteschlange “erlebt”.

Laurin bereitete uns über eine Videobotschaft auf das Spiel vor und gab einem Rückblick auf die Berührungspunkte zu Dinamo Zagreb. Wir zählen nur zwei Bewerbspiele 1971 im UEFA-Cup, die beide unentschieden endeten und einige Freundschaftsspiele. Die Erinnerung an Zlatko Kranjcar war auch für die kroatischen Fans von Interesse; 132 Tore in 270 Spielen für Rapid, eine Bilanz die sich sehen lassen kann.

Der Block war ziemlich voll und doch wieder nicht, der Support war – wie angekündigt – ausgesetzt. Diese eigenartige Aktion zu Lasten von Rapid sorgt bei den Besuchern für Kopfschütteln. Die Freiheit der Impfgegner, sich nicht impfen lassen zu wollen führt zur Unfreiheit aller anderen.

Wir erlebten statt einer Vorstellung des Block West eine tolle Stimmung im Auswärtsblock, die durch Böller getrübt war.

Das Benehmen des Block-West in London hat wieder einmal Auswirkungen auf das Renommee unseres Vereins und auf alle, die an Auswärtsspielen teilnehmen wollen. Wenn die Meldung in laola1.at zutrifft, dürfen wegen der Ausschreitungen von Rapid-Fans in London beim Auswärtsspiel gegen Dinamo keine Gästefans teilnehmen. Da aber Rapid Protest gegen das UEFA-Urteil eingelegt hat, könnte es sein, dass die Sperre erst das Auswärtsspiel gegen Genk betreffen wird. So nebenbei muss Rapid 60.000,- Euro Strafe zahlen. Etwas anschaulicher ist es, wenn man es in bezahlte Eintrittskarten im Block West umrechnet. Diese Summe entspricht dem Gegenwert von 2.500 Sitzplätzen im Block.

Das Polizeiaufgebot rund um das Spiel war groß. Vor dem Stadion stand ein Kastenwagen der Polizei mit der grünen Leuchtschrift “TKF Polizei”. Ich fragte, was denn das bedeutet – PolizistInnen waren ja genug da. Der Polizist, den ich gefragt habe, wusste es nicht, doch aus dem Hintergrund meldete sich eine Stimme: “TiefKühlFach”. Es geht bei diesem Fahrzeug darum, dass man über die nach allen Seiten sichtbare Leuchtschrift Informationen an Menschenansammlungen weitergeben kann. Übrigens heißt dieses “TKF” “Taktisches Kommunikations-Fahrzeug“.

Für Verpflegung ist gesorgt; TKF-Kastenwagen der Polizei; Jáns Bauchladen; Das Stadion wird von der kroatischen Fans dominiert

Links

Magischer SCR

Magischer SCR

“Magischer SCR” ist der Titel eines Films über Rapid. Eine Art illustriertes Leitbild. Erinnerungen für die, die dabei waren, Motivation für alle Neo-Rapidler.

Die Filmpremiere fand am 15.10.2021 20:30 im ARTis-Kino statt. Der größte Saal (Saal 1) mit 256 Sitzplätzen war nach zwei Stunden ausverkauft, man hätte auch einen viel größeren Saal gefüllt, und vielleicht kommt das ja noch. Lukas begrüßte Christoph Peschek, Zoran Barisic, Steffen Hofmann, Helmut Mitter, Stefan Kjaer und Daniel Budka. Man hat die triste Corona-Zeit genutzt, um dieses schon länger geplante Projekt umzusetzen.

105 Minuten dauert der Film, und er hat keine Längen. Gut strukturiert werden die Aspekte dieses “Rapid” gegliedert und von kompetenten Rapidlern beschrieben. Man kann nur sagen: “Schaut Euch das an”. Das ist ein Pflicht-Film für alle Rapidler und für die, die es noch werden wollen. Gerade rechtzeitig bietet sich dieser Film als ideales Weihnachtsgeschenk an. Zum Preis von 12,- € kann die DVD hier bestellt werden.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, wie viel Mühe man sich um die Gäste gemacht hat. Es gab eine toll gestaltete Eintrittskarte; auf jedem Sitzplatz war ein Pop-Corn-Sackerl; eine Wiener Cabanossi von Radatz und ein Energy-Drink Silber-Pfeil. Das alles um 12,- Euro.

Vor dem Kino; Was man so zu einem Film braucht; Eintrittskarte; Lukas im Interview mit Christoph und Zoki

Rapid und seine Fans, eine Symbiose

Was mich beeindruckt, ist die ständige Weiterentwicklung der Rapid-Idee. Es ist wie ein gekonntes Zusammenspiel zwischen den Fangruppen und dem Verein.

Erstmals aufgefallen ist es mir bei der Eröffnung des Fanshops in der früheren Geschäftsstelle, deren Stil sich auch im neuen Fanshop fortgesetzt hat. Der Designer des Shops hat Elemente der Fankultur in die Ausgestaltung übernommen. Es gab Grafitti, abbröckelnde Wände und lose Ziegeln als Symbole der Vorstädte. Ein Fan, der den Shop betritt, fühlt sich zu Hause.

Dann gibt es zahlreiche Elemente, aus Aussprüchen und Liedtexten von Fans, die man auf den Trikots des Vereins wiederfindet. “Wir sind Rapid… …und wer seid ihr”, “LBS SCR” uva.

Schließlich im heutigen Film, der schon im Titel den gleichnamigen Gesang des Block “Magischer SCR” verewigt. und im Untertitel mit “du bist alles und noch viel mehr—“ ergänzt. Und es gibt auch ein passendes T-Shirt dazu: hier.

Von Cover der DVD


MAGISCHER SCR – EIN LEBEN FÜR RAPID – EIN FILM VON FANS FÜR FANS


Die Idee zum Film bestand schon längere Zeit, im Frühjahr 2021 war es dann so weit. Wir haben euch, die Rapid-Familie, gebeten, eure Gedanken und schönsten Momente zu teilen. Es entstand daraus ein authentischer Rapid Film aus den eingesendeten Beiträgen und weiteren Gesprächen. Alle Protagonisten des Films erklären ihre persönliche Sicht als Fans und zeichnen so ein ehrliches und interessantes Bild unseres Vereins. Es ist eine spannende Reise, bei der man als Fans mitfühlen, mitlachen und mitreden kann.

Besonders stolz macht uns dass dieser Film erstmalig einen Mix aus verschiedenen, teilweise noch nie veröffentlichtem, Filmmaterial bietet. Filmmaterial von Fans, unserem Block West, Rapid-TV, dem Rapideum und klassischem TV-Material sind vereint und machen so diesen Film einzigartig, spannend und überraschend. Wir hoffen allen Fans mit diesem innovativen Film-Projekt eine Freude zu machen. Ob es uns gelungen ist, der Magie unserer Rapid näher zu kommen, müsst ihr am Ende aber selbst entscheiden.

Wir danken allen Fans für die eingesendeten Beiträge. Ein besonderer Dank gilt zudem dem RAPIDEUM. dem Block West (insbesondere Roland Kresa und Dominik Hahn) sowie Daniel Mandl für die Bereitstellung von Illustrationen, Bildern sowie Videomaterial.

Magischer SCR – Ein Leben für Rapid
Erstmalig: Filmmaterial Mix
Filmlänge: 104 min.
Gesamtverantwortung: Helmut Mitter
Idee & Konzept: Stefan Kjaer
Schnitt: Danel Budka
Kamera: Max Fritz
Tonmischung: Franz Moritz
Post Production: bertha produziert motion content
Grading: Mathias Muckenhuber
Animationen: Birgit Lebner

Danke für die freundliche Unterstützung an ORF. ATV. Puls 4. W24 und Rapid TV
Musik unter der Lizenznummer: 675284 arthst.io

Links

Über diesen Film wird auch in der nächsten Rapidviertelstunde berichtet.

Stammtisch

Stammtisch

Rapid lud zum zweiten Stammtisch in dieser Saison und Lukas präsentierte die Gäste.

Christoph Peschek…

berichtete über Aktuelles aus der ersten Phase der Saison. die Stellung Rapids in der Bundesliga.

Die erste Bauphase im Trainingszentrum mit den Umkleidekabinen für die Kampfmannschaften ist abgeschlossen und die Bauphase zwei beginnt. Rapid verfügt nunmehr über sechs Trainingsplätze im Bereich des Happelstadions und über zwei im Bereich des Trainingszentrums. Ein weiterer Platz wird durch die Gemeinde errichtet. Insgesamt werden es also 9 Plätze im Endausbau sein.

Die Freude über die neue Errungenschaft des VAR ist bei allen Beteiligten enden wollend. Zwar konnten 20 Entscheidungen als Fehlentscheidungen durch den VAR korrigiert werden, dennoch gab es aber auch 4 Entscheidungen, die trotz VAR falsch entschieden wurden. Dass die langen Wartezeiten nach einem VAR-Check nicht ausreichend in die Nachspielzeit eingerechnet werden, ist auch ein wichtiger Kritikpunkt.

Derzeit ist e so, dass Schiedsrichter nicht aus dem Bundesland einer der beiden Mannschaften eines Spiels kommen darf. Es sollte nicht wichtig sein, aus welchem Bundesland ein Schiedsrichter kommt, sondern es soll der beste gewählt werden.

Die Zusammenarbeit der Bundeliga mit Sky wurde um weitere vier Jahre verlängert. Ob es eine Sublizenz zu einem Free-TV-Partner geben wird, liegt bei Sky.

Der Schlüssel zur Aufteilung der Fernsehgelder bleibt in der bisherigen Form bestehen: 30% fix, 20% Österreichertopf, 30% Punkte, 20% Zuschauerzahl. Immer wieder kommt es dazu, dass andere Vereine diesen Schlüssel zu ihren Gunsten verändern wollen, dass also Rapid auf seinen großen Anteil verzichten soll. Als gutes Diskussionsargument dienen in diesen Fällen die Einschaltquoten bei den angebotenen Spiel. Dann zeigt sich nämlich, dass bei eine Anwendung dieses Schlüssels, das Ungleichgewicht noch viel größer wäre.

Arbeitsgruppe 50+1-Regel; Investoren und Spender: Investor beansprucht für sein eingesetztes Kapital auch einen Gewinn. Es geht um die Bewahrung der Werte des Fußballsports.

Das Regulativ im Cup wird laufend diskutiert. Rapid strebt eine Änderung an, nach der es nicht möglich ist, dass bereits in der zweiten Runde zwei Bundesligisten aufeinandertreffen wie in der vorigen Saison gegen Salzburg und heuer gegen die Admira. Der Cup lebt von dem Aufeinandertreffen von “David und Goliath”, bietet den unterklassigen Vereinen eine große Bühne und damit hohe Einnahmen und gerade das sollte erhalten bleiben.

Christian “Rocky” gratuliert Christoph für seinen einmaligen Einsatz für Rapid und bekommt dafür großen Applaus.

Tamas Szanto

…erzählte von seinem zweijährigen Leidensweg bis zum endgültigen Aus nach seiner Verletzung und über seine neue Rolle als Talentemanager bei Rapid II.

Marco Grüll, Emanuel Aiwu, Thierno Ballo

Marco avancierte praktisch aus dem Stand zu einem Leistungsträger. Seine Zielstrebigkeit im Spiel spiegelt sich in seiner Laufbahn. Marco gefiel die Aufnahme bei Rapid, dass man ihn hier schätzt und dass man ihm eine Bühne bietet. Eine wichtige Anerkennung kann man schon durch seine erste Berufung ins Nationalteam erkennen. Wir können nur hoffen, dass er bei seinem Weg nach Europa auch Rapid ausreichend lang unterstützen kann. Emanuel und Thierno berichte über ihren Einsatz bei den jeweiligen Nationalteams und ihre Situation bei Rapid. Ein Zuhörer wollte den Unterschied zwischen den Trainertypen Didi und Andy erklärt bekommen. Was wir jetzt wissen, ist dass Andy in das Trainingsgeschehen eher eingreift, während Didi eher der beobachtende Typ ist. Die Trainingsmethoden sind aber in der Bundesliga sehr ähnlich.

Quiz

Es ist schon Tradition, dass es am Abschluss eines Stammtischabends ein Quiz gibt, das von Laurin ausgearbeitet wurde. Es gab drei Fragengruppen mit je 4 Fragen: Bilderfragen, Wissensfragen und Ratefragen.

Das Siegerteam: Christian, Florian, Franz, Erich, Herbert, David

Unser “Klub der Freunde” war zahlreich vertreten, fehlen uns doch die früheren Mitgliederversammlungen sehr. Tisch 1: Herbert, Arnold, David, Franz, Florian, Franz; Tisch 2: Erich, Franz, Hannes, Thomas, Christian. Tisch 3: Robert, Brigitte; Tisch 4: Franz, Gabriele. Diese große Zahl ermöglichte uns auch wieder den ersten Platz im Quiz. Dass die Torschützen im Eröffnungsspiel Joelinton und Tomi waren, das muss man erst einmal wissen, und Florian hat es gewusst. Christian wieder wusste, das es sich um die Choreografie beim Heimspiel gegen Leverkusen gehandelt hat. Arnold steuerte die Antwort “Rudolf Weinhofer” bei. Bei den Ratefragen hatten wir einfach auch Glück.

Hinweise

  • Wer keine Karten für die Premiere des Films “Magischer SCR” heute Abend im Artis-Kino bekommen hat, kann ab Samstag die DVD im Fanshop erwerben.
  • Das morgige Spiel Rapid II-Innsbruck wird ausnahmsweise von Lukas moderiert.

Links