Schiedsrichter

Podiumsdiskussion über das Schiedsrichterwesen

Ankündigung der Diskussion im Foyer
Christoph Schröder, früherer Schiedsrichter in Amateurligen in Hessen, las aus seinem Buch „Ich pfeife!“ einige besonders markante Stellen. Sehr eindrucksvoll die Beschreibung jener Sekunden nach einer Entscheidung, in denen sich der Pfiff als eine Fehlentscheidung herausstellt aber der Pfiff nicht mehr zurückgenommen werden kann (aus dem Kapitel über Fehlentscheidungen).
Das Motto des Buchs: „Bierbank und Bratwurst statt VIP-Lounge und Prosecco“
Die Kapitel des Buchs: Aufstehen – Tasche packen – Platzbegehung – Warmlaufen – Anpfiff – Halbzeitpause – Die zweite Halbzeit – Spielanalyse – Die dritte Halbzeit – Schlaf finden – Der Morgen danach – Epilog
Christoph Schröder, Alexander Juraske und Fritz Stuchlik bei der Podiumsdiskussion in der Hauptbibliothek
Nach diesen kurzen Episoden gab es ein Interview geleitet von Alexander Juraske, bei dem abwechselnd der Autor und Fritz Stuchlik (langjähriger Mitarbeiter beim ÖFB) zu den Fragen Stellung bezogen haben. Fritz Stuchlik begann in der Zeit als noch Ernst Happel Teamchef war (1992) und er schilderte die unnachahmliche Art des Happel, mit der er ihn, den jungen Schiedsrichter darauf hinwies, dass er sich Respekt zu verschaffen hatte und dass das in einem Team am einfachsten wäre, wenn es sich dazu den jeweiligen Leithammel (das „Alpha-Tier“) vornimmt.
Auch auf das Bewertungssystem der Schiedsrichter wurde eingegangen, die Spielbeobachter und die Torrichter-Assistenten.
Das „Fingerspitzengefühl“, das nach Meinung der Journalisten oft bei den Schiedsrichtern fehle, ist ein Begriff, den Schiedsrichter gar nicht gerne hören, denn es bedeutet genau genommen, dass klar definierte Regeln dem Anlass angepasst „gebogen“ werden würden. Es kommt daher immer wieder zu Entscheidungen, bei denen Schiedsrichter danach großer Kritik ausgesetzt sind, sie aber genau entsprechend dem Regelwerk gehandelt haben und auch keine Alternative dazu hatten. Beispiel: ein langzeitverletzter Spieler einer Mannschaft erzielt das Siegestor, zieht sich das Trikot aus auf springt auf den Zaun der Fankurve. Das gibt zwei gelbe Karten (Trikot+Zaun, deutsches Regelwerk), somit Rot und damit Platzverweis. Eine Entscheidung mit großen medialen Nachwirkungen aber dennoch war es eine korrekte Entscheidung. Hätte der Schiedsrichter „Fingerspitzengefühl“ walten lassen (hätte er also eine der beiden gelben Karten „übersehen“), wäre seine eigene Bewertung schlechter ausgefallen.
Den Videobeweis wie er im Eishockey oder American Football üblich ist, lehnten beiden entschieden ab, weil sich dadurch das gerade Interessante am Fußball, nämlich die Interpretationsmöglichkeiten der Entscheidungen sehr einschränken würden.
Es ist ein Teil des Lizensierungsverfahrens eines Vereins, dass alle Spieler und Trainer eine Einheit in Regelkunde bei Fritz Stuchlik absolvieren. Das sei ein durchaus kurzweiliger Tag mit Video-Beispielen aus internationalen Spielen, die von der UEFA für diese Zwecke zusammengestellt wurden.
Es ist übrigens sehr genau definiert, wie sich die Nachspielzeit zusammensetzt. Für einen Spielertausch wird eine halbe Minute angesetzt, für eine Verarztung am Feld eine Minute. Wenn die Verarztung länger dauert, dann entsprechend mehr. Spielverzögerung durch ein Team kann nur dann eingerechnet werden, wenn Spieler deshalb vorher verwarnt worden sind.
Alexander Juraske präsentiert das Buch „Ich pfeife“, von Christoph Schröder, erschienen 2915 im Tropen-Verlag
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Das Leben danach

Podiumsdiskussion im Club 2×11, Hauptbibliothek über

„Das Leben danach. Wie Profifußballer für die zweite Karriere vorsorgen.“

Oliver Prudlo, Ralf Muhr, Hans Huber, Peter Hlinka, Wolfang Stockinger, Willi Kaipel

Podium

Kurzfassung

Ein Fußballer erlebt etwa mit 35, was wir, die anderen so mit 65 erleben: den Abschied von der Berufswelt.
Eigentlich geht es um eine kleine Berufsgruppe von etwa 500 Personen, die in den beiden oberen Ligen in Österreich kicken. Dieser Personenkreis hat eine etwas andere Berufslaufbahn wie alle anderen. In jungen Jahren bereits verehrt aber mit 35 bereits beim Alten Eisen. Viele verkraften das nicht.
Die Gehälter der Spieler in der Erste Liga sind nicht etwas, um das man sie beneiden muss und bewegen sich im Bereich der Gehälter ihrer Fans. Aber dass ein Fußballer sich nach seiner aktiven Laufbahn zurücklehnen kann und nichts mehr arbeiten muss, das erreichen nur ganz wenige.
Es beginnt schon bei den „Akademikern“. Zwischen 50 und 60 Jungfußballer besuchen die Austria-Akademie aber nur ein kleiner Teil schafft den Sprung in die Kampfmannschaft. Jene jungen Spieler, die in der Erste Liga landen, unterliegen einem weiteren Konkurrenzdruck durch eine Bestimmung, die fordert, dass ein Teil des Kaders aus Nachwuchsspielern bestehen muss. Werden nun die Spieler älter und würden in das „bester Fußballeralter“ kommen, fallen sie durch diese Regel aus dem Kader raus. 
Für das Leben nach der Karriere ist für viele Spieler der Trainerberuf erstrebenswert. Aber nur ganz wenige Spieler schaffen diesen Sprung zur Trainerkarriere. Für alle anderen ist es sehr wichtig, dass sie durch die Akademie, durch eine Lehre oder durch ein Studium ein zweites Standbein aufbauen, in das sie nach ihrer Karriere hinübergleiten.
Man ist sich einig, dass der Aufbau der Akademien in Österreich ein wichtiger Faktor der aktuellen Erfolge der österreichischen Nationalmannschaft ist.

Links von der Veranstaltung

Nachtrag

Vorbereitungsspiel
Rapid-FSV Frankfurt
Samstag 11. Juli, 17:00
Sportplatz ASK Hausmening (Stadionstraße 2, 3363 Hausmening)

Der Spieltermin ist in der Blog-Version der Termine nachgetragen.

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Auswärtstorregel

Auswärtstorregel seit 1965

Die Auswärtstorregel gibt es seit 1965. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es bei Gleichstand in KO-Duellen die Notwendigkeit eines dritten Entscheidungsspiels. Diese Entscheidungsspiele waren aber durch die zunehmende Enge der Terminkalender schwer unterzubringen.

Rapid-Real, der Auswärtstor-Klassiker

Wie toll es für Rapid gewesen wäre, hätte es die Auswärtstorregel schon früher gegeben, kann man an folgender dramatischer KO-Runde ablesen.

Achtelfinale im Europacup der Meister 1956, Rapid-Real Madrid

1956-11-01 A 2:4 (Bernabeu, 125.000), drei Tore von Ernst Happel
1956-11-14 H 3:1 (Praterstadion, 53.000), Tore von Robert Dienst und Karl Gießer

Nach der heutigen Auswärtstorregel wäre also Rapid aufgestiegen. Da es diese Regel damals nicht gab, benötigte man ein Entscheidungsspiel, und dieses wäre normalerweise auf neutralem Boden ausgetragen worden. Aus Erzählungen ist mir bekannt, dass Rapid (wahrscheinlich) wieder irgendein Finanzloch zu schließen hatte. Rapid verkaufte daher das Recht, auf neutralem Boden zu spielen, an Real. Man spielte also nicht in der Schweiz sondern wieder im Bernabeu-Stadion

1956-12-13 A 0:2 (Bernabeu, 100.000)

und verlor damit das Achtelfinale.

Achtelfinale im Europacup der Meister 1965, Rapid-Real Madrid

Rapid spielte nach 1965 noch einmal gegen Real, wieder im Achtelfinale des Europacup der Meister
1968-11-20 H 1:0 (Praterstadion, 45.000)
1956-12-04 A 1:2 (Bernabeu, 80.000)

und stieg wegen der geltenden Auswärtstorregel auf, schied aber im Viertelfinale gegen Manchester United aus.

Vorteil im KO-Duell: zuerst das Heimspiel

Bei der Auslosung der Qualifikationsrunden fragt man sich, welche Reihenfolge vorteilhafter wäre: zuerst das Heimspiel oder zuerst das Auswärtsspiel? Meine Antwort: man sollte immer zuerst das Heimspiel bestreiten wollen, denn die Auswärtstorregel enthält in den meisten KO-Bewerben bei Verlängerungen einen nicht kompensierbaren gravierenden Nachteil für die Heimmannschaft.

Beispiel Deutsche Relegation

Wir wollten und das zweite Relegationsspiel Karlsruhe-HSV nicht entgehen lassen und verfolgten das Spiel auf der Großleinwand des Admiral-Wettcafes im Hauptbahnhof. Das erste Spiel endete bekanntlich 1:1 und das Auswärtsspiel für den HSV stand am Ende ebenfalls 1:1 und ging daher in die Verlängerung.
Ich staunte nicht schlecht, als der Sprecher davon sprach, dass die Auswärtstorregel auch bei Verlängerungen gelten würde. Die Folge wäre gewesen, dass bei einem neuerlichen 1:1 in der Verlängerung der HSV aufgestiegen wäre. Und es war knapp dran, denn der HSV ging in der Verlängerung in Führung und kurz darauf gab es auf der Gegenseite einen Elferpfiff. Der Elfer wurde aber gehalten, daher war das Ergebnis eindeutig. Aber auch wenn es zu einem 1:1 gekommen wäre, hätte das Karlsruhe wegen der auch in der Verlängerung geltenden Auswärtstorregel nichts genutzt.

Gleichbehandlung

Die Regeln im Fußball sind auf Fairness gegenüber beiden Kontrahenten ausgelegt. 
Um eventuelle Nachteile der Spielrichtung auszugleichen, werden zwei Halbzeiten gespielt. Um den Heimvorteil auszugleichen, spielt man in KO-Duellen zwei Begegnungen. 
Aber eine Verlängerung bei Gleichstand kann nur im zweiten Spiel erfolgen und daher sollte seitens der Regeln auch in dieser Verlängerung diese grundsätzliche Fairness eingerichtet werden. 
Genaugenommen müsste man die Verlängerung wegen der Gleichbehandlung beider Teams an beiden Spielorten austragen, was aber natürlich organisatorisch unmöglich ist. Da man das eben nicht kann, müsste man fairerweise in diesem Spielabschnitt die Auswärtstorregel außer Kraft setzen und beiden Teams wieder dieselben Chancen geben (man beginnt ja sozusagen wieder von vorn).
Aus der Sicht des Magazins „11 Freunde“ ist die Auswärtstorregel „die größte Ungerechtigkeit im Fußball“. Ich würde das einschränken darauf, dass die Auswärtstorregel in einer Verlängerung eine ziemliche Benachteiligung der Heimmannschaft darstellt.

Gilt die Auswärtstorregel in der Verlängerung immer?

In der Wikipedia erfährt man, dass verschiedene Bewerbe diese Auswärtstorregel in der Verlängerung verschieden handhaben. Aber die für uns interessanten Bewerbe wie Champions-League, Europa-League und auch die Relegation in Deutschland wenden diese Regel in dieser Form an, dass eben Auswärtstore auch in der Verlängerung bei Gleichstand mehr zählen. 
Da es aber Bewerbe gibt, wo bei Verlängerungen die Auswärtstorregel ausgesetzt ist, sieht man, dass es ja bei den Verbänden durchaus verschiedene Ansichten gibt.

Wie ist es in Österreich?

Es wäre interessant zu erfahren, wie der ÖFB diese Regel bei den Relegationsspielen anwendet. In den „Spielregeln aus 2012“ steht nicht viel darüber. Der einzige Hinweis lautet auf Seite 172:  
„Auswärtstore
Die Wettbewerbsbestimmungen können vorsehen, dass bei unentschiedenem
Spielstand nach Hin- und Rückspiel die Auswärtstore doppelt zählen.“
Da über eine Verlängerung nichts besonderes gesagt wird, muss man annehmen, dass das auch für eine Verlängerung gilt. 
Da im österreichischen Cup nur eine Begegnung gespielt wird, sollte es auch keine Auswärtstorregel geben. 
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Terminkalender

Nach diesem heroischen Sonntag-Abend freut man sich schon auf die nächsten „Heldentaten“.
Die Teilnehmer für die Auswärts-Spiele der Kampfmannschaft sind fixiert, bei den Spielen von Rapid II suchen wir noch Mitfahrer.

Samstag 18.04. 16:00 Ried – Rapid

Am Samstag gehts mit dem Fanbus nach Ried.
12:00 Treffpunkt Keisslergasse 3
12:30 Abfahrt
Fahrtkosten 30,- Euro
Sitzplätze neben dem Rapid-Fanblock im Sektor H, Reihe 7 hinter dem Tor
Preis: 15,- Euro (ermäßigt. Es war nicht möglich, auf Normalpreis umzuschalten)
Teilnehmer: Florian, Franz, Thomas

Sonntag 19.04. 16:30 Rapid II – Mattersburg A

Fanshop-Rechnung über 10 Euro gilt als Eintrittskarte.
Am Elektra-Platz gibt es übrigens eine gute Kantine mit dem Namen „essbar“. 
Hier gibts Diskussionen über Kantinen in der Regional-Liga:
Am Elektraplatz gibts die besten Schnitzelsemmeln, sagt man.
Teilnehmer: Florian, Franz…?

Montag 20.04. 19:00 Mitgliederversammlung KdF

18:00 Treffpunkt Aichholzgasse 9, Eingang Rosasgasse 14
Teilnehmer: Elnaz, Franz, Hannes, Janine, Peter, Stefan weiters drei Gärtner, ein Vater und Sohn.
Gäste: Deni Alar, Andreas Kuen, Marko Maric, Philipp Prosenik

Freitag 24.04. 19:00 Parndorf – Rapid II

17:00 Abfahrt
Teilnehmer: Florian, Franz…

Samstag 25.04. 18:30 Rapid – Admira 

14:00 Meierei
Reservierung „Fiala“ für 10 Personen 14:00-17:00
Acht Fixstarter: Elnaz, Florian, Franz, Hannes, Janine, Peter, Sven, Thomas
Wenn sich jemand anschließen möchte, bitte um eine Nachricht, eventuell müssen wir dann die Platzzahl erhöhen.
17:00 Fahrt mit der Liliputbahn zum Stadion
Wetterprognose
Es gibt zwei verschiedenartige Wetterprognosen.
Hier die etwas Pessimistische von wetter.at, demnach fallen die Temperaturen
Prognose wetter.at
Hier die Optimistische von daswetter.com
Prognose daswetter.com
Reservierungen am Samstag/Sonntag sind im Schweizerhaus nur im Garten möglich.
Niederschlag ist für die nächste Woche nicht angekündigt, das würde also passen.
Als Rapidler sind wir notorisch optimistisch und hoffen, dass die zweite Prognose zutreffen wird.
Sollte sich die  Prognose in den nächsten Tagen verschlechtern, müssen wir eventuell das Lokal ändern.

Dienstag 28.04. 19:30 St-Pölten – Rapid II

17:30 Abfahrt
Teilnehmer: Florian, Franz…

Sonntag 03.05. 16:30 Sturm – Rapid 

Auswärtsfahrt mit der Bahn
Besuch eines Heurigen in der Umgebung von Graz
Sieben Fixstarter: Elnaz, Florian, Franz, Hannes, Janine, Peter, Thomas
Unser Grazer Freund Ulrich ist verhindert.
Wir haben in Sachen Bahnfahrt schon Erfahrung.
Hier sind alle Unterlagen unserer letzten Fahrt:
Der damalige Zug fuhr um 10:03. Den gibt es nicht mehr, wir nehmen den um 9:55.
08:30 Treffpunkt im Hauptbahnhof, Vorschlag: Kurkonditorei Oberlaa (hat ab 8:00 geöffnet)
09:55 ab Wien, RJ 559, Bahnsteig 7A-C, Wagen 21, Sitze 52-58
12:33 an Graz
20:25 ab Graz RJ 758, Bahnsteig 7, Wagen 21, Sitze 52-58
23:04 an Wien
Preise Sparschiene (Zugbindung) inklusive Reservierung, Abteil mit Tisch
Hinfahrt pro Person 17.00 Euro
Rückfahrt pro Person 21.00 Euro
Eintrittskarte Stadion
Sektor 20, Reihe 8, Sitz 4-6 und Reihe 7, Sitz 2-5
Preis pro Karte: 32,- Euro
Sollten wir keinen Fahrscheinautomaten in Graz finden, können wir die Fahrkarte vom Stadion zum Bahnhof auch so kaufen:
  • SMS mit dem Text „Graz“ an 0664-660-6000
  • Man erhält eine Antwort-SMS mit der Frage um die Fahrscheinart (1-Stunde oder 24-Stunden).
  • Diese SMS beantwortet man mit „ST“.
  • Jetzt bekommt man den Fahrschein per SMS, den man bei einer Kontrolle vorweist.
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Groundhopping Augsburg

Ostern ist für uns immer die Zeit, andere Stadien zu besuchen. Voriges Jahr Hoffenheim und Dresden, heuer Augsburg. Viel Zeit bleibt nicht, weil am Samstag und am Dienstag Rapid-Spieltage sind. 

Augsburg ist die drittgrößte Stadt in Bayern und etwa so groß wie Graz. Es gehört aber sprachlich bereits zu Schwaben. Nach Österreich versetzt würde Augsburg hier sofort die Führerschaft in Sachen Fußball übernehmen – zumindest was Publikumsinteresse betrifft.

Der Name „Augsburg“ geht auf den römischen Kaiser Augustus zurück. Der Name der Kaufmannsfamilie Fugger ist allgegenwärtig, praktisch ein Synonym für Reichtum.

Ansichten von Augsburgs Innenstadt. Ansicht des Stadions als Postkarte gibt es nicht.

Die Begegnung Augsburg-Schalke. 

Beide Mannschaften sind auf einem, Euro-League-Startplatz, Augsburg könnte mit einem Sieg Schalke überholen. Der Abstand zu einem Champions-League-Platz ist mit 8 Punkten schon ziemlich groß. Dafür nähert sich von unten Hoffenheim mit nur zwei Punkte Abstand. Eine interessante Begegnung also.

Leider treten die beiden Mannschaften auf der Stelle und trennen sich mit einem 0:0. Für Augsburg fast schon ein Erfolg, wurden doch die letzten Partien gegen Schalke verloren.

Fußballerisch war die Begegnung nicht unbedingt ein Leckerbissen. Auffällig war die gute Verteidigungsleistung von Schalke; die zahlreichen Schussversuche von Augsburg wurden sehr häufig abgeblockt. Kaum ein Schuss verirrte sich direkt aufs Tor.

Eintrittskarten

Vier Wochen vor dem Spiel waren nur mehr einige Einzelplätze verfügbar. Eine Anfrage nach VIP-Plätzen wurde erst nach 14 Tagen negativ beantwortet. Am Telefon meldete sich überhaupt nur ein Tonband. Ziemlich unüblich für die sonst anzutreffende deutsche Perfektion. Also blieb nur der Schwarzmarkt. Wir buchten über http://www.seatwave.de/
Die Plätze sind personalisiert. Wenn es eine Ausweiskontrolle gäbe, hätten wir Pech gehabt (haben wir in Tottenham schon erlebt).

Personalisierte Eintrittskarte
Unser Sitzplatz im Sektor U auf der „Gegengerade“, der Osttribüne, entspricht der zukünftigen Ost im Rapid-Stadion

Eintrittskarte

SGL-Arena

Die Augsburg-Arena hat mit 30.000 Zuschauern etwa die Größenordnung von Hanappi-Neu und daher ist dieses Stadion besonders interessant für uns. Was ist gut, was weniger gut gelungen, das interessiert uns.

Wenig spektakulärer Zweckbau gesehen aus dem Norden von der Straßenbahnhaltestelle. Der noch leere „Parkplatz“ im Vordergrund ist ein Fahrradparkplatz. Er war trotz des kalten Wetters am Ende ganz gut belegt. An der rechten Westseite sieht man den Anbau für die VIP-Räume.

Auch die Finanzierung des Stadions ist der von Hanappi-Neu nicht unähnlich. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/SGL_arena

Lage

Das Stadion liegt im Süden der Stadt an einem Autobahnkreuz. Man fährt mit der Straßenbahn ca. 20 Minuten. Der Abstand von der Straßenbahn zum Stadion ist etwa 500 Meter.

Die Ausrichtung des Stadions in Nord-Süd-Richtung entspricht der Lage des neuen Hanappi-Stadions. Da aber der Hauptzugang im Norden und nicht wie beim Hanappi-Stadion im Süden liegt, wurden die Gästefans in der Süd-Ost-Ecke untergebracht und die Augsburger auf deren Hauptsektor im Norden schauen je nach Jahres- und Tageszeit in die Sonne.

Blick aus der obersten 37. Reihe auf der Ostseite (entspricht genau der Ansicht im neuen Rapid-Stadion)

Das Stadion ist eingegraben, ähnlich wie Siezenheim. Man betritt das Stadion daher etwa in Reihe 15. Es gibt 37 Reihen. Wir waren in der letzten Reihe. Beste Sicht.

Es gibt ebenso wie im Hanappi-Neu die große VIP-Zone, die aber nicht voll besetzt war.

Blick auf die VIP-Tribüne nach Spielbeginn

Wahrscheinlich waren die betreffenden AbonenntInnen auf Osterurlaub. Aber gezählt im Sinne der offiziellen Zuschauerzahl wurden sie trotzdem. Als Zuschauerzahl wurde nämlich die volle Kapazität 30.660 angegeben.

Der Security-Check ist einheitlich für alle Sektoren. Spiegelreflexkamera ist ein NoGo. Ich habe mich um eine Genehmigung bemüht; keine Chance. Auch die Vorlage eines Presseausweises reicht nicht aus. Höherwertige Kameras dürfen nur am Spielfeldrand, nicht aber auf den Rängen eingesetzt werden.

Aber auch meine Kompaktkamera machte Schwierigkeiten, darf aber schließlich passieren. Der Grund: die Security-Leute sollen auf die (Kleinbild-)Brennweite schauen. Diese darf nicht über 100mm liegen. Bei den Kompaktkameras ist aber das angegebene Maß ein anderes (die Zahlen sind viel kleiner) und dafür sind die Ordnungshüter nicht geschult; zum Glück für die paar verbliebenen Amateurfotografen wie mich.

Es kommt aber noch eine Ticket-Kontrolle unmittelbar beim Betreten der Tribüne. Man darf das Stadion nur in dem angegeben Sektor, bei uns Sektor-U, betreten. Auch in der Pause. Die freundlich-strenge Ordnerin ließ sich durch ein amikales „jetzt miassast mi eigentlich scho kennan“ nicht erweichen.

Kulinarik

Das Zahlungsmittel ist ausschließlich Stadiongeld.

Stadiongeld, EInsatz 2 Euro

Pro Stadionseite patruillieren etwa vier Geldwechsler, erkennbar an einem hohen Wimpel. Pro Längsseite gibt es vier Kioske.

Geldwechsler bei der Arbeit

Wenn man 20 Euro investiert, bekommt man 18 Euro gut geschrieben, 2 Euro sind Karteneinsatz. Dafür bekommt man: 2 Bier, 2 Rote Bratwurst, 1 Stadionpackung saure Drops. Es bleiben 50 Cent.

Preisliste in der SGL-Arena

Man könnte das Ganze zum Sitzplatz mitnehmen aber bis dahin wäre die Wurst kalt. Man muss also alles ambulant konsumieren und dazu gibt es einfach keine Infrastruktur. Senf und Ketchup holt man sich von Tankstellen. Wer eine Mülltonne zum Abstellen des Biers ergattert, gehört zu den Gewinnern.

Senf- und Ketchup-Tankstelle dient als Bierablage. Stellplätze sind Mangelware.

Nach dem Spiel bleiben zwei von vier Kiosken geöffnet aber die Umgebung
lädt nicht zum Verweilen ein.

Wenn man bei Rapid die zukünftige Südtribüne als Rapid-Dorf gestalten will, muss es dort eine bessere Infrastruktur geben.

Die Bezahlkerte behalten wir als Andenken und erparen das neuerliche Anstellen beim Auszahlungscontainer.

Die Rückfahrt in die Stadt ist vorbildlich organisiert, was aber auch dem disziplinierten Publikum zu danken ist. Im Minutentakt fahren die Straßenbahnen Richtung Hauptbahnhof. Perfekt. Kein Vergleich mit etwa der Heimreise aus Graz-Liebenau. Dort vergehen 20 Minuten und es kommt – Nichts. Weder Bus noch Straßenbahn.

Toiletten

Vor dem Spiel scheint die Zahl der Toiletten ausreichend zu sein. In der Pause zeigt sich aber, dass die Toiletten hoffnungslos unterdimensioniert sind. Wer sich im Hanappi-Stadion in einer 20er Schlange angestellt hat und sich darüber beschwert hat, der findet sich in diesem Stadion in einer gut fünf Mal so großen Schlange; 20 Meter und Fünfer-Reihen. Ein Glück, dass man in Augsburg deutlich disziplinierter ist als in Wien; niemand murrt.

Wer in der Pause von der letzten Reihe auf die Toilette muss, hat keine Zeit für eine Konsumation oder ein Gespräch. Er verbringt diese 15 Minuten in der Warteschlange. Getestet, es ist genau so.

Fans-Augsburg

Augsburg ist seit einigen Jahren wieder in der obersten Spielklasse. Das Stadion ist also etwa genau so alt. Man verzeichnet immerhin 75 Fanklubs.

Es gab aber trotz der Wichtigkeit des Spiels keine Choreografie der Heimmannschaft. Der Support der Heimmannschaft beschränkt sich auf Fahnenschwingen und die auch bei uns üblichen Gesänge.

Legio Augusta hieß die römische Legion, die im Raum Augsburg stationiert war und die auch der Namensgeber für eine der örtlichen Fangruppierungen ist. Hier gehts zur Homepage der Legio Augusta.

Bildunterschrift hinzufügen
Bezüglich Rasenball Leipzig ist man sin in Deutschland ziemlich einig:

Keine Solidarität mit RB Leipzig

Fans-Schalke

Da sind die Schalke-Fans schon ein anderes Kaliber. Es beginnt mit einer Begrüßung der mitgereisten Fans durch die Mannschaft. (Man könnte sich das durchaus auch bei Rapid vorstellen.)

Begrüßung der mitgereisten Fans durch die Königsblauen vor dem Aufwärmen

Vollsektor-Choreografie mit blauen und weißen Kunststoff-Umhängen. Lückenlos. Bei Spielbeginn wird sogar der störende Eingangstunnel mit einem blauen Tuch verhängt.

Blaue und weiße Umhänge im Schalke-Sektor

Videos

Es kann sein, dass in der Mail-Version dieses Blogs die Video nicht angezeigt werden. Dann bitte die Webversion verwenden.

Reiseplanung

Eintrittskarten gebucht über http://www.seatwave.de/
Fahrkarten gekauft über Oebb-Online-Ticket mit Sparschiene Deutschland
Hotel gebucht über http://www.expedia.at/

5. April
06:30 ab Wien West
10:25 an München Hbf
10:36 ab München Hbf
11:19 an Augsburg
Dauer 4:49
Mittagessen beim Mäc, WLAN
12:30 Checkin im Hotel
13:30 Abfahrt ins Stadion
Abendessen am Rathausplatz im Cafe

6. April
07:30 Frühstücksbuffet
09:42 ab Augsburg
11:59 an Salzburg
12:08 ab Salzburg
14:30 an Wien

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Rapid 2015

So wird das Rapid-Jahr 2015!

Hast Du schon einmal vergessen, Deinen Terminkalender zu berichtigen und hast dadurch einen wichtigen Rapid-Termin verpasst? Vergiss diese Aktualisierungen und abonniere unseren Kalender.

Rapid-Termine gesehen auf einem Nexus 5, Android 5.0.1.
Witzig sind die automatisch eingeblendeten Hanteln,
die sich offenbar durch das Wort „Training“ angesprochen fühlen.

Rapid-Termine im Google-Kalender, Jänner 2015.

Welche Termine zeigt der Rapid-Kalender?

Der Kalender zeigt alle bekannten Termine von Rapid-Spielen und Spielen der österreichischen Nationalmannschaft immer ab heute bis Mai 2016. Darüber hinaus auch Trainingszeiten und andere Rapid-Veranstaltungen. Man wird auch auf bemerkenswerte Ereignisse der Rapid-Geschichte erinnert, zum Beispiel gleich am 8. Jänner an das Gründungsdatum.

Beim Runterscrollen sieht man, dass der Autor ziemlich optimistisch war, denn es sind bereits die Spieltermine für die CL-Qualifikation 2015/16 eingetragen und die Cuptermine bis Mai 2016 in der optimistischen Variante, dass nämlich die Nationalmannschaft die Qualifikation schafft. Auch alle Spieltage der kommenden Saison sind bis 1.1.2016 eingetragen.

Viele dieser Einträge sind daher heute noch fraglich aber für Urlaubsplanungen kann es schon verwendet werden. Die internationalen Qualifikationsspiele sind jeweils für Dienstag eingetragen, können aber auch am Mittwoch sein. Und sollte diese optimistische Prognose eines CL-Platzes nicht zutreffen, dann gilt eben der Donnerstag als Spieltag der Europa-League.

Kurzanleitung für Import oder Abonnement des Rapid-Kalenders

Wer die Termine abonnieren will, kann dazu die Adresse
http://ewkil.rapid.iam.at/kalender.aspx?out=ics
verwenden. Direkt in den Browser eingegeben speichert diese Adresse die Datei rapidtermine.ics im Downloadverzeichnis. Diese Adresse wird aber normalerweise in einem Kalenderprogramm zum Importieren oder Abonnieren verwendet. Jede Aktualisierung des Originalkalenders wirkt sich automatisch auf allen Abonnements aus.

Weitere Hinweise

Weitere Hinweise für das Importieren oder Abonnieren des Kalenders finden sich unter
http://ewkil.rapid.iam.at/kalender.aspx?id=hlp
unter dem Punkt Import/Abonnement des Rapid-Kalenders“.

Änderungsvorschläge bitte an ewkil{at}iam.at senden . Verbesserungen kommen automatisch allen Abonnenten zugute und werden ohne jeden Änderungsbedarf in jedes Abonnement automatisch übernommen.

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Die religiösen Züge am Fußball

Von der Wiege…

Die Religion und ihre Versprechen


Lebende Götter in grün-weiß
Verstorbene Götter in grün-weiß
Fußballhochzeit…
…in der Kathedrale…
…mit Ministranten…
…und Pfarrer, Rabbi und Imam in grün-weiß…

Religionslehrerin
Religionsunterricht
Religionshund
Gedenkstätten
Grabsteine
Devotionalien
Totengedenken
Opfer der Religion
…bis zur Bahre
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