Roma-Cagliari

1:1 (1:1)

Gefühlt war es wie ein Rapid-Heimspiel gegen einen “Dorfklub”. Und warum soll es in Italien so viel anders sein als in Österreich. Weder ist Roma dort, wo es die Fans und der Verein sehen wollen – auf Platz 5, noch ist der Dorfklub ein solcher, denn er ist in Schlagdistanz auf Platz 7.

Der Underdog ging in Führung und zwar nach einer für uns ungewöhnlichen Entscheidung des Videoschiedsrichters, der auf Foul (oder Hands) im Strafraum entschieden hat, mit der dazugehörigen relativ langen Spielunterbrechung. Roma gelang aber noch vor der Pause der Ausgleich.

Nach der Pause ein Powerplay der Römer, allein, es wollte kein Tor gelingen – bis zu 90. Minute, das Tor war da, der Spielstand 2:1 wurde schon angezeigt. der Tormann von Cagliari lag aber verletzt am Boden, wieder wurde der Videoschiedsrichter bemüht und danach das Tor – aus unserer Sicht zurecht – aberkannt.

“Bufone” hallte es durch das Stadion, eine in Italien übliche Schiedsrichterbeschimpfung.

Panorama-Ansicht des Stadio Olimpico

Stadion

Dass man sich einem 72.000 Zuschauer fassenden Stadion nähert, kann man nicht erkennen. Eine weiße, eher unscheinbare Dachkonstruktion ist zu sehen. Das Stadio Olimpico, Baujahr 1927 (!) ist offenbar teilweise eingegraben, sodass es sich unauffällig in die Parklandschaft des Olympiageländes von 1960 einfügt.

Im italienischen Nationalstadion hat man – im Gegensatz zum Wiener Ernst-Happel-Stadion – die Modernisierungen irgendwie besser hingekriegt. Insbesondere die Dachkonstruktion vermittelt eine gewisse Leichtigkeit und Großzügigkeit. Es gibt eine Laufbahn und daher ist es für Fußballspiele nicht optimal geeignet.

Ambiente

Aber der Nutzungsgrad für Fußballspiele ist viel höher als in Wien, tragen doch dort drei Mannschaften ihre Spiele aus: Lazio, Roma und die italienische Nationalmannschaft. Und daher fehlen im Stadion stationäre Werbebotschaften wie wir sie von Allianz-Stadion kennen. Die Werbung beschränkt sich auf die Banner entlang des Spielfeldes, die freien Flächen der Tribünen gehören praktisch den Fans. Es gibt auch keine stationären Fanshops, dafür einige ambulante Fanshops rund um das Stadion und viele weitere in der Stadt.

Die Auswahl an Fanartikeln ist aber vergleichsweise bescheiden.

Die Anordnung der Sektoren kann man gut mit dem Allianz-Stadion vergleichen. Die Ost-Tribüne ist wie in Hütteldorf die allgemeine Fantribüne, das Zentrum der Südtribüne gehört den Hardcore-Fangruppen, die Nordtribüne gehört den Familien und die West-Tribüne ist VIP-Zone, wobei es schmale Sektoren an der Seite der VIP-Tribüne gibt, die etwas teurer abgegeben werden (75,- Euro für einen Sitzplatz). Einziger Unterschied zum Allianz-Stadion: die Gästefans sind nicht zwischen Nord- und Ost-Tribüne sondern zwischen West und Nord-Tribüne. Der Vorteil ist, dass der Block der Heimfans nicht unterbrochen ist.

Der Hardcore-Fanblock erscheint etwas weniger gut organisiert zu sein wie jener in Hütteldorf. Ich zählte etwa 20 Banner von Fanklubs. Ob es eine Choreografie gab, weiß ich nicht, wir kamen leider wegen verschiedener ungeplanter Verzögerungen erst zu Spielbeginn ins Stadion. Pyrotechnische Einlagen gab es keine.

Die Fußballbegeisterung in Rom ist deutlich größer als in Wien, die Zuschauerzahl mit 35.000 etwa doppelt so groß, wie bei einem durchschnittlichen Heimspiel in Hütteldorf. Sehr interessant ist aber die Ost-Tribüne, die geradezu ein Abbild der Allianztribüne ist, denn beide werden erbarmungslos von der Sonne aufgeheizt. Der sehr auffällige Unterschied zu Hütteldorf ist aber die große Zahl von Transparenten von Fangruppierungen. Ich zählte 103 (!) Banner. In Hütteldorf gibt es vielleicht drei, zählt man die Süd-Ost-Ecke dazu, vielleicht 10.

Der Weg zum Stadion ist ein “Walk of Fame des italienischen Fußballs”.

Sicherheit

Das Stadion ist von zwei Absperrringen umgeben. Die Eingänge durch diese Ringe umfassen je eine Ticketkontrolle und Personalkontrolle. Man ist dann aber noch immer nicht im richtigen Sektor wie wir schmerzlich erfahren mussten. In die höher gelegenen Ränge gelangt man nicht über Stiegen sondern langgezogene Aufgangsrampen, unbeschriftet, versteht sich, sodass die Wahl für einen Anfänger in Sachen “Stadio Olimpico” schwer fällt und man – so wie wir – die falsche Rampe wählt. Wieder 100 Meter zurück an der Start.

Alle diese Maßnahmen führen dazu, dass es weder beim Zugang noch beim Abgang zu großen Staus kommt. Wegen der Größe des Areals ist das Gedränge weit weniger spürbar als in Hütteldorf.

Kulinarik

Vor dem Stadion findet man Kioske wie auch im sonstigen Stadtbild bei touristischen Zentren. Sandwiches in allen Variationen. Wir haben viele probiert, aber eine Qualität wie die einer Käsekrainer, Schnitzelsemmel oder auch nur Wurstsemmel haben wir nicht entdeckt. Der Preis für einen Sandwich und ein Getränk liegt bei etwa 10 Euro.

Reisetipps

Wir waren von Sonntag bis Donnerstag in Rom. Als Quartier wählten wir über booking.com eine kleine Pension in der Nähe des Hauptbahnhofs. Da sich am Hauptbahnhof die zwei U-Bahnlinien A und B kreuzen hat man von diesem Standort die besten Verbindungen in alle Richtungen. Die Wahl der Pension hat sich als optimal herausgestellt. Valentino heißt der Betreiber des Hotels “Hotel Valentino Palace” und auch der “Trattoria da Giovanni” neben dem Eingang, in dem auch das Frühstück serviert wird. Das Doppelzimmer kostet pro Nach etwa 120,- Euro inklusive Frühstück. Das Frühstück besteht aus Kaffee, Zwieback mit Marmelade, ein großes Plundergebäck, Fruchtcocktail und Orangensaft. Die Zimmer sind modern ausgestattet und sehr ruhig (unser Zimmer schaute zum Innenhof.) Am Abend kommen Musikanten zum Lokal und auch der Wirt unterhält seine Gäste mit der Gitarre. Die Atmosphäre ist sehr freundschaftlich, man hat den Eindruck in eine italienische Familie aufgenommen worden zu sein.

Wer sich ohne weitere Vorbereitung das Colosseum, die Peterskirche oder die Vatikanischen Museen anschauen will, muss sehr fit sein, denn die Warteschlangen sind lang und man muss mit jeweils mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Wir haben daher über die Plattform https://www.getyourguide.de/ eine Kombiführung für Petersdom und Vatikanische Museen sowie eine Führung durch das Kapitol und das Colosseum gebucht. In beiden Fällen gab es (fast) keine Wartezeit und wir haben durch die sehr engagierten Führer Antonella und Rene sehr viel gelernt.

Einen ganzen Tag verbrachten wir in Pompei, das man in etwa 2-stündiger Bahnfahrt von Rom erreicht. Man fährt zuerst nach Salerno (mit etwa 250 km/h) und danach mit einem Regionalzug zurück nach Pompei. Wer das Leben in einer antiken Stadt erleben will, sollte diese Fahrt unbedingt einplanen. Nicht ganz enträtseln konnten wir den Umgang mit dem Abwasser. In einer Quelle steht, dass man das einfach auf die Straße geschüttet hat. Das steht etwas in WIderspruch mit dem sonstigen Anspruch an Lebensqualität.

Unser Programm

2019-10-06 07:30 ab Wien
           08:30 an Bologna
           11:30 ab Bologna
           12:30 an Roma Fiumicino
           13:30 an Roma Termini, Hotel, Taxi zum Stadion
           15:00 Roma-Cagliari
           17:00 entlang dem Tiber, Piazza del Popolo, Spanische Treppe, Quirinal
           20:00 Abendessen bei Valentino
2019-10-07 07:30 mit Metro A zum Vatikan
           08:30 Führung Vatikanische MUseen, Sixtina, Petersdom
           12:00 Imbiss bei der Engelsburg
           13:30 Bootsfahrt auf dem Tiber (weniger empfehlenswert)
           14:00-16:00 Pause im Hotel
           17:00 Trevi-Brunnen, Quirinal
2019-10-08 08:00 Frühstück
           09:00 Santa Maria Maggiore, San Pietro in Vincoli
           11:30 Führung Forum Romanum, Colosseum
           15:00 Circus Maximus, Teatro Marcello, Campo de' Fiori, Piazza Navona, Pantheon, Kapitol
           19:00 Abendessen bei Valentino
2019-10-09 08:00 Frühstück
           09;00 Roma-Salerno-Pompei
           11:30 Mittagessen am Bahnhofsrestaurant
           12:30 Besichtigung Pompei
           17:00 Pompei-Salerno
           17:30 Hafenrundgang, Abendessen
           19:00 Salerno-Roma
2019-10-10 08:00 Frühstück
           09:00 Mit Metro B zu Circo Massimo -> Caracalla Thermen
           11:00 Mit Big Bus eine 2-stündige Stadtrundfahrt
           15:00 Roma-Fiumicino-Wien

Links

Liverpool Football

Dieser Bericht bezieht sich auf den Besuch des Meisterschaftsspiels von Everton FC gegen Southampton in Liverpool. Für mich ist bei diesen Groundhoppings das Spiel selbst fast nur Nebensache, viel interessanter ist, wie in England Fußball gelebt wird. Aber das ist eine sehr persönliche Sicht, denn wer am Flughafen Wien als Groundhopper Richtung England abhebt, wird ziemlich oft mit Roland Holziger, dem Autor der Rapid-Chronik 1999 zusammentreffen, der diese Fahrten nicht nur als Amateur-Soziologe, sondern als echter Verehrer des englischen Fußballs antritt. Wir sind Roland jetzt schon zum zweiten Mal auf diese Weise begegnet. Rolands Ziel war diesmal Edinburgh, unseres war Liverpool. Wir waren eine neunköpfige Gruppe, aber nur zwei waren an Fußballthemen interessiert: Florian und  Franz.

Musik- und Fußballstadt Liverpool

Unsere eigentliche Absicht war, eine Zeitreise in unsere eigene Vergangenheit, in die Zeit der 1960er Jahre anzutreten, als wir, Albert, Franz, Fritz, Gerhard und Karl in einer Band gespielt haben. Die folgenden zwei Bilder sollen das veranschaulichen:

1969, 5-Uhr-Tee in der Tenne, Annagasse (heute ein Mäc)

2018, vor der Beatles Statue in Liverpool

Unser Ziel waren vor allem die Wirkungsstätten der Beatles. Wen das interessiert, kann sich hier die Bilder dazu ansehen. Achtung, es sind ca. 900.

In diesen 1960er-Jahren war Liverpool das Epizentrum der Popmusik. Wenn man die Stadt heute besucht, nehmen wir nur mehr die Nachwirkungen dieser Zeit wahr, denn wenn auch der Cavern-Club noch unverändert existiert und dort immer noch während des ganzen Tags Musik gemacht wird, hat das Geschehen eher einen musealen Charakter.

Aber auch für den Fußball waren die 1960er Jahre außerordentlich erfolgreich. Für den Liverpool FC waren es goldene Jahre, getragen vom charismatischen Trainer Bill Shankly, der Liverpool zum Rekordmeister machte, ähnlich wie Dionys Schönecker es für Rapid geschafft hat. Und daher ist dieser Bill Shankly ebenso wie sein Wiener Vorläufer als Bronzestatue vor dem Anfield-Stadion verewigt. Über diesen Startrainer später mehr.

Doch während die Musikwelt von Liverpool durch andere Zentren abgelöst wurde, deutet der Fußball in Liverpool nach dem Neubau der West-Tribüne und durch das Engagement von Jürgen Klopp an, dass man sowohl national als auch international wieder ganz vorne mit dabei ist. Immerhin hat Liverpool im Vorjahr das CL-Finale erreicht und ist in der angelaufenen Saison an der Tabellenspitze.

Krieg und Fußball

Schauen wir einmal in die Anfänge des Fußballs in die Zeit des Ersten Weltkriegs, als einander Deutsche und Briten in Frankreich gegenüberstanden. Wer kennt sie nicht, die Erzählungen über die Unterbrechungen der Kampfhandlungen als Soldaten beider Armeen zu einem improvisierten Fußballspiel zusammentrafen. Festgehalten wurden diese Begebenheiten im Wikipedia-Artikel “Weihnachtsfrieden“. In Liverpool wurde diesen bemerkenswerten Geschichten ein Denkmal gesetzt. Am Gelände der im Zweiten Weltkrieg zerbombten und als Mahnmal konservierten Ruine der St. Lukes Church steht das Denkmal “Truce”, das an Fußballspiele zwischen den Soldaten der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg erinnert.

In der Zeit des Ersten Weltkriegs war Fußball in Deutschland und Österreich ein ganz neues Phänomen, während es in England schon 60 Jahre lang betrieben wurde. Dieses Denkmal zeigt, welche Bedeutung, die Engländer dem Fußball zuschreiben. Die vielen Analogien zwischen Fußball und Krieg lassen vermuten, dass Fußball einen Krieg abstrahiert, einen Krieg, bei dem aber niemand zu Schaden kommt und im Gegenteil durch den Abbau von Aggressionen im Publikum dazu beiträgt, schlimmere Konflikte zu vermeiden. Zu viel der Ehre für den Fußball? Ich glaube nicht!

Vielen Nicht-Fußballinteressierten wird der Stellenwert, der in der Presse den Fußballberichten eingeräumt wird, nicht gefallen, könnte man doch das Papier für Wichtigeres verwenden. Doch was ist wichtiger? Könnte es nicht dereinst so sein, dass man strittige Entscheidungen auf der Grundlage des Ergebnisses von Fußballspielen trifft und nicht in Form kriegerischer Auseinandersetzungen? Dazu müsste diese Art der Entscheidungsfindung so ernst genommen werden wie das bei Anhängern von Fußballvereinen der Fall ist. Beim Abschnitt über Bill Shankly und Didi Kühbauer wird das noch einmal zur Sprache kommen.

Merseyside Derby

Liverpool gehört zu jenen Regionen, die gleich zwei Fußballvereine in die oberste Spielklasse entsenden. Die meisten  Liverpool-Groundhopper haben das Anfield Stadion als Ziel und nur wenige verirren sich in den Goodison Park des Everton FC. Als ich mir die wechselvolle Geschichte der Everton FC und seines Stadions, dem Goodison Park durchgelesen habe, finde ich, dass der Everton FC eigentlich DER englische Vorzeige-Verein ist und dem Liverpool FC um nichts nachsteht. Er kann zwar nicht auf so viele Titel zurückblicken aber die Seite Everton Firsts zeigt, auf wie viele fußballerische Meilensteine dieser Traditionsverein gesetzt hat.

Das Derby in Liverpool wird auch als “Meseyside Derby” bezeichnet. Merseyside ist der dem Festland zugewendete größere Teil der Stadt. Die Fähre über den Fluss wurde 1965 im Lied “The Ferry cross the Mersey” von Gerry & the Peacemakers verewigt. Der Song wird auch bei Touren mit der Fähre angestimmt.

Beide Stadien liegen im Norden des Stadtzentrums und sind nur durch den Stanley-Park getrennt.

Das Anfield-Stadion liegt im Stadtteil Anfield (2). Goodison Park liegt interessanterweise in Walton (8) und nicht in Everton (11). Ursprünglich (1879) gab es nur einen Verein, den Everton FC, und dieser Verein spielte in Anfield. Nach einem Zerwürfnis innerhalb des Vereins entstand der neue Verein Liverpool FC aus dem Everton FC. Dieser neue Verein Liverpool FC blieb in Anfield und der Everton FC übersiedelte 1892 in den Goodison Park.

Und so ist das Stadion “Goodison Park” in die typische Liverpooler Reihenhauslandschaft eingebettet:

Rot markiert ist die Kirche St.Lukas, die die Nordwestecke des Stadions vollständig ausfüllt und die auf eine Bindung des Everton FC zur anglikanischen Kirche hindeutet. In der Anfangszeit des Fußballs hat man den Räumen in den Ecken des Stadions noch wenig Beachtung geschenkt und daher war es damals nicht störend, wenn sich dort eine Kirche befand. Das Rätsel der Kirche wird etwas später aufgelöst. Was das Bild aber deutlich zeigt, dass es durch die große Nähe zu den Häuserreihen keine Ausbaumöglichkeiten gibt. Da ist auch der Grund, warum sich Everton seit vielen Jahren um einen neuen Standort bemüht. Wir werden aber am Ende des Beitrags sehen, dass es auch anders geht.

Bill Shankly

Bill Shankly schaffte es, 1962 den Liverpool FC aus der Zweitklassigkeit in die damalige First Division zu führen, holte mit den Reds 1964, 1065, 1966, 1973 und 1974 nationale Titel und 1973 den UEFA-Pokal. Wie er das geschafft hat, beantwortet er selbst durch sein Credo: “Im Sozialismus, an den ich glaube, arbeitet jeder für den anderen und alle bekommen einen Teil des Gewinns. So sehe ich Fußball, so sehe ich das Leben.” Und das deckt sich ganz gut mit den Worten, die Dionys Schönecker zugeschrieben werden: “Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.” und “Wer zusammenhält, gewinnt.”

Dieses Credo des Bill Shankly findet man auf einem ziemlich abgelegenen Abfallcontainer an der Rückseite des Stadions:

1913 ist das Geburtsjahr von Bill Shankly. Ich frage mich, wie dieser Erfolgstrainer die heutige Welt des kommerziellen Fußballs gesehen hätte. Ob das, was in den 1960er Jahren noch ein Erfolgsrezept war, auch heute noch funktionieren könnte?

Ernst nehmen!

Im Bezug auf die Arbeitseinstellung meinte er: “Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.” Sollte Euch das zweite Zitat überzogen vorkommen, erinnere ich an ein Interview von Andy Marek mit Didi Kühbauer am 8. Jänner 2018 aus Anlass des 119. Jahrestages der Gründung von Rapid, in der Didi die Duelle mit dem Lieblingsgegner Austria und seinem damaligen Gegenspieler Andi Ogris als einen an die existenziellen Grenzen gehenden Kampf bezeichnet hat. (Vollständiger Bericht siehe: “119 Jahre Rapid”. Leider hatte damals die Austria die bessere Mannschaft.) Ob es nun um Fußball geht oder etwas anderes, das wir tun; wir sollten es so ernst nehmen als ginge es um Leben und Tod – oder noch ernster.

Friendly Derby

Es hat uns gewundert, dass wir Everton-Anhänger in „voller Kriegsbemalung“ vor dem Anfield-Stadion, also dem Stadion von Liverpool FC beobachten konnten und sie in keiner Weise behelligt wurden. Das könnte ich mir in Wien nicht vorstellen. Dass das in Liverpool möglich ist, hat den Grund, dass dieses Merseyside-Derby traditionell sehr friedlich verläuft und als „Friendly Derby“ bezeichnet wird. Entsprechend fair (aber auch eher langweilig) ist der Support der Mannschaften durch ihre Anhänger. Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinsamen Vergangenheit der beiden Vereine zusammen und damit, dass eben ihre Anhängerschaft aus demselben Holz geschnitzt sind.

Everton FC

In Österreich ist Liverpool FC der populärere Verein, wohl wegen seiner vielen Meistertitel, und man kann Liverpool daher gut mit Rapid vergleichen.

Der ältere Verein ist aber der Everton FC, gegründet 1878, und auch er hat beachtliche Erfolge zu verbuchen, die bei uns nur weniger bekannt sind. Der Everton FC ist der historisch erfolgreichste Verein in England und hat nur zwei Saisonen nicht in der obersten Spielklasse gespielt. Zahlreiche andere Meilensteine wurden vom Everton FC gesetzt, wie zum Beispiel eine für die damaligen Verhältnisse einmalige Anlage des Stadions “Goodison Park” und viele weitere Highlights, wie zum Beispiel den ersten Besuch eines Monarchen (König Georg V) in einem Fußballstadion 1913. Als ich das gehört hatte, dachte ich gleich daran, ob sich unsere eigene Geschichte nicht völlig anders entwickelt hätte, wäre das unserem damaligen Staatsoberhaupt, dem Kaiser Franz Josef, auch eingefallen. Aber zu so etwas reichte es nicht, der alte Herr war Neuem gegenüber nicht besonders aufgeschlossen.

Der Spitzname des Goodison Park Stadions ist “The Grand Old Lady”, denn die Anlage geht schon auf das Jahr 1892 zurück und die dortigen Tribünen sind nicht mit den heutigen Architekturen vergleichbar. Das Stadiondach der Tribünen ist weit nach unten gezogen und man sieht von den oberen Sitzreihen praktisch nur das Spielfeld wie durch ein Guckloch. Das hat auch den Vorteil, dass bei Sonnenschein nur die ersten Sitzreihen der Nord- und Ostseite von der Sonne beschienen werden, alle anderen Sitzreihen werden durch das tiefe Stadiondach beschattet. Hier ein Blick von den oberen Sitzreihen der Haupttribüne. Trotz Nachmittagssonne sind nur die ersten Reihen von der Sonne beschienen, alle weiter oben liegenden Sitzplätze liegen im Schatten. Allein die konstruktionsbedingten Stützen beeinträchtigen etwas die Sicht.

Man stelle sich vor, man würde bei Rapid noch immer auf der Pfarrwiese spielen! Bundesligatauglich wäre diese Anlage wohl nicht. Umso bemerkenswerter ist, dass der Goodison Park ohne wesentliche Veränderungen bis heute bespielbar ist.

Religion und Fußball

In den Gründerjahren der englischen Fußballvereine hat auch die Religionszugehörigkeit eine gewisse Rolle gespielt. Beide Liverpooler Fußballvereine gehen auf eine Methodistische Gemeinde in Anfield zurück. Aber ansonsten sind die Anhänger in Liverpool nicht so religiös “gepolt” wie das etwas in Glasgow der Fall ist.

Dennoch ist es auffallend, dass im Goodison Park Stadion des Everton FC eine Art Symbiose zwischen Kirche und Fußball besteht, befindet sich doch genau in der nordwestlichen Stadionecke die evangelische St.Lukas-Kirche.

Rechts von der Kirche sieht man die Westtribüne und genau an der Rückseite der Kirche ist die Nordtribüne angeschlossen.

Weil wir Kirchen in der Regel als alte Bauwerke einschätzen und Fußballstadien als ein jüngeres Phänomen, kann man den Eindruck haben, als wäre das Stadion so gebaut worden, dass die Kirche genau in diese Ecke passt, Aber es war genau umgekehrt. Der Grundstein zur Kirche wurde im Gründungsjahr von Rapid gelegt, also 1899, und zu diesem Zeitpunkt war das Stadion bereits “eingeweiht” und in seinem siebenten Bestandsjahr. Es hat also die Kirche das Fußballrevier erobert, um ihre Anliegen besser an die Zielgruppe “Fußallfan” bringen zu können, und tatsächlich gibt es an Matchtagen die Aktion “Teas for Fans”, bei der die Fans zu kostenlosen Getränken in der Kirche eingeladen werden. Vielleicht bliebt ja einer “hängen”!

Verbesserungsvorschlag: Aktion “Beer for Fans”.

Mit dem Bus nach Everton

Was den Österreicher gleich wundert, ist der Umstand, dass der Bus 19, der von Stadtzentrum nach Everton verkehrt, zwei Stunden vor Spielbeginn nicht voll mit Everton-Fans ist. Wir scheinen die einzigen gewesen zu sein, die beim Goodison-Park aussteigen wollten. Das heißt aber nicht, dass wir dort allein waren, denn die Gegend um das Stadion ist abgesperrt und voll von blau bekleideten Anhängern.

Der Bus gab uns auch andere Rätsel auf. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis der letzte Fahrgast den Bus durch die einzige Tür (!) betreten hat. Der Grund: jeder einzelne von ihnen hat bar bezahlt. Kein einziger hatte eine Zeitkarte. Zum Vergleich: der “Balkan-Express 14A” am Keplerplatz hat drei Türen und niemand zahlt beim Fahrer, alle haben eine Netzkarte. Warum das in Liverpool nicht genau so ist, verstehen nur die Engländer, die wollen das so.

Rund um das Stadion

Etwa zwei Stunden von Spielbeginn trafen die Mannschaftsbusse ein. Der von Southampton wurde von den Fans nicht beachtet, der von Everton wurde begeistert umlagert.

So präsentiert sich die Haupttribüne des Goodison Park Stadions:

Zwei Dinge sind bemerkenswert:

Der Leitspruch des Everton FC im Wappen auf der Stirnseite des Stand “Nil satis nisi optimum”, was soviel heißt wie „Nur das Beste ist gut genug“. Interessant ist auch die Bilderreihe, die rund um das ganze Stadion läuft und die alle Meilensteine seit der Gründung des Vereins zeigt. Wir haben das auch gleich kontrolliert und tatsächlich findet sich im Abschnitt um das Jahr 1980 die Erinnerung an das Europacup-Finale zwischen dem Everton FC und Rapid, das leider 3:1 für Everton endete:

Dass dieses Stadion 1892 eröffnet wurde, und heute im Grunde noch genau so betrieben wird, ist auch im konservativen England eine Besonderheit. Die blaue Außenhaut dient zur äußeren Behübschung, im Stadion selbst, ist alles so wie vor 120 Jahren.

An mehreren Stellen rund um das Stadion gibt es typische Kioske für Everton-Devotionalien:

So ein englisches Stadion ist im Prinzip ein Kasten mit winzigen Eingangstüren; und gibt es viele davon. Hier ein Blick auf die Turnstiles, die man passieren muss:

Vor diesen Drehkreuzen steht ein freundlicher Steward, kontrolliert die Karten uns ersucht mich freundlich, den Rucksack zu öffnen. Dann fällt ihm meine Kamera auf und ich ahne schon, was er kontrollieren will: ob das Objektiv abnehmbar ist. Nein, ist es nicht! Als leidgeprüfter Groundhopper verwende ich in England und Deutschland ausschließlich eine Kompaktkamera mit festem Objektiv. Und das war auch diesmal wichtig. Florian wurde überhaupt nicht kontrolliert. Diese Kontrollen sind in österreichischen Stadien wesentlich genauer. In England kennt man offenbar sein Publikum und vertraut den Besuchern.

Im Stadion

Eine echte Sensation sind die hölzernen Klappsessel, deren Rückenlehnen im Thonet-Stil gebogen sind. Wenn es Veränderungen gab (im Bild in der ersten Reihe) wurden dort Kunststoff-Sitze eingebaut, sonst sind aber alle Reihen im Originalzustand. Sehenswert!

Kommt die gegnerische Mannschaft zum Aufwärmen aufs Spielfeld,  gibt es überhaupt keine Reaktion, wenn dann die Spieler von Everton kommen, gibt es schwachen Applaus. Bei Spielbeginn werden vom ganzen Stadion Everton-Lieder gesungen und dann ist auch schon Schluss.

Die Choreografie ist ziemlich mickrig und einfallslos…

… und offenbar bei jedem Spiel dieselbe. Bevor dieses Transparent “EVERTON” aufgezogen wird, hätte man nicht erkennen können, dass das eine Fantribüne ist, weil sich keine der Tribünen schneller füllt oder sich sonst irgendwie organisiert verhält.

Es gibt praktisch ausschließlich spielbezogenen Support. Alles wird beklatscht, auch Rückpässe und auch Outeinwürfe. Es kommt vor, dass die Auswärtsfans von Southampton ein Lied anstimmen, manchmal auch der Everton-Anhang.

Als das Spiel abgepfiffen wird, ist schon ein Viertel der Fans verschwunden, besonders auffällig ist es auf der Fantribüne. Eine Verabschiedung von den Fans gibt es nicht. Man könnte den Eindruck gewinnen, als gäbe es keine besondere Verbindung zwischen den Fans und ihrer Mannschaft. Dem widerspricht aber, dass das Stadion ausverkauft war.

Man muss Engländer sein, um das zu verstehen. Es ist einfach der für uns völlig ungewohnte englische Nicht-Support.

Man muss auch bedenken, dass die Kioske im Stadion unmittelbar nach der Pause schließen. Es gibt daher keinen Anreiz, nach Spielende im Stadion zu verweilen.

Im Stadion herrscht große Disziplin. Dass die Zuschauer aufstehen, wenn es eine brenzliche Situation gibt, dürfte die Stewards ziemlich beunruhigen.

Everton-Southampton

Das Spiel endete 2:1 für Everton und das Publikum war sichtlich zufrieden. Das spielerische Niveau war beachtlich. Unser Eindruck ist, dass Rapid gegen Everton in einem Bewerbspiel keine Chance hätte. Da es sich aber um Fußball handelt, muss diese Einschätzung natürlich nicht stimmen. Denn auch in diesem Spiel war der Sieg von Everton keineswegs eine klare Sache. Southampton verzeichnete einen Stangenschuss und einen nicht verwerteten Sitzer. Alles Dinge, die wir aus eigener Erfahrung mit Rapid nur allzu gut kennen.

Rund um das Anfield-Stadion

Man muss nur den Stanley-Park durchqueren, um vom Goodison Park zur Anfield Road zu gelangen und daher ließen wir es uns nicht nehmen, dem Neubau in der Anfield Road einen Besuch abzustatten. Wir waren schon zwei Mal in Liverpool und beide Male war die Anfield Road unser Ziel. Auch beim Liverpool FC hatte damals ein Stadion-Neubau hohe Priorität, doch es kam anders, man errichtete an der Stelle der historischen Haupttribüne eine gigantische neue Tribüne mit drei Rängen:

Wer die Situation vor diesem Neubau gekannt hat, weiß, dass an der Anfield-Road ebenso wenig Platz für Erweiterungen war wie derzeit beim Goodison Park Stadion. Die Umgebung der Anfield Road präsentierte sich vor etwa 10 Jahren in einem ziemlich verwahrlosten Zustand und die Gemeinde Liverpool hat ganze Häuserzeilen rund um das Stadion abgerissen, um so Platz für den Neubau zu schaffen.

Ein Bericht über Liverpool kann nicht enden, ohne den berühmten Fußballgesang “You’ll never walk alone” zu erwähnen. Der Titel ist an einem Gittertor an der Rückseite des Anfield Stadions angebracht:

Dass dieses Lied an der Anfield Road vor jedem Spiel gesungen wird, ist einem Zufall zu verdanken. Bei einem der Spiele in der Zeit des Bill Shankly fiel vor einem Spiel die Soundanlage des Stadions aus; genau zu dem Zeitpunkt als dieses Lied gespielt wurde (die Interpreten waren damals Gerry & the Pacemakers, also dieselben, die auch das Lied über die Fähre komponiert haben) und das Publikum sang spontan weiter. Seit diesen Tagen wurde dieses Lied vom Anhang von Liverpool adoptiert.

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Bayern-Mainz

2:2 (1:2)

Rapidler sind zwar Optimisten aber die Tabellensituation sagt uns, dass es heuer traurig ausschaut mit Auswärtsfahrten – sofern nicht ein Cupwunder passiert.

Was also tun? Beim Merkur einkaufen!

Neulich bekam ich einen kleinen Anhang mit der Rechnung und dort stand etwas von Fußballreisen nach München. Tatsächlich wurde ein Ligaspiel gegen Mainz und das Cupspiel gegen Dortmund inklusive Übernachtung und Karten für Selbstfahrer angeboten. Das Cup-Spiel gegen Dortmund war aber zeitgleich mit einem eventuellen Cup-Halbfinale von Rapid, das ging daher nicht. Aber das Spiel gegen Mainz war am Samstag vor unserem Wiener Derby und das war terminlich möglich. Gebucht! Dazu eine zusätzliche Nacht im Ibis-München-City. Hier die Detailplanung für Fahrt mit Railjet.

04-21 08:30 ab Wien Hbf.
04-21 12:37 an München
      13:00 Check-In im Hotel Ibis-City
      14:00 Kartenabholung Marienplatz
      14:30 Sea Live
      15:00 Curry-Wurst
      15:30 Fahrt durch des Olympiapark
      16:00 BMW Welt 
      17:00 Hofbräuhaus
04-22 08:00 Frühstück
      09:40 Stadtrundfahrt Grey Line
      10:40 Stadtspaziergang
      13:00 Sandwich+Bier im Ibis-Hotel
      13:30 Abfahrt S3, U6
      13:30 Bayern München-Mainz 2:2 (1:2)
      18:00 Mac im Bahnhof
      20:00 Zirkus Krone, Comedy Enissa Amani
04-23 08:00 Frühstück
04-23 09:28 ab München
      13:30 an Wien Hbf.
      14:00 zu Hause
      14:30 ab Wien Hbf.
      15:00 an Hütteldorf
      16:30 Rapid-Austria

Sollten wir also heuer mit Rapid nirgendwo mehr hinfahren können, haben wir unsere VIP-Reise schon absolviert, mit einigen interessanten Beobachtungen.

München – Wien

Es sind fast Schwersterstädte, jeweils Hauptstadt eines etwa ähnlich großen Landes. Ähnliche Größe sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerung.

Dennoch gibt es städtebauliche Unterschiede, die vor allem durch die Topografie bedingt sind. In Wien sind die verbauten Gebiete aufgrund des bergigen Umfeldes stärker konzentriert, während sich die Stadt München großzügiger im flachen Land ausbreiten kann.

Wir wohnen in der nach dem Architekten der Innenstadt, dem Herrn Sicardsburg, benannten Gasse. Er hätte sich die “Münchner Lösung” anschauen sollen. Auch dort ist die alte Stadtmauer geschleift worden, aber es ist dennoch sehr gut gelungen, alte Stadttore zu erhalten, wodurch der Besucher einen guten Eindruck von der mittelalterlichen Anlage hat, während in Wien alle Stadtmauern und Raveline vollständig zerstört wurden.

Das Stadtzentrum in Wien ist ein eher exklusiver Ort, während es in München ein eher eine Einkaufsmeile für alle ist.

Hauptbahnhof

Der Bahnhof vermittelt einen ersten Eindruck von der Stadt.

Der Wiener Hauptbahnhof hat 12 Gleise, jener in München 32. Während in Wien die ersten Lokale in den weniger frequentierten Zonen bereits geschossen worden sind, erfreuen sich in München auch Geschäfte in den Seitengängen großer Beliebtheit.

Der Münchner Hauptbahnhof ist ein riesiger Verkehrsknoten, der auch symbolisch für den dortigen Wirtschaftraum steht. Diese Wirtschaft ist der Motor für den Lokalmatador Bayern München. An Spieltagen steht die Stadt ganz im Zeichen der Fußballs.

Wenn wir uns in Wien Richtung Hütteldorf in Bewegung setzen und wenn wir dabei jemandem begegnen, dann wird unsere Unternehmung etwas belächelt. In Wien zählt man als Anhänger eines Fußballvereins zu einer eher wenig ernst genommenen Minderheit. Manche Presseberichte tun ihr Übriges, um auch eventuelle Interessenten endgültig abzuschrecken.

Das ist in Deutschland entschieden anders. Wenn die Bundesliga in einer deutschen Stadt gastiert, herrscht Ausnahmezustand. Egal ob Stadionbesucher oder nicht, die Stadt steht hinter diesem Ereignis. Ein Fußballspiel ist ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Highlight, dem Vorrang eingeräumt wird.

Hofbräuhaus

Das Hofbräuhaus nennt sich “das wohl bekannteste Wirtshaus der Welt”. Und wenn man sich nicht in einer Randzeit einfindet, ist die Suche nach einem Sitzplatz schwierig.

Das Münchner Bier ist gut, aber es unterscheidet sich nicht besonders von anderen Bieren. Es ist die geniale Art der Vermarktung, die diesen Kundenansturm bewirkt. Biergenuss wird in München wie der Fußball ganz groß geschrieben.

Während das Hofbräuhaus aus allen Nähten platzt, findet man im Gasthaus gegenüber, welches ebenfalls hervorragendes Bier ausschenkt, bequem Platz und ziemlich gleichwertige Kulinarik.

Es ist nicht das Produkt, es ist seine Vermarktung, die den Unterschied ausmacht.

Eine Kuriosität im Hofbräuhaus sind die mit Schlössen abgesicherten persönlichen Bierkrüge.

Allianz Arena

Die wirtschaftliche Dominanz des Fußballvereins Bayern München hat seinen Stadtrivalen 1860 in die wirtschaftliche und sportliche Bedeutungslosigkeit verdrängt.

Aber auch im Vergleich mit den anderen deutschen Vereinen spielt München in einer eigenen Liga.

Ein Vergleich zwischen Rapid und Bayern München ergibt ziemliche Unterschiede auf allen Fronten. Aber als Gast unter diesen 75.000 Zuschauern kommt man nicht um Vergleiche herum.

In der Allianz-Arena sind fast vier Mal so viele Zuschauer wie in Hütteldorf. Es ist aber nicht einfach alles vier Mal so groß.

Die Fanblöcke erscheinen nur etwa gleich groß. Der VIP-Bereich ist etwa doppelt so groß und zwar in erster Linie die Zahl der Sky-Boxen.

Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der riesigen Menge an Eventpublikum. Und diese große Anzahl von Besuchern relativiert alles. Die Bedeutung der Fankurve ist bei den Bayern viel geringer. Und auch die Fadesse des VIP-Bereichs fällt in München nicht so ins Gewicht.

Wenn also der Fanblock bei Rapid auffällig viel Gewicht hat, dann liegt das an den Relationen der verschiedenen Stadionbereiche. Verglichen mit der Allianz Arena hat das Allianz Stadion einen riesigen Fanblock und auch einen riesigen VIP-Bereich.

Unser Block-West kann sich mit den Darbietungen der bayrischen Fanszene durchaus messen und schneidet in praktisch allen Belangen besser ab. Wenn man allein die Begrüßung der Mannschaft vor einem Spiel vergleicht, ist das in München eine eher matte Angelegenheit.

Außer den in Deutschland üblichen Fahnenschwingern gibt es keine nennenswerte Choreografie.

Die Anteilnahme der Zuschauer in unserem Sitzbereich war ernüchternd gering bis nicht vorhanden.

Stadionsprecher

Als ich vor 50 Jahren erstmals nach München kam, erstaunte mich, dass es vereinzelt Menschen gab, die nicht bairisch also “Norddeutsch” gesprochen haben; in Wien war das damals eher unbekannt. Heute hatte ich den Eindruck als hätte sich dieses Verhältnis umgedreht; man hört vereinzelt bairische Mundart.

Dass man sich in München keinen Stadionsprecher mit ortsüblichem Idiom leistet, finde ich sehr betrüblich. Der dortige Sprecher ähnelt jenem in Salzburg. Ziemlich unpersönlich, ohne besonderen Bezug zum Fan, reines Marketing-Deutsch; eine Art “Markt-Schreier” wie da einmal Alfred Körner von Andy Marek behautet hat. Alfred kannte aber die deutschen Stadionsprecher nicht, denn dann wüsste er, was wir an diesem Andy Marek haben.

Es werden lustlos ein paar Bayern-München-Hymnen “…Stern des Südens…” abgespielt. Mitsingen tut niemand.

Fanblock Mainz

Dem jeweiligen Auswärtsteam stehen 10% der Sitzplätze zur Verfügung. Das wären in München 7.500. Aber so viel Mainz-Fans waren nicht mitgereist. Vielleich hat man 1.000-2.000 Mainz-Fans gesehen. Bei einem Spiel gegen Dortmund wird wohl die Aufteilung eine andere sein.

Jedenfalls dürfte es in München so sein, dass man die Größe des Auswärts-Blocks der Anzahl der angeforderten Plätze anpasst. Es wird wohl in München wegen der drei Ränge einfacher sein.

Von dieser Vorgangsweise könnte man sich bei Rapid etwas abschauen. Da nur eine der Gastmannschaften (Sturm) den kompletten Auswärtsblock füllt, wäre eine flexiblere Handhabung dieser Zone wünschenswert.

An- und Abreise

Die Verbindung mit der U6 nach Fröttmaning ist perfekt. Das Verhalten der Fans ist sehr diszipliniert. Wir kennen ja die Staus nach einem Heimspiel vor dem Bahnhofsgebäude in Hütteldorf. Das gibt es in München nicht. Wir setzten uns nach dem Spiel mit dem riesigen Strom der Besucher Richtung U-Bahn in Bewegung. Ohne irgend einen Stau landeten wir am Bahnsteig und die nächste U-Bahn war unsere. Kein Gedränge. Kaum zu glauben.

Marketing

Rapid wird gerne als Marketing-Verein beschrieben. Es würde nicht mehr auf den Fußball geachtet, alles drehe sich nur ums Gelverdienen. Aber das ist alles gar nichts gegen die Marketing-Maschine Bayern-München. Diese Dimension ist für Rapid kein Ziel, weil dazu das Stadion und die Kunden fehlen. Aber dass man die Marke und das Stadion vermarkten muss, ist doch irgendwie die Hausaufgabe der Abteilung Wirtschaft. Dass man immer wieder Vorwürfe darüber hört, dass Rapid sich Zuviel um das Vermarkten kümmere, das zeigt eher von einem nicht vorhandenen Verständnis für Wirtschaft. Allein die Kosten der unglücklichen Entscheidungen des letzten Jahres können einen weniger gut aufgestellten Verein in den finanziellen oder sportlichen Ruin treiben. Nur durch die solide finanzielle Basis kann Rapid das aushalten. Marketing spielt nicht Fußball aber es bringt das für den Fußball erforderliche Geld.

Merchandising

Das Angebot von Fan-Artikeln im Rapid-Fanshop kann sich mit dem Angebot in einem Fanshop der Bayern nicht nur messen; es übertrifft diesen an Kreativität bei Weitem.

Kosten

Unsere Reise war wie eine VIP-Reise von Rapid, auch die Kosten waren etwa in dieser Größenordnung. 580,- € pro Person (200 € Bahn, 220 € Übernachtung + Eintrittskarte, 60 € Zusatznacht, 100 € Kabarett+Sea Live+Stadtrundfahrt).

Keine Karten

Jeder, der ein Produkt verkauft, möchte, dass sein Produkt begehrt ist. Bei Fußball bedeutet das ein immer ausverkauftes Stadion. Das geschieht auch in München nicht von allein. Auch wenn es im allgemeinen Kartenverkauf keine Karten gibt, ist es doch erstaunlich, wie einfach man über Merkur Plätze in der Allianz Arena kaufen kann. Man hat den Eindruck, dass feste Kontingente an Reisebüros verkauft werden, die den Weg in den offenen Kartenverkauf nicht finden. Ein gewisser Teil der Plätze in der Allianz Arena wird daher an Fußballreisende verkauft, indem die Synergie zwischen Reiseveranstalter, Hotellerie und Fußball genutzt wird.

Vielleicht wäre es auch für Rapid eine Option, einmal probeweise ein “Fußballwochenende in Wien” über Reisebüros anzubieten.

Fazit

Wer keinen “reichen Onkel” hat, muss seine Arbeit populär machen und diese Popularität vermarkten. Alle Fußballvereine ohne “reichen Onkel” tun das. Wenn sie das nicht tun, fallen sie in die Bedeutungslosigkeit einer Unterliga zurück. (1860 München, Vienna). Vor einem solchen Schicksal sind auch große Namen nicht sicher und wer weiß, was passiert wäre, hätte Rapid die Folgen des letzten Jahres ohne die gleichzeitig stabile finanzielle Situation zu tragen gehabt. So ein Konkurs ist schneller da als man denkt. Und ein großer Verein ist dafür viel anfälliger wie ein kleiner, speziell mit der Schuldenlast eines Stadionneubaus.

Welche Dimensionen Vermarktung annimmt, studiert man am besten in München. Egal, ob am Hauptbahnhof, im Hofbräuhaus oder in der Allianz Arena. Die Produkte Reisen, Bier und Fußball sind überall dieselben aber in München wird vorgezeigt, was man alles aus solchen Produkten herausholen kann. Die Zielgruppe ist nicht München oder Bayern sondern die ganze Welt.

Hinter Bayern München steht nicht allein ein Block von enthusiastischen 8.000 Ultra-Fans, hinter Bayern München steht eine wirtschaftlich ungemein erfolgreiche Region. Rapid ist bekannt für die Stimmung seiner Fans im Stadion. Bayern ist bekannt für die Vermarktung seines Namens. Nicht, dass Rapid diese Dimensionen von Bayern (260.000 Mitglieder) erreichen könnte, dazu ist der Stellenwert des Fußballs in Österreich zu gering – aber dass es Rapid auf ein Vielfaches seiner derzeit 16.000 Mitglieder bringen könnte, das sollte ein unbedingtes Ziel sein.

Groundhopping Augsburg

Ostern ist für uns immer die Zeit, andere Stadien zu besuchen. Voriges Jahr Hoffenheim und Dresden, heuer Augsburg. Viel Zeit bleibt nicht, weil am Samstag und am Dienstag Rapid-Spieltage sind. 

Augsburg ist die drittgrößte Stadt in Bayern und etwa so groß wie Graz. Es gehört aber sprachlich bereits zu Schwaben. Nach Österreich versetzt würde Augsburg hier sofort die Führerschaft in Sachen Fußball übernehmen – zumindest was Publikumsinteresse betrifft.

Der Name “Augsburg” geht auf den römischen Kaiser Augustus zurück. Der Name der Kaufmannsfamilie Fugger ist allgegenwärtig, praktisch ein Synonym für Reichtum.

Ansichten von Augsburgs Innenstadt. Ansicht des Stadions als Postkarte gibt es nicht.

Die Begegnung Augsburg-Schalke. 

Beide Mannschaften sind auf einem, Euro-League-Startplatz, Augsburg könnte mit einem Sieg Schalke überholen. Der Abstand zu einem Champions-League-Platz ist mit 8 Punkten schon ziemlich groß. Dafür nähert sich von unten Hoffenheim mit nur zwei Punkte Abstand. Eine interessante Begegnung also.

Leider treten die beiden Mannschaften auf der Stelle und trennen sich mit einem 0:0. Für Augsburg fast schon ein Erfolg, wurden doch die letzten Partien gegen Schalke verloren.

Fußballerisch war die Begegnung nicht unbedingt ein Leckerbissen. Auffällig war die gute Verteidigungsleistung von Schalke; die zahlreichen Schussversuche von Augsburg wurden sehr häufig abgeblockt. Kaum ein Schuss verirrte sich direkt aufs Tor.

Eintrittskarten

Vier Wochen vor dem Spiel waren nur mehr einige Einzelplätze verfügbar. Eine Anfrage nach VIP-Plätzen wurde erst nach 14 Tagen negativ beantwortet. Am Telefon meldete sich überhaupt nur ein Tonband. Ziemlich unüblich für die sonst anzutreffende deutsche Perfektion. Also blieb nur der Schwarzmarkt. Wir buchten über http://www.seatwave.de/
Die Plätze sind personalisiert. Wenn es eine Ausweiskontrolle gäbe, hätten wir Pech gehabt (haben wir in Tottenham schon erlebt).

Personalisierte Eintrittskarte
Unser Sitzplatz im Sektor U auf der “Gegengerade”, der Osttribüne, entspricht der zukünftigen Ost im Rapid-Stadion

Eintrittskarte

SGL-Arena

Die Augsburg-Arena hat mit 30.000 Zuschauern etwa die Größenordnung von Hanappi-Neu und daher ist dieses Stadion besonders interessant für uns. Was ist gut, was weniger gut gelungen, das interessiert uns.

Wenig spektakulärer Zweckbau gesehen aus dem Norden von der Straßenbahnhaltestelle. Der noch leere “Parkplatz” im Vordergrund ist ein Fahrradparkplatz. Er war trotz des kalten Wetters am Ende ganz gut belegt. An der rechten Westseite sieht man den Anbau für die VIP-Räume.

Auch die Finanzierung des Stadions ist der von Hanappi-Neu nicht unähnlich. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/SGL_arena

Lage

Das Stadion liegt im Süden der Stadt an einem Autobahnkreuz. Man fährt mit der Straßenbahn ca. 20 Minuten. Der Abstand von der Straßenbahn zum Stadion ist etwa 500 Meter.

Die Ausrichtung des Stadions in Nord-Süd-Richtung entspricht der Lage des neuen Hanappi-Stadions. Da aber der Hauptzugang im Norden und nicht wie beim Hanappi-Stadion im Süden liegt, wurden die Gästefans in der Süd-Ost-Ecke untergebracht und die Augsburger auf deren Hauptsektor im Norden schauen je nach Jahres- und Tageszeit in die Sonne.

Blick aus der obersten 37. Reihe auf der Ostseite (entspricht genau der Ansicht im neuen Rapid-Stadion)

Das Stadion ist eingegraben, ähnlich wie Siezenheim. Man betritt das Stadion daher etwa in Reihe 15. Es gibt 37 Reihen. Wir waren in der letzten Reihe. Beste Sicht.

Es gibt ebenso wie im Hanappi-Neu die große VIP-Zone, die aber nicht voll besetzt war.

Blick auf die VIP-Tribüne nach Spielbeginn

Wahrscheinlich waren die betreffenden AbonenntInnen auf Osterurlaub. Aber gezählt im Sinne der offiziellen Zuschauerzahl wurden sie trotzdem. Als Zuschauerzahl wurde nämlich die volle Kapazität 30.660 angegeben.

Der Security-Check ist einheitlich für alle Sektoren. Spiegelreflexkamera ist ein NoGo. Ich habe mich um eine Genehmigung bemüht; keine Chance. Auch die Vorlage eines Presseausweises reicht nicht aus. Höherwertige Kameras dürfen nur am Spielfeldrand, nicht aber auf den Rängen eingesetzt werden.

Aber auch meine Kompaktkamera machte Schwierigkeiten, darf aber schließlich passieren. Der Grund: die Security-Leute sollen auf die (Kleinbild-)Brennweite schauen. Diese darf nicht über 100mm liegen. Bei den Kompaktkameras ist aber das angegebene Maß ein anderes (die Zahlen sind viel kleiner) und dafür sind die Ordnungshüter nicht geschult; zum Glück für die paar verbliebenen Amateurfotografen wie mich.

Es kommt aber noch eine Ticket-Kontrolle unmittelbar beim Betreten der Tribüne. Man darf das Stadion nur in dem angegeben Sektor, bei uns Sektor-U, betreten. Auch in der Pause. Die freundlich-strenge Ordnerin ließ sich durch ein amikales “jetzt miassast mi eigentlich scho kennan” nicht erweichen.

Kulinarik

Das Zahlungsmittel ist ausschließlich Stadiongeld.

Stadiongeld, EInsatz 2 Euro

Pro Stadionseite patruillieren etwa vier Geldwechsler, erkennbar an einem hohen Wimpel. Pro Längsseite gibt es vier Kioske.

Geldwechsler bei der Arbeit

Wenn man 20 Euro investiert, bekommt man 18 Euro gut geschrieben, 2 Euro sind Karteneinsatz. Dafür bekommt man: 2 Bier, 2 Rote Bratwurst, 1 Stadionpackung saure Drops. Es bleiben 50 Cent.

Preisliste in der SGL-Arena

Man könnte das Ganze zum Sitzplatz mitnehmen aber bis dahin wäre die Wurst kalt. Man muss also alles ambulant konsumieren und dazu gibt es einfach keine Infrastruktur. Senf und Ketchup holt man sich von Tankstellen. Wer eine Mülltonne zum Abstellen des Biers ergattert, gehört zu den Gewinnern.

Senf- und Ketchup-Tankstelle dient als Bierablage. Stellplätze sind Mangelware.

Nach dem Spiel bleiben zwei von vier Kiosken geöffnet aber die Umgebung
lädt nicht zum Verweilen ein.

Wenn man bei Rapid die zukünftige Südtribüne als Rapid-Dorf gestalten will, muss es dort eine bessere Infrastruktur geben.

Die Bezahlkerte behalten wir als Andenken und erparen das neuerliche Anstellen beim Auszahlungscontainer.

Die Rückfahrt in die Stadt ist vorbildlich organisiert, was aber auch dem disziplinierten Publikum zu danken ist. Im Minutentakt fahren die Straßenbahnen Richtung Hauptbahnhof. Perfekt. Kein Vergleich mit etwa der Heimreise aus Graz-Liebenau. Dort vergehen 20 Minuten und es kommt – Nichts. Weder Bus noch Straßenbahn.

Toiletten

Vor dem Spiel scheint die Zahl der Toiletten ausreichend zu sein. In der Pause zeigt sich aber, dass die Toiletten hoffnungslos unterdimensioniert sind. Wer sich im Hanappi-Stadion in einer 20er Schlange angestellt hat und sich darüber beschwert hat, der findet sich in diesem Stadion in einer gut fünf Mal so großen Schlange; 20 Meter und Fünfer-Reihen. Ein Glück, dass man in Augsburg deutlich disziplinierter ist als in Wien; niemand murrt.

Wer in der Pause von der letzten Reihe auf die Toilette muss, hat keine Zeit für eine Konsumation oder ein Gespräch. Er verbringt diese 15 Minuten in der Warteschlange. Getestet, es ist genau so.

Fans-Augsburg

Augsburg ist seit einigen Jahren wieder in der obersten Spielklasse. Das Stadion ist also etwa genau so alt. Man verzeichnet immerhin 75 Fanklubs.

Es gab aber trotz der Wichtigkeit des Spiels keine Choreografie der Heimmannschaft. Der Support der Heimmannschaft beschränkt sich auf Fahnenschwingen und die auch bei uns üblichen Gesänge.

Legio Augusta hieß die römische Legion, die im Raum Augsburg stationiert war und die auch der Namensgeber für eine der örtlichen Fangruppierungen ist. Hier gehts zur Homepage der Legio Augusta.

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Bezüglich Rasenball Leipzig ist man sin in Deutschland ziemlich einig:

Keine Solidarität mit RB Leipzig

Fans-Schalke

Da sind die Schalke-Fans schon ein anderes Kaliber. Es beginnt mit einer Begrüßung der mitgereisten Fans durch die Mannschaft. (Man könnte sich das durchaus auch bei Rapid vorstellen.)

Begrüßung der mitgereisten Fans durch die Königsblauen vor dem Aufwärmen

Vollsektor-Choreografie mit blauen und weißen Kunststoff-Umhängen. Lückenlos. Bei Spielbeginn wird sogar der störende Eingangstunnel mit einem blauen Tuch verhängt.

Blaue und weiße Umhänge im Schalke-Sektor

Videos

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Reiseplanung

Eintrittskarten gebucht über http://www.seatwave.de/
Fahrkarten gekauft über Oebb-Online-Ticket mit Sparschiene Deutschland
Hotel gebucht über http://www.expedia.at/

5. April
06:30 ab Wien West
10:25 an München Hbf
10:36 ab München Hbf
11:19 an Augsburg
Dauer 4:49
Mittagessen beim Mäc, WLAN
12:30 Checkin im Hotel
13:30 Abfahrt ins Stadion
Abendessen am Rathausplatz im Cafe

6. April
07:30 Frühstücksbuffet
09:42 ab Augsburg
11:59 an Salzburg
12:08 ab Salzburg
14:30 an Wien