Spiele der Meistergruppe

Mi 3. Jun 20:30RB – Rapid: Liga, Meistergruppe,  1. Runde, Red Bull Arena; Geisterspiel, sky, ORF-1; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 7. Jun 19:30Rapid – Sturm: Liga, Meistergruppe, 2. Runde, Allianz-Stadion; Geisterspiel, sky; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 10 Jun 20:30LASK – Rapid: Liga, Meistergruppe, 3. Runde, Waldstadion; Geisterspiel, sky; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 14 Jun 17:00Rapid – WAC: Liga, Meistergruppe, 4. Runde, Allianz-Stadion; Geisterspiel, sky, ORF-1; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 17 Jun 18:30Hartberg – Rapid: Liga, Meistergruppe, 5. Runde, Stadion Hartberg, Geisterspiel, sky
Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 21 jun 17:00Rapid – Hartberg: Liga, Meistergruppe, 6. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 24 Jun 20:30Rapid – RB: Liga, Meistergruppe, 7. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 28 Jun 19:30Sturm – Rapid: Liga, Meistergruppe, 8. Runde, Merkur-Arena, Geisterspiel, sky. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 1 Jul 20:30Rapid – LASK: Liga, Meistergruppe, 9. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So  5 Jul 17:00WAC – Rapid: Liga, Meistergruppe, 10. Runde Wolfsberg; Geisterspiel, sky. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht

Babyelefant

Fußball strukturiert unser Leben.

Angesichts der Corona-Krise gehen dem Fußball bald die Themen aus, man könnte fast sagen, der Lebensnerv. Nur die allwöchentliche Rapidviertelstunde ist eine Erinnerung an bessere Zeiten. Und auch die hartgesottensten Anhänger müssen an den Wochenenden ungewohnten Dingen nachgehen. Die Fialas entdecken die Stadt, ihre Umgebung, und wir werden darin bestätigt, dass wir nicht nur Anhänger des besten Fußballklubs der Welt sind – so wie das auch beim Heimfilmabend im Anschluss an das unglücklich verlorene Finale einer der Fans im Interview ausgedrückt hat – sondern dass wir auch in einer der lebenswertesten Städte der Welt leben.

Dass wir alle eine Fortsetzung des Spielbetriebs herbeisehnen, ist klar. Aber die Rahmenbedingungen sprechen eher gegen eine Fortsetzung des Ligabetriebs – auch in Form von Gesterspielen – und gegen volle Zuschauerränge natürlich sowieso. Es sei denn, die Bundesliga schafft es, dem Gesundheitsminister akzeptable Bedingungen vorzuschlagen.

Bei einem Termin im Gesundheitsministerium wurde folgendes vereinbart:
“Hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen wurde festgehalten, dass positiv getestete Personen und deren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.”

Regel und Ausnahmen

Regel: Babyelefant

Der Fortsetzung des Spielbetriebs steht die Abstandsregel entgegen, nach der ein Babyelefant zwischen zwei Personen Platz haben soll, natürlich auch zwischen Fußballspielern. Daher findet derzeit auch der Trainingsbetrieb in Kleingruppen statt.

Laut Wikipedia ist der Babyelefant bei der Geburt ohne Rüssel tatsächlich gerade einen Meter groß. Und der soll in jeder Alltagssituation zwischen zwei Personen passen. Wenn diese Distanz eingehalten wird, sind Ansteckungen unwahrscheinlich. Aber es gibt Ausnahmen:

Ausnahme 1: Schutzkleidung

Da aber gewisse persönliche Dienstleistungen wie zum Beispiel in der Pflege und der Medizin, nicht möglich wären, kann diese Regel durch das Tragen von Schutzkleidung umgangen werden.

Ausnahme 2: PCR-Test mit Quarantänepflicht

Und wenn eine Schutzkleidung nicht möglich ist, müssen such die Akteure einem PCR-Test unterziehen. Ist dieser Test negativ, können sie Körperkontakt haben. Die Sache hat allerdings einen Haken, denn wenn beim nächsten Test jemand positiv getestet wird, werden in einem Contact Tracing (Rückverfolgung von Infektionsketten) die Kontaktpersonen der letzten Tage erfasst, und diese Personen müssen sich dann in Quarantäne begeben.

Ausnahme 3: Quarantänebetrieb

Einige wichtige Institutionen wie zum Beispiel die Energieversorger und das Fernsehen haben einen schichtweisen Betrieb unter Quarantänebedingungen eingeführt, der sicherstellt, dass eine kasernierte Besatzung den Betrieb störungsfrei aufrecht erhalten kann – auch ohne die ansonsten geltende Abstandsregel.

Fußball und Kunst

Die seltsamen Parallelen zwischen Fußball und Kunst waren immer schon für einen Artikel gut, und wenn dieser Artikel nur dazu gedient hätte, meinem ungläubigen Fußballfreund Arnold diese Gemeinsamkeiten aufzuzählen. Dass ein Virus dieses gemeinsame Schicksal so verschiedener Welten aufzeigt. ist fast schon kitschig dramatisch.

Fußball und darstellende Kunst befinden sich in einer seltsamen Allianz, denn beide leben von großen Zuschauerzahlen und beide benötigen in der Darstellung körperliche Nähe der Akteure und beides widerspricht der Abstandsregel mit dem Babyelefanten. Wendet man die Ausnahme 2 “PCR-Test” an, besteht die Gefahr, dass eine Ansteckung diagnostiziert wird und dadurch der Betroffene und mit ihm alle Kontaktpersonen in Quarantäne gehen müssen. Beim Fußball bedeutet das praktisch das vorzeitige Saisonende für den betroffenen Verein, und – wenn in der unmittelbaren Vergangenheit ein Spiel stattgefunden hat, was bei englischen Wochen der Fall wäre – auch des gegnerischen Vereins.

Aus diesem Dilemma scheint es keinen Ausweg zu geben, außer eben dieses Risiko auf sich zu nehmen und als Vorsichtsmaßnahme die betroffenen Akteure zu einer extremen Isolation zu verpflichten. Aber allein durch unvermeidbare familiäre Kontakte wird auch dadurch das Risiko nicht auf Null reduziert.

Christian Ebenbauer hat in einem Interview von Russischem Roulette gesprochen, das man bei Durchführung der Playoffs eingehen würde. Aber wie wahrscheinlich wäre ein solcher Abbruch?

Wie groß ist das Risiko eines Abbruchs?

Das Folgende ist eine “Milchmädchenrechnung”, der für alle Österreicher eine gleiche Chance auf Infektion zugrunde legt. Das ist in der Realität nicht der Fall. Wer allein zu Hause lebt, kann nicht angesteckt werden. Auch nicht jemand, der die Abstandsregeln einhält und Menschenansammlungen meidet. Spieler werden dazu angehalten, sich so zu verhalten.

Dagegen sind Menschen in Arbeitsprozessen oder mit Kundenkontakt deutlich mehr exponiert. Sicher gehören auch Fußballspieler mit ihren zahlreichen Terminen im Fernsehen und bei Sponsoren zu diesem exponierten Personenkreis.

Alles das wird hier nicht betrachtet, alle sollen dieselbe Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung haben, und daher das Ergebnis höchstens als Anhaltspunkt zu betrachten.

An einem Tag

An einem Tag werden in Österreich zwischen 50 und 100 Neuinfektionen registriert, sagen wir 80. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einer dieser Betroffenen ist, ist sehr gering: 80/8000000 = 0,00001 oder 0,01 Promille.

In 60 Tagen

Die Spiele der Bundesliga wären für den Zeitraum Juni-Juli geplant, also für 60 Tage.

In einem Zeitraum von 60 Tagen gibt es ca. 6000 Infektionen, sagen wir 8.000 (die Fallzahl wird wegen der aktuellen Lockerungen zunehmen). Die Wahrscheinlichkeit, sich in diesem Zeitraum zu infizieren, liegt bei etwa 1 Promille.

Menschengruppen

Betrachtet man eine Gruppe von Menschen, dann addieren sich die Wahrscheinlichkeiten der Einzelpersonen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand aus einer dreiköpfigen Familie in 60 Tagen infiziert liegt daher bei 3 Promille. Diese Personen müssen bei der Ansteckung eines Einzelnen Familienmitglieds in Quarantäne, um die Infektionskette zu unterbrechen.

Bundesliga Playoff

Wie ist das beim Fußball?

In zwei Monaten (Juni und Juli) sollen die restlichen Spiele der Bundesliga gespielt werden. Es gibt 12 Teams. Die Kadergröße eines Teams sei 25. Die betroffene Personengruppe umfasst 300 Personen (25×12). Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine irgendeine Person dieser Gruppe in einem Zeitraum von 60 Tagen ansteckt, liegt bei 300 Promille oder 30 Prozent.

Wenn nun Spieler durch besonders disziplinierte Umgangsformen das 60-tägige Ansteckungsrisiko von 1 Promille senken, würde das natürlich die geschätzten 30 Prozent ebenso stark absenken, aber ein Restrisiko bleibt dennoch.

Ausweg: Quarantäne

Ein Ausweg könnte sein, dass man die Spieler – ähnlich wie das bei RB-Leipzig praktiziert werden wird (Bericht Bild-Zeitung) – in einer Quarantäne kaserniert, ähnlich wie das beim ORF und den Wiener Netzen der Fall war. Eine solche drastische Einschränkung der Lebensart könnte die Geisterspiele realistischer machen, weil natürlich die Ansteckungswahrscheinlichkeit – zumindest theoretisch – auf Null reduziert werden könnte.

Aber auch wenn eine solche Abwicklung gelingen könnte, wäre das höchstens eine Lösung für den Rest der Saison aber kein realistisches Modell für die zukünftige Meisterschaft.

Ein historischer Rückblick

Die Auswirkungen der spanischen Grippe in Österreich 1918 waren verheerend. Die Wiener Zeitung berichtet in einem Nachdruck von 900 Toten in einer Woche im Oktober 1918 und insgesamt 6500 Toten zwischen 1918 und 1920.

Es ist bemerkenswert, dass man damals ganz ähnliche Maßnahmen wie heute getroffen hat, also zum Beispiel Schulschließungen, aber so konsequent, dass man auch den Fußballbetrieb eingestellt hätte, war man damals nicht.

Links

Corona und Fußball

Wer hätte gedacht, dass unsere Auswärtsfahrt nach Wolfsberg am 15.3. die letzte für lange Zeit werden würde. Und die nächste Auswärtsfahrt nach Salzburg war auch schon in Planung. Der Salzburg-Fanbus war am Freitag, 13.3. bald nach dem Verkaufsstart ausverkauft. Am Montag 17.3. kauften wir voller Optimismus noch unsere Karten, am Dienstag wurde dieser Vorverkauf gestoppt. Am Freitag verkündete die Regierung, dass sich jetzt alles ändern werde im Land.

Fußballspiel Zero

Am 19. Februar stieg im Mailänder San Siro das Champions-League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia. Heute sind die Epidemiologen sicher: die Partie mit 44.000 Zuschauern verstärkte die Ausbreitung des Coronavirus in der Region massiv. (stern.de vom 23.3.2020)

Von Mäusen und Elefanten

Heute ist es unwichtig, ob der Rapid-Kapitän verlängert oder wer Meister wird. Die Frage, wann überhaupt wieder Fußball gespielt werden kann, überragt alles andere. Doch eine zweite Frage gesellt sich dazu und zwar die, ob der Profifußball diese Krise überhaupt überleben wird.

Wenn in der Savanne längere Zeit Dürre herrscht, wird es für die dort lebenden Tiere eng, besonders für jene mit einem großen Nahrungsbedarf. Und so sonderbar das auch ist, das kleine Nagetier Maus hat in dieser Situation größere Überlebenschancen als der unbesiegbar scheinende Elefant. Große Tiere könne nur bei einem ausreichend stabilen Nahrungsangebot überleben.

Admira-Geschäftsführer Drabek hat am 16.3. Christoph Peschek angegriffen, weil sich Rapid Sorgen um den massiven Einnahmen-Ausfall macht und bezeichnete das als “Einzelinteresse”. (Bericht vom 16.2.2020 in laola1 und anderen Medien). Man sieht, die Rollen sind verteilt. Der Elefant möge sich nicht beklagen, die Maus finde ja auch ihr Auslangen in der ausgetrockneten Landschaft. Ein Elefant weniger wäre für die Geier ein gefundenes Fressen.

Glücklicherweise ist ein moderner Betrieb kein unflexibler Elefant. Ein Betrieb kann für einige Zeit in eine Art Winterstarre verfallen, dabei die Kosten auf ein Minimum reduzieren und – vor allem – kann ein Betrieb mit solidarischer Unterstützung des Staates rechnen. Aber Profi-Fußball-Vereine sind Betriebe mit “besonderen Bedürfnissen”.

Alle Anhänger des Fußballsports stellen sich bei den Ablöse- und Gehaltssummen der Topspieler immer wieder die Frage, ob denn Menschen einen solchen Wert haben können, der für sie bezahlt wird. Und die Antwort ist: ja, denn das Geld ist vorhanden, und es wird nur in die Spieler investiert. Die Summen wären zwar nicht gar so hoch, wenn nicht auch noch reiche Eigentümer die Preisspirale nach oben anheizen würden, aber Bayern München zeigt, dass man auch ohne Investor mithalten kann.

Das Motto der Rapid-Geschäftsführung, alle Einnahmen wieder dem Fußballbetrieb zuzuführen, ist allen Fußballvereinen gemeinsam. Und da diese Einnahmen wegen der hohen Popularität beachtlich sind, fließen die erwirtschafteten Gelder in diese 20-30 Spieler und das Trainerteam. Gewinne, die als Dividende an die Eigentümer ausgeschüttet werden, sind ja nicht vorgesehen. Gewinn, das ist der sportliche Erfolg.

Wenn Betriebe geschlossen werden müssen, kann der Betrieb, unterstützt durch den Staat, diese Kosten des Stillstands, also laufende Betriebskosten, Kredit- und Steuerzahlungen sowie Löhne weiterzahlen. Und bei den Löhnen erfand der Staat ein Kurzarbeitsmodell, das sehr attraktiv ist und den Betrieben einen raschen Neustart und den Beschäftigten den Arbeitsplatz sichert. Allerdings bezieht sich dieses Modell auf “normale” Arbeitnehmer, also solche mit klassischen Arbeitnehmerverträgen. Verträge von Fußballprofis werden durch dieses Kurzarbeitsmodell nicht bedient.

Sportminister Werner Kogler hat in einer der ersten Pressekonferenzen zu den Unterstützungsmaßnahmen ergänzt, dass natürlich auch Sportvereine unterstützt werden, die ihre laufenden Kosten nicht bezahlen können – im Bildbericht wurde der SK Breitenfurt vorgestellt, schloss aber auch gleichzeitig die Stützung des Fußball-Profibetriebs aus.

Wie jeder andere Betrieb kann ein Fußballverein sein Personal in Kurzarbeit schicken und bekommt den größten Teil der Kosten ersetzt. Aber der Profibetrieb hat – anders als Produktionsbetriebe – durch die weiterlaufenden Spieler- und Trainergehälter enorme laufende Personalkosten bei gleichzeitigem Entfall aller Einnahmen. Und dieser Umstand setzt Fußballvereine mit einem Profibetrieb unter einen besonderen Druck, der eine existenzielle Dimension hat. Und je größer der Wert der Mannschaft und deren Lohnkosten sind, desto früher droht das finanzielle Aus.

Daher sind die Elefanten in diesem Gewerbe mehr gefährdet als die Mäuse.

Solidarität

Ob alle Profifußballvereine diese Krise überstehen werden, weiß man derzeit noch nicht, dass es aber ungemütlich wird, das zeigen erste Berichte aus Deutschland. Am 20.3. zitiert der Kurier Zoran Barisic: “Es geht darum, den Fortbestand von Rapid zu sichern”. Eine Solidarisierung aller am Fortbestand von Rapid Interessierter wird nötig sein.

Solidaritätsbeitrag des BlockWest

Der eindringliche Aufruf des Blocks an alle seine Mitglieder, zu Hause zu bleiben und der Vordruck für die Nachbarschaftshilfe (siehe Rapidviertelstunde-218) sind schon eindrucksvolle Beispiele von Solidarität, die sogar das sonst offen zu Schau gestellte Kriegsbeil gegenüber der Obrigkeit begraben lässt – für die Dauer der Krise, versteht sich;-)

Solidaritätsbeiträge der Profis

Das, was in “Friedenszeiten” als Marktwert eines Spieler gehandelt wurde und auf dem auch die Gehälter aufbauten, dürfte derzeit wie eine Aktie ins Bodenlose fallen. So wie der Handel an Börsen punktuell ausgesetzt wird, dürften Transfers in diesen Tagen schwierig werden. Freiwilliger Gehaltsverzicht der Spieler wird wohl ein Solidaritätsbeitrag sein müssen. In Deutschland werden darüber hinaus Geisterspiele als Überlebensmittel angedacht.

Solidaritätsbeiträge der Anhänger

Wenn ich in meine Geldbörse blicke, schaut das nicht so aus, als könnte ich Rapid helfen, aber solche wie mich gibt es viele. Und wenn auch derzeit der Weg in den Fanshop verunmöglicht wird, der Online-Fanshop ist jederzeit geöffnet und ein Osterset (oder Gleichwertiges um 100,- Euro) ergibt schon eine Menge – wenn alle es tun! Wenn 10.000 Fans aus Solidarität ein Osterset kaufen, ist das immerhin eine Million.

Bitte kaufen, bitte kaufen, bitte kaufen Augustin Osterset! (frei nach Ján Klimeš), den grün-weißen Augustin-Verkäufer)

Solidaritätsbeiträge der Abonnenten und Mitglieder

Rapid-Mitglieder sollten wegen der nicht stattfindenden Spiele nicht streiten. Wie heißt es doch immer: “Rapid gehört seinen Mitgliedern”, und als Eigentümer müssen wir versuchen, den Kahn über Wasser zu halten.

Solidaritätsbeiträge der Investoren

Ende des Jahres steht die erste Rückzahlung für die 5-jährigen Rapid-Investoren an. Und das bedeutet für Rapid eine zusätzliche Belastung und die sich’s leisten können, könnten in einer solidarischen Aktion diese Rückzahlung auf ein späteres Jahr hinausschieben, also in einer gemeinsamen Aktion aus einer 5-jährigen eine 7-jährige, aus einer 7-jährigen eine 9-jährige und aus einer 9-jährigen eine 11-jährige Investition machen.

Feind

Derzeit ist es keine Frage, wie das nächste Spiel wohl ausgeht, heute fragen sich die Fußball-Interessierten, wann wohl überhaupt das nächste Spiel und das nächste mit Publikumsbeteiligung stattfinden wird. Die Optimisten reden vom Mai, Fachleute sagen, dass es den Fußball, wie wir ihn gekannt haben, im heurigen Jahr überhaupt nicht geben wird können (Virologe des Hamburger Instituts für Tropenmedizin, 20.3.2020 stern.de). Wie wir am Beginn dieses Artikels gehört haben, wird vermutet, dass das Fußballspiel Atalanta Bergamo gegen Valencia einen wesentlichen Einfluss auf die starke Verbreitung des Virus in Norditalien hatte. Man wird seitens der Regierungen sicher nicht zulassen, dass ein Erfolg im Kampf gegen das Virus – das wären also sinkende Infektionszahlen – durch Massenveranstaltungen gleich wieder zunichte gemacht wird. Die Freigabe von Massenveranstaltungen wird erst ganz am Ende des Tunnels stehen. Olympia wird abgesagt und in Hütteldorf würde gleichzeitig Fußball gespielt werden? Kaum vorstellbar!

Der Grund für diese lange Dauer der Epidemie ist unsere Art, die Ausbreitung der Krankheit durch Isolationsmaßnahmen zu bekämpfen. Wir erreichen dadurch zwar ein Abflachen der Kurve, aber der Preis ist eine längere Dauer. Aber warum dauert es länger?

Die strichlierte horizontale Linie symbolisiert die Grenze unseres Gesundheitssystems. Die beiden Flächen (rot und blau) sind gleich.

Herdenimmunität

Über Boris Johnson wird berichtet, dass er auf die “Herdenimmunität” vertraut hätte. Man machte es ihm zum Vorwurf, dass er die Dinge einfach laufen lässt (rote Kurve oben) – mit einem gewissen Schutz für die Alten. Nun haben aber auch wir – mangels Impfstoff – kein anderes Konzept als eben diese Herdenimmunität, denn erst, wenn ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung erkrankt und wieder genesen (und dadurch immunisiert) sein wird, hat eine Neuerkrankung keine Verbreitungsmöglichkeit mehr, das Virus wäre dann besiegt. Genaugenommen findet das Virus keinen Wirt mehr, weil alle bereits immun sind. Die “Herde” entspricht der Fläche unter der Kurve. Bei COVID-19 müssen das etwa 60% der Bevölkerung sein bei Masern 90%, weil Masern eine höhere Reproduktionsrate hat.

Sowohl der rote also auch der blaue Verlauf betreffen einen großen Teil der Bevölkerung, doch die strichlierte Linie deutet die Kapazität des Gesundheitssystems an. Mit dem blauen Verlauf können alle schwerer Erkrankten behandelt werden, im roten Verlauf blicken wir auf kriegsähnliche Zustände wie sie teilweise aus Oberitalien gemeldet werden.

Der “Sieg” besteht nicht darin, dass man sich Erkrankung erspart, sondern darin, dass man eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert. Auch die blaue Kurve zielt auf eine Herdenimmunität ab, doch durch restriktive Maßnahmen werden nur kleinere Wachstumsraten zugelassen, damit eben das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Es dauert dadurch aber länger, bis möglichst viele – hoffentlich mit wenigen Nebenwirkungen – erkrankt und wieder genesen sind.

Leider bedeutet das nicht Gutes für den Fußball, denn die Fußballpause wird dadurch deutlich länger. Beachtet, dass wir uns erst ganz am Anfang der Kurve befinden – hoffentlich der blauen – und erst wenn sich keine Zuwächse mehr zu beobachten sein werden, haben wir die Hälfte dieses Prozesses hinter uns. Und derzeit ist das noch überhaupt nicht abzusehen.

Dunkelziffer

Bei den paar Tausend Erkrankten, die wir heute zählen schaut das eher wie ein endloser Prozess aus bis alle “durch” sind. Dabei kommt uns aber die Dunkelziffer der Erkrankung zu Hilfe, denn die liegt zwischen 5 und 50 (so genau weiß das niemand). (Meldungen in der ZIB 2 am 23.3.2020 und im Kurier vom 20.3.2020). Je höher die Dunkelziffer – das sind also Personen, die infiziert sind, das aber nicht bemerken und dennoch Überträger sind – desto größere Teile der Bevölkerung werden angesteckt und sind nach ihrer Genesung immunisiert.

Prognose

Beachtet die Meldungen im Fernsehen. Prognosen hört man wenige. Nicht, dass man keine Modelle dafür hätte, aber eine Publikation dieser Modelle wäre für die meisten sehr deprimierend. Dabei sind Prognosen gerade bei so gut beschreibbaren Phänomenen wie dem einer Epidemie durchaus möglich. Man kann sich aber gut an den Absagen anderer Veranstaltungen orientieren, was uns in den nächsten Monaten im Fußball erwartet: Formel 1, Olympia usw.

Verlauf der positiv Getesteten in Österreich.
Ein geradliniger Verlauf bedeutet einen gleichmäßig exponentiellen Anstieg der Fallzahlen.

Wir beobachten die Fallzahlen bereits seit 27 Tagen, dem ersten Auftreten des Virus am 26.2.2020. Am 16.3. starteten unsere gemeinsamen Bemühungen zur “Abflachung der Kurve”. Heute, eine Woche danach, können wir tatsächlich eine leichte Verflachung feststellen, einen Stillstand der Zunahme sieht man aber noch nicht. Am Freitag, 20.3. erstellte ich eine Prognose (blaues Bild) ausgehend von den Zahlen des Gesundheitsministeriums auf https://info.gesundheitsministerium.at. Der Maßstab der Darstellung in logarithmisch, weil sich exponentielle Anstiege in dieser Darstellung als Geraden abbilden. Daher sind Änderungen der Zuwachsraten durch Krümmungen der Testwerte gut sichtbar. Am 20.3. wurde diese Gerade mit drei Wachstumsraten bis zum Palmsonntag verlängert. rot: 30% Zuwachs pro Tag, gelb 20% Zuwachs pro Tag und grün: 10% Zuwachs pro Tag.

Heute, am 24.3., ist die weiße Linie der Fallzahlen bereits etwas weiter gewandert und man würde schätzen, dass die Fallzahl am Palmsonntag eher über der 10.000-er Marke liegen wird, weil die Fallzahlen derzeit über der grünen 10%-Linie zu liegen kommen. Wenn aber unsere Bemühungen auch in der laufenden Woche die ansteigende Gerade weiter nach unten biegen, könnten wir unter der 10.000er-Marke in der Osterwoche ankommen.

Solange diese Kurve ansteigt, haben wir das Maximum noch nicht erreicht. Es könnte sein, dass das am Ostersonntag der Fall sein wird, aber es muss nicht sein. Und auch wenn, wäre das erst der halbe Weg. Seien wir also optimistisch, und meinen wir, dass es aber Ostersonntag wieder bergab gehen könnte. Dafür gibt es auch noch ein zweites Merkmal und das sind die Genesenen, die heute noch gar keine Rolle spielen aber in drei Wochen kann das schon anders ausschauen. Mit steigender Zahl an Genesenen verflacht nämlich die Kurve weiter, weil uns nicht die insgesamt Infizierten sondern die tatsächlich Erkrankten interessieren. Aber zu Ostern werden wir schon 46 Tage mit dem Virus befasst gewesen sein und erst dann beginnt – hoffentlich – der Abstieg und der wird wenigstens ebenso lang dauern, also bis 28.5.2020.

Was wir damit noch nicht erreicht haben dürften, ist die Herdenimmunität, denn die erfordert bei der Reproduktionsrate des COVID-19-Virus von etwa 2,5-3,5, dass etwa 70% der Bevölkerung erkranken müssen. Daher wird der ganze Prozess immer wieder von vorne beginnen und wieder abklingen, wenn auch bei Weitem nicht so stark. Echte Entspannung wird sich erst einstellen, wenn ein Impfstoff gefunden werden wird. Also auch wenn diese hohen Infektionszahlen vorbei sein werden, gibt es noch lange keinen Alltag und es wird lange dauern, jedenfalls viel länger als ein paar Wochen, bis wir uns wieder im Stadion werden treffen können.

Dass Bundesliga-Spiele im Mai stattfinden, könnte sein, allerdings bestenfalls als Geisterspiele. Verbündete des Fußballs könnten die Schulen sein, die ja auch für den Jahresabschluss und die Mature öffnen sollen. Für uns Zuschauer wird es in dieser Saison wohl keinen Stadionbesuch mehr geben. (Weiter Hinweise über den Verlauf siehe Link weiter hinten).

Die Chinesen haben es doch auch geschafft!

Nehmen wir an, wir machen es den Chinesen nach. Der erste Fall in China wurde am 19.1.2020 gemeldet. Am 8.4.2020 wird man in Wuhan wieder zum Alltag zurück kehren. Das sind 80 Tage mit dem Virus. Übertragen auf Österreich bedeutet das: am 26.2.2020 wurde in Österreich der erste Fall gemeldet, am 16.5.2020 kehrt wieder die Normalität ein.

Aber wir sind keine Chinesen! Unsere Gesellschaften sind sehr verschieden. Die Maßnahmen, die in China getroffen worden sind, sind in unseren Breiten schwer vorstellbar. Im “Weltjournal” wurde eine Reportage über die Situation in Peking gezeigt. Es herrschte ein totales und durch zivile Blockwarte überwachtes Ausgehverbot mit Absperrungen vor den Eingängen zu den Wohnblocks. Die Wohngebiete wurden durch Botendienste versorgt. Alle Einwohner wurden und werden durch Handy-Apps verfolgt, und im Infektionsfall werden alle Kontaktpersonen automatisch identifiziert und danach unter Quarantäne gestellt. Gebrauchtes Bargeld wird gereinigt und danach 14 Tage lang nicht ausgegeben. Uvam.

Viele dieser Maßnahmen sind bei uns nicht vorstellbar, aber sie haben in ihrer Radikalität bewirkt, dass im April in Wuhan wieder ein Alltag einkehren kann. Eine Bewegungsfreiheit in unserem Sinn wird in China aber auch im April nicht gegeben sein. Um sich bewegen zu dürfen, benötigt man eine Gesundheitsbestätigung, die am Handy eingetragen ist und die natürlich auch überwacht werden kann. Wegen dieser Ungleichheit der Systeme dürfen wir nicht so optimistisch sein, dass in 80 Tagen alles vorbei sein wird. Es wird länger dauern.

Und auch wenn Geschäfte längst wieder offen sein werden; Menschenansammlungen werden das Letzte sein, was die Behörden erlauben werden, denn diese Ansammlungen trugen sowohl in Italien (SanSiro), in Spanien (internationaler Frauentag) und Österreich (Wintertourismus) stark zur Verbreitung bei.


Link

Wer sich grundsätzlich mit dieser Thematik befassen will, dem empfehle ich die Studie von Tomas Pueyo mit dem Titel “Der Hammer und der der Tanz” (Wie die nächsten 18 Monate aussehen könnten. Man erkennt, dass die deutsche Version eine automatische Übersetzung ist), in ein Word-Dokument umgewandelt von meinem Freund Robert.

Nachträge

Handy-Ticket

Es gab einen Fehlerbericht über das neue Handy-Ticket, in dem eine dritte App vorgeschlagen wurde, weil die beiden empfohlenen Apps nicht funktionierten. Das stimmt nach wie vor, allerdings nur für den Spezialfall eines HUAWEI MATE 20 pro. Bei anderen Handys, auf denen ich das Handy-Ticket seither installiert habe funktionierten alle empfohlenen Apps einwandfrei, auch bei anderen HUAWEI-Typen.

Der Artikel wurde insofern berichtigt, als dieser Umstand gleich in der Einleitung ergänzt wurde. Vielleicht hilft ja der Text einem anderen Betroffenen, der ein ähnliches Problem hat.

Andy-Wuchtel

Eine Wuchtel, erzählt von Christoph Peschek am Abschiedsabend für Andy, muss ich noch nachtragen.

Man kennt doch Andy Marek auch von der Moderation der Rapid-Viertelstunde. Bei diesen Sendungen hält Andy Moderationskarten in der Hand, und der Zuschauer mutmaßt, dass auf diesen Karten eine Abfolge der Verlautbarungen stünde, die ihm ein Redaktionsteam vorbereitet hat. Die Wahrheit ist, dass die Karten einerseits das Bild beleben, weil die Hände immer in Bewegung sind und dadurch die Aufnahme sehr dynamisch wirkt, andererseits aber steht auf den Karten nichts – gar nichts.

Moderationskarten als Dekor und dynamisierendes Element

Ich habe selbst erlebt, mir welcher Präzision und Wortgewandtheit Andy eine solche Aufnahme erledigt und zwar bei der Enthüllung des Gedenksteins auf der Schmelz, bei der das legendäre Foto von Alfred Körner entstand, den Robert Racic auf einer Rodel zum Auto bringt. Die uns von Filmszenen bekannten Zusammenbrüche der Regisseure, nach dem oftmaligen Wiederholen einer Szene, gibt es bei Andy nicht. Eine Aufnahme genügt, dann ist die Ansage “im Kasten”.

Dieser Text wurde im Beitrag “Abschiedsabend Andy Marek” nachgetragen.

Ein letztes “Danke-Bitte”

Leider haben wir alle schon ein “Letztes Mal” bei Begegnungen erlebt, von denen wir aber nicht wussten, dass es das letzte Mal sein würde. Zum Beispiel erlebten wir Alfred Körner ein letztes Mal bei der Hauptversammlung im November 2019.

Bei Andy Marek war es anders, es war ein “Letztes Mal mit Ansage” und daher habe ich beim letzten Spiel gegen Wattens “das Stadion” aufgezeichnet und daraus die letzten Erinnerungen festgehalten

Für Hartgesottene gibt es das ganze Spiel zum Nachhören (3h39’16”, 140 MB)

Dieser Text wurde im Beitrag “Rapid-Wattens” nachgetragen. Die Audio-Files findet man im Bilderordner oder über die obigen Links.

Links

2020

Termine bis zur Gruppenteilung

Di 07 Jän 2020 14:30 Trainingsbeginn
                     Testspiel                       Ernst-Happel-Stadion
Di 14 Jän 2020 18:30 Testspiel Rapid II-Wienerberg   HMI-Arena, Wienerberg
Fr 17 Jän 2020 18:30 Testspiel Rapid II-Zwettl       Ernst-Happel-Stadion 
Sa 18 Jän 2020 14:00 Testspiel Wr.Neustadt-Rapid     Stadion Wr.Neustadt 
Di 21 Jän 2020 18:00 Testspiel Rapid II-Stadl-Paura  Ernst-Happel-Stadion   
Sa 25 Jän 2020 15:00 Testspiel Rapid II-FAC          Ernst-Happel-Stadion  
Sa 25 Jän 2020       Testspiel Rapid-?               Ernst-Happel-Stadion 
Mi 29 Jän 2020       Testspiel Rapid-Odensee         Belek
                     Testspiel Rapid-Vojvodina       Belek
Fr 31 Jän 2020 18:00 Testspiel Vienna-Rapid II       Nachwuchszentrum, Wien 20 
Sa 01 Feb 2020       Testspiel Rapid-?               Belek
Di 04 Feb 2020       Testspiel Rapid-Maribor         Belek
Fr 07 Feb 2020 15:00 Testspiel Rapid II-Horn         Ernst-Happel-Stadion 
Sa 08 Feb 2020       Testspiel Rapid-Senica          Ernst-Happel-Stadion
Fr 14 Feb 2020 18:30 Testspiel Rapid II-Sch./Warth   Ernst-Happel-Stadion   
So 16 Feb 2020 17:00 19. Runde Rapid-Wattens         Allianz-Stadion, letzte Moderation von Andy Marek
So 23 Feb 2020 14:30 20. Runde Hartberg-Rapid        Hartberg, Otto-Gerlitz-Platz 2, 8230, Hartberg
Fr 28 Feb 2020 19:00 17. Runde Rapid II-Traiskirchen West 1
So 01 Mär 2020 17:00 21. Runde Rapid-Mattersburg     Allianz-Stadion
Fr 06 Mär 2020 19:00 18. Runde Neusiedl-Rapid II     Sportzentrum 2, 7100, Neusiedl am See
Sa 07 Mär 2020 17:00 22. Runde WAC-Rapid             Wolfsberg

Gefunden in Facebook

Finanzkennzahlen der Bundesligaklubs

Die Bundesliga präsentierte die Finanzzahlen der Bundesligaklubs. In den folgenden Tabellen sind die einzelnen Kenngrößen nach der Größe gereiht.

Die Zahlen sind in Tausend Euro und gelten für die Saison 2018/19 per 30.6.2019. Die Originaldokumente sind am Ende des Berichts zu finden.

Die Platzierung in diesen Tabellen

2 - 3 - 2 - 2 - 2 - 2 - 4 - 2 Rapid
1 - 2 - 5 - 1 - 3 - 3 - 2 - 1 Austria

Bilanzdaten

Anlagevermögen

70.837  Austria
61.248  Rapid
33.349  RB
 6.542  Mattersburg
 5.419  Sturm
 4.530  Altach
 4.416  LASK
 3.644  WAC
 1.929  Admira
 1.198  Hartberg
   546  St. Pölten
   345  Wattens

Umlaufvermögen

32.113  RB
19.192  Austria
10.164  Rapid
 5.969  Mattersburg
 5.687  Sturm
 3.714  LASK
 2.423  Altach
 2.281  St. Pölten
 1.963  Admira
 1.182  WAC
   832  Wattens
   359  Hartberg

Eigenkapital

44.045  RB
15.106  Rapid
 5.978  Mattersburg
 5.362  Sturm
 4.309  Austria
 1.801  Altach
   393  Wattens
   390  WAC
   213  LASK
   -33  Hartberg
  -886  St. Pölten
-1.148  Admira

Fremdkapital

76.175  Austria
45.109  Rapid
24.323  RB
 7.715  LASK
 5.576  Mattersburg
 4.777  Admira
 4.294  Sturm
 3.748  St. Pölten
 2.805  WAC
 2.631  Altach
   832  Wattens
   543  Hartberg

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge

119.061  RB
 50.745  Rapid
 38.763  Austria
 18.940  Sturm
 15.303  LASK
 11.341  Mattersburg
  8.374  St. Pölten
  8.337  WAC
  7.386  Altach
  6.716  Admira
  4.308  Hartberg
  4.017  Wattens

Personal

51.750  RB
22.278  Rapid
14.576  Austria
10.757  Sturm
 7.704  LASK
 7.493  Mattersburg
 5.270  St. Pölten
 4.663  WAC
 4.699  Altach
 4.597  Admira
 2.693  Hartberg
 2.801  Wattens

Jahresergebnis nach Steuern

23.726  RB
 2.286  Austria
 1.252  LASK
   180  Rapid
   101  Wattens
    89  Sturm
    71  Hartberg
    28  Altach
    19  St. Pölten
   -44  Mattersburg
  -141  WAC
  -389  Admira

Agenten und Spielervermittler

1.502  Austria
1.391  Rapid
  967  RB
  859  Sturm
  405  LASK
  179  WAC
  123  Altach
  102  Admira
   79  St. Pölten
   67  Hartberg
   25  Mattersburg
    -  Wattens    

Sortierbare Exceltabelle

Kommentare

Krone DerStandard

Rapid analog

Rapidler, besuchst Du den Fancorner, siehst Du dort einige gedruckte Werbekarten, die hier zusammengefasst sind.

Rapid ON EAR

Dieter ist blind. Bei jedem Heimspiel von Rapid begleiten wir Dieter an seinen Platz und holen ihn nach dem Spiel auch wieder ab und fahren mit ihm gemeinsam nach Hause. Viele Details des Spiels, die wir selbst nicht so gut gesehen haben, erfahren wir von Dieter. Manchmal ist die Zeit der gemeinsamen Heimfahrt zu kurz, um alle Aspekte des Spiels zu verarbeiten inklusive der obligaten Seitenhiebe auf den Schiedsrichter.

Dieter “schaut” ein Spiel an. Kopfhörer sind absichtlich etwas verrutscht, um den Stadionsound mitzuhören.

Der Schlüssel zu Dieters Informationen ist der Service “Bundesliga ON EAR”. Zwei Sprecher kommentieren das Spiel in allen Details speziell für Blinde. Am ehesten können sich das die älteren unter uns vorstellen, wenn sie sich an die spannenden Rundfunk-Kommentare des Heribert Meisel*) erinnern.

Der heutige “Heribert” heißt Johannes Kloiber-Karner. Johannes hat das Fach Musical an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studiert und ist Teil des Kommentatoren-Teams bei “Bundesliga ON EAR – das Stadion Radio”. Johannes ist in der Blindenszene besonders populär. weil er auch als Audiodeskripteur bei ORF und ZDF arbeitet. Auch bei Theatervorstellungen, die speziell für Blinde durch eine Audiodeskription begleitet werden, haben wir Johannes schon erlebt.

Johannes bei dem Spiel Rapid-St.Pölten (von der Facebook-Seite)

Die Kommentatoren von Bundesliga ON EAR kommentieren das Spiel von der Pressetribüne und sie haben dazu auch einen Monitor mit dem Fernsehbild vor sich – etwas, das uns Stadionbesuchern fehlt. Daher sind die Kommentatoren besser informiert und können strittige Szenen wegen der Wiederholungen im Fernsehbild besser kommentieren.

Dieter weiß – dank Johannes und uKW 96,5 MHz – mehr über das Spiel als andere Stadionbesucher.

Rapid ON EAR

Man kann diesen Audiokommentar im Allianz-Stadion auf folgende Arten empfangen:

An alle, die normalerweise einen Live-Ticker als Text verfolgen. Aktiviert die Seite der Bundsliga ON EAR oder wählte die Telefonnummer 01-225 0001, dort findet Ihr einen viel besseren Live-Kommentar.

Den Audio-Kommentar gibt es bei Rapid, Austria, RB und Sturm.

Sowohl auf der Webseite als auch in der App sieht man auf der Seite eines Spiels “ON EAR”, wenn es einen Audiokommentar gibt. Start des Audio-Streams mit dem eingeblendeten Audioplayer.

Ticketinformation für Blinde

Blinde können Heimspiele von Rapid kostenlos besuchen, die Begleitperson bezahlt 10 €.

Links

*) Heribert Meisel wurde zum Gegenstand der Promifrage der Sendung “Was gibt es Neues?” Gestellt hat sie der 92-jährige Hugo Portisch. Sie lautete “Warum wurde eine Ausgabe des Kurier im Jahr 1966 in zwei Versionen gedruckt?”

Heribert Meisel hatte damals eine eigene Kolumne im Kurier. Schwer erkrankt landete er im Krankenhaus uns schrieb auch vom Krankenbett an seiner Kolumne. Unter dem Einfluss von Medikamenten ist ihm sein letzter Artikel aber nicht mehr so gelungen, dass man ihn hätte abdrucken können. Chefredakteur Portisch korrigierte den Artikel in eine druckreife Version, doch da er wusste, dass Heribert diese Kolumne im Spital lesen würde und die Korrekturen bemerkt hätte, legte der Kurier eine zweite Auflage (einige Dutzend Stück) auf, die den Artikel im Originaltext enthalten hat. Und diese zweite Auflage verteilte man im Spital, um den Autor nicht zu kränken.

22 spielen, einer pfeift

Zwei spannende Stunden erlebten wir am 31.10.2019 in der VHS-Penzing – dank eines didaktisch sehr begabten Vortragenden, der es hervorragend geschafft hat, uns einen an sich trockenen Stoff mit Unterstützung durch Videos und vielen Beispielen näher zu bringen. 17 Regeln wurden uns vorgestellt, die es teilweise in sich haben, und wir mussten uns eingestehen, dass wir nicht so regelkundig sind wie wir glauben.

Ich wähle Details aus, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit. Tatsächlich wurden ziemlich spitzfindige Situationen an Hand von Videos besprochen, die ich mir leider nicht alle gemerkt habe. Bei den Bildern finden auch die Vortragsfolien. Die letzte Folie sind Fragen aus einem Test für Schiedsrichter, mit denen man sein Wissen überprüfen kann.

Die weißen Linien die das Spielfeld markieren und unterteilen sind immer Teil jenes Bereichs, den sie bezeichnen. In einem Video-Beispiel wurde gezeigt, dass ein Fouvergehen auf der Linie einen Strafstoß zur Folge hat

Ein Strafstoß ist übrigens etwas anderes als ein Elfmeter. Strafstöße (Penalty) werden während des Spiels aufgeführt, Elfmeter (Penaltyshootout) gibt es nur beim Elferschießen.

Der Fußball braucht “unmenschliche” Schiedsrichter, das sind solche, die sich nicht irren, leider aber gilt “Irren ist menschlich”.

Was auch immer ein Schiedsrichter entscheidet: Elf sind dafür, elf dagegen.

Die Fußballregeln werden von der IFAB mit Sitz in Zürich erlassen. Das Gremium besteht aus 8 Personen, 4x FIFA, 1x England, 1x Schottland, 1x Wales und 1x Nordirland. Diese Besetzung geht noch auf Zweiten der absoluten Dominanz der Engländer im Fußball zurück, so etwa vor 110 Jahren. Vorher wurden die Regeln überhaupt nur in England bestimmt.

Müssen 11 Spieler bei einer Mannschaft das Spiel beginnen? Nein! Es müssen mindestens 7 sein. In den unteren Ligen oder in Schülerligen kommt es durchaus vor, dass bei Spielbeginn nicht alle Akteure versammelt sind. Aber es kann auch zu vielen Ausschlüssen kommen. In der 21. Runde der Saison 1936/37 spielte Rapid im Praterstadion gegen die Austria. Das Spiel wurde in der 83. Minute abgebrochen, weil nur mehr 6 Rapidler am Spielfeld waren. Das Spiel wurde 5:0 für die Austria gewertet.

Der Kapitän einer Mannschaft genießt keinen Sonderstatus, er ist für das Verhalten seines Temas verantwortlich und übernimmt die Auslosung bei Spielbeginn.

Kurios kann es werden, wenn fremde Personen in das Spiel eingreifen. Dabei muss man unterscheiden, ob es unbeteiligte Personen sind oder Funktionäre oder Ersatzspieler. In einem Video wurde gezeigt, wie ein Schuss beim Tor vorbeiging, aber ein Funktionär den Ball auf der Linie mit dem Fuß gespielt hat. Hätte er nichts gemacht und den Ball vorbei gelassen, hätte es einfach Abstoß gegeben. So aber gab es Elfmeter. Die vielen anderen Möglichkeiten habe ich mir einfach nicht gemerkt.

Die Ausrüstung der Spieler ist genau geregelt. Die Trikots dürfen zum Beispiel nicht ärmellos sein. Sollte ein Spieler den Schuh verlieren, darf er weiterspielen. Diese Regel ist neu und auf ein Spiel des SKN St.Pölten zurückzuführen, bei dem der Spieler ohne Schuh sogar ein Tor mit dem Socken geschossen hat.

Es wurden alle Handzeichen der Schiedsrichter SR und Schiedsrichterassistenten SRA besprochen. Es ist interessant, dass es eine Reihe von nicht dokumentierten Zeichen gibt, die die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Schiedsrichterassisten SRA betreffen.

Die Bewegungszone eines Schiedsrichters ist eine Diagonale zwischen den Ecken des Strafraums (siehe Bilder). Schiedsrichter betreten den Strafraum kaum.

Ein Schiedsrichter darf eine Entscheidung ändern, wenn zu dem Zeitpunkt das Spiel noch nicht fortgesetzt wurde, danach nicht mehr.

Die verordneten Nachspielzeiten gelten für die jeweilige Halbzeit und können nicht im Nachhinein in der zweiten Halbzeit verrechnet werden (“Kompensationsverbot”). Die Nachspielzeit darf auch nicht verkürzt werden (“Verkürzungsverbot”). Sollte in den letzten Minuten auf Strafstoß entschieden werden und durch die sich ergebenden Diskussionen auch die Nachspielzeit überschritten werden, muss der Strafstoß dennoch ausgeführt werden.

Man kann aus dem Anstoß direkt ein gültiges Tor erzielen, nicht aber ein Eigentor. in diesem Fall würde auf Eckstoß entschieden werden.

Dass auch Spieler und Teamchefs die Regeln nicht korrekt erklären können, zeigt ein Zitat aus dem Kurier.

Der Abseitsregel wurde weiter Raum gewidmet. Man muss unterscheiden zwischen Abseitsstellung, die an sich noch kein Vergehen darstellt. Wohl aber dann, wenn der Spieler den Ball von der eigenen Mannschaft bekommt oder wenn er den Gegner beeinflusst (also zum Beispiel dem Tormann die Sicht verstellt) oder wenn sich durch die Abseitsstellung einen Vorteil verschafft.

Kein Abseits gibt es bei einem Abstoß, bei Eckstoß und bei Einwurf. Es ist also erlaubt, dass ein Stürmer, der im Abseits steht einen weiten Ball seines Tormanns annimmt.

Ein kurioses Video zeigte einen Einwurf zurück zum eigenen Tormann, bei dem der Ball unglücklich ins Tor rollte. Nach der Regel, dass nach einem Einwurf kein Tor fallen kann, hätte das Spiel mit Eckstoß fortgesetzt werden können. Der Ball wurde aber vom Tormann beim Rettungsversuch berührt und daher wurde das Tor als Eigentor gezählt. Hätte der Tormann gar nichts gemacht, hätte das Tor nicht gezählt.

Beim Strafstoß muss der Schütze klar benannt werden, der Ball muss mit dem Fuß nach vorne gespielt werden und darf vom Schützen kein zweites Mal berührt werden. Ein Antäuschen des Schusses ist unzulässig. Die Spieler müssen sich außerhalb des Strafraums befinden, auf dem Spielfeld, hinter dem Ball. Der Tormann muss mit einem Fuß auf der Linie stehen.

Bei einem Einwurf muss der Spieler beidbeinig entweder außerhalb des Spielfeldes oder mit beiden Füßen auf der Linie stehen. Die gegnerischen Spieler müssen sich 2 Meter von der Seitenoutlinie entfernen.

Schließlich wurde auch über die Schiedsrichterbewertung und die Schiedsrichterbezahlung gesprochen. Schiedsrichter der unteren Ligen können maximal 8,4 Punkte, minimal 6 Punkte erhalten. Unser Vortragender hatte eine Bewertung ganz knapp am möglichen Maximum von 8,4 Punkte, so etwa 8,35. Für die Leitung wichtiger Spieler ist die Maximalnote 9. Die Bewertung eines Schiedsrichters setzt sich aus drei Komponenten zusammen: den Spielbewertungen, den regelmäßigen Regeltests und dem Absolvieren eines regelmäßigen Trainings.

Ein Regionalligaschiedsrichter erhält für die Leitung des Spiels 115 Euro, die Assistenten 70 Euro. In den unteren Ligen gehen diese Beträge auf bis zu 30 Euro zurück.

Abschließend wurde demonstriert, dass auch die Lautstärke des Pfiffs durch die Trillerpfeife über die Schwere eines Vergehens Aufschluss gibt.

Links

Ebenfalls in dieser Reihe der VHS-Penzing waren:

Vortragender

MMag. Michael Heiling ist Betriebswirt und Politikwissenschafter in der Abteilung Betriebswirtschaft in der AK Wien mit den Schwerpunkten Branchenanalysen, Betriebsräteberatung und -ausbildung (insbesondere ArbeitnehmervertreterInnen im Aufsichtsrat in den Branchen Metallindustrie, Bildung/Forschung und Gewerbe) sowie Digitalisierung und Mitbestimmung.

Er betrieb seine Tätigkeit als Schiedsrichter als Ausgleich und in den unteren Ligen. Seit einem halben Jahr macht er das aus familiären Gründen nicht mehr.

Fuhrpark

Die Begehrlichkeit des Publikums nach Titeln ist so groß, dass die Preise für Kicker jene für die größten Werke der Kunstgeschichte erreichen.

Die Top-Spieler in Europas Ligen sind begnadete Ballkünstler, das ist kein Zweifel. Dass sie dafür aber so viel Geld bekommen, wird von den meisten Anhängern abgelehnt, weil man meint, sie würden das nicht wert sein. Aber das wieder bestimmt ein Markt und bei einer Sache versagt der Markt nie, bei der Bestimmung des Werts einer Sache. Und der Wert hängt davon ab, wie viel Geld den Käufern zur Verfügung steht. Diese Beträge stellt die große zahlungswillige Öffentlichkeit – also wir selbst – zur Verfügung, oft noch mit zusätzlichem Fremdkapital potenter Eigentümer. Und die Fußballvereine investieren alle Einnahmen wieder in den Sport, also immer in dieselben etwa 30 Kicker. Die Vereine müssen keine Abwägung zwischen einer Dividende und Investitionen treffen. Also ja, die Spieler haben diesen Wert, weil jemand bereit ist – wir, diesen Preis zu bezahlen.

Können wir aussteigen? Ja, jederzeit, wir müssen nur das Sky-Abo zurückgeben. Kollektiv. Alle. Europaweit. Weltweit. Dann wäre der Spuk vorbei. Aber Fußball hat für seine Anhänger eine drogenähnliche Wirkung, man kann nicht genug davon kriegen, und daher wird sich der Spielermarkt nicht so schnell ändern.

Wir können an dieser Stelle gleich überlegen, ob es ethisch überhaupt vertretbar ist, einzelnen Menschen so viel Geld zur freien Verfügung zu überlassen, wenn wir gleichzeitig sehen, was damit geschieht. Das betrifft natürlich nicht nur den Fußball. Ob es also nicht so sein müsste, dass mit zunehmendem Vermögen auch eine zunehmende Mitverantwortung für die Gesellschaft gefordert werden muss, wie immer man diese dann formuliert. Steuern, die eben diese Verpflichtung sein könnten, werden – wie wir aus den Biografien der Akteure entnehmen können – gerne durch abenteuerliche Finanzkonstrukte hinterzogen und sind in der Regel viel zu gering.

Schauen wir einmal, was mit unseren Investitionen in den Fußball gemacht wird, vergleichen wir den Fuhrpark von zwei der ganz Großen:

Cristiano Ronaldo (Bild Wikipedia)

Ronaldos Fuhrpark

  • Mercedes-AMG GLE (115.000 Euro)
  • Range Rover Sport SVR (158.000 Euro)
  • Porsche 911 Turbo (250.000 Euro)
  • Lamborgini Aventador LP 700-4 (313.000 Euro)
  • Ferrari 599 GTO (317.000 Euro)
  • Ferrari F12 TdF (636.000 Euro)
  • Bugatti Veyron (2.300.000 Euro)
  • Bugatti Chiron (2.860.000 Euro)

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Ronaldo trotz dieses eigenartigen Hangs zu extrem teuren Fahrzeugen auch für soziales Engagement bekannt ist, wobei aber auch das Motto “Tue Gutes, und rede darüber” mitschwingt und die Marke CR7 durch das Engagement möglicherweise mehr an Wert gewinnt als das Engagement kostet.

Sadio Mané (Bild Wikipedia)

Manets “Fuhrpark”

Achtung, das folgende Zitat wurde in dieser Form im Internet verbreitet, und war eigentlich der Anlass für diesen Artikel, aber dieses Zitat ist ein Fake, wie Erich dankenswerterweise erkannt hat:

[FAKE]
“Wozu sollte ich 10 Ferraris, 20 Uhren oder zwei Flugzeuge haben wollen? Ich habe schwere Zeiten überlebt, habe barfuß Fußball gespielt, hatte keine Ausbildung. Aber heute kann ich meinem Volk helfen, Schulen, Stadien zu bauen und Kleidung und Nahrung zu kaufen. Ich ziehe es vor, zurückzuzahlen, was mir das Leben beschert hat.”
[/FAKE]

Die Suche nach einem Spieler mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen ist also noch nicht zu Ende.

Links

Erwähnungen von Ronaldo im Tagebuch

Ergänzung

Erich schreibt, dass ich da auf einen Fake hereingefallen bin: “Das Mané Zitat kursiert zur Zeit zwar durchs Internet,ist aber ein Fake. Mané hat u. a. einen Audi RS8, einen Bentley Continental, einen Land Rover Sports (und ein schönes Louis Vuitton Tascherl) usw.” Hier eine Ansicht davon.

Ich gestehe, dass mir ein solches Verhalten echt imponiert hätte. Und wahrscheinlich war ich damit genau die richtige Zielgruppe für den Autor des Fake. Der aufkeimende Optimismus, dass es doch Menschen geben könnte, die ihr überschüssiges Geld sinnvoll verwenden, ist damit auch begraben.

“Grün-weiß unterm Hakenkreuz” mit Laurin Rosenberg

Am 15.10.2019 lud die VHS-Penzing im Rahmen eines Schwerpunkts „Profi-Fußball abseits der Kameras“ zu einem Vortrag von Laurin Rosenberg ein.  Wir Rapidler kennen natürlich schon die wichtigsten Meilensteine der Rapid-NS-Geschichte, aber ich habe bisher noch keine so umfassende 90-minütige Schilderung gehört.

Laurin begann die Erzählung mit dem Finale der Deutschen Meisterschaft 1941 und spannte danach einen Bogen von den Anfängen von Rapid bis in die Gegenwart.

Laurin am Beginn des Vortrags, im Hintergrund die Viktoria un der Spielball von 1941

Das symbolträchtige Finale der Deutschen Meisterschaft 1941 ist voll von Mythen, die sich aber alle bei genaueren Betrachtung als unhaltbar erweisen. Eigentlich hätte das Finale wegen des Überfalls von Nazideutschland auf Russland an eben diesem 22. Juni 1941 abgesagt werden sollen, doch ließ man das Spiel schließlich doch austragen, um dem Volk Normalität vorzugaukeln. An dieses Spiel erinnert einerseits eine Kopie der Viktoria im Besitz des Rapideums (Original im deutschen Fußballmuseum in Dortmund) und der originale und inzwischen restaurierte Spielball, den der Dreifachtorschütze Franz Binder als Souvenir mitgenommen hatte und der von seinem Sohn, der viele Jahre als Manager bei Rapid tätig war, dem Rapideum gechenkt wurde.

Rapids Anfänge lagen in der Arbeiterschaft, mit Migranten aus Tschechien, dem Arbeiterbezirk im Westen und auch dem etwa 10%igen Anteil an Juden, die praktisch in jedem Fußballverein vertreten waren. In der Zeit nach 1938 beschrieb Laurin vier Typen: die Mitläufer, die Täter, die Opfer und die Oppositionellen.

Niemand in den Sportvereinen konnte sich den Forderungen der neuen Machthaber entziehen. Die Abschaffung des in Österreich praktizierten Profifußballs gehörte ebenso zu den Begleiterscheinungen der damaligen Zeit wie eine Vereinheitlichung der Satzungen und ein mindestens 50%igen Anteil von Parteigängern im Vereinsvorstand. Ohne diese Präsenz der Partei im Vorstand wäre der Sportbetrieb nicht möglich gewesen.

Das Gros bei Rapid und wohl auch in der Bevölkerung waren die Mitläufer, die Opportunisten, die ihre Haltung nach der Zeit ausrichteten. Dazu zählte wohl auch Karl Kochmann, der Besitzer der gleichnamigen Restauration, in der Rapid seine Vorstandssitzungen abhielt und Leopold Nitsch, dem damaligen Trainer und Schwager von Kochmann. Beide sind durch Vermittlung 1938 der NSDAP (als “Illegale”, obwohl sie das nie waren) beigetreten und beide versuchten bei Kriegsende diese Mitgliedschaft so zu begründen, dass sie diese für den Sportbetrieb benötigt hätten.

In der Mannschaft von 1945 fand sich mit Fritz Durlach auch ein Täter der letzten Kriegsjahre, er wurde auch verurteilt und zu einem Jahr schweren Kerkers verurteilt.

Zu den betrüblichen Verbeugungen vor den Nazi-Herrschern zählte neben dem obligatorischen Hitlergruß vor jedem Spiel auch die Abgabe einer großen Zahl von Pokalen, die dann zu Führers Geburtstag 1942 eingeschmolzen wurden. Der Chronik des FC Bayern kann man entnehmen, dass dort eine mutige Frau die Pokale des FC Bayern vor der Beschlagnahme an sich genommen hat und zuerst in ihrer Wohnung, später am Land versteckt hielt, sodass die Bayern ihre historischen Pokale – im Gegensatz zu Rapid – noch besitzen.

Praktisch alle Fußballvereine hatten einen der Zusammensetzung der Bevölkerung folgenden Anteil von Juden sowohl bei den Spielern als auch bei den Funktionären. Die Ausnahme war der Sportclub, denn dort wurden keine Juden aufgenommen, eine Haltung, die der heutige Sportklub längst abgeschüttelt hat.

Interessant ist auch die Haltung des “Mr. Rapid”, Dionys Schönecker, der 1938 in Zeitungsartikeln für die neuen Machthaber durchaus wohlwollende Worte fand. Schönecker verstarb im September 1938, eine Nagelprobe blieb ihm somit erspart. Sein Bruder Eduard, ein Architekt, ist aber der NSDAP beigetreten, nicht zuletzt, weil er als Unternehmer auf Regierungsaufträge angewiesen war. Man kann vermuten, dass wohl auch sein Bruder Dionys sich diesem Schritt nicht hätte verschließen können, wollte er seinen Verein, des S.C. Rapid weiterführen.

Der Namensgeber von Rapid, Wilhelm Goldschmid, fiel 1942 der Vernichtungsmaschinerie der Nazis zum Opfer. Seine Familie überlebte in Südamerika.

Opposition in den Kriegsjahren konnte fatal sein. Sie äußerte sich daher auch ziemlich subtil. Ein Beispiel dafür war der zeitlebens wenig angepasste Ernst Happel. Um als Jugendlicher bei einem Verein spielen zu können, musste man damals Mitglied der HJ sein und musste bei den dortigen Vereinsabenden gute Miene zum bösen Spiel machen. Die “Schlurfs”, wie man die aufmümpfigen Jugendlichen nannte, die nichts von den Naziparolen hielten und zu denen man den jungen Happel zählen konnte, bekamen die begehrte Mitgliedschaft zunächst nicht, und erst nach Interventionen des “Dietwares” (eine Art Blockwart für Sportvereine) wurde die Mitgliedschaft an Happel erteilt.

Laurin führte uns auch weiter in die Gegenwart und verwies auf die Präsenz von Neonazis rund um Gottfried Küssel auf der Westtribüne in den 1980er-Jahren. Damals versuchte er dort Sympathisanten zu rekrutieren. Allerdings ist das nicht gelungen, vielmehr entwickelte der Block einen Kodex der politikfreien Kurve und stellt sich seither allen Versuchen der politischen Agitation klar in den Weg, eine Art Selbstreinigungsprozess.

Als Beispiel für einen solchen Lernprozess in der Kurve zeigte uns Laurin ein mit Nazisymbolik beschriftetes Heft eines Fans, das in dessen Jugendjahren als Sammelalbum für Eintrittskarten diente. Später absolvierte dieser Fan aber einen Lehrgang im KZ Mauthausen und meldete sich zum Zivildienst. Es hat seine Haltung um 180 Grad geändert und stellte das Heft als Zeitdokument dem Rapideum zur Verfügung.

Selbstreinigungsprozess im Block West

Auch in den letzten Jahren gab es einen Versuch seitens des Identitären-Akteurs Martin Sellner, die aber seitens der Kurve rasch abgewehrt wurden.

Der “Ausrutscher” der Grün-weißen Hornissen bei einem kleinen Derby auf West 1 wurde im Vortrag auch erwähnt, aber nicht als rechtsextrem eingestuft, sondern eher als ein Ausdruck des Unwissens. Nach einer “Nachschulung” im Rapideum und im KZ Mauthausen wurde die Gruppierung wieder im Block integriert.

Mehr noch, die Rapid-Kurve wirkt an der Aufarbeitung der Vergangenheit aktiv mit und demonstrierte das durch ein Spruchband beim ersten Derby im neuen Stadion, in dem des ermordeten Wilhelm Goldschmid gedacht wurde, etwas, das vor 10 Jahren in dieser Form nicht denkbar gewesen wäre, weil damals das Wissen rund um die Geschehnisse in der Nazizeit und die Personen in der Gründungszeit von Rapid zu wenig bekannt war. Und dazu trugen die Arbeiten rund um das Rapideum und das Buch von Jakob Rosenberg und Georg Spitaler “Grün-Weiß unterm Hakenkreuz” (ein Muss für für Rapidler) wesentlich bei.

Danke an Laurin für den klar strukturierten Vortrag und für diese Aktivität der VHS-Penzing.

Links

Kommende Veranstaltungen der VHS-Penzing

Do 31. Oktober 2019 18:30-20:00, 6,- €
Schiedsrichterwissen: Wie man entscheidet

Videoanalyse mit Dr. Stefan Oesen

Am 14.10.2019 lud die VHS-Penzing im Rahmen eines Schwerpunkts “Profi-Fußball abseits der Kameras” zu einem Vortrag von Dr. Stefan Oesen ein. Durch den Abend begleitete Miriam Labus, Moderatorin des Behindertensportmagazins „Ohne Grenzen“ in ORF SPORT+. Die etwa 70 Besucher im bis zum letzten Platz gefüllten Vortragssaal folgten den spannenden Ausführungen des Videoanalysten.

Dr. Stefan Oesen und Miriam Labus im Gespräch

Um die Eindrücke kurz zusammenzufassen: es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen den Vorstellungen des durchschnittlichen Stadion- und Fernsehpublikums und der fußballtaktischen Realität hinter den Kulissen. Dass man davon in den Interviews vor und nach dem Spiel nicht all zu viel erfährt, ist einleuchtend, weil ja immer auch der Gegner mithören kann. Umso interessanter war es, in diesen 90 Minuten Details zu den angewendeten Techniken und Planungen zu erhalten.

Vor einem Spiel…

…erstellt der Analyst eine Spielvorbereitung, die exakt auf den kommenden Gegner zugeschnitten ist. Die Spieler werden in zusammenfassenden Videos auf ihre Aufgabe vorbereitet, wobei offenbar “die Würze in der Kürze liegt”, denn allzu weit gehende Analysen können die Spieler praktisch nicht verarbeiten und daher dürfte es die Kunst des Analysten sein, das Wesentliche zu vermitteln. Wir haben auch erfahren, dass die Spieler ihren kommenden Gegenspieler sogar in kurzen Videosequenzen auf ihren Handys studieren können, eine Art “Hausübung”.

Das vorbereitende Training vor einem Spiel ist bereits auf den Ideen des Analysten aufgebaut und wird vom Trainerteam auf dessen Vorschlag umgesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen theoretischer Videoanalyse und praktischer Umsetzung ist so wichtig geworden, dass Trainer bereits – ähnlich wie bei den Co-Trainern – ihren Videoanalysten zu einem neuen Dienstgeber mitnehmen.

Während eines Spiels…

…schneidet der Videoanalyst von seinem Platz auf der Pressetribüne Spielszenen heraus, die er als Schwachstellen erkennt. Während wir in den Spielpausen zu einem Glas Bier greifen, bespricht er diese Szenen mit dem Trainer und nach etwa fünf Minuten, wenn sich die Spieler in der Kabine erholt haben, werden maximal zwei dieser Szenen mit den Spielern besprochen, um mit diesen Informationen Verbesserungen in der zweiten Halbzeit herbeiführen zu können.

Diese Szenenauswahl erfolgt über ein “Tagging”. Ein Videoschnitt wie wir ihn als Heimuser kennen, kommt nicht infrage, es muss ja alles sofort geschehen. Daher gibt es eine Vielzahl von Tastenkürzel, die der Videoanalyst auswendig kennen muss. Diese Tastenkürzel (Tags) erlauben ihm schon während des Spiels die richtigen Stellen herauszugreifen und auch gleich dem betroffenen Spieler zuzuordnen.

Erfassung der Spielerbewegung

Wir sehen oft beim Training und im Spiel, dass die Spieler einen GPS-Empfänger am Rücken tragen. Diese Messeinrichtung wird ausschließlich vom Athletik-Trainer ausgewertet, nicht aber durch den Videoanalysten. Dieser greift ausschließlich auf die Daten von Video-Kameras zu.

Für die Videoanalyse sind die Fernsehbilder, mit ihren Nahaufnahmen und Wiederholungen ungeeignet. Diese Fernsehbilder sollen die Wirkung beim Zuseher verstärken, unterschlagen aber für die Analyse wichtige Aspekte, weil sie nicht alle Spieler erfassen. Auf allen Spielorten der Bundesliga ist speziell für die Analyse ein Kamerasystem aus zwei Kameras aufgebaut, welches automatisch alle 20 Feldspieler erfasst, egal, wohin sich das Spielgeschehen gerade verlagert. Aus den beiden Bildern dieser Kameras wird elektronisch ein einziges Gesamtbild errechnet. Diese Daten stehen den Vereinen zur Verfügung- Durch die optische Erfassung des Spielgeschehens kennt man nicht nur die Bewegungsdaten der eigenen Mannschaft (wie bei den GPS-Empfängern), sondern auch die des Gegners.

Aus diesen Bewegungsdaten können alle gewünschten statistischen Daten jedes einzelnen Spielers bestimmt werden. Wir haben die Datenausgabe auf der Leinwand mitverfolgen können. Es sind technisch ganz einfache CSV-Dateien, die durch eine eine Datenanalyse hinsichtlich der gesuchten Größen ausgewertet werden. Für die Auswertung steht bei Rapid auch ein Mathematikstudent unterstützend zur Verfügung.

Spielphilosophie

Wir können davon ausgehen, dass die uns vorgestellten Details kein besonderes Rapid-Geheimnis darstellen, etwa der Umstand, dass in einer Zone rund um das Tor die meisten Tore erzielt werden, erscheint jedem klar und ebenso, dass im Spielaufbau jeder Spieler das gemeinsame Ziel verfolgt, den Ball genau dorthin zu bringen, wo die Chance auf ein Tor besonders groß ist. Blöderweise wissen das die Gegner auch, und haben auch dieselben Hilfsmittel. Fast, denn in Salzburg dürfte man schon einen Schritt weiter sein und kann eine Videosequenz in Form von 3D-Bildern in ein reales Spielfeld einblenden. An eine Realisierung mit 3D-Brillen wird bereits gearbeitet.

Andere Länder…

Während bei Rapid mit dem Einstieg von Stefan Oesen 2013 die Ära der Videoanalyse begann, ist diese anderswo sicher schon viel früher angewendet worden und wird auch heute viel intensiver betrieben als das bei Rapid der Fall ist. Etwa meldete sich bei einer Datenanfrage ein englischer Verein bei Rapid und der Kontaktmann war der “Chief of Opponent Video Analysis”, also jemand, der sich ausschließlich um die Video-Analyse des Gegners kümmert. Und da er der Leiter einer ganzen Gruppe ist, kann man sich leicht vorstellen, mit welchem Aufwand man in den reichen Ligen auf der Suche nach Vorteilen im Spiel auf der Spur ist.

50% aller Tore entstehen zufällig

Fußball ist so populär, weil nur “manchmal der Stärkere gewinnt” – wie es Metin Tolan in seinem gleichnamigen Buch beschreibt. Daher ist für den Taktiker das Ergebnis nur von sekundärer Bedeutung. Die Mannschaft kann hervorragend gespielt haben und dennoch verlieren. Ein solche Spielverlauf, kann den Zuschauer zur Verzweiflung bringen, kann aber gleichzeitig für die Mannschaft und die Betreuer durchaus motivierend sein, weil sie das Spiel weniger vom Ergebnis sondern eher von der Wirksamkeit ihrer taktischen Maßnahmen beurteilen.

Ein Tor entsteht dann durch einen Zufall, wenn vom Zeitpunkt des Wechsels der Ballbesitzes es an irgendeiner Stelle des Spielaufbaus zu einem ungeplanten Verhalten des Balls gekommen ist. Ballglück, Ballpech, abgefälschter Schuss, Stangenschuss, der ins Tor geht – oder eben nicht, oder auch Eigentore. 42% der Tore – also fast de Hälfte – fällt rein zufällig.

Was allein die taktisch gute Schulung der Spieler bewirken kann, ist eine Erhöhung der Torwahrscheinlichkeit und eine Reduktion der Wahrscheinlichkeit für Gegentore. Aber einen Sieg erzwingen kann auch die ausgefeilteste Taktik nicht. “Wo der (Fußball)Hergott net wü, nutzt des gar nix…”

Die Taktik des Taktikers

Ein VIdeo-Analyst arbeitet eher zurückgezogen und wird von den Zuschauern wenig beachtet. Er hat aber einen großen Einfluss auf die Art, wie gespielt wird. Durch diese Arbeit im Hintergrund blieb ein Umstand fast unbemerkt, nämlich der Wechsel von Stefan Oesen von Rapid zu Salzburg und wieder zurück, etwas, das bei einem Spieler beim Block weniger gut angekommen wäre. Stefan Oesen ist im Jänner 2014 bei Rapid eingestiegen, hat dann aber zwischen Juni 2017 und Ende 2018 bei Red Bull Salzburg gearbeitet und ist erst seit der vorigen Saison wieder bei Rapid tätig. Was nun der Grund für diesen zurückgenommenen Wechsel ist, kann man nur raten, denn es wird ja im Fußball nicht jede Frage auch beantwortet. Er hat also Rapid verlassen, nachdem Gogo das Traineramt von Damir Canadi geerbt hat und ist erst wieder eingestiegen, als Didi zum Trainer ernannt wurde. Ob die Trainerkonstellation der Grund für den Wechsel war? Dafür könnte sprechen, dass eine Video-Analyse nur bei einer guten Zusammenarbeit mit dem Trainerteam möglich ist. Ganz Raffinierte könnten meinen, dass man bei Rapid auf diese Weise Interna aus Salzburg in Erfahrung bringen konnte.

Erfolgshunger

Das Publikum verlangt nach Erfolgen. Es scheint derzeit bei Rapid zwar aufwärts zu gehen, doch ganz traut man dem Trend noch nicht, weiß man doch um den großen Zufallsanteil der Ergebnisse.

Eine der Fragen an den Vortragenden betraf den Umstand, dass Rapid derzeit weit davon entfernt ist, die aus den Zeiten des St. Hanappi bekannte Heimstärke zu zeigen. Allein, auch darauf wusste er keine Antwort, weil er sich nicht mit solchen historischen Vergleichen beschäftigt. Und die nicht vorhandene Heimstärke hat keine unmittelbare Erklärung.

Es ist aber interessant, dass genau in die Zeit der Stadionbaus auch der Beginn der Video-Analyse bei Rapid und – wie wir erfahren haben – auch bei den anderen Bundesliga-Klubs fällt. Alle Vereine arbeiten mit denselben Daten. Wenn nun die Video-Analyse zu einer deutlichen Verbesserung der taktischen Disziplin in den Teams geführt hat, dann verringerte dieser Umstand den Abstand der Großen von den Kleinen und die Chancen der kleineren Vereine haben sich enorm erhöht, weil die technische Infrastruktur offenbar von der Bundesliga zur Verfügung gestellt wird, und das wirkt nivellierend. Das könnte eine Antwort auf die Frage sein, dass Rapid die Heimstärke nicht mehr so klar ausspielen kann, weil sich durch die Analyse alle Vereine praktisch gleich gut auf den jeweiligen Gegner einstellen können. Und wie wir sehen, benötigt man dazu praktisch nur eine Person.

Wir bedanken uns beim Vortragenden für die interessanten Einblicke in sein Arbeitsgebiet, als “Stratege hinter dem Trainer”.

Links

Kommende Veranstaltungen der VHS-Penzing

Di, 15. Oktober 2019 18:30-20:00, 6,- €
Grün-Weiß unterm Hakenkreuz, Laurin Rosenberg

Do 31. Oktober 2019 18:30-20:00, 6,- €
Schiedsrichterwissen: Wie man entscheidet

Roma-Cagliari

1:1 (1:1)

Gefühlt war es wie ein Rapid-Heimspiel gegen einen “Dorfklub”. Und warum soll es in Italien so viel anders sein als in Österreich. Weder ist Roma dort, wo es die Fans und der Verein sehen wollen – auf Platz 5, noch ist der Dorfklub ein solcher, denn er ist in Schlagdistanz auf Platz 7.

Der Underdog ging in Führung und zwar nach einer für uns ungewöhnlichen Entscheidung des Videoschiedsrichters, der auf Foul (oder Hands) im Strafraum entschieden hat, mit der dazugehörigen relativ langen Spielunterbrechung. Roma gelang aber noch vor der Pause der Ausgleich.

Nach der Pause ein Powerplay der Römer, allein, es wollte kein Tor gelingen – bis zu 90. Minute, das Tor war da, der Spielstand 2:1 wurde schon angezeigt. der Tormann von Cagliari lag aber verletzt am Boden, wieder wurde der Videoschiedsrichter bemüht und danach das Tor – aus unserer Sicht zurecht – aberkannt.

“Bufone” hallte es durch das Stadion, eine in Italien übliche Schiedsrichterbeschimpfung.

Panorama-Ansicht des Stadio Olimpico

Stadion

Dass man sich einem 72.000 Zuschauer fassenden Stadion nähert, kann man nicht erkennen. Eine weiße, eher unscheinbare Dachkonstruktion ist zu sehen. Das Stadio Olimpico, Baujahr 1927 (!) ist offenbar teilweise eingegraben, sodass es sich unauffällig in die Parklandschaft des Olympiageländes von 1960 einfügt.

Im italienischen Nationalstadion hat man – im Gegensatz zum Wiener Ernst-Happel-Stadion – die Modernisierungen irgendwie besser hingekriegt. Insbesondere die Dachkonstruktion vermittelt eine gewisse Leichtigkeit und Großzügigkeit. Es gibt eine Laufbahn und daher ist es für Fußballspiele nicht optimal geeignet.

Ambiente

Aber der Nutzungsgrad für Fußballspiele ist viel höher als in Wien, tragen doch dort drei Mannschaften ihre Spiele aus: Lazio, Roma und die italienische Nationalmannschaft. Und daher fehlen im Stadion stationäre Werbebotschaften wie wir sie von Allianz-Stadion kennen. Die Werbung beschränkt sich auf die Banner entlang des Spielfeldes, die freien Flächen der Tribünen gehören praktisch den Fans. Es gibt auch keine stationären Fanshops, dafür einige ambulante Fanshops rund um das Stadion und viele weitere in der Stadt.

Die Auswahl an Fanartikeln ist aber vergleichsweise bescheiden.

Die Anordnung der Sektoren kann man gut mit dem Allianz-Stadion vergleichen. Die Ost-Tribüne ist wie in Hütteldorf die allgemeine Fantribüne, das Zentrum der Südtribüne gehört den Hardcore-Fangruppen, die Nordtribüne gehört den Familien und die West-Tribüne ist VIP-Zone, wobei es schmale Sektoren an der Seite der VIP-Tribüne gibt, die etwas teurer abgegeben werden (75,- Euro für einen Sitzplatz). Einziger Unterschied zum Allianz-Stadion: die Gästefans sind nicht zwischen Nord- und Ost-Tribüne sondern zwischen West und Nord-Tribüne. Der Vorteil ist, dass der Block der Heimfans nicht unterbrochen ist.

Der Hardcore-Fanblock erscheint etwas weniger gut organisiert zu sein wie jener in Hütteldorf. Ich zählte etwa 20 Banner von Fanklubs. Ob es eine Choreografie gab, weiß ich nicht, wir kamen leider wegen verschiedener ungeplanter Verzögerungen erst zu Spielbeginn ins Stadion. Pyrotechnische Einlagen gab es keine.

Die Fußballbegeisterung in Rom ist deutlich größer als in Wien, die Zuschauerzahl mit 35.000 etwa doppelt so groß, wie bei einem durchschnittlichen Heimspiel in Hütteldorf. Sehr interessant ist aber die Ost-Tribüne, die geradezu ein Abbild der Allianztribüne ist, denn beide werden erbarmungslos von der Sonne aufgeheizt. Der sehr auffällige Unterschied zu Hütteldorf ist aber die große Zahl von Transparenten von Fangruppierungen. Ich zählte 103 (!) Banner. In Hütteldorf gibt es vielleicht drei, zählt man die Süd-Ost-Ecke dazu, vielleicht 10.

Der Weg zum Stadion ist ein “Walk of Fame des italienischen Fußballs”.

Sicherheit

Das Stadion ist von zwei Absperrringen umgeben. Die Eingänge durch diese Ringe umfassen je eine Ticketkontrolle und Personalkontrolle. Man ist dann aber noch immer nicht im richtigen Sektor wie wir schmerzlich erfahren mussten. In die höher gelegenen Ränge gelangt man nicht über Stiegen sondern langgezogene Aufgangsrampen, unbeschriftet, versteht sich, sodass die Wahl für einen Anfänger in Sachen “Stadio Olimpico” schwer fällt und man – so wie wir – die falsche Rampe wählt. Wieder 100 Meter zurück an der Start.

Alle diese Maßnahmen führen dazu, dass es weder beim Zugang noch beim Abgang zu großen Staus kommt. Wegen der Größe des Areals ist das Gedränge weit weniger spürbar als in Hütteldorf.

Kulinarik

Vor dem Stadion findet man Kioske wie auch im sonstigen Stadtbild bei touristischen Zentren. Sandwiches in allen Variationen. Wir haben viele probiert, aber eine Qualität wie die einer Käsekrainer, Schnitzelsemmel oder auch nur Wurstsemmel haben wir nicht entdeckt. Der Preis für einen Sandwich und ein Getränk liegt bei etwa 10 Euro.

Reisetipps

Wir waren von Sonntag bis Donnerstag in Rom. Als Quartier wählten wir über booking.com eine kleine Pension in der Nähe des Hauptbahnhofs. Da sich am Hauptbahnhof die zwei U-Bahnlinien A und B kreuzen hat man von diesem Standort die besten Verbindungen in alle Richtungen. Die Wahl der Pension hat sich als optimal herausgestellt. Valentino heißt der Betreiber des Hotels “Hotel Valentino Palace” und auch der “Trattoria da Giovanni” neben dem Eingang, in dem auch das Frühstück serviert wird. Das Doppelzimmer kostet pro Nach etwa 120,- Euro inklusive Frühstück. Das Frühstück besteht aus Kaffee, Zwieback mit Marmelade, ein großes Plundergebäck, Fruchtcocktail und Orangensaft. Die Zimmer sind modern ausgestattet und sehr ruhig (unser Zimmer schaute zum Innenhof.) Am Abend kommen Musikanten zum Lokal und auch der Wirt unterhält seine Gäste mit der Gitarre. Die Atmosphäre ist sehr freundschaftlich, man hat den Eindruck in eine italienische Familie aufgenommen worden zu sein.

Wer sich ohne weitere Vorbereitung das Colosseum, die Peterskirche oder die Vatikanischen Museen anschauen will, muss sehr fit sein, denn die Warteschlangen sind lang und man muss mit jeweils mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Wir haben daher über die Plattform https://www.getyourguide.de/ eine Kombiführung für Petersdom und Vatikanische Museen sowie eine Führung durch das Kapitol und das Colosseum gebucht. In beiden Fällen gab es (fast) keine Wartezeit und wir haben durch die sehr engagierten Führer Antonella und Rene sehr viel gelernt.

Einen ganzen Tag verbrachten wir in Pompei, das man in etwa 2-stündiger Bahnfahrt von Rom erreicht. Man fährt zuerst nach Salerno (mit etwa 250 km/h) und danach mit einem Regionalzug zurück nach Pompei. Wer das Leben in einer antiken Stadt erleben will, sollte diese Fahrt unbedingt einplanen. Nicht ganz enträtseln konnten wir den Umgang mit dem Abwasser. In einer Quelle steht, dass man das einfach auf die Straße geschüttet hat. Das steht etwas in WIderspruch mit dem sonstigen Anspruch an Lebensqualität.

Unser Programm

2019-10-06 07:30 ab Wien
           08:30 an Bologna
           11:30 ab Bologna
           12:30 an Roma Fiumicino
           13:30 an Roma Termini, Hotel, Taxi zum Stadion
           15:00 Roma-Cagliari
           17:00 entlang dem Tiber, Piazza del Popolo, Spanische Treppe, Quirinal
           20:00 Abendessen bei Valentino
2019-10-07 07:30 mit Metro A zum Vatikan
           08:30 Führung Vatikanische MUseen, Sixtina, Petersdom
           12:00 Imbiss bei der Engelsburg
           13:30 Bootsfahrt auf dem Tiber (weniger empfehlenswert)
           14:00-16:00 Pause im Hotel
           17:00 Trevi-Brunnen, Quirinal
2019-10-08 08:00 Frühstück
           09:00 Santa Maria Maggiore, San Pietro in Vincoli
           11:30 Führung Forum Romanum, Colosseum
           15:00 Circus Maximus, Teatro Marcello, Campo de' Fiori, Piazza Navona, Pantheon, Kapitol
           19:00 Abendessen bei Valentino
2019-10-09 08:00 Frühstück
           09;00 Roma-Salerno-Pompei
           11:30 Mittagessen am Bahnhofsrestaurant
           12:30 Besichtigung Pompei
           17:00 Pompei-Salerno
           17:30 Hafenrundgang, Abendessen
           19:00 Salerno-Roma
2019-10-10 08:00 Frühstück
           09:00 Mit Metro B zu Circo Massimo -> Caracalla Thermen
           11:00 Mit Big Bus eine 2-stündige Stadtrundfahrt
           15:00 Roma-Fiumicino-Wien

Links

Verschleierungstaktik

Betrachtet man die Entwicklung der Fußballregeln, bemerkt man, dass seitens der FIFA viel Wert darauf legt, dass das Publikum im Stadion und am Fernseher die Entscheidungen gut nachvollziehen kann. Klare Handzeichen von Schiedsrichter und Linienrichter zeigen den Grund von Entscheidungen gut an. Kartenvergehen werden mit deutlich sichtbaren gelben und roten Karten angezeigt. In der Zeit des Schwarz-Weiß-Fernsehens konnte der Zuschauer zu Hause die Farbe der Karte zwar nicht sehen aber je nachdem, ob sie der Schiedsrichter aus der Brusttasche oder Gesäßtasche gezogen hat, wusste man auch die Farbe der Karte.

Ankick oder Platzwahl? (Bild: Pixabay)

Los entscheidet über Ankick und Platzwahl

Zu Spielbeginn wirft der Schiedsrichter eine Münze und einer der beiden Mannschaftsführer entscheidet sich für Kopf oder Adler. Wenn er gewonnen hat konnte er die Spielrichtung bestimmen, die andere Mannschaft hatte den Ankick.

Als Zuschauer konnte man diesen Losentscheid zwar nicht mitverfolgen, aber wenn eine Mannschaft den Ankick hatte, dann war klar, dass die andere Mannschaft die Platzwahl gewonnen hat.

Wir wissen, dass Rapid bei einem Gewinn der Platzwahl sich normalerweise für das Spiel auf das Nord-Tor entscheidet, um in der wichtigen zweiten Halbzeit zum Block West spielen zu können.

Wichtig kann die Platzwahl bei ungünstiger Sonneneinstrahlung werden, wenn man dadurch vermeiden kann, dass der eigene Tormann gegen die Sonne spielen muss.

Das war bisher eindeutig und für den Zuschauer nachvollziehbar.

Alles neu 2019

Ab der laufenden Saison ist es mit dieser Klarheit aber vorbei, denn die Mannschaft, die das Los gewinnt, kann ab sofort zwischen Platzwahl und Ankick wählen. Wenn wir also beobachten, dass eine Mannschaft den Ankick vornimmt, wissen wir nicht, ob sie sich dafür entschieden hat, weil die den Losentscheid gewonnen hat und sich für den Ankick entschieden hat oder ob sie den Losentscheid verloren hat und die andere Mannschaft die Platzwahl beansprucht hat.

Dieser Umstand ist zwar für das spätere Ergebnis wahrscheinlich ohne Bedeutung, widerspricht aber der sonst üblichen Transparenz bei Entscheidungen.

Spielzeitanzeige in der Nachspielzeit

Bei so manchem knappen Spiel, das man im Patschenkino verfolgt, blickt man in den Minuten der Nachspielzeit oft mehr auf die mitlaufende Uhr als auf das Spielgeschehen, entweder, weil man noch dringend ein Tor bräuchte oder, weil man keines mehr bekommen darf. Die Rapidviertelstunde wird in diesen letzten Minuten eines Spiels ihrem Namen voll gerecht.

Und im Bezug auf die Information am Ende eines Spiels ist die Fernsehdarbietung dem Stadionbesuch klar überlegen, was die Anzeige der Schlussminuten anlangt.

Was hat es mich schon geärgert, dass bei Rapid die Stadionuhr bei der 90. Minute einfach stehen bleibt, obwohl diese Schlussminuten sehr oft spielentscheidend sind und man bei der Ansage “Fünf Minuten Nachspielzeit” kontrollieren möchte, wie viele bange Minuten noch zu überstehen sind.

Schon in den Zeiten des Hanappi-Stadions wandte ich mich an Andy Marek, ob man die Uhr nicht dahingehend umprogrammieren könnte. Weil es damals schon die letzten Jahre im Hanappi-Stadion waren, bin ich dieser Kleinigkeit nicht mehr nachgegangen, weil im neuen Stadion ja doch alles anders werden würde.

Dann kam die Zeit im Happel-Stadion, und dort gehen die Uhren anders, dort wird nämlich die Nachspielzeit angezeigt, so wie wir das von den Fernsehübertragungen gewöhnt sind.

Zurück im Allianz-Stadion ist es wieder wie früher, die Uhr bleibt mit der Anzeige der 90. Minute stehen.

Das Querlesen des Bundesliga-Handbuchs hat einen unscheinbaren Paragrafen ans Tageslicht gebracht, nämlich den Punkt “2.c.2.$12 Stadionuhren”. Dort steht: “Die Stadionuhren müssen nach Ablauf der regulären Spielzeit von 45 bzw. 90 Minuten angehalten werden.” (Auch in Deutschland scheint das Anhalten der Uhr nach 45 bzw. 90 Minuten vorgeschrieben zu sein.)

Dieser Paragraf erklärt das Verhalten der Stadionuhr im Allianz-Stadion. Dass die Uhr stehen bleibt, ist also kein technischer Mangel, sondern eine Vorschrift der Liga.

International dürfte es aber üblich sein, die Zeit genau anzuzeigen, denn im Happel-Stadion finden vorzugsweise internationale Spiele statt. Genaugenommen müsste sich im Happel-Stadion die Uhr bei nationalen Spielen anders verhalten. Außerdem schert sich das Fernsehen offenbar überhaupt nicht um eine solche Regel und zeigt die Nachspielzeit an, was für den Zuschauer durchaus informativ ist. Ein Anhalten der Uhr im Fernsehen würde ganz sicher zahlreiche Proteste nach sich ziehen, die Stadionbesucher dürfte das weniger stören.

Die Nachspielzeit wird von den Stadionuhren nicht angezeigt, aber warum nicht?

Was könnte also der Grund für diese Bestimmung sein, sie Stadionuhr anzuhalten?

In den internationalen IFAB-Regeln wird darüber nichts ausgesagt, die Regel wird vom der Bundesliga festgelegt.

Im Grunde ist die Uhrzeit nach Ablauf der Spielzeit irrelevant, denn der Schiedsrichter bestimmt das Ende. Egal, wann genau der Schiedsrichter ein Spiel für beendet erklärt, bei knappen Partien wird es für die eine Partei zu früh, für die andere vielleicht schon zu spät sein. Unmut seitens des Publikums ist sicher und ohne Anzeige der genauen Uhrzeit gibt es den zusätzlichen Unmutsfaktor “Zeit” nicht.

Eine in diesem Zusammenhang wichtige Regel besagt aber, dass der Schiedsrichter die angezeigte Nachspielzeit verlängern aber nicht verkürzen darf (siehe IFAB, Dauer des Spiels, Nachspielzeit). Nehmen wir nun an, die Uhrzeit würde auch nach der 90. Minute angezeigt, und der Schiedsrichter pfeift zu früh ab. Dann wäre das ein sichtbarer Regelverstoß des Schiedsrichters, und der unterlegene Verein könnte wegen diesem formalen Fehler eventuell erfolgreich Protest einlegen. Das könnte daher ein Grund für die Nicht-Anzeige der Nachspielzeit sein.

Allerdings bleibt die Frage, warum die Zuschauer am Fernseher etwas sehen können, was dem Stadionbesucher vorenthalten wird.

Links