Rapid-LASK

Rapid-LASK

3:2 (1:1), 11.900, Alan Kijas

Nach 30 Minuten dachten wir weniger an einen Sieg, sondern eher an die Höhe der Niederlage angesichts der vom LASK vergebenen Chancen, einem LASK, der sehr zielstrebig zu Werke ging. Doch es blieb beim 0:1 durch Goiginger bis Ercan Kara nach einem Traumpass von Marco Grüll den Ausgleich erzielen konnte. Mit diesem Treffer bekam Rapid wieder Mut und konnte das Spiel mit zwei weiteren Treffern, per Kopf durch Ercan Kara und per Traumfreistoß durch Marco Grüll in Richtung Sieg drehen.

Die Mitgliederversammlungen sind bis auf Weiteres abgesagt. Auskunft: 0677-1899 5070 (Franz).

Die aggressive Strategie des LASK, die mit 1:5 Verwarnungen aufgefallen ist, ging nicht auf. Schiedsrichter Alan Kijas machte auf uns keinen sicheren Eindruck. Das war erst sein 5. Spiel, das er mit Rapid-Beteiligung geleitet hat. Von diesen 5 Spielen wurden 4 gewonnen und nur eines – gegen Altach, heuer in der 4. Runde – verloren. Sehr auffällig war, dass er einen Elfer gegen Rapid gegeben hätte, bei dem das ganze Stadion klar gesehen hat, dass die Abwehr von Filip Stojkovic nur dem Ball aber nicht dem Gegner gegolten hat. An dieser Stelle rettete uns ein Rückblick auf den Bildschirm des VAR. In einer anderen Situation hätte es nach einem Foul an Marco Grüll einen Strafstoß für Rapid geben können. Unklar ist, warum das der VAR nicht überprüft hat, beziehungsweise, warum eine erfolgte Prüfung dem Publikum nicht angezeigt wurde. Die rote Karte an Robert Ljubicic nach Spielende ist eine ziemlich harte Strafe, bedenkt man dass der zweite “Streithansl” aus Linz, René Rinner, nur Gelb bekommen hat. Robert wird wohl wenigstens ein Spiel pausieren müssen. Taxi Fountas musste humpelnd vom Feld. Man muss den kommenden Spielen wegen der Personalknappheit mit einer gewissen Sorge entgegensehen.

Dieser Sieg brachte einen Sprung von Tabellenplatz 10 auf Tabellenplatz 5, was zeigt, dass die (Rest-)Liga ziemlich ausgeglichen und daher spannend ist.

Wenn i wos z’reden hätt’… würde ich die Bundesliga auflösen und unter den Aspekten eines genauer zu definierenden Austrian Financial Faiplay neu gründen. Dem steht entgegen, dass die kollegial aufgestellte Bundesliga das auch wollen muss. Das scheitert derzeit aber daran, dass es der Mehrheit der schwächeren Vereine ziemlich egal ist, wer der österreichische Meister ist und dass die stärkeren Mannschaften durch Leihgaben von RB-Spielern eine wohltuende Stärkung erfahren. Eventuell könnte die dadurch ziemlich langweilig werdende Liga weniger Fußballinteressierte anlocken, und das könnte längerfristig zu einem Umdenken führen.

Ambiente

Bereits vor dem Stadion gab es das Spruchband “vila i frid spjuvern 1897-1899”, das es nicht bis ins Stadion geschafft hat. Google Translate meint dazu, dass es Schwedisch ist und “Ruhe in Frieden Spjuvern 1897-1899 bedeutet. Man kann nur hoffen, dass die anderen Passanten mehr als ich verstehen, wer oder was damit gemeint sein kann.

Ján ist mit seinem Werbespruch dem Allerheiligen-Tag besser angepasst: “Bitte kaufe eine Augustin-Zeitung oder freie Spende für einen Platz am Friedhof mit grün-weißem Sarg!”

Dass der Block immer noch trutzt, stört das Publikum nicht so sehr als mich der Umstand, dass die Spiele und die aktive Teilnahme an den Choreografien und Gesänge für viele der dortigen “Insassen” ein wichtiger Teil ihres Lebens sind und durch die Geiselhaft der durch eine vermeintliche Freiheitsberaubung durch die Wirkungen eines Virus gekränkten Capos an der Teilnahme an diesem Erlebnis gehindert werden.

Man könnte diesen wortlosen Protest auch so interpretieren, dass man sich im Block darüber befremdlich zeigt, dass in Österreich Politiker straffrei eine Position vertreten können, die zum Schaden der ungeimpften Menschen ist. Die Toten der letzten Wochen gehen zu einem hohen Prozentsatz auf diese Haltung, und das wäre ein Protest, an dem man sich tatsächlich beteiligen könnte, dazu bedarf es keiner Schädigung von Rapid.

Mir erspart der inaktive Block die Übersetzung fremdsprachiger Sprüche. Der LASK titelte auf der anderen Seite “Dressen nur in den Farben, die uns die Gründerväter gaben”.

Die bisher präsentierte VARTA-Werbung zu Spielbeginn fehlte diesmal.

Verständliche und weniger verständliche Botschaften; Ein Blick von der Cossmanngasse auf das Stadion; Peter und Janine im Stags Head; Bis zu vier Handys kann man am VARTA-Automaten aufladen; Arnold und Andy

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