WrNeustadt-Rapid

1:5 (1:3)

Da Spiel war eine sehr einseitige Angelegenheit, daher kann man sich die Frage stellen, von wo eigentlich das Gegentor hat herkommen können. Die Wiener Neustädter hatten in der ersten Halbzeit genaue eine Chance aus einem Freistoß. Der Ball ging ohne weitere Berührung aus 30 Metern Distanz ins Tor. Ein Eiertor.

Der Schuss erinnerte an das erste Gegentor im entscheidenden Spiel am 10.3.2019 gegen Mattersburg. Damals ging es um das Erreichen der Meistergruppe und Rapid war mit Siegen gegen gegen RB und St.Pölten gut unterwegs. Damals ist ein Schuss aus einer ähnlichen Position auf eine unorthodoxe Art „abgerissen“ und Strebinger stand zu weit vor dem Tor.

Diesmal kam aber der Ball direkt auf Strebinger zu, und ging ohne von jemand anderem berührt zu werden über den überraschten Strebinger ins Tor.

Wir werden das Gefühl nicht los als hätte man mit Knoflach den besseren Tormann ziehen lassen. Diese immer wieder erlebten Unsicherheiten von Strebinger sind auch der Grund, warum Teamchef Franco Foda eher einen Zweiertormann aus Wolfsburg als den Einsertormann von Rapid nominiert, obwohl auch Pervan in den Spielen der Nationalmannschaft sich bemerkenswerte Unsicherheiten erlaubt hat.

Ambiente

Die coronabedingten Schutzmaßnahmen waren vorbildlich. Adresse wurde erfasst. Beim Eingang wurde die Körpertemperatur gemessen. Handdesinfektion war obligatorisch. Stehbereiche waren abgesperrt, jeder zweite Sitz war mit einem Müllsack zugedeckt. Die Außentemperatur war schon im „Glühwein-Bereich“, ausgeschenkt wurde „Glühgin“.

Obwohl man mit beim Kartenkauf in Wiener Neustadt versichert hat, dass man die Karten auch hätte online kaufen können, konnte ich eine solche Seite auch im Nachhinein nicht finden. Angekündigt war der Kartenverkauf so:

Aber wo ist dieses „WNSC-Stüberl“? Bei einer Suche nach diesem Namen lieferte Google einige Treffer und ich wählte prompt die falsche Seite, die auf die Adresse „Giltschwertgasse 91“ hingewiesen hat. Dort, beim alten Stadion ist aber nichts mehr, nur mehr eine Baustelle. Also geht es weiter zum neuen Stadion, das liegt aber völlig dunkel in der Wüste des Industriegebiets. Ich wähle einem offenen Seiteneingang, wo eigentlich nur „Spieler und Funktionäre“ eintreten dürfen und erfahre, dass es da nach der Aqua Nova noch einen Trainingsplatz gibt und dort gebe es die Karten. Tatsächlich, mitten in der Pampa von Wiener Neustadt Nord gibt es auch noch einen Trainingsplatz, der keinen Platz neben dem Stadion bekommen hat und dort ein gut verstecktes „Stüberl“.

Links

GRÜNZEUG-615

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Oktober 2020 / Nr. 615 / Versand 5.10.2020

CORONA UND KEIN ENDE, ABER DAS ENDE VON VIELEM???

Zuerst zum Klub der Freunde des S.C. Rapid!

Kürzlich rief ein Herr Stefan S. dessen Obmann an: Er habe Angst, sich in einer unserer Versammlungen mit Corona anzustecken, aber andererseits gebe es solche ja ohnehin nicht. Aus diesen Gründen bräuchten wir ihm kein „Grünzeug“ mehr zuzusenden. Sollten weitere Mitglieder ebenso denken, müssten wir 2021 keine (wegen Corona verschobene) Generalversammlung mehr abhalten, sondern nur eine Außerordentliche Generalversammlung zwecks Auflösung des seit 1951 bestehenden Klubs, dessen Fixkosten ja weiterhin zu berappen wären. Vorausgesetzt, es würde sich alles in eine positive Richtung bewegen, doch dafür spricht immer weniger und weniger – Corona und kein Ende!

In eine Sackgasse steuert naturgemäß auch der SK Rapid! Bevor sich die „China-Seuche“ (O-Ton von US-Präsident Trump) auch hierzulande immer weiter und weiter ausbreitete, war der SCR finanziell bestens aufgestellt, aber wer statt rund 19.000 Zuschauer ins Stadion nur mehr 3.000 begrüßen kann (oder demnächst womöglich gar keine?), der hat mit bisher ungeahnten finanziellen Problemen zu kämpfen. Daher gilt auch für seine Angestellten in kurzen Hosen diese Stelle der Klubhymne nicht mehr so richtig: „Egal, wos kummt in Lern, Rapid wird’s imma gern.“ Um die Kosten zu senken, wurde Kapitän Stefan Schwab schon vor Wochen nach Griechenland verabschiedet, bevor Thomas Murg in St.Pölten angeblich seine letzte Partie in Grün-Weiß absolvierte, Dejan Ljubicic, Schwabs junger Nachfolger als Spielführer, und Taxi Fountas, Rapids erfolgreichster Scorer in letzter Zeit, ebenfalls „Pfüat euch Gott mit Rosenwasser“ sagen könnten. Der SCR ohne solche Leistungsträger? Ob das die Starlets aus dem eigenen Nachwuchs abfedern könnten, ohne dass die Mannschaft nicht entscheidend verstärkt würde, das fragt sich sicher nicht nur der Verfasser. Und das nach dem durchaus guten Start ins Corona-Jahr 2020/21, wobei er das 1:1 in Graz trotz verschlafener erster Halbzeit als gar nicht sooo schlecht darstellen möchte. Denn Fußball ist ja ein Ergebnissport. Und: Solchen Ergebnissen könnten wir ja noch nachtrauem, sogar trotz der Qualifikation für „nur“ die Euro-League statt der EC-Gruppenphase…

Speziell in den weiteren Corona-Jahren.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.9.2020)

Die ungebremst finanzstarken Salzburger an der Spitze:

1. Salzburg 3/9 (10:3)
2. Rapid    3/7 ( 7:3)
3. LASK     3/7 ( 5:2)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

CL-QUALI, 2.RUNDE (26.8.): LOKOMOTIVA ZAGREB (A) 1:0 (1:0)

In puncto Spielanteile, Eckbälle und vor allem Torschüsse war Österreichs Vizemeister, angeführt vom Jung-Kapitän Ljubicic, dem Kroatiens eindeutig überlegen, sodass ein Sieg hundertprozentig gerechtfertigt blieb. Lok Zagreb mauerte speziell vor der Pause, dennoch hätte es fast 0:1 geheißen, doch Strebinger vereitelte das, und wenig später erzielte Kara das Tor des Tages, wobei es bis zum Happy End auch blieb, weil der Ex-Homer und auch Ullmann nicht mehr trafen.


SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Arase (75.Schick), Fountas (86.Kitagawa), Murg (66.Grahovac); Kara.- Tor: Kara (32.).- Gelbe Karten: Drei für Lok; für Rapid D.Ljubicic, Hofmann, Greiml, Trainer Kühbauer.-Kranjceviceva, Zagreb, SR Martinez (Spanien).

Andy, Karl, Martin und Lukas am Podium

ÖFB-CUP, 1. RUNDE (30.8.): ST.JOHANN/PONGAU (H) 5:0 (2:0)

So forsch der Regionalligist auch einstieg, so chancenlos war er gegen die nicht immer zielgerichtet agierenden Rapidler (Fountas schoss sogar einen Elfer drüber (30.). Am Ende der Chancenschluderei in Grün-Weiß war der Didi aber doch zufrieden.

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Schick), Greiml (71.Sonnleitner), Hofmann, Ullmann; Petrovic (46.KnasmüIlner), D.Ljubicic; Murg (59.Demir), Fountas, Arase; Kara (70.Kitagawa).- Tore: Fountas (12., 48., 50.), Kara (22.), Demir (89.).- Gelbe Karten: Zwei für St.Johann.- Allianz-Stadion, Lechner, 1.250 (Corona!).

Maria und Jürgen

BL, l.RUNDE (11.9.): ADMIRA (H) 4:1 (2:0)

Spiel mit Corona-bedingtem Rekordbesuch gegen die mit den Altrapidlem Hoffer (bejubelt) und Maierhofer (ausgepfiffen) angetretenen Admiraner, die gegen Murg (super 1:0) und Konsorten keine echte Chance hatten. Auf der Fahrt zum ersten Auftritt seit 1.3. mit Zuschauern (3:1 gegen die aufgelösten Mattersburger) querte der Verfasser die Reindorfgasse, wo sich Tausende zu einem Straßenfest zusammenfanden, bei welchem kein einziger Mensch mit Maske zu sehen war. In Anbetracht dieser Denkungsart wundert es keinen mehr, dass es ab Runde 2 nur mehr 3.000 Fans geben darf- ein besonders für den SK Rapid extrem schmerzlicher Verlust. Fragt sich nur: Wie geht es weiter?

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; D.Ljubicic, Petrovic (82.Grahovac): Murg, Fountas (82.Savic), Demir (68.Knasmüllner); Kara (76.Kitagawa).-Tore: Murg (8.), Fountas (43., 73.), Kitagawa (90./+2); Hausjell (80.).- Gelbe Karten: Murg, Fountas, Stojkovic; Meierhofer, Maier.- Allianz-Stadion, Jäger, 10.000 (Corona-Rekord).

CL-QUALI, 3.RUNDE (15.9.): KAA GENT (A) 1:2 (0:1)

17:9 Torschüsse beweisen Rapids Gleichwertigkeit mit dem belgischen Vizemeister. Sie begann sehr stark, aber ein Fehler auf der rechten Abwehrseite erbrachte das Kopfball-0:1. Nun kam Gent deutlich auf, bis Greiml ein Strafraumfoul beging, das nicht notwendig war. Anschließend ereignete sich das Geschehen fast nur in Gents Hälfte, das überfällige 1:2 gelang Demir per tollem Schuss jedoch erst in der Nachspielzeit. Trotzdem hätte Greimls Kopftor geradezu fallen müssen, aber der Ball strich knappest vorbei – Greiml war also die tragische Figur dieser unglücklichen Niederlage. Welche Rapid um die Qualifikation zur Play-off-Runde brachte: Fünf Millionen hätten der coronageschädigten Klubkasse mehr als nur gut getan. Und nun wird man als Europa-League-Starter („nur“ mehr drei Millionen) über Verkäufe nachdenken müssen…

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Greiml; Arase (73.Demir), Petrovic (82.Grahovac), D.Ljubicic (86.Kitagawa), Ullmann; Murg; Kara, Fountas.- Tore: Dorsch (36.), Yaremtschuk (59., Elfer); Demir (90./+3).- Gelbe Karten: Hofmann, Arase, Greiml, Fountas, Demir.- Ghelamco Stadium, Ekberg (Schweden).

BL, 2.RUNDE (19.9.): STURM GRAZ (A) 1:1 (0:0)

Sturm erwartungsgemäß mit Schaum vor dem Mund und Rapid lange Zeit hinten wie vorne ohne Mumm, sodass wir mit dem Pausenstand hochzufrieden sein konnten. Was Kühbauer seiner lethargisch wirkenden Truppe in der Kabine gesagt hat, ob die Grazer ihrem eigenen Tempo Tribut zollen mussten, ob der in Gent zurückgelassene Mumm wieder in den grün-weißen Hirnen und Körpern aufgetaucht war, oder ob es erneut an Teenie Demirs Auftritt lag? Man weiß es nicht, jedenfalls gelang dem 17-Jährigen auf Karas raffiniertes Ferserl-Zuspiel das 1:1, und nun hätte es durchaus einen SCR-Sieg geben können, aber Siebenhandl verhinderte zwei großartige Fountas-Tore.

Fazit: Nach einseitiger erster Halbzeit sah das naturgemäß spärliche, jedoch enthusiasmierte Grazer Publikum eine dramatische zweite, in der jeder Ausgang möglich gewesen wäre.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic; Murg (88.Grahovac), Fountas, Arase (53.Demir); Kara (70.Kitagawa).- Tore: Gorenc-Stankovic (52.); Demir (68.).- Gelbe Karten: Hierländer, Kiteishvili; Arase, Kitagawa.- Merkur Arena Altmann, 2.812.

BL, 3.RUNDE (25.9.: SKN ST.PÖLTEN (A) 2:1 (2:1)

Die zuletzt erfolgreichen Gastgeber gingen zwar schnell in Führung, aber noch schneller in einen letztlich entscheidenden Rückstand, den Kara mit einigen sehr guten Chancen noch deutlich höher hätte gestalten können. Allerdings hatten auch die Niederösterreicher einige Möglichkeiten und das in einer Partie, die Rapid nicht unverdient gewann, aber den Kapitän kostete (D.Ljubicic ging mit Leistenbeschwerden vom Platz). Sowie einen „neuen“ Innenverteidiger brachte, nämlich Barac nach langen Muskelbeschwerden.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann; Petrovic, D.Ljubicic (50.Grahovac); Murg (80.Sonnleitner), Fountas (80.Kitagawa), Arase (62.Demir); Kara.-Tore: Hugi (6.); Fountas (15.), Kara (17., Elfer).- Gelbe Karten: Muhamedbegovic, K.Schulz, R.Ljubicic; Hofmann, Stojkovic, Ullmann.- NV-Arena, Ciochirca, 1.563.

„MR. GRÜNZEUG“ NR. 615: HOFMANN, FOUNTAS, KARA!

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. „Uralt-Rapidler“ Maxi Hofmann, der hinten ohne Rücksicht auf gelbe Karten absicherte, sowie die Jungen“ Rapidler Taxi Fountas und Ercan Kara als gut harmonierendes Stürmertrio, so hießen unsere ex-aequo-Sieger, also ein selten gesehener Tripel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Koya Kitagawa und Filip Stojkovic jeweils 25. (Admira).-„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Wie schon sein Vorgänger Muhammet Akagündüz verließ Zeljko Radovic den SCR II, um ein anderes Betätigungsfeld zu entdecken. Bei aller Enttäuschung über das Ende ausgerechnet vor dem Aufstieg in die 2. Liga: Herzlichen Dank für deine tollen Erfolge mit dem Nachwuchs – und herzlich willkommen, Steffen Hofmann, als Interimstrainer der Zweiten!

1. RUNDE (13.9.): LIEFERING (A) 0:3 (0:1)

Hedl; Sulzbacher (46.Fallmann), Eggenfellner, Obermüller, Dijakovic; Hajdari (85.Kanuric), Felber (85.Oswald), Kocyigit (61.Markl), Ibrahimoglu, Savic (51.Zimmermann); Fuchshofer.- Tore: Adamo (11.), Sesko (49.), Major (71.).- Grödig, Ebner, 236.

2. RUNDE (18.9.): JUNIORS OÖ (H) 1:1 (1:1)

Hedl; Hajdari, Eggenfellner, Barac, Dijakovic; Zimmermann, Kocyigit (87.Strasser), Felber, Ibrahimoglu, Savic (63.Markl); Fuchshofer (75.Fallmann).- Tore: Fuchshofer (27.); Plojer (15.).- Gelb-Rote Karten: Wimmer (79., Foul), Boller (85., Foul).- Rote Karte: Hajdari (73., Foul).- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 550.

3. RUNDE (27.9.): FAC (H) 2:3 (1:1)

Unger; Sulzbacher, Eggenfellner, Dijakovic, Obermüller; Zimmermann (67.Savic), Felber, Ibrahimoglu (85.Softie), Bosnjak (62.Kanuric), Kocyigit (85.Strasser); Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (26.), Dijakovic (90./(+3); Sahanek (31., 69.), Dos Santos (77.).- Allianz-Stadion, Sadikovski, 750.

RESÜMEE

Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Steffen Hofmann, den Interimstrainer, der war ja vor vier Tagen 40 geworden! Sieht man von seinem Patzer beim 0:1 ab, war Hedl der einzige Rapidler, der mit den deutlich überlegenen Lieferingem mithalten konnte.

Barac feierte nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback, und Fuchshofer gelang Rapids erstes Tor in der zweithöchsten Liga. Nach ausgeglichenem Beginn mit Vorteilen für die LASK-Dependance Juniors steigerten sich die Jungrapidler bis zum Ende, aber alle Kontermöglichkeiten wurden vergeben. Daher sorgte schließlich nur Herr Muckenhammer für Farbe im Spiel.

Rapid II ging durch Fuchshofer (Vorarbeit: Ibrahimoglu, Obermüller) in Führung, aber die währte nur wenige Minuten. Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Hofmann und Lizenzinhaber Franz Maresch kaum mehr etwas zu melden, so überlegen waren die Pressballkönige des FAC auch puncto Kombinationsfußball. Kurz und (un)gut: Es wird ein hartes Jahr für unsere Jünglinge!

Stand der 2.Liga (27.9.)

 l. Liefering 3/9 (9:2)
15. SCR II    3/1 (3:7)
    Lustenau

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://kiuhderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Erneut verließen uns zwei Uralt-Mitglieder: Ludwig Kubin (88, seit 14.10.1962 ein Rapidfreund) verstarb am 20.8.2020, Gleiches geschah mit Dr.Johann Niedl (er dürfte sogar ein Gründungsmitglied gewesen sein, weil er am 3.12.1951 eintrat), sein Todestag wurde der Redaktion leider nicht bekannt, jedenfalls danken wir beiden Herren für die jahrzehntelang bewiesene Treue und trauern mit ihren Familien.

Nations League: Am 4.9. 2:1 (1:0) gegen Norwegen in Oslo (Gregoritsch, Sabitzer per Elfer) und am 7.9. 2:3 (1:1) gegen Rumänien in Klagenfurt (Baumgartner, Onisiwo).— U21-EM-Quali unter Interim-Trainer Peter Schöttel: Am 4.9. 1:5 (0:2) gegen Albanien (Wolf per Elfer), Arase und Demir (ab 69.) spielten; erneut in Ried am 8.9. 0:2 gegen England (P.Schmidt), wobei beide oben genannten Rapidler ebenfalls mitwirkten (Kelvin bis 90., Yusi ab 64.).

Noch ein Langzeit-Rapidfreund: Bei KR Peter Frigo bedanken wir uns auch heuer für seine großzügige Spende.—… und noch ein treuer „Greaner“: Gratulation zum Achtziger, den Walter Skocik am 6.9. feierte; Kurt Garger ist mit seinen 60. Lenzen (15.9.) ja noch ein Jüngling, dennoch unsere besten Wünsche auch an ihn.

Weil er im Lauf der Zeit extrem hitzeempfindlich wurde, konnte der Verfasser Rapids Tag der offenen Tür (9.9.) leider nicht besuchen, sodass es keinen diesbezüglichen Kommentar geben wird.

Gleiches trifft auf Roland Schmid zu, der noch vor wenigen Monaten Anwärter auf Rapids Präsidentschaft war, jetzt aber – von einem Plakat mehr oder weniger dummer Buben im Allianz-Stadion („schiache Oide“ etc.) – zur Vienna vertriebenen Sponsor. Danke!

Ein persönliches „Danke“ sagt Obmann Niederhuber dem Rapid-Präsidenten Martin Bruckner, dessen Vorgänger Michael Krammer sowie dem treuen Mitglied Peter Österreicher für ihre Genesungswünsche – spät, aber umso herzlicher!

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-614
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

Rapid II – Lafnitz

2:3 (1:0)

Was für eine unglückliche Niederlage! Rapid II dominierte über weite Strecken das Spiel und ließ die Routiniers von Lafnitz alt aussehen – was sie ja aus der Sicht des Altersschnitts unserer Mannschaft auch sind. Rapid II begann fulminant. Marco Fuchshofer erzielte in der ersten Minute ein Tor nach einem Corner. Danach folgte Power-Play von Rapid II mit zahlreichen Chancen, doch es blieb bis zur Pause beim 1:0, nicht zuletzt dank der Paraden des gegnerischen Tormanns. Nur zwei Minuten nach der Pause folgte der Ausgleich. In der 70. Minute ging Lafnitz nach einem Elfmeter in Führung und Rapid II rannte ab dem Zeitpunkt erfolglos gegen die Abwehrreihen an. Erst in der 90. Minute gelang Marco Fuchshofer der Ausgleich zum 2:2. Prima, einen Punkt gerettet – wäre da nicht die Nachspielzeit. Praktisch im Gegenzug erzielten die Lafnitzer den Siegestreffer.

Kapitän war Lukas Sulzbacher.

Lafnitz Rapid II (Quelle Transfermarkt)
25,8    19,5     Jahre Durchschnittsalter
 4       4,8     Millionen Kaderwert

Ambiente

Das Wetter präsentierte sich von der schönsten Seite, der angekündigte Sturm war nicht allzu stark. Etwa 400 Zuschauer sorgten für gute Heimspielstimmung und spendeten für jede gelungene Szene Applaus. Die Spieler wurden auch stürmisch verabschiedet, ihr Einsatz war wirklich bemerkenswert.

Neue Besen

Seit ich Spiele von Rapid besuche, habe ich immer eine Kamera mit. In der Liste der verbotenen Gegenstände von Rapid sind ein Fotoapparat oder eine Videokamera nicht angeführt, daher wird man sie wohl mitnehmen dürfen. Die Liste der verbotenen Gegenstände des ÖFB zählt Fotoapparate auch nicht auf, aber in §4 findet sich eine Liste der explizit erlaubten Gegenstände und dort steht unter Punkt c., dass mitgenommen werden dürfen „Funktionsfähige Fotoapparate, Film- und Videokameras oder sonstige Bild- und Tonaufzeichnungsgeräte (inkl. Batterien oder Akku)„. Man meint also, dass die Mitnahme eines Fotoapparats kein Problem wäre. Und in den ersten 15 Jahren mit Rapid gab es auch keine – bis in die „Neuen Zeiten des Allianz-Stadions“. Plötzlich befinden wenig sachkundige Ordner, dass mein Fotoapparat zu groß sei. Auf die Frage, wo denn das stehe, muss es genügen, dass der Ordner das eben meint.

Da evident ist, dass wir diese Fotos nicht kommerziell nutzen, alle Bilder allen Interessenten im Rahmen dieses Tagebuchs frei zur Verfügung stellen, war es damals, 2016, kein Problem, von Rapid eine Bestätigung zu bekommen, die es „Franz Fiala“ erlaubt, die Kamera mitzunehmen. Im Laufe der vielen Spiele wird man bei den Ordnern bekannt und muss die Bestätigung nicht mehr vorweisen.

Rapid II ist in die 2. Liga aufgestiegen, was wir alle sehr genießen, weil das Spiel am Hauptfeld sowohl für die Spieler als auch für uns Zuschauer ein viel besseres Fußballerlebnis bietet als die triste Umgebung auf West 1 – Mattersburg-Konkurs sei Dank! Die Ordner-Crew dürfte in der 2. Liga eine ganz andere sein, denn mein Erscheinen mit der Kamera und einem Transparent beim Spiel gegen den FAC war für die Crew von Securitas eine Herausforderung. Der zuerst kontrollierende Ordner traute sich meinen Zutritt nicht zu entscheiden und übergab an einen mit Sprechfunk und Telefon ausgerüsteten Ordner. Die Hierarchie nahm kein Ende, denn erst der dritte Ordner nahm sich meiner schriftlichen Erlaubnis an. Er war in dieser Sache ganz genau. Er stellte fest, dass die Kamera ein klein wenig anders ausschaut als die am Bild – und das stimmte auch, denn die dort abgebildete Kamera ist durch intensiven Gebrauch kaputt gegangen und wurde durch ein Nachfolgemodell ersetzt. Misstrauisch geworden, prüfte er, ob der in der Bestätigung aufgedruckte Name mit dem Namen auf meinem Personalausweis übereinstimmt. Dann stellte er fest, dass diese Bestätigung schon einige Jahre alt war. Die Telefone glühten. Schließlich gab es einen Gnadenakt, ich durfte ausnahmsweise mit der Kamera eintreten, müsse aber das nächste Mal eine Bestätigung mit aktuellem Datum vorweisen können.

Doch da war noch das Transparent. Das ginge gar nicht, Transparente wären nicht erlaubt. Erst nach Intervention des Rapid-Clubservice (Danke!) durfte ich nach etwa 20 Minuten passieren.

Eine aktuelle Bestätigung habe ich von Helmut Mitter problemlos bekommen.

Heute, beim Spiel gegen Lafnitz dachte ich an eine Wiederholung des Theaters, doch weit gefehlt. Dieselbe Belegschaft aber ein anderer Ordner. Er schaute auf die Kamera, passt; er entfaltete das Transparent, passt! Darf passieren. Ich ging mit meiner Eintrittskarte durch die Sperre und wollte schon zu meinem Platz gehen, kommt doch der Ober-ober-Ordner von der letzten Woche, der sich den alten Deppen gemerkt hat und verlangte die aktualisierte Genehmigung. Nach dem Tonfall zu schließen wird er erwartet haben, dass ich keine habe, und er war ein bisschen verblüfft, dass ich ihm das aktualisierte Dokument zeigen konnte.

Der ganze Aufwand war aber umsonst – wenigstens für dieses Spiel, denn der Herr Fotograf hat – wieder einmal – vergessen, eine Chipkarte einzusetzen. Die ersten 10 Aufnahmen gingen daher ins Leere, danach musste das Handy als Ersatz herhalten.

Ich finde, dass der ganze Vorgang in Ordnung war, weil man sieht, dass die Ordner die Zutrittskontrollen ernst nehmen. Keiner der Ordner war irgendwie unangenehm, doch ob man mit einer Kamera ins Stadion darf, hängt eher von einer persönlichen Einschätzung des Ordners ab und nicht von einer irgendwo abgedruckten Vorgabe. Wenn etwas zu groß ist, dann müsste es doch dafür eine Regel geben, die man überprüfen kann.

Rapidviertelstunde-237

Viele Details über Rapid II mit Statements von Martin Hiden, Gerry Wilfurth, Roman Dallamassl, Mario Römer, Robert Racic, Gerhard Höckner, Anita Dercz und Steffen Hofmann findet man in der aktuellen Ausgabe der Rapid-Viertelstunde; das Titelbild zu diesem Tagebucheintrag mit dem Jubel nach dem Auswärtssieg gegen Dornbirn auch. Link zum Video.

Das neue Auswärtstrikot

Die Erkrankung des Tagebuchautors ist nicht etwas, das wie eine Grippe vorüber geht, die Ärzte im Spital müssen immer wieder Chemie „nachfüllen“ – mit nicht immer angenehmen Nebenwirkungen. Heute hatte ich noch „Ausgang“, morgen geht es wieder los: Sonntag Coronatest, Montag Quarantäne, Dienstag bis Freitag Chemie in den Franz nachfüllen.

Als ich vor etwa 20 Jahren erstmals im Hanappi-Stadion war, wusste ich noch nicht, welche Folgen das haben würde. Es dauerte einige Jahre bis ich fachlich Fuß gefasst habe und einige weitere Jahre bis Florian und ich im Kreis der Rapidler angekommen sind.

Dass Rapid eine Familie ist, wird immer wieder betont; Marktingsprech – könnte man meinen, doch dem ist nicht so. Am Freitag kam der Briefträger mit einem kleinen Paket. In einem sehr freundschaftlichen Begleitbrief drückte Christoph Peschek die Hoffnung aus, dass das mitgeschickte Auswärtstrikot die Genesung beschleunigen möge. Ja, das tut es. Das Sich-nicht-der-Krankheit-sondern-dem-gewöhnlichen-Alltag-hingeben ist ein Teil der Genesungsstrategie. Mit großer Freude trug ich heute das neue Trikot „10 FIALA“ und hoffe, noch viele Spiele in der grün-weißen Familie miterleben zu dürfen!

Bildergalerie

Links