Rapid-Mitglied werden!

Rapid fordert die Fanklubs auf an der 1. „Fanklub-Mitglieder-Challenge“ teilzunehmen und neue Mitglieder aus ihren Reihen zu werben. Wir schließen uns diesem Aufruf natürlich an und bitten alle Leser des Tagebuchs, sich zu beteiligen.

Werde Rapid-Mitglied oder finde weitere Interessenten für die Rapid-Familie! Benutze das Anmeldeformular unten.

Rapid ist ein Mitgliederverein!

Nicht Firmen oder Einzelpersonen sind Eigentümer von Rapid, sondern wir alle sind es. Die große Zahl der Rapid-Protagonisten ist das Gegengewicht zur scheinbaren Allmacht des Kapitals.

Rapid kann man nicht kaufen, aber man kann als Mitglied Teil der Rapid-Familie werden und die Geschicke des größten Sportvereins des Landes mitgestalten.

Vorteile einer Mitgliedschaft

Rapid bietet den Mitgliedern eine ganze Reihe von Vorteilen, die hier zusammengefasst sind.

15% Rabatt auf deine Saisonkarte im Allianz Stadion

Vorkaufsrecht auf Top-Tickets bei Cup- & Meisterschaftsspielen

Teilnahme an der OHV sowie den Mitgliedertreffen

Treuebonus: 1×2 Freikarten bei Verlängerung (ausgenommen Kat.A Spiele)

Vorkaufsrecht auf Top-Tickets bei Europacup-Heimspielen

kostenlose Zusendung des offiziellen Rapid Magazins

exklusives Rapid TV-Upgrade

Paten-Option für Greenies und Jugendmitgliedschaften

10% Ermäßigung auf Fanartikel im Fanshop

Doppeltes Datenvolumen bei einem Rapid-Mobil Tarif

Teilnahme an der Wappen-Zeremonie vor dem Spiel

ermäßigter Eintritt ins Rapideum

Anmeldeformular

Rapid 2019/20

Zusammenfassung

 Gesamt       H      A
     32      16     16 Spiele
Ergebnis
     17       7     10 Siege 
      7       4      3 Unentschieden
      8       5      3 Niederlagen
    53%     44%    63% Siege Anteil
    22%     25%    19% Unentschieden Anteil
    25%     31%    19% Niederlagen Anteil
Serien
      9       6      5 keine Niederlage 
      4       4      4 Siege Siege
      2       2      2 Unentschieden
      2       2      - Niederlagen
      3       5      3 kein Sieg 
Tore
     64      31     33 Tore erzielt
     43      24     19 Tore erhalten
   2,0ø    1,9ø   2,1ø Tor erzielt pro Spiel
   1,3ø    1,5ø   1,2ø Tor erhalten pro Spiel
    0/5     0/5    0/4 erzielt Minimum/Maximum
    0/7     0/7    0/3 erhalten Minimum/Maximum
Zuschauer
303.349 212.400 90.949 Zuschauer 
   9.8ø   13.3ø   5.7ø pro Spiel
    200     200    200 Minimum
 26.100  26.100 17.200 Maximum

Verlauf

Gegner

S U N Gegner
3   1 LASK
    4 RB
1 2 1 WAC
  1 1 StP
1 2 1 Hartberg
2     Admira
1 1   Austria
2     Altach
3 1   Sturm
2     Mattersburg
2     Wattens

Ergebnisse

Ergebnis Spiele Prozent
     2:2      4 12,5
     3:1      3 9,4
     1:0      3 9,4
     1:1      2 6,3
     0:1      2 6,3
     0:2      2 6,3
     2:0      2 6,3
     2:1      2 6,3
     3:2      2 6,3
     4:0      2 6,3
     3:0      2 6,3
     5:0      1 3,1
     3:3      1 3,1
     2:3      1 3,1
     2:7      1 3,1
     1:2      1 3,1
     1:3      1 3,1

Gleich vier Mal gab es ein 2:2-Unentschieden.

Tore

Tordifferenz

Diff Spiele Prozent
   0      7 21,9
   1      7 21,9
   2      5 15,6
  -1      4 12,5
  -2      3  9,4
   3      2  6,3
   4      2  6,3
   5      1  3,1
  -5      1  3,1

Die meisten Spiele enden als Unentschieden oder mit einem Sieg mit einem Tor Vorsprung (44 %).

Gesamtzahl der Tore pro Spiel

Tore Spiele Prozent
   4     10 31,3
   2      6 18,8
   3      5 15,6
   1      5 15,6
   5      4 12,5
   6      1 3,1
   9      1 3,1

Bei Rapid-Spielen fielen immer Tore, vorzugsweise vier Stück.

Tore Rapid

Tore Spiele Prozent
   2     10 31,3
   3      8 25,0
   1      7 21,9
   0      4 12,5
   4      2 6,3
   5      1 3,1

Rapid schießt am häufigsten zwei (1/3) oder drei Tore (1/4).

Tore Gegner

Tore Spiele Prozent
   0     10 31,3
   1      9 28,1
   2      9 28,1
   3      3 9,4
   7      1 3,1

Dass unsere Gegner in einem Drittel der Spiele kein Tor schießen, spricht für unsere Verteidigung und war ein wichtiger Aspekt dür diesen zweiten Platz.

Tore pro 15 Minuten

01-15 16-30 31-45 46-60 61-75 46-90
   11     7     12    8     9    17 Rapid
    3     5     17    4    10     5 Gegner

Es gibt sie, die Rapidviertelstunde, die meisten Rapid-Tore fallen in den letzten Minuten. Es gibt aber auch eine Drangphase der Gegner am Ende der ersten Halbzeit.

Spieler/Torleute/Trainer

Es kamen insgesamt 35 (!) Spieler zum Einsatz.

Sp minø Joker Neu Tore Tormin G.GR.R 
24 58     9     2    5    282  2.0.0 Arase Kelvin
15 51     8     9    0      0  2.0.0 Auer Stephan
16 47     7     3    3    251  2.0.0 Badji Aliou
18 85     1     2    3    512  2.0.0 Barać Mateo
 6 30     5     3    0      0  0.0.0 Demir Yusuf
22 77     0     1    2    856  3.0.0 Dibon Christopher
27 71     4     4   19    101  5.0.0 Fountas Taxiarchis
 2 90     0     2    3     60  0.0.0 Gartler Paul (G)
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Paul Gobara
19 60     6     3    0      0  4.0.0 Grahovac Srdjan
 9 86     0     3    0      0  3.0.0 Greiml Leo
 2 44     2     2    0      0  1.0.0 Hajdari Adrian
18 80     2     3    1   1453  4.0.0 Hofmann Maximilian
 4 13     4     4    0      0  0.0.0 Ibrahimoglu Melih
 9 45     4     2    3    137  2.0.0 Kara Ercan
19 36    13     2    2    349  2.0.0 Kitagawa Koya
28 67     4     4    4    474  0.0.0 Knasmüllner Christoph
12 84     2     4   17     59  0.0.0 Knoflach Tobias (G)
32 90     0     0    0      0  0.0.0 Kühbauer Dietmar (T)
22 86     1     4    2    953  6.0.0 Ljubicic Dejan
 1 23     1     1    0      0  0.0.0 Martic Manuel
 4 90     0     1    1    360  1.0.0 Müldür Mert
20 65     5     2    3    434  2.0.0 Murg Thomas
14 66     5     1    0      0  3.0.0 Petrovič Dejan
 1 28     1     1    0      0  0.0.0 Savić Dragoljub
17 53     8     2    0      0  2.0.0 Schick Thorsten
11 67     4     1    2    371  0.0.0 Schobesberger Philipp
 1 10     1     1    0      0  0.0.0 Schuster Lion
30 87     0     2    8    329  6.0.0 Schwab Stefan
 7 58     3     2    0      0  1.0.0 Sonnleitner Mario
19 84     0     3    0      0  3.0.0 Stojković Filip
20 84     0     2   23     73  0.0.0 Strebinger Richard (G)
31 88     0     2    2   1375  3.0.0 Ullmann Maximilian
 6 54     2     5    0      0  1.0.0 Velimirovic Dalibor
 1 17     1     1    0      0  0.0.0 Wunsch Nicholas

Die Spieler mit den meisten Einsätzen Max Ullmann (31), Stefan Schwab (30), Christoph Kansmüllner (28) und Taxi Fountas (27). Häufigster Joker war Koya Kitagawa (13). Taxi Fountas schießt alle 101 Minuten ein Tor, Kara alle 137. Rote Karten gab’s keine, die meisten Gelb-Verwarnungen hatten Stefan Schwab (6), Dejan Ljubicic (6) und Taxi Fountas (5).

Jüngster eingesetzter Spieler war Yusuf Demir, ältester Spieler Mario Sonnleitner.

Die Besten der Bundesliga 2019/20

Der Klubpräsident, der Manager und der Trainer jedes Vereins sollten eine Wertung abgeben. Die Bundesliga hat die Fragebögen ausgewertet:

Bester Schiedrichter

  1. Lechner
  2. Altmann
  3. Eisner
  4. Harkam
  5. Ciochirca

Bester Trainer

  1. Marsch
  2. Schopp
  3. Kühbauer
  4. Pastoor
  5. Ismael

Bester Tomann

  1. Schlager
  2. Stankovic
  3. Kofler
  4. Siebenhandl
  5. Swete

Bester Spieler

  1. Szoboszlai
  2. Weissman
  3. Daka
  4. Haaland
  5. Liendl

Anmerkungen

Dass nur ein „Bester Spieler“, nicht aber Verteidiger, Mittelfeldspieler zur Wahl standen, schmälert die Leistung der Verteidigung gegenüber den Offensivkräften. Rapid ist nur durch Trainer Kühbauer vertreten.

Links

Rapidviertelstunde-231

Rapidviertelstunde-231

  • Dejan Ljubicic – Vizemeister statt US-Legionär
  • Rapidfans ersteigern Homeoffice in Rapid Loge
  • Rapid Mobil übergibt Geld an Rapid Nachwuchs (Michael Kammer, Willi Schuldes)
  • Die Highlights und Hoppalas aus dem Frühjahr
  • Geschichten aus Hütteldorf – Ivanov, der Raser! (Andy Marek)

Link zum Video

Alle Folgen

Gegen Rassismus und für Toleranz

Ausnahmsweise soll es nicht um Rapid gehen, sondern um die Art, wie bei anderen populären Vereinen mit Rassismus und Toleranz umgegangen wird.

Aktionen gibt es auch bei uns, aber sie sind immer nur punktuell und – vor allem – die Fans können sich nicht daran beteiligen.

Die Frage soll sein, wie sehr ein Verein gegen Rassismus und für Toleranz eintritt. und ob ein Verein seinen Mitgliedern die Gelegenheit gibt, sich durch Fanartikel gegen Rassismus und für Toleranz zu deklarieren. Bei folgenden Vereinen wurde ich fündig:

Bayern München

Borussia Dortmund

Liverpool FC

FC Barcelona

St. Pauli

Schalke 04

Der Verein bietet selbst keine einschlägigen Fanartikel an, es gibt aber einen Fanklub Regenbogenknappen e.V.

Hertha BSC

Der Verein bietet selbst keine einschlägigen Fanartikel an, es gibt aber eigenständige Aktionen, in denen sich der Verein positioniert.

Geschützt: Geisteshaltung

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

Logo-Projektor x 2

Logoprojektoren für Wohnung und Auto

Während der Corona-Langeweile stöberte ich im Angebot von Aliexpress und fand die folgenden Logoprojektoren für ein Leben mit Rapid.

Diese Projektoren funktionieren wie ein Dia-Projektor und projizieren einen winzigen runden Film. Das Produkt wird als „Logoprojektor“ angeboten, Rapid hat aber kein Logo, sondern ein Wappen, wie Walter richtig bemerkt. Logos sind aber häufiger als Wappen, daher der Name.

Rapid-Logo-Projektor 1

Dieser Logo-Projektor wird in eine klassische Glühlampenfassung an Stelle der Glühlampe eingeschraubt. Mit dem Schwanenhals kann man den Projektor auch auf die Wand ausrichten.

Über diesen Projektor wurde hier schon berichtet (Bericht vom 7.3.2018), doch ist damals die Bestellseite wieder aus dem Netz verschwunden.

Der erste Leser/Leserin des Newsletters, der sich bei rapid {at} ewkil.at meldet, kann einen solchen Projektor mit Rapid-Logo kostenlos erhalten (Bitte um eine Versendeanschrift und „Logo-Projektor-1“)

Rapid-Logo-Projektor-2

Dieser Logo-Projektor besteht aus zwei baugleichen Projektoren, die mit je drei 1,5-Volt-Batterien betrieben werden (nicht im Lieferumfang). Ein Kunststoffkästchen enthält eine Lampe, die das Logo beim Öffnen der Tür auf den Boden strahlt (ist natürlich nur in der Nacht  gut sichtbar).

Anwendung Auto: Das Kästchen klebt man von innen an die Autotür unten. Auf den Türrahmen klebt man in 1 cm Abstand einen kleinen Magneten. Der Magnet ist der berührungslose Ein- und Ausschalter. Achtung beim Montieren: der Kleber ist wirklich ein solcher.

Anwendung Badezimmer: Wir haben den Logo-Projektor aber am Alibert montiert. Immer, wenn man die Türen öffnet erscheint das Logo am Plafond.

Man muss keine Angst haben, dass das Licht brennen bleibt. Sollte das dennoch der Fall sein, schaltet sich das Licht automatisch nach zwei Minuten aus. Das Licht schaltet sich automatisch ein, wenn man das schwarze Gehäuse vom Magneten wegbewegt und schaltet sich in der umgekehrten Richtung wieder ein.

Der erste Leser/Leserin des Newsletters, der bei rapid {at} ewkil.at sich meldet, kann einen solchen Projektor mit Rapid-Logo kostenlos erhalten (Bitte um eine Versendeanschrift und Logo-Projektor-2)

Wenn Du nicht er Erste warst, kannst Du den Projektor aber auch bekommen.

Selbst bestellen

Man registriert sich auf der Seite https://www.aliexpress.com und sucht dort folgende Bestellseiten auf:

Bei der Bestellung muss man darauf achten, nicht die billigste Variante zu wählen, sondern die mit dem personalisierten Logo. Dieses muss man dann über den Chat mit dem Hersteller uploaden.

Sammelbestellung

Wer sich die Bestellung nicht selbst antun will, kann sich einer Sammelbestellung anschließen. Lieferzeit ca. 8 Wochen. Bitte um einen Namen und eine Anschrift.

  • Logo-Projektor 1
    30,- Euro
  • Logo-Projektor-2
    20,- Euro

Logo-Variante

Ich habe bei meiner Probebestellung die weiße Variante gewählt. Es könnte sein, dass die Variante mit dem schwarzen Hintergrund noch besser wirkt, weil der weiße Kreis verschwindet. Muss man ausprobieren.

Logo-Projektor bei Rapid

Hinter dieser Aktivität steht kein kommerzielles Interesse. Das Angebot richtet sich die Mitglieder des „Klub der Freunde“. Wenn eine Firma oder Rapid diese Logo-Projektoren anbieten würde, vergessen wir natürlich diese Bestellerei.

Schon jetzt kann man bei Rapid um 50,- Euro einen leistungsfähigeren Projektor bestellen:
https://www.rapidshop.at/star-shower-slide-show.htm

Waffengleichheit im Fußball

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird verlangt, dass der Fußball wieder zu dem werden soll, zu dem er ursprünglich angetreten ist. er soll die Sehnsucht der Menschen nach Siegen und Titel in einem fairen Wettbewerb erfüllen und nicht die Eitelkeit oder Gewinnsucht Einzelner befriedigen. Es wäre nicht allzu schwer, einen solchen Zustand in Österreich herzustellen.

ManCity-Liverpool 5:0

Als außenstehender Beobachter kann man in England die Brieftasche des Eigentümers als Vergleichsmaß für die Spielstärke heranziehen und sich fragen, ob es die 22 Milliarden von Mansour bin Zayed Al Nahyan (Eigentümer von Manchester City) waren, die heute gegen die mickrigen 1,4 Milliarden von John Henry (Eigentümer von Liverpool) 5:0 gewonnen haben oder ob es ein verständlicher Motivationseinbruch des bereits jetzt feststehenden englischen Meisters war, der für das überraschend deutliche Ergebnis sorgte.

In der englischen Premier League sind alle Clubs im mehr oder weniger Eigentum eines Magnaten, Tycoons, Oligarchen, Scheichs… Liste In dieser Liga haben also alle den „Zaubertrank“. Die Budgets der Vereine können von deren Eigentümer – je nach Finanzbedarf – viel höher sein als es dem üblichen Geschäftsgang von Fußballvereinen entspricht.

Warum tun die das?

Wir kennen diese Typen nicht, wir können nur vermuten. Ein banaler kaufmännischer Grund könnte sein, dass das insgesamt defizitäre Fußballgeschäft den Gewinn im Sinne einer Steuerersparnis verringert. Es kann sein, dass der Verein zum Werbeträger der eigenen Marke wird. Was soll man überhaupt mit so viel Geld tun?

Schließlich sind wir es selbst, die den neuen Eigentümern durch unsere eigene Sucht nach Titel die Tür zur Beherrschung der Vereine öffnen.

Jene Superreichen, die es schaffen, einen Verein ganz nach oben zu pushen, sind Teil eines Sandkastenspiels, dem wir, das zahlende Publikum, wie vom dritten Rang des Kolosseums zuschauen dürfen.

Die Sehnsucht nach einer normalen Fußball-Welt

Der Chancenlosigkeit der meisten europäischen Ligen gegenüber den 4-5 großen macht es verständlich, dass sich Anhänger in den kleinen Ligen nach dem „Football old style“ sehnen.

Österreichische Ungleichheit der besonderen Art

Während man in dem ansonsten sehr geschätzten englischen Fußball von einer Art Waffengleichheit sprechen kann, weil eben alle Vereine über Fremdmittel verfügen, die im Fußballgeschäft allein nicht verdient werden können, herrscht in Österreich zwischen den Vereinen eine Ungleichheit der besonderen Art. Ähnlich sind die Verhältnisse in Frankreich.

In der österreichischen Bundesliga gibt es mit RB einen Verein der Art „koste es was es wolle“, wobei in diesem Zusammenhang „Verein“ wohl nicht die richtige Bezeichnung ist. In einem Bericht von 90minuten.at werden 150 Mitglieder von Red Bull Salzburg genannt. Auf der Seite von transfermarkt.at gar nur Null Mitglieder.

Alle anderen Vereine mühen sich damit ab, um aus dem vorhandenen Interesse des Werbemarkts das Geld zum Überleben zu erwirtschaften. Alle Vereine müssen schwere Entscheidungen für das wirtschaftliche Überleben und gegen den sportlichen Erfolg treffen. Wir wissen zum Beispiel nicht, wie es um die Finanzen von Rapid bestellt ist; bei dieser Größe kann bald das Licht ausgehen, und wir werden ja sehen, ob man nicht Spieler abgeben wird müssen, nur um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Alles das braucht der Serienmeister nicht kalkulieren. Entscheidungen dieser Art kennt man dort nicht.

Fairness

Die Entdeckung des Sports im 19. Jahrhundert erscheint wie die Erfüllung der Sehnsucht nach Gerechtigkeit in einer ansonsten ungerechten Welt. In der Welt des Sports gilt das eigene Können, der eigene Fleiß, die eigene Motivation. Einheitliche Regeln für alle ermitteln den Besten oder die Beste.

Dass wir diesem Wettbewerb millionenfach folgen können, ist eine Folge der jüngeren Technikgeschichte.

Ein Sportbetrieb musste immer schon zunächst wirtschaftlich erfolgreich sein, um überhaupt von sportlichen Erfolgen träumen zu können. Aber der Aspekt der Wirtschaftlichkeit dürfte bis in die Mitte des 20: Jahrhunderts noch von geringerer Bedeutung gewesen sein. Mit zunehmendem Publikumsinteresse über Medien, stieg auch der Finanzierungsanteil durch Werbung. Aber das alles ist ja noch Teil eines fair anmutenden Wettbewerbs. Mehr Werbung, mehr Zuschauer, mehr Fernsehminuten, mehr Einnahmen.

Diese Mechanismen werden aber durch die neuen Besitzverhältnisse in Vereinen völlig durcheinander gebracht. Es ist ganz gleichgültig, ob in Salzburg jemand wirbt oder nicht wirbt, das Geld ist einfach da. Das aber widerspricht diesem ursprünglichen Gedanken der Fairness völlig. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Meistertitel und dem Ausmaß an Zuspruch seitens der Werbewirtschaft, weil die gar nicht gebraucht wird. Meistertitel dienen nicht zur Erfüllung der Sehnsucht des Publikums nach solchen Titeln, sie dienen nur der Aufrechterhaltung einer Marketinglüge.

Marktwerte

Im Schnitt hat ein österreichischer Fußballspieler einen Marktwert von 756.000 Euro. Aufgeschlüsselt nach Vereinen schwankt der durchschnittliche Spielerwert zwischen 256.000 € (Tirol), 923.000 € (Rapid) und 3.680.000 € (RB). Genauer zeigt es diese Grafik. (Daten aus Transfermarkt)

Zahlenwerte aus Transfermarkt.at

Spielergehälter

Um einen Spieler mit dem dreieinhalbfachen Marktwert eines Spielers von Rapid in Österreich zu halten, bedarf es auch entsprechend höherer Spielergehälter. Als Außenstehende können wir diese Gehälter nur schätzen. Wenn wir auch nicht die genaue Höhe dieser Gehälter kennen, die Verhältnisse der Gehälter werden dieser Grafik folgen.

Wir sind die besten!

Die Interviews der Spieler und Trainer von RB hören sich an, als wäre es tatsächlich ihre eigene Leistung gewesen, die den neuerlichen Titelgewinn ermöglicht hat. Mitnichten!

Einerseits haben sie zwar nicht unrecht, dass jeder von ihnen Spitzenfußballer ist. Allerdings ist es der Gehalt, der sie zusammenhält, und es ist ein Gehalt, der nicht durch ihre eigene Leistung erwirtschaftet wurde. Sollten diese SPieler zufällig bei eine, Verein gelandet und hätte sie dort den Titel geholt, wären diese Spieler nach der Erringung des Meistertitels in alle Winde zerstreut, so wie das bei anderen Mannschaften, die nicht das nötige Kleingeld haben, die Spieler zu halten, auch der Fall ist.

Auch wenn es einem der Verfolger punktuell gelingt, RB zu überholen, ist das nur eine Eintagsfliege, denn die Spieler, denen das gelingt, folgen in der darauf folgenden Saison „dem Ruf des Goldes“.

Konzern statt Verein

In Österreich ist der Gegner Nummer 1 nicht ein Verein wie andere. Abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten, Spieler halten zu können, hat RB ein ganzes Netzwerk von Zwiegstellen gegründet: Salzburg, Liefering, Leipzig, Ghana, Brasilien, NewYork. (siehe https://sports.bwin.com/de/news/infografiken/red-bull-imperium-salzburg-leipzig-new-york)

Das Netzwerk bietet Spielern Ausbildung im Heimatland, Aufstiegschancen, höhe Gehälter, beste Bedingungen. Das Imperium reduziert das Risiko von Transferflops und reduziert die Abwanderungstendenz der Spieler.

Aus dieser Ungleichheit der Finanzierungsmöglichkeiten entstand im Laufe der Jahre ein derartiges Übergewicht, dass die Liga zu einem langweiligen Schauspiel ausgeartet und lediglich die Frage interessant ist, wer der Zweite ist, denn der erste Platz ist praktisch nach dem Saisonstart bereits vergeben.

Alles für eine Marketinglüge

Das Ziel eines Fußballvereins ist es, Titel für seine Anhängerschar zu holen. Normalerweise. Bei RB ist das aber nicht so. RB hat gar kein Interesse an Fans. Das Ziel des Projekts ist einzig und allein der Beweis einer Werbelüge durch eine Vielzahl sportlicher Projekte. Es wäre gleichgültig, ob in Wals-Siezenheim Zuschauer sitzen oder nicht, es ist egal, ob sich Anhänger vom Verein abwenden. Es ist überhaupt nicht beabsichtigt, Anhänger an den Verein zu binden; es geht nur darum mit einem sportlichen Titel eine andere Marke zu stärken. Und dieses Motiv ist nicht ein Begleitmotiv, sondern das Hauptmotiv.

Und daher ist RB kein Fußballverein im herkömmlichen Sinn. Es dient nicht dem Publikum sondern einer Marke.

Fußball wird also instrumentalisiert und daher sollte sich der Fußball wehren.

Langeweile statt Spannung

Der Erfolg ist ein „Vogerl“ und das „Vogerl“ verweilt nicht nur auf einem Baum.

Fußball auf dem Niveau von Fußballvereinen ist deshalb so interessant, weil auch der kleinere Erfolg haben kann. In der Geschichte alter Fußballvereine sind zwei Meistertitel in Folge etwas ganz Besonders. Acht Titel in Folge hat es noch nie gegeben, weil die Kräfteverhältnisse im Bereich des klassischen Fußballs keine solchen Dominanzen erlauben.

Diese Unvorhersagbarkeit von Toren, Siegen und Titel ist es, die Fußball interessant machen. Wenn es einmal soweit ist wie derzeit in Österreich, wo es keine Frage ist, wer Meister wird, sondern nur, mit wie vielen Punkten Abstand, wo es keine Frage ist, wer gewinnt, sondern nur mehr wie hoch, dann beginnt Fußball seinen Sinn zu verlieren, weil die Hoffnung, die jeder Anhänger ins Stadion mitbringt, zunichte gemacht wird.

Durch Quersubventionierung werden die Kräfteverhältnisse zugunsten eines Vereins so verschoben, dass es nicht mehr um Sieg oder Niederlage geht, sondern nur darum, wie viele Tore der Dominator erzielt. Für Zuschauer wird es langweilig. Das Spiel, das für ein breites Publikum erfunden wurde, artet zu einem Spiel der Reichen aus, bei dem Publikum zugelassen wird. Man hat als Zuschauer das Gefühl der Manipulation und soll eventuell einem Meister huldigen, von dem man weiß, dass nur fremderwirtschaftetes Geld diese Dominanz ermöglicht.

Kann man was dagegen tun?

Am Anfang wäre es einfach gewesen. Damals 2005 als RB ins Geschäft einstieg, war schon klar, dass hier kein klassischer Fußballverein ensteht, sondern eine Firma mit ganz anderen Absichten als andere Vereine sie haben. Man hätte damals einfache Regeln einführen können, die definieren, was denn so ein Fußballverein sein soll und unter welchen Bedingungen man sich unterstützend beteiligen kann.

Aber dass ein Verein in die Liga kommt, der nicht am Werbemarkt mitnascht, war für die Verantwortlichen anscheinend zu attraktiv. Ob sie das heute auch so entscheiden würden?

Das Problem ist, dass Fußballvereine zu einem Bewerb antreten, um für ihre Anhänger Meister zu werden, RB aber einer Marketingaussage zur Wahrheit verhelfen will, dass nämlich ein wertloses Getränk Flügel verleiht. Würde RB sich in die Reihe der Interessenten an Fußballwerbung einreihen, könnte es einen Verein über eine Schriftzug am Trikot sponsern oder die Liga zu einer RB-Liga machen. Stattdessen macht RB ihren Spielern glauben, dass sie um einen Meistertitel kämpfen, stattdessen vermehren sie den Wert einer Limonadenfabrik.

Nun hat auch die Aufschrift „Wien Energie“ diesen Zweck, aber eben nur in einem Ausmaß, das einen vertretbaren Werbeaufwand in einem Energieunternehmen darstellt. Werbeetats sind ja nicht beliebig groß und sie sind knapp kalkuliert.

Die Lösung im Sinne von mehr Fairness ist einfach – zumindest für uns „Milchmädchenrechner“, es muss klarer definiert sein, was ein Fußballverein ist und was kein Fußballverein ist. RB ist kein Fußballverein und hat auch nicht Probleme eines solchen Vereins zu überwinden und daher sollte er auch nicht in einem Wettbewerb von Fußballvereinen teilnehmen.

An einer Bundesliga-neu dürften nur Vereine teilnehmen, die solche sind. Es gibt weder eine Beteiligungsmöglichkeit am Vereinseigentum also auch keine 50%+1-Aktien-Regel wie in Deutschland, noch gibt es Schenkungen, die sich in einem Sponsoring verstecken, also etwa eine Phantasiesumme für einen Trikot-Sponsor. Werbung ist natürlich zulässig und Teil des Wettbewerbs, aber ihre Summen dürfen ein ortsübliches Ausmaß nicht überschreiten.

Dass so etwas gar nicht so unüblich in einem regulierten Wettbewerb ist, kann man auch an der Förderung politischer Parteien sehen, wo man eine Förderobergrenze eingezogen hat, die dann relativ plump auch ausgenutzt wurde. Und genau mit diesen Problemen müsste sich dann die Liga auch auseinandersetzen. Derzeit muss sie ja offenbar nur darauf schauen, dass ein Verein ausreichend dotiert ist. Dann müsste sie auch darauf achten, ob Obergrenzen bei den Einnahmen nicht überschritten werden.

Obergrenzen können durchaus großzügig bemessen sein, sollte ein potenter internationaler Konzern bei einem Verein als Sponsor anklopfen, weil ihm das neue österreichische Modell imponiert, sollte für ein solches Engagement „Luft nach oben“ sein. Aber es sollte eben nicht möglich sein, den heimischen Markt monopolhaft zu dominieren.

Wie kommt man zu einer solchen Liga?

Ganz einfach, man löst die bisherige Bundesliga auf und gründet eine neue mit diesen geänderten Voraussetzungen.

Nun kann man einwenden, dass ein solches Modell eine Art Lex „Rapid“ ist, würde sie doch die Nummer Zwei schlagartig (wieder) zur Nummer Eins machen.

Dass man das nicht befürchten muss, dafür sorgt der Wettbewerb und die historische Erfahrung. Wir müssen nur die Folge der Meistertitel der letzten 50 Jahre hernehmen, um zu sehen, das Rapid keineswegs eine solche Rolle eingenommen hat.

Eine solche Bundesliga-neu bedeutet nicht automatisch, dass aus einem Serienmeister RB ein Serienmeister Rapid werden würde, weil die Unterschiede zwischen den Vereinen viel geringer sind, als die derzeitigen Unterschiede zu RB. Wie man an der obigen Grafik sieht, gibt es keinen gravierenden Unterschied zwischen dem Mannschaftswert von Rapid und des LASK. Dagegen übersteigt der Mannschaftswert von RB den von Rapid um 300 Prozent.

Würden die kleinen Vereine mitmachen?

Die kleinen Vereine bilden die Mehrheit in der Bundesliga und ohne begleitende Maßnahmen werden sie einer solchen Umstrukturierung wohl nicht zustimmen, denn ihnen kann es egal sein, wer Meister wird, weil ihre eigene Chance auf einen Titel zu gering ist. Aber man könnte sie für eine solche Bundesliga-neu gewinnen, wenn man ihnen dafür eine flache Verteilung der Fernsehgelder zubilligt. Derzeit gibt es ja einen Verteilungsschlüssel, der verschiedene wünschenswerte Kriterien wie Publikumszuspruch oder Österreicher-Anteil bewertet.

Würde der ÖFB so eine neue Ordnung begrüßen?

Das Ziel eines Landesverbandes ist auch eine möglichst hohe Positionierung im europäischen Ligensystem. Dass Österreich in der kommenden Saison von Platz 12 startet, ist schon beachtlich und zu einem großen Teil auf die Erfolge von RB zurückzuführen. Eine Obergrenze bei der Finanzierung von Vereinen würde diesen Höhenflug jäh abbremsen.

Wenn das Investitionsvolumen in die Liga sinkt, wird der ÖFB in dieser Frage wohl in Opposition gehen. Und das würde auch der Haltung der UEFA und FIFA in Finanzierungsfragen von Fußballklubs entsprechen. Dort stößt sich auch niemand daran, dass längst das Kapital bestimmt, wer die Titel holt und Spieler zu Marionetten, Vereine zu abhängigen Handlangern und Zuschauer werden.

So eine Rückkehr zu „Football old style“ hätte eben auch ihren Preis.

Kein Grünzeug in der nächsten Zeit

Der Vorstand der „Klub der Freunde“ teilt mit:

Wir sind gerade im Meisterschaftsfinish und das ist normalerweise Hochsaison für den Redakteur des „Grünzeug“ Gerhard Niederhuber, der für uns durch seine regelmäßigen Berichte und Analysen mehr als ein Fixpunkt im Rapid-Jahr ist.

Wir müssen auf die nächste Ausgabe des „Grünzeug“ ausnahmsweise etwas länger warten, weil Gerhard am Samstag nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde und jetzt noch einige Zeit dort verbringen muss.

Mein Eindruck von seiner Fitness nach einem Gespräch mit ihm ist aber ein guter, und er wird sich dort nicht lange halten lassen.

Interessant ist, wie ich davon erfuhr: Gerhard ist Stammgast im Gasthaus „Quell“ in Reinsdorf (nicht zu verwechseln mit dem Rheindorf Altach). Es handelt sich um einen Altstadtkern in Rudolfsheim, eine fast dörflich anmutende Gegend mit Kirche und Dorfwirt, eben dem Gasthaus Quell. In Reinsdorf kennt jeder jeden, insbesondere kennt die Wirtin des Gasthauses alle ihre Gäste, und wenn jemand, der so regelmäßig zum Mittagessen kommt wie er das Grünzeug herstellt, einmal fehlt, dann muss etwas passiert sein. Die Dame recherchierte im Internet nach „Gerhard Niederhuber“. Man muss nicht lange suchen und findet dann die zahlreichen Erwähnungen im Tagebuch und dann auch die Telefonnummer, die auf jeder Seite zu finden ist. So erreichte mich das Gasthaus Quell gerade bei der Entsorgung einer alten Tür bei der MA48.

Wir wünschen unserem Obmann, dass er uns bald mit der nächsten Ausgabe den Saisonabschluss der ersten Corona-Saison schildern kann.

Bearbeitetes Bild aus Pixabay

Ein erster Gratulant soll hier genannt werden: Michael Krammer.