Rapid-Sturm

4:0 (2:0)

In der Anfangsphase des Spiels zeichnete sich der spätere Sieger nicht wirklich ab. Sturm war deutlich im Vorteil und verzeichnete – auch über das ganze Spiel betrachtet – mehr Ballbesitz, eine bessere Passquote und auch eine bessere Zweikampfquote.

Die Mitgliederversammlungen sind bis auf Weiteres abgesagt. Auskunft: 0677-1899 5070 (Franz).

Die oftmaligen Fehler im Aufbauspiel bei Rapid wurden durch das geschickte Spiel in die Spitzen mehr als wettgemacht. Den wesentlichen Unterschied machte wohl Taxi Fountas, flankiert von Kelvin Arase aus. Taxi war an allen Toren beteiligt und steuerte selbst das vierte bei.

Wer hätte gedacht, dass Leo Greimls Einsatz nach mehr als einem Jahr wieder gegen Sturm erfolgen wird. Das damalige Spiel haben wir alle in ziemlich schlechter Erinnerungen, und wir fragten uns, wie sich Leo in diesem Spiel profilieren wird. Wir wissen auch nicht, ob Didi diesen Wiedereinstieg absichtlich, also aus dramaturgisch-didaktischen Gründen, auf das Sturm-Spiel gelegt hat oder ob das nur ein Zufall war. Wie auch immer, es war ein sehr gelungenes Comeback mit tollen Einlagen des Nachwuchtsverteidigers.

Der eingewechselte Koya Kitagawa braucht dringend Erfolgserlebnisse, aber leider war es ihm auch in diesem Spiel nicht vergönnt, trotz zweier hochkarätiger Chancen zum Torerfolg zu kommen. Immerhin zeigte er das Potenzial, das in ihm steckt. Der Fernsehkommentator bewunderte zurecht wie er einen ziemlich scharf geschossenen Pass annahm, ohne dass ihm der Ball vom Fuß geprallt wäre.

Auch Yussuf Demir steuerte trotz nur kurzer Einsatzzeit einen tollen Torschuss und das Assist zum 4:0 bei.

Ambiente

Allzuviel können wir ja nicht berichten; Chips, Bier und Radler standen bereit. Sky-X-Gratisabo über den PC war aktiviert. Das Transparent des „Klub der Freunde“ war an ziemlich prominenter Stelle befestigt.

Über wenig Verständnis für die schwierige Situation des Fußballs zeigen die Texte auf den Transparenten der Fanblocks in vielen Stadien, und bei Rapid war das nicht anders. Statt dem Verein und den Akteuren Mut zuzusprechen, wurde etwas vorwurfsvoll getitelt, dass hier der Fußball „zerstört“ wird. Nur, wen meint man denn wäre der „Zerstörer“? Bill Gates? Oder ein Schuppentier? Niemand zerstört hier etwas absichtlich und soweit das in den Medien kommuniziert wurde, bestätigten alle Beteiligten größte gemeinsame Anstrengung unternommen zu haben, um diesen – sicher wenig erfreulichen – Notbetrieb zu ermöglichen. Immerhin gibt es ja auch Ligen, die nicht einmal diesen Notbetrieb nicht durchführen konnten. Viel wichtiger als sinnlose Meckerei „gegen Unbekannt“ wäre ein Bekenntnis zum Verein und ein Aufruf an alle, auf Rückzahlungen zu verzichten und die Abos für die kommende Saison zu verlängern. Aber vielleicht werden wir das schon beim nächsten Spiel lesen können. Fußballfans sind unverbesserliche Optimisten – in jeder Richtung.

Statistik

Die folgende Grafik zeigt den Verlauf der mittleren Punktezahl in der Liga im Vergleich mit den gegen Sturm erzielten Punkten. Nach einem Tief in den beiden letzten Jahren geht es wieder bergauf!

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