Orden für Aufdecker?

Es ist ein unverhältnismäßig kalter Freitag, der 17. Mai 2019, Rapid II verliert im Schwechater Stadion gegen Mauerwerk 2:0. Im Publikum wird über ein Video gesprochen, das in den darauffolgenden Tagen die österreichischen Politlandschaft auf den Kopf stellt und uns wohl noch Jahre beschäftigen wird. Der Öffentlichkeit ist es ziemlich egal, wer das Video gedreht hat und warum, die Empörung über das Sittenbild zweier Politiker überwiegt die Detailfragen. Der eigentliche Gottseibeiuns des Geschehens, der Politiker, wird uns mit seiner zweifelhaften Moral noch lange beschäftigen.

Ziemlich genau ein Jahr später, am 14.5.2020 berichtet die Bundesliga über ein Video, das unerlaubtes Training beim LASK zeigt. Die Verhandlung vor dem Strafsenat führt (vorläufig) zu einem Abzug von 6 Punkten und nunmehr zu Tabellenplatz 2 für den LASK. Auch dieser Umstand wird uns noch lange beschäftigen. Der Öffentlichkeit ist es ziemlich egal, wer das Video gedreht hat und warum, die Empörung über das Sittenbild der LASK-Führung überwiegt die Detailfragen. Der eigentliche Gottseibeiuns des Geschehens, der LASK-Präsident, wird uns mit seiner zweifelhaften Einstellung zum Sport noch lange beschäftigen.

In beiden Fällen liegt vieles im Dunkeln, zum Beispiel die Herstellung des Videos und die Motivation dazu.

Von nicht befolgten Befehlen

Maria-Theresien-Orden
(Bild Wikipedia)

Beim Militär ist ein Befehl so etwas wie ein gesprochenes Gesetz. Darüber nachdenken und dann anders zu handeln ist nicht erwünscht und kann gefährlich sein. Sich also einem Befehl zu widersetzen ist keine gute Idee.

In den Zeiten der Monarchie gab es den berühmten Maria-Theresien-Orden für eine besondere Art von Tapferkeit im Krieg. Ausgezeichnet wurden Offiziere – genaugenommen – dafür, dass sie gegen den Wortlaut eines Befehls gehandelt haben – und damit Erfolg hatten. Der Originalwortlaut ist „…Waffentaten, die ein Offizier von Ehre hätte ohne Tadel auch unterlassen können“.

Der Wappen im Orden ist mit dem Schriftzug FORTITUDINI (=Der Tapferkeit) umschlungen.

Nicht jeder, der einen Befehl anderswie ausgeführt hat, bekam auch einen Orden, es hätte auch eine Kugel sein können, der Unterschied lag im Erfolg oder Misserfolg der Aktion.

Die Verweigerung des „Trümmerbefehls“ vom 23. August 1944 (Paris sollte den Alliierten nur als Trümmerfeld in die Hände fallen) durch den Stadtkommandanten von Paris Dietrich von Choltitz bewahrte die Stadt vor Zerstörung.

Von gebrochenen Gesetzen

Im zivilen Alltag regeln Gesetze das Miteinander und es ist erstaunlich, wie gut das trotz aller individuellen Bedürfnisse funktioniert. Als es Gesetz wurde, Masken zu tragen, dann machten wir das, und es war ermutigend, wie gut die Umsetzung der ungewohnten Regeln gelungen ist und wie es uns als Kollektiv gelungen ist, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Manchmal ist aber die Einhaltung von Gesetzen und Regeln für betroffene Personen so unerträglich, dass sie von ihnen nicht mehr eingehalten werden und dass die Zivilgesellschaft – anders als vielleicht Justizbehörden dafür Verständnis zeigt. Die in einer Grauzone der Legalität operierenden Whistleblower unserer Tage erweisen der Zivilgesellschaft einen großen Dienst – wenn sie Erfolg haben.

In der Regel sind es Journalisten, die sich investigativ betätigen. Im Erfolgsfall erhalten sie dafür Publizistikpreise – wie zum Beispiel Alfred Worm 1981 den Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis für die Aufdeckung des AKH-Skandals.

Die Ausforschung von Sachverhalten durch Journalisten und ihre Informanten wird nicht immer legal sein, doch eine eventuelle Straftat verwandelt sich in eine Auszeichnung – im Erfolgsfall.

Whistleblower informieren die Öffentlichkeit über Vorgänge, die sie in ihrer beruflichen Funktion geheimhalten müssten. Es stehen einander also eine Straftat und öffentliches Interesse gegenüber. Kronzeugen wird bei einer der Auflärung dienlichen Aussage eine Strafminderung zugesichert. Das Rechtswesen bewertet Straftaten, die zur Aufdeckung anderer, möglicherweise größerer Straftaten führen, also entsprechend.

Cui bono (Wem nützt es?)

Die Motivforschung bei Straftaten ist ein wichtiges Element bei ihrer Aufklärung. Das auf Cicero zurückgehende Zitat Cui bono (Wem nützt es?) spielt dabei eine wichtige Rolle. Aber die Antwort auf diese Frage kann auch in die Irre führen. Einerseits ist diese Frage durchaus hilfreich bei der Ausforschung der Motive. Anderseits kann es auch der Ausgangspunkt von Verschwörungstheorien sein, wenn nämlich zwischen Ereignissen ein Zusammenhang hergestellt wird, der aber gar nicht besteht.

Wenn jemand von der Corona-Krise profitiert – zum Beispiel die Hersteller von Schutzmasken oder Impfstoffen – dann ist er nicht a priori auch der Verursacher der Pandemie. Auch dafür haben die Lateiner einen passenden Spruch parat: Cum hoc ergo propter hoc (Fehlschluss durch Scheinkausalität). Man muss also bei der Ursachenforschung mit „Cui bono“ immer auch im Auge behalten, dass ein beobachteter Zusammenhang auch rein zufällig sein kann.

Aktueller Anlass

Das Ibiza-Video vom Mai 2019 und das Video von unerlaubten Trainings beim LASK vom Mai 2020 haben eine verblüffende Ähnlichkeit (wenn auch nicht dieselbe Dimension) und berühren die hier skizzierten Aspekte. Wir können uns also die Fragen stellen

  • Wem nützen diese Videos?
  • Wer hat sie mit welchem Motiv angefertigt?
  • Gibt es Hintermänner?
  • Wollen wir diese Dinge angesichts der Erkenntnisse überhaupt wissen?
  • Sind die kompromittierten Personen in ihren Ämtern tragbar?
  • Sollten erfolgreiche Aufdecker nicht mehr Anerkennung bekommen?

…und den unbekannten Kameramännern einen Orden im Namen der zivilen Fußball-Community verleihen.

PS: Bitte bei der Einordnung der hier publizierten Artikel immer auf den Autor schauen. Die Artikel in diesem Tagebuch stammen bisher von Gerhard Niederhuber (Obmann des „Klub der Freunde des S.C.Rapid“, Verfasser des Grünzeug) und Franz Fiala (alles andere). Während Gerhard Niederhuber die Meinung des Vorstands des „Klub der Freunde“ vertritt, sind die anderen Artikel eine persönliche Sicht auf das Fußballgeschehen.

Rapidviertelstunde-226

Rapidviertelstunde-226

  • Zoran Barisic zum 50. Geburtstag (Teil 1)
  • Liga-Restart mit Zuckerl für Abonnenten (Christoph Peschek, Michael Krammer)
  • Rapid verlängert Spielerverträge
  • Teamkameraden über Zoki als Spieler (Peter Schöttel, Christian Stumpf, Andreas Heraf)
  • Zoran Barisic zum 50. Geburtstag (Teil 2)

Link zum Video

Alle Folgen

Sky-X-Abo

Heute bekamen Abonnenten von Rapid-Heimspielen eine Mail mit einem Gutscheincode, der sie berechtigt, alle Bundesligaspiele bis 15. Juli kostenlos über ein Sky-X-Abo (= Internet-Fernsehen) zu verfolgen.

Während alle unsere Fußball-Freunde zu Hause immer schon Bezahl-Fußball über Sky geschaut haben, beschränkten wir unseren Fußballkonsum auf den Besuch der Spiele von Rapid. Mit der Phase der Geisterspiele zieht nun auch bei uns das virtuelle Fußballerlebnis ein.

Für die Internet-Generation ist es natürlich kein Problem, sich Zugang zu dem Angebot zu verschaffen. Für alle, die sich nicht zu dieser Generation zählen, zeigt dieser Beitrag, was man tun muss, um die Spiele am Fernseher verfolgen zu können. Man braucht dazu drei Dinge: einen Internetzugang, ein Konto bei Sky (kostenlos bis 15.7. mit Gutscheincode) und ein Endgerät.

1 Internetzugang

Ein Internetzugang kann ein solcher über Festnetz, Kabel oder Funkmoden sein. Dieser einzige Zugang wird im Haushalt über Netzwerk-Kabel oder drahtlos über WLAN an Endgeräte verteilt.

Aber auch jedes Smartphone verfügt über einen solchen Zugang. Ein Smartphone ist sozusagen Fernseher und Internet-Zugang in einem Gerät

Ohne Internet-Zugang ist man von dem kostenlosen Angebot ausgeschlossen. Wenn Du tatsächlich keinen Internet-Anschluss haben solltest, gibt es dazu weiter hinten einige Hinweise.

2 Sky-Konto

Man eröffnet auf der Seite https://skyx.sky.at/comeback mit dem Gutscheincode aus der Mail von Rapid (Mail ist im Anhang angehängt) ein Konto. Dieses Konto benutzt zur Identifikation eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, das man bei der Registrierung angibt. (Die E-Mail-Adresse wird interessanterweise nicht durch eine Bestätigungsmail geprüft.) Die folgenden Bilder skizzieren den Registrierungsvorgang.

Beim Anlegen des Kontos wird man um eine Adresse gefragt, um einen verpflichtenden Code für Jugendschutz und wichtig: man braucht eine Kreditkarte! Das deshalb, weil der Vertrag nach dem 15. Juli weiter läuft, wenn man ihn nicht explizit kündigt danach pro Monat 25,- von der Kreditkarte abgebucht werden würden.

Wie es nach dem Juli weitergehen wird, wissen wir noch nicht, vielleicht ist ja das Sky-Abo nach der Meisterrunde auch noch nützlich. Wenn man aber das Abo nicht weiter nutzen will, muss man es abmelden. Entweder mit dem Musterbrief, der bei der Mail von Rapid dabei war oder – was viel einfacher ist – über das Webinterface von Sky: https://skyx.sky.at/mein-konto/abos -> Abo beenden.

Wie lange läuft das Gratisabo?

Der Gutscheincode gilt genau zwei Monate ab seiner Einlösung. Diese kostenlose Phase hat auch Werbecharakter. Abonnenten, die Gefallen an Fußball übers Fernsehen finden, können das Abo auch danach – kostenpflichtig – nutzen.

Wer aber nach dem Saisonende keinen Bedarf mehr hat, sollte das Abo kündigen.

Kontoeröffnung am 29.5., Aboende am 29.Juli

Zur Abmeldung hat man Zeit bis einen Tag vor Ablauf. Aber man kann auch schon jetzt abmelden. Tut man es, klickt man also auf „Abo beenden“, landet man in folgendem Dialog:

Man sieht, dass die vorzeitige Abmeldung keine Änderung am Bezugszeitraum bedeutet, man muss sich aber nach Ablauf nicht mehr an die Abmeldung erinnern.

Das einmal angelegte Konto bei Sky bleibt bestehen und man kann den Bezug jederzeit – auch wieder monatsweise – aktivieren.

3 Endgerät

Taugliche Endgeräte sind Smart-TVs, Fernseher mit Streaming Box, Handy, Tablet, Laptop, PC und sogar Spielkonsolen.

Smart-TV

Ein Smart-TV ist ein besonders ausgestatteter Fernseher mit Verbindung zum Internet und integrierter Möglichkeit zum Download von (Android-)Apps. Dazu zählen einige moderne Samsung- und LG-Geräte.

Alle anderen Fernseher benötigen ein zusätzliches Endgerät. Für Haushalte ohne besondere PC-Affinität empfiehlt sich eine Streaming Box.

Fernseher + Streaming Box

Sky Streaming-Box

Mit einer solchen Streaming Box von Sky wird jeder Fernseher zu einem Smart TV. Bestellen kann man die Box hier: https://skyx.sky.at/shop

Der Preis für die Box hängt davon ab, welchen Vertrag man hat. Für unseren Gratis-Vertrag kostet die Box 99,-, hätte man einen höherpreisigen Vertrag, könnte man die Box auch um 50,- oder sogar 20,- Euro bekommen.

PCs oder Notebooks

Für Windows-PCs benötigt man ein Programm, das man auf der folgenden Adresse downloaden und dann installieren kann:
https://desktopclient.ott.sky.com/skygo/skyx/SkyXInstallerWindows.zip (51 MB)

Auf meinem Stand-PC verweigert das Programm den Start. Es meint, dass am PC eine Software zur Aufzeichnung von Videos installiert wäre. Mit einem Programm kann man nur schwer diskutieren. Am Notebook lief das Programm dann einwandfrei. (Am Notebook ist VLC installiert und das kann sehr wohl Videos mitschneiden. Hier hat aber das Sky-Progamm nicht gemeckert.)

Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets

Auf mobilen Endgeräten sucht man im Play Store nach der App „Sky X“.

Inbetriebnahme

Bei der ersten Verbindungsaufnahme über die Sky-App gibt man die Zugangsdaten aus der Registrierung bei Sky ein: die E-Mail-Adresse und das Passwort.

Man kann mit einem Konto vier Endgeräte betreiben, davon immer nur zwei gleichzeitig. Möchte man ein weiteres Endgerät anmelden, muss man ein bereits registriertes löschen und das neue hinzufügen. Das kann man einmal pro Monat tun.

Verbindung mit dem Fernseher

Natürlich sind Handy, Tablet oder PC keine idealen Endgeräte zum Fußballschauen und für ein besseres Fußballerlebnis bedarf es einer Verbindung zwischen den vergleichsweise kleinen Endgeräten und dem großformatigen Fernseher.

HDMI-Kabel

Das Allereinfachste ist ein HDMI-Kabel. Gängige Notebooks und PCs haben einen HDMI-Ausgang. Bei Handies wird ein Adapter benötigt, der vom USB-C auf verschiedene andere Systeme übersetzt (USB, SD, Micro-SD und eben auch HDMI.

Miracast-Adapter

Microsoft Miracast-Adapter

Kabel ist gut, wenn aber jemand schon nach einem Torjubel über das Kabel gestolpert ist und dabei vielleicht nicht nur das Kabel gekappt, sondern damit auch das Handy in die ewigen Jagdgründe befördert hat, weiß, dass eine drahtlose Verbindung schon sehr praktisch und – vor allem – kompatibel mit den Vorstellungen der ‚Queen of the House‘ ist.

Miracast ist ein drahtloses Übertragungsverfahren von Microsoft, Chromecast ist eines von Google. Ich selbst habe Miracast. Man steckt den Adapter in einen freien HDMI-Anschluss am Fernseher. Der Adapter braucht eine Stromversorgung. Er hat dazu einen USB-Stecker angehängt, den man in eine freie USB-Buchse am Fernseher steckt.

Es gibt Handies, die einen Miracast-Client bereits vorinstalliert haben (z.B. HUAWEI), bei anderen muss man sich einen solchen Client aus dem App-Store downloaden. Den Client findet den angesteckten Miracast-Adapter am Fernseher und bietet die Verbindung an.

Damit ist eine drahtlose Verbindung hergestellt und das drahtlose Fernsehvergnügen kann beginnen.

Umfassendere Darstellungen der Verbindungstechniken zwischen Handy und Fernseher gibt es hier:

Für Internet-Anfänger

Nehmen wir an, Du hast nichts von alledem, keinen bestehenden Sky-Vertrag, keinen PC, kein Smartphone und möchtest dennoch das Rapid-Angebot nutzen. Dann brauchst Du zuerst einen Internet-Zugang, und den gibt’s leider nicht kostenlos. Die einfachste Möglichkeit für einen Internet-Zugang ist ein Funkmodem. Das ist transportabel, man braucht keine Leitungen. Beispiel: Fritz-Box 6820 LTE (ca. 130,- Euro, Amazon)

Aber man braucht auch eine SIM-Karte. Und die gibt es als Prepaid-Karte (bei Rapid-Mobil um 0,9 ct pro MB Datenvolumen) oder mit einem Paket mit 16 GB pro Monat (9,90 € für 30 Tage).

Um das konkrete Datenvolumen muss man sich nicht kümmern, wenn man sich bei einem der Top-Level-Provider A1, Drei oder Magenta eine SIM-Karte ohne Volumensbegrenzung besorgt. Das aber wieder gibt es nur mit einem Vertrag.

Nun könnte man sagen, dass ein eigener Internet-Zugang allein für diese zehn Spiele zu teuer wäre. Nun, wenn Du dann aber über Rapid TV alle bisherigen Spiele von Rapid in voller Länge nachschauen kannst, ganz abgesehen von den anderen Videos im Archiv, wirst Du den Internet-Zugang nicht missen wollen.

Titelbild (svg, png)

Anhang

Mail von Rapid vom 29.5.2020 mit Gutscheincode:

Guten Tag!

In wenigen Tagen rollt endlich wieder der Ball in der Österreichischen Fußball-Bundesliga und unsere Mannschaft gastiert gleich zum Auftakt der Meistergruppe am Mittwoch, 3. Juni ab 20:30 Uhr in Salzburg. Wie wir leider seit einiger Zeit wissen, müssen die kommenden Spiele allerdings ohne Zuschauer stattfinden, was speziell wir als SK Rapid sehr bedauern, denn die Unterstützung des großartigen 12. Mannes und vor allem der vielen Abonnenten ist für unsere Mannschaft immens wichtig.

Auch und gerade deswegen freut es uns sehr, dass wir Dir mit Sky und der Österreichischen Fußball-Bundesliga eine besondere Leistung anbieten können: Für die ausstehenden Spieltage der aktuellen Meisterschaft stellt dir Rapid Mobil powered by ventocom ein Sky X Abo kostenlos zur Verfügung. Dadurch kannst Du zumindest von zuhause aus via Streaming unseren Herzensverein mitverfolgen und damit wollen wir uns für Deine großartige Unterstützung bedanken

Mit diesem Schreiben möchten wir Dir nun Deinen persönlichen Gutscheincode für Dein Sky X Abo übermitteln: SCR123ABC123ABC

Hier findest Du nun die von Sky zusammengestellten Informationen zur Freischaltung:
Jetzt bis 15.06.2020: Sky X Sport inklusive Lieblings Free-TV Channels – 2 Monate kostenlos*!
Das ist Deine Chance auf den besten Live-Fußball: Stream Dir jetzt alle Spiele in der entscheidenden Phase der Tipico Bundesliga bis zum Saisonende kostenlos.
 
Und so funktioniert´s:
Einfach bis 15. Juni 2020 auf www.skyx.at/comeback mit Deinem persönlichen Gutscheincode anmelden. Diesen findest Du oben im E-Mail. 
Das Abo ist monatlich kündbar. Die Aktion ist nicht mit anderen Sky X Aktionen kombinierbar. 
 
*Monatlich kündbar. Erfolgt keine Kündigung zum Ablauf der Gutscheinphase, ist nach der Gutscheinphase der Standardpreis für Sky X Sport & Live TV iHv. € 24,99 mtl zu bezahlen. Infos unter www.skyx.at. Aktion ist nicht mit anderen Sky X Aktionen kombinierbar. Aktion gültig bis 15.06.2020. Mindestalter 18 Jahre.



     

Wichtiger Hinweis: Der SK Rapid stellt Dir das SKY X Abo für zwei Monate kostenlos zur Verfügung und wir hoffen, dass Du mit diesem Service viel Freude hast! Wenn Du SKY X nach Ablauf der 2-monatigen Nutzungsdauer nicht mehr konsumieren möchtest, so musst Du Dein Abozum Ende der Laufzeit aufgrund der allgemeine Geschäftsbedingungen von Sky aktiv kündigen. Anbei ein Kündigungsschreiben, welches Du einfach ausfüllen und an Sky übermitteln kannst. Du kannst die Kündigung des Abonnements aber auch selbst im Kundenbereich auf www.skyx.at durchführen oder unter zur Hilfenahme des verfügbaren Live-Chat gegenüber einem SKY Mitarbeiter erklären. Nähre Infos findest Du auch hier.

Wir wünschen Dir viel Spaß mit dem Sky X Abo und freuen uns auf Deine Unterstützung für unsere Mannschaft – in den kommenden Wochen von zuhause aus und hoffentlich bald wieder in Hütteldorf!

Bei Fragen steht Dir unser SK Rapid Klubservice-Team gerne unter klubservice@skrapid.com oder direkt im Fancorner in Hütteldorf (Gerhard-Hanappi-Platz 1, 1140 Wien, MO-SA 11-18 Uhr) zur Verfügung!
 
Grün-weiße Grüße
       
 
Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft / CEO            
Zoran Barisic, Geschäftsführer Sport        

Spiele der Meistergruppe

Mi 3. Jun 20:30RB – Rapid: Liga, Meistergruppe,  1. Runde, Red Bull Arena; Geisterspiel, sky, ORF-1; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 7. Jun 19:30Rapid – Sturm: Liga, Meistergruppe, 2. Runde, Allianz-Stadion; Geisterspiel, sky; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 10 Jun 20:30LASK – Rapid: Liga, Meistergruppe, 3. Runde, Waldstadion; Geisterspiel, sky; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 14 Jun 17:00Rapid – WAC: Liga, Meistergruppe, 4. Runde, Allianz-Stadion; Geisterspiel, sky, ORF-1; Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 17 Jun 18:30Hartberg – Rapid: Liga, Meistergruppe, 5. Runde, Stadion Hartberg, Geisterspiel, sky
Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 21 jun 17:00Rapid – Hartberg: Liga, Meistergruppe, 6. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 24 Jun 20:30Rapid – RB: Liga, Meistergruppe, 7. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So 28 Jun 19:30Sturm – Rapid: Liga, Meistergruppe, 8. Runde, Merkur-Arena, Geisterspiel, sky. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
Mi 1 Jul 20:30Rapid – LASK: Liga, Meistergruppe, 9. Runde, Allianz-Stadion, Geisterspiel, sky, ORF-1. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht
So  5 Jul 17:00WAC – Rapid: Liga, Meistergruppe, 10. Runde Wolfsberg; Geisterspiel, sky. Bundesliga: Spielbericht · EwkiL: Spielbericht · Weltfußball: Spielbericht

Rapidviertelstunde-225

Rapidviertelstunde-225

  • Kapitän Stefan Schwab zur Fortsetzung der Liga
  • Eine torreiche bisherige Saison
  • Zwangspause für Lion Schuster
  • Absage internationaler Turniere
  • Cheftrainer Didi Kühbauer überrascht einen Fan (Jochen Lehner)

Link zum Video

Alle Folgen

Geisterfußball

Auch wenn es jetzt eine Phase mit Geisterspielen gibt – vor allem deshalb, um dem Profifußball ein Überleben zu ermöglichen – hat Fußball in der Form wie wir ihn bis zum März 2020 gekannt haben, Pause. Und wie lange diese Pause dauern muss, kann niemand seriöser Weise sagen. Zu sehr hängt das von Zufälligkeiten der Infektionslage ab.

Aber nicht nur die Teilnahme an den Spielen, auch alle Veranstaltungen rund um den Fußball sind ausgesetzt, seien es die Stammtische, der Rapid-Lauf, der Tag der offenen Tür, die vielen Veranstaltungen in der Röhre und auch die Veranstaltungen der Fanklubs können nicht wie gewohnt stattfinden. Das ganze Fußballgeschehen wird „geisterhaft“.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass ab 29. Mai Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt sein werden. Wer würde nicht daran denken, wenigstens unsere beliebten Mitgliederversammlungen stattfinden zu lassen. Im Vorstand wurde diese Möglichkeit auch beraten, aber das Ergebnis ist, dass trotz der Weiterführung des Ligabetriebs wir uns nicht treffen können, dass also

keine Mitgliederversammlungen

stattfinden können.

Veranstaltungen ja, aber…

Hinter der Schlagzeile „Veranstaltungen bis 100 Personen ab 29, Mai“ verbergen sich folgende Zusatzbedingungen:

  1. Nur Sitzplätze
  2. Mindestabstand 1 Meter (die Regel 10m² pro Besucher gilt ab 1. Mai bis 29. Mai)
  3. Corona-Beauftrage*r als Ansprechpartner*in für Gesundheitsbehörden
  4. Verpflichtung zur Erstellung einer individuellen Risikoanalyse für jede Veranstaltung.
  5. Jedenfalls jedoch Maßnahmen zu 
    • Steuerung der Besucherströme bei Eingang, Ausgang, WC, Garderobe, Pause, zur Vermeidung von Menschenansammlungen
    • Bei 500-1000 BesucherInnen verpflichtende Abstimmung im Vorfeld mit lokalen Behörden über Verkehrsströme bei An- und Abfahrt.
    • Erhöhte Hygienemaßnahmen, Reinigung, im Publikumsbereich

Nächste Woche werden die Maßnahmen im Dialog mit den Kulturschaffenden aller Branchen und politischen Kulturverantwortlichen besprochen.  Ziel ist, bis 25.5. die entsprechende Verordnung vorzulegen.

Gäste aus dem Rapid-Umfeld

Dazu kommt, dass es auch nicht möglich ist, jemanden aus dem Rapid-Umfeld zu einer Mitgliederversammlung einzuladen. Derzeit sind alle Aktiven bei Rapid angehalten, Außenkontakte zu minimieren.

Hindernisse

  • Die 1-Meter-Abstand-Regel (Punkt 2) macht die Organisation schwierig, weil unsere übliche Sitzordnung geändert und die Teilnehmerzahl beschränkt werden müsste.
  • Außerdem müssen wir bedenken, dass viele unserer Mitglieder zur Risikogruppe zählen und die „individuelle Risikoanalyse“ (Punkt 4) zur Vorsicht mahnt.
  • Es können aus Sicherheitsgründen keine Gäste aus dem Rapid-Umfeld kommen

Virtuelles Zuschauen

Was bleibt, ist virtuelles Zuschauen über die Fernseh- und Internetkanäle

  • in einem Gasthaus
  • mit einem Sky-Vertrag (ab 19,90 pro Monat (derzeit ohne Anmeldegebühr),
  • eine eventuelle kostenlose Schmalvariante im ORF? (Link)
  • mit 3-stündiger Verspätung als Relive-Video in Rapid-TV (gegen eine kleine Gebühr hat man Zugriff auf alle Spiele der letzten Jahre in voller Länge)
  • Grauzone: Die Seite livetv.sx (Domäne von Sint Maarten) bietet Live-Übertragungen an, aber Achtung vor Schadsoftware! Ob man sich darauf verlassen kann, dass eine angekündigte Übertragung auf livetv.sx zu sehen sein wird, weiß ich nicht (ich konnte schon Spiele auf dieser Seite verfolgen, hatte aber auch schon Misserfolge). Hier ist der direkte Link zur Rapid-Seite: http://livetv.sx/dex/team/1_246_361_rapid_wien/ Man kann jedenfalls zusammenfassende Videos zu allen vergangenen Bundesliga-Spielen abrufen. Die kommenden Spiele ab 2. Juni werden wohl kurz vorher auf der Seite eingetragen, wenn seitens der Bundesliga die Beginnzeiten festgelegt worden sind.
    Größere Ligen genießen natürlich mehr Aufmerksamkeit. Der folgende Link zeigt 8 Videos des ersten Spiels der Deutschen Bundesliga Dortmund-Schalke, darunter das Spiel selbst in voller Länge: http://livetv.sx/dex/eventinfo/929606_dortmund_schalke_04/

Prognose Epidemie

Sehr plausibel war eine Einschätzung von Christian Drosten (Chefvirologe der Charité), der gemeint hat, dass der häufigere Aufenthalt im Freien während des Sommers und die höheren Temperaturen helfen könnten, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, weil Feuchtigkeit in der Luft rascher abtrocknet. Die aber dadurch wachsende Sorglosigkeit könnte in der feuchten Jahreszeit zu einer Rückkehr des Virus führen. Diese als „Wellen“ bezeichneten Phasen einer Epidemie sind also nicht eine Eigenschaft des Virus. sondern eine Folge unseres Verhaltens. Distanz-Disziplin reduziert die Fallzahlen, Sorglosigkeit lässt sie wieder ansteigen.

Prognose Fußball

Sollte es zu einer Zulassung von Zuschauern im Stadion kommen, dann wird unser Stadionverhalten an die Ansteckungsgefahr angepasst sein müssen. Organisatorische Maßnahmen könnten sein

  • gestaffelte Eintrittszeiten für verschiedene Sitzreihen sein (Zutrittszeitpunkt auf der Eintrittskarte),
  • „Stehen verboten“ ,
  • Reduktion der Besucherzahlen,
  • kein Aufenthalt hinter den Tribünen,
  • gestaffelter Abgang aus dem Stadion,
  • Desinfektion und Mundschutz sowieso.
  • Unterstützung der Nachverfolgung von Infektionen durch eine App oder durch personalisierte Karten.
  • Wegen der großen Nähe in den Sitzreihen könnte eine App hilfreich sein, doch wird eine solche App von der Bevölkerung eher abgelehnt. Ebenso möglich wäre auch eine verpflichtende Personalisierung der Karten, was den Menschen aber ein ähnliches Unbehagen wie eine App bereitet.

Bei gleichzeitig geringen Fallzahlen könnten solche Maßnahmen schon eine Option für eine Zulassung von Zuschauern darstellen. Wenn allerdings die allgemeine Bereitschaft zur Einhaltung der Distanzregeln abnehmen sollte – mit der Folge steigender Fallzahlen, steuern wir auf eine längere Zwangspause zu.

Links

Rapidviertelstunde-224

Rapidviertelstunde-224

  • Aktuelle Neuigkeiten zur Meisterschaft (Christoph Peschek, Zoran Barisic)
  • Rapideum bleibt vorerst geschlossen
  • Peter Pick ist neuer Finanz-Direktor
  • Nicholas Wunsch erfolgreich operiert
  • Rapid hat Online-Auktionen gestartet
  • Rapid-Legende Rudi Weinhofer im Interview

Link zum Video

Alle Folgen

Rapidviertelstunde-223

Rapidviertelstunde-223

  • Der Mr. Rapid feiert Geburtstag (Laurin Rosenberg)
  • Europacup-Held Michael Konsel im Interview
  • Spenden für den Samariterbund
  • User-Skills Coach Buddy App
  • ImmoUnited FIFA Spring Cup
  • Vaterfreuden für Andi Dober
  • Gewinnspiel „Wer erzielte das 2:0 gegen Sporting Lissabon“

Link zum Video

Alle Folgen

Babyelefant

Fußball strukturiert unser Leben.

Angesichts der Corona-Krise gehen dem Fußball bald die Themen aus, man könnte fast sagen, der Lebensnerv. Nur die allwöchentliche Rapidviertelstunde ist eine Erinnerung an bessere Zeiten. Und auch die hartgesottensten Anhänger müssen an den Wochenenden ungewohnten Dingen nachgehen. Die Fialas entdecken die Stadt, ihre Umgebung, und wir werden darin bestätigt, dass wir nicht nur Anhänger des besten Fußballklubs der Welt sind – so wie das auch beim Heimfilmabend im Anschluss an das unglücklich verlorene Finale einer der Fans im Interview ausgedrückt hat – sondern dass wir auch in einer der lebenswertesten Städte der Welt leben.

Dass wir alle eine Fortsetzung des Spielbetriebs herbeisehnen, ist klar. Aber die Rahmenbedingungen sprechen eher gegen eine Fortsetzung des Ligabetriebs – auch in Form von Gesterspielen – und gegen volle Zuschauerränge natürlich sowieso. Es sei denn, die Bundesliga schafft es, dem Gesundheitsminister akzeptable Bedingungen vorzuschlagen.

Bei einem Termin im Gesundheitsministerium wurde folgendes vereinbart:
„Hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen wurde festgehalten, dass positiv getestete Personen und deren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.“

Regel und Ausnahmen

Regel: Babyelefant

Der Fortsetzung des Spielbetriebs steht die Abstandsregel entgegen, nach der ein Babyelefant zwischen zwei Personen Platz haben soll, natürlich auch zwischen Fußballspielern. Daher findet derzeit auch der Trainingsbetrieb in Kleingruppen statt.

Laut Wikipedia ist der Babyelefant bei der Geburt ohne Rüssel tatsächlich gerade einen Meter groß. Und der soll in jeder Alltagssituation zwischen zwei Personen passen. Wenn diese Distanz eingehalten wird, sind Ansteckungen unwahrscheinlich. Aber es gibt Ausnahmen:

Ausnahme 1: Schutzkleidung

Da aber gewisse persönliche Dienstleistungen wie zum Beispiel in der Pflege und der Medizin, nicht möglich wären, kann diese Regel durch das Tragen von Schutzkleidung umgangen werden.

Ausnahme 2: PCR-Test mit Quarantänepflicht

Und wenn eine Schutzkleidung nicht möglich ist, müssen such die Akteure einem PCR-Test unterziehen. Ist dieser Test negativ, können sie Körperkontakt haben. Die Sache hat allerdings einen Haken, denn wenn beim nächsten Test jemand positiv getestet wird, werden in einem Contact Tracing (Rückverfolgung von Infektionsketten) die Kontaktpersonen der letzten Tage erfasst, und diese Personen müssen sich dann in Quarantäne begeben.

Ausnahme 3: Quarantänebetrieb

Einige wichtige Institutionen wie zum Beispiel die Energieversorger und das Fernsehen haben einen schichtweisen Betrieb unter Quarantänebedingungen eingeführt, der sicherstellt, dass eine kasernierte Besatzung den Betrieb störungsfrei aufrecht erhalten kann – auch ohne die ansonsten geltende Abstandsregel.

Fußball und Kunst

Die seltsamen Parallelen zwischen Fußball und Kunst waren immer schon für einen Artikel gut, und wenn dieser Artikel nur dazu gedient hätte, meinem ungläubigen Fußballfreund Arnold diese Gemeinsamkeiten aufzuzählen. Dass ein Virus dieses gemeinsame Schicksal so verschiedener Welten aufzeigt. ist fast schon kitschig dramatisch.

Fußball und darstellende Kunst befinden sich in einer seltsamen Allianz, denn beide leben von großen Zuschauerzahlen und beide benötigen in der Darstellung körperliche Nähe der Akteure und beides widerspricht der Abstandsregel mit dem Babyelefanten. Wendet man die Ausnahme 2 „PCR-Test“ an, besteht die Gefahr, dass eine Ansteckung diagnostiziert wird und dadurch der Betroffene und mit ihm alle Kontaktpersonen in Quarantäne gehen müssen. Beim Fußball bedeutet das praktisch das vorzeitige Saisonende für den betroffenen Verein, und – wenn in der unmittelbaren Vergangenheit ein Spiel stattgefunden hat, was bei englischen Wochen der Fall wäre – auch des gegnerischen Vereins.

Aus diesem Dilemma scheint es keinen Ausweg zu geben, außer eben dieses Risiko auf sich zu nehmen und als Vorsichtsmaßnahme die betroffenen Akteure zu einer extremen Isolation zu verpflichten. Aber allein durch unvermeidbare familiäre Kontakte wird auch dadurch das Risiko nicht auf Null reduziert.

Christian Ebenbauer hat in einem Interview von Russischem Roulette gesprochen, das man bei Durchführung der Playoffs eingehen würde. Aber wie wahrscheinlich wäre ein solcher Abbruch?

Wie groß ist das Risiko eines Abbruchs?

Das Folgende ist eine „Milchmädchenrechnung“, der für alle Österreicher eine gleiche Chance auf Infektion zugrunde legt. Das ist in der Realität nicht der Fall. Wer allein zu Hause lebt, kann nicht angesteckt werden. Auch nicht jemand, der die Abstandsregeln einhält und Menschenansammlungen meidet. Spieler werden dazu angehalten, sich so zu verhalten.

Dagegen sind Menschen in Arbeitsprozessen oder mit Kundenkontakt deutlich mehr exponiert. Sicher gehören auch Fußballspieler mit ihren zahlreichen Terminen im Fernsehen und bei Sponsoren zu diesem exponierten Personenkreis.

Alles das wird hier nicht betrachtet, alle sollen dieselbe Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung haben, und daher das Ergebnis höchstens als Anhaltspunkt zu betrachten.

An einem Tag

An einem Tag werden in Österreich zwischen 50 und 100 Neuinfektionen registriert, sagen wir 80. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einer dieser Betroffenen ist, ist sehr gering: 80/8000000 = 0,00001 oder 0,01 Promille.

In 60 Tagen

Die Spiele der Bundesliga wären für den Zeitraum Juni-Juli geplant, also für 60 Tage.

In einem Zeitraum von 60 Tagen gibt es ca. 6000 Infektionen, sagen wir 8.000 (die Fallzahl wird wegen der aktuellen Lockerungen zunehmen). Die Wahrscheinlichkeit, sich in diesem Zeitraum zu infizieren, liegt bei etwa 1 Promille.

Menschengruppen

Betrachtet man eine Gruppe von Menschen, dann addieren sich die Wahrscheinlichkeiten der Einzelpersonen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand aus einer dreiköpfigen Familie in 60 Tagen infiziert liegt daher bei 3 Promille. Diese Personen müssen bei der Ansteckung eines Einzelnen Familienmitglieds in Quarantäne, um die Infektionskette zu unterbrechen.

Bundesliga Playoff

Wie ist das beim Fußball?

In zwei Monaten (Juni und Juli) sollen die restlichen Spiele der Bundesliga gespielt werden. Es gibt 12 Teams. Die Kadergröße eines Teams sei 25. Die betroffene Personengruppe umfasst 300 Personen (25×12). Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine irgendeine Person dieser Gruppe in einem Zeitraum von 60 Tagen ansteckt, liegt bei 300 Promille oder 30 Prozent.

Wenn nun Spieler durch besonders disziplinierte Umgangsformen das 60-tägige Ansteckungsrisiko von 1 Promille senken, würde das natürlich die geschätzten 30 Prozent ebenso stark absenken, aber ein Restrisiko bleibt dennoch.

Ausweg: Quarantäne

Ein Ausweg könnte sein, dass man die Spieler – ähnlich wie das bei RB-Leipzig praktiziert werden wird (Bericht Bild-Zeitung) – in einer Quarantäne kaserniert, ähnlich wie das beim ORF und den Wiener Netzen der Fall war. Eine solche drastische Einschränkung der Lebensart könnte die Geisterspiele realistischer machen, weil natürlich die Ansteckungswahrscheinlichkeit – zumindest theoretisch – auf Null reduziert werden könnte.

Aber auch wenn eine solche Abwicklung gelingen könnte, wäre das höchstens eine Lösung für den Rest der Saison aber kein realistisches Modell für die zukünftige Meisterschaft.

Ein historischer Rückblick

Die Auswirkungen der spanischen Grippe in Österreich 1918 waren verheerend. Die Wiener Zeitung berichtet in einem Nachdruck von 900 Toten in einer Woche im Oktober 1918 und insgesamt 6500 Toten zwischen 1918 und 1920.

Es ist bemerkenswert, dass man damals ganz ähnliche Maßnahmen wie heute getroffen hat, also zum Beispiel Schulschließungen, aber so konsequent, dass man auch den Fußballbetrieb eingestellt hätte, war man damals nicht.

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