Rapid-Mattersburg

3:1 (1:1)

Endlich zwei Heimsiege zur Verbesserung der Heimbilanz! Aber es war nicht nur ein Sieg, sondern auch ein gutes Spiel mit sehr vielen Chancen auf beiden Seiten, mit sehr vielen schönen Spielzügen und einem guten Ende für Rapid, denn wie so oft war es keineswegs ein Start-Ziel-Sieg, denn besonders in der Anfangsphase erlebten wir eine engagiert aufspielende Mattersburger Elf, gegen deren Angriffe sogar die Latte retten musste.

Die Mitgliederversammlungen sind bis auf Weiteres abgesagt. Auskunft: 0677-1899 5070 (Franz).

Für Rapid waren Stefan Schwab und Taxiarchis Fountas die Matchwinner. Kelvin Arase kann sich immer besser in Szene setzen.

Unser Eindruck als Zuschauer, dass verschiedene Angriffsaktionen wegen Abseits zu Unrecht abgebrochen geworden wären, wurden durch die Audiokommentatoren von Bundesliga-On-Ear nicht bestätigt, sodass man die Leistung des Schiedsrichterteams als “unaufgeregt” beschreiben kann.

Ambiente

Der Block hatte zu einer tollen Aktion gerufen, zu einem gemeinsamen Marsch von der Hütteldorferstraße zum Grab von Alfred Körner und dann zum Stadion. Auch die Choreogradie widmete man Alfred Körner mit dessen Spruch “Wir sind als Rapidler geboren und als Rapidler sterben wir”. Auch “Alfred Körner”-Sprechchöre hörte man während des Spiels. Die alte Hymne wurde zwei Mal gesungen.

Spruchband: “ÖFB&LIGA: Lasst Euch vom Hurensohn-Virus nicht infizieren. Gegen Kollektivstrafen & pro 50+1 in Ö, D & überall!”

Der Fußballplatz scheint einer der wenigen Orte zu sein, an dem die Legitimität der allgegenwärtigen Regentschaft des Geldes infrage gestellt wird; zwar nicht in den VIP-Klubs aber auf den Fantribünen. Hopp, der Eigentümer von Hoffenheim, sagt, dass er sich nicht erklären kann, warum die Fans ihn anfeinden. Auch in früheren Jahrhunderten hatten die damaligen Regenten eine so große Distanz zum Volk, dass sie sich deren Probleme nicht vorstellen konnten (siehe “Kuchen statt Brot”). Nicht nur, dass diese große Schere zwischen Arm und Reich besteht, Reich ist im Begriff, Arm das letzte Refugium streitig zu machen, das dieser sich in Stadien geschaffen hat. “Hopp” ist nur der gerade anwesende Eigentümer eines Fußballvereins. An seiner Stelle kann man viele Namen einsetzen wie den uns vertrauten Mateschitz (RedBull) oder auch Abramowitsch (Chelsea) oder Scheich Monsour Bin Zayed Al Nahyan (Manchester City) uvam. Fußball entartet zu einem Marionettenspiel der ganz Großen und ob wir das so wollen, sollten wir uns alle fragen; und nicht nur am Fußballplatz, sondern ganz generell.

Zuschauerzahl

Nur beim Spiel gegen Altach im Ferienmonat August kamen noch weniger Zuschauer als die 14.000 bei diesem Spiel gegen Mattersburg. Man kann gespannt sein, welche Erkenntnisse eine Evaluierung der reformierten Liga bezüglich der Zuschauerzahlen ergibt.

Wenn Andy Marek das letzte Mal das Mikro hält, kommen in Hütteldorf gleich um 8.000 Zuschauer mehr, denn beim Spiel gegen Wattens kamen 22.000 und gegen Mattersburg nur 14.000. Ein Popularitätsunterschied des Gegners kann es nicht gewesen sein. Aber die 8.000 hätten auch gegen Mattersburg kommen können, denn so ein Sprecherwechsel kommt ja nicht alle Tage vor.

Lk 1,1

“Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat.”

Gar nicht so schlecht, dass dieser Lukas vor 2000 Jahren schon gewusst hat, dass hier ein Bericht über das Geschehen verfasst wird! Dass wir die erste Moderation von Lukas Marek miterleben durften, hatte schon etwas Biblisches.

Perfekter kann eine erste Moderation nicht verlaufen. Es war kein kritisches Spiel, auch der Schiedsrichter war zum ersten Mal in Hütteldorf, Andy im Hintergrund sicher alles mit einer gewissen Anspannung beobachtend, aber Sorgen waren völlig unbegründet. Wer es nicht gewusst hat, hätte geglaubt, es hätte gar keinen Wechsel im Amt des Stadionsprechers gegeben, so perfekt war die Moderation von Lukas. Sogar bei der Ansage der Endstände der parallel verlaufenen Spiele, hat er gekonnt den Ausrutscher der Veilchen in Graz dramaturgisch richtig als Schlusspunkt angesetzt. Wir alle können höchst zufrieden sein mit diesem nahtlosen Übergang.

Auzeichnungen der Ansage von Lukas siehe Beitrag “Out Master’s Voice”.

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