Grünzeug Corona

Liebe Mitglieder des Klubs der Freunde des S.C. Rapid!

Dass unser Thema Nummer 1, der Fußball von einem Virus aus den Schlagzeilen verdrängt wird, hat schon Seltenheitswert, dass die Gefahr besteht, dass eine Saison keinen Abschluss findet, war nur kriegsbedingt 1944/45 der Fall.

Ja, es gibt uns noch, und wir sind besorgt und gleichzeitig ungeduldig. Besorgt um den Zustand der Gesundheit unserer Mitglieder, der Rapid-Aktiven und den vielen Rapid-Home-Officers und natürlich um unseren Verein insgesamt und auch den Fußball ganz allgemein. Die Maßnahmen der Bundesregierung treffen uns alle, da wir aber als Rapidler gewohnt sind, zusammenzuhalten, haben wir wenigstens in dieser Disziplin keine Probleme.

Unsere laufenden Projekte wie die Herausgabe des Grünzeug und unsere Mitgliederversammlungen fanden ein jähes Ende und auch weitere geplante Veranstaltungen sind von den bundesweiten Rahmenbedingungen abhängig.

  • 6 April: Grünzeug wird nicht erscheinen
  • 20 April: Mitgliederversammlung wurde abgesagt
  • 18. Mai: Mitgliederversammlung mit Martin Bruckner, Michael Krammer und Gerry Wilfurth. Ob diese Veranstaltung stattfinden kann, können wir derzeit noch nicht sagen. Sollte sie wie geplant zustanden kommen, wird dazu Anfang Mai in einer Ausgabe des Grünzeug oder mit einem Brief eingeladen.

Haltet durch, „wir schaffen das“, wie Nadja Bernhard nicht müde wird allabendlich zu wünschen.

Eurer Gerhard Niederhuber

[Frei nach einem Telefongespräch mit unserem Obmann.]

Hier eine Liste der Rapid-YouTube-Videos aus 2020 als „Überbrückungshilfe“. Der Link über dem Datum zeigt alle Pressemeldungen dieses Tages.

Rapid-Videos des heurigen Jahres

Corona und Fußball

Wer hätte gedacht, dass unsere Auswärtsfahrt nach Wolfsberg am 15.3. die letzte für lange Zeit werden würde. Und die nächste Auswärtsfahrt nach Salzburg war auch schon in Planung. Der Salzburg-Fanbus war am Freitag, 13.3. bald nach dem Verkaufsstart ausverkauft. Am Montag 17.3. kauften wir voller Optimismus noch unsere Karten, am Dienstag wurde dieser Vorverkauf gestoppt. Am Freitag verkündete die Regierung, dass sich jetzt alles ändern werde im Land.

Fußballspiel Zero

Am 19. Februar stieg im Mailänder San Siro das Champions-League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia. Heute sind die Epidemiologen sicher: die Partie mit 44.000 Zuschauern verstärkte die Ausbreitung des Coronavirus in der Region massiv. (stern.de vom 23.3.2020)

Von Mäusen und Elefanten

Heute ist es unwichtig, ob der Rapid-Kapitän verlängert oder wer Meister wird. Die Frage, wann überhaupt wieder Fußball gespielt werden kann, überragt alles andere. Doch eine zweite Frage gesellt sich dazu und zwar die, ob der Profifußball diese Krise überhaupt überleben wird.

Wenn in der Savanne längere Zeit Dürre herrscht, wird es für die dort lebenden Tiere eng, besonders für jene mit einem großen Nahrungsbedarf. Und so sonderbar das auch ist, das kleine Nagetier Maus hat in dieser Situation größere Überlebenschancen als der unbesiegbar scheinende Elefant. Große Tiere könne nur bei einem ausreichend stabilen Nahrungsangebot überleben.

Admira-Geschäftsführer Drabek hat am 16.3. Christoph Peschek angegriffen, weil sich Rapid Sorgen um den massiven Einnahmen-Ausfall macht und bezeichnete das als „Einzelinteresse“. (Bericht vom 16.2.2020 in laola1 und anderen Medien). Man sieht, die Rollen sind verteilt. Der Elefant möge sich nicht beklagen, die Maus finde ja auch ihr Auslangen in der ausgetrockneten Landschaft. Ein Elefant weniger wäre für die Geier ein gefundenes Fressen.

Glücklicherweise ist ein moderner Betrieb kein unflexibler Elefant. Ein Betrieb kann für einige Zeit in eine Art Winterstarre verfallen, dabei die Kosten auf ein Minimum reduzieren und – vor allem – kann ein Betrieb mit solidarischer Unterstützung des Staates rechnen. Aber Profi-Fußball-Vereine sind Betriebe mit „besonderen Bedürfnissen“.

Alle Anhänger des Fußballsports stellen sich bei den Ablöse- und Gehaltssummen der Topspieler immer wieder die Frage, ob denn Menschen einen solchen Wert haben können, der für sie bezahlt wird. Und die Antwort ist: ja, denn das Geld ist vorhanden, und es wird nur in die Spieler investiert. Die Summen wären zwar nicht gar so hoch, wenn nicht auch noch reiche Eigentümer die Preisspirale nach oben anheizen würden, aber Bayern München zeigt, dass man auch ohne Investor mithalten kann.

Das Motto der Rapid-Geschäftsführung, alle Einnahmen wieder dem Fußballbetrieb zuzuführen, ist allen Fußballvereinen gemeinsam. Und da diese Einnahmen wegen der hohen Popularität beachtlich sind, fließen die erwirtschafteten Gelder in diese 20-30 Spieler und das Trainerteam. Gewinne, die als Dividende an die Eigentümer ausgeschüttet werden, sind ja nicht vorgesehen. Gewinn, das ist der sportliche Erfolg.

Wenn Betriebe geschlossen werden müssen, kann der Betrieb, unterstützt durch den Staat, diese Kosten des Stillstands, also laufende Betriebskosten, Kredit- und Steuerzahlungen sowie Löhne weiterzahlen. Und bei den Löhnen erfand der Staat ein Kurzarbeitsmodell, das sehr attraktiv ist und den Betrieben einen raschen Neustart und den Beschäftigten den Arbeitsplatz sichert. Allerdings bezieht sich dieses Modell auf „normale“ Arbeitnehmer, also solche mit klassischen Arbeitnehmerverträgen. Verträge von Fußballprofis werden durch dieses Kurzarbeitsmodell nicht bedient.

Sportminister Werner Kogler hat in einer der ersten Pressekonferenzen zu den Unterstützungsmaßnahmen ergänzt, dass natürlich auch Sportvereine unterstützt werden, die ihre laufenden Kosten nicht bezahlen können – im Bildbericht wurde der SK Breitenfurt vorgestellt, schloss aber auch gleichzeitig die Stützung des Fußball-Profibetriebs aus.

Wie jeder andere Betrieb kann ein Fußballverein sein Personal in Kurzarbeit schicken und bekommt den größten Teil der Kosten ersetzt. Aber der Profibetrieb hat – anders als Produktionsbetriebe – durch die weiterlaufenden Spieler- und Trainergehälter enorme laufende Personalkosten bei gleichzeitigem Entfall aller Einnahmen. Und dieser Umstand setzt Fußballvereine mit einem Profibetrieb unter einen besonderen Druck, der eine existenzielle Dimension hat. Und je größer der Wert der Mannschaft und deren Lohnkosten sind, desto früher droht das finanzielle Aus.

Daher sind die Elefanten in diesem Gewerbe mehr gefährdet als die Mäuse.

Solidarität

Ob alle Profifußballvereine diese Krise überstehen werden, weiß man derzeit noch nicht, dass es aber ungemütlich wird, das zeigen erste Berichte aus Deutschland. Am 20.3. zitiert der Kurier Zoran Barisic: „Es geht darum, den Fortbestand von Rapid zu sichern“. Eine Solidarisierung aller am Fortbestand von Rapid Interessierter wird nötig sein.

Solidaritätsbeitrag des BlockWest

Der eindringliche Aufruf des Blocks an alle seine Mitglieder, zu Hause zu bleiben und der Vordruck für die Nachbarschaftshilfe (siehe Rapidviertelstunde-218) sind schon eindrucksvolle Beispiele von Solidarität, die sogar das sonst offen zu Schau gestellte Kriegsbeil gegenüber der Obrigkeit begraben lässt – für die Dauer der Krise, versteht sich;-)

Solidaritätsbeiträge der Profis

Das, was in „Friedenszeiten“ als Marktwert eines Spieler gehandelt wurde und auf dem auch die Gehälter aufbauten, dürfte derzeit wie eine Aktie ins Bodenlose fallen. So wie der Handel an Börsen punktuell ausgesetzt wird, dürften Transfers in diesen Tagen schwierig werden. Freiwilliger Gehaltsverzicht der Spieler wird wohl ein Solidaritätsbeitrag sein müssen. In Deutschland werden darüber hinaus Geisterspiele als Überlebensmittel angedacht.

Solidaritätsbeiträge der Anhänger

Wenn ich in meine Geldbörse blicke, schaut das nicht so aus, als könnte ich Rapid helfen, aber solche wie mich gibt es viele. Und wenn auch derzeit der Weg in den Fanshop verunmöglicht wird, der Online-Fanshop ist jederzeit geöffnet und ein Osterset (oder Gleichwertiges um 100,- Euro) ergibt schon eine Menge – wenn alle es tun! Wenn 10.000 Fans aus Solidarität ein Osterset kaufen, ist das immerhin eine Million.

Bitte kaufen, bitte kaufen, bitte kaufen Augustin Osterset! (frei nach Ján Klimeš), den grün-weißen Augustin-Verkäufer)

Solidaritätsbeiträge der Abonnenten und Mitglieder

Rapid-Mitglieder sollten wegen der nicht stattfindenden Spiele nicht streiten. Wie heißt es doch immer: „Rapid gehört seinen Mitgliedern“, und als Eigentümer müssen wir versuchen, den Kahn über Wasser zu halten.

Solidaritätsbeiträge der Investoren

Ende des Jahres steht die erste Rückzahlung für die 5-jährigen Rapid-Investoren an. Und das bedeutet für Rapid eine zusätzliche Belastung und die sich’s leisten können, könnten in einer solidarischen Aktion diese Rückzahlung auf ein späteres Jahr hinausschieben, also in einer gemeinsamen Aktion aus einer 5-jährigen eine 7-jährige, aus einer 7-jährigen eine 9-jährige und aus einer 9-jährigen eine 11-jährige Investition machen.

Feind

Derzeit ist es keine Frage, wie das nächste Spiel wohl ausgeht, heute fragen sich die Fußball-Interessierten, wann wohl überhaupt das nächste Spiel und das nächste mit Publikumsbeteiligung stattfinden wird. Die Optimisten reden vom Mai, Fachleute sagen, dass es den Fußball, wie wir ihn gekannt haben, im heurigen Jahr überhaupt nicht geben wird können (Virologe des Hamburger Instituts für Tropenmedizin, 20.3.2020 stern.de). Wie wir am Beginn dieses Artikels gehört haben, wird vermutet, dass das Fußballspiel Atalanta Bergamo gegen Valencia einen wesentlichen Einfluss auf die starke Verbreitung des Virus in Norditalien hatte. Man wird seitens der Regierungen sicher nicht zulassen, dass ein Erfolg im Kampf gegen das Virus – das wären also sinkende Infektionszahlen – durch Massenveranstaltungen gleich wieder zunichte gemacht wird. Die Freigabe von Massenveranstaltungen wird erst ganz am Ende des Tunnels stehen. Olympia wird abgesagt und in Hütteldorf würde gleichzeitig Fußball gespielt werden? Kaum vorstellbar!

Der Grund für diese lange Dauer der Epidemie ist unsere Art, die Ausbreitung der Krankheit durch Isolationsmaßnahmen zu bekämpfen. Wir erreichen dadurch zwar ein Abflachen der Kurve, aber der Preis ist eine längere Dauer. Aber warum dauert es länger?

Die strichlierte horizontale Linie symbolisiert die Grenze unseres Gesundheitssystems. Die beiden Flächen (rot und blau) sind gleich.

Herdenimmunität

Über Boris Johnson wird berichtet, dass er auf die „Herdenimmunität“ vertraut hätte. Man machte es ihm zum Vorwurf, dass er die Dinge einfach laufen lässt (rote Kurve oben) – mit einem gewissen Schutz für die Alten. Nun haben aber auch wir – mangels Impfstoff – kein anderes Konzept als eben diese Herdenimmunität, denn erst, wenn ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung erkrankt und wieder genesen (und dadurch immunisiert) sein wird, hat eine Neuerkrankung keine Verbreitungsmöglichkeit mehr, das Virus wäre dann besiegt. Genaugenommen findet das Virus keinen Wirt mehr, weil alle bereits immun sind. Die „Herde“ entspricht der Fläche unter der Kurve. Bei COVID-19 müssen das etwa 60% der Bevölkerung sein bei Masern 90%, weil Masern eine höhere Reproduktionsrate hat.

Sowohl der rote also auch der blaue Verlauf betreffen einen großen Teil der Bevölkerung, doch die strichlierte Linie deutet die Kapazität des Gesundheitssystems an. Mit dem blauen Verlauf können alle schwerer Erkrankten behandelt werden, im roten Verlauf blicken wir auf kriegsähnliche Zustände wie sie teilweise aus Oberitalien gemeldet werden.

Der „Sieg“ besteht nicht darin, dass man sich Erkrankung erspart, sondern darin, dass man eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert. Auch die blaue Kurve zielt auf eine Herdenimmunität ab, doch durch restriktive Maßnahmen werden nur kleinere Wachstumsraten zugelassen, damit eben das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Es dauert dadurch aber länger, bis möglichst viele – hoffentlich mit wenigen Nebenwirkungen – erkrankt und wieder genesen sind.

Leider bedeutet das nicht Gutes für den Fußball, denn die Fußballpause wird dadurch deutlich länger. Beachtet, dass wir uns erst ganz am Anfang der Kurve befinden – hoffentlich der blauen – und erst wenn sich keine Zuwächse mehr zu beobachten sein werden, haben wir die Hälfte dieses Prozesses hinter uns. Und derzeit ist das noch überhaupt nicht abzusehen.

Dunkelziffer

Bei den paar Tausend Erkrankten, die wir heute zählen schaut das eher wie ein endloser Prozess aus bis alle „durch“ sind. Dabei kommt uns aber die Dunkelziffer der Erkrankung zu Hilfe, denn die liegt zwischen 5 und 50 (so genau weiß das niemand). (Meldungen in der ZIB 2 am 23.3.2020 und im Kurier vom 20.3.2020). Je höher die Dunkelziffer – das sind also Personen, die infiziert sind, das aber nicht bemerken und dennoch Überträger sind – desto größere Teile der Bevölkerung werden angesteckt und sind nach ihrer Genesung immunisiert.

Prognose

Beachtet die Meldungen im Fernsehen. Prognosen hört man wenige. Nicht, dass man keine Modelle dafür hätte, aber eine Publikation dieser Modelle wäre für die meisten sehr deprimierend. Dabei sind Prognosen gerade bei so gut beschreibbaren Phänomenen wie dem einer Epidemie durchaus möglich. Man kann sich aber gut an den Absagen anderer Veranstaltungen orientieren, was uns in den nächsten Monaten im Fußball erwartet: Formel 1, Olympia usw.

Verlauf der positiv Getesteten in Österreich.
Ein geradliniger Verlauf bedeutet einen gleichmäßig exponentiellen Anstieg der Fallzahlen.

Wir beobachten die Fallzahlen bereits seit 27 Tagen, dem ersten Auftreten des Virus am 26.2.2020. Am 16.3. starteten unsere gemeinsamen Bemühungen zur „Abflachung der Kurve“. Heute, eine Woche danach, können wir tatsächlich eine leichte Verflachung feststellen, einen Stillstand der Zunahme sieht man aber noch nicht. Am Freitag, 20.3. erstellte ich eine Prognose (blaues Bild) ausgehend von den Zahlen des Gesundheitsministeriums auf https://info.gesundheitsministerium.at. Der Maßstab der Darstellung in logarithmisch, weil sich exponentielle Anstiege in dieser Darstellung als Geraden abbilden. Daher sind Änderungen der Zuwachsraten durch Krümmungen der Testwerte gut sichtbar. Am 20.3. wurde diese Gerade mit drei Wachstumsraten bis zum Palmsonntag verlängert. rot: 30% Zuwachs pro Tag, gelb 20% Zuwachs pro Tag und grün: 10% Zuwachs pro Tag.

Heute, am 24.3., ist die weiße Linie der Fallzahlen bereits etwas weiter gewandert und man würde schätzen, dass die Fallzahl am Palmsonntag eher über der 10.000-er Marke liegen wird, weil die Fallzahlen derzeit über der grünen 10%-Linie zu liegen kommen. Wenn aber unsere Bemühungen auch in der laufenden Woche die ansteigende Gerade weiter nach unten biegen, könnten wir unter der 10.000er-Marke in der Osterwoche ankommen.

Solange diese Kurve ansteigt, haben wir das Maximum noch nicht erreicht. Es könnte sein, dass das am Ostersonntag der Fall sein wird, aber es muss nicht sein. Und auch wenn, wäre das erst der halbe Weg. Seien wir also optimistisch, und meinen wir, dass es aber Ostersonntag wieder bergab gehen könnte. Dafür gibt es auch noch ein zweites Merkmal und das sind die Genesenen, die heute noch gar keine Rolle spielen aber in drei Wochen kann das schon anders ausschauen. Mit steigender Zahl an Genesenen verflacht nämlich die Kurve weiter, weil uns nicht die insgesamt Infizierten sondern die tatsächlich Erkrankten interessieren. Aber zu Ostern werden wir schon 46 Tage mit dem Virus befasst gewesen sein und erst dann beginnt – hoffentlich – der Abstieg und der wird wenigstens ebenso lang dauern, also bis 28.5.2020.

Was wir damit noch nicht erreicht haben dürften, ist die Herdenimmunität, denn die erfordert bei der Reproduktionsrate des COVID-19-Virus von etwa 2,5-3,5, dass etwa 70% der Bevölkerung erkranken müssen. Daher wird der ganze Prozess immer wieder von vorne beginnen und wieder abklingen, wenn auch bei Weitem nicht so stark. Echte Entspannung wird sich erst einstellen, wenn ein Impfstoff gefunden werden wird. Also auch wenn diese hohen Infektionszahlen vorbei sein werden, gibt es noch lange keinen Alltag und es wird lange dauern, jedenfalls viel länger als ein paar Wochen, bis wir uns wieder im Stadion werden treffen können.

Dass Bundesliga-Spiele im Mai stattfinden, könnte sein, allerdings bestenfalls als Geisterspiele. Verbündete des Fußballs könnten die Schulen sein, die ja auch für den Jahresabschluss und die Mature öffnen sollen. Für uns Zuschauer wird es in dieser Saison wohl keinen Stadionbesuch mehr geben. (Weiter Hinweise über den Verlauf siehe Link weiter hinten).

Die Chinesen haben es doch auch geschafft!

Nehmen wir an, wir machen es den Chinesen nach. Der erste Fall in China wurde am 19.1.2020 gemeldet. Am 8.4.2020 wird man in Wuhan wieder zum Alltag zurück kehren. Das sind 80 Tage mit dem Virus. Übertragen auf Österreich bedeutet das: am 26.2.2020 wurde in Österreich der erste Fall gemeldet, am 16.5.2020 kehrt wieder die Normalität ein.

Aber wir sind keine Chinesen! Unsere Gesellschaften sind sehr verschieden. Die Maßnahmen, die in China getroffen worden sind, sind in unseren Breiten schwer vorstellbar. Im „Weltjournal“ wurde eine Reportage über die Situation in Peking gezeigt. Es herrschte ein totales und durch zivile Blockwarte überwachtes Ausgehverbot mit Absperrungen vor den Eingängen zu den Wohnblocks. Die Wohngebiete wurden durch Botendienste versorgt. Alle Einwohner wurden und werden durch Handy-Apps verfolgt, und im Infektionsfall werden alle Kontaktpersonen automatisch identifiziert und danach unter Quarantäne gestellt. Gebrauchtes Bargeld wird gereinigt und danach 14 Tage lang nicht ausgegeben. Uvam.

Viele dieser Maßnahmen sind bei uns nicht vorstellbar, aber sie haben in ihrer Radikalität bewirkt, dass im April in Wuhan wieder ein Alltag einkehren kann. Eine Bewegungsfreiheit in unserem Sinn wird in China aber auch im April nicht gegeben sein. Um sich bewegen zu dürfen, benötigt man eine Gesundheitsbestätigung, die am Handy eingetragen ist und die natürlich auch überwacht werden kann. Wegen dieser Ungleichheit der Systeme dürfen wir nicht so optimistisch sein, dass in 80 Tagen alles vorbei sein wird. Es wird länger dauern.

Und auch wenn Geschäfte längst wieder offen sein werden; Menschenansammlungen werden das Letzte sein, was die Behörden erlauben werden, denn diese Ansammlungen trugen sowohl in Italien (SanSiro), in Spanien (internationaler Frauentag) und Österreich (Wintertourismus) stark zur Verbreitung bei.


Link

Wer sich grundsätzlich mit dieser Thematik befassen will, dem empfehle ich die Studie von Tomas Pueyo mit dem Titel „Der Hammer und der der Tanz“ (Wie die nächsten 18 Monate aussehen könnten. Man erkennt, dass die deutsche Version eine automatische Übersetzung ist), in ein Word-Dokument umgewandelt von meinem Freund Robert.

Rapidviertelstunde-218

Rapidviertelstunde-218

  • Rapid-GF Christoph Peschek im Interview
  • Aktive Fanszene ruft zum Zusammenhalt auf
  • Rapid-Spieler appellieren an die Vernunft (Stefan Schwab, György Garics)
  • Rapid-Fanshop liefert gratis aus
  • Ein grün-weißes Schutzhaus in Meidling, Die Söhne Hütteldorfs (Sigi Döring)
  • Kameramann Andy Marek

Link zum Video

Alle Folgen

Rapidviertelstunde-217

Rapidviertelstunde-217

  • Zu Besuch bei Rapid-Legende Karl Brauneder
  • Bundesliga stellt vorübergehend Spielbetrieb ein (Christoph Peschek)
  • Special Needs Team-Hallenturnier ist abgesagt
  • Rapid verzeichnet einen neuen Mitgliederrekord
  • Das Jubiläums-Interview mit dem “Highlander“ (Karl Brauneder)

Link zum Video

Alle Folgen

GRÜNZEUG-612

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 48. JAHRGANG / Februar 2020 / Nr. 612 / Versand 9.3.2020

KURZ VOR DER PUNKTETEILUNG: 5 SIEGE, 3 REMIS, 20:6 TORE EN SUITE

Damit und mit der vorzeitigen Qualifikation für die Top 6 darf man durchaus zufrieden sein (der FAK z.B. liegt mit 24 Punkterln aus 21 Spielen auf Platz 7 und muss sich – wie vor einem Jahr der SCR – mit den Abstiegskandidaten herumschlagen). Natürlich wäre es noch schöner gewesen, hätten Schwab und Konsorten in den letzten vier Heimpartien öfter als zweimal gewonnen und/oder mehr als „nur“ 20 Tore erzielt. Dafür gab es genügend Gelegenheiten, zuletzt auch gegen die unbequemen Mattersburger.

Bei diesem rasanten Kampfspiel feierte Lukas Marek (22) sehr zur Freude seines sichtlich gerührten Vaters ein gelungenes Debüt als Stadionsprecher. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm; offenbar hat der junge Mann die gleiche Schuhnummer wie sein Erzeuger.

Sehr zu loben wäre auch unsere Mannschaft, der in Hartberg übrigens das vierte Tor in der Nachspielzeit (Liga-Bestwert) gelang, sollte sie in Runde 22 ein positives Resultat aus Wolfsberg heimbringen. Was trotz der anschließenden Halbierung der im Grunddurchgang eroberten Zähler durchaus von Vorteil wäre. Mehr darüber im nächsten „Grünzeug“.

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.3.)

1. LASK     21/51 (49:20)
2. Salzburg 20/45 (70:23)
3. Rapid    21/39 (45:24)
4. WAC      21/37 (48:25)
5. Sturm    21/32 (37:26)
6. Hartberg 21/29 (36:47).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

19.RUNDE (16.7.): WSG TIROL (H) 2:0 (2:0)

Ullmanns unhaltbare Granate in Sekunde 40 sowie die anschließend zahlreichen Chancen, von denen aber nur Fountas (nach Petsos-Patzer) eine nutzte, machten Hoffnung auf einen deutlicheren Heimsieg über den Letzten. Der gelang zwar erstmals seit 15.9. tatsächlich, aber: Nachdem Dibon wegen Gehirnerschütterung hatte passen müssen und Schiri Hameter die zweite Halbzeit angepfiffen hatte, war Rapids Leistung plötzlich mehr als bescheiden, während die robusten Tiroler um den übermotivierten Maierhofer umso gefährlicher wurden, je länger die Partie dauerte. Am Ende gab’s den meisten Applaus daher fast nur noch für den scheidenden Andy Marek, auch von Persönlichkeiten wie sämtlichen Präsidenten seiner Ära oder Hickersberger, Maier und Schulte. Eine seiner letzten Amtshandlungen: die Übergabe eines 83.000-Euro-Schecks des „Block West“ an die Aktion „Wiener helfen Wienern“ — beispielhaft!

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon (46. Sonnleitner), Barac, Ullmann; Grahovac (80.Petrovic), Schwab; Murg (72.Kitagawa), Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Ullmann (1.), Fountas (41.) – Gelbe Karten: Murg, Grahovac; Grgic, Maierhofer, Cabrera, Pctsos.-Allianz-Stadion, Hameter, 22.800.

20. RUNDE (23.2.): HARTBERG (A) 2:2 (1:1)

Kein Hartberg-Match ohne Besonderheiten! Dass Arase, Kitagawa (Lattenkreuz) und Schwab die großen Möglichkeiten nicht nutzen konnten, die der SCR (Ullmann krank, Fountas noch kränkelnd auf der Bank) in seiner starken Anfangsphase hatte, war ja nichts ganz Neues, aber der Schütze des verdienten 1:0 sehr wohl: Hartberg-Verteidiger Luckeneder. Skurril bis dubios ging’s weiter: Strebinger boxte die Kugel vor Reps Schussbein; derselbe Rep legte diese später bei einem von Heiß & Co. erfundenen Corner deutlich außerhalb des Viertelkreises, und oben erwähnter Luckeneder köpfelte das 1:2. Nun stimmten Rapids statistische Werte (Schüsse, Ballbesitz, Passgenauigkeit) zwar weiterhin, die Leistung aber trotzdem nicht so ganz. Als man die erst zweite Auswärtsniederlage schon vor Augen hatte, verlängerte Dibon Joker Schicks Eckstoß zu Joker Kara, der goldrichtig stand und das in Minute 94! Da wurden Erinnerungen an Schwabs 3:3 im noch turbulenteren letzten Duell mit den stets unbequemen Oststeirem wach.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Auer; Petrovic, Schwab; Murg (71.Schick), Knasmüllner (80. Kara), Arase; Kitagawa (62.Fountas).- Tore: Rep (45.), Luckeneder (74.); Luckeneder (40.,Eigentor), Kara (90./+4).- Gelbe Karten: Rep, Nimaga; Trainer Kühbauer, Kara.- Hartberg, Heiß, 5.024 (ausverkauft).

21. RUNDE (1.3.): MATTERSBURG (H) 3:1 (1:1)

Der talentierte, souveräne Neo-Stadionsprecher Lukas Marek und gut 14.000 SCR-Anhänger sahen ein packendes, abwechslungsreiches Match, in dem beide Teams große Torchancen hatten, die forschen burgenländischen Hünen vor allem zu Beginn (viele Corner, ein Lattentreffer), Rapid aber noch viel mehr, Traumtor-Schütze Fountas und noch öfter Murg scheiterten jedoch an sich selbst, dem großartigen SVM-Ersatzkeeper Casali und der Stange (Murg). Daher musste bis zum Schluss um den verdienten Sieg gebangt werden, für den „Kopfballungeheuer“ Schwab hauptverantwortlich war.

SCR: Strebinger; Stojkovic, Dibon, Barac, Ullmann; Petrovic, Schwab (84.Grahovac); Murg (88.Schick), Knasmüllner, Arase; Fountas (82.Kitagawa).- Tore: Schwab (15., 78.), Fountas (46.); Mährer (37.).- Gelbe Karten; Barac; Mährer, Salomon, Miesenböck.- Allianz-Stadion, Kijas, 14.100.

Erste Spiel-Moderation von LukasRapid

„MR. GRÜNZEUG NR. 612“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Gute Vorstellung in Hartberg, überragender Matchwinner gegen Mattersburg (175. BL-Einsatz für Rapid) – einmal mehr unser Bester! Aber unterschrieben hat der dynamische Kapitän Stefan Schwab leider noch immer nicht…

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Stefan Schwab 175. (SVM), Christopher Dibon 125. und Christoph Knasmüllner 50. (beide gegen Hartberg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

15.2.: ABSCHIED VON ANDY MAREK

Christoph Peschek, nunmehr seit fünf Jahren cleverer Geschäftsführer Wirtschaft des SCR, an diesem denkwürdigen Nachmittag aber redegewandter Moderator, und die rund 250 erschienenen Fanklubchefs wussten und wissen für alle Zeit, was dieser Andy Marek für seinen grün-weißen Herzensklub geleistet hat, seit er im Sommer 1993 an einem Tag der offenen Tür das Casting für den Job als Stadionsprecher für sich entschieden hatte. Egal, ob das vorerst „nur“ in dieser Funktion war oder später auch als Fanbeauftragter sowie schlussendlich als honoriger Direktor SK Rapid Klubservice & Events. Wem das jetzt nicht bewusst ist, für den ist eh schon „alles“ zu spät. Denn der „Andy Marek aus dem Waldviertel“, wie er sich seinerzeit dem damals noch relativ spärlich erschienenen Anhang vorstellte, agierte am 16.2. beim Tirol-Match zum 599. Mal en suite zum allgemeinen Leidwesen als Österreichs populärster Stadionsprecher. Mehr noch, er trat auch von seinen anderen Ämtern zurück. Weil er das auf ärztliches Anraten tun musste. Warum genau? Das tat er an jenem 15.2,2020 klipp und klar kund.

Gesundenuntersuchung im letzten September. Erhöhter PSA-Wert. Biopsie, Neun von 17 Stanzen, wie die Gewebeentnahme genannt wird, positiv. Prostata-OP am 4.11. Diagnose: Krebs! Doch dank der Früherkennung noch keine Metastasen. Trotzdem natürlich Angst im Hinterkopf.

Dessen ungeachtet gab Andy in bekannt wortreicher Manier wie eh und je unzählige Geschichten und G’schichterln zum Besten, die sich in seiner 27-jährigen Karriere ereignet hatten. Nicht immer war’s lustig (Stichwort: Platzsturm im Derby vom 22.5.2011), aber alles in allem brachte er uns immer wieder zum Lachen. Als wäre er nicht nur optisch der alte Hans Dampf in sämtlichen Gassen. Trotzdem herrschte eine unterschwellige Wehmut, obwohl Andy glaubwürdig versicherte, Rapid in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Und: Er gehe mit einem guten Gefühl, weil es im bestens aufgestellten Verein viele Leute mit Handschlagqualität gebe. Zu denen gehöre auch sein altes, weiterhin aktiv bleibendes Geschäftsstellenteam um Clemens Piber (seit 25 Jahren dabei) oder Martina Mosovsky. Darüber hinaus ist er überzeugt, dass Christoph Peschek „neue Mitstreiter“ gewinnen würde. Zwei davon wurden am 15.2. gleich vorgestellt: Lukas Marek (22), Andys hoffnungsvoller Sohn, den er als Stadionsprecher und sonstigen Moderator „nicht reingedrückt“ habe, vielmehr sei er Pescheks Wunschkandidat gewesen. Der stolze Vater: Lukas lebt für Rapid, seit er ein kleiner Bub war. Er wird es sicher gut machen. Gebt ihm ein bisschen von der Wertschätzung, die dir für mich hattet!“ Darauf reagierten die Fanklubvertreter, von denen Oliver Pohle und Gerhard Niederhuber auf die Bühne geholt wurden, mit mehr als nur freundlichem Applaus. Den erhielt auch Klaus-Peter Aumayr (32), der seit 2019 in der SCR-Rechtsabteilung arbeitete und nun dem Klubservice vorstehen wird. Nicht anwesend war Robert Racic, der neue Zuständige für die Fanklubs-Betreuung, den wir Rapidfreunde aber schon gut kennen, begleitet er doch stets jene Spieler, die unsere Versammlungen besuchen. Die Standing Ovations für Andy Marek bedeuteten neben den allerbesten Wünschen für dessen weiteres Wohlergehen natürlich auch ein riesengroßes „DAAAAANKEEE!“

Andy mit dem Andy-Marek-Becher

DER DOPPELTE DEJAN UND: NICHT JEDER TEST WAR EIN FEST

Für den nach Ägypten abgewanderten Aliou Badji wurde bekanntlich der Homer Zweitligatorjäger Ercan Kara (24, 1,92 m) geholt, der bis 2022 unterschrieb, und vom aktuellen slowenischen Zweiten Aluminij Kidrocevo wurde der Mittelfeldspieler Dejan Petrovic (24, 120 Pflichtspiele mit drei Toren für seinen Stammklub sowie bisher 4 U21-Teamberufungen) für kolportierte 500.000 Euro erworben. Allgemein wurde angenommen, dass dieser Dejan die Nachfolge seines Vornamensvetter Ljubicic antreten würde, den die Medien schon längst nach Chigaco verkauft wähnten, doch siehe da: Aus Wien wurde eben nicht Chigaco, denn Dejan I kehrte unversehens nach Wien zurück, weil sich die Verhandlungen mit den Amis zerschlagen hatten. Der SCR hat zumindest zurzeit zwei Dejans, sogar auf der etwa gleichen Position – eine Posse? Dejan II hat übrigens bis Sommer 2023 Vertrag. Noch eine Personalie: Patrick Obermüller, zuletzt nach Hartberg verliehen, wurde bis Sommer an die SV Ried weitergereicht.

Nicht ganz so (unfreiwillig) „halblustig“ wie die Causa Dejan I und II war der größte Teil der Probegalopps vor dem Neustart der Meisterschaft. Die Tests in Wr.Neustadt (4:1) und gegen den FAC (2:2) erwähnten wir ja schon in der Nummer 611, 30 Spieler, darunter auf Wunsch der Mannschaft auch der langzeitverletzte Schobi, begaben sich am 27.1. ins zehntägige Trainingslager in Belek (Türkei), wo vier Spiele absolviert wurden. Am 29.1. zuerst 0:0 gegen ODENSE BK und wenige Stunden später mit einer total anderen Elf 0:1 (0:1) gegen VOJVODINA, am 1.2. 1:2 (1:0) gegen den Alar-Klub LEVSK1 SOFIA (Fountas erzielte das 1:0; Auer und Schick gaben ihre Comebacks, die Niederlage kam in Minute 92 zustande), und am 4.2. wurde NK MARIBOR mit 2:0 (1:0) besiegt (Kitagawa, Fountas; Trainer Kühbauer sah wegen Schiri-Beleidigung „Rot“). Wieder daheim, gab es am 8.2. auf dem „Happel-Gelände wieder einen Test gegen einen Zweitiiganachzügler, der kein Fest war: 1:1 (0:1) gegen HORN, das vor der Pause die klar bessere Mannschaft war, der sich eigentlich nur Strebinger und zweimal das Aluminium erfolgreich entgegenstemmten. Später gelang Arase immerhin der Ausgleich. Ein Trost für diesen tristen Auftritt: Es ging ja um nix. Was den Didi allerdings gar nicht besänftigen konnte…

„MV“ VOM 17.2.: VOM „FUSSBALLGOTT“ GERETTET!

Christopher Dibon: Gehirnerschütterung „dank“ Stefan Maierhofer. Taxi Fountas und Mateo Barac grippig. Dalibor Velimirovic beim U19-Team. Was nun? Wenige Stunden vor unserer ersten diesjährigen Mitgliederversammlung liefen die Handys von Martin Reiser und Robert Racic, Rapids Fanklubs-Betreuer, richtiggehend heiß. Ehe Letzterer erfreulicher- und dankenswerterweise einen würdigen „Joker“ zog: SCR-„Fußballgott“ Steffen Hofmann, der sich spontan bereit erklärte, diesen Abend zu retten – herzlichsten Dank!

Das einmal mehr bestens besuchte Auditorium konnte sich nicht nur über die Doppel Conference des Duos Hofmann & Niederhuber amüsieren, sondern erfuhr auch viel Wissenswertes über Steffens Arbeit als Talentemanager. Außerdem konnte der (Noch-)Obmann versprechen, dass Barac, Dibon, Fountas und Youngster Velimirovic für den 23.3., unseren nächsten Klubabend, erneut eingeladen werden würden. Ob diese vier Herren mit ähnlichem Wiener Schmäh aufwarten können wie der gebürtige Frrranke Hofmann, wird sich ja weisen.

EIN BLICK ZU RAPID II

In der Nummer 611 berichteten wir schon von den Zugängen Oppong und Kerschl sowie Pehlivans Wechsel nach Mainz; diesmal ist nur der bis Saisonende von den OÖ Juniors verpflichtete Alexander Burgstaller (geb. 12.7.1999, 41 Nachwuchsländerspiele) zu begrüßen. Vermutlich wurde er geholt, weil sich Martin Moormann eine Schambeinentzündung zugezogen hat – recht baldige Besserung, Martin!

Weitere Tests, wobei stets berücksichtigt werden muss, dass in der Vorbereitung viele Stützen bei den Profis zum Einsatz kamen. Sicher auch deswegen gab es am 31.1. ein 0:1I (0:0) bei der bekanntlich mit (Alt-)Stars gespickten VIENNA.

14.2.: Erstmals wurde mit der anzunehmenden Wunschaufstellung SCHEIBLINGKIRCHEN auf einem Happel-Stadion-Trainingsplatz mit 2:0 (0:0) bezwungen (Strunz 2).

19.2.: Im Rahmen des Kurz-Trainingslagers in Schielleiten (17.-20.2.) 14:0 (7:0) gegen WEIZ aus der RLM (Fuchshofer 3, Strunz 3, Savic 2, Oppong, Bozic, Schick, Ibrahimoglu, Eggenfellner, Kanuric).

17.RUNDE (28.2.): TRAISKIRCHEN (H) 0:0

Unsere Bilanz gegen die Lederer-Truppe, die sich im Winter u.a. auch mit dem Ex-Rapidler Bajrami namhaft verstärkt hat, sah keineswegs gut aus: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 9:12 Tore. Und sie wurde auch an diesem windig-kühlen Februarabend nicht aufgepeppt, obwohl Rapid II die auf niedrigem Niveau stehende Partie klar dominierte und auch hin und wieder zu mehr oder weniger großen Tormöglichkeiten kam. Die aussichtsreichste vergab Fuchshofer (45.), bevor sich Velimirovic bei der seinen (59.) hoffentlich nicht allzu schwer verletzte. Schade für den Youngster und schade für ganz Rapid, dass der für den zum Aufstieg unerlässlichen 2. Platz nicht weiter abgesichert wurde. Immerhin blieb alles beim Alten, weil sich Ebreichsdorf und der WSC (beide wie Mannsdorf an der 2. Liga desinteressiert) ebenfalls Nullnummern leisteten.

SCR II: Gartier; Sulzbacher, Greiml, Gobara, Hajdari; Bozic (46.Velimirovic, 64.Bosnjak), Schuster, Ibrahimoglu; Oppong, Fuchshofer (64.Strunz), Savic.- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 200.

Melih in Action

RLO-Stand vom 28.2.:

1. Mannsdorf 17/39 (31:14)
2. Rapid II 17/36 (30:11)
3. Ebreichsdorf 17/31 (26:10)
4.WSC 17/30 (36:25)

Für uns wichtig: Von diesen vier Klubs hat sich nur Rapid II um eine Zw’eitligalizenz beworben, darf aber nur als mindestens Zweiter aufsteigen!

AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“: BESSER ALS VOR EINEM JAHR!

2018 trugen unsere Mitglieder und Leser(innen) insgesamt 3.780,26 Euro zum Gelingen der Nachwuchs-Weihnachtsfeier bei, 2019 waren es sogar 3.982,99 Euro (Stand 31.1.2020), wofür wir uns namens der Jugendleitung bei diesen Herrschaften aus ganzem Herzen bedanken:

  • Aigner Helga, Albrecht Patrick, Andrich Eduard.
  • Baar Friederike, Bachmayer Christian Oliver und Clemens, Bauer Mag.Helmuth, Berger Johannes, Berger Dr.Wolf gang, Busina Hermann.
  • Edlinger Rudolf, Einfalt Christian.
  • Fabsits Dominik, Fabsits Günter, Fiala Florian und Dipl.Ing.Franz, Frigo KR Peter, Fürst Jenny (ein Hund!), Fürst Stefan und Wolfgang.
  • Gager Elfriede, Gartier Leopold, Gelles Margit, Gon ter Andreas, Grassmann Gernot, Grassmugg Heinz.
  • Haider Herbert, Hajos Andreas und Lukas, Halwidl Johann, Hechenblaikner Michael, Hobecker Franz und Gabriela, Hohenecker Ernest, Hollenthoner Walter, Hoschek Franz.
  • Jaros Peter.
  • Kahler Alfred, Kämper Josef Andreas, Kapalik Kurt, Katzenbeißer Maria und Walter, Kirchmayer Rudolf, Klafl-Schuster Peter, Kolar Alfred, König Matthias, Kopal Brigitte und Robert, Krammer Franz, Krammer Michael, Kroll Matthias, Kronfuss Bernhard.
  • Lackner Peter, Larisch Thomas, Lehner Jochen, Lenz Konrad, Linke Philipp.
  • Mitsch Eduard, Moser Mag.Christoph, Muschik Mag.Mario, Muzik Heinz.
  • Nagy Andreas, Nesetril Gerhard, Niederhuber Gerhard, Niedl Dr.Johann, Nirschl Edwin, Nowotny Christa und Peter.
  • Österreicher Peter.
  • Pammer Johann, Plutnar Günter, Praschl Prof.Mag.Peter.
  • Rausch Dkfm.Karl, Reiser Heide-Maria und Martin, Rempelsberger Johannes, Resch DI Markus, Rieger Christiane, Rothmayer Walter, Ruppert Bernhard.
  • Salzmann KR Josef, Schatz Herbert, Schmidt Roland, Schneider Josef, Schwab Walter, Sedy Brigitta, Seewald Walter, Sieder Martin, Skocik Walter, Sobolak Peter, Sorna Friedrich, Strommer Christian, Syrowatka Ernst.
  • Tasch Johannes, Trinko Susanne, Trpkos Franz.
  • Vincourek Karl, Vosahlo Peter, Vranovitz Karl-Martin, Vytesnik Kurt.
  • Weiss Gerhard, Wilhelm Franz, Wladasch Hannes, Würz Johann.
  • Zwickl Wilhelm.

Wie immer werden auch später eingegangene Spenden der Jugend zugute kommen und die Namen der entsprechenden Nachwuchsfreunde im „Grünzeug“ veröffentlicht!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Taxiarchis Fountas wurde von den Fans zum „Rapidler des Jahres 2019“ gewählt – eine durchaus gerechte Entscheidung, derer sich unser neuer Knipser hoffentlich auch in Zukunft als würdig erweisen wird!

Manuel Martic (23 Pflichtspiele für Rapid) wechselte zu Inter, Zapresic in die erste kroatische Liga.

Hingegen wurde Christopher Dibons Vertrag bis 30.6.2022 verlängert, Gleiches geschah mit Kelvin Arases Kontrakt.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-611
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung

WAC-Rapid

2:2 (1:1)

Auf der einen Seite eine engagierte Mannschaft mit schnellen direkten Spielzügen in die Spitze, auf der anderen Seite Rapid. Die Spielfreude schaute nicht nach einem höheren Ziel aus als dem vor dem Spiel von Didi ausgegebenen Motto, nämlich nach dem Spiel in der Tabelle nicht hinter dem WAC stehen zu wollen. Betrachtet man es pragmatisch, war es ohnehin nur ein 1,5-Punkte-Spiel, von dem wir nach der Punktehalbierung 0,5 Punkte mitnehmen werden. Aber es war auch für den WAC nur ein 1,5-Punkte-Spiel.

Beginnen wir mit dem Positiven: Was man Rapid zugute halten muss, dass man nicht aufgegeben hat, und trotz späten Rückstands noch den Ausgleich erzielt hat.

Rapid musste sich die meiste Zeit des Spiels mit Defensivaufgaben beschäftigen und fand zu selten in ein konstruktives Angriffsspiel. Zu viele Stationen machte der Ball, um dann durch technische Schwächen und zugestellt Räume wieder verloren zu werden. Besonders negativ bemerkbar machte sich Kelvin Arase, der in der ersten Halbzeit praktisch keinen Zweikampf gewonnen hat.

So war das beste am Spiel der Pausenstand und der Endstand und die beherzten aber wenig gefährlichen Weitschüsse des WAC.

Pässe ins Nichts

Eigenartige Pässe ins Nichts, deuten auf eine Art Übertrainiertheit hin, dass also Spieler einen eingelernten Spielzug wiedergeben, aber der dazu erforderliche Mitspieler nicht auf dem dafür vorgesehenen Platz steht. Man könnte es auch als eine Art Lustlosigkeit bezeichnen oder ein reaktionäres Sich-Zurückziehen auf das, was man trainiert hat. *)

Auf gefährliche Stürmer aufpassen

Wir sind ja nur Zuschauer, aber müsste sich bei den Strategen die Torgefährlichkeit der Nummer 9 des WAC nicht in der Vorbereitung herumgesprochen haben? Beide Gegentore fielen durch den unbeobachteten Stürmer vom langen Eck nach einer Standardsituation, also eine Szene, auf die sich beide Teams einstellen können.

Motivation

Der Eindruck ist immer wieder derselbe: Rapid spielt nicht wie eine Mannschaft, die es zu etwas bringen will. Der Kaderwert des WAC ist 14 und der von Rapid 32 Millionen Euro. Am Platz war das nicht zu sehen, im Gegenteil. Bei Rapid spielt man, weil man es zu etwas gebracht hat; beim WAC, weil man es noch zu etwas bringen will. Das muss natürlich nicht so sein, aber das ist der Eindruck.

Nachwuchsspieler

Nachwuchsspieler haben es schwer bei Rapid und noch schwerer bei Didi. Didi nimmt nur Spieler vom „Tifus“, den Eigenbauspielern traut er nicht recht.

Trainerbilanz

Der Tagebuchautor hat viel Zeit in der Messtechnik verbracht. Und messen bedeutet vergleichen. Es ist mir unerklärlich, wie unkritisch der Fanblock unserem aktuellen Trainer gegenübersteht. Grüne Vergangenheit genügt. Der Ausdruck „Wos wiegts des hots“, scheint sich bei Rapid noch nicht herumgesprochen zu haben.

Vor etwa einem Jahr, am 17. 3. 2019, nach dem Unentschieden gegen Hartberg wurde ein erster Vergleich zwischen dem unbedankten Trainer Gogo und seinem Nachfolger Didi gezogen.

Punkte Spiele Trainer
1,41   22     Kühbauer
1,73   67     Djuricin

Der, der alles verbessern sollte, schnitt damals deutlich schlechter ab als sein geschasster Vorgänger. Sein alleiniger Vorteil war und ist, der Kredit bei den Hardcore-Fans und damit eine von außen unbeeinflusste Entwicklung des Teams. Kritik seitens der Fans war zu spüren, richtete sich aber nicht wie früher gegen den Trainer, sondern gegen die Spieler. So ist es auch heute noch.

Erfolge gab es nur allzu wenige, die wichtigen Ziele wurden in der vorigen Saison alle verfehlt, hier die gesammelte Pleitensammlung:

  • Aufstieg in die Meistergruppe
  • Cup-Aus
  • Playoff für den internationalen Startplatz
  • Glücklose Experimente mit einem 3-5-2-System, die auch Punkte gekostet haben

In der laufenden Saison wurde die Meistergruppe zwar erreicht, doch die große Freude kommt bei Spielen wie zuletzt gegen Hartberg und heute gegen den WAC nicht gerade auf. Ein Vergleich mit der Spielstärke und vor allem der Punkteabstand zum Spitzenduo ist ernüchternd. Es ist wieder an der Zeit einen Vergleich zu ziehen.

Punkte Spiele  S  U  N  Trainer
1,70   60     30 12 18  Kühbauer
1,73   67     34 14 19  Djuricin

Inzwischen hat Didi fast die Anzahl der von Gogo geleiteten Spiele erreicht und sein Punkteschnitt hat sich um 0,29 Punkte verbessert, es fehlt aber immer noch ein Alzerl auf Gogo. Immerhin wurde Gogo wegen dieses Punkteschnitts gekündigt und wir haben diesen Stand immer noch nicht erreicht. Nach 60 Spielen zeigt Rapid ein Bild, das wir vor 60 Spielen auch schon hatten. Zu durchschnittlich ist das Geschehen am Platz, und weit entfernt von dem, was am Ende eines Arbeitsabschnitts immer verlautbart wird, dass wir demnächst eine andere Mannschaft erleben werden. Nach dem heute Erlebten fehlt uns einfach der Glaube, dass da noch etwas kommen könnte.

Als ewiger Optimist könnte man sogar auf die Idee verfallen, dass man sogar eine Chance auf den Meistertitel hätte, aber die Spieler scheinen dieses Ziel zu wenig vor Augen zu haben.

Ambiente

Der Rapid-Fanbus wird von Maria, Jürgen und Hans von Fanklub Speising organisiert. Auch in einem ausverkauften Bus gibt es freie Plätze, weil einfach nicht alle kommen. Aber wenn man tatsächlich verhindert ist, wen sollte man verständigen? Rapid? Probiert das einmal, es hebt einfach niemand ab, und an einem Sonntag wäre auch niemand anwesend. Eine Telefonnummer der Busverantwortlichen kennt man nicht, sollte aber auf der Busreservierung stehen.

Wir lernen hier immer neue Fanklubs kennen. Heute war es „Grüner Stern Rapid Wien“. Die Truppe sorgte für Stimmung und ausreichend laute Disco-Musik im Bus. Es gab Schitzelsemmeln (Schwein, Sur und Huhn), Wurstsemmeln und Käsesemmeln.

„Superpublikum!“ „Scheißspreha!“ Das ist der wenigstens zur Hälfte zutreffende Dialog zwischen dem Stadionsprecher und den „Lafentalern“. Dass der Schiedsrichter für den Gegner pfeifft, die gegnerischen Spieler nur den toten Mann spielen und überhaupt alle „Schiaba“ sind, das ist der Grundtenor auf der Osttribüne. Wie in Hütteldorf, so im Lavanttal.

Links

*) Roland Düringer schildert in seinem „Regenerationsabend“ das Phänomen der „Vorreaktion“. Es handelt sich um eine automatisch und daher zu früh wiedergegebenen Text oder Handlung, ohne auf den Schauspielkollegen und auf die Abfolge der Situationen der Handlung Rücksicht zu nehmen.

Genau so empfindet man Spielzüge, die gut gelernt wurden, die aber ins Leere gehen, weil man nicht auf den Mitspieler achtet. Der Spielzug darf natürlich nur dann angewendet werden, wenn die Mitspieler auf ihren Plätzen sind, sonst schaut das alles ziemlich stümperhaft aus.

Neusiedl-Rapid II

2:2 (2:2)

Der furiose Spielbeginn von Neusiedl ließ schon einen Untergang von Rapid II befürchten, stand es doch nach 14 Minuten schon 2:0 für die Gastgeber. Doch Rapid II kämpfte sich zurück und konnte noch vor der Pause ausgleichen und hatte sogar noch Chancen auf das 2:3.

Nach dem Seitenwechsel begann Neusiedl wieder druckvoll, doch nach und nach bekam Rapid II das Spiel unter Kontrolle und das Spiel verlagerte sich zum Tor von Neusiedl. Hohe Bälle in den Strafraum aus Eckbällen oder Freistößen war das Rezept, doch es reichte nicht für einen Torerfolg.

Dem Trainer wird die disziplinierte Spielweise gefallen haben, mit dem mageren Punkt verringert sich aber der Abstand zu den Verfolgern Ebreichsdorf und Sportklub.

Ambiente

Das Sportzentrum liegt am Rande des Schilfgürtels, das Auto parkt praktisch direkt am Schilf. Benachbart sind das Hallenbad und ein riesiges Schulzentrum, bestehend aus Bundesgymnasium, HAK&HASCH, Polytechnikum und Kochschule Pannoneum.

Exakt 60 Minuten vor Spielbeginn öffnetem der VIP-Club im NCS-Cafe und das reichhaltige Buffet des Kantinenvereins mit Riesenschnitzelsemmeln und anderen kulinarischen Highlights. Josef Kamper ist mit einem besonderen Angebot präsent.

Rechnet man nur die Zuschauer, hat der Nuesiedl SC monatliche Einnahmen von etwa 7.000 Euro (350 Zuschauer, 2x montalich, 10 Euro Eintritt). Das ist für einen solchen Verein viel zu wenig. Ein eigener Kantinenverein wurde gegründet, um den Neusiedl SC zu unterstützen, das NSC-Cafe ist täglich geöffnet, der VIP-Club bessert die Einnahmen auf. Es ist ein große Leistung, einen solchen Verein zu betreiben.

Immer präsent und seine Schützlinge beobachtend: Steffen Hofmann.

Links

Rapidviertelstunde-216

Rapidviertelstunde-216

  • 100 Tage Martin Bruckner, erste Bilanz
  • Sportstech Austria (Stefan Oesen)
  • Vaterfreuden bei Stefan Schwab
  • Die Grüne Horde

Link zum Video

Alle Folgen

Kein Vorteil bei Heimspielen

Wie wirkt sich der Spielort auf das Ergebnis von Fußballspielen aus? Im Einzelfall kann jedes Spiel so oder so ausgehen, egal, wo man spielt. Aber in der großen Zahl beginnt man Tendenzen festzustellen. Rapid konnte bisher bei Heimspielen im „Weststadion“ nicht so recht Fuß fassen, auch wenn die beiden letzten Begegnungen gegen Wattens und gegen Mattersburg gewonnen werde konnten.

Betrachten wir einmal nur die Heimspiele auf den bisherigen Spielstätten von Rapid. Lassen wir die eher untypischen ersten Jahre auf der Schmelz beiseite, dann bleiben:

Spielorte von Rapid

StadionSpieleErster SpieltagLetzter Spieltag
RudolfsheimerSportplatz1401902-08-011911-07-31
Pfarrwiese6961912-04-281978-04-22
Ernst-Happel-Stadion3001934-04-112016-05-11
Hanappi-Stadion7221977-05-102014-07-06
Weststadion802016-07-232020-03-01

Die Spielzeiten der Pfarrwiese und den Hanappi-Stadions überlappen, weil es nach der Eröffnung wieder Sanierungsarbeiten gab und weitere Heimspiele auf der Pfarrwiese ausgetragen werden mussten. Das Ernst-Happel-Stadion ist eine Heimspielstätte, die als Ausweichspielstätte, bei internationalen Bewerben und Spielen mit großem Zuschauerinteresse verwendet wurde.

Erfolge in Heimspielen

SUNT+T-PunkteID_STADIUM
64%16%19%2,91,42,1RudolfsheimerSportplatz
76%11%13%3,81,32,4Pfarrwiese
53%20%27%2,11,41,8Ernst-Happel-Stadion
64%20%16%2,20,92,1Hanappi-Stadion
49%26%25%1,71,01,7Weststadion

Man sieht deutlich, dass wir im heutigen Weststadion mit 49% die geringste Siegquote aller bisherigen Spielorte erspielen und dass auch mit 1,7 Toren pro Spiel die wenigsten Tore erzielt werden. Gleichzeitig sieht man aber auch, dass die Anzahl der Gegentore mit 1,0 Toren pro Spiel gering ist und dass es früher nicht nur mehr Tore, sondern auch mehr Gegentore gegeben hat.

Wir müssen bedenken, dass wir in der Tabelle ganz verschiedene Epochen des Fußballs vergleichen und Fußball in permanenter Veränderung begriffen ist. Trotz dieser historisch eher ungünstigen Bilanz im Allianz-Stadion hat Rapid so viel Mitglieder wie nie zuvor, also „what shalls“.

Vergleich Heim/Auswärts

Stadien des SK Rapid

Wir wollen nun aber wissen, die die Relation zwischen den Heim- und Auswärtsspielen ist. Diese Auswertung ist nicht ganz so einfach, weil die Auswärtsspiele in verschiedenen Stadien stattgefunden haben. Man muss die Auswertung daher nach einem Zeitraum und nicht nach dem Spielort vornehmen. Um die Sache zu vereinfachen, vergleichen wir die erzielte Punktezahl der Heim- und Auswärtsspiele. Die Punktezahl der Heimspiele wurde oben schon angegeben. Als „Heimstärke“ wurde der Quotient aus den Punkten aus Heimspielen und den Punkten aus Auswärtsspielen gebildet. Solange eine gewisse Heimstärke gegeben ist, ist diese Zahl größer als 1.

Punkte-Heim Punkte- AuswärtsHeimstärke
2,41,71,4Pfarrwiese
2,11,41,5Hanappi-Stadion
1,71,51,1Weststadion

Man sieht, dass Rapid zwar bei Heimspielen mehr Punkte erkämpft als bei Auswärtsspielen, dass aber diese Heimstärke im Weststadion nicht mehr in dieser Deutlichkeit wie früher zu sehen ist.

Die Gründe dafür können vielfältig sein.

  • Esoteriker könnten vorschlagen, doch die Schatzkiste vor der Südtribüne wieder aus- und beim anderen Tor einzugraben.
  • Die häufigen Trainerwechsel nach dem Einzug ins neue Stadion sind sicher ein wichtiger Faktor, der aber mit der hoffentlich zunehmenden Stabilität durch die allgemeine Akzeptanz von Didis Team bald der Vergangenheit angehören wird.
  • Was uns Zuschauern immer wieder auffällt, ist eine empfundene Andersbehandlung durch Schiedsrichter. Ich will gar nicht behaupten, dass Schiedsrichter absichtlich gegen Rapid pfeifen, nein, sie wollen wahrscheinlich nur besonders fair sein, und ja nicht den Eindruck erwecken, als würden sie die Heimmannschaft bevorzugen. Das ist aber in diesem speziellen Fall ein Nachteil des starken Heimsupports, weil man ihn in dieser Intensität anderswo nicht kennt und sich daher dieser „Fairness“-Nachteil nicht statistisch aufhebt.
  • Für Gastmannschaften ist das Spiel in Hütteldorf immer schon ein Highlight gewesen aber die neue Umgebung macht den Unterschied zwischen „Stadion“ und „Platz“ noch viel deutlicher. Dieser Motivationskick für die Gäste könnte auch eine Facette rund um das Rätsel des verlorenen Heimvorteils sein.
  • Es kann aber auch sein, dass es einen internationalen Trend gibt, der den Heimvorteil nicht mehr so groß erscheinen lässt wie früher, denn es wird darüber nachgedacht bei internationalen Bewerben, die Auswärtstorregel zu streichen und bei Punktegleichheit nach zwei Begegnungen immer eine Verlängerung anzusetzen.

Der Probst war mein Liebling

Heinz Deutsch stellt unseren Obmann Gerhard Niederhuber in der 23. Folge seines Podcasts 1899fm.net in einem Interview vor. Hier sein einleitender Text:

Gerhard Niederhuber ist der Obmann des ältesten Anhängerklubs Rapids, dem Klub der Freunde des SC Rapid. Mit dem Wiener Original habe ich unter anderem über seine Anfänge als Rapidfan in den 1950ern gesprochen, die legendäre Mannschaft um Happel, Hanappi und die Körner Brüder, seinen Lieblingsspieler Erich Probst, wie er Rapid einen Meistertitel ermöglichte und warum die heutigen Kicker amikaler und besser sind.“

1899fm.net

Hier findest Du eine vollständige Liste aller bisher erschienenen Podcasts von Heinz Deutsch:

Heinz Deutsch

Our Master’s Voice

In der Gründungszeit von Rapid, genau 1898, hat der Maler Francis Berraud das später berühmt gewordene Bild geschaffen, bei dem sein Hund Nipper dem Klang eines Edison-Phonografen lauschte. Leicht abgewandelt lautet der Spruch für das Titelbild einiger Audio-Mitschnitte vom Sonntagsspiel gegen Mattersburg „Our Master’s Voice“:

Our Master’s Voice

Wem am Sonntag beim Spiel gegen Mattersburg die Rochade im Amt des Stadionsprechers nicht bekannt war, dem wäre nichts aufgefallen, so gut hat sich Lukas in diese Rolle hineingelebt.

Ein Rapid-Mitarbeiter erzählte, wie genau sich Lukas vorbereitet hat. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Alle gleichbleibenden Passagen der Spielmoderation wurden geübt. Wenn man also meint, Lukas habe einfach Talent, dann schmälert das seine Leistung, weil viel für uns unsichtbare Vorbereitungsarbeit hinter dem fehlerfreien Auftritt am Spieltag steckt.

Zur Erinnerung an diese erste von hoffentlich vielen Spielmoderationen von Lukas habe ich einige Passagen aufgezeichnet:

Rapid-Mattersburg

3:1 (1:1)

Endlich zwei Heimsiege zur Verbesserung der Heimbilanz! Aber es war nicht nur ein Sieg, sondern auch ein gutes Spiel mit sehr vielen Chancen auf beiden Seiten, mit sehr vielen schönen Spielzügen und einem guten Ende für Rapid, denn wie so oft war es keineswegs ein Start-Ziel-Sieg, denn besonders in der Anfangsphase erlebten wir eine engagiert aufspielende Mattersburger Elf, gegen deren Angriffe sogar die Latte retten musste.

Für Rapid waren Stefan Schwab und Taxiarchis Fountas die Matchwinner. Kelvin Arase kann sich immer besser in Szene setzen.

Unser Eindruck als Zuschauer, dass verschiedene Angriffsaktionen wegen Abseits zu Unrecht abgebrochen geworden wären, wurden durch die Audiokommentatoren von Bundesliga-On-Ear nicht bestätigt, sodass man die Leistung des Schiedsrichterteams als „unaufgeregt“ beschreiben kann.

Ambiente

Der Block hatte zu einer tollen Aktion gerufen, zu einem gemeinsamen Marsch von der Hütteldorferstraße zum Grab von Alfred Körner und dann zum Stadion. Auch die Choreogradie widmete man Alfred Körner mit dessen Spruch „Wir sind als Rapidler geboren und als Rapidler sterben wir“. Auch „Alfred Körner“-Sprechchöre hörte man während des Spiels. Die alte Hymne wurde zwei Mal gesungen.

Spruchband: „ÖFB&LIGA: Lasst Euch vom Hurensohn-Virus nicht infizieren. Gegen Kollektivstrafen & pro 50+1 in Ö, D & überall!“

Der Fußballplatz scheint einer der wenigen Orte zu sein, an dem die Legitimität der allgegenwärtigen Regentschaft des Geldes infrage gestellt wird; zwar nicht in den VIP-Klubs aber auf den Fantribünen. Hopp, der Eigentümer von Hoffenheim, sagt, dass er sich nicht erklären kann, warum die Fans ihn anfeinden. Auch in früheren Jahrhunderten hatten die damaligen Regenten eine so große Distanz zum Volk, dass sie sich deren Probleme nicht vorstellen konnten (siehe „Kuchen statt Brot“). Nicht nur, dass diese große Schere zwischen Arm und Reich besteht, Reich ist im Begriff, Arm das letzte Refugium streitig zu machen, das dieser sich in Stadien geschaffen hat. „Hopp“ ist nur der gerade anwesende Eigentümer eines Fußballvereins. An seiner Stelle kann man viele Namen einsetzen wie den uns vertrauten Mateschitz (RedBull) oder auch Abramowitsch (Chelsea) oder Scheich Monsour Bin Zayed Al Nahyan (Manchester City) uvam. Fußball entartet zu einem Marionettenspiel der ganz Großen und ob wir das so wollen, sollten wir uns alle fragen; und nicht nur am Fußballplatz, sondern ganz generell.

Zuschauerzahl

Nur beim Spiel gegen Altach im Ferienmonat August kamen noch weniger Zuschauer als die 14.000 bei diesem Spiel gegen Mattersburg. Man kann gespannt sein, welche Erkenntnisse eine Evaluierung der reformierten Liga bezüglich der Zuschauerzahlen ergibt.

Wenn Andy Marek das letzte Mal das Mikro hält, kommen in Hütteldorf gleich um 8.000 Zuschauer mehr, denn beim Spiel gegen Wattens kamen 22.000 und gegen Mattersburg nur 14.000. Ein Popularitätsunterschied des Gegners kann es nicht gewesen sein. Aber die 8.000 hätten auch gegen Mattersburg kommen können, denn so ein Sprecherwechsel kommt ja nicht alle Tage vor.

Lk 1,1

„Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat.“

Gar nicht so schlecht, dass dieser Lukas vor 2000 Jahren schon gewusst hat, dass hier ein Bericht über das Geschehen verfasst wird! Dass wir die erste Moderation von Lukas Marek miterleben durften, hatte schon etwas Biblisches.

Perfekter kann eine erste Moderation nicht verlaufen. Es war kein kritisches Spiel, auch der Schiedsrichter war zum ersten Mal in Hütteldorf, Andy im Hintergrund sicher alles mit einer gewissen Anspannung beobachtend, aber Sorgen waren völlig unbegründet. Wer es nicht gewusst hat, hätte geglaubt, es hätte gar keinen Wechsel im Amt des Stadionsprechers gegeben, so perfekt war die Moderation von Lukas. Sogar bei der Ansage der Endstände der parallel verlaufenen Spiele, hat er gekonnt den Ausrutscher der Veilchen in Graz dramaturgisch richtig als Schlusspunkt angesetzt. Wir alle können höchst zufrieden sein mit diesem nahtlosen Übergang.

Auzeichnungen der Ansage von Lukas siehe Beitrag „Out Master’s Voice“.

Links