LASK-Rapid

0:4 (0:1)

Ich erinnere mich einen historischen Auswärtserfolg von Rapid in Birmingham am 26.8.2010. Rapid siegte 3:2 und stieg damit in die Gruppenphase der Europa-League auf. Das unmittelbar folgende Spiel gegen den LASK am 29.8.2010 ging 0:1 verloren – wie so oft nach großen Erfolgen.

Wir wünschen allen Lesern des Tagebuchs ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Rapid-Jahr 2019.
Die nächste Mitgliederversammlung findet im Februar statt. Genaueres wird an dieser Stelle bekanntgegeben.

Die heutige Runde war eine Art späte Revanche, denn auch heute kam LASK von einem denkwürdigen Spiel siegreich zurück in die Niederungen der Pflichtspiele – und verlor, wie einst Rapid. Und der LASK war in guter Gesellschaft, denn auch der WAC verlor und das große RedBull spielte – ebenfalls nach einem bedeutenden Spiel – nur Unentschieden beim Tabellenletzten, Admira.

Unser Goleador meinte zuletzt, der „Rapidgeist“ wäre abhanden gekommen. Wer nun dieses Spiel gesehen hat und den Einsatz mit dem sich Rot-Blau dem LASK entgegengestellt hat, der weiß, dass dieser „Rapidgeist“ einfach der Teamgeist der Sieger ist, und wenn nicht gewonnen wird, dann hat dieser „Geist“ eben die Seiten gewechselt. Wenn man mehr gewinnt, also auf der „Siegerstraße“ ist, meint man, diesen Geist gepachtet zu haben und gibt ihm einen Kosenamen, eben „Rapidgeist“:

Den Kampfgeist von Rapid kann man auch an den Zahlen der Bundesliga-Statistik ablesen: 22 Fouls von Rapid und nur 9 vom LASK. 5 gelbe Karten von Rapid und nur 3 des LASK.

Und es war jede Menge Glück dabei. Wir hätten uns auch nicht bei einer Niederlage beklagen dürfen, denn die Chancen für den LASK waren da (1x Latte, 1x Stange). Die Vorgeschichte zum 1:0 war ein Gustostückerl der Cleverness, das rasche Erkennen eines Vorteils bei unorganisierter LASK-Abwehr. Natürlich hätte der Schiedsrichter den raschen Einwurf von Stefan Schwab wiederholen lassen können, hat er aber nicht – es war ja kein Heimspiel von Rapid. Durch den Druck des LASK auf den Ausgleich eröffneten sich Räume, die wir sehr gut nutzen konnten.

Schiedsrichter

Schiedsrichter Gishamer ist einer, dessen Pfiffe sich günstig für Rapid auswirken, denn unter seiner Leitung ist der erzielte Punkteschnitt 2,17 (vor diesem Spiel 2,0). Allerdings hat er erst 6 Spiele geleitet, vielleicht ändert sich das ja noch. Es gab noch vor unserem Führungstor eine durchaus strittige Szene, bei de man – laut Sky-Kommentatoren auch hätte auf Elfmeter entscheiden können und der Einwurf, der unser 1:0 eingeleitet hat, hätte auch anders entschieden werden können. Und das sind sie, die Kleinigkeiten, aus denen sich schließlich Siege entwickeln.

Noch ein Aspekt zur aktuellen Heimschwäche von Rapid: Nehmen wir an, dass es tatsächlich so etwas wie ein stilles Übereinkommen zwischen den Schiedsrichtern gibt, das da lautet: „nur nicht nachgeben vor dominantem Heimpublikum“, dann könnte das durchaus die auffällige Heimschwäche von Rapid erklären.

Nun ist es aber so, dass die Grundausstattung eines Schiedsrichters so etwas wie Gerechtigkeitssinn ist. Wir haben bei einem Vortrag über das Schiedsrichterwesen einen Satz gehört, der sinngemäß gelautet hat, dass ein Schiedsrichter im Laufe eines Spiels genug Gelegenheiten hat, Fehlentscheidungen zu kompensieren. Wenn also auf der einen Seite in einer strittigen Szene ein Elfmeter (fälschlicherweise) nicht gegeben wurde, dann wird das möglicherweise auf der anderen Seite auch so gehandhabt, auch wenn man in beiden Fällen auch hätte anders entscheiden können. Gerchtigkeitssinn eben. Ein typisches Beispiel könnte das (verlorene) Heimspiel gegen St.Pölten gewesen sein. Was haben wir uns über das klare Foul im gegnerischen Strafraum aufgeregt und dabei übersehen, dass es in unserem eigenen Strafraum sogar zwei ähnliche Szenen gegeben hat.

Und das könnte – unbewusst – auch die Heim/Auswärts-Bilanz von Rapid beeinflussen. Man weiß, dass bei Heimspielen eher pingelig gegen die Heimmannschaft entschieden wird – unbewusst natürlich, also kompensiert man das bei den Auswärtsspielen. Warum nicht? Es hätte eine gewisse Logik, die sogar für die Schiedsrichter spricht.

Mannschaften mit einer Sonderstellung wie eben Rapid mit starkem Heimsupport müssen eben deutlich besser sein als ihre Gegner, um die „Vorspannung“ des „Unparteiischen“ zu übertreffen.

Ambiente

Das Stags-Head war gut besucht, die Freude über des Spielverlauf riesengroß.

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