Andy Mareks Weihnachtsshow

Es dauert nur eine oder zwei Stunden, bis die Sporthalle von Waidhofen an der Thaya für die „Andy Mareks Weihnachtsshow“ ausverkauft ist – „restlos ausverkauft“. Aus der Rapid-Familie kommt die kleine Gruppe, bestehend aus Arnold, Florian, Franz, Janine, Peter (heuer leider erkrankt) und Silvia, die an diesem Tag ausnahmsweise „aufs Land“ pendeln um dieses einzigartige Fest zu besuchen. Fast fünf Stunden vielfältigstes Programm ohne Pause mit Künstlern, die Andy mit einer Leichtigkeit „aus dem Ärmel“ zaubert, die verblüfft.

Abendessen in Mörtersdorf

Wir leiteten den Abend jetzt schon traditionell mit einem Besuch bei der Graselwirtin ein und staunten nicht schlecht, als wir die Zelle des Räuberhauptmanns Grasel im Keller leer fanden. Auf einem Zettel stand „Mia reichts – Pfiat eich.“. Ganz schlau wurden wir daraus nicht, jedenfalls konnte man aus dem Zeitungsbericht über eine nachgestellte Verhandlung erfahren, dass Grasel heute höchstens mit fünf Jahren Gefängnis zu rechnen gehabt hätte und ein Teil der Strafe bedingt ausgesprochen werden würde und er sich daher längst in der Weihnachtszeit auf Heimaturlaub befinden würde.. Daher vielleicht die Leerstehung der (ansonsten besetzten) Gefängniszelle. „Räuberhauptmann Grasels Wirtshaus-Haft“, Kurier 2013. Hinrichtung 1818 DocPlayer

Andys Weihnachtsshow

Wenn Andy zu seiner Weihnachtsshow einlädt. wird man für diese Stunden Teil seiner großen Waldviertler Familie. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, Menschen aus der Region zu helfen, die in eine Notlage geraten sind; eine Art „Waldviertler Licht ins Dunkel“. Was er dem Publikum dabei an Programm bietet, ist in dieser Vielfalt, Menge und Qualität einzigartig.

Am Beginn der Veranstaltung konnten die Besucher dem Team rund um Andy Marek eine Aufgabe stellen. Aus den abgegebenen Aufgaben wurden zwei gezogen und waren später eigene Programmpunkte.

Ablauf der Show

  • Lukas kündigt die Show professionell an und bietet auch gleich ein Gewinnspiel an. Man sollte ein Foto vom Abend erstellen und in Instagram mit dem Hashtag #amxmas19 posten.
  • Bundespräsident Van der Bellen richtet eine Video-Botschaft an das Publikum. (Echt! Keine Maschek-Parodie)
  • Andy Marek eröffnet die Show, begrüßt die Gäste, allen voran den Bürgermeister und Vizebürgermeister .
  • Die Sporttanzgruppe TSC Schwarz Gold, die zu den besten der Welt zählt, präsentiert einen Querschnitt durch ihr Programm.
  • Aus den abgegebenen Aufgaben werden zwei gezogen: (1) Folgende Personen der Gemeinde sollen gemeinsam ein Weihnachtslied singen: Bürgermeister, Vizebürgermeister, ein Polizist, ein Feuerwehmann, ein Sanitäter und der Pfarrer, (2) Andy Marek soll mit Steffen Hofmann das „Lied von der Kanne“ vortragen.
  • Tom Walek erzählt amüsanten Geschichten aus der Langzeitsendung „Mikromann“, von seinem Südpolabenteuer mit Hermann Maier und „Wandern mit Tom Walek“
  • Ein 14-jähriger Rollenaktobat zeigt Balancekunst auf hohem Niveau.
  • Andy Marek präsentiert Projekte, die aus der Veranstaltung des Vorjahres finanziert wurden.
  • Am 25.12. wird ein Mädchen in ORF-2 mit Helene Fischer im Duett singen. Und dieses Mädchen trat mit einem toll vorgetragenen Lied auf.
  • Andy Marek singt „So this is Christmas“ von John Lennon.
  • Waltraud Haas erzählt über ihre 70-jährige Karriere, über ihre Filme mit Hans Moser und Peter Alexander und über ihre kommenden Projekte.
  • Romana Schneller vom Zirkus Pikard, eine gebürtige Hornerin, präsentiert Jonglieren mit Händen und Beinen.
  • Ein zehnjähriges Mädchen aus der Mongolei erregt Aufsehen mit ihrer Fähigkeit, ein-, zwei-, drei- und vierstellige Zahlenfolgen (positive und negative Zahlen gemischt) fehlerfrei ohne Hilfsmittel zusammenzuzählen. Dass sie von Lukas und Andy vermischt vorgesagte Zahlen addieren und dem richtigen Sprecher zuordnen konnte, war erstaunliche.
  • Daniela Eibensteiner, Waldviertler Superstar 2005
  • Lukas Pratschker & Falco zeigen ihr Programm. Falco ist ein Border-Collie. Lukas & Falco sind Gewinner der 7. Staffel von „Supertalent“. Sie kamen unter die Top-10-der-Welt in einer großen Us-Amerikanischen Show.
  • Die erste Publikumsaufgabe wird gelöst. Es war nicht ganz einfach, den Pfarrer zu finden. Das Sängerquintett, angeführt vom Bürgermeister, singt das geforderte Weihnachtslied. Andy Marek verpflichtet sich bei der Christmette als Ministrant zu erscheinen.
  • Ein Musical-Star-Duo (Maya Hakvoort, „Elisabeth“ & Lukas Perman „I am from Austria“) singen je ein Sololied und ein Duett.
  • Versteigerung von drei Rapid-Packages, bestehend aus je zwei VIP-Karten für das letzte Heimspiel mit der Moderation von Andy Marek am 16.2.2020, eine Stadionführung mit dem Präsidenten Martin Bruckner und dem signierten Trikot eines Spielers mit dem Gesamterlös von 2.800,- Euro. DIe Spender sind Herr Morovsky, Landesrat Waldhäusl und ein Gmündner Unternehmer.
  • Auftritt der Jugend-Bigband der Musikschule „Albert Reiter“
  • Baumeister RIchard Lugner plaudert mit Andy Marek über seinen Lifestyle und präsentiert sich sogar als Sänger, unterstützt durch Background-Sängerinen.
  • Welt- und Europarekordversuch mit Saltos. Europarekord wurde gebrochen, der Weltrekord wurde knapp verpasst.
  • Der a capella Chor Weinviertel bringt ein Medley aus Weihnachtsliedern mit einem modernen Arrangement.
  • Andy Marek singt ein Lied speziell für seine Frau Sabine, die ihn in dem schwierigen Monat November unterstützt hat.
  • Die Mayerin, Preisträgerin im Amadeus Award 2019, singt zwei Dialektlieder.
  • Akrobat Noah Chorny zeigte seine Kunst auf einer ziemlich biegsamen Straßenlaterne.
  • Andy Marek berichtet über Interviews 2019 mit Marcel Hirscher, Michael Heyböck, Seiler und Speer, Andy Lee Lang uva.
  • Dennis Jale, der Elvis-Darsteller präsentiert zwei Lieder und kündigt eine Tournee mit den „Original Musicians“ an, jene legendären Musiker und Background-Sänger, die mit Elvis Presley gemeinsam musiziert haben.
  • Kabarettist Christoph Fälbl bringt einen Auszug aus seinem aktuellen Programm „Midlifepause & Menocrisis“.
  • Ulli Bäer, einer der gefragtesten Studiomusiker, singt zwei Lieder, darunter „Lass mi amoi no d’Sun aufgehn segn“.
  • Aus den zahlreichen Bildern, die im Rahmen des angekündigten Gewinnspiels an Facebook eingesendet wurden, wir eines gezogen. Der Gewinner erhält einen Warengutschein in der Höhe von 100 Euro.
  • Dem Bühnenteam von Andy Marek ist es gelungen, Steffen Hofmann aus Wien zu holen. Andy und Steffen singen das legendäre Lied „Loch in der Kanne“, besonders bekannt in der Version von Reinhard Mey und Rainhard Fendrich.

Am Ende der Veranstaltung waren alle Gäste aufgefordert, aus den zahlreichen gespendeten weihnachtlichen Waren auszuwählen und dafür eine Spende zu leisten. Unsere Ausbeute: Ein 6er-Tragerl Zwettler Bier, Mohnzelten und ein Kletzenbrot.

Bildergalerie (Auszug)

Links

Andy Mareks Weihnachtsshow 2014-2019

2019-12-21Sporthalle (1.400 Besucher) Bilder Bericht
2018-12-22 Sporthalle (1.400 Besucher) Bilder Bericht
2017-12-17 Sporthalle (1.400 Besucher) Bilder
2016-12-18 Sporthalle (1.400 Besucher) Bilder
2015-12-20 Stadtsaal (680 Besucher) zwei Vorstellungen Bilder
2014-12-20Stadtsaal (340 Besucher) Bilder Bericht
Ausdrucken

Fanklub-Weihnachtsfeier

Der Abend begann beim gut besuchten Punschstand der „Wächter von St. Hanappi“, bei dem auch Steffen Hofmann heiße Getränke servierte. Der Preis war eine freie Spende, die für die Kinderzukunft gesammelt wurde.

Die Rekordmeisterbar war bis auf den letzten Platz gefüllt, ein zusätzlicher Tisch wurde aufgestellt.

Andy begann seine Moderation mit einem Rückblick auf die Hochs und TIefs des abgelaufenen Jahres und ließ auch die schmerzhaften und irgendwie tragischen Niederlagen gegen RB im Cup und gegen Sturm im PlayOff nicht aus. Man hatte das Gefühl, als hätten diese Niederlagen den Zusammenhalt in der Fangemeinde sehr gestärkt.

Präsident Martin Bruckner bedankte sich bei den Fans für das zahlreiche Erscheinen, immerhin waren über 100 Fanklubs mit je zwei Personen vertreten. Er versicherte, dass er mit dem neuen Präsidium versuchen wird, Rapid kontinuierlich zum Erfolg zu führen und man abrupte Kurswechsel vermeiden wird. Aus den unvorhersagbaren Folgen von Veränderungen habe man gelernt. Er erzählte auch, dass das Präsidentenamt keineswegs Teil einer Karriereplanung war; er wäre durch die Kollegen dazu ermuntert worden, in seiner Präsidentschaft die Erfahrungen seines Vorgängers Michael Krammer weiterzutragen.

Christoph Peschek erklärte, dass man auch das aktuelle Geschäftsjahr wird positiv abschließen können. Er ging auch auf die überaus gute Zusammenarbeit mit Zoki ein, die so weit ginge, dass die nahenden Weihnachtsfeiertage so etwas wie Entzugserscheinungen hervorrufen würden.

Dass hier nicht mehr der Trainer, sondern der Sportdirektor auftrat, bemerkte Andy Marek gleich an dessen Bekleidung. Trainingshose war einmal, italienische Modekleidung deutete auf das neue Amt hin. Dennoch verbringe Zoki auch viel Zeit bei den Trainings, um immer am Laufenden zu bleiben. Er wurde zu seinen Reaktionen nach seiner Kündigung gefragt. Natürlich wäre das für ihn eine schwere Zeit gewesen, über die er versucht hat, im Ausland hinwegzukommen und sich weiter zu entwickeln. Andy bestätigte diese Entwicklung mit einer Anekdote aus dem Jahr 2006, als Zoki als Co-Trainer unter Peter Pacult erstmals bei einer Pressekonferenz im damaligen kleinen VIP-Klub des Hanappi-Stadions auftreten musste. Andy berichtete, dass Zoki damals die Fragestunde schweißgebadet beendet hat. Diese damalige Nervosität habe er abgeschüttelt und gehe nun schon fast als Medienprofi ans Werk.

Die spannendste Frage war aber die, warum denn die vielen Jungtalente zwar den Kader vergrößern, mittrainieren und auf der Bank sitzen aber kaum Einsatzminuten bekommen. Darauf hatte Zoki keine direkte Antwort, das müsse man den Trainer fragen. Sein Verhältnis zu Didi beschrieb er als korrekt, dennoch bleiben unterschiedliche Auffassungen. „Freunde ja, Haberer na“. könnte man sagen.

Zoki beschrieb die derzeit durchaus positive Entwicklung als einen Prozess, der hoffentlich mit einem Titel gekrönt werden würde. Auf die Frage, wann er das erwarte, konnte er nicht sagen. Wir, das Publikum, dürften auch sehr ungeduldig sein. Wenn man eine der größten Trainer-Karrieren, die des legendären Sir Alex Ferguson bei Manchester United, betrachtet, kann man sehen, wie viel Geduld die dortige Vereinsführung und natürlich auch die Fans aufgebracht haben, bis sich schließlich Erfolg eingestellt hat. Ganze sechs Jahre hat es dort bis zum ersten Titel gedauert.

Es war der letzte große Abend mit Andy Marek (für Insider gibt es am kommenden Samstag noch die „Andy Mareks Weihnachtsshow“ in Waidhofen an der Thaya). Und es war Einiges an großer Dankbarkeit, Bewunderung und Wehmut dabei. Standing Ovations nach Dankesworten von Martin Bruckner. Andy hat diese Huldigungen eher weniger gern. Er stellte sachlich fest, dass das Haus Rapid und insbesondere das Fanservice auf soliden Beinen steht, und dass der gegebene Zusammenhalt zwischen Fans und Verein die Arbeit in der Zukunft erleichtern wird. Er appellierte an die Fanklubleiter, diesen Zusammenhalt wie bisher zu pflegen. Andy lobte Christoph Peschek als einen sehr fanaffinen Kapitän, der Rapid noch lange erhalten bleiben möge.

Ein angedeuteter Hinweis auf das Verhältnis zwischen Verein und Fans am Verteilerkreis sollte uns Warnung genug sein, Spaltungstendenzen zwischen einzelnen Gruppen der Rapid-Familie nicht aufkommen zu lassen.

Andy bedankte sich bei Robert Racic stellvertretend für das Team des Fanservice.

27

Bei Rapid ist die Antwort auf die „Frage nach dem grün-weißen Leben, dem grün-weißen Universum und dem ganzen Rest“1) nicht 42 sondern 27. Es ist eine interessante Symmetrie der Rapid-Geschichte, dass die Ära Schönecker (1911-1938) ebenso lang gedauert hat wie die Ära Marek (1992-2019), nämlich genau 27 Jahre. Der erste hat den Grundstein für den sportlichen Ruf von Rapid gelegt, der zweite hat Rapid in unvergleichlicher Weise durch seine Inklusionspolitik popularisiert. Er hat nicht sportlichen Erfolg verkauft, der ja bekanntlich „ein Vogerl“ ist, sondern Gemeinschaft; eine Erfolgsstory!

Grün-weißes Christkind

Keine Fanklubweihnachtsfeier vergeht ohne Geschenke für die Gäste. Heute hat sich Andy Marek etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Für jeden Besucher gab es einen Jahreskalender 2020 und einen personalisierten Schal mit dem Aufdruck des Fanklubs und des Namens, übergeben vom Präsidenten und den Geschäftsführern.

Nach der Verteilung der Geschenke gab’s ein tolles Buffet. Jeder Gast bekam zwei Freigetränke.

Abschiedsgedanken

Wir fragen uns alle, wie es denn im kommenden Jahr weitergehen wird, zum Beispiel

  • mit den Stammtischen,
  • mit den Ansagen im Stadion (für die es mit Lukas einen perfekten Nachfolger gäbe),
  • mit dem Moderator der Rapidviertelstunde,
  • dem Fanbetreuer,
  • dem Organisator der Auswärtsfahrten,
  • den Ideengeber,
  • dem zwischenmenschlichen Kitt,
  • dem Kommunikator,
  • mit dem, der alle kennt und den alle kennen und mit dem die meisten können,
  • dem Freund,
  • mit all den vielen Dingen, die wir alle im direkten Kontakt mit Andy erleben durften – und die vorbei sind.

Wie geht es weiter mit Rapid? Das zugehörige Brainstorming wird im Jänner in Form einer Klausur stattfinden, und was auch immer entschieden werden wird, sportlicher Erfolg würde alles leichter machen.

Beim Händeschütteln erzählte mir Jürgen von der Zeit vor Andy Marek, als es unter der Geschäftsführung von Franz Binder Jun. noch untersagt war, Fahnen auf der Tribüne zu schwenken. Er berichtete von einem Heimspiel gegen Sturm vor 900 Zuschauern, bei dem West-, Nord- und Ost-Tribüne geschlossen waren und das kleine Häuflein der Zuschauer sich auf der Südtribüne versammelte. Und er erinnere sich noch genau an den Tag der offenen Tür, bei dem ein 30-jähriger, blondgelockter junger Mann verkündete „Grias eich, i bin der Andy und i kum ausn Waldviertel.“

Wir wünschen Andy, dass sein derzeit einziger Wunsch bald in Erfüllung gehen möge. Daaanke!

Links

  1. Zitat aus „Per Anhalter durch die Galaxis“
Ausdrucken

Weihnachtsfeier

Es war tatsächlich eine Weihnachtsfeier für alle, die kommen wollten. Zwar hatten wir auch bei der früheren Weihnachtsfeier „old style“ den Eindruck, dass alle dabei sein konnten, doch die eindrucksvolle Zahl von 6.200 Besuchern zeigte deutlich, dass das frühere Fest viele ausgeschlossen haben muss. 1)

Bedenken wir, dass die Kinder die Stadionbesucher von morgen sind und daher die Kinder die Zielgruppe Nummer eins bei fanorientierten Veranstaltungen. Daher waren die Programme auf der Bühne und bei den verschiedenen Stationen der Röhre auch auf das kleine Publikum ausgerichtet.

Aber auch die Großen kamen nicht zu kurz, denn die akrobatischen und gesanglichen Darbietungen waren von gewohnt hoher Qualität. Andy nutzte die Anwesenheit des Zirkus Pikard in Wien und lud zwei prominente Artisten zu diesem Abend ein.

So voll war die VIP-Tribüne noch nie!

Es herrschte Höchstbetrieb auf beiden Ebenen. Beim ersten Weihnachtssingen mit der Mannschaft um 17:00 war die VIP-Tribüne zum Bersten voll. Alle Plätze waren besetzt, auf den Stiegenabgängen war auch kein Platz mehr zu kriegen. Wir haben gerade noch einen Stehplatz ergattert. Da das Geschehen im Stadion auch in die Röhre übertragen wurde, konnte man aber auch im Warmen sitzen bleiben.

Thomas Murg, genannt „James“ war gefeierter Solotenor des Abends. Dejan Ljubicic wurden an diesem Abend nur „Bruder“ genannt, wahrscheinlich eine Anspielung auf seinen Bruder, der bei St.Pölten spielt. Bemerkenswert war die bescheidene Haltung des Cheftrainers gegenüber dem konsumorientierten Weihnachtsfest. Er unterstützt zwar die Bemühungen seiner Familie für ein schönes Fest, ist aber selbst ziemlich wunschlos und freut sich „halt“ wenn ihm jemand unbedingt ein Geschenk machen muss.

Nichts bei der Moderation von Andy hätte uns auf seine schwere Operation hingewiesen, und doch verfolgten wir diese letzte große Show mit großer Wehmut. Wir stellen uns natürlich die bange Frage, wer denn alle diese Arbeiten von Andy in Zukunft managen wird und sind schon gespannt auf die Entscheidungen der Geschäftsführung und des Präsidiums. Lukas hat schon im Rapid-TV und bei den Moderationen sein Können unter Beweis gestellt, und wir können uns sehr gut vorstellen, dass er in Zukunft eine größere Rolle zugesprochen bekommt.

Andys Zitat am Ende des zweiten Singens mit der Mannschaft kennzeichnete seine Situation und wohl auch mancher Gäste an diesem Abend: „Ein Gesunder hat viele Wünsche; ein Kranker nur einen, gesund zu werden“

Und um Andys Worte zu verwenden: „So lassen wir das stehen, und auf das seine Gesundung möglichst bald gelingen möge.“

Links

  1. Zufällig fand zeitgleich das (für den Stadtrivalen) wichtige Spiel gegen den WAC statt und dort zählte man 6.700 Besucher. Das Ergebnis 1:1 bescherte uns indirekt den dritten Tabellenplatz, weil wir mit dem Sieg gegen die Admira den WAC überholen konnten.
  2. Die vor der Nord- und Südtribüne gespannten Netze werden während der Winterzeit vor Vereisung in einem Sack geschützt aufbewahrt.

Ausdrucken

Admira-Rapid

0:3 (0:2)

Mit einer gewissen Erleichterung sahen wir die Mannschaft mit einem 4-2-3-1 auflaufen und das mit einem spielfreudigem Jung-Papa Taxi, der sich auch gleich zwei Mal in die Torschützenliste eingetragen hat. Man kann es drehen wie man will, Taxi macht derzeit den Unterschied.

Auf den Rängen konnte man vereinzelt hören, dass man gegen einen schwachen Gegner gewonnen hätte. Aber immerhin spielte die Admira zwei Mal Unentschieden gegen die Austria und in der Vorwoche auch gegen RB, und wenn man in der Südstadt etwas lernen kann, dann das, wie man es dort schafft, in dieser vergleichsweise tristen Umgebung immer wieder konkurrenzfähige Teams aufzustellen.

Im „Zweiersturm“, der in der Schlussviertelstunde aufgeboten wurde, konnte nur der Debütant Yusuf Demir seine Qualitäten aufblitzen lassen. Nach einem sehenswerten Dribbling bediente er den in der Mitte stehenden Badji, doch der musste zu lange nachdenken – und schon war die Chance vorbei. Kitagawa zeigte einen Fehlpass und ein Foul. Badji und Kitagawa wird die Wintervorbereitung gut tun. Hoffentlich!

Wenn man Rapid-Erfolge sehen will, muss man auswärts fahren! Die Kluft zwischen der Punktezahl bei Heim- und Auswärtsspielen vertieft sich nach dem Derby und dem Admira-Spiel weiter.

Kinder an die Macht!

Immer wieder freuen wir uns über gelungene Debüts, aber danach verschwinden die jungen Talente wieder und befinden sich bestenfalls auf der Reservebank. Manchmal haben wir den Eindruck, als würde man die Qualität im eigenen Haus nicht ausreichend erkennen und setzt – wahrscheinlich aus einer Art des Sicherheitsdenkens – auf die gekauften Spieler.

Wir Zuschauer haben leicht reden! Wir erleben persönlich nicht den Druck eines Trainers und würden uns wünschen, dass mehr junge Spieler zum Einsatz kommen. Natürlich wünschen wir uns auch gleichzeitig Erfolg; wahrscheinlich ein Widerspruch.

Admira-Derby

Zwar liegt das Derby zwischen Austria und Rapid mit bisher 330 Begegnungen an der Spitze aller Derbies, doch an zweiter Stelle folgt schon die Admira mit bisher 278 Begegnungen und dann mit 213 Sturm. Zum Vergleich die erreichte ewige durchschnittliche Punktezahl (3-Punkte-Regel) seit 1911:

1,46 Austria
1,83 Admira
1,75 Sturm

Auf den ersten Blick schaut es so aus, als würde man mit 1,46 weniger als die Hälfte der möglichen Punktezahl gegen die Austria erreicht haben, dass also die Austria im Langzeitschnitt voran wäre. Das ist aber nicht der Fall, und das kommt durch den bei einem Unentschieden nicht vergebenen Punkt zustande.

Spiele   S   U   N  PPS Punkte PPS Punkte
   330 136  75 119    2   1,05   3   1,46

Man sieht, dass Rapid um 17 Siege mehr verbucht hat und man das bei der Zweipunkteregel auch sieht (1,05>2/2), doch bei der Dreipunkteregel nicht (1,46<3/2). Der nicht vergebene Punkt bei einem Unentschieden ist dafür verantwortlich.

Ausnahmsweise wünschen wir also unserem härtesten Langzeitgegner, der Austria, für ihr morgiges Spiel gegen des WAC einen Punkt, um auf dem dritten Tabellenplatz überwintern zu können.

Schiedsrichter

In der Vorschau stand noch am Vormittag, dass Schiedsrichter Heiß das Spiel leiten würde, doch am Abend war es Dieter Muckenhammer. Es gab eigentlich keine Situation, bei der Rapidler sich hätten über ihn ärgern müssen. Der Ärger über vergebene Chancen war jedenfalls größer.

Unter seiner Leitung erreichte Rapid bisher 1,45 Punkte pro Spiel und das ist deutlich unter dem Schnitt von 1,74 Punkten. Muckenhammer leitete bisher 20 Spiele und ist damit im besten Schiedsrichteralter*). Mit diesem Sieg ist der Punkteschnitt bei Muckenhammer auf 1,52 gestiegen.

*) Die durchschnittliche Anzahl der Rapid-Spiele aller derzeit aktiven Schiedsrichter ist 19 Jahre. Die Oldies sind Drachta (44), Eisner (39), Harkam (43), Schörgenhofer (56) und Schüttengruber (28); Ouschan (22) und Muckenhammer (21) liegen im Durchschnitt, alle anderen leiteten deutlich weniger als 20 Rapid-Spiele.

Heimschwäche

Man könnte auch sagen „Auswärtsstärke“ und ob diese eigenartige Relation der Ergebnisse nur reiner Zufall ist oder doch mit dem Erwartungsdruck in Hötteldorf zu tun hat, wer weiß! Wer hätte gedacht, dass sich hinter der Auswärtsstärke sogar ein Rekord versteckt, denn es ist heuer erstmals seit 1987 gelungen, 12 Auswärtssiege in einem Jahr zu schaffen. Das ist doch erstaunlich! Jetzt fehlt es nur mehr am Überwinden der Heimschwäche!

Ambiente

Wie es die Admira schafft, mit diesem geringen Zuschauerzuspruch über die Runden zu kommen, ist bewundernswert. Dabei ist das Spiel gegen Rapid mit 4.000 Zuschauern schon ein Highlight. Gegen den Meister Salzburg kommen 2.500, gegen die Austria 3.476 Zuschauer, gegen alle anderen Vereine unter 2.000 Zuschauer.

Wie man bei der Admira auf die verpflichtende Überdachung für die Tribüne für die Auswärtsfans reagiert hat, ist bezeichnend für die Situation in der Südstadt. Kurzerhand wurde ein Teil der Haupttribüne für die Auswärtsfans abgetrennt und mit einem eigenen Zugang von der Ostseite versehen. Mit dem Effekt, dass die immer sehenswerte Choreografie unseres Blocks von niemandem gesehen werden kann, außer von einigen auf diese Bilder spezialisierten Fotografen.

Die Wiener Lokalbahnen gehen auf die punktuell erhöhte Fahrgastfrequenz an Spieltagen ein und stellen zusätzliche Garnituren zur Verfügung, etwas, das sich die ÖBB auf der S80 zwischen Hütteldorf und Aspern abschauen könnten, indem sie wenigstens rund um die Spielzeiten in Hütteldorf die Zuglänge verdoppeln könnten (keine Kurzzüge).

Über die Badner Bahn

Eine Fahrt mit der Badner Bahn ist immer ein schönes Erlebnis, bedenkt man aber, dass diese Verbindung ursprünglich ausschließlich für den Transport von Ziegeln vorgesehen war, kann man sich ausmalen, wie die Gegenden links und rechts von der Bahnstrecke bis in die 1960er Jahre ausgeschaut haben. Die Gemeindegebiete von Inzersdorf, Vösendorf, Brunn, Wiener Neudorf und Guntramsdorf waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts riesige Ziegelproduktionsgelände, auch das heutige Gelände des BSFZ in der Südstadt war bis etwa 1940 eine Ziegelei. An diese Zeiten erinnern heute zahlreiche kleine Paradiese. Sei es der Badeteich Ozean in Guntramsdorf, der Schinterteich in Brunn, die Blaue Lagune in der SCS, das Naherholungsgebiet Wienerberg oder im Bereich des Sportzentrums Südstadt ein kleiner Teich im Norden des Geländes.

Die damaligen überaus tristen Arbeitsbedingungen waren der Auslöser für die Gründung der SDAP (später SPÖ) 1889 in Hainfeld.

Links

Ausdrucken

Rapidviertelstunde-211

Inhalt

  • Rapid-Legende Rudi Flögel Teil 1
  • Koya Kitagawa in Japanischer Schule
  • Rapid-Legende Rudi Flögel Teil 2
  • Bugatti kleidet die Rapid-Spieler ein
  • Rapid-Legende Rudi Flögel Teil 3

Link zum Video

Alle Folgen

Ausdrucken

GRÜNZEUG-610

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / Dezember 2019 / Nr. 610 / Versand 9.12.2019

IN EIGENER SACHE

Nach in vielen Belangen aufreibenden zwölf Monaten wünscht unser Vorstand sämtlichen Leser(innen) ein frohes Weihnachtsfest sowie ein in jeder Hinsicht positives neues Jahr. Gleichzeitig erlaubt er sich, die Jugendfreunde und -Freundinnen unter ihnen an die 43. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ zu erinnern. Spenden werden natürlich auch diesmal bis ins neue Jahr hinein gerne angenommen; Zahlscheine können bei uns angefordert werden (siehe Impressum). Alles Gute und besten Dank.

SCR-WAHL VOM 25.11.: AND THE WINNER IS… MARTIN BRUCKNER!

Bitte, nicht bös sein, aber es gibt etwas, das noch ungleich wichtiger ist als jede Wahl, nämlich die Gesundheit!

Wie „Grünzeug“ von Michael Krammer erfuhr, hat dessen Gattin die Chemotherapie beendet und gute Befunde. Mit wesentlich Unerfreulicherem schockierte Andy Marek die Mitglieder aus heiterem Himmel: Nach einer schweren Operation vor erst genau drei Wochen könne er seine Leistungen nicht mehr zu 100 Prozent bringen und würde sich daher im Februar beim Spiel gegen WSG Tirol nach über 27 Jahren von „diesen einmaligen Fans“ verabschieden. Er hinterlasse eine super Abteilung, die den Klubservice perfekt weiterführen würde. Das mag stimmen, trotzdem: Einer wie der Andy Marek ist nie und nimmer so einfach zu ersetzen, in welcher Funktion auch immer! Das bewies dieses unermüdliche Arbeitstier auch am 25.11. vor über 2.000 Mitgliedern, indem er die Hauptversammlung womöglich meisterhafter denn je moderierte, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Alles, alles Gute, lieber Andy, und: DAAANKEEEE! Dass er sich nun Ehrenmitglied seines und unseres SK Rapid nennen kann, ist wohl selbstverständlich.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Artikels!

Die Präsidentschaftskandidaten hatten jeweils elf Minuten Gelegenheit, ihre Pläne darzulegen. Roland Schmid, hinter dem eine Garde von Legenden stand, sprach von einer 20 prozentigen Erhöhung des Nachwuchs-Budgets zulasten der Profiabteilung und betonte dennoch: „Der Teller muss nach Hütteldorf!“ Martin Bruckner wiederum punktete nach warmen Worten für Andy Marek hiermit: „Ich lasse mir unsere Fans nicht schlecht machen! Probleme müssen unter uns besprochen werden. Kontinuität und harte Arbeit werden den Erfolg bringen, und wir sind Arbeiter!“

Die Aufmerksamkeit bei den Berichten der Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic sowie bei den Abschiedsworten des scheidenden Präsidenten Michael Krammer („Schaufeln wir die Gräben aus dem Wahlkampf zu! Und passt mir auf meine Rapid auf!“ Womit er Anton Benya sel. zitierte, der Rudi Edlinger damit beauftragt hatte) und den anderen Tagesordnungspunkten war eine große. Aber jede(r) fieberte natürlich dem Wahlergebnis entgegen, bis es von Herbert Kretz, dem Vorsitzenden des Wahlkomitees, endlich verkündet wurde: Roland Schmid und sein Team „Grün-Weiß“ erhielten 926 von 1.985 gültigen Stimmen, das Team „Leitbild“ unter Martin Bruckner hingegen 1.059. Roland Schmid zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte seinem knapp siegreichen Widersacher sofort. Der seinen Wählern für das Vertrauen dankte, betonte, ein Präsident für alle sein zu wollen und in Richtung seiner Vorgänger versicherte: „Lieber Rudi, lieber Michael, wir passen auf unsere Rapid auf!“ Das wird aber auch dringend notwendig sein…

Wir gratulieren sämtlichen Präsidiumsmitgliedem mit dem vormaligen Finanzreferenten Martin Bruckner an der Spitze: Nikolaus Rosenauer und Gerhard Höckner aus Michael Krammers Truppe sowie Michaela Dorfmeister, Monisha Kaltenborn, Gerry Willfurth, Philipp Newald und Stefan Singer. Aber auch dem neu gewählten Beirat mit Sabine Karl, Peter Tichy und Markus Berger. Macht es gut, Freunde und Freundinnen!

Und: Ein Bravo dem Wahlverlierer Roland Schmid für seine Zusicherung, weiterhin ein Premiumsponsor zu bleiben. Diese grün-weiße Unerschütterlichkeit kann die beste Basis für ein Gelingen der Aufräumarbeiten nach dem Wahlkampf sein. Der übrigens eine enorme mediale Aufmerksamkeit erregt hatte – ob Meister, Vierter oder Achter, der SK Rapid ist und bleibt Österreichs mit Abstand populärster Sportverein!

Was sich höchstwahrscheinlich auch am 15.12. zeigen wird, wenn im Allianz-Stadion das erste Weihnachtssingen mit sämtlichen Anhängern und der Mannschaft stattfinden wird.

In diesem Sinne: Frohes Fest und eine erfolgreiche Zukunft! Nicht zuletzt für Andy Marek!

NACH DER WAHL: GROẞER KAMPF UND VIEL BLÖDSINN IN PASCHING

Nachdem Martin Bruckner und sein Team einen knappen Wahlsieg über Roland Schmid & Co. errungen hatten, sicherte Rapids neuer Boss zu, die im Wahlkampf aufgerissenen Gräben zuschütten zu wollen und für jede Idee jeder Seite offen zu sein. Dennoch wurde da und dort von „drei weiteren Jahren ohne Titel“ gemurrt, als hätte Schmid den Rekordmeister – über Salzburg hinweg? – führen können.

Wie dem auch sei, bei der optimal gelungenen Revanche für das unglückliche Heim-1:2 gegen den LASK in der 5. Runde war vom gerne zitierten „Stillstand“ jedenfalls gar nichts zu sehen, denn die auch national so erfolgreichen Linzer Eurofighter wurden von einer taktisch perfekt eingestellten Hütteldorfer Notformation geradezu brutal abgeschossen. Dieses 4:0 lässt unsere Hoffnungen auf die Top 6, ja einen EC-Platz keineswegs als Fantastereien erscheinen.

In der Pause der Partie fühlte sich der Sky-Reporter bemüßigt, den LASK-Präsidenten nach dessen (unmaßgeblicher) Meinung über den Ausgang der SCR-Präsidiumswahl zu interviewen. Daraufhin kam es, wie es so oft kommen kann: Auf dumme Fragen bekommt man dumme Antworten. Der schon öfter auffällig gewordene Herr Gruber behauptete, Bruckner würde den Ultras den roten Teppich ausrollen. Dabei sollte er besser auf seine eigenen Fans achten, die ja auch noch nie Kinder von Traurigkeit waren! Dass der Ex-LASKler Ullmann mit Schimpftiraden und Bierduschen bedacht wurde, kam ja nicht überraschend. Womit aber nicht unbedingt zu rechnen war: Blödiane bewarfen den ausgetauschten Fountas mit Bechern, Feuerzeugen und Fahnenstangen, als er der Rapid-Bank entgegenging, während auf Strebinger sogar zwei Fische geflogen kamen, worauf der Richi ganz cool meinte: „Ich habe sie nicht mitgenommen, weil ich mich vegan ernähre.“

Hingegen sieht Rapids aktuelle Bilanz in der Fremde nach diesem höchsten Auswärtssieg über den LASK seit 18.3.1978 (6:0 mit drei Krankl-Goals) ausgesprochen fett aus: 8 Spiele, 6 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage, 20:8 Tore, 19 Punkte. Besser stehen da nur die, eh klar, Dosenmillionäre da.

Es wäre natürlich schön, könnten Didis Kämpfer endlich auch in der heimischen „grünen Hölle“ ihre wahre Stärke zeigen. Schon am 8.12. im Derby?

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.12.)

1. Salzburg 16/40 (59:15)
2. LASK     16/38 (31:12)
3. WAC      16/30 (39:19)
4. Rapid    16/28 (33:19)
7. Austria  16/19 (25:28)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 15.RUNDE (24.11.): STURM GRAZ (H) 1:1 (1:0)

Vor dem intensiv geführten Abnutzungsfight verabschiedeten 19.600 minus Sturm-Sektor Präsident Krammer, den „grodn Michl“ (Block West), und präsentierte sich die Mannschaft im 7er-Leiberl des langzeitverletzten Schobesberger („Gute Besserung, Schobi – wir warten auf dich“), bevor Stojkovic (Bauchmuskel), Barac (Knöchel) und Auer (Oberschenkel) das eh schon umfangreiche SCR-Lazarett auffüllten. Kühbauer: „Wenn wir die (verletzungsbedingten) Täusche nicht gehabt hätten, hätten wir gewonnen.“ Das Gegenteil konnte unserem angesäuerten Trainer niemand beweisen. Jedenfalls musste Rapid gegen die besonders zu Beginn wie aufgezuckert agierenden Grazer unter diesen Umständen mit dem Remis zufrieden sein – der neunte Punkt im achten Heimspiel,..

SCR: Strebinger; Stojkovic (46.Auer, 76.Grahovac), Dibon, Barac (59.Sonnleitner), Ullmann; D.Ljubicic, Schwab; Murg, Knasmüllner, Arase; Fountas.- Tore: Dibon (29.); Huspek (54.).- Gelbe Karten: Ullmann, Arase; Hierländer, Sakic.- Allianz-Stadion, Altmann, 19.600.

BL, 16.RUNDE (1.12.): LASK (A) 4:0 (1:0)

Gegen einen LASK , der sich nach Salzburgs 1:1 in der Südstadt mit einem Sieg an die Tabellenspitze hätte setzen können, nutzte der SCR seinen schon bekannten „Auswärtsvorteil“ gnadenlos aus. Schönspielerei war für Didis (eigentlich gar nicht!) ersatzgeschwächte Truppe gegen die Linzer Pressingspezialisten nicht gefragt, dafür aber neben einem Quäntchen Glück vor einem überragenden Tormann eine überragende Defensive, überragende Konter und überragende Effizienz beim Verwerten der naturgemäß nicht allzu zahlreichen Torchancen. Daher endete der rassige Fight mit einem sensationellen wie für uns höchst erfreulichen Resultat.

SCR: Strebinger; Sonnleitner, Dibon, Barac; Arase, Grahovac, D.Ljubicic (80.Schuster), Ullmann; Schwab; Knasmüllner (90.Murg), Fountas (73.Badji).- Tore: Knasmüllner (34.), Fountas (67.), Filipovic (85., Eigentor), Badji (90./+3).- Gelbe Karten: Frieser, Michorl, Trauner; D.Ljubicic, Sonnleitner, Arase, Schwab, Badji.- Rote Karte: Goiginger (84., Beleidigung).- Raiffeisen-Arena, Ried, Gishammer, 6.017.

„MR. GRÜNZEUG NR. 610“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Schon wieder einmal er! Er, das ist Goalie Richard Strebinger, der bereits gegen den WAC eine gute Leistung hinlegte, bevor er auswärts beim heuer so starken LASK mit einigen tollen Paraden den Grundstein zum sensationellen 4:0 legte. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er besonders in Pasching auf sehr gute Vorderleute bauen konnte.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Srdjan Grahovac 75. (LASK).

„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

ADIEU UND VIELEN DANK, PRÄSIDENT KRAMMER! HERZLICH WILLKOMMEN, MITGLIED MICHAEL!

Der nach sechsjähriger Amtszeit scheidende SCR-Präsident Michael Krammer hatte die Fanklubobmänner und deren Stellvertreter für den 21.11. in die Rekordmeisterbar des Allianz-Stadions geladen, wo Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek die Laudatio auf ihn, seinen Freund und Bruder im Rapidgeist, hielt. Dass er dabei kurz mit den Tränen kämpfte, war ein weiterer Beweis dafür, dass in Hütteldorf keine Rabauken dominieren, so oft gewisse Medien dieses Vorurteil auch verbreiten und schüren wollen.

In seiner Rede ging Krammer von seinem Start Anno 2013 aus, als es speziell um die Erhöhung der Mitgliederzahl und den Bau eines neuen Stadions ging, um von einem ausgeglichenen Budget gar nicht zu reden. Das alles ist in der Ära Krammer bekanntlich gelungen, nicht zuletzt dank der Hilfe der Fans. So besuchten in den letzten Jahren 2,6 Millionen Zuschauer die Spiele Rapids – österreichischer Rekord! Dass das sportliche Ziel (Titelgewinne) verfehlt wurde, verschwieg Krammer nicht, doch könne von „verbrannter Erde“ keine Rede sein. Er gab auch zu, dass die Beurlaubung Zoki Barisics im Juni 2016 ein großer Fehler war: „Nach drei zweiten Plätzen hinter Salzburg wollten wir einen neuen Weg wählen, aber leider war das ein Holzweg.“ Zum Wahlkampf: „Der riss Gräben auf, die überwunden werden müssen, egal, wie er enden wird! Wenn wir den Weg der kontinuierlichen sportlichen Entwicklung weiter gehen, werden wir noch viel Freude erleben!“

Krammers Schlusswort: „Es war mir eine Freude und Ehre, euch zu dienen“, bevor er an die letzte Aufforderung des großen Anton Benya an Rudi Edlinger erinnerte („Pass‘ ma auf mei‘ Rapid auf!“) und minutenlange Standing Ovations erhielt.

Zu abschließenden Statements holte Meistermoderator Marek drei Obmänner ans Mikrofon: Gerhard Niederhuber (Rapidfreunde) druckte eine Wuchtei auf Oliver Pohles (Ultras) Lob für Krammers „fette Eier“, und Heinz Deutsch (Xindl) brachte es auf den Punkt: „Wir wissen alle, warum du nicht mehr kandidierst: Es gibt eben etwas, das wichtiger ist als Fußball.“ Krammers Rücktritt war und ist definitiv, aber für uns vom ältesten Anhängerklub gibt’s ein sofortiges Wiedersehen mit ihm: Er hatte bei einem seiner zahlreichen Besuche unserer Generalversammlungen versprochen, es seinem Vorgänger Rudi Edlinger gleichzutun und uns nach seiner Präsidentschaft beizutreten – noch am 21.11. realisierte er das. Daher: Herzlich willkommen, Michael Krammer, 2320 Rauchenwarth! Besonders erfreulich wäre, könnten wir Dich, lieber Michael, des öfteren im Klublokal begrüßen!

EIN BLICK ZU RAPID II

16.RUNDE (15.11.): ADMIRA AM. (A) 1:1 (1:0)

Gärtler; Sulzbacher, Schuster, Greiml, Moormann; Martic; Pehlivan, Ibrahimoglu, Wunsch (61.Savic), Demir (74.Markt); Fuchshofer (61.Strasser).- Tore: Kronberger (50.); Pehlivan (27.).- BSFZ-Arena, Erdem, 155.

RESÜMEE: Natürlich war diese Partie, in der Rapid II gegen die vom Abstieg bedrohten Südstädter mit Mühe und Not einen Zähler erkämpfte, nicht das Gelbe vom Ei, sie sollte aber nicht den Blick aufs Große und Ganze verstellen. Und das war das mit Abstand Beste, was eine 2. Mannschaft des SCR in einem Herbst jemals geboten hat! Hut ab vor dem aus der U18 aufgestiegenen Trainer Zeljko Radovic und seinen, zum Großteil ebenfalls von dieser gekommenen Burschen! Dabei sollte man außerdem berücksichtigen, dass mit Kapitän Paul Gobara und dem Mittelfeld-Antreiber Marko Bozic zwei sehr starke Spieler lange fehlten, um von anderen Ausfällen gar nicht erst zu reden. Fakt ist jedenfalls, dass die Hoffnung auf den Aufstieg keineswegs utopisch ist, zumal Carsten Janckers scheinbar unschlagbare Mannsdorfer zuletzt gleich zweimal hintereinander verloren.

Daher sieht die RLO-Tabelle zur Winterpause erfreulicherweise so aus, wobei wir auf die Auswärtsbilanz der Jungrapidler besonders hinweisen wollen:

1. Mannsdorf      16  12  2  2   30:13   38
2. Rapid II       16  10  5  1   30:11   35
   daheim:         9   5  3  1   14: 6   18
   auswärts:       7   5  2  0   16: 5   17
3. Ebreichsdorf   16   8  6  2   26:10   30
4. Sport-Club     16   9  2  5   36:25   29

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Der SCR veröffentlichte vor der Neuwahl seines Präsidiums seine im bereits siebenten Jahr en suite positiven Wirtschaftszahlen: Im Geschäftsjahr 2018/19 Rekordumsatz von 50,7 Millionen Euro, Eigenkapital auf Bestmarke 15,1 Millionen erhöht, Gewinn 179.999 Euro. Dass die gegen Martin Bruckner und dessen Team kandidierende Liste Schmid an diesen Zahlen nur wenige gute Haare ließ, war natürlich keine große Überraschung. Ein endgültiges Urteil fällten die Mitglieder ja am 25.11.

Am 15.11. erreichte Rapids nach der Pause bunt zusammengewürfelte Truppe auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions ein mageres 2:1 (0:0) über Gogo Djuricins BW LINZ (Tore: Murg per schönem Freistoß und Fountas bzw. Ex-Rapidler Kostic).

U21-EM-Quali: 4:0 (2:0) gegen den Kosovo am 15.11. in Ried (Friedl 2, Raguz, Lovric aus einem Penalty; Arase spielte bis Minute 59).

Das in unschöne Farben gehüllte A-Team fixierte am 16.11. im Happel-Stadion die EM-Teilnahme erwartungsgemäß: 2:1 (1:0) gegen Nordmazedonien (Alaba, Lainer), und am 19.11. gab es zum Abschluss ein bedeutungsloses, aber blamables 0:1 (0:0) einer Art B-Team gegen den abgeschlagenen Gruppenletzten Lettland (zuvor null Punkte bei 2:28 Toren!), wobei Rapids Ullmann auf der Bank „debütierte“. Der Gruppen-Endstand: 1.Polen 10 Spiele/25 Punkte (18:5), 2.Österreich 10/19 (19:9). Schon tags zuvor hatte die U21 mit Arase (ab 63.) den Test gegen Ungarn in Budapest dank Danso mit 1:0 (1:0) gewonnen.

Unsere „MV“ vom 2.12. fand nach Redaktionsschluss statt, daher finden Sie den Bericht hierüber erst im Jänner-„Grünzeug“.

Philipp Schobesberger, auch so ein ewiger Pechvogel, erlitt im Training einen Kreuzbandriss und fällt bis Saisonende aus, und Dalibor Velimirovic zog sich beim U19-Team einen Innenbandriss zu, muss im Gegensatz zum Schobi aber nicht operiert werden und „nur“ bis Februar pausieren. Alles Gute, ihr beiden!

Das rufen wir auch dem Flögel-Rudi zu, aber nicht, weil er verletzt ist, sondern weil er am 13.12. seinen unglaublichen 80. Geburtstag feiern wird.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

  • Vorige Ausgabe: GRÜNZEUG-609
  • Hier findest Du alle GRÜNZEUG-Ausgaben, die im Rapid-Tagebuch erschienen sind (seit Ausgabe 577) 
  • Alle Ausgaben des GRÜNZEUG seit den 1970er Jahren stehen unseren Mitgliedern oder Fußballhistorikern auf Anfrage im PDF- Format zur Verfügung
Ausdrucken

Weihnachten im Stadion

Am kommenden Samstag steht für den SK Rapid in der Südstadt das letzte Match im Jahr 2019 auf dem Programm, Ankick ist um 17:00 Uhr.

Am Sonntag steht dann im Allianz Stadion eine besondere Veranstaltung auf dem Programm.  Unter dem Motto „Weihnachten im Stadion“ sind ab 15:00 Uhr alle Rapid-Fans bei freiem Eintritt ganz herzlich willkommen um den dritten Adventsonntag gemeinsam (u.a. mit allen Spielern und Betreuern) im grün-weißen  Zuhause zu begehen. An diesem Tag wird sich das Allianz Stadion in einen kleinen Weihnachtsmarkt verwandeln. Der komplette Weihnachtsnachmittag/-Abend findet im Innenbereich (Röhre) und auf der Haupttribüne statt. Auf dem Spielfeld wird sogar eine eigene Bühne aufgebaut, für die Organisation zeichnen Andy Marek und sein Klubservice-Team verantwortlich.

Die Besucher erwarten viele Hütten mit Speisen und Getränken, Attraktionen für die gesamte Familie mit Künstlern und Akrobaten oder Stationen, bei denen die kleinen Rapid-Fans basteln oder Kekse backen können. Außerdem sind auch karitative Einrichtungen wie die Caritas, die Volkshilfe, der Verein Ute Bock oder Missio Österreich genauso vor Ort wie der Verein „Geben für Leben, mit dem die Möglichkeit zur Typisierung für die Stammzellenspende besteht. Das zeitlich genaue vorweihnachtliche Programm folgt noch. Als großer besinnlicher Höhepunkt wird aber, und das steht jetzt schon fest, die gesamte Mannschaft mit allen anwesenden Fans live Weihnachtslieder singen!

Ausdrucken

Rapid-Austria

2:2 (1:2)

Was sprach gegen Rapid?

  • Erwartungshaltung
  • Heimspiel (es gewinnt sich nicht so leicht im Allianz-Stadion)
  • Derby (wurde hier noch nie gewonnen)
  • Hohe Zahl von Ausfällen
  • Kein spielentscheidender Taxi (dafür dürfen wir uns mit seinem Baby freuen)
  • 3-5-2

Dieser Mix ungünstiger Voraussetzungen setzte sich schließlich durch und aus dem erhofften Sieg wurde nur ein Unentschieden.

Betrachtet man nur die erste Hälfte, ist das Remis für Rapid schmeichelhaft, betrachtet man nur die zweite Hälfte, muss die Austria froh sein, nicht verloren zu haben – dank ihres gut disponierten Tormanns. Also, ein „gerechtes“ Remis?

Eigentlich ist das Ergebnis weit hinter unseren Erwartungen. Die Buchmacher zeigen mit ihren Quoten 1,7 : 3,8 : 4 unsere Einschätzung, und der Besuch deutet schon an, dass alle an einen ersten Derbysieg von Rapid glauben.

Schiedsrichter Schörgenhofer kann man aufgrund der bisher geleiteten Spiele keinen Vorwurf manchen. Die unser seiner Leitung erzielten Punkte liegen mit 1,75 exakt im Schnitt aller Spiele der aktuellen Schiedsrichter.

In der ersten Halbzeit bekam Rapid nach dem gelungenen Ausgleich das Spiel nicht unter Kontrolle. Die Austria schaltete schneller und hatte die gefährlicheren Chancen. Arase wirkte auf der rechten Seite ziemlich verloren. Es zog ihn in die Mitte und dann fehlte er auf der Seite. Der Rückstand zum 1:2 entstand auch nach einer unbedrängten Flanke von dieser Seite. Kelvin hatte es praktisch immer mit zwei Gegenspielern zu tun, er soll sowohl in der Verteidigung aushelfen als auch angreifen. Mir gefällt dieses Spielsystem nicht.

Das Powerplay von Rapid in der zweiten Halbzeit hätte sich mehr als nur einen Treffer verdient, aber so ist er eben, der Fußball. Für einen Azubi ist unser Stürmer nicht schlecht, aber wir könnten einen höherwertigen gut gebrauchen. Ein Tor hätte Badji gut getan.

Das Spiel verlief vergleichsweise unaufgeregt, kein Wunder, war doch Holzhauser, das rote Tuch vergangener Spiele, nicht mehr am Platz. Mit ein bisschen Übung könnte Christoph Monschein in seine Fußstapfen treten.

Es ist nicht gelungen, den Tabellendritten WAC zu überholen, immerhin sind wir den Wolfsbergern schon einen Punkt nahe gekommen. Mühsam!

Ambiente

Rudi Flögel wurde zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Rudi feierte mit Rapid je vier Meister- und Cuptitel. Das waren noch Zeiten!

Rapid feierte zum letzten Mal „120 Jahre Rapid“ und das mit einer sehenswerten Choreografie auf Süd- Ost und Nord-Tribüne.

Spruchbänder

  • „Ob Bruckner oder Schmid, nichts ist größer als Rapid. Nur ein Ego sticht hervor, das des werten Goleador.“
  • „Die Mutter im Puff lauter schreit als der Sohnemann zur Derbyzeit“
  • „Während Kretschmer den Verein ruiniert und die die violette Szene weiter kassiert, ist jedem Wiener endgültig klar, in unserer Stadt krepiert der FAK“

Zur Erinnerung

Unser Transparent „klubderfreunde.at“ wird bei Eingang regelmäßig auf den Inhalt geprüft. Im Gästesektor wird das wohl auch der Fall sein, doch dürfte das Wissen um verbotene NS-Symbolik beim Sicherheits-Personal nicht besonders ausgeprägt sein. So konnte es passieren, dass die Gruppe „Unsterblich“ ihre Version der Reichskriegsflagge ins Stadion bringen konnte. Interessant ist auch, dass die Anbringung von den anderen Gruppierungen geduldet wurde.

Hier also speziell für Ordner in Fußballstadien ein Bildvergleich dieses in Österreich verbotenen Symbols. [Das Originalbild der Reichkriegsflagge war an dieser Stelle abgebildet. Der Grund ist ein didaktischer, denn wie soll ein Ordner diese Flagge als unerwünscht erkennen, wenn er sie gar nicht kennt. Der Vorstand des Klubs der Freunde wünscht aber diese Abbildung nicht. Wer sich das Bild anschauen will, folge diesem Link (Wikipedia).]

„Unsterblich“ wird bei der Austria nicht als Fangruppe geführt. Was „Unsterblich“ sonst noch an „Aktivitäten“ pflegt, wird hier dokumentiert. „Unsterblich“ kann diese Flagge auch ungehindert in Facebook präsentieren.

Links

Ausdrucken

Rapidviertelstunde-210

Inhalt

  • Das Klubservice des SK Rapid (Steffen Hofmann)
  • Benefiz-Punsch mit Steffen Hofmann
  • Wiener helfen Wienern
  • eBundesliga Klubevent
  • Kelvin Arase im Wordrap

Link zum Video

Alle Folgen

Ausdrucken

MV Barisic, Peschek

Am 2.12.2019 fand eine Mitgliederversammlung mit den beiden Geschäftsführern Wirtschaft (Christoph Peschek) und Sport (Zoran Barisic) statt. Der Beginn verzögerte sich, weil Montags um 18:00 bei Rapid eine Präsidiumssitzung angesetzt ist.

Ein wichtiges Thema bei der der Diskussion mit Zoki und Christoph: das Ausscheiden von Andy Marek

Ohne Rauch geht’s auch!

Gleich zu Beginn eine gute Nachricht für alle rauchempfindlichen Gäste: Unser Klublokal ist ab sofort rauchfrei. Das NichtraucherInnenschutzgesetz hat also Auswirkungen bis ín unsere ziemlich private Veranstaltung. Entscheiden dürfte gewesen sein, dass Speisen und Getränke angeboten werden.

Darüber hinaus gibt es eine weitere „Umwälzung“, denn es wird das „Wiener Original“ von Ottakringer ausgeschenkt.

Themen

Die Themen „Nachwuchsförderung“ sowie „Rapid II in der 2. Liga“ (Zoki) und „Frauenmannschaft“ (Christoph) waren die zentralen Diskussionspunkte.

Es ist unübersehbar, dass mit Zoki die Förderung der jungen Spieler Fahrt aufnimmt. Sollte die Zweier-Mannschaft den Aufstieg schaffen, würde man die Voraussetzungen für die Spiele in der zweiten Liga schaffen. Die Frauenmannschaft wird vom Verein aufmerksam verfolgt. Dennoch wird es zunächst keine Mannschaft geben, sondern ab dem Frühjahr eine Trainingsmöglichkeit für sportlich interessierte Mädchen.

Man muss bedenken, dass alle diese Projekte immer auch gleichzeitig eine Reduktion der Mittel für die Kampfmannschaft darstellen.

Wie schwerwiegend der Abgang von Andy Marek ist, wird an den vielen Überlegungen deutlich, die man in der Geschäftsführung rund um das zukünftige Klubservice anstellt.

Das Sujet „Andy Marek“ für ein weißes Trikot wurde modifiziert:

Die Gäste wurden erstmals nicht mit einem Geschenkkorb sondern mit einem Geschenkpaket verabschiedet.

Nächste Mitgliederversammlung

Unsere nächste Mitgliederversammlung wird wieder Ende Februar sein. Die Gäste werden über das Grünzeug und auf dieser Seite sowie in der Facebook-Gruppe bekannt gegeben.

Links

EwkiL: Bericht · Bilder

Ausdrucken

LASK-Rapid

0:4 (0:1)

Ich erinnere mich einen historischen Auswärtserfolg von Rapid in Birmingham am 26.8.2010. Rapid siegte 3:2 und stieg damit in die Gruppenphase der Europa-League auf. Das unmittelbar folgende Spiel gegen den LASK am 29.8.2010 ging 0:1 verloren – wie so oft nach großen Erfolgen.

Die heutige Runde war eine Art späte Revanche, denn auch heute kam LASK von einem denkwürdigen Spiel siegreich zurück in die Niederungen der Pflichtspiele – und verlor, wie einst Rapid. Und der LASK war in guter Gesellschaft, denn auch der WAC verlor und das große RedBull spielte – ebenfalls nach einem bedeutenden Spiel – nur Unentschieden beim Tabellenletzten, Admira.

Unser Goleador meinte zuletzt, der „Rapidgeist“ wäre abhanden gekommen. Wer nun dieses Spiel gesehen hat und den Einsatz mit dem sich Rot-Blau dem LASK entgegengestellt hat, der weiß, dass dieser „Rapidgeist“ einfach der Teamgeist der Sieger ist, und wenn nicht gewonnen wird, dann hat dieser „Geist“ eben die Seiten gewechselt. Wenn man mehr gewinnt, also auf der „Siegerstraße“ ist, meint man, diesen Geist gepachtet zu haben und gibt ihm einen Kosenamen, eben „Rapidgeist“:

Den Kampfgeist von Rapid kann man auch an den Zahlen der Bundesliga-Statistik ablesen: 22 Fouls von Rapid und nur 9 vom LASK. 5 gelbe Karten von Rapid und nur 3 des LASK.

Und es war jede Menge Glück dabei. Wir hätten uns auch nicht bei einer Niederlage beklagen dürfen, denn die Chancen für den LASK waren da (1x Latte, 1x Stange). Die Vorgeschichte zum 1:0 war ein Gustostückerl der Cleverness, das rasche Erkennen eines Vorteils bei unorganisierter LASK-Abwehr. Natürlich hätte der Schiedsrichter den raschen Einwurf von Stefan Schwab wiederholen lassen können, hat er aber nicht – es war ja kein Heimspiel von Rapid. Durch den Druck des LASK auf den Ausgleich eröffneten sich Räume, die wir sehr gut nutzen konnten.

Schiedsrichter

Schiedsrichter Gishamer ist einer, dessen Pfiffe sich günstig für Rapid auswirken, denn unter seiner Leitung ist der erzielte Punkteschnitt 2,17 (vor diesem Spiel 2,0). Allerdings hat er erst 6 Spiele geleitet, vielleicht ändert sich das ja noch. Es gab noch vor unserem Führungstor eine durchaus strittige Szene, bei de man – laut Sky-Kommentatoren auch hätte auf Elfmeter entscheiden können und der Einwurf, der unser 1:0 eingeleitet hat, hätte auch anders entschieden werden können. Und das sind sie, die Kleinigkeiten, aus denen sich schließlich Siege entwickeln.

Noch ein Aspekt zur aktuellen Heimschwäche von Rapid: Nehmen wir an, dass es tatsächlich so etwas wie ein stilles Übereinkommen zwischen den Schiedsrichtern gibt, das da lautet: „nur nicht nachgeben vor dominantem Heimpublikum“, dann könnte das durchaus die auffällige Heimschwäche von Rapid erklären.

Nun ist es aber so, dass die Grundausstattung eines Schiedsrichters so etwas wie Gerechtigkeitssinn ist. Wir haben bei einem Vortrag über das Schiedsrichterwesen einen Satz gehört, der sinngemäß gelautet hat, dass ein Schiedsrichter im Laufe eines Spiels genug Gelegenheiten hat, Fehlentscheidungen zu kompensieren. Wenn also auf der einen Seite in einer strittigen Szene ein Elfmeter (fälschlicherweise) nicht gegeben wurde, dann wird das möglicherweise auf der anderen Seite auch so gehandhabt, auch wenn man in beiden Fällen auch hätte anders entscheiden können. Gerchtigkeitssinn eben. Ein typisches Beispiel könnte das (verlorene) Heimspiel gegen St.Pölten gewesen sein. Was haben wir uns über das klare Foul im gegnerischen Strafraum aufgeregt und dabei übersehen, dass es in unserem eigenen Strafraum sogar zwei ähnliche Szenen gegeben hat.

Und das könnte – unbewusst – auch die Heim/Auswärts-Bilanz von Rapid beeinflussen. Man weiß, dass bei Heimspielen eher pingelig gegen die Heimmannschaft entschieden wird – unbewusst natürlich, also kompensiert man das bei den Auswärtsspielen. Warum nicht? Es hätte eine gewisse Logik, die sogar für die Schiedsrichter spricht.

Mannschaften mit einer Sonderstellung wie eben Rapid mit starkem Heimsupport müssen eben deutlich besser sein als ihre Gegner, um die „Vorspannung“ des „Unparteiischen“ zu übertreffen.

Ambiente

Das Stags-Head war gut besucht, die Freude über des Spielverlauf riesengroß.

Links

Ausdrucken