Rapidviertelstunde-207

Inhalt

  • Rapid-Finanzen & Organisationsentwicklung (Raphael Landthaler, Martin Stern)
  • Die neuesten Infos zur Präsidentenwahl
  • Schnuppertraining für Special Needs Kids (24. November, Vormittag)
  • Gewinnspiel: Teile Deinen Rapidmoment (#rapidmoment)
  • Meistertrainer Peter Pacult im Interview

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Alle Folgen

Mattersburg Amateure – Rapid II

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Erstmals besuchten wir die schmucke Mattersburger Akademie mit insgesamt fünf Fußballfeldern. Gespielt wurde am Hauptfeld, Nummer 2.

Doch im Spiel wollte Rapid II seiner Favoritenrolle nicht so recht gerecht werden. Das Spiel war recht ausgeglichen und chancenarm. In der ersten Halbzeit gab es eine gewisse Überlegenheit von Rapid II, doch in der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt und die Gastgeber kamen besser ins Spiel. Die Einwechslung von Deniz Pehlivan zeigte Wirkung und brachte das Siegestor in der Rapid-Viertelstunde. Die Schlussoffensive der Mattersburger brachte nichts mehr ein, Rapid II überwintert am zweiten Tabellenplatz.

Der Schiedsrichter geizte nicht mit Karten.

  • 1 HZ: 3 gelbe Karten für die Mattersburg Amateure
  • 2 HZ: 3 gelbe Karten für die Mattersburg Amateure, 4 gelbe Karten Rapid II

Die Küche war gut, die Bedienung sehr freundlich. Dass man für einfache Plastikbecher 50 Cent Einsatz zahlt, führt zu sauberen Tribünen nach dem Spiel.

Leo Gartler und Steffen Hofmann waren vor Ort.

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Doppelpass mit Tim Cole

Zum 7. Mal veranstaltete Rapid den „Doppelpass“. Hier ist ein Rückblick auf die bisherigen Events.

Es gab zwei Premieren:

  • Andy Marek war erkrankt, und ich kann mich nicht erinnern, dass das in den letzten 15 Jahren der Fall gewesen wäre. Wir wünschen ihm baldige Genesung!
  • Lukas Marek moderierte erstmals einen ganzen Abend. Und er war souverän! Christoph sagte, dass man bei geschlossenen Augen meinte der Moderator wäre „Andy Marek 2.0„.

Sponsor des Abends war deepnature project, eine burgenländische Firma, die Bio-Hanfprodukte vertreibt. Man konnte an diesem Abend an einem Stand der Firma Proben verkosten. Bestellungen sind über die Homepage möglich.

Firma Ströck präsentiere und servierte ihre Produkte. Jeder Besucher bekam beim Abschied ein Sackerl mit einem Brot, einem Striezel und einer Brotfibel.

Geschäftsführer im Interview

Christoph Peschek und Zoran Barisic beantworteten Fragen von Lukas. Nicht nur diese Veranstaltung, auch die neu gegründete Dachmarke „Rapid Leben“ zeigen, dass Rapid mehr ist als ein Fußballverein. Die neue Version der Rapid-App wird in den nächsten Tagen erscheinen.

Interview mit Stefan Schwab und Christopher Dibon

Natürlich war die blamable Niederlage gegen St. Pölten ein Kernthema des Interviews. Immer, wenn Spieler über solche Niederlagen sprechen, heißt es „wir waren schlecht“, „das muss besser werden“, „in Altach wird man ein anderes Gesicht sehen“ usw. Zuhörer meinen, eine gewisse Ratlosigkeit herauszuhören.

Digitale Transformation, Vortrag Tim Cole

Tim Cole ist Amerikaner und dafür hat er sich eingangs gleich entschuldigt, er meinte „der Zustand (Trump)“ würde nur mehr ein Jahr dauern, da wäre er sicher. Tim Cole wohnt aber seit acht Jahren im Lungau und ist professioneller Vortragender, Buchautor und Journalist.

Es beschreibt die Digitale Transformation als das Zusammentreffen dreier Entwicklungen:

  • Digitalisierung
  • Vernetzung
  • Mobilität

Abschließend ortete er auch im Fußball entsprechende Entwicklungen der Datenerfassung und Datenauswertung über GPS und Video, die dem Trainer wertvolle Aufschlüsse über den Erfolg des Trainings geben können.

Interessenten an den Details des Vortrags finden alle Folien des Abends in der Bildersammlung. Es gibt aber auch den Original-Foliensatz als pptx-Datei auf der Homepage von Tim Cole.

Abendessen

Das Abendessen war sehr fein wie man es von foodaffairs gewöhnt ist.

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Bildergalerie

EInladungstext

Sehr geehrter Herr Fiala!
Kommende Woche ist es bereits soweit: Wir laden Sie herzlich zum SK Rapid Doppelpass ein! Gerne möchten wir Sie hiermit an unser Netzwerkevent der besonderen Art erinnern, bei dem wir diesmal das Thema Digitalisierung vorbereitet haben und den Internet-Insider und Beststeller-Autor Tim Cole begrüßen dürfen.

SK Rapid Doppelpass
powered by Deep Nature Project
Donnerstag, 7. November 2019 ab 19:00 Uhr
Business Club Ebene 1 im Allianz Stadion

Folgendes Programm haben wir für Sie vorbereitet:
18:30 Uhr: Einlass und Aperitif
19:00 Uhr: Begrüßung
19:05 Uhr: Interview mit GF Wirtschaft Christoph Peschek und GF Sport Zoran Barisic
19:25 Uhr: Interview mit Kapitän Stefan Schwab und anwesenden Spielern des SK Rapid
19:40 Uhr: Stargast Tim Cole referiert zum Thema „Digitale Transformation“
20:30 Uhr: Gemeinsames Abendessen
21:15 Uhr: Ausklang und Netzwerken in der Wein Burgenland Bar

Die SK Rapid Garage steht Ihnen gerne als Parkmöglichkeit zur Verfügung.
Sollten Sie sich noch nicht angemeldet haben, bitten wir um Ihre Rückmeldung unter business.events@skrapid.com.

mit grün-weißen Grüßen
Christoph Peschek (GF Wirtschaft), Zoran Barisic (GF Sport)

Rapid ON EAR

Dieter ist blind. Bei jedem Heimspiel von Rapid begleiten wir Dieter an seinen Platz und holen ihn nach dem Spiel auch wieder ab und fahren mit ihm gemeinsam nach Hause. Viele Details des Spiels, die wir selbst nicht so gut gesehen haben, erfahren wir von Dieter. Manchmal ist die Zeit der gemeinsamen Heimfahrt zu kurz, um alle Aspekte des Spiels zu verarbeiten inklusive der obligaten Seitenhiebe auf den Schiedsrichter.

Dieter „schaut“ ein Spiel an. Kopfhörer sind absichtlich etwas verrutscht, um den Stadionsound mitzuhören.

Der Schlüssel zu Dieters Informationen ist der Service „Bundesliga ON EAR“. Zwei Sprecher kommentieren das Spiel in allen Details speziell für Blinde. Am ehesten können sich das die älteren unter uns vorstellen, wenn sie sich an die spannenden Rundfunk-Kommentare des Heribert Meisel*) erinnern.

Der heutige „Heribert“ heißt Johannes Kloiber-Karner. Johannes hat das Fach Musical an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studiert und ist Teil des Kommentatoren-Teams bei „Bundesliga ON EAR – das Stadion Radio“. Johannes ist in der Blindenszene besonders populär. weil er auch als Audiodeskripteur bei ORF und ZDF arbeitet. Auch bei Theatervorstellungen, die speziell für Blinde durch eine Audiodeskription begleitet werden, haben wir Johannes schon erlebt.

Johannes bei dem Spiel Rapid-St.Pölten (von der Facebook-Seite)

Die Kommentatoren von Bundesliga ON EAR kommentieren das Spiel von der Pressetribüne und sie haben dazu auch einen Monitor mit dem Fernsehbild vor sich – etwas, das uns Stadionbesuchern fehlt. Daher sind die Kommentatoren besser informiert und können strittige Szenen wegen der Wiederholungen im Fernsehbild besser kommentieren.

Dieter weiß – dank Johannes und uKW 96,5 MHz – mehr über das Spiel als andere Stadionbesucher.

Rapid ON EAR

Man kann diesen Audiokommentar im Allianz-Stadion auf folgende Arten empfangen:

An alle, die normalerweise einen Live-Ticker als Text verfolgen. Aktiviert die Seite der Bundsliga ON EAR oder wählte die Telefonnummer 01-225 0001, dort findet Ihr einen viel besseren Live-Kommentar.

Den Audio-Kommentar gibt es bei Rapid, Austria, RB und Sturm.

Sowohl auf der Webseite als auch in der App sieht man auf der Seite eines Spiels „ON EAR“, wenn es einen Audiokommentar gibt. Start des Audio-Streams mit dem eingeblendeten Audioplayer.

Ticketinformation für Blinde

Blinde können Heimspiele von Rapid kostenlos besuchen, die Begleitperson bezahlt 10 €.

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*) Heribert Meisel wurde zum Gegenstand der Promifrage der Sendung „Was gibt es Neues?“ Gestellt hat sie der 92-jährige Hugo Portisch. Sie lautete „Warum wurde eine Ausgabe des Kurier im Jahr 1966 in zwei Versionen gedruckt?“

Heribert Meisel hatte damals eine eigene Kolumne im Kurier. Schwer erkrankt landete er im Krankenhaus uns schrieb auch vom Krankenbett an seiner Kolumne. Unter dem Einfluss von Medikamenten ist ihm sein letzter Artikel aber nicht mehr so gelungen, dass man ihn hätte abdrucken können. Chefredakteur Portisch korrigierte den Artikel in eine druckreife Version, doch da er wusste, dass Heribert diese Kolumne im Spital lesen würde und die Korrekturen bemerkt hätte, legte der Kurier eine zweite Auflage (einige Dutzend Stück) auf, die den Artikel im Originaltext enthalten hat. Und diese zweite Auflage verteilte man im Spital, um den Autor nicht zu kränken.

Rapid-St.Pölten

0:1 (0:0)

Gegen einen Erfolg von Rapid sprach:

  • Heimspiel (Rapid ist derzeit eine extrem heimschwache Mannschaft, wobei die Gründe dazu vielleicht mehr im Umfeld zu suchen sind)
  • Pflichtsieg (Kühbauer: „ein X ist zu wenig“)
  • Unterschätzung des Gegners (St. Pölten ist letzter und hat erst einen Sieg gegen Mattersburg am Punktekonto)
  • Schiedsrichter Schüttengruber
  • Vier verletzte Stürmer (Fountas, Kitagawa, Schick, Schobesberger)

Dazu kam – wie Weltfußball meint – Einfallslosigkeit. Link. Einfallslosigkeit wieder bedeutet, dass man zuviel Eingelerntes wiederholt, statt sich der kreativen Fußballkunst zu widmen. Vielleicht ist man sogar etwa übertrainiert.

Es ist erstaunlich, wie wichtig unser Taxi geworden ist. Wir würden gerne im Vergleich sehen, wie sich ein Marco Fuchshofer an der Stelle von Aliou Baji getan hätte. In vielen seiner Aktionen meinte man einen großen Nachholbedarf in Sachen Ballbehandlung zu orten.

Der Schiedsrichter

Manuel Schüttengruber ist jener Schiedsrichter, unter dessen Leitung Rapid mit Abstand die wenigsten Punkte einfährt, nämlich bisher nur 1,33. Das Mittel über alle Schiedsrichter ist 1,75. Nach diesem Spiel ist dieser Wert auf 1,29 gesunken, das Mittel über alle Schiedsrichter auf 1,74. Tabelle

Irgendwie muss es zu diesem geringen Punkteschnitt kommen und dieses Spiel war wieder ein Paradebeispiel für die methodischen Pfiffe der Schiedsrichter bei Rapid-Heimspielen. Aus unserem Blickwinkel gab es vier gravierende Fehlentscheidungen zu Ungunsten von Rapid:

  • Zwei nicht geahndete Elferfouls im Strafraum (beide erste Halbzeit)
  • Ein Rückpass eines St.Pöltners zu seinem Tormann wurde mit Abstoß und nicht – wie es korrekterweise zu handhaben gewesen wäre – mit indirektem Freistoß fortgesetzt (erste Halbzeit).
  • Strebinger sah, dass sich Murg weit in der gegnerischen Hälfte befand und kein Verteidiger auf ihn aufgepasst hat. Er spielte einen hohen Pass nach vorne (weil bei einem Abstoß das Abseits nicht gilt). Murg bekam den Ball, der Schiedsrichter pfiff ab. Der Grund: Ein Rapid-Spieler lag am Boden. Also das hätte sich Herr Schüttengruber nach Abwarten des Vorteils anschauen können. Hat er aber nicht (zweite Halbzeit)

Es mag sein, dass es in der Gegenrichtung auch Fehlentscheidungen gab, aber darum müssen sich andere kümmern.

Rapid verlor mit dieser doch recht peinlichen Heimniederlage den Anschluss an das Spitzentrio, das beeindruckend an seinen Hausaufgaben arbeitet. Rapid gehört damit leider gemeinsam mit Sturm und Hartberg zu den Nachzüglern in der oberen Tabellenhälfte. Das Ergebnis des kommenden Heimspiels gegen Sturm wird das Klima und die Chancen bei einer Präsidentenwahl möglicherweise mitbeeinflussen.

Ambiente

Auffällig war, dass sich der Tipp-3-Wett-Wagen nicht an seinem üblichen Standort an der Süd-Ost-Ecke befand; er war einfach nicht da.

Rapid gratulierte Peter Pacult zum 60er.

Das Stadion gedachte zweier kürzlich verstorbener Rapid-Fans: Walter Bauer (siehe Nachruf) und Florian Albrecht, der am Montag bei einem Arbeitsunfall ums Leben kam.

Gedränge auf der Nord

Der Abgang von der Süd- und Osttribüne ist wegen der vielen Ausgänge kein Problem. Auf der Nord-Tribüne schaut das anders aus, und ganz besonders merkt man es, wenn die Tribüne – wie heute und auch beim letzten Spiel gegen Wolfsberg – voll ist. Es gibt nur zwei Ausgänge. den zur Hütteldorferstraße und einen relativ kleinen zum Umgehungsweg. Man kann auf der Nordtribüne nicht einfach nach außen gehen, sondern man muss zu einem dieser beiden Schlupflöcher gelangen. Das ergibt zwischen diesen beiden Ausgängen ein ziemliches Gedränge, das zwar wegen der disziplinierten Zuschauer (Feuerwehrleute!) nicht zu einem Problem wurde, aber auffällig ist es schon. In einem Panikfall dürfte es aber dadurch kein Problem geben, weil man dann zusätzlich die mittlere – normalerweise geschlossene – Fluchttüre öffnen kann – wenn es der gestrenge Herr Josef erlaubt.

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Rapidviertelstunde-206

Inhalt

  • Rapid Inside: Das ist der Rapid-Vertrieb (Manuel Schindele)
  • Das Führungskräftetraining a la Rapid
  • Schnuppertraining für Special Needs Kids
  • Seidenschal für die Kinderzukunft Rapid
  • Thorsten Schick im Interview & Wordrap

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Alle Folgen

Rapid II-Stripfing/Angern

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Das war wieder so ein Spiel, bei dem man den Eindruck hat, dass nicht der Bessere gewinnt, sondern der Glücklichere. Natürlich war es sehr erfreulich für uns und auch der fehlerfrei zu Ende gespielte Konter in Unterzahl war ein Gustostückerl, aber in den sonstigen Spielphasen hatte es Rapid II schwer, die Zweikämpfe für sich zu entscheiden. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware.

Als die erste Halbzeit torlos zu Ende ging, dachte man schon wegen der geringen Chancenzahl an nur einen Punkt, als dann in der zweiten Halbzeit Srdjan Grahovac mit Rot vom Platz musste, sahen wir auch diesen Punkt wackeln, doch es kam anders. Während einer Druckphase von Stripfing gelang ausnahmsweise ein Konter mit dem nötigen Ballglück – auch der Ball war nicht zu weit vorgelegt – und Nicholas Wunsch traf zum 1:0.

Die Schlüsselszene des Spiels war eine Folge von zwei Ereignissen in der zweiten Halbzeit. Ein Angriff von Rapid II misslang, der Ball wurde von der gegnerischen Verteidigung nach vorne gespielt und ein Stripfinger nahm den Ball mit der Hand mit. Alle sahen es, nur nicht der Schiedsrichter und der ließ weiterspielen. Danach kam es zu einem Foul von Marko Dijakovic, der den Angriff zunächst gestoppt hat. In der Diskussion rund um diese Szenenfolge dürfte Srdjan Grahovac den Schiedsrichter etwas zu heftig auf das vorangegangene Handspiel hingewiesen haben (im Spielbericht steht „Beleidigung“), was eine rote Karte zur Folge hatte. Dass die Deutschlehrerin von Srdjan gleich in den ersten Lektionen die Schimpfwörter unterrichtet hätte, kann ich mir nicht vorstellen. Die Erklärung dürfte sein, dass der Schiedsrichter Jozo Katava Kroate ist (zumindest deutet Google Translate den Namen „Jozo“ als kroatisch) und man hat sich möglicherweise muttersprachlich die Meinung gesagt.

An dieser Stelle fürchteten wir schon, dass das Spiel verloren gehen würde, doch – wie gesagt – es kam anders. In den Schlussminuten boten die Stripfinger Roman Kienast auf, der bis dahin auf der Bank saß, doch reichte die Restspielzeit nicht für den Ausgleich.

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22 spielen, einer pfeift

Zwei spannende Stunden erlebten wir am 31.10.2019 in der VHS-Penzing – dank eines didaktisch sehr begabten Vortragenden, der es hervorragend geschafft hat, uns einen an sich trockenen Stoff mit Unterstützung durch Videos und vielen Beispielen näher zu bringen. 17 Regeln wurden uns vorgestellt, die es teilweise in sich haben, und wir mussten uns eingestehen, dass wir nicht so regelkundig sind wie wir glauben.

Ich wähle Details aus, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit. Tatsächlich wurden ziemlich spitzfindige Situationen an Hand von Videos besprochen, die ich mir leider nicht alle gemerkt habe. Bei den Bildern finden auch die Vortragsfolien. Die letzte Folie sind Fragen aus einem Test für Schiedsrichter, mit denen man sein Wissen überprüfen kann.

Die weißen Linien die das Spielfeld markieren und unterteilen sind immer Teil jenes Bereichs, den sie bezeichnen. In einem Video-Beispiel wurde gezeigt, dass ein Fouvergehen auf der Linie einen Strafstoß zur Folge hat

Ein Strafstoß ist übrigens etwas anderes als ein Elfmeter. Strafstöße (Penalty) werden während des Spiels aufgeführt, Elfmeter (Penaltyshootout) gibt es nur beim Elferschießen.

Der Fußball braucht „unmenschliche“ Schiedsrichter, das sind solche, die sich nicht irren, leider aber gilt „Irren ist menschlich“.

Was auch immer ein Schiedsrichter entscheidet: Elf sind dafür, elf dagegen.

Die Fußballregeln werden von der IFAB mit Sitz in Zürich erlassen. Das Gremium besteht aus 8 Personen, 4x FIFA, 1x England, 1x Schottland, 1x Wales und 1x Nordirland. Diese Besetzung geht noch auf Zweiten der absoluten Dominanz der Engländer im Fußball zurück, so etwa vor 110 Jahren. Vorher wurden die Regeln überhaupt nur in England bestimmt.

Müssen 11 Spieler bei einer Mannschaft das Spiel beginnen? Nein! Es müssen mindestens 7 sein. In den unteren Ligen oder in Schülerligen kommt es durchaus vor, dass bei Spielbeginn nicht alle Akteure versammelt sind. Aber es kann auch zu vielen Ausschlüssen kommen. In der 21. Runde der Saison 1936/37 spielte Rapid im Praterstadion gegen die Austria. Das Spiel wurde in der 83. Minute abgebrochen, weil nur mehr 6 Rapidler am Spielfeld waren. Das Spiel wurde 5:0 für die Austria gewertet.

Der Kapitän einer Mannschaft genießt keinen Sonderstatus, er ist für das Verhalten seines Temas verantwortlich und übernimmt die Auslosung bei Spielbeginn.

Kurios kann es werden, wenn fremde Personen in das Spiel eingreifen. Dabei muss man unterscheiden, ob es unbeteiligte Personen sind oder Funktionäre oder Ersatzspieler. In einem Video wurde gezeigt, wie ein Schuss beim Tor vorbeiging, aber ein Funktionär den Ball auf der Linie mit dem Fuß gespielt hat. Hätte er nichts gemacht und den Ball vorbei gelassen, hätte es einfach Abstoß gegeben. So aber gab es Elfmeter. Die vielen anderen Möglichkeiten habe ich mir einfach nicht gemerkt.

Die Ausrüstung der Spieler ist genau geregelt. Die Trikots dürfen zum Beispiel nicht ärmellos sein. Sollte ein Spieler den Schuh verlieren, darf er weiterspielen. Diese Regel ist neu und auf ein Spiel des SKN St.Pölten zurückzuführen, bei dem der Spieler ohne Schuh sogar ein Tor mit dem Socken geschossen hat.

Es wurden alle Handzeichen der Schiedsrichter SR und Schiedsrichterassistenten SRA besprochen. Es ist interessant, dass es eine Reihe von nicht dokumentierten Zeichen gibt, die die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Schiedsrichterassisten SRA betreffen.

Die Bewegungszone eines Schiedsrichters ist eine Diagonale zwischen den Ecken des Strafraums (siehe Bilder). Schiedsrichter betreten den Strafraum kaum.

Ein Schiedsrichter darf eine Entscheidung ändern, wenn zu dem Zeitpunkt das Spiel noch nicht fortgesetzt wurde, danach nicht mehr.

Die verordneten Nachspielzeiten gelten für die jeweilige Halbzeit und können nicht im Nachhinein in der zweiten Halbzeit verrechnet werden („Kompensationsverbot“). Die Nachspielzeit darf auch nicht verkürzt werden („Verkürzungsverbot“). Sollte in den letzten Minuten auf Strafstoß entschieden werden und durch die sich ergebenden Diskussionen auch die Nachspielzeit überschritten werden, muss der Strafstoß dennoch ausgeführt werden.

Man kann aus dem Anstoß direkt ein gültiges Tor erzielen, nicht aber ein Eigentor. in diesem Fall würde auf Eckstoß entschieden werden.

Dass auch Spieler und Teamchefs die Regeln nicht korrekt erklären können, zeigt ein Zitat aus dem Kurier.

Der Abseitsregel wurde weiter Raum gewidmet. Man muss unterscheiden zwischen Abseitsstellung, die an sich noch kein Vergehen darstellt. Wohl aber dann, wenn der Spieler den Ball von der eigenen Mannschaft bekommt oder wenn er den Gegner beeinflusst (also zum Beispiel dem Tormann die Sicht verstellt) oder wenn sich durch die Abseitsstellung einen Vorteil verschafft.

Kein Abseits gibt es bei einem Abstoß, bei Eckstoß und bei Einwurf. Es ist also erlaubt, dass ein Stürmer, der im Abseits steht einen weiten Ball seines Tormanns annimmt.

Ein kurioses Video zeigte einen Einwurf zurück zum eigenen Tormann, bei dem der Ball unglücklich ins Tor rollte. Nach der Regel, dass nach einem Einwurf kein Tor fallen kann, hätte das Spiel mit Eckstoß fortgesetzt werden können. Der Ball wurde aber vom Tormann beim Rettungsversuch berührt und daher wurde das Tor als Eigentor gezählt. Hätte der Tormann gar nichts gemacht, hätte das Tor nicht gezählt.

Beim Strafstoß muss der Schütze klar benannt werden, der Ball muss mit dem Fuß nach vorne gespielt werden und darf vom Schützen kein zweites Mal berührt werden. Ein Antäuschen des Schusses ist unzulässig. Die Spieler müssen sich außerhalb des Strafraums befinden, auf dem Spielfeld, hinter dem Ball. Der Tormann muss mit einem Fuß auf der Linie stehen.

Bei einem Einwurf muss der Spieler beidbeinig entweder außerhalb des Spielfeldes oder mit beiden Füßen auf der Linie stehen. Die gegnerischen Spieler müssen sich 2 Meter von der Seitenoutlinie entfernen.

Schließlich wurde auch über die Schiedsrichterbewertung und die Schiedsrichterbezahlung gesprochen. Schiedsrichter der unteren Ligen können maximal 8,4 Punkte, minimal 6 Punkte erhalten. Unser Vortragender hatte eine Bewertung ganz knapp am möglichen Maximum von 8,4 Punkte, so etwa 8,35. Für die Leitung wichtiger Spieler ist die Maximalnote 9. Die Bewertung eines Schiedsrichters setzt sich aus drei Komponenten zusammen: den Spielbewertungen, den regelmäßigen Regeltests und dem Absolvieren eines regelmäßigen Trainings.

Ein Regionalligaschiedsrichter erhält für die Leitung des Spiels 115 Euro, die Assistenten 70 Euro. In den unteren Ligen gehen diese Beträge auf bis zu 30 Euro zurück.

Abschließend wurde demonstriert, dass auch die Lautstärke des Pfiffs durch die Trillerpfeife über die Schwere eines Vergehens Aufschluss gibt.

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Ebenfalls in dieser Reihe der VHS-Penzing waren:

Vortragender

MMag. Michael Heiling ist Betriebswirt und Politikwissenschafter in der Abteilung Betriebswirtschaft in der AK Wien mit den Schwerpunkten Branchenanalysen, Betriebsräteberatung und -ausbildung (insbesondere ArbeitnehmervertreterInnen im Aufsichtsrat in den Branchen Metallindustrie, Bildung/Forschung und Gewerbe) sowie Digitalisierung und Mitbestimmung.

Er betrieb seine Tätigkeit als Schiedsrichter als Ausgleich und in den unteren Ligen. Seit einem halben Jahr macht er das aus familiären Gründen nicht mehr.