Abschiedsabend von Michael Krammer

Es war keine Wahlveranstaltung und doch war die kommende Präsidenten-Wahl am Montag allgegenwärtig; bei den Gesprächen an den Tischen und in den Interviews.

Christoph Peschek schilderte in einer sehr emotionalen Rede, wie sich das derzeitige Präsidium damals, 2013 zusammengefunden hat und wie sich daraus eine Freundschaft zwischen den Akteuren entwickelt hat. Michael Krammer war damals Leiter der Reformarbeitsgruppe und seine Führungsqualitäten sind dort nicht unbemerkt geblieben. Es hat damals ein als „legendär“ bezeichnetes Treffen im Café Landtmann gegeben, bei dem sich die Kandidatur von Michael Krammer als Präsidentschaftskandidat abgezeichnet hat.

Wir wünschen allen Lesern des Tagebuchs ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Rapid-Jahr 2019.
Die nächste Mitgliederversammlung findet im Februar statt. Genaueres wird an dieser Stelle bekanntgegeben.

Michael Krammer wurde von Andy Marek mit seinem 2013 präsentierten Arbeitsprogramm konfrontiert und es zeigte sich, dass die meisten der damals recht optimistischen Ansagen Realität geworden sind.

Spannend waren die Ausführungen über die Zeit des Stadionbaus, bei dem Anfangs noch gar alles so fest auf Schiene war wie es dann in der Stadthallte präsentiert worden ist, aber die eindrucksvollen 3D-Bilder vom Stadionmodell haben die letzten Zweifel bei den Behörden und Sponsoren ausgeräumt. Die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Häupl und Stadtrat Oxonitsch wurde hervorgehoben.

Dass es sportlich nicht ganz so erfolgreich war, lag auch daran, das Michael Krammer als „seinen größten Fehler“ bezeichnet hat, nämlich die Abkehr vom eingeschlagenen Weg der kontinuierlichen Entwicklung unter Zoki Barisic als Trainer. Man meinte damals eine „Abkürzung“ beim Weg zu einem Titel einschlagen zu können. Wie es weiterging wissen wir. Doch aus Fehlern soll man lernen, und daher wurde mit der Wiederberufung von Zoki, diesmal als Sportdirektor, Martin Hiden als Chefscout und Steffen Hofmann als Talentemanager eine sportliche Basis geschaffen, auf der man aufbauen kann.

Abschiedsworte

Es war 2013 im Café Eiles als sich der scheidende Präsident Edlinger und Michael Krammer zu einem Gedankenaustausch anlässlich der Übergabe der Präsidentschaft trafen. Edlingers Bitte an Krammer war dieselbe, die er selbst im Jahre 2001 von dem damals schon schwer erkrankten Anton Benya mit folgenden Worten übertragen bekam: „Pass mir auf meine Rapid gut auf“.

Diese Worte gab Michael Krammer an die Fanklubleiter weiter. Ganz egal, wie die Wahl am Montag ausfallen würde, sollte jeder einen Ziegelstein in die Hand nehmen und damit eventuell aufgerissene Gräben überwinden helfen.

Präsident Kammer erhielt für sein Engagement für Rapid minutenlange Standing Ovations.

Michael Krammer hat aber auch nicht vergessen, jenen Mann hervorzuheben, dessen Einsatz viele Dinge überhaupt erst ermöglicht hat: Andy Marek. Auch für ihn gab es anhaltenden Applaus.

Dankesworte

Oliver Pohle (Ultras), Gerhard Niederhuber (Klub der Freunde des S.C.Rapid) und Heinz Deutsch (1899fm – Heinz‘ Rapid Podcast) bedankten sich im Namen der Mitglieder für die Aufbauarbeit von Michael Krammer. Ganz besondere Erwähnung fand der Einsatz von Michael Krammer und Andy Marek bei der Einkesselung von 1.500 Rapidfans bei der Südost-Tangente. Die beiden waren vor Ort bis auch der Letzte aus der Absperrung entlassen wurde. Diese Aktion wäre einmalig gewesen und ein wahrer Benchmark für jeden, der als Nachfolger als Rapid-Präsident nominiert wird.

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