Ein toller Tag

Ich darf Euch von einem Montag Vormittag mit einer großen Überraschung berichten.

Einladung zum Fotoshooting

Dass es am Montag 30.9. das alljährliche Fotoshooting geben würde, war bekannt, Medienleute – unter die sich der Autor des Tagebuchs gemischt hat – waren eingeladen. Der Grund, warum ich unbedingt dabei sein wollte, ist das Copyright. Genaugenommen darf man nur solche Rapid-Fotos weiterverwenden, die man entweder selbst gemacht hat oder die am Presseportal von Rapid freigegeben worden sind. Ich erhoffte mir daher einige Bilder, die ich in den Berichten verwenden werde.

Erwartet hätte ich Presseleute, einige mit Kamera, doch in der Röhre waren alle „gsackelt“, etwa so wie für ein Begräbnis oder eine Hochzeit, Medienvolk war keines dabei. Wir wurden zum Spielertunnel geleitet, wo gerade die letzten Einzelaufnahmen fertiggestellt wurden. Dabei wird Jeder Spieler zwei Mal unter verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert.

Einzelaufnahmen

Während wir noch am Eingang warteten, wurde am Rasen bereits das Mannschaftsfoto in vielen Varianten angefertigt.

Mannschaftsfoto mit Sponsoren

Dann wurde das Geheimnis um die „gsackelten“ Anwesenden gelüftet. Ein Teil von ihnen waren Vertreter der Top-Sponsoren wie etwa cashback world, Admiral oder IMMO-United. Dazu kamen einige Großspender. Erinnert Euch an die Weihnachtsfeiern, wenn Versteigerungen stattfinden. Wer dort für Rapid-Devotionalien seinen Geldbeutel öffnet, bekommt als Draufgabe die Zusicherung, am Mannschaftsfoto dabei sein zu dürfen. Und das war eben heute der Fall.

Alles das könnt Ihr bei den Bildern anschauen. Die sind allesamt nicht so professionell wie das Mannschaftsbild, das man später im Fanshop bekommen wird, aber sie dokumentieren das Geschehen aus der Sicht eines Besuchers.

Wertschätzung

Als eigentlich alles schon vorbei war, fiel der Blick von Andy Marek auf den „jungen Mann“ im Outfit des „Klub der Freunde“ und sagte: „Franz, stell Dich zur Mannschaft“. Proteste waren zwecklos, ich war eindeutig in der Minderheit, die Kamera und Rucksack wurden mir abgenommen und der Franz stand neben dem Didi, und bekam eines jener Geschenke, die man mit (Klein)Geld nicht kaufen kann: Wertschätzung! Wertschätzung für die Arbeiten des „Klub der Freunde“. Daaanke!

Kleine Rätsel

Bei diesem „Mannschaftsfoto mit Franz“ stehen 8 Spieler in der letzten Reihe, aber bei den ersten Fotos (siehe Bilder) waren 9 Spieler. Was hat es mit diesem zusätzlichen Spieler auf sich? Nachdem ich diesen neunten Spieler nicht im Kader gefunden habe, fragte ich bei Peter Klinglmüller nach. Des Rätsels Lösung: dieser neunte „Spieler“ war eigentlich ein Rapid-Mitarbeiter. Er war Platzhalter für Dejan LJubicic, der an diesem Montag einen unaufschieblichen Untersuchungstermin hatte. Im endgültigen Mannschaftsfoto wird die Postion des „9. Spielers“ durch das Bild von Dejan ersetzt..

Das „Mannschaftsfoto mit Franz“ ist leider unscharf. Ein freundlicher Unbekannter nahm die Kamera und fotografierte die Szene mehrmals aus bester Position. Leider kannte er das kleine Geheimnis von Kameras nicht, dass man nämlich den Auslöser zuerst nur kurz niederdrückt, damit der Autofokus das Bild scharf stellen kann, erst dann wird ausgelöst. Daher sind diese Bilder alle unscharf. Macht nichts, die man dann im Fanshop bekommen wird, haben diesen Mangel nicht, die sind alle hochprofessionell hergestellt.

Kader

Die folgenden Tabellen geben eine Übersicht über die Spieler des SK Rapid. Bemerkenswert ist die große Zahl junger Spieler, wobei einige von ihnen schon am Mannschaftsfoto gelandet sind, andere aber noch darauf warten.

Spieler auf der Webseite 30
Spieler am Mannschaftsfoto 27
Nicht am Mannschaftsfoto Ibrahimoglu, Savic, Schuster
Bei Rapid II Demir, Ibrahimoglu, Savic, Schuster, Velimirovic, Wunsch
Noch ohne Einsatz Demir, Gartler, Savic

Hier die genaue Aufstellung mit Rückennummern, Position, Land, Geburtsdatum und Anzahl der Einsätze in Bewerbspielen (bis gestern):

NR POS LAND DATGEB WEB1 WEB2 FOTO EINSATZ FNAME VNAME
36 S A 15.01.1999 + + 12 Arase Kelvin
24 M A 11.01.1991 + + 123 Auer Stephan
27 S SEN 10.10.1997 + + 27 Badji Aliou
4 V CR 20.07.1994 + + 32 Barac Mateo
48 S A 02.06.2003 + + + Demir Yusuf
17 V A 02.11.1990 + + 158 Dibon Christopher
9 M GR 04.09.1995 + + 11 Fountas Taxiarchis
25 T A 10.03.1997 + + Gartler Paul
14 M BIH 19.09.1992 + + 107 Grahovac Srdjan
30 V A 03.07.2001 + + 2 Greiml Leo
20 M A 07.08.1993 + + 153 Hofmann Maximilian
40 M A 17.07.2000 + + 1 Ibrahimoglu Melih
32 S J 26.07.1996 + + 5 Kitagawa Koya
28 M A 30.04.1992 + + 12 Knasmüllner Christoph
21 T A 30.12.1993 + + 34 Knoflach Tobias
39 M A 08.10.1997 + + 83 Ljubicic Dejan
15 M A 15.08.1995 + + 22 Martic Manuel
10 M A 14.11.1994 + + 144 Murg Thomas
13 M A 19.05.1990 + + 5 Schick Thorsten
43 M SRB 25.04.2001 + + Savic Dragoljub
7 M A 10.12.1993 + + 157 Schobesberger Philipp
42 M A 09.08.2000 + + 1 Schuster Lion
8 M A 27.09.1990 + + 220 Schwab Stefan
6 V A 08.10.1986 + + 339 Sonnleitner Mario
22 V MNE 22.01.1993 + + 1 Stojkovic Filip
1 T A 14.02.1993 + + 148 Strebinger Richard
18 M H 17.02.1996 + + 46 Szántó Tamás
31 V A 17.06.1996 + + 7 Ullmann Maximilian
47 M A 13.02.2001 + + + 3 Velimirovic Dalibor
49 M A 05.10.2000 + + + 4 Wunsch Nicholas

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Rapid-Hartberg

3:3 (1:1)

Der Spielbeginn entsprach den Erwartungen. Druckvolles Spiel von Rapid Chance folgt auf Chance, dann das Tor durch Taxi Fountas und man meinte, so würde es weiter gehen. Doch das Gegenteil passierte, Hartberg glich aus und so ging es in die Pause.

Nach der Pause änderte sich die Rollenverteilung und Hartberg ging in Führung, Rapid glich aus – wieder durch Taxi – und wieder ging Hartberg in Führung. Beim Spielstand von 3:2 für Hartberg schaute schon alles nach einer Niederlage aus, doch nach einer Flanke von der linken Seite konnte Kapitän Stefan Schwab den Ausgleich zum 3:3 erzielen.

Schiedsrichter tun sich schwer, Entscheidungen für die Heimmannschaft zu treffen, auch wenn diese gerechtfertigt wären. Zu groß ist ihre Angst, dass der Eindruck entstehen könnte, sie würden den Forderungen des lautstarken Publikums folgen. Stefan Ebner war keine Ausnahme.

Das Publikum tut sich schwer mit der Erkenntnis, dass auch in Hartberg guter Fußball gespielt wird. Es spielen ja in Hartberg ebenso wenig Hartberger wie in Hütteldorf Penzinger spielen. Diese fehlende Einsicht verleiht den Wettquoten eine bizzare Schieflage 1,25 : 5,5 : 8.0 und eine völlig verzerrte Erwartungshaltung, die sich in dem wenig freundlichen „Bauernschweine“ ausdrückt. Ein Blick auf die bisherigen Spiele zeigt keine besonderen Vorteile für Rapid. Von 7 Spielen wurden 3 gewonnen und je 2 waren unentschieden und gingen verloren.

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Wr.Neustadt-Rapid II

0:1 (0:0)

Wir sahen ein insgesamt ausgeglichenes Spiel, die Souveränität der ersten Spiele von Rapid II war nicht so deutlich zu sehen. Rapid II begann stark, allerdings hatte man im Nachhinein den Eindruck, als wollten die Wiener Neustädter einmal testen, wie sich der Gegner „anfühlt“, denn nach etwa 10 Spielminuten verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in den Rapid-Strafraum und es hätte durchaus das eine oder andere Gegentor geben können. Es blieb aber beim 0:0, ein vorteilhafter Pausenstand aus der Sicht von Rapid II:

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit konnte Daniel Markl auf 1:0 stellen. Rapid II beherrschte danach das Spiel und die zahlreichen Angriffe der Wiener Neustädter führten praktisch zu keiner relevanten Torchance. Ein sehr effizientes Ergebnis – aus der Sicht von Rapid II.

Wenn ein angreifender und ballführender Spieler von einem Gegenspieler am Trikot zurück gehalten wird, dann ist das ein taktisches Foul und in der Regel gelb. Wenn es nur immer so wäre. Denn als es bei einem Rapid-Angriff einmal der Fall war, gab es nur Freistoß. Auf der Gegenseite aber Gelb und Freistoß. Wer soll sich bei dieser Inkonsequenz auskennen und nicht annehmen, dass tendenziös gepfiffen wird, von zahlreichen anderen ungeahndeten Fouls ganz zu schweigen.

Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Yusuf Demir ist uns nicht besonders aufgefallen. Aufgefallen ist aber, dass Marco Fuchshofer nicht im Kader war. Das könnte bedeuten, dass er den Ausfall von Koya Kitagawa im Spiel gegen Hartberg kompensiert. Überhaupt stellen wir fest, dass Didi im heurigen Jahr sehr viele junge Spieler einsetzt, etwas, das wir im Vorjahr schwer vermisst haben, vielleicht ist das auf den Einfluss seines neuen Sportdirektors Zoki (und der leeren Kassen) zurückzuführen.

Ambiente

Erstes Spiel im neuen Stadion, Einlass schon um 16:30, das Vorspiel der Amateure von Wiener Neustadt gegen Felixdorf endete 0:2. Bei unserer Ankunft – etwa 75 Minuten vor Spielbeginn – waren alle Parkplätze beim Stadion besetzt, inklusive der Parkplätze bei der benachbarten Aqua Nova, also war ein längerer Fußmarsch angesagt. Die punktuell tiefen Gräben bei den Parkplätzen entlang der Straße in dieser Gegend sind ein sonderbares städtebauliches Highlight mit einer gewissen Unverträglichkeit mit dem Fahrgestell von Autos. Dabei waren nur etwa 2.000 Besucher gekommen, maximal finden 4.000 Besucher Platz. Wo diese Besucher dann parken sollen, ist unklar, ebenso dann, wenn gleichzeitig eine Veranstaltung in der Arena Nova stattfinden würde. Nicht sehr vorausschauend, die Planung.

Stadion Wiender Neustadt von der Haupttribüne

Die Eintrittskarten kosteten einheitlich 5,- Euro, man bekam einen Gutschein für ein Puntigamer-Bier.

Die einzige Haupttribüne wird durch den VIP-Bereich in zwei Hälften geteilt. Ein Wechsel auf die andere Seite ist nicht möglich.

Die Lautsprecheranlage klang so, als wäre es das letzte Spiel in einem alten Stadion – und nicht das erste in einem neuen. Viel getestet wurde die Anlage offenbar vorher nicht.

Der kleine Kiosk war für diese Besucherzahl viel zu klein, die Wartezeiten erheblich.

Interviews mit dem Bürgermeister von Wiener Neustadt standen am Beginn der Aufwärmphase, an deren Ende vier Fallschirmspringer punktgenau am Mittelkreis landeten. Interessant war, dass man die Markierung für die Springer als einen Pfeil entgegen der Windrichtung ausgeführt hat, wie es sich eben für die „Luftfahrt“ gehört. (siehe Bilder). In der Pause gab es wieder (akustisch völlig unverständliche) Interviews und eine Musikkapelle, die deutlich besser hörbar war.

Durch die heutzutage übliche Trennung der Tribüne in Besucherklassen, konnten wir unsere mitgereisten Rapid-Freunde nicht finden, wahrscheinlich waren sie im nördlichen Sektor. Hinter uns saßen aber Steffen Hofmann und Raimund Hedl,

Ausgewählte Bilder

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Rapidviertelstunde-202

Inhalt

  • Cup-Stimmen Rapid – Salzburg (Stefan Schwab, Michael Krammer, Didi Kühbauer, Max Hofmann)
  • Die Brandmeldezentrale des Allianz Stadions
  • Freikarten für Feuerwehrmänner (Christoph Peschek)
  • Die Festschriften des SK Rapid (Laurin Rosenberg)
    https://skrapid.at/dokumente

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Alle Folgen

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Rapid-RB

1:2 (0:0 1:1)

„Rapid ist wieder da“, könnte man sagen. Man kann auch sagen, dass Rapid in großen Spielen über sich hinauswächst. Rapid hat Charakter gezeigt, und ob es ein Zwischenhoch war, dass also dieser „Charakter“ nur in großen Spielen wie diesem Cup-Schlager zu Vorschein kommt oder ob wir mit einem stabilen Hoch – etwa wie in diesem Sommer – rechnen können, das werden wir in den nächsten Spielen beginnend am Sonntag gegen Hartberg und dann gegen Mattersburg überprüfen können, für die das Attribut des „großen Spiels“ nicht mehr zutrifft.

Didi präsentierte eine mutige Aufstellung im 3-5-2-System, und da die Außenspieler sich im Defensiv-Spiel zurückfallen lassen, gibt es in diesem System dann sogar fünf Verteidiger, was gegen eine starke Mannschaft wie RB kein Fehler ist. Dass diese Aufstellung zu einem 3-5-0 zusammen“gepfiffen“ wurde, gehört zu den tragischen Begleitumständen dieses Abends.

Ist es nicht interessant, dass der Schiedsrichter Stefan Schwab die erste gelbe Karte erst nach Intervention der Betreuerbank der Bullen gezeigt hat? Was sich später als spielentscheidend herausgestellt hat. Die Karte wurde völlig zu Unrecht und aufgrund der Schwere der Verletzung gegeben, ein Gelbfoul war es nicht. Ist es nicht ein Pech, dass sich Kitagawa wenige Augenblicke nach seinem ersten Tor, verletzt hat? Muss der Schuss von Velimirovic unbedingt an die Stange gehen? Muss der Schiedsrichter eine Minute nachspielen lassen?

Wird Stefan Schwab trotz der gelb-roten Karte am Sonntag spielen können? Wie schwerwiegend ist die Verletzung von Kitagawa?

Wir gratulieren den Debütanten und Jungprofis zum souveränen Spiel!

Bemerkenswert fand ich die Stellungnahme von Richard Strebinger zu den Anti-Wöber-Spruchbändern, in der er klar für den Block Partei ergriff, und man kann sich dem nur anschließen. Die Ethik-Kommission bei Rapid nannte es „milieubedingte Unmutsäußerung„.

Nach dem bitteren Ende konnte man eine schon lange nicht mehr so empfundene Einheit zwischen Mannschaft und Publikum spüren, die wir alle gerne in dieser Form bewahren wollen. Die Fanbetreuer Jakub und Oliver ermunterten den Block durch ihre Anwesenheit am Spielfeld, das Positive dieses Abends zu feiern: den Zusammenhalt.

Ambiente

Wenn 20.000 Besucher im Stadion sind, dann bedeutet das schon ein ganz schönes Gedränge hinter dern Rängen. Rapid versucht, die Abfertigung so schnell wie möglich zu machen. Gegenüber vom neu eingerichteten Hot-Dog-Express gibt es eine Zapfstelle für Saucen, zwar bei Weitem nicht so viele wie in England aber immerhin.

Im Sektor 12 gibt es einen sehr engagierten „Stimmungsmacher“, der die Leute im Block motiviert, wie in einem Stehplatzsektor mitzumachen. Es hat auch für jeden Legionär die passende Flagge mit, die er bei einer gelungenen Aktion hisst. Wie allerdings die Zuschauer hinter ihm sein Mehr-Stehen-als-Sitzen in dieser Friedlichkeit ertragen, deutet auf eine große Leidensfähigkeit hin. In der letzten Viertelstunde ist aber ohnehin der ganze Sektor 12 gestanden.

Bilder

Hier findest Du ca. 250 weitere Bilder vom Spiel.

Stimmen

Salzburg gewinnt Drama in Hütteldorf, Austria kassiert ordentlich in Wattens (DerStandard) „Lucky Punch“ erlöst Salzburg (DiePresse) Legendäre 5-3-0-Aufstellung ist leider Sekunden vor Schluss gescheitert (ASB) K.o. in Minute 121! Bullen bezwingen neun Rapidler (Heute) Salzburg gewinnt epische Cup-Schlacht bei Rapid! (Krone) K.o. in Minute 121: Salzburg ringt Rapid im Cup-Krimi nieder (Kurier) Salzburg eliminiert neun Rapidler (Laola1) Cup-Drama für Rapid – Bullen mit Last-Minute-Sieg (Österreich) Kühbauer nach Last-Minute-Cup-Aus: “Wir waren nicht schlechter” (SkySportAustria) Cup-Krimi endete für Red Bull Salzburg mit einem Happy End (Salzburger Nachrichten) Neun Rapidler gehen in der 121. Minute k.o. (Weltfußball)

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MV Schick, Strebinger, Ullmann

Zunächst die erfreuliche Nachricht: Taxiarchis Fountas wird Papa, ein Ereignis, zu dem wir herzlich gratulieren! Das war auch der Grund, warum, Taxi nicht zu der Mitgliederversammlung kommen konnte. Robert Racic begleitete die Spieler. Gerhard Niederhuber präsentierte uns drei Fußballprofis in tollen Interviews, gewürzt mit mit seinem enormen Fachwissen. Danach gab es eine Diskussion, Autogramme und gemeinsame Fotos. Jeder Spieler bekam einen Geschenkkorb. Wir bedanken und für den tollen Abend und freuen uns schon auf die nächste Mitgliederversammlung im Oktober (siehe am Ende des Berichts).

Richard

Schon seit fünf Jahren hütet Richard Strebinger das Rapid-Tor und er auch viel zu erzählen.

Eine Herzoperation klingt immer beunruhigend, doch allein an seinem frühen Einsatz in Innsbruck kann man sehen, dass Richard durch den Eingriff nicht besonders belastet worden ist. Es ging um kleinste Muskelfasern, die den Herzrhythmus durcheinander gebracht haben und die bei dem Eingriff verödet wurden.

Gerhard Niederhuber erinnerte an eine Phase im Frühjahr, in der die Reaktionen unseres Einsertormanns nicht so souverän gewirkt haben wie vorher und nachher. Und siehe da, es gab tatsächlich einen Grund, nämlich Familiäres. Das zeigt uns aber gleich mehrere Dinge auf.

  • Die Trainer können so ein Tief entweder beim Training nicht feststellen, oder wenn sie es können, ändern sie – besonders an der Tormannposition – ihre Wahl nicht.
  • Die psychische Verfassung spielt eine größere Rolle als es die Wortmeldungen „wir sind Profis, wir können kleine Probleme wegstecken“ vermuten lassen.
  • Schließlich könnte ein belasteter Spiele zu seinem Trainer gehen uns ihm vorschlagen, ein paar Spiele auszusetzen. Das wird aber wegen der Konkurrenz zwischen den Spielern wahrscheinlich sehr selten vorkommen.

Wie auch immer, wir können jetzt diese Spiele im Nachhinein nicht mehr analysieren, aber es könnte doch sein, dass dieses „Tormanntief“ uns Punkte gekostet hat, und Trainer oder der Spieler hätten handeln können, taten es aber nicht.

Max

Wie das wirklich war mit dem Transfer vom LASK zu Rapid, das werden wir wohl nie erfahren. Dass es ein logischer „nächster Schritt“ war, wie in allen Interviews von Max wiederholt wird, kann man angesichts der Chance auf die Championsleague oder Euroleague nicht ganz nachvollziehen. Aber das kann uns jetzt egal sein, wir haben einen tollen Spieler dazugewonnen.

Eine bemerkenswerte Frage war, wie denn das mit den Kontakten zwischen Spielern und Fans beim LASK wäre. Immerhin verfügt ja der LASK über eine durchaus große Anhängerschaft und man könnte vermuten, dass es dort auch ähnliche Treffen gibt. Doch Max verneinte, jemals einen Kontakt mit Fangruppen gehabt zu haben, solche Einladungen – offenbar auch mit anderen Spielern – wären nicht üblich.

Und Max ist nicht der erste Spieler, der das von seinem früheren Verein berichtet, auch Marvin, sein Vorgänger berichtete Ähnliches über Sturm. Nun muss man sagen, dass der „Klub der Freunde“ auch unter den Rapid-Anhängervereinen eine besondere Stellung hat, aber auch bei den anderen Rapid-Fanklubs ist es durchaus üblich, dass ein oder zwei Rapid-Spieler pro Jahr dem Fanklub einen Besuch abstatten. Rapid scheint tatsächlich eine ganz besonders innige Verbindung zu seinen Fans aufgebaut zu haben.

Thorsten

Thorsten kam mit Krücken und er erzählte, dass es seine erste schwere Verletzung überhaupt war. Er wäre froh, wenn er beschwerdefrei bei der Wintervorbereitung wieder dabei sein könnte.

Es war Thorsten wichtig zu erzählen, dass seine Verletzung keineswegs auf eine unsportliche Attacke seines Gegenspielers Marvin Potzmann zurückzuführen sei. Es war vielmehr so, dass er zwar an einem Bein im Zweikampf getroffen wurde, die Verletzung aber durch ein unglückliches Auftreten am anderen Bein entstanden ist. Also Entwarnung, es war keine Absicht bei dieser Verletzung.

Mannschaftsklima

Die Spieler sind Medienprofis. Andere Spieler werden nicht kritisiert. Dennoch kann man indirekt Rückschlüsse auf das Mannschaftsklima ziehen. Zum Beispiel betonen alle drei Spieler, dass eben dieses Klima derzeit sehr gut sei, deuten aber auch an, dass das nicht immer so gewesen wäre. Und es genügen einige Spieler, die eben nicht „an einem Strang ziehen“, und die Harmonie ist dadurch gestört.

Andere Kultur

Bei einer Auswechslung von Kitagawa wurde beobachtet, dass der Japaner nicht – wie bei uns üblich – sich applaudierend bei den Fans bedankt hat, sondern dass es sich nach der Auswechslung mit einer Verbeugung beim Publikum bedankt hat.

Präsidentenwahl

Die Spieler bekommen von den derzeitigen Hearings der drei Präsidentschaftskandidaten nichts mit und können sich voll auf ihre Aufgabe konzentrieren.

iPhone oder Android?

Thorsten schätzt, dass 95% aller Spieler in iPhone verwenden. Nun mag das egal sein, doch kann man schätzen, dass von den 52 Besuchern der Mitgliederversammlung die Relation gerade umgekehrt ist, dass also nur etwa 5-10% ein iPhone haben. Der Grund dürfte sein, dass man Android-Handys in einem viel breiteren Preisbereich bekommen kann.

Spielsystem

Den Spielern ist es egal, ob 3-5-2 oder 4-2-3-1 gespielt wird. Mir dagegen wird unbehaglich, wenn ich drei Innenverteidiger am Spielfeld sehe und zwar aus drei Gründen.

  • Es gab schon einen ziemlich ernüchternden Versuch während des Canadi-Gastspiels mit 0,88 Punkten pro Spiel. Alle Spiele wurden im 3-5-2-System gespielt.
  • Mit drei Innenverteidigern am Feld muss man mindestens 5 Innenverteidiger im Kader haben. „Glücklicherweise“ sind aber zwei verletzt, Sonni und Max, und daher ist es derzeit geradezu zwingend 4-2-3-1 zu spielen.
  • Die Außenspieler im 5-er-Mittelfeld haben keinen Mitspieler auf dieser Linie und haben daher ein enormes Laufpensum zu absolvieren. Um 4-2-3-1-System gibt es die Möglichkeit des direkten Zusammenspiels des Verteidigers mit dem Stürmer, was einerseits die Laufwege verkürzt und bei Duellen mit dem Gegner einr praktische Aushilfe auf der Außenbahn ermöglicht. („Warum hülft eam kana!“)

Vorschau

Unsere nächste Mitgliederversammlungen

Montag, 28. Oktober, 19:00

  • Srdjan Grahovac
  • Leo Greiml
  • Thomas Murg
  • Mario Sonnleitner

Montag, 2. Dezember, 19:00

  • Zoki Barisic
  • Christoph Peschek

Wir würden uns freuen, Dich als Gast begrüßen zu dürfen!

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Wattens-Rapid

0:2 (0:0)

Das Spiel vermittelte von Anfang an ein Gefühl, das wir schon sehr, sehr lange vermisst haben, dass nämlich Rapid die klar spielbestimmende Mannschaft ist; über die gesamte Spielzeit. Wenn auch die Tore anfangs gefehlt haben und auch wenn wir schließlich eventuell nur 0:0 gespielt hätten – es war so ähnlich wie in Zokis Zeiten.

4-2-3-1, da fühlt sich die Mannschaft wohl. Es ist fast bisschen ein „Glück“, dass sich sowohl Sonnleitner als auch Hofmann verletzt haben. Dieser Umstand hat das schon bei Canadi gescheiterte 3-5-2 verunmöglicht.

Für den Star des Spiels, Kelvin Arase, können wir nur hoffen, dass man ihn nicht wieder „abschiebt“, wenn wieder alle Verletzen an Bord sind, zu sehr hat er dem Spiel von Rapid nach seiner Einwechslung Schwung gegeben und schließlich auch das Tor erzielt; weitere Chance waren vorhanden. Immer wieder wird erwähnt, dass Kelvin ja nur 60 kg schwer wäre und er sich gegen die 90 kg-Verteidiger nicht durchsetzen könne. Und wie er das kann! Man weiß ja, dass auch Messi in jungen Jahren nicht gerade zu den Schwergewichten gezählt hat.

Die Kommentare der Zuschauer über das Spiel und die Spieler bis zu Halbzeit erspare ich mir, es verrät nichts über das Spiel aber alles über die Kommentatoren. Immerhin hatte Rapid in dieser Halbzeit 70 % Ballbesitz. Ja, es gab den einen oder anderen Ballverlust nach Pässen von Stefan Schwab. Aber dieser Stefan Schwab war auch der Assistgeber zum erlösenden 1:0. Wir müssen bedenken, dass Stefan Schwab ein Spieler mit extrem vielen Ballkontakten ist. Er scheint in allen Statistiken in den vorderen Rängen auf. (siehe Bild unten, Auszug aus der Bundesliga-Statistik).

In der gefühlten Erfolgskurve (BIld unten) sieht man alle Bewerbspiele seit dem Beginn des unteren Play-Off. Es geht wieder aufwärts!

Ambiente

Wir geben es zu: wir waren nicht in Innsbruck. Stattdessen habe ich mehrere Berichte geschrieben und wir unternahmen eine herrliche Radfahrt über den Wiental-Radweg nach Hütteldorf ins Stags Head; die Rekordmeisterbar war leider geschlossen. So eine Fahrt macht hungrig – könnte man sagen. Aber das Bild war von Nachbartisch.

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Rapidviertelstunde-201

Inhalt

  • Die Wappenzeremonie des SK Rapid
  • Torreigen im Spiel gegen die Admira
  • Rundgang im neuen Trainingszentrum (Zoki Barisic)
  • Raphael Landthaler bleibt an Bord der ECA
  • Rapid überrascht besonderen Fan (Christoph Peschek, Steffen Hofmann)

Link zum Video

Alle Folgen

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Rapid II – Mauerwerk

1:1 (1:1)

Spielbeginn

Waren die letzten Spiele von einer gewissen Leichtigkeit der Spiels unserer Mannschaft geprägt, war die Begegnung gegen Mauerwerk eine schwierigere Aufgabe, denn Mauerwerk verteidigte kompakt und wurde immer wieder über die Flügel gefährlich.

Das Ergebnis entspricht dem kampfbetontes und ziemlich ausgeglichenen Spiel. Mauerwerk ging über den linken Flügel früh mit kräftiger Mithilfe unseres Paul Gartler in Führung, und es dauerte bis zu 31. Minute, dass Marco Fuchshofer mit einem präzisen Kopfball ausgleichen konnte. Ob der Treffer so gewollte war oder sich im Zuge des Zweikampf so ergeben hat, weiß man nicht so recht; wichtig war er, denn er brachte wenigstens einen Punkt.

Rapid II wurde durch diesen Punkteverlust in der Tabelle vom Sportklub überholt und liegt nunmehr auf Platz 4.

Gäste

Etwa 150 Besucher vermeldet die Seite von Fußballösterreich, darunter einige prominente Rapidler: Matteo Castello, Rudolf Edlinger, Peter Elster, Gerhard Höckner, Michael Krammer, Gerhard Niederhuber. Vertreter der Kampfmannschaft waren bereits in Tirol.

Der „Klub der Freunde“ war durch eine stattliche Delegation vertreten:

Hannes, David, Friederike, Arnold, Christian, Florian, Gregor

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GRÜNZEUG-607

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / September 2019 / Nr. 607 / Versand 9.9.2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am

MONTAG, dem 26. AUGUST 2019, um 19 Uhr

in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Taxiarchis Fountas
  • Thorsten Schick
  • Richard Strebinger und
  • Maximilian Ullmann

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

BERUHIGUNG NACH DERBYSIEG

Nach dem mageren, fast blamablen 2:1 gegen überlegene Altacher gab es auf der tückisch unebenen Wiese der Merkur-Arena (ein Fehltritt brachte Grahovac eine langwierige Bänderverletzung ein) immerhin ein 1:0. Ehe in der Schlacht gegen den LASK (Dr.Balzer musste zwecks Behandlungen nicht weniger als neunmal aufs Feld laufen!) ganz am Ende und nur mehr zu zehnt zwei Punkte verloren gingen, aber mehr noch: Schick fiel schon nach wenigen Minuten bei einem Duell mit dem Ex-Rapidler Potzmann aus (Meniskus- und Sehnenverletzung, OP erforderlich), woran Kühbauer seinem „fairen“ Ex-Spieler aber keine Schuld gab, bevor Strebinger wenige Minuten später mit (hitzebedingten?) Kreislaufproblemen auch w.o. geben musste; im Spital wurden – allerdings nicht schwerwiegende – Herzrhythmusstörungen diagnostiziert, weswegen Richie sich in der Länderspielpause einem operativen Eingriff unterzog. Und weil aller schlechten Dinge drei sind, schied Hofmann mit einem Nasenbeintrümmerbruch aus, als ein Austausch nicht mehr möglich war. Nicht nur der Trainer war überzeugt, dass die Partie zu elft nicht verloren gegangen wäre. Dennoch wurde in den Medien natürlich wieder einmal von einer „Krise“ beim SCR schwadroniert.

Dass im über weite Strecken mehr hektisch als hochklassig geführten Derby auch noch auf Grahovac-Vertreter D.Ljubicic verzichten musste. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die Austria hatte im Defensivbereich ebenfalls etliche Ausfälle, die sie aber längst nicht so perfekt kaschieren konnte wie Rapid, denn bei der zeigte Dalibor Velimirovic (18 und insgesamt erst zehn RLO-Einsätze für die „Zweite“) eine geradezu sensationelle Leistung; außerdem fügte sich der aus Ried zurückgeholte Kooperationsspieler Kelvin Arase durchaus gut ein. Um vom mehrmals aufgeblitzten Können Koya Kitagawas nicht zu reden. Zur medialen Aufregung über das (strafbare?) Hands des extrem starken Auer bei der Einleitung unseres 2:1: Eine solche haben wir vermisst, als FAK-Kapitän und Spielmacher „Grüni“ (!) Grünwald nicht gesperrt worden war, obwohl er den auch uns „bestens“ bekannten Schiedsrichter Muckenhammer nach der Partie in Hartberg einen „Betrüger“ genannt hatte. Nicht auszudenken, ein Rapidler hätte das abgesondert…

Wie auch immer, nach der gelungenen Revanche fürs – nicht ganz ohne Schiri-Einfluss zustande gekommene – 1:6 vom letzten Dezember konnte der SCR mit einer gewissen Beruhigung in die Länderspielpause gehen.

Apropos Beruhigung: Am 26.8. fragte Niederhuber Rapids Cheftrainer nach seiner Meinung bezüglich unserer ja unfitten Ehrengäste Richard Strebinger und Thorsten Schick, worauf er die Antwort kriegte, die würden zur „MV“ vomm 23.9. schon kommen können – dein Wort in Gottes, Richies und Schickis Ohr, lieber Didi!

tipico-Bundesliga (Stand vom 1.9.):

1.Salzburg 6/18 27:4
2.LASK     6/13  9:3
3.WAC      6/12 16:8
6.Rapid    6/10  9:8

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 3.RUNDE (10.8.): ALTACH (H) 2:1 (2:1)

„…und i wart auf a Taxi, aber es kummt ned, kummt ned…“ Auf den „Taxi“ (Taxiarchis Fountas) mussten die letzten Dauerhitzerestenten nicht lange warten, denn der sorgte früh für das scheinbar beruhigende 2:0. Was diesem folgte, sollte besser verschwiegen werden. Eingeleitet wurde es von einer Fehlerkette, die den Anschlusstreffer der immer überlegener werdenden Gäste (am Ende 61 Prozent Ballbesitz) ermöglichte: Verhungerter Rückpass Grahovacs, Muckenhammers „Blindheit“ bei M.Berishas gestrecktem Bein gegen Strebingers Brustkorb (im Finish übersah der – wie so oft – schwache Referee übrigens auch noch ein Elferfoul an Badji), Kopfballrasur Müldürs. Nach dem ersten Saisonsieg und dem ersten seit 20.5.2018 über Altach gab es ein Pfeifkonzert, von dem zumindest Fountas und vor allem der bärenstarke Strebinger wohl ausgenommen waren. Und Kapitän Schwab, denn der hatte wegen Adduktorenbeschwerden gar nicht mitmachen können.

SCR: Strebinger; Müldür, Dibon, Hofmann; Grahovac; Schick (67.Martic), Murg (88.Badji), Knasmüllner (72.Wunsch) Ullmann; Fountas, Schobesberger.- Tore: Fountas (4., 11.); Gebauer (27.).- Gelbe Karten: Grahovac; Maak, Gebauer, M.Berisha.- Allianz-Stadion, Muckenhammer, 12.800.

Die beiden hatten kein Problem mit dem Spiel…

BL, 4.RUNDE (18.8.): STURM GRAZ (A) 1:0 (1:0)

Nicht nur, dass auf diesem pilzbefallenen Krautacker kein gutklassiges Spiel möglich war, trug der gewiss auch zu Grahovacs Bänderverletzung bei. Rapid musste außerdem just Dibon mit Verdacht auf Jochbeinbruch ersetzen, dessen Vertreter, der eigentlich schon abgeschrieben gewesene Barac, fügte sich jedoch bestens in die stabile SCR-Abwehr ein, die den erst nach dem Wechsel offensiv gewordenen Grazern erst in der 65. Minute einen Torabschluss ermöglichte. Imponierend überdies: Rapids kämpferische Qualitäten. Das Finish wäre wohl kaum so spannend gewesen, hätte Schobesberger ins Tor getroffen statt nur die Latte (56.). Weil Strebinger in Minute 96 einen gefährlichen Kopfball entschärfte, blieb es bei Schwabs Goldtor, einem Volley mit rechts auf Murgs Freistoßflanke, und dem alles in allem verdienten wie wichtigen 1:0-Arbeitssieg.

SCR: Strebinger; Müldür, Dibon (53.Barac), Hofmann; Schick (69.Badji), Grahovac (22.D.Ljubicic), Schwab, Ullmann; Murg; Fountas, Schobesberger.- Tor: Schwab (23.).-Gelbe Karten: El Maestro (Sturm-Trainer), Kiteishvilli.- Merkur-Arena, Drachta, 14.532.

Spielbeginn Sturm-Rapid, Rapid in rot-blauen Dressen.

BL, 5.RUNDE (24.8.): LASK (H) 1:2 (0:1)

Der gute Didi konnte sich seinen Matchplan früh an den Hut stecken, denn Schick verletzte sich bei einem Duell ausgerechnet mit dem erst wenige Tage zuvor von Hütteldorf nach Linz übersiedelten Potzmann schwer am Knie, bevor dieser bald darauf und vom eingewechselten Auer ungestört, eine Maßflanke genau auf Raguz‘ Kopf. Zu diesem Zeitpunkt war Strebinger nicht mehr der Herr Kreislaufs und musste Schick ins Krankenhaus folgen. Unter der Beobachtung eines tatenlos-überforderten Jungschiris mussten immer mehr Akteure, speziell welche in Grün-Weiß (z.B. Fountas, Badji oder D.Ljubicic), auf dem Rasen verarztet werden. Was bei Hofmann aber nicht mehr genügte, weil der einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, als Dritter ins Spital musste und nicht mehr ersetzt werden konnte. Die fast logische Folge: Niederlage zu zehnt in letzter Minute! Insgesamt 13 Minuten Nachspielzeit bezeugen, dass das eher ein Gemetzel war als ein Fußballspiel, in dem die Bemühungen der Rapidler in keinster Weise belohnt wurden.

SCR: Strebinger (28.Knoflach); Schick (17.Auer), Dibon, Hofmann, Ullmann; Murg, D.Ljubicic, Schwab, Fountas; Badji (74.Kitagawa), Schobesberger.- Tore: Schobesberger (47.); Raguz (23., 90./+5).- Gelbe Karten: Fountas, Dibon; Ismael (LASK-Trainer), Wostry.-Bes.Vorkommnis: Rapid ab der 83. Minute zu zehnt, weil bei Hofmanns Ausscheiden das Austauschkontingent schon erfüllt war.- Allianz-Stadion, Ciochirca, 19.400.

Franz „Hinein“ (links), unser Wegbegleiter durch die Rapid-Welt.

BL, 6.RUNDE (1.9.): AUSTRIA (A) 3:1 (1:1)

Der SCR gewann das intensiv und oft vogelwild geführte 329. Derby aufgrund der besseren Torchancen verdient, auch weil er die teilweise katastrophalen Schnitzer der beiderseits ersatzgeschwächten Defensivreihen ungleich leichter verkraftete (Musterbeispiel: Barac verschuldete das 1:1 mit einem schlechten Rückpass und wurde dann zum Turm in der Schlacht). Sehr positiv neben Schobis toller Laufarbeit: Dalibor Velimirovics Profidebüt. Schön langsam schon fad: Die Durchleuchtung fast aller Rapid-Tore auf ihre Regularität, nach dem Goldtor in Graz diesmal Auers Hands oder Nicht-Hands, bevor er das 2:1 einleitete. Aber beruhigen wir uns damit, dass die Medien immer schon ihren „Spaß“ daran hatten, grün-weiße Treffer und/oder Elfmeter lang und breit anzuzweifeln.

SCR: Knoflach; Auer, Dibon, Barac, Ullmann; Murg (75.Knasmüllner), Velimirovic, Schwab, Schobesberger; Kitagawa (80.Badji), Fountas (68.Arase).- Tore: Monschein (10.); Murg (7.), Fountas (50.), Badji (90./+4).- Gelbe Karten: Jarjue, Prokop, Monschein; Ullmann, Fountas, Barac, Auer.- Generali-Arena, Lechner, 14.615.

Pyroshow im Rapid-Block

„MR. GRÜNZEUG NR. 607“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Dass seine Mannschaft das Heimspiel gegen Altach überhaupt gewinnen konnte, lag in allererster Linie an Goalie Richie, der auch am 1:0 in Graz großen Anteil hatte. Beim unglücklichen Last-Minute-Verlusttor gegen den LASK war er schon längst im Krankenhaus: Kreislauf- und Herzrhythmusprobleme, die in der Folge operativ behoben wurden. Gratulation zum Titel ohne Mittel, vor allem aber baldige und endgültige Besserung, Richard Strebinger!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

150. Pflichtspiel: Christopher Dibon (Altach) – Gratulation! BL-Spiel: Tobias Knoflach 25. (FAK). „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

„MV“ VOM 26.8.: BUMMVOLLE BUDE!

Als würde es Rapids (x-te) Resultatskrise gar nicht geben, drängen sich an diesem Abend so viele Gäste wie seit dem 23.5.2005 im Klublokal, damals (in einem Meisterjahr!) anlässlich der Generalversammlung 74, diesmal immerhin 72 und das bei einer Kapazität von höchstens 80 Sitzplätzen. Obwohl Zoki Barisic, Rapids Vorstand Sport, wegen einer gleichzeitigen Präsidiumssitzung entschuldigt war, traten die allermeisten Mitglieder sehr zufrieden mit dem ihnen Gebotenen nach gut zwei in jeder Hinsicht heißen Stunden den Heimweg an. Dafür sorgten Cheftrainer Didi Kühbauer und Tormanntrainer Jürgen Macho nach der Trauerminute für Erwin Reckendorfer (vgl. „Splitter“) mit ihren keine weiteren Fragen offen lassenden Ausführungen. Wie wir es vom rede- und schmähgewaltigen Didi längst gewohnt sind, nahm der sich ebenso wie der zwei Tage zuvor 42 Jahre alt gewordene Boss sämtlicher Profikeeper kein Blatt vor den Mund, sei es nun bezüglich einzelner Spieler, etwaiger Transfers oder Gegner.

Didis langen Weg vom Jungadmiraner über den spanischen „Don Didi“ bis zurück nach Hütteldorf, das er schon immer und überall im Herzen trug (eine Übersiedlung etwa zu Red Bull oder zur Austria wäre für ihn natürlich nie in Frage gekommen), haben wir alle ja längst intus. Am 26.8. machte uns Tormanntrainersohn Jürgen mit dem seinen vertraut: Vom grünweißen Nachwuchs und der U20 wechselte der „Ultra-Fan“ nach England (Sunderland, Chelsea), retour zu Rapid (acht BL- und drei UEFA-Cup-Spiele im Herbst 2004), bevor es über die Vienna nach Kaiserslautern in die deutsche Bundesliga ging, dann zu AEK Athen, dem LASK, zu Panionios und schließlich zur Admira, wo er seine aktive Laufbahn beendete. Nach Trainerstationen in Döbling und zuletzt beim SKN St.Pölten holte Kühbauer ihn heim zum SCR. Man kann den 27-fachen Teamkeeper als Wandervogel bezeichnen, aber dass er trotzdem ein in der Wolle gefärbter Grüner war, ist und bleibt, wurde dem Auditorium spätestens in unserer ersten „MV“ dieses Herbstes endgültig glasklar. Auch der nach ihrer Knie-OP erfreulicherweise endlich erschienenen Gager-Frieda. Und den neuen Mitgliedern, dem Ehepaar Maria und Walter Katzenbeißer aus Litschau sowie Herrn Eduard Mitsch, 1100 Wien. Sie alle heißen wir auch an dieser Stelle herzlich willkommen!

Didi und Jügen beim Foto-Shooting

EIN BLICK ZU RAPID II

2. RUNDE (9.8.): TRAISKIRCHEN (A) 2:2 (2:2)

Haberl; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann (60.Bozic); Hajdari, Schuster; Savic (74.Kocyigit), Ibrahimoglu, Arase; Fuchshofer (77.Pehlivan).- Tore: Sen (30.), Stojikovic (45.); Fuchshofer (17.), Arase (45./+3).- Traiskirchen, Kouba, 250.

Amas-Support

3. RUNDE (16.8.): NEUSIEDL (H) 1:0 (0:0)

Gartler; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann; Wunsch, Schuster; Bozic (67.Markl), Ibrahimoglu (70.Kanuric), Savic (79.Hajdari); Fuchshofer.- Tor: Fuchshofer (62.).- Allianz-Stadion, West 1, Resch, 150.

4. RUNDE (23.8.): WR.VIKTORIA (H/Heimrechttausch) 3:0 (1:0)

Gartler; Hajdari, Greiml, Gobara, Moormann; Schuster, Velimirovic; Bozic (59.Markl), Ibrahimoglu, Savic (71.Kocyigit); Fuchshofer (90.Demir).- Tore: Fuchshofer (2., 82.) Demir (90./+3).- AllianzStadion, West 1, Pilar, 356.

NACHTRAG ZUR 1. RUNDE (27.8.): ADMIRA JUN. (H): 2:1 (1:1)

Hedl; Sulzbacher, Velimirovic, Gobara, Moormann; Schuster, Wunsch (58.Demir); Markl (74.Kocyigid), Bozic (58.Ibrahimoglu), Savic; Fuchshofer.- Tore: Fuchshofer (18.), Savic (60.); Kronberger (41.).-Rote Karte: Fischerauer (56., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Luef, 250.

David, Florian, Christian

5. RUNDE (30.8.): LEOBENDORF (H) 3:0 (2:0)

Hedl; Sulzbacher, Schuster, Gobara, Hajdari; Kanuric (54.Dijakovic), Ibrahimoglu; Markl (61.Strasser), Bozic, Savic; Fuchshofer (78.Demir).- Tore: Ibrahimoglu (3., 41.), Strasser (72.).- Allianz-Stadion, West 1, Katava, 150.

Freude bei Rapid II

RESÜMEE

In Traiskirchen trat unsere jüngste Elf aller Zeiten um die „Senioren“ Arase (20) und schließlich Bozic (21) speziell zu Beginn und im Finish stark auf und hätte aufgrund der zahlreicheren Torchancen durchaus gewinnen können, wenn nicht müssen.

Gegen das starke Neusiedl spielte Rapid II eine gute Stunde fabelhaften Fußball und gewann daher sehr verdient. Dass die Gäste im Finish überhaupt so vehement auf das 1:1 drängen konnten (Lattenschuss, 82.), lag eigentlich nur an ihrem Ex-SCR-Goalie Kraus, der nicht nur bei Kapitän Gobaras Fembombe exakt ins Kreuzeck (45./+1) überragend hielt.

Gegen Polsters Wr.Viktoria erfüllte Gartler einmal mehr Niederhubers „Auftrag“, kein Tor zu kassieren. Vor ihm räumten Greiml, Gobara & Co. ebenso gekonnt auf. Und im Vorwärtsspiel waren die Jungspunde um Regisseur Ibrahimoglu den Meidlingem vor allem in puncto Technik und Tempo klar überlegen. Einziges Manko: Zu viele ausgelassene Torchancen – bis Demir (16) kam, sah und wunderbar traf.

Die niemals aufgebenden Admira Juniors gaben einen nahezu gleichwertigen Gegner ab, der auch in Unterzahl schwer zu bespielen war. Zum Glück hatte der Assistent ein Abseits erkannt, als sein Chef einen Foulelfer für die Südstädter geben wollte (79.), so aber konnte Rapid II vor allem dank dem im Auge zu behaltenden Knipser Fuchshofer (fünfter Treffer im erst vierten Spiel) und fast noch mehr dank dem rasanten Savic (super Vorbereitung des 1:0, Fischerauers Ausschluss erzwungen, auf „Sulzi“-Assistent das Siegestor erzielt) auf Rang 3 vorrücken.

Durch das souveräne 3:0 über Leobendorf rutschten die grün-weißen Jungspunde in der Tabelle noch etwas höher. Für die Schmankerln sorgten Ibrahimoglu mit dem Kreuzeck-2:0 und Debütant Strasser, der cool wie ein „Alter“ den Schlusspunkt setzte. Etwas später hätte es durch Dijakovic, einen weiteren Neuling, 4:0 heißen können, doch seinen Kopfball sah der Unparteiische nicht hinter der Linie.

RLO-Stand vom 31.8.

1.Mannsdorf    5/15  8:2
2.Rapid II     5/13 11:3
3.Ebreichsdorf 5/13 10:3

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Wien Energie, bereits seit 2003 SCR-Brustsponsor, bleibt Rapid weitere drei Jahre bis Sommer 2022 als Hauptsponsor erhalten.

Happige Auslosung der 2. Cuprunde (25.9.): Rapid – Red Bull Salzburg! Da kann man gespannt sein, ob und wie diese ganz besondere Neuerwerbung der vor gar nichts zurückschreckenden Dosenmillionäre in Hütteldorf empfangen wird: Max Wöber, der angebliche Ur-Rapidler, wechselte für 10 oder 12 oder weiß der Teufel wie viele Millionen vom FC Sevilla in den Bullenstall. Dem ist nur ein baffes „Muuuh?!“ hinzuzufügen. Und vielleicht noch das: Erstens gibt es so etwas wie No-Gos, zweitens ist der Maxi mit seinen erst 21 Lenzen schon eine Art Transferkönig, ließ er sich doch binnen nur zwei Jahren immerhin dreimal verscherbeln und küsste womöglich ebenso viele verschiedene Wappen…

Zwei (hoffentlich treue bzw. echte) Rapidler haben nicht so viel Glück: Kelvin Arase (20) wurde erneut als Kooperationsspieler verliehen, nun nach Ried; ungleich tragischer ist Tamas Szantos‘ (23) Schicksal, der schon wieder am Knie operiert werden musste und daher weiterhin für längere Zeit ausfällt.
Alles Gute, Tamas!

Mario Sonnleitner hingegen stieg nach seinem Riss in der Adduktorengegend in der 33. Kalenderwoche endlich wieder ins Mannschaftstraining ein.

Nach nur einem Jahr in Hütteldorf wechselte Marvin Potzmann ausgerechnet zum LASK, der ihm einen Kontrakt bis Mai 2020 gab.

Nach dem auf der Grazer Rumpelwiese erlittenen Muskeleinriss in der Wade wird Srdjan Grahovac für wohl längere Zeit fehlen; zum Glück war Dejan Ljubicic nach einer Schambeinentzündung wieder fit geworden und bot auf Anhieb eine sehr befriedigende Leistung.

Ebenfalls gegen Sturm Graz musste Christopher Dibon wegen einer Gesichtsverletzung passen, kam aber Gott sei Dank mit einem blauen Auge davon statt mit dem ursprünglich befürchteten Jochbeinbruch.

Mert Müldür aber wird für lange Zeit nicht mehr für Rapid, bei der er das Kicken gelernt hatte, spielen, denn er wurde nach Sassuolo transferiert, was seinem Stammklub kolportierte fünf Millionen einbrachte – viel Erfolg in der Serie A, „Tapferer“!

Erwin Reckendorfer war seit 11.5.1966 unser Mitglied und gehörte lange dem Vorstand an, u.a. auch als Vizeobmann, aber am 15.8. verstarb er im 81. Lebensjahr. Wir trauern mit „Reckeris“ Familie und werden ihn nie vergessen!— Wegen der vielen Ausfälle in der Defensive holte Rapid den ablösefreien Filip Stojkovic (26, 15xA für Montenegro, Marktwert drei Millionen Euro) für die nächsten drei Jahre. Im Derby war der vielseitige, bis Sommer 2022 verpflichtete Verteidiger aber noch nicht spielberechtigt.

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Rapid-Admira

5:0 (1:0)

So langsam kommt Rapid in Fahrt. wir sind etwa dort, wo wir Anfang 2016 waren. Damals, beim ersten Spiel im neuen Stadion gewann man im ersten Spiel gegen Ried mit 5:0. Wir alle glaubten, den Anfang einer neuen großen Rapid-Ära zu erleben. Aber Fußball scheint ein sehr sensibles Metier zu sein, und es ist mehr Psychologie im Spiel als man glauben würde. Das hat jedenfalls der Altach-Trainer nach deren heutigem 6:0-Sieg gegen St.Pölten erklärt. Seit den ersten Tagen im Weststadion/Allianz-Stadion ist Rapid um Stabilität bemüht und nach einem Verbrauch von drei Trainern und zwei Sportdirektoren war dieses Jahr der Ruhe rund um den Trainerposten endlich jene Konsolidierungsphase, die wieder eine gewisse Lockerheit in das Spiel von Rapid bringt, die für Erfolg nötig ist.

Erst nach dem 2:0 nach der Pause wurde allmählich klar, warum sich die Admira bis zum Pausenpfiff überhaupt behaupten konnte. Die Admira spielte mit ziemlich aggressivem Zweikämpfen. Zwei versteckte und ungeahndete Fouls führten zu blutenden Wunden bei Dibon und Ljubicic. Dazu kamen andere zweifelhafte Entscheidungen von Schiedsrichter Heiß, die allesamt hätten dazu führen können, dass Rapid auch in Rückstand hätte geraten können. Ja, nach unserer Ansicht gibt es eine Schiedsrichterschwäche bei Spielen in Hütteldorf, Und die besteht in einer klaren Bevorzugung der Gäste.

Nach dem 2:0 nach der Pause was es den Gästen klar, dass hier nichts mehr zu holen sein wird und sie verzichteten danach auf harte Einlagen und beschränkten sich auf das Spielen. Und solches Verhalten kam den technisch besseren Rapidlern zugute und gleich schaute das Spiel anders aus. Nicht, weil Rapid plötzlich so gut gespielt hätte, nein, der Gegner hat sich mit der Niederlage abgefunden und stieg nicht mehr mit vollen Einsatz ein.

Wir freuen uns über ein Sieg in einer Höhe wie man ihn nur von Testspielen kennt. Schon beim Derby fragten wir, ob das jetzt der Durchbruch gewesen wäre. Nun, die Frage wird wohl weiter gestellt werden dürfen. Siege dürfen keine Eintagsfliegen bleiben und müssen zu einem verlässlichen Begleiter werden, vielleicht, so wie in früheren Jahren. Warum nicht? Wir wären bereit dazu!

Choreografie

Die Spirits feierten ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer sehenswerten Darbietung, und wir schließen uns als Gratulanten an! Schon vor dem Einlass konnte man sehen, wie man die Utensilien zur Choreografie ins Stadion gebracht hat und gleich nach dem Einlass wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.

Ján muss weg!

Ján kam mit einer Rodel vollgepackt mit seinen Utensilien wie Audio-Anlage, Augustin-Ausgaben, Werbebotschaften. Wenn er kommt, reicht sein Geld oft nicht für eine Eintrittskarte und die will er bis Spielbeginn verdienen. Meist gelingt ihm das auch. Er ist ein Marketing-Talent. Er weiß genau, was einen guten Standplatz ausmachen kann und wie ungünstig „ein paar Meter weiter weg“ sein können. Daher parkte Ján seinen „Bauchladen“ möglichst nah am Röhreneingang. Und manchmal kann er dort auch bleiben. Heute wird ihm dieser Platz aber verwehrt und er muss etwas weiter Aufstellung nehmen.

Während des Spiels sammelt er Becher, um Startkapital für das jeweils nächste Event zusammen zu bekommen. Ján liebt alle grün-weißen Mannschaften aber auch Heavy Metal und das alles ist nicht immer billig.

Kitagawa-Fans aus Japan

Ich durfte sie zwar nicht fotografieren, aber vielleicht haben sie mich nur nicht verstanden, die beiden Damen, Mutter und Tochter, beide mit „Kitagawa“-Trikots und offenbar wegen ihres Idols aus Japan (!) angereist. Das wieder hat mir eine andere Japanerin erzählt, die die beiden auch gesehen hat. Ein Foto von hinten ist mir dann doch gelungen.

Schön, dass sich Rapid wieder um Ivica bemüht hat und ihn ins Stadion geholt hat.

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Rapidviertelstunde-200

Etwa 80.000 Zuschauer hat die Rapid-Viertelstunde jeden Freitag, ein beachtlicher Wert. Das 200. Sendungsjubiläum wurde würdig gefeiert. In einer Runde wurden Erfahrungen ausgetauscht und wichtige Meilensteine in dieser Zeit wiederholt. Aber der rote Faden durch die Sendung waren die Besuche von Rapid bei den Fans.

Inhalt

  • Jubiläumsdiskussion (Philipp Schobesberger, Stefan Schwab, Christoph Peschek, Chistopher Dibon)
  • Abschiedsspiel (Antonin Panenka)
  • Stefan Schwab erzählt über seinen Weg zu Rapid
  • Andy Marek kann doch kicken
  • Christoph Peschek erklärt, was ein „Uhuspieler“ ist
  • Christoph Pelczar, der Rapid-Pfarrer
  • Ján Novota signiert seinen alten Spind
  • Rapid beim Klub der Freunde
  • Herr Gugerell stellt eine Frage
  • Rapid bei Grün-Weiß Favoriten
  • Rapid bei den Walser Rapidfreunden
  • Rapid bei Andy Frey
  • Rapid bei der Außenstelle St. Hanappi
  • Rapid bei den Green-White-Ladies
  • Frau Paula im Gespräch mit Andy Marek
  • Stadioneröffnung mit Alfred Körner
  • Gespräch mit Heinrich Himmer
  • Rapid-Familie hilft
  • Wolfgang Frey im Interview
  • Hans Krankl im Interview
  • Alfred Körner wird 90
  • Abschied von Steffen Hofmann
  • Robert Beric und Srdjan Grahovac beim Deutschkurs
  • Rapid bei Charlys Green-White-Family
  • Rapid bei Jürgen Hartmann
  • Laurin Rosenberg und das Rapideum
  • Rapid bei Roland Kresa
  • Rapid bei Markus Takacs im Burgenland

Link zum Video

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Draßburg-Rapid II

1:5 (0:4)

Das Ergebnis verrät den Charakter der beiden Spielhälften. Rapid II spielte in der ersten Halbzeit souverän und ging schon früh durch einen Elfmeter (Melih Ibrahimoglu) in Führung. Es folgten Tore von Daniel Markl, Raphael Strasser und Lukas Sulzbacher. In der zweiten Halbzeit verwaltete man das Ergebnis. Das dosierte Zurückschalten ist aber offenbar gar nicht so leicht und Draßburg konnte in einer Drangphase einen schönen Treffer erzielen. In der Schlussphase konnte Dragoljub Savic für Rapid II noch durch einen Schuss aus spitzem Winkel nach einem sehenswerten Solo über die linke Seite den vorigen Torabstand wiederherstellen.

Es ist erfrischend zu sehen, wie sich die im Fuß und Kopf pfeilschnellen jungen grün-weißen gegen die deutlich älteren und groß gewachsenen Kampfmannschaften der Regionalliga behaupten können. Das war nicht in jedem Jahrgang so. Der Jahrgang Grün-Weiß-II-2019 verspricht ein ähnlich guter Jahrgang zu werden wie der heurige Wein.

An der Tabelle ändert sich nichts, denn die Spitzengruppe war durchwegs erfolgreich. Rapid II hat mit +12 die beste Tordifferenz. Auf das Nachtragsspiel gegen Mannsdorf müssen wir noch etwas warten, aber wenn das gewonnen werden würde, wäre Rapid II sogar Tabellenführer. So aber ist Rapid II auf Platz 3 mit einem Spiel weniger.

Ambiente

Wer hätte gedacht, dass es in Bereich der Postleitzahl 7021 (Draßburg) gleich zwei „Waldstraße“ gibt. Unser Navi fand zunächst die falsche im Nachbarort Baumgarten. Den Fehler konnten wir rasch beheben.

Wer kannte bisher Rasporak, Darafalva oder Draßburg? Die Gemeinde unseres Regionalligagegners hat etwa 1200 Einwohner und das praktisch unverändert seit 150 Jahren. Sie liegt im Bezirk Mattersburg. Man wählt hier mit großer Mehrheit SPÖ. Wie auch bei vielen anderen Orten im Burgenland sagt uns die Ortstafel auch den kroatischen Namen Rasporak. Von tragischer Bekanntheit ist der Nachbarort Schattendorf, den man mit dem „Schattendorfer Urteil“ von 1927 verbindet, dessen Folge der Justizpalastbrand war.

Mit 550 Zuschauern war fast jeder zweite Einwohner bei dem Spiel. Aus Wien haben sich nicht allzu viele nach Draßburg verirrt. Friederike, Hannes, Gerhard, Florian und Franz. Gesehen haben wir auch Jochen Lehner, den Besitzer des Haydnbräu in Eisenstadt und Rapid II-Sponsor.

Sehr engagiert präsentierte sich ein junger Mann, der nach Andy Marek, seinem Vorbild fragte. Es stellte sich heraus, dass wir den Stadionsprecher von Draßburg kennen gelernt haben. Er wird sicher nichts unversucht lassen, Andy Marek einmal persönlich kennen zu lernen.

Draßdorf wird von Franz Lederer, früherer Trainer und Sportdirektor bei Mattersburg trainiert. Die Homepage des ASV Draßburg nennt 14 Funktionäre des Sportvereins und präsentierte sich auf einer kleinen aber sehr gepflegten Anlage.

Prominente Gäste in Draßburg

  • Didi Kühbauer, Jürgen Macho, Raimund Hedl, Leo Gartler

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Austria-Rapid

1:3 (1:1)

Ganz Rapid freut sich über diesen Auswärtssieg und über die gelungen Revanche für die Niederlage vom Dezember des Vorjahres.

Die Statistik der Bundesliga zeigt ein ziemlich ausgeglichenes Bild. Es ist also nicht schwer, sich vorzustellen, dass dieses Spiel hätte ganz anders ausgehen können. Auch die Austria hatte tolle Chancen, aber wir hatten Stephan Auer, der einen möglichen Ausgleich auf der Linie rettete. Er stand diszipliniert am langen Eck und konnte den Ball, den Knoflach zuerst verfehlt hatte, abwehren.

Erfreulicherweise gab es keinen der (von uns) gefürchteten Einbrüche in der zweiten Hälfte, sieht man von einzelnen Krämpfen ab.

Nicht einmal Didi (Spox) konnte nach dem Spiel ein Lob zurückhalten, denn die nachrückenden Ersatzspieler Kelvin Arase und Dalibor Velimirovic haben sich durchaus bewährt.

Rapid verschafft sich ein wenig Luft und etabliert sich am 6. Platz, in Schlagdistanz zu den Führenden.

Der einen Freud’…

Wohin die Reise bei Rapid geht, wissen wir nicht. Eventuelle Anmaßungen des Blocks – wie zuletzt bei Gogo – sind durch diesen Erfolg zunächst aufgeschoben. Wäre das Spiel aber verloren gegangen, hätte das kryptische Spruchband des Blocks: „Genug des Schweigens“ vielleicht auch noch ein weiteres, aufklärendes zur Folge gehabt.

Das Management von Fußballvereinen reduziert Misserfolge häufig auf die Trainerfrage. Dabei könnte man durch einen Blick zum Mitbewerber lernen – aber tut es nicht. Man hat weder Vertrauen, noch Geduld und vor allem meint man, dass ein woanders erfolgreicher Trainer diesen Erfolg mitbringen könnte. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ein erfolgreicher Trainer (natürlich auch Spieler) ist Teil eines erfolgreichen Konzepts. Holt man ihn dort raus, kann er seine dortige Umgebung nicht mitnehmen. So war es bei Canadi (und vorher schon bei Zellhofer), so ist es jetzt bei Ilzer und vielen anderen. Wenn ein Verein erfolgreich ist, dann nicht allein wegen des Trainers. Es hätten nämlich die erfolgreichen Vereine nach dem Abgang ihrer Erfolgstrainer stark geschwächt sein müssen, aber sie sind es nicht. Der WAC spielt auch mit dem neuen Trainer hervorragend, ebenso der LASK und Salzburg sowieso.

Was sonst ist es, außer dem Trainer? Na, zum Beispiel die Spielerbeschaffungen, die man nicht so leicht verändern kann, zum Beispiel das Klima, das sich Änderungen hartnäckig widersetzen kann, Konzeptlosigkeit, Wohlfühloasen…

Ambiente

Schon in der Rapidviertelstunde-199 konnte man die Anspannung der Verantwortlichen vor dem Derby förmlich spüren. und auch im MatchdayUpdate von Lukas Marek war voll der bangen Vorfreude auf das Spiel.

Vor dem Spiel gab eine Gedenkminute an den ermordeten Austria-Fan Fritz Duras.

Eigentlich wollten wir gar nicht auf den Horr-Platz gehen, doch weil sich kein geeigneter Fernsehwirt angeboten hat, riskierten wir den Besuch. Was vor dem Spiel aufgefallen ist, dass der Rapid-Block einen sehr geschlossenen Eindruck vermittelte und die Austria-Kurve noch sehr schwach besetzt war und ohne „Anführer“ etwas unorganisiert gewirkt hat.

Die Ansage des Stadionsprechers, dass es keine pyrotechnischen Gegenstände geben dürfe, kontrastierte sonderbar mit der Eröffnungschoreografie der Ultras. Vielleicht sollte man bei diesen Ansagen erwähnen, dass es angemeldete Pyro-Shows gibt, damit nicht gleich das ganze Stadion auf die „bösen Rapidler“ losgeht.

Wie sich doch die Vereine ähneln. Sowohl Austria als auch Rapid werben um Mitglieder, beide versprechen, dass die Beträge voll dem Nachwuchs zugute kommen, beide versuchen mit Aktionen, Kinder und Jugendliche ins Stadion zu locken, zum Beispiel bei der Austria um 1,- Euro für Kinder beim nächsten Heimspiel.

Und wo liegt dann der Unterschied zwischen den Vereinen? Der Unterschied liegt darin, dass es Rapid besser gelingt. Rapid schafft stärkere und glaubhaftere Hinwendung zum Mitglied. Dieses ans Freundschaftliche grenzende Marketing wird durch Andy Marek verkörpert und es überträgt sich auf alle Rapid-Teams mit Fankontakt. Man kann alle dort Beschäftigte, also das Klubservice-Team, das Museums-Team und die uns bekannten Mitarbeiter der Organisation als außergewöhnlich engagiert bezeichnen, aber es ist mehr als das, es ist freundschaftlich.

Die dritte Halbzeit

Es geht ums Prügeln und um eine „würdige“ Kulisse dazu. Das Spiel selbst ist der Aufputz für die eigene vermeintliche Wichtigkeit. Berichtet wurde (in heute) über Rapidler, die über die Absperrungen geklettert sind und auf der Nordtribüne eine Raufereien angezettelt hätten, Austrianer, die versuchten zu stürmen, wobei unklar ist, ob sie das Spielfeld oder eh schon die Rapidler im Visier hatten, Rapidler, die bei der U-Bahn-Station Troststraße kampfbereit auf ihre violetten „Brüder im Geiste“ warteten. Die Bilder der Choreografien können gar nicht prächtig genug sein, um nicht durch die „dunkle Seite der Macht“ in Schieflage zu geraten.

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