Traiskirchen- Rapid II

2:2 (2:2)

Die Bilanz der Spiele gegen Traiskirchen seit 2016 ist negativ:

DatumWoTrainerErgebnisSUN
09.08.2019Aradovicz2:2U
26.04.2019Hradovicz0:1N
28.09.2018AAkagündüz1:2N
16.03.2018HAkagündüz1:2N
25.08.2017AAkagündüz3:1S
26.05.2017HAkagündüz2:2U
04.11.2016AAkagündüz0:2N

Insofern war dieses Unentschieden positiv zu sehen.

Bedenkt man aber das engagierte Spiel unserer Mannschaft in der erste Halbzeit, dann meint man, Ähnlichkeiten mit der Kampfmannschaft zu bemerken: spielerische Überlegenheit aber wenige Chancen. Der Gegner kommt zwei Mal vors Tor und ist erfolgreich.

Die zweite Halbzeit war ausgeglichener und dennoch hätte Rapid II durch drei Top-Chancen in der Schlussphase die drei Punkte holen können, zwei davon hatte Arase und natürlich ärgern sich die Zuschauer darüber, warum der Stürmer in dieser Situation nicht etwas anderes gemacht hat, also zum Beispiel den Ball abgeben. Aber so sind eben die Fragen im Fußball – und im Leben. Wir müssen uns darin üben, Dinge hinzunehmen und auch zu lieben, die wir nicht ändern können, auch, wenn sie uns in Details nicht gefallen mögen.

Marco Fuchsbichler und Kelvin Arase treffen für Rapid II. Überhaupt ist Arase durch seine weiteren Großchancen in der zweiten Halbzeit sehr auffällig in diesem Spiel.

Prominenz am Platz

Das Spiel wurde seitens Rapid prominent begleitet. Etwa beobachtete Carsten Jancker, derzeit Trainer bei Mannsdorf seinen nächsten Gegner. Er plauderte mit Zoki. Weiters wurden auch Jürgen Macho, Leo Gartler und Walter Skocik gesehen.

Die „Sitzplatzschweine“ waren ebenso vertreten wie „AMAS-Support“ und wir, vom Klub der Freunde. Die „Vier im Citroen“ waren Arnold, Christian, Florian und Franz.

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Keine Irrfahrten mehr

Die Frage vor einem Auswärtsspiel von Rapid II ist immer „wo ist das Stadion?“. Fast immer funktioniert die Eingabe „Sportplatzstraße“ und eben den Ortsnamen. Nicht so in Traiskirchen. Dort landet man in einer idyllischen Siedlungszone, aber ohne Sportplatz. Man erfährt, dass dort der Sportplatz in den 1950er Jahren war und der Straßenname seither nicht geändert wurde. Um solche leeren Kilometer in Zukunft sicher zu vermeiden, enthalten alle Angaben im EwkiL-Kalender immer die Adresse des jeweiligen Stadions. Hier ein Blick auf den Freitag.

Man sieht die Themen der Rapid-Viertelstunde mit einem Link zum Video, danach das Spiel gegen Traiskirchen mit den zugehörigen Links aber auch mit der Adresse des Spielortes.

Rapidviertelstunde-196

Inhalt

  • Fanbesuch am Arbeitsplatz
  • Wien Energie verlängert Partnerschaft
  • Rapid Challenge
  • U19 Ruhr Cup
  • Debüt-Treffer gegen St. Pölten
  • Taxiarchis Fountas im Interview

Link zum Video

Alle Folgen

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Wer beim morgigen Spiel gegen Altach seinen Freunden oder Sitznachbarn ein kleines Geschenk machen möchte, kann das mit unseren Visitenkarten tun.

Vorderseite: Alle Kaderspieler mit Name, Nationalität, Alter, Rückennummer und Position

Unser Kader, frisch aus der Druckerei

Rückseite: Visitenkarte des Klub der Freunde mit Einladung zur Mitgliederversammlung am 26.8.

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  • Auflage: 2200 Stück
  • Druck: Ultraprint, Bratislava
  • Kontakt: Franz, bis 15:30 im Stags-Head am Tisch von Peter, danach bis 16:14 beim Aufgang zum Sektor 12, danach S11-R13-138. 0677-1899 5070

St.Pölten-Rapid

2:2 (1:1)

Von den bisher 12 Pflichtspielen gegen St. Pölten wurde nur eines verloren und das war jenes Spiel, das den Trainerwechsel bei Rapid zur Folge hatte. Zwei Spiele je eines unter Canadi und Büskens waren unentschieden. Die neue Saison beginnt also so wie auch die alte sich angefühlt hat. Wir wissen zwar, dass sich mit Siegen rasch etwas verändern kann, aber derzeit schaut das Spiel unserer Mannschaft nicht so aus.

Christopher Jäger, den Schiedsrichter der Partie haben wir vom verlorenen Spiel gegen Hartberg noch in schlechter Erinnerung, denn nach unserer Ansicht hatte er damals einen bedeutenden Anteil an der Niederlage. In der ersten halben Stunde des Spiels hatte man fast den Eindruck, als würde der Schiedsrichter besonders wohlwollend gegenüber Rapid entscheiden. Auch bei einem ziemlich heftigen Foul von Max Hofmann befürchteten wir schon eine rote Karte, doch begnügte er sich mit Gelb.

Dass sich St.Pölten als ebenbürtiger Gegner präsentiert hat, sollten wir mit Respekt quittieren. Gute Arbeit! Doch stellt das umgekehrt den Rapid-Aktiven ein eher schlechtes Zeugnis aus, bedenkt man den insgesamt größeren Aufwand, und besonders die größere Erwartungshaltung, hoch gehalten durch Durchhalteparolen, Ankündigungen, die die Fans beruhigen und „bei der Stange halten“ sollten. Stimmen des Präsidenten, der im Frühjahr deutliche Leistungssteigerungen gesehen haben will. Stimmen des Trainers, der im vorigen Dezember meinte, wir würden nach der Wintervorbereitung eine andere Mannschaft sehen. Und wie anders die war, die Meistergruppe wurde verfehlt. Der Spruch wiederholte sich nach verlorenem Cup und verlorenem PlayOff gegen Sturm. Jetzt wäre eigentlich die Zeit, in der wir Veränderungen hätten sehen sollen. Aber so wirklich können wir sie nicht sehen. Und wegen dieser übersteigerten Erwartungshaltung wird bei einem Unentschieden gegen St.Pölten gepfiffen. So ganz klar ist es noch nicht, gegen wen sich die Pfiffe richten. Es scheint eher die Mannschaft zu sein, denn der Trainer dürfte noch Schonfrist haben.

Man wird das Gefühl nicht los, als würden viele Akteure bei Rapid landen, weil es der eigenen Eitelkeit schmeichelt, der Mannschaft oder dem Trainerteam des besten Vereins des Landes anzugehören, dass man aber dem hier herrschenden rauen Klima nicht gewachsen ist. Didi hat es bei einem Interview schon angedeutet, dass er sicher sei, dass nach der Sommervorbereitung bergauf gehen würde und wenn nicht, dann müsse er wohl gehen. Wir sind zwar noch nicht so weit und wir sollten uns nicht an einzelnen Ergebnissen orientieren, obwohl in der Praxis genau das geschieht. Die kritischen Spiele sind dann jene punktuellen Misserfolge, die das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen bringen und die den Trainer den Job kosten.

Schauen wir also, was Trainer in den letzten 20 Jahren an Punkten erreicht haben. Nur Bewerbspiele wurden gewertet.

Rapid-Trainer

 37 1,59 Kühbauer D.
 67 1,73 Djuricin G.
 25 1,64 Büskens M.
 17 0,88 Canadi D.
151 1,77 Barisic Z.
 10 1,40 Barisic Z.
 82 1,61 Schöttel P.
210 1,79 Pacult P.
 23 1,09 Zellhofer G.
154 1,61 Hickersberger J.
 32 1,13 Matthäus L.
 51 1,75 Dokupil E.
 98 1,84 Weber H.

Bemerkenswert in der Liste ist gleich der Erste, Heribert Weber, der bei einem Punktemittel von 1,84 gehen musste, ein Ergebnis, das seither nicht übertroffen werden konnte. Wir sehen, dass Didi den Punkteschnitt seines Vorgängers noch nicht erreicht hat und mit diesen Ergebnissen auch nicht so schnell erreichen wird. Ist es nicht eigenartig, dass wir gute Trainer kündigen und uns danach freuen würden, auch nur ihren Punktestand zu erreichen. Das war bei Zoki so und ist auch bei Gogo der Fall.

Noch eine Zahl, die illustriert, was geschehen muss, damit Didi punktemäßig die Punktezahl von Gogo überholt. Ganz einfach: die folgenden fünf Spiele müssen gewonnen werden, also Altach, Sturm, LASK, Austria und .Admira (37*1,59 + 5*3)/(37+5) = 1,75. Da das natürlich ziemlich unrealistisch ist, wird sich eine solche Verfolgungsjagd noch einige Zeit hinziehen bis wir das erreicht haben, was wir unter Gogo schon hatten; nur eines hatten wir damals nicht: Geduld.

Nun, wie sich die Qualifikationsgruppe anfühlt, das wissen wir ja schon und würde uns freuen, auch den zweiten Wiener Verein dort begrüßen zu dürfen, damit die Gruppe nicht so fad ist.

Ambiente

Wir buchten den All-inclusive-Bereich auf der Westtribüne, denn Sonne haben wir in Hütteldorf auf der Ost-Tribüne selbst genug. Zumindest die Hälfte der Besucher dort sind Rapidler. Warum eine Eintrittskarte 50,01 € kostet ist auch eines der Rätsel der Provinz.

Der frühere St.Pöltner Biersponsor, die Brauerei Egger ist zwar in St.Pölten heimisch, doch der Geldhunger im Fußball ist groß und wahrscheinlich war das der Grund zum Wechsel zu Ottakringer. Aus dem früheren Egger-Biercorner wurde der Spusu-Corner.

Der Stadionsprecher forderte mehrmals einen St.Pöltner Autofahrer erfolglos auf, zu seinem Wagen zu kommen. Um die Dringlichkeit zu unterstreichen, fügte er hinzu, dass ein Bagger versehentlich das Auto beschädigt hätte.

Die St.Pöltner sind ein gemütliches Publikum, und man kann daran auch sehen, wie schwer es ist, aus einem Event-Publikum ein stimmungsvolles Fußballpublikum zu machen,

Die vier im Hyundai waren: Gregor (Fahrer), Florian, Mario und Franz (der Autor).

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Kōya Kitagawa

Die meisten Legionäre bei Rapid kommen aus dem europäischen Ausland und diese Herkunftsländer sind uns vertraut. Terence Boyd war schon eine Ausnahme und der Autor des Tagebuchs hatte nach dessen Aussage über Das beste Land der Welt nachgedacht.

Mit dem Stürmer Kōya Kitagawa (北川かや) kommt nun mit Japan ein Land ins Spiel, dessen bekannte Konzerne und deren Produkte uns vertraut sind aber über dessen Lebensart wir doch weniger wissen. Und daher hier ein kleiner Ausflug in das „Land der aufgehenden Sonne“, das diesen Umstand auch in seiner Flagge darstellt.

Shizuoka

Koya wurde in Shizuoka geboren, einer Stadt mit etwa 700.000 Einwohnern am Meer und einem atemberaubenden Panorama mit dem Berg Fuji im Hintergrund.

Shizuoka, der Geburtsort von Koya

Der gleichnamige Verwaltungsbezirk Shizuoka bezeichnet sich Präfektur und kann in der Größe mit 7.700 km² am ehesten mit Kärnten verglichen werden. Der Unterschied liegt in der sechsfachen Bevölkerungszahl. Kärnten: 561.000, Shizuoka: 3.643.000. Der „Peter Kaiser“ von Shizuoka heißt „Jimin kaikaku kaigi“, seine Partei ist die „LDP-Reformkonferenz“ (=Liberaldemokraten). Interessant ist die reiche Symbolik, die man offenbar in Japan zur Charakterisierung einer Gegend. Der Präfekturbaum ist die Duftblüte, die Präfekturblume ist die Azalee, der Präfekturvogel ist der Prinzen-Paradiesschnäpper und die Hymne besingt den Fuji: Fuji-san yo yume yo tomo yo („Fuji! Traum! Freund!“)

Fußball in Japan

Man muss wissen, dass Fußball in Japan eine sehr junge Sportart ist. Die Profiliga wurde erst 1989 gegründet. Die meisten Mannschaften sind Werksmannschaften großer Unternehmen, wie etwas Toyota, Mitsubishi, Yamaha oder Hitachi.

S-Pulse

Der Verein, für den Koya spielte heißt S-Pulse. Der Verein wurde mit Absicht gegründet, Werbung für die Region zu machen. Es gibt mit Jubilo Iwata einen etwas stärkeren Stadtrivalen. S-Pulse musste 2015 einmal absteigen, um aber gleich wieder in die höchste Spielklasse zurückzukehren. Derzeit liegt S-Pulse nach 21 Spielen auf Platz 14 von 18. Auf der WIkipedia-Seite sehen wir auch Koya als einen der 29 Spieler, davon zwei Brasilianer, einen Koreaner und einen Australier.

Tickets

In Japans höchster Spielklasse kauft man in einem einheitlichen Webshop. Ich habe eine angebotene Begegnung angeklickt und eine durchschnittliche Kategorie gewählt und müsste 3.900 JPY zahlen. Das sind 33 Euro, also durchaus mit Österreich vergleichbar.

Stadion

Die Stadt Shizuoka liegt am 35. Breitegrad und damit etwa so wie das europäische Malta. Das könnte erklären, warum das 20.000 Zuschauer fassende Stadion des Vereins S-Pulse kein Dach benötigt. Kleine Dächer sind über den VIP-Bereichen.

In unmittelbarer Nähe des Stadions befindet sich ein gigantisches Solar-Kraftwerk mit etwa 7500 Solarpanelen.

1 Stadion von S-Pulse, 2 Solar-Kraftwerk, 3 Wohngegend

Blick auf Koyas bisheriges Stadion (Google Street View)

Blick auf eine Wohngegend in der Nähe des Stadions (Google Street View):

Alles sehr eng, Parkplätze nur auf dem eigenen Grundstück, kaum Gartenfläche. Alles schaut sehr sauber und geregelt aus. Abenteuerlich wirkt auf uns die allgegenwärtige Außenverkabelung.

Koya

Wir hoffen, dass Zokis Idee, einen ehrgeizigen Stürmer aus einem als diszipliniert bekannten Land zu holen, langfristig eine Hilfe für die Rapid-Baustelle „Sturm“ sein wird. Wie sich Koya bemüht hat, schon seine Begrüßungsworte in Deutsch zu formulieren, zeigt seinen Respekt vor seinem neuen Umfeld und ist wohltuend im Vergleich mit den letzten Legionären. Wir hoffen, dass ihm seine Spielerkollegen bei den ersten Schritten durch Wien behilflich sind und ihm die Integration in das Team bald gelingen möge.

Links

Rapidviertelstunde-195

Inhalt

  • Dachmarke Rapid-Leben (Christoph Peschek)
  • Neuzugang Stürmer Koya Kitigawa (Zoran Barisic)
  • Auftaktspiel Traiskirchen-Rapid II am 9.8.
  • Richard Strebinger nach seinem Zusammenstoß
  • Tormanntraining mit Jürgen Macho

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