Sturm-Rapid

0:1 (0:1)

Über das Spiel muss nicht viel gesagt werden. In knappen Spielen entscheiden Kleinigkeiten. Dass beim Hinspiel ein Schubser zu einem Elfer wird, ein Abpraller zu einem Tor und beim Rückspiel ein mit der Hand abgewehrter Ball keinen Elfmeter zur Folge hat, sind das diese tragischen Dinge, die das Fußballspiel so unberechenbar machen. Was nützt schon die klare Überlegenheit, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht.

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Und es gab trotz dieser gegebenen und nicht-gegebenen Elfer weitere Chancen auf das 2:0. Zum Beispiel in der zweiten Halbzeit eine Maßflanke von Thomas Murg zu Mitte, die Andrija Pavlovic nicht annehmen konnte. Als ich die Szene sah, dachte ich:, dass es einfach so sein muss. Hätte er den Ball erreicht und eingeschossen, dann wäre er nicht bei Rapid, dann wäre er anderswo. So müssen wir aber mit allen diesen Unzulänglichkeiten leben.

Es war ja keineswegs nur diese – und andere – vergebenen Chancen. Es gab eine große Zahl völlig unerklärlicher Pässe ins Nichts. Unbedrängt. Unverständlich. Wie sich die Spieler und Trainer so etwas erklären, ist mir unklar. Da spielt man tolle Kombinationen, arbeitet sich nach vorne – und dann spielt man einen Ball dorthin, wo niemand steht. Wahrscheinlich sind diese Situation einstudiert, und wahrscheinlich sollte ja dort jemand in den leeren Raum hinsprinten, doch der hat entweder bei der letzten Übungseinheit gefehlt.

Mit der Fehlerquote in Graz hätte man man drei Spiele füllen können.

Ursachenforschung

Während im vorigen Sommer die Qualifikation für den Europacup geschafft wurde und auch die Gruppenphase auf Platz zwei beendet werden konnte, klappte es in der Meisterschaft nicht so recht. In neun Spielen setzte es vier Niederlagen und die letzte – gegen St. Pölten – besiegelte die Ära Gogo unter dem Druck des Blocks. Vergessen waren die Erfolge desselben Teams in Europa. Man hat den Eindruck, als würde sich unfaires Verhalten nicht bezahlt machen. Wie im Märchen. Und so war es auch.

Der Trainer konnte das Problem nicht sein. So etwas wie einen Trainereffekt konnte man nicht beobachten, es ging munter weiter mit den Niederlagen. In den nächsten neun Spielen gab es neuerlich vier Niederlagen. Das Tagebuch hat alle diese Ergebnisse verglichen; Verbesserung gab es keine.

Meine Schlussfolgerung ist die, dass nicht der Trainer die Ursache gewesen sein kann. Es waren vielmehr ungeeignete Nachfolger für den ausgeschiedenen Kvilitaia, der uns in der vorigen Saison durch viele Tore in der Schlussphase der Saison geholfen hat, den dritten Tabellenplatz zu erobern.

Wir haben Didi, die anderen den Erfolg!

Der unbestreitbare Pluspunkt von Didi auf der Trainerbank ist die Ruhe, die eingekehrt ist, eine Ruhe, die auch Gogo bei seiner Arbeit gut getan hätte. Dafür bekamen wir von Didi den Sager zu hören. dass wir im Frühjahr „eine ganz andere Rapid-Elf“ sehen würden. Na, da haben wir aber geschaut! Es ist ja schön, wenn Spiele gewonnen werden – zum Beispiel in der Qualifikationsgruppe, was aber letztlich allein zählt, ist der Erfolg, und der hat sich in keinem der Etappenziele eingestellt.

  • Ein historisches 1:6 gegen die Austria leitete die Serie der Misserfolge ein
  • Ein spektakuläres Ausscheiden aus dem Europacup startet die Frühjahrssaison
  • Die Meistergruppe wurde nach einer Niederlage in Mattersburg verpasst
  • Der erste Matchball ging in der Niederlage im Cup-Finale verloren
  • Der zweite Matchball im heutigen Spiel beschert uns eine Saison zu Hause: kein internationaler Platz für die kommende Saison

Was denkt sich „der Block“ nach der vorliegenden Schlussbilanz zu der von ihm erzwungenen Entscheidung? Gar nichts, denn die Scherben müssen andere zusammenkehren. Statt konsequenter Aufbauarbeit, ein ständiger Neubeginn ohne irgendwelche Ansätze zu Verbesserungen.

Gemessen an der Erwartungshaltung des Vereins und des Anhangs wäre an dieser Stelle wohl wieder ein Trainerwechsel fällig, wenn aber die Chance besteht, dass ein Trainer kontinuierlich arbeiten kann, weil er Rückendeckung des Blocks genießt, dann wollen wir wenigstens diesen Vorteil in die nächste Saison mitnehmen.

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