Rapid-Hartberg

3:4 (2:2)

Dieses Spiel wirft für einen Zuschauer gleich mehrere fundamentale Fragen auf:

Nächste Mitgliederversammlung 28.Oktober. Eingeladen wurden Grahovac, Greiml, Murg, Sonnleitner. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)
  1. Warum fielen die Schiedsrichterentscheidungen so eklatant gegen Rapid aus? Hat das Methode?
  2. Warum wird ein von einem Verteidiger abgelenkter Schuss nicht als Eigentor gewertet?
  3. Warum werden die Attacken, die zu schweren Verletzungen führen, nicht dem Täter in irgendeiner Form angelastet?
  4. Warum wird ein falsch ausgeführter Elfmeter wiederholt aber ein falsch ausgeführter Einwurf dem Gegner zugesprochen?

1. Schiedsrichterentscheidungen

Wie es wirklich ist, weiß natürlich niemand. Mein Tipp ist folgender:

Wenn mich jemand vor dem Spiel gefragt hätte, welchen Schiedsrichter ich mir für das Spiel wünsche, hätte ich die aktuelle Schiedsrichterstatistik bei Rapid-Spielen zu Rate gezogen und die schaut so aus:

Ergebnisse pro Schiedsrichter bei Rapid-Spielen

Es ist evident, dass Rapid mit Schiedsrichter Christopher Jäger bisher gut gefahren sind. Von 13 Spielen unter seiner Leitung wurden 11 gewonnen, eines war unentschieden und eines wurde verloren. Dieter Muckenhammer ist der einzige Schiedsrichter, bei dem die von ihm geleiteten Spiele keine positive sondern eine nur ausgeglichene Bilanz haben. Ihn hätte ich nicht gewählt.

Ganz sicher hat die Bundesliga ähnliche Statistiken, die sich auch auf die anderen Mannschaften und auch auf alle Spiele beziehen. Wenn man nun die Ergebnisanteile aller Schiedsrichter betrachtet (und dabei annimmt, dass der Schwierigkeitsgrad der Spielleitung derselbe ist), dann müssten eigentlich alle Schiedsrichter am Ende eines Beobachtungszeitraum ähnliche Ergebnischarakteristiken haben.

Christopher Jäger hat aber eine auffallend positive Bilanz bei Rapid-Spielen, und das ändert sich auch nicht gleich durch die heute sehr fragwürdige Spielleitung. Und es kann sein, dass meine Aufzeichnungen, die zeigen, dass seine Spiele tendenziell rapid-freundlich sind, auch bei der Bundesliga aufgefallen sind. Und da die Schiedsrichter sicher der einen oder anderen Bewertung ausgesetzt sind, könnte das auffällige tendenziöse Bewerten einzelner Situationen in diesem Spiel ihre Ursachen in solchen Bewertungen haben.

Gleich bei Spielbeginn wurde ein kurz ausgeführter Freistoß ziemlich kleinlich einige Meter zurück versetzt, so als wäre man bei einer Schiedsrichterausbildung bei der viele Dinge sicher noch genauer genommen werden. Schon an dieser Stelle dachte ich, das bei diesem Spiel etwas anders läuft.

Die ganz grundsätzliche Tendenz bei einem starken Support für eine Mannschaft, Entscheidungen bewusst (oder instinktiv) gegen die unterstütze Mannschaft zu treffen, sind bekannt. Und hier ist nicht eine einzelne Entscheidung gemeint, sondern das Mittel vieler solcher Entscheidungen. Das ist ein Problem, mit dem Rapid eben leben muss.

2. Abgelenkte Bälle

Beim Tor zum 2:4 lenkte Max Hofmann den Schuss unhaltbar für den Tormann ab; als Torschütze gilt aber der Hartberg-Spieler. Wäre an dieser Stelle ein Stürmer von Hartberg gestanden (und wäre dieser nicht im Abseits gestanden), dann wäre das Tor für denjenigen gewertet worden, der den Ball abgelenkt hat. Folgerichtig müsste im Falle von Max Hofmann, der den Ball als letzter berührt hat, er als Torschütze gelten.

Es irritiert, dass Tore, die zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt worden sind, nicht als Eigentore gewertet werden.

3. Verletzungen

„Da kann ma halt nichts machen“, eine gelbe Karte ist alles, was der Hartberger Spieler nach dem (eigentlich) taktischen Foul gegen Boli zu befürchten hat. Rapid verliert einen wertvollen Spieler für Wochen. Warum muss der attackierende Spieler (oder dessen Verein) nicht mit einer angemessenen Strafe rechnen? Man wird einwenden, dass so etwas ja unabsichtlich passieren kann, und daher eine solche Bestrafung unfair wäre. Ja, aber so ist das Leben halt einmal! Es ist ja auch fatal, dass jemand unabsichtlich einen Schuss ablenkt und das Tor trotzdem zählt, auch wenn es unabsichtlich war. Ich finde, dass im Falle von Konsequenzen bei gravierenden Verletzungen man etwas mehr Spiel und weniger körperliche Attacken sehen würde.

4. Falsche Ausführung von Strafstößen, Freistößen und Einwürfen

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Details der Ausführung eines Einwurfs nicht den Regeln entsprechen und danach die Durchführung des Einwurfs dem Gegner zugesprochen wird.

Beim heutigen Spiel führte der Schütze zum 2:0 den Elfmeter falsch aus (er blieb vor dem Schuss stehen). Nach meiner Ansicht hat er Pech gehabt, der Elfer sollte nach meiner Ansicht abgebrochen werden. So ist es aber nicht, der Schütze durfte den Elfer wiederholen.

Ist das nicht sonderbar, dass formale Fehler eines Spielers beim Outeinwurf zu einem Ballbesitzwechsel zum Gegner führen und beim Elfer der Schütze den Schuss wiederholen darf? Was passiert dann eigentlich, wenn er auch bei der Wiederholung denselben Regelverstoß begeht? Kann er das an libitum fortsetzen?


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