GRÜNZEUG-601

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / FEBRUAR 2019 / Nr. 601 / Versand 25.2.2019, Postamt 1120

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am
MONTAG, dem 11. MÄRZ 2019, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Nächste Mitgliederversammlung 28.Oktober. Eingeladen wurden Grahovac, Greiml, Murg, Sonnleitner. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Stephan AUER,
  • Andrei IVAN,
  • Tobias KNOFLACH und
  • Manuel MARTIC.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

WIRD’S EIN SCHÖNER FUSSBALL-FRÜHLING?

SCR-Cheftrainer Kühbauer ist kein Wetterfrosch, aber für das heurige Frühjahr hatte er eine „ganz andere Rapid“ angekündigt; und wer neben den Tests die ersten beiden Pflichtspiele gesehen hat, der könnte durchaus zur Meinung gelangen, dass der gute Didi das nicht einfach so dahergeplappert hat. Auch wenn es Nörgler und Besserwisser natürlich immer geben wird…

Jedenfalls ging es zuerst ohne Pflichtspielpraxis gegen Italiens bekannt abwehrstarken Dritten Inter Mailand (16 Verlusttore in bis dahin 23 Serie-A-Partien), dessen Offensive natürlich auch nicht mit Nieten besetzt ist. Daher verordnete Didi seinen krassen Außenseitern vorerst einmal strikte Defensive, ohne sie mit Hallo in ein Debakel ä la Valencia stürmen zu lassen. Am Ende hätte es mit ziemlicher Sicherheit 0:0 geheißen – ein Punkt fürs Prestige und die UEFA-Wertung. Das missfiel dem deutschen Referee offenbar, und er entschied die Sache mit einem Elfmeterpfiff, den er sich hätte verkneifen müssen. Wie alle Welt sah.

Nach Redaktionsschluss gab es das Rückspiel, dem rund 5.000 Rapidfans beigewohnt haben dürften. Es wäre eine schöne Belohnung für ihre unverbrüchliche Treue gewesen, wären sie Zeugen eines Fußball-Wunders geworden. Mehr hierüber demnächst…

Gegen den TSV Hartberg agierte der revanchelüsterne SCR speziell nach Seitenwechsel extrem offensiv und torhungrig. Am Ende sahen sich die wackeren Steirer mit 2:5 aus dem Stadion geschossen und damit sogar noch relativ gut bedient. Unsere Begeisterung über dieses Torfestival kühlte dann parallel zur Temperatur allmählich ab, denn die noch im Stadion verkündete Auslosung des Halbfinales bescherte uns den starken LASK (tags zuvor 6:0 gegen St.Pölten!) am 2. oder 3.4. als Auswärtsgegner. Halten wir uns aber an den Schwabi: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken oder vor ihnen Angst zu haben. Wir sind immer noch Rapid.“

Sollte der Kapitän recht behalten, könnte es tatsächlich ein schöner Fußball-Frühling werden. Um von einer Europa-League-Sensation gar nicht zu reden…

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, SECHZEHNTELFINALE (14.2.): INTER MAILAND (H) 0:1 (0:1)

Nach vorne hin lief lange wenig bis nichts, aber hinten ließen „Turban-Sonni“ (tiefes Cut kurz vorm 0:1) und seine Nebenleute auch wenig bis nichts zu. Hätte der Deutsche mit der Pfeife genauer hingeschaut, wäre ihm Perisics Stürmerfoul an Potzmann aufgefallen, weshalb er Thurnwalds anschließendes Elferfoul an Martinez gar nicht hätte ahnden können. Besser passten er und sein Assistent mit dem Fähnchen bei Ivans Volleygoal auf und merkten daher D.Ljubicics vorherige Abseitsstellung (45./+3). Nach der Pause agierte der haushohe Favorit aus Mailand eher im Verwaltungsmodus und der Hütteldorfer Außenseiter wesentlich mutiger, minimierte die Zahl der (oft zu leichten) Ballverluste und hatte etliche gute Strafraumszenen wie bei Knasmüllners Schuss, den Handanovic mit tollem Reflex entschärfte (65.). Da kannst nix machen! Und zum Schämen war Rapids Leistung tatsächlich nicht.

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli; Grahovac (64.Knasmüllner), D.Ljubicic; Thurnwald (53.Schobesberger), Schwab, Ivan; Berisha (82.Murg).- Tor: Martinez (39., Elfer).- Gelbe Karten: Sonnleitner, Hofmann, Berisha, Potzmann; Martinez, Cedric, D’Ambrosio, Candreva.- Weststadion, Stieler (Deutschland), 23.850 (ausverkauft).

ÖFB-CUP, VIERTELFINALE (17.2.): HARTBERG (H) 5:2 (1:0)

Bis zum 1:0 des überragenden Murg kurz vor Ende der irgendwie zachen ersten Halbzeit deutete wenig auf einen so torreichen zweiten Abschnitt hin. Doch Rapid sauste wie aufgezuckert aus der Kabine und überfiel die Steirer regelrecht. Weil ihre Konzentration dann deutlich nachließ, kam Hartberg um eine wesentlich deftigere Revanche für das herbstliche 3:0 hinweg, während Rapids Aufstieg ins Semifinale natürlich niemals in Frage stand. Zumal Cup-Spezialist Pavlovic (drei Einsätze, vier Tore) und Murg per Doppelpacks für Hochstimmung auf Rasen und Rängen sorgten.

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli (68.Müldür); Martic, Schwab; Murg, Knasmüllner, Schobesberger (68.Ivan); Pavlovic (77.Alar).- Tore: Murg (42., 90./+1), Pavlovic (50., 74.), Hofmann (52.); Martic (69., Eigentor), Rasswalder (82.).- Gelbe Karten: Murg, Müldür; Rasswalder, Rep.- Allianz-Stadion, Jäger, 12.700.

Panorama

„MR. GRÜNZEUG NR. 601″: MAXIMILIAN HOFMANN UND MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat:.

Mit einem schicken Turban auf dem schon ein bisserl spärlich behaarten, dafür aber umso blutigeren Kopf sagte Mario Sonnleitner nach dem Inter-Match mit dem ihm eigenen Humor: „Schöner werd‘ ich nimmer.“ Davon gehen auch wir aus, außerdem rechnen wir auch kaum damit, dass der 32-jährige Ex-Grazer besser wird. Denn seine bereits neunte Saison in Hütteldorf ist die absolut beste (nicht nur, aber auch wegen seiner Torgefährlichkeit). Das bewies er trotz Behinderung sogar gegen Inters Stars einmal mehr. Zur Schande jener „Experten“, die ihn schon längst hätten wegekeln wollen. Gegen Hartberg hörte man „Fußballgott“-Rufe!
In „Sonnis“ Schatten blühte einer auf, der ebenfalls viel zu selten richtige Anerkennung erfährt, obwohl er, der seit seinem 10. Lebensjahr ein echter Rapidler ist, Jahr für Jahr solide seinen Dienst versieht, so er fit sein sollte: Maxi Hofmann überzeugte gegen Inter wie gegen Hartberg (vorentscheidendes Kopftor) und verdiente sich sein so die diesmalige ex-aequo-Poleposition.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Gegen Inter absolvierte Stefan Schwab sein 30.; im selben Match waren Veton Berisha, Andrei Ivan, Christoph Knasmüllner und Marvin Potzmann zum jeweils 10. Mal mit dabei.- ÖFB-Cup-Spiel: Stefan Schwab 20. (Hartberg). – „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

WAS IM WINTER SO GESCHAH

Tests und Trainings

Nach den Probegalopps vor dem Abflug nach Belek (siehe unsere Nummer 600, „Splitter“) herrschte dort zeitweise Katastrophenwetter mit Wirbelstürmen und Hagelschauern, dennoch gab es zwischen 25.1. und 1.2. drei Tests: 5:2 (2:1) gegen AARAU (Ivan, Alar, Dibon, Müldür, Pavlovic; für die Schweizer scorte Oldie Maierhofer), 2:5 (1:4) gegen ODENSE (Knasmüllner, Schwab), 1:1 (0:1) gegen HORSENS (Knasmüllner). Zurück in Wien, absolvierte der SCR am 8.2. auf dem „Happel“-Gelände die Generalprobe für den EL-Schlager gegen Inter Mailand: 5:2 (1:1) gegen TRIGLAV KRANJ, Tore: Schwab (Elfer), Murg, Knasmüllner (Elfer-Nachschuss), Sonnleitner, Pavlovic (Elfer).

Transfers

Bayo? Zu teuer! Maurides? Unfit! Kalajdzic? Stark überhöhte Forderungen der Admira! Aber am letztmöglichen Tag (heuer der 6.2.) wurde der so dringend gesuchte, kopfballstarke Stoßstürmer doch noch verpflichtet: Aliou Badji, 21, 1,88 Meter, kam für offiziell nicht bestätigte 1,5 Millionen Euro vom schwedischen Oberhausklub Djurgardens (54 Spiele, 15 Tore) und unterschrieb bis Sommer 2022. Wie gemeldet, wurde Srdjan Grahovac schon vor dem jungen Senegalesen zurückgeholt. Abgegeben wurden hingegen Jeremy Guillemenot (St.Gallen), Christoph Haas (Horn), Philipp Malicsek (FAC), Aleksandar Kostic (Radnicki Nis) sowie Albin Gashi (Horn) – wir wünschen diesen Abgängen ebenso herzlich alles Gute wie den beiden Neuzugängen!

EINBLICK ZU RAPID II

Transfers

Sahanek (Meuselwitz), Ehrnhofer (Vienna) und Jusic (Traiskirchen) verließen Hütteldorf— macht es gut, Pauli, Christian und Eddi! Erneut rückten einige ganz junge Kicker in „Akas“ Kader auf, darunter z.B. der 15-jährige Yusuf Demir.

Tests

Dem 2:0 gegen SPRATZERN (siehe Nr. 600) folgten am 25.1. ein beachtliches 0:0 gegen BW LINZ in Ober-Grafendorf sowie am 31.1. auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions ein turbulentes 2:4 (1:0) gegen WR.NEUSTADT (Schuster, Kirim; Hedl hielt zu Beginn einen Elfer, nach einem weiteren für die Gäste wurden in den letzten 20 Minuten vier Treffer kassiert). Bevor es zwei Tage später nach Side ging, wo bis 8.2. trainiert wurde. Zum Abschluss gab es dort ein 1:2 gegen BRÜHL ST.GALLEN (Moormann). Gegen den FAV.AC gerieten die Burschen am 16.2. auf einem „Happel“-Trainingsplatz vor allem zwischen Minute 23 und 36 (fünf Treffer) und zwischen Minute 58 und 64 (immerhin drei Goals) in einen regelrechten Torrausch: Moormann (2), Strunz, Wunsch, Kirim, Schuster, Markl, Ibrahimoglu sowie Demir sorgten für das 9:1 (5:0).

„MV“ VOM 11.2.: SO MANCHE(S) FEHLTE, AUCH DIE RICHTIGE STIMMUNG

Im Auditorium vermisste man relativ viele bekannte Gesichter, am Ehrentisch auch eines: Richard Strebinger, von den Fans mit klarem Vorsprung auf Steffen und Sonni zum Rapidler des Jahres gewählt (Gratulation!), blieb wegen seiner kranken Kinder daheim. Neben dem wieder topfitten Philipp Schobesberger waren die Langzeitrapidler Maxi Hofmann (lechzte geradezu nach einer Revanche für das schändliche Derby-1:6) und Mert („der Tapfere“) Müldür, inzwischen bereits zweimaliger türkischer A-Nationalspieler, erschienen. Dennoch war die Stimmung vor wie hinter besagtem Ehrentisch irgendwie gedrückt – Folge des blamablem Liga-Herbstes? Oder schon die teils freudige, teils bange Konzentration auf die unmittelbar bevorstehenden, wegweisenden Partien gegen Inter (14.2.) und Hartberg (17.2.)? Wie auch immer, von Jubel, Trubel, Heiterkeit konnte diesmal leider nicht die Rede sein. Im Unterschied zur nächsten Mitgliederversammlung in genau einem Monat?

Max, Mert, Gerhard, Philipp beim Klub der Freunde

AUS UNSERER POSTMAPPE

Herr Peter Österreicher moniert Rapids neues Trainingszentrum im Prater („Entwurzelung unseres Vereins aus dem Westen von Wien“), zudem missfällt ihm, „dass sich eine politische Partei immer mehr beim SK Rapid einbringt“ (Brief vom 3.2.). Hiezu nur soviel: Herr Österreicher sei hiemit zum Besuch unserer Generalversammlung eingeladen, in der er diese seine Ansichten mit den Ehrengästen – wir erwarten SCR-Präsident Michael Krammer und Geschäftsführer Christoph Peschek – diskutieren kann. Näheres zur „GV“ demnächst!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubdeffreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Unfassbar

Rekord-Pechvogel Christopher Dibon erlitt im Abschlusstraining für das Inter-Match einen Seitenbandriss im Knie und fällt bis zu sechs Wochen aus. Da fehlen einem die Worte…

Entgegen den abfälligen Äußerungen des Inter-Trainers Spalletti präsentierte sich der Rasen des Allianz-, im Europacup Weststadions gegen die Italiener nach der winterlichen Sanierung in durchaus gutem Zustand – teuer genug ist Rapid diese eh gekommen!

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

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