Rapid-Admira

3:0 (1:0)

Mit der Admira kam ein Gegner im Aufwind und da derzeit ein hoher Erwartungsdruck auf unserer Mannschaft lastet, erwarteten wir kein einfaches Spiel. Aber es ergab sich schließlich ein ungefährdeter Sieg mit einer klaren Rapid-Dominanz (Ballbesitz ca. 60 Prozent). Mit 24 Torschüssen wurde jeder 8. Torschuss verwandelt. Von einem Aufwärtstrend im Frühjahr würde ich noch nicht sprechen aber die Art, wie die drei Tore aus dem Spiel heraus erzielt wurden, geben Hoffnung für die nächsten Herausforderungen. Mit diesem Sieg ist die Tordifferenz 0 erreicht und wegen der Niederlage von Mattersburg in Altach übernimmt Rapid vorerst die Tabellenführung. Wer weiß, wozu diese Qualigruppe für den späteren Sieger noch gut sein kann!

Aber am Anfang des Spiels hat sich das noch nicht so angefühlt. Man hatte den Einruck, als würde Rapid den Elfer dringend benötigen, um das Spiel wenigstens 1:0 zu gewinnen. Und dann hat Pavlovic diesen Elfer ziemlich kläglich verschossen. Da er such sonst wenig zum Spiel beitrug wurde er zum Glück gegen Aliou Badji ausgetauscht. Dessen sehenswerte Sprints, überlegtes Passspiel konnten das Spiel im Sturm deutlich beleben. Er hat das zweite Tor durch einen Pass vorbereitet, das dritte selbst geschossen, dabei auch theatralisch den Boden geküsst. Ein neuer Publikumsliebling ist geboren!

Dass es ein Pflichtsieg war, zeigen die Quoten. Um so schwerer wird es in diesen Spielen in der Qualifikationsgruppe für die Mannschaft werden, das Publikum zu überzeugen. Nur 11.600 kamen ins Stadion. Es gab nur zwei Spiele mit noch weniger Besuchern: gegen St.Pölten am 7.4.2018 mit 10.000 Zuschauern und dann noch das Cupspiel am 28.2.2018 gegen Ried mit 7.200 Zuschauern.

“Nur wir haben es verdient, das Rapid-Trikot zu tragen”

…titelte der Block und verbrachte die erste Spielhälfte hinter der Tribüne. Wie verbreitet bei der Kindererziehung der “Liebesentzug” ist, weiß ich nicht, aber eine besonders erfolgreiche Methode dürfte es nicht sein. Die Kapitänsschleife zurück zu verlangen, ist etwa auf derselben Ebene. Der Block hilft mit seinen Aktivitäten ohnehin weniger der Mannschaft, sondern eher dem Verein. Durch seine Fähigkeit, ansonsten schwierige Massen zu lenken, durch seine attraktiven Gesänge und Choreografien zu den hohen Zuschauerzahlen beizutragen, ist der Block ein nicht zu unterschätzender Positiv-Posten von Rapid. Die Mannschaft spielt auch ohne Block sehr gut, vor allem muss sie nicht auf irgendwelche Kränkungen Rücksicht nehmen, wenn der Block einmal nicht da ist.

Auf der Nordtribüne gab es einerseits eine Autogrammstunde, und es verfolgte auch eine Junioren-Nationalmannschaft das Spiel.

Ich habe für den Klub der Freunde Visitenkarten bei den Stehtischen aufgelegt. Sie enthalten einerseits die kommenden Spieltermine und auch einen Hinweis auf unsere Mitgliederversammlung am 15.4.

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Ebreichsdorf-Rapid II

2:1 (1:0)

Wie immer im Fußball müssen Tore nicht unbedingt fallen. Wwie dann auch die zweite Halbzeit gezeigt hat, konnte Rapid II trotz Überlegenheit der Ebreichsdorfer das Spiel offen halten. Die größere Entschlossenheit und der größere Druck der Ebreichsdorfer vor dem Tor brachten sie nach
einem flach geschossenen Freistoß aus etwa 20 Metern in Führung. Fehler 1: der Schuss wurde durch die Mauer nicht abgefangen. Fehler 2: der Schuss ging ins Tormann-Eck und wäre eigentlich haltbar gewesen aber vielleicht war er abgefälscht.

Den Ehrenankick hatte eine Rapid-Legende, Franz Hasil. Man könnte meinen, dass sein Name etwa mit “Hasen” zu tun hat, aber es ist ein tschechicher Name, der erst durch die deutsche Betonung auf das a, also “Hásil” zum “Hasen” wird. im Tschechischen spricht man es wie “Hassil” (kurzes a) und es ist ähnlich wie “(Feuer-)löscher”.

Warum man bei Rapid mit Muhammet Akagündüz unzufrieden war und während der laufenden Saison einen Trainerwechsel vorgenommen hat, ist auch eines jener Fußballrätsel, die schwer zu ergründen sind. Jedenfalls war heute erstmals der neue Trainer Zeljko Radovic am Werk. Nach dieser Niederlage liegt Rapid II auf Platz 6, sollte das Nachtragsspiel gegen Schwechat gewonnen werden, auf Platz 5 aber doch mit deutlichem Abstand zur Spitze. Für einen Aufstieg reicht es noch nicht.

Anders als die Heimspiele von Rapid II war die Begegnung im Sportzentrum Weigelsdorf ein Spiel mit Publikum. 700 Zuschauer wurden gezählt. Es gab eine große Tombola und reichhaltige Verpflegung. Hier, in der Regionalliga ist anscheinend Rapid II der “Dorfklub”.

Verglichen mit der Größe von Rapid verirren sind nur wenige Anhänger zu den Auswärtsspielen. In der Hardcore-Ecke sind es vielleicht 20. Auf der Haupttribüne dominiert die Rapid-Prominenz: Helge Payer, Raimund Hedl, Didi Kühbauer, Goran Djuricin, Robert Racic. Ja, und wir natürlich: Arnold, Christian, Florian, Franz, Mario. Bei den Bildern findet Ihr auch die Stadionzeitung und den Fanartikelkatalog von Ebreichsdorf.

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Rapidviertelstunde-183

Alle Folgen

Doppelpass mit Ralph Krueger

Entrée

Schon vor Beginn konnte man sich vom Schärdinger Käsebuffet bedienen und die Vitrinen von Jacques Lemans bewundern. Manuel Schindele begrüßte die Gäste, Mitglieder des Business-Club, in Vertretung von Sebastian Pernhaupt.

Interview Christoph Peschek

Ja, es wäre natürlich auch ein finanzieller Verlust, nicht in der Meistergruppe spielen zu können, doch das ändere nichts an den Plänen für das zukünftige Sportzentrum im Prater, dessen Fertigstellung 2021 in Aussicht gestellt wird.

Interview BLAGUSS

Sowohl der Chauffeur des Mannschaftsbusses als als auch die stellvertretende Geschäftsführerin DI Marion Schnidlecker von BLAGUSS wurden von Andy Marek über ihre langjährige Zusammenarbeit mit Rapid befragt. Wir erfahren, dass BLAGUSS eine Autobusflotte von etwa 300 Bussen hat und dass der Rapid-Mannschaftsbus auch gemietet werden kann. Ein moderner Nachfolger des derzeitigen Mannschaftsbusses wäre bereits in der Anschaffungsphase.

Interview Michael Krammer

Der Präsident kommentierte die Pressemeldungen über eine Ablöse von Fredy Bickel nicht. Auch wegen die Gerüchte über seinen möglichen Nachfolger/in verwies er auf die Satzungen, die besagen, dass ein Kandidat für eine zukünftige Präsidentschaft neben einem Konzept auch ein Team präsentieren müsse und das bei der kommenden Mitgliederversammlung zu bestimmende Wahlkomitee würde aus den Kandidaten einen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung im November zu richten haben.

Der Präsident appellierte an die Mitglieder, die neue Herausforderung der Qualifikationsgruppe anzunehmen und sich den beiden kommenden Aufgaben, dem Auftaktspiel gegen die Admira und dem Cup-Spiel in Pasching so wie die Mannschaft zu stellen. Immerhin könne man mit einem Sieg gegen den LASK eines der Saisonziele, den Einzug ins Cup-Finale erreichen. Ein Gewinn der Qualifikationsgruppe wäre das logische Ziel für die kommenden 10 Spiele.

Interview Didi Kühbauer

So, wie das Publikum, erwartet sich auch Didi einen Umschwung. Er ließ sich sogar dazu hinreißen, zu sagen, dass wir das Spiel gegen die Admira am Samstag gewinnen würden. Wir sind alle ebenfalls unverbesserliche Optimisten und folgen seiner Prognose gerne, doch da es sich am Samstag nicht um Berechenbares, sondern um ein Fußballspiel handelt…

Vortrag Ralph Krueger

Der erste Höhepunkt des Abends war der Vortrag des Präsidenten von Southhampton FC, Ralph Krueger, ein aus Winnipeg stammender Canadier, der aber auf eine Sportlerkarriere in Europa zurückblickt. Dazu muss man wissen, dass Ralph Krueger nach seiner Karriere als Eishockey-Spieler in Deutschland, Trainer beim EC Feldkich und später der Trainer der Schweizerischen Eishockey-Nationalmannschaft war und daher ausgezeichnet Deutsch spricht. Im Grunde erzählte er über seine Karriere, die ihn 2013 zum Southhampton FC geführt hat. Und es wären nicht einmal so sehr, die errungenen Titel, die eine Siegermentalität ausmachen, sondern vielmehr die Eigenschaft in jedem Moment, in dem das gefordert ist, das jeweilige Maximum zu geben, zu begreifen, dass der jeweilige Augenblick das Leben ist, in dem man voll auf die Sache fokussiert sein muss. Die Überwindung der Tiefpunkte wäre es, das den Siegertypen ausmacht. Er betonte die Bedeutung des Teams, dem sich jeder Spieler unterzuordnen habe und er daher ein Ego zugunsten der Teamaufgabe hintanstellen müsse. Ein spannender Abend mit einem charismatischen Vortragenden.

Hauptspeise

Nach einem Vorspeisenteller gab es ein Abendessen vom Buffet mit Ottakringer Bier.

Kabarett mit Gerold Rudle

Der zweite Höhepunkt des Abends war eine kabarettistische Darbietung von Gerold Rudle, der die aktuelle Situation bei Rapid gekonnt in seine Geschichte eingeflochten hat. Sein Hauptdarsteller war sein Sitznachbar im Stadion, einer der Typen, die wir alle gut kennen! Der ewige Wettstreit zwischen den Geschlechtern war gewissermaßen die Rahmenhandlung dieses gelungenen Auftritts.

Nachspeise und Ausklang

Ein Nachspeisenbuffet und eine Weinverkostung ließen den Abend kulinarisch ausklingen.

Bilder vom Abend

Links

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Rapid new style

Als Verfechter des “Footbal old style” kümmert man sich weniger um die vielen Sponsoren von Rapid. Aber ohne diese Kooperationen müssten wir uns Rapid ganz anders vorstellen, vielleicht so wie einen der vielen geschmähten “Dorfklubs”?

Wir können als Zuschauer diese Kooperationen stärken, indem wir auf die Angebote eingehen, oder schwächen, indem wir sie ignorieren. Wenn es dann dereinst um Vertragsverlängerungen geht, werden auch unsere kleinen Beiträge Positiva in den Verhandlungen sein, die eine solche Verlängerung begünstigen können.

In diesem Sinne bietet uns die Allianz noch bis 31.3. an, eine Haushaltsversicherung neu abzuschließen oder mit der bestehenden Versicherung zu wechseln.

Ein Video sagt mehr als 1000 Bilder

Florian Sturm und Andy Marek spielen Tischfußball. Es geht um Versicherungen. Hier geht’s zum Video (Facebook).

Gilt im Zeitraum 18.2.19 bis 31.3.19 für Privatkunden pro neu abgeschlossener Haushaltsversicherung. Der Gutschein kann nicht in bar abgelöst werden. Der Gutscheincode wird elektronisch an deine genannte Mailadresse geschickt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

GRÜNZEUG-602

GRÜNZEUG, INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951); 47. JAHRGANG / MÄRZ 2019 / Nr. 602 / Versand 18.3.2019, Postamt 1120

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am
MONTAG, dem 15. APRIL 2019, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Dejan LJUBICIC,
  • Stefan SCHWAB und
  • Christoph PELCZAR (Rapid-Pfarrer).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

WIRD’S EIN SCHÖNER FUSSBALL-FRÜHLING?

Zuletzt stellten wir die hoffnungsvolle Frage „WIRD’S EIN SCHÖNER FUSSBALLFRÜHLING?“ und träumten sogar von einem Wunder gegen Inter. Dass es dazu nicht gekommen ist, sollte man unserer Mannschaft nicht zum Vorwurf machen, auch wenn das 0:4 im San Siro schon ein bisserl hoch war. Aber die Mailänder sind ja doch nicht irgendwer.

Umso erfreulicher war der Start in die Frühjahrsmeisterschaft: Es begann mit dem tollen 2:0 über die Dosenmillionäre, welches deren erste Niederlage in der Liga bedeutete und gleichzeitig Rapids ersten Sieg über sie seit dem 1.8.2015 (2:1 in Salzburg dank Petsos und Schwab), während man in Hütteldorf zuletzt am 26.4.2014 gewann (2:1 nach Boyds Doppelpack). Dabei hatten die Salzburger zuvor in der Europa League den FC Brügge mit 4:0 deklassiert, Rapid hingegen war nahezu gleichzeitig in Mailand untergegangen, galt also als krasser Außenseiter. Aber erstens kommt es oft anders und zweitens, als man denkt.

So auch in St.Pölten, wo der Sensationsdritte, welcher am 29.9.2018 mit 2:0 triumphiert und so für den Trainerwechsel Djuricin – Kühbauer gesorgt hatte, mit 4:0 klar bezwungen wurde. Da sahen wir alle unseren SCR natürlich schon mit eineinhalb Beinen in der Meisterrunde. Aber erstens kommt es anders… Siehe oben.

Mit vermeintlich breiter Brust ging es nach Mattersburg, wo sie auch noch (vage) Hoffnungen auf das Erreichen der Top 6 hatten – und immer noch haben. Denn es gelang dem biederen SVM im Verein mit seinem indiskutablen Rasen tatsächlich, dem SCR ein Haxl zu stellen! Offenbar hatte Ersterer mit den Fingern in der Steckdose geschlafen, so geladen war er. Was man von Letzterem nicht wirklich behaupten konnte. Das 1:2 war jedenfalls nicht nur die erste Schlappe gegen die Burgenländer seit dem 2:4 am 29.8.2015 im Happel-Stadion, als Strebinger schon sehr früh ausgeschlossen worden war, sondern auch ein herber Rückschlag bezüglich der Meisterrunde. Denn Sturm ermauerte in Salzburg ein 0:0 (Dabbur schoss einen Penalty lässig drüber), und der WAC holte in Hartberg ebenfalls einen Zähler.

Somit war Rapid selbst bei einem hohen Sieg über Hartberg in Runde 22 auf die Hilfe der Austria bei Sturm Graz angewiesen – ausgerechnet jener Austria, die zuletzt daheim dem Letzten Altach mit 1:3 jämmerlich unterlag und trotzdem fix für die Top 6 qualifiziert ist; oder aber der WAC unterlag daheim der Admira, was ja auch nicht unbedingt zu erwarten war. Aber Sie werden ohnehin schon wissen, wie das alles ausgegangen ist, wenn Sie diesen Artikel lesen. Und ob die ganz oben gestellte Frage berechtigt war. Oder (hoffentlich!) unberechtigt…

tipico-Bundesliga (Stand vom 10.3.2019)

1. Salzburg    21/52 (49:18)
2. LASK 21/43 (38:18)
5. WAC 21/29 (30:29)
6. Sturm 21/28 (25:23)
7. Rapid 21/26 (24:27)
8. Mattersburg 21/26 (27:36)
9. Hartberg 21/25 (33:43).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, SECHZEHNTELFINALE (21.2.): INTER MAILAND (A) 0:4 (0:2)

Da half auch die beispielhafte Unterstützung durch seine 5.000 Fans nichts, der SCR musste sich einer in allen Belangen effizienteren Europaklassemannschaft trotzdem klar geschlagen geben. Deren Überlegenheit zeigte sich vor allem in den Minuten 10 bis 20 und ab 80, als sie die Fehler der ansonsten durchaus passabel auftretenden Rapidler gnadenlos bestrafte. Müßig, sich die Köpfe zu zerbrechen, was hätte sein können, wäre Asamoah für sein derbes Foul an Potzmann ausgeschlossen worden (13.) oder Pavlovics Schrägschuss nicht knapp daneben gegangen (24.)…

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli (75.Schobesberger); D.Ljubicic, Grahovac; Murg, Knasmüllner (64.Schwab), Ivan (64.Müldür); Pavlovic.- Tore: Vecino (11.), Ranocchia (18.), Perisic (80.), Politano (87.).- Gelbe Karten: Asamoah, Ranocchia; Hofmann.- Bes.Vorkommnis: Rapid spielte nach Murgs Verletzung (84.) in Unterzahl weiter.- San Siro, Dias (Portugal), 32.000.

BL, 19.RUNDE (24.2.): SALZBURG (H) 2:0 (0:0)

Was auch immer man in Betracht zog, die in der Meisterschaft bis dato noch unbesiegten Bullen hatten ihre Nasen meilenweit vorne, aber erstens kam alles anders und zweitens als man denkt! Rapid, gestützt auf eine hervorragende Defensive um die Super-Leistungsträger Strebinger und Sonnleitner, hatte die favorisierten Gäste selbst in der von oft zu leichten Ballverlusten geprägten ersten Halbzeit stets unter Kontrolle, steigerte sich dank ihres Löwenmutes nach der Pause enorm und besaß zwei spielentscheidende Akteure: das l,75-Meter-„Kampfschwein“ Berisha wuchs bei Bolis Maßflanke zum „Kopfballungeheuer“, und der immer stärker werdende Kapitän Schwab fixierte den verdienten, sehr wichtigen Sieg mit einem feinen 18-Meter-Schuss. Dass RBS 40 Minuten in Unterzahl war, darf man dem SCR nicht vorwerfen. Neu übrigens: dass dem Schiedsrichter den Vogel zeigen nur als „Kritik“ gewertet wird. Und: Kurz-Debütant Badji scheint sehr gut kicken zu können.

SCR: Strebinger, Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli; Martic (61 .D.Ljubicic), Schwab; Berisha, Knasmüllner, Schobesberger (67.Ivan); Pavlovic (85.Badji).- Tore: Berisha (65.), Schwab (81.).- Gelbe Karten: Hofmann, Martic, Auer, Schwab.– Gelb-Rote Karte: Ramalho (55., „Kritik“).- Allianz-Stadion, Schörgenhofer, 19.400.

BL, 20.RUNDE (2.3.): ST.PÖLTEN (A) 4:0 (2:0)

U.a. ohne die „Gelbsünder“ Schwab (hatte gegen RBS das „Tor der Runde“ geschossen) und Martic dominierte der taktisch perfekt eingestellte SCR auf dem Rasen wie auf den Rängen (gut 5.000 eigene Fans) und revanchierte sich für das herbstliche 0:2 dank dreier Kopfballtore, eines gelang sogar Knasmüllner („Mein erstes“), während Topscorer Sonnleitner zum allgemeinen Gaudium per Knie-Volley einnetzte. Weil einige weitere Großchancen ungenutzt blieben, kam der gemegroße Tabellendritte um ein echtes Debakel herum. Bemerkenswert die Darbietung des für den erneut angeschlagenen Murg (Corner zum 1:0) gekommenen Schobesberger, der nicht nur bei der Einleitung bzw. direkten Vorbereitung der Tore 2, 3 und 4 brillierte, sowie Pavlovics erstes Ligator.

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli; Grahovac, D.Ljubicic (61.Müldür); Murg (41.Schobesberger), Knasmüllner, Ivan; Pavlovic (77.Badji).- Tore: Pavlovic (17.), D.Ljubicic (45.), Knasmüllner (52.), Sonnleitner (68.).- Gelbe Karten: Rasner; Murg.- NV-Arena, D.Ouschan, 7.195 (ausverkauft).

BL, 21.RUNDE (10.3.): MATTERSBURG (A) 1:2 (1:1)

Angeblich ist ein miserables Spielfeld für beide Parteien gleich schlecht. Im Pappelstadion war das zumindest zweimal nicht der Fall: Weil sich die Kugel vor seinem Schussbein äußerst günstig versprang, konnte Gruber eine unhaltbare 25-Meter-Bogenlampe produzieren, während auf der Gegenseite Pavlovic bei seiner Großchance mit dem Knöchel drüberschoss (54.). Auch ärgerlich: Just dem Ex-SCR-Nachwuchsverteidiger Mährer (was, zum Teufel, hatte der so weit vorne verloren?) gelang der alles entscheidende Treffer. Zwar dominierte Rapid außer in der Startviertelstunde, aber lediglich einer ihrer 26 Versuche (Saisonrekord) landete im SVM-Gehäuse und das auch nur, weil sich das Duo Kuster/Jano beim Abstoß einen schweren Patzer geleistet hatte. Wie man es auch dreht und wendet, Rapid fiel gegen die aggressiven burgenländischen Wadibeißer insgesamt viel zu wenig Konstruktives ein – traurig, sehr traurig…

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli; Martic (83.Berisha), Schwab; Murg, Knasmüllner (74.Ivan), Schobesberger; Pavlovic (67.Badji).- Tore: Gruber (13.), Mährer (81.); Schobesberger (38.).- Gelbe Karten: Kvasina, Salomon; Martic, Auer, Badji.-Pappelstadion, Gishamer, 10.200.

Choreografie: Hauts euch rein für Stadt und Verein

„MR. GRÜNZEUG NR. 602“: MARIO SONNLEITNER und RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten,, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Wieder einmal lagen Rapids Abwehrsäulen Strebinger und Sonnleitner gleichauf vorne, während die meisten ihrer Vorder- bzw. Nebenleute leider weniger fehlerfrei blieben.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel

Jeweils 100. von Philipp Schobesberger (RBS) und Maximilian Hofmann (SKN) -wir gratulieren!

EC-Spiele

Jeweils 20. von Richard Strebinger, Maximilian Hofmann und Thomas Murg sowie 10. von Boli Bolingoli (alle gegen Inter).— BL-Tore: Stefan Schwab 30. (RBS), Philipp Schobesberger 20. (SVM).

EIN BLICK ZU RAPID II

Tests

Am 20.2. 5:0 (2:0) bei ASV XIII (Strunz, Ibrahimoglu per Elfer, Kirim 2, Wunsch); am 23.2. auf einem „Happel“-Trainingsplatz 0:1 (0:1) gegen VIDEOTON U23; am 28.2. in Schielleiten 2:1 (0:0) gegen WEIZ (Markl, Kirim).

17.RUNDE (8.3.): ST.PÖLTEN JUN. (H) 3:0 (1:0)

Vor Rudi Flögels Augen verlief die kampfbetonte, aber faire Partie gegen die in der Offensive harmlose Truppe von Thomas Flögel mit dessen Sohn Alec vorerst ziemlich ausgeglichen und bis auf das Kopfballtor des endlich wieder fitten Oliver Strunz höhepunktarm. Nach der Pause setzte sich die fußballerische Überlegenheit der sich besonders auf das starke Trio Greiml-Felber-Wunsch stützenden Jungrapidler immer deutlicher durch, und am Ende hätten sie das Score des Hinspiels (4:0) durchaus überbieten können.

SCR II: Gartier; Sulzbacher, Greiml, Obermüller, Moormann (81.Leovac); Schuster, Felber, Wunsch (68.Markl), Ibrahimoglu; Strunz (73.Tomasevic), Kirim.- Tore: Strunz (28.), Wunsch (49., 66.).- Allianz-Stadion, West 1, Gregorits, 200.

Mannschaftsaufstellung

RLO-Stand vom 9.3.

1. Ebreichsdorf 17/40 (50:14)
2. Mauerwerk 17/40 (34:15)
3. Leobendorf 17/34 (32:14)
4. Rapid II 17/32 (38:17)
4. WSC 17/32 (31:29).

P.S.: Wie verlautete, bewirbt sich der SK Rapid um eine Zweitligalizenz für seine 2. Mannschaft.

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubdeffreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch”-„Tagebuch als Newsletter” tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

In der „MV“ vom 11.2. ließ sich das Ehepaar Brigitte und Robert Kopal, 1170 Wien, bei uns einschreiben – herzlichst willkommen!

26.2.: Nach langer, teilweise hitziger Debatte um die Verteilung der TV-Gelder, ausgelöst vom LASK und der Admira, bleibt bis Sommer 2022 alles so gut wie beim Alten. Zuschauermagnet Rapid, vertreten durch Christoph Peschek, kassiert trotz Verzichts auf einen gewissen Betrag logischerweise weiterhin mehr als deutlich weniger zugkräftige Klubs, auch wenn die momentan mehr Punkte auf dem Konto hatten (aber weniger Leute interessieren). BL-Präsident Gerhard Stocker (Innsbruck): „Es ist sehr wichtig, dass wir (…) letztlich an einem Strang ziehen.“ Der Liga kann es jedenfalls nicht schaden, dass der SCR eine Einzelvermarktung ad acta legte.

Weil die „MV“ vom 11.3. nach Redaktionsschluss stattfand, berichten wir erst in der nächsten Nummer über sie.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: rapid @ klubderfreunde . at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
Homepage: http://klubderfreunde.at

Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

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Schatzsuche

Verborgene Schätze in Reindorf

Wer kennt Reindorf in Wien? Der Name erinnert ein wenig an das bei Rapidlern eher gefürchtete “Rheindorf” in Vorarlberg. Aber es gibt ein “Reindorf”, ein früher kleines Dorf mit Kirche und engen Gassen, als Teil des Bezirksteils Rudolfsheim des 15. Bezirks. Die Gegend macht einen sehr wohnlichen Eindruck, manche klagen über einen hohen Ausländeranteil.

Dorthin, ins Reindorf, lud mich Gerhard Niederhuber ein und ich durfte zwei Vormittage mit ihm verbringen, mit ihm, dem lebenden Rapid-Denkmal, der über frühere Zeiten erzählen kann, als wäre es gestern gewesen. Es ging um die Digitalisierung aller Ausgaben des “Grünzeug”. Dass ich ihm seine Leihgabe wieder vollständig und unversehrt wieder zurückgebracht habe, machte wahrscheinlich diesen Artikel überhaupt erst möglich.

Ich durfte den einen oder anderen Blick in penibel und jahrzehntelang geführte Aufzeichnungen werfen. Eigentlich wollte ich schon sagen, dass ich das alles gerne digitalisieren würde aber das schien mir zu verwegen, das ist vielleicht ein Projekt “für die Pension”. Es sind dutzende Hefte mit in schönster Handschrift erfassten Daten vergangener Saisonen, ich schätze so ab 1973, der Zeit als Gerhard Niederhuber als Schriftführer die Redaktion des “Grünzeug” von Dkfm. Viktor Riemer, dem damaligen Präsidenten des Vereins, übertragen bekam.

Dann zeigte er mit einige Hefte mit völlig anderem Layout und erwähnte so nebenbei, dass die Herstellung dieser Vorläufer des “Grünzeug” nur von kurzer Dauer war. Dass er mir diese Hefte mit nach Haus gegeben hat – immerhin sind das Originale und möglicherweise die letzten, die es gibt – zeigt, dass er dem “Digitalisierer” schon etwas mehr vertraut.

Nach einigen Arbeitstagen darf ich Euch das Ergebnis präsentieren.

ClubZeitung

Rapid feierte gerade sein viertes Double; den 25. Meistertitel und den 6 Cuptitel.

Der “Klub der Freunde des S.C. Rapid” versuchte mit professioneller Hilfe eine Vereinszeitung mit dem Namen “ClubZeitung” auf die Beine zu stellen. Der damalige Präsident des Vereins war Dkfm. Viktor Riemer. Es war Teppichhändler in der Linzer Straße 107 und war auch fallweise Inserent in der ClubZeitung. Man nahm sich vor, die Zeitung mit professioneller Unterstützung monatlich herzustellen. Es existieren aber nur 6 Ausgaben vom Juni 1968 bis November 1968. Dann musste das Projekt leider wegen Unregelmäßigkeiten bei der Herstellung eingestellt werden. Und es sollte bis 1973 dauern, dass Gerhard Niederhuber das Nachfolgeprojekt “Grünzeug” starten konnte.

In der letzten Ausgabe der “ClubZeitung” wurde gerade das Achtelfinalspiel gegen Real Madrid angekündigt, das dann am 20. November 1968 durch ein Tor von Günter Kaltenbrunner 1:0 gewonnen werden konnte. Rapid stieg auf, musste sich aber im Viertelfinale Manchester United geschlagen geben.

Wer also einen Blick in die ausklingende Saison 1967/68 und den Beginn der Saison 1968/69 werfen will, kann das durch die Ausgaben 1 bis 6 der ClubZeitung des “Klub der Freunde des S.C. Rapid” tun.

Ausgaben 1-6 der “ClubZeitung” des “Klub der Freunde des S.C. Rapid”

In den Dateien kann nach Texten gesucht werden.

Rapid-Freunde

Es wird so oft “Footbal old style” beschworen, man bedauert, dass es ihn nicht mehr gäbe. Doch scheint Fußball das zu sein, was man daraus macht. Beim “Klub der Freunde des S.C. Rapid” hat man ein den Eindruck, als wäre es dem Verein gelungen, das ursprüngliche Wesen des Fußball festzuhalten. Wir betreiben sachliche Diskussion statt Aktionismus. Beschimpfungen, wie man sie oft auf den Rängen vernehmen kann, sind bei uns unbekannt.

Wir verdanken diesen weniger auffälligen aber umso freundlicheren Rapid-Support der Erfahrung unseres Obmanns Gerhard Niederhuber und es ist dem Tagebuch-Autor Franz ein Anliegen, diese jahrzehntelange Arbeit allen in digitaler Form zugänglich zu machen. Diese ältesten digitalisierten Ausgaben sind ein Beginn. Über weitere Projekt-Etappen wird an dieser Stelle berichtet werden.

Mitgliederversammlungen

Der “Klub der Freunde des S.C. Rapid” veranstaltet monatliche Mitgliederversammlungen und begrüßt Spieler und Funktionäre des Vereins zu einer Diskussionsrunde mit Interviews durch Obmann Gerhard, einem Foto-Shooting und Autogrammstunde. Es gibt Getränke und hausgemachte Imbisse von Peter Nowotny.

Die nächste Mitgliederversammlung ist am 15. April. Unsere Ehrengäste werden sein: Pfarrer Christoph Perczar, Kapitän Stefan Schwab und Dejan Ljubicic. Rufe bei Interesse Franz 0677-1899 5070, Facebook: https://www.facebook.com/franz.fiala

Aus dem Jahresmitgliedsbeitrag von ca. 45,- Euro wird das Clublokal und das “Grünzeug” finanziert. Überschüsse vermehrt durch Spenden der Mitglieder werden dem Rapid-Nachwuchs zur Verfügung gestellt.

Nachtrag

Walter Huber verkauft ein Original der ältesten Clubzeitung mit dem Bild der Meistermannschaft am Cover und mit allen Unterschriften der Spieler. Interessenten wenden sich an walter.huber {at} gmail.com.

Rapid-Hartberg

2:2 (2:0)

Wie das Spiel war, wissen wir. Wer den Verlauf nachlesen will, benutze bitte den Rapid-Spielbericht.

Rapid leidet unter seinen Fans

Wir müssen davon ausgehen, dass alle Beteiligten das Beste wollen und bei diesem Bemühen vielleicht übersehen, dass das Gegenteil von gut oft nicht schlecht, sondern “gut gemeint” ist. Da aber schon mehrere Trainer- und Spielerkarrieren durch das Engagement bei Rapid einen Knick bekommen haben, und Rapid es trotz teurer Kündigungen nicht schafft, Sicherheit in die Mannschaft zu bekommen, kann man auch einmal etwas anderes als den Grund hinter den Misserfolgen vermuten als die Mannschaft (wie beim heutigen Spiel) oder den Trainer (wie bei Zoki oder Gogo).

Viel Licht…

.. und eine Bewunderung ob der Darbietung des Fanclubs Gioventù (=italienisch für “Jugend”) anlässlich seines 15-Jahr-Jubiläums zu Beginn des Spiels und in der Pause, ebenso für den Support des Blocks. Aber auch…

…viel Schatten

Ist es nicht eine eigenartige Jugend, die als eines ihrer Hauptsymbole eine Person mit einem gezückten Messer zeigt? Gegen wen wollte man denn die Waffe erheben? Stört das niemanden im Stadion? Kann man das durch eine durchaus tolle Choreografie gewissermaßen gegenrechnen? Ist das ein Deal (mit dem Verein)?

Wer braucht Support?

Den Support braucht der Block als Mittel des Zusammenhalts, als Attraktion für weitere Mitglieder. Den Support braucht der Verein, weil die Stimmung für viele Zuschauer ein Motiv ist, ins Stadion zu kommen. Ich brauche den Support, weil sich schöne Bildmotive abseits des Rasens ergeben. Aber ehrlich gesagt, würde ich auf diese Bildmotive gerne verzichten, wenn Rapid dafür mehr Erfolg hätte.

Ein Fußballspiel braucht den Support nicht. Definitiv nicht. Es gibt dazu wissenschaftliche Studien, die Ergebnisse von Geisterspielen mit ganz normalen Spielen mit Support vergleichen: es gibt keinen signifikanten Unterschied. Ich verweise auf das Buch “Der Fußball, die Wahrheit”, Seite 185 ff, Im Kapitel “Das eigene Team zur Niederlage klatschen”. In England wird es “Choking under Pressure” genannt, (=”Versagen unter Druck”), was bedeutet, dass eine Mannschaft einem zu hohen Erwartungsdruck nicht standhält, dass also Support sogar den nachteiligen Effekt haben kann, insbesondere, wenn man die Schiedsrichterbefindlichkeit mitberücksichtigt. Was wir also sehr oft als eklatante Benachteiligung durch den “Unparteiischen” beobachten, kann auch durch den Publikumsdruck entstanden sein.

Dass Support nicht unbedingt nötig ist, dazu brauchen wir aber keine besondere Studie, unser Stadion ist Versuchsobjekt genug. Wäre nämlich Support ein wesentliches Erfolgskriterium, müsste Rapid überlegener Tabellenführer sein. Ist es aber nicht. Man muss nur auf die Auswärtstribüne schauen. Nicht einmal ein voller Autobus hat es von Hartberg nach Wien geschafft. Und trotz dieses Nicht-Supports konnte Hartberg in Hütteldorf bestehen.

Der Support war das ganze Spiel toll, hatte aber mit dem Spiel eigentlich nichts zu tun. Es ist so, wie wenn ich an meinem Arbeitsplatz Musik höre. Aber nach dem Schlusspfiff wurde der Einheitssupport plötzlich zu einem anlassbezogenen Support, die Mannschaft wurde geradezu vom Feld gepfiffen. Welchen Zweck soll denn das gehabt haben? Erinnern wir uns an den (falschen aber immer wieder zitierten) Vergleich mit der eigenen Arbeit. Wie wird es denn um die Motivation für eine höhere Arbeitsleistung bestellt sein, wenn das Klima durch den Chef vergiftet wird?. Die Reaktion als Betroffener ist doch unschwer zu erraten. Und warum soll das bei Spielern anders sein?

Es könnte also den Capos im Block (übrigens auch unserem Trainer, der von der Psyche der Spieler nichts wissen will, das seien ja Profis) nicht schaden, auch einmal ein einschlägiges Buch zu studieren und sich mit den durchaus nicht immer positiven Folgen von zu viel und von falschem Support auseinander zu setzen.

Wenn die Austria für uns gespielt hätte…

Es wäre uns etwas peinlich gewesen, den Violetten etwa dankbar dafür sein zu müssen, dass sie uns durch einen Sieg gegen Sturm zur Meistergruppe verholfen hätten. Wir können fast froh sein, dass die Austria es nicht geschafft hat. Wäre das passiert, dann hätte Mattersburg mit seinem Sieg seine Minichance gewahrt und das obere Play-Off erreicht und nicht das große Rapid.

Trainerbilanz

Nun hat sich der Block nichts sehnlicher gewünscht als Gogo vor die Tür zu setzen und dafür ein Rapid-Urgestein zu holen. Ich denke, dass die seither 22 Bewerbspiele doch genug sind, um eine erste Bilanz zu ziehen und was ist besser als ein objektiver Vergleich?

Punkte Spiele Trainer
1,41 22 Dietmar Kühbauer
1,73 68 Goran Djuricin

Ist es nicht ziemlich ernüchternd? War es nicht ein No-na-Ziel, die Meistergruppe zu erreichen? Stellen wir uns einmal vor, Gogo hätte diese Ergebnisse von Didi eingefahren und hätte so wie dieser nicht die Meistergruppe erreicht. Ich will mir dieses dann folgende Gepfeife und Geheule gar nicht vorstellen, es ist für unsere Mannschaft ohnehin schon erniedrigend genug.

Man könnte nun einwenden, dass ja Gogo drei Mal so viele Spiele geleitet hat und dass er eben in Summe mehr Punkte geschafft hat, weil auch bessere Spielphasen dabei waren. Nehmen wir also nicht alle 68 Spiele von Gogo sondern nur die letzten 22, denn die waren es offenbar, wegen der er gehen musste. Das sind die Spiele 0 SKN (0:2), 1 Mattersburg (1:1), 0 RB (1:2), 3 Spartak (2:0), 0 Austria (0:1), 1 Sturm (1:1), 0 Bukarest (1:2), 3 Innsbruck (2:1), 3 Bukarest (3:1), 0 LASK (1:2), 3 Slovan (4:0), 1 WAC (0:0), 0 Slovan (1:2), 1 Altach (1:1), 3 Admira (3:0), 3 Kufstein (5:0), 1 WAC (0:0), 3 Altach 4:1), 0 RB (1:4), 3 LASK (2:0), 0 Sturm (2:4), 3 Admira (4:1). Aber auch hier ist sein Punkteschnitt besser als der von Didi, nämlich 1,45.

Was, wenn die Trainer gegen eine gemeinsame Ursache für das schwache Abschneiden ankämpfen? Etwa kann man anführen, dass die Einkäufe am Beginn dieser Saison nicht vielversprechend waren und sich seither nicht weiterentwickelt haben. Die Neuzugänge Pavlovic und Ivan erzielten in der Liga in 22 Spielen je ein Tor. Das ist nicht nur unterdurchschnittlich, das ist für Spieler im Sturm geradezu unterirdisch.

Also ist Fredy schuld?

Von Schuld freisprechen kann man das Scouting nicht. Fußball ist Wettbewerb auf vielen Ebenen. Ein Sportdirektor, der die besseren Spieler um weniger Geld holt ist in dieser Disziplin der Sieger. Wenn billig eingekauft wird, freut das den Kassier, es kann aber unterm Strich ein teurer Einkauf gewesen sein, und diesen Eindruck kann man bei Rapid durchaus haben.

Alle Sportdirektoren fischen im selben Teich und wenn einem von ihnen ein guter Fang gelingt, muss man sich doch fragen, warum man bei Rapid auf diesen “Fisch” nicht auch aufmerksam geworden ist. Ein Beispiel dafür ist der LASK-Spieler Joao Victor, der um 400.000 Euro von Kapfenberg geholt wurde. Er erzielte in 22 Spielen 18 Tore. Von so einem Spieler kann man bei Rapid nur träumen. Stattdessen fischen wir in Transsylvanien und Umgebung.nach Spielern, die man weit weniger intensiv beobachten kann als einen Spieler in Österreich.

Da nun offenbar Didi seinen Posten so sicher hat wie Richard Strebinger gesetzt ist, wird ihm zunächst nichts passieren. Dass ein Riesenbetrieb wie Rapid nach der Pfeife von emotionsgeladenen Jugendlichen tanzt, ist für den von uns allen gewünschten Erfolg sehr betrüblich, denn durch die vielen Neustarts kann sich keine “stabile Großwetterlage” ausbilden.

Interessanter Weise wusste man beim Block ganz genau, dass nach der Niederlage gegen St.Pölten der Trainer die Schuld am fehlenden Erfolg hatte, aber bei dem heutigen Unentschieden gegen Hartberg galt der Unmut doch eindeutig der Mannschaft. Einen “Didi raus”-Ruf konnte ich nicht hören. Das ist ziemlich unlogisch, denn die Mannschaft ist dieselbe wie unter Gogo.

Was, wenn man den Block nach den unfairen Pfiffen gegen Gogo einfach für ein Spiel wegen Vereinsschädigung gesperrt hätte? Mit der gleichzeitigen Botschaft, dass es allein dem Verein obliegt, die Arbeit des Trainers zu beurteilen. Nach den bekannten Publikationen spielt nämlich die Anwesenheit der Blocks für das Ergebnis keine Rolle.

Und wie geht es weiter?

Eventuell hat dieser derzeit siebente Platz vielleicht auch Vorteile, allerdings nur dann, wenn Rapid das untere Play-Off gewinnen kann, was bei den top-motivierten “Dorfklubs” gar keine so klare Sache ist. Sollte das aber gelingen, wäre ein internationaler Platz durch die drei Entscheidungsspiele im Bereich des Möglichen.

Eine Zeitung meinte, dass die Teilnahme an der Qualifikationsgruppe einen Verlust von einer Million wegen der geringeren Zuschauerzahlen bedeuten würde. Da hat man aber wahrscheinlich nicht den Rattenschwanz an Langfrist-Folgen mitgerechnet, die das internationale Geschäft betreffen, denn die Unmöglichkeit UEFA-Punkte zu sammeln, erschwert die zukünftige Teilnahme in der Gruppenphase, weil man zu den ungesetzten Teams gehören würde. Weiters fehlen in der nächsten Saison viele weitere Millionen durch die Nichtteilnahme in der Gruppenphase. Und die (durchaus erreichbaren) Top-50 der UEFA-Rangliste sind dann auch nicht realistisch möglich. Dass man sich über den Cup qualifizieren könnte, scheint mit der heutigen Darbietung auch eher unrealistisch.

Glücklicherweise ist es aber Fußball, der immer wieder für Überraschungen gut ist. Und wie Stimmungen und Einschätzungen sich auch schon nach einem Spiel ändern können, hat man nach dem Sieg gegen RB gesehen. Gehen wir also mit einem Rest an Hoffnung auf einen Sieg im Cup-Halbfinale und einen günstiges Abschneiden in der Qualifikationsgruppe in die Länderspielpause.

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Älteste Clubzeitung

Wir alle kennen das “Grünzeug” von Gerhard Niederhuber, der in einem unglaublichen Arbeitspensum nunmehr die 600. Ausgabe in 45 Jahren seit April 1974 verfasst hat. Für diese Leistung wollen wir ihm unsere uneingeschränkte Bewunderung aussprechen.

Aber das “Grünzeug” hat auch eine Vorgeschichte und bei einem Besuch bei Gerhard Niederhuber durfte ich einen Blick in seine penibel geführten Aufzeichnungen werfen. Er hat mir nicht nur die ältesten Ausgaben des “Grünzeug” zur Digitalisierung geborgt, sondern mir auch über die Anfänge des Klubs erzählt.

In den 1950er Jahren konnte man zwar auch schon Mitglied beim S.C. Rapid werden, doch war eine solche Mitgliedschaft ein Privileg und nur einem kleinen Personenkreis zugänglich. Man musste dazu auch die Empfehlung anderer Mitglieder bekommen. Zum Beispiel war Heinz Conrads ein solches Rapid-Mitglied.

Diese fehlende Möglichkeit einer Mitgliedschaft bei Rapid war ein Grund zur Gründung des “Klub der Freunde des S.C. Rapid” im November 1951. Der Klub ermöglichte seinen Mitgliedern im Rahmen der Mitgliederversammlungen einen engen Kontakt mit Spielern und Funktionären. Und das ist auch heute noch so.

Über die ersten zwei Jahrzehnte des Vereins wissen wir sehr wenig und wenn es ältere Mitglieder gibt, die uns darüber etwas erzählen könnten, würden wir solchen Berichten gerne zuhören und sie im Tagebuch weitergeben. Die Teilnahme von Spielern an den Mitgliederversammlungen war noch nicht so gut organisiert wie heute, dazu musste erst Andy Marek die Rapid-Bühne betreten.

In den ersten Jahren wechselte die Präsidentschaft alle ein bis zwei Jahre, erst Friedrich Fauma führte den Verein über einen längeren Zeitraum (von 1957 bis 1968).

Aus der Zeit seines Nachfolgers, Dkfm. Viktor Riemer ist uns die gesamte Mitgliederkorrespondenz erhalten und daher konnte ich auch die ältesten noch aktiven Mitglieder herausfinden. Franz Hobecker, unser heutiger Rechnungsprüfer, war bereits im Mai 1968 im Vorstand des Vereins. Im Mai 1970 wurde Herr Hobecker Rechnungsprüfer und ist es bis heute. Im Februar 1968 meldete sich der heutige Obmann des Anhängervereins Grün-Weiß Nagelberg Herwig Gatterwe als neues Mitglied an. Von ihm stammt auch die älteste bekannte Mitgliedskarte des Vereins.

Mitgliedskarte des “Klub der Freunde des S.C.Rapid”, 1968

In der Zeit von 1967 bis 1972 kommunizierte der Verein mit seinen Mitgliedern über Mitgliederbriefe, in denen zu Mitgliederversammlungen und Auswärtsfahrten eingeladen wurde, ergänzt durch Vereinsnachrichten. Man könnte sagen, es war die Kinderstube des späteren “Grünzeug”.

VIktor Riemer begann seine Präsidentschaft mit einem bemerkenswerten Projekt, weil er die Herausgabe der ersten Vereinszeitung mit dem Namen “ClubZeitung” veranlasste. Zwischen Juni und November 1968 erschienen sechs professionell gestaltete Ausgaben. Hier ist das Titelbild zur ersten Ausgabe, die noch dazu den 25. Meistertitel und den 6. Cupsieg vermelden konnte.

Titelblatt zur ersten von sechs Ausgaben der “Clubzeitung” vom Juni 1968

Dem Impressum entnehmen wir, dass der Vereinssitz das Café Hummel in der Josefstädter Straße war. Für die Gestaltung zeichneten Gebhard und Jürgen König, die gemeinsam mit dem Präsidenten Viktor Riemer die Adresse Stephansplatz 6/6a hatten.

Das Projekt der “ClubZeitung” wurde im November 1968 abrupt beendet, weil der mit der Herstellung Betraute in Unregelmäßigkeiten verwickelt war. Es sollte noch weitere 6 Jahre dauern, bis im April 1973 die erste Ausgabe des Grünzeug
mit Gerhard Niederhuber als Schriftführer ihren Stapellauf hatte, damals noch in grüner Farbe. “Der Klub der Freunde des S.C. Rapid” besitzt noch alle diese Ausgaben im Original und auch in digitalisierte Form. Wir werden darüber berichten.

Nachtrag

Walter Huber verkauft ein Original dieser ältesten Clubzeitung mit dem Bild der Meistermannschaft am Cover und mit allen Unterschriften der Spieler. Interessenten wenden sich an walter.huber {at} gmail.com.

Rapidviertelstunde-182

Alle Folgen

Mannsdorf-Rapid II

5:1 (2:0)

Bei strömendem Regen erlebten wir ein ein ziemlich einseitiges Spiel zugunsten der Mannsdorfer. Die vereinzelten Konter von Rapid II wurden von der gestaffelten Abwehr der Mannsdorfer immer abgefangen und es dauerte bis in die zweite Hälfte, dass überhaupt ein Torschuss von Rapid II abgegeben wurde.

Warum eine durchaus brav spielende Mannschaft wie Rapid II so unter die Räder kommen kann, ist auch eines jener ungelösten Fußball-Rätsel. Die Torserie begann jedenfalls mit einem Tor, bei dem Tormann Gartler einen nicht unerheblichen Anteil zuschieben muss.

Beim zweiten Tor waren sich meine Sitznachbarn sicher: der Ball wäre unhaltbar gewesen. Schuss aus 20 Metern ins rechte Kreuzeck, wobei man aber bemerken muss, dass der Tormann in dieser Ecke gestanden ist.

Meine Ansicht bei allen Toren ist, dass sie alle haltbar wären, nur reagierte eben der Tormann zu spät oder er stand eben am falschen Ort, aber “unhaltbar” ist nicht der richtige Ausdruck.

Und die Mannsdorfer konnten noch nachlegen und einen ordentlichen Druck vor dem Tor von Rapid II aufbauen, dass dann auch noch drei weitere Tore fallen konnten. Es waren auch zwei Standardsituationen dabei.

Rapid II ist auf den 6. Tabellenplatz zurückgerutscht. Sowohl Mannsdorf als auch der Sportklub sind mit je 33 Punkten vor Rapid II mit 32 Punkten.

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Mitgliederversammlung

Mit doch etwas gedrückter Stimmung ging es in diese Mitgliederversammlung. Daher plauderte man auch über weniger bedrückende Dinge, wie zum Beispiel über die beiden Jungväter Stephan Auer (Moritz, 2 Monate) und Tobias Knoflach (Luca 5 Wochen). Das “c” in Luca steht für Champion hat Tobias erklärt.

Günte Fabsitsr, Stephan AUer, Manuel Martic, Gerhard Niederhuber, Tobias Knoflach, Andrej Ivan, Jamin Wallner

Aber über die Möglichkeit, den Schuss zum 1:0 zu halten, ließ sich Tobias nichts herauslocken. Die Spieler waren sich einig: der Ball war unhaltbar. Es war viel Pech dabei.

Die Diskussion wurde für Andrej Ivan von Jasmin Wallter souverän übersetzt. Der allgemeine Wunsch des Auditoriums war, dass Ivan bald wieder ein Tor mit einen solchen Salto wie beim ersten Spiel gegen die Admira feiern möge. Immerhin hatte Ivan schon 12 Einsätze in der Nationalmannschaft in seiner Heimat Rumänien.

Manuel Martic stammt aus Steyr und kam 2015 von Vorwärts Steyr zu St. Pölten. Die Spielerseite auf Transfermarkt zeigt einen deutlichen Anstieg des Marktwertes durch diesen Wechsel.

Wir erfahren auch, dass alle fremdsprachigen Spieler wöchentlich Unterricht von Melli, der Deutschlehrerin bekommen.

Klublokal des Klub der Freunde

Nächste Mitgliederverwaltung

  • Montag, 15.4.2019
  • Gäste: PfarrerChristoph Pelczar, Dejan Ljubicic, Stefan Schwab

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Mattersburg-Rapid

2:1 (1:1)

“Unsere Mannschaft muss in Mattersburg eine bittere 1:2-Niederlage verkraften.”, titelte Rapid-TV. Doch nach meiner Ansicht war es für die Mannschaft einfach eines von 15 verlorenen Spielen in der Saison. Sie sind es gewöhnt, zu verlieren. Doch wirklich bitter war die Niederlage für die Fans und den Verein. Für den Verein, weil sie möglicherweise gravierende finanzielle Konsequenzen durch geringere Zuschauerzahlen im unteren Play-Off, einen weiteren Ausfall internationaler Spiele, von den verlorenen UEFA-Punkten ganz abgesehen.

Dabei kann dem Trainerteam kaum etwas vorwerfen. Wir spielten in einer optimalen Besetzung, aber wie soll man gewinnen, wenn die Motivation, die für einen Sieg notwendig ist, eher auf der Seite der Mattersburger lag – wenigstens bis zum Führungstor meinte man das zu beobachten. Kaum war das Tor erzielt, zogen sich die Mattersburger zurück und in der Folge dominierte rot-blau das Spiel.

So, wie der Treffer der Mattersburger aus einem ziemlich glücklichen Tausendguldenschuss, unterstützt durch einen verdatterten Tormann hervorging, war auch der Ausgleichstreffer von der Marke “Zufall”. Beim Siegestreffer aber hat die Rapid-Verteidigung den optimal startenden Stürmer zu spät erkannt – und schon ist es passiert.

Hätti-Wari

Ein Unentschieden bei diesem Spiel hätte für die letzte Runde des Grunddurchgangs den Vorteil gehabt, in Schlagdistanz zu St.Pölten zu sein und damit eine dritte Optionen auf einen Top-6-Platz zu haben. So aber lebt die letzte Hoffnung von einem (ziemlich unwahrscheinlichen) Sieg der Austria gegen Sturm oder einem (hohen) Sieg der Admira gegen den WAC. Bei einem Unentschieden der Grazer gegen die Austria müsste Rapid gegen Hartberg mit 6:0 gewinnen, um vor Sturm zu landen – ziemlich utopisch.

Die Prognose, dass Rapid nach der Runde 21 auf dem 7. Platz verbleibt, ist zugetroffen. Siehe Tagebucheintrag “Restprogramm-21”.

Tormanfrage

Was mich wundert, seit ich Fußballspiele beobachte: Feldspieler unterliegen einem Ranking, der Trainer wählt die jeweils optimale Besetzung aus. Beim Tormann erfolgte diese Wahl ein einziges Mal, nämlich beim Cup-Spiel 2017/18 gegen Schwaz, und seit diesem Datum wird über die Besetzung zwischen den Pfosten nicht nachgedacht. Richard Strebinger ist gesetzt, egal, welche Patzer passieren. Wo, frage ich mich, bleibt da der Wettbewerb? Früher wurden dem Zweiertormann wenigstens die Cup-Spiele übertragen, weil aber diese Spiele auch hohe Priorität haben, kommt es heute nicht einmal dazu. Ein einziges Mal konnten wir Tobias Knoflach erleben und zwar bei der heurigen Auswärtsniederlage gegen Salzburg. Wer hätte nach dem Spiel sagen können, dass der Zweiertormann gespielt hat? Tobias war einfach großartig – und wird dafür mit dem ziemlich tristen Dasein eines Zweiertormanns bestraft. Unsere beiden Torleute sind ähnlich gut, sie sollten beide spielen; entweder alternierend oder bis zum nächsten gravierenden Patzer. Nach diesem Spiel wäre so ein Wechsel fällig. Dass ein Schuss aus 27 Meter Entfernung durch eine Fehleinschätzung nicht gehalten werden kann, ist ein gravierender Fehler, daher sollte Tobias eine Chance bekommen. Ja, es war ein ungewöhnlicher Schuss, aber wir brauchen eben einen wachen Tormann und nicht einen, der unabhängig vom Ergebnis beim nächsten Spiel gesetzt ist.

Gefühlt müssen die 10.400 Besucher die höchste Zuschauerzahl in Mattersburg in dieser Saison gewesen sein. Der Schnitt ist dort nämlich nur 2.399 Zuschauer pro Spiel.

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Rapidviertelstunde-181

Alle Folgen

Rapid II – St.Pölten Juniors

3:0 (1:0)

Bezeichnend für das Spiel von Rapid II war, dass Paul Gartler ziemlich unterbeschäftigt war. Nur eine Art Kerze, bei der sich der Ball bedrohlich ins Tor gesenkt hätte musste er entschärfen. Die meisten anderen Angriffsaktionen der jungen St. Pöltner wurden bereits von der Verteidigung abgefangen.

Für das erste Tor sorge nach einem Eckball Oliver Strunz per Kopf. Weitere Chancen blieben vor der Pause ungenutzt.

Nach einem sehenswerten Pass auf Nicholas Wunsch konnte dessen Schuss noch vom Pöltner Tormann abgeweht werden, aber der Nachschuss führte zum 2:0. per Kopf. Auch das 3:0 steuerte er bei. Niki ist vielfacher ÖFB-Nationalspieler (U15-U19), ebenso Oli (U17-U19).

Mit diesem verdienten Sieg blieb Rapid II seiner Favoritenrolle gerecht und kann damit den Anschluss an die Spitze gemeinsam mit dem Sportklub halten. Vor den Samstag-Spielen hat zunächst Ebreichsdorf die Tabellenführung übernommen, aber nach Ebreichsdorf müssen wir in 14 Tagen noch und könnten dann den Punkteabstand von derzeit 8 Punkten verringern.

Prominente Gäste auf West 1 waren Rudi Flögel und Didi Kühbauer.

Es gibt sie wieder, die Stadionzeitung der Ostliga zur Runde. Ihr findet sie über die Links (Ewkil -> Bilder). Der Sponsor Schau-TV präsentiert die Spiele jeden Montag um 19:00.

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