Rapid-Sturm

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Die Buchmacher sahen keinen klaren Favoriten und boten die Quoten 2,1 : 3,3 : 3,0.

Nächste Mitgliederversammlung Ende August. Details werden hier bekanntgegeben. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Strum titelt „Punktegewinn in Wien“; für Rapid sind es verlorene 2 Punkte, aber es waren insgesamt keine besonderen Chancen vorhanden, denen man hätte nachweinen müssen. 

Viele Stammgäste waren ohnehin mit einem Unentschieden zufrieden – bedenkt man die Darbietung in Innsbruck und während der ganzen Saison. 

Unsere Bilanz gegen Sturm ist ausgeglichen, wenn es also reim diese beiden Begegnungen ginge, könnte man sich nicht beklagen. Es geht aber um die ersten sechs Startplätze und in diesem Wettbewerb hat uns Sturm um 3 Punkte distanziert. Noch kann man alles aufholen, aber in jeder folgenden Runde muss mehr und mehr ein Muss-Sieg her.

Man fragt sich schon, wer sich mehr vor „Rapid im unteren PlayOff“ fürchtet: Rapid oder die Bundesliga. Wobei, abgesehen von den dann wahrscheinlich fehlenden internationalen Begegnungen im folgenden Jahr, würde eine interessantes Abstiegs-Playoff die sich durch die Art der Meisterschaft verstärkende Zwei-Klassen-Vereins-Gesellschaft etwas ausgleichen. 

Wenn es aber Rapid doch noch gelingen sollte, oben mitzuspielen, wird es um die Zuschauerzahlen und damit auch um die Einnahmen im unteren Playoff düster ausschauen. Die Großen werden reicher werden und die Kleinen ärmer. Warum soll es im Fußball anders sein? 

Berisha statt Alar

Also wir, auf der Tribüne hätten bei der Auswechslung von Schobesberger Berisha statt Alar gewählt. Einfach, weil man Berisha mit einer solchen Belohung vielleicht mehr aufbauen kann als der Trainer denkt. Dass er ein braver Kämpfer ist, wissen wir. Man könnte darauf setzen, dass er sich mit dem Torerfolg in Innsbruck jetzt mehr zutraut.

Wo waren die Flaggen?

Möglicherweise war es die Sorge um den Wind: dem aufmerksamen Julian ist nicht entgangen,…

Julian mit der neuen Ausgabe „Tornados Special“

…dass die sonst üblichen Landes- und Vereinswappen von Rapid und Sturm am Dach der Osttribüne gefehlt haben. 

Was nicht gefehlt hat, war die Autogrammstunde auf der Nord-Tribüne. 


Marvin Portzmann und Jeremy Guillemnot mit Speedy und einem Autogrammjäger

Choreografie der Lions

Eine gewaltige Inszenierung, die die Lions aus Anlass ihres 15-jährigen Bestehens von Stapel laufen ließen. „Aufgewärmt“ wurde mit dem Spruchband „15 Jahre Green Lions und alles beim Alten“

Spruchband der Lions, gesehen von der Nordtribüne

Unmittelbar vor Spielbeginn eine Flaggen- und Schalparade. 

Es folgte ein tribünengroßes Transparent „Teil der Kultur, die Überholspur gehalten“

Das Zentrum des Transparents war ein dem Metro Goldwyn Mayer nachempfundes Logo „Green Lions 2003“.

Spielbeginn

Pixelchoreografie „2003“

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst ein Spruchband „Seit 15 Jahren sind wir am Eskalieren –  ob wir gewinnen oder verlieren“

…gefolgt von einer Pyro-Show.

Die Auswärtsfahrer von Sturm beeindruckten durch ihre große Zahl und den sehr gut organisierte Auftritt. Abwechselnd drei Reihen fomten mit weißen und schwarzen Umhängen eine streifenartige Choreografie mit einem großen Logo und einem langen schwarz-weißen Randstreifen. 

Sturm-Choreografie

Gogo und Didi

Stellen wir uns vor, Gogo wäre bei diesem Spiel auf der Betreuerbank gesessen. Ob sich wohl der Block ebenso artig von der Mannschaft verabschiedet hätte?

Ein Spiel fehlt zwar noch in der Herbstrunde, doch wir können heute schon sagen, dass Gogo mehr Erfolg hatte als sein Nachfolger Didi. Genau um 0,14 Punkte mehr; aber auch nur dann, wenn das Derby am kommenden Sonntag gewonnen wird. Wenn nicht, ja dann schaut’s ohnehin schlecht aus mit dem oberen PlayOff und in der Tabelle ergibt das folgenden Punkteschnitt für beide Trainer:

Derby    S    U    N
Didi   1,50 1,36 1,29
Gogo 1,64

Der Punkte-Abstand nach dem letzten Spiel, dem Derby wird zwischen 0,14 und 0,35 Punkten zugunsten von Gogo liegen.

1,29..  ?   =   Didi    austria
1,36.. 1 U Didi sturmgraz
1,50 3 S Didi innsbruck
3 S Didi spartakmoskau
0 N Didi lask
0 N Didi wolfsberg
1 U Didi villarreal
1 U Didi scraltach
3 S Didi wolfsberg
3 S Didi admira
0 N Didi villarreal
0 N Didi hartberg
3 S Didi mattersburg
0 N Didi glasgowrangers
1,54 0 N Gogo stpölten
3 S Gogo mattersburg
0 N Gogo redbullsalzburg
3 S Gogo spartakmoskau
0 N Gogo austria
1 U Gogo sturmgraz
0 N Gogo fcsb
3 S Gogo innsbruck
3 S Gogo fcsb
0 N Gogo lask
3 S Gogo slovan
1 U Gogo altach
3 S Gogo admira
3 S Gogo kufstein

Beide Trainer haben 14 Spiele absolviert. Von einem Trainereffekt kann man nicht sprechen. Es ist einfach nicht mehr herauszuholen aus dem Team. Vielleicht ergibt die Wintervorbereitung einen Umschwung. Dass wir eine andere Rapid-Efl sehen werden, das wurde auch schon für die letzten Spiel versprochen, aber es war nicht mehr als ein Wunschdenken à la Paul Watzlawick. 

Wir müssen davon ausgehen, dass es die Einkaufspolitik war, die uns brave Spieler aber letztlich doch nicht solche mit jener Qualität gebracht hat, die wir brauchen, um in der Liga vorne dabei sein zu können. Und wie schon beim Trainer dürfte es ebenso verfehlt sein, allein den Sportdirektor verantwortlich zu machen, muss er doch durch die ziemlich positive Transferbilanz zur Konsolidierung der Bilanz beitragen. Und für den ihm verbleibenden finanziellen Spielraum darf man offenbar nicht viel mehr erwarten. 

Diese 30-40 Millionen erwirtschaften zu müssen, um als Großverein überleben zu können, scheint ein ebenso hartes Brot zu sein wie die Sorge eines Dorfklubs um die Errichtung einer Überdachung für die Fantribüne. Hartberg dürfe das mit der zirkuszelt-artigen Plane über der Fantribüne ziemlich preisgünstig geschafft haben.

So schön die Choreografien des BlockWest anzuschauen sind, so teuer kommt Rapid „der Spaß“ zu stehen. Rechnen wir einmal nicht die Strafen, rechnen wir einmal, dass der Block einen (im Nachhinein) unnötigen Trainerwechsel mitentschieden hat. der dem Verein ein Mehrfaches der sonstigen Strafen gekostet hat. 

Die Ursache für die mäßigen Erfolge war nicht der Trainer, die Ursache war und ist das Geld, war die Notwendigkeit positiv bilanzieren zu müssen, um für das kommende Großprojekt des Trainingszentrums ausreichen kreditwürdig zu sein. Und auch das soll kein Vorwurf sein, denn das Trainingszentrum ist eine wichtige Investition, und das Spiel der Mannschaft ist ein Resultat aller dieser Randbedingungen. Das Präsidium handelt aus meiner Sicht ziemlich uneigennützig für das langfristige Wohl des Vereins und es werden – anders als bei den heutigen Politikern – Entscheidungen für die Zukunft getroffen, deren positive Auswirkungen andere ernten werden. Leider müssen wir wegen dieser enormen Belastungen Saisonen wie diese in Kauf nehmen, mit der Hoffnung auf bessere Zeiten.

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