RB-Rapid
24. September 2018
Wer nicht wirbt, stirbt!
26. September 2018

Es war erfreulich, dass unser Klublokal – wie schon bei der letzten Mitgliederversammlung – sehr gut gefüllt war, auch der Vorstandstisch musste als Platz für Gäste herhalten. Im Bild Gerhard und Christian am Vorstandstisch.

Wir begrüßen Viktor als neues, diskussionsfreudiges und – was den Vorstand besonders freut – auch zahlendes Mitglied. Viktor ist allen Rapid-Mitgliedern als äußerst kameradschaftlicher und konstruktiver Ratgeber des Rapid-Präsidiums bei Mitgliederversammlungen bekannt und wir freuen uns sehr, ihn in unserer Runde begrüßen zu dürfen.

Ein Fußballgott zu Gast

Die Verehrung unseres Stargastes hat durch das Ende seiner Karriere keinen Einbruch erfahren, sie ist sogar gewachsen, weil die außergewöhnlich positiven Erinnerungen an 16 Jahre bei Rapid nicht mehr durch aktuelle Probleme getrübt werden. Steffen ist dadurch vollends zur unantastbaren Kultfigur geworden. Auch sein Job als Talentemanager steht nicht im Verdacht für aktuelle Misserfolge verantwortlich zu sein. Und wenn wir uns Steffen als lebende Legende bei Rapid erhalten wollen, sollten wir ihn vor Jobs mit Schleudersitzcharakter fernhalten.

Ehrung für Steffen

Der „Klub der Freunde“ bedankt sich bei Steffen für diese 16 unvergesslichen Jahre mit einem Silberteller mit folgender Gravur: „Steffen Hofmann ‚Fußballgott‘, danke für 16 unvergessliche Jahre 24.9.2018.“

Mitgliederversammlung am 20.5.2019 mit:
Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Präsidiumsmitglied Josef Kamper
Nur für Mitglieder!

Steffens Erzählungen

Steffens Zeitaufwand für den neuen Job als Talentemanager erfüllt seinen Arbeitstag fast mehr als seine Zeit als Spieler. Er besucht alle Jugendteams, mit zunehmendem Alter intensiver und trägt allein durch seine Anwesenheit und auch durch fallweise gemeinsame Trainings mit den Jugendlichen zu deren Motivation bei. Sein ganz besonderer Fokus liegt aber bei Rapid II.

Rapid II

Immer wieder geht es auch um die Situation bei Rapid II. Man ist sich einig über die derzeit hohe Qualität des Jahrgangs, und dass es schon mindestens vier Spieler gibt, die – wenn es der Terminkalender erlaubt – mit der Kampfmannschaft mittrainieren dürfen. Der Weg aus der Mannschaft von Rapid II zu den Profis ist schwierig, die meisten werden wohl bei anderen österreichischen Kampfmannschaften landen, und nur die besten können es schaffen, bei Rapid I einen Profivertrag zu bekommen.

Normalerweise sind ja die Heimspiele von Rapid das jeweilige Highlight in der Bundesliga. Bei Rapid II ist es aber umgekehrt, denn dort führen uns die Auswärtsspiele zu Regionalligaklubs mit gutem Besuch und guter Infrastruktur, und diese Fahrten sind – ganz abgesehen von dem sportlichen Erlebnis – interessanter als der Besuch der Heimspiele. Wir erinnern uns alle mit Wehmut an die zwei Jahre am Elektra-Platz, denn die dortige Infrastruktur lockte deutlich mehr Zuschauer an als die Tristesse von West I. Vielleicht kehrt ja Rapid mit seinem Trainingszentrum dorthin zurück, wer weiß.

Es wird angeregt, dass Andy Marek bei Heimspielen regelmäßige Hinweise auf die Spiele von Rapid II in seine Moderation einbauen möge.

Neues Stadion Erfolgserlebnis

Es wurde angemerkt, dass man als Zuschauer den Eindruck hat, als würde sich Rapid im eigenen Stadion noch nicht wie zu Hause fühlen. Steffen meinte, dass das damit zusammenhängt, dass uns noch die Erfolgserlebnisse fehlen, die wir mit dieser neuen Umgebung verbinden und dass es auch im Weststadion viele Jahre gedauert hat, bis sich ein Heimatgefühl eingestellt hat und man das Stadion zuletzt sogar als „St. Hanappi“ und „Festung Hütteldorf“ bezeichnet hat. Es wird noch dauern, aber auch das neue Stadion wird sich diese Sporen verdienen.

Verhältnis zum Block West

Steffen bezeichnet sein Verhältnis zum Block West als sehr gut, denn der Block hat die Mannschaft tatsächlich in allen seinen Jahren als Spieler vorbildlich unterstützt und wenn auch manchmal etwas nicht gepasst hat, wurde auch das ausdiskutiert. Ob der Block in die Vereinsgeschäfte hineinregiert, könne er nicht beurteilen, das müsse man andere fragen.

Moritz Hofmann

Moritz, der Sohn von Steffen, besucht heuer die erste Klasse einer Volksschule. Er entwickelt dabei keine besondere Vorliebe zum Fußballspiel, vielleicht auch deshalb, weil er beim Ballspiel mit seinen älteren Schwestern oft den Kürzeren gezogen hat. Aber Familie Hofmann wird sich hüten, Moritz in eine Richtung zu drängen, die ihm nicht liegt. Fußball hat keine besondere Priorität.

Heim nach Deutschland?

Diese Frage stellt sich für Steffen nicht, denn sein Lebensmittelpunkt ist Wien und er freut sich über seine Besuche bei seinen Eltern in Würzburg genau so wie über die Rückkehr nach Wien. Ein echter „Beutewiener“ wie ihn schon Rudi Edlinger bezeichnet hat.

Fairness

Es ging um die Rolle der Schiedsrichter bei Bundesligaspielen. Ob in einer spiegelbildlichen Situation der letzten Minute des Sonntagsspiels gegen RB das Strafraum-Foul gegen RB gegeben worden wäre?

Steffen erklärte, dass es sich tatsächlich um ein Foul gehandelt habe und dass es korrekt war, das Tor nicht anzuerkennen. Er verwies weiters darauf, dass es etwa beim Spiel gegen Sturm zwar einen irregulären Elfer gegen Rapid gegeben hat, dass es aber darüber hinaus auch zwei andere Szenen gegeben hat, bei denen eigentlich hätte ein Rapidler mit Rot vom Platz gehen müssen. Wenn man also meint, dass Schiedsrichter gegen Rapid pfeifen würden, dann muss man auch jene Szenen berücksichtigen, die eine gegenteilige Tendenz zeigen, und dann schaue die Sache wieder anders aus.

Dass unsere Lieblingsgegner die Überreaktion des Block-West durch Provokationen zu seinen Gunsten nutzt, war nicht nur zu Holzhausers Zeiten so, auch beim letzten Derby wurde dieses Spiel im Spiel genüsslich gespielt. Steffen meinte, dass er mit den Feuerzeugen, die bei Cornern nach ihm geworfen wurden, ein kleines Museum hätte errichten können.

Kommt zur Mitgliederversammlung

Es waren ganze zwei Stunden informativer Diskussion, die wir mit Steffen mit Interview mit Gerhard Niederhuber erleben durften. Diese Zusammenfassung enthält nur jene Teile, die wir uns gemerkt haben. Ein Besuch bei unseren gemütlichen Mitgliederversammlungen lohnt sich, schaut vorbei! Es gibt preiswerte Getränke und kleine Imbisse, wie zum Beispiel Salzstangerln mit Liptauer (scharf, mild) oder Speck, Schmalzbrote, Speckbrote sowie die Spezialität von Küchenchef Peter: Toast.

Beachtet bei Euren Diskussionsbeiträgen, dass die Betonung unseres Vereinsnamens auf dem „Freunde“ liegt, etwas, das in den ersten Reaktionen nach Niederlagen gerne vergessen wird.

Im Anschluss an die Diskussion nehmen sich unsere Gäste noch viele Zeit für Autogramme und gemeinsame Bilder. Erich hat sich von Steffen ein riesiges Rapid-Wappen signieren lassen:

Links

Vorankündigung

Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am Montag, 22. Oktober statt. Ehrengäste werden sein:

  • Boli Bolingoli
  • Christopher Dibon
  • Christoph Knasmüllner
  • Philipp Schobesberger

 

Tagebucheinträge per Mail zugesendet bekommen. Zur Anmeldung
Ausdrucken

Schreibe einen Kommentar