Rapidler, fährst Du gen Westen…

…dann plane die Fahrt mit einem Zwischenstopp beim Rapidwirt Charly. Abfahrt St. Valentin, weiter Richtung Mauthausen über die neue Dammstraße und beim Kreisverkehr, der nach links über die Donaubrücke nach Mauthausen führt, die erste Ausfahrt nehmen und dann gleich wieder scharf nach rechts abbiegen.

Die neue Zufahrtstraße zur Donaubrücke ist als Dammstraße ausgeführt und ist daher gleichzeitig Hochwasserschutz für die ganz Gegend. Die Adresse ist 4482 Ennsdorf, Altpyburg 9, ein alter Vierkanthof im Rapid-Stil adaptiert. Die Kugel beim Eingang ist kein Globus sondern ein Fußball wie er auch in der Umgebung des Happel-Stadions zu sehen ist.

Das Prunkstück der Gaststube ist das Bild „Charly mit Steffen“:

Was musst Du beachten?

  • Dienstag ist Ruhetag
  • Charly ist Hobbyläufer und oft auch an Wochenenden unterwegs, denn bei manchen wichtigen Laufevents schließt er kurzerhand das Gasthaus. Es ist daher wichtig, vorher anzurufen (07223-83843). Solltest Du beim Anrufbeantworter landen, meldet sich dort „die Stimme von Rapid“.

Leider war im Sommer immer einer der obigen Punkte „im Weg“, also entweder Dienstag oder Laufen. Heute hat es endlich gepasst!

Charly kocht persönlich.

Das Essen wird auf gebrandeten Tellern…

…der Kaffee in ebenso gebrandeten Häferln serviert:

Charly hat auch einen Doppelgänger, der ihm an Wochenenden hilft, seinen Bruder. Unterscheidungsmerkmal: Charly ist in grün gekleidet, sein Bruder in neutralem grau.

Rapid-Fanklub „Grün-weiß Enns-Donauwinkel“

Charly ist der Obmann des großen Fanklubs „Grün-weiß Enns-Donauwinkel“, der bald sein 10-jähriges Jubiläum feiern wird. Neumitglieder erhalten bei der Einschreibung einen Schal und wenn sie noch etwas drauflegen auch ein fesches Polohemd mit Rapidwirt-Branding.

Unser Besuch

Unser erster Besuch beim Rapidwirt war in den Weihnachtsferien 2011. Seit dieser Zeit haben wir Charly als vorbildlichen Rapid-Fan schätzen gelernt und besuchen ihn und sein Gasthaus, wann immer es geht. Unser eigentliches Ziel war diesmal die oberösterreichische Landesausstellung in Enns, in der römische Ausgrabungen in der Basilika St. Laurenz gezeigt werden. Die Kirche wurde auf den Fundamenten des Hauses der Kommandanten der in Enns (Lauriacum) stationierten 2. Legion (legio II Italica) errichtet. In den 1960er Jahren wurden diese Fundamente entdeckt und freigelegt. Heute kann man diese Reste im Keller der Kirche bestaunen. Bemerkenswert ist, dass die damalige Siedlung Lauriacum 25.000 Einwohner hatte, das heutige Enns aber nur etwa 11.000.

Gleich drei Heilige werden in dieser Gegend verehrt: Laurenz, Severin und Florian.

Links

Rapid-St.Pölten

0:2 (0:1)

Rapid, eine Mannschaft mit vergleichsweise gut bezahlte Kickern, denen man hohe individuelle Qualität nachsagt,

findet gegen eine sehr disziplinierte Fünferkette der Pöltner kein Mittel. Es ist ein bisschen unfair, die Konter der Pöltner so darzustellen, als wären sie die bessere Mannschaft gewesen, denn natürlich war Rapid hinten schwach besetzt, als es darum ging, den Abwehrriegel zu knacken. Und noch schwerer wurde es, als man 0:1 hinten lag. Es war kein untypisches Spiel, das auch den Mattersburgen für den kommenden Sonntag als Lehrvideo gezeigt werden kann, unter dem Motto: „So kann man gegen Rapid gewinnen“.

Drei Riesenchancen in der ersten Halbzeit aber kein Tor, das ist zu wenig und besiegelt gleichzeitig das Ende der Ära Djuricin. Wäre eine dieser Chancen realisiert worden, wäre der weitere Verlauf des Spiels natürlich ein ganz anderer gewesen und der Trainer vielleicht noch im Amt. Es ist wie eine dieser berüchtigten „Entscheidungsfragen“ der Schule. Der Schüler muss nach erfolglosen Prüfungen abschließend noch eine solche Frage gestellt bekommen. Aber verloren hat er diesen Wettbewerb nicht erst bei dieser (nicht beantworteten) Frage, das war natürlich schon vorher der Fall.

Aber ganz so klar, wie das der Block gefordert hat und wie es dann auch geschehen ist, ist die Beurlaubung von Gogo nicht, denn man kann die Schuldfrage speziell in so einem vernetzten System wie Fußball es ist, trefflich weiterspinnen und am Ende dieser „Spinnereien“ hat man fast den Eindruck, als wäre alles eine Folge der Umstände, die eben bei Rapid so sind, wie sie eben sind.

  • Derselbe Trainer, der heute gekündigt wurde, erreichte als „Notnagel“ in der vorigen Saison einen dritten Platz. Also ganz so „unfähig“ wie er allerorten dargestellt wird, kann er doch nicht sein.
  • Als er das Amt von Canadi übernommen hat, genügte offenbar allein dessen Abwesenheit, dass sich die Situation stabilisiert hat und Rapid die Saison auf Platz 5 beendet hat. Eine gewisse Akzeptanz seitens der Mannschaft kann man ihm daher sicher nicht absprechen.
  • Rapid verliert mit Kvilitaia einen wichtigen Stürmer, der sich gerade im letzten Halbjahr wieder in die Herzen des Publikums gespielt hat (aber dazu hat es ziemlich viel Geduld desselben Publikums gebaucht). Sein Ersatz Deni Alar ist allen Zuschauern ein Rätsel. Viele meinen, er würde einen zweiten Stürmer neben sich brauchen. Genügt Knasmüllner als Assistenz nicht? In vielen Szenen erscheint Deni nicht ganz bei der Sache zu sein. Vielleicht braucht Deni noch Zeit, um sich in das System Rapid einzufügen?
  • Dann fallen zwei Stützen aus: Boli und Schobi. Ist das nicht ein Pech? Boli ist mehr als nur ein Außenverteidiger. Boli setzt Akzente im Spiel, und wenn er fehlt, dann fehlt tatsächlich etwas. Ganz ähnlich ist das mit Schobi. Seit dem vorigen Herbst ist er nicht mehr der Alte und wir hoffen alle sehr, dass er wieder dort anknüpfen kann, als er so entscheidende Tore geschossen hat. Auch Szanto ist nicht einsatzbereit. Diese Ausfälle schwächen das Team sehr. Im Bild Tamas und Schobi auf der Nordtribüne:
  • Ein nicht ganz stabiles System durch ständige Zurufe von außen zu beeinflussen, dient nicht gerade zur Hebung des notwendigen Selbstvertrauens.

Man kann daher diese Talfahrt eben auch als eine Folge dieser unerwarteten Rahmenbedingungen sehen und nicht unbedingt als eine Schwäche des Trainers; der kann sich auch – nicht ganz zu Unrecht – als ein Opfer ungünstiger Umstände fühlen.

Man könnte durchaus die Frage der Schuld an der Lage weiter nach oben verfolgen und meinen, der Sportdirektor hätte eben nicht gerade das „goldene Händchen“ gehabt, als er Deni einen Vierjahresvertrag gegeben hat. Und dass die anderen Zugänge noch Zeit brauchen, wäre dann auch etwas, was jetzt eben Gogo ausbaden muss.

Aber auch Fredy selbst hat eine nicht allzu lange Decke, nach der er sich strecken kann. Den Budgetrahmen, der ihm bei den Transfers zur Verfügung steht, können wir nur erahnen, jedenfalls sind ihm enge Grenzen gesetzt, Grenzen, die nicht vermuten lassen, dass ein 30-Millionen-Klub dahinter steckt. Steckt also schon wieder ein risikoscheuer „Sparefroh“ als Schuldiger in der Führungsetage? Natürlich könnte man das so weiterspinnen, nur hat der Geschäftsführer Wirtschaft auch einen Kredit zu bedienen, Sponsoren zufrieden zu stellen, Ligastrafen für den Block und 200 Bedienstete zu bezahlen. Niemand in dieser Verantwortungskette kann so handeln, wie ihm das für Rapid so richtig gefallen würde. Aus dem Vollen schöpft hier niemand. Auch das Stadion hat so seine „Mitschuld“, denn ohne die Kreditraten wäre wohl mehr „im Börserl“ für den Sportdirektor.

„Den Letzten beißen die Hunde“, und das war in diesem Fall Gogo. Leider reiht sich Gogo in eine lange Reihe von Rapid-Trainern ein, die alle miteinander nicht gerade die beliebtesten Gäste bei Rapid sind. Allen haftet „Gescheitert bei Rapid“ an oder sollte man besser sagen „Gescheitert wegen Rapid“? Wir können nur hoffen, dass auch einmal das Glück der Personalentscheidung zu unseren Gunsten ausfällt, denn Pech hatten wir seit Zoki schon genug. Wir wünschen Gogo das Allerbeste.

Sollten aber die Umstände tatsächlich eine „Mitschuld“ an der gegenwärtigen Situation haben, dann wird wohl auch der neue Trainer mit ihnen zu kämpfen haben.

Reaktion des Blocks

Einerseits wurde seitens des Block-West eine durchaus sachliche Stellungnahme an alle Zuschauer verteilt (falls Du es nicht bekommen hast, findest Du es nach diesem Beitrag). Anderseits gab es eine stille Viertelstunde zu Beginn des Spiels untermalt vom Banner: „Unsere Nerven liegen blank, die Akkus sind leer. 15 Minuten Schweigen, denn wir wollen nicht mehr.“

In dieser Viertelstunde bemühte sich die Osttribüne ziemlich amateurhaft, weil unorganisiert, durch Anfeuerungsklatschen um Ersatz für den Ausfall des Block-West. Die Viertelstunde war aber bald ausgestanden und es ging weiter mit „Ab jetzt müsst auch Ihr alles geben, damit wir gemeinsam den Rapidgeist wiederbeleben!“

Unfreundliches Publikum

Das Banner „Go, GOGO go“ wurde im Spiel gegen Spartak entwendet. Ich bestellte ein neues. Einige Tage danach wurde das entwendete Banner vom Klubservice wiedergefunden, ich hatte daher jetzt zwei, die ich beide links und recht von der Mittelauflage angebunden hatte.

Leider setzte sich das unfaire und unkameradschaftliche Verhalten auch bei diesem Spiel fort. Beide Banner wurden während des Spiels wieder von unfreundlichen Zuschauern abmontiert, die mit dem Text nicht einverstanden waren.

Unsere abgehängten Banner haben einen großen Nachteil. Schon ein kleiner Luftzug wirbelt sie durcheinander. Wie es gemacht wird, zeigen die Flaggen, die bei jedem Spiel am Dach der Ost-Tribüne aufgezogen werden. Auf der Unterseite dieser Fahnen sind Stangen eingenäht, die bewirken, dass die Fahne auch bei Wind gerade hängt.

In diesem Bild ist das aber bei der Wiener Flagge nicht der Fall. Warum? Man kann darüber rätseln, denn die Flaggen wurden während der Aufwärmphase eigens vom Stadiondach geholt und diese eine Stange aus der Wiener Flagge ausgefädelt, daher flattert sie im Bild im Wind. Es gab offenbar eine wichtigere Verwendung für diese „Briefbeschwerer“-Stange.

Mausetot

Diese Maus hat die schmachvollen Niederlagen im Stadion auch nicht ausgehalten:

Links


Der folgende Text des Block-West wurde von dem Spiel vor dem Stadion verteilt:

Rapidler,

der große SK Rapid leidet und das ganze Land ergötzt sich daran. Egal ob Kontrahenten aus der Bundesliga oder die sensationsgeilen Medien – alle warten wie die Geier auf den nächsten Fehltritt in Grün-Weiß. Man könnte die Tatsache, dass der SCR anscheinend nicht nur für uns, sondern auch für den Rest des Landes den Lebensmittelpunkt bildet, durchaus als schmeichelhaft empfinden, jedoch würde wohl jeder von uns gerne darauf verzichten. Bedauerlicherweise passiert in Hütteldorf zurzeit nicht viel, das zur Verbesserung der Situation beitragen könnte. Um den momentanen Zustand ein wenig besser analysieren zu können, müssen wir die Uhr um ein paar Jahre zurückdrehen. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Saison 2007/2008 konnten diverse Missstände im Verein vorerst kaschiert werden. Im Jahr 2011 folgte schlussendlich die große Ernüchterung. Wir hatten den Absprung verpasst und mussten uns eingestehen, dass die Vereinsführung nicht genug getan hatte, um den Klub auf stabilen Beinen zu halten. Das Ergebnis war ein 5. Platz in der Tabelle und der Platzsturm, welcher aus der großen Unzufriedenheit in der Rapid-Familie resultierte. In der Folgesaison blieben wir zwar bis zum Ende an Red Bull dran, doch nur ein Jahr später mussten wir uns weit abgeschlagen mit dem dritten Platz zufriedengeben, während der Feind aus Favoriten den, schon damals für unschlagbar gehaltenen, Bullen den Titel entreißen konnte.

Nach der Mitgliederversammlung im November 2013 sollte sich jedoch alles ändern. Mit Michael Krammer als Präsident und Christoph Peschek als sein Vize wehte endlich wieder ein frischer Wind in Hütteldorf. Die Forderung nach Veränderung war nicht mehr zu überhören und so blieb den führenden Köpfen keine andere Wahl, als etwas zu unternehmen. Im Jänner 2014 erfolgte die Bestellung des neuen Sportdirektors Andreas Müller. Nur wenige Monate später wurde in Hollywood-Manier das neue Stadionprojekt präsentiert. Auch das Drehbuch war bereits geschrieben. Die Übergangsphase im Prater Oval sollte mit gebündelten Kräften aller Rapidler übertaucht werden, um dann in die grüne Hölle einzuziehen, welche uns von alleine zum Meistertitel tragen würde. Das damals ausgesprochene Ziel der Top 50 in Europa könnte nach heutigem Stand übrigens einer Satire entstammen.

Es hat schon fast einen großen Hauch von Ironie, wenn man bedenkt, dass gerade in den beiden „Happel-Saisonen“, hinter den immer stärkeren Bullen, jeweils die Vize-Meisterschaft errungen werden konnte. Seit der Rückkehr nach Hütteldorf befindet sich unser Verein nämlich in einem sportlichen Chaos. Während der wirtschaftliche Sektor zweifelsohne seine Hausaufgaben erledigt und der Kontostand steigt, müssen wir dabei zusehen, wie die, im neuen Weststadion sehr forcierten, Rapid-Tugenden „GEMEINSAM, KÄMPFEN, SIEGEN“ immer mehr verloren gehen. Mit Fredy Bickel als Sportdirektor haben wir zumindest positive Ansätze, jedoch reicht das Cup-Finale 2017 nicht aus, um die grün-weiße Seele zu beruhigen. Die einfachste Lösung in Form eines Trainerwechsels hat in den letzten zwei Jahren keine Früchte getragen.

Nach Zoki, Büskens und Canadi ist nun Gogo an der Reihe. Letzterer bekommt momentan den gesamten Frust aller Rapidler zu spüren. Auch wir als aktive Fanszene sind der Meinung, dass Djuricin nicht der richtige Mann ist, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dabei sprechen wir ihm gar nicht ab, dass er sein Bestes gibt. Wenn das Beste jedoch nicht gut genug ist, um Rapid zur alten Stärke zurückzuführen, dann ist seine Zeit als Trainer abgelaufen. Bei „GOGO RAUS“ von einer Hetzjagd zu sprechen, ist also schlicht und einfach nicht richtig, wobei dieser Brief eben auch dazu dienen soll, die Gedanken hinter den, im Stadion möglicherweise plump klingenden, Sprechchören zu erörtern. Die momentane Krise nur dem Chefcoach in die Schuhe zu schieben wäre jedoch zu kurzsichtig und einfach, zumal diese nicht erst seit einigen Monaten andauert. Aus diesem Grund müssen wir versuchen, die Gründe ebenfalls woanders zu finden. Unser Verein weist mittlerweile einen großen Betreuerstab auf, dessen Aufgabe es ist, die Spieler optimal auf die 90 Minuten vorzubereiten. In diesem Fall muss man jedoch sagen, dass unser Tormanntrainer Helge Payer anscheinend als einziger im Stande ist, seine Burschen dazu zu bringen, die Theorie aus dem Training auf dem Feld in die Praxis umzusetzen. Bezüglich des restlichen Staffs sei gesagt, dass man sich wohl in jedem anderen leistungsorientierten Job als Mitarbeiter mit personeller Verantwortung bei dieser Performance die Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ gefallen lassen müsste.

Weiters begleitet uns seit vielen Jahren das leidige Thema der Jugendarbeit. Ein Punkt, in dem uns heimische Mitbewerber, mit einem weitaus kleineren Budget, hinter sich lassen. Der SK Rapid muss für junge Kicker wieder eine attraktive Adresse mit guten Entwicklungschancen werden. Nur so kann der Klub langfristig gestärkt werden und in einigen Jahren von großen Talenten zehren. Hierfür braucht es natürlich eine Jugendakademie mit professioneller Infrastruktur, welche sich bedauerlicherweise beim österreichischen Rekordmeister seit einer gefühlten Ewigkeit in Planung befindet.

Natürlich darf bei einer Ursachenforschung die Mannschaft nicht außen vor gelassen werden. Sie ist es, die zu guter Letzt mit grenzenloser Motivation, Kampfgeist und Siegeswille am Platz glänzen muss. Leider vermitteln unsere Spieler jedoch, mit einigen Ausnahmen, seit mehreren Jahren das Gefühl, als wäre ihnen der Verein nicht wichtig genug, um alles Erdenkliche in Erfolge mit eben diesem zu investieren. Man könnte jetzt durchaus überlegen ob es vielleicht „nur“ ein allgemeines Problem der heutigen Spielergeneration ist, die z. B. nach Niederlagen lieber damit beschäftigt ist, mit gestylten Frisuren in Smartphone-Kameras zu grinsen, anstatt sich die Haare zu raufen. Fakt ist, dass so eine lockere wie auch respektlose Einstellung bei Rapid keinen Platz haben darf und jeder einzelne im Kader sich über seine große Verantwortung dem Wappen gegenüber bewusst sein muss.

Somit wären wir auch schon bei der Selbstreflexion angekommen. Wir, als aktive Fanszene, wissen natürlich, dass unsere Taten nicht immer zur Entschärfung von Krisen beitragen, zumal das Land Österreich über ein Menge Journalisten verfügt, die unter dem Deckmantel ,,freier Journalismus“ schwere Denunziation betreiben und es schaffen, aus jedem Thema eine riesige Schlagzeile zu machen, der seitens der breiten Bevölkerung auch Glauben geschenkt wird. Ein Entern des Spielfeldes nach dem Derby stellt selbstverständlich ein gefundenes Fressen dar und eine sachliche Kritik an der Sinnhaftigkeit dieser Aktion ist nachvollziehbar. Der Vorfall ist jedoch nur eine von vielen Alarmglocken, die verdeutlichen sollten, dass die Allgemeinsituation bei unserem geliebten SCR nicht mehr tragbar ist.

Der SK RAPID WIEN verfügt über eine Fangemeinde von rund einer Million Menschen. Davon gibt es einen Bruchteil, für den der grün-weiße Mythos das Dasein bestimmt. Eine erfolglose Rapid raubt diesen Grün-Weißen viel Lebensenergie. Der Zeit des Leidens muss also endlich ein Ende gesetzt werden.

Als Zeichen des Protests wird der Block West heute bis zur 15. Spielminute schweigen. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, jedoch haben wir das Ende unseres Geduldfadens erreicht. Wir wollen und können nicht wie gewohnt weitermachen.

Hiermit hoffen wir, dass der Weckruf von allen Verantwortlichen ernst genommen wird und fordern gleichzeitig alle Rapidler am Platz, auf der Bank, in der Röhre sowie in der Kurve dazu auf, ihren Teil zu einer glorreichen Zukunft unserer größten Liebe beizutragen!

Traiskirchen-Rapid II

2:1 (2:0)

War es eigene Schwäche oder Stärke des Gegners, dass wir punktelos aus Traiskirchen zurückkehren? Manchmal habe ich den Eindruck, als würden die Zuschauer bei der Beurteilung eines Spiels  – wie so oft – mehr über ihr eigenes Inneres aussagen als über das Spiel selbst. War nun Rapid II schlecht oder war Traiskirchen so gut? Die Spielstärke eines Teams dürfte doch ziemlich konstant sein. Ich tippe bei einem solchen Spiel daher eher darauf, dass eben der Gegner eine höhere Motivation (warum auch immer) und auch gewisse Spielzüge konsequenter zu Ende spielen konnte (weil wir ihn nicht ausreichend dabei gestört haben). Dass Rapid II „schlecht“ gespielt hätte, glaube ich nicht, etwas zu wenig entschieden vielleicht.

Dass Christopher Dibon nicht mehr im Kader war, deutet darauf hin, dass er wahrscheinlich beim morgigen Spiel der Kampfmannschaft dabei sein wird, zumindest auf der Bank.  Und der erstmalige Einsatz von Jeremy Guillemenot bei Rapid II, dass man ihm Spielpraxis geben muss, weil er derzeit bei Alar und Pavlovic nicht vorbeikommt. Jeremy war durchaus bemüht aber um zu beurteilen, wie er im Vergleich mit seinen Nebenspielern abschneidet, dazu hätte ich gerne den geschulten Blick von Steffen Hofmann, der das Spiel ebenfalls beobachtet hat. Im Bild ist Jeremy der letzte mit der Nummer 32.

Es stellt sich die Frage, was diese Traiskirchner besser gemacht haben als etwa vorige Woche Neusiedl, beides Kampfmannschaften mit einem höheren Spieleralter. Es könnte sein, dass es bereits die Früchte der Arbeit von Oliver Lederer sind, gepaart mit einem stärkeren Siegeswillen.

Ambiente

Unsere Anfahrt war nicht so problemfrei wie sonst, denn wir wurden von „drei Bewaffneten“ ausgeraubt. 50 Euro haben sie uns abgenommen und ich habe sie gleich einmal gefragt, was ihnen an uns nicht gefällt. Dass es die Fahrweise sein könnte, darauf bin ich zuerst gar nicht gekommen. Eine Sperrlinie war’s, die uns nicht ausgewichen ist (die Tat: StVO §9/1, begangen in SW B10). Aber insgesamt waren „die Bewaffneten“ freundlich – vielleicht auch, weil sie den Anlass unserer Fahrt an meinem Trikot erkannt haben – und wir verabschiedeten uns ohne besonderen Groll.

Traiskirchen verfügt über ein großes Sportzentrum, in dem der Fußballplatz nur einen Teil darstellt. Dieses Zentrum ist vielleicht auch noch eine Erinnerung an bessere Zeiten als noch Semperit der wichtigste Dienstgeber der Region war.

Rapid war gewohnt schwach unterstützt, durch immer denselben Verdächtigen, wie zum Beispiel Leo Gartler mit Begleitung und im Bild vlnr.: Hannes, Christian, Arnold und Florian.

Links

Wer nicht wirbt, stirbt!

Dieses berühmte Zitat stammt von einem der erfolgreichsten Unternehmer der Industriegeschichte, Henry Ford. https://www.henry-ford.net/deutsch/zitate.html

In diesem Sinne habe ich 2012 dem Klub der Freunde vorgeschlagen, an die Besucher bei Heimspielen mit Werbemaßnahmen heranzutreten und für eine Mitgliedschaft zu werben. Dieser Text ist eine chronikale Darstellung dieser Bemühungen.

2012-12-10 Visitenkarte mit Anschrift

Vorderseite

Rückseite

    • Fertigung: Ultraprint.eu
    • Auflage: 500 Stück
  • Kosten: 200,- Euro

Diese Visitenkarte wurde im Rahmen der Mitgliederversammlungen mit der Bitte verteilt, sie an mögliche InteressentInnen weiterzugeben. Für eine breitere Verteilung dieser Visitenkarten war dieser Entwurf nicht geeignet, weil er auch eine Adressangabe enthielt und es seitens des Vorstands nicht erwünscht war, diese Adresse allgemein bekannt zu geben. Daher sind in dem obigen Bild auch die Adressangaben abgedeckt.

Alle folgenden Entwürfe nehmen auf diesen Umstand Rücksicht.

2014-07-01 Homepage EwkiL:Rapid

Zeitgleich mit der Gründung von EwkiL:Rapid wurde auch dessen Homepage gestaltet, zunächst noch ohne Bezüge zum „Klub der Freunde“

2014-11-11 Homepage Klub der Freunde

    • Kosten: 50,- Euro pro Jahr

Die Homepage wurde überarbeitet und so gestaltet, dass sie für mehrere Anhängervereine gleichzeitig dienen konnte.

2015-02-20 Die Spieler und wir

    • Fertigung: copyshop
    • Kosten: 20,- Euro
    • Auflage: 200 Stück

Etwa seit 2015 gibt es eine Homepage des Klub der Freunde, die technisch anfangs so konzipiert war, dass man die Seite mit verschiedenen Layouts für mehrere Anwenderklubs hat verwenden können. Ein zweiter Klub war die Neugründung „EwkiL:Rapid“. Daher ist in den folgenden Darstellungen auch fallweise dessen Layout zu sehen.

2015-09-05 Visitenkarte 2015/16

    • Fertigung: copyshop
    • Kosten: 20,- Euro
    • Auflage: 200 Stück

2016-07-01 Domäne klubderfreunde.at

    • Lieferant: clubcomputer.at
  • Kosten: 70,- Euro pro Jahr

Um die Internet-Adresse einzukürzen und sprechender zu gestalten, wurde 2016 die Domäne klubderfreunde.at gekauft. (In Anlehnung an die bestehende E-Mail-Adresse klubderfreunde {at} aon.at).

2016-08-25 Visitenkarte

    • Fertigung: copyshop
    • Kosten: 20,- Euro
  • Auflage: 200 Stück

2017-07-25 Kader 2017/18

    • Fertigung: copyshop
    • Kosten: 20,- Euro
  • Auflage: 200 Stück

2017-08-21 Vorstellung

    • Lieferant: Eigenfertigung
    • Kosten: 10,- Euro
    • Auflage: 200 Stück
  • Verteilung: Mitgliederversammlung und Osttribüne

Diese Flyer im A5-Format wurden auf den Stehtischen hinter der Ost-Tribüne aufgelegt. Diese erste Version war noch allgemein gehalten, also ohne weiteren Bezug zu einer konkreten Mitgliederversammlung.

2017-08-21 Vorstellung mit Einladung

    • Lieferant: Eigenfertigung
    • Kosten: ca. 10,- Euro
    • Auflage: 200 Stück
  • Verteilung: Mitgliederversammlung und Osttribüne

2017-08-26 Banner „Klub der Freunde des S.C. Rapid“

    • Kosten: 30 Euro
  • Verwendungszeitraum: Herbst 2017

Der Klub der Freunde besitzt seit längerer Zeit einen 6 Meter langen Banner, den ich einige Spiele lang unter dem Dach der Osttribüne angebracht habe. In dieser Abbildung sieht man noch, dass der Banner mit Saugnäpfen befestigt ist, später wurden Gummispanner eingesetzt, weil sich die Saugnäpfe oft gelöst haben.

Zuschauer auf der Westtribüne meldeten aber, dass man den Schriftzug nicht lesen kann. Daher wurde von der weiteren Verwendung Abstand genommen. Die Befestigung an der Bande ist nicht möglich, weil dort nur Flächen mit der Breite 2,5 Meter zur Verfügung stehen.

2017-09-23 Vorstellung mit Einladung

    • Lieferant: Eigenfertigung
    • Kosten: ca. 10,- Euro
    • Auflage: 200 Stück
  • Verteilung: Mitgliederversammlung und Osttribüne

2017-10-28 Vorstellung mit Einladung

    • Lieferant: Eigenfertigung
    • Kosten: ca. 10,- Euro
    • Auflage: 200 Stück
  • Verteilung: Mitgliederversammlung und Osttribüne

2017-10-11 Visitenkarte „klubderfreunde.at“

    • Hersteller: copyshop
    • Auflage 200 + 200 Stück
    • Kosten: 40,- Euro
  • Verteilt bei Mitgliederversammlung und vor den Spielen in der Osttribüne

2018-03-20 Banner 2,5 x 1,5 m „Klub der Freunde“

    • Fertigung: Druck.at
    • Kosten: 135,01 Euro
  • Verwendung: 2018-04-07 Rapid-St. Pölten

Dieses Banner wurde nur bei einem Spiel an der Bande der Osttribüne verwendet, denn es stellte sich heraus, dass die Schrift viel zu klein war, um von der Westtribüne gelesen werden zu können.

2018-04-11 Banner 2,5 x 1,5 m klubderfreunde – 1

Dieser Entwurf kam nie zum Einsatz. Die Schriftgröße hätte gepasst, doch das Format mit der Höhe 1,5 Meter war zu hoch, um auch bei den Einstiegslöchern verwendet werden zu können. Daher haben alle folgenden Entwürfe die Höhe ein Meter.

2018-04-16 Banner 2,5 x 1,0 m „Klub der Freunde“

    • Fertigung: Druck.at
  • Kosten: 99,97 Euro

Dieser Banner wird seit April 2017 verwendet und wird an der Bande an der Mittelauflage zwischen zwei Werbeaufdrucken befestigt. Mangelhaft ist, dass die Outline-Schrift der Zusätze „http://“ und „.at“ die Lesbarkeit stark einschränkt.

2018-07-20 Visitenkarte „Spielernamen“

    • Auflage 1000 Stück
    • Fertigung: druck.at
    • Kosten: 80,40 Euro

Verteilt bei Mitgliederversammlung und vor den Spielen in der Osttribüne

2018-09-11 Banner 2,5 x 1,0 m „Klub der Freunde“ -2

    • Fertigung: druck.at
  • Kosten: 93,49 Euro

Dieses zweite Banner wurde speziell zur Montage in der Nord-West-Ecke des Stadions angefertigt, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Zuschauer auf der Ost-Tribüne diese Schrift nicht sehen konnten.

2018-09-11 Banner 2,5 x 1,0 m „go GOGO go“

    • Fertigung: druck.at
    • Auflage: 1
    • Kosten: 93,49 Euro
    • Verwendung: 2018-09-16 Rapid-Austria, 2018-09-20 Rapid-Spartak

Als kleines Gegengewicht zu den Attacken des Block-West auf unseren Trainer, wurde ein „Pro-Gogo“-Banner entworfen, dessen Text an das Lied der EAV „Go, Karli go!“ angelehnt ist. Als das Banner nach dem Druck erstmals begutachtet wurde, fiel mir auf, dass jemand, der den „Karli“ nicht kennt, der Meinung sein könnte, dass der Text meint: „Gogo solle gehen“. Daher wurden im Nachhinein mit D-C-fix-Herzerln angebracht, um diese mögliche Zweideutigkeit klarzustellen. Am Spieltag, dem Wiener Derby schaute das Banner so aus:

Auch beim folgenden Spiel gegen Spartak Moskau wurde das Banner an der Bande der Mittelauflage angebracht, doch wurde es bei Spielbeginn von Unbekannten gestohlen. Christian Bruckner hat das in den Bildern auf seinem Blog brucki.blogspot.com festgehalten und in Facebook in einer Diskussion im Vergleich gegenüber gestellt.

Für das kommende Heimspiel gegen St.Pölten wurde daher ein Duplikat angefertigt, bei dem die Herzerln schon im Entwurf enthalten sind.

2018-09-21 Banner 2,5 x 1,0 m „go GOGO go“ -1

  • Fertigung: druck.at
  • Auflage: 1
  • Kosten: 93,49 Euro
  • Verwendung: 2018-09-29 Rapid-St.Pölten

2018-09-24 Banner gefunden

Andy Marek ist auf das Verschwinden des Banners aufmerksam geworden und hat das Klubservice beauftragt, es zu suchen. Und es wurde tatsächlich gefunden. Herzlichen Dank an das Klubservice!

2018-09-29/30: Kurier

Das Bild mit dem Banner brachte es auf die Sportseite des Kurier.

2018-10-11: Banner als Geschenk an Gogo

Wir übergeben die beiden Banner im Fancorner in eine an Gogo adressierten Schachtel.

Werbeaufwendungen für den Klub der Freunde seit 2012

Datum Werbemittel Betrag
2012-12-10 Visitenkarte 200,00 €
2015-02-20 Spieler und wir 20,00 €
2015-09-05 Visitenkarte 20,00 €
2016-07-01 Webauftritt 70,00 €
2016-08-25 Visitenkarte 20,00 €
2017-07-01 Webauftritt 70,00 €
2017-07-25 Kader 20,00 €
2017-08-21 Vorstellung 10,00 €
2017-08-21 Einladung 10,00 €
2017-08-26 Banner 30,00 €
2017-09-23 Einladung 10,00 €
2017-10-11 Visitenkarte 40,00 €
2017-10-28 Einladung 10,00 €
2018-03-20 Banner 135,00 €
2018-04-11 Banner 0,00 €
2018-04-16 Banner 100,00 €
2018-07-01 Webauftritt 70,00 €
2018-07-20 Visitenkarte 80,00 €
2018-09-11 Banner 94,00 €
2018-09-11 Banner Gogo 94,00 €
2018-09-21 Banner Gogo 94,00 €
1.197,00 €

Diese Aufstellung wird auf der Seite http://klubderfreunde.at/anhaenger/klub-der-freunde-des-s-c-rapid/werbung/ fortgesetzt.

MV Steffen Hofmann

Es war erfreulich, dass unser Klublokal – wie schon bei der letzten Mitgliederversammlung – sehr gut gefüllt war, auch der Vorstandstisch musste als Platz für Gäste herhalten. Im Bild Gerhard und Christian am Vorstandstisch.

Wir begrüßen Viktor als neues, diskussionsfreudiges und – was den Vorstand besonders freut – auch zahlendes Mitglied. Viktor ist allen Rapid-Mitgliedern als äußerst kameradschaftlicher und konstruktiver Ratgeber des Rapid-Präsidiums bei Mitgliederversammlungen bekannt und wir freuen uns sehr, ihn in unserer Runde begrüßen zu dürfen.

Ein Fußballgott zu Gast

Die Verehrung unseres Stargastes hat durch das Ende seiner Karriere keinen Einbruch erfahren, sie ist sogar gewachsen, weil die außergewöhnlich positiven Erinnerungen an 16 Jahre bei Rapid nicht mehr durch aktuelle Probleme getrübt werden. Steffen ist dadurch vollends zur unantastbaren Kultfigur geworden. Auch sein Job als Talentemanager steht nicht im Verdacht für aktuelle Misserfolge verantwortlich zu sein. Und wenn wir uns Steffen als lebende Legende bei Rapid erhalten wollen, sollten wir ihn vor Jobs mit Schleudersitzcharakter fernhalten.

Ehrung für Steffen

Der „Klub der Freunde“ bedankt sich bei Steffen für diese 16 unvergesslichen Jahre mit einem Silberteller mit folgender Gravur: „Steffen Hofmann ‚Fußballgott‘, danke für 16 unvergessliche Jahre 24.9.2018.“

Steffens Erzählungen

Steffens Zeitaufwand für den neuen Job als Talentemanager erfüllt seinen Arbeitstag fast mehr als seine Zeit als Spieler. Er besucht alle Jugendteams, mit zunehmendem Alter intensiver und trägt allein durch seine Anwesenheit und auch durch fallweise gemeinsame Trainings mit den Jugendlichen zu deren Motivation bei. Sein ganz besonderer Fokus liegt aber bei Rapid II.

Rapid II

Immer wieder geht es auch um die Situation bei Rapid II. Man ist sich einig über die derzeit hohe Qualität des Jahrgangs, und dass es schon mindestens vier Spieler gibt, die – wenn es der Terminkalender erlaubt – mit der Kampfmannschaft mittrainieren dürfen. Der Weg aus der Mannschaft von Rapid II zu den Profis ist schwierig, die meisten werden wohl bei anderen österreichischen Kampfmannschaften landen, und nur die besten können es schaffen, bei Rapid I einen Profivertrag zu bekommen.

Normalerweise sind ja die Heimspiele von Rapid das jeweilige Highlight in der Bundesliga. Bei Rapid II ist es aber umgekehrt, denn dort führen uns die Auswärtsspiele zu Regionalligaklubs mit gutem Besuch und guter Infrastruktur, und diese Fahrten sind – ganz abgesehen von dem sportlichen Erlebnis – interessanter als der Besuch der Heimspiele. Wir erinnern uns alle mit Wehmut an die zwei Jahre am Elektra-Platz, denn die dortige Infrastruktur lockte deutlich mehr Zuschauer an als die Tristesse von West I. Vielleicht kehrt ja Rapid mit seinem Trainingszentrum dorthin zurück, wer weiß.

Es wird angeregt, dass Andy Marek bei Heimspielen regelmäßige Hinweise auf die Spiele von Rapid II in seine Moderation einbauen möge.

Neues Stadion Erfolgserlebnis

Es wurde angemerkt, dass man als Zuschauer den Eindruck hat, als würde sich Rapid im eigenen Stadion noch nicht wie zu Hause fühlen. Steffen meinte, dass das damit zusammenhängt, dass uns noch die Erfolgserlebnisse fehlen, die wir mit dieser neuen Umgebung verbinden und dass es auch im Weststadion viele Jahre gedauert hat, bis sich ein Heimatgefühl eingestellt hat und man das Stadion zuletzt sogar als „St. Hanappi“ und „Festung Hütteldorf“ bezeichnet hat. Es wird noch dauern, aber auch das neue Stadion wird sich diese Sporen verdienen.

Verhältnis zum Block West

Steffen bezeichnet sein Verhältnis zum Block West als sehr gut, denn der Block hat die Mannschaft tatsächlich in allen seinen Jahren als Spieler vorbildlich unterstützt und wenn auch manchmal etwas nicht gepasst hat, wurde auch das ausdiskutiert. Ob der Block in die Vereinsgeschäfte hineinregiert, könne er nicht beurteilen, das müsse man andere fragen.

Moritz Hofmann

Moritz, der Sohn von Steffen, besucht heuer die erste Klasse einer Volksschule. Er entwickelt dabei keine besondere Vorliebe zum Fußballspiel, vielleicht auch deshalb, weil er beim Ballspiel mit seinen älteren Schwestern oft den Kürzeren gezogen hat. Aber Familie Hofmann wird sich hüten, Moritz in eine Richtung zu drängen, die ihm nicht liegt. Fußball hat keine besondere Priorität.

Heim nach Deutschland?

Diese Frage stellt sich für Steffen nicht, denn sein Lebensmittelpunkt ist Wien und er freut sich über seine Besuche bei seinen Eltern in Würzburg genau so wie über die Rückkehr nach Wien. Ein echter „Beutewiener“ wie ihn schon Rudi Edlinger bezeichnet hat.

Fairness

Es ging um die Rolle der Schiedsrichter bei Bundesligaspielen. Ob in einer spiegelbildlichen Situation der letzten Minute des Sonntagsspiels gegen RB das Strafraum-Foul gegen RB gegeben worden wäre?

Steffen erklärte, dass es sich tatsächlich um ein Foul gehandelt habe und dass es korrekt war, das Tor nicht anzuerkennen. Er verwies weiters darauf, dass es etwa beim Spiel gegen Sturm zwar einen irregulären Elfer gegen Rapid gegeben hat, dass es aber darüber hinaus auch zwei andere Szenen gegeben hat, bei denen eigentlich hätte ein Rapidler mit Rot vom Platz gehen müssen. Wenn man also meint, dass Schiedsrichter gegen Rapid pfeifen würden, dann muss man auch jene Szenen berücksichtigen, die eine gegenteilige Tendenz zeigen, und dann schaue die Sache wieder anders aus.

Dass unsere Lieblingsgegner die Überreaktion des Block-West durch Provokationen zu seinen Gunsten nutzt, war nicht nur zu Holzhausers Zeiten so, auch beim letzten Derby wurde dieses Spiel im Spiel genüsslich gespielt. Steffen meinte, dass er mit den Feuerzeugen, die bei Cornern nach ihm geworfen wurden, ein kleines Museum hätte errichten können.

Kommt zur Mitgliederversammlung

Es waren ganze zwei Stunden informativer Diskussion, die wir mit Steffen mit Interview mit Gerhard Niederhuber erleben durften. Diese Zusammenfassung enthält nur jene Teile, die wir uns gemerkt haben. Ein Besuch bei unseren gemütlichen Mitgliederversammlungen lohnt sich, schaut vorbei! Es gibt preiswerte Getränke und kleine Imbisse, wie zum Beispiel Salzstangerln mit Liptauer (scharf, mild) oder Speck, Schmalzbrote, Speckbrote sowie die Spezialität von Küchenchef Peter: Toast.

Beachtet bei Euren Diskussionsbeiträgen, dass die Betonung unseres Vereinsnamens auf dem „Freunde“ liegt, etwas, das in den ersten Reaktionen nach Niederlagen gerne vergessen wird.

Im Anschluss an die Diskussion nehmen sich unsere Gäste noch viele Zeit für Autogramme und gemeinsame Bilder. Erich hat sich von Steffen ein riesiges Rapid-Wappen signieren lassen:

Links

Vorankündigung

Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am Montag, 22. Oktober statt. Ehrengäste werden sein:

  • Boli Bolingoli
  • Christopher Dibon
  • Christoph Knasmüllner
  • Philipp Schobesberger

 

RB-Rapid

2:1 (1:0)

„Wenn die Bullen auf dem Niveau vom Donnerstag spielen, werden wir schlecht ausschauen“, meine Gregor, der das EL-Spiel von RB verfolgt hat. Und gemessen an der Dominanz von RB – besonders in der ersten Hälfte, war das Ergebnis ja noch erträglich. Sensationelle Paraden unseres „Ersatz“-Goalies Tobias Knoflach hielten uns trotz Dauerdrucks der Bullen im Spiel.

Mich erstaunen immer wieder die (Facebook-)Kommentare der eh-schon-immer-am Fußballplatz-gewesenen Anhänger, die an allen Ecken und Enden das Versagen des Systems „Rapid“ orten. „Asar“ heißt es allerorten! (Ich musste unbedingt diesen Sager anbringen, der für mich ganz neu war. Er soll hier als ein kleines Rätsel stehen bleiben.)

Es ist so ziemlich egal, was der Trainer macht, es wird ihm angekreidet. Der Trainer dürfte auch an den Verletzungen mitschuldig sein. Man könnte sich zum Beispiel auch darüber aufregen, dass wir für die normalerweise gesetzten Spieler keinen gleichwertigen Ersatz haben, denn Manuel Martic, die Vertretung von Dejan Ljubicic agierte in einigen Szenen recht unsicher und verschuldete den einen oder anderen unerwarteten Konter. Fairerweise muss man aber anerkennen, dass bei seinen Aktionen durchaus auch gute Pässe dabei waren, doch Rapid war phasenweise ungewohnt stark eingeschnürt, sodass die Nervosität zu unkontrolliertem Spiel verleitete.

Die seinerzeitige Entscheidung, Richard Strebinger statt Tobias Knoflach als den Einsertormann zu nominieren, betrübt mich, wenn ich Tobias im Einsatz sehe. Ich würde sofort eine Tormann-Rotation einführen, die beiden Torleuten dieselbe Spielzeit einräumt. Es wird zwar immer versichert, dass es sehr wichtig wäre, dem Einser-Tormann Vertrauen zu geben, damit er Topleistungen bringen kann aber unweigerlich hat das auch zur Folge, dass die Motivation des zweiten Tormanns wegen Langeweile und Untätigkeit nachlässt. Wer einen solchen zweiten Tormann hat wie Rapid, sollte auch ihn spielen lassen, nicht nur, wenn es sein muss.

Wenn man gegen eine Mannschaft wie RB bestehen will, braucht man auch das bisschen Glück. Bei einem Ballbesitz von 65%:35% gibt es nicht all zu viele Chancen, und die müsste man dann eben nützen. Wir bedauern einen weiteren Stangenschuss und einen in der Schlussminute nicht gegebenen Treffer. Aber wir gratulieren zu einer soliden Abwehrleistung!

Erfolgsrezept RB

In Zeitungsberichten wird häufig den weniger erfolgreichen Vereinen gesagt, man solle es doch wie RB tun, die machen alles richtig. Es ist unbestritten, dass Salzburg die anderen heimischen Vereine in den meisten Belangen hinter sich lässt. Leider gehen diese Zeitungsberichte selten auf die Gründe dafür ein.

Die Kurzfomel dazu lsutet: „Mit vollen Hosen ist leicht stinken“.

Ob das eine Ausrede wäre? Nein, es beschreibt lediglich den Unterschied im Handlungsspielraum der sportlich Verantwortlichen in Hütteldorf und in Salzburg. Während Rapid in praktisch allen Transfers Kompromisse eingehen muss, die budgetbedingt sind; während Rapid viele Spieler ziehen lassen muss, weil seine Gehaltsstruktur dem internationalen Niveau nicht folgen kann und dazu noch diese Transfers für eine ausgeglichene Gebarung benötigt, sind solche Aspekte beim Ligakrösus keine Prämisse des Handelns. Auch die Einhaltung des Österreicher-Topfs ist keine Randbedingung. Die Rekrutierung der Spieler erfolgt in Dimensionen, die auch für größere Vereine als Rapid es ist, Probleme bereiten würde. Der direkte Vergleich von Budget-Zahlen ist trügerisch, muss doch Rapid auch seine Schulden aus dem Stadionbau zurückzahlen, und wenn man so will auch die Strafzahlungen durch Fanaktivitäten, Belastungen, die bei Salzburg entweder nicht existieren, und wenn, dann eben bezahlt werden würden, ohne dass dabei gleichzeitig das Budget für den Sportbetrieb zu kurz käme.

Wir verlieren das Spiel gegen Salzburg nicht am Rasen, wir verlieren es, weil wir in den genannten Belangen nicht mithalten können. Und das wir so lange der Fall sein, als solche Geschäftsmodelle als für den Fußball tolerabel gehalten werden. Holland hat gezeigt, wie es gehen kann. Dort wurde einer Übernahme eines Vereins durch den Zuckerwasserkonzern ein Riegel vorgeschoben. Das Modell „Österreich“ war Abschreckung genug.

Ambiente

Die sensationslüsterne Ansage des Stadionsprechers in Salzburg erweckt nicht den Eindruck als ginge es bei diesem Ereignis um etwas Ernstes. Die einzelnen Sequenzen arten zu einem Klamauk aus. Eine Dame in der Reihe vor uns fragt, warum wir eigentlich nicht bei den anderen Rapid-Fans im Block wären. So ganz ist den Zuschauern hier das Wesen von Fußball-Anhängern nicht klar, weil sie selbst keine sind oder nur punktuell.

Für Menschen, die quer durch das Land fahren, um ihre Mannschaft zu begleiten, ist die Fahrt zwar ein gemeinschaftliches Erlebnis aber das Spiel durchaus keine „Gaudi“. Es ist bitterer Ernst, manchmal gepaart mit euphorischer Freude, aber das Spiel hat für uns so etwas wie eine existenzielle Komponente, die man eigentlich nur bei Vereinen wie Rapid es ist, in dieser Form erlebt.

Die Musikkapelle erzeugt nicht gerade Begeisterung im Rapid-Fanblock, das sonstige Publikum macht aber mit den Klatschen, dem Salzburger Begeisterungsersatz mit. Ja, weil sie wegen einem Event kommen und nicht wegen eines Fußballspiels.

Die Salzburger haben ihren Block voll und präsentieren eine Choreografie.

Dass ein Medienbetrieb seine Berichte und Sendungen nach den erzielbaren Reichweiten ausrichtet, hat sich bis zum Salzburger Anhang nicht durchgesprochen. Sie titeln: „Seit Jahren haben wir davon gesprochen, Rapid seid ihr immer in den Arsch gekrochen. Scheiß ORF.“

Warum die Salzburger Fackeln am Beginn der zweiten Spielhälfte keine Ermahnung seitens des Stadionsprechers zur Folge haben, die von Rapid am Beginn der Rapid-Viertelstunde aber schon (wahrscheinlich auch wieder eine Strafzahlung), wird den Zuschauern nicht erklärt.

Unsere Fahrt im Vierer-Bus war Dank unseres sicheren Fahrers Gregor ein Vergnügen, und wir bedanken uns für die kurzweilige Fahrt. Im Bild Florian, Arnold und Gregor.

Wir konnten stressfrei ein gemütliches Mittagessen im Wintergarten des Rosenberger-Rasthauses in St. Valentin genießen und uns unseren Hoffnungen hingeben. Vor dem Spiel ist das ja noch ganz problemlos möglich.

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Rapid II-Neusiedl

3:1 (2:0)

Rapid II tritt in praktisch allen Spielen dieser Saison souverän auf. Auch wenn verloren wird, hat man gar nicht den Eindruck, als würde man als schlechtere Mannschaft vom Platz gehen.

So auch in dieser Begegnung gegen Neusiedl. In allen Duellen, in der Übersicht und auch bei der Schusstechnik war Rapid II klar überlegen. Christopher Dibon, der bei Rapid II Spielpraxis sammelte, klärte einige Situationen souverän und einer seiner wuchtigen Kopfbälle nach einem Corner landete leider nur an der Latte. Das machte aber nichts, denn die Jungen zeigten groß auf. Die Tore schossen Eddi Jusic (19), Nicholas Wunsch (18) und Daniel Markl (18). Niklas Hedl im Tor war eher unterbeschäftigt. Das Gegentor war ein unhaltbar abgefälschter Schuss.

Die Spieler von Rapid II geben dem Zuschauer derzeit das Gefühl, dass sie in dieser Liga niemand aufhalten kann. Das Spiel gegen die starken Ebreichsdorfer wurde schon gewonnen, das Duell mit Mauerwerk steht noch bevor.

Ambiente

Der Besuch war eher schwach. Die Einsermannschaft war schon in Salzburg, die verletzten Spieler beim Tag des Sports im Prater, die sonstigen Granden von Rapid II glänzten durch Abwesenheit. Das Kleine Vip war nur mit Peter Elstner besetzt.

Das Spiel war ursprünglich – wie alle anderen Heimspiele – für Freitag 19:00 angesetzt, wurde dann aber auf den Samstag verschoben. Warum diese Spielverschiebungen nicht besser erklärt werden, versteht man nicht. Der Freitag ist für die Spiele von Rapid II ein optimaler Termin, weil dann entweder der Samstag oder Sonntag für sonstige Aktivitäten frei bleibt.

Wahrscheinlich sind die Chemtrails schuld, die man an diesem Abend über Hütteldorf beobachten konnte.

Wir hatten erstmals zwei Banner auf West I platziert, jedes auf einer der beiden Längsseiten:

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Rapid-Spartak

2:0 (0:0)

Die Quoten waren ausgeglichen, der Boss von Spartak forderte das Viertelfinale, Martin Stranzl meinte „Neben Moskau ist Wien ein Kindergarten“.  Nur Tschertschessow warnte: „Spartak sollte auf der Hut sein“. Rapid fühlte sich in der Rolle des Underdogs sichtlich wohl. Und es sprach fast alles gegen Rapid: Russland (Platz 6) liegt im UEFA-Country-Ranking klar vor Österreich (Platz 12). Spartak ist der größte und populärste Klub in Russland. Nun, Rapid ist dasselbe in Österreich, allerdings sind die Dimensionen doch ganz andere, ein  „Kindergarten“ wie Martin Stranzl bemerkt hat. Der Marktwert des Kaders von Spartak ist mit 100 Millionen drei Mal so groß wie der von Rapid. Viele Legionäre sind im Kader. Geld spielt offenbar keine Rolle.

Dann traf ich im Stadion unseren „Käptn“ Günter*) und er prognostizierte ein 2:0 oder 3:0. Ich hab’s nicht geglaubt, aber er hatte recht! Der „Kindergarten“ hat zugeschlagen. Und wie!

Lediglich die Anfangsminuten gehörten Spartak. Am Anfang des Spiels muss man offenbar die Spielanlage des Gegners kennen lernen. Ist der Gegner tatsächlich stark, muss man sich defensiver aufstellen; andernfalls kann man sich mehr zutrauen. Und so war es auch, Rapid wurde spielbestimmend, nur die Torschüsse waren oft aus zu großer Distanz und zu unplatziert. Dennoch war das 0:0 zur Pause insgesamt ermutigend. Wir erwarteten zwar schon aus Gewohnheit eine schwächere zweite Halbzeit von Rapid, doch es kam anders. Rapid hatte die Platzwahl gewonnen und spielte in der zweiten Halbzeit auf den Fanblock zu und das war für den gegnerischen Tormann sicher nicht angenehm. Rapid zeigte gute Kombinationen und ging mit einem Tormannfehler nach einem Schuss von Mert Müldür in Führung.

Mein Nachbar war glücklicherweise nicht im Stadion, denn er mag unseren Kapitän nicht. Er zählt leider immer nur seine missglückten Aktionen. Als Drehscheibe im Mittelfeld verteilt natürlich jemand wie Stefan Schwab oft Bälle, hat extrem viele Ballkontakte und natürlich kommen nicht alle Pässe an. Wäre mein Nachbar aber im Stadion gewesen, hätte er den Traumpass von Stefan Schwab auf Thomas Murg gesehen, der zum 2:0 geführt hat. Viele solcher Pässe wurden schon vorher (und auch nachher) versucht; alle diese Versuche sind an der Spartak-Abwehr hängen geblieben. Nun, im Fußball fallen nicht viele Tore und wenn, dann muss eben alles passen und in diesem Fall hat alles gepasst.

Hervorheben muss man die Einsatzfreude und Schnelligkeit von Mario Sonnleitner!

Und weil’s so schön war, hier ein Bild vom Abschiedsapplaus:

Dass die Rangers im Parallelspiel in Villarreal ein beachtliches 2:2 erreicht haben, sollte Warnung genug für das Auswärtsspiel am 4. Oktober sein. Das Unentschieden bescherte Rapid zuerst einmal die Tabellenführung in Gruppe G.

Ambiente

Ein gesitteter Block-West zeigte einige Versionen einer Fähnchenchoreografie…

…mit dem Motto des Tages: „Grün und Weiß sind unsere Farben, die Geschichte geschrieben haben.“ Es gab keine Sprechchöre gegen Gogo, lediglich eine Einzelaktion:

Es wurde auch keine Pyrotechnik gezündet, vielmehr gab es ansteckendes Vollgas, 90 Minuten lang.

Wir beklagen den Verlust eines Banners

Manche Menschen vertragen andere Meinungen nicht. Zum Beispiel der Block, der meint, dass im Block die einzige geduldete Politik die der Kurve wäre. Und diese Politik lautet derzeit „Gogo raus“.

Das folgende Banner „Go, Gogo go“ sollte ein kleines Zeichen gegen die Irrationalitäten des Blocks sein und darauf hinweisen, dass es durchaus Menschen gibt (gar nicht wenige), die die Arbeit des Trainers sehr wohl schätzen.

Nur sind diese Menschen nicht so gut organisiert wie der Block und wollen das auch nicht sein. Etwa 60 Minuten vor Spielbeginn hing das Banner an prominenter Stelle genau an der Mittelauflage:

Irgend jemand dürfte die Blockpolitik auf das ganze Stadion bezogen haben und hat das Banner vor oder während dem Spiel gestohlen.

Hier weitere Details zum Banner: „Sündenbock Gogo“

Geselliges Treffen im Stags Head

Das Stags Head ist vor Spielen ein beliebter Treffpunkt. Hier im Bild Gernot und Hermann

… und Peter (rechts) mit Verwandtschaft-

Links


*) Günter war in seiner aktiven Zeit tatsächlich Kapitän bei der DDSG und gehört zum Vorstand des „Klub der Freunde“.

Unsere Gegner in der EL

Rapid hat sich im Play-Off gegen FCSB mit 4:3 durchgesetzt und nimmt an der Gruppenphase der Europa League 2018/19 in der Gruppe G teil.

Übersicht

                       Villarreal   Rapid Spartak Rangers 
UEFA-Rang                      23      67      81     239  
UEFA-Punkte                  55,0    19,5    15,0     3,3
UEFA-Punkte(Land)            17,4     5,3     9,0     3,8
Kadergröße                     22      28      26      25
Kader (Mio)                   193      32     100      37
BigMac ($)                    4,7     3,8     1,5     4,2
Mitglieder                 18.000  16.205
Gegründet                    1923    1899    1922    1873

Führung

Villarreal   Fernardo Roig (Präsident)
Rapid        Michael Krammer (Präsident), Mitgliederverein
Spartak      Leonid Fedun (Präsident, einer der reichsten Russen)
Rangers      AG, Rangers International Footbal Club Plc (seit 2012)

Bisherige Spiele

Villarreal 
             2015-09-17 H 2:1 EL Gruppe
             2015-11-26 A 0:1 EL Gruppe
Spartak
             1966-11-09 A 1:1 EC C Achtelfinale     
             1966-12-08 H 1:0 EC C Achtelfinale 
Rangers
             1933 A 3:3 Freundschaft
             1933 H 4:3 Freundschaft
             1964-11-17 A 0:1 EC M Achtelfinale 
             1964-12-08 H 0:2 EC M Achtelfinale

Die Spiele gegen die Rangers in der 1930er Jahren müssen legendär gewesen sein, denn die englische Presse war voll des Lobs für die Art, wie man in Wien Fußball spielt. Hier ein Artikel dazu: http://klubderfreunde.at/2009/07/rapid-liverpool-gabs-das-schon-einmal/. Hier ein Bild vom Ibrox-Park-Stadion, entnommen aus der Festschrift „50 Jahre Rapid“, Seite 18.

Wenn wir also am 4.10. in Glasgow mit dabei sein werden, dann auf genau demselben Platz, an dem die damalige Mannschaft von Rapid ein 3:3 erreicht hat.

Spiele der Gruppenphase

Trikot-Design für internationale Spiele

Heute berichtete darüber, dass das aktuelle Rapid-Trikot eventuell gegen den aktuellen Dress-Kode der UEFA verstößt: heute.at (http://www.heute.at/sport/fussball/story/Rapid-Trikot-jetzt-in-der-Europa-League-verboten-49701987)

Dazu erklärt Rapid: „Das neue Ausrüsterreglement der UEFA wurde im Juli 2018 versandt. Da Mannschaftstrikots oft (und auch in unserem Fall) mit einer einjährigen Vorlaufzeit produziert werden, ist dieses Reglement für diese Saison nicht mehr umsetzbar. Wir haben daher unsere Heimtrikot, so wie sie ist, bei der UEFA zur Genehmigung eingesendet. Von Seiten der UEFA kam keine negative Rückmeldung betreffend unserer Trikotrückseite. In weiterer Folge wurden auch schon letzte Woche die Trikotfarben für unser Heimspiel gegen Spartak bestimmt, wir spielen in unserer Heimdress.“

Platz 50 im UEFA-Ranking

Wir haben mit dem Heimsieg gegen Villarreal gezeigt, dass man durchaus auch gegen besser platzierte Mannschaften gewinnen kann und dass die Rangers derzeit weit hinter uns liegen, darf man auch nicht überbewerten, weil sie in den vergangenen Jahren nicht punkten konnten. Diese Platzierung hat ist ein Grundlage für die Qualifikation und wie wichtig das sein kann, haben wir heuer gesehen, weil wir um einen kleinen Punkt nicht in der Gruppe der gesetzten Mannschaften zu liegen kamen´und daher im Play-Off einen vergleichsweise schweren Gegner zu bespielen hatten. Es ist also für das Erreichen der Gruppenphase sehr nützlich, wenn wir mehr UEFA-Punkte sammeln.

Wie aber kommen wir weiter nach vorne? Ganz einfach, „mia miassn gwinna“.

Im heurigen Jahr haben wir bereits 3 Punkte für den Einzug in die Euro League Gruppenphase erhalten.

Nehmen wir einen schönen Fußballherbst an und seine wir ein bisschen optimistisch und orientieren uns an der vorletzten, sehr erfolgreichen Gruppenphase. Auch damals war Villarreal mit von der Partei und wir erreichten damals 15 Punkte mit 5 Siegen und einer Niederlage. In der UEFA-Wertung gibt es für 5 Siege 10 Punkte, sagen wir 8 Punkte, die zu den derzeit 19,5 dazu kommen und das wären dann 27,5 Punkte.

Mit diesem Punktestand wären wir derzeit auf Rang 47. So einfach ist es aber nicht, denn die anderen Vereine punkten ja auch. Wir können aber jedenfalls jene Vereine überholen, die in der laufenden Saison nicht mehr im Bewerb sind und das sind: Leicester City, Feyenoord, Saint-Étienne, Dnipro und Nicosia und daher würden wir mit dem Ergebnis von 2015/16 mindestens 5 Plätze aufholen und wären dann auf Rang 62.

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Rapid-Austria

0:1 (0:0)

Ein packendes, teilweise hitziges Spiel mit dem glücklicheren Ende für die Gäste. Fast eine Art Kopie des Spiel von Rapid II vom Freitag. Der Bessere gewinnt nur manchmal.

Auch die im Vorfeld bereits angekündigte „Geheimwaffe“ Andrija Pavlović zeigte keine Wirkung.

Die gegnerischen Spieler dürften noch kurz vor dem Abgang von Holzhauser eine Lektion mit auf den Weg bekommen haben, in der Art: „Wie verschleppe ich ein Spiel? Wie provoziere ich den Gegner richtig?“ Man hatte das Gefühl, als wäre Holzhausers Geist als 12. Mann am Spielfeld.

Ausnahmsweise war der Gegner am Spielfeld für den Block prominent genug, um wenigstens für dieses eine Spiel die Attacken gegen den Trainer nicht allzu laut werden lassen.

Schiedsrichter aus Wien

Es war nicht nur ein Pfiff des Schiedsrichters Weinberger, bei dem das Publikum den Kopf geschüttelt hat. Ich wundere mich darüber, dass Schiedsrichter aus Wien überhaupt ein Wiener Derby pfeifen dürfen. Schiedsrichter dürfen normalerweise nicht aus einem Landesverband der beiden gegnerischen Vereine kommen, es sei denn es wäre ein Derby. Schiedsrichter Julian Weinberger kommt vom Landesverband Wien und darf daher ein Wiener Derby pfeifen, wie auch Ing. Gerhard Grobelnik.

Nun wissen wir, dass ein Wiener, der sich für Fußball interessiert, mit großer Wahrscheinlichkeit einem der beiden Lager Grün-Weiß oder Violett nahe steht, auch dann, wenn er Schiedsrichter wird, denn diese Prägungen legt man auch mit dem schwarzen Gewand nicht ab. Und solche Schiedsrichter, die mit großer Wahrscheinlichkeit eine Präferenz zu einem der beiden Vereine haben, pfeifen ein Derby! Könnte man dazu nicht zukünftig einen Vorarlberger oder einen Salzburger wählen können?

Choreografie

Die zweiteilige Choreografie kam von den Lords Rapid. Der erste Teil war eine Zettelchoreografie, die eine halbe Zielscheibe auf grünen und weißen Bögen dargestellt hat.

Der Untertitel „Ein Geschenk der Götter“. Gemeint war natürlich Rapid, denn beim Einmarsch der beiden Teams wurde über die Zettel aus der Mitte ein Riesentransparent entrollt, das einen Adler zeigt, der das Rapid-Logo trägt.

Der Gästesektor beginnt mit einem Transparent, das ein Torso bleibt aber man kann auch mit dem unvollständigen Anfang auf die Geisteshaltung dahinter schließen. Man titelt: „Seit 1911 stehen wir über der Arbeiterklasse, denn Austria Wien ist: …“.

Hier fehlt ein Teil und vielleicht ist das gut so. Eigentlich sind wir ja alle „Hackler“ und ich sehe gar keinen Unterschied zwischen diesen von Gästesektor selbstdefinierten „Klassen“. Wir alle sind Arbeiter, egal, ob wir mit dem Spaten, dem Fußball oder den Tasten arbeiten. Die Gäste meinen halt, etwas Besseres zu sein, sind aber schließlich auch nichts anderes, Hackler halt.

Es folgt: „Fk Austria Wien, anders als die Masse!“

Der Block-West titelt Richtung Gästesektor weiter:  “Seit vielen Jahren die Harten markieren, doch unter Polizeischutz die eigenen Stadionwände beschmieren. In Bratislava hinterm Zaun stark und provokant, zwei Tage später im Zehnten ums Leben gerannt. Die Ultraskultur niemals verstanden. Eine Schande für Wien in allen Belangen.“

Auch der Herr Innenminister bleibt nicht unerwähnt: „Jeder weiß, dass es heute brennt und raucht. Trotzdem ist das Stadion ausverkauft. Herbert – wie gibt’s des?“

Hier der Beweis für Feuer und Rauch am Beginn der Rapid-Viertelstunde:

Junge Heißsporne des Blocks…

…üben nach Spielende den Platzsturm und versuchen, in den Gästesektor zu gelangen. Die Ordner der Securitas, verstärkt durch das grün-weiße Klubservice stellen sich den teilweise vermummten Angreifern entgegen. Die Polizei meint, dass die Ordner das eventuell nicht schaffen und rückt in voller Mannstärke aufs Spielfeld. Ordner und Vermummte werden in die Südwest-Ecke abgedrängt.

Währenddessen beobachten die Granden des Block das Geschehen aus sicherer Deckung. Nicht, dass etwa einer das Megaphon ergreift und hineinplärrt: „Was soll das, alle zurück in den Sektor!“ Nein, man beobachtet entspannt, wie sich der Stoßtrupp von den anrückenden Polizisten zurückdrängen lässt.

Die erste Linie der Polizei besteht aus etwa 60 Weiß-Behelmten, gefolgt von einer Linie von etwa 12 Hundeführern, dazwischen rot-behelmte Offiziere.

Personalien der Stürmer werden nicht aufgenommen, die Polizei zieht sich wieder zurück.

In Anlehnung an den vom Block-West verehrten Indianerhäuptling, könnte man die Szene als einen indianischen Initiationsritus deuten, bei dem sich die jungen Krieger bewähren müssen.

Es ist sehr betrüblich zu sehen, dass der Hausherr bei der Szene nur zuschauen muss und wieder einmal Szenen ausgestrahlt werden, die im Hintergrund nicht ein leeres Stadion, sondern ein Spielfeld voll mit Polizei zeigt. Hier im Bild Hans Krankl und Lothar Matthäus, Gäste von Sky-Sport.

Das Bild, das die Zuschauer zu Hause sehen, zeigt das Polizeiaufgebot am Spielfeld. Schlechte Werbung für Fußball und noch schlechtere für Rapid selbst.

Sollte jemand meinen, das wäre eine klein Gruppe von Chaoten gewesen, dann glaube ich das nicht. Alles verlief unter Duldung der Block-Granden ohne einen Versuch ihrerseits, die Aktion zu stoppen. Schädigung des Vereins wird hier ganz bewusst in Kauf genommen.

Gut gelaunt, ja, vor dem Spiel: Arnold, Florian und „Andy“son.

Rapid ohne Block West?

Solange alles läuft, gibt es Lob für den Block-West. Der Block sorgt für Stimmung und lockt Zuschauer an, weil bei Rapid, da ist was los!

Beim letzten Derby im Happel-Stadion konnte die Austria gerade einmal 11.000 Zuschauer motivieren, ins Stadion zu kommen, heute waren es 26.000 und ein ausverkauftes Haus. An diesen Zahlen hat der Block-West einen wesentlichen Anteil. Einerseits durch seine eigene Größe, anderseits durch seine Werbewirkung in Richtung der anderen Tribünen.

Es gibt aber auch Kritik darüber, dass möglicherweise die Duldung der Eskapaden des Blocks schädlicher wäre als seine positiven Aspekte. Kritik über die vielen Strafzahlungen, die der Verein ohne mit der Wimper zu zucken für seinen Block bezahlt, Kritik über das Negativ-Image des Blocks, welches in den Medien immer als Negativ-Image von Rapid transportiert wird. Kritik über die praktisch verschenkten Abokarten. Und heute wieder so eine entbehrliche Aktion.

Eine weitere Kritik möchte ich dieser Liste anfügen. Nach meiner Ansicht, haben wir es auch dem Block zu verdanken, dass der Sponsor Gazprom sich auf das violette Dress verirrt hat. Drehen wir nämlich die Zeit auf das Jahr 2008 zurück, brachte sich damals die ÖMV als Sponsor für Jugendaktivitäten bei Rapid ein, sogar die Nord-Tribüne wurden eine zeitlang OMV-Tribüne genannt. Mit dem Platzsturm 2011 änderte sich aber das Image von Rapid und das Jugendengagement der OMV bei Rapid war Geschichte.

Die OMV wechselte zur Austria. Es kann natürlich sein, dass für diesen Wechsel ganz andere Gründe maßgeblich waren, doch solange man sie nicht kennt, ist es nicht unplausibel, das sich das damals stark verschlechternde Image von Rapid als die Ursache zu vermuten. Wenn das aber so ist, dann ist der damals durch den Block angerichtete Schaden als extrem zu bezeichnen.

Mit so viel „Dreck am Stecken“ ist es eine Anmaßung, sich in die Führungsagenden des Vereins einzumischen. Die These, dass man sehr viel für den Verein leiste und sich daher ein Mitspracherecht erwarte, das zählt nicht, weil ein Fußballverein so nicht funktioniert. Es gibt jede Menge Personen und Gruppen, die viel für Rapid leisten und dennoch nicht den Anspruch erheben, bestimmen zu wollen, wer Trainer sein soll.

Jetzt wären die Kalkulanten aufgerufen, dieses Pro und Kontra Block-West in Zahlen zu gießen und uns dann zu sagen, ob es sich tatsächlich rechnet, sich einen Block als Mitregenten zu leisten. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung sozusagen.

So positiv die Leistungen des Blocks für Rapid sein mögen, man muss dem den in den 3 Jahrzehnten entstandenen Schaden und Imageverlust entgegenhalten. Ich weiß ja nicht, was bei einer solchen Gegenüberstellung herauskommt und es wird auch davon abhängen, wer sie erstellt, aber es könnte ein Spiegel für den Block sein, so etwas wie die Sichtbarmachung einer Grenze, also von etwas, nach dem der Block ohnehin ständig sucht. Hier wäre sie, die Grenze, und bitte keinen Schritt weiter!

Adidas Captain Jacket Limited Edition

Der Verkaufsbeginn dieser Jacke wurde für 10:00 im Fanshop und im Online-Shop angekündigt. Wenn wir schon nichts gewinnen, dann wenigstens gut gekleidet. Ankündigungsvideo gelesen, Rechner auf rapidshop.at eingestellt – und – ein bisschen zu lange gewartet, denn um 10:07 waren nur mehr S und XL verfügbar…

… und einige Minuten später war die Jacke ausverkauft.

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Bruck-Rapid II

1:0 (0:0)

Wir erlebten ein Spiel ohne Höhepunkte mit Vorteilen für Rapid II.

Dass es dann doch kein Sieg wurde, verdanken wir einen Patzer der Rapid-Verteidigung mit einem zu kurz geratenen Rückpass.

Dass Rapid II ein tolles Finish hingelegt hat und ein Freistoß leider nicht den Weg ins Tor fand, sondern als Lattenkracher das Publikum aufgerüttelt hat, hilft leider nicht viel, die nicht dem Spielverlauf entsprechende Niederlage war besiegelt.

Ambiente

Das Parkstadion liegt idyllisch mitten im Auwald der Leitha.

Gemütliche Regionalliga-Verköstigung (Spezialität: Blunzen- und Schweinsbratenbrote mit Kren),

300 Zuschauer, darunter auch Steffen Hofmann und Leo Gartler. Hier im Bild Steffen und Christian.

Fahrgemeinschaft

Florian, Arnold, Christian und Franz

Spielankündigung

Links

Sündenbock Gogo

Die Forderung „Gogo raus“, ausgesprochen von Tausenden gleichgeschalteten Block-Insassen, erzeugt eine eigenartige Situation.

Diese Sprechchöre engen den Handlungsspielraum des Präsidiums ein. Denn auch wenn wir uns am Beginn einer Talfahrt befinden sollten, die mit dem kommenden Derby prächtig eingeleitet werden könnte, und auch dann, wenn das Trainerteam daran einen wichtigen Anteil hätte, kann man sich nicht vorstellen, dass das Präsidium der Forderung des Blocks folgen könnte. Dem Präsidium wird durch den Protest diese Option geradezu aus der Hand genommen, denn man kann sich schon die Schlagzeilen ausmalen, die da lauten könnten: „Rapid geht vor Fans in die Knie“. Nun, bei Entrup war das nicht viel anders aber bei Gogo wäre das eine ganz andere Dimension.

Die einfachste Lösung wäre, dass Rapid auf die Siegerstraße zurück kehrt, sich in der Gruppenphase bewährt, dann beruhigt sich die Sache ganz von allein und die „Gogo raus“-Sprüche waren nur eine Episode. Da aber Fußball kein Wunschkonzert ist, können wir bereits am Sonntag eine Neuauflage des „Gogo raus“ erleben und die Situation wird zunehmend schwieriger.

Gleichgeschaltet

Wir sollten uns bei aller Kritik die grundsätzliche Frage stellen, wie man 7000 Anhänger so weit bringt, dass sie uns Woche für Woche mit einem Feuerwerk an Ideen und Einsatz erfreuen oder mit „Gogo raus“ ärgern, je nachdem. Stellen wir uns nur einmal vor, jemand würde auf der Ost-Tribüne ein Transparent auf der Länge von 30 Sitzplätzen ausrollen wollen. Ich glaube nicht, dass das gelingen würde. Von einer größeren kollektiven Aktion ganz zu schweigen.

Die Block-Regel: „Die einzig geduldete Politik ist die der Kurve“, zeigt uns schon, dass die Blockinsassen bei den Eingangstoren eine eventuelle persönliche Meinung wie einen unerlaubten Gegenstand ins Depot stellen, gegen die Blockmeinung tauschen und sich dann ihre Meinung wieder abholen. Anderswie kann man ja 7000 Individualisten nicht gleichschalten. Dass 7000 Menschen auf Kommando dasselbe tun, das kennt man ansonsten eigentlich nur vom Militär.

Irreale Erwartungshaltung

Die bei allen Mitgliederversammlungen des Vereins gebetsmühlenartig wiederholte Versicherung, man würde alles unternehmen, um Geld zu verdienen und damit Titel zu gewinnen, kombiniert mit dem ständigen Rucksack des „Rekordmeisters“ erzeugt eine Erwartungshaltung in der jüngeren Generation, die in der Realität am Spielfeld keine Entsprechung findet. So ist sie, die Welt der Wirtschaft, dem kann sich auch ein Fußballverein nicht entziehen. Will man Geld verdienen, muss man sich wirtschaftlichen Regeln unterwerfen. Und diese Kluft zwischen der Erwartungshaltung des Anhangs und Realität wird immer größer, man erwartet endlich einen Titel.

Das Problem des Blocks ist die Aufrechterhaltung des Zusammenhalts gegen die Ungeduld in den eigenen Reihen. Und „der Block“ ist ja ein Kunterbunt an Charakteren, das uns nur am Spieltag so einheitlich erscheint.

Angebot

Der Block bietet Gemeinschaft, Bedeutung, Anerkennung, Orientierung, Aufstiegschancen uvam. Der Block bietet aber auch das Ausleben von Neigungen, die außerhalb des Blocks weniger gern gesehen werden. Dazu zählen Alkohol, Drogen, Grafitti, Raufhändel…, kurz Grenzüberschreitungen aller Art, geschützt durch den Block, in ewiger Konkurrenz mit der Polizei. Das alles in einem selbst-definierten „rechtsfreien“ Raum. Der Block verlangt für diesen Schutzmantel Gehorsam. Und dieses Angebot hat einen Markt. Wenn es irgendwo im Stadion Restplätze gibt, dann nicht im Block.

Wer braucht so was?

Warum hat es solche Blöcke nicht schon vor 100 oder vor 50 Jahren gegeben? Meine Antwort ist: Damals wurden Kinder und Jugendliche noch ganz anders behandelt. Das „Geländer“ jeglicher Sozialisation vom Kleinkind bis zum Erwachsenen ist das Erfahren von Grenzen. Irgendwann gab’s damals „a Watschen“ und das Kind wusste, dass hier eine Grenze gezogen wurde. „Watschen“ gibt es nicht mehr, aber deswegen sind Grenzziehungen nicht weniger wichtig geworden.

Kinder, die alles dürfen

Der Urbiotop für unsere Lieblingsproblemkinder im Block dürfte die 68er-Bewegung gewesen sein. Die damals jungen Eltern ließen die konservative und autoritäre Erziehung, die sie selbst noch genossen haben, hinter sich und behandelten ihre eigenen Kinder antiautoritär. Wir alle kennen das, wenn Kinder, die alles dürfen, in einer Gemeinschaft unerträglich werden. Und das waren damals nicht nur einzelne.

Die Kinder der 68er sind ohne diese Grenzerfahrungen erzogen worden, was aber nicht heißt, dass sie diese Grenzen nicht weiterhin suchen. Dem Elternhaus entwachsen, ist es die Gesellschaft, die dieses Anecken aushalten muss. Im Stadion finden sich Gleichgesinnte, die alle unter demselben Erziehungsstil sozialisiert worden sind, und hier können sie diese Grenzüberschreitungen im Kollektiv ausleben.

Dass sich die Ultras im Jahr 1988 formiert haben, würde gut in dieses Erklärungsmodell passen.

Kinder, die nichts dürfen

Die heutige zweite Generation nach den 68ern erlebt ein gegenteiliges Phänomen, das die Erwachsenen von morgen formt, die modernen Helikopter-Eltern können gar nicht genug davon kriegen, die Schritte der Kinder zu begleiten, ihm alles vorwegzunehmen, womit sie eigene Erfahrung sammeln könnten. Es kommt mir vor, als wären auch diese überbehüteten Kinder ein Kandidat für den Block, nämlich endlich in einem Freiraum anzukommen, der mit ganz wenigen Regeln auskommt.

Kinder, die nichts können

Ja, auch das gibt es, und es soll hier nur feststellend und keineswegs abwertend gemeint sein. Der Erfolgsweg komplexer werdender Gesellschaften ist gesäumt von Gestrandeten, die mit den Anforderungen nicht zurecht kommen. Wir kennen sie alle und wir sehen, dass sie im Fußball ein echte Bestätigung bekommen, etwas, das ihnen anderswo verwehrt bleibt. Dieses „gemeinsam mit Rapid siegen“, im Kollektiv Anerkennung finden, die Macht der Masse erleben und dazuzugehören, das kann der Block seinen Mitgliedern bieten.

Kinder, die echt gut sind

Schließlich bleibt eine ganz wesentliche Gruppe, die der Ideologen, der Kreativen und Organisatoren, die Eliten des Blocks. Sie übernehmen die genau gegenteilige Position der „Kinder, die nichts können“. Ihre Fähigkeit, mit den Massen umgehen zu können, bleibt nicht verborgen. Wer die Voraussetzungen für die Rolle eines Vorsängers mitbringt, braucht auch eine große Opferbereitschaft. Beobachtet einmal den Ablauf der Gesänge. Man sieht ohnedies schon schlecht im Block aber der Vorsänger sieht praktisch nichts. Er opfert das, für das wir alle ins Stadion gehen, nämlich das Spiel, für die Akzeptanz seiner Position bei den Anhängern. „Ego sum servus“ („Ich bin ein Diener“).

Gruppenkitt

Im Normalfall (Rapid gewinnt) genügt schon dieser sehr positive Aspekt. Der Feind am Spielfeld war Feind genug. Doch wenn sie Unzufriedenheit mit dem Gebotenen am Spielfeld zu groß wird, haben es die Capos zunehmend schwerer, dieses „Vollgas für Rapid“ einzufordern. Dann braucht man zusätzliche Feindbilder, um den Zusammenhalt zu gewährleisten. Rational ist das alles nicht.

Irrational

  • Dass der Vertrag für Gogo verlängert wurde, zeigt uns doch, dass seine Arbeit OK ist.
  • Wie im Beitrag „Rapid-FCSB“ gezeigt wurde, sind die Ergebnisse unseres Trainerteams nicht alarmierend schlecht. Wir alle sind von den Ereignissen der letzten Ligaspiele enttäuscht, aber etwas Neues ist es nicht.
  • Unserem Trainer wird angelastet, dass keine Titel geholt werden. Er hat aber den geringsten Anteil daran.
  • Dass jeder Trainer einmal in einer Jugendabteilung und Regionalliga begonnen hat, ist bisher nie einem Trainer negativ nachgesagt worden. Zoki kam ebenfalls aus der Regionalliga und niemand nahm ihm das übel, zumindest wurde es nicht zu einem „Zoki raus“ aufgeschaukelt.
  • Kein Trainer vor Gogo wurde wegen aktueller Ergebnisse in dieser Form beleidigt. Canadi hatte den schlechtesten Punkteschnitt seit es Aufzeichnungen gibt, aber ich kann mich auf „Canadi raus“ nicht erinnern, zumindest nicht in dieser Intensität.
  • Dass er bei den Hunderten sich immer wiederholenden Fragen der Journalisten einmal etwas sagt, das man so hätte nicht sagen sollen, das sollten wir doch bitte nicht auf irgendeine Waagschale werfen. Erinnert Euch doch an die legendären Interviews von Peter Pacult. Nach meiner Ansicht waren diese Interviews glatte Kündigungsgründe, und was ist damals passiert? Nichts!
  • Alle bisherigen Sprechchöre gegen den Vorstand, den Sportdirektor, den Trainer, die Mannschaft usw. hatten bisher noch wenig Wirkung gezeigt, es blieb alles beim Alten. Ausnahmen: Peter Schöttel nach Bierdusche. Ich hatte damals aber den Eindruck, als hätte er die Bierdusche zum Anlass für seinen Abgang gerne angenommen.

Feinde braucht der Block!

Wir auf der Osttribüne brauchen diesen Aktionismus nicht aber um so dringender braucht ihn der Block. Man muss sich ja fragen, welche Kräfte diese 7000 heterogenen Anhänger verbinden. Was bringt diesen bunt zusammengewürfelten Haufen dazu, hinter ihrem Capo zu stehen und mit ihm gemeinsam „Vollgas“ zu geben. Hätten wir WAC, Altach und Sturm gewonnen, gäbe es sicher keinerlei Motivationsprobleme, so aber gibt es Unruhe. Unruhe, die dazu führt, dass die für uns präsentierte Einigkeit zu zerbröckeln beginnt. Damit das nicht geschieht, braucht man ein Bindemittel in Form von Feinden. Einer ist ohnehin immer am Platz: der Gegner. Leider werden WAC, Altach und Mattersburg eher nicht als Gegner auf Augenhöhe wahrgenommen. Für den Block sind das „Dorfklubs“ über die man „drüberfahren“ müsse. Vermeintlich schwache Gegner sind also ein zu schwaches Bindemittel, man braucht mehr, am besten einen Sündenbock, der nicht nur ein Feindbild ist, sondern gleichzeitig die Wurzel allen Übels. Unser Trainer ist aus vielerlei Gründen nicht nach dem Geschmack des Blocks und daher für eine solche Attacke ein willkommenes Opfer.

„Gogo raus“ ist irrational! Ja, und gerade deshalb sehr gut als kollektives Motto geeignet. Um so einen Sager zu vertreten, benötigt man die gleichzeitige Zustimmung aller anderen. Genau das, was religiöses Denken ausmacht. (Religiöses Denken: sich gegenseitig eine Irrationalität bestätigen und zur Wahrheit erheben.) Der Block ist eine Religion in der Religion Rapid.

Go, Gogo go

Damit zumindest eine kleine positive Komponente ins Spiel kommt, habe ich mir erlaubt, ein Banner mit dem Text „Go, Gogo go“ anzufertigen, in Anlehnung an den legendäre Lied der EAV „Go, Karli go“ (im Sinne von „mach weiter Karli), dessen Inhalt durchaus Parallelen zu aktuellen Situation hat. Wir wünschen uns natürlich ein Happy-End, ähnlich wie in dem Lied. Derzeit sind wir ja genau in jener Phase, in der dem Karli nichts zugetraut wird und ihn sein Vater droht zu enterben, also ein „Karli raus“. Sollte uns diese Saison gut gelingen, wer weiß, vielleicht kommt dann auch unser Gogo „ins Radio“!

„go“ kann im Englischen viel bedeuten

Als ich den Text auf dem Banner gelesen habe, dachte ich an jene, die den Karli vielleicht gar nicht mehr kennen, und interpretieren dann den Text so, als solle „Gogo gehen“. Leider war der Banner schon im Druck und damit hier kein Zweifel herrscht, habe ich dem Banner noch ein paar Herzerln verpasst, damit auch das klar gestellt ist.

Interessant auch die Textstelle, bei der Karli in Moskau spielt, und genau das werden wir Ende November auch tun, hoffentlich mit Gogo, unserem „Karli“.

Go Karli Go

Der Karli war ein braves Kind,
wie man es heute nur ganz selten find‘.
In der Schule war er ein Gehirnathlet,
hat selten onaniert, kam trotzdem nie z’spät,
treibt sich nicht herum,
spielt lieber mit’n Aquarium!

Doch bei seinem ersten Rockkonzert,
hat ihm das Schicksal einen schweren Schock beschert.
Das Ereignis hat den Karli umgepolt,
seitdem weiß er, wo der Bartl den Most herholt.
Er versetzt sein Aquarium
und schnallt sich die Gitarre um.

Der Vater der schreit: „Sakrament!
Mein Bub der spielt in keiner Band!“
Die Mutter fleht zum Himmivata:
„Bitt‘ für uns, erspar uns das Theater!“

Go, Karli go!
Go, Karli go!
Vielleicht spielst Du einmal im Radio.
Go, Karli go!
Go, Karli go!
Vielleicht spielst Du einmal im Radio.

Der Schule sagt er lebewohl,
denn er studiert ja jetzt den Rock’n’Roll.
Der Karl übt tagein, tagaus.
Die Finger glüh’n, er lässt die Sau heraus.
Und er spielt mit seiner Band
um ein Gulasch und ein Bier am Wochenend.

Sein Vater, der will ihn enterben,
seine Mutter legt sich hin zum Sterben.
Vorher schleppt sie sich zum Tabernakel:
„Herr, sei mit uns, beende das Debakel!“

Go, Karli go!
Go, Karli go!
Vielleicht spielst Du einmal im Radio.
Go, Karli go!
Go, Karli go!
Vielleicht spielst Du einmal im Radio.

Nach fünfzehn Jahren Rock’n’Roll
ist der Karli heute ein Idol.
Er agiert dermaßen im Rampenlicht,
daß die Masse vor Erregung niederbricht,
weil es für volle Häuser bürgt,
wenn der Karli die Gitarre würgt!

Der Vater klopft sich auf die Brust,
weil er hat’s ja schon immer g’wußt.
Die Mutter bet‘ den Rosenkranz:
„Herr, sei mit uns, mach ihn zur Nr. 1!“

Go, Karli go!
Der Bub spielt jetzt im Radio
in Wien, in Moskau und in Tokyo!
Go, Karli go!
Kauf‘ uns ein Haus mit Bad und Klo,
und ein neues Auto sowieso!
Go, Karli go!
Der Bub spielt jetzt im Radio
in Wien, in Moskau und was weiß ich noch wo!
Go, Karli go!
Der Bub ist jetzt auch im TV!
Wo? Das weiß ich nicht genau.

Ich danke für die Aufmerksamkeit!
„Duahhh!“

Credits
Text: Thomas Spitzer
Musik: Thomas Spitzer, Nino Holm, Eik Breit, Klaus Eberhartinger, Günther Schönberger
Sänger: Klaus Eberhartinger
Produzent: Peter Müller

GRÜNZEUG-596

GRÜNZEUG
INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951)
46. JAHRGANG/SEPTEMBER 2018/Nr.5965/Versand 10.9.2018, Postamt 1120

Unsere nächste

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

findet am

MONTAG, dem 24. September 2018, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal einen ganz besonderen Ehrengast

  • Steffen Hofmann.


Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

EURO LEAGUE, WIR KOMMEN – UND DER DAFÜR VERANTWORTLICHE SOLLTE GEHEN?

Nach der Trennung von Spielerversteher und Dauer-Zweitem Zoran Barisic im Sommer ’16 sowie den floppenden Mike Büskens und, noch mehr, Damir Canadi, rückte dessen „namenloser“ Assistent Goran „Gogo“ Djuricin als (vorerst interimistischer) Cheftrainer auf und das in einer ziemlich verfahrenen Situation: Nach 28 Runden lag Rapid mit bescheidenen 31 Punkten um nur fünf Zähler vor Schlusslicht Ried, dem man an Canadis letztem Arbeitstag glatt mit 0:3 unterlag – chapeau en flamme, der Hut brannte! Doch siehe da, dieser „Gogo“, Cheftrainer bis dahin nur beim Ostligisten Ebreichsdorf gewesen, debütierte mit einem 3:0 über Altach, führte den SCR nicht nur auf den sicheren 5. Tabellenplatz, sondern auch ins Cupfinale 2017, das in Klagenfurt gegen die Bullen höchst unglücklich verloren wurde.

Weiter ging’s: Unter Djuricin wurde Rapid zuletzt Dritter und qualifizierte sich jüngst gegen den gewiss nicht schwachen rumänischen Vertreter FCSB (früher Steaua Bukarest) zum bereits siebenten Mal für die Europa-League-Gruppenphase – schlecht? Genauso wenig wie Djuricins Punkteausbeute in der Liga: Wie die Medien errechneten (und nicht der „Schönfärber“ Niederhuber!) hatte in diesem Jahrtausend noch kein SCR-Trainer einen höheren Schnitt und in den letzten 30 Jahren überhaupt nur Heribert Weber. Aber den wollten die offenbar allerwichtigsten „Fans“, also die vom damals wirklich im Westen angesiedelten „Block West“, ja auch nicht. Wie ihnen Herren wie etwa Edlinger oder Kuhn oder weiß der Teufel wer noch aller doch ebenfalls nicht immer zu Gesicht gestanden sind.

Zurück zum fleißigen, (oft zu?) ehrlichen, aber bei der Mannschaft gut ankommenden (Quelle: Kapitän Stefan Schwab) „Gogo“! Wie dankten und danken ihm die mit ihren zugegeben überragenden Choreographien nicht nur bei Andy Marek Begeisterung erregenden, aber auch für unzählige Geldstrafen zuständigen „Ultras“ plus Gesinnungsgenossinnen seine nur für Laien nicht erkennbar gute Arbeit? Die Antwort erhielt der arglose „normale“ Anhänger just fünf Minuten nach dem wichtigen 2:0 im Heimspiel gegen FCSB und zuletzt wieder bei Rapids Auftritt in Graz, hier wie dort war zu lesen und zu hören: Gogo raus!“, „Gogo raus!“

Warum, zum Teufel? Weil Rapid zehn titellose Jahre hinter sich hat, von denen Djuricin aber nur knappe anderthalb zu verantworten hat, und weil er unlängst gemeint hatte, er könne von der Mannschaft nicht immer Siege verlangen. Natürlich hätte er „erwarten“ oder sonst was besser gesagt. Aber der „Block West“ ist in seiner Wortwahl ja auch nicht so zimperlich, der singt sogar: „Rapid, Rapid, mia san a Einheit, Rapid, Rapid, mia hoidn z’saumm“ – eigentlich ein Witz angesichts diverser Vorgänge, nicht erst um Goran Djuricin; zutreffender wäre eigentlich, auf gut Wienerisch gesagt, es selber „z’sammzuhoidn“.

So oder so, sollte der SK Rapid vor den ewigen Unruhestiftern (aktuell in der Causa Gogo) in die Knie gehen, begäbe er sich vollends in deren Geiselhaft (Maximilian Entrup lässt grüßen) und würde darüber hinaus bei den meisten der sich nicht für den Nabel der Hütteldorfer Fußballwelt haltenden Anhänger auf totales Unverständnis stoßen. Keine leichte Situation für Krammer & Co., ist doch der „Block West“ für die tolle Stimmung im Stadion zuständig. Aber: Wenn man dieser jene finanziellen Schäden gegenüberstellt, die er seit 1988 (Gründungsjahr der sich deswegen euphorisch selbst feiernden „Ultras“) verursacht hat, schaut die G’schicht‘ schon ein bisserl anders aus…

tipico-BundesIiga (Stand vom 2.9.2018)

1.Salzburg   6/18 (15:4)
2.St.Pölten  6/14 (10:4) (!)
3.LASK       6/13  (7:4)
5.Rapid      6/9   (8:5)

P.S.: Der tragische Fall Robert Enke ist bedauerlicherweise an zu vielen Leuten spurlos vorbeigegangen.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

EL, 3. QUALI-RUNDE (9.8.): SLOVAN BRATISLAVA (A) 1:2 (1:1)

Gute erste Halbzeit in der Südstadt, miserable zweite gegen Altach und nun nur mehr 25 starke Minuten -Teilzeitarbeit beim SK Rapid? Spätestens nach Knasmüllners genialem 45-Meter-Lattenheber(27.) ging’s gegen die zunehmend gefährlicheren Slowaken immer mehr bergab: Unnötiger Corner, unorganisierte blau-rote Abwehr, 1:1 statt 2:0; Jung-Goalie Greif bei Bepshas Hammer auf dem Posten (48.); wieder zwei Minuten später Baracs Eigentor nach Stanglpass; und als beim Hütteldorfer Panikorchester schon längst gar nichts mehr ging, wurde Alar im Strafraum gefoult (83.), scheiterte, als hätte man es nicht geahnt, mit seinem Penalty aber an diesem Greif sowie im Nachsetzen per Kopf am Schiri, der nicht sah, dass die Kugel hinter der Linie weggedroschen wurde. Einziger Trost: Ein 1:2 war keine sooo schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel im (von allen Gegnern gefürchteten?) Allianz-Stadion. Und dass die Slovan-Hooligans weitgehend ruhig blieben.

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Murg
(78.Guillemenot), Knasmüllner (68.Ivan), Berisha; Alar.– Tore: Bozhikov (29.), Barac (50., Eigentor); Schwab (12.).- Gelbe Karten: Moha, Nono, Salata, Holosko (auf der Bank); Murg, Potzmann, Bolingoli.- Pasienky-Stadion, Raczkowski, Polen, 9.563.

BL, 3.RUNDE (12.8.): WAC (H) 0:0

Das muss einer auch einmal ohne Folgeschäden durchstehen: „Edelfan“ Jürgen Hartmann wurde für sein 2.222. (!) Rapid-Spiel geehrt. Ebenfalls geehrt wurde die in Dortmund so erfolgreiche U19 vulgo Rapid II. Positiv weiters: der schöne neue Rasen. Desaströs allerdings die Darbietung des Zusammenhang- und willenlosen Haufens in Grün-Weiß gegen die in allen Belangen besseren Wolfsberger. Da waren die wüsten Pfiffe von den Rängen und der Unmut des Präsidenten nur allzu verständlich. Aber auch das muss man durchstehen, wenn man Rapidler ist und bleiben will.

SCR: Strebinger; Auer, Müldür, Barac, Potzmann; Martic, Schwab (46.Ljubicic); Ivan (46.Murg), Knasmüllner, Berisha; Alar (64.Guillemenot).- Gelbe Karten: Martic; Nowak, Gollner, Kigbu.- Allianz-Stadion, Heiß, 14.800.

EL, 3. QUALI-RUNDE (16.8.): SLOVAN BRATISLAVA (H) 4:0 (1:0)

Sensationelle Stimmung, sensationelle Leistung des „Krisen-SCR“, sensationeller Sieg gegen einen lange Zeit starken Gegner! Je länger der zeitweise giftige Fight dauerte, desto dominanter wurden die von einem großartigen Knasmüllner (Triplepack, Assist, Lattenschuss) angeführten
Kämpfer und Spieler vor dem wie sein junges Gegenüber Greif ebenfalls großartigen Strebinger. Obendrein gelang dem zuvor so geschmähten „Gogo“ ein geradezu genialer Griff: Ivan kam und bereitete das so wichtige 2:0 in Weltklassemanier vor. Ab da wurde es im Gästesektor immer ruhiger, zumal die größten slowakischen Idioten gar nicht ins Stadion hatten kommen dürfen und sich daher mit dem Lahmlegen der „Öffis“ und dem Überfall auf eine Tankstelle begnügen mussten.

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli; Ljubicic, Schwab (87.Müldür); Murg (90.Kostic), Knasmüllner, Berisha; Alar (78.Ivan).- Tore: Knasmüllner (3., 79., 90./+4), Murg (85.).- Gelbe Karten: Schwab, Bolingoli, Alar, Potzmann; Bozhikov, Salata, Bajric, Nono.- Allianz-Stadion, Massa (Italien), 17.800.

BL, 4.RUNDE (19.8.): LASK (A) 1:2 (0:0)

Im Telegrammstil: Rapid verliert, weil sie (notgedrungen) rotiert. Schwab (Oberschenkel und Knie blessiert) unersetzlich. Ersatzkapitän Strebinger hält offensivschwachen SCR lange im Spiel. Knasmüllner trifft schon wieder Alu (21.), Ramsebner per Distanzgranate hingegen unhaltbar. Irres Finish: Superfreistoß Murgs super abgewehrt (83.). Knasmüllners geschenkter Handselfer ebenfalls (84.). Berisha schafft aus 22 Metern das 1:1. Abwehr verliert LASK-Verteidiger Wiesinger aus Augen – 1:2 und erster, hochverdienter LASK-Sieg gegen Rapid unter Glasner.

SCR: Strebinger; Thumwald (46.Potzmann), Sonnleitner, Barac, Bolingoli; Martic (69.Alar), Ljubicic; Kostic (57.Murg), Knasmüllner, Berisha; Ivan.– Tore: Ramsebner (66.), Wiesinger (89.); Berisha (85.).- Gelbe Karten: Wiesinger; Martic.- Pasching, TGW-Arena, Hameter, 5.864.

EL, PLAY-OFF (23.8.): FCSB (H) 3:1 (2:0)

Worum es wirklich ging: Dank dem erneut überragenden Strebinger, aber auch dank Knasmüllners nächsten Blitz-Tor sowie der prompten Antwort des mit echtem Rapidherz auf seine Blessuren reagierenden Schwab auf das 2:1 bezwang Rapid in einem an Kräften und Nerven zehrenden Schlagabtausch einen sehr schweren Gegner, der am Ende, in Überzahl spielend, nicht nur am Super-Richie sondern auch an der Latte scheiterte. Zu den gleich nach dem 2:0 präsentierten Transparenten gegen das „schweigende“ Präsidium und den ehrlichen Arbeiter Djuricin: Ned amoi ignorieren! Und: Welcher Trainer wäre den (von den „gewöhnlichen“ Zuschauern ausgepfiffenen) Herrschaften eigentlich genehm und vor allem für wie lange?

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Murg (90.Müldür), Knasmüllner (86.Kostic), Berisha; Alar (69.Ivan).- Tore: Knasmüllner (4.), Sonnleitner (39.), Schwab (49.); Gnohere (47.).- Gelbe Karten: Sonnleitner; Popescu, Pintilii.– Gelb-Rote Karte: Berisha (84., Foul).- Allianz-Stadion, Collum (Schottland), 19.300.

BL, 5.RUNDE (26.8.): INNSBRUCK (H) 2:1 (1:0)

Der ambitionierte SCR verdarb sich zu viele Offensivaktionen durch Fehlpässe und Stolperer, und die trotzdem zahlreichen Chancen wurden oft geradezu fahrlässig vergeben (allein der eingewechselte EL-Topscorer Knasmüllner ließ zwei „Hunderter“ aus). Daher musste bis in die Nachspielzeit hinein um den verdienten Sieg gezittert werden, den es gegen den wackeren, niemals nachlassenden Aufsteiger ohne Strebinger und auch Potzmann (tolle Rettungstat vor der Torlinie bei 1:0) freilich kaum gegeben hätte. Weil die „Ultras“ (30.Geburtstag) in Feierlaune waren, verschonten sie das übrige Publikum und den Trainer mit Unruhe stiftenden Sprüchen.

SCR: Strebinger; Auer, Müldür, Hofmann, Potzmann (66.Bolingoli); Malicsek, Schwab; Murg (77.Kostic), Alar, Berisha; Ivan (69.Knasmüllner).- Tore: Schwab (18.), Alar (69.); Freitag (89.).- Gelbe Karten: Hofmann, Auer, Bolingoli; Maak, Dieng.– Allianz-Stadion, Schörgenhofer, 17.400.

EL, PLAY-OFF (30.8.): FCSB (A) 1:2 (0:2)

In der ersten Hälfte kamen die ohne den verletzten Bolingoli und den gesperrten Berisha spielenden Rapidler mit dem Bukarester Krautacker nicht zurecht, begingen ungewohnte technische Fehler und kassierten unglückliche Tore (zuerst Abseits plus Stürmerfoul, dann halbes Eigengoal in der
Nachspielzeit). Nach der Pause verlegten sie sich auf verstärkte Defensive und lange Bälle statt Kombinationsversuchen. Prompt kamen sie zu einigen Großchancen, von denen aber nur „FCSB-Killer“ Sonnleitner eine nutzte. Dass „Super-Richie“ auch in diesem Match enormen Anteil am siebenten Aufstieg in die Gruppenphase hatte, braucht ja gar nicht mehr extra betont zu werden!

SCR: Strebinger; Müldür (65.Auer), Sonnleitner, Barac, Potzmann; Ljubicic, Schwab; Murg (90/+2 Martic), Knasmüllner (76.Hofmann), Ivan; Alar.- Tore: Gnohere (11.), Roman (45/+2); Sonnleitner (63.).- Gelbe Karten: Benzar, Roman, Texeira; Potzmann, Barac, Müldür.- Rote Karte: Balasa (90/+1, Unsportlichkeit).- Arena Nationala, Oliver (England), 31.274.

BL, 6.RUNDE (2.9.): STURM (A) 1:1 (0:1)

Nachdem Djuricin (43) am Vortag Opa geworden war, musste er für den heiklen Auftritt in Graz neben Bolingoli (mit Muskelverletzung für einige Wochen out) und Barac nach einer Stunde auch auf Hofmann (Knie) verzichten. Zuvor hatte es aus Hütteldorfer Sicht nur je einen Höhe- bzw. Tiefpunkt gegeben: Schwabs Lattenpendler (7.) stand Schüttengrubers Elfergeschenk an Sturm gegenüber (Hofmann hatte Huspek, der wenig später die Stange traf, klar außerhalb des Strafraums gefoult). Doch Rapid zeigte drei Tage nach Bukarest enorme Kraft und Moral und hätte in der dominant geführten Schlussphase sogar noch gewinnen können. Alles kein Grund für gewisse Hohlköpfe, schon wieder „Gogos“ Rauswurf zu fordern – ja, geht’s denn noch? Das könnte man auch die Grazer Alar-Hasser fragen!

SCR: Strebinger; Müldür, Sonnleitner, Hofmann (60.Auer), Potzmann; Ljubicic, Schwab; Murg, Knasmüllner, Berisha (63.Ivan); Alar.- Tore: Zulj (37., Elfer); Alar (78.).- Gelbe Karten: Maresic; Schwab, Auer.- Merkur-Arena, Schüttengruber, 14.487.

„MR. GRÜNZEUG NR. 596“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Warum Rapids Tormann den Einser für uns nicht nur auf seinem Leiberl hatte, dürfte wohl jedem(r) klar sein. Jedes weitere Wort wäre Papierverschwendung.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Mario Sonnleitner feierte zwei Jubiläen: 300. Pflichtspiel gegen Bratislava (A) sowie 50. EC-Spiel gegen FCSB (A), und er tat es auf seine Art, indem er in beiden EL-Play-Off-Spielen je ein Tor erzielte – Gratulation, „Sonni“, und danke schön!- EC-Spiele: Stefan Schwab 20. (Bratislava, A), Thomas Murg, Richard Strebinger, Stephan Auer je 10. (Bratislava, FCSB).-„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

„MV“ VOM 27.8.: DENI & CO., CHRISTIAN & CO.

Deni? Natürlich Alar, zum ersten Mal seit 20.4.2015 wieder bei uns. Co.? Natürlich seine Kollegen Marvin Potzmann, Dejan Ljubicic und Christoph Haas, alle erstmals Gäste in der Rosasgasse.

Christian? Natürlich Csandl, Vater des Ex-SCR-Nach wuchs- und Amateurkickers Jürgen. Erneut Co.? Neben Herrn Csandl konnten wir in unserer bestens besuchten ersten Versammlung nach diesem heißen Sommer mit Frau Uschi Kratzer, wie er aus 1230 Wien, sowie Herrn Erich Weiser, 2352 Gumpoldskirchen, zwei weitere neue Mitglieder begrüßen. Die sich in unserer Mitte auf Anhieb optimal integriert zeigten.

Was auch für die anderen Debütanten im Klublokal gilt: Marvin, im Gegensatz zum zweifachen Vater Deni für eine französische Bulldogge „erziehungsberechtigt“, Dejan, wie Letzterer gebürtiger Wiener und älterer Bruder des St.Pöltners Robert („Den haben sie bei Rapid nicht gewollt“) sowie Hobbygolfer Christoph, der Neo-Stadlauer.

Klarerweise wurden unseren vier – gell, Haasi! – pünktlichst erschienenen Ehrengäste nicht nur private Details „aus den Nasen gezogen“, sondern auch ihre Ansichten über die momentane und auch künftige Situation beim SCR und das wenige Tage vor den überaus heiklen Partien in Bukarest und Graz.
Wie berechtigt ihr Optimismus und des gesamten Auditoriums gewesen war, lesen Sie an anderer Stelle dieser Nummer…

  • Tagebucheintrag

EIN BLICK ZU RAPID II

1. RUNDE (7.8.): PARNDORF (H)

wegen Teamabstellungen auf 28.8. verschoben.

2. RUNDE (10.8.): ST.PÖLTEN JUN. (A) 4:0 (1:0)

Marie; Sulzbacher (80.Ehrnhofer), Sahanek, Obermüller, Leovac; Wunsch (80.Jusic), Felber, Schuster, Ibrahimoglu; Arase, Markl (73.Kirim).- Tore: Ibrahimoglu (22.), Wunsch (69.), Kirim (75.), Arase (77.).- Ober-Grafendorf, Luef, 150.

3. RUNDE (17.8.): MANNSDORF (H) 0:2 (0:0)

Marie; Sulzbacher (82.Hofer), Sahanek, Obermüller, Leovac; Schuster, Wunsch, Felber, Ibrahimoglu; Arase, Markl (72.Kirim).-Tore: Gradinger (63.), Mulahailovic (78.).- Allianz-Stadion, West 1, Wandl, 150.

4. RUNDE (24.8.): SCHWECHAT (A) 3:0 (1:0)

Hedl; Schuster, Greiml, Obermüller, Moormann; Ibrahimoglu, Felber, Wunsch; Arase (81.Markl), Weyermayr (63.Sulzbacher), Kirim (72.Hofer).- Tore: Felber (23., Freistoß), Ibrahimoglu (47.), Arase (51.).- Schwechat-Rannersdorf, Koscielnicki, 150.

NACHTRAG ZUR 1. RUNDE (28.8.): PARNDORF (H) 2:0 (2:0)

Hedl; Sulzbacher, Greiml, Obermüller, Moormann; Hofer (53.Markl), Hajdari, Schuster; Wunsch, Kirim (71.Weyermayr), Ibrahimoglu (81.Sahanek).- Tore: Kirim (14., 30.).- Allianz-Stadion, Mayrhofer, 150.

5. RUNDE (31.8.): EBREICHSDORF (H) 2:1 (1:1)

Haas; Ehmhofer (62.Hajdari), Dibon, Obermüller, Leovac; Schuster, Wunsch, Felber, Ibrahimoglu (79.Sahanek); Weyermayr, Markl (62.Tomasevic).- Tore: Wunsch (28.), Tomasevic (67.); Pomer (36.).- Allianz-Stadion, West 1, Boskovski, 150.

RESÜMEE

Zweimal gewannen St.Pöltens Juniors im Vorjahr gegen Rapid II mit jeweils 2:1, aber diesmal hatten sie gegen die mit vier Kickern aus der Ul8 agierenden Hütteldorfer gar nichts zu bestellen, zumal die in der Vorbereitung viel Selbstvertrauen getankt hatten (vier Spiele, vier Siege, 9:3 Tore plus sensationellem Triumph beim international topbesetzten U19-Tumier Borussia Dortmunds).

„Aka“ ließ gegen Mannsdorf dieselbe Mannschaft wie gegen die St.Pölten Juniors einlaufen, aber diesmal bereitete ihm diese plus Jokern eine herbe Enttäuschung. Allerdings: Wer weiß, wie die Partie gegen die viel robusteren Marchfelder Routiniers ausgegangen wäre, hätte Markl seine Volleychance genutzt (60.).— Positiv verlief hingegen das Gastspiel in Schwechat, wo die Ex-St.Pöltner Greiml, Moormann und Weyermayr erstmals einsatzberechtigt waren.

Rapid II (ohne den erkrankten Kapitän Felber) demonstrierte ihre fußballerische Überlegenheit mit zwei herrlich vorbereiteten Toren (Passgeber: Hajdari, Schuster), verzettelte sich gegen die biederen Pamdorfer Kämpfer dann aber immer wieder und vergab etliche Topchancen. Am Ende verdankte sie den verdienten Sieg vor allem dem überragenden Hedl.

Nach dem kampfbetonten, spannenden Hit gegen den Tabellenführer Ebreichsdorf thronten die wieselflinken Jungrapidler erstmals seit 26.8.2016 selbst an der Spitze, wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung. Auch erfreulich: Dibons gelungenes Comeback und Tomasevics ebenfalls gelungenes Debüt.

RLO-Stand vom 31.8.

1.Rapid II  5/12 (11:3)
2.Mauerwerk 5/12 (9:4)
3.WSC       5/12 (12:8)

SPLITTER

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(Leider) unbestritten: Red Bull Salzburg wandelte in den letzten Jahren mehr oder weniger souverän auf der Erfolgsspur, was sich höchstwahrscheinlich auch nicht so bald ändern wird. Trotzdem ebenso unbestritten: Laut einer neutralen Studie ist der seit zehn Jahren titellose SK Rapid punkto Beliebtheit mit 23 Prozent Österreichs klare Nummer 1 vor der Dosenfirma (18) und Sturm Graz (14); sogar 1,73 Millionen Menschen sympathisieren hierzulande mit ihm – undenkbar, würde der SCR auch noch Meister und/oder Cupsieger werden!

Seit der Vorbereitung auf das verunglückte Altach-Match musste Rapid wochenlang auf Maxi Hofmann (Muskelfasereinriss in der rechten Wade) verzichten – beileibe nicht der einzige Langzeitausfall, aber für wen sind das schon mildernde Umstände?!

Rekordnationalspieler Andi Herzog wurde zum israelischen Teamchef bestellt. Massel tov!

Andy Heraf, sein Freund aus gemeinsamen Rapid-Jugendjahren, hingegen wurde kurze Zeit zuvor aus dem neuseeländischen Verband bzw. dessen Damenteam gemobbt.

Albin Gashi (Vertrag beim SCR bis 2020) wurde nach seiner Rückkehr vom FAC für ein Jahr nach Den Bosch in die 2. niederländische Liga verliehen.

Unser nächster Langzeit verletzter heißt Manuel Thumwald, der gegen den LASK einen Muskeleinriss im linken Oberschenkel erlitt und mehrere Wochen pausieren muss.

Und der nächste Verliehene ist Kelvin Arase, der unter Carsten Jancker beim SV Horn auf Kooperationsbasis in Liga 2 spielen wird.

Das kann nur einem krankhaften Rapid-Hasser einfallen: Weil Steffen Hofmann nach seinem großartigen Abschiedsspiel (22.7.) einen Bengalen entzündete, wurde er von einem Polizisten angezeigt und kassierte vorerst eine 500-Euro-Geldstrafe, während manche Medien sogar von einem Stadionverbot faselten. Als der Chronist das las, wäre er vor Lachen fast vom Sessel gefallen. Vor Empörung aber auch!

Es gibt eben viele Rapid-Hasser, auch in den Reihen der Polizei. Was überhaupt all jene, die dem SCR alles Mögliche vorwerfen, ein bisserl bedenken sollten: Unter Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek (auch er wird „natürlich“ von manchen Leuten „angefault“) führt der Rekordmeister alljährlich gut 20 Millionen an Steuern ab und ist für 688 Arbeitsplätze (mit)verantwortlich. Das zum vom „Block West“ abgelehnten Kommerz.

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„Grünzeug“ im Tagebuch

Spielorte Regionalliga

Wer mit Rapid II durch den Osten Österreichs unterwegs ist, braucht immer wieder auch die Adressen der Spielorte. Bei uns ist es Freitag soweit, weil wir noch nicht am Sportplatz von Bruck an der Leitha waren. Und der Platz ist auch nicht direkt in Bruck sondern in Bruckneudorf, was Erinnerungen an den dortigen Bundesheer-Schießplatz wachruft.

Mit dem Aufstieg von Horn und Amstetten konzentrieren sich die Begegnungen auf das Wiener Becken.

Adressen der Spielorte 2018/19

Admira jun. Johann Steinböck Strasse 5 2344 Maria Enzersdorf
Bruck/L. Sportplatzgasse, sportplatz bruckneudorf 2460 Bruckneudorf
Ebreichsdorf Am Sportzentrum 1 2483 Weigelsdorf
Leobendorf Burggasse 11 2100 Leobendorf
Mannsdorf Sportplatzstraße 7 2304 Mannsdorf
Mattersburg A. Dr.-Fred-Sinowatz-Straße 32 7210 Mattersburg
Mauerwerk Franz Schuster Str. 1-3 2320 Schwechat
Neusiedl Sportzentrum 2 7100 Neusiedl am See
Parndorf Am Sportplatz 1 7111 Parndorf
Rapid II Gerhard Hanappi Platz 1 1140 Wien
Schwechat Franz Schuster Str. 1-3 2320 Schwechat
Sportklub Alszeile 19 1170 Wien
St.Pölten jun. Austraße 33 3200 Obergrafendorf
Stadlau Erzherzog Karl Str. 108 1220 Wien
Traiskirchen Hochmühlstr. 30 2514 Traiskirchen
Wiener Linien Raxstraße 3 1100 Wien

Interaktive Karte aller Spielorte

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Sturm-Rapid

1:1 (1:0)

Sehen wir es einmal positiv: die fünf letzten Partien gegen Sturm wurden nicht gewonnen:

2018-04-29 A 2:4
2018-04-18 A 2:3
2018-02-17 H 1:1
2017-11-04 A 0:0
2017-08-19 H 1:2

Das heutige Unentschieden fügt sich daher nahtlos als sechstes in dieser Folge ein, also „Business as usual“.

Unter Djuricin wurde gegen Sturm erst eines von sechs Spielen gegen Sturm gewonnen, nämlich am 21.5.2017 (H 1:0). Wehmütig blicken wir auf die Serie von Zoran Barisic zurück, unter dem umgekehrt nur ein Spiel von 14 (!)  gegen Sturm verloren wurde! Von diesem Bruch hat sich Rapid bisher nicht wirklich erholt.

Ob daran aber der Trainer Schuld ist?

Bedenken wir dazu, dass der Elfer eigentlich nicht zu geben war, dass wir auch noch große Chancen auf die Führung hatten, fügt sich alles das in das Bild, das unsere Freunde aus dem Block unter „Gogo raus“-Rufen zusammenfassen. Was sich mir verschließt, ob dann, wenn der Verein diesen Rufen nachgeben sollte, auch gleichzeitig die Linienrichter eine bessere Brille aufsetzen oder die Tore vergrößert werden, damit wir nicht unter den vielen Stangenschüssen zu leiden haben. Nein! Nur wird der Mohr seine Schuldigkeit getan haben und auf dem Altar des Blocks geopfert geworden sein. Na, hoffentlich nicht!

Allmählich dürfte sich die langzeitliche Unsymmetrie der Spielhälften in eine Symmetrie verwandeln, denn bei diesem Spiel war die zweite Spielhälfte jene, die eher „Rapid“ gezeigt hat.

Wenn man auch abschließend vielleicht sagen kann, dass es ein „gerechtes“ Unentschieden war, helfen tut es nicht viel, denn die neun Punkte Abstand zur Spitze und sogar die fünf zu St. Pölten sind ein bisschen peinlich, bedenkt man den Aufwand, der dafür betrieben wird.

Um uns etwas zu beruhigen, blicken wir einmal auf das St. Pölten von England: Watford, das sich gemeinsam mit Liverpool und Chelsea an der Tabellenspietze festgesetzt hat und darauf, dass mit Westham (mit Arnautovis) ein Klub mit sehr vielen Investitionen punktelos am letzten Platz liegt.

Ausländerquote

Es ist bemerkenswert und ein Verdienst von Fredy Bickel, dass nur mehr zwei Legionäre in der Startaufstellung sind. Das war auch schon in Bukarest der Fall. Dieser Umstand erleichtert dem Trainer die Aufstellung beträchtlich.

Populismus der Fanblocks

So eine Meisterschaft wird auf vielen Ebenen gewonnen oder verloren. Es kämpfen nicht nur die Spieler am Spielfeld, sondern auch die Sportdirektoren um die jeweils am geeignetsten Spielertypen.

Der Sturm-Fanblock titelte: „Als Kapitän auf Sturm gepfiffen, haben’s Dir ins Hirn geschissen?“ und „Alles erdenklich Schlechte, Du ehrloses Charakterschwein!“

Genau so gut hätte man eigentlich den Sportdirektor Günter Kreissl vorwerfen können, dass er dem Kapitän weder ein rechtzeitiges noch ein ausreichend wertschätzendes Angebot unterbreitet hat, sodass dieser die Situation so interpretieren konnte, dass es Sturm nicht ganz so wichtig ist, dass er bleibt.

Auf der Ebene der Sportdirektoren hat sich also Rapid gegenüber Sturm einen Vorteil erarbeitet, und Deni Alar wieder verpflichtet.

Dass man einem Fanblock auch noch erklären muss, wie Fußball funktioniert, ist auch etwas betrüblich. Man kann an dieser Stelle getrost den Fanblock eines jeden relevanten Mitglieder-Vereins einsetzen, natürlich auch den von Rapid. In dieser Disziplin sind sich diese Gruppierungen sehr ähnlich. Sie erfinden einfache Slogans, die bis zum letzten Pimpf verstanden werden können. Es geht dabei nicht um Tatsachen, sondern um den Zusammenhalt des Blocks, und den gewährleisten immer leicht verständliche Feindbilder, wie eben Gogo oder Deni.

Keine Fotoapparate

Seit nunmehr fast 20 Jahren besuchen wir Spiele in Graz, immer in Begleitung eines Fotoapparats. Nie war das bisher ein Problem, unsere Bildersammlung beweist das. Heute war es nicht möglich, mit einer einfachen Kompaktkamera ins Stadion zu kommen. (Es war keine Spiegelreflex-Kamera, die habe ich wohlweislich zu Hause gelassen.) Ein objektives Kriterium, warum gerade diese nicht ins Stadion darf gab es nicht, sie gefiel dem Ober-Ordner einfach nicht. Ich müsse einen Presseausweis vorweisen, die schriftliche Bestätigung von Rapid genügte nicht. Diese Kamera war weder in England, noch in Rumänien und auch in Deutschland kein Problem, aber in Graz tickten die Uhren anders. Was genau diese Kamera am Spielfeld anstellt, ist mir unklar. Was die guten Ordner nicht wissen: es gibt bereits die ersten Handies mit eingebautem Teleobjektiv, und wenn sie nicht so teuer wären, hätte ich sie ja schon in der Hosentasche gehabt.

Wenn man sich unsere Plätze ansieht, hätte die Kamera ohnehin keinen Sinn gehabt:

„Leicht“ sichtbehinderte Plätze

Die Karten für unsere Plätze in der ersten Reihe waren billig, dass sie aber derart sichtbefreit waren, das war dann doch etwas überraschend. So präsentierte sich der Blick auf das Spielfeld oder besser auf die Rückseite der Betreuerbänke. Im ehemaligen Hanappi-Stadion wurden aus diesem Grund die Sitzplätze in den beiden ersten Reihen auch gar nicht zum Verkauf freigegeben.

Man musste durch den gewölbten Kunststoff schauen und erlebte Teile des Geschehens wie durch einen Zerrspiegel.

Zugegeben, wir haben uns sehr spät zum Kauf der Karten entschieden und bekamen daher nur mehr diese Plätze, doch auch die Zuschauer des nächsten Spiels werden sich über diese Sichtbedingungen freuen. Dass dann doch einige Bilder entstanden sind, verdanken wir der Geduld der hinter uns Sitzenden, denn um diese Bilder zu machen, musste man aufstehen. Das Spielgeschehen verfolgten wir wie in einem Aquarium.

Choreografie

Es ist still geworden um das Pyrotechnik-Gesetz. Gezündelt wird weiterhin, dass es nur so brennt und raucht. Wahrscheinlich gibt es an allen Austragungsorten Umgehungsvereinbarungen, sonst kämen die Vereine vor lauter Strafzahlungen ja nicht zu Ruhe. Und wenn das so ist, dann könnte man eigentlich daran gehen, diesen Mikl-Leitner-Paragrafen wieder zu streichen, da sich ohnehin niemand daran hält, oder eine Ausnahme-Regelung für Sportveranstaltungen mit den entsprechenden Auflagen ergänzen.

Hier die Sturm-Kurve…

und Rapid-Kurve, jeweils zu Spielbeginn…

…und der Rapid-Fanblock bei der Rapid-Viertelstunde:

Fahrgemeinschaft

Unsere Fahrgemeinschaft bestand aus Arnold, Florian, Franz, Thomas und Ulrich. Hier im Bild: Franz, Arnold und Florian.

Honeypot

Was dieses Schild am Rasthaus Arnwiesen ursprünglich anzeigen wollte, versteckt sich hinter einer Art Pickerl-Contest zwischen Sturm- und Rapid-Fans. Entweder hat man beim Autobahnbetreiber resigniert oder diese Tafel absichtlich als eine Art „Honigtopf für Pickerl-Süchtige“ unverändert stehen lassen.

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