Rapid II-Ebreichsdorf

2:1 (1:1)

Ausgangslage: Die beiden Teams waren mit je drei Siegen und einer Niederlage punktegleich an der Tabellenspitze, es ging also beim Spiel auch darum, bei einem Sieg die Tabellenführung übernehmen zu können.

Rapid konnte die drei letzten Spiele gegen Ebreichsdorf nicht gewinnen, es gab eine Niederlage und zwei Unentschieden. Doch das neu formierte Team der Saison 2018/19 ließ heuer schon seine Qualitäten erkennen. Man konnte also gespannt sein.

Um Spielpraxis sammeln zu können, waren Christoph Haas und Christopher Dibon im Team von Rapid II. Auch der Kapitän Elias Felber war nach überstandener Viruserkrankung wieder mit an Bord.

Die erste Spielhälfte begann vielversprechend mit druckvollem Spiel von Rapid II, das schließlich durch ein Tor von Nicholas Wunsch in der 25. Minute belohnt wurde. Die Führung währte aber nicht lange, denn in der 34. Minute glich Ebreichsdorf aus, nachdem Christoph Haas gegen den gegnerischen Stürmer rauslaufen musste aber zu spät kam.

Nach der Pause gab es in der 60.Minute einen Doppeltausch bei Rapid II, und wir sahen erstmals den neuen Spieler Nemanja Tomasevic, der ablösefrei von der U19 von Rad Belgrad zu Rapid gekommen ist. Es könnte dessen erste Ballberührung gewesen sein, jedenfalls verwertete Nemanja, in der 64. Minute nach einer Maßflanke von Christoph Weyermayr zum 2:1. Die Freude über den Treffer zur Führung war groß:

Was folgte, waren Sturmläufe von Ebreichsdorf und gleichzeitig intensive Verteidigungsbemühungen von Rapid II, letztere blieben schließlich erfolgreich. Rapid II siegt 2:1 und übernahm damit die Tabellenführung gemeinsam mit dem Sportklub.

Besucher

Wir sahen Steffen Hofmann, Helge Payer, Philipp Schobesberger, Mert Müldür und Aleksandar Kostic, teilweise mit ihren Verwandten.

Stadionsprecher

Nachdem Leo Gartler die Spiele von Rapid II nur mehr als Zuschauer besucht, Lukas Marek wegen seiner Verpflichtungen für den SV Groß-Siegharts diese Rolle nur fallweise übernehmen kann und der in den beiden letzten Heimspielen einmalig als Sprecher eingesprungene Christian Wiesmayr sich wieder dem Nationalteam zuwendet, waren wir gespannt, wer die Rolle des Stadionsprechers in diesem Spiel übernehmen würde.

Es war schon ungewöhnlich, dass bei den Ansagen vor dem Spiel alle Lautsprecher aktiv waren und dass Musik ertönt ist, geschickt unterbrochen von den Ansagen. Da war offenbar jemand am Werk, der sich mit Tontechnik auskennt.

Der neue Sprecher von Rapid II ist Roman Dallamassl, Moderator von Radiomax. (Wien 12, Niederhofstraße). Roman versteht es, das Publikum zum Mitmachen zu motivieren. Wir freuen uns schon auf seine nächste Moderation!

Der Klub der Freunde des S.C. Rapid zeigt seine neue Errungenschaft, das Transparent.

Die nächsten Spiele

Das für den kommenden Freitag angesetzte Spiel gegen die Wiener Linien wurde auf Dienstag, 18.9. 19:00 verschoben, offenbar wegen der von Rapid II in die Teams der U21- und U19-Nationalteams nominierten Spieler.

  • 2018-09-14 Bruck/Leitha-Rapid II
  • 2018-09-18 Rapid II-Wiener Linien
  • 2018-09-22 Rapid II-Neusiedl

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Rapid II-Parndorf

2:0 (2:0)

Dieses Dienstag-Spiel hätte in der ersten Runde stattfinden sollen, damals waren aber alle Rapid-Spieler beim Ruhrcup. Hier die Mannschaften bei Spielbeginn:

Zwar hätte man mit einem höheren Sieg die Tabellenführung erobern können, aber die verdiente 2:0-Führung zur Pause scheint Signal genug gewesen zu sein, nur mehr auf “Halten des Ergebnisses” zu spielen.

Eine Mannschaft, die zur Pause 2:0 hinten liegt, muss natürlich in die Offensive gehen und Parndorf hat das auch gemacht. Allerdings hätte das ins Auge gehen können, denn Rapid II kam ganz schön ins Schwimmen. Immerhin hat es uns gezeigt, dass Niklas Hedl ein sicherer Rückhalt im Tor ist; er konnte sich einige Male auszeichnen. Aus dem Offensivspiel von Parndorf ergaben sich  einige Konterchancen auf das 3:0, aber alle wurden vergeben.

Mit diesem Ergebnis ist Rapid II am zweiten Tabellenplatz. Derzeit sind an der Tabellenspitze vier Mannschaften mit je 9 Punkten: Ebreichsdorf, Rapid II, Mauerwerk und Sportklub.

Christian Wiesmayr stellte sich als Stadionsprecher zur Verfügung, allerdings nur für dieses Spiel, weil er 14 Tage mit der Nationalmannschaft unterwegs sein wird.

Wir sahen viele prominente Gesichter: Gogo, Helge Payer und Alexandar Kostic. Hier im Bild Christoph Haas und Raimund Hedl:

Das Transparent des Klubs der Freunde Passt ganz gut zum Geländer an der Mittelauflage. Wir werden es ab sofort auch zu den Spielen von Rapid II mitbringen.

Im Bild Arnold, Florian, Gregor und Christian.

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Mitgliederversammlung Alar, Haas, Ljubicic, Potzmann

Am 27. 8. fand die erste Mitgliederversammlung nach der Sommerpause statt, wir begrüßten Deni Alar, Christoph Haas, Dejan, Ljubicic und Marvin Potzmann, begleitet von Alex vom Klubservice. Unser Klublokal war bis auf den letzten Platz gefüllt! Nicht schlecht, es kamen gleich drei neue Mitglieder, Christian Csandl mit seiner Partnerin und Erich Weiser. Dazu gesellten sich mit Gregor, Ingrid, Julian, Viktor noch nie dagewesene Gäste zu den mehr als 50 anwesenden Mitgliedern. Gerhard Niederhuber führte die Interviews und hatte alle Hände voll zu tun, das unruhige Publikum zur Ruhe zu mahnen; so oft habe ich seine Aufmerksamkeits-Klingel noch nie läuten hören. Die Versammlung dauerte bis etwa 21:30.

Am wenigsten in die Interviews eingebunden war Christoph Haas, was aber wegen seiner Rolle als Dreier-Tormann nicht ungewöhnlich ist. Immerhin fährt Christoph morgen mit nach Bukarest und wird am Freitag Rapid II beim Spiel gegen Mannsdorf verstärken. Ein Randbemerkung habe ich aufgeschnappt, dass Christoph Haas “der fescheste” der drei Spieler wäre.

Warum es dem einen Spieler wie Dejan Ljubicic gelingt, sich in der Kampfmannschaft einen Platz zu erkämpfen und anderen nicht, nehme ich zur Kenntnis. Leider fehlt mit dazu das fußballerische Detailwissen, um das wie ein Trainer beurteilen zu können.

Am intensivsten waren die Gespräche mit den beiden Ex-Grazern. Deni Alar wurde von Gerhard Niederhuber gleich auf seine Prognose festgenagelt, dass er im laufenden Jahr noch 19 Tore schießen wolle, nämlich “mehr als in Graz”, und dort waren es 20. Zwei hat er schon, daher bleiben noch mindestens 19. Und wenn das Schusspech einmal auslässt, könnte sich das auch ausgehen. Der Abgang von Rapid war auch ein Thema und der wortkarge damalige Sportdirektor Müller hat dabei auch eine Rolle gespielt, weil er Deni im Unklaren ließ. Nicht unähnlich die Situation in Graz, als man Deni nur einen Zweijahresvertrag angeboten hat.

Marvin Potzmann ist Wiener. Auf die Frage, aus welchem Bezirk er käme, wusste er das nicht, nur die Gasse wusste er, die Geblergasse. Und Gerhard Niederhuber hat das gleich als den 17. Hieb identifiziert, was auch erklärt, dass Marvin anfangs beim Post SV gespielt hat, der auch im 17. Bezirk beheimatet ist. Interessant war die Frage, wie denn das wäre mit den Besuchen von Fanklubs in Graz. Es stellte sich heraus, dass Marvin in seinen drei Grazer Jahren überhaupt keinen Fanklub besucht hat. (?)

Viele Detaildiskussionen über Bescher- und Feuerzeugwürfe (Causa Holzhauer), über das angedachte polizeiliche “Stadionverbot” für Steffen Hofmann und viele andere “Nebenkriegsschauplätze” wurden heftig diskutiert.

Wir bedanken uns bei den Spielern für den Besuch und wünschen ihnen (und damit auch uns) Erfolge bei den kommenden Begegnungen!

Herbert Adelmaier schenkte dem Klub der Freunde ein Bild, das zeigt, dass Rapid auch in den Bergen würdig vertreten ist.

Hier mit seinem Freund Erich Weiser.

Das Gedränge zu den Autogrammen und gemeinsamen Fotos ist groß:


Bitte vormerken: am Montag, 24. September kommt als Stargast Steffen Hofmann!

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Rapid-Innsbruck

2:1 (1:0)

Die spätere Unzufriedenheit des Rapid-Publikums mit dem Spiel kann man bereits an den Quoten erahnen: 1,4 : 4,5 : 6,0.

Die Quoten sind ein Abbild unserer eigenen Einschätzung der Kräfteverhältnisse. In unserer Vorstellung ist Rapid der klare Favorit, der Block skandiert: “Wir sind Eure Hauptstadt Ihr Bauern”. Vor dem Hintergrund dieser Selbstüberschätzung, erscheinen uns Fehler noch gravierender als sie sind, ist die Freude über den Sieg eher gedämpft, hätte man doch noch das eine oder andere Tor mehr erwaret.

Zwar war Rapid phasenweise ganz gut drauf, aber dass wir nicht in Rückstand geraten sind, verdanken wir einigen bravourösen Abwehraktionen. Und es war nicht nur Richard Strebinger, der sicher scheinende Tore verhindert hat, auch Rettungsaktionen von Feldspielern auf der Linie waren mit dabei. Es war also keineswegs ein Spaziergang, es war letztlich eine große Anstrengung für beide Mannschaften mit dem glücklicheren Ende für Rapid. Dass die Spiele gegen vermeintlich schwache Gegner nicht so leicht sind, wie wir uns das vorstellen, möchte ich an einem Bild illustrieren. Der Schlusspfiff ist ertönt und diese beiden dürften schon sehnsüchtig darauf gewartet haben, denn sie sind einfach umgefallen:

Zwischen Genie…

Aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens bereiteten die Ultras eine Choreoshow der Superlative vor, die in unseren Breiten wohl ihresgleichen sucht.

Schon am Weg ins Stadion erzählte mir ein Mitarbeiter der Rekordmeisterbar, dass die Ultrast schon am Vortag umfangreiche Vorbereitungsarbeiten durchgeführt haben. Eine nette Geste, dass man den Aufsteiger Wacker Innsbruck in dieses Fest einbezogen hat, vielleicht, um nicht der Austria beim Derby eine allzu große Bühne zu bieten.

Das Motto war “Der Vorhang fällt, die Show beginnt”. Dieser Spruch war schon unmittelbar nach dem Einlass zu sehen und hat mich zunächst irritiert, denn wenn der Vorhang fällt, ist normalerweise die Show zu Ende. Doch dieses Missverständnis wurde gleich nach Beginn der mehrteiligen Feierlichkeiten aufgelöst. Weil es so schön war, hier die chronologische Abfolge der Show:

Beim Einlass ist das Spruchband “Der Vorhang fällt, die Show beginnt” bereits befestigt:

Der Vorhang wird aufgezogen

Der Vorhang sagt: “Ultras 1988-2018, Ultras-Rapid Block West, 30 Jahre”

Zeitgleich wird auf den Anzeigentafeln das 30-Jahre-Logo mit Lorbeerkranz gezeigt.

Jetzt fällt er, der Vorhang, und dahinter wird ein Transparent über die ganze Tribüne sichtbar.

Die Darstellung zeigt einen Theaterraum mit dunkelroten Sitzen und auf der Bühne geht die Show ab: “30 Jahre Ultras Rapid”

Dem nicht genug, dem Riesentransparent folgt eine Zettelchoreografie mit etwas unklarem Inhalt. Zuerst haben wir auf den Indianer getippt, dann haben wir diesen wieder verworfen.

In der 30. Spielminute stand es schon 1:0 für Rapid und der Block produzierte auf Kommando eine Konfettiparade in den Farben rot-blau-gtün-weiß die einen gut sichtbaren Dreißiger in die Luft zeichnete.

Die zweite Spielhälfte begann mit einer wahren Doppelhalter-Orgie über die ganze Tribüne. Jeder Doppelhalter zeigte “30”.

Den Beginn Rapid-Viertelstunde markierte eine Pyroshow mit roten Fackeln. In den Rauch blitzen kurz fliegende Raketen wie Leuchtkäfer in den Farben grün-blau-weiß auf.

…und Wahnsinn

Ich dachte schon, wir hätten ein Spiel ohne Gehässigkeiten gegen das eigene Team erlebt, doch leider war es nicht so. Nach der Verabschiedung der Mannschaft tönte es unüberhörbar vom Block: “Gogo raus”.

Warum man diese Töne nicht etwa gegenüber Büskens oder Canadi angestimmt hat, verwundert mich. Wie schon im Bericht über das Spiel gegen Bukarest gezeigt wurde, hatten diese beiden Trainer nur halb so viele Punkte wie unser Gogo und dennoch hatten sie den Rückhalt des Blocks. Verstehe das wer will.

Ein Team verdient nur dann diesen Namen, wenn es zusammen hält. Das zeigt uns der Block West mit seinen großartigen Choreografien. Würden nicht alle bei diesen Aktionen mitwirken, könnte das alles nicht entstehen. Und dasselbe gilt für die Mannschaft und das Trainerteam. Wenn in diesem Gefüge nicht alle an einem Strick ziehen, können wir nicht erfolgreich sein.

Sollte es notwendig werden, Personalrochaden vorzunehmen, wird das sicher passieren. Aber eine so lautstarke Forderung macht es dem Präsidium fast unmöglich, ihr zu folgen, nicht einmal, wenn es denn so sein müsste, denn man würde das Präsidium dann als Marionette des Blocks bezeichnen.

Ausweg: wir steigen am Donnerstag auf und vergessen den “Sturm im Wasserglas”.

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Schwechat – Rapid II

0:3 (0:1)

Das Titelbild zeigt Schiedsrichter Patrick Koscielnicki beim Handshake mit den Spielern.

In einer Schweigeminute wird an den plötzlich verstorbenen Spieler der Wiener Linien Thomas Zankl gedacht.

Der Charakter des Spiels war eigentlich so wie beim letzten Spiel gegen Schwechat. Zurückgezogene und diszipliniert verteidigende Schwechater lassen das Rapid-Spiel überlegen ausschauen, doch der Ballbesitz von Rapid II ergibt sich eben durch diese Taktik. Aus Kontern entstehen zwar Chancen für Schwechat aber Rapid II geht schließlich hochverdient durch ein Freistoßtor durch den Kapitän Elias Felber in der 23. Minute in Führung.

Ein kurzer kräftiger Regenguss läutet den angekündigten Wetterumschwung ein. Der Spuk ist aber bald vorbei, das Spiel wird nicht wesentlich beeinflusst.

Zwei Minuten nach der Pause erhöht Melih Ibrahimoglu auf 2:0 und 4 Minuten danach fixiert Kelvin Arase den Endstand. Es ergeben sich noch zahlreiche weitere Chancen für Rapid II aber es bleibt beim 0:3.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich diese mehrheitlich aus neuen Spielern zusammengesetzte Mannschaft von Rapid II zu einer kombinationsstarken Truppe entwickelt hat. Immer wieder fällt auf, dass Kapitän Elias Felber in entscheidenden Situation den Überblick bewahrt. Er ist sicher einer der Nächsten, die an den Profifußball herangeführt werden.

Bereits am Dienstag folgt das Nachtragsspiel gegen Parndorf auf West 1.

Prominenter Besuch

Das offizielle Rapid war prominent vertreten durch Präsident Michael Krammer, Sportdirektor Fredy Bickel, Schriftführer Ing. Gerhard Höckner, Thomas Hickersberger, Steffen Hofmann und Christopher Dibon.

Aber auch sonst waren viele Rapidler im Stadion, wie man am Applaus ablesen konnte. Unsere Gruppe bestand aus Arnold, Christian, Florian, Franz, Gregor und Hannes.

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Thomas Zankl (Bericht auf der Homepage der Wiener Linien)

Rapid-FCSB

3:1 (2:0)

Der Schiedsrichter William Collum aus Schottland ist ein alter Bekannter. Er hat auch schon das Heimspiel gegen Ajax (2:2) geleitet.

Das 3:1 als Ergebnis nehmen wir gerne an, es hätte auch ganz anders ausgehen können. Dank der Glanzparaden von Strebinger wurde es ein Sieg, Dank irritierender Sprüche zur Unzeit gab es vielleicht ein Gegentor*), denn wer weiß schon, woher Unaufmerksamkeit herkommt, die zum Stellungsfehler beim Gegentor geführt haben? Zum Beispiel, weil die Gedanken anderswo spazieren gehen. Es ist schade, dass die drei Großchancen von Deni Alar unbelohnt geblieben sind. Aber auch der für ihn eingewechselte Ivan war letztlich glücklos, was den Torerfolg betrifft.

Choreografie

Was nützt eine schöne Choreografie, “1988 geboren, niemals Ehre und Stolz verloren”,

was nützt der tolle Support, wenn man unbedingt in das ohnehin derzeit etwas instabile System “Rapid” hineinregieren will und damit weitere Nervosität auslöst, die – so wie in diesem Fall – durchaus auch spielentscheidend sein kann.

Das Spruch “Wenn das Präsidium schweigt, muss die Kurve lauter werden. Gogo raus!”, unterzeichnet von den großen Fangruppen wurde ausgerechnet beim Spielstand 2:0 für Rapid aufgezogen. Es kommt einem vor, wie wenn ein Autor sein erstes Theaterstück verfasst und eine Nebenhandlung einbaut, die der sonstigen Handlungsdynamik entgegen gerichtet ist. Es gab auch prompt vereinzelte Pfiffe von der Allianz-Tribüne, weil dieser Spruch rein gar nicht zum Geschehen gepasst hat.

Wenn wird ein Trainer gekündigt?

Eine Trainerkarriere bei einem Fußballverein ist eine kurzlebige Beziehung. In der Regel ist es Erfolglosigkeit, die einen Trainerwechsel zur Folge hat, doch wie wir bei Zoki gesehen haben, können es durchaus auch andere Gründe dafür geben. Rapid ist aus dieser Zeit ein “gebranntes Kind” und wird sich hüten, wegen einer Niederlage in Linz den Trainer zu wechseln. Kann man nicht etwa anerkennen, dass ein “Dorfklub” – wie es der WAC in den Augen des Block West ist – eine Mannschaft aufgestellt hat, die so gut ist, dass sie in Hütteldorf ein 0:0 erzielt? Dieser WAC hat die Austria besiegt und in Mattersburg dafür gesorgt, dass der dortige (im Vorjahr sehr erfolgreiche) Trainer gehen musste. Wo ist das Problem für dieses Unentschieden?

Nüchtern betrachtet

Betrachten wir die jeweils letzten 10 Bewerbspiele der Rapid-Trainer

SUSNU.NSNUU 1,3 Matthäus
NNSUN.SUNUS 1,2 Hickersberger
NNUSN.SNSUS 1,4 Zellhofer
NUUSS.NSUNN 1,2 Pacult
NSUSZ.UNUUN 1,0 Schöttel
SUSNS.SUUNN 1,5 Barisic
NUSSN.UUNNU 1,0 Büskens
NSUUN.NNUUN 0,7 Canadi
SNSUN.USSUS 1,6 Djuricin

Man wird einwenden, dass bei den Bewerbspielen auch die Cup-Spiele und die internationalen Spiele dabei sind. Ja, daher hier auch die jeweils letzten 10 Ligaspiele der Rapid-Trainer

SUSNU.NSNUU 1,3 Matthäus
NSUSU.USSNN 1,5 Hickersberger
NNUSN.SNSUS 1,4 Zellhofer
NUUSS.NSUNU 1,3 Pacult
SUSZU.NUUNN 1,0 Schöttel
SUSNS.SUUNN 1,5 Barisic
NSNUN.USUUU 1,1 Büskens
NUUNN.NUUNS 0,7 Canadi
NUUSU.SNSNS 1,5 Djuricin

Hickersberger hat demnach bei Ligaspielen einen besseren Schnitt, weil die damaligen Niederlagen in der Champions-League wegfallen und Djuricin verschlechtert sich im Punktestand geringfügig. Wir wissen aber, dass Pepi Hickersberger nur mit Wehmut verabschiedet wurde und dass die Kündigung von Zoki mit demselben Punkteschnitt von 1,5 erfolgt ist also bei demselben Punktestand wie eben jetzt von Gogo. Kein einziger Trainer vor Gogo ist mit einem Punktekonto von 1,6 “gegangen” worden.

Meine Schlussfolgerung aus diesen Zahlen ist, dass es die erreichten Punkte nicht sein können, die den Block Gogos Abgang fordern lassen. Es gibt neben dem Erfolgsverlauf auch noch eine tiefer sitzende Abneigung gegen Gogo, die man in diversen Posts in Foren und WhatsApp-Nachrichten als eine Abneigung gegen

  • einen Trainer ohne (ausreichende) Rapid-Vergangenheit,
  • einen Trainer aus der Regionalliga (mangelnde Kompetenz) und
  • einen Trainer mit Migrationshintergrund

bezeichnen kann, kurz eine Art Vorurteil mit rassistischen Anstrich.

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*) “Wenn in China ein Fahrrad umfällt…” ist so ein Sager, der zum Ausdruck bringen will, dass etwas Irrelevantes geschieht, das scheinbar zu unserer eigenen Welt keinerlei Zusammenhang hat. Spätestens seit der Entdeckung der Chaostheorie wissen wir aber, dass Zufälliges in der Vergangenheit sehr wohl spektakuläre Ereignisse in der Gegenwart auslösen kann und es auch immer so passiert. Alles rund um ein Fußballspiel beeinflusst; sei es die Wahl des Schiedsrichters, sei es die Schnelligkeit, mit der die Ballkinder den Ball zurück ins Spiel bringen oder eben ein Transparent, das in den Köpfen der Akteure vom Wesentlichen ablenkt. Dieses Transparent hatte einen massiven Einfluss auf das Geschehen. Wäre es nicht gezeigt worden, hätten wir ein anderes Ergebnis erlebt. Leider weiß niemand, welches das gewesen wäre. Die Behauptung, es hätte ohne Transparent kein Gegentor gegeben, ist natürlich nicht beweisbar, aber einen positiven Einfluss auf das Geschehen möchte ich ihm absprechen.

 

Liverpool Football

Dieser Bericht bezieht sich auf den Besuch des Meisterschaftsspiels von Everton FC gegen Southampton in Liverpool. Für mich ist bei diesen Groundhoppings das Spiel selbst fast nur Nebensache, viel interessanter ist, wie in England Fußball gelebt wird. Aber das ist eine sehr persönliche Sicht, denn wer am Flughafen Wien als Groundhopper Richtung England abhebt, wird ziemlich oft mit Roland Holziger, dem Autor der Rapid-Chronik 1999 zusammentreffen, der diese Fahrten nicht nur als Amateur-Soziologe, sondern als echter Verehrer des englischen Fußballs antritt. Wir sind Roland jetzt schon zum zweiten Mal auf diese Weise begegnet. Rolands Ziel war diesmal Edinburgh, unseres war Liverpool. Wir waren eine neunköpfige Gruppe, aber nur zwei waren an Fußballthemen interessiert: Florian und  Franz.

Musik- und Fußballstadt Liverpool

Unsere eigentliche Absicht war, eine Zeitreise in unsere eigene Vergangenheit, in die Zeit der 1960er Jahre anzutreten, als wir, Albert, Franz, Fritz, Gerhard und Karl in einer Band gespielt haben. Die folgenden zwei Bilder sollen das veranschaulichen:

1969, 5-Uhr-Tee in der Tenne, Annagasse (heute ein Mäc)

2018, vor der Beatles Statue in Liverpool

Unser Ziel waren vor allem die Wirkungsstätten der Beatles. Wen das interessiert, kann sich hier die Bilder dazu ansehen. Achtung, es sind ca. 900.

In diesen 1960er-Jahren war Liverpool das Epizentrum der Popmusik. Wenn man die Stadt heute besucht, nehmen wir nur mehr die Nachwirkungen dieser Zeit wahr, denn wenn auch der Cavern-Club noch unverändert existiert und dort immer noch während des ganzen Tags Musik gemacht wird, hat das Geschehen eher einen musealen Charakter.

Aber auch für den Fußball waren die 1960er Jahre außerordentlich erfolgreich. Für den Liverpool FC waren es goldene Jahre, getragen vom charismatischen Trainer Bill Shankly, der Liverpool zum Rekordmeister machte, ähnlich wie Dionys Schönecker es für Rapid geschafft hat. Und daher ist dieser Bill Shankly ebenso wie sein Wiener Vorläufer als Bronzestatue vor dem Anfield-Stadion verewigt. Über diesen Startrainer später mehr.

Doch während die Musikwelt von Liverpool durch andere Zentren abgelöst wurde, deutet der Fußball in Liverpool nach dem Neubau der West-Tribüne und durch das Engagement von Jürgen Klopp an, dass man sowohl national als auch international wieder ganz vorne mit dabei ist. Immerhin hat Liverpool im Vorjahr das CL-Finale erreicht und ist in der angelaufenen Saison an der Tabellenspitze.

Krieg und Fußball

Schauen wir einmal in die Anfänge des Fußballs in die Zeit des Ersten Weltkriegs, als einander Deutsche und Briten in Frankreich gegenüberstanden. Wer kennt sie nicht, die Erzählungen über die Unterbrechungen der Kampfhandlungen als Soldaten beider Armeen zu einem improvisierten Fußballspiel zusammentrafen. Festgehalten wurden diese Begebenheiten im Wikipedia-Artikel “Weihnachtsfrieden“. In Liverpool wurde diesen bemerkenswerten Geschichten ein Denkmal gesetzt. Am Gelände der im Zweiten Weltkrieg zerbombten und als Mahnmal konservierten Ruine der St. Lukes Church steht das Denkmal “Truce”, das an Fußballspiele zwischen den Soldaten der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg erinnert.

In der Zeit des Ersten Weltkriegs war Fußball in Deutschland und Österreich ein ganz neues Phänomen, während es in England schon 60 Jahre lang betrieben wurde. Dieses Denkmal zeigt, welche Bedeutung, die Engländer dem Fußball zuschreiben. Die vielen Analogien zwischen Fußball und Krieg lassen vermuten, dass Fußball einen Krieg abstrahiert, einen Krieg, bei dem aber niemand zu Schaden kommt und im Gegenteil durch den Abbau von Aggressionen im Publikum dazu beiträgt, schlimmere Konflikte zu vermeiden. Zu viel der Ehre für den Fußball? Ich glaube nicht!

Vielen Nicht-Fußballinteressierten wird der Stellenwert, der in der Presse den Fußballberichten eingeräumt wird, nicht gefallen, könnte man doch das Papier für Wichtigeres verwenden. Doch was ist wichtiger? Könnte es nicht dereinst so sein, dass man strittige Entscheidungen auf der Grundlage des Ergebnisses von Fußballspielen trifft und nicht in Form kriegerischer Auseinandersetzungen? Dazu müsste diese Art der Entscheidungsfindung so ernst genommen werden wie das bei Anhängern von Fußballvereinen der Fall ist. Beim Abschnitt über Bill Shankly und Didi Kühbauer wird das noch einmal zur Sprache kommen.

Merseyside Derby

Liverpool gehört zu jenen Regionen, die gleich zwei Fußballvereine in die oberste Spielklasse entsenden. Die meisten  Liverpool-Groundhopper haben das Anfield Stadion als Ziel und nur wenige verirren sich in den Goodison Park des Everton FC. Als ich mir die wechselvolle Geschichte der Everton FC und seines Stadions, dem Goodison Park durchgelesen habe, finde ich, dass der Everton FC eigentlich DER englische Vorzeige-Verein ist und dem Liverpool FC um nichts nachsteht. Er kann zwar nicht auf so viele Titel zurückblicken aber die Seite Everton Firsts zeigt, auf wie viele fußballerische Meilensteine dieser Traditionsverein gesetzt hat.

Das Derby in Liverpool wird auch als “Meseyside Derby” bezeichnet. Merseyside ist der dem Festland zugewendete größere Teil der Stadt. Die Fähre über den Fluss wurde 1965 im Lied “The Ferry cross the Mersey” von Gerry & the Peacemakers verewigt. Der Song wird auch bei Touren mit der Fähre angestimmt.

Beide Stadien liegen im Norden des Stadtzentrums und sind nur durch den Stanley-Park getrennt.

Das Anfield-Stadion liegt im Stadtteil Anfield (2). Goodison Park liegt interessanterweise in Walton (8) und nicht in Everton (11). Ursprünglich (1879) gab es nur einen Verein, den Everton FC, und dieser Verein spielte in Anfield. Nach einem Zerwürfnis innerhalb des Vereins entstand der neue Verein Liverpool FC aus dem Everton FC. Dieser neue Verein Liverpool FC blieb in Anfield und der Everton FC übersiedelte 1892 in den Goodison Park.

Und so ist das Stadion “Goodison Park” in die typische Liverpooler Reihenhauslandschaft eingebettet:

Rot markiert ist die Kirche St.Lukas, die die Nordwestecke des Stadions vollständig ausfüllt und die auf eine Bindung des Everton FC zur anglikanischen Kirche hindeutet. In der Anfangszeit des Fußballs hat man den Räumen in den Ecken des Stadions noch wenig Beachtung geschenkt und daher war es damals nicht störend, wenn sich dort eine Kirche befand. Das Rätsel der Kirche wird etwas später aufgelöst. Was das Bild aber deutlich zeigt, dass es durch die große Nähe zu den Häuserreihen keine Ausbaumöglichkeiten gibt. Da ist auch der Grund, warum sich Everton seit vielen Jahren um einen neuen Standort bemüht. Wir werden aber am Ende des Beitrags sehen, dass es auch anders geht.

Bill Shankly

Bill Shankly schaffte es, 1962 den Liverpool FC aus der Zweitklassigkeit in die damalige First Division zu führen, holte mit den Reds 1964, 1065, 1966, 1973 und 1974 nationale Titel und 1973 den UEFA-Pokal. Wie er das geschafft hat, beantwortet er selbst durch sein Credo: “Im Sozialismus, an den ich glaube, arbeitet jeder für den anderen und alle bekommen einen Teil des Gewinns. So sehe ich Fußball, so sehe ich das Leben.” Und das deckt sich ganz gut mit den Worten, die Dionys Schönecker zugeschrieben werden: “Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.” und “Wer zusammenhält, gewinnt.”

Dieses Credo des Bill Shankly findet man auf einem ziemlich abgelegenen Abfallcontainer an der Rückseite des Stadions:

1913 ist das Geburtsjahr von Bill Shankly. Ich frage mich, wie dieser Erfolgstrainer die heutige Welt des kommerziellen Fußballs gesehen hätte. Ob das, was in den 1960er Jahren noch ein Erfolgsrezept war, auch heute noch funktionieren könnte?

Ernst nehmen!

Im Bezug auf die Arbeitseinstellung meinte er: “Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.” Sollte Euch das zweite Zitat überzogen vorkommen, erinnere ich an ein Interview von Andy Marek mit Didi Kühbauer am 8. Jänner 2018 aus Anlass des 119. Jahrestages der Gründung von Rapid, in der Didi die Duelle mit dem Lieblingsgegner Austria und seinem damaligen Gegenspieler Andi Ogris als einen an die existenziellen Grenzen gehenden Kampf bezeichnet hat. (Vollständiger Bericht siehe: “119 Jahre Rapid”. Leider hatte damals die Austria die bessere Mannschaft.) Ob es nun um Fußball geht oder etwas anderes, das wir tun; wir sollten es so ernst nehmen als ginge es um Leben und Tod – oder noch ernster.

Friendly Derby

Es hat uns gewundert, dass wir Everton-Anhänger in „voller Kriegsbemalung“ vor dem Anfield-Stadion, also dem Stadion von Liverpool FC beobachten konnten und sie in keiner Weise behelligt wurden. Das könnte ich mir in Wien nicht vorstellen. Dass das in Liverpool möglich ist, hat den Grund, dass dieses Merseyside-Derby traditionell sehr friedlich verläuft und als „Friendly Derby“ bezeichnet wird. Entsprechend fair (aber auch eher langweilig) ist der Support der Mannschaften durch ihre Anhänger. Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinsamen Vergangenheit der beiden Vereine zusammen und damit, dass eben ihre Anhängerschaft aus demselben Holz geschnitzt sind.

Everton FC

In Österreich ist Liverpool FC der populärere Verein, wohl wegen seiner vielen Meistertitel, und man kann Liverpool daher gut mit Rapid vergleichen.

Der ältere Verein ist aber der Everton FC, gegründet 1878, und auch er hat beachtliche Erfolge zu verbuchen, die bei uns nur weniger bekannt sind. Der Everton FC ist der historisch erfolgreichste Verein in England und hat nur zwei Saisonen nicht in der obersten Spielklasse gespielt. Zahlreiche andere Meilensteine wurden vom Everton FC gesetzt, wie zum Beispiel eine für die damaligen Verhältnisse einmalige Anlage des Stadions “Goodison Park” und viele weitere Highlights, wie zum Beispiel den ersten Besuch eines Monarchen (König Georg V) in einem Fußballstadion 1913. Als ich das gehört hatte, dachte ich gleich daran, ob sich unsere eigene Geschichte nicht völlig anders entwickelt hätte, wäre das unserem damaligen Staatsoberhaupt, dem Kaiser Franz Josef, auch eingefallen. Aber zu so etwas reichte es nicht, der alte Herr war Neuem gegenüber nicht besonders aufgeschlossen.

Der Spitzname des Goodison Park Stadions ist “The Grand Old Lady”, denn die Anlage geht schon auf das Jahr 1892 zurück und die dortigen Tribünen sind nicht mit den heutigen Architekturen vergleichbar. Das Stadiondach der Tribünen ist weit nach unten gezogen und man sieht von den oberen Sitzreihen praktisch nur das Spielfeld wie durch ein Guckloch. Das hat auch den Vorteil, dass bei Sonnenschein nur die ersten Sitzreihen der Nord- und Ostseite von der Sonne beschienen werden, alle anderen Sitzreihen werden durch das tiefe Stadiondach beschattet. Hier ein Blick von den oberen Sitzreihen der Haupttribüne. Trotz Nachmittagssonne sind nur die ersten Reihen von der Sonne beschienen, alle weiter oben liegenden Sitzplätze liegen im Schatten. Allein die konstruktionsbedingten Stützen beeinträchtigen etwas die Sicht.

Man stelle sich vor, man würde bei Rapid noch immer auf der Pfarrwiese spielen! Bundesligatauglich wäre diese Anlage wohl nicht. Umso bemerkenswerter ist, dass der Goodison Park ohne wesentliche Veränderungen bis heute bespielbar ist.

Religion und Fußball

In den Gründerjahren der englischen Fußballvereine hat auch die Religionszugehörigkeit eine gewisse Rolle gespielt. Beide Liverpooler Fußballvereine gehen auf eine Methodistische Gemeinde in Anfield zurück. Aber ansonsten sind die Anhänger in Liverpool nicht so religiös “gepolt” wie das etwas in Glasgow der Fall ist.

Dennoch ist es auffallend, dass im Goodison Park Stadion des Everton FC eine Art Symbiose zwischen Kirche und Fußball besteht, befindet sich doch genau in der nordwestlichen Stadionecke die evangelische St.Lukas-Kirche.

Rechts von der Kirche sieht man die Westtribüne und genau an der Rückseite der Kirche ist die Nordtribüne angeschlossen.

Weil wir Kirchen in der Regel als alte Bauwerke einschätzen und Fußballstadien als ein jüngeres Phänomen, kann man den Eindruck haben, als wäre das Stadion so gebaut worden, dass die Kirche genau in diese Ecke passt, Aber es war genau umgekehrt. Der Grundstein zur Kirche wurde im Gründungsjahr von Rapid gelegt, also 1899, und zu diesem Zeitpunkt war das Stadion bereits “eingeweiht” und in seinem siebenten Bestandsjahr. Es hat also die Kirche das Fußballrevier erobert, um ihre Anliegen besser an die Zielgruppe “Fußallfan” bringen zu können, und tatsächlich gibt es an Matchtagen die Aktion “Teas for Fans”, bei der die Fans zu kostenlosen Getränken in der Kirche eingeladen werden. Vielleicht bliebt ja einer “hängen”!

Verbesserungsvorschlag: Aktion “Beer for Fans”.

Mit dem Bus nach Everton

Was den Österreicher gleich wundert, ist der Umstand, dass der Bus 19, der von Stadtzentrum nach Everton verkehrt, zwei Stunden vor Spielbeginn nicht voll mit Everton-Fans ist. Wir scheinen die einzigen gewesen zu sein, die beim Goodison-Park aussteigen wollten. Das heißt aber nicht, dass wir dort allein waren, denn die Gegend um das Stadion ist abgesperrt und voll von blau bekleideten Anhängern.

Der Bus gab uns auch andere Rätsel auf. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis der letzte Fahrgast den Bus durch die einzige Tür (!) betreten hat. Der Grund: jeder einzelne von ihnen hat bar bezahlt. Kein einziger hatte eine Zeitkarte. Zum Vergleich: der “Balkan-Express 14A” am Keplerplatz hat drei Türen und niemand zahlt beim Fahrer, alle haben eine Netzkarte. Warum das in Liverpool nicht genau so ist, verstehen nur die Engländer, die wollen das so.

Rund um das Stadion

Etwa zwei Stunden von Spielbeginn trafen die Mannschaftsbusse ein. Der von Southampton wurde von den Fans nicht beachtet, der von Everton wurde begeistert umlagert.

So präsentiert sich die Haupttribüne des Goodison Park Stadions:

Zwei Dinge sind bemerkenswert:

Der Leitspruch des Everton FC im Wappen auf der Stirnseite des Stand “Nil satis nisi optimum”, was soviel heißt wie „Nur das Beste ist gut genug“. Interessant ist auch die Bilderreihe, die rund um das ganze Stadion läuft und die alle Meilensteine seit der Gründung des Vereins zeigt. Wir haben das auch gleich kontrolliert und tatsächlich findet sich im Abschnitt um das Jahr 1980 die Erinnerung an das Europacup-Finale zwischen dem Everton FC und Rapid, das leider 3:1 für Everton endete:

Dass dieses Stadion 1892 eröffnet wurde, und heute im Grunde noch genau so betrieben wird, ist auch im konservativen England eine Besonderheit. Die blaue Außenhaut dient zur äußeren Behübschung, im Stadion selbst, ist alles so wie vor 120 Jahren.

An mehreren Stellen rund um das Stadion gibt es typische Kioske für Everton-Devotionalien:

So ein englisches Stadion ist im Prinzip ein Kasten mit winzigen Eingangstüren; und gibt es viele davon. Hier ein Blick auf die Turnstiles, die man passieren muss:

Vor diesen Drehkreuzen steht ein freundlicher Steward, kontrolliert die Karten uns ersucht mich freundlich, den Rucksack zu öffnen. Dann fällt ihm meine Kamera auf und ich ahne schon, was er kontrollieren will: ob das Objektiv abnehmbar ist. Nein, ist es nicht! Als leidgeprüfter Groundhopper verwende ich in England und Deutschland ausschließlich eine Kompaktkamera mit festem Objektiv. Und das war auch diesmal wichtig. Florian wurde überhaupt nicht kontrolliert. Diese Kontrollen sind in österreichischen Stadien wesentlich genauer. In England kennt man offenbar sein Publikum und vertraut den Besuchern.

Im Stadion

Eine echte Sensation sind die hölzernen Klappsessel, deren Rückenlehnen im Thonet-Stil gebogen sind. Wenn es Veränderungen gab (im Bild in der ersten Reihe) wurden dort Kunststoff-Sitze eingebaut, sonst sind aber alle Reihen im Originalzustand. Sehenswert!

Kommt die gegnerische Mannschaft zum Aufwärmen aufs Spielfeld,  gibt es überhaupt keine Reaktion, wenn dann die Spieler von Everton kommen, gibt es schwachen Applaus. Bei Spielbeginn werden vom ganzen Stadion Everton-Lieder gesungen und dann ist auch schon Schluss.

Die Choreografie ist ziemlich mickrig und einfallslos…

… und offenbar bei jedem Spiel dieselbe. Bevor dieses Transparent “EVERTON” aufgezogen wird, hätte man nicht erkennen können, dass das eine Fantribüne ist, weil sich keine der Tribünen schneller füllt oder sich sonst irgendwie organisiert verhält.

Es gibt praktisch ausschließlich spielbezogenen Support. Alles wird beklatscht, auch Rückpässe und auch Outeinwürfe. Es kommt vor, dass die Auswärtsfans von Southampton ein Lied anstimmen, manchmal auch der Everton-Anhang.

Als das Spiel abgepfiffen wird, ist schon ein Viertel der Fans verschwunden, besonders auffällig ist es auf der Fantribüne. Eine Verabschiedung von den Fans gibt es nicht. Man könnte den Eindruck gewinnen, als gäbe es keine besondere Verbindung zwischen den Fans und ihrer Mannschaft. Dem widerspricht aber, dass das Stadion ausverkauft war.

Man muss Engländer sein, um das zu verstehen. Es ist einfach der für uns völlig ungewohnte englische Nicht-Support.

Man muss auch bedenken, dass die Kioske im Stadion unmittelbar nach der Pause schließen. Es gibt daher keinen Anreiz, nach Spielende im Stadion zu verweilen.

Im Stadion herrscht große Disziplin. Dass die Zuschauer aufstehen, wenn es eine brenzliche Situation gibt, dürfte die Stewards ziemlich beunruhigen.

Everton-Southampton

Das Spiel endete 2:1 für Everton und das Publikum war sichtlich zufrieden. Das spielerische Niveau war beachtlich. Unser Eindruck ist, dass Rapid gegen Everton in einem Bewerbspiel keine Chance hätte. Da es sich aber um Fußball handelt, muss diese Einschätzung natürlich nicht stimmen. Denn auch in diesem Spiel war der Sieg von Everton keineswegs eine klare Sache. Southampton verzeichnete einen Stangenschuss und einen nicht verwerteten Sitzer. Alles Dinge, die wir aus eigener Erfahrung mit Rapid nur allzu gut kennen.

Rund um das Anfield-Stadion

Man muss nur den Stanley-Park durchqueren, um vom Goodison Park zur Anfield Road zu gelangen und daher ließen wir es uns nicht nehmen, dem Neubau in der Anfield Road einen Besuch abzustatten. Wir waren schon zwei Mal in Liverpool und beide Male war die Anfield Road unser Ziel. Auch beim Liverpool FC hatte damals ein Stadion-Neubau hohe Priorität, doch es kam anders, man errichtete an der Stelle der historischen Haupttribüne eine gigantische neue Tribüne mit drei Rängen:

Wer die Situation vor diesem Neubau gekannt hat, weiß, dass an der Anfield-Road ebenso wenig Platz für Erweiterungen war wie derzeit beim Goodison Park Stadion. Die Umgebung der Anfield Road präsentierte sich vor etwa 10 Jahren in einem ziemlich verwahrlosten Zustand und die Gemeinde Liverpool hat ganze Häuserzeilen rund um das Stadion abgerissen, um so Platz für den Neubau zu schaffen.

Ein Bericht über Liverpool kann nicht enden, ohne den berühmten Fußballgesang “You’ll never walk alone” zu erwähnen. Der Titel ist an einem Gittertor an der Rückseite des Anfield Stadions angebracht:

Dass dieses Lied an der Anfield Road vor jedem Spiel gesungen wird, ist einem Zufall zu verdanken. Bei einem der Spiele in der Zeit des Bill Shankly fiel vor einem Spiel die Soundanlage des Stadions aus; genau zu dem Zeitpunkt als dieses Lied gespielt wurde (die Interpreten waren damals Gerry & the Pacemakers, also dieselben, die auch das Lied über die Fähre komponiert haben) und das Publikum sang spontan weiter. Seit diesen Tagen wurde dieses Lied vom Anhang von Liverpool adoptiert.

Links

GRÜNZEUG-595

GRÜNZEUG
INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951)
46. JAHRGANG/AUGUST 2018/Nr.595/Versand 13.8.2018, Postamt 1120

Unsere nächste

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

findet am

MONTAG, dem 27. August 2018, um 19 Uhr in unserem KLUBLOKAL statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Deni ALAR,
  • Marvin POTZMANN,
  • Dejan LJUBICIC und
  • Christoph HAAS.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!
Bitte vormerken: Für die übernächste „MV“ am 24.9. planen wir Steffen HOFMANN als Ehrengast einzuladen.

IN EIGENER SACHE

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

22.7.: UNVERGESSLICHER ABSCHIED VOM FUSSBALLSPIELER UND „FUSSBALLGOTT“!

Obwohl in Franken geboren und stets deutscher Staatsbürger geblieben, trug und trägt Steffen Hofmann, unser „Fußballgott“, das Rapid-Gen in sich. Ähnliches gilt für viele jener in- und ausländischen Spieler, die mit ihm, dem vierfachen (!) Torschützen, den Kader von „Steffen & Friends“ bildeten, welche, vom Meistertrainer Pacult gecoacht, Rapids „Erste“ (Tore: Ljubicic und Müldür) zu zwölft mit 4:2 (2:2) besiegten. Als da waren: Maier, Novota, Hedl, Payer; Dober, Eder, Feldhofer, Garics, Martin Hiden, Katzer, Patocka, Pichler, Trimmei, Valachovic; Boskovic, Hargreaves (Freund seit gemeinsamen Tagen im Bayern-Nachwuchs), Heikkinen, Hlinka, Korkmaz, Kulovits, Bönig (Bayern Amateure), Bruder Alexander; Hoffer, Kind, Salihi, Sturm, R.Wagner, Jancker, Alar. Die verhinderten Beric, Kainz, Schaub, Kavlak, Burgstaller, Herzog, Lawaree und Martinez sandten Videobotschaften – lauter Beweise für die Wertschätzung, die Steffen nicht nur bei den 25.300 Fans genießt, die das Allianz-Stadion füllten!

Schiri Lechner wusste ebenfalls, was sich an einem solchen Abend gehört und beendete die Partie zu Ehren der Nummer 11 elf Minuten vor dem regulären Abpfiff. Nun begab sich der reich beschenkte Steffen zu „Time to say goodbye“ vor einem einzigartigen Lichtermeer auf den Rängen und unter viertelstündigen Standing Ovations auf eine Ehrenrunde und schließlich, nicht als Einziger im Stadion mit den Tränen kämpfend, zum allerletzten Mal zu seinem Stammplatz in seiner Kabine. Von dem aus er sich „für alles, was passiert ist“ bedankte und „Servus“ sagte.
Zum Glück nur als aktiver Kicker, denn als Talentemanager wird er dem SCR ja erhalten bleiben.

P.S.: Auch stimmungsvoll endete das Match des grün-weißen Special Needs Teams gegen „Kicken ohne Grenzen“: 2:0 in der Schlussminute, weil auch diese Burschen wissen, dass man als Rapidler bis zum Schlusspfiff kämpft.

„WHO THE FUCK IS AIGNER?“

Das scheint sich der erst kürzlich in Österreich angekommene Mateo Barac gedacht zu haben, als er den Altacher Stürmer-Veteranen dieses Namens (geboren am 16.3.1981) bei einer Flanke links liegen bzw. stehen ließ, sodass der völlig ungestört zum 1:1 einköpfeln konnte, was Rapid spät wieder einmal zwei wichtige Zähler kostete. Also erfuhr es auch Galvaos Nachfolger schmerzvoll: Dieser Hannes Aigner ist genau der Typ, der jedem gegnerischen Verein die Siegeslaune vergällen kann, so kurz er auch im Einsatz sein sollte! Gegen Rapid tat er das zuletzt am 29.11.2017 indem er, in der 62. Minute eingewechselt, in der sogenannten „Rapid-Viertelstunde“ aus einem 0:1 mit zwei Elfmetcrtoren ein 2:1 für Altach machte.
Natürlich lag das jüngste 1:1 gegen Aigners „Gsiberger“ nicht nur an Baracs Stellungsfehler, viel mehr freilich an der Leistungsverweigerung der gesamten grün-weißen Truppe nach der Pause. Schon nach dem Gastspiel in der Südstadt hatte Djuricin gegrantelt, seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit wie in Badeschlapfen gespielt, dennoch unterbot sie das auf der Steppe des eigenen Rasens in geradezu beschämender Manier, war der SCR(heindorf) Altach nun doch so klar überlegen, als wäre er der SCR(apid) Wien. Natürlich war die Hitze ausgesprochen unzumutbar, das aber für beide Teams! Im Sprichwort wird der Faule ganz zum Schluss doch noch fleißig, den Rapidlem gelang im absoluten Finish allerdings kein zweiter Treffer mehr, weshalb es beim enttäuschenden Remis blieb.

Zum Vergleich: Salzburg gewann zur selben Zeit in Mattersburg durch Tore in den Minuten 93 und 95 mit 2:0 (!). Tja, Rapid hat längst nicht mehr das Privileg auf entscheidende Goals in der Schlussviertelstunde! Überhaupt muss man sich fragen und das nicht erst seit jetzt, warum diese doch so gut besetzte Mannschaft kaum jemals fähig oder willens ist bzw. war, ihr Potenzial über zweimal 45 Minuten auszuspielen.

Wie auch immer, die bei der bemitleidenswerten Admira so leicht errungene Tabellenführung ging schon beim ersten diesjährigen Antreten in der keineswegs einbruchssicheren „Festung“ Allianz- oder unseretwegen Weststadion verloren. Und am 12.8. drohte schon wieder ein vermeintlich leichtes Heimspiel, nämlich gegen den Wolfsberger AC, worüber wir uns erst in der nächsten Nummer auslassen können. Wie auch über die EL-Quali gegen Slovan Bratislava (9., 16.8.).

Weiter geht’s später im ÖFB-Cupbewerb, in dem Rapid am 25. oder 26.9. nach Mattersburg reisen muss, wo die Trauben ganz gewiss höher hängen werden als in Kufstein, wo Deni & Co. ja ein lockeres 5:0 gelang. Aber nach der 62. Minute kein weiteres Tor mehr…

tipico-Bundesliga (Stand vom 5.8.2018)

1. RB         2 2 0 0 5:1 6
2. Sturm Graz 2 2 0 0 6:4 6
3. Rapid      2 1 1 0 4:1 4

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, l.RUNDE (20.7.): KUFSTEIN (A) 5:0 (3:0)

Rapid nahm den Regionalligisten um Altstar Idrissou (38, 39A für Kamerun) vom Anpfiff weg ernst wie aufgetragen: Hinten wurden nur zwei Tiroler Chancen zugelassen (Stangenschuss und tolle Knofi-Parade kurz vor bzw. nach der Pause), und vorne fand die grün-weiße Torlawine erst mit dem Abgang Deni Alars (zwei Treffer, zwei Assists) ihr Ende; nun wurden zu viele Einschussmöglichkeiten ausgelassen. Der Aufstieg gelang dennoch in souveräner Manier, obwohl nicht weniger als sechs Neue aufgeboten wurden, die sich allerdings auf Anhieb integrieren konnten.

SCR: Knoflach; Auer (69.Bolingoli), Hofmann (73.Sonnleitner), Barac, Potzmann; Martic, Schwab; Ivan, Knasmüllner, Berisha; Alar (63.Kostic).- Tore: Ivan (5., 62.), Berisha (19.), Alar (34., 58.).- Gelbe Karten: Bergmeister; Hofmann.- Kufstein, Gishammer, 2.000.

BL, l.RUNDE (29.7.): ADMIRA (A) 3:0 (3:0)

Vielleicht lag’s an der Hitze oder der sicheren Führung nach starker erster Halbzeit, aber was die Rapidler gegen die personell arg geschwächten Südstädter nach der Pause veranstalteten, war oft nicht mehr ganz so schön und schon gar nicht erfolgreich. Dennoch war’s der erste (souveräne) Sieg unter Djuricin in diesem Stadion; wirklich schwer fiel er freilich nicht. Auch weil Strebinger zwei dem Hütteldorfer Leichtsinn entsprungene Admira-Großchance bravourös zunichte machte (58., 85.).

SCR: Strebinger; Potzmann, Hofmann, Barac, Bolingoli; Ljubicic (79.Malicsek), Schwab; Murg, Knasmüller (66.Berisha), Ivan (76.Kostic); Alar.- Tore: Murg (6.), Ivan (23.), Bolingoli (44.).- Gelbe Karten: Zwierschitz, Bakis; Potzmann, Kostic.- BSFZ-Arena, Harkam, 5.200.

BL, 2.RUNDE (4.8.): ALTACH (H) 1:1 (1:0)

Im Hütteldorfer Brutkasten boten die GrünWeißen auf pilzbefallenem Rasen besonders in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Leistung. Gab es in der ersten wenigstens noch eine gelungene Aktion (Bolingoli-Schwab-Knasmüllner-Schütze Alar), so fanden sie gegen die topmotivierten, hochkonzentrierten Gäste später fast gar nicht statt. Nachdem Knasmüllner aus fünf Metern nur die Stange traf (76.), kam Senior Aigner und mit ihm der aufgrund der Passivität des SCR gerechte Ausgleich. Ganz zum Schluss gab es noch einige Hochkaräter für Knasi & Co., aber die Glücksgöttin hatte sich schon längst verärgert abgewendet.

SCR: Strebinger; Potzmann, Sonnleitner, Barac, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Murg (85.Kostic), Knasmüllner, Ivan (62.Berisha); Alar.- Tore: Alar (35.); Aigner (88.).- Gelbe Karte: Potzmann.- Allianz-Stadion, Chiocirca, 15.200.

„MR. GRÜNZEUG NR. 596“: CHRISTOPH KNASMÜLLNER UND MARVIN POTZMANN

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Im Sommer 2018 sind es wieder einmal sogar zwei, die jeweils drei gleich gute Partien hingelegt haben und das als Neo-Rapidler! Der eine überzeugte als Außenverteidiger mit Offensivdrang, der andere als Spielmacher und Torvorbereiter. Darüber hinaus traf Knasmüllner gegen Altach zweimal die Pfosten – herzlich willkommen im Hütteldorfer AluKlub, Knasi!

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Stefan Schwab 125. (Altach).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN LETZTER BLICK AUF ‘17/18

Zuschauer-Krösus Rapid blieb zwar weiterhin unangefochten ganz vorne in der Gunst der Anhänger und sonstigen Besuchern, musste bei durchschnittlich 18.791 Zuschauern pro BL-Heimspiel aber einen Schwund von 10,7 Prozent gegenüber 2016/17 hinnehmen; überhaupt war Aufsteiger LASK der einzige Klub mit einem sogar saftigen Plus von 73,1 Prozent und
das bei nur 4.919 Gästen pro Spiel Allerdings gehörten die Linzer in der Vorsaison ja der sogenannten Ersten Liga an, die sowieso unter allgemeinem Desinteresse litt. Ob das bei nunmehr 16 Teilnehmern besser sein wird, darf bezweifelt werden. Was übrigens auch für die jetzt zwölf Vereine umfassende Bundesliga gilt…

Korrektur: Laut unserer Nummer 594 habe Rapid in der Meisterschaft noch nie verschiedene Spieler einsetzen müssen. Das war aber kein neuer Klubrekord, denn erst 2016/17 waren es sogar 32.

Auswärtspunkte: Seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel erreichte der SCR in der Meisterschaft noch nie 30 Zähler in fremden Stadien wie ‘17/18, und das war definitiv ein neuer Klubrekord.

Länderspiele: Zwischen 30.5. und 10.6. gab es drei Heim-Testmatches (Russland 1:0, Deutschland 2:1, Brasilien 0:3), in denen lediglich Noch-Rapidler Schaub eine einzige Halbzeit zum Einsatz kam, während Strebinger, Murg und der damalige Noch-nicht-Rapidler Potzmann 1. Reihe fußfrei sitzen blieben – na ja.

Langzeitverletzungen: Ivan Mocinic, Georgi Kvilitaia, Tamas Szanto und Andi Kuen nahmen die ihren ins neue Spieljahr mit. Zu ihnen gesellte sich noch vor dem offiziellen Beginn der Saison ‘18/19 einmal mehr Philipp Schobesberger, der wegen – wie es hieß -schwerwiegenden Hüftbeschwerden am 29.6. von einem Tiroler Spezialisten operiert wurde und etwa ein halbes Jahr ausfällt. Da hoffen wir zweierlei: „Schobi“ soll (viel!) schneller fit werden als „Dibi“, unser erster Hüft-Patient, und sich seine kaltschnäuzige ScheißminixMentalität so bewahren, wie es nach seiner letzten, überlangen Zwangspause zu registrieren war.

TRAININGS, TESTS UND TAG DER OFFENEN TÜR

Trainings: Nach den üblichen medizinischen Tests zu Saisonbeginn (19.6., Schmelz) startete das Vorbereitungsprogramm am 20.6. in Hütteldorf, bevor das Trainingslager in Windischgarsten vom 1. bis 8.7. stattfand.

Testspiele

28.6.: 2:0 (2:0) in EBREICHSDORF (Gashi, Kostic).

1.7.: in Hausmening 14:0 (5:0) gegen eine MOSTVIERTELAUSWAHL (Malicsek 3, Knasmüllner 2, Murg 2, Berisha 2, Martic 2, Bolingoli, Thumwald, Ivan).

4.7.: in Wels 0:2 (0:2) gegen Tschechiens Vizemeister SLAVIA PRAG.

8.7.: in Bad Wimsbach 1:0 (1:0) gegen den russischen Neo-Erstligisten SAMARA (Arase).

14.7.: im nicht einmal halb vollen Allianz-Stadion unnötigerweise 1:2 (0:1) gegen den erstmals aus der deutschen Bundesliga abgestiegenen HAMBURGER SV, wobei u.a. auch Dibon fehlte, der im Training wieder einmal kürzer treten muss. Der sehr schöne, zwischenzeitliche Ausgleich gelang Malicsek (warum der ausgerechnet in St.Pölten kaum zum Zug kam, dürfte vielen unklar sein).

Tag der offenen Tür: Diesen organisierte und moderierte Andy Marek am 13.7. zum exakt 25. Mal. Rund 3.000 Fans wollten natürlich vor allem die neue Mannschaft sehen, aus der Arase, Knasmüllner und Ivan zum allgemeinen Gaudium als „Stage Diver“ agierten. Steffen Hofmann, aus dem Trainingslager von SCR II in Ollersdorf angereist, gab seiner Vorfreude auf das Match „Steffen & Friends“ vs. Rapid (22.7.) den Ausdruck und fungierte überdies als liebevoller Ersatzpapa eines verloren gegangenen Knirpses. Ja, in Hütteidorf menschelt’s halt immer wieder!

KOMMEN UND GEHEN

Ohne konkrete Beträge nennen zu können, dürfen wir feststellen, dass Fredy Bickel in dieser Transferzeit unterm Strich keine Schulden machte und das trotz zahlreicher Neuerwerbungen. Respekt, Herr Sportchef!

Gekommen

Paul Gartier (zurück vom KSV, derzeit verletzt); Marvin Potzmann (24, von Sturm, Dreijahresvertrag), Mateo Barac (24, von NK Osijek, Dreijahresvertrag); Manuel Martic (von St.Pölten, Zweijahresvertrag), Christoph Knasmüllner (26, vom FC Bamsley, Dreijahresvertrag), Andrei Ivan (21, vom FK Krasnodar, vorerst für ein Jahr ausgeliehen, aber mit „leistbarer“ Option), Philipp Malicsek (zurück aus St.Pölten), Albin Gashi (zurück vom FAC), Aleksandar Kostic (von Rapid II, Einjahresvertrag mit Option); Andrija Pavlovic (24, vom FC Kopenhagen, Dreijahresvertrag, derzeit verletzt), Deni Alar (28, von 2011 bis 2016 als „Mr.Europacup“ trotz schwerer Verletzungen 139 Pflichtspiele mit 42 Toren für Rapid, zurück von Sturm, Vieijahresvertrag), Alex Sobczyk (zurück aus St.Pölten) und zuletzt Jeremy Guillemenot (20, vom FC Barcelona B, wie Ivan mit „leistbarer“ Option für ein Jahr ausgeliehen).

Gegangen

Steffen Hofmann (Karriereende, nun Talentmanager Rapids), Lucas Galvao (FC Ingolstadt), Louis Schaub (l.FC Köln), Mario Pavelic und Matej Jelic (HNK Rijeka), Joelinton (zurück nach Hoffenheim), Thanos Petsos (zurück nach Bremen), Andreas Kuen (Mattersburg), Armin Mujakic (Atromitos Athen), Giorgi Kvilitaia (KAA Gent), Denis Bosnjak (FAC, Kooperationsspiel), Maximilian Entrup (Vertragsauflösung); zu Osarenren Okungbowa siehe „Ein Blick zu Rapid II“.

Wir begrüßen die Neuen um den Deni ebenso herzlich, wie wir die Abgänge mit den besten Wünschen für ihre Zukunft verabschieden, besonders natürlich die Eigenbauspieler Pavelic, Schaub und Mujakic. Letzterer hatte es ja wie auch der Osa lange Zeit sehr schwer mit seinem Körper…

Schlussendlich wurde Rückkehrer Alex Sobczyk ebenfalls an den FAC verliehen. Definitiv endet die Transferzeit allerdings erst am 31. August…

EIN BLICK ZU RAPID II

Zugänge: Leovac (vom FAC zurück), Weyermayr, Moormann und Greiml (von AKA St.Pölten), Hofer (AKA Tirol), Tomasevic (Rad Belgrad).

Abgänge: Jenciragic und Tüccar (Kooperationsspieler beim FAC), Krenn (für ein Jahr auch an den FAC verliehen), Pfeifer (GAK), Küssler (Sportclub), Heilmann (Admira Jun.), Heinicker (St.Pölten Jun.) sowie Okungbowa, dem es sein Körper hoffentlich endlich einmal langfristig gestattet, sein ganzes Können zu zeigen und sei es auch „nur“ beim SKN St.Pölten, aber leider nicht mehr beim SCR!

Tests

7.7.: 3:1 (1:0) im Happel-Stadion gegen Samuel Ipouas „TEAM AFRICA“ (Ehmhofer, Sahanek, Eigentor).

14.7.: zum Abschluss des Trainingslagers in Ollersdorf 2:0 (2:0) gegen STURM GRAZ AM. (Jusic, Felber).

21.7.: 2:1 (1:1) in STRIPFING (Markl, Ibrahimoglu).

28.7.: 2:1 (1:1) in Lipot (Ungarn) gegen LIVERPOOL U23 (Müldür, Hofer).

Beim international überragend besetzten EMKA-U19-Cup (2.-5.8., Spiele in Dortmund und Velbert) gelang Akagündüz‘ Burschen ein sensationeller Triumph! Gruppenspiele (2×20 Min.): 0:0 gegen ATLETICO MADRID, 2:1 (1:1) gegen l.FC KÖLN (Tomasevic 2), 2:0 (1:0) gegen MANCHESTER UNITED (Tomasevic, Sulzbacher), damit Gruppensieger. -Semifinale: 1:0 (1:0) gegen HANNOVER 96 (Markl).- Finale: 5:4 nach Elferschießen (1:1, 1:1) gegen BORUSSIA DORTMUND (Markl); Hedl hielt in der Schlussminute der regulären Spielzeit von 2×35 Min. einen Penalty; Tomasevic wurde mit insgesamt drei Toren Schützenkönig des Turniers, an dem zehn Teams teilnahmen. Übrigens wurde Hannover 96 Dritter vor dem l.FC. Köln.
Eine ganz große Gratulation aber an unsere als U19 angetretene 2. Mannschaft!

SPLITTER

Dank Herrn Dipl.Ing. Fiala gilt Nachstehendes auch für 2018/19: Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ -„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Tagebucheinträge

   August

2018-08-12 Rapid-WAC
2018-08-11 Christian 47
2018-08-11 St.Pölten Juniors-Rapid II
2018-08-10 Slovan-Rapid
2018-08-09 Slovan-Rapid in Zahlen
2018-08-04 Rapid-Altach

   Juli

2018-07-30 Unsere Spieler 2018/19
2018-07-29 Admira-Rapid
2018-07-28 Rapid-TV
2018-07-27 Stammtisch
2018-07-23 Rapid – Steffen & Friends
2018-07-23 Die sind gar nicht so verrückt
2018-07-22 Erste Cup-Runde
2018-07-19 Here, there and everywhere
2018-07-15 Rapid-HSV
2018-07-13 Tag der offenen Tür
2018-07-13 Fußball, Impfstoff gegen Nationalismus

   Juni

2018-06-29 WM-Zwischenbilanz
2018-06-29 Ebreichsdorf-Rapid
2018-06-29 Guerilla-Fußball
2018-06-23 WM-Teilnehmer und wir
2018-06-19 Mitgliederversammlung
2018-06-17 Termine 2018/19
2018-06-17 Nostalgische Fernseh-WM
2018-06-15 Von Königgrätz bis Klagenfurt
2018-06-07 GRÜNZEUG-594
2018-06-01 Rapid-Viertelstunde-165

Harald Gartler war schon immer ein Hansdampf in allen Gassen, z.B. berichtete er als Aktiver im „Grünzeug“ über Matches der SCR-Amateure, in denen er selbst mitwirkte. Nun aber wechselte er mit seiner ganzen Erfahrung auf diesem Sektor zum LASK, der einen Stadionneubau plant. Daher: Viel Erfolg, Harry, und danke für alles, was Du für die grün-weißen Farben geleistet hast, seit Du als Knirps zu kicken begonnen und ein paar Jahre später den ähnlich schlitzohrigen Rene gezeugt hast, bevor Du zum honorigen Direktor des Schmuckkästchens Allianz-Stadion aufgestiegen bist! Wir sind uns absolut sicher, dass Deine Übersiedlung nach Linz kein Abschied für immer sein kann!

Das Ständig Neutrale Schiedsgericht folgte Rapids Klage und reduzierte die 100.000-Euro-Geldstrafe für die Vorfälle im Derby vom 4.2. auf 53.000 Euro; zudem gilt die auf ein Jahr bedingte Sektorensperre nach erneuten Ausschreitungen nun nur für solche in Heimspielen.

Die Fans wählten Stefan Schwab per Online-Abstimmung zum schon dritten Mal zum „Rapidler des Jahres“ – Gratulation, Schwabi!

Der ORF zeigt in den nächsten vier Jahren alle EC-Heimspiele Rapids sowie einige Freundschaftsmatches – immerhin ein kleiner Trost dafür, dass er keine BL-Spiele mehr live überträgt.

Herr Karl Gansberger aus Niederrußbach, seit 14.11.1968 ein Rapidfreund, ist am 23.7. im 80. Lebensjahr unerwartet verstorben. Wir werden stets seiner gedenken!

Die Spielergewerkschaft erstellte nach einer Umfrage unter ihren Mitgliedern auch heuer eine Tabelle über deren Zufriedenheit mit ihren Arbeitgebern (Pünktlichkeit der Gehaltsauszahlungen? Klarheit der Verträge? Lohnfortzahlung bei Verletzungen? Kommunikation mit dem Management? Klubimage? Medizinische Betreuung? Ausrüstung?):

1. Salzburg 69 von 70 möglichen Punkten, 
2. SCR 65, 3.Sturm 63, 
7. FAK und St.Pölten je 54.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: klubderfreundef @ aon.at
Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer).
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Homepage-Autor: Franz Fiala · franz @ ewkil.at · 0677-1899 5070

„Grünzeug“ im Tagebuch

Rapid-WAC

0:0

Positiv an dem Spiel war natürlich, dass es nicht verloren wurde, denn auch das wäre durchaus möglich gewesen. Beachtlich, wie der WAC es verstanden hat, die Initiative an sich zu ziehen und wie wenig Chancen Rapid umgekehrt erarbeiten konnte; eigentlich gar keine.

Festung “Hütteldorf”?

Hielten sich nach dem Heimspiel gegen Altach die Pfeifer und Klatscher noch etwa die Waage, wurden die weniger Klatscher vom Pfeifkonzert und “Trainer raus”-Rufen völlig übertönt. Man könnte meinen, man könne von keiner Festung in Hütteldorf sprechen, aber verloren wurde nicht, das ist doch schon was.

Endlich zwei gleiche Halbzeiten!

Das auffällige Zurückschalten in der zweiten Halbzeit während der letzten Spiele ließ uns hoffen, dass das auch der Mannschaft auffällt und sie doch irgendwann zwei gleiche Halbzeiten schaffen würde. Unser Hoffen wurde erhört, denn diesmal waren beide Halbzeiten ziemlich ähnlich aber leider nicht in der von uns erwarteten Richtung, denn sie waren beide schlecht.

Die Zeit der “Dorfklubs” ist vorbei

So wie das Marketing nicht müde wird, den “Rekordmeister” zu verkaufen, wird der Block nicht müde, vermeintliche “Dorfklubs” zu beschimpfen. In dieser Hinsicht scheinen sich Verein und Kurve sehr ähnlich zu sein, wenn sie es auch ziemlich verschieden ausdrücken.

Die Frage ist, ob nicht ein kleiner aber schlanker Klub nicht genauso gute Transfers leisten kann und einen ähnlich guten Kader halten kann wie das bei Rapid der Fall ist. Den Bonus der Großstadt hat der kleinere Klub nicht, die Verehrung durch die Anhängerschaft auch nicht, das Umfeld ist spartanischer aber vielleicht ist gerade dadurch der Hunger nach Erfolg größer, speziell wenn man schon einmal in der großen Stadt vor großem Publikum zu Gast ist und dabei einen Achtungserfolg mit nach Hause nehmen kann.

Was ist es umgekehrt für ein Erfolg, wenn Rapid in Wolfsberg gewinnt? Hört man in die Kurve, erwartet man einen solchen Erfolg ganz selbstverständlich, und ebenso häufig passiert das Gegenteil, wie uns die Ergebnisse lehren.

Diese große Kluft zwischen völlig überdrehter Erwartungshaltung und der Realität am Rasen erzeugt nach nur zwei Unentschieden ziemlich entbehrliche Pfiffe.

Das letzte Spiel im Mai endete auch 0:0 und die Gesamtbilanz gegen den WAC (seit 2012) ist ziemlich ausgeglichen: 9 Siege, 8 Unentschieden und 9 Niederlagen. Aus der Sicht der Statistik ist dieses 0:0 völlig unauffällig. Der WAC ist einfach kein “Dorfklub”, es ist ein ernst zu nehmender Gegner, der in einer ähnlichen Größenordnung wie Rapid seine Mannschaft entlohnt und Spieler kauft.

Ohne Sehnsucht, kein Erfolg

Es scheint die Sattheit des Erreichten zu sein, die den Hunger nach Erfolg klein werden lässt. Es ist aber etwas, das man nur schwer verändern kann, weil es im System “Rapid” begründet ist. Die Akteure haben vielleicht zu wenig “Sehnsucht nach dem weiten Meer” wie das im Kleinen Prinz geschrieben steht, in dem er sagt:

«Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.» Antoine de Saint Exupéry

Natürlich braucht man tägliches Training und das alles muss das Trainerteam vorbereiten. Unsere Spieler erwecken aber den Eindruck, als würden sie eine lästige Pflicht erledigen. Mit Motivation würden sie die notwendigen Übungen und Spielzüge ganz von allein erarbeiten, weil sie die “Sehnsucht nach dem Titel” haben.

Mehr Respekt für den Gegner!

Statt dem Gegner dem im gebührenden Respekt zu zollen, geht man auf die eigenen Spieler und Trainer los. Wer weiß, ob nicht der Wurm einfach im System “Rapid” selbst steckt? Die wirtschaftlichen Leistungen des Rapid-Teams können sich wahrlich sehen lassen, aber die spielen nicht Fußball. Was wir hingegen sehen, dass nicht alle, die zu Rapid kommen, ihre Qualitäten auch zeigen können und das betrifft sowohl Trainer als auch Spieler. Rapid scheint ein Fußballverein mit besonderen Bedürfnissen zu sein, denen nicht alle gerecht werden,

Kein Trainer seit Josef Hickersberger wird vom Verein bei diversen Anlässen für einen Rückblick eingeladen. Man erinnert sich nicht gern an sie, pflegt den Kontakt nicht mehr.

Auch die Entwicklung von Spielern bei Rapid ist durch den allzu großen Druck nicht so selbstverständlich wie bei kleineren Vereinen.

Motivation?

Warum sich aber Spieler, die sich Woche für Woche vor großer Kulisse präsentieren können, nicht für dieses Publikum mehr einsetzen, das ist allerdings ein Rätsel.

Dass die Stütze von Sturm und auch dortiger Kapitän, Deni Alar, bei Rapid in der Spitze “verhungert”, liegt vielleicht an dem System mit nur einer Sturmspitze, aber ich kann das fast nicht glauben, wäre doch mit Knasmüllner ein guter Mitspieler in der Mitte vorhanden. Dass dieses Gespann nicht auf Touren kommt, ist einem Zuschauer nicht ganz verständlich.

Tiefpunkt

Florian meinte: “Wir haben einen bisher nicht gekannten spielerischen Tiefpunkt erreicht”. Man kann nur hoffen, dass sich die Spielweise am Donnerstag wieder zum Positiven wendet, denn wenn nicht, war die internationale Präsenz nur von kurzer Dauer und das ohnehin immer knappe Geld noch knapper und wir können uns einen Trainerwechsel überhaupt nicht mehr leisten, musste doch das Geld in den Rasen investiert werden.

2222 Spiele

Man muss auf einen Fußballplatz gehen, um die menschliche Seele kennen zu lernen: auch die eigene natürlich. Es ist eine Hassliebe, die viele Anhänger mit Rapid verbindet. Ein Wechsel zu einem anderen Verein kommt nicht in frage, dazu ist man in dem grüß-weißen Beziehungsgeflecht zu sehr verwurzelt. Anderseits würde man nach so einem Spiel am liebsten alle auf einmal kündigen. Durch diesen Frust eines jeden Einzelnen entsteht ein Druck, der nicht ganz so groß wäre, wenn man nicht ständig vom “Dorfklub” und vom “Rekordmeister” phantasieren würde.

Weil das heutige Spiel nicht ganz so toll war, hier das Bild von unserem Fahnenträger Thomas:

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Christian 47

Alle kennen Christian. Viele nennen ihn Pumuckl, weil das auf seinem Transparent steht, das er bei jedem Spiel im Allianz-Stadion unter dem Dach der Südtribüne befestigt. Aber man sieht es auch bei allen Auswärts-Spielen von Rapid und ebenso bei allen Spielen von Rapid II.

Rapid wurde für Christian geschaffen!*) Es geht aber auch umgekehrt: Christian wurde für Rapid geschaffen!**) Wenn Christian einmal ein Spiel nicht besuchen kann, dann bereitet ihm das richtige Qualen.

Christian genießt es, mit allen ein gutes Verhältnis zu pflegen, etwa, wenn er sein unverwechselbares und eher liebevoll gemeintes “Seavas schiacha Hund!” in die Gegend schmettert. Weder Sitznachbarn noch Mitarbeiter von Rapid entkommen dieser Begrüßung. Aber niemand nimmt es ihm übel, es ist geradezu eine Ehre, vom Überall-Hin-Fahrer Christian derart begrüßt zu werden. Nur unseren Präsidenten hat er so noch nicht begrüßt, aber das kommt sicher noch, vielleicht beim nächsten Titel!

Christian ist aber nicht nur einfach ein Anhänger, er ist auch Mitglied mehrerer Fanklubs. Und diese wieder vermitteln ihm eine Gemeinschaft, die man für Geld nicht kaufen, sondern nur durch Treue erwerben kann. Treue zum Fanklub, Treue zu Rapid. Die Tornados, vertreten durch Dominik, dankten Christians Treue mit einer wunderschönen Fotocollage aus Bildern aus mehr als zwanzig Jahren bei Rapid anlässlich seines 47. Geburtstags:

Interessant sind die beiden Gitter auf dem Bild. Das Gitter links ist vom Zweit-Runden-Cup-Aus in Ranshofen und das flächenfüllende Gitter ist von einem Auswärtsspiel in Altach. Das Bild links unten zeigt Christian beim Interview für die kommende Ausgabe des “Tornados-Special”, das bei den kommenden Heimspielen im Stadion erhältlich sein wird.

Hier bekommt der Jubilar das Bild überreicht:

Ihr werdet Euch fragen, von wo der Tagebuchautor das weiß?

Christian ist seit etwa zwei Jahren Teil unserer Fahrgemeinschaft zu Auswärtsspielen von Rapid II. Er hat uns zu einer Geburtstagsjause eingeladen und Dominik hat aus diesem Anlass diese Fotocollage hergestellt und an diesem Nachmittag übergeben. So nebenbei lauschten wir an diesem Nachmittag den Erzählungen von Dominik und erfuhren einige spannende Geschichten über Abenteuer, die man nur im Fanblock erleben kann.


*) Rapid wurde für Christian geschaffen! Man könnte meinen, das wäre übertrieben, denn kein Fußballklub wird für einen bestimmten Fan gegründet. Aber es muss ein großer Klub sein, der so verschiedene Menschen wie Dominik, Christian, Franz und Florian zusammenbringt und zusammenhält. Kleinere Vereine können das nicht so gut, weil nur größere Fangruppierungen diese integrativen Eigenschaften besitzen und durch das Rapid-Leitbild in ihren Aktivitäten unterstützt werden. Es muss also schon ein Kaliber wie Rapid sein, um eine Heimat für so verschiedene Grün-Weiß-Geschädigte zu bilden.


**) Christian wurde für Rapid geschaffen! Auch dieser Ausspruch wirkt ein “bisschen” übertrieben, doch in welchem sonstigen gesellschaftlichen Umfeld findet man diese einmalige Möglichkeit, dass Menschen verschiedenartigster Herkunft so innig ein gemeinsames Ziel verfolgen können wie es bei Rapid der Fall ist.

Solltest Du als Nicht-Rapidler diese Zeilen lesen, den Kopf schütteln und meinen, dass das auch Dein Verein kann, dann hast Du wahrscheinlich Recht, denn in dieser Hinsicht sind tatsächlich alle Fußballvereine sehr verwandt. Aber es muss dann bei Deinem Verein auch eine gewisse Größe und eine gewisse Integrationsbereitschaft vorhanden sein, die eben beide bei Rapid gegeben sind.

St.Pölten Juniors-Rapid II

0:4 (0:1)

Die beiden Duelle gegen die St.Pölten Juniors in der abgelaufenen Saison wurden knapp verloren und man konnte auf dieses erste Spiel mit verjüngter Mannschaft gespannt sein.

Nach der Pausenführung drängten die St.Pöltner auf den Ausgleich, doch gerade das ermöglichte den Rapidlern mit Kontern zu antworten. Und diesmal sind die schnellen Vorstöße von Kelvin Arase durch Assists und Tore belohnt worden.

Ambiente

In Obergrafendorf gibt es keine Flutlichtanlage, und daher werden die Spiele immer recht früh angesetzt, im August eben um 18:00. Der Starkregen während der Anreise ließ schon befürchten, dass das Spiel eventuell gar nicht stattfinden könnte. Am Sportplatz war es dann aber erträglich, wenn auch unsere Bekleidung den 16 Grad nicht angemessen war.

Als Wiener vermutet man Westösterreich irgendwo jenseits der Enns, dass es aber schon in St.Pölten beginnt, ist doch neu, denn unser Team wurde angekündigt, als gäbe es in der Liga 10 weitere Vereine, die “Rapid” als Vereinsnamen verwenden. Immer wieder hieß es “Rapid Wien”.

Aber nicht nur das, auch die Aussprache machte dem ansonsten sehr guten Stadionsprecher Schwierigkeiten. Er kündigte unsere Mannschaft wie ein Sprecher aus Norddeutschland an, der es naturgemäß nicht wissen muss. Statt des hierzulande üblichen “Rapíd” (mit Betonung auf dem “i”) outete er sich mit der bei uns eher verpönten Aussprache “Rápid” (mit Betonung auf dem “a”) .

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Slovan-Rapid

2:1 (1:1), 9500, Pawel Raczkowski

Dieser Pawel Raczkowski hat schon die Partie Villarreal-Rapid (1:0) gepfiffen. Und auch bei seinem zweiten Spielleitung eines Rapid-Spiels sollte es eine Niederlage für Rapid geben.

Es gab erst zwei Duelle mit Slovan und bei beiden wurde das Auswärtsspiel verloren. Dennoch ist Rapid bei beiden aufgestiegen. Wollen wir also hoffen, dass es auch bei dieser dritten Begegnung gelingt.

Mit ein bisschen Glück hätte das Spiel – wie so oft, oder eigentlich immer – auch ganz anders ausgehen können. Dass ein Torschuss von Knasmüllner von der Mittellinie den gegnerischen Tormann bei einem Ausflug erwischt hat, dann aber genau an die Latte ging, gehört in diese Kategorie “Pech”. Dass ein Elfer vergeben wurde, gut, das kann passieren; dass aber der Nachschuss hinter der Linie zu liegen kam, von dort abgewehrt wurde und dieser Treffer nicht gezählt hat, ist auch so eine Zufälligkeit zu unseren Ungunsten. Der Gegentreffer entstand aus einem Corner, der durch eine schlampige Rückgabe von Boli zustande kam. Dass der Führungstreffer von Slovan durch ein Eigentor entstanden ist, ist auch so ein entbehrliches Detail aus der Kategorie: “muss denn das sein?”.

Wenn man aber beginnt die Ursachenkette vor einem Tor zurückzuverfolgen, dann ist in gewisser Weise jeder Spieler an allem Schuld. Lassen wir das eben. Es ist, wie es eben ist, unwiederholbare systematische Aktionen, die durch die Reaktion de Gegners einen höchst zufälligen Verlauf nehmen. Der einen Tick schneller und dabei richtig reagiert, hat in diesem Chaos die Nase vorn.

Wäre das Spiel also 2:2 ausgegangen, wären alle Kommentare der mitgereisten Fans ganz anders ausgefallen. So aber meinen viele der Mitgereisten, Anhänger einer Versagertruppe zu sein. “Danke für nichts!” ist so ein typischer Kommentar. Ein mitgereister Rapid-Fan sagte es positiv: “Man muss anerkennen, dass Slovan in der zweiten Halbzeit einfach besser war”.

Für mich typisch sind folgende Situationen: eine Flanke kommt, der Rapidler, der den Ball eigentlich annehmen soll, bleibt stehen und wartet auf den Ball, währenddessen der Gegner sich in die Flugbahn wirft und den Ball abfängt. Hätte sich unser Spieler in Richtung Ball bewegt, wäre es zu einem Zweikampf mit ungewissem Ausgang gekommen. So aber kam es zum Ballverlust.

Was sich aber wie ein roter Faden durch die letzten Spiele zieht, ist die Schwäche in der zweiten Halbzeit. Man könnte annehmen, dass es sich um einen körperlichen Einbruch handelt, doch dürfte es eine momentane Unfähigkeit sein, die Konzentration über 90 Minuten auf einem gleichmäßig hohen Niveau zu halten.

Die meisten Fans sehen im Spiel gegen Slovan ein Versagen der eigenen Mannschaft und des Trainers. Ein Blick auf die anderen Spiele lohnt sich, um beurteilen zu können, wie stark eigentlich die slowakische Liga ist. Am selben Tag spielte Trencin gegen Feyenoord und gewann 4:0, und Trencin ist derzeit 5. in der slowakischen Super Liga. Slovan ist also ein sehr starker Gegner und aus dieser Sicht haben wir ein ansehnliches Ergebnis nach Hause gebracht, das noch gute Chancen für einen Aufstieg bietet.

Ambiente

Die Anreise war wegen der sorgfältigen Organisation des Klubservice sehr angenehm. Die angekündigten strengen Kontrollen waren schließlich nicht ganz so streng, etwa wurde kein Ausweis verlangt, die Eintrittskarte wurde nicht kontrolliert. Auch den Fotoapparat hätte ich mitnehmen können, doch ließ ich ihn auf Anraten unserer Betreuer im Autobus.

Die Öffnung der Rapid-Garage war sehr praktisch. Auch der Garage dürfte es gefallen haben, dass sie so gut besucht war und beschloss daher beim Hinausfahren, die Tore nicht aufzumachen. Erst durch eine Intervention von Robert, Gernot und Andy konnten die Garagentore geöffnet werden. Auch die Fahrt durch das nächtlich verkehrsarme Wien war ein seltenes Erlebnis.

Das Stadion aus dem Jahr 1962 mit Renovierungen aus 2009 kann sein Baujahr nicht verleugnen. Die Südkurve des Stadions war zwar aus Sicherheitsgründen unbesetzt aber das Spiel war mit fast 10.000 Zuschauern gut besucht.

Ordner im Stadion arbeiten freiwillig (“dobrovol’ný”).

Die slowakische Polizei hat unsere Anreise perfekt geplant. Die Busse wurden ab der Grenze eskortiert und die Autobahneinmündungen wurden auf allen Zubringern abgesperrt. Es gab keinerlei Zwischenfälle.

Der Rapid-Fanblock zeigte sich von seiner besten Seite. Es gab besten Pro-Rapid-Support und eine sehr schöne Eröffnungschoreografie der Tornados: “Rapid erobert Europa”.

Erinnerungsfoto mit Janine, Peter, Arnold und Florian

Die Burg in der Abendsonne, leicht verdeckt von der Apollo-Brücke:

Der Autobuskonvoi unmittelbar vor dem Stadion:

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Slovan-Rapid in Zahlen

Spielerwerte

Vergleicht man die Spielerwerte der teuersten Startelf von Rapid und Slovan, spielt hier David gegen Goliath, denn Slovans teuerste Startelf hat einen Wert von 6,25 Mio € und die teuerste Startelf von Rapid einen Wert von 32 Mio €.

Es wäre aber verfehlt, diese Zahlen als ein Leistungsmaß zu verwenden, weil sie aus verschiedenen Wirtschaftszonen stammen. Einen besseren Vergleich bekommt man , wenn man diese absoluten Zahlen relativiert und auf das Lohnniveau der beiden Länder bezieht. Tut man das, schaut der obige Vergleich gleich ganz anders aus.

Aus einer Umfrage von Statista über den Bruttmonatsverdienst ergibt sich:

Durchschnittslohn

2.994,- €  Österreich
  942,- € Slowakei

Das Durchschnittslohn in Österreich ist also um den Faktor 3 (!) höher als in der Slowakei. Umgerechnet auf das Slowakische Lohnniveau wäre der Kaderwert von Rapid nur etwa 10 Millionen und der Unterschied wäre nicht ganz so groß.

Preisniveau

Als fallweiser Besucher der Slowakei wundern mich die dortigen Preise. Viele Waren und Dienstleistungen empfinde ich als ähnlich teuer oder etwas günstiger als in Österreich. Aber um wie viel teurer müssen diese Angebote für die Slowaken selbst sein!


Von Šimon ŠkulaEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

UEFA-Ranking

Platz Punkte Landespunkte
  176  6,000 2,650 Slovan
   70 18,500 5,090 Rapid

Dieser Vergleich geht deutlich zu Gunsten von Rapid aus, doch beruhen diese Punkte und Platzierungen auf Ergebnissen vergangener Jahre und genaugenommen zählt das bei einem konkreten Spiel gar nicht, es ist bestenfalls eine grobe Orientierung. Dennoch sollte Slovan keine unüberwindliche Hürde darstellen.

Aber was diese Vergleich wert sind, werden wir erst heute Abend wissen.

Rapid-Altach

1:1 (1:0), 15.200, Christian-Petru Ciochirca

Es ist schon auffällig, wie oft es vorkommt, dass unsere Mannschaft in der zweiten Halbzeit das Regiment aus der Hand gibt. Man ging mit 66% Ballbesitz mit einem bis zu diesem Zeitpunkt beruhigend überlegenen Gesamtbild in die Pause.

Man meinte als Zuschauer, die Teams hätten während der Pause die Trikots gewechselt, denn die Dominanz ging nun von Altach aus und man meinte zu sehen, dass man bemüht war, die knappe Führung über die 90 Minuten zu bringen. Da die eigenen Angriffsbemühungen mit einem Stangenschuss nicht von Erfolg gekrönt waren, kam es wie es – fast könnte man meinen – kommen musste: man passte auf den kurz zuvor eingewechselten Aigner nicht genug auf und der clevere Oldie zeigte unserer Abwehr, dass ein Führungstor nicht genügt.

Nur blöd, dass man nicht durch die ohnehin deutlichen Zahlen der Statistik lernen kann, sondern solche bitteren Momente der Punkteverluste braucht, um vielleicht einmal – wenn der Hut noch mehr brennt – dieses sonderbar überhebliche Verhalten abzulegen.

Ambiente

Wer auf Unentschieden getippt hat, bekam den 6-fachen Einsatz.

Wenn man also die eigenartige Einschätzung der Wettbüros ausnutzen will, sollte man bei Rapid-Spielen immer auf das Unmögliche tippen, zum Beispiel je 10 Euro auf Unentschieden und Sieg Altach. Man steigt jedenfalls als Gewinner aus, wenn sich der unangebrachte Optimismus nicht durchsetzt.

Denn am Spielfeld zählen leider unsere Zuschauerzahlen und die allgegenwärtige Begeisterung wenig; sie spielen nicht mit.

Hitzechoreografie

Neuerungen

Eine VIP-Fangruppe “Sitzplatzschweine” stellt sich vor:

Es fällt auch auf, dass man bemüht ist, die Allianz-Tribüne mit Werbung zu versorgen. Durch die Fernsehübertragung sind aber die Werbebanden unterbrochen.


Auf der Ost-Tribüne ist eben alles billiger, sogar die Werbung ist nicht ungestört.

Ob die Klappen in der Dachkonstruktion eine Verbesserung gebracht haben, müssen die in den oberen Reihen sitzenden berichten. Bei uns in der 13. Reihe war das nicht zu spüren. Es war ein ziemlich anstrengendes Spiel.

Die Budgeterstellung gestaltet sich mit einem zusätzlichen Großsponsor etwas einfacher als mit den Werbebemühungen um zusätzliche Abonnenten:

Ihr könnt daran ablesen, wie wichtig unser Beitrag in diesem ziemlich schiefen Wettbewerb um die Finanzierung ist. Folgt daher diesem Aufruf von Rapid und unterstützt unseren Verein durch Abo und Mitgliedschaft.

Wir unterstützen auch das örtliche Pub nach Kräften: vlnr,; Franz, Peter, Janine, Friederike, Clemens. Florian bringt Dieter zum Stadion und ist daher nicht am Bild.

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