WM-Zwischenbilanz

Im Beitrag “WM-Teilnehmer und wir” wurde dargestellt, wie sich die österreichische Nationalmannschaft im Vergleicht mit den WM-Teilnehmern positioniert. Im Beitrag “Guerilla-Fußball” wurde gezeigt, dass zwar die Top-Nationen über Spieler mit einem großen Marktwert verfügen, dass aber viele kleinere Konkurrenten, mit viel geringerer Popularität ihrer Spieler, dennoch beachtliche Platzierungen aufweisen.

Ein Sportler will natürlich in allen Bewerben seiner Disziplin Titel holen. Aber welche Bewerbe sind wertvoller: jene mit einem Leistungsmaß über einen längeren Zeitraum oder jene, die punktuell erbracht wurden? Es sind immer die über einen längeren Zeitraum. Ein Weltcup-Gesamtsieg eines Marcel Hirscher über eine ganze Saison hat einen höheren Wert als ein WM-Titel, bei dem ein einzelner Einfädler genügt, den besten Rennfahrer zu disqualifizieren. Auch im Fußball ist das so, wir gewichten einen Meistertitel über 36 gespielte Runden höher als einen Cupsieger im KO-System über 6 Runden.

Der Fußball-Weltmeister hat 7 Spiele absolviert, die letzten vier davon muss er gewonnen haben. Einen Weltmeister, dessen Leistung über einen langen Zeitraum ermittelt wird, gibt es nicht oder nur in Form einer bedeutungslosen FIFA-Weltrangliste. Ein Fußballchampion kann also ein Team werden, der über kuriose und einmalige Situationen zu diesem Titel kommt.

Ein KO-Phase ist statistisch gesehen langweilig, handelt es sich doch um Einzelspiele, die man nicht gut zusammenfassen kann. Daher ist das Ende der Gruppenphase ein guter Zeitpunkt, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wäre der Wettbewerb eine Meisterschaft mit einem Durchgang, wären insgesamt 31 Spiele zu bestreiten. Von diesem Durchgang sind drei Runden gespielt, also etwa 10 Prozent.

Die Mannschaften werden gereiht nach

  • Punkte
  • Tordifferenz
  • Geschossene Tore

Das ergibt folgende Reihung:

1. Belgien, 2. Kroatien, 3. Uruguay, 4. Brasilien, 5. Frankreich, 6. England, 7. Russland, 8. Schweden, 9. Kolumbien, 10. Mexiko, 11. Dänemark, 12. Spanien, 13. Portugal, 14. Schweiz, 15. Japan, 16. Senegal, 17. Iran, 18. Argentinien, 19. Südkorea, 20. Peru, 21. Nigeria, 22. Serbien, 23. Deutschland, 24. Tunesien, 25. Polen, 26. Saudi-Arabien, 27. Marokko, 28. Australien, 29. Island, 30. Costa Rica, 31. Ägypten, 32. Panama

Diese Reihung folgt mit einer Ausnahme der Auswahl der Gruppenersten und Gruppenzweiten. Die Ausnahme ist Senegal, das nach dieser Wertung an Stelle von Argentinien weiterspielen könnte.

In dieser Reihung werden die in der Gruppenwertung Erstplatzierten Schweden, Kolumbien und Spanien von den Zweitplatzierten England, Russland, Mexiko und Dänemark überholt. Der schechtestplatzierte Gruppensieger ist Spanien mit nur 5 Punkten.

Wir vergleichen den erreichten Platz mit anderen bekannten Kenngrößen dieser Teams. Diese Kenngrößen sind:

  • Weltranglistenplatzierung
  • Marktwert
  • Alter
  • Legionäre

Die Diagramme im Excel-Sheet weiter hinten heißen: Legionäre, Alter, FIFA und Marktwert.

In allen folgenden Diagrammen zeigt die X-Achse die obige Platzierung nach der Vorrunde und die y-Achse die jeweilige Kenngröße. Eine Trendlinie gibt uns einen Hinweis auf eine Abhängigkeit zwischen Platzierung und der betrachteten Kenngröße. Eine horizontale Trendlinie bedeutet, dass kein Zusammenhang besteht.

Alter

Das Durchschnittsalter hat einen leichten Einfluss auf die Platzierung. Jüngere Teams schneiden etwas besser ab. Die ältesten Teams haben Costa Rica, Argentinien und Mexiko, die jüngsten Teams haben Frankreich, England und Nigeria.

Legionäre


Der Anteil der Legionäre hat auf die Platzierung praktisch keinen Einfluss. Die meisten Legionäre haben Schweden und Senegal, die wenigsten England und Russland.

Marktwert


Teure Team schneiden besser ab, Ausreißer zeigen aber, dass man auch mit weniger Geld viel erreichen kann. Mit geringen Mitteln kommt man aber nicht weit, wie man an der fallenden Trendlinie gut ablesen kann. Die Teams mit Top-Marktwerte wie Frankreich, Spanien, Brasilien England und Deutschland hätte man sich besser erwartet. Sehr gut platziert sind Teams wie Uruguay, Kroatien, Russland, Schweden, Kolumbien, Mexiko, Dänemark und Schweiz, die mit vergleichsweise geringeren Marktwerten eine Top-Platzierung erreichen.

Weltranglistenplatzierung


Der Zusammenhang zwischen dem Weltranglistenplatz und der Platzierung im Turnier ist ebenfalls deutlich sichtbar, weil offenbar auch die Weltrangliste dem Marktwert der Mannschaft folgt. (Siehe Beitrag “Guerilla-Fußball“). Positiv überrascht Russland mit seinem 70 FIFA-Rang auf einem 7. Rang nach der Gruppenphase, negativ natürlich Deutschland mit seinem 23. Gesamtplatz.

Was sagt uns das alles?

Nach diesem Zwischenstand ist der Tipp für den Weltmeister: 1. Belgien, 2. Kroatien, 3. Uruguay.

Dem später tatsächlich gekürten Weltmeister sind solche Darstellungen natürlich völlig egal. Die WM ist als ein Einzelereignis viel mehr durch Zufälle geprägt als es die FIFA-Weltrangliste ist. Schade eigentlich, dass es für die erreichten FIFA-Punkte keinen alljährlichen Weltcup gibt.

Bei diesen Großveranstaltungen entscheidet oft ein Tor über Aufstieg oder Ausscheiden. Um die Langzeit-Teamqualität beurteilen zu können, sind verfügbare Maßzahlen über viele Spiele vorzuziehen. Obwohl nun Deutschland ausgeschieden ist und Österreich gar nicht teilgenommen hat, fehlen beiden Teams die Spiele der WM, um sich im FIFA-Ranking verbessern zu können. Deutschland wird einen Platz in der Spitzengruppe des FIFA-Rankings behalten, Österreich wird etwas zurückfallen.

Weil eben die FIFA-Weltrangliste mehr Spiele einbezieht und diese auch geschickt durch Gewichtung bewertet, wurden alle obigen Auswertungen noch einmal durchgeführt aber als X-Achte wird nicht die Reihung nach der Gruppenphase sondern der Weltranglistenplatz gewählt.

Die Diagramme im Excel-Sheet heißen: FIFA-Legionäre, FIFA-Alter und FIFA-Marktwert.

Da sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben, wird hier auf eine Darstellung verzichtet. Der Leser kann alle diese Grafiken in der beigelegten Excel-Tabelle nachstellen. Zwei Auffälligkeiten seine aber erwähnt:

  1. Die Punktwolken erscheinen kompakter, offenbar weil die Reihenfolge der FIFA-Weltrangliste ein stabileres Vergleichskriterium ist als der Punktestand nach drei gespielten Runden.
  2. Die obige Aussage, dass Legionäre keinen Einfluss auf der Ergebnis hätten muss man korrigieren, denn es scheint doch einen Trend zu geben, der zeigt, dass Länder mit einem höheren Anteil von Legionären tendenziell besser abschneiden.

Ebreichsdorf-Rapid

0:2 (0:2)

28. Juni 2018, Sportzentrum Ebreichsdorf, 1000 Zuschauer

Wenn Rapid zu einem Freundschaftsspiel fährt, kommen immer wirklich alle verfügbaren Spieler, denn es ist ja nicht nur ein Volksfest für den Gastgeber, sondern auch ein erster Test für Rapid. Und so sahen wir sowohl einige der Neuzugänge, wie Knasmüllner, Martic und Ivan aber auch viele gut bekannte Rapid-II-Spieler, die den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft haben wie Gashi, Kostic, Haas, Müldür, Bosnjak und Sobczyk. Der erst 16-jährige Tormann Nikola Polster kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz.

Das Spiel verlief auf einer schiefen Ebene mit sehr viel Ballbesitz von Rapid aber ohne viele zwingende Chancen. Ebreichsdorf verteidigte diszipliniert. Die Tore fielen am Ende der ersten Halbzeit durch Gashi (abgefälschter Schuss) und Kostic nach einem sehenswerten Solo und einem perfekten Abschluss.

Sehr auffällig waren Martic und Knasmüllner.

Ambiente

Der Andrang war groß und Rapid war gut vertreten, hier im Bild Franz (Podersdorfer Störche und Klub der Freunde), Arnold und Florian (EwkiL:Rapid und Klub der Freunde).

Bereits nach dem ersten Vorverkaufstag Ende Mai waren die Sitzplätze ausverkauft, und wir haben damals gerade die letzten drei Plätze bekommen. Und gut war’s, denn zwei Mal während des Spiels gab’s einen Regenschauer.

Bei der Tombola wurden etwa 8000 Lose verkauft. 20 Preise, darunter 10 Geschenkkörbe, wurden verlost, der erste Preis war ein Vespa-Roller. Johann Janda (Speising) hat gleich zwei Preise gewonnen, darunter ein Abo der Heimspiele von Ebreichsdorf.

Das Spielfeld

Uns erschien das Spielfeld etwas klein, aber das könnte auch nur ein subjektiver Eindruck sein. Ich wollte das genau wissen und habe das Spielfeld mit jenem vom Happel-Stadion in derselben Vergrößerungsstufe von Google-Maps verglichen. Die Spielfeldmaße des Happelstadions sind 105 x 68 m (siehe Wikipedia)

Die Spielfelder werden nachgezeichnet und übereinander gelegt.

Nach einigen Tüfteleien ergeben sich daraus die Spielfeldmaße von Weigelsdorf mit etwa 98 x 61 m, also tatsächlich etwas kleiner als ein für internationale Spiele zugelassenes Spielfeld. Diese internationalen Maße wären 100-110 m x 64-75 m (Wikipedia).

Links

Guerilla-Fußball

Die Fußball-WM ist ein Anlass, dass wir uns mit den Marktwerten der Mannschaften beschäftigen und wie die Marktwerte den Rang der Mannschaft beeinflussen.

Die FIFA-Weltrangliste ist ein guter längerfristiger Kompass zur Bewertung der Teams, das dort dargestellte Ranking bezieht mehrere Jahre (absteigend gewichtet) ein. Da jede Mannschaft viele  pro Jahr absolviert, und jedes dieser Spiele in die Wertung eingeht, ist diese Weltrangliste so etwas wie ein “Weltcup der Fußballnationen”.

Der Wert eines Nationalteams ist derzeit gut zu vergleichen, weil bei der WM exakt 23 Spieler zugelassen sind und diese Vergleichswerte im Transfermarkt dargestellt sind.

Die Spieler jedes Landes versuchen in die Top-Ligen zu kommen und steigern damit ihren Marktwert. Die Sportdirektoren können heutzutage aus einem globalen Spielerreservoir schöpfen. Eine Ausnahme bilden Länder mit einem geringen Anteil an Legionären, wie zum Beispiel England und Russland.

Vergleichen wir die Marktwerte der Teams mit dem Rang, den ihr Land in der FIFA-Weltrangliste erreicht hat.

[Für eine größere Ansicht anklicken.]

Auf der X-Achse ist der durchschnittliche Spielerwert aufgetragen. In dieser Disziplin sind die Spitzenreiter Frankreich, Spanien, Brasilien, Deutschland, England, Belgien und Argentinien, alle mit einem Marktwert von über 30 Millionen pro Spieler. Aber der große Rest der Länder hat ein Team mit einem durchschnittlichen Marktwert von unter 20 Millionen. Portugal ist in dieser Disziplin ein “Schwellenland”.

Auf der Y-Achte ist die Platzierung der FIFA-Weltrangliste aufgetragen und es ist nahe liegend, dass die höherwertigen Teams auch einen niedrigen Weltranglistenplatz einnehmen, als weit unten und weit rechts liegen.

Interessant ist aber, dass es eine Gruppe von Ländern gibt, die auch mit einem viel geringeren Marktwert der Spieler eine sehr gute Platzierung in der Weltrangliste erreicht, allen voran die Schweiz, Polen, Peru, Dänemark Uruguay, Mexiko, Kolumbien, Kroatien, Island, Tunesien, Costa Rica, Schweden, Senegal. Und auch Österreich kann man in dieser Gruppe mit Platz 26 noch mitzählen.

Diese Länder sind also die eigentlichen Helden dieses Rankings, die “Guerilla-Länder” des Fußballs. Denn dass man mit den besten und teuersten Spielern in der FIFA-Weltrangliste die Top-Plätze belegt (im vorliegenden Diagramm liegen diese Länder unten rechts), ist wenig verwunderlich. Dass man aber auch mit weniger nachgefragten Spielern viel Erfolg haben kann, zeigt die oben genannte Gruppe. Österreich ist auf einem guten Weg, sich in dieser Gruppe zu etablieren.

Man darf die Spielerwerte nicht mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Spieler verwechseln. Auch Spieler mit einem geringeren Marktwert können durchaus Vergleichbares leisten. Der Spielerwert drückt nur aus, dass es reiche Vereine gibt, die bereits sind, so viel für ihn zu bezahlen. Wie sich dieser Marktwert dann am Platz präsentiert, konnten wir in den ersten Spielen am Verhalten der Superstars gut beobachten. Da Fußball ein Mannschaftssport ist, sind auch teure Spieler kein Garant für Erfolg. Eine gute Mannschaftsleistung ist gefragt.

Die Punktwolke zeigt aber auch eindeutig, dass es kein Land gibt, das mit teuren Spielern wenig erreicht, also dann in dem Diagramm rechts oben zu liegen kommen würde.

Wäre es nicht toll, wenn ein Land aus der Gruppe der weniger Betuchten den WM-Titel holen könnte – und nicht immer nur Brasilien?

WM-Teilnehmer und wir

Ø Spielerwert (Mio €)

47 Frankreich
45 Spanien
42 Brasilien
38 Deutschland, England
33 Belgien
 ...
 7 Österreich
 ...
 5 Schweden
 4 Südkorea
 3 Tunesien, Japan, Island
 2 Australien, Iran, Peru, Costa Rica
 1 Saudi-Arabien, Panama

Anteil der Legionäre

100% Senegal, Schweden
 96% Belgien, Schweiz, Nigeria
 91% Uruguay, Kroatien, Marokko, Island
 87% Brasilien, Serbien, Dänemark, Kolumbien, Australien, Panama
 ...
 56% Österreich
 ...
 35% Deutschland
 26% Spanien
 13% Saudi-Arabien
  9% Russland
  0% England

Anzahl der WM-Teilnahmen

21 Brasilien
19 Deutschland
17 Argentinien
16 Mexiko
15 England, Spanien, Frankreich
...
9 Österreich
...
5 Saudi-Arabien, Iran, Costa-Rica, Tunesien, Peru, Australien, Dänemark, Marokko, Kroatien
4 Russland
3 Ägypten
2 Serbien, Senegal
1 Panama, Island

Ø Spieleralter (Jahre)

29,8 Costa Rica
29,6 Argentinien
29,3 Mexiko
29 Ägypten
28,9 Russland
...
26,8 Serbien
26,6 Tunesien
26,4 Österreich
26,1 England, Frankreich
26 Nigeria

Rang FIFA-Weltrangliste

 1 Deutschland
 2 Brasilien
 3 Belgien
 4 Portugal
 5 Argentinien
...
26 Österreich
... 
55 Panama
57 Südkorea
61 Japan
67 Saudi-Arabien
70 Russland

Mitgliederversammlung

Geburtstagswünsche

…des Präsidiums für Friederike Baar (70) …

…und für Sabine Karl (50).

Diesen Glückwünschen schließt sich das Tagebuch natürlich gerne an!

Bericht des Klubservice (Andy Marek)

Aboverkauf

Am Tag der Mitgliederversammlung waren schon fast 10.000 Abos verkauft, davon 52% Abo-Plus und 48 % Abo-16.

Mitgliederzahlen

Die Mitgliederzahlen sind konstant.

Gedenktafel “Pfarrwiese”

Am kleinen Weg in der Verlängerung der Isbary-Gasse, dem Standort der Pfarrwiese wurde heute im kleinen Kreis eine Gedenktafel eröffnet. Anwesend waren neben dem Architekten auch die Pfarrwiesen-Legenden Rudi Flögel und Alfred Körner, sowie Laurin Rosenberg und Christoph Peschek.

Gleich eine Frage: Sind Rudi Flögel und Alfred Körner in ihrer aktiven Karriere gemeinsam am Spielfeld gestanden?

Richtige Antwort: Ja, aber nur während der Saison 1958/59, denn das war die letzte Saison von Alfred Körner und die erste Saison von Rudi Flögel.

Erstes     Letztes Spiel
14.02.1943 24.06.1959 Alfred Körner
30.08.1958 17.06.1972 Rudi Flögel

Trotzdem man in dieser Saison nur drei Niederlagen und ein Unentschieden beklagte, wurde man dennoch nicht Meister. Der Cup ging im Finale gegen den WAC 0:2 verloren. (WAC = Wiener Athletic Club). Dieses Spiel war auch gleichzeitig das letzte Spiel von Alfred Körner. Er war damals 33 Jahre alt.

Rapideum

Es gab bisher 30.000 Besucher und 1400 Führungen im Rapideum.

Interview Christopher Dibon und Gogo Djuricin

Während viele Spieler noch im Urlaub sind, verbrachte Christopher Dibon die letzten Wochen in der Kraftkammer und verschiedenen Trainings, die ihm Gogo als persönliches Programm verordnet hat. Christopher wird ins Training einsteigen und ist zuversichtlich, dass er wieder voll einsatzfähig ist.

Gogo begrüßt den Weg der Einbindung von Nachwuchstalenten von Rapid II. Dass der Einstig von Mert Müldür beim Spiel gegen RB nicht geglückt ist, nimmt er – sich entschuldigend – auf seine Kappe.

Abschiedsspiel von Steffen Hofmann

Für das Abschiedsspiel von Steffen Hofmann am 22.7. sind schon 11.000 Karten verkauft. Ab heute beginnt der freie Verkauf.

Eigentlich sollte noch nicht bekannt gegeben werden, wie das Rapid-Trikot für die kommende Saison ausschauen wird. Das bisher als Auswärts-Trikot verwendet grün-weiß längsgestreifte Trikot wird das zukünftige Heimtrikot und ein neues Trikot wird beim Abschiedsspiel von Steffen vorgestellt. Und da man nicht gut grün gegen grün spiele kann, wird dieses neue Trikot (wahrscheinlich) auch im Hinblick auf das kommende Jubiläumsjahr in blau rot gestylt sein.

Gastspiel des HSV

HSV als Testspielpartner? Manche rümpfen die Nase, ob dieser Auswahl. Man muss bedenken, dass diese Testspiele überhaupt nur dann kostengünstig machbar sind, wenn sich eine prominente Mannschaft in Österreich auf Trainingslager befindet. Dabei kommt uns zugute, dass Österreich als Ort für Trainingslager sehr beliebt ist, und dass der Saisonbeginn in Österreich etwas früher ist als in Deutschland oder England. Der Zufall will es, dass der HSV vom 8. bis 14. Juli in der Lindsberg-Therme in Bad Erlach im Süden von Wiener Neustadt logiert. Dieses Zusammentreffen hat dieses Spiel sicher extrem begünstigt.

Dazu kommt, dass es jedem Team in einer solchen Abstiegssituation wie sie der HSV erstamals in seiner Geschichte erlebt, gut tut, eine Einladung von einem alten Bekannten zu bekommen, die etwas sagen will, “Kopf hoch, Du wirst wieder erstklassig!” Und aus dieser Sicht ist diese Begegnung eine Geste, wie man sie nicht besser ausdrücken könnte.

Referat “Nachwuchs” (Mag. Peter Grechtshammer)

Die Struktur der Ausbildung bei Rapid wird genau geschildert (siehe Bilderfolge). Wesentlich ist, dass für eine erfolgreiche Karriere als Fußballprofi die erforderlichen Schritte dem individuellen Reifegrad des Spielers entsprechen. Die Ergebnisse im Wettbewerb sind nicht erstrangiges Ausbildungsziel. Man soll sich daher als Betrachter der Tabellen im Endklassement keine Sorgen um den Nachwuchs machen, wenn die Mannschaften nicht in den ersten Plätzen zu finden sind. Für die, die sich doch Sorgen machen hatte Peter Grechtshammer noch die Schlussbotschaft, dass die U9 das prominent besetzte internationale Turnier im Allianz-Stadion für sich entschieden hat.

Strenges Regiment

Der frischgebackene Talentemanager Steffen Hofmann kam im Rahmen des Referats von Peter Grechtshammer auch kurz zu Wort und nahm auch Stellung zu, letzten Bewerbspiel. Er meinte, dass er selbst ein Drehbuch zu diesem Abschiedsspiel nicht besser hätte schreiben können. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit dem Legenden-Team am 22. Juli.

Beim Abgang von Steffen konnte es sich Andy Marek nicht verkneifen, Steffen auf die Verpflichtungen in dessen neuer Rolle als Angestellter von Rapid hinzuweisen, in dem er die kurze Hose des Fußballgottes in Pension als nicht konform mit dem ansonsten üblichen Dresskode (lange Hose, rotes Stecktuch…) anmerkte.

Über die Lage von Rapid (Michael Krammer)

Besucherzahlen

Im abgelaufenen Jahr wurden in der Bundesliga ca. 1.1 Millionen Besucher gezählt. Etwa 340.000 besuchten Heimspiele von Rapid und weitere 200.000 besuchten die Auswärtsspiele von Rapid. 42% aller Besucher sahen ein Rapid-Spiel.

GmbH <-> AG

Aus dem Jahr 2013 stammt die Anfrage eines Mitglieds, ob Rapid eine GmbH oder doch besser eine AG als Rechtsform haben sollte. Aus diesem Grund stellten ein Steuerberater und ein Jurist der Steuerberatungskanzlei Deloitte die beiden Modelle im Vergleich vor. Eine Abstimmung darüber wird bei der Hauptversammlung im November erfolgt. Die Folien des Vortrags findest Du über einen Link weiter hinten. 

Für einen Laien stellten sich die beiden Konstrukte so dar, als würde man die AG nur dann brauchen, wenn man Geldgeber einfach an Rapid beteiligen möchte, ohne dafür einen Notariatsakt zu brauchen, wie das bei der GmbH der Fall wäre. Da Mensch und Fußballverein ohnehin nie Geld genug haben können, hat man bei der Deutschen Bundesliga die 50+1-Regel eingeführt, damit die Vereine immer die Oberhoheit über ihre Profimannschaften behalten. Die AG würde es aber auch erleichtern, dass sich private Anleger an Rapid und nicht nur an Rapid-Projekten (wie zum Beispiel beim Stadion-Crowdfunding) beteiligen können.

Wir können bis November eine spannende Diskussion erwarten und werden noch genauer lernen, was die Unterschiede zwischen diesen Rechtsformen ist. Bei den Links finden sich weitere Informationen.

Frage Gazprom

Wie zu erwarten war, wurde aus dem Kreis der Mitglieder auch die Frage gestellt, was an dem Gerücht dran wäre, dass Gazprom bei einem Wiener Fußballverein einsteigen möchte.

Wenn die Kriterien für einen solchen Einstieg, die Popularität oder die Besucherzahlen wären, dann könnte wohl nur Rapid gemeint sein. Insider wollen aber wissen, dass ein solches Investment mit der ÖMV in Verbindung steht. Die ÖMV war bis vor einigen Jahren als Rapid-Partner bei Jugend-Projekten aktiv, hat aber die Seiten gewechselt und unterstützt nunmehr die Austria.

Wenn also der Schlüssel für die Auswahl bei der ÖMV liegt, dürfte die Popularität von Rapid zweitrangig sein, und es stellt sich die Frage, warum die ÖMV die Seiten gewechselt hat.

Was ebenfalls verwundert ist die Verlautbarung eines Gerüchts durch den Vizekanzler über den Sender OE24 und dazu auch die konkrete Namensnennung von Rapid, ohne dass es dazu irgendeinen weiteren Anhaltspunkt gibt.

Wir können gespannt sein, ob sich dieses Gerücht materialisiert, und wo das dann der Fall sein wird.

Gap

Wie groß der finanzielle Abstand zu RB ist, zeigte die Beantwortung der Frage, ob man nicht durch die Akquisition eines oder mehrerer Sponsoren den finanziellen Abstand zu RB verringern könnte. Man bedenke, dass Rapid 30 Millionen Euro Umsatz hat und allein für die Erwirtschaftung einer zusätzlichen Million die Eventmaschine Rapid extrem belasten würde. Ein Großsponsor wie es Wien Energie ist, bringt geschätzt 4 Millionen pro Jahr. Aber die zu überbrückende Distanz sind 70 Millionen Euro! Etwas, das auch mit einigen solchen Sponsoren nicht aufzuholen wäre. Was also bleibt ist die Beschränkung auf die gegebenen Ressourcen und weiter daran arbeiten, dass die Bedingungen zur Teilnahme an der Bundesliga besser dem klassischen Verein entsprechen.

Wirtschaft (Christoph Peschek)

Rapid hat die Lizenz für die kommende Saison problemlos bekommen und wird auch das Wirtschaftsjahr, das mit 20. Juni endet, mit einem Gewinn abschließen.

Trainingszentrum

Leider kommen die Verhandlungen über das Trainingszentrum wegen der ungewissen Zukunft des Happel-Stadions und auch wegen der veränderten Besetzung des Rathaus-Teams nicht so voran wie man das eigentlich wünschen würde. Aber die Präferenz liegt bei Rapid eindeutig beim Standort “Prater”. Allein die Nähe zu den 8 Schulstandorten der Akademie im Raum Wien wäre ein wichtige Vorteil für den Standort “Prater” gegenüber dem Standort “Tullnerfeld”. Die Suche nach einem Ersatzstandort für die Elektra im zweiten Bezirk kommt als weitere Erschwernis dazu.

Sportbericht (Fredy Bickel)

Fredy hat in seiner sehr angenehmen und wertschätzenden Art einen genauen Bericht über jeden einzelnen Ab- und Zugang gegeben. Mit dem Zugang eines zweiten Stürmers (wahrscheinlich Ivan) kann in den nächsten Tagen gerechnet werden.

Auf die Frage, warum man bei Rapid nicht auf das Geld aus dem Österreichertopf verzichtet, um beim Kauf von Spielern flexibel zu sein, haben Christoph und Fredy klar zum Ausdruck gebracht, dass man einerseits auf die Summe von 600.000 Euro nicht verzichten kann und man anderseits den Nachwuchsspielern damit signalisiert, dass man mit ihnen rechnet und möglichst vielen von ihnen die Chance geben will, in die Kampfmannschaft aufzurücken. Österreich sei (wie die Schweiz) eine Ausbildungsliga und man könne man Beispiel der Schweiz sehen, dass sich die konsequente Verfolgung dieses Weges lohnt.

Wie schwierig auch für den Großklub Rapid die Finanzlage ist, zeigt die Auswahl der Neuzugänge. Die Kurzfassung: ein talentierter Stürmer, der in der laufenden Saison spielt, ist für Rapid unerschwinglich. Man verpflichtet Nachwuchsspieler (Müldür, Arase, Kostic…) Spieler, oder Spieler deren Vertrag ausläuft (Potzmann) oder Spieler, die aus irgendeinem Grund bei ihrem Verein nicht erste Wahl sind. Das trifft sowohl für Andrija Pavlovic als auch für Andrei Ivan zu. Hier zum Vergleich deren Marktwert aus dem Transfermarkt:

Beide haben einen Karriereknick und bei beiden hoffen wir, dass ihr Einsatz bei Rapid eine Trendumkehr zur Folge haben wird.

Freibier für alle

Der Präsident und die beiden Geschäftsführer bedanken sich für den zahlreichen Besuch und spendieren den Mitgliedern Freibier. Beim Verlassen der Röhre bekommt jeder Besucher eine Flasche Ottakringer Wiener Original mit auf den Weg. Danke!

Als fast schon traditionelles Titelbild Viktor erklärt Alfred Fußball”, wobei: nach jahrelangen Beobachtungen dieses Phänomens “Fußball”, bin ich gar nicht mehr so sicher, ob die Akteure überhaupt über die Nöte der Anhänger Bescheid wissen, sind doch ihre Motive, sich dem Fußball zuzuwenden ganz andere als die der Zuschauer und natürlich auch die Welt, in der sie leben.

Links

Bisherige Berichte zu Mitgliederversammlungen

Termine 2018/19

Natürlich ist das folgende Verzeichnis nur eine Momentaufnahme. Die immer aktualisierte Version ist hier:
http://klubderfreunde.at/rapid/alle-termine/

25. Woche
Mo 18.Jun WM: Schweden – Südkorea · WM: Belgien – Panama · Mitgliederversammlung · WM: Tunesien – England 

Di 19.Jun Auslosung 1. und 2. Runde CL/EL-Quali · WM: Kolumbien – Japan · WM: Polen – Senegal · WM: Russland – Ägypten

Mi 20.Jun WM: Portugal – Marokko · Training · WM: Uruguay – Saudi-Arabien · WM: Iran – Spanien

Do 21.Jun WM: Dänemark – Australien · WM: Frankreich – Peru · WM: Argentinen – Kroatien

Fr 22.Jun WM: Brasilien – Costa Rica · WM: Nigeria – Island · WM: Serbien – Schweiz

Sa 23.Jun WM: Belgien – Tunesien · WM: Südkorea – Mexiko · WM: Deutschland – Schweden

So 24.Jun WM: England – Panama · WM: Japan – Senegal · WM: Polen – Kolumbien

26. Woche
Mo 25.Jun WM: Uruguay – Russland · WM: Saudi-Arabien – Ägypten · WM: Spanien – Marokko · WM: Iran – Portugal
Di 26.Jun WM: Dänemark – Frankreich · WM: Australien – Peru · WM: Nigeria – Argentinien · WM: Island – Kroatien
Mi 27.Jun WM: Südkorea – Deutschland · WM: Mexiko – Schweden · WM: Serbien – Brasilien · WM: Schweiz – Costa Rica
Do 28.Jun WM: Senegal – Kolumbien · WM: Japan – Polen · Ebreichsdorf-Rapid · WM: Panama – Tunesien · WM: England – Belgien 
Fr 29.Jun 
Sa 30.Jun WM: 1C – 2D · WM: 1A – 2B
So 01.Jul WM: 1B – 2A · Mostviertel-Auswahl - Rapid · WM: 1D – 2C 
27. Woche
Mo 02.Jul WM: 1E – 2F · WM: 1G – 2H
Di 03.Jul WM: 1F – 2E · WM: 1H – 2G
Mi 04.Jul Rapid-Slavia Prag
Fr 06.Jul WM: Sieger AF 1 – Sieger AF 2 · WM: Sieger AF 5 – Sieger AF 6
Sa 07.Jul WM: Sieger AF 7 – Sieger AF 8 · WM: Sieger AF 3 – Sieger AF 4
So 08.Jul Rapid-unbekannt 
28. Woche
Di 10.Jul WM: Sieger VF 1 – Sieger VF 2
Mi 11.Jul WM: Sieger VF 3 – Sieger VF 4
Fr 13.Jul Tag der offenen Tür
Sa 14.Jul Internationales Testspiel · WM: Verlierer HF 1 – Verlierer HF 2
So 15.Jul WM: Sieger HF 1 – Sieger HF 2
29. Woche
Fr 20.Jul Cup, 1. Runde
So 22.Jul Rapid-Steffen Hofmann & Friends
30. Woche
Mo 23.Jul Auslosung 3. Runde CL/EL-Quali
Do 26.Jul Stammtisch
So 29.Jul Admira - Rapid 

31. Woche
Sa 04.Aug Rapid - SCR Altach 
32. Woche
Mo 06.Aug Auslosung 4. Runde CL/EL-Quali
Do 09.Aug Europa-League, 3. Runde(Quali)
So 12.Aug Rapid - RZ Pellets WAC/St. Andrä 
33. Woche
Do 16.Aug Europa-League, 3. Runde(Quali)
So 19.Aug LASK - Rapid 
34. Woche
Do 23.Aug Europa-League, 4. Runde(Quali)
So 26.Aug Rapid - FC Wacker Innsbruck 
35. Woche
Do 30.Aug Europa-League, 4. Runde(Quali) · Auslosung CL/EL-Gruppenphase
So 02.Sep Sturm Graz - Rapid 
37. Woche
So 16.Sep Rapid - Austria Wien 

38. Woche
Do 20.Sep Europa-League, 1. Runde
Sa 22.Sep Red Bull Salzburg - Rapid 

39. Woche
Di 25.Sep Cup, 2. Runde
Sa 29.Sep Rapid - SKN St. Pölten 

40. Woche
Do 04.Okt Europa-League, 2. Runde
Sa 06.Okt Rapid - SV Mattersburg 

42. Woche
Sa 20.Okt TSV Hartberg - Rapid 

43. Woche
Do 25.Okt Europa-League, 3. Runde
Sa 27.Okt Rapid - Admira 

44. Woche
Di 30.Okt Cup, Achtelfinale
Sa 03.Nov SCR Altach - Rapid 

45. Woche
Do 08.Nov Europa-League, 4. Runde
Sa 10.Nov Rapid - RZ Pellets WAC/St. Andrä 

47. Woche
Sa 24.Nov Rapid - LASK 

48. Woche
Do 29.Nov Europa-League, 5. Runde
Sa 01.Dez FC Wacker Innsbruck - Rapid 

49. Woche
Sa 08.Dez Rapid - Sturm Graz 

50. Woche
Do 13.Dez Europa-League, 6. Runde
Sa 15.Dez Austria Wien - Rapid 

51. Woche
Mo 17.Dez Auslosung CL/EL-Ko-Phase

7. Woche
Do 14.Feb Europa-League, 1/16-Finale
Sa 16.Feb Cup, Viertelfinale

8. Woche
Do 21.Feb Europa-League, 1/16-Finale
Sa 23.Feb Rapid - Red Bull Salzburg 

9. Woche
Sa 02.Mär SKN St. Pölten - Rapid 

10. Woche
Do 07.Mär Europa-League, 1/8-Finale
Sa 09.Mär SV Mattersburg - Rapid 

11. Woche
Do 14.Mär Europa-League, 1/8-Finale
Sa 16.Mär Rapid - TSV Hartberg 

13. Woche
Sa 30.Mär Liga, 1. Runde Play-Off

14. Woche
Di 02.Apr Cup, Halbfinale
Sa 06.Apr Liga, 2. Runde Play-Off

15. Woche
Do 11.Apr Europa-League, 1/4-Finale
Sa 13.Apr Liga, 3. Runde Play-Off

16. Woche
Do 18.Apr Europa-League, 1/4-Finale
Sa 20.Apr Liga, 4. Runde Play-Off

17. Woche
Di 23.Apr Liga, 5. Runde Play-Off
Sa 27.Apr Liga, 6. Runde Play-Off

18. Woche
Mi 01.Mai Cup, Finale
Do 02.Mai Europa-League, 1/2-Finale
Sa 04.Mai Liga, 7. Runde Play-Off

19. Woche
Do 09.Mai Europa-League, 1/2-Finale
Sa 11.Mai Liga, 8. Runde Play-Off

20. Woche
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Nostalgische Fernseh-WM

Während die Anhänger der WM-Teilnehmer vor Ort mit ihren Mannschaften mitfiebern, bleibt uns der Fernseher und – ein Blick zurück. Ich habe alle Spiele der österreichischen Nationalmannschaft auf zwei Webseiten zusammengefasst und zeige hier die wichtigsten Ergebnisse.

Erfolgsverlauf

Der Erfolg im Fußball ist ein ständiges Auf-Und-Ab. Kommt es zu einer glücklichen Konstellation von Spielern verbunden mit einem geschickten Trainer, werden einfach weniger Spiele verloren, wie die folgende Grafik zeigt:

Der Erfolg in allen Saisonen wurde in einer mittleren Punktezahl ermittelt und seit 1907/08 eingetragen. Der Erfolg wird so ermittelt: Jedes Spiel zählt zwei Punkte, ein Unentschieden einen Punkt, die Zahl ist die erreichte Punktezahl in Prozent. Jeder Punkt in der (gelben) Kurve ist der so gebildete Mittelwert in dieser Saison. Die blau punktierte Linie ist der gleitende Mittelwert gebildet über 10 Saisonen. Dieser Mittelwert hinkt den saisonalen Werten um 5 Saisonen nach. Österreich hatte gute Phasen aber auch seine Tiefs. Das Erfolgsmittel über alle Saisonen ist 51,51 Prozent der möglichen Punktezahl. Die österreichische Nationalmannschaft ist damit ein durchschnittliches Team aber derzeit wieder in aufstrebender Form.

Österreich-FAQ

Die österreichische Nationalmannschaft absolvierte seit 1902 767 Spiele, davon wurden 316 gewonnen, 167 waren Unentschieden und 284 gingen verloren. Das ergibt nach der Drei-Punkte-Regel etwa 1.5 Punkte pro Spiel oder 48% der möglichen Punktezahl und bei zwei Punkten für einen Sieg, kommt man auf 52% der möglichen Punktezahl.

Welches sind die häufigsten Ergebnisse?

70 Spiele 1:1
56 Spiele 2:1
52 Spiele 1:2
51 Spiele 1:0
51 Spiele 0:1
...

siehe http://ewkil.at/json-stat.htm -> Ergebnis -> sortieren nach Spiele

Der negative Ausreißer sind ein 1:11 (1908) und das 0:9 (1998) gegen Spanien, die positiven sind ein 9:1 (1953) gegen Portugal und ein 9:0 (1977) gegen Malta.

Welche sind die erfolgreichsten Saisonen?

86% 1980/81
83% 1931/32 Hugo Meisl
83% 1947/48 Edi Bauer und (Franz Putzendoppler, Edi Frühwirt, Arthur Kolisch)
83% 1960/61 Karl Decker
83% 1974/75 Leopold Stiastny
83% 1976/77 Helmut Senekowitsch
79% 1928/29 Hugo Meisl
79% 1982/83 Erich Hof
...
75% 2017/18 Marcel Koller, Franco Foda

siehe http://ewkil.at/json-stat.htm -> Saison -> sortieren nach (%)

Man sieht, dass es keine Saison ohne Punkteverlust gibt. Die Trainer wurden aus http://ewkil.at/json-games.htm -> Saison herausgesucht. Wir liegen also derzeit mit 75% möglicher Punkte nicht schlecht.

Angstgegner

Das sind die Gegner, gegen die Österreich eine deutlich negative Bilanz hat, in der Klammer die Anzahl der Spiele. Kanada (1), Kroatien (5), Venezuela (2), Brasilien (10), Serbien (4), Argentinien (2), Deutschland (40), Kamerun (3), England (18), Spanien (16), CSSR (36), Nordirland (9), Ungarn (137), UdSSR (15), Niederlande (19), Frankreich (23), Polen (8). An dieser Liste kann man sehen, dass Statistiken mit geringer Anzahl erfasster Fälle, nicht aussagekräftig sind. Man kann aus diesem Grund Gegner mit weniger als 10 Spielen, getrost aus der Liste nehmen, also Kanada, Kroatien, Venezuela, Serbien, Argentinien, Kamerun, Nordirland und Polen.

War war der beste Teamchef?

Auch hier gilt der Grundsatz, dass nur solche Trainer gewertet werden sollen, die eine ausreichend große Anzahl von Spielen geleitet haben. Gehen wir wieder von mindestens 10 Spielen aus, finden wir folgende Wertung:

67% Karl Stotz
64% Hugo Meisl (extrem langer Zeitraum)
62% Helmut Senekowitsch
58% Marcel Koller
58% Herbert Prohaska
56% Josef Argauer
55% Walter Nausch
50% Erich Hof
49% Karl Decker
48% Hans Krankl
...
83% Franco Foda (6 Spiele)

Die österreichische Nationalmannschaft ist also auf einem guten Weg, nur folgt die Formkurve leider nicht genau dem Wettkampfkalender, sie ist etwas “antizyklisch”, aber vielleicht bringt Franco Foda eine Synchronität zustande.

Der Allzeit-Star aller Teamchefs ist zweifellos Hugo Meisl mit 132 Spielen zwischen 1913-1937, allerdings am Anfang nur punktuell. Er schafft ein echtes Wunderteam mit einzigartigen Erfolgen gegen große Gegner, siehe http://ewkil.at/json-games,htm -> Teamchef  -> Hugo Meisl

Rekordspieler

103 Spiele Herzog
 95 Spiele Polster
 93 Spiele Hanappi
 86 Spiele Koller
 84 Pezzey
 84 Koncilia
 83 Prohaska
 78 Wagner
 69 Krankl
 68 Weber
 ...

Rekordtorschützen

44 Tore Polster
34 Tore Krankl
29 Tore Horvath
29 Tore Janko
27 Tore Schall
26 Tore Sindelar
26 Tore Herzog
24 Tore Hof
...

Bei dieser Liste muss man anmerken, dass dass die jüngere Generation etwas mehr Spiele in der aktiven Laufzeit absolviert hat. Richtiger wäre daher, die Anzahl der Tore auf die Anzahl der absolvierten Spiele zu beziehen.

Von Königgrätz bis Klagenfurt

Unser deutscher Freund Marcel liebt sein Nationalteam und er scheute keine Mühe, das Spiel in Klagenfurt zu besuchen. Heute gab es die Sendung “Immer wieder Cordoba” anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums dieses historischen Sieges gegen Deutschland und Marcel wundert sich immer wieder, von wo diese manchmal übertrieben wirkende Freude über einen Sieg in einem ansonst bedeutungslosen Spiel herkommen mag.

Das Spiel ist eine Art kompensatorische Verarbeitung des österreichischen Geschichtsbewusstseins, eine historische Projektion längst vergangener Zeiten, eingegraben in tradierte Verhaltensmuster, die es nur hier, in Österreich gibt. Glücklicherweise haben wir das Spiel und können den Erstfall der kriegerischen Auseinandersetzungen ein- für allemal vergessen. Das Spiel ist eine unblutige Erinnerung an Dinge, die wir nie wieder erleben wollen und wenn das so ist, dann freuen wir uns auf jedes weitere Spiel um so mehr.

Wer “Cordoba? I wea narrisch!” sagt, meint “Rache für Königgrätz!”, oder nicht? Es sind sicher nicht viele, die den Bogen so weit spannen. Allerdings muss man das, denn was wäre es schon für ein Mahleur, gegen einen vielfachen Weltmeister im Fußball zu verlieren? Da muss doch mehr dahinter stecken als nur der Fußball, oder?

Erzfeind Ungarn

In den 1950er und 60er Jahren gab es mit großer Regelmäßigkeit Duelle mit Ungarn. Fast in jedem Jahr gab es eines dieser packenden Spiele, und die hatten damals schon eine lange Tradition. Und die Ungarn liegen in diesem Vergleich praktisch uneinholbar mit 67:40 Siegen voran. Uneinholbar deshalb, weil es wegen des sehr dichten Länderspielkalenders in den letzten 20 Jahren nur mehr zu 4 Begegnungen mit Ungarn kam. Wenn es also genau so weiter geht, würde die Länderspielbilanz gegen Ungarn erst nach etwa 100 Jahren ausgeglichen sein, aber auch nur dann, wenn alle diese seltenen Spiele auch gewonnen werden. Man sieht, das ist ziemlich illusorisch, die Ungarn holen wir nicht mehr ein.

Bruder Deutschland

Etwas anders ist es mit Deutschland. Zwar können wir auch dort die Bilanz nicht ausgleichen. Aber gegen den großen Nachbarn gab es insgesamt viel weniger Spiele als gegen Ungarn und die Bilanz war bis 1950 mit 6:3 Siegen sogar positiv für Österreich. Erst nach 1950 kam eine Serie von 11 sieglosen Spielen, die dann vom 3:2 von Cordoba unterbrochen wurde. Im selben Zeitraum gab es fast drei Mal so viele Spiele gegen Ungarn und auch diese Spiele gingen mehrheitlich verloren. Ein Sieg gegen Ungarn ist wegen der düsteren Statistik zwar auch eine Sensation aber ein Sieg gegen Deutschland übertrifft sogar noch einen Sieg gegen Ungarn. Warum?

Bruder Ungarn

Ich meine, das hat damit zu tun, dass es zwischen Österreich und Ungarn 1867 einen Ausgleich gab, der in einer Union zwischen Österreich und Ungarn mündete, in der beide Partner auf Augenhöhe agierten.

Erzfeind Preußen

Doch zwischen Preußen und Österreich gab es 1866 die Schlacht von Königgrätz, die mit einem Schlag eine jahrhundertelange Teilhabe der österreichischen Erblande (des “Cisleithanien”) im Heiligen Römischen Reich (ab 1815 im Deutschen Bund) beendete.

Ein Schlacht stellt Weichen

Der Hauptgrund für die Niederlage wird der veralteten Ausrüstung der Österreicher zugeschrieben und dem modernen Zündnadelgewehr der Preußen. Das stimmt, aber man wusste um diesen Nachteil und wählte daher den Ort der Schlacht sehr geschickt in einem Wald, in dem dieser Vorteil für den Gegner nicht so groß war und tatsächlich ging auch Österreich 1:0 “in Führung”, der Gegner wankte, doch er fiel nicht, denn er hatte noch ein Garderegiment zu Fuß im Talon, das zufällig zum richtigen Zeitpunkt am “Spielfeld” eintraf und schließlich die Schlacht 2:1 an die Preußen ging. In der traurigen Realität hieß das: 2000 gefallene Preußen und 5000 gefallene Österreicher.

Bis zu den Napoleonischen Kriegen stellte das Haus Habsburg den Kaiser im Heiligen Römischen Reich. Die Kurfürsten wählten die Habsburger ganz gezielt. Das Habsburgerreich schützte das Reich nach Südosten und erweiterte sich eher in dieser als in der Gegenrichtung. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches wurde die Einheit der deutschen Länder nur mehr durch den Deutschen Bund symbolisiert. Das hatte mit dem Aufstieg von Preußen zur Großmacht zu tun und mit dessen hegemonialen Ansprüchen insbesondere gegen Habsburg.

Die Schlacht bei Königgrätz beendete eine Jahrhunderte währende Kooperative und hinterließ eine dauerhafte Kränkung mit fatalen Folgen, die bis Klagenfurt nachwirken.

“Die Piefkes kommen!”

Der preußische Militärmusiker Gottfried Piefke komponierte zur Erinnerung an die Schlacht den Königgrätzer Marsch. Er kam mit seinen Musikern, zu denen auch sein Bruder Rudolf gehörte, bis nach Gänserndorf. Das Publikum soll gerufen haben: “Die Piefkes kommen!” Ob tatsächlich “Piefke“, der Kosename der Österreicher für die Deutschen, so entstanden ist, weiß man nicht genau aber in Gänserndorf wurde Gottfried Piefke im September 2009 ein Denkmal gesetzt.

Kein Geld, kein Sieg

Oft wird die österreichische Militärführung als etwas unterbelichtet dargestellt. Das war sie aber durchaus nicht. Das Pech der Österreicher war, dass man bei der Modernisierung der Truppenteile mit der Marine begonnen hat, etwas, das sich in der siegreichen Schlacht von Admiral Tegethoff bei Lissa, ebenfalls 1866, zeigte. Die Infanterie sollte als nächste Truppeneinheit modernisiert werden, was aber für den konkreten Konflikt zu spät war.

Ja, auch unsere Nationalmannschaft ist jetzt in wieder in Form, leider etwas zu spät, um bei der WM dabei sein zu können. Wie sich die Dinge wiederholen, wenn auch in ganz anderem – und viel friedlicherem – Gewand.

Das schon seit dem österreichischen Erbfolgekrieg nach dem Tod von Karl VI. erstarkte Preußen hielt nichts von einem Deutschen Kaiser aus Wien und warf Österreich nach Königgrätz vollends aus dem Deutschen Bund. Die Folgen für die weitere europäische Geschichte waren verheerend.

Anschlussgedanke, eine Folge von Königgrätz

Der überall in Europa aufkeimende Nationalismus bekam durch diese Schwächung der österreichischen Erblande eine besonders brisante Komponente, weil man diese ideelle Trennung von Deutschland bis nach dem Zweiten Weltrkieg nicht wahr haben wollte. Die im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum boomenden Burschenschaften hatten in Österreich viele deutschnationale Gruppierungen, die seit diesem Hinauswurf eine eigenständige österreichische Nation ablehnten (und heute immer noch ablehnen), etwas, das es in Deutschland und in der Schweiz in dieser Form nicht gab und nicht gibt und sich seit diesen Tagen in einer Anschlussidee festsetzte.

Hand in Hand mit dem Nationalismus erlebte man in Wien der Gründerzeit einen extremen Fremdenhass und einen extremen Antisemitismus. Der Fremdenhass war deshalb so ausgeprägt, weil die in die Städte strömenden Landflüchter in Wien – anders als in den anderen Metropolen – fremdsprachig waren und daher leicht erkennbar waren, vielleicht so, wie heutige Türken.

Hitlers Wien

Und dieses Biotop war nicht nur die Zündschnur zur Sprengung der Monarchie, sie war auch die Schule eines gewissen Schicklgruber*), der alle diese Ideen bei seinem Weg zur Macht immer im Hinterkopf hatte und nicht gezögert hat, diese Phantasien auch in die Tat umzusetzen.

Während alle anderen Nachfolgestaaten der Monarchie an ihrem neuen Staat bastelten, sehnte man sich in Österreich nach wie vor nach der Situation von vor 1866 als man noch Teil der großen Gemeinschaft der Deutschen Fürstentümer war. Daher nannte man sich nach 1918 auch sofort “Deutschösterreich”, ein Name, der im Vertrag von Saint-Germain 1919 in “Republik Österreich” umgewandelt wurde; mehr noch, in diesem Vertrag wurde auch das Anschlussverbot festgeschrieben. Ein Selbstbestimmungsrecht der Völker wie es damals von US-Präsident Wilson formuliert wurde, fand keine Anwendung.

Sport als Kompesation

Sport war damals noch eine junge Erfindung, aber in dieser Zeit nach dem Ersten Weltkrieg boomte insbesondere der Fußball und es kam zu den ersten Spielen zwischen der frisch geborenen Republik Österreich und den anderen Nachfolgestaaten aber auch mit Deutschland. Die ersten vier Länderspiele gegen Deutschland wurden gewonnen und unter Hugo Meisl wurden in den Dreißigerjahren auch noch zwei Kantersiege mit 6:0 und 5:0 eingefahren. Die Dokumentation in ORF III über Rapid und Austria zeigt, wie es der Fußball geschafft hat, den Arbeitslosenheeren dieser Jahre so etwas wie ein Erfolgerlebnis zu geben.

Wer braucht den Anschluss?

Das Projekt “Anschluss” des Herrn Schicklgruber*) ist gründlich daneben gegangen. Aber der Anschlussgedanke ist bis in die Gegenwart Begleitmusik im politischen Diskurs in Österreich, wobei man es den Anschlussbefürwortern nicht ganz verdenken kann, dieser Idee zu verfallen. Cisleithanien war jahrhundertelang Teil dieses großen Bündnisses und dieses Bündnis wurde nie hegemonial ausgenutzt**) und wurde in Königgrätz dieser Rolle ziemlich abrupt beraubt.

Genaugenommen ist dieser “Anschluss” im Rahmen der EU längst erfolgt und unser sportliche Wettbewerb ist noch als eine historische Erinnerung an längst vergangene Zeiten geblieben. Damit wir noch viele solcher Spiele wie die “Regenschlacht von Klagenfurt” erleben können, sollten wir uns also einen Anschluss gar nicht so sehr wünschen.

Obwohl, als Anhänger von Rapid schaut das ganz anders aus. Wir würden zwar eine ganz andere Nationalmannschaft – eben die deutsche – haben, aber als neues deutsches Bundesland würden ganz andere Gegner für Rapid nach Wien kommen, die Zuschauerzahlen würden rasant steigen, das Weststadion wäre zu klein und die Einnahmen auf dem Niveau von Deutschland. Eine Art grün-weißes Fußball-Paradies! Schalke, Dortmund und Hertha statt Hartberg, Mattersburg und St.Pölten, das hätte was!

Fußball statt Krieg

Die Bedeutung, die Fußball heute hat, ist faszinierend. Man hat das Gefühl, dass wichtige Ereignisse einfach um einen Monat verschoben werden, um die WM nicht zu versäumen. Einen Monat lang werden Termine nach den Spielterminen der WM ausgerichtet, einen Monat lang blickt die ganze Welt in ein ansonsten wenig bekanntes Land. Dieses Spiel bewegt die Massen und wird daher von den Mächtigen gerne instrumentalisiert. Ein Kommentator im Fernsehen brachte es auf den Punkt, dass man Sympathien auch viel billiger haben kann, indem man einfach keine Kriege führt und Länder anektiert. Auch Sanktionen gibt es dann keine.

Der Veranstalter der Fußball-WM investiert große Summen, um sein Image aufzupolieren. Mich würde interessieren, wie viel ihm das Wer wäre, wenn seine Mannschaft zum Beispiel durch die Worte einer Fee Weltmeister werden könnte. Ob er sich dafür aus der Ukraine zurückziehen würde? Keine Ahnung, aber der Sport ist auf einem guten Weg, wichtig genommen zu werden und wer weiß, ob nicht in späteren Jahrhunderten Konflikte auf diese Weise entschieden werden.

Was hat also Königgrätz gebracht? Meine Antwort: zwei Weltkriege und eine kurios einseitige Fußballrivalität, die für einen Deutschen nicht ganz nachvollziehbar ist, weil es für den “Anschluss” dort keine Entsprechung gibt. Klar, das ist sehr vereinfacht und alles ist in Wahrheit sehr kompliziert aber diese Geschichte ist eines von vielen möglichen Bildern, das uns hilft, das heute besser zu verstehen und es versucht, den Anschluss nicht als etwas grundsätzlich Abzulehnendes darzustellen, denn das ist es erst durch die Umsetzung von infantilen Wahnideen geworden. Mit einem Rapidler kann man immer über einen “Anschluss” diskutierten, wie wir gesehen haben, das könnte auch sehr schöne Seiten haben.


*) Der Vater von Adolf Hitler hieß ursprünglich Alois Schicklgruber, nahm aber 1876 den Namen “Hitler” an, eine adaptierte Version des Namens seines Ziehvaters “Hiedler“. Alle Spuren zu diesen Verwandten sollten ausgelöscht werden und daher wurde auch 1938 der größte Truppenübungsplatz Europas im Waldviertel errichtet, genau dort, wo die Gräber der Großeltern gelegen sind, in Döllersheim. Was man sich natürlich fragt, warum ein kleines Land wie Österreich einen so großen Truppenübungsplatz benötigt und nicht nach dem Krieg alles unternommen hat, diese Flächen wieder ihren ursprünglichen Besitzern zurückzugeben. Manchmal frage ich mich auch, ob diese europäische Unglück nicht einfach nur durch diese Umbenennung passieren konnte. Hätte der Name “Schicklgruber” dieselbe Person erzeugt wie die mit dem späteren Namen “Hitler“? Siehe Brigitte Hamann, Hitlers Wien, Piper 1998.

**) Ausgenommen die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Bilder

GRÜNZEUG-594

GRÜNZEUG
INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951)
46. JAHRGANG/MAI 2018/Nr.594/Versand 4.6.2018, Postamt 1120

„GV“ MIT WAHL VOM 7.5.; NOCH ZWEI JAHRE MIT OBMANN NIEDERHUBER

Nach der Begrüßung der Ehren- und Stammgäste Michael Krammer (Präsident des SK Rapid), Christoph Peschek (SCR-Geschäftsführer Wirtschaft) und Werner Kuhn (Director Business Development, Marketing & Sales, dazu er selbst: „Ich bin der Werner!“) wandte sich unser Obmann der offiziellen Tagesordnung zu, die mit dem einstimmigen Verzicht auf die Verlesung des letztjährigen Protokolls begann.

Es folgte Niederhubers Bericht über das nun zu Ende gehende Vereinsjahr: 8 Vorstandssitzungen, 9 Mal „Grünzeug“ und 5 Mitgliedsversammlungen mit insgesamt 15 Ehrengästen aus dem grün-weißen Lager, aber wegen zu geringem Interesse kein Krampuskränzchen, 4.099,99 Euro als Ergebnis der 41. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ sowie 2017 Euro für unsere Nachwuchspatenschaft. Hier musste er leider anfugen: „Angesichts der sinkenden Mitgliederzahl und nachlassenden Zahlungsmoral bleibe dahingestellt, wie lange wir uns Letztere noch leisten können…“

In Vertretung von Kassier Bachmayer (beruflich verhindert) appellierte daher der 2. Kassier Fabsits an die anwesenden Mitglieder, unserem Klub weiterhin die Treue zu halten, ehe er seinen Kassabericht bekannt gab: 24.216,67 Euro Klubvermögen, 277 zahlende Mitglieder. Daraufhin wurde der Vorstand über Antrag von Rechnungsprüfer Foller bei einer Enthaltung einstimmig entlastet.

Unter der Aufsicht der Leiterin des Wahlkomitees, Frau Baar, wurde dieser „neue“ Vorstand bei einer Stimmenthaltung einstimmig gewählt: Obmann: Gerhard Niederhuber; 2.Obmann: Martin Reiser; 3.Obmann: Peter Nowotny; Kassier: Clemens Bachmayer; Kassierstellvertreter: Günter Fabsits; Schriftführer: Josef Liska; Schriftführerstellvertreter: Stefan Rakousky; Vorstandsmitglieder z.b.V.: Elffiede Gager, Kurt Vytesnik sowie eine Position wegen des bedauerlichen Rücktritts von Walter Grossmann aus Studiumsgründen (danke für 12 Jahre Mitarbeit, Walter!) vakant und neu zu besetzen. Niederhuber verkündete nach vollzogener Wahl: „Entwarnung! Ich werde in zwei Jahren nicht mehr kandidieren und durch Martin Reiser sicherlich gut ersetzt werden.“

Doch noch führte er unter „Allfälliges“ – nach der Beibehaltung der Mitgliedsbeitragshöhe – die Ehrung unserer verdienten Jubilare durch, jedenfalls soweit diese erschienen waren, den Abwesenden wurden ihre Ehrenteller und -nadeln per Post zugesendet. So oder so, nachstehende Damen und Herren sind schon seit mehr oder weniger vielen Jahren unsere Mitglieder.

50 Jahre: Im Doublejahr 1968 traten den Rapidfreunden bei: KR Peter Frigo (anwesend und unser ehemaliger Hausverwalter und weiterhin großzügiger Spender und Inserent), Karl Gansberger, Gerhard Goicke (Berlin!), Herbert Haider, Johann Halwidl, Kurt Kapalik (anwesend), Gerhard Niederhuber (anwesend, no na), Walter Seewald (anwesend), Susanne Trinko (anwesend), Franz Trpkos, Karl Vincourek, Dir.Helmut Wieser (anwesend).

Seit 40 Jahren Mitglieder: Wilfried Friedrich, Dr.Peter Gaspari, Heinz Horak, Franz Hoschek, Thomas Larisch, Heinz Muzik (anwesend), Friedhelm Pfeiffer, Gerhard Pokomy, Irene Rafetseder-Widhalm, Johann Schittl.

Seit 20 Jahren Mitglieder: Franz Ainhim (Bad Aussee), Michael Hechenblaikner (zu Michael Krammers Erstaunen aus Hall in Tirol).

Apropos Michael Krammer: Nun konnte sich der (Noch-immer-)Obmann ihm und den beiden anderen Herren aus der SCR-Führungsetage zuwenden bzw. zur allgemeinen Diskussion „freigeben“, an der sie gerne und ausführlich teilnahmen. Wie wir es von Ihnen ja schon kennen und wofür wir uns auch an dieser Stelle herzlich bedanken. Es ging z.B. um die problemlos erteilte Lizenz für das kommende Bundesligajahr, Rapids 32-Millionen-Budget, die Begriffe „Großklub“ oder doch nicht „Großklub“ (Rapid hat laut Krammer 16.000 Mitglieder, Salzburg trotz aller Erfolge kaum ein Zehntel davon, wenn nicht noch weniger, um von den Zuschauerzahlen gar nicht erst zu reden), die neuen TV-Gelder (Rapid lukriert 3 Millionen Euro, bisher war es die Hälfte) usw. usf. Dies alles ist sicher auch ein Verdienst Werner Kuhns, der einst für jeden Fehlschuss und überhaupt alles verantwortlich gemacht wurde und heute quasi Everybodys Darling ist. Sehr zu Recht, wie wir meinen. Rapids seiner Aussage nach wertvollste Potentiale: die über 500 Partner sowie die vielen Mitglieder, Fans und Zuschauer. Soviel nochmals zum Thema „Großklub“.

Dazu hatte Niederhuber nicht nur, aber vor allem dem ebenso jungen wie dynamischen Rapidfan und Wirtschaftsgeschäftsführer Christoph Peschek schon anfangs gratuliert, und mit diesem Wunsch beendete er den Abend: „Mögen die sportlichen Erfolge des SCR mit den finanziellen Schritt halten!“

MINIMALZIEL ERREICHT, ABSCHIED VON STEFFEN & CO., SOWIE DIV. REKORDE

Seit 1974/75 gibt es die Bundesliga, und noch nie hatte ein Rapid-Trainer in den 36 Punktematches 30 verschiedene Spieler einsetzen müssen oder wollen wie 2017/18 Goran Djuricin. Das zeugt u.a. von vielen Verletzungen, aber auch dem Bestreben, etlichen Youngstem die Chance zu geben, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Was etwa mit Ljubicic oder zuletzt Müldür gut gelang (Thumwald hatte ja schon früher mitmachen dürfen). Andererseits freilich muss eine so hohe Fluktuation ja gelegentlich Probleme beim Umschalt- oder Kombinationsspiel bringen.

Trotzdem und trotz häufiger Querschüsse aus allen möglichen Richtungen erreichte Rapid ihr Minimalziel, den dritten Endrang. Die Dosen-Millionäre waren und sind leider ähnlich unerreichbar wie jenseits unserer Grenzen die noch reicheren Meister Manchester City, PSG Paris, Juventus Turin oder auch Bayern München, damit müssen wir uns halt abfinden, verdammt nochmal! Ganz anders sieht das mit Sturm Graz aus, aber: Denen wird wohl nicht jedes Jahr so viel „einigehen“ wie heuer und da ganz besonders im Cup-Semifinale, als sie Rapid höchst glücklich aus dem Bewerb warfen. Und: Es steht nirgends geschrieben, dass besagte Rapid alljährlich bei elf Unentschieden (Liga-Höchstwert) so rekordverdächtig oft die Torumrandung trifft, nämlich 27 Mal – wie viele Punkte mag das wohl gekostet haben? Bedauerlicherweise, doch zum Glück nicht mehr entscheidend: In den letzten drei Partien ging den Hütteldorfem wieder einmal nicht alles „eini“, denken wir nur an die abschließende Nullnummer beim WAC, wo von insgesamt zwölf Auftritten lediglich ein einziger gewonnen wurde – auch ein Rekord, auf den wir verzichten können! Ebenso wie auf die Kommentare nach dem 4:1 über Altach.

Als Kühbauer im Juni 1997 zum „Don Didi“ wurde, nahm Trainer Dokupil ihn zwei Minuten vor dem Ende des Admira-Heimspiels (7:0) heraus, ohne ihn zu ersetzen, weil er ihm den Extrtaapplaus gönnte. Djuricin machte es in den Fällen Steffen und Louis genauso, und wer sich darüber aufpudelt, der hat gar nichts verstanden.

Wie auch immer: Laut „Grünzeug“-Archiv bestritt der „Fußballgott“, zweimalige Meister und künftige SCR-Talentmanager 539 Pflichtspiele für Rapid und erzielte dabei 129 Tore (Rekord-Rapidler in der Meisterschaft bleibt Peter Schöttel, der ein paar Einsätze mehr hatte);

…der Neo-Kölner Schaub war 204 Mal dabei und netzte 44 Mal ein; und der ungern nach Hoffenheim zurückkehrende Joelinton absolvierte in Wolfsberg sein 70. Pflichtspiel, blieb aber bei 19 Goals stehen. Wesentlich leiser verliefen die Trennungen von „Urgestein“ Mario Pavelic (133 Spiele/6 Tore, heuerte bei HNK Rijeka an), Bremen-Rückkehrer Thanos Petsos (inklusive der 45 Minuten im Lavanttal immerhin 123 Einsätze und sechs – oft wichtige -Tore) sowie vom erneut schwerst verletzten Andi Kuen (20 Spiele/2 Tore). Nicht nur, aber ganz speziell ihm wünschen wir für die nähere und fernere Zukunft selbstverständlich das Allerbeste!

The Show must go on, heißt es so (un)schön, und daher hoffen wir auf ein erfolgreiches 2018/19 ohne Rekorde, die niemand braucht!

2017/18 endete jedenfalls so:

1. Salzburg 36/83 (81:29)
2. Sturm    36/70 (68:45)
3. Rapid    36/62 (68:43)
4. LASK     36/57 (49:41)
5. Admira   36/51 (59:66)
7. Austria  36/43 (51:55).

Rapids Torschützen: Schwab (12), Kvilitaia und Murg (je 10), Joelinton (7), Schaub und Schobesberger (je 5), Vet.Berisha (4), Ljubicic (3), Auer und Kuen (je 2), Bolingoli, Galvao, St.Hofmann, Keles, Prosenik, Thumwald und Wöber (je 1) sowie ein gegnerisches Eigentor.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

Bl, 34.RUNDE (13.5.): SALZBURG (H) 1:4 (0:3)

Zuerst wurde Maxi Wöber offiziell verabschiedet, dann zeigte der Serienmeister ein ganz anderes Gesicht als bei seinem lahmen Auftritt im Cupfinale (0:1 gegen Sturm, wobei allein Alar ein wesentlich höheres Score vergab). Was den Bullen gegen Rapid alles zustatten kam: Deren Probleme mit dem ungewohnten 3-4-3 (Djuricin: „Das ging in die Hose und auf meine Kappe“), das Fehlen von Galvao und Bolingoli (wie die auch nicht gerade unwichtigen Dibon oder Mocinic dauerverletzt) sowie Kvilitaia und lange Joelinton, um vom baldigen Out für Debütant Müldür und Kuen, bei dem es ganz nach der nächsten schweren Knieverletzung aussah, gar nicht zu reden, ferner Strebingers ungewohnter Fangfehler vorm frühen 0:1, Murgs siebenter bzw. Rapids insgesamt 25. Alutreffer (12.) und in der stärksten Phase des SCR das klare, aber übersehene Elferfoul an Murg (82.), worauf prompt das Konter-l :4 fiel. Ja, Rapid fehlte viel zum überfälligen Sieg gegen RBS, viel an Spielglück freilich ebenfalls. Und die abschließenden Pfiffe der bis dahin mustergültigen Fans verdienten sich Schwab & Co. keinesfalls.

SCR: Strebinger; Müldür (34.Sonnleitner), M.Hofrnann, Ljubicic; Thumwald, Petsos (80.Joelinton), Schwab, Kuen (34.Auer); Schobesberger, Murg, Vet.Berisha.- Tore: Vet.Berisha (75.); Farkas (4.), Dabbur (13., 82.), Gulbrandsen (26.).- Gelbe Karten: Vet.Berisha, Joelinton; Gulbrandsen.- Allianz-Stadion, Drachta, 22.300.

BL, 35.RUNDE (20.5.): ALTACH (H) 4:1 (2:1)

Vor allem St.Hofmann (98.BL-Tor) und „Doppelpack-Joelinton“, aber auch Schaub und Pavelic hätten sich keine stimmungsvollere Abschiedsparty wünschen können. Rapid verpasste dabei einen noch höheren Sieg, weil nach dem schnellen 2:0 eine längere Kunstpause eingelegt wurde, weitere tolle Chancen ungenutzt blieben und es die Alutreffer Nr. 26 und 27 gab. Dass die Partie nach den Abgangsapplausen für Schaub und St.Hofmann in der Nachspielzeit zu neunt beendet wurde, fiel nicht ins Gewicht und frustrierte die Gäste. Der abschließende Endlos-Jubel um den „Fußballgott“ und seine Familie fiel noch euphorischer als geplant aus, auch weil der LASK dem WAC daheim mit 1:3 unterlag und der SCR den angestrebten dritten Rang daher in der Tasche hatte.

SCR: Strebinger; Auer (78.Pavelic), M.Hofrnann, Galvao, Thumwald; Ljubicic, Schwab; Schaub, Murg, Schobesberger (66.St.Hofmann); Joelinton (76.Vet.Berisha).- Tore: Joelinton (6., 14.), Schwab (60.), St.Hofmann (73.); Grbic (45.).- Gelbe Karten: Ljubicic, Schaub; Lukse.- Allianz-Stadion, Jäger, 21.600.

BL, 36.RUNDE (27.5.): WAC (A) 0:0

Das Fehlen von nicht weniger als elf Kaderspielem kann Rapids Fahrlässigkeiten beim Umgang mit der Feldüberlegenheit und den fast unzähligen Topchancen keinesfalls entschuldigen. Die wenigen wirklich positiven Überraschungen hießen Tobias Knoflach und Mert Müldür: Als die Kärntner ganz am Ende plötzlich zu zwei großen Möglichkeiten kamen, rettete der „Knofi“ in überragender Manier das Remis und das nach zwei Monaten ohne jede Spielpraxis; und Mert Müldür agierte, als wäre es sein 50., aber nicht erst zweites BL-Match.
SCR: Knoflach; Auer, Sonnleitner, Müldür, Thumwald; Ljubicic, Petsos (46.Kostic); Schobesberger (80.Arase), Schwab, Vet.Berisha; Joelinton.- Gelbe Karte: Offenbacher.-Lavanttal-Arena, D.Ouschan, 4.639.

oznor

„MR. GRÜNZEUG NR. 594“: THOMAS MURG

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Dass Thomas Murg, Rapids „Alu-König“ (sieben von insgesamt 27. Treffern), nicht erst in den letzten Wochen starke Auftritte hatte, merkte schließlich auch der Teamchef. Und daher fehlte der umtriebige Linksfuß im Abschlussmatch beim WAC. Was übrigens auch auffiel…

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Richard Strebinger 75. (Altach); Veton Berisha 25. (Salzburg).
„Runde“ Tore: Fehlanzeige.

LEIDER EIN SEHR GEFRAGTER MANN: DR. BENNO ZIFKO

Wie befurchtet erlitt Andi Kuen (23) im Unglücksspiel gegen Salzburg den bereits dritten Kreuzbandriss in seiner noch immer jungen Karriere, um von einer überstandenen Meniskus-OP und drei Oberschenkeloperationen gar nicht zu reden. Der hochtalentierte Tiroler wurde am 15.5. von Klubarzt Dr.Zifko operiert und benötigt erfahrungsgemäß eine rund sechsmonatige Pause. Was Andis Schicksal noch tragischer erscheinen lässt: Sein Vertrag mit dem SCR endet in diesem Sommer, weshalb er sich auf Vereinssuche begeben muss. Rapid-Sportchef Fredy Bickel: „Wir lassen ihn sicher nicht hängen und sind da, wenn er etwas braucht.“ Da fällt dem Chronisten ein, dass Stefan Kulovits, auch so ein Pechvogel, in einer vergleichbaren Situation einst einen neuen Einjahreskontrakt erhielt, weil der SK Rapid ja ein äußerst sozialer Arbeitgeber war und ist…

Nur wenige Tage nach dem Eingriff an Andi Kuens Knie musste Dr.Zifko schon wieder zum Skalpell greifen: Giorgi Kvilitaia, in diesem Frühjahr sehr treffsicherer Mittelstürmer, zog sich am 18.5. im Training einen Bruch des rechten Knöchels zu und das unmittelbar vor dem wichtigen Heimspiel gegen Altach bzw. anderthalb Wochen vor dem Auftritt im ungeliebten Wolfsberg. Giorgi selbst musste Pfingsten im Spital verbringen, wo er von besagtem Chirurgen operiert wurde. Bevor er etwa drei bis vier Monate pausieren muss.

Da können wir zum x-ten Mal nur möglichst baldige Genesung wünschen.

EIN BLICK ZU RAPID II

32. RUNDE (12.5.): STADLAU (A) 0:0

Gegen die immer schwer zu bespielenden Hausherren war Rapid II nach fast ereignisloser ersten Halbzeit („Höhepunkt“: die Verletzung des guten Schiris) die klar bessere Mannschaft und hätte allein durch Strunz mehrmals in Führung gehen können, in Minute 90 erst recht: Arase raste Richtung Tor, verdarb die 3-gegen-1-Überzahlsituation aber mit einem Fehlpass zur Mitte. Schade! Andererseits hätte es die Nullnummer ohne Maries hervorragende Paraden niemals gegeben. Immerhin war das der erste Punktgewinn in Stadlau zu gemeinsamen Ostligazeiten (bisher 1:2 und 1:3).

SCR II: Marie; Ehrnhofer, Pfeifer, Obermüller, Krenn (56.Sahanek); Felber; Okungbowa (88.Nader), Wunsch (ö0.Küssler), Kostic; Strunz, Arase.- Stadlau, Hasanovic, 200.

33. RUNDE (18.5.): NEUSIEDL (A) 2:3 (0:2)

Die „alten Hasen“ des Tabellenelften (31, 24, 28) trafen binnen kaum 50 Minuten drei Mal, zuerst per fragwürdigem Penalty, bei den Jungrapidlem hingegen vergab Tüccar (20) vorerst einen solchen (77.), bevor Kapitän und ORF-Fußballchef-Sohn Felber (19) sowie Strunz (18) spät scoren konnten. (Fast) nur mit „Grünzeug“ geht’s halt doch nicht immer…

SCR II: Jenciragic; Ehrnhofer, Pfeifer, Obermüller, Krenn (46.Sahanek); Okungbowa, Felber, Nader (74.Kirim); Tüccar, Küssler (60.Strunz), Arase.- Tore: Christ (29., Elfer), Wodicka (45.), Kienzl (49.); Felber (90./+1), Strunz (90./+2).- Gelb-Rote Karte: Gregora (89., Unsportlichkeit).- Neusiedl, Fluch, 250.

34. RUNDE (25.5.): AMSTETTEN (A) 2:1 (2:0)

In wegen Abstellungen an die Profis sowie Gelbsperren stark veränderter Formation fügte „Akas“ Hasenstall der hoch favorisierten Amstettner Torfabrik nicht nur die ersten Heim-Verlusttore in diesem Frühjahr zu, sondern auch eine geradezu sensationelle Niederlage. Dadurch schoben sich die Jungrapidler auf den guten 6. Endrang vor, während sie in der Saison 2016/17 – noch mit Stützen wie etwa Ljubicic, Bosnjak, Gashi, Szalai oder Topscorer Kovacec – nur Zehnter geworden und auf lediglich 36 Zähler gekommen waren. Zu diesem Fortschritt kann man ihnen nur gratulieren. Der Sieg in Amstetten wäre freilich wohl kaum gelungen, hätte Haas keine solche Superpartie gespielt.

SCR II: Haas; Pfeifer, Schuster, Obermüller; Sahanek, Nader (65.Jusic), Okungbowa, Wunsch, Krenn (89.Velmirovic); Strunz, Kirim (70.Küssler).- Tore: Vukovic (50.); Nader (3.), Wunsch (37.).- Amstetten, Laschober, 1.650.

Abschlusstabelle der RLO

l. Hom          30/65 (61:25)
2. Ebreichsdorf 30/62 (57:26)
3. Amstetten    30/61 (69:30)
4. Austria Am.  30/57 (59:36)
5. Karabakh     30/56 (61:44)
6. Rapid II     30/46 (56:48), davon daheim: 15/21 (30:26) und auswärts: 15/25 (26:22)

Aufsteiger in die neue 2.Liga: Horn, Amstetten sowie die violetten Amateure, weil Ebreichsdorf um keine Spielberechtigung ersucht hatte. Die Torschützen der Hütteldorfer „Zweiten“: Mujakic (9), Kostic (7), Heinicker (6), Keles (5), Arase, Tüccar und Wunsch (je 4), Ehmhofer, Jusic und Nader (je 2), Bosnjak, Felber, Kirim, Kuen, Obermüller, Prosenik, Sahanek, Sobczyk und Strunz (je 1) sowie zwei gegnerische Eigentore.

Abgang: Der bei SCR II nicht mehr gefragte Andreas Dober übersiedelt zur WSG Wattens und damit in die kommende 2.Liga – viel Erfolg in Tirol, Andi!

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“-„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Wir dürfen Frau Brigitte Kunz, 1140 Wien, und Herrn Christian Kosa, 1100 Wien, als neue Mitglieder herzlich willkommen heißen.

Einmal mehr bedanken wir uns bei Herrn KR Peter Frigo, unserem schon seit 50 Jahren treuen Mitglied (siehe ,,GV“-Bericht) und ständigen Inserenten, für eine großzügige Spende in die immer hungrige Klubkasse aufs Herzlichste.

Von der St.Pöltner Akademie holte Rapid den U17-Team-Kapitän Leo Greiml, vorerst für die 2. Mannschaft.

Das ist nur den wenigsten Menschen gegönnt: Am 16.5. flog eine umfangreiche Rapid-Delegation mit Kardinal Schönborn nach Rom, wo sie von Papst und Fußballfan Franziskus in Privataudienz empfangen und gesegnet wurde. Für die großartige Ehre bedankte sich Präsident Krammer bei Gottes Vertreter auf Erden mit der Überreichung der Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit.

Schon tags zuvor hatte Louis Schaub (23) seine Ausstiegsklausel genutzt und bis Sommer 2022 für den deutschen Traditionsverein und BL-Absteiger 1 .FC Köln unterschrieben. Danke für zwölf unvergessliche Jahre, Louis, und alles Gute plus viel Erfolg in „Kölle“ inklusive ehestmöglichen Aufstieg! Dem SCR wird die Trennung von Superkicker und Eigengewächs Schaub (kam mit 12 aus der Südstadt) dem Vernehmen nach mit etwa drei Millionen Euro abzüglich von Beteiligungen einigermaßen versüßt.

Wie am 21.5. fix bekannt wurde, verliert Rapid mit Mario Pavelic ein weiteres Urgestein: Der Außenverteidiger wechselt ablösefrei zu HNK Rijeka (Kroatien), wo auch Srdjan Grahovac spielt.

Für die Länderspiele gegen Russland (30.5.), Deutschland (2.6.) und Brasilien (10.6.) berief Teamchef Foda Richard Strebinger (na endlich!), Thomas Murg (auch erstmalig) sowie den Noch-Rapidler Louis Schaub ein. Im U21-Kader gegen Tschechien (31.5. und 3.6.) standen Manuel Thurnwald und Dejan Ljubicic.

Internationale Turniere in Hütteidorf (25.-27.5.)

Ul5: SCR durch 2:1 gegen Maccabi Tel Aviv Dritter hinter Tumiersieger Admira und dem Zweiten RS Belgrad (Final-3:0 der Südstädter); Special Needs Teams: SCR Zweiter durch Final-2:3 gegen den FAK.

In eigener Sache

Zum Abschluss dieser Nummer und einer letztlich „durchschnittlich guten Saison“ (O-Ton Goran Djuricin) wünscht allen Mitgliedern sowie sonstigen Leserinnen und Lesern einen super Urlaub in möglichst grüner Umgebung, viel Nervenstärke für 2018/19 und vor allem weitere Treue zu Rapid im Allgemeinen und unserem Traditions-Anhängerverein im Besonderen.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller

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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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„Grünzeug“ im Tagebuch

Rapid-Viertelstunde-165

2018-06-01

Die Rapid-Viertelstunde feiert mit der 165. Folge das vierte Bestandsjahr mit einer Zusammenfassung von Highlights und Hoppalas aus dieser Zeit.

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Das Tagebuch wünscht dem Team von W24 einen erholsamen Urlaub! Wir freuen uns auf die neuen Folgen in der kommenden Saison.