Abschied von Steffen
17. Mai 2018
Neusiedl-Rapid II
18. Mai 2018

GRÜNZEUG
INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951)
46. JAHRGANG/MAI 2018/Nr.593/Versand 14.5.2018, Postamt 1120

IN EIGENER SACHE

Unsere diesjährige Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands fand bekanntlich am 7.5. statt, leider also 24 Stunden nach Redaktionsschluss. Daher können wir über sie erst in der nächsten Nummer berichten. Diese wird aber ohnehin schon am 4.6. versendet werden. Um Verständnis wird ersucht. Ein Bild und einen Tagebucheintrag von der Generalversammlung können wir aber bieten, der Bericht folgt in der kommenden Ausgabe des GRÜNZEUG.

NOCH (MINDESTENS) EIN JAHR: GO, GOGO, GO!

Pünktlich vor dem 326. Derby begannen die Medien wieder einmal Transfergerüchte zu streuen (Galvao zum VfB Stuttgart? Bolingoli überall hin? Schaub zum l.FC Köln? Und, und, und). Aber unsere Mannschaft ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und schoss die heuer so armselige Austria mit 4:0 aus dem von ihr und ihren Fans ungeliebten Happel-Stadion – der höchste Sieg über den FAK seit dem 5:1 vom 28.3.1981!

Auch im packenden Cup-Semifinale in Graz bot Rapid eine alles in allem beachtliche Leistung, kassierte aber drei mehr oder weniger läppische Kontertore, sodass sie mit 2:3 unglücklich wie unnötig aus dem Bewerb flog. Ja, ja, dieser „ewige“ Cup-Fluch…

Nur vier Tage später rehabilitierte sich der SCR mit einem glatten 4:1 über die heuer so sensationelle Admira. Bedauerlicherweise verletzten sich in dieser letztlich einseitigen Partie mit Galvao und Bolingoli zwei wichtige Abwehrspieler.

Was sich auf den Ausgang des nächsten Auftritts in Graz bedeutungsschwer auswirkte. Nach Sturms 1:2 in Wolfsberg hatte sich für uns plötzlich eine Chance auf den Champions-League-trächtigen zweiten Tabellenplatz ergeben, die von einer schwächlichen Rapid-Defensive geprägte Auseinandersetzung endete jedoch 2:4; obendrein verloren die Hütteldorfer mit M.Hofmann (neunte „Gelbe“ und von unseren „geliebten“ Medien wie ein Raubmörder hingestellt) einen weiteren Verteidiger.

Trotzdem wurde Goran Djuricin (plus Staff, wie er sein Trainerteam vorzugsweise zu nennen pflegt) wenig überraschend für ein weiteres Jahr mit Option auf noch eines im Amt bestätigt. Wie richtig das war und ist, bewies Taktiker Djuricin schon im nächsten Auswärtsmatch, das beim zuvor siebenmal enorm auftrumpfenden LASK (bis dahin um zwei Zähler vor Rapid auf dem auch nicht unwichtigen dritten Rang) mit einem schwer erkämpften 2:0 endete, was freilich vor allem an Strebingers erneuter Hochform lag.

Zum Thema „Fluch“: LASK-Coach Oliver Glasner wurde und wird ausgerechnet gegen Rapid von einem solchen geradezu verfolgt. Als er vor Jahren für Ried spielte, erlitt er in St.Hanappi eine so schwere Kopfverletzung, dass er seine aktive Laufbahn beenden musste, und seit er als Trainer arbeitet, konnte er in nunmehr insgesamt acht Duellen mit dem SCR (vier mit Ried, vier mit dem LASK) keinen einzigen Punkt ergattern.

Unserem Cheftrainer aber können wir nur zurufen: Go, Gogo, go! Und: Sollte Sturm am 6.6. in Salzburg verloren haben, könnte sich für ihn und seine Truppe vielleicht doch noch eine Champions-League-Chance eröffnen, zumal immerhin noch neun Punkte zu vergeben sind. Das Ergebnis der Partie Red Bull gegen Sturm Graz ist in unten stehender Tabelle berücksichtigt.

tipico-Bundesliga (Stand vom 6.5.2018):

1.Salzburg 33/77 (76:24)
2.Sturm    33/63 (63:44)
3.Rapid    33/58 (63:38)
4.LASK     33/57 (46:33)
5.Admira   33/50 (58:61)
7.Austria  33/40 (46:51)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 30.RUNDE (15.4.): AUSTRIA (A) 4:0 (2:0)

Der zuletzt (warum?) kritisierte Djuricin hatte einen klugen Matchplan: Er setzte auf die pfeilschnellen Schobesberger (ein Tor, ein Assist) und Veton Berisha (zwei Assists) sowie die technischen Fähigkeiten seiner wuseligen, nicht gerade hünenhaften Techniker. Die ohne „Standardkönig“ Holzhauser, Defensivorganisator Serbest und einige Verletzte, darunter der in Violett nicht gerade glückliche Stangl, agierende Austria presste zwar gewaltig, herauskamen aber nur fußballerische Fürze, während Rapid im Konter so viele weitere Möglichkeiten ausließ, dass FAK-Trainer Letsch nachher zugeben musste: „Wir hätten auch sieben Stück kriegen können.“ Da hatten die Hütteldorfer Mannschaft und Fans ihren „Fußballgott“ schon längst gefeiert, dessen 48. Derby (Klubrekord) leider sein wohl letztes war – berührend!

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab (76.Petsos); Schaub, Murg (76.St.Hofmann), Vet.Berisha; Schobesberger (72.Kvilitaia).- Tore: Schwab (8.), Murg (42.), Schobesberger (51.), Kvilitaia (73.).- Gelbe Karten: M.Hofmann, Murg, Schwab.- Bes.Vorkommnis: Der FAK hatte die Längstribünen nur für seine (bekanntlich nicht sehr vielen) Mitglieder und Abonnenten freigegeben, daher die niedrige Zuschauerzahl.-Happel-Stadion, Grobelnik, 11.267.

ÖFB-CUP, SEMIFINALE (18.4.): STURM GRAZ (A) 2:3 n.V. (0:1, 2:2)

Im über weite Strecken hochklassigen Cupkrimi bewies Rapid hohe Moral und war den Grazern absolut gleichwertig, aber am Ende war’s doch nur eine weitere Folge der Pleiten-Pech-und-Pannen-Endlosserie „Rapid und der Cup“. Denn: Bei allen Gegentoren, zwei davon sogar nach eigenen Standards (Corner, Freistoß) am Sturm-Strafraum, wie eine Schülermannschaft ausgekontert; außerdem durch Schaub (89.) den sicheren Matchball und Kvilitaia zu Beginn der Verlängerung den möglichen vergeben (bei Male reagierte Siebenhandl gut).

SCR: Strebinger; Auer (68.Thumwald), M.Hofmann, Galvao, Bolingoli (117.Sonnleitner); Ljubicic, Schwab; Schaub, Murg, Vet.Berisha (53.Kvilitaia); Schobesberger (104.Mujakic).- Tore: Edomwonyi (24., 62.), Eze (102.); Schaub (58.), Kvilitaia (84.).-Gelbe Karten: Röcher, Hierländer, P.Zulj, Eze; Schwab, Thumwald.– Gelb-Rote Karte: M.Hofmann (120/4-2, Foul).- Merkur-Arena, Schörgenhofer, 15.750.

BL, 31.RUNDE (22.4.): ADMIRA (H) 4:1 (2:0)

Erst verhinderte „Eins-gegen-eins-Torminator“ Strebinger das 0:1 (9.), dann zogen seine Vorderleute, angetrieben von den überragenden Schwab und Murg, ein chancenreiches Powerplay auf. Die Tore gelangen kurioserweise aber aus Kontern, wobei Thumwalds erstes in der Meisterschaft einem abgefälschten Weitschuss entsprang. Die im Endeffekt glimpflich davongekommenen Gäste verzeichneten auch eine Premiere, nämlich das erste Tor im Allianz-Stadion. Dass es abseits war, konnte Rapids fünften Liga-Sieg in Folge natürlich nicht gefährden. Wermutstropfen: Bolingolis Sprunggelenksverletzung.

SCR: Strebinger; Thurnwald, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli (40.Auer); Ljubicic, Schwab; Schaub, Murg (70.St.Hofmann), Vet.Berisha; Kvilitaia (59.Schobesberger).- Tore: Murg (39., 45./+1), Thumwald (62.), Schwab (79.); Hausjell (81.).- Gelbe Karten: Thumwald; Leitner.- Allianz-Stadion, Drachta, 18.600.

BL, 32.RUNDE (29.4.): STURM GRAZ (A) 2:4 (1:2)

Wer 59 Prozent der Zweikämpfe und nicht nur deswegen viele Bälle verliert, hat es gegen so topmotivierte und effiziente Grazer (in jeder Halbzeit mit dem ersten Schuss erfolgreich) natürlich überaus schwer. Zumal eine gute Phase nach dem 0:1 ungenutzt blieb. Dass Galvao und Bolingoli leider nicht ersetzt werden konnten und Mujakic nur die Stange traf (90.), verdiente am Ende nur mehr eine Randnotiz. Auch wenn Letzteres schon zum 22.(!) Mal passierte.

SCR: Strebinger; Thumwald, Sonnleitner, M.Hofmann, Auer; Ljubicic, Schwab; Schaub (71.Mujakic), Murg, Vet.Berisha (46.Schobesberger); Kvilitaia.– Tore: Eze (3., 26.), P.Zulj (62.), Jeggo (72.); Kvilitaia (40.), Murg (76.).- Gelbe Karte: M.Hofmann.– Merkur-Arena, Schüttengruber, 14.573.

BL, 33.RUNDE (5.5.): LASK (A) 2:0 (1:0)

M.Hofrnann gelbgesperrt, Galvao und Bolingoli verletzt, somit musste Djuricin eine total neu formierte Abwehr aufbieten und das gegen den zuletzt so erfolgreichen Sensationsaufsteiger (sieben Siege und 14:2 Tore), der anfangs den Eindruck machte, nicht nur elf, sondern mindestens 13 Spieler auf dem Feld zu haben. Dementsprechend schwach liest sich die Zweikampfquote Rapids: diesmal sogar nur 39 Prozent gewonnen; und die Passquote war mit 71 Prozent ebenfalls nicht allzu berauschend. Trotz allem feierte Rapid im Kampf um Platz drei einen gar nicht einmal so unverdienten Sieg, denn die Verteidigung um Sonnleitner & Ljubicic ließ selbst in der starken ersten Halbzeit des LASK nicht allzu viele echte Torchancen zu; was aber dennoch auf sein Gehäuse kam, wurde von Strebinger in einmal mehr überragender Manier entschärft (ob Zuschauer Foda das realisierte, wissen wir nicht). Überdies und außerdem hat der SCR ja auch noch einen alles andere denn auf den Glatzkopf gefallenen Trainer: Wenige Tage nach seiner definitiven Vertrags Verlängerung funktionierte Djuricin den Sechser Ljubicic erfolgreich zum Innenverteidiger um, noch in der ersten Halbzeit ließ er die Außenverteidiger erfolgreich die Plätze tauschen (Thumwald legte Kvilitaia das Führungstor auf), und nachdem Kvilitaia mit einer Großchance an Pervan gescheitert war, brachte Gogo Kuen, als hätte er geahnt, dass ausgerechnet dem der entscheidende Treffer gelingen würde, übrigens aus schrägem Winkel via Innenstange. Apropos Aluminium: Petsos, der beide Treffer mit öffnenden Pässen einleitete bzw. direkt vorbereitete, kanonierte in Minute 28 aus über 30 Metern an die Latte – ein weiterer Beweis, dass Rapids Arbeitssieg in Ordnung ging.

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Ljubicic, Thumwald; Petsos, Schwab; Murg (90./+2 Mujakic), Schobesberger (69.Schaub), Vet.Berisha; Kvilitaia (88.Kuen).- Tore: Kvilitaia (41), Kuen (90./+3).- Gelbe Karten: Pogatetz; Ljubicic, Kvilitaia, Auer.– Gelb-Rote Karte: Ramsebner (90./+1, Foul).- TGW-Arena, Pasching, Eisner, 6.100 (ausverkauft).

„MR. GRÜNZEUG NR. 593“: THOMAS MURG

Hier soll jener Spieler heraus gestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Okay, im Cupmatch in Graz und auch beim LASK legte Thomas Murg keine Glanzpartien hin, aber was er im Derby, beim Sieg über die Admira inklusive Doppelpack sowie sogar bei der erneuten Niederlage gegen Sturm auf den Rasen zauberte, war aller Ehren wert. Wie übrigens schon zuletzt (siehe Nr. 592).

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele: Mario Sonnleitner 225. (Sturm); Lucas Galvao 25. (Admira); Dejan Ljubicic 25. (LASK).- BL-Tor: Philipp Schobesbergers 3:0 gegen den FAK war das insgesamt 425. Tor in der laufenden Meisterschaft.

EIN BLICK ZU RAPID II

20. RUNDE MANNSDORF (H) 5:0 (1:0) NACHTRAG (10.4.)

Jenciragic; Ehrnhofer, Müldür, Obermüller, Krenn; Felber (73.Sahanek); Tüccar, Wunsch /(78.Kirim), Jusic; Arase (58.Nader), Heinicker.– Tore: Ehrnhofer (30.), Jusic (61.), Wunsch (62.), Heinicker (66.), Kirim (79.).- Allianz-Stadion, West 1, Kazanci, 150.

27.RUNDE (Freitag, der 13.4.): ADMIRA JUN. (H) 0:1 (0:1)

Haas; Pfeifer (83.Nader), Müldür, Obermüller, Sahanek; Felber; Arase, Kostic, Wunsch, Jusic (59.Tüccar); Heinicker (67.Kirim).- Tor: Buljubasic (43.).- Allianz-Stadion, West 1, Kouba, 100.

19.RUNDE (17.4.): BRUCK/LEITHA (A) 2:1 (2:0) (Nachtrag)

Haas; Ehrnhofer, Müldür, Obermüller, Krenn; Nader (84.Sahanek), Felber, Kostic; Tüccar (74.Kirim), Küssler (88.Heinicker), Arase.– Tore: Felix (58.); Arase (16.), Tüccar (20.).- Rote Karte: Juric (90., Tätlichkeit).- Bruckneudorf, Dintar, 200.

28. RUNDE (20.4.): SCHWECHAT (A) 2:1 (0:1)

Haas; Ehmhofer, Müldür, Obermüller, Sahanek; Tüccar, Felber, Kostic (82.Okungbowa); Jusic (55.Küssler), Heinicker, Arase (90.Pfeifer).- Tore: Saliji (38.); Tüccar (60.), Heinicker (71., Elfer).-. Bes.Vorkommnis: Siehe „Resümee“.- Schwechat-Rannersdorf, Trunner, 150.

29. RUNDE (27.4.): SPORTCLUB (H) 3:0 (1:0)

Jenciragic; Ehmhofer, Pfeifer, Obermüller, Sahanek; Wunsch (86.Kirim), Felber, Kostic; Tüccar (65.Okungbowa), Küssler, Arase (83.Nader).- Tore: Tüccar (7.), Arase (76.), Kostic (78.).- Allianz-Stadion, West 1, Pilar, 500.

30. RUNDE (1.5.): EBREICHSDORF (A) 1:4 (0:3)

Jenciragic; Ehmhofer, Müldür, Obermüller, Sahanek; Nader (41.0kungbowa), Felber, Wunsch (67.Küssler); Tüccar (41.Arase), Heinicker, Kostic.- Tore: Balzer (19.), Aue (26.), Gusic (37.), Ibser (83.); Ehrhofer (61.).- Ebreichsdorf, Paukovits, 500.

31. RUNDE (6.5.): AUSTRIA AM. (H) 1:1 (0:1)

Jenciragic; Ehmhofer, Müldür, Obermüller, Krenn (6O.Sahanek); Felber; Tüccar, Wunsch, Kostic, Arase (84.Küssler); Mujakic (46.Okungbowa).- Tore: Stark (Eigentor, 52.); Frank (7.).- Allianz-Stadion, Sadikovski, 400.

RESÜMEE

Gegen die Gager-Truppe lief die grüne Angriffsmaschinerie nach zerfahrenen 60 Minuten mit Ehmhofers tollem 1:0 und Jenciragics Superparaden plötzlich wie geschmiert – höchster Sieg seit 21.4.2016 (auch 5:0 in Neusiedl)!

Die Kugel flog oder hoppelte wild hin und her und landete viel zu oft bei den kampfstärkeren Jung-Admiranem. An den Kantersieg der Hütteldorfer drei Tage zuvor erinnerte leider gar nichts.

Das Frühjahr bis 17.4.: 1:2 gegen Traiskirchen, 3:5 (nach 3:0) gegen Pamdorf, 0:0 beim Aufstiegs an wärter Karabakh, 1:3 beim Leader Hom, 5:0 gegen Mannsdorf, mattes 0:1 gegen die Admira Juniors, dann Auswärts-2:1 gegen Bruck/Leitha, dem man am 11.8.2017 daheim mit 3:6 (nach 1:6) unterlag – Rapid II, die Wundertüte, in der alles drin war!

Beim letzten Schwechat gab es ein glanzloses 2:1, somit das Vorrücken auf Tabellenplatz 6 sowie ein schiedsrichterliches Fehlurteil: Arase traf ins Tor, was unter Missachtung der Vorteilsregel plötzlich annulliert wurde, weil der Schiri ein vorheriges Schwechater Hands mit Penalty sanktionierte, den Heinicker (Stangenschuss vor der Pause) zum Glück sicher verwandelte. Fast noch erfreulicher als der Sieg: das Kurz-Comeback des ebenso leidgeprüften wie beliebten Osarenren Okungbowa. Was man nicht übersehen sollte: Es war das fünfte Spiel unserer „Zweiten“ binnen 14 Tagen (drei Siege, zwei Niederlagen)!

Küssler, der den beim Aufwärmen an der Ferse verletzten Heinicker kurzfristig vertrat, bereitete Tüccars frühes 1:0 vor, doch dann gab es einen rasanten, auch bei den Stangenschüssen weitgehend ausgeglichenen Fight. Bis sich „Akas Wundertüte“ weit öffnete, sodass der von seinen zahlreichen Anhängern permanent beispielhaft unterstützte Sportclub keine Chance mehr hatte. Kostics Kopfballtorpedo auf Rasenniveau nach Ehmhofers Superflanke war das 50. Saisontor der technisch besseren Jungrapidler, bei denen Okungbowa (Vertragsende im Sommer) nun schon fast eine halbe Stunde gut durchhielt.

0:1 und 1:2 hieß es für Rapid II bisher in Ebreichsdorf, daher kam das jüngste 1:4 höchstens wegen der Deutlichkeit überraschen (Ebreichsdorf 1:0 erzielte übrigens der Sohn des SCR-Klubarztes). Zumal die Industrieviertier aktueller Erster in der „Regionalliga Niederösterreich“ waren (oder bei Redaktionsschluss immer noch sind?). In die neue 2. Liga wollen sie aber trotzdem nicht aufsteigen, warum auch immer.

Im kleinen Derby wurde Rapid II nach dem frühen 0:1 immer besser und war nach der Pause klar überlegen, brauchte für das 1:1 aber ein Eigentor, auch weil Mujakics Handspenalty leider so schwach geschossen war, dass der gute Kos relativ mühelos parieren konnte. Auch wenn der FAK ebenso die Latte traf (26.) wie vorher Kostic aus 20 Metern (13.), hätten die Jungrapidler den Erzrivalen diesmal ohne weiteres besiegen können, wenn nicht müssen.

RLO-Stand vom 6.5.

l.Hom          26/58 (51:17)
2.Ebreichsdorf 27/58 (51:21)
3.Amstetten    27/55 (59:27)
4.Austria Am.  27/51 (52:33)
ö.Rapid II     27/42 (52:44)

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ -„Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am Erlös unserer 41. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ (4.099,99 Euro) hat sich zumindest bis 3.4. nichts verändert. Die SCR-Jugendleitung und unser Vorstand danken allen bereits veröffentlichten Spenderinnen und Spendern nochmals herzlich!— Nachdem gegen St.Pölten 2.300 SCR-Fans im Gästesektor Platz gefunden hatten, musste die Bundesliga drei Tage später (zähneknirschend?) zu- und bekanntgeben, dass der SK Rapid das Urteil – Sperre der Hintertortribünen, aber nicht des Gästesektors – korrekt umgesetzt habe. Ärgerlich, gell, Herr Mag.Kraetschmer?

Der, bekanntlich (aktuell total verzweifelter) FAK- und BL-Kapazunder in Personalunion, hatte nach den verblödeten Vorfällen im 325. Derby ja schwerste Sanktionen gegen den SCR gefordert und größtenteils durchgesetzt: 55.000 Euro wegen des Feuerzeug-Wündchens auf Holzhausers Schlüsselbein plus 45.000 wegen des Platzsturms zweier Idioten (übrigens Besitzer von Freikarten eines Austriaspielers). Nachdem ein ganz anderer, weil violetter und im wie immer spärlich besetzten FAK-Fanblock sofort ausgeforschter Idiot im 326. Derby einer Pressefotografin mit einem leeren Rauchtopf einen fünf Zentimeter großen, einen Spitalsbesuch erfordernden Cut auf dem Kopf zugefügt hatte, schäumte der Herr Magister bei weitem nicht so sehr und seine Bundesliga auch nicht: 40.000 Euro, missbräuchliche Pyro-Anwendung inbegriffen, für die Austria. Ist ein männliches bzw. violettes Schlüsselbein also wertvoller als ein weiblicher, neutraler Kopf? Dass dem SCR wegen der Zündeleien seiner Fans oder „Fans“ immerhin 20.000 Euro aufgebrummt wurden, passt wieder einmal ins schräge Bild, das diese merkwürdige, im Grunde auf den SK Rapid (Zuschauerzahlen! Geldstrafen!) angewiesene Liga immer wieder abgibt. Oder, Herr Mag. Kraetschmer?

Der Vertrag des „sehr stolzen Rapidlers durch und durch“ Maximilian Hofmann wurde vorzeitig um drei weitere Jahre, also bis Sommer 2022, verlängert. Ob sein Herzenswunsch bis dahin erfüllt worden ist, mit Rapid einen (oder mehrere?) Titel gewonnen zu haben, wird sich erweisen…

Zuwächse für das mit Christopher Dibon, Joelinton, Ivan Mocinic und Tamas Szanto gut gefüllte grün-weiße Lazarett bzw. Rehazentrum: Boli Bolingoli fällt wegen eines Risses des Sydemosebandes im rechten Sprunggelenk bis Saisonende aus, wie er gegen die Admira zog sich Lucas Galvao eine Kapselverletzung zu.

Am 27.4. wurde Josef Hickersberger, Rapids ExMeisterkicker und -trainer, aktueller Beirat und Vater des Co-Trainers Thomas 70 Jahre. Typisch cooler „Hicke“-Sager dazu: „Ich feiere nicht, dass ich älter werde.“ Wir gratulieren trotzdem, zumal wir ihn eh nicht als Krautesser einschätzen.

Ende April wurden zwei bis drei Neuerwerbungen bekannt: Mit Andrija Pavlovic (24, 1,89 Meter, 5×4 für Serbien) kommt nun Zoki Barisics WunschMittelstürmer für kolportierte 1,3 Millionen Euro vom FC Kopenhagen und unterschrieb bis Sommer 2021; Marvin Potzmann, ebenfalls 24-jähriger Defensivallrounder (Sturm Graz) wird voraussichtlich zum SCR übersiedeln; und der auch von ausländischen Klubs beobachtete U17-Teamverteidiger Martin Moormann (AKA St.Pölten) erhielt einen Zweijahreskontrakt und soll sich bei SCR II profilieren.

Noch waren das nur Gerüchte, aber Louis Schaub scheint seine Ausstiegsklausel tatsächlich zu nutzen und zum deutschen Traditionsklub 1. FC Köln zu übersiedeln, obwohl der aus der Bundesliga abgestiegen ist. In Bälde werden wir Konkreteres wissen.

Im Lizenzierungsverfahren erhielt der SK Rapid für sein 32-Millionen-Budget grünes Licht und das ohne EC-Einnahmen in der ablaufenden Saison. Glückwunsch an Rapids Wirtschaftsabteilung!

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