Jour Fixe am Freitag

Während an Matchtagen (der Kampfmannschaft) die Rekordmeisterbar als ein besonderes Zuckerl für die Gäste der Ebene 2 vorbehalten bleibt, würde sie sich an den anderen Tagen durchaus mehr Gäste verdienen. Wir von EwkiL:Rapid, haben eine besondere Kombination zwischen Kulinarik und Spiel entdeckt:

Unser VIP bei Heimspielen von Rapid II

Vor oder/und nach einem Heimspiel von Rapid II – sofern es an einem Freitag stattfindet – besuchen wir die Rekordmeisterbar und müssen uns nicht mit dem kargen Angebot des kleinen Kiosks auf West I oder den dortigen Sanitäranlagen herumärgern.

  • Freitag, 13. April
  • 17:00 Abendessen in der Rekordmeisterbar
  • 19:00 Rapid II-Admira Juniors, West I
  • 21:00 Abschiedsrunde in der Rekordmeisterbar
  • Fixstarter: Arnold, Florian, Franz, Hannes
  • Weitere Rapid-II-Anhänger willkommen

Kleinigkeiten

Wappen-Projektor – Fehlerberichtigung – Stadionzeitung


Wappen-Projektor eingetroffen

Anfang Dezember 2017 berichtete das Tagebuch über einen Projektor für das Rapid-Wappen.  Gesehen, bestellt. 

Nach der Publikation dieses Artikels passierte lange nichts.

Vor einiger Zeit rief mich eine Dame an, die sich – so wie ich – die Lampe bestellt hat. Sie machte mich darauf aufmerksam, dass sie nach ihrer Bestellung des Projektors keine Ware geliefert bekommen habe; Urgenzen waren erfolglos. Da das für mich auch zutraf, schaltete ich die Seite ab, damit nicht auch noch andere Benutzer auf dieses Angebot hereinfallen.

Doch heute, 9.4. kam die Lampe als Brief, eingeschrieben, aus China, genauer aus „shisha road shijin baiyun guangzhou china“. Die Adresse gibt es tatsächlich, die Stadt liegt im Hinterland von Hongkong. Ich habe die Lampe gleich montiert und sie projiziert derzeit das Rapid-Wappen neben die Pendeluhr der Großeltern:

 

Der Sendung beigelegt sind drei Mikrofilme mit dem Rapid-Wappen. Hier ein Blick auf das Empfangs-Kuvert:

Wer also dieses Produkt bestellt, sollte geduldig sein. In meinem Fall ist die Lampe erst nach fast vier Monaten angekommen. Auf den Umstand, dass der Versand aus China erfolgt, wird im Angebotstext nicht hingewiesen.

Fehlerberichtigung

Im Beitrag „Asymmetrie“ hat sich gleich in den ersten Sätzen ein typischer Copy&Paste-Fehler eingeschlichen. Dort steht:

„In 2006 Heimspielen hat Rapid das Ergebnis S,U,N=1321,345,340 und daher 26 Punkte oder 2,15 Punkte…“

Das „26“ stammt aus einer anderen Zeile. Richtig ist:

„In 2006 Heimspielen hat Rapid das Ergebnis S,U,N=1321,345,340 und daher 4408 Punkte oder 2,2 Punkte „

In der Webversion des Artikels wurde das bereits richtig gestellt. Danke, Clemens, fürs aufmerksame Lesen!

Keine Stadionzeitung

Günter Bitschnau erinnert uns daran, dass diese Zeitung auch online verfügbar ist. 

(Und ich Depp habe die Ausgaben brav eingescannt und dann auch noch in lesbaren Text konvertiert. Leere Kilometer, weil alle Ausgaben online verfügbar sind!)

 

Rapid-Branchenbuch

Bei meinem letzten Besuch in der Röhre fiel mir ein sehr interessantes Buch in die Hände, das „Rapid-Branchenbuch“. Auf fast 300 Seiten werden kleinere und größere Partner aus dem Bereich des Businessclub vorgestellt. Das Branchenbuch soll die Kommunikation zwischen den Partnern erleichtern. Auch unser ehemaliger Sitznachbar Josef Schuster hat sich mit seiner Firma „Schiffinger & Schuster“ in diese Liste eingetragen und ist regelmäßiger Gast im VIP-Bereich. 

Für uns gibt diese Menge an Firmen einen Eindruck, was es bedeutet, diesen wichtigen Teil des Rapid-Umsatzes zu erwirtschaften. Dem steht aber auch ein enormer Aufwand gegenüber, den man bei einem Besuch der beiden Ebenen der West-Tribüne nur erahnen kann.

Liste der Partner, alphabetisch

3rangers.at • 6B47 • ACCANIS • adidas • Admiral • AG MEDIA • Aktiv Ladenbau • Allianz • Allianz Agentur Wimmer-Dirnberger • ARAG • Architekt DI Alfred Charamza • Architekt DI Martin Haas • ARDEX • AREA Treuhand • ARS Bauträger • auritas • austroflex.at • Autohaus VW Kamper • Axess • Bäckerei Linauer & Wagner • Bank Austria • Bankhaus Schelhammer & Schattera • Baumarkt Nadlinger • BDN • Becker Günther Polster Regner • Beerjet • BELFOR • Benckendorff & Baumegger • Bentlage • Best Coffee Club • BF Consulting • BHB Kellerbau • Blaguss • Bläkläder • BTL Logistik • Burgstaller-Steiner Immobilien • BWS Baustahlcenter • C4 Projekt • Card Complete • Carl Ueberreuter Verlag • Cashback World • Casinos Austria • CERTUS • Climatec Badisch • CMS • CNT • C.O.D • Consultatio • Consulting Company • Co-Pro • CRI • DAIKIN • Dataform • Diversey • DLA Piper • Dr. Wollein • Ecker & Partner • ELCO • ERGE Electronics • ERSTE Asset Management • ERSTE BANK • eventmühle • FIAN KÜCHEN • FinanzMedienVerlag • Fischer, Hörnisch Immobilien • Franz Oberndorfer • Frey Delikatessen • FRIGO Immobilienverwaltung • Gasthof Ludl • Geberit • GEPA pictures • Gmeiner Haferl • Gratzi • GrECo International • Gugerell & Idrizi • GWS • Hager Electro • Hagleitner • HAGMAYR Sportmanagement • Handhabungstechnik Winter • Hausbetreuung Jürgen Schneider • Haustechnik Farthofer • Haustechnik Güssing • Haydnbräu • Herbalife • Hill Promotion • HMI • Holter • Hopferwieser + Steinmayr • Hotel Them • Hova! • IG Immobilien • immo 360° • IMMOunited • INCOTEC • inhalt • Installateur Brei • IS Inkasso Service • l&T • ITSDONE • Kärcher • Karl Seidl Bau • Kombi-Kargo • Kult Facility Management • KYOCERA Document Solutions • LANDHAUS • LeasePlan • Lechner & Partner • Leiner • LEYRER + GRAF • LG Electronics • LI WEST • LSG • luna. agency • LUXUSLASHES • Machacek Steuerberatung • Malerbetrieb Horejschi • Mautner Markhof • Meder • Mediciass • Meszäros Consulting • MJI Business Development • MORAWA • Mtillner Christian Bau • Multigate • NEWCON • Niederhuber & Partner • Nikolaus Schmidt Malerbetrieb • Obendrauf & Steiner • Oberösterreich Tourismus • ORF Enterprise • Ottakringer • Otto Stöckl Elektroinstallationen • Panaceo • Peneder Bau-Elemente • PENN • PERLOGIS • Pizza on Tour • PNP Netzwerk- S Elektrotechnik • Pöchhacker Holzbau • POLOPLAST • Quester • Radatz • Radiologicum Penzing • Raiffeisenbank Region Baden • Renica • REPULS • Robert Redl • Roland Schmidt Steuerberater • Roland Spedition • RS-Fliesen • RSH Installationen • SANAC • sanSirro • SAXOPRINT • Schiffinger & Schuster • Schlösser & Partner • Schörg&Miedl • Schranz • Schrittmacher • Schubert & Franzke • SCHUNCK GROUP • SCHÜTZE-SCHUHE • Schweifer Sanitärinstallationen • Securitas • Security Access • Seisenbacher • Seper Group • Sobolak • Sochor • SOLARLUX • SONDERHOF • SONY Mobile • Sparkassen Versicherung • sporteo • Sport & Recht • Stedronsky • Stiga • Store and more • Styria Medienhaus SPORT • Suchocki Executive Search • System Software Consult/R • Tatzer • Tech Data • Thomas Walka Sachverständiger • TIPMC • tipp3 • T-Mobile • Top Moden Balaskovics • TÜV AUSTRIA • Uber • UGAGolfner • ULRICH-PUR • Unitcargo • Urlaubsguru • UTL • VARTA • Verlagsgruppe News • Versicherungsagentur Liebentritt • Vienna International Airport • VION • Volksbank Wien • VSW Sport • Wagner & Glass • Weber Grossküchen • Weinberger Biletti Immobilien • Weingut Hahn • Weingut Kurt Dolinek • Werner Tomanek Rechtsanwalt • Westbahn • Wien Energie • Wiener Zucker • WL Transparent • WSC Tickets Travel & Hospitality • Yield Public Relations • Your Experience • Zaunergroup • Zgonc

Wer das Branchenbuch im Detail studieren will, kann sicher ein Exemplar im Fancorner bekommen. In der Materialiensammlung 2017 gibt es eine digitalisierte Version. [Christoph bekommt das Original.]

Asymmetrie

Die Spielfreude unserer Mannschaft unterliegt in dieser Saison einer auffälligen Asymmetrie, die ganz gegen die sonstigen statistisch erhobenen Erfahrungswerte gerichtet ist, auch gegen die der eigenen Fußballgeschichte. In der Folge werden daher die historischen Daten aller Bewerbspiele von Rapid mit den Daten der aktuellen Saison verglichen.

Heim- und Auswärtserfolg

Frühere Ergebnisse

In 2006 Heimspielen hat Rapid das Ergebnis S,U,N=1321,345,340 und daher 4408 Punkte oder 2,2 Punkte pro Spiel und in 1925 Auswärtsspielen das Ergebnis S,U,N=847,445,633 und daher 2986 Punkte oder 1,55 Punkte pro Spiel erzielt. Rapid hat also traditionell eine große Heimstärke und erreicht bei Heimspielen um 0,6 Punkte mehr als bei Auswärtsspielen. 

Laufende Saison

Die Homepage des „Klub der Freunde“ zeigt uns die Ergebnisse der laufenden Saison jeweils in getrennten Tabellen für Heim- und Auswärtsspiele auf der Seite http://klubderfreunde.at/rapid/rapid-i/liga-tabelle-runde/. Das Ergebnis präsentiert sich so:

Tabelle bei Heimspielen

Tabelle bei Auswärtsspielen

In 15 Heimspielen hat Rapid das Ergebnis S,U,N=7,5,3 und daher 26 Punkte oder 1,73 Punkte pro Spiel und in 14 Auswärtsspielen das Ergebnis S,U,N=6,5,3 und daher 23 Punkte oder 1,64 Punkte pro Spie erzieltl. Rapid hat also derzeit eine nur leichte Heimstärke und erzielt bei Heimspielen nur um 0,1 Punkt mehr als bei Auswärtsspielen.

Dass Rapid in der Heimtabelle weiter hinten liegt eben daran, dass andere Vereine eine bessere Heimstärke aufweisen als Rapid. 

Erste und zweite Halbzeit

Grundsätzlich wissen wir, dass mit Fortschreiten des Spiels mehr Tore fallen. Diesem Umstand verdanken wir auch das Einklatschen der Rapid-Viertelstunde, denn durch eine besondere Anstrengung in der letzten Spielphase kann es gelingen, den müde gewordenen Gegner niederzuringen. Diese Beobachtung gilt nicht nur für Rapid, sondern für alle Fußballmannschaften. 

Weil Halbzeitergebnisse im Allgemeinen nicht untersucht werden, musste ich die Halbzeitergebnisse aus den Tabellen herausrechnen. Von den 3.931 Pflichtspielen sind nur bei 3.661 Spielen die jeweiligen Halbzeitergebnisse bekannt. 

Frühere Ergebnisse

Wie wäre das Spiel ausgegangen, wenn man das Ergebnis der ersten oder der zweiten Halbzeit allein gewertet hätte? Um die Sache etwas einfacher zu machen, wurden die Punkte berechnet, weil man dazu nur eine Maßzahl benötigt.

Das Ergebnis ist wie folgt:

             S      U     N   Punkte
Halbzeit 1 1.597  1.246  818  6.037  
Halbzeit 2 1.766  1.087  808  6.385
Gesamt     2.040   743   878  6.863

Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die zweite Halbzeit die stärkere der beiden Halbzeiten ist. Interessant ist weiters, dass die Punktezahl des Gesamtergebnisses deutlich über dem der beiden Halbzeiten allein ist. Das kann man leicht am letzten Spiel in Mattersburg erklären. Die erste Halbzeit wurde 4:1 gewonnen, die zweite Halbzeit 0:1 verloren. Insgesamt war es aber ein Sieg. Es liegt an der taktischen Einstellung nach einem erfolgreichen Zwischenstand, dass dann eben ein Gang zurückgeschaltet wird oder eben umgekehrt, bei einem Rückstand der Turbo gezündet wird.

Laufende Saison

Tabelle der ersten Halbzeit

Tabelle der zweiten Halbzeit

Das Ergebnis ist wie folgt:

             S      U     N   Punkte
Halbzeit 1  14     12     3   54  
Halbzeit 2   7     13     9   34
Gesamt      13     10     5   49

Aus dieser Auswertung erkennen wir, dass es im historischen Vergleich untypisch ist, dass die erste Halbzeit für das Gesamtergebnis mehr verantwortlich ist als die zweite. In der heurigen Saison gibt aber die erste Halbzeit den Ton an, aber das genau umgekehrte Ergebnis hätten wir erwartet. Diese dramaturgische Einlage eines Schluss-Furioso ist es aber, das das Publikum mit nach Hause nehmen will, nicht einen Zittersieg gegen St. Pölten. 

Diagnose

Unser geliebtes Rapid lässt wichtige Tugenden vermissen:

  • Die für einen guten Saisonerfolg sehr wichtige Heimstärke ist nicht gegeben. Der Erfolg bei Heim- und Auswärtsspielen ist derzeit nahezu gleich. Als Zuschauer haben wir das Gefühl, dass wir im Allianz-Stadion noch nicht wirklich angekommen sind und das trotz bester Bedingungen für alle Beteiligten. Möglicherweise ist die fehlende Heimstärke gar nicht auf einen Mangel unserer Mannschaft, sondern auf die große Motivation der Gegner im schönsten Stadion Österreichs zurückzuführen.
  • Die für Rapid typische Stärke in der zweiten Halbzeit hat sich ins Gegenteil verkehrt. Die erste Halbzeit dominiert derzeit das Endergebnis. Das sieht man sowohl an der Tabelle als auch konkret an den beiden letzten Spielen gegen Mattersburg und St. Pölten und ebenso an zahlreichen Spielen, bei denen in der ersten Halbzeit ein respektabler Vorsprung herausgespielt wurde, der dann in der zweiten Halbzeit verspielt wurde. Das dürfte nicht an konditionellen Problemen liegen, sondern entweder an einem fehlenden Motivationsschub in der Pausenansprache des Trainers oder an einer grundsätzlich mangelhaften Einstellung, deren Ursachen aber im Unklaren liegen. Wie schlecht man allerdings beraten sein kann, wenn man der Forderung der Tribüne nach einem anderen Trainer folgt, wissen wir ja aus leidvoller Erfahrung aus dem Vorjahr. 

Die Trainer-Falle

Unser Trainer Gogo war im Vorjahr die richtige Trainer-Lösung in einer verzwickten Situation. Und er hat die Ergebnisse stabilisiert. Mit etwas Glück wäre mehr möglich gewesen, aber gewisse Schwächen sind auch ohne den Glücksfaktor gegeben und die obigen Zahlen zeigen eventuell an, wo man „drehen“ muss.

Wenn man die Meinung des Publikums einholt, ist deren Antwort meist eine sehr einfache: man will einen anderen Trainer. 

Aber wie käme es dazu?

Ein Trainerwechsel wird wohl nach den Erfahrungen des Vorjahrs wohl nur bei dringendem Handlungsbedarf vorgenommen. 

Zum Beispiel bei anhaltendem Misserfolg. Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Cup und Nicht-Erreichen des internationalen Startplatzes. Das würde zwar dem Publikumswunsch zur Folge haben aber wer will das schon? Doch niemand!

Wenn aber die Ergebnisse gut sind, wir im Cup weiterkommen und den dritten Platz in der Tabelle halten können, dann wäre es doch weder fair noch notwendig, eine Änderung anzupeilen, oder?

Daher wäre es unsere vordringliche Verpflichtung, die Mannschaft und den Trainer zu unterstützen und nicht ihn auszupfeifen!

Wir sitzen also in einer Art Zwickmühle. Wollen wir, dass der Trainer geht, müssen die Ergebnisse schlecht sein. Das wollen wir natürlich nicht und daher bleibt er, was auch wieder nicht nach unserem Geschmack ist. Ganz ähnlich sind die Ergebnisse und die Reaktionen darauf. Man gewinnt Spiele, die man früher eher verloren hätte, dennoch ist das Publikum unzufrieden, weil man das Dilemma geradezu spürt, dass die Ergebnisse einen Zustand festigen, den man nicht haben will. Daher könnte auch der Charakter der Spiele so unklar sein und zwischen sehr guten Spielphasen und eher bedenklichen Spielphasen schwanken. Es scheint, als könne sich auch die Mannschaft nicht so recht entscheiden, ob sie nun den Trainer will oder nicht will. 

Nehmen wir an, eine Mannschaft kommt mit ihrem Trainer nicht mehr aus, und es gibt genug Beispiele, sicher auch bei Rapid, in denen das der Fall war. Fußball ist keine sehr demokratische Angelegenheit; im Gegenteil erscheint das System sehr hierarchisch und autoritär zu sein. Spieler haben in der Trainerfrage keine Rolle. Sie bekommen den Trainer vorgesetzt und keiner von ihnen wird um seine Meinung über den alten oder den neuen Trainer gefragt. Ob diese Vorgangsweise gescheit ist, bezweifle ich. Da man es aber so pflegt (die letzten Trainerwechsel bei Rapid spielten sich genau so ab), muss man damit rechnen, dass ein Unbehagen bei der Mannschaft, das nicht in Gesprächen geteilt werden kann, einen Einfluss auf die Spielweise haben wird. Die Mannschaft spielt gegen den Trainer. Nicht, dass ein einzelner Spieler das so ausdrücken würde. Aber der Spielstil zeigt es. Ich frage mich daher, bei welchen Spielen oder Spielsituationen oder eben dann Ergebnissen man einen solchen unbewussten Protest der Spieler beobachten kann. Ist es zum Beispiel die Lustlosigkeit eines Philipp Schobesberger, der vielleicht weniger als andere als Soldat seinem Job nachkommt sondern schon allein wie er sich bewegt zum Ausdruck bringt, dass er unter diesen Bedingungen nicht spielen will. Ein ähnlicher Spieler wäre Marco Arnautovic. Bei seinem vorigen Trainer bei Westham wurde er wegen Lustlosigkeit ausgepfiffen, unter dem neuen Trainer hat er sich zum Erfolgsgaranten gesteigert. Marco ist kein Soldat, der Befehle unreflektiert ausführt. Mein Eindruck von ihm ist, dass er wenig Anpassungsbereitschaft hat und er Unbehagen mit einer Situation im Spiel sehr deutlich zum Ausdruck bringt. Vielleicht ist unser Philipp ein ähnlicher Indikator für eine Missstimmung?

Wenn wir nach Favoriten schauen oder zur Nationalmannschaft können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass in beiden Fällen der Erfolg unter dem alten Trainer stark nachgelassen hat und dass dafür das Vertrauen zwischen Trainer und Mannschaft verantwortlich war. Ist es nicht schade, dass man erst nach massiven Misserfolgen der Mannschaft auf ein Problem aufmerksam wird? Der Grund ist nach meiner Ansicht die geringe Einbeziehung der Spieler in solche Entscheidungsprozesse. 

Auf-Und-Ab des Erfolgs

Einen klaren Aufwärtstrend kann man an der Fieberkurve des Erfolgs unserer Mannschaft nicht erkennen. Nach einem ziemlich durchschnittlichen Start kam ein hoffnungsvolles „Zwischenhoch“, das aber von einem Einbruch im dritten Viertel abgelöst wurde. Wie sich der jetzige sanfte Anstieg entwickeln wird, entscheidet wohl das Schicksal unseres Trainers.

Wer kennt sie nicht, die „Entscheidungsfragen“ bei Prüfungen. Wenn man als Prüfling an so einem Punkt angelangt ist, liegen Erfolg oder Misserfolg in der Hand einer einzigen Frage; und im Falle des Trainers hängt letztlich alles am Ergebnis eines bestimmten Spiels. 

Der Herz sagt ja, das Hirn rechnet Punkte! Wer gewinnt?

Vorbereitungen

Vorbereitungen I

 

An einem Tag vor einem Spiel und wahrscheinlich auch schon früher herrscht in der „Röhre“ hektische Aktivität. Es wird alles vorbereitet, damit das (mehr zahlende) Publikum in der Röhre zufriedengestellt wird. Durch einen Zufall durfte ich am Freitag vor dem St. Pölten-Spiel diese Vorbereitungen im Vorbeigehen bestaunen. 

Vorbereitungen II

Laurin Rosenberg lud mich (und viele andere Rapid-Anhänger) am Donnerstag ein, bei einem vorbereitenden Interview für ein Kunstprojekt mitzumachen. Obwohl solche Interviews nich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen, konnte als Pensionist schlecht absagen, also kam ich im grünen Rapid-Overall zur vereinbarten Zeit. Es hat sich gelohnt, denn wie oft kommt es schon vor, dass man im Stadion von den besten Plätzen über seine eigene Rapid-Herkunft erzählen darf. 

Die Interviews werden im Rahmen einer Aufführung bei den Wiener Festwochen verwendet. Dazu wird es dann auch noch Proben geben. Die eigentlichen Akteure sind Fußballfans aus Frankreich, und um der Aufführung auch einen lokalen Anstrich zu geben, werden wir als Rapid-Fans im Hintergrund agieren. 

Vorbereitungen III

Da ich nicht wusste, was mich bei diesem Interview erwarten würde, überlegte ich, warum überhaupt Menschen Fußballspiele (und andere vergleichbare Spektakel) besuchen – und das schon mit einer Tradition, die bis in die Römerzeit zurück geht. Das Interview nahm dann einen etwas anderen Verlauf aber vorbereitet war ich:

Was will der Mensch? Im Grunde erwartet er Planbarkeit. Gefahren aller Art werden durch Familie, Gesellschaft und Versicherungen abgewendet. Ein Leben, mit gesichertem Arbeitsplatz „mit Pensionsberechtigung“, wie es schon Peter Alexander im Lied „Am besten hat’s ein Fixangestellter“ von Hermann Leopoldi trefflich interpretierte. 

Allerdings sind wir nicht für eine lebenslange Langeweile gebaut, denn die kulturelle Evolution erfolgte zu rasch, als dass sie die Bedürfnisse unseres steinzeitlichen Vorfahren an die Umgebung einer modernen Großstadt hätte anpassen können. Und daher müssen wir uns sowohl körperlich als auch emotional immer wieder zurück zu unseren Wurzeln begeben, um uns einerseits künstlich fit zu halten und anderseits uns auch jenen Kick zu verpassen, den unsere Vorfahren erlebten, wenn eine überraschende Gefahr drohte.

Das durchgeplante Leben bietet aber diesen Kick nicht.

Talentierte und risikofreudige Menschen suchen die direkte Auseinandersetzung mit anderen, sich selbst oder mit der Natur, weil sie das können.

Für die große Masse bieten die Stellvertreter-Kriege am Rasen diesen existenziellen Kick, bei dem es im übertragenen Sinn „um Leben und Tod“ geht und die Tore den jeweiligen Tod repräsentieren; den eigenen oder den des Gegners. Ein Ausspruch, der das wie kein anderer auf den Punkt bringt: Es gibt Leute, die denken bei Rapid ginge es um Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Frei nach Bill Shankly, schottischer Spieler und Trainer, 1913-1981, „Rapid=Fußball“)

Wir, als Anhänger von Rapid meinen, durch oft sehr große persönliche Opfer zum Gesamterfolg unserer Mannschaft beizutragen. Durch diese Opfer gehören wir dazu und der Verein dankt das seinen Anhängern woimmer er kann. 

Links

Rapid-St.Pölten

2:1 (1:0)

Wegen der ausnahmsweise ganz besonderen Position zum Fotografieren (Reihe 11, Platz 69 der Westtribüne), stelle ich das Bild vom Spielbeginn an den Anfang: Stefan Schwab, Richard Strebinger und Louis Schaub bei der Begrüßung der Schiedsrichter. 

Ich erinnere mich an Zeiten, die gar nicht so lange her sind, als man froh gewesen wäre, gegen die (vermeintlich) Kleinen gewinnen zu können. Heuer gab es gegen die (vermeintlich) Kleinen den dritten Sieg in Folge (WAC 5:1, Mattersburg 4:2, St. Pölten 2:1) und eigentlich wäre das ein Anlass zur Freude. Was macht das Publikum? Es pfeift! 

Außerdem wäre der Umstand, dass wir heute nach dem Spiel mit 49 Punkten schon um drei Punkte mehr als in der gesamten vergangenen Saison (46) haben, ein Grund, unser Team zu beglückwünschen. Stattdessen wird genörgelt und ein hoher Sieg gegen den vermeintlich Kleinen gefordert.

Dass der Unmut an der ineffektiven Spielweise von Philipp Schobesberger möglicherweise auch sehr kontraproduktiv ist – übrigens auch die Kritik des Sportdirektors vor einiger Zeit, zeigte uns ein Kommentar von Florian Sturm, an dessen Tisch wir sitzen durften. Florian verwies auf die Sensibilität mancher Spieler und dass es für eine Höchstleistung ein optimales Selbstvertrauen benötigt, das aber durch die andauernde Kritik untergraben wird und der Spieler daher nicht „auf Touren“ kommt.

Ballkünstler

[Dieser Absatz ist speziell für den Zweifler Arnold gedacht.] Die Sensibilität von Spielern, die sich in grenzwertigen Situation wie eben bei einem Fußballspiel stark auswirken kann, erinnert auch an die fallweise sensible  Natur von Künstlern und der Ausdruck „Ballkünstler“ bekommt dadurch eine weitere Facette. 

Trainerwechsel

Jede Mannschaft wird nach einen Trainerwechsel dem Training und dem Spiel eine erhöhte Aufmerksamkeit schenken und der „Trainereffekt“ in den ersten Spielen nach dem Wechsel muss noch gar nichts mit der Qualität des alten und des neuen Trainers zu tun haben. Dass Rapid das erste Spiel nach einem Trainerwechsel beim Gegner bestreiten musste und noch dazu mit Didi Kühbauer auf der gegnerischen Bank, machte das Spiel für Rapid nicht gerade leichter. Didi erwähnte daher auch bei der Pressekonferenz, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit seine Vorgaben gut umgesetzt und nur knapp einen Punktgewinn verpasst habe. 

Warum verwandelte Strafstöße wiederholt werden?

Der häufigste Anlass zu Wiederholungen von Strafstößen ist der Umstand, dass Spieler zu früh in den Strafraum laufen. Wann aber ist das für wen ein Nachteil?

Sollte der Ball gehalten werden und zurückprallen, hoffen die Stürmer auf eine Nachschussmöglichkeit und die Verteidiger auf die Möglichkeit der endgültigen Klärung. Wenn aber der Schuss verwandelt wurde, sind diese Möglichkeiten gar nicht mehr gegeben, und das Hineinlaufen ist ohne Bedeutung.  Warum also die Wiederholung? 

Man könnte einwenden, dass die in den Strafraum hineinlaufenden Spieler den Tormann irritiert hätten. Ich glaube das aber nicht, denn der Tormann ist voll auf seine vorkalkulierte Reaktion konzentriert. Ich erinnere mich nicht – im Gegensatz zu vielen anderen Entscheidungen, dass ein Tormann sich nach dem Spiel wegen des vorzeitigen Hineinlaufens der Spieler beschwert hätte, was er aber tun würde, wenn er es als einen Nachteil sehen würde.

Eine weitere eindeutige Situation bei einem Elfmeter ist die, dass der Ball vom Tormann gehalten und fixiert wird. Auch dann ist das vorzeitige Hineinlaufen der Spieler bedeutungslos. 

Viel interessanter ist der Fall, was der Schiedsrichter tut, wenn der Ball nur abgewehrt wurde und ins Spielfeld zurückprallt. Ich kann mich nicht erinnern, einen Fall erlebt zu haben, wo dann der Schiedsrichter das Spiel wegen vorzeitigen Übertretens abgebrochen hätte und eine Wiederholung angeordnet hätte. Aber gerade in diesem Fall hätte dieses Übertreten eine gravierende Wirkung. 

Ich vermute, dass der Grund ist, dass durch die erfolgreiche Abwehr eine neue Situation entsteht und man mit dem Bewerten dieser neuen Situation beschäftigt ist und das vorzeitige Übertraten nicht mehr als relevant einstuft, obwohl es gerade in diesem Fall eine Rolle spielt. 

Nach meiner Ansicht erfolgt die Wiederholung eines Strafstoßes praktisch immer aus einem rein formalen aber völlig irrelevantem Grund und die meisten Wiederholungen erfolgen nach einen bereits erfolgreichen Torschuss. Das ist von Nachteil für den Angreifer, weil das sichere Tor durch einen neuerliche (etwa 80-prozentige)  Chance ersetzt wird. Die Wiederholung nach einem verwandelten Elfer begünstigt daher die bestrafte Mannschaft. Das Übertreten sollte nur dann geahndet werden, wenn danach der Tormann den Ball abwehrt. 

Verhinderung einer Torchance

In der zweiten Halbzeit gab es eine kuriose Szene von dem St.Pöltner Tor. Louis Schaub will einen Freistoß im Strafraum kurz abspielen und wird vom gegnerischen Tormann daran gehindert. Das war nicht nur eine Unsportlichkeit sondern nach meiner Ansicht eigentlich die tätliche Verhinderung einer Torchance im Strafraum, also hätte es dafür eine gelbe Karte und einen Elfmeter geben müssen. Stattdessen gab eine Beschwichtigung durch den Schiedsrichter und wie zu erwarten war, wurde die Chance vergeben.

Was war bei diesem Spiel anders?

  • Es gab keine Stadionzeitung!
  • Die Süd- und Nordtribüne waren wegen eines Urteils der Bundesliga gesperrt und außerdem die an die Süd- und Nordtribüne angrenzenden Sektoren.
  • Die Auswärtsfans wurden auf der Osttribüne untergebracht
  • Die Plätze im Auswärtssektor wurden an gesperrte Abonnenten verkauft, die wenigstens 12 Heimspiele besucht haben, hier ein Blick auf den ausnahmsweise ausverkauften Auswärtssektor
  • Neuer Rapid-Sponsor „Scheiss-Bundesliga“
  • Das Aufwärmen erfolgte seitenverkehrt
  • Die Zuschauerzahl war knapp 10.000. Weniger Zuschauer waren nur bei dem Eiskasten-Cupspiel gegen Ried.
  • Wir waren ausnahmsweise zu Gast auf Ebene 2 der West-Tribüne.

„Gegen Kollektivstrafen“

…so lauteten die Spruchbänder des BlockWest und auch der Gäste aus St. Pölten. Die seltene Einigkeit und auch der Inhalt wurden von Publikum kräftig beklatscht. 

 

Sinn oder Unsinn von Kollektivstrafen

Das Nachdenken über die Sinnhaftigkeit von Kollektivstrafen lenkt ein bisschen von der Sinnhaftigkeit des Werfens von Feuerzeugen ab.

Zuletzt wurden solche Strafformen in der Zeit des Nationalsozialismus angewendet, heute gibt es sie nur mehr in Nordkorea. (Wikipedia „Sippenhaftung„).

Was man aber nicht abstreiten kann, ist der Umstand, dass alle an Rapid Interessierten sich in den letzten Wochen über das Thema Gedanken machen und die wichtigste Frage, ob der eigene Sitzplatz von der Sperre betroffen ist, macht praktisch jeden Stadionbesucher zum Betroffenen. Der mit diesen Sperren praktizierte Aufwand trifft auch die disziplinierten  Fans und es entsteht ein Interessenkonflikt aus Solidarität zu den Werfern (entstanden durch das gemeinsame Feindbild Bundesliga) und aus den Mühen, die durch die wiedereinmal Grenzüberschreitung für alle entstehen, vom finanziellen Verlust ganz abgesehen. Sollte sich das Szenario wiederholen, könnte die Solidarität bröckeln und das wäre ein Motiv, auf das die Bundesliga baut. 

Rapid-Viertelstunde vom 6.4. auf W24 

In einem ausführlichen Interview erklärt Christoph Peschek die Situation der Sektorensperre vor dem Spiel und Rapid hat diese Auflagen beim Spiel sehr genau eingehalten. 

In dieser Folge schildern Funky Feurer und Andy Marek die Situation auf der Pfarrwiese, die viele der heutigen Stadionbesucher noch erlebt haben.

Mit dem Bau des Allianz-Stadions ist ein ganz großer Schritt nach vorne getan worden, nur haben wir uns alle noch nicht ganz an das neue Zuhause gewöhnt.

Die Spieler machen den Eindruck einer unerklärlichen Heimschwäche. Kaum zu glauben, dass dieselbe Mannschaft in Mattersburg eine so große Spielfreude an den Tag gelegt hat und dieselbe eine Woche später vermissen ließ. 

Die Zuschauer werfen noch immer Feuerzeuge wie sie es in alten Zeiten gelernt haben, obwohl sich vieles geändert hat, vor allem der Grad der Öffentlichkeit, der Fußballspielen heute zukommt. Und diese Öffentlichkeit hat durch das neue Zuhause noch deutlich zugenommen. 

Diesen Nivellierungsdruck (nach oben) will der BlockWest nicht mitmachen. Ein Schreiber in Forum rapidfans.at – es ging um die Formulierung der Texte auf den Spruchbändern – hat es einmal so ausgedrückt, dass „er sich seine Sprache nicht nehmen lassen wolle“, und als ich das las, habe ich ihm spontan Recht gegeben. Es war irgendwie entwaffnend. 

Zuschauer wünschen sich dieses weniger Geregelte „oldstyle“ zurück, und drücken es durch das Eingreifen in das Spielgeschehen aus, was auch so seine Tradition haben dürfte. (siehe Schilderungen in der Rapid-Viertelstunde). Für die Spieler ist aber „oldstyle“ absolut kein Thema mehr, wie man an dem Interview gut ablesen konnte. Und wir sollten langsam akzeptieren, dass die neue Qualität des Angebots im Allianz-Stadion auch eine Anpassung des eigenen Verhaltens an die Umgebung nach sich ziehen sollte. 

Im VIP, Ebene 2

Es mangelt an nichts im VIP-Bereich des Allianz-Stadions. 

Diese Bilder entstanden zwei Stunden vor dem Spiel. Die Dichte an „Bewirtung“, mit der sich die beiden Ebenen im Vollbetrieb präsentieren, muss man einmal erlebt haben. 

Wir hatten einfach Glück! Etwas helfen wir dem Glück nach, indem Versicherungsverträge nicht auf einen Namen laufen sondern auf alle drei aufgeteilt sind, wir also damit unsere Gewinnchance erhöhen.

Als praktisch lebenslange Allianz-Kunden nehmen wir seit den Anfängen an jedem Allianz-Gewinnspiel teil und vor einigen Monaten hieß es, dass der Franz einen Rapid-„Hoodie“ gewonnen hätte. 

Aber das Glück war noch einmal auf unserer Seite, denn am vorigen Freitag bekam ich die Nachricht, dass Silvia zwei VIP-Karten für das St.Pölten-Spiel gewonnen hätte. Ich besuchte Florian Sturm an seinem Dienstort am Hietzinger Kai…

…und bekam die Tickets. Am Spieltag saßen wir an einem Tisch der Allianz mit Florian Sturm auf Ebene 2. Welches Privileg es ist, Gast in der Ebene 2 der Röhre zu sein, sieht man daran, dass nach Spielende zwei Gäste der Ebene 1 erfolglos versucht haben, „für nur eine Minute“ mit einem anderen Gast der Ebene 2 sprechen zu dürfen. Keine Chance!

Auf Ebene 2 befindet sich auch die Spieler-Lounge, in der die Spieler nach dem Spiel ein Abendessen serviert bekommen. Und am Weg dorthin gibt es Gelegenheit zu gemeinsamen Fotos. Hier Joelinton auf der Bühne von Ebene 1, Florian mit Armin Mujakic, Georgi Kvilitaia und Galvao!

Ein außergewöhnlicher Tag geht zu Ende! Das Spiel mit etwas „Masl“ gewonnen, viele Eindrücke gesammelt.

Wenn Du auch einmal Gast in „der Röhre“ sein willst, mach‘ einfach beim Allianz-Gewinnspiel mit. Die Auslosung erfolgt rein zufällig, Allianz-Kunden haben Chancen auf mehr und höhere Gewinne (siehe Bedingungen). 

Pro Allianz

Die Haltung der Blocks gegenüber dem „modernen Fußball“, also insbesondere gegen die diversen gewinnbringenden Partnerschaften ist wenig konstruktiv. Es ist unlogisch, irgendwo „in Europa“ mitspielen aber die Spielregeln des modernen Fußballs nicht zu akzeptieren zu wollen.

Ich finde es im Gegenteil sehr wichtig, dass möglichst viele unter den Rapid-Fans auf die Angebote eingehen, die Partner von Rapid an uns herantragen, sei es die täglich verwendbare CashBack-Card oder eben die persönliche Versicherung bei der Allianz. Es geht nicht darum, viel Geld einzusetzen, es geht darum, dass viele es tun. Wir fühlen uns nach dem Transfer unserer Versicherungen zu Florian Sturm bestens betreut und die Verbindung zu Rapid macht die Versicherung für uns doppelt wertvoll. Wir haben das Gefühl, einen Beitrag für unser gemeinsames Anliegen „Rapid“ geleistet zu haben. 

Auf zum nächsten Gewinnspiel!

Links

Horn-Rapid II

3:1 (1:0)

Wir erlebten in der ersten Halbzeit ein sehenswertes Spiel von Rapid II. Tolle Kombinationen, allein das Tor wollte nicht gelingen. Man hatte nicht den Eindruck, dass wir gegen den Tabellenführer spielen. Doch das Tor erzielten die Horner. Leider war dann die zweite Halbzeit mehr nach dem Geschmack der Horner Fans …

…und daher blieb bei Rapid II neben der natürlichen Erschöpfung auch Frust zurück.

Im Bild Mert Müldür nach dem Spiel.

Immerhin 900 Besucher melden die Fußball-Chronisten. 

Die Fahrt

Arnold, Florian, Franz und Gerhard starteten beim Allianz-Stadion und fuhren über St,Pölten und Krems über das Kamptal nach Horn. Zurück ging’s über Maissau, Tulln, Riederberg nach Hütteldorf. 

Links

Mattersburg-Rapid

2:4 (1:4)

Das letzte Auswärtsspiel gegen Mattersburg war denkbar knapp ausgegangen und die Mattersburger waren in den letzten Spielen im Aufwind, in der Frühjahrstabelle sogar auf Platz 2. Und die ersten Minuten gehörten denn auch den Gastgebern, aber in der 17. Minute wendete sich das Blatt und nach weiteren 20 Minuten stand es 0:4! Murg 2x, Schwab und Schaub waren die Torschützen.

Die Beute war erlegt, der Hunger gestillt, die Raubkatze ging es ab sofort ruhiger an. Zum Pausenpfiff gab es das 4:1 und nach einer zweiten Halbzeit auf Halbdampf kassierte man noch in der 85. Minute das 4:2. 

Insgesamt ein höchst erfreuliches Ergebnis und ein schönes Ostergeschenk für alle Rapidler!

Aber es wäre nicht die Volksseele, hätte sie nicht etwas zu bemängeln. Es galten mehr negative Worte der gemächlichen zweiten Halbzeit als positive Worte dem souveränen Gesamtergebnis. 

Spieler und Trainer drückten es in Interviews ähnlich aus; beide Teile ärgerten sich über diese zweite Halbzeit; der Trainer über die Spieler und die Spieler über sich selbst. Niemand ist sich einer Schuld bewusst, denn natürlich war nicht ausgemacht, einen Gang zurückzuschalten. Aber so ist es eben, wenn man mit einem klaren Vorsprung führt, man macht nur das Notwendigste. Einen satten Löwen kann man streicheln, der tut nichts.

Anreise

Beim Treffpunkt im Schwechat testeten wir unser neues Banner vom „Klub der Freunde“, dar erstmals beim Spiel gegen St. Pölten eingesetzt werden wird. Arnold, Christian und Florian halten das Banner in die Höhe.

Die Anreise war gemütlich und unser Parkplatz in der Rosengasse war auch noch frei. Heribert Weber, der sich als Experte  am Weg zu seinem Arbeitsplatz befand, war ob des Spielergebnisses ebenso im Unklaren wie wir. Auch die Buchmacher wussten nicht so recht, wie sie die Chancen bewerten sollen und entschieden sich für ein 3.4 : 3.1 : 2.05, sahen also Rapid leicht im Vorteil.

Im Mattersburg-Cafe zeigte man die Spiele des Vortags und wir konsumierten die noch warmen Schnitzelsemmeln. 

Choreografie

Während des Spiels flaute der Westwind ab aber zu Spielbeginn flatterten die Fahnen der Choreografie noch ziemlich heftig.

Um den ersten April gedenken Fußballfans Matteo Bagnaresi (genannt Bagna). Bagna, Mitglied der „Boys Parma“ wurde am 30. März 2008 von einem Bus überfahren und getötet. Link, Bei diesem Spiel in Mattersburg wurde folgendes Spruchband gehisst: „Se vuoi ribellarti, diventa ulrà. Se non vuoi, rispettaci.“ Matteo nel cuore.  (Google-Translate + Fiala-Translate: „Wenn Du rebellieren willst, werde ein Ultrà. Wenn Du nicht willst, respektiere uns.“ Matteo im Herzen.)

Bundesligatauglich?

„Mattersburg“, das ist die Kunst, mit einem absoluten Minimum an Kundenbetreuung ein Maximum sportlichen Erfolgs zu erreichen. Der Satz erinnert ein bisschen an den sehr ähnlich klingende Motto von Christoph Peschek, allerdings an dessen von Marketing-Grundsätzen*) befreite und ziemlich kundenunfreundliche Version. Dass diese Version überhaupt anwendbar ist, hängt damit zusammen, dass im Fußball Einnahmen auch dann fließen, wenn gar keine Besucher da sind. 

Es bleibt bei dem Satz unausgesprochen, dass Christoph natürlich die Kundenzufriedenheit an die erste Stelle setzt und das bedeutet, einen erheblichen Aufwand betreiben zu müssen, bevor dann etwas für den sportlichen Erfolg überbleibt. Dass 7.000 Zuschauer ins Pappelstadion gekommen sind, erinnert an bessere Zeiten und kommt nur dadurch zustande, weil Rapid diesen erheblichen Aufwand betreibt, den Zuschauern ein Fußballerlebnis zu bieten. Der Zuschauer-Schnitt in Mattersburg ist nämlich 3.148. (Bundesliga-Statistik) So beschert fast jedes Auswärtsspiel von Rapid dem jeweiligen Gastgeber einen Rekordbesuch. 

Die Bundesliga weiß genau, dass man keine Feuerzeuge wirft, aber sie weiß offenbar nicht, was die Minimalanforderungen sind, die man vom Kartenverkauf im 21. Jahrhundert erwarten darf und die man auch einfordern können muss. Bei der Verurteilung von Rapid und dessen treuen Anhangs ist man ja ziemlich schnell und rigoros. Weit weniger wichtig ist es für die Bundesliga, wie Fußballinteressierte betreut werden, als etwa zu ihren Karten kommen können.

In Mattersburg geht das auf zwei Arten: entweder mit einer Postnachnahme oder mit Selbstabholung. Beides probiert, nur Zweiteres funktioniert. Die Postnachnahme hat neben der erheblichen Gebühr den „Vorteil“, dass die Zustellung manchmal auch erst nach dem Spiel erfolgt und man die Karten mühsam und verfolgt von einer ungeduldigen Warteschlange vor Ort reklamieren muss. Die Selbstabholung ist extrem aufwändig und dauert für Wiener zwei bis drei Stunden. Wer also die Karten rechtzeitig vor dem Spiel haben will, kommt um einen Auflug ins Burgenland nicht herum.

Der Aufwand für den Kartenverkauf: praktisch Null. Ein Schild…

…ein Stapel vorgedruckter Karten…

…und ein kooperierender Sponsor, die lokale Commerzbank:

Wer als Rapid-Anhänger mit anderen Bundesliga-Vereinen zu tun bekommt, hat immer wieder den Eindruck, als wäre der Gast eher ein Störfaktor. Einen Plan der Tribüne gibt es nicht, wir sitzen im Sektor E. 

Links

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*) Marketing wird als ein sozialer und betriebswirtschaftlicher Prozess definiert, durch den Einzelne und Gruppen das erhalten, was sie benötigen und wollen, durch die Schaffung und den Austausch von Produkten und Werten mit anderen. (Kotler/Armstrong 1998, S. 3)