Rapid möge gewinnen
3. Februar 2018
Schmerzliche Grenzerfahrungen
9. Februar 2018

1:1 (0:0)

Wenn die Spieler so nervös waren wie wir Zuschauer nach fast zweimonatiger Spielpause, kann man vielleicht verstehen, warum wir eine insgesamt schwache erste Halbzeit gesehen haben. Dass  dann noch Stefan Schwab vor der Pause verletzt vom Platz musste, ließ schon das Schlimmste für den Spielausgang befürchten. Aber der eingewechselte Thanos Petsos hat seine Sache gut gemacht. 

Mitgliederversammlung am 11.3.2019 mit:
Stephan Auer, Andrei Ivan, Tobias Knoflach, Manuel Martic
Gäste sind willkommen, Voranmeldungen erbeten. Wenn Du als Nichtmitglied teilnehmen möchtest, rufe bitte 0677-1899 5070 (Franz).

In der Pause sehnten wir uns nach einem Tor, damit sich das Spiel belebt. Genau so war es dann auch. Aber so haben wir uns das natürlich nicht vorgestellt. Wir dachten eher an ein Führungstor von Rapid. Doch durch einen unkontrollierten Abpraller landete der Ball ziemlich zufällig von der Füßen von Monschein. Es war, als ob Rapid erwacht wäre. Der Ausgleich gelang postwendend durch Ljubicic und im Schlussteil des Spiels hatte Rapid noch drei tolle Chancen von Schobesberger, Joelinton und Petsos,  die aber keine Punkte bringen und bestenfalls Hoffnung geben, dass es irgendwann doch klappen könnte; mit einem Heimsieg gegen die Austria.

Mit dem Ergebnis kann Rapid besser leben und liegt weiterhin 8 Punkte vor der Austria, die vom LASK überholt wurde und nunmehr auf Platz 6 abrutscht. 

Feine Choreografie

Eine tolle zweiteilige Choreografie des Block-West leitete das Spiel ein. 

Die Spruchbänder waren für das Publikum uninteressant bis unverständlich.

Das Jubiläumsjahr der Ultras beginnt, denn das Vorsängerpodest ziert bereits ein Transparent „30 Jahre Ultras Rapid“.

Provokateure, zu Gast in Hütteldorf

Ich erinnere mich an das Spiel gegen den LASK in Pasching, als ebenfalls Feuerzeuge gegen unseren Tormann geworfen wurden, er diese seelenruhig aufgehoben und aus dem Spielfeld befördert hat. Es fand keine weitere Erwähnung in der Presse. 

Warum das bei Spielen gegen die Austria so nicht funktioniert, liegt wahrscheinlich auch an den acht Punkten Abstand und dem damit verbundenen Druck. Wäre es umgekehrt, könnte man vielleicht mit einer gewissen Großzügigkeit des Stärkeren über diese Kleinigkeiten hinwegsehen. So aber muss man alle Möglichkeiten nutzen, um eventuell zu einem unerwarteten Punktgewinn zu kommen. Dazu gesellt sich die Persönlichkeit des Raphael Holzhauser die für solche Szenen wie geschaffen ist. Daher setzte sich der Arbeitsstil des R.H. in bereits vom letzten Heimderby bekannter Weise fort. 

Ecke 1: 193 cm groß, 88 kg schwer, gerade frisch von ein-monatigen Training topfit zurückgekehrt; dieser Riese geht nach einer Berührung mit einem Feuerzeug zu Boden wie nach einem Haken von Mohamed Ali

Ecke 2: Ein Becher landet am Spielfeld, gar nicht von der „bösen“ Süd- sondern von der „guten“ Ost-Tribüne. Der Schiedsrichter sieht den Becher zuerst gar nicht. Statt ihn einfach in Out zu kicken, wird auf den schrecklichen Gegenstand am Spielfeld hingewiesen, worauf das Spiel unterbrochen wird. 

Kein anderer Violetter macht ein solches Theater, bei keinem anderen Violetten gibt es solche Probleme. Nach dem kommenden Auswärtssieg von Rapid im Happel-Stadion am 15.4.2018 wird die Zeit das Holzhauser-Problem gelöst haben. 

Natürlich haben alle diese Gegenstände nichts am Spielfeld verloren. Ich erinnere mich an die damals mit Ottakringer-Sonnenschirmen abgefangenen Bierduschen in der Nord-West-Ecke des Hanappi-Stadions. Neu ist das nicht, gescheit ist es nicht. Aber man hat es sich noch nicht abgewöhnt. Von den vielen Möglichkeiten zu lernen, wählen die Unbelehrbaren den beschwerlichsten Weg, den, der Sanktionen nach sich zieht, weil dem Verein dazu leider nichts anders einfällt, weil die Appelle ungehört zu verhallen scheinen. Einen Plärrer aus dem Megafon des Vorsängers habe ich auch vermisst. Wie unkooperativ der Block in seinen Gesängen verharrt ist und auf die Ermahnungen von Andy Marek nicht reagiert hat, deutet fast auf eine Art Machtkampf hin. Vielleicht eine kreativ-destruktives Verhalten zu emotionalen Dekoration des 30-Jahr-Jubiläums?

Quoten

Wenn sich unsere Erwartungshaltung in den Quoten der Buchmacher niederschlägt, dann ist es weiter nicht verwunderlich, wenn wir das Stadion enttäuscht verlassen. 1,45 : 4,00 : 6,00 lautete die Prognose.

Mit etwas mehr Realismus, wäre die Enttäuschung nicht gar so groß.

Bei diesem Spiel wäre auch jeder andere Ausgang möglich gewesen   , vom Abbruch und daher klarem Sieg für die Austria, bis zu einem klaren Sieg für Rapid, denn das Gegentor war wegen des für alle Beteiligten nicht vorhersagbaren Querschlägers nicht zu verteidigen. Und wenn nur eine dieser drei Großchancen verwertet worden wäre…

Fußball ist ein Hätti-Wari-Spiel. 

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